80. Jahrgang Erscheint wöchentlich sechsmal (mit Ausnahme tler Fe;crtagc). Schriftleitung, Verwaltung und Buchdruckerci Tel. 25-67 25-68. 25-69. Maribor, Kopališka ul. 6 Nr. 243 Freitag, den 25. Oktober 1940 Inseraten- und Abonnements-Annahme in der Verwaltung. Bezu gsp reis : Vbholen oder durch die Post monatlich Din 23.—, bei Zustellung Din -4.—. für das Ausland monatlich Din 35.—. Einzelnummer Din 1.50 und Din 2. . Manuskripte werden nicht retourniert. Bei Anfragen Rückporto beilegen. Poštnina plačana v gotovini. Pl0 CIS Dill 1*50 Enriborrr Leitung Begegnung zwischen Führer und Caudillo an der Pyrenäen-Grenze Grosse diplomatische Aktivi N «enfaMon des gelingen Nachmittags na« 6er vorherigen Snlrevue Hiller-Laval - Den Besprechungen zwischen ^nlep und General franco haben auch Die (SenemlfelDmarfchäüe v. Kettel und v. Brauchitsch sowie Der spanische General Moscardo und die Außenminister v. Ribbentrop und Gerrano Guner beigewohnt Oktah’c n ^ w o in Frankreich, 24. die / und zwar Reichsaußenminister ifom« °P’ den Ohef des Ober- n,ar la"d°s der Wehrmacht Generalfeld-de$ d aÜ v. Keitel, den Oberbefehlshaber eutschen Heeres Generalfeldmar- schall v. Brauchitsch und Staatssekretär des Aeußeren v. Gauß. Nach der erfolgten Begrüßung schritt Adolf Hitler in Begleitung des Generalissimus Franco die neben dem Bahngeleise aufgestellte spanische Ehrenkompagnie ab. Der Caudillo begleitete den Führer sodann in den spanischen Sonderzug, wo die Besprechungen zwischen den beiden Führern unverzüglich aufgenommen wurden. Irgendwo in Frankreic h, 24. Okt. Associated Press berichtet: In der Begleitung des spanischen Staatschefs befand sich der deutsche Botschafter in Madrid und in Begleitung Hitlers der spanische Botschafter in Berlin. Ueber die plötzliche Zusammenkunft Hitlers u. Fran-cos zirkulieren in diplomatischen Kreisen die verschiedensten Gerüchte. Man nimmt an, daß Hitler und Franco endgiltige Beschlüsse über die Haltung Spaniens im Konflikt der Achsenmächte mit England gefaßt haben dürften. Aus spanischen politischen Kreisen konnten über den Zweck und den Inhalt der Begegnung der beiden Führer keine Einzelheiten in Erfahrung gebracht werden. Madrid, 24. Oktober. (United Press) Während Generallissimus Franco und Adolf Hitler gestern in Hendaye knapp an der französischen Pyrenäen-Grenze konferierten, brachten die spanischen Blätter sensationelle Berichte mit der Feststellung, daß Europa am Vorabend großer Ereignisse stehe. Die Nachmittags zeitung »Informaciones« spricht von einer diplomatischen Aktion der Achsenmächte und erklärt, daß sich größere Ereignisse noch vor den amerikanischen Präsidentschaftswahlen abspielen würden. Der Führer und der Caudillo konferierten zwei Stunden und 5 Minuten. Der Konferenz Hitler-Franco wird in Berliner Kreisen große Bedeutung beigemessen, dies umso mehr, als kaum 24 Stunden vorher die Begegnung Adolf Hitlers mit dem Vizepräsidenten der französischen Regierung Pierre La-v a 1 stattgefunden hatte. Man spricht von einer entscheidenden Phase der neuen diplomatischen Offensive der Achsenmächte, Bezeichnend sei vor allem auch die Anwesenheit des Fachmannes für Staatsverträge Staatssekretär Dr. Friedrich G a u s s. Vichy, 24. Oktober. (Mackay Radio Press Service) Adolf Hitler richtete an den Chef der französischen Regierung Marschall Petain die Einladung zu einer Zusammenkunft, die möglichst bald stattfinden solle. Es wird hiezu erklärt, daß Hitler und Petain die Frage eines permanenten Friedens zwischen Deutschland und Frankreich behandeln werden. Die Einladung Hitlers wurde dem französischen Regierungschef durch Minister Pierre Laval überbracht, der soeben von seiner Zusammenkunft mit Hitler zurückgekehrt war. Man erwartet, daß Laval in Kürze mit der Antwort Petains wieder nach Paris abreisen werde. Rom, 24. Oktober. (Avala-Stefani). Die Begegnung zwischen Führer und Caudillo wird von der italienischen Presse ausführlich kommentiert. So schreibt »Po polo d i Rom a« u. a.: »Der Zusammenkunft zwischen Führer und Caudillo werden Taten folgen. Ohne ein Horoskop für die Zukunft aufzustellen, ist eines sicher: die Achse und die achsenfreundlichen Völker werden siegen und eine neue Zukunft des Friedens und der Arbeit im neuen Europa hersteilen. PrNA.Wyork> 24. Oktober. United y0 , berichtet: Wie dem Blatte »New virc( ha7J:n\e. S,(<. aus „ Sofia de" Bes, llen zu ergreifen, wenn Bulgarien sei Türkische Drohung an die Adresse Bulgariens wird u * V“ c s<< aus oona gemeldet j ' "at die türkische Regierung definitiv nahmen50*1*11^ gefaßt, rasche Gegenmaß- So£utraHtät verletzen sollte, in dem die der e£, Regierung in der einen oder an-n °rm eine Okkupation durch deut- sche Truppen dulden sollte. Der Korrespondent der »New York Times« ist der Ansicht, daß die türkischen Truppen in diesem Falle unverzüglich in Südbulgarien einfallen würden, um sich auf diese Weise in den dortigen Höhenzügen günstigere strategische Positionen zu verschaffen. Griechenland imVordergrunde tÄP«*HE INFORMATIONEN ÜBER ANGEBLICHE ENGLISCHE ABSICH-IM MITTELLÄNDISCHEN MEER. — SALONIKI ALS SCHLÜSSELSTEL- LUNG FÜR DIE ENGLISCHEN AKTIONEN: St, gen wie folgt: »Bisher habe England über all Deutschland die militärische Initiative in Europa überlassen müssen. Das sei so sehr Gewohnheit geworden, daß man mit Aehnlichem auch für den Balkan rechnet. Aber vielleicht täusche man sich diesmal.« Der schwedische Journalist zitiert des Näheren die »T i m e s«, die die strategische Bedeutung Griechenlands nicht bloß auf Grund der Stützpunkte im Aegäi-schen Meer, sondern vor allem mit Saloniki als Schlüsselstellung für den Zugang zu Mitteleuropa schildert. England werde sich diesmal nicht so zuvorkommen lassen wie seinerzeit in Norwegen. Tatekawa in Moskau eingetroffen. “Tokio, 24. Oktober. (Mackay Radio) Der neue japanische Botschafter in Moskau General Tatekawa ist gestern in Moskau eingetroffen. Wie in hiesigen diplomatischen Kreisen erwartet wird, dürfte es zwischen Rußland und Japan zu einem Nichtangriffsvertrag kommen. In diesem Zusammenhänge glaubt man, daß Moskau seine Hilfeleistung für Tschiang-kaischfek einstellen werde. LEA baut feine »mimWtz punkte aus EINE STARKE FLUGZEUGABTEILUNG AUF DEN PHILIPPINEN. — BAUARBEITEN AUF DEN ERSTEN, VON ENGLAND ABGETRETENEN STÜTZPUNKTEN IM ATLANTIK. gelai'0 c ^ h o 1 m, 24. Okt. Nach hier ein-Fra» 6n londoner Meldungen, ist die Aktin der Wiederholung der Saloniki-sen n d'es Weltkrieges in Londoner Krei-L)i's. neuei'dings in den Vordergrund der Mein Ss’onen getreten. Wie aus diesen nachUngen hbrvorgeht, ist das Verlangen Mitt ."^bndeiner Ueberraschungsaktion im rika meer> ’m Nahen Osten oder in Af-jVi !n London immer lauter. Ob gegen °ffe° ■ 'Wr'en oder Griechenland, ist dje nsichtlieh noch die Frage, aber jede ihr °r Möglichkeiten hat unverkennbar „ ®n Verfechter. Auf jeden Fall rückt ge-wärtig Griechenland mehr und mehr Qen Vordergrund. Schwedische Meldun : der 2000 Meilen langen Front von der u n aus London enthalten recht bestimmte ! Arktis bis zur spanischen Grenze zusam-111 Weise darauf, daß England eine Ak- mengezogenen deutschen Streitkräfte den j °n gegen Griechenland vorbereite. Der; Befehl Adolf Hitlers zum Losschlagen auf fndoner Vertreter vnn »R t o r ,k holms die britische Insel. Washington, 24. Okt. (Avala —-Reuter.) Das Kriegsministerium teilt mit, daß auf den Philippinen zwei Flugzeugabteilungen garnisonieren werden. Das Ministerium lehnt jede Beantwortung der London glaubt nach trne vor on ÄnvasionsgefaHr London, 24. Oktober. (Mackay Radio Preß Service). Wie in einem Kom-muniquee des britischen Luftfahrtministeriums festgestellt wird, erwarten die an T ■ Jv crireter von »S t o c k h o 1 m '"Hingen« schildert die Bemühun die britische Insel. Ferner wird erklärt, daß die deutsche Invasionsgefahr so lan- ge bestehe, als die Zusammenziehung der deutschen Schiffe und Streitkräfte andauere. Das britische Luftfahrtministerium stellt schließlich fest, daß die britische Luftwaffe durch ihre letzten Angriffe in den von den Deutschen besetzten Kanalhäfen schwere Unordnung verursacht habe. Ein Fünftel der deutschen Kriegsindustrie habe ferner unter den Angriffen der britischen Luftwaffe gelitten. Frage ab, wie stank die Zahl der Flugzeuge ist, die die Vereinigten Staaten nach den Philippinen senden werden. Washington, 24. Okt. (Avala — Reuter) Marine minister K n o x erklärte in einer Pressekonferenz, mit G r o ß -b riitanni en sei in der Frage der Errichtung einer Verteidigungsstellung an der Küste von Neu-Fundland ein Abkommen getroffen worden. Eine ähnliche Vereinbarung sei auch mit Kanada zustandegekommen. Der Minister erklärte, es seien Vorbereitungen im Gange, um die Bauarbeiten auf den ersten neuen Stützpunkten in Atlantik, die die Vereinigten Staaten von England erhielten, so rasch als möglich aufzunehmen. Englischer Minenleger gesunken London, 24. Oktober. (Avala-Reu-ter). Die britische Admiralität teilt mit, daß der Minenleger »Dund Lake« auf eine Mine gelaufen und gesunken ist. Das Rätselraten um die deutsch-französischen Verhandlungen Die Bedingungen Deutschlands und Italiens für einen Frieden mit Frankreich nach schweizerisch-amerikanischen mationen / Warum Churchill an die Franzosen appellierte / Die französische Regierung wird angeblich bald nach $°ri Zurückkehren / „Das wichtigste Ereignis seit dem Waffenstillstand von Compiegne" Bern, 24. Oktober. (Associated Press) Das Berner »Volks recht« schreibt, die Achsenmächte hätten der französischen Regierung in Vichy die nachstehenden Bedingungen unterbreitet, unter denen sie bereit seien, einen Frieden mit Frankreich abzuschließen: 1. Frankreich tritt Elsaß-Lothringen an Deutschland und Nizza an Italien ab. 2. Tunis wird zwischen Italien und Frankreich aufgeteilt. Algier bleibt französisch. 3. Frankreich tritt den nördlichen Teil Marokkos an Spanien ab. 4. Die übrigen französischen Kolonien in Afrika erhalten eine gemeinsame deutsch-italienisch-französische Verwaltung. 5. Frankreich tritt seine Kolonie Indo-China an Japan ab. 6. Frankreich tritt seine gesamte Mittel meerflotte wie auch die bewaffneten Kräfte in Nordafrika an die Achsenmächte zum Einsatz gegen England ab. 7. Ist Frankreich gewillt, diese Bedingungen anzunehmen, so erklärt sich Deutschland bereit, den größten Teil Nordfrankreichs mit Ausnahme der Ka. nalhäfen und der Sperrgebiete von der Schweizer Grenze bis über die von Burgund und Belgien sowie an der Somme zu räumen. (Die Ankündigung des sozialdemokratischen »Volksrecht« ist deshalb unglaub würdig, weil sie keinen Hinweis auf Korsika, Suez und Djibuti enthält. Unglaubwürdig ist ferner der Antrag auf die Benützung der französischen Flotte im Mittelmeer durch die Achsenmächte. Dasselbe gilt für ein gemischtes Regime in einigen französischen Kolonien sowie im Hinblick auf den Antrag über die Teilung von Tunis. Es dürfte sich hier viel mehr um eine Phantasiekonstruktion als um die Erfassung konkreter Vorschläge auf Grund authentischer Informationen handeln. Anm. der Red.) Genf, 24. Oktober. Im Zusammenhänge mit den jüngsten Ereignissen wird in Vichy erklärt, daß Churchill in seiner Rundfunkrede am Montag nur deshalb an die Franzosen appelliert habe, um die Regierung von Vichy von den deutsch.italienischen Friedensvorschlägen abzubringen. Churchill wollte offensichtlich dem französischen Volke Mut ein-fiössen in dem Sinne, daß es sich nicht dem augenblicklichen »Druck« ergebe, sondern »bessere Zeiten« abwarte. Zürich, 24. Oktober. Wie aus Vichy berichtet wird, ist die Übersiedlung der französischen Regierung nach Paris bzw. nach Versailles mehr oder minder schon sichergestellt. In der Aussprache, die zwischen Hitler und Laval in Anwesenheit v. Ribbenirops erfolgte, ist schon auch der Termin der Rückkehr festgelegt worden. In Kreisen, die der Regierung in Vichy nahestehen, wird betont, daß vor allem die inneren Verhältnisse im besetzten Gebiet die baldige Wiederherstellung der Autorität der französischen Regierung verlangen. Genf, 24. Oktober. (Avala) DNB berichtet: Die französischen Blätter vom Mittwochmorgen brachten noch keine Nachrichten über die Zusammenkunft zwischen Hitler und Laval. Bereits in den Vormittagsstunden lag aus berufenem Munde der erste Kommentar über die Bedeutung dieser Zusammenkunft vor. »Alle Franzosen« — so heißt es in diesem halbamtlichen Kommentar — solini am Brenner beschlossen worden sei. Man könne zwar nicht alle Ereignisse anführen, die in Vorbereitung seien, man müsse jedoch damit rechnen, daß die beiden Achsenmächte auch diese Offensive blitzartig zur Durchführung bringen werden. Die beiden Achsenmächte wollen auf diesem Gebiete schon vor den amerikanischen Präsidentschaftswahfen am 5. November erfolgreich sein. Die Lage, die in einigen Tagen und zwar vor den Präsidentschaftswahlen geschaffen wird, wird solcher Natur sein, daß jede Möglichkeit ein®r amerikanischen Beteiligung am Kriege ausgeschlossen sein wird. Andere Schweizer Blätter machen Andeutungen in der Weise, daß die Achsenmächte bestrebt seien, von Frankreich die juristische Möglichkeit der Benützung der französischen Kolonien in Afrika als Aus- gangspunkte für weitere Angriffe gegen den englischen Kolonialbesitz zu gewinnen. Der Angriff der Achsenmächte soll nach diesen Ankündigungen so rasch erfolgen, daß Amerika keine Lust mehr haben werde, an einem Kriege teilzunehmen, der für England faktisch schon verloren sel. Berlin, 24. Okt. Ueber die Zusammenkunft Hitler-Laval irgendwo in Frankreich werden keine Einzelheiten ausgegeben. Was in amtlichen Kommentaren und n halboffiziellen Kreisen erklärt wird, öfc-schränkt sich lediglich auf die Feststellung, daß diese Aussprache die beste Antwort an Churchill sei, der vor einige Tagen einen Appell an die Franzosen gerichtet hat. Auch über den Zweck der Zusammenkunft kann nichts in Erfahrung ge bracht werden. Sowohl in politischen Kreisen als auch in der deutschen werden diejenigen ausländischen mentare am schärfsten verurteilt, die einer Einbeziehung Frankreichs i® ^ Kampf gegen England sprechen. In " erklärt man, daß solche unwahre Mel . gen nur den einen Zweck verfolgen, Feinden Deutschlands die Möglichkei den Lesestoff für einen Propaganda! zug gegen das Reich zu liefern. Vichy, 24. Oktober. Die ameijkan sehe Botschaft in Vichy ließ allen besetzten Frankreich weilenden am nischen Staatsangehörigen die Mittel zukommen, daß für sie die Rückreise n den Vereinigten Staaten empfehle®5 ^ sei, da die amerikanischen Behörden ^ kurz oder lang die sichere Rückreise n USA nicht zu garantieren vermögen- Rooseveli ffeUt die ßrtoat-in&uftrfe unter Staatsaufsicht DIE STIMMEN FÜR DIE PRÄSIDENTENWAHL ZWISCHEN ROOSEVELT UND WILLKIE UNGEFÄHR GLEICHMÄSSIG VERTEILT. — JAMES FA1RLEY SAGT DEN SIEG ROOSEVELTS VORAUS. Washington, 24. Oktober. (Avala.) Reuter meldet: Präsident Roosevelt hat eine Verordnung erlassen, der-zufolge die Bestellungen für die Landesverteidigung bei der Privatindustrie bevorzugt behandelt werden müssen. Mit dieser Bestimmung wird zum ersten Male in der Geschichte der Vereinigten Staaten von Nordamerika die allgemeine Aufsicht der Regierung über die privaten Industrie Unternehmungen eingeführt. Newyork, 24. Oktober. Je näher der Zeitpunkt der Präsidentenwahl in USA rückt, desto deutlicher ist sowohl aus der Schreibweise der amerikanischen Presse wie auch aus verschiedenen politischen Reden zu ersehen, daß die Stimmen auf die beiden Präsidentschaftskandidaten un gefähr gleichmäßig verteilt sind. Eine der führenden Persönlichkeiten des amerika- nischen öffentlichen Lebens, James A. Fairley, der frühere Post- und Telegraphenminister, hielt eine Rede, in der er sich klar zugunsten des Prsidenten Roosevelt aussprach. Fairley ist der Mann, der den Sieg Roosevelts im Jahre 1936 voraussagte. Zu der diesjärigen Präsidentschaftswahl bemerkte er, daß es einen sehr scharfen Kampf geben werde. Fairley setzte sich für das demokratische Prinzip der Regierung ein und fügte hinzu, daß er demselben während seines gan zen Lebens treugeblieben ist. Er forderte die übrigen Anhänger der demokratischen Partei, an deren Spitze 'er bis September 1940 gestanden hatte, auf, seinem Beispiel zu folgen und für Roosevelt und für die von ihm vertretene Demokratie zu stimmen. Ansaldo. Friedensschluß mit England noch Heute möglich DIE TRAGÖDIE LONDONS. _ »WIE LANGE WIRD ES NOCH DAUERN?« R o m, 24. Oktober. A n s a 1 d o befaßt sich in einem fesselnden Leitartikel des »T e 1 c g r a f o« mit der T r a g ö d i e Londons. Der italienische Artikelschreiber erinnert daran, daß Hitler in seiner Rede vom 19. Juni England eine letzte Gelegenheit geboten habe, den Krieg zu beendigen und das weitere Blutvergießen zu vermeiden. Die Engländer haben diese Warnung in den Wind geschlagen. Für Hitler blieb unter solchen Umständen nichts weiter übrig, als seine groß'angelegte Fliegeraktion zu beginnen. Hitler hat jedoch noch lange mit dem Beginn der letzten Aktion gewartet und der Angriff, die eigentliche Luftoffensive, nahm erst am 8. August ihren Anfang. Seither aber sind wir bei dem Tag angelangt, als Churchill gezwungen war, im Unterhaus zu erklären, daß England nunmehr nur noch für sein Bestehen kämpfe, »werden es verstehen, daß in Paris von j England kann aber nur durch einen so-der Zukunft des Staates gesprochen fortigen Friedensschluß als unabhängiger wurde und daß diese Zusammenkunft das wichtigste Ereignis seit dem Abschluß des Waffenstillstandes ist.« Bern, 24. Oktober. Associated Press. Die »Basler Nachrichten« berichten aus Berlin, daß die Zusammenkunft Hitler-Laval den Beginn einer großen politischen Offensive darstelle, die von Hitler und Mus- Staat gerettet werden. Dieser Friedens- Newyork. Churchill hat an die Amerikaner einen verzweifelten Aufruf gerichtet. Wenn er dabei bleibt, daß England alle seine Kräfte sammelnd bis zum Frühjahr ausharrt und die Vereinigten Staaten sich dann an Englands Seite in den Krieg ein-mischen. wird England seine staatliche und nationale Unabhängigkeit auch in die sem Fall verlieren und die gesamte englische Insel wird eigentlich zu einem Teil der amerikanischen Union werden. Ebenfalls der »Telegrafo« veröffentlicht unter dem Titel »Wie lange kann es noch dauern?« einen Berliner Bericht, der das Leben der Londoner Bevölkerung während der Bombardements mit außerordentlich dramatischen Farben schildert. London befindet sich nunmehr im Zustand der ständigen Alarmierung. Die Lebensmittel sind in der Stadt sehr rar geworden und es droht die Gefahr der Epidemien. Wie lange wird wohl London in diesem Zustand verbleiben? Ist es denn wahr, daß die 47 Millionen Engländer 47 Schluß war am 16. Juni noch möglich und Millionen Churchills seien, und ist es ist auch heute noch möglich, da Hitler wahr, daß diese eher bereit sind, zu ster-aus England keine deutsche Kolonie ma- ben, als daß England verloren gehe? chen will. Das britische Reich kann selbst j _________ verständlich nicht in der Form weiter bestehen, wie es heute ist. Die Hauptstadt des angelsächsischen Volkes ist übrigens heute schon nicht mehr London, sondern Dr. Funk in Warschau Warschau. 23. Oktober. (Avala- DXBj Reichsminister Dr, F unk traf heute in Warschau ein, wo er kurze Zeit aufzuhalten gedenkt-Minister, in dessen Begleitung s . Staatssekretär Dr. Stuckart. • det, wird Donnerstag nach Lublui' terreisen. Frankreichs neue Wehrina^ Vichy, 23. Oktober. (Avala) v as berichtet: Die neue französi, Wehrmacht wird entsprechend dem * fenstillstandsvertrag mit Deutsch materiell und moralisch erprobt sein. Kasernen in Frankreich werden zU ^e„ sem Zweck umadaptiert. Die neuen kruten sollen von allen moralschäd’10 Einflüssen befreit werden. Die y macht wird eine revolutionäre Um mimg erleben, in deren Verlaufe die herigen Traditionen beseitigt werden 5 len. Insbesondere werden die Gagen ,fl Löhnungen erhöht. Frankreich wU Hinkunft eine Armee von 100.000 M unterhalten. Diese Truppen werden ^ das Mutterland bestimmt sein, da in ,g Kolonien genügend Streitkräfte für Verteidigung bereit stehen. Bis zur ferl nisation der neuen Wehrmacht wer einige Jahrgänge unter den Fahnen ben. Amerika sucht Stützpunkte im Still®11 Ozean. Newyork, 23. Oktober. (Avala-R^ ter). »Newyork Herald Tribüne« vefucji staltete eine Versammlung, in der a ^ Marineminister K n o x das Wort erg Er erklärte u. a., daß diie Vereinig Staaten Stützpunkte im Stillen Ozean halten würden. Die Entwicklung der ^ eignisse werden es mit sich bringen, che Marinebasen ausgenützt werden len. Der Minister sagte: »Wir besi Stützpunkte im Stillen Ozean, von de ^ der stärkste und unzugänglichste F auf den Wawai-Inseln ist. Die USA IV chen jedoch noch andere Basen, und werden sie erhalten.« Minister Kno-x klärte in seinen weiteren Ausführung die Erweiterung der Marinestützpunkte Atlantik vergrößere bedeutend die macht der Vereinigten Staaten, beson mit Rücksicht auf die Vergrößerung Kriegsflotte. Oktober. (AvajL werden die Keine Leuchtfeuer in Rumänien Bukarest, 23. Stefani). Von heute an „ Leuchttürme in Konstanza und a. allf Punkten des Schwarzen Meeres bis weiteres nicht mehr in Betrieb Se$e werden. Neues Erdbeben in Südoste® Akerma n, 23. Oktober. (Av al‘„ Tass) In leichteres Akerman wurde heutc^^ Denen verspürt. - ■ . s Meldungen wurde 8 ..„u in an Erdbeben eingelaufenen Beben auch in Czernowitz und in deren Gegenden Südwestrusslands gistriert. vttaffmebahiierung aus englischen Städten lach Irland Kein Tag und ferne Nacht ohne deutschen Luftangriff auf London beriet! ' Oktober. (Avala). DNB Scj, Das Oberkommando der deut- ^Le' h e*lrmaC*lt §ab) gestern bekannt: nien"6’0 Kampfgeschwader unternah-reichlm ^au^e des gestrigen Tages erfolg-tve[, 6 . ngriffe auf London und andere Dynkt'^'Se Objekte. Nach Anbruch der bänejg6 . b setzten schwere Kainpfver-brititn^'6 ^€rgettungsangriffe gegen die *üst, HauPtstadt und die britische der J’Ssindustrie fort. Auf beiden Ufern Wir.i.i- se entstanden neue ichr mse entstanden - -lge Rüstungsfabriken in Brände. Coventry fen lrm'ngham wurden schwer getrof Feindliche Flugzeuge flogen gestern nicht in Deutschland ein. Wie bereits gemeldet wurde, schoß Ma jor Mölders in einem Luftkampf gegen einen zahlmäßig überlegenen Feind seinen 49., 50. und 51. Gegner ab. Zwei deutsche Flugzeuge werden vermißt«. London, 24. Oktober. England verhandelt mit der Regierung D e V ale ras in Dublin zwecks Massenevakuirung der nichtlkämpfenden Bevölkerung aus London und den übrigen bombardierten Städten Englands nach Irland. Die Besprechun gen begannen kurz nach der Entscheidung über die Einstellung der Uebersiedlung der nichtkämpfenden Zivilbevölkerung Englands nach den USA und Kanada. In einem Bericht heißt es, die Dubliner Behörden hätten bisher in 26 irischen Gebieten Platz gefunden, wo im. besten Falle kaum 25.000 Frauen und Kinder untergebracht werden könnten. Die Evakuierung der nichtkämpfenden Zivilbevölkerung Londons und anderer englischer Städte soll noch vor Weihnachten erfolgen. Die Verhandlungen werden im Namen der irischen Behörden vom Ministerpräsidenten Eamon de Valera selbst geführt. Der trägt die Schuld am Flugzeugunglück in Borovo? Pilot des Passagierflugzeuges bemerkte den Motordefekt nach dem Start — Ein verdächtiges Knattern im Motor vor dem Start y7 g ve b- 24, Oktober. Der heulige beij arnji list“ veröffentlicht ei-flic p*1 arakteristiachen Bericht über ig Jugzeugkatastrophe bei Borovo, ler ck’ei Mitglieder der Be-Unri llnt^ fünf Passagierre getötet letzt 10 WeUeren fünf Fahrgäste ver-«S: '’x|Ur(lcn. In diesem Bericht heissi ■> as Flugzeug war kaum einen-vom hdughafen ent-als der Pilot eine rasche Wcn- ferni Kilometer 'lüllp llach links machte. In diesem i ent fl Pl' WnnrJnnrt efnrvln drei Ri- der Wendung stürzte ab und zerbrach in ,.u§zeUg teile.“ b il(>t. ‘v*1 der Schilderung der Bergung erwundeten meldet der Bericht- erstatter des genannten Zagrcber Blattes dann folgendes: „Wahrscheinlich wurde das Unglück durch einen Motordefekt verursacht, den der Pilot empfand und deshalb auf den Flugplatz zurückkehren wollte. Bei der Werfdung stiess die Tragfläche in den Boden und die Katastrophe war geschehen. Der Pilot des Flughafens Borovo, Jankovič, empfand in der Tätigkeit des Motors ein verdächtiges Knattern und ahnte das Unglück. Er will aber darüber keine Erklärungen abgeben, bevor er von d. Untersuchungskommission verhört ist,“ Die deutschen Großangriffe auf England (Von unserem Fa-Mitarbeiter.) Uge ’ !'n> Oktober. — Zur militärischen IetztenWle. $‘e sic*1 bisher auf Grund der lijftg ständig gesteigerten deutschen Ver'vei?+n^e gegen England ergeben 'hat, man in Berlin auf die mehrfa-Mitteilungen des Oberkommandos sehen Wehrmacht über die Bom- chen ber deuf: la.ge^e.Ung von Bahnhöfen UiUj Londoner Gebiet sowie in Süd- mnl°rragende diesA„V0.n 6n,glischen ’d JVlitf V1CU1CL sowie 111 3UU- c nßland und auf die mehrfache erfolgreiche Bombardie-Truppenlagern. Bei We[,rm^1'lgritten> die von den deutschen Söffe 'J^üsfoerichten selbst als Großan-si ch ti i ^eKen ruze i eh n e t wurden, sei offenfolgt > 'ni besonderen der Zweck ver-^erkeh^lv*lt'®e Verkehrsknotenpunkte und schalte 11 zu zerslören und auszu-niehr ^ dadurch werde London immer biet abgeworfen. Dieses Zahlenverhältnis kennzeichnet in aller Deutlichkeit den Größenunterschied zwischen den deutschen und den englischen Luftoperationen. Zu den britischen Behauptungen über große Erfolge der britischen Luftwaffe und Gleisan- | bei dem Angriff auf Berlin in der Nacht v. Sonnabend zum Sonntag wird deutscherseits mitgeteilt, daß in dieser Nacht insgesamt 8 Sprengbomben auf Berlin abgeworfen wurden, von denen zwei Blindgänger waren, sowie 5 Brandbomben. Diese Zahlen ließen erkennen, wie unzutreffend die britischen offenbar der Propaganda dienenden Behauptungen seien. Bonus Dr. ©ubasic in Beograd Beograd, 24. Oktober. Der Banus von Kroatien Dr. Ivo šubašič ist nach einer vorherigen Aussprache mit Dr. Vladko Maček in Beograd eingetroffen, um zahlreiche Fragen des Banats Kroatien mit dem Ministerpräsidenten und den zuständigen Ressortminis lern zu erledigen. Im Laufe des gestrigen Vormittags arbeitete der Banus längere Zeit im Kabinett des Vizepräsidenten des Ministerrates und hatte sodann eine längere Konferenz mit Finanzminister Dr. Sutej, Minister Dr. S molj an und dem Ministerpräsidenten Dragi ša Cvetkovi č. Nooseveft Hat geltem die Wahlkampagne eingeleitet Die Vereinigten Staaten im Zeichen der am 5. November stattfindenden Präsidentschaftswahlen. — Roosevelt wird am 4. November eine letzte Wahlrede aus dem Weißen Haus halten. London, 24. Okt. (Avala). Reu be r berichtet: Präsident Roosevelt hat gestern abends in Philadelphia die Kampagne für die demokratische Präsident-schaftskandidatur eröffnet. Die Präsidentenwahl findet am 5. November statt. —-Präsident Roosevelt wird am 29. d. M. in Newyork sprechen, am 30. Oktober in Washington und am 2. November in Cleveland. Am Vorabend der Präsidentschafts wähl, d. i. am 4. November, wird der Präsident seinen letzten Appell an die Wählerschaft im weißen Haus abhalten. Militärentlassungen in Rumänien Bukare st, 23. Oktober. (Avala-Stefani). Auf Grund einer Entscheidung des Obersten Wirtschaftsrates wird in Rumänien eine große Zahl von Reservisten von den Fahnen entlassen. Auslandreisen des Verkehrsministers. Zagreb, 24. Okt. Die »Novosti« berichten: Verkehrsminister Ing. B e š -1 i č wird sich demnächst nach Budapest und nach Berlin begeben. Von 118 Juden werden nur 17 an der Beo-grader Universität zugelassen. Beograd, 24. Okt. An der hiesigen Universität haben sich im ersten Semester 118 jüdische Hörer inskribiert. Da inzwischen der num-erus clasus erschien, mußten 101 Hörer wieder gestrichen werden. Es werden demnach nur 17 jüdische Hörer zum Studium zugelassen. Warum der englische Schriftsteller H. G. Wells nicht nach LlSA reifen darf eine REGIERUNGSERKLÄRUNG London, 24. Oktober. Reuter meldet: Im Unterhaus gab Lord Winterton im Namen der Regierung die Erklärung ab, daß die Regierung dem Schriftsteller 14. G. W eil s das Visum für eine Vortragsreise nach den Vereinigten Staaten nicht mehr erteilt hat. »Wir dürfen einen Menschen von dieser Art nicht nach Amerika abreisen lassen«, sagte Lord Winterton, »denn, es ist bekannt, daß er keinen Glauben besitzt und den Glauben seiner Mitbürger verhöhnt. Ueber Außenminister Lord Halifax hat H. G. Wells sich dahin geäußert, daß er alle wesentlichen Eigenschaften besitze, die ein Engländer nicht auf weisen dürfte. Den General Gort hat er als »kniend-beten-den General« verhöhnt«. Lord Winterton fuhr sodann font: »Frankreich ist nicht nur durch Typen a la Laval und andere Rechtsradikale verraten worden, ebensowenig von den Kommunisten und Linksextremisten, wohl aber wurde es Jahre ll* e*ner belagerten Festung, die von gescu| n,8ebung und der Außenwelt ab- i dav0n°SSen werüe. Man spricht in Berlin schau’ London, wie seinerzeit War-z\viSchUnd Rotterdam, zu wählen habe I°seV g6n . Vernichtung oder bedingungs-Beriin aP*tulation. Man verzeichnet in Ansd auch> daß diese Großangriffe an eim.n™ ständig zunehmen und be- ..... Ahnung re>ts die wichtigsten Städte und Industrie- e Englands erfassen. Lufta • Größenordnung der deutschen Untß ngrifte zu kennzeichnen, wurde “"tempio-t.. ~................ . „ . Sebief, Bin von *etzt r‘C Seite mitgeteilt, daß in den a*s ^)n 'I'agen über London täglich mehr feri 000 Kilogramm Bomben abgewor-T?„Worden sind. Die Angriffe der letzten Wäh--Waren besonders heftig. Es wurden npt K?nd der letzten 24 Stunden S,bB M« gcrech- ag früh, über London, Liver- Enri-Und anderen Städten Im Südosten BomiZ ‘nsgesamt 350.000 Kilogramm t’glandi ^geworfen. Die britische Luft-bis ^ üat im gleichen Zeitraum rund 6 oh» Kilogramm Bomben über deut- schen und von Deutschland besetzten Ge- IM ENGLISCHEN UNTERHAUS. — | vorher schon durch Typen a la Wells verraten, die die französische Kultur zersetzten und die Seelen der Franzosen vergifteten. Sie schrien nach außenbin, Gegner des Nationalsozialismus zu sein, innerlich aber verhöhnten sie ihr eigenes Land und ließen nichts unversucht, um jede Tugend und jeden Willen zu einer tugendharten Kultur zu zersetzen. Einem solchen Typ wie H. G. Wells, der an nichts und an niemanden- glaubt, kann die englische Regierung nicht die Bewilligung zu einer Vortragsreise geben, damit er in den Vereinigten Staaten den englischen Geist vor Amerikanern repräsentierte.« Das ganze Unterhaus zollte den Ausführungen Lord Wintertons Beifall. Fürst Starhemberg — ein Söldling de Gaulles. London, 24. Okt. Reuter meldet: Im Unterhaus erklärte der Unterstaatssekretär für Luftfahrt B a 1 f o u r, daß der ehemalige österreichische Bundesvizekanz ler Fürst Starhemberg als Fliegerleutnant de Gaulles mit einer Tagesent-löhnung von 1 Pfund und 4 Schillingen besoldet ist. Italienische motorisierte leichte Geschütze Achtjahresplan für die Schulung und Erziehung der deutschen Jugend. Berlin, 24. Oktober. (Avala.) DNB berichtet: Reichsjugendführer Axmann gab einen Achtjahresplan für die Schulung und Erziehung der deutschen Jugend bekannt. Die Jugend soll das Vaterland besser als bisher kennenlernen. Zu diesem Zweck werden Jugendreisen veranstaltet, die zunächst in die engere Heimat dann auch in entferntere Gebiete des Reiches führen. Die jungen Leute von 17 und 18 Jahren sollen dann auf gemeinsamen Reisen auch das Ausland kennenlernen. Künftige Führer der Hitlerjugend werden zunächst Land und Leute im Reich kennenlernen, später auch Auslands reisen unternehmen, um ihre Weltanschauung zu festigen. Der Reichsjugendführer sprach auch über die Arbeite- pflicht der Jugend, die eine sportliche und vormilitärische Ausbildung erfahren wird. Fünf Todesurteile in Spanien. Madrid, 24. Oktober. (Avala.) DNB meldet: Nach mehrstündigen Beratungen verurteilte das Kriegsgericht in Madrid unter dem Vorsitz des Generals Bordons spanische Sozialisten und Chefs der Volksfront zum Tode. Zum Tode verurteilt wurden: der Direktor des sozialistischen Parteiorgans »El Socialist« Z a g a-z a o i t i, Außenminister zur Zeit der »Roten Regierung« Cruz S a 1 i d o, der marxistische Schriftsteller Carlos M o n t i 1-1 a, Chef der spanischen Verwaltungsbehörde für Kunstwerke, der am meisten für die Verschleppung von spanischen Kunstwerken verantwortlich ist, der Schwager des gewesenen Ministerpräsidenten Azana, Riva Serif, sowie der Führer der Sozialisten und Diplomat Miguel Salvador. Zu dreißig Jahren Zuchthaus verurteilt wurde der Führer der Sozialisten und Generaldirektor für öffentliche Sicherheit während der Volksfront-Regierung Teo-miro Menendes. Bliihemlmii b. Die Woche. Die letzte Nummer verherrlicht Wiens größte Frau, die Kaiserin Maria Theresia, welche vor 200 Jahren den Thron bestieg. Tatsachenberichte, alle reich bebildert, vervollstänidgen den Inhalt des reichhaltigen Heftes. Preis 40 Pfg. b. Mornarsko-ribarski kalendar. Herausgegeben vom Verein »Jadranska Straža« in Split, Ban Jelačiča 10. Kartoniert 10 Din. Dieser handliche und praktische Kalender befaßt sich mit Fragen aller Art, welche unser heimisches Fischerei. und Seewesen betreffen, außerdem bringt er einen guten literarischen Teil. Der Kalender ist schön und reich illustriert. b. Sadjar in vrtnar. Erscheint in Ljubljana, Frančiškanska 6. Im Jahresbezug Din 25.—. Eine gute Fachzeitschrift für Obstbauer und Gartenfreunde, bringt in jeder Nummer eine Auslese belehrender Aufsätze und viele praktische Winke. b. Aus kleinen Wollmengen für Bub und Mädel. Band 428 des Verlages Otto Beyer. Leipzig. Preis 50 Pfg. Das reichhaltige Heft bringt eine Fülle von Vorschlägen, kleine und allerkleinste Wollgarnreste nützlich zu verwenden. Für alle Modelle sind Schnitte, Beschreibungen und viele Arbeitsproben beigelegt. b. Mode und Heim. Verlag Vobach, Leipzig. Einzelnummer 50 Pfg. Reizende Herbstmodelle im Wiener Geschmack, Ratschläge für Küche und Haus, ein anregender Leseteil, Winke für Hof und Garten und Kleinkindergymnastik. b. Wassertröpfchen. Von Nora Scholly. In Geschenkausstattung Mk. 2.10. Verlag Josef Müller, München. Wieder eines der wunderschönen Büchlein, in welchem Text und Bilder aufeinander abgestimmt sind wie Geige und Lied. Nora Scholly stellt in vierzehn Bildern das Treiben der Wassenropfen dar und haucht den Phantasiegestalten des Büchleins ihr Leben ein. b. Grundrezepte zur Gartenfreude. Verlag Otto Beyer, Berlin. In Halbleinen Mk. 3.85. Ein Buch für Anfänger, die Gärten, Balkon- und Zimmerblumen, Obst- und Gemüse pflanzen und pflegen wollen. Ver faßt von Cornelia Kopp und Martha Schmidt-Theile. über 330 Photos, 8 Farbenaufnahmen und 55 Zeichnungen. Bereits aus der kleinen Vorbetrachtung ersehen wir, daß es sich um ein Werk handelt, welches dem Gartenfreund alles Wissen zu vermitteln trachtet, welches notwendig ist, um einen Garten richtig und mit Erfolg zu pflegen. b. Das Lindenmännlein. Märchen von Olga Müller. Verlag Josef Müller, München. Mit Bildern und farbigen Tafeln von Rolf Winkler. In Halbleinen Mk. 3.20. Von mancherlei guten und schlechten Geistern wird hier erzählt in einer knappen, farbenreichen, lebenswarmen und innigen Sprache, die Alt und Jung gleich gut verstehen. Wie eine gütige Fee selbst streut die Dichterin ihre Gaben auf ihre Lieblinge, die Kinder, aus, die ihre helle Freude an den Märchen und an den ebenso hübschen Bildern haben werden. Aus Stadt und Maribor. Donnersla?. oen 24. OMber ortschreitende Elektrlfizierun des Dmufetdes E »SLOVENSKE GORICE« SOLLEN v ON PTUJ AUS DEN STROM ERHALTEN Ufl>. ' fahrt von Maribor mit dem Frühzug 5.27, Rückkehr abends um 21.49 Du - EoV -nie- RI Dinar nrO Fe Fah :eis beträgt 51 Dinar pw^ testens bis Samstag mittags im Die Anmeldungen werden vom "'peisebü' en o*11' In den letzten Jahren wird der Versorgung der Landbevölkerung mit billigem elektrischen Strom in Nordslowenien erhöhtes Augenmerk zugewendet. Vor allem sind es zwei Faktoren, die sich um die Elektrifizierung des flachen Landes bemühen: das Kraftwerk Fala und die Stadtgemeinde Maribor bzw. ihre Stadtbetriebe. Gegenwärtig wird dein Anschluß des Draufeldes und des anschließenden Teiles der »Slovenske gorice« an das Leitungsnetz Nordsiowe-niems besondere Beachtung gewidmet. Wie wir erfahren, waren die intensiven Bestrebungen der Landbevölkerung, durch Vermittlung ihrer Gemeinde- und Wirtschaftsvertretungen den jahrelangen Wunsch nach Stromversorgung verwirklicht zu sehen, nicht vergebens. Die Banatsverwaltung hat die Berechtigung der Forderung des flachen Landes nach Einbeziehung in das Elektrifizierungsprogr. eingesehen und unterstützt die Realisierung des Planes nach Kräften. Gegenwärtig arbeitet das F a 1 a w e r lk an der Fertigstellung seines Planes, wonach nahezu das gesamte Draufeld samt dem anschließenden Hügelland in das Stromnetz einbezogen wird. Die Durchführung der Arbeiten dürfte die Elektrizitätsgenossenschaft in Ptuj übernehmen. Der Plan sieht den Bau von drei F e r n 1 i n i e n vor, bzw. werden die bisherigen Stromleitungen nach drei Richtungen verlängert werden. Die eine Linie wird in Rače von der Hauptleitung ab- zweigen und über Cirkovce und Sv. Lovrenc nach Ptujska gora und Majšperk führen, wobei auch die Ortschaft S v. J a n ž über Hajdina mit Strom beliefert wird. Die zweite Linie wird die Dörfer zwischen Ptuj und V e 1 i k a N e d' e -1 j a an das Fernleitungsnetz anschließen. Die dritte Linie endlich wird von Ptuj nördlich bis Sv. Lenart inmitten des optik-fachmann ? nur e. peteln Weinlandes der »Slovenske gorice« führen und dadurch eine Reihe von Ortschaften mit Licht- und Kraftstrom versorgen. Vorgesehen ist der Bau mehrerer Transformatoren, die den hochgespannten Strom der Fernleitung auf die erforderliche Niederspannung bringen werden. Auch die Durchführung des Planes zu beschleunigen, werden in einigen Ortschaften bereits die 1 o k a 1 e n Leitungsnetze gebaut. Da die Arbeiten gute Fortschritte machen, ist damit zu rechnen, daß auch der Bau der Fernleitungen keine Verzögerung erleiden wird, so-daß die Arbeit an den Fern- und Lokalleitungen bald wird beendet werden können. Die Bevölkerung hofft, daß ihre Wohnungen teilweise schon zu W e i.h -nachten im elektrischen Licht erstrahlen werden. Deu«; ro »Putniik« in der Burg entgegeng1 men. m Die Zweigstelle Maribor des v^{[ sehen Konsulats in Ljubljana jo! alle Reichsangehörigen sowie Staatsangehörigen des Prolek ° ^ Böhmen und Mähren auf, das 1111 biet der feindlichen Staaten deutsche Vermögen umgehend Konsulat zu melden. Die cntspi"cC ^ den Meldeformulare sind auf Dienststelle erhältlich. •ill- m Aus dem Gastgewerbe. Die ^ seits bekannte Restauration des tels „Z a m o r c“ befindet sich seit ' _ zer Zeit in neuen Händen. Ds 1 delt sich um den Restaurateur He . Franjo Brodnik, der sich nichreF wie Jahre in renommierten Betrieben, im Wolkenkratzer-Cafe und im ‘ -n „Emona“ in Ljubljana und zuletz der Velika kavarna in Maribor tätigt und sich im Entgegcnkoinü g den Gästen gegenüber grosse R°u erworben und reiche Erfahrungen sammelt hat. Hervorzuheben ist allem die erstklassige Küche, die s in der kurzen Zeit, seitdem die stauration „Zamorc“ eine neue tung erhielt, bereits einen sehr len Namen erworben hat. Auch | gute Qüalitätenweine wird grosses i wicht gelegt, um die Gäste in Jc Hinsicht zufriedenzustellen. m. Die erste Nachmittagsvorstellung ^ Mariiborer Theater ist für komme*1 Die GchachmeMettOaN von Maribor Da-das Turnier um die Schachmeisterschaft von Maribor eigentlich schon zuende ist, werden gegenwärtig die hängenden Partien ausgetragen, deren es allerdings ziemlich viele gibt. Nach den Spielen von Sonntag vormittags u. Dienstag abends hat sich die Lage jetzt geklärt. Bis zum Turnierschluß fehlt nur noch eine Runde, in der zwar Ueberraschungen nicht ausgeschlossen sind, die jedoch in der Wertungstaibelle kaum wesentliche Aenderungen bringen dürften. Allem Anschein nach wird D a s k o als Sieger aus dem Turnier hervorgehen. Die jetzt zuende gespielten hängenden Partien zeitigten folgendes Ergebnis: Professor Stupan gewann gegen Breš, Dasko gegen Ketiš, Regoršek gegen Babič, Ketiš gegen Nosan in dessen Abwesenheit Und Marotti gegen Bien. Remis verliefen die Partien Marotti : Breš, Nosan : Babič und Breš : Marvin. Sit an d nach der 10. Runde: Dasko 8, Prof. Stupan 7, Marotti 6, Regoršek u. Marvin je 5%, Ketiš und Breš je 4, Bien 3%, Babič 3, Nosan 2 und čertalič \'/< Punkte. m Hotelier Franz Henke gestorben. Am 23. d. M. ist der weit und breit bekannte Hotelier und Realitätenbesit-zer in Laško Herr Franz Henke im besten Mannesaller von 53 Jahren verschieden. Der Verstorbene, der sein Hotelrestaurant in Laško vorbildlich bewirtschaftete, hatte zeitlebens einen grossen Gäste- und Freundeskreis, in dem er wegen seiner vornehmen Gesinnung und Lauterkeit allseitig geschätzt wurde. Die Beisetzung findet am Freitag, den 25. um halb 5 Uhr vom Trauerhause in Laško aus statt. Friede seiner Asche! Den schwergetroffenen Hinterbliebenen unser innigstes Beileid! m. Die Handels- und Privatangestellten aus Maribor und Umgebung werden zu einem öffentlichen Vortrag geladen, den der Gehilfenausschuß der Mariborer Kaufleuteinnung und die Ortsgruppe Maribor des Jugoslawischen PrivatangestelMen-ve®bandes morgen, Freitag, den 25. d. um 20 Uhr im Saale des Hotels »Zamorc« in der Gosposka ulica veranstalten. Am Vortragstisch erscheint Rechtsanwalt Dr. August Rcisman und wird über die neue Verordnung, betreffend die Minimalgehälter des Handels- und Privatangestell ten, sprechen. m Vermählung. In der Burg-Kapelle zu Klevevž wurde der Gutsbesitzer Herr Anton Ulm mit seiner Schwägerin Frau Edi Ulm, geb. Kleino-scliegg, getraut. Trauzeugen waren die Gutsbesitzer Felix Graf Logo-thetti und Robert Graf Barbo. Dem in weiten Kreisen bekannten und geschätzten Ehepaare unsere herzlichsten Glückwünsche! m Montag nochmals „Lumpazivagabundus“. Wegen des grossen Erfolges, den die bisherigen Aufführungen von Johann Nestroys unverwüstlicher Posse „L umpazivagabuudus“ durch die Spielschar der Ortsgruppe Maribor des Schwäbiscli-dcutschcn Kulturbundes in der G ambri nushalle erzielten und wegen der Nachfrage nach Karten seitens derjenigen, die infolge der Saalenge nicht zufriedengestellt werden konnten, hat sich die Kulturbundleitung entschlossen, eine unwicdcrruflich letzte Vorstellung am Montag, den 28. d. M. in Szene gehen zu lassen. Die Karten zu dieser Vorstellung mögen rechtzeitig im Vorverkauf, Glashandlung Bernhard, Aleksandrova cesta 17, besorgt werden. m. Ausflug nach Prekmurje. Der Tou- ring-Club in Maribor veranstaltet kommenden Sonntag, den 27. d. mit der Eisenbahn einen Ausflug nach Prekmurje. Vorgesehen ißt ein Besuch von Murska Sobota, während mittags die Fahrt bis Gornji Petrovci fortgesetzt wird, von wo ein Spaziergang zur alten Kirche, von der sich ein prachtvoller Rundblick über die ganze östliche Goričko-Gegend bietet, unternommen wird. Mit diesem Ausflug wünscht der Touring Club seinen Mitgliedern und Freunden Gelegenheit zu bieten, sich mit den Schönheiten von Prekmurje bekannt zu machen, vor allem der Gegend von Goričko, die bei unseren Touristen noch wenig bekannt ist. Ab- Zuf Sonntag, den 27. d. vorgesehen. . Aufführung gelangt das bekannte n" ^ spiel »Vdova R o š 1 i n k a« m*t Zakrajšek in der Titelrolle. Für ^ se Vorstellung gelten ermäßigte Prcl m. Der Unterstützungsverein für Schüler in Maribor wird in den wj(-Tagen durch seinen Sammler den gliedsbeitrag einheben lassen. Der v£* ersucht alle Jugendfreunde um woh lende Unterstützung notleidender sc ler. m. Eine neue öffentliche Spreeü^j^ wird dieser Tage vor dem Haupt b® aufgestellt, was von der Bevölke*^ mit Genugtuung zur Kenntnis gerl0,T1 ,er, wird. Auch am Hauptplatz wäre eine artige Sprechzelle vonnöten. diese? m. Einen seltenen Vogel erlegte - ^ Tage der Eier- und Geflügelexporteur ^ Šumak aus Ljutomer. Es handelt sic*1 einen Kormoran, der sich meist in 05 ,Lcii tischen Gewässern aufhält und y*e zum Fischfang abgerichtet wird wie etwa eite” der Falke für den Vogelfang. Das ® schöne Tier wurde dem Präparator Walner zur Konservierung übergebe m. Aus dem Schwäbisch - deutsch Kulturbund. Die Mitglieder der Drtsgr pc Maribor des Schwäbisch-deutsc Kulturbundes werden ersucht, in Ru bundangelegenheiten die Funktionäre ^ Ortsgruppe nicht in ihren Wohnuflo oder auf ihren Arbeitsstätten aufzusue^ sondern ausschließlich in der Gescl*3 stelle des Kulturbundes, Aleksanm cesta 14, I„ während der Amtsstun vorzusprechen, m. Neue Bühnenaufführung in StC^11 ,fl Die Liebhaberbühne des Sokolvereines Studenci, die dieser Tage wieder ein S ^ zur Aufführung gebracht hat, studiert genwärtig ein neues Bühnenwerk el0'eti handelt sich um dais Volksstück »D e s _ b r a t« von Josip Jurčič, das in der ^ matisierung des Regisseurs Franjo,8 n i k aus Ruše demnächst zur Auffün* gebracht wird, wie es heißt, in den sten Dezembertagen. m. Flucht aus dem Leben. In bei Celje wurde die 40jährige gesch*c ^ ne Gastwirtin Mathilde P o c a j t ‘J1 rem Zimmer tot aufgefunden. Sic am Abend Holzkohle in einem Schaf ^ gezündet und sich dann niedergeleg-eingeatmeten giftigen Gase führten J>d der Frau herbei. Das Motiv der Tat St unbekannt. T Uh Wetterbericht vom 24. d. M., 9 Uhr: 9]»/^eratur 9.6 Grad, Luftfeuchtigkeit 'toinri Luftdruck 733-° Millimeter. West-jje ' ' Gestern Maximalitemperatur 13.4, e Minim,altemperatur 7.4 Grad. sort" ^^uMgartenbesitzer, Achtung! Druck im 7" ^Ür die Anmeldung »A« und »C« ^ u«ammenhange mit der Süssung des u lnmostes erhalten Sie im Verlag der r‘,rska tiskarn d.d., Maribor, Ko- ska ulica 6. I9?n bweinemarkl vom 23. Oktober Sei ^Cr Auftrieb belief sich auf 153 samVeine Ull(l 176 Jungscnweine, zu-jjj.1’11011 329 Stück. Hievon wurden Stück verkauft. Es notierten: Jung- 120 h-16 VOn 6 bis 12 Wochcn 100— U Gin per Stück, Fleischschweine xymi Per Kilogramm Lebendge- burtMastschweine 12.50—13.50 Din }/■, ^uchtschweinc 10—11 Dinar per llogramm. dev ^blddiebstäble und kein Ende. In in Umgebung von Pluj mehren sich In ^ letzten Zeit die Felddiebstähle. k(,r'bib^ bei Ptuj wurde auf einem Ak-höM l*Cr bein Minoriten-Kloster ge-em cblc grössere Menge Maiskolben aii|Wendel' Oer Schaden beziffert sich d mehr als 800 Dinar. Die Fahn-m-p1? uiach dem Täter blieb bis jetzt e«olglos. Die Folgen eines Gaslliausslreiles. v0i, aciuje bei Pluj veranstaltete am ej biun Sonntag eine Landfeuerwehr je Meinlesefest, in dessen Verlau-, Cs zu einer Auseinandersetzung ] 1Schen mehreren Teilnehmern gc-^mtnen war DCr Streit artete in eise1" .Mlgemeinen Prügelei und Schies-lQle^- aus- lm Gedränge erhielt der t Jährige Besitzerssohn Franz Pe-sti0vič aus Pacinjc einen Messcr-r.Ju jn das rechte Bein. Die 34 jäh-jgevKlembesitzerin Marie Savec aus ScfSlnC^ CI’biclt im Tumult einen sol|USS *n bas linke Bein. Ausserdem Wo nocb du Teilnehmer verletzt he n sebl' Oie Gendarmerie hat ei-1 Orenge. Untersuchung des Vorfal-lu ani8clcitet. Aus Pluj wurde dasRct-^'gsauto alarmiert, doch konnte der inl°lgc Benzinmangels nicht r Unfallsstelle ausrücken. in ^hrraddiebstahl. Vor dem Postamt ^ luj wurde ein Damenfahrrad Marke onpedd«, Eigentum der Antonia Ster-p, ’ 11T1 Werte von 1000 Dinar entwendet. lg^s bakrrad trug die Evidenznummer 2- er Vesuv wieder tätig. — Keine Gefahr ,Ur die Ortschaften. — Zum Beginn der herbstlichen Regenfälle ist auch der Ve-“bv wieder aktiver geworden. Ein Teil öes ErruptionsherdCs ist eingestürzt» w°rauf sich die Lava in den oberen Kra. ter ergoß Seöeiiie; Der Antituderkuwsen-Liga' c. Trauungen. In Velenje wurde der Tierarzt Herr Josef Kodela mit der Kaufmannstochter Fräulein Anna Tischler aus Velenje getraut. — In Hrastnik fand die Trauung des Herrn August Oštir, Schlossermeisters beim staatlichen Kohlenbergwerk in Velenje, mit Fräulein Maria Pir-mänsek, Besitzerstochter aus Bevce bei Velenje statt. c. Evangelische Gemeinde — Reformationsfest. Sonntaig, den 27. Oktober, wird der Gemeindegottesdienst um . 10 Uhr in der Christuskirche als Reformationsgottes dienst begangen. Im Anschlüsse daran wird das hl. Abendmahl gespendet. Der Kindergottesdienst findet um 9 Uhr statt. Der Reformationsgottesdienst für die Kinder wird am 31. Oktober stattfinden. c. Kirchenkonzert. Der Musiikzug des 39. Infanterieregimentes in Celje veranstaltet am kommenden Sonntag (27. Oktober) in der Marienkirche ein Konzert zugunsten der armen Volksschuljugend in Celje. Beginn um 10 Uhr 45. Eintritt 8 Dinar. Die Vortragsfolge sieht das »Largo« von Haendel, Mozarts »Ave verum«, Cesar Franaks »Panis angelicus«, Haendel s »Arioso« und Antori Schwabs »Zdrava Maria« vor. Das Sopransolo im letzten Musikstück singt Fräulein Elsa K i r -b i s c h. c. Vom Schwäbisch-Deutschen Kulturbund. Die Ortsgruppe Celje des Schwäbisch-Deutschen Kulturbundes begeht am 27. Oktober einen Eintopf-Sonntag. Im Gaisithof »Zur grünen Wiese« und im Gasthof- »Lisce« finden Gemeinschaftsessen statt, an denen alle Mitglieder teilnehmen werden. Alle werden sich an diesem Tage mit einem einfachen Essen bescheiden, die Reichen und die Minderbemittelten, und opfern ein Stück ihrer eigenen Bequemlichkeit und einen ersparten Betrag zum Wohl der armen Volksgenossen. .c. Brennende Kerzen auf Grabplatten. Mehrere an uns gelangte Zuschriften führen aus: Allerheiligen und Allerseelen, die Tage der Toten stehen vor der Türe. Tausende von Menschen weihen diesen Tag ihren verstorbenen Lieben; in Scharen pilgern sie zu den Friedhöfen, ihren letzten Ruhestätten. Mit Blumen und Kränzen werden die Gräber geschmückt, brennende Kerzen darauf gestellt. Viele Menschen stellen in pietätvollem Gedenken Kerzen nicht nur auf eigene Gräber, sondern auch auf die Grabstätten ihrer Bekannten. Gewiß ein schöner Zug. Sie sollen aber die Kerzen nicht auf die nackten Grabplatten stellen oder auf das marmorne und granitene Gesims von Grüften, wo dann stets große Fettflecken entstehen, die sich in den Stein einfressen und nicht mehr zu entfernen sind. Bekanntlich sind in den Kerzen auch Säuren enthalten (Stearinsäure, Palmitinsäure), die den Stein von Grüften und Grabplatten zersetzen und somit das Aussehen einer Grabstätte sehr verunstalten können, zum Aerger und Leidwesen ihres Eigentümers. Also, bitte, neben der Pietät auch ein bißchen mehr Achtsamkeit! c. Tombola. Die Sokolgemeinde Celje hielt am letzten Sonntag auf dem Platze vor dem »Narodni dom« eine Tombola ab, an der »ich annähernd 4000 Personen beteiligten. Den Hauptgewinn (3000 Dinar Bargeld) trug der Eisenbahnbedienstete Walentin Imenšek aus Maribor davon. Den zweiten Preis, eine Nähmaschine, holte sich die Fabri'ksarbeiterln J. Kos aus Polule bei Celje. Je ein Fahrrad1 gewannen die Studentin Vera Pečnik, der Student Zoran Ščuk, die Privaitbeamtin Hedwig H-ikl und die Köchin Josefine Ma-tavž, sämtliche aus Celje. c Zuchthaus für Abtreibung. Das Kreisgericht in Celje verurteilte die 35 Jahre alle Arbeiterin Amalie Bar-bej aus Retjc bei Trbovlje, die sich mit gewerbsmässiger Abtreibung befasste und der auch ein Fall dieser Art mit tödlichem Ausgang zur Last gelegt war, zu drei Jahren Zuchthaus und drei Jahren Ehrverlust. Die Verurteilte ist bereits mit fünf Monaten strengen Arrest bedingt vorbestraft. Anschliessend wird sie auch noch diese Strafe abzusitzen haben. Amalie Barbej hat nicht nur den Tod der 17 nass feile Jahre alten Julka Žohar aus der Umgebung von Trbovlje am Gewissen, sondern auch den Tod des Gatten der Heimgegangenen, der aus Gram darüber wenige Tage später Selbstmord beging. c. Entfernungen. Von Cel'je aus strahlt heute ein gut ausgebaute« Kraftsteilwagennetz. Wer von unseren Lesern aber kennt auch nur halbwegs die Länge der einzelnen Linien? Wir teilen sie hier gesammelt mit: Celje—Vojnik 8.7 Kilometer; Celje—Dobrna 19.5 km; Celje-—Vitanje 22.0 km; Celje—Vransko 26.0 km; Celje—Rogaška Slatina 32.8 km; Celje— Kozje—Podsreda 44.3 km; Celje—Sveti Peter Pod Svetimi gorami 50.1 km; Celje —Maribor 64.0 km; Celje—Ljubljana 74.4 km; Celje—Logartal 74.7 km. c. Kino Metropol. Im Metropolkino läuft ab heute, Donnerstag, die russische Musikkomödie »Wolga, Wolga...«, ein eigenartiges Filmkunstwerk, in welchem über 400 der besten russischen Musiker, Sänger und Tänzer initwirken. Ein von Nero mit 100 Talenten bezahlter Kelch aus »Murrhini«. (S. A. P. E., Rom). Als Weihegeschenk für den kapitolinischen Jupitertempel bestimmt, sind die aus wenig bekannten Gegenden des Orients stammenden Murrhi-ni-Vasen, wie Plinius erzählt, im Jahr 61 v. Chr. zum erstenmal nach Rom gekommen. Sie wurden zu jener Zeit, zusammen mit den Schätzen des Königs Mitridates, während des Triumphes von Pompeo, der Bewunderung der römischen Bevölkerung zur Schau gestellt. Die nicht bearbeiteten Stücke wurden an Privatleute verkauft (die daraus Trinkgefäße, Kelche und Rechentafeln anfertigten) und die ihrer Seltenheit und der Schönheit ihrer Materials wegen geradezu märchenhafte Preise erreichten, Um seine Begierde nach noch nie gesehenen Dingen zu befriedigen, zahlte Nero für einen Murrhini-Kelch, dessen er sich dann auf seinen Gelagen stets bediente, 100 Talente (ein Talent entsprach ungefähr 26 kg Feingold). IDäte Hiimot Schwedischer Humor <3,61 Das Kind von 1940: »Gibt es Gasmasken für Puppen?« * Einmal saß Hans von Benda in einer Gesellschaft allein am Fenster und hatte einen Bogen bedruckten Papiers in der Hand. Eine Weile las er. Dann begann er vor sich hinzureden: »Brav so! Das ist recht so! Nur weiter so!« »Was haben Sie den?« wurde er neugierig gefragt. »Hier, ein Zeitungsblatt! Und da lese ich eben, daß die Schwarzen Husaren, die braven Burschen, wieder einmal alles im Reich vor sich herzogen!« Alles lachte: » Wie, was? Die Schwarzen Husaren? Jetzt? Das ist doch unmöglich!« »Na, wenn Sie es nicht glauben! Lesen Sie doch selbst,« sagte Benda, ein wenig gekränkt. Man nahm das Blatt und fand, daß es ein 15 Jahre altes Stück des »Hamburger Korrespondenten« aus der Zeit des Siebenjährigen Krieges war. flieiilee jiiiii »i-iiiiMi ihm 1 »i 1 mmmm Donnerstag, 24. Oktober um 20 Uhr: »Cy-rano de Bergerac«. Ab. C. Freitag, 25. Oktober: Geschlossen. Samstag, 26. Oktober um 20 Uhr: „Ungewöhnlicher Meinsch“. Ab. A. Sonntag, 27. Oktober um 15 Uhr: »Vdova Rošlinka«. Ermäßigte Preise. — Um 20 Uhr: »Ungewöhnlicher Mensch«. Im-Klnc Burg-Tonkino. Nur noch bis Freitag der erstklassige tschechische Film »Die Teufelsschüler«. — Ab Samstag der deutsche Sensationsfilm »Wasser für Canito-ga« mit Hans Albers, Charlotte Susa und Peter Voß in den Hauptrollen. Esplanade-Tonkino. Bis einschließlich Freitag wird auf vielseitigen Wunsch die Wiederholung des berühmten Ausstat-tungs- und Prunkfilms »Maria Antoinette« mitNorma Shearer in deutscher Sprache vorgeführt. — Es folgt der beste und letzte Film der berühmten Künstlerin Daniel-le Darrieux, das französische Meisterwerk »Wenn das Herz schlägt«. Union-Tonkino. Ein erstklassiges Doppelprogramm: 1. »Der schwarze Kater« mit Bob Hope und Paulette Goddard in den Hauptrollen, ist der .spannendste Film der Gegenwart. Erlebnisse in einem geheimnisvollen Haus, wo ein schwarzes Gespenst diie Menschen gefährdet. 2. »Die verlorene Stadt«, einer der sensations-reichsten amerikanischen Filme der letzten Jahre mit William Boyd und Claudia Doll in den Hauptrollen. Rndic-PuiqHimi» Freitag, 25. Oktober. . Ljubljana, 7 Uhr Nachr., Frühkonzert. 12 Mittagskonzert. 18.20 Richard Strauß-Stunde. 20 Tanzmusik. 20.30 Streichkonzert. 22.15 Leichte Musik. — Beograd, 6 Morgenkonzert. 12 Mittagskonzert. 17.25 Vokalkonzert. 20.15 Sinfoniekonzert. 22.50 Tanzmusik. — Prag, 20.35 Ottokar Ostrčil-Abend. — Sofia, 19.50 Opernübertragung. — England I., 20 Abendunterhaltung. 23.15 Tanzmusik. — England II. Vorträge in verschiedenen Sprachen. — England III. 21.15 Bunter Abend. — Beromünster, 21 Schweizer Abend. — Italien I., 20.40 Orchesterkonzert. — Italien II., 20.10 Abendkonzert. — Großdeutscher Rundfunk, 21 Unterhaltungskonzert. * Wettbewerbsinethoden der deutschen Radio-Industrie Das deutsche Radio-Gerät begegnet auf dem europäischen Markt dem schärfsten Wettbewerb der Produktion anderer Staaten. Trotzdem kann es durch keinerlei Manipulationen verdrängt werden, sei es nun durch Schleuderpreise, unwahre Reklame oder scheinbare und vorgetäuschte Ueberlegenlieit anderer Produktion. Die Gemeinschaftsarbeit der deutschen Exportfirmen hat eine klare Lage geschaffen. Die beteiligten Produzenten aus dem Deutschen Reich werden nur hochwertige Geräte auf den Auslandsmarkt bringen, die neben der Fabriksmarke das neugeschaffene Wahrzeichen des deutschen Exportempfängers als Zeichen besonderer Leistungsfähigkeit und Formschönheit tragen. Die Ausarbeitung einzelner wichtiger technischer Eigenschaften im Hinblick auf Fernempfang, Klangschönheit u. Bedienungsmöglichkeit, sowie die Schaffung stilvoller, künstlerisch wertvoller Formen, verlangen zwar die Erhaltung eines gewissen Preisniveaus, werden aber auf lange Sicht den Sieg der mit dem deutschen Wahrzeichen ausgestatteten Geräte bedingen. Das Wetter Wettervorhersage für Freitag: Vorwiegend bewölkt. Keine wesentliche Aenderung der Temperatur zu erwarten. Bierriiann sprach im Kaffeehaus eine junge Dame an: »Gestatten, mein Name ist Biermann 1« Sagte die junge Dame: »Leider kann man das sogar xiechenl« üJieisdrofflMlto niNidsduui ©loiiboröifierunp und Lgpi- peruno der Baumwollartikel? Beograd, 24. Oktober. Kürzlich hielt der Konsultativausschuß für die Textilindustrie eine Sitzung ab, in welcher die Frage der Verteilung der Baumwollgarne während des IV. Vierteljahres 1940 erörtert wurde. Bei dieser Gelegenheit wurde auf die Schwierigkeiten hingewiesen, denen die Baumwolleinfuhr aus Italien und der Türkei begegnet, und beschlossen, die nötigen Maßnahmen zu ergreifen, um diese Schwierigkeiten zu beseitigen. Ferner wurde die Frage der Reorganisation der Verteilungsstelle für Baumwollgarne gemäß den Bestimmungen der Verordnung über den Außenhandel erörtert. Diese Institution soll in eine Zentralstelle für Baumwolle, Baumwollgarne und künstlich Textilrohsfoffe umgewandelt werden. Was die Finanzierung dieser Stelle anbelangt, wurde beschlossen, den bisherigen Beitrag in Höhe von 0.50/00 von den bewilligten Kontingenten auf 1.00/00 zu erhöhen. Schließlich wurde auch die Frage der Gründung einer Gemeinschaft der Verarbeiter von Baumwolle, Baumwollgarnen und Piocco sowie die Frage der Standardisierung und Typisierung der Baumwollartikel eingehend geprüft. Einheit iche Bewertung der Reichsmark Der letzten Folge des Wiener »S ü d-o s t Feh o« entnehmen wir folgende aktuellen Ausführungen: Im Laufe der letzten Wochen wurde der Reichsmarkkurs in einigen Südoststaaten wesentlich - gefestigt, ln Jugoslawien zeigt sich dies durch die Erhöhung des Reichsmarkkurses um 20 v. H. und in Bulgarien durch Herabsetzung der Zu schlage für die freien Devisen. Eine ähnliche Festigung der Mark wird sich auch in den übrigen Südoststaaten auf die Dauer nicht vermeiden lassen. Das »Südost-Echo« hat sich schon mit der unzeitmäßigen Devisenpolitik Südosteuropas befaßt. Die unbegrenzten Liefermöglichkeiten nach Deutschland hatten die freien Devisen begehrenswerter erscheinen lassen, als die leicht erhältliche Clearingmark. Das war die psychologische Einstellung, nach der sich die staatliche Devisenpolitik richtete. Die freie Devise wurde immer höher bewertet. Wir haben dem s u d ost e u ropä i s c he n Devisenbedarf stets alles Verständnis entgegengebracht. Doch heute ist das Devisenproblem auf Schweizer Franken und Dollar zusammengeschmolzen und mit diesen zwei Währungen kann man auch am Balkan nicht mehr viel anfangen. Für den europäischen Warenverkehr muß die Reichsmark Basis aller Währungen werden. Dafür war sie bisher erstens noch zu | niedrig und zweitens in den einzelnen Län dern zu verschiedenartig bewertet. Es ist daher nicht nur das deutsche Prestige, das diese Erscheinungen nicht mehr verträgt. Es ist vielmehr eine Forderung der internationalen Zahlungstechnik, daß die Währung des größten europäischen Marktes einheitlich bewertet wird. Das es zunächst einmal darauf ankommt, daß die einzelnen Südostländer gegenseitig in Reichsmark fakturieren kön nen, können wir uns vorläufig damit be- j gnügen das Disagip der Reichsmark wc- sin-d Kursänderungen nur Rechenaufgaben. Die Außenhandelskapazität eines Lan des erfährt keine Einbuße, denn steigen auf der einen Seite die Einfuhrpreise, so erhöhen sich auf der anderen die Export- erlöse. Es werden sich lediglich einzelne Preise gegeneinander verschieben und Im Durchschnitt eine gewisse Erhöhung erfahren. Ein paritätischer Reichsmarkkurs hat die besten Aussichten auf Beständigkeit. Der zwischenstaatlich vereinbarte Verrechnungskurs ist daher eine wesentliche Stütze für die Sicherheit der einzelnen Währungen. Das ist ein bemerkenswerter Vorteil dieser Aktion, denn erst wenn diese Sicherheit gegeben ist, können die Südoststaaten Kreditausweitungspolitik be treiben und damit ihre brachliegenden Arbeitskräfte in dem dringend notwendigen Aufbau einsetzen. gen auf das Vieh, welches sie für die . ^ fuhr anmelden, bekommen können. ^ diese Weise will man ihnen den -der für das Mästen notwendige Na ermöglichen. ^ Noch eine Neuigkeit beinhaltet ^ neue Regime: von nun an müssen o1 schicdenen Exporteure nach f°'»e Gruppen registriert werden: die teure nach folgenden Gruppen reg ß werden: die Exporteure von ScW ^ für sich, jene von Rindvieh für s'ic'l auch jene von Kleinvieh für sich. Börsenberichte Ljubljana, 23., d. Devisen: London 185.46—1778.66 (im freien Verkehr 216.99—229.19), Newyork 4425—4485, (5480—5520), Zürich 1024.44—1034.44 (1269.62—1279.62). Zagreb, 23. d. Staats werte: 2V2°/o Kriegsschaden 442—444, 4°/o Agrar 51.50—0, 4% Nordagrar 51.50—52.50 6°/o Begluk 0—78, 6% dalmat. Agrar 0 -71.50, 6°/o Forstobligationcn 0—71, 7% Stabilisationsanleihe 92—0, 7n/n Investitionsanleihe 97—0, 7% Seligman 100—0, 7% Blair 94.50—0, 8"/o Blair 99.50—0; Naionalbank 0—6550, Priv. Agrarbank 192—0. Neues VieHausflOrremme AUSFUHRBEWILLIGUNGEN IN ERSTER LINIE FÜR VIEHZUCHTGENOSSENSCHAFTEN. Vergangenen Freitag fand in Beograd 'ine von der Direktion für Außenhandel einberufene Konferenz der Viehexporteure statt. Es wurde ihnen die Neuordnung bezüglich der Ausfuhr von Lebendvieh verlautbart, welche dieser Tage in Kraft tritt. Das Hauptmerkmal dieser Neuordnung ist die Favorisierung des reinen Viehzuchtgenossenschaftswesens, in zweiter Linie der Viehproduzenten überhaupt. Die bisherigen Ausfuhrquoten für die verschiedenen Exportengruppen werden gänzlich annulliert. Die ganze Ausfuhr von Lebendvieh wird prinzipiell für die Viehzuchtgenossenschaften reserviert. Nur für den Fall, daß diese Genossenschaften im Verlaufe der Woche nicht den Export des ganzen ihnen zugewiesenen Kontingentes übernommen und vollführt haben, wird der Rest unter die Viehproduzenten und Exporthandelsleute verteilt werden. Wie bekannt, haben sich bisher den Viehexport drei Gruppen von Exporteuren unter sich verteilt und zwar: 40% die einzelnen Exporteure, 40% die Genossenschaftverbände und 20% die einzelnen Viehzüchter. Die Verteilung der diesen Gruppen zugewiesenen Quoten vollführten die Organisationen dieser Gruppen im eigenen Wirkungskreis. Erst in letzter Zeit hatte diese Verteilung ein spezieller Ausschuß bei der Direktion für Außenhandel durchzuführen und zwar für die erste und die letzte der vorher genannten nigstens soweit herabzusetzen, daß wir in j drei Gruppen, während die Verteilung un- ter die Genossenschaften auch fürderhin allen Südoststaaten eine gleich hohe Bewertung der Reichsmark erhalten. Durch die letzten Verhandlungen sind bereits die Voraussetzungen für diesen Schritt erfüllt worden. Später, wenn der Zentralclearing auf ganz Europa ausgedehnt wird, muß das Südost-Disagio der Reichsmark völlig ver schwinden, damit man in Reichsmark als vollwertigem Zahlungsmittel ohne Aufgeld auch mit seinen Ländern verrechnen kann, in denen es kein Disagio gibt, wie z. B. der Hauptgenossenschaftsverband vollführte. Im neuen Regifne entfällt auch die Bestimmung, daß die Ausfuhr den Genossenschaftsverbänden bewilligt wird, sondern bekommen diese Bewilligung ausschließlich die Viehzuchtgenossenschaften, und wird die Verteilung der Kontingente direkt in der Direktion für Außenhandel durchgeführt werden, wo die Genossenschaften die Viehausfuhr anzumelden haben und bezügliche Bewilli- mit Norwegen. Diese einheitliche Bewer- gungen erhalten werden. Auf fliese Weise tung ist die mindeste Voraussetzung für will man künftighin die Praxis einiger die Internationalität der Reichsmark In dieser schrittweisen Kurserhöhung liegt eine besondere Rücksichtnahme des Reiches auf die südosteuropäische Wirtschaft. Denn eine allzu plötzliche Erhöhung des Reichsmarkkurses könnte das Preisgefüge der Länder in Unordnung brin gen. Die Preisfrage ist ja die einzige Schwierigkeit bei, dieser Kurscrhöhungs-aktion, denn volkswirtschaftlich gesehen Genossenschaftsverbände unmöglich machen, welche das Vieh auf den Märkten wie jeder andere Händler aufgekauft und sogar solche Vieharten ausgeführt haben, welche nicht einmal in ihrem Wirkungskreis gezüchtet werden. Andere Verbände wiederum haben das Vieh nicht von den bei ihnen eingegliederten Genossenschaften, bezw. von den Mitgliedern dieser Genossenschaften, sondern von Nichtmit- gliedern angekauft. Mit dem neuen Regime hat man also die Absicht, dem Genossenschaftswesen an die Hand zu gehen, und zwar den reinen Viehzuchtgenossenschaften. Die Direktion f. Außenhandel wird strenge darauf achten, daß für die Ausfuhr wirklich das von den Genossenschaftsmitgliedern angekaufte bzw. von den Viehzuchtgenossenschaften gezüchtete Vieh einwag-goniert werden wird. Spezielle Organe werden auf dem Terrain die Kontrolle in diesem Sinne ausüben. Andererseits wird die Kontrolle des Genossenschaftsviehes auch auf diese Weise ausgeübt wurden, daß die Genossenschaften im vorhinein der Direktion für Außenhandel die Anzahl des Viehes anmelden werden, welches sie zwecks Ausfuhr mästen werden, mit der beiläufigen Angabe des Termins, wann dieses Vieh für die Ausfuhr geeignet sein wird. Im neuen Regime werden die genossenschaftlichen Viehzüchter auch Anzahlun- Exp°r' .gistrieft X Die jugoslawische Handelsflotte ^ durch die Kriegsereignisse bisher i,w^n Dampfet mit einer Gesamttonnage rund 45.000 Bruttoregistertonnen v reu. Dieser Verlust stellt etwa 10% ' serer Handelsflotte dar. X Mit Tafelöl ist Jugoslawien Seewärtig genügend versorgt und man gann bereits mit der Versendung der Die Banats-Ernährungsam mengen, u ie Daiiaio-iiiuain ^ hat mit der Ölfabrik in Zagreb ein ^ kommen getroffen, wonach die Untern niung Slowenien dieselben ölmengen ^ fern wird wie im Vorjahr. Zu die-Zweck haben die Grossisten die ^ei’zejer nisse ihrer Kunden (Detailkaufleute)^1 ^ Ernährungsanstalt zu unterbreiten,^ -jener Dctailisten, die schon im V°rJ’p}e Speiseöl von ihnen bezogen haben. Detailisten werden das benötigte Öl ^ jenen Grossisten beziehen wie im jahre. Die Banats-Ernährungsanstalt iu X ctroffen, mit der Prizad ein Abkommen get wonach sie von Zeit zu Zeit gr0 ...j, Weizenmengen erhält, um damit die - ■ len in Slowenien zu beliefern, da die ^ fuhren aus der Wojwodina viel zu w ' sehen übrig lassen. Die Mühlen s0 'q sich deshalb an die Ernährungsan ^ mit der Mitteilung wenden, welche zenmengen sie für die Zeit von zw-i ^ drei Wochen benötigen, worauf sie 1 entsprechende Verständigung erhalten. X Fortschreitende Teuerung in nien. Das Bukarester Blatt »Univers weist darauf hin, daß die forlschrei e ^ Teuerung sich zu einem sozialen ProD , für Rumänien auszuweiten beginnt, unbedingt gesteuert werden müsse. Herbst 1939 weist der Preisindex c^. phantastische Steigerung auf, die sie i Schwarzbrot auf 120%, bei Fleisch 80, bei Geflügel auf 100, bei Speiseöl a 200, bei Trauben auf 300, bei auf 350, bei grünen Bohnen auf 400, Seife auf 180, bei Tee auf 300 und Arzneimi teln sowie Wäsche auf -beläuft. Das Blatt fordert Maßnam»^ gegen die Preistreiberei und das Spe ^ lantentum, damit die Bevölkerung >n trügendem Ausmaße und zu angernes-nen Preisen mit den wichtigsten Beda artikeln, vor allem Nahrungsmitteln, v sorg: wird. Erdölförderung der Weit im l. Halbjahr 1940 R o 11 e r d a m, Oktober. Land Vereinigte Staaten . . . . Sowjetunion ..... Venezuela ..................... Iran .............................. Niederländisch Indien . . . Rumänien ......................... Mexiko ..................... . . Irak .............................. Columbien.......................... Tridinad....................... Argentinien ...................... Britisch-Indien und Burma Peru ........ Deutsches Reich . . . . Kanada . ................ Bahrein-Inseln . .... Ägypten............................ Saudi-Arabien . . ... . Japan einschließlich Formosa Ekuador Ungarn ........................... Italien ........................... 1. Hbj. 1939 1. Hbj. 1940 Sonstige Insgesamt . 14,6 14,9 + 1.6% 13,3 f 5,9% . 5,45 5,28 — 2,9% . 4,40 4,65 -j- 5,5% 3,16 3,10 — 2,0% 2,47 2,77 -fl 1,9% 2,11 — 0,7% 1,45 1,49 + 3,0% 1,30 1,44 —10,5% 1,24 1,39 +13,1% 0,68 0,70 + 3,1% . 0,76 0,65 —14,9% . 0,60 0,63 + 5,2% 0,53 „ +21,9% . 0,52 0,50 — 3,4% . 0,32 0,36 + 15,6% . 0,16 0,36 + 119,0% . 0,17 0,18 „ + 7,7% . 0,15 0,17 + 12,1% . 0,055 0,12 + 114,1% 0,07 0,10 44,1% 0,023 —33,6% 0,0 ,, 0.09 ,, — . 138,1 Milkt 149,8 Milkt + 8,3% ifches Meeting Maribor LEiCHT?MSBERECHTIGT U1,„ ATHLptiIHLETEN aller SPORTKLUBS, DIE DEM SLOWENISCHEN LE 1KVERBAND ANGEHÖREN. — DIE KÄMPFE FINDEN AM SONI SIND VERIFIZIERTE UND NICHTVER1FIZIERTE LEICHTSONNTAG, DEN 27. D. M. IM ŽELEZ NIC AR-STADION STATT. derU-i-rAelangt Mi Sonntag, den 27. d. um im Železničar-Stadion in leichtathletisches ^Menden Jhr_ gela eetinŽaŠ1 2. E. Buchholz—E. Koch, 3. H Gn| r—K- Göpfert, 4. R. Eppler— Ro?Pu!n5®ppel: ’sen tu". L M- Käppel—G. G. p_ h a 1, 2. J. Bartels-Kallmeyer— ^er, 3. A. Timme—R. Thiemen. tschechischer Leichtathletik- stal+i.« °cl einer leichtathletischen Veran ‘ »Orel« stellte im r„, Ne«er ^ 0rd. Bei Än8 des Prager den sf Stad'lon über 200-Meter-Hür-26.1 oC, n e * d e r (»Orel«, Prag) mit Diese t ,Unden einen neuen Rekord auf. den u eistung ist um zwei Zehntelsekun-ka e'SSer ai,s der alte Rekord von Hrsi-aus dem Jahre 1935 genwb>r And«rsson geschlagen. Der gc- Xcna ® 111 den Vereinigten Staaten bo-5ter e.Scbwedische Schwergewichtsme5 Scilw " rne Andersson erlitt eine zur .ere Niederlage im Kampf gegen den den |in^er'1 Manischen Spitzenklasse zählen M de, dadurch italienische Staatsbürgerin und ist die dritte deutsche Tennismeisterin, die durch ihre Heirat dem deutschen Sport verloren geht; Fräulein Krahwinkel heiratete einen Dänen, Fräulein Lilly Äußern hingegen auch einen Italiener. : Allerlei Neues vom deutschen Sport. Der deutsche Fußball-Länderkampf mit Jugoslawien gelangt am 3. November nicht in Beograd, sondern, wie zuletzt schon, in Zagreb zum Austrag. Für das Treffen mit Dänemark ist am 17. November Hamburg in Aussicht genommen. — Dem Boxländerkampf der Amateur-Mann schäften von Deutschland und Finnland in Helsinki, wird sich voraussichtlich bereits in der zweiten Novemberhälfte noch eine Begegnung mit Italien in Mailand anschließen. — Die neue deutsche Rennordnung des Pferdesports schreibt u. a. vor, daß alle Namen der Pferde in Zukunft dem deutschen Sprachschatz entlehnt sein müssen. — Der Schwimmländer karnpf Deutschland—Jugoslawien wird erst 1941 durchgeführt. Ebenfalls 1941 gibt es wieder den Drelländer-Wasserball-kampf Deutschland—Ungarn—Italien, dies mal in einer deutschen Stadt. — Die deutschen Geräte-Meisterschaften sollen 1941 schon sehr zeitig, im Feber, ausgetragen werden. : Schwedens GehmeisKrschaften. In der nordschwedischen Stadt Hedemora fanden die Titelkämpfe der schwedischen Geher statt. Die nepen Meister sind: 25 Kilometer: G. Grandin (Uppsala JE.) 2:07; 18 St. 10 Km.: John Mickaelsson (Sundyberg) 45:21 Min. — 5 Kilometer (Frauen): Linnea Ollsen (Varberg Göteborg) 26:44 Min. Besonders gut ist die Leistung des Weltrekordmannes Mickaelsson, da er direkt vom Militärdienst ohne besonderes Training antrat und dennoch leicht gewann. Neuer ungarischer 2000-Meter.Rekord. Auf der Bahn des Budapester WMTK. unternahm der ausgezeichnete ungarische Mittelstreckenläufer Szabo einen An- griff auf den Weltrekord über 2000 Meter, den seit 1937 der Amerikaner Archie San Romani mit 5:16,8 Minuten hielt. Der Versuch mißglückte, da Szabo nur eine Zeit von 5:20 erreichte, welche aber immerhin einen neuen Landesrekord bedeutet. Von den Rahmenwettbewerben verdient der Stabhochsprung Erwähnung, den Z s a f f k a mit 3,90 Meter vor dem jungen Kovacs (3,70 Meter) gewann. : Weltrekorde auf der Vigorellibahn. Auf der Mailänder Vigorellebahn unternahm der italienische Radfahrer Zarmine Zaponetti eine Reihe von Weltrekordversuchen, welche von Erfolg gekrönt waren. Nachstehend die neuen Weltrekorde und in Klammern die alten Weltbestzcden 60 km: 1:24:33,8 St. (Olmo, Italien, 1:24:40,8 St.); 70 km: 1:38:42,3 St. (Piü-belle Italien, 1:39:31,4 St.); 80 km: 1:52:42,2 St. (Puibelle 1:53:55,4 St.); 90 km: 2:07:08 St. (Puibello 2:08:18,8 St.); 100 km: 2:21:04,4 St. (Puibello 2:22.41 St.); Zweistundenfahren: 85,069 Kilometer (Puibello 84,245 Kilometer). : Boxländerkampf Deutschland gegen Schweden. Meldungen aus Stockholm zufolge sind das Reichsfachamt Boxsport und der schwedische Boxverband übereingekommen, im Frühjahr 1941 einen Boxländerkampf auszutragen. Die Begegnung soll im März stattfinden, als Austragungsort wurde Königsberg ausersehen. Die letzte Begegnung der Nationalstaffeln der beiden Länder endete 1939 in Hamburg mit einem sicheren deutschen Sieg mit 12:4 Punkten. and und der Südosten Berlin, Oktober. — Ueber die Gespräche des rumänischen Ministers M a-n o 1 e s c u in Rom und der Gesandten P o p p in Berlin werden in den beiden Hauptstädten nur Formalmitteilungen gemacht. Indessen geht aus Bemerkungen unterrichteter Kreise hervor, daß die Erwartungen auf ein Abklingen der jüngst entstandenen Verstimmung zwischen Rumänien und Ungarn sich bestätigt haben und diese beiden Länder bemüht bleiben, die eingetretenen Vorfälle nicht zu übertreiben. In Berlin wird anderseits mit großem Interesse beobachtet, daß der englische Nachrichtendienst sich mit außerordentlichem Eifer nach wie vor den Balkanfragen -widmet und zahlreiche Meldungen alarmierenden Inhalts veröffentlicht. Die deutsche Presse polemisiert gegen die eng lischen Meldungen in mehr ironischem als polemischen Ton. Diese ironische Haltung wird der deutschen Presse dadurch ermöglicht, als die wichtigsten englischen Behauptungen in der Tat bereits von den in den englischen Meldungen erwähnten In einer deutschen U-Boot-Werft e e S a v o 1 d. Der Schwede wurde anc ”r siebenten Runde, schwer getroffen, au$gezählt. ten RaEens Junioren- Tennismeisterscha*- ? Warden im Mailand durchgelü b a des Herreneinzels siegte 8 a b- EnAa(den ’n Mailand durchgeTütirt. Im a d i n i gegen Scribani mit 8—6, 4—6, p ’ °—6 und im Doppel gewannen im g spiel C e n t i z e—G o d i o mit 0—6, o ’ 3 6, 6—3, 6—3 über Sabbadini— Cribani. in O^utsche Tennismeisterinnen heiraten s b Ausland. Die deutsche Meisterin U11- .e ’n feiert dieser Tage ihre Hochzeit 1 dem bekannten italienischen Davis-v PsPieler B o s s i. Fräulein Ullstein wird j Von unserem Fa-Mitarbeiter. Regierungen dementiert worden sind. Das wichtigste Dementi dieser Art ist zweifellos die Veröffentlichung der »Tass« gegen über einer Meldung des »Daily Telegraph« über angebliche Besprechungen zwischen der Sowjetunion, England, Griechenland, der Türkei und Jugoslawien. Diese Besprechungen hätten das Thema einer gemeinsamen Abwehr des Vordringens der Achsenmächte auf dem Balkan zum Gegenstand gehabt. Die »Tass« bezeichnet diese Meldungen als freie Erfindung. — Man fragt in Berlin mit begreiflicher Ironie, wie lange England stets von neuem durch Falschmeldungen und Kombinationen sich solchen politischen sowjetrussischen Dementis aussetzen wolle. Im Lichte der tatsächlichen sowjetrussischen Haltung wird in Berlin mit Genugtuung festgestellt, daß die deutsch-russischen Beziehungen sich nicht nur nicht geändert hätten, sondern darüber hinaus sich eine europäische Situation entwickelt habe, aus der heraus der gleiche deutsch-russische Pakt unter den gleichen Gesichtspunkten und Interessen wie seinerzeit abgeschlossen werden könnte. Zweifellos ist das deutsch-russische Verhältnis frei von all jenen Trübungserscheinungen, die in gewissen Informationen immer wieder unterstellt werden. • Das gleiche gilt nach hiesigen Informationen für die Beziehungen zwischen Berlin und Beograd. Auch die Meldungen von irgendwelchen deutschen Initiativen gegen Jugoslawien entbehren jeder Grundlage. In Wahrheit liegen, so erklärt man in Berlin, keinerlei Fragen oder Tatsachen vor, die Anlaß zu einer Veränderung in den deutsch-jugoslawischen Beziehungen gegeben hätten oder geben würden. Drei interessante Krüge mit Münzen im Ober-Verbano gefunden. (S. A. P. E., Rom). Während der Arbeiten an der neuen Autostraße zum De-lio-See im Ober.Verbanoland (Lombardei) wurden bei Musignano zu Füßen eines dicken Baumes in der Erde drei kleine Krüge mit Kupfermünzen aus ältester Zeit gefunden. Auf dem »recto«, der Oberseite zeigen die Münzen das Bild eines stehenden Kriegers mit gezücktem Schwert, und auf der Rückseite ist die Jahreszahl 505 zu lesen. Der bedeutende Fund hat bei den Wissenschaftlern großes Interesse erweckt, zumal er kurz nach der Freilegung von Römergräbern in verschiedenen Orten in der Gegend des Lago Maggiore bekannt wird. Wie ein Tausendfüßler wirkt das auf dem Stapel liegende Boot; über die unzähligen kreisrunden Spanten wird sich bald die stählerme »Haut« des Druckkörpers ziehen Die Erzeugung von Bauxit in der Welt und in Italien. (S. A. P. E., Rom). Die Erzeugung von Bauxit (Tonerdeverbindung), aus der Aluminium gewonnen wird), die im Jahre 1937 den Höchststand von 3,713.200 Ton nen erreicht hatte, verzeichnete im Jahre 1938 eine leichte Abnahme und fiel auf 3,703.200 Tonnen. Die Ursache dieses Rückganges ist in der merklichen Erzeugungsabnahme in verschiedenen Ländern, wie in den Vereinigten Staaten, Frankreich, Holländisch-Indien, Englisch-Kjua-yana, Ungarn und Brasilien zu suchen. — In Italien betrug nach den Angaben des italienischen Korporationsministeriums die Bauxit-Erzeugung im Jahre 1938 in 40 Bergwerken 360.837 Tonnen, mit Einsatz von 2.110 Arbeitern. Gegenüber dem Vorjahre (386.495 Tonnen) hat sich ein Rück gang von 25.658 t herausgestellt (6.5%). Dieser Rückgang war jedoch als Folge der von der italienischen Regierung herausgegebenen Verordnungen vorauszusehen, die zwecks Ausgleichung des Bauxit-Verbrauches den verstärkten Abbau von Leucit-Erz anordnete, um diese ziemlich starken Vorkommen zu verwerten. Im Jahre 1938 war Italien mit 9.7% an der Welterzeugung von Bauxit beteiligt und mit 14.4% an der Erzeugung in Europa und stand somit an sechster bezw. an vierter Stelle. Heitere ttike Die Wahrsagerin. Einst kam ein netter junger Mann zu einer alten Wahrsagerin. »Nein, nein,« sagte der nette junge Mann, »ich bin nicht gekommen, um mir etwas von Ihnen wahrsagen zu lassen, sondern, ich möchte Sie um die Hand Ihrer Tochter bitten!« »Soso. Ja, dann sagen Sie mir aber zunächst einmal, was Sie für Zuikunftsaus-sichten halben.« * Mutter: »Aber, Kurt, mit deinem vorigen Zeugnis hast du mir große Freude bereitet, als du ein paar Plätze heraufgekommen warst, und jetzt sitzt du wieder hinten!« Kurt: »Aber Mutti, die anderen Muttis müssen doch auch mal eine Freude haben!« Kleinst ÄnzElocr Kleine Anzeigen kosten 60 Per» pro Wort, in der Knbrik „Korrespondenz“ 1 Dinar -Die Inseratenstenor (S Dinar bis 40 Worte, 8 Dinar für grössere Anzeigen) wird besonders berechnet - Die Mindesttaxe für eine kleine Anzeige beträgt 10 Dinar -Für die Zusendung von chiffrierten Briefen ist eine Gebühr von 10 Dinar zu erlegen — Bei Anfragen ist eine Gebühr von 8 Dinar ln Postmarken beizuschliessen WICHTIG FÜR JEDERMANN Vor Einbruch d. Winters bestellen Sie sich neu od. lassen Sie Ihre alten Öfen u. Spar-herde fachmännisch reparieren. Stets großes Lager neu ester Modelle von Oefen, Sparherden und Wandverkleidungen. 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Iris uor der Ehe Roman von GERT ROTHBERG Urheber-Rechtsschutz durch Verlag Oskar Meister, Werdau i. Sa, 15 »Wenn er mir den Overbeck etwa durch gemeine Mätzchen, übersteigertes Gehaltsangebot und dergleichen abspenstig machen will, kann er was erleben!« grollte August Hoym unheilverkündend. Und er nahm sich vor, daß er mit Klaus Overbeck gleich einmal darüber sprechen würde. Wahrhaftig, er hegte große Besorgnis, diesen tüchtigen Menschen zu verlieren. Und es war doch so ungemein entlastend für ihn, drüben auf Hoym den richtigen Mann an verantwortungsvoller Stelle zu wissen, so daß man sich uneingeschränkt den Aufgaben widmen konnte, die Wildenhagen täglich in reichem Maße stellte. Und nun wollte man ihm diesen tüchtigen jungen Inspektor aus-spannen? Das wäre ja noch schöner, das gab es nicht! Was der Briggmann bieten konnte, das zu zahlen war man noch lange imstande. August Hoym schnaufte befriedigt, er war zu einem Entschluß gekommen. Christian Hebendruschk schaute ihn aufmerksam an. Dabei qualmte er wie ein Schlot. Er ließ den Rauch abziehen und kehrte aufs neue zu seiner aufmerksamen und eindringlichen Musterung des Freundes zurück. Dem wurde die Sache endlich zu dumm. »Was hast du eigentlich auf dein Herzen?« fragte er unwirsch. »Nichts — ich wundere mich bloß über dich.« »Keine Angst, was Briggmann kann, das kann ich schon lange.« »Begriffsstutzigkeit ist auch was wert.« »Was willst du damit sagen? Laß diese halben Ausdeutungen und sprich offen.« »Du hast es in der Hand. Der Overbeck ist ein sehr schöner Kerl. Der kriegt sogar eine Braut mit einem Gut, wenn er bloß will.« »Ach, da hinaus willst du: — Iris!... Du beabsichtigst, scheint’s, dir einen Kuppelpelz zu verdienen. Aber du irrst, alter Freund, wenn du meinst, ich hätte es in der Hand. Das ist durchaus nicht der Fall, eben weil es sich um Iris handelt. Sie läßt sich wohl nach Berlin schicken, aber verheiraten läßt sie sich nicht, bestimmt nicht, wenn sie es nicht selber will.« »Möglich! Ich kenn das Mädel ja auch. Und wie ich die Sache ansehe, spricht da die ganze Persönlichkeit eures Inspektors drüben auf Hoym ein gewichtiges Wört-lein mit, nicht wahr?« »Freilich, man sollte es wenigstens annehmen. Daß ich aber darauf nicht selber verfallen bin —- ich will doch mal mit meiner Frau « »Halt lieber den Mund, August, es ist besser. Man muß nicht gleich in alles die lieben Weibsleute hineinziehen. Dein getreues Ehegespons bildet zwar eine rühmliche Ausnahme, sie klatscht weder noch tratscht sie — trotztem rate ich dir, halte vorerst den Mund. Weißt du, das ist solch eine feine, zarte Sache, da darf man dem Zufall nur ganz von weitem ein bissei nachhelfen, aber damit ist es auch gleich schon genug.« Nachdenklich sah August Hoym den alten Freund an. »Wenn da wirklich etwas draus würde —« »Kennst du eigentlich die Verhältnisse Overbecks näher?« »Nee, darum kümmere ich mich auch nicht. Seine Papiere sind in Ordnung. Und ein ehrenhafter Mensch ist es auf alle Fälle. Darüber gibt cs keinen Zweifel.« »Wenn er nun aus ganz kleinen Verhältnissen käme?« »Das wird wohl sowieso der Fall sein. Verfügte er über einen größeren Besitz, so würde er nicht bei fremden Leuten schuften.« »Na ja, mißversteh mich gefälligst nicht. Ich meine, seine Angehörigen könnten in die Fabrik gehen, ganz arme Leute sein, die auf das angewiesen sind, was sie mit ihrer Hände Arbeit verdienen.« »Was täte das? Mir gilt der Kerl selber!« »Dann ist es ja gut, das wollte ich bloß mal von dir hören.« Sie sprachen wie auf Verabredung von etwas anderem. Monika Hoym und Iris kamen von draußen munter plaudernd herein. Sie hatten die beiden alten Freunde ein halbes Stünd chen allein gelassen, denn Männer, die sich nicht allzu häufig sehen, haben immer mal was zu besprechen, was Frauenohren nicht unbedingt zu hören brauchen. Ja, Tante Monika war wirklich eine patente Frau. Nun aber saß man zu vieren sehr gemütlich um den Tisch, und die Hausherrin lud den »rauhen Christian mit dem goldenen Herzen« gleich zum Abendessen ein: es gäbe Pastetehen, die äße er doch so gern. Christian Hebendruschk küßte ihr dankbar und erfreut die Hände. Er aß die Wildenhagener Pastetehen leidenschaftlich gern und er hatte schon auf diese Einladung gerechnet. Der alte Hebendruschk war in vorzüglicher Laune. Er erzählte unaufhörlich Witze, harmlose natürlich, und alle lachten froh und herzlich. Als er ging, meinte August Hoyin: »Du solltest dich ruhig ein bißchen öfter bei uns blicken lassen, Christian. Das war heute wirklich nett.« Die beiden Damen schlossen sich dieser Aufforderung sogleich lebhaft an. Und Iris fügte hinzu: »Onkel Christian, grüßen Sie die alte Guste recht schön von mir und bestellen Sie bitte, das Häkelmuster habe ich a 8^ nommen. Sie bekommt es, wenn ’c . jc Montag aufs Vorwerk komme. Ich mir nämlich ein kleines Hündchen a' »Ach ja, die Tierchen sind nie dlich- die dir Lauter hellbraune Dackelchen hat Senta geworfen. Also schön, nimm ruhig eins mit, mein Kind.« „ r, »Willst du das Vieh etwa mit nach lin schleppen?« fragte Onkel August v wundert. Iris erschrack. Hatte sie denn wir •klic1' bald ganz vergessen, daß sie ja schon so weg mußte? Was sollte ihr da das * chen? Die Bühls würden es bestimmt m^ gern sehen, wenn sie den Hund mitbra te, denn sie erinnerte sich, daß die und die Kusine Tiere nicht leiden mo Ein paar Minuten blickte das ^^hen-unschlüssig vor sich hin. Christian He druschk meinte begütigend: . ,aS »Komm nur trotzdem und suche dii schönste Hundert aus. Ich werde es i dich aufziehen und dann holst du es wenn du wieder heimkommst.« »Vielen herzlichen Dank, Onkel stian.« Am Sonntag fand sich Klaus Overbe^ wie immer zum Mittagessen in Wn j hagen ein. Er hatte den ganzen Weg, den er sich jedesmal von neuem fre J zu Fuß zurückgelegt. Und in ihm war ^ stiller schöner Friede, wenn er so Sonntag zwischen den Feldern und ren hinschritt, auf denen die ganze WO fleißig gearbeitet wurde. Dieser ^ ringsherum ... diese Andacht.. - Lind bei im Herzen die tiefe Befriedigung über, daß man am rechten Platz.5 a -j daß man etwas leistete, daß man sich ganzer Kraft einsetzen durfte. Er war Leib und Seele Landwirt. Und als unv rückbares Ziel schwebte ihm vor, $e , einmal einen kleinen Hof zu besitzen die Mutter zu sich zu nehmen. Seine g alte Mutter!... (Fortsetzung folgt-) Chefredakteur und für die Redaktion verantwortlich: UDO KASPER. — Druck der „Mariborska tiskarna1' in Maribor. — Für den Herausgeber und den Druck verantwortlich Direktor STANKO DETELA. — Beide wohnhaft in Maribor.