Laibacher SCHULZEITUNG. Organ des krainischen Landes - Lehrervereins. Erscheint __ Vereinsmitglieder a,u 10. und 25. jedes Monats. erhalten das Blatt gratis. Sechstel* ^ränumorazionspreise : FürLaibach: Gan/jahr. fl. 260, halbjähr. fl. TiO.— Mitder l*ost: Ganzjahr. fl. 2*80, halbjähr. fl. 1*50. *-*pedizion: Bucbdruckerei lg. v. Kleinmayr & Fed. Bamberg, Bahnhofgasse Nr. 15. Inserate werden billigst berechnet. Schriften und Werke zur Rezension werden franko erbeten. Zur Rettnngshausfrage. Gut Ding will viel Weile haben. Dies lässt sich besonders von der Rettungshaushage sagen, die sich bei uns bereits zu einer Art Seeschlange gestaltete. Nicht allein 111 Oesterreich, auch in Deutschland zählt das Projekt über die Errichtung von eigenen Anstalten für die verwahrloste Jugend viele Gegner, die allerlei Gründe gegen solche Institute ins Feld führen. Endlich scheint man diese doch so ziemlich überwunden Und sich für die gute Seite der Sache erwärmt zu haben. In letzterer Zeit haben sich sogar höhere Behörden an jene Körperschaften, die sich mit dem Studium der Rettungshausfrage beschäftigten, um Mitteilung der dabei erzielten Resultate gewendet, und es Aussicht vorhanden, dass die Angelegenheit endlich doch teilweise in Fluss kommt. Von welch’ vorteilhaftem Einflüsse übrigens diese Institute sind, ersehen wir aus einem in den „Deutsch. Bl. f. erz. Unt.“ veröffentlichten Berichte über die Leistungen des berliner Rettungshauses. In dasselbe wurden während der Zeit seines fünfzigjährigen Bestehens im ganzen 1625 Knaben und 428 Mädchen aufgenommen, von denen die grosse Mehrzahl vollkommen auf den Weg des Besseren gebracht wurde. Unter den Ursachen 2ur Aufnahme finden wir eingewurzelten Hang zum Stehlen und anderen Lastern, die Gele der Betreffenden schon mit Gefängnissen bekannt machten. Als Hauptmittel zur Besserung des Zöglings gelten: Unterricht, Gewöhnung zur Tätigkeit und zur pünktlichen Ordnung und Abschluss von jedem ungünstigen äusse-ren Einfluss. Der Unterricht erwies sich in der Tat als stärkste pädagogische Kraft. In Bezug auf die Gewöhnung der Zöglinge zur Tätigkeit hat man Verschiedenes versucht. Endlich nahm man die Aufseher aus dem Handwerkerstande, die die Verpflichtung haben, den Zöglingen ausser der Unterrichtszeit die einzelnen Handwerke zu lehren. Bie Jungen werden in der Schneiderei, Schuhmacherei, Tischlerei, Buchbinderei und Gärtnerei unterwiesen. Als Uebelstand muss dabei bezeichnet werden, dass man zu Spezialerziehern Handwerker nimmt, die wol geeignet sind, die mechanischen Fertigkeiten bei den in ihren Beruf einschlagenden Arbeiten zu lehren, aber wol in den seltensten Fällen die Fähigkeit besitzen, die so schwierigen Kinder-, ja zum Teile Verbrecher-obaraktere allseitig zu erfassen, und die ebenso auch der Kenntnisse der einflussreichsten Heilmittel, sowie der Geduld, Ausdauer und des Taktes hiezu entbehren. Die Resultate sind doch trotzdem günstige, nachdem ja, wie erwähnt, die sehr grosse Mehrheit der als gründlich verdorben ins Rettungshaus Gelangten vollständig gebessert entlassen Wurde. Wir brauchen übrigens gar nicht in die Ferne zu schweifen und nur auf die Haupt' stadt des Nachbarlandes Kärnten zu blicken, die schon seit mehr als einem Dezennium ihr eigenes Rettungshaus besitzt. Wie wir schon einmal kurz berichteten, wurden i“ diese Anstalt bis zum Schlüsse des Jahres 1877 siebzig verwahrloste Jungen aufgenoffl' men. Von den Entlassenen hat man 42 als Lehrlinge bei verschiedenen Gewerben unter gebracht; ausserdem besuchten oder besuchen noch 7 die Mittelschulen, 1 die k. k. Militär Marineoberakademie, 2 die Truppenelevenschulen etc. Solche Resultate berechtigen doch zu guten Hoffnungen, und es steht ausser allem Zweifel, dass Rettungshäuser frühe1' oder später überall dort zur Errichtung gelangen werden, wo sie sich als notwendig heraustellen. Die ersten Anläufe hiezu hat man manchenorts bereits getan. —#• Die Klosterschnlen.* Von Job. Petkovšek. V. Brüder der christlichen Schulen. Die römisch-katholische Kirche hat von jeher solchen Bestrebungen, die für ihre Bedürfnisse aufkamen, auf eine geschickte und kluge Weise einen sichern Halt zu bieten gewusst und sie auch in ihren Dienst zu ziehen und in demselben zu erhalten verstanden. So entschieden sie sich das Lehramt der Priesterschaft vorbehielt, so unterliess sie doch nicht, die Bildung zahlreicher Genossenschaften, Bruderschafte» und Kongregazionen von Laien unter der Bedingung anzuregen, dass sie die kirchlichen Zwecke und Angelegenheiten unterstützen und fördern. Mit der Entwickelung des Gewerbes und Handels im 14. Jahrhunderte wuchs auch ein grösseres Bedürfnis nach den Fertigkeiten des Lesens, Schreibens und Rechnens, als man diesem in den kirchlichen Anstalten entsprechen konnte. So entstanden seit dem 16. Jahrhunderte zahlreiche kirchlich geregelte Lai engen o s s e ns chaften, welche ausschliesslich oder einen wesentlichen Teil ihrer Aufgabe an der Bildung und Erziehung der Jugend ohne Unterschied der Stände sich zum Ziele setzten; einige dieser Brudergenossenschaften richteten ihre erziehliche Tätigkeit auf den gelehrten Unterricht, andere dagegen auf den elementaren. Der Ursprung solcher Kongregazionen fand sich zumeist in dem romanischen Europa, wie etwa in Frankreich, Spanien und Italien, wo sie teils universelle Tätigkeit über diese Länder für die katholische Welt ins Auge fassten, teils ihren Wirkungskreis auf bestimmte Diözesen und Städte beschränkten; in Deutschland fassten sie anfangs nur ausnahmsweise Boden, wo sie sich jedoch später auf das mannigfachste verbreiteten. Unter den Namen Schulbrüder und Schulschwestern pflegt man nicht die grossen priesterlichen Orden, wie die Benediktiner, Franziskaner, Dominikaner, Jesuiten u. a., als vielmehr nicht priest er liehe, aber durch Gelübde und Regel verbundene Genossenschaften, welche Unterricht und Erziehung zu ihrer alleinigen Hauptaufgabe gemacht haben, zu begreifen. Als Hauptursache der Entstehung dieser Orden wird die tiefe innere Gährung zur Zeit ihrer Gründung in Frankreich angenommen; blutige und trugerfüllte Kriege, ein ränkevoller und rücksichtsloser Despotismus brachten Zerrüttung und Verwilderung über das Land; das Streben nach Stärkung der Sittlichkeit und des sittlichen Ernstes wurde aus dem Bürgertum sowol als von den Vornehmen und Gelehrten ausgeschlossen, und an seine Stelle trat Eigennutz, Frivolität und ein * Sieh die Nummern 22, 28 und 24 des vorigen und 3, 4, 5 und 6 des laufenden Jahrganges. D. Red. zuchtloses Leben und Schwelgen. In dieses gährende Frankreich brachte nun Johann Baptist de La Salle,* geboren im Jahre 1651 zu Reims, als der älteste Sohn einer vornehmen und begüterten Familie unter dem Einflüsse seiner frommen Mutter aufwachsend und unter grosser Selbstlosigkeit erzogen, die zu jener Zeit verbreitetste und populärste Genossenschaft der „Brüder der christlichen Schulen“, welche später weit über Frankreich hinaus ihre Wirksamkeit und ihren Einfluss ausdehnte und noch gegenwärtig als die Hauptrepräsentantin für die Volksschule der „Grandnazion“ anerkannt wird. Der Stifter dieser Bruderschaft trat, nachdem er den humanistischen Kursus und die theologischen Studien an der Universität in seiner Vaterstadt absolvierte und sodann das berühmte Priesterseminar von St. Sulpice zu Paris, wo ihm die entscheidende religiöse Richtung eingeprägt wurde, besuchte, mit dem Verfasser des Telemach — Fenelon — in freundschaftliche Beziehungen. Noch jetzt werden in Lyon Geissein, Eisenkettchen, Gürtel, ein härenes Busshemd und andere Busswerkzeuge, deren er sich bei den harten Bussübungen in St. Sulpice (in der Weise des Jgnaz von Loyola) bediente, aufbewahrt. Schon als eilfjähriger Knabe empfing er nach damaliger Sitte die erste Tonsur und als fünfzehnjähriger Jüngling die einträgliche Pfründe eines Kanonikus bei der Kathedrale zu Reims; die bindende Weihe als Subdiakonus bekam er 1672 und als Priester 1678. Bereits 1649 hatte der Presbyter Bourdoise eine Gemeinschaft von etwa 70 Priestern gegründet, die sich ausser den frommen Gebeten auch mit dem Volksunterrichte befassten, und diese Gemeinschaft pflanzte sich in St. Sulpice fort. Durch diese Bestrebungen hatte La Salle wahrscheinlich die ersten lebendigen Anregungen für den Volksschulunterricht erhalten, welcher, wie bereits gesagt wurde, zu jener Zeit in Frankreich im höchsten Grade vernachlässigt war und nur hie und da ohne Plan und Methode von vereinzelten Personen betrieben wurde. Aus diesen Maximen ging auch Fenelons erste bahnbrechende Schrift „Sur V education des fäles“ hervor. — Der Pater Barre, welcher für den Mädchenunterricht ähnliches geleistet hat, wie La Salle für den Knabenunterricht, hatte das Institut der Sc hui sch wes tern im Jahre 1678 ins Leben gerufen; diesem schloss sich bald auch eine vornehme Dame an, namens de Mailiefer, die in guten Werken die Verirrungen ihres Weltlebens zu sühnen suchte und in Rouen eine unentgeltliche Mädchenschule stiftete; sie veranlasste dadurch 1679 La Salle, bei Errichtung von unentgeltlichen Schulen in Reims mitzuwirken, und bestimmte dadurch das Werk seines Lebens. Im Jahre 1680, welches als Stiftungsjahr seiner Genossenschaft gelten kann, gab er den um ihn versammelten Lehrern eine Regel, welche ihnen zur Pflicht machte, unentgeltlich zu unterrichten und aus woltätigen Zuwendungen und Stiftungen zu leben, und vereinte sie so zu einer Genossenschaft, deren Mitglieder gleichmässige Tracht aus geringem Stoffe, bestehend aus einem langen schwarzen Rocke, dazu ein schwarzer Mantel, einem breitrandigen Hute und schweren einfachen Schuhen, annahmen und, in einem einfachen Hause eine knappe und strenge Lebensweise führend, die Kinder im Lesen, Schreiben, Rechnen und in der Christenlehre unterwiesen. Mit den Brüdern — so nannten sie sich gegenseitig — wurde er vom Volke nicht selten verhöhnt und sogar mishandelt, aber nichts entmutigte ihn. Als der Begründer derartigen Fortschrittes der französischen Volksschule wurde La Salle 1688 nach Paris berufen, um die Schulen der Pfarre von St. Sulpice zu reformieren; und so wurden bald eine Menge Schulen von den Brüdern der christlichen und unentgeltlichen Schulen (freres des ecoles chretiennes ct gratuites) gegründet, die noch heutiges Tages bestehen. Inzwischen dehnte sich das * Einrichtung der christlichen Schulen durch J. B. de La Salle. Aus dom Französischen von Dr. J. Herbst. Augsburg 1844. Institut nach allen Richtungen hin aus, zumeist durch Geistliche, reiche Kaufleute und hohe Beamte. Nach Rom schickte La Salle mit einer Empfehlung des Erzbischofs vom päpstlichen Avignon 1702 zwei Brüder, um die Billigung des Papstes zu erwerben, und in Calais wurden Schulen der Brüder auf königliche Kosten unterhalten, um die Kinder der Matrosen zu unterrichten und den Protestantismus hintanzuhalten. Als La Salle das Leben in Paris durch verschiedene Kränkungen und Verfolgungen (im Jahre 1704 wurde von der Volksmenge eine förmliche Demolierung des Institutshauses herbeigeführt) verleidet wurde, verlegte er sein Institut nach Rouen, welche Stadt nun der Zentralort der Genossenschaft wurde. Hier erweiterte La Salle die pädagogische Wirksamkeit des Ordens, indem er auch Mathematik, Zeichnen und Baukunst in den Lehrplan aufnahm, und so eine mehr realistische als klassisch gelehrte Bildung gepflegt wurde. Schon damals nemlich gab es in Frankreich wolhabende Eltern, welche die sogenannte realistische der klassisch gelehrten Bildung vorzogen und deshalb jene bei den Schulbrüdern suchten, deren Schulen der gelehrten Bildung fern bleiben mussten, da sie grundsätzlich die lateinische Sprache von ihren Disziplinen ausschlossen; letzteres wahrscheinlich deshalb, damit kein Bruder nach Priesterwürde strebe, welche sich nach dem Dafürhalten La Salle’s mit der demütigen Beschränkung des Ordens nicht vertrage. Diese realistische Richtung hat ihr Unterricht noch heutzutage. Gleichzeitig gründete La Salle in St. Von (so hiess das alte Schloss, welches er für seine Schule in Rouen pachtete) eine Art Korrekzionsanstalt für verkommene und verwahrloste Kinder, welcher auch verurteilte Kinder von den Gerichten anvertraut wurden; und auch in dieser Richtung ist die Genossenschaft noch jetzt tätig. Damit ward die Arbeit seines Lebens- beschlossen. Im Jahre 1719 starb La Salle, 69 Jahre alt. (Fortsetzung folgt.) Gesetze und Verordnungen. Kundmachung des k. k. Landesschulrates für Krain vom 13. Juli 1878, Z. 1224, betreffend die Behandlung der aus dem Normalschulfonde dotierten, im Müitärverbande stehenden Volksschullehrer bei ihrer Einberufung im Falle einer Mobilisierung. Im Einvernehmen mit dem krainischen Landesaussckusse werden für die Behandlung der im Militärdienstverhältnisse stehenden, aus dem Normalschulfonde dotierten Volksschullehrer rücksichtlich der Glebüren aus dem Normalschulfonde anlässlich ihrer Einberufung im Falle einer Mobilisierung und in Bezug auf den Wiedereintritt in ihre bisherige Dienststellung nachstehende Bestimmungen getroffen: 1. ) Volksschullehrer, welche in der Stellung, die sie beim Militär einnehmen, eine Hilitär-gebür beziehen, welche gleich ist der bisherigen Zivilgehür, welche sie als Lehrer bezogen hatten, oder diese übertrifft, haben während ihrer aktiven Militärdienstleistung einen Anspruch auf eine Dotazion aus dem Normalschulfonde nicht. — Sofern jedoch dieselben einen eigenen Hausstand mit Frau oder Kind haben, wird ihnen der über die Kosten der Supplierung der innegehabten Lehrstelle verbleibende Best ihres bisherigen Lehrereiukommens, sollte aber die Lehrstelle vakant bleiben, ein Beitrag monatlicher 15 bis 30 fl. aus dem Normalschulfonde in monatlichen Dekursiv-raten bewilligt. 2. ) Insolange die Volksschullehrer dem Mannschaftsstande augehören oder ihre Militärgebür geringer ist als die erwähnte bisherige Zivilgehür, wird denselben bei ledigem Stande ein Beitrag monatlicher 5 bis 10 fl., im Falle eines eigenen Hausstandes mit Frau oder Kind der über die Supplierungskosten der betreffenden Lehrstelle verbleibende Best des bisherigen Lehrereinkommens, insoweit aber die Lehrerstelle vakant bleiben würde, ein Beitrag von 15 bis 30 fl. in monatlichen Dekursivraten aus dem Normalschulfonde bewilligt. 3. ) Jenen Volksschullehrern, welche einen eigenen Hausstand mit Frau oder Kind haben und sich gegenwärtig im Genüsse der Naturalwohnung oder der Quartiergeld-Entsehädigung aus dem Normalschulfonde befinden, wird auch auf die Dauer der aktiven Militärdienstleistung der Fortgenuss der Naturalwöhnung, beziehungsweise der Quartiergeld-Entsehädigung, zugestanden. 4. ) Die durch die Einberufung erledigte Lehrstelle bleibt dem betreffenden Lehrer bis zum Ausgange der Militärdienstleistung reserviert. 5. ) Die bisherigen Bezüge der in Mobilisierungsfällen einberufenen Lehrer sind beim Nor-ffialschulfondo mit Ende des Monates einzustellen, in welchem die Einberufung erfolgt. Der k. k. Landespräsident: Franz lütter von Kallina m. p. Niederösterreich. (Lehrergekalte.) Der Volksschullelirerverein bat den Ge-meinderat von Wien ersucht, den Gehalt der provisorischen Unterlehrer, welche gegenwärtig 400 li. beziehen, gleich jenen der wirklichen Unterlehrer auf jährlich 600 11. zu erhöhen. Der Berirksschulrat hat sich jedoch gegen dieses Ansuchen ausgesprochen und bemerkt, dass der Gemeinderat, wenn er schon etwas zugunsten seiner Lehrer tun will, vorerst die materielle Lage der altern Lehrer und Schuldirektoren zu verbessern trachten solle. Die Schulsekzion hat nun in ihrer Sitzung beschlossen: dem Gesuche des Volksschullehrervereines nicht stattzugeben und die Diskussion über die Anschauungen des Bezirksschulrates rücksichtlich der Lehrer und Direktoren bis zu jenem Zeitpunkte zu vertagen, wo die diesfälligen detaillierten Vorschläge gemacht sein werden. Deutschland. (Strenger Erlass an die Lehrer Preussens.) Mehrere preussische Kreis-Schulinspektoren haben wegen Zunahme der Verwilderung in den untern Volksschichten eine Kurrende an die Lehrer ihres Kreises erlassen, um dem Aufträge des Kaisers, dass nun überall mehr auf strenge Sitte gesehen werden soll, pflichteifrigst nachzukommen. In diesen Verfügungen wird betont, dass die Schule die Aufgabe hat, heue und gehorsame Staatsbürger zu erziehen, und dass hiebei das Beispiel des Lehrers zuerst in Betracht komme. Es heisst unter anderem: Ein untrüglichesZeichen, ob der Lehrer aus Ueberzeugung und Grundsatz dem Staate treu ergeben isto der nicht, istnachei ne mbekanntenPädagogen der Umgang, d en er pflegt, und die Auswahl der Zeitungen, Zeitschriften und Bücher, Welche er mit Vorliebe liest. Denn ein Lehrer, der nur solche Blätter liest, die über alles schimpfen, taugt nicht. Seinen Versicherungen ist kein Glauben zn schenken, wenn er gewöhnlich mit Personen verkehrt, welche entweder offen oder heimlich Feinde des Staates sind, Wenn er Schriften liest und verbreitet, welche feindliche Tendenzen gegen den "Staat verfolgen. Könnte ein Lehrer auf seine Pflichten gegen den Staat vergessen, so würde er die unausbleiblichen Folgen seiner Handlungsweise nur sich selbst zuzuschreiben haben, denn dem Staate nicht treu ergebene Lehrer können Mcht geduldet werden. — (Zur körperlichen Züchtigung in der Schule.) Der zweite deutsche Lehrertag in Magdeburg hat sich für die Wiedereinführung der körperlichen Züchtigung iß der Volksschule ausgesprochen und hat beschlossen, an den Reichstag eine Eingabe Ulö Abänderung des Strafgesetzbuches zu Gunsten der Lehrer zu richten. Frankreich. (Schulbrüder.) In Paris werden 54 Elementarschulen von Sckul-brüdern geleitet und 86 von weltlichen Lehrern. Zum Konkurs um Stipendien zu den bohern Lehranstalten wurden 166 Schüler der unter geistlicher Leitung stehenden Schulen und nur 59 der weltlichen als befähigt zugelassen. Nach vollendeter Prüfung ei'bielten die Schüler der Schulbrüder von den 12 ersten Nummern 11 und erst die zwölfte erhielt ein Schüler der weltlichen Schulen, und von 50 ersten Nummern erhielten bie geistlichen Schulen 44. Von den 80 Studienstipendien erhielten die Zöglinge der Schulbrüder 66. — Diese ganze Notiz, welche durch die politischen Blätter geht, enthält übrigens eine ziemliche Dosis von Schönfärberei zu grinsten der Schulbrüder. England. (V olks schul wesen in England.) Nach einer soeben veröffentlichten Uebersicht belief sich die Zahl der Volksschulen in England und Wales während des abgelaufenen Jahres auf 15,187, welche auf etwas über 3 Vs Milk Kinder berechnet waren. Etwa fünf Sechstel dieser Zahl entspricht dem Betrage der wirklich schulpflichtigen Kinder, und von diesen wurden bei den Besichtigungen etwa drei Viertel anwesend gefunden. Die Hälfte der Anwesenden bestand die Prüfung in den Hauptfächern (Lesen, Schreiben und Rechnen) zur völligen Zufriedenheit. Die Anzahl der geprüften Lehrer und Lehrerinen sollte den Vorschriften gemäss 30,000 betragen, beläuft sich indessen in Wirklichkeit auf nur 25,000, denen jedoch 4000 Hilfslehrer und 32,000 Präparanden zur Seite stehen. Xj © Is: a, 1 e s- Aus der Sitzung des k. k. Landesschulrates vom 27. Juni. Einigen Zöglingen der k. k. Lehrerbildungsanstalt wurden wegen ungünstigen Studienfortgangs die bezüglichen Staatsstipendien entzogen. — An der vierklassigen Volkschule zu Neumarktl wurde das Deutsche als Unterrichtsgegenstand und in den Oberklassen teilweise als Unterrichtssprache vom Beginne des Schuljahres 1878/9 an einzuführen beschlossen. — Die Lehrpläne der k. k. Lehrer- und der Lehrerinenbildungsanstalt in Laibach für das Schuljahr 1878/9 werden genehmigt. — Der Bericht des Landesschulinspektors für Volksschulen über die vorgenommene Inspizierung der Schule in Krainburg wurde zur Kenntnis genommen und die diesbezüglichen Weisungen erlassen. — Der Voranschlag der Volksschullehrer-Pensionskasse von 1879 wurde mit dem geeigneten Anträge dem krainischen Landesausschusse übermittelt. — In Bezug auf die Behandlung der Volksschullehrer, welche im Militärdienstverhältnisse stehen, bei deren Einberufung zur aktiven Militärdienstleistung in Mobilisierungsfällen werden rücksichtlich ihrer Dotierung aus dem Normalschulfonde und rücksichtlich der bezüglichen Dienststellen die erforderlichen Grundsätze festgestellt und solche dem Landesausschusse um dessen Zustimmung mitgeteilt — Berufungen wider Straferkenntnisse in Schulversäumnisfällen, Remunerazions- und Geldaushilfsgesuche werden erledigt. Landeschulratssitzung vom 11. Juli 1878 unter dem Vorsitze des Herrn k. k-Regierungsrates Dr. Anton Ritter von Schöppl-Sonnwaiden in Anwesenheit von 7 Mitgliedern. Nach Eröffnung der Sitzung durch den Vorsitzenden trägt der Schriftführer die seit der letzten Sitzung erledigten Geschäftsstücke vor, und wird deren Erledigung zur Kenntnis genommen. Hierauf wird zur Tagesordnung übergegangen. Die lokale Ausschliessung eines Zöglings der Vorbereitungsklasse der k. k. Lehrerbildungsanstalt wird genehmigt. — Der Besetzungsvorschlag für die erledigte Hauptlehrerstelle an dei' hiesigen Lehrer- und Lehrerinenbildungsanstalt wird dem hohen Ministerium für Kultus und Unterricht erstattet. — Das Gesuch eines Lehrers um Erwirkung der Zulässigkeit seines Werkes als Lehrbuch für Volksschulen wird mit dem geeigneten Anträge dem hohen Ministerium vorgelegt. — Inbetreff prinzipieller Normen für die gnadenweise Behandlung der älteren Lehrer und ihrer Hinterbliebenen in den bezüglichen Fällen! wo für „lehrbefähigte“ Lehrer die normalmässige Pensionsbehandlung eintritt, werden dem entsprechende Anträge an den Landesausschuss geleitet. — Der Rekurs einer Schuh gemeinde wider die Entscheidung des betreffenden Bezirksschulrates wegen Abfuhr von aus den Jahren 1873/74 und 1875 rückständigen Schulleistungen an den Normalschulfond wird abgewiesen. — Zur Beteilung der gewerblichen Fortbildungsschulen in Laibach und ^udolfswert und der gewerblichen Zeichenschule in Gottschee aus der Kaiser-Franz-Josef-Stiftung pro 1878 wird dem krainischen Landesausschusse der bezügliche Antrag erstattet. — Die Erweiterung der zweiklassigen Volksschule in Zirkniz zu einer drei-massigen mit Beginn des nächsten Schuljahres wird beschlossen und der Jahresgehalt ftir den dritten Lehrer festgestellt. — Das Ansuchen einer Schulgemeinde um einen Beitrag aus dem Normalschulfonde für die Herstellung des Schulgebäudes wird mit dem ^eigneten Anträge dem Landesausschusse übermittelt. — Berufungen wider Straferkennt-nisse in Schulversäumnisfällen, Remunerazions- und Geldaushilfsgesuche werden erledigt. Zur Landes-Lehrerkonferenz. Das mit der Zusammenstellung von Lehrgängen ^traute Komite hielt bereits mehrere Sitzungen ab. — Die schon am 7. und 8. Septem-W zur Landes-Lehrerkonferenz nach Laibach kommenden Lehrer werden sich abends unserem Vereinslokale (Jakobsplatz, Graf Blagay’sches Haus, 1. Stock, ober dem Gast-hause der Frau Kaiser) versammeln, was zur Orientierung bereits jetzt mitgeteilt wird. Bezirks-Lehrerkonferenz zu Stein. Dieselbe wurde um S1/* Uhr vormittags vom Vorsitzenden, k. k. Bezirksschulinspektor Johann Sima, eröffnet. Hierauf (nach Bekannt-gabe der Tages- und Geschäftsordnung) wählte man Herrn Franz Golmajer und Frl. Qonse zu Schriftführern, Herr Franz Cerar dagegen wurde zum Stellvertreter des Vorsitzenden ernannt. Nach Mitteilung und Erörterung der seit der vorjährigen Konferenz von den hohen k. k. Schulbehörden herabgelangten Verordnungen und Erlässe Machte der Vorsitzende durch eine ganze Stunde hindurch seine bei den Inspekzionen gemachten Erfahrungen bekannt, und verbreitete sich hiebei über alle Lehrgegenstände, Amtsbücher, die Lehrerfortbildung, die Lehr- und Lernmittel, die Bibliotheken etc. Sodann referierte Herr Leopold Zupin über die „Pflege der einzelnen Gefühle, namentlich Aes patriotischen Gefühls“, und betonte hiebei die religiöse Bildung und das Lied. Die Volks-hymne werde den Schülern besonders eingeprägt und die Liebe zu Kaiser und Reich geweckt und belebt. Der Vorsitzende fügte noch bei, dass vor allem der Lehrer selbst em wahrer Oesterreicher und ein Muster des Patriotismus in Schule und Gemeinde zu sein habe. Bei allen passenden Anlässen weiss er den patriotischen Geist zu beleben und anzu-fechen. Hiefür empfehle sich besonders die gehörige Feier der Kaiserfeste. Geschichtsbilder smd in planmässiger, die Jugend für das gemeinsame Vaterland und dessen Oberhaupt begeisternder Weise zu bieten. Die Schülerbibliotheken sind mit Werken, die den Patriotismus fördern, zu bereichern. Jede Schule sei auch bestrebt, so bald als möglich in den Rositz eines Kaiserbildes zu gelangen. — Nun sprach Herr Oberlehrer Anton Javor-^ek über das „Wochenbuch“, dessen Führung eine sehr ungleiche sei. Mit Recht be-fente der Referent, dass ein Wochenbuch für den Lehrer das zu sein habe, was die Geschäftsbücher für den Kaufmann sind, und führte alles an, was dieses Amtsbuch Zu enthalten habe. An der Debatte beteiligten sich die Herren Zajec, Pfeifer und Mesner. Der Vorsitzende setzte dann eingehend auseinander, wie das Wochenbuch so l'eclit beweise, in welcher Weise der Lehrer den Stoff auf das ganze Jahr zu verteilen, 'v'e er dabei Zeiten, Feste und die verschiedenen Anlässe zu berücksichtigen, und wie er den Unterricht zu konzentrieren verstehe. Hiefür wurden auch Beispiele angeführt Urri gezeigt, wie gleichsam eine Rubrik des Wochenbuches die andere stütze und trage, öiese Amtsschrift müsse aber nicht allein so übersichtlich als möglich sein, sondern sie "hisse auch nur Wahres, wirklich Durchgenommenes enthalten. — Ueber den nächsten Gegenstand, „die Verstandes- und Gedächtnispflege“, referierte Herr Josef Gregorin, Wobei er auch auf tüchtige Pädagogen und die Art und Weise, wie sie die Verstandes-fe'äfte zu bilden pflegten, zu sprechen kam. An der Debatte beteiligten sich die Herren Reifer und Zajec. — Herr Javoršek ertsattete nun Bericht über die Tätigkeit cfei' Bibliothekskommission, aus welchem manches Erfreuliche zn entnehmen war. An 21G Einnahmen hatte die Kommission 124 fl. G4 kr., an Ausgaben 95 fl. 35 kr. zu verzeichnen-Als Woltäter wurden die Herren Stefan Klančič, k. k. Bezirkshauptmann, welcher für Bibliothekszwecke einen Betrag von 10 fl., und Herr Lehrer Zaj ec, der mehrere Bücher spendete, genannt. Mit der Revision der Rechnungen wurden die Herren Heinrich Wisiak und Jos. Gregorin betraut. Sodann wurden mehrere Werke zur Anschaffung für die Bi' bliothek in Vorschlag gebracht, darunter eine grössere Weltgeschichte, die Haushaltungs-künde von Hermann, die pädagogischen Klassiker, ein grösseres Handbuch de u Realien, die „Schule der Pädagogik“ von Dr. Dittes etc. Jn die neue Bibliothekskommission wurden Fräulein Gon se und die Herren Ja v oršek, Golmajer, Pfeifer undZajeC, in den ständigen Ausschuss, dem der Vorsitzende eine recht umsichtige Sammlung von Beratungsgegenständen für die nächste Konferenz und eine genaue Beachtung dessen, was im Interesse der Schule zu verbessern oder zu beseitigen wäre, anempfahl, Fräulein V e r n e und die Herren Cerar, Gol m a j e r, Mesne r und Javoršek, und als Abgeordnete in die Landes-Lehrerkonferenz, wie schon letzthin berichtet, die Herren Cerar und Golmajer gewählt. Um 1 Uhr mittags wurde die Konferenz unterbrochen und um 3 Uhr nachmittags wieder fortgesetzt. Herr Ravnikar zeigte mit einer Anzahl von Schülern der Knabenschule zu Stein, wie sich der Gesangsunterricht auf der Unterstufe gestalten müsse, um seinem Zwecke zu entsprechen. Einzelne auf der Violine vorgespielte Töne wurden zuerst nur von einzelnen, dann von mehreren und endlich von allen Schülern zugleich auf „a“ oder „la“ gesungen. Dabei wurde nicht allein auf die Mundstellung, sondern auch auf Stärke und Dauer des Tones wie auch auf die Bildung des Taktgefühls Bedacht genommen. So ging es weiter zu zwei, drei, vier und mehreren verschiedenen Tönen, bis zum Schlüsse auch die AR und Weise der Einübung eines Liedes gezeigt wurde. Bei Eröffnung der Debatte sprach über diesen Gegenstand noch Herr Potrato, welcher sich nicht für das sofortige Einüben der Intervalle, sondern für das ursprüngliche „Sekundensingen“ aussprach. — Ei» auf den Verlag von Schulbüchern in jedem Hauptorte eines Schulbezirkes Bezug habender Antrag des Herrn Zore rief eine ziemlich lebhafte Erörterung wach, an der di» Herren Zajec und Gregorin teilnahmen. Schliesslich hat sich das Ganze zu einem einfachen Wunsche umgestaltet. Hierauf wurde das Protokoll verifiziert. — Der Vorsitzende dankte nun allen Erschienenen für ihre Ausdauer und rege Beteiligung an den Beratungen, und den Herren Referenten für ihre Mühe, spornte zur steten Beachtung des im Verlaufe der Konferenz Gehörten an, und ermunterte nochmals, die Weckung und Pflege des patriotischen Geistes nicht aus den Augen lassen zu wollen und die Jugend zu echten Oesterreichern, die treu zu unserem erlauchten Kaiserhause halten, zu erziehen. Mit der Einladung zur Besichtigung der im Lehrzimmer der vierten Klasse untergebrachten Lehrmittelausstellung wurde die Konferenz um 5 Uhr nachmittag8 geschlossen. In der Ausstellung waren namentlich die weiblichen Handarbeiten, ausgestellt von den Frl. Lehrerinen Verne, Rosmann, Gonse und Gerkmanu, zahlreich vertreten-Die verschiedenen Lehrmittel gehörten zumeist der Steiner Knabenschule an; ausserdem stellte Herr Golmajer mehrere Naturalien, Herr Koželj eine Anzahl von Bildern für de» naturgeschichtlichen Unterricht, Herr Pfeifer die von ihm selbst verfertigten geometrischen Körper und der Vorsitzende ein Telephon aus. Auch Schülerarbeiten (der Schule» zu Stein und Čemšenik) waren vertreten. Der Tag nahm einen ganz erwünschten Verlauf- Die Bezirks-Lehrerkonferenz in Krainburg wählte die Herren Andreas Vavken, Oberlehrer in Zirklach, und Jos. Devičnik, Lehrer in Eisnern, zu Abgeordneten in di» Landes-Lehrerkonferenz. Aus der letzten Sitzung des laibacher Gemeinderates. (Berichterstatter der Schuh sekzion Landesschulinspektor Pirker.) Der Gemeinderat genehmigte nachträglich die für Supplierung einer an der liierstädtisclien Mädchenvolksschule erkrankten Lehrkraft sistemmässig bezahlte Substituzionsgebür per 30 fl. Der Gemeinderat beschloss: es ist der Lehrerin Fräulein Maria Fröhlich für die unentgeltliche, erfolgreiche und durch drei Semester geleistete Unterrichtserteilung in weiblichen Handarbeiten an der städtischen Exkurrendo-Volksschule auf dem Karolinengrunde der Dank der Stadtgemeinde schriftlich auszudrücken. Reifeprüfungen an den k. k. Bildungsanstalten für Lehrer und Lehrerinen. Von den 15 Zöglingen des vierten Jahrganges der k. k. Lehrerbildungsanstalt erhielten ein Zeugnis der Reife die Herren: Gradišnik Hermann, Höger August, Josin Theodor, Kreimer Gottfried, Lokar Johann, Maier Anton, Podkrajšek Heinrich, Pretnar Jakob, Repič Peter, Strel Karl, Šorn Franz und Trost Franz. Drei Zöglinge wurden auf zwei Monate, 1 externer auf 1 Jahr reprobiert. — Von den Kandidatinen des vierten Jahrganges erhielten ein Zeugnis der Reife mit Auszeichnung die Fräulein: Bernbacher Adele, Mally Maria, Suppan Auguste und Zupan Agnes; ein Zeugnis der Reife dagegen die Fräulein: Bahovec Theresia, Bauer Anna, Blumauer Olga, Kuntara Albine, Galle Maria» Golf Mathilde, Gross Leopoldine, Jonke Hedwig, Kaiser Anna, Lillek Rosalia, Paller Emma, Pirnat Emilie, Podrekar Anna, Reyerschitz Franziska, Rupprecht Anna, Schiiber Auguste, Spoliarič Amalia, Suppan Franziska, Sterle Theresia und Ureutz Auguste. Vier Kandidatinen wurden auf 2 Monate reprobiert. Schuljahrsschluss. An den k. k. Bildungsanstalten für Lehrer und Lehrerinen und den damit verbundenen Uebungsschulen in Laibach wurde (wie an der Oberrealschule und am Obergymnasium) das Schuljahr am 13. d. M. geschlossen. Nach dem Dankamte begaben sich der Lehrkörper der Lehrerbildungsanstalt, die Lehramtszöglinge und die Uebungsschüler in das geräumigste der Lehrzimmer, wo nach Absingung eines Liedes seitens der Uebungsschüler der vierten Klasse vom Herrn Direktor B. Hrovath die Namen der Vorzugsschüler verlesen wurden. Hierauf hielt derselbe eine zum Herzen gehende Ansprache an Schüler und Zöglinge, namentlich an jene, die von der Anstalt schieden. Nach Absingung des Kaiserliedes war die Feier beendet. — Die städtischen Volksschulen schlossen das Schuljahr am 20., die evangelische am 24. d. M. Remunerazionen für Erteilung des landwirtschaftlichen Fortbildungsunterrichtes, Im steiner Schulbezirke haben folgende Herren Lehrer für Erteilung des landwirtschaftlichen Fortbildungsunterrichtes in den Wiederholungsschulen Remunerazionen erhalten: Franz Cerar (50 fl.), Anton Javoršek (25 fl.), Josef Mesner (25 fl.), Franz Gol-majer (25 fl.) und Franz Pfeifer (20 fi.). Todesfall. Wie man uns aus St. Ruprecht in Unterkrain meldet, starb daselbst am 13. d. M. Frau Amalia Gerčar geb. Lenasi, Gattin des dortigen Herrn Oberlehrers Andreas Gerčar, zugleich Lehrerin in St. Ruprecht. Die Teilnahme an dem Leichenbegängnisse der so früh Dahingeschiedenen war eine grosse. Friede ihrer Asche! Lehrer-Soldaten. Die Mobilisierung hat auch einigen Schulen in Krain Kräfte entzogen. So wurden die Herren A. Žumer von der 2. städt. Volksschule (der jedoch später wieder beurlaubt wurde), Bezlaj von Krainburg, Kermavner von Töpliz-Sagor und Kruschnik von Podkraj zur militärischen Dienstleistung einberufen. In der benachbarten Steiermark steht es in dieser Richtung noch weit schlimmer, und mussten dort einzelne Schulen deswegen sogar geschlossen werden. Der Schulhausbau in St. Helena bei Lustthal dürfte nach mehrjährigen Verhandlungen nun doch endlich, und zwar im nächsten Frühjahre, in Angriff genommen werden. Hoffentlich werden sich demselben bis dorthin keine neuen Hindernisse mehr entgegenstellen. Hätte die Gemeinde gleich anfangs gewissen Einflüsterungen kein Gehör geschenkt, sie besässe bereits ein schönes Schulgebäude, so aber wird sie sich mit einem geringeren Beitrage zum Baue begnügen müssen und wird obendrauf kein so prächtiges Schulkaus bekommen, als dies der Fall gewesen wäre, wenn sie gleich vor Jahren selbstständig aufgetreten wäre. Unsere diesjährige Generalversammlung wird Mittwoch den 11. September nachmittags stattfinden, worauf wir unsere verehrten Mitglieder schon jetzt aufmerksam machen. Auf die Tagesordnung gelangt die Beratung über die Aenderuug unserer Landesschulgesetze. Wir hoffen umsomehr auf recht zahlreiches Erscheinen unserer verehrten Amtsgenossen, als zur besagten Zeit auch die Landes-Lehrerkonferenz stattfindet. Reklamazion. Wir finden, dass sich unser Organ schon längere Zeit hindurch seitens der Blätter, die in slovenischer Sprache erscheinen, ungemein grosser Beachtung erfreut. Jede Nummer der „Schulzeitung“ wird bald nach ihrem Erscheinen förmlich geplündert. Die Neuigkeiten wandern zuerst in den „Tovariš“ und dann in andere Blätter. Wir haben gegen eine derartige Ausbeutung unseres Organs nichts einzuwenden, nur müssen wir daran erinnern, dass es journalistischer Brauch ist, stets die Quelle, aus der man diese oder jene Notiz oder Korrespondenz, namentlich in Bezug auf Konferenzen, entnommen, zu nennen. Oder kennt man diesen Brauch nur dann, wenn man Gelegenheit gefunden zu haben glaubt, uns herabzusetzen und zu schaden? Uebrigens kümmern wir uns auch darum nicht im mindesten, doch gegen die bezeichnete Freibeuterei müssen wir wrie der holt sowol in unserem wie im Namen unserer verehrten Korrespondenten protestieren. Orio'In.a-l-^ZorresporLd.enzierL. Gurkfeld, IG. Juli. In Gurkfeld und dessen Umgebung ist die gefürchtete Diphthe-ritis unter den Kindern derart heftig ausgebrochen, dass die Schule binnen einem Monate zweimal gesperrt werden musste. Merkwürdig ist es, dass auch Erwachsene von dieser Krankheit ergriffen werden und derselben nach sehr kurzem Krankenlager erliegen. Von den vielen Diphtheritiskranken sind hier nebst vielen Kindern bereits auch eine Mutter mehrerer Kinder und ein Mann von 23 Jahren gestorben. Aus dem rudolfswerter Schulbezirke. Die diesjährige Bezirkslehrerkonferenz für den Bezirk Rudolfswert ist auf den 26. August 1. J., 9 Uhr vormittags, festgesetzt worden. Die Tagesordnung lautet: 1.) Wahl der beiden Schriftführer. 2.) Mitteilung des k. k. Bezirksschulinspektors über die bei den Inspekzionen der einzelnen Schulen gemachten Wahrnehmungen. 3.) Besprechung über die schriftlich zu beantwortenden Fragen: a) Von welchem Nutzen wäre die Belehrung des Volkes ausser der Schule von Seite des Lehrers — zumal in landwirtschaftlicher Beziehung — für die Schule speziell und zur Hebung der in Unterkrain so sehr vernachlässigten Landwirtschaft im allgemeinen? b) Es mögen an einigen Beispielen die Methoden angegeben werden, nach welchen der naturwissenschaftliche Unterricht an der Volksschule vorgenommen werden soll, damit er einerseits für die Schule in der Tat erspriesslich wäre und anderseits den sprachlichen Unterricht nicht erschwere; und wie könnte er überhaupt in den schönsten Einklang mit dem letzteren gebracht werden? c) Erwünscht wären einige Vorträge über Anlegung von Schulgärten, Obstbaumschulen und naturwissenschaftlichen Sammlungen. 4.) Besprechung der im Laufe des Schuljahres in Schulsachen erflossenen Verordnungen. 5.) Rechnungslegung der Bibliothekskommission und Wahl neuer Mitglieder derselben. 6.) Etwaige Anträge der einzelnen Mitglieder. 7.) Wahl zweier Abgeordneten in die Landes-Lehrerkonferenz. 8.) Wahl des ständigen Ausschusses zur Vorbereitung der Verhandlungsgegenstände für die nächste Konferenz. Čermošnič, am 18. Juli 1878. J. Koželj, Lohror. Gottscliee. (Lehrerkonferenz am 3. Juli.) Dieselbe tagte im Lehrzimmer der dritten Klasse der Knabenvolksschule in Gottschee und wurde um 10 Uhr vom k. k. Bezirksschulinspektor Herrn Wilhelm Linhart eröffnet. Derselbe konstatierte die Gegenwart von dreissig zum Erscheinen verpflichteten und acht dazu nicht verpflichteten Mitgliedern. Zu seinem Stellvertreter ernannte der Vorsitzende den Oberlehrer von Mitterdorf, Herrn Josef Erker. Die Konferenz wählte mit Akklamazion den Herrn Johann Dovar und Fräulein Marie Verderber (beide an der Volksschule Gottschee) zu Schriftführern. Der Vorsitzende sprach sich sodann in längerer Rede über seine anlässlich der Inspekziou gemachten Wahrnehmungen aus. Die Amtsbücher wurden zu seiner Zufriedenheit geführt, nur in Bezug auf die Chronik seien noch mancherlei Mängel zu beheben Er erläuterte eingehend alles, was in dieselbe eingetragen werden solle, und hob die Wichtigkeit der Chronik für spätere Zeiten hervor. Darnach sprach sich der Vorsitzende über die beobachteten Mängel im Rechen-, Sprach- und Realienunterrichte aus und gab Andeutungen, wie dieselben vermieden werden könnten. In Bezug auf den Schulbesuch führte der Vorsitzende den Halbtagsunterricht an, der ein wichtiges Mittel zur Hebung desselben sei, und auch an überfüllten zweiklassigen Volksschulen auf Grund des § 11 der Schul-und Unterrichtsordnung eingeführt werden könne. Zum Schlüsse ermahnte der Vorsitzende alle Anwesenden, den Schülern bei jeder Gelegenheit mit Liebe, Güte und mit entsprechendem Ernste entgegenzukommen, alle unnotwendige Barschheit aber beiseite zu lassen. Damit sich die Lehrer in der Lehrtätigkeit, worauf sic am meisten bedacht sein müssen, immer mehr vervollkommnen, riet er den Anwensenden gegenseitige Besuche, Beiwohnung beim Unterrichte und darauf folgende Besprechungen über das Vorgenommene an. — Der nächste Punkt der Tagesordnung war die Behandlung eines Lesestückes realistischen Inhaltes vom Vorsitzenden selbst. Er behandelte mit den Schülern und Schülerinen der IV. Klasse beider Volksschulen in Gottschee das Lesestück „das Kochsalz“, Seite 144 des Lesebuches von J. Heinrich, in Gegenwart sämmtlicher Konferenzmitglieder in sehr anziehender Weise. Nach Entfernung der Schüler und Schülerinen erklärte der Vorsitzende noch die Prinzipien des realistischen Unterrichtes überhaupt und warnte die Anwesenden namentlich vor einer zu starken Ausdehnung desselben auf Kosten des Sprachunterrichtes. Hierauf begab sich die Versammlung zum gemeinsamen Mittagsmahle ins Gasthaus des Herrn Loy, allwo sie sehr gut bewirtet wurde. Um 2 Uhr nachmittags wurde die Konferenz fortgesetzt; es kam der nächste Punkt der Tagesordnung, „der Turnunterricht an den Volksschulen mit praktischen Demon-strazionen“ (Referent Lehrer J. Dovar), an die Reihe. Zur Ausführung der praktischen Uebungen mit den Schülern eröffnete der Gymnasialdirektor Herr B. Knapp mit grösster Bereitwilligkeit den Turnsaal des hiesigen k. k. Gymnasiums, wofür ihm der gebührende Dank ausgesprochen wird. Der Referent Herr J. Dovar führte mit den Schülern der III. und IV. Klasse folgende Uebungen aus: Drehungen, Gegenzüge, Umzug, Anfmarschieren in Reihen, Abstand rechts, links, Reihen schliessen, öffnen; Rotten schliessen, öffnen; Um- und Vorziehen beim Umzuge, und zwar reihenweise und rottemveise. — In seinem Vortrage berührte er folgende Hauptgrundsätze: 1.) Der Turnunterricht bleibe ein obligater Gegenstand in der Volksschule; 2.) die Gerätübungen, mit Ausnahme am Barren und Reck, haben in der Volksschule zu entfallen: 3.) an mehrklassigen Volksschulen soll der Turnlehrer für alle Klassen bestimmt werden; 4.) auf Turnspiele soll besonders Gewicht gelegt werden. — Der weitere Gegenstand der Tagesordnung: „Kann der Lehrer der Gewohnheit des übermässigen Genusses geistiger Getränke im Volke schon in der Schule entgegenarbeiten?“ wurde vom Referenten Herrn A. Skubec behandelt. Derselbe beleuchtete in der Einleitung das grosse Elend, welches der Hang zum übermässigen Genüsse geistiger Getränke zur Folge habe. Er gab zu, dass auch die Volksschule viel zur Verhütung dieses immer mehr um sich greifenden Uebels beitragen könne, und stellte folgende Hauptgrundsätze auf: 1.) Der Lehrer soll ein vernünftiger und besonnener Mann sein. 2.) Der Lehrer verhalte seine Schüler zur Sparsamkeit und wirke durch die Schule, dass auch die Erwachsenen sparsam werden. 3.) Das Lesen guter, lehrreicher Bücher mindert die Lust zum Ausarten. 4.) Die Pflege des edlen Gesanges verhindert den Ausbruch roher Gefühle. Nach einer längeren Debatte, in welcher die angeführten Punkte noch eingehender erörtert wurden, ergriff der Vorsitzende das Wort und hob die grosse Wichtigkeit dieser Frage für das allgemeine Wol hervor. Unter allen Umständen, sprach er, müsse der Lehrer ein leuchtendes Beispiel der Massigkeit in der Gemeinde sein. Um aber dies sein zu können, müsse er vor allem jede Gesellschaft meiden, die seinem Stande nicht angemessen ist; er hüte sich namentlich vor dem sogenannten Wirtshauslebeu. Um sich in seiner freien Zeit zu beschäftigen, beachte er die Lektüre, pflege die Bienenzucht, landwirtschaftliche Arbeiten im Schulgarten, und vor allem ein edles, würdiges Familienleben. Zum Schlüsse fordert der Vorsitzende die Anwesenden zur Gründung von Mässigkeitsvereinen auf. Der nächste Gegenstand der Tagesordnung war: „Bericht und Neuwahl der Bibliothekskommission.“ Der Obmann Fr. Papa brachte der Versammlung zur Kenntnis, dass die Bezirks-Lehrerbibliothek gegenwärtig 174 Werke in 194 Bänden und mehreren Heften zählt. Seit der vorjährigen Bezirks-Lehrerkonferenz sind 24 Werke in zirka 40 Bänden angekauft worden. — Die Bibliothek hatte Einnahmen von 142 fl. 49 kr., Ausgaben von 125 fl. 99 kr., somit verbleibt ein Kasserest von 16 fl. 50 kr. Hierauf wurde die bisherige Bibliothekskommission, bestehend aus: Fr. Papa, Johann Dovar, Josef Raktelj und Gottfried Erker, einstimmig wieder gewählt. Zur Revision der gelegten Bibliotheksrechnung bestimmte der Vorsitzende, nachdem derselbe die Anwesenden noch zu recht fleissiger Benützung der Bezirks-Lehrerbibliothek aufforderte, Fräulein Marie Borovsky und Herrn Anton Skubec. Sodann erfolgte die Neuwahl des ständigen Ausschusses. Gewählt wurden die Herren: Papa, Dovar und Gottfried Erker. Der Vorsitzende ermunterte den neugewählten Ausschuss, stets ein offenes Auge für die etwaigen Uebelstände und Mängel des Schulwesens des Bezirkes zu haben und dieselben in den Sitzungen, respektive in der nächsten Bezirks-Lehrerkonferenz, zur Sprache zu bringen. Zum Schlüsse erfolgte die Wahl der Vertreter in die diesjährige Landes-Lehrer-konferenz. Als gewählt erschienen: Fr. Papa, Gottfried Erker und Josef Raktelj. — Hiemit war die Tagesordnung erschöpft. Nun stellte Herr Max Ivanetič den Antrag: es seien für die bei der Bezirks-Lehrerkonferenz zu behandelnden Themata die Referenten durch das Los zu bestimmen, daher sollen sämmtliche Themata alle Mitglieder der Konferenz ausarbeiten; — ferner: es sei der Gesundheitspflege in der Volksschule mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Beide Anträge wurden dem ständigen Ausschüsse zur eventuellen Berichterstattung bei der nächsten Bezirks - Lehrerkonferenz zugewiesen. Zum Schlüsse der Konferenz, welcher um 6Vs Uhr abends erfolgte, sprach Fr. Papa dem Vorsitzenden für seine erfolgreiche Mühewaltung, für die erteilten praktischen Ratschläge sowie für das freundliche Wol wollen, womit er die Lehrer stets beglückt, im Namen der Lehrerschaft des Bezirkes den wärmsten Dank aus. P... Zb^a^n.nig'faltig'es. Realgynmasien. Der Minister für Kultus und Unterricht hat hinsichtlich einer Anzahl Realgymnasien, an welchen die für solche Anstalten bestehende Lehrverfassung ihrem Zwecke nicht entspricht, angeordnet, dass künftig unter Beibehaltung des Zeichnens als obligaten Gegenstandes in den übrigen Fächern der für reine Gymnasien vorgeschriebene Lehrplan zu gelten habe. Die betreffenden Realgymnasien sind jene zu Freistadt, Ried, Arnau, Krumau, Mies, Brünn, Ungarisch-Hradisch, Nikolsburg, Freiberg, Walachisck-Meseritsch, Trebitsch, Mährisch-Trübau, Weisskirehen, Villach, R u d o 1 f s w e r t, Gottschee, Radautz, Weidenau, Drohobycz, Kolomea, Wadowice. Aufhebung einer Lehrerbildungsanstalt. Die „Präparandie“ von Pakrac in Slavonien wurde aufgehoben. An derselben schoss die anti-österreichische Agitaziou mächtig in die Hahne. Nun können Direktor und einer der Lehrer in Serbien, für das sie so schwärmten, Bedienstungen suchen, denn solcher Lehrerbildner bedarf Oesterreich-Ungarn nicht. Kuriosum. Unlängst hätte der aus wiener Lehrern bestehende Gesangverein „Schubertbund“ einen Sängerausflug veranstalten sollen, derselbe musste jedoch unterbleiben, da dem Vereine sämmtliche Tenoristen durch die Mobilisierung entzogen wurden. Lehrerinen. Es ist eine in unserem Schulwesen gewiss bemerkenswerte Tatsache, dass schon im Jahre 1876 die Anzahl der Lehrerinen in Zisleithanien mehr als den vierten Teil der männlichen Lehrer betragen hat. So zählte Böhmen in diesem Jahre 1019, Mähren 466, Schlesien 118, Galizien 644, die Bukowina 26, Niederösterreich 1363, Oberösterreich 300, Salzburg 138, Steiermark 634, Kärnten 143, Krain 72 (?), Triest 143, Görz und Gradiška 89, Istrien 82, Tirol 986, Vorarlberg 98 und Dalmazien 92, im ganzen also das zisleithanische Oesterreich 6281 Lehrerinen (?). Instrukzionskurs für Organisten und Gesanglehrer. Aus Wien schreibt man uns: Die Direkzion des wiener Zäzilien-Vereines hat beschlossen, vom 5. bis Ilten August einen Instrukzionskurs für Chorregenten, Organisten und Gesanglehrer in Wien abzuhalten. Der Zweck desselben ist Fortbildung und praktische Befähigung der Chorregenten, Organisten und Gesanglehrer. Der Instrukzionskurs wird daher umfassen: Anleitung zur zweckmässigen Erteilung des Unterrichtes im Choral- und Figural-Gesang, im Violin- und Klavierspiel; b) Anleitung zum Dirigieren; c) praktisches Orgelspiel; d) Orgelbaulehre. Der Kurs beginnt am Montag, 5. August d. J., und schliesst am folgenden Sonntag, 11. August. Diejenigen Herren Chorregenten, Organisten und Gesang-fohrer, welche an diesem Instrukzionskurse teilzunehmen wünschen, hatten sich bis längstens 20. Juli bei der Direkzion des wiener Zäzilien-Vereines, I. Bez., Salvatorgasse Nr. 12, sekriftliick zu melden und werden sich am 5. August daselbst mit Anstellungsdekret einfinden. Die Teilnahme an diesem Instrukzionskurse ist für alle öffentlich angestellten Herren unentgeltlich. (Hospitanten werden gegen Erlag einer Taxe von 10 fl. ö. W. zu allen Vorträgen zugelassen). Diejenigen Herren, welche auf eine billige Wohnung reflek-Heren, mögen sich bei ihrer Ankunft an den Vereinsdiener F. Ullreich, I. Bez., Salvatorgasse 12, wenden. Die wiener Universität zählte im Wintersemester 1877/78 3395 ordentliche und 573 ausserordentliche, im ganzen also 3968 Hörer, welche sich nach Fakultäten folgender-massen verteilen: 157 (darunter 25 ausserordentliche) Hörer der Theologie, 1943 Juristen (199 ausserordentliche), 793 Mediziner (81 ausserordentliche), 938 Philosophen (131 ausserordentliche) und 137 Pharmazeuten. Der Heimat nach gehörten 2906 den jm Reichsrate vertretenen Ländern, 884 den Ländern der Stefanskrone, 178 dem Aus-Unde an. Von den erstem waren 842 Niederösterreicher, 668 Mährer, 465 Böhmen, ^25 Galizier, 135 Schlesier, 128 Oberösterreicher, 79 Krainer, 66 Dalmatiner, 57 Triester, U Steiermärker, 43 Tiroler, 38 Bukowinaer, 37 Istrier, 29 Salzburger, 26 Kärntner, aus Görz und Gradiška, endlich 7 Vorarlberger. Unter den 178 Ausländern waren 'U aus dem deutschen Reiche, 37 aus Rumänien, 26 Italiener, 15 Russen, 9 Serben, ' Schweizer, 5 Türken, 5 Griechen, 4 Franzosen, 4 Amerikaner, 4 Briten,,3 Belgier, j, Spanier und ein Asiate. — Im Sommersemester 1878 wurden an der theologischen l^kultät von 7 ordentlichen und 1 ausserordentlichen Professor sowie 2 Dozenten 19 Kollegin mit wöchentlich 81 Stunden, an der juridischen von 14 ordentlichen und ' ausserordentlichen Professoren sowie 6 Dozenten 49 Kollegin mit IfS'/a Stunden, an fier medizinischen von 22 ordentlichen und 30 ausserordentlichen Professoren, 48 Dozenten und 13 Assistenten 206 Kollegin und Kurse mit 7601/s Stunden, endlich an der Philosophischen Fakultät von 38 ordentlichen und 8 ausserordentlichen Professoren, U Dozenten und 9 Lehrern 191 Kollegin und Kurse, in Summa also von 81 ordentlichen kiul 45 ausserordentlichen Professoren, 80 Dozenten, 13 Assistenten und 9 Lehrern Kollegin und Kurse mit 1599 Stunden per Woche gelesen. Illustrierte Frauen - Zeitung. (Preis vierteljährlich 1 h. 60 kr.) Die neueste Mo den-Nummer (21) enthält: Promenaden-, Gesellschafts-, Strand- oder Reise-Anzüge, Sommerkleider mit Ueberkleidern, Blusen Mantillen und Fichüs; breite Kragen und Uebermanschetten, Bade- und Schwimm-Anzüge nebst Tasche, Mantel, Pantoffel, Kappe, Frottierer, Seifenlappen etc. Anzüge für Knaben und Mädchen, auch Turnanzüge und Hüte. Taufanzug (Schlepp - Tragbettchen), Tragmantel mit Pelerine. Ofenschirm (Bannerform), Arbeitskörbchen, Pinseltasche, Staubtuch, Decke mit Guipüre-Durchbruch und doppelseitigem Stich auf Leinen - Canevas mit verschiedenen einzelnen Figuren, gestrickte und gehäkelte Grundmuster, Borten auf Stoff und Java-Canevas, Bordüren in leichter und Plattstichstickerei, schmale und breite Spitzen und Einsätze in Tülldurchzug etc. etc., mit 86 Abbildungen, einer Beilage mit 17 Schnittmustern, Muster-Vorzeichnungen und Namens-Chiffern in Kreuzstich- und Weisstickerei; ferner ein koloriertes Modenkupfer. — Die neueste Unterhai tun gs-Nummer (22) enthält: Heimatlos. Novelle von Adelheid von Auer. (Schluss.) — Des deutschen Volkes Schatzkästlein und sein Schatzmeister. Von W. Lakowitz. — Wernher. Ein Almengang vor 700 Jahren. Von Karl Stieler. — Aus der Frauenwelt. — Verschiedenes: Literarisches etc. — Wirtschaftliches: Mittagsessen für Juni nach neuer Anordnung. — Briefmappe. — Frauen-Gedenktage. — Ferner folgende Illustrazionen: Ludwig Erk. Von C. Kolb. — Wernher. Vier Zeichnungen von E. Fischer-Cörlin. — Drei Römer-Gläser aus dem 17. Jahrhundert. Zu beziehen durch alle Buchhandlungen und Postämter. Lehrstellen. Im Bereiche des Schulbezirkes Schönstein in Steiermark kommen mit Beginn des Schuljahres 1878/79 nachstehende Lehrerstellen zur definitiven, eventuell provisorischen Besetzung: 1. ) Lehrerstelle an der einklassigen Volksschule in St. Johann am Weinberg» (Post Wöllan), IV. Gehaltsklasse und freie Wohnung; 2. ) Lehrerstelle an der neuerrichteten einklassigen Volksschule in Pleschiwetz (Post Wöllan), III. Gehaltsklasse und freie Wohnung; 3. ) Unterlehrerstelle an der dreiklassigen Volksschule in Wöllan, III. Gehaltsklasse. Bewerber, und bezüglich der Unterlehrerstelle auch Bewerberinen, wollen ihre dokumentierten Gesuche im vorgeschriebenen Dienstwege bis 1. August 1 8 78 bei»1 betreffenden Ortsschulrate einbringen, wobei ausdrücklich bemerkt wird, dass auch Bewerber mit dem Reifezeugnisse berücksichtigt werden. Bezirksschulrat Schönstem, am 11. Juni 1878. Im Bereiche des Schulbezirkes Windischgraz kommen mit Beginn des Schuljahres 1878/79 nachstehende Lehrerstellen zur definitiven, eventuell provisorischen Besetzung : L) Lehrerstelle an der einklassigen Volksschule in Podgorje (Post Windischgraz)) IV. Gehaltsklasse und freie Wohnung; 2. ) Unterlehrerstelle an der zweiklassigen Volksschule in St. Ilgen unter Turißk (Post St. Leonhard bei Windischgraz), III. Gehaltsklasse und freie Wohnung; 3. ) Unterlehrerstelle an der zweiklassigen Volksschule in St. Martin bei TU«' dischgraz (Post Windischgraz), IV. Gehaltsklasse, freie Wohnung und 60 fl. Person»1' Zulage aus dem Ortsschulfonde. Bewerber, und bezüglich der Unterlehrerstellen auch Bewerberinen, wollen ikre dokumentierten Gesuche in vorgeschriebenen Dienstwege bis 1. August 1 8 78 belDl betreffenden Ortsschulrate einbringen, wobei ausdrücklich bemerkt wird, dass auch Be' werber mit dem Reifezeugnisse berücksichtigt werden. Bezirksschulrat Windischgraz, am 11. Juli 1878. Im Bereiche des Schulbezirkes Mahrenberg kommen mit Beginn des Schuljahres 1878/79 nachstehende Lehrerstellen zur definitiven, eventuell provisorischen Besetzung: 1. ) Lehrerstelle an der einklassigen Volksschule in Tresen, IV. Gehaltsklasse und freie Wohnung; 2. ) Lehrerstelle an der vierklassigen Volksschule in Mahrenberg, III. Gehaltsklasse; 3. ) Lehrerstelle an der einklassigen Volksschule in Pernilzen (Post Hohenmauten), III. Gehaltsklasse und freie Wohnung; 4. ) Lehrerstelle an der einklassigen Volksschule in Sobot (Post Hohenmauthen), III. Gehaltsklasse und freie Wohnung; 5. ) Lehrerstelle an der einklassigen Volksschule in Troßn (Post Saldenhofen), IV. Gehaltsklasse und freie Wohnung; 6. ) Unterlehrerselle an der zweiklassigen Volksschule in Hohenmauthen, III. Gehaltsklasse und freie Wohnung; 7. ) Unterlehrerstelle an der vierklassigen Volksschule in Mahrenberg, III. Gehaltsklasse und freie Wohnung; 8. ) Unterlehrerstelle an der dreiklassigen Volksschule in Reifnigg, III. Gehaltsklasse und freie Wohnung. Bewerber, und bezüglich der Unterlehrerstellen auch Bewerberinen, wollen ihre dokumentierten Gesuche im vorgescriebenen Dienstwege bis 1. August 18 78 beim betreffenden Oi'tsschulrate einbringen, wobei ausdrücklich bemerkt wird, dass auch Bewerber mit dem Beifezeugnisse berücksichtigt werden. Bezirksschulrat Mahrenberg, am 11. Juni 1878. IBrled.ig'te I_ielArstellen.. Itraiu. Im Schulbezirke Stein: Lehrerstellen zu Jauchen, Gehalt 450 11 und Wohnung, Egg ob Podpetsch, Gehalt 400 11. und Wohnung, und Obertuchein, Gehalt 400 11. und Wohnung; bis 10. Aug. — Im Schulbezirke Laibach Land; Viorklassigo Volksschule zu Oberlaibach, dritte Lehrstelle, Gehalt 450 11., und vierte Lehrstelle, Gehalt 400 11.; oinklassige Volksschulen zu St. Kanzian und Tschernutsch, Lehrerstellen, Gehalt je 450 fl. und Wohnung; einklassigo Volksschulen zu Kopain und St. Jakob an der Save, Lehrerstollen, Gehalt je 400 fl. und Wohnung; einklassige Volksschule zu Horjul, Gehalt 500 11. und Wohnung; Ortsschulrat der betreffenden Volksschule bis 15. August. — Im Schulbezirke Adelsberg; Einklassigo Volksschule in Ubelako, Lehrorstelle, Gehalt 500 11. und Wohnung; Ortsschulrat daselbst bis Ende Juli. — Im Schulbezirke Tschernembl kommen mit Beginn dos nächsten Schuljahres nachstehende Lehrerposten zu besetzen: 1.) An der einklassigen Volksschule zu Altenmarkt der Lehrorposten mit 500 11. und Naturalquartier; 2.) an den einklassigen Volksschulen zu Freloka und Schweinberg Lehrorposten mit je 45011. und Naturalquartier; 3.) an der vierklassigen Knabenschule zu Tschernembl eine Lehrerstelle mit 50011.; 4.) an der zweiklassigen Volksschule zu Dragatusch die zweite Lohrerstelle mit dem Jahresgehalte von 450 11. Die gehörig dokumentierten Bewerbungsgesuche sind im vorgeschriebenon Woge bis 15. September 1. J. bei den betreffenden Ortsschulräten zu überreichen. — Im Schulbezirke Gottschoo: Neu errichtete zweiklassige Mädchenschule zu Reifniz, zwei Lehrerinstellen, a) 450 fl., b) 400 11. Gehalt» Lehrerstollen an den einklassigen Volksschulen zu Hob (Gehalt 500 11.), Rieg (Gehalt 500 11.), Morobiz (Gehalt 460 11.), Ebenthal, Götteniz, St. Gregor (Gehalt überall 450 11.), Laserbach (zweiklassige Schule, Gehalt 400 11.), zweiklassige Schule zu Altlog (Gehalt 450 11.), mit all den genannten Posten ist auch der Genuss einer Naturalwohnung verbunden; ferner an der vierklassigen Knabenschule zu Gottschee, Lehrerstolle, Gehalt 400 11., zweiklassige Mädchenschule zu Gottschee, Lehrerinstelle, Gehalt 500 fl., eventuell im Vorrückungsfalle 400 fl., vierklassige Knabenschule zu Reifniz, zwei Lehrerstellen, Gehalt je 400 11.; sämmtlicho bei den betreffenden Ortsschulräten bis 20. August. — Bürgerschullehrerstellen zu Gnrkfeld (sieh unsere letzte Nummer). — Im Bezirke Gurkfeld: Lehrerstellen an den einklassigen Schulen zu Grossdolina (Gehalt 500 11.), Jesseniz (Gehalt 450 11.), Johannisthal (Gehalt 500 11.), St. Georgen unterm Kumborgo (Gehalt 40011.), Naturalquartiere; sämmtliche bei den betreffenden Ortsschulräten bis 5. August. — Im Schulbezirke Littai: Lehrerstellen zu Obergurk (Gehalt 450 11.), Schalua (Gehalt 400 11.), zweite Lohrorstello au der dreiklassigen Volksschule zu Weixelburg, Gehalt 500 fl., die dritte Lehrer-, eventuell Lehrerinstelle daselbst, Gehalt 400 fl.; Oberlehrerstelle an der vier Massigen Schule zu St. Martin bei Littai, Gehalt 600 fl., Funkzionszulage 100 11., und die dritte Lehrerstelle daselbst, Gehalt 450 fl.; sämmtliche bei.den betreffenden Ortsschulräten bis 30. August. — Lehrer-steilen im Bezirke Loitsch, sieh Konkursausschreibung. — Im Schulbezirke Badmannsdorf; Lehrerstellon zu Dobrava bei Kropp (Gehalt 450 fl.), Mltterdorf in der Wochein (Gehalt 450 fl.), Obergörjach (Gehalt 450 fl ), Asp (Gehalt 400 fl.). Karnrrvellach (Gehalt 450 fl., Zulage 50 fl.), Kronau (Gehalt 450 fl. und Stiftungsertrag von 50 fl.) und Ratschach (Gehalt 400 9.), überall Naturalquartier; bei den betreffenden Ortsschulräten bis 1. September. Küstenland. An der k. k. achtklassigen Knabeubürgerschulo mit deutscher Unterrichtssprache zu Triest sind mit Beginn des Schuljahres 1878/79 eine Lehrstelle für die mathematisch-technischen Fächer und vier Unterlehrerstellen zu besetzen. Mit diesen Stellen sind die für die entsprechenden Stellen an den k. k. Uebungsschnlen gesetzlich normierten Bezüge verbunden. Gesuche sind im Wege der Vorgesetzten Behörde bis zum 5. August an die k. k. Statthalterei in Triest zu leiten. Unter den Bewerbern erhalten jene den Vorzug, welche die Befähigung nachweisen, die italienische oder die slovenische Sprache als Gegenstand zu lehren. — An der achtklassigen k. k. Mädchenschule in Triest mit deutscher Unterrichtssprache sind mit Beginn des Schuljahres 1878/79 zu besetzen: eine Lehrstelle für die naturwissenschaftlichen Fächer, eine Lehrstelle für mathematisch-technische Fächer, zwei Untorlehrerinenstellen. Mit denselben sind die für die entsprechenden Stellen an den k. k. Uobungssehulen gesetzlich normierten Bezüge verbunden. Gesuche sind im Wege der Vorgesetzten Behörde bis zum 5. August an die k. k. Statthalterei zu Triest zu leiten. Unter den Bewerberinen erhalten jene den Vorzug, welche die Befähigung nachweisen, die italienische oder die slovenische Sprache als Gegenstand zu lehren. Steiei-mark. Ausser den vorstehend angegebenen Posten sind noch zu besetzen: Drei-klassige Volksschule zu St. Marein am Pickelbache (Bezirk Umgebung Graz), Oborlekrerstelle, Bezüge nach der vierten Gehaltsklasse, Wohnung, Grundstücke; Ortsschulrat daselbst bis 20. August. — Vier-klassige Volksschule zu Krieglach (Bezirk Kindberg), Oberlehrerstelle, Gehalt 700 fl., Wohnung; Orts-schulrat daselbst bis 28. Juli. — Unterlehrerstellen zu St. Andrä-Sausal, Gabersdorf, Gamlifz) Heimschuh, Kizek und St. Nikolai-Drassling (alle im Bezirke Leibnitz), Unterlohrerstellon, Gehalt je 440 fl, Wohnung; ferner Lehrerstelle an der dreiklassigen Volksschule zu Strass, Gehalt 700 fl.; alle bei den betreffenden Ortsschulräten bis 1. August. — Im Schulbezirke Deutschlandsberg: Lehrerstellon zu Glashütte und Gressenberg, Gehalt jo 600 fl., und Untorlohrerstellen zu Deutsohlandsberg (zweite Gehaltsklasse), Wettmannstätten und Lassnitz-Zeiering (Bezüge nach der vierten Gehaltsklasse); bei den betreffenden Ortsschulräten bis 10. August. Lehrerstellen. Im Schulbezirke Loitsch sind nachstehend angeführte Lehrerstellen mit Beginn des nächsten Schuljahres zu besetzen: An der vierklassigen Volksschule in Altenmarkt zwei Lehrerstellen mit je 400 fl. Jahresgehalt nebst Wohnung; an der dreiklassigen Volksschule in Sairach zwei Lehrerstellen mit je 400 fl. Jahresgehalt nebst Wohnung, Küche und Keller; an der zweiklassigen Volksschule in Zirkniz die zweite Lehrerstelle mit 400 fl. Jahresgehalt; an der zweiklassigen Volksschule in Loitsch die zweite Lehrerstelle mit 450 fl. Jahresgehalt nebst Wohnung und Küche, und an der einklassigen Volksschule in Schwarzenberg die Lehrerstelle mit 450 fl. Jahresgehalt, mit Naturalwohnung im Schulhause. Gesuche um diese Stellen sind von bereits im öffentlichen Dienste Stehenden im vorgeschriebenen Dienstwege, von anderen im Wege der Vorgesetzten politischen Bezirksbehörde hinnen sechs Wochen bei dem betreffenden Ortsschulrate zu überreichen. Als Bewerber für die Stellen an den mehrklassigen Volksschulen, mit Ausnahme jener in Loitsch, werden auch weibliche Lehrkräfte zugelassen. K. k. Bezirksschulrat Loitsch, am G. Juli 1878. Für den k. k. Bezirkskauptmann als Vorsitzenden: Merk m. p. _______ Für die Eodakzion verantwortlich: Job. Sima, Polanastrasse Nr. 35 (alt 29). Verlegt und hcrausgegobeu vom „kraiu. Landos-Lekrerverein.“ — Druck von Kleinmayr & Bamkorg, Laiback.