Laibacher Ieituna. .1^ V5. Dinstag am K. April R8H3 MmMcber Theil. »l^°r zum kaiserlich französischen außerordentlichen Gesandten und bevollmächtigten Minister am allerhöchste» kaiserl, Höft accreditirte Baron V o n r-queuey Hot am 2!». v. M. sein Beglaubigungsschreiben Sr. k. k. apostol. Majestät zn überreichen d>e Ehre gehabt. Se, k.k, apostol, Majestät haben mit allerhöchstem CabiuetSschreiben vom 2«, März d, I- den Fürstbischof vo» Secka» und Administrator des VisthumS derben, Joseph Othmar Ritter- v. Rauscher, zum Fnrsterzbi'schose von Wien allergnädigst zu ernennen geruht. Se. k. k, apostol, Majestät haben mit allerhöchster E»tschlich»ng vom 24. März d. I, der Armanda Freii,i v, Stillfried einen im k. k. Theresianische» adeligen Damenstifte am Hradschin zu Prag erledigten Stiflpla!) allergnädigst zu verleihen geruht. Vcrändermisse» in der k. f. Armee. Erne n » unge n. Major Franz», Milde, des Infanterieregiments Pi'lnz Emil von Hesse,! Nr. !!4, znm l?om!,!.i»dante„ der lombärdische», »,,'r. «3, z»m "Commandanten der venctianischen Militär-Polizeiwache. Pe „ sioniru n g. Feldmarschall-Lieutenant Ignaz v. Legeditsch, mit dem Charakter und der Pension eines Generals der Carallerie. VIII. Vcrzeich " iß ^" 'm Herzogthume Krain eingegangenen Beiträge ZUM Baue eines das Andenken an die wunderbare "tttinig Sr. k. k. apostol. Majestät verewigenden Gotteshauses i» Wien. A' ^'ois Bachmaun, in Altenburg ... 3 ->«". Joseph Schaffer, k. k. Verpflegö-Ober- ^.""Walter.......... i! ^^"'"nz Nndesch, Gutsbesitzer, vier k. k. G^cate» .n Gold. ^'in5"l Fisch„ Edler v. Wildeu'see, k. k'. h,,^>"........... 2 Hr.'37"«« Seemann....... 3 s, - Bernhard Pachner Ritter v. Eggen-Hr°Hk k. Professor...... . « bills' s H^tschcwar, pens, magistr. Gruud- . Hr. M ""'.......... ^ ^^'"'schui"""/"' k. k. Director an der ^ ! ' ' 2 H''m?'''^<3^'„ detto . . . 1 Advocat . -"1>azh, Hof- und Gerichts- Hr> Iohanu ^osi'. '....... " Hr> Joseph Nosizio' H^'sbesii'er . . . 3« b>^' zweite Nat« des ^' ^"bnnngsratl,, w'd'Ntteu Gesamwf!,.^ ^'^"U ^ane ge- H,"^ntfalle ^"""'"rages pr. 100 fl. ^, br ^""^ Oblak. ' ^"a,str"orath - - H'- ^lnto, ^""k. Ba„,„s^ctor 2 H'-. Anton ^ ^''' ^"retar..... 2 .... < Hr. Co3,,^'"aer. Marklcommissär . . 2 'lla»t!,i H^ber, VorspaunScommissür 2 fl. Hr. Franz Laurin, Magistratskauzlist . . i Hr. Mal Gaidich, detto . . 1 Hr. Anton Podkreischeg, detto . . t Florian Gestrin, Kanzleidiener..... 1 Joseph Blasch, Vannbergeher..... 1 Anton Schau, Stadttambonr..... 1 Martin Franz, Qnartier-AmtSbote ... 1 Hr, Dr. Franz Edler v. Schrei, k. k. Bezirksrichter sammt Frau Gemaliu .... ü deren Söhne Edmnnd und Robert, Hörer der «V. Gymnasialclasse . . . 3U kr. Hr. Franz Thomann, k. k. Aerichtsadjnnct. und dessen Franlein Schwester» Anna und ^ Franziska.......... 5 Hr. Leopold Nauuacher, k. k. subst. Landtafel- Director........... 1 Hr. Leopold Egger, GerichtSkanzlist . - . 1 Hr. Andreas Neichel, Diurnist . - 30 kr. Franz Namor, k, k. Gerichtsdiener) ^ ^ > Joseph Kral, detto ) Hr, Anton Gerischer, k. k. Bezirksrichter ä Hr. Joseph Grcgl, k. k. GerichtSadjunct « 3 ! Hr. Carl Pel), k. k, Grundbuchftihrer ,^ 1 Hr. Franz Hampel, k- k. Gerichtskauzlist I 2 Hr. Leopold Krainz, Dinruist . . . > Z. 1 ! Franz Pelernell, k. k. Gerichtsvollzieher ^ 1 I. Snnekar, detto 30 kr. - Hr. A„d. Paulozhizh, Diurnist ... 1 Hr. Florio,, Konschegg, k. k. BczirkSrichter ä Hr. Fianz Schmid, k. f. Gerichts^iunct! 1 Hr, MatthanS Rcßma»», detto ^ 3 Hl- Ignaz Fajenz, k. k. Grundbu^fnhrer/- « Hr. Viucenz Skodler, k, k. Gericheekanzlists ^ t Hr. Johann Mörll, detto ^>,^ I Hr. Martin Borstar, Grnndentl.-Beamte 1 Iac. Eppich, k, k. GerichtSvollzicher 40 kr. ,-Joseph Iaschonz, detto üs» kr, Johann Geiger, detto 40 kr. Hr. Franz Pirch. Bester..... 2 Hr. Dr, Heinrich Martinak, k. k^ Staats» anwalts-Substitut in Gottschee .... 3 Hr. Franz Martinz, k. k. Staatsanwalts- Kanzlist in Gottschee....... 1 Ioh. Planlan, k. k. Ämtsdiener in Gottschee 1 Hr. Ioh. Pogatschmg, k. k. Staatsanwalts- Snbstitut in Treffen....... 3 Hr, Jacob Koß, k. k. Staatsanwalts-KanM in Treffen.......... 1 Alois Prokl, k. k. Amtsdienerin Treffen 3N kr. Hr. Johann Borger, k. k. StaatsamraltS- Snbstitut in Tschernembl..... 10 Hr. Paul Frankovitsch, k. t. Staatsanwalts- Kan^list in Tschernembl...... 1 Joseph Kmnp, k. k, Amtsdiener in Tscher- inmbl.........40 kr. Hr. Andreas Luschin, k. k. Staatsanwalt in Nenstadil.......... I.'i Hr. Angnst v. Fladnng, k. k. Slaalscniwalts- Substiiut in Neustadll...... " Hr. A^am Kapp,w, k. k. StaatSauwalt- Kanzlist i» Nenssadtl....., . 1 Johann Sagorz, k, k. Anusdiener m Nenstadtl ^ Hr. Ioh. Debeni), k. k. Posteipedie..l in Stein 1 Hr. Ioh. Pajk, k, k. Bezirkshanptman» ^4 Hr. Anton Ogruiz, k, k- Vezirkscommissar li Hr. Heinrich Tandler, dett^ ,^ ^ Hr. Franz Millanz, k. k- Sfenerinspector ^ ^ Hr. Alci St^mberg, k. k- Vezi,kssecretär ^ ^ Hr. Joseph Bernard. Diuroist 30 kr. « Hr. Ich. Globozhnik, detto 30 kr. -- ^ Hr. Dr. Fortnnat M'iller, k.k- Bezirksarzt) « - Franz Ulian, k. k, A»uedie,ier ..--<, . Hr. Joseph Zettel, k. k. Steuereinnehmer » ^ Hr. Franz Kauschek, k- k- SteuercoittroNor ^ Hr. Franz Hojker, k. k- Steuerasststcnt - Hr. Anton Kun6i6, Dixrnist . 30 kr. Ioh. Staravaiüik, k- k. Amtsdiener 20 kr. Hr. Auto» Klcindienst, k. k. Postbriefsammler i» Kropp.......... 1 Hr. Ioh. v. Bottom, Kupferhammergewerks- Inhaber in Fnschine ....... js)ft Hr. Philipp Scklegl ««nior, Kupferhammer- gewerkü.Inhaber in Fuschine .... 10 Hr. D. Höh», Fabriksdirector i>, Fuschine . « Hr. M. Dliraiui......... « Hr. Fr. Echapla, Nealitätenbesiper in Sturia 3 Hr.^Stephan Pollschak, Nealitätenbesißer in Rapusche.......... 2 Hr. Peter DifranceSco, Krämer i» Sturia 2 Hr. Valentin Supa», Handelsmann ... 2 Hr. Heinrich Skodler, detto ... 2 Ein Ungenanntseiuwcllender..... 1 Summe: 380 fl. 20 kr. uud 4 k. k. Ducatcn in Gold. Hiezu die Summe aus dem siebeuten Ver« zeichnisse vou.......413l ss. 32 fr. ergibt sich eine Totalsumme von . . . 4i>31 fl, 52 kr. nebst deu ,"perc, Coupons einer krainischen Gliindent-lassnngs-Schulduerschreibnna, pr. 100 ss. vom 1. Mai 1853 bis einschließig t. November 1861, einem 20-Frankenstiicke und sechs k. k, Ducaten in Gold. Kuud m a ch u n g. Cäsar v. Bezard, zu Vrly, Baranyer Comitates in Ungarn gebürtig, 2li Jahre alt, römisch-katholischer Religion, lediger, Standes, vor seiner Vcrhastnng Assistent der Lehrkanzel der Mechanik am hiesigen polytechnischen Institute, im Jahre 1848, sowie während des OctoberaufruhrS in Wien, Lientenaüt und Adjutant in der academische» Legion, ist in der gegen ihn bei dem Kriegsgerichte Section IV. abgeführten Untersuchung, bei gesetzlich erhobenem Thatbestande gerichtlich geständig, daß er mic dem gewesenen Oberstlieutenant, Johann May, des ungarischen NebelleicheercS, im Jahre 1861 in geheime Verbindung zu revolutionären Zwecken trat, welche dahin gerichtet war, nicht nur in Ungarn, sondern auch in der Reichehaupt- und Residenzstadt Wien einen neuen blutigen Aufstand zum Sturze der monarchische« Regierung vorznbcreiten und durchzuführen. > Als nämlich Johann May, der Sohn eines hiesigen Zeugmachergesellen, und im Jahre 1848 vor seinem Ueberttitle zn den ungarischen Rebellen k. k. Artillerielientenant, im Sommer 18.'il a»S Wie» eine Reise nach der Türkei iu der Absicht unternommen hatte, nm mit der ungarische» Emigration deßhalb unmittelbar sich zn verständigen, besuchte er den. Nevoll>tio»sl)äi!ptling, Ludwig Kossitth, in Gömlik, welchem er z» obigem Zwecke seine Dienste antrug, wornach May von demselben mit Geldmitteln versehen, znr weiter» Ansfnhrung der entworfenen Pläne, wieder hieher zurückkehrte. Von den Verabredungen mit Kossutl) seyte May bald »ach seinem Eintreffen zn Wien den Assistenten v, Bezard, mic welchem er in den vertrautesten Verhältnissen lebte, in Kenntniß, und Leßterer erftchr dadnrch in umfassender Weise, daß in Folqe dec durch Kossutl, und May gefaßten B'schlnsse eine neuerlich? Revolution, zur gewnltsame» A""""'3 Unqa!„S und seiner Neuländer von dem Verbale rer Gesammtmonarchie Oesterreichs, herbeigeführt wn- °"' ?u"' Theilnahme an diese» hochoerrätherischen Anschläge» anfgeforrert, bat Cäsar v. Bezard dem Iobann M>N), a„statc der pflichtmaßigen Anzeige derselben , seme chäliae Mitwirkmig hieran zugesichert, ihm dass Verspreche» geleistet, semen Einfluß auf die zahlreichen Hörer der Technik geltend zn machen, sie für ihre Zw'cke zu gewinnen u»d besonders dahin z» wirken, daß sie bei Ansbruch der Revolution dem für die Leiiung des AufstaudeS in Wien bestimmten militärische» Fuhrer Johann May vertrauensvoll sich untcrordnei!. ..„ ?'^"." ^.""2 begann Vezard zunächst d n bere.tS ada.eurthe.lteu Höre' der Technik. Rudolf Gablenz, zu bearbeiten, iudem er ihn vou der in der Vordereuimg begriffenen Hochverrätherische» Unternehmung verständigte, mit ihm einzelne Puncte e^> 3!H selben besprach, vo» Gable»; die Aufzeichnung der Namen der als freisinnig bekannten, in den stürmischen Bewegungen des I. 1848 besonders thälig gewesenen Techniker verlangte, nnd sofort d„rch Gablenz auch die Correlpondenz zwischen May nnd Kos-suth, auf vorsichtig gewühlten, geheimen Umwege» nach London zu vermitteln sich bemühte. Bezard ist weiter gestandig nnd überwiesen, daß er mich mit dem am 3. d. zu Pessh hingerichteten Privailehrer, Carl Iuhbal, i» Bezug anf den vorzndereitende» Aufstand, i» Verbindung getreten war, daß er mit demselben über ihre revolutionäre Angelegenheit im brieflichen Verkehre stand, und in einem dieser in Beschlag genommenen, v, Vezard agnoscirte» Schrei-be», de» Inhbal benachrichtigte, wie sie in Wien mit Fleiß und Muth ihrer Verpflichtung nachkommen; er ist überdieß geständig, daß er im Monate October 1831 hier an mehreren Zusammenkünften zwischen May und Inhbal Theil nahm, wobei ihre hochver-räiherischen Unternehmungen naher erörtert, und In-quisit Bezard auch vo» Iuhbal aufgefordert ward, die Leitung der politischeu Angelegenheiten z» übernehmen, wodnrch Bezard nichts weiter als die Anwerbung anderer Personen für die beabsichtigte Revolution verstand«» haben will, bei welchen Verhandlungen er jedoch die Ueberzeugung gewonnen habe, daß zwischen May nnd Iuhdal über die entworfenen Pläne ein vollkommenes Einverständnis; erzielt worden sei. Der Untersuchte hat geständiger Weise überdieß Kenntniß erlangt, wie Johann May im Herbste 18!>l neuen Iustructioneu vo» Kossnih aus London, bezüglich der Förderung des Ansbruches der allgemeinen Schilderhebung in Ungarn und andere» Ländern entgegensah, wie May eö ferner zur Aufgabe sich stellte, mittlerweile eine genane Uebersicht vo» den militärischen Verlheidigungsmitteln der Residenzstadt, den neu angelegten Festungswerke», dem Staud nud den sonstige» Localverhaltnissen der Garnison sich zu verschaffe», sowie die Stimmung der Einwohner in politischer Beziehung zu erforsche», um dem RevoluticuK-häuptling Kcssulh hierüber nach London Berichte zu erstatten; wie endlich Johann May gemeinschaftlich mit Vezard au der Zeichnung einer Maschine arbeitete, welches auf einer Lafette mit zwei Reiheu vo» Gewehrläufen ausgerüstet werden sollte, um durch das gleichzeitige Abfeuern aller Läufe eine verheerende Wirkung hervorzubringen, welcher Entwurf zwar nach den in dieser Beziehung ausweichenden Angaben des Inquisiten bloß da;n bestimmt gewesen sei, daß die Zeichnung durch May in die Türkei, wo er angeblich, jedoch durchaus unwahrscheinlich, in Militärdienste treten wollte, als em Beweis seiner Fach--kei'.ntüiß mitgenommen werde, unverkennbar aber im Zusammeubauge mit dem erwarteten Ansbruch der Revolution znr Erzeugung nud Verwendung einer sogenannten Höllenmaschine bei den Straßenkämpfen benutzt werden sollte. Nachdem Johann May noch im Znge der Untersuchung der verdienten Strafe durch Selbstverbrennung im Gefängnisse entgangen ist, ward Cäsar r. Bezard wegen des gege» ihn vollständig erwiesenen nnd vollbrachten Verbrechens des Hochverraihes, anf Grund der Proclam.nion vom 1. November 1848 und 27, Februar 1849 über den Belagerungszustand, nach Vorschrift des fünfte» Kriegsartikel,; und des Artikels 61 deS Militär-Strafgesetzbuches, zum Tode durch den Strang verurcheilt, und dieses am 28, d, M. gerichtsherrlich bestätigte Urlheil heute auf dem gewöhnliche» Nichtplatze in Vollzug gesetzt. Wien, am 31. März 1863. Von der kriegsgerichtlichen Section des k- k. Militär-Goiwernements. Nichtamtlicher Theil. Oesterreich. ' Wien, 30. März. Die Nachricht von der Entdeckung eines zu Berlin von der Londoner Propaganda angezettelte» Komplottes fällt als ein Gewicht mehr in die Sündenwagschalc jener landflüchtigen Unruhestifter, welche de» Umsturz der bestehenden Regierungen als ihre Lebensaufgabe betrachten, und der gesellschaftliche» Ordnung den Untergang zuge-schworeu habe»; allein sie ist nicht unerwartet gekommen; denn bekanntlich pflege» die Revolutionäre aller Länder übereinstimmend, nach einem möglichst solidarische» Plane zn verfahren. Wenn nnn diese Partei i>, Julien znm blniige» Aufstaude unter Nu-'vendunz meuchlerischer Mittel fortzureißen versucht, wenn'Ächulich^s a„^,.,r^!'^ angesponnen wird: warum WUte Deutschland allen, von diese» frevelhafte» Ver-<^/"^"° ""'"'. da cs doch anch ein stark« geliefert hat, und Arnold ^r "^ ?" ^"" ^°""aführern rechnet ""d. Eck/abgenützte M^e ^.^U'^be! gonnenen Berliner Prozeß «is «ine ^wgfü^,, ,,„r zu klü,>cl!ch« Wichtigkeit cmporgeschvanuie'Ang-r blieb augenblicklich todt, cie beiden Andern wurden aber wunderbar am Leben erhalten, nnd sind, obschon erst nach 2 Tage», ans dem Schntte gezogen, einige Kontusionen abgerechnet, wohl erhalle». — Die Ausfuhr edler Metalle aus England nach dem Festlandc wird immer bedeutender, »nd hat besonders i» »euester Zeit außerordentlich zugenommen; sie belanft sich in jedem der zwei erste» Monate dieses Jahrs auf circa 2ll,>ß Länge bilden. Die ganze Brücke wird in Gnßeisen nach einem sehr schönen Entwürfe ausgeführt und i» England gegossen. Nach dem NeviIIe'sche» Principe sind i» England sebr viele Brücken gebant worden, nnter andern die Newavk-dyke-Brücke mit einer Spannweile von 2l>0 F,>,;, Die Neville'schö» Brücken werden in England als die leichtesten, am wenigste» kostspieligen nnd dauerhaftesten gerühmc. Bekanntlich hat Herr Neville den Ban einer Brücke bei Gumpendorf über die Wie» unternommen, welche bald ausgeführt sei» wird. — Capitän Ericson ist jetzt damit beschäftigt, sein nenes Beircgnngesystem anch anf die Locomotive der Eisenbahne,' anzuwenden. Die Aufrage», Maschine» znm Ve,riebe mit erhitzter Lufi anzufertigen, sind bei dein E> finder des nenen Systems so zahlreich, daß er allen Gießereien Erlaubniß ertheilt, solche Maschinen gegen eine kleine Entschädigung ans-zuführe». Die große» Maschine»-Werkstätten in Boston sind schon mit Anfertigung der neuen Maschine» in voller Thätigkeit, 2i5ien, !. April, Vc>» den uns vorliegenden Kronlandöblättern finden wir für den vo» Sr. k. H. dem durchlauchtigsten Herrn Erzherzog Ferdinand Mar angeregten Kirchenban d,e nachfolgenden eingegangenen Benage ausgewiesen, und zwar — mit Weglassung der Kreuzer — in der „Linzer Ztg," vom 30. März: 21,228 fl. und 3 Dncaten; „Brünner Ztg." vom 30. März: 881,? fl., 4 Ducaten und 1 Silberthaler; „Prager Ztg." vom 2«. März: 24.714 ff.; „Troppaner Ztg," vom 30, März: 3.'!9.'! st.; „Osser. Triest," vom 29, März: 35,932 ss. ,md 74 NapoleonSd'or, li Dncaten, 4 Theresienthaler und 6 fl. in Silbermiinze, „Gazz. di Milano" v. 2«. März: 3/!..^!1 Lire; „Foglio di Verona" v. 2l!. März: 3639 Lire; „Gazz. di Venezia" v. 26. März: 43,093 Lire nnd 326.'i fl. CM, in Banknote» nnd Coupons, 101 Napoleonsd'or, sieben 10-Frankenstücke und zwei 5» Frankenstücke, 33 Sonverainsd'or; „Gazz. di Venezia" ». 26, März, ans Padlia: 910 Lire nnd 10 Napolconsd'or; „Gazz. di Venezia" v. 26. März, aus Vicenza: 1301 Lire; „Gazz. di Venezia" v. 26. März, auS Udine: 1«0 llire; „Osserv. Dalmalo" 0. 23. März- 773 ss. EM. 10 Francs in Gold. Triest, 30. März, Lord Nadcliffe. britischer Bot,chafier bei der h. Pforte, ist g,st^,„ Nachmittag hier eingetroffen, und hat sich c>uf dem britischen Kriegsdampfer „Fnry" eingeschifft, nm sich »ach C°n-stantü'opel zu begebe». Tricst, 1, April. Der auch als historischer Schriftsteller vortheilhaft bekannte Fianziskanermönch, Pater Inkich, der sich vor zwei Jahre» längere Zeit bei Omer Pascha aufhielt, ist gestern hier uo» RoM eingetroffen. Bekanntlich wnrdö cr zum Lohne für die Dienste , welche er während deS AnfstandeS in Bosnien dcr Pforte geleistet hatte, gefesselt nach Constantinopcl abgeführt, dort aber als dsterr. Uncer-terthan, anf Einschreiten der Internunciatur, uach Rom gesendet, n»d das Urtheil über ihn der Propaganda anheim gestellt. (Tr. Ztg,) Qedl'uburss, 29. März. Die Officiere nud die Mannschaft deö k, k. zweiten Cürassier - Regiments König Mar von Baiern halten unter sich eine Samm-luug zn Gunsten der bei der letzte» Mailänder Emeute verwundete» Soldate» veia»sta!tet, und den Ertrag Er, Erc. dem Hrn. Feldmarschall Grase» Nadetzky znr Venheilnng übersendet. Hierauf erhielt das Regiment »achstehendes Schrei» ben, welchem wir die Erinnerung vorausschicken, daß der greise Fcldmarschall seine militärische Laufbahn i» diesem Regimente (damals Caramelli) begonnen hat. Hauptquartier Verona, am 17. März 1863. „Es freut mich sehr, ans dem Schreiben des Negimentscommando's vom 11, d. M. die Stimme echt kriegerische» Geistes nnd cameradschafilicher Liebe zu vernehme», welche eine Zierde der ganze» Arme« Oesterreichs, und stets die sicherste Bürgschaft des Sieges ist," . „Ich danke dem Regime»", ft""» Officiercn und Soldaten für die herzlichen Worte , die sie an mich, wohl dem ältesten Cameradeu des Regiments, richtete», »nd füge die VeisicheN'.Ng bei, daß eS M"' eine große Frende gewähre» würde, das Regimes '" jeder Gelegenheit, sei es im Frieden oder Krieg, dltt"' mein Commandowort zn führen," „Indem ich den Empfang deö mir zugesandtes Betrages uo» 1!!0 fl, für die blesirteu Soldaten,,"'!^ 60 fl, !^0 kr. für deu Kaffehsieder Gandi«' Mailand bestätige, führe ich dieselbe» ihrer 2^,m ' mnng zu. Radeyky '"^'' Feldmarschall. das k. k. zweite Köuig Mar von Baier» Cinass'"« '^«'"""° '" pending. , Preßbur«, 2l. März. Die k. k. Pol^'" rectio» veröffentlicht folgende Knndmachnng: . „Es ist d.e Wahrnehmung gemacht w"'^"' .^ das Pnbl.cnm de>» verderblichen Tre.ben der zn" weit «erbrei.elen wissenschaf,l,chen Ve>a»sg^' '5 « scher CredilS-pap.ere (Banknoten. Re.chsschatz!che" 315 u. s. w.). ohne Rücksicht auf den hierdurch gefährdeten StaatScrcdit, im Allgemeinen gleichgiltig znsehe, lind keinen Anstand nehme, als verfälscht erkannte (5reoitspapiere nach deren Empfang weiter auszugeben, ja, das; sich ftlbst ganze Gemeinden an einer solchen Verausgabung auf eine gewissenlose und sträfliche Art wissentlich betheiligen. Um diesem bedauerlichen Uebelstande, welcher zum Theile in der Unkennt-uiß der über dieses Verbrechen bestehenden strengen Gesetzesbestimmungen seinen Grnnd haben dürfte, durch genane nnd vollständige Vekanntwerdung der Anordnungen des Strafgesetzes vom 27. Mai 1s»2, mit Wirksamkeit zu steuern, und allen Entschuldigungen und Rechtfertigungen einer angeblichen Unwissenheit vorzubeugen, wird über Auftrag des hohen k. k. Justizministeriums, dann Erlasses der hohen k- k. Statthalterei für Ungarn <>»er Haft entlassen, »nd jeder weitern gerichtlichen Untersi,ch»,,g enchobe». Vent j ch l a ll d. Verll», 2!». März. Ueber die am Samstag hier V0rge»0mmcne„ Verl,aft»nge„ will die icitKu,' ikm erscheinende „Montagszeirung" noch Folgendes mittheile» können: »Es war der Hiessen Polizei nicht entgangen, daß sich schon einige Zeit vor dm >'cuesti>n bekannten Mailänder Ereignissen nnd den gleichzeitig an anderen O>!en hcrvorgctrct.ne» politischen Bewegungen auch unter dem lrücmstc,, Thcile dcr Berliner Dcmocr„!ie eine ungewöhnliche Bewegung zugte. Es sille» einzelne drohende Aeußerungen, »'an bemerkte verdächtige Personen ab. nnd zureisen, Von denen sich namentlich in den letzten Tagen bli der bekannten Verfolgung d,r Caladreser, Hnle wie-der Spnr.n gezeigt hal'cn sollen. Namcnllich wn,de ^>c P^I,zeil,'chö>de in Fuigc von Londoner Nachrich. L" "nf ein Iiicrscll'st bestehendes weit verzweigtes mit^°" °ufn,erksam, welches enge Verbindungen M> ^"»doncr Flüchtlingen unterhielt und dessen ^tUglieder in der letzten Zlit sich in einer höchst auffälligen Weise >„ic der A»han,ung von Waffe« Und Pn!ucsuor,ä!l)c>i deschaf/i^t halten. (3s rsg,,I)en sich sugar deullichc Spur.n eines lörnllichei, Artillc-lie^aboratollums, weiches uon einige» der verdacht tigen Peisonen unterhalten wurde. Schlauer Weile hatte man für diesen Hanptpunct der verbrecherische» ^iatigkeit gcrade d,c höchst weitläufigen Fadriks^ lämne eines der couscrvativsten Bürg>r der ^tadt ^H^ujchilt') gewählt, weil man dort vor einer Haus.-suchung voU,g sicher zn sein glaubte. Der Wcrksüh-rer dieser Fabrik, welcher sich in dem Complott be. '^"b, h^,^ h^s^ günstige Sitnalio» ucrn,iltclt. Die ^°lizcibc^inten haben b,i der Vlsilalion dieser Fabrik, ^ welcher mit einer solchen Gründlichkeit verfahren wurde, daß selbst die Dächer abgedeckt n»d die Dic° ^" "ufgcrissen winde», unter dem Dachgesimse »er-von «"" ^ Spiegelgranalen uorgefnnben, welche din ^'>sm gcfcriigt si»d und die Größe 6pfün. »at ^^nonenlugcl» haben, (5s bilden diese Gra. kad^'s ^''" ^'^^ gefährliche Waffe für den Barri. sen "^^^!' ^^ s^be mit der bloßen Hand gcwor-könn" ^. ^"^ "'^ Brandraketen geschossen werden ten ^' ^" andern Ortcn hat man auch solche Grana-die !," bereits gelulltem Zustande gcsnnden, Anch so,^°^crnen Zünder zu den Granaten und der zu >»e!,m, ^""'^ Pulr.ers.itz ist anfgesunde». Na. ter ^s" wichtig ist alier das Auffinden zwei geslil! "de„ '^ congrevischcr Raketen, welche in der ^n.e„ ^^ähntc» Fabrik u»ter den Dielen verborge» Weh,/ ^t dabei fand man zehn Infanterie.-Ge.-°U'>'n, ^'^ ^aio»»et,!i und andere Waffen hinttr ^acdc» si""^>" sehr künstlich versteckt. Aehnlichc ^,^'Ut>e„ ^'° »och a„ mehreren anderen Ortcn auf ,'^u' >,i,ff^,^ln, namentlich fand man in einer vorrcu^ lN!,ge„ W,^ ,^ ^,^^ ^,s,^ ^^^^, zn' "'"" nä, """" practischcn Arzt in Moabit ^.engr Eftz,^ e <,„ , ^^, Pulver, eine enorme <58^tück fl^,^'» nnd scharfe Patronen, so wie "us ^nfanteriessew,,'""wiener ^"udlaketen, welche «"men z„>. Ä!,fer,i'"" »"chossen werden, und die "" gefundrur,, Ea,'^ derselben. Der größte Theil U""z neue,, Thätinkis"' ^"^ "°^' Spuren einer s,'n.""terworfen, da /."^ ^ scheint keinem Zwei, sch 3 ">d abc,,.eu„ ,>,/"' "'" '"'"""'< l° Wahn-de,t °" ""ß um i ' ^'" solche Idce anch cr. ?,,? bestir , ,^"Ngt„t f^ ^, „„„st,,. Vr-als h«t di" «?"^ ^'"'" h"el>st interessanten ,.. ""1 hfl ^ ''^' dabei insofern gemacht, °/6 gef,,^ "„em Einwohner in Moabit de» An, Hlha,,^ u hat, ,„ wc,ch<,„, Kinkel aus dem "> Spandau entflohen ist, Kinkel scheint sich also damals nach der Flucht dort umgekleidet zu haben. Es scheint hier eine der umfangreichste» gerichtliche» Untersuchungen in Aussicht zu stehen." Das „(iorr. Bureau« berichtigt seine Mittheilung von der Verhaftung des Dr. Ladcndorf und Herrn Hauschild; ersterer sei flüchtig, letzterer ein Mann des besten politischen Rufes. In Folge der Haussuchung in der Fabrik des Herr» Hauschild bcdurfle cs dreier Droschken, um die dort gefundenen Waffen und anderen Sachen nach der Stadtuogtci zu schaffen. Gegen Abend cr> schien der Polizeipräsident Hr. v, Hinckcldey person« lich im Hause d.s Fabrikherrn Hauschilo nno sprach ihm, wie verlautet, sein Bedauern, zugleich aber anch die Ueberzeugung aus, daß nur dnrch die größte Geheimhaltung der Sache so etwas in seinem Hause möglich gewesen, indem die Behörde von seiner loyalen Gesinnung beweise genug habe, .Hannvver, 30. März. Die „Hannov. Ztg." erklärt die Nachricht, daß am vorigen Mittwoch von der königlichen Negierung Beschluß über Viuberufung der Staude auf den 18. April gefaßt sei, als unbe- alündet. Heidelberg, 26. März. Die „F, n seiner Wohnung vorgenommene Hansdurchsuchnng scheint zu nicht unelheblichen Resultaten geführt zu haben, denn der Angeschuldigte lebt seither uur noch halb und halb auf freiem Fuße, indem z soll be, ihm eine completle demociatische Vibliolhk geftmde» worden sein, nnd zwar deren einzelne Werke i» zehn bis zwanzig Eiemplaren. Scheinbar lebte Dr. Hagen seit seiner Entfernung vom Katheder als Privatgelehrter httr ii> schlichter Zmückgezogeuheit, und man ist deßhalb auf das weitere Ergebniß der eingeleitete» Untersuchung fthr gespannt." — Aus Kassel vom 26. März meldet die cortige Zeitung dcn kusbruch der Mmschendlatlern unv anderer Krankheiten in gefährlicher Weise, D »i n e m a r k. ^„ ,^»p">hanc>», 2«, März Se. Majestät der Honig hat am 21. d eincr Sitzn„g drr noidischen Alterlliumslorschcr-Gesellschaft au, Schloß Chlisiians borg präsidirt und bei dieser Gelegenheit einen längere» und interessanten Vortrag über die noidischen Riesengräbcr und Steindenkmale, so wie über das mxthmaßliche Verfahren der alten bei dem Trans, port der unglheuern Felsmass>n gehalten. Außerdem legte Se. Majestät der Gesellschaft mehrere merkwürdige Antiquitäten, als zu Ihrer Privatsammluna, gehörig, vor. Die Thinge unterbrechen ihre Sitzungen nur während der beiden Hauptfeicrtage; das Landsthing wird bereits am Dinstage nach Ostern seine Bera, lhnngcn wieder aujnehmen; !» der letzten Sitzung (Miliwoch) wurde der Gesctzvoischlag, angchrnd die Verlegung der (holsteinischen) Zollgränze einer aus fünf Mitgliedern bestehenden Commission zur Be--richtcrsiatlung überwiesen. I t n l i e n. Nun», 19. März. In eiuer Liste von Steckbriefen, die knrz nach den Mailänder Ereignissen von der Polizei erlassen wurde, finde» sich zwei Hai,pt-leuie Garibaldi's aus Morlnpo und St. Pclo (l'o ml,,-«!, i)>er Abreise nach der Strafcolouie in Brest bleibe», und die übrige» ihren Aufeuthalt i» Tonlo» »ehmeu werden. Eine Depesche von Hy'>reö meldet, daß sich der Kriegsminister Marschall Saint - Aruai'd iu voller NeconvaleScenz befindet, und bis Mitte April nach Paris zurückkehren zu können hofft. Der „Moniteur" zeigt an, daß der Kaiser gestattet hat, de» Ball, der i» vierzehn Tagen zum Besten der Armen des linken Seine - Ufers Statt finden soll, unter das Patrouat Ihr« Majestäten zu stellen. Aus dem Bericht der mit der Prüfung des Budgets für 1834 beauftragten Commission des Staatsraths geht heroor, daß die Staalseiunahmeu von 1^4 um 42 Millionen höher als die von 1^2 veranschlagt sind. Diese Veranschlagung stüßt sich auf die gemachte Erfahrung von der jährlichen Vermehrung der indirecten Einnahmen. Das Kriegsbudget, welches im vorige» Jahre 324,232,603 Fr. betrage» l,at, ist für 18/^4 auf 308.38U.046 Fr. redu-cirt. Der Bericht macht auf die Einführung eines nenen Artikels im Budget besonders aufmerksam, dem zufolge die Arbeiter, welche für eiuen Fabriksherrn zu Hanse mit ihre» Familien arbeiten, keine Gewerbesteuer zn zahlen haben. Der „Monitenr" bringt eine telegraphische Depesche aus Madrid vom 24. März, worin im Widersprüche mit der hierher gelangten telegraphischen Depesche gemeldet wird, daß die dem Herzoge vrn Valencia, Marschall Narvaez, günstigen Lonclusionen des erstattete» Berichtes mit 106 gegen 64 Stimmen verworfen worden sind. In Paris macht sich ein Mangel an Kirchen für den katholischen Gottesdienst bemerklich. Man baut bier an mehreren »e»e» Kirche», und in gauz Frankreich sind i» diesem Augenblicke über 200 K,r-cheu im Ban begriffen. Paris .8. März, Französischen Blattern z» Folge wi,v c,c Krönung Sr. Maj.stäl des Kaisers im Mai „icht Slalt finden; die Vorbereitungen i„ der Hlllire.Damekirche sind bereits si^gesitllt und die Feierlichkeit auf dcn August verschoben. Än di,se Veränderung knü'ptt sich die Meinung, cs weide der heil. Vat,r in jenem Monat eher „ach Paris kommen können, (3s beißt, der Kaiser und die Kaiserin würtcn im Laufe des Sommers außer der projectirlen Ncise in die südlichen T>sparteme„ts noch eine andere in die Vend,!e m.ichen Der Onkel des Kaisers, Marschall Ierüme, befindet sich im fast aufgegebenen Zustande; sein dohes Aüer läßt das Schlimmste befürchten. Das Vndget ist an die Mitglieder des legislcu tiven Körpers vertheilt worden, welcke baldigst an die Prüfung desselben in den Bureaur geh>'r> werden Wrlißl'litlnmien nnd Irl,m!». Dublin, 2«, März. Der Elodus schwillt in cinem Verhältniß an. das alle Begriffe übersteigt. In Nord.'Ma»o und in Clare zeigt sich selbst die wohlhabende Mittelclasse von einer Art Auswan-derungs ' Manie besessen. Je mehr sich die Bevölkerung lichtet, desto unsteter und heimathmüdel wer. den die Zurückgelassenen, Es ist übrigens natürlich, daß der Impuls mit jedem Tage steigt; die An. dänglichkeit an dm Bode» weicht v»n del Anhäng» lichkcit an seines Gleichen. Telegraphische Depeschen. — Trieft, 31. März. (6'/, Uhr Abends.) Drr ^loyddampfer „Arcidüca Ludovico" ist endlich (aus der Levante) angekommen. Er bring! aus Constan-tin ovel 22. März folgende Nachricht: Fürst Men-ischikoff hat i» ei»em Nundschreibe» den hiesige» Gesandtschaften angezeigt, daß Se. Maj. der Kaiser vo» Rnßland ih» z» seinem außerordentlichen Bevollmächtigten ernannt habe. Unter Einem drückt er die Hossining guten Einoernehmeus zwischen Rußland und den übrigen Mächten ans. — Berlin, 1. April. Hiesige Polizeibeamte habe» zahlreiche Haiissuchungen in Rostock vorgenommen, wobei 3 Personen verhaftet wurden. ^ Turin, 1. April, Die Depntirtenkammer hat den zweite» Aüikel des Gesepes über den Neaerha,,-del der Eomm'ssio» zurück erstattet. Der sourrier vo» Novara ist bei Cigliano von Räubern überfallen und seiner Gelder beraubt worden. — Genua, 29. März. Nachrichten ans Palermo zu Folge sott daselbst ein ?»,fsta„d aiisgebrochen, jedoch leicht nnd rasch unterdrückt worden sein. Es haben hierauf « Hüü ichtuügen dnrch den Strang und etwa 300 Verhaftungen Statt gesunde». Die Bestätigung ist jccoch abzuwarten. o Nizza, 1. April. Die Corvette „Can Giovanni" aus Villafranca kürzlich hiev angelauat ist bereits nach Amerika abgesegelt und hat 82 politische Flüchtlinge mitgenommen. Die Negieruna läßt di. ^"ck mid^,------- _____________________________ ^—______________ "lag von I. v. Klei«,.,ayr und F. Bamberg. i„ raibach. Verantwortliche Herauogeber und stedacteme: I. v. illeinmayr und F. Bambcr^ Telegraphischer Eonrs ° Vericht der Sta^tspl'piere vom 2. April 1853, Vtaatsschuldverscbrell'unsse» zu 5 vCt, (in VM.) 84 1/8 drtto „ ^ ,/2 „ „ 851/16 D«>ew» mit VcUüsung v, I, 183!), für 2öN ff, 147 >/2 für l«i! ss. 5°/, 1852.............941/l6 Obligatiuncii des lo,»l'>ird, vmct. Anlehens vom I. 1850 zu 5"/„ ........987/8 Grmidmtlastuügs-Ol'lig.tt!«,«!! zu g ^, ... 93 Äa»l°Ä>l,e„, vr, St,,rdbal>» ,u ,000 ss, «, W....... 2400 ss, !n C. M. Acticn dcr Wic» GloWnitzcr-Eisenbahn zu Z00 fl. C. M, oh»c Coupons . 783 ff. in C. M. Nctic» dcr östlrr, D°n>n>-D>i,„>,'sfchifff!ihrt z» 500 ff. C, Vl...... 768 !/2 ff, i» C, M. Wechstl.- Cours uom 2, April 1853 Amsterdam, für 1«!! ThalcrCurrcut, Rthl. 152 1/2 2 Mmiat, «!>g«!>»ig, ,i,r !0!» <öw,?>» <.ii,r,, G„>d, 109 5/8 Us», stranffnrt «, M,, /'! ss, F„,'i, O„>^,» l<>9 3 M,'„at, h»,nl',»„, >,,r !»«» Thaler V>n,co, »tt!>>, !>,r 300 l«^'»nische ^!irc, Gnlo, l!W Af, l Monat. London, für ! Ps,m5 Stclü,,!,, O!,,!^,, X»-,^! 3 Mon.it. Mailand, fü> I!!»« Ocsterrcich, Vire, U»>d, 108 !/2 2 Mon,^t, Marflil!., f„i^0Y fransen, , /2 2M>,,»,,. >ü«,6, f„> 3<»<»Ara>ck>'>, 3, Vrin Geld. Kais. Münz-D»cat.',i Agio .... 145/8 143/8 dctto Rand- dto „ . . . . 143/8 !4 l/8 d°I<1 »! m»r«u „....— 131/2 Napl,'l>'on>5dV'r'S „ . . . . — 8,4! Suiwerainsd'or's „ . . . . — 1512 Nuß. InU'cvial „ . . . . — 8,56 ffricdrich>!d'o>'s „ , . , . - 8.3 E»g>, Novcraings „ . , . , — 10.53 Eill'cragi» '..„.... 8 l/2 9 M. S. Lottoziehungen. In Grah cm 2. April IU53: !2 54. »2. lt. 58. D>< iläcl'slc Z>cl)»»g wiro am l3. April ^85,3 in Gratz gehalten wcroen. In N'.n am 2. April l85»3^ 8. 5',. 37. 60 U, Die näckstc Zichiü'g wird a», 13, ?spn! 1853 in Wi"> aehlillln werden. Fremden-innige der hier A„tte?u,n''. F>a!,z Kuffler, Magiüratsrath, — und Hr, Eduard Forster, Kanfinann, alle 6 von Trieft »ach Wie» — Hr, Carlo Cioccari, — u„d Hr. Sebaftia» Perger, beide Ha»del5>eme, vo>, Trieft nach Cilli, — Hr, Cl)!>M» Melinger, griech. Cap,-lä»; — d>'. Alüis Kuff»e<-, — Hr. Pietro Marma, — Hr. Gustav Pfeifinger, — und Hr. Jacob Karabibe' robitz, alle 4 Handelsleute; — Hr. Heinrich Löwe,,-gard, Haudelsagenr, — u. Hr. Albert Frenkc, Pia-»ift, alle 7 ro„ Wie» »ach Tii.ft, Z. 4147^1?) Nr7^401. Edict. Vom gefertigten k. k. Bezirksgerichte wird hic-mit bekannt gcmacht: Es sei Ü!:ei Ansuchen des Georg IVInii«, von Krasinc Nr, I«), in die eiecutiue Feilbietl!>,q der, dcm M>Mn I»u,i,o, uon Krasi»c Nr, 27, gehörigen, im vormaligen Grundbuche dcr Herrschaft Krupp «ub Curr. Nr, 152 «!, 153 uorkummende» , gerichl' lich auf 96! si, geschätzten, mit 22 kr. 2 dl. bean-sagten Hul'e lammt Zugehör, wegen, dem Erstcrn! aus dem gerichtlichen Vergleiche ddo. 8. Jänner 185!,^ Nr. 50, schuldigen ! 22 fl. c «, c. gewilliget , und seien zu deren Vornahme die Tagsatzungcn auf den 23, April H auf den 24 Mai < 1853, und auf dcr, 24, Juni > Udcsma^ Normittags von 9 — >2 Uhr in lcco der ^e^!" «'"^ ""' ^m Anhange anberaumt wordcn, ^s.^' ""!" '"" "ei der dritten Feilbietungs-Vn''we^ ^ ^"^^'ungsw^the hint^.. .ch^r^::r^'^:a,.^,n.^e ^ ,mi Jedermann n, de„ hicrgcrichts cingc^kcn werren, ,^,^,, K. t. ÄczirrKgcrich! Mottling °m 22. März, 353. Z, 419. (!) Nr. «2, Edict, womit zur öffentlichen Kenntniß g'ebracht wird, daß fur den Markt Wippach die Aufstellung eines zwci^ ten Metzgers beschlossen wurde. Es werden demnach alle Jene, welche im Markte Wippach als zweiter Metzger aufgestellt zu werden wünschen, aufgefordert, bis längstens 24. April l. I. an das dieß-seitige Bürgermeisteramt die rcchtsuerbindlichen Erklärungen portofrei einzusenden, oder mündlich anzubringen, und in diesen sich zu verpflichten, daß sie nämlich: .-,) die Fleischausschrottung im Marttc Wippach, als zweiter Metzger, mit !. Mai l. I. antreten, und diese nach dcm mit dcm ersten Metzger bereits bestehenden dießMigen Vertrage i„ so lange furtsctzen wollen, bis sie es nicht selbst über vorläufige dreimonatliche Aufkündigung aufgegeben haben werden, oder diese ihnen von dcr Gemeinde aufgekünVet sein wird; b) daß sie daß Rindfleisch jährlich in den Mona ten April und Mai nach dcm Laibacher Tanf. in dcm Monate Juni jeden Jahres Einen Hai ben Kreuzer niederer, in den übrigen Monaten jeden Jahres aber Einen Kreuzer niederer, mit der >0"/„ Zuwege ausschroltcn wollen; c) daß sie das Publikum stets mit gutem Rind-fleische bedienen, nur Mastochscn, welche 30, mi». dcstlüs aber 25 Pfund Unschlttt haben werden, schlachten: c!) jähllich für die Armen Kranken des Marktes Wippach, gegen Anweisung, fünfzig Pfund Rind-frisch unentgeltlich verabreiche», und e) jährlich zur Bezahlung der Vieh- und Fleischbeschauer einen Betrag von fünfzehn Gulden EM beitragen werden In diesen Erklärungen müssen aber auch ihre Fähigkeiten und dcr Fond zum Betriebe dieses Gewerbes nachgewiesen werden. Bürgermeisteramt Wippach am 30. März !853, Johann Nep, Dollcnz, Bürgermeister, ^' ^" Gasino - Nachricht. Den verehrten Mitgliedern des Casino-Vereim's wiri) m Erinner'Nig gebracht, oaß Mittwoch oen 6, l- M, in oen Vereinst calitaten eine Adendunttrbalcung nut Spiel und Tanz Statt findet. VonocrDirectionocsCasino.VcrclNus Laibach am 2. April »353, ! ZV45Ü.' Liettatlon. Donnerstag, am 7. April, in den ge-wödnlichen Ämtsstundcn, werden Vor« und Nachmittags »m Herrn S ta r r e'scder, Hause, am altcn Markt Nr. >5, ll, Stocke, mehrere Einrichtungsstücke, bestehend m politnten Bettstatten, Hang- und Bücker Kasten, Sofa's nebst Sesseln, Bückcrn, alten Zeitungen uno ganz neuen, mtt Llsen-reifen beschlagenen Weinfassern, gegen glcich bare Bezahlung hintangegeben, 5!aibach am /,, März >85), Z. ^4!. (2) Gin Fischer, der zur Zcit, als kcme Fische denöihi qct werben, sich auch ^u anderen Oeconomie-Ardeitcnqualificiren würde, wird auf das im B^lrke Krain-burg liegende Gut Höflein, gegen dcm Dienste entsprechenden Lohn, so-gleick aufgenommen,wofür sichDicnst^ lustige daselbst zu bewerben haben. Z. 439 (2) Bei der k. k. Post-Station !Tremn wird wglcich eln bttide^ ! ter Post' Expcditor, mit dem Gehalte von jährlichen 200 si. und ider vollkommenenVewfleumg, Aufgenommen. Darauf Resiecti^ vende wollen sich an die dorngc i Herrschaflsinhadung wenden. IZ. 437, (2) In Schlschka Nr. 61 ist eine Wohnung mit3 Zimmern, Küche, Speis und Holzlege stündlich zu vergeben, welche sich besonders als Sommerwohnung eignet. Z, 442. (!) "" Freier Verkauf einer schönen Landgutsbesihung zu Schuppelentz in der k- k. Be- znksdauptmannschaft Rann. Dlese liegt zwei Stunden von der Stadt Rann., an der nach dcm Bahnhof zu Pöltschach führenden, sehr belebten Hauptbezirksstraße, und besteht aus: ö Joch, Ztt3cn Klafter Aecker, 7 » 712 „ Wlesen, . -„ 110 „ Garten,,, — » 1^23 ., Wnden, ^ 2 „ 1^17 >> Hochwaldungen, — » 130 >> Bauarca, zusammen also aus1t)Ioch, 1175lD Klafter gänzlich zusammenhängenden Grundstücken. Bel dieser Realität befinden sicl) außer dcm Wohnhausr, bestehend aus ^ bequemen Wohnzimmern, einer Speisekammer, emcr Küche und einer Hausflur, dann zwei geräumigen, ganz gemauerten, gewölbten KcÜern für Wein und Säure, auch noch die erforderlichen Wirthschaftsuebaude, als: Eine große auf 18 Stück Vieh eingerichtete Stallung mit darüber angebrachtem Dreschboden und Hcu-behältnijse, weiters eine Wagenremise und die erforderliche Schwemstallung. Vorzüglich hervorzuheben bei die^ ser Besitzung sind die Wiesen, die ein sicheres, durchschnittliches Ertrag-niß von 300 Centner süßen Futters geben, während die Realität ihrer ganzen Lage nach, wenn darauf nicht vorzüglich Vieh gezüchtet werden will, sich auch zur Betreibung eines Gast-dausgewerbcs insbesondere eignet, welches umsomehr eine reichliche Einnahme verspricht, weil die gedachte, ohnehin sehr besuchte Straße jetzt noch umso lebhafter befahren wird, ! zumal in dieselbe eine Verbindungs-straße einläuft, die auch zur naheliegenden Eisenbahn über Vldem und Relchenburg nach Steinbrücken führt, welcher Votthcll m dcr nächsten Zukunft noch um so augenfälliger hc^ vottritt, da dle Eisenbahn in kurzer Zeit bis n,,ch Reichcnbmg, und von da weiter über Rann nach Agra"' voäendct sein wird. Kaufölie^habcr um diese RcaU-tät belieben sich entweder persönlich oder in frankirtcn Briefen an de^' k. k. Notar in Rann, H. -'^r. d^. zu verwenden, wo ihnen jede belle-bicbige Zluskunft ertheilt werden wlro-Ägram am 2tt, März 1853. Kellner>u.^., k. k. Notar.