Nr. 176. Donnerstag, 2. August 1888. 107. Jahrgang. MbllcherWZeitMg. »au.U "?.^"V"«s: Mit P oftvlr!«n bung : nanzjährlg fi, 15, hnll'!, Im «somptolr: ^ Die .^'»»bach« Zettun«" erschlint »nhliss sl.li.nu. ssür bic Zustellung ,n« t>>„!« ganzjAhrig^l, l. — Inl^<»»»»»ebkr: Für V dcftodct sich V,bnb°»»<,Ne >!>, die Redaction Wirnrrftraßc l5. Sprechstunden t>« Nedaclic'n <n« vllUeillle i,I« ,u < .^ilen 2K tr.< gröh«e per »i» 12 Uhi vormiOan«. - Nusranltnte Uliett wevbrn nicht angcnVmmcn und »tanusetchle nicht»nrü>3»^ bürgerliche Auftreten des Präsidenten der Halt n ' '"" gesunder Verstand und seine versöhnliche habe« U gegenilber ^n Angehörigen aller Parteien Nly, l?>t mit Zanbermacht die Herzen gewonnen. Die Feind r" bekennen, dass ihnen kein gefährlichrrcr niM "'"he" konnte, als dieser Präsident^ welcher sich Und s?' ^^ einschließt, nicht sein Nrisepauschale leat l ^ Nepräsentationsgclder auf die hohe Kante Aei'ss. " sich unter die Wähler begibt, ein Nahe - "'"" Gleichen. Die Reise Carnots' hat bei-^elcbe '^ ^rillmphzuge geglichen, und viele Tausende, ^kewl ^ wanken begannen, wieder an die Republik Feuilleton. Der Ausstand von Balmoral. backte 3 "U"w auch in Balmoral, und Peter Smith üu heira?""' "°b silr ein garstiger Tag das sei, um Cora ill' '.^e wär es,» sagte er sich, «wenn ich an einem s ^Merte? Warum sollen wir unser Glück an !"ssen? mi ' ^"" ^?' ^ ^" heutige ist, segnen inz Hun« ^-" ^^^' """' """' ^"^ ^^^ "'^.' ^"ö da ans ssentt "Herren, während der langweilige Regen Tlilbsin ? . psl "nd über alles einen Schleier von steigt "^"' Das Barometer hat die Tendenz zu ^ Ml, itt ^^""^" "lr ja morgen heiraten, wenn "e Sun,! .^? "'U' dass an meinem Liebesfeste auch U'cht!. ^llnimmt mit ihren Strahlen und ihrem AftftH^7 S^^h näherte sich dem Telephon. Der Viiss C„?^oas Zeichen. «Verbinden Sie mich nnt wohl. a? ^^°"erne,. verlangte Peter Smith. «Sehr ^'ninie 5 n ?"^"^ das Telephon mit rauher ^ Ei'/K"U°/'' " «Sind Sie es. Cora? W.rk. ^iirde /z ^"^l, Ihre Stimme klingt so verschnupft !>en ,u .^?^"^eicht leid thun, die Ceremonie auf danke, H verschieben? . . . ^e gut Sie sind. 'ch ^'^ seiner K?^^"'«?'"n ^e Sonne scheint. Schluss-^" Pas nr ^/ "^kommen sicher, telephonierte Peter s^ Dann 'f,V ^' Zeremonie verschoben sei '^ in s nullte er sich in seineu Schlafrock, ehnte T" kilnf3s N?^lstuhl znrück und wiegte sich m .> seh'/^s Glück em. Miss Cora war an Mem ""Ug aus ch aufgestanden. «Es regnet,, r.ef sie "' 'wie kann man denn heiraten, wenn es Zwei Umstände erklären dich' erfreuliche Wirkung. Zunächst übten die Freundschaftsbezeigungen zwischen den Kaisern von Denischland nnd Nussland eine niederschlagende Wirkung auf die Revanche-Schreier und Hetzer. Die Erkenntnis von der Gefährlichst des fortwährenden Spielens mit dem Fcner drang durch; sie trug wesentlich bei zu den Wahlniederlagen Bon-langers, und indem sie die Terroristen kleinlaut machte, verlieh sie den friedlichen Elementen den Muth. sich hcworzuwagen. Diese Elemente, zumeist gemäßigte Republikaner, blicken mit Recht auf Carnot als ihren Bannerträger. Der Präsident der Republik hat Jahre vorher, ehe ihm die nngeahnte hohe Würde des Staatsoberhauptes in den Schoß gefallen, unablässig die kriegerischen Neigungen bekämpft und der Friedensarbeit das Wort geredet. Der Umstand, dass sein Großvater, der «Organisator des Sieges», in Deutschland zweimal eine Zuflucht und Rettnng vor der in feinem Vater-lande ihm drohenden Guillotine gefunden, und dass fein Vater im Deutschen Reiche erzogen worden und der deutschen Sprache und Literatur kundig gewesen ist, hat iu ihm niemals den Hass gegen die Scdan-Sieger zn einer Höhe erwachsen lassen, dass derselbe die ruhige Uebcrlegung dessen, was zum Heile der Republik geboten sei, umranken nnd ersticken konnte. So erschien denn in den Tagen, da einerseits die Friedensliebe sich offen her-vorwagte, anderseits die Gemüther von Angst ob der sich entwickelnden europäischen Beziehungen erregt wurden, der Präsident der Republik als der Mann des Vertrauens, der feste Anker des Staatsschifss. So weit sich ersehen lässt, verzichtet Frankreich zur Stunde auf das russische Allianzspiel, in welchem es eine Niete gezogen hat, nnd will seiner völligen Isolierung durch eine Annäherung an England vorbeugen. Die Stimmung im Inselreiche, namentlich der Geschäftswelt desselben, kommt diesem französischen Streben entgegen. Der englische Industrielle und Kaufmann hasst im Deutschen den siegreichen Rivalen, der englische Hof grollt dem jungen deutschen Kaiser, der englische Radicalismus, welcher in Zarenanbetnng mit dem Boulangismils gcwetteifert hat. ist ob der Petersburger Begegnung fchwer enttänscht; von England aus wird anch. trotz der ofsicicllen Nichtbetheiligung, die Pariser Weltausstellung in großartigster Weise beschickt werden. Der H^bridenstreit ist ausgetragen, betreffs des Suezcanals ist eine Verständigung erzielt, welche bald die Sanction Europa's erlangen wird. Lässt also Frankregnet, Peter liebt das Regenwelter nicht!» Dann aber dachte sie daran, dass ihr Haus doch so warm und traulich und wohnlich sei, und dass das Anschlagen der Regentropfen an die Scheiben einen reizenden Chor zu ihren Liebensworten, zu ihren Küssen bilden würde. Und sie lief zum Telephon und ließ sich mit Nummer soundsoviel verbinden. Nummer soundsoviel war selbstverständlich Peter. «Sind Sie's, Peter? Wirklich Sie? Wie traurig, dass solches Welter ist. Und 's wird immer schlechter. Wie wär's, wenn wir die Ce. remonie einige Stunden früher vornehmen ließen. Es wird so traulich zu Hause sein. . - Ich danke W,e gut Sic sind. O. da« aber nicht, jetzt mcht. spater. .. vielleicht,. Miss Cora war nämlich überzeugt, das Telephon habe ihr einen glühenden Kuss ihres Bräu« tigams übermittelt, und purpurroth hieng sie das Sprach, röhr an den Haken.. .. «Sonderbar.» sagte William Taylor, «der Prä> sideut verschiebt unser Fest auf morgen. Verrückte Idee das. Soll die Temperenzler-Eesellschaft deshalb, wcil's regnet, ihre Jahresversammlung verschieben! Ich habe längst schon vermuthet, dass uuser sehr ehrenwerter Präsident insgeheim Whisky und Bier trinkt und uu-sere Gesellschaft nur gegründet hat. um einen Deckmantel für feine Schwächen zu besitzen. Uebrigeus desto besser» schloss der Secretär der Temperenzler seinen Monolog. «Heute bei dem Guss trink' ich gewiss keinen Tropfen Wasser!» Dann gab er dem Diener Befehl, die Mitglieder zu verständigen, und schloss sich mit einer Flasche Brandy in sein Bureau ein. .. . «Verdammt!» rief Tom Handerson aus, «der Alderman will die Ceremonie um einige Stunden srüher reich die egyfttische Frage unberührt, so können die Wistmächte friedlich nebeneinander leben. Dass die Beziehungen zwischen beiden sich nicht znr Allianz verdichten werden, ist selbstverständlich, weil die Republik den Bruch mit Nussland vermliden wird: aber das Verhältnis zwischen Paris und London wird. da es nur friedliche Zwecke haben kann, der widerlichen französischen Liebedienerei für die großrussischen Eroberungs-plane einen Dämpfer auffetzen, der Fricdenspartei Muth machen und der rechten Ausstellungsstimmung zum Durchbruche verhelfen. Noch ein anderer Umstand, denn die Wandlung in den europäischen Beziehungen, hat die Reise Car-nots zu einer kaum unterbrochenen Reihe von Triumphen gestaltet. Der Präsident der Republik hat na« türlich kein reich gegliedertes Regierungsprogramm entwickeln können — das wird durch seine verfassungs» mäßige Stellung ausgeschlossen; aber die von ihm verkündeten Gedanken haben gellungen, als seien sie dem Munde der opportunistischen Führer entnommen. Carnot predigte die duldsame, versöhnliche, die «offene» Republik, welche alle Parteien einlädt, in ihren Kreis zu treten, und während das von Floquet entworfene Ver-einsgesetz die religiösen Korporationen unmöglich ma» chen soll und der Premier die Aufhebung des Concordats nnd die Trennung der Kirche vom Staate vorbereitet, hat der Präsiornt der Republik zu Geistlichen aller Grade in wohlwollendster Weise gesprochen. Der, wenn auch nicht ausdrücklich erklärte, doch unverkennbare Gegensatz des Elyse'e zum Radicalismus ist bedeutsam und hat auf die Opportunisten ermuthigend gewirkt. Es ist vielleicht ein Zufall, darf jedoch nicht übersehen werden, dass Jules Ferry und Carnot einander ans der Reise begegnet sind und ersterer, namentlich in Valence, von den ausgebrachten Ovationen ein gules Theil abbekommen hat. Vorige Woche, nach dem Duell mit Boulanger, stand Floquets Stern im Zenith, hellte, nach der Präsidentenfahrt, zeigt er Spuren des Niederganges. Die Furcht vor dem abenteuernden General presste die republikanischen Parteien zusammen und bildete die Existenzberechtigung der Regierung, weil sie einen namhaften Theil der Opportunisten ins gouvernementale Lager trieb. Jetzt gilt Aonlanger den Republikanern als abgethan. Vielleicht mit Unrecht. In Frankreich ist niemand politisch todt. er liege denn im Grabe; wer sich nicht selbst aufgibt, ist noch nicht verloren, und veranstalten, und ich dachte daran, sie bei diesem .... wetter um einige Stunden zu verschieben. Es schüttet ja wie aus Eimern! Nu, meinetwegen. Unsere Gesellschaft heißt nicht mit Unrecht die der «Freien Sänger». So werden wir halt im Freien singen und das Concert auf dem Capitolsplahe trotz alledem abhalten.» Der Regen nahm indessen noch immer eher zu als ab. Der Diener lief, nicht ohne zu fluchen, herum, die Mitglieder der «Freien Sänger» von der getroffenen Verfügung zu verständigen. Diese schrien, wahrscheinlich um ihre Stimme zu prüfen, die gräulichsten Flüche gen Himmel, die alle an den schr ehrenwerten Alderman adressiert waren, der bei solchem Wetter ein Concert im Freien nicht verschob. Während Peter Smith, die unschuldige Ursache all dieser Dinge, sich auf seinem Schaulelstuhle in süßen Träumen wiegte, zog der Verein der «Freien Sänger» mit Musik und schlapp herabhängender Fahne auf den Platz des Capitols und harrte bei strömendem Regen des Alderman — der nicht erschien. Die Temperenzler-Gesellschaft fuchte ihren Secretär. der nichts von dem Gewitter ahnte, das da heraufzog, und in seinem Comptoir in süßer Betrunkenheit schwelgte. Miss Cora abcr wartete im Arautstaate in der Kirche, umgeben von ihren malitiös lächelnden Freundinnen, und wartete auf ihren Bräutigam und wartete auf den Pastor — von dnien keiner erschien. Ja, der letztere hatte sich seinen Wasserdichten umgehangen und ws!r hinausgegangen, um sich die plötzlich eingetretene Uebcr-schwemnmng des Delaware anzuschauen. Zwei Stunden später waren die «Freien Sänger» denen das Warten im Regen zu langweilig geworden war, mit Musik und Mapper Fahne, triefend und Laibachcr Zeitung Nr. 176. 1502 2. August 1888. der Exgeneral glaubt noch an sich und hält sich ill kolossaler Selbstüberschätzung des nahen Erfolges sicher. Aber für den Augenblick erscheint er ungefährlich, und für die Opportunisten ist kein Grund mehr vorhanden, den Radicalen Heeresfolge zu leisten. Die Frage, wel-cher Partei die Functioneu zufallen werden, die Sieyes dem von ihm erfundenen «Großwähler» zngedacht hat, ob ein radicates, ob ein opportunistisches Cabinet die nächsten Wahlen leiten nnd mit einiger Aussicht auf Erfolg die Heranfführung einer gemäßigten oder radicalen Mehrheit anstreben werde, die Frage ist dm'ch Carnots Reden zugunsten der Jünger Gambetta's beinahe entschieden. Während des soeben abgelaufenen Sessionsabschnittes das Ministerium Floquet zu stürzen, wäre unklug seitens der Gemäßigten gewesen, da sie selbst noch lange vor den Wahlen durch eine radical' conservative Majorität gestürzt werden konnten. Die Entscheidung wird also verzögert werden bis gegen den Schluss oder bis unmittelbar nach dem Schlüsse der Budgetdebatte. Dann werden der Präsident der Republik und der fast rein opportunistische Senat die Anflösung der Kammer dem Ministerium Floquet versage«, jedoch der Regierung Ferry's bewil< ligen. Jules Ferry hat seinerzeit normale Beziehungen zu Deutschland unterhalten; die gemäßigte Republik ist der Sammelplatz der friedliebenden Elemente. So sind denn die Vorbedeutungen für das Ausstellungs» uud Wahljahr die güustigsten. Möchten sie sich erfüllen, gleich den an die Petersburger Begegnung geknüpften Friedenshoffnungen! 5*. Abg. Dr. Matus über die Ausgleichsfrage. Die Reichsrathsabgeordneten Dr. Matus und Tonner hielten in Melnil eine Wählerversammlung ab, vor welcher Matus Folgendes sagte: Ich berühre eine brennende Frage, die Nationalitätenfrage; wir hören und lesen oft, dass es besser wäre für die österreichischen Nationalitäten, wenn wir die Nationalitätenfrage ruhen liehen und uns mit Sachen befassen würden, welche das materielle Wohl der Bevölkerung betreffen; das sagt sich schön und liest sich gut, aber es liegt weder in der Macht des Einzelnen noch in der Gesammtheit der Abgeordneten, diese Frage ruhen zu lassen. Die Nationalitätenfrage wird aushören, wie die confessionclle Frage, sobald sie im Sinne der Toleranz und Gleichberechtigung gelöst sein wird. Das Endziel unserer Bestrebungen ist nichts anderes, als Gleichberechtigung. Wir verlangen in denjenigen 2än-! dern, in welchen wir die Majorität bilden, welche das böhmische Volk ins Leben gerufen und gegen ungewisse Zukunft sichergestellt hat, keine Bevorzugung; wir stehen vielmehr auf dem Standpunkte der unverkürzten Durchführung der Gleichberechtigung. Wir weichen einem Ausgleiche nicht aus, wir thaten für ihn mehr, als je ein anderer gethan hätte, und wir werden den Weg des Ausgleiches betreten, so oft sich von der Gegenseite die Neigung hiczu zeige» wird. Wir verhehlen uns nicht, dass der Ausgleich, welcher zwischen dem böhmischen und deutschen Stamme in diesem Lande einmal geschehen soll und muss, nicht unsere Angelegenheit allein ist, sondern wir bekennen, dass es eine Frage von österreichischer, ja sogar von europäischer Wichtigkeit ist; ich kann diese Frage nicht berühren, ohne des von der Linken aus» gegangenen Antrages zu gedenken, über die Staatssprache. Rache im Herzen, vor das Haus des Alderman gezogen uud hatte« ihm die Scheiben eingeschlagen und drohten, ihn zu theeren und zu federn. Die Temperenzler hatten das Locale tnr Gesellschaft gestürmt, die Thür zum Bureau erbrocheu und den in halber Bewusstlosig-teit unter dem Pulte liegenden Secretär hervorgezogen und mit dem corpun cwlicti — der Flasche — bearbeitet. Den fünfzehn Policemen von Balmoral waren während ihrer Versuche, die Ordnung wieder herzustellen, die Köpfe eingeschlagen worden, nicht, ohne dass sie an mehreren Mitgliedern der «Freien Sänger» und der Temperenzler.Gesellschaft das gleiche geübt hätten. Der Senator Gray hatte sofort telegraphisch aus Baltimore Hilfe requiriert; sämmtliche Züge wurden dort mit Beschlag belegt, um die Miliz sofort an den Ort der Rebellion zu transportieren.... Miss Cora war wüthend und bis auf die Haut durchnässt nach Hause zurückgekehrt. Sie lief sofort aus Telephon, welches diesmal — o Wunder! — richtig functionierte. «Es ist eine Infamie, eine Gemeinheit, eine Perfidie, eine Niederträchtigkeit, eine....., — «Aber, angebetete Cora,» erwiderte Peter, «ich verstehe nicht, ich ....» — «Ich werde Ihnen einen Process anstrengen, einen Process wegen gebrochenen Heirats-versprecheus!» — «Aber Geliebte. . . ., — «Schweig, Verräther. Eidbrüchiger.. . o, aber Sie sollen's büßen!» ^ «Aber. angebetete Cora, um Gotteswillen, so erklären Si< mir doch — Sie waren doch einverstanden daunt.. — «Womit. Erbärmlicher?. — «Zu warten...» ^ " ... . ^!3^ "^ die Leitung unterbrochen. Doch das that nichts. D« Men Worte" welche die eine gehört. Wer sich mit diesem Antrage befasst, der muss b^ kennen, dass derselbe, was die technische Seite anbelangt, eine sehr anständige, ja ausgezeichnete Arbeit ist; man sieht au ihr Scharfsinn, aber gerade deswegen, weil der Antrag scharfsinnig ist, ist er desto gefährlicher. Die Grnnolagen. auf denen er beruht, sind aber ganz falsch, denn sie ignorieren selbst die jetzige Verfassung, namentlich den Paragraphen 19. Es war allerdings umso leichter, den Entwurf auszuarbeiten und vorzulegen, als er vom absolut centralistischcn Standpunkte ausgeht und als er die Regelung der Verhältnisse ans Grund Einer Sprache erzielen will. Von unserer Seite herrscht darüber nur eine allgemeine Meinung, es sei dies ein Antrag, welcher absolut zu verwerfen uud für nns durchaus unannehmbar ist. Redner bedauert, dass die Czechen es unterlassen haben, einen anderen positiven Antrag einzubringen, welcher in Ausführung des Artikels 1!) des Staatsgruud-gesehes dasjenige festsetzen würde, was wir der deutschen Sprache concedieren möchten, und durch welchen im übrigen die Gleichberechtigung der Landessprachen durchgeführt Würde; es kann uns aber vielleicht als Entschuldigung dienen, dass das, was für eine Sprache leicht war, für mehrere Sprachen schwer ist, und dass es eine enorme Arbeit wäre, einen Antrag einzubringen, welcher alle österreichischen Verhältnisse und Sprachen berücksichtigen und auf Grund dessen die Gleichberechtigung aller Sprachen durchgeführt würde. Die Zeit ist jedoch nicht fern, wo man mit einem solchen Antrage wird hervortreten müssen, welcher das Programm unserer Majorität wäre und welcher durchgeführt werden müsste, so lange wir in der Majorität sind. Auf die äußere Frage übergehend, betont Matus die Nothwendigkeit des Bündnisses mit Deutschland, per-horresciert aber die Zollunion und einen staatsrechtlichen Verband, welcher unser Reich irgend einer Oberherrschaft unterordnen würde. Betreffs der Orientfragc constaticrt Redner, dass, Oesterreich die Besetzung des bulgarischen Fürstenthrones durchaus nicht patronisiere, und erklärt weiter, dass Oesterreich auf Bosnien und die Hercegovina niemals verzichten könne; allein eine Verständigung mit Nussland. durch Respectierung dessen, was jeder Macht gebüre, sei möglich; was zwischen Deutschland und Russ» land möglich sei, sollte auch zwischen uns und Russlaud möglich sein. Es gibt vielleicht Factoren, welche dies nicht wünschen, allein die große Mehrzahl der österreichischen Völker wünscht keinen Krieg zwischen Oesterreich und Russland, sie sehnt vielmehr einen steten Frieden zwischen diesen Reichen herbei. (Vyborne.) Namentlich wir Böhmen wünschen cs. Redner schließt mit der Erklärung, dass der Panrussismus ein Popanz sei, hinter welchem nichts stecke. Die slavische Frage wird dahin gelangen, dass sich alle slavischen Völker der Gleichberechtigung mit den Deutschen erfreuen werden, welche bisher die Erstgeburt für sich in Anspruch nahmen. Das ist unser Ziel, an welchem wir stets arbeiten werden zum Wohle des böhmischen Volkes, des Reiches und zur Sicherung unserer Monarchie. Abg. Tonner betlagt, dass sich nicht viel für die Czechcn erreichen lasse. Die Verhältnisse seien derart, dass sich mit bestem Willen gegen dieselben nichts ausrichten lasse. Patriotisches, nationales Gefühl ohne Ueberlcguna. sei so wie eine Locomotive ohne Ventil. Schließlich wnrdc eine jungczechisch gefärbte Resolution angenommen, allein mit Hochs auf Dr. Rieger die Versammlung geschlossen. Dr. Matus wird wegen seiner Rede von dem die minder süßen, die der andere vernommen hatte, beruhigten Miss Cora ein wenig und versetzten dafür den armen Peter in die größte Unruhe. «Ich eile zu ihr!» sagte sich dieser, «noch einmal will ich ihn sprechen,» sich jene. Es regnete noch immer in Strömen. Milizsoldaten sperrten die Straßen ab. Die beiden Verliebten, welche durchaus den Cordon durchbreche» wollten, wurden festgenommen und vor den General Tanary, welcher die fünfuudsiebzig Mann Occupations-truppen befehligte, gebracht. Sie sahen einander und sie hörten und verstanden sich. «Alles ganz gut.» sagte der General, «aber wo ist der Beweis, der Beweis?, — «Den Beweis wird der Pastor liefern,» entgcgnete Miss Cura, welche jetzt ihr süßes, holdseliges Lächeln wiedergefunden hatte. Vier Mann und ein Corporal snchten den Pastor, der bald darauf, ein Jammerbild des Schreckens, herein escortiert wurde. Eiue andere Abtheilung war beordert worden, den Director des Telephons herbciznbringen. Das Missverständnis löste sich so: Das schlechte Wetter hatte nicht erlaubt, die vou Peter verlangte Nummer deutlich zu vernehmen; daher all die unglücklichen Vorfälle, daher die schreckensvolle Revolution. Der General und der Telephon-Dnector fungierten nun, da der Pastor ja auch dabei war, als Zeugen bei der Trauung, die gleich dort an Ort und Stelle vorgenommen wurde. Die Miliz aber kehrte ohne Sang und Klang nach Baltimore zurück. Vorher hatte jedoch der General noch nach Washington an den Präsidenten Cleveland telegraphiert: «Ruhe in Balmoral vollständig hergestellt, ohne andere Unglücksfälle als — eiue Heirat!» Charles Blunt. jungczechischen Organe aufs heftigste angegriffen. D^ vollste Entrüstung der «Narodni Listy> ruft bcsondels nachstehender Absatz aus seiner Antwort auf eine jung' czechischerscits gestellte Interpellation wegen der deutschen Staatssprache hervor. Malus sagte: «Darf mau verleime", dass es in Oesterreich eine Sprache gibt, welche nach d^> Verlaufe der Geschichte und der bestehenden Geltung eine solche Stellung einnimmt, wie sie die böhmische SprcM nie einnehmen wird? Soll ich das verkennen? Wir sM im Reichsrathc nnd haben das Recht, dort böhmisch z>' sprechen. Manche Abgeordnete, welche der deutsche" Sprache nicht mächtig waren, haben dieses Recht frW auch benutzt; aber das hat jetzt aufgehört, jetzt wird iin Reichsrathc bloß deutsch gesprocheu, wiewohl hiedurch du' Gleichberechtigung keineswegs tangiert werden soll. 3" Oesterreich, wo wir so viele Sprachen haben, muss ^ eine Verständiguugssprache geben. Wenn die Minister B zum grünen Tische setzen, sprechen sie untereinander deutsch; die österreichische Regierung verhandelt mit del ungarischen iu deutscher Sprache, und solche Beispiele ließen sich viele aufzählen. Es ist also eine VersM oigungssprache nothwendig, und als solche eignet sich l^' welche die zahlreichste Nation in Oesterreich spricht, dlk sich dessen, ob nun mit Recht oder Unrecht, bemächtlgl hat. Auf diesem Standpunkte stehe ich.» Politische Uebersicht. (Zur Occupation Bosniens.) Anlässlich der zehuteu Jahreswende der Occupation Bosniens bc/ sprachen die Blätter in ausführlichen Leitartikeln dl^ bosnische Politik, die, wenn sie uns auch Opfer alls' erlege, im ganzen und großen unseren Interessen wedel vom nationalen, noch vom internationalen, noch v^ verfassungsmäßigen Standpuukte von Nachtheilen p Dabei sichern uns diese Länder — ohue SchädiglW des inneren Friedens, der Finanzen und der vel' fassliugsmäßigen Entwicklung unserer Monarchie -^ mehr Chaucen zur Wahrung unserer Interessen, al« wir ohne dieselben hätten. Die Gefahren, auf die m<"' bei der Occupation hingewiesen, hätten sich nicht ew' gestellt, insbesondere seien die angekündigten nM Folgen für die westliche Reichshälfte ausgeblieben. »)e Dnalismus habe seit der Occupation Bosniens w" aufgehört, seine Pflichten zu erfüllen. Vom interns nalrn Standpunkte betrachtet, sei für uns die OccE^ pation nicht von Nachtheil. Die österreichisch-ungall»A Monarchie würde ihre eigene Lebensnnfähigkeit,^ gesprochen haben, wenn sie die occupierten Landet)^. Kämpfen preisgegeben hätte, welche daselbst perenl"^ werden wollten. (Das Völkermarlter Mandat.) Wie ff meldet wird, soll für die Landtagsersatzwahl im La^ gemeindenbezirke Völkermarkt in Käruten von denW Seite außer dem Vau-Unternehmcr Plaweh, dem ^ c didaten des Bauernbundes, auch Freiherr v. Helldo> caudidiert werden, und zwar in der Weise, dass 0' Candidat des Äauernbundes dem slovenischen Acwerv Dr. Hrasovec entgegengestellt wird. ^ (Wählerversammlnug.) Vorgestern A in Czaslau eine Wählerversammlung statt, ill lveI" den die lebhafteste Zustimmung der Versammlung- ^ (Die Vorgänge in Gran) werden ^ immer vielfach commeutiert, wiewohl zu cmlstalieren dass Domherr Reiner nur aus GesundheitsriMA,g resigniert hat. Hinsichtlich des Rücktrittes Dr. Sev" wird angenommeu, dass er Protestant werden uA!^ verheiraten will. Erbereitet eine längere, seinen S^, eingehend motivierende Schrift vor. die demniM scheinen soll. .^„ (Kroatien.) Das Subcomite' der kroat»^ Rcguicolar - Deputation hielt vorgestern abends , Sitzung ab. in der Refereut Miskatovic das u"" cF auf Gruudlage der bisherigen Berathungen eutnM! s erste Nuntium verlas. Dasselbe wird lithograph, und an sämmtliche Mitglieder der Regnicolar-MV ^ tion versendet, welche sich im September versatN^ Ueber den Inhalt des Nuntiums wurde neucrdingv strengste Geheimhaltung beschlossen. . W (Kaiser Wilhelm in Kopenhagen.) „. Tagesanbruch hat Kaiser Wilhelm vorgestern ""^ Hagen verlassen uud die Heimreise angetreten. ,^ deutsche Kaiser kann von dem überaus stiN'P^Vhel" Empfang, den ihm nicht nur das Königshaus, '"ss. auch die Bevölkerung der Hauptstadt bereitet h^^jeg auf befriedigt fein. Die Wunden, welche d" ^» schlägt, vernarben schnell, und die Völker vergeh" ^.„ vergeben gern; es gibt eben mehr der verb"'" B als der trennenden Momente, und das Friedenstieo" ist allen Völkern gemeinsam. o»s (Serbien.) Wie man der «Pol. Co", „g Belgrad meldet, wird sich König Milan in ^H^ets' seines Generaladjutanten Pantelic und ^" ^je' Secretärs Milan Kristic in den ersten Tage" ^ Monates über Wien, wo nur ein sehr kurzer ^.^ halt genommen werden wird, nach dem "« ___jacher Zeitung Nr. 17«. 15,03 2. MM 1888. Hochlande begeben, wo der König mehrere Wochen ver> Ulen wird. Des weiteren wird' von dorther berichtet, «ais der Cultus- und Unterrichtsminister Dr. Vladan "lordMc vorgestern nach Wien aligereist ist. ^.?.u M ü n chcn) wird gegenwärtig das Andenken ,," """lg Ludwig l. in glänzender Weise begangen, uno das ganze deutsche Volk nimmt an der patrioti« Ue." Feier ^^ tierischen, bei welcher auch fremde n«^ 5 und anslvärtigc Kunstgenossenschasten vertreten 2 5"zlichen Antheil. In dirseln Sinne ä'nßert sich °'Z l,le deutsche Presse außerhalb Vaierns. Die «Köl-" ^. "eltung. z. V. sagt: «König Ludwig l. hat nicht '« °er ba,erischen Hauptstadt, er hat mit seinem glanz-"uuen edlen Mäcenatenthum dem ganzen Vaterlande «,^s/^!spi's Noten) vom 28. Inli über die "aiMiah-Frags, insbesondere der heftige Ton gegen U""lrelch, der in denselben angeschlagen ist. werden «"er Voraussicht nach einen sehr scharfen Depcschen-t, z6 MW» Italien und Fraukreich provocieren und ""» Verhältnis zwischen Rom nnd Paris wieder auf b«l^ "^ triiben. In Wiener diplomatischen Kreisen Ml mcm daflir. dass. wenn anch die Frage beziiglich ^ ^wendbarkcit der Kapitulationen auf das Gebiet c^„ .7^>sauah immerhin streitig sein mag, alle civile ^"Men und politischen Rücksichten dafür sprechen, ik«, ,. '" ^iuem Unternehmen zu unterstützen und '^ keinerlei Hindernisse zu bereiten. N .^treil in Paris.) Wie aus Paris zu dem ,«.»" gemeldet wird. haben die Arbeitgeber auch ihrer° Ar^e Einstellung der Arbeit beschlossen und alle P,»/Mlen geschlossen. Alle Erdarbeiter. Minenrc. Tbeis ^' Arunnengräber. Abbrucharbeiter nnd ein ^ " der Manrer und Zimmerleute sind ohne Arbeit, di/s»revolutionäre Centralcomite' leitet, nach der .Post». -aewegung uud hofft, alle noch übrigen Maurer und ^'"'"leute zum Streik hinüberzuziehen. Alle Soldaten-Und s^'^lposten, Kasernen und Forts sind verstärkt, h " lehr energische Maßregeln sind ergriffen worden, man ernste Ereignisse erwartet, dj^ Bulgaren-Conferenz.) In Kiev fand zn linage eine Conferenz der gegenwärtig dort weilenden !?."? ^""' Den Vorsitz führte Ca'nkov. Wie ver-b^.!'.yaben sich die Herren mit der Art und Weise tik'n !t m der Ferdinand von Coburg aus Vulga-ft^" .""/ernt uud der russische Einfluss in Sofia re-VurlI.- '"^"' ^""^. Es dürfte an wcitausblickenden Welck c^" "'^^ ^ehlt haben, den» der Confercnz. deren ^ Stunden lang dauerte, wohnten unter an-^. n Graf Ignatjev, der gewesene Gouverneur von Mr ?>""' ^leko Pascha, und der serbische Rebrllen-^l-er Pasiü hei. Kij.,:^^st Gregor Ghika.) der Schwager der emv 3." °^' der soeben in Petersburg vom Zaren ^u'gen wurde, wird in Scheoeuingen erwartet. Tagesneuissleiten. Alnt^/'^"^^^ der Kaiser haben, wie das ungarische SzedpsfÜ ""^' der römisch-katholischen Kirche in H«5M^' dann der römisch katholischen Schule in Wes ie lw si. zu spenden geruht. beutst ^Deutscher Radfahrerbund..) Der Heu Ul ^dfahrerbund, dessen Bundesgebiet sich über Hit°n/"d «nd Deutsch-Oesterreich erstreckt und dessen jÜhria «"""ä°l)l über 10.000 beträgt, hält seinen dies-U bi« 1 ^" Bundestag in Wien in der Zeit vom ha'uv y, c "2ust ab. Der dieses Fest veranstaltende anM. 6>M6 in Wien arbeitet bereits seit Monaten herigen Z' "" !""" sestgästen, die, soweit die bis-U"nz ^"'"""ationen reichen, sehr zahlreich sowohl aus Deutsch/ m'^"a.arn, "ls auch aus allen Theilen des öeststadt ^"' Russlands uud der Schweiz in der bunden '"'"'b sein dürften, die in Wien verlebten ^r reiM l?"^"' und uuvergesslich zu machen. Das bestes entl,"//^ ""^ vielversprechende Programm des "bends di. !u ^ anderem: Samstag, den ii.Augnst, l2, U 'I Begrüßung der Gäste, dann Sonntag, den lautesten ^ - "" Festcorso der Radfahrer durch den Elchen, s^ ^" ^" Stadt, über die Ringstraße, an !"»er n^ ?" ^^" Rabfahrer betheiligen dürfte.,, fahren r'^'""lags das große internationale Radwetl-^"nittaas m's'^"^ ^'" Iestefscn. Sodann am Montag 3l"nation^ m 5""N ^r Stadt, nachmittags das zweite ?°Nes ein .. ^dwcllfahren und am Abend desselben lheilunn un3 ^^""l^ und Saalfahrcn mit Prcisver-?^fl a ^? °a. Dienstag, den 13. August, findet ?' KahleL.^" Separatdampfrr "nd Zahnradbahn anf ^"llnilm.nc.N l ' '"^"nd der folgende Tag zu einer ^"fragen'^W "" Semmering benutzt wird. Alle ^er V K^^^"""^n .,. dgl sind an den Schrift, z« richte,^"dlcz,k, Wie,,, i.. Rothenthurmstraße :^1, ^"^gro^e '2 Rindfleisch pr. Kilo . — 40 Halbsrucht . 4 54 Kalbfleisch » . — 4« Heiden » 4 22 Schweinefleisch » . — — Hirse » 4 22 tzähndel pr. Stück. . — 30 Kukuruz » 4 71 Lauben » . . — 18 Erdäpfel pr. Meter Ctr. 1 95 Heu pr. 100 Kilo . . — — «einsamen .... 7 30 Stroh 100 . . .--------- Erbsen » ^- — Holz, hartes, pr. Cubit« ssisolen , ---------Meter..... 2 27 Rindsschmalz pr. Kilo — 80 Holz, weiches, pr.Vubil- — Schweineschmalz » — 80 Meter..... — — Speck, frisch, » — — Wein, roth., pr. Eimer 12 — Speck, geräuchert, » — 80 Wein, weißer, » 12 Verstorbene. Den l. August. Johann Glavic, ssabrilsdieners'Sohn, 11'/, I., Wienerstrasze 27, I^«ninj;lli8 tuderl-xw«,«. — Maria KaM, Hebamme, 55 Jahre, Alter Marlt 18, I'ueumonik llsxtra. Angekommene Fremde. Am 31. Juli. Hottl Stadt Wien. Vesseli, Jurist, Prag, - Belgrader M Armuth, Kausieute, Wien. — Gyori, Reisender. Budapest- '" Modi und (Yutfreund, Trieft. - - Stnch, Bergassistent, Id""' — AuliceM, Hauptschnliuspector, Sombor. ^ Hotrl (flcfaut. Pauler und (Yröber, Wien. — Kämmerer. iM, Nürnberg. - von Pölz, l. l. Lieutenant, Bndapest. — «<"'»' l. t, Hauptmann i. P., Lembach. — Dr. Slotovich, MaMM Assessor, Trieft. — Kraul, Agent, Temesuar. ..... SttrnlM, l. l. Marine-Akademiker, und Pott, l. l. Linienschiffs-Li"^' nant, Hinme. — Aattanti, St. Ivan. — Rupnil s. Toa>", Idria. , ,. Hotel Zairischer Hof. Rupert und Anna Brcznilar. - Cul,att>' Kfm., St. Gutthard. Msthof Siidlmlillliof. Wahrheit. Wien. — Baron vou D^'" Liuicuschisfs'Lienleuan!, s. ssmu, Pola. — Iossisidio, St. pe' tersburg. — Brcituer, Professors Gattin, Trieft. - KerM, ssiume. — Santoni, Ceruga. - Iasouec. Littai, — W»M Maler, Rudolfswcrt, — Ballis, Oberlaiwch. (NMnf Kaiser von Oesterreich. Mm,er, Studiereuder, Oraz. ^ Polcmi, Lehrer. Horjnl. — Nevljan, Priester, St. Martin. Meteorologische Veollachtungen in kfliibach^. Z' ^ W^ UZ wind be«Vmmel« 1^ ^ « Z«5. KZ ch Z »'"^ s ____. " 7Ä. Mg. 735 ij ^2l)"3 N. fchwach heiter 1 II 1.2.N. 733-9 2i1-0 SW. mäßig halb heiter 0'<" 9 , Ab. 734-4 21-5 W. schwach heiter Heiter, sehr heiß; nachmittags Cyrrhuswolten. WetterwA ten in W., NW. und O. Das Tagesmittel der Lufttempel""' 23-6«, nm 3 8« über dem Normale. ___ Verantwortlicher Redacteur: I. Naglii. Danksagung. > Für die große Anlheilnahmc »nährend der Kranl^ W heit, für die zahlreiche Betheiligung bei dem Ve W gräbuisse unserer vielgeliebten > Aurel'ie > sowie für die vielen schönen Kranzspenden sagen wir D « ". "< ^" '"b"' freunden und Bekannten den > allerherzlichsten Danl. > Familie Giontini. > >^ur Verlneilunß an 6i« 3c1nlljuss«n<1 lie, 6en ^ „»fß «la!!,llnll«»llei! l''«»llil:l>1l«i!c:ll empselillm wir «lie mil e> ^ , in I''.'l,rl>Li>c1r,i<:!i u,n«f;«l>i1>llun l'orlrül »N8«re8 Kl»,!»«^ .. l? II<»1/f«:l!nil!«n »u8^o«I,MLll), in <,u»er«>n Verlaßt s!<:l!ienn ^'n»t»c1iris< Naš cesar (1848 1888). S|)oiiicTiiski spin zn alovcn&ko ml««!*110 prircdil uèilelj. - - Diese Festschrift, welche von don hohen k. k. ^'V'^jr ' schulrätlien der Provinzen Kärntnn, Kraiii, ^luf« land und Steierinark don Hchnlheliürdoii zum ^nH?f«« liesteiiH empfohlen wurde, eignet wich H(»\v<»h' '^ patriotischen Inhaltes als auch ihrer reiche" "j^ Htattnii^ vveften zn einem bloihondon Andenken ft.ngtät lieuer stattfindend«) Iie^ieriiiiKH->lnhilanm Sr. MftJ unseres Kataors Kranz .f«>sef I. jöO Preis der Ilroschiire 18 kr. Bei Abnahme Y°nD«rtP und mehr Exeinplaro.n treten erhebliche Preisermässiß11 e ein. Wiederverkaufes erhalten Rabatt. / lg. V. Kleinmayr & Fed. Baffl^ »Südbahnstrasse Nr. 12 (zwölf) I Wohnung vier Zimmer und Zugehör Knde September zu vcr'«'! Anzufragen im ersten Stock. (.V*^ MM bestes Tiseli-a.Erfriscliungsgeträ'1* erprobt bei Husten, Halskrankheiten, MaJ»"' ___________und Blasenkatarrh._______^ [ Heinrich Mattoni, KarW und ffc^; 1505 Course an der Wiener Börse vom 1. Anynst 1888. M« dem oMeuen Coursbl°«e Geld War, Staats.Anlehen. Sllbeile,,», .....«i »b 8, 3l> H I ^'"«l°le . ,on .'' i°8 5o 10!. - . s>» „ 108 25» 108 75 0eö^,".^"°'"«"«frei . „1 - ,„ «5 "«««r. Notenrente, steuerfrei 9««0 »/-- »- ^"I>- »/„ 100 sl, . ,24 llü I25'.'!U ZV' ,''^!«.-« °' st°b'N° !','^ slavonische ,04.- ,W - Gelb llllarc <,»/<, lemeser Vanat .... ,«4«0 ,05-50 li"/„ ungarische...... ,05 — ,i>s> 70 Audere öffcntl. Anlchcn. Donan-Mcg.-^osc 5»/„ 10» fl, . '2025 »20 75 No, Anleihe i«7ft, stencrstci ion — 107 70 «nlehen d, Stabtgcmcindc Wicn ,05 — lU5'5« ?Inlehen d, Slabtsscmeinbc Wicn (Silbernnd Gold) .... —-— — — Prämien «nl.b.StadlnemWien l W0'70 >c,l il, bto, in liN „ „ <"/„ . !<»'s,N !!!»' - bto, Prämien Echuidverschr,»"/,, 105.L5. in.i 7l> Ol'st,Hypothcf»'!!l!>inl inj, s>'/,"/„ lttl— —-— Oeft-unst. »ans vcrl, 4>/,"/„. , iui «s> lN2'is> d<0. , <«/„ . . I0l»'»!1 KW'!«' bto, „ <"/u . . K/0'30 1O0'!>0 Nnss, «Na, Bobenclebit-Nctienncs. in Pest im N, l«,'»» t>i'rl. 5>'///„ —-— —- - Prioritats-Obligationen (für luo fl.) «tlilnbelh.Wcftbahn ,, «ömisflon --- —'- Fcsbiünnbs-ittorbbahn in Silber >u0'2a 100 70 yrllnz'Ioscs-Bahn..... —'— —.— Gaüzilchc Karl i?»bn>ig»Äahn «»1 .I^U fl. S. 4>/,"/l> , !>!» 80 10l!'<0 Ocsterr. Norbweslbahn . . . 10« 50 107 l0 Sicbcnblllsser ...... —>— —'— Veld Ware Staatsbahn !. Emission . . «0»'— 201 - SUbbahn l^ 3"/„..... Nl»'50 i<«'2li „ i^ v«/<,..... I«4 50 !«5 »s> Unss-galiz. Nahn..... 9920 »« «<< Diverse Lose (Pcr Sliiil), Crcdltlosc 100 fl, . . . ,88 75 l84'2s> Ülarv-eofe «» fl.....-. —------ <"/,, Donaii'Dampffch, 10a sl, 1l»-^ -—'^ Vnibnchci-PrämicN'Nnleh llvfl. — — 21» — Oscncr Lose 40 fl..... 6U'2K L!» - Palff!) i'ofc ,' 10 fl, . . . z,-- 2l's"> Salm Lose <0 fl..... «,-— n, »<> E!,-Gc»ois.i,'«!c 40 sl, . . ns.25 «s''7li Wnlbflüin^'osc 20 fl. . . , ?,„'— «" ^ 3Uinbischgriih,Vosc 2« fl, . , 52 25 52-75 Vanl-Actim Ocstslr, Vanl 200 sl. . ,yN — ll»> K<» Vnulucrcii!. Wicix-r. n>0 sl, . 9:1 25 93 b0 Vdücr^^nft.^öft^ousl^.^o"/, z<0 — 2<1 — <5rb»,'«nft, f. banb,U.G.7l!N fl. 312 40 8,270 ^rcdilbanl, «llg. Una. 200 fl. »0?'l>0 !>0» — Dcpositenbanl, «N«. 2<»o sl. . ,??-— 178— E^coniplc.O., Niebcröst.50l)sl. 505-— 5,2— H>,posl.25"/,,ing. Ban! .... 8«7- «s,« — Unionbanl 200 fl..... 2,,'—211-5U VcrleblSbanl, M»,., ,40 fl. ,52-25 ,52-75 Gelb Ware Nctien von Transport-Unteruehmungen. (pcr Stiick). Nlbrrch».Nahn 200 fl, Silber . — — -- Nlfolb«ssium,Nahn 200 fl. Silb , ,s»2 75 ,8!? 25 »lufsig-Tcpl, Eifcnb. ^00 fl. !lM. —>— — — Aohm, Norbbahn 150 fl. . . . I!<7--,8750 „ Wcftbad.n 200 fl. . . . .111 50 »1L 50 Vuschtichraber «iisb. 500 sl, EM. 845-- «!oo fl, LM, , . , 8»» — 40, — Dran«>rl-^!idw!l>.V,^,l)fl,CVl, 2,4 — 21450 Gr<,z.Nöfll,!ber(5,-Ä,2!>nfl,ö,W. —-— —— Kablcnl'erff Icnl>ahn 10» sl, . —>— —' - Kaschau«Odcll!,E>!cnb,2(»!, fl.S. —'— —'-i!eu!l'crss«<äzcrnowil)-Il>fsu-sl,CVt, <4U— 4l<'l— Ocsterr. Nordwcstb, »00 fl. Eilb, l«7<«0 i«u,»0 dlo, (lit, II) 200 fl, Silber , i»i-s.0 ,!<2'— Praa,-D»rer Eisenb, I5ofl. Gilb. «2>75 »«25 Mudols-Vahn 20« fl, Silber . ,!»,-75 I!,2»5 Siebc»l'llr«c>- ltiscnb. 200 sl. . ,77»25> 17775 Etaaleeiscnbahn 2<»0 fl. ö, w. . 24»-i«i »4!»»0 Geld Wale Slldbahn »00 sl. Silber . . . io3 25,03?5 Süd «orbd..Verb..«,20l»fl.EVl. ,s>5 75,150.— Tramwah.^es,, wr, 170 fl V. w 22« 7l> 2'/? 2l> wr„ neu 200 fl, — — — .. Traneporl-Gefellfchaft >U0 fl, . ,00—,oi — Ung.-nali,. Eisenb.20Ufl, Silber ,«2— ,«!».— Nng. Norbostbahn «00 fl, Silber 15» — ,5«,50 Nn«,weftl,.(Naab»Vraz)2Ul's< E, 1l>!<,75 ,00.5U Industric-Nctien (per StUll), »»<» London......... I2Ü-50 ,23 »0 Pari»......... 48 7? 48-82. Valuten. Duratcn........ 5ßz 595 »«.ssranse-Vlillle..... «?b 9-7«^ Lilb«......... —-— —.-«, Dcutfchc MeichObanlnoten . . «0 »7^ »04», Italienische Banlnoicn livn l'ire) <«-f.5 48'7«> ^»pier.Mubel per 2ti!,?»«