Nr. 198. Mittwoch, 29. August 1««8. 107. Jahrgang. MillallierWIeitmg. i!«»,!^?> ?. "^^"'^l Atit PoNvtllendung: g«nzj«hr<« st. l», halbliihl!« fl. ?.b0, ?m somytoi,: ^ Dir ,.i!a<«!lnn«" «scheint t««Nch mit «u?n»hm« b« Venn, und ,^> , '' balbjährig N.k,»o, Fü, die guftlllung m» bau« ganzlähri« iel>«holun»en yr .^«il« 3 tr. M m hj« iz Uhi vormittag«,— UnerteBl>e<» w«rb«n nicht »nzcuommcu und Oianulcrivl» nlchl^nriitlgeftelll. Mit 1. September beginnt ein neues Abonnement aus die Daibacher Zeitung. Unv " ^^"Numerations'Bedingungen bleiben wandert und betragen: fUr Laibach: "welFi«' ' 3 " ^ " l>aldj°hrig . . 5. „ 50 „ "°nnt ici, ' i " !'' " uiertcljährig . 2 „ 75» „ ""1 - 1 „ 25 „ monatlich . . - „ 92 „ Ä^« ^ ^ Zustellung insHaus silr hiesige "^nten per Jahr l Gulden. l"< zu?Il?^ Vränumeration».«eträge wollen Porlo« ««gesendet werden. »ü^^ 2g- v. Rleinmasr K ^fed. Vamberg. Umtlicher Mil. Schrei ^ ""^ ^ Apostolische Majestät haben das Drdenz c> ^sGroßmristers ^^ souveränen Iohanniter-^enlun?° 6" ^^ ^°"^ Croce allergnädigst ent-^dentli^ ^" ^""^' "omit der neuernannte auher-Oidenz n Gesandte und bevollmächtigte Minister jene« it, ien°r °^ wl"s Podstatzky-Liechtenstein ^glllubiqt -" ^'llenschaft am Allerhöchsten Hoflager Nichtamtlicher Hheil. Die Italiener in Afrila. dez IaÄ.""b der napoleonischen Kriege am Anfange lhte Co? "6 verloren alle continentalcn Mächte We sie In"' ^"9^nd. als Beherrscherin der Meere, genommen, nur die spanischen ^Uttlm.^c c, ' gelten noch für kurze Zeit am ^ sie fllctil^'' '"'"^ der damaligen Zeitumstände wa« "^ reaelt. "'^hängig. Der Wiener Congress änderte ^chGn^ ^. ^"le Frage, England gab dem neu. "^ die M„7 « zeiche der Niederlande Java. Sumatra ^ vervssi?.. " Munich behielt aber die Cap-Colonie ^.°l°ni«n «s?,.^ ^^' 'ln indischen Ocean leine weiteren ^ verlor 5 ^^'"lliren einer Rose. Ul ^'e w^'^e bin ich geboren. Schöne, glückliche 3-l? dem ^"en Strahlen der Sonne lockten mich ick " fördm, ^. ^" ^rdc hervor, der erquickende U tvlichz « mem Gedeihen in entsprechendster Weise. die würdig des ttl,3? weine« ^ c"" gegeben. Schon in den ersten !°^"' seiend l""? "°" '« begehrt; unerfahrene G^ . "ach w?/" sandigen Wege des Gartens, ver-Uw l"ppe. da^ '^°^l"°ls nahten sie umsonst dem "clck ^ Ersebnt-"^ beschützte, drangen mitten hinein. H'Hl'""' !o nei^" >""^"sen: langte der kleine Arm bH>. und die .« A'"d l"'lh in entgegengesetzter 5 " zurück ^""n geritzte Hand zog sich ^/l, httaNcki3"" bie klare Mondscheibe vom «>uf. Sn .^"'" schatten widerstrahlender U"t«r di'^ " meiner N«?'"^"' Spaziergänger auf l'chem Zen so man^.. , ^ "«"". und ich erkannte ^h ^ss ^sprach. S" Abende Paar. das in trau-i'VZenden eli^n"^ «nd liebkosend die rasch die ^^lunqzN?^ ""en verbrachte. So kamen Und?Kn EiH"^'verschiedene Erscheinungen. k< bst den SNeni, ?'^ ""^""ben vermochten, ^l^ b^ '« strotzt, die zuweilen ^ wurde ich größer, schöner, öffnete den dien, ohne Colonicu; die afrikanischen Besitzungen Portugals erregten keinen Nrid und leine Habgier. Uni die Aufmerksamkeit der Franzosm von den inneren Angelegenheiten abzulenken, ergriff Karl der Zehnte die Gelegenheit, den Fächerschlag, welchen der französische Consul vom Dey von Algier erhalten hatte, durch die Eroberung Algiers zu rächen, doch halte das Frankreich Louis Philipps uoch lange Zeit hindurch nicht die Absicht, ein nordafrikanisches Reich zu gründen und Milliarde» an diesen Besitz zweifelhaften Ertrages zu verfchwenden; aber die Angriffe der Araber, welche die Sicherheit der französischen Brfahungen gefährdeten, und kleine Schlappen, welche hie und da vorkamen, zwangen Frankreich zur Erhaltung des militärischen Prestiges zu immer weiteren Eroberungen, denen endlich nur die Wüste eine Grenze sehte. Dasselbe Schauspiel wiederholte sich in Hinterindien. Die Franzosen besetzten einen Punkt in Tonking, die Eingeborenen neckten fortwährend die Nesatznng. Commandeur Ri-viere machte einen unglücklichen Angriff auf die feindlichen Scharen und fiel. Um die militärische Ehre herzustellen, folgten seit-dem fortwährende Verstärkungen in Hinterindien, aber auch die Ausstände der Eingeborenen. Scharmützel und Schlachten, die erst dann aufhören werden, wenn die Herrschast Frankreichs sich über die ganze Ostseite Hinteriudiens bis an die Grenzen Siams und China's erstrecken wird. So sehr auch die ösfmtliche Meinung in Frankreich sich gegen die Geld- und Blutopfer in Touting auflehnt, gibt es hier leinen Rückzug. Was in Nordafrika gefchah, kann in Hinterindieu nicht aus« bleiben. Und da der Appetit während des Essens kommt, occupierten die Franzosen in der Nachbarschaft Algiers unter nichtigen Vorwänden auch die fruchtbare Regentschaft Tunis, ohne die Suzeränität des Sultans zu berücksichtigen, da sie wussten, dass die Politik Bismarcks es gerne sah, wenn der Erbfeind seine Kräfte für anderweitige Unteruehmungeu verwandte. Eine ernste Opposition war daher von leiner Seite zu befürchten. Das neugegründete Königreich Italien fühlte sich aber durch diese Besitznahme auf das empfindlichste übrrvortheilt. Als mittelländische Seemacht hatte es bei der kleinen Entfernung zwischen der Südspitze Si< cilicns und der Nordküste von Tunis diese Regentschaft für sein natürliches Eibe bei der unaufhaltsam fort' schreitenden Zerbröckelung des osmanischen Reiches gehalten, umsomchr. als die Geschäfte fchon feit längerer Zeit sich in Tunis hauptsächlich iu italienischen Händen Kelch und entfaltete die Blätter, an deren Rande sich glänzende Tropfen wiegten. Dem Iammergeschick, das mich in späterer Zeit getroffen, konnte ich nicht ent-gehen; weder der berückende Duft noch die Nl,mutb, weder der Farbenschmelz noch die entzückende Pracht bildet eine Wehr gegen den Andrang des bösen Geschickes. Nicht lange währte es, und für mich begannen nun andere Zeiten. Herausgerissen aus der stillen Behaglichkeit meines Daseius. wanderte ich in raschem Wechsel von Hand zu Hand, aus dem gewundenen Kranze in dm duftenden Strauß, vom Kämmerlem in den hellerleuchteten Saal. und schmachte nun ver> geben« zwischen vergilbten Papieren, gepresst und zerknittert, nicht mchr gedenkend meiner früheren Herrlichkeit... ,. , ^ Es war am frühen Morgen. ,ch vln soeben vom fußen Schlummer erwacht, als sich in meiner Nähe einige Mädchen einfanden, mit Körbchen und Scheren versehen. Was sollte geschehen? Das sah ich nun bald. Ein Schnitt, und mich trennte das böse Geschick von dem Stenael. auf dem ich mich bisher geschaukelt hatte. Ich wanderte in den Korb, es gesellte sich Blume zur Blume, und uuter Schwestern, welche das gle,che Schicksal ereilt tonnte ich den Trost finden, dass unsere Schönheit für Festlichkeitszwecke bestimmt sei. Man trug i'l's iu Häuser; dort wurden wir aus den Körbchen behutsam auf Tische gelegt, gesondert, mit grünem Reisig vereinigt, das bereits unser harrte, mit frischem Waffer besprengt und so vorbereitet sür Kränze, welche man später aus uns wand. befanden. Die öffentliche Meinung in ganz Italien kam daher in Aufregung, und die alte Freundschaft der beiden lateinischen Staaten verwandelte sich in ernste Feindschaft. Da nun auch Bismarck die Reicks-fahne auf zahlreichen herrenlosen Küsten aufziehen ließ — Gladstone behauptete zwar, alles Wertvolle habe schon England besetzt — da fand Mancini. der damalige römische Minister des Aeußern, Italien müsse auch einen Cownialbcsih erwerben, und sandte eine Expedition ins Rothe Meer. um Massauah. den süd» lichsten Hafen dcs Chidive unterhalb dem abyfsinischen Hochlande, zu besetzen. Der englische General Lord Wolseley hatte eben seinen thöricht geplanten Feldzug nach Chartum begonnen, um General Gordon zu retten; der italienische Minister zweifelte nicht am Erfolge und glaubte von Massauah aus der englischen Expedition Hilfe leisten zu können. Nun ist aber Massauah der heißeste Punkt Afrika's, wo lein Wind im Sommer die glühenden Dünste des Meeres abkühlt, der also ohne den Besitz des benachbarten Plateaus für Europäer beinahe unbewohnbar bleibt. Diese Hochebene gehört aber unbestreitbar dem Negus von Abyssinien, der auch auf Massauah, als den Hafenplatz seines Reiches, seine Ansprüche nie aufgegeben hat. Als daher die Italiener sich auf den Stufen zum Plateau festsetzten und Befestigungen anlegten, wurden sie vom Ras Alula angegriffen und aus einer Position verdrängt. Nach seinem Abzüge erweiterten die italienischen Truppen ihren Besitz und ihre Befestigungen. Da näherte sich der Negus selbst mit seiner Armee den italienischen Positionen und zog klüglich wieder ab. als er sah. dass ein Wafsencrfolg laum zu hoffen sei. Jetzt hat ein italienisches Detache-ment durch abyssinische Truppen wieder eine Schlappe erlitten, die wahrscheinlich ernstlicher ist, alS die offi-ciellen Depeschen sie angeben, und zu neuen Berwick» lungen und weiteren Occupationen führen muss. Wenn alfo Italien Massauah nicht freiwillig aufgibt, kann es früher oder später einem ernstliche» Kriege mit Abyssinien kaum aus dem Wege gehen und muss fortwährend Verstärkuugen nach dem Rothen Meer senden. Dieselbe Logik der Ereignisse, welche die Franzosen zwang, die Nordküste Afrika's von Marokko bis nahe an Tripolis Schritt für Schritt zu erobern, drängt jcht Italien in das abyssinische Alpenland, dessen Kaiser instinctiv sich an Russland anlehnt. Ein russischer Abenteurer, der sich «Ustinov, der freie Kosak» nennt, ist schon wiederholt am Hofe des Negus erfchienen, und in Kiev sah man bei der neunhundertjährigen Iu- Zarte Hände reihten Blume an Blume, dazwischen Reisig von eigenartigem Duft, und es bildete sich eine farbenreiche Kette — ein Kranz. Nicht alle meine Schwestern fanden ein würdiges Plätzchen als Glieder der Kette, sie verloren ihre Schönheit und wurden bei» feite gelegt, um alsdann von unbarmherzigen Händen an einen Ort befördert zu werden, der ihnen zur Stätte rafcher Vergänglichkeit ward. Am Abend war die Arbeit beendet, und wit prangten in stolzer Herr« lichleit zwischen Epheu und Myrten, zwischen Trans» parentcn und hellerleuchleten Fenstern. Am folgenden Morgen weckten mich Pöllerschüsse aus dem tiefen Schlafe. Die Straßen lagen noch in einsamer Stille, nur ab und zu kam ein Wanderer des Weges daher, der seine überraschten Blicke auf den malerischen Festschmuck sandte. Die Sonne gieng auf, und das Leben entfaltete sich allerorts. Die Glocken erklangen, und dazwischen mischten sich die Time einer feierliche» Mufil. Jauchzend durchzog die Menge den Ort. und eine freudige Bewegung herrschte überall. Die Nacht brach herein, die Ruhe senkte sich über die er-müdete. freudetrunkene Schar, und Ruhe fanden auch wir in kühlen Räumen. «Was bin ich. was kann aus mir noch werden?» dachte ich. als man uns vom Mauerwerk herabnahm und im Keller niederlegte. D'e Mehrzahl meiner Ge« nossiimen war dem Ende nahe, denn die Tagesglut hatte den letzten Rest ihrer Lebenskraft ausgekehlt, und sie verwelkten noch vor Einbruch der kühlenden Nacht. Die frischesten der Rchn wmden auk den Kränzen gezogen, und zarte Hände waren eb abernMK, die unz Laibachci Zeitung Nr. 198. 1676 29. August 1888. biläumsfeier Vertreter der abyssinischen monophysiti-schen Kirche, die eine Annäherung an die Orthodoxen in Aussicht stellt. Die Fäden der europäischen Politik spinnen sich in Afrika wie in Asien immer weiter. Aus der Handelskammer. II. IV. Herr Kammerrath Franz Omersa berichtete über die Tarifsätze der Waganstalt in Großlupft und bemerkte, dass der Inhaber dieser Waganstalt folgende Tarifsätze einzuführen beabsichtigt, und zwar: von 1—100 Kilo 5 kr., von 101—500 Kilo 10 kr., von 501—1000 Kilo 15 kr., von 1001—2000 Kilo 20 kr., von 2001—3000 Kilo und darüber 25 kr. Da im Sinne des § 15 des Gesetzes vom 19. Juni 1866. R. G. Bl. Nr. 85, bei der Bemessung der Tarife der Umstand ins Auge zu fassen ist, dass sie nur eine mäßige Vergütung für die Mühewaltung und für die mit solchen Anstalten verknüpften Auslagen bilden dürfen, im vorliegenden Falle diese Bedingung zutrifft, so sieht sich die Section zu dem Antrage veranlasst: Die geehrte Kammer wolle bei der k. k. Landesregierung die Bestätigung des Tarifes befürworten. — Der Antrag wurde angenommen. V. Herr Kammerrath Barthelmä Zitnil berichtet, dass in der Sitzung vom 21. October 1887 beschlossen wurde, das Gesuch der Gemeinde Zwischenwässern um Bewilligung dreier Jahr« und Viehmärkte unter der Voraussetzung zu befürworten, dass die markt« berechtigten Gemeinden des politischen Bezirkes Laibach Umgebung und der Stadtmagistrat Laibach gegen die projectierten Märkte keine begründeten Einwendungen erhoben haben. Aus den eingelangten Aeußerungen der Gemeinden des politischen Bezirkes Laibach geht hervor, dass sich nur die Gemeinde Brunndorf gegen die Märkte vom 3. März und 4. November aussprach, weil am 20. März und 11. November in Brunndorf Märkte stattfinden. Der Stadtmagistrat Laibach sprach sich gegen die Bewilligung der Märkte aus dem Grunde aus, weil eine Vermehrung der Märkte in der Umgebung von Laibach nicht nothwendig sei und die in Laibach jeden Monat abgehaltenen Viehmärlte durch einen früher in der Nähe der Stadt abgehaltenen Markt theilweise gefährdet werden könnten. Die Bezirkshaupt' Mannschaft befürwortet aber dies Gesuch. Die Gründe der Gemeinde Brunndorf sind wegen der großen Ent» fernung von Zwischenwässern unstichhältig. Wenn auch zugegeben würde, dass die Laibacher Viehmärkte durch die in Zwischenwässern möglicherweise Schaden leiden könnten, so muss hervorgehoben werden, dass der Schade wohl nur ein so minimaler sein könnte, dass er nicht in Berücksichtigung gezogen werden kann und wenigstens in keiuem Verhältnisse zu dem Schaden stehen würde, den die Gemeinde Zwischenwässern durch die Nichtertheilung der Concession erleiden würde. Die Section glaubt demnach beim Beschlusse der geehrten Kammer vom 21. October 1887 bleiben zu sollen und empfiehlt folgenden Antrag zur Annahme: Die Kam» mer wolle sich in ihrer Aeußerung an die k.k. Landesregierung für die Bewilligung von drei Jahr» und Viehmärkten ausfprechen. Herr Kammerralh Franz Omersa ist zwar nicht gegen die Bewilligung der Märkte, nur wünscht er, dass mit Rücksicht auf die Montag-Märkte in Kram» bürg der Zusatz aufgenommen werde: Wenn es sich ereignen sollte, dass ein oder der andere Markt in Zwischenwässern auf einen Montag fällt, an welchem zu einem zierlichen Blumenstrauß wanden. Als frische Blume kam ich nun in einen Saal, um die Tafel zu schmücke» und die Räume mit Duft zu erfüllen. Im Lichterglanz gelangte erst meine Schönheit zur Geltung, denn bewundernd zogen allenthalben die geschmückten Paare an mir vorbei. Da kam ein statt» licher junger Mann dahergeschritten. blickte verstohlen um sich und zog mich mit raschem Griffe aus dem Bouquet. Schwebend flogen die Paare durch den Saal. Mir schwindelte; ich ward gedrückt, verlor einige der schönsten Blätter und war nahe daran, meiner ganzen Zierde beraubt zu werden. Endlich sank mein Besitzer ermattet auf die mit Sammt belegten Polster nieder und zog leise seine Tänzerin zu sich heran. «Gutes Kind,» sprach er mit bewegter Stimme, «was soll uns heute hindern, recht glücklich zu sein? Trotz der Un« gewissheit eines günstigen Ausganges unserer Herzensangelegenheit will ich doch die Hoffnung nicht aufgeben, dass deine Eltern ihre Einwilligung zum Lebensbunde geben wrrden. Bestürme sie mit Bitten, sprich Worte in ihre Seele, dass sich ihr Sinn zu unseren Gunsten wende, es ist dir ja so leicht, auch harte Herzen zu erweichen. Nimm diese Rose. sie sei dir ein Zeichen meiner Liebe. Morgen, wenn die Sonne sich hinter die Berge senkt, komm ich zu dir, um die Botschaft entgegenzunehmen; verkündet sie Glück, so sinke ich dir in die Arme. und keine Macht der Erde trennt mich jemals von dn; vermag aber der bestrickende Reiz deiner Wone und der unwiderstehliche Zauber deiner Bitte das nicht zu erreichen, wai durch jahrelanges Sehnen un- in Krainburg der Markt abgehalten wird, jener am nächstfolgenden Dienstag abzuhalten wäre. — Nach einigen aufklärenden Bemerkungen des Kammersecretärs wurde der Sectionsanlrag angenommen und der Zusatzantrag abgelehnt. VI. Herr Kammerrath Franz Hren berichtete infolge einer Zuschrift des k. k. Landesgerichtes, ob ein Holzhändler sein Geschäft in der Art und in dem Umfange betreibt, dass selbes über den gewöhnlichen Ge-werbsbetrieb hinausgeht. Nach den behördlichen Mittheilungen zahlt der hier fragliche Holzhändler die im § 7 des Einführungsgesetzes zum Handelsgeschbuche vom 17. December 1862. R. G. Bl. Nr. 1 6x 1863. zur Protokollierung der Firma geforderte Steuer. Die Erhebungen ergaben, dass der Umfang des Holzhandels des hier fraglichen Händlers sich erweiterte und dass sein Geschäft über den gewöhnlichen Gewerbsbetrieb hinausgeht, weshalb er auch im Sinne der Artikel 4 und 10 des Handelsgesehbuches als Kaufmann anzusehen ist. Der Berichterstatter beantragt demnach im Namen der Section: Die Kammer wolle in diesem Sinne ihre Aeußerung an das t. t. Landesgericht ab« geben. — Der Antrag wurde angenommen. Politische Ueberlicht. (Der Voranschlag für 1889.) Nach einer Prager Meldung will die Regierung im Reichsrathe gleich nach dem Zusammentritte desselben im October den Voranschlag einbringen und darauf dringen, dass mit Hintansetzung aller anderen, nicht dringenden Vor« lagen und Anträge sofort im Ausschusse die Be< rathung des Voranschlages begonnen werde, damit derselbe noch vor Ende des Jahres im Plenum zur Annahme gelangen könne und lein Provisorium nothwendig werde. (Vorlagen für den Kärntner Landtag.) Wie aus Klagenfurt mitgetheilt wird. liegt für den Kärntner Landtag außer den jährlich wiederkehrenden Voranschlägen und Rechnungsabschlüssen über die in Landesverwaltung stehenden Foude ein ziemlich umfangreiches Materiale von über fünfzig Gegenständen zur Berathung vor, unter welchen nachstehende Vorlagen des Landesausschusses von allgemeinerem Interesse sind: Der Bericht und Antrag, betreffend die Ein« Hebung der Landes-Vrantweinauflage für eine längere Periode; die Errichtung einer eigenen Augenkranken-abtheilung und Vermehrung der Krankenbelegräume im Allgemeinen Krankenhaufe zu Klagenfurt; wegen Tiefer-legung des Wörtherseespiegels und der Verbreiterung des Glanfurtcanales; betreffend die Abänderung der Dienstbotenordnung; die Aufhebung der ärariscuen Mauten; die Verwendung der Veitläge der Feuerversicherungsgesellschaften zu den Kosten der Feuerwehren sammt Gesehentwurf; die Einführung von Verpflegs-stationen in Kärnten; betreffend die Errichtung einer Zwangsarbeitsanstalt in Kärnten; die Errichtung einer Handwerkerschule in Klagenfurt. (Die Landtage.) Nachdem, wie wir bereits gemeldet, die Landtage mittels kaiserlichen Patentes auf den 10. September einberufen wurden, ist auch die Frage nach den Gegenständen, mit welchen sich diese Vertretungskörper zu beschäftigen haben werden, näher gerückt. Es verlautet, dass vom Unterrichtsministerium zwei wichtige Vorlagen zu gewärtigen siud, und zwar erstens ein Durchführungsgesetz zu dem vom Reichsrathe beschlossenen Katecheten Gesetz und dam, sere Herzen bewegt, dann Liebste, müssen wir uns trennen — wohl für immer.» Nach diesen Worten küsste er die zitternde Hand des lieblichen Mädchens, heftete mich an ihre Brust und verließ alsbald die von fröhlichen Tänzern noch dicht gedrängten Räume. Nach einer schlaflos zugebrach« ten Nacht saß am frühen Morgen die Schöne in stummer Verzweiflung in ihrem Gemache und weinte, dafs ihr das Herz brechen müsse. Sie konnte sich nicht von dem Manne trennen, dem sie seit Jahren so innig zugethan war. den sie liebte mit der ganzen Glut ihres jugendlichen Herzens, für den sie alles geopfert hatte, selbst ihr Leben. Und doch war nicht mehr daran zu zweifeln, dass der Wille ihrer Eltern unerschütterlich bleiben werde und dass an eine Verbindung zwischen ihr und dem Erwählten nicht mehr gedacht werden könne. Sie wagte noch einen letzten Versuch — auch dieser misslang. Angethan mit denselben Kleidern, die in ver-wichener Nacht beim Tanze ihren Körper umschlossen, mich, als das Zeichen der Liebe auf dem Busen tragend, saß wieder die bleiche Holde am Nachmittage in ihrem einsamen Kämmerlein und vergoss bittere Thränen. Jene Menschen, die sich dem Seelenschmerze willenlos unterwerfen, können nicht klare Gedanken fassen, können sich nicht ins Unvermeidliche fügen, sondern verlangen mit Gewalt eine plötzliche Aenderung der Dinge, und dos Mittel, welches hiebei zumeist zur Anwendung gelangt, ist der selbstgewählte Tod. So hatte auch das Mädchen, welchem eine Verbindung mit dem Geliebten nicht gestattet wurde, nach diesem ein Gesetz, durch welches in jenen Ländern, wo in den oberen Classen der Realschulen kein Religionsunterricht ertheilt wird, dieser eingeführt werden soll. (Landtagswahlen.) Bei den durch den Tod des Abtes von Muri und Priors von G"^ Pater Bonaventura Foffa, und durch die Mandats' niederlegung des Abtes Albert Wildauer von M' nothwendig gewordenen Landtaqs-Ersatzwahlen wurde die Aebte Leo Treuinfels von Marienberg und Lorenz Müller von Wilten zu Abgeordneten des Tiroler Lal'v-tages gewählt. (Bezüglich eines Nachfolgers Tre-forts) wird nach nur die Candidatur des ersten Sectionschefs im /^ nisterinm des sleußern Ladislaus v. SzögyeW ' Combination gezogen werden. Von einer andern ^ ' didatur könnte nur dann die Rede sein, wenn SzihM^ das ihm angebotene Portefeuille des Unterrichtsmlin!^ riums nicht acceptieren würde. Zum Präsidenten " Akademie wird der gemeinsame Finanzminister ^ jamin v. Kallay gewählt werden. , (Deutschland.) Der neue Minister des 3"^ ist zur Abänderung des Socialistengesetzes entschloß Es wird jetzt erwartet, dass die Regierung die ^ kämpfung der Socialdemokratie auf dem Wege des gemeinen Strafrcchtes unter Verzicht auf AusnM bestimmungen versuche. „ z, (Crispi in Eg er.) Nicht minder aufM und vielleicht mit der Flottendemonstration z"sa"^ hängend ist es, dass Crispi nicht bei seimr F""' in Karlsbad verweilte, sondern nur nach ^g." ^' dort mit dem Grafen Kalnoky znfammentras """ ^ fort. nachdem seine Familie nachgekommen war, ^ Heimreise antrat. Crispi kam, von zwei Secretären ^ gleitet, am Samstag um '/.H Uhr in Eger al>, ihn Graf Kälnoky, der kurz vorher angekommen^ bereits erwartete. Die Minister begaben sich s"'. ^ Hotel, wo sie zwei Stunden lang allein confen ^ Ihre Begleitung promenierte einstweilen ^^^ch Stadt. Um 1 Uhr war das Diner, an welche" e„ die Begleiter theilnahmen, und nach demselben i^ sich die Minister abermals zu einer halbstündige/ ^ sprechung zurück. Um 7.2 Uhr reiste Cr'sp'' '/,5 Uhr Käluoky ab. „ssi- (Russlaud.) Nach einer Meldung d" A ciösen «Russischen Invaliden» findet Ende Aug"''"'hel ein großes sechstägiges Manöver der Truppe"^, Odessaer und Charkower Militärbezirke in b" v^ gegend von Elisabethgrad und Alexandria ^Az del nement Cherson statt. Das Blatt fügt hinzu. ^Mi> Zar diesem Manöver anwohnen dürfte. An "^M werden theilnehmen: eine Infanterie-Division, .^' aus vier durch Einberufung der Reservisten ö", Mie» viel Regimentern deployierten Reserve-Cadrebaw ^> zu formieren ist, und eine ebenfalls mobilisierte ^^ Artilleriebrigade von vier Batterien zu acht G^ ^t Die Truppenbeförderung per Eisenbahn eN^ .^ des Kriegsreglements. Auch Feldpost und Feld"'" werden functionieren. Mhl^ (General Boulanger) hat an se"" c^ie^ des Nord, der Somme und der Charente - ^^ drei verschiedene Dankschreiben gerichtet. Der h,e wiederholt darin seine gewohnten Angriffe g ^ b? Republik, die Republikaner und die KaMM"'^ zeichnet feine Gegner darin als «in den letzte" "h^ . gen Liegende. Epileptiker, wilde Bestien, Swe ' ^ Knochen man krachen hört» u. s, w. M^.....^^ e»!' Mittel gegriffen und hatte aus Liebe deM 2e ^ ^ sagt... Der Mann, welcher gekommen war. fa" glücklich verheißende Votschaft entgegenzuney' lF' sein Mädchen nicht mehr; nur mich. die. A^d "> er mit sich nehmen, als Zeichen der 2>eve Erinnerung für sein verlorenes Glück . - -., ^ ^ Ich bin nun alt geworden, ich we'Y ^ lH aber fühlen kann ich's an meiner Dürre. ">",M Zeit schmachtete ich in der Lade eines S^ Ll ^ zwischen Papieren und anderem wertl?> ^gM,, bis ich eines Tages aus der stillen "' hsirc ^, hervorgeholt wurde. Eine Hand, fast ebe"> ^ch . ich selbst, langte nach mir und umfass" ^ ihren Fingern. Ein Mann mit Mewe'v^tt' war es, der mich mit trüben Blicken vel ^ ^ drückte mich an seine verblassten Lippe" ,^ der letzte Kuss, den ich empfieng. ^c H^e>> Die schönsten Worte der AumutY, ^M" ^ keit sind längst für mich verhallt. 3" hie 6^F Glanzeswechsel habe ich die Freuden uno ^s ^ zen der Menschen erkannt, habe g"""^ ^ ^ Leben zu betrauern, und weiß, da^ A-M ^st, eigenem Glücke, sondern für jenes der ^ ^i> ^, boren bin. Ich habe Bündnisse der " M"^» habe manchem Herzen gezeigt, wie M .l"^^ anderen fügt. wie sich's in FreundschaN l, e y ,t lässt. Meine Bestimmung fordert, "'^ M^ und das einzige, was ich erhalte, ^ M, ^ das Herz. «Ich blühe nur, um zu v"" .5 nur, um schöner zu erblüh'n.» Ocab" Eduaro " Macher Zeitung Nr. 198. 1677 29. Auautt 1888. t,s ("us Akra) wird dem Reuter'schen Bureau von ^ s "' D'e Deutschen haben Addelar, nordöstlich bes^'l a^' unweit dahome'schem Gebiet gelegen, sck„« besitzergreifende Streitmacht bestand aus > Märzen Soldaten. Kruboys und Arbeitern unter dem tw/z? "°c" ^"' ""ißen Officieren. Die deutsche Flagge N..n Ä^hlsst und ein Fort gebaut, der Ort ward ^^ckburg getauft. Tagesneuigleiteu. UIW,^' ^"jestät der Kaiser haben, wie das Ki"Me Amtsblatt meldet, für die Schäßburger «'"dubrniahraustalt 200 fl. zu spenden geruht dei'N^.1^ Kronprinzessin Stefanie) hat Lev»- ?^ Mwicer Seen in Kroatien fiir den 4ten MMder in Aussicht gestellt. Die Reise dahin erfolgt Beleu?^ ""^ ^°"^' ^"^ diesem Anlasse findet eine "^lllng der Höhen an den genannten Seen statt. nes l "^'' '"^^^ ""f der polnischen Seite des Kam-Cltm>> ? ^""^n. glitt aus und siel von, Gipfel der den Is '" ^" Abgruud. Erst nach mehreren Stun, allsll^? es den von der Schuhhütte beim «Mecrauge. M°i? Goralen. den Geistlichen im bewusstlosen lvurd " furchtbar verletzt aufzufinden. Derselbe lvo s.^°" den Goraleu nach der Schutzhütte gebracht, belang ^"ckllcherweise gerade zwei Aerzte aus Kralau ^tden 's ö ^'" verunglückten ärztliche Hilfe zutheil !vie^^^ Gegenschrift Mackenzie's) erscheint, Glitte V!-"""lags Revue» aus Berliu telegraphiert wird. Dberba l ^"^" '^ Verlage von Spaar mann in Aerzte» !".'. ^'^^^ '^ 'Friedrich der Edle und seine enthält ^ ^ ""^ ^rfällt "' drei Abschnitte. Der erste bricht «f," Rechtfertigung Mackenzie's sowie einen Kaiser <, f ^n täglichen Verkehr mit dem verstorbenen Art d'.. ''"dem facsimilierte Enthüllungen sensationellster lchen A«r?"^ Abschnitt ist der Polemik gegen die deut-der Kel,« .t «ewibmet, der dritte enthält eine Statistik 'Wkopfoperationen. Grenzt^ ° " ^^ ^" einem Orte an der dalmatinischen "ung t,p« w" ^^ vermummte Männer in die Woh« ^>vebr7 f^"eisters Omcikus ein, richteten ihre ächter V" D""tus. seine Frau, seinen Sohn und seine ^Nl k>ä,.?""^ten dieselben mit Kolbenstoßen und mit !chlH 5^"l und forderten die Aussolgung der Casscu-'""fen un^?"^ tigerte sich und wurde zu Boden ge-^ Easse ^ « « Schlüssel entwendet. Die Räuber leerten "Esters ,,^ ^°l^nltes sowie die Privatlade des Post-^^ucat^ .^" ""^ "sterer 1!12 fl, aus letzterer flammte «"' . ^ Kreuzthaler und soustiges Geld fort. Der ^ber be°«° .' ^"'^ beziffert sich mit «659 st. Die Sender w" /. ''^ sodann in die Schenke eiues gewissen l blade wi. i^ ^" Laudleute massacrierten und die ^kits ans 5 < ^ ausraubten. Drei Räuber wurden ^5'chte in ^^"lnischem Gebiete eingefangen und dem ^^^"üazzoübergeben. ^>. ^^ (Machblucl verboten.) oem Englischen von Vla« v. «eißenihurn. <. «Gytk ' ^' 3ortschunss. ^uw, s^ H?""l-' dachte er sich. währender fester «» -I ""' den wallenden Schleier der grauen >g hieib,,^^^ ^elt. «wie kommt sie in dieser Klei-"ndon zu s. , ^"s hat Karoline v. Roden hier in i^l'ne's ^^"'chts von jener geheimen Begegnung U" Entlek.. °?^ia>lse. welche Mary mit so namen-^'? ihrer A! "^llt hatte, aber ans dem erschreckten vn. "buna?A ^^chem er begegnet war. ans der H> ""«M lll,?^^.^' ^ug. errieth Hugo. dass er hier U?d' H""'^ "ehe. Karoline v. Roden in dieser ^ zu ^ ./" Wcher Stunde, das musste Unfass-u. Ttund pz . ^"ben. ^klärten K"^'' l" Zusammenhang mit dem ll3'^tte? M«/^"^' ""ches sein Leben drohend A.. klarer N^ c."^ vielleicht dennoch bei volllom- "Uäle„?""""nft. trotz der E.ltachten ärztlicher ^""^ die Straße, welche der dK iu bleibe" ^^"e; so !°h " sich gezwungen. ^ "' dafs h ' ^s der Weg wieder frei war, ent-. kn am End b-. 'Hat Mary "it ihren Muth-len^iiberleale ^l«^"^?. ^tad» ^" sei K«Ä der Vater bei seiner lian-^3r^"e d sw,°Ä,7 leicht eine Fahrt nach der unternehmen konnte; auch "Nwesend zu sei«, ^m, Hugo hatte seit — (Ein furchtbarer Hagelschlag) hat Neusatz und seine Umgebung heimgesucht; alles Obst wurde vernichtet und die Weingärten in furchtbarer Weise verwüstet. Mehrere Menschen wurden von den fallenden Eisklumpen verletzt, ein Greis erlag sogar diesen Verletzungen. — (Der «Great Eastern».) Der 1660 er» baute Riesendampfer «Great Eastern» wurde am 24sten d. M. nach Liverpool bugsiert, um dort den bis jetzt getroffeuen Dispositionen zufolge abgebrochen zu werden. Derselbe ist das größte Dampfschiff der Welt, 209 Meter lang, und war ursprünglich zur Fahrt zwischen England nnd Australien bestimmt, ist aber eben seiner Größe wegen fast nie zu Seereisen, sondern meist nur zum Legen von unterseeischen Kabeln verwendet worden. — (Reclame auf dem Friedhofe.) Auf einem Friedhofc in Paris findet sich folgende Grabschrift: «Hier ruht die tugendhafte Karoline, Gattin des Schlossermeisters Gobere; das Gitter des Grabmals, welches der besten der Frauen errichtet worden, stammt aus der Werlstätle ihres Mannes.» — (Raubthiere in Indien.) Eine Sommerfrische in Indien mag ihre Unannehmlichkeiten haben. Nach dem osficiellen Berichte wurden in diesem Jahre nicht weniger als 245 Tiger, 640 Leoparden, 600 Wölfe, 170 Bären und 31.000 Schlangen vertilgt. Diese Bestien hatten vorher 11.983 Menschenleben zerstört. — (Alles kann man berechnen.) Ein findiger Correspondent der «Electrical Review» in Newyorkhat die Leuchtkraft des Mondes auf 134.000,000,000,000.000 Kerzen berechnet. — (Ein römifcher Denkstein) wurde im Fothcr Parke des Grafen Alexander Karolyi gefunden; der Stein diente, wie die lateinische Inschrift bezeugt, als Altar und stammt aus der Zeit des Septimus Severus, der Proconsul von Pannonien war und später zum römischen Kaiser gewählt worden ist. — (Vom Exercierplatz.) Unterofficier: «Der Einjährige, diefer Unglücksmenfch, macht wieder,linksum', wenn ich commandiere ,rechtsuin/. Was sind Sie denn eigentlich?» — Einjähriger: «Rechtscanoidat!» — Unter-officier: «Jetzt macht dieser Mensch linksum, und ist noch dazu Ncchtscandidatü» Local- und Provinzial-Nachrichtcn. — (Die Katavotrons im Kesselthale von Planina.) Am äußersten Nordrande des Kesselthales von Planina, dort, wo diese fruchtbare, Wiesen-grüne Thalmulde durch anstehende Felsen und weiter anschließend durch einen ausgedehnten Hügclcomplex abgeschlossen ist, endet auch der sich im Thale hin und her schlangelnde Wasserlauf — die Unz — fast genau so wie ein Steppenfluss. Ohne dass man ihn aus jeinen weiteren, mehr als zehn Kilometer langen unterirdischen Wegen begleiten könnte, ist es jedoch nunmehr sichergestellt, dass diefe Fluten die wasserreichen Quellen des Laibachstusses speisen. Während des Sommers sind diese eigenartigen Erscheinungen des dortigen Flussbettes und seines sackförmigen Endes sehr deutlich zu beobachten. Dies insbesondere zu jener Zeit, als der Wasserstand der zwei Hühlenfll'isse von Adelsberg und Zirknitz, welche bekanntlich im Kesselthale von Planina nach ihrer Vereinigung den Unzfluss formieren, verhältnismäßig gering wird. Auf-Tagen nichts von ihm gehört, noch gesehen. Ernstlich verstimmt, begab er sich nach seinem Hotel. Es verdross ihn, dass er der grauen Schwester nicht hatte folgen können, umsomehr, da er gesehen, dass sie ihn erkannt haben mnsste. Er musste Klarheit haben. Diese Ungewissheit ließ ihn zu kciuer Ruhe gelangen. Er musste handeln. Rasch entschlossen, sandte er ein Telegramm an Karoline v. Roden und bat, ihm zurück zu telegraphir« ren, ob sie auf dem Schlosse sei oder nicht. Als er es schon gänzlich aufgegeben hatte, eine Antwort zu er« hoffen, traf ein Telegramm des Fräuleins Grey ein, durch welches er erfuhr, dass Karoline für einen Tag zn Verwandten gereist fei. Diese Kunde brachte ihm die Gewissheit, dass seine Muthmaßung das Richtige getroffen hatte. Karoline von Roden war nicht zu Hause; so tonnte sie recht gnt in der Stadt gewesen sein; war dies aber der Fall. dann musöte irgend ein geheimnisvolles Motiv sie zu diesem seltsamen Schritt veranlasst haben. Immer dichter wurden die Schatten, welche sich noch vermehren sollten, als er am nächsten Morgen den Arzt aufsuchte, der Mary behandelte und von d«ssen Gutachten für ihn Glück und SeliaM abhiengen. Der Allsspruch desselben raubte ihm alle Hoffnung; gleichsam völlig zerschmettert verließ er das Hans und trat mehr mechanisch als mit klarem Bewusstsein auf die Straße hinaus. Willenlos ließ er sich von dem Schwärme Vorübrreilender mit fortziehen. Ihm stand nur eins vor, und dieses Eine erfüllte ihn ausfchließlich, — Mary. seine Mary war ihm verloren! Wie lange er planlos seines Weges irrte, er wusste es selbst nicht. Er kam erst wieder zu sich. als er sich auf einmal an derselben Stelle faud, an der am Abend zuvor er sich plötzlich! allend ist daselbst schon beim ersten Anblicke des Unz-slusses das geringere Wasservermögen innerhalb seines Unterlaufes im Vergleiche zu der Wasfermenge seines Oberlaufes und aller feitlichen Zuflüsse desselben. Dennoch findet man hier nirgends einen offenen Schlund, der nur ähnlich wäre wie jener, welcher die Poikwässer von Adclsberg verschlingt oder welcher eine ähnliche Absorp-tionökrast verrathen würbe, wie man dieselbe bei der großen Karlovca-Höhle am Zirkniher See bemerken kann. Dessenungeachtet verschwinden an vielen Stellen im Osten und Norden des Thales die Fluten der Unz von Planina mit großer Gier nach einem bisher unbekannten Untergründe. Des größeren Versuches wegen, ob die unschädliche Ableitung der Hochwässer aus den Kesselthälern von Krain mit verhältnismäßigen Kosten durchführbar sei, wurde heuer im Austrage des k. l. Ackerbauministeriums vom Forstassistenten Herrn Wilhelm Putick eine iu ihrer Art einzig dastehende hydrotechnische Arbeit durchgeführt. Zwei künstliche Schachtöffnungcn wurden am Rande des Flussbettes der Unz hinter der Ortschaft Ja« kobowitz abgeteuft. Dieselben bilden mit ihrer je zehn Quadratmeter großen Querstäche und bei ihrer ansehnlichen Tiefe von 18, beziehungsweise 20 Metern eine respectable Communication aus dem Thale nach den unter demselben gelegenen Höhlenweitungen. Sie liegen mit ihrem oberen Rande im Niveau der Hochwasserlinie am Ausgange des muldenförmigen Thales. Diese Katavotrons oder Wasserschächle werden das bei den Sommerhochsluten der Unz herbeiströmende Gewässer hinabstürzen lassen in unterirdische Räume, welche dadurch zu nützlichen Höhlen-Reservoirs umgewandelt werden, aus welchen das Wasser wieder successive zum Abflusse kommt. Ein täfigarliges Gitter über dem oberen Rande dieser Katavotrons wird die Bestimmung haben, die unterirdischen Räume stets frei von angeschwemmten Hölzern und Baumästen zu erhalten und dadurch den Wässern einen beständig freien Zufluss zu sichern. Zum Schlüsse muss noch speciell hervorgehoben werden, dass diese Wasserschächte bei Planina den ersten Versuch repräsentieren, die Hochwässer aus dem Inundationsgebiete der lesselsörmig geschlossenen Thäler in den Untergrund zu versenken. Verdienstvoll an dieser Arbeit wird stets das glückliche Auffinden der tief unter der Oberfläche des Thales gelegenen Höhlen-Recipienten sein, welche mit Rücksicht auf ihre riesigen Weitungen ganz enorme Wasserquantitäten aufzunehmen geeignet sind. — (Zum Jubiläum des « Solol».) Der hiesige Turnverein «Solol» begeht bekanntlich am 8. und 9. September die Feier seines 25jährigen Bestandes, bei welcher Gelegenheit viele fremde Gäste hier eintreffen werden. Nichts erhöht wohl mehr die Stimmung der Fest-theilnehmer, als wenn sie sich in unserer Mitte wohl und behaglich fühlen, was erreicht wird, wenn sie sich in Familienkreisen selbst einer herzlichen Aufnahme erfreuen. Nur dann, wenn das Empfangscomilö von der Einwoh» nerschaft kräftigst unterstützt wird, ist es möglich, dieses Ziel zu erreichen. Wir sind überzeugt, dass die gastfreundliche Vewohnerfchaft Laibachs alles thun wird, um den Gästen den Ausenthalt in Laibach so angenehm als möglich zu machen, und verweisen auf den Aufruf des Empfangscomitös, den wir heute an anderer Stelle publicieren. — (Steierischer Landtag.) Im steierischen Landtage legte gestern der Statthalter den Gesetzentwurf vor, betreffend die Ablösung und Regelung der nach dem jener grauen Schwester gegenübergeschen hatte, welche — das stand untrüglich in ihm fest — keine andere als Karoline von Roden gewesen sein konnte. Ein jäher Gedanke durchblitzte ihn. Eben fuhr laugfam ein Wa-gm vorüber. Er rief ihn hastig an, gab dem Kutscher eine kurze Order, sprang in das G "" A Heiden . 4 39 Schöpsenfleisch . . - A Hirse . 4 88 Hahndrl pr. Stück - - ^ !>''' Linz. — Löbl, Ksm,, Kaposvar. — Ritter v. Wicltor, "»" lieutenaut, Trieft. . » Gasthof Kaiser von Oesterreich. Zebochin, l. k. Beamte^Tr^ Verstorbene. Den 2 7. Augu st. Franz SlovSa, Inwohner, ^ ^" Polanastrasie 4l, Marasmus. Im Spilale: Den 2 6. Allg u st. Franz Kastelle, Besitzer, 40 I>, s°^ ficber. Meteorologische Beobachlnngen in ^aibach^. ^-^?_. ^Z_ °"___ !___^--!--^ ?1l.Mg^37 6 14-8 W7" 19-0«, um 15« über dem Normale. ^^ Verantwortlicher Redacteur: I. Nagliö. Zur Feier des 25jährigen Jubiläums des hiesig"« " z>> Vereines «Solol» werden am 7. September l. I. viele au" tige Gäste m Laibach eintreffen. ^ls Der p. l. Bewohnerschaft von Laibach bietet sich "Schaft, die Gelegenheit, ihre Opferwilligleit und ihre GastfrcU"°Ac» wie sich dieselbe im Vorjahre beim Einlangen unserer A Gäste aus Böhme» glänzend -bewährt hat, zu bezeig"'^,,, werden daher alle Ncscher von Privatwohnungen cM sie gütigst bekanntzugeben, ob und welche Zahl von ^ ,,^c» bei sich unlcrbringcn werden können, und ob die 2M) ,^t"'>! ninnlgeltlich oder gegen Vergütung (mit Preisangabe) ^„z!>'' werden. — Die näheren Auskünfte werden ertheilt i» ^" <. t. ^ '"^t^»><"»"^ V"/ der «ssaibacher Zeitung», bei "'"^ ^V«?' Abonnement mit diesem Mona" ^ werden höflichst ersucht, die "eN" .l'" numeration »>,5l, '«««lose ,^ ^ l«^ 70 16925 - 60 >, ,88 ßg 1«9 — ö°° ^Milche -^.^ '"° - . ,04,7^ ,^.^ Veld wale b"/n Ttmescr »anat .... l0< 80 !L5 b« 5°/» ungaiischc...... l?<".»o 105 en Andere össcntl. Anlchen. Donau-Rcll.^'ose 5"/<> loo fl. , ll»',<, 120 2b blo. Anleihe 1»?«, stcutlftci ioe — in« ?n Nniehcn d. Stadlgemeindc Wicn 105 bo ivu — Nnlcyen b, Sladlgcmeinbc wicn (Silber »nd Void) .... —-— —'- Prämien Nnl.b.Stabtgem.Wlcn lc>i eo dto. in l>o „ „ «"/„ . 98 »0 !»'' Kto. Prämien.Schuldverschr.ZO/u 103.26 1N3 ?k Ocfi. Hvhothclcnbanl I0j. e>/,"/» l«i — — — Ocft.ung. « anl veil. 4'/,°/« - - loi-ül» 102 — blo. „ «°/, . , iou 8n ion 8l> blo. « <«/« . , l«,!)-30 100 uo Unss, alia, Vobcncredlt'Nclitiiges. i» Pest im I, l»!!« Verl. 5'/,"» — — —'— Prioritiits-Obligationen (für 10« si.) itllsabcthWeftbahn i. «tmilflon —'— — — ste»dinand«.Norbbahn in Silber wu'20 l00 80 manz-Ioscs-Bahn..... —'— —.— Galizischc Karl'kubwig'Vahn Em. l«8> »00 fl. S. 4'/,"/» . n,0 — loo 50 Ocslerr. Nordweftbahn . . . io«'<>) l0« 90 Sicbciibiilncr ......, —-. —-— Gelb Ware Staatsbahn >. Emission . . 19« — 20l> — Südbahn k 3°/„..... ,«,75 i4? 5l, « b 5"/<>..... iz<-. ll<-50 lwg.'galiz. «ahn..... 9«, «o 100 — Diverse Lose (per Cluck). Crcdillosc I0l» si. ... I83'b0 184 — «ilary'Vosc 4« fl..... 5u-zo _-— 4"/<> DollaU'Dampfsch. 100 fl. ,19,— ,»0'^- v>«l'>,cdrrPläm!en«Nnlch.lafl. »4 2» «4 7» Oscl,rr Lose .- z,l^" Ealll,.z,'rs>: 40 fl..... ^4.75 «5-5« Kt'Gcnois.Lose 40 sl. . . g«-»c e? - Waldsiein-^osc 20 sl. . . . <,._ _ - Wind!lchgräh,i,0 «b,!cr. «lrdt.Nnft. f, Hanb.u.G.ie« fl. Ll« 80 «l» " Lrcbitbanl, «llg, U»g. 200 sl, 30«'— »0«^0 Drftosilcnb>,nl, «N,1, 2<»0 fl. . i^4 — 18«'^ mp.->!d., Kst,20U si.2b'>/nE. ««'— »7— pänderb,, öfl. 200 fl. G. 50"/„ E. ,3» »» «34 ?0 Oestcrr..ung. Vanl .... «7, — u?« - Unionbanl »00 fl..... «13'50 214— il!erlebr«banl', «ll«,. 140 fl. . ,52— 152'bl> Geld Wait Actis« von Transport-Unternehmungen. (per etüll). Tllbrcchl-Vahn 20« fl. Silber . — — — — Nlföld-ssium.Vahn 200 sl. Gilb . 183 — 182 50 «llssia-Tcpl. «iisent'. l00fl, «iVt. —'— - — Uödm, Noltbahn 1^1 fl, . . . 137 75 188 — „ Weftbahn 20» fl. . . .-------— — i'uschlichrad« «00 fl. . 288 — 289 — Dona» -^ Dampfschiffahlt» ° Ves. Ocstcrr. 500 sl. e»bl>lhel. — — —— „ ei»b,.lir,lil,(t, i8?»2vufl,S. —-- —— fferdMllnde.Norbl'. 1000 sl, LM. »475 »4eu Hra»».Ie!cs'Vabn A00 si, Silber —'— —-— «llnsliichcn'VarlscrlLisLNNsl.S. —— —- G«l!z.»l>rI.vudw>g-A.i!!>u — itaschau.Od>hn 200 sl. Silber . i»»-«5 19« bu Siebenbtiracr Eiscnb. 200 fl. . — — — — Olaatseisenbahn 200 sl, ö. w. . »l5'50 l5b — Sllbbahn »on sl. Vilber . . .111 7» 1,2 »5 Süd.«orbb,.Äerb.,«.200fl.LM. lb5,?b ,5« ,z Iramwah.^cs,, Wr, 170 sl, ö. w. l»7 75 ,»» — wr„ neu »no fl, — — —— Tran«porl°GeseU!chlls< I«, fl. . — — — ^. Ung,'»,Iiz. Eisenb.200 fl, SNber I7l l>o 172 no Ung. »iordoftbahn l!00 fl. E llber 1«» 25 IS2 7» Ung,wcstb.(i»llat»Grllz)200sl.S. 170 75 171.50 Iuollstrie-Actien (Per Stillt). Vgydi und Kwbbtra, «tisen» unb Stahl'Int, in wicn 100 sl. . — — —>— liisenbahnw't'cibg I, 80 fl,40«/<, 9« — 9<— „«tlbemiihl", Papiers, u. V,,G. »5-- 0« — V