(Poütnina placana t gotovini.) Erscheint wöchentlich zweimal: Donnerstag und Sonntag früh. Vchnftleiturq und Verwaltung: PreSernova ulica Nr. 5. Telepdon 21. — Antündigungen werden in der Benoaltung gegen Berechnung billigster Gebühren entgegengenommen. Bezugspreise: Filr das Inland vierteljährig Din ZS—, halbjährig Din 5©-—, ganzjährig Din 100*—. Für das Ausland entsprechende Erhöhung. — Einzelne Nummern Din t —. Nummer 20 Sonntag, den 9. März 1924 49. Jahrgang Wadie spukt wieder. Die letzten krisenhaften Abstimmungen im Parlament haben, wie vorauszusehen war, Stephan Rad:t als Cpukerfcheinung wieder au« der Versenkung empor-gehoben. Da aber die bloß« Ankündigung, daß die Radit-Abgeordnelen nun doch endlich — wir wissen nicht genau, zum wievielte» Male — ernst machen »ollen, in der Oeffentlichkeit alle Wirkung verloren hat, da auch da? Eintreffen von Radit' Unterhändlern in Beograd als Schreckmittel bei der Regierung nicht mehr Recht verfängt, so hat Stephan Radit sich veranlaßt gefühlt, einen stärkeren Trumpf auSzu-spielen und seinen Getreuen den Eintritt ins Beo grader Parlament brirflch anzubefehlen. Wie in früheren Fällen hat Radit vorläufig einen Zweck sicher erreicht: Die ganze Presse des Staate« schreibt von ihm, die Parteien stecken ihre Köpfe zusammen und die Regie,ung trifft ihre Gegen-maßnahmen. Man mag über Ra»I« urteilen, wie «an will, soviel steht fest, der Mann versteht ti wie kaum ein zweiter, von sich reden zu machen und sich seinen Zeitgenossen immer wieder in Erinnerung zu bringen. Ob er dadurch seinen Wählern irgendwie nützt, ob er dadurch der Verwirklichung seine« Programmes näher kommt, kaS ist freilich eine andere Frage. Bisher hat sich Radii bloß als Theatermacher bewährt und seine Donnerkeile waren auS Papierflitter ver-fertig«: geleistet hat er aber nichiS und geschadet hat er niemandem. Jetzt endlich will Stephan Radie, wie seine Anhänger behaupten, das Signal zum Angriff geben und feine GefolgSmannen gegen die radikale Regierung mobil machen. Er selber bleibt, wie eS sich für einen Heerführer geziemt, im Hintergründe, weit weg vom Schuß. Seine Abgeordneten mögen sich auf dem Beograder Pflaster die Beine auskegeln, er zieht <8 Deilelklzznt. Von Alma M. ttartru, Peking. Dritter Teil der Weltumieglung. — Im fernen Osten. XXVI. Ein Tauchen in die Vergangenheit. IL Berühmt find die beiden Han Dynastien, die west licht und die östliche, denn nun kannte man nicht nur P»pier, Druckeret bt« zu einem bestimmten Grad da« kirden der Steffi, da» Sticken der Seide, die Malerei und LsckardeU, sondern auch Porzellan, da« wunderbare Schönheit aufwt,« und nur von der T'ang Dynastie j wiichen 618 di« 907 dem Goldcnen Zeitalter chine-fischen Wisscn», üdert,offen wurde. Dichter und Maler schufen ihre Meisterwerke und Denker besprachen die Werke Sact 2fi» und ttonfuciuS. Zur Lei, der Liao.Tynaftie würd« Peking die Hanpstsdr urd tic Entfaltung. die erst gan» Südchina rmloßt hotte, e,reichte nun den Norden, erhöhtc China« Macht rbichon dte mächtige Sung Dynastie den Süden beherrschte bi« die Mongolen einfielen und beide hinweg schwemmten. China« Geschichte ist voll von Kämpfen mit den wildn Radit und seine Ab-geordneten sehen jetzt e>n, daß ihre bisherige Absti-nenzvolitrk von Anfang an verfehlt war. Mochte auch die Bojkottierung des Parlaments zunächst den Beifall der Wähler finden, diese Taktik hat je «ehr, je läng.r in der Bevölkerung den Zauber der H-ldenhasiigkeit wenn sie ihre Kleinen schrecken wollen, deun er ver-suchte nicht nur — und mit Erfolg — alle Stämme China« zu vereinen und sein Reich bi« nach Burma und Tibet zu erstrecken, sondern er unterwarf fich Korea und machte »»et Angriffe aus Japan, dte mißlangen. Der letzte Versuch mißlang, weil ein furchtbarer Sturm in der Meerenge von Korea auibrach und alle Schiffe scheiterten. Da« nennen die Japaner heute noch dankbar den „guten Wind". Kublai Khan aber ist doppelt interrssant auch dadurch, weil man vermutet, da» einige seiner Krieger, von einem Taifun verschlagen, die Küste Südamerika« erreichten und dort die Zivilisation einführten. Man hält e« nicht für ausgeschlossen, daß der weise Gründer de« Herrscherhauses der Inka, der geseierte Marieo Capac «in Bruder Kublat Khan« gcw-sen sei, doch fehlen zu der Annahmt immerhin geichichlliche Belege. KuH.i Khan war'« ja auch, der den Werken Cd'anz Ch'un zu sich an die Grenzen Tibel« berif und seinem Rate gehorchte, al« dieser ihm sagte, daß besser al« aller Gtwinn ein reine« H^r, sei und nur der zu WiSheit gelangen könne, d>r kein Blut zu vcrgieß-n wünsche. Beide starben fie im gleichen Jahr — 1227, kurze Zeit r.achd«m in Eurrpa Richard Löwenherz gestorben und slin Bruder Johann den rechtmäßigen Erben Arthur haltt in Trwer ron London timoiden lasstn. Etwa fünfzig Jahre vor der Thronbesteigung Rudolf« von Hobsburg. Ich erwähne dessen, weil man an B-kanute« unwillkürlich leichter Unbekannte« knüpft. Dir Ming-Tyriastie gilt al« die kunstreichste und wichtigste uid «strickte fich bi« 1614, übte auf die eingebüßt. Die Bedürfnisse bei Alltags sind eben stärker denn die Tiraden einer weltfremde» Romantik. Und wenn jetzt die Rrdiclaner mit eingelegter Lanze in die parlamentarische Arena einmarschleren, so werd«» sie den Zusammenbruch ihrer bisherigen Taktik vor der ganzen Welt bekennen. Man wird ihnen mit Recht rorhalten, daß sie das, was sie jetzt planen, schon vor Monaten und Jahren viel leichter uvd müheloser hätte erreichen können. Und wenn sie auch einen Teil der Wähler durch ihren Einzug ins Parlament befriedigen werden, die Unentwegten werden sich von der Raditpartei abwenden und ihre eigenen Wege gehen. Stephan Radiö ist also In keiner beneidenswerten Lage. Er mag feine bisherige Politik fortsetzen oder nicht, er wird im einen wie Im anderen Falle bei einem Teil der Wählerschaft Anstoß erregen. Er ist zwar imstande, das bisherige Regierungssystem zu« Fall zu bringen, aber sein Sieg würde ihm und feiner Partei zum Verhängnis werden. Stephan Radiö hat den Zenith feiner Geltung Überschritten; er gleitet abwärts auf der schiefen Bah", mag feine Partei nach Beozrad kommen oder nicht. Politische Rundschau. Inland. Annahme der Konventionen mit Rumänien. In der Skupsiinasitzung am 4. März sprachen zu der Tagesordnung, auf der da» Budget des Justizministeriums stand, die Abgeordneten Dr. HraSnica über die Justizzustände In Bosnien, Timo-tjeviö (Dem.) über die Mißbräuche in der Justiz-pflege, speziell bei Slquestern, dte ja ohnehin nicht unter daS Justizministerium gehören, ferner Abge» ordneter Dr. Hohnj c sowie der Sozialist Sekul!,!. Die Sitzung wurde um halb 1 Uhr geschloffen. In Tokugawaperiod« in Japan großen Einfluß au«. Erst war die Hauptstadt Nanking, später Peking. Diese Tynastie war durchau« chinesisch, ihr Gründer ein Priester ramen« Hung Wu Herrliche Kuvstschätze stammen au« diesem Zeitalter: Porzellausachen und Arbeiten au« dem milchigen, meifi einen grünlichen Schimmer ausweisenden Nrophrit, EtfenbeinschniKereien und gestickte Bilder, deren Schönheit unbeschreiblich ist, da di« glänzende Seide etwa« Leben«warme« gibt, da» höchsten« der Pinsel eine» großen Meister» in Farbe je erreicht. Ich sah solch einen gestickten Gott mit wallen-d'm Barte und mir war'S al» zöge der Wind durch diese« lose Haar. ES bewegte sich vor meinen Augen oder ich hät e die« beschwören mögen. P'ai lou«, die großen Tore, wurden da in Mengen errichtet und nach-dem der böse Aung Loh im Anfang d-S 15. Jahr-hundert« von Nanking nach Peking zog, entwickelte fich diese Stadt mehr und mchr. Er war e« auch, der draußen auf der weiten Ebene di« prachtvollen Ming-gräber b-gann, zu denen Tiere au« SUtn in langer Reihe führen. Und gerade al« der Glanzpunkt erreicht worden war, brachen die Mandschu des Norden« herein und begannen ihre eigene Tynastie mit Shun Chih, die ununterbrochen andauerte di« Hsüan T'ung in 1912 zu Gunsten der Republik abdankte. Die Mandschu hatten da» Zopftragen eingeführt. Die fesselndste Erscheinung der Mandschu Dynastie ist unzweifelhaft die Kaiserin-Witwe und eigentliche Regentin während 5(1 Jahren, die einstige Nebenfrai» de« Kaiser», di« stolze, gewandte und herrschsüchtige Seite L Citfler Ze'.tusff Kmart SO brt Nachmittagtsitzung wurde sogleich zur Tage», ordnung übergegangen: Bericht de« AvSschusse» über den Gesetzentwurf betrefinid den definitiven Grenz' verlauf zwischen unserem Königreiche und Rumänien. Der Referent der Mehrheit verlas die Entscheidung de» AuSschusse», iu welcher dieser foidert, daß der Gesetzentwurf folgenden Titel tragen soll: „Gesetz-«ntwurf über die zwischen dem Königreiche SHS und dem Königreiche Rumänien abgeschlossene Aon» venlion brlrcffenb den definitiven Grenzverlaus". Nach Verlesung he» ganzen Protokoll«» ergreift Außenminister Dr. Niict da» Woit. der ia seiner Rede hervorhebt, daß diese» Einvernehmen am Ende di» vorigen Jahre« mit dem Königreiche Rumänien abgeschlossen wurde in* daß wir nun endlich in der Lage find, »lese wichtige Frage von der Tage«, o.dnung zu nehmen. Nach ih» spricht der demokra-tische Abgeordnete ierov, der die Konvention wie auch die Tätigkeit M Außen»!.,isteriu»» vom na-t ondcn, wirtschaftliche». lokalen und BerkehrSstand» punkte ou» scharf kritisiert. Bus sehr energische Weise verteidigt Dr. Nincic seine Politik gegen di« Einwendungen Dr. Heerov». Besonder» weist er den Borwurf von ihr ab. al» ob sie sich gar nicht darum gekümmert habe, «in kroatische* Vors in Banal zu bekomme» und hebt hervor, daß die Regierung sogar sehr um da» koati^ch« und slom« nische Element Sorge getragen habe, al» die Ab« Kreuzungen mit Oesterreich und Ungarn stattfanden. Nach Dr. Nincic sprach noch Dr, & i-rov in persönlicher Sache, worauf der radikale Abgeordnete Grgin sprach. Dann wurde zur Abstimmung ge. schritten. Bei der p.inzip!«llen Abstimmung stimmten 157 Abgeordnete, davon 107 dafür und 50 dagegen. Ja der Epezioltebatt« stimmten 159 Abgeordnete, und zwar 108 dafür und 51 dagegen. Stephan Nadlt befiehlt die Abreise seiner Abgeordneten nach Beograd. Di« Radlcpartei hielt am Sonntag in Zagreb ihre Vollsitzung ab. Der Sitzung sollen 65 tlbge-ordnete beigewohnt hiben. Den Vorsitz sührt« Abg. Dr. Mal-ji. Nach Eröffnung der Sitzung verla» Dr. Krrjevic einen Brief Radii' in welchem dieser ««»führt, daß seine Abgeordneten nach Beograd fahren »üfsen, damit man gemeinsam mit der anderen Oppo-fition di« Regierung stürzen könne. Dann erstattete Dr. Macek «inen langen Bericht, in dem er sehr scharf über di« radikal« R.gierung herfiel, worauf «r über den Fiume »Vertrag sprach und erklärte, Paj'ö und Ninc c hälten Fiume an Italien verkauf', nur um den Kroaten zu fchaden. Nach der Sitzung erklärte Dr. Krnjevic den Journalisten, daß die Ab-geordneten der Partei i» Lause dieser Woche nach Beograd kommen und ihre Wahlvollmachien über, geben werden. Man spricht davon, daß mindesten» 35 Abgeordnet« die Reist nach Beograd antreten werden. E» muß aber betont werden, daß e» fich jetzt nur um die Ucbergabe der Wahlprotokolle Handel«, wa« noch lange nicht di« Ankunft der kroatischen Abgeordneten bedeutet. Wir verlautet ist der Vize- Tsu H»t. Sie stand den Ausländern feindlich gegenüber und st« war'», die. um ihrer Eenublucht »u genügen, während des Boreraufstande« einen Tag da« Schießen einstellen ließ, um bei ihrem Gartenfest dadurch nicht gestört ,u »erden. Tragisch eigenartig war ihr Tod. Man halte ihr einst dorhergesagt. daß ihr Tod mit dem Eintreffen de« Dalat Lama, de« Oberhaupte« de» LamaiSmu». der in den Höhe» Tibets in der verbotenen Stadt Lhaffa »«Haie, »usammentreffen werde. Und nun, nachdem sie mehr als künftig Jahr« regiert »ad alle Freuden der w,lt genossen hatte, mitten im Wechsel de« neuen Jahrhundert« kam er. Sie fühlte fich nicht wohl, kleidete fich aber dennoch an und ging in den F«stthr«nlaal um ihn in voller Pracht »u empfangen. Um ihren Thron, auf dem sie in der gan,cn Herrlich seit orientalischen Reichtum« sah, standen di« Würd.» träger in den glänzender, Hoftrachten. Da kam durch den Ehrenhof, der 50 000 Leute fassen kann, der Dalat Lama, da« Oberhaupt der «irche und nicht weniger mächtig in Ehtna al« der Papst im Westen. Er betrat den Raum und näherte sich dem Throne. Die Kaiserin rührte fich. öffnete den Mund-- die lugen rrstarrterr, sie ver blieb regungSlo«. Tiefe« Schweigen fiel über den Saat. Nach einer Weile näherte fich der Dalai Lama dem Throne, bestieg die Stufen, berührte die Kaiserin. Die Prophe,eihung war eingetroffen, Tsu Hst war tot--- Die Hofleute, die ihren offenen Mund sahen, flüsterten, daß ihre Seele fich nur ungern« löste um den Ort der Neun Quellen aufjusuchen. Seit dem schrecklichen voreraujstand war ein Präsident der Aroatischen republikanischen Bauern-Partei, Josip Predavee, bereit» mit den vollmachte» in Beograd eingetroffen. Di« amtliche Verlautbarung der Beschlüsse der Radi6partei. Die amtliche Verlautbarung über die Sitzung der Radilpaihi lautet an der Stelle, wo über dte Notwendigkeit, nach Beozrad zu gehen, gesprochen wird, folgendermaßen: „Die Leitung der Partei wird bevollmächtigt, alle Schürte zu unternehmen, welche zum Sturz« d«c korrupten Beograder Regierung notwendig find, um damit ehebaldigft di« Borbe» dingungen für die Autonomie de« kroatischen Volke« ,u schaffen. An dies« Verlautbarung knüpft sich «in Protest gegen di« bekannte Lösung »er Fiume Frage. E» wi>d betont, daß Fiume immer de» kroatischen Staate zuerkannt wurde und al» Bestandteil diese» Staate» sogar in de» berüchtigten Londoner Pakt erklärt wurde. Durch die letzte Lösung dieser Frage sind nicht nur die Bestimmungen de» vertrage« von Rapollo und da« Selbstbest mmungSrecht der Flu-ma»er Bevölkerung, sondern in erster Linie die Le» ben»r»teressen de» kroatischen Staate» betroffen worden, welcher staatsrechtlich al« unabhängiger Staat seit dem 29. Oktober 1918 besteht, welch« Unabhängigkeit auch vom Königreich Serbien aner-kannt wurde und welche durch diese Volkivnitrelung begründet worden ist. WerierS wird behauptet, daß dem Pakt« von Ro» zwei G.hnmklausel« ange-gliedert wurden, welche lauten: 1. Für den Fall innerer Unruhen in Südllawien verpflichtet sich Jta-Iren, seine Truppm zu senden, wenn in Beograd darum gebeten wird. Aus jeden Fall wird e» gegen-Über B.ograd wohlwollende Neutralität beobachten. Südslawien bekommt die Zustimmung Italien», daß e» in ein«» günstigen Momente Saloniki und dessen Hinterland besetzt. Zu» Tausch dasür wir» Südslawien Italien territoriale Zugeständnisse tn Dalma'ie» geben. E» wird weiter behauptet, daß die erste Klaus«! sich aus Mazedonien bezieht und die zweite gegen die Jnteresseu de» kroatischen Staat,» und Volke» gerichtet sei, denn Dalmatien fei ganz kroatisch und auch seine Slädte tragen kroatischen Charakter. De kroatische National»«?-tretung ist fest überzeugt, daß der Völkerbund nach dem Beitritte Deutschland» und Rußland» der höchste Regulator oller internationalen Angelegen-hellen sein wird, und daß er im Geist« de« Selbst-bestimmung«rechte» der Völker, aus welche» Punzip heute Rußland, England und Amerika bestehen, diese» krasse Unrecht vom kroatisch-« Volke ab-wen»en werdeu und diese große Gefahr für Europa und die ganze Kulturwelt beseitigen werden. Nin«i« gegen Stabil. Nach Erledigung der Formalitäten beantwortete in der Parlamentssitzung am 5 März Außenminister Dr. Nint t eine von den Abgeordneten Slesanovtö und Novakov c an ihn sowie an den Innenminister gerichtete Aufrage, betreffend da» Kommunique« der Radicpart«! über die Gthei»klauj«ln de» mit Italien neuer «eist in Ehina eingedrungen und der Tod der alten Kaiserin erleichterte den E>n,ug neuer Ordnung. Hsüan T'ung dankte ab und Ehina wurde Republik, die alte Drachenfahne wurde abgeschafft und die fünf Streifen der republikanischen Flagge »eigen dte fünf Volkgstämme au« denen fich die 400,000.000 Einwohner Ehina» »usammenletzen — rot für die Mandlchn, selb für di« Chinesen, blau die Mongolen, weiß die Mvhamedaner und schwarz für die Tibetaner. »der Ehina war noch nicht reif »ur Selbst-regiern,-g. Nur dU höheren Bolkeschichien können lesen und schreiben, nur die bevor,ugteften besitz n Einblick in fremde« Wesen und auswärtige Politik. Süden und Norden flehen sich feindlich gegenüber, die Sucht, immer und überall Geld ,u erpressen, setzt da« Jnleresse de« Einzelnen über da« der «llgemernhcit. «uibcutung durch BuSIinver, die über da» geschwächte Land her-sallen. Hab gegen diese unverstandenen Fremden, die fich, wie i» leider oft sah, gar nicht ihrer gepriesenen höheren Bildung gemäß benehmen, Mangel an Geld und vor allem Mangel an Odnung machen da« un-geheure Land schwach uud wehrlos, aber ich kann den Eindruck nicht überkommen, daß fich im Volke etwa« vorbereitet, vielleicht ein neuer Fremdenkanrp?, schreck-ltcher noch al« der Loxerausstand und ich sürchle, daß viele Emop! r ihn durch ihr «uslreten, ihre Roheit, ihre kalte Zlutbcuiung«wcht und ihren Margel an entgegenkommendem Verständnis vorbereiten. Gegenwärtig hat China keinen Präsidenten und im engsten Sinne keine Regierung und man wunderl fich, daß da« Banditenwesen nicht noch vcrhreiteter ist. abgeschlossenen Vertrages. Ttraeil n, klärt«, daß bt» Kommunique« eine Lüge und em« Vnl'umdung sei. ver Minister »iss« gut, worauf Radtl mit dieser Behauptung abzielt. Man will un» aiß jene El«, menle in Europa darstelle», die den Friede» auf dem Balkan, in Europa und in der ganzen Welt bedrohen. Die Behauptung der Radicparlei ist voll» kommen im Einklänge mit der gesamten Aktion der Radiepntei, die d-anach strebt, unseren Staat, de» nach ihrer Behauptung die Serben leiten, a!» »ili. »aristisch und impmaliftisch für dea Friede« in Europa und für die ganze Welt bedeuten würde. Auf diese Weis« können die Herren im vorhinein einen even» tuellen Angriff gegen unseren Staat rechtfertige« und die ganze Schuld an einem Zusammenstoß ans un» abwälzen. Mit der Behauptung, daß Jugoslawien den Wunsch habe, die Zustimmung Jtaiten» zu erhallen, im geeigneten Moment« Saloniki und dessen Hinterland zu besehen, wll »an unsere» Staat in den Augen der verbündeten Grieche» ko»-promiitieren, während di« Behavp!ung. daß al» Kompensation für Saloniki Jugoslawien gewisse territoriale Konzessionen in Dalmatien an die Italiener machen wird, unser Staat und Beograd in dea Augen der Kroaten kompromittiert wird. Der Mini-st-r reagiert werter» aus die Behauptung der Radie» Partei, daß in Mazedonien nationale Minderheit«» bestehen, und betont, daß e» Minderheiten dort nicht geb«. Nach ihm spricht der Redner Stefanovlc, wo-raus unter großem Lärm die Antwort der Regierung zur Kenntnis genommen wird. In der Badgetdebatte 'prech'» hierauf die Abgeordneten Markos 6 »no Moskcv'jv ö, worauf die Sitzung geschloss.» wurde. Di« Haltung der Regierung »ur politische« Lage. Die Regierung hielt «in« langdauernde Sitzung ab. E» wurden R-fforifrag«n «nischit»«», beschlossen, einer oppositionelle» Anfrage über die Handelt-vertragSverhandlui-gen mit Italien die Dringlichkeit nicht zuzuerkennen und die Konventionen mit Bul-garien de» Parlament« vorzulegen. Kennzeichnend ist auch der Beschluß, daß 27 5 Waggon Klkurutz, welche für die Ernährung Slowenien» bestimmt waren, sofort nach Serbien u«d Montenegro ab-iranSportiert werden müssen, ein Beschluß, welcher ein« bevorstehende Wahlagitation errat«» läßt. Der größt« Teil der Sitzung war der politischen Lage gewidmet. Diesem Terle wohnte auch der gewesene Statthalter von Kroatien Dr. Eimic bei, welcher über die Bewegung und Umwandlung der Radtf» Partei berichtete. Ueber die Beschlüsse teile» die Minister mit, die Regierung steh« aus dem Stand-punkte, daß Radiö ein Hoch- und Slaal»verrä?er sei, der eingesperrt würde, sobald «r zurückkehre. Weiter» wurde festgestellt, daß eine Aenderung t» der Lage nicht vor April zu erwarte» sei. Aus Grund dieser Feststellung sei«» kein« besondere» Beschlüsse gefaßt worden, und die Regierung werde ihr Programm fortsetzen, vielleicht mit einer ver-schärsung de» Regime« in Kroatien und Slomenie». Im Gegensatz« hiezu hat man in oppositionell«» tkrtise« »ach «inmütigen Verlautbarungen der Za-areber und Ljubljanaer Blätter die Empfindung, die Regierung befinde sich tatsächlich in Räck:ritt. Wer recht hat, werde» die nächst«» Tage zeige». Di« Radikalen und die Opposition. Die Beograder Samouprava wendet sich gege» die vorwürse, die gegen die radikale Partei deshalb erhoben werden, weil sie, obwohl fie nicht di« ab-solate Mehrheit besitzt, die Regierung hält. Diese vorwürse seien ungerechtfertigt, weil die radikale Partei zweifcllo» heute die stärkste politische Gruppe im Lande darstelle. Al» solch« »ußt« sie di« schwere Ausgabe aus sich nehmen, auch ohne absolute Mehr-heit da» Land zu verwalten. Niemand in der radi-faten Partei bilde sich ein, daß in unserem Reiche ideal« Zustände herrschen, doch müsse man gestthe», daß sie wenigsten» erträglich seien. Wie diese Zu-stände erst sein würden, sall» di« Demokraten, die Raditaner, die Klerikalen und di« Spaholeut« die oberste Staatsverwaltung au sich reißen würden, darüber habe wohl noch niemand ernstlich nachge-dacht! Und j densalls ist e» logisch«? uud gerechter, daß die stärkst« politische Gruppe di« oderst« Staat»-Verwaltung in die Hlnd« nimmt, al» irgendein« kleinere Gruppe, die tnsolge ihrer eigenen Schwäch« nur ein t5)ao« bewirken würde. Was Lie brauchen, da» ist Elsafluid! Diese» wahre Hausmittel, welche» Ihre Schmerzen vertreibt! Probesendung 27 Dinar. Avscheker Eug. v. Feller, Stubica Donja, «lsaplatz Nr. 335, «roatte». ftranaet SO Ausland. Di« mazedonisch« Bandenbewegung. I» Zusammenhange mit den im Autlande der-breiteten Gerüchten über ein nahe bevorstehende« Eindringen bewaffneter Banden auf südslawische« Gebiet sind die Behördln an die Verhaftung zahl' reicher Individuen geschritten, die im Ladach!« stehen, Zwischenfälle hnvorrufen zu können, durch die der Friede und dte Sichrrheit in den Grenzdeziiken ge-stört werden könnten. Die Zahl der verhafteten be-läuft sich aus ungefähr 200. Die Verhaftungen werden fortgesetzt. Da »ie Regierung aufrichtig und deutlich erklärt ha«, daß sie mit den Nachbaistaaten im Frieden leben und gute Beziehungen unterhalten wolle, kann abgesagte Maßnahme nur dazu beitragen, diese Be> Ziehungen guter Nichbarschast zu festigen und jeden vorwand sür unbegründete Anschuldigungen gegen ihr, Poluik de« Friedens und de« Einvernehmen« zu befeuige». Der amerikanische Senat über di« Rückzahlung der Schuld«» Frankreichs. Die Besprechung über die Herabsetzung der Steuirn in den vereinigten Staaten gab Senator Borah a» IS Januar » I. im Senat die Ge legenhe», aus dte Belastung der amerikanischen Steuerzahler infolge der Nichtbezahlung ihrer Schulden durch einige der alliierten Länder, vor alle« Frank-reich, hinzuweisen. Borah wir« auf die Propaganda in diesen Schuldnerländern hin, die daraus au«> gehe, di« Forderung der Rückzahlung der Schulden an die Bereinigt» Staaten al« von einem tieferen moralischen Standpunkt au« nicht gerechtfertigt hirzu-stellen und zitiert« entsprechende Aeußerungen Loucher'S, Porrcari'«, Klotz'S und de« belgischen Se»alSvizepräfidentka La Fontaine. Borah weist ferner auf die avßerordenil ch günstig« wirtfchaftliche Lage Frankreichs hin, da feine verwüsteten Gebiete zum größten Teil wieder aufgebaut und «in« u. g«. wöhnlich gut« Ernt« eingebracht habe. Das fran> zöfische Bo!t sei infolgedessen zu einer Zahlung der Zinsen sür die Schul» und Rückzahlung deS Kapi» talS von rund 4 Milliarden Dollar an die Bit-einigten Staaten durchaus befähigt. Wenn die augenblickliche Regierung Frankreichs trotzdem mit solchen Zahlungin nicht beginnen könn«, so sei einzig und allem ihre militärische Politik daran schuld, die dte „v&fet« seit Mensch-ugedenken in Europa bestehende ViKt/ von 750.000 Mann Friedensstärke und eine zehn Mal fo groß« KriegSlusifiott« wie di« vereinigten Staaten ausstelle, und die serner aus den gleichen militaristischen Gründen außer-ordentlich hohe Anleihen zu niedrigem Zinsfuß an ihr« (leinen Verbündeten in Europa gegeben habe. Unter diesen Umständen sei derjenige, der talsächlich di« Kosten für die französischen Rüstungen und die französischen Anleihekredite trage, der amerikanische Steuerzahler. Auf Befragung gibt Senator Smoot von der amerikanischen Schuldenkommisfion die Au«-kiuift, daß noch keine der alliierten Schuldnern-gierungen vor dieser Kommission den Standpunkt vertreten habe, daß ihre Schulten nicht zurückge-zahlt zu werden brauchten. Senator Owen unter« stützte den Borah'jchen Vorstoß durch Bemerkungen über die Schuldfrage zum Kriege. Der Weltkrieg sei kein amerikanischer Krieg, sondern allein ein Krieg der europäische» Mächt« gewesen, in dem di« Ameri-kaner wider ihren Willen und nur al« Gegner der militärischen Dynastie Deutschlands, nicht des deutschen BoUeS, hineingezogen worden seien. Die Enthüllungen cm« Ententequellen, Saonoff's, Sucho-»Usoff'«, Keritch'S und französischer, belgischer und nHlrfcher Quellen habe aufgedeckt, daß der Krieg von den leitenden Staatsmännern Frankreichs ge-wollt war. Ein von Deutschenhab erfüllter Hirten-drt«f de» belgischen Liardinal» Mercler. Kardinal Mercier richtet« an de« belgischen Kleru« einen Hirtenbrief, worin er nach einer Schilderung der gegenwärtigen schwierigen Lage Belgien« sagte: Ja der E,Wartung, daß Deutschland uns zahlt, wollen wir un« selbst retten. Früher oder später wird Deutschland bezahlen. Wenn ei sich nicht au» freien Stücke» dazu entschlösse, so habe ich da« vertrauen, daß da« Andenke» an Tausende von Held«», di« ihr Lebe» hingegeben habe», um dem Rechte über dte Ungerechtigkeit zum Siege zu verhelfen, e« den völ-kern und ihren Regierungen zur Pflicht machen werd«, den störischen Willen zur Unterwerfung zu bringen. Sollten unglücklicherweise diejenigen, die da« Recht Si fich haben, wankend werden, so würden die Be. igtta von Hut« dk Sieger »on morgen fein und »it würden um einig«? gierig angestrebter Mittel- Ci Hier Zeitung mäßiger Handeltvorteil« willen gleichzeitig unsere künftigen Interessen, unsere Unabhängigkeit und unsere Ehre geopfert haben. Abschaffung des Kalifat«. Zu den bereit« zirkulierenden Meldungen über Abschaffung de« Kalifat« wird noch berichtet, daß der Kalis Abdul Medschi-b erklärt habe, sich turn Beschluss« de« Kabine»« unterwerfen zu wollen. Er wird sich dem Rate J««et Pascha» entsprechend nach Aegypien begeben. Die Konstantinopler Polizei hat die Anweisung erhalten, den Haushalt de« Kalifen und der kaiserlichen Prinzen zu überwachen und dasür Sorge zu tragen, raß von dort keinerlei Kostbarkeiten beiseite geschafft werden. Auch die Person de« Kalifen wird unter Beobachtung gestellt und die UederwachungSmaßregeln, die schon nach der Flucht de« Sultan« Mehmed verfügt worden waren, sind nunmehr eihrblich verschärft worden. Kurze Aachrichten. Da« Marineamt plant neue Bestärkungen der amerikanischen Flotte. Man will sämtliche k'iegt-schiffe in Dienst stellen und in den küstengewäsiern MttielamnikaS und im Panamakanal stationieren. — In der Nähe von Magdeburg wnd« ein politischer Mord verübt; der Führer rechtSradika'er Organisationen, Schachmeister Preuß, ist durch eine» Kopsichuß gelötet worden; der Täter ist entkomme». — Der Zustand de« ehemalige» Reichskanzlers Dr. Wirth ist ziemlich ernst; vor wenigen Wochen erst hatte er schwere Herzanfäll« zu überstehen und »un leidet er au einer gefährlichen Grippe mit Lungen» entzündung. — „Le Journal* meldet au« Valparaiso au« spanischer Quelle, der japanisch« Dampfer „Osaka', mit zahlreiche» Passagieren uud einer be-deutend«» Ladung an Bord, sei unweit der Küste gescheitert; die meisten Passagiere und die Besatzung seien u»S Leben gekommen. — Das Begräbnis der Prinzessin Luise von Belgien fand am 4. d. M. im Südfriedhof in Wiesbaden statt; da« Trauer-gefolge bestand nur au« etwa 30 Persvuen, unter d«nen sich ein Vertreter de« König« von Belgien und eine Abordnung der belgische» Besatzungbehörde befanden; die schlichte Feier dauerte kaum eine v ertelstunde. — Da« Deutsche Real^hmnasium in Zaim feiert am 10. und 11. Mai feine 300 Jahrseier. — Da« Reuterbülv erklärt, England wünsche lebhast die Wiederherstellung de» Zustande« vor der Ruhrbesetzung; die gegenwärtige Kontrollkommission könnte von e»n«r Garantiekommissto» ersetzt werben. — Ja feiner letzten Reich«tagSrede erklärte Außenminister Dr. Siresemann, der 15. April, an dem die Micum-Berii^e ablaufen, sei ein kritischer Termin; eine Forlsetzung der Leistungen der deutsch-n Großindustriellen sei unmöglich. — Da« ungarische Sußenministerlum hat bereit« alle Vorbereitung«» getroffen, um die Sowjetregierung in aller Form anzuerkennen; man hofft den südrussischen Markt sür ungarische ExporlproduNe erschließen zu löcnert; Ungarn wird jedoch dte Bedingung stellen, daß keine kommunistischen Agitatoren au« Rußland nach Ungarn kommen. — Die griechische Kammer hat den Antrag auf die sofortig« Absetzung der Dyiasii« mit 192 gegen 12 Stimmen abgelehnt. E» wird demnächst eine Volksbefragung stattfindtn. — Deutschland un» di« Türkei habe» ein FreundschafiSdündniS geschloffen. — Zum Direktor de« Internationalen Hydrographischen Institut« in Monaco ist der amerikanische Eontre-A»miral Niblack gewählt worden. — Infolge de« schreckliche» Drama«, da« sich jüngst auf dem Turm vo» Westminster in London ereignete, wo eine Frau sich mit ihren Kindern vo» Turm auf die Straße herabstürzte, ist der Zugang zum Turm gesperrt worden. Der Turm wird Mit einem Drahtnetz uwgebc» werde», fodaß sich i» Zukunft ni.'wan» mehr herabstürze« kann. B« d.cie Arbeiten abgeschlossen sind, bleibt der Turm sür das Publikum gesperrt. — Der Gesetz- S'iende Kongreß in Bombay hat von nationalisti-er Seite einen G-setz-ntwuif zugestellt erhalten, in welchem der Boykoit englischer Waren verlangt wird; der Gouverneur von Bombay hat diesen Entwurf öffentlich mißbilligt, er illustriert aber doch in eigenartiger Weise den >chwnen Kampf, den die indischen Nationalisten gegen die Engländer führen. — Die Frage des Judalande« und de« DoZekane« ist feit einigen Tagen plötzlich im Vordergrund de« italieni» scheu Interesse«; alle Biälter widmen der Frage lang« Artikel und erkläre», daß ganz J alien seine Hoffnung auf Mussolini setze, daß «r die Recht« JialienS gegen all« Freunde und Feind« zu wahren wisse; befonln« heftig wird von »er italienischen Presse E-gland ob dieser Frage angegriffen. Seit« 3 Aus Stadt und Land. Evangelische Gemeinde. Der Gemeinde. gott-«dienst am svnntag, dem 9. März, findet um 10 Uhr, der Kindergottesdienst um 11 Uhr im Gemeindesaale statt. Abschied des Neograder deutschen Gesandten. Au« Brog«ad wir» berichtet: Dieser Tag« verließ der bisherig« deutsche Gesandt« Dr. von Keller Beograd, um den ehrenvollen aber auch schwierigen Posten eine« deutschen Gesandten in Brüffel anzutreten. Di« Beogradrr deutsche Kolonie hatte schon vorher zu Ehre» de« Scheidenden in de» Räumen de« Hotel» »Serbischer König" ein Bankett veranstaltet, bei welchem Herr von Keller in ernsten und launigen Reden gefeiert wurde. Be-sonder« herzlich gestaltete sich der Abschied auf dem Bahnhöfe. Außer den zahlreich erschienenen Deutschen fand sich da« gesamte diplomatische KoipZ, Vertreter sämtlicher Ministerien, die Gemahlin de« Skupschtina» Präsidenten, der Kommandant dir Kriegsakademie und v ele andere ein. Herr von Keller hatte e« verstanden, in den Jahren seiner Beograder Tätigkeit durch seine Liebenswürdigkeit nicht nur die Deutsche» dieser Stadt gesellschaftlich zu vereinigen, die fich heute wie eine große Familie fühlen, sondern er hatte e« vor allem auch verstanden, und da« war bei der Nachkriegsstimmung besonders schwierig, da-hin zu wirken, daß da» Verhältnis Deutschland« und Zugoslaw'.en« heule e?n freundlich.-« ist. II. Jugendkonzert. Sonntag, den 9. März, vormittag» halb 11 Uhr, findet im großen Saale de« Nzrodni kom adeinul« ein Jugendkonzerl statt, bei welchem da« Cillier Streichquartett (di« Herr«» Direktor Sa- ein, D. Sajov d, Öftere und Bärenkopf) und am Klavier Frau Mirza Sarcin mitwirken. Den erläuternden vortrag besorgt Herr Osteic. Die vortragSordnring umfaßt folgende Werke: 1. E. v. DilterSdorf: ("1739 — 1 1799) Quartett, E«-Dur; 2. «. Glasunvw: a) Moderato au« dem Quartett op. 26; d) .Jnterludiu» in modo anilco" au« den fünf Nsveletten op. 15; 3. Dvorak: Klavierqrintett tt- Dnr. Grvtze MasKen-Redoute im Hotel Union in Ceije. Wie wir erfahren, besichtigt der Hotelier Herr Milan Martinov!ö in sämtlichen Fchiüumen seine« Hoiel« am 18. März l. Z. eine Madken-Redoute im vornehmste» Stile zu veran» stalten, um seinen Gästen auch in der Fastenzeit etwa« biete» zu können. Der Zutritt zu dieser v«r-anftaliung wird nur Geladenen gestattet sei» und wird mit der Versendung der auf Namen lautende« Einladungen in der kommenden Woche begönne» werden. Wir bemerke» noch, daß di« Festräum« in entsprechender Weis« und dem Titel de« Abend« anpassend auf da« feinste dekoriert werde», wofür bereit« ei» Spezialist gewonnen wurde. Den Rein-ertrag dieser Veranstaltung wird Herr Martinovit der Hotelierschule in Eelje, also einem gemeinnützigen Zwecke, widmen. Wir werden über dte Einzelheiten »>eser Veranstaltung noch berichten. WasKenunterhattung des Sportklubs Ptuj. Au« Ptuj wtr» berichte,: S«,l vielen fahren gelang e« keinem Vereine unserer Stadt bet einer Veranstaltung sich einer solchen Besucherzahl zu freuen, wie die« bei der Faschtng«unterhal,u»g be« Sportklub« der Fall war. Alle Schichten der Be« vöikerung waren vertreten. Dre Stimmung war im allgemeine» geradezu ideal. Od Slowene oder Deutscher, ob reich oder arm, vb alt oder jung, alle« harmonierte und jeder Zwist von einst war vergessen. Wie wenn der wahre Friedeosengel über der Menge schwebte, so schloß sich einer dem andere» an un» mied jede« zwistbringende Wort. Fast in allen Ländern war der Sport da« erste, um zwei fich im Weilkriege feindlich gegenü^rftthende Machte zur Einigkeit anzuspornen. Hakoah au« Wien zog nach England, Italien« Auswahlmannschaft spielte in Wien in Zagreb, und Polen. Die Tscheche« flowakü kommt nach Ungarn usw. Alle diese Mann-schaffen kehrten mit der Genugtuung heim, nicht nur ihre Pst chl am Spielplätze erfüllt zu haben, sondern daß fie auch da« Saatkorn zur wirtschast» lichtn Anbahnung gelegt hatten, au« welchem man ernst goldene Flüchte ernten soll. Wenn auch unser S äd ch-n klein, un» mit Ländern nicht zu vergleichen ist. so hat auch hier der Sport den gleichen Za-eck, was «an bei unserer Veranstaltung am beste» sehen konnte. Der Rekordbesuch, der die Zahl 600 fast übertraf (wovon mehr al« »ie Hälft« ma«kiert waren), brachte un« ein Bild, daß dre Brust eine* jeden friedliebenden Menschen vor Wonne erweitern mußte. Der Einzug der Masken wollte kein Ende nehmen und machte auf all« Anwesenden »inen he- Seit- 4 Cifiiti Keitnvq V Nn««er 20 sondere« Eindruck. Dann begann »er Tanz, an welchem sich alle» beteiligte. Zur Mitternachtspause wurde eine Makkenkonkurrenz ausgeschrieben und folgende MaSken mit Preisen betritt: I. P ei» Frl. Mitzi Straschill (vreg pri Piuju'j, II. P?t!S Frl. Ella Sommer (vreg pri Ptuja) — beide erhielten einen Blumenkorb mit zwei Flaschen Schaumwein — III. Preis Frl. Irma Rasteiger (Ptuj) erhielt etnen Blumenstock. IV. Preii Frl. E. HauSwnt (tttlj) und V. Preis Herr Schneidermeister Kosji (Ptuj) (Jvxprei») ein Sau^fläschchen mit Himbeersaft und Sauger. ES darf nicht uvelwöh^t bleiben, daß die MaSkierungSwohl allgemein besonder» geschmeckvoll war. Erst am Morgen lichtete sich der Tanzbodcn, und wäre kiefem lustigen Abend fein Wochentag gefolgt, so wäre die Menge garnicht helmgegansen. Wo sonst am nächsten Tage stctS Kritik geübt wild, hörte man diesmal nur lobende Worte nnd Aner» kennvng über doS Gelirgen dieser Veranstaltung. Erlaubnis zur Wiedereröffmrng deutscher Schulen in der Türkei. Der .Carriere della Sera" wetbrt au» Ko5lstautinopel: Die «arische Regierung genehmigte die Wieder eröffnung der deutschen Schulen in der Türkei, d e feit de» Waffenstillstände geschlossen waren. Da. gegen wurden durch die türkisch?» Behö den di-französischen Schulen in Adrianopel geschlossen. Ein reichsdentfcher Offizier als In-struktor nach China berufen Die Wiener .Morgenzeitung" teilt mit, daß der in Wien weilende Oderst Bauer, der von den dtuifdjrn Be> hirden wegen Beteiligung am Kapp Putsch steck« brieflich verfolgt wird und sich seit längerer Zeit in Oesterreich aushielt, um an der deutschnat-onalen Bewegung mitzuarbeiten, in der nächsten Zeit Wien verlassen witd. Ihm riahtstrhende Freunde teilen mit, daß er von der chinesischen Regierung mit eine« Gehalt von 2000 Dollar« monatlich als mili tärischer Jistlukior räch China berusen wurde. Ordenburg soll österreichisch werden. In burgenländischen politisch?» Kreisen geht sei« einiger Zeit daS bestimmte Gerücht um, daß das Entschreit,n einer Abordnung du'scher O den burger beim Völkerbund bezüglich Anschluss» dieser Stadt an das wirtschaftlich auss engste Damit zusammen hängende Burgenland von Erfolg gewesen sei. Eine entsprechende Entscheidung deS Völkerbünde« soll bereit» gefallen sein. Auch ein mazyir scher General in Oedenburg hab« sich in ähnlicher Hinsicht ge äußert. Der „Freie Burgenländer" bestätligt diese Gcrüchte, die er allerdings noch mit Vorsicht wieder gibt, und schreibt: Unbestreitbire Tatsache ist cS, daß die Oedenburger Deutschen hartnäckiger denn je daran glauben, daß bi» zum Anschlüsse nur mehr kurze Zeit verstreichen werde; ebenso ist cS sicher, daß sich der ungarischen Behörden seit einiger Z it . große Nervosität bemächtigt hat. Eine aufsehenerregende Erfindung Au« Wien wird gemeldet: Es werden hier Mit-teilungen über eine aufsehenerregende E fiudung des österreichischen Ingenieur» W lS gemacht, dea» e» gelungen sei, da« Geheimnis der besonderen Art der Fortbewegung de» BozelS in der Luft und de« Fisch«» I« Wasser zu entdecken. Nach vierjähriger Arbeit ist e» Weli gelungen, der Natur da» bisher gehütete Geheimnis zu entreißen und «it M.tteln der Technik die tierische Kraft nachahmen zu können, die zur Fortbewegung der Tierkörper dient und die i» ihren Leistungen weit beträchtlicher ist al» die der Maschinerikrast. Sin Syndikat unter Führung der tstnreichlschen Eisenbahoverkehrsanstalt in Wien hat die industrielle Auswertung der E»findung des Ingenieur« Wel», die durch LS AuSlandlpatente geschiiyi ist, in die Hand genommen und läßt bereits i» ihren Fabriken Schiffe und Flugzenge nach dem »neuen Prinzip bauen, das man den Wel» Trieb nennt. Die i« Laboratorium der Wiener Technik für Schffe, Flugzeuge, Windkraftmalchinen und Wasserkraftwerke angestellten versuche haben sensationell« Ersolge gehabt. Wiener Gelehrte bezeichnen die E findung al» eine der giößten der litzten I.hr« -Hunderte. Die mit de« W»l« Trieb ausgestalteten Flugzeuge jiihen fast lautlos durch die Luft. Der Bezinverbrauch ist weit geringer, die Er-parung der Pferdekräste beträgt mehr als die Hälste. Außerordentlich sollen die Vorteile bei Sch ffen sein, wo der Wels-Trieb den Pupeller ersitzt, ebenso bei Wafferkrastanlagen, wo ein Gesälle von schon einem halben Meter genügt, um die WelS-Wasserkraft« anlage in Betrieb zu fetzen. Die Anschaffangikosten find außerordentlich gerin;. Ein allrussischer Lullurverein ist in Moskau gegründet worden, n« deutsche Sprache und K-llur unter den Deutschen in Rußland, vor allem nnter de» deutschen Ko'oaisten zu fördern. Seine Hauptaufgabe sieht der verein in der Wiederaus-richtung und Förderung de» deutschen Schulwesens. Einige deutsche Schulbücher für die erste und zweite Stufe siud bereit» i« Drucke. Ferner ist die Grün< dung einer großen deutschen Zeitung für Rußland beabsichtigt, die im Gegensatze zu den wenigen b>» her bestehenden parieikom«unifiischen O.ganen de« allgemeinen deutschen Interesse dienen soll. Schließ-lich nimmt sich der Verein auch dir deutschen Dorf-schullehrer an, deren Bildungsgrad in den litzten Iihren stark zurückgegangen ist. Sie sollen durch allgemeine und spezielle deutsche Kurse eine Nich schnlnng erfahren. Da» beutlche pädagogische Lehr» ins'itut in Moikau wird vergrößert und Wahlschein-(ich nach Saraiow verlegt. Eine ReglerungSschule erster und zweiler Stufe für 100 Schüler in Odessa und eine solche erster Stuse in Om«k wird auch eine deutsche Abteilung ausweis n. „Germanen, die den slowenischen Dialekt sprechen", bezeichnet die vingrader Bceme die Slowenen. Slooentkt Narod meint, «an brauche sich darüber nicht zu wundern, da gewisse Blätter uvanigesttzt die Kultur die von dea Deutschen übernommen sei, betont hätten. Er welle, daß gerade jene Leute wegen dieser Charakterisierung in Ans regung geraten werd.n, die früher am meisten auf ihre „bohe deutsche Kultur" stolz gewesen seien. Das Hecht auf Schlaf im Parlament. Lord Curzon war, wie Londoner Blätter zu mrlden w>ffen, in einer der letzten Sitzungen de» ll'ter-hause», eing!Sfö:d«rer: Apotheker Feller'S: Elsa Gesicht- u.id Hrutschritz pom .de (2 Tiegel sam' P^ckang uud Porto 25 D nar), Eisa-Haarw »chSpomade (2 T egel samt Packung und Porto 25 Dinar), Eija Liliermilchseise (4 Stück samt Prckang und Porto 40 Dinar) stärkst:» Elsa Kölnerwaffer 15 Dinar, ElsaMund waffer 12 Dinar, Elsa-Haarge st 25 Dinar, Elsa Lilienmilch 6 Dinar und die übrigen Elsop äpcrate die erfüllen all« ihre Pslcht! Adresse: Apotheker Engen v. Feller in Stubica Donja, Elsaplatz Nr. 335 Kroatien. Der Richter Kemal Paschas in Sarajewo. W-e die Saraj-woer Blätter berichten, ist dort dieser Tag« Ali Nuschln Kapit, der gewesen« türkische Justtzminifter eingetroffen, der seinerzeit Kemal Pascha zu Tode verurteilt hatte und noch dem gelungenen Staatsstreiche der vationolistischen Gruppe von i?ov trg 16. Einzusenden sind ein mit Tinte zwcnglo» geschrieben:? und unter schnebenrr Blies und 26 Dia (oder 51 Din) eventuell in Marken. Aus aller Welt. Die Geschichte der Theaterzensur. Der erste, der für die Theaterzensnr eingetreten ist, war Plato. Er wandte sich scharf gegen die all.ogroße Freizügigkeit bei den Theatervorstellungen in Athen. Damals nah« Aristrphane» sich all«» möglich« h«raus; er sprach in einem Ton, der heute aus dem aller-.intimsten" Theater nicht geduldet würde und stellte Persönlichkeiten der damalige» Zeit auf di« Bühne um fie «it allen Mitteln zu „verreißen». Plaio regt in feiner »Republik" an, daß kein« Komödie ohne vorherige» Gutachten von Zensoren ausgeführt werden dürfe und gibt hiezu die Muster von zwei Dekrete», von denen da» eiae verbiet et, daß Bürger durch Neuvung ihre« Namen» auf der Bühne angegriffen wurden, während im anderen die sogenannt« ..Para« basis" verboten wird, da» ist jener Chor, der a« Schluff? jeder Komödie gesprochen nnd in dem alle und alle» angegriffen wurde. In Rom waren die Iheaterzeosoren die Aedileu, welche die anszusührenden Stücke auswählten und sie den Dichtern abkauften; lo wurde sür Terenzen» „Eunuchen" der damals unerhörte Preis von 8000 Sesterzen bezahlt. Wenn da» Stück nicht g-fiel, hatten die Aedileu da» Recht, de» Honorar vom Autor zulitckjuverlange«. In der römischen Komö)ie war jede aus eine lebend« Perso» gemü zte Zasulie oder Namensnennung untersagt; ooch war die im republikanischen Zeitaller nur po-litisch; bezüglich de» sit'lichen Inhalte» herrschte die größte Freihnt. Zur Zeit CäsarS wurde die Zensur abgeschafft, jedoch von Augustu« wi-der eingeführt, bal» daraus aber wieder beseitigt. Die ei sten Komiker de» Mittelalter» hatten di« größte Frciheil bet ihren Schöpfungen, und di« Zägellosigkeu ihrer Sprache veranlaßten Karl den Großen, einer» scharfen Erlaß ^egen Uebergr:ffe der Autoren herauszugeben. Seit :amal» besteht die Thcaterzenlur; im Laufe der Zeiten nahm fie verschiedene Formen an und würd» strenger o,er milder gehandhabt. Schrifttum. - Di« Bedeutung de» tschechoslowakischen Sprachengesetzes. „Zweifellos de? Se> »enlendsten GesetzeSpiragraphen für die Völker der Tsche »eit« 6 Wirtschaft und Verkehr. Der guckerrüdenprei«. Dieser Tage hielt »er Wirtschasi«rat »er Regierung eine Sitzung, die fich »it der Frage der Prei«festsetzung der Zuck-r-rüben befaßte. Nich eingehender Debatte wude bi-schlössen, den Prei« der Zuckerrübe sür da» laufende WirtschaftSjihr «it 30 Dinar pro Meterzentner fest-zusetzen. Dieser Prei« kann jedoch im Bedarfsfälle, zur Beginn der Kampagne, Ende August, vom Wirt-schasl«rate modifiziert werden. D«r G «setze ntwurs für di«Exploitatlon der Wasserkräfte. Da»Landw»rtfchattt«inisterium hat die Arbeiten an dem Gesetzentwürfe über die konzeff>o»«gewährung sür die Exploitation von Wafser-frästen beendig«. Da« Projekt wurde allen Ministerien zur Aeußerung vorgelegt. Da» Gesetz über den Wirtschajtsrat Die Sekretäre der Industrie-, Handel«, und Gewerbe-kammern werden am der Ausgabe b.traut, einen G-s tz> entwurs über den Wirtschaf'«rat au«juardeiltv. Der Sekretär der Jndustriekammer in Beograd hit im Au«la»de da» «ölige Material gesammelt, wo bereit« solche Wirtschaft«! äle bestehen. In der im Monate Mai ob,»hallenden Wirtschaftikonferenz in Skoplje wird dieser Gesetzentwurf über den Wirtschafttrat in Beratung gezogen wertzen. Erleichterung im Devisen- und Da-lutenoerkehr. Au« Bp lckung zu Jndustriezwecken ver« geben haben, den» da« Kreischen verwandelte sich iu «in Kichern, aber ich war weit davon entfernt, an mein Aeußere« zu denken oder mir Gedanken über den Eindruck zu machen, den ich hier bewirkt«. Und ich faß im«er noch da, al« Godfrey schwer keuHend «it bekümmerter und ärgerlicher Miene zurückkehlte. Di« Angestellten der Wäscherei sa«m-lten sich um ihn an, i» der Erkenntnis, daß sich etwa» Unaewöhnliche« «reizn«tc, aber er bahnte sich «inen Weg zu dem Tisch, an de« der Gefchäjl«führer saß. „Droben ist ein verbrechen begangen worden," sagte «r. .Di«s«r Herr da ist Herr Simmon»«, vo« Vet«k»ivbürol" — Bei diesen Worten zog Simmond« sein SchlUcht« berau« und z«igt« e« de« Mann«. „Wir werden die Polizei benachrichtigen müssen," fuhr Godfriy fort, „und ich «öch:e Ihnen den Rat geben, dte Mädchen hier bei ihrer Arbeit zurückzuhalten. Ich neh»e nicht an, daß Sie i» die Sache verwickelt fein wollen." .Sicherlich nicht," stimm!« der Gefchäf!«sührer prompt bei. und während Simmond« s^ch an da« Telephon begab und die Polizei anklingelt«, stieg der Mann von seine« Throne herunter und wie« die Mädchen au, sich unverzüglich wieder an ihre Arbeit zu begeben. Godf.ey ka« herüber zu mir und legt« «ir di« Hand auf di« Schulter. „Na, Lester,' sagte «r, .du siehst ja au», al» ob du aus dem letzten Loch pfeifest!" „Tu Ich beinahe auch/ sagt« ich. „Wen» die Geschichte »och weiter geht, werd« ich an n«rvös«r Zerrüttung zugrunde yehen. Du selbst stehst ja auch nicht ausnehmend zufrieden au«.* »Bin ich auch nicht. Ich habe den Kerl, eine» Mann unter meine« Augen — umbringen laste» — buchstäblich unter «einen Augen — und dann ist er noch durchgebrannt!" „Eine» Mann ««bringen?" wiederholt« ich. „Glaubst du...* „Geh hinauf und fleh dir die recht« Hand de« Manne« an, der dort liegt," sagte Godsrey kurz, »dann wirst du sehen, wa« ich glaub«!" Ich starrt« ihn wortlos an, unfähig zu glaubtn, daß Godsrey wirklich dies« Worte gesagt hatt«... di« rechte Hand de» Mann«», der dort liegt... da» konnte ja nur ein« Bedeutung haben... Simmond» trat mit einem erzwungenen Lächeln nm de» Mund zu uv«, und ich bemerkte, dag sogar er beträchtlich erschüttert war. „Ich hab« «It Grady gesprochen," sagte er, „und ihm mitgeteilt, was vorgefallen ist. Er be-haupiet, er fei zu f«hr beschäftigt, um kommen zu können, und daß ich die Sache in die Huid nehmen solle." Godfrey ließ ein höhnische« Lachen hören. »Grady sieht sein Waterloo voraus!' sagte er. „Nun ja. <« steht ja nahe bevor. Aber ich freue mich sür Sie, Simmond«, Sie werden wenigsten« einig« Lorbeere» bei dieser Geschichte «rnten." packt sind, sind al» technisch reine Anilinfarben zu verzollen. Mit Anilinfarben dagegen, welche in ver-Packungen sür Detailoerkauf ankomme», wird man nach den Resultaten der chemische» Analysen und durch einen vergleich »it originellen Farbnmstern der anerkannten Firmen verfahren. Tara für die Eierausfuhr. vor einigen Ta>?e» haben die Eierexporteure an die kompetent«» Behörden da» Ansuchen gestellt, für j:de Kiste zu 1440 Stück E>er einen Ausfuhrzoll pro 70 Kilo-gram« Nettogewicht von 85 Kilogramm mit 356 Dinar pro Kiste berechnet. Der Handel««inister hat nun di« Entscheidung getroffen in Hinkunft 20 v. H. a'« Tara abzurechnen. Eine jugoslawische Handelskamm«? in Wien. In Handelskreisen ist «in« Bewegung im Zuge, di« auf r'.n« Eröffnung einer füdjlavüche» Handelskammer iu Wien abzielt. E>n« solche Institution, wi« sie di« «eisten europäischen Staate» schon b-fitzen, würde zweisello» sehr viel zur Festigung unserer sehr r«g«u Handllsbeziehungen zu Oesterreich bertragen. Aache die p. t. Damen von Celjo and Umgebung aas meinen erstklassigen zur Anfertigung von Kostümen, Mänteln, sowie Mantelkleidern aufmerksam. Neueste Modeblätter eingetroffen. Erstklassige Arbeit. Eleganter Schnitt. Tadellosen Sitz sowie aufmerksame Bedienung zusichernd, zeichnet HocbachtongavoU I. Ivaciö, PreSernoia ulica 10, II. Steck. „Ich hoff« «V sagt« St««0kd» und seine Augen flammt«» aus. .Der Krankenwagen wird im Augenblick hier fein," fetzt« er hinzu. „Wir wollen unser« Schuh« anziehen und da»» hinaufgehen und sehen, ob man de» Kerl nicht noch helfen kann." .Dem ist nicht mehr zu helfe»," sagt« Godfrey müde, .aber wir wollen lba un« doch ansehen." — Damit ging er voraus aus den Gang Hinaul. Erst durch Simmond« würd« ich daraus aus» merksa» gemacht, daß ich kein« Schuhe an hatte. Nun saß ich neb«» Godsrey nnd schlüpft« wi«d«r in meine Schah«, dann solgt« ich ihm und Simmond« langsam di« Treppe hinaus. Ich glaubt« zu wissen, wa« in Godfr«y» Ge-danken vorging: er macht« fich Borwürf« über dirse letzte Tragödie. Er sagte fich, daß er fie hätte vor-au«seheu und ihr vorbeuge» könne»: er machte fich immer solche vorwüfe, wenn etwa« schief ging — und dann hatte er ja auch noch den Mörder entfliehe» lassen I Ich konnte mir vorstellen, welch schwerer Schlaa die« sür sei» Selbstbewußtsein gewesen war! Da» letzte Opfer lag genau aus d«» Flecke, auf dem «» niedergestürzt war, genau innen vor der Türe, di« in da» Zi»»«r daneben sührt«. Simmond» ging au« Fenster, öffnete die Läden und lie« da« Licht der Nachmtitagisonne in« Zimmer h«r«in. Da»» kniet« er neben d«m Leichnam niebcc und hob («in« Rechte in di« Höhe, damit wir fie bequemer sehe» könnten. Gerade über den Knöcheln waren zwei unfchein-bare Einschnitte zu fehen. au» denen einer oder zwei Tropfe» Blut h«rau«gesickert waren. Ring« u« die Verletzung«» war da« Fleisch geschwollen und verfärbt. „Ja dem Augenblicke, wo er ,1» mort!- schrie wußte tch, wa» r« war," bemerkte Godsrey in ruhige« Toae. „Und er wußte, wa» »« war, in de« Auge»« blicke, wo er de» Schlag verspürte. E» geht daraus ohn« Zweifel hervor, daß er früher schon von der Sache gehört oder fi« in ihrer Wirkung beobachtet hatte und daß er wußte, daß augenblicklicher Tod die Folge fei.* Ich setzt« mich nitder, betrachtet« den Tote» und versucht«, «eine Sinne zu sammeln. So hatte dieser entsetzliche Verbrecher, der mit Gist erschlug, in van-tine» Hau» in Hinterhalt gelegen und erst Dron«t, dann den Herrn de« Haufe« feldst erschlag«». Aber warum — warum? E« war unglaublich, unver-ständlich, uud e» wirbelte mir im Kopse, al« ich darcm dachie. Und doch mußte e« wahr fein! Ich fah wieder nach dem dritten Opfer, und sah, daß «««in einfach gekleideter Mann mit buschige«, schwarze« Haar und wirrem Barte war, «in wahrer Riefe, dessen Körperstärke ungeheuer gewesen sei» mußte — und doch hatte sie ihn gegen diese unscheiu-baren Stiche an der Hand nicht« genützt! Und dann schoß mir plötzlich ei» G.danke durch den Kops, der mich ausfahren ließ. (Fortsetzung solgt.) •dte 6 Cllttet Beitnag Kunaet 20 Lehr junge aus besserem Haus«, der Blovenisch und deutsch spricht, wird aufge-liommen in der Gemischtwarenhandlung Max Bauer, Marenberg. Kontorist der alo venischen u. deutschen Sprache ▼ollkommen mächtig, sowie in allen Kanzleiarbeiten versiert, acceptiert Franz Matheisnasl., Breiiceob Savi. Detaillisten der Galanterie- oder Modewarenbranche, der slovenischen und deutschen Sprache mächtig, sucht die Firma F. M. Schmitt, Ljubljana. Gesucht für Maribor ein tüchtiges Fräulein als Stütze perfekt im Maushalt und Küche. 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