Siebenter Jahrgang. 1910. Folge 78. (Seite 1377 bis 1400.) Blätter für den Abteilungsunterricht, rtlonatsdirift zur Förderung des österr. Schulwesens. (Herausgeber: Rud. E. Peerz.) o o o / o o o Inhalt: Seite 1. Ein modernes Märchen................................1377 2. Pädagogische Splitter...............................1378 3. Schulhumor 1378, 1382, 1387 4. Die erste Einführung in das Kartenverständnis . 1379 5. Die 18. Frage.......................................1380 6. S’ Huamatli! . . . . ,..............................1380 7. Die Lehrstoffverteilung für den Realienunterricht an einklassigen Volksschulen.......................1381 8. Randbemerkungen.....................................1382 9. Zur Reform des Handarbeitsunterrichtes . . . 1383 10. Etwas über die Berufskrankheiten des Lehrers . 1385 11. Johannisnacht......................................1386 12. Lose Gedanken....................................x. 1387 13. Monatsrüstung für den Juni.........................1388 14. Rechenbeispiele aus dem Betriebe eines Kalkofens 1388 15. Aus dem Tagebuche einer Dorfschullehrerin . . 1388 16. Die Wechselrede....................................1389 17. Der kranke Lehrer und das kranke Kind . . . 1392 18. Briefkasten........................................1394 19. Kleine Mitteilungen................................1396 20. Durch Sachsen und Thüringen v. Schule zu Schule 1397 21. Die landwirtschaftliche Fortbildungsschule in Österreich............................................1399 22. Briefkasten für das landwirtschaftliche Fortbildungsschulwesen ...................................1400 Verlag der Blätter für den Abteilungsunterricht in Laibach. — Druck von J. Pavlicek in Gottschee. Jährlicher Bezugspreis 6 K (5 Mk, 7 Frk.). * crmi-mge Orgd-fiarmoniums * beider Systeme fabriziert und liefert billigst Audotf Jajkr as Loch im Krmel". Ich möchte ein (kein) Schneider (Kaufmann) werden. — In der Schneiderwerkstatt. (Bei der Damenschneiderin.) — Wie ich meine Kleider in Ordnung halte. — Was ich am liebsten werden möchte. — Was Mein Großvater aus seiner Jugend erzählt. — Was einmal ein Bettler bei uns erzählte. — Wie meine Mutter einmal einen alten Bettler bewirtete. — Mein Sonntagsrock. — Mein liebster Spaziergang. 2.) süßer das Lescstück „Meister Kämmerlein". Was mir an Meister Hämmerlein gefällt. — Wie Meister Hämmerlein sein Glück macht. — Hämmerlein ersucht den Gemeindevorstand seiner Heimatsgemeinde um Zusendung eines Heimatschcines. — Hämmerlein teilt seiner Mutter mit, wie er Gemeindeschmied wurde. — Hämmerlein ladet seine Mutter ein, ihre alten Tage bei ihm zuzubringen. — Fertige eine Schmiederechnung aus! — Bestelle beim Schmiede einen Wagen (einen Pflug, eine Egge)! — Wie unser Feldweg verbessert werden könnte. — In der Dorfschmiede. — Woran man ein gutes Dorf erkennt. — Wie unser Dorf ein schöneres Aussehen erhalten könnte. — Auf dem Jahrmärkte iu...............— Wie man ein Obstbäumchen pflanzt (pfropft, okuliert). 207.) Kinaus ins Krekel Der umfangreiche Untertitel sagt alles. Er lautet: „100 ausgewähltc Deklamationen für Schulfeste und Schülerausflüge nebst einem Anhang von Gedichten für Weihnachten und Neujahr, patriotische Feste, den Schulschluß und damit verbundenen Festlichkeiten." — Viel Spreu, aber auch guter Weizen! Der verständige Lehrer wird zu sichten wissen. Sein Auskommen findet jeder — und das ist wohl der Zweck des Büchleins. (Verfasser: I. Molke; Verlag: Hitschfeld in Sternberg.) 208.) Kohle und Heuipera. Anleitung zu einer malerischen Zeichentechnik und zu einer darauf aufgebauten leicht erlernbaren Maltechnik. Verfasser: Prof. R. Bocck; Verlag: Günther Wagner, Wien X/l; Zusendung kostenlos.) — Eine kurzgehaltene instruktive Anweisung, die jeder mit Nutzen verwenden kann. 209.) Machricht. Die Firma Simon, deren Gummiwarenin den „Blättern" bereits empfohlen wurden, hat ihre Niederlage nach Mördern, Post St. Andrä vor dem Hagental, verlegt. Ein Wunder amerikanischer Industrie ist der neuerfundene ADDIERSTIFT („Maxim“) "MG mit Schreibvorrichtung für Tinte und Blei. Dieser äußerst sinnreich konstruierte Apparat dient zum Zwecke des raschen und sicheren Addierens u. bilden die Hauptvorzüge desselben, b. einfachster Handhabung und tadelloser Funktion: Einerseits die große Entlastung des Gehirnes, da selbst nach stundenlangem kontinuierlichen Arbeiten mit Maxim keinerlei, das Gehirn in so vielfach schädigender Weise beobachtete. nervöse Abspannung verspürt wird. Anderseits die Verläßlichkeit und große Zeitersparnis. Preis per Stück nebst leicht-faßlicher genauer Anleitung K 1060, per Nachnahme, gegen Voreinsendung des Betrages K 10 —. Zu beziehen durch den General-Versand EM. ERBER WIEN, II[8, jEnnsgasse Nr. 21|PU. Oer diesmaligen -folge liegt ein Prospekt über „Tierban u. Tierleben" der -firma S'challehn u. Wollbrück in Wien bei. 210.) Hirofer ^iedervuch. (Verfasser: I. Stegrc; Verlag: Joh. Groß S. A. A. Reis, Innsbruck; Preis 70 h.) — Ein überaus gehaltvolles Büchlein, ein Schatz auö den Tiroler Bergen. Man wird die schönen Weisen nicht nur in Tirol, sondern überall gerne singen, wo man den urfrischen Ton des Älplers schätzt. 211.) Erfahrungen und Ztatfchlage aus der Schule und für die Schilfe. (Verfasser Hans Trunk; Verlag Franz Deutike in Wien.) — Auf dieses bedeutungsvolle Werk, in dem sozusagen die gesamte Pädagogik der Gegenwart in einer leichtfaßlichen, ansprechenden Form dargestcllt ist, so daß man zur Vorbereitung auf die Lehrbefähigungsprüfung hinsichtlich der Pädagogik, im besondern der Methodik, nichts anderes zurate zu ziehen braucht, werden wir wohl noch des öfteren zurückkommen müssen. Trunk schreibt kurz, sachlich; es ist daher unmöglich, in der kurzen Frist, die dem Beurteiler gegönnt ist, dem Buche die rechte Wertschätzung «»gedeihen zu lassen. Der Verfasser nennt das Werk sein „pädagogisches Testament". Das ist es in der Tat. Glückliche Erben, die einen so reichen Besitz antreten! Es wäre nur billig, daß jeder, dem die Gabe gilt, sie auch nehme und benütze. Alle Lehrer sind dazu berufen, denn der gesamten Lehrerschaft weiht der Trunk sein Letztes, sein Bestes. Er hat es freundlich geboten, ehe noch das Wort Erbe zur Wahrheit wird. Gottlob! Wir wollen den Trunk, der uns so vieles gespendet hat, was unsere Schule hob und unsere Arbeit veredelte, in voller Rüstigkeit vor uns haben und von ihm über kurz oder lang sein zweites und drittes Testament in Empfang nehmen. 212.) Logili und Anlerrichl. (Verfasser: Dr. W. Zenz und F. Frank; Verlag: Pichlers Witwe und Sohn in Wien.) — Jeder Prüsungskandidat wird bestätige», daß bei der Vorbereitung nichts so lästig und so unklar erschien wie die Logik. In allen Büchern, die empfohlen wurden, die trockene, rein formale Scholastik; nirgends Verbindungsstellen mit dem Unterrichte, mit dem Leben. Wie ödete das Studium jeden an! Man überwand es, verwünschte es aber gleichzeitig. Wenn je ein Buch hervorgeholt wurde, jenes, das die Logik betraf, sicherlich nicht. Es ist daher begreiflich, daß eine sogenannte praktische, lebensvolle Denklehre schon seit langem gewünscht wurde. Sie hat zwei hochstehende Schulmänner, denen reiche Erfahrung auf dem Gebiete des Volksschulwesens und eine tiefgehende wissenschaftliche Bildung eigen ist, als Förderer gefunden. Nun weht uns die ehemals so verkrustete Wissenschaft wie ein erfrischender Lenz an; nun strömt die Kraft, von der man zwar viel sprach, aber wenig spürte, aus dem Unlerrichtsgegen-stande, der dem Denken gilt. Es ist eine Lust, in diesem Wehen zu schreiten. Empfiehlt sich von selbst! Eine Probe genügt! Universal Gallus-Tintenpulver. Zur sofortigen Erzeugung einer vorzügl. schimmel-freien, nicht stockenden, tiefschwarzen oder farbigen Schreib- oder Kopier-Tinte. Spezialität: Schul-Tinte. in Dosen per 1 kg 4 K. 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Ich verwende seit 14 Jahren Ihr Tintenpulver und bin stets zufrieden Schulleitung M, „Meteor“- u. „Chondro-Radiergummi (gesetzlich geschützt) von der Firma Iosef Fra«) Simon Gnmmiwaren-Manufaktnr Mördern, Most St. Andrae vor dem Sagrntafo, Micdcrösterrciih. wurden von Fachautoritäten (Österreichs - Ungarns, Deutschlands und der Schweiz als die besten Radiergummis anerkannt. „Meteor" radiert leicht und schnell, ohne das Papier merklich anzugreifen oder zu beschmutzen: Blei, Tinte, Tusche, Farben, Druck je. rc „Ghondrit" (weicher Gummi) eignet sich am vorzüglichsten für seine Bleistiftzeichnungen. Muster auf verlangen gratis und franko. 213.) Ein behagliches Heim kann sich jeder schaffen, ohne viel Geld dafür auszugeben, wenn moderne, praktische Teppiche, Vorhänge und Innendekorationen dabei verwendet werden. 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Madicrgummi, Aarven bei Günther Wagner in Wien. (Besprechung 19.) — 4.) Hinte von Schuster in Wien, Schüller in Ainstetten und Lainpel in Böhm.-Leipa. — 5.) Wkcistisle von Hardtmuth in Budweis. (Besprechung 29.) — 6.) Huschen und Aarven von Anreiter in Wien Vl/i. — 7.) Prucksorlen bei Pavlicek in Gottschee (Krain). — 8.) Wnstlii»strn,:ien1e von Klier in Stemgrub, Trapp in Wildstein und Müller in Schönbach. — 9.) Methodische Mästung mit Mohanpts Schriften. (Vgl. die Ankündigung in den Folge» 48, 49, 50!) — 10.) Aarven bei Dr. Schoenfeld in Düsseldorf; Zeichenulenstkicn bei Schmincke in Düsseldorf. — 11.) Jtadiergunnni bei Simon in Wien. — 12.) Kreide bei Hoschkara in Waidhosen a. d. A. Zur bevorstehenden Zeit der Schülerausflüge, Schulfeste und Schulschlußfeierlichkeiten etc. empfehle ich der geehrten Lehrerschaft nachstehendes von maßgebender Seite glänzend besprochenes Buch : ■Jjgn«ll|p i"*2. Folge des Veilchenstrauß. 100 ausgewählte Deklama- nindU» ■■■» r rclci tionen für Schulfeste und Schälerausflüge nebst einem Anhang von Gedichten für Weihnachten und Neujahr, patriotische Feste, den Schulschluß und den damit verbundenen Festlichkeiten, gesammelt und geordnet von Johann Wotke, Oberlehrer in Adelsdorf bei Freiwaldau in Schlesien 212 Seiten stark. Preis gebunden K 2 —, broschiert K 1 60. Ferner bringe ich in empfehlende Erinnerung: q xriot-t-Q 111 i Q Vl r ^'n Wochenbuch, Stoffverteilungen und methodische Anleitungen L/ao Viel IC OLllUlJalll von Konrad Eidam, Lehrer in Felixdorf (Niederösterreich). Preis gebunden K 3 60, broschiert K 3 —. Von vielen pädagogischen Fachbiättern sowie Tageszeitungen auf das glänzendste besprochen und aufs wärmste anempfohlen. Unter anderen in der letzten Zeit eingelaufenen Rezensionen schreibt „Die Zeit“ vom 6. Jänner 1909 wie folgt: „Eine Frucht praktischer, denkender Schularbeit. Trotz der Fesseln des Lehrzieles, trotz des Mangels an Mitteln, den Unterricht den Gesetzen der Kindesnatur gemäß zu gestalten, verstand es der Verfasser, den Leser zu überzeugen, wie umsichtig und interessant er seine Unterrichtsstunden leitet. Man hat das Gefühl, daß unter solcher Führung die Schüler von Stunde zu Stunde an Wissen und Können reicher werden. Die Betrachtung des wohldurchdachten Aufbaues dieses Buches bereitet dem erfahrenen Lehrer ein ästhetisches Vergnügen. Georg Schmiedl.“ Schächer W., Bürgerschuld rektor in Hof, Lehrgang für das freie Zeichnen, an der österr. Volksschule, 2, vermehrte und verbesserte Auflage: I. Teil (Unterstufe) für das 2 und 3. Schuljahr, im Formate 18X21 Va cm, 141 Figuren, ä K 1 40, Kreuzband-Porto 10 h; II. Teil (Mittelstufe für das 4. und 5. Schuljahr, im Formate 20l/äX29l/ä cm, 93 Figuren, teilweise in Farben ausgeführt, ä K 1 80, Kreuzband-Porto 20 h; III.Teil (Oberstufe) für das 6, 7. und 8. Schuljahr, auf 48 Seiten ä 20X30 cm; 48 mehrfarbige Figuren, nebst einer 12 Seiten starken Broschüre 17X20 cm mit vielen in erläuternden Text gedruckten Figuren, samt franko Zusendung K 3 20, alle 3 Teile auf einmal bezogen K 6'— gegen gütige Voreinsendung des Betrages. Probeblätter stehen gerne zu Diensten. Prompteste Besorgung von pädagogischer Literatur als auch aller sonstigen Bücher und Zeitschriften, auch gegen Ratenzahlung. Hochachtungsvoll Aug. R. Hitschfeld, Buchhandlung, Sternberg, Mähren. 214.) Tierbau und Tierleben in ihrem Zusammenhänge betrachtet. Die Betrachtung des Tieres als Lebewesen, wie es, gebunden durch die Erbschaft seiner Ahnen, sich veränderten Verhältnissen anpaßt, die Betrachtung der gegenseitigen Abhängigkeit von Form und Funktion, der Wechselwirkungen der Teile im Tierkörper, der Beeinflussungen der Tiere untereinander und durch die umgebende Welt, daß sind die Aufgaben, die sich die beiden Gelehrten Dr. Richard Hesse und Dr. Franz Doflein in einem soeben zur Ausgabe gelangten Werke stellten, dessen Titel an der Spitze dieser Beurteilung steht. Der erste Band betrachtet „das Tier als selbständigen Organismus“. Statik und Mechanik des Tierkörpers, der Stoffwechsel und seine Organe, Fortpflanzung und Vererbung und schließlich Nervensystem und Sinnesorgane bilden den Gegenstand der Hauptabschnitte. Im zweiten Bande wird „das Tier als Glied des Naturganzen“ betrachtet. In einer Reihe von Kapiteln werden die besonderen Anpassungen der Ernährung, des Angriffes und K. u. k. Hof- M Kartogr.-Anstalt G. Frey tag & Berndt, Wien, VII/1 Inhaber: Gustav Frey tag. Rothaugs Schulatlanten und Schulwandkarten ergänzen sich in vollkommenster Weise. Die Karten der Atlanten sind getreue Abbildungen der Wandkarten und umgekehrt. Rotbangs Schulwandkarten Preis jeder Ausgabe aui Lwd. in Mappe oder mit Stäben, Kartenschutz und Lederriemen. Österreich-Ungarn 1 :900.000, 160:226 cm . . K 24 — —kleine Ausgabe (nur pol.) I : 600.000, 140 : 190 cm „ 16"— Osten-. Alpenländer 1 : 300.000, 180 : 205 cm . . „ 24 — Sudetenländer 1 : 300.000, 130: 190 cm . . . . „ 20 — Karstländer 1 : 300.000, 170 : 195 cm........„ 24 — Nieder-Österreich (Nur phys.) 1:150.000,140:180 cm „ 22 — Umgeb. v. Wien (Nur phys.) 1 : 30.000,190: 190 cm „ 32 — Deutsches Reich 1 : 800.000, 180 : 200 cm . . . „ 26-— Europa 1 : 3 Millionen, 170 : 195 cm.......„ 22 — Asien I : 6 Millionen 190 : 205 cm......... 22'— Afrika 1 : 6 Millionen, 170 : 200 cm.........„ 22-— Nordamerika 1 : 6 Millionen, 170 : 200 cm . . „ 22 — Südamerika 1 -. 6 Millionen, 185 : 170 cm . . . 22-— Australien 1 : 6 Millionen, 170 : 200 cm .... 22 — Östliche Erdhälfte 1:14 Millionen, 200: 180 cm . „ 18 — Westliche Erdhälfte 1:14 Millionen, 200:180 cm . „ 18 — Beide Planigloben auf einmal genommen, zus. . 34 — Palästina (Nur phys.) 1 : 250.000, 170 : 115 cm . , 14 — Prof. Cicalek <& Rothaug, Kolonial- u. Weltverkehrskarte (Nur pol.) Aequ.-Maßst. 1:25 Mill. In Merkators Projektion 160 : 210 cm .... „ 27 — Jede Karte, bei der nicht anders angegeben, ist politisch sowie physisch zu haben; wir bitten daher bei Bestellung um genaue Bezeichnung der Ausgabe und Ausstattung. Alle Lehrmittel liefert die Geograph. Lehrmittel-Anstalt G. Freytag bieten aus der Werkstatt heraus j| prächtige Stücke in prächtiger Ausführung. Man sieht sie vor sich, l| die Meister der method. Kunst, wie " sie schaffen und erproben, damit ja nichts unfertig in die Welt reise. Den jj| Kollegen Sterlike n. pifchel gebührt ijg der Dank der Lehrerschaft, das; sie S unerfahrenen Pimmelsstürmern die E Idee aus der pand genommen und I sie auf festen Grund gestellt haben." W prof. pterj. p Zu beziehen: Fachl. Rnd. Sterlike, l® Schluckenau, Böhmen. S I. Teil K 3’30, II. Teil K 6 — franko gegen j |ßj Voreinsendung o. (portozuschlag) Nachnah,ne. (ti Zin selben Verlage: | H^reistabelle» für beit Mechen-uuterricht lg uont Fachl. Rud. sterlike, 3 Tafeln, 50 : 75. pj preis: (Voreinsendung) für 3 zusammengehör. W Tafeln K I 50. rerinnen, junge und alte, zu dem „Trostbüchlein“ greifen, um daraus Trost, Rat, Belehrung und Erhebung zu schöpfen. Sie selbst haben alle Höhen und Tiefen des Berufslebens duchwandert und können darum anderen eine Führerin sein. Mit hellen Augen haben Sie gesehen die Schatten und die Sonneninseln des Berufs und mit warmem Herzen haben Sie empfunden die Berufsschwere und die Berufsfreude. Darum können Sie aus eigener reifer Erfahrung die Berufsgenossinnen wirksam beraten. Und das tun Sie in so fesselnder, treffender, ja schöner Form, daß man ihre Ratschläge wie ein Unterhaltungsbuch liest. Solche Berufserfassung muß die Arbeit fruchtbar und den Arbeiter glücklich machen. Und wer uns dazu hilft muß Freund und Wohltäter genannt werden. Diesen Ehrennamen müssen Ihnen Ihre Berufsschwestern geben, wenn sie in ihren Berufsnöten Ihr „Trostbüchlein“ zu Hilfe gerufen haben. Sie haben ja in Ihren Briefen alle Punkte des Berufslebens be- Wo 'gute Musik'' r gepflegt- wird,darf eine ) Haus-Orgel nichtfehlen. Herrlichtrürgelton, I | prächtige ftusslattung,v.18Man. | Aloisiiiaiep,Fulda MoFlieFenant. (Gegr 184G) H oflioferani. Illustrierte Prospekte auch über den neuer. 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Jahr., Kol,- 78. t für den Mieilungslintemchi Monatschrist )ur Förderung des österreichischen Schulwesens. BezugSgebühr 6 K (5 Mark, ßerausgeber: Geschäftliches ausschließlich 7Frk.) jährlich. Ginzelnum- y an die „Verwaltung der met 60 h. Postsparkassen- Blätter für den AbteilungS- fcheck-Konto Nr. 58.218. JiUÖOlj (K-. yCCt) tH JtßtDÖU). unterricht in Laibach". „Da musste es vom Morgen bis zum Abend schwere Arbeit tun" . . . (Bin modernes Märchen' Die ZHärchcn sterben nicht aus. Es ist gut so; man würde sonst zusehr ins Reale kommen, Fehlt es auch an Mriginalen, so mangelt es doch nicht an Analogien. Wie schnell sind solche gemacht? Z. B. a) die moderne Schulverwaltung, die Volksschule, die Mittelschule — handelnde Personen, b) Ereignisse: Die Vorgängerin der ersteren wird in der zweiten Hälfte des j8. Jahrhunderts geboren und stirbt in einem Alter von etwa hundert Jahren, nachdem sie sich anno 1869 noch zu einer gewaltigen Kraftleistung emporgeschwungen hat; an ihre Stelle tritt eine junge Verwaltung. Ihr Kind heißt ZTTittcl-schule. Alle Sorge gilt ihm, alle Liebe und Treue. Das Aind aus erster Ehe muß darben; es wird beiseite geschoben, sich selbst überlassen. Eine Vorschrift mit unendlich vielen Punkten: das ist alles, was ihm beschert wird. Davon soll es leben. — Der Leser versteht mich: Unsere arme Volksschule ist die ältere Tochter, ist das pädagogische Aschenbrödel. Nie ist das so sehr hervorgetreten wie in den letzten zwei Jahren. Für die Mittelschulen wurden Enqueten gehalten, wurden neue Typen geschaffen, moderne Prüfungsvorschriften erlassen, Erleichterungen aller Art ins Werk gesetzt, Verordnungen über Verordnungen ins Land gesendet, auf daß die Uberbürdung, das scholastische Klassifizieren, das Tändeln mit nichtssagenden Stoffen, das Behelligen durch Pausaufgaben ein Ende nehme. Für die Volksschule fiel nichts ab. Das ist erklärlich: Die Volksschule, insbesondere die Volksschule des Bauers liegt jenen Kreisen, die zu sprechen und zu entscheiden haben, zu ferne, in der Erinnerung an jene Zeit, die wie ein Traumbild erscheint. Der perr ZT., dem ein gewichtig ZVort zusteht, läßt sein Söhnchen in den „Elementen" entweder daheim unterrichten oder er schickt es in die Nobelschule, wo die Mängel unseres Volksschulwesens nicht hervortreten. Kommt dann die ZITittelschule an die Reihe, ei, da klingt die Sache anders. Das „Fräulein" kann im Stoffe nicht mehr mithalten, ZlTama kommt bloß bis zur „Zweiten" und Papa, ach Papa, hat eben auch viel vergessen und bleibt bei der „Dritten" stecken; kaum das Alphabctagammadelta ist noch zu retten. Nun beginnt der Jammer in der Familie. Wer ist schuld an all dem Kummer? Die böse ZITittelschule. Schnell die Feder zur pand und in der Zeitung losgcdonnert I Der Zlrtikel kommt „von besonderer Seite", er wird Höherenorts gelesen und — beachtet. Die Klagen häufen sich. Da muß eine Enquete abhelfen. Sie kommt zustande und die Schere waltet. — Wesentlich anders verhält es sich bei -er Volksschule. Der Bauer nimmt nichts krumm, was etwa den Jungen beschweren oder den Lernerfolg behindern würde; der Bürger läßt „fünfe grad sein" oder vertröstet sich auf die Mittelschule; sie allein ist ja für die Zukunft des Knaben maßgebend. Die Abgeordneten nehmen das Wort „Volksschule" wohl häufig in den Mund, aber entweder nur dann, wenn es eine phrasenreiche programmrede gilt oder wenn ein politisches Interesse mit in Verbindung steht. Und die Lehrerschaft? Sie hat sich von der Schule zum Teil abwenden müssen, weil die Not zu anderen Zielen drängte. Unsere Organisationen, unsere Vereine, unsere Fachblätter müssen darauf bedacht sein, zunächst die Vorbedingungen zu einem gedeihlichen Wirken, ein entsprechendes Einkommen des Unterrichtenden, zu sichern. Was nützte es übrigens auch, wenn jene, die bloß im Dienste der Schule stehen, sich regten? Würden bei der Mittelschule die Professoren allein zur Reform gedrängt haben, sie wäre sicherlich nicht oder doch wenigstens nicht so rasch gekommen. Aber weil die Eltern mürrisch wurden, kam ein neuer Geist in das System. — Damit ist der Weg zur Umgestaltung des Volksschulwesens gewiesen. An die verständigen Väter unserer Kinder müssen wir heran u. zw. mit dem Hinweise auf die Mängel und dem Vermerk, daß Reformen, wie sie der Mittelschule zuteil wurden, ja nichts kosten, also in gewissem Grade recht wohl auf die Volksschule übertragen werden könnte. Wir brauchen Lehrpläne, zeitgemäße Vorschriften für die Aufgaben, einen zeitgemäßen Aufbau der verschiedenen Schulkategorien und vieles, vieles andere. — Zurück zum Märchen! Soll die ältere Tochter dahinsiechen, jene Tochter, die des Vaters erste Freude war? Wie wird die zweite Tochter gedeihen können, wenn die Schwester, durch deren Hände das tägliche Brot erworben wird, mählich ihre Kraft verliert? Das Aschenbrödel im alten deutschen Märchen wird ans Licht gezogen und erlebt noch seinen Lohn? Möge das glückliche Ende auch dem pädagogischen Aschenbrödel beschicken sein! Pädagogische Splitter. 6.) Weil jeder einmal Schüler war, will jeder von der Schule 'was verstehen. 7.) Das Amt eines Volksschullehrers kommt mir manchmal vor wie ein Königtum, dessen Untertanen gute und böse Engel und dessen Minister und Thronstützen offene und geheime Anarchisten sind, die, wenn sie könnten, des Königs Palast in ein Zinshaus verwandeln würden. 8.) „Kinder“, erklärte die junge Lehrerin, „früher waren die Leute schrecklich abergläubisch und unaufgeklärt. So glaubten sie z. B., die Blindschleiche sei blind, die Fledermaus fresse Speck, der Totenvogel klopfe abends deshalb an ein erleuchtetes Fenster, um den nahen Tod eines Hausbewohners anzumelden; sie glaubten ferner an Hexen und schlossen aus dem Stande der Sterne auf die Zukunft eines Menschen.“ Sprach’s und ging hin, um sich von einer „konzessionierten Gedächtniskünstlerin“ aus den Linien ihrer Handfläche die baldige Ehe verkünden zu lassen. 9.) Sollte es wirklich Erzieher und Erzieherinnen geben, welche selbst noch nicht erzogen sind? Und gibt es tatsächlich Väter, welche zwar fremde, nicht aber ihre eigenen Kinder erziehen können? 10.) Unter Menschen ein Mensch, vor der Welt ein Mann, vor den Kindern ein Vater und vor dem Vater ein Kind. 11.) Amtsbrüder! Reißt der Schulglocke den Klöppel heraus, wenn sie von der — „Frau Oberlehrer“ geläutet wird! Ernst Jungmann. Schulhumor. 52. Die richtige Antwort. In der Elementarklasse wird das „i“ behandelt. Es werden Wörter mit „i“ gebildet: Igel, Iltis u. a. Der Lehrer fragt: „Weiß noch jemand ein Ding zu nennen, das ein „i“ enthält?“ Der kleine Ernst meldet sich besonders lebhaft, er muß jedenfalls das beste wissen: „Der Setzkasten.“ Eingesendet von K. L. Die erste Einführung in das Kartenverständnis — für Daasdorf am Etters berge. Vom Schulleiter K. Trautermann in Daasdorf bei Weimar. (Schluß.) Sind wir mit der Betrachtung des Ettersberges, der nächsten Einheit, die hinsichtlich der kartographischen Darstellung nichts Neues bietet, zu Ende, so zeichnen wir zuerst gemeinsam einen Durchschnitt von N nach S, durch Daasdorf gehend, durch das Heimatrelief (1 : 100.000); dann üben sich die Schüler selbständig darin. — Nun folgt die Lehnstedter Höhe. Das Ende des Ganges bildet die Betrachtung des Planes der Stadt Weimar, auf dem natürlich nur die wichtigsten Straßen und allbekannte öffentliche Gebäude aufgesucht werden. Jeder Schüler hat einen Plan der Stadt Weimar in den Händen; ein großer Plan ist vom Lehrer gezeichnet worden. * Es ist mit den vorstehenden Ausführungen wohl zur Genüge bewiesen worden, daß die erste Einführung in das Kartenverständnis an Gebilden der Heimat erfolgen muß. Nicht ein Idealschulhaus, sondern das vom Kinde besuchte, nicht eine Ideallandschaft, sondern die, in der das Kind lebt, auch nicht ferneliegende wirkliche Gebäude sind Ausgangspunkte. So richtig dieser Gedanke auch ist, so findet er doch nicht genügende Anerkennung, denn Idealschulhaus und -Landschaft sind noch dargestellt in den Atlanten von Keil und Riecke, Lehmann und Petzold (auf fünf Seiten), Gäbler, Hummel, Katz, Andree-Ruge, Bamberg, Debes, ferne Gebiete: Westalpen-Harms, Weichseldelta und Thüringerwald-Kühn und Peip, Jerusalem und Palästina-Schmidt, Harz-Debes, Niederwald-Andree-Ruge, Porta Westfalica-Lange-Dierke. Alle derartigen Einführungen sollten von den Lehrern ganz entschieden zurückgewiesen werden. Schulen in ebenen Gegenden sollten vom Hügel oder Berge, den man vom Heimatsorte aus in der Ferne sieht, — gut und genügend groß nachgebildet — ausgehen. Und wo dieser Weg nicht beschritten werden kann, mag man zum Ausgangspunkte einen merkwürdigen Berg wählen, den Hohenstaufen, den Drachenfels, den Marienberg in der Moselschlinge, oder irgend einen, aber nur einen wirklichen. Eines mag manchem Leser auffallen, daß fast nur geographische Beobachtungen auf den Ausflügen angestellt werden und wenig naturkundliche. Es gilt eben die Erfassung der geographischen Elemente und Erscheinungen, die eine innige Hingabe des Lehrers und des Schülers an diese Aufgabe erheischen. Die Zeit ist weit mehr ausgefüllt mit Hinweisen, Beobachtungen und Berichten über das Gesehene, als man in den Rahmen eines Aufsatzes fassen kann, ohne den Leser zu ermüden. Besonders denke ich da an die Behandlung der Meckfelder Hochebene. Sind Frage und Antwort einmal nicht notwendig, so tritt eine Ruhepause zur Besinnung und Sammlung ein; ohne sie würde der Schüler ermüden und der Unterricht weniger erfolgreich sein. Eben darum beschränkt er sich auf das eine Ziel. Naturkundliche Beobachtungen werden, soweit sie nicht als Hausaufgaben gestellt sind, auf Gängen gesammelt, die eigens diesen Zwecken dienen. Freilich werden charakteristische Vorgänge in der Natur, die sich auf heimatkundlichen Ausflügen deutlich zur Beobachtung darbieten, sich gleichsam aufdrängen und zu anderer Zeit schwer oder gar nicht zu beobachten wären, nicht unberücksichtigt gelassen, z. B. das Lagern des Nebels in den Tiefen, wie umgekehrt ein Gang zum Zwecke der Naturbeobachtung auch Geographisches beachtet, z. B. das Lagern des Schnees am Inselberge zur Zeit, da der Frühling schon längst Einzug bei uns gehalten hat. Aber betont sei nochmals: Das Ziel des Unterrichtes ist gewissenhaft im Auge zu behalten. Natürlich kann die Mittelstufe nur in die Hauptelemente der Karte eingeführt werden. In der Oberstufe werden von Fall zu Fall neuauftretende Elemente erklärt, ich nenne besonders die schiefe Beleuchtung, in der wir auf unserer Kuhnertschen Karte Deutschland dargestellt sehen, die Karte über Volksdichte, die ich an der Hand der Heimatkarte erkläre, die Isothermen, die Merkatorkarte. Wieder möchte ich bitten, hier niemals zu einem Plane oder Relief der geographischen Grundbegriffe zu greifen. Es ist nur zu bedauern, daß solche unsinnige Lehrmittel immer noch erscheinen. Was z. B. eine Insel ist, kann man an Helgoland oder einer friesischen Insel besser und eindrucksvoller zeigen als an einem solchen „Tableau“. Nur immer Konkretes, das schafft Leben! Es ist ein mühsamer Weg, den ich zeigte. Aber daß er zum Ziele führt, sehe ich daran, daß die Schüler imstande sind, Durchschnitte durch Landstriche, Länder und Erdteile, Stromgebiete zu zeichnen und Reliefs selbständig aufzubauen. So wurden gebaut: Die oberrheinische Tiefebene, Vorderindien, Afrika, Südamerika. Ein aus der Schule entlassener Schüler baute selbständig im Elternhause ein ganz ausgezeichnetes Relief vom Schwäbischen Jura bei Urach, ein anderer ein Relief zur Schuireise nach der Rudelsburg, ein militärpflichtiger Bursche das Schlachtfeld von Spichern. — Möchten mir recht viele der Leser auf dem gezeigten Wege folgen! Nachbemerkung: Hiemit erscheint die gehaltvolle Anleitung des Herrn Kollegen Trautermann abgeschlossen. Die geehrten Leser werden gut daran tun, jetzt, da die Welt als buntes Relief vor uns liegt, hinauszuziehen und der Jugend die traute Heimat zu erschließen. D. Sch. 18. Frage. Soll der Lehrer mit seiner Klasse aufstcigen oder mehrere Jahre in derselben Klasse öleiöen? Eine Frage, die schon viel erörtert, aber noch nicht zuende geführt wurde. Es hat die Zeit mit ihren Forderungen sie wieder aktuell gemocht. Die Beantwortung wird dermalen wesentlich anders ausfallen wie vor etwa zwanzig Jahren. Man muß, will man „zeitgemäß" urteilen, alle Umstände, wie sie gegenwärtig bestimmend wirken, in Rücksicht ziehen und darf die Entscheidung nicht rundweg treffen. Wir wollen Gründe u. zw. Gründe, die nach der psychologischen und praktischen Seite „imponieren". — Die 18. Frage sollte schon auf das Schuljahr 1910/11 wirken. _____________ S’ Huamatli! (Von einem Ausgewanderten.) Huamatli, Huamatli, i hon die so geara, Wönn i an Londsmonn sich, kannt i fast reara (weinen). Huamatli, Huamatli, d’ Frömd ischt a Trug. Was’ s’ mar d’rzöhlt hoaba, ischt oallas nu Lug. Huamatli, Huamatli, i dönk oft an di; An mei sealaguats Muatarli, ans Dearfli am Ni (Inn). Huamatli, Huamatli. um a paar Groscha Galt (Geld). Hon i diar da Rugga keahrt, bin in d’ weit Walt (Welt). Huamatli, Huamatli, s’ ischt kua Landli wia du! Und i hon di verloassa, i ungroatnar Suh (Sohn)! Huamatli, Huamatli, und söts numraa sei(n), Daß i di no amoal söchat, so tua mar’s verzeich(n). Die Lehrstoffverteilung für den Realienunterricht an einklassigen Volksschulen. (Folge 72 und 73.) Nach dieser Lehrstoffverteilung werden in Geographie und Geschichte die 2. und 3. Abteilung vollständig getrennt unterrichtet, Naturgeschichte wird gemeinsam behandelt und nur nach der Devise „Einzelobjekt für die zweite, Familie, Art oder Gruppe für die dritte Abteilung“ entsprechend angepaßt; Naturlehre, hier Naturkunde genannt, hat nur die dritte Abteilung, ist für die zweite lehrplanmäßig nicht vorgeschrieben. (Der Niederösterreicher versteht unter Naturkunde Naturgeschichte und Naturlehre.) — Geographie zeigt für die zweite Abteilung alljährlich den gleichen Vorgang, vom Schulzimmer ausgehend, bis zur vollständigen Kenntnis des Bezirkes führend. Die dritte Abteilung hat zweijährigen Turnus: a) Himmelskunde, Landkarte, Erdoberfläche, Erdteile, Europa und Staaten, Österreich-Ungarn übersichtlich; b) Landkarte, Österreich-Ungarn, Kronländer, einzeln und eingehend, Mitteleuropa, Europa und Erdteile übersichtlich. Geschichte enthält für die zweite Abteilung: Entstehung und Geschichte des Heimatsortes, Sagen des Heimatsortes und der Umgebung sowie des Bezirkes, Erzählungen von den Babenbergern und Habsburgern, welch letztere Gruppe eine zweijährige Abwechslung erfahren kann. Die dritte Abteilung zeigt zweijährigen Turnus mit chronologischem Vorgang, bei unseren Vorfahren beginnend und bis zur Gegenwart führend. Naturgeschichte ist für die zweite und dritte Abteilung gemeinsam, zeigt dreijährigen Turnus, jedesmal Vertreter des Tier- und Pflanzenreiches und in einem Turnus das Wichtigste vom Menschen und Mineralreiche enthaltend. Naturlehre, nur für die dritte Abteilung vorgeschrieben, weist zwei Turnusse auf mit alljährlich gleicher Einleitung (Körper, Arten, Ausdehnung, allgemeine Eigenschaften) und Trennung in a) Wärme, Mechanik, Licht, b) Chemie, Schall, Magnetismus, Elektrizität. Diese Lehrstoffverteilung für Realien hat ein freudiges Gefühl in meiner Brust ausgelöst. Ich habe mir nämlich für meine zweite Klasse unserer zweiklassigen Volksschule, die ich nun schon über zehn Jahre führe, mit großer Mühe, nach jahrelangem Überlegen und Studieren auch Realien-Lehr-pläne oder Lehrstoffverteilungen zurechtgelegt; eigentlich sind sie so ganz von selbst aus der Praxis erwachsen und nun sehe ich, ich bin fast auf denselben Weg gelangt, wie ihn obige Stoffverteilung vorschlägt Die zweite Klasse zweiklassiger Volksschulen enthält die Schuljahre vier bis acht in drei Abteilungen, die laut Lehrplan im Realienunterrichte verschieden zusammengezogen erscheinen, nämlich in Geographie, Naturgeschichte, Geschichte die erste und zweite Abteilung in eine Gruppe, die dritte Abteilung als zweite Gruppe; in Naturlehre bilden die zweite und dritte Abteilung eine Gruppe. Daran habe ich mich aber nie gehalten. Geographie (wöchentlich eine Stunde) wird wie in obiger Lehrstoffverteilung in zwei Teile geteilt, die erste Abteilung (4. Schuljahr) allein für sich, die zweite und dritte Abteilung (5. bis 8. Schuljahr) als zweite Gruppe. Die erste Abteilung hat alljährlich den gleichen Gang, Schulzimmer, Sch ul haus, Heimatsort, Bezirk, Heimatland. Die zweite und dritte Abteilung hat den Stoff in zwei Turnusse geschieden: a) Heimatland, Österreich-Ungarn mit Kronländern (einzeln und eingehend), Europa übersichtlich. b) Heimatland, Österreich-Ungarn übersichtlich als Ganzes, die Staaten Europas, Globus, Planigloben, Erdteile, Erde als Himmelskörper. (Dazu bemerke ich, daß mir eine wöchentliche Geographiestunde unbedingt zu wenig ist, ich daher, ohne erst zu fragen, es so gemacht habe: Mittwoch Nachmittag erste Stunde Geographie, zweite Stunde Zeichnen; es werden immer anderthalb bis zwei Stunden für Geographie genommen; eine Stunde die erste, eine die zweite und dritte Abteilung. Es ist wohl vorschriftswidrig; aber meinen Schülern nützlich. Also nur nicht ängstlich sein 1) Geschichte, Naturgeschichte und Naturlehre (je eine wöchentliche Unterrichtsstunde) nehme ich stets mit der ganzen Klasse gemeinsam. Die Geschichte schreitet, bei „Unser Heimatland in alter Zeit“ und „Die alten Deutschen“ beginnend, chronologisch bis zu unserer Gegenwart vorwärts, wahrt stets den Zusammenhang, wechselt nur die ausführliche Behandlung der Einzelkapitel. Naturgeschichte und Naturlehre zeigen vierjährige Turnusse. Sie kristallisierten sich im Laufe der Jahre von selbst aus der Praxis heraus. Als Grundlage zur Auswahl dienten mir bei den alljährlich gemachten Voranschlägen Wegzwaldas Lehrgänge, eine Instruktion für den Realienunterricht, erhalten von unserem Herrn k. k. Bezirksschulinspektor, dann unsere Lesebücher, sowie die Rücksichtnahme auf Orts-, Heimats- und Landesverhältnisse und praktischen Wert. (Fortsetzung folgt.) Randbemerkungen. c) Zum Artikel: Die kranke Stadtschule (Folge 76). Ein Gymnasialprofessor aus Wien, ein Bürgerschullehrer aus Linz und ich kamen über Schulverhältnisse ins Gespräch. Der Gymnasialprofessor schob die Schuld schlechter Erfolge in den Unterklassen der Mittelschule hauptsächlich auf die Volksschule. Ich wehrte manchen Angriff ab, mußte aber zugeben, daß gerade in Wien den kleinen Studenten Selbständigkeit und die Fähigkeit, vernünftig zu lernen, fehlen könne. Ich hob die Vorteile des Abteilungsunterrichtes in den Landschulen und die damit verbundene Erziehung zur Selbständigkeit hervor. Der Bürgerschullehrer stimmte mir bei und besprach die Notwendigkeit des Abteilungsunterrichtes für Stadtschulen in ganz ähnlichem Sinne, wie dies unter obigem Titel vom Schriftleiter ausgeführt wurde. Bei dieser Gelegenheit stellte er der Landschule ein schönes Zeugnis aus mit den Worten: „Unsere besten Schüler sind vom Lande. Sie sind unser Aufputz.“ , Otto Lutz. d) Zum Artikel: Lehrerinehe (Folge 75). „Die Schwerter schleifen!“ heißt es im Briefkasten; das meinige ist längst bereit. Noch hat der Kampf nicht begonnen, aber ich freue mich darauf. Ich bin begierig zu erfahren, ob viele Kolleginnen so denken wie ich, die ich eine Gegnerin der Lehrerinehe bin. Ich habe vielleicht vom Lehrberuf und von der Ehe eine zu ideale Auffassung. Unser eigentlichster Beruf, den Natur und, hieraus folgernd, Veranlagung dem Weibe vorschreibt, ist die Ehe, die Mutterschaft. Und hat ein Weib diesen Beruf nicht ergriffen, — es nicht wollte, konnte oder durfte — und hat es den Lehrberuf erwählt, so hat jener unwiderstehliche Drang, Kinder um sich zu haben, sie zu erziehen und zu lehren, ihnen Mutterliebe teilweise zu ersetzen, das Weib dazu getrieben. Versteht nun eine Lehrerin, was Ehe und Lehrberuf fordern, so kann sie unmöglich beide in sich vereinen. In der Ehe ist die Frau des Mannes Kamerad — ein Mann steht in geistiger Hinsicht höher und wird gewiß eine Frau zu sich allmählich emporziehen —, sie ist aber auch Hausfrau. Wieviel ein gut geleiteter Haushalt fordert, weiß ich selbst sehr gut, da ich ihn — wenn auch nur für drei Personen — leitete. Der Wunsch jedes Weibes ist es, ein Kind zu besitzen. Ich glaube aber, die zweifache Pflicht der Frau erfüllen ein Leben Tag und Nacht vollständig. Wie sagt doch Schiller: „Sie ruhet nimmerI“ Kann man Frau und Lehrerin zugleich sein? Der Lehrberuf ist doch kein schablonenhaftes Stundengeben; er ist ein heiliges Erziehungsamt, er ist die Ursache steten Strebens in der Fortbildung, er ist das Band, das uns die Volksseele nahe bringt und unser ganzes Wesen durchtränken muß. Ich glaube, im Innersten muß mir eine Kollegin, die Lehrerin und Frau ist, recht geben, wenn ich sage: „Zwei Herren kann niemand zugleich dienen.“ Der Mann ist der Ernährer, nicht der Ernährte; Sorgen und Pflichten gibt es auch ohne Kindersegen, und — ein wunder Punkt — Nebenverdienst wünschen, ist Egoismus, der sich an fremden Kindern und an der eigenen Familie versündigt. Diese Zeilen mußten geschrieben werden. Md. Kominek, Lehrerin. Schulhumor. 53. Rechtschreibfehler. Der Lehrer diktiert: Manchmal kommt ein Gewitter mit Donner und Blitz. Der Schüler schreibt: Manchmal kommt ein Gebieter mit Donner und Blitz. Eingesendet von Karl Lax. Zur Reform des Handarbeitsunterrichtes. Von Hermine Pokorn, Lehrerin in Eggenberg bei Graz. Auf allen Gebieten des heutigen Volksschulwesens ist das Streben nach Anpassung an die Erfordernisse des Lebens zu bemerken. Besonders nötig ist dies bei dem Handarbeitsunterrichte der Mädchen. So sehr sich auch Lehrerinnen und Schülerinnen abmühen, so ist das Ergebnis am Ende des achtjährigen Schulbesuches in vielen Fällen nahezu ein klägliches. Die Mädchen sind zwar mit einer Reihe von Techniken mehr oder weni'ger gut vertraut gemacht worden, vermögen aber nicht, sie selbständig zu verwerten. Wir sollen die Mädchen jedoch für das Haus und für den Erwerb tüchtig machen. Wohl hat man diesen Fehler schon eingesehen, hat aber, um Abhilfe zu schaffen, das Kind mit dem Bade ausgeschüttet, indem man das spezielle Studium der verschiedenen Techniken an Übungstüchern ganz aus der Schule hinausweist und die Kinder gleich an praktischen Gegenständen in die Fertigkeit einführen will. Damit erreicht man, daß das Kind zwar imstande wäre, Gebrauchsgegenstände herzustellen, wenn es nur die betreffende Technik beherrschen würde. Es ist gerade so, als wenn man einen Schüler durch Darbietung zahlreicher praktischer Aufgaben in die Geheimnisse des Einmaleins einweihen wollte, statt ihm dasselbe vorher beizubringen und dann erst zur Anwendung desselben zu schreiten. Die Techniken an Übungstüchern zu lehren, erscheint mir unentbehrlich, muß aber mit Rücksicht auf die geringe Zahl der Arbeitsstunden auf das Mindestmaß eingeschränkt weiden. Die früher üblichen, langen Musterbänder sind mithin zu verwerfen, da ihre Anfertigung zu zeitraubend ist, obwohl sie entschieden erziehlichen Wert besitzen. Sie fordern Geduld und Ausdauer; auch darf man ihnen Hebung des Formensinns und vor allem Förderung der Geschicklichkeit nicht absprechen. Stünde uns die dreifache Zeit zur Verfügung, würde ich mich für sie einsetzen. So aber müssen wir uns mit dem knappen Erlernen der einzelnen Arbeitsarten begnügen, um die nötige Zeit für die Lösung praktischer Aufgaben zu gewinnen. Solche Zeitersparnis erreichen wir aber auch dadurch, daß wir die Kinder, statt sie wie bisher mit so vielen verschiedenen Techniken bekannt zu machen, nur in einige wenige einführen und die dadurch erübrigte Zeit zur praktischen Verwertung benützen. Da muß zunächst die Frage erörtert werden: Welche Gebrauchsgegenstände sollen die Kinder anfertigen und welche Techniken müssen daher gelehrt werden? Da die Mehrzahl der unsere Volksschule besuchenden Mädchen unbemittelten Familien entstammt, so ist es klar, daß wir bei der Auswahl der Kenntnisse und Fertigkeiten, die wir den Schülerinnen ins Leben mitgeben, vor allem jene Anforderungen berücksichtigen, welche in einfachen und ärmlichen Familien an die Frau herantreten. Was ist also einem solchen Mädchen, dessen Devise: „Spare, wo du kannst,“ lautet, unbedingt zu können nötig? Ein solches Mädchen soll imstande sein, die im kleinen Haushalte erforderliche Wäsche und einfache Kleidungsstücke selbst herzustellen. Dadurch wird mehr Geld erspart, als man gemeiniglich annimmt. Gekaufte Wäsche ist größtenteils aus wenig haltbaren Geweben verfertigt und als Dutzendware entsprechend flüchtig gearbeitet. Wird aber die Wäsche zu Hause gemacht, so hat man zudem den Vorteil, daß man vorhandene Stoffreste aufbrauchen kann, was den Materialpreis bedeutend verringert. Noch viel wichtiger aber ist es, das bereits Vorhandene möglichst lange zu erhalten, um jede Auslage tunlichst weit hinauszuschieben. Mithin ist das Stopfen und Einstückeln von Wäsche- und Kleidungsstücken von größter Bedeutung. So ist uns das Ziel gegeben, das wir im Arbeitsunterrichte erreichen sollen. (Herstellen und Ausbessern sämtlicher im kleinen Haushalte vorkommender Wäsche-und Kleidungsstücke.) Legen wir uns die Frage vor, ob dies bisher auch erreicht wurde, so müssen wir mit einem entschiedenen „Nein!“ antworten. Der Unterricht ist, wie er heute betrieben wird, also verfehlt, nachdem die Mädchen zwar allerlei Dinge, die sie entweder gar nie oder nicht notwendig brauchen, verfertigen, aber nicht die im praktischen Leben erforderlichen Handarbeiten lernen. Im Nachstehenden soll nun der Versuch gemacht werden, im Rahmen der vorgeschriebenen Lehrpläne für den Arbeitsunterricht einen Weg auszumitteln, der schneller zum Ziele führt, als es bisher der Fall war. Von besonderer Wichtigkeit ist es vorerst, bei Vorführung einer Technik bis zum Erlernen derselben strengen Massenunterricht einzuhalten. Die so beliebte Methode, einem Kinde nach dem ändern „weiter" zu zeigen, bringt es mit sich, daß wohl einige talentierte Schülerinnen ziemlich viele Arbeiten liefern, die Mehrzahl aber zu wenig lernt. Für von Natur aus faule Kinder schafft diese Art der Unterrichtserteilung ein wahres Dorado, indem sie sich viele Stunden hindurch den Augen der Lehrerin entziehen können, weil diese von den Eifrigen derart in Anspruch genommen wird, daß sie gar nicht Zeit findet, sich um die Faulpelze zu kümmern. Bei der Art des Massenunterrichtes, wie ich ihn gelegentlich einmal erläutern werde, sind derartige Dinge ausgeschlossen. Die nächstwichtige Frage ist, womit dieser Unterricht begonnen werden solle. Der Zweck der ersten Arbeiten ist es, die ungeschickten Händchen der Kleinen gefügiger zu machen. Selbstverständlich wird man mit dem Leichtesten beginnen. Dies ist erfahrungsgemäß das Häkeln; beim Stricken fallen den armen Kleinen fortwährend die Maschen herunter, so daß die halbe Unterrichtszeit mit dem Ausbessern der entstandenen Schäden vergeudet wird. Auch schreitet eine Strickerei bei allem Fleiße immer nur langsam vorwärts, viel zu langsam für die Ungeduld der emsigen Kleinen, die ihre Arbeit rasch wachsen sehen möchten. Auch in dieser Hinsicht ist also das Häkeln dem Stricken vorzuziehen. Einige Reformer meinen, am besten sei es, die Mädchen zuerst mit kleinen Näharbeiten zu beschäftigen. Man läßt Dinge anfertigen, wie Tintenwischer, Nadelkissen usw., also lauter Sachen, die man brauchen kann. Dies hat für den ersten Augenblick etwas Bestechendes. Ernst zu nehmen sind solche Arbeiten aber nicht, als ob sie vielleicht zum Erlernen der Nähtechnik führen könnten. Diese ist gewiß die schwierigste und gehört unbedingt in die oberen Klassen. Auch arbeiten die Kinder bei diesen Nähereien ohne Fingerhut und haften die Nadel, da sie geradeaus auf-und abstechen, senkrecht, ganz am obern Ende, statt in der beim ordnungsgemäßen Nähen üblichen Weise. Sie gewöhnen sich bei diesen Arbeiten eine ganz falsche Nadelhaltung an, die später nur sehr schwer abzugewöhnen ist. Man beginne also unbedingt mit dem Häkeln. Da es aber im praktischen Leben nicht unentbehrlich ist, so widme man ihm nicht zuviel Zeit. Ein halbes Jahr genügt vollkommen, den Kindern die Elemente des Häkelns zu vermitteln und auch den einen oder ändern Gegenstand (Einsatz, schmale Spitzen oder dergl.) anfertigen zu lassen. Es ganz aus der Schule zu streichen, empfiehlt sich nicht, da die einfachen Leute diese Arbeit sehr lieben und es, wie schon früher erwähnt, die Einführung in die Nadelarbeiten am besten vermittelt. Im zweiten Halbjahre nehme man die glatte und die verkehrte Masche vor, so daß die Kinder nach zweckdienlichen Übungen im 3. Schuljahr bereits zu Weihnachten mit dem Strumpf beginnen können. Die erwähnten Übungen läßt man an einem Strickfleck machen u. zw. in einer Weise, daß alle am Strumpf vorkommenden Strickarten (2 gl., 2 v.; Fersenmuster, gl. und verk. Abnehmen; englische Masche usw.) vertreten sind. Zwar haben in der Stadt die Stickmaschinen vielfach die handgearbeiteten Strümpfe verdrängt, aber auf dem Lande, besonders bei den Bauern sind sie noch gang und gäbe. Für Stadt- und Landkinder gleich notwendig ist das Stricken der Strumpftritte. Im vierten Schuljahre beginnt man zur Einführung ins Nähen mit dem Merktuch. Man lasse aber nur die bekannten drei unumgänglich nötigen Vorübungen machen und ein großes Alphabet, das den Landleuten als Vorlage zum Merken ihrer Wäsche dienen kann. Dann schreite man sofort zur Einübung der Stricharten, ebenfalls auf Stramin oder Kongreß. Das eigentliche Nähtuch kann dadurch entfallen, da die Anwendung der bereits vollständig erfaßten Stricharten gleich zur Herstellung eines Gegenstandes führen kann (z. B. Pompadour, Schulsack usw.). Besonders streng dringe man auf nettes Vernähen und Einnähen des neuen Fadens. Den Abschluß in diesem Jahre bilde das Säumen von Sacktüchern. Als Nebenarbeit lasse man Strümpfe anstricken, (entweder ganze Tritte oder Käppchen). Sobald die Mädchen bis zu Beginn des fünften Schuljahres derartig vorbereitet sind, ist es sehr leicht möglich, sie in den noch folgenden Schuljahren gründlich in das Nähen, Stopfen und Flicken der Wäsche einzuführen, ln drei bis vier Jahren läßt sich trotz der knapp bemessenen Arbeitsstunden doch viel leisten, so daß die Mädchen wirklich tüchtig fürs Haus und für den Erwerb die Schule verlassen. Wird aber die Zeit bis zum fünften Schuljahre mit unnotwendigen Dingen vertrödelt, so reicht sie für eine ordentliche Ausbildung nicht mehr hin. Die Erörterung, wie man nun den eigentlichen Näh-, Stopf- und Flickunterricht (Einstricken der Strümpfe geht nebenher) zweckmäßig gestalten könne, sei einem späteren Zeitpunkte Vorbehalten. Etwas über die Berufskrankheiten des Lehrers. Eine der in der Neuzeit am häufigsten auftretenden Berufskrankheiten der Lehrer ist die Neurasthenie. Mit Neurasthenie bezeichnet man eine allgemeine Nervenschwäche, in schweren Fällen auch Nervenerschöpfung, bezw. Erschöpfung der Nervenkraft. Krankheitsbild und Krankheitserscheinungen: Die von dieser Krankheit befallenen Menschen zeigen zunächst in ihrem Wesen eine gewisse Aufregung und Gereiztheit, die schließlich in einen dauernden Erregungszustand übergehen kann. Dazu kommen allerhand hypochondrische Gedanken und Angstvorstellungen, die den Patienten nicht mehr zur Ruhe kommen lassen. Sehr oft macht sich auch eine gewisse Gleichgültigkeit bemerkbar, so daß der Betreffende alles Interesse an seiner Umgebung verloren zu haben scheint. Es bereitet ihm nichts mehr Freude; er befindet sich ewig in einer niedergeschlagenen Stimmung. Dazu kommen alle möglichen subjektiven Empfindungen, Kopf- und Rückenschmerzen, Herzklopfen, Blutwallungen, Schwäche in den Beinen, so daß schon nach einem kurzen Spaziergange starkes Ermüdungsgefühl auftritt. Fast immer besteht auch Appetitlosigkeit, die mit mancherlei Verdauungsstörungen verbunden ist, und Schlaflosigkeit. Die mangelnde Nachtruhe und die schlechte Ernährung bringen den Organismus gar bald herunter, so daß auch das Aussehen des Patienten fast immer ein schlechtes ist. In schweren Fällen bemächtigt sich der Erkrankten ein hoher Grad von Mutlosigkeit und von Lebensüberdruß, der wieder Selbstmordgedanken hervorruft. Die Krankheit geht in den meisten Fällen in die chronische Form über und zieht sich oft viele Jahre oder auch das ganze Leben hin. Jede Einseitigkeit der Arbeit nützt auf die Dauer die Nervensubstanz in hohem Grade ab. So leiden besonders die Lehrer, die jahraus, jahrein immer dasselbe Pensum durcharbeiten und in ihrem Unterricht von den gegebenen Vorschriften nie abzweigen dürfen, besonders häufig an nervösen Störungen, die sich sehr leicht zur Neurasthenie ausbilden können. Unser Organismus verlangt außer der notwendigen Ruhe und Erholung noch nach einer gewissen Abwechslung der Tätigkeit. Der Lehrer soll daher nach einem wohldurchdachten Arbeitspläne seinen Schultag verbringen. Nach den Schulstunden soll er unbedingt täglich und bei jedem Wetter eine Bewegung im Freien ausführen. Zielbewußte Turnübungen an und mit Geräten, Laufen, Springen, auch Stabspringen, Schwimmen, Schlittschuhlaufen und andere Wintersportarten soll er pflegen. Überdies soll er je nach Lust und Geschmack Gärtnerei, Drechslerei, Tischlerei, Schlosserei, Schniz-zerei, Modellieren, Malen und Zeichnen betreiben. Jagd und Fischerei sind auch ein gutes Mittel zum Zweck. Die Lektüre soll er nur als Erholung nach körperlicher Anstrengung betreiben. Unbedingt ist aber beim Lehrer notwendig, daß er auf drei oder vier Wochen vollständig ausspannt und in die Fremde wandert. Zu diesem Zwecke soll er im Hause oder in Gemeinschaft mit Kollegen eine Reisekasse führen, um im Laufe des Schuljahres das notwendige Reisegeld zusammenzusparen, und er soll dem Lehrer-Touristenklub beitreten, um auf seinen Reisen Begünstigungen teilhaftig zu werden. — Aber der Lehrer soll auch während des Jahres vernünftig leben und sein Körpergewicht unter Kontrolle halten. Dies gilt besonders dann, wenn man das Verfetten des Körpers hintanhalten will. Das Fett wird im menschlichen Körper durch den Sauerstoff in Kohlensäure und Wasser zersetzt. Wird es in großer Menge dem Körper zugeführt, so wird es dort abgelagert, besonders bei starkem Alkoholgenuß, bei geringer körperlicher Bewegung und bei Blutarmut. Und ein verteuerter Körper ist der Empfangssalon für alle Arten von Krankheitserregern. F. Zdarsky. Johannisnacht. (Skizze aus dem Leben eines Lehrers.) ’s war wieder Johannisnacht. Hoch auf den Bergen loderten ungezählte Sonnenwendfeuer und von den waldbekränzten Höhen herab ertönte der Gesang froher Burschen und Mädchen. Der kühle Nachtwind trug ihn durch das offene Fenster in das Zimmerchen des kranken Lehrers, der im alten, ehrwürdigen Lehnstuhle saß und sinnend hinaus sah in die sternenhelle Sommernacht. Alle Jahre war er hinauf auf die Berge gegangen und hatte sich an dem fröhlichen Treiben der Menschen erfreut. Heuer fesselte ihn eine schwere Krankheit an das Zimmer. Ein stiller Seufzer entrang sich seiner Brust; der Kranke lehnte sich zurück in die weichen Kissen.-------- Reges Leben herrscht während des Tages in der herrlichen Donaustadt K. Geschäftig eilen die Menschen hin und her und tausend Hände arbeiten heute fleißiger als sonst. Am Abend aber wandern die Leute aus der Stadt hinaus ins Freie. Alt und jung, groß und klein, noble Herren und feine Damen gehen neben dem Arbeiter, neben Dienstmädchen ruhig dahin, lachen, scherzen und freuen sich des Lebens. Je mehr sich die Nacht herabsenkt, je dunkler es wird, desto mehr Spaziergänger wandeln hinaus und wollen sich an der zauberreichen Schönheit einer herrlichen Johannisnacht erfreuen. In der Stadt aber ist es ruhig geworden. Ganz abseits von der Menschenmenge schreitet langsam ein junger Mann dahin. Wehmütige Gedanken erfüllen heute seine Seele, eine heiße Sehnsucht nach den Bergen, nach den waldbekränzten Höhen, von denen er herabgekommen, brennt in seiner Brust. Er denkt zurück an die goldene Tage seiner Kindheit und Bilder aus jenen Zeiten ziehen an seinem geistigen Auge vorbei. Der Jüngling, der noch in diesem Jahre hinaustreten soll in das feindliche Leben, der ein Lehrer und ein geistiger Führer seines Volkes werden soll, sieht sich als fröhlichen Knaben, wie er mit Eifer und Begeisterung im Walde dürres Reisig sammelt. Mehrere Kameraden eilen geschäftig herbei, ziehen die Äste und Zweige zum Wagen hin, laden das Reisig auf, spannen sich selber vor und lustig geht es dahin. Der junge Mann sieht den Reisighaufen, der dann später angezündet werden soll, immer größer und höher werden, er sieht sich herumtummeln zwischen zahlreichen Feuern, der Holzhaufen wird angezündet, die Flammen schlagen himmelhoch empor, wabernde Lohe hüllt ihn ein und leuchtet weit hinein ins dunkle Land; er sieht den sprühenden Regen, dessen Funken an Glanz wetteifern mit den Sternlein. Der Träumer sieht den Reisighaufen Zusammenstürzen, er hört das Krachen, Prasseln und über das verlöschende Feuer springen Burschen und Mädchen. — Ehe es der Studiosus merkt, hat er die Donauauen durchschritten und ist auf dem großen Platze, der sich längs des einen Donauufers ausbreitet, angekommen. Ein dichter Menschenschwarm wogt hin und her; die Leute erfreuen sich an den Schönheiten der herrlichen Johannisnacht. Zahlreiche Schifflein, mit buntfarbigen Papierlampen behängen, gleiten auf den Wellen des Donauarmes dahin und auf den Wassern des breiten Stromes eilen gespensterhaft qualmende Dampfschiffe vorbei. Die Wellen schlagen klatschend und schäumend an die steinigen Ufer. Bald aber beruhigen sie sich wieder und murmelnd erzählen sich die Wasser von längst verrauschten Zeiten, von Generationen, die schon längst verschwunden, von Menschen, die seit Jahren im Grabe modern, von manchem Herzen, das in den Wellen Erlösung suchte und fand; sie erzählen sich von manchem herben Weh und Leid. Und dem jungen Manne ist es, als verstünde er die Sprache der Wasser, als sähe er die Donaunixen, wie sie ihm winken, in ihren Kristallpalast zu kommen. Leise Musik tönt an sein Ohr, von den rebbehangenen Bergen schallt fröhliches Jauchzen hernieder und zahlreiche Feuer senden ihren hellen Schein herab ins herrliche Donautal. Die zerfallenen Ruinen, ehrwürdige Zeugen heiterer und banger Tage, sind in feurige Glut getaucht, das Kloster, das hoch auf dem Berge steht und stolz hineinblickt weit in die gesegneten Lande, das gegenüberliegende Städtchen scheinen in Flammen aufzugehen. Die eherne Brücke, die sich über dem Strome wölbt und von mächtigen Quadersteinpfeilern getragen wird, erglüht im wechselnden magischen Lichte. Die Menschen, die munter plaudernd hin und her spazierten, bleiben plötzlich stehen und blicken stromaufwärts. Staunend betrachten sie das herrliche Schauspiel, das schöne Bild, das sich vor ihren Blicken entrollt. Glühende Lava, brennende Wasser strömen heran. Immer näher und näher kommen sie, die tausend Lichtlein, die, von den Wellen des Stromes getragen, weiter eilen; je näher sie sind, desto mehr verteilen sie sich und bedecken bald die breite Donau. In weiter Ferne vereinigen sie sich wieder und entschwinden dann den Blicken der Menschen. Gar manches Licht wird auf seinem Wege von den Wassern verschlungen, just, wenn es am schönsten leuchtet. Grad wie so manches hoffnungsvolle Menschenleben! Versunken in Gedanken, vertieft in Erinnerungen aus seiner Kindheit, Luftschlösser für seine Zukunft bauend, geht langsam der junge Mann dahin und betrachtet all die Schönheiten, all die Pracht, die er zwar bewundert, die ihn aber nicht recht erfreuen kann, denn alles kommt ihm zu gekünstelt vor gegen die natürliche Schönheit einer herrlichen Johannisnacht in seiner Heimat, hoch droben in den Bergen. „So versunken?“ — eine weiche Stimme, eine Stimme, die er immer so gerne gehört. Erschrocken blickt der junge Mann auf. Vor ihm steht Hilde. — Ganz abseits von der Menschenmenge sind nun zwei glückliche Menschen. Mit seinen Armen umschlingt der Mann die schöne Gestalt des jungen Mädchens. „Hilde, sei mein!“ bittet er und küßt das Mädchen .... „Du Träumer, du, wie kannst du nur so sinnen 1“ Erstaunt sieht der Kranke auf. Er sieht in die treuen Augen seines besorgten Weibes, in die Augen Hildens. „Ach, wie schön war doch der Traum von der Johannisnacht!“ — Heinr. Kurz. Lose Gedanken. 18. Vortrag oder Vorlesung? Nicht selten hört oder liest man ein abfälliges Urteil über den Wert unserer Vereinsversammlungen und Bezirkslehrerkonferenzen. Die Ursache mag in dem Umstande liegen, daß bei diesen Beratungen im gewissen Sinne eine Art Disziplinlosigkeit vorherrscht, die sich als Plaudern und Saalflucht äußert. Es sei hier nicht weiter untersucht, durch welche Mittel sie vom Einzelnen in harmlosester Weise ausgeübte Rücksichtslosigkeit zu bekämpfen wäre, sondern es soll eine weitere Ursache der Geringschätzung der amtlichen und freien Versammlungen beleuchtet werden. Es ist dies die Art, wie die Tagesordnung behandelt wird. Auf derselben ist von „Vorträgen“ die Rede, in Wirklichkeit werden aber häufig bloße „Vorlesungen“ gehalten. Gewiß haben letztere manche Vorzüge gegenüber den Vorträgen. Ihre Ausdrucksweise ist fehlerfrei, ihr Inhalt lückenlos. Wenn aber auch der freie Vortrag sprachlich nicht ganz fehlerlos, inhaltlich vielleicht etwas lückenhaft sein mag, so hat er doch gegenüber der Vorlesung viele Vorzüge. Der Lesende verfällt leicht in den Fehler, zu schnell zu lesen und so die Auffassung des Inhaltes unmöglich zu machen; die Auffassung einer Vorlesung ist weiters einerseits wegen des umständlichen Satzbaues und der höheren Ausdrucksweise, durch die sich Aufsatz und freie Rede naturgemäß unterscheiden, anderseits wegen der durch das Lesen bedingten Betonungsmängel schwieriger. Weiters fehlt der Vorlesung die Wirkung, die Gesichtsausdruck und Auge, zuweilen Gesten auszuüben vermögen. Dem freien Vortrage gebührt somit entschieden der Vorzug und es ist daher im Interesse unseres Standes, zu fordern, daß die Versammlungsredner in der Regel frei sprechen sollen. Ferdinand Zenz. Machwort: Der freie Vortrag ist ein Hineinstürzen in die Seelen der Znhörer, der gelesene Vortrag ein Streifen. Ich habe es wiederholt wahrgenommen, wie sehr das Publikum den Redner bestimmt. Merkt dieser, daß seine Ausführungen einem geringen Interesse begegnen, so lenkt er ans ein anderes Gebiet oder er bringt ans andere Art Leben in die Rede. Das ist bei der Vorlesung nicht möglich. Sie lullt eher ein, als daß sie erfrischte. Der freie Vortrag sollte in den Lehrerbildungsanstalten geübt werden und bei den Bezirkslehrerkonferenzeu und Lehrerversammlungen ausschließlich gelten. P. Schulhumor. 54. Zwei Entschuldigungszettel: 1) „Benedikte tenbum, Christine PaliCek.“ Soll heißen: „Benötigte den Buben. Grüßt Ihnen Paliöek.* 2.) „ich bite sie fielmals Herr Lehra sein sie nicht böß auf uns entschuldigen sie das Mädl sie hat was im Kopf. Teresie Kelbl.“ Eingesendet von Pruckmaridl. Monatsrüstung für den Juni. I. „Unsere Schwestern im Amte“ lautet der Leitartikel in Folge 6 des Jahrganges 1905. (Für die nahenden Lehrerversammlungen zu beherzigen.) — 2. Vom „Lehrerparlament“ berichtet die Folge 42, 43. (Vorbereitung für die Bezirkslehrerkonferenzen.) — 3. Über die Form des Briefes lese man in Folge 42, 43. (Bewerbungsschreiben.) — 4. „Landschule und Fremdenverkehr“ erörtern die Folgen 42, 43. (Für die Alpenländer wichtig.) Vergl. hiezu auch das Schriftchen „Lehre sparen 1“ — 5. Von der Einklassigen im Freien spricht dieselbe Folge. (Schülerausflüge!) — 6. Den Leitbericht „Lehrerschaft und Inspektoren“ enthält Folge 54. (Inspektionen in Sicht.) — 7. „Ketzerische Gedanken einer Mutter.“ Unter dieser Überschrift bringen die Folgen 53 und 54 beachtenswerte Winke für den Handarbeitsunterricht. (Ausstellung von Handarbeiten.) — 8. Über „bodenständigen Anschauungsunterricht“ lese man in der Folge 54. (Unterricht im Freien.) — 9. Winke für Schul hausbauten enthält Folge 66. (Für Bauten und Bauverbesserungen.) — 10. „Ein Wort zur hauswirtschaftlichen Ausbildung der Bauerntöchter.“ Folge 66. (Ferialkurse 1) — 11. Beiträge zum Kapitel „Reform des Handarbeitsunterrichtes" bringt die Folge 66. — 12. „Verwertung der Ziffernreihe 1 bis 10 beim Rechnen.“ Folge 66. (Zur Stoffbereicherung an der einklassigen Volksschule.) — 13. „Unser Garten im Juni-Juli.“ Folge 66. — 14.) Der Bienenstand im Juni. Folge 65. — H. R. Rechenbeispiele aus dem Betriebe eines Kalkofens. 67.) Zu dem Baue einer Fabrik braucht man 12 Waggon gebrannten Kalk; wie teuer ist dieser, wenn in einen Waggon 100 q geladen werden und wenn 1 q 2 K kostet? 68.) Durch das Brennen verliert der Kalkstein 48°/» seines Gewichtes; wieviel q gebrannten Kalk erhält man also aus Im3 Kalkstein, das 16 Vs q wiegt? 69.) In einem Kalkofen kann man 180 m3 Kalksteine füllen, a) Wie schwer sind diese? b) Wie viel q gebrannten Kalk erhält man? 70.) Zum Brennen 1 q Kalksteine braucht man 32 kg Kohle, a) Wieviel kg Kohle braucht man zum Brennen von 180 m3? b) Wie viel kostet die verbrauchte Kohle, wenn der Preis für 1 q 1 K 60 h beträgt? 70.) Auf einem Huntwagen werden 1V« m3 Kalkstein geladen; wie oft muß der Wagen fahren, um die zur Füllung des Ofens nötigen 180 m3 herbeizuschaffen? 71.) Die Arbeiter im Kalkbruch schlichten die gebrochenen Steine in Figuren auf. 7 Arbeiter brechen in 3 Tagen so viel Steine, daß sie eine Figur von 75 m3 aufstellen können; wie viel hat jeder Arbeiter durchschnittlich verdient, wenn für das Brechen I m3 1 K 40 Arbeitslohn gezahlt wird? — Eingesendet von F. Günter in Eisenbrod. Aus dem Tagebuche einer Dorfschullehrerin. 43.) Immer von neuem muß ich es einsehen, daß der Mensch nie auslernt. Erfüllt von dem Bewußtsein, daß ich nur zu geben brauche, trat ich in den Beruf ein, maßlos stolz auf meine Weisheit; nur geben wollte ich, mit vollen Händen streuen. Du lieber Gott! Wie schnell war mein Wissen verausgabt, wie bald versagte mein Können! Ich muß eifrig zulernen, von der Welt lernen, sogar von den Kindern lernen. 44.) „Der stete Verkehr mit Kindern erhält dem Lehrer eine kindliche Lebensfreude,“ las ich einmal. Der Ausspruch birgt Wahrheit. Eines aber will mir dünken: das ewige Befehlen und Nergeln um Kleinigkeiten macht uns unleidlich haarspalterisch. Dieses Bewußtsein bereitet mir jedoch kein Vergnügen. Voll Sorge denke ich oft daran, ob die Kinder es mir nicht übelnehmen, daß ich immer wieder Zwang übe, keine Kleinigkeit übersehe. Wohl'trachte ich den Zwang durch Scherzworte zu mildern, die den Befehl begleiten; Zwang bleibt jedoch Zwang und ein solcher widerstrebt dem Kinde. 45.) Tischendorf segne ich. Wie vergnügt verbringen wir die Geographiestunden, seit ich seine Bücher kenne! Da leuchten die Augen der Kinder, jedes Wort lesen sie von meinen Lippen, sie schwelgen in Freude, die lieben Kleinen. Da fragt mich eines, ob 100 K wohl ausreichten für eine Reise nach Mailand; ein anderes will wissen, ob man zu Fuß auch nach Rom pilgern könnte, wenn man kein Geld hat; wieder eines fragt, ob man unterwegs was zu essen bekomme. — Alle sind einig in dem Vorhaben, zu sparen und zu reisen, wenn sie einmal groß sind. H. Rieger. Die ttlecbselrede. Zur 12. Krage. (Notenstngen in der Landschule oder nicht?) 17. Urteil. Lehrer Josef Pazelt in Oberhollabrunn, Niederösterreich. In der Landschule nach Noten singen? Nein! Denn zu der Fertigkeit, vom Blatte zu singen, können die Schüler innerhalb der Grenzen der Volksschule nicht gebracht werden. Was spricht nun noch für das Notensingen? Höchstens der Umstand, daß die Noten die Auffassung der Melodie erleichtern und unterstützen. Ist es aber auch wahr? Vergessen die Kinder nicht beim Bestimmen der Intervalle eigentlich das Lied? Achten sie wirklich auf den Inhalt, auf den Wohlklang des Liedes, in dem eine ganze Seele wohnt? Ein Lied, das gefallen und gerne gesungen werden soll, muß den Kindern in kurzer Zeit vermittelt werden. Wie nun, wenn dazwischen immer die Frage nach der Größe dieses oder jenes Intervalles, nach dem Vorzeichen, dem Takt etc. auftaucht? Es ist das nicht zu verwundern, wenn die Kinder mit Bangen und Abscheu der Gesangstunde hairen. Mir kommt es vor, als ob für das Lied die Zeit der Folter heranbrechen wollte; es wird an die Noten gefesselt und solange angeschraubt, bis es sich durch einige Klagetöne schuldig bekennt und dadurch dem unabwendbaren Tode verfällt, — es wird vergessen. Und „Vergessenwerden ist noch bitterer als Sterben“. Und das Volkslied? Dies scheue Kind, wenn es schon in der Schule geknebelt wird, wie kann es den Weg ins Volk nehmen, für das es bestimmt ist? Hört ihr den lieblichen Chor der munteren Vögel ? In ihrer Schule ist, wenn ich mich recht erinnere, das Notensingen verpönt. Lasset doch die Kinder auch so singen, wie der Vogel singt, frei von den fünf Notenschranken und hört dann auf ihr Lied, — „es ist Lohn, der reichlich lohnet“ 1 Zur 15. Krage. (Was ist an der bestehenden Lehrerbildung zu ändern?) 18. Urteil. Oberlehrer Hans Zierfuß in Raudegg, N.-Ö. (Auch als Vorwort zu einem Lehrerschematismus zu verwenden.) Von den Männlein, von den Weiblein, so in diesem Buche stehn, Kannst Du Alter und Geburtsort und noch manches andere sehn: So z. B. welcher Stätte sie ihr Wissen abgezapft, Ob sie ledig oder schon in den Schoß der Eh’ gestapft, Ob man etwa definitiv oder provisorisch ist, Ob du eine lange Zeit oder kurz im Dienste bist; Die Quadratmyriameter, item auch die Post.... Und (das ist wohl selbtverständlich) — was der Schematismus kost’t. Ist Dir noch nicht aufgefallen, was in diesem Büchlein fehlt, So sei’s Dir zu Nutz und Frommen hier ergänzend auf gezählt: Ob Du von der Pädagogik, von der Logik viel verstehst, Oder von profundem Wissen hast nur ganz bescheid’nen Rest, Dieses braucht man nicht zu wissen, dieses hat ja keinen Wert, Weil sich die Bevölkerung um ganz andere Sachen schert. Kannst Du geigen, singen, orgeln, kennst Du auch den Mond und Sküs? Kannst Du den Pagat kontrieren, daß er auch verloren is’? Kannst Du das Pianoforte und die Zither malträtieren ? Mit der Bratsche, mit der Flaute, mit der Tromba musizieren? Kannst beim Kegelscheiben wetten, jeden Schub auf „Eck und Loch“? Und vor allem, bist „Tenor“ Du, kannst Du singen ziemlich hoch? Kannst die Wege Du markieren, nach dem nachbarlichen Ort? Kannst Du schwimmen, fechten, malen und was ist es punkto Sport? Kannst Du brandein,1 präferanzen1, kannst Du auch ein Roß ang’schirm? Auf dem Veteranenballe die Quadrille arrangieren? Kannst Du gründen ein Kasino oder eine Feuerwehr? Item Sparvereine nach Raiffeisen dann, mon eher? Was ist’s mit der Liedertafel, dem Ruderklub und Losverein? Möchtest bei den Scheibenschützen nicht vielleicht Kassierer sein? 1 brandein — Kartenspiel. Braucht män einen G’meindestier, einen Eber von Yorkshire, Braucht man einen Bienenweisl oder gar ein Flaschenbier, Will die Tombola man spielen, macht man eine Bergpartie, Braucht wer einen Firmgöd, man vergißt den Lehrer nie; Kommen Fremde aus den Städten, zu genießen reine Luft, Wer muß diese führen, sonst ist er sofort ein Schuft? Und dann ... die Enthebungskarten und noch der Verschönerungsweg .. . Will wer mit dem Schlitten fahren oder mit dem teuren Break Braucht man neue Katzen, Hühner, Hunde oder Steirerklee Postbriefkastl, Straßenlichter, Lehrer steig’ ins Komitee! Kurz und gut ich sage Dir, mein lieber Lehramtskandidat: Lehrgeschick, ein fachlich Wissen, hiefür is ums Geld nur schad, Treib’ nur all’ die anderen Sachen, es ist g’scheiter, das kenn’ i, Ein Viehpaßschreiber gilt schier höher als ein Lehrer-Kunstgenie. 19. Urteil. Direktor D. Stratil in Fulnek. Ich habe zwar einen von der gewöhnlichen Lehrerbildung etwas abweichenden Bildungsgang genossen und muß zur Ehre meiner Lehrer sagen, daß er mich befähigte, durch eigenen Fleiß größtenteils zu ergänzen, was mir noch fehlte — und fehlt; denn „Meister muß sich immer plagen“. Doch dürfte so mancher Mangel, der mir aufgefallen, auch für eine Reform der Lehrerbildung beachtenswert sein. Die Lehrerbildung ist jetzt sonder Zweifel zu gering bemessen; die Anstalten sollten Fachschulen sein, die auf den Lehrstoff der Bürgerschule aufbauen. Die Aufnahmsprüfung sollte sich im Rahmen des Lehrstoffes dieser Anstalt bewegen, der ja offiziell als Vorbereitung für die Lehrerbildundsanstalt gilt. Es wäre dann möglich, den Lehrstoff der Obermittelschule zu absolvieren und dadurch die Grundlage zu einer rationellen autodidaktischen Fortbildung des Lehrers gelegt. Trigonometrie, darstellende Geometrie, Chemie und Geologie müssen genommen werden. Das andere ginge ja an, wenn auch eine Vertiefung wünschenswert ist, wie sie die Obermittelschule bietet. Doch bei alledem müßte darauf gesehen werden, daß es eben „ganz“ durchgenommen wird. Viele werden die Erfahrung gemacht haben, daß wohl manche Partien gut durchgearbeitet werden, — andere bleiben aber ganz liegen. Der Lehrer, insbesondere der Lehrerbildner, sei daher der lebendige Kommentar des Lehrbuches (wie Professor Dr. Lindner sagte) und nehme es ganz durch. Jedes Buch (abgesehen von der behördlichen Approbation!) ist ein ganzer Gedanke, der eben aus- und durchgedacht werden muß, wenn er wahrhaft bildend wirken soll. Wenn etwas daran fehlt, so ist er bloß Stückwerk. Wenn dem Lehrer das Buch nicht paßt, so kann er sich ein anderes wählen oder — selbst eines schreiben. Wenn auch nicht der ganze Inhalt des Buches im Gedächtnisse haften bleibt: die formale Bildungskraft ist gewonnen, welche etwaige materielle Schwächen bei einer Wiederholung leicht überwindet. — Die Musik möchte ich nicht aus der Lehrerbildung ausgeschaltet wissen. Ich mußte mir, — weil ich es für notwendig empfand, — den „Weinwurm“ autodidaktisch erobern. Der Lehrer muß polyphon hören können. Das lernt man nur durch ein Instrument, welches Harmonien spielt, nicht nur Melodien wie die Geige. Noch das Zeichnen. Wenn die Lehrerbildungsanstalt auf die Bürgerschule aufbaut, so wird sie „nach der Natur“ zeichnen; denn bis zur Schwelle des Naturzeichnens bringen wir unsere Schüler in der Volks- und Bürgerschule. Da also setze die Reformbewegung ein! Nicht nur Zeichnen und Malen — besonders Skizzieren muß der Lehrer können. Das muß Handwerkzeug des Lehrers werden. Ich glaube nicht, daß eine besondere Anlage hiezu nötig sei. Wenig charakteristische Striche müssen genügen, z. B. irgend ein Lesestück an der Schultafel zu illustrieren. Diese wenigen Striche muß jeder Lehrer lernen, damit er seinen Unterricht in jedem Fache beleben kann. Der Schüler macht nach und betätigt dadurch eine der wichtigsten Forderungen der Pädagogik: Handarbeit, die sich dem Schulgetriebe einreihen läßt; alles andere ist Spielerei, Zeitverschwendung oder gehört in die Fachschule. Hiezu kommt noch die Landwirtschaft unobligat als angewandte Naturwissenschaft. Denn die Praxis wird der Lehrer nur durch Vernunftsgründe abändern können — durch die Praxis selten. Die Praktika im Schulgarten sind ohnehin mehr körperliche Übung und der leiblichen Entwicklung der Zöglinge gutzuschreiben. Ein Mangel trifft unsere öffentliche Schulerziehung und Bildung im allgemeinen. Für das Schöne in den bildenden Künsten wird nirgends das Interesse geweckt (abgesehen von speziellen Fachschulen!). Außer einigen Bildern von Bauwerken und eventuell noch Reproduktionen von Gemälden im „Kulturhistorischen“ (das womöglich ausgelassen wird!) nirgends etwas. Und die Hauptsache: Warum ist das Bauwerk, das Bild, die Skulptur (auch das Tonstück!) schön? Eine Ästhetik tut unserer allgemeinen und noch mehr der Lehrerbildung dringend not; leider wird sie nicht beachtet. Sie ist ein Hauptmittel zur Wek-kung und Vertiefung der Heimatsliebe (Landflucht!), das beste Palliativ gegen die „Verunstaltung unseres Landes“ durch zweckwidrige Bauten, Rasieren von Naturschönheiten und Altertümern usw. Alles das könnte durchgenommen werden, wenn man die Aufnahmsbedingungen erhöht; es ist früher auch durchgenommen worden. Die eigentliche Schulpraxis ist dermalen an den Anstalten nicht so schlecht bedacht, wie die meisten Einsendungen klagen; das war früher manchenorts. Jetzt ist der junge Mann von der Anstalt her methodisch gut dressiert, auch im Abteilungsunterrichte (? D. Sch.), und das wird wohl bestehen bleiben. Käme noch die sehr wünschenswerte Fremdsprache, die den Horizont erweitert, die Kenntnis der Muttersprache vertieft, nach Goethe das Feinste und Zarteste auf Erden ist und durch den Lehrer auch im Volke, besonders bei uns in Österreich, wahr machen sollte das Wort des größten Geistes unserer Nation: Weltpoesie ist Weltversöhnung. Alle meine Andeutungen hängen aber, wie vieles, nur an einer pekuniären Frage. Denn auch die Lehrerarbeit unterliegt dem volkswirtschaftlichen Gesetze des Angebotes und der Nachfrage. Wird die Arbeit der Lehrer entsprechend gut gezahlt, so entsteht ein höheres Angebot für junge Männer, die sich dem Berufe widmen wollen. Die Nachfrage kann dann die befähigten Elemente auslesen — mindestens gute Bürgerschul-Vorbildung fordern, wie es jetzt teilweise schon der Fall zu sein scheint. Dann wird die Lehrerbildung automatisch höher, denn man wird in den vier Seminarjahren doch nicht immer leeres Stroh dreschen. Als sich vor Jahren in den ersten Jahrgang nur 20 bis 30 Kandidaten meldeten, mußte man eben alles aufnehmen, auch minderwertige Elemente, mit denen man kaum den vorgeschriebenen Stoff absolvieren konnte. Allerdings: Wird eine höhere Vorbildung fixiert, ein größeres Lehrpensum vorgeschrieben, so muß dann materiell entsprechend mehr geboten werden. Denn ist es schon jetzt viel verlangt, daß der Lehrer fern von den größeren Kulturzentren, im weltvergessenen Örtchen den schweren Kampf für Bildung und Volkswohl unter Hindernissen von allen Seiten führt, so wird ein besser Vorgebildeter sich schon gar nicht dazu hergeben, diese undankbare Arbeit, noch mit materiellen Sorgen begleitet, zu übernehmen. Jeder würde dannn lieber die Laufbahn der k. k. Staatsbeamten oder Privatbeamten einschlagen, die im Laufe der Jahre in die größere Stadt zu den Wohltaten der Kultur führt. Jedenfalls wird eine höhere Vorbildung außer der materiellen Besserstellung verbunden sein müssen mit der Möglichkeit des freiwilligen Vorrückens der Lehrer in die Kulturzentren ähnlich wie bei Staatsbeamten; anderseits würde es nicht schaden, wenn, ähnlich wie bei Staatsbeamten, die jungen Lehrer das Volkstum in entlegenen Orten zu studieren Gelegenheit bekämen, sich wie Moses, Mohamed, Christus usw. für das Lehramt in der Wüste konsolidierten. Die Lehrbefähigungsprüfung für Bürgerschulen verleiht wohl auch jetzt dem Manne schon die Flügel, welche ihn die chinesische Mauer der Bezirksgrenzen leicht überwinden lassen; doch das geringe Maß der Vorbildung macht es sehr schwer, sich dieser Prüfung mit Erfolg zu unterziehen. Daher ist die oben angedeutete Vertiefung der Vorbildung sehr wünschenswert. Damit ist nicht gesagt, daß jeder dann seinen ihm vielleicht lieb gewordenen Dienstort verlassen muß. Die erhöhte Bildung kann und wird er dort ebenso intensiv in den Dienst der Volkswohlfahrt stellen u. zw. mit gewiß noch größerem Erfolge als der Wandervogel. Zur 11>. Krage. (Schulsparkassen ober nicht?) 6. Urteil. Otto Lutz in Schlögl, Oberösterreich. Der hohe erziehliche Wert des Sparens einerseits und die oft beobachtete leichtsinnige Vergeudung kleiner Beträge unter der Schuljugend anderseits veranlaßte den Lehrkörper, das Heim Sparkassen System einzuführen. Ich muß vorausschicken, daß ich sonst kein Pechvogel bin; damals aber stak ich tief im Pech. Die Kinder wurden über den Vorteil des Sparens in der Jugend belehrt und an mannigfachen Beispielen wurde veranschaulicht, wie durch kleine Ersparnisse mit der Zeit ganz bedeutende Summen erwachsen können. Die Heimsparbüchse wurde gezeigt und empfohlen. Die Kinder waren eifrig dafür und fast alle wollten Heimsparkassen haben. Vorerst mußten aber noch die Eltern gefragt werden. Dies brachte große Abkühlung in die begeisterte Schar. Keines brachte die Anfangseinlage von 5 K. Unverdrossen arbeiteten alle Lehrkräfte in allen Klassen weiter. Endlich, nach ein bis zwei Monaten, kam die erste Einlage und bald die zweite und mehr, im ganzen 19. Ich sammelte die Beträge und verwahrte sie einstweilen in einem Kasten des Konferenzzimmers. Jetzt galt es, eine Sparkasse für unser Interesse zu gewinnen. Ich sprach mit dem Kassier der Raiffeisenkasse des Ortes. Dieser zeigte jedoch lebhafte Abneigung gegen die Mehrbelastung und kurz und deutlich war seine Antwort: „Für solche Dummheiten habe ich keine Zeit.“ — Ich schickte ein Schreiben an die Direktion der Sparkasse des benachbarten Marktes (zehn Minuten Gehzeit). Der Bescheid lautete, man wolle in der nächsten Ausschußsitzung über eine eventuelle Einführung von Heimsparkassen Beschluß fassen und die Schulleitung verständigen. Ich wartete zwei Monate, aber es kam keine Nachricht. Die Kinder fragten ab und zu, ob die Kassen nicht bald ankämen. Als schon drei Monate verflossen waren, verlangte ein Knabe schüchtern sein Geld zurück. Ein zweites Schreiben an die Direktion ging ab und die Antwort war: „Zwei Direktoren sind im Bade, deswegen ist der Ausschuß nicht beschlußfähig. Die Sitzung wird sobald als möglich stattfinden und die Schulleitung sofort verständigt werden.“ Nach einem weiteren Monate fragte ich bei Gelegenheit einen der Direktoren, ob die Sitzung noch nicht abgehalten worden sei. Dieser war höchst erstaunt, daß mir noch keine Nachricht zugekommen, und teilte mir mit, man wäre nicht recht für die Einführung, da dem Institute Auslagen erwüchsen. Meiner Einwendung, dieselben kämen später durch Zinsen herein, erwiderte er trostverheißend: „Jede Neuerung braucht eben ihre Zeit.“ Ich war mir klar, daß in absehbarer Zeit nichts zu erreichen sei. Jetzt beschloß der Lehrkörper, die Sparbüchsen aus der Sparkasse eines 1 ’/s Gehstunden entfernten Marktes, wo das Heimsparkassensystem mit gutem Erfolge eingeführt war, zu beziehen. Ich wollte dem Kasten den Betrag zur Bestellung entnehmen, — da war das Geld samt der Schachtel verschwunden. — Es ist mir bis heute ein Rätsel, wie das Geld aus dem jederzeit versperrten Zimmer entwendet wurde. Alle Nachforschungen blieben ergebnislos. So hat mich die Einführung der Heimsparkassen nebst Ärger und Verdruß ein hübsches Sümmchen gekostet; die geplante Ferienreise mußte unterbleiben. Das hat mich etwas abgekühlt. Das begonnene Werk wird fortgesetzt, aber ich muß dabei immer an den mißlichen Anfang denken. Möge die Erzählung dieser Begebenheit Kollegen vor ähnlichen Erfahrungen bewahren und sie bei größter Vertrauenswürdigkeit der Schülerschaft zur größten Vorsicht mahnen. Zur 17. Krage. (Soll das Ausfällen von Blanketteu verschiedenster Art im Unterrichte betrieben werden oder nicht?) 6. Urteil. Lehrer A. Brugger in Nußdorf, Tirol. Ich betreibe das Ausfüllen der Blan-kette, schon seitdem sie mir bekannt sind, und widme diesen, für das praktische Leben notwendigen Übungen, alle Jahre gegen Ende des Schuljahres mehrere Stunden, ohne daß ich mich damit in den Geruch der „Tagedieberei“ bringen möchte — im Gegenteil, ich würde es mir als eine Fahrlässigkeit anrechnen, wenn ich diesen Schlußstein nicht alle Jahre einsetzen würde. Der kranke Lehrer und das kranke Kind. 18. Muskelarbeit beim Schreiben. Vom emerit. Universitätsassistenten Dr. med. Leo Wolfer. Wenn wir einen Gegenstand fixieren, so geschieht dies — normale Augen vorausgesetzt — unter gleichzeitiger Benützung und symmetrischer Einstellung beider Augen zum Gegenstände, wobei wir instinktiv denselben in die Mitte jener Ebene bringen, welche unseren Körper in symmetrische Hälften teilt und Sagittalebene heißt. Da nur bei binoculärer Fixation beide Augen in gleicher Weise akkommodieren, müssen wir schon von diesem Gesichtspunkte aus der Steilschrift das Wort reden. Aber auch in Erwägung des Umstandes, daß Schreiben Muskelarbeit, und diese — wie wir sehen werden — bei der Schrägschrift größer ist als bei der Steilschrift, werden wir veranlaßt, uns für die letztere einzusetzen. — Welche und wieviele Muskeln treten beim Schreibenden in Aktion? Bei der Schräg- und Steilschrift denken wir zunächst an den beständigen Wechsel zwischen Kontraktion und Relaxation der feinen, von unserer Willkür unabhängigen, also selbsttätig wirkenden inneren Augenmuskeln, welche die Bewegungen der Regenbogenhaut und die verschiedengradigen Wölbungen und Abflachungen der Augenlinse bedingen, und dann an die unserem Willenseinfluß unterworfenen, durch das Verfolgen der Zeile in Anspruch genommenen äußeren Augenmuskeln, welche die Bewegungen des Augapfels zu besorgen haben. Dazu kommt die Tätigkeit jener Muskeln und Muskelgruppen, welche das rechte Handgelenk und die Gelenke der beim Schreiben beteiligten Finger der rechten Hand beherrschen. Da die Querachse des Handgelenkes hiebei von links oben nach rechts unten gegen den Tisch geneigt ist, ist die Bewegungsfreiheit der Hand um die genannte Achse unbehindert und die das Fortschreiten auf der Zeile hemmende Berührung der ganzen rechten Kleinfingerseite mit dem Tische vermieden. Durch das Heben und Abduzieren des rechten Armes im Schulter- gelenk, durch das fortwährende Beugen und Strecken der drei die Feder führenden Finger, das Absetzen der Feder, um sie in die Tinte zu tauchen, kommt es nicht zur Bildung jenes Kreisbogens, der beim Fortführen der Zeile entstehen müßte. Die gerade verlaufende Zeile liegt in der Tangente dieses Kreisbogens und sollte nicht länger als 8 cm sein. Die Bewegungen des Kopfes kommen bei der Steilschrift wenig, die des Stammes fast gar nicht in Betracht; dagegen sind sie eine Begleiterscheinung der Schrägschrift, bei welcher die binokuläre Fixation desto erschwerter ist, je weiter seitlich von der Sagittalebene des Kopfes der zu fixierende Punkt liegt. Da die Augen also bei der Schrägschrift verschieden akkommodieren müssen, kann von einer symmetrischen Tätigkeit ihrer inneren Muskeln kaum die Rede sein; den äußeren Augenmuskeln aber erwächst in der Drehung der Augäpfel nach rechts und gleichzeitig nach unten eine beträchtlich größere Arbeit. — Dies fühlt der Schüler; daher sucht er diese Anstrengung seiner Augen wenigstens teilweise zu vermeiden: er wendet den Kopf nach der rechten Seite und dreht dabei den Rumpf nach rechts um seine Längsachse. Daraus resultiert also zunächst eine unsymmetrische Haltung des ganzen Stammes. Und damit beginnt der Entstehungsmechanismus der seitlichen Wirbelsäulenverkrümmungen, der Skoliosen, die heute ebensosehr das Interesse des Arztes wie das des Pädagogen besitzen. Die Skoliose ist nämlich nicht, wie der Unerfahrene meinen könnte, eine rein seitliche Verkrümmung der Wirbelsäule, sie geht vielmehr mit einer mehr oder minder starken Drehung der Wirbelkörper um ihre Längsachse einher. — Indem sich während des Schreibens das Bestreben geltend macht, die Verbindungslinie beider Augenmittelpunkte, die sogenannte Basallinie, derart zu drehen, daß die Zeile in die Visierebene, d. h. jene Ebene fällt, welche durch die Basallinie und den fixierten Punkt gelegt ist, gesellt sich zur Drehung des Kopfes, teils als Zeichen beginnender Ermüdung, teils um die Spitze der gleitenden Feder zu verfolgen, auch noch eine Neigung desselben hinzu, wobei behufs Ausgleichen des verschobenen Kopfschwerpunktes das Becken nach rechts, der Oberkörper aber zwecks Erhaltung des Gleichgewichtes nach links sinkt. Es ist einleuchtend, daß eine bedeutende Muskelarbeit erforderlich ist, um den Körper in solch unnatürlicher Stellung durch längere Zeit festzuhalten, und daß es infolge der unsymmetrischen Haltung zu einer ungleichmäßigen Inanspruchnahme der symmetrisch angelegten Rumpfmuskulatur kommt. Darum darf ja die Behandlung der seitlichen Wirbelsäulenverkrümmungen sich nicht nur auf die Korrektur des Skelettes beschränken, sondern muß vielmehr auch die harmonische Ausbildung der Stammesmuskeln berücksichtigen. Die schlechte Körperhaltung bei der Schrägschrift bringt nun auch eine größere Abduktion des rechten Armes, mithin eine umfangreichere Bewegung im gleichseitigen Schultergelenk mit sich, ein Umstand, der selbstverständlich an die betreffenden Muskelgruppen höhere Anforderungen stellt. Daß das linke Auge bei schlechter Kopf- und Körperhaltung dem Hefte mehr genähert wird als das rechte, erwähne ich nebenbei. — Schreiben ist also Muskelarbeit. Ihre Größe ließe sich wohl am besten im Laufe einer Schönschreibstunde, in welcher ja keine besondere geistige Tätigkeit notwendig wird, die an und für sich eine Wärmequelle abgibt, aus der während dieser Zeit gebildeten Wärme berechnen. In einer Stunde erzeugt nämlich ein Kilogramm Körpergewicht in der Ruhe 1417 Calorien, der arbeitende Muskel aber ist nach J. Davy, Becquerel u. a. um 0 7 bis 10 C wärmer als der ruhende. Bei dieser Gelegenheit muß ich darauf aufmerksam machen, daß die einigemale bereits von anderer Seite gegebene Anregung, den Menschen nicht ausschließlich zum Rechtshänder zu erziehen, sondern auch seine linke obere Extremität mehr gebrauchen zu lehren, eine meines Erachtens vortreffliche zu nennen ist. Dadurch würden wir eine symmetrische Ausbildung des Körpers erzielen, gleichzeitig aber auch die Entwicklung des Gehirnes wesentlich fördern. Dahingehende vereinzelte Beobachtungen ergaben unzweideutig größeres Auffassungsvermögen, vollkommenere Verarbeitung von Vorstellungen, erhöhte Leistungsfähigkeit und vermehrte Sicherheit in Wort und Tat. Briefkasten. Wenn je eine Zeitschrift im Laufe der Jahre durch die Leser ein ausgesprochenes Gepräge erhalten hat, so ist das nirgends derart hervorgetreten wie bei unseren „Blättern". Immer weiter ausgreifend, haben sie den Kreis ihrer Belange allmählich erweitert und sind nun sozusagen zu einem „pädagogischen Familienblatte" geworden, in dem jeder seines Herzens Beschwer erleichtern, jeder Rat und Hilfe, Zerstreuung und Trost, Freundschaft und treue Kollegialität finden kann. Der alte Name ist längst nicht mehr allesumsassend; trotzdem wollen mir ihn beibehalten. Es hängt viel an einem Worte, so es aus kleinen Anfängen stammt und hernach Großes vertritt, und mag es auch nicht mehr den Inhalt voll decken. Wer oberflächlich urteilt, läßt sich natürlich nur von der Form bestimmen. Er liest: Blätter für den „Abteilungsunterricht" — und legt die Zeitschrift mit vornehmem Lächeln zur Seite. .„Abteilungsunterricht', das ist so ivas für die ein-klassigen Schulen. Die halte mir der liebe Herregott vom Leibe!" Wiewohl nun erst letzthin wieder einmal klargelegt wurde, daß die Individualisierung nach Gruppen und der damit gegebene wechselweise Unterricht der Stadtschule wohlbekommen würde, so ist das noch immer nicht der Hauptgrund, unsere „Bl." auch dieser Schulkategorie zuzusühren; viel bedeutungsvoller müßte der Gedanke wirken, daß wir unsere Zeitschrift zum Sammelpunkte sämtlicher pädagogischen und beruflichsozialen Ideen gemacht und solcherart zu einem Organe ausgestaltet haben, das zwar nicht dem Namen nach, aber in der Tat eine Gemeinde Gleichgesinnter, Gleichstrebender umschließt und den Ausdruck ihres gesamten Schullebens bedeutet. Daß hiebei weniger das Phrasenhafte als vielmehr durchwegs das Praktische in den Vordergrund tritt, liegt im Zuge der Zeit, in der Natur der Sache. Wir wollen positive Pädagogik, warme, aufrichtige Freundschaft, den kräftigen sozialen Puls, die Devise „Ins Volk!" und weisen alles pomphafte, leere Gefasel ab. So stellt sich uns die Zeitschrift dermalen vor; so soll sie beschickt, so gelesen werden. — S. gz.: Die Idee einer Lesebuch-Zeitschrift ist kerngesund und wird, wenn auch nicht sogleich, so doch in absehbarer Zeit zum Durchbruche gelangen. So kann es ja nicht mehr fortgehen. Die Lesebuchfabrikation bringt zwar immer mehr Aufputz, aber wenig brauchbaren Gehalt. — Direktion in S.: Über Apparate urteile ich erst dann, wenn ich mich von der praktischen Handhabung und von der Auswertung überzeugt habe. — -Lehrer Lt. J.. in S.: Die in den Aufsatz eingesetzten Zeichnungen stoßen auf technische Schwierigkeiten. Liefern Sie Aufgaben, die auch ohne Skizze brauchbar sind! — Per -LehrerBiBUothek in -£. und ändern: Bei unregelmäßiger Zusendung erbitte ich die Beschwerden unmittelbar an mich, damit ich in der Lage bin, die Angelegenheit in Ordnung bringen zu lassen. — Schis. K. Zö. in M.: Aus Ihrem Briefe zur Nachahmung: „Ich habe mir aus mehreren Heften ein großes Heft zusammengenäht und, was mir an Gedanken kommt und des Aufschreibens und der Ausarbeitung wert erscheint, wird hier vermerkt. Gelegentlich wandern dann die Reinschriften in Ihr Stübchen, Herr Schriftleiter. Durch die hier erfolqte Rotstiftarbeit, für welche ich nicht genug danken kann, werden die Einsendungen für die „Blätter" geeignet und für mich ein willkommener Korrektor, der mir bei der Verbesserung des Stiles behilflich ist." — Auf diesen Umstand habe ich bereits einmal aufmerksam gemacht. Junge Mitarbeiter sollten sich bei Einsendungen eine wortgetreue Kopie zurückbehalten, um sodann nachzusehen, was verbessert wurde. Solcherart lernen sie indirekt. — HBk. A. Sch. in K.: Lassen wir das Gezücht; es wird von jedem ehrlichdenkenden Menschen verabscheut und erstickt vor Ärger in seinem Sumpfe, wenn wir es nicht beachten. So raten meine Freunde und so rate auch ich. Also beruhigen Sie sich! — -Lehrer K. H». in Kt. -L. Bei I. M.: Ihr Plan ist vortrefflich. Ich muß ihn daher mitteilen. Sic schreiben: „Ich wirke als Lehrer an einer hochgelegenen Schule. Die Bevölkerung ist sehr arm. Es fällt den Eltern oft schwer, ihren Kindern die nötigen Schulsachen zu kaufen. Da habe ich nun den Plan gefaßt, eine Schnlsparkasse zu gründen. In unserer Gegend kommen nämlich viele eßbare Beere», Pilze und wildwachsende, nützliche Heilpflanzen vor. Die Schüler würden diese Beeren und Schwämme sammeln. Zweifellos brächte das einen Erlös. Um möglichst viel zu ersparen, könnten die Pilze getrocknet und im Winter verkauft werden. Die Beeren könnte man einsieden oder verschiedene Säfte, z. B. Himbeer- oder Erdbeersaft bereiten. Was würde außer der Bewilligung des k. k. Bezirksschulrates noch erforderlich fein? Ich füge hinzu, daß das Sammeln von Beeren und Schwämmen in den Wäldern unserer Gegend erlaubt ist. Man konnte die Waldbesitzer insgesamt um Erlaubnis ersuchen." — Es genügt, wenn Sie bei dem k. k. Bezirksschulräte anfragen. Ec wird voraussichtlich nichts dagegen haben, sofern alle Vorbedingungen erfüllt sind. Zunächst darf kein Zwang auferlegt werden. Zweitens soll der Unterricht in keiner Weise Schaden leiden. Endlich ist ein Kuratorium zu wählen, das die Kaffe verwaltet und überprüft. Sobald Sie selber mit dem Gelbe in Berührung kommen, ist Ihnen die üble Nachrede an den Fersen. — Ein Absatzgebiet ist bald geschaffen. Wenden Sie sich an den nächstbesten Restaurateur; er kauft die Produkte mit Vergnügen. — -Änf S. 1278 wurde in einer Brieskastennotiz das „Küß-die-Hand" der Schulkinder belächelt. Was tat nun eine Oberlehrersfrau, ehe die „Blätter" den einzelnen Mitgliedern des Lehrkörpers zukamen? Sie radierte die Stelle aus. Naturgemäß wurde dadurch das Interesse gesteigert; man fragte sich bei uns an und das liebliche „Küß-die-Hand" dürste nunmehr an der Schule gänzlich verpönt sein. Die arme Frau! Wird sie es überdauern? — Lehrer M. W. in W.: Daß das Wort „Herr" auf dem Adreßzettel wegblieb, daran ist der Setzer schuld. Hoffentlich kommt bald die Zeit, da man ihm dies nicht als Fehler anrechnet. Titulaturen werden doch nur für den Briefträger geschrieben. Und selbst der beachtet nicht immer das unnötige Beiwerk. — Airelitlo» in Wien: Die Sache liegt so: Nach den Satzungen werden Nichtmitglieder nur in dem Falle ausgenommen, wenn die Plätze nicht von Mitgliedern des Dentsch-österr. Lehrerbundes in Anspruch genommen sind. Ist jemand Mitglied einer anderen Lehrervereinigung des Inlandes, so ist die Ausnahme ausgeschlossen. Die gezahlte Krone ändert nichts an der Bestimmung. — Berichtigung: Die in Folge 77 veröffentlichten Rechenbeispiele wurden nicht von dem Herrn Kurz sondern von dein Mitarbeiter Hauptmann in Vrcitenau eingesendet. — HKos. K. Sch. in 58.: Das ist löblich: Mit dem Skioplikon an 800 K hercinbringen, mit der Heimsparkassc die jungen Leute an das Kapitalisieren gewöhnen, iodann mit dem vollen Tausender zur Adria zu dampfen, sich mit den 20 Jüngeren die Welt zu besehen, die Schiffswerften, die Fabriken, Arsenale usw. Glückliche Reise! Wir werden Ihnen selbstverständlich die Wege ebnen. — Lehrer A. W. in Agram: Ihr Lob würde erfreuen, wenn es nicht von einem „Geschäft" begleitet wäre. — In der fünften Antwort zur ersten Frage des Ratgebers soll statt 80 cm Tiefe 8 cm stehen. — tzurnkeyrer K. Th- ?8- in 53.: Ich bin Ihnen nicht böse, im Gegenteile, es gefällt mir immer, wenn jemand in dem Bewußtsein, eine Arbeit nicht bewältigen zu können, das eingesteht und nicht erst den Mißerfolg herankommcn läßt. Die Selbsterkenntnis ist in dieser Hinsicht selten zu finden. — Verfallen Sie nicht der Prüfungsmanic! Sie raubt kostbare Jahre und zersplittert das Wissen. — Lehrer Ii. -. in I. a. b. T-: Aus Ihrem Briefe: „Die .Blätter', die mir zur Befähiguugsprüfung manche wertvolle Münze in die Tasche gesteckt und mir zur Auszeichnung vcrholfen haben, verdienen es wohl, daß ich ihnen ein Stündchen opfere." — Das ist in der Tat der schönste Lohn, daß alle, die aus den „Blättern" Nutzen zogen, durch fleißige Mitarbeit vergelten, was wir ihnen geboten. — Art. L. z$>. in Kt.: Der Aufsatz über den Unterricht in den weiblichen Handarbeiten ist bereits in der Druckerei. Das Kapitel soll durch die „Blätter" eine eifrige Pflege erhalten, gilt es doch, eine Reform, die wie andere leicht zur Einseitigkeit ausarten könnte, in eine sichere Bahn zu bringen. — Lehrer A. I. in S. (Angarn): Ihre Beiträge werden gewiß mit Interesse gelesen werden; es scheint, als wären wir literarisch von Ungarn weiter entfernt als von Japan. — Schulleiter K. S. in 58.: Dreizehn Jahre an einer Einklassigen zu wirkeu und dann sich zur Bürgerschul, lehrerprüfung aufzuraffen, das ist Heroismus. Sie bekennen: „Ich gehöre zu jenen, die das Gelingen der Bürgerschullehrerprüfung größtenteils den Anregungen in den .Blättern' zu verdanken haben." — Würden doch viele aus ihrem Schlummer erwachen und gleich Ihnen den Berg erklimmen, der uns eine wundervolle Fernsicht zeigt! — Auch bei Ihnen kommt die Dankbarkeit in Form eines schönen Beitrages für die „Blätter". Er wird zwar eine Verkürzung erfahren müssen, aber dennoch im Großteile bald erscheinen. — Krnß-tiarten aur: 1. Rothenbrunn im Sellraintale (Ausflug der Lehramtszöglinge). — 2. Warnsdorf (vom zweiten Chronisten des Lehrerheimes). — 3. Schloß Tirol bei Meran (zwei ehemalige Schülerinnen). — 4. Straßburg im Elsaß (von der großen Lchrerversammlung). — 5. Reichenau in Krain (versammelte Gemeindeinsassen). — V. Kleinborowitz in B. (Grüße aus dem Riesengebirge). — 7. Tscher-moschnitz (Glückwunsch zu der Ehrenbürger-Ernennung). — 8. Ossegg (Ostergrüße). — 9. Wilhelms-bürg (Alpenglühen). — 10. Maierle in Krain (fahrendes Schulmeistervölklein.) — 11. Innsbruck (Kartengruß mit dem Bildnis des ehemaligen Schülers). — 12. Christianberg (weiße Ostern)! — 13. Triest (Ostcrgruß). — 14. Neustück in B. (Familienbild aus der Einklassigen). — 15. Obermösel (vom Josefitag). — 16. Klagenfurt (Drei, die glücklich durch die Prüfungspforte geschlüpft sind). — 17. Tumpen (die Einklassige und ihre Verwalterin). — 18. Teschen (von einem kranken Kollegen, der mittlerweile gestorben ist). — 19.) Lovrana (Psingstgruß mit 24 Unterschriften). — 20. Strakonitz (Lehrerrunde, mit 18 Unterschriften). — 21. Bettelgrün (Kunde über die Heilwirkung des Aufenthaltes im Lehrerheime). — 22. Haindorf (vom prov. Südheimsckretär). — 23. Blanendorf (Abmarsch zum Schulfeste). — 24. Au im Bregenzerwald (schönes Landschaftsbild). — 25. Aigen - Urfahr (Donnerstags-Lehrergesellschaft). — 26. 8 au» rein (Grundsteinlegung). — 27. Pyhra (reizendes Dörfchen). — 28. Gröbming (Dachsteingebiet). — 29. Hohenwart (Lehrerversammlung, mit 24 Unterschriften). — 30. Finme (ans der Heimkehr ans dem Süden). — 31. Wien (Blindenlehrerkurs, mit 27 Teilnehmern). — 32. Glöckelberg (Motto: „Gleich Sternen, die am Himmel crglüh'n in Ewigkeit, so leuchten die großen Ideen weit über Raum und Zeit"). — 33. St. Blasen (einsame Weiler im Bergesgrund.) — 34. Bregenz (der Inspektor aus Reisen). — 35. Czernowitz (Hochzeitsfeier). — 36. Wolfsberg i. K. (Erinnerungsbildchen). — 37. Zahlreiche Glückwunschkarten zum 17. April und Pfingstkarten. — Allen Absendern herzlichen Gruß zurück, treue Freundschaft und den Wunsch, es möge sich erfüllen, was uns alle beseelt! — Kleine Mitteilungen. 206.) Wachrichten aus Ungarn, a) Ex lex. Die politischen Wirren Ungarns üben auch auf die Schulverhältnisse eine sehr nachteilige Wirkung aus. Nachdem die neue Regierung über kein bewilligtes Budget verfügt, das Land sich also im sogenannten Ex lex-Zustande befindet, müssen die Staatsausgaben auf das Notwendigste beschränkt werden. Leider wird diese Einschränkung auch auf dem Gebiete des Unterrichtswesens auf das schärfste geübt und werden daher nur solche fortlaufende Kosten bewilligt, die von früher her schon für Jahre hinaus bestimmt waren, z. B. Personalauslagen der Staatsvolksschulen (Lehrerbesoldung), gesetzlich festgesetzte Beiträge an die politischen oder konfessionellen Gemeinden zur Ergänzung der Lehrergehülter, Teilzahlungen für gesetzlich bewilligte Schulbauten, Lehrmittel usw. Besonders empfindlich berührt die Lehrerschaft der Umstand, daß seit Jahresbeginn 1910 das amtliche Lehrerblatt nicht mehr erscheint, welches unter dem Titel Nöptanitök Lapja (Blatt der Volksschullehrer) zur Förderung des Unterrichtes und zur allgemeinen Förderung der Lehrerbildung jeder Schule zugesendet wurde. Dadurch haben die Lehrer Ungarns das einzige Organ verloren, welches alle Lehrer der Volksschulen ohne Sprachenoder Religionsunterschied als eifrige Leser vereinte.1 Für das laufende Jahr werden auch keine Diäten für den Besuch der allgemeinen Komitats-Lehrerversammlungen angewiesen, so daß in diesem Jahre die allgemeine Lehrerversammlung in manchen Komitaten unterbleiben dürfte. Sogar für dringend notwendige neue Lehrmittel ist es beinahe unmöglich, die Kostenbewilligung zu erlangen. Unter diesen Verhältnissen müssen zahlreiche Schulen schwer leiden. Es ist noch als Glück zu betrachten, daß die überwiegend größere Zahl der Volksschulen nicht vom Staate selbst, sondern durch die politischen Gemeinden oder konfessionellen Körperschaften erhalten wird, so daß die größere Hälfte der Schulen durch diese Zustände kaum berührt erscheint. Da auf ein Besserwerden der politischen Verhältnisse in absehbarer Zeit kaum Aussicht ist, hat auch das Unterrichtswesen wenig zu hoffen, obwohl der neue Unterrichtsminister Graf Johann Zichp ein hervorragender Förderer der Volksbildung sein könnte. b) Eine neue Organisation. Am 21. März wurde in Budapest ein Verband der ungarländischen Lehrervereine gegründet. Zahlreiche Vereine meldeten ihren Beitritt an. Die Zahl der Mitglieder beträgt 10.000. Es ist dies der zweite Versuch, die Lehrerschaft Ungarns in einer einheitlichen Organisation zu versammeln. Ein früherer Versuch ergab nach langjährigem Werben nur 5000 Mitglieder. Da die ungarische Lehrerschaft bei 32.000 Köpfe zählt, ist auch das jetzige Ergebnis nicht glänzend zu nennen. Die Ursache des Mißerfolges liegt darin, daß die Einberufer und Leiter des neuen Verbandes fast durchwegs Männer sind, die sich vor Jahren an der Vereinsgründung der hyperfreidenkenden Lehrerschaft hervorragend beteiligten und durch ihre, damals sehr anmaßend betonten Prinzipien: Beseitigung des religiösen Unterrichtes, Konfessionslosigkeit, antipatriotische und gesellschaftsfeindliche Tendenzen usw. unangenehmes Aufsehen erregten. Die katholischen Lehrer Ungarns (über 12.000) zeigen sich dem neuen Verbände gegenüber sehr zurückhaltend, ähnlich auch die anderen Konfessionen. Das leitende Blatt der katholischen Lehrerschaft verlangt ebenfalls einen allgemeinen Verband, aber auf einer Basis, die ein friedliches und ungestörtes Zusammenwirken ermöglicht und gegen jederlei Anfeindung der religiösen und vaterländischen Prinzipien Sicherheit bietet. Ob der neue Verband gedeihen wird, wird sich in einigen Monaten zeigen, wenn die im Frühjahre zusammentretenden Bezirksversammlungen über die Eintrittsfrage entschieden haben werden. Josef Kath, Lehrer in Sopran, Ungarn. 207.) Klternkonsequenz. In meiner Klasse sitzt ein schlimmer Bub, ein arger Taugenichts. Neulich hat er gestohlen. Ich schrieb dem Vater einen artigen Brief, worin ich ihn um seine „ausgiebige väterliche Einflußnahme" ersuchte. Der Vater kam zu mir, erzählte, daß er den Knaben strenge gestraft habe, und bat mich, ihn beim Vorkommen neuer Ungehörigkeiten sogleich zu verständigen. Er wäre mir sehr dankbar. Als ich nun letzthin, dem entsprechend, den väterlichen Exekutor von neuerlichen Übeltaten seines Sohnes in Kenntnis setzte, schickte er mir die liebenswürdige Post: „Der Lehrer soll sich selber umschauen drum!" Eingesendet von O. Meistnger. 208.) /ehrer als Kanzeptsveamte. Die Kommune Wien will bei dem Fortbildungsschulrate als Konzeptsbeamten einen für Bürgerschulen geprüften Lehrer anstellen und beschränkt die Ausschreibung ausdrücklich aus Bewerber aus Lehrerkreisen. Könnte dieser Modus nicht auch bei allen Bezirksschulräten gelten, so daß künftighin für die Schulagenda ein Lehrer als Konzeptsbeamter bestellt und der Inspektor ausschließlich der Schulaufsicht zugewiesen werden würde? 209.) Gin eigenartiger Wettbewerb und gleichzeitig ein Zeichen für das Streben nach Fortschritt in der Industrie ist ein von der Firma Günther Wagner, Hannover und Wien, veranstaltetes Preisausschreiben. 30.000 K werden ausgesetzt für Gemälde, die mit Pelikan-Öl- und Temperafarben gemalt sind. Jede Malweise, jedes Motiv und jede Bildergröße sind zugelassen. Studienobjekte sollen die prämiierten 1 Drüben haben sie es besessen. Bei uns liegt es in einer fernen Zukunft. D. Sch. Bilder werben, um an ihnen die Pelikan-Farben in vielseitiger Praxis auf den verschiedenen Malgründen und nach den verschiedenen Methoden zu beobachten. Wertvolle Fingerzeige für eine rationelle Bilderhygiene werden sich aus einer solchen Bildergalerie, bei der stets dieselben Farben, nur in verschiedener Form angewandt, gebraucht wurden, Zusammentragen lassen. Preisrichter in dem Wettbewerb sind die Herren: Professor Hugo Freiherr v. Habermann, München, Prof. L. Graf v. Kalckrauth, Stuttgart, Prof. Dr. L. Lichtwark, Hamburg, Königl. Akademieprof. Max Lieberman, Berlin, Dr. Gustav Pauli, Bremen, Prof. Dr. H. von Tschudi, Königl. Geh. Regierungsrat, München. Als Stellvertreter: Dr. Wilh. Behnke, Direktor des Kestner-Museums, Hannover, Senator Beruh. Roß, Professor der Kunstgeschichte an der Königl. Techn. Hochschule in Hannover. 210.) Wusiksiaatsprüsung und Arriakkurs. Bei den diesjährigen Staatsprüfungen für das Lehramt der Musik wurden 38 Kandidaten der Musikschulen Kaiser in Wien approbiert, darunter die Lehrerkollegen L. Bastheim (Pittsburg), Weltpriester I. Danzinger (Melk), K. Dittrich (Wampersdors), F. Fenkart (Feldkirch), Miß Della Hayes (Tiperary, Irland), Dr. K. Kozina (Laibach), W. Lehner (Wien), Schw. Albina Moriell lEger), R. Pechold (Mähr.-Trübau), K. Reibel (Wien) und K. Weese (Jslowitz). — Der Ferialkurs der Musikschulen Kaiser, der die Unterrichtsfächer Klavier, Violine, Orgel, Gesang, Harmonielehre, Kontrapunkt und Methodik des Klavierunterrichtes umfaßt, beginnt am 18. Juli. Prospekt gratis und franko durch die Jnstitutskanzlei in Wien, VII/i. 211.) Vierwöchiger Hurnkurs für Volks- und Aürgerfchutlehrer in Linz. Vom 25. Juli bis 20. August des heurigen Jahres soll in Linz der achte österreichische Turnlehrerkurs abgehalten werden. Aufgabe dieses Kurses ist die theoretische Aus-, bezw. Weiterbildung der Teilnehmer im Knaben- und Mädchenturnen. Bei täglich achtstündiger Übungszeit werden nicht bloß die im österreichischen Lehrplan enthaltenen Übungen nebst dem Keulenschwingen und Trockenschwimmen durchgeübt, sondern es wird besonders auch den Turnspielen der ihrem Werte entsprechende Platz eingeräumt. Am Schlüsse des Kurses erhält jeder Teilnehmer ein Zeugnis. Als praktische Vorkenntnisse werden von den Teilnehmern die vorgeschriebenen Übungen der Volks- und Bürgerschule vorausgesetzt. Die Kursgebühr beträgt 10 K und ist >m vorhinein zu erlegen. — Außerdem findet statt ein: 212.) Vierzehntägiger Hurn- und Spielkurs für Volks- und Mürgerfchullehrerinnen in Linz. In Anbetracht des Umstandes, daß die bald in Kraft tretenden neuen Turnpläne auch das obligate Turnen an Mädchenbürgerschulen enthalten werden und daß ein sehr fühlbarer Mangel an geeigneten Lehrkräften für diesen Gegenstand eintreten wird, wird einem vielseitigen Wunsche entsprechend, auch heuer vom 24. August bis 6. September ein Kurs für Turnlehrerinnen abgehalten. Derselbe soll in zweiwöchiger, fleißiger Arbeit den gesamten Turnstoff für Mädchenschulen theoretisch und praktisch behandeln, alle Mädchen-spiele durchüben und außerdem das notwendige praktische Können vermitteln. Die Kursgebühr beträgt 6 K. Leiter der beiden Kurse ist Herr Max Hirt, Turnlehrer an der k. k. Lehrer- und Lehrerinnenbildungsanstalt in Linz. Anmeldungen für die Kurse sind an de» Oberösterreichischen Turnlehrerverein in Linz, Lehrerhaus, zu richten. Die Veranstalter: Oberösterreichische Turnlehrerverein. Verein für Jugendspiele und Körperpflege in Lmz. Das k. k. Ministerium für Kultus und Unterricht hat wie in den Vorjahren auch heuer für die Durchführung der genannten Kurse einen namhaften Betrag angewiesen. Durch Sachsen und Thüringen von Schule )u Schule. 5. Mer die Weichsgrenze. 26. August 1908. Der schöne, der reiche Tag nahm Abschied. Droben glühten die Basteien des Elbesandsteingebirges, drunten lagen dunkle Schatten auf dem Flusse. Der einzige treue Begleiter ins Reich hinaus. Nun waren wir über die Grenze gefahren, ivir waren in Deutschland. Ein eigenartiges Gefühl schlich heran, ein mächtiges Gefühl, das aus der Größe jener Schöpfungen entsprang, die auf deutschem Boden gediehen. Nun sollten wir auf jenen Fährten wandeln, die einst der Fuß der gewaltigen Gcistesheroen betrat, in jenem Lande weilen, das der Welt die bedeutendsten Männer gab. Der Gedanke stand in feierlichem Ernst vor uns und schloß »ns die Lippen. Dafür waren die Ankömmlinge im Eisenbahnwagen geschwätziger — ein halbes Dutzend bebrillter Matronen, die in Summa sicherlich ein Alter ergaben, das als Zeit bis zur ersten Belagerung Wiens durch die Türken zurückreichte. Wir" saßen in der Klemme wie weiland das Volk der Phäaken am Donaustrand. Die Damen hatten uns förmlich umlagert und besprachen mit Eifer den guten Kaffee in Österreich, die „jemüdlichen" Leutchen und die „herrliche Jechend". Sosehr uns die Schilderungen von unserem Baterlandc mit Stolz er- füllten, so waren wir doch trübe gestimmt, denn als schlimme Vorbedeutung erschien uns der welke Kranz, der uns bei der Einfahrt nach Deutschland gereicht wurde. Sollte die böse Fee ihre Genossinnen ansgesendet haben? . . . Schon waren wir von dem Wortschwall, der sich über uns ergoß, schier betäubt, da nahte Rettung. Ein Gesangverein ließ sich vernehmen. „Bhüd God mit helem Glangl" „Ei, der tausend," schoß es durch den Sinn, „die werden sich zu uns gesellen; da dampfen wir ja festlich ins Reich!" In der Tat. Die Sängerschar ließ sich im Nebenabteil nieder und gab ihr ganzes Repertoire zum besten. Solange das einfache Volkslied erklang, ging alles glatt, floß alles so natürlich in Tönen; sobald indes der Kunstgesang seine Sturzbäche rauschen ließ, war es mit der Harmonie und dem festen Gefüge vorüber. Die Akkorde schritten wild daher und zerrten an unseren Nerven. Wenn doch die Gesangvereine den Instrumentationsgesang von der Schwelle wiesen I Dieses halsbrecherische Notenklauben, dieses Ächzen über schwierige Intervalle, dieses Haschen bei verzwickten Stellen, dieses unnatürliche Abquälen an gesuchten Harmonien, dieses inhaltslose Gekreische, ans dem keine feste Melodie fällt, sollten die Gesangvereine endlich lassen und dafür ihren Fleiß und ihr Können dem einfachen Liede, dem Vvlksliede, zuwenden. Seit in deutschen Landen der Kunstgesang die Herrschaft angetreten hat und mit seinen Forderungen selbst durch die kleinsten Städte zieht, muß das deutsche Volkslied verlassen abseits stehen und sich damit bescheiden, daß es die Schnitterin pflegt, der Wanderbursch und die Mutter an der Wiege. Seit dieser Zeit ist aber auch die Lust, die einst die Menschen unter einem Taktstvck vereinigte, sie mit Sing und Sang in Gottes schöne Welt geleitete und zu ernsten Tuten führte, erstorben Nichts von allem, was man mit Mühe erworben, bleibt als fester Besitz zurück; so man einmal im trauten Kreise sich der ungezwungenen Fröhlichkeit hingebcn will, fehlt die Seele der Unterhaltung: das Lied. Man hat die Noten daheim vergessen — und ohne Noten geht es eben nicht. Sind sie zur Stelle, so kann die Lust nicht gedeihen, weil die Last der schwarzen Köpfe sie erdrückt. Kehrt zurück zur „guten alten Zeit", da man sich an den schönen Weisen Abt's, Schuberts und Engelbergs erfreute, und laßt das lärmende Orchester der Stimmen! — Es war schon Nacht, als wir in Dresden einfuhren. Ein Brief hatte uns den Weg zum Absteigequartiere gewiesen. So ließen wir uns denn von einer Droschke die Straße Hinausschleppen, hin zum Hospiz. Dort hatte der Königliche Bezirksschnlinspektor von Dresden uns zwei Zimmer anweisen lassen. Wie man die österreichischen Schulmeister doch gleich erkennt! Der Portier übergab uns ein Billett vom „Herrn Schulrat Dr. Prietzel". Es enthielt die Nachricht, daß der Schreiber infolge eines dringenden Geschäftes außerstande sei, uns schon heute persönlich zu begrüßen. Er werde jedoch morgen um 6 Uhr früh im Bahnhofe erscheinen und uns erwarten. Erkennungszeichen: Eine Rose im Knopfloch. Also ein Rendezvous in aller Form! Da mußte die längstvergessene Praxis wieder erneut werden. „Wo sollen wir in später Abendstunde uns rasch eine Rose verschaffen?" Ans den nächsten Tag konnten wir den Ankauf nicht verschieben, denn da stand es ja noch schlimmer. „Nu, da jehen Sie bloß mal in ein Kaffeehaus und Sie haben Rosen soviel Sie wollen." Ein guter Rat! Zunächst gerieten wir in ein Restaurant, allwo sich Gesangskräfte dritter Sorte produzierten. Der Inhalt der verschiedenen Gassenhauer war widerlich, der Braten war widerlich, der Wein und alles, was um uns im tollen Lachen sich förmlich wälzte, widerlich. Unter Zurücklassung einiger Markstücke flohen wir aus dem „Musentempel" hinein in das Innere der Stadt. Ein Lichtmecr tat sich vor unfern Augen auf. Da wir im Kreuznngsnetz mehrerer Hauptgassen standen, war's, als wären wir in den Brennpunkt der Sternenivelt gestellt worden. Aus allen Zeilen blitzte es in hellen Farben auf, aus allen Zeilen ging es mit Sausen heran, glutäugig, märchenhaft. Wir waren im Mittelpunkte des Straßenverkehres. Einer der Lichtbogen umrahmte das Wort „Kaffeehaus". Holla, da war nun das ersehnte Ziel! Wir stiegen durch Blumengewinde zum ersten Stockwerke empor. Die niedlichen Räume waren leer. Nur ein Liebespärchen schmachtete dort in der Ecke und ertränkte all den Kummer im „Blümchenkaffee". Den mußten wir schon ans kulturellem Interesse kennen lernen. Es war H2O, vermischt mit einer schwarzen Tinktura. Unwillkürlich erinnerten wir uns an die Bemerkung des Wieners, man könne in Dresden sonder Besorgnis eine vollgefüllte Kaffeekanne umwerfen, es laufe nichts heraus, denn der Kaffee sei zu schwach, um „loofen zu lenen". Unser Landsmann hatte nicht unrecht. „O, du mein liebes Österreich!" so entrang es sich unserer Brust, da wir wieder in den Beutel griffen, ohne unseren knurrenden Magen befriedigt zu haben. „Doch, vas Blumenmädchen, das Blumenmädchen!" — „„Die können Sie nu mal gleich haben."" Ein Pfiff und sic war zur Stelle. Wieder eine Matrone, eine Blumenmatrone I Gottlob, daß sie kam l Wie hätten wir uns sonst für das Stelldichein rüsten können? Ich kaufte gleich einen großen Vorrat von roten Rosen; vielleicht hätte die eine allein über Nacht zum Abbild ihrer Pflegerin werden können. — Fünf Mark, die ersten fünf Mark auf dem Boden des Deutschen Reiches hatten uns nichts gebracht als schlechte Kunst, schlechte Kost und ein Sträußlein von Dresdner Rosen. Wir sollten nächsten Tages den Erwerb nicht bedauern; denn gar fein brachten wir die duftenden Blüten in einem Gärtlein unter, da es Matronen gab, die mit ihrem Alter nicht bis zur ersten Not der Kaiserstadt zurückreichten, sondern eine durchaus neuzeitliche Belagerung repräsentierten. Die landwirtschaftliche Fortbildungsschule in Österreich. Von F. 8. Wamprechtsamer in Gröbming. 2. Die Angliederung der landwirtschaftlichen Fortbildungsschulen an die Volksschulen. So wie die Volksschule in erziehlicher und unterrichtlicher Beziehung nur bei geregeltem Besuche Ersprießliches leisten kann, so kann auch die landwirtschaftliche Fortbildungsschule nur dann dauernde Erfolge erringen, wenn sie die Schüler regelmäßig besuchen. Bisher war der Besuch dieser Anstalten in Österreich wie in den meisten deutschen Bundesstaaten auf dem Prinzipe der Freiwilligkeit aufgebaut, also fakultativ. Der Besuch war daher oft recht unregelmäßig und die Erfolge ließen manches zu wünschen übrig. Allerdings darf man nicht vergessen, daß das Prinzip des freiwilligen Besuches schon an sich ein hervorragendes Erziehungsmittel ist und geeignet erscheint, den Ehrgeiz unter dem jungen landwirtschaftlichen Nachwuchse zu wecken; denn es ist gewiß ein gutes Zeichen, wenn sechzehn- bis zwanzigjährige junge Leute und auch Männer das Bedürfnis fühlen, sich nochmals in die Schulbank zu setzen, um das in der Volksschule Gelernte zu erweitern und zu vertiefen. Diejenigen, denen es um ihre fachliche Weiterbildung ernstlich zu tun ist und die den Wert der landwirtschaftlichen Fortbildungsschule für ihr weiteres Leben erkennen, werden nicht nur selbst überzeugte Anhänger dieser Schulen sein, sondern auch ihre Umgebung zum Besuche aneifern. Was aber ist es mit der Masse der auf dem Lande aus der Volksschule entlassenen Jugend? Die Burschen bleiben vom vollendeten vierzehnten Lebensjahre bis zum Eintritte in das Heer meist ohne jedwede bessere Anregung; landwirtschaftliche Zeitschriften werden wenig gelesen und fachliche Wandervorträge bekanntermaßen leider meist recht schlecht besucht. Das junge Volk lebt eben in den „Flegeljahren“. Wir haben in der Organisation der gewerblichen Fortbildungsschulen, die sich in Österreich zu solcher Blüte emporgeschwungen haben, daß man selbst im Auslande mit größter Hochachtung von diesen Lehranstalten spricht, einen vorzüglichen Wegweiser, wie die künftigen landwirtschaftlichen Fortbildungsschulen zu organisieren wären. Nicht in jeder ländlichen Schulgemeinde werden die Verhältnisse so liegen, daß die Gründung einer landwirtschaftlichen Fortbildungsschule wünschenswert erscheint und ihr Bestand auch gesichert ist. Wo aber die Verhältnisse so günstig liegen, daß die Errichtung einer derartigen Schule von den maßgebenden Personen bezw. Ortsbehörden gewünscht und unterstützt wird, dort ist die Schaffung einer solchen Anstalt gewiß am Platze. Insbesondere wenn der Ortsschulrat, die Gemeinde- und vielleicht auch die Bezirksvertretung, die landwirtschaftliche Filiale, mehrere Grundbesitzer dem Plane wohlwollend gegenüberstehen und wenn ein Lehrer der Schule — es muß durchaus nicht immer der Schulleiter sein — der Sache Interesse entgegenbringt, soll unverzüglich an die Errichtung einer solchen Anstalt geschritten werden. Aber auch überall dort, wo keine gewerbliche Fortbildungsschule und in der weiteren Umgebung auch keine landwirtschaftliche Fachschule besteht, sollte der Versuch gemacht werden, die Bevölkerung für die Sache zu gewinnen. Wie dabei vorzugehen wäre, davon in einem späteren Kapitel. Die obligatorische Einführung des Unterrichtes müßte also ganz den örtlichen Verhältnissen anheimgestellt werden; denn die Schule muß bodenständig sein, sie muß aus dem Bedürfnisse der Bevölkerung herauswachsen, sie muß volkstümlich sein im besten Sinne des Wortes, sonst ist sie von vorneherein nicht lebensfähig — ein totes Kind. Das Landvolk muß sich die Schule selbst schaffen unter Beihilfe und Anleitung seitens der Lehrpersonen und Schulbehörden; und ebenso, wie die Gemeinde den Besuch der gewerblichen Fortbildungsschulen für die gewerbliche Jugend im Gemeindegebiete als obligatorisch erklärt und überwacht, so oder ähnlich sollte auch die Organisation der landwirtschaftlichen Fortbildungsschulen eingerichtet werden. Gegen säumige Eltern bezw. Dienstherren, die die Burschen aus unzulässigen Gründen dem Unterrichte entziehen, sollte entsprechend eingeschritten werden können. Diese bedingt-obligatorische Einführung dürfte, da die Landesschulräte fast aller Alpenländer eingehende Bestimmungen betreffend die Gründung und Errichtung solcher Schulen herausgegeben haben, kaum auf Widerstand seitens der Bevölkerung stoßen, um so weniger, da die Gründung gedachter Schulen bereits in vielen Tagungen landwirtschaftlicher Körperschaften eingehend erörtert wurde. So hat z. B. der Landtag des Herzogtums Kärnten sogar ein diesbezügliches Gesetz ausgearbeitet und auch die Landeskulturräte und Landwirtschaftsgesellschaften haben sich bereits mit dem Stoffe wiederholt beschäftigt. Wenn nun überdies das Volk durch Lehrpersonen des Ortes, Wanderlehrer, die Gemeindevorsteher, die Bezirksvertretungen, Orts- , und Bezirksschulräte, eventuell auch durch die Presse auf den Wert dieser Schulen aufmerksam gemacht wurde, so dürfte in der obligatorischen Einführung des Unterrichtes kaum eine „Verlängerung der achtjährigen Schulpflicht“ erblickt werden. Gleichwie heute schon überall dort, wo ein tüchtiger Lehrer die Errichtung solcher Schulen und den Unterricht in denselben übernimmt, die Jugend freiwillig herbeieilt, sich freiwillig und mit großem Eifer der Disziplin der Schule unterwirft, so wird auch die obligate Einführung ganz gewiß von der Landbevölkerung nur freudigst begrüßt werden. Briefkasten für das landw. Fortbildungsschulwesen. Auf mehrere Anfragen: Mein „Übungsbuch für landw. Fortbildungsschulen“ erliegt gegenwärtig beim k. k. Ministerium für Kultus und Unterricht zur Überprüfung. Es wird das gesamte Rechenwesen und die Korrespondenz des Landwirtes enthalten und ebenso wie die „Sammlung agrarischer Gesetze und Verordnungen“ beim k. k. Schulbücherverlage in Wien erscheinen. (Approbationsverhandlung im Zuge.) Letztere Sammlung wird in sieben Heften erscheinen u. zw. wird das erste Heft die allgemeinen Tierseuchengesetze, die Gewährsfehler, das Wehr-, Einkommensteuer-, Heimats- und Forstgesetz im Auszuge enthalten. Das zweite Heft enthält die agrarischen Landesgesetze von Niederösterreich, das dritte Heft die agrarischen Landesgesetze von Oberösterreich, das vierte Heft behandelt Steiermark, das fünfte Heft Salzburg (bereits erschienen), das sechste Heft behandelt Kärnten und das siebente Heft Tirol und Vorarlberg. — Die Hefte werden zu einem mäßigen Preise abgegeben werden; sie sind auch für eine Massenverbreitung unter das Landvolk bestimmt. — Den österreichischen Kollegen beim Lehrerkurse am landw. Universitätsinstitute in Gießen besten Dank für die herzlichen Grüße. — An Herrn Chudoba alles Erbetene abgesendet. — Frl. Lina Obersky, Grabnerhof, Admont: Ihr selbstloses Streben für die ideale Förderung der Mädchenerziehung hat in mir Bewunderung erweckt. Nur nicht erlahmen! — An die Blättergemeinde: Sämtliche Anfragen, betreffend die Reorganisation des landw. Fortbildungsschulwesens bitte ich unmittellbar an mich zu richten. Die Beantwortung erfolgt sodann an dieser Stelle. Wenn in dringenden Angelegenheiten eine sofortige briefliche Erledigung gewünscht wird, so bitte ich um Beischluß der entsprechenden Marke. Adresse: Wamprechtsamer in Gröbming, Steiermark. — Anempfehlung: Allen Kollegen, die sich mit dem Lehrstoffe einer landw. Fortbildungsschule vertraut machen wollen, sei das Buch: Hipsch Heinrich, „Die Berufskunde des Landwirtes“ (55 Textabbildungen), erschienen bei K.Graeser, Wien 1V/2, Joh. Straußgasse 22, Preis brosch. 4 2 K, gebd. 5 K, warm empfohlen. — Den Herren Glajcar in Ustron, Dostal in Pinkaute und Vitus Stanzel in Hohenfluß recht herzlichen Gruß zurück! — W. £(rciii»(!tbet und uetcimroottUcti« ScbclftKltet: StuMf -. Peer». — Druck pnn 3o|e| Puullcrl In »otildjce Verlag der,Miller für den Äbteilnnysnnterrichl" in Lailinch. Awei epochemachende Schriften von Hub. €. j)eerz neu erschienen. DSU" 3. Auflage. ""9MH a) talaufwärts vsn scbuic zu schule. («Line lustige und lehrreiche Schulwanderung.) Inhalt: v) Ränzel und Stoff. 2. Ins Land, wo 'die Zitronen blüh'n. 3. Durch Fels und Klüfte. §.) Über Matten und Fluren, s.) Im Waldesrauschen. 6.) Lin Blümchen auf dem Wicsenplan. 7.) Im Lande der Lust und fröhlichen Lieder. R.) Bei der Fee im Sonnenglanz. 9.) Auf den Trümmern einer begrabenen Welt. (0.) In der Musterschule. U-) Über die Runse des Wildbachs. \2.) Einsam im tsag. (3.) Seitab in ein Ziergärtlein. H.) Im Morgensonnenschein — bergauf. (5.) Durch das Felsentor. (6.) kseiter im heitern Kreise. ;?.) In der traulichen Laube. (8.) Bei einem Wundermann. ly.) Lin kranker Amtsbruder. 20.) Stille Betrachtung. 2t.) Sonntagsmorgen im Alpdorfe. 22.) Unter dem Volk der Senner. 23.) Lieben oder Leben. 24.) Der am See und jener auf der £)öh\ 25.) Gerettet. 26.) Gold und Silber. Zweiter Zeit des Büchleins: talabwärts nach sieben Jahren. Inhalt: l.) Dem Lenz entgegen. 2) Lin pädagogischer Recke. 3.) Lorbeer und Myrte. 4.) Tosender Wellenschlag. 5.) Bei einem modernen Praktiker. 6.) Wenig Worte, viel Gewinn. 7.) Frühlingswehen in der Schulstube. 8.) Zwei glückliche Schwestern. 9.) Die Lehrer-Bürgermeister. tO.) In der Kochschule, tt-) Edelsteine. (Meide Leite in einem eleganten Möndchen mit chal'ddruck, in Leinwand gebunden, 208 Seiten, Mreis :! K.) Mit einem Milduis des Verfassers. Zu dem Kapitek; .,ZirüYtings>vcYe» in der Schutstuvc". p . 3 3 - ‘ri -a" A 5 2 > 05 o- 2. p Ul a s a. p 0® I ~ f §; I f § iS 3 =1 o 3 'ff S' f» 2, Cr- . 9 ,3 a ^ 2 ffi ? 2 O p -2, ot . ©* .9* a|3 G iS" o -er -er » « s? £* » 5' Gi G Pr G -er p , cz 5-0 s, Si ” & s <*11 o CE O p p p- PCS P: p -er 3 ^ Z 3* p 3* 3 3 G -B' *-o "g* 0 ^ IA or G VE '/» r-*“ 8 in 2. | ^ er 2- ^ -S* Ö "» S * 3 g* Q>1 j e1 3 Ln Z g; u> w v 3» « o 2 2. 3 £ o Ez or s: W> Q, O -O* —{ CZ G ro • ee H. 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Aas 3 fö' S Se SÄ a,.5 5?.i5 9 g = g 3 g < = ° reg s g g g-a a3£-«p|£ej » _ a « c« o.n,n.an’S'*a. _ 7? n? n> > < ^ f* ^ 2 !TQ C:n 3 i 3 O ») ^53 -3=r &=2«~?£ 3 §§•§ 3 2. 2. £: ^ “• 5. ~ 2 0.33a^3 >«a ^ m >|J ü. 3 3 3 2,^ = « 5 | 3 - csaC«?(>»g3&äS SS.P.S 2.g.g<8 SS SiSgs tn^-^a-tziniCL.33-rz) o — a ca n> < 3 3 —• c/5 3 3 < « o 0.2-=L^ —. <2 C VJ c: ro ^ r* v;, f J r _ 3 ^ ~ <«i32.»35.ar#o'='" o,a 2? x- erBSü 5£»>7Säftii»a.#s: SsS^' N re c 5 ffi-o.. rere3aE2n>7raa-_2-Dcr_3''> , re 3 ro §- B ti I = H* = xii; 5§|s i In-1 piS-=S|?tl-!sjI= Ss£ r$ § *»-; ~= JS sl I! °!?5 !f S-ä-S-a-S B-|| S I s g ||=S m I fti I ä n CZ) I I (D (D I I r 3 3 » -t 3rtß (D I 3 S.D'Sa 3 I (fl 71 r1 ; 3 (fi T'S leuchtet, wo die Ratlosigkeit seufzt und wo Rat und Hilfe not tun. Möchten recht viele Berufsgenossen sich ihrer Führung anvertrauen! Das ist mein wiederholter Wunsch, dessen Erfüllung ich gerne herbeiführen helfen möchte, ln der „Pädagogischen Warte“ von Beetz in Gotha und Rüde in Nakel will ich Ihrem „Trostbüchlein ein Loblied singen. Mein wackerer junger Freund Professor Peerz wird gewiß auch wiederholt die Trommel für das „Trostbüchlein“ rühren. Ihr Büchlein wird seine eigenen Bestrebungen als Schulinspektor und Schriftleiter kräftig unterstützen. Sie haben für die Lehrerinnen und für die Schulaufsicht ein gutes Werk getan, und das sei Ihnen herzlich gedankt. In aufrichtiger Hochschätzung und unter amtsbrüderlichen Grüßen bin ich Ihr ergebenster alter Freund Schulrat Fr. Polack.“ 216.) Im Reich der Lüste. Ein Huldigungsfestspiel für den Grafen Zeppelin. Verfasserin: A. Stamer — Caspari. Verlag: Strauch in Leipzig. Preis 1 K 20 h. — Szene, Gesang, Vortrag Über Zeppelin. Leicht durchführbar, wirkungsvoll. 217.) Milder und Skizzen ans der Landwirtschaft. (Verfasser: W. Marx; in Kommission bei Karl Gerolds Sohn in Wien.) — Eine Darstellung der Entwicklung des Anbaues ähnlich wie dies in dem Stundenbilde ans S. 1350 zum Ausdrucke kam. Das Praktische ist mit dem Ethischen vereint, alles in eine angenehme Form gebracht, so daß es zur interessanten Lektüre wird. Für Schülerbüchereien bedeutet das Buch eine überaus zeitgemäße und wertvolle Bereicherung. 218.) Mstroys ISerlie. Das Deutsche Verlagshaus Bong u. Co in Leipzig legt einen hübschen Band von 374 Seiten vor und verlangt dafür alles in allem 3 K. Billiger läßt sich eine Ausgabe der Werke unseres heimischen Dichters nicht Herstellen. Dabei sind Vorzüge festzustellen, als: gutes Papier, reiner ■Y L. & C. Hardtmuth’s L. & C. Hardtmuth’s Koh-i-noor Pastellstifte L. & C. Hardtmuth’s und Zeichenstifte ,, L. & C. Hardtmuth’s ^blgC ^.dCN Schulstifte ^ 12-5 JL "T" 1 L & C. HARDTMUTH « Österreich. Cchrcr« « und Lehrerinnen « benützen zur Ablegung der Lehr-befähigungsprü- fung die weltbe- kannten Unter-thode Rustin: gungsprüfg. an und Reifeprüfg. Lehrerinnenbil sowie die Lehr-englische und Glänzende Er-Prospekte über Anerkennungsund franko. An- richtsbriefe, Me-Lehrbefähi-Biirgerschulen an Lehrer- und dungsanstalt., befähig, für die franz. Sprache, folge. Besondere jedes Werk und schreiben gratis Sichtssendungen bereitwilligst. Schallehn <6 Wollbrück Wien XIV/2. Weisende Iloviiät! Originell! * tiroler Liederbuch » für die deutschen Volksschulen herausgegeben von Joses Sieger, k. k. Bezirksschulinspektor. Wreis GO h, franko gegen Einsendung von 70 h. Ungefähr 50 Lieder. Von hervorragenden Schulmännern begut-achtet und vom Landesschulrate bestens empfohlen. Taschenformat 8°. Künstlerisches Titelblatt. Ferlag von ------------- Joyann Kroß S. A. Weiß in Annsöruck. 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Reicher; Verlag: Manz'sche Universitätsbuchhandlung; Preis 6 K.) — Es gibt Menschen, die mit einem Ameisenfleiße alles Zusammentragen, was die Literatur aller Herren Länder in irgendeiner bestimmten Sache aufweist, wiewohl sie wissen, daß ihnen gerade für die aufreibende Arbeit wenig Interesse, vom Lohn gar nicht zu reden, beschicken sein wird. Diese Aufopferung könnte man literarisches Heldentum nennen. Ein Beispiel Hiesiir ist das oben angeführte Buch. 282 Seiten nichts als Quellen und Sammelarbeit — das will was heißen. Die Anhänger der neuen Richtung werden dem Verfasser zu Dank verpflichtet sein. — 221.) Wegweiser durch das Lesebuch. (Verfasser: I. A. Völker; Verlag E. Roth in Gießen; Preis des 1. Bandes geheftet 6 K, gebunden 7 K.) — Von ähnlichen Werken unterscheidet sich das vorliegende dadurch, daß es tiefer in das Wesen der gewählten Stücke dringt und damit der Behandlung eine breite Grundlage verleiht. Es werden auch moderne Dichtungen in Rücksicht gezogen und mit einer Lebensskizze des Dichters versehen. Alle Stufen der Volksschule können in dem Suche zum Teil Erklärungsstoff zum Teil manche wertvolle literarische Beigabe finden. Wir wollen sehen, wie der zweite Band den Hauptvorzug, das erwähnte Vertiefen in den Inhalt, zur Geltung bringen wird. 222.) Wander- uno Spielöüchkein. (Verfasser: P. Matzendors; Verlag: Strauch in Leipzig; Preis der Ausgabe für Lehrer 1 K 50 h, jener für Schüler 12 h.) — Die gesamte Reiserüstung, Wanderlieder, Bewegungsspiele, Wandersprüche, Wanderregeln, Baderegeln, über Winterwanderungen, Portotarif usw. — In der Anleitung für de» Lehrer ist alles ausführlich erläutert und zum Teil mit Zeichnungen versehen. Für fahrendes Schülervolk ein gutes Vademecum. 223.) Das Wichtigste aus der deutschen Literatur nebst einem Anhänge aus der Metrik und Poetik. (Verfasser: A. K. Parr; Verlag: Hitschfeld in Sternberg; Preis 40 h.) — Eine Stoffsammlung, die in den = HANS MÜLLER = Schönbach, Böhmen 12—4 « * Tthtstt » * Solo- und OrclKsteroiolmen. iGute Violine samt Holzetui, Bogen, Schule, Stimmpfeife, Reservebezug etc. franko 15, 20 K. Feine Solo-Violine samt feinstem Zubehör 30, 40, 50 K franko. Den Herren Lehrern liefere ohne Nachnahme auch zur Ansicht und Probe, ohne Kaufzwang. Teilzahlungen gestattet. Garantie: Zurücknahme! Kataloge frei! Reparaturen kunstgerecht und billigst. W 30 Tage zur Probe TU versendet in alle Orte der Monarchie 4 Nähmaschinen. Versand - Haus STRAUSS Wien, VII., Slebensterng. 13 (Ecke Stlftg.) die Wertheim-Elektra 85 K etc , weit und breit bekannt als die beste, geräuschlose Kamilien-maschine der Gegenwart. Maschinen, die sich in d. Probezeit nicht als vorzüglich erweisen, werden anstandslos zurückgenommen. An nachweisbar mehr als 1000 Lehrer Österr. gelieferte Wertheim können überall besichtigt werden. 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Dann bat er die bildnerische Ergänzung, wie ich sie mir wünsche. P. 225.) Hracsers Schulausgaben Klassischer Merke bringen nun auch leichtere Stoffe, Unterhaltendes, Interessantes für die studierende Jugend. Strenge Klassizität im Quinar war nicht immer nach beut Sinn der jungen Leute. Es ist daher gut, die Sammlung zu würzen. Das vorliegende Heft Nr. 73 enthält die Novelle „Mozart auf der Reise nach Prag" und die Historie von der schönen Lau aus dein Märchen „Das Stuttgarter Hützelmännlcin" von Eduard Mörike. Als Herausgeber ist Dr. Leopold Brandt angegeben. (Preis des Heftes 60 h.) 226.) Kurltostenveiträge sür Lehrer. Der erste allgemeine Beamtenverein in Wien hat wie alljährlich auch heuer an mittellose, kurbedürftige Mitglieder u. zw. in erster Linie an solche, die beim Vereine versichert sind, Kurkostenbeiträge zur Verleihung gebracht und hiefür K 20.140 verwendet. Aon den eingclangten 268 Gesuchen konnten 178 günstig erledigt werde». Bemerkenswert ist, dag von dem bewilligten Betrage von K 20.140 K 10140, also mehr als die Hälfte, auf Bewerber aus Lehrerkreisen entfallen, wie denn überhaupt die humanitäre Tätigkeit des genannten Vereines in ganz besonderer Weise der Lehrerschaft zugute kommt. Folgende Ziffern mögen dies beweisen: Seitens des Beamtenvereines wurden bis jetzt an Kurkostcnbeiträgen allein K 136.540, an Unterstützungen K 42.082, an Unterrichtsbeiträgen K 368.990, an Stipendien K 40.569, insgesamt also K 587.881 an Lehrer, beziv. Hinterbliebene nach Lehrern bewilligt. 227.) Methodik des Anterrichtca in der Naturgeschichte. (Verfasser: Dr. E. Witlaczil; k. k. Schul» bücherverlag; Preis 1 K 50 h.) — Für Lehrerbildungsanstalten! Ist das nicht köstlich? Bei der lächerlich geringen Stundenzahl, die dem naturgeschichtlichen Unterrichte an unseren Lehrerbildungsanstalten zugemessen ist, soll neben dem eigentlichen Lehrstoffe noch eine 127 Seiten starke methodische Anleitung bewältigt !!! Seispieloser Erfolg einer österreichischen pädagogischen Schrift !!! An einigen Monaten 1. Auslage (2500 St.) vergriffen. Fit zweiter Auflage ist erschienen: .................. Urof. Murger Die Skiffe im naturgeschichttichen Unterrichte der Volks- und Liirgerfchute. Mt 108 Skizzenkeispieken, darunter 3 in Sechsfarbendruck, und Lehrprobe». Mreis 2 Kronen. — Zu beziehen durch die Verwaltung der „Blätter für den Abteilungsunterricht" in Laibach. Im Verlage des Lehrerhaus-Vereines in Wien ist erschienen und durch die Kanzlei des Vereines (VIII/1, Josefsgasse 12) gegen Einsendung des Geldbetrages zu beziehen: Erlösung. Schauspiel in einem Akte von R. Hawel. Im Sommer 1908 trat der Lehrerhaus-Verein in Wien an den dramatischen Dichter R. Hawel mit dem Antrage heran, zum sechzigjährigen Regierungsjubiläum unseres Kaisers ein Stück zu schreiben, in dem die für Schule und Lehrerschaft so segensreiche Schaffung des Reichsvolksschulgesetzes gefeiert werden sollte. Aus dieser Anregung heraus entstand das vorliegende Werk, von dem der Dichter wünscht, es möge von der Lehrerschaft Österreichs als das aufgenommen werden, als was er es geplant hat: als ein Dankbrief für die treuen Kämpfer von einst und als ernste Mahnung für die Jetztlebenden. Die Statthalterei in Wien untersagte die Aufführung des Stückes, weil der darin ergreifend geschilderte Kampf des wackeren Schulleiters mit dem Pfarrer aufregend wirken könnte . . I Erst im Mai 1909 wurde das Stück freigegeben und im Deutschen Volkstheater in Wien mit glänzendem Erfolge aufgeführt. Es ist zu erwarten, daß die Lehrerschaft Österreichs diese ihr gewidmete Dichtung unseres heimischen Amtsgenossen würdigen und sich an ihr erbauen werde, und dies um so mehr, als das Stück leicht aufzuführen ist und der Dichter auf die üblichen Tantiemen verzichtet. Preis 1 K 20 h, mit Zusendung um 5 h mehr. werden! Es ist so ziemlich ausgeschlossen, außer man verzichtet auf die Kenntnis der Sache und begnügt sich mit der Methode, wie das zuweilen der Fall ist. Wir denken anders und wählen daher den zweiten Untertitel: „Zum Selbststudium." Unsere Prüfungskandidaten werden aus dem Buche reichen Nutzen ziehen. Herr Dr. Witlnczil war ehemals Bürgerschullehrer; er spricht also als Praktiker zu uns. 228.) (Leomelrische Auschauuugslchrc und gellsadcu zum geometrischen Zeichnen. (Verfasser Rudolf Schill; Verlag: F. Deutike in Wien; Preis 1 K 12 h.) — Wollte man das Büchlein kurz kennzeichnen, so wäre dies mit dem Worte „praktische Geometrie" getan. Der Verfasser führt die wichtigsten Lehrsätze vor, verwendet sie im praktischen Leben und leitet die Gebilde sodann zur Zierzeichnung. Also eine Konzentration des Stoffes der Geometrie, soweit sie nicht gezwungen erscheint. Gehobene Volksschulen und Bürgerschulen werden nach der neuesten Gabe Schills gerne greifen. 229.) Wein erstes gesetzlich. (Verfasser: K. Zöllner; Verlag: E. Roth in Gießen; Preis 80 h.) — Für Fibelsorschcr eine beachtenswerte Schöpfung, die viel Neues bietet. Ich will cs nicht verraten, damit man sich nicht mit den paar Andeutungen begnüge, sondern vielmehr das Buch studiere. In Manchem sind wir allerdings in Österreich voraus. — 230.) Kandvuch zu Aukius Johns Mormakstvck. (Verfasser: I. John; Verlag: Tcmpsky in Wien; Preis 2 K.) — Johns eigenartige Fibel hat bereits ihren Siegeszug durch die Schulen des Reiches gehalten. Nun folgt ihr ein Kommentar. Er war nötig, denn der Verfasser brachte mit seiner Fibel mannigfache Neuerungen, die begründet sein mußten, um erkannt und richtig verwertet zu werden. Diesem Bedürfnisse entspricht das Handbuch vollauf. Es ist eine Originalpädagogik im kleinen. 231.) Auszeichnung. Se. Majestät der Kaiser Franz Josef I. hat die k. u k. Hof Kartographische Anstalt G. Freytag <£ Berndl, Wien Vll/i, durch allergnädigste Annahme der von Gustav Freytag bearbeiteten „Generalkarte von Dalmatien, Bosnien und der Herzegowina 1 : 600.000“ für die k. u. k. Familien-Fideikommissions-Bibliothek ausgezeichnet. 232.) An Ihrer Nachbarschule ist Schüllers flüssiger Tintenextrakt gewiß schon in Verwendung, Bitte sich zu erkundigen. Es gibt nichts Besseres und Billigeres zur Bereitung echter Tinte. Dieses Erkenntnis ist bereits in die entlegensten Schulen gedrungen. Die Verwaltung. Stauböl zur Imprägnierung der Fußböden gegen Staub. «* . Fegem ittel zur staublosen Reinigung IWftM von lackierten oder eingelassenen -------------Holzfußböden, Stein, Zement etc. Cotimol Bygiea Urinöl zur Geruchloshaltung von Pissoirs. Staubtücher, imprägniert zur staublosen Reinigung von Möbeln und Fußböden. Offerte auf Wunsch. — Beste Referenzen. A. Lennar Inhaber der Dustless Oil u. Paint Co., G. Hartmann u. Co. Wien Vif2, Anilingasse 2 (Mollardgasse 43). 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Möge keiner der Herren Schulleiter an dieser Empfehlung achtlos vorübergehen und möge jeder dem Lehrkörper und der Schuljugend zuliebe eine Probebestellung machen! 100 Stück kosten 2 K. Watgever. a) Umfrage. 10.) Wer kann einem Kollegen über die Ferien, in der Zeit vom 27. Juli bis 11. September oder vom 1. August bis 15. September, Privatunterricht vermitteln? 11.) Wer will gegen Entgeld einer armen Lehrerin die zur Vorbereitung für die 1. Fachgruppe notwendigen Bücher leihen? Mitteilungen der Verwaltung. Wiederholt ist es schon vorgekommen, daß die „Blätter“ mit dem Vermerk „Nicht angenommen“ oder „Adressat verreist" zurückkommen, hernach aber reklamiert wurden. Die Schuld an der unregelmäßigen Zustellung liegt nicht bei uns. — Schll. F. U. in K., Post: St. P. a. W.: Die weitere Zusendung wird nur bei jenen Abnehmern eingestellt werden, die „seit Jahren“ im Rückstände sind. Demnach können Sie also unbesorgt sein. — Lehrer K. in V.: Es ist alles bezahlt. — Die Zukunft der Tamilie wird für den Fall des frühzeitigen Ablebens des Oberhauptes am wirksamsten sichergestellt durch die Lebensversicherung; diese betreibt der Erste allgem. Beamtenverein der österr.-ung. Monarchie in allen möglichen Kombinationen nach den Grundsätzen der Gegenseitigkeit. Die Versicherungsbedingungen des Beamtenvereines sind anerkannt vorteilhaft, die Prämien mäßig. Auszahlungen fälliger Kapitalien erfolgen sofort und ohne Abzug. Versicherungsstand Ende 1909 . 201 Millionen Kronen Garantiefonds Ende 1909 ... 66 Millionen Kronen Ausbezahlte Versicherung seit Beginn der Vereinstätigkeit . . 101 Millionen Kronen Für humanitäre Zwecke verausgabt 2SA Millionen Kronen. Nähere Auskünfte erteilt bereitwilligst und kostenfrei die Zentralleitung des Ersten allgemeinen Beamtenvereines der österr.-ung. Monarchie Wien I., Wipplingerstraße Nr. 25. HLei Einkäufen die in den „Mättern" angeknndigten Kirnten verücksichtisten und sich auf die „Mittler" beziehen! flGW' Was sollen unsere Knaben und Mädchen lesen? Sie ist die anerkannt beste und am meisten gelesene Jugendzeitschrift - (Österreichs, herausgegeben vom Deutschen Landeslehrervereine in Böhmen, geleitet vom Fachlehrer K. Neumann. Monatlich erscheint ein Best, 26 bis 30 Seiten stark, mit einem Farbenbilde und zahlreichen Schwarzbildern. preis des Jahrg.-( K 80 h. probenummern umsonst. In prachteinbanddecken gebundene Jahrgänge kosten 6 K 80 h. Tiil* Schülcrbiicbereicn empfehlen wir besonders im preise tiefherabgesetzte Balbjahrgänge „Dster-—----------------------------rcichs deutsche Jugend" gebunden zu je > K 60 h. vorrätig sind 2. Kalv.j- (898, (900, (902, (905, (906 und (907. Bestellungen sind zu richten an die Verwaltung „Österreichs deutscher Jugend", Veichenberg, Söhmen. 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Bei Waschstofsen teile man mit, ob sie für Kleider oder Blusen gebraucht werden, ob Wollmousselin, Battist, Altlas-Satin, Sephir, Waschköper oder nur Waschkotton gewünscht wird. Bei allen Bestellungen empfiehlt es sich auch, den aus den Mustersendungen zu entnehmenden Preis anzugeben. Die freie Zusendung der Postpakete ist bei diesen Preisen nicht möglich, dagegen trägt die W.-A. die Auslagen für Mustersendungen und Rechnungsstempel. May wende sich »nt Karte an die Wirt-schaflsabteilung des D. L. L. V. in Reichenberg! Österreichs deutsche M. 2.75. Feinste Künstler - Gl- und Wasserfarben, öchul-Aquarellfarben in Tube», Näpfchen u. Stückchen. Knopf - Aquarellfarben. Reform - Schulfarben. tukas - Temparafarben. Tusche. Unsere neue Ureisliste für Schnl-zwecke u. Labelken mit Mischungen der feinsten Wasserfarben stehen den Äerren Zeichenlehrern kostenlos zur Verfügung. segso Sämtliche XHal- und Zeichenutensilien. Dr Tr. 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(Aufgebaut auf einem Stundenpläne für die ungeteilte einklassige Volksschule.) Preis 1 K. (Vom k. k. Ministerium für Kultus und Unterricht empfohlen.) 7. Kreuz und quer von Schule zu Schule. (Eine Wanderfahrt durch das österr. Alpengebiet.) 2. Auflage. — Elegant gebunden 2 K, geheftet 1 K 50 h. 8. Talaufwärts von Schule zu Schule. (Eine lustige und lehrreiche Schulwanderung.) — 3. Auflage. Reich illustriert, mit der Ergänzung „Talabwärts von Schule zu Schule“ (Die Wanderung nach 7 Jahren) versehen. — Elegant gebunden 3 K, geheftet 2 K. 9. ,Blätter für den Abteilungsunterricht1. (Monatschrift zur Förderung des österreichischen Schulwesens.) — a) 1„ 2., 3. Jahrgang (1904, 1905, 1906) als Buch in 3. Auflage erschienen (geheftet) 4 K elegant gebunden 5 „ b) 4. Jahrgang (1907) als Buch in 4. Aufl. erschienen (geheftet) 3 „ elegant gebunden 4 „ c) 5. „ (1908), in Heften zu haben 4 „ d) 6. „ (1909) 6 „