LaMcherWMtllng. Vlk^ ^t^F^ ft. n. halbj. tt. b.bu. sslll b!« .^ufttllung in« Hau» (3HllNtölü(I . 1/ ^5l1ll11lsl ,«. »wlr.. Sm. , ft.! sonst pl. >icile Im. « lt.. «m.»ll.. > t^ / 3^ Ailltlicher Theil. ' 3e. t. und l. Apostolische Majesty haben mit Aller-höchst unlerze'chnetem Diplome dem Director der l. k. Prio. öslcrr. Clcditanstalt für Handel und Gewerbe Karl Weiß als Ritter des Orden« der eisernen Krone dritter Klasse in Gemäßheit der OrdenSstatulm den Ritlerstand Mit oem Prädicate „ Weißen hall" allergnädigst zu verleihen geruht. Se. l. und t. Apostolische Majestät haben mit Aller, höchst unterzeichnetem Diplome dem ^»rector der l. f. Priv. üsterr. Creditanstalt für Handel und Gewerbe Her» Mann Wolff al« Riller des OroenS der eisernen Klone dritter Klasse in Gcmäßheil der Oroensstatulen den Nitterstand allergnädigst zu verleihen geruht. Der Minister des Innern hat im Einvernehmen mit den betheiligten anderen k. f. Ministerien den Herren Ndolf Muhr m,d Samuel Grünniald die Bewilli» gung zur Errichtung einer Actiengesellschaft unter dcr Firma „Eisen, und Blechfabrils'Acll^i^scllschast" mit dem Sitze in Wien ertheilt und deren Blauten genehmigt. Kmldmachuttst. Der l. k. ?andespräsident in Kram hat die für das Jahr 1872 ausgeschriebenen zwölf Widmungsplätze aus dem SammlungSfonde des patriotischen FrauenocrcinS in i!aibach in Beträgen von je .'l9 fl. 90 kr/ welche am 18. August 1872, als dem glorreichen Geburtsfestc Sr. l. und l. Apostolischen Majestät des Kaiser« zu vertheilen sind, im Einve-nchmcn mit dem Ausschüsse des gedachten Vereins nachbenanntcn Invaliden ver» lichen: dem Oswald Hribar von Sidale im Vc;nlc Stein, dem Johann Archer von Unterloitsch im Be. zirle Planina, dem Anton Surz von ^ase im Bezirke Planina. dew Thomas Zalar von Mauniz im Be» zilte Planina, dem Michael S i m o n i c von Schwein» berg im Bezirke Tschernembl, dem Martin Stock von Vreg im Bezirke ^itlai, dem Joseph Korelec von Primstau im Bezirke Litlai. dem Franz Pevic von Gulonica im Gcziilc Villai. dem Valentin Hocevar von Hruöiea im Be; rlc Laibach, dem Jobann Nrtai von Po!>pctsch im Bezirke ^aibach, dem Mathias Re« jen von Ielöcvc im Bezirke lHurkfeld und Barthelmä Jordan von Rohbach im Bezirke Gurlfeld. Nichtaultlicher Theil. Zournalfiimlllln über die Monarchen-begcgnungcn. Heute wollen wir eiue Slsie von Stimmen, die sich ilder die Drei-Kaiser-Zusammenkunft aussprcchen. vorführen, ui>tcr dcnen sich auch eine aus Rußland bcsindct. „Golos" läßt sich vernehmen, wie folgt: „Vor allem wollen wir bemerken, daß bei Gelegenheit dieser Zusammenkunft von einer Erneuerung dcr heiligen Allianz zu sprechen, wie daS die französischen Maller der Nevolnlionspartci und die mit einer aufrichtigen An» Näherung Oesterreichs und Ruhlands natürlich unzufrie-dcnen polnischen Blätter thun — einfach mibersinnig ist. Rußland wird sich nicht zum zwcitenmale irreführen lassen und unter dem Vorwande de/ Vcrtheidi.zung der Prmclpien dcr Ordnung sich nicht die Rolle eines Po« lilischcn Untersuchung«.Agenten aufbiudcu lasscn, der ocr» Pflichtet ist das Bestreben anderer Völker niederzudrücken, die sich angeblich von dem sie dedrückendln Despotismus zu befreien anstrengen. Befürchtungen über das Herein, brechen einer Herrschaft der Reaction wie nach dcn Iah. rcn 1848 und 1849 sind ebenfalls undcnkoar ; die Zei-.ten sind anders; zudem erinnert sich Ruhland, nzelchen Dank ihm für seine Dienste die im Kampfe gegen ihre Völker, welche Theilnahme an der Regierung verlangten, Verblutenden Regierungen gezollt haben. Das sind so« zusagn die negativen Resultate der bevorstehenden Hu. sammenlunfl. Aber es gidl auch positive. Eine enge Annäherung von Rußland, Deutschland Und Oesterreich wird die Schwärmereien dcr französi. schcn Chiuvinisttn von einer münlichen „Revanche." wie sie durch dcn Erfolg dcr französischen Anleihe hervor, gerufen worden sind. für lange Zeit zerstreuen, wird Frankreich zeigen, daß es auf eine russische Allianz gegen Deutschland nicht zu hoffen hat, wird das Vertrauen« auf d>e Erhaltung des cuiopäischen Friedens krustigen, der so oft durch die ehrgeizigen und dynastischen Pläne Napoleons III. gestört worden ist. Die Wiedercmlnüpfung aufrichtig freundschaftlicher Beziehungen zwischen Rußland und Oesterreich wird zu einer Erfüllung dcr gerechten Forderungen der slavischen Unterthanen Oesterreichs führen, an denen Rußland a!s an ihm stammverwandten Völkern nicht umhin kann theilumchmen, ohne dabei irgendwelche ErobcrungSplüne zu nähren; sie wird die lctzten Schwärmereien der Polen von der Möglichkeit einer Wiederherstellung eines un. sinnigen Polen mit österreichischer Hilfe zerstreuen. Die orientalische Frage wird jctzl nach dcr letzten Ministerlrisis in der Türkei, die lmzweifelhaft dem Einfluß Englands ünd Frankreichs zuzuschreiben ist, ebenfalls zweifellos einen Gegenstand der Berathungen der Fürsten und ihrer Minister ausmachen, und die feste Uebereinstimmung Deutschlands, Rußland? und Oesterreichs läßt hoffen, daß für ihre Lösung aus dieser Uebereinstimmung viel mehr Gewinn gebogen werden > wird als aus dcm früheren gcaenseiligen Mistrauen. Durch feine Politik im Orient ist es Rußland in der letzten Zeit gelungen, den Verdacht der olloma« nischen Pforte zu zerslcuen. der durch die Einflüsteiungen dcr englischen und französischen Diplomutcn beständig wach erhalte«' wurde, und ihr darzulhun, daß es gar keine Ansprüche auf die Türkei erhebe, daß das Ziel, welchem eS zustrebt, die Sicherung ui.b rer Schuh der Rechte derjenigen Unterthanen des Sultans ist, oie den» selben Glauben habcn wic Rußland. Dicse muß. kann und wird es mit allen ttrailcn s.sgcn dic Veifolqungm und Bedrückungen des musclmauischen Fanatismus schützen. Einen dcr wichtigsten BcrathungS.Gegcnslände bc> der bevorstehenden Zusammenkunft dcr beiden Kaiser Fran; Joscf und Wilhelm wird wahrscheinlich dic Frage bilden, welch: gemeinscim^n Maßregeln O'.slencich und Deutschland möglicherweise acgmüber dcn Ansprüchen des Kalhulilisllme» ergreifen sönnen, der nach dhre Unterthanen irgend einc an^crc Gewalt außer dm in ihrcm Vande geltenden Gesetzen anc,kennen. Durch die In» faUibilitäls Eillärung dc« Papstes wurde die Oewaü desselben als übcr allen Regierungen und Gcsltzcn stehend proclamiert, dcr allcin sich ulle Kalholilel,, wo immer sie auch wohnen, unterwerfen müssen. Es »st bekannt, welche energischeu Maßregeln Fürst Bismarck zum Schutze der Rechte des Staates über seine Unterthanen ergriffen hat. In Ocsttricich konnten solche Maßregeln bisher noch nicht durchgeführt werden, und Fürst Bismarck und Graf Andrassy konnten sich noch im vergangenen Jahre in Gcllesf der Frage nicht eimarn. Man darf hoffen, daß dic wciscn Rathschläge Rußlands, welche« jeden Einfluß dcr päpstlichen Eurie bei semen katholischen Unterthanen aufgehoben hat, diese Einigung fördern wer» den, und daß m dcr r^chsicn Session dcS deutschen RcichstagcS und dsS österrcichischsn Rcicdsialhes Ocsltz» entmüifc eingebracht wcrdcn, welche auf lcgislalorischcm Wege das Verhältnis dcr Kirche zum Staate regeln werben. Nicht unüichlig wird auch dir Thcilnohli e Rußlands an den Verhandlung»-?! in Betreff dc» Einia nng jein, welche angesichts dcr möglichen Wahl eines Nachfolgers PiuS IX, anzustreben ist. obgleich das In-tcrcffc D'iNschlands und Oesterreichs in dieser Fraqc natürlich glößcr als das griichisch'orlhodox:n Rußland. Schließlich sollte, wie man versicherte, bei der Zu« sammel'lunft in Berlin die Frag: von der sogenannten „Internationale" behandelt werdcn, deren Vehr n und Handlungen offenbar auf die Niederwerfung der bestehen» den Ordnung und die Zerstörung des bürgerlichen und malcriclltn Baues der culopäi>chcn Staaten gerichtet sind.' Aus Petersburg schreibt man dem ..P. VloyV daß die Drci-Kaiser-Znsammenlulift auch in den dcnli. neu politischen Kiciscn große Sensation crreql und foil» während ten ^auplgcgcustand dcr Discussion billet. Wenn man anch — wird ferner geschrieben — die An. ficht, daß aus dieser Zusammenkunft eine förmliche Allianz dir drei Mächte hc> vorgehen werde, dcr puiiüschcn S>» luation wenig entsprechend fiodet. so erblickt man doch allgemein in dcr persönlichen Begegnung der drei Kaiser ein Ereignis von weitreichender politischer Bedeutung, und man sieht diese nicht lilos darm, daß durch die ab« sichtlich vor der ganzen Welt manifestierte Freundschaft der Monarchen Deutschlands, Rußlands und Oesterreichs Frankreich von seinen Racheg^danlen gegen t euljchlant» zuiückgebrachl wird, sonOern hauptsächlich auch daiin, daß dadurch die Aussöhnung Rußlands mit Oesterreich öffentlich consiatiert wird. Als Urheber der Drci'Kaiser.ZusclMmenkunsl betrachtet man hier ' ' in diplomatischen Kreisen ziemlich allgemein den Ve!^l der deutschen Politik, dessen so oft und so glänzend bewährtem pol,t,schrn Scharfsinn man es zutraut, daß er mit klarem Blick erkannt hat, daß dcr europäische Fuede nur gesichert ist durch die ^' , em?s freund- schaftlichen Verhältnisses z» l und Oester- reich, und daß er deshalb düS Ziel aus aU»n Kiäftcn erstrebt hat. Andererseits vc,kennt man auch rocht, daß die Erhaltung und Kräftigung der östtrreichisch'ungali-schcn Monarchie durchaus im Inle'csse Deutschlands liegt und durch die Freundschaft Rußlands m>t be» dingt ist. wie man der „B. u. H.-Zt«." aus Wien zu melden weiß, sind von Petersburg a«s zwar leine eigentlichen Anträge gestellt, aber doch Atldlutuno/u gefallen, ob eS nicht zweckmäßig eisch^ine, in der belüi-r Hl'sam» menlunst, ohne im übrigen in die selbslä n,ge. „Sa-lurduy Rrvilw" bemerkt: „Die Wübti^l^lt dieser Zu» sllmmcülunft berubt sowohl auf bMi, was sie nictl zeiqt, als ans dem. waS sic zeigt. Bor finnzig, ja zwanzig Jahren würd: citie folchc Zusaninielkuüft Err,euc,ul"z ocr heiliaen «ll-anz, polilifche R,a für eine Zeitlang wenigstens emen Kr>eg urimö^l'cd zu nmisi'. Man bcfülchlele, BlSmaick uno die milüäüsche ^io.re werden jede freie ui.d unabhängige Rcquna ersticken u»d den Willen des Hofes zum Gls>h mache,, — die Ver-lre>bung der Icjuiten hat ui>s e>lnS bcss^lx belihrt. Frützcr würde line Zusammerknnfl cer drei eislin «5ou-vciülic die beiden nr,dcrcn der Haupln,ächlc m Beso»Nl >S gejagt haben, heute kümmert sich Enaianb weric, darum und ist leineewcgS ,n Sorgen, baß fc,ndl>cbe Ränke geschmiedet ,rclcl^c ^oulilion von Mähten könnte sie an^,,eisen, wenn sie zur Auf< rechteihalliiiisj dcS FiicdenS vcrlirii^l wäxn, u"d eS 'st gewiß, daß sie au« cinm s»!chcri Motive zul^mmen-lammen; denn sie lommln gewiß n»cdl z^sammc». um einen gcgensliligln i>!r,g:iss aus einander vor^ultleilen, und es stcht außer F^age. dcih sie nichl un G,ar>sse sind, sich zur «Mission gcu/n j:dcü 7.!tt,...i,, >- I'^-.Seitdem cs durch die eigenen, wenn auch <0gc'nocn Ocsläntmisse der Organe dcS Ausn ä'llfttn «n'ltS voll-ends festgestellt ist. daß Graf «l,dl°ser Drei-Kaij.- ' iilig üb.rl-asz.i wor^c,'. val sicl> d,e l>ff,l>t. lichr > ,, !, ooiwiruend auf die O'i>r ^.u^e aeworsls«, ob nicht durch die Bech 'li^u.'.g d'.s ru,sijchen Käsers das vc>„ der Zw^i «a sc'^^c^wnq ,ns «ugc «cfaßle Zicl wtsenllled^vljsltodtl' sl«. Im llU^m wird nian l^ric ^> dlirf.n. sah der, wc cs j scheint, auch nach^. "'" ^ " eül'tüli lc «ll>« oer Gaste deS bcrllM'r Hli,c>, c.^ ^. i müclt ter ^«»tialid-lun^en oder. werin man ni>U, t,cv C^vüsation ersclr -Wenn mau iüdeß die Mcirxnift scstt»all -— und sie die richliae srln -^ dah für dic i^ ^c^!,c,i!c'. in elslcr Reihe die Absicht n.aß^cbcuc. wc>l, «.., 1332 rantien für die Erhaltung des Frieden« auf^u suchen, so wird man dem, doH> nicht leugnen lönüen, daß diese Garantien sich in dt,n Maße verstärken, als die Zahl der Garanten cine giößere wird. Mit anderen Worten: wer mit oder ohne Hintergedanken die Hoffnung hegte, aus dem Gesuche des österreichischen Kaisers in Berlin cine österreichisch.deutsche Allianz herauswaäistn zu sehen, wird sich jetzt enttäuscht finden; wer eS aber höher anschlägt, daß die drei mächtigsten Herrscher des Continents sich, in dem Wunsche und in dem Bestreben begegnen, jeder zu seinem Theil ehrlich daran zu arbei. ten, daß den Völkern dauernd die Segnungen des Friedens gewahrt bleiben, der wird eine Combination zu würdigen wissen, deren Natur schon volle Bürgschaft leistet, daß sie keinerlei aggressive Spitze haben kann." Die englische Thronrede, welche im Namen Ihrer Majestät der Könißin Victoria der königliche öordlanzler am 10. d. im Unterhause vorlas, lautet in deutscher Uebersetzung, wie folgt: „My LordS und Gentlemen! Die Zeit ist nun gekommen, da Sie mit Recht von der Erfüllung Ihrer anstrengenden Pflichten abstehen können für eine Er» halungszeit, die Zie durch Ihren ausdauernden Fleiß ehrenhaft sich verdient habe». Ich l)in erfreut, Ihnen anzuzeigen, daß der Streit, der zwischen meiner und der Regierung der Ver. Staaten infolge der Vorbringung der amerikanischen Ansprüche für indirecte Verluste unter den Bestimmungen des Vertrages von Washington ent« standen war, durch eine freie Erklärung der Schiedsrichter, die gänzlich den Ansichten entspricht, welche ich Ihnen bei Eröffnung der Session ankündigte, beigelegt worden ist. In Uebereinstimmung mil Ihrem Vorgehen seitens des vereinigten Königreichs hat das Parlament von Canada die Gesetze angenommen, welche nöthig sind, dem Vertrage innerhalb der Dominien Wirkung zu geben. Alle durch dieses Instrument in Aussicht genom« menen Vorkehrungen sind sonach jetzt in der Vorberei» tung begriffen, und es gereicht uns zur Befriedigung daß die von demselben behandelten Gegmstände einem vollständigen Einvernehmen zwischen zwei veriuandten Nationen lein Hindernis mehr in den Weg legen. Seil ich bei Blginn der Session zu Ihnen gesprochen, habe ich von der französischen Regierung die formelle Kündigung erhalten, welche den Handelsvertrag von 1860 zu Ende bringcn wird. Jene Regierung hat jedoch einen Wunsch nach weiteren Unterhandlungen lunrgcgeben. Bei jedem Depeschenwcchscl über diesen Gegenstand werde ich mich leiten lassen von dem ernsten Wunsche, den berechtigten Ansprüchen meiner Unterthanen Beachtung zu sichern, vyn dem freundschaftlichen Gefühl, welches die beiden Länder so lange vereinigt hat und von meiner Ueberzeugung betreffs der moralischen sowohl, wie der materillen Vortheile, welche ein jedes aus einem freien gegenseitigen Verkehr herleitet. Mit großer Befriedigung habe ich im Einklänge mit den Bestimmungen der Acte von 1870 mit dem Kaiser von Deutschland einen Vcrlrag abgeschlossen für die wechselseitige Aus« lieferung flüchtiger Criminaloerbrechcr. Ich bin damit beschäftigt, ähnlichen Abkommen mit anderen Mächten Gestaltung zu gcben. Meine Regielung hat Schritte gethan, welche den Weg vorbereiten sollen für ein will» samereS Vorgehen betreffs des Sklavenhandels an der Osttüste Afrika's. M'l Freuden habe einer Acte der L?gisl»tur der Capcolonie meine Zustimmung gegrben lntnffi» Einsetzung einer verantwonüchen Regierung da» selbst. Gentlemen vom Unterhause! Icl, schulde Ihnen meine Anerkennung für die reichhaltige Wcise, in welcher Sie für die mannigfachen Bedürfnisse d:S TtaalSdiensteS gesorgt haben. My Lords und Gentlemen! Obwohl die Bedürf» nisse un) Eluiattnngen des Landes jede Anstrengung des Parlamentes auf seiner Laufbahn der gesetzgeberischen Verbesserung weit hinter sich zurückzulassen scheinen, so bemerke ich doch mit Befriedigung die hauptsächlichsten Zusätze, welche sie während deS gegenwärtigen Jahres im Stande waren zu unseren Gesetzen zu machen. Das Gesetz, welches die Gewaltthätigkeiten gegen die Eingeborenen auf den Inseln des stillen Oceans behandelt, ist dadurch, daß es eine leichtere und wirksamere Verhinderung und Bestrafung der betreffendln Vergehen ermöglicht, wohl geeignet, die Zwecke der Humanität und die Ehre des Reiches zu fördern. Das Gefetz für die 3ocalisierung der Armee stärkt das Verlheidigungssystcm des Bandes und wird dadurch unentbehrliche Hilfe leisten, jene wichtigen Reformen zuwege zu bringen, welche vom Parlament gutgeheißen worden sind. Das Gesetz, wel-cheS das Gallot einführt, wird dazu beüvage", die Unabhängigkeit des Wählers ebcnso z» sichern wie den ruhigen Verlauf und oie Reinheit der ParlamentSwahlen. Obschon sic iu der gegenwärtigen Session nicbl im Stande gewesen sind, irgendeine Maßregel zur Reife zu bringen, welche gegen die Bestechlichkeit bei der Wahl von Parlamentsmitgliedern gerichtet ist. so sehe ich doch mit Vergnügen, daß der verwandte Gegenstand der Mu« nicipalivahlen ihre Aufmerksamkeit gefunden hat, und daß sie mir ein Gefetz vorgelegt haben, welches wohl darauf berechnet ist, den bestehenden Uebelständen Einhalt zu thun, und »eiche« ein Tribunal einsetzt, um die Giltigleit solcher Wahlen zu prüfen. Durch das fchottifche Unterrichtsgesetz haben sie für weileie Nusdeh« nung und für größere Wirksamkeit des Unterrichtes der Jugend in ganz Schottland gesorgt in Uebereinstimmung mit den gcwisseichnflen und tief wurzelnden Uebelzcug» ui'gen des Volles und mit den Principien religiöser Frcihcit. Das Gesetz zur Einsetzung einer localen Re» gierungsbehörde in Irland nach dem Musler des englischen Statuts voü 1871 liefert einen MechaniSmns, um vielen nützlichen Gesetzen Wirksamkeit zu ^»l», und verspricht innerhalb jenes Theiles des vlreimgten Königreiches die gediegenen Wohlthaten voltsthümlicher Local-institutionell auszudehnen. Die Maßregel für Amendierung der Uniformitäls» acte ist auf sorgfälltige Untersuchung und auf vielfach ausgedrückte Zustimmung begründet und hat sonach ohne Anstoß oder Aergernis nützliche Modificationcn in einem alten System deS Gottesdienst^ hervorgerufen, welchem ein großer Theil meines Voltes warm ergeben ist. Die Sanitälsbill umfaßt zwar nicht alle Bestimmungen, welche gewünscht worden sind, hat aber doch durch Ein» sctzung von wiltsamen und gehörig organisierten Local-behürden vieles gethan sowohl für die zwangsweise Durch« führung der bestehenden SanilätSgcsctze wie auch für die leichtere Ausführung desse», was noch auf dem Gebiete gesetzgeberischer Maßnahmen über den Gegenstand zu thun übrig bleibt. Das Gesetz behufs Regulierung der Ueberwachung und Verwaltung der großen ssondS in Händen deS Kanzleigerichlshofrs wird die zahlreiche Klasse der Kläger vor jenem Gerichtshofe von den RificoS und Unannehmlichkeiten, denen sie vielleicht bisher mehr oder weniger ausgesetzt waren, befreien und gleichfalls dazu dienen, eine größere Stüiigkcit in unseren Finanzen zu-wege zu bringen. Es freut mich, zu finden, daß Sie durch die Gesetze zur Regulierung der Bergwe,le im Stande gewesen sind, neue Gewährschaft für die Sicherheit und Wohlfahrt jener großen Klassen mcii'er Unterthanen zu bieten, welche in diesem großen Industriezweige beschäftigt sind. Die Bestimmungen, welche in der Maßregel für Regulierung des Systems dcr Aus-schanlconcessionen enthalten sink, bilden eine vcrnünstige Verbesserung dcS bestehenden Gesetzes, und ich hoffe, die verschiedenen Polizeiregulationen, welche sie enthalten, werden sich als förderlich für die öffentliche Ordnung erweisen Ich bin in der Lage, sowohl von dem ruhigen Zustande wie von der wachsenden Wohlfahrt Irlands günstig zu sprechen. Die SlaalStinnahmcn befinden sich in blühendem Zustande. Nährend ich Ihnen herzlich zu dei- Lebhaftigkeit von Handel und Industrie Glück wünsche, hoffe ich, eS wird beherzigt werden, daß Zeiten von ungewöhnlich raschem Wechsel in den Preisen der Lebensmiltel und in dem Werthe der Arbeit auch Zeiten sind, in welchen die Ausübung von Mäßigung und Vorbedacht mehr als je ßcbolen erscheint. Indem ich Ihnen Lebewohl sage. ersuche ich Sie, sich mir im Dante für die reichen Segnungen dcS Allmächtigen und im Gebete für deren Fortdauer anzuschließen." Das franMche Anlehen wird von der „Times" in ausgedehnter Weise besprochen. Wir fassen die ErpectoratiorKn des genannten Blattes zusammen, wie folgt: „Die Operation bcstcht in der Schaffung eines neuen übertragbaren Eigenthums im Betrage nun drei Milliarden. Der Gcgenwcrlh desselben fließt zunächst in Deutschlands Hände, aber er muß aus diesem Land« nach und nach den Weg in die übrige Well finden. Frankreich bewerkstelligt die Zahlung, ohne im Augenblicke ärmer zu werden, Deutschland dagegen, der Empfänger, wird um drei Milliarden reicher. Es mag nun richtig sein, daß die Deutschen einen Theil der Kriegs-enlschädigung als Reserve aufsparen; es wird aber nur immer der geringere Theil sein. Denn selbst, wenn für namhafte Beträge de"s Anlehens Arsenale und Schisse gcbaut, Festungen errichtet und andere nationale Werke ausgeführt werden, müssen in Maleual und Löhnen Summen zu »Ausgabe gelangen, die ihren Weg in die Kassen der solche Bauten ausführenden Unternehmer und aus diesen auf die Börse finden. «ußcrdlNl werden durch die Abzahlung von Anlehen deutscher Staaten FondS disponibel, die ebenfalls die Nachfrage nach andern im Umlaufe verbliebenen Werthen erhöhen, somit den Preis steigern müssen." Die .TimeS" demeilt schließlich. ..daß wir einer Perlode von überreichlichem Geldzuflusse auf die Märkte entgegengehen, eine Periode, die andauern 'il'llM'lMl. Aus dem Tagebuche eines Unglücklichen. Eine einfache Geschichte von E. Florentin. Es sind noch nicht ganz zehn Monate her, seitdem ich auf dem Hofraum, dcn ich bewohnte, einen jungcn Mann zum Nachbarn hatte, dessen regelmäßige und stillt Lebensweise mir schon öfter ausgefallen war. Ich war anfangs erstaunt über die fast klösterliche Abgeschiedenheit, in welcher der mir völlig Unbekannte sich gefiel; später jedoch, nachdem ich diesen so ruhigen und für t»e Leidenschaften seines MtecS sHeinbar völlig abgestorbenen jungen Mann lang« und aufmerksam stu» diert hatte, erschien eS nur. als verberge sich unter dieser trügerischen Maske der Ruhe und Entsagung der v?r. zehrende Kampf eineS unglücklichen und für immer vergifteten Lebens. Die stumme Resignation des jungen Mannes that mir recht wehe, und ich hatte schon die Absicht. Mich ihm unter irgend einen Vorwandc zu nähern, als der Zufall mich eineS «vends auf der dunkeln Treppe auf e,n Schreibheft stoßen lieh, welches mir Aufschluß gab über alles, was ich zu wissen begehrte. Es waren dieS namentlich einige lose Blatter, durch welche mein Interesse auf'S höchste angeregt wurde. Die Indiscretion aber. die mir etwa auf Grund der Verüffenlllchung ihrcS InhaltS zum Vorwurf gemacht weiden könnte, dürfte genügend entschuldigt sein durch den Wunsch un5 die Hoffnung, es möchten diese ein ganz unsägliches Herzeleid, aber auch die rührendste Ergebung in das Schicksal athmenden Zeilen derjenigen Person in die Hände fallen, welcher die Seufzer des Verfassers gelten, und sie möchten auf diesem Wege vielleicht der Vermittler sein zu einer aufrichtigen, für beide Theile Segen bringenden Versöhnung. Doch wir wollen dcn Verfasser dcS Tagebuchs selbst reden lassen. NlS ich heute morgen mein Fenster öffnete, fiel ein heller, warmer Sonnenstrahl in die Stube. Ich stützte oen Kopf in die Hände und betrachtete, in Gedanken versunken, dcn herrlichen, klaren Hmimel. Äuf dem Thurm der Kirche, welche meiner Wuhnung gegenüberliegt, spielte ein ganzes Heer von Spürlingen. Diese losen Schelme wärmten sich in der Sonne und zwitscherten und hüpften vor lauter V.'rgnüaen und Freude. Die Lerche, das G fuder noch ganz feucht von dcn Thautropfen, schwingt sich in die Lüfte und jubelt laut über dcn Anbruch dcS Tages. Auch die Kastcmicnbäume und Linden vor dem Pfarrhofe begrüßen freudig die Wiederkehr der erwärmenden und belebenden Sonne! Nur ich allein lehnte noch immer einsam an das Fenster, träumte und war recht unglücklich; ich hätte weinen mögen wie ein Kind, wenn ich über die Vergan aenheit nachzugrübeln begann; wenn ich über den Wandervogel nachdachte welcher, wenn die Kälte und der Hunger erschienen sind. sich auf und daoon macht, um eine bessere, behaglichere Heimat zu suchen. Und auch du hast Recht gehabt, mein armeS Kind. als du von mir ginglt und mich trauernd ganz allein zurückließest. Du hast zehnmal Recht gehabt, meine süße kleine Angelika, du verzogenes Kind dcS Sonnen-glanzes und der Freude, denn der Hunger und die Kälte thun recht wehe und bleichen das Haar und die Wangen. Du bist von dannen gezogen, weil es dich an der Seite eineS Unglücklichen nicht mehr litt, weil du des Glückes und der Freude bedurftest, um zu leben, du bethörteS. du enttäuschtes Kind. Du wußiest nicht, was du thatest, als du dich von mir wandlest. __ Du dachlest nicht daran, wie wche du mir thatest, mein Engel, du glaubtest anderwärts mehr Glück zu finden, und du gingst, — möge Gott dich finden lassen, was du suchtest, arme Angelika; möge die Enttäuschung dich nicht ;u rasch ercilen. Hoffe und glaube, und für all' das Unglück. l>aS du so ga iz unverdient übcr mein Haupt aewülzt hast. will auch ich für dich hoffen und glauben. Genieße die goldenen Lage deiner Jugend, welche so rasch schwinden, und vergesse nicht, daß es auch ein Morgen gibt in unserem Leben. Entblättere nicht zu früh dein junges Leben, wie wir einst so oft entblättert haben die Blumen derWil' sen und der Felder." Die Schwalben sind in ihr verlassenes Nest zurück' gelehrt — nur du Angelika. kannst du dich von demem prächtigen Boudoir nicht trennen, mein Kmd? Wlrst du denn niemals uiiedcr in das Dachstübchen zurückkehren, das der Zeuge war so vieler ungetrübter Freude und so vieler Lust. und das einsam und öde gewoben, seit du fort bist. Angelika! Ueber ein kurzes wirst du vielleicht verlassen sli" w>e ich; wünsche es dir nicht, mein Engel, sollte es aber dennoch dcr Fall sein. dann wirst du dich vielleicht gern deS vergangenen Glücks erinnern und vielleicht gern bei jenen seligen Stunden verweilen, die wir unter Lachen und Kosen zugebracht haben, jener Stnndcn, die mich an das Dichterwort erinnern: Nun sah ich's endlich wie im Traun, Das leuchtend Irrlicht, NlOck genannt, Doch nichts war bleibend, alle« Schaum, Der Himmel nur sein Heimatland. 1333 Verde, bis sie ihrcn Höhepunkt erreicht und durch unvorhergesehene Umstäde, wie einen Krieg, cine schlechte Ernte oder lonst welche Katastrophe unterbrochen wl:t>." Zur Option in Elsajj-Lothnngen. Der „Deutsche Reichsanz. "publicicrt in Sachen der Option folgendes Nctenstück: „Durch die Zusahconvenlion zum frankfurter Frledensverlrage ist darüber Gestirn» Mung getroffm, wo Elsaß^olhringc,', welche sich außer halb Deutschlands aushalten, die vorgrs^riübcne Erllä-rung für die französische Nationalität, falls sie für diese optieren, abzugeben haben. Für Elsaß Lothringen selbst lsl diese Frage durch besondere Bestimmungen geregelt. In Vetresf solcher aus Elsaß-Lothringen gebürtigen Personen dagegen, welche in anderen Slaalen dcS denlschcn Reiches als in Eisaß.Lothringen sich aushalten, ist ein Abkommen dahin gelrossen worden, daß die gedachte Er» lltirung entweder vor der Golschaft dcr französischen Nepublik >n Berlin, oder vor denjenigen Gebärden soll abgegeben werden können, welche von den Regierungen der einzelnen deutschen Staaten als dazu ermächtigt werden bezeichnet und belant gemacht werden. Demgemäß hat der Minister des Innern bestimmt, daß innerhalb der preußischen Monarchie die Landräthe und in denjenigen Städten, welche einen eigenen Krcis bilden, die Magistrals-Vorständc ermächtigt sein sollen, von den in Preußen sich aufhallenden, in Elsaß^othringcn als fran. ziisiche Staatsangehörige geborenen, disposiliolisfähigen Personen auf deren Ansuchen die bezeichnete Erklärung für die französische Nationalität protokollarisch entgegen zu nehmen. Dicse Erklärung wird sich darauf zu be> schränken haben, daß der Erklärende unter genauer sln» gade seiner Personaloerhültnisse, insbesondere des Tages und Jahres, sowie deS OrteS seiner Geburt und seines vollständigen Namens protokollarisch ausdrücklich aus-spreche, baß er sich für die französisch? Nationalität ent. scheide." Politische Uebersicht Vaibach, 16. August. Wie aus Prag gemeldet wird. hat die böhmische Statlhalterei den Beschluß deS pragcr Stadtrathes, sich durch cine D e p u t a t l o n an der in Velgrad bevorstehenden Huldigungsfeier zu belheiliaen, sistiert. Diese Entscheidung beruht auf einer Vereinbarung mit der ungarischen Regierung, die gleichfalls ähnliche Beschlüsse llstierte. Die „Gaz. Nar." befürwortet, baß alle galiz ischen Abgeordneten zu einer Versammlung zosaiN' Mentreten. um sich über die künftige Stellung zur Re» yierung und Verfassung^partei. über die Mittel zur Er-langung einer ^andce-Aulonomic, sowie üder mehrere ^andes-Angelegenheiten zu einigen, und sich zuuor über alle diese Punkte mit ihren Wählern verständigen. Das ungarische Amtsblatt theilt folgende Vcrord, nung des lön. ung. Ministers dcs Innern mit: „Nach I dem tz 8 des Gcs..«rt. XII: 1867 ist das Ministerium des Ätußern berufen, die Hionarchic bei jeder Berührung mit den, Auslande zu urrlrelen. Auch hinsichtlich dcr StaalSaction, welche erS erscheinen und sich vertreten lassen, weshalb jede Enlsenduna. over ift>-austragllng, beziehungsweise jeder Beschluß in diese« Richtung für ungillia erklärt und annulliert wird." „Reform" plaidicrl abermulS für bie Fusion, und zwar aus nationalen Motiven. Durch die Fusion würde der feste Anschluß aller magyarische« Elen-entt aneinander bewirkt, und die Umtriebe der Nationalitäten fänden dann einen staitcn Damm. Dcr preußische Staatshaushalts-Etat für das nächste Jahr wird in den Positionen sämmtlicher Ministerien bedeutende Mevrsorderungen enthalten, t»e nbcr der Zustimmung dcS Landtages sicher sein können-indem sie durch die in Aussicht genommenen Gehaltserhöhungen für die bieher sttts unberücksichtigt gebliebenen Uliterbcamtcn bedingt sind. Die „Kreuzzeituna" dementiert die Nachricht von der Reise Ihrer Majestät der Kaiserin von Oesterreich nach Berlin. Dagegen wird der Besuch des K ö n i y e von Gaiern zu den Scptemberfcsten in Berlin als sicher bezeichnet. Drr Gcsetz^ebungSauSschuß der zweiten Kammer in Darmstadt wird am 14. d. M. zusammcnlrelcn. um über die Vorlagen der Regierung betreffend die Verschmelzung verschiedener Klassen der Gemeint»,umIagen so wie die Heranziehung dcr Forensen bei Aufstellung der Gemlindevoranschlägc zu berathen. Auch dcr Entwurf eines Gesetzes in Betreff der Erhöhung dcr Ge« soldungen der Vollsschullchrer wird von diesem Ausschuß berathen werden. Eine Note des „Journal Officiel" dementiert die Behauptung eines Journals, daß - dcr Minister deS Aeuhern den Grafen Vogu6 aufgefordert habe, seine Demission als Botschafter in Constanlmopel zu geben. Zufolge bundesräthllchcr Ermächtigung betraute daS M il l tär-D cpartc m e „ t in Bern mehrere clb« qcnössischt GenetlllstabS-Oifizilre unt verschiedenen Missionen im Auslande. Einige werden dem Gardc-Ma^ növer bei Berlin beiwohnen, anoerc den österreichischen Manövern in Tirol und bei ^inz und Klosternculuirg und wilder andere dcn italienischen Manövern bei 3ln-cona. General Herzog wohnte lmhrere Tage dem baicri-schcn Artillerie-Manöver auf dcm ^cchselde bei. Ans Spanien langen wieder neue Bulletins von Siegen über die Insurrection in Eatalonien ein. Gleichzeitig kommen Erzählungen übcr neue Brand-schahungen durch dic Earlisten. — Das cisrigc Fahnden auf die Bctb/iligten des madrider Attentat eS scheint doch allriuiliss einen Erfolg zu erzielen. Man liest im, „Ticmpo" vom 4. d. M.: In da« Militär-gcfängniS von san Francisco wurde ein Nordamcri-lancr eingebracht, der sich für einer Emil « Ingcnieur ausgibt und in San Sebastian unter dem Vcidachle der Theilnahme an dem All.nlalc dcr Callc del Arsenal verhaftet worden war. Die „D. A. Ztg." rlbält an« piss-ibon über die ttage in Portugal nachstehende Nachrichten: ..Ein frischeres pclien ist in unsere SlaalSmaschine gekommen, seil das Ministerium mit voller Kraft in dm Wirrwarr der früheren Verwaltung eingegriffen hat. Schon zur Z.it der letzten Kammelsihung wußte es sich die Uneinigkeit im Vager seiner Gegner fehr wohl zu Nutz? zu machen und war bis jetzt dcr vereinbarten Opposition dcr Historiker und Reformisten gewachsln gewesen. Als Hauplvcrtreler der jetzigen Richtung sind bezeichnend die drci Minister FonleS Pc>eira dc Mello a!S Cabwels-Chef und Kriegsminister, Rodriao de Sampa'o fürS Innere und Iayme Monis für Mari»-, und Colcmicn. Die Energie, mit welcher sie standhalten, lan:-. dem Lande nur zum Nutzen gereichen." Das dänische Folkclhing ist durch ein vom 3. d. M datiertes königliches Handschreiben nach Be-endignng seiner dreijährigen SessionSpcriode auf^loet und die Neuwahl auf den 20. September angeordnet worden. In Mexiko ist Aussicht vorhanden, daß Nuhe und Frieden baldigst im ganzen Vanbe eintreten. Mehrere Insurgenten-Führer haben die Amnestie angenommen. VMsschul-MiolhlklN. Aus dem Entwufc znr Volksschulen-Bibliotheken, ordnung, welchen Se. Excellenz dcr Herr Minister für Ellllus und Unterricht an die pandeSfchulbthöiden, wie jüngst gemlldel »urdc, zu dem Ende velscndel Hal, damit innlrbalb der Grenzen der EnlrvmsSbestimlmnincn m.l Berücksichtigung der Schuloerhallnisse deS VandeS die Biblioihllsordnung für das Vand von den VandeSschul» beholden festgestellt und zur Darnachachlung vorgeschrieben werde, lhe'lt die „Ocsterr. Corr." folgendes mit: Dil Vollsschulbibliolhcl hat den Zweck, der Schuljugend dle Mittel zu bieten, durch eine entsprechende ttcclüre ,hre intellectuelle und moralische B-lkn-g zu fördern. Der oerantwoilliche ^citrr dcr Vo>l««si.ull'ch!io!h s lsl dcr Keiler dir Schulr. Es a/hött ,lN: b-e Ausgasn t»cs bei dcr Schule an «estelll'-u ^chrptisonals, j,ch mit dem Anhalte der »n der Vollsjchulolnliolhcl vorh^ ü- r blkulint z» maHcn, uiu den l,lnze!',en l >e ^eclürr solcl^cr Bücher empfehlen zu s^liel-, l.,elchü jür sie mil Rücksicht auf ihre Indioidualllat vo?» besonderem Nutzen mären. Die Bücher der Voltsschulbibliothel lc,l,i,cn an Ml-^licder der Schnlqcmrindc, welche der schnlc eltti^ach-sen sind, zum ?escn velabfolgt werden, insomüt dadurch die Ansprüche dcr Schuljugcnt, inHl b:e,i!i!ächtigl w:l-den. Der Vetter des AuSleihgeschästes hat darüber zu wachst, doh kein Buch verloren gehe und dc>tz d't aus-gtllchcnen Bücher zu der. ftsla.rsctz<>n Fnst zurückgestllt werben. Ergibt sich ein Bcrlnst s>bsr eine Bcschä igu-'l), so hat der Bibliolheksleiler den Entichner zum eniipc-chenden Ersetze zu oerhalten oder die Anzeige an o«e !Oltsschu!blhörde zu elslaNen. ! Die Ortsschulbehüide bestimmt, unter welchen Vor-^sichten die Hinau^gabe lnr Bücher an crn?a!t'senf Mit» qlicdcr dcr Schulciemeinde ei folgen kann und ob von solchen für die Entlehnung der Bücher ein Entgelt u„d welches zu entrichten ist. Sollte die Situle, an welcher sich die Vc>lt>bibl!olhck befindet, aufgelassen w'rdei?. so sind die Bücker derselben jener Volksschule zuzuwend'», mrlchcl der Schulsprengel der aufgelösten Hchule zl»^-miesen wird. Isl mit einer Vollsichxlbibüo'hel eine Vocal-Lehrerbibliolhel vereinigt, so können auch deren Bücher an Mitglieder der Schulgemcindc geliehen werden, wenn dadurch die Interessen d NtHrout, siabost.") — (Bei der Wallfahrt nach Dobrova), 15. d. M., hat ein Ungenanntseinwollender sür den hei, lige» Vater den bedeutenden Betrag von 100 fl. als „Pe< terspfennig" gespendet. — (Bei den Schadenfeuer), welches am 9. b. M. in Blatnabrefovca, Landbezirl Laibach, neun Gebäude einäscherte, haben der Gemeindevorsteher Herr Karl Obres«, die l. l. Genbarmen Karl Franke, Lorenz Kutovic und Franz Kuhar durch andauernde, ausgiebige und ausopfernde Hilfe dem Weitergreifen des wüthenden Elemente« Einhalt gethan. — (Aus dem Amtsblatte.) Kundmachung in Betreff der L'.citation mehrerer Gemeindejagden im Bezirke Ndelsberg. — Eoncurs zur Wiederbefetzung einer Unlerlehrerstelle in Oberlaibach; Gesuch bis Ende d. M. an den Bezirlsschulrath in Laibach. — Verbot in Betreff des Mitnehmen« der Hunde in Easy. und Gasthäuser. — Concurs zur Verleihung von Stipendien für Hörer an der landw. Hochschule in Wien und an der Forstalademie zu Mariabrunn bei Wien; Gesuche bis 1. September l. I. an das Ackerbauministerium. — Ausschreibung von Stifts-Plätzen am Gymnasium in Meran; Gesuche bis 24. d.M. an den Magistrat in Meran. Eingesendet. Die >« >»«»»»«>, llberuimmt Gelder zur Verzinsunn in Vanlnoten alls Kaffescheine ohne Kündigung Ml!.......4°/„, „ „ mit 10liigigi>r Klludlgulig mit .... 5°/y, ., Mro Ginlagen. » vi»l» behebbar, mit.....5"/.. Ferner eScomptirt sie Platzwechsel, Tsmlcile "Ild Ui-luesseu auf inländische und ailöläildische Plätze, — gewährt Credit gegen Tepot nnd mheill Vorschilsse aus Sta°ls. und Iiidusllil'-Papii'rc a/gs» zu vereinbaieiidc billige Bedingung!'«. — ilebcrläß! Anweisungen mis Men. Graz. Trieft. Klagenfurt. Marburg und Illxrhaiipl «us alle inländisch«'!! llüd ausländischen Mähe, wo sich Ersdit-Iüstttute b.findeu. — Lffcctmrt Uufträne und besornt Incassl, übernimmt den commissionbwcisen An-und Verlauf von allen Gaumige,, Effecten gegen billigste Ve-dmguiigeil. — Uebcruimmt die Aufbewahrung von Effecten gegen billigste Gebllhren. - i'üst alle Gattungen vcifaNener <5on psns gralis ein. nimmt selbe an Zahluugsslatt an und escom-purt noch nicht fällige. Auswärtige Eoimmtttlitenweropn ein-ylloden, ihre Coiresvondeüzeii unmittelbar an die Filiale selbst zu richten, wo gegen ' ,,", VergMung alle in'S Vanlweseu tin-schlagende Geschäfte directe besorgt werden. Der selbständige Credit Verein für sslllw lim Verbände der Filiale der Tteiermärlischcn (fKcompte Vanl) gewährt Gscompte Credite >>n sim.e dc« 5 4^*, der sxauileu. Näher, Ausmiste, sowie Programme und Gesuchs Formulare sind im Bureau der Filiale erhältlich. «) » 42. Die -. ^2l»s. «m>tlisl vom lii. ^u!i 1872 »l>: »»»»»« IK «31, K«^ in äl»5ob»ltt«n von N .»Utttt, I0V0, 5W. ltttt. 50 mil S'/,p«r<:ontl^N!' V,>!V!N!«! 90ll!^!^«^ Xülilll^,^!^, .. 6 ......60 ,. .. »'/. ......30 .. ..6 .. « .. 14 .. .. «'/. ......» .. ... Nie Xil>«ni, v«s«l«l< «u< V»:!-I»»s;<'i! <<«,> l', l'. l'üülo^as'« !m Telearaphischer WechselcurS NNN' 16. August. Papier-Rente «6.65. — Silber - Nente 72. lM)er S'f<"i'«-Nl!leh,n 103.25. . VansiNct,,,' ««7. Lr^«-sct e» 343. - Bonbon 109 90. — s>i ber j>»8, — «, t Hiüu, Du» «ten 5.27 — Naval",.«Vor 8.74. Verstorbene. Den !0. Angust. Helena Vullob, gewesene Köchin, alt 63 Jahre, in der Stadt yir. 4? am Zehlfieber Ngnrs Ia< llii, «rbeiterin, alt 36 Jahre, im Civilspital an der i.'una.entnber-culose. — Frau Anna Sckmid, bUrgl. Hausbesitzerswitwe, alt 86 Jahre, in der Stadt Nr. 2N an Erschvpfunq der Kräfte. ^ Dem Mathias Wallucr, Maschinensllhrer, sein Sohn Josef, alt 7 Jahre, iu der «apuMtroorslaot c>n der Klagenfurterstrasie Nr. 71 an der Ruhr, Dem Herrn Mickael Stridinger, Conducteur, sein Hind Michael, alt 4 Jahre und U'/, Monate, in der .Napu° zinervorstadt 9ir. 73 au der brandigen Uachendrämie, Den l l. « ugust Dem Herrn Iohauu Merluzzi. Zuckerbäcker, seln Kind Maria, all 6',, Monate, in der Kapuzinervorsiadt an der Nieuerlinie ?ir. 62 am Durchfallc, Den 12. August, Ursula Ingltt. Inwohilersweib, alt 67 Jahre, im Civilspital au dc>, Herzbrutelwasselsucht — He»r ssranz Gaismair, l l. Marlne^ri^nscommissciriats^Adiunct. alt 15> Jahre, in der St Pelel-ouorNadl Nl'. I.j am organischen Herzfehler. Den 13. A 11 g u st. Dcm Iof»f Pidic». Sellernesrllen. seln Kind Johanna, alt en-schwester, starb im 59. ^ebcil«ic>hre. ,m Ursuliuelllostcr in der Ka« puzinervorstadt Nr. 34 an der Eutlräflung — Josef Singer, Zwängling, alt 40 Jahre, im ZwanaSarbeitshausc Nr. «s»>»«. Hanßle, Kaufm.. Feldtirchen. — Weiller, Getreide» liändler, Kanischa. - Hirsch, Oberstabsarzt, Wien. - Hajel, llnbar. — (lrobath und Stubl. Uatsckach. - llltmenj, ilsm,, Agram. — Kaiser, Wien -- Saluago, Huber, Handelsm., Hermet, Nssicniatore, und Merli mit Ocmalin, Trieft. - «itter v. «appus, Vllrgermeistcr, Sleinbilchcl. Men«»« »T'l^,,. Ehrenreich, Gutsbesitzer. Ponowitsch. — Majel, Kaufin., Wien. - Frau Globoinig. Ei^neril. «««to« ««^n,,». Haul. Iohannisthal, — Ritter v. Klich-hüber. Oberst in Pension, Wien. — ^ebrawöly, Ingenieur, Kralau. Ascher, Wien, — Detlosi» und Marold, Inest, --Huber, Wien. sseliiii, Handelsmann, Zengg. - Sternlicht, Wien. «l»«>'l««s>,V«' »>»s. Del Negro, Präsioentens-Vemalin, Leo« ben. - üuralt, Auscultant,VorenjavaL. ^ v. i!edtier und Ascher, Wien. M«e«»,>Hv»^te. Eger, Trieft. . -l u u ^ sV D ' , 6 ll Mg. 738 .4 ^-l^V ' wlndss'll Nebel ^ '6. 2 „ N. 736.?s j23., NO. schwach z.HÜIste bew. 0.^ ,10 „Ab. 737..'.s s 17., windstill gan, bew. Mora/unebel, Tagllber ziemlich heiter, abend« Gewölle au« Ndrkost. fast wüidstill. D,s lagesmittel der Wärme 4- l8'0', um 13' unter dem Normale. «eraülmm lliäier Nel^llstenr: Iqna, v. ll l e i n m a Y r.^ ^arll»nlil»ril^t Wien. 14. August. Im allgemeinen »hanpten sich die gestrigen Schlußcurse. Eine Ausnahme machten Anglo- 1Mb Psie!„sbanl.?lstien. welche zu weichenden TurscN ^n,uz^»V^tU)z. ^handelt wurden. Erstere gewannen übrigens wieder die verlorene Position, während letztere sich nur theilwcise erholten. Rente u„d aroßencheils auch andere Nnlaasvapiere schließen besser als gestern. u ^ ^ K. «U«»m«in« «taa»«s<»»uld. «ur 100 fi. Hinheitliche Staatsschuld zu 5 p«t.: in Noten oerzinslMai-Nooemb« 6»i60 66 70 « „ „ Februar-August 66.60 66 70 _ Gilbkr „ Iänner-Iul, ?2-. ?21s> ^ ^ Uprll-Octoder. ?210 72.20 LolevI. 1U39..... 347.-350.- ° „1854 (4'/») zu 250 fi. 95 .- 96,- I 1860 ,u 500 si. . . 103.20 10540 . I 1860 zu 100 fl. . . 126,- 126,50 I 1864 zu 100 fi. . 146 75 147.25 «taat«-D°mäNtN-Pfa"dbriefe zu 120 fl ii W. w Silber . . 117.75 118.25 «,. Gru«>»«tlastung«-Vbliaationen. »ilr 100 st- Ttls> Wa^rc «ühme» ... ,nbp<5t 96.75 97.25 OaUzien .... .5. 7850 7950 Mtdn-Oeftlrrcich. , „5, «3,^ 94.- c>d«r-c>lfterreich . . « 5 „ 93 50 94 -- Siebenbürgen. ,5„ 79.75 «0 25 Blt»>rrn«n? . ' ^ 5 ^ 91 50 92 50 Ungarn .... , 5 „ H1.50 82.- Q'. Ander« bffentliche Anlehen Donauregulirmigslose zu 5 p «««klustitllte'.. Unglo-öfterr. «°»l . . 320 25 3W50 Vanloerein....... 364.— 365.— Voden-Creditansialt . . , . 287.— 289 — Kreditanstalt f Haudel u. Vew . 312 10 342H0 llreditanftlllt, allgem. nngar. . l54.— 154 25 Depositenbank...... 109.75 1,0,-- <2«c°mvle-Oesellschllft, n ü. . 10If,.-I022 - Franca-llfterr. «an! . . , . 127 — 127.25 Handelsbanl....... 248 25 24^ 50 Natioualbanl , . 875.— 866 - Unionbanl...... 274.75 275.- Vereiusbanl . . . . 17150 171.— Vtrlehrobanl....... 219.25 219.75 ^. Tlctien »on ^ran^portunierue^» munGfN Held Waare Alfilld-Fiumanlr Vahn .. »8150 182 — Vühm. Weftbahn..... 253-254 -- larl-tudwig-Vahn..... 24450 245.- Donau-Dampfschifff. Vesellsch. . 620.- 622 — Elisllbcth-Wlstbahn..... 254.-254 50 Elisabeth-Westbahn (i!inz - Vud« weiser Strecke)..... 219.— 220. - Ferdinlluds-siordbahn . . . 2105—2110.— Süuflt?ch,l.'?N»rll,r,5's.hn 1YI- 184 — «elk «lp,»^ FrauvI°stvi»«,B«>b!, . . . 223 50 224 Leml,tra,rCz^«.lIllftl?tr«V»hn . >64 — 165 — Lloyd, öfterr....... 505.— 507. - Oefterr. Nordwestbahn . . .218 75 219 25 «udolfs-Vllhn..... 181.- 181,50 SiebenbUrger Vahn . . 185— 185.25 Staatsbahn...... 340 — 341 — Slldbahn . ......209 60 209 80 Sild.nordd Verbind. Vahn . 181.— 181.50 Theiß-Nahü .... 26350 264.50 Ungarische Nordostbahn . . 167, - 167 25 Ungarische Oftbahu . , . 134.25 134 50 Tramway ...... 337.50 33«.— 5. Pfandbriefe (fllr 1<» fl) «llg. äst VodcN'treditMnftalt Held Waare „trloebar zu 5 pst. in Silber 104 75 105 — 5tn.in33I.rUckz.,u5pCt.in«.U 88 50 88.75 Nat'onald. zu 5 ptt. ü. N. . . 9230 9250 Uuz. ^°d.- Maatt siebend. Vahn in G,lf>er verz. . 9175 93 2b 3l»at«b. «. 3'/. » 5>00Fr. «I, Em. 129 180.^ Slldb.G. 3". i 500 ssrc. pr. StUck 113 — l 13.50 3udb.-O.i200fl.z.5°,fitrI00fl. 95 25 9b.b0 Vudb.-Vons 6". (1870-74) i 500 Frc« pr. Atttck . 220 — 22 l-^Ing. Oftbahn sUr 100 fl . . 81.50 81 7b ». Prlvatlose lper Gliick). trebitanftalt f. Handel u.Vlw. «el», «Sa«"' zu 100 fl ö, W.....18? 50 18«^ Nnosslf-Stifluug zu 10 fl. . . 15.25 1b 7" W«»,s,l (3Vl°n) «eld «a»" «u««burg sur 100 fl ludd. W. 92 40 92 bl> Frai>lful!a.M. 10s) fi. detto 92 45 »2 5.» Hamburg, fllr i(X) Marl Banco 81 — »l 2<' London, fllr 10 Pfund Sterling 110.10 1W2») Pari«, für 100 Franc« . . . 429b 42"" ll. llülUnz-Dncatel. . 5 ft. 29 tr. 5 ft. 51 "-Napole°n«b'°r . . 8 » 76j , 8 , 77 ^ Preuh. «lassenscheine 1 ^ 63j . 1 » 63i -siilb« . . 107 . V0 . 108 , 10 - »rawischt Ornndentlastnug« . Obliaationeu, Pri< »e!::^liln?ll: 85.7b »'ld 86 «2«t.