Rummer 23. > ettau. den v. A»ni 1901. XII. Jahrging. PettauerZeitung. Erscheint jeden Sonntag. Prei» für Pettau mit Zustellung in» Hau»- Monatlich 80 k. vierteljährig K 2.40, hawjähr.z K 4.80, ganzjährig K S-. mit Postversendung im Inland«: Monatlich 8S t> viertellöhrig ü S.bO, halbjährig X d.—, ganzjährig X g.SO — Einzelne Rummern 20 d. r Handschriften werden uicht zurückgestellt, «ntündigungen billigst berechnet. — Beiträge sind erwünscht und wallen längsten« bi« Freitag jeder Koche eingesandt werden. Traurig, aber wahr. Unser letzter Leitartikel hat unS wieder eine strenge Rüge feiten» deS .Organe« der DenNchen Volkspartei- eingetragen, welches sich nachfolgende Predigt Nistet: Höher geht'« nimmer. Die „Pettauer Zeitung" hetzt gegen die Deutsche BolkSpartei. Wir hätten davon und von der Ernennung der Deutschen Volks» Partei zur .Regierungspartei sao» phrase" schwerlich Notiz genommen, wenn daS Blatt nicht abermals die fromme Mär verbreitete, Abgeordneter Dr. v. Derfchatta, der seit Wochen krank ist. habe mit dem Abgeordneten M a l i k «in Duell gehabt und sei verwundet worden. Diese Behauptung ist al» Wiedergabe ei»«« gänzlich unbegründeten, zudem schon in aller Form dementierten Gerüchte« umso leichter erkenntlich, ol« Herr Dr. v. Derfchatta zu dem Zeitpunkte, als die Veröffentlichung der gegen den Abg. Malik gerichteten Erklärung er-folgte, in Graz krank zu Bette lag. Wen» da» Pettauerblatt von einem groben Groll der Partei gegen dellAbg. Malik spricht, so ist da« Über. Haupt unrichtig, weil die Partei lediglich be» stimmte Ausführungen de«Herrn Abg. Maltf richtigstellte und wenn der .Groll' der Deutschen BolkSpartei von dem Blatte aus daS im Monde stottgesundene Duell zurückgeführt wird, so er» sieht man eben daraus, wa« von dem angeblichen Grolle zu halten ist. — Wir dürfen wohl er» warten, das« Herr Abg. Malik selbst derar» tige unwahre Gerüchte au« der Welt schafft. Run. wir sind von vertrauenswürdiger Seite dahin informiert, dass das Duell zwar nicht im Da tzofrath bor da tztmmetz-thür. ®on Gustav young Liesing. In sein Wolkenkammerl, z'nachst da Him-melSthür. sitzt da Petrus, raukt g'müatli sei Pfeiserl und lest'S .Baterland'. Auf amol macht'S bum bum an da Him-melSthür, a Zoach'n, das« wieda amol a arme Seel' braust'» i« und gern in Himmel eini möcht'. Langsam steht da Petru« auf. legt d' Pfeif'» und'« Bladdl weg und will aufmach'n geh'n. Da macht'« wieda bum bum; aber a biß'l stirka, al« srühender. „Ro. no.' brummt da Petru«, „Hat'S der aber gnädi'," und macht'« Gnckerl auf. Draußt steht a alta Herr im Frack. auf den a drei oder vier schönt Orden glanz'n. .Wa« willst denn?" fragt 'n der Petru« gmüatli. Da Herr aba, mit dö schb»' Orden aus 'n Frack, schaut ganz bitt drein und ruaft in Petru« volla Ungeduld und in an Ton, wie m'r eppa an AmtSdiener aschuauzt, zua: .Eini in Himmel möcht' i. Steh' scho' bol' a halbe Stund da und' S Warten bin i, dass du'S nur glei woast, »öd gewohnt.' .So, so." macht da Petrus drau'f und Monde, sondern in M......z in Körnten statt- fand, aber da« ist ja Rebensache, d i e traurige Thaisache, das« Steiermark bei der Verkeilung der Gaben wieder eininal gründlich zu kurz ge» komme» ist. wagt auch das „Tagblatt' nicht abzustreiten. Run ist man allerdings bei u>>« zu Lande gewöhnt, wirtschaftliche Interessen al« nebensächlich zn betrachten und die berechtigten Wünsche großer Wahlkreise kaltlächelnd abzuweisen, aber der grobe VerjöhnungtschmauS, welcher jüngst im Parlamente stattfand, war doch eine ganz besondere, nie wiederkehrende Gelegenheit. Vortheile für die heimische Wählerschaft heraus-zuschlagen. Herr von K ö r b e r lieb die Millionen nur so springen und jede Gruppe, welche nicht zu faul war,den Mund ordentlich aufzumachen.kehrte mir wohlgefülltem Ranzen in die heimatlichen Gefilde zurück. Dieser günstige Augenblick wird n i e wiederkehren, denn der Staat, welcher sich Ber» pflichtungtii im Betrage von 1000 Millionen auflud, wird genug zu thun hoben, diesen Betrag und dessen Zinsen aufzubringen. .Erklärt mir «un Graf O r i n d u r. diesen Zwiespalt der Natur', dass, während alle anderen Abgeordneten nur die Wünschelruthe zu ergreifen brauchten, um eine» wohlbefetzten Tisch herbeizu» zaubern, nur unsere steirischen Ber» trete» nicht« auszurichten wubte »> Wir verwahren uns gegen den Borwurf der Hetzei ei, nie wird e« unS in den Sinn kommen, zu Gunsten einer parlamentarischen Bereinigung gegen eine andere Stellung zu nehmen, e« ist unS auch, o Schmach, ganz egal, welchem Elub unser Ber-treter angehört, so lange er sich al« treuer Hüter der nationalen und wirtschaftliche» Interessen seiner Wähler erweist, wir werden aber gegen jeden Elubzwang rücksicht«- locht a so recht g'spassi in eham eini. .Wer bist denn gar. das« du'S nöt verwarten kannst. Hon?" Der im OrdenSfrack aba bla«t st' auf. wia a Schustavogel und sogt gar patzig: .I bin da Hofrath Brvselmeier, verstanden? Möcht' sehr bitt'n, dass d' bihl a Rücksicht nahmst auf nm Stellung.' .Hofrath hin und Hofrath her.' gibt eahm da Petru» zu Antwort, .da herob»at in Himmel san alle gleich; da gibt« koan Rangunterschied nöd. dö« mirk d'r sein. Ehbevor i di aber eini« lass', muabt m'r deine G'schrift'n geb'n, das« i siach. obst a wirkli der ,'bist, al« wo« di auf-spül'» thuast. I muas« hiatzn'n a gar a strenge Controlli au«üabn. seiden, sie a so allerlei Volk ein'gschlich'n hat.' Da Hosrath hat schnell in Fracksack eini-griff'» und hat an ganze» Pack Schriften auba-M'n Da Petru« hat'« g'numma und zitta nach-aiianda durchgschant. „Ahan! Geburtsschein, Taufschein, Trauungsschein; gnad is." Nacha is 'S Aiistellungidecret kumma, d' Eondliitenlist'n d' Beförd'rungSdikreter, BclobungSfchreib'n und no allerhand fo öd« G'schreibfel. Auf oamoal sagt da Petru«: „'» war schon oll'S recht, mei liaba Brösclmeier; dö Papierln da legitimier'» die ja ganz gnad. OanS aba fehlt do: I find lo« Stellung nehme» u. gegen de» Abgeordneten selbst, wenn der .Elub' den Abgeordnete» hindert, unsere Interessen rücksichtslo« ju vertreten und wenn d« Abgeordnete sich eine derartige Beeinflußling gefallen labt. E« muss den Herren in Wien endlich be-wiesen werden, das« wir .Provinzler' keine«weg« so geistig rückständig sind, wie man in der Großstadt zu glauben scheint. Im Abgeordneten» hause wurde» in'letzter Zeit alle nationalen Schranken niedergerissen, alle Parteien gurgelten durchein» ander, die unnatürlichsten Bündnisse wurde» geschlossen, um Vortheile für einzelne Länder und Landksiheile heianSjuschlage». nur wir warten vergeblich auf di« Erfüllung unserer berechtigte» und langjährigen Forderungen und wir werden wahrscheinlich so lange warten müssen, bi« die steirische Ostbahn vom Monde herunterfällt. Schuftige Hetzerei. Wer sich üher die wahren Gesinnungen der Marburger Domgeistlichkeit informiere» will, der lefe die letzte Nummer d«S „Slovenski (Jospodar'1 und „Naft dorn". Niederträchtigere Lügen und infamere Hetzereien wurden wohl niemals dem geduldigen Papiere aufgeprägt, al« dies in der Nr. 83. deS ,«S>lov. Gospodar" und Nr. 2 de« „Na! dorn" geschah. Die verbissene Wulh der Marburger Domherren und ihr wahnsinnige» Entsetzen darüber, das« sich Bauer» und Stadt» leule anfangen zu vertragen und in Frieden ihren Geschäften nachzugehen, macht biefe .Priester-einfach toll. So schreibt der „Naä dorn": .Nur wen» der Bauer Geld in die Geschäste bringt, haben die Deutschen für ihn sübe Worte, sagen ihm: koa G'jchrist über deine Orden. Wo hast denn dö?' Valege» hat sie da Hosrath aus seine Glatz'n kratzt, dann a Weil so g'macht. al« wann'r nach» denk'» that und endli zum Petru« g'jagt: .Jo, woaßt Petru«, dö« i« a so a dumme Sach der» mit. Dö OrdenSdicreter muas« i rein beim Aufafliag'n vastreut und valurn hab'»: t hab'S eh scho irr ganga. Dö« aba, das» dö OrdenSde» rittet fehl », wird do um GottSwill'n nix mach'«, und du, Petru», wirst mi dengerst eini-laff'n?' „Wird ndd geh'»,' moant da Petru» und hat fei» Kopf beutelt. .I muas» an Au»weiS für Oll'S hob'», alsdann a an für deine Orden. Aber woabt. Bröselmeier, i will meinetwegen a Äugerl zua-druck'», wandst m'r genau sage» saunst wenigsten», für waS d» d' Orden kriagt hast. Dv« wirft do' könna? Nacha, wegenmeiner, lass' i di eina.' Da d'rauf i« da Hosrath t'erscht im Gesicht a so roth wor'n wia glühat« Hufeisen und glei d'raus war 'r wieda so blafS. wia der schönste PrimsenkaS. Nacha hat 'r 'S wieda a Weil so g'macht, al» that 'r »achdcnk'n. und da» bei zum Schwitzen ang'hebt. G'redt hat'r oba nöd a Sterbentwartl. Da Petru» schout'n an. lacht »nd fragt'» nacha no amal: „No. BriHlmeierl Wirft d» „Onkel, was ist Dir a»ge»ehm," hinter dem Rücken zeige» sie unS aber die Feiae und jagen: „wiüdischer Trottel"; in der Well stelle» sie nn» als Wilde hin." Der „ die löbliche Stadtgemeiude Pettau. die löbliche BezirkSvertretuug, die löbliche Handels- und Gewerbekanimer in Graz. Weiter» wurde» allen Genoss,nschasten für die Spende von 56 K zur Preisvertheilnug unter die besten Schüler der Dank ausgesprochen. Preist erhielten: 2 Bäcker. 5 Tischler. 2 Schuster, 3 Maurer, 4 Schlosser. 1 Glaser. 1 Binder, 2 Steinmetz?, 1 Wagner, 2 Zimmerleiite, 1 Buchbinder und 1 Maler Der Leiter richtete schließlich einige Abschiedsworte an die auStretknde» Schüler, er-mahnte sie, ihre» Meistern dankbar zu sein, auf ihre Fortbildung stet« zu denken, nicht un-überlegte Handlungen zu begehen, ein fleißige«, sparsames, ehrliche« Gebare» stets z» zeige». Herr Bügernieister Josef Ornig dankte mit aner-kennenden Worte» dem Lehrkörper für seine Mühewaltung, erinnerte die Schüler, stet« zu be-denke», das« sie ohne Unterschied d«r Nation deutsche Bildung genossen hab..», gedachte der große» Opfer für die Schule »nd brachte ein dreifaches Hoch auf den Kaiser aus, in da» alle kräftig einstimmten, woraus die Schüler die Kaiferhymiie sangen. Nach der PreiSvertheilung wurde» die Schülerabeiten besichtigt und daran der große Fleiß erkannt, de» Schüler und Lehrer dabei verwendet hatten. Besonders fielen die hübsch ausgeführten Bauzeichnungen der Zimmerleute Weißbacher und Georg Matzu» auf. H. P. (Deotschrr «adsahrrr-Vrrein in pettau.) Derselbe unternimmt heute Sonnlog de» 9. d. M. eine Llub-Parlie nach Trakostjan. an welcher „So was! Protzt mit sein HosrathStitel. al» hätt' 'r damit 'S Recht, glei hinter 'n Er«» engel Gabriel eing'reiht z' wer'n. oder al» wollt 'r ganz a extrichs Ehrenplatz! herob'». haha! »nd woaß nöd amal, für waS er seine Brustglankerln kriagt hat. Soll i» eppa wissen? Da ganze Schmarrn steht ja nöd amol dafür eigentli. das» i mi so gist'n thua". „WaS hast de»» Pederl?" sagt auf amal a milde Stimme nebe» PetruS, der gar gach da-schrock'n i«, den» vor eahni i» da Herrgodd g'stand'n. „Bazeigst m'r scho. liaba Herr und Master, dass i wieder vrnal fuchti wor'n bin. ManigS-mal müasSt ina aba schon a EselSgeduld hab'» auf dem Posten da bei der HimmelSthür. Draußt steht hiatzt'n g'rad » vasturbener Hofralh, Bröselineier schreibt 'r si . . .I maß eh. waß," iS eahm da Herrgodd in d' Red g'fall'n »nd hat g'lacht. „ . . . und über den hab i mi so soakrisch g'suchst. Denk Dir nur, lieber Allvadder, kann si der alde Kracher absolut« nöd derinnern,. für waS 'r seine Orden kriagt hat. I» so waS Dumm'S eppa nöd zum ärgern?" „Geh. geh, Pederl," hat'» da Herrgodd beruhigt, „därfst über so a Dummheit nöd imma glei auS'n HauSl sein. Und dö« schiache Schimpf'n sich die Mitglieder hoffentlich recht zahlreich be-theiligen werden. (Schiiltrbiijer.) Die ehrenfeste Leitung der städt. Badeanstalt gab 77 Schülern der städt. Knabenschule Badesreilarten und veidient dafür die vollste Anerkennung. Die neue» Schulen in Graz werden mit Baderäumen versehen, da man allerseits von der Wichtigkeit derselben Überzeugt ist. Pettau ist aber in der angenehmen öage, den Kindern ohne besonderr Auslagen erfrischende und reinigende Bäder zu gewähren. (Ver stiiit. tvassrtwageusiihrer» wird er-sucht, auch vor der städt. Knabenschule einiges Ras» hinzuleiten. da die Staubwolken der vor-übeifahrenden Wage» i» die Lehrzimmer dringe» und nur der MumpSkraukheit fördernd diene». (Lrsnch irr Luchdruckcrri.) Montag den 1. Juni wurden die Schüler der 4. Classe i» die Druckerei des Herrn W. Blanke ge-führt, damit sie eine Borstellung erlangen, welch' großartige Erfindung Guteuberg gemacht hat. Die Knaben erhielten Bildchen vo» Pelta», die vor ihre» Auge» gedruckt wurde». Das liebeus-würdige Personal unterwies die wissbegierigen Knaben in den Geheimnissen der „Schwarzkunst." (Eine Mißgeburt mit )wei Köpsrn» war hier durch mehrere Tage zu sehen. Die hold« Jung-fran, welche die „Mißgeburt" vorstellte, hatte jedoch nur einen Kopf, welcher mittelst einer Spiegelvorrichtung verdoppelt wurde. Die Be-sucher, welche ohnedies ein hohes Entröe ent-richte mußten, wurde», kaum in die Bude ei»-getreten, nochmals unverschämt angebettelt, um sie zu vertreibe», bevor sie den Betrug bemerkten. Und ein derartiger Schwindel wird von der k. k. Statthaltern concessioniert! (Aufgelehnt.) Jüngst weilte ein Vertreter der Firma B a r n u m in unserer Stadt, um die „zweiköpfige" Jungfrau für da« amerikanische Unternehmen z» engagiere». Er zog aber betrübt ab. als sich herausstellte, das« die Holde zwar im Besitze einer Stallhaltereiconcejsio», aber leider nur eines Kopfes war. (ßrauü.) Am Freitag den 7. d. M. ent-stand im Inneren der Luttenberger Pfarrkirche au« bisher unaufgeklärter Ursache ein Brand, welcher bald sehr bedeulende Dimensionen an-nahm und beträchtlichen Schaden anrichtrte. (Frurrbrreitschaft.)Vvm 9. Juni bis 16. Juni, 3. Rotte deS I. Zuge«, Zugsführer Sau« rentschitsch. Rottführer Wratfchko. Feuer-anmeldungen sind in der EicherheitSwochstube zu erstatte». und Fluach'n ivoaßt ja. ka»» i scho gar nöd leide«. Ueber so wa» gift'»! Steht dafür. Wannst über wa« in Unklare» bist, waßt ja, wa« D' z'thnan hast. Zu »vo« bin den» i da. han? Hälfst halt mi g'fragt. Woaßt ja do, das« i allwissend bin." „I» eh a wahr." sagt da Petru» und hat si dabei ans d'Stir» g'jchlag'n, das» >»»r a so kletscht hat und wär bald glei' wieda fuchti wor'n. weil rahm dö« nöd selba eing'fall'n i». Er hat si aber no gach daiangt und g'fragt: „Schau, liaba Allvadder. sag' mir'» nur glei. warum und für wa» der Bröfelnieier d'runt seine Orden kriagt hat. » i« nöd nur alloanS der Ordnung halber, i bin hiatzt'n selba d'raus neugieri." Hiatzt'n bat der Herrgodd seine Händ' auf'n Petrus seine Achseln g'legt, hat eahm dabei so-viel liab in d'Augen g'ichaut, und »acha ganz stad. akrat a so. al« das« dö» »eanid andrer al» der Petru« hören därfat. z» eahm g'sagt: „Siagst, Pederl, heunt i» »' erschte mal, das» D' mi mit Deiner Fragerei in d' Valegeuheit bringst. Ja — i bin allwissend, dö» stimmt scho' — aber — für wa» der Brdselmeier seine Orden kriagt hat, dö» woaß i selba nöd. So. Und hiatzt'n lasSt'n halt eini." Auswärtige Neuigkeiten. «ii „tz«ch»tirdiger" Dieb.) Au« Madrid wird gemeldet: Die hiesige Polizei verhaftete de» mexikanischen Geistlich,» Ejpaeza. de» Schatz-meister de« Eezbischos» von Guadalajara Esparza war mit 10,000 GoldpesoS in Begleitung feiner 17-jährigen Geliebten M Padilla geflüchtet. Sie waren Tag« vorher ans der mexikanischen Bot-schaft gtivese», «m Check« in der Höhe vo» 30.000 Beso» gegenzeichnn, zu lassen. Der Bot-schafter hatte aber de» hinter ihnen erlassenen Steckbrief gelesen, erkannte sie und benachrichtigte die Polizei. (Dir Amme) der »eugeborn'e» Tochter de« König» vo» Italien ist eine Bäuerin au« San Bito Romano i» To»ka»a. Magdalena Einti — die« der Name der AuScnvählten — erhält 160 Lire monatlich al« Gehalt. 10.000 Lire beim Erscheinen de« ersten Zahne« (!), weitere 10.000 Lire, wenn da» Kind do» erste Wort spricht nnd 10.000 Lire, wenn e« den ersten Schritt macht. Nach erfüllter Ausgabe erhält die Amme eine Vergütung vo» 20.000 Lire und für Lebensdauer eine Pension von 100 Lire monatlich. Da« ist eigentlich so erschreckend viel, das« man darüber aus'« Staunen vergißt. Wenn die« schon on dem dürren Holze geschieht — wie gut wird e« erst die Amme eine« eventuellen Thronfolger« von Italien haben. (Eine sprachliche Mnkerltistung bob Aata- totsch) greift die „Zfitjchntt de« Deutschen Sprachvereine«" an» einer Grazer Zeitung auf. um sie gebührend niedriger zu hängen. Die Be-kanmmachung lautet: .Die mit de» in letzterer Zeit rücksichtlich der Aushebung der Briefkasten im Pomörium vo» Graz durchgeführten Verbe-h»rungen iu. Zusammenhange stehende Erneuerung der r ntiernng»tafeln und Kontrolmarken ist nunmehr bezüglich sämmtlicher Briestaste» durch-geführt und wird vom Lb. d. M. angefangen nebst einer besseren Eintheilnng der Hammel-fahrtrayon» auch die btlchleunigt« Entleerung einer Anzahl von Brieftaste» der inneren Stadt mittelst Dreirade« platzgreifen." — Man stelle sich jetzt nur die .Entleerung vo» Briefkasten «ittel» Dreirade»" vor! — ^Verbrecht» a»s Kndnischast.) Über die so-genannten Leidenschast»verdrech Im Verlage de« vereine« Südmark (Graz, Herrengasse 3) ist soeben eine hübsch autgestaltete Sonnwendschrift erschienen, welche außer den auf die Feier bezüglichen Dich-tungk» Felix Dahn«, Aureliu« PolzerS, Anton Renk« und Heinrich Wastian« eine gründliche und sehr anziehend geschriebene Abhandlung über da« Wesen und die Bedeutung der Sonnenwende enthält. Wir machen angesicht« de« bevorstehenden Feste« alle völkische» «reise aus diese Veröffentlichung, sowie aus do» vortreffliche .Südmark-Liederbnch" nachdrücklich aufmerksam. Beide« ist durch die Kaiizlei der Südmark um je 20 Heller erhältlich. — 3 — Handel, Gewerbe und Land' wirtschaft. § 59 und 60-Rundgtbnngen. Anläßlich der Durchberathung de» Hausier- ?esetze» im Gewerbeautschusse de» Abg.-Hause» at die .Deutschösterr. Geiverbepartei" neuer-ding» eine Action eingeleitet, um eine möglichst weitgehende Abstellung de« Hausier-Unfuge« zu erreichen. An fämmtliche GenossenschaslSverbände Deutschvsterreich» würd« nämlich vo» der Parteileitung eine diesbezügliche Petition mit dem Ersuchen abgesandt, dicse sofort gesertigt an den GewerbeauZjchuß zu richten. Diese Sction der Deutschösterreichischen Gewerbepartei bezweckt, zu zeigen, daß e» dein gefammte» Gnverbestand mit seiner Forderung der Abschaffung de» Hausierunfuge« ernst ist und daß er mit aller Geivalt die Beseitigung dc« ihn wirt-schaftlich vernichtenden Hausierunwesen« durch-setzen muß! Unter dem Eindrucke dieser mächtigen Kund-gebnng de« gesammten Gewerbc>ta»de» Deutsch-dsterreich« wird die Regierung, wen» sie sich schcn zu einer vollkommenen Abschaffung de« Hausierunfuge» nicht verstehe» will, endlich doch, den diesbezüglichen ernsten Forderungen de» Gewerbes'ande» Folge gebend, mit einer starken Hausiereinschränkung vorgehen müssen. Die Petition hat folgenden Inhalt: An den löbliche» Se»erbe-^»b»»l....... «erzen, Äla»..... ©eise ord. ...... Brantwein..... Bier........ Weinessig...... SRilch, frische . . . . , abgerahmte . . Holz hart Meter laiig . m roetch M ■ « Holzkohlen, hart . „ weich Steinkohlen . . . >troh. Lager . . „ Streu . . 1 KiiOHctem. Cin-zeichnung der SfeigNRgei und fijttfllt in (UlfllAtr, für jeden Fahrer leicht VmtlNdllClW Weise, u«k»«d»e aller ftkr den Radfahrer widMigt« 0®i«Ct« etc.) von Steiermark u. allen übrigen Alpenländern w zu haben bei UHllMlfl BlJIkt, i Buchhandlung in Pettau. 1 ©@©@@©@© tS !!Soeben erschienen!! Alfred Dreyfw, ZI • « « • « fünf Jahre meines Lebens km—um. 5elds»verf»sste Me»oire»! • • • csgedned 901 der renselsinsel! « Zu haben bei WilDd« BUlke, < « Buchhandlung in Pettau. » » _fib £JJ etzer- LEHRLING mit entsprechender Schulbildung wird aufgenommen in der Buchdruckerei W. Blanke, Pettau. Amirtn« Cartolineum bester HilüUJitridi |I|U Füllt» ml Stiftn Oarbollnaum-Pabrlk H. Amirtis, ImstittfiL GGGGGGGG 0 0 0 © 0 I» N. ■ItMkauaa'a Mftrlai U Win, l. NalallMMf »»»«»> ». rrtitdRttt Bit »„UN, (<«<1 U-n!t::B-..R« »,« ®fl»k«ttl|r« (Utfl Ml fompoicoft« o»tt „.illilll 9*1UimHua|) Ulaummn »ittrn: ■ Irr Praktische ^andyirth. aiitr. «DA»». Jtliaa» lir Z»»rr». Bfariinlrt IS**. Erichiial vi»aß»i in Gi-t»rU«i>.z-i»-> gtamiitrij 5 «. IrlMri« I 1. Der Ärkonom »in. «M Wk«, aiiKrf ric laa»». Qalfl - gelt,»». «tjtüutrt int. in 1. ». 1«. Iittn viiisll Ii ß I »r,»«N»»«ee» «ralt« »,» fr«»«. 0 0 0 0 0 WwWWWWWW ©l@l©l@l©l@|®|© W. BLANKE in PETTAU empfiehlt Ligarettenfililsen in grösster Auswahl, zu billigsten Preisen. Neue, beliebte Sorte: ..Mac KlMitV", M»»tl,t«^ 11 it KornabetMg. Goldene Aledaille Paris! Befteö diätetifcheK Mittel üleb-nahrpulocr. „5kra" wird verwendet: bei Pferd?». b?i welche» Ma^e»störu»jien ?ing?tret?n »der w?lch? Über-zo»pl vom Hause au» 1 chlnhle Fresser sind, serner ibei Kühe», um ?in?rs?itS di? Quantität der M'lch zu verbtsscr». anderseits die höchstmöglichste Milchabsond.run», z» ?r« zielen, bann zur Aufsulteruni, von Ochsen und Schweinen, sowie auch zur kräftigen Au«bild»»i, von Kälbern und Schafe». Eb?nso zweck-dienlich ist die Änwnidung von „Flora"-Vi?h"ährpulver bei Stall-Wechsel oder schlechtem Futter und endlich als Priservativbci Herr-ichenden Seuchen. man twbet ni». ta, In Watt d«« 9»»« .„««».fW» «.^n, ttntlQ baft^abe «PtC^ltfl^tpmJCg r>t»tPrn Ein großes Paket 1 K 30 b, kleine Pakete 70 h n. 40 b. MS** Nur in Paketen mit obiger Schutzmarke versehen erhältlich, yauptversandt: „Flora", Oeuftadti a. d. Böhm. jßotbö. Zu hab?» in Pettau bei: Herrn 3of. Kasimir und Herrn Heinrich Maurettrr. Danksagung. Anläßlich des am Frohnleichnamstage in meinem Walde zn Sternthal stattgehabten Brandes erlaube ich mir, sämmt-lichen bei der RettungSaction daselbst werkthätigen Behörden und Persönlichkeiten meinen ganz verbindlichen Dank auszusprechen. In Sonderheit danke ich der k. k. Bezirkshauptmannschaft Pettau wegen Beistellung deS Gendarmerie-Aufgebotes, dann einer löblichen Feuerwehr von Pettau, als auch den löblichen StationLleitungen in Pettau, Pragerhof und Sternlhal, deren rascher und energischer Handlungsweise es zu verdanken ist, dass die Localisierung des Brande« möglich wurde. Sternthal, am 7. Juni 1901. Franz von Hellin. Annoncen I für alle In- und anaUndiashen Journale, PaohMlteohrlftan, Kalander sie. bMorgt un besten and bllll^atan das im besten | Rufs aeH 36 Jahren bestehende erste sleterr. Annonoen-Bureau FSB A. Oppelik's Nachfolger Anton Oppetik, , L, Ghrtlnangergaeee 1fl. ti m »i II Hin mm. — 5 — Chief-Office: 48. Brixton-Boad, London, SW. %. Thtcrrn's echte Centifoliensalbe tfl die triftigst« Zugsalbe, übt durch gründliche Reinigung eine schmerzstillende, rasch heilende Blutung, befreit durch Erweichung von eingedrungenen FrenidlSrpern aller Art. — Ist für lonrifitn, Radfahrer und Reiter »nenibehrlich. BC Erhältlich i» den «patheke». 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Zu dieser Impfung haben nicht nur alle im Laufe deS letzten Jahres geborenen Kinder gebracht zu werden, sondern auch alle jene Kinder, welche in den letzten Jahren auS irgend einem Grund« uiige» impft verblieben. Die Eltern (oder deren Stellvertreter) der impspflichtigen Kinder werden hiemit eindringlichst ermähnt, mit den Impflingen am Impf-sammelplatze zu erscheinen, da die Nichtbefolgung de» amtlichen Auftrages strengsten« geahndet werden müßte. Zur Impfung müssen die Kinder mit rein gewaschenen Oberarmen und mit frischer Leibwäsche gebracht werden. Pettau, am 7. Juni 1901. Der Bürgermeister: I. vrnig. Briider Slawitsch Pettau. Q-rosste Sommer-Schuhwarenniederlage. Herausgeber und verantwortlicher Schriftleiter: Friedrich von Lalchberg. Druck: W. Blanke, Pettau. ItTSTSTSTSTSTSTSTSTSTiTSTrKTSTiTSTgTSTSTiTiTSTSfSTSTSTSTSTSfSySTSTSTrySTXTifSTSTyfSTSTrWTiTSTSfTTilS Weil'age zur ]©£ti«vtet 25ett*mg 9«tlag »»« W. Vital« t» P«Ita». schloß Alvinfcss. Rovell« vo» «rthur E«ac» Zimso». (Schlus!., Wald berichtete seiner Mutter die Ereignisse der verflösse-neu Nacht, nicht um sür seine edle That Tank zu ernten, sondern um ihr zu beweisen, da» seine gute» Borsäve sich ans einen soliden Grund stühte». Frau vo» Assen-,, :jbor» hörte ihn schiveigeud an, Trohdeni das eigene Uu-' stliicf >hre Seele Dollarn beschäitigte, uahiu sie doch imiigeu Anteil an der «chreinersaniilie. I» Bezug aus de» Diebstahl er-Härte sie sich utit der Ansicht Ewalds eiuverstaudeu: auch sie hielt dasiir, das, eine gerichtliche Untersuchung gegen deu Verwalter ein-geleitet werde» müsse. „Ich habe Dir vergebe»/ sagte sie aui Schlüsse der Unter-lcduug, indem sie dem Sohne die .Hand bot, „ich will ans die Ans-nchtigkeit Triner Siuuesänderung vertrauen nnd mit Rat »ud That i» de»i liautpse, dem Du entgegengehst. Dir beistehen. Deine Umkehr wird Dir schiver falle», aber ernster Wille kann iede Schwierigkeit beseitigen. Tn sagst, uns bliebe» vierzigtaiisend Thaler, gut. kaufen wir ei» kleines Gut am Rhein und suchen w!r durch Fleiß und Sparsamkeit dc» Flecke» wieder zu tilge». der auf uuserm Wappen ruht." „So willst Du mich beglri-ten V" fragte Ewald erfreut. »Gewiß! Glaubst Du, ich habe im Ernst daran gedacht, mit ein Lbdach in diesem Hanse in betteln V Nicht als cittc Bettlerin, als die Freifrau vo» Asseu-bont will ich das Schloß, de» -tammsiv unserer Ahnen ver-lassen. Deshalb legte ich diese» Schmuck an, Und ii»» »och eins. Ewald, ich habe schou längst mit lir darüber rede» wollen, aber nie den geeigneten Augenblick dazu gefundn!. Du weißt, ich nahm Marie an Üindesstatt au, als ihre Großmutter starb und das Kind, eine Waise, keine Zu-siucht hatte. Tu hast dem Mäd cheu stets die Liebe eines Bru ders eutgegengetrage« uud viel-leicht nicht bemerkt, daß das Saatkorn dieser Liebe andere Wüten trieb, als die, welche es naturgemäß treiben sollte. Sie liebt Tich mit der ganzen Glut »ud «rast ihrer jungfräuliche» Seele, sie liebt Tich trov all leinen zahlreichen Schwäche» nnd Berirrungen. Laß mich »n« zn Ende reden," fuhr sie fort, als der Freiherr sie unterbrechen wollte. .Ich leie in Teilten, Blick, das» Du au diese Liebe nicht glauben kannst, ich sinde sie »aliirlich, Marie betrachtete Dich als ihre» Bruder, ihre Liebe war um so reiner nnd ans-richtiger, als sie durch dieselbe niir die erzeigte» Wohlthäte» zn vergelte» glauble. Sie lernte durch Deine Betirrnnge» Dein edles V'.'iz, Dein weiches Wemii; kennen »ud bedauerte tief, da« Du Das iieuc ZtadihauS Plhot. «flftir. Wriit nicht die Kraft besaßest, gegen die Dich beherrschende» Leide» schaste» aiiznkämpsr». Dieses Bedauern, verbunden mit der Hon innig, es werde Dir gelinge», das Sklavenloch abzuwerfen, fesselte» Dich enger und enger an sie; ehe sie es ahnte, liebte sie Dich." Der Freiherr hatte sich erhoben; er entsann sich der Worte, welche Marie in verwichener Nacht zn ihm geredet hatte. „Ich begreise es uicht," sagte er. .mein Lebenswandel iinif;tc sie zurückstoße», sie kouute mich nicht achten —" .Sage das nicht," unterbrach Frau vou Asieubor» ihn, „ein Mädchenherz gehl »ber den Leichtsinn nnd die Thorheit der Jugend ohne große Bedenke» hinweg. Marie hat mir ihre leideuschast liche Liebe nicht gestanden, aber ich lese in ihrer Seele wie in einem offenen Buche. Ich hielt es für meine Pflicht, Dich daraus ausnierksam zu machen; Dir bleibt es natürlich überlasse». was D» thliu willst. Verschmähest Du die reine, vertrauende Liebe dieses Mädchens, so dars Marie uns nicht begleiten —" .Darüber zu entscheide». Mutter, ist der gegenwärtige Augen-blies nicht geeignet." siel der Freiherr hastig ein, ..Ich danke Dir siir Deine Mitteilung nnd bitte Dich, mir Zeit zur Ueberlegung zn gönnen." „Ich will Dir in dieser Angelegenheit nicht raten,' fuhr Fra» vonAssenborn ruhig fort, .weder mein Rat, noch meine Wünsche dürfen Deinen Entschluß beeilt flusse». Nur die Erklärung halte ich für notwendig, daß ich in der bürgerlichen Herkunft Marien» feilt Hindernis für das Glück enrerEhe erblicke» würde: Marie ist de» Anforderungen »iiseres Standes entsprechend erzogen, und ihre Tugenden überwiegen deu Maugel eines Wap veuS. Der Seeleuadel, Ewald, ist stets der höchste; ihm iniii; der (Akburtsadel nachstehen." In Sinne» versunken, ver lieft der Freiherr daö Gemach. Er hatte Marie stets als seine Adoptivschtoester betrachtet, nnd in dieser Eigenschatt war sie siir ihn das Miitd geblieben, mit welchem er vor Jahre» scherzte und spielte Ieht stand sie plöv iich als die herangewachsene, blühende Iungsrau vor ihm: er kragte sich, wie es möglich sei. daß er nicht srüher schon diese Berwandluug entdeckt habe. Die Mutter hatte vou feinen Augen die Binde genommen; auch er blickte ie(jt in diese reine Seele, die mit all ihrem Sinnen und in äiirirfi. «!ii le.i i Trachte» sich vertraneiisvoll ihm hingab. Hub diese reine »usämldsvolle Liebe, vou deren Eyisteuz er niemals etwas geahnt hatte, ermutigte ihn. Das We-snhl, lim seiner selbst willen geliebt zu sei», geliebt vou einem edle», engelrehte» Herze», erfüllte ihn mit Stolz, und dieses Werii 1 wirkte um so beseligender ans ihn. als er sich vou all seinen Freunden, vo» all denjenigen, welche» er Wohlthaten erzeigt hatte, verlassen sah. als er die Erfahrung machen ilinste, das; feilte Freundschaft Ttr ^nlinoiium in 3l>nul>iui. llNii Icrt.t mischratirfit luuiöcu war. Die Unterredung »III seiner Mntter hatte rinr volle Ztnnde in Anspruch fli'iiiumitrit nnd in,zwischen der Gläubiger nebst bem GerichtSpersonal sich schon eingeiiiiideu. Als der Freiherr das Zimmer seiner Makler verlies!, trat der Diener il»n scho» mit der Meldung entgegen. da» Herr Löwi il>n bitten lasse, int Wappensaal z« erscheinen. ..Als» dort!" »»irmelte Eivnld, während er über den «orridor schritt: .der Wucherer scheint entschlossen ,vi sei», mir keine Kränkung .zu ersvaren." Herr Löwi, der Friedensrichter, der Verwalter nnd auch .zwei Schreiber hatten bereit» an dem großen Tpeisrtifch Plav genommeu: sie erhöbe« sich nicht, als der Freiherr eintrat. In den dnnklen Allsten des jungen Mauues blivle es zornig aiii. «Sie keuuen das Urteil des Iwlien Gerichtshofes von Mülu?" tiahui der Richter im Tone geschäftsmäßiger Glcichgiiltigkrit da.' Wort. ..Irf) habe also nicht nötig, Ihnen dasselbe nochmals vor zulesei'." „Spareu Sie dir Mühe, ich kenne den Zvruch." eutgrgueie der Freiherr kalt. „Bevor derselbe vollzogen wird, verlange ich, daii der Verwalter die Verwaltnngsbücher vorlegt " .t1»)«?" fragte Löwi. »Weil ich vermute, da« diese Bücher gesälicht sind." «Herr Varon. die Fälichnng würde, wenn sie wirklich vorläge, mit der Zache selbst nichts zu thun haben," sagte der Richter. »Das Bericht hat die Abrechnung des Verwalters revidiert und beglaubigt. Ans Mrimd dieser Beglaubigung sind Zie kallit er-klärt, die Herrschaft wurde versteigert, nnd .Herr Löwi ans Köln am Rhein, Ihr Hauptgläubiger, steigerte das Besitztum an. Sir erhalten ans diesem Verkauf einen Ileberichim von virrzigtansend Thaler nnd haben es, nach meiner Ansicht, nur der Thätigkeit Ihres Verwalters zn danken, das; dieser Ueberich»« erzielt wurde." .In der That?" erwiderte ver Freiherr mit unverkennbarem Hohn. „So wäre ich diesem Manne, den ich des Betrugs zeihe, Tank schuldig? Ihre Erklärung kann mir nicht geniigen; sind die Bücher gefälscht, so war es auch dir Abrechnung —* .Ties z« ermitteln hatten Sie vor dem Prozesse Zeit genug." siel Löwi ii»» ins Wort. .Die Akten sind geschlossen." „Auch dann, wen» ich einen Beleg zn diese» Akten bringe, welcher beweist, das; die Herrichast Anettbor» durch Betrug in flirrn Brich gekommen ist?" unterbrach eine helle Stimme den zuversichtlichen Ton LiZwis. Ewald ivandte sich um, sein Blick fiel ans Marie, die an der Seile der Baronesse ans der Schwelle des Saales stand. Ein Blitzstrahl ans heiterm Himmel hätte nicht grüneres Entsetzen hervor rufen können, wie diese Worte es thaten. Der Verwalter blickte stier, mit weitgeöffneten Auge«. das Mädchen att. während Löwi feine "Insregnng hinter rinem er /.wungenen Lächeln z» verbergen fitsluc. Etvald hatte srendig überrascht sich dem rettenden Engel genähert. .Mein Fräulein, diese Beweise z» bringen, dürste Ihnen »» möglich sein," sagte der Richter, den dieser Zwischenfall nicht ans der Fassung brachte. „Hier sind sie," entgegnete Marie, indem sie einen Brlei ritt ialtete. ..Hören Sie zn." „Mein Herr!" die Adresse trägt den Rain.» des Verwal ters. .Ans nniere mündliche Unterredung mich beziehend, be stätige iili Ihnen, nnserer Absprache geinäsi, hiermit schristlicl» die getrossene llebereinknnst. welche solgrudermaßeu lautet: Sie über geben mir zwölf Schuldscheine, jeder ans siinszigtanirnd Thaler lautend, von dein Freiherr» Ewald von Assenboru »nle zeichnet, nnd trage» diese Summen als enivsangrn in d Verwaltiingsbücher ein, w das; diese Bücher riitctt G, samt betrag von einer Million Thaler als meine Schuld sorderiing ausweisen. Die Herrschaft repräsentiert, um Abzug der beide» vor längere» Iahreu aufgenommene Psandbriefe. eilten Wert von zwei Millionen Tlialer, wen wir die vo» zwanzig Jahren erfolgte Abschätzung zn Wnuif* lege», wofür ich durch meinen Advokaten Torge trage werde. Ihre Sache ist es. in den Büchern eine Abrech nnng aufzustekrn, »ach welcher die Passiva sich ans zwr Millioiir» belaufe». Ties könne» Sie dadurch ermögliche» das, Sie dir alte» Pfandbriefe doppelt aufführen: da »tritt Advokat die Abrechnung revidiert, fo ist eine Entdeckn»!, nicht zn befürchten. Der Freiherr vo» Assenborn wird, wenn Sie den geeignete» Augenblick wählen, ims de» Ge falle» erzeige», durch seine Unterschrift diese Abrechnung anzuerkennen. Ans Grund derselben trage ich auf Liaui datiou au. Der Spruch des Gerichts muß zu meinen Gunsten ansiallen. Wir sehen den Termin zur Versteigerung att. halte» denselben so viel als möglich geheim »nd verstei gern nötigenfalls bei verschlossenen Thüren. Um de» Schein zu wahre». biete ich einige tausend Thaler mehr, welche bei Uebernahme der .Herrschast dem Freiherr» ausgezahlt werden. Nach erfolgte»! Zuschlag erwirke ich eine Präsidial Ordonnanz, welche dem Freiherrn befiehlt, mit Mann nnd Maus das Schloß zn räumen nnd mir die Herrichast zn Übergeben. Dies wäre uuser Plan, ich halte ihn für uusehlbar. Am Tage der Uebernahme zahle ich Ihnen ziveimalhnndretlünszigtnniend Thaler, dir .Hälfte des Be träges der fingierte» Schuldscheine. Sie haben mich ersucht, Ihnen Bürgschaft für die Einlösung meines Versprechens geben, ich wüßte in der That nicht, welche Sicherheit ich Ihnen bieten könnte, wenn Sie nicht diese» Brief als solche betrachte» wollen. Ich habe wohl nicht nötig. Ihnen die strengste Verschwiegenheit au<-Herz zn legen. Ganz der Ihrige. Lowi." „Infam!" rief der Freiherr entrüstet. .Der Uerl ist wert, daß man ihn Spießruten „Herr Baron, a»s wen fällt die größere Schuld?" unterbrach der Richter ihn ruhig. „Ans ihn, der Ihre Schwäche» be,i»i,tr 4lliiiiinii>rnlcl. 9J >'i tan von ttorl lUlfi'r. (V.Vil I>*it.i I ; .i&cf Sie, bciicii Leichtsinn nnd Vaschioeiibuiig diesen Betrim ei •uiglichte ?" „Ta» Gericht mußte den Betrug entdecken!" iufjv der 7*ici err auf. „Sie hatten burri) Ihre Unterichrist die Nichtigkeit der Ab-chuuiig anerkannt? da» Gericht war nur verpflichtet, de» Aktiv-.stand mit dein der Passiva zu vergleichen und zu entscheiden, ob r Liquidation .zugelassen werden mußte. Die Sachlage üt icyt .iic andere geworden .^ch verhafte hiermit im Namen be» Ge> i'ye» bie beiden Betrüger nnb bitte Sie. Herr Baratt, um einige 'anbseste Knechte, welchen ich die Bewachung meiner Gefangene» .»«vertrauen kann." „?er Brief ist gefälscht!" rief Löwi. Marie hatte be» Brief bem Richter ilberflebeit. „Dieser (sin wnrf ist haltlos," sagte ber lebtere gelassen. ..Abgesehen davon, daß diese Hanbschrift unverkennbar bie Ihrige nt. beweisen anch + ■*-- indem er seine» Arm »in bie Taille de» Mädchen» srlilang. „iü» hatte ihr Voll macht gegeben, in meinem Rainen muli Gutdünken zu handeln." ..Genug!" sagte der Richter. „Verlieren wir keine Worte weiter." - Der Blick ber Baronesse ruhte mit bei» Ausdruck srendiger Ueberraschnng ans be» Züge» be» Sohne». ..Sagtest 7» bie Wahrheit?" fragte sie, al» die ungebetenen Gäste sich entfernt halten. »Glaubst Tu, ich wolle mit ber Riche eine» Herzen» scherzen, welche» mir so »iienblich viele Liebe enviesen hat ? An» ber Hand bieie» Mädchen» habe ich bn» verlöre» geglaubte Vermöge» uub mein entehrte» Wavpe» zurückerhalten „(Siualb, mir bist Tu keinen Tank schulbig," flüsterte Marie, bereu Wangen Pnvnrglnt übergoß. „Dank? Wer rebet vv» Tank?" entgegnete ber Freiherr, in ?tc Marin» «iraiide i» ( bie Adresse nnb ba» Tat»,» be» Postste»ivel». baß eine Aalschnug nicht vorliege» kann." „So bleibe» wir also bie Eigentümer ber Herrschaft »Rhein-sei»"?" fragte bie Baronesse, welche mit gespannter Aufmerksaut feit betn Gang ber Vcrhaiiblinig gefolgt war. ..Ter Betrug bieser Herr» hebt ba» Urteil bcs Gericht» am." erwiderte der Richter. »Zur Wiederholung de» Lia»ibation»ver fahren» sinbe ich keinen Anlaß, ba ja nach biesem Briefe zu »t teilen, bie Ansprüche be» Herrn Löwi sich »nr ans viermalhiinbert tausend Thaler belaufen, währeub bie Aktiva einen Betrag von zwei Millionen repräsentiere». Ta »ta» ieboch nicht lüiife» kau», ob auch bieie Ansprüche be» Hauptgläubiger» gerechtfertigt sinb. so rate ich Ihnen, be» A»»gang be» Prozesse» gege» die beibe» Betrüger abzitwarte», bevor Sie eine Zahlung leisten. Hub nun, meine Herren, vorwärt», ba» Blatt hat sich gewendet." ..Wenn Sie itu» verhafte» wolle», so verhafte» Sie auch diese hier," erwiderte ber Verwalter, an» seinem Brüten ann'ahrenb. indem er ans Marie zeigte, welche den stürmische« Tank ihres Adoptivbrnder« bescheiden zitrückwie». „Sie hat vermittelst ialichrr Schlüssel meinen Schrank geöffnet uub sich baburch eine« (sin-bntch» schulbig - " „Tiese Tarne ist meine Braut," unterbrach der Freiherr ihn, dem er ba» Mädchen an seine Brust zog. „Ich bin Egoist uub nehme die Hand, welche diese» Geschenk mir giebt, b>n». bnrch sie erhält e» hoppelte» Wert." ■X fc fefl ■ fl lao neue SiiiMlifiiio in Hi'iltl- Tcni viva».» t>a >ilin>tl* •.i'nidKH V.indMtniilfi»iM in ;{urid). tfioiftior Wnfuu Mull va>» c«&|iinofuisfi.« t-tfliitfiliiiifuin. verdankt !>>< 3tobt Zhhtti Ihr littMdjf» ntn« 3 ladtbau» ,'..i flr.inriii, «liitn*imit*itjcin utit^vFiilirt, etl»ct't tt iidi iiti Stell* i'lK iiioli|\rn ,VdiiiiiniiiirTOiM*« >w>ich'N dem tttiitaii der ^.mvivoit lind >ff »tif»i' Vimmot, ••in mit »einem d>ick» Km Wnnjtu eine» Ion ti*l«t(|t. Iic van den tfrtcni fi.iti tiertfn TMiiifVl liclcn biuirr Km vviitdti.w eina» imtirf. dutch drilen stkw»itne ttlnpiiK-i'vftfru* Inndnrch ivir ans tiniflni 2'nf*« in da» Anne** flcIit'iiK" iftiKiihi'iNttis. trchicttigk Uonttulbalic. die fiit) al» ein in ,\iiitii und ?üa>i treff(i«f) dnrchgtlülirte» V(if,ihe>iiuM mit litim'inaitKi' laniendtn WiiUiisit >.u stellt. '.In hoi t'öflcntSnltn lind die fiirbiai'ii Ät.wven der ;14rlrt|a ;{linftc .tiifli'Utii.lit, di# fnjK'ifi'IN'r der initiiere« t*Wtl*ri* mit l*i>i'iit|i"t*(l wirtendtr CnioiiiciiiniiiU'Ki liniiert; i» den Viuieltea der NlnsSichwolbniig iebr« um ziuei Ansichten der SlnM in »iUltrreit Aahrhnnderten Um die Galerie» de» (iibneschiimmer u»d an ar.il, von betten eitltlgc eine boionbere Aii»schmiirt»ng etsithren. tie oruftcn Stile liege» ii» Mittelbau, toulii» mich der an« der ttarorfzeit stammende fo> «««unnte Mnlikfat.I mit [chttner Sturtderte itdertragen wurde, fttfliteiib da» nette Stadthau» nach drei Zeile» hin au Stiahe» lieg», ist es von der Frau-itinnflcrkirche n»r durch einen für ,F»hg>1tigcr bestimmten, l»m Teil überbauten «■Martinen stetrennt, wobei die noch vorhaudenen Urrttzgaitgreste de, ehemalige» Fratimitnsterablei sinnige Setwendung gesunden haben, So hüiigt die Gegetiwarl doch noch mit der Vergangenheit zusammen. Irr Anlitiotiirm in Spatida«. Unser heutige» Bild zeigt den uralten FitII«»litr»» in der zugAugiirtten starten Spandauer (Zitadelle, lootiu lier Reich« krieg.'schtiv im Betrage voll I.'tl Millionen Mark sich in Berwahrnng befindet Spanda«, da« gegettwörtig ra. .'>ebA«det». Tie Stadt selbst ist eine starke Festung mit mehrere» detachierte» Fort», hat IN Haierue» und ei» Miliitlrlazarett. Tie großartige» Werkstülte» de« deutsche» Militäretabliffeniciit» — Attillerie-WerkflAlten, Getoehrfabrik >e. — umfasse» H", Hektar; sie be'chüstige» 3200 Arbeiter, habe» 30 massive Arbeit«-lifltifev uub Gasanstalte». Spanda«, dessen Pserdemörkte beachtenswert sind, besitzt grobe industrielle litablisfcnunt« sehr mamiigsiichtr Art, außerdem deschäs-tigen sich b'e Sittwohner auch mit Schiffbau, Fischerei und Schiffahrt, st. St Blumenorakel. Ta« (!hrisanthem»m könnte man die prophetische Blume nennen. Tcnn wie oft schon haben groh» und kleine Kinder versucht, durch sie bie Zukunft zu erfahre» nnd wie oft wirb sie noch hiez» benützt werden? So ist auch da« Müdchen aus unserm Bilde gerade damit beschäftigt, bie Strahle»-bldten, eine nach der anbern aiisjureisjen. „Ja - nein, ja — ueitt" eitßut e« unverdrossen au« leine« Munde. S« handelt sich aber auch um etwa» gar Wichtige». Lange schon ist dem Rinde versprochen, e« dürfe die laute in ber Stadt besuchen. Nu» nahen Heuer wieder die Sommeiterien »ud die Mutter hat sich immer noch nicht darüber ausgesprochen, ob e« diesmal mit dem Per» spreche» wahr werde. Deshalb soll die Blume, ein wenig Vorsehung spielen und wir hoffe», das, die,'{ah! der Blütcheu diesmal eine gerade ist nnb ba« erhoffte „An* herauskomme, und dun bie Prophezeiung anch wahr werde, st Die Marina geant,« in vapri, die unser vorstehende« Bild zeigt, wird qeiuifi in viele» Leier» küstliche Sriniieniuge» wertn, nnd in andern wieder die Sehnsucht »ach dem Ziideit, die ja s» leicht gewert» wirb, wenn wir ansangen zu frösteln und der melancholische Herbstrege» an bei, grauen Fenstern nieder, rieselt. Aber das Bild wert! eigentlich mehr al« die Sehnsucht »ach dem Süden im allgemeine» e« werft eben geradezu die Sehnsucht »ach Lapri. Bor ?."> Aahte» ichrieb zwar noch eine englische Mis> in einem ..Information für tru-vfllt iv betitelte» Werke: »Um deu etwa« Mchwciliche» V(u»f(ug »ach (lapri in« Werk zu seyen, muh »tau in Zorrent ein Bool mit zehn Müder,i miete« uub ei» kalte« Xiuer nebst frot. Salat, Früchte», Tellern, (VlAfcrti, Gabeln nnb VVei'ein mitnehme«" aber in unseren Tage» findet mau « kaum irgendwo ge-tnüchlicher, al» aus dem herrliche» Felseneiland, ob »tan »nu oben im Stilbtche» bei „Ton Pagano" »nd seinen Nachbarn haust, oder unten an der „Marina geant*", dem Landeplcttz der Tampfboote. wo neben bem alten FischerhAn«chen im Laus der Ctahre zahlreiche, benuent eingerichtete Gasthöse entstanden sind. FÜRS 1*1 AU Si; 3tirferei auf gcuiirtttra, abgepaüteut Kottgrehstretse« fUr stittdtttleidchett. -ehr hübsch sind abgepahte Besatzstrei-sen, welche mit leich-irrn ttreuzftichmafter beftirtt werden fön« neu. Tiefe Arbeit ist iiir die kleineu Müd> cheu eine ganz leichte. da dieser »ongrehslöff lehr krallig ist und auch klar die Abteilt ,el|t. Unser Modell-streifen hatte nitntlich eine tiolilfaumnrtigc Berzicrnug durch zart,,, eingewirkte weihe Schnur, durch welche ei» Seidenbaud gczo-ge» werde» kan». er-halte». Tie ültlnder waren mit oliriirm ttfltti louguettieet. (Hut zttrtirtgkgcde«. (iine korpulente Tante steigt in die Straßenbahn, wo matt ihr auf der Plattform eine» Platz einräumen n,nft. «Ach glaubte immer, bah die Straiicnbahii nicht für Elephanten ba fei," s>,gt ein Herr zn seinem Machbar — „Mein Herr," cutgegiiete bie Tame, .mit der Strahen-bahn geht's wie mir der Arche Noah. Alle Tiere treffen dort ziisamtiten, vom (ilePliaiitru bi« zum (fiel!" ÄS Tie feiner rfeit gcraiibtc 2vctlnl,t Fttedttchs des (Hrostett halte ?: pulroii I persönlich mit in die Bkrbattnuttg »ach St. Heletta genomniett, >. er sich ihrer uorti bediente; sie schlug ihm seine !ode«st»»»c. u Ändere Heilt«. Tante; .tie ,-jeit der Sieg'rieb« ist leider voriibe. Solche Helden giebt s nicht mehr!" Herr; .'« ist bedauerlich, mein Ftilu lein, denn Trat1»eu giebt« heut-,«tage leider norf> genug!" Xie Bienen von ftictgcii. Au einem thliriugüche» Miechet,buche finde firti folgende Thatsache oeeztichuet; .Al« der Ciietst Wöhe im Aahrc Iti . auf seinem rfuge nacli Oriurl d,i« Ituflrntthal passierte, sielen Marodeur« , das Tori Rietge», »n> suchten zuerst da« dortige Ptarrh,!»» zu pIKndert, Tie Magd toar allein antretend. Als die Unholde zu plündern beginnen lief das resolute Frauentimiuer iu den Garten att bas Bienenhaus, war-mehrere Bienenkörbe in den HanSfiur uub verkroch tich dann in einem He.t Hanse». Tir Marodeur«, von den erjlirnte« Biene« fitrchtei'lich zugerichtet, standet, von ihrer Pliindeinng ab «nd fnchieu da« Weite." »I. Abgeführt. Sie; »Sage« Sie, Herr Toktor, wie kommt e», bah Sie. obgleirti Sie studiert haben, keinen einzige» Schmifi im Weficht besiven?" ttr; „Ta« kommt davon, weil irf) eben studiert habe!" Frech. Zuchtha»«bireMor: „Hören Sie mal, die Molle ist aber seh, irt>Iecht geznpst, da» müssen Sie besser mache»." — S titif ling; „Äa, wissen Se, wenn Ahmten meine Arbeet »irt> paht, dann kann irt sa jehen!" £ l! N N UTZ'fCi, N« a 'V< II' Tie Blattläuse an den jungen Rosen trieb«» bekämpft man burch Bespritze« ber Pslanje mit Tabakabsub. ber au» gesammelten lligarrenstutumeln unb Tabak hergestellt wird. (?itt mit (ttriiiidniaffer behafteter B«de« ist siir bett Obstbau nicht gut geeignet und soll nur Verwendung finden, wenn keine andere Wahl vorhanden. indem eine Rentabilität meist fraglich ist. Will man aber dennorti Lbst-bäume pflanzen, so soll die Hitgelpflanzung i» Auwcubiiug kommen. Hierbei ist ans folgende Weise zu verfahre»; Ta» Pflanzloch wird in einem Turch «irücr von ;» Meter bl» aus ba» Otrundwasser attsgehobeu; nachdem die» geschehen, wird e« mit Manerfchutt, Strafte,labran», ie. zur Stillste wieder zn gefüllt, hierauf mit guter Erde bi« aus» Niveau des Boden« angefüllt. Ie» Baumpfahl wird nun in die Mitte eingesenkt und der Bannt, nachdem er in seiner Wurzel- und Astkrone beschnitten, tun, Pfahl gestellt und seine Wurzel« mit guter (krde bedeckt, in der Weise, dah der Hügel einen Turchnteffer von l'/i di« 2 Meter hat. Ter Baum wird nun an den Pfahl regelrecht angeheftet. Clriine Ztippe. Wrsme Uuluter, wie die Aahre«zeit sie dringt, besonders Zaueratnpser und Kerbel, auch einige junge Spincitbliltler gewaschen, in einem Tuch getrocknet, gewiegt. Mit einem Stürf frischer Butter in reinern Tvvf ans» Feuer gebrarf>t, etwa« geschwitzt, mit Mehl gebunden, Fleischbrühe ans» gefüllt, eine halbe Stunde gekocht, mit (5igelb. 4 (khlösfel saurer Sahne gemischt, mit Verlornen (kierii ober geröstete« Semmelschelbcn angerichtet Tiese Suppe wirb ebenso ansschliehlich vo» Sauerampfer oder «erdel »nd dergleichen bereitet, wa» manch» vorziehe». Im Blnmengarte« sind alle Beete in Ordnung zu bringen, die (irde um Rose« »nd Perennierende Pflanzen ausznlvrter«, Rarzisseu «nd Hhacinthe» aitsjnltinde«. Bo« de« Rasenplätze« ist da« Unkraut zn entseruen. (ÄraSsameu «achzusSru, Wege zn reinigen und der Garte» in Ordnung zn bringe». Man süet Lein, Portulak, Astern. Winde», (Uoldlarf, Nelken, tlarnblnme«, Mob», Reseda je. An Töpfe gefüet Levkojen, Berbene», Tazete«. ,'tinnie». Baisatitiiie», Fuch»schwa»z it., ans Beete könne» gepflanzt werde»; Stirsmlltterche», Pergih-»teintiicht, Eileneu, Schwertlilien, Gladiolen, ie. (Sude dcs Monat« können au günstigen Tagen abgehärtete Flammenblume», Levkojen, Aster» »r. an den Standort gepflanzt werde». Radelhülze, können verpflanzt werde», sobald sie z» treibe» ansangen; schließlich kann noch Bit; verpflanzt »nd beschnitte» werden. t!»«»l,rtph. Viel »xniaer ivtrit mit I <•» tonst d» « mit e vermeiden. %1ol)nn»C9 He»ve. (kharadt. U.« «erntet dir mein erstes Paar ter «»IteteB ;(iee(e immerdar. Ins andre iti >,» ttauter Cri. Mir Wehmut .ziehst d» v», >>,», Ion. ?a» Manze ,(t n(« «ladt bekannt ttm «lzienrand, im iPnurrntnnd. Aitliu» .>altr. Artthntogriph. t i ;, i i t» t. 7 « (lln »cniiilier Maler. (i>>> Redenflns» der keine , -iadi in Notdsrautreiki». u Ein ,f,uii iu ertileiieu. > tfiue iindi im Rheinland, l. ttiiif Zinnie. T 1. ui» t>erfiett,er «polt, l. (Iine ?ezeichnnI»a für Wereir. Filialen. S «. äluee der ilrtxn Wfiien Hrie-rtieutandf. Ite Anfangsbuchstaben von otwu »ach unten geleien «rflrbcu t — lt. tt. iitei». ; t> » II 7 I u : tl s Aniiofutm. Trttstlbigc Oharndc. Ite (krfie im ftehiea ist ichtoer ult zn passieren. Und not der Steife darf» tut ja sie »ich, t'eetieien, Am *lnte an dir .'tnxiten und der Ituten. jat) mau den Neid lein Ichioorze« ,>»ltliorn jchniieu. las Wanze Wirit. lotn» man dich fragt um dein fefluden, Ziich» selten d» als matte ttntwort tünde». Zt. ?Iuft!if»itg folgt in nftchiter 9)ummer. AuflifuHgtii a«» voriger Hummer: Ie» tOtiu,H'ipp*: farke, Viele, Vorte. Ie» ftnagenmiiiv: tßeromi, Veronika. title »echtt »«ibtlultcu. Verantwortliche Redaktion bon Senst Pfeiffer, atdrortr «nd heeirnSgegedet» von «reiner k «lelffer in stutlaart.