^ s» Sonntag den 6. August i»7S XV. Jahrgang. vt« .«artiugn ^""°»- s°' .??'d'»»! jl°n,iährt» S fl.. haldjähri- » fl., «ieikIMl« 1 fl. b0 k»! flr öiiflellii», monatlich 10 kr. — mit Postversendung: ganziShrig 8 fl., halbjahrig 4 fl., vierteljährig 2 fl. Jnsertionsgebühr 8 kr. pr. Seile. Kritgsgtfaagtlir Türkrn in Wksterrrich? Marburg, ö. August. Im Kampfe zwischen Montenegrinern und türkischen Soldaten wurden kürzlich elf der letzteren von ihren Besiegern gefangen. Da es in den schwarzen Bergen an Mitteln fehlt, solche Leute zu ernähren, so wären diese zusammen gehauen worden, hätte Oesterreich sich nicht er-larmt. Jetzt befinden sich diese Türken, deren Zahl seither vermehrt wnrden, zu Klc'gensürt uld werden dort liewacht und verpflegt. Gegen eine solche Neuerung i,n Völkerrechte müffen wir uns verwahren — grundsetz-ich und aus finanziellen Rücksichten. Wir leben nnt der Türkei weder iin Kriege, noch haben ihre Kämpfer auf unser Gebiet sich gerettet. Für Oesterreich sind die Türken in Klagenfurt weder Kriegsgefangene noch militä-rifch.politische Flüchtlinge und haben wir daher völkerrechtlich keine Verpflichtung, dieselben aufzunehmen. Finanziell sind wir auch nicht in der Lage, hier Großmuth und Gastfreundschaft üben zu können; auf Rechnung aber solche Geschäfte zu besorgen, ist nicht empfehlei^swerth, da von Seiten der Tllrkei Ersatz der Auslagen kaum gehofft werden darf — abgeset^en von der Frage, wie wir zu der Ehre »uld Mühe komlnen, der hohen Pforte als Kostgeber und Polizeiwächter zu dienen. Oesterreich, welches die Moiltenegriner als kriegsührende Partei anerkannt, mlis, diese auch an die entsprechende»» Pflichten erinilern. Oesterreich muß serner der Pflicht gegen ich selbst nl^d seine Staatskasse gedenken. Wir begreifen, daß Oesterreich jene Türken vor de»n icheren Tode gerettet, wer al'er zwingt uns, )iese „KriegSgefangeneil" zu behalten? Warum hat Oesterreich dieselben nicht sofort vom nächsten Hafstl DalmatienS nach dem nächsten tür-kifchen Kriegsschiffe oder Seehafen gebracht mit dem Rathe, sie während des jetzigen Krieges nie mehr gegen Montenegro zu verwenden? Und warum entschließen wir uns heute nicht zu dieser HeimlieserungD Alschilkrn oder nicht btschickco? Die Frage, betreffend die Betheiligung an der Pariser Weltausstellung im Jahre 1878 wird auch in Deutschland als dringlich erkannt. Wie man zu Berlin über diesen Wettbewerli denkt, ersehen wir aus folgender Original-Korrespondettz der „Deutschen Zeitung": „Eine in der Zeit der konstitiltionellell Lehrjahre oftmals von den politische!» Führern aufgeworfene Frage drängt sich heute auf wirth-schaftlichenl Gebiete in den Vordergrund. Frankreich hat eine Weltausstellung ausgefchrieben, hat das Jahr 1878 dafür bestinlmt und erklärt, durch die Verpfändung feines Wortes an der von allen Seiten gewünschten Hinausschiebung des Termines verhindert zu sein. Wem gegenüber Frankreich sein Wort verpfändet habe, der eS von der Verpflichtul»g nicht freisprechen wolleDas kann uns ziemlich gleich-giltig sein. Thalsache ist, daß Frankreich die Ausstellung in Paris iin Jahre 1878 auf jeden Fall habei, will, daß es glaubt, dieselbe, und zwar nicht später, haben zu müssen; Thatsache ist es ferner, daß das AnSlaitd zum groben Theile gegen eine aberntalige Weltausstellung ist lind vor Allem den dezeichneten Zeitpunkt fiir rnel zn friili ansieht. Was ist iinl» zn thui»? Hierzulande herrscht die Ansicht entschieden vor, daß es den Beschickungslustigen überlassen werden müsse, in Paris auf dem Kampfplatze zu erscheineil, daß aber Preußen, der Staat als solcher, sich nicht betheiligen solle. Das Einfachste wäre nun, eine dahin lautende Erklärung nach Paris gelangen zu lassen. Aber man scheut bei uns bekanntlich Alles, was als ein Akt der Feindseligkeit, der Rancune gegen Frankreich aufgefaßt werden kötmte; nnd wenn die preußifche Regierung in jenem Sinne allein vor- oder voranginge, würde die gefürchte Delitung nicht ausbleiben. Unter diesen Verhältniffen war es von Wichtigkeit, die Stimmung ill SiWdeutfchland und Oesterreich kennen zu lernen. Die Ausstel-lnng in Miinchen, seit langer Zeit die erste dentsche AtlSstellung im vollen Sinne des Wortes, hat dazu Gelegenheit gegeben. Künstler, Industrielle, Knustgelehrte, Lehrer aus allen Theilen Deutschlands nnd Oesterreichs trafen in Mttltchen zusammen und tauschten ihre Ail-sichten und Wünsche aus, uild es ist zu hoffen, daß mancher in solchen freien Besprechungen aufgetauchter Gedanke Gestalt gewinnen und Früchte bringen werde. Die Kutlst-Jndnstrie vefiltdet sich ja in der gleichen Lage in Nord-und Süddeutfchlatld und in Oesterreich; sie verfolgt die gleichen Ziele auf den nämlichen Wegen u'ld hat übercill die ganze Kraft aufzubieten, utn nicht von der übermächtigen fran-zösijcheil Konkurrenz erdrückt zu werden. Sie bedarf der Ruhe und des Schutzes, um zu erstarken, sie bedarf der Atlerkeitttung und Pflege in der Heinmt. Die wirthfchaftliche Krisis lastet auf ihr, an dem eitlen Orte ivelliger schwer als ani andern, aber überall höchst bedenklich. Sie kann bedentenden Nutzen ziehen von Aus-stellttngen wie die Münchener, welche geeigllet Ii e u i r r e t o n. A«» dt« lehttll Allllldc« riaer Monarchie. Bon Johanne» Scherr. (Aortsetzmlg.) „Ja", antworten zwei oder drei Stilnlnen zögernd. „Nein!" ruft eine ganze Menge uilgestüm. Darauf Louis Philipp : „Wenn also die Tuilerien unhaltbar, will ich kein nitnützes lutvergießeil. Ich danke ab." Bei der Wiederholung dieses Wortes er-cheiltt der Marschall G^rard auf der Schwelle )es Kabinets. Die Königin eilt ihm entgege»': ,Mein lieber Marschall, retten Sie uilS! Stei-M Sie zu Pferde!" Der alte Krieger neigt ich gehorsam. Er soll dem Volke die Thron-^'ntsagung Louis Philipp'« verkündigen und sas Gewicht dieser versöhnenden Konzession )urch seine Persönlichkeit verstärken. Zu spät! Alles lmd Alles zu spät! Man setzt den durch Alter. Kummer n,»d Krankheit gebrochenen Eroberer der Citadelle »on Antlverpen drunten am Paiastthor auf in Pferd, giebt ihm eilten grülleil Zweig in die Hand nnd läßt ihn der herangrollenden Re-voliltion als Friedensboten entgegenreiten. Er gelangt voin Ttlilerienhof aus den Karrottsel-platz, als einenl Begleiter, dem Deputirten Lacrosse, einfällt, es wäre doch iliohl besser, wenn der Marschall dein Volke tine sörnilche Abdan^ knngSttrkunde entgegenhalte»» köitnte. Herr La crosse eilt in das königliche Kabinet zurück u»ld theilt sein A»»liegen dein jüngsten Sohne Louis Philipp's init. Montpensier legt ein Blatt Papier ans den iil der Mitte des Zimmers ftehen-dell Schreibtisch u»ld sagt zn seinein Vater: „Sire, Sie mitsseu Ihre Throne»ltsagung unterzeichnen." Der König steht ans »lnd geht langsain zu deln Schreibtisch, vor welcheil sein Sohn einen Stuhl hinstellt. Da inacht die Königin noch eine» Versuch der Gegenwehr, indeni sie ihrein Gemahl nm den Hals fällt ntit denl AnSrnse: „Schreiben Sie nicht, Lire, schreiben Sie nicht! Weichen Sie einer Emeute nicht! Man will Ihnen bange machen!" Der alte Mann hält inne. aber Montpensier zeigt »nit einer Gebehrde der Ungeduld auf das Blatt Papier. „Wohlan, da mau es will . . . ." sagt der König, setzt sich an den Schreibtisch nnd beginnt langsatn zn schreil)en. „Beeilen Sie sich, Sire", sagte eine Stimme, tnan iveiß nicht weffeil, „schon wird ans deln Karrouselplatze geschossen." Das ist dem alten Maiule doch zu viel. Er blickt aus, forscht mit einein Blicke der Ent-rüstung nach de»n Sprecher nnd entgegnet: ,Man tvird inir wohl Zeit lassen. Komine, was da wollte, ich kann nicht schileller lnachen." llnd er schrieb mit große»» Buchstabe» i»» laug-sainen Zügen: „Ich e»ltsage der Kro»»e, welche zu tragen die Stitnlne der Nation mich berief, zu Gunsten des Grasen von Paris. Möge er die große ihin l)eute zufallende Ausgabe lösen!" ostto eomonuk, voix uat-ionkls in'a.v».it ü, poi'tvr, vv t^v.veur cls inou le eomt.« clö I^ui88s»t^'i! l'vus» 311- la lui eelwit au- ^ciurä'l^m!) Am 24. Februar l8^8. Louis Philipp." Man sieht, er übereilte sich nicht; er nah»n sich Zeit, einen dunune Schreibfehler statt Äppelv zu begelien. Nachdein der König die Urkuude aufgesetzt u,id unterzeichnet l)atte, las er sie halblaut vor. Die Königin umaruite il)n »nit leideiifchaft-licher Zärtlichkeit und sagte: „Füge lsinzn, daß Du wünschest, Deii» Enkel inöge Dir gleichen. Den»», Messieurs, der König ist doch ein redlicherer Man»» als Ihr Alle." Und sie hä»»gte sind, im Lande selbst die Erkenntniß zu verbreiten, daß man nicht bloS vorwärts strebt, sondern auch fortschreitet. Aber was sie nicht brauchen kann, das sind die großen, einander in kurzen Fristen folgenden Ausstellungen wie die Pariser, welche jahrelange kostspielige Vor« bereitungen erfordern und diese nieipals vergüten. Dazu hat unsere Industrie — vorläufig — weder Zeit noch Geld. So ungefähr haben sich alle Fachleute ausgesprochen. Noch mehr. Die Anwesenheit des österreichischen Handelsministers in München verschaffte einigen hiesigen Persönlichkeiten die erwünschte Gelegenheit, eine Aeußerung Gr. Excellenz über diesen Punkt zu erbitten; und zu ihrer großen Genugthuung vernehmen sie, daß auch die österreichische Regierung keines-wegs geneigt sei, von staatSwegen das Ausstel-lungs-Projekt zu favorisiren, daß sie aber der Industrie selbst die Entscheidung anheimgebe. Da die Auffassung der Sachlage in Wien und Berlin eine derartig konforme ist, kann eine Verständigung der beiderseitigen Regierungen kaum auf Hinderniffe stoßen. Wenn nach dem entschiedene!» Zurückweisen der Vertagungs-Jdee das Deutsche Reich und Oesterreich die identische Erklärung abgeben, daß sie in All-betracht der Kürze der Zeit und der bedrängten Lage der Industrie eine offizielle Betheiligung an der Pariser Ausstellung nicht für angemessen erachten, so schwindet Frankreich gegenüber jeder Schein einer Animosität, den Ländern werden viele Millionen erspart und wohl ebensoviele Millionen den einzelnen Industriellen und Gewerbsleuten, welche eben nur beschicken würden, wenn das Land selbst sich betheiligte. Es ist überdies sehr wahrscheinlich, daß verschiedene kleinere Staaten, welche sich in der gleichen Lage befinden, aber nicht selbständig vorgehen lnögen, dem Beispiele der beiden Großmächte folgen würden. Inwiefern die Ausstellung in Paris dadurch geschädigt würde, das ist natürlich nicht unsere Sorge. Doch unterliegt es keinem Zweifel, daß immerhin ein großartiges, glänzendes Schau» spiel zu Stande kommen würde. Dazu hat Frankreich hinlänglich die Mittel und das Talent. Eines dürfen wir allerdings nicht außer Acht lassen. Franzosen und Franzosenfreunde werden höhnisch ausrllfen: „Seht da. sie fürchten sich, den Kampf mit uns aufzunehmen!" Wir aber vermögen darin nichts Ehrenrühriges zu erkennen. Ja, die Franzosen sind lins vielfach überlegen, das können und wollen wir nicht leugnen. Wir wissen, daß wir »nit unsern dieser Beleidigung noch die grolletlden Worte an: „Ihr habt jetzt, was Ihr gewollt; aber Ihr werdet es bereuen!" . . . Der entkönigte alte Mann sagte: „Da ist meine Abdankung; man bringe sie dem Marschall Gvrard." Nach einigem Zögern n^chm Herr Baudin das Papier und eilte damit dem Marschall nach. Zu spät! ... Es ist, als hörte man in dieser Tragödie vom 24. Febrliar 1648 einen äschyleischen Eumenidenchor das schicksalsschwere Wort hohnlachend immer und immer wieder anstimmen. Die Abdankungsurkunde war zur Stunde nur noch ein werthloser Papierfetzen, welcher nicht einmal in dle Hände des Marschalls Gs-rard gelangte, sondern unterwegs in denen des Republikaners Lagrange hängen blieb. Die Mission des Marschalls selbst that gar keine Wirkung. Im Begriffe, das letzte Hinderniß aus ihreln Wege zu den Tuilerien, das Cha teau d'Eau, nach mörderischem Kampfe zu be-wältigen, blieb die Revolution für alle vermittelnden Stimmen taub, wie das ja so hatte kommen müffen. Im Schlöffe hegte n»an kaum einen Zwei-sel, daß die Worte der Abdankungsurkunde wie sänstigendes Oel auf die Aufstandswogen träufeln wl-lrden. Auch die Regentschast der Herzogin von Orleans galt für selbstverständlich. Leistungen auf zahlreichen Gebieten nur diei Folie für die ihrigen abgeben würden. Das haben wir zu,n letztenmal 187Z erfahren und jetzt sind wir redlich bemüht, die Lehren von Wien zu verwerthen. Würde man ein Land darum der Feigheit beschuldigen, daß es nach einem unglücklichen Feldzuge die Reorganisation seiner Wehrkraft erst zu Ende führen will, be-vor es neuerdings das Schlachtenglück versucht? Wir scheuen ja nicht den Kampf überhaupt, nur laffe man uns Zeit zum Rüsten! Zur Geschichte ttes Tages. In Waidhofen an der Thaya ist gelegek,t-lich der Berichterstattung des Reichstags-Al'ge» ordneten Ritter von Schönerer an seine Wähler die u ngesch »nin kte Wahrheit gesagt und rückhaltlos die Lage dargestellt worden. Die Uuausführbarkeit der Delegationsverfassung, die maßlosen Forderungen für die Erhaltung des unverhältnißmäßig großen Heeres, das ewige Schuldenmachen,, die Unannehmbar-keit des Ausgleiches, die Personalunion und die Dringlichkeit, in unser ösfentliches Leben mehr sittlichen Ernst zu bringen . . . sind die wichtigsten Punkte dieser Darstellung, welche nicht blos den Beifall der dortigen Wähler gefunden hat, sondern auch gewiß auf die Zustimmung der übergroßen Volksmehrheit rechnen darf. Die Vorhut der Türken, welche in Serbien eingedrungen, besteht aus Tscherkeffen und Kurden. Diese Bestien sind weniger zu gebrauchen und zu fürchten im offenen Män-nerkainpfe, als vielmehr dort, wo es gilt, das Kind im Mutterleibe nicht zu schollen, öffellt-liche Gebällde, Wohnhäuser und Hütten in Braich zu stecken, Weingärten zu zerstören, Kornfelder und Wälder anzuzünden. Allah ist groß, Maholned ist sein Prophet und Murad V. der rechtlnäßige Nachfolger derselben. Der König von Griechenland hat keine Lust, sich mit den Türken zu schlagen lilrd zieht es vor, durch Englallds Vermittlung einige Vortheile zu ergattern. Die Befreiung der Ullterjochten ist Nebensache. Wenn nltr alle Griechen dies wüßten und wenn nur die slavischeil Kälnpser nicht auf ehrliche Theilnahine von diefer Seite rechlleten! Verimschte Nachrichten. (Neuseeland. Gedanken eines Wilden über den Bankerott.) Vom Sie selbst rief, verstört durch die Zornblicke ihrer Schwiegermutter und das feindselige Ge-bahren it)rer Schwägerinnen, weinend auS: „Großer Gott, welche Last! Ohne Stütze, ohne Beistaild . . . Verlaßt mich nicht!" . . . Es war 12 Uhr. als Herr Thiers auf den Karrouselplatz hinabging, um seinem „intimen Freunde" Bugeaud zu sagen, wie sich droben die Dinge entwickelt hatten. Der eisen-srvfferische Soldat, welcher wenige Stunden vorher seineln kleillem Freunde geschrieben hatte, daß sie Beide berufen seien, lnitsammen die Monarchie zu retten", schrie fluchelld: „So ist also Alles zuln Teufel!" Worauf der Allere: „Ja. lnan hat uns eben zu spät lierufen." Der Herzog von Nemours kam, dem Marschall das Kommando abzunehmen, was dieser widerwillig geschehen ließ. Der Prinz gab hierauf den Befehl, daß die Truppen den Karrouselplatz räulnen und sich in den Tuilerienhof zurückziehen sollten. Diese Beweguilg wurde ausgeführt uild hinter den abgezogenen Soldaten schlössen sich die Eisengitter des Palast-Hofes. Unterdessen gab es eine große Bewegung w den Korridoren und auf den Treppen des Schlosses: der Vollstrom der Rattenauswanderung ergoß sich. Die mit Macht grassirende Angst ließ Herren in Uniformen und Hofröcken » eil „Älobus" wird mitgetheilt, was sich die Ein-gebornen von Neuseeland unter Ball^Hjt denken. Ein Häuptling der Maori» ssll? Äalin von Intelligenz und in Geldangttegenheiten mit seinen beilachbarten Pakehas (Weißen) sehr gewissenhaft, verlor kürzlich 40 Pfd. St. bei eillem Weißen, der sich bailkerott erklärt hatte. Er erzählte befreulldeten Häuptlingen, daß er sein Geld bei einem Pakeha verloren, welcher pavlcarapu ^bttukrupt) geworden. Auf die Frage, was „pavkarapu" bedeute, gab er folgende Erklärung: „Ein Pakeha, der „paoka-rapu" werden will, fängt ein Geschäft an und verschafft sich ohne Zahlung eine Menge Maaren. Er macht dann möglichst viel Geld-damus,. vielleicht 2000 Pfd. St.,' und bringt es sicher beifeite, lmt Ausnahme von 5 Pfd. St. Mit diesen 5 Pf. St. ,geht er zlnn Richter und erklärt, er wolle pKciarapu lverden. Der Richter entgegnet, >es thue ihm'zlvar leid, aber es müsse geschehen. Er rust hierauf alle Advokaten zusalnmen, sowie alle Leute, welchen dsr Pa« teha schuldet, und spricht: „Dieser Mann ist „pavIcArapü"; alleill er will euch Alli^S geben^i was er hat, und darum hat' er mich gebetttt, diese ö Psd. St. unter euch zu vertheilen.k' Der Richter giebt dann den Advokaten 4 Pfd. St., worauf der?ael!srapu-Pakeha ruhig nach Hause geyt." ... (England und da» Menschenrecht.) Die „Bromberger Zeitung" bringt nachstehendes Gedicht über die Politik Englands: Geehrter Haupthumanitäter, Du lnenschenrechtlich Albion, Wo Menschenliebe seit der Väter Urzeiten erbte auf den Sohn. Der Du die Bibel zahv^oS jährlich Ausschüttest über'n Erdenkreis, Du bist uns Allen hochverehrlich. Du großbritann'scher Meeresgreis. Du «lachst den Sklaven frei und freier. Du grämst Dich, wie'S den Kaffern geht, Den Menschenfresser Dahomeyer Lehrst schließlich Du Hulnanität. Doch wie die Moslelnin auch rauben, Wie sie die Christenköpfe mäh'n. Du alter Meergreis kannst'« nicht glauben. Du sagst. Du hast es nicht geseh'n. Wie dort der Mordtanz wird getrieben. Wie dort die Feuerzeichen weh'n: „Der „Elliot" hat nichts geschriebell, — Und folglich ist auch nichts gescheh'n." und Dalnen in Seidenroben urd Salnmetmän-teln schaarenweise davongehen, Bestürzung auf deil Gesichterll und auf den Lippen den llicht mehr verhaltenen Angstruf: „Alles ist verloren!" So hatte sich die Menge auch im könig« lichen Kablnet beträchtlich gelichtet, ajs die Botschaft dahin gelangte, daß die Sendung des Marschalls Gsrard vollständig gescheitert und der General Lamoricsre vom Volke znm Ge-fallgenen geillacht worden sei In demselben Augenblicke Schüssegeknatter auf dem Karrouselplatz, wohin die Älsurrektioll bereis ihre Plänk-ler vorgesandt hatte. Diese sahen einen Zug königlicher Reisswagen, welche man auf den Fall einer Flucht hin aus den Ställen in der Rue Saint-TholnaS du Louvre herbeibefohlen, über den Platz fahrel,, schössen darauf tödteten einen Vorreiter, sowie mehrere Pferde, und zwangen die Wagen zur Umkehr »lach den Remisen. Das Knattern dieser Schüsse macht die Prinzessinnen Schreckensschreie allSstoßen. Louis Philipp schnellt in höchster Unruhe aus seinem Fauteuil empor. (Kortsepung folgt.) Betrachtet ste doch, die John Buller, Ob Ihr beff're Leute trefft, . Kein Ehrjfl ist, deuf ich, dssutiiuller, Nur muß es passen in's Geschäft! (Zur Geschichte derMenschheit. T he o,l o gie oderWissenschaft?)Di? Frei,l^amer-Loge witis- in Paris geht mit dem Plane um, eine höhere Lehran» stalt ftir positive^ Wissenschaften zu gründen. Beim Festmahle dieser Loge am' 30., Juli wurde ein Zuschrift F. Litre's vorgelesen, wel^ cher durch Krankheit an der Theilnahme verhindert war, in diesem Briefe sagt der berühmte Denker unter Anderem: Die Zeiten sind fortgeschritten. Sie bringen fast überall und namentlich in unserm emanizipirten Lande eine Erneurung des Kampses um die endgiltige Richtung mit, welche den Gesellschaften gegeben werden soll. Wird diese Richtung theologischer oder wissenschaftlicher Art sein? Dies ist die große Streitfrage. Niemals hatte die Geschichte der Menschheit eine so wichtige, so erhabene und so folgenschwere auszuweisen. Alle Diejenigen, welche einen offenen Sinn sttr die Dinge der Gegenwart. halben, betheiligen sich nach dem Maße ihrer Kräfte daran. Wie viele Pläne steigen in mir auf, deren Durchführung, wenn ich noch im Alter geschäftigen Schaffen« stünde, gewiß in der Phase, die wir gegenwärtig durchmachen, sehr gelegen und erwünscht käme! Ich hebe unter manchen andern den einer Weltgeschichte hervor, die nach der Methode der positiven Philosophie und den Lehren der Soziologie versaßt sein müßte und deren allgemeine Anlage, Eiutheilung und Zusammenhang mich oft beschäftigt haben. Aber wir sind gezwungen, das aufzugebe»», was uns aufgibt, und dürfen nicht Lasten aufheben, die unsern schwachen Händen entschlüpfen würden. Eines der wirksamsten Mittel, die Geister umzubilden und sie sicher auf die Bahn des Fortschrittes zu lenken, besteht darin, der Jugend ein« positive Erziehung zu gehen. Dadurch werden viele Meinungsverschiedenheiten, die uns als ein Hinder-niß entgegentreten, gehoben werden. Unsere Gegner haben das Bedürfniß gefühlt, alle ihre Kräfte in einem Syllabus zu vereinigen. Laßt uns ihr Beispiel besolgen, indem auch wir unsern Syllabus haben, der da ist die positive Wissenschaft und — auf sie gegrüildet — die positive Erziehung. Glauben ist ihr Mittel, beweisen das unsrige. Die Geschichte legt schon lange Zeugniß dafür ab, daß, je mehr auf wissenschaftlichem Wege dargethan wird, desto weniger die Welt in theologischer Richtung glaubt. Angesichts dieser Aussichten, die sich vor uns eröffnen und alle thätigeil Geister und edlen Herzen zum Wirken auslnunlern. und indem ich nicht länger bedauern will, daß ich nicht mehr den Streitenden beigezählt bin, schließe ich mich mit innigster Befriedigung des Herzens und »^^erstandes so vielen jungen Nachfolgern an, die arbeiten werden, wie wir gearbeitet haben, und Besseres und mehr zu Stande bringen werden. Wie die Individuen, so haben auch die Generationen ihre Aufgabe. Möge jedes Individuum in seinem Wirkuttgs-kreife davon überzeugt sein und jede Generation wird die Leistung vollbringen, welche ihr zuge» sallen ist. (Italien. — Güter der todten Hand. Seit Oktober l867, in welchem Monat Italien bekanntlich mit dem Verkaufe der Kirchengüter begonnen, bis l. v. M. wurden solche Güter im Werthe von Sil Millionen Lire veräußert. (W e ch s elv e rk eh r. Protestauf-nahme durch die Post.) Jn^ Belgien ist seit dem !6.Mai l. I. ein Gesetz in Kraft, betreffend die Einziehung von Handelspapieren durch die Post und wesentlich der in Deutsch-land bestehenden Einrichtung der Postaufträge nachgebildet Der „Reichsanzeiger" knüpft folgende Bemerkungen daran: „In einem nicht unwichtigen Punkte unterscheidet sich das belgische Gesetz von dem deutschen Verfahren. Wäh- rend bei uns die Post die ihr zur Einziehung mittelst Post-Auftrages übergebenen Wechsel bei ausbleibender Zahlung an den Notar oder an das Gericht zur Protesterhebung abgibt, trifft das erwähnte belgische Gesetz die Bestimmung, daß an Orten, wo keine zur Protej^aufnahme befugte Person oder Behörde ihren Sitz hat, der Protest wegen Mangels an Zahlung unmittelbar durch die Postbeamten selbst aufge-.nommen wird. Letztere führen zu diesem BeHufe einfache Formulare bei sich, die nach entsprechender Ansfülllmg dem Wechsel als Allonge angeklebt werden. Die von der. Post für die Protest'Aufnahme erhobenen Gebilhren sind nur gering, so daß sich die Kosten eines Protestes, einschließlich des Stempels und einer dem Postbeamten zustehenden geringen Vergiitung, auf ungefähr drei Franks belaufen. Diefes einfache Verfahren erleichtert die rechtzeitige Protesterhebung an entlegenen Orten erheblich und führt zugleich die bei Wechseln auf Nebenplätze oft unverhältnißmäßig hohen Protestkosten auf das richtige Maß zurück." Zttarkur,ier Berichte. (Marburg er Sparkasse.) Im Monate Juli wurden von 596 Parteien eingelegt 136.384 fl 8 kr. und von 948 Parteien herausgenommen 145.227 fl. 24 kr. ^ Darleihen wurden auf Hypothek pr. 1400 fl. und 5 Vorfchüsse auf Wertheffekten pr. 5060 fl. gegeben. 56 Wechsel wurden im Betrage pr. 61.557 fl. 30 kr. eskomptirt und 76 Wechsel im Betrage pr. 61.159 fl. 15 kr. eingelöst. (B e z i r k s v e r t r e t n n g St. Leonhard.) Die neugewählte Bezirksvertretung St. Leonhard hat sich am 27. Jnli konstituirt und den Bezirksrichter Herrn Jos. Morak zum Obmann gewählt. (Friedhof-Frage in Cilli.) Auch Cilli hat feine Friedhoffrage und befand sich unter den Gegenständen für die letzte Sitzung des dortigen Gemeinderathes folgender: Ueber-legung des Friedhofes. Ermittlnng eines geeigneten Platzes und Feststellullg einer Beerdigungs» Vorschrift. (Einbrnch.) Beim Grundbesitzer Philipp Ferlan zu St. Johann, Gerichtsbezirk Arnfels, haben am 21. v. M. gegen Mitternacht meh-rere Gauner eingebrochen und Kleider im Wer« the von 2l7 fl. gestohlen. (Verunglückt.) Im Kalkstein Bruche zu Buchberg wurden zwei Arbeiter (Gregor Pegl und Johann Potoko) von einer stürzenden Masse erdrückt und waren alle Rettungsversuche fruchtlos. (U ntersteirische Bäde r.) In Nen-hans bei C'lli sind bislier 376 Parteien mit 721 Personen zum Kurgebrauche angekommen. (W a l d h o rn - Q u a r t e t t.) Am Donnerstag und Freitag Abends ließ sich in der Götz'schen Sommerhalle das Waldhorn-Quartett des Hofopern-Orchesters von Wien hören. Seit die beiden Absenger beim steiermarkischen San-gerfeste im Jahre 1368 mit ihren Waldhornklängen sich produzirt, ist den Marburgern ein solcher Kunstgenuß nicht mehr zu Theil geworden. Das Programm — 16 Nummern stark — wurde meisterhaft durchgeführt und kargte das gewählte Publikum wahrlich nicht mit seinem Beifalle. Am Donnerstag waren über siebenhundert Personen erschienen, an» Freitag einhundert und fünfzig. Die verhältnißmäßige Schwäche des zweiten Besuches vermögen wir uns leicht zu erklären: ein und dassebe Programm an zwei Abenden nach einander für dasselbe Publikum zieht nur in größeren Städten. <^S ch w u r g e r i ch t) Für die nächste Sitzung des Cillier Schwurgerichtes wurde als Vorsitzender Herr Johann Heinricher, Präsident des dortigen Kreisgerichtes berufen; Stellvertreter sind die Herren Landesgerichtsräthe Peter Lewitschnig und Edmund Schrei v. Redlwerth. Letzte Post. All» VIvnnier» Ii, Si»b»nbar«,» »»» ,ur d»r»arp,th.npiiff< wvrden. » Di- Kapitulation Movkhtar Pascha'« »u ^rediuie bevorftehea. Nach fieb,»ständig?« Kampfe ist den Serben gelungen, die Türken eine Meile wezt zurüiLjnwerfen. Da« verschanzte Lager bei Nifch ist von den Serben erobert worden. ^ Verhandlungen zwischen Rußland betreffend die Vermittlung in der Türkei, find gescheitert. Eingesandt Die freiwillige Feuerwehr von St. Leonhardt hat es nicht nöthig, Uebungen zu veranstalte»», da sie bei de»» viele»; im Orte und in der Umgebung vorkom»nenden Bränden hinlänglich Gelegenheit findet, sich ernstlich zu üben. ES vergeht kaum eine Woche, ohne daß dieselbe d»»rch Feuerlärm zur Thätigkeit aufgerufen wird. Wie ersprießlich die letztere ist und welch' großen Anspruch aus Dank sich die Feuerwehr wieder erworben hat, zeigt' der in der Nacht vom 2. auf den 3. August d. I. ausgebrochene Brand. Um 1 Uhr Nachts stand das Stall- und WirthfchaftSgebäude der Frau Antonia Leferer in wenigen Augenblicken in vollen Flam»nen; einige Schritte hievon entfernt, befindet sich das zweite »int Stroh gedeckte Stallgebäude derselben Besitzerin und noch näher auf der entgegengesetzten Seite stehen die erst vor kurzem vom Brandunglücke heimgesuchten Wol)n-und WirthschaftSgebäude des Johann Polanez. Die herrfchende Windrichtung brachte besonders für letztern die größte Gefahr mit sich und in der That hatte der Funkenregen bereits die Balken des Dachstuhles gli»n!nen gemacht. Da, wenige Minuten nach Entdeckung des Feuers, erschien auch schon unsere wackere Feuerwehr auf dem Platze, und ihrer unermüdlichen Anstrengung gelang es, den Braild zu lokalisiren, die schwer bedrohten Nebengebäude zu retten und dadurch einen großen Theil des Marktes vor unersägttchem Schaden zu bewahren. Man fühlt sich daher angenehm verpflichtet, der freiwillige»» Feuer»vehr von St. Leonhardt auch für das rasche Eii?schreiten und die ulnsichtige Thätigkeit bei diesem Brani^e den wärlnsten Dank auszusprechen. St. Leonhardt, 3. August 1876. Mehrere Bürger. Weseda.Levkoje erliegt Brief restauts unter den Anfangsbuch< staben Ihres Vor- und Zuna»nenS._,f927 Lokal-Verülldtnug. Ich U"terzeichneter zeige ein?« fteehrten l^. ?. Publikum und meinen geehrten Kunden ergkbenst an. daß sich meine Bairerei-Ziliale seit 1. August im Hause der Frau Tauchma««, obere Herrengaffe befindet, danke zugleich für das mir bisher geschenkte Vertrauen und werde stltS bkmüiit sein, das geehrte ?. I'. Publikum und meine qeehrten Kunden mit feinem, ge-schml^ckoollen Gebäck zufriedenzustellen ; auch sind daselbst alle Sorten ZVitbalk stets vorrathig. Um geneigte Abi,ahme bittet achlungsvoll 916) Lujttsbäcker Schwimmschule i n St. M a g d a l e n l,. Der Schwimmunterricht für Dame» wird von heute an täglich Vormittag von 8 bis 19 Uhr stattfinden. (910 Mal bürg, 1. Augtlst 1876._ Das Haus Nr. 147 an der Franz Josef-Straße, sehr geeignet für ein Gasthaus, ist zu verkaufen. Auskunft dorlfelbst. (92b Auszug aus dem Beobachtungsregister der meteorologischen Beobachtungsstation Weinbauschule Marburg. L s 's 187« Jttli 29. 30. 31. Aug. 1. 2. 3. 4. Temperatur nach Celsius 7 Uhr 2 Uhr 9 Uhr 18 4 16'g 17-2 180 19 0 19-6 21 8 29 0 24 0 2b 6 27-6 24-9 28-0 29-6 17 6 13-6 20 2 196 21-6 19-4 20-6 M Luftdruck in Millimetern TageSmittel fteuch. tigkeit in Pro centen .736.2 74ö'2 739 3 737-5 738-8 737-6 7402 74 72 71 74 80 81 67 Bewölkung 7 Uhr l 2 Uhr 9 Uhr heiter heiter bewölkt halb bew. heiter jalt» bew. alb bew. leiter ttl. Temperatur im Juli: 19-5° Mittl. Lu ganz bew. heiter bemölkt fast heiter heiter tdruck: 738 6°«'' Wasserstand am Pegel der Morburger Draubrücke in Metern 1 70 ober 1 50 „ 1.50 „ 1-60 „ 160 „ 190 „ 1 90 .. Null. Am 29. Juli. Abends Gewitter: 7 8'"'« Niederschlag. Am 3. August. Nachm. Gewitter: 0-6'""» Kundmachung. Bei dem Eintritte der Erntezeit beehrt sich der Unterzeichnete die Herren Landwirthe höflichst aufmerksam zn machen, daß die k. k. priv. wechselseitige BrandschadeN'Berstcherungs'Anstalt in Graz nebst der Verstcherung aller Ein« richtungsMcke, Maschinen, Vieh ». auch die Verstcherung der Feld- und Wiesenfrüchte gegen Brandschaden übernimmt und empfiehlt sich derselbe zur dies-fälligen GeschäftSvermittluiig unter den günstigsten Bedingungen. (9Zl Diflrikts-Kommissariat drr k. k. priv. wtchstlftitigra Krandschadtv-Vtrfichtraig,- Avftatt ;i» Marbarg im Monate Juli 1876. _._Wilhelm Hrauda, Distrikts-Kommissär. s Ä vvi'Kvi'üektvi' 8ommki^-8Ai8oii AlßtlliKV öerren» ^ kerren-^NLÜKv.....von ö.^. ü. 14. „ „ >Va8oI>stotk . „ „11. kertix »m I.»evr — Kkuser Veterauell-^ULUK ö.>V. ü. 14 — empfiehlt 8elieilil'z lileiilerliüiiilliiiix i« Hüsblirz. L es S (857« S Nr. 272. Kundmachung. (928 Zufolge Erlasses deS Herm Ministers für Kultus und Unterricht vom 20. August 1870 Nr. 7648' und Verordnung des t. k. stcierm. LandcSschulratheS vom 14. September 1870 Z. 1508 hllt der Ortsschulrath alljährlich die Ailfzkichnung (Conscription) aller im schulpflich. tigen Aller (von 6—14 Jl^hren) stehendm Kinder des Schulspret^gels oljneUnterschied der Konfession und Heimatsbkrkchtigung und zivar nach den cingcschulten Ortschaften von HauS zu HtiuS vorzunehmen und in die Schulmatrik einzutragen. Eine genaue Aufzeichnung aller im schulpflichtige Alter stehenocu Kinder und eine rich-tige Zusammenstellung der Matriken ist nur dann möglich, ivenn der OrtSschulrath aus die Bcreii-tvilligkcit und Geivissenliaftigkeit der Eltern und Vormünder hiebei rechne« darf. Es werden daher sammtlichc Haui'liesiK^r, Hausbesorger und Wohnparteier» höflichst ersucht, dem mit Losung dieser umfassenden Ul,d wich-tigen Aufgabe betrauten Organe die größtmöglichste Unterstützung ^ Theil werden zu lasien. Stadtschulrath Marburg am 19. Juli 1876. Der Vorsitzende: Dr. M. Reise r. ai», in fflarlkui'V Für den vom 17. bis 24. Sepkember d. I. in Marburg abzuhaltenden Weinmarkt werden zur Verabreichung dcr Weinproben an daS Publikum und Verrechnung der dafür eingehendcn Beträge verläßliche Männer gesucht. Jene, welche die BesoigUlig dieses Geschäftes gegen ein ent-sprech ndeS Taggeld zu übernehmen geneigt sind, wollen sich bis Ende August bei der AusstellungS-Kommission melden. ^915 Marburg am 2. August 1876. Dr. Mullv. Brandl's Fleischerei Herrengaffe empfiehlt sich den ?. I.Kunden mit dem besten Mastochsenfleisch. 929 Geschäfts-Eröffnung. Ich erlaube mir hiemit ergebenst anzuzeigen, daß ich in der Magdalena-Vorstadt, Macher-sches HauS, ein Irifeur- und ^afirgeschäst eröffnet habe und auch alle Gattungen Haararbeiten zu den billigsten Preisen verfertige. 920 Hochachtungsvoll _ Fr. Hirschmann. Im Hotel Irrkorioe ^oluuill wird velitOp der Liter zu SS kr. sowohl in der Restauration als über die Gasse ausgeschenkt._(876 Dresth-Maschinesl flir Hand- und Göpelbetrieb, ivelche ihrer lliiübertresslichen Leistungsfähigkeit und soliden Bauart wegen im Jahre 1375 mit 10 silbernen und anderen PreiSmedaillen an», gezeichnet wurden, schon in ö4,00(> Exemplaren über alle Länder Europas verbreitet sind, liefern mit wesentlichen Verbesserungen zu bedeutend ermäßigten Preisen sranco Bahnsr. unter Garantie und Probezeit. Preis einer Hand-Dreschmaschine fl. l00 sranco Wim. Solide Agenten erwiinscht, wo wir noch nicht ver-treten sind. I'I». tl» «k v«i»p, Maschiiieiifabril, Frlioksurt a. M. Gi« junges a«ftändigeA Mädchen findet sofort Aufnahme. 934 Anftage im Comptoir d. Vl._ Zu vermietheu: Wohnungen, 1 Keller, Stall und Remise: Kliiserstrnße Nr. 190. (826 Mit einer Beilige. Hospitallteows für Obst- «nd Traubensortenkunde, Sommerbehandlung der Obst- n.WeiN' gärten und Obstbenutzung. An der Landes-Obst- vnd Weinbauschule bei Marburg wird mit Genelimiguna des hohen LandesauSschuffeS vom 21. August bis 2. September l. I. ein Hospitantenkurs für Obst- und Traubensortenkunde, Gommerbehandlnng der Obstbäume und Reben und Obstbenütznng abgehalten lverden. Die Aufnahme in diesen Hospitantenkurs geschieht über mündliche oder schriftliche Anmeldung bis 17. August l. I. bei der unterzeich« neten Direktion, welche auch die näheren Auskünfte ertheilt. Marburg im Juli 1876. Die Direktion der Landes Obst. u. Weinbauschule. 894)_Goethe m. p. In der Tscheligischen DierhalleAtadt Graz", sowie auch in dem vielbeliebten „Zamdnnusgsi'tsn" wird das ?. Publikum sowie bisher auch fernerhin mit echten Naturweiuen, ausgezeichnetem Märzenbier und guten warmen und kalten Speisen solid bedient werden. — In dcm erstgenannten Lokale steht auch ein großer Salon str Unterhaltungen :e. stets bereit. Um zahlreichen Besuch bittet (917 Achtungsvoll F Tchwechler. Wr MMnll! Das vollständige Baumaterial einer Schisf-mühle mtl drei Gängen ist um billigen Preis zu verkaufen. ^982 Auskunft im Comptoir d. Bl. Bestkegelscheiben. Ergebenst Gefertigter zeigt hiemit an, daß der TehlnH des BestkegelschetbenS am 8., 9. und 10. August 1876 stattstndet, da «ur mehr 400 Schützen zu scheide» sind. 922 Hochachtungsvoll Ant Stürbet in «0 HeiratS-Antrag. Ein Hausbesitzer in Marburg mit Geschäft »vünjcht ein häuSlicheS Fraulein oder Witttie zu ebclichen. Eine Widerlage mit 4000 fl. ist nothtvendlg, welche nicht baar tzezahlt werden dürfen, sondern als Hypothek liegen biriben können. Ernstgemeinte Anträge mit Photographie erbittet bis 1. Septemb'r d. I. frankirt unter posts rsgtkuto Marburg o/D Ssstiuuis-Irawiiiie. Ich beehre mich einem ?. l'. Publikum die er^^el'tnste Anzeige zu machen, daß ich das Gasthaus in der Mr. SMS bei Herrn Zun. am 15. Äuli übernommen habe und stets bemühl sein werde, die gechrten Gäste mit echtem Wein, gutem Bicr uud geschmackvoller Küche bestens zu bedienen; bitte daher um zahlreichen Besuch. Franz Hutter. » r » u a K. Es wird hiem t Jedermann gewarnt, ohne unsere ausdrückliche Ermächtigung anderen Personen auf unseren Namen etwas zu geben oder abzunlhmen, da mir in solchen Fallen nicht Hafter sind. ^933 Marburg. _Michael und Marie Mtklautschttsch. Verantwortliche Redottlnu, Druck nnk» Berta« von Eduard Zanlchitz w Vtardnrg» Verstorbene in Marburg. Am 30. Jnli: Pitschgo Johanna. Maschln« filhrerStochter, S. M., Bergstraße, Magenkatarrh I 81.: The n» Halter Maria, Private, KS I., Schmtdere^ofse, Lungen-tuberkulöse I 1. Angnst: Peter Maria, MaschinfUbrer». tochter., 8. I, Bergstraße, DifteritiS. «F1TZ7 ^ir deel^rsn un8 Iiiemit ^nsvi^e 2U mselien, äass ^ir 6as »m IiiesiKev ?Iat2e unter lZer ?jrwa bestanäene « K «k K S^«»«Sl>iSt^K käuüied übernommen dadevi nnä unter 6er prvtolxvllirten k'irma «> Mlkölw Ilst2 ^ » Ä«« Svltztri» «Drßßsitzti»! »NHvrika>»I»vI»vi» NüIiinttsvkZnv»,. si4i ^IIs 0».ttullZvn ^ blAkmssekinvn H I Il>v^ üur lit^kluowmeu i tttl lUr ^«ilv «l« I ll)i>t«r> teilt ertkvilt). ^ t»vrler^ HVN»«on. . ^ .....^ Mner A !? o1 l» .l, !? »«r- «««I «Zxii I, r oäst' Llltckocktos Vodvimlli8s, um durisscin-»t Dru«schla»ds. für Fab>isi>twn von («LS Göpel-ölHalld-Drtsch-Maschjsell,Mttrschnejd-Maschi«rll Drr Gesammt-AbsaK bis Ende 1875 übersteistt 50.000 V'oschinkii. 24 Ehren-Niplomt, ltt goldene, 41 silberne, l4 Lron)e-MedaiUen fiir ..vmniglichste Leistlingen ". Zllustrirte Kataloge aus Ansragen gratis. Solldt Agenten erivünscht, lvo noch keine Aertrelunjj ist. Unterzeichneter erlaubt sich, den ?. 'k. 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Speck frisch 70, glnlnchert 90 kr.. »Butter fi. l.— pr. «lgr. Sier 1 St. 2 kr. Rindfleisch 44, Vallfleisch 4.'i, Schmeinflelsch jung 54 kr. pr. «lgr. Milch fr. 12. abger. 10 kr. pr. Liter, rol/^. liurt geschwemmt rl. ».60, ungeschwemmt fl. 8.90; weich, gelchwemmt st. 2.80, ungeschwemmt fl. S.— pr. Kbmt. Hol^koii'eu hart st. 1.—, weich 60 kt. pr. Httlt. Heu 3.40, Stroh, Lager ft. 3.60, Streu 2.60 pr. 100 «lgr. I87Ser Haide» schönster Qualität verkauft einige Hundert Metzen 867 ,k«». PrmMn-Wasser ^ von ^uxu»t ItvvkrÄ iQ ?krt«. Dieses rühmlichst bekannte Waschwafser gibt der Haut ihre jugeiidliche Frische wieder, macht A Gesicht, Hals und Hände blendend weiß, weich und M zart, wirkt kühlend und erfrischend, wie kein anderes ^ Mittel; entfernt alle HautanSschlät^e, Sommersprossen M nnd Kalten, und erhält den Teint und eine zarte MHaut bis in'S sväte Alter. 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Oktober 1375 in Ober-Pobersch ver-siorbenen Grundbesitzers JohannGracher gehörigen, in Melling bei Marburg gelegenen Weingartens Berg Rr. 47 u. 43 aä Melliug im unverbürgten Flächenmaße: k) Bauarea P. Nr. 7 mit . . . . — Joch 77 Qkl. b) Weingarten P. Nr. 193»», 198»2, 1v8b», 193bb mit . . . 1 „ 15S5 „ o) Weide P. N. 199a, 199b . . . — „ 69 „ ä) Acker P. N. 200, 201 a, 202 . . — „ 26» ^ ö) Wiese mit Obst P. St. 20lb, 201<: — „ 804 „ zusammen 2 I. 1168 Qkl. bewilliget und hiezn die Tagsatzung auf den 14. August 1876 Vormittag 10 Uhr al» Ort uud Stelle der Realität anberaumt worden, wozu Kauflustige mit dem Bemerken eingeladen werden, daß die Realität eventuell auch unter dem AnsrufSpreise per 3551 fl., jedoch nicht unter 3000 fl. hintanaegeben werde, daß jeder Lizitant einen Betrag 855 fl. als Vadium, über-dies der Ersteher einen T heil betrag per 645 fl. auf Rech-nung des Meistbotes sogleich nach dem Zuschlage, weiter 1000 fl. (sammt 6°/„ vom Lizitationttage) binnen 6 Mo-naten vom FeilbietnngStage an gerechnet und den mit 6°/, vom LizitationStage an verzinslichen Rest binnen 1 Jahr vom FeilbietungStage an gerechnet baar zu Händen der Abhandlungsbehörde zu erlegen habe. Die näheren LizitationSbedingnisse können in der Kanzlet des Gerichts. kommiffärS Dr. Reiser in Marburg eingesehen werden. Bei selber Gelegenheit werdeu auch die bei der Realität vorhandenen todten und lebenden Fahrnisse an den Meistbietenden gegen Barzahlung des Meistbotes hintangege^en werden. Bemerkt wird, daß auf der Realität ein gemauertes, ziegelgedecktes HauS mit gewölbtem Keller auf 3 Startin in Halbgebinden, 2 Zimmer und gewölbte Küche, Weinpresse und Kuhstall steht und daß die obbezogeuen Ackerparzellen mit 263 Qkl. ganz in Weingarten umgewandelt find. Die Realität — angeblich mit schöner Lage — würde sich wegen ihrer Nähe an der Stadt für einen Herre«-landsitz eignen. Marburg am 1. August 1876. Der k. e. Notar als VerichtSkommiffär: Dr. M. Rt.ser. empfiehlt die Buchdruckcrei deS k^lluarä lanseliitz, postgasgv 22. Dampf'«.Wallneilbad in der Kürvtnrr-VorSadt täglich »on 7 Uhr Früh bis 7 Uhr AbendS. l bk) Alot« Schmiderer. Nr. 8024 ' (902 Kundmachung. Das der Getneinde Pöllitschdorf zustehende Jagdrecht lvi>d im Grunde deS Z. 8 der Mlnisterial-Berordilung vom 15. Dezember 1872 N. G. Nr. 257 bei der am IV. Auqust 1876 um 10 Ul)r in den hierortigen AmtSlokaliläten abzuhalteuden Lizitation für die noch üb'ige Jagdp.chtperioi>e, das ist für 1876/7 und 1877/8 bis 1. Juli 1878 hiulangegeben lverdtN. Jagdfreunde werden hiemit zur Lizitation eingfladen. K. k. Bezikkshauptmannschaft Marburg am 30. Juli. 1876. _ IDl< der k. r. priv. vou k. 8ellvirit>SPrtisrl>. lverdtn die denkbar güi'jtigsten Konditionen be-!villijst. Auskrage voa auSwärlS werdcn gewissen» hast und sofort ausgcst'lhrl. Nicht Couveuirendes' wenn franco zuritck,gesandt, wird bereitwilligst _ausgetauscht._(694 pt I « p 5 l S livuekt) Iieilt brieüiek clvr Lpeeittlarst Vr. ItItUsViK, ^eu8ts6t, Dresden (LaedLen). kereit!; iiber tittitlt mit lteltUNtjvIl. (146