Nr. 133. Tlmncrstag. 13. Juni 1907. 126. Jahrgang. Mbacher Zeitung Urzjlil,r>g 3N «, dalbjälnill 15 li. Im ltontor: ganzjähnff «L l, halbjährig li li. ssür die Zustellung ins Haus ganzjährig 2 ü. - Insertlonögebühr: Mr lleinc Insrra!l> blö zu 4 feilen 5><> k, gröheir per Zeile 12 l> ^ tici üficren Wiebilhulunsse» per Zeile 8 d. Die «^llibacher Zeitung» erscheint läßlich, mit Ausoahme ter Sonn- und Feiertage. Die Administration dcfindci stcl, «ungresjplah Nr, 2, die NcbattillN Dalmatingasse Nr, 10, Sprechstunden der Rebaltion von » bi« 10 Ubr «or» mittags. Unfrankierte Brifs,' weiden nicht angenommen, Manuskripte nicht zurückgestellt. Amtlicher Heil. Kaiserliches Patent u»m 8. Juni 1907, betreffend die Einberlifung des Neichsrates. Wir Franz Joseph der Erste, von Ootte-5 gnaden Aaife^ von Österreich; König von Ungarn und Böhmen, von Dalmatien, Kroatien, Slavonien, Galizien, Lodonlerien nnt> Illyrien; König uon Ierusaleul .'e.; Erzherzog von Österreich; Großherzog von Toscana mW Krakali -Herzog von Lothringen, von Salzburg, Steyer, Kärnten, Krain nnd der Vntowina; Großfiirsl von Eiebendürgcn-, Markgraf von Mähren; Herzog von Ober- und Nieder-^chlesien, von Modena, Parma, Piacenza nnd Guastalla, von Auschwitz und Zator, von Teschen, Friaul, Nagufa und Zara- gefürsteter Graf von Habsburg und Tirol, von Kyburg, Görz und Grndisca; Fürst von Trieut nnd Brixen; Markgraf von Ober- und Nieder-Lailsitz und in Isrrien- Graf von Hohenembs, Feldkirch, Vregenz, Smlnenberg ?c.; Herr von Trieft, voil, Eattaro nnd ans dcr lviildischen Mark-, Großwojwod dor Woj- lvodschaft Serbien 2c. ?c. tun tllnd nnd zn wissen: Der Neichorat ist anf den l7. Juni l!M7 in Unsere Neichshaupt- und Residenzstadt Wien ein berufen. Gegeben in Unferer königlichen Haupt- und Residenzstadt Budapest, ain ^!. Inni im eintausend-neunhnnderlnndsiebenten, Unferer Reiche im nenn-undfünfzigsten Iahre. Franz Joseph m. p. B e ck n>. p. Klein in.^. K 0 r y t 0 wsti m. p. B ienert h u».,». A u e r s perg m. p. Fort iu. i>. M a r ch e t ,n. p. Dersch atta n». ,>. D z iedu s zyck i «1. 1». P a e ü k m. z>. Prade ,n. ,». Matscher >»>. >>. Seine k. nnd k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 2ll. Mai d. I. den Professor an der Lehrer und Lehrerinnen bildungsanstalt in Laibach Anton Kr»iö zuln Ehren domherril des dortigen Cathedra lkapitels allergnädigst zu ernennen geruht. M arch et m. p. Der Landeopräsident im Herzugtnme strain hat den Mitgliedern der freiwilligen Feuerwehr in Unter-dentfvnliolill6. Nuru.vk» vom 7, Iuili 1907. Nr. 113 .Dito» vom 3. Juni 19U7. Nr. 39 «UrolUll6»k^ uotoL» vom ^8. Mai 1907. Nr. 22 .O»uvot>ol1u,» vom 2«. Mai 1907. , Nr. 5579 «Butowinaer Nachrichten» vom 2. Juni 1907. Nr. 21 «slodoäk.. Nichtamtlicher Geil. Ungarn. Die Abturzuug des Aufenthaltes Teiuer Ma' jestät des Baisers in Budapest veranlaßt die Vlät-ter ',li nelierlicheu ^etrachtuugen über den „krisenhaften" Zustand in Ungarn. Tie „^eue Freie Presse" meint, die Frage der Verfassnngsgamntien wäre an sich gewiß noch nichw .britisches; aber die Umstäilde, welche sie be-gleiteu, komplizieren eine Aufgabe, die sonst viel leichl ziemlich einfach wäre. Die Majorität, die geschützt werden soll, ist aus einem Wahtrecht her» vorgegangen, das modernen, Begriffen nicht entfernt entspricht. Sie will die Macht dcs Herrschers neuerlich beschränken, ehe sie Gegenleistungen dafür geboteu hat. Die Armee ist die. dunkle Wolke, die alles beschattet und die uns zeigt, daß mau eine ,>l'rise vor sich habe, fchwerer nnd ernster als jene Ministerkrise, deren Bevorstehen bald angekündigt und bald bestritten wird. Die „Zeit" meint, man müsse sich endlich in die Tatsache finden, daß in Ungarn eine neno Partei regiert, die ihre (Grundsätze ernst nimmt und müsse mit dieser Partei lind ihren Grundsätzen zu einem Ausgleiche zu kommen fnchen. Das „Neue Wiener Journal" sagt, Ungarn sei jetzt von einer politischen Atmosphäre erfüllt, die eine Menge gefährlichster Spannungsmomente enthält. Und iir dieser Gewitterstimmung nnter-handle die österreichische Regierung mit der ungarischen wegen des Ausgleiches. Das „IÄlistrierte Nieuer Ertrablatt" meint, man werde in der frühzeitigen Abreise des Baisers jedenfalls eine Konsequenz einerseits des kühlen Verlaufes der Krö'uiingsfeste, anderseits der obwaltenden politischen Differenzen erblicken. Unter diesen Umständen haben die Ausgleichsverhand-Inngen, die in Budapest wieder aufgenommen wurden, wenig Ansficht, auf Erfolg. Die „Österreichifche Volkszeitung" ist überzeugt, die beschleunigte Abreise Sr. Majestät werde in Ungarn starken (5indrnck mache». Noch ist der Aii5bl'uch einer offenen >lrise nicht zn verzeichnen, noch ist die Möglichkeit vorhanden, daß die Gegensätze zwischen dem Monarchen und der Koalition^ regierung überbrückt werden. Aber der Barometer zeigt wieder einmal auf Sturm. , Vatikan und Italien. Man schreibt aus Nom: Kardinal Capocelairo, der früher zn den „Papabili" gehörte, veröffentlichl eine Broschüre über die Einheit Italiens und über das Vaterlandsgefühl der Katholiken, in welcher er der Allsicht Ausdruck gibt, daß die italienischen Katholiken nichts gegen die Einheit deo Paterlandes unternehmen und den Zivilbehörden des Bandes gehorchen sollen, wenn sie sich nicht einer großen Si'inde schnldig macheil wollen. Er hält dafür, das; Irreligiosität und Immoralität in Italien zum größten Teile durch den latenteil Kriegszustand zwischen der Kirche uud dem Staate verschuldet seien, und sieht den Tag nicht fern, an welchem sick Feuilleton. Der einsame Weg. Von Acnel'ott»,' Hyinfel'd. (Nachdlucl verboten.) Der Wind lief über den schmalen, einsamen Weg. Er jagte die frierenden Schatten des Abends vor sich her nnd pfiff, ihrem rhythmischen Gleiten angepaßt, eine beschwichtigende Melodie. Mr zulueilen unterbrach ein heulender Ioruesruf das sausende Gleichmaß. We.nn nämlich die mageren Schatten rückwärts schanten nach dem wachen, kleinen Hanse, das ihnen ans hellen Augen strahlende Lichtblitze nachsandte. „Zur Nuhe, Schatten!" fanchte dcr Wind, „seht ihr das Dunkel aus dem Meere aufsteigen? Das ist euer Ziel." Und die Schatten regten ängstlich die laugen Glieder, glitteil grau und trübe über den stillen Weg, lim lantlos, spurlos im Meere zu versinken. Der Mann, der langsam und unsicher wie einev, der des Gehens entwöhui ist, deu einsamen Weg daher kam, sah mit Entzückeil das schwebende Einken der Schatteil. Dies melodische Fließen ill die Unendlichkeit, der rauschende Begleitgefang des Windes, das rnhevolle Emporwachsen des Dnnkels aus dem Meere — wie lange hatte er's nicht ei> schant! Er reckte die Arme — es sah aus wie ein Flügelheben. Die. Jahre der Schmach nn,d Tränen, der Harm. der engeil, düsteren Zelle, die harten Wände, an denen sich seine Seele in ohnmächtigen Flatteo versuchen wundgestoßen — die Nnudel,' dieses Tages löschteil alle Qnalen aus. Es verlohnte, sich, im Gefängilis gewesen zu sein, um diesen Tag er leben zu dürfen. „Du bist frei!" sang der Wind. „Du darfst mit uns ziehen!" sagten die wandernden Wolleu. „Sei unser Frennd!" baten die zitternden Vlnmen, und ein Schleier von Dnft legte sich kosend lim Michaels Gesicht. Das Schweigen der ^äler, die er durch wandert, umfiug ihn tröstend, und die Zweige der Bäume breiteten sich segnend über ihn. ,^ Und dann kam das Meer! Das Meer, „das die Flecken lind Wnnden der Welt hinwegspi'llt". Michael hatte vor Frenden geweint, als er die Stimme de5 Meeres von ferne hörte. Seine Mnt-ter, die See! Er kannte ihr Antlitz genan. Er wußte, daß Mitleid mit ihm ihre Züge so furchte, als sie ihn vor sich sah, lind daß ihr brausendes Tosen ihm wohltun sollte. Und ilnn stand er anf dem alteil, stillen Pfade, der ihn fo oft gastlich anfgenommen, uud schallte in die strahlendeil Aligen des Hanfes, zu dem der Weg wies. Weshalb wurden Michaels Fnße plötzlich so schwer, als weigerten sie sich, weiter zn geheil? — Warteten nicht Liebe nnd Freundschaft hinter dem warmen Lächeln der Fenster? — Der Tag war Michael noch sein bestes schuldig: den Druck der Freundeshand. Aber Michaels Seele zitterte vor der Berührung durch Menscheuhaud. Würden die Menschen es verstehen, wunde Stellen so lind und weich anzu-fassen, wie die Natnr es heute getan? — Würde der Mensche» Mitleid so wohl tun wie das Schwei geil der Täler, wie das gütige Streicheln drs Windes und die stimme dcs Meeres? — Michaels Seele hufchte voraus zu dem blin-kendeu Haufe nnd klopfte leise an die Scheiben. Man hörte es nicht. Man lachte und liebte in dem kleinen Hause. Freundliche Stimmen schwebten durch den behaglichen Naum, in dem die lustigen Lichter brannteil, und machten ihn noch heller. Über die einsame Seele draußen rannen die Schauer des Verlassenseinö. Sie empfand den Wind plötzlich kalt und das Dunkel drohend und die gauze Welt klein und eng und düster wie ein <5K-fängnis. — Michael faf; im Kreise seiller Freunde. Mau hatte ihm den bequemsten Sessel an den Kamin gerückt, hatte das Licht grün umschleiert und die Stimmen gedämpft. Und die Augen des Mannes und die der beiden Franen riihieu voller Liebe auf Michaels bleisl)eln, magerem Gesicht, das die charakteristische Falte um Laibacher Zeitung Nr. 133.________________________1234 13, Ium 1907. ^rebe zur Nengiou und ^lebe zuni Vaterlande ivie der verewigen lassen,. Das in versöhnlichem Sinne gehaltene Schriftchen gibt (^esinnnngen Nusdrnck, die zlveifellos auch diejenigen des Papstes sind. Trotzdent ist anzunehmen, daß die Broschüre hohen Orts ebenso unzeitgemäß erscheinen wird als j^'ne des Msgr. Vonomelli, denli sie wird nnr uene Ver-wirrunq in die Geister der Konziliatoristen, die znr Versöhnung hinneigen, tragen. Diese.zeigen ohnehin ein nach der Ansicht der leitenden Stellen, zn starkes Bestreben, die Bewegung zn akzentuieren. Dazn kommt dao Libell des Kardinals in einein Augenblicke, wo der Vatikan es für angezeigt, hält, den KoiiZiliatoristen ein „Halt" znzurufen, un,d dem Staate gegenüber zw'ar im Verhältnisse guter Nachbarschaft, aber dennoch Gewehr bei F-uß zu verbleiben. Politische Neberftcht. Laibach, 12. Juni. Aus Wien, 11. Juni, wird gemeldet: Unter dem Vorsitze des Bürgermeisters Dr. L u e g e r fmrd heute abend eine Sitzung des .^omitees zur Vorberatung der Feier des 00jährigen Negie-r n n g 5 j ubil ä u ni s Seiner Vcajestat des Baisers seitens der Genieinde Wien statt. eoeutsame5 Ereignis in der Geschichte des Deutschtums in Österreich. — Das „Vaterland" schreibt: Au sich, vom gesamtstaatlichen, wie vom kirchlichen Standpunkte betrachtet, erscheint uns eine Stärkung der Christlich-sozialen als positiver Gewinn. Zu bedauern bleibt nur, daß iil. diesem Falle die konservative Sache die Kosten zn tragen hat. Selbst Gegner sind dcr Ansicht, daß der Bestand einer ausgeprägt konservativen Partei, die wir anders als sozialrefor-merisch und gesund fortschrittlich uns nicht denken können, für eine geordnete und ersprießliche Be-tätigung des Parlamentansmus auf die Dauer nicht zu entbehren ist. Aus Tokio wird gemeldet: In der von der fortschrittlichen Partei abgehaltenen Versammlung erschien eine Abordnung der I a p aner aus den Vereinigten Staaten von Amerika und überreichte eine Erkläruug, in der es heißt, daß die Schlichtung der Streitigteiteu in Tan Francisco nicht als eine endgültige angesehen werden könne. Die Wiederkehr schwieriger, Verhältnisse sei jeder zeit zu erwarteil. Es sei unbedingt notwendig, daß die Japaner dieselbe Behandlung erfahren, die man den Europäern zuteil werden lasse. Nunmehr ist auch der Oranjefluß K o loni e die autonome Verwaltuug gewährt worden. Einer Londoner Depesche des „Tel.-Korr.-Bur." zufolge wurde ein königliches Dekret erlafsen, welches dem ehemaligen Oranje-Freistaat die gleiche Verfassung verleiht, welche Transvaal hat. Tagesneuigleiteu. — (Die Verhütung der Sommersprossen.) Nenn geaen ein Leiden zahlreiche Mittel angepriesen werden, so ist dies immer ein Be-wei5 dafür, daß es ein sichereo Heilmittel gegen dasselbe üherhanpt nicht aibt. Tao ist auch bei den Sommersprossen der Fall. Um so mehr muß man hier darauf bedacht sein, die Entstelnmg derselben zu vor-hüten. Insofern mm manckier Teint, namentlich derjenige der Blonden, ,',um Entstehen des lästigen Hallt-übelo ill besonderem Maße disponiert, wird 5>ie Ver Hütimg nur bis zu einem gewissen Grade möglich sein. Alif alle Fälle muß man zu starkell Lichtbcstrahlungeil au5 dem Wege geben oder sie dnrch Schutzmittel ab-znschwächen suchen. Letztere,» Zwecke dienen in erster Linie bei Damon die Schleier, aber nur wenn man die passenöe Farbe wählt. Grüne und rote Schleier lassen am wenigsten öie die Sommersprossen erzeugenden Strahlen durch, diese sollten also don den Tame», bevorzugt werden, welchen daran aelegen ist, daß ihr Gesicht nicht durch Sommersprossen entstellt werde. Dasselbe Ziel kann man anch dadurch erreichen, daß man die Haut mit Substanzen imprägniert, lvelche die Schädigung durch Lichtstrahlen aufheben. Doktor Jessner in Königsberg empfiehlt in einem soeben erschienenen Buche: „Kosmetische Hantleiden" lWür^ bürg, Stuber» als brauchbarstem Mittel das Chinin. Die Wirkung desselben beruht darauf, daß die Licht-strahlen, Nx'lche die Cbinin enthaltenden Schichten passiere,!, ihre schädigende Wirknng verlieren. Chinin ist demnach auch der Hauptbestandteil der sogenannten ^ichtMltzcreme, nnt welcher man znr Verhütung der Sommersprossen die Haut im Sommer morA'no und mittaa.5 spn renweise einreiht. (Worau 5 besteht d e r M e n s ch?) Diese Frage beantwortet Dr. A. Taiber in seinem Werl cheu „A,i5 der Wcrkstätte des Lebens" (Verlag Stl-ecker und Schröder, Stuttgart 1907) wie folgt: Eine Reihe allgemeiner „organischer" Elemente setzen die lebendige Substanz, den Körper zusammen. Ein 70 Kilog-ramm schwerer Mensch besteht aus 13 Grundstoffen, nämlich: Sauerstoff 44 Kilogramm, Wasserstoff 7 Kilogramm, Stickstoff 1 72 Kilogramm, Chlor 0-80 Kilogramm, Kohlenstoff 22 Kilogramm, Phosphor ^00 Gramm, Schwefel 100 Gramm, Calcium 1750 Gramm, Kalium 80 Gramm, Natrium 70 Gramm, Magnesium N0 Gramm, Eisen 45 Grmnm. Flnor IM Gramm. Diese Elemente gelangen in irgend einer Form als Nahnlng in den organischen Körper. Nähere Winke hierüber gibt uns die Art und Weise der Verbindungen, zu denen die Grundstoffe im Körper zusammengetreten sind. Nach Professor Bischofs besteht der Körper eines Menschen an> Wasser 50 Prozent, Eiweiß 0 Prozent, leim-gehende Gewebe « Prozent, Fett 21 Prozent. Asche «Salze) 5 Prozent. Um Aufbau des Körpero nehmen die einzelnen Organe folgendermaßen teil. Veim Mann: Skelett »Mann) 15-s» Prozent. Makeln ll-8 Prozent, Fettgewebe 18:2 Prozent, Drüsen und Rest 24-1 Prozent. Bei der Frau lauten die bezüglichen Ziffern: 15-1 Prozent, 35-8 Prozent. 28-2 Prozent, 20:8 Prozent, Die Vlntmenqe lx'träqt beim Erwachsenen 7-7 Prozent der Körpermasse. — (Die Gräber Gutenbergs.) Aus Mainz wird der „Frankfurter Zeitung" geschrieben: 'Vor einigen Tagen ließ sich ein Fremder zur Besichtigung der Stadt und Umgebung uniherfahren. Tie Römel-steiue der zahlreichen Kirck>en waren in Augenschein genommen, als die Droschke in das Straßennetz in der Nähe des Theaters einlenkte. Vor einem Hause hielt das Fuhrwert und der Klitscher erllärte: „Unter dem Bau soll der Gntehera lx'c,rabe sein." Da an dein Gebände nichto Besonderes zn sehen war, wurde die Fahrt bald wieder fortgesetzt. Wenige Minuten später machte der Kiltscher von nenem Halt und. zu seinem Fahrgast sich lvendend, sprach er, mit der Peitsche auf ein Hans oenteud: ,.Do is dem Gute-berg sein Grab!" Der Fremde blickte den Nosselenker einige Augenblicke verständnislos an. dann alanbt?, er begriffen zn baben und sagte: „Ach, hier ist der Vater des Erfinders beerdiat?" Der Kutscher schüttelte Haupt lind Peitsche, während' er erwiderte: „Nein, der richtige Gntebera liegt do!" „Ja ^ aber Sie zeigten mir doch vorhin eine aanz andere Begräbnis-steile ?" hierauf antwortete der Cicerone: „Tort, wo nl'r vorhin Vorbeigefahre sin, do liegt der Gute-bera for den Altei'timlsverein. for die Professore und Doktore, mid do, wo m'r jetzt sin, do is er for uns und> for die einfache Leit begrabe!" Und während er sein Pferd zn neuer Tätigkeit antrieb, bemerkte er skeptisch: „'s is aber aach möglich, daß der Guteberg ilit do nn ilit dort liegt, daß er ganz wo anders begrabe is!" — (Eine sinkende Stadt.) Unter den Einwohnern in Motherwell ill Schottland herrscht große Bestürzung. Die Stadt sinkt langsam, so daß eiu vollstäildificr Einstm", unvermeidlich ist. Tie erst? den Mund aufwies — das Stigma des Zuchthauses. Man sprach — immer gedämpft und mit gleichsam streichelndem Tone wie zu einem kranken Kinde — von dem Muck der Zukunft, die Michael erwartete. Mau rührte mit keiner Silbe an die Schrecken des Vergangenen. Und doch las Michael ill aller Augen das, was die Menscheil um ihn herum am meisten innerlich beschäftigte. Vr hörte, wie die Seele, jedes einzelnen sprach: „Du Armer, Armer, was wird aus dir? — Du bist nun frei — aber du bist doch keiner der unseren mehr. Du trägst doch immer, wo du gehst und stehst, die (Gefängniszelle mit dir herum. Sie schaut ans deinen Augeu. die getrockneten Tränen-backen gleichen, sie heftet sich an jede deiner Bewegungen. — Wir hatten dich so lieb — nnd auch jcht — du tust uns so leid, aber — wie können wir dir helfen?" Michaels Glas klang an die freundlichen (Bläser der anderen — es gab einen schwachen, kleinen Ton wie einen unterdrückten Hilferuf. Michael lanschte dem Tone nach, während die freunde in ihrer gedämpften Besorgnis sich mit seiner Zukunft beschäftigten. Welche Stadt ihm augenblicklich am wohlsten tun würde, welche Vücher er lesen, welche Stücke er sehen müsse. (Schluß folgt.) Kinder der Finsternis. Roman von Nnton von Perfall. (87. Fortsetzung.) (Nachdruck verboten.) Johanna sah ihn, beugte vor seiner erschreckenden (Gewalt das Haupt in den Schoß dcr Frcm und weinte, Eill Geräusch hieß ihn jäh aufspringen. Ferrol stand vor ihm, grinsend, sich die Hände reibend. „Das ist schön von Ihnen. Herr Doktor — allen Respekt! Das hab' ich gar nicht geglaubt, das; ich Ihnen noch so eine Freud' mach'!" Johannes fühlte eineil tiefeil Haß gegen diesen Menschen. Das war die Finsternis in Person, die vor ihm stand, gewappnet gegen ieden Strahl des Lichtes. Er hatte das Gefühl, ihn zertreten zu müsseu wie ein schädlichem Insekt. „Schweigen Sie hier!" herrschte er ihn an. Seine barsche Stimme nx'ckte Frau Sänne aus der Schwäche, die sie befallen. Sie erblickte Ferrol. Der Friode des Antlitzes verschwand, es verzerrte sich. der Dämon des Hasses blickte daraus. Drohend erhob sich die Faust, die Unterlippe schob sich brutal vor. dor stechende Blick der Stubousand traf Ferrol. „Hüte dich, Mensch!" flüsterte sie mühsam. Johannes trat zu ihr. reichte ihr di? Hand. „Schonen Sie, sich! — Ich komme wieder!" Sie sah ihn ängstlich, nnglänbig an und hielt ihn fest mit beiden Händen. Ein stummes Flehen sprach m seltsamem Kontrast aus cen verzerrten Zügen. -^ Johannes wußte, was es galt. „Mutter!" sehte er binzu. Da dnicktc sie dankerfüllt seme Hand, zog sie iil it einem ranhcn Griff an den Mund und küßte sie. Johannes wandte sich. eine Schwäche überkam ihn. „Kommen Sie!" befahl er Ferrol und gina, ohne sich umzusehen, durch das Gewölbe dem Allsgange zu. In dem dunklen Winkel vor dem Hanse traf er sich mit dem Manne. Er glaubte im reinen zn sein mit sich, gehobeil über alle Bedenken und Ängstlichkeiten durch das höbe Leid, das er eben erlebt. „Sie werden sofort einen Arzt zu Ihrer Frau holeil, nnd zwar den Doktor Wörmann. König-strnße 3. Sie werden alles genau befolgeil, was er verordnet. Ich stehe für alles ein." „Sehr wohl, Herr Doktor!" erklärte Ferrol unterwürfig. „Da foll nir fehlen. Mir tut's ja selber leid. die Saline." ..Anßerdem bill ich gerne bereit, ill jeder Weise zu helfen. Ich wünsche sogar, daß Frau Ferrol ihr Geschäft aufgibt und in Nuhe ihr Leben beschließt. An den nötigen Mitteln foll es nicht fehlen." „Sehr schön von Ihnen, Herr Doktor - aber die Sänne wird's balt nimmer lang machen. — Wie denken Sie's sich dann mit dem Ferrol?" „Ich verstehe Gie! Ich soll Ihr Schweigen erkaufen?" Laibachcr Zeitung Nr. 133. 1255 13. Juni 1907. Sentnng erfolgte mit der Gewalt eines Erdbeben-stoßes. Ter Boden zeigl große Risse, Gas- nnd Wasser-leitnngsrohre sind geborsten. Ein durchdriugeuder Gasgeruch verpestet die Stabt. Wasser überflutet dir Straßen. Tic Ursache dieser Erscheinung liegt in der llnterminierung der Stadt durch Kohlen- ilnd Eisen-gruben. Til? Stadt mnn geränmt werden. MotherU'ell zählt gegen 2 Cinwolmer n»d ist ein U'ichliger Eisenbabnt'notenpnnkt in der Grafschaft Lanark, zwischen Glasgow und Edinbnrg. Ter ganze dortige Bezirk ist reich an Kohle nnd Eisen. (Eine M n in i en f a b r i k in Paris.) Man schreibt aus Paris: Taß die Mumien des Louvre-Museums in ihren hieroglypbenbedeckten bargen wie schleckst getrocknete Fische allmäblich an t>er Luft zerfallen, wer hätte das gedacht! Tic Gelehrten haben diese oft wiederholte Bebanptnng zloar immer bestritten. Tatsache ist jeooch. dan n>an es längst schon dahin gebracht bat, künstliche Mumien in täuschender Nachahmung fabriksmäßig herzustellen. Zie bilden sogar einen danchans gangbaren Artikel auf dem Handelsmarkte. Im Vorone Montronge bei Paris bat sich, n.ne der „Rappel" mitteilt, eine besondere Anstalt aufgetan zur Fabrikation ägyp-tisclier Pricsterinnen, vornehmer Herren und Würdenträger aus der soundsovielten Tnnastie, deren waschechtes Aussehen selbst die gewiegtesten modernen Ägvptologeli zu täuschen vermag. Anfangs glaubte mau, die hiezu erforderliche Leiche wäre von irgend einer Klinik oder einem anatomischen Lehr-saal geliefert. Tiefe Annahme stimmt aber nicht. Viel-mehr besteht die allgemein gebränchlichsie Methode darin, daß man einen beliebigen (Gegenstand, ein Holzscheit oder auch eine Puppe, kunstgerecht umwickelt und ihm einen Kopf ans Wachs oder aus Holz aufsetzt, auf dessen Herstellung eine ganz spezielle Klasse von Künstlem arbeitet. Die Pariser Mumie wird alsdann fir und fertig, wie fie aus dcr Fabrik hervorgeht, nach Kairo geschickt und vou dort nach Marseille znrückerpediert, wo sie als direkt ans den klas-sischeu Totenstätten stammender Zenge längstvergan gencr Zeit eintrifft. Wieviele Privatsanunlungeu mögen fount vielleicht nichts anderes enthalten als Mumien ans Montrouge! (DieN ü ck k e h r z u m A f f e n.) Von einer anmutigen Mode, die sich zur Zeit in London einbürgert, weiß die ..Ind<>pendance Velge" zn berichten. Tiesmal tragen einige Ärzte die Verantwortung für die neue Sitte, denn sie haben nachgewiesen. daß die vierbeinigen Tiere viel weniger Kraukheitsgefahreu ausgesetzt sind, als die alifreclN gehenden Menschen, und zugleich darauf hingewiesen, daß die aufrechte Haltuug der gesunden Entwicklung von vielen Mus kelu hiuderlich sei. Diese ärztliche Eutdecknng blieb nicht ohne Folgen: eine Anzahl besonderer Gescheiter hat mit aller Energie die Vierfüßlerkur aufgenommen uud übt sich. einstnx'ilen freilich nur in den eigenen vier Wänden, in der langvergessenen Knust, auf allen Vieren zu kriechen. Und da sie sich angeblich dabei äußcrst wohl fühlen, fehlt es nicht an gelehrigen Nachahmern. Vielleicht wird es nicht mehr lange wäbren und in den Parks nnd großen Promenaden werden sich auch Unbeteiligte an diesen freiwilligen Vierfüßlern ergötzen können. „Erkaufeu Herr Doktor! Umsonst ist der Tod — und der kostet das Leben," „Sie werden aber begreifen, daß ein Schweigen nir mich keinen Wert hat, das ich selbst breu>'n will." Ferrol prallte förmlich zurück. „Sie? Sie wollten ? Ihrer Frai,l ------ der Cassan der ganzen Stadt --------. Müssen schon entschuldigen ^ aber so läßt sich der Ferrol nicht eiufangen. ^ ^-Das war' so ciu Fi-esseu für die Leut' - der ^ohn vou Stubensand - nnd die Tochter von Cassan! Na. Herr Doktor, so bandeln Nur nicht ans! Ich bin net unverschämt! Sagen wir rund zehntausend Mark, uud die Sache ist begraben für alle Zeit! Ist das ein Geld für fo was? Frei und ledig davon für alle Zeit! Und wegen dein Lumpengeld wollteil Sie der Frau den Kummer maclien, Sie, Herr Doktor? — Das glaub' ich «nein Lebtaa. nicht." „So glauben Sie es nicht. Tun SW, was Sie wollen." Johannes machte Miene zn gehen nnd ging doch nicht. „Zum Herrn Polizeirat Möller gehen nnd sagen: Drr Herr Doktor Ohnesorg ist del- Sohn von Ctnben-snnd, der den Eassan umgebracht hat! Auch noch: Tun Sie, wao Sie wollen?" höhnte Ferrol. Die Trobnng mit dem Möller wirkte seltsamer weise stärker auf Johannes, als wenn fie Klärchen selbst betroffen hätte. Er fah das hämische Geficht >>es Verhaßten vor sich, hörte sein Lachen über den Vriuzcn Hnnnes. - ^ „Wie lomuien Sie aus den Polizeirat Möller?" fraa.t-0 er. (kostspieliger Elgennnu.) Ein amüsantes Mißgeschick hat eine französische Eisenbahn-gesell'chast in Pario betroffen. In einein Pariser Bahnhof löste fich ein Finanzmann ein Villett nach irgend einer Station. Er entfchließt fich, bis zur Abfahrt des näMfolgeuden Zuges zu warten, und um sich die Langeweile zn vertreiben, vertieft er sich in die aufgehängten Fahrpläne und Tarife. Tnrch einen Znfall vorsännite dcr Herr seinen Zng. Er bemerkt, daß man ihm für fein Villett l5 Franken -li) Centimen abgenominen. lvährend er nach dem Tarif nur 15 Franken -l2 Centime? zn zahlen hätte. Um sich die Zeit zn vertreiben, macht er sich den Scherz, mn Schalter die 3 Centimes zurückzufordern. Man weist ihn ab. Er wendet sich an den Stationsvorsteher. Kein Erfolg. Die Sache macht ihm Spaß, cr will feine !'. Centimes der Bahn nicht fchenken und schreibt der Eisenbahngesellschaft einen sehr höflichen Netla-mationobrief. Keine Antwort. Er fchreibt einen ebenso löslichen eiugefchriebenen Vrief. Keine Antwort. Er schickt dnrch den Gerichtsvollzieher eine Mahnuug. Man lacht ihn an5. Die Geschichte intei-essiert den Finanzm,ann immer mehr, er geht znm >ladi und erhebt Klage. Die Sache geht dmxh die erste Instanz. Die Vahngesellschaft erhebt Einspruch. Zweite Instanz: dasselbe. Tritte Instauz: dergleichen. Ts Japanerinnen lauer len. Man hat die gelben Tämchen ans fo merk-würdige Art untergebracht, weil man sie nach San Francisco einschmuggeln wollte. Nach den ueuesten Einwandernng^'gesetzen ist nämlich die Einlvanderuug 'japanischer Franen nach Kalifornien verboten. ^' (Flüssige Luft als Sprengstoff.) Seit einiger Zeit werden in einein großen Steinkohlenbergwerk in Nordengland, dessen Schächte besonders tief hinabgehen. Patronen ans flüssiger Lnft als Sprengmiltel benutzt. Vei-suche dieser Art sind schon seit einigen Jahren unternommen worcen, beispielolveise beim Van des Simplontunuels, sie hatteu aber zu keinem befriedigenden Resultate ge-siihrt. Man benutzte nämlich bioher die flüssige Lnft gewissermaßen als Zündstoff, mit einer anderen brennbaren Substanz gemischt. Jetzt wird sie für sich allem uerwaudt, iudem man ihre Eigenschaft verwertet, sich bei bestimmter Temperatur plötzlich in Tampf zu verwandeln. Ter dabei entwickelte Drnck t'ann bei genügendem Abschlnf; des Behälters, in den die flüssige Luft eingefperrt ist, geradezn ungc-heuere Werte erreichen. Die Erplosion erfolgt beqneni bei gewöhnlicher Temperatur, da die Verdalupfung der fliissigen Lnft schon bei mehr als NX) Grad nnter l> lx'giunt. Aus diesem Gruude wird auch die flüfsige Luft stets iu offenen Behältern anfbewahrt. weil sonst eine, danernde Explosionsgefahr bestände. Andernfalls hat ihre Handhabung keine Bedenken, „Sehr einfach! Weil der ,Fahnenkanrm' eh' fchou auf Ihrer Fährte ist. Ich kann ihn weiterführen dar-anf, bis dahin, wo er 'naus will oder abbriugen davon wie Sie wollen. Also, was wollen S'?" Jobannes verlor bereits feine Festigkeit. Er konnte ja Klärchen alles g-esteben, ihr allein war er verantwortlich nnd sie wird schweigen — dem Kinde zuliebe schon. Sie wird vielleicht mehr - sie wird gewiß mehr die Tochter des Cassan ^ wäl> rend dieser Möller nichto tnn wird al> seine Mache befriedigen unter dem Schirme seneo gekränkten Gerecht igkeiwaefühles, das nur den Haß kennr uud die Verfolguug ihm dazn zu vei'halteu, wäre nicht groß, sondern einfach töricht. — Anderseits schmierte ihm vor jedem Vunde mit diesem Menschen. Wer der Finsternis ihr Eigentnm entreißen will — tönte es in seinem Innern. Er selbst war ibr Eigentum, nach dem sie gierig griff. Er zögerte, Ferrol drängte. Nur Zeit gewinnen! dachte Johannes. Es war alles so wirr in seinem Kopfe. „Warten Sie lvenigstcns mit Ihrem Gana.e znm Polizeilate: ich komme morgen wieder, diesertage!" „Aber gerne, Herr Doktor," erwiderte Ferrol, freudig überrascht durch diese plötzliche Nachgiebigkeit. „Ich kann ja auch zu Ihueu kommen. E5 ist so net recht geheuer da. Vielleicht ins Laboratorium, so um 9 Uhr, durch die Gartentür, von der Wasser straße hei'. Da merkt kein Mensch was." (Fortsetzung folgt.) lvenn man sich nur i» acht uimmt, fich uicht an der kalten Flüssigkeit zu „verbrennen". Denn die Wirkung der nngehener kalten flüssigen Luft auf die Haut zeigt diefelben Erscheinungen, wie sie beim Ver-brennen auftreten. Die Erplosion der Patrouen erfolgt uach s«h5 bis acht Miuuteu und macht durchschnittlich !>s) Tonnen Steinkohlen mit einem Schlafe srei. Die Kohle zerfällt dabei in Blöcke von h,öchstens l»<) Zentimeter im Durchmesser. Eiue uoch größere Spreugladung würde sie in Pulver verwandeln. Vou der Save bis zur Donau. Von Lea Fatnr. (Fortsetzung.) Und die Gurk berichtet weiter: „Weit ist mein Weg. Ich sehe Töplitz. den altbekannten Badeort, ich sehe Kvstanjevica, de» geliebten Wallfabi'worH der Unterkrainer und Steirer, deren Name von den vielen frei wachsenden edlen Kastanien stammt, die im Frühling Herz nnd Auge erfreuen und im Herbst Magen und Säckel der Eigentümer füllen. Das Kloster von Kostanjevica oder kiandstratz wnrde von« Sponheimer Herzog Bernhard 1231 gestiftet; auch wurde dieser «Herzog uach feinem Wunsche dort begraben und mit ihm seine Gemahlin Jutta, die böhmische Königstochter. Weiße Dörfer bekränzen meine User, die fich nnter schnx'rbeladenen Fruchtibänmen bogen. Die Berge sind von rauschen« deu Kastanieubäumen bedeckt- in den Niederungen prangen stattlicl)e Eiclx'n uud unter ihnen tummeln sich die bekanuteu Schinken uud Fett besorgeuden Tiere, brauue, barfüßige Kinder snchen, in Gebüsch nnd Gras nach fettigen Knoppern, die sie in die Lederei der Stadt verkaufen, um fich aus txm» Erlöse einen Fileek uud eiue Harmonika zu vergönnen; dralle Mädchen bearbeiten, die bunten Tücher tief ins Gesicht gezogen, singend dre Felder . . . Sie besingen mein grünliches Wasser, das befruchtend die Ufer uetzt; sie singen vou alteu Heldeu, vou der aus Ungarn wallenden Maria, von dem Abschied nehmenden Burschen, von den heiligen Brüdern Peregrin nnd Valentin; sie singen die alw Weise des Nosentranzliedes: „Schöne Rose, Mntter Gottes, o Mm'ia der sieben Schmerzen; sie singen von schwarzeu Augen, die Herzen berücken, von süßem Wein ... Sie müssen singen; Freud und L<'id muß iin Liede nnstönen; ihr Leben ist ein steter, oft sehr melancholischer Gesang. Lieder ei> tönen in der großen Cerklsaner Pfarre, Lieder- auf das fagenberühinte Kr5ko Polie. Ibnen lauscht die Gadova Pe<-, wo sich giftige Nattern sonnen und die feurigsten Tranbeu der Tiöina, Moflaviua, der Mustatec, Kozloviua, Kraljeviua. Zlatopcua, Geliua, Zelenita und wie sie alle heißen mögen, aus dichtem Nebenlaube glnben; ihnen lauschen die lveißen Zi-danice, in denen der süße Most oder der senrige Wein durstiger Keblen harrt; ihnen lauscheu der Uskokeu stolze Hänpter... Lieblich spiegelt sich iu meiueu Wellen die Ort» schaft Kröka Vas; die Häuser tragen goldene Kukuruz-kränze; süß dusten, die Pre/ilka, Sivka, Maönrana, der Orehek, die Plahtica aus den umfl-iedeteu Gärten; auf den Feustern stehen der grüne Nosmarm, die weitblättrige Marvn oder das Noseukraut. der genüg-same Mo/ oder die Pelargonie, die blühende Monatrose, hier O^ipka geheimen. Golden wogen die Felder; gran hängen die Stl-ähnen gesponnenen Flachses zum Trocknen an Gartenzännen; weiß breiten sich lange Streifen Leinwand anf saftiggrünem Wiefengruude aus; dunkeläugige Madien begieszen sie. Sommerfrohes Leben, herrscht an den Ufern; leise rauscht es in den Feldern, uud darüber liegt iu satten, Sounenglanze ein gar eigener Dust und Ton nnd es klingt wie ein melancho-lisches Volkslied in langgezogenen Weisen . , . Ein lebensfrohes Volk lebt an den Ufern der Krta! Leichter Sinn ist ihnen eigen, doch heftig sinö sie in Leidenschaft nnd Streit. Und jnna, und alt, Mann nnd Fran, liebt den süßen Säst der Weinrebe. Gerne gibt der Vaner andere Früchte hei'; mit den Trauben geizt er. denn der Wein ist sein Leben. Dennoch mnß er ihn verkaufen: Früher nicht gekannte Bedürfnisse zwingen ihn dazu. Mit blutendem Herzen, sieht erweile Vedmen aus, saugen Menschen und Laibacher Zeitung Nr. 133. 123V 13. Juni 1907. Tieren Nlut ans, das; blaß wird Mensch und Tier und alte kluge Weibeir besorgt dreinschauen. Schwer ist der Kampf mit den finsteren Mächten - Ve^s-en wohnen in Tümpeln, hüpfen als weihe, Lichter unheimlich durch die Finsternis, locken die Mensä^n in5 verderben auf Kreuz- und Irrwege. Einsame Gebüsche, wo nächtlich der Schrei der Eule und des Uhu ertönt, sind der Zltfluchtmort von Seelen uu-getaufter Kinder, die, an Zweigen hängend, klagen. Nlanflimmernde, in der Iohannisnacht lenchtende Lichter künden verborgene Schätze, die man anf der Flncht vor Türken, Franzosen oder anderen Feinden vergraben. Die lebhafte, die Vermehruugmkraft des Geldes in tüchtigen Händen nicht kennende Phantasie, schreibt jedem reichgewordenen Hause den Fund ver-gralx'ner Schätze zu. Zauberfprüche gibt es, die gebannte Schätze heben, gegen Schlangenbisse und böse Vedmen schützen: Doch verschwinden die knndigen Beschwörer, immer mehr und mit reinerem Herzen wendet man sich an Gott und au den sehr verehrten Schutzpatron. In Stunden der Bedrängnis werden so 'manche Gelübde getan: dann wallen die Pilger zn Fnß. einen Korb mit „di^im" tragend, aus welchem ein duftender Strauß winkt, zum hl. Nochum nach Nanu, zn Maria Trost nach Koustanjevica oder nach Zaplaz, wo nach alter Sitte nach beendeter Feier „zu Ehreu der Gottesmutter" noch ei» klolo getanzt wird... Es gib? ein trautem Leben an den Usern der Krka uud dennoch sinden die Lente bereits den Weg überm Meer ... Woran liegt es nur? Undankbare Arbeit ist em, den Boden zn bebauen sie ziehen fort uud zu Sommerzeiten findet der Baner keine Hände, die ihm für schwerem Geld nnd gnte Kost sei» Korn und Hen einbrächten . . . Also erzählt flüsternd die 5lrka und verliert sich langsam in den Wellen der Save. Und da sie, die Grenze zwischen Krain nnd Steier-mark bildend, gegen .Kroatien eilen, winkt ihnen das dreitürmige, dreieckig gebaute Schlos; von Jesenice, Samobor. dam .Heiln reicher Besitzer, die für ein Dorf ungewöhnlich große, in gotisclx'm Stile erbante Kirche Dobovas zu. Nicht immer, so erzählt das Volk, floß die Save hier: nur die Krkn schlang sich zu Füßen des Umtotengebirges, deren silbernschimniernde Schive-ster aber wandte sich vor Videm iiber Dolga Vas, De^-no Selo, Glogov Brod, Kapela, Hm-nnca nn> erfolgte von hier ans den uns bekannten Weg. Der Großvater kennt ihn nnd bezeichnet ihn von Stari Grad bis Harmica. von wo u>eiter er damals wie 'heute dlerselbe gewesen. Weiter erzählen Meuschen und Bodeli, das-, die Save, ihr altes Bett vorlassend, uud vielleicht gelenkt von Menschenhänden, zuerst unter dem Schlosse ge flössen. Ein guter Schutz in Kriegmzeiten, wnrde sie später ein nna„genehmer ^ast, U>enn sie anfgeregt über die Maliern schlllg. Übel spielte sie dann oft dem alten Friedhof mit, der sich vom Vergeshange, wo jetzt dam Postelsche Hans steht, znr Pfarrkirche hin zieht. Die Wellen spülten die Gräber Ux'g, zerbrachen die Särge und führten deren tranrigen Inhalt gegen Sissek. (Fortsetzling folgt.) ^ - (D i e H e r b st w a f s e n ü b l> n g e n d e r Reserve.) Durch Erlast dem Reichskriegsministe rinms werden die Periooeil der Herbstwaffen Übungen der Reserve und der Ersatzreserve des A. Korps im Jahre NA)? folgendermaßen bestimmt: :,) Infanterie nnd Iägertrnppe. Vom 2U. Allgnsl bis «. September. l>) Feldartillerie. Für Neserveniänill^ nnd Ersatzreservisten von« 29. Inli bim l<). August, bei den Tivisionsartillerieregimeiüern Nr. 7, ,^l nnd 9 auch vom 2l>. Angust bis 8. September. <>) Festnngs-artillerie. Beim F^stiingmartillerieregilliellte ^cr. !: Für Reservemänner nnd Ersatzreservisten v. 29. Inli bis 11). Angulst nnd vom 12. bim 21. Angnst. -fahren, lx'ginnt itächsterlage die taktisch-technische Übungsivise der Grnppe I. Die Leitnug hat, FML. Omkar Dill m a >l n v on Dill n, ont, Komman dant der 2l->. Infanterietr»PP<'ndivision. Es nehmen ferner an der Reise teil: der Pionierinspizierende in Wien, dann die Kommandanten der Pionier Bataillone Nr. 2 in Linz, Nr. !'. in Prag, Nr. 5 in Krems, Nr. ii iu kllosterneuburg, Nr. tt in Theresieu-stadt und Nr. 15> ill Pettan: ferner elf Hnuptleute oder Obei-leutnantm dieser Bataillone, drei Offiziere des Generalstabem. ein Offizier des Geniestabes nnd ein Offizier der Feldartillerie. Als Übnngmraum ist die Dran- nnd Savegegend im Ranine Marburg-VillachHaibach. eventuell die obere Mnr zugewiesen. Die uuter der Leitllng des GM. Svetozar Boroevie von Volla, Koinniandanten der 14. Infanteriebrigade stehende Gruppe ll hat ihre Mise bereite Anfang Juni begonnen. Als llbnngsrallm hatte« diese die Save nnd Kulpa im Raume Steinbrück-Ogulin-Klllpamünduug-Varamdiu zugewiesen. Die Grnppe 111 steht nnter der Leitung de<- GM. Tesiderius ,^oloß varli de ,^lolomvar, Kommandanten der Kavallerie Trnppelldivisioli in Stauimlau — dem gen>esellen ungarischen LandeZverteidigungmmillisters — und übt Anfailg Juli an der Theiß. Körös und Maros, im Ranme Szolnok-Szeged-Arad Nagvvarad. — (P ersonaln a ch r i ch t.) Gestern abend ist Herr Generalmajor Seibt hier eingetroffen nnd im Hotel „Elefant" abgestiegen. - (Vom L a ndc m sa n i t ä tmra te.) Am 12. d. M. fand die konstituierende Sitzung dem Landetzsnnitätsrntes fiir das Trienninm 1907/1909 statt. Der Herr Landempräsident begrüßte die Mitglieder des Landemsanitätsrates, hob die bisherigen Leistungen dieses Fachrates dankend hervor, und drückte schließlich den Wunsch anm. daß sich die Tätigkeit des Landessnnitätmratem anch weiterhin für die staatliche Sanität5verwaltnug so fruchtbringend wie bivher gestalten möge. Bei der lneranf vorgenommenen Wahl wnrde wieder Herr Regierungsrat Dr. Franz Z n p a il c znm Vorsitzenden nnd der Pri marins der hiesigen Angenabteilnng, Herr Dr. Enlil Bock, znm Vorsitzenden-Stellvertreter gewählt. (Aus der Laibacher Diözese.) Der Pfarradmiuistrator in Kolovrat , p P a n ts ch i ts ch , folgte. Ausgehend von den Ereignissen, welche die hiesige Orwgrnppe betrafen illld die sich hoiiptsächlich anf die Mitwirkung bei der A!mstlisiii5 GrüN'Feier bezogen, entwarf Herr Snv> pnntschitsch ein fesselndem Bild der Entwicklling des Gesamtvereines, seiner Arbeiten nnd Bestrebungen. Seit dem Gebnrtojahre des Vereines, 1885, ist seine Mitgliederzahl sowie die Zahl der Zweigvereine stetig gewachsen. Im ^ahre l9l><> gehörten dem Vereine 27.0M Mitglieder in :'.<>2 Zweigvereineil au, eine gewiß ungewöhnlich große Zahl für einen wissen' schriftlichen Verein, die den bestell Beweis fiir die werbende Kraft erbringe, die dem Vereine innewohne, nnd seiner zielbewußten Leitnng ein glänzendem Zeussnis gebe. Der Verein wirke hanptsächlich dnrch seine Zeitschrift, die in ein^r Auflage von 32.Ml^ Eremplaren erfcheillt nnd überall, wo Tentsche wob-nen, verbreitet ist. Mit tiefgründlicher Sachlichkeit, gewürzt durch Humor, trete sie sür die Reinheit der Sprache ein und bekämpfe die vielgestaltigen Gefahren, die sie bedroheil. Ihre Wirksamkeit werde noch dadnrch erhöbt, daß bereits 5!M ^eitungen gewonnen wurden, die in ihren „Sprachecken" die gleichen Zwecke verfolgen. Der Sprachverein habe lx'reitc- viel Schule sowobl bei den Angehörigen der deutschen Nation, die in Verschiedellen Staaten (Schweiz, Belgien, Schweden. Dänemark, Ungarn, Deutsch Rußland) ähnliche Vereinignngen in» Leben gerufen haben, wil,' mich bei fremden Völkern, die Gegenvereine bil-delen. Der Vorsitzende konnte mit Genngtnnng dar-mis hinnieisen. daß selbst in Amerika ein Wandel zum Besseren sich zu vollziehen beginne. Teutsch sei vor allem die Sprache der Wissenschaft: das hoch-angesehene englische ärztliche Fachbla'tt „Lascet" empfehle den englischen Ärzten dringend deutsch zu lernen nnd ein Nnsse schlage allen Völkern „deutsch" alm Sprache der Chemie vor. 19M seieu über 25>,<>">. d M. llachiliittags überwachte die Anmziiglerin und Witwe Theresia Novak in Unter ° Palovi^e, Gerichtsbezirk Stein, zwei Kinder ihres Sohnes Franz Novak. Dam eine Kind lag in der Wiege, während der zwei Jahre alte >inabe in der Küche bei der Großmuttor spielte uud Brot aß. Die Großmutter entfernte sich auf einen Moment nnd begab sich bei ihrer Rückkehr in das Zimmer. Sie traf dort den Knaben all, das kleine Kind war tot. In dessen Mnnd und auf den Lippen fand fie Brosamen vor. Die gerichtliche Obduktion ergab, daß der Tod dnrch Hineinpressen von Brot in den Mnnd und dnrch die dadnrch herbeigeführte Atemsnot, erfolgt war. —I. (E r h n m i e r n n g.) Am ll. d. M. wnrden die Gebeine eines im Jahre 1^79 verstorbeilen Kindem des Freiheirrn Frang Wambolt vo>: Unlstatt in Hopfenbach bei Nndolfswert erhilmiert und iu die Familiengruft nach ,ßessen überführt. sVes i tzw ech sei.) Das am Hauptplatze in Rudolfswert gelegene Eckhaum der Frau Mamcon haben die Herreu Leopold Kopai"' und Jakob Pall^it-, Realitätenlx'sitzer uud Kaufleute in Nlldolfmwert, um den Preis von M.MX) Krolieu augekauft. (Bau einem Stra ße n ka na le s von Standen nach Kaudia.) Um die ehemalige Reichsstraße von Kandia bis Standen vor Beschädigungen dnrch Regenwasfer zn Mitzen, anderseits aber anch den von Jahr zu Jahr an dieser Straße zunehmenden Neubauten eine 5ianalisation und Abfuhr der Abwässer und Fäkalien zu verschaffen, wird dermalen aus Zemeutröhren von Standen bis Kandia ein Kanal ill den Gurkfluß geleitet. Hiedurch gewinnt anch das angrenzende Terrain wesentlich an Wert. < SeI b st m o r d e inem Offizi e r m -dien e r s.) Allf dem Feldwege zwischen der Radetzky-straße und der Linsengasse in Klageilflirt wnrde am ll. d. M. früh ein Soldat mit, einer Schußwunde tot aufgefullden. Er hatte den Selbstmord mit einein Iilfanteriegelvehre verübt, dam neben der Leiche lag: nnd zwar drückte er den Hahn jedenfalls mit dem Fuße ab, da er sei» Schuhwerk ausgezogen hatte. Die Tat dürfte im Lanfe der Nacht verübt worden fein. Der Selbstmörder heißt Franz Kraker, war Offiziersdiener bei einem uun uach Wieu übersetzten Hanpt-manne nnd sollte eben znr Dienstleistung bei der 15). Kompanie vom vierten Bataillon des Infanterieregiments Nr. 17 einrücken. Dam Motiv der Tat ist nicht bekannt. * (Abgängig) ist seit einigen Tagen der Offiziersdiener Josef Hlar des 7. Divisionsarrillerie' regiments. * (Verloren) wurden sechm Notenhefte für Zither, feruer eiu Geldtäschchen mit 7 X. — Verloren wurden ferner eine goldene Damenhalskette, ein Taschentuch, worin ein Versatzzettel sowie eine Zwanzigkronen Note verwahrt waren, und ein goldenem Anhängsel. Der Finder des letzteix'n Gegenstandes erhält eine gnte Belohnnng. * (Z ugelaufe u.) Zu einem Feuerwerker in der Artilleriekaserue ist eiu kleiner, branner Hund ohne Marke und Halsband zugelaufen, Theater, Gunst und Literatur. („Wiener Mode.") Die Toiletwnmode von 1907 fordert förmlich zu Übertreibungen heraus lind es gehört viel Verständnim und Enthaltsamkeit dazn. um den Verlocknngen nicht zn erliegen nnd nnr dem wirklich Schöllen zn huldigen, das die Mode von hellte in sich birgt. Vor allem heißt em da vereinfachen, sowohl im Schnitt alm im Anfvntz. wie dies zum Bei° spiel das Heft 18 der „Wiener Mode" iu reizeuden Toilettenvorlagen demonstriert. Das Heft enthält eine Laibacher Zeitung vir. 133. 1237 13 Juni 1907. grof^» AuowM vmi Pronmm^, Sport und Ti'ottcultostilnx'il, tun st lyrische Handarbcitsvarlagcn, nicht zu vorstessoll der wimdorschönon ssiletspitzen-muswr uild d^s iiltcrossnnt liefü^tcn „Boudoir". Geschäftszeitung. — (Licf ^' r u u ci c> c, u o sch r^ i b u u q.) Dic k. t, Staat^l)lihnolr^'ttiou Villach ic'ilt dcr HcmiX'I^ und Gcwcl'b>.'talN!uci' iu ^'aroach mit, dast dic ^il'fX'ruusi der nachstehend angeführten Mawrialion für die Zcit vom 1. Januar 1lX>8 bis 3l. Dozenibcr 1!>s»^ im Qffcrtnx'civ vergeben wird. und zwar: Chemische und Natul'produtlc, ^iirbwar^i, ClK'initalion (auch 5lup-f^'rvitriol fiir galvlNiijch».' Batwi'iou), i^eiu,, Schmirgel usw., Firnisse und Lacke aller Art, Politnr, Email lackfarbcn usw., Cha>uott<'waren. Nähere Angaben über die d^'iiöticiton Quantitäten und Mak'rial^at tunken sind auo dcu Offortformnlariv'i^ zu eittiwbnx'n, n>clche ebenso wie dil,' allsscmcin^u und besonderen LieferungobcdlNssuissc lx'i d^r f. t. Staatsbahndirok-tion sAbteilimg "1) eiugeseln'n, bobc>ben odor gegen Einsendung des Porto bezogen wrrdoil tönncn. Tie Ofsorte, zu deren Verfassullli die ln'ezu aufgelebten Formularien beniijzt werden müssen, sind saint etwaigen Veilagon Per Bogm niit l Kroue-Stcmpcl versehen, dersicqelt mit i>er Aufschrift „Offert fiir Li<> feruug verschiedener Materialien" lx.'i der k. k. Staate bahndiiettioil Pillach bic- längstens 3l». d. M. l2 Uhr inittcigo einzubringen. — (Offc rtan 5 sch r ^'i b u n a,) Die l. u, !. Mililärliauadt^ilung d<>o Mililärwmmandoc' in Zara teilt dcr Handels- nnd Geweroetainmer in Laibach nlit, daß zur Sicherstclluna, der bcini Neubau einer Infanterie-, einer Pionicr^ nnd einer Artilleriekaserne samt M'benerfordcrnisse» in Teodo (Tüddalmatien) Porkommenden Nanarbeiten, Lieferungen nnd Neben-leistnngen ani 1. Juli l!X>7 um 10 Uhr vormittags in der Kanzlei der t. und l. Militärbanabteilnng dcs Militariommandos in Zara eil^' schriftliche Offert> Verhandlung stattfinden wird. Nuternehmnngslustige werden demnach eingeladen, sich dnrch Nix'rreichnng schriftlicher Offerte an dieser Verhandlung zu lxv teiligm. - Ein Erernplcrr der Offertausschreibung liegt im Bureau der Haudels- und Gen>erbeta!!i!M'r in Lni>tllz - VureM. Budapest, 12. Juni. Im Miniswrpräsidium wurden heilte die Ausgleichsverhandluugeu fortgesetzt. Sie nahmen um halb ion ferenz wnrde auch der Tert des zwischen beiden Staaten abzuschließenden Zoll- und Handelsvertrages im einzelnen diskutiert und hierin ist eine bedeutende Annähernng zustaudegekommen. Die Allogleichsver Handlungen nehnien allerdings längere Zeit in Anspruch' eo muß jedoch in Betracht gezogen lverden. daß sie sich auf die kleinsten Details erstrecken nnd daß eine Klarstellung in jeder Nichtnng erforderlich ist, auf daß im Falle einer Vereinbmimg ouch in bezl»g auf die minutiöseste» Details im Vollzuge keine Differenzen auftauchen können. Berlin, 12. Juni. Dno Wolffsche Bureau »meldet ans Petersburg: Ministerpräsident Stolppin hat an den Präsidenten der Neich^dnma Golovin ein Schreiben gerichtet, in Nielchem er bittet, die Neichs dnma möge ehcbaldigst über den An5schluß derjenigen Abgeordneten beraten, die wegen Verbrechen ange klagt sind. auf welchen der Verinst des bürgerlichen Ehrenrechten steht. Der Ministerpräsident weist ans die Erschwerung der Untersuchung lnn, die darin liege, daß die Duma bisher diese Angelegenheit nicht habe prüfen wolleu, sowie darauf, daß die mit ge ringer Mehrheit gefaßten Beschlüsse- bei einer Ver nrteilung der angeklagten Abgeordneten für hinfällig orklärt werden können. Berlin. <2. Juni. Tac Wolsfsche Bureau meldet aus Petersburg: Die Sozialdemokratin habe,, in del- Neichoduma einen Gesetzentwurf, betreffend die Versammlung5freiheit, eingebracht. Darnach sollen alle russischen Bürger ohne Unterschied des Alters und des Geschlechtes das Necht haben, an beliebigen Orten uuter freiem Himmel oder in geschlossene:, Rn'nmen Versammlungen abzuhalten, ohne daß hierzu von der Polizei eine Genehmigung erforderlich Wäre. Beamte, dio solche Versammlungen stören wür oen, sollen mit Gefängnis bis zu sechs Monaten 'bestraft werden. N o in , 12, Juni. Der Senat nahni einen Antrag an, wonach der 4. Inli 1907 alo der 1(X). Geburtstag Garibaldis alö Nationalfeiertag erklärt wird. Der Beschluß wurde mit lebhaftem Beifall anfgenommen. Belgrad, 12. Inni. Der Abgeordnete und Präsident des Ionrnalistenvereines, Nastao Petrovi«', wnrde zum Minister des Innern ernannt. Petrovn' gehört dcr Vui^gruppe dor altradikalen Partei an. P e ter ^' b u rg , 11. Juni. Die Petersbluger Telegraphenagentnr meldet: Die Meldnng, betlx'ffend den Bau einer Eisenbahn von Kansk zur Behring straße uud eiues Unterseetnnnels nach Amerika, ist infolge eines Tolegraphiefehler5 nnrichtig wieder gegeben worden. Sie mnß lauten: Der Kaiser ge nehmigte doli Beschluß des Ministerrateo, b^reffend die Verweigerung der Konzession zum Baue der fraglichen Bahn und des Tnnnels. Norfolk (Virginia), 12. Juni. Eine Barkasse, die am 10. d. um Mitternacht die Aufstellung von Jamestown verlassen hatte, mn zu dem Liuieuschiff „Minnesota" zu fahren, ist verschwunden. Eo gilt al5 sicher, daß sie von einem Dampfer überrannt worden ist. An Bord der Aarlasse befanden sich els Mann. Neuigkeiten vom Büchermarkte. E. v. Kupffer, Priesterin Mutter, k — 96. — Dr. Ed. v. Malier. Der Dienst des Goldes, X — 96. — E. v. Nupffer, Heiland Kunst, X — 96. — Dr. Ed. v. Mayer, Die Märchen der Naturwissenschaft, k — - 96. — E. v. Kup ffer, Olympia und Golgatha, X — 96. — Holder Au a.., Das alte Faustbuch, X 1 20. — Freimarl H., Helena Petrovna Älavllhty, k 2 88. — W. Ediv. Hartpole Lecty, Sitten» geschichte Europas, gbd. li 15. — Reiff Aug., Ernste und heitere Erzählungen für den deutschen Aufsatz, I! 1 80. — K unz-K rau se, Dr. Herm,, Über den Anteil der Chemie an der Entwicklung der medizinischen Wissenschaften, X —96. 5katy Andreac. Das liebe Ich. Iv l-«0. — Frauen-trost, Gedanken für Männer, Mädchen und Frauen, X2 16. — Pljanegg, Ein Dank aus dem Walde, X 2 16. W. Langewies che, ... und wollen des Sommers warten . . ., X 2 16. — Wulffen, Dr. Erich, Manolescu und seine Memoiren, ll 2 40, — Bräutigam Ldwg., Die Er« lösung von der Geldgier, K 1 20. — Flaischien C,, Aon Alltag und Sonne, X 3-60. - Flaischlen C., Aus den Lehr» u. Wanderjahien des Lebens, X3 60. — Dr. Schmidt-Oibichenfels, Wen soll ich heiraten? X 2 40. — Grei-uacher, Dr. H., Nadimn, X 1'20. — Vlcibtreu C., Die Vertreter des Jahrhunderts, I. X 9; II. X 9; III. X 3 60. — Henck W. und V. Traudt, Naturkunde, X 3. — Henck W. und Traudt, Dentsch, ausgewählte Gedichte, X 3. — Dr. Ad. Wagner. Der neue Kurs iu der Biologie, X2 16. —Rob. Stern, Kaufmämnfche Bilauz. geb. X3 60. Vorrätig in der Buchhandlung Jg. v. Kleinmayr H^Fed. Vambergin Laibach, Kongrehplah 2. Meteorologische Beobachtungen m Lmbach. Seehöhe 306 2 m. Mittl. Luftdruck 736 0 mm. ,« 2U. N. 734 4 28 2 SW. mäßig ! heiter ! ^ 9 U, Ab.! 734-5 20 4> S. schwach . ! 13 I 7 N. F. , 733 7 17>2^ NO. schwach ! » z 0 0 Das Tagesmittel der gestrigen Temperatur 22 0°, Nor» male 17-4". Wettervoraussage für den 13. Juni: Für Steier» marl, Kärnten. Krain und das Küstenland: Meist heiter, schwache Winde, warm, Gewitterneigung. Verantwortlicher Redakteur: Anton Funtel. Verstorbene. Am 11. Juni. Emilie Gusl, Oberlehrerin i. R., 54 I., Franzenskai 9, ('areinolnu, uteri. Im Zivilspitale: Am 11. Juni. Anton Finzgar, Arbeiter. 69 I., Hlark8mu» 8«uili8. erhält die Zähne rein, weiß und. gesund. Hur '4iyotograpy»e sur «mate»»re: vinenannl vor. zügliche photographische Salon» uud Neiseapparate, neue uu> übertroffeue Momcut'Handapparate, wie alle photographischen Bedarfsartikel bei A.Moll, l. u. k. Hoflieferant. Wien, 1.. Tuchlaubeu 9. Photographische Manufaktur gegründet 1854. Auf Wuusch große illustrierte Preisliste uuberechuet. (2^l>2> n> V»U,«li»tvlno v«l'Nl8ucll«n ^roll« 8cnm«rx«ii unä V««c:Ii>v«rä«u. ^rHN« ^0»«t-Vltt«r^u«11« wirä von vision Xlötou uu6 ?rof<;8«arou ßo^en ? von sl) vielen Seiten erfahrene herzliche Anteilnahme spreche ich hiemit allen lieben Freunden ! und Vetannten im eigenen und im Namen aller Anverwandten den innigsten Danl aus. > Ebenso danke ich verbindlichst für die prächtigen Kranzspenden, für die zahlreiche Beglci« > tung zur letzten Ruhestätte und insbesondere noch dem Gesangvereine «Slavcc» für den > ergreifenden Trauergesang. ^70) ! Laibach, am 12. Juni 1907. Amalie vilhar geb. Luckmann. Laibacher Zeitung Nr. 133. 1136 1s. Juni 1907. Filiale der K. K. priv. Oesterreichischen Credit- j^foc^ Anstalt für Handel und Gewerbe in Laibach I Aktienkapital Iv 120,000.000— V1>5K^ Reservefond ü 63,000.000— (1718) I Kontokorrente. - Kauf und Verkauf von Effekten, Devisen und Valuten. — Safe - Deposits. — Verwaltung von Depots. — Weohselstube. I Kurse an der Wiener Börse (nach dem offiziellen Kursblatte) vom 12. Juni 1907. Die notierten Kurse verstehen sich in Kronenwährung. Die Notierung sämtlicher «ltien und der „Diversen llole" versteht sich per Stils. Hell lLair NUgenleine Staats^ schuld Einheitliche Rente! lonv. steuersrci, Krone» (Mai-Nov,) per Kasse. , «7 4< 97 «< delto (Iän.-Iuli) per Kasse 87 3.' 9?5i 4-2°,,, ö. W. Noten Febr.-Aug.) per Kasse......88 3l l«8i<> 4 2b i860 er Staatslose 500 sl. 4«/„,48 /5 lbl?! ,8«0er „ 10« fl. 4°/„208- 2,, -I8«4er ,, 100 sl. . . 25» 5l2b3'-,8«4er „ 50 sl. . . l-5l'i>s ?i>3'- Dom. Pfanbbr. k 120 sl. ü"/,.28S^5 29i-2.' Staatsschuld d. i. «eichs. rate vertretenen König» reiche »nd Länder. öfterr. Eoldrente, stsr,, Gold per «asse . , , . 4«/<, ><6- >t« 5, Hfterr. Rente in Kronenw. slsr., «', per Kasse . . . 4°/° K? 4' «7 ß< detlo per Ultimo . . 4"/«,^97 4U 87 «< ^st. Investition«.-Rente, stsr,, Kr. per Kasse . 3'/,«/,, 57-60 87 8< vlllchltitungtn. Eli sabetlibahn i„ G,, steuerfrei, zu 10.000 sl. . . . 4°/„ -'- — Franz Iosef-Bahn in Silber (biv. St.) . . . ül/^/„l!i2 »l ,?3'Zl> Val. Karl Vudwig-Vahn (d,v. Stücle) Kronen . . 4"/, 87'4< i^8 40 Nubolsbahn in Kronenwährung. sleuersr. (biv. St.) . 4"/« 87-5. l»«'5( Vorailberger «ah», steuerfrei, 400 Klonen , . . 4"/« 87-40 P8^O )n >l»»t»!chul»»»lschnU!»n»n> Elisabeth-B. 20<»sl.KM. 5 2//.. von 400 Kronen .... 4«? ?b «18-75 detto Linz-Uudweis 200 sl. b. W, S, 5V<"/n .... »34.'>< 4»«l»! bello Salzburg Tirol 200 . ö. W. 2. b°/n . . . .42»'- «0 8- «eld Ware ßo« flontl zu» ZRhlnnz übr»> no»»rnl fistnbahU'Prlolttnl»» fl>llz»li»«n. «ödn,. Wcftbahn, En,. !»8ü. 4lX> Kronen 4°,......r8'4t 8840 (flisabethbahn 600 u»d ÄN<«' M. 4 ab to"/,.......ll4'b!l l1b5c ltliwbethbatm 4l»0 und L Vl 4°/5........l<5 — ,I6 — grunz Jose! ° «ahn Lm, ,884 ldiv. Et,, Lllb. 4° , . . 8?'7b 88 7! Galizische Karl Ludwig-«ahn Lilb. 4", . . 977» l'8'7k Staatsschnld der Länder der nngarischen jitronc. 4"/„ ung. Voldrenlt per Nasse . li<> ?l III'».'' 4"/v deito pel Ultimo ll0?i> lll>i»b 4"/^, unß. Rente in ftrenen. wöbt. s^rei per Nam . . 82'8> 83'-4°/t, betto pcr Ultimo !>zi »>0 t»' 3',,°l, vetto »er »asse . h« - f.2 i« Unß. Vriimien An!. t> I(<0 sl. . I9U-. 184-betio ^ .^0 sl. . zzw - l^l .»»o Iheis,°«eg. Lol? 4° „ , ,4» 50 l45i» 4'^ ungar. Erunbenll-Obliß. p^ 5l> 9» ö< 4"/i, lioal. u. slav. Grundrnll.' cwia. , . v«5— —-- «ludere öffentliche Nnlehen. ,°/„ . , »9'lü,00li, 5°/o Donau-Nea.,-Anleihe «878 i>>3 « l<>4 Lb Wiener Verlel,r»-A»le!l,« 4«/« l»7 i<„ ^ „c, deito l8oo 4°„ «8!ir «s 2ü Anlehen der Siabl Wien , . i ><^'7> detto (L, ob. V.) . . . 121 — ,22' -dci:o (I8S4) . , . , »ö-kb »?'«t> tetll, (1888, ... »7'«c 98 «0 belli (190«) . , . , 87 Sc 88-»!> deno Inv,-N.) 1902 88»c '.»9 t» Nöriebau^AnIehtn oerlo«b. L'/„ «!,- z»u- Bulg. Staat»eisenb.-Hnp.°?lnl. 1888 Gold ... 6"/„ l,8ät' ll0 50 Nulß. Siaal^. Hvpotbrlar Nnl. 1892 «"/« >l9 «< l^U ^ü Veld Ware Pfandbriefe «. Vodenli..«!ua.bst.in5oI.»l.4'/<> 97- 9770 Äöh«. Hypothclenbanl verl. 4°/o 8««' 88üb 8entral.Vod.°«red..Vl., österr., 45 I. verl. 4'/.°/« . . 1«l'50 102 k< Hl'NtraI-Voli..Kieb.-Ue., österr., «!»I. Verl. 4«^ . , , W''< 89 70 Kred..Iüfl.,österr,, <. Verl.'Unl u. ofsentl.?Irb.Ka».^vl.4°/l, 8??b 8.^87, Landesb. d, K«n. «alizien und Lobom. 57> , I. ruclz. 4°/« Lü'ü' 875s Mähr. Hvpothelenb. uerl. 4«/. 8?'5« l<» 5>s N.'österr. Landci.Hyp..VInst. 4°/,, 98«> <<9 40 dctto inN, 2"/, il>r. veil. 3'/,"/, !»< 7.' 92'7b dello K.'Schuldsch. ver!.8'/,°/n 8,5, ftu-5« delto verl. 4°/« ?«N l»8»l Osterr..un«al. Banl öl' jühr. rcri. 4°/« ü- W..... 8« b< 88 5> belli, 4"t Kr..... S9 «0 ». 188«------------- - bei:l> . S. 10^8! 1048» Ttlllltibahn 5<»l) ssr..... — - - - i7>ibbahn k 3"/» Iünner.Iuli 500 fir. «ver Ct.) . , 287'- 299- Sübbahn i> 5" , ... 122 «,' >2« Sü Diverse L«se dc»irebil.Lo!c ?b0 2»^'.''0 bett» Gm. ,889 268 dl «nl. o.lW Fr, 2"/i. 8Z üc ,o^ü' ss»nerzin»llche fo>«. Vubap..^llsilila (Dombau) k> sl. 21'2< «3 L>> Krebiilolc l(>0 sl..... 481— 44l'- iiosc 40 sl. K, Vl. . . »S«' 142- Olencr Lose 40 fl, ... ,9<> - <»"'- Palfsy.Lose 4« sl. N. M, . . I'/»- 18N-- Noten «reuz, öst. Ge!. v,, 10 sl. 4t - 4U- Ruten Kreuz, »nu. Ge!. v., 5 sl. 27:» ü» ü< RuboIs.Lo'!. Präm..0bli«. 400 ssr. per Kasse ... - - —-— belto per Vi. , . 171 ?5 i?2 ?b Wiener Komm.»Lose v. I. 1874 4Sü - 4?o — <8ew..Ech.b. 3"/oPröm,.Schuldv. >. Vl>d,»fr..Nnst. . 1888 73— 82- «trie». fl<»»p»rt'Kntlil«h»nngln. «ussly.Tepl. Eisenb. boo !!. 238» ^ i-zg» - Äöhm. «orbbadn ,50 sl. . , 84?'— uüi'- kuschtietiradel Eisb. 500 sl. KM. 28«'— 2920- betto (lit, U.> 200 fl. p«r Ult. lu6>> — i — bö»«--Lemb..Tzern,.Iasst,. Eisenbahn. (YelrNIchllst, 200 fl. S . 564-- e»<; - Ul°ub,!>s!ei7i-.. Trieft.,50Usl.KM, 4b8>- 4««-- Lsterr. iiloldwestbadn 20« sl. S. 4265U 4«8ü0 be!to« fl.V.P. Ult. 41s— 421 — Praß.Tuxerltilenb. lonfl.abgst. 2iN-- 22^- Ltaatseisb. 200 fl S. per Ultimo «Sü»,', «»ö 2° Lüdb. 20<> sl. Silber per Ultimo 132 — 18»-Kübnorddeutschl Verbinbungib. 2«« sl. KM, . . .398— 40250 Tramwat,.Gr!., neue Wiener, Prioritatt.Altien ,00 ,!. . — — —-— Ungar. Westbabn (Maab.«»az) 20" fl. L....... 408-— 4«4?z tür. Lolalb..«et!en.«e!. 20« fl. 260------- Vanlen. «nglo.cstcrr. «anl. 120 fl. , . Ü88 - 299 - Banlvereln, Wiener, per »asse - — — — bello per Ultimo . . . b314U i>»2 40 «obenrr..slnft. «sterr., »OOfl.S 101^— i«z! 49 50 55<>'50 Verrehr«b«nl. allg.. 140 sl. 882 — 3I4 — znd»ftilt.Ant»n»»h»nn«»n. Vauaes,, allg. österr., 100 fl. , »21-— 124'— Vrüi,erKohlenbera.b.'.Ges.100fI. 712' - 715 — 3isenbahnw..Lelh!>., erste, 100 fl. 193— ,g2l»0 „Elbemühl". Papiers. u.V..G, 188- 192 — ltleltr..«es.. allg. «strrr,, 20« fl. 430 5c> 48150 detto internal,, 20« fl. 824— «25'— Hirtenbrrger Patr.., Zündh. u, Met.'ssabrll 4«o K^, . . 1083— »WU — «icsinaer Brauerei 10U sl. . . 276 - 2»0 — Mo!l Ealgo>Tarjanrr Gisenw. 100 sl..... 530- 521 — Salao.Tarj. Steinlohlen lny fl 564 — 5«8 — ,,SchIöalmühI". Pllpierf.,2«ttfl. 353- 3bb— ,,Schobnica", «..«, '. Petrol.» Ind.. 50« Kr..... M — »04 — „Steyrermühl", Papi«rfabril und V,....... 453 — 4>ü — Irisailer Kohlenw.»«. 7« fl. . 2ü« bo 2«» — lull. Tabarrrgif.Ges. «00 ssr. per Kalse . —— — betl, per Ultimo 4ii - 41» — Waffens.Gcl., österr.. in Wien. 10« fl........ 516— züü'- WagguN'Leihanftalt, aNgem.. in Pest, 4«u Kr..... —'— - - Nr. Baugesellschast 100 fl. . . 154— zcheck». Amsterdam....... 189 75 19985 Deutsche Plähe...... 11? 82' ngli«- Uondon ........ 241 10 241-30 Italienische Vanlpläye , . 8ö 70 9o 80 Pari«......... »5 l»7' 9d'8?» Mrich und «altl..... 85 82' 95 9b Valuten. Dulllicn .....,1184 1188 ü«-ssranlen-Vtu-20 1» 23 üo.Mart-Stüllr...... I» 52 28 »0 Deutsche Neichsbanlnot,» . . 1,7 85 118 05 italienische Äanlnolen . . . 85 55 9t>-?5 «ubel-Nolen . . «^l!'« z 53" I™» K«nt«n, SSinSSrt-TiSSSSL». Au,te„, I, JT. «D. Mayer . Privat-Depots (Safe-Deposits) I Loi«d etc., Uevliieii nnd Vnlaten. || Ba.n3c- und ¦^7"ec!b.slexg-escl5.&ft Tr33.fr »lg>n.«m V»r»elilvf a.»i g«,rf 1. (4)__________Los-Versicherung.____________________'___________________LalbHch, Strlt-Brgawwe.__________________'_______Vifzlwm in Binlilipai Im Kuto-Kirreit nd «Bf Blri-Kinti,_____I