•foifoinmraiimiiloTini Preis Din 1*50 71. Jahrgang Sreehelnt wöchentlich siebenmal. Schrtftleltung (Tel. Interurb. Nr. 2B70) sowie Verwaltung u. Buchdruckerei (Tel. Interurb. Nr. 2024): Maribor, Jurciceva ul. 4. BriefI Anfragen Rückporto beilegen. Manuskripte werden nicht returnlert Nr. 146 Mittwoch, den 3. Juni 1931 Inseraten- u. Abonnements-Annahme In Marlbor: jurciceva ul.4 (Verwaltung). Bezugspreise: Abholen, monatl. 23 Din, zustellen 24 Din. durch Post monatl» 23 Din, für das übrige Ausland monatl. 35 Din. Einzelnummer 1 bis 2 Dln^ Mriborermitmm Wahlsieg 6er Regierung Borläuflge« Ergebnis der rumänischen Kommerwahlen — Die Opposition dezimiert — Großer Wahlterror B u k a r e st, 2. Juni. Die gestrigen Kammerwahlen sind nach bisher vorliegenden Berichten im ganzen Lande ziemlich ruhig verlausen. Zu Ruhestörungen ist es nur hie und da gekommen, doch wurde die Ordnung bald wieder hergestellt. Das Skrutinium ist noch nicht überall abgeschlossen, sodatz bisher mir Teilergebnisse vorliegen. Doch lauten diese Berichte dahin, datz, wie zu erwarten war, die Regierungspartei einen vollen Sieg errrungen hat. Man nimmt an, datz die Regierung bei den gestrigen Kammerwahlen weit über die Hülste der abgegebenen Stimmen auf ihre Kandidaten vereinigen konnte. Da jener Partei, die mindestens 40% der abgegebenen Stimmen erhält, gleich die Hülste aller Mandate zuerkannt wird, ist somit der erdrückende Sieg der Regierungspartei gesichert. Die Presse schützt den Erfolg dieser Partei mindestens auf 60 bis 65%. Auch die nationale Bauernpar-t e i hat verhältnismätzig gut abgeschnitten. Sie hatte in einigen Wahlbezirken sogar die absolute Mehrheit erreicht. Schon jetzt können die ehemaligen Ministerpräsidenten Maniu und M i r o- nesru sowie die Minister Iunian und Haciegan und der seinerzeitige Kammerpräsident Pop als gewählt betrachtet werden. Die l i b e r a l e n D i s-sidenten Georg Bratianus konnten nach den bisherigen Schätzungen 8 bis 9% der abgegebenen Stimmen aus ihre Kandidaten vereinigen, was allgemein überrascht. Die Gruppe des Marschalls Averescu erhielt bereits die notwen digen 2%, um bei der Mandatsverteilung berücksichtigt zu werden, während die Bauernpartei ßupu diese Zahl noch nicht erreicht hat. Die Antisemiten erhielten im Bezirk Sucea-va die absolute Mehrheit, sodatz sie in der neuen Kammer jedenfalls vertreten se-n werden. Gut hielten sich auch die S o z i a l i st e n, die ihre Stimmenzahl gegenüber den letzten Wahlen bedeutend erhöhen konnten. Die Kommuni st en und die I u d e n haben das nötige Minimum für die Berücksichtigung bei der Mandatsverteilung nicht erreicht. In der Hauptstadt Bukarest lauten die Ergebnisse folgendermatzen: Regierungspartei rund 21.000 Stimmen, die nationale Bauernpartei 2800, die Liberalen Bratianus 2325, Averescu 2114, Beginn des Kulturkampfes Vor dem offiziellen Abbruch der diplomatischen Beziehungen zwischen Vatikan und Quirinal - Zusammentritt des Großen faschistischen Rates R o m, 2. Juni. Der Streit zwischen dem Vatikan und dem Quirinal scheint den Höhepunkt erreicht zu haben. Die Auslösung der katholischen Organisationen durch die Behörden ftcKtc den Vatikan vor eine vollendete Tatsache. Dir diplomatischen Beziehungen dürsten schon in den nächsten Tagen auch offiziell abgebrochen werden, da die Regierung ihren Gesandten beim Vatikan abberusen wird. Das gestrige Kardinalskollegium hat wichtige Beschlüsse gefatzt, deren Tragweite noch nicht bekannt sind. Mit Sicherheit weitz man nur, datz sich der Vatikan für den schärfsten Kamps gegen das faschistische Regime entschieden hat und entschlossen ist, im Kamps mit der römischen Regierung nicht nachzugeben. Dieser Standpunkt ist schon daraus ersichtlich, daß alle Prozessionen und andere, außerhalb der Kirchen stattsindenden katholischen Veranstaltungen bis auf weiteres verboten wurden, vor allem der Eucharistische Kon- greß und die Antonius-Feier in Padua. Die weitere Aktion des Vatikans ist von der Antwort abhängig, die aus die gestrige Demarche beim Quirinal erwartet wird. Morgen tritt der Große faschistische Rat zusammen, um über den Streit mit dem Vatikan zu beraten und über die weiteren Schritte in dieser Angelegenheit schlüssig zu werden. Es ist klar, datz sich Mussolini der Tragweite des Streites mit der Kirche wohl bewußt ist. Deshalb ist auch nicht zu erwarten, datz ihn der faschistische Rat im Kampf gegen den Vatikan im Stiche lassen wird. Mit der Abberufung der beiderseitigen diplomatischen Vertreter mutz zwischen dem ossiziellen Italien und der päpstlichen Kurie der Kulturkampf ausbrechen. Mit dem Abbruch der Beziehungen mutz wieder dieselbe Lage entstehen, wie im Jahre 1870, seitdem der Papst bis zum Lateranvertrag vor anderthalb Jahren der Gefangene des Vatikans war. Sozialisten 2150, Lupu 104i, Juden 979, Kommunisten 964, Antisemiten 797, demokratische Bauernpartei Sper« 615 Stimm Butzarest, 2. Juni. Nach den heute vormittags vorliegenden Meldungen war die Beteiligung an den gestrigen Kammerwahlen ungewöhnlich ge ring und betrug kaum die Hälfte der Wahlberechtigten. Die Opposition beschwert sich über einen grotzen Wahlterror seitens der Regierung. Diesem Umstande sei es zuzuschreiben, datz die Regierung eine erdrückende Mehrheit zu verzeichne« habe. Die Opposition ging aus dem Wahlkampf dezimiert hervor. Die nationale Bauernpartei hat sich zwar verhältnismäßig gut gehalten, angesichts der neuen Wahlordnung ist jedoch ihre bisherige Mandatszahl fast ans ein Zehn» tel zurückgegangen. Im ganzen Lande er» hielt die Regierungspartei gegen 500.000, die Bauernpartei 120.000 und die liberalen Dissidenten 60.000 Stimmen. In politischen Kreisen versichert man, datz die Regierung in der neuen Kammer dank dem neuen Wahlgesetz über eine Zweidrit telmajorität verfügen wird. Die österreichische Krise R. W. P. Zum zweiten Mal innerhalb eines halben Monats haben Regierung und Parlament in Oesterreich der zusammenge-brvchenen Kreditanstalt die finanzielle Hilfe des Staates bewilligt. Die erste Aktion war auf hundert Millionen Schilling beschränkt gewesen, von denen etwa die Hälfte als fonds perdu gegeben wurde. Für den Restbetrag ist der Staat Großaktionär der Bank geworden. Die zweite Rettungsaktion geht wesentlich weiter. Der Staat übernimmt die Haftung als Bürge und Zahler für alle Kredite, die dem Institut zu seiner Äiederausrichtung zur Verfügung gestellt werden, und diese Garantieklausel ist nur Seitlich befristet. Die Haftpflicht des Staates wird drei Jahre dauern, aber sie erfährt keine Einschränkung bezüglich der Höhe sollet Summen, für welche diese Garantie gegeben wird. Das Gesetz wurde im Nationalrat ein* wnimig angenommen. Auch die sozialdemokratische Opposition mutzte sich schließlich der Gefahren bewußt sein, die ein Nichtzu-ftandekommen der Hilfsaktion für die gesamte Volkswirtschaft dieses Staates mit sich gebracht hätte. Denn es ist ja seit Tagen ‘ein Geheimnis mehr gewesen, datz der Zu» sammenbruch der Kreditanstalt auch die österreichische Währung auf das schwerste bedrohte und daß es verzweifelter Anstrengungen bedurfte, um den Schilling auf den Auslandsmärkten zu stützen. Der Bundeskanzler hatte der sozialdemokratischen Par-ket eMärt, daß nur die einstimmige An« wchiite des Garantiegesetzes das internationale Finanzkapital zu einer durchgreifenden Hilfeleistung bewegen könnte, So war es |Qft unmöglich geworden, die Verantwor-"Ug fs,r die möglichen Folgen zu übern eh -Wen. st, Der Staat ist heute gezwungen, für die |wljitl(img des Budgetgleichgewichtcs die Awersten Opfer zu verlangen. Die Durchführung dieses Sanierungsprogrammes lQste die Regierung (Inder in eine schwere ejwfe gebracht, da die Grvtzdeutschen die , kchzung der Beamtengehälter und die Be-^bungSsteuer als einseitiges Notopfer ab-. hneu wollten, und vielleicht wäre es un-J- anderen Umständen wirklich zu einem E ^fall der Mehrheit gekommen. Aber un-j? dem Eindruck der drohenden Katastrophe , fchlietzlid) doch ein halbes Kompromiß Itanbe gekommen, und man hat dem Staat wirkst, was er braucht. Ob es ausreichen bos Ist allerdings eine andere Frage und tz- , Argument, daß durch eine neuerliche fartfuug des Konsums der Wirtschaft 1,. Wöflktch geholfen werden kann, ist schwer ""widerlegen. i»erh Mutigen Ereignisse in Oesterreich V r ö6er aut^ nach einer anderen Rich-wfiff 3u politischen Auswirkungen führen uJ®n' kwren Folgen gegenwärtig noch Huf3crfehBar sind. Der Staat, der heute Wh flUt Großaktionär der Kreditanstalt ist, Gemf-rf1 burcf) feine Haftungserklärung ei-bDn ' auch alle Verantwortung für die ftt}„, r Kreditanstalt kontrollierten Jndu-fo pwlfmungen übernimmt, sieht sich doch Nacht vor eine Aufgabe gestellt, die lene» 5 bisher in Oesterreich üblich gewe-ffitzej. ■ "^schließlich parteipolitischen Grund-tUno gelöst werden kann. Regie- ^ddeino Niehrheitsparteien werden in irrest t r Form die Opposition zur Mitar- Doa Riehen. hstt bp^'r-tC ,n-^ durchaus nicht den Ein-’ mofrrJion in die Regie« Vor einem neuen Glralosphä-renflug M ü n ch e n, 2. Juni. Der Assistent des Professors P i c c a r d, Dr. Ing. K i p f e r, der ihn am Höhenflug begleitet hat und hier eingetroffen ist, ver- rung bedeuten, aber doch die Zurückstellung vieler politischer Streitfragen zur Voraussetzung haben. Man müßte eine Vergangenheit liquidieren, die der Wirtschaft in Oesterreich sicherlich keinen Gewinn gebracht hat und auf beiden Seiten jene Persönlichkeiten von der Führung ausschalten, deren Festhalten an dem starren Partidogma eine Ueberbrückung der Gegensätze von vorne* herein unmöglich macht. Bundeskanzler Dr. End er ist vielleicht der einzige, der eine Zu« handelt jetzt mit maßgebenden Faktoren wegen eines neuen Stratosphärenfluges. Zu diesem Zweck soll ein neuer Ballon mit Kammersystem gebaut werden, mit dem mau eine Höhe von 30.000 Meter erreichen könnte. Für die neue Unternehmung interessiert sich besonders der Münchner Röntgenologe Dr. W el s. sammenarbeit aller Parteien als eine Art wirtschaftliche Notgemeinschaft vorbereiten könnte. Er mag dazu auch bestimmt den Willen haben. Die Frage ist nur, ob er auf die Dauer die Widerstände in seiner eigen»» Partei zurückdrängen kann und ob es ihm gelingen wird, den Einfluß jener Kreise auszuschalten, die an der heutigen Staats« lrise ihr wohlqerütteltes Maß an Schuld | haben. Doumergue getraut Der Grauhaarige erhält eine Lebensgefährtin. P a r i s, 2. Juni. Der bisherige Präsident der Republik, Gaston D o u m e r g u e, der bisher im 68. Lebensjahr steht, wurde gestern in aller Stille im engsten Kreise getraut, '©eine Auserwählte ist eine Frau G r a v e. Es wurde schon längere Zeit darüber gesprochen, daß sich Doumergue auf seine alten Tage eine Lebensgefährtin zu nehmen wünscht, doch wurde das Gerücht niemals . ffiziell bestätigt. Die Trauung wurde gleich darauf offiziell verlautbart. Spanische Gemeindewahlen. M a d r i d, 2. Juni. Vergangenen Sonntag sind in ganz Spanien die Gemeinderatswahlen abgehalten worden. Nach einem offiziellen Kommuni-quee erhielten die republikanisch,sozialistische Koalition 1645, die radikalen Sozialisten 301, die Liberalen 757, die Monarchisten 201, die Katholiken 47, die Autonomsten 461 und die unabhängigen Nationalisten 354 Mandate. Vor großen Umwälzungen fn der Flimtechnik P a r i s, 2. Juni. Die französischen Gelehrten Professor Magnan und sein Assistent H u g u e-na r d berichteten in der gestrigen Sitzung der Akademie der Wissenschaften über ihre Erfindung, die es ihnen ermöglicht, 2000 bis 3000 Filmaufnahmen in der Sekunde zu machen. Dies bedeutet für die Filmvroduk» tion große Umwälzungen, da man mit den bisherigen Apparaten nur eine sehr beschränkte Zahl von Filmaufnahmen in der Sekunde machen konnte. Börsenbericht Ljublja n a, 2. Juni. Devisen; Berlin 13.43, Budapest 988.77, Zürich j 1006.80. Wien 795.18, London 275.14, | N-wpork 56.425. Paris 221.78, Prag I üf?' T'iest 295.90 Wendung in Rom Die italienische Negierung scheint zum Nückzug zu blasen — Einstellung der Vreßkampagne — Bomben in Bologna In der schon bis zur Spitze getriebenen Spannung zwischen Vatikan und Quirinal sprechen alle Anzeichen dafür, daß plötzlich eine Wendung eingetreten ist. Die Faschisten bereiten sich zu einem Rückzug vor, da sie offenbar eingesehen haben, dah sie die Span nung aus eine zu gefährliche Spitze getrieben hatten. Bemerkenswert ist die Rede des Papstes, die er beim Empfange der Salesianer Zöglinge gehalten hat. Der Papst sagte, man sehe heute die ersten Früchte einer Jugenderziehung, die nicht mehr christlich genannt werden könne und die nicht den Sittengesetzen entspreche. Die Jugend sei zu Hatz und zu Gewalttätigkeiten verführt worden. Wir haben, sagte der Papst wörtlich, zunächst gewartet, ob die religiöse Erziehung aufgenom men wird, aber man hat mit der linken Hand wieder zerstört, was mit der rechten eingeleitet worden ist. Ich wiederhole, man kann uns das Leben nehmen, nicht aber uns zum Schweigen bringen. Zunächst hat man einen Pressefeldzug voller Verleumdungen und Beleidigungen begonnen, dann mit Straßendemonstrationen fortgesetzt, die den Gipfel der Schamlosigkeit darstellen und auch Blut gekostet haben. In ganz Italien haben wahre Stürme gegen die katholische Aktion mit Ueberrumpelungen und Konfiskationen eingesetzt. Der Papst befahl seinen Zuhörern Demut und Zurückhaltung zu üben. Es scheint, daß der Vatikan einen formellen Protest beim königlichen Hof angeregt und Genugtuung für die Verletzung der exterritorialen Gebäude des Vatikans durch die Demonstranten gefordert hat. Man glaubt, daß eine ungünstige Ausnahme dieses Protestes zu einer Abberufung des Nuntius und damit zum Bruch der diplomatischen Beziehungen führen mutz, was den Be ginn eines Kulturkampfes in Italien bedeuten müsse. Wenn die Nachrichten, die abends zirkulierten, zutreffen, soll die italienische Regierung bereits einen Rückzug angetreten haben, indem einige der geschlossenen Vereinslokale der Katholischen Aktion wieder sreigegeben worden sind, allerdings nach Be schlagnahme des dort Vorgefundenen Materiales. Papst Pius hat eine Kardinalsversamm-lung einberufen. Sämtliche Kardinale und andere in Rom anwesenden Kirchenfürsten berieten unter dem Vorsitz des Papstes von halb 10 bis 11 Uhr. Gegenstand der Beratungen war die Situation, aus der vorläufig kein Ausweg zu sein scheint. Der Papst hat bei dieser Gelegenheit das Kardinalskollegium über die Vorgänge der letzten Tage und über ihre Beziehungen zu den Lateran-vertrügen unterrichtet. Alle anwesenden Kar dinäle haben für die von ihnen geleiteten Kongregationen dem Papste ihre unerschütterliche Ergebenheit und den Gehorsam gegenüber seinen Direktiven zum Ausdruck gebracht. , Auf Grund der beim italienischen Innenministerium eingetrosfenen Nachrichten ist am Samstag dem Befehl der römischen Zentralregierung, betreffend die Auflösung der nichtfaschistischen Jugendorganisationen überall Folge geleistet worden. Die Präsekten und Polizeibehörden haben die Schließung sämtlicher Vereinslokale der Katholischen Aktion in allen Provinzen Italiens angeordnet und durchführen lassen. Zu Zwischenfällen ist es nirgends gekommen. Der Presfckampf zwischen dem „Lavoro Fascista" und dem „Osservatore Romano" ist plötzlich von italienischer Seite abgebrochen worden. „Lavoro Fascista" gibt in einer redaktionellen Notiz mit Hinweis auf die bevorstehenden Ereignisse bekannt, die Polemik abzubrechen, da das Blatt die Aktion der verantwortlichen Stellen nicht durch kreuzen wolle. Das Blatt kündigt aber gleich R o m, 2. Juni, zeitig an, daß, wenn sich die Wiederaufnahme der Polemik zur Klärung der beiderseitigen Position notwendig erweisen sollte, es die Kampagne wieder eröffnen werde, im Interesse nicht nur des faschistischen Regimes, sondern auch jener Kreise, die von einer Wiedergeburt der abgewirtschafteten Po polari-Partei nichts wissen wollen. Auch „Osservatore Romano" verzichtet bei der neuen Wendung der Dinge auf die Fortsetzung der Veröffentlichung der Beschwerdelisten. In B o l o g n a explodierten an verschie denen Stellen der Stadt drei Bomben, ohne jedoch Schaden anzurichtcn. Man nimmt an, daß diese Bombenexplosionen im Zusammenhang mit der Hinrichtung des Anarchisten Schirru stehen. Einen schweren Schlag für die italienischen Finanzen bedeutet das Verbot des Vatikans, den Eucharistischen Kongreß, der in Rom hatte abgehalten werden sollen, zu veranstalten. Auch die beabsichtigten großen Antonius-Feierlichkeiten in Padua wurden abgesagt. Da an diesen Feierlichkeiten auch ein besonderer Abgesandter des Papstes hätte teilnehmen sollen, würden Hunderttausende nach Italien geströmt sein, was Millionen ins Land bringen müßte. Nun sind diese Veranstaltungen abgesagt, was die Regierung sehr unangenehm empfindet. Bis aus weiteres werden auch keine Prozessionen abgehalten, um keinen Anlatz zu Zusammenstößen mit den Faschisten zu geben. Der Papst hat die weitere Leitung der katholischen Organisationen obwohl sie verboten sind, den Bischöfen unterstellt. Man glaubt, daß die Regierung es nicht wagen werde, mit der bisherigen Strenge gegen die Kirchenfürsten vorzugehen, da sonst der Vatikan dies als eine zweite Auslage von Mexiko hinstellen könnte. Ein Denkmal für den letzten Grafen von Celje in Beograd. Wie die „Breme" aus Beograd berichtet, wird dieser Tage auf der Terasse unter der Oberstadt in Beograd ein Denkmal für Ulrich den Letzten errichtet werden. Das Denk mal ist ein Werk des Bildhauers K r 8 i -nie und stellt ein Mädchen dar. Minister a. D. Herr S h v e g e l hat die Statue erworben und der Beograder Gemeinde zum Geschenk gemacht. Unter der Statue ist folgende Inschrift angebracht: „Zum Gedenken Ulrich von Celje, dem Vorgänger der Bereinigung der Jugoslawen, der in dieser Stadt im Jahre 1456 durch Feindeshand umgekommen ist." Autostraße nach Kamnwka Bistrica. Vergangene Woche wurde mit einem neuen Straßenbau in Oberkrain begonnen. Und zwar wird die neue Straße die schöne Stadt Kamnik mit dem romantischen Bistrica-Tal verbinden. Die projektierte Straße, die etwa 8 Kilometer lang ist, wird nun endlich eine Verbindung zwischen Kamnik und dem bekannten touristischen Stützpunkt Kamniska Bistrica Herstellen. Beim Bau sind 200 Arbeiter beschäftigt. Die Straße, die nun einen ständigen Autobusverkehr ermöglichen wird, weist eine Breite von fünf Meter auf und wird gänzlich makadamisiert sein. löst die Innerlichkeit des Erlebnisses in die Allgemeinheit des Wissens aus und zieht aus dem Ereignis die Genugtuung seiner Verbreitung. Sie erschließt das Tor der Oeffentlichkeit, um in ihr ewigglciche Fragen und Wünsche durch die stete Wiederholung zu verankern und im illusionären Wechsel des Rhythmus abznrollen." Wer jetzt noch nicht weiß, was eine Zeitung ist, dem ist nicht mehr zu helfen. Opfer der Tanzwut. Bei einem Wettanzen um die Meisterschaft einer Provinz in M e x i k o gerieten die Anhänger mehrerer Teilnehmer an dem Wettbewerb in Stroit. Es entspann sich ein regelrechtes Feuergefecht in dem Tanzsaale und in seiner Umgebung. Als die Polizei eintras, fand sie nicht weniger als 17 Tote und 5 Schwerverletzte vor. Marokko mW einen Scharfrichter In der Nähe von Casablanca in Marokko wurde Anfang ?lpril der Araber Savort ermordet ausgesunden. Wenige Tage später wurde der Mörder des Arabers, der Eingeborene Luchtir, festgenommen und zum Tode verurteilt. Aber mit den Todesurteilen hat es in Marokko eine eigentümliche Bewandtnis: zu Tode Verurteilte wer den hier nämlich durch Erschießen hingerich tet; die Araber jedoch, denen allen Krieg und Kampf im Blute liegen,, sind zu sehr gewöhnt, den Kugeltod als heldenhaftes Ende zu verherrlichen, um nicht durch die Anwendung dieser Todesart für Verbrecher irritiert zu werden. Immerhin muß zu Was fft eine Leitung? Was ist eine Zeitung? Jeder glaubt das zu wissen. Und doch haben Fachleute schon die verschiedensten Definitionen versucht, ohne eine befriedigende Antwort zu finden. Jetzt allerdings ist die Frage einwandfrei und gründlich gelöst. In einer Heidelberger Doktorarbeit findet sich nämlich folgende Klärung der Zeitungsfrage: „Die Zeitung wwmm ihrer Ehre gesagt werden, daß so ein Fall überhaupt höchst selten vorkommt; die letzte Erschießung eines Mörders hatte vor zwei Monaten stattgesunden, die vorletzte — im Jahre 1927. Jetzt wäre also Luchtir an der Reihe Aber schließlich sagte man sich, daß auf die Tauer das „harmlose" Erschießen wirklich keine abschreckende Strafe darstellte, und die Stimmen mehrten sich, die nach Einführung der Guillotine tiefen. Dieser Vorschlag wur de schließlich dem Sultan unterbreitet, der sofort einen „Dcchir" erließ, besagend, daß im Scherifischen Reiche von nun an jedes Urteil durch Abtrennen des Kopfes vollstreckt werden sollte. Europäischerseits hatte man an die Einführung der neuen Todesart noch eine besondere Hoffnung geknüpft: da dem Volksglauben nach nur derjenige in Mohammeds Paradies Eintritt erhält, der am jüngsten Tage alle seine Gliedmassen beisammen hat, würde auch der harlgesot- Ofterreichs FinanzDiktator die jetzt in Genf tagt und von 52 Staaten mit 141 Delegierten beschickt ist, wurde der polnische Regierungsdelegik«t-> g P f ü l. Der äliOent Der xv. internationalen Arbeitskonferenz. Im Zusammenhang mit der Sanierung der Oesterreichischen Kreditanstalt haben die ausländischen Geldgeber den französischen Finanzsachverständigen Professor R i st als Aufsichtsperson in die Kreditanstalt und in die Oesterreichische Nationalbank gesetzt. Rist ist bekannt als starker Verfechter der französischen Interessen tenste Bösewicht in Zukunft vor einem Met de zurückschrecken, weil die Köpfung ihn nicht nur um die Freuden des diesseitigen sondern auch um die dies jenseitigen Lebens bringen würde. Jetzt allerdings versichern alte Marokkokenner, dem wäre nicht so, denn die früheren Sultane hätten Aufrührer nach Herzenslust geköpft — manchmal waren die Stadtmauern geradezu bekränzt mit Köpfen — und ihre Untertanen hätten angesichts solch« Strafe doch sicher nicht st oft rebilliert, wenn ihr jenseitiges Leben auf dem Spiele gestanden hätte. Aber wie dem auch sei — eins steht fest: daß Luchtir nämlich die Ehre haben wird, das Fallbeil in Marokko einzuweihen. In-zwischen allerdings konnte und kann er noch ruhig schlafen: Guillotinen werden nicht tu Serien fabriziert wie Autos und es Hai zwei Monate gedauert, bis eine fertiggestellt wurde; dieser Tage ist sie in Casablanca av gekommen. Und jetzt ist Marokko auf der Suche nach einem Scharfrichter, den es si4 irgendwo borgen muß . ; . Auf Der Straße gelanDet Eine unfreiwillige Landung mußte Sonn« tag abends ein Ballonflicger in einer Straße von Lyon vornehmen. Dabei blieb dei Ballon an der elektrischen Leitung der Straßenbahn hängen. Den: Insassen gelang es aus der Gondel zu springen. Die Hülle iw-Ballons war an mehreren Stellen undicht geworden, so daß das Gas in großen Mengen ausströmte. Die Polizei mußte sofort umfangreiche Absperrungen vornehmen, uw der Explosionsgefahr zu begegnen, da sich uv ter den taufenden Neugierigen auch zahlreiche Raucher befanden. Dank dieser Maßnahme war es möglich, ein unabsehbares Unglück zu verhüten. Drei Personen erlist ten leichte Gasvergiftungen. Eine Irrfinnige terrorisiert eW Dorf Einige Wochen lang lebten die Bewohne« des kleinen französischen Dorfes Mart-g n a n t im Zeichen des Terrors. Die Rentiere Marguerite S e ch a u d ging mit einem geladenen Revolver in der Hand dura! die Hauptstraße des Dorfes und drohte, alle ihre Feinde zu erschießen und danach das Dorf in Brand zu setzen. Das Verzeichnis der Feinde der Sechaud ist ziemlich lang. Es enthält die Namen des Staatsanwaltes von Lyon, des heiligen Vaters 'fl Rom, des Präsidenten der französischen Republik und des Außenministers Briam Alle genannten Personen erhielten von Fr^ Sechaud Warnungen und schriftlich vollzogene Todesurteile. Der Polizeipräfekt veranlaßte die Uebett führung der Kranken ins Irrenhaus. $1-die Gendarmen und die Diener vor dew Hause erschienen, eröffnete Frau Secha" durch das Fenster ein regelrechtes Feuerg^ fecht. Das Haus mußte belagert werde". Am Abend des zweiten Belagcrungstags hißte Frau Sechaud eine weiße Fahne. erklärte sich zur Uebergabe bereit, aber uw ter Bedingungen. Ein offizielles Schrei^ des Präsidenten der französischen Repu^' an sie persönlich gerichtet, sollte ihr ausg^' händigt werden. Kurz darauf wurde ein Pier mit verschiedenen Unterschriften uv Siegeln der Kranken durch das Fenster 9. warfen. Darauf verließ die Irrsinnige w Zimmer, reichte den Gendarmen ihre 2M, und rief feierlich aus: „Ich verlasse mich aJ das Ehrgefühl der Sieger." Die Sieg brachten sie aber ins Irrenhaus. Unterstützet die flntituberkulosenli^ 800 Millionen amerikanische Schatzsch^ «nleihe. Schatzsekretär Mellon kündigt in Wafh^j ton an, daß eine Emission von 3 ein AH prozentigen Schatzscheinen im Gesamtbet i von 800 Millionen Dollar am 15. Junc ^ gelegt werden wird. Die Schatzscheine y° j eine Laufzeit bis 1949 und werden vom Juni an rückzahlbar sein. _ Vergangene Woche hatte Staatvse Mellon mitgeteilt, daß das Defiziet einigten Staaten mit 30. Juni 800 M ^ nen Dollar betragen würde. Der Zwe ^ Emission von Schatzscheinen P somtt s, Seit langer Zeit hatte man sich Rech abgelegt, daß man eine Vermehrung^. Steuern vermeiden müsse, weil sie sichten der Republikaner bei den ffiWeu Jahres 1032 stark beeinflussen würde. Der Doppelmorö am Geislerherg Note Mörder in Kalifornien — Geheimnisse in der Sierra Nevada ; Kalifornien ist in Heller Erregung über einen Doppelmord, der an einer Stelle der Sierra Nevada geschehen ist, an der schon manche Mordtat unter geheimnisvollen Um* ständen erfolgte. Stets war in die Körper der Ermordeten ein bestimmtes Geheimzeichen eingeschnitten. Der Ort der Tat ist der Todeskanyon am Geisterberg. Das erste Opfer des Berges war ein gewisser Avery K c e z e r, ein Vieh Weidenbesitzer. Der hatte seine Freunde verlacht, als sie ihn vor der Wildnis der Berg hänge warnten, wo des Nachts seltsame Feuer lohten und geisterhafte Rufe von Sa» nyonstuse zu Kanyonstufe echoten. Alls man ihn fand, trug seine Schulter ein kabalisti-sches Zeichen. Die 15jährige Florence G r i st hatte sich mit ihrem Pferde beim Blumensuchen zu weit von der Straße entfernt. Das Pferd war abends allein heimgekehrt. Lange fand man den Körper des Mädchens nicht. Zufällig hoben die Suchenden einen gewaltigen Felsblock ein wenig in die Höhe und fanden die Leiche des Kindes. Das gefürchtete Zeichen war in die Schultern geschnitten. Walter Mc. Q u a r d e und George Hill aus San Franziska kamen in die Gegend, um Bären zu jagen. Als die Bewohner der Gegend sie vor der Gefahr, die vom Geisterberg jedem drohte, warnten, spotteten sie über den Aberglauben. Sie wurden später bei einem gewaltigen Fels-block gefunden; die Leiber zerstückelt, oer-branstt, trugen sie seltsame Zeichen. Auch das neueste Opfer des Berges die achtzehnjährige Garmen Wagner, fand ihr Ende nicht allein. Sie hatte einen Jagdausflug in der Begleitung ihres Verlobten Henry S w e e t gemacht. Den Leichnam Sweets fand eine Streife, von Kugeln durch bohrt. Der greife selbst widerfuhr ein trauriges Mißgefeyick. Einer hatte sich bei dem langsamen Vorrücken durch das Dickicht und lws Gewirr der Felsblöcke von dem Gros entfernt. Man fand ihn mit eine mLeder-öurt an einen Baum aufgeknöpft. Auch seine Schultern trugen das geheimnisvolle Sei chen. Dann entdeckte die Streife den Jagdhund der Ermordeten. Seine Flanken klaff ten weit offen. Sie trugen dasselbe Zeichen, schließlich fand man in einem frischen Erd Hügel den zerstückelten Leichnam Carmen Tagners, der Brandwunden und das übli-d>e mystische Zeichen aufwies. Wenn die Opfer des Geisterberges begraben wurden, waren stets der Häuptling der Jakua-Jndianer mit seinen Tapferen, deren Frauen und Kinder aus dem Fcrstdickicht herabgestiegen, um schweigend, mit feindseligen Blicken Spalier zu bilden neben dem Trauerzuge, der sich nach der kleinen Kirche von Ferndale bewegte. Wortlos wie sie gekommen, waren sie wieder gegangen. Ten Geisterberg hinauf, dessen Boden sie vor Jahrzehnten, als die ersten Blaßgesichter über die Rücken der Sierra vordrangen. Jn-dianerblut in Strömen getränkt hatte. Als Carmen Wagner in ihrem. Heimatsorte Eu-reka beigesetzt wurde, da . bildeten wiederum die Indianer vom Geisterberg Spalier für den langen Trauerzug. Und wieder gingen sie schweigend davon. Aber in der folgenden Nacht flammte Feuer auf den Bergen auf und wilde, zeubarische Rufe ertönten, überdröhnten das Schlagen der Tam-Tams. Polizei und Wissenschaft, Kriminalbe-"" te aus Newyork und San Francisco teilten sich in die Aufklärung der letzten Mordtaten An den Streifen, die zur Auffindung der Leichen führten, hatten auch zwei Indianer namens Jack Ryan und dessen Halbbruder Walter David keilgenommen. David hatte bei der Suche einen Rotschimmel geritten. In der Nähe des Hügels, unter dem Carmen Wagner verschart gelegen,, waren Schwanzhaare eines Rotschimmels gefunden worden. Jack Ryan, der andere „hilfsbereite" Indianer, hatte die Uhr von Carmen Wagner im Besitz. Beide wurden verhaftet und sind des Mordes au Henry Sweet und Carmen Wagner angeklagt. Bei ihrer Verhaftung zeigten sie keine Furcht. Sie murmelten unausgesetzt Beschwörungsformeln. Die weiteren Durchforschungen, des Waldes. in Teilen, die zuvor vielleicht , nie der Fuß eines Weißen betreten, führten zur Entdeckung eines uralten Opferaltars an einer versteckten Stelle im Todeskanyon. Ihn bilden die Aeste eines großen Baumes in einem Halbkreis. Sie sind so angeordnet, daß eines Menschen Leib darunter über einen mächtigen Felsblock gestreckt werden kann. Und es erhebt sich die Frage: Ist Car men Wagner das Opfer eines Ritualmordes geworden, ein Menschenopfer, dargebracht einem grausamen, heidnischen Gott? Und wenn sie das ist, bedeutet das nicht auch, daß alle die anderen, die ihr Leben auf dem unheimlichen Berge verloren haben, dort oben den Schmerzenstod gestorben sind auf verborgenen, ural' n Altar der Rothäute? Ein neuer Bankkrach In Wien Selbstmord des Bankiers Landauer — Mißglückte Sanierungsverfuche Durch den Zusammenbruch der Oester-^chischen Kreditanstalt wurde eine Anzahl D|t Kreditinstituten und anderer Unternehmungen in Mitleidenschaft gezogen. Bor eichen Tagen war es die Bank Auspitz, Liebig M ßv., die in Zahlungsschwierigkeiten ge ^t und deren Mitinhaber Hofrat Doktor Schüller Selbstmord beging, während sein I "vipaguon aus dem Leben zu scheiden vcr-wchte. Jetzt kommt die Meldung, daß ein vderes Wiener Bankhaus in Zahlungs-Müiierigkeiten geraten ist. Es ist dies die ">nna R. Landauer. ^ Der Teilhaber der Bank, Oskar Landauer, vrde Sonntag in einem Zimmer seines uros tot aufgefunden. Er hatte sich aus ei» ^ vt Revolver zwei Schüsse in die linke vtth •te llvjagt, die das Herz getroffen t seinen sofortigen Tod verursacht hat-Cijj.' ^e er zur Waffe griff, hat er auch SeL, 9ertommen, denn man fand neben der Val schachteln, die Morphium und Vero-ejn enthalten hatten. Oskar Landauer hat -Alter von 54 Jahren erreicht. geXny Bankhaus R. Landauer hatte infol-bettiet ungünstigen Verhältnisse eine Liqui-^esyMr.^Plärrt und dementsprechend den die sumfang stark eingeschränkt, so daß tittQ »Endlichkeiten verhältnismäßig ge ^otfp r Zufolge der Stagnation an der die Firma versucht, sich auf dem der nicht aufgewerteten Vorkriegs- papiere zu betätigen, doch war dies mit größten Verlusten verbunden. Auch die Tätigkeit in der Konsumfinanzierung hat nicht die gewünschten Erfolge gebracht. An der Börse selbst spielte die Firma Landauer, die früher ein ausgedehntes Komittentengeschäft gehabt hatte, keine Rolle mehr. In wirtschaftlichen Kreisen war der Versuch gemacht worden, der Firma die für eine stille Liquidation erforderlichen Beträge zur Verfügung zu stellen, was jedoch nicht gelungen ist, QjfcWeö Wccarbs von Tirol Abreise nach Augsburg. — Große Ehrungen für den Forscher. Der belgische Professor P i c c a r d und sein Assistent Dr. Kipfer wurden während der drei Tage, die sie zur Erholung von den Strapazen während des Abstieges in die Stratosphäre in Ober-Gurgl verbracht hatten, Gegenstand allgemeiner Aufmerksamkeit. Der Professor mußte vor den Pressevertretern förmlich flüchten, da er ständig belagert wurde. Samstag sprach er im Radio über seine Erlebnisse hoch in der Luft. Gestern reiste Piccard mit seinem Beglei ter nach Augsburg ab. wo er sich einige Tage aufhalten und der Balloufabrik über die gemachten Erfahrungen Bericht erstatten wird. Sodann fährt er nach Brüssel zu seiner Familie. Der Professor erklärte, er werde in nicht allzu ferner Zeit einen zwei ten Aufstieg in die Stratosphäre unternehmen. Der Ballon wurde gestern glücklich nach Ober-Gurgl geschafft, von wo seine Ueöer-führung nach Augsburg stattfinden wird. Die Gondel muß jedoch vorläufig auf dem Gletscher verbleiben. Auf die Aluminiumgondel sind telegraphisch Kaufangebote dreier englischer Warenhäuser eingelaufen, die sie für Ausstellungszwecke erwerben wollen. Ihr Schicksal ist aber noch unbestimmt. Hilfsmannschaften ließen die Gondel, von Tauen und ©eilen zurückgehalten, über die Gletscherfläche, und den großen Gletscherbruch, der unterhalb der Landungsstellc Piccards liech, gegen 300 Meter tief gegen das Ende des Gletschers zu hinabgleiten. An eine Bergung ist wegen der Unwegsamkeit solange nicht zu denken, als nicht ein sehr schneereicher Winter den Wasserlauf eines Grabens, durch den die Gondel geführt werden muß, vollständig mit einer hohen Schneedecke überwölbt. Möglicherweise wird sie daher wegen der Transportschwierigkeiten von dem belgischen Fonds, der ihren Bau ermöglichte, der Gemeinde Gurgl gewidmet werden. Professor Piccard sagte in einem Dankschreiben an die Bevölkerung von Gurgl und an den Führer der Rettungsexpedition Oberlehrer Falkner, daß er in keiner Gegend hätte landen können, die schöner gewesen wäre und deren Bevölkerung ihn mit größerer Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit ausgenommen hätte. Furchtbare Kmdertragööie Am hiesigen Exerzierplatz stiegen gestern sechzehn halbwüchsige Jungen im Alter von 10 bis 16 Jahren in einem unbewachten Augenblick über einen Zaun und gelangten in die Granatenabteilung. Hier fanden sie eine Handgranate, die noch nicht explodiert mar. Die Buben begannen sie zu bearbeiten. Plötzlich explodierte die Granate und zerriß einen Jungen buchstäblich in Fetzen. Die übrigen Knaben erltten so schweren Verletzungen, daß an ihrem Aufkommen gezwei seit wird. Erdrutsch In Kairo 14 Personen verschüttet. In einer Sandgrube bei Kairo wurden fünf Arbeiter durch einen Erdrutsch verschüttet. Neun weitere Personen, die den Verschütteten zu Hilfe eilen wollten, wurden gleichfalls durch die herabstürzenden Erdmassen verschüttet und sind erstickt. Roß entdeckte den magnetischen Nordpol Vor hundert Jahren. Am 2k Juni sind hundert Jahre vergangen, seit der magnetische Nordpol von Sir James Clarke Roß entdeckt wurde. Roß, der fast sein ganzes Leben in den arktischen und antarktischen Zonen verbracht hat, war zweiter Kommandeur der Nordpolexpedition, die sein Onkel Sir John Roß in den Jahren 1829 bis 1833 unternahm, um die nordöstliche Durchfahrt nach dem Fernen Osten zu erproben. Sir James Clarks Roß, der in den Jahren 1819 bis 1827 Parry auf seinen vier Expeditionen begleitet hatte, erreichte zwar sein Ziel, nahm aber zum ersten Mal die Küsten von Boothin Felix und Kiug-William-Land auf. Nach einem D?!' " •ilichcn Kamps mit dem Eis mußte die E nt schließlich ihr Schiff, den Dampfer „V etory" — i': eigens das erste Dampf schiff, das in der Polarfcrschung Verwendung fand — verlassen. Nach einer abenteuerlichen Bootsfahrt wurde sie von einem Hilfsschiff ausgenommen. In späteren Jahren leitete Roß eine von der englischen Regierung ausgerüstete Südpol-Expedition, die die Berechnungen des großen Göttinger Mathematikers Gauß über den Erdmagnetismus nachprüfen sollte Roß gelangte jedoch nur bis zum Viktoria-Land, wo er durch Eisbarrieren aufgehalten wurde. Nach Roß ist die Roß-Straße zwischen Voothin-Felir und Kinq-Williams-Land und das Roß-Meer östlich vom antarktischen Viktoria-Land benannt morden, das jetzt für den Walfana eine große Rolle spie'l- Die Erforschung der erdmagnetischen Kräf te ist von großer Bedeutung besonders für die Schiffahrt und in neuerer Zeit auch für den Luftverkehr. Der Bestimmung von Rich tung und Größe der erdmagnetischen Kraft dient die Berechnung von Deklination, Inklination und Intensität, von denen nament lich die ersten beiden Faktoren von großer praktischer Bedeutung sind. Nach Gauß kann man aus wenigen Beobachtungen an der Erdoberfläche für jeden Punkt die niagneti«. sche Spannung, das sogenannte magnetische Potential errechnen. Das „Gefälle" dieses um die ganze Erde verteilt gestellten Po lentials nach irgendeiner Richtung gibt die Größe der erdmagnetischen Kraft an., Der Verlauf des endmagnetischen Potentials auf der Erdoberfläche läßt sich in Karten darstellen mit Linien gleichen Potentials. Aus diesen Beobachtungen kann man Schlüsse ziehen auf den Sitz der magnetischen Kräfte quellen, sowohl den regelmäßigen wie den unregelmäßigen, die in erster Linie von der Verteilung von Wasser u. Land auf der Erde abhängig sind. Die Messungen werden erschwert durch zahlreiche örtliche Störungsquellen, von denen die Insel Sussarö im Finnischen Meerbusen die berüchtigtste ist, und durch zahlreiche Variationen, die täglich, jährlich oder periodisch auftreten im Zusammenhang mit der Erddrehung aus dem Lauf der Erde um die Sonne, schließlich durch plötzliche Störungen, mit deren Erforschung sich gegen-, wärtig zahlreiche erdmagnetische Observatorien in allen Teilen der Welt beschäftigen,' (Sine Schenkung des toten Nansen Wie aus Oslo berichtet wird/ ha! der Bruder Fritjof Nansens, Rechtsanwalt Alexander Nansen, dem früheren norwegischen Staatsminister Mowinckel mitgeteilt, der Rest der Stiftungen, die Fritjof Nansen zur Linderung der Not zur Verfügung gestellt worden seien, und der Nobelpreis Fritjof Nansens würden jetzt als Schenkung an den Fritjof-Nansen-Gedächtnis-Fonds übertragen werden, der unter den Auzpizien des Völkerbundes in den verschiedenen Län dern eingesammelr werde. Staatsminister Mowinckel nahm die Stiftung mit Dank an und machte dem Nansen-Büro des Völkerbundes Mitteilung davon. Der Betrag beläuft sich mit Zinsen auf 250.000 Dinar Furchtbarer Framnmmö Samstag nachts spielte sich im Osten B e r l i n s ein Liebesdrama ab. In der Rigaer Straße wurde in ihrer Parterre-Wohnung, im Hinterhaus, die 51jährige Witwe Klara Richter ermordet aufge-sunden. Der Täter wurde bei der Flucht gesehen und erkannt. Es ist der 51jährige Schlosser Emil H e r m a n n, der seit einer Reihe von Jahren der Geliebte der Ermordeten war. Ein Hieb mit einem Beil hat den Schädel der Frau derart zertrümmert, daß der Tod soforc eingetreten sein muß. Die Nachbarn bekundeten übereinstimmend. daß gegen 23 Uhr zwei dumpfe Schlä ge vernehmbar waren, die aus der Wohnung der Witwe Richter kamen. Eine Besichtigung des Tatortes erklärte ihre Entstehung, sie wurden verursacht durch den umfallenden Stuhl und durch die zu Tode ge«, troffene, niederstürzende Frau. Als die Hausbewohner zum Fenster eilten und auf den Hof herabsahen, erblickten sie den Schlosser Hermann, der eilig aus dem Parterrefenster stieg und flüchtete. An seiner Täterschaft besteht kein Zweifel. Drei Stunden vor ihrem Tode war Frau Richter Bei ihrem Flurnachbarn und bat ihn um feinen Schutz für einen Bescrgungsgang. Sie getraute sich nicht allein auf die Straße zu gehen, da Hermann gegenüber in der Gastwirtschaft sitze und auf sie warte, um ihr wieder Eifersuchtsszenen zu machen. Ter aus Fehrbellin gebürtige Schlosser Emil Hermann hat sich auf Rat eines Freun des selbst der Polizei gestellt Er behauptet, daß ihn Frau Richter mit einem Revolver bedroht habe, aber in der ganze Wohnung ist keine Schußwaffe gefunden worden. Außerdem behauptet der Täter, daß er Grund gehabt habe, an der Treue der Frau zu zweifeln. Nach der Tat ist Hermann in den Straßen umhergeirrt; aus Berlin flüchten konnte er nicht, da er kein Geld horte. Ter Schlosser wurde in Haft gennommen. Die Unters''ch.'"" geht weiter. 14 Familien streiten um einen Sohn Das französische Wohlfahrtsministerium mirii in einigen Tagen als Beklagte in einem Zivilprozeß auf treten, der in der Gerichtschronik der letzten Jahrzehnte kaum sei nesgleichen hat. Klägerin ist eine Witwe M. Sie verlangt, daß der Soldat, der unter dem Namen Anselmo M a n g e n e im Irrenhaus in Rodet sich Befindet, als ihr leiblicher Sohn anerkannt wird. Im Feber 1919 traf in Lyon ein Zug französischer Soldaten ans der deutschen Gefangenschaft ein. Unter ihnen befand sich ein junger Soldat, der sein Gedächtnis vollkommen verloren, hatte. Kein Dokument konnte Bei ihm gefunden werden. Man wußte nicht, welchem Regiment der Soldat angehört hatte, und unter welchen Umständen er in die deutsche Kriegsgefangenschaft geraten war. Da alle Nachforschungen ergebnislos verliefen, wurde der unbekannte Soldat unter der Bezeichnung „Soldat 13" in ein Asyl in Clarmont-Ferrant eingeliefert. Gleichzeitig jst an alle Stadt- und Dorfgemeinden in Frankreich feine Photographie verschickt wor den, damit die eventuellen Angehörigen ihn erkennen könnten. Als erste meldete sich eine Frau W e c e t t e. die den Soldaten Nr. 13 als ihren 1915 an der Front vermißten Sohn erkannte. Da die Angabe der Frau Weeette von keiner Seite Bestritten wurde, willigten die Be Hörden in den Wunsch der Mutter ein, den Kranken in die Nervenheilanstalt nach Rodet zu Bringen, wo Frau Wecekte ihren Wohnsitz hatte. Während die Mutter Bemüht war, die feh lenden Papiere zu beschaffen, um in ihren Muterrechten offiziell anerkannt zu werden, erhoben 14 weitere Familien Anspruch cuf den Soldaten Nr. 13. Die Familien D u-I o n t in Paris, R o n d o t in Kanada, M o n g e n e in Nantes und noch 11 andere wollten in dem Soldaten Nr. 13 ihren Angehörigen erkennen. Der Witwe M. ans dem Departement Gironde, die fest überzeugt ist, daß der umstrittene junge Mann ihr Sohn sei, blieb nichts weiter übrig, als gegen das Wohlfahrtsministerium, dem das Irrenhaus in Rodet untersteht, eine formelle Klage anzustrengen. Die Klägerin verfügt über eine Reihe von Beweisen, die an der Identität des Soldaten Nr. 13 mit hrem vermißten Sohne keinen Zweifel übrig lassen sollen, Dokumente, Photographien, Zeugenaussagen usw. Trotzdem wird das französische Gericht Bei der Verhandlung der Angelegenheit vor eine äußerst schwierige Aufgabe gestellt werden. Merkwürdigerweise wollen auch die anderen Familien von ihren Ansprüchen nicht lassen und Beabsichtigen gleichfalls, vor den Schranken des Gerichts für ihre Rechte zu kämpfen. Gowjetmßland, das unmoralischeste Land In Newyork traf nach elfmonotigem Aufenthalt in Rußland Mrs. $8 a r r e n ein,, die Gattin eines amerikanischen Ingenieurs, der von der Sowjetregierung zur Beaufsichtigung des Baues eines Hüttenwerks engagiert wurde. Mrs. Warren, von Beruf Jour nalistin, folgte ihrem Manne nach. Rußland und nutzte die Gelegenheit aus, um für amerikanische Zeitungen Berichte über ihre russischen Erlebnisse zu schreiben. Durch die ganze Presse ging vor kurzem die Mitteilung, daß Mrs. Warren von den Sowjetbehörden aus Rußland ausgewiesen wurde, da sie sich erlaubte, in den amerikanischen Zeitungen einen Witz über Stalin zu Bringen. An Bord des Schiffes, das die aus Rußland vertriebene Dime in ihre Heimat Brachte, Bereiteten amerikanische Presse Vertreter ihrer Kollegin einen warmen Emp fang. Die russischen Eindrücke der Frau Warren sind keinesfalls rosig. „In der Sow jetunion", erklärte sie, „sieht man nie einen Menschen lachen. Die meisten Menschen füh len sich unglücklich, wagen es aber nicht zu sagen. Die Religion ist aufgehoben und die gläubigen Menschen finden keine moralische Stärkung mehr. Die Sitten sind verwahrlost. Die meisten Ehen, die im Nu geschlossen und geschieden werden können, Säuern nur Monate oder sogar Wochen. Mrs. Warren behauptet, die Sowjetunion fei das unmoralischste Land der Welt. (bei Kranzablösen. Vergleichen und ähnlichen Anlässen der Antituberkulosenliga in Maribor! 100 Todesopfer bei einer Feier. Vergangenen Sonntag wurde in den Ver einigten Staaten der Gedächtnistag für die im Bürgerkrieg Gefallenen abgehalten. Bei den, verschiedenen Veranstaltungen entstand ein solches Gedränge, daß eine ganze Reihe von Opfern der Verkehrsunfälle, hauptsächlich durch Automobile, zu verzeichnen war. Man spricht von nicht weniger als h u n-b e r t Toten. Drei Kinder mit Mohnabsud vergiftet? Die Gendarmerie verhaftete die in Brür wohnhafte 26jährige Arbeitersgattin Anna G r u n d, die in den Jahren 1928, 1929 und 1931 je ein Kind zur Welt brachte. Alle drei Kinder sind unter verdächtigen Umständen gestorben, das jüngste am 26. Mai. Die Leiche des Kindes wurde zur Obduktion nach Graz gebracht. Die Frau gestand, dem Kind einen Absud von Mohnköpfen zum Trinken gegeben zu haben, weil es schlecht schlief. Offenbar ist das Kind infolge wiederholter Verabreichung dieses Absudes an Vergiftung gestorben. Auch die Beiden anderen Kinder dürften an den Folgen dieses Schlaftrunkes gestorben sein. Die Frau bestreitet, die Tötung der Kinder Beabsichtigt zu haben. Sie habe keine Kenntnis davon gehabt, daß der Absud Gift enthalte und das Schlafmittel angewendet, weil ihr gesagt worden sei, daß es einen ruhigen Schlaf bewirke. ■ —>■:<" — Aus Vtuj P. Einen Roten Kreuz-Tag veranstaltet am Freitag, den 5. d. der hiesige Ortsausschuß des Raten Kreuzes. Die Bewohnerschaft möge sich an der Aktion recht rege beteiligen. P. Der katholische Frauenverein hält am Mittwoch, den 3. d. in der hiesigen Propstei seine Jahresversammlung ab. p. Die Donkosaken kommen! Mittwoch abends fingen im Vereinshaussaal die berühmten Donkosaken, worauf nochmals aufmerksam gemacht wird. P. Aus der Messe in Ljubljana stellte u. a. auch der hiesige Künstler Herr Professor I i r a k drei Bilder aus. p. Zur Modernisierung der Stadt. Die „Kmeeka hranilniea" wird demnächst ein neues, zweistöckiges Gebäude errichten. Die diesbezüglichen Pläne wurden Bereits genehmigt, ••->'><— ---------- Aus Ljutomer lj. Selbstmordversuch. Samstag, den 31. v. fanden mehrere Leute den hiesigen Selchermeister Leopold R o dosek in der Nahe der Bahnübersetzung beim Gehöfte der Besitzerin Maria Novak mit einer schweren Schußverletzung. Am Bortage hatte er sein Heim in Ljutomer verlassen, um einige Geschäftsgänge zu machen. Auf dem Heimwege aber Brachte er sich in selbstmörderischer Absicht die erwähnte Verletzung Bei. Er wollte sich durch einen Herzschuß entleiben, doch die Kugel ging fehl und durchschlug die Lunge fünf Zentimeter oberhalb des Herzens. lj. Ein Auto verbrannt. Dem Handelsreisenden Josef Zieger aus Maribor verbrannte auf der Straße Ljutomer — ■Srediice, auf der sogenannten ziemlich steilen „Mara gora" ein Personenauto. Der Fahrer rettete sich durch einen schnellen Sprung aus den Flammen und kam mit geringfügigen Brandwunden davon. An ein Löschen des Feuers war nicht zu denken, sodaß der Wagen vollständig verbrannte. ■. . .. •*•>•:•<♦• —— Aus ©loUeniqraöfc sl. Waldbrand. Aus der sog. „Mislinjska planina entstand dieser Tage ein großer Waldbrand, der jedoch von den sofort herbeigeeilten Holzarbeitern lokalisiert werden konnte, sodaß nur ein größerer Komplex vernichtet wurde. sl. Großes Rauchfangseuer. Dieser Tage brach im Haus des Herrn Franz Kotnik in Stari trg ein Rauchfangseuer, dem fast das ganze Gebäude zum Opfer gefallen wäre. Durch die große Hitze zerfiel d. Rauch fang, sodaß der Brennende Ruß sich über das Holzdach rasch ausbreitete. Zum Glück bemerkte der Nachbar Herr Krebs noch rechtzeitig die Gefahr und verständigte die Leute. Das Feuer konnte bald überwältigt werden, sodaß die bereits erschienenen Feuerwehren aus Slovenjgrade: und Stari trg nicht mehr in Aktion zu treten brauchten. Der Schaden ist bedeutend, erscheint aber durch Versicherung gedeckt — *•>*<•----------- Aus Eelje Freitag abends fand eine öffentliche Gemeinderatssitzung statt, die der Bürgermeister Herr Dr. G o r i c a n um 6 Uhr er-öffnete und eingangs mitteilte, daß der Vor anschlag der Gemeinde so Bestätigt werden wird, wie es der Gemeinderat seinerzeit vor schlug, d. i. mit 50% Gemeindeumlagen u. 1 Dinar Verzehrungssteuer auf Weinmost. Es folgte dann eine geheime Sitzung, auf der Perfonalangelegenheiten erörtert wurden Für den Rechtsausschuß Berichtete hierauf Herr Dr. Salon. Fünf Gesuchen um Auf nähme in den Heimatsverband wird stattgegeben. In Angelegenheit der Firma Ca-ter, die auf ihren Produkten das Stadt-wappen verwendet, wird ein Ausgleich zu-standekommen, nach welchem der Firma gegen eine Entschädigung das Recht der Verwendung des Wappens zuerkannt wird. Um dem Ueberhandnehmen' der öffentlichen Radioapparate und Grammophone zu steuern, wird die Vorführung solcher Apparate bedeu tend eingeschränkt, worüber später eine Kundmachung erlassen werden wird. Im Be sitzstreite mit dem Eigentümer des Gartens auf der Jpaveeva ulica wird ein Ausgleich erzielt, nach dem dem Besitzer Dr. S e r • n e c gegen eine Entschädigung der Garten weiterhin überlassen werden wird. Gemeinderäte werden von nun an von Lieferungen und Arbeiten für die Stadt ausgeschlossen werden. Der Antrag des Gemeinderates Herrn D o b o v i c n i k, daß auch Rechts anroälte von der Rechtsvertretung d. Stadt ausgeschlossen werden, wird dem Rechtsaus» schuß übergeben. Für den Finanzausschuß Berichtet Herr Dr. V r e ö k o, der zuerst den Rechnungsabschluß für das Jahr 1930 verliest, der ein Defizit von 660.000 Dinar aufweist. Die Abschlüsse der städtischen Unternehmen werden genehmigt mit Ausnahme des Elektrizitätswerkes und des Gaswir kes, die eine detaillierte Bilanz verlegen müssen. Auf Antrag des GR. Prof. ! r a v l a k wird von nun an auch der Bürger-Versorgungsfonds einen jährlichen Abschluß erstatten müssen. Ueber den Antrag des GR. Dr. BorsiL, daß die Verwaltung des Fonds dem sozialpolitischen Ausschuß übertragen werde, wird ein kombinierter Ausschuß beraten. Da der Staatsrat die Be schwerde der Stadtgemeinde abgewiesen hat, wird die Gemeinde die Erhaltung des Be-zirkshauptmannschaftsgebäudes selbst tragen müssen. Für den Wirtschaftsausschuß Berich tet Herr Prof. M r a v l j a k. Der Pachtvertrag für das städtische Wannenbad wird bis Ende des Jahres verlängert werden. Einigen Ansuchen um Verkauf von Baupar zellen wird stattgegeben. Für den Bauausschuß berichtet Herr Dr. Wolf. Der Auto buswerkstätte auf der Ljubljanska cesta. wird der Aufbau eines Stockwerkes nicht gestattet. Einige ungepflästerte Straßen werden versuchsweise mit Teer aus dem Gaswerke überzogen 'werden. Für den Regulierungsausschuß Berichtet Herr Direktor B r i n a r. Der Jnnundationsgraben in der Jpavoeva ulica, der vor Jahren verschüttet wurde, wird in kürzester Zeit erneuert werden müf jen, da sich die Beschwerden der anliegenden Besitzer, die bei kleinsten Ueberschwemmun-gen Schaden leiden, häufen. Insbesondere ist das Allgemeine Krankenhaus bedroht. Für die städtischen Unternehmen Berichteten die Herren Po sav ec und B o r I a f Schließlich wird noch der Antrag des Frei« denverkehrsreferenten Herrn V o g I a r für die kommende Fremdenverkehrsausstellung in Ljubljana ein Relief der Stadt her stellen zu lassen, angenommen, worauf die Sitzung geschlossen wurde. c. 120 Bergarbeiter bekommen Arbeit. Die Arbeitsbörse verlautbart, daß das Berg werk Bare in Serbien für sofort 120 Bergarbeiter sucht. Anmeldungen beim Vertreter des Bergwerkes Herrn F e r l e L im Hotel „Post" Bis zum 3. d. c. Messerstecherei. Sonntag kam es zwischen Burschen in Ponikva zu einem Streit, der in eine Messerstecherei ausartete, in deren Verlauf der 28jährige Maurergehilst Ferdinand K r a n j c mehrere Stiche an Beiden Händen davontrug und ihm der rechte Daumen weggeschnitten wurde. ©* wurde nach Eelje in das Allgemeine Krankenhaus gebracht. c. Verstorbene im Mai. Vergangenen Monat starben in Eelje 29 Personen, hievon 28 im Allgemeinen Krankenhause. c. Fronleichnam. Donnerstag, den 4. d> wird wie alljährlich die Fronleichnamspro-zession abgehalten werden und zwar nach dem Hochamt um 8 Uhr. c. Ausflug nach Brezje und Bled. Sams-tag, den 13. Juni veranstaltet ein besonderes Ausflugskomitee einen Ausflug nach dem Wallfahrtsort Brezje und nach Bled Ein Extrazug wird um 14.20 von Eelst fahren. Der Fahrpreis für hin und sut. Beträgt für Erwachsene 60 Dinar, für Kim der 30 Dinar. Für billige Verköstigung un° Uebernachtung ist gesorgt. Teilnehmerkarte zum Preise von 5 Dinar sind Bei Herr" Professor Pavli « und in der Bahnhof' trafik erhältlich. t. Ein Erhängter im Walde bei Lis^ Sonntag nachmittag fanden Spaziergäng^ im Walde bei Lisce einen an einem Wau^ hängenden Leichnam in schon stark verwestem Zustande. Da die Leiche gänzlich kenntlich war und in den Kleidern keiner , Papiere gefunden werden können, rouir man anfänglich nicht, wer der 'Erhängte feI' Die Leiche wurde in die Totenkammer ^ Umgebungsfriedhofes überführt. Mont^ abends agnoszierte ein Arbeiter aus berje die Leiche als seinen 35jährigen 23r" der Anton K r n j n c, der schon länfsi Zeit arbeitslos war. Vor drei Wochen c klärte er, in Bled Arbeit bekommen zu 9, Ben und verließ die Wohnung seines ders, weshalb sein Verschwinden auch auffällig war. Es scheint aber, daß er ke> Arbeit erhalten und aus Verzweiflung > nem Leben ein Ende gemacht habe. c. Gemeinderatssitzung in der Umgebung gemeinde. Samstag, den 6. d. M. findet ^ der GemeindestuBe am Breg eine SM des Umgebungsgemeinderates statt. m. Wetterbericht vom 2. Juni 8 Luftdruck 735, Feuchtigkeitsmesser +3^.^, rometerstand 735, Temperatur +19, richtung NW., Bewölkung teilweise, Nt schlag 0, Umgebung Nebel. . c. Auszeichnung. Der österreichische ^ klub feierte kürzlich sein 30s(ihriges Spl ^ desjubiläum. Aus diesem Anlaß wnr ner Reihe von Persönlichkeiten, die Entwicklung des Ballonsports eine fmF As Rolle gespielt hatten, ausgezeichnet. ^ wurde dem in Nova cerkev Bei ©elfe t fäffigcn Herrn Otto P a r i n die Sportsmedaille verliehen. Am Die deutsche Schachmeisterschaft werden vom 1. Juni ab in Swinemünde die Besten deutschen Schachspieler kämpfen. Mit Besonderem Interesse sieht man dem Treffen zwischen dem Titelverteidiger A h u e s- Berlin (links) und Bogoljubow Triberg (rechts) entgegen, bei dem der bis hcrige „Meister von Deutschland" eine; schweren Stand haben dürfte. fokale Cßronllc Frembenverkeftrstagung Sahrestagung der Mariborer Fremdenverkehrszentrale Unter erfreulichem Interesse der einschlägigen Korporationen hielt gestern nachmittags im Saal des Hotels „Meran" der Mariborer Fremdenverkehrsverband seine Jahrestagung ab. Den Vorsitz führte der Präses Banalrat Dr. R a t e j, der eingangs die Anwesenden begrüßte und sodann einen kurzen Rückblick auf die Geschehnisse des abgelausenen Geschäftsjahres warf. Ueßer die umfangreiche und ersprießliche Tä tigkeit, die der Verband trotz so mancher Schwierigkeit entfaltete, berichtete der unermüdlich tätige Sekretär Landesgerichtsrat Dr. Sensor, der insbesondere die propagandistische Arbeit zur Hebung des heimischen Fremdenverkehrswesens heroorhob. Wenn auch die materiellen Mittel unzuläng lich waren, so wurde auf allen Gebieten des Fremdenverkehres Namhaftes geleistet. Der Verband gab im Vorjahre eine ausgezeichnete Propagandabroschüre von Maribor und der nächsten Umgebung heraus, ein ähnliches Werk befindet sich bereits in Vorbereitung. Ferner wirkte der Verband bei verschiedenen propagandistischen Aktionen mit ganz außergewöhnlichen Erfolg mit. So stand der Verband den Projekten der Bachernseil-bahn sowie dem großzügigen Straßenbau über den Bachern mit Rat und Tat bei. Ueberdies wirkte die Zentrale bei der Abhaltung von Fastwirtschaftlichen Kursen, bei wintersportlichen Veranstaltungen und dergleichen mit. In Maribor und Rogaska Sla tina wurden Fahrkartenbüros gegründet, die sich einer bemerkenswerten Inanspruchnahme erfreuen. Den Kassabericht erstattete Rechtsanwalt Dr. 8 n u d e x I. Die Einnahmen betrugen im vergangenen Jahre 205.200 Dinar, während die Auslagen sich auf 119.900 Dinar beliefen- Der. Verband verfügt zurzeit über ein Vermögen von ca. 300.000 Dinar. Nach den Berichten der Funktionäre entspann sich eine äußerst anregende Debatte über die Mittel und Wege zur Hebung des heimischen Fremdenverkehrs, in die u. a. auch die Herren L e s j a k, Z e m l j i ö, Dr. 8 t e r, O s e t, 8 u b i : und I ans k o v i o eingriffen und so manchen wichtigen Vorschlag zum Antrag brachten. Der Vorsitzende Banalrat Dr. Rates schloß sodann diese wichtige Versammlung, bei der außer den Gemeinden von Maribor und Celje sowie den Kurorten Rogaska Sla tina und Dobrna auch eine Reihe von Alpenvereinsfilialen u. Mitglieder des Gastwirtschaftsgenossenschaftsverbandes zugegen waren. Fkecher RtrnbüberfaH Der Wald von Studencj war heute nachts der Schauplatz eines düsteren Geschehens. Bald nach 3 Uhr morgens begab sich der 30jährige Versicherungsbeamte der Triglav-Gesellschaft Gustav 8 a b e c gegen Stuben-ci heimwärts. Als er unweit der Bahnstrecke den Wald passierte, wurde er von einem . jüngeren, ihm völlig unbekannten Mann . angesprochen, der ihm mit einer Zigarette im Munde um Feuer bat. 8abec blieb stehen und wollte der Aufforderung Nachkommen, als der Unbekannte mit der linken Hand plötzlich einen großen Revolver hervorzog und diesen mit der Drohung „Geld her!" Sabec an die Brust preßte. 8abee versuchte j’ch zur Wehr zu setzen, indem er mit der rechten Hand auf den Angreifer losschlug. Hiebei krachte plötzlich ein Schuß, der Sabeln die Handfläche traf. Für den frechen Angreifer war es nun ein Leichtes, den verletzten und nicht wenig erschrockenen Beamten zu überwältigen. Der Räuber warf 8abec auf den Boden, drückte ihn mit den Knien fest und leerte ihm so die Säcke aus. Als er eine anscheinend wohlgefüllte Brieftasche aus dem Jnnensack des Rockes hervor zog, suchte er eilends das Weite. Zaber rief sofort um Hilfe, worauf er von der Rettungsabteilung ins Krankenhaus gebracht wurde. Bei der Einvernahme gab Sabec eine genaue Beschreibung des Täters ab. Insgesamt fiel dem Täter ein Geldbetrag von ]770 Dinar in die Hände. Die Polizei und -wr Gendarmerie haben bereits Erhebungen kingeleitet. * Das Programm der Velika kavarna Mietet nebst Leo Balberg das beste dom Besten. Täglich Vorstellung. 6957 Bemerkungen zur Straßenverkehrsordnung Wir erhielten nachstehende Zuschrift: Die Polizeibehörde hat bekanntlich einige Straßen bezw. Gassen teils ganz und teils in einer Fahrtrichtung für den Fährverkehr gesperrt, so u. a. die Vetrinjska ulica, die nur in der Richtung vom Grajski trg befah-ren»werden darf. So gutgemeint die Intention auch gewesen sein mag. ,eS haben sich im Laufe der Zeit doch Umstände ergeben, die eine weitere Aüfrecherhältüna dieser Verkehrsvorschrift kaum leidlich erscheinen lassen. Bin ich richtig informiert, so haben die Kaufleute und Gewerlbötreibeitden der ganzen Vetrinjska ulica in einem gemeinsamen Memorandum an die zuständige Behörde um die Zulassung des Fährverkehr in beiden Richtungen gebeten, und es ist zu hoffen, daß dem allseits begründeten Ansuchen auch statt gegeben wird. Hiobei handelt es sich im folgendes: Es hat sich herausgestellt, daß der Verkehr in der Bötrinjska ulica seit Einführung der einzigen Nord-Süd-Fahrtrichtung wilder geworden ist als vorher, weil die Kraftfahrer den Gashebel in der soundsoviel pro-zentigen Gewißheit benützen, daß in entgegengesetzter Fahrtrichtung kein Fahrzeug im Bild erscheinen darf. Der Unfug mit dem Auspuff hat sich seither verdoppelt. Trotz der verhältnismäßig geringen Breite dieser wäre es demnach angezeigt, den Verkehr wieder in Leiden Fahrtrichtungen zu gestatten, da in diesem Falle, ein vorsichtigeres Manövrieren der Kraftfahrzeuge ermöglicht wird. Bis heute hat der diensthabende Wach5 mann am unteren Ende der Vetrinjska uli- ca wohl meist die Aufgabe gehabt, irgend 'einen Radfahrer oder ein Bauerngefährt vom Einbiegen fernzuhalten, doch mußte er stets der Auto- und Motorraserei in dieser Gasse machtlos Zusehen. Man muß immer mehr dem Grundsatz huldigen, daß der Verkehr sich von selbst regelt, wen die Verkehrsteilnehmer im Interesse ihrer eigenen Gesundheit und des Lebens sowie mit Verantwortungsgefühl die Fahrzeuge lenken. Schwe re Unfälle sind trotz fürsorglichster Polizei-verböte noch niemals absolut ausgeschaltet worden. Wichtiger wäre es, rücksichtslose Fahrer — ähnlich wie in anderen Städten — durch verkehrstechnisch geschulte Wachleute an Ort und Stelle mit Geldstrafen zu belegen. Dasselbe gilt auch für Radfahrer und alle jene Passanten, die durch Leichtsinn und Unachtsamkeit beim Ueberqueren der Straßen den Fährverkehr behindern und dadurch sich selbst und andere Menschen in schwerste Gefahr zu bringen pflegen. Da aber Gerechtigkeit vor allem obwalten sollte, müßten die den Verkehr überwachenden Organe im Lenken von Kraftfahrzeugen geschult werden, um die Geschwindigkeit und Manövrierfähigkeit eines Kraftwagenlenkers auch richtig beurteilen zu können, bevor die eigentliche Amtshandlung wegen Uebertre-tung der Verkehrsvorschriften erfolgt. Diese Anregung sollte die Polizeibehörde schon endlich einmal aufgreifen, da sich der Verkehr in Maribor immer mehr entwickelt und derselbe den ausländischen Gepflogen-Hei ten an gepaßt werden müßte, und zwar aus Fremdenverkehrsgründen, wenn alle andere" Argumente versagen. M. G. m. Ern schönes Album der Dynastie Ka-ragjorgjeoiä hat die Zentralleitung des Kriegsinvalidenverbandes herausgegeben, wovon die hiesige Ortsgruppe jetzt eine Par sie zum Vertrieb erhalten hat. Der Preis des in Seinen gebundenen Exemplars beträgt nur 8 Dinar. Das Album, dessen Rein gewinn für die Unterstützung der ärmsten Kriegsopfer bestimmt ist, ist besonders für Schüler geeignet und kann in der JnvaU-denkanzlei am Rotovski trg 1, jeden Montag, Mittwoch und Samstag während der Amtsstunden von 9 bis 11 Uhr bezogen werden. Die Anschaffung dieses Albums wird sehr empfohlen. m. Radio-Konzert im Stadtpark. Der Mariborer Stadtverschönerungsverein veranstaltet am Mittwoch, den 3. Juni von 17.30 bis 18.30 Uhr versuchsweise ein Radiokonzert im Stadtpark. Für die Sitzplätze wird der minimale Eintrittspreis von 1 Dinar eingehoben werden. m. Trauung. Vergangenen Sonntag wurde in Sv. Peter der Eisenbahnbeamte Herr Mirko 8 i b e n i k aus Prevalje mit Frl. Angela Razborsek aus Raöe getraut. Den Trauungsakt vollzog der Onkel der Braut, Herr Pfarrer T k a v e. Unsere herzlichsten Glückwünsche! Wunder des Wascfaens! Wasche mit Waschkompressor! Es gibt keinen Waschtag mehr, sondern nur Waschstunden! In 5 Minuten ist die Wäsche schneeweiß gewaschen. Heute, Dienstag, uw 16 Uhr Vortrag und Probewaschen in der Presernova ul. 19. Alleinverkauf: I. Govediö, Marlbor. 6811 Renner mögen sich bis längstens 3. Juni zwecks Eintragung in die Startliste bei der' Leitung melden. Die Rennleitung. 76 * „Planinka". Donnerstag, den 4. Juni um 20 Uhr Monatsversammlung im Klub-lokal. “ 75 * Erster Arbeiter-Radfahrerverein, Zentrale Mariüor veranstaltet am 7. Juni das Eröfsnungsrennen auf der Strecke Maribor —8t. Jlj—Maribor. Start und Ziel in Ko-saki bei RaeiL (früher Dreißger), wo auch nach dem Rennen eine kleine Unterhaltung stattfindet. Start um halb 14 Uhr. Alle Kino Burg-Tonkino: Bis einschließlich Donnerstag läuft das herrliche Drama „Sonntag des Lebens" mit Camilla Horn. Nächstes Programm der grandiose Film „Jazzkönig". Union-Tonkino: Heute Dienstag zum letzten Male „Der unsterbliche Lump". — °Ab Mittwoch der deutsche Tonfilm „Pot und Patachon als Kunstschützen". Theater und Kunst Dienstag. 2. Juni, 20 Uhr: „Pusztakaoa-lier". Ab. C. Ermäßigte Preise. Letztaufführung. Mittwoch, 3. Juni, 20 Uhr: „Labyrinth". Ab. B. Kupone. Donnerstag, 4. Juni: Geschlossen. Freitag, 5. Juni: Geschloffen. + Abonnementsbegleichung. Die Theaterleitung ersucht die P. T. Abonnenten ihre rückständigen Abonnements ehestens zp begleichen. Radio Mittwoch, den 3. Juni. L j u b l j a n a, 18: Konzert. — 20: Mozart-Abend. — Beograd, 20: Kostiä's Drama „Makftm Crnojevic". — 20.45: Violinkonzert. — Wien, 22.10: Populäres Konzert. — Mühlacker, 21: Vortrag. — 21.30: Schlager und Chansons. — 22.45: Zigeunermusik. — Toulouse, 20: Opernkonzert. — 20.45: Symphonieorchester. — 22.45: Tanzmusik. — B u k a-r e st, 19.30: Rumänische Musik. — 21.45: Harfensolo. _ 22.15: Violinkonzert. — Rom, 20.50: Opernabend. — Prag, 21: Liederkonzert. _ 21.25: Bläserkonzert. — Mailand, 20.45: Leo Falls Operette „Die Rose von Stambul." — Budapest, 19.40: Zigeunerkonzert. — 20.30: Operetten musik. — Danach Tanzmusik. — D a v e n-t r y, 20.15: Puccinis „Turandot". — 22.20 Tanzmusik. Sport : SK. Rapid. Die Reservemannschaft hak für Donnerstag die erste Mannschaft zu einem Wettkampf herausgefordert. Das Treffen geht am genannten Tage um 9 Uhr vormittags unter Leitung des Herrn Frankl vor sich. Die Spieler der ersten und der Reservemannschaft haben sich um halb 9 Uhr in der Garderobe einzufinden. : SK. „Svoboda". Heute, Dienstag, a* Bends um 8 Uhr findet eine Spielerversamm lung im Klubheim statt. Harald Bemkovens blondes Modell Vornan von Gert Rothberg. ^°Oyr!gbl by Martin Feucbtwanger, Halle a. d. Saale. _ 42. Fortsetzung. T.le Dienstboten gingen mit verweinten siZgen umher, und den Herrn bekam man Überhaupt nicht mehr zu Gesicht. Der war n seinem Atelier, mied sein Haus! s r. 9e hatte am Begräbnistage in einem pr eleganten Trauergewand zwischen Gat jW und Bruder gestanden, hatte um ihr vd geweint. Aber es war merkwürdig — er_ vielmehr, es war logisch, daß alle fcbr*!^" ihrer Teilnahme fast aus- Ivi!n • 2Rrnkoven zuwandten. Helge c e keine Rolle in der allgemeinen Trau-w das schöne, frohe Kind. wesie^ h"ite sie mit merkwürdig ab ln en Augen angesehen und gesagt: hast d™ m,einft du denn, Helge?' Nun Grabe "getragen^ ^ ^ Ieijte Pflicht zu Und Theo war mit Harald in dessen Zim mer gegangen. Jetzt stand Helge nun am Fenster und sah aus den großen Platz hinunter. Zum ersten Male seit langem war Harald wieder einmal daheim! Würde er herüberkömmen? Helge wartete. Blutrot gemalt leuchteten die Lippen in dem blassen Gesicht Die schwarzen Schatten unter den Augen waren gleichfalls künstlich. Sehr sorgfältig frisiert, leuchtete bäch blau-schwarze Haar, und die weißen Hände spielten mit ein paar gelben Nelken. Nebenan erklang ein schneller Schritt. Helge zuckte zusammen, blickte mit uveitgeöff neten Augen auf die Tür. Bernkoven trat ein, verbeugte sich leicht und sagte: . „Guten Tag, Helge. Ich hoffe, daß du dich durch meine 'Anwesenheit nicht stören läßt. Ich bin auch nur gekommen, um das Packen meiner Sachen zu.überwachen. Ich reise morgen ab." „Wohin?" „Nach Paris!" „Du -— willst reisen? Auf — wie lange?" fragte sie, und ihr Gesicht war ganz weiß. „Ja! Wundert dich das so sehr? Ich halte es hier nicht mehr aus, nachdem — Hans-Karl sterben mußte." Helge stürzte zu ihm hin. ■ „Harald, warum kann es nicht wieder gut werden zwischen uns?" Fremd und abweisend ruhten seine Augen auf ihr. „Jch^ verstehe dich nicht, Helge. Du hast mir gesagt, daß du mich haßt. Es kann dir doch nur angenehm sein, wenn ich nun endlich gehe. Bisher konnte ich es nicht um des Jungen willen, weil ich ihm das furchtbare Bild: ein öffentliches Zerwürfnis seiner Eltern, ersparen wollte. Nun ist auch das vorüber. und ich kann jetzt gehen. Du lebst, wie es dir gefällt, Helge. Ich hindere dich nicht. Wie denkst du über eine monatliche Rente von tausend Mark? Sie würde dir durch die Deutsche Bank ausgezahlt werden." „Das _ ist ein Bettel!" stieß sie außer sich hervor. Er blickte sie an, lanae, ernst. Dann sag te er: „Du kannst diesen Bettel ablchnen, Helge. Aber ich denke, daß dieser Notbehelf dir doch sicherlich zustatten kommen wird, bis du — Seidlingers Frau geworden bist." »Ich — wer gibt dir das Recht, in dieser Unterredung Bankier Seidlinger zu erwähnen?" „Sein Brief! Der, der mit den gelber Nelken gestern gekommen ist." „Es ist nicht das erste Mal, daß du mir nachspionierst. Ich finde dafür keine Worte." „Darüber will ich mich mit dir nicht strei ten, Helge. Es gilt, einige Punkte festzulegen. Die Rente wäre erledigt, bis du dich wieder verheiratest. Dann das Haus hier! Es ist mein Eigentum! Ich bitte dich also, es zu räumen, da ich gewillt bin, es an Herrn Seiner zu verkaufen — mit allem Inventar! Ich bitte dich also, dich bis zum Fünfzehnten darauf einzurichten. Justizrat Eisenberger wird alles erledigen; er besitzt Vollmacht." „Das Haus? Es gehört mir! Ich bekam es von meinem Vater." ! j (Fortsetzung folgt). Wirtschaftliche Rundschau ÄugollawlM-tschecdoflowakischer Handelsverkehr Gelegentlich des Abschlusses des jugoslawisch-tschechoslowakischen Handelsvertrages werden die letzten Daten über die gegenseitig ausgetauschten Waren veröffentlicht. Die Daten umfassen das Jahr 1929 und zeigen die starke Passivität der jugoslawischen Handelsbilanz mit der Tschechoslowakei, die jetzt durch den neuen Vertrag gemildert werden soll. Ausfuhr aus Jugoslawien in die Tschechoslowakei im Jahre 1929 (in 1000 Dinar): Tabak in Blättern 72.317, Vieh 69.917, Wei zen und Mais 66.392, Soda-Ammoniak 24.919, Eisenerz und andere Erze 30.227, Calcium-Cyanamid 16.649, getrocknetes Obst 18.108, Holzextrakt 13.860, getrocknete Häute 18.200, Hanf 12.706, Hopfen 6611, frisches Obst 9790, Federn 5445, Wein in Fässern 4113, Holz, zumeist umgearbeitetes 8681, Eier 3556, Zuckerrübenschnitte 3254, Heu 2863, Eisen 2663, ■ Marmelade 1890, Glyzerin, rohes 1401, Gemüse 926, frisches Fleisch 902, Nüsse 899; Fische, frische und eingesalzene 832, Kunstdünger 413, Bier 314, Metalle 561, alles andere 25.261. Zusammen 423.820. Einfuhr nach Jugoslawien aus der Tschechoslowakei im Jahre 1929 (in 1000 Dinar): Textilien, Gewebe und Garne 541.051, Blech 45.366, Eisenbahnschienen 17.386, Röhren 25.304, Eisen, unbearbeitetes 6613, Eisen, bearbeitetes 24.436, Kupfer,, ausgearbeitet 3216, Blechgeschirr 2081, landwirt. Maschinen und Pflüge 18.605, Maschinen für die Textilindustrie 12.248, Maschinen für die Mühlenindustrie 6348, Motoren und Dynamos 11.912, Kessel 5432, Dampfpumpen 4994, Maschinen, verschiedene 5352, Automobile 2827, elektrische Maschinen 2563, Eisenbahn-Weichen 2134, Nähmaschinen 1944, Lokomobile 1886, Eisenbahnmaterial 20.482, Waggons 5278, Pumpen 1571, Zinkoxyd 6150, Harz,, Kautschuk und Erzeugnisse 10.260, Karbol und andere Oele 3370, Rohzinn 2033, Steinröhren 1972, Steinschnitzerei-Ausarbeitungen 1547, Glas und Erzeugnisse 46.071, Porzellan und Keramik 22.188, Leder, Lederprodukte, Schuhe usw. 37.226, Hüte und Fes 5639, Teppichs und Decken 1575, Bauholz 2807, Papiersäcke, Karton, Papier usw. 20.902, Steinkohle und Koks 7116, Grammophonplatten 1906, Gerste 1694, Gerste 1694, Melasse 1701, Hopfen 3366, Zuckerrübensamen 4160, Zucker 3582, Uebriges 211.530. Zusammen 1,165.830. X Beginn der deutsch-ungarischen Wirt-schaftsverhandlungen. Die deutsch-ungarischen Handelsvertragsverhandlungen in Ber lin haben begonnen. Die Aufnahme mar beim' Berliner Besuch des ungarischen Ministerpräsidenten Bethlen in Berlin vereinbart worden. Schon damals hatte man auch die wichtigsten Probleme des Handelsvertrages durchbesprochen. Es wird sich im wesentlichen darum handeln. Wege zu finden, um den ungarischen Export an Vieh und Weizen nach Deutschland zu heben, gegen entsprechende Möglichkeiten des deutschen Jndustrieexportes nach Ungarn. X Das Kammersystem und die Gewerbetreibenden. Der Verband der Gewerbegenos senschasten in Ljubljana hat für den 14. d. 9 Uhr vormittags im Gebäude des Kauf» mansheimes in Ljubljana eine außerordent liche Sitzung einberufen, auf welcher das System der Kammern zur Sprache kommen soll. Es soll festgestellt werden, welches System den Gewerbetreibenden am ehesten ent spricht. Auf der Tagesordnug sind folgende Punkte: 1. Ansprache des Vorsitzenden; 2. Die Frage der getrennten Kammern und 3. Verschiedenes. Mitgliedsgenossenschaften sen den für je 50 Mitglieder einen Delegaten. Der Name des Delegaten ist dem Verbände bis spätestens 10. Juni bekannt zu geben. X Neue Station in Ljubljana. Der Gemeinderat von Ljubljana hat im Einvernehmen mit der Generaldirektion der Staatsbahnen ein Ausschreiben über den Ausbau der Eisenbahnstation in Ljubljana veranstaltet. Das Ausschreiben geht am 31. August zu Ende. Die Preise sind 50.000, 30.000 und 20.000 Dinar. X Verband der Handelsgremien. Am 7. Juni findet in Ljubljana die elfte ordentliche Generalversammlung des Verbandes der Handelsgremien Sloweniens statt. Auf der Tagesordnung steht die Frage der Steu erbelastung, ferner das Problem der Telephonverbindung des Draubanates und der Bankzinsfuß. X Verband der Forstindustriellen. Der Verband der ForstProduKeindustriellen und -Händler im Königreiche Jugoslawien hält seine zweite Generalversammlung am 15. d. M. ab. Generalversammlung in Trbovije Am 1. Juni fand die 58. ordentliche Generalversammlung der Trbovljer Kohlengesellschaft statt. Es wurde beschlossen, für das Jahr 1930 eine Dividende vö'fi Dinar 25 pro Aktie zur Auszahlung zu bringen. Die Dividendenzahlung erfolgt aus Koupon Nr. 18 ab 2. Juni bei den Kassen des Unternehmens in Beograd und Zagreb sowie bei einer Reihe ausländischer Banken. Die vorjährige Kohlenprcd.uktion wurde mit 1,444.890 Tonnen Kohle geg. 1,957.614 Tonnen im Jahre 1929 festgesteM. Außerdem wurden auch im Jahre 1930 3926 Wag gon Zement gegen 4368 Waggon im Jahre 1929 und 1553 Waggon Kalk gegen 2077 Waggon im Jahre 1929 produziert. Die Aohlenprodukticn ist demnach um 28% zurückgegangen, die Zementproduktion um 10% und die Kalkproduktion um 25%. Die paufchalumfatsstcuev Essigsäure. . Auf Essigsäure wird die Pauschalumsatzsteuer beim Produzenten in dem Augenblick erhoben, in welchem auch die staatliche Verzehrungssteuer gezahlt wird. Als Grundlage für die Berechnung der Pauschalumsatzsteuer wird der fakturenmäßige Warenwert ohne staatliche Verzehrungssteuer, erhöht um die Kosten der Verpackung, des Transportes usw., genommen. Wird Essigsäure aus dem Auslande eingeführt, so wird die Pauschalsteuer bei den Zollämtern gezahlt. Rohnaphtha und Rückstände der Naphthaverarbeitung. Da Naphtha und Naphtharückstände nicht im Inlands zu haben sind, wird die Pauschalum-fatzstener bei der Einfuhr auf dem Zollamts eingehoben. Als Grundlage wird der Wert des singe führten Naphtha bezws der Rückstände gemäß Faktura, erhöht um den Einfuhrzoll und die übrigen Spesen, genommen. In diesem Satz für die Entrichtung der Pauschalumsatzsteuer auf Rohnaphtha sind alle weiteren Erzeugnisse aus Rohnaphtha in einheimischen Raffinerien umfaßt, weshalb auf difst im Jnlondsverkehr feine: besondere Umsatzsteuer eingehoben wird. Bei der Einfuhr von Benzin, Petroleum, Gas öl. Schmier- und Heizöl wird die Pauschal« Umsatzsteuer bei der Einfuhr auf dem Zollamte, zusammen mit der staatlichen Verzehrungssteuer eingehoben. Als Grundlage wird der Warenwert gemäß Faktura, erhöht um die Zollabgaben und sonstigen Spesen, jedoch ohne staatliche Verzehrungssteuer und Monopoltaxen, genommen. Bei der Einfuhr von verzehrungssteuerfreiem Benzin wird trotzdem die Pauschalumsatzsteuer eingehoben. ungeachtet dessen, ob dieses Benzin denaturiert öder nicht in den Verbrauch kommt. Die Pauschalumsatzsteuer auf Melasse wird in den Zuckerfabriken bei jedem Verkauf von Melasse eingehoben, indem die Pauschalumsatzsteuer berechnet und der Zahlungsauftrag erteilt wird. Vor der Entrichtung dieser Steuer hat das Organ den Abtransport von Melasse aus der Fabrik nicht zu gestatten. Als Grundlage für die Berechnung der Pauschalsteuer dient der fakturenmäßige Wert der Melasse, erhöht um die Transport- und sonstigen Spesen. Die Verjährung des Rechtes der Einhebung der Pauschalumsatzsteuer auf Artikel, die der staatlichen Verzehrungssteuer unterliegen, tritt gleichzeitig mit der Verjährung ■ der Eingebung der staatlichen Verzehrungssteuer ein. _. Fortsetzung folgt. Frauenwelt Auch eine Erziehungsfrage. Auch das Schlafen ist eine Kunst und will gelernt, sein. Viele von denen, die sich beklagen, daß sie abends stundenlang wach im Bett liegen müssen, ehe sie Ruhe finden und daß auch dann, wenn der Schlaf kommt, er ihnen keine Erquickung bringt, die hätten keinen Grund, deswegen den Arzt aufzusuchen und die Schuld in irgendeiner physischen oder nervösen Störung zu suchen, da der Uebelstand gar oft einfach dadurch behoben werden könnte, wenn sie es verstehen würden, sich zum richtigen Schlafen zu erziehen und verschiedene Gewohnheiten unterlassen würden, die diesem nicht förderlich sind. Vor allem aber sollte die Erziehung zum Schlafen schon sehr früh beim Kinde beginnen, eigentlich vom ersten Tage an, nachdem der Säugling das Licht der Welt erblickt hat. Diese Erkenntnis bricht sich, was das ganz kleine Kind anbetrifft, erfreulicherweise auch schon immer mehr Bahn. Viele Mütter haben eingesehen, daß es dem Kinde keinen Nutzen bringt, für sie aber nur eine Plage bedeutet, wenn sie auf jeden Schrei, den es in der Nacht ertönen läßt, ausspringen und sich bemühen, es zu beruhigen, durch Herumtragen oder indem sie es stillen. Hat man es aber vermocht, in der er sten Zeit mit der nötigen Konsequenz vorzugehen, dann wird man es bald erreichen, daß der Säugling, es sei denn, daß er irgendwie körperlich indisponiert ist, die ganze Nacht durchschläft, zu seinem eigenen und der Mutter Frommen. Wenn sich, wie gesagt, was den Säugling anbetrifft, immer mehr Mütter dieser von der modernen Säuglingsfürsorge propagierten Methode zuwenden, so muß leider-festgestellt werden, daß mit den etwas größeren Kindern gegenüber in dieser Beziehung noch mancher Unfug getrieben wird. Die „Tugenden", die sich der schlafende Säugling nämlich angewöhnt hat, die gehen später gar leicht wieder verloren, wenn das Kind erst spielen lernt und einen selbständigen Willen zu entwickeln anfängt. Dann ist das Spielen, das ja bekanntlich von Kindern furchtbar ernst genommen wird, eben gar zu schön und spannend und man will nicht damit aufhören, wenn die Mutter zum Schlafengehen ruft, besonders wenn noch ältere Geschwister vorhanden sind, die länger aufbleiben dürfen und denen gegenüber man sich benachteiligt fühlt. Da gibt es für die Mutter nicht selten einen schweren Kampf zu bestehen, und hier prallen oft die elterliche Autorität und der Wille des Kindes zum ersten Male aufeinander. Ist aber das Kind dann glücklich zu Bett gebracht, dann wirken die Erlebnisse des Tages noch lebhaft in ihm nach und es ist ihm anzusehen, daß an ein Einschlafen noch lange nicht zu denken ist. In solchen Fällen greifen dann viele Mütter zu dem Mittel, dem Kinde ein Schlummerliedchen zu singen oder ihm noch ein Geschichtchen zu erzählen, gleichfalls als „Belohnung" dafür, daß es dann brav sein und schlafen will. Das Schlummerliedchen verfehlt zwar seine Wirkung nicht, denn seine leise gesummte Melodie hat in der Tat etwas Einschläferndes, aber es bedeutet nur eine unnötige Belastung der Mutter; denn wenn man einmal das Kind daran gewöhnt, dann kann es ohne dieses Mittel überhaupt nicht mehr einschlafen. Aehnlich ist es beim Geschichterzählen der Fall; nur ist hier noch hinzuzufügen, daß man natürlich keine irgendwie aufregenden Geschichten wählen darf, die die Phantasie des Kindes übermäßig anregen, nicht, wenn das Kind schon im Bett liegt und auch nicht für die letzten Abendstunden. Wenn Kinder unruhig schlafen und von aufregenden Träumen aufgeschreckt werden, dann hat man dies oft auf Mißgriffe in dieser Beziehung zurückzuführen. Erziehen, nicht verziehen, das muß eben auch hier die Losung sein. Normalerweise brauchen Kinder, wenn sie nicht krank sind, keinerlei besondere „Belohnungen", um sie zum Einschlafen zu bewegen. Sie müssen das von selber können, und zwar sofort, wenn sie ins Bett gelegt werden. Nur müssen sie natürlich vernünftig behandelt werden. Vernünftig hoißt h er, d ch sie nicht noch beson- ders erregt, sondern im Gegenteil beruhigt werden. Vor allem also sollte der „schwarze Mann" endgültig aus der Kinderstube verschwinden. Es ist zwar ein recht bequemes Hilfsmittel der Erziehung für den Augenblick, aber er hat es meist allein auf dem Gewissen, wenn die Kinder furchtsam werden, und vor allem nicht dazu zu bewegen sind, im dunklen Zimmer allein zu bleiben, sodaß sich abends die Notwendigkeit ergibt, daß die Mutter beim Kinde bleibt, bis es eingeschlafen ist, oder Licht in der Schlafstube brennt. Außer dem „schwarzen Mann" und den schön erwähnten aufregenden Geschichten, ist es dann noch eine verkehrte Ernährung des Kindes, die seinen guten Schlaf gefährdet. Man sollte den Magen des Kindes abends nicht überladen und ihm auf keinen Fall scharfe Sachen oder anregende Getränke (Tee, Kaffee) geben. Das richtigste Abendessen für Kinder ist ein schlichtes Butterbrot, dazu ein Glas Milch oder, in der Sommerszeit vor allem, rohes Obst. Wenn alle Mütter mit ihren Kindern in der oben angedeuteten Weise verfahren wür den, dann würden die meisten Klagen über Kinder, die nicht schlafen könnten, bald verstummen. * -------------------- Die Frau ist ein GchmeiterUng, der Mann ein Elefant Der französische Verfasser T h o u o i g-n o n veröffentlichte eine Abhandlung über die Frauen. „Die Frauen", meint der Autor, „reagieren schneller und stärker auf äu«. tzere Reize und Einflüsse.Sie leben in ständiger Hetze und tragen sich mit Liebes- oder Haßgefühlen. Wenn eine Frau keine Gelegenheit hat, zu lieben oder zu hassen, gibt sie das eigene Ich auf. Uebrigens sind die Frauen von Natur ziemlich feige. Die Statistik beweist, daß Schulmädchen doppelt so oft Selbstmorde..aus Angst vor Strafe begehen als die Knaben. Ein junger Mann kann sich für eine Idee begeistern. Dagegen entflammt ein junges.Mädchen nie für eine abstrakte Idee, sondern ist immer auf die Zukunft neugierig. Wenn sie einen Roman liest, sieht sie vor allen Dingen nach dem Ende. Die Vorstellungswelt der Frau ist gleichfalls eigenartig. Eine Frau vermag aus irgend einem Anlaß die bittersten Tränen zu weinen, um plötzlich — durch irgend etwas abgelenit — den Grund ihres Aerger nisses überhaupt zu vergessen. Sie eignet sich auch wenig für Mathematik- und Physikstudien und zieht Sprachen und Literatur hartnäckig Kants „Kritik der reinen Ver« nunft" vor. Die Frau ist voller Gegensätze. Der berühmte italienische Physiologe Man tegazza urteilte einmal darüber: „Ein« Frau ist unbeständig. Heute begnügt sie sich mit einer Blume und morgen mit einer Mil lion. Sollte sie die ganze Welt als Gabe erhalten, so würde sie trotzdem am Tag« darauf sagen: Die Welt ist klein. Ein Mann, der sein ganzes Leben auf eine Frau konzen triert, könnte mit einem Elefanten vergib chm werden, der einem Schmetterling nach läuft". „Frauen", fährt der französische Verfasser fort, „sind viel sparsamer als die Männer, Während nur etwa 34% der Männer ihr« Ersparnisse fest in den Händen zu halten vermögen, erreicht die Zahl der spariameN Frauen 55%. Begehren, Lieben und Geliebt sein sind die drei Hauptmomente im Frauen leben. Die Frau ist freundschaftlicher fühle weniger fähig als der Mann. Meisten teils vergessen junge Mädchen ihre Schub und Jugendfreundinnen sofort nach der Eh« Der Wille bedeutet viel im Frauenleben, aber^meistens ist es der fremde Wille. Di« meisten Frauen lassen sich leicht von bei11 anderen Geschlecht beeinflussen. Sie träume" gerne und deswegen gibt es viele junge Mö& chen, die ihre Verlobungszeit möglichst laR ge ausdehnen. Die Freuden der zukünftiges Ehe scheinen dabei dieselbe Bedeutung de-ersehnten Traumlandes zu haben, wie $ bei Schulmädchen während der langen >vi^ terlichen Schulzeit der Gedanke an die merferien ist. Humor des Auslandes Der Sänger Bankes ließ sich, als er in & ne andere Stadt zog, seine Lorbeerkränj Per Frachtgut nachschicken. Als er dann einen Blick auf den Fraw brief warf, entdeckte er, daß sein früh«'' Hauswirt darauf geschrieben hatte: „Inhalt der Sendung: Gebrauchte SG penkräuter". überall erhältlich Generalvertretung und Lager Der mutige Richter Vor einigen Tagen star-b auf feinem Lausitz in der Nähe von Windsor der englische Oberrichter Sir Thomas Bunkwill. Cr wurde allgemein der mutige Richter genannt und genoß eine große und wohlverdiente Popularität. Wiederholt hatte er sein eigenes- Leben aufs Spiel gesetzt, um andere Menschen aus Lebensgefahr zu retten. Der erste Fall ereignete sich als Thomas Äunkwill noch ein junger Gerichtsassessor war. Eines Tages machte er einen Ausflug Nach Windsor und kehrte in einem Ruderboot zurück. Die Dämmerung war inzwischen eingetreten und nur vereinzelte Boote waren auf der Themse zu sehen. Plötzlich barte Bunkwill verzweifelte Hilferufe. Er drehte sich um und sah, daß in seiner Nähe e’n Boot mit drei Insassen gekentert >oar. Öhn-e einen Augenblick zu zögern, ruderte et an die Unglücksstelle und versuchte, die ^ernuglückten in sein Boot zu ziehen. Da-b^i kippte sein eigenes Boot um. Bunkwill verlor seine Geistesgegenwart nicht. Es ge* QNg im, zwei von den Verunglückten, zu chtten Der dritte Verunglückte, ein junger Mann, der sich nicht über Wasser halten formte. ivar inzwischen untergegangen. Trotz großer Ermüdung stürzte sich Bunk-wlll wiederum ins Wasser, tauchte unter jchd fand den Ertrunkenen. In bewußtlosem Zustande schleppte er den Jüngling an das sar heran, wo es ihm auch gelang, den jetteten wieder zu Bewußtsein zu brin- Kurz nach Antritt seines Richteramtes 0 ' Bunkwill noäb einiae Personen gus der Lebensgefahr. Eines Abends horte er Lärm- und Hilferufe auf der Straße. Ein Feuerbrand war in der Nähe seiner Wohnung ausgebrochen und einige Häuser standen in Hellen Flammen. Die Rettungsarbeiten an einem der Brennenden' Häuser schienen zwecklos zu sein. Sogar die tapfersten Feuerwehrleute weigerten sich, das von Flammen umgebene Gebäude zu betreten. Zwei Menschen, die im obersten Stockwerk zurückgeblieben waren, schienen ihrem furch terlichen Schicksal ausgeliefert zu sein. Da legte der Richter seinen Rock ab, steckte sich einen nassen Schwamm in den Mund, versah sich mit einem Augenschutz und stürzte sich in die Flammen. Die Menschen gaben ihn bereits auf, als er plötzlich unter atemloser Spannung der Menge im brennenden Flur erschien, einen ohnmächtigen Mann auf dem Rücken und ein kleines Mädchen im Arm tragend. Seit diesem Tage galt Richter Bunkwill als Liebling der Bevölkerung. Als er nach London versetzt wurde, versammelte sich die ganze Stadteinwohnerschaft, um ihm einen feierlichen Abschied zu bereiten. Auch in London hatte Bunkwill Gelegenheit, großen Mut an den Tag zu legen. In seiner Eigenschaft als Untersuchungsrichter gestattete er nie,, daß Polizeibeamte beim Verhör von Untersuchungsgefangenen oder Verbrechern anwesend sein sollten. Eines Abends verhörte Richter Bunkwill einen riesengroßen Kerl aus Whitechapel, der im Verdacht stand, einen Raubmord Begangen zu haben. Das Jndizietmetz zog sich um den Verbrecher immer dichter zusammen. fH überführte Mörder stürzte sich in et- u Anfall von Jähzorn auf den Untersuchung Uii zahlen Ihnen 2000 Dinar Monatzpauschat und nebstbei Superprovision und akzeptieren Sie vertraglich zwecks Betätigung in Ihrem eigenen Wohnorte, wenn Sie für uns fleißig und anständig zu arbeiten wün fchett. Den akzeptierten Damen und Herren stellen wir Musterkollektion gegen Einzahlung von 28 Din zur Verfügung. Es Han beit sich um einen konkurrenzlosen vielgesuchten Massenartikel. Erbitten nur schriftliche Of ferte mit Retourmarke. „Com-mercm". Handelsunternehmung, Osisek. 6219 Konkurs! Die Hausindustrie-Abteilung im serer Genossenschaft errichtet Ra yonsvertretungen. Wir suchen dringend agile und zuverlässige Vertreterinnen sunt Verkaufe unserer Strickmaschinen und zur Unterrichtserteilung in der Handhabung derselben. Es wer den nur schriftliche Offerte — mit beigeschlossenen, auf den Namen des Bewerbers lautenden markierten Retourkouvert erbeten. Iadruga tu fl oft t-IetaS® (Hausindustrie-Abteilung). Osi° fei. 6218 Gedenket der Antituberkuiosen-Liga! Huch antiseptisch präparierte War, ist und bleibt das Beste! Nachweisbar [unübertroffen! Ab heute, Mittwoch, den 3. Juni täglich zu haben: Schweine-fleisch frisch, 12 Din, Speck 12 Din, prima Geselchtes 16 Tin per Kilo beim Grande Friedrich Weis',!, Glavni trg. 6943 Ich fahre nun einen 6-Zylinder, Eine Maschine zur Prüfung menschlicher Ausdauer. Das Leniugrader Flugflotten-Jnstitut beendigte soeben das Projekt zum Ban einer großen Maschine zur Prüfung menschlicher Ausdauer und Widerstandsfähigkeit beim Fluge im Aeroplan. Diese Maschine soll den Grad der Schwierigkeiten bestimmen, die vom menschlichen Organismus beim Fluge ertragen werden. Gleichzeitig werden auch verschiedene Einflüsse von Temperatur, Lust druck usw. festgestellt, wobei die Prüfung sowohl in sitzender als auch liegender Stellung erfolgt. Bottes Wille hat unser Tächterchen HELBA im zartesten Alter uon 2 fahren zu seiner Engelsschar abberufen. Das Leichenbegängnis findet am 3. luni um IG Uhr auf äem Friedhofe in Pobrezfe statt. Die heil. Seelenmesse wird am 5. luni um 9 Uhr in der Franziskaner- Pfarrkirche gelesen werden. Familien Anton Birgmayer |un. 6931 und lulius Blaser. von Uhren, Goldwaren, sowie Grammophonen bestens, raschest, billigst ilirsie urai Gosposka 15. richter. Die ungewöhnliche körperliche Kraft Bunkwills rettete ihm das Leben. Im Nu war der Richter mit seinem Angreifer fertig. Nach einem wohlplazierten knock-out-Schlag lag der Verbrecher am Boden. * Bei Kops-, Lenden- und Schulterrheumatis-mus, Nervenschmerzen, Hüftweh, Hexenschuß wird das natürliche „Franz-Joses"-Bitterwasser mit großem Nutzen für die tägliche Reinwaschung des Verdauungskanals angewendet. Universitätskliniken bezeugen, daß das Franz-Josef-Wasser, besonders im mittleren und vorgerückten Lebensalter, ein vorzügliches Magen- und Darmreinigungsmittel ist. _________ der nicht mehr kostet als ein 4-Zylinder 1Jetzt sehe ich es Mar ein !33 Opel-6 OPEL PERSONEN-UND BLITZ-LASTWAGEN Vertreter im ganzen Lande General Motors Continental S. A. ‘TN er neue Opel bietet mir den idealen Fahrkomfort -Lvund die tadellose Strassenlage eines grossen Automobils. Er verbürgt mir die reichen Kraftreserven eines erstklassigen 6-Zylinder-Motors und eine bedeutende Lebensdauer. Schon die erste Fahrt liess mich klar erkennen, dass ich im Opel den richtigen Wagen gefunden habe.” “Auf offener Landstrasse können wir jedes EINE ERRUNGENSCHAFT MODERNER TECHNIK Ein geräumiger, 6-Zylinder-Wagen, in gleicher Weise geeignet für Sport und Geschäft. Der äusserst niedrige • Verkaufspreis kann nur durch die günstigen Umstände erklärt werden, unter denen dieses Automobil gebaut ■ wird. Hinter dem Opel steht die General Motors, das grösste Automobil-Unternehmen der Welt. Der Wagen wird nach dem Entwurf der General Motors von den berühmten Opel-Werken in Rüsselsheim gebaut. Alle modernen konstruktiven Vervollkommnungen amerikanischer und europäischer Technik : Steigfähigkeit, geschmeidige Fahrt, Strassenlage, Sparsamkeit im Betriebe, sind in diesem Kraftwagen in vorbildlicher Weise vereinigt. Sie können einen Opel mit vollem Vertrauen kaufen : Der Wagen wurde während 2 Jahren durch strengste Versuchsmethoden gründlich erprobt. Im Opel ist die Anpassung amerikanischer Fahrleistungen an die kontinentalen Strassen in idealer Weise v Wir wollen mehrere Tausend Hemden abverkaufen darum ein 14 tägiger I REKLAME VERKAUF VON WXICHE ZU «ENSATIONELL HERABGESETZTEN PREISEN Sie müssen unsei Lagei besichtigen und die Pieise vergleichen nichts andetes verlangen wii von ihn cd Wäschefabriksniederlase: JOS. KARNICNIK, MARIBOR, GLAVNI TRG 11 Jüeimc Aazdg-ec AAAAAAAAAAAAAAAAAAA Verschiedenes fTnrnggYSTmtm Hausbesitzer in Graz, Achtung! Behördl. konzessionierte Gsbäu-deverwaltung übernimmt Verwaltung von Häusern unter ku lantesten Bedingungen. Abrechnungen gewissenhaft und genau. Anträge: Hans Allmer, Spod-nja Radvanjska cesta 47, Mari bor. «928 Intelligente und agile , Herren mit etwas Kapital werden zur Gründung einer rentablen Gesellschaft gesucht. Zuschriften unter „Gesellschaft" an die Berw. ____________6938__________ Schriften- und Zimmcrmalerei — immer neue moderne Muster — und Transparent-Reklamen besorgt schnell und billig Kranz A m b r o L 1 L. Grajska ul im Nr. 3.________________ 286 Besuchen Sie unseren Pedicnrc-Salon, für Din. 10.— werden Ihre Füße erfrischt. Hühneraugen beseitigt und Nägel schmerz los pebifiirt. 6255 Juniper grüner Franzbranntwein mit Wacholderertrakl ist das idealste Universal - Hausheilmittei bei Erkältung, zur Massage, zur Pflege des Mundes und der Zähne. Erhältlich in allen Apotheken und Drogerien sowie Spezerei- und Gemischtwarenhandlungen. Hauptlager: Apotheke Blum. Suboti-ca. 1832 Persekte Damenschneiderin empfiehlt sich den geehrten Damen als Hausschneiderin. Zuschrifte" unter „Selbständig" an die Ver waltung. 6914 'Realitäten TmrfmWmfmf Haus mit großen Garten und etwas Obstbäumen, bei der Hauptstraße und Bahnhof, zu verkaufen. Anzufrag. bei Turn-öek. Limbus bei Marichor. 6910 Neugebautes Zweifamilienhaus auf der Tezno ist gegen Rechnung zu verkaufen. Unter „100" an die Verw. 6840 iAAAAAAAAAAAAAAAAAAA Zukäufen gesucht r»ummfrmmTf Kaufe altes Gold, Silberkronen, falsche Zähne zu Höchstpreisen A. Stumps Goldarbeiter Stc-toäfa cesta 8. 3857 riAlAUtAAAlA/A ****. Zu verkaufen rärmmrmmm Schöner Badeofen, kl. Eiskaste", Gitterbett, Drehtgeflecht samt Pfosten billig abzugeben. Wil-denrainerjeva ul. 6/1. 6953 Tadellose Herrenkleider, Smoking zu verkaufen. MiklostLeva ul. 6/1.______________ 6927 Gelcgenheitskaus! Weißer Her-renanzng, Hose, 2 Friseurmäntel, verschiedene Kleider, Möbeln, Blumenkörbe, 2 Kinder-sesseln, Kasperln. Karnissen billig zu verkaufen. KalkoviL, Stroßmajerjeva 3. 6926 „Imperial" - Schreibmaschine, tadellos, 1500 Dinar, Singer-Nähmaschine, sehr gut, tiOO Dinar, zu verkaufen. KorosLeva ul. 34/1.______________________6916 Gelegenheitskaus! Speisezimmer, Schlafzimmer, Palnsander Radio 4 Rohren. 2500 Dinar, Pianino 7500 Din. Adr. Berw. 6915 Gelegenheitskaus: Stutzflügel m. engl. Mechanik, Preis 11.500 Din. Klaviersalon F. Bodner, Gosposka 2. 6932 Schöner Anzug und schwarze Hose für größeren Herrn zu ver kaufen. Sodna ul. 23/1. 6948 Großer Käfig, geeignet für Wild, Hasen, Hühner etc. und ein zahwes Eichkätzchen zu verkaufen. Koroska 41, Hof. 6950 Sandoline, im besten Zustande, prima Ausführung, sofort billigst zu verkaufen. Stanko Weixl, Maribor, Iuröiöeva 8-6942 Schöne einzimmrige Wohnung samt Möbeln komplett sofort zu verkaufen. Im Zentrum. Adr. Berw. 6925 Verkaufe preiswert antike orientalische Wasfensammlung (60 St.) undEinrichtung (5 St.). — Zu besichtigen Lsnblfana, Sit-nasska c. 63. Park. 6870 iaasaaaaaaaaaaaaaaaa Zu vermieten >rmmTTf»TTffTTTi Vergebe einzimmrige möblierte Wohnung an ein solides Ehepaar. Stroßmajerjeva 3, Salto-viö.________________«924 Leeres Zimmer an eine Person sofort zu vermieten. Glovenska ul. 16/1. 6913 Chefredakteur und für die Redak ion verantwortlich: Udo KASPER. — Druck der ?"iriborska tlskarna« !n Maribor. - Für den Herausgeber und den Druck verant* wortHcli Direktor S^nko DETELA. — Beide wohnhaft in Mari' lbert Siiger gibt im eigenen sowie im Namen seiner Tochter Ida Stiger und seines Sohnes Albert Stiger tieferschüttert Nachricht von dem Ableben seiner geliebten Gattin, der hochwohlgeborenen Frau welche Montag, den 1. Juni 1931 im 76. Lebensjahre nach kurzem schweren Leiden und versehen mit den heil. Sterbesakramenten selig in dem Herrn entschlafen ist. Die irdische Hülle der teuren Verblichenen wird Mittwoch, den 3. Juni um 16 (4) Uhr im Trauerhause feierlich eingesegnet und sodann in der Familiengruft zur ewigen Ruhe bestattet. Die heil. Seelenmesse wird Freitag, den 5. Juni um 9 Uhr in der Pfarrkirche in Slovenska Bistrica gelesen werden. Slovenska Bistrica, am 1. Juni 1931. m5 Sonniges, möbl. Zimmer zu vermieten. Greooröieeva 16/1. _______________6912_____________ Leeres Zimmer zu vermieten. Anzufragen Strma ul. 15. 6951 Herr wird auf Wohnung geiiom men. Tattenbachova 16, Tür 10 ________________6955______________ Schönes Geschästslokal» gassenseitig, mit Schaufenster, gegenüber der Cyrillus-Druckerei gelegen, günstig sofort abzugeben. Adr. Verw. 6929 Möhl. und leeres Zimmer, als Kanzlei- oder Wohnraum, iep., zu vermieten. Meljska 29, Part. 6946 Möbl, Zimmer ist an ein besseres Büro-Fräulein samt Kost abzugeben. Aleksandrova cesta 55/2, Tür 9. 6947 Reines, möbl. Zimmer, gassen-seitig, beim Bahnhof, kofort zu vermieten. Aleksandrova c 64, Part, links. «479 Werkstätte oder Magazin, Zentrum der Gosposka, sofort zu vermieten. Zuschriften unter „6939" an die Verw. 6939 Wohnung, 2 Zimmer und Zugehör, an ruhige Partei ohne kleine Kinder ab 15. Juni oder 1. Juli zu vermieten. Tomsiäe-va ul. 114 a. «937 Streng separ. Zimmer mit 1 oder 2 Betten für sofort oder 15. Juni zu vermieten. Adr. Verw. 6889 iAAAAAAAAAAAAaaaa»&. Zu mieten gesucht mTTfTiTTffyVTTTTT' Suche ein Zimmer für Monat Juni, Parknähe oder Villenviertel Stemmen, separ. Anträge unter „Juni" an die Berw. 6952 Stellengesuche fmfmwmrnrH Anständiges Mädchen für alles, das auch kochen kann, bittet um Stelle. Zidovska ul. 11, Part, rechts, Tür 6. 6954 Beamter mit langjähriger Pra ris in der Buchhaltung und Kassagebabrung wünscht Posten zu wechseln. Anträge unter „Bankpraxis" an die Berw. 6896 aaaaaajaaaaaaaaaiaa Offene Stellen immmvmmTTi 1. und 2. Köchin und Wäscherin wird für feines, kleineres Hotel gesucht. Hotel „Triglav". Bo-binjska Bistrica._6918 Lehrling und Lehrmädchen wer den im Friseur-Salon Mrakiö, Maribor. Cankarjeva ulica 1 ausgenommen.______6923 Köchin für alles gesucht. Vorzustellen Aleksandrova cesta 35, im Geschäft. «898 Suche für mein 12jähriges Mob chen deutsche diplomierte Lehrerin, junge Kraft, die serbisch und deutsch unterrichtet. Offer te mit Lichtbild an Iulio Han-ler. Parabuö. Tonaubanat. __________ 6919 Hausmeisterstelle an kinderloses Ehepaar zu vergeben. Melje. Guböeva ul 3. 6930 Fleißige, junge Bedienerin wird ausgenommen. GregorLiöeva 12 — 2. Stock links.__________6944 Herrschastsköchin, ehrlich, fleißig, mit Jahreszeugnissen, wird per 15. Juni ausgenommen. — Adr. Verw. 6900 Tüchtige eVrkäuser und eBrkän-ferinnen werden ausgenommen bei H. J. Turad, Maribor. 6956 lAAAAAAAAAAAAAAAAAAi Funde — Verluste 'mTTrmffmff??)! Ein herziger Kanarienvogel ist zugeflogen. K r?a cesta 26/2, 6945 Größere Mengen ililiirPapier hat abzugeben Marlborika tlskarna