Laibllcher Zeitung. H^, MA/B^« Piännmeiationsprci«: Im Comptoir ganzi. 2>l t* X>H > si- ^, h"ldj. N. 5.50. still die Zustellung ins Hau« ^»4"» l»>V^.« halbj. 50 lr. Mit der Postganzi.fi. 15, ha?bj.fl.?.S0. Mittwoch, 14. November Institi on«gtbühr bi« ia Zeilen: luial «<> ll., -H t^)^/> lm.8Ulr., 3m.i fl.;ionfi pl.Zeill lm.«lr.,zün.8l,., > ^«^«^ 3m. 10 lr. u. s. w. Inscrtionsstempel ledlöm. 3(» li. ^^^ w « Nichtamtlicher Theil. Veitrag für den Frauenverein: Vom Herrn Localcaplan Johann Krische in Morobiz durch da? hochwürdige sürstbischöfliche Ordinariat der Eanun-lungsdetrag von 7 si. 70 lr. ^ Laibach, 14. November. DaS Dunkel, iu welches sich bisher die Nachrichten don europäischen Allianzen lMtcn, scheint sich allmälig zu lüften und daS Dasein einer russisch-preußischen Allianz immer festere Cousistenz zu gewinnen. Ein officielleS Petersburger Organ schreibt ü» Bezug auf die Maßnahmen unserer Regierung in Polen: „Vielleicht verfolgt man in Oesterreich einen Plan, der zugleich gegen Preußen, die erste deutsche Macht, und gegen Rußland, den Hüter Polens, aerichtct ist. Wie volltönend auch dieses letzte Wort sei, um die Sympathien dcS Westens zu gewinnen, wir werden in diesem Falle nicht vergessen, daß filr uns und Preußen eine Menac gemeinsamer Interessen bestehen, nnd daß ein gemeinschaftliches Handeln einen jeden die verschiedenen, ihm von der Vorsehung bestimmten Zwecke wird erreichen lassen." Diese von der „Vorsehung bestimmten Zwecke" sind Natürlich keine anderen, als für Rnßland Constantinopcl und filr Prcnßcn die dcntsche Kaiserkrone. In Paris und London haben die russischen Botschafter Aufklärungen über die Nüstuugen zu Leben gesucht, welche gegenwärtig in Rnßland stattfinden. Allein die FricdenSbclhcuerungen wurden wenigstens in Paris mit ungläubiger Miene aufgenommen. Mar« Pnö Mousticr läßt in die Provinzblältcr schreiben, tt' lasse sich dnrch diese Manöver nicht duftiren. Die Stellung Frankreichs Rußland gegenüber ist also eben leine freundliche. Wenn man unn die Provocirende Haltung der letzteren Macht Oesterreich gegenüber in Erwägung zieht, so erheben sich natürliche Berührungspunkte zwischen Oesterreich und Frankreich, wclchc eine Allianz dieser beiden Mächte als durchaus llicht imaginär c, scheinen lassen. Daß übrigens in Ruß-land bereits eine starke Agitation gegen Oesterreich be-steht, welche systematisch betrieben wird, zeigen in dra. st'schrr Weise die Nachrichten, die sich ciu Wicucr Blatt weiden läßt. Nach Mittheilungen von Reisenden in Kongrcßpolcn nämlich soll unter den Rnsscn, wie anch lln allgemeinen unter der dortigen Bevölkerung die Ueberzeugung herrschen, daß Galizieu oder wenigstens Dstssalizicu dinucn kurzer Zeit in Rußland einverleibt Werden solle. Die russischen Officicrc glauben dieser Annexion so sicher zn sein, daß sie sogar den Carncval ln Lembcrg zuzubringen hoffcu und jetzt schou die aus Galizicn dorthin Aukommcndcn um die hicrlaudö herrschende Mode, um die Anzahl der Tauzsälc :c. befragen. Derselben Vteinung ist anch der dortige ClcruS, der diese Nachrichten auS den Petersburger, Warschancr und Kicwer Tagcsblättcrn hernimmt. Privatnachrichtcn zufolge foll die 9tclrutirung in Polen und Rußland derart vorgenommen werden, daß nicht 4, sondern 5 bis 6 Manu von einem Tausend genommen werden. Zur römischen Frage bringt uns das „Me-morial diplomatique" ciuc Nachricht, nach welcher alle Schwierigkeiten so ziemlich ausgeglichen wärcn, wenn wir ihr unbedingt Glauben schenken dürfen. Eö schreibt nämlich: Die Mission des General Flcury ist durch die vorher erfolgte Ausgleichung iu Suchen der päpstlichen Schnld bedingt! Frankreich ist fcst cutschlosscn, wie neulich clst noch das Lavalclle'fche Rundschreiben es erklärte, dciu Papste einen wirksamen Schutz angcdcihcn zu lassen, und zwar soll sich dieser Schutz nicht allein auf die geistliche, sondern auch auf die weltliche Herrschaft beziehen und in der praktischen Auslegung der September-Convention kein Punkt eine Zweideutig» kcit zulassen. Zn diesem Zwecke sollen die Euentnali-täten, die nach dem Abzüge der französischen Truppen eintreten könnten, zunächst erwogen und Gegenstand einer Ucb ere inkunft zwifchcn Frankreich und Italieu werden. Dies wän die eigentliche Tragweite der Mission, die General Fleuch nicht in Rom, sondern nur in Florenz auszuführen hat. Wenden wir nnscrcn Alick von der auswärtigen Lage auf unsere inneren Fragen, so lönncu wir in der Nachricht, daß die französ isch - öste rre i -chischc Commission zur Feststellung der Prälimi-uaricu ciucS Handelsvertrages am 7. d. M. ihre Arbeiten in Paris beendigt hat uud am 20. d. M. die beiderseitige!» Commissäre znr definitiven Abschlicßung dcS VcrtragcS sich nach Wien begcbcu werden, als ein erfreuliches Symptom für die Besserung nusercr materiellen Zustände begrüßen. Auch die Ovation, wclchc Dcak eben dargebracht wurde, kaun als ein Zeichen dcr Vcbcuskraft der Deal-schen Partei nur mit Gcnnglhnuug begrüßt wcr-dcn. AuS der Ansprache dcr Szcgcdincr Deputation heben wir als bedeutungsvoll den Passus hervor, daß „von Deal nnd seiner Partei heute wie bisher daö ganze Land den Ausgleich er-w artet!" Das Pariser AusjlcllllNlisgcbiiu>l. Der „Couslitutionncl" bringt sehr interessante Mit« thcilnugcn über das AnSstclluugSacbäudc im Marsfcld, welches an Großartigkeit der Verhältnisse schwerlich irgendwo seinesgleichen findet. Das Gebäude, welches sich gegen die Mitte des dasselbe umgebenden Parks ctwaö mehr der Mililärschule als der Jena «Brücke nähert, hat im Grundriß die Form eines Rechtecks von 110 Metern Länge und 384 Metern Breite, und wird an seinen beiden änßcrstcu Punkten von Halulrciscn von 384 Metern Durchmesser eingeschlossen. Die vom Pa> last eingenommene Oberfläche belauft sich auf 16 Hektaren, waS einem Quadrat von 400 Metern au jeder Seite entspricht. Es besteht auS riucr Reihe conccnlri« scher Galerien, die einen Garten von ctwaS mehr als '/2 Hektare einschließen. Diese KrciSgalericn werden vom Umkreis gegen dcn Mittelpunkt von andern Galerien gclrcnzt. Der Krcisgalcricn gibt es 13, der vom Mittelpunkt nach dem Umkreise vorlaufenden 16. Das nur ciu Stockwerk hohe Gebäude ist, mit alleiniger Ausnahme der beiden ans Maurerarbeit gebauten inneren Galerien, welche dcn Ccntralgarten einschließen, aus Eisen erbaut. Das Dach selbst ist fast überall ans Eiscnblsch; nur ein Theil desselben ist mit Zink bedeckt. Wenn man durch eine der 16 Thilrcn, die den radialen Galerien entsprechen, in dcn Palast eintritt, so gelangt man zuvörderst in eine Marquise oder einen bedeckten Gang von 7 M. Breite, der eine Ausdehnung vou 1425 M. hat. Eine Galeric von 10 M. Breite. die für die Ausstelln»g von Nahrungsmitteln aller Art Zu« bcrcitung bestimmt ist, ist den Restaurants aller Län« der rescrvirt. Die darauf folgende Galerie ist die der Maschinen. Sie ist 35 M. breit und höher als die andern. Gegen außen hin verbirgt sie dem Blick alle folgenden Galerien. Ihr Dach wird dnrch lreisboa.cn-förmigc Dachstühlc getragen uon 35 M. Ocffnung, die ungefähr 14 M. von einander entfernt sind. Die freie Höhe unterm Dachstuhl ist 26 M. Man taun sich einen ziemlich deutlichen Begriff von der Ausdehnung machen, wenn man sich dcn Boulevard dc Sevastopol von einem Eisengcwolbc überdeckt dcnkt, welches sich bis znr Höhe der Schorustciuc der Häuser erhebt. Das ist ocr bedeutendste Theil des AuSstclluugSstcbüudcS. Dic Aussteller sind bereits mit Aufstelluug dcr Maschinen beschäftigt. Die darauf folgenden Galerien haben eine Breite von 23 M. Die beiden dcn Garten zunächst einschließenden Galcricu ans Maurerarbeit sind die erste für die AnSstcllnng dcr schönen Künste, die zweite zur Geschichte dcr Arbeit (Instrumente aus dem Stcinalter u. s. w.) bestimmt. Rings nm dcn Garten herum befindet sich wieder eine Marquise oder ciu bedeckter Spa-zicrgang von 6 M. Breite. Für Licht ist im Gebäude in Ucbcrflnß gesorgt. Die Maschmcngalcrie hat zu je-der Seile ciwa 260 kolossale Fenster von 7 M. Höhe und 4 M. Breite. Die inncin Galcricu werden dnrch Oberlicht erhellt. Auch für dcn nöthigen Luftwechsel ist hinreichend gesorgt dnrch unterirdische Galerien m>t den Misselml. Dic Stutzer im alten Nom. Unsere Modchcrrcn werden wohl der Meinung sein, baß sie die Vollcuduug aller Stntzerschaft repräscntiren, baß es niemals elegantere, noblere und auserlesenere Pflastertreter gegeben habe, als sie sind. Höchstens Men sic als ihre würdigen Vorläufer die Herren der "uu<0 vol<'>e dcS vorigen Jahrhunderts gelten. Ja, vielleicht beneiden sie dieselben sogar im Stillen um ihr gepudertes Haar, ihre Trcsscnrocke und ach, um ihre seidenen Kniebcinklcidcr, von dem Degen, dcn sic an bcr Seite trugen, ganz zn schweigen. Wenn mauS im Grunde nimmt, wohin können sich unsere Elegants ver-feigen? i.itbcr den schwarzen Frack nnd dcn „Cylin-°U" kommen sie doch nicht hinaus. O pfui! Ein Frack! ^ Pfui! Ein Cylinder! Aber wohlacpflcgtc Bärte von leder Fa<.'on kann man jetzt wenigstens tragen! Das °°rigc Jahrhundert dnldcte dcn Bart nicht. Also ein "UUschvilt ist zu vcrzcichnen. Und sonst auch — wenn Wan die Sache beim Lichte besieht — sind eiu schwarzer ^ack, cin weißes Gilet, weiße Cravatte, nach m,!» "^urs dustende Glacehandschuhe doch etwas sehr Ele. Witcs. Nein, unsere Stutzer haben doch recht! Sie "bertreffcn alles in dieser Art je Dagewesene. Halt! !^° ist cin Philolog? Einer, der seinen Seneca, seinen ^!vcnal, scincn Suctou auS dem Fundamente versteht? ^ soll einmal herkommen und uns über dic Modehcrrcn °es alleu Rom eine populäre Vorlesung halten. Und leine Citate! Uud anch leine Polemik. Keine Seitenhicbe ans seine nicht minder gelehrten College», die etwa über die Auslegung irgend einer Stelle, irgend eines Clas' filers anderer Meinung sind. Nein, das nicht! Wcnn wir daS wollen, so besuchen wir cinc Vorlesung auf der Universität oder wohncu einer feierlichen Sitznna der Akademie der Wissenschaften bei. Und nun zur Sache. Treten wir in cinc römische Fricseurbiidc — denn solche gab cs — nnd sehen wir uns die Elegants näher an, die sich anf weichen Polstern ausstrecken und von geschäftigen Händen modcgerecht frisirt werden. Da ist dcr stolze RufinuS, dcr schlanke Lucilinö, dcr lecke MacrobiuS und der blasirtc LipsiuS. Sie plaudern von allem Möglichen — Politisches ausgenommen, dcuu wir befinden unS im kaiserlichen Rom — von dcr großen Thicrhctzc von gestern, von dem letzten Wagenrcnncn, von den fremden Gesandten, von dcn griechischen Gelehrten, dic sich unlängst im Impcratorenpalaste so lächerlich gemacht, von dem großen Gastmahle, daS einer dcr rcichstcu römischen Grundbesitzer gegeben, welches drei Tage nud Nächte dauerte, nur dnrch Bäder und BallclS untcrbrochcu wurde, und das sogar dcr Kaiser selbst durch seine Gegenwart verherrlichte, — sie lachen und scherzen, lesen sich gegenseitig Liebesbriefe vor und spotten über einige hochgestellte Damen, die sich, wie sie vorgeben, rasend in sie verliebt habcn uud sie von Sllavcn mit fcindllflcndcu Bricfchcn auf Tritt nud Schritt vcr-folgen lassen. Nun lispelt MacrobiuS dem schönen Lncilins clwaS ins Ohr, worilber dcr eine helle Lache aufschlägt, ciu Bein iibcr das andere wirft und mit dcn Fingern, die vo», Gcmmcn strotzen, knackt. „Keine Geheimnisse, Freunde!" ruft LipsillS, dcr sich cbcu eine kunstvoll mit schwarzen Locken ausgestattete Perrncke aufsetzen läßt, die einem armen Fischcr an der Tiber sein natürliches Kopfhaar gckostet. LtvsiuS sieht noch lrcidcweis aus, denn er ist cin Wüstling und vcrschwclgte die vcrgaugcuc Nacht bei einer Orgie, dcr auch Macro-bins uud der unverwüstliche LuciliuS beiwohnten. Um die Augeu herum lagern sich schon liefe, in schwarzer Höhlung sich verlierende Furchen nud seltsame Linien von dcr Nase gegen daö Kiun zu vcrralhcu die AuS' schwcifungcn, dcncu sich dieser Mann in maßloser Weise hingegeben. Bald aber werden dicsc fatalen Spuren ganz verschwunden sein. Dcr Friseur, cin wohlaenahrlcr, llcincr, beweglicher, schwatzhafter Grieche, dcr daS Latein, znr nicht geringen Erhcitcrnua seiner Kunden, in der ergötzlichsten Weise radcbricht, sorgt mit allen Mitteln scincr Kunst sitt die Verjüngung dieser abgelebten, rha-chitischcn Gesichter. Er schminlt das fahle Antlitz dcS LipsiuS, färbt die Wangen uud Lippen roth, schwärzt die Angcnbranen und selbst die Augenlider, uud siehe da — LipsiuS sieht aus wie ein Jüngling. „Jetzt werd' ich Besuche machen," sagt cr, und im Augenblicke erscheinen zwei Sklaven, ans die cr sich stützt, so wie ein gebrechlicher Mann zweier Krücken sich bedient, nur daß er'S aus Faulheit oder um dcr Modc zu huldigen thut. — „Komm ich nun an die Reihe?" ruft Lucilius dem Griechen zu. „Ja wohl, Herr!" „Gnt. du Wciscslcr dcr Griechen! Hcutc muß ich herauSstaffirt sein, wie Mäccn, dcr König aller Stutzer. Verstanden?" „Ja wohl, schönster Herr. — O" — fügt dcr Grieche mit schlauer Miene hinzu — „mau weiß schon, daß Lnci. lius dcr auScrlorne Liebling aller römischen Damen ist — daß selbst —" 1728 conccntrischcll und radialen Galerien, welche in alle Theile dcS Gebäudes die frische Luft von anßcu leiten. Sangmaschinen werden >?ic Luft von außen durch Gitter, dic im Vodcu, ähnlich wie bei der Lnflzichung, an-gebracht sind, ins Innere hineinpumpen. Auch für den Abfluß des Wassers auf dieser Oberfläche von 1 Mill. 600.000 Quadratmetern Hat man durch ein eigenes Eiel°Systcm Sorge getragen. Ebenso war für die Vcr-thcilnng von Wasser im Innern dcS Gebäudes zu sorgen; damit dadurch nicht die Besucher gestört würden, hat man zn unterirdischen Leitnngcn sciuc Zuflucht gc» nommcn. Die Kellergewölbc unter der Galerie der Nahrnngsmittcl haben 1300 M. Länge und l0 M. Bicitc. Die nulcrirdischen Galerien unter den 10 ra« dialcn Wegen, die uoiu Unlkrcisc nach dein iuueru Gar« ten führen, haben eine Länge von 2 Kilometern bei 5) M. Breite. Die unterirdischen Krciögalcricn, drei an an der Zahl, haben gleichfalls 2 Kilometer Länge, was znsammc» über 5 Kilometer Länge an unterirdischen Gängen ausmacht. Die unterirdischen Wasserleitungen und Siele» haben clwa 8 Kilometer Länge. Das Eisen-ycrüst des Gebäudes cuthält 13.500,000 Kilogramme Guß. und Schmiedeeisen, wovon 10.000,000 anf die Maschincugalerien nnd 3.000,000 auf die anderen Galerien kommen. Das Dach dcs Kunst- nnd Alterlhums-Ranincs nimmt 500,000 Kilometer in Anspruch. Im Gerüst sind im Ganzen etwa 6 Mill. Nietnägcl angc-wandt, für welche nahezu 15 Mill. Löchcr zu bohlen waren. Die Sparren an den mit Zint bedeckten Thci> lcn des Gebäudes erforderten 1100 Kubikmeter Holz Dic Olm fläche des mit Zink bedeckten Lattenwerks bc. trägt 53,000 M. Die Fenster der großen Galerien hüben 45,000 Q.-M. Fensterglas erfordert, und das Oberlicht, welches die andern Galerien erhellt, 20,000 M. Wenn mau nnn bedcnlt, daß im August 1865 uoch lein Plan fest angenommen war zu diesem Gc» bände, daß im October v. I, noch anf dem Platze Mi-litär-Ucbnngcn abgehallen wurden, so mnß man gcstc« heu, daß der Ban des Ausslcllungsgcbäudcö auch bc> züglich der Schnelligkeit seiner Ausführung wohl nirgends seinesgleichen findet. Der Ansslellnngöcommission war, wie daö „Ionrn. de Roncn" anzeigt, der Vorschlag gemacht worden, go yen cine Snmmc vou 8 Niill. Francs, von denen 4 sofort bezahlt würden, die Erhebung der Eintrittsgelder für die Ansstcllnng abzntrcten. Der Vorschlag wurde in der Commission selbst lebhaft befürwortet, allein in Folge gewisser politischer Bedenken, die Herr Rouher geltend gemacht haben soll, mit 12 gegen 8 Stimmen abgelehnt. Oesterreich. Hcrmanustadt. Die N icht ein bcr n fuug des sieb e nb ürg i sch eu Landtages, des Land» tagcS der driltgiößleu Provinz der Monarchie, gibt der „Herm.Ztg." Gelegenheit, die state Bereitwilligkeit Sic, bcnbürgcns an ccnslitntioncllcn Landes« nnd Nuchsvcr< tretnngcn thcilzunehmcn, zu conslatircu. Angesichts der Frage, waS aber die Sicbenbürgcr nnn am li.». ^co-vcmber thun sollen - gibt sie der officiellen Erwartnng Ansdrnck, daß die Landvotcn anch diesmal wieder ihr Falnm nach Pest führen werde. „Aber — so schlkßt das Blatt sciue Auseinandersetzung — anf dem um« uachtctcn Himmel Oesterreichs e,schancn wir dennoch zwei lenchtendc Sterne. Se. Niajcstät hat die Be< schicknn,-, des Pester Landtages dnrch Siebenbürgen blos gestattet; es gibt noch leinen bindenden Act, der die Ulwolllommcnheit des 1848er Gesetzes beseitigend, d'e Union Siebenbürgens mit Ungarn zur gesetzlich vollen» dctcn Thatsache gestempelt hätte. Der bevorstehende ungarische Landtag wird, so oder so, zur Einheit, nnd daher znm Wohl Oesterreichs und Siebenbürgens, selbst m^rl» iui beitragen müssen." Ausland. Berlin, 8. November. Die im Prager Frieden in Aussicht genommene Abtrctnng einiger Bezirke Nord» schlcöwigS an Däucmart hat unter den dänischen Parteien in Kopenhagen einen Wetteifer hervorgerufen in der Anbahnung einer möglichst großen Agitation in Nordschlcswig für die Vereinigung mit Jutland. Um anch die ausländische Presse wirtsam zn bccinflnssc», haben die unter frühern dänischen Ministerien bereits in ihrem Fache bcwährtcu Agenten zur Einwirkung anf die Prcsfc sich nach London, Paris und St. Pciclsburg bc< geben, und ist der beschrankte Leserkreis der dänischen Blätter dadnrch erweitert worden, daß, neben der „Äerling. Ztg.," mm auch „Dagbladct" eiuc Uebersicht der Tagcsereiguisse bcs Herzoglhnms Schleswig, soweit sie die Angelegenheit der Einocrlcibuug betreffen, in französischer Sprache bringt. Es liegen jetzt zwei dieser fianzosischen Ucbelsichtcn vor, und sie liefern in ihrcu Behauptungen, Forderungen und Anklagen die Wieder-holnng der alten Uebertreibungen, welcher sich die eider-dänische Partei schon vor dem Kriege schuldig gemacht hat. Die „DanSk NigStidcndc" macht, im richtigen Gefühl, daß durch diese Form der Erörterungen eine Lösnng der Angelegenheit sehr erschwert wird, eine Ans< uahiuc. Die Revue wurde, sagt sie, ihr einen Eindruck machen, wenn sie nicht vou einer Partei käme, unter deren Regierung Schleswig ucrlolcn gegangen sei, von einer Partei, die in Dcnlschland in dem Verdachte dcS TcrroriSmuS gegen dic Dcutschcu iu Schleswig stehe. „Dagbladct" reclamirt dreimalhuudcrltauscno Dänen in Schleswig, der District von der Köuigsau bis südlich der Linie Tondcrn-FlenSburg sei ganz von Dänen bewohnt, und anch die südlicheren Gegenden sehnten sich nach einer Verbindung mit Dänemark, stach der Zahlung vou 1864 hat Schleswig 406.486 Ein» wohncr. Wenn davon tlwa drei Vierthcilc an Däne. mark abgetreten werden sollen, so ist die sogenannte „militärische Linie" der Eidcrdäncn bis an die Dane« werke und die Schleie gerückt. Die Erörterung, wie vicl Dänen und wie viel Deutsche in jedem District sein mögen, hat gegenwärtig ihr Interesse verloren, aber auf die Agitation in Kopenhagen muß hingewiesen werden, weil sie dahin führen kann, die Nbstimmnngsangc« lcgcnhcit selbst in Frage zn stellen. Bisher ist der freien Meinungsäußerung über oiescu Punkt in SchlcS« wig lein Hinderniß in den Weg gelegt worden, aber der von Kopenhagen eingeleiteten Agitation gegen Prcu-ßen wird unsere Negiernng in rücksichtsloser Weise bc-gegnen. Bekanntlich kam im Augnst d. I. cinc Dc> pntation von 4? Schleswigcrn nach Berlin, um als Vertreter der dänischen Nationalität im Herzogthnm eine Adresse zu überreichen. Sie wnrdc nicht empfangen, weil sie in keiner Weise legitimirt war. Jetzt wird es bekannt, daß iu Schleswig nicht einmal die Kosten zur Bestreitung dieser Reise anfgcbracht worden sind, son« dein durch Sammlnngcn in Kopenhagen von den An> süflcrn der Demonslralion bcstritten werden. Wie gesagt: die Parteien in Kopenhagen sind im Irrthnm, wenn sie glanbcn, durch diese Agitationen eine befriedigende Lösung herbeizuführen. Sie liefern darin nur 'den Beweis, daß sie nicht mit den nördlichen Distrlcten, sondern uur durch die Abtretung Schleswigs bis zur Schlei zufriedengestellt würden. (A.A.Z.) Man schreibt der „Pr," ans Venedist, unterm 6. November: „Wir hatten bereits Gelegenheit, der finanziellen Klemme zn erwähnen, in welche das hiesige Mnuicipium iu Folge der außerordentlichen Anslagen für die während der Anwesenheit des Königs stattzuhabenden Festlichkeiten gerathen ist, und hätte die italienische Regierung demselben nicht mit einer Anleihe von 100.000 Francs nnlcr die Arme gegriffen, so wäre es in arge Verlegenheiten gerathen. Das Schicksal dcS Mnnicipilüns hinsichfor< dcrnngeu befriedigen, wie dic Händler mit Schönheit^ mittclu iu Rom. Wie vielerlei Wässer uud Salben waren uöthig, um dic Haut feiu und glatt zu mache", und selbst die Stimme wohlklingend zn erhalten, ü"b cö Mittel. Sogar die Schuhsohlen wurdcn gcsallil, wie Plinius erzählt. Man kam endlich so weit, daß man auch in dcr Tracht dic Eigenthümlichkeit dcr Geschlechter verkehrte, und cs keine apartere Mode für Herren mehr gab, alo sich wic Wcibcr zu kleiden, mit Buseulüchcr,,, Ohrringen, Armspangcu und Haarnetzen. Scidcne oder uo>n Seidengarn gcwcbtc, durchsichtige Kleider, mit kostbare'' Stcincu besetzt, mit weilen und langen Aermcln, UN" bald znr Abwechslung verschiedene ausländische Tracht^ wurdcn immer mehr cn vo^li»'. Hcliogabal, dieses tai« scrlichc Ungeheuer, dicscr Mann, dcr chcr ciuc öffen^ lichc Dirne gcnannt werden sollte, prangte in Klcidci», die aus Goldstoff gefertigt, oder vou kostbaren Stcim'" so schwer warcn, daß cr selbst sagte, cr erliege lM^ dcr Last des Vergnügens. 0 i^mixn-:,! 0 uwrei,! Ull" doch! Wic weit haben wir bis dahin? Sitzt doch cutty auf dem Hcrrschcrthronc nnsercr Zeit — die Eitelkeit neben uugcbändigter Genußsucht. Dic Zeilen der r^ mischen Imperatoren — sie köuncu wieder kommen- (Volkofr.) 1729 Frcmldschaft für den schwachen Nachbar sich auf cine "och deutlichere Weise bctundcu. 'Petersburg, 11. November. Ein kaiserliches secret schafft dic Scruitntcu, Auflagen und Monopole, wclchc tiafl der allen Fcndalrcchte zum fortheile des Staate« oder der herrschaftlichen Städte« tlgcitthnmcr anf 450 Städten des 5lönigrcichcs Polen lasten, ab. Der Staat leistet hierauf ohnc Entschädi» gung Verzicht, die Privateigentümer werden entschädigt. Mehr als 400.000 ackerbautreibende Bürger, welche uuf städtischen Grüudcu angesiedelt sind, werden iu ^olgc dicfcr Maßregel mittelst Nücktaufö Eigenthum Ulan gen. _____________ Mssesueuigkeiten. — Das Justizministerium hat die im Sprengel des KreisgenchteZ Cilli mit dcm Amtösitze in Franz erlrdigte ^otarsttlle dem Auscultanten Franz Mörtl verliehen. — Das n e u e P e n s io n e - N ormalc gewährt nach zurückgelegten zehn Jahren ein Driltcl, nach 15 Jahren drei Achtel und so fort nach je fünf Jahren ein Achtel mchr. Und nach dem 40. Jahr den ganzen Gehalt, erscheint somit Üiinsliger als die in Frankreich, England und Preußen giltigen Pensionsgesche. — In Wien starb dieser Tage ein S o nd e r lin g, d«r 7H Jahre alte pensionirte Nath Adolph F., der in seiner Wohnung wohl an zweihundert Thiere aller Arten: Papageien, Assen, Igel, weifte Mäuse, Hunde, Katzen :e. hielt und pflegte. Seit Jahren war kein Mensch mifter ihm in seine Wohnung g/lommen. Er soll in smicm Testamente eine bedeutende Summe zum Unterhalt seiner Thiere ans-gesetzt haben. — Der k. t. Universitätsprofessor Herr Dr. Karlmann 3 c, ngl ist am 12. inGraz gestorbe n. Der Verstorbene war cmcritirtcr Nector der Grazer und Lcmbcrgcr Hochschule, Mitglied der Akademie der Wissenschaften und der historischen Vereine von Sttinmark, Kärntcn nnd Krain, für die kr durch eine N c i h c v o n Iahrcu verdienstlich wirkte. — Die Gesammtsumme des im Nayon von Graz crzcugtcu Vieres in der Zeit vom 1. November 1805 bis letzten October isL« betrug 302.L10 Eimer. Hievon entfallen ans dieVrauerei von F.Hold 85.700, F.Echrei-"er 98.804, VlUdrr Neininghaus 02.740, I. Iapl 10.720, I. Venz 11.600, C. Seyff 8300, I. Kin« derman n 2000, M. Vauer 000, 3icis M ülle r 280 «>'d Waldinger 540 Eimer. — Die Astronomen der Marseiller Sternwarte haben, wie Herr Le Verrier der Pariser Akademie der Wissenschaf-ten anzeigt, am 4. d. einen neuen Planeten entdeckt, tinen Stern cilftcr Größe und als Wcmdelsteru der 91. in ^eitt Verzeichnis; derselben. Oboe Zweistl wild er auch bin-Nen lnrzen» cm» Vcncnnunq erhallen. Locales. — Laut Erlaß des hohen l. k. Handelsministeriums vom 5. d. M., Z. 17^12 (2002), genießt die unter dcm Protectorate deS hiesigen patriotischen Frauen-Vereins stehende Es sect c n-L otter ic für ihre Postsendungen Portofreiheit, wodurch ein bedeutend höhc-lcs Neincrtr^gniß erzielt wild. — In Folge der in letzter Zeit mehrfach stattgefun« benen Einbrüche ist dcm Vernehmen nach eine Subscription zur Errichtung einer ständigen Gewi) lb wache unter den ^Mbbcsitzcrn im Zuge, und es sollen auch bereits -Verhandlungen mit dem Dicnstmannsin stitut zur Stellung der nöthigen Individuen gcpflogc» werden, wodurch es auch Möglich wa're, diese Wache mit sehr geringen Kostei». zu Stande zu briugcn. ^- Es gibt in Laibach eine Gasse, die sich außer einer besonders bei starker Wagcnpussage sehr angenehmen Enge auch des vollkommenen Mangels der neumodischen Institution eines Trott oirs erfreut. Es ist dies die Varmher-^geugasse. Insbesondere ist es die Strecke längs der flauer des Civilspitals, welche dem Fußgänger durchans leine Möglichkeit bietet, dem Straßenloth auszuweichen! vom '' l, Vcznksamte an bis zum Ende der Gasse ist die Passage ^ch annehmbar! es dürste wohl nicht viel kosten, auch die vbcre Strecke dcm Fußgänger pralticabcl zu machen. -> Was den bei Herrn Nud Hölzer, wie gemeldet, ""langst stattgefundencn Einbruch betrifft, so erfahren wir, ^h der Schade sich auf 4 dcm Herrn Nudholzcr selbst gc« ^l'ge Uhren und ungefähr 9 sl. an Barschaft beschränkt. —- In den Bezirken Umgebung Laib ach und ^3 I sind die Neuwahlen der Gemeindevertretungen nach dcm . esetze vom 17. Februar 1800 beendet und es tritt snmit !? den Gemeinden dieser Vczirle die neue Gcmeindc-"ldniuig in volle Anwendung. Zu Gemeindevorstehern sind ^>vählt worden: l. Im Bezirke Umgebung Laibach: In ^ Oltsgemcinde Vresoviz Thomas Koschier,'Grundbesitzer "^ Vrcsoviz; in der Ortsgenuinde Brunndorf Valentin ^utel, Grundbesitzer aus Brunndorf: in der Ortsgcmcinde ^obrova Johann Novak, Grundbesitzer aus Podsmrct: in ^ Ortsgemcinde Tobruine Josef Vabnit, Grundbesitzer aus Alschine: in der Ortsgcmeinde St. Georgen Josef Scherjal, ^ lundbrscher aus Verbilschje: in der Ortsgcmeindc Groß. ^p Franz Suppancii, Grundbesitzer aus Sell«: in der usgelneinde Iggdors Michael Mcchlin, Grundbesitzer aus Mdorf i in der Ortsgemeinde Igglack Johann Gams, Grund, ^"tzcr aus Igglacl: in der Ortsgemeinde Ieschza Andreas "Mastia, Grundbesitzer aus Ieschza: in der Ortsgemcinde Loog Franz Petritsch, Grundbesitzer cniZ Loug: in der Orts. gemeinde St. Marein Earl Savinsch^g, Gutsbesitzer aus Gairau: in der Ortsgcmeinde Mariafeld Franz Peterlin, Grundbesitzer aus Salloch; in der Octsgcincinde St. Martin unter Großlahlenberg Andreas Mallenschcq, Grundbesitzer ans Tatzen i iil der Ortsgcmeindc Muslc Johann Zicgler, Grundbesitzer aus Udmath: in der Ortsgemeinde Piauz» büchcl Frauz Duschal, Grundbesitzer aus Ärcsje; in der Ortsgcmeinde Podgoriz Ig>'c>z Sojer, Grundbesitzer aus Podgoriz! in der Ortsgcmeinde Ichrlimle Josef Schclcsnitar, Grundbesitzer aus Llrill; in dcr Ortsgemeinde Oberschischla Anton Mlcr v. Gariboldi, Gutsbesitzer aus Oberschischlci: in der Ortsgemeinde Unterschischla Johann Klinz, Grund, bescher aus Unterschischka: in der Oltsgemeindc Tschcrnutsch Georg Snoj, Grundbesitzer aus Tschcrnutsch: in der Orts« gemeinde Tomischel Jakob Smollc, Grundbesitzer aus Tom!» schcl: in dcr Ortsgcmcinde Verbleue Martin Iucha, Grundbesitzer aus Strachomcr: in dcr Ortsgemcinde St. Veit Josef Planinscheg, Grundbesitzer aus Vischmarje: in der Ortsgemciüde Wailsch Georg Krieger, Grundbesitzer und Müller alls Glcinitz, und in der Orlsgcmcinde Zwischen-wässern Johann Iamnig, Grundbesitzer und Müller aus Zwischenwässcrn. — II. Im Bezirke Egg: In der OrtS-gcmeinde Aich Michael Starz von Aich: in der Ortsgemcinde Brezovica Johann Orehel von ^cje: in der Ortsgemcindc Dovslo Ioscf Zajc von Kameuca: in der Ortsgcmeinde Drilaj Michael Eapuder von Tritaj: in der Ortsgcmeindc Goldcnfeld Gregor storoöic von Oberöe: in der Oilsge< meindc Grohdorf Martin Uötar von Großdorf: in der Orts< gemeinde Jauchen Primus Sojer von Jauchen: in der Orts' gemeinde verstellen Johann Zajz von verstellen: iil dcr Ortsgcmcinde Kerlina VarthclmH Grosclj von Kertiua; in dcr Ortsgcmcindc Kraren Blas Ianah von Kompaljc: in der Ortsgcmeinde Luloviz Joses Paulic von Podpec: in der Orlsgcmeindc Lustthal Franz Simone von Zaborst: in der Ortsgcmeinde Moravce Lucas Pirnat von Tusslcin: in der Ortsgemeinde St. Oswald Johann Eerar von Glogooiz: in der Orlsgemcinde Pec Johann Aarlic von Hdej: in der Ollsgcmcinde Podrecje Lucas Stislar von Vir: in der Orts, gemeinde Prevoje Lorenz Nus von St. Veit; in der Orts» gcmcinde Rafolce Thomas Breznik von Nasolle: in dcr Oltsgcimmdc Nau Georg Iermann von Nan: in dcr Orts» gemeinde Untcrloses Johann Bill von Prefers. — (Theater.) Die gcstrige Wiederholung des „Nigo« letto" stand iu keiner Hinsicht der ersten Ausführung, die so brfriedigend ausfiel, irgend wie nach, ja es schien eben dcr letzte günstige Erfolg den Darstellern nn Impuls zu noch wirksamerer Anspannung ihrer Kräfte geworden zu sein. Auf diese Weise kam cin noch csfectvolleres'Ensemble zu Stande, und es wurde das Publicum viel öfter und an Stellen zu Beifallsbezeigungen veranlaßt, die bei der lchtcn Aufführung nahezu unöeachtct gcblicbeu waren. Dem Frl. Uetz, dann drn Herren Pudhorskv und Ander gebührte cmch diesnwl das Hanptvcrdiensl dcr gelungenen Ausführung dcr Oper. Neueste Nachrichten nnd Telegramme. Verlin, 12. Novcml'cr. (Abgeordnetenhaus.) Der Finanzminisler, überreicht dcn Stllat^hal,öhaltS-Etat filr daö Jahr 1867, Die Anleihe ist noch unbennht. Dem Staatsschätze wmdcn 27V« Millionen Thaler nbcrwic-scn. Dic Cilnuihmcn pro 18«;(; bclanfcn sich anf 108 804.000 Thaler, inclnsiuc 4,000,000 Thaler als ans den KricMontribnlioiirn erwachsciicr Znfchnß; die Einnahmen iidcvslicgcn milhin den Voranschlag nm 7.210,000 Thaler. Daoun sind 2.400,000 Thaler fiir die Ausbcsscrnng dcr Gehalte dcr Beamten, Dotationen für ^chrer nnd Elhöhnng dcö Soldes dcr Sol< datcn zn uer>rci,dcn. Nach crfolgtcr Annahme dcs Antrages Michaelis' anf Borbcralhunc, mit U0 gegen 03 Stimmen stclllc sich die Aeschlnßlinsähiglcit deö Hauses heraus. Dcr Finanzministcr stimmte dcifnr. Morgcn ist Sitzung. Dieselbe Tagcsoldnnng. Stutt«,art, 12. November. Eine Versammlung voli siiddci> tschcn Aaterla ndsfrcun -den beschloß: Eö sei die Bildung cincs Siidstaalcu-bundcs mit engster staatörechllichcr und militärischlr Verbindung anznslrcbcn, »m für die Freiheit eine Stätte zu retten. Zu diesem Zwecke wurde cin AuS-schuß unter dcm Präsidium Wclckcrö mit dcm Sitze in Heidclbcra, gcwählt Als Wehrsyslcm wurde dic all« gemeine Wch,Pflicht mit schr kurzer Dienstzeit als daS Zweckmäßigste aucikmmt. Kopenhasscn, 12. November. Um halb 1 Uhr fand die Eröffimug dsö Neichötagcs statt. Dcr König las die Thronrede. Der Gesetzentwurf über dic Mitgift dcr Prinzessin Dagmar wird vorgelegt. Dänemark, heißt cs im Verlaufe dcr Thronrede, sci uou dcu ftoli» tischen Verhältnissen Mittcl-Enropa's nicht unbcrnhrt. Dcr Präger Friedcnsucrtrag und dic nationale Richtung dcr curopäischcu Verhältnisse verbürgen die Rückgabe NordschleSwigs und dic Erreichung der natürlichen Grcu« zcu, Die Gerechtigkeit der befreundeten Mächte wird aucr^unt, namentlich gcsscnübcr Fraukrcich ciu ticfge-fühltcs Interesse bczcngt. N'cue Vcrthcid,guugsmaßrcgclu, uameutlich rücksichtlich dcr Schicßwaffcn, werdcu signa-lisirt. Die Finanz-Augclcgcuhcitcu, dic Herzogthümcr bclrrffcud, scicn wcscnllich acorduet. Die FiuanM des szau-zcn Reiches geben zn lcincrlci Besorguisscn Veranlassung. Vern, 12. ^iovembcr. )iachdcm gcslcru Abends Gendarmen in Genf dic Ordunug hergestellt habcn, wurde die Ruhe nicht mehr gestört. Ein weiteres Aufgebot von Militär unterblieb. Das Scrnliuium wurde ohne Störung eröffnet. ^ Genf, 12. Novcmdcr. Die Negieruug zeigt dem ^ Aundesrathc an, daß bei dcn gestrigen Großrathöwahlcu i im Wahlgcbändc arge Prügeleien vorgefallen scicu. Eiu ! Bataillon ^audwchr nnirde aufgcbotcu; uöt'.>igcnfall3 erfolgt ein weiteres Aufgebot. Paris, 12. November. Dcr „Monitcur" meldet ans C on stauti n o p c l vom 10. d. M.: Mnstavha Pascha habe cinc allgemeine Amnestie auf Krcta verkündet. — Dasselbe Alatt coustatirt das vollständige Erlöschen dcr Eholcra in Paris. — Dcr „Eonstitn« tionucl" dcmcntil't die Angaben des „Memorial diplomatique" bezüglich dcr Sprache, welche Odo Russell anläßlich seincs jüngstcu Aufenthaltes iu Paris geführt habcn soll. Barcelona, I I. November. Das Gerücht über eine angebliche Insurrection iu (5 a t a l o u i c u ist falsch. Es herrscht daselbst vollständige Rnhc. Vukarest, 12. November. Dcr Fürst ist crst hcnte abgereist. — Die neue mit dem Hanse Ovpcn« heim abgeschlossene Aulcihe soll gcstcru ralificirt wor< dcu fcii?. Hhan<,hai, 8. October. Dic Nachricht vom Tode des Tailuu bestätigt sich. Vtew-Hork, 10. November. General Sherman ist uach Mexico gereist. Telegraphische Wechselcoursr vom 1!). November. 5vcn'. M'lalliqiicS59.'l5». — iivcrc. National Anlcheu (>('>."!<). — Vlliilactieu 7l5>. — Crrdilaclim 15il.20. — M>0cr Staati«n'llcl>m 79 >?0, — Sillier 127. — 5,'oudou 12«,10. — K. t, Dncatni U.0!»'/.... Oeschästs-Zeitung. Vesterreichisch - frauiösischov Hcmdelsvertrass. Aus Paris erhält dcr „Vollvwirlh" vo» sehr gut nntcrrichtelcr Teile fülacndc Zuschrift: „Dic ^crirass^ucrhaiidlnngcn mit Frank-rnch schrcilcn vorluärlc«. Dic TarifMiidcri!»^!!, u'l'lcho bei dcr Cucnietc d^ vcrgan^'iu'ii ä^intcrs alö zuliissiq odcr im ci^cncu Intcrcsso dcö ösk'rrclchischcn Vcrlchrcs al^ >vliuschsiii rcchtscrl!,^'!! u^llllnuiül'u dic n.'cuia,cu ^ii^ stäudüisso, wclchc Ocstcrrcich üdcr dic Crgcduissc dcr ^ollcuqnclc hinaus ;u machcn gcuölhigcl scin wird. Wenn mau fich gogcu-wa'rtig hält, daß Waarcn, wclchc in Frantrcich alö dstcrrrichischc dcclarirt wcrdcit, bisher dcu Zollsätzen dcö fast prohibition nlla.c-incincn Tarifes uutcrlicgcn, das; dagegen tüuflig Ocstcrrcich nicht ulir iu dic Ncihc dcr nu'istlicgilnstigtcu Nalioucu eintritt und sich vicl!-!! stiucr Prodnctc ein ucncr ani«sscdchnWllia,l'!i dc>8 lil'cralcu sraii;ösischl!N Couucnlionaltariscö ösfxct, daß ül.>i'>d!l'ß auch siir manche wichtigc üstcrrcichischc Auffuhrt«-artilcl, >vie Stahl ui,d S t c, I, l w a a r c u, wcitcrc dcdculcudc. Zullcriuäszissulig!'!! crlaüsst wndcn, fo mas> ci> t'^rriflich crschciucu, daß Frcmln'ich auch jriucrfcil^c Puult ist. über welchen dcr ameiiwärtig iu Paris weilende österreichische Tclegirtc Miuislerialralh D r p r e t i ö cin l>c-sricdigclidci« Uedcreiutoinineu noch nicht crziclt hat. Hoffen unr dasz Frankreich sciue dedcutcudcu Zugcstäud-uissc nicht schließlich znril^;iehe, wenu ihiu im Puulte der Scidc nicht geU'illfahrt nurd. Eö a,iiige damit der österreichischc» Industrie eiu reiches Absatzgebiet verloren, dessen Erlangung vieleu Ziveigcu derselben einen großen Aufschwung verspricht. Nndolfswcrth, 12. November. Die Durchschuitts-Prcise stellten sich ans dcm heutigen Marltc, wie folgt: 3?cizcn pr. Mctzcu 'i 60 ! Butter Pr. Pfund . — ! 4« ,Noru „ !> 40 Eicr pr. Stück . . ^11 Gerste „ 2 80 Milch pr. Maß . —,10 Hafcr „ 1 40 Rmdstcisch pr. Pfd. — ^ 18 Halbsrmht „ 4 40 Kalbflcisch „ — 24 Hcidcu „ 2 70 Schweinefleisch „ — 20 Hirse „ 2 20 Schöpsenfleisch „ — 16 Kulm-ich „ 2 40 Hähudel pr. Stiick — ^ 2-> Erdäpfel „ 1 70 Taubcu „ —' 20 Liuscu „ 4 80 Heu pr. Zeutuer . 2 ^) Erbseu „ 6 40 Stroh „ . 1 50 Fisolen „ 6 40 Hol;, hartcö, pr. Klft. 6^20 Rludsschmal; pr. Pfd. — 45 , — weiches, „ — l — Schwciucschinalz „ —40^ Wcin, rother, pr.Cimcr 5^ — Speck, frisch, „ —! 2« - wcißcr „ 4 — Speck, gcränchcrt, Pfd. — 35___________________ j Theater. Heute Mittwoch dcu 14. November: Der Vicomte von Lctorricres. Lustspiel iu 3 Actcu von Vlum. Morgcn DouucrStag dcu 15. November: Die Hamulel'schmicdin aus Hteiermavk. _______Possc mit Gcsanc, iu 2 Acten von Josef Schlick MeleorolossWo NMachlmMN in Lmlia^ ff ßß-8 Z3 « ?«,Z '