Ireltag den 25. Juni l87S. IlV. Jlihrgang. Die „Marburger Zeitung" erscheint jeden Sonntag, Mittwoch und Freitag. Preise — für Marburg: ganzjährig 6 fl., halbjährig 3 fl., vierteljährig 1 fl. 50 kr; für Anstellung in» Hank monatlich 1V k. — mit Postversendung: ganzjährig 3 fl., halbjährig 4 fl., vierteljährig 2 fl. JnsertionSgebühr 8 kr. pr. Zeile. Auf Koste» Ocsttrrnchs. l. Was bisher aus guten Quellen über die Ansichten Ungarns bezüglich des Zoll- und Handelsbündnisses bekannt geworden, läßt erwarten, daß von jener Seite Alles daran gesetzt wird, eine Revision zu erzielen, welche dem ungarischen Staatsl)aushalt aus Kosten Oesterreichs namhafte finanzielle Vortheile sichert. Es war vorauszusehen, daß schließlich alle guten Vorsätze lingarns, im eigenen Staatshaushalte die nothwendige Ordnung herzustellen, darauf hinmlslaufen würden, Oesterreich die Kosten der ungarischen Mißwirthschast bezahlen zu lassen. Mit jener aus das Praktische gerichteten Klugheit, welche die ungarischen Äaatsmänner und Finanzpolitiker auszeichnet, wissen sie die in Oesterreich herrschende wohlberechtigte schutz-zöllnerische Strömung zu benützen, um sich unter dem Vorwande, daß jede Konzession an diese Strömung ein schweres Opfer für Ungarn sei, die Zustimmung zu dem unerläßlichen Schutze, dessen die österreichische Industrie bedarf, mit finaitziellen Gegen-Koi^zessionen ab kaufen zu lassen. Man kennt bereits beiläufig den Preis, welchen Ungarn verlangt. Die ungarischen Rechenkünstler besteigen dasselbe Steckenpferd, welches sie uns wiederholt in ihrer Presse mit wahrer Virtuosität vorgeritten haben. Nachdem sie die Entdeckung gemacht hatten, daß die aus den genleinsainen Zolleiimahmen ge währten Steuerrestitutionen beim Exporte von Bier, Zucker und Branntwein das finanzielle Interesse Ungarns schädigen, faßten sie eine solche Vorlieve für diesen Gedanken, daß sie ihn weiter versolgten und zu dem merkwürdigen Resultate kamen, es gebühre die Steuereinnahme von der Bier-, Branntwein- und Zilckerproduk-ion von rechtswegen nicht jenem Staate, in welchem diese Artikel produzirt, sondern jenem, in welchem sie konsumirt werden. Von der Proklamirung dieses Dogmas iis zu der Forderuilg, daß Oesterreich seine Einnahmen aus den genannten Steuerquellen mit Ungarn brüderlich theile, ist nur ein Schritt, und unsere Nachbarn und Freunde jenseits der Leitha sind die Letzten, die vor den äußersten Konsequenze,l ihrer Ideen zurückschrecken, wenll sie ihre Rechnung dabei fillden. So ist der Anspruch entstanden, der nun ganz ernsthaft erholien wird, daß das Erträg-niß der Zucker», Bier- und Branntweinsteuer in beiden Reichshälften als gemeinsame Einnahme vorweg zllr Deckung der gemeinsamen Ausgaben verwendet werde, ein Anspruch, der Oesterreich ein Opfer von einigen netten Milli onen Gulden zumuthet, für welche ihm nicht die geringste Gegenleistung geboten würde. Daß das ungarische Raisonnement jeder Be» rechtigung entbehrt, ist so ost nachgewiesen worden, daß Jeder überzeugt ist, der sich über hallpt überzeugen lassen will. Aber selbst wenn dieses Raisonnement richtig wäre, selbst wenn das herrschende System der Steuerrestitution — und nur von dieser kann ernsthaft die Rede sein — in der That eine jedenfalls geringfügige Begünstigung Oesterreichs zur Folge hätte, so ist doch wohl zu bedenken, daß diese kleine Begünstigung mehr als ausgewogen wird durch das Quoten-verhältniß, das für die Beitragsleistung Oesterreichs und Ungarns zu den gemeinsamen Ausgaben gilt. Dieses Verhältlliß konnte niir an-genommen werden, weil Oesterreichs Industrie weiter vorgeschritten und steuerkräftiger ist als jene Ungarns, und weinl man nnn einen großen Theil dieses Steuer-Erträgnisses aus den österreichischen Staatseinnahmen ausscheiden ilnd zit gemeinsamen Einnahmen stempeln wollte, so wäre nicht abzusehen, woher Oesterreich die so bedeutend höhere Quote, mit welcher es zur Deckung der gemeinsamen Ausgaben herangezogen wird, nehmen sollte. Zur .geschichte des Tages. Mit Spannung, ja mit Besorgniß blicken wir den Entschlüssen der Negierung in der Zollfrage entgegen; die Vorbereitungen erwecken nicht große Hoffnltng. Mit Vertretern der gesammten Wollwaaren-Industrie hat das Ministerium unmittelbar verkehrt. Die Mitglieder des Eisenberathungs-Tages wünschten gleichfalls mündlich gehört zu werden; Seine Exzellenz begnügte sich jedoch mit der Kennt-nißnahme der Erklärungen und Beschlüsse. Betreffs der anderen Zweige industrieller Thätigkeit beschränkt dieses Wtinisterium sich auf die Gutachten der Handelskammern und auf die Wissenschaft der eigenen Referenten. Der Atangel persönlichen Meinungsaustausches wird sich bei den Verhandlungen fühlbar machen, dann aber kommen wir. wie schon tausendmal, wieder mit seiner Idee zu spät. I e u i l t e t o n. Der Ä r c i e r. Von Lewin Schiicking. (Fortsc^ttng.) „Man hat nlir deshalb den Wiedereintritt verweigert; in meine Stelle war bereits ein Anderer eingeri'lckt; die Regimenter sind sänlmt-lich wegen des Friedens reduzirt, und weil ich der Stannnrolle nach todt bin, will man mir auch keine Entlassung geben; beim Oberst-Inhaber bin ich gar nicht vorgelassen worden." Die Exzellenz unterbrach hier die Erzählung nlit einem französischen Fluche. „Aber ist das ein Unglück!" rief er aus, pauvrv clialiis vous ötss . . . von Seiner Magdeburger Affaire habe ich gehört, ich entsinne mich dessen . . . ev sont l1e8 miZeradles vttus trLÜtvnt ainsi . . . mais", fuhr er fort, seine goldene Uhr hervorziehend, „es ist Mittagszeit. Ich bin der FeldmarschaU und Arcieren-Hauptmann Gras von Asprenlont-Linden. VeiieiL me twuver äemaiu mativ, wir werden weiter davon reden, vn at.tev6aut äoullsz: votrv vom a nvru piljuvur!" Die Exzellenz nickte mit dein Kopfe, und während ^rohn einem der Diener des Feldinar-fchalls feinen Namen wiederholte, verließ die Gesellschaft die Bahn; der ungarische Fuchs, zwischen zwei Reitknechten geführt, schloß den Zng. Die Herren Bereiter und Stalllneister hatten aus einer respektvollen Entfernung die Unterredung mit angehört, und Frohn's Erzählung hatte bei Einigen von ihnen etwas den Groll und Aerger verscheucht, womit sie aus den Manil blickten, der sie beschämt und gedemuthigt hatte. Nichtsdestoweniger zerstreuten sie sich jetzt, ohile sich weiter um ihn zu küinnlern. 9iur ein junger, blaß und verlebt aussehender Mensch mit schönen dunklen Augen und feiilen Zügen, der die Scho-larenulliform der kaiserlichen Reitschule trug, trat auf ihn zu. „Jetzt läuft alles allSeinander", sagte er mit einem gewissen gutniüthigen Hunlor, „utld schaut halt, was die Fralt Eheliebste zunl Mittagessen aufgesetzt hat — wo der Herr von Frohu was zu essen bekonnnt, daruin künunern's sich nicht, und 'S hat doch keilier mehr a guten Bissen verdieitt . . . wissen's was, essen's mit tttir, und nachher sorg' ich auch schon für ein Unterkommen auf die Nacht!" Der Offizier iin Zwillichkittel sah ihn überrascht all; aber er hatte keinen Grund, die Einladung abzulehnen, und sehr dringende Gründe, sie anzunehmen. So ging er lnit dem gutmüthigen Scholaren, der ihll in ein Speisehaus der Nachbarschaft führte ltnd hier nlit Vergnügen zuschaute, wie gut seinem Gaste die ausgetragenen Gerichte, der gebratene „Lammshase" und die „Kolatschen mit Powidl" schmeckten. Der junge Mensch, der sich Franz Fellhammer nannte und der, nebenbei bemerkt, trotz seiller Jugerch eine bedelitende Uebung in der Vertilgung der aufgetragenen Weinsorten verrieth, unterhielt ihn dabei mit großer Zungengelmlfig-keit. Nach und nach wnrde es dabei Frohn ziemlich klar, daß er an ein echtes „Wiener Früchtl" gerathell, das ein silr sein Alter s^hr beachtens-werthes Ataß voll Leichtsinn ulld Verivegenheit in sich eiltivi.^elt und vielleicht die Gesellschaft Frohns nur gesucht hatte, weil ihn eine aildere nicht Nlit gleicher Bereitwilligkeit mehr allsnahm. Jedenfalls war er jedoch gutnlüthig und Frohn nicht dazu^'estellt, ihm Moral zu predigen. So bliebeil beide iul besten Verständniß, und der Letztere folgte dem hossnuligsvollell Jünger der Eqllitationskllnst, als dieser ihn aufforderte, mit ihm zu koinmen, und ihm einlud, in seinem elterlicheil Hause Nachtquartier zu nehnien. Das elterliche Haus lag nicht weit entfernt, in der Maria-Hilfer^Vorstadt, in eiller stilleil In Berlin wird beabsichtigt, der Geldsammlung für die Karlisten, welche zumal unter Adel und Priesterschaft in Schlesien und am Rl)eine schwunghaft betrieben wird, ein Ende zu machen. Die Jnquisitionsfreunde in Oesterreich werden dann ohne Zweifel den Ausfall decken; auf einige Millionen mehr, was kiimmert es diese Parteigänger in einem so gesegneten Lande!--- Im türkischen Reiche sind die Christen vom Kriegsdienste befreit, müssen aber daftlr eine sehr drückende Militärsteuer zahlen. Die große Mehrheit der Christen würde deß-halb lieber persönlich dienen. Die Regierung erörtert auch gegenwärtig diese Frage, wird sich jedoch kaum zu einer solchen Neuerung entschließen — aus Furcht, daß die christlichen Soldaten im Kriege mit Christen zll diesen übergehen. Vermischte Nachrichten. (Lander- und V ölkerkunde. Wie man in Afrika reist.) Ueber die Art der Reisen in Afrika hat Dr. Schweinfurth in der „Afrikanischen Gesellschaft" zu Berlin einen Vortrag gehalten, welchem wir Folgendes entnehmen: Afrika ist in dieser Hinsicht gegen alle Welttheile weit zurückgeblieben. Wenn auch Egypten 1780 (englische) Meilen Eisenbahnen hat. steht doch die Art des Reisens in den Hinterländern allf der Stufe, welche im Nibe-lungen-Lied die Wanderung zu König Etzel einnimmt. Die dortigen Lokalverhältnisse bedingen sehr verschiedene Arten des Reisens. Voll den großen Flußstraßen AsrikaS wird einzig der Nil trotz seiner berühmten Stromschnellen mit Dampfern befahren. 450 Meilen weit trägt der Fluß die Schiffe, die sich an Eleganz mit den ftinsten Rheindampfern mesien können. Südlich der großen Katarakte ändert sich die Flußschifffahrt und wird namentlich durch die hohen Gräser sehr gehindert. Das Schiff der Wüste ist bekanntlich das Kmneel. Die Vorzüge des Thieres liegen in seiner Tragkraft, in der geringen Sorge, welche seine Ernährung erheischt, in dem Widerstande gegen den Durst, in seiner gleichmäßigen Gangart. Die Schatten-ftiten einer Reise auf Kameelen bilden die Schwierigkeiten des Gepäckaufladens, sowie seine Unbeholfenheit im naffen Elemeilt; denn nur mit Hilfe des V!enschen kann es einen Fluß pasiiren. Im gesammten Nikgebiete ist der Esel verbreitet, dessen Züchtung nanientlich in Nu- Nebenstraße; als sie dort angekommen, zog Franz die Klingel der Hausthüre. Diese wurde gleich daraus behutsam geöffnet, und eine behäbige Gestalt ill Schlafrock und Zipfelmütze, eill Mann in nttttleren Jahren, trat jetzt auf die Schwelle. „Ich bringe dem Herrn Vattern eiileil Stilbenherrn für das leerstehellde Quartier oben", sagte der jllnge Mensch mit großer Seeleilruhe, und dabei auf Frohn deutend. „Der Franzl ist's?" versetzte der würdige Bürger, wie es schien, nicht allgeilehm überrascht und ein wenig ironisch. „'Neil Stubeil-herrn bringt der Franzl? Nun, der wird halt danach sein ... ja, ich seh's schon, es ist halt a saubrer Stubenherr, a . . ." „Vatter, verschwätzen's Jhna net", fiel Franzl warnend ein, „ein kaiserlicher Rittmeister ist's, der Herr von Frohn, er sieht nur nicht danach a»lS, weil ihn die Prellßeil in der Gefangenschaft gehabt haben, und da hat^r sich durchschlagen lnüssen bis hierher zum Regunent; er ist auf nlorgen in der Früh zum Feldmarschall Aspremont bestellt, ulld wanll er zurückkommt, wird er halt schon anders auSschaun! Wenn Sie 'n aber tlicht wollen den Herrn von Frohn, mir ist'S schon eins, der Herr Vatter mag thun, was er will — geruhsame Nacht!" bien betrieben wird, doch ist die Reise mit dem Esel nllr für Den empfehlenswerth, der wenig oder kein Gepäck hat. Jln abessyllischen Hochlande ist das Maulthier der unentbehrliche Begleiter des Menschen. Den größten Theil Afrikas dagegeil kann man tlur mit Trägern durchwandern. Hier hat der Reisende mit allen Traditionen des Reisens zu brechen. Der schwarze Mensch wird zum Lastthiere. Die An^ nehmlichkeiten dieser Art des Reifens sind sehr groß, besonders für den Naturforscher, dem die Pflege der Kaineele und Esel sehr viel Zeit raubt. Der Neger trägt seine Last ineist auf dem Kopfe in der Balance, auch auf denl Rücken, falls er fein elegantes Toupet schonen will, selten aber auf den Schliltern. Zur Verpackung empfehlen sich am meisten Blechkoffer, welche den Inhalt gegen Nässe und Termiteil schützen. Die Belastung des Negers beläuft sich auf 25 bis 50 Kilograinm, für fchilierere Lasten gibt es besondere Träger; die Bewaffnllng besteht in Lanzen, einem Bogen und einer Handvoll Pfeile. Alle zwei Stunden wird gerastet. Die Hauptailfgabe ist die Ernährung der Neger Ulld der Nebel größtes ist ihr häufiges Entlaufen; hiedurch ist schon mancher Reisende ums Leben gekolnmen. Allderntheils beherrscht Derjenige deil Neger vollkoiniuen, der ihn zu sättigen versteht; ein Neger ist kein .Nostver» ächter, faule Eier uild faules Fleisch sind ihln eill Leckerbissen. Der Allführer der Karawane schließt gewöhnlich mit deln Häuptling einen Vertrag über die Lieferlnlg der LebenSlnittel. Uln das Entlallfen der Neger zu verhüten, lvird ein Lager gebildet uild von Wachen umstellt. Die Civilisirung Afrikas dürfte den Chi-nefen und Jlldern gelingen; der Europäer erliege zu leicht deln Klilila. (Elsaß in Trauer.) Bei C. F. Schlllidt in Straßburg ist dieser Tage ein Büchleitl erschienen lnit dem Titel „I^'^lsaes ev äeuil. Idyll in der VolkSlnundart. Von eineln altell Straßburger". Dieses Büchleiil ist eiile poetische Kritik des bekallllten Bildes: „Elsaß in Trauer" Ulld untersucht, ob die Eroberung des Elsasses durch Deutschland lvirklich einen Grund des Leidel^s bilde; der Verfasser kolnlllt zu dein Schluß: „Mier die von alte Ditsche stamlne, Mer g'höre nit lllit Welsche z'smulne. 's isch der Gewalt an llit gelullge, Nie hat sie d' ditsch Natur bezwllnge. Wie uilsere Vätter so lloch Hit Sillll d' Büre ditsch llild d' BurgerSlit. Nach dieser plötzlichen und für Frohll etlvas llllenvartetell Welldung des Gespräches lvandte sich der Franzl, begailn eiile Arie aus dein Itlomeueo, liv äi zll pfeifen lNld schritt ruhig davon die Gasse hinab. „Der Nichtsnutz, der!" lnurinelte der Manll iln Schlafrock ihnr nach; danll, sich zu Frohll lvelldend, sagte er: „Ist's deml lvahr, lvas er voll deln Herrn da plauscht?" „Es ist allerdillgs lvahr", versetzte Frohll, „Nllr daß ich ilicht in der Absicht gekoillmen bill, ein Quartier zu lnietheil, solldern weil der jullge Mailll, den ich ill der Reitschule keilllen lerllte, lnir zuvorkomlnend allbot, nlich als Gast in ftin elterliches Haus zu führen. Ich bin leider iil der Lage, eille Freulldlichkeit nicht ablveisen zll töl^neil, und bin deshalb ohlle Arg lnitgegallgen. Elltschuldigen Sie jedoch die Störung, Sie seheil, es ist lneine Schuld llicht. Ich lvüttsche Ihnen guten Abeild. „Neill, lleill, lvenllS so ist", fiel der Bürger hier ein, in die Thilr zurücktreteild, die er bisher lllit seiner Gestalt verdarrikadirt gehalten hatte, „llnd an Ihrer Sprache hört lnan'S schon, daß was Allders sind, als wonach's ausschaun; an Unterschlupf aus d'Nacht lnögellS fchoil habeil, tretens eiil, lassens Ihnen gefallen!" (Fortsetzung folgt.) Mer bette, redde, singe hülvwe So ditsch wie die il^ Bade drüwwe." (Was lnan in Ungarn zu in Straße ll b a u e n braucht.) Die zahlreicheil Eisenbahnunfälle und Damllirlitfchungell, die schlechte Wirthschaft ulld die schlnutzigell Bahnhöfe bei den ungarischen Eisenbahnen haben bekanntlich den Kolnmlnlikatiolrs-Miilister Pechy veranlaßt, die lllagyarische Sprache als obligatorisch iln Fahrdienst eilizufilhrell; auf maglMisch kliilgell Eisenbahnunfälle, schlechte Wirthschaft ulld Schlnutz nicht so bös wie auf delltfch und es silld lveniger Leute da, die's verstehen. Herr Pechy ist übrigens, wie vorauszllfehen lvar, nicht bei den Eisenbahnen stehen geblieben, aitch bei den Straßen in Ungarn gibt's ver-schiedentlicheil Jmnlner, den Herr Pechl), der Eiseilbahn-Fachlnanll, in eiltschicdenster Weise jetzt an der Wurzel faßt: Er hat an die Be-zirks-Jllspektorate llnd StaatS-Jngeniellr'Aein-ter einen Erlaß gerichtet, nachdeln die bei den Staatsstraßen ill Verwendung stehendeil Weg-lneister ihre Fachkenntnisse in einer Prüfung zll erweifen haben. Erster Prüfungsgegenstand ist ein Konzept in magyarischer Sprache. Ueber die Wichtigkeit solcher Konzepte für die Weg-baukltnst sind alle Gebildeten einig. In unterrichteten Kreisen wird übrigens befürchtet, daß Die, lvelche lnagyarisch sprechen, llicht schreiben, Ulld Die, welche schreibell, llicht magyarisch schreiben köilnen. (Steuerdruck.) ^I^ekanntlich sollen nach dell neuen gesetzlichell Bestilnlnungen bei Handwerkern und Gewerksleuten nur solche Gegenstäilde gepfäildet werden, deren der Betreffellde nicht zll seineln weiteren Lebensuilterhalte bedarf. Nun war ein Kohlenhändler 8 fl. 92 kr. Steueril schuldig und der Gerichtsdielier, der die Exekution gegen ihn durchzllführen hatte, berichtete, daß sich bei dein arlnell Manne absolut llichts fillde, auf lvas lllan Beschlag legen köllnte. Hierauf folgte ein neuer Erlaß der Steueradlnillistration, der dahin lailtete, ihin den Kohlenvorrath zu psäil-dell, wobei ihin jedoch die zllr Ausübung seines GelverbeS nöthige Wage zu belassen ist. Es frägt sich nlnl, lvas der arlne Tellfel auf der Wage lvägell wird. (Viehzucht und Fleischpreise.) Die 9!achsrage nach Fleisch ist es, lvelche die Vieh' preise auf die jetzige Höhe gebracht hat; eill sicheres Zeicheil, daß die Fleischprodliktion deln Bedarf beiweiteln nicht gellügt, ulld daß dieser llicht geringer, sondern eher lloch zuuehlnell lvird, ist lvohl lnit Sicherheit allzuilehlneil, weil sich die ganze Bevölkerung, illsbesolldere die arbeitellde Klasse, inehr ulld lnehr der Fleisch-nahrullg zlliveildet. Durch die hohen Neisch-preise ader dräligt sich deil Landlvirthen die Aufgabe auf. deil Fleifchracen lnehr Eingailg zll verschaffell ulid sich auf deren Zllcht liild Mastilllg zll verlegen. Die Eigenschaft der FleisÄ)prodllktioil, qllailtitativ sowohl lvie qualitativ, besitzeil in hervorragender Weise die Shorthorn-Nacell und die durch sie erzeugteil Krellzullgsprodllkte uild dürsen dal)er, lveil sie nicht nlehr Flitter als die allderen Raceil gebrauchen, als die besten Futterverlverther bezeichnet lverdcii. Nach den ill der „Zeitschrist des landlvirthschastlichen Bereines in Baieril" lnitgetheilten Erfahruilgsil voll Fr. Pabst gibt es kein Zuchtlllaterial, ivelches so geeigilet iväre, bei uilsereln delltschen Rindvieh durch Kreuzlliig die schöilsteil, lverthvollsteil Forinen yervorzil-bringen. als gutes Shorthornblut, wozu nicht einlnal Vollblilt erforderlich ist, soildern Kreu-zuilgsprodukte ersten lind zweiteil Grades genügen, vorausgesetzt, daß die Abstailllnnilg eine edle ist. Die llleistell llnserer. Rilldviehschläge leiden in ihren Körperfornlen vorzugsweise an dein Fehler, daß die Partieil, lvelche das meiste Uild lverthvollste Fleisch lieferil, lnehr oder iveiliger gering ausgebildet siild, iildeln lvir selbst bei reiloilnnirten Racen schmale Brust und Schulter, Bllgleere, gebogenen Rückeil, schinales Kreltz u»;d schwache Schenkel fiildeil, während andererseits die werthloseren Körper-theile meist über die Maßen ausgebildet sind, wie' großer Kops, schwerer Hals, spitzer Bug, starke Knochen, dicke Haut. Nach allen Richtlln-gen hin leistet nun die Shorthorn-Kreuzung die erwünschte Ausgleichung, indeln sie einen kleinen Kopf, kurzen, leichten Hals, breite Brust, schönen Vordertheil mit breiten!, vollem Bug, geradem Rücken und breitem Kreuz, tonnen« förmige Rückenwölbung und starken, kräftigen Hintertheil, kurzlinl das Bild vollendeter Schönheit vererbt. Auf der Wiener Weltausstellung zogen die Kreuzungsprodukte von Shorthorn mit Holländern von den Erzherzog Albrecht-schen Besitzungen die gerechte Bewunderung der Besucher auf sich, sowie die von demselben Besitzer ausgestellten Mastochsen, Shorthorn-Kreu-zung, unter ihnen insbesondere ein 1 Jahr 8 Monate alter Stier, welcher dickfett ein Gewicht von IS Centner 60 Pfund besaß. ZNarburger Rerichte. (Ueberschwemmt und verhagelt.) In der Bezirkshauptmannschaft Pettau sind Heuer schon folgende Genieinden durch Ueber-schwemmung und Hagel geschädigt worden: Vresovetz, Leskovetz, Drafzen, Lichteneck. Platl, Hermagoras, Groß-Vodnin, Zeste, Sauerbrunn, Takatschov, Schlomdorf, Klappendorf, Gabernik, Vavna und Polanzen. (Schutzzöllner.) Die „Gebrüder Stern-berger" in Windisch-Feistritz haben sich an die Grazer Handelskammer und durch diese an die Handelskammer in Wien gewendet mit dem Ersuchen: dahin zu wirken, daß der Einfuhrzoll für Metallbleche und Drähte, dann für Metall-sächer den Verhältnissen ihrer Jndustriebranche entsprechend erhöht werde, weil attSländische Firmen bei der in ganz Europa herrschenden Arbeitslosigkeit den österreichischen Markt zu gewinnen drängen, bereits bedeutende Einfuhren' von Metallblechen und Drähten zu beispiellosen niedrigen Preisen stattfinden, den inländischen Markt damit überschwenunen und die inländischen Fabrikationen ihrer Existenz zu beraubeil drohen; denn der Zoll entspricht kaum 5 Per-zent vom Werths der Waare. Durch die Festsetzung höherer Zolltarife würde diese Industrie, auf welcher hohe Arbeitslöhne lasten, einen ungeheuren Aufschwllng nehmen, sagen die Gesuch steller. (Lebensrettung.) In Oplotnitz badeten vor einigen Tagen zwei Knaben des Grundbesitzer Franz Leskovar; sie schwebten in der Gefahr zu ertrinken, wurdeu aber durch N. Peterlitsch, Kontrolor des Fürsten Willdischgrätz, gerettet. chadenfeue r.) Jnl Ha»lse des Grundbesitzers B. Ramschak zu Altenmarkt bei Windisch-Graz brach mn. IL. d. M. Feuer aus. Der Schaden, welcher an Gebäuden, Vieh und Ge-räthen verursacht worden, ist so bedeutend, daß er durch die Versicherttng — 2300 sl. kaum gedeckt wird. (Feuerwehr - Hilf e.) Beinl großen Brande, welcher am ,20. d. M. zu Ober-Vogau stattgefunden, haben auch die Feuerwehrell von Ehrenhausen und Straß wacker nntgerettet und es ist nanlentlich der Thätigkeit dieser Männer zll verdailken, daß die Flanunen nicht weiter griffen. (Der Mass en ausslug nach Klage»:-surt.) Ueber diesen Ausflug berichtet die ..Magensllrter Zeitung" vom '22. Juln: „Die Marburger, welche sich in der vorigen Woche als Gäste bei uns angekündigt, ließen sich durch das drohende Wetter von dem Besuche in Klagenfurt nicht abhalten; programmäßig langte Sonntag der aus 24 Waggons bestehende Separatzug, welchen der Stationschef von Mar tete. 960 Personen waren ausgestiegen, meist Arbeiter und Bedienstete der Ätaschinensabrik der Südbahn in Marburg mit ihren Fainilien, zann Bahn- und Fabriksbeamte derselben Gesellschaft. Am Perron hatten sich mehrere hervorragende Persönlichkeiten der industriellen Welt eingefnnden, welche die Führer der stattlichen Gesellschaft in freundlicher Weise begrüßten. Der fast unabsehbare Zug setzte sich hierauf in Bewegung und unter den Klängen der aus 37 Mann bestehenden vortrefflichen Musikkapelle der Arbeiterstadt in Marblirg erfolgte der Einzug in die Äadt. Der Zug ging durch die Bahnhofstraße und die Burggasse, daiu? über den neuen Platz zum Gebäude der k. k. Landesregierung, wo die Kapelle ein Ständchen spielte; der Zug bewegte sich sodann über den neuen Platz durch die große SchulhauSgasse u. s. w. zur Wohnung des Herrn Bikgermeisters, welchem gleichfalls ein Ständchen gebracht wurde. Von hier ging es nach dem Hauptquartier zum „Buchenwald", wo Jeder denl Magen nach Thunlichkeit seinen Tribut zu leisten suchte. Die unermüdliche Musikkapelle trug auch hier dazu bei, die Stimmung der Gesellschaft zll heben, während der Gesangverein der Marburger Arbeiter in den Lokalitäten der nahen Silberegger Bierhalle mehrere Lieder recht brav vor trug. Nach kurzer Rast zerstreute sich der größere Theil der Gesellschaft, um die Stadt Klagenfurt und die nächsten Punkte der Unl-gebung zu besuchen. Voni Stadtpfarrthurnle brachte der Gesangverein den Klagellfurtern einen Sängergruß, machte sodann einen Spaziergang nach dem Kreuzbergl und besichtigte den Landhaussaal. Viele der Gäste dehnten auch ihren Ausflug bis an die User des Wörthersees aus, von dem sie mit den: Bedauern zurückkehrten^ daß es ihnen nicht gegöiutt war, länger daselbsi zu verweilen. Nachmittag veranstaltete die „Südbahn-WerkstätteN'Musikkapelle" inl Garten zum „Buchenwald" eine Konzertsoiree mit fol gendem Programm: 1. Donau-Lieder, Marsch von Handl. 2. Freut Euch des Lebens, Walzer von Strauß. 3. Ouverture zur Oper „Wilhelnl Tell" von Rossini. 4. Irma, Quadrille von Handl. 5. nell' Op. Olie äura Vinos von Ricci. 6. Stiesmütterchen, Polka-Mazur von Strauß. 7. Hochzeits-Musik und Braut-Lied aus der Oper „Lohengrill" von Wagner. 8. Sängergruß, Polka frnn<^aise von Handl. 9. Großes Potpourri von Kovacz. 10. Vergnügungszug, Polka (schnell) von Strauß. 11. 1^6 äue 8t)ie1Ie cli ((^avatiim) von Devasini. 12. Marsch. Die Musikkapelle, welcher ein lang bewährter guter Rus vorangeeilt ist, hat auch hier vorzügliche Proben ihrer Tüchtigkeit geliefert; fast jede Piece wurde zur Wiederholung verlangt llnd so mußtell sich die vielgeplagten Musiker wohl bequemen, ihre Kräfte auss Aeußerste anzustrengen und das Programnl zu erweitern. Stürmischer Beifall folgte jeder einzelne»» Produktion — in dieser Beziehung haben daher die Kapelle, sowie deren tüchtiger Kapellmeister Herr Handl einen glänzenden Erfolg erzielt. Als das Signal ziml Abmarsch nach der Bahn gegeben wurde, wurde rasch gerüstet und bei Nil'gendem Spiel erfolgte der Auszug nach dem Bahnhofe, wo die so zahlreichen Passagiere ohne störenden Zwischenfall einwaggonirt wurden; eine zahlreiche Menfcheiunenge gab ihnen das Geleite. Die Abfahrt erfolgte unter Hochrufen. — Mögen die Marburger Gäste eine freiindliche Erinnerung an .Klagenfurt bewahren. (Unterste iris che Bäder.) In Sauerbrunn bei Rohitsch sind bisher 32!) Parteien mit 481 Personen zum Kurgebrauche ange kommen. W.'Feistritz und G onobitz.) Die meisten Bäcker Marburgs haben je zwei Zentner A!ehl und Kleien für dieHagelbeschädigten »n den Gerichtsbezirken Windisch-Feistritz und Gonobitz gespendet. Wir dürfen wohl hoffen, daß auch )ie anderen Geschäftsgenossen diesem guten Beispiele folgen und theilen mit, daß solche Gaben von Herrn Uebeleis in der Burggasse übernommen werden. (Tabakverlag in Pettau.) Der Ta-iakhauptverlag in Pettau, nüt welchen: auch der Kleinverschleiß von Stempelmarken verbunden ist, soll wieder besetzt werden. Der Ge-amnttverkehr im Jahre 1874 belief sich auf 71.777 fl. 81 kr. (66.427 fl. 81 kr. Tabak, 5550 fl. Stenlpel.) Die Bewerbungsfrist geht am 24. Juli zu Ende und müssen die Gesuche lei der Finanzbezirks-Direktion in Marburg überreicht werdeil. Das Vadiun: beträgt 264 fl. (Evangelische Gen: ein de.) Sonntag den 27. Juln l. I. wird in der hiesigen evan-zelischen Kirche zur gewohnten Stllnde öffentlicher Gottesdienst gehalten. Letzte Most In Dalmatien dauern die Gewaltthä-tkgkeit,« zwifchei» Slaven und Italienern fort. Nußland soll bcabstchtigen, im Bunve mit Oesterreich-Ungarn u»d Deutschland bezüglich deS Kriegsrechtes einen Tondervers trag zu schließen, welchem die übrigen Staaten beitreten können. Die Getreideernte in Nordamerika bleibt hinter dem mittleren Durchschnitt zurück. bürg, Herr Franz, führte, nach V»l0 Uhr am hiesigell Südbahllhofe an, wo ihn eiile zahlreiche (Zur Unterstützung der Hage! be-!!l1!enschenmetlge schon seit längerer Zeit erwar- ^schädigten i den Geri chtsbezirke n Nachdem die auf den 19. d. M. ausgeschriebene Generalversammlung des Vereines zur Unterstützung dürftiger Bolksschüler in Marburg nicht bcschluhsähig war, so fi idet im Sinne der Statuten die zweite AuSichreibung der Generalversammlung Mit Beibehaltung der vorigen Tagesordnung auf Mittwoch den Stt. Jttni d. 3. Abends 8 Uhr im Casino - Speisesaale statt, mit dem Beisätze, daß dieselbe ohne Rück-ficht auf die Zahl der crjcheinenden Mitgliedkr beschlußfähig ljt. (ö0j> Marburg. 20. Juni 1875. Dr. Mullv. Eingesandt Eine der schönsten Eitienthümlichkttteu st i-rischer Städte, — der so populäre Schießstand, — hat unserer Stadt, der zweitgrößten der Sttiermark, durch bklnahe 4 Ial)re gefehlt. Durch die Munificenz des Herrn Grafen Braudis ist es endlich der rastlosen Thätigkeit des um Förderung von Gemeinzwecken hochtier-dienten Herln Perko geluiigen, einen neueu Schießstand zu schaffen. Wir begrüßen mit Freudi-n dicse^''W.rk. als Stätte einer ernsten ritterlichen Ucbuug, so wie als Bindemittel geselliger ClUtracht, und gellen uns der Hoffnung hin, daß auch die jüuglrcn Burger Äliarvurg» ihre rege '^heilnahme dirser Stätte zuwenden. Zeltgerechte Reformen dcr VcrcinSstatuten ermöglichen eS auch mi.idcr bemittellen Bilrgerli, das Schießen zu kultiviren. Dle feierliche Eröffnung des Schießstandes findet Dienstag den 29. d. M. Nachmittags 3 Uhr unter Mitwirkung der Werkstätten-Musik stalt, und es erfolgt hiemit an alle Schützen-freunde die höflichste Elnla>ung zur Thellnahme an diesem Feste. Mehrere Schützen. Gine Benetianer 6^ette wurde in dcr Schinidcrerallce oder Schillerstraße verloren. Der redliche Findcr wolle selbe im v. Gasteigcr'ichen Hause in der Pfarrho/gasse abgeben. (794 IZI«I»Ä«NU Dtt ntue Schießstand im Durgwaldc ist nun vollendet und die Benützung dtSselben behördlich genehmigt. Es ergeht demnach hicmit an alle ?. 7'. SchüKenfreunde die höfliche Einladung, der Scharf-schüKent^esellschaft beitreten zu wollen. BeitrittS'Erklärungen wollen bei Herrn Joh. Er hart, k. t. Hof'Büchsenmochcr in der Burggasse gesälligst abgegeben werden. Am Sonntag den 27. Juni Nachmittags 3 Uhr beginnt daS erste Schießen. (796 Marburg am 24. Juni 1675. l)a8 KfUnllungsoomitö. - llv^taui'Ätivn SamStag, dm 26. Juni 187S Erjits Avstrrlt» der bklirbtrn uad rrnommirtcn Witner Litderfingtritn Fräulein Kliliü Homischer vor ihrer Reise nach Tuest. pi'vgi'amm: 1. Wiener Lieder, gesungen von Frl. gornischtt 2. Er will nicht ausziehen. Posse mit Gesang von WieSberg. 3. Ein moderner Rappelkopf. Intermezzo von Thalberg. 302 4. Zwei von der Nordpol-Expedition. Zeitgemäßes Genrebild. 5. Ein picksüKer Zuckerbäcker. Intermezzo von Binder. 6. Der Hausdrache. Posse mit Gesang. Anfang 8 Uhr. Eintritt 3» tr. Ach tu ngSvollst_ IchSitN SiUllSil-lliUckoll empfiehlt billigst (801 »atsroi'ial-, Spsvorsi», Welcorsi-, »«KI- ^ I.anäv8pi'0äuI(tvn-Kvsel^Llft in Ißardurg. l?rsi2sr mit limmt unä Vanillo, seinsten gezuckerten und ungezuckerte-i litNlIvI » ZkHUivKttvIi 799^ empfiehlt kvielmivz^ei', C o n d i t o r. s -ingerichtet- Zimmer sind in der Magdalena-Vorstadt zu vergeben. Näheres im Comptoir dieses Blattes. (796 Zu verkaufen: 793 Eine neu g,^baute Mahlmühle mit zwei Gän-^en, eine Viertelstunde von der Zahnstation Maria Rast entfernt. Preis 2tZ00 fl. 800 fl können darauf liegen bleiben. Anzufrcigen beim Eigenthümer A. Zinauer in Zellnip a/D. Hausverkauf. In der Tegetthoffstraße ist ein Haus unter sehr leicht'N ZahlungSbedingniffcn zu verkaufen. Dasselbe steht in der Grazervorstadt auf dem belebtesten Verkthrt>punkle und ist zu jedem G -schüflslietriebe geeignet. (675 AuSkunst ertheilt der k. k. Notar Dr. Franz R adey in Marliurg. Gewölb (683 mit Wohnung zu vermicthen: Obere Herrengasse Nr. 120. lV/'iöQsr Ltaätlosö »T IN III»» . Ibieten durch die Garantie der Stadtgemeinde Wien ^griihte Sicherheit und bedeutende Gewiunstchancen daher empfehlcnöwerth als bestes und sicherstes Lospapier. ^ädrliol» vier ^d. i. am Z. Juli, I. I. .Ianu»r und I. Hanpttreffer (624 »««,««« «.! Kvsammtbvtr«^ «ler ^ttlirlieNvn l.köl^vvl) Lullten. 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Lei DinsenäunA <1er ersten liate semlen wir den ^eset^lieli gestcmj^elten ^n tkeilsellein reeommandirt uiii^elienä /.u. l^nsere ^Veeliselstude verlcauit l!ommun«il-l'i'vmv88«« «l Ll. 2.23 kr. ^ 39 lir. 8tvmp«I UI»I vsrsoullizt ^ieliungslistsn MI Xlisuiöi' nnl! ^nsnvo. .lulu l87ü. 6öl) So/?Zo/?6^/ ck Lo//?/)., veilllnZerte VVipplingerstrasse I^r. 43, neben äsm lc. li. Ltaats-lele^i-akenamt. Verantwortliche Redl^ktiau, Druck und Rerlag von Eduard Zanschitz in Marbura