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Aus Bergeshöhen. im fchwie-rigen Karstlande und aus dem Meere verbringt Ihr Taten, würdig Eurer Vorsahren, die den gleichen Feind bekämpften und besiegten. Seinen Wahn, mil-tels der in den Kamps geführten Massen leicht in unser geliebtes Vaterland einbrechen zu können, habt Zhr «unichte gemacht. Noch steht Euch Harte? bevor! Wenn aber solch ausgezeichnete, hervorragend geführte Truppen, vv:i wahrer Begeisterung erfüllt, ihr BesteS einsetzen, dann werden die schwersten Aus-gaben bewältigt, Euch zur Ehre, dem Vaterlande zum Heil. Dankerfüllten Herzen« gedenke Ich Euerer Herr, lichen Wassentaten, bewundernd blick: da» Vaterland aus seine Heldenjöhne zu Lande und zur See, voll Zuversicht sieht eS aus Euch, die treue Wacht im Südwesten. Wien, am 29. Juli 1915. Franz Joslf m. p. Ei» Ausruf Kaiser Wilhelms. Kaiser Wilhelm hat folgenden Aufruf erlassen: An daS deutsche, Volk! Ein Jahr ist verflossen, seitdem ich das deutsche Dolk zu den Waffen rufen mußte. Eine unerhörte, »Idtige Zeit kam über Europa und die Welt. Vor Gott und der Geschichte ist mein Gewissen rein. Ich habe den Krieg nicht gewollt. Nach den Vorbereitungen eines ganzen Jahr-zehntes glaubte der Verband der Mächte, denen Deutschland zu grob geworden war. den Augenblick gekommen, um das in gerechter Sache treu zu seinem österreichisch-ungarischen Bundesgenossen stehende Reich zu demütigen oder in einem übermächtigen Rinxen zu erdrücken. Nicht Eroberungslust hat uns, wie ich schon vor einem Jahre verkündete, in den Krieg getrieben. AIS in den Augustlagen olle Waflensähige» zu den Fahnen eilten und die Tuppen hinauSzogen in den Vertei-digungikampf, fühlte jeder Deutsche aus dem Erdball nach dem einmütigen Beispiel des Reichstages, daß für die höchsten Güter der Nation, ihr Leben und ihre Freiheit, gefochten werden wußte. WaS unS be-vorstand, wenn eS sremder Gewalt gelang, das Ge-schick unseres Volkes und Europas zu bestimmen, das haben die Drangsale meiner lieben Provinz Ost-Preußen gezeigt. Durch daS Bewußtsein de» aufge-drungenen Kampfes ward das Wunder vollbracht: Der politische Meinungsstreit verstummte, alte Gegner fingen an, sich zu verstehen und zu achten. Der Geist Neuer Gemeinschaft erfüllte alle Volksgenossen. Voll Dank dürfen wir heute fagen: Gott war mit uns. Die feindlichen Heere, die sich vermaßen, in wenigen Monaten in Berlin einzuziehen, sind mit wuchtigen Schlägen im Westen und im Osten weit zurückgetrieben. Zahlreiche Schlachtfelder in den ver« schiedensten Teilen Eurovas und Seegefechte an nahen und fernsten Gestaden bezeugen, was deutscher In-grimm in der Notwehr und deutsche Kriegskunst ver-mögen. Keine Vergewaltigung völkerrechtlicher Satzun-gen duich unsere Feinde war imstande, die wirt» schafllichen Grundlagen unserer Kriegführung zu erschüttern. Staaten und Gemeinde», Landwirtschaft, Gewerdefleiß und Handel, Wissenschaft und Technik wetteiserien, die Knegsnöle zu lindern. Verständnis-voll für die notwendigen Eingrisse in den freien Warenverkehr, > an; hingegeben der Sorge, für die Brüder im Felde, spannte die Bevölkerung daheim alle ihre Kräfte an zur Abwehr der gemeinsamen Gesahr. Mit tiefer Dankbarkeit gedenkt heute und im-merdar das Vaterland feiner Kämpfer, derer, die todesmutiz dem Feinde die Stirn bieten, derer, die wund oder krank zurückkehrten, und derer vor allem, die in fremder Erde oder auf dem Grunde des Meeres von dem Kampfe ausruhen. Mit den Mittlern und Vätern, den Witwen und Waisen empfinde ich den Schuerz um die Lieben, die fürs Vaterland starben Innere Stärke und einheitlicher nationaler Wille im Geiste der Schöpfer des Reiches verbürgen den Sieg. Die Reiche, die sie in der Voraussicht errich-teten, daß wir noch einmal zu verteidige» hätten, was wir 1870 errungen, haben der größten Sturm-flut der Weltgeschichte getrotzt. Nach den beispiellosen Beweisen von persönlicher Tapferkeit und nationaler Lebenskraft hege ich die frohe Zuversicht, daß das deutsche Volk die im Kriege erlebten Läuterungen treu bewahren, aus den erprobt n allen und auf den vertrauensvoll betretenen neuen Bahnen weiter in Bildung und Gesittung rüstig vorwärts schreileu wird. Großes Erleben macht ehrsürchiig und im Her-zen fest. In heroischen Taten und Leiden harren wir ohne Wanken aus, bis der Friede kommt, ein Friede, der uns die notwendigen militärischen, politischen und wirtschaftlichen Sicherheiten für die Zukunft die-tet und die Bedingungen erfüllt zur ungehemmten Entfaltung unserer schafsenden Krisle in der Heimat und auf dem freien Meere. So w.'rden wir den großen Kampf für Deutsch-lands Recht und Freiheit, wie lange er auch dauern mag, in Ehren bestehen und vor Gott, der unsere Massen seinen wolle, des Sieges würdig sein. Große» Hauptquartier, den 31. Juli 1915. Wilhelm I. It. Der Weltkrieg. Die Verdrängung der Russen aus Polen. Die Berichte des österreichischen General st abeS. 31. Juli. Amtlich wird Verlautbart: Die Armee des Erzherzogs Joses Ferdinand nahm gestern nach-mitlagS von Vabltn Besitz. Ihr linker Flügel über-schritt in der Bersolgung die Bystra. Deutsche Trup« pen drangen den Wieprz abwärts vor und nähern sich von Südwest der Stadt Cholm. Der Gegner versucht an verschiedenen Punkten in vorbereiteten Stellungen erneuert Widerstand zu leisten. Er wird überall angegrissen. Nordwestlich Jwangorod wiesen die aus das Ostuser der Weichsel vorgedrungenen deutschen Kräfte heftig« Angriffe ab. Die Russen erlitten große Per-luste. 1. August. Zwischen Weichsel und Bug ent-brannte gestern erneuert an zahlreichen Punkten hef-tiger Kamps. Unsere Verbündeten warfen den Feind üdwestlich Dubienka, südlich von Cholm und von Leszna. Nördlich Lublin wiesen unsere Truppen starke Gegenstöße ab und setzten seither ihren Angrisf fort. Bei Kurow stürmte eine im Verbände der Armee deS Erzherzog» Josef Ferdinand stehende deut- fche Division zwei hintereinander liegende feindliche Linien. Oesterreichisch-ungarische Truppen erkämpften sich den Weg bis Nowo-Alexandrija. Während hier am Ostufer der Weichsel und bei Lublin der Gegner noch Widerstand leiste,, setzte er weiter östlich im Raume bis zum Bug feit heute früh den Rückzug fort. Deutsche Regimenter haben bei seiner Berfol« gung vormittag Cholm durchschritten. Nordöstlich von Jwangorod entrissen gestern die auf daS östliche User vorgedrungenen deutschen Trup-pen den Russen einen wichtigen Stützpunkt. Bei den unter österreichisch-ungarischem Oberbesehl stehenden Streitlüsten der Verbündeten wurden im Juli 527 russische Osftziere und 126.321 Mann als Gefangene eingebracht, 60 Geschütze und 202 Maschinengewehre erbeutet. 2. August. Bei DomaSzew gegenüber der Ra-domkamundung errangen unsere Verbündeten gestern neue Ersolge. Westlich Jwangorod haben unsere siebenbürgischen Regimenter dem Feinde acht elagen-sörmig angelegte, betonierte Stützpunkte mit dem Bajonett entrissen. Bier dieser Werke wurden allein von dem größtenteils auS Rumänen bestehenden In« fanterieregiment Nr. 50 erobert. Der Halbkreis um Jwangorod verengte sich be-trächtlich; wir nahmen 15 Offiziere und über 2300 Mann gefangen und erbeuteten 29 Geschütze, da-runter 21 schwere, ferner 11 Maschinengewehre, einen großen Werkzeugpark und viel Munition und Kriegsmaterial. Unsere bewährten siebenbürgischen Truppen dürfen dieien Tag zu den schönsten ihrer ehrenvollen Geschichte zählen. Unmittelbar östlich der Weichsel erstürmte eine unserer Divisionen die Eisenbahnstation Nowo-Alek fandnja und einige zunächst gelegene Positionen. Bei Kurow dravgen deutsche Truppen, nachdem sie gestern zwei feindliche Linien genommen, in eine dritte ein. Weiter östlich bis zum Wieprz hält der Feind noch feine Stellungen. Zwischen Wieprz und Bug wird die Bersolgung fortgesetzt. Unsere zwischen Sokal und Krylow über den Bug gegangenen Truppen rücken in cer Richtung Wladimir—Wolynskij vor. 3. August. Die Kämpfe zwischen Weichsel und Bug dauerten auch gestern den ganzen Tag in un-verminderter Heftigkeit an und führten wieder zn Erfolgen. An der ganzen Front gedrängt, bei Leczna und nordwestlich Cholm neuerlich durchbrochen, wich der Feind heute früh morgens fast überall aui den gestern hartnäckig verteidigten Linien abermals gegen Norden zurück. Unsere Truppen verfolgen. Leezna ist genommen. Die westlich Jwangorod eingenisteten Russen nahmen unter dem Eindrucke unserer am I. August errungenen Siege ihre Linie zum größten Teile ge-gen den Festungsgürtel zurück. Nordwestlich Jwangorod haben idie Deutschen eine breite der Weichsel vorgelagerte Waldzone unter erfolgreichen Gefechte« durchschritten. Der Stellvertreter des Chess des GeneralstabeS v. Höfer, Feldmarfchalleutnant. Die Berichte der deutschen obersten Heeresleitung. 31. Juli. Nordwestlich von Lomza und an der Bahn nördlich von Goworowo (östlich von Rozan) geht unser Angriss vorwärt». Gestern wurden 18'.K) Russen gefangen, 3 Maschinengewehre erbeutet. Die aus das rechle Weichseluser übergegangenen Truppen dcS Generalobersten von Woqrfch dringen unter^hart-näckigen Kämpfen nach Osten vor. Alle Gegenan-griffe eiligst herangeführter russischer Verstärkungen scheiterten völlig. Die Zahl der Gesangenen ist aus 7 Offiziere (darunter ein Rezimeniskommandeur) und 1600 Mann gestiegen. Den in der Bersolgung begriffenen verbündeten Armeen des Generalseldmarschalls von Mackensen scheint der Gegner in der ungefähren Linie Nowo- «öeite 2 Hezchuje stacht Nummer 62 Aleksandrija an der Weichsel — Höhen nördlich Lublin (da« gestern nachmittag« beletzt wurde) — dicht südlich Cholm erneuten Widerstand leisten zu wollen. Der Feind wird überall angegrisfen. Während der Kämpfe der deutschen Truppen bei BiSkupice—Piaski am 30. Juli sind 4930 Gefangene gemacht und 5 Geschütze, 3 Maschinenge-wehre erbeutet. 1. August. Nördlich des Njemen sandln örtlich« Kämpfe statt. Nordöstlich von Rozan machten wir weitere Fortschritte. Feindliche Gegenangriffe wurden abgeschlagen. Im Juli wurden zwischen Ostsee und Pilica 93.023 Russe« gesa gen genommen, 41 Ge-schütze, darunter zwei schwere, 4 Minenwerser und 230 Maschinengewehre erbeutet. Unsere nördlich von Jwangorod über die Weich-sel vorgedrungenen Truppen wiesen hestige feindliche Gegenangriffe ab. Beim Nachstoß eroberten wir die Höhen von Podzanicz« und machten mehr als 1000 Gefa«gene. Zwischen oberer Weichsel und Bug stellte sich der Feind gestern erneut. Deutsche Truppen warsen ih« im Lause dcS Tages aus seinen Stellungen bei Kurow (östlich von Nowo-Alexandrija), südlich von LiSzna, südwestlich und südlich von Cholm sowie südwestlich von Dubienka. D«r Feind hat darauf beiderseits de« Bug und auf der Front zwischen Bug und südlich Leszna den Rückzug sortgesetzt. Cholm ist in der Verfolgung bereits durchfchrit-ten. Aus dem südlichen Kriegsschauplatze fielen im Juli in die H5nde der deutschen Truppen 323 Os-fiziere, 75.719 Mann. 10 Geschütze. 126 Maschinen-gewehre. 2. August. Mitau wurde gestern von unseren Truppen nach Kampf genommen. Die Stadt ist im allgemeinen unversehrt. Oestlich von Poniewiez haben sich Kamps« entwickelt, die einen für unS günstigen Verlaus nehmen. Nordöstlich von Suwilki wurde die Höhe 186 (südöstlich von Kaletni!) erstürmt. Nordwestlich von Lomza erreichten unsere Truppen, nachdem an verschiedenen Stellen zäher russischer Widerstand gebrochen war, den Narew. Ein Offizier, 1003 Mann wurden von uns gefangen genommen. Auf der übrigen Front bis zur Weichsel ging eS vorwärts. 560 Gefangene, dabei ein Ofsizier, wurden eingebracht. Nördlich anschließend an die am 31. Juli er-oberten Höhen bei Podzamcze drangen gestern Trup-pen des Generalobersten vonWoyrsch unter hestigen Kümpsen durch Waldgelinde nach Osten vor. Der weichende Feind verlor 1500 Mann Gefangene und acht Maschinengewehre. Vor Jwangorod lieferten österreichisch-ungarische Truppe« siegreiche Gefechte. D«r Halbkreis um die Festung jieht sich enger. Bei den Armeen deS Gene-ralseldmarschall» von Mackensen hält der Feind noch zwischen Weichsel und der Gegend südwestlich von L«czna. Deutsche Truppen errangen neue Erfolge öst-lich von Kurow; sie machten 600 Gefangene. Zwischen Leczna und Zalin (nordöstlich von Cholm) schreitet der Berfolgungskampf vorwärts. Am Bug erreichten wir die Gegend nördlich von Dubienka. Oesterreichisch-ungarische Truppen dringen südwestlich von Wladimir-Wolynstij über de« Bug vor. 3. August. Bei den Kämpsen in d«r Gegend ,on Mitau wurden 500 Gefangene gemacht. Oest-lich von Boniewiez gab der Gegner, zum Teil auS mehreren Stellungen geworfen, den Widerstand auf und zog in östlicher Richtung ab. Unsere Truppen haben die Straße Wopolnicki—Subocz überschritten. Gestrig« Gesangenenzahl hier 1250 Mann. Zwei Maschinengewehre wurden erbeutet. In der Richtung auf Lomza wurde unter er-folgreichem Kampfe Raum gewonnen. Rund 3000 Russen wurden gefangen genommen. Im übrigen fanden aus der Narewsront und vor Warschau kleinere für uns günstig verlaufene Gefechte statt. U«-sere im Osten zusammengezogenen Luftschiffe unter-nahmen erfolgreiche Angriffe aus die Bahnlinie von Warschau. Generaloberst von Woyrsch hat mit seinen deut, schen Truppen die Brückenkopsstellung am Ostufer der Weichsel erweitert; es wurden 750 Gefangene gemacht. Die ihm unterstellten österreichisch-ungari« schen Truppen des Generals Köveß vor der West-front von Jwangorod erreichten einen durchschlagen-den Erfolg; sie machten 2300 Gefangene und er-beuteten 32 Geschütze, darunter 21 schwere und zwei Mörser. Vor den Armeen dei Generalfeldmarschall« von Mackensen hielt der Gegner gestern noch die Linie Nowo-Aleksandrija—Leczna—Salin (nordöstlich von Cholm). Am Nachmittag wurden seine Linie» östlich von Leczna und nördlich Cholm durchbrochen und der Gegner deshalb auf dem größeren Teil der Front genötigt, seine Stellungen zu räumen. Nur an ein-zelaen Stellen leistet er noch Widerstand. Oestlich von Leczna machten wir gestern 2000, zwischen Cholm und Bug am 1. und 2. August über 1300 Gefan» gene; mehrere Maschinengewehre wurden erbeutet. Von den westlichen Kriegsschauplätzen. Großes Hauptquartier, 3l. Juli. Gestern srüh stürmten wir die bei unserem Angriffe auf Hoog? (östlich von Apern) am 3. Juni noch in englischer Hand gebliebenen Häuser am Westrand? des Ortes sowie einen Stützpunkt südlich der Straße nach Apern. Nachmittags und nachts wurden Gegenan-griffe des Feindes zurückgeschlagen. Wir erob«r««n 4 Maschinengewehre, 5 Minenwerser und nahmen einige Engländer gefangen. Die in den Gräben deS Feinde» gefundene Zahl Toter beweist seine großen blutigen Verluste. Die Franzosen griffen bei Souchez abermals erfolglos mit Handgranaten an. Die erbitterten Kämpfe um die Linie Lingekopf —Barrenkopf in den Vogese« sind zu einem Still-stände gekommen. Die Franzosen halten eiuen Teil unserer Stellung am Lingekops zwar noch besetzt. Schratzmännle und Barrenkopf sind »r>ch vorübergehendem Verluste wieder in unserer Hand. Als Vergeltung für die mehrsachen Bomben-abwürse der Franzosen aus Chauny, Tergnier und andere Orte hinter unserer Aisnesront wurde der Bahnhof Compiegne beschossen. Ans Angriffe französischer Flugzeugeschivader, die gestern auf Pfalz-bürg, Zabern, nördlich Hagenau und aus Freiburg Bomben abwarfen, antworteten am Nachmittag unsere Geschwader mit Bombenabwürfen aus Flughasen und Fabriken von Luneville, die Bahnhossanlazen von St. Die und den Flughafen bei Rancy Der durch die feindlichen Flieger angerichtete Schaden ist unwesentlich Ein französisches Flugzeug wurde dei Freiburg durch unsere Abwehrgeschütze herunterge-schössen. 1. August. Ein englischer Angriff gegen unsere neue Stellung bei Hooge brach völlig zusammen; ebensowenig Erfolg hatten nächtliche Vorstöße der Franzosen bei Souchez. In den Argonnen heftiges Artilleriegefecht. Am späten Abend wurden unser« Stellungen auf dem Reichsackerkopf in den Vogefen angegriffen. Der Feiad wurde zurückgeschlagen. Die Tätigkeit in der Luft war auch gestern rege. Der englische Flugplatz St. Pol bei Dünkir-chen wurde mit 30 Bombrn belegt. Ein deutscher Flugplatz bei Donay wurde ergebnislos von einem seindliche« Geschwader angegriffen. Einer unserer Kampfflieger fchoß hier ein feindliches Flugzeug ab. Ein französischer Flugplatz bei Nancq wurde heute früh mit 103 Bomben belegt; 18 Trefft? sind in ven Zelten beobachtet. Die zur Abwehr auf-gestiegenen seindlichen Flugzeuge konnten die An-griffe nicht hindern. Sechs deutsche Flugzeuge grif» fen über Chateau Salins 15 französische an. In dreiviertelstündigem Kampfe wurden mehrere feinv> liche Flugzeuge zu Notlandungen gezwungen. Als ein weiteres feindliches Geschwader in das Gefecht eingriff, zogen sich unsere Flieger ohne Verluste zurück. Nördlich von Saargemünd mußte ein französi-fches Flugzeug landen. Die Insassen sind gefangen. Jn^den Argonnenkämpfen vom 20. Juni bis 20. Juli nahmen wir 125 Offiziere, 6610 Mann gefangen und erbeuteten 52 Maschinengewehre sowie sehr zahlreiches sonstiges Material. 2. August. Im Westteile der Argonnen setzten wir unS durch einen überraschenden Bajonettangriff in den Besitz mehrerer Kindlicher Gräben, nahmen dabei 4 Offiziere, 142 Mann gesangen und erbeu-teten 5 Maschinengewehre. Am Avend griffen die Franzosen in den Vo-gesen abermals die Linie Schratzmännle-Barrenkops an. Die ganze Nacht hindurch wurde dort mit Er-bitterung gekämpst. Die Angreiser wurden zurückge. worsen. Auch am Lingekopf sind erneut Kämpfe im Gange. Südlich von Ban de Sapt schoß unsere Ar-tillerie einen französischen Fesselballon herunter. Ein Kampfflieger zwang bei Longemer (östlich von Ge-radmer) ein seindlicheS Flugzeug zur Landung. 3. August. Die am 30. Juli bei Hooge ge-nommene Stellung ist entgegen dem amtlichen eng-lischen Berichte vollständig in unserer Hand. In der Champagne besetzten wir nach ersolgreichen Sprengungen westlich von PertheS und westlich von Souain die Trichterränder. In den Argonnen wurden nordwestlich von Le Four de Pari? einig« feindliche Gräben genom-wen und dabei 60 Gefangene gemacht. Bei dem ge-stern gemeldeten Bajonettangriff sind im ganzen vier Offiziere, 163 Mann gefangen genommen und zwei Maschinengewehre erbeutet worden. In den Vozesen ist bei den Kämpfen in der Nacht vom 1. zum 2. August ein kleines Grabe»-stück am Schratzmännle (zwischen Lingekops und Barrenkopf) an den Feind verloren gegangen. Am Lingekopf ist ein am 1. und 2. August vollstäadiz zusammengeschossener Graben von uns nicht wieder besetzt worden. Ein vom Gewittersturm losgerissener sranzisi-scher Fesselballon ist «ordwestlich von Etain in unsere Hände gefallen. Oberste Heeresleitung. Der Krieg gegen Italien. 31. Juli. Amtlich wird verlautbart: Die italie-nischen Jnsanterieangriffe im Görzischen haben ge> stern vollkommen ausgesetzt. Gegen unsere Stellun-gen am Plateaurande verfeuert die feindliche Artil-lerte — nach wie vor — große Munitionsmenge». Im Kärntner Grenzgebiete kam es zu mehre-ren Gefechten. Drei italienische Bataillone griffen nach starker Artillerievorbereitung die Stellungen unserer Truppen am kleine« Pal in Kärntie» an. Es gelang dem Feinde, in einen vorgeschobene» Schützengraben einzudringen, doch wurde er nach hartem Kampfe unter schwersten Verlusten wieder vollends zurückgeschlagen. Ebenso wurde ein Vorstoß italienischer Truppen beim Passe Lodimut > östlich Paularo) aas nächste Distanz durch Feueranfall und Handgranaten abgewiesen. Am Grenzkamme südlich Malborghet räumte eine unserer vorgeschobenen Ab« teilungen einen Beobachtungsposten vor überlegene» seindlichen Krästen. I« Tirol beschoß italienische Artillerie erfolg-los die Plateau» von Folgaria-Lavarone. Ein Angriff schwächerer feindlicher Kräfte im Gebiete des Monte Cristallo wurde abgewiesen. 1. August. Kleinere Gesechle im Tiroler und Kärntner Grenzgebiet waren auch gestern für uns von günstigem Ausgange. In der Gegend von Ca-stell Tesino wurden zwei seindliche Kompanie« über-fallen; sie erlitten starke Verlust«. Angriff« von Ler-saglieri gegen unsere Stellungen gegenüber dcm Hohen Trieb (Grenchöhe östlich des Plöcken) gelang-ten stellenweise bis in die eigenen Linien. Der Ltur» unserer Reserven wars jedoch de« Feind, welcher namentlich durch unser Artilleriefeuer stark« Verluste erhielt, wieder zurück. An der küstenländischen Front herrscht vo» Krn Gebiete bis einschließlich des Görzer Brücke»-kopfes, abgesehen vom Artillerieseuer und kleinere» seindlichen AngriffSversuchen, im großen Ruhe. Dagegen unternahm der Feind im Laufe des !gestrigen Tages und der heiligen Nacht wiederholt tarke Angriffe gegen de« nach Westen vorspringe»-den Teil unserer Stellungen. Am Rande des Sarst-plateauS östlich von Polazzo ist der Kamps noch nicht abgeschlossen. Ein von Selz und drei von Vermegliano an-gesetzte feindliche Nachtangriffe wurden unter schwe» ren italienischen Verlusten zurückgeschlagen. 2. August. An der Tiroler Front wurde eine seindliche Abteilung im Ledrotale westlich Bezzacc« überfallen und unter großen Verlusten zur»ckgew»r> sen. In den Jndicarien vertrieben unsere Patrouille» zwei italienische BeobachlungSposten, die sich auf de» Höhen nordwestlich Condinc eingenistet halle«. Im Küstenland« herrscht in den nördlichen Ab-schnitten größtenteils Ruhe. Am Plateau hält da Geschützkamps an. Die gegen unsere Stellungen ist-lich Polazzo geführten starke» italienischen Angriffe wurden durch den Gegenangriff, den unsere Ins«-terie bis über die ursprünglichen Stellungen hinaus-führte, vollkommen zurückgeschlagen. 3. August. Im Küstenlande herrschte gestern vom Krn bis zum Brückenkops von Görz fast voll-ständige Ruhe. Den Plateaurand von Polazzo griffen aeae starke italienische Kräfte «n. Fünfmal stürmte der Feind gegen unser« Infanterie, die istlich des Ortet und am Monte dei sei Busi heldenmütig standhielt. Jedesmal wurde der Angriff von den zähen Leetei-bigern nach schweren Kämpfen zurückgeschlagen. Die Italiener erlitten große Verluste. Weitere Abteil»»-gen, die sich zu nochmaligem Vorgehe« ansammelte», wurden durch unsere Artillerie überraschend beschos-sen und zerspreng». Während dieser Kämpfe stände« die anderen Abschnitte de« PlateauS unter stark» feindlichen Artilleriefeuer. An der Kärntnergrenze versuchte der Feind »»-ter dem Schutze dichten Nebels einen Sturmangriff gegen den Cellonkofel (istlich vom Plöcken); s«w Unternehmen scheiterte vollkommen. Im übrige» c dieser Front nicht« NeueS. Im Gebiete des Monte Cristallo stieß eine unserer OffizirrSpatrouille« «xf Stimmet 62 Deutsche KUacht (ine etwa tiO Mann starke gegnerische Ateilung. Der >>eind verlor in kurzem Geplänkel 29 Mann. Der Stellverireter des Chess de« GeneralstabeS: v. Höfer, Feldmarschall-Leutnant. Der Krieg der Türkei. Mitteilungen des türkischen Haupt-quartier«: 29. Juli Kaukasusfront. Wir verfolgen euer« gisch die Reste des auf der Höhe von Greboda ge schlagenen Feindes. Wir erbeuteten eine Menge Mu-nition und Lebensmittel, die vom F.inde auf der Etraße zurückgelassen worden waren, und machten gleichzeitig eine Anzahl versprengter Rüsten zu Ge-fangenen. Dardanellenfront. Am 28. Juli fand ein zeit-weiser schwacher Infanterie- und Artilleriefeuenvechsel ftaU. In der Nacht vom 27. aus 28. Juli übe-siel eine von unserem rechten Flügel ausgesandte Ausllä-rungSkolonne einen Teil eines feindlichen Schlitzen» graben« und erbeutete eine Meng« Gewehre und Heniematerial. 3t). Juli. Kaukasusfront. Die Verfolgung des Feindes dauert auf unserem rechten Flügel fort. Dardanellenfront. Am 29. Juli bald schwaches, bald heftiges Artillerie- und Jnfanterieduell. Unsere Artillerie ttas vor Ari Burnu ein Flugzeugmutter-schiff und zwang es, sich zucückzuzühen. Sie verur-sachte einen mit Explosionen begleiteten Brand hinter den feindlichen Schützengräben von Sedil Bahr. Unsere anatolifchen Batterien bombardierten in der Kilfiengegend Tekke Burnu sie feindlichen Truppen. 31. Juli. An der Dardanellenfront fand am 3V. Juli der übliche örtliche Feuerwechsel stall. Bei Ari Burnn brachten wir mit guten Erfolgen Minen zur Explosion, die wir von unserem Zentrum aus gegen den Feind gegraben hatten. Ein Teil der feindlichen Schützengräben und die Stacheldrohihin-dernisse wurden zerstört. 2. August. KaukasuSiront. Unser rechter Flügel verjagte nach dem am 30. Juli gelieferten ttampf den Feind aus feinen schon früher vorbereiteten Stellungen in der Umgebung von Tavtak in der Nähe der Grenze. Wir nahmen etwa 100 Russen gefangen und erbeuteten eine Menge Gewehre, Mn ilition und AuSrüstungsgegenstände. Dardanellenfront. Bei Ari Burnu richtete am 31. Juli der Feind, um sich eines kleinen von meinem unserer BeobachtungSposten besetzt gehaltenen Schüt-zengrobcns zu bemächtigen, gegen ihn Infanterie-, Artillerie- und Bombenfeuer. Er brachte zwei Minen zur Explosion und versuchte demonstrative Angriffe auf den linken Flügel. Schließlich wurde er unter schweren Verlusten vertrieben. Bei Sedil Bahr län> geres, wiikungsloses Gewehrfeuer auf dem linken Flügel. Aus Stadt und Mnd. Kaisers Geburtstagfeier in Cilli. Kaiser« Geburtstag wird Heuer im ganzen Reiche mit Festlichkeiten begangen werden, die im Zeichen vpferfroher Kriegssirsorge stehen wird. Selbstver-stündlich wird unsere Stadt auch diesmal ihr Bestes leisten und eS wird heute schon an den Vorbereit-vugen für die au? diesem Anlaß stattfindenden Fest-lichkeiten eifrig gearbeitet. Unter Anderem ist die Abhaltung einer Tombola oder Lotterie am Haupt-platze geplant und es wird gewiß ein Leichte» sein, die Gewinufte in der so opferwilligen Bevölkerung unserer Stadt auszubringen. Wer also ein Best bei-zusteuern in der Lage ist, soll seine Widmung dem Etadtamte bekanntgeben. Helfet alle getreulich zu-sammen, aus daß EilliS Geburtstagsgruß an unseren gelobten Kaiser eine achtunggebietende Gabe für die Kriegtfürsorge sei. Die belobende Anerkennung des Mi litärkommandos Graz I wurde dem Ober-leutnant Wilhelm Freiherr« v. Buol anläßlich seine« Emrückens zur Truppe sür seine einjährige, durch besonderen Pflichteifer gekennzeichnete vorzügliche Dienstleistung beim Militärkommando ausgesprochen. Kriegsauszeichnungen. Die silberne TapserkeitSmedaikle 2. Klasse erhielt für tapfere« Verhalten vor dem Feinde der Fähnrich Herr Karl Mayer. Sohn de« allseits bekannten Oberlehrers der Mädchenschule von Brunndors gleichen Namens. — Ferner wurde d'r Südbahn Assistent Herr Franz Zollneritsch, welcher al« Leutnant im Felde steh«, mit dem bronzenen und silbernen Signum laudi« am Bande ausgezeichnet."'Beide sind Mitglieder de« deutschvölkisch'n Turnvereines „Körner" in Brunn-dors. Heill Todesfall. Freitag den 30. Juli ist im allgemeinen Krankenhause Cilli der Llo>>doffizier Herr Karl Tributsch im 48. Lebensjahre nach langem, schwerem Leiden verschieden. Die Leiche wurde nach Praßberg übersührt und dort am 1. August bestattet. Soldatenbegräbnifse. In den letzte» Ta-gen fanden am städtischen Friedhosc die Bestattungen nachstehender Soldaten statt, die in den hiesigen Spitälern ihren Verwundungen erlegen waren und zwar: am 3l. Juli: Infanterist Johann Merkl, Ins. Reg. 69, Infanterist Albert Sandor, Jnf.-Reg. 46 Maich.-Gew. Abt., Infanterist Anton Papp, Jnf. Reg. 46, Infanterist «ämerich Orbau, Jnf. Reg 46; am 1. August: Infanterist Jmre Arzolos, Hon-ved-Jnf.-Reg. 3, Infanterist Josef Bako«, Honved Jnf.-Reg. 17, Jnsanterist Janos Alexa, Honved-Ins Reg. 4; am 2. August: Korporal Franz Krus-nik, Jnf.Reg. 17, Infanterist Martin Gosek, Lw> Ins. Reg. 26, Infanterist LaSzlo Mirc'a, Honved-Ins. Reg. 17, Landsturminsanterist Peter Michail»-vic, Lst. Arb. Abt. 6, Jnsanterist Franz Petz, J,,f.° Reg. 52, Infanterist Las;lo Toth, Hoilved-Jnf.» Reg. 29; am 3. August: Infanterist Florian Hein zel, Jnf.-Reg. 42, Infanterist Josef Gospodorie, Lw. Jnf.-Neg. 26 (Krankheit), Jnsanterist Genzo Pelazio, Jn'.-Reg. 17. Landsturmarbeiter Karl Pehac, Etapp.-Traingr.-Kommando 8/8. Die Liebesgaben für die Kaiferfeier in Tirol. Im Einvernehmen mit der Zentralstelle und der Zweigstelle Boze» des KriegSsürsorgeamte« hat die Zweigstelle Steiermarl nach Tirol zwei Waggon Liebesgaben für die Kaiserfeier unserer Trup-pen im Lande Tirol abgesandt. Diese Waggons ent-hielte»: 500.000 Stück Zigaretten, 12.000 Stück seine Zigarren, 400,000 Pakete Zünder, 1000 Stück Armee-Feldlampen, 12 große Fässer Branntwein. Die Zweigstelle Steiermark de« KriegSsürsorgeamteS hat mit den Zweigstellen in Trieft, Klagenfurt, Laibach und Bozen da« Einvernehmen einheitlichen Vorgehens in allen die Südarmee betreffenden Für-sorgeunternehmungen gepflogen und tritt aus Grund dieler Verhandlungen bei der Beschaffung der Lie-besgaben ein entsprechender Güteraustausch ein. Das KriegSsürsorgeamt Bozen liefert als Gegengabe der steirischen Spende sür die östlichen Truppen zwei Waggon Rotwein (wofür die leren Gebinde vom KriegSfürforgeamt Graz unter einem nach Bozen zur Füllung überstellt werden), ferner eine große Menge alpines Rüstzeug. Das KriegSsürsorgeamt in Graz, Sporgasse 29, stellt neuerlich die eindringliche Bitte um Spenden vo» leeren Kisten zur Ver-Packung leerer Flaschen für die Füllung mit Sauer-wasser. Die Abgabe der Brotkarten. In letzterer Zeit mehren sich die Fälle, daß Truppenteile oder einzelne Militärpersonen die Abgabe von Brot und Mahlerzeugnissen im Kleinhandel bei privaten Ge-werbetreibenden ohne Brotkarte durchsetzen. Da einer-seit« nur Offiziere, Gagisten, Aspiranten und Ein-jährig-Freiwillige auf eigene Kosten im Bezugsrechte der Brotkarte stehen, den anderen Personen deS streitbaren Standes nach Verordnung des Ministeriums des Innern im Einvernehmen mit dem Kriegsmini-sterinm aber keine Brotkarte verabfolgt werden darf, andererseits der Bezug von Brot und Mahlerzeug-niffen bei den Gewerbetreibenden nur gegen die Brot-karte gestattet ist, machen sich die Gewerbetreibenden, die diese Borschiiften aus« acht lassen, einer Ueber-tretung schuldig, die strenge geahndet wird. Das Militärkommando hat in einem Besehle diese Be-stimmungen zur Darnachachtung sür die unterstehen-den Verbünde verlautbait und beigefügt, daß in Hinkunft zur Anzeige gebrachte Fälle von Ueberire-tungen dieser Vorschriften durch Militärpersonen un-nachsichtlich bestrast werden. Es werden daher alle einschlägigen Gewerbetreibenden aufmerksam gemacht, die Bestimmungen deS Brotkartenzwanges strenge auch gegenüber Personen deS streitbaren Staude» einzuhalten und Übertretungen, sowie den Versuch, die Abgabe von Brot ohne die Karte durchzusetzen, anzuzeigen. Der Verkauf von Getreide neuer Ernte. ES zeigte sich, daß ungeachtet der Bestim-muiigen der kaiserlichen Verordnung vom *1. Juni, Getreide der heurigen Ernte vo» Bauern an Private verlaust wird. Es wird daher neuerlich darauf auf-merksam gemacht, daß die gesamte Ernte deS JahreS 1915 zu Gunsten des Staate« mit Beschlag belegt ist und lediglich an die mit Beglaubigungen der po-litischen Behörde erster Instanz versehenen Einkäufer der K.-S.-V.-A. verkauft werden darf. Anderweitige Verkäufe sind ungiltig und unterliegen der strengen Bestrafung nach der kaiserlichen Verordnung vom 21. Juni. Auch der Kauf und Verkauf der Ernte aus dem Halme ist strafbar. Die politischen Behörden erster Instanz wurden neuerdings angewiesen, unzu-lässigen Verkäufern der nenen Ernte mit aller Strenge entgegenzutreten. Wohltätigkeitskonzert. Morgen Donner«, tag de» 5. August findet bei günstiger Witterung das 14. Wohltätigkeitskonzert der Musikabteilung de« Ersatzbataillons des Jnf.-Reg. Nr. 87 statt. Beginn 7,6 Uhr nachmittags. Ende 7 Uhr. Eintritt 20 Heller per Perfon. Kinder unier 10 Jahre» frei. Auf dem Felde der Ehre gefallen. Bei einem Sturmangriff am 15. Juli bei Jwanje am Dnjestr siel der Bruder deS Cillier evangelischen Vikars Ludwig Lvhmann, Herr Dr. Paul Lohmann. Obwohl nicht Feldgeistlicher, hatte er kurz vorher einen FeldgotteSdienst abgehalten, bei dem sich viele Hunderte braver Söhne Kärntens um den begeistern-den Redner gesammelt hatten. Dr. Lohmann, der als Kriegsfreiwilliger zu den Wasfen geeilt war, war trotz seiner Jugend ein tüchtiger Theologe unn Ar-chäologe. Er war ein Schüler Sellins und Deißmann« in Berlin und hatte in den Jahren 1910 und 1912 Forschungsreisen nach Palästina unternommen. Kenn -zeichnend sür seine GeistcSrichtung ist auch sein Te-stament, worin er außer evangelischer Stiftungen auch des Deutsche» SchulvereineS gedachte. E« schließt mit den Werten: „Sinkt mein Leben dahin, so ist es ein Tropsen am Eimer der erhebenden Spende, die der große Krieg un« Kämpsern an den Altar der großen hehren deutschen Sache zu bringen mit kategorischem Imperativ befohlen hat. Ich bin bereit." Dr. Puul Lohmann diente al« Fähnrich im . . . Jusanterleregiment, befaß die Silberne Tapfer-keitsmedaille und war neuerdings sür die Goldene in Vorschlag gebracht. E« ist d e« der zweite Bruder des Vikar« Lohmann, der den Heldentod für« Vater-land starb, während der dritte noch im Kampfe,gegen die Italiener steht. Von den Eltern de« Gefallenen die in Riiffiz bei Görz ansässig waren, fehlt seil-zwei Monaten jede Nachricht. — In der Nacht auf den 21. Juli siel am Jsonzo der Advokatur»kon-zipient in Cilli Dr. Franz Mirnik, Leutnant i. Res. Er nahm auch an de» Kämpfen in Galizien teil, wo er schwer verwundet wurde. Dr. Franz Mirnik war ein Sohn des Besitzer« Franz Mirnik in Babno bei Cilli, vo» dem ein Sohn beim 5. Dragonerre-giment im Felde steht, während ein dritter sich in russischer Gesangenfchaft befindet. Der Gefallene hin-terläßt eine Witwe mit vier unversorgten Kindern. — Nach einer Mitteilung des Verordnungsblattes des steiermärkischen LandeSschulrate« ist Herr Valen-tin Lavbic, Bezirksaushilfslehrer in Cilli, am 3. Ok-tober 1914 bei Nowo Miasto gefallen. Vermißt. Von Johann Pick! aus Cilli, Jnsanterist im Landw.-Jnf.-Reg. Nr. 26, 2./X. Marsch-bataillon, Feldpost 48, ist feit 7. Juni keine Nach-richt mehr eingelangt und werden Kriegskameraden von ihm, die mit ihm in Kolowea waren, und AuS-fuiift über ihn geben können, gebeten, gegen Ver-gütung der Kosten Nachrichten an Andreas Pikl, Linz, Landstraße 21, gelangen zu lassen. Böhmische Union Bank. Monatsausweis de« EinlagenstandeS gegen Kassenscheine und Ein-lagsbücher der k. k priv. Böhmischen Union-Bank: Stand am 31. Juli 1915: K 82,331.247 73. Regelung des Milchoerbrauches. Um dem immer sühlbarer werdenden Mangel an Milch in jeder Weise Einhalt zu tun, hat sich die steicr-märkische Statthalterei veranlaßt gesehen, in Abän-derung des § 2 der Verordnung vom 9. März 1915 die Erzeugung, Verwendung und den Verkauf von Schlagobers und Kafseeobers, sowie die Verwendung von Milch und Eiern zur Erzeugung von Gefrorenem ausnahmslos zu untersagen. Durch das Verbot der Erzeugung von Schlag- und Kaffeeober« soll auch die auüschUeßliche Abgabe von Natur-Vollmilch gewährleistet werden. Ein viermal verwundeter Offizier ist Oberleutnant Kurt AdamuS vom b.«h. Jnsauterie-Regimente Nr. 2, der seit August 1914 in Galizien war. Er verließ den Kriegsschauplatz und. um sich von seinen schweren Verwundungen zu erholen und kehrte sofort wieder dahin zurück. Am 16. Juli wurde er bei einem Sturmangriff am rechten Fuße verletzt und liegt nun im GarnijonSspi al in Graz. Im Dezember 1914 wurde der 22jährige Offizier mit dem Verdienstlreug 3. Klasse mit der Krieg«-dekoration ausgezeichnet. Herr Oberleutnant Kurt AdamuS ist ein Sohn des verstorbenen Postamts-Vizedirektors Herrn Max Adamus i» Graz und besitzt ein Anwesen in Montpreis. Seite 4 Die neuen Kündigungsvorschristen. Amtlich wird verlautbart: Am 1. August traten die neuen Vorschriften über die Einbringung gerichtlicher WohnungSkündigungen in Kraft. Bei diesem Anlasse wird daran erinnert, daß die Wohnungskündigungen vom 1. August an nicht in zweifacher, sondern in dreifacher Ausfertigung bei Gericht zu überreichen sind. Die Nichtbeachtung dieser Vorschrift kann die rechtzeitige Zustellung der Kündigung in Frage siel-len. Zwei Ausfertigungen sind ebenso wie bisher mit je l K, bei 14lägigen Kündigungen mit 24 Heller zu stempeln, die dritte Ausser tigung ist stem-pelfrei. Die gleichen Borschriften über die Stempe-lung gelten auch, wenn eine Kündigung bei Gericht zu Protokoll gegeben wird. Für die Ladestelle am Bahnhof haben gespendet: Frau Oberst Schöbing« 200 Stück Zi garetten, FrSulein Alice v. Sustc 500 Stück Zi-garetten, Frau Ella Woschnagg 20 K, Sammel-büchse K 22 34, Frau Dr. Riebl K SO, Herr Ach-leitn« seine Bäckerei, Gräsin <5 M. K 20, Frau Direktor Gutmann 5 Flaschen Himbeersaft und 200 Stück Zigaretten. Frau Charlotte Janitsch, Pmkhos, K 2(1, Frau Major Jakschnsch K 20, Frau Marie Jeschounig. Arndors, l Korb Ribisel, Frau Fornara 1 Flasche Himbeersaft, Ungenannt ein Strafgeld K 5. Herzlichen Dank! Um weitere freundliche Spenden wird vielmals gebeten. Bon einem Kraftwagen getötet. Am 28. Juli wurde in Planina (Kram) von eiuem durch-fahrenden Militärkraflwago, die sechsjährige Tochter des polnischen Flüchtlings Franz Vitek übe,fahren und aus der Stell* getötet. Den Wagenlcnker trifft keine Schuld, da das Kind plötzlich über die »trabe sprang und unter den herausahrendcn Kraftwagen geriet. Südmarkortsgruppen im Dienste der Kriegsfürsorge. Aus eine achtenswerte Vereins-arbeit kann eine der jüngsten Gründungen deS Ver-eine», die Friedau« FrauenortSgruppe, schon nach siebenmonatlichem Bestehen zurückblicken, frst am Ende deS Jahres 1914 gegründet, nahm sie unter der Führung der tatkräftigen Odsrau, Dr. Ricki Delpin, die eS vortrefflich verstand, die Gruppe mit dem Geiste der Arbeitiamkeit zu erfüllen, gleich eine eifrige, alle Frauenkreise umfassende Fürsorgetätig-keit aus; die Ortsgruppe verstand eS aber auch, da-neben die eigentliche Schutzardeit mitzufördern, wofür die Zuwendungen an den Kriegsfürsorge- und Waisenschatz deS Vereine« zeugen. Was die Friedauer Südmärkerinnen sonst noch in allgemeiner Kriegs-türsorge leisteten, wurde von den zuständigen behörd-liehen Stellen ehrend anerkannt und außerdem auch von den Empsängern der Liebesgaben im Felde mit einem Dankschreiben belohnt. Außerdem hat die wak-kere Ortsgruppe ihrer Heimatstadt ein Erinnerungs-mal an die große Zeit tn Form eine« „Eisernen Kreuz-Tisches" gestiftet. Bon der Südmark Hauptleitung. Die Nachmusterungen sowie Ausdehnung der Landsturm pflichtigkeit biS zum 50. Lebensjahre haben der Hauptleitung neuerlich verdient« Mitarbeit« entzo gen. E» sind dieS die RechtSanwälte Dr. Baldauf und Dr. Pranghof«, die zum Heeresdienste einbe-rufen worden sind; ebenso verlor der Verein den langjährigen Leiter der WirtfchaftSabeilung, Herr» Rentner Urbanek, der sich dem Landwehrministerinm als früherer Offizier fteitdillig zum Dienste ange-boten hat und hierauf sofort wieder in den Dienst gestellt wurde. Südmarkvermächtnis. Herr Dr. Josef Kotzbeck, am 27. Juli 1914 in Graz verschieden, hat dem Verein Südmark in letztwilliger Verfügung ein Erbteil von 500 K hinterlassen, das von der Tochter d«S Verschiedenen, der Frau Oberstleutnants-witwe Philippine Seydler al« Vollstreckern der letzt willigen Anordnungen der Ortsgruppe RadkerSdurg überwiesen worden ist. Neue Südmarkkarten halten dem we!> schen Erzstinde sein schmähliches Handeln in treffend lakonischer Kürze vor, indem sie zugleich deutsche Treue und welsche Tücke einander gegenüberstellen. Unter der Flagge des Vereinswappens und der ein. fachen Zier deS WehrschatzzeichenS verzeichnen sie kurz und bündig die Mahnung der alten deutschen LandknechtSweise „Ich muß an Kaisers Seiten inS falsche Welschland reiten" und rufen mit diesem Feld-rufe zur völkischen Erfüllung der WehrmannSpsticht auf. Die Volksgenossen sind gebeten, sür die Ver-breitung der zeitgeschichtlichen Vereinskarlen überall Sorge zu tragen. Todessturz vom Zuge. Kürzlich sprang der l9jährige Bahnbedienstete AloiS Zidaric in der Station Trifail derart unvorsichtig vom fahrenden Zuge, daß er mit dem Kopf auf das Bahngeleife K.'ichche Macht__ und dadurch einen SHädelbruch erlitt. Er wurde mit dem nächsten Zuge in das Cillxr Krankenhaus übergesührt, wo er mit dem Tode ringt. Ein srem-Verschulden liegt nicht vor. Der Beirat der Statthalter«! zur Durchführung der Versorgung mit Ge treide und Mahlerzeugnissen. Am 26. d. sand im Sitzungssaale der Statthalterei unter dem Vorsitz deS Statthalter« die gründende Sitzung des im Zusammenhange mit der Schassung der steier-märkischen Zweigstelle der KriegS-Gttreideverkeh:S-anstalt errichteten Beirates der Statthalterei sür die Versorgung mit Getreide- und Mahlerzeugnissei, statt. Dem Beirate gehören an: Für den steiermärkischen Landesausschuß Landesausschußbeisitzer Exzellenz Franz Graf AttemS, sür da« Militärkommando Militärverpslegsverwalter Johann Bau«-Mayer, sür die Betriebsleitung der Staatsbahnen Slaatsbahn-infpekior i. R. Israel Stampf, für das Betriebs inipeklorat der Südbahngesellschast kaiserl. Rat Ober-inspekior Franz Zatlvukal und Vnkehrskontrvllor der Südbahngesellschast Eduard Spitzer; ferner Hof-rat Anton Underrain von Merising als Regierung«-kommissär der Stadt Graz, sür den Zentralaus ■ schuß der steiermärkischen LandwirtschafiSgeseUschafl Gutsbesitzer und Bezirksvbman» Dr. Erich Klüse-man», sür die Grazer Handels- und Gewerbekam mer Vizepräsident Eduard von Keil Bündten, für die Leobe»« Handels, und Gewerbekammer Han-delSkammerfekretar Leitzinger, für die Grazer Frucht und Mehlbörse Ingenieur Ernst Harter, sür die Sektion Steiermark d?» Bundes österreichischer In-dustrteller Dr. Emanuel Weidenhoffer, sür de» Grazer Beamten WirtschastSverdano Dr. Anton LooS. für den Landesverband der Müllergenossenjchaften Mühlenbesitzer Josef Neu hold, für den Landesver-band der Bäckerfachgenossenschaften Bäckereibesitzer HanS Pock, sür den Landesverband der HandelSgre-mien und Genossenschaften von Steiermark Josef Pirsch. Ferner die Abgeordneten Rudols Forst Edler von Monshos, Franz Hagenhofer, Dr. Anton Korv-schetz. Binzenz Muchitsch, Joses Ornig, Ferdinand Ritter von Pantz. Franz Pischek, Michael echois-wohl und Franz Stocker. Dann Gemeindevorsteher Joses SchröckensuchS aus Teuscnbach, serner Mühlen-nnleriithmer Dr. Ludwig stranz aus Marburg, Ge treidekommissionSgeschäfteinhaber Eugen Koppstein, Mühlenunternehm« Peter Majdic aus Cilli. Anton Pohl, Direktor deS allgemeinen Spar- und Konsum« vereine«, Mühlennnternehmer Bruno Potlore de Pottiers au« Feldkirchen bei Graz und Wilhelm Rakusch aus Cilli, endlich BrotjabrikSbesitzer Franz Stein« aus Eggenberg. Nach einer kurzen Begrü-ßuug der Anwesenden durch den Vorsitzenden Statthalter Gras Clary warf dies« einen Rückblick aus die Versorgung deS Landes mit Getreide- und Mahl-«Zeugnissen im abgelausenen Jahre und die Schwierigkeiten, die sich dies« V«sorgnng entgegenstellen; er wies daraus hin, daß eS seinen und den Bemüh-ungen d« Statthalterei nicht nur gelungen sei, ver-hältnismäßig vorteilhaste Käuse in Ungarn und Kroatien abzuschließen, sondern auch zu erreichen, daß von den angekauften Mengen, wem, auch nicht alles, fo doch genügend in da» Land gelangte, um wenigstens dem größten Mangel an Mahlerzeuguis-sen abzuhelsen. Eine Abgabe von Mahlerzeugnissen aus Steiermark «solgte nur in einem besonders dringlichen Falle zu Gunsten notleidender Gebiete von Dalmatien. Sonstige Entzüge von Mehl, die die eigene Versorgung deS Landes ungünstig beeinflußt hätten, unterblieben infolge d« Bemühungen der Statthalterei. Der RegiernngStommisfär der steiermärkischen Zweigstelle der Kriegsgetreide-Ver« kehrsanstalt Statlhaltereisekretär Adolf Kraus erör-terte dann in einer längeren Ausführung die hin-sichtlich des Brotgetreides und der Futterfrüchte nun-mehr erlassenen gesetzlichen Bestimmungen und An-ordnungen der k. k. Ministerien und legte daraus im einzelnen die Gliederung und die Aufgaben der neu-errichteten Zweigstelle der KriegSgetreide-Verkehrsan-stalt dar. Danach erfolgte die Bildung mehrerer Un, terausschüsfe des Beirates, denen die vorbereitende Beratung all« wichtigeren Angelegenheiten vor ihrer Behandlung in der Vollsitzung deS Beirates obliegt. ES wurden gebildet: Ein Ausschuß sür die Durch-führung der Getreideeinkänfe. Er besteht aus den V«tret«n deS steiermärkischen Landesausschusses. der k k. Laudwinschasisgefellschaft und der Graz« Frucht- und Mehlbörse, den Abgeordneten Hagen-hoser. Ornig, Pistk und Stocker, Gemeindevorsteher SchröckensuchS und Getreide-KommissionsgeschästS-inhab« Koppstein. Zum Obmanne wurde der Ver-treter deS steiermärkischen LandesauSschusses, Landes-ausschußb.isitzer Excellenz Franz Graf AttemS gewählt. Ei» MiihlenauSschuß, bestehend a»S den Ver- Numnur 62 tret«» der Leobener Handelskamm«, d« Sektion Steiermark deS Bundes Oesterreichisch« Industriell« und des Landesverbandes der Müllerfachgenossea-schasten, den Mühlenunternehmern Dr. Franz, Majdic, Poltere und Rakusch und den Abgeordneten Dr. 8* rosec und von Pantz. Als Obmann des Ausschulet erscheint der Vertreter de» Landesverbandes der Müllersachgenossenschaften. Ei» Ausschuß sür die Durchführung der Verteilung der Mahlerzeugnisse, die Verpflegsvorsorgen in den Bezirke» uad die Fragen der Preisfestsetzung sür den Kleinhandel, bestehend aus den Vertreter» des Militärkommau-dos, der Graz« Handelskammer, deS Beamten-Wirt-schastSverbaudeS, des Landesverbandes der Handel«-gremien und Genossenschaften, des Landesverbandes der Bäckersachgenol'scnschaflcn; dann Hofrat von Ua-derrai», den Abgeordneten von Forst, Muchitsch uad SchoiSwohl, schließlich Anton Pohl, Direktor öci Allgemeinen Spar- und Konsumvereines und Br»l> fadriksbesitz« Steiner. Zum Obmann deS Ausschuß seS wurde Hosrat von Underrain bestellt. Ein AuS« schuß für die Angelegenheiten der Verwertung der Abfallstosse (ZuttermiltelauSjchuß). Er besteht aus den Vertretern des LandcSausschusses, der Landwirt-schaftsgefellschast, dc« Landesverbandes der Müller« sachgenossenschaften und den Abgeordneten Hagen-hoser, Schoiswohl und Stock«. Zum Obmanne dri Ausschusses wurde Abgeordnet« Hagenhos« gewählt. Schließlich wurde aus Anregung de« Abgeordneten Muchitsch ein Ausschuß zur Beratung der Geschäfts-ordnuug deS Beirates gebildet, bestehend auS den Vertretern der beiden Handels- und Gewerbekawmern und d« LandwirtschaftSgesellschaft, sowie dem Abge-ordneten Muchitsch. Zum Obmanne diese« Ausschusses wurde Vizepräsident von Keil-Bündten gewählt. Die nächste Sitzung des Beirates findet am l6. d. statt. In qualvoller Lage. Am 3l. Juli um ungesähr 6 Uhr abends schickte die i» Werthe, Ge-mei»de Tüchern, ansässige Keuschlerin Jnsesine V»l-sek ihren neunjährige» Sohn Albert mit ein« Liter-flasche zum Besitzer Johann Plaustein« nach Ozo-nutz bei St. Georgen um Milch. Unterwegs begab sich der Knabe zu der in Kreßnike befindlichen, dem Besitzer Karl Stante befindlichen Mühle und spielte dort bei dem Mühlenschwungrade, das durch ein Zahnrad in Bewegung gesetzt werden konnte. Der Knabe, der wahrscheinlich einen Stock in das Zahn-rad gesteckt und dasselbe so in Bewegung gesetzt haben dürfte, wurde von demselben gefaßt, Hera»-gedreht und sodann an die Mau« gepreßt, aus welcher Lage « sich also nicht mehr befreien konnte. Da er infolgedessen zu lange vom Heime auSgebUe be» war, begab sich sein Vater Karl Volsek auf die Suche nach dem Sohne und fand diesen in seiner qualvollen Lage, vergebens um Hilfe rufend. Erst durch den Mühlenbesitz« selbst konnte der Knabe losgemacht werde». Der rechte Fuß war zweimal, die linke Hand einmal gebrochen. Außerdem wurde ihm durch daS Zahnrad, daS sich fortwährend ge> dreht hatte, an den beiden Füßen und am Hefäg das Fleisch bis zu den Knochen herausgerissen. Noch in der gleiche» Nacht wurde der Verunglückte in da« hiesige Krankenhaus gebracht, wo er am folgend» Tage seinen Verletzungen erlag. Die Schuld an die-sem Unfälle trifft den Mühlenbesitzer Karl Ctaite. da die Schwungräder der Mühle, die von den übn-gen Häusern ziemlich weit entfernt liegt, jeder Vorrichtung entbehren. Binkulierung der Kriegsanleihe. L«»t einer Mitteilung der Handel«- und Gewerbekammer in Graz kann die Binkulierung von Schuldverichrei-bungen der österreichischen KrtegSanleihe vom Jahre 1915, wie dies bei den Schuldv«schreibung«o der ersten KriegSanleihe der Fall war, auch schon ans Grund der JnterimSscheine der KriegSanltihe be-wirkt werden. Da ras Finanzministerium Wert rauf legt, daß hinsichtlich der z reiten KrieftSanleche derartige Vinkulieruugen im weitestgehenden Ausmaße schon auf Grund der JnterimSscheine vorgenommen werden, mögen alle Fonde, Stiftungen und Körper-schasten die die Absicht haben, die von ihnen gezeichneten Kriegsanleihen vinkulieren zu lassen, oder die nach den Vorschriften zur Binkulierung ihrer Effekten verpflichtet sind, unverzüglich um die Bii-kulierung einschreiten. Vermischtes. RussischeSoldatenknochenundjip»' nischeS Pulver. Die zahlreichen Mmütionsia» düngen, die Japan dem schwer bedrängten und i» aller Zlsahr abgeschnittene» Zarenreich« zukommt» Nummer 62 Deutsche ZUacht Seite 5 läßt, dürften wohl nicht von allen Russen mit un-getrübten Empfindungen aufgenommen werden. Denn e« sind erst einige Jahre her, daß die Novoje Wremja einen erregten Artikel i'ber den unwürdigen Handel brachte, der von den Chinesen mit den Ge-deinen der im russisch japanischen Kriege gefallenen und in der Mandschurei beigesetzten russischen Sol-daten zugunsten Japan« getrieben wurde. Die Ja-paner bedurften nämlich zur Herstellung eine« be-sovders wirksamen Explosivstoffes menschlicher und tierischer Knochen, und da sie auS eigenen Mitteln den Bedürfnissen ihrer Industrie nicht zu genügen vermochten, so hatten sie sich an die Chinesen ge-wandt, um durch deren Vermittlung die Gebeine der in der Mandschurei beerdigten russischen Solda-ten zu erhallen. Da die Japaner den Zentner sol-cher Knochen mit etwa drei Mark bezahlten, so scheuten sich die Chinesen nicht, das aussichtsreiche Aeschäft zu machen, und durchwühlten die russischen Kriegsgräber nach de« gewinnbringenden Knochen-Material. Die Gräber, in denen Japaner oder Japa-»er und Russen gemeinsam beigesetzt waren, ließen sie unberührt. Aus diese Weise beziehen die Russen eme Munition, deren Sprengfüllung zum Teil aus Knochenmehl besteht, und ihre Soldaten sehen sich in die grausige Notwendigkeit versetzt, Geschosse zu verfeuern, die durch Schändung derer entstanden find, die vor einem Jahrzehnt für den Zaren und da« russische Vaterland im fernen Osten fielen. Ueb-rizenS sind auch die Russen selbst nicht viel anders mit den Ueberresten ihrer gefallenen Feinde umge-gangen. ES war vor etwa 20 Jahren, als sie die englischen und französischen Kriegergräber in der Krim öffneten und ihren Inhalt zu hohen Preisen a» Knochenmühlen verkauften. Erst durch die ent-fchiedenfte» diplomatischen Vorstellungen Frankreichs and England» wurde diesem nichtSwürdigen Handel damals ein Ende bereitet. Die Berlinerinnen nähen Sand-sacke. Der Schützengrabenkrieg, wie er sich im Osten und Westen entwickelte, hat den Sandsack wieder zu Ehren gebracht, den Sandsack, den man schon in früheren Jahren, ja schon zur Zeit de« Dreißigjährigen Kriege«, sür Befestigungen benötzt bat. Heute dient er bekanntlich dazu, die Brüstungen der Schützengräben zu erhöhen und den in den Schützengräben aufgestellten Mannschaften Deckung gegen das feindliche Gewehrseucr zu bieten. Es ist klar, daß bei der gewaltigen Ausdehnung des Schützengrabenkriege« die Zahl der verwendeten Sondsäcke eine kolossale ist und in die Hunderttau. sende geht. Ein gut Teil der Sandsäcke, die das deutsche Heer verbraucht, ist in Berlin verfertigt worden und wird fortwährend noch hergestellt. Frei-lich, die meisten Sandsäcke werden nahe der West-front, in Belgien, genäht; aber die Berliner Fabri-kation, die mehr zum Nachschub und vor allem für die Ostfront dient, ist noch groß genug, um Tau» senden von Frauen und Mädchen Arbeit und dau-miden verdienst zu schaffen. Die Säcke werden ihnen zugeschnitten geliefert, die Arbeiterinnen neh-wen sie mit nach Hause, stellen mit der Maschine die vorgeschriebenen Nähie her, und daS Stück ist fertig. So können die Frauen, je nach ihrer Fer-Ngieü, drei bis fünf Mark täglich verdienen. Solch ein Sandsack, wie er für den Schützengraben ge-braucht wird, sieht ungefähr so au« wie ein Feuer-eiwer au« der guten alten Zeit. Er ist etwa einen halben Meter hoch und hat oben eine Handhab«. Auch wird er mit Bindfaden versehen, um nach er-f-lgter Füllung zugebunden zu werden. Zur Her-ßellung dient ein sester, grsber Stoff, sogenannte Jachlleinwand. Doch gibt es verschiedene Qualitäten. wie auch verschiedene Farben zur Anwendung gelangen. Denn — und da« ist daS Interessanteste — e« hat sich eine förmliche Schützengrabenmimikry herausgebildet. Möglichst restlose Anpassung an das Gelände — lautet die Losung. Und so werden für die Sandsäcke je nach der Gegend, für die sie be-stimm:, je nach der Jahreszeit, auch je nach ihrer besonderen Zweckbestimmung verschiedene Farbentöne gewählt. «Auferstehung". „Der Landsturm", erstes, chemals einziges deutsche« Mtlitär-Wochenblatt auf Frankreichs Flur, bringt in seiner Feldnummer 13 folgende niedliche Geschichte, die vom Humor unserer Feldgrauen im Schützengraben einen glänzenden Be-weis gibt. Ort der Handlung: Vorn im Argonnen» waid bei den Batteriestellungen. Die Fußartillerie hat StellungSwechset vorgenommen. Alles baut Echutzunterstände und macht e« sich nach Möglichkeit deeaem. Auch der Kanonier Krause hilft mit. Wie k aber in die Wohnung einziehen will, wird ihm »sn der Bedienung seines Geschützes in nicht »iß« juversteheoden Worten „gekündigt". Der Grund der Abwimmelung: feine Körperlinge beanspruche zu viel Platz. Kurz entschlossen baut sich Kanonier Krause in die Eide einen eigenen Unterstand, der genau das Aussehen und die Form eine« Grabes hat. Um ihn zu necken, befestigen feine Kameraden darüber an einem Pfahl eine Tafel, auf der in wunderschönen himmelblauen Buchstaben zu lesen steht: Hier ruht der Kanonier Krause nachmittags von 3 bis 4 Uhr. Ruhe sanft! Ein junger Offizier einer Nachbarbatterie kommt nichlSahnend vorüber. Er erblickt die mit zwei Brettern zugedeckte Grube und die Tafel, stutzt und liest die Inschrift, übersieht dabei aber »ie klein und unleserlich geschriebene dritte Zeile. Mitleidsvoll fragt er eine Gruppe in der Nähe stehender Fußartilleristen: „Wel-cher arme Kerl liegt denn hier begraben?" „Ich, Herr Leutnant!" ertönt /eS plötzlich zu dessen Ent-setzen aus der GrabeStiefe, und langsam erhebt sich aus ihrem Dnnkel, zwischen den beiden Brettern sich durchzwängend, d e baumlange Gestalt deS Kanoniers Krause „Kopal ruft". Das österreichisch ungarische Heer erfreut sich eineS Besitze», der in seiner Art einzig dastehen dürfte. Es ist dies das Signalhorn de« 10. Jägerbataillon«. DaS Offizierskorps oder auch Truppenteile einem Führer ein Ehrengeschenk widmen, kommt nicht ganz selten vor, daß aber ein Heer einen seiner Truppenteile einstimmig als den tapfersten bezeichnet und deshalb beschenkt, ist wohl nur einmal dagewesen. Im italienischen Feldzug von 1848, in dem sich .Va!er Radetzky" unvergänglichen Ruhm gewann, hatte da« 10. Bataillon unter dem Obersten Kopal sich ganz besonders ausgezeichnet, besonders bei Santa Lueia am 6. Mai und dann bei Vinzenza am 10. Juni. Kopal, der sür Santa Lucia schon den Leopolcorden erhalten Hütte, stürmte bei Binzenza, trotzdem er schwer krank war, den die Stadt beherrschenden Monte Berico, trieb die ver-schanzten Feinde von dannen und brach der Jnfan-terie Bahn. Hier fiel er, und der Maria-Theresia-Orden zierte nur noch sein Grab. Da widmete die „Kaiserliche Oesterreichische Armee im lombardisch-venetianischeu Königreich" dem tapferen Bataillon einen „in Gold geschmiedeten Kopalruf". Es ist dies da« Signalhorn, mit dem der Trompeter die Befehle des Kommandeurs weitergibt. Das auS Edelmetall gearbeitete, künstlerisch ausgestattete Instrument trägt die obige Widmung, daneben die Aufschriften „Monle Berico" und „Kopal ruft". Für immer also führt der tote Kommandeur sein Bataillon, und hoffentlich auch diesmal gegen den alten Feind zum Siege. Kopal hat in Znaim ein schönes Denkmal, dessen Entwurf von dem berühmten Wiener Bildhauer ^ern-korn stammt, und in einem der letzten österreichischen Schlachtberichte ist sein Name ehrenvoll wieder auf-getaucht. Schrifttum. Der Gerüchterstatter und anderes. Von Beda. R. Löwit Verlag, Wien. Preis 1 K. Ein neuer Beda zum Kriege, das ist allen, die in diesen ernsten Tagen dem Humor nicht abgeschworen haben, eine hochwillkommene Erscheinung. Al« Motto diese« Büchlein«, dcm zwar al« solches die Worte „Ich laß mir meinem Pessimismus nicht vermiesen!* vorangesetzt sind, können in Wirklichkeit wohl die letzten Zeilen des ersten Gedichte« gelten: .Freiwil« lige vor! Den Gerüchterstattern, den schwarzen Propheten und anderem Gräul de» Riegel vor und eine aufs Mäul!" Wie man sich leicht denken kann, findet Beda auf diefem dankbarem Gebiete manch treffliches Wort und oft die unerwartetsten witzigen Wendungen. Manches vielleicht nicht ganz salon-fähig, dafür sitzen diese geraden Hiebe desto besser. Gedichte, wie „Herr Unke" und „Die Lord«" sind jedenfalls einzig in ihrer Art. Angehängt find noch einige Brettl-Lieder, durchwegs köstliche Sächelchen, leicht pikant gehalten, ohne je ins Derbe zu fallen. Sie müßten bei entsprechendem Vortrag durchschla-gende Wirkung tun. Das kleine billige Buch fei allen wärmstenS anempfohlen! Lechners Kriegskarten. Von diesen aus-gezeichneten Kriegskarten im Maße 1:750.000, welche alle im k. u. k. milit.-geogr. Institut ausgeführt wur-den, ist soeben jene vom russischen Kriegsschauplatz« (Blatt 3) die längere Zeit gefehlt hat, in neuer, de-deutend erweiterter und verbesserter Auslage erschie« nen. Die große Karte reicht im Norden über Nowo-Georgiewsk und Brest-Litowsk, östlich bis Staro-konstantynow, südlich bis Budapest, westlich bis Brück a. Leitha und hat ein Format von 80X104 em. Diese offizielle Kriegskarte, welche für Jeden, der die Ereignisse aus dem russischen Kriegsschauplätze ver-folgen will, wegen ihrer ausführlichen Ortsbeschrei-bung unentbehrlich ist, kostet K 2 50, auf Leinwand gespannt im Taschenformat K 5 und kann von der Verlagsbuchhandlung R. Lechner (Wilh Müller) k. u. k. Hof- und UniversitätS-Buchhanalung in Wien 1, Graben 31, sowie durch alle anderen Buchhandlun-gen auch per Post bei einem Portoaufschlag von 10 Heller bezogen werden. Auch die Karte vom italie-nischen und fran ösischen Kriegsschauplätze ist wieder in neuer Auslage erschienen. Außer dieser, im eigenen Verlage erschienenen, sind alle übrigen Karten von den Kriegsschauplätzen aus dem Verlage von Flem» ming, Freqtag, Mittelbach, Perthes, Ravenstein usw. sow e die von der Krieg-Hilfe in München herau«-gegebenen wöchentlich zum Preise von 40 Heller er-scheinenden Karten der militärischen Ereignisse bei der Firma R Lechner (Wilh. Müller) vorrätig. Deutsches Honigbütdlein Echter Bienen-Honig, ein wertvolle« Naturprodukt als unvergleich-liches Nahrung«- oder hochschätzbares Volksheilmittel. 5. Aufloge. Preis 40 Pfg. Verlagsbuchhandlung Alfred Michaelis, Leipzig, Kohlgartenstr. 48. Die sehr ansprechend geschriebene und in so vielen Auflagen erschienene Schrift verfolgt den Zweck, das Volk über die Vorzüge des reinen Honig« und die gesund-heitlichen Vorteile seines regelmäßigen Genusses auf-zuklären. Der Verfasser zeigt deshalb vor allem, was reiner Bienenhonig ist, worin er sich vom ge-fälschten unterscheidet, wie die Biene den Honig sam-melt und zubereitet, nnd wie er am besten aufjube-wahren ist. In anschaulicherweise wird die mannig-faltige Verwendung dieser „Götterspeise" nicht nur im Haushalt als Genuß- und Nahrungsmittel Ge-sunder geschildert, sondern namentlich auch seine Ver-wenvung in der Krankenstube. Neu und wenig be-kannt sind wohl die Angaben deS Verfassers über Honig als Säuglingsnahrung, al« Schlafmittel, als Mittel für starke Raucher, über Honignmfchläge bei Gicht (vom Verf. selbst erprobt). DaS überaus reichhaltige und beliebte Büchlein sollte jetzt in keiner Familie fehlen. Die Holunderkur Ein Heilmittel gegen Gicht, Rheumatismus und andere Sio!fwechselkrank-heilen. Von R. Michaelis. Preis 40 Pfg. Verlags-buchhandlung Alfred Michaeli«. Leipzig. Kohlgarten-straße 48. Die Heilkräfte, die in unserer heimischen Pflanzenwelt schlummern, werden viel zu wenig ge-würdigt, weil ihre Wirkungen im Volke nicht genug bekannt sind. ES ist daher Pflicht, hier aufklärend zu wirken und auf die fegenbringenden, altbewährten Haus> und VolkSheilmittel aufmerksam zu machen. Verdienen diese doch gerade jetzt besondere Beachtung, weil unseren heimkehrenden Kriegern zur Linderung ihrer Leiden natürliche billige Heilmittel sehr will-kommen sein werden. Der Hollunder- oder Fliedersaft ist ein vorzügliche« Heilmittel bei Gicht, Rheu-matiSmus und anderen Stoffwechselkrankheiten. Die Beeren liefern eine aromatische und seinwürzige Suppe, der ausgepreßte Saft eine wohlschmeckende Limonade, die fü' den menschlichen Organismus von wohltuen-der Wirkung ist, da sie den Blutlauf 'ordert und die Darmtätigkeit und den Stuhlgang regelt. Die Flieder-bluten sind als schweißtreibender Tee sehr geschätzt. Wir möchten von ganzem Herzen wünschen, daß die-ses wahre HauSschatzoüchlein in die Händc einer jeden deutschen Hausfrau komme, zum Segen der ganzen Familie. Spendet Zigaretten für unsere ver-mundeten? Für durchfahrende und ankom-mende verwundete wollen sie bei der tabe-stelle am Bahnhofe, für die in den hiesigen öpitälern untergebrachten beim ötadtamte abgegeben werden. Jeder spende nach seinen Kräften. Der Bedarf ist groß. (Qjv-vvuyxC /AuC ,')W Seite 6 Hektische Kummer 6Z in Rollen oder gebrochen und gemahlen, kauft für eine Lederfabrik zu besten Preisen die Lederfirina Max Stössl, Cilli Grazerstrasse. Offerte über Quantum erbeten. Vermisst! Angel de Martini. Oberlehrer am Arsenal in Pola, geb. 1841, kleiner Statur, schwarz gekleidet, wird seit 30. Juli 1915 vermisst. Wer über den Aufenthalt des Obgenannten Auskunft erteilen kann, wird ron den Angehörigen gebeten, selbe beim Stctdtamt Cilli bekannt zu geben. Garantiert dauernde Heimarbeit erhalten I*amen durch lricbte Handarbeit. Maater und Prospekt gegen 40 h Marken *u »erlangen unter „H. A. t:t69" Ton Haasenstein & Vogler A. G , Beichenberg (Böhmen). Wohnung gesucht mit 3—5 Zimmern in gutem Hause, oder eine kleine Villa in Cilli oder nächster Umgebung zu mieten gesucht. Angebote unter „W 21313" an die Verwaltung des Blattes. 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Slelzer Joses . Suppan Johann Sirettl Johann Umegg ytuooif Gastwirte . . tnontc . . , . . . . - _ — — — — - 1 _ — — — — — — — — — — — — — - 2 — — — — — — — — —- *— - - • • • • • J 3 — _ — — — — — — — — - 2 7 3 9 — — — — — — — — — — — — ..... — 1 3 - — — — — — — — — - — — — — — — — — — — — — — — — — — i . . . . — 15 — 1 9 2 2 — — — — — — — 58 - — — — — 2 — — 2 — — — — — — — — •:::: 1 5 - 4 .3 2 — — " Schrislleitung, Verwaltung Druck und Verlag: Bereinsbuchdruckerei „Celeja- in Cilli. — Verantwortlicher Leiter: Guido Schidlo.