.1« R«4. Donnerstag am «» Juli «834 Die „Ltnbachcr Zeitung" crschmil, mit Ausuchmc dcr Smni- und Fncrtage. täqlick', und kostct sammt dm Vcilagcn >m Comptoir ganzjährig 11 /l-, hal^alnlg ft. ' ^ Kreuzband im ComP^ir gan^ährig <2 ff., halbjährig 6 ss. Für die Zn^ll.mq in'S HauS sind halbjährig 30 fr. mchr zu entrichtn,. ^ /" f°ft ^ frei ganzjährig, unter Kreuzband und gedruckter Adresse 15 fl halbjäliria 7 fi 3« kr — Inscrationsgebühr fiir nne Spaltenzelle oder den Mum °"' ""'' '"^n malige Einschaltung 3 kr.. für zweimalige i fr., für dreimalige .^ fr.' C. M Ä'^te bis 12 Zeilen kosten 1 st- s'ir 3 Mal, 5ft fr. für 2 Mal und 40 fr. s..r 1 Mal emzuichalleu. Zu diest» Gebühren ist nach dem „Provisorischen Gesetze vom 0. November 1850 für ^nscrationMmpcl" noch w kr. für eine jedesmallgc (?!„,chciltlmg liiuzn zu rechnen.__________________, Amtlicher Theil. ^3c. k. k. apostolische Majestät haben mit allerhöchster Entschließung vom 43. Juli l. I. den Lcm-berger Oberlandesgcrichts-Präsidenten, Dr. Joseph Frecherm v. Edcr, unter Bezeugung der Allerhöchsten Zufriedenheit mit seiner langjährigen, stets ausgezeichneten und treuen Dienstleistung, seinem Ansuchen gemäß, in den wohlverdienten Ruhestand aller-gnädigst zu versetzen gernht. Se. k. k. apostolische Majestät haben mit aller» höchster Entschließung vom 13. I„li d. I. den Kra< kauer Oberlandesgerichts-Präsidentcn. Dr. Ignaz 3cit° ter v. Stroynowski. zlim Präsidenten des künftigen Oberlandesgcrichtes in Lembcrg allcrgnä'digst zli ernennen gericht. Se. k. k. apostolische Majestät haben mit aller« höchster Entschließung vom 13. Iuli'l. I. den Natb des' obersten Gerichts- und Kassationshofes, Paul Souutag, zum Präsidenten des künftigen Ober-landcsgerichtes in Krakau allcrgnädigst zu ernennen gcrnht. Se. k. k. apostolische Majestät haben mit allerhöchster Entschließung vom 7. Juli d. I. den bishe« rigen provisorischen Direktor am Gymnasium zu Zara, Weltpricstcr und Doktor der Theologie, Georg Pul-lich, zum wirklichen Direktor dieser Lehranstalt al-lergnädigst ;u ernennen geruht. Der Minister des Iunern hat den Vezirkskom-missär in Völnuen, Friedrich Strasser, und den im Ministerium des Iunern in der Dienstleistung ste-hcnden Vezirkskonunissär, Joseph M o s ch i tz, zu Statt-halterci < Sekretären bei der k. k. Landesregierung in Krakau ernannt. Der Minister des Innern hat den Vczirkskom« missär in Böhmen, Johann Osumbor zum Statt-haltcrei - Sekretär, dann die Konzepts ° Adjunkten der böhmischen Statthalterei, Mori; Weber und Ferdi» nand Neiretter zu Konzipistcn bei der k. k. Landesregierung für das Herzogthum Bukowina ernannt. Der Minister des Innern hat den Direktions« Adjnnktcn der Ocdcnburgcr Statthalterei - Abt^ jlung. Franz Szlüuik, znm Direktor der Hilfsämter bei der Statthalterci.Abthcilung zu Preßblirg ernannt. Der k. k. Minister des Innert, hat den Conzepts. Adjunkten der niederösterrcichischen Staltbalterei, Bernhard Frcihcrrn von Hanser, zum Krciskommissär dritter Klasse für das serbisch - banatcr Verwaltungs-gcbict ernannt. Der Minister des Innern hat die Bczirkskom- missäre, Karl Ritter v. Mersi uud Joseph Ioas, zu Krciskommissärcn dritter Klasse für Tirol und Voralbcrg ernannt. t. ^ ^"^/' k' Ministerium für Kultus und Unterricht "lt"' Klafft zu Linz, Franz 5-^ ^ ' ^- ' ^" wirklichen Lehrer am Alt-ftadtcr Gymnasium zu Prag ernannt. Der Minister der Justiz hat zu den nackifolaew den Dienstposten im Manipulation/. ,md KaAi ^e bei deu Hilfsämtern der ueu errichteten k k GeÄs. Höfe erster Instanz im Sprengel des küstcnländischcu Ober-Landcsgcrichts tn Trieft ernannt: ^ Zu Direktoren: den Sekretär bei dem Tricstcr kandesacrichte, Anton Johann L c n a tz, für das Lan-dcsgericht in Trieft' den Sekretär bei dem Triester Handels- und Scegcrichtc, Anton Hnebcr, fur das Handels- und Seegcricht in Tuest; den qnlesarten Sekretär des vorbcstandenen Stadt- und Landrechtcs in Trieft, Franz Joseph Rcpc schiß, fur das Krets-gericht in Rovigno, und den Sekretär w dem Law dcsgerichtc in Görz, Andreas v. Sal am on, für das Krcisgcricht in Görz' zu Direktoren: bei der Landtafel in Trieft den dortigen Landtafeldircktor, Lorenz Padovan, und bei jener in Görz den dortigen Landtafcldircktor, Hie« ronymus Vasilisco: ferner zn Adjuukten der Hilfsämter bei dem Landesgerichte in Trieft, den Sekretär des Rovigneser Laudesgericktcs, Iohaun Nepomuk Fulvi uud den Rovigneser Archivar, Felir Anton Paßler; endlich zum Adjunkten bei der Landtafel in Trieft deu dortigen'Adjunkten, Anton Gregorich. K n n d m a ch nng des Fina u z m inisteriu m s vom l3. Juli 1^-'^, lvirksant für alle Kronländer, womit mebrere Erleich' ternngen iu Veziehnng auf blc Zinsenbehebnng voll jenen Staats-Schuldvcrschreibungen, welche für das mit dem kaiserlichen Patente vom 26. Juni d. I. (N. G. V1. Nr. I.')8) eröffnete Staats inlehen hinaus. gegeben werden, bestimmt werden. Um die Zinscnbehebung von jenen Staats-Schuld« vcr,chreibuugcu, welche für das mit dem kaiserliche» Pateute vmn 26. Juni d. I. (R. G. Bl. Nr. 1i;«) eröffnete Staatsanlehen hitnuisgegeben iverden, thuu» lichst zu erleichtern, wird angeordnet: „ 1. die nicht länger als Ein Iaßr verfallenen Kupons von derlei, auf Ucberbringer lautenden Obli« gationen werden bei allen Landes-Haupt- und Fi< lialkasscn, dann bei den beiden Zentralkassen zu Mai» land uiw zu Venedig, auf bloßes Anmelden bezahlt, uud vou allen landesfürstlichen Kassen und Aemtern als Stcuercinzahluug angenommen. 2. Die gegen Quittung zahlbaren Zinsen von derlei auf Namen lautenden Staats. Schuldverschrci. bungcn werden bei der k. k. Staats-Schuldenkassc in Wien, bei allen Krcditsabtheilungen derselben, im Umfange der gauze» Monarchic, gegen vorläufige, auf die bisherige Art zu erivirkeudc Ueberweisung auf die Letztereu und in so fern derlei Staats-Schuldvcrschrci-bungen anf moralische Personen, als Gemeinden, Stiftungen, Körperschaften, Kirchen, Pfarreien, Schulen ?l'. lautcu, oder iu gerichtlicher Aufbewahrung sich befinden, auch bei allen k. k. Steucrämtcrn und rück-sichtlich des lombardisch - venezianischen Königreiches, bei den Finanz°Intendenzkasscn bezahlt. Wien am 13. Juli 1«54. ^ Vaumgartner m. l>. Heute wird ausgegeben nnd versendet: das Lan» dcs-Negieruugsblatt für'das Herzogtbum Krain. Er. ster Theil, XXX. Stück. VI. Jahrgang 1854. Dasselbe enthält unter Nr. 170. Kaiserliches Patent vom 26. Juni 1 ««4, womit zum Behufe der Zurückführung der Landes« währung auf MetaUwädnmg, nnd der Hcrbeischaf« fung der Mittel zur Bedeckung der außerordentli» chcn Staatsbedürfnifse, die Auflegung eines freiwilligen Anlchcns im Betrage von mindestens 3K0, und höchstens von ttOtt Millionen Gulden, auf dem Wege einer, im Umfange dcr ganzen Monarchic zu eröffnenden Subskription angeordnet wird. Nr. 171. Erlaß dcr k k Ministerien des Innern und der Finanzen vom 6. Juli 1854, über die eiiwer-ständlich festgestellten Modalitäten des mit dem Allerhöchsten Patente vom 26. Juni Isö^, Nr 1.^8 des Reichs Gesetz-Blattes, im Umfange des ganzen Neiches angeordneten Subskriptions-Anlehens. Nr. 172. Erlaß des k. k. Finanz - Ministeriums vom 6. Juli 1854, womit die Oinhcbung der Zolle in Silber angeordnet wird. Laibach, den 20. Juli 18^4. Vom k. k. Nedaktious-Bureau des Laudesregtcrungs. blattcs für Kram. Ueber eine an die Sparkasse selbe zu übernehmen; die Sorge für die Erhaltung und angemessene Benützung dcs Stammvcrmögens, dann für die Regelung dcs Kredits- und Schuldenwesens des Landes, und die Beschlußfassung in Betreff der Erwerbung, Veräußerung oder Verpfändung von Realitäten nnd nutzbaren Rechten des Landesvermögcns. Die näheren Vcstl m m nnge n ü ber die Wirksamkeit dcs großen Ausschusses in Beziehung anf diese Gegenstände, sowie auf die Ein> nahmen uud Ausgabeu dcs Landes überhaupt, werden für jedes Land (Pcrwalluugsgcbict) mit Rücksicht anf dessen eigenthümliche Verhältnisse besonders festgesetzt werden. Alle Beschlüsse des großen Ausschusses, sofcrne sie uicht auf bloße Gutachten, Vorstellungen uud Bit> teu gerichtet sind, müssen Sr. k. k. apostolischen Ma-testät im Wege dcs Ministeriums dcs Iuneru unter Zulegung der Sitznngsprotokollc zur a. h. Scklustfas-sung unterbreitet werden. Dem großen Laudesausschussc wird gestattet seiu, die Bitten und Wünsche dcs Landes zur a. h. Kennt« niß zn bringen. Die zum Wirkungskreise des großen Ausschusses gehörigen Angelcgcnheitcn wcrden in den Sitzungen desselben verhandelt und erledigt. Die unmittelbar von Sr. Majestät oder von dem Chef der Landes« bebördc an den großen Aussckuß gelangenden Vorla« gen sind von den übrigen in die Verhandlung zn nch» men nud zu crlcdigcu. Der große Ausschuß darf nur mit seiucm enge« reu uud mit keinem anderen Ausschusse in unmittcl-bareu Verkehr treten, auch darf er keine Kundma-chuugen erlasseu. Deputationen dürfen in die Ans« schnßversammiung uicht zngclasscn wcrden. (Schluß folgt.) Kriegsschauplatz an der Donau und der griechische Aufstand. Die <,E. Z. C." sagt: Die heutigen Berichte über die Vorgänge bei Giurgc w o reichen bis zum 14. Juli. Omer Pascha setzt seine Nekognosziruugen gegen die Aufstcllilugcu der russischen Truppcu fort. Seit 9. Juli gab es täglich kleinere Zusammenstöße zwisckeu türkischen uud russischen Strcifkorps. die aber olme Einfluß auf die Brwcguugen der Hauptkorps sind. Die russischen Truppen sammeln sich in großen Massen, nud die Argisliuic war am 13 Juli mit mindestens 80.000 Mann besetzt, uud die Aufstellnng scheint gegcn cinc Ucberrnmplung gesichert. Deu rech' ten Flügel bildet ein Theil des über Pitesti, von der siebenbürg'schcn Grenze herabziehenden Liprandi'schen Korps, der linke Flügel lchut an der Mündung der Ialomitza und wird durch die Division Chrulcff gc> biloct. Omcr Pascha scheint dic Absicht zu haben, seinen linken Flügel bis an die Aluta vorzuschieben, und bewegen sich auch seit einigen Tagcn starke Trup-penmassen am jenseitigen Ufer der Aluta aufwärts, mntbmaßlich nm an einem geeigneten Punkte dcn Fluß zu passiren nnd sich mit dem Hauptkorps zu vneuugcn. ^,^^.^^ Pachten ist am 9. Juli bei Slatina ein Gefecht zwischm russischen Truppen und ciner türkischen Rckognoszirnngskolonne vorgefallen, wobei aber von beiden Seiten keine groften Vcrlu,tc eintraten. Die Nüssen halten Slatina noch besetzt, dock mit keiner bedeutenden Macht. Halim Pascha bewegt sich mit seinem abgesonderten Korps anf der von Krajova nach Slatina führenden Straße, uud man glaubt, daß Slatina von den Türken mit voller Macht augcgriffcu werden wird, wcnn die Russen diesen Posten nicht freiwillig räumen sollten. Nachrichten aus Galacz vom 7. entnehmen wir, daß ein Theil der in Braila gestandenen russischen Trnppcn gegen Bukarest iu Marsch gesetzt wurde. Eilboten haben dazu die Befehle überbracht. Es heißt, daß in Folge dcs ncuen Opcrationsplancs des Für-sten u. Gortschakoff die sämmtlichen in die Moloan gezogenen Truppen wieder in die Walachei marschiren werden. Die Berichte aus Varna vom 8. Inli melden nun anch, so wie bereits durch Berichte über Kon-stantmopcl vom, 4. d. M. geschehen, daß Auriliar-truppcn an der Snlinamüudung cinc Landnng bc° ! werkstelligtcn. Der Kommandant der russischen Position soll in Gefangenschaft gerathen sein. Die Russeu haben im Gefechte nur sehr kurze Zeit Stand gelial-ten und haben bei Ergreifung dcs Rückzuges 18 Ka° uoncn znrückgclasscn. An der Kiliamündnug war ein Angriff noch nicht erfolgt. Am 4. Juli fuhr der russische Dampfer „Pruth" mit drei Kanonenbooten, um zn rckognosziren, ström« aufwärts von Vraila nach Hirsowa und uon dort gegen Nassowa. Iu der Nähe dieser Festung angelangt, cröffncten dic türkischen Strandbatttricn eine heftige nnd erfolgreiche Kanonade, daß dcr Dampfer, durch dic erste am Räderkasten stark beschädigt, uur mit Mübe entkam. Dic Kanonenboote erwiederten das Feuer der Strandbattcricu uur schwach und wurden gleichsfalls beschädigt. Rassowa wird im großartigsten Maßstabe verschanzt; viele Tausende von bulgarischen Baucru arbcitm seit 24. Juni an den Schanzen. Vier nenc Redoutcn, drci Blockhäuser uud zwci aus Fclscngcstcin gcmaucrtc Forts stehen in Arbeit. Es scheint, daß die Russen demnächst die Abscndnug cincr Schiffscxpcdition bcabsichtigcu, um diesen Arbci» ten entgegen zll wirken. In Nustschuk so wie iu Schumla sind eng- , tische Mincurs nnd Zimmcrlclltc :nit Erbanung vou Varakcn für die Winterquartiere der Truppcu bc- , schäftigt. l, Aus Bulgarien berichtet man, daß sich dort die Ebristen in neuester Zeit in Folge dcs Einflusses der cnglisch.frauzösischcu Autoritäten cincr ^chr mildcn Bcbandlliug vou Seite dcr türkischen Behörden zn erfreuen haben, und daß namentlich dcr Grundsatz dcr Gleichstellung mit dcu Musclmäuncrn, sowohl in Bezug dcr Lasten, als auch in Betreff dcr Rcchtc immcr mcbr Achtung findet. Nicht minder günstig lailten dic Berichte ans der Herzegowina, Bosnien und Alba-uicn. wo cbcn jcc^t die Steuern und zwar zum ersten ^ Male nach gerechten Grnndsäpcn eingchobcn ircrdcn. Die griechische Geistlichkeit in dcn türki,chcn Provinzen predigt jctzt durchgchends anti-russi,ch. In dicscn Prcdigtcn hcrrscht übcrcinstimmcnd dic Ansicht, Kaiser Nikolaus könnc dic Lage dcr Christen in dcr Türkei nickt vcrbcsscrn wollen, weil seine cigcncn Untcrtha-ncn in Nnßland nicht wie Christen, soudcru wic Sklaven behandelt werden. Wäre die Lage dcr Cbri-sten zebn Mal elender, so bliebe sie noch immcr bcsscr als jene dcr russischen Unterthanen. Es ist begreiflich, daß diese Wahrheiten nach und nach im Volke Wurzel fassen nud Nußland des letzten Fnukrns einer Sym- . pathic beraubeu müsseu. In allen den betreffenden türkischen Provinzen wurde am 6. Juli dcr großherrlichc Befehl verkündet, den k. k. österreichischen Trnppcn für dcn Fall ihres Einlückcns gastfreundliche Ansnahmc zn Thci! wcrden zu lassen. Kriegsschauplatz in der Ostsee. Dcr „Indepcndancc Bclgc" schreibt riu Korrespondent ans Hamburg «1. Inli: «Ich hatte Gele» qcuhcit gehabt, vom Brief cincs zu dcr kombmirtcn Flotte gehörenden Offiziers Einsicht zil bekommen. Nach demselben ist cs die allgemeine AnNcht dcr Kom-Mandanten. Offiziere und Mannschaft, daß Kronstadt nicht uneinnehmbar sei, wenn man es mit bedeutenden Strcitkräftcn augrcifcn nnd den Angriff mtt Ausdauer längcrc ^cit fortsctzcn kaun; daß es also dcn Tanscndcn von'Kanonen, übcr wclchc die beiden Admirale gebieten, uicht lange widerstehen würde. Dcr Offizier vcrsichcrt, daß ein derartiger An« ariff bereits entworfen uud beschlossen worden sei; daß sich abcr Napicr in Folge dcr aus London erhaltenen Bcfchlc den Angcnblick zn verschieben gcnötlugt ia?. indem er dicscs fnrchtbare nördliche Bol wer Rußlands erustlich augreifen will. Jener Be^ü ha m" dcr Mannschaft dcr Flottcn cine gcwalNgc ^ Mnm> muug hervorgebracht, welche der gcmcmc Matrone sowohl wie der Offizier theilt." .. , Am 2 d M soll dcr Großfürst Konstantm ln Kronstadt gewesen 'uud deu 4. Morgeus von dort nach Petersburg zurückgekehrt sciu^uachdem er das vereinigte Geschwader, welches in Sicht war, gemn-stert hatte. Der Prinz schien ichr duster und nach« dcnklich zn sein, und konnte sich nicht cnthalten, die Erniedrigung der russischen Marine zu beklagen, dcrcn Schiffc iil so schimpftichcr Unthätigkcit in ibrcn cigc-ucu Häfen blokirt vcrbleibcu lnüsscn. .Oesterreich. Wicn. Itt. Juli. Wic man vcrnimntt, hat dcr Gcmciudcrath aus dem Kommmialvcrmögeu cine Summe vou 2 Millionen zur Subskription bcstimmt. Bereits haben mehrere Großhändler Wiens der Auf-forderuug Sr. Erzcllcuz dcs Hcrrn Statthalters znr Subskription entsprochen. Wir erwähnen vorläufig den Herrn S. An spitz mit cincr Subskription von 100.000 fi. In Bctrcff der Vcthcilignng an dein National-anlchcn habcn hcutc Bcsprcckungcn dcr hiesigen Wcch° scl- nnd Großhandlilngshäuscr stattgcfundcn. Man hat sich znr Zeichnung vou schr namhaften Bcträgcn gceinigt. — Dcr Ausschuß dcr böhmischen Sparkasse hat dcn Beschluß gcfaßt, sich bci dem Nationalanlehen mit cincr Million Gnldcn Convcntions«Münzc zn bc-thciligcn. — Nach den hcnte cingclangtcn Berichten von verschiedenen Marktplätzen der Monarchie sind dic Ge-trcidcprcise in voriger Woche beinahe dnrchgchends bcrabgcgangen. Wicn. Das Ergebniß dcr von Sr. k. k. apostolischen Majestät nntcrm 1''. Mai d. I. mittclst Alln'lwchstm Handschrcibcns an Sc. Erz. dcn Herrn Minister dlS Innern angeordneten neuen Rckrntirung von !)ü.0l)0 Mann ist nach dcn vorlicgcndcn Bcrick-tcn cin hocherfrculichcs, iudcm anf dieses Kontingent bis zum Kl. d. M. bereits !»3.!14N Manu abgestellt wordcn sind. Wcnn man bcdcnkt, daß scit Erlaß dcs Mcrhöchstcn Bcfchls kaum zwei Monate vcrflosscn sind, dicsc Rckrutirung dic ziucitc scit Jahresfrist ist llnd gänzlich unvermnthct und zn cincr Zcit vorgenommen werden mußte, wo dic Militärpflichtigen ^ft schr wcit uon ihrem Hcimathsorte dem Erwerbe, nachgehen, so ist das erzielte Resultat ein wahrhaft inßcrordcutlichcs zu ncuncn. und nur durch das vcr« ^intc cifrige Vcstrel>cn dcr Bchöroe.l uud Gcmcinde« Organe, so wic dnrch dic in glcichcm Maßc noch Mcn bcwährtc Vcrcitwilligkcit dcr Stcllungspflichti-arn hat es erreicht wrrocu tönucu. Dcr gcringc noch fcblcndc Nest dcs Kontigcnts dürfte inzwischen gleichfalls bereits vcrschwundcu odcr bcdcntcnd gcmii^dcrt lind somit dcr kaiscrlickc Bcfchl im vollen Uinfangc erfüllt scin. — Eine provisorische Vcrordnnng, bctrcffcud die Leitung dcr kircklichcn Angclcgcnhcitcu bci dcu Evan« ^clisckcn bcidcr Konfcssioncn iiu Königrcichc Ungarn lmd in dcr Woiwodschaft Serbien und dcm Tcmc« schcr Bauatc ist ucucrlich crflosscn, wodurch cinc a»N !0. Fcbruar 1^0 dicßfalls erlasscuc zcitwciligc Ver' fügung außer Kraft gesetzt llnd den cvangclischcn konfcssioncn in Ungarn nnd dcr Woiwodschaft bis ^ur dcfinitivcn Rcgclnng ihrcr kirchlichen Angelegen« heilen, welchc nach Viaßgabc dcs §, 4 im Artikel 2l> vom Iahrc l791 zu crfolgcn bat, und zu wel» chcin Bchufc dic Evangrlischsn noch i,n ^anfe des ^abrcs 1^-'!4 laut Allrrlwcksttr Entschlicstuug gehört lvrrdcn sollcn, die zur Wahrung cinrö gcrcgelten Verfahrens iu dicscr Hiusicht zwcckdicnlickcn Richt' ^lnmrcn vorgczcichnct lvcrdcn. 'All^ Krakan melden Berichte vom l.l. d., ^aß dic Truppcninärschc dcr russischen Armee in letz' tcrcr Zcit minder lebbaft stattfinden; dennoch machen sich noch imincr großartige Kricgsrüstnngrn bcmcrk« l,ar. Untcr Andcrcin wird erwähnt, daß die russische Regierung eine große Masse von Schiffen an gccia/ netcn Punkten dcr Weichsel konzentrirt. um solche muthmaßlich seiner Zcit zu Truppentransporten bc> nützcn zn könncn. Auch wcgcu Vcrnücthllug dcr Pn° vatdampfbootc sind Vnhaudlungcn im Zugc, — Aus Buk arc st wird dcr „Kroustädtrr Zta/ geschrieben: >,Se. Erzcll. dcr kais. russische Gouver-ucur dcr Moldau und Walachci, Baron Vudbcrg, wcn' scbr indiguirt darübcr. daß die Husarcu die Post bci Filipcscht aitfgchaltcn hahcu. Dcr Herr Gcncral hat allsoglcich dcu Bcfchl gegeben, dic Post. dcn Eilwa' gen uud allc fricdfcrtigcn Rriscndcn ungchindcrt p^>^ sircn zn lasscn. Im Praovatl>al wcrdcn allc schlcch' tcn Strastcnstellcn ausgcbcsscrt und erweitert." ^inz. 14. Iuli.^ Das hochw. Stift Schlag' wird sich an dem Nationalanlchcn mit cincm Bctra^c von 100.000 Gulden Konv. Münzc bctbciligcn. M' dcr hicsigcn Gemcindcvorstchnng wurdcu bis hcU" ailf das Mtionanlchcn 4ft2.97tt fl. gczrichnet. Deutschland. Berlin. ". Juli. Die „Neue Pr. Ztg." ist auch heute nicht crschicucu. 'Nach einer Notiz ui y> sigen Blättern ist dcr verantwortliche Redakteur/" Blattes, Hr. Hcinicke, auf Anordnung dcs Krinum gcrichts verhaftct wordcii. Dicsc Vcrhaftling '" . längere Zeit vorher angedroht, nnd wurde cr,t l" geführt/nachdem das Kammcrgcricht auf cmc VR9 schwcrde dcs Hrn. Hcinickc das Verfahren des Unter-snchnngsrichtcrs gebilligt hatte. Es ist übrigens gegen diese Verfügungen sofort bei dem Obertribunal von dem Verhafteten Beschwerde geführt worden. Da durch die Verhaftung des Redakteurs der „Neuen Prcu^chen Zeitung" die vorschriftsmäßige Zeichnung des Pflichtexemplars derselben nicht erfolgen konnte, M die Zeitung nicht erschienen. Der Grnnd der geschehenen Verhaftung ist noch nicht klar ersichtlich Berlin, 13. Juli. Die Expedition der „Neuen Prenß. Ztg.« hat unter gestrigem Datum folgende Anzeige ausgegeben: „Die am Montag, Dinstag und heute fälligen und fertigen Nummern der „Neuen Prcust. Zeitung" haben nicht ausgegeben werden können, da der verantwortliche Redakteur, Drucker und Verleger. F Heinicke. weil er sich geweigert, eine Liste sämmtlicher Mitarbeiter der Zcitnng einzureichen, auf Beschluß der Nathskammer dcs königlichen Stadtgerichts, sich vor-läusig m Haft befindet, also die offiziellen Vorlaac-Ercmplare nicht zeichnen konnte. Die ausbleibenden Nummern werden mit der zunächst erscheinenden nachgeliefert." ^ Die hcntc Abends fällige (vom 14. d datirte^ Nummer der „Neuen Prcuß. Zeitung« ist wieder er. schienen. Frankreich. « .^"^'^ ^""'- ^' M- bor Kaiser ist in Begleitung des General Rolin. des Obersten Flenr'i nnd des Baron Menneval heute nach Boulogne lind Calais abgereiset, nm der Einschiffung der Division dcs General Baragnm, d'Hilliers nach dem baltischen Meere beizuwohnen. Der Kaiser kam nm 7 Uhr in Boulogne, wo er sich alle Empfangsfeierlichkeiten verbeten hatte, an; er wurde im Bahnhöfe bloß von dem General Varaguay nnd dein Maire der Stadt empfangen. Eine ungeheuere Menschenmenge hatte sich aber versammelt, nnter der man sehr viele Engländer bemerkte, die eigens zu der Revue, die morgen stattfinden wird, über den Kanal gekommen waren. Paris. 13. Inli. Der „Monitem" widmet heute dem österreichischen Nationalanlehen ciuen längeren Artikel, in welchem er die wärmsten und frcnno-schaftliämen Sympathien für das Gelingen dieser großen '.Naßregel aufspricht. Die Schlußworte, welche m dem bezüglichen Erlasse Sr. apostolischen Majestät dcs Kaisers von Oesterreich enthalten sind, berechtigen den „Moniteur" zu der Voraussetzung, daß die 'österreichische Regierung, weit entfernt, eine baldige und friedliche Losung der gegenwärtigen Krisis zu hoffen v'.m'br mmlich entschlossen sei/ die Interessen de Monarchie zu vertbeioigen. Eine solche Erklärnng. Ä/' "M'Nitenr" hinzn, die eben in den: Angen-^^"'""' "''' ^'' ^""'ort des Petersburger 1 >""' d.c onerrei'ische Sommation anlangte. vettebl!n ' '" ^^'"ung. noch ihre Nichtigkeit Großbritannien. . London, 11. Juli. Ihre Majestät die Koni. gm geht morgen oder übermorgen nach Osborne von wo sie wahr,cheinlich einen Ansfing nach den Dünen machen wlrd, nm die Kriegsschiffe' mit den französi. schen Truppen abfahren zu sehen.' So viel ist gc> nnft daß auf dem „Hannibal' und „Riwal William" Vorbereitungen zum Empfang königlicher Gäste ge< trogen werden. Die Einschiffnng der franz. TniPpen t dennitiv tnr nächsten Freitag festgesetzt. und es M Alles ,o angeordnet, daß sie in Einem Tag vollendet ,em w.rd. Französische und englische Generale werden genieinjchastlich die Operation überwachen, und em Dutzend Privatdampfer balten sich bereit nn cm Paar Hundert Neugierige von Dower nach Calais zu fuhren. / ",. , London, 13. Inli. „Morning Advertiser" bringt eine vom 12. Abends ans Calais datirte telegraphische Depesche folgenden (wesentlich bereits bekannten) Inhalts: Um halb 7 Uhr ist hier eine Nrdre eingetroffen, daß die Einschiffnng der Truppen " 5.^ >/'"" Entschließung beider Regierungen bis znm 20. d. angeschoben werde. N0.000 Pf S"^n"'p^.' '"' ^" ^'^enmg für siä' '""^" ''in soll, begibt Varna n führ "^ ' ""' dort Truppen nach dieselbe Vestim,nnng."2""^ "ud «Ormoeeo^ baben schließlich bestimmt'sind/'V^^^ 5^ wird hier wie >n Paris strmae -.^ < " Interpellationen über diesen^n^sin^b^^^ nicht gltt zu stellen; die Offiziere sind über ibr Mtt sion eben so im Dunkeln wlc die ^u'cn, «nb scir Ä ' pier unverrichtcter Sache von Kronstadt zurück 'ist ssewinnt die Ansicht, daß in diesem Sommer nichts Entscheidendes geschehen wird, immer mehr Anhänger. Das Parlament selbst wird, was die Kricgsfragc betrifft, nichts anderes mehr zu sagen haben, als die nothwendigen Geloer zn votircn. Es liegen in dieser Beziehung mehrere Voranschläge vor. Die Regicrnna. verlangt für das neugeschaffene Kriegsministerinm bis zum 31. März 1856: 14.307 Pf. St.; davon bezicht der neue Staatssekretär als jährlichen Gehalt 4010 Pf. St., jeder der beiden Unter-Staatssekretäre 1125 Pf. St. Die vcrlangie Summe ist allerdings nicht groß, aber das Parlament wird jedenfalls über die Funktionen dcs ncncn Würdenträgers nntcrrichet sein wollen. Mehrere Mitglieder bereiten Interpellationen vor. Außerdem liegen dem Unterhause noch die Voranschläge für die Miliz vor. Ihre Kosten waren im letzten Jahr 478.740 Pf. St.; sie sind für das laufende Jahr anf mchr denn das Doppelte, anf 998.000 Pf. St. veranschlagt." Vorgestern wurden die Salzladungen von l 1 russischen Prisen in: Auftrage der Admiralität in der City öffentlich versteigert, und da dieß die erste Anktion dieser Art war. hatten sich eine große Menge Mäkler cingcfundcn, die für englische sowohl wie für amerikanische, anstralischc und afrikanische Märkte kauften. Der ganze Erlös der 11 Cargo's belief sich auf 3903 Pfd. St. Spanien. Zwei in Paris angelangte Depeschen lallten: Madrid, 8. Juli. Die Rebellen haben einen der Ihrigen nach Ciudad-Real abgeschickt, um die Stadl aufzufordern, sich zu ergeben. Anf die Antwort, das die Stadt sich zn vertheidigen entschlossen, zogen sit sich zurück und schlugeu die Richtung nach der Man cha ein. Die königlichen Truppen folgten ihnen an' dem Fuße; sie standen zn Madridejos, zwei klcim Mar,che von den Rebellen. Die Nachrichten ans der Provinzen lantcn fortwährend befriedigend. Ueberal. herr,cht die größte Ruhe. Die Truppen und die Be volkernngen sind entschlossen, die Rebellen allentbal oen z^ bekämpfen, wo ,^ il^en begegnen werden '^ ,"llppenverstärklingen werden für'morgen hiei ,., "^"^'l d, 10. Juli. Die Rebellen, welche gellern nach Manzanaras hin standen, marschiren heute aus ^aldepeuas. was andeutet, daß sie sich nach An-dalunen wenden. Die kgl. Truppen sind 2 Märsche von den Rebellen. Uebernll wie zu Madrid, vollständige Ruhe." Nach Berichten der „Debats" ans Madrid vom 8. Inli war der Kriegsminister in der vorigen Nacht per Eisenbahn znr Grpeditionskolonne abgcgan-gen. Er rechnete darauf, sich am !0. mit General Tnron zn vereinigen, dessen Ankunft zu Guadalajara »chon bekannt war. Man hatte zu Madrid am 7. d. Gerüchte von Aufständen in mehreren Stäoten Ara-goniens," in Valencia nnd Andalusien verbreitet; dieselben waren jedoch nach den von der Regierung erhaltenen Depeschen durchaus unbegründet, hatten übrigens anch zn Madrid beim Volke gar keinen Glauben gefunden. Dem „Messager de Bayonne" zu Folge ist O'-Donnel bisher nur dureh A00 Reiter nno 4 Kompagnien Fußvolk verstärkt worden und zählt im Ganzen etwa 4<00 Mann. Der Zivilgonverneur von Madrid, Graf von Quinto, hat folgende Bekanntmachung veröffentlicht! An die Bevölkerung: Die Aufständischen seyen ihren Rückzug fort. Gestern verließen sie' Maoridejos und schlngen die Richtnng nach Ciudao Real und dem Thale von Gnaoiana ein. Die Entmuthigung hat sich solchergestalt der Chefs bemächtigt, daß sie es für nothwendig erachten, ihre Streitkräftc in !l Kolonnen abzufeilen. Die erste Kolonne marschirte nm 2 Ul,r Morgens von Madridejos, die 2. um !> Uhr und oie 3. nm 2 Uhr Nachmittags. Die Desertion reißt immer mehr ein. Die Soldaten und Offiziere ergreifen jede sich darbietende Gelegenheit, um unter ihre Fahnen znrückzukehrcn, und lie verwünschen diejenigen, von denen sie getäuscht wurden Alle Illussioncn, wodurch man versuchte, sie bei dein abscheulichen Anfstaiw zurückzuhalten, ver-»chwinden vor der Loyalität nnd entschlossenen Haltung der Armee nnd der Bevölkerung. Die nach ihrer Deroute bei Valealraro von oe,i Rebellen veröffentlichten Proklamationen haben keinen einzigen recht' schaffcnen Spanier verleitet oder schwankend gemacht. Die Thatsachen haben ihnen übrigens das befle Dementi gegeben. Al/O'Donnel in Aranjnez die Zahlung eines Trimesters der Stenern forderte, drohte er dem .ll-kalden mit Erschießen, wenn er nicht gehorche. D,e,er mußte der Gewalt weichen nnd eine Verordnung veröffentlichen. Die Steuererhebung die stch ans 4. 0 /0 Realen belief, geschah auf die gewaltsamste Wci,e. wurde von einem ' Bevollmächtigten des Exgcncrals. der sich den Titel Militärintenoant beilegte, so wie auch die übrigen Gelder der Staatsverwaltung ohne Quittung in Empfang genommen; man erlaubte nnr die Anwesenheit eines Notars bci der Uebcrgabe der 6onds, nm ein Protokoll darüber aufzunehmen. Keine der von den Insurgenten geforderten Lt> fcrungen wurde bezahlt. Die Befehle zur Eintreibung wnrden nicht schriftlich, sondern mmwlich und stets unter Todcsandrohung ertheilt. Mehrere Gcnsd'armen von der Brigade von Tcmblccnlc, die von den Rebellen gefangen genommen worden waren, sind hier angekommen. Sie wurden erst entlassen, nachdem man sie ihrer Uniformen beraubt hatte, nnd die Unglücklichen mußten, um nicht ganz nackt fortzugehen, die Mildthätigkeit der Einwohner in Anspruch nehmen. Ein Trupp von' 130 bis 200 Individuen aus dem Abschäume dcs Volkes, die in Madrid durch ihre Verbrechen bekannt sind, folgen den Rebellen Diese mit Flinten, Säbeln nnd Pistolen bewaffneten Elenden sind der Schrecken der Städte, wo sie durchziehen, so wie auch der ihrer Anführer, deren Handlungen sie auskundschaften. Im Interesse der Wahchcit, und weil es gerecht ist, daß die Bevölkerung eine genaue Kenntniß der Thatsachen erhalte, werde ich die rechtschaffenen Leute aller Parteien von Allen: in Kenntniß setzen, was vorgeht, znr Schande der Wühler, die allein von den von ihnen unablässig verbreiteten Verleumdungen etwas zu ver-hoffen haben." Madrid, 7. Juli 1834. Graf u. Ouinto. Türkei. ! Ans Seutari (Albanien), 4. Inli. wird der ' „Agss Ztg." geschrieben: Am 28. Juni kamen hier - in Folge einer Einladung Osman Pascha's sämmt-s liehe Kommandanten und Vci's der Festungen und ) Städte von Türkisch-Albanien zu einer Versammlung l im Kastell zusammen, wo ihnen der großherrliche l Firman in Betreff der Besetznng Obcr- mw Nieder' - Albaniens dnrch Oesterreich, in türkischer, albanesischer ' lind slavischer Sprache vorgelesen wurde. Die Ver< , Icsung wurde von Ciaj Beg im Beisein Osman Pa« - scha's lind cines eigens von Konstantinopel herüber-gekommenen Kommissärs vorgenommen. Die Knnde hievon scheint nicht bloß unter der christlichen Bevöllernng. sondern anch unter den Türken gnten Eindruck gemacht zu haben, weil die Letztereu eine Intervention der Franzosen fürchteten, welche sie verabscheuen. Auf der anderen Seite macht auch die Furcht vor einer Erpeoition der Montenegriner und einer Insurrektion unter den Christen, den Tür» ken die Intervention Oesterreichs wimschenswerth, ge« gen das sie Achtnng und Vertrauen ycgen, namcnt' lieh da sie gehört haben, daß der Zweck ocr Okkupa« lion kein anocrer ist, als die Ansrechlhaltuna der Ruhr und Ordmmg und der Schuß des Privat-eigenthums^ Neueste Post ' Man schreibt aus Odessa v. 10. d.: So eben hat ein englischer Kriegsdampfer auf der Nhedc Anker geworfen, nnd 13 Gefangene, russische Offiziere, nebst 200 Matrosen gebracht, nm sie gegen die englischen Gefangenen auszuwechseln. Da von St. Pe» terMirg nur die Bewilligung zum Austausche von 8 Offizieren eingeholt war. so weiß man nicht, od der Gemral-Gonvernenr anf eigene Verantwortung die Freilassnng der übrigen 6 Offiziere bewilligen dürfe. — Ans Tiflis meldet man cinen am 4. Imn cr< fochtcnen Sieg des Fürsten Andronikow. Diese Nachricht theilte der Generalgonverneur Freitags, am Gc> burtsfcste des Kaisers seinen Gästen beim Festessen mit. Telegraphische Depeschen. " Pari s, 18. Inli. Der ..Moniteur« meldet aus Perpignan'v. genommen. Kiel, 18. Inli. Die aus 9 Segeln buchende, vom Admiral Mourier befehligte dänische Flottille lst am 1l>. d. im hiesigen Hafen einac^uifen. Druck und Verlag vcmI^sMeinmayr Vamvcrg. Ankann zur Im!mcnerSeitmm. Vo^senbericht aus dem Abendblatte der österr. kais. Wiener-Zeitung. Wien 18. Juli Mittags i Uhr. Bezeichnend für die Erwartungen wI°H von dem Maße der Vethnbgung an em Natlonalan^ ^^ ^^^ der Wirkung dieser ^rawnHgt. 'N vc ,^ ^ tend« Rückgang der fremden Wechsel. °« , , der ergab. , . <» z? a«acn gestern um 1'/. M. Wrüct. London gmg biS "'-"'^ « n bei seichenden Kursen von Ueberhaupt waren a«e DevN^ ^ ^^ erste« Häuiern °ssernt, «no niedriger. Effekten w«en anboten Rückgang der Nordbahn-Aktien, Am bedeutendsten war d^ «^ ^^ ^.^^ b" ^^etall wÄn von ^/.. «f '/.^ und neues An- ^^"H 'v?ne^Anlch"n wH7mit 102'/. bis 103 verkehrt. ^n Uebriaen war wenlg Geschart. Knsterdan? 1ft5 Brlcf. - Aug-burg 127 '/.Vf. - Frank-. . ,«««/ Rrief. — Hamburg 9i '/. Bf. — Livorno. —London '26 Brief. - Paris 148'/. Bf. StaatSschuldverschreibungen zu 5'/. 84'/-84V. detto „ 5. ü. „ l» /» ^»—»o /. detto Gloggniherm.R. „ 5 °/, ^7.-91/ 3lo " " i°t 67-67'/! detto v.I.^«ä0mitRückz.' ^/» A-AV. !ett° " 2^.7. 42-42'^ detto ,. l'/. !I^^/' Erundentlast.-Oblig. N. Oester. zu 5 '/. 82 /.-82 /. detto anderer Kronländer «»^ y«a kotterie-Anlehen vom Jahre 1834 ^.125 V detto d«tt° 1839 ««^Z«./ bctto detto "5^ ^/^57'/ Vanco-Obligationcn zu ^ ^^^ /'/° Merhäzy 40 ss. Lose 29 V 29'7 Wmdischgrätz-Lose /ä"?q'/ Waldstein'sche ., <«., M'/ Keglcvich'sche „ „. ^"/^ ,« ./' Kaiserl. vollwichtige Dukatm-Agio 32-32 /. Telegraphischer KurS , Vericht der Staatspapiere vom 19. Juli 1854. Staatsschuldverschreibungen . zu 5 M. (in CM.) 83 3/^ Darlch!n° mit' Verlosung v. I. 1»39. für 100 fi. 125 Obligationen des lombard. vmet. Anlehens « i« l? iw vom I. 1850 zu 5°/«..... 3?"/» 3 « « 3 Anleihe vom Jahre 1854 - > - - - " n E. M. Aktien der Niederösterr. Göcompte-Ge- u ^ m^ sellschaft pr. Stück zu 500 il. . . . 485 st-'" C. M. Bauk-Actie» pr. Stück ...... ^245 ft. m C. M. Aktien der Kaiser Ferdinands-Nordbahn ^ , ^ m> zu 1000 fl. C. M. getheilt. . . . 1655 ft.m C.M. Ac'tien der Oedenlmrg-Wr.-Neustädter «l i» <5 M Eisenbahn zu 200 ft. (5. M. . . - 102 1/t st. m C. 2)l. 5S9 fl.mC.M. Wechsel-Kurs vom »9. Juli 1854. Amfterdan.fur100Hollanb.Guld Rthl. 103^ 2 w^nat. Auasburg/für 100 Gulden Cur. Guld 12b l/2 ",°. Frankfurt a. M. (für 120 ss- stdd. Mr- ^ eins Währ. im241/2fl. Fuß. Gu d.) '" ^ ^ Hamburg, für 100 Mark Banco, Gulden «^ ^ ^ Lrudon. jur 1 Pfund Sterling. Gulden 12-'6 Vs. 3 ^ oM -Mailand, für 300 Oesterr. Lire. Gulden 124 f ^"^al. Paris für 300 Frauren . . Guld. 147 3/4 ^ M°nat. K. K. vollw. Münz-Ducatm . . . 31 1/2 pr. Cent. Agto. Gold- und Silber-Kurse vom 18. Juli 1854. Gelb. Brief. Kais. Münz-Dukatcn Agio .... 321/4 32 detto Rand- detto „ .... 213/4 31 <^l Napoleons d'or ...... 9-58 9.o6 Souvrainsd'or „ .... 17.24 17.20 Friedrichs d'or ...... "-10 10-« V^reign. ^ ^^ I ' Silberagio...... ' ^ ^ ___ 3. ll63. (l) ^ «« , m, Alle Tage, bis Sonntag den 23. l. M., finden VorsteNungin in der Zoologische« Gallerte des Herrn <^,<.« ... 5««« ^^A«e.«^ « Nkr wo Herr c:„Hr»«» in oie Fremden-Anzeige der hier Angekommenen und Abgereisten. Den 15. Juli 1854. Hr. Paul Graf Perez, Besitzer, von Gr'atz nach Verona. — Fr. Anna Freiin v. Scherpon, Obersten«-Gattin, von Wien nach Padua. — Hr. Dr. Hermann Albrecht, Direktor der Gewerbeschule, von Wien nach Mailand. — Hr. Michael Klaich, Dr. der Mathematik, und — Hr. Nikolay Apostolides, türkischer Handelsmann, beide von Trieft nach Wien. — Hi. Alois Sgaidelli, Advokat, von Agram nach Fiume. — Hr. Josef Dimmer, Bescher, von T'iest nach Rutsch. — Hr. Ludwig Krigl, Porzellanfalxikant; — Hr. Josef Peters, Großhändler, und — Hr. Fer, dinand Mayer, Handelsmann, alle 3 von Wien nach Trieft. . Nebst 159 andern Passagieren. Den 16. Hr. Karl Silk, k. k. Oberlandesgerichts-rath und — Hr. Jakob Keller, Ha»del«mani,, beide von Trieft nach Wien. - Hr. Maria Scefan Dllmko^ kovsky, Ordenspriester, von Wicn nach Mailand. -Hr Josef Barelli, Vize-Konsul; - Fr. Anasta„a Buratinsky, russ. Gouv.-Sekretärs-Witwe, und - F.. Louise v. Schlatten, Private, alle 3 vcn W.en nach Tiiei! — Hr Mathias Mittermayer, Stiftsbeamte, von Trieft nach Baden. - Hr Johann Wanick, Handelsmann, von Wien nach Udine - Hr. Eduard Leaat- — Hr. Peter Cuvaza; — Hr. Georg Dormg, und -. Hr. Giovanni Scaramagna, alle 5 Handelsleute, von Trieft nach Rohitsch. Nebst 160 andern Passagieren. Den l7. Hr. Julius °. Kirchmann, k. preuß. ! Appellan°nsi,erichts.'Präsident, »nd - Hr. Da">el ' Molist, k. preuß. Notäi', beide von Wien nach Ko',-stantinopel - Hr. Friedrich v. Frankenberg, k. preu,;. General-Lieutenanr; — Hr. 0.-. Ka,l Eduard Schnitze, Medizinalrath, und — Fr. Johanna Bcndeau, Be. sitzerin, alle 3 von Triest nach Wien. — Hr. ^osef Persoglio, Gutsbesitzer, von Wien nach Görz. — Hr. Anton v. Steinbüchl, k. k. Professor, von G>ah nach Tl'iest — Hr. Ianaz Schneider, Güterdn-ektor, v°>, Gro kanischa nach Tr.est. - Hr Michael F^hofe. Neal.tätenbesitzer und BÜrgerme.ster, "°" ^ " "^ Marburq. - Hr. A.to. G°dnm, Rektal nbestze, von Agram nach Heide.ilchaft. - Hr. Napoleon Ma-riolan, «Plivatier, v°n Wien nach Hlorenj Nebst l09 andein Passagieren. 3- 1069. (5) Echt importirte Havana- Cigarren. So eben erhielt ich eine neue Sendung ^<-garren von ,«»v»«lT, fthr schöne W.re wrl-che ich zum Pre.se von 18 Th.ler p"uß. 6our. pr. IVI.Ne ablassen kann. Probe-Viettelk.stchen a 4 ^ Thlr. werden, damtt man sich von der 'Hüte der Cigarren Überzügen kann, gerne ab-g/geben. Dcr Betrag wird pr. 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