Nr. 135. l^ssWHUsN'«'' Mittwoch, 17. Juni. ?^^M«^"^.!: 1885. Amtlicher Theil. Se. k. und k. Apostolische Majestät geruhten aller' «Madigst dem Oberstlieutenant Ottomar Volkmer, überrumplet im Corpsartillerie'Regiment Kaiser Franz Joseph Nr. 8 und Vorstand der technischen Gruppe j 'tn mili>är«geographischen Institute, den Uebertrilt in j den Civilstaatsdienst zu bewilligen, dessen gleichzeitige ^ebersetzung in die Reserve des vorgenannten Regiments anzuordnen und demselben bei dem Anlasse mner Ernennung zum Vicedirector der k. k. Hof, und Staatsdruckerei deu Titel und Charakter eines Re-N'erungsrathes zu verleihen. Der Finanzminister hat den Finanzwach Ober-tommissä's Karl Velhe zum Finanz Inspector in Pola und den Finanzcommissär Otto Nitler von Zimmer-luann zum Finanz-Inspector in Capodistria ernannt. Nichtamtlicher Theil. Der Staatsschulden-Ausweis und die „Neue freie Presse". 11 Die Ausweise der Staatsschulden-Commission brs Reichsrathes haben das Ungliick, auf die Gemüths« Verfassung der »Neuen freien Presse" von äußerst nach. theiligem Einflüsse zu sein. Auch der jüngst veröffent. lichte Ausweis dieser Commission über den Stand der Staatsschuld mit Ende 1884 verursacht dem genannten Blatte ernstliche Beklemmungen, und es gibt seiner patriotischen Besorgnis über die Vermehrung der Aaalsschuldcn in wahrhaft ergreifender Weise Au«, imm ^ ^ kin trotz seiner Nbalgriffenheit noch u l?l beliebtes Kampfmittel der Opposition, und v'loet namentlich ein sportmäßig getummeltes Stecken« pierd der .Neuen freien P'esse", die Zunahme der ^aalzschuib. wie dieselbe in natürlicher Weise aus °em Umstände sich erklärt, dass das Deficit noch nicht ^Wt'gt jst. dem Ministerium Taaffe mit beson. °"em Nachdrucke zur Last zu legen, wiewohl Herr ^ Dunajewski noch bei i/der Budget «Debatte °"lch die Vorführung einer nicht zu widerlegenden «'Nermäßigen Vergleichung nachgewiesen hat, dass in "' Zunahme der Staatsschuld in den letzten Jahren "n langsameres Tempo eingelnten und dass überdies 7" was das entscheidende Moment ist — die Natur °er Ausgaben, welche durch die Begebung vou Rente ebeckt werden, eine ganz andere ist, als es jene ge- Jemlleton. Blüten amerikanischen Humors. H Nach der Volkszählung von 1880 kommen in "Meu!a auf die Familie fünf und ein Viertel Per-'°"en. In mancher Ehe ist der Ehemann da« Vicrtrl. Im südlichen Indiana begrub man einen Mann ; "n Landstreicher lehnte sich über die Kirchhofsmauer ^ frug einen der Leidtragenden: Mar er ein 'Staatsmann?« — »Nein." — «Ein Redner?" — b "n-" -_ „Ein Dichter?« - «Nein." — «Ein °"Uhlnter Erfinder?" — ..Nein; er war einfach ein ^"cher Mann." - «Ja. mein Gott, weshalb ist enn die Witwe mit dem Leichnam nicht nach Chicago ° '"hren und hat denselben dott als Seltenheit ausgestellt?" . Vor einiger Zeit schrieb ein junger Mann an l"e amerikanische Zeltung, er wünsche ein Redacteur ?" werden. Die Antwort, die er erhielt, verdient wei-b" ijerbreitung. Hier ist sie: „Kannst du Leviathan ^ausziehen an einem Haken, den du hinunletlässest? Na ?" du große Gedanken aus der Tiefe deines Ver- ?"dez herausangeln und sie in sünf Minuten säubern, ^"ppen und braten? Kannst du einen Leitartikel nach lval. Leiben, einen Artikel, der eine Dreiviertel, sckil« "nnimmt, «"ade 22 Zoll lang ist, drei Zoll N?un ^ densaiten bring», vier Zoll für den Anfang, rilien "°^ '" ^" MMe Humor enthält und am Ende Leb/, ^sufs von guten Grundsätzen und weisen ^"'sechs Zoll lang. bringt?" lau»? i "^ wilre wohl dein erster Gedanke. Junge", ein würdiger alter Herr zu dem Stiefelputzer, Wesen, für welche das Ministerium Auersperg den Staatscredit in Anspruch zu nehmen gezwungen war. Indes das verschlägt bei der «Neuen Freien Presse" nicht, und sie ergriff daher die höchst e» wünschte Gelegenheit, ihrem Unmulhe über den Ausfall der Wahlen in einer so patriotischen Weise Luft zu machen. So sehr es schon gegen den guten Ge» schmack verstößt, auf dieses bereits zum Ueberdrusse erörterte Thema zurückzukommen, so können wir es doch nicht unterlassen, die Besorgnisse der «Neuen Freien Presse" zu zerstreuen, was uns umso gew,sser gelingen dürfte, als das Urtheil dcr Geldmälkte über den österreichischen Staatscredit, wie dasselbe in den Coursen der österreichischen Renten zum Ausdrucke kommt, an sich ein beredter Blwei« für die erfreuliche Besserung der Staalsfinanzen ist, dass ,r selbst von der „Neuen Freien Presse" bei ruhiger Gemüthsver« fassung nicht ignoriert wrrden kann. Wenn wir die von dem erwähnten Blatte aufgestellte Tabelle zur Basis der Vergleichung annehmen und auch die Einbeziehung der zum Zwecke der Tilgung vorgenommenen RenteN'Emissionen gelten lassen; wenn wir noch ferner den Umstand, dass der Rentencurs unter dem Mini' sterium Auersperg ein viel niedrigerer war und daher zur Ausbringung des effective,, Geldbedarfes damals ein viel größeres Nomirwl'Capital begeben werden mufste, was eine viel höhere Vermehrung der Staats' fchuld bedingte, auheracht lassen, so ergibt eine Ver-gleichung der dem Ministerium Aueriperg zur Last fallenden Schulden Vermehrung mit der Zunahme der SlaalSfchuld unter dem Cabinet Taaffe folgendes Bild. Die RenteN'Vermehrung in sechs Jahren, und zwar von Ende 1873 bis Ende 1879 — wir nehmen bloß die Z ffern aus der vorletzten Legislatur-Periode, wie» wohl das Ministerium Auersperg schon Ende 1871 zur Regierung gelangte — betrug: Endc 1873 Elide 187!) Ende 187!) mehr 4,2pcrc. Gulden östcrr. Währung Notenrente 1095 455115 1312 239 750 216 784 636 4,2ftcrc. Sibcirente 975161317 994 357 907 18196 590 2 071616 432 2 206 597 657 234 981 225 4ft crc. Goldrente — 320 850 200 320 850 200 2 071 616 432 2 627 447 857 555 831425 Hiezu kommt die Emission von 30 Millionen Gulden Schahscheine vom Jahre 1879, deren Rück» zahlung das gtgenwärtige Ministerium übernehmen musste, wobei wir die im Jahre 1876, erfolgte Emis. sion von Schatzscheinen im Betrage von 25 Millionen der ihm die Schuhe reinigte, «wem, ich dir einen Dollar schenkte? Nach dem Circus? He?" — ,Nein, Herr", war die Antwort, «mein erster Gedanke wäre, dass Sie mir ein falsches Geldstück gegeben hätten." Anzeige in einer Zeltung in Baltimore: «Ich wünsche meinen Papa zu verheiraten. Derselbe ist 5 Fuß 7 Zoll hoch, hat dunkelblonde Haare, schwarze Augen, noch fast alle Schneidezähne, eine römische Nase und einen guten Schneides. Ich verspreche meiner zukünftigen Stiefmutter, falls sie mir gefallt, gute Behandlung. Adresse X a, 3, i>08w rennte." .Was machst du denn da?" frug eiu Mann feinen Freund, den er damit beschäftigt fand, ein dicke« Stück Sohlleder zu zerschneiden und die einzelnen Stückchen zu lauen. — «Ich werde nächste Woche aufs Land gehen, und da übe ich mich auf die Beef, steaks ein," war die Antwort. — „Ja dann — das ist was anderes." Nichts kann den Wirt eines Eisenbahn-Restaurants mehr kranken, als wenn ein Gast den anderen in lautem Ton fragt: «Hat man denn niemals ver. sucht, Kriegsschiffe mit diesen Butterbroten zu panzern?" Ein Bürger Georgia« in den Vereinigten Staaten äußerte sich über einen dort sichtbaren Kometen folgendermaßen: ..Großartig in seiner Pyrotechnischrn Entfaltung, m,ermes8lich in dm» Ungeheueren seiner Unendlichkeit, mahnt er uns daran, wie grandios das Land ist. in welchem wir wohnen, ein Land, das sich solcher Erzeugnisse lühmen kann. die unmöglich sind für den ve,we,chlichtcn Despotismus des Orientes sowie für die kalten und unfruchtbaren Regionen des rauhen Nordens." Tragt Eure Geldtaschen leer, drnn nichts ärgert einen Dieb mehr, als wenn er Euch eine halbe Meile Gulden nicht in Rechnung ziehen, weil dieselbe noch von dem Cabinet Nuersperg getilgt wurde. Die Schulden« Vermehrung in den erwähnten sechs Jahren betrug daher 585 831425 Millionen Gulden, was Pro Jahr die stattliche Ziffer von nahezu 100 oder genau von 98 Millionen Gulden ergibt. Wie stellt sich hingegen da« Resultat, wenn wir den Stand der Staatsschuld von Ende 1879 bis Ende 1884 ins Auge fassen? Dies zrigt nachstehende Tabelle: Endc 1879 Endc 1834 ^"mrhr^ 4,2pcrc. Guldrn ösicrr. Nahrung Nolcnrentc 1312 239 750 1385 145 220 72 905 470 4,2pcrc. Silbcrrente 994 857 907 997 212 802 2 854 895 4pcrc. Goldrente 320 850 200 340 850 200 20000000 5perc, Notrnrcnte --_________154 419 900 154 419 900 2 62744?857 2377 628122 250180 265 Hiebei darf fürs erste nicht übersehen werden, dass nach dem Coursstande der Renten in den letzten Jahren für dasselbe Nominale ein namhaft höheres Effectio-Capital erzielt worden ist. Sodann aber muss — und es ist dies für die richtige Beurtheilung der angeführten Zffern uncrlässlich — untersucht werden, welchen Zwecken dieses Plus von 250 Millionen gedient hab?. Da kommt zunächst der Betrag von 75 760000 st. auszuscheiden, welcher zu Tilgungs-zwecken emittiert wurde; ferner der Betrag von rund 100 Millionen Gulden, welcher für Eisenbahn.Investitionen verausgabt wurde, und es waren diel nahezu ausnahmslos — wir erinnern bloß an die Nrlbergbahn — Eisenbahnlinien von hervorragender commercieller Wichtigkeit; weiter die oberwähnten 30 Millionen Gulden Schahscheine, drren Rückzahlung von der gegenwärtigen Regierung als Erbschaft von ihrer Vorgängerin übernommen wurde; endlich ungefähr 15 Millionen Gulden für Investitionen in den durch Ueberschwemmung heimgesuchten Nlpenländern, für die Bewältigung des Nusstandes in der Herzegovina und für Monumentalbauten. Die Summierung diefer Posten ergibt einen Betrag von 220 760000 st., so dass also während des gegenwärtigen Regimes die wirkliche Vermehrung der Staatsschuld — denn den InvestilionK'Ausgaben stehen entsprechende Einnahmen gegenüber — pro Jahr sich auf einen Betrag von kaum 6 Millionen stellt. Wenn man bedenkt, dass dieses Resultat erzielt worden ist, trotzdem eine Reihe wichtiger Steuer-Vorlagen m der abgelaufenen Legislaturperiode nicht erledigt wurde, trotzdem die Gebüren»Novelle und die gefolgt ist, Euch das Portemonnaie entreißt und Hinlerher in demselben nur ein Recept zu eingemachten Pfirsichen und eine verblichene Photographie Eurer Großmutter findet. In einer amerikanischen Musilgesellschaft stellte ein Freund des „Classischen" den Antrag, in der nächst.« Saison die Hauptwerke Bachs zur Aufführung zu bringen. Ein jüngeres Mitglied brachte das Amen-dement dazu ein. dem Worte „Bach" die Silben ..Ofsen" vorzusehen. Zum Entschen der „Classischen" wurde das Amendement angenommen. In einer pennsylvanischen Zeitung fand sich sol-genbe Anzeige: „Ein großes Naturwunder!! Peter Wendlingü Derselbe ist 48 Jahre alt, hat niemals Haare oder Zähne besessen und besitzt weder Geschmacks» noch Geruchssinn. Er hat keine Poren; wenn er arbeitet, wird er so heiß. dass er mit kaltem Wasser begossen werden muss! Kommt und seht! Eintritt 10 Cents!" Ein Deutscher, welcher eine Amerikanerin zur Frau ha», erhält Besuch von einem Freunde. Der Freund wird von der Gattin eingelassen und fragt nach dem Gemahl, worauf er folgende Antwort erhält: „Mein Man« ist krank, er leidet an einer deutschen Krankheit." — «O. das thut mir leid. wie heißt denn diese Krankheit?" — „Die Iammer-katzen." Zu einer Kutscherstelle in Vlnnra mrldele sich eine Frau und antwortete aus die Frage, ob sie sich auf das Lenken veistehe, lächelnd: „O ja! Habe ich doch schon zwei Männer gehabt!" In Saratoga, dem Badeorte, war eine Dame angelangt, die sich durch ihre Schönheit auszeichnete, sehr zurückgezogen lebte und keine Herrenbekanntschaft Laibacher Zeitung Nr. 135 1122 17. Juni 1885. Personal-Cinkommensteuer noch der Votierung harren, so mufs mau gestehen, dass dasselbe befriedigen muss, zumal die culturellen und wirtschaftlichen Bedürfnisse des Staates immer höhere finanzielle Anforderungen stellen. Die „Neue freie Presse" aber möge ihrem Steckenpferde endlich Ruhe gönnen und sich dank' bareren Aufgaben zuwenden. Es ist ihr da ein weiter Spielraum geboten. Die Reform der directen Stcncru. für welche das genannte Blatt unler dem Ministerium Nuerspery mit einem der Sache würdigen Feuereifer eintrat, harrt, wiewohl in erfreulicher und erfolgreicher Weise begonnen, noch des Abschlusses. Die Einführung der Personal-Elnlommeilsteuer wird in Verbindung mit der rationellen Finanzverwaltuiia.. welche in dem letzten Lustrum so naulhafie Erfolge erzielt hat, die Herstel» lung dcs Gleichgewichtes im Staatshaulhalte wesentlich beschleunigen. In dieser Richtung zu wirken, wäre der Beruf namentlich jener Partei, welche sich bei jedem Anlasse die „Staatspartei" nennt, und ihrer publicistischen Organe. Die Rolle der Cassandra zu spielen, ist bequem, wird aber mit der Zelt undankbar, zumal wenn die Illusion verloren geht und die tragische Declamation bei dem Auditorium nur einen Effect erzielt, den — der Langeweile. ____________ Inland. (Pas Abgeordnetenhaus) ist complet; am Samstag fand die lchte Reichsrathswahl aus der Gruppe der Höchstbesteuerlen Dalmatiens statt, und wurde der bisherige Abgeordnete Conte Manfredo Vorelli (Rechtspartei) mit 215 von 413 abgegebenen Stimmen wiedergewählt. 198 Stimmen sielen auf den autonomistisch'italienischen Candidate« Freiherrn von Lapenna. In den verschiedensten Blättern wimmelt es jetzt von den verschiedenartigsten Berechnungen über die Stärke der Parteien und Fraktionen im nächsten Reichsrath. Die Ziffern gehen nur wenig ausein-ander; trotzdem glaubt die „Politik" zwei auch von uns gebrachte Angaben corrigieren zu müssen. Sie sagt nämlich, dass der polnische Club nicht 54, sondern 62, und der czechische nicht 66, sondern 67 Mit< glieder zählen werde. Das Präger Blatt rechnet ent-schieden unrichtig; Galizien wählt 63 Abgeordnete. Dass Kallir. Sochor und Kowalski dem polnischen Club nicht beitreten werden, ist selbstverständlich; aber auch die vier Ruthenen werden außerhalb des Partei« Verbandes bleiben, ebenso wie die Minister Duna-jewbtt und Iiemialkowski weder dem Polenclub an-gehörten noch angehären werden. Die „Politik" irrt sich aber sogar in Bezug auf die Stärke des czechi-schen Clubs, da sie ganz zu vergessen scheint, dass Minister Prazal ebensowenig wie seine polnischen Col-legen einem Club beitreten dürfte. (Conferenz.) Nach Angabe einer Wiener Correspondenz hat am 14. d. M. im Kciegsministerium eine Conferenz d?r Abtheilungs'Varstände stattgefun< den, in welcher das den Delegationen zu unterbreitende Heeresbudget festgestellt wurde. Es kann sich dabei wohl nur um eine allgemeine und vorläufige Feststellung der Gesichtspunkte gehandelt haben; die definitiven Beschlüsse sind zweifellos einer gemeinsamen Ministerconferenz vorbehalten. (Aus dem Lager der Linken.) Der Vor« stand der „Vereinigten Linke»" berief alle deutsch« liberalen und deutfch - nationalen Abgeordneten für suchte; mehrere bekannt!» Stutzer, die sich ihr näherten, ließ sie gründlich abfallen. Bei Tische, an der Hotel« tafel, kam die Rede auf sie; ein Herr wettete um eine hohe Summe, er würde ihr einen Antrag machen und sie in drei Tagen heiraten. So geschah es; er gewann und steckte den bedeutenden Betrag ein. Später stellte sich heraus, dass die beiden schon längst verheiratet waren. Sie lebten von diesem Geschäfte. Zwei Damen der feinen Gesellschaft in Washington geriethen in Streit darüber, wer von ihnen die ältere sei; der Meinungsaustausch ward immer hef» tiger — da erhob sich die eine und sagte mit einer Verbeugung: „Aber warum wollen wir uns streiten? Ich habe nicht das Herz dazu — ich habe nie meine Mutter gekannt. Sie verließ mich, als ich ein neu« geborenes Kind war, und nie habe ich erfuhren, wer sie war — wer steht mir in diefem Augenblicke gut dafür, dafs nicht Sie diese langvermisste treulose Mutter sind?" Anzeige: „Nero schlug die Leier, während Rom in Flammen stand, ein positiver Beweis, dass er gänzlich frei von Rheumatismus war. Wer das gleiche bei sich erzielen will, benutze Wincolts neue Rh,u-matismnspillen." Krastftellen. bei denen man in amerikanischen Theatern klatscht: «Wer es wagt, seine Hand an eine Dame zu legen, ausgenommen, um sie zu beschützen, ist ein Feigling!" (Applaus.) — „Ja, es ist wahr, sie hat d,e Gewohnheit, sich zu betrinken, aber sie ist meine Mntler!" (Stürmischer Applaus.) — „Sprechen Sie wahr, Madame? — „Ich bin eine Amerikanerin!" (V'ohejz Vravn.) — ..Die Schwiegermutter ist verbrannt — über das Kind ist gerettet!" (Orkanähnlicher Beifall.) O. H. nächsten Sonntag nach Wien zu einer Conferenz behufs Beschlussfassllng über die künftige Organisation der Parlei ein. Das Einladungsschreiben ist von den Abgeordneten Dr. Herbst, Kopp, Planer, Scharschmid. Sturm und Weitlos unterzeichnet. (Kroatie n.) Wie aus Karlstadt mitgetheilt wird, ha! die Misere in der dortigen städtischen Vetwaltung vorgestern ein Ende genommen. Bürgermeister Johann Stanzer ist nämlich seines Amtes enthoben und Senator Vernii vom Amte suspendiert und in Disciplinar-Untersuchung gezogen worden. Als Regierung« - Commissär dürfte Vicegespanschafts'Secretär Uzorinac die Leitung des Magistrates zu dieser Stunde wahrscheinlich schon übernommen haben. Die gemäßigten Elemente in Katlstadt begrüßen dieses energische Auftreten der Re. gierung, das fchon seit der Adzia.Uffaire erwartet wurde, sicherlich mit Genugthuung. Ausland. (Die englische Minifterkrisis.) Marqais Salisbury hat die Neubildung des englischen Cabinets zwar übernommen, doch ist dies keineswegs bedingungslos geschehen. Mit Rücksicht darauf, dass dir Majorität des Unterhauses der liberalen Partei an. gehört, hat nämlich Marquis Salisbury die Bildung eines neuen torrystischen Cabinets davon abhängig gemacht, dass das Unterhaus, beziehungsweise dessen Majorität, sich jeder Angriffe auf die Regierung bis zu dem Zeitpunkte der Neuwahlen auf Grund der neuen Wahlordnung, d. i. bis zum Monate November, enthalte. Es soll nun darüber in einem Parteimeeling unter Theilnahme Salisburys entschieden werden. (Deutschland.) Immer seltsamer entwickelt sich der Gang der braunschweig'schen Erbangelegenheit. Jetzt soll Baiern sich entschlossen haben, im Bundesrathe zwar der Ausschließung des Herzogs von Cumberland zuzustimmen, aber die Motivierung des preußischen Antrages abzulehnen. Die Reise des Groß« Herzogs von Sachsen-Weimar nach Dresden soll den Zweck haben, Sachsen von seiner Stellungnahme gegen den preußischen Antrag abzuziehen, zugleich melden ernsthafte Berliner Blätter, der Schwiegersohn des Osoßherzogs, der deulfche Botschafter Prinz Reuh in Wien, sei zum Regenten in Braunschweig ausersehen. Die Entscheidung erwartet man von dem Justiz-Aus-schusse des Bundesrath's noch in dieser Woche, nachdem von dem erkrankten hanseatischen Vundesraths» Bevollmächtigten Dr. Klüger das Referat auf den hessischen Bevollmächtigten Neidhart übergegangen ist. (Die Commission der Pariser Suez-Can al«Conferenz) schloss am verflossenen Sonn. tag ihre Arbeiten mit der Cunstatierung der guten gegenseitigen Dispositionen der betheiligten Regierungen. Die englischen Commissure anerkannten, dass der gegenwärtige Zustand Egyptens ein ausnahmsweiser und vorübergehender sei. (Zur afghanischen Frage.) Wie der „Ngence Hava2" aus St. Petersburg gemeldet wird, ist das Arrangement bezüglich der afghanischen Grenze bereits getrofftn, aber die Bevollmächtigung zur Unter-zeichnung desfelben wurde infolge des Rücktrittes Gladstones vertagt. Man frage sich in den officiellcn Kreisen — so heißt es in der bezüglichen Depesche — ob Salisbury die von Gladstone gemachten Co»ces< sionen ratificieren werde. Erniedrigte und Beleidigte. Roman von Theodor Dostojcwsll. (97. Fortsetzung.) XI.. Kaum war ich auf der Straße, ohne dafs ich mir noch klar war, wohin ich mich wenden follte, als Plötzlich eine Droschke vor dem Thore hielt und ich Alexandra Ssemenowna mit Nelly esblickte. Sie hielt das Mädchen fest umfasst, als fürchtete si>, dass Nelly noch einmal entweichen könnte. — Nelly, was ist dir. wo warst du? — rief ich. — Fragen Sie jetzt nicht! Sie sollen oben alles erfahren! — antwortete Alexandra Ssemenowna. — L?g' dich nieder, Nelly! — sagte sie, als wir oben waren. — Du musst müde sein, bist so viel umhergelaufen, armes Kind; ruhe jetzt ein wenig. Wir aber — fuhr sie fort. indem sie sich zu mir wandle, — wir wollen ins Nebenzimmer gehen, um sie nicht zu stören. Nlly blieb auf dem Divan sitzen und verhüllte ihr Antlitz Wir verließen das Zimmer. Alexandra Ssemenowna erzählte mir in Kürze den Hrgang der Flucht. Später erfuhr ich noch einige weitere Einzel» heilen. Nachdem sie den Zettel geschrieben, war Nelly, etwa zwei Stunden vor meiner Rückkehr, zu dem alten Doctor gelaufen, dessen Adresse sie ihm schon früher entlockt. Dieser war, wie er mir erzählte, stair vor Schreck, als er Nelly s„h und traute seinen Aua/„ nicht. Er saß im Schlafrock in seinem Cabinet bei einer Tasse Kaffee, als sie plötzlich ins Zimmer stürzte, ihm um den Hals fiel, ihm die Hände küsste und ihn anfleht?, sie zu sich zu nehmen; sie sagte, sie könne (Frankreich und China.) Der zwischen Frankreich und China gefchlossene Friedensvertrall enthält nach einem Shanghaicr Telegramme des „Standard" folgende Bestimmungen: Französtche Soldaten dürfen nicht chinesisches Gebiet, chinrsM Soldaten nicht französisches Gebiet betreten. Die Beziehungen zwischen Frankreich und Annam dürfen lücht derartig sein, um China Verlegenheiten zu bereiten. Eine Gienzcom mission wird ernannt, welche alle Oreuz-sragcn binnen sechs Monaten lösen wird. Franzose», die chinesisches Gebiet, oo^r Chinesen, die französisches Gebiet betreten, müssen mit Pässen versehen sein. D,e Steuern in Pao-Shun und Lang-Son werden uon den Chinesen eingezogen. Französische Consuln werden an diesen Pnnkten ernannt werden, um die Handelsbeziehungen zwischen dem nördlichen Tonking und den französischen Provinzen Iiinnan und Kwangsi zu überwachen. Die Franzosen werden unverzüglich den Vau einer Eisenbahn in Tonling in Angriff nchmcn. Wenn die Chinefen ein Gleiches zu thun wünschen, mlissen sie erst die Franzosen zu Rathe ziehen. Diese Bestimmungen dieses Vertrages bleiben sür zehn Jahre in Kraft. Die französischen Truppen auf chinesischem Gebiete werden unverzüglich zurückgezogen. Bestehende Verträge zwischen Frankreich und China bleiben un< verändert. Tagesneuigkeiten. — (OesterreichischeCongo.Exveoitio ") Vorgestern abends gieng die österreichische Congo-ElP^ dition unter Führung des Professors Dr. Oscar Lenz von Wien über Leipzig und Berlin nach Hamburg ab, um sich dort einzuschiffen. Die Mittel, welche dem Unternehmen zur Verfügung stehen, betragen 20000 5' um 5000 fl weniger, als präliminiert wurde, doch H"A man. dass Förderer der Wissenschaft noch nachträglich den fehlenden Betrag beisteuern werden Professor Dr-Oscar Lenz witd von feinem Assistenten Oscar Gau-mann begleitet. Dr. Lenz. der vor wenigen Woche» du Professur an der Czernowiher Universität rchielt. wurde mm vorläufig fllr 1'/, Jahre beurlaubt. — (Admiral Cour bet f.) Wie telegraphs aus Paris gemeldet Wild. ist Admiral Cour bet stl" storben. In d?r Kammer zeigte der Marineministlr unter allseitiger Theilnahme das Ableben des Admiral« llourbet an, welcher am II. Juni an Bord des Schiffe« „Bayard" erfolgte. Ueber Antrag des Minister« wurde die Sitzung zum Zeichen der Trauer aufgehoben. -"" Admiral Courbet starb in Malung auf den Pescadores-Inseln an Gallenfieber. — (Defraud at ion) Karl HarreS, interlmi" stischer Vorstand der Wechselabtheilung der allgemeine" Depositenbank in Wien, wurde wegen Defraudatlon tM 54 878 st, verhaftet. Harre» ist 34 Jahre alt und "^ der Tochter eine» Wiener Baumeisters verheiratet. ^' sieben Jahren bei der Depositenbank, srvhnte er de" Spiele in, kleinen Lotto, wo er seit Beginn die!" Jahres in Einsähen bis 1000 st. spielte. Er ließ v>° Einsätze durch den Wechselagenten Karl Solterer ve su'gen. Dieser sowie der Wechsler Paul HubelU, " welchem Harre» eine Att Compagniegeschäft hatte, w" den ebenfalls verhaftet HarreS begieng die Defra» Kation durch »nterfchobene Wechsel creditfähiger 3>r"^ Er verspielte im Lotto auch das Vermvgen !«"" n'chl bei mir bleiben, siehalte es nicht mehr a"«; A betheuerte, das« sie ihn nicht auslachen und sich », führen, fleihig lernen werde, dass sie gehorsam ie> und jelen Tag alle möglichen Pulver einehmen N»0" ' Als der biedere deutsche Arzt, dem vor Schrcck s^° die Cigarre ausgegangen war. die Sprache w><° fand, hielt er in seiuer Weise dem Mädchen eine grop Rede. ^, — Mademoiselle — sagte er — so weit ich ^ ue,stlil>den, bitten Sie, dass ich Ihnen bei m's ^ Plätzchen einräumen soll. aber das ist lMlno'a.l'ch - ^ sehen, ich bin hier sehr beengt, und meine EumaY^. sind sehr gering. .. Und so plötzlich — das ist M" lich! Wie ich merke, sind Sie au« Ihrem Hause ^^ flohen - das ist sehr schlecht. Zudem habc lch Ht lmr einen ganz kleinen Spaziergang unter ""'^,, Ihres Wohlthäters gestattet, Sie aber blassen ^. Wohlthäter und kommen zu mir gelaufen, way" Sie sich doch fchonen müssten und . - - "^ - 'he Medicin einnehmen. Überhaupt ... ich ""!,<», nicht. . . sst Nelly unterbrach ihn, unter Thränen beschwor'^ ihn, sie bei sich zu behalten, aber es war verge. Da stürzte sie von ihm fort und begab sich z" A"H„ bojew. Auch dessen Adresse hatte sic sich 5« vM^Kls-gewusst. Masslobojew war zu Ha"^. Alerandrc, ^^ menowna schlug die Hände über den Kops «"!" ^, als sie Nelly erblickte und ihr Flehen vernaym. ^. ,hl,en bleiben zu dürfen. Als man sie slag". '" .^cht si> von mir fort wolle, ob sie es bei «m etwa ^ ^ habe. antwortete sie nichts und sank MU^ ^a einen Sessel. Sie schluchzte so surchtbar. dass U^ ^ Ssemenowüa dachte, sie würde sterben. Sie wo"" ^ bei sich lassen, bis sich die Sache aufkläien lvuro, Laibacher Zeitung Nr. 135 1l23 17. Juni 1885. Gattin und die Depots eines Freundes, im ganzen über 150000 fl, ^-(CzechischerTheaterzugaus Amerika.) Aus Umerika ist gestern ein sogenannter czechischer ^heaterzug mit etwa 500 Personen in Prag eingetroffen, "0" czechischcr Seit« wnrdcn umfassende Vorbereitungen gelloffen, mn die Aülnnft des IugeS glänzend zu ge. stalten. Em« czechische Deputation ist von Prag dem 8«ge nach Hamburg entgegengereist und beabsichtigte, die Amerikaner daselbst auf den, Dampfer „Westphalia" "'it einer czechischc Nationallleder spielenden Musikkapelle zu empfangen, wa« jedoch vom Senate und von der Polizei Hamburgs verboten wurde. Wie czechifche Blätter ferner aus Hamburg melden, wurde, da der Verdacht bestand, dass sich unter den ankommenden Czechen auch ^»nrchisten befinden, das Schiff einer strengen Revision burch hjc Hafenpolizei unterzogen, und wurden auf dem schiffe sechs Personen verhaftet, — (Große Brände.) Aus Teplitz vom 14ten b M. wird telegraphiert: Ein Theil der Pechar'schen "hamottewareN'Fabrik in Kosten ist heute morgens ab' Abrannt, — Vorgestern frill) kam in der Cigarren» "oclenstube der Tabakfabrik in Hain bürg ein Feuer lum Ausbruche. welches nach mehrstündiger anstrengender ^hcltigleit der FabrilS' und städtischen Feuerwehr sowie °ls Militär» auf das erste Stockwerk localisiert blieb, ^tr Schade ist trotzdem sehr bedeutend, und sind circa ">lX)000 Stück Cigarren verbrannt. -^- (Selbstmord eines Studenten) Der l"'ch Vorgestern im Lemberger Friedhofe. Die Beerdigung >°nb u„ter Theilnahme der Nlademiler statt. ^ ^-(Vücherdieb stahl.) Man telegraphiert aus ^arnia: Aus der hiesigen berühmten Uuiversitäts.Biblio» ''ek. die 80000 Bände, darunter die seltensten Incu-^beln und die ältesten Druckwerke Italiens, enthält. ^Utde,, 5000 Bände gestohlen. Der Bibl!otheks-Secre, "t Cat». Passini wurde in Haft genommen, — (Im WlrtShaufe,)Gast: „Eie können doch "lcht verlangen, dass ich von diesem kleinen Beefsteak °Uch satt werde!" — Kellner: «Keineswegs; was bars ich weiter bringen?" Local- und Provinzial-Nachrichten. Gemeinderatlisfihung. Gestern um 6 Uhr abends fand eine öffentliche ^emeinoerathesitzung statt. Den Vorsitz führte Bürger-r/'sl" Grasselli; anwesend waren 23 Gemeinde-^lhe. gu Verificaloren des Sihungsprotololles nomi. "Me der Bürgermeister die Gcmeinderälhe Dr. Stare ... ^rtnil. Per Bürgermeister sprach dem Fabri» » m Herrn V. Ieschlo den Dank für die Spende A Gunsten der Stabtarmen aus. was unter lebhaftem "fall zur Kenntnis genommen wurde. . GR. Murnik referierte namens der Bausection er den bereits angenommeneu Antrag des Gemeinde' Ms Valentin lie bezüglich der Einführung der Gasbeleuchtung bis zur Pelerskirche. wornach die Gas- ^"ssloboi/w widels.hte sich hartnäckig und bestand «rauf, dass der Flüchtling sofort wieder zu mir ge-l°cht würde. d>. 7" Weshalb willst du nicht bci ihm bleiben, nm st Ns denn schlecht behandelt? — fragte Alexandra 2>lMenowna unterwegs das weinende Mädchen, dessen .planen sie so sehr rührten, das« sie selbst zu weinen "Mnn. -- Nein, er ist sehr gut gegen mich. ^ Weshalb willst du also fort? ^ -5o. ich will nicht bleiben ... ich kann nicht ^' ' ich bm ein böses Mädchen ... er aber ist so z,' - - - bei Ihnen werde ich nicht mehr böse sein, ich illn^ arbeiten! — brachte sie hysterisch schluchzend mit "he helllus. "- W'Hhalb bist du denn böje? ^ So... ^ 7- U»d mehr als dir« „so. . ." bekam ich von U."'cht zu hören! — schloss Alexandra Ssemenowna '" trocknete ihre Thränen. sickl ^'^ aiengen wieder zu Nelly; sie halte ihr Ge-Ntb- '"^ ^'^" aedrilckl und weinte. Ich schle mich lchlu^ "'^ ^'k H,nd und begann noch heftiger zu si« "^"- Ich wusste nicht, was ich sagen Me. um ^^«u beruhigen. In diesem Augenblick trat plötzlich "lte Ichmrnew ins Zimmer. wden^ ^ ^'""" in Geschäften zu dir! — sagte er. bets^5 ""ch begrilßte und uns staunenden Auges lie au ' ^r war in der letzten Zeit ganz zusammen-ben n?' ^l) sehr blass und mager aus, wollte um, Nich.K .senden liebevollen Ermahnungen seiner Frau ledigeren und fuhr folt, seine „Geschäfte" zu er- gesellschaft den halben Veitrag per 564 fl. und den gleichen auch die Stadtgemeinde für die Installierung der Gasbeleuchtung zu tragen hätte. Der Bausection scheint die Erweiterung der Gasbeleuchtung bis an die Grenze des Stadtpomöriums, bis zur sogenannten Udmater Maut. entsprechend, daher sie dieselbe, da die Erweiterung diesmal unter weit billigeren Bedingungen, nämlich nur um den halben, seitens der Stadtgemeinde zu bestreitenden Betrag der Installierungskoften per 692 si hergestellt werden kann. empfiehlt, - Der Antrag wurde einstimmig angenommen. GN Murnik berichtete ferner namens der Bau. section über die Vergebung des Baues des Quais am Laibachflusse nächst der Hradezky.Brücke nnd beantragt namens der Section, den Bau dem einzigen Offerenten Baumeister Philipp Iupan kit. um den Betrag von 14 337 st, 59 kr. zu übergebe». Ueber Antrag der Gemrinderäthe Dr. Tavöar und Gogola wird beschlossen, für diesen Bau rasch eine neue Offertverhand-lung auszuschreiben und darüber dem Gemeinderathe schleunigst Bericht zu erstatten. Namens der Stadtverschoncrungs'Section und der Finanzsection berichtet GR. Hribar über den Verlauf einer städtischen Parcelle zur Erbauung einer Reitschule. Referent GN. Hribar stellt nach eingehender Cr< örterung des fraglichen Antrageil des Reitschulvereins, nachdem er betont, dass aus dem Gesuche des Reit' schulvereins ersichtlich sei. die Reitschule werde sicher eine Öffentliche Anstalt sein, folgende Anträge: 1) Dem Comite zur Erbauung einer Reitschule in Laibach, vertreten durch den Obmann Herrn Banquier Emerich Mayer, wird von den Parcellen 504 und 505 jener Theil deS städtischen BesitzlhuinS verkauft, Welcher in dem Parallelogram von der Ecke der Coli. seumS, und der jetzigen von der Laltermannsallee gegen das Coliseum führenden Straße unter der neuen Lasten-ftraße und der Coliseumsstraße und jener Gasse führt, die parallel von der Franz.Iosessstraße führt, im AuS. maße von 764.30 Quadratmeter verkauft. 2.) Das Comite zur Erbauung der Reitjchule ist velpflichtet. auf diesem Platze, und zwar in der Mitte desselben, die projektierte Reitschule auszubauen, um die. selbe aber Gartenanlagen zu errichten und diese Ver-Pflichtung auch grundbüchlich einverleiben zu lassen. 3) 400 Quadratmeter des »ä 1 genannten Gru». des werben dem Comiti zur Erbauung einer Reitschule zu dem Preise per 6 si. 22'/, lr. der «stierende Theil des Complexes per 264.30 Quadratmeter zu 3 fl 11^ kr, verkauft. 4.) Alle eventuellen Aufschriften um das Gebäude, an dem Gebäude und in den äußeren und inneren Theilen des zu eibauenben GebÜudeS haben mit Nlick stcht auf den öffentlichen Charakter desselben an erster Stelle in flovenifcher. an zweiter Stelle in deutscher Sprache angebracht zu werden 5.) Die für den Verkauf unter dem Antrage erzielte Kaussumme hat zu dem Zwecke verwendet zu werden, dass dieselbe zur Tilgung des Unlehen» beim städtischen Lolterie.Anlehensfonde für den Anlauf des Gutes Tivoll verwendet wird. Nach längerer Debatte wurden sämmtliche Anträge der Section angenommen und hierauf die öffentliche Sitzung geschlossen. — Leben Sie jetzt wohl! — sagte Alexandra Ssemenowna mit einem neugierigen Blick auf den alten Ichmenem — Philipp Philippowitsch hat mir anbefohlen, so ra^ch als möglich nach Hause zu kommen. — Wer ist das? — fragte der alle Ichmenew zerstreut, offenbar an anderes denkend. Ich befriedigte seine Neugier. — Ich bin in einer besonderen Angelegenheit zu dir gekommen. Ich wusste, weshalb er gekommen: wegen Nelly, Anna Andrejcwna halte endlich eingewilligt, die Wiise zu sich zu nehmen, nachdem ich ihr ausmiandelgeseht, dass der Anblick des Kindes, dessen Muller gleichfalls von ihrem Vater verflucht worden, den Alten vielleicht auf andere Gedanken bringen wlirbe. Ichmenew gieng bereitwillig darauf ein: erstens um seiner lran. ken Frau einen Gefallen zu erweisen, und zweiten«, wril er ein besonder?« Ziel dabei im Auge halle. . . . Ich sagle bereits, dass Ichmenrw Nelly gleich l^i seinem ersten Besuch missfalleil. Spcitn bemeille ich. das« sogar der Schalten eines gewissen Hasses ilber ihr Antlitz flog. wenn Ichmenews Name e> wähnt wulde. Der Alte gung ohne Umschweife zur Sache llber. indem er sich Nelly näherte, welche ihs Antlitz immer noch verhüllte, und sie fragte, ob sie zu ihm kommen wolle, er würde sie wie eine Tockter lieben — Ich habe eilift eine Tochter grhabt. die ich mehr als mich selbst geliebt — fii^e er hinzu. — Aber ich besitze sie nicht mehr... sie ist tool. Willst du deren Stelle einnehme» in meinem Haufe und meinem Herzen? Eine Thräne erglänzte in seinen fieberhaft ent» zündeten Augen. (Fortsetzung folgt.) Generalversammlung des allgemeinen krainischen Militär-Vcteranen-Vereins. Am vergangenen Sonntag um halb 8 Uhr früh fand eine Kirchenparade in der St. Ialobskirche statt, zu welcher der VeteraneN'Verein in der Stärke von mehr als 200 Mann ou pHr^üo mit der Fahne und Musik unter Commando des Vereinspriisioenten Herrn Georg Mihalic ausgerückt War. Um 9 Uhr begann im Magistratssaale die zehnte Generalversammlung des Veteranen.VereinS. Per Vereinspräsident Herr Georg Mihallk eröffnete die Versammlung und hielt sodann eine patriotisch begeisterte Festrede über das zehnjährige Wirken des Laibacher Veteranen-Vereins in slovenischer und deulscher Sprache. Ein begeistertes dreimaliges Aviv und Slava, in welches die versammelten Veteranen stürmisch einstimmten, galt Sr. Majestät dem Kaiser, dem Allerhöchsten Protector des Vereins, und der erlauchten Fahnenmutter des Vereins, Ihrer Majestät der Kaiserin Elisabeth. Der Festredner schilderte nu» das patriotische Wirken des Veteranen.Vereins für die Witwen der nach Bosnien und der Herzegovina zum Kriegs« dienst« einberufenen Reservisten, an welche 300 st in Laibach vertheilt wurden, während ein gleicher Ve» trag für die verwundeten und kranken Krieger nebst einer großen Menge von Wäschestücken gespendet wurde. Weiters gedachte der Festredner der zahlreichen dyna» ftischen Feste, welche der Verein freudigst begieng. so der silbernen Hochzeit Sr. Majestät des KaiserS. des 25jährigeu NegierungsjubiläumS, der Feier des 50 Ge< burtisestes Sr. Majestät, der Vermählung Sr. kaiserlichen Hoh it des Kronprinzen und schließlich der be» glückenden Anwesenheit Sr. Majestät des Kaisers im Lande Krain, wo dem Vereinsausschusse die Ehre zu» theil wurde, von Sr. Majestät in Audienz empsangen zu werden und Se. Majestät über das patriotische Wirken des Vereines huldvollst Ihre Allerhöchste Zufrieden-hell zu äußern geruhten. Auch da» 50jährige Dienstes, jubiläum Sr kaiserlichen Hoheit des Erzherzogs Feld» marschall Albrecht begieng der Verein in festlicher Weise, nahm über Erfuchen der Gemeindevertretung an dem festlichen Empfange der aus Bosnien und der Herzegovina rücklehienden heimischen Truftpenkörper. intzbeson» dere des 17 Infanterieregiments Baron Kühn, theil, und hat einen thatkräftigen Beweis seines humanitären Wirkens durch die Gründung der freiwilligen Sanilüts-colonne vom Rothen Kreuze zur Pflege verwundeter und kranker Krieger im Felde mit 54 Mann und einer Ne« servecolonne zur Versetzung des Dienstes bei den Ver« wundeten und Kranken sür den Localbedars mit 84 Mann gegeben Der Verein hat an den Fahnenweihfeften der lvrudcrvereine in Marburg. Mannsburg, Agram, Gvrz, Trieft. Idria und llilli theilgenommen. Der Vereins-präsident fordert zum Schlüsse seiner beifällig aufgenommenen Rebe die Veteranen auf, in ihrem bisherigen patriotischen Wirten auszuharren und ihre Collegen, die ausgedienten Soldaten, zu zahlreichem Veitritte in den Verein aufzumuntern. Es wird sodann die Statutenänderung berathen und dieselbe dahin beschlossen, dass der Verein von nun an den Namen „Veteranencorps" zu führen habe und die Wahlen der Funktionäre für je drei Jahre stattzufinden haben. Aus dem Beitrage vo>, 10 kr , welchen jedes Mitglied monatlich mehr zu bezahlen haben wird, foll eine Untetftützungscasse für die Witwen und Waifen der Vereinömitglieder gegründet werben Dem Rechnungsabschlüsse pro 1884/85 ist zu entnehmen . dass der Verein im verflossenen Vereinsjahre 1941 si 94 kr. Einnahmen. 1886 si, 67 kr Ausgaben hatte, daher ein barer Tassareft von 55 si. 27 kr, verblieb. DaS Vereinsvermögen betrügt 513! fl 33 kr. welches zum überwiegenden Theile in der lrainischen Sparcasse fruchtbringend angelegt ist Der Verein zählt 379 Mitglieder. Die Versammlung beschließt, das zehn-jährige Fest des Vereinsbeftandes im Lause der nächsten Monate in einfach würdiger Weise zu begehen, und votiert dem Rechnungsführer des Vereines, Herrn Ioh >nn Stube, für dessen gewissenhaftes Wirken eine Remune-ration im Betrage von 25 fl Das Resultat der mit Stimmzetteln vorgenomenen Wahlen der Vereinsfunctionäre ist folgendes: Gewühlt wurden: zum Präsidenten Geoia Mihalii, zu dessen Stellvertreter Alois Schasfenrath; zum ersten Se» cretär Vartholomäus Lichtenegger. zum zweiten Se. cretar Wilhelm Bischof; zum Eassier und Rechnung«, führer Johann Slube' zu AuSschuibmitgliedern: Karl B r 0 sch, Lorenz Vlaznik. Jakob Lik, Ioh E < g 0 j. Anton Ho ke v ar, Mathias Horwa th , Andreas Ja. gonak. Ferdinand Jaut. Georg Iarc. Georg Klo-baus, Franz Kallan, Franz Lampl. Jakob Mi» lavec. Anton Panholzer. Franz Slof. Markus Spann, Io,ef Vellavrh und Mathias Zigur. Zum Oekonomen wurde Ioh. Laszeler, zum Fahnen-sührer Stellvertreter Lambert Marschner gewählt. Mit einem dreimaligen Hoch und Zivio auf Se. Majestät den Kaifer schloss der Vereinspräsibent Herr Mihalic um 12 Uhr die Versammlung, Salbafyt Seitnng 9lt, 135 1124 17. Juni 1885. — (Der Herr Landesprösi dent Varon Winkler) wurde in Anerkennung seines erfolgreichen Wirkens für das Land Krain sowie in dankbarer Wilr« digung der Verlegung der Karlstädterstraße über den Goijanzberg von der Stadtgemeinde Mottling in Unter« krain einstimmig zum Ehrenbürger ernannt. — (Der Grazer „Tagespost" zur Be-ruhig ung) Vor einigen Tagen brachte das slouenische Oppositionbblatt „Slovenski Narod" einen Leitartikel, welcher unter anderen folgende Stelle enthält: „Wenn Herr Baron Winller glaubt, schon zu einer solchen Macht gelangt zu sein, dass er leicht ohne die nationale Partei regieren kann, dann wird er sich bald überzeugen, dass es ohne die Sympathie und ohne die Mit« Wirkung des Volkes keine ersprießliche Thätigkeit gibt." Hierüber ertheilte der „Ljublanski Lift" dem „Narod" die Antwort wie folgt: „Der Herr Landespräsident glaubt nichts anderes, als dass sich seine Thätigkeit, wenn sie ersprießlich sein soll, weder auf diese noch auf jene Partei, sondern nur auf das Ge« setz stützen muss; stützt sie sich aber auf das Gesetz, dann mögen sich dem immerhin die Parteien widersetzen, wenn sie imstande sind. Das slovenische Voll verlangt von dem Landesfträsidenten nichts anderes, als das Recht nach dem Gesetze. Die« ist für den Herrn Landespräsidenten.Herrn Baron Winkler, allein maßgebend, nicht aber die Ansichten und Forderungen dieser oder jener Partei, am allerwenigsten jene der „Narod"'Partei". — Diese Antwort ertheilen wir auch der „Tagespost", welche in ihrer Nummer 157 der Besorgnis Ausdruck gegeben, „wo nun Freiherr von Wintler künftig eine Stütze finden werde, nachdem er es so vortrefflich verstanden, sich mit den Deutschen für alle Zeiten zu entzweien". — (Ernennungen.) Das Oberlandesgericht für Steiermark. Kärnten und Krain hat die Rechtspraltican-ten beim Kreisgerichte in Marburg l. D. U. Richard Marckhl zum Auscultanten für Steiermarl und den Ausrultanten für Steiermark Johann Presker zum Auscultanten für Klain ernannt. — (Tombola) Bei der fünften öffentlichen Tombola wurden von den für den Absatz bestimmten 12000 Kartellen deren 7643 verkauft, und beträgt daher das Vrntto-Erträgnis 1528 fl 60 kr. Da die Rechnungen noch nicht abgefchlofsen sind, ist das Reinerträgnis. das sich auf etwa 800 st. belaufen dürfte, noch nicht ziffermäßig festgestellt, doch werden wir dasselbe dem-nächst nachtragen. — (Gemeindewahl.) Der bisherig« Gemeinde« Vorsteher von Münlendorf. Bartholomäus Jan. hat aus Gesundheitsrücksichten auf sein Amt resigniert, und es wurde bei der infolge dessen am 7. Juni l. I. stattgefundeuen Neuwahl der Ausschuss Hugo Kronabetvogel. Rea« litätenbesitzer in Godi?. zum Gemeindevorsteher gewählt. — (Erzherzog Rainer, Erster lraini« scher Militär-Veteranenverein in Dom« zale-Stein) hat in seiner Generalversammlung am 14. Juni den Herrn k. k. Regierungssecretär und Leiter der l l. Nezilkshauptmannschaft Stein. Dr, Karl Ruß. einstimmig zum Ehrenmitglied« ernannt. — (Oeffentliche Gemeinderath s-Sitzun-gen.) Wie unsere Leser aus dem an anderer Stelle veröffentlichten Berichte ersehen, ist der Gemeinderath der Landeshauptstadt Laibach gestern abends zu einer öffentlichen Sitzung zusammengetreten. Es war bis. her in Laibach. wie überall, der UsuS, dass öffentliche Gemeinderaths'Sitzungen dem Publicum, namentlich aber den Journalen, angezeigt wurden; es war die» nur billig und entsprach der Verpflichtung des Gemeinderathes gegenüber der Oeffentlichkeit. Es berührt uns deshalb umso unangenehmer, dass man im Schoße des Gemeinderathes diese Rücksicht nicht mehr beobachten zu müssen glaubt: die gestrige öffentliche Sitzung wurde den Journalen nicht angezeigt, und hat unser Bericht-erftatter nur zufällig von der Abhaltung derselben Kennt» nis erhalten. Etwas mehr Rücksicht ist gewiss geboten, denn das Publicum hat sozusagen auch das Necht, zu erfahren, was im Gemeinderathe vorgeht. — (Eisenbahn. Unfall.) Am 10. d. M. nach. mittags wurde der in Gesellschaft von mehr als zwanzig Vahnarbeitern auf der Eisenbahnstrecke bei Würzen mit der Aufführung von Schotter beschäftigt gewesene, circa 50 Jahre alte. ledige, nach Canale im Görzischen zu-stündige Nahnarbeiter Josef Gorjup durch eigenes Verfchulden. weil er. als der Postzug zu der genannten Zeit gegen die Arbeitsstelle heranfuhr, ungeachtet der ihm von allen Mitarbeitern, besonders aber von dem Partieführer ertheilten Weisung, dass er von dem Nahn« geleise sofort wegzugehen hat, dennoch mit einem mit Schotter beladenen Schubkarren übcr da« Bahn,eleise zu fahren wagte, durch den herankommenden Zug überfahren und blieb auf der Stelle todt liegen. — (Aus dem Schwurgerichtssa ale.) Gestern war der 15 Jahre alte Grundbesitzerssohn Johann Stare des Verbrechens der schweren körper« lichen Beschädigung angellagt. Am 15. Februar d. I. hatte der Angeklagte auf dem Platze in Krainburg. nachdem ihm bei einem Raufhandel der junge Bauern-bursche Johann Nidovec ein« Ohrfeige applicierte, demselben «inen Stich mit «iuem sogenannten Tolmeiner Messer in die linke Hand verseht, infolge welcher Ver- wundung die Sehnen und Muskelfasern der linken Hand derart verletzt wurden, dass dieselbe für den Beschä« digten Johann Vldovec für immer unbrauchbar geworden ist, wie dies die Gerichtsärzte constatleren. Per Angeklagte leugnet die Verübung der That und will glauben machen. Vidovec habe sich selbst verletzt. Die Geschwornen (Obmann Herr Laßnit) bejahten die Schuldfrage, und wurde der Angeklagte Johann Stare zu zwei Jahren schweren Kerkers und zur Zahlung von 200 fl. für den durch den Messerstich ruinierten linken Arm des Vidovec veruitheilt, — Mit der gestrigen Verhandlung ist die zweite Schwurgerichtssession abgeschlossen. — (Hermanns Welttheater) veranstaltet heute um halb 6 Uhr abends eine Extra «Vorstellung für Kinder und Familien, welche, wie die vorhergegan« genen. stark besucht wcrden dürfte, indem auch dieSmal jedcm erwachsenen Besucher das Rechl eingeräumt wurde, ein Kind frei mitzunehmen, — Die Vorstellung am vergangenen Montag bot außer dem interessanten Pro» gramm ein speciell anziehendes Moment; es wohnten derselben sämmtliche Mitglieder der Sudanescn«Karawane bei. Schon lange vorher war der Platz zwischen dem Circus und dem Theater von Neugierigen dicht beseht, die das Erscheinen der schwarzen Gäste erwarteten, und rief deren Eintreffen im Theater selbst nicht geringe Sensation hervor, Mit großer Aufmerksamkeit verfolgten die Sudanesen den Gang der Vorstellung und bewunderten namentlich den kleinen schwarzen Automaten, wäh" rend sie selbst in den Zwischenpausen Gegenstand eifrigster Beobachtung seitens des einheimischen Publicums waren. Wie wir hören, wird das Theater nur noch diese Woche in Laibach verbleiben. — (Gewerbliches) Nnlässlich einer Anfrage über die Iuweifung von Geldstrafen, die infolge Ueber« tretungen der GewerbeOrdnung verhängt werden, hat das hohe k. l. Handelsministerium im Einvernehmen mit dem Ministerium des Innern entschieden, dass die Strafgelder in den Armenfmld des Ortes, wo die Uebertretung begangen wurde, abzuführen sind. sobald der Straffällige weder zu einer Genossenschafts- noch zu einer Unterstühungscasse beitragspflichtig ist, und in die Gehilfen.Kranlencasse der Genossenschaft, wenn der Straffällige einer Genossenschaft augehört. Infolge dieser Entscheidung wurde die Bestimmung im § 22 lit,, e des vom hohen t. l Ministerium herausgegebenen Normalslatutes für die Genossenschaften, wonach alle wegen Uebertretungen ke» Gewerliea,efehes verhängten Geldstrafen in die Genossenschaftscasse zu fließen haben, in dieser Richtung abgeändert, Auch wurde bestimmt, dass in Fällen, in welchen ein Angehöriger einer Ge, nossei'schaft wegen unbefugten Betriebes eines ihm nicht zustehenden Gewerbes verurtheilt wurde, die Strafgelder der Krankencasse jener Genossenschaft zukommen, welcher er angehört, und nicht der Casse jener Genossenschaft, in deren Gewerbe unbefugt eingegriffen wurde. — (Aus dem Waggon gesprungen.) Wie mir bereits berichtet haben, ist diesertage im Tunnel bei Oberleziöe der abgeschobene 33 Jahre alle Tischlergeselle Ivan Perm! (früher fälschlich Nevk genannt) aus dem Waggon gesprungen. Gestern wurde Pernik. welcher aus Krapina in Kroatien gebürtig ist. nach Laibach gebracht. Derselbe, der nicht bei vollster Geistesbesinnung zu sein scheint, übernachtete gestern im Arreste des Laibacher Magistrates, Pernil ist am Kopse zerkratzt und hat viele blutunterlaufene Stellen im Gesichte, befindet sich aber sonst ganz wohl. Wie er erzählte, lag er nach d«m Sprunge aus dem Waggon etwa zwei Stunden im Tunnel und gieng dann ins nächste Dorf, Er gibt an, den Sprung aus dem Waggon im Zustande von Gel» fteszerrüttung gethan zu haben. Neueste Post. Original-Telegramme der Laib. Zeitung. Zara , 16. Juni. Die österreichisch - ungarische Escaore nas hier heute gegen 10 Uhr vormittags ein. Urbel,no>a.eii läuft die Escadre nach Sebenico aus. Pressburg. 16. Juni. Bei Sillein fand nachts ein Zusammenstoß d^Z Persolienzuges mit leeren Waggons stall. Die Maschine wurde zertrümmert. Viele Passagiere erlitte» Beschädigungen. Hermannstadt, 16. Juni. Die Raubmörder Klce' berg und Martin wurden hmle morgens hinge,ichl^t. Petersburg, 16. Juni. Die Zeitung „Kaepi" meldet: Am 25. Mai zerstörte ein großer Brand bei Klsil'Nrwat die dortigen Weilstät'n und zwanzig Waggons der ttanKlaspiichen Nahn. Cetinje, 16. Juni. Vei der Taufe der Prinzessin Karaaeorgj'vit fungierten in Vertretung des Kaisels von Russland und der Herzogin von Edinburgh als Pathen Minister.Resident Argiropulos und Prinzessin Milicc». Paris, 16. Juni. Contre-Admiral LelfteS über-nimmt das Commando des Geschwaders in den Gewässern von Touting. London, 16. Juni. Die Zerfahrenheit unter de» consnvativrn Führern, welche fich in der gestrig«',, Tebatte im Unterhause enthüllte, dürfte Sal>öt>urys Cabinetiblldung erschweren, vielleicht sogar unmöglich machen. Lord Churchill knüpft angeblich unerfüllbar? Bedinaullll/n an seinen Eintritt in das Cabinet. Auch verlaute»/Salisbury wolle erst dann zur Cabimtsbil-dung schreiten, wem« die liberalen Führer sich verpflichten, ihre Majorität im Unterhause nicht zum Sturze seines Cabinets vor den Neuwahlen zu verwenden. Madrid. 16. Juni. Hier sind gestern sieben Erkrankungen, ein Todesfall, in Murcia 105 Grkran-kui'gel», 46 Todesfälle infolge von Cholera vorgekommen. In den Provinzen Murcia und Castellon ist die Seuche im Wachsen. Volkswirtschaftliches Nudolfswert, 15. Juni. Die Durchschnitts-Preise stellten sich auf dem heutigen Markte wie folgt: fi. lr. fi. "- Weizen pr. Hektoliter ? 81 Eler pr. Stück . . — U Korn „ 6 2 Milch pr. Liter . - ^ ° Gcrslc .. 5. 4 Rindfleisch pr, Kilo . 52 Hafer .. 3 41 Kalbfleisch „ 52 halbsruchl „ (j 2 > Schweinefleisch „ - ^" Heiden .. 5 4 ^ Schöpsenfleisch „ —" Hirse ., fi 86 hähndel pr. Slück . 50 Kukuruz „ 5 21 Tauben „ - 20 Erdäpfel prMcter^lr, 2 80 heu pr, 100 Kilo . -^ üinscn pr. hclwlitcr — — Stroh 100 „ . - ' Erbsen „ . .- holz. hartes. pr.Culiil- Fisolen ., — Moter .... 2 N Rinbsschmalz pr.Kilc, — 8b — weiches. ., " Schweineschmalz .. — 80^ Wcin. rolh.pr, hcllolit l6 ^ Speck, frisch. „ 60' — wclher. , !0 — Speck, acräuchcrt, „ — 80 Angekommene Fremde Am 15. Juni. Hotel Stadt Wien. Struckfuß, Stadtrath. sammt Frau. Äerlln. Schuliary und Krcnn, Kaufleute. Wien, - Dewald, aladen«. Maler. Pressbura. - Haas. Forstmeister. Murau, ^ ""' mingcr und Saria. Kaufleute. Klaaensmt. - Mnlich ^'"!"' Private: Vuchlcr, Privat, sammt Familie, und Slal"'. H°H' assent. Trieft. — v, Eiottu, Gutsbesitzer. Fiume. - MarqM» Völll. Privat, sammt Frau. Görz. Hotel Elefant. Toll. Lowenbcin und wlascl. Mriscndc, Wien — Manner, pensionierter VcrsalMnls.Acrwaltcr, Kronstadt' — Vrcmn. Veamtrr. Arab. — Petrit. Privatier, sammt FrnU. Trirst, Arsch", Zirlniz. »alrischer Hof. Lipsius Cmilie, Private. Frankfurt. — h"d»' vcrnia Aancs. Gutsbesitzerin. Zauchen. Gasthof Kaiser von Oesterreich. Schönile. Privat, s. Mutter, Spandau. Gasthof Tiidbahnhof. Perner. VeamIcns.Frau. Wir» — Da' rolinci. Privat, s. Frau. Linz. — Brril. Priua». Pola. ^ Voniina, Beamter. Littai. Verstorbene. Den 15. Juni. Franz Simoncii. EisenbahnarbeM. 34 I., Polanadamm Nr. 48, Lunacntuberculose. Im Spitale: Den 13, Juni. Anton Jaucht. Inwohner. «» A klnmwUim simllitioum <1«xt.rum. — Johann Zgonc Schnei 23 I,, i'udoreuIoZis pulmonum. Meteorologische Beobachtuusten in Laiba^ - -z W N ° "^ ^ " "Z B? N 5 ?. -zs ^ 7^M«7 784^2 s^17H^Ö71chw^äs ' heiter ^ 1« 2 , N. 783.90 ^ 28,8 !STN schw heiter ".00 U » «b. 733.W! 20.6 SW, schwach heiter ^ Die schiwe Wittcruna und Hche anhaltend. Da» Tage«' ,ml!cl der Wärme 22.3«. um 3.9' über den, Normale____^. Verantwortlicher Nedacteur: I. Nagl« l. (5) 48-23 bestes Tiseli- n. Erfriscliungsgetränk erprobt bei Husten, Halskrankheiten, Magen-___________und Blasenkatarrh.__________ Heinrich MattODi, Karlsbad nl Wien. Depot der k. k. Generalstabs-Karten. SKafjftaD 1: 76,000. «JJrciS pet Witt 50 fr., i» Xaf*«1^' oiif ücintuanb flcfpaitnt 80 fr. 3g. u. üteiniuaijr & id. JfainöetßS »vMmim in c^aidac^. S«tta<$« 3citnng 9Ir. 135 1l25 17. Juni 1885. Conrse an der Wiener «örse vom 16. 3uni l»85. <«»« d«, oMe°m 5°«^«« Gelb war, TtnntS.Vlnlehcn. ^°!c»«!lt>:.......«250 8« «ü ^»beirente.......83 »0 8» <« <»/„ Staalslose 25» fi, '2? 7b ,2k 5.0 «,."" !> "/n aanze 5.00 ,, IU» 10 13» bu «<>!»tl 5<>^ ssllnstel 1NN ,, I^u — 140 5b »«» Ctaat.'lost . . 1UU „ l«8 — ,«» bo ^" ^ . . 5« „ le» 70 16« l>l> ««Mo.Mentenscheine . per St. <»'- « - s//° Oest, Goldrente, steuerfrei . 108 S0 ,08'8l> ^«flerr. Notenrenlc, ficucrsrel 9b S5 98 SK ""» Golbrente 4 "/„ .... 9» 05 »920 " Papirrren!- s>"/n . . - - 92 K5 9» 15 " ^iscnb. «nl,i2Nfl.ö.W.S, Kk — l<« s.o " OstdahN'Prioritäten . . 98»« 98 ?l» " SI, (Nnss. Oftb.) 12» »n------- " „ vom I, !«?« 10» 75 ic»lib ^/ , Prämie»'««!, i^ loofl.ö.W. ll? .^ 117 30 ^?elß obelösterrelchische .... 10« »0 106 — ^/° fteirischc.......104 — 106-50 " /° lroulische und slavonische . i<,2 — 104 — /' siebenbillssische.....101 50 I0l — GeibNäre 5"/, Temeser Vanat .... IN2 — 102 75 5>"/„ ungarische......10275 102-25 Andere öffentl. Nnlehen. Donau «eg>Lose 5,»/<> !0<> ss. . 115-75 11625 dto, Nnleihe 1«7». stexersrel . 10450 105 — Aulüben d. Stadtgcmeinbe Wien 101 75 IN275 Aülehcn d. Siadlgcmeiilde Wien (Silber und Gold) , , . . —— — — Plä!nic«°ÄNl.b,Slabtgcm.W,en 128-75 124 25 Pfandbriefe (silr lou st,) Vobencr, allg.öflcrr.4>/,"/<,G°Ib, 124--- 124 50 b«o. in 50 „ „ < '/, "/„ »« ^ »»^6 bto, in s>0 " ., <"/n - W50 94 — dto. Prämien.Schuldvcrsch.3 «/a »7 50 98 — Ocst. Hypotbclenbant io!. 5'/,"/° 10I-— — — Oeft.'ung. Vanl verl. 53 90 dto. „ 4 '/, "/n . 10i! 20 l02 üi. blo. ., 4«/,, . . 99— k9-»5 Una. alia. Vodencredlt'Nctienacs, in Pest in 1.1839 veil. 5 '/2 °/„ l°2 50 108^0 Prioritäts» Obligationen (für 100 fi.) «ilisabcth.Wefibahu 1. Emission 112 50 11» 75 yerbina»bS.Norbl>ahn in Silb, ioe— 10«50 ffranz-^oscf'Vahn.....9240 92-?o Valizischc Karl. Ludwig»Nahn Cm. l»81 20« ft. S. 4 V,"/» . 100 «0 101-10 Oesterr, Norweftbahn .... 103 75 104 — Slebenbiir<,er......»» — 9g-8c Gelb Ware Etaal«bahn 1. Emission . . . 19z 5» 194 — Sllbbahn i^ 3°/........I5075151-. « " ., ^»°^......I2S 75 12725 Ung'galiz. »ahn.....„.70 i^iy Diverse Uofe (per Stllcl) Crcbitlosc 10« fl...... 175501?«- en»Nnl, 50 i02 — Vbncr.'Änfl., Oest.200ft.S. 40"/„ 284-25 234 75, «lrdt.-Anst. f, Hand. u. G. isufl. 288-so 288 ttn Lrebitl'nnl, »lla. Una. «0« fi. . 28» 25 ,8875 Dcvosttenb. Nlla. «00 st. ... 1,4. . 194 5« Lscompte Ges., Nicdcröst.50U fi. 585 — 590 — 5>ypolhclcnb..öft. «on fl. «5°/°-Vahn »no fi. Silber . —-— . — Alfölb'Fium.'Vabn »00 fi. Silb. ,»« — ,»«-^ Uussialep. Visenb. ü(X! fl. CM.-------— — Vöhm. Nordbahn I5,n fl. . , . i8S»5 18715 Weftbahn ü00 fl. . . . -^ —____ Nuschtiehraber Eisb. 5NN fl. LM. 840 — 845 — „ (M. L.) »!>n n. . 19» 60 194 - Donau c Dampfschiffahrt« « Ges. OeNerr. 5.00 fi. EM. . . , 455— 458 — Drl>,l-i5is,sVat,-Db.<)N.S. 200 50 201 — Ferdinand«.N°rdb. 100« fi. EM. 2470 »475 Yranz.Ioses Nahn 2NN fl, Silb, 210 — «10'5^ KünfIirchen'VarcserudN,in-V.200ss. EM. »51 — 251 Ü0 lKraz-Köficicher E.«V. »oofi.ö.w, 237— 289 — Kahlenl'tlll-Cisenb, 100 fi, . , «7-5« »8 50 ssaschaü-Obclb. Lisenb.iwofi.V. 148— 1485c i!cmbern-C»crnc>w.-Illssy Visen» bahn-Gescll. 2«N ö. W. . . 280 75 281 — Lloyd,öst.«un!;., Trieft 5,,«z^i,o_ Salao-yranc«'Vtüolii« d'or 3'/« Procont gogon 2()tiigigo Kündigung 3% „ „ 40 „ d"U n „ ttmonntlicho „ 4 . „ G „ lixa. Giro-Conto p.Prooentbis zu jodorllüho; Rückzahlungen "is i\. 20.000 fl. h. vistii gogon OIhmjuo. Für KrÖBsnro Botriigo ist, dio An/.oigo vor dor Mit-taf,'ab(ir80 orfordorlich. Dio n^Htätigungim cr-^»lgoii in oinom separatem Einlagsbüchol. Mr Für alle Einzahlungen, die zu Weloher Stunde immer der Bureau-zeit geleistet, werden die Zinsen von demselben Tage angefangen vergütet. MT Don Inhabern eines Conto-Corronts wird dor Incasflo ihror Rimosson por Wion und Budapest franoo Provision vorinittolt und obonso ohne Provisionsbelastung An woisim-K"ii an dioso boidon Pliitzo orlai?sen. Ks stolit don Horron Coruniittcnten iroi, ibroWcchsol boi dor Cassa dor Bank zu domiciliorcn, ohno dass ihnon liiosiir irgond wolcho Auslngon or-wacliBon. (231Ö) 12—2 "> übernimmt Kaufs- oder Verkaufs-Aufträge für Eflcu-ten, Doviaon und Va-•'iton, besorgt das Inoasso von Anweisungen und Coupons gogon Ih Procont Provision; c> räumt ihren Committenten die Facilitation ein, Kssecton jodor Art bei ihr döponioroii zu künnon, dornn Coupons 8io "ei Vorfall gratis oincassiort. ' Bine MiraldiiellB stärkstor Natronaäuorling im besten Betriobo, mit giitor Kundschaft bei geringen Betriebsmitteln, nebat 15 Joch Woingarton und Wieso, eine halbo Stundo von der Bahnstation Pül-tschach (Steiormark) und dem CurorteEohitBch-Sauorbrunn gelogen, (2349) 4 2 sofort gunstig verkäuflich. Anfrago untor „Preiswürdig 15" an dio Expedition diosos Blattes. (2400—1) 5h~55ÖÖ7 Sefanntmadjumj. SDem unbefannt in ftroolien too be* finb(id)cn 3of;oim WMt uoii ^xlm^ tuivb l)iiinit besannt gemod)t, biij$ bemfelbon ©err Kotar 3^»a^ <0runtar »on Soitjd) aj8 SuiQtor ad actum aufgestellt tmb biejein bev für bftifelben bestimmte ^eil^ bietung*beid)eib bbto. 8. 3Jiai 1885, 3at>i 4232, jufleferliflft worben ist. $t. f. 58^tdž(jericl)t 2oit|c^r am lOten 3uni 1885. (2401 — 1) Nr. 5208. Sefanntinacfyuitg. fßom t f. 93qirt«öeric^te Soitf^ »uirb ben lmbefannteu SKedjtSnacfyfoIgeru be« 3o^anit Söerbt-rber auö 9ce«:en Nachnahme. xr86ij: ' <| ^.¦f»»—^--------------------—---------—--------—-------—%—&t>W-\ % Razpis služeb dveh obèinskih paznikov. Pri županstvu v Kameniku ste izpraznjeni dve službi ob-èinskih paznikov (Polizeiwachmann) z leino plaèo po 360 gld. in z letnim pavšalom 60 gld. za sluzbeno obleko in za stanovanje. Prosilci, kateri smejo tudi oženjeni in ne èez 40 let stari bili, morajo biti slovenskega in nemškega jezika zmožni. BivSi žandarmi imajo prednost. (2395) 3-2 Prošnje naj se pošljejo do 25. tega meseoa na županstvo. V Kameniku v dan 13. junija 1885. IDr. Saraec s. r." H Gewalzte Bauträger jfl HS naeh Typen des OeiterrelchlRchen Ingenieur- und V'"™ ^^B AreLitekten-Verelues, sowie alle KlH^nwerkü-Kr- ^^^zeugnlsBe führen io yrouer Auswahl auf Lager und / r- ^^M lieforn prompt zu billigsten Preiseo 1 l ¦ JULIUS JUHOS & C^ M !o ^V „ ., .. CoMptolr, Magazli nod TrägtrHw. \ 1 t mß II., Nordbahnatrasse 18 H'IKIV und Fuflbaohoa»»« 22 VtJ I Dank und Anempfehlung. H Kf Franz Tlioiiiann. Vergolder 1 1 Petersstrasse Nr. 24 im Pauer'schen Hause in Laibach. 1 I Ich danko dorn goohrton p. t Publicum imd der hoohwürdigen OeiitHob- M hf keit für (laR mir goschenkto Vortrauoii und oinj»fch]o rnicJi fur wruUTsliin /,u allen W | in moin Fach oinschla^ondoii Arlicitwi. als: Vergolden von diversen Salon- M M und KirohengegenBÜinden, Renovierungen, Reparaturen, Lackieren, j| Bf Antikvergolden; alte Spiegel- u. Bilderrahmen, Fenster-Garnissen M G| u. a. w. werden wie neu hergestellt. J Kf BoBtollungon in loco als uueh naen auswart« worden schnellstens und IBj | billigst effoctuiort. — Kin Lohrjunge wird aufgenommen____________(2300) 4~:i U Laibache< Zeitung Nr. 135 1127 17. Juni 1885. (2330-2) Nr. 2410. Uebertragung dritter exec. Feilbietunq. Die laut Bescheides vom 23. Immer 1885, Z. 241. bcwilliqte dritte executive Feilbiellmg der Rcalila't Band IV, lolio l2I üä Freudenthal, des Andreas Vid-war von Ralitna, im Schätzwerte per 4135 st., wild auf den 14. Juli 1885, vormittags um 11 Uhr, hiergerichts liber-tragen. K. f. Bezirksgericht Oberlaibach, am 2U. April 1885. ____________ (2351—2) Nr. 3922. Erinnerung an dic unbekannt wo befindliche Maria Luzar. Von dem l. t. Bezirksgerichte Gurlselo wird drr unbekannt wo befindlichen Maria ^jar hlemit erinnert: Es habe wider dlefelbe bei diesem Gerichte die l. t. Finanzprocuralur für Kram die Klage äs prk68, 6. Mal 1885, Z> 3922, Mo. 72 fl. 75 lr. eingebracht, worüber zur Verhandlung im Emnmar« verfahren die Tagsahung auf den 20. Juni 1885, vormittags 8 Uhr, hm-gerichls angeordnet wurde. Da der Aufenthaltsort der Geklagten ^esem Gerichte unbekannt und dieselbe vltlleicht aus den k. l. Erblanden abwesend lsl, so hat man zu ihrer Vertretung und "uf ihre Gefahr und Kosten den Johann lauset von Senusc als Curator acl Uttuin bestellt. Die Geklagte wird hlevon zu dem Ende verständiget, damit dieselbe allenfalls Mr rechten Zelt felbst erscheinen oder sich einen andernSachwallerbestellen und diesem Gerichte namhaft machen, überhaupt im ordnungsmäßigen Wege einschreiten und die zu ihrer Vertheidigung erforderlichen Schritte einleiten könne, widrigens diese Aechlssache mit dem aufgestellten Curator ^Ä> den Bestimmungen der Gerichts-!u,^"a verhandelt werden, und die .fetlantk, welcher eS übrigen« freisteht, ^re Rechtsbehelfe auch dem benannten Kurator an die Hand zu geben, sich die "us einer Verabsäumung entstehenden «olgen selbst beizumessen haben wird. _ K. f. Bezirksgericht Gurlfeld, am ^Maii885.__________________ l2382—2) Nr. 4524. Erinnerung «" Vlas Muchviö von Sürgern Hs-. Nr. 15 unbekannten Aufenthaltes. , Von dem l. l. Bezirksgerichte Gottschef wlrd dem Blas Muchviö von Bürgern vs..Nr. 15 unbekannten Aufenthaltes ^lemlt erinnert: nn Es habe wider ihn bei diesem Gerichte Matthäus Mihellö von Schwarzenbach ^ Klage äe pran. 3. Juni 1885, ^- 4524, Mo. 36 fl. 85 kr. eingebracht, ""über die Tagsatzung auf den 30. Juni 1885, ^mittags 9 Uhr, hiergerichls angeordnet wurde. . Da drr Aufenthaltsort des Geklagten °esem O^lchte unbekannt und derselbe ^lleicht au« den l. l. Erblanden abwesend '' so hat man zu dessen Vertretung °'b auf jelne Gefahr und Kosten den x°"n Johann Erker von Gottschee als Kurator aä »etum bestellt. «. Der Geklagte wird hleoon zu den, ^Nde verständiget, damit er allenfalls zur ,^en Zelt selbst erscheinen oder sich einen ^bern Sachwalter bestellen und diesem pichte namhaft machen. überhaupt im " dnungsmäßigen Wege einschreiten und ^. i" seiner Vertheidigung erforderlichen Mitte einleiten lilnne, wldrigens diese Vtssache mit dem aufgestellten Curator ,"? den Bestimmungen der Gericht«, ^""ng verhandelt werden und der le! °^' "elchem es übrigens freisteht, ^ "echtsbehelsc auch dem benannten Cu-eine? ^" "e Hand zu geben, sich die aus sttb?, ^rabsänmuna entstehenden Folgen '!?^umrssen haben wird. Iu»i / Bezirksgericht Gollschee, am 3-. 295 aä Domicil Eisnern Einlage Nr. 38 der Cataslralgemeinde Eisnern mit dem vorigen Anhange auf den 14. Juli 1885, vormittags von 11 bis 12 Uhr, Hiergerichts reassumiert. K. k. Bezirksgericht Lack, am 9. Mai 1885. (2262—2) Nr. 3006. Relieitation. Ueber Ansuchen des Thomas Povslcr von Kralnburg (als Cessionär der lral-nischcn Sparcasse zu Laibach) ist die Re-llcitation der früher der Francisca Vavdel gehörig gewesenen, am 5. Dezember 1882 von Georg Sirc von Krainburg um den Meistbot von 309 fl. erstandenen, im Grundbuche der Gilt Walsach 8ud Urb.° Nr. 100, Einlage Nr. 1952 vorkommenden Realität, im Schätzungswerte per 390 fi.. bewilliget und zu deren Vor. nuhme dle Tagsatzung auf den 30. Juni 1885, vormittags von 11 bis 12 Uhr, hier« gerichls mit dem Anhange angeordnet worden, dass genannte Realität hiebei allenfalls auch unter dem Erstehungspreise an den Meistbietenden hintan» gegeben werden wird. K. l. Bezirksgericht Kcainburg. am 8. Mai 1885. (2306—2) Nr. 1935. Reassumierung zweiter und dritter exec. Feilbietung. Vom l. t. Bezirksgerichte Landstraß wird bekannt gegeben: Es sei in der Efeculionsführuna des Paul Vidovik von Osunje gegen Vlas Leval von Doll Mo. 80 fl. die mit Bescheid vom 26. August 1884. Z. 2974, auf den 12. Dezember 1884 und 14ten Jänner 1885 angeordnet gewesene, aber mit dem Reassumierungsrechte Merle zweite und dritte exec. Feilbietung der Realitäten 8ud Ginl.-Nr. 209 und Lw kä Catastralgemelnde Landstraß neuerlich auf den 8. Juli und 12. August 1885, jedesmal von 11 bis 12 Uhr vormittags, hicraerichls mit dem vorigen Anhange reassumiert. K. l. Bezirksgericht Landstraß, am 9. Mal 1885. (2295—2) Nr. 9281. Zweite exec. Feilbietung. Vom l. l. slädt.ldeleg. Bezirksgericht Laibach wird bekannt gemacht: Es werde in der Executlonssache der Anna Vöhm (durch Dr. Pfefferer) gegen Josef Dlentl ln Laase Nr. 25 bei frucht-losem Verstreichen der ersten Feilbielungs» Tagsatzung zu der mit dem diesgericht. lichen Bescheide vom 3. April 1885, Zahl 5362, auf den 2. Juli 1685 angeordneten zweiten ezec. Fellblelung: 1.) der dem Herrn Josef Dicntl in Laase Nr. 25 gehörigen, gerichtlich auf 5850 fi. geschätzten Realität Nr. 55 kä Tteuergemtinoe St. Agatha sammt Schlämmcrei; 2.) der demselben gehörigen, gerichtlich auf 318 fi. 10 lr. und 1265 fl. grschätz' ten Fährnisse loco der Realität in Laase mU dem Anhange des obigen Bescheides geschritten. öaibach am 3. Juni 1885. (2154—2) Nr. 2025. Bekanntmachung. Vom k. k. Bezirksgerichte Wippach wurde in der Rechtssache des Johann Vouk von St. Veit gegen Johann Vout sen., resp. dessen unbekannte Rechtsnachfolger Mo. Eigenthums der Realität WN. V1I1, paß. 113 ad Herrschaft Wippach, für die Geklagten Josef Kodre von St. Veit als Curator bestellt und demselben die Klage äs prays. 24. April 1885, Z. 2025. worüber die Tagsahung zur mündlichen Verhandlung auf den 25. August 1885, vormittags 9 Uhr, angeordnet wurde, — zugestellt. K. l. Bezirksgericht Wippach, am 30. April 1685.___________________ (2231-2) Nr. 3253. Executive Nealitäten-Versteigerung. Vom l. l. Bezirksgerichte Goltschce wird bekannt gemacht: Es sei über Ansuchen des Hnrn Josef Oschura von Oßiuniz die executive Versteigerung der dem Georg Tamez von Padua gehvrigen, gerichtlich auf 300 fl. geschätzte,,, aci Grundbuch der Herrschaft Gottschee 8Ub tom. XXIV, ^1.3351 ooilommenden Realität bewilliget und hiezu drei Feilbietung^Tagsatzungeil, und zwar dle erste auf dm 8. Juli, die zweite auf den 5. August und die dritte auf den 2. September 1885, iedesmal vormittags von 10 bis 12 Uhr, im Amtssitze mit dem Anhange angeordnet worden, dass die Pfandrealiliit bei der ersten und zweiten Feilbletung nur um oder über dem Schätzungswert, bel der dritten abcr auch unter demselben hintangegeben werden wird. Die Licitationsbedingnisse, wornach ! lnsbesondere jeder Licitant vor gemachtem Anbote ein 10proc. Vadium zu Handen der Licitationscommission zu erlegen hat, sowie das Schätzungsprotololl und der Grund-bllchSrflracl lötmri, ii, der diesgerlcht-llchcn Rrgistratur einacschen werden. K. l. Bezirksgericht Goltschee, um l. Mai 1885.______________________ (2212-2) Nr. 1707. Erinnerung au Kasper Koler von Mitterdmf, respec» tloe dcssen Rechtsnachfolger. Von dem l. l. Bezirksgerichte Rad« mannsdoif wird dem Kasper Koler von Mitterdorf, resp. dessen Rechtsnachfolgern, hlemit erinnert: Es habe wider dieselben bel diesem Gerichte Andreas Oblal von Mitterdorf die Klage auf Anerkennung der Ersitzung der Kaischenrealität Conscr.'Nr. 58 zu Miltrrdorf, Urb.-Nr. 1050 ac! Herrschaft Veldes, kud plk68. 17. April 1885, Zahl 1707, eingebracht, worüber zur mündliche,, Verhandlung der Rechlssache dle Tagsatzung auf den 17. Juli 1885. vormittags 9 Uhr, Hiergerichts angeordnet Wurde. Da der Aufenthaltsort der Geklagten diesem Gerichte unbekannt und dieselben vielleicht aus den l. l. Erblanden abwesend sind, so hat man zu ihrer Vertretung und auf lhre Gefahr und Kosten dcn Mal-lhäus Mencinger von Nlthammer »ls Curator acl k«wm bestellt. Die Geklagten werden hievon zu dem Ende verständiget, damit sie allenfalls zur rechten Zeit selbst erscheinen oder sich einen andern Sachwalter bestelle» und diesem Gerichte namhaft machen, überhaupt im ordnunasmüßigen Wege einschreiten und die zu ihrer Vertheidigung erforderlichen Gchritte einleiten lönnen, widrigen« diese Rechtssache mit dem aufgestellten Curator nach den Bestimmungen der Gerichtsordnung verhandelt werden wlrd, und die Geklagten, welchen es übrigens freisteht, ihre Rcchtsbehelfe auch dem benannten Curator an die Hand zu geben, sich die aus einer Berabsällmu»a entstehenden Folgen stlbst veizumessm haben werden. K. l. Bezirksgericht Radmllnnloorf, am 20. April 1885.