EINZELPREIS! fwrhwrtagi If Kpl A m S«imtiig-S«uiUg U Rpl ünatburgtt 3ntnng Amtliches Organ des Steirlsehen Heimatbundes y^ag und Schriltlfltwf: MirbiuK t. i. Drau, BadfasM Nr. 6» Ptmnifi 25^(, crschtint wOcbfntUcb stdumil •!• Morgenzeituog (mtt Ausntlime der Sioa»* uod 35^, 25^ Ab 18J0 Uhf tot Bit Uchrlftleitung nur lufl Ftmrut Nr. 28-€l F«iertagf), Bezug«prftit (im voraus «ablbar) monatiich KM 2.10 eina^. t^itg«* trreicbbar. ^ UnvttrUuigtt Zutcbriftea warden nicht rOcIcgViRndt Bei oUhr: bei Lieferung im Streifband zuzOgl. Porto: bei Abholen in der UeflchlftssteUe Anfragen tot das KOcIcporto btlzuicgtn. — Poittcheci(konto Wien Nr. S4.608. KM i—. AUreich durch Po9t monatlich RM ZIO luzOgl 30 Rpt. Zuitellgebflhr 3tr. 240 !ntari^ur0'2>rau, Sreftao, 28. ^ugufl 1942 d2.3oOroang Wichtige Höhen im Kauliasus erobert Irblttwt« behchawlillieh» Sittn* g«g«ii dtn Angrlff*k*ll w*«tiich Stalingrad b*l hehan Falnd-variuttan abgawlMan—All« towjatangriffa bal KalHgSi Rtehaw und Madyn lurilckgaichlagan Führerhauptquartier, 27. August Das ObsrkommMUlo dtr Wthrmacht gibt bekanntt Im Kaukasus wurden dem zäh kämpfenden Gegner in fortschreitendem Angriff wichtige HOhenstellungen entrissen. Westlich Stalingrad führte der Feind erbitterte Gegenangriffe gegen den deutschen weit vorgestoßenen Angriffskell. Der Gegner wurde unter starkem Einsatz der Luftwaffe mit flohen Verlusten abgewiesen; dabei wurden 40 Panzer vernichtet. SfidwestUch Kaluga und bei Rschew erneuerte der Feind seine Angriffe, alle An* griffe wurden zum Teil Im QegenstoB ab« geschlagen. Nordwestlich Med^ warf ein eigener Gegenangriff den Feind auf seine Ausgangsstellung zurück. Vor Lenin»ad örtliche Kampftätigkeit. Bei einem sFoOtruppuntemehmen wurden 40 feindliche Kampfstände zerstört. Jäger und Flakartillerie brachten am 25. und 26. August 153 Sowjetflugzeuge zum Atraturz. Vier weitere wurden am Boden zerstört. Neun eigene Plugzeuge sind vom Flug gegen den Feind nicht zurückgekehrt fn Ägypten lebhafte beiderseitige Spähtrupp- und ArtillerletäMgkelt. Leichte deutsche Kampfflugzeuge griffen Kraft« fahrzeugansammlungen und Artltlerlestel-lu^en der Briten mit guter Wirkung an. Einzelne britische Flugzeuge flogen gestern nach West- und Nordwestdeutschland ein. In der Nacht führten einzelne Sowjetbomber militärisch bedeutungslose iiiiiiiHiniiiniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiuiiiiniimiuniiiiin nie mlraglnre Nrd* Wuhlngton fibcr dit erntit ScMttahiti-läge Qenf, 27. August. In einem Sonderlcorregpondenten-Be-richt des }>l>aily Herald« aus Washlng* ton heißt «s u, a.: Man sei nach wie vor in zuständigen Kreisen der USA-Hauptstadt der Ansicht, daß die Lage der »Alliierten« im Seekrieg sehr ernst sei. Es würden dsshalb mit Recht in den Vereinigten Staaten bereits Stimmen laut, die erklärten, Ende dieses Jahres werde, wenn nicht ein Wunder geachche, die Schiffahrtskrise bei weitem größer sein al« im vergangenen Jahr, Trotz allen falschen optimistischen Feststellungen müsse man der nüchternen Tatsache Ins Auge sehen, daß bisher im ganzen genommen noch Immer die Schiffsversenkungen die Zahl der Schiffsneubauten überwiegen. Der ganze Umfang der in der Schiffsraumnot liegenden Gefahr verdeutliche sich aber einem erst dann, wenn man bedenke, daß die Transportaufgaben Englands und der Vereinigten Staaten während der letzten Monate nicht etwa geringer, sondern bei« weitem größer geworden seien. Vor allem riefen der Pazifik und die UdSSR nach immer mehr Tanks und Munition» so daß auf der vorhandenen Handelsflotte eine für die Dauer untragbare Bürde laste. Die USA könnten mit dem verbliebenen Frachtraum nur noch wichtigstes Kriegsmaterial transportieren und keinerlei Waren für den täglichen Bedarf der Bevölkerung. KominDnislischs PrinsB in Ennlaiid Stockholm, 27. August. Nach der Aufhebung des Verbots der kommunistischen Zeitung »Daily Wor-kcr« wurde, wie der Londoner Nachrichtendienst berichtet, auch die kommunistische Zeitschrift »The Weck« ebenfalls wieder zur Veröffentlichung freigegeben. Churchill muß also Schritt für Schritt vor dem Druck dr Straße zurückweichen. Flüge üt^ Ostdeutschland durch. Durch planlos abgeworfene Spreng- und Brandbomben entstanden nur geringe Schäden. Tag- und Nachtangriffe der Luftwaffe vemrsachttn in kriegswichtigen Anlagen Süd- und Südostenglands Zerstörungen und ausgedehnte Brände. In'den Morgenstunden des 27. August kam es Im Kanal zwischen zwei deutschen und sechs britischen Schnellbooten zu einem kurzen Gefecht, in dessen Verlauf mehrere feindliche Boote beschädigt wurden. Coldiesler boBlirdierl BerHn, 27. August Wie das Obertoommando der Wehr« macht mitteilt, griffen Im Laufe der vergangenen Nacht deutsche Kampfflugzeuge Industriewerkia und wehrwirt« schaftliche Anlagen der Stadt Colchester, 80 Kilometer nordostwärts London, an, Spreng- und Brandbomben verursachten ausgedehnte Brände in verschiedenen Stadtteilen. Außerdem wurde eine Fa-briikanlage nordwestlich Dover uid eine kleine Hafenstadt an der Ostkuste Englands mit Bomben belegt. 25 000 Fatndflüge aflnes Qescliwaders Ein Kampfgeschwader, das sich an allen Fronten, besoncikrs'bei Tag- und Nachtangriffen auf die britische Insel durch hohe Einsatzfreudigkeit auszeichnete, führte in diesen Tagen seinen 25 000. Freindfiug durch. Das Jetzt an der Ostfront eingesetzte Geschwader erzielte mit seinen Ju-88-Kampfflugzeugen hervorragende Erfolge gegen den bolschewistischen Nachsohub-verkehr und vernichtete über 800 Eisenbahnzüge und 30 Panzerzüge. Insgesamt warfen die Flugzeuge des Geschwaders In den 25 000 Einsätzen rund 30 Millio-nen Kilo Bomben auf Feindziele aller Art. Fünf Angehörige des Qeschwaders wurden für ihre hol>3n kämpferischen Leistungen mit dem Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ausgezeichnet. Traffar In britische BeralUtalluiigsii In den Vormittagsstunden des Mittwoch bombardierten an d'2r ägyptischen Front leichte deutsche Kampfflugzeuge Kraftfahrzeugansammlungen und Batte-riestellungen der Briten nördlich und südlich der Wüstenbahnstation EI Ala-mein. Bombentreffer schweren Kalibers wurden in dsn befohlenen Zielräumen beobachtet. Gegen 1320 Uhr waren feind liehe Batterien im Raum von El Alamein Bombenwürfen leichter deutscher Kampfflugzeuge ausgesetzt. Nach Einschlägen ihmitten der Artilleriestellunp^n stellten mehrere britische Flakgeschütze ihr Feuer ein. Zweite Seesclilaclil bei den Salonon-Insein V^rttürkiing^ii dar USA-Marin« unt«r schwaran V«riuttm d«r Amsrlkan^r lurUckgawUsan Totlrio, 27, August Das kaheHkbe Hatifutquartler gab «m Donnarsiaf, 18 Uhr, Mannt, dsB )ai»« nJscha FbHaneinliaiteii an der Ozean-kttsto dar Salomoa-Inseln am 24. August Varstärkungan dar USA-Marlm zum Kampl gestellt haben. Einheiten der kal-sarüchen LuHwaffe grlflen sofort an, brachten dem' Fehide schwere Verhi^te bef und wiesen Ihn zurück. Die Hs sum 27. August erzielten Er« gebnisse sind folgende: 1. Ein großer Fkigzeugträger neuen Baumit&ters Ist schwer beschädigt. 2. Ein zweiter Fhigzeugträger mittlerer QröBe Ist ba&cliädlgt, 3. Ein Schlachtschiff der PennsyfvanJa-Klasse erhielt Besohädigungao. Die japanischen Verluste sind folgende: Ein Zerstörer verlorengegangen und ein kleinerar Flugzeugträger beschädigt. Wie bekanntgegeben wird, soll die»2s Gefecht die amtliche Bezeichnung »Die zweite Seeschlacht bei den Salomon-Inseiln« führen. ..lapaa sdiHgt nrfift" Verschiedene Meldungen aus Newyork deuten darauf hin, daß man dabei Ist, die amerikanische Öffentlichkeit allmählich^ auf einen etwaigen Verlust der mit schweren Opfern auf den Salomon-Inseln errungenen »Eroberungen« voriubereiten. So erklärte der militärische Mitarbeiter der »New York Herald Tribüne« Major Elliot in einem Artikel: Die dringende Notwendigkeit für Japan, »das Gesicht zu wahren«, und die Bedrohung seiner Verbindungslinien könnte es vielleicht zum Versuch veranlassen, die Alliierten aus dem eroberten Gebiet wieder herauszuwerfen. Unter der Überschrift »Japan schlägt zurück« bringt »New Yoxk Times« einen Aitikel zur Lage im südlichen Stillen Oiean. Japan habe große Streitkräfte zur mals die Salomon-Inseln aufgeben und keine Opfer scheuen, die verlorenen Ge biete wieder zu erobern. Am 7. d. M. hatten bekanntliah starke amerikanische und britische Seestreitkräfte einen Vorstoß gegen die Salomon-Inseln unternommen, um dort Truppen zu landen, was ihnen auch zum Teil gelang. Die Japaner versenkten damals in mehrtägiger Seeschlacht 13 Kreuzer, 9 Zerstörer, 3 U-Boote und 10 Transporter •und jagten den vielfach l>eschädigten Rest der feindlichen Flotte in die Flucht. Die an unbewohnter Küste gelandeten, fedenfalls nicht sehr erhebliclien Truppenkontingente mußten sich selbst überlassen bleiben. Das nennt nun die USA-Presse stolz »Eroberungen«. Tokio aber erklärte seinerzeit, es werd« über seine militärischen Maßnahmen auf den Salo-mon-lnscln erst berichten, wenn dort der letzte amerikanische Soldat gekllen odtfr gefangen sei. Nun haben die USA 'ihren verlassenen Soldaten jedenfalls Hilfe bringen, sie vielleicht auch nur wieder einschiffen und zurücktransportieren wollen. Dieser vergebliche Versuch lat Ihnen, wie die heutige Meldung aus Tokio be sagt, teuer genug zu stehen gekommen. Wieder japaiiscbe landiing anf Nen-flnliwa Reuter muß in einem amtlichen Bericht des »alliierten« Hauptquartiers im Südwestpazifik eine neue japanische Landung auf Neuguinea zugeben. Trotz heftigen Widerstandes der eigenen Luftstreitkräfte sei es den Japanern während der Nach gelungen, in der Milne-Bucht Bodentruppen zu landen, die von einem Geleitzug herangebracht worden waren. Die »alliierten« Flieger hätten »unter den denkbar ungünstigsten Wetterverhältnissen« operieren müssen. Die Milne-Bucht liegt im äußersten Gagenoffensive eingesetzt. Ea werde nie- Osten von Neuguinea. Lllwinows Strategie StuUnui StatthytAr In den USA Das Bündnis Englands und der Vereinigten Staaten mit dem Bolschewismus ist eine Zweckehe mit allen Begleiterschei» nungen, die solchen Verbindungen Im zivilen wie im politischen Leben anzuhaften jflegen. Klar war vor allem für jeden Briten und Nordamerikaner; sie sahen in der Sowjetunion ein imponierend großes Reservoir von Kanonenfutter, das aus einer Volkszahl geschöpft werden konnte, die genau so groß war wie die Großbritanniens und der Vereinigten Staaten zusammengenommen. Diese kühle Rechnung des kleinen Mannes der Straße war auch, das fühlte er, die gleiche, die die Regierungen in London und Washington aufstellten. Diese Rechnung barg entscheidende Fehler. Was militärisch zweifellos eine Entlastung war, war politisch ein Sprung ins Ungewisse, denn man mußte wissen, daß Stalin kein Phantast, sondern ebenfalls ein eiskalter Rechner ist. Er ist bezeichnenderweise in den Hauptstädten durch Juden vertreten — so Maisky In London, Litwinow in Nyashington — und beide Juden kannten Ihren Herrn sehr genau. Ihre Botschaftsgebäude, bis dahin gemieden, wurden nun ganz offen Agitationszentralen des Bolschewismus in England und in den USA und die Befehlsstellen Stalins. Weder die britische noch die amerikanische Regierung vermochte dem Treiben Malskys und Litwinows Einhalt zu gebieten, ohne schwerste Rückwirkungen befürchten zu müssen. Sie waren gezwungen, gute Miene zum bösen Spiel zu machen. Die Folgen sollten sich sehr bald zeigen. In London sammelten sich vor kurzem 100 000 Menschen mit roten Fahnen auf dem Trafalgarplatz, umiFür Moskau zu demonstrieren, und nach Churchills Kniefatl in Moskau wird die bolschewistische Agitation immer umfangreicher und offener; die Vereinigten Staaten werden Tag für Tag überschwemmt mit bolschewistischem Agitationsmaterial, das seinen geistigen Ursprung in der Sowjetbotschaft in Washington hat. Ein hochinteressantes Dokument für diese Wühlarbeit liegt vor uns. Es hat einen nordamerikanischen Journalisten, Mil-ton Meyer, zum Verfasser und den Sowjetbotschafter Litwinow zum Gegenstand. Die Wirksamkeit der Darstellung Milton Meyers, der sich möglicherweise durch die gleiche Rassenzugehörigkeit dem Sowjetjuden besonders nahe verbunden fühlt, wird dadurch erhöht, daß der Reklame» aufsatz über Litwinow — den die »Baltimore Sunday Sun« kürzlich brachte und der bezeichnenderweise von der Zeitschrift »Reader's Digest«, die immer eine Auswahl Ihr wichtig erscheinender Aufsätze von anderen Zeitschriften und Zeitungen bringt, übernommen wurde •— auch negative Dinge über den Juden bringt, die ihn bei dem sensationshungrigen amerikanischen Massenpublikum aber um so »interessanter« machen. Milton Meyer überschreibt seinen Aufsatz »Kleiner Papa Litwinow« und führt zur Begründung dieses Titels an: »Vor langer Zelt gab Lenin dem Litwinow den Spitznamen »Papasha«, was kleiner Papa heißt. Der Name Litwinow is tein Pseudonym, das angenommen wurde, um die zaristische Polizei irrezuführen. Er wurde als Moses Wallach geboren, Sohn eines Bankangestellten.« Der Bankraub In Tiflls, jenes Banditenstück von 1907, das Stalin und Litwinow zu Urhebern hat, dient Milton Meyer zu folgender Bemerkung: »Das biedere Äußere des »kleinen Papa« verbirgt ein rücksichtsloses Gemüt, in einem unglücklichen Jahrhundert blutigster Stürme hat er sich als höchst dauerhaft erwiesen. Obwohl er einem Lande dient, in dem das Leben leitender Männer notorisch kurz »Marburger Zeffung« 28. August 1§42 Nummer. 24C ist, ist er fast beständig in einem oder dem anderen Regierungssattel gewesen, und zwar .25 Jahre hindurch.« Dem »rUclssichtslosen Gemüt« war nach dem Tifliser Gan^terstück der russische Boden doch zu heiß. Er floh nach Frankreich, wo er verhaftet und ausgewiesen wurde. Der amerikanische Journalist fährt fort: >1908 ging er nach England, wo er einige Jahre lang als Angestellter irf einer Verlagsfirma arbeitete. Er lernte fließend Englisch, und im Jahre 1916 heiratete er Ivy Low, die Tochter eines bekannten britischen Journalisten. Während dieser Zeit hielt Litwinow seine Beziehungen zu den Kreisen der Unterwelt aufrecht. Am Tage nach dem Falle Petersburgs wurde Litwinow durch Trotzki zum Botschafter in England ernannt; aber sein Beglaubigungsschreiben wurde ungeöffnet zurückgegeben mit der Erklärung, daß Seine Majestät noch den Botschafter des ermordeten Zaren anerkenne. Nach dieser Zurückweisung begab sich Litwinow nach dem radikalen Nottingham tmd erklärte auf einer Versammlung der Gewerkstchaf-len, daß »die russische Revolution ergänzt werden würde durch eine Revolution, so hoffen wir, auch noch sonst irgendwo«. Er wurde wegen dieser Anspielung auf Englands Zukunft in das Brixton-Gefäng-nis eingeliefert, und zehn Tage später wurde er nach Moskau deportiert,« Die Hoffnungen des Sowjetjuden haben sich lange nicht erfüllt, aber er dürfte äußerst zufrieden sein mit dem, was der Bolschewismus im England Winston Churchills nun in kürzester Zeit bereits an Boden gewonnen hat. Warum Stalin gerade Litwinow vor der »Liquidierung« bewahrt hat, der doch fast die ganze erste Garnitur der Bolschewistenhäuptlinge erlegen ist, dafür gibt Milton Meyer eine Begründung, die auf die vorübergehende Kaltstellung Litwinows nach dem Vertrag Stalins mit Deutschland im August 1939 ein bemerkenswertes Licht wirft: »,Pa-pasha' ist einer der wenigen alten Bol-schewisten, die noch am Leben sind. Die meisten seiner früheren Kameraden sind tot. Während der Massenhinrichtungen von 1937-38 wurden alle seine Mitarbeiter außer zweien — Botschafter, Adjutanten, Sachverständige — eingekerkert, ins Exil geschickt oder getötet. Litwinow blieb. Wahrscheinlich ist sein fanatischer Haß gegen den Faschismus mehr als alles andere, was ihn durch alle Wechselfälle des öffentlichen Lebens in der Sowjetunion hindurchgetragen hat.« Der amerikanische Journalist erinnert daran, daß es ausgerechnet Litwinow war, der 1923 dem USA-Außenminister Hughes mitteilte, der Kreml sei bereit, über die Anerkennung der Sowjetunion durch die USA in Verhandlungen einzutreten. Damals antwortete Hughes: ^Es besteht keine Notwendigkeit, für derlei Verhandlungen«. Der gleiche Mann, der diese Abfuhr erlitt, sitzt heute in Washington, und 1942 muß ein USA-Journalist von ihm schreiben: >>,Papashas' Aufgabe ist es heute, als Stalins Sprecher zu fungieren, um mit Roosevelt und Churchill die große Strategie der .Vereinigten Nationen* auszuarbeiten.« Die »große Strategie« besteht zwar im wesentlichen darin, daß Litwinow in regelmäßigen Abständen Roosevelt an die großmäuligen Hilfsversprechen erinnert; aber der Sowjetjude hat noch eine andere Strategie zu bewältigen, nämlich nach cin?leitlichem und großangelgtem Plan die Bolschewisierung der Vereinigten Staaten vorzubereiten. Und diese Saat wird zu üppigem Wuchern kommen, wenn das USA-Volk erkannt haben wird, daß es von dem Narren im Weißen Haus in einen Krieg gestürzt worden ist, den es mit seinem Blut und seiner Arbeitskraft zugunsten jüdischer und freimaurerischer Kriegsgewinnler zu bezahlen hat. Dr. Hö. Neue Ritterkrenzfrliger Berlin, 27. August Der Führer verlieh das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Unteroffizier Friedrich Klose, Geschützführer in einer Panzer jägerkotnpanie eines Infanterieregiments. Geschützführer Klose zeichnete sich in mittleren Abschnitt der Ostfront aus. Beim Angriff von 50 feindiichen Panzern schoß er 13 Kampfwagen ab, zwang durch diesen Erfolg die anderen Panzer zum Abdrehen und vereitelte so einen Durch-bruchsversuch der Bolschewisten. Der Führer verlieh ferner auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Luftwaffe, Reichsmarschall Göring, das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Major Hans Keppler, Gruppenkommandeur in einem Kampfgeschwader und an Leutnant Josef Menapace. Staffelkapitän in einem Schlachtgeschwader. England will endlich gute Rriegsnacliilcliten D«r „trivial* Klatsch um Churchill und ««In« Meskauar Ralta" Intaranlart nicht Genf, 27. August Stimn>en der »Times« und des »Daily Heraldc vom Mittwoch zeigen deutlich, daß die englische Bevölkerung mit den rauschenden Agitationsmätzchen um Churchill nicht einverstanckn ist. So kommt die »Times«, die bisher von Churchills Moskauer Reise ganz begeistert schrieb, auf einmal zu der Feststellung, daß Kriege nicht durch Besprechungen oder Erklärungen gewonnen wurden. Jetzt könne auch nur d^s prompteste materielle Unterstützung den Sowjets im Kaukasus und an der Stalingra-der Front helfen. Die militärische Lage, die Churchill nach seiner Rückkehr aus Moskau vorgefunden habe, sei bestimmt nicht weniger beunruhig^snd als zur Zeit seiner Abreise. Weder die »Generalprobe mit Kostüm« von Dieppe noch die britischen Luftangriffe auf Westdeutschland hätten in der englischen Bevölkerung die Befürchtung bes»2itigen können, daß Großbritanniens Streitkräfte auch zu dem Zeitpunkt unzulänglich seien, in dem Englands sowjetisclier Verbündeter seiner schwersten Krise gegenüberstehe. Den Deutschen sei es gelungen, in breiter Front über den Don zu setzen und auf dem Ostufer weiter vorzudringen.' Unter Hinweis auf diese Kriegslage fährt das Blatt dann fort; Churchill habe jetzt noch andere als rein militärische Probleme zu lös»2n. nämlich die, die sich an der britischen Heimatfront von Tag zu Tag mit größerer Schärfe stellten. Ihre iiiiiiiiiiiHiiiiiiiiiiiiiiiHiiiiiiiiiHiimiiiitiiiiiiiiiiiiimimiiiiiiiiiiiiiiiininnniiiniiiHiiiniiiiiiiiiiniiiininiiifHmuniiHiniiiiiiinmtiiiimifin Tag der Trauer in Ungarn Di# BeisetiungsfeierKchiceiten fUr den gefallenen Stellvertrefer des Reichsverweters Lösung sei nicht mithier wichtig. Versäume man die Lösung, dann leidet zweifellos die nationale Kriegsanstrenguns: schwer. »Daily Herald« wird noch deutlicher. Der Informationsminister und mit ihm das ganze Kabinett, so schreibt das Blatt, sollten allmählich gemerkt haben, daß der Geschmack der britischen Öffentlichkeit nicht mC'hr auf »trivialen Klatsch um Churchill und seine Moskauer Reise« eingestellt sei. Das Volk wolle gute Kriegsnachrichten, doch lasse man CS offensichtlich mit seinem Apijetit ver-hundern. Taten, nicht Worte, das sei das Schlagwort der Stunde. Churchill habe Roosevelt zwei- und Stalin eirnna! besucht, er sei in Kairo und in Teheran gewesen. Jedes Mal habe man von einem historischen Besuch geredet. Mit diesem Geschwätz von historischen Taten Chur-chils mache man sich allmählich lächerlich. Abschließend verlangt das Blatt eine gleichmäßige Verteilung der Kriegslasten und Ausmerzung der »geschäftsltichti-gen Hände«, die die KriegsanStrcngun-gen des Volkes sabotiere«. . „TerkehnsfOnmB" Iwi Onnlillli RNdnlr Stockholm, ^7. August Der Londoner Vertreter des- Stockholmer »Aftonbladet«. enthüllt, was die offiziellen englischen JKibeiberichte zu Churchills Rückkehr nach London verschwie- Budapest, 27, August. , Die Beisetzungsfeierlichkeiten des an der Ostfront gefallenen Stellvertreters des ■ Reichsverwesers des Königreiches Un-' garn, Stephan von Horthy, fanden heute ; vormittags statt. i Die mächtige Halle des Kuppelsaales! des ungarischen Parlaments hat tiefen | Trauerschmuck angelegt. Der Sarg mit| den sterblichen Überresten des großen; Toten der ungarischen Nation steht auf j hohem Katafalk, im Vordergrund liegen der Kranz des Führers, den Reichsaußen-! minister von Ribbentrop niedergelegt hat, und der Kranz des Duce. Zu beiden Seiten des Katafalks halten Gardisten der Leibwache in historischer Uniform Totenwache. Die Feier beginnt. Alles erhebt sich. Der Reichsverweser betritt mit seiner Gemahlin und der Witwe des Verstorbenen den Kuppelsaal, wo er vom Ministerprä-, sidenten von Kailay empfangen wird und rechts vor der Bahre Platz nimmt. Hinter dem Reichsverweser und der trauernden Familie sitzen die Vertreter der ausländischen Staatsoberhäupter, Reichsaußenminister von Ribbentrop als Vertreter des Führers, der italienische Außenminister Graf Ciano, der Vertreter des Tenno Gesandter Okubo, der bulgarische Kriegsminister Michoff, der kroatische Innenminister Artukowitsch und der finnische Gesandte Vourimaa. Chor und Orchester des königlich ungarischen Opernhauses sorgen für die musikalische Umrahmung der Feierlichkeiten. Unter den KlÄngen des Trauermarsches aus der »Götterdämmerung« werden Sarg und Kränze über die breite Treppe, vorbei am Spalier der Parlamentswache, auf den Vorplatz getragen, wo der Sarg auf eine Lafette gesetzt und mit der ungarischen Nationalfahne bedeckt wird. Eine Schwadron berittener Polizei, die berittene Leibwache, eine Reiterschwadron und weitere Formationen der Honved führen den Trauerkondukt an. Hinter der Lafette schreitet der Reichsverweser mit seiner Gemahlin und der trauernden Witwe. Ihnen folgen die Vertreter der ausländischen Staatsoberhäupter, von deutscher Seite Außenminister von Ribbentrop als Vertreter des Führers. Es schließen sich an: der königlich ungarische Ministerpräsident von Kailay mit den Präsidenten beider Häuser des ungarischen Reichstags, danach die deutsche Delegation mit dem Chef des Oberkomhiandos der Wehrmacht, Generalfeldmarschall Keitel. Der Zug bewegt sich durch ein dichtes Spalier der ungarischen Bevölkerung, die gekommen ist, um Abschied zu nehmen von dem Mann, den sie durch ihr Vertrauen auf den zweithöchsten Posten im ungarischen Staat berufen hatte. Vom Budapester Westabhnhof wurde der Sarg auf das Gut der Familie von Horthy, nach Kenderes, gebracht, wo er in der Fainaliengruft beigesezt wird. Einkesselung sUwesOich Stilingnil Statka Falndfciüfta durch aina Paniardtvlsion umfasst Boltchawlttan staNtan am untaran Kiiban Mira Angriffa ain Verbindungen ab. Beim Ausräumen des so entstandenen Kessels hatten die Bolschewisten, die bis zuletzt auszubrechen versuchten, 5^hr schwere Verluste. Rund 2000 Gefangene und zahlreiche Waffen ^fielen in deutche Hand. In der Meerenge von Kertsch versuchten die Bolschewisten mit mehreren Schiffen, die mit Flüchtlingen und Material aus den von ihrem Hinterland abgeschnittenen feindlichen Stützpunkten an der Ostküste des Asowschen Meeres beladen waren, die Durchfahrt zu erzwingen. Durch Volltreffer der deutschen Küsten- und Flakartillerie wurden fünf Schiffe in Brand ffsschossen und ein weiteres schwer beschädigt. Südlich des unteren Kuban, wo Zerstörerflugzeuge die Bolschewisten durch fortgesetzte Luftangriffe nicht zur Ruhe kommen ließen,' stellten die Bolschewisten infoilge der an den Vortagen eriitte-nen hohen Verluste ihre Gegenangriffe gegen die vordringenden deutschen und verbündeten Trupipen ein. Berlin, 27. August Zu den gemeldeten Kämpfen im Süden der Ostfront teilt das Oberkommando der Wehrmacht noch folgende Ergänzungen mit: Südwestlich Stalingrad gelang es in diesen Tagen einer deutschen Panzerdivision, nach Überwinden starker, in einem tiefeingeschnittcnen Bachlauf gelegener Bunkerstellungen in die Flanke der ^Ischewisten einzudringen. Unsere Panzerabteilung und Panzergrenadiere stießen untsr persönlicher Führung ihres Divisionskommandeurs 40 Kilometer tief in den Rücken der feindlichen Stellungen. Beim Angriff mußte ein völlig deckungsloses Steppengelände, das mit zahlreichen Bunkern, eing»2grabenen Panzern und Zehntausenden von Minen befestigt war, überwunden werden. In Ausnutzung ihres Erfolges stellten die Panzerverbände die Verbindung mit einer Infanteriedivision her und schnitten damit stärkere bolschewistische Kräfte von ihren gen Hatten: daß er die zu seiner Begrüßung aufgebauten Kabinettsmitglieder und sonstigen Statisten mehrere Stunden warten ließ, und zwar wegen eines unerwarteten Zwischenfalles. Churchills Maschine sollte nämlich in Croydon landen, und zwar gegen neun Uhr abends, aber es fanden gerade mehrere deutsche Luftangriffe gegen Süd- und Südostengland statt, und die Piloten des britischen Ministerpräsidenten sahen sich zu einem beträchtlichen Umweg sowie zur Landung auf einem weit entfernten Platz gezwungen. Churchill traf daher erst gegen Mitternacht in London ein, nachdem sich vorübergehend dort bereits allerlei Befürchtungen- verbreitet hatten. Der Begrüßungsrummel hinterdrein auf dem Paddingtonbahnhof statt fn Croydon war um so intensiver. Er gipfelte in einer Rührszene zwischen Churchill und dem Sowjetbotschafter Maisky, dem er die Arme auf die Schulter legte. E» fehlte nur, daß sie sich öffentlich abküßten. SowiethaodelsveriKliiiig als SpiomflewDtnmi Stockholm, 27. August Der Prozeß gegen die Stockholmer jüdischen Radiospione, die zugunsten der Sowjetunion arbeiteten, verspricht sensationelle Einblicke in die Querverbindungen zwischen der Sowjethandelsvertretung und der Sowjetspionage. Wie die Stockholmer Blätter melden, wurde gestern der Prozeß gegen diese Spione, den Bildhauer Michael Katz und seinen Sohn Lennart Katz, eröffnet. Beide waren seinerzeit von den schwedischen Behörden verhaftet worden. Wie sich b€l dem Verhör ergab, erhielt Michael Katz nach zv^^ijähriger Anstellung bei der Sowjethandelsvertretung die Aufforderung, in die Sowjetunion zurückzukehren. Wie er vorgab, habe er nicht gewagt, in die Sowjetunion zurückzukehren, da er fürchtet, daß man ihn dort vielleicht als Feind des Regimes betrachten werde. Mit solchen Behauptungen vefstanis trat das Meer 300 Meter zurück und überschwemmte dann- In einer Flutwelle den Ort. Die Bewohner flüchteten auf die ^erjje. Durch das Seebeben wuriden auch die Unterseekabel zerrissen. »Amlisterientrale« London. London ist klas große Amüsierzentrum für alle USA»S^da-ten auf den britischen Inseln geworden. Täglich vergnügen sich etwa 10 000 amerikanische Soldaten in der englischen Hauptstadt. Hotelraum xu bekommen ist beinahe unmöglich, denn das USA-Militär hat jeden erdenklichen Wohnplatz okkupiert, und an Men Brennpunkten des Londoner Stadtinnern sei das Verhältnis zwischen englischen und amerikanischen Uniformen wie 2:3. Druck Bild Varlftft Marbariar Varlan- ••(! Drucliere)-Oes. m.b.H. — Verlaciloltnnt? Cton Baumxartner HauptschrlftUiter! A^oo QericDack; atlt Id Marbii' «, d.Dran BidKine 6 Znr Z«lt fflr Anzeirtti itl« Pretslltte Nr. I vom I. Jall 1942 tfllttf, AvtfaU der das Blattes b«l hAharer Oewftlt oder BetrlebMtSrnnK ribt keinen Anssrncb auf BflcluaiiliiaE dea Besogtceldei Nummer 240 »Marburger Zeitung« 2S. August 1942 Seite 3 doki^ik - (hs Uktösen^toi du Sonfjets WU dmr Ittxt# tewj^lltch« BrUck«fikopf vor SfaHngrad zortriimmart wurdo — Panzorgronadior« und Infantarlston warffm dan Gagnar aus Hundartan von Bunkarn Ende Juli erreichte ein motorisierter Spähtrupp der- AufkUrungiabteilung einer Infanteriedivision die Südschleife des großen Don-Bogens. Drei Wochen später war die gesamte sowjetische StoBarmee, die im Don-Bogen aufmarschiert war, um die weit vorgedrungenen deutschen Kräfte offensiv und umfassend anzugreifen und weiter nach Süden vorzustoßen, völlig vernichtet. Auf dem Schlachtfeld westlich und nordwestlich der kleinen Stadt Kaiatsch — in der Mitte des grokn Don^Bogens — wurde eine ganze sowjetische Panzerarmee restlos zerschlagen, über tausend Panxer liegen als die Trümmer einer neuen Niederlage Stalins auf der ausgedörrten Steppe. Drei Wochen eines erbitterten Kampfes in der Donsteppe sind damit abgeschlossen, der Weg für den Ubergang im großen Donbogen ist so freigekämpft worden. InfantMle entschied die Schlacht Di« Schlacht im großen Don-Bogen war eine Leistungsprobe bis zur Grenze der menschlichen Kraftentfaltungi vor allem für die Infanterie. Der hervorragende Anteil, den die Panzerkräfte und die Luftwaffe an der Zertrümmerung des letzten sowjetischen Brückenkopfes vor Stalingrad hatten, wird durch diese Peststellung nicht im geringsten geschmälert. Der Sieg der deutschen Panzerwaffe in diesem Abschnitt ist so strahlend und überlegen, daB die infanteristische Leistung in diesem gewaltigen Panorama der Schlacht scheinbar in den Hintergrund tritt. Und trotzdem haben die Infanteristen auch diese Schlacht entschieden. Bonkart soweit das Auge reicht Die Bolschewisten hatten in diesem Gelinde Gelegenheit, ihre Taktik des hinhaltenden «Widerstandes zu erproben, der eine Atempause für den Aufmarsch der starken Angriffsarmee schaffte, die aus dem großen Don-Bogen heraus die Gegenoffensive führen sollte. Sie hatten auf hundißrte von Quadratkilometern in wochenlangen Schanzarbeiten ein in der Breite und Tiefe weitgegliedertes System von Bunkern, Feldbefestigungen, Panzer- und Schützengräben, Ma-schinengewehrnestem, Kampfständen und Schützenlöchern gebaut, das eine ganze Armee vom Erdboden verschwinden Heß. Der starke Einsatz der Panzerwaffe auf beiden Seiten hatte die Infanteristen „panzerfest" gemacht, und die Methoden der Abwehr und der Sicherung gegen Panzerangriffe sind im' Verlaufe des Krieges auf Grund praktischer Erfahrungen vielfach verbessert worden. Ein Gelände, das von Panzerkräften durchschritten ist, Ist noch lange nicht genommen^ Die Schlacht ist erst dann entschieden, und gewonnen, wenn die Panzergrenadiere oder die nachfolgenden Infanteristen den Gegner aus seinen Bunkern, Feldstellungen und tiefen Schützenlöchern herausgehauen haben. Hinter dem Panzerkampf steht der Tnfanteriekampf. Die Güte unserer panzerbrechenden Waffen Auch die große Schlacht im Don-Bogen hatte diese zwei Phasen, die sich zeitw^se überschnitten, denn ebenso wie die Sowjets setzten auch wir in einzelnen Abschnitten der Schlacht Panzer zur Unterstützung reiner Infanterieangriffe ein. Die Überlegenheit liegt in solchen Kämpfen immer auf der Seite der Panzerkräfte. Entscheidend war aber, daß in den Brennpunkten des Kampfes, wo die deutschen Infanteristen gleichzeitig^ gegen sowjetische Schötzenregimenter und gegen Tanks kämpfen mußten, immer die stärkeren panzerbrechenden Abwehrwaffen auf unserer Seite standen. Flak und die neuen schweren Kanonen der Panzerjäger hahen sich hierbei erneut hervorragend bewährt. So erlitt die sowjetische Tankwaffe schon in diesen Abschnitten' der Kämpfe, in denen unsere Panzerregimenter noch nicht zum Zuge kamen, schwerste Ausfälle. Kilometerweit Lelchan der Bolschewisten Bs sind in dieser Schlacht über 60 000 Gefangene gemacht wordeni aber die blutigen Verluste des Gegners werden hinter dieser Zahl nicht sehr zurückstehen, denn es sind Hundertc von Bunkerbesatzungen im Nahkampf aufgerieben worden. Es ist vorgekommen, daß sie sich im blindwütigen Kampfesrausch selber in die Luft sprengten, und es gibt Stellen auf diesem Schlachtfelde, an denen kilometerweit die Sowjetleichen herumliegen. Der große Don-Bogen ist ein einziges Massengrab der Sowjets geworden. Man muß sich vorstellen, was es für den deutschen Infanteristen bedeutete, in der Steppe gegen einen solchen Gegner zu kämpfen. Jeder lauwarme Schluck brackigen Wassers aus der Feldflasche war eine Kostbarkeit. an jeder Patrone hing das Leben. Die Feldküchen standen oft irgendwo im Hintergrunde: kilometerweit mußte das Essen durch Träger herangeschafft werden. In jeder Bodenfalte, in ausgedörrten Getreidefeldern, im Gestrüpp dürrer Gräser, in tiefen Schluchten und Regenrinnen, in Gehölzen urid Gebüschen — überall lauerte der Feind, der aus Todesangst sich nicht ergab, weil die Kommissare und Offiziere den Sow- jetarmisten Immer wieder erzählen, daß wir alle Gefangenen ermorden. Jeder Wassertümpei für die Feldküchen Die Infanteristen haben sich oft tagelang nicht waschen können) in Divisionsbefehlen mußte das Benutzen der Wassertümpel zum Waschen und Baden verboten werden — nicht etwa, um die Soldaten vor gesundheitlichen Schäden zu bewahren, sondern weil auch dieses trübe und abgestandene Wasser für die Feldküchen gebraucht wurde. Unscte Frauen würden entsetzt gewesen sein, wenn sie unsere Uniformen und Hemden gesehen hätten, die von Staub und Schweiß verkrustet waren, und in die grauen, vom Staub völlig verklebten Gesichter gruben die Sommerschlacht und die Sonnenglut Tag um Tag ihre ßunen. Im großen Don-Bogen hat der deutsche Infanterist und jeder Soldat bis an die Grenze der menschlichen Leistungsfähigkeit gekämpft und er hat gesiegt, weil er sich selber übermenschliche Leistungen abgefordert hat. Kriegsberichter Oswald Zenker, PK Äfflsiiliyss Weltbild Blick auf den Elbrus PK-Aufnahme: Kricssbcrichter faunci (Wb.) ShirmHak muß Uber den DonI Besonders im Ostfeldzug hat sich die 8,8-Zentimeler-Flak als panzerbrechende Waffe bewährt. Ein solches Geschütz wird im Mannschaftszug auf eine Fähre gebracht lieber die Höhen des Kaukasus Eine Maginotlinie der Natur — Uralte Völkerwege und Befestigungen — Bewundernswerte Erfolge unserer Truppen und für den Autoverkehr geeignet. Daneben führt eine neuerdings erst ausgebaute Route, die sogenannte Ossetinischo Heerstraße, von Alagir, den Argon aufwärts, über den Ma-misson-Paß nach Kutaissi. Sie stellt den einzigen Ubergang über den östlichen Teil des Kaukasus dar. Damit sind die großen Wege, die das Nordkaukasusgebiet mit dem von der Natur so reich gesegneten Transkauka-sien verbinden, schon erschöpft, abqesehen von der Eisenbahn Rostow—Baku, die sich durch die schmale Küstenebene längs des Kaspischen Meeres zieht. Alle übrigen Straßen des Kaukasus enden im Gebirge in schmale Pfade und Steige. Die Palihohcn liegen durchschnittlich bei .3000 Meter und sind im Zentralkaukasus selbst im Sommer verschneit und vergletschert. Das Kaukasus-Massiv ist steiler und unwirtlicher als die europäische Aipciiwelt. Auch die Verpflegungsverhältnisse bieten daher besondere Schwierigkeiten. Außer Wasser muß die Truppe alles zum Lebpn Notwendige mitführen. Dazu kommen selbstverständlich di4 ausgezeichneten Möglichkeiten, die sich dem Verteidiger in solchem Gelände bieten. Alle Straßen sind mit Leichtigkeit zu sperren. Fast undurchdringliche Urwälder und wilde Schluchten erschweren die Umgehung. Die überraschenden Erfolge unserer Truppen sind daher um so bewundernswerter. Auf dem höchsten Berg des Kaukasus-Gebirges, 5630 Meter über dem Meeresspiegel, an der natürlichen Grenzscheide zwischen Europa und Asien, weht die Reichskriegsflagge. Weithin leuchtet der eisgepanzerte Gipfel des Elbrus in die Steppenebenen. Deutsche Soldaten, die das Hakenkreuzbanner in die Eisfelder jenseits des Polarkreises und in die sonnendurchglühten Wüsten Afrikas trugen, haben es jetzt auch auf dem majestätischen Berghaupt des Königs des Kaukasus entfaltet. „Minghi-Tau" nennen die Bergbewohner den mächtigen Doppelkegel des Elbrus, der sich in schimmernder Helle hoch über die dunklen Rücken des mächtigen Kaukasus-Gebirgszuges erhebt. „Minghi-Tau" — das bedeutet „weißer Berg"i der Elbrus ist der Mont Blanc des Kaukasus. Aber seine Namen sind zahlreich wie die uralten Sagen, die sich um den höchsten Gipfel der Grenzscheide zwischen Europa und Asien ranken. „Schat Gora" — „Geisterberg" lautet sein russischer Name. Lange gSlt der Berg als göttlich und unersteigbar. Erst in den Jahren 1868 und 1874 wurde er bezwungen. Der Ungar von Dechy, dem in den Jahren nach der Jahrhundertwende eine Besteigung gelang, gab die folgende Schilderung seiner Eindrücke; „Vor mir lag der Elbrus. In ein- samer Majestät, massig und blendend im gleißenden Licht erhob sich der doppelgipf-lige, in ewiges Eis gehüllte Vulkan. Ganz erfüllt sein Bild den Gesichtwinkel, Weder zu seiner Rechten, noch zu seiner Linken, noch hinter ihm wagt sich eine andere Berggestalt an ihn heranzudrängen. Seine Konturen schneiden in das dunkle Firmament und hinter ihm dehnt sich die leere Unendlichkeit aus. So muß der Herrscher thronen! Vulkanische Kräfte haben diesen konischen Gipfel gegen den Himmel getürmt. Schnee und Eis bedecken jetzt die erkaltete Materie, nur selten durchbrochen vom dunklen Andesitgestein." Von den blendenden Schnee- und Firnfeldern des Elbrus ergießen sich nach allen Richtunr;en mächtige Gletscherströme zu Tal. Unter ihnen ist der 10,5 Kilometer lange Irikgletscher der größte. Unsere Gegner hatten wohl auf die schroffen Felsschluchten und steilen Grate des Kaukasus, eine Maginotlinie der Natur, ihre letzte Hoffnung gesetzt. Der unwegsame Charakter dieses Gebirges sollte den schwankenden sowjetischen Fronten noch einmal einen Rückhalt geben. Um so lähmender wird die Bestürzung sein, daß es den deutschen Spezialtruppen in so kurzer Zeit bereits gelungen ist, diese Front zu durchbrechen und sich in den Besitz der wichtigsten Ubergänge des Westkaukasus zu setzen. Die Schwierigkeiten, auf die unsere Truppen bei diesem Unternehmen stießen, waren gewaltig. über den 1100 km langen Rücken des Kaukasus gibt es nur vier Übergänge, die sich für Bewegungen größerer Truppenverbände eignen. Davon befinden sich die wichtigsten im westlichen Teil des Gebirgszuges. Die einzigen Eisenbahnen überqueren das Gebirge zwischen Krasnodar und Noworossijsk und zwischen Armawir und Tuapse. Das Gebirge Ist hier noch verhältnismäßig niedrig und übersteigt allgemein nicht 2000 Meter. Die älteste Straße, die sogenannte Grusinische Heerstraße, führt von Ordschonikice über den sogenannten Kreuzpaß nach Tiflis. Die Paßhöhe erreicht hier 2400 Meter. Die in jüngster Zeit ausgebaute Kunststrafle windet sich an steilen Felshängen und über reißende FluRläufe hinwegi an ihrem Rand aber liegen Befestigungen aus einem Zeitraum von nahezu zwei Jahrtausenden. Hier mögen sich schon die Tndogermanrnzüge nach Iran und Indien bewegt haben. Diese uralte Völker- und Heerstraße ist — abgese-Scherl-Bildcrdienst-M. hm von den Zerstöriingen, die die Sowjets ^eliafkarte tu dan siagreichan Vor mar ach Rümpfen unserer Truppen im Kaukasus durchführten — auch heute gut benutzbar SJ'* cjfsoäf. meer OCosöischcsltlecr: vmmsi ' Tu§PS mt^oDs, RflSHyy^nacha\&chKa\a- = Stitnum = fchuarzes Vlttr TÜRKEI Der „Welhnadifsmann" von Port Said Die Dockarbciten in Port Said haben, wie das Stockholmer „Svenska Dagbladet" aus London meldet, den Kapitän eines holländischen 9000 brt-Schiffes wegen eines großen „Geschenkes" zum „Weihnachtsmann" ernannt. Dahinter liegt folgende groteske Geschieh 'e: Das Schiff des Kapitäns wurde im Hafon von einer deutschen Fliegerbombe getroffen. Dabei flog ein großes Paket Drucksachen in die Luft. Sein Inhalt wurde auseinandergerls-sen und wirbelte herum. Schließlich bedeckte es weithin die Kaianlagen und Lagerhäuser. Es handelte sich aber dabei nicht um ge->\ühnliche Drucksachen, sondern um unsig-nierte Bonknoten, die in England für di? cigyptischG Regierung hergestellt worden waren. Dlo Dockarbeiter begannen natürlich sofort eine wilde Jagd nach den Geldscheinen, und mehrere hettige Schlägereien wur jrin ausgcforhten. Die Hafenpolizet wurde .nlar-miert, stand aber diesem Durcheinander vollkommen machtlos gegenüber. Die glücklichen ,,Finder" waren klug genug, ihre Banknoten sofort in Waren einzutauschen, ehi> die Geschälte von den Behörden gewarnt werden konnten. Das ganze Hafenpersonal von Port Sdid empfindet nun tiefe Dankbarkeit gegenüber dem holländischen Kapitän und verlieh ihra den Ehrennamen „Weihnachtsmann". k' S?i:hcrl.Arcltlv-M. Gebirgsstraße im Kaukasus Seife 4 »Mmurger Zeminf« 38. Aufutt 1042 NtMnmer MO Voth und 3(ultur Agm Hieiil trUclMii OMrtirriN D«r M«rittnburg«r Dtcht«rt«g «röffMt Im (Troft«n Runtar d«r Marienbarg «röff* ntt« Gaul«jter uod R«lchstt«tthalUr Albert Förster In ftein«r Bigen»ch«ft «lg Prifident des unter dem Schirmschutz von Reichsminister Dr. Goebbels stabenden .^ulturwerks Deutsches OrdensUnd" den ertten' Marien-burger Dichtertag. Als Sinnbild der Gemeinschaft des Marienburger Oichtertages hat der Reichsstattbalter einen Siegelring von Benno von Arendt entwerfen lassen, der das Zel-chm des Hochmeistert des Deutschen Ordens mit dem des Großdeutschen Reiches vereint. Erstmalig wurde der Ring von Gauleiter und Reichsstatthalter Albert Porster Agnes Miegel — Königsberg verliehen mit der Begründung, daB es wohl keinen unserer Dichter gelungen sei. das Gesicht des OsUandes 5o klar aufzuzeigen wie Ihr. In ihren Werken lebe der deutsche Ostraum mit seiner Laadschaft und seinen Menschen als uralte Geschichtslandschaft, am die die Völker in harten, erbarmungslosen Kämpfen jahrhundertelang gerutu}en haben. Der Gauleiter dankte Agnes Miegel für die Unterstützung, die sie dem kämpfenden Deutschtum im Osten ira Ringen um seine Selbstbehauptung durch ihren Geist gebe, der eine gewaltige Kraft auf Minner und Prauen im Osten und im ganzen Reich ausstrahlte. + ein neues Buch von Franz Karf Qlnikey. Die Wiener Verlagsjesellscbaft brinift in diesen Tajjen ein Buch des Dichters Franz Karl Qinzkcy heraus, das den Titel »Zeit und Menschen meiner Jujend« trägt. Der Dichter erzählt uns in diesem feinsinnigen Frinnerungsbuch aus der Zeit des alten Osterreich von dem Kampf, den das Deutschtum um die Deutscherhaltung dieses Staates führte. Goethe, der Deutsche Auf dm Volk leben, fUr da« Volk achaffan, la die Menaehhett Wahrheit Goetheachea WaltbUrgirtiim wirtMo da« M ta Wie oft hat ni&n Goethee Schaffen Immer Aieder ala einen Tribut an die internatio-nale Oelatifkeit bexelchnet, d!« im Gegensatz zu dem Geiatealeban ataht, daa volka* geartet und volkflbeetitacher, deut» achen Blutea, deutacher S^prache, deutaehen Oelatea. Schon in Jungen Jahren Uberwand Goethe den lebensfremden Schulhuma.nlamua und den eplgoniachen Klaaaialamua und trat tn eine neue Entwteklungaepoehe aeinea Liebena, als Herder fUr ihn ziun groften Erzieher im Simie des >Werde, der du blatc wurde. Goethe hat dies ala eine Befreiungstat an^eae-Aen und Uber aie in »Dichtung und Wahr* heit€ unvergeßliche Worte geschrieben. Aus Jener Zeit stammt auch da« bekannte Bt« kenntnla, daß er damals die Poeele tn ganr neuem Lichte aehen gelernt habe; ala »Welt-^md VOlkargabe. nicht ala Privateri)tefl einiger feinen, ^blkleten MInnar«. Herdera Shakeapeare-Beceiaterung machte in ttun die deutsche Veif aof enhelt labendlff, insbaaofidere die Lieke sum elfenan Volha-tum. Aua Ihr tmt Ihm die Oeätalt daa Ritter« mit der elaeman Hand entgegen. Kit dieaar >Geachlehte Gottfriedena von B«rU-chingen dramatiaiertc nM^te daa dautache Drama die von der Theorie geforderta Wen-dting mr germanischin Welt. Vertratan wird ael durch dn groAan einaalnan, den Erben und Bewahrer rltterllcliar TOehtig* keit, der ala Muaterbild deutacher Bladariceit im >ao weit aJi^gearteten Vaterland«« ver- Volkstumfortcher, Germanist und Dkhiar Kar] Simrock übersetzte das Nibelungenlied und Qeiiehte Wolfram von Ctchctibachs Die politischen Verhältnisse der Blütezeit der Germanistik zu Beginn des 1!>. Jahrhun-dertSt zumal die deutsche Erhebung von 1813, fachten das erstarkte DeutschbewuI3tsein iü einer großnationalen Begeisterung an, die mit freudiger Hingabe den Offenbarungen unserer Ahnen in schrifttümlicher und mündlicher Überlieferung Herz und Hirn öffnete. Diese Verlautbarungen urdeutschen Geistes, wie sie in alten Handschriften und in den damals noch meist unanfgezeichneteii Äußerungen des Volksliedes und Sprichwortes sich erhielten, der Wissenschalt und der aligemeinen Kenntnis zu vermitteln, war die sethstgewäiilte Aufgabe zahlreicher deutscher Männer, die Sprachgelehrsamkeit und poetisches Gefühl hierzu befähigte. Einer d?r bedeutendsten unter ihnen Ist Karl Simrock, geboren am August 1802 in Bonn. Simrock entstammte einer rheinischen Mu-sikerfamilie. In seine Knabenjahre fällt noch die uns heute nicht mehr verständliche Bewunderung. die damals auch kerndeutsche Menschen Napoleon entgejrenbrachten. Utnso bemerkenswerter ist es für den Charakter des Knaben, daß er mit inniger Freude den Sturz und Tyrannen begrüßte, Patriotismus war es auch, der dem Erwachsenen.und Gereiften ständig die Wege wies. Karl'Simrock gehörte, noch nicht 17 Jahre alt, zu den ersten Studenten, die sich an der neugegrü.i-deten Universität Bonn einschreiben ließen. Seine dortigen Lehrer, vor allem Ernst Moritz Arndt und August Wilhelm Schlegel, befestigten und vertieften sein herzensheißes Deutschtum weiterhin, ebenso wie in den folgenden Berliner Studiensemestern sein Leh- rer Karl Lachmaitn als Erforscher altdeutscher Teile und sein Gönner Adalbert von Chamisso al» gestaltender Poet bestimmenden CinfluB auf den Werdenden gewannen. Simrock stellte schließlich, noch vor seine juristischen Studien die Germanistik und die ausübende Poetikt was aber nicht verhinderte, daß er sein Pache*amen mit Ansteich-nnng ablegte and als Kammergerichtsreferendar in den Staatsdienst trat. Als solcher wagte er sich an die Übersetzung jenes Liedes von der Nibelungen Not. Welch eine kulturwichtige Tat er damit ausführte, bestätigte ihm kein Geringerer als Goethe. Dieser schreibt über das 1827 erschienene Werk; »Die Kenntnis dieses Gedichtes gehört zu einer Bildungsstufe der Nation . . . Damit dem Deutschen ein solcher Vorteil werde, ist die vorliegende Behandlung höchstwillkommen.« Mit gleicher Treue hat Simrock. der infolge politischer Verdächtigung 1830 aus dem Justitzdienst scheiden mußte, auch die anderen Werke übersetzt, vor allem die Gc-dichte Walthers von der Vogelweide utid die Werke Wolframs von Eschenbach sowie den altsächsischen »Heliand« und der »Freidank«. Simrock erhielt eine Professur in seiner Heimatstadt Bonn. Sein warmer innerer Anteil am deutschen Volkstum, sein klares Urteil und sein weitreichendes Wissen führte viele seiner Schüler zur Bergung und Erforschung der deutschen Nationalschätze. Bedeutsam wurde seine Sammeltätigkeit auf dem Gebiet volkstümlicher Lieder und Sprichworte sowie sem eigenes poetisches Schaffen. Werner Lenz geblich gegen kleinliche und unedle Mttcht« kämj^t, gegtn die Z«lten de« Betrusa« und der Überfremdung. Au« der gleichen Brlebniaquelie atammt der »Urfaust«, In dessen endgültiger Gestalt Goethe daa Sinnbild aelne« ganxen Le-bena sah. Hier erhob er dan Kampf al« den •Inxlgen Sinn de« Labene «im «wig leuchtenden Symbol unaere« Daaeina. Nicht daa Streben nach Wiaaen, aondem die Verachtung aJla« Wlaaana, der Drang nach Lebena-betätlgung, nach Ubermenachlichem Brfaa-sen Aller Freudan und Leiden der Menaehen, der unstillbar« »Wunoeh, aa wirk« und su schaffen wie die Hatur — da« allein maeht •rat daa GlUck des Menaehen aiia. Goethe« »Fauat« l«t dl« Darstellung der Entwicklung der faustlachen, dh. deutschen Kultur. Die ^landltmg iat die deutsche Geschichte. Der erste Teil enthält den gotiachen Fauat d«r am Knde de« Mittelaltera und am Anfing der neuen Zelt «teht. Der zweit« Teil aber führt aua der Vergangenheit Üb«r die klaa* stäche Goethe«ch« Qegenwai«, die Vernilh-lung von Antike und Deutacfttunv htanber mr Zukufnt, dem drohenden Ende der faustischen Kultur. Goethe« »Iphigenie« ist eine« der «ehiBn-sten Bekehntnlase eine« Dichtere cur Nation Jenaeit« der Maeht- und St^atapolltlk *ftm f>k>logiBchen Sinne. In flir wird dl« Labane-vertaundenhelt der greten und r«ln«n fl«ale mit Ihrem Volke ala unvetginglkli«« Bi^gut ebier raailach «dien (SMwMiilltiiiif «fte-hart, tat der #lr mtt Reelit diiiftplegelbQd «u unaerem nordlaetica Saeienttmi MiÜeken. deutaeher Art, wl« da« heHenlaelM Ideal «el-Gosthe« «ogenaimta« WeltMlrgartum Irt n«r Zelt deutaeher Art und Sehiwielit ge-we«en tot B«traeht«n wtr w«lt«r da« »H«r- maan und Derotlmw* daa «in« «imtgaitHge V«rkllruog deiitaelian Famfifaiflebiiw «nd volkagetendener Sittlichkeit tot. Leaen wir aueh ekunal wieder »Wilhelm Metotars Wan-davjahrec, worin der Kampf gegen eine f)il-«äi« polltlsehe und pidagogtoehe Kntwtck-hing im heraufdimmemdeb Induetrteeefta!-ter geaehlldert wird, — tn all«n ««inen Dfeh-tungen treffen wir deutadie« Srnpflnden imd deutach«« LebenafafOhl an. tTnd w«nn er der Welt wm dün unermeBlMien Sehatz «eine« Getot«« «twa« gal», «o nur deshalb, well der deutache GMat dinr WMt «ovlel su geben hat. Wie «ehr Goethe Deutachland am Heraen lag, baweiat eine Äußerung, die er im De-T^mber 1813 su einem Jungen patriotischen Heißsporn dem Jenenaer Historiker Heinrich Luden, tat; >Glauben Sie ja nicht, daf\ ich glelch^Itig wäre gegen die großen Ideen WeOieit, Volk, Vatertand. Nein. «Ueee Ideen sind in uns; aie aind ein Teil unseres Wesens, und niemand vermag «1« wmi «Ich au werfen. AueJi liegt mir Deutachland warm am l^erzen. Ich habe so oft einen bittern Schmers empfunden bei dem Gedanken an da« deutache VoUc, da« ao achtbar Im einzelnen und 00 nriaerabel im garuun tot. Doch trISatet der Gedanke an Deutachlanda Zukunft. Ja, daa deutache Volk veraprlcht ein« Zukunft, hat eine Zukunft. Un« einzelnen bleibt inawlachen nur übrig, einem jeden nach «einen Talenten, aeiner Neigung und seiner Stellung, die Bildung des Volkes zu mehren und su atärken. damit es nicht verzage. sondern fähig bleibe au jeglicher großen Tat, wenn der Tag dea Ruhmea anbricht.« Wenn wir noch ekien Blick auf Goethee Lyrik werfen, dann müaaen wtr ebenfaila bekennen, daß ihr Stimmungagehalt 4em Volkalied gleicht und den Kern unaerer Seele UBgarischer VoIhsMHCli zv HtpMssaodK Jedes Jahr tan Atgost bnkligt M ITavpt- stadt des tausendjlkrlgen Ungarn dem Andenken seines ersten nationalen Königs Stephan. Eine Reihe kftnstleriKher Veranstaltungen unterstrich auch in diesem Jahr die Bedeutung der Stephanswoche in Budapest Das Hauptstädtische Orchester spielt unter der ' Mitwirkuni des Wiener Opernhausmitgliedes I Esther R6tny und des Klaviervirtuosen Julius ! Karoly einen »Liszt-Kodaly-Abend« vor einem ausverkauften Haus mit großem Cr-folg. An drei Abenden wurde ein Mysterienzspiel von Georg Ujhazy im »Haus der Ungarischen Bildung« mit namhaften Darstellern aufgeführt SImtliohe Theater unterbrachen für diese Tage ihre Ferien. Die Einwohner Budapests, Schulkinder in ihren verschiedenen Uniformen und Abordnungen der Provinzen in ihren farbigen traditioneUen Trachten füllten in diesen Tagen die Straßen der malerischen Donaustadt Vertrater ider Ungarn befreundeten Nationen nafhmen an den Pestlichkeiten teü. Verschiedene Orchester durchschritten musizierend bereits früh am Morgen des ersten Feiertages die fahnengeschmückten Straßen der Hauptstadt Überall zierten Blnmeo die Fenster, and Ober die Stadt vernahm man das volle Tönen der Glocken. Die Wiche trat in, präsentierte das Gewehr und es erschleneflt durch den Reichsverweser von Horthy i®-föhrt. die Würdenträger Ungarns, Vertreter der Regierung nnd Wehrmacht In der natiojialen Festwocbt traten Jeden Abend verschiedene Gruppen der »Perlen-straaß-Vereine« In dem »Haus der ungarischen Bildung« und auf der Freilichtbühne der Margareteninsel auf. Diese sind Verbände der Bauern nnd Bäuerinnen im gaiv zen Lande» die Lieder, Tänze nnd uralte Gebräuche des Volkes wach halten nnd aie den Städtern näher bringen. Die Benennung >Per-lenstrauß« stammt von dem Brauch, dal junge Banernsöhne bei festlichen Oeligen-heiten neben frischen Blumen auch einen ins farbigen Perlen zusammengestellten' StranB auf ihren Hüten befestigen. Der Ausbau dieser Splelgmppen Ist der energischen Initiative des ungarischen Schriftstellers und Bewunderers der Volkskunst B^la Paulini, zu verdanken. Ludwig Nonnenmaoher und unaera« Hertens berUhrt So lieft Üek der Entdecker der Vo)ki|>oeele, Goetli«« Lehrer Herder, täuechen und n«hm ahnungMo« daa Ued vom HeidenrMetat da« der Stiaß' burger Student gedichtet halt«» In MtaM Samntluiig der Volk«lled«r auf. Ati« dem Volk leben, für da« Volk «ehaffen, ki die Menschheit wirken — da« tot tn W«h*!i«lt Goetheeehee Weltbürgertum. So ateht Goethe heut« wl«der vw mm die Uberragend«, die fati tieCaten Sbm« deutsche FeivBnlichkeit dl« etatmal den Mut hatte und die Kraft, Jen««»« d«r VeeMdon-gen einer alt gewordenen Kultur, durch die Tat hl allen Tiefen su erproben, ^w•« «1-gentlieh ein M«n«ch «el«. Dr. Hebnut Vielau V Norwegen riebt«! el« mmaniseini ein. Nach der in diesen Tagen vom Kultur- und Volksdepartement erMgten Crneuiiung eines vorläufigen l^iters ist in Kürze mit der Einrichtung des lange geplanten norwegischen Filmmnseums xu rechnen. Minister Dr. Lunde hat die zur Errichtung des Museums notwendigen Mittel bewilligt. Um den norwegischen Filmnachwuchs eine erstklassige Ausbildung zu sichern, werden im Laufe des Herbstes die ersten Filmstipendien erteilt werden. DIE VOM »t me e*ff I II met •• M re IM • i HAHNENGRUND | ROMAN VON KURT IIEMANN | IMarlWMiaiit M Veto Me IM», W«ai1i eveaeeeeeceaMaeiMtflMmevt«««« •«««««•• laaiaeavteeetctttieeaieintfeeaeeeesaaBaata 36. Fortsetzung) »Ls mußte Klarheit zwischen uns sein. So geht da» nicht weiter. Ich habe morgen ein Konzert, ich kann mich nicht sammeln, finde keine Ruhe zur Arbeit!« »Also bin ich Ihnen doch nicht gleichgültig!« lacht er und zeigt die starken, gesunden Zähne. »Sie ahnen nicht, wie froh mich das macht I Legen Sie Wert auf eine Bootsfahrt? Es wird sehr unruhig werden. Wenn es Ihnen recht ist, gehen wir am Strande spazieren. Es wird zwar dunkel sein, denn der Mond ist fort, aber ich nehme an, daß Sie sich nicht fürchten?« »Vor der Dunkelheit nicht, aber vor Ihnen!« begegnet sie offen. >Sie müssen mir versprechen, Jochen, keine Dummheit zu begehen.« >Das verspreche ich gern«, erklärt er zu ihrer Verwunderung ohne zu zögern. Sie hört daß er dabei lacht, jenes selbstsichere Lachen, von dem sie nicht weiß, ob ea jungenhafte Unbekümmertheit ist oder berechnender Angriff. Sie schlagen den Promenadenweg ein, der am Strand entlang führt. Er Ist kaum belebt. Als sie den offiziellen Weg verlassen, steht der Wald links neben ihnen, das Meer rauscht zur anderen Seite. Hier stört kein Mensch ihr Gespräch. Sie sind ganz allein. lochen hockt sich auf den Rand des We-jres nieder. >Kommfn Sic! liier sitzt man nicht schlcLht. Der Sand ist Iroclten und noch warm. Oder haben Sie Angst um Ihren bellen Mantel?« Sie setzt sich stumm neben ihn. >Können Sie mir eine Weile still zuhören, Renate?« >lch glaube es.c »Gut. Dann wollen wir die Klarheit zwischen uns schaffen, die notwendig ist. Mir hängt dieser Zustand auch zum Halse heraus. Ich bin's nicht gewöhnt heimlich zti tun. Habe immer gesagt, was ich dachte. Und wem das nicht paßte, der konnte mir gestohlen bleiben. Leider hatte ich gewisse Rücksichten zu nehmen. Mein Onkel hat mich gebeten, seine Horde auf dieser Fahrt zu begleiten. Gut. Ich hab's gern getan. Ich bin der einzige, der etwas vom Segeln versteht Aber ich bin schließlich nicht sein Angestellter oder gar Beamter, Kurz und gut. seit gestern wohne ich in Warnemünde und bin ein freier Mann.« »Sie haben sich mit Ihren Jungs und Mädels überworfen.« >Un5inn! Wer kann etwas gegen diese Burschen sagen? Sie gehen mit mir durch dick und dünn. Aber lassen wir das, es gehört nicht zur Sache. Sprechen wir von uns! Wer Sie sind, weiß ich. Aber Sie kennen mich nicht Ich bin Ingenieur. Habe Glück gehabt und bin auch nicht ganz auf den Kopf gefallen. Sie würden nichts entbehren, Renate. Und interessant imd abwechslungsreich ist mein Leben. Ich kann mir's aussuchen, wohin ich gehen will. Hast du mich verstanden, Renate?« Die Frau hat mit steigender Beklemmung zugehört. Das Herz schlägt ihr bis zum Halse, Sie fühlt, wie er ihre Hände in die seinen nimmt wie er sich niederbeugt und seinen Kopf in ihren Schoß legt. Ihre Hände liegen auf seinem Haar. Sie hat die Augen gesthlosaen. Oh, wie ver- lockend ist es, den Traum wr Wahrheit werden zu lassen! ja, sie liebt ihn! Jeder Tropfen Blutes drängt zu ihm, jeder Schlag ihres Herzens sagt ja zu ihml Wäre sie nur nicht so klug, so entsetzlich klug! Wüßte sie nur nicht so viel, hätte sie nur nicht so oft gesehen und erlebt, wie das stürmische Glück sich in hartes Leid verwandelt I »Jochen, Lieberl« flüstert sie. »Ich bin fast zehn Jahre älter als dul Wenn du ein Mann in der Mitte der Jahre bist, werde ich eine alle Frau sein, die du nicht mehr anschaust!« Er lachte hellauf. »tst es das? Bist du deshalb besorgt? Oh du ßangbüx! Du wiNst eine große berühmte Sängerin sein und weißt nicht, daß eine Frau, die so geliebt wird wie du, in Jedem Jahre dreihundertsechzig Tage jünger wird? Ach, Renate, was sind die paar jähret Für mich wirst du immer und ewig die scliönste Frau bleiben!« Und dann nimmt er sie in seine Arme, fragt nicht länger und küßt sie. Sie leistet keinen Widerstand. »Nun hast du ja doch Dummheiten ge« machtl« flüstert sie glücklich an seinem Ohr, während sie langsam heimwärts schreiten, eng umschlungen wie junge Liebesleute. »Und du hattest doch versprochen ■—« Er läßt sie nicht ausreden. 9Das sind keine Dummheiten, Liebste. Das sind Naturereignisse. Da lehnt sogar jede Versicherung eine Garantie ab. übrigens weißt du schon, daß wir uns in vier Wochen nach Mandschukuo auf die Strümpfe machen werden? Unser Werk möchte gern den Herren dort für ein paar Millionen elektrischen Leitungsdraht verkaufen imd ein paar Gene-ratorenstationen dazu. Man nennt das: die Energieversorgung sichern.« »Aber Jochen, >ch habe doch VertrScel« »Vertrage kann man kündigen- Heiraten ist höhere Gewalt. Das faß mich nur machen. För die nächsten zwei Jahre belege ich dich vollkommen mit Beschlag. Dann wollen wir weitersehen.« »Tyrann! Und wenn ich „Nein" sage?« »Du wirst gar nicht gefragt. Aber da wird es belebter! Komm, Gefiebte, Ich bin verhungert nach dir und deinen Kttssenl« Die Nacht nimmt sie in ihren Mantel, die gute Freundin aller Liebenden. »Wirst du mir treu bleiben, Jochen?« »Ich war kein Heiliger, aber seit dieser Stunde gibt es keine f^u mehr auf derWeK außer dir» Renate!« »Ich danke d!fl< Im selben Augenblick, als sie ihn zum A!>-schied küßt, gwchieht etwas sehr Unerwar-tees. Plötzlich flammt ein greller BlUz aut Irgend etwas macht »Klacit!« Sie fahren auseinander, sind geblendet ond seilen nur schwarze Nacht »Was war das?« Kur langsam gewöhnen sich die erschreek« ten Augen an die Dunkelheit. Jochen läuft kts, geradewegs in den Tan« hinein. »JochenI lochen! Wo bist du?« Renate nWt, aber es kommt keine Antwort Sie hört nur das Knacken seiner Schritte im düren Unterholz. Er scheint Ewigkeiten fortzubleiben, un<* es sind doch nur Minuten bis zu semer Rückkehr. »Entwischt!« sagt er ärgerlich und schickt einen Fluch hinterher. »Hast du eine Ahnung, wer ein Interesse daran hat, dich jetzt z« photographieren?« »Du meinst —?« »Natürlich! Blitzlichtaufnahme 1 Sehr ge-sLhickt gemacht. Paß auf, morgen siehst dj uns in der Zeitung. Knpiinlschhmpi'n. Na, meinetwegen!« Nummer 240 »Mirburftr Zeitung« 38. Augittf 1943 .Mas Stadl und £and Dm WsixMkom S4tt dM I^ild In dar prallen Sooim. D«r Wind Daf spielend darüber hin und die Ähren aan^en. Sie sanken auf ihre Weise. Wie ein l^uaehen klang ea für Menaehon-ohren. Ein Jubel laf Uber Ihrer reifen Pracht, der achwer und verhalten w*r wie die Kraft der Erde. >Wlr sind ▼611 und ichwerc, klang m. Hoch oben in blauer Feme jubelte die Lerche Ant. Wort: »Leben, Leben, o Leben!« AJa die Sonne unterfegangen war und der blajike Vollmond am Himmel atand, fuid da« Singen. Haussen und Jubeln der Ähren immer noch kein Bnde, bla mit der neu^n Sonne ein achreckhaftea Veratummen kam. Kalt und feindlich dröhnte das Dangein der MAhar durch die Morgenfrühe. Schwer und drohend, wi« kommende« Schlokaal, waren die Schritte der Schnitter, die aich anschickten, Ihr Tagewerk tu tun. Und dann begannen die Halme m sinken. Die schweren Ähren taumelten zur Erde. Was war das nur? Dar Whid wiegte alch nicht mehr In den feinen Oranen. Äis Singen war veratummt. Unendliche Angst achwebte über allem. Dann kamen raffend» Hinde, wie «In Verhängnis, p4öt2lich und hart Schwere und leichte Ähren preftan aich zusamm«n. Noch einmal fühlten sie da« kosende Streicheln des Winde«, aU sie zu Garb«Q gebunden, auf den Wagen flogen. Die größte und reifste der Ähren hatte ihre ganze Kraft verbraucht Lange hatte sie, gebückt, die Lüt flir«r Kömer getragen. Nun Is^ sie müde am Boden und klagte: >Wie ist «ne« «o fremd. Ist da« das Ende?« Und »ie Öffnete Ihre Arme, die so viele goldene Kttmer umfaßt gehalten hatten. Die aber Mäuniegten atch feet an sie. Nur ebM«, da« «chöneU und prallste der Kömleln, sprang nieder. >Da« Und«, hatte Mutter Ähre gesagt?« B« war doch «o feet und «tark. Nein, da« Bnde eoUte da« nicht aeln. Vom Winde >woHte •« wieder gewiegt werden, vom Regen ge-kiUilt und von der Sonne llebkoet. »Ich wQt lebin«, «chrle e«i Da schritt ein FuB schwer darüber höiweg mid da« Welaenkom versank tief In der warmen, duftenden Scholle. Dann «chlief a« ata. Aber die Trftume kamen. Träume von Sonne und Regen und Wbid, von der Lerche, die «tleg und «ang', alngand, jubelnd, immer da« gleiche selige Lfed, da« sie einst da« junge Kom gelehrt hatte; »Leben, Leban. o Leben!« Und hn Traume antwortete da« Weizenkom, «ang': »Laben, LelMn, e Leben!« Nadi langer, langer Zeit erwachte e«. K« fUhlte die WMrme der Sonne tief fai der Äd« mid der Regen kam zu Ihm. Nur der Wind bliib fort. Fem hörte ea aein Brauaen. »BaJd wiege ich mich wieder und höre da« Lied der Lerche«, dachte es und wartete. 1!« war ihm eo «ellMtm au Mute. Stärker denn je ftthlte M die Freude «m Leben. Und wie «e so lag,' durchfuhr es mft einem Male ein tötlicher Schmerz. Ein scharfer HIB ging dur^erwer-tung, Samenxewinnung. Uber einlteimiscne Heilpflanzen, Schädlingsbekämpfung usw. zu hören. in den Abendstunden fanden sich alle Lehrgangsteilnehmerinnen zu einer Heiin-stunde zusammen Ausgefüllt mit Arbeit, Singen und Helmabend vergingen die Tage wie im Fluge. Am letzten Abend fanden sich der Direktor mit seiner Frau, der Verwalter und die ganze Gefolgschaft des Gutes mit den Führerinnen zusammen. Im alten Schloßpark wurde gesungen, wurden Spiele gemacht und herzlich Relaclit. Mit viel Fröliliclikeit im Herzen fand der schöne Abend seinen Abschluß. Am folgenden Tag nach der letzten f^ahnencinliolung, der ein Vortrag des Direktors und eine Arbeitsbespreplvung mit der Bauerntumsbeauftragten voranginK. wurde aufgebrochen. Im Oktober wollen sie wiederkommen, denn da findet der Lehrgang seine Fortsetzung, der in vier Teilen in verschiedenen Jahreszeiten durchgeführt wird. So wird Gut Weichselstein auch noch nn Frühjahr und im Laufe des nächsten Sommers die Mädel bclierberfen und auf diese Weise werden sie alle Arbeit kennenlernen und noch öfters Gelegenheit haben, nach Weichselstein »m schönen Savetal zu kommen. Nach einem letzten Händeschütteln und mit herzlichen Datücesworten für das Erlebte ging es der Heimat zu. wo diese Füh-rerinnen ihren Mädeln vom Neugelernten viel weitergeben wollen. Lebsn in diesam Industriarwaig. Viele hundert Gefolgschaftsmitglieder sind irt einer AnxsM von Fabriken, wie Spinnereien und Webereien, tätig. Es w'srden sowohl Strümpfe als auch Decken, Stoffe, Leinengewabe hergestellt und das Material kommt tum Teil bedruckt In Wäschefabriken und Ähnlichen Betrieben zu Verarbeitung. In dar Stadt Schönstein findet man eine bedeutende Lederfabrik. Die keramische Industrie, die ebenfalls nicht unbedeutend ist, fertigt durch geschickter HÄnde Arbeit Vasen und Schüsseln, bemaltes Geschirr und vieles andere an. Pflegestätte des Kunsthandwarks In einer Glasfabrik nahe der kroatischen Grenze schaffen künstlerisch begabte Glasschleifer und Maler wertvolle Ziergegen-stünde. Wundervolle BlelkristallgefäÖe, bemalen oder geschliffen, in verschiedenster Form, wandern aus diesem Betrieb hinaus in die Weite des Reiches oder aber auch in ferne Länder als Zeugen des schaffenden Geistes, der In der Untersteiermark herrscht. In Ringziegelöfen, die wie trotzige Burgen aus der Landschaft ragen, werden Baumaterialien aus Lehm, Dach- und Mauerziegel bis zu den harten Kllnkersteinen, gebrannt. Im Tüffer versorgt eine modernst eingerichtete Brauerei das Unterland mit einem sehr schmackhaften Bier. Einige chemische Betriebe und Druckereien runden das Bild des Kreises, Industriell gesehen, ab. Der Größe des Kreises entsprechend ist auch das Handwerk in allen Orten vertreten. Festgestellt muß werden, daß die Tüchtigkeit der hiesigen Handwerker geradezu sprich-! wörtlich ist. Auch dieser Sparte der gewerblichen Wirtschaft ebnen deutsche Gründliche kelt und Weitblick den Weg zum Aufstieg. Zwar sind die Spuren der Notzeit noch nicht vollends verwischt, doch gestalten sich die Aufträge so günstig, daß nur mit kräftigsten Fluß den Aufträgen Rechnung getragen werden kann. Findet man auf dem Lande das Schmiede-, Wagner-, Sattler- und Tischler-handwerk. so kommen in der Kreisstadt selbst und in den Märkten handwerkliche Werkstätten aller Art dazu, Gold- und SU-berschmiede, Uhrmacher, Gerber, Seiler, Maler und andere. Einen anschaulichen Beweis seines Könnens wird das Handwerk in ab* sehbarer Zeit in einer Ausstellung eindrucksvoll unter Beweis stellen. Daß der Handel, sowohl der Groß- als auch der Kleinhandel, entsprechend stark vertreten ist, versteht sich einerseits aus der dichten Besiedlung des Kreises und anderseits aus desspn Wichii tigkeit für den Kuraufenthalt und als Durch» zugsgebiet. AnaiuUge Stätten 4er Gesundung Als Fremdenverkehrsgebiet genießt def Kreis CiTH ebenfalls ein bedeutendes An« sehen. Besonder» zu erwähnen wären def Kurort Rohitsch-Sauerbrunn mit seinen Mineralquellen, Tüffer und Römerbad. Nahe der Kreisstadt befindet sich Bad Neuhaus, eben« falls als nervenkrüftigender Erholungskurorl bekannt. So rundet sich das Bild zu einem geschlos« senen Ganzen. Reges pulsierendes Leben er« füllt diesen herrlichen Landstrich. Trotz der Härte des Kampfes, den das deutsche Volk zu führen hat, der auch diesem Kreis den Stempel der Kriegtzeit aufdrückt, ist die ge. werbliche Wirtschaft von der tiefen Erkenntnis durchglüht, daß e« unter dar Führung Adolf Hitlers und seiner Regierung wieder einer besseren Zukunft entgegengeht. Die Schaffenden der Stirn und der Faust sehen ihren Ehrgeiz darin, mit größten Fleiß für Deutschland und für den Sieg tätig zu sein. Wagnw und d«r WailburggMnn«r Von Frau Hammer Ein wolkenloser, blauer Himnkel wölbte sich über des schöne Thüringerland und seine stolze Wartburg. Frühling war es, und die Fliederbüsche trieben schon starke Knospen. Christoph Bindel, der Wartburggärt-ner, stand sinnend im hinteren Burghof und stopfte sich seine Pfeife. Er zwinkerte tum Himmel empor, setzte die Pfeife in Brand und stieß einige starke Rauchwolken in die Luft. Die Windrichtung prüfend, nickte er und sagta: „Das Wetter bleibt sei" Er strich seine rote Weste glatt und ergriff die Giaß-kanna, um sich in don vorderen Burghof zu begeben, Im selben- Augenblick erschienen beim Durchgang zum zweiten Burghof ein Herr mit einar Dame und einem Knaben. Christoph zog respektvoll die Mütze und grüßte: „Guten Morgen, mcina Herrschaften!" Der Herr nickte freundlich, denn er war sichtlich erfreut, in dieser frühen Morgenstunde hier ein menschliches Wesen zu fin« den. „Sagen Sie mal, guter Mann, ich möchte die Burg besichtigen, würden Sie mich reinlassen?" Christoph räusperte sich: „Der Burgführer wird bald kommen. Haben die Herrschaften schon Billetter?" Der fremde Herr schüttelte dan Kopf: „Nein — und ich denke auch, daß ich keine brauche. Ist der Wartburgkommandant nicht zu sprechen?" „Nä, der Herr von Arnswald is nach Weimer... „Na, und wer ibt denn sonst noch hisr, dar •«in« Macht geltend machen kann?" ,,Ja, Walter, der Herr Rittmeister, der is aber in de Stadt gegang'n, der holt Pulver, daß me können schießen, wanns wo brennt.. „So. Na, und wer kommt nach dem Herrn Rittmeister?" „Ja, ich..." Der fremde Herr Ucheite, als sich Christoph in Positur war. ..Also da schließen Sie mir auf. Ich bin Richard Wagner. Ich will mit dem nächsten Zug weiter und hab's eilig ..." Christoph Binde! sog mehrmals an seiner Pfeife. „Ich könnt Sie )a ausnahmsweis mal führen — aber nicht ohna Billatter, die müssen Sie «rscht lösen..." Der fremd« Herr wurde ungeduldig. Aber, lieber Mann, ich hab Ihnen doch gesagt, wer ich bin, denken Sie «q den T^anhiuser, denken Sie an den Sängerkrieg auf der Wart-burgl Schließen Sie auf und führen Sie mlchl" -- „Ich hab Sia's doch gesagt, m«in Herr, daß es ohne BIHetter oich geht. Ich und der Großherzog, mir halten uf Ordnung." „Aber Ich hab doch getagt, wer ich hini" Jetzt wurde es Christoph zu viel. Er blies stärkere Rauchwolken aus seiner Pfeife und sagte: „Das kann mich allea ganz egal sein, ob Sie Wagner halßen oder Tannheiser, oder ob Sie den Sängerkrieg han mitgemacht — hier heißt as zahlen uad damit Punktum! Der Jung da kann |a die Billetter holen..." Wagner merkte, daß er so nicht weiterkam, drückte seinem Knaben Geld in die Hand und schickt ihn fort, die Eintrittskarten zu holen. Zu seiner Frau sagte er: „Für Musik scheint man hier wenig Interesse zu haben.. „Nicht wahr", fiel Chiistoph «in, „Sie sind an Musiktfl Des hab ich mich doch gleich gedacht, wie ich Ihnen so gesehn hab. Kennen Sie Lauterbachen, unsern dicken Lauterbach da unten in Eisenach? Das is en tüchtiger Musikerl Der hat seine Kapelle in Schwung! Wenn der so vor seine Schützen daher marschiert und taktiert mit 'n Regenschirm —I Ja, ich und der Großherzog sind immer for scheene Musik ..." Christophs Pfeifchen entquollen jetzt kleine friedliche Rauchwolken. Er fühlte sich in seinem Element, denn er liebte es, mit den die Wartburg besuchenden Fremden ein Schwätzchen zu halten. „Kennen Sie Liszt, Franz Liszt von Weimar, der mit die lange weiße Haare und die große Finger? Der is auch von die Zunft. No, Sie wer'n schon von ihm gebeert han.. Wagner warf seiner Frau einen Blick zu und lächelte. „Hören Sie, der Lisit. das is «rschf 'n toller Kerlf Der hat also was gans Langes komponiert. die hellige Blisabetii halBta, pnd das hat er uf de Wertburg ufgeffUirt. Und ich weiß noch wie h^ut, es war in d«r Generalprob oben im Bankettsaal. an Haufen Musi-k«r aus Weimar, und Biaenach nnd Gott waiß noch woher — nnd Pranke, unser Musikdirektor, der saß ganz vorne beim Dirigen-tenpult und spielt« die «rscht« G«igen. Also dl« S«ch« is in Gang, und nf einmal, da springt Uazt In dar Heb nnn dvmmelt mit die B«in und klopft mit dem Taktleistock i^nd schreit: „Vogelschießen, Vogelschießen ^ das is Ja ne Saumusikt" Und dabei muß er wohl Franken en bißchen scharf angeguckt haben, «her Pranke hat Llszten auch angeguckt und hat gesegt: „Ich hab sie nicht gemacht. Herr Kapellmelsterl" Unn da hat Liszt aber doch lachen müssen, und da haben sie wieder von vorne angefangen... Sehn Sie, da kommt Ihr Jung schon mit die Billetter, Jetst kann's losgegehn..." Drei weitere Fremde hatte sich inzwischen hinzugesellt. Christoph schob seme Pfeife in die Tasche und begann zu führen. Er führte nicht ganz in auswendig gelernter Litanei und flocht hier und da gern ein Anekdötchen ein oder eine besondere spaßige Bemerkurvg ein. Als er nun mit seiner kleinen Schar vor dem Fresko „Der Sängerkrieg" stand und zu der Stelle in seinem Vortrag k«m „Dies hat Richard Wagner in seiner Oper „Tannhäuser" umgestaltet..da fiel es ihm plötzlich wie Schuppen von den Augen, und er bekam keinen gelinden Schreck. Wagner bemerkte es und bedeutete ihm lächelnd, nichts zu sagen, denn er wollte von den anderen Leuten nicht erkannt sein. Nach Schluß der Führung dankte Wagner dem Christoph herzlich und sagte: ,>la, wenn wir mal wiederkommen, da kennen wir uns ja. Ihre Sache haben Sie jedenfalls sehr gut gemacht.** Sie standen auf der 2tigbräck(> und Christoph klopfte aus ieto«r Pfeife die Asche «US. In der rechten Hand hielt er nicht nur das karte Pfeifenrohr, sondarn auch einen Taler, den er von Richard Wagner bekommen hatte. Er blinzelte dan Davoneilenden nach und sagte sich: „So war's ganz richtig! Ich hab die Verantwortung, und ich sag ja immer. Loh nnd der Großherzoa. mir hans gar nicht so leicht, wie sich die Leute das immer denken.. Er schob den Taler in die Tasche seiner roten Weste und ging nach dem hinteren Burghof. Wo die Feuerspritze stand, hing ein alter Rock. In diesem Rock befand sich ein Fläachchen. Und darin war noch ein Rest Nordhänser Kflmmelwasser vom Frühstücks-trunk. Den ließ sich Christoph die Gurgel htnabDi«lton und dachte dabei; „Die Wagners sinn doch eigentlich natta Leute, die kennten öfters mal koaunen., 28^ August 104Z Nummer 240 0|tw*W8ttelwH MHffiMitr Ein seit dem Frühjahr 1940 im hohen Norden eingesetztes alpenländisches Gebirg»-jäfefrefiment spendete in den Monaten Mai, Juni und Juli 1942 — in der Zeit harter Klmpfe — für das Deutsche Rote Kreuz den Betrag von 44 067 RM. Das gleiche Regiment hat bereits im vergangenen Winter dem Deutschen Roten Kreuz den Betrag von 51400 Reichsmark zur Verfügung gestellt. nnfm BaoMler besicliliiil Ohirlmiiin Lanhvirlscinn In der Begleitung des Landesbauernführers Huber, des Gauamtsleiters für Agrarpolitik Ing. Gayl und des Gauhauptmannes Nat-meßnig besuchte Gauleiter Dr. Rainer kürzlich Oberkrain, um sich über die landwirtschaftlichen Verhältnisse und die seit der Heimführung dieses Gebietes erzielten landwirtschaftlichen Fortschritte zu unterrichten. Der Gauleiter besuchte landwirtschaftliche Genossenschaften und deren Einrichtungen, Gärtnereien, landw. Betriebe, landw. Schulen und die Ernährungsämter in Krainburg, Stein und Radmannsdorf, In Radmannsdorf fand •ine offizielle Begrüßung des Gauleiters statt, wobei Ing. Gayl über den Aufbau der ErnÄhrungswirtschaft in Oberkrain berichtete. Gauleiter Dr. Rainer anerkannte in seiner Jlede die Erfolge der Bemühungen, auf landw. Gebiet Ordnung zu schaffen und teilte dann mit, daß durch die Schaffung der Landesbauernschaft Kärnten der Leiter des Gauamtes für Agrarpolitik von der ernährungswirtschaftlichen Betreuung Oberkrains befreit werden könne, welche Aufgabe nunmehr der Landesbauernführer Huber übernimmt. Der Landesbauernführer von Kärnten ▼erspach alles zu tun, um die vom Gauleiter und Reichsstatthalter getroffenen Anordnungen auf dem Gebiet der Landwirtschaft zu erfüllen und um mitzuhelfen, das Land deutsch zu machen. m. Wichtif^e Bekarnitmachungen im heuli-fwi Anzeigenteil. Die Abgabe von Marnie-iadc. wahlweise Zucker, auf die A^armelade-larien hat nach einer Bekanntmacliiing i'n heutigen Anzeigenteil eine Neiiregclunr; erfahren, die vor allem für die Obst-Selbstversorger wesentliche Änderungen bringt. Der Oberbürgermeister der Stadt Marburg weist auf die Auszahlung der Familienunterhalte für die Angehörigen der zur Wehrmacht und zum Sondereinsatz (Wehrmannschaft) eingerückten Volksgenossen und die dringend einzuhaltenden Ahholtermine dieser Gelder hin. Für die Oberschule für Jungen in Pettau kommen die Aufnahmeprüfungen am 1. September zur Durchführung, während der Unterrichtsbeginn für Montag, den 7. September, festgesetzt ist. WamMnng duRt di shumlles VCfMkRTün' Von Lebensmittelkarten, BetleUichelnen und KimdflaKilai Für die Hausfrau ist der Umgang mit den Lebensmittelkarten eine durch Gewohnheit vertraute Beschäftigung geworden. Das muBanerkaimt werden, denn ganz einfach ist das nicht Ist der „Ifau^al-tuiigsvorstand" aus irKndeincm zwingenden Grunde in die Notwendigkeit verselzl^ sich von einem Tage zu anderen in den Methoden do.s Einkaufs mit Marken und anderen Bezugsausweisen auszukennen, dann gibt es meist zunächst einige un-freundUche Bemerkungen über das gültige Rationierungssystem. Es entsteht sicher die Frage, warum man TOwisse Tx;bens-mittel, etwa Brot, Mehl, Fleisch, Nährmittel usw. ohne Bindung an einen lx!stirara-ten Verteiler an jedem Orte im Reich mit entsprechender Karte einkaufen kann, während man den Bezug von F>tt erst mil Bestellschein anmelden muß oder den Einkauf von Bäucherwaren nur nach Eintragung in eine Kundenlisle vornehmen kann. Zugegeben, daß das zunächst sehr schwierig und widerspruchsvoll aussieht. Aber die Verteilung kann gar nicht anders erfolgen. Leliensmitlel. die zeitlich und örtlich unregelmäßig anfallen und* die noch dazu zum großen Teile besonders leicht verderblich sind, vertragen eine reichseinlieitllcho Bewirtschaftung niehi. Deshalb sind die EmAhrungsflmter ermächtigt, örtliche Ver-brauchsregelungen für diejenigen Lelwns-nnd Cfenußmittel zu treffen, die reichs-rerhtlich freigola.c von Zählabschnitten der tatsächliche Bedarf erst ermittelt ^s-erden muß, ehe die Abgabe erfolgt. Aber inf»-gesamt gesehen, gestattet gerade diese Viel, falt der Vorteilunßsmelhoden eine zin-erläs-sige und befriedigende Versorgimg, die den Interessen des Verbrauchers eher als die starre Zuteilungsmethode gerecht wird. m. Für ade Uistkraftwagen. Behelfstiefer-wagen, Zugmaschinen und Sonderlastkraft* wagen ein Fahrtenbuch. Nach einer ergangenen Anordnung werden in der Untersteiermark ab sofort die Fahrtenbücher für alle oben bezeichneten Kraftfahrzeuge eingeführt. Es darf also kein Fahrzeug dieser Art in Verkehr gebracht werden, für das nicht der Führer desselben ein Fahrtenbuch mitführt, in dem er die notwendigen Eintragungen vorzunehmen hat, die er wöchentlich bei dem Örtlich bekannten Fahrbereitschaftsleiter einzureichen hat. Alle» Nljhere ist aus dem heutigen Anzeigenteil und dem Verordnungs- u. Amtsblatt Nr. 9.*5 zu ersehen. m. FahrraddleDstahl. Am 24. August, am ca. 10 Uhr, wurde vor der Bezi^sdienst-stelle in Leitersberg zum Nachteile der Besitzerin Hermina Voller aus Koschagg Nr. 20 ein Damenfahrrad, Marke Phönix, im Werte von ca. 60 RM gestohlen. FROHE DORF sen, Landkreis Marburg, lebte mit der Mutter seiner Lebensgefährtin utid mit seinera Nach-babarn schon seit längerer Zeit im ständigen Unfrieden. Am 30. 5. 1943 kam er abends angetrunken heim und randalierte, weil die Haustüre versperrt war. Nachdem er in das Haus gelassen worden war, ergriff er eine Hacke und schlug der Frau Scholastika Kramberger damit auf den Kopf. Dann ging er zum Anwesen seines Nachbarn leschow-nik und Wratschitsch und steckte mit seinem Feuerzeug das Strohdach des Hauses in Brand. Es verbrannte das Anwesen samt den landwirtschaftlichen Maschinen und denVor-raten an Heu und Stroh. Auch eine Kalbin, 4 Schweine und 8 Hühner kamen in den Flammen iim. Die Bewohner des Hauses konnten sich im letzten Augenblick retten. Vor der Strafabteilung beim Kommandeur der Sicherheitspolizei und des SD in der Untersteiermark gab der Angeklagte zu, die Frau Kramberger mit der Hacke nach einem Streit geschlagen zu haben, bestreitet jedoch, daß er sie töten wollte. An die Brandlegung wollte sich der Angeklagte nicht erinnern und behauptete, verwirrt und betrunken gewesen zu sein. Die Strafabteilung beim Kommandeur der Sicherheitspolizei und des SD in der Untere Steiermark verurteilte den Peter Tschutschek als VolksschMdling wegen Verbrechens der schweren körperlichen Beschädigung und Verbrechens der Brandlegung zum Tode. — Tscutschek wurde in Marburg hingerichtet. RMneClnalk der m. TodasfaH. In Hohenmauthen ist Amtsrat i. R. Vinzenz Lauko gestorben. m. Unfttfle. Der in der Marburger Badeanstalt beschäftigte 52jährige Kart Peitler mußte wegen einer Fußverletzung vom Deutschen Roten Kreuz ins Krankenhaus überführt werden. — Der 34-|ährige Oberförster des Grafen Attems aus Windischfeistritz, Hubert Poscharnik aus Oberfeistritz, stürzte mit dem Motorrad so unglücklich, daß er eine Gehirnerschütterung und schwere innere Verletzungen davontrug. Der Schwerverunglückte wurde vom Deutschen Roten Kreuz ins Marburger Krankenhaus iiberfQhrt. m. Selbstmord oder Unfall. Am 23. August fand der Fahrdienstleiter Bieber der Eisen-bahn.station Egidi i. d. B. auf dem Geleise iti der Nähe der Station einen toten Mann, der von einem Zug überfahren worden war. Wie die Erhebungen ergaben, ist der Tote mit dem am 3. 2. 1920 in lahnng geborenen tind in Egidi i. d. B. Nr. 46 wohnhaft gewesenen Hilfsarbeiter Ferdinand«Schabeder, der sich Arbeitskameraden gegenüber wiedetliolt geäußert 'hat, daß ihm das Leben nicht mehr freut und sich umbringen werde, identisch. In der Nacht zum 23. Aug. hat er in verschieder nen Oasthätfsem gezecht und dürfte sich dann im betrunkenen Zustande in selbstmörderischer Absicht vor einem Zug auf das Geleise gelegt haben. Er wurde an der rechten Schläfengegend angefahren, wodurch er dne Schädelfraktur und Verletzungen an beiden Ober- und Unterarmen erlitt. Der Tod dürfte sofort eingetreten sein. Ein Blick ins Elend der Mensdilieit Dantes Hölle in London — An der Seite des gutmütigen Vagabunden — Das ^rafienparlament der Ärmsten f, PocIm Ein angesehener englischer Priester, Rev. Frank L. Jennings, hat kurz vor dem Kriegsausbruch den nicht alltäglichen Versuch unternommen, als Vagabund verkleidet, die Londoner Elendsquartiere aus Erfahrung kennenzulernen — ein bemerkenswertes Experiment im Lande der Plutokraten zweifellos, das reiche Aufschlüsse brachte. Uber seine Erlebnisse berichtet der englische Gewährsmann in einer englischen Zeitung wörtlich folgendes; „Nachdem ich ein Mittagessen zu 7 Pence heruntergewürgt hatte, begab ich mich auf die Suche nach einer Nachtherberge. Ich wußte nicht, wohin ich gehen sollte und trat in die erste beste Spelunke ein. Da in diesen Lokalen keine giftigen Getränke ausgeschenkt wurden, dienen sie als Aufenthaltsort für die ärmste Bevölkerung. In den meisten Wohnvierteln des Eastends spottet aber der Jammer der Wohnverhältnisse jeder Beschreibung. Ein armer Mann kam mit mir hi ein Gespräch. Ja, sagte er, es heißt, wir Briten werden niemals Sklaven sein, und doch sind wir hier alle Sklaven unseres hungrigen Magens. Aber paß auf, Jack (in Eastend wird jeder Unbekannte bekanntlich mit Jack angeredet), es kann nochmals ein Krieg kommen, und da werden wir wieder unsere gute Zeit haben. Es fragt sich, wieso? Der gutmütige Vagabung bot mir an, mich zu einer Nachtherberge zu begleiten, wo es nicht allzu tever war. Wir gingen In den Nebel hinaus. Ntm begann ein endloser Gang durch ein Labyrinth von Straßen, deren Elend ich nicht zu beschreiben Tennag. Ich versuchte später wieder den Weg zu finden, es war mir aber nicht möglich. Während des schrecklichen Spazierganges durch diese Hölle schien es mir, als ob ich Dantes Gang persönlich erlebe. Das ganze Elend der Menschen schreit aus diesen verpesteten und verfallenen Häusern, wo die unglücklichsten der Menschen ein Leben voll Vrebrechen, Not und Verzweiflung zu führen verdammt sind, zum Himmel. Endlich erreichten wir eine halbverfallene Baracke, das war die Herberge, vor der sich eine Schar zerlumpter Gestalten anstellte. Ich gesellte mich zu ihnen nnd kam in einen Raum, d«r fünfzig Mtim briiezbtrgi« «oIHe# kttim Platz für 20 war. Es war ein tragikomisches Schauspiel, die Entkleidungsprozedur der Vagabunden anzusehen. Jeder trug nämlich sein ganzes Hab und Gut auf sich. Die Nacht war schrecklich. Entsetzliches Schnarchen, dumpfes Fluchen und Stöhnen erfüllte die Luft, in der man kaum atmen konnte. Gegen drei Uhr mqrgens hielt ich es nicht mehr aus und lief in die frische Luft hinaus. Ich bin aber in dieser Nacht durch eigene Erfahrung vom Leide der Menschen reicher geworden. So der englische Priester, den man gewiß nicht verdächtigen kann, antienglische Propaganda zu treiben. Nun, die Londoner Elendviertel sehen auf eine „ehrwürdige Tradition" zurück, es hat sich dort, im Laufe der Jahrhunderte im Lande, das auf seine Kultur so stolz ist, nichts geändert. Eine aufschlußreiche Episode sei bei dieser Gelegenheit der Vergangenheit entrissen. Im Jahre 1780 wurden im Londoner Parlament wichtige religiöse und soziale Fragen erörtert. Diesen Umstand benutztte ein gewisser Lord Georg Gorgon, nm ein „Parlament der Straße"- zusammenzurufen. Dieser Lord, der sich später als verrückt erwies, erließ In den Londoner Elendsquartieren einen Aufruf, der nicht unbMchtet bheb. In kuner Zeit versammelten sich unter seiner Leitung nicht weniger als 60 000 Leute, die nichts sehnlicher erwünschten, als die bestehende Ordnung in Trümmer zu schlagen. Zunächst nahmen sie das Newgate-Ge-fängnis im Sturm und befreiten dreihundert Schwerverbrecher. Mit solchen Fachleuten an der Spitze zog die Menge zu der Bank von Englandl Die soliden Mauern des Gebäudes sowie mehrere hundert starker Männer trotzten dem Angriff, Das „Parlament der Straße" zog dann brandmarkend welter, bis königliche Truppen diesen Zuständen ein Ende bereiteten. Die Bande hatte einen Verlust von 210 Toten und 250 Verwundeten. Die Anführer wurden zum Galgen verurteilt. Eine Untersuchung ergab, daß es damals 8000 bekannte Hehlerläden in Eastend gab, wo man ganz offen gestohlenes Gut kaufen und verkaufen konnte. Die Statistik stellte dabei fest, daß in England jeder vierundzwaniigste Mensch ein Verbrecher wer, nach dem Urteil der damaligen Gerichtshöfel Dr. T. ^drewslqr .Vummef 240 »Mtrburg^r Zeitung« 2S. August 1942^ Seite T MKVwkpiimiiieiMillitariiirffr Beirieb 3in Marburger Betrieb veranstaltete ein Werkpausenkonzert mit (Jero Orchester des Stadttheaters. Die Arbeit nicht als notwen« diges Obel zu betrachten, sondern sie freudig als eine Pflicht dem Volke gegenüber zu erfüllen, auch das gehört zu den Grundprinzipien des nationalsozialistischen Gedankengutes. In Deutschland Adolf Hitlers wurde schon während vieler Jahre alles getan, um dem Arbeiter diese Pflichterfüllung zu erleichtern und ihm Freude an der Arbeit zu bringen. Die Arbeitsplätze wurden unter dem Motto „Schönheit der Arbeit" freundlich, sauber und zweckmäßig gestaltet Die NS-Gemeinsch4ft „Kraft durch Freude" brachte Entspannung für die Freizeit. In diese Linie fallen auch die Werkpau-sonkonzerte. Sie bringen in Deutschland schon seit vielen Jahren den Werktägigen zwischen den Schichten Abwechslung und Freude in ihre Mittagspause. Was dem Arbeiter des Altreiches schon beinahe selbst-verständHch geworden ist, bedeutet für den untersteirischen Werktägigen etwas Neues. So wurde auch das zweite Werkpausenkon-ze.rt, das in diesem Marbufger Betrieb seit der Landnahme für ihre Arbeiter am Mittwoch mittag veranstaltet wurde, besonders freu-«, dig aufgenommen. Das Orchester des Stadttheaters Marburg unter der Stabführung des Opernkapellmeisters Richard Dietl und unter Mitwirkung des Humoristen Otto Welte vom Stadttheater hatten sich für die Veranstaltung zur Verfügung gestellt. Der Betriebsführer, 'August Ehrlich, begrüßte den Beauftragten für Arbeitsfragen, Oberregierungtrat Dr. Henninger, als Ehrengant und die Gefolgschaft seines Betriebes mit herzlichen Worten. Das Orchester spielte einen BegrüBungsmarsch und Melodien aus SuppÜs „Schöner Galath^e". Otto Weltes Vortrag „Nicht ums Verrecken" wurde herzlich belacht, ebenso sein gut vorgetragenes Liedchen „Gräme dich nicht!". Am meisten Anteilnahme fand er woh), als er die Regie In dem kleinen Zwischenspiel „Auf dem Wohnungsamt" führte. In dem seine Schauspieler Gefolgschaftsmitglieder des Betriebes waren. Das Orchester des Stadttheaters erntete viel Beifall mit dem schmissigen Florentiner-Marsch, dem Walzer von Strauß „Rosen aus dem Süden" und dem Potpourri „Vom Rhein zur Donau". Wohl jeder Zuhörer hat es bedauert, als die letzten Takte dea AbschluQ-marsches von Max Schönherr „Frei und deutsch" verklungen waren. Der brausende Beifall dankte dem Orchester, Otto Welte und nicht zuletzt der Betriebsführung, die ihren Gefolgschaftsmitgliedern eine frohe Arbeitspause der Entspannung schenkte. Personalchef Kanunauf, in dessen Händen die Lfsitang (^er Veranstaltung lag, überbrachte den Mitgliedern des Stadttheaters diesen Dank der Gefolgschaft in herzlichen Worten. St. S " Sport und turnen JUiriscCcUt- * Das zerbrocliene Verkehrshreoz am Wolgalmiß Astrachan — Moskau — Leningrad und Rostow — Kubyschew — Ural Mit der Beseiftgüng der Feindtruppen aus dem weiten Donbogen und mit dem überschreiten des Dons westlich Stalingrad ist die Landenge zwischen dem östlichsteri Punkt des Donbogens und dem scharfen Wolgaicnie In den Mittelpunkt jeder verkehrspolitischen Betrachtung gerückt. Diese Landenge ist auch rein geographisch insofern von erheblicher Bedeutijng, als zwischen dem Wasserspiegel des hier zu einer Wasserstraße ausgebauten Don und der von Nordosten sich nähernden und dann nach Südosten sich wieder entfernenden breiten, auch für große Flußschiffe geeigneten Wolga ein sehr beträchtlicher Höhenunterschied besteht, weil die Wolga hier bereits unter dem Meeresspiegel des Schwarzen Meere» sich befindet, da das Kaspische Meer «inen um 26 m tiefer liegenden Wasserspiegel besitzt, Nord-Sfld-Achse Das Wolgaknie selbst bildet den Kreu-zungspunkt eines mächtigen Verkehrskreuzes. Die leicht in Nordwest-Südostrichtung geneigte Hauptachse dieses Verkehrskreuzes ist die gerade Verbindung von der Wolgamündung bei Astrachan nach Leningrad mit runa 1^ km, eine Gerade, auf der sich von Norden nach Süden in etwa' ein Drittel Entfernung (630 km) Moskau, in vier Fünftel Entfernung (1550 km) am WolgaKnie Stalingrad, befindet, womit die Bedeutung dieser großen Verkehrsachse bereits hinreichend belegt erscheint. Ihr entsprach auch der mächtige Verkehr auf dieser Strecke, wobei angesichts des verhältnismäßig mager ausgebauten Eisenb^hnverlcehrenetzes für den Südteil dieser Hauptachse vor allem der mengenmäßig weit überragende Schiffsverkehr auf der Wolga einsprang, der nördlich von Stalingrad allerdings den entfemungsmäßig ziemlicfi bedeutenden Umweg über den Wolgabogen machen mußte, ohne damit aber in seiner Zielrichtung auf das zentrale Moskauer Industrierevier abgelenkt zu werden. Doch war auch die größtenteils zweigleisige Bahnstrecke von großer verkehrswirtschaftlicher Bedeutung. Querlinle nach Asien Für die Strecke woigaaufwärts benutzte dieser große Nordsüdverkehr dabei einen der Schenkel der zweiten großen Verkehrsachse, die mit leichtem Südwest-Nordost-Einschlag von der Donmündung bei Rostow über den unteren Mittellauf der Wolga an Saratow vorbei nach Kuibyschew (Samara) führt, um von hier fast geradlinig in Tscheljabinsk und SWerdlowsk das große Verkehrstor nach Asien zu erreichen. Die Hauptentfernungen sind hier Rostow — Stalingrad — Schnittpunkt der beiden Verkehrsacnsen — 420 km, Stalingrad — Samara nach Kuibyschew 630 km, Kuibyschew — Tscheljabinsk 450 km» Nicht allzuweit von dieser großen Sominerluinipfsiriele der H| in vollem Gange In aller Stille ist bei den sechsten Sommerkampfspielen der Hitler-Jugend in Breslau bereits der erste Jugendmeistef enriittelt worden. Im Bahnradsport wurde einen Tag früher als vorgesehen In Lilienthal schon die Jugendmeisterschaft im 1000 m-Zeitfahren entschieden. Unter den insgesamt 23 Teilnehmern siegte der Berliner Helmüth Gräßf in der ausgezeichneten Zeit von 1:13.1 ganz überlegen vor Flasch (Franken) und dem zweiten Berliner Mokelke. In der Gruppe II des Hockey-Endtumiers der Jungen siegte Franken über Mitte mit 3:1 (3:0^ Um den Gruppensieg stehen sich am Donnerstag Berlin und Franken gegenüber. Bei den Vorkämpfen in der Leichtathletik gab es am Mittwoch schon 'vielversprechende Leistungen. Hervorstehend ist der Hochsprung der 16 Jahre a|ten Inge Leonhard (Westfalen) <'her eine Höhe von 1.59 m. Am Donnerstag wurden die letzten Vor-entschcidungcai im Fußball, Handball, Jloclcey, femfr im Schwimmen, Tennis, Boxen und KK-Schieße-n abgewickcU. In der Leichtathletik ist der Fünfkampf entschio den, den wie im Vorjahre vioder Kremer (Mo selland) mit der hervorragenden Ge^amtlei stung von 4213.80 Punkten >or Fiedler Berlind mit 4(X)0.40 Punkten gewann. Für die Teilnahme am Einzel-Zehnkampf im Gerätturnen stehen 12 Jungen fest, die am p-rei-tagabend in der Staatenhallc den Eiid-kampf austragen. .\n der Spitze sieht Heinz Schnepf (Moselland). Unter den Srchser-Vereinsriegen stellte das» (jebiet Niedersachsen den deutschen Jugejidnieisler. Im Schwimmstadion gab es zwei Wasserball-spicle: Wien—Westfalen 2:2 (2:1) und Nie dersachsen—Württemberg 1:4 (2 2). Zvsiiul gs^ Gm Pas Samstag abend im Reichsbalin-Sta-dion in Marburg" stattfindende Gastspiel der Grazier Reichsbahner wurde mit emer zugkräftigen Jugendveranstaltilng umrahmt. Im Vorspiel wird die Deutsche Jugend Marburg gewn die Hitler^Jugend der Reicnsbahn Graz ihre Kräfte messen und so den Fußbailnachmittag amSamsLag würdig eirileiten. In der Grazer Mannschaft lim einige hervorragende Jungen mit, die unseren imtersteirischen Jugendspieleni gewiß manch harte Nuß zu knacken ^ben wer-detv Im, Hauptspiel treffen die Reichsbahn-Sportler von* Graz und Marburg aufeinander, die schon lang*? das steirische Fußballprimat für sich in Anspruch nehmen. Das erste Treffen beider Mannschaften soll auch diese Frage ihrer Lötung näher bringen. : Grazer bei den Meisterschaften im Hallen* radsport. Die Gauhauptstadt Graz war schon immer eine Hochburg des Hallenradsports und ist bestrebt, diese Stellung auch im Kriege zu erhalten. Welcher Pflege sich das Kunstradfahren in der Steiermark erfreut, läßt die starke Beteiligung bei den am I.November in Hannover stattfindenden Deutschen Meisteachaften erkennen. Zum Titel-bewerb im Einerkunstfahren wurde Obgefr. Posichgan (Ausdauer Graz) gemeldet, am Reichssiegerwettbewerb im Zweikunstfahren nehmen Wurzinger-Nedog von der Post SG Qraz teil. DeuUchland und Kroatien tragen am kommenden Wochenende in Agram einen >SchwimmläDderkäiapf aus. ; Im Endkampf um die kroatische Fuflbalt-meisterschaft werden Gradjanski und Con-cordia die Gegner abgeben. : Bei den ungarischen Titelkämpfen in Budapest gab es hefäusragende Leistungen. So lief Hidas die llOm-Hürden in 14,8, den Weitsprung bewältigte Vermes mit 7,37 m und Tima lief über 100 m in 10,9 Sekunden. Schließlich ist noch das Ergebnis im Speer-würf von 67,49 m" durch Varszeghi beachtenswert. ; Anneliese Bossi schlug Alice norian beim Mitropa-Tenniskampf IJngarn-ltalien in Budapest mit 3:6, 7:5, 6:4, und sicherte mit 4:1 den Sieg Italiens, nachdem vorher Wally San Donnino die Ungarin Popp mit 9:7, u-3 ausgeschaltet hatte ; Otto Kovar im Osten gefallen. Der aus Wien stammende und zu den bekanntesten steirischen Fußballspielern zählende Otto Kovar (GAK) hat im Osten den Heldentod gefunden. : Paul Samson-Körner gestorben. In Berlin ist der frühere deutsche Meisterboxer Paul Samson-Körner an den Folgen einefe Schädelbasisbruchs, den er als Opfer eines Verkehrsunfalles erlitt, gestorben. Der im 55. Lebensjahr stehende Körner wurde in Zwickau geboren, doch wanderte er frühzeitig nach Amerika aus. Nach dem Weltkrieg holte er sich 1924 den deutschen Meistertitel im Halbschwergewicht und im Schwergewicht. Westostachse liegen nach Südosten Oren-burg und Magnetogorsk (mit dem letzten, den Sowjets noch verbliebenen Industriegebiet am Uralfluß, nach Norden Kasan (an der Wolgabiegung nach Süden) und Jekaerinburg (Swerdlowsk) an den Südhängen des Uralgebirges. Die Gesamtentfernung vom Asow-schen Meer bis zur eurasischen Grenze beträgt rund 1500 km. Die ölstraOe Die Nordsudverkehrsachse war in erster Linie Hiie große unentbehrliche ölstraße des sowjetischen Binnenverkehrs, denn auf der Wolga kamen alle jene ülmengen aus dem Baku-Bereich in das Kernwirtschaftsgebiet, die nicht auf den bereits größtenteils ausgefallenen Ölleitungen nieist ostwestliclier Richtung in die Welirwirtschaftsbereiclic »der Ukraine «eschafft wurden. Wenn hier »uch noch ein gewisser Rcstvcrkchr über das Kaspisclie Meer bis zu den Nordhäfen dieses Binnenmeeres möglich sein sollte, er .nützt Wem Gegner wehrwirtschaftlich nichts mehr, denn die Wolga als Hauptverkehrs-träger dieses ölverkehrs ist bereits so gut wie ausgefallen. So breit die Wolga auch kurz vor ihrer Mündung ist, so schmal sind trotzdem die eigentlichen Fahrstraßen die-'ses größten europäischen Stroms, und wo hier von der deutschen Luftwaffe große Wolgasohiffe versenkt wurden, ist nur noch selten ein Durchkommen mehr möglich. Das 'Wolgaknie selbst liegt bereits im Nahein-"wirkungsbereich «der deutschen Waffen, was einer eindeutigen Verkehrsschranke gleichkommt. Zerschlagene Verbindungen Der Verkehr auf der Westostachse ist in seinem einen besonders wichtigen Westende am Asowschen Meer bereits gekappt, es stehen hier nur noch die östlich des Wolga-khles Hegenden Teile zur Verfügung. Wenn man dabei bedenkt, daß von dieser Achse aus nur zwei große Verkehrslinien nach Asien hineinführen — die große Transsibi-rienstrecke bei Tscheljabinsk unid die Strecke nach Turkestan über Orenburg —, so etltennt man klar, was der Ausfall des südlichen Endes dieser großen Verkehrsachse bedeutet. Alle Zufuhren aus dem Kernrevier der ♦Sowjetischen Rüstungserzeugung, aus dem großen Donbaß, sind zerschlagen; es bleibt nur noch der verhältnismäßig scinnale Rereich des Binnenverkehrs übrig, der sich beiderseits der mittleren Wolga abspielen ;kann. Gerade die Tatsache aber, daß aucli hier das große Warenein- und -ausfalltor am Schnittpunkt der beiden Verkehrsachsen, eben das Wolgaknie, bereits praktisch ausgefallen ist, läßt auch für die restlichen Ver-ikehrsmöglichkeiten wenig oder fast gar keinen Spielraum mehr. Weiter darf nicht vergessen werden, daß sich in (dem übriggebliebenen Bereich nur ■verhältnismäßig wenig leistungsfähige, d. h. zweigleisige Bahnen befinden, und daß ein wirklich umfassender Massenverkehr auf die Binnenschiffahrt der Wolga angewiesen ist, der aber der Zubringerverkehr aus dem Süden fehlt, Schwerstwlegende Folgen Der Verlust des großen Verkehrskreuzes im Südosten bedeutet demnach für die sowjetische Wehrwirtschaft zu allen an»deren Riesenveriusten an Erzeugungsstätteu und Waffenschmieden einen zusätzlichen Verlust höchst bedeutungsvollen Werts, Dieser Ausfall verhindert zugleich die Sowjets, auf dem ihnen verbliebenen Restgebiet eine leistungsstarke Rüstungsindustrie in Gans: zu setzen oder zu halten, da ihr die wichtigsten Rohstnffzufuhrmögtichkeiten an Kohle, Erzen, Eisen und Stahl und vor allem eine ausreichende ölzufuhr nach Ausfall kies großen Verkehrsknotenpunkts genotiinien sind. DIG X Paprlka-t(ekordrmte In f'ngarn. Ungarn rechnct in diesem Jahr mit einer mengen- und gütemäßig außerordentlich guten Paprikaenile, die in .Vnbclrächt der starken ausländischen .\achfrage nach Paprika hoch willkommen ist. Für die Pa-prikalrocknung wurden zwei weitere moderne Großanlagen errichtet. Auch die Ausfuhr ^x)n grünem Paprika ist heuer sehr bedeutend. JifetdukftHk von 21 n bis I BMUhrl !Btick tuuh Südosten 0. Verhaftung von Hamsterern in Bukarest. In Bukarest wurden in der Bonbonfabrik Orient 22 600 Kilo Zucker und verschiedene größere Mengen von Kakao, Wäscheblau usw. festgestellt. Die Besitzer versuchten, den Beamten mit 100 000 Lei zu bestechen. Die Hamsterer wurden jedoch der Staatsanwaltschaft übergc ben und die Ware beschlagnahmt. Weiter ve^ haftete die Bukarester Polizei 22 Personen, die ebenfalls, größere Mengen von Lebensmitteln und anderen Waren versteckt hielten und zu Wucherpreisen verkaufen wollten. o. Der'deutsche Gruß in Transnistrien. Die Bevölkerung von Transnistrien, das bekanntlich unter rumänischer Verwaltung steht, wird durch einen Befehl des Gouverneurs Professor Alexeanu verpflichtet, mit dem deutschen Gniß zu grüßen. o. »BIgarsko De!o« — Bulgarische Film* schau. In Bulgarien haben sich in der letztet Zeit Ansätze zu einer nationalen Filmindustrie gezeigt. Das erste sichtbare Ergebnis der Bemühungen — die in Bulgarien seihst als ein Teil der nationalen Politik gekennzeichnet werden — ist die verbesserte Herstellung der noch jungen >Blgarsko Delo«, einer Art Wochenschau. Dieser Wochenschau wird Bedeutung für die geistige Betreuung der neuhefreitcn Gebiete Bulgariens beigemessen. o. Rumänische Journalisten nach Finnland. Wie die finnische Presse mitteilt, trifft am 27. August eine rumänische Journalistenabordnung zu einem achttägigen Besuch in Finnland ein. An der Spitze dieses aus sieben namhaften Journalisten bestehenden Finnlandbesuches steht der Chef der Presse-abteilung des rumänischen Propagandaamtes, Cizek. Aus a£leeV}e£l Der Hoclizeltslader von Reichenliall Ein oberbayrisches Original ist heimgegangen In Bad Reichenhall starb im Alter von 35 Jahren der Dienstmann und Hochzeitslader Meinrad Auer, ein im ganzen Gau bekanntes ^ Original. Vierzig Jahre hindurch halte Meinrdd Auer, der einem alten Salinergeschlecht entstammte und früher Schuhmachermeister war, im siebenten Himmel schwebenden Hochzeitspärchen als „Prokurator" in dio Kutsche geholfen und die „Kopuldtjonszere-monien" beigebracht. Er war damit das Rei-chenhallar Gegenstück , des vor einiger Zeit verstorbenen Ramsauer Originals Karl Friq-gius, gleichfalls ein Jünger Hans Sachs, der nebenbei als Hochzeitslader, Leichenwärter, Musiker, Trachtenführer und Zeitungsträger in einer Person wirkte. Sechs Berufe gleichzeitig hat zwar Meinrad Auer nicht ausgeübt, stand aber immerhin vier Jahrzehnte als Dienstmann am Reichenhaller Bahnhof und war hierdurch Hunderttausenden von Fremden wohlbekannt. Ob es sich nun um der Leltar Dar Obarbfirgamielster der Stadt Mvborf Abteilung Pamlllenunterhalt. % Z. 440/l(W*R/M42 Betr.: Auszahlung von FamUienunlerhaU. Kundmmthunw Dia Angehörigen der zur Wehrmacht und lum Sondereinsatz (Wehrmannschaft) Eingerückten werden darauf aufmerksam gemacht, daß die Auszahlungen des Familienunter* halte» für den Monat September in der Zeit vom 1. bi» 3. September 1942 erfolgt, und zwar ohne Rücksicht auf den Anfangsbuchstaben des Eingerückten, wie bisher. Die Auszahlung erfolgt tÄgllch von 7.30—11.30 Uhr —- Kassenschluß. . ^ . u* ^ Die Angehörigen der Einberufenen werden ersucht, da» Geld während der oben angeführten drei Tage zu beheben, da ansonsten die Arbeit erschwert wird. Im Auftrage: aStS Gez. Frani Rudi, Stadtoberinspektor. teoetthofp-oymnasium in MARBURQ/DRAU Me MulMViilni für die nachtr*gllch angemeldeten Schüler findet am Samstag, den 29. August 1942, um 8 Uhr früh, statt. 8528 ^ Tm OBKRBÜROmtWSTCn DER BTAPt MARDURO A, D, PRAü — Der Fahrbereitaduiftslaitar Auhonlwuna Au# Orwd dar Aiwrdnunff daa Chef» dar »vllvaiwal-tunf in dar Untarateieimarti vom 15. AufUit 1948, Var-ordnunga- und AnaÜPblatt Nr. 95, vom 2f. August IHZ, werden aämtlicji« BeaiUer von Lastkraftwagen, »uoh jener dar land- und lonrtwirtaehaftUohan Batriabe (Zugmajiohi-nen—AcKarachlapper) tm Baralthe Marburg'Stadt aufgefordert, »Ich *w®ek» Bnti:«ga]inAhma von Fahrtenbüchern am 31» Auguflt IWJ kl der 35eit von 8-^12 und li^lÄ Uhf b»| der rahrbereitachaft Mai^uTf, Relaenstfafte 1-X, elnsu-finden« PI» Fahrseufhaltar warda« aufmarlUMfla gemocht, daß dt» WaltarbenUt«un# dar FahrMuga naeh dam 1. S»ptem< ber 1M2 ohna daa vorgeaehriabena F»lirtaiibuel| unwäasiff tat Jhiwldarhandlungen werden nach Fkt 9 der Verordnung dM Chef» der ZMlverwaltung in der UnterftelermtrH vw» 14. April 1941 beatraft Marburg/Drau, am W. Augußt 1942. 8S80 An Auftiaf: f»s, 9H»lraüfe DER LANDRAT PCS lOUElBflS MARBÜRG/PRAÜ Marburg, den 25« August 1042 Zahl; V-043/12-B 1-42 Betrifft: Pfer0a t. bringt aur Xenntnia, daß anläßlieh de» Xrtiatagea am Samatajrt den 20. Auguat 1942, dla Han^^elageschäfte in CUU um) Umgebung nur bl» 17 Uhr geitffnet alnd. Htngefan lialtan dJe Lebanamlttelgeachäfte bta 10 Uhr offen. 8527 Soabeii trichiefiaiis VerordDugs- nail Anlsbbll des Chefs der Zlvilverwaltvng In dar Unterslelarmark Nr.' fS V9m 14. Augmt 1f4t Ivlialt I Kundmachung tübar dla 9aandifung d»r Um« und Auaatad* lungen tn der Untavatetermaj^ vom 12. August 1948 Verordnung Uber den Naebrichte^tverkehr In dar Uhtamtf 1- annark vom IH. Augfuat 1042 Verordnung zur Abliefaning von Glocken au» Bronaa und Teile von Qabäudeti aua Kupfar vom 20, Auguat 1048 DurohfUhrungebiaUmmungtn vom 20. AugUat 1949 Anordnung sur Regelung dar Bawirtechaftung von Matal» len tn dar Unteratalarmark vom 14. Auguit 1048 Anordnung Uber dla Einftttirung ainia aiiüieltllchen Fahr-t«nbuoha» in der Untaretalermark vom 15. Augyft 1042 Bekanntmachung dar Anordnung 5 de« <3enamlbevollm8eh« tlgten für den Arbaiiselnaata vom 10. Auguat 1042 Bekanntmachung Uber die Mileh- und Fettwtrtschaft In dar Untar»teiarmark vom 8. JuU 1942 2Sweita Bekanntmachung Uber die Kraftloaerkl&rung vofi gparelnlegebUehem vom 19. Juli 1942 Ablieferung von Deltafl werden Bautrunpführer oder solche, die slcn dazu eignen, gesucht unter »UntersteTermarlcf an die Verwaltung. 8388-8 BURG'KIMO hemnil 22-19 Heute 16.18 Ja 21 Uh OnataT Knutl^ Olael» Ulüan, Oreltie Welsar, Al- ~ Bfi Flomtil in dem mitreißenden Trofien-Homan: ZvbdNm Hainlnrg nnd Halii Kin Ufa-FUm, FUr Jugendliche nidit Ptgaiaeeenl Neueeta dautaehe Woohenaohaul KulturfUmi PBTROtBUM! 1506 eSPLANADB hemrut 26*29 Heute 16.18.30,21 Uh> Wir zwei Ein entatUekenda» Luatag;»!»! ring» um dla Ehe in deut»oher Sprach». SIQNS KAgSO STURB LAOSKWALL und eine BaUie auagaialohnetar nordlaehar Künstler spielen dla Hauptrollen dlaaea amUaanten, chaj-manten Luataplel». Bin FÜm, dar We»entllchee »u sagen bat ^ und ea ao »agt, daB e» jeden anspricht Sin Film von Khe» Tn^ung und Liebe, ein Film von Luat und Leid. VlnfFllm von netten Menschen, mit netten Menschen und für nette Menachen. KtilturfUm: Biaen und EdelwelAI Woohenaohaul Wochenschau! Für Jugendlich» ni(At augeia»»enl 8504 8521 IcMsnlele BrmmJort' DER MBNEIDBAUER , Wocimacha« Kulturfilm Für Jvgeadlicka aater 14 Jalirea aleht tii|«le>tea| VorsteUuagen Jedes Freitag um 20 Uhr. Samstat um 18 und 20, Soonta'* um 18.18 und 20.30 Uhrj Matropol-Lichtspiele Cllli Freitag, den 18. Auguet IH» Donnerstag, den 8, geptaroher STUKAS la Ein Ufa-FUm Pa» höh» Wad un»ai»er herrlichen Luftwaffe — staatpolitiaoh wertvoll — Ktlnstlerlach wertvoll FUr Jugandllche sugalaaaant 8520 Lehrjunga wird »ofort aufgenommen bei F. M. Schmitt, Mode u. Konfektion, Schmid-gssse 4, Marburg. 8200-6 Pächter für Werkskantine eines größeren Marburger Be triebe» wird aufgenommen Schriftliche Angebote mit Lehenslauf und Lichtbild sind zu richten an die Verwaltung unter *1, November«. 8474-6 FrcJwUllga für den Wachdienst in den besetzten Gebieten. auch Pensionisten. Rentner, Jedoch unbescholten und einsatzffthig, im Altar von 24 bis 80. tu sofortigem Eintritt gesucht. Auskunft bei allen Arbeitsimtern und bei der Werbeleitung Wr die Oftmark: Thiel Rudolf, Werbeleiter, Graz, Sackstrsße 27. Tel. 42-42, und Innsbruck. Hotel Mondschein, MaHahilf Nr. 6, 2609-« 2ii 0tsi§thl Zhnmar, Kabinett ed. Schlaf-steile für Hausgehilfin wird für sofort gesucht. HoU-mann, BismarckstraBe 9. 8456-8 Für untere Angestellten suchen wir möblierte oder leere gimmer, bzw, Wohnungen, Es kann auch kleine gegen große Wohnung getauscht werden. Molkerei 0. m. b. H., Tep:tthoff»tra6e öl, 8476-8 Taitseh» meine Wohnung (Zimmer u. Küche) in Brucic| a. M. gegen eine gleichwer-' tige in Marburg. Anträge unter »Dringend 200« an die Verwaltung. 8525-9 hkät B Ifitiiuti Raucherkarte auf den Namen . Andreas Marnold verloren. 1 Abzugeben Drauweiler, Frau- 1 staudnerstraße 59. 8522-13 lichter Schiferhund zugelau- \ - I fen. Abzuholen bei Tscnernl tscheit, Ziegelei in Gams 8498-13 Marburg'Orag. 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Anträge unter »Sofort« an die Verw. 8491-8 Tief ereehüttert gebe ich allen Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß mein innigstgeliebter und . unvergeßlicher Lebensgefährte, Herr Aiiffiiil Pauflfi Schlosser d«r R>*B. Mittwoch, den 26. August 1942 Im 48. Lebens^ jähre nach Isngem und schwerem Leiden verschieden ist. Das Leichenbegängnis des Dahingeschiedenen findet Freitag, 28. August 1942, um 17 Uhr von der Totenicammer des Drauweller-Frledhofes aus statt. Marburg/Drau, den 27. August 1942. In tiefer Trauer; Florentine Schwelghofer samt Verwandten. 8500