Sonntag dm 30. 'November t87Z. Jahrgog »I« »Vtaitiir,«» Itdei e,»»«,,. «»wich und Ar«l»a>. Preise — sSr «aibu«,: «a»iiäd,><> « »..daldlädria » «l «iertilllbii- 1 II «»le- «»»»«ell»»» M Ammpfltgt ia Stüttt«. Die Unterstützung der Arme» ist eine der unabweitlichften Pflichten, welchen jede Gemeinde zu genügen hat. 3n dee unangewesseaen Sinrichtnng dieser Unterstützung liegt eine Haupt-quelle sreffender Schäden, unermeßlichen EleudS und Unheils, welches ansteckende« Verderben in ganje Kreise trägt und von hier au» unablasfig an dem fittlicheu und wirthschaftlichen Wohl der Gesa«mlheit uagt. Trotz der ungeheuren Gummen, welche für daß Armenwesen verausgabt werden, ist es durch die Art, wie es geführt wird, nur eine Befestigung und Förderung oer schlimmen Anstände, denen es entgegenwirken sollte. Denkende Menschenfreunde haben daher in nenerergeit gerade diesem verhängnißoollen ivegen. stände eine hingebende Aufmerksamkeit gewidmet, und hie und da sind auch Bereinigungen von Bürgern entstanden, die ftch, den nnveekennbor immer bedrohlicher anwachsenden Kalamitäten ge-gegenüber, ein thatkräslig ors^anisirtes, durch vernünftige Humanitätsgrundsätze bestimmtes Eingreifen in die Armenverhältnifse ihres Platzes zur Pflicht gemacht. Die Einrichtung der geschlossenen Armenhäuser nnd Armenkrankenhäuser, sowie die Verpflegung in denselben entspricht jetzt beinahe an ollen irgend namhaften Orten ihren Zvecken und den Anforderungen unserer Zelt. Während aber diese Häuser meistens nichts mehr zu lyünschen iibrig loffen und fortwährend noch mit großer Sorgfalt ver-bessert werden, ist die „offene Armenpflege-, d. h. die Unterstützung der Armen außerhalb jener An-stalten, dnrch die geringe Zahl und Ueberlastung der einzelnen Pfleger, sowie durch die niedrigeo Unterstützungssatze eine für die heutigen Verhält. Nisse vollständig ungenügende. Eine geordnete Armenpflege vermag sehr wohl ihrem Amecke zu genügen, jeder wirklichen Noth ai»zuhelfeu, jede» zur Unterstützung berechtigte Vedürfniß zu befriedigen. Da aber die Umer-stützung aus den öffeutlichen Mitteln eine unzureichende ist und außerdem von der althergebrachten Armenpflege die erziehende Einwirkung auf die Hilfsbedürftigen vollständig vernachlässigt lvird, so sind diese für den großen Rest ihrer Bedürfnisse auf das Betteln, d. h. auf die unorganistrtc Hilfe der Privatleute verwiesen. 3n diesem Mißverhältniß zivischen der öffentlichen und der zersplittetten Privatwohlthä-tigkeir, in dieser zwetklosen Verschleuderung ungeheuerer Summen erblicken wir den kranken Punkt unseres ArmenweseuS, die Uriache seiner Ohnmacht, den Ursprung einer vielseitigen und ganz auber. ordentlichen Schädigung des zusammeuht^nglose Almosengeben, den sogenannten Bettel, wie er aus «nvolltommeneu GesellschaftS-eimichtungen stch herausgebildet hat. für nnaus-titgbar und deshalb in gewissem Sinne für berechtigt, so lange diese zerfahrene und wilde Form des Wohlthuns nicht durch ein verständiges Zu- sammenthnn der grundsatzwidrig hinansgewor-fenen Einzelnaben ersetzt und organisirt ist. Um es ober dahin zu bringen, bedars es eines Entschlusses und einer richtigen Einsicht, und um viese zu erlangen, mijsseu wir a»f die Stimmen erfahrener Menschenfreunde hören, die nur das wahre Interesse und Wohl der Bedürftiges im Aitge haben und eine ehrenhafte Beseitigung des ehrlosen und verderblichen Bettelns für ausführbar halten. Akt oollulvirthschasUicht Mb M Herr Visitra. Wir haben es längst in allen möglichen Formen und Tonarten gesagt, schreibt der „Ö fter, reichische Oetonomist", daß daS leidige lltsherige Parteiwesen in Oesterreich, namentlich die „nationale" Hetzerei durch eine Diversion gebrochen werden mud, daß unS jt^de solche Diversion recht jeia soll, dafern sie den Troß aus den ausgefahrenen Gelelstn hcrauslvirft. Die liebste Diversion tväre uns natürlich diejenige, ivelche von volkswirthschaftlichen Grundsähen ausginge, und noch immer glauben wir, dah, lvenn die Völker Oesterreichs noch unter einen Hut zu bringen sind, dies auf dem Gebiete dir Arbeit und des Wohlstandes am «htstea zu errcichen tväre. Es würde dazu auch gar nichts weiter ge-ljören, als ein Minister, der wirtlich mit Haut uitd Hzaren, vom Kopfe bis zu de» Zehen Na-tionalökonom wäre; die Wirthfchaft mit ihren Zangen Armen grcift doch über Stammesblut uu!) Neutlleto«. Paktor Ntiah«r>. von K. L. Steimar. (Fortsetzung) Jenes bessere Schicksal, dessen Reinhard die Generalin für würdig erklärt hatte, —- würde sie es an Adalberts Seite g,funden halben, wenn sie Vicht gewesen wäre, sie und Adalbert« Schuld s Ihre Gedankin verivirrten sich bei dem Nachgrü« deln und aujs N«ue suhlte sie sich verantivortlich für die That ihres Gatten, verpflichtet sie zu sühna meistens schweigend der Unterhaltung zuhörte und nur bann und ivann ein Wort hinein warf, 0aS ihren freundlichen Ailtheil verrieth. Ihre Weise mußte aber doch emen günstigen Eindruck aus die Generalln gemacht haben, denn eS lag iveniger Kälte in den Abschied'vorten, welche sie spüler an Coa richtete, als in ihrer ersten Anrede; ja, sie sprach sogar die H)ffnung emes baldigen Wiedersehen« aus. Mochte Elia diese Hi'ffuung nun auch im Herzen kaum t^eilen, mochle ihr die Persönlichkeit der Generalin noch so Wenig sympathisch sein, so wngte sie dennoch nicht, sich einer nähereu Bekanntschaft zu entziehen, vielmehr gkbot ihr das Herz, dieselbe alS eine doppelte Pflicht zu suchen, nachdem sie inne geworden, war, daß ein offenbares große« Interesse den Doktor an die schöne Frau fesselte, die ihm ihrirseil« ein sehr freundliches Entgegenkommen beli>ieS. Eva ivard Zeuge ihre« lebhaften täglichen VelkchrS, sie sah oft, wie sein Auge aufleuchtete, wenn er mit ihr sprach, wie auch ihre Züge mehr und mehr den kalten, slrinzen AvSdruck Verloren und sanft und weich werden konnten in der Un-ierhaltung mit ihm — und.Gedanken eigener Art stiegen dabei in ihrer Se^e. aus. Wohl hatte stc Momente, wo ihr Herz. hoch, und freudig Idiom hmauS; sie kana eine Solidarität erzeugen, mächtiger als jede noch so gkfkierte Vkr-fasiung, mächtiger selbst olS die unfei»lbare Kirche. Dean daS Haben und das aus diesem resultirende Sein ist für den Bürger deS 19. Jahrhunderts der unfehlbare Maßstab der Wohlfahrt. Haben die Minister, und zwar aus jaulen Gründen, keine ivirthschaftliche Initiative, so muß nach parlamentarischem Usus der Reichsrath eine solche ergreifen. Es t?ar daher an und für sich ein guter Gedanke, neben den unvermeidlicheu, politischen Klubs der Alten, der Jungen, der göderal-Klerikalen, der Polen, einen volkStvirth-schaftllchen Klub unter den Neichsrattis'Abtjeordneten zu gründen, ' und hätte dieser Klub Hand und Kuß. so würde man bald die alleruner.varF tetsten Parteiverschiebungen und Neubildungen erleben. Wessen Geistestind ober diese Schöpfung schon im Entstehen »var, sah wan bald aa der Namhastmachung seiner mötiljchen Präsidenten. Herr Elstra sollte neben Hrn. Hopfen und Herrn Rechbauer ausader Kandjtatenl'ste für die Kammer-prüfidemschaft stehen, und Herr Giskra war wiederum der unbestrittene Präsident des volkS-wirthschaftlichen Klub l l Hilf Himmel, der Gistra spukt ja noch ärger im direkten Reichsrath als im indirekten! Ist daS eine Neuerung und Neugestaltung des legislativen LebenS in Oefter^ reich? Siskra, Präsident des volkstvirthschastlichen Klubs l l Das „System^ Bie schöne Farbe Ihres HaareS." Jetzt war eS um czoulsur äs pues geschehen; kein Mensch wollte mehr lvie ein Floh aussehen, sondern alle Welt wollte sich in die Farbe deS HaareS der Königin kleiden. Man best«« den Friseur Ihrer Majestät, erlangte so eine Locke ihres Haares, schickte diese Probe per Kou-rier nach Lyon, an den größten Geidenfabrikanten und best llte aufs Schleunigste Stoffe Von dieser Farbe. Nach lder Revolution war dagegen der antik-klafftschs Styl Mode. Lose flatternde Gewänder, nakte Arme, Sandalen statt der Strümpfe und Schuhe, und Haarflechten t la Diana oder k 1a Psyche waren da in den feinen Zirkeln von Paris an der Tagesordnung; die Französin dra-pirte sich wie eine Athenerin zur Zeit des Pe-rikleS. Demgemäß trugen die Damen nun auch keine Taschen mehr, sondern fanden für die Gegenstände, die sie uicht entbehren mochten, einen anderen Ort: den Fächer steckten sie in den Gürtel, die Schnupftabak-Dose und da« Taschentuch ließen sie sich durch einen gefalligen Stutzer nachtragen. (Zum österreichisch-ungarischen Holzt»audel.) Ein bedeutender Ausfuhrgegen-stand Oesterreich-Ungarns sind die Daudenhölzer; die Firma M. Bauer in Wien, welche Haupt, sächlich dieses Gesef^äft so weit gebracht, hat im vorigen Jahre allein 95,000 Dauben nach Frankreich, 4Ü.000 nach dlr Schweiz, 760,000 nach Deutschland und Italien ausgeführt, das stavo« Nische Haus derselben Firma S00,000 nach Fran?reich. (Geiun d heit spflege. Po ckengift.) Die Ansteckungsfähigkeit der Blattern beginnt vorzugsweise mit der Abschilferung der Pusteln und d e Ansteckuitg wird, tvenu überhaupt, ungleich weniger vermittelt durch die Ausathmuugs-produkte der Kranken, als durch Anfliegen und Einathmen der in feinsten Stäubchen in der Lust der Krankenstube enthaltenen Abschilferung. Das Pockengift ist nicht luflförmiger, sondern fixer Natur und haftet, wenn es nicht zu ge.ig« ncter Weife zerstört wird, mit ganz unglaublicher Zähigkeit. Dr. B. F. Wilh-lmi erzätill in seiner Schrift Blattern und Schutzimpsung" darüber folgenden Fall: Eine jnnge Frau stirbt an lVlat-lern. Man nimmt der Leiche die kostbaren Ohrringe ab und hebt sie, ohn< selbe zu reinig«» in etnem Kästchen sorgfältig auf für das Hinterbliebene gedeutet hatte; — Eva sagte stch öas, als sie alleit! tvar, und suchte sich einzureden, daß sie sich über diesen Deiveis seines freundschaftlichen Vertrauens herzlich sreue. »vährend sie jelvst nicht auf die Thränen achtete, die unaufhaltsam und heiß aus ihren Augen drangen. Als sie am Nachmittag auf dii: Eremitage kam, fand sie bereits eine zahlreiche Gesellschaft vor, die sich offeniiar in einer gewissen Aufregung defand und Mit einem gemeinsamen Thema beschäftigt war. „Haben Sie denu auch schon die große Neuigkeit des Tages gehört, welche alle Gemüther in Bewegung setzt?" wurde sie Von einer bekannten Dame angeredet, „die Verlobung der Generalin Kersteii»?" Evi zuckte, wenn auch unmerklich, zusammen — so rasch hatte ste die Nachsicht nicht erwartet l „Nun, Sie stnd Nicht überrascht?" fuhr die Dame fort; „so sind Sie vielleicht schon in die Sache eingeweiht und können uns den Bräutigam nennen, über den hier die verschiedensten Ver-muthungen laut werden!" .E« ist ei« polaischtt Graf I- .N.jn, ei» russischer Staaltwaanl" löate et vo» mehreren Seile» dajivische». (Schluh folgl.) Töchterlein. Diese« wird ei« Iahrzeheut später als Braut damit geschmückt und wird ein Opfer der Blattern, die zur Zkit weit und breit in l>et Gegend nicht vorhanden waren. (Landwirthschaft. Rützlichkiit der Ameisen.) Auch den kleinen Amelsen erklärt der Mensch den Krieg, da er es nicht unterlassen kann, überall ia daS Walten der Natur einzugreifen. Man verhandelt darüber, wie man sie von den Bäumen abhalten tana, schlägt Petroleum, Düngung mi! Guano zu diesem Awkcke vor, fragt aber gleichzeitig, ob sie denn Wirtlich slhadeu, und kommt zu der scharfen Distinktion, ob sie wirklich bloß die sogenannten Blattläuse vertilgen oder auch von dem Safte de« üaubcS sich nähren. Wer die Thätigkeit dieser kleinen Thiere bkol>achten wlv, der findet, daß si« nnr nach den Bläiteru wandern, wo die Lier der Insekten, namentlich aber der Schmetterlinge, abgelegt sind, daß sie die gtsunden Blätter nicht aussuchen, den Lttum verlafstn oder meiden, ivo Ungeziefer sich nicht findet. Aber .veil Möglicherweise einige Blätter beschädigt werden könnten, ivill mau die Ameis»tzl»chcn Bö,jel Borschub leisten, da Nachtigallen, Rothkelchen u. s. w. an diesen mit besonderer Borliede Aetzung halten und sich überall da zulückzieheu. wo man ihnen diesen Fntternapf entzieht. Darum Schonung dir Ameise l Marburger Berichte. (Zum Straßenraub bei Maxau.) Der Sioßgrundbesitzer 3oh. Veorg von Muxau, welcher kürzlich in der Nähe dieses Ortes deraubt worden, suhr damals zur Nachtzeit von Pettau weg, allein, mit einem R.volvlr bewaffnet. Zehn Miauten vor Majau sprangen vier Wegelagerer aus das Gesährte los; zwei hielten die Rosse, zwei faßten den Erschreckten bei den Händen, drohten mit Revolver uud Mrfser und forderten Vierlausend Guldcn: so viel habe er bei sich. Ja der Geldtasche Georg« besatiden sich aber nur zweitausend und einige Gulden; diesen Betrag gab er den Strolchen und erklärte: wenn sie ihn nach Hause b'gleiten) so gebe er, was sie verlangt, nur sollten sie ihm das Leben lasse». Die Räuver wollten aber nicht mitgehe« und entfernten sich mit ihrrr Beute. (Menagerie.) Die Menagerie des Herrn Passog aus dem Sophienplatze bleibt noch eine Woche geöffnet. Dieselbe ist vorgestern dnrch eine Riesenschlange vermehrt worden; da« seltenerer kam über Hamburg, hat eine Länge von 2'/^ Klft. und sind die Gelehrten über die genauer« Bezeichnung noch nicht einig. (Bom Südbahnhof.) Die Bahnvcr-waltung hat beschlossen, jene Ermäßigung des Frachtpreises für Lebensmittel, die während der Weltansstellung gegolten, wegen der Thenerung bis 31. Mai 1874 fortbestehen zu lassen und solle« auch für die Fracht Von Mehl und Getreide im inneren Verkehr bedentende Erleichte« rungen eiotreten. (Borschubtasse in Zahring.) Einem Berichte über die Borschubtasse in Zahring entnehmen wir folgende S elle: „Der Berein zählt fünfnnddreißig Mitglieder; wahrlich eine geringe Zahl gegenüber der sehr beachtenSwerthen Thätig« te,t des Vereines. Es macht sich wohl auch hier das Mißtrauen geltend, welches der „Krach" allgemein hervorgerufen, doch weit Mehr al« dies, sind die Mahnungen der fortschrittsfeindlichen Elemente an der geringen Betheiligung Schitld; denn wo sonst die Ziffern z» Gunsten des Unter, nehmen« sprechen würden, heißt e« hier nur: da« Ganze ist .Spiegelfechterei-, „liberale Leimrnthen", „Proganda für da« da« Slaventhum verschlingen wollende Preußen u. s. w." (Vergiftung.) Frau Zosepha Hafner, geborne Schwendtenwein und zwei ihrer Kinder (Seizerhof Gasse) fühlten sich am Freitag nach dem Mittagessen unwohl. Die Mutter statb nach heftigen Erbrechungen -;egen Mitternacht und ergab die ärztliche Untersuchung, daß Metalltjift die Ursache gewesen. Die Kinder befinden sich aus dem Wege der Besserung. (Eisenbahn-Station Windtsch-Feistritz.) Diese Station ist gestern für Personen und Frachten eröffnet worden. Sitzung des Weinbauverein«.) Der Obmann Herr Dr. Mulls berichtet über den Erfolg der steiermärkischen Weinausstellung in Wien. Bon lZI AuSsttllern mit 434 Wtinsorten haben 7ö Auszeichnungea erhalien. Die Ausstellung van steiermäitlschen Trauben, AtpfUn, Birnen . . . , welche zu Wien im Otiober stattgefunden. iiatte 14 Auszeichtlungen zur Folge und wiren unter den Betreffenden die Herren: Franz Stampfl, Graf Sr.md's, Dr. Reiser. Dr. Kornfeld. Herr D»^. Mulls vertheilt unter die Mitglieder eine Druckschrift: „Der Weinbau in Steiermark", die er tn Gemeinschaft Mit Herrn Direttor Wert in Brunnsee gelegentlich der Wiener Welt-ausstelluug versaßt hatte. Zur Ergänzung de« Berein«ausschuffes wird Herr Johann Schmiederer vorgeschlagen uud ein« st'MMtg gewählt. A!« Redsor.'en, die im »Schste» Jahre vertheilt werden sollen, werbeit nach dem Antrage de« Oiimann« fslgende bezeichnet: Wälschriesiing (lbOo), Krachgntedel (2000). Slankamenka — eine sudslavsche Rebe — (lS00), Rnländer (2000), Muskateller (1000), roii^er Gutedel (2000). Lo viele Reben dieser Sorten besitzt der Verein, die f»hleu)ea werden in der Weinbauschule au» gekauft. Jene Schnitireben, welche im nächste« Jahre vom Berein angekanft und gepflanzt werden, sind: Wälschrt?«!ing, grüner Sylvaner, rolher Gutedel, Krachgutedel je 10,000 Oetlieder, Zierfahndler, Rothjjipfler, grüner Beltliner, Slankamenka, Muskateller, Portugieser, Bodensee-Traube, blaue Zmmttraude je 5000 -- zusammen>8ö000. Mitglieder, welche titeben zu beziehen wünschen, mögen sich beim Obmann melde«. 3m Dezember wird Herr Dr. Mullö Wan» dervorträ^e über Zweck und Mittel de« Verein« halten und zwar in Zahring uad in St. Georgen an der Pößnitz. < Der Verein beschließt, sich an den Landtag zu wenden, e« mögen an der hiesigen Weinbauschule noch Kurse sür Weiagar!?^pbesi^tr und Hospitanten, für Winzer und Oostbanmwärter er. richtet werden. Herr Dr. Mulle wird mit der Verfassung der Petition betraut. (Gem eindens a hl e n.) Von jenen G -meindcn. welche mit der Stadt Marburg iv Kirch n- und Schulsachen konkarriren, hat bishe« nur Pobersch den Gemeindeansschuß neu gewählt. Die Wahl in Leitersberg wird am DonnerSiag 9 Uhr Vormittag im Hause de« Gemeindevor» steher« Herrn Franz Woschnig zu Freidegg stitt-finden. Rolhlvein und Brunndorf wählen vor Weihnachten. (L e hrcrkouf erenz.) Die Lehrerton-ferenz für die Bezirke Marburg (Umgebung), St. Leonhardt uud Winbisch'Feislritz wird am 4. und ü. Dezember im physikalischen Hörsaal der Ober - Realschule stattfinden. Den Vorsitz fiihrt der Herr Bezirts-Schnlinspektor Robitsch. Die Vbtr-Neaischait und das Labtisejl Sr. Mest«. X. Da« ZubiläumSfesi Sr. Majestät wird an der hiesigen t. t. Ober-Realschule in ftierlicher Weise begangen werden. ES wird an diesem Tage eine Adresse de« Lehrkörpers au Se. Exz. den Herl?» Statthalter Baron Kübeck mit der Bitte gerichtet. t»ochderselbe möge die patriotischen Wünsche des Lehrkörpers an den Thron Sr. Majestät gelangen lassen. Der 2. Dezember ist für die Anstalt ein Ferialtag und findet um 8 Uhr Früh ein feierlicher Gottesdienst statt, an welchem sich der Lehrkörper m plsao betheiligt. Nach demselben wird in Gegenwart der ganzen Anstalt vom Direktor im groben Zeichnensaale die Festansprache erfolgen. AbendS findet von der Studentenschaft der zwei höchsten Jahrgänge ei« deklama,torisch-musitalischer Festabend statt, woran der ge ammte Lehrkörper fich betherligt. Um aber diesem für jeden Oesterreicher denkwürdigen Tag die größte We he zu verleihen, gründete der Lehrkörper einen Unterstützungsvereia für dürftige Studenten dieser Anstalt, und eine vom Direktor unter den Professoren sofort eingeleitete Subskristion gründete den Fond dieses neuen Wohlthätigkeitsvereias, der den Name« „Kaiser Franz Zosef-Verein" führen wird, mit der nicht »nbei)eutenden Summe van fünfzig Gulden. Theater. Der Schauspieler und Op reitenteuor Herr Tietz gab zu seiner Einnahme am Mittwoch die komische . Oper „Blaubart" von Offenbach. Das Publikum konnte beim Nachhaufegehen sagen: „Wir haben uns die Zeit Vertrieben", und mehr dürfte wohl Niemand erwartet hoben. Was uus betrifft, so seufzen wir öfters ,misvrsrs Dsmius^, doch sind wir gewohnt, unser Ver-guugen mit Geduld zu genießen und eezvaiteten auch yier das Ende. Außer der überraschend netten Ausstattung wijsea wir nichts lobend zu erwähne«. Fr. Seller (ivoulotte) tr»>t Mit fascheu 5önen vor die Lampen, fand später mehr Sichelt« heit, schied aber im 4. Akte i« voller Disharmonie; doch versöhnte uns einigermaßen ihr vorzügliches )piel. Außer Herrn Tietz (Blaubart) wollte« wir weiter Niemanden als Saiigee erkennen und ist unsere Urtheilsberechtigung daivt. abgeiliuitteo. Die größte'Schuld?dÄ»^H^gf« Erfolge« liegt ivohl an dem uozuläoglichen Orchester uud der geringen Befäh.gung de« Kapellmeisters. Statt Sänger uns Masiker durch den Impuls eines umsichtigen Taktirens zuiammenzuiialten, schlägt Herr Bait lt seinen Takt schulgerecht für sich und kümmert sich um das Uebrige so wenig, al« all-sällig ein Malkäfer um Naturgeschichte. Donnerstusi folgte Gutzkow'» historisches Lusilpiel „Das Ulbild des Tartüsse". Gemüth« und geistvolle Auffassung der G.schichte ohne Persiflage, dabei erheiternde Schürzung des Knotens d,gründen die anerkonnie Mustergültitjkeit des Stuckes. UeberdieS verwerihet Gutzkoio hier »ein eingehendes Studium )eS Effektes i« volle« Maße und die vorgeführten Gestalten sind volle, glinze Meuschrn, die unsere ganze Volle Theilnahme erwecken. Um so scholeripee ist dadurch die a« den Schauspieler gestellt, Aiifgabe, denn hier gilt -s der Natur möglichst na»,e zu kommen. Wenn vir einen Achtungserfolg koostatiren. so ist dos. iN diesem Falle viel. Bon den Darstellern re-wähnen wir Herrn Deutsch (Moliör.) mit voller Üesriedigung, nn^ auch Herrn Popper (Tartüffe) müssen wir aufmuntern. Seine Sprach« war maßvoll nnd treffend, nur wünschen wir freiere Bewegnng. Frl. Adamet (AMande) überstürzte sich, wovor wir entschiede» warnen, weil »odeut-liches Sprechen der ärgste gehler ist, in den ein Schauspteler verfallen kann. Mit Bedauern be-Mtrken wir, daß Frl. Jaosch (Madeleine) ihrer Rolle abermals nicht mächlig war. Letzte Post Sämmtliche Lehrerinnen der Steiermar? ersuche« den Landtag «« Gleichstellung ihrer Bezüge «it jenen der Lehrer. Der Landesausschuß ist geneigt, darauf einzugehen, Der Landtag hat stch bis 4. Dezemder vertagt, die Ausschüsse beratheu fort Das ungarische Oberhaus hat dem Ge setzeutwurf Über das ueue Anleihen beigestimmt. Marburg, 29. Novemb. (Wochenmarkttbericht.) Weizen fi. 7.SV, Korn st. 4.90, Terste fl. 0.—, Hafer fl. S.so, Knkuruß st. 4.60, Hirse fl. 0.—, Hirsedrein fl. 6.Sl), Heiden fl. 8.S0, Erdäpfel fl.1.90 Bohnen fl.V.—, pr. Metz. Weizengries, st. l7.ö0, Mundmehl fl. 14.—, Semmelmehl fl. 12.—, Weißpohlmehl fl. 11.—, Schwarz« pohlmehl fl. 10.— vr. Tnt. Heu fl. 1.40. Lagerstroh fl.1.40. Streustroh fl. 0.90 pr. Ctr. Rindfleisch 80, Kalbflelsch S4, Schweinfleisch I. 33, Lammfleisch 23, Speck frisch 34, Rindschmalz ö6, Schweinschmalz 44, Schr.»eer 33, Butter 62, Topfenkäse 12, Zwiebel 9, Knoblauch 13, Kren 10, Kümmel 43 tr. pr.Pf. Eier 2 St. 7 kr. Milch frische 12 kr. pr. Maß. Holz 13" hart st. 6.— , weich fl. 4.b0 pr. Klafter. Hozkohlen hart 60, weich 40 kr. pr. Metz. lIKtel ^ollsa». Vou keutö SN ^irä nvuoi', svlii' S74) billizs allsxesvdvokt. 3. S22. (972 Unterlehrerstelle. An. der zweiklassigen Volksschule zu Schlei-Nitz ist «ine Unterlehrerstelle mit dem Gehalte pr. 240 fl.,. einer Personalzulage pr. 60 fl.. einer weiteren Zulage auS Lokalmitteln pr. 60 fl. und dem Genüsse eines NaturalquartierS zu besetzen. Bewerber hierum wollen ihre instrnirten Gesuche binnen 4 Wochen nn den Ortsschulrath Schleinitz leiten. Bez.-Schulrath Marburg am 11. Nov. 1873. Der Borfitzende: See der. Wohnungen (973 zu vermiethen und gleich zu beziehen Mellingerstraße Nr. 93 bei F. Abt. Lur ^eier äes ^ö^ä^ngen Kegierungg > Iu^ikäum8 Sr. W^estSt des Kaisers ^ssL I. iV 8. veMi' UZ. >«»»- vm 7 likr ^orgsllg V»xrovsUls. ,10 Vkr in äor Vomlcirode. , 7 Dllr ^bsväs kouttkvktst. Von Äeii Mwilligen Auermkii uvtsr Mtvirlcnllg 6os 1'ui'nvvl'vins^ säwwtlieder Lvgsngvvl'vlno uvä ävr Züädnkn-Vlsvi'ksÄttvn-lßusikkapsIlo veravvtaltot: l)w 8 Ildr Xdoväg vom k'susi'^edrlolcals aus äurel» äio kkarrkoiKasso, LelimiäerergasZS, kärvworgassv, Hauptplatsi, Lvrron^agso, kostgaLse, (Fra^orZassö, öurKplatz:, ü'egvttlioAztrasss di» 2UW Lkdlldok uQä retour 2um Llotsi .»ur AtTÜt Vis»*; äortsslbst ^SSt.SSMWSI'S. ?roxr»mw: Z Vorträxo äe» I>lvuv«rxs»»vL^ersiooi. ? „ „ luruvrikm^orodors«. ?oit-()uv«rturo. VoUul»z^om« (Seikmmt-Ldor). ^ ^ L»ukm. Lizosordulläs». vi« H?srüSQ äurvl» Aluiilcxiöosa äsr 3üäd»dvvorlt»t»ttöll-^u»ille»po11o »usxötüUt. S0 S. v»dern»klnlls«u HVvr«>v» «laalleuck »as«vommen. Ds»' /?6»'n67't7'aA cisT' ,5tacit L/a7'ö?^?'A V67'^67»c!^^. 2ur Le^uemliellkeit ävL ?u!)1ilcums sinä Lartsu bei äsu klorrov Xnt. Xonix, Letivilcl uiiä L. ^avsoliit^ »u liadsv. 23 Bor Fälschung wird gewarnt! Kaiserl. königl. auSschl. privil. neu Verb, erstes amerikanisch nnd englisch patentirte» allgemein beliebtes ^til»tlloi1il - >iwckvlu««r von ^ k. k. Hos-Zahnarzt in Wien, Stadt. Bognergasse 2. Dieses Mundwasser, von der löbl. Wiener medizinischen Faeultät approbirt und durch eigene 20jahrige Praxi» erprobt, bewährt flch vorzüglich gegen jeden üblen Geruch aus dem Munde, bei vernachlässigter Reinigung, sowohl künstlicher als hohler Zähne und Wurzeln, und gegen Tabakgeruch; eS ist ein unübertreffliches Mittel gegen krankes, leicht blutendes, chronisch entzündliches Zahnfleisch, Scorbut, besonders bei Seefahrern, gegen rheumatische und gichtige Zahnleiden, bei Auflockerung und Schwin »en des Zahnfleisches, besonders im vorgerückten Alter, wodurch eine besonoere Empfind lichkeit desselben gegen den Temperaturwechfel entsteht; eS dient zur Reinigung der Zähne itberhaupt, ebenso bewährt eS sich auch gegen Fäulniß im Zahnfleische, überauß lchätzenSwerth ist es bei locker fipenden Zähnen, einem Uebel, an welchem so viele Serophulöse zu leiden pflegen i eS stärkt das Zahnfleisch und bewirkt festeres Anschließen an vie Zähne; eS schützt gegen Zahnschmerz bei kranken Zähuen, gegen zu häufige Zahnsteinbildung', es ertheilt dem Munde auch eine angenehme Krische und Kühle, sowie einen reinen Geschmack, da es den zähen Schleim in demselben auflöst und dieser dadurch leichter entfernt wird, daher geschmockverbessernd einwirkt. Preis per Flaeon 1 fl. 40 kr. ö. W. Emballage per Pofl 20 kr. Vkgttabilischrs Zahnpulver. gewöhnlich so lästige Zahnstein entfernt wird, sondern anch die Glasur der Zähne an Weiße und Zartheit immer zunimmt. KM-Preis per Schachtel 63 kr. ö. D^^s^ Zahn-Pasta verdient mit Recht, dem Werthe ihrer zweckdienlichen Eigenthümlitbkeitenentsprechend, als das beste Zahnmittel empfohlen zu werden, indem die Anwendung desselben im Munde einen angenehmen Geschmack und milde Kühle zurückläßt, als vorzügliches Mittel gegen jeden üblen Geruch im Munde. Nicht minder ist diese Zahn-Pasta Jenen anzuempfehlen, deren Zähne unrein und verdorben find, da bei Anwendung dieser Pasta der an den Zähnen haftende so schädliche Zahnstein beseitigt, die Zähne tets weiß und daS Zahnfleisch gesund und fest erhalten wird; sehr zweckdienlich ist )ieses Mittel deu Seeleuten und Küstenbewobnern, wie auch jenen, die oft zu Wasser reisen, indem es den Scorbut verhütet. WD^Preis per Dose 1 fl. 22 kr. ö. W. t»» Diese Zahn-Plombe besteht aus dem Pulver und der Alüssig ^UYu-^zvMvt. feit, welche zur Ausfüllung hohler eariöser Zähne verwende vird, um ihnen die ursprüngliche Form wieder zu geben und dadurch der Berbrei tung der weiter um fich greifenden Caries Schranken »n setzen, wodurch die ferner« Ansammlung oer Speisenreste, sowie auch des Speichels und anderer Alüssigkeiten^ und die weitere Auflockerung der Knochenmasse bis'zu den Zahnnerven Zahnschmerzen entstehen) verhindert wird. A^^Preis per Etuis 2 fl. 10 kr. ö. Depots in Marburg: in Bancalari's Apotheke, bei Herrn A. W. König, ilpotheke zu Mariahilf, bei Herrn M. Moriü und in Ar. Tauchmanns Kunsthandlung; Cilli beikriSper und in Baumbachs Apotheke; Deutsch.Landsberg: L. Müller, Apoth.; Gleiche nberg: F. v. Feldbach, Apoth.; Gonobitz: C. Aleischer, Apoth.; Leibnitz: Kretzig's Witwe, Apoth.; Luttenberg: Kr. Pesfiak, Apoth.; Mureck: L. v.Steinberg, Apoth.; Pettav: E. Reithammer, Apoth.; RadkerS' bürg: F. Schulz, Apoth. und I. Weitzinger; Rann: I. Schniderschitsch; Rohitsch: KriSperS Apotheke; Sauerbrunn: in der Apotheke; Stainz: V. Timonschekl Apoth.; Wind. Feistritz: I. Dienes, Apoth.; Wind. Graz: I. Kaligaritschl Wind. Landsberg: Vaßulichs Apotheke; WaraSdin: A. Halter, Apoth. Wichtig für Pllmev! Znr herannahenden Saison erlaube ich mir den?. ?. Damen meine große AuSwkhl von fertigen Wiktkr-Palktlits, Talmas «»d Zackkv m den billigsten Preisen w empfehlen, da ich in oer Lage bin. stets das Neueste nach Pariser und Wiener Moden zu bieten. Gestützt aus das bisher genossene Vertrauen der hiesigen und aus-wältigen Damen, bitte ich Sie, mich mit Ihren werthen Auftragen zu beehrkn. Mich Ihnen bestens empfc hlen hültend, zeichne 867) hochachtungsvoll Alis«! Um allen Anforderungen zu entsprechen und die Photographien zu den herannahenden Weihnachten rechtzeititl ausführen zu können, beehre ich mich daS ?. 1. Pubkitum hiemit einzuladen, die Bestellungen baldmöglichst zu machen, da in der jetzigen Jahreszeit die häufig ungünstige Wilterung, als auch die große Mrze des Tages leicht zum Hinderniß werden könnten, allen Wünschen rechtzeitig zu entsprechen! Achtungsvoll ergebenst 971) Heinrich Krappek, _Photograph, Stichl's GarteN'Salon. Vonvin in lilsi'tlui'g.! ^voolco üs» VvroiQSv: uuä k'oräoruvx allzssmvivsr ÄslsiQtsrsZSSv, xvisssQSvdkftlicoo k'ortdiläulls^ l^ullxsr Lkuüsuts, HuterLtüteuo^ kiltsbväür^! tixsr Mtxliväsr. Ltollsvvvriiuttlullzs sto. ' Llnsolirsivossdüdr ü. R.-. Lsttrax 80 Icr. tiii' kisr äomi-ilivrvväs, 40 Irr. 5ür ausvärtixv Nitxlisäor. ^ür ullisrvtütiLSQÜs Mit einer Beilage. »ßnwwortlich« »sdatti»», Vi«s »«d Nerleß tze» Td»«rd »«»schiß i« vt«h«rß. A. «. M. Oj ^eilage'zü''Nr. 144 der „Marbnri^er Zeitung" (187S). Rr. ?7«. Kundmachung. (V7Ü ?om Stadtrathe Marburg wird mit Äezug ' auf den A. 42 des WfhrgescheO vom 6. Dezember 1868 betanat aegebm. ^aß alle Stadtbezirke befindlichen enßyeim/f Unterricht für Erwachsene e»öffnet sich chme, im NeineniGS^'sche» vtsutRE 1. Dezembet AbendS 8 Uhr. In diefeH .zwßimovl^tlichen - UntetrichtS-Hlbonnemevt «er^n mbft der N ftandSlehre alle moderne« W»-tioual- und Tefellschafkstäuze vollkommen unter-richtet. Der-Unterricht für Kinder in der ästhetischen Tymnaftik» der den Zweck hat,"l^gußend der gebildeten Stäqde die wahre ästhetische körperliche Bildunq zu geben, wtlche der geistigen Erziebung .und Bilduna dei AetztjeU entspricht,^^btginnt Dienstag hen 2. Dezember 'Nachmittags 6 Uhr. Zum Schlnßtk der letztgenannten Unterrichts» Abtheilung sttidet lveder ein Ball noch Krünzchen, ^sondern nur eine Prüfung statt, um den Eltern oder deren^ Vertretern eine llebersicht von den Erfolgen des systematischen Tanzunlerrichtes zu geben. Die Eitlschi^ibungen hierzu, desgleichen für Pri vatstunden, wollen gefälligst von Montag den 2S. Novtmber angefangen täglich Bormit« tagS von 10 bis 12 Uhr !N seiner Wohnung: Kär,»tneegasse. Leyrer'scheS HauS. I. Stock, rechtzeitig 'ckitgetheilt werden. ^T7) Gichl>er ^uvior, dtplomirter Tanzlehrer und Mitglied der deutschen Akademie der Tanzlehrkunst. "" Gesucht wird »in'Mann, der aegen freie Wohnung ein wenig zeitraubendes Geschäft zu besorgen hatte. Auskunft bei Herrengafse. 28. Vereinsjahr. G Freitag de» 5. Dezember 1873, Abends 8 Uhr im großen Gasino-Saale: Erjies Mitglieder-loltterl deS Marburger Zlkünnergesangsveremes »»ttr Mitwirkvilg seines DamenchoreS. 1. „Lobe den Herrn, den mächtigen KSntg." Choral tI6Hg) für gemischte Chöre. 2. Reeitativ. Auge, »rie au» „MesfiaS" v. G.F.Händel und Choral au« der „Matthäus-Passton" v. Bach. S. Reeitativ, Marsch, Frauenchor, Duett und aemiWer Thor aus „ZudaS MaccabäuS" von G. F. «änvel. 4. ler^ett^für^rauenstialme« ans der „Zauoerflöte" von 5. ») „Herbstlied." Volfsweise für gemischten Chor und Soloquartett. d) „Lerchengesana". Canon für gemischten Chor von Felix Mendelssohn-Bartholdtz. 6. Terzett und Schlußchor au» dem l. Theil der ^Zahre«. zeiten" von I. Haysn. ^ (970 Einttttt für Kichtmttglieder pr. Person 1 st. iieMMKkiskiiiiijz.' lotl erlsuds wir, ^srsdrtsu ?. I'. klldlilrum dslcavllt zu gsbsv, iod tax 29. cl. F. io ävr Lvrrvv» im Llrii viQÜ1sodos?'«okeQ L»u»s sills Ali»-. MM- MviMi-llMU sröL^not daliv, vslottv mit ^aarvi» 1ivl»stsr (Zuali^t «n äoo bilUgstsn ?reisvll dostous »gsortirt ist. leli lzittv 6adsr 6»s vsrsdrto ?ul)-Iilcuw, miei» ^^ured rsolit 2klilrsieltoa !?u» »pruv^ ZU vrkrsusr» uvä »siolms S»rl UV. 2ur Logusmiiokicoit äs3 ?. I'. ?ud1i> l^ums doÜQävt siod »uod rüoIcH?»rtL ?om Domplst^o »US yiQ ülillKSUA iv wsLu lAesod»tts1oIllzIv. Viltpttt lllld Fischt. Gefertigter erlaubt sich einem ?. Publikum bekannt zu geben, daß er heute frischeS zur Ausschrottung bringt; auch sind von heute all frische bester Sorte zu jeder Stunde deS TageS fortwährend zu haben. Hochachtungsvoll Karl Parkhart, 966 gleischhauer in der Grazervorstadt. Gin Commis «o SS von angenehmen Aeußeren, in jedem Fache bewandert, der deutschen und slavischen Sprache mächtig, militärfrei, wünscht seinen Plaß M verändern. — Vesallige Anträge unter Nr. 99" an die Expedition dieses BlatteS. Keller zu vermiethen. Ein großer, sehr guter Keller. 1ö Minuten von der Stadt entfernt, ist vom 1. Dezember an zu vermiethen. (966 Anzufragen im Cornptoir dieses Blattes. Ein kaatioilssshigts Mädchc« wird als Kaffierin^in eiiem Tabake und SteM' pelverschleiß ausgenommen. Anfrage bei Herrn Ai > cher in der TegetthOffstrafie. (S45 Hirbiirzer kseompledmll. Die I^ardukKer Lsoomptedanle über-lliwmt Oelävillls^en iv je6er Loks uvä vsrslllst äiesellieli vom l'sLse äer Liv-big Lur Leliebuv^: a«L lSpttrKUolisr wlt 5 °/g otlne I5.iil»ckixullK, 6eexev 30täKlg^ Mvckisslwg, . 60 „ mit ö V. xesssa 8täz^!xs ö ?« V« » 30 „ ^ 6 7. . 60 665) De»' VsT'eoaitunAHf'aÄ. Eine Wohnung am Hauptplatz ist sogleich zu vergeben. (»46 Auskunft im Verlag di,ses Blattes. Pauk lllld Allempsthlllug. Indem ich für das mir bisher geschenkte Vtrtrauen herzlich danke, bitte ich das hiesige ?. I. Publikum, mir noch fernerhiu Ihr Wohlwollen zu schenken; erlaube mir gleichzeitig meiu wohlsortirtcS Lager von Hntk»., Damtil- vlid Kiadtrschahea eigener Erzeugung zur Abnahme bestens zu em« pfchlen und werde ich stetS bemüht sein, meine verehrten Kunden mit nur solider und daner. hafter Waare zu den billigsten Preisen zu bedienen. Mein BerkaufSgewÜlbe befindet sich am Burgplatz Nr. S, „schwarzen Abler Hochachtungsvoll G. Wetfchko. L Aufträge nach AuSVärtS werden schnell und geuau gegen Nachnahme effektuirt und genügt zur Maß eiu ^jassender'ge-tragener Schuh.__^ (873 ^InRlant vor, Weinstein, Hadern. Messing, Kupfer, gin». Eisen, Blei, Leder-und Papier-Alifällen, Borsten, Roß' und Schtveinshaaren. Schaf-, Kalb^ und Hasenfellea, allen Gattungen Rauhwaaren. 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Indem ich für da» mir bislzer geschenkte Vertrauen danke, zeige ich gleichzeitig an, daß ich von nun an olle lAattungen von HauS- und LixibeSwäsche, GcisthauSiväsch', Wäsckc von Anstalten :c. zc. bei prompter und billiger Bedienung i'lbernehme. <838 ' Ferner libernehme ich wie vorder zum Pllheu alle seine D'imknmäschc, Spitze», Blonden, Stoff-kleidcr, lveiße Cachemir-MantilleS und Tücher, dann Rrgenmäntel; insbesondere aber werden bei mir Spißen-^orhänge sehr schön und schonend gfpußt und glispannt. Hochachtungsvoll Jsscfint Den! in Marburg, Lederergasse Nr. 54, Kiaudas BadhauS. Granden, Gras Wurmbrand, Graf v. Ar», GrafChorinSky, Grak Gaschln, Graf Waldendorf, Graf Collonih, Graf Podstatzkp, Ritter von Appiani, k. k. General, und noch mehreren tausend anderen hohen Herrschasten, Militärs nnd sachverständigen Autoritäten deS In- und Auslandes bestS« tiget wird. Gebrauchs-Anlveisungen werden beigelegt.— Obige M^ikamente werden immer frisch bereitet und so-gleich versendet, aber nicht dem Verderben von Depots preisgegeben, wie mehrerer Herren ähnliche Präparate. — Consultationen in allen thierärztlichen Angelegenheiten werden schnellstens beantwortet. V'. Dr. lindert sofort und heilt schnell Gicht und Rheumatismen alllr Art, alS: Gesichls'. Brust-, Hals- und Zahnschmerzen, Kops-, Hand- und Kniegicht, Gliederreißen, Rücken- und Lendenwch. In Paketen zu 70 kr. und halben zu 40 kr. bei Joh. Merio in Marburg. Ktink ltostspikligtil Wlttller mehr! Der Gefertigte empfiehlt seine anerkannt billigen amerikanischen, oberirdischen Eiskeller-Anlagen von 6, 10, 25 bis 300 Fuhren EiS, anlegbar in jedem belikbigkn schattigen Raum, Kammer, Scheune oder Hol^tller, bei melzr als genügender EiSkrhaltung. Technisch ausgeführte sechserlei Pläne nebst Kostenanschlag sind gsgtn 5 Gulden ö. W. franko zu beziehen. Besitzer obiger Anlagen mit Zjähriger lSiSerhaltung werden beige-^^eben. 876