<^^^^ Dienstag, 8. November 1898. Jahrgang 117. Wacher Mum. ^ ''^'. ^>bj«h3!,^f Post verse Ild III! g: ganMria fl. 15, halbjährig fl. 7 5N. Im Comptoir: ^^^ ° bi« .,,'« !'. 55U. Mr die ftustelliing ins Hau« ganzjährig fl. 1. — InsertionsaebUr. Für «eile» i!5 tr,, größere prr Zeile « lr,; bei üslere» Wiederholungen per Zeile :^ lr. Die «Laib. Itg,» erscheint täglich, mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, Die Ndmlniftrailon befindet sich CongrelMah Nr, 2, die Mtdactlon Äarmherzlgergasse «r. 15, Vprechstunden derNedattlon von « bi« 1l Uhr vor< mittags. Unfrankierte Vricse werde» nicht angenommen, Manuscript« nicht zurüilgcslcllt. 3 ^"'En^s.-^p^swlische Majestät haben mit ^ ^^cisN^ßung vom 2. November d. I. ?' ^s Danzer der Finanzen '!>. 6lG '" ^rag den Orden der eisernen Krone ^ '«i^" Frau, V"" Hofräthen und Finanz-Landes-^ ^V'NAri^ ^'"^mayer in Graz, Josef ^l^u/ ^""b Ludwig Hocevar in Zara ^ flicht de. c^ Leopold-Ordens — sämmtlichen )5 ^ rr ^axe — allergnadigst zu verleihen ^Mtei ss^ k. .Apostolische Majestät haben mit 5 z°!,7"fi!,a,"Vliehung voui 2. November d. I. 5i?'. «i^ Dr. Wilhelm Ritter von Lesi- ?i^lUiitben'7^bung vom 2. November d. I. b't «ich UndV Kirchner, Wilhelm Havels- ^? Kv^?""Olscha sowie dem Finanzsecretär ^« ben U b"s Ritterkreuz des Franz Iosef- ^s?bbr^ "Mretären Vladimir Ha na eil, ^^Eteue?^ u"t> Dr. Eduard Pfleger, ^^^^,f"berlnspectorcn Johann Kvacek, . VM^^und Karl Nowotny sowie dem ! ^ Mieu' ,n!,I' Johann Morosini das goldene ' V Ad./f ^' Krone und dem Finanz-Conci- > alle "l lieben schein das goldene Ver- gnädigst zu verleihen geruht. «I^?k»!e j--------________ !?! Hter '/','?!. Apostolische Majestät haben Nilt ^iiMstr^ Z^^ung vom 81. October d. I. ^ ! das Ä"he der Stadt Wien Edmund ^W z^Wterkreuz des Franz Josef-Ordens ^ Mtt'^.k.. Apostolisch Majestät haben mit XMl'ge ^'chllcßiuig vom 26. October d. I. V^raso, k. k. Theresianischen Akademie >^aniZla" van der Straten-Ponthoz, ^>A^^tttervon Malczewsli, Karl von Lonyay und Max Gandolf Grafen von K uen -bürg zu k. nnd k. Edelknaben allergnadigst zu ernennen geruht. Seine k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 31. October d. I. dem Postcunductenr Wilhelm Fich tinger in Wien anlässlich seiner Versetzung in den dauernden Ruhestand in Anerkennung seiner vieljährigen treuen und belobten Dienstleistung das silberne Verdienstkreuz mit der Krone allergnadigst zu verleihen geruht. Seine k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 20. October d. I. dem bei dem Brauntohlenbergbauc der priv. Graz-Köflacher Eisenbahn- und Bergbau-Gesellschaft in Schönegg bedicnsteten Hutmanne Ernst Mayer in Anerkennung seiner mehr als vierzigjährigen vorzüglichen Dienstleistung bei einem und demselben Verg-baue das silberne Verdieustkreuz mit der Krone allergnadigst zu verleihen geruht. Seine k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 17. October d. I. dem Förster Heinrich Seebacher in Muhr in Anerkennung seiner vieljährigen ersprießlichen Dienstleistung das silberne Verdienstkreuz mit d^r Krolle allergnadigst zu verleihen geruht. Seine k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 31. October d. I. dem in dem Erzherzog Friedrich'schen Eisenwerte in Wegierska Gorka bediensteten Eisendreher Johann Szczotka in Anerkennung seiner mehr als fünfzigjährigen, einem und demselben Industrie-Unternehmen zugewendeten treuen und belobten Berufsthätigkeit das silberne Verdienstkreuz allergnadigst zu verleihen geruht. Nichtamtlicher Theil. Aus dem WgeorduetenhlUlse. Die Debatte über die Anträge auf Ministeranklage gcgeil die im Amte befindliche Negierung wegen Allwendung des § 14 wurde in der letzten Sitzung des Abgeordnetenhauses mit zwei Neden der oppo- sitionellen Antragsteller eröffnet. Während der Abgeordnete Hofmann v. Wcllcichof bei aller Schärfe in Form und Inhalt sich so ziemlich innerhalb des Rahmens des Verhandlungsgegcnstandcs hielt, benutzte der Abgeordnete Schönerer den Anlass, um eine jener berüchtigten Brandreden loszulassen, die an Verleugnung und Verhöhnung des österreichischen Gefühls unerreicht dastehen. Man mag vielleicht den Abgeordneten für Eger oftmals belächelt oder nicht ernst genommen haben, wenn er am Wirtshaus-Stammtische oder in gewissen Conventikcln vor einem kleinen Kreise andächtiger Zuhörer für seine vaterlandslosen Tendenzen die Werbetrommel rührte; wenn dieser Mann aber die Tribüne des österreichischen Parlamentes dazu miss-brancht, um die Untrene an Oesterreich zum Fenster hinaus zu predigen, alles herabzuwürdigen, was dem Oesterreicher heilig und theuer ist, dann darf man über solches Treiben nicht mehr achselzuckend hinweggehen, dann muss die Zurückweisung so rasch und so energisch erfolgen, wie dies am 4. d. M. seitens des Ministerpräsidenten geschehen ist. In einer improvisierten, aber vielleicht nmso nachhaltiger wirkenden Rede hat Graf Thnn treffende Worte der Abwehr und Verurtheilung gegen den Chef jener Sechs-Männer-Partei im Abgeordnetenhause vorgebracht, deren ganze parlamentarische Thätigkeit sich in der gewaltthätigen Verhindernng jeder positiven Arbeit, in der Verletzung alles österreichischen Empfindens erschöpft. Mit vollem Rechte durfte der Cabinctschef es ausfprechen, dafs der österreichische Gedanke durch die Compagnie Schönercr-Wolf nie wankend gemacht werden kann, nnd der demonstrative Applaus, dcr diesen Worten folgte, wiederholte sich, als Graf Thun seine energische Abfertigung mit dcr Bemerkung schloss, dass den Angriffen Schönerers nichts anderes als ein gewisses Schweigen gebürc. Graf Thun hat am 5. d. M. nicht bloß im vollen Bewusstsein der Pflichten, welche ihm fein hohes Amt anferlegt, sondern auch, seinen persönlichen Empfindungen folgend, als guter Oestcr-reicher gesprochen. Es war sehr am Platze, ja geradezn eine politische That, dass wieder einmal von bernfcnster Stelle, vom ersten Beamten des Reiches, Tendenzen entgegengetreten wurde, die sich vielleicht in keinem anderen Parlamente der Welt hcruorwagcn könnten, ohne dass ihr Urheber sofort von der allgemeinen Entrüstung hinweggefegt würde. Feuilleton. '"°b"lle Vaucutlmckclmlg Wiens. U. von Nivenot. 3<^lvisse^ II. ^ 5 l u, d ». s "lMt oder Vcrknöchernng machte I'> d?r>"schell Völker. In den großen Um-?ei »li «^"'wandernng war die antike Cultur ü^i^ni . !^e "ur wie eiu halbentschwuu-dXn. in ^! °'r Erinnerung dcr Völker fort, « Zurück'.^"cht dcr Unwissenheit und Vcr-X'>l den^allcn warcn. Oasen gab es aber U>3 l das Knst und Wissenschaft eine Pflege tXll ^al^ r dor Antike vor völliger Vcr-X^leb, blieb, dies waren die Klöster. >ch.>.'^ d ^" "n frühen Mittelallcr solche Ul L Un r ^l/ glcich Fürstcn die Umgegend ^ «lrede.,? ?'^" Umständen blieb die Archi-3bli°W,ich° den religiösen Zwecken dienstbar. gewiesene Kloster- Ule ^' die darall sich schließende Kirche lHe Kunstrntsaltung. Eil» religiöser Gedanke leitete die Mönche dazu, ihrem Gotteshausc die Kreuzform zu geben, und dies geschah durch die Einschicbung dcs Querarms zwischen Langshans und Apsis. In der alten Basilika hatten Säulen mit darauf ruhendem geraden Architrav die Kirchenschisse getrennt, im Norden fehlte aber das kostbare Steinmaterial, die Säulen wurden durch Pfeiler, das Gebälk durch Rundbogen ersetzt, nnd scholl lebte in der germanischen Rasse das fromme, sich zn Gott erhebende Andachtsgcfühl, welches in dcr hohen, feierlichen Ueberwölbung dcr Kirchenschiffe und in der Errichtung des weithin sichtbaren Glockcnthurmcs feinen künstlerischen Ausdruck fand. Als Verbindungsglied zwischen Kirche und Kloster aber entstand ein rings nm den Hof sich ziehender Gang, dessen architektonischer Schmuck die leichtgcschwungrnen, rnndbogigen Arcaturcn bilden. Wir haben hier in lurzeu Umrissen die Grnnd-züge des romanischen Stils. War, wie wir sahen, in dieser Epoche die zu Gott emporstrebende Frömmigkeit der Grundgedanke, der nach einer künstlerischen Ausdrucksform sucht, so finden wir diefes felbe Motiv im gothischcn Stile zu seiner höchsten Ausbildung gelangt. Hier ist cs aber nicht mchr das Ergebnis cincs kindlichfrommen Volksglaubens, sondern es ist zu einem compliciertcn, auf scharfsinnigster Berechnung basierten Vcrticalsystcm ansgcstaltct worden, zn dem wir in dem ebenso weitverzweigten theologischen Glaubens-Mem der Scholastik ein Gegenstück finden. Abgesehen von diesem rein intellectuellcn G«lndprincipc hat abcr aucki der nationale Geist seinen künstlerischen Ausdruck i,l dcr Gothik gcfundcn, dics tritt auch in dcn ornamentalen Details - der Hauptschmuck dcr Querglieder lieat iu ihrer reichen Profilierung — deutlich zntage. Die Akmlthusblättcr dcr Capitale, die der Antlte ent- lehnten Ornamente sind verschwunden, stilisiertes Lanb umgibt die Pfcilercapitälc, und bisweilen lugt eine au die nordischen Sagen erinnernde phantastische Drachen-odcr Thiergestalt aus dem Blattwerke hervor. Nochmals wird nun aber Italien zum Centrum der Kunstentwickelung. Dcr großc Umschwung dcr Geister, den man gemeiniglich mit dem Namen Renaissance bezeichnet, vollzieht sich dort. Dic Antike erwacht zu neuem Lcbcn, und wahrcnd dic Gelehrten durch das Land zogen, die humanistischen Wissenschaften verbreitend, fchöpften die Künstler an dein uncrschöpf-lichcn Vorne dcr wieder entdeckten antike Kunstwclt, und wenn es auch cin gemeinsames Streben aller war, die neuen Principicn praktisch zn verwerten, so blieb cs doch der Genialität dcs einzelnen überlassen, inwieweit ihnen dies gelang. Meister allerersten Ranges treten auf, die nach Ucbcrwindnng der technischen Schwierigkeiten Bauten schaffen, die sich in der Kühn-hcit dcs Entwurfes würdig an dic antiken reihen. Waren es in dcr Frührcnaissancc hauptsächlich die decoratiucn Details, die, dcr Antike entlehnt, dcn Hanptrciz der neu entstehenden Gcbäudc bilden, so abstrahicrt man in dcr Huchrcnaissance voll dem ornamentalen Aciwcrk und basiert die Schönheit auf die Großartigkeit dcr Anlage und das Ebenmaß dcr Verhältnisse. Ueberflüssig erscheint cs mir, nähcr zu erörtern, dass cin wisscnschaftlichcs Studium der antikcn Ucbcrreste vom Standpunkt ihrer Conception aus nnd hinter Zuhilfenahme der alten Autoren, ins-bcsondcre dcs Vltruvius, zu solchen Resultaten führte. Neben dem kirchlichcn schcn wir mm abcr auch deu Profanbau, insbesondere den Palastbau, eine wichtige Stelle einnehmen. Laibacher Zeitung Nr. 254. 2048 8.'NovcmberI>^ Auch was der Ministerpräsident über das Meritum der Sache, über den Gebranch des § 14 vorbrachte, kann jeder Kritik standhalten. Er hatte es nicht nöthig, sich in eine verfassungsrechtliche Interpretation dieser Bestimmung des Staatsgrundgefetzcs zu vertiefen, uni den Nachweis von der vollen Gesetzmäßigkeit des Vorgehens der Regierung zu erbringen. Graf Thun brauchte bloß darauf hinzuweisen, dass die österreichische Verfassung jeder Regierung Pflichten auferlegt und Rechte einräumt. Zu diesen Rechten geHort auch die Möglichkeit, mittelst des ß 14 bei nicht versammeltem Parlamente Anordnungen zu treffen, und zu ihren Pflichten gehört es, dass die Regierung von dieser Möglichkeit innerhalb der gesetzlich gezogenen Schranken Gebrauch macht. Diese Grenze aber wurde nicht überschritten. Im Vollgefühle ihrer Verantwortlichkeit und infolge des Versagens der parlamentarischen Thätigkeit außerstande, die zur geregelten Fortführung der Staatsgeschäfte erforderlichen Maßnahmen im normalen Wege zu treffen, hat die Regierung im Laufe des Sommers eine Reihe von Verfügungen erlassen, um denStaats-nothwendigkciten gerecht zu werden. Das war ihre verfaffungsmäßige Vefuguis, und eine Anklage wäre vielleicht erst dann am Platze gewesen, wenn die Negierung es unterlassen hätte, von dieser Befugnis Gebrauch zu machen. Was aber den Einwand der Opposition betrifft, dass die Negierung den Neichsrath hätte einberufen können, so widerlegt sich derselbe von selbst durch den Hinweis auf die parlamentarischen Verhältnisse, die Graf Thun bei seinem Amtsaulritte vorgefunden, und auf die notorische Arbeitsunfähigkeit des Parlamentes, welches bis in den Juni hinein versammelt war, ohne irgendwelche positive Leistung vollbracht zu haben. Eiu Ministerium, welches bei solcher Sachlage auch uur einen Augenblick gezaudert hätte, die normale parlamentarische Action zeitweilig durch deu § 14 zu ersetzen, wäre sicherlich nicht auf der Höhe feiner Aufgabe und seiner beschworenen Pflichten gestanden. Politische Ueberficht. Laibach, 7. November. Die im Abgeordnetenhaus»: eingebrachte Regierungsvorlage, betreffend die Verwendung von Geldbeträgen ans den gemeinsamen Activen, ist eine Reproduction der bereits in der früheren Session eingebrachten Vorlage, womit ein Erfordernis von einer Million Guldeu für die Zwecke der Kriegsmarine, die Verwendung von 300.000 fl. sowie vorschussweise die Entnahme von 1,200.000 fl. zur Erwerbuug eigener Gebäude für die Missionen in Petersburg, Washington, Tokio, Peking und Cetinje angesprochen wird. Weiters wird in einer neuen Regierungsvorlage die vorschussweise Entnahme von 2,000.000 fl. für die Befestigung und Armierung von Cattaro aus den gemeinsamen Activen angesprochen; obgenannter Vorschuss vou 1,200.000 fl. wird in jährlichen Raten iv 24.000 fl., vom Jahre 1897 an gerechnet, dann der Vorschuss von 2,000.000 fl. in jährlichen Raten :d 250.000 fl., vom Jahre 1899 an gerechnet, aus den gemeinsamen Activen zurückzuzahlen sein. Die Heranziehung der gemeinsamen Activen zu den in dem Gesetze angegebenen Zwecken wird der Frage der Theilung dieser Activen nach keiner Richtuug präjudicieren. Der Czecheuclub hat in seinen letzten zwei Sitzuugcu über deu Bericht der parlamentarischen Commission,'betreffend die Verhandlungen mit der Regierung, berathen. Nach eingehender^ Debatte wurden nachstehende Anträge zum Beschlusse erhobeu: 1.)Der Bericht der parlamentarischen Commission über die Verhandlungen mit der Regierung wird vom Club zur Kenntnis genommen. 2.) Die Mitglieder des Clubs im Ausglcichsausschusse und in den Subcomites haben nach den Entscheidungen der Rechten vorzugehen und zu stimmen. 3.) Vor der zweiten Lesung der den Ausgleich betreffenden Anträge ist das Collegium der Vertrauensmänner der national-freisinnigen Partei einzuberufen, welchem diese Anträge sowie ein eingehender Bericht über die Verhandluugen mit der Regierung zu unterbreiten sind. 4.) Es möge dafür Sorge getragen werden, dass ehemöglichst die Vorlagen, betreffend die ärarischen Mauten und die Uebcrtragungsgebüren, erledigt werden. Der Finanzminister Dr. Kaizl wohnte den Berathungen bei und nahm an der Debatte theil. Im uugarischen Abgeordnetenhause wurde vorgestern die Tagesordnungsdebatte fortgesetzt. Nachdem mehrere Redner contra gesprochen, wurde die Debatte auf Montag vertagt. Abgeordneter Molnar ersucht, seine angemeldete Interpellation am Montag begründen zu dürfen. Der Präsident beantragte unter großem Lärm die Vertagung auf Mittwoch, da Interpellationen nur am Mittwoch und Samstag verhandelt werden. Es entwickelte sich eine lebhaste Hausordnungsdebatte. Die Abstimmung wurde schließlich auf Montag vertagt und die Sitzung geschlossen. Die ziffermäßigen Ergebnisse der preußischen Landtagswahlen haben wir bereits mitgetheilt. Aus deuselben ist ersichtlich, dass das neue Abgeordnetenhaus vou dem letzten im wesentlichen kaum verschieden fein wird; höchstens könnte man sagen, dass eine kleine Verschiebuug nach links erfolgt ist. Jetzt besitzen die Conservativen 147 und die Freiconservativen 57, zusammen also 204 Mandate; es fehlen ihnen daher zur absoluten Majorität des Hauses, die 217 Stimmen beträgt, noch 13 Mandate, während in der letzten Session hieran nur 6 Stimmen mangelten. Das Centrum, das jetzt 99 Mandate besitzt, wird nach wie vor mit den drei liberalen Fractionen oder mit der conservativen Partei eine Majorität bilden können. Die Erklärung, welche das Ministerium DuPuy in den französischen Kammern nach seiner Vorstellung abgegeben hat, wird in der Pariser Presse im allgemeinen gut aufgenommen. Die republikanischen Blätter billigen die darin angekündigte Politik der Beruhigung, während die radicalen Zeitungen Dupuy dazu beglückwünschen, dass er eine Einigung uuter deu Republikanern anstrebe und verspreche, der Justiz ihren freien Lauf zu lassen. Die socialistischen Journale hingegen sind von der Aufrichtigkeit Dupuys uicht unbedingt überzeugt uud erklären, feiue Handlungen abwarten zu wollen. Seit 1. October tagt in Paris die spanisch-amerikanische Friedensconferenz; da ihre Verhandlungen für geheim erklärt worden waren, drangen nur selten spärliche Nachrichten darüber in die Oeffentlichkeit, die einen glatten Verlauf der Berathungen vermuthen ließen. Umso überraschender kam daher vor einigen Tagen die Kuude, dass die Vereinigten Staaten sich mit der Abtretung der beiden Antillen Cuba und Portorico nicht bcgn"6 ^F auch die ganze Gruppe der Philippinen " ^, >. auf denen die amerikanischen Truppen 'M, aufständischeu Tagalen nur die H"Npt ^,ii^ besetzt habeu. Die Forderung war cM ^^ ^ raschend, weil sie einerseits mit der "°' Wi^ Krieges von Amerika immer wieder bet^,^,-,^ Doctrin im Widersprüche steht und "' ^n^ früher von der amerikanischen Presst,^. ,nil ^ sicherung, die Vereinigten Staaten M" ^F Befreiungskrieg zu Gunsten der Cnw ^ M, steht. Diese Behauptung haben auch schon die gemäßigten Blätter NoM" ^,^ gegeben, die sogenannte Iingo-Presse ^. ^u>>s', nicht mehr mit dem Verlangen der ÄW ^M Philippinen allein, sie ist auch gegen l^' M^ einer Entschädigung oder Uebernahme ei ^.^. Theiles der spanischen Staatsschuld, uM ^M derungen haben sich, wie der «KolnH' ^tt"^ berichtet wlrd, auch schon zwölf Wu'dK^A geschlossen, die der «Newyort World' ^u ^> dass zwei Drittel des Senates aus stünden. , ^, zliM Nach einer aus Petersburg °^< Melduug sind die Hauptzüge des d" ^ M^ Confereuz vorzulegenden Programme» ^B, Mitwirkung des Zaren auch m oe" a"". vom Minister des Aeuhern Grafen "l ,, ü" bereits festgestellt worden. Wie angen .^ dürfte das Programm in der 3'^!"' Ai^ laufenden Monates den auswärtigen RG" ^ notificiert werden. ^, b^ Des weiteren wird von dort gemr ^n ^ unterrichteten Kreisen von einer bewri ^ an, überhaupt auch nur geplanten Vercmo .^ ^ Spitze der russischen stantinopel nichts bekannt sei. Votlcl)^^^,,hM werde vielmehr nach einem mehrtägige» < Livadia auf feinen Posten zurückkehren. ^ lM Wie man aus Athen meldet, dnr> ^ ^ Fürst-Gouverneur vo n " > ^ ^ Georg, zum Autritte semer Stel" ^^„ Mitte dieses Monates in Kanea ^'' ^ft russische Stationsschiff im Piräus s^>./^ sein, den Prinzen nach der Insel zn " ''^ir>l ^ naher Zeit zu bildeude militärische n" ^k'"> des Gouverneurs soll ausschließlich " ,, zusammengesetzt werden. Hct, ^ ^ Des weitereu wird von dort u^^l's^W Entwaffnung der kretische" ^ „F^ dem Eintreffen des neuen Gonucrne' ^s durchgeführt sein dürfte. Es sollen w^ . 4000 Gewehre abgeliefert worden sei»- ^ä"^/ Der «Temps, schreibt inbetrcfs o^ ^B>Hl> Faschodas : Mail wird Frankreich " ^.s ^ der Welt zumuthen, dass es die Lehren ^^ vergesse. Frankreich sah eine ^"" ^rh^ Regierung, welche vou Aufang an oie" ^ s,^., dass sie in der Sache selbst s'^n ""^M'Z>i zur Richtschnur machte, einen "N stch p ^ s«h, ^ möglichst gransam zu gestalten. 3""^/ M / von England mitten im Frieden "^aats<^ Rüstungen bedroht, von allen englisH" ^t s' ^ übelwollend behandelt wurde. F'"NN ^ F^. was es sich, was es der Welt s^^-^ij Aeliotvopblüten. Roman nach dem Französischen von Ludwig Wechsler. (32. Fortsetzung.) «Sie wollen offenbar von dem Herzfchlag sprechen, dem Lord Harrison erlag und welchen ich heute nachts thatsächlich zu coustatieren hatte?' lautet die Gegeufrage. «Lord Harrisou, mein Herr, wurde ermordet, und das müssen Sie besser wissen als irgend einer!» widerspricht jener. «Sagen wir, dass ein Selbstmord vorliegt — ein Selbstmord, welchen die Familie geheimhalten will,» versetzte Ehevrier. «Weitere Concessionen kann ich nicht machen!» «Es ist weder ein Selbstmord noch ei» Herzschlag, sondern ein ganz gemeiner Meuchelmord!' beharrt der junge Mann jedoch. «Ich bin auch gar uicht hergekommen, Herr Commissär, um mit Worten zu spielen, sondern um alles kurz herauszusagen. Und das ist dieses: Ich war des Nachts im Palais Harrison, ich werde des Mordes an Lord Harrison angeklagt, und — ich bin unschuldig!» «Da haben wir die Bescherung!» sagte Chevrier sich. «Dieser Grünschnabel da lässt es sich nicht daran genügen, dass er glücklich aus der Patsche heraus ist, sondern will auch mir noch Sand in die Augen streuen! Das soll dir aber uicht gelingen, mein Freund! Warte nur!» Und laut erwidert er: «Ich habe nicht die Ehre, Sie zu kennen, mein Herr, und muss Sie vor allem in Anbetracht dieses absonderlichen Schrittes, der sowohl Ihnen als auch mir gefährlich werden kann, fragen, mit wem ich eigentlich die Ehre habe?» — Und als träfen den Mann des Gesetzes ebenso viele Keulenschläge, so erfolgte die prompte Antwort darauf: «Ich heiße Arthur de Bröze!» Arthur de Bröze! Dem Polizeicommifsär fällt es bei Nennung diefes Namens jählings wie Schuppen von den Augen. Mit einem Schlage wird ihm alles klar: Lady Ellens Bitten, ihr Zorn uud ihr Widerstand, bevor er — Chevrier — dem Staatsanwalt den Blumenbehälter zeigte, alls dem die Anfangsbuchstaben A und B zu sehen waren, sowie nicht weniger dann die Erregtheit des Staatsanwalts und die Langsamkeit und Feierlichkeit, mit welcher er den Namen des Mörders anssprechen wollte und, wenn nicht in jenem selben Augenblicke die Gegenordre des Iustizministers eingetroffen wäre, auch ohue alle» Zweifel ausgesprochen haben würde — den Namen — — Wie entgeistert starrte Chevrier auf den mit todbleichem Gesichte vor ihm stehenden jungen Mann. Hatte er da selber soeben diesen Namen ausgesprochen, dass ihm derselbe gleichsam noch in den Ohren gellte, oder hatte jener ihn genannt, den Namen: «Arthur de Vre'ze?» Als höre er sie in dieser Stunde zum erstenmal, so tönen die Worte des Staatsanwaltes dein Polizci-commissär hell im Ohre wieder: «Schreiben Sie den Namen nieder, welchen ich Ihnen nennen werde uud welcher Sie vielleicht erschrecken wird, wenn Sie ihn von mir aussprechen hören, doch Ehre, Gewissenhaftigkeit uud Gerechtigkeit zwingen mich, ihn zu nennen!» ___________________ ^n del^^: Chevrier ist wüthend, indem er o" ^t>^ der Staatsanwalt hier stockte, und er . s^il -.. wüthend auf sich selbst, dass er M/^ jcht"^ gier in eine so peinliche Lage, wle «ch, " ^ blickliche, versetzen lieh, denn er fu")" ,^g ei Sache einzugreifeu, uud stotternd Mir -z vorzubringen: ^ dstss^ . «O, mein Herr, glaubeu Sie nm, ^l gewusst hätte —» „iterbrlch Doch mit fast eiseruer Strenge un ^ ihn: ;M Ihl^ «Hoffentlich bereuen Sie es "Y, ^ ^ gethan zu haben!» . ^,. nc^'!,.,,, r^' ^ ^ «Aber ich ->, will Cheorier von^^^ meln, allein wieder schneidet Arthur ^ Wort ab: ,Ml, M>, «Fürchten Sie nicht, Herr ^onH-F^ mich verletzen könnten. Ich habe kcl"^gt h^isl^ zu sein, solange ich mich nicht ge"«? Oö wie soll ich meine Unschuld nachwe«! ^F alles gegen mich!» . . , NssllHiji»'' Diese Worte geben Chevner el' ") ^O l «Sie wollen also Ihre UuM" ^B ^«Ia!» entgegnet der Sohn des 5^ <^ «Dnrch meine Unbedachtsanikeit bm '^,' ^ ^ gerathen, aus welcher ich keinen ^ F^cf<^^, mich aber um jeden Preis aus dM^ ^,l^.' Harrison und mein Vater halten mW), ht '" ^ Nnr eine Person ist vorhanden, die u ^ .ni" meiner Schuld zu zweifeln!» . .^ Ch^ «Lady Ellen, nicht wahr?' 1"p (Fortsetzung folgt) . 2049 8. November 1898. ftedttÄ,.iu beseitigen. Die Faschuda - Affaire, Mndigun« ' iigspunlt """' ""blichen allgemeinen !>heik, , '" afritanifchen und fonstigcn An-'! "3 der ^" . ""^- "'.cd nothgedrungen eine Er-^«chtci,?''''?"!'^!, zwischen den beiden liberalen Tagesneuigleitell. ^lNA^ beleucht UN g des Vaticans.) ^>cc»i ^^^""e des nächsten Jahres soll der gesammte ^Heii^.,'^ beleuchtet werden. Namentlich sotten ^ berjcl^^ ^' "^^'H '"" der nenen Beleuchtullgs-^^""gen '"' ""lche Kunstschatze und archäologische ^ Sender !??"'' "clche bis jetzt wegen Mangels ?." lonnte» ^l'"chtung nicht öffeutlich besichtigt 3'l'Mve ^' ^le^e Neuerung ist aus der persönlichen cu..^ YkM',' pstes hervorgegangen, welcher selbst ü, ' l"'t w,>l? "" den Arbeiten nimmt. Die Kraft-> 'Aen ^,"^r die znr Beleuchtung nöthigen Dynamo-^^^'^llsiesf a" ""'den, bildet der wundervoll gelegene ^ebiete d.I w^° ^' Lichtmaschinen gleichfalls auf ''« °'"'. neben^ ?"'^ untergebracht sind, so wird, ^ ?'p"ch °nd bemerkt, künstlich angelegten Wasser-.', 25 ^e^' ^" speisen, eine Wasserleitung bis zu ^ ^ ist l ^°" ^°m gelegenen See Braceiauo an-^liisch^ )""^' beabsichtigt, auch deu St. Peter an G ^(Ei>, '^ '"" anzuschließen. -^ogr^l,, "erschwindenderSee.) Wie die «Ni-^ Trie«, "'^^verschwindet d"See vonTerlago ^ ^'tlan drn'n ^^a»o in sichtbarer Weise. 1887 k l,^Me L,,^3 h./"Ue zu 16 itilometer, die größte Vreite ^"". ^7"^ l'we Fläche zu 0 30 Quadrat-^iind d??/ Tiefe zu 18 8 Meter. In zehn ^ ' "us A - ^be. nach Messuugen von Trener und «tü n ^Q.^ "^ ^'^ Kilometer, 0 3 Kilo-l^n. ^ "aoratlilometer und 9 3 Meter herunter« «>sen .,. ^^' See in kurzer Zeit in zwei ge-'Ht gauges , .^''ü'ger Tiefe zerfallen. Der Grund klu tde» ^,""'s in unterirdischen Abflussgängen ge-^ch'de, ^^eewasser sich im dortigen Liastalk-'^"(Ein ^ '^^' »abcn hat. ^.. ^er No ^ ^ cnes Verbrechen) — der >^' land ^"""^asse durch den Posten, der sie ^ .^ Vcrl ^ "' Ietaterinoslaw statt. Verübt ^^'hen^.s M von dem Gemeinen des 134. >'2 i'visch """ie-Negilnents Kirill Popoff, der in V^tze. wö s' "'^ ^ ^^ morgens am Abraum-^>)^ "us P^s, >^ch die Kasernen des Regiments be-^^il^" ftaud. Währeud dieser Zeit hatte ^°l>°?"lle em " des Regimeuts erbrochen uud ihm ^sstt ^ "Uwmmen, in welcher sich 2877 Rubel ^laichen ^""ssebücher im Betrage von 40.000 ^i, ?^ A'w l dem ^""be ist er unter Zurück-^ i. belter >,- desertiert. Um 7 Uhr morgcus "^ 2l. ^Par. !- ^raubte Schatulle, ill welcher sich ^ »iubel s'^bucher, ans den Betrag von 8000 ^(HeUil"!^' befanden, ^"zte in V/^c Aerzte.) Die Zahl der weil,-^;M^i>,. nerita hat nach einer Mittheilung der '^W,t. / summer der «Münchner Mcdicinischcn ^>bl^"3 erf^ dein Jahre 1870 eine bcdcuteude '^>? ^erztc ^'" I"h^e 1870 wurdeu uur 527 'V'^hl c^''l. den Vereinigten Staaten gezählt, ^iw.Von ^ ^"l Jahre 1890 auf 4555 ver-^^sludi.,, ^" das Interesse der Frauen für 'H^ die iü,"/'l)ch sehr zugcuommen; i,n Jahre f'tieg. ^taate,, " ^ der weiblichen Aerzte in den Ver-'^iz ^"s di,i ^lf die ansehnliche Zahl von U882 ?^,^ lHuM? ist zu ersehen, dass das Be-X? und ^ ^"' Aerzten in Amerika sehr rege ^l>e,l «>s dlese dort bereits Anerkennung ge- ^>c?^l M ""^ "nter dem mittet-^.Mlu.^^.) Von französischer Seite wird ^ V'b ^f..j u ""cs unterseeischen Tunnels zwischen X °"^ don?.u^lattt. Der Tunuel soll u.tterhalb i^.ch der "ldraltar in einer Länge von 41 Kilo-X? Jahr/^'Uscheu Küste führen. Der Bau ist <5 ^ s "lchlligt ^^ ^^u ans 2500 Fraucs per ^'e?^^/^ ^"th.) Man schreibt ans "^ i. "' der s ^^- Der deutsche Kaiser hat den . "!zn?"'Zaesm '^eit dem Grasen Arco-Valley unter ''A^" zl, ^das Leben rettete, als ein Wahn- ?b?e Uhr ,^^en snchtc, nicht vergesse». Er hat H? ^hl'Km« eiugravierter Ausschrift an die Be- '?>>beV^"ier ">!'^ schickt, die sie ih,u überreichen ''A^ gleich der deutschen Botschaft, der bei der cn ^ / ^ied«itt ll'"^ Dienste leistete, hat vom Kaiser '?'A^ des ,/b irische Bahn.) Eines der ^t» "seiner w ^lMen Jahrhunderts, die sibirische ^>'t'b l"l Vn ^""9 entgegen. Der östliche Theil ^il?e be,9!.. ^" Stillen Ocean ans betrieben "^ ?">W ^ bis Nertschinsk in der Thalcbene Vioiw/ ^ 'u deu Aulur ergießt, fertig. ^ "'en, nänllich im Februar 1899, und bis zum Februar 1900 sollen weitere 300 Kilometer bis Irkutsk vollendet sein. An der Schwelle des zwan-zigstcn Jahrhunderts wird der deu asiatischen Continent durchquerende Schienenstrang, der nicht nur das russische Reich, sondern auch den europäischen Occident mit dem äußersten Osten uud dem paeisischen Weltmeere verbindet, eiue bedeutungsvolle politische uud wirtschaftliche Thatsache feiu. Schou jetzt müssen alle an den Vorgängen in China interessierten europäischen Mächte damit rechnen, dass Rnssland hentc in kürzerer Zeit als irgend eine andere europäische Macht imstande ist, eine größere Trnppcn-anzahl an die mandschurisch-chinesische Grenze zu bringen. Binnen fünfzehn Monaten wird die sibirische Bahu fertig und Russlaud damit Herr des Schicksals von China sein. — (Die thenersteLebensversicherungs« Prämie.) Aus Newyork wird vom 30. v. M. ge-meldet: Die Newyorlcr Vcrsicherungs-Gesellschaft hat eine Lebensversicherungspolizze für zwei Milliouen Dollars ausgestellt. Der Name des Versicherten ist uicht bekauut. Es soll der Chieagoer Millionär Charles Hjertcs sein. Die Prämie belauft sich auf 100.000 Dollars. Der Agent, welcher die Versicheruug abgeschlossen hat, bekommt 75.000 Dollars. Local- und Prouiuzial-Nachrichten. — ( I ub ilä ums-Med a illeu.) Um viel» fachen, aus militärischen uud Beamtenkreisen geäußerten Wünschen zu entsprechen, wurde ein Separatabdruck der iu der «Wiener Zeituug» vom 18. August d. I. cut-haltencn Allerhöchsten Entschließungen, betreffend die Stiftung von Medaillen anlässlich des süufzigjährigeu Regicrnugs'Iubiläums Sr. Majestät des Kaisers, her-gestellt. Derselbe cuthält 1.) den Allerhöchsten Armeebefehl, betreffend die Stiftung der «Iubiläums-Criuneruugs-Medaille» für die bewaffnete Macht uud die Gendarmerie, sammt den Statuten, 2.) das Allerhöchste Handschreiben, betresfeud die Stiftuug der «Iubiläums-Mcdaille für Civil-Staatsbcdienstetc», sammt den bezüglichen Urkunden und 3.) das Allerhöchste Handschreiben sammt den Statuten, betreffend die Stiftung der «Ehren-Medaille für vierzigjährige treue Dieuste». Dieser Separatabdruck ist vom Comptoir der kais. «Wicuer Zeitung», 1. Bezirk, Bäckerstraße Nr. 28, zu beziehen. — (K. k. Centralcom mission für Kunst-uud historische Denkmale.) In der am 7. November stattgefundcncu Sitzung gelangten folgende Krain betreffende Gegenstände zur Verhandlung: Conservator Professor Johann Franke legt einen Kostenvoranschlag für die Restaurierung der Kirche in Ehrengrubcu vor. Die Ceutralcommifsiou kounte sich mit deu vom Conservator in Antrag gebrachten Arbeiten einverstanden erklären und sprach ihre Bereitwilligkeit aus, ein Ansuchen um eiue staatliche Subvcutiou für die in Rede stehende Nestall-riernug wärmstcus zu befürworte». Conservator Lehrer Kourad Eruologar berichtet über eine interessante Glocke in der Pfarrkirche zu Lattice, welche zum Umgusfe bc-stimmt war. Ueber Intervention des Conservators sah man erfreulicherweise vou diese,» Vorhabcu ab. Derselbe Conservator berichtet über die aufgedeckte» Frcskcu in der Filialkirchc zn Smcrjcue uud beautragt die fachmänuifche Untersuchung dieser Wandmalercic». Bis dahin wäre auch die im Zuge befiudliche Erweiterung der Fenster, welche die Fresken gefährden würde, zu sistiereu. Die Ccutral-commission erklärte sich mit diesen Anträgen einverstanden und beschloss, demnach das weitere zu veranlassen. Derselbe Conservator berichtet vorläufig über die Restau-rierung der Pfarrkirche in Zavoglje. — (Das allgemeine, obligate Pension s-rccht der Privatbeamten.) Wie die Privat-bcamten-Grnppe des I. Allgem. Beamten-Vereines der österreichisch-ungarischen Monarchie mittheilt, hat eine Reihe von Abgeordneten in der Sitzuug des Abgeordnetenhauses vom 27. v. M. folgenden Antrag eingebracht: Das Abgcorductenhaus wolle beschließe,:: «Die Regicruug wird dringend aufgefordert, iu kürzester Frist dem Hanse einen GMclltwnrs anf Schaffuug des allgcmeiueu, obligaten Pensionsrechtcs der Privatbeamten nnd Privat-angestellten aller Kategorien vorzulegeu. Die wesentlichsten Gruudzügc, welche iu der geforderten Gesctzesvorlage eingehalten werden sollen, sind: .^) die Einrichtnng des Pcusionsinstitutcs soll ciuc allgemeine, obligate sein und die Privatbcamtcn uud Privatangestellten aller Kategorien umfassen; K) sie soll sich auf Invalidität und Alier der Privatbeamlcu nud auf dercu Witwen uud Waisen erstrecken i c) die Einzahlungen sollen in proceutischcn Ver-hältuissen zu den Bezügen stehen; die Kosten sind vo» de» Unternehmer» nnd den Beamten, und zwar zu aleichcn Theile», gemeinsam zu tragen; ä) die Einrichtung soll auf dem Principe der Durchschnittsprämie aufgebaut, hunlichst billig nud »icht auf Gcwiu.l berechnet sein nnd dm eutsprccheud verwaltet werde», uuter Staatsaufsicht stelieu und die vollste Freizügigkeit ihrer Angehörigen strcnae wahreu; «) die Organisation auf genosseuschaft-licher Grundlage soll in Erwägung gezogen werden; t) die Pension soll innerhalb bestimmter oberster nud uutcrster Grenzeu nach Abstufuugen festgesetzt werde»; g) es soll ei» Speeialfond gejchasfen werde», aus welchem einerseits im Falle eingetretener Dienstlosigkeit die Prämien zum Pensionsinstitute für die dicnstlosen Privatbeamtcn zu bestreitcn sind, anderseits den Dicnstlosen selbst für die Zeit der Dieustlosigkeit eine angcmessene Unterstützung gewährt werden kann.' In Bezug auf die Behandluug dieses Antrages wird begehrt, dass derselbe einem aus dem ganzcni Hause zu wähleuden Ausschusse von 48 Mitgliedern zur Vorberathuug und Berichterstattung zu-gewiesen werde. In der Begründung wird unter anderem darauf hingcwicscu, dass die Schaffuug dieses von den Privatbeamtcn der österreichischen Mouarchie seit mehr als zehu Jahren beharrlich augestrebten wichtigen und segensreichen Neformwerkes dem Staate selbst keine namhaften Kosten auferlegt, iudem die Einzahlung der Prämien von den Unternehmern und den Angestellten gcmeiusam geleistet werden soll. — (Gew erbebe wcgung in Laibach.) Im Laufe des Monates October haben iu Laibach Gewerbe angemeldet, und zwar: Anton Ditrich, Maria Theresien-Straße Nr. 2, Bierhandcl; Josef Tnrk, Radetzkystraße Nr. 3, Steinkohlenhandel; Cesnik K Milavcc, Lingergasfc Nr. 1, Mannfacturwarenhandel; Maria Weixel, Tricster-straße Nr. 12a, Verabreichuug von Kaffee und Thee; Josef Jane, Gradischa Nr. 5, Gemischtwarenhandcl; Franz Sattler, Wienerstrahe (Artilleriekaserne), Gast- und Schankgewerbe; Maria Schiffrer, Pctersdamm Nr. 47, Verabreichung vo» Thee; Johann Kotar, Emonastrahe Nr. 10, Photograph; Theresia Pavle, recte Kindl, Vega-gasse Nr. 10, Holzhandel; Alois Kunej, Unterkrainer-straße Nr. 4, Fleischcrgewerbe; Jakob Hnber, Herrengasse Nr. 10, Tischlergewerbe; Franz Grando, Udmat Nr. 108, Greißlerei und Flaschenbierhandel; Franz Poljsak, Udmat Nr. 18, Victnalicichlllldcl; Fra»z Grum, Bahnhofgasse, Verkauf von gebratenen Kastanien. — Das Gewerbe haben anheimgesagt, und zwar: Agnes Smrekar, Trüber-gasse Nr. 2, Handel mit Schul- uud Gebetbüchern, Papier, Schreib- und Zeicheurequisiten; Maria Akrabec, Schellenbnrggasse Nr. 1, Handel mit Sftenglerwaren; Franz Grnm, Krakauergasse Nr. 5, Erzeugung von Sodawasser; Maria Homan, Slomiekgasse Nr. I I, Frachtern; Johann Cigoj, Römerstraße Nr. 10, Tischlergewerbe; Antonia Pcrko, Rathhausplatz, Greißlerei; Jakob Kopar, Preserugasse Nr. 14, Kramerei; Johann Poljsak, Udmat Nr. 16, Victualienhandel. — Das Gast- und Schank-gewcrbe im Casino wurde an Ludwig Fantini, im «Narodni Dom» an Johann Mayr verpachtet. — (Laibacher deutscher Turnverci n.) Samstag den 12. d. M. veranstaltet der Laibacher deutsche Turnverein in der Glashallc des Casino unter gefälliger Mitwirkung des Herrn Hermann Brasch aus Trieft uud des Streichorchesters des Laibacher Bicyclc-Club ciuc» F a m i l i c n a b e n d, der um 8 Uhr abends beginnt. Vortragsordnung: «Abeudstille» (Gedicht von M. P. Dichl), Chor mit Aariton-Einzclgesang von Franz Abt. «Morgenwanderlmg» (Gedicht von Emauuel Geibcl), Chor ,»it Clavierbcgleituug vo» Heinrich Esser; «Stilles Gedcllke»» (Gedicht vo» G. Neideck); «Vergangen» (Gedicht von W. Hillcrn), Chöre mit Begleitung vou Streichinstrumeutcn von Johannes Pachc. Heitere Vor-träge des Herrn Hermann Vrasch. «Wach auf, dn schöne Träu,ncrin> (Gedicht von Julius Nodenbcrg), Chor von Wilhelni Gericke. «A,n Rhein uud bcitu Wein» (Gedicht von E. Rittcrshaus), Chor von Alfred Dregcrt. Die Chöre werden von der Sängerrundc des Vereines gesungen. — (Rindfleisch-Preise.) Im abgelanfeueu Mouate betrug der Durchschnittspreis für ein Kilogramm Rindfleisch: in Radmannsdorf 50 kr., in Kronan 54 kr., i,l Assling 50 kr., in Kropp 48 kr., in Vcldes 54 kr., in Rudolfswert 52 kr., in Seisenberg 40 kr., in Tresse» 44 kr., in Gurkfeld 52 kr., in Landstraß 40 kr., in Nassenfnh 44 kr., in Natschach 48 kr., in St. Barthlmä 40 kr,, in Großdolina 40 kr., in Stein 44 kr., in Mannsbnrg 44 kr., in Kraxen 44 kr., in Adelsberg 50 kr., in Illyrisch-Feistritz 48 kr., in Senosctsch 48 kr., in Wippach 50 kr., in Littai 48 kr., in Wcixelbnrg 48 kr., iu Sagor 48 kr., i» St. Martin bei Littai 48 kr., in Krainbnrg 50 kr., in Bischoflack 4» kr., in Nenmarktl 52 kr., in Loitsch 40 kr., in Idria 40 kr., in Altenmarkt bei Laas 44 kr., in Zirtuitz 50 tr., in Plauina 50 kr., in Gottschee 46 kr., i» Reifmtz 44 lr., i» Großlaschitz 40 kr., in Tschcrnembl 40 kr., i» Mottling 30 kr., in Obcrlaibach 4U kr. —o. — (Ernte-Ergebnisse.) Ueber den Allsfall der heurigeu Ernte im politischen Bezirke Littai wird uns berichtet, dass dortselbst mit Rücksicht auf deu milde abgela»fe»en Winter allgemein eine gesegnete Ernte er« hofft wurde, allein die Verthciluug der Temperatur und der atmosphärischen Niederschlage während des Frühlings uud Sommers bis in den Monat September war eine abnormale, weil »icht zeitgercchte, uud daruach si»d auch die Erträgnisse der landwirtschaftlicheu Producte ausgefallen, u»d zwar war die Heuernte eiue sehr ergiebige, ja ei»e vorzügliche. Weizen, Gerste nud Kor» sind wegen des viele» Regeus während der Blütezeit gelagert; die Körnerfrucht ist uutcr mittcl. das Stroh schlecht gerathen; Hafer uud Hirse sind mittelgut, ebcuso der Mais, der Heide» ist örterweise gut, örterweise sehr gut gediehen; das Obst, insbesondere die Acpsel, ist im allgemeinen mittelgut gerathen. Die Hü^enjrüchlc ergaben mu miM- Laibacher Zeitung Nr. 254. 2050 8. Novembtt^^ gute Erträgnisse, weil sie, wie fast alle Producte, unter der Peronospora stark gelitten haben. Die Grummet-fechsung ist wie die des Heues sehr gut ausgefallen. Rüben und Kopskraut waren schwach; die Erdäpfel litten unter der Nässt, Mäuse-, Wurmfraß und Fäule, ins« besondere die besseren Sorten, und ist diese Ernte als eine schwache zu bezeichnen. Die Weinfechsung ist qnanti-tativ und qualitativ eine mittelmäßige. In, allgemeinen ist daß heurige Ernte-Ergebnis hinter jenem im Jahre 18i)7 zurückgeblieben. In einzelnen Gegenden hat der Hagel an allen Früchten, im allgemeinen einen approximativen Schaden von 17.000 fl. verursacht. —o. — (Lehrbefähigungs-Prüfungen.) Als Examinatoren für die katholische Religionslehre bei den Lehrbefähigungs-Prüfungen für allgemeine Volks- und Vürgerschulcn wurden ernannt: die hochwürdigen Herren Canonicus Andreas Zamejic, der Professor am l. k. Staats-Obergymnasium Dr. Johann Svetina und der Professor an der t. k. Lehrer-Bildungsanstalt Anton Krztt. — (Concert Krämer.) Heute findet um 8 Uhr abends in der Tonhalle der philharmonischen Gesellschaft das Concert von August Krämer, Concert« und Oratoriensänger aus Graz, unter gütiger Mitwirkung des Fräuleins Mizi Gerbitz, Coucertsängerin, statt. Die Begleitung hat in liebenswürdiger Weise Herr Musikdirector Josef Zöhrer übernommen. Wie wir hören, gibt sich für den fesselnden Abend lebhafte Theilnahme kund und bei der Sangesfrcudigkeit unfcrcs Publicums ist nicht zu zweifeln, dafs der Vefuch zahlreich sein wird. — Die künstlerischen Eigenschaften Herrn Krämers stehen noch in angenehmster Erinnerung. Ueber die Leistungen seiner hochbegabten Schülerin Fräulein Gerbitz liegen die günstigsten Berichte vor und es wird sowohl ihr schönes Stimmateriale wie die treffliche Schnle gerühmt. — (Verspätete Früchte.) Der Realitäten-besitzer Herr Potocin sendet uns in liebenswürdiger Weise aus seinem Garten zu St. Peter bei Steinbrück einen frischen Blütenstiel mit reifen, aromatischen Himbeeren. — (Dieb stahl.) Am 1. d. M. zwischen 6 und 7 Uhr früh wurde dem Schmiede Josef Remc aus Iadvor, während er dein Gottesdienste in St. Leonhard beiwohnte und sich auch sonst niemand im Hause befand, aus einer Kleidertruhe eine schwarzlederne Brieftasche sammt dem Geldbetrage von 37 fl. durch bisher un-bekannte Thäter gestohlen. Der Dieb öffnete die Hausthür entweder mit einem Dietrich oder mit sonst einem dazu bereiteten Eisenstücke, weil dabei auch das Schloss stark beschädigt wurde, so dass dasselbe nicht mehr fnnc-tioniert, sodann gelangte er in das unversperrte Zimmer, öffnete die darin befindliche Meidertruhc mit dem richtigen Schlüssel, welcher sich an der Zimmerthür hängend befand. Der Dieb hat ferner den im gleichen Zimmer befindlichen Schubladlasten durchsucht und nahm von demselben nur einen Schlüssel mit. Die Nachforschung nach dem Thäter wurde eingeleitet. —!. — (Vertehrs-Eröffnung.) Der Gesammt-verkehr aus der Strecke St. Peter-Fiume wird voraussichtlich am 10. d. M. wieder eröffnet. * (Deutsche Bühne.) Die gestrige sechste Aufführung der Operette «Der Opern ball» erzielte neuerlich die volle Antheilnahme eines zahlreichen Publicums, das, in bester Stimmung, den Glanznummern des reizenden Wertes reichen Beifall spendete. Die Operette dürfte voraussichtlich im Laufe der Spielzeit »och eiuige volle Häuser erzielen. — (Deutsches Theater.) Die Nachfrage für die beiden Aufführungen der Wallcnstein - Trilogie ist eine sehr rege, so dass die Gedenkfeier für Friedrich v. Schiller bei ausverkaufte»! Hause stattfinden wird. Das I^. ^. Publicunl wird höflichst ersucht, am ersten Abende nach dem Prolog nicht die Plätze zu verlassen, da keine Pause stattfindet. Merarisches. Die neue Erlöserlirche in Jerusalem, welche als ein bedeutsames Denkmal des Christenthums inl gelobten Lande bezeichnet werden darf, erscheint in vorzüglicher Nachbildung in dem illustrierten Universalblatte für die Familie: «Mode und Haus', ein Beweis, dass dieses vornehme, äußerst vielseitige, praktische und nutzbringende illustrierte Familienblatt immer mit den Zeitereignissen Schritt hält. Der Schöpfer und Herausgeber desselben, Herr John Henry Schwerin, Berlin, hat es verstanden, «Mode nnd Haus» zu einem tonangebenden Modenblatt und zu einem der Hausfrau unentbehrlichen Rathgeber zu machen. Prächtige Illustrationen auf jeder Seite, belletristische und andere Bei» lagen, schön, umfassend und eigenartig, geben dem Blatte ein ganz apartes Gepräge. «Mode und Haus», österreichisch-ungarische Ausgabe, ist mit achtseitiger Romanbeilage und Moden-Stahlstich-Colorits für nur 90 kr. vierteljährlich bei allen Buchhandlungen und Post» anstalten erhältlich. Gratis - Probenummcrn durch erstere und die Hauvtauslieserungsstelle für Oesterreich-Ungarn: Rudolf Lcchuer wird das deutsche Kaiserpaar uorausslcht^ F landen und vou dort per Bahu nach "v ^ Herzog vou Aosta werde sich uach /W' ^F um das Kaiferpaar namens des Königs a Die Affaire Dreyfus. (Original Telegramm.) ^fs,,mB Paris, 7. November. Die Stra"^^ Cassatioushofes beschäftigte sich heute "N ^,, fuchung betreffs der Revision des Alle zum Gerichtshofe führenden Thüren "r,^ ^, überwacht. Iu deu Couloirs des IuM ^ einstimmung betreffs der Zurücklassung . j,l^^ türkische«Truppeuabtheilung als Fahneni°'^l >"'' da sie befürchten, dass sich die Notl)w '"^,i„li,, Veschützung durch fremde Truppen ergM ^ ^ Constantiuopel, 7. NovemM^ ^^ Heilungen aus Kreta ist die Ueberga ,^,^ ^ waltuug gestern erfolgt uud die Z'"n a ^ ^ türtifcheu Truppen bis auf 200 Man" M, Rethymuo und Kandia machte sich ""s " >, „g im letzten Momeut eiue gewisse ^"» ' ZM merkbar. Iu Kandia wurdeu einzelne " ' !^„. ^, durch englische gezwungen, sich "iz">"^ dcl' Nikolaus ließ durch den Adniiral ^lU)" ^,», völkcruug von Rethymuo den Dank aus <- ^,^. sie am Namenstage des Kaisers nut o ,„» mau wolle den Avrüstuugsiutcntionen " gegenkommeu, freiwillig die Waffen alim, Spanien. >, (Original-Telegramm.) ..m-A""^ Madrid, 7. November. Mms"^^ >' gasta erklärte in eiuem Iuterview, da,s hM^ auswärtiger Blätter, die spanische Regler» ^ s,e tels Note bei den Mächten «"gefrag / ^.„ "> Protest Spaniens iu Betreff der Py' A stützen würden, für vollständig uubeg""' TecegrotNtne. ^- Wien, 7. November. (Orig.-Tel.) -" sich' maudaut Vice-Admiral Baron Spann /^ ? Besichtigung technischer Etablissements , Kladuo uud Pilsen begeben. ^l)Del^^ Gmuuden, 7. November. (Ong^^^gi» der Prinzessin Maria Antoinette, M^/ . Toscaua, ist fortdauernd gefahrdrohend- ^te/^ Bologna, 7. November. (Ong.-"l. Avi!^,^ vor der Strafkammer der zwölf Mitangeklagte iu Angelegenheit o^ ^» ^ der «Banca di Napoli». Die Zahl oel ^ ^ 114, die der Vertheidiger 22. . ^U^.ii^ Kopenhagen, 7. November. (Or^^ B ^ von Dänemark reist kommenden ^" ^ch " Familie des Herzogs vou CulnberlaN" ^ den ab. . > Die ^. Fl Paris, 7. November. (Orig.-^) ^ d^ ^ beschäftigte sich in der heutigen SM'^ „ 1'V ficierung der Wahlen. Blsher crel^ ,^^ ^., Zwifchenfall. Die Verhandlung iu Angelegenheit der Faschoda-Fragc ^ ^M,F> angefetzt. Der Senat wird über dl. ^ Delaunais betreffs der Maßnahmen "^c^H der Achtung vor der Armee am DoMl" ^>Ml' is5 London, 7. November. (Ong--^./ B' ,„F meldet: Die Truppen in dem "e"^.fthl, i" F^ Englands, Devonport, erhielten den ^>'M> ^ sieren. Auch die Marmerüstuugen oan ^ ort. . ^) As /' Athen, 7. November. (Ong.-^ " Die " steriuin hat seine Demission z^, wurde für den 3. (15. November) """5^ ;,K Washington, 6. November. (^^itB^ abeuds brach im linken Flügel des ^s ^ einer wahrscheinlich durch au«"" ^ M , geführten Explosion in eiueni VU" < ^ Saale des Obersten Gerichtes 3"" , ^l.) ^,. Washington, 7. November. Eapitol infolge der Explosion ""^j, ^ ^ /, zerstörte fast den gauzen östlich^ 5h<,„ ^ ftügels des Gebäudes. Die m die ,oil , l gebrachten Acten-, und Urkundeuzlin'^^zlichl^ gänzlich vernichtet. Der durch °' .l.«,.,^ ,.' darin untc'rgcbrachtcu Urkunden chadcn lvl Dollars geschätzt. ^ ^H^Zeitung Nr. 254. _____________________________2051__________________________________8. November 1898. Angekommene Fremde. ^, Nn, 5 Hvlel Elefant. K.! <>,s°,^'«ber. Ritter v, Savinschcag, l. u. l. Ritt-^ '^"a?H'"' Mottling. - Ritter v. Theuertauf, l. u. l. "ü! ^nle,/ s ,^' ^ u- l. Ge»eralstabschauptn,ann, Laibach, ^i linder ^"/"nter. Krainburg. - Tschepper jun.. ^^ ^. Gel?e,?' ^""''' Siloschegg, Plan, Habiger. '1' ^ G, Füllte, Wieu. - Deschela. Kfm.. Idria. ^°?°'Kfm ^uun. ^ Selign.ann, itfm.. Pilsen. -^'vMbuia'' N," ltarpeles. Kfm., Prag. - Maas, ^ De,- 9.^ ^"el, «sm., Vodmbach, — Gabrovih. Ra-^l!« "Iai2 ' private, s. Familie. Trieft. - Kunstelj, V ^t. ^^. Mulley. l. l. Eccrctär-, Eadez, Private. ^!l" Tie m^ler. Kfm.. München. - Gabric. Kfm, ^ioll. ' -prwaller, Soderschitz. — Ielovöan, Privatier. ^^""logilche Beobachtungen in Laibach. . "^»-»^ Seehöhe 306 2 m. ^^> ?4^ ^ ^" 97^NO. mähig bewüllt 1^^. ^ l)! SO. schwach bewölkt i tagez ^ ^ ^ ^ ^^' '"^ig dewöllt , 0 0 ^^lnF^.^ gestrigen Temperatur 9 8«, um "t«!n>^-^"'"le. Redacteur: Julius Ohm-Ianuschowsly ^^^^ ltttttei von Nissehrad. Verstorbene. Am 6. November. Wenzeslaus Ianc, Kaufmannssohn, 13 Mon., Gradisce 5, Diphtheritis. Im Civilsftitale. Am 5. November. Rosalia Macel. Taglöhnerin, 51 I., Lungenluberculose. — Primus Debevc, Taglöhuer, 75 I., Ma< rasnnls. Ijiijipr Wachthund ist tollligf zu verkaufen. — Näheres in der Administration dieser Zeitung. (4333) 2—1 Herrn Apotheker Piccoli Lalloacli. Ersuche um gütige Uebersendung von 12 Fläscli-chen Ihrer vorzüglichen Magen-Tlnotur, nachdem mich dieselbe von meinem schweren Leiden bereits gänzlich befreit hat. Ich spreche Ihnen meinen innigsten Dank aus, und bin zu jeder Zeit mit Freude bereit, dieses ausgezeichnete Mittel an jedermann bestens zu empfehlen. Hochachtungsvollst Victor Schilling Staatsbahnbeamter. Graz am 31. October 1898, 41., Schönauergürtel 36. (4335) 10—1 Wenige Mineralwässer sind so weit verbreitet und erfreuen sich einer so allgemeinen Bcliebtheit,wie das seit 20 Jahren bewährte Iranz Zosef-Mtterwasser, wovon die in vier Erdtheileo zuerkannten 10 Goldmedaillen glänzendes Zeugnis ablegen. Ueberall erhältlich. ^, Em scli möbliertes Moilzimer ebenerdig, ist PetersBtrasse Nr. 79 sofort oder mit 1. Deoember zu vermieten. Näheres dortselbst. (4331) 2—1 &ntä$$tic& meinet fy%cf>ez$iedluna naeft. Swun3cn zufe vcfi atlen meinen <&teundcn und cBe&anntan, von welcnen ion -mien leidet niefvt ¦peisöntich vet-avsenieden fionntc, ein nei&ticnes (4330) Su^tai) 2tamann. Course an der Wiener Oörse vom 7. November 1898. «««dem oMene« Coursvi°tte i^„, "«h,^ G,lb Ware ^^ . ^ - '96 25 197'- ^»> ,^»» «!»» >«"»!«! «° ^?"- ^. «XX) 5^ Veld W»« Vom Vtaate z«r Zahlnnz übernonimenc lklsenb.'Prlor.» Obligatlünen. Elllabrllchali» 60» u, «000 Vt. 4«/n ab lO»/, «. St. ... l,4'7» lN^?U «lethb!ih!l, «X» u, «000 M, LW M, 4"/«.....N9 — 1«»HN ssraiiz-Iusvf-A.. Em. I»»4, 4«/, S9!«. Nah», diverse StNcke 4«/„ . . , . S9 - »9 t<^ Vorarlberger Bahn, Lm, l«84, 4"/„(div,S»,)S,,f. lU0 fl. «. 9N'4? l»0 4U Nng, Goldrente 4«/, per «kss» n« 50 ll!» ?<> dtn. bto. per UlUmo .... n^ l>o iiu?o dtu. Ne»»e in Kro„l',»uähr,. 4°/^ sleucr!l>!lfs!r!ju»«vo»cl!«!>«. 87>«o 9« . 4"/„ dlo, dlu. per Ulümo . , 97-«« 9« - bto St,E,«l,G°lb, ^V,"/, 93.75 ^^,-,^ bto, Ctaats-Vbll«. (U»«, Ostb.) V, I. 187«, 0"/«..... l18 8ü l2l)85 bto.4'/,°/«Schantiegal-«ll>l.°Obl. ,00 IK ,nl Xht!H.Rt«.^ol« «»/. l00 fl. . ,88-_ 1,8 50 ^rundentl.«Vbllgalisne» (M, »00 fl. «W.). ^ »ng«r3l - bt,. .«nlelhe i«?« . . Z^.^ ,o9._ ««led«! der Stadl G«» . . 1^._____._ >nlel»» b. Stadtnem^inde Men .«4. io^«n »nleh«n b. Stllb!«e»ieiude Wle» (Ollber ober «old) . . . . .. ^ Prämie»'«»!, d. Vlabtgm,M« " ^ ".',' b«rltb«u.«nl/,°/<> Vl. »^,^ '^,l" PrioritätL'ybligationen (für 100 sl.). Ferdinands Nurdbahn V«, 188S z^gg i«,^ Oesterr, Nurdwrstliahil . . . <<»,^ <'i.^ Etaalsl>nli!lU"/ntlsslcs,5«Up,Vt. ^, ^.^ Güdbahn 3«/,, ll Frcs. üW p. Tt. „„ ><- ,«,, ^. dto. ü°.^200„,p,loan. ^U,?. O»/. Unterlrainer «ahne» . . ^.5«^," Kllnk'Actien (per Stück). «nglo-vest. Nant LOU fl. »0V» ». ,^h Lli 1 kll 25 Vanlveiein, Wiener, 1W fl. . »^ __ 2«» l>0 «odcr..«nst.,Oest,,linafl.«,40°/, .^^^ 4^.^ «rbt.Nnst. f, Hand, u,G, i»!0fl. ^.._ ^._ dto, bto, per MtlmoSevtbr. z5»k,l, 354 — «rcbltlmnl, «llg, »»g., 2!>uN. . »83:ü384 7i Deposite»l>aül, «llg-. 20« fl. . .^^^. ^lt« > ««completes,, Ndröst., ü»0 fl. 74^.^ 7>,<,, Vlro-u.Casleilv, Wiener, LNNfl. ^^.^. ^^7,^, hyp°ll,elli„Oest„20<,fl.L5°/«.«. n,,,. 84 5U Miderbanl, O«ft., LOO fl. . . z-^ ^ ^26 . vestelc.unsar. Vanl, «»<».. <^<,8 — 912 Unloiibanl 200 fl. ... .i «9i-.02NLö, »nlthlMb«»«. «>., «40 V. . Lt»?b17i)?o «eld War, Attien von HlanLpolt« Unternehmungen (per Stüct), «ufsig-Tepl. Tisenb, 3NN st, . l«0s 1«l« Vöhm. Norkbahn lü0 fl, . . »öb — 2b« - Viischtichrad« Eis, 50« sl, CVt. !?70 »780 bto. dto, llit, I!) üiiu fl. . S4b'- - «47 -Donau ' Dampfschiffahrt« . O«s., Oesterr,, 5(»0 sl, CM, . . 4»! - 45ü — Dl!x-VubenbllcherL,°A,l!00fl,s. 7» 6N 7« — Ferdinands-Nordli. l<>0UfI,CÄl. 2485° »495-Lemb,«Czernow,'Iasst> -VIsenb.« Gesellschaft 200 fl. S. . . z>91 i>u 292 50 Lloyb, Och., Trieft, 5U0 sl.LM. 4lU - 418 - vesteir. Nordlucstb, 20» sl, S. ^4575 24ft'?c> dto. btll. Mt. U) 200 fl, T. LüU-50 LSl- Praa-Duxer Msenb. 150 fl. V.. »5 75 »« 75 Ktaatseisenliahü 200 fl. V. . z^ß — 35« ü(» ßüdvahn 200 fl. S..... Nk-7o> «9 75 küdnordb, Verb,»«, 200 fl. «Vl. 20? — «07 80 Tra!nway-Ges.,Wr,,l70sl,e.W. — — — — bto, «m. 1887. 200 fl, . . 570-572-«ramlvay'Ges., Neue Wr,, Pri^ r0 «lener ««albahne». «ct.-««l. ___ ^ __ z»d»strie «ll»nt«n.«eseUsch,, Oesl, »alpine !,7g — ,79 50 «»«« «ilen-Ind Ges, «XI «. ,^?._do5- Valao»Tarj. Eteinluble» NU ft. ,««?_«,! — ..kchlV«ühl". Papier,, W0fl. ^l..__ „7 _ Tllsaller Kohlenw.-Ves. ?o sl. l?3 — 174 -. Waffenf,.E,.Oest,!»Wien,I00fl. 190- 1,4 _ N!>!Wo»'Leiha!!st.,«llg.,«nPeft, Wr. Vaugesellfchllft' 1U0 fl. .' ! "9^ "3--Wlenerberger 3Iegel.«ctien.«es. g«« _ z^ - «iverse z«s, (per Orück). Vlldapest-Vastllcll (Dombau) . 5.7« «.^ «rebltlose 100 fl...... ^ __ z^/.^ «lan, Uose 40 fl. «M. . . . ßi,.. «°._ 4«/„T»)nll!i.Dampffch. loofl.««. i7^._ ^80-— Ofener Lose 40 fl..... «z.»>, «,.«° Palffy°«ose 40 fl. «M. . . . ?^ ^.^ Notwi Nreilz, Oest.G«s.U.,l0N. 19,_ ,g« «othen Klrnz, Un«, Ges. v., Lfl. ^.^ <^,g<, «utwlpl) Uose 10 fl..... 24,^ «.^a talm Luse 40 f>. «M, . . . °3?0 «35« e». Venols.Lose 4<> ,l. «M. . ^ «,I_ »albstrinLose 20 sl. IM. . . A^. . «ewinstsch, b, 3«/., Pr..Kchulbv. d, Bubencreditauftalt. I. »«. ««„^ ,^.... bto. dto. n,