?chrtftlett»»g: *«tWbaii«oäff t Nr.» (ftumn'f*« {Mit). • HechAsikt: SttgtiA (all • cl*rtrt In €cm». ». fteicr-.**•) »,» II—1» »»« ratm. AutMttlteB Mila nicht IMKtegcfceB. uwilili <>»-fntancra ni4t Nrt41liÄ«»t. MM Mf VettMltiw itjrt •nMmi ket tülijfi im-»rtrCtni »ernsten »tococa. — 6rt BMntelnsgcB (ml-Bckchlat. wacht" erscheiM l*fl SnatBg Qmk tnnnerliag lunjrn«. frt1fcnc«tc3.*oitiii ian.»oo. Ar. 64. pic Hschechentosnng in tzilli. Der Tschechenbesuch hat in Kram mit den üblichen slovenischen Superlativen begonnen. Keine Sprache wäre reich und phantastisch genug, um nur einen Schimmer dessen anzudeuten, wa« der „Slov. Rar/ der Welt von der großen Verbrüderung am Beldeser See begreiflich machen will. Mit der „Verständigung" hat e« freilich windig ausgesehen, denn e« fällt dem „Sl. Nar." ein Stein vom Herze«, als er berichten kann, dass den Prof. Hra «ky. den Erbauer des Narodni Dom, alle verstanden, weil er slovenisch gesprochen hat. Der Mann hat wahrscheinlich auS Dankbarkeit für die Ueberweisung der gänzlich verhauten Plananlagt des Cillier Hetzpfuhle« sich die zeitraubende Liebhaberarbeit ge-mach», slovenisch zu lernen. Dagegen scheint man in VeldeS, wo der .Empfang der tschechischen Brüder auf slooenischer Erde" stattfand, den armen Dr. Hynek nicht ver-standen zu haben, denn auf die VerhetzungSrede deS GerichtSbeamien Dr. Ferjancic konnte er doch unmöglich mit „kurzen zündenden Worten" geantwortet haben. Der genannte Hetzer im Richterkleide hat den Tschechen die Losung für Cilli mitgegeben. Er leistete sich folgende Frechheiten: „Ihr werbet binnen kurzem auch daS slovenisch werdende Städtchen Cilli betreten, wo Ihr sehen werdet, wie ans» Volk um sein« Erde mit den mächtigen Fremdlingen kämpft. Wir fühlen eS, das« Ihr Euch bewusSt seid, dass diese Erde werth ist, dass wir sie für u n S und daS S l a v e n t h u m bewachen und das« wir mit vereinten Kräften verhüten, das« die Fremdlinge von dieser schönen Erde Besitz ergreifen. Diese Wanderung »öge >n Euch da« Band der Wechselseiligkeit ent-stehen lassen, damit Ihr stel« alle Eure Kräfte für «ni einsetzt, wie e« wir für Euch thun. Auf das« Z)er btinde Passagier. Nach dem Spanischen des Vicenle BlaSco Hanez. Bon E. Bilmar. „Ta lese ich soeben einen traurigen Bericht in der Zeitung", sagte Freund Perez zu den übrigen Stammgästen. „Ein Freund von mir ist gestern gestorben. Ich habe den Mann zwar nur einmal im Leben gesehen, doch nie vergessen können. Meine Bekanntschaft mit ihm datiert von einer mit dem Schnellzuge zurückgelegten Nachtreife von Valencia nach Madrid. Ich saß in einem Coupv erster Classe. In Albacete stieg der einzige Miireisende au», und da ich in der vorigen Nacht fast gar nicht geschlafen hatte, erfüllte mich der Anblick der leeren Polsterbänke mit köstlichem Wohlbehagen. Ohne jemanden zu beengen, konnte ich e« mir nach Herzenslust bequem machen. Ich zog dlli zu bewachen, um miizuverhüten, dass die .Fremdlinge" davon Besitz nehmen. Deutsche ßiMer! Hin österreichischer He-richtsveamter darf es der tschechischen Flation sagen, dass Ihr Krem dtinge in Kurer Keimst seid! Deutsche Cillier! Ein ö st erreich i» scher G e r i ch t S b e a m t e r ruft die Tschechen auf, damit Ihr von Eurer lieben, schönen Heimat nicht „Besitz ergreifet". Will man Knch fortjagen ans Hurer Keimst DaS also ist der Zweck der Tschechenbesucher! Dr. Ferjancic, der österreichische Gerichtsbeamte, ist nach dem „Narob" der technische Leiter der ganzen panslavistischen Demonstration. Er hat den „unpolitischen-, nur „belehrenden" und doch-- „repräsentativen" AuSflug mit unverblümten Worten als ein Kampsmittel bezeichnet. Nur zu! Nur zu! Da« deutsche Cilli gedenkt noch lange nicht „slovenisch zu werden". Da» deutsche Cilli pocht aus seine Bürger-freiheit und e« wird sich de» langsam wühlenden slovenischen Kampfe« ebenso zu erwehren wissen, wie be« gänzlich überflüssigen, lediglich von P r o v o c a t i o n S g e l ü st e n die« tierten Tschecheneinfalles. Die unliebsamen Folgen, die in den letzten Jahren mit der Req lirirung slooenischer GenSdar« mir ein kalier Wasserstrahl über da» Gesicht lief. AlS ich die Augen öffnete, sah ich da« leere Coup6 vor mir und bemerkte zugleich, das« eine der Thüren offen stand. Auf dem Rande de« Fußbo-den« saß, ganz zusammengekauert, ein Mann, dessen Füße au« dem Wagen hinauShiengen. Sein Gesicht war mir zugewandt, und in dem Halbdunkel schimmerten seine Augen entschieden unheimlich. Meine Betroffenheit ließ mir keine Zeit zum Ueberlegen, schlaftrunken irrten meine Gedanken durcheinander. Im ersten Momente erfüllt? mich eine Art abergläubischen Schreckens. Dieser Mann, der da so unerwartet aufgetaucht war, hatte einige Aehnlichkeit mit den Geister» und Spuckgestalten, mit denen meine Kinderfrau dereinst meine Phantasie bevölkert hatte. Doch gleich darauf fielen mir all die Ueberfälle in Eisenbahnzügen ein, die Mord-thaten in einsamen Co»p6«, von denen die Zeitun-gen zu berichten pflegten, und ich dachte: Nun stehe auch ich im Begriffe, das Opfer einer solchen Unthat zu werden." Denn das« dieser Mann ein Räuber oder Einbrecher war, stand bei mir fest. Der Jnstinct der Selbsterhaltung oder richtiger die Angst gaben mir den Muth der Verzweiflung. Ich warf mich auf den Unbekannten und versuchte mit Händen und Füßen ihn hinauszustoßen. Er verlor daS Gleichgewicht und hielt sich an der Thüre fest. Aber ich ließ ihn nicht lo« und spannte alle meine Kraft an. seine Hände loszureißen und ihn aus die Strecke zu werfen. Aller Vortheil war auf meiner Seite. Nerwaltnng: Vka»dt>au«gass« Nr. 3 Hau»). Lezu»iqnlliiei: taxA » « foft (■: BktitlfSSrij . . . t. IM Haldjzliii, . . . ». 8-JO ««Rüiikna . . . I. « 4« 8ui Hilft Bitt SaftilUnt tn'l e*B«: «»»»INch .... <1. —-55 SinulUttlg ... lt. 1-10 Haldl-vi!, ... . fi. » — »»tqitliri, . . . H, *•— MI»'« *B»[«n» tUdVtn stA tu fk|ag<9ct>al;icn um »I« d»d«»B Eingeleitet« Ktonauncntl gelten tu jut llbtieilefltttia. 24. Jahrgang. nun begleitet waren, haben da« Siadtamt heuer gezwungen, den Schutz der heimischen Bevölkerung durch eine Verstärkung der städtischen Sicherheit«-wache zu ermöglichen. Der wackere Bürgermeister von Klagensurt, Herr Neuner, hat in der bereit-willigsten Weise dreizehn auserlesene Mitglieder der ausgezeichneten Klagenfurter SicherheitSwachmann-schaft nach Cilli gesandt, und so wiffen wir denn die Ruh« und den Frieden unserer Stadt in den besten Händen, da ja unsere brave Sicherheit«-wache in den deutschverstehenden und deutschsprechen-den Collegen aus Klagenfurt eine streng objective und pflichtbewusste HilfSmannschast zur Seite hat. Dem wackeren Bürgermeister von Klagensurt muffen wir aber auch unseren innigsten Dank zollen, weil er al« Leiter eine« autonomen Gemeinwesen» e« al« Pflicht erkannt hat, mit den ganzen ihm zu Gebote stehenden Mitteln der autonomen Schwester-stadt beizuspringen zur Wahrung und Erhaltung der Autonomie. Der damit glänzend bekundete deutsche Bürgersinn hat in der Bevölkerung von Cilli lebhafte Freude und innigste Freundschaft«-gefühle für die wackere Schwesterstadt im Kärnt« nerlande hervorgerufen, für die schöne Siadt,' der ja unsere schweren nationalen Kämpfe nicht erspart sind, nicht erspart sein werden. Da« Bewusstsein, das« wir in unserem Kampfe um die heilige deutsche Heimaterde nicht allein stehen, erheb« un«. und in diesem dankbaren Be« wusStsein werden wir unsere deutsche Heimaischolle gegen alle Anstürme behaupten. „Gonfisciert!" Wenn man in Rußland in ein Kaffeehau« kommt und eine ausländische Zeitung verlangt, findet man bekanntlich häufig einige Zeilen, ja selbst ganze Spalten mit Druckerschwärze unleserlich gemacht. Diesem Vorbilde scheint unsere Regierung nachzu-streben, nur mit dem kleinen Unterschiede, dass die „Um GolteSwillen, Herr!" stöhnte er endlich mit halberstickier Summe. „Haben Sie Mitleid mit mir, ich bin ein ehrlicher Mann!' Es lag ein solcher Ausdruck von Demuth und Angst in seiner Stimme, dass ich mich meiner rauhen Handlungsweise schämte und ihn sogleich losließ. Bebend und keuchend setzte er sich wieder auf denselben Platz, während ich dicht unter der Lampe stehen blieb, deren Schirm ich wieder hochgeschoben hatte. Nun konnte ich mir den Mann wieder bequem ansehen. E« war eine kleine hagere Creatur von armseligem Aeußerem, in einem schmutzigen, geflickten Rocke. Da« Hauptmerkmal seine« Ge« sichle« waren ein Paar sanfte, dunkle Augen und ein kräftige« gelbliche« Gebis«, da« zum Vorscheine kam, als er mich mit breitem, dankbarem Grinsen anlächelte. Er sah zu mir empor wie ein Hund, deffen Leben ich gerettet hatte, während seine braunen Hände fieberisch in seinem Gürtel und seinen Taschen wühlten, al« suche er etwa«. „Pas« auf!" dachte ich. „Am Ende führt der Kerl doch etwa« Böses im Schilde und sucht nach seinem Messer, aber die» Handwerk werde ich ihm schon legen." In meine Rocktasche fassend, zog ich die Hälfte meine» geladenen Revolver« hervor. Inzwischen hatte er ein schmutzige« Carton zum Vorschein« g«holt, und während er e« mir hinhielt, sagte er in triumphierenden Tone: „Ich habe auch ein Kärtchen; sehen Sie wohl!' „Sc«:fch, KL-cht" 1899 inctiminiftlen Stellen nicht ganz schwarz sondern nur auSpunktiert sind. Es macht sich sehr hübsch, wen» man z. B. lieSt: .Da« ist ein v . . . Ein. griff in unsere Rechte", oder die Regierung ha sich in.....Absicht", oder die Siadtvertretungt hat sich einhellig gegen die 8 14-Wirtschaft-- — ConfiSciert--". Geradezu komisch ist da« Folgende: .Die Versammlung brach in stürmisch« Rufe:---Beschlagnahmt---au«" — Nächstens können übrigen« jene Zeitungen, welche diesem Schicksal entgangen sind, eine ständige Rubri eröffnen: .Gestern wurden von den Zeitungen be> fchlagnahm,: Die „N. N.". „N. N.' u. f. w. Solcherart scheint unsere Regierung e« den Russen nachahmen zu wollen; begreiflich, denn ihre Seele, Dr. Kaizl, ist Jungtfcheche und schwärmt wie seine Gesinnungsgenossen für da« weise Väter« chen an der Neva. Sollt« aber auch Graf Thun wirklich glauben, das« er die immer ti«s,r gehend« Bewegung dadurch bemeistert. wenn die Polizei die Leute niederreitet. Abgeordnete vor die Brust ge-stoßen werden und die Beamten, di« man um ihren Namen sragt, grob antworten: „Da« brauchen Sie nicht zu wissen?" Und wa« soll die Sistierung auch nur eines Beschlusses bedeuten? Die Gemeinderäthe vieler österreichischer Städte haben klar und deutlich ihre Meinung ausgedrückt und verkündet; diese kann keine Siatthalterei der Welt sistieren oder unter« drücken. Die Untersagung oder Aushebung einer Versammlung ist auch nur ein Schlag in» Wasser: die Leute, die dahin gehen, wissen doch, wohin sie führen sollte, und derlei kleinliche Chicanen ver-bittern nur immer mehr die Gemüther. Ebenso wie Graf Thun in einer argen Täuschung befangen war. in welcher Art sein Ausgleich auf-genommen werden würde, in einer ebensolchen lebt er. wenn er glaubt, die Volksmeinung mit Gewalt und derartigen Mitteln zu unterdrücken, wie er sie nun zum Ueberdrus« anwende«. Die nahezu 40 Jahre Conftiiution sind nicht spurlos vorübergegangen, jede Einbuße wird empfunden und nicht mehr so ruhig hingenommen, wie die Ststierung Belcredi'S. Da« hat schon bald daraus Hohenwar« und vor zwei Jahren Badeni verkostet, und dem Grafen Thun wird diese Erfahrung auch nicht er-spart bleiben. Eine derartige Regierung, die so gegen da« Volk vorgeht, di« e« durch ungerechte Steuern drückt, «S in j«d«r Beziehung nur schädigt, verdient keine Rücksicht. Gegen sie smo all« Mittel zum Schuhe der Verfassungsgesetze erlaubt, um ihre ab-folutistischen Gelüste zu durchqueren. Man braucht dazu nicht bis zu dem Zeitpunkte zu warten, wo sie in ihrer Noth gezwungen fein wird, den ReichSralh einzuberufen, um di« Delegation zu wählen. Einige Gemeinden in Böhmen haben bereits erklärt, ihre Mitwirkung bei der Recrutierung und Steuerein-Hebung zu verweigern. Sie sind da nach bewährtem Muster vorgegangen. Die Ungarn haben 1860 die Steuer verweigert und damit da« Octoberdiplom, die erste Anerkennung ihrer selbständigen Stellung durchgesetzt. E« ist sehr wahrscheinlich, das« etwa« Aehnliche« bei uns auch seinen Zweck erreicht, denn Ich besah da» Stückchen Papier und konnle nicht umhin, zu lachen. „DaS Billet ist alt und nicht mehr giltig," fagle ich. »Glauben Sie wirklich, das« Sie darauf hin da« Recht haben, den Zug zu überfallen und die Reisenden zu erschrecken?' „Al« er sah, das« seine grobe List entdeckt, machte er ein «rschreckie« Gesicht, al« fürchte er, nun doch hinausgeworfen zu werden. Aber ich war mitleidig gestimmt und sagte in freundlichem Tone: „kommen Sie nur herein, schließen Sie die Thüre und setzen Sie sich hier hin." Nein, mein Herr," versetzte er entschieden, „daS niemals! Da ich kein Geld habe, um ein Billet zu kaufen, habe ich auch kein Recht, im Coupö zu sitzen. Ich bin Ihnen schon sehr dankbar, wenn Sie mich hier sitzen lassen." Und er war nicht zu bewegen, seinen Platz zu verlassen. Ich saß dicht neben ihm. meine Knie stießen beinahe an seinen Rücken. Ein schneidender Sturmwind jagte in» Coup«? hinein. Der Zug fauste mit äußerster Schnelligkeit fort. Wie gelbe Pinselftriche aus dem schwarzen Hintergrund« der Nacht tanzten die Telegraphenstangen vorüber, und von Zeit zu Zrit flog«n gleich riesigen Glühwürmern brennende Kohlenstücke durch die Luft. Der arme Mensch schien sich keineswegs be-haglich zu fühlen, offenbar wundert« er sich, dass ich ihn da so ruhig sitzen ließ. Ich gab ihm eine Cigarett«, das macht« ihn vertraulich, und er begann gesprächig zu werden. . im Guten bringt man bei uns nicht» durch. In ' seiner Verblendung scheint Gras Thun nicht einzu-sehen, dass die Stimmung der Bevölkerung gerade durch allerhand Verbot« und Chicanierungen eine immer gereiztere wird und das« er sich auf dem schönsten Weg befindet, eine stille, aber tiefgehend« .....vorzubereiten. Will Graf Thun die Nooember-Ereigniss« de« Jahre« 1897 absolut wieder aufleben lassen — nun gut; eS würde ihm eine Neuauflage geboten werden, die ihn noch weit schneller in sein Ahnen-schloss nach Teischen zurück brächte, al« den Badeni nach BuSt. Kelterreichs WirttchaftspoMik, (Rede des Abg. Karl T ü r t in Bennisch bei der IS7. Versammlung deS Bundes der Landwirte.) Wir haben bekanntlich drei ArbeitSitände — den Siand der geistige» Arbeiter ausgenommen — den Bauernstand, den Gewerbestand und den Lohn-arbeiterstand. Der Letztere hat sich auf manchen Gebieten eine, gegen frühere Zeiten, bessere Lebens-stellung, einen auskömmlichen Lohn, kürzere Ar-beitSzeit und eine, wenigstens in ihren Anfängen bestehend« Schutzg«setzg«bung (Coalitionsrecht, Un-fall» und Krankenversicherung) errungen. Aller-dings bestehen bei vielen Erwerben, wie z. B. bei der Lohnweberei, noch die traurigen Löhne und längsten Arbeitszeiten, woran freilich größtentheils die Uebererzeugung und der dadurch bewirkte Preis-druck schuld sind. Der Gewerbestand leidet schwer durch die fort-während steigende fabrikSmäßige Herstellung gewerb-sicher Producte; auf dem Gebiete der Wedewaren ist er bereits größtentheils verschwunden; aus an-deren Gebiet«», z. B. dem deS Kleinhandels, leidet er durch Schmutzconcurrenz. Die Bekleidung»-gewerbe gehen durch daS Eindringen des Con-fectionSunwesens und der Fabrikserzeugung für Schuhe ihrem Verfalle entgegen. Immerhin aber giebt eS noch Gewerbe, die sich fo ziemlich wohl befinden und ihren Mann ernähren. Der Bauernstand leidet am schwersten und geht aus allen Linien stetig zurück. Die Verschuldung, die ZwangSverkäuse, die Zersplitterung deS bäuer-lichen Besitzes kommen in allen Ländern vor, die noch einen Bauernstano haben. Nirgend« ist dies«« Bauernelend so groß, als in unserem SiaatSwesen; nirgend« schwindet der Besitz de« Bauernstände« so sehr und wächst das Latisundienwesen, das ohnehin übergroß vorhanden ist. noch immer krankhasler an, als bei un« l Hier giebt e« kaum ein Dorf, in dem nicht Zwangsveräußerungen von Wirtschaften all-jährlich vollzogen werden oder doch in Aussicht stehen. Nach einer amtlichen Zusammenstellung be-trugen die Zwangsverkäufe von Bauernbesitzen im Jahre 189V die Anzahl in: Niederösterreich 1074, Oberösterreich 308, Salzburg 73, Steiermark 525, Kärnten 130, Küstenland« 449, Vorarlberg 259, Mähren 2012, Galizien 676, Krain 537. Tirol 1488, Böhmen 4958, Schlesien 219 und Buko-wina 100. Jeden Sonnabend reiste er auf d-efe Manier. In der Nähe von Albacete wartete er aus den Zug, flog, auf Gefahr, unter die Räder zu gerathen, mit einem Sprunge auf daS Laufbr«tt, lief dann, sich vorsichtig anklammernd, am Zuge «ntlang, bis «r «in leere« Coup6 fand, und ließ sich auf dem Boden-räum desselben nieder. Sobald sich der Zug einer Haltestation näherte, sprang er herunter, um dann hinter der Station wieder aufzuspringen. Natürlich musste er die Plätze, an denen man ein- und au«-stieg, häufig wechseln, damit die Bahnbeamten, die hartherzigen Menschen, ihn nicht abfassen konnten. „Aber wohin in aller Welt reisen Sie auf di«f« lebensgefährliche Art?" fragt« ich. „Und warum gerade jeden Sonnabend?" Er erzählte mir, er thäte es, um den Sonntag bei feiner Familie verleben zu können. Er arbeitete nämlich in einer Steingräb«r«i bei Albacet«. Seine Frau dient« in «inem an d«r Madrider Bahnlinie gelegenen Orte. Armut und Elend hatte die Galten getrennt. In der erste» Zeit legt« er den Weg ;u Fuß zurück, dann musste er steis die ganze Nacht durchwandern, und wenn er dann morgens ankam, war er so müde wie ein Hund und halle eine Lust, mit seiner Frau zu reden oder mit seinen Kindern zu spielen. Da war er eines schönen Tages aus die Idee gekommen, den Zug zu benutzen, und bisher war es prächtig gegangen. Der Gedanke, de« Sonntag« mit seinen Kindern spielen zu können, gab ihm Muth, so das« er die Woche über wie ein Lastthier sicher Seither ist diese jährliche Verlustziffer bedeutend gestiegen. Da nach dem Au«spruche Rau'« in seinem Buche über die landwirtschasilichen Gewerbe .der Zustand der Landwirtschaft in jedem Lande wefent« Uch von den Regierung«maßregeln abhängt, welche in Beziehung aus dasselbe getroffen werden, so wollen wir einen kleinen Vergleich anstellen, wa« in Preußen für die Landwirtschaft geschieht und was bei uns. Vorerst sei noch bemerkt, das« vor dem Achtundvierziger Jahre allerdings di« Rodott auf dem bäuerlichen Besitze lastete und denselben entwertete, allein die Geldabgaben waren im Ver» gleiche zu den heutigen Landes-, Bezirk«-, Gemeinde-und anveren Umlagen kaum den sechsten Theil so groß. An arbeitswilligen Dienstboten, knechten und Tagelöhnern war kein Mangel, obwohl der Lohn nur halb so hoch war wie heute. Ferner hatte damal« der Bauer noch allerhand Neben» Verdienste durch Fuhrwerk, Holzhandel, Garn- und Flachshandel, Bleichereien. In jedem Bauernhaufe wurde fleißig gesponnen, oft auch selbst gewebt. Heute ist da« alle« anders geworden, eS besteht ein Mangel an jedwever Arbeitskraft für d«n Bauern, di« Dörfer «ntvölk«rn sich, di« Capital«- und Knecht-wirtschaft wird immer allgemeiner und drückender, der Staat kümmert sich um all da« so gut wie gar nicht und hat noch nicht« ernstliches versucht, um den Bauernstand, diesen großen Dulder, d«r ihm seine Nahrung erbaut, seine Söhn« als Soldat«« liefert und durch seine Gesinnung die stärkste Stütz« gegen mancherlei Umsturzagitationen bietet, auch zu schützen und zu erhalten. Preußen. 11'/, Grundsteuer, keine LandeSzuschläge. mäßig« Bezirk«- und Gemeinde» lasten. Hesterreich 1. 22°/, Grundsteuer vom Ertrage. Neuesten« 2 Millionen Nachlas«, allein dafür Freilassung drr Per-sonaleinkommensteuer von den Zuschlägen. Infolge dessen, sowie infolge der Verminderung der Steuer-basiS sür die gesammten Zuschläge zahlt der Bauer heute mehr als früher. BesitzübertragungS - Gell ür 3%%. Uebertragungsgebür 1 2. Kein Reich«zuschus« Procent. Bei Fideicom« für die Kosten de« Volk«- missen 3%. schulwesens, so das« alle« Ueber 40 Millionen den Länvern und Gemein- StaaiSzuschuss sür Erhal» den zur Last fällt. tung der Volksschulen. 3. Schutzzölle sür Ge- Durchschnittlich der Sack treibe, dieselben werden Getreide mindesten» um I aber durch die freie Ein- Gulden mehr werth. weil fuhr de« ungarischen Ge- der Zoll auch wirklich im treibe« und Mehle« und Werthe zum Ausdruck durch den Schwindel de« Mahlverkehrs ganz illusorisch sür unsere Land-wirtschaft. Zollschaden für unsere Landwirtschaft durch Ungarn 40 Mil-lionen jährlich. kommt. arbeitete. Er hatte drei Söhnchen; da« jüngste war kaum «inen Schuh hoch, und doch erkamnte e« seinen Vaier. sobald er heimkam. .Aber, haben Sie denn niemal« bedach«, das« eine dieser Reisen Ihren Kindern den Vater rauben kann?" wandte ich ein. Er lächelte schlau. O, er wus«te sehr gut, wie er eS anzusfangen hatte. Er hatte keine Furcht, wenn der: Zug schnaubend und feuerspeiend auf ihn zufchnelllt«.' Er war flink und behend, ein Sprung, und er stand auf dem Laufbrett«. Und daS Herabspringnn war keine Hexerei. Es galt nur Vorsicht, das« err nicht zu kurz sprang und nicht unter die Räder g,erieth; dann konnte er höchsten« zu Boden fallen umd sich ein wenig die Haut abschürfen, ab«r da« »machte ihm nicht«. Vor dem Zuge selbst war ihm, nicht bange, wohl aber vor den Passagieren. Er suchte gewöhnlich Coups« erster Classe auf, weil die mneisten leer waren. Aber was war ihm dabei schon i wider« ihren! Einmal öffnete «r au« Vers«h«n di«'Thüre ineS Damencoupe«, worin zwei Nonnen saßeen, die osort au« Leibeskräften „Hilfe, Hilfe, Rä-uber!" zu ichreien begannen. I» seinem Schrecke s'sprang er so ungeschickt herab, dass er sich alle «Glieder zerschlug, und in diesem Zustande muss»« eer den R«st des WegeS bei schneioender Winterkälmr und wildem Schneegestöber zu Fuß zurücklegen. BereilS zweimal war er durch erschreckte« Rei-ende auf daS Geleis« geworfen worden. Winmal >alte er sich in «in dunkles Coupö geschlicheen und 1899 Wacht" 4. Fast oll jährlich wer- Der Staat kauft Lati den neu« Fideicommisse fundien im großen Stil«, «richt«,. Aufkauf von zerlegt dieselben und schafft Lauerngütcrn durch de» Bauernbtsitze daraus, di« Großgrundbesitz. In Böh- er als Rentengüter an dtulfche Ackerbaufamilien begiebt, die. wenn sie ihr«n JahreSpacht zahlen, darauf in festem Besitz bleiben und nach 60 Jahren in da» freie Eigenthum derselben gelangen. «en hat Fürst Schwarzen terg allein 718.110 Joch »il 900.000 fl. Eatastral reinertrag. Dennoch kauft er noch immer mehr zu sammen, und zwar der Herrschaft WolSlik allein 7000 Joch Felder, also den Besitz von 300—400 Lauern. In Böhmen sind 56 Fideicommi»b«sitz«r im Besitze von Yio aller Gründe. Ueber lL ve» Loden» ist in den Händen de» Großgrundbesitze«. In Karinen kaufte Graf Thun 60 Bauernhöfe zu-sammen. In Steiermark »urden in Mürzsteg alle Bauerngüter bis auf eines von der Herrschast für Foist- und Jagdzwecke «uigekauft. Ja Schlesien, ». zw. im OlberSdorfer bezirke wurde in den Gemeinden Heinzendorf und LlberSdorf bereit» min-desten» 9 oder 10 Bauern-besitze aufgekauft und zu Eald angelegt. Erst im ktzini Jahre der größte »o schönste Besitz in Heiazendors. Die übrigen, mdeiiHerrschastswaldein-gejwickien Bauern müssen dann einer nach dem an-dern auch verkaufen. In Schlesien haben 4 Fidei-ammisbesitzer '/?. des LuiideS. der übrige Groß-«ninddesitz da» zweite Wnsiel. sodaß aus Bauern-»»s Llsingrundbesitz kaum ioj> \ verbleiben. 5. bei un» kam die In Preußen haben Han-Agrargesetzgebung übernover sowie andere Pro-schüchicrnen Versuch der vinzen längst ein eigene» Festsitzung eine» Anerben- Höferecht, (Höferolle) und nchlks, da« aber in den gebt man neuestenS ernst-Ländern nicht eingeführt lich daran, ein bäuerliches »«rde. nicht hinau«. Heimstättenrecht zu schaffen. S. Vergeblich« Regie- Blühende» Genossen-rungsvorlagen behus» schastSwesen auf freier Kaführung bäuerlicher BeitrittSgrundlage. Lager-AwongSjierioffenschaflen. hau«-, Molkerei», Vieh» Im Uebrigen kaum zucht«-, Feuerversiche» dichige Ansänge eineS rungS-, Weinbau-, Bren-jelbsländiken bäuerlichen nerei-, CreditgewährungS-SenosfenschaftSwesen«. und allerhand andere Ge» »ar don unoerjehen« auf einen Reisenden gestoßen, der ihm ohneweiter« einen Stockhieb über den Kopf jad und den vollständig Betäubten dann auf da« Seleile stürzte. Dass er damals nicht verunglückt war. erschien ihm al« ein wahre« Wunder. Dabei wie« er mir eine große Narbe, die quer fil(t sein« Stirne lief. Er würd« allgemein sehr unsanft behandelt, doch darüber durste er sich nicht beklagen. Er begriff sehr gut, das« sein Erscheinen den Reisenden Ent-setzen einflößt« und das« sie auf V«rth«idigung bedacht waren. Wenn er Schläge erhielt, betrachtete er sie nur al* verdienten Lohn, obwohl er sich nicht anders j» helfen wusste. Geld zu einem Reifebillet hatte n wirklich nicht, und f«in« Frau und Kind«r musste n doch sehen! Inzwischen halte der Zug. da wir un» einer Station nähern», seine Schnelligkeit gemindert. Mein Aeisegesährte begann unruhig zu werden und erhob sich. »Bleiben Sie nur ruhig sitzen," sagte ich. »es kommt noch eine Station, bevor Sie an Ihr Ziel gelangen. Ich werd« Ihr Billet bezahlen." JD nein, Herr", rief er ängstlich, „wenn der Echaffner mich hier in diesem Wagen fände, würde er sogleich Verdacht schöpfen. Sie haben mich schon oft genug verfolgt, ohne mich je in der Nähe ge» sehen zu haben, und dah.r möchte ich mich auch jetzt lieber nicht sehen lassen. Glückliche Reise, «ein Herr, Sie sind der freundlichste aller Menschen, die ich jemal» im Zuge angetroffen habe." Kümmerliche Unter- nossenschakten, welche vom stützungen der landwirt- Staate reichlich gefördert schasilichen Vereine sür und unterstützt werden. Zuchistiere, die auch noch Auch bestehen Central» zum Theile in Herrschaft«- verbände, Genossenschaft«- Höfen aufgestellt werden, sowie für Drainagen und landwirtschaftliche Melio-rationell. Unsere land-wirtschaftlichen Casino» können zwar im Kleinen nützen, für eine durch-preisende Selbsthilfe sind sie zu schwach und fehlt e» auch überall an ge-schulten Arbeitskräften. 7. Ungestörte» Fortwuchern der Frucht- und Mehlbörfen in Wien und Pest, sowie desBlanko-Ter-minhandel» an denBörsen. Fruchtlose» Herumziehe» und Herumreden, wa» reeller und was unreeller Terminhandel sei. 8. Bei den 24 Bahn-Verwaltungen über 100 danken und Kassen, welche da« nöthige Geld sür die Unternehmungen und Be-triebe vorstrecken. Durch diese freie genoffenfchaft» liche Thätigkeit und kauf-männifche Schulung wird überall der Geist der Selbst« Hilfe zur Thätigkeit geübt und geweckt. Radikale« Verbot de« Blankoterminhandel« über-Haupt, einerlei ob reell oder nicht reell. AuSwan-derung der Getreidejuden und Wucherer nach Wien und Pest. Einheitlicher Kilometer-tarif. per Metercentner Localtarife für Frachten '/« Kreuzer. Fast sämmt mit rund 300 Zusätzen; ferner über 160 interne Frachtentaiise mit 100 Zusätzen. 260 externe Frachienbriefe mit 520 Zusätzen. Ueber 5000 Refaktien, in welchen die geheimen nicht enlhalten sind. Die galizifchen Bahnen haben alle niedrige Frachtsätze (AuSnahins tarife). Ein Waggon Getreide kostet für 100 Kilometer Enifernung 25 Gulden mehr an Fracht als in Preußen. Durchschnittlich kostet der Meter-centner per Kilometer '/, Kreuzer. 9. Der Mangel an Dienstboten. Knechten und landwirtschaftlichen Ar-beiiern wird immer größer. Kein junger Mensch will mehr zur Feldarbeit. Unsere Dörfer entvölkern sich zusebendS. während die Städte an Einwohner-zahl stetig zunehmen. Allerdings wird von un» liche preußischen und un-garischen Bahnen sind oer» staatlicht. Ungarn opfert 20 Millionen, um die Producte seiner Landwirt-schast wohlfeil befördern zu können. In Preußen ist trotz de» blühenden Jndustria-li»mu» der Mangel an Arbeitskräften minder groß al« bei uns, es wird in den Dörfern weniger städ» tische Kleidung getragen, die alten einfachen Sitten werden mehr bewahrt; auch wird von Seiten der Be-Horden die Gesinde- und selbst in Schule, Hau» Dienstbotenordnung ge und auch von der Ge meinte gar viele» gesündigt und unterlassen, um der Jugend die Fremde anziehender zu machen als hörig gehandhabt. Er entfernte sich längs deS Laufbrettes und war gleich darauf im Dunkel verschwunden. Wir hielten an einer kleinen Station. Soeben wollte ich mich wieder zum Schlafen niederlegen, als draußen aus einmal aufgeregte Stimmen durch-einander schrien. Der Schaffner und zwei Flurwärter liefen hin und her, al» ob sie die Absicht hätten, gegenseitig aus einander Jagd zu machen. „Hier, hier! Da ist er! Schneidet ihm den Rückweg ab! RechiSum, sonst entwischt er unS! Nun ist er oben aus den Zug geklettert! — Schnell, ihm nach! — So'n verfluchter Kerl!" Gleich darauf dröhnten die Plafond« der Wagen unter dem Gestamvf« von Männ«rfüß«n, die dort oben hin- und herrannten. Ohne Zweifel handelte es sich hier um meinen Freund, dem man auf der Spur war. Au« dem nach der Feldseite gelegenen Fenster blickend, sah ich plötzlich einen Mann vom Dache de« nächsten Wagen« springen mit der wunderbaren Behendigkeit, die da« Bewusstsein der Gefahr gelegentlich verleiht. Er fiel vornüber in ein Ackerland, kroch eine Weile auf Händen und Füßen fort, al« habe ihm die erhaltene Erschütterung das Aufstehen unmöglich gemacht, raffte sich dann plötzlich empor und rannte in« Dunkel hinein. Heftig gesticulierend stand der SiationSchef an der Spitze der Verfolger. „Was ist vier lo«?" fragte ich den zunächst stehenden Schaffner. die väterliche Scholle. Wir haben auch noch keine Krankencassen, keine Al-lerSversocgung«lassen für Dienstboten und Tag. löhner und berauben unS durch die Dreschmaschine selbst der Taglödner, da wir im Winter nichts für sie zu thun hoben. 10. Unsere ärarischen Aemter machen so er-schwerende Bedingnisse für die directen Lieferungen von Korn, Hafer, Heu und Stroh von unserem Landwirten, dass dieselben einer offenen Weigerung gleichkommen. 11. Eine Erleichterung der Wehrpflicht, besonder« für Bauernsöhne. Beur-laubung zur Erntezeit usw wird nicht bewilligt. Da« Aerar kaust nahezu alles direkt vom Erzeuger ohne Vermittlung eine« Händlers und übt sowohl dem Landwirte als auch dem Gewerbetreibenden gegenüber das umsichtigste und wohlwollendste Ent» gegenkommen. E« besteht theilweise be» reilS 2-jährige Dienstzeit? in der Ernte finden massen-haste Beurlaubungen statt, ja e« werden selbst ganze Abtheilungen abcvmman» dirt. um den Bauern in der Ernte zu helfen. Gewerbetreibende Oentsch Oesterreichs! Ueber vielseitiges Andrängen hat der Partei» rath der deulsch-österreichischen Gewerbepartei in seiner Sitzung vom 23. Juni l. I. beschlossen, einen Gewerbetag zu veranstalten, zu dem sammt» liche deutsche Gewerbetreibende und Handwerk«» meiste? Oesterreich« eingeladen werden sollen. Dieser Gewerbetag soll in Graz am 13. und 14. August l. I. stattfinden, und zwar in der Weise, das« am >3. August abend« eine Borberathung, am 14. August hingegen der Verhandlung«iag ab» gehalten werden soll. Aus diesem Gewerbetage soll zum einmüthigen Ausdrucke kommen, dass wir unentwegt auf den Beschlüssen der früheren Gewerbetage und Congresse fußen, dass wir alle auf diesen Gewerbelagen und Congresse» gestellten Forderungen aufrecht erhalten und bezüglich einer Aenderung der Gewerbegefetz-gebung die Beschlüsse deS Congresse« zu Troppau al« maßgebend anerkennen. Aus diesem Gewerbetage soll aber auch zum Ausdrucke kommen, dass wir deutsche Gewerbe-treibende treu und beharrlich aus der Seite unsere« Volkes stehen und nicht gesonnen sind, die Rechte desselben verrätherischer Weise preiszugeben. Der Aufruf zu dem. von einer außerhalb unserer Partei stehenden Seite für den 8., 9. und 10. September l. I. nach Wien einberufenen all« gemeinen österreichischen Gewerbetage entspricht diesen unseren Anschauungen nicht. In demselben heißt e«: „Wir wollen un« aufraffen und e« versuchen, vielleicht im Wege de« § 14 zu erlangen, wa« wir im Schablonenwege des Parlamentarismus bisher vergeblich angestrebt haben". „Wir haben eS hier mit einem Spitzbuben zu thun, der die Gewohnheit hat, ohne Billet zu reisen. Wir kennen den blinden Passagier schon lange und werden ihn wohl nächsten« abfassen und in da« Gefängnis spedieren." Ich habe den armen Kerl niemals mehr ge» sehen. Im Winter gedachte ich seiner oft und sah ihn im Geiste, gegeißelt durch Wind, Schnee und Hagel, in der Nähe einer Station de« daherbrausen» den Zuge« harrend, auf welchen er mit der Tode«-Verachtung eine« Soldaten sprang, der eine Schanze stürmt. Und nun lese ich in der Zeitung, das« bei Albacete ein unbekannter, ärmlich gekleideter Mann vom Zuge überfahren wurde. Da« ist er, der arme blinde Passagier, mein Herz sagt e« mir. Vielleicht ist er aus dem Laufbrette auSgeglitten, vielleicht haben ihn erschreckte Passagiere unter die Räder geschleudert! Gott weiß, wie eS zugegangen ist. E« ist nun drei Jahre her, seit ich jenem Manne begegnet bin," schloss Fr-und Perenz seine Erzählung. „Ich bin seither viel umhergereist, so» wohl in Spanien, al« im Auslande, und so oft ich sah, wie viel Menschen zu ihrem Vergnügen oder au» Langeweile auf Reisen gehen, ist mir der arme Taglöhner eingefallen, der sich, um den Sonntag bei Frau und Kindern zu verleben, wie ein wilde» Thier Hetzen und verfolgen ließ und mit der Seelenruhe eines Helden hundertfach dem Tod« trotzt«." 4 Abgesehen davon, dass e« sehr leicht möglich wäre, auf dem Wege dk« § 14 un« ein Gewerbe-gesetz zu oktroyieren, wie wir eS nicht wünschen, erblicken wir in einem solchen Anstreben eine emi-nenie Gefahr für unser söolf; denn ein Volk, da« aus seine gesetzlich gewährleisteten Rechte verzichtet oder dieselben leichtsinnig preisgibt, untergräbt feine eigene Existenz. Wer soll die bürgerlichen Stände schützen, wenn nicht die Achtung vor dem Gesetze e» thut. . Eingeklemmt zwischen Säbel und Krummstab, werden wir über Nacht alle unsere von den Vätern so mühsam errungenen bürgerlichen Rechte und Freiheiten verloren haben. Wir werden aber auch wirtschaftlich zugrunde gehen, weil wir, geknebelt und geknechtet, mit dem Aufschwünge deS aufstrebenden Auslandes, auch mit dem unseres Nachbarstaates Ungarn, nicht Schritt halten können. Eine Regierung, welche heute auf Grund des § 14 eine drückende Zuckersteuer einhebt, wird mor. Sen und in Zukunft auf gleicher Grundlage eine stenge indirekter Steuern erheben und wird über unsere Klagen unS höhnend zurufen: »Ihr wäret eS ja selbst, die eine GesetzeSreform aus Grund deS § 14 verlangt haben. Ihr wäret eS selbst, die die Handhabung des § 14 gutgeheißen haben. Euer Wunsch sei erfüllt, doch traget auch die daraus entspringenden Folgen!" Gewerbetreibende! Dürfen wir eS dahin kommen lassen? Dürfen wir unS mit dem Vorwürfe belasten, dass wir in bedrängter Stunde feige Volk und Vaterland verlassen haben? Dürfen wir auch nur einen Augenblick die Regierung in den Wahn versetzen, dass wir der Umgehung des Par« lamentS und der StaatSgrundgesttze gleichgiltig gegenüberstehen? Nie und nimmer! Lasset darum unseren Ruf in allen deutschen Gauen Oesterreichs Wiederhall und Beachtung fin-den; insbesondere aber gilt unser Ruf Euch, Söhnen der grünen Steiermark, auf das» Ihr Euch einfindet Mann für Mann unter dem gastfreundlichen Schutze der Landeshauptstadt; auf dass Ihr bezeuget, dass in Eurem Herzen noch die alte Treue innewohnt, die Eure Väter auSzeich-nete und sie siegreich eintreten ließ für Land und Volk in Tagen schwerer Bedrängnis. Mit treudeutschem Handwerkergruße sür die Leitung der deutsch, österreichischen Gewerbe-Partei: Der Präsident: Tcr Schriftführer: Aosef Aaber. A. Lontlchar. Für den Grazer VollzugSauSschus« : Der Obmann: Der Schriftführer: W. Mug. Ag. Kalo. Programm des deutsch-österreichischen Ke-wervetages: Sonntag den 13. August, abends 8 Uhr Begrüßung der Theilnehmer in der Schloss« berg-Restauration und hierauf Vorberathung, be-treffend die zu verhandelnden Gegenstände. Montag den 14. August, 7 Uhr früh Gemeinsames Früh-stück im Eaf6 Wirth im Stadtpart. 1/i9 Uhr Beginn der Verhandlungen im landschaftlichen Ritterfaale im Landhause mit folgender TageS-Ordnung: 1. Die gegenwärtige Lage deS Ge-werbestandeS. 2. Wahlreform für die Handels- und Gewerbetammer-Wahlen. 3. Hausiergesetz. 4. Vor-zugSpfandrecht der Bauhandwerker. 5. Gewerbe« Jnstructoren. 6. Pensionsversorgung deS Gewerbe-stände». Nach Beendigung der Verhandlungen wird eine gemüthliche Zusammenkunft veran-staltet, deren Programm später bekannt gegeben wird. Deutsches Sommerfest in Tettau! Aufruf! Unsere Ortsgruppen der deutschen Schutzoereine, der Männergefangverein und Turnverein, sowie überhaupt alle deutschen Vereine Pettau'S rüsten sich im Verbände mit den Sachwaltern des unter Schutz deS Gemeinderathes stehenden Deutschen Studenten-Heimes in Peitau zu einem deutschen Sommerfeste, welches am Sonntag, den 13., im Falle ungünstiger Witterung am 15. August (Feiertag) im Stadtparke unter Mitwirkung der deutschen Frauen und Jung-fraue» der Stadt stattfinden wird. Der Ernst unserer Lage, die inbrünstige Liebe zum deutschen VolkSthume auf unserer Vorwacht, die Erwägung, dass uns Deutschen nur durch unS selbst geholfen werden kann, nöthigen unS zu in-nigem Zusammenstehen. Wir erwarten darum auch die herzenSwarme und thatkräftige Aniheilnahme unserer StammeSgenossen und die oft bewiesene Hilfsbereitschaft unserer deutschen Mitbürger. Die Hälfte deS Reinertrages wird dem Deutschen Stu« I „Deutsche Wacht- dentenheim in Pettau, je ein Viertel den Zwecken tes Deutschen Schuloereines und der Südmark ge-widmet werden. Kommet alle herbei auS Nah und Fern, die Ihr deutsche Art, Kraft und SangeSfreude als unserer Natur Erbtheil schätzet, helfet rüstig mit ein Werk zu fördern. daS der Stärkung unseres deutschen Gemeinsinnes frommt, traget Bausteine herbei zu unverzagter deutscher Dammarbeit! Mit treudeutschem Gruße: Der FestauSschusS. politische Wundschau. Z>«cll Wotf.Krjepck. Der wackere Abge-ordneie Wolf ist der anerkannte Liebling deS deutschösterreichischen Volkes. Er verdankt dies nicht nur der unvergleichlichen politischen Thatkraft, der idealen Gesinnung, der Unerschrockenst, mit der er seines heißgeliebten Volkes Rechte jedermann gegenüber vertheidigt, der Entschlossenheit, mit der er nicht ein I-Tüpfelchen deS deutschen Rechte« preiszugeben gesonnen ist, und der hinreißenden Macht seiner Rede, die in taufenden von Versammlungen dem deutschen VolkSgedanken neue Jünger gewonnen hat. Wolf verdankt die Verehrung, die ihm so allgemein gezollt wird, auch seinem hohen Ehr« begriffe, der ihn jedem persönlichen und politischen Gegner gegenüber auf den Kampfplatz der Ehre stellt. Vor acht Tagen wurde er vom liberalen Abg. Krzepek in ganz erbärmlicher Weise beleidigt und hat mit diesem am Sonntag ein Duell aus-gefochten, in dem Wolf schwer verletzt wurde. Die „Ostdeutsche Rundschau' berichtet hierüber folgendes: Sonntag wurde in Wien der Zweikamps zwischen dem Abgeordneten K. H. Wolf und dem der deutsch-fortfchrittlichen Partei angehörigen böhmischen Land-tagSabgeordneten Krzepek auSgeiragen. Der Zwei-kämpf fand Sonntag vormittags 10 Uhr in einer Privatwohnung auf leichte Säbel unter den üblichen Bedingungen statt. Gleich im ersten Gange erhielt Abgeordneter Wolf eine schwere Verletzung durch einen von der Stirn über die rechte Nasenseite bi« zur Wange reichenden Hieb, welcher, da die Stirn-aber angeschlagen war, an sich Kampfunfähigkeit bedingte. Trotzdem wurde der Kampf fortgesetzt. Im weiteren Verlaufe desselben erhielt Abgeordneter Krzepek Verletzungen am rückwärtigen Theile der rechten Schulter, am rechten Rückeniheile und an der linken Hand, Wolf eine leichte Verletzung an der Schädeldecke und dann eine sehr schwere an Kops und Stirne. E« wurde ihm ein etwa fünf Centimeter langer und eineinhalb Eentimeter breiter Lappen herausgeschlagen und zugleich die Stirnaber neuerlich verletzt. Infolge dieser Verletzung musSte die Kampfunfähigkeit Wolf« ausgesprochen werden. Eine Versöhnung fand nicht statt. Die Wunden beider Duellanten wurden sofort vernäht und ver-bunden. Die Verletzungen WolsS sind schwer, aber nicht bedenklich. Er wird einige Tage daS Zimmer hüten und für einige Zeit den Kampf gegen die § 14-Wirtfchaft einstellen müssen. Dank der auS-gezeichneten Behandlung der Wunden durch den Arzt ist ein glatter HeilungSprocefS zu erwarten. Die Vorgeschichte deS Zweikampfe« ist folgende: Abgeordneter Krzepek hatte vor längerer Zeit auS Kreisen seiner Wähler (er vertritt die Landgemein« den Leiimeritz) ein Schreiben folgenden Inhaltes erhalten: »Die gefertigten LandiagSwähler von PraSkowitz richten an Sie die dringende Auf-forderung, Ihr LandtagSmandat unverzüglich in die Hände Ihrer Wähler zurückzulegen. Ein deutscher Mann nimmt von der Tschechen Gnaden kein Mandat an. Wir hegten die sichere Erwartung, das« Sie sich betreff» der MandatSniederlegung der deutschvolklichen Landtagsabgeordneten, die einzig und allein unser Vertrauen genießen, längst an-schließen würden. Nachdem Sie e» aber nicht der Mühe wert finden, Ihr schmähliche» Verhalten auch vor Ihren Wählern offen zu rechtfertigen, bei welcher Gelegenheit Sie am besten sehen würden, welcher Beliebtheit Sie sich bei denselben erfreuen, müssen wir Ihnen auch wegen Ihrer grenzenlosen Unthätig-keit während Ihrer MandaiSdauer unser entfchie-deneö MifStrauen zum Ausdrucke bringen. Pfui über einen solchen Landtagsabgeordneten von der Tschechen Gnaden." Auf diese« von Seite der Wähler an ihn gerichtete Schreiben antwortete Ab-geordeter Krzepek mit einem in der .Leitmeritzer Zeitung" veröffentlichten Briefe, in welchem er den Abgeordneten Wolf scharf angriff und die vom Abgeordneten Wols ebenso wie von jedem anderen Mitglied« der Deutschen VolkSpartei in Böhmen ausgesprochenen Ansicht, das» die Beibehaltung der LandtagSmandate feiten» deutscher Abgeordneter der 1899 Annahme eineS tschechischen Geschenkes gleichkomme, als Lüge und Verleumdung bezeichne» und hiezu folgende Bemerkungen machte: „Ich schreibe diese Worte mit vollem Bedacht nieder und erkläre, dass mir die bewaffnete Schneidigkeit des Herrn Abgeord» neten Wolf, welche er bi« jetzt einigen hochdetagtea Kahlköpfen und kurzsichtigen oder halb erblindeten Greisen gegenüber gezeigt hat, ganz gut bekannt ist.* In Folge dieser Bemerkungen, welche die Waffen« ehre Wols'«, wie nicht minder die kommenimäßige Haltung aller in den früheren Waffengänzen Wolf'« gegen den jungtschechischen Abgeordneten und Fecht« ledrer Horica, gegen den polnischen Ministerpräsi« denten Badeni und den polnischen Abgeordneten und Rittmeister GniewoSz betheiligten Personen betrafen, ließ Abgeordneter Wolf durch zwei Leit« meritzer Gesinnungsgenossen die Herausforderung an Krzepek ergehen, welcher dieselbe sofort annahm. Bemerkt sei nur noch, das« Abgeordneter Wolf vor dem Zweikampf- nie Gelegenheit gehabt hat. den Abgeordneten Krzepek irgendwie persönlich kenne» zu lernen, auch nicht in der Lage war. dessen Ab» geordneienthätigkeit zu beurtheiltn. In Folge der Entfernung zwischen Wien und Leitmeritz und der Reise Wolf'S «ich Deutschland verzögerte sich die Austragung bis zum Sonntage. Am selben Tage sollte Wolf vor seinen Wählern in Hohenelbe gegen den § 14 sprechen. So die „Ostdeutsche Rundschau'. Wir aber glauben im Sinne aller deutschen Ge-sinnungSgenossen zu sprechen, wenn wir der Mei» nung Ausdruck geben, das« Wolf, der nicht mehr sich, sondern der Deutschnationalen Partei gehört, sich nicht zum Opfer eine« Spiele« von Klopfsech« tern machen lassen darf. Kein Mensch kann Wolf'« vollste Ehrenhaftigkeit bezweifeln, wenn er die Bt-leidigungen, welche ihm von gehässiger liberaler Mache zugefchleudert werden, im politischen Kampfe zur Austragung bringt, denn er hat die höhere Pflicht, seine unersetzliche Kraft seinem Volke, da« ihn ebenso dringend benöthigt, wie e« ihn innig verehrt, ungeschwächt zu erhalten. Den läppischen Beschimpfungen eine« Krzepek hätt« ja ohnehin niemand eine Bedeutung beigelegt. Serbien und Hesterreich. König Alexander von Serbien sagte vor einigen Tagen bei einem Empfange der österreichisch-ungarischen Kolonie in Belgrad, das« Serbien alle«, wa« e« sei, Oesterreich verdanke. Bedenkt man. das« Serbien heute (abgesehen von ein m ihm benachbarten „Großstaale*). da« armseligste und unglück-l i ch st e Land der Welt ist, so muss man wohl mit Sicherheit den Abbruch der diplomatischen Be» ziehungen zwischen Wien und Belgrad erwarten. — König Alexander mag zu dieser schweren Beleidi« gung Oesterreichs vielleicht durch die vom Fürsten MetscherSki, einem Busenfreunde de« jetzigen Czaren, mitgetheilte Thatsache bewogen worden fei», das« Oesterreich jährlich Millionen österreichischer Steuer» gülden zur Erhaltung de« antirussischen Lumpen-könig« Milan nach Serbien fließ«» läs«t. Zur Anckerltenererhöhnng. Reichsrc»th«abg. Dr. von Peßler hat an die t. t. Finanzdireciioa in Linz nachstehendes Schreiben gerichtet: .Ach zeige hiemit an. das» ich im Besitze eine» 10 Kilogramm übersteigenden Zuckervorrathe» bin, mich ab>er nicht für verpflichtet halte, denselben zur Nachbest euerung anzumelden, weil dir Erhöhung der Zuckkersteuer und die infolge dessen verordnet« Nachd«stl«uerung der Vorräthe ohn« Zustimmung d«» Parlalmente«, zu dessen Mitgliedern ich gehöre, von der Re-gierung unter mifsbräuchlicher Anwendung des § 14 deS St -G.-G über die ReichSverrretung reerordnet wurde. Ich halte dies« Verordnung sür uaggesetzlich und verfassungswidrig und daher nicht für windend. Ich mache diese Anzeige nur zum Zwecke, »um mir den Beschwerdeweg an daS Reichsgericht mnd de» VerwaltungSgerichtShof zu eröffnen, weil ich al« Volksvertreter die Pflicht habe, für die fstrengste Wahrung der Versassung jederzeit und unteer allen Umständen einzutreten und meinen Mitbürgern in der unverbrüchlichen Haltung der Gesetze rvorauS« zugehen. Riedau, 2. August 1399. Dr. Gustav Ritter v. Preßler, ReichSrath«abgeordneier." Per Ainanjminister Kaizl hat an aklle dem Finanzministerium unterstehenden Aemter uund Ab-«Heilungen einen sehr drückenden Erlas» lhinau»-gegeben, dessen Verlautbarung nicht geringge Auf« regung unter den Beamten hervorrief. In» diese« Erlasse de» FinanzministerS Kaizl wird r nämlich da» Hausieren mit Brot, Würsteln und < anderen EsSwaren in den Aemtern verboten. Dergleichen untersagt dieser ErlasS de» Finanzministert« Kaizl den Beamten den Genus« alkoholischer Geiräänke im Amte, endlich verbietet der neue Kaizl'sche: Erlas« den Beauiten, sich während der DienstftimNden zu entfernen, die von 3 bi« 3 Uhr, also umimerirbroche« 1899 „Deutsch- Wacht- 5 volle sieben Stunden dauern. — Aber man verkennt den Herrn Finanzminister, wenn man andere als rein menschliche Beweggründe dieser Maßregel unter-schiebt. Ec denkt sich eben, dass die Beamtenhau»-halte durch seine den Spaniern abgelauschten Steuern ie Tschechen in Killi. Die durch die Grazer „Tagespost" vermittelte Hetzrede de« Dr. Ferjanöiö hat in der deutschen Bevölkerung Cilli« eine furchtbare Erregung hervorgerufen, welche durch die panslavistifchen Aeußerungen deS Professors HraSky nur noch erhöht wurde. Seit den Morgenstunden sind die Straßen von deutschen Gesinnungsgenossen dicht erfüllt, welche mit Spannung und in größter Ruhe den Ereignissen entgegensehen. Zur allgemeinen Ueberraschung hat der gemischte Zug keine Tschechen gebracht; diese haben ihre Abfahrt von Laidach auf den MitiagSeilzug verschoben. Die enttäuschte Menge, welche sich am Bahnhofe angesammelt hatte, zog zum Narodni dom, welcher im panslaoistischen Fahnenschmucke prangte. Ueber Anordnung ber Behörde wurde jedoch im Interesse der öffentlichen Ruhe und Ord-nung die russische Fahne wieder eingezogen. In-solge der Verhöhnungen feiten» der Windischen kam e» vor dem Narodni dom zu einem Handgemenge, an dem sich auch der Abgeordnete Dr. D e l f ch f 0 passiv betheiligt haben soll. Der ruhig seinen Geschäften nachgehende Fabriksbeamte R i h a wurde von rückwärt» überfallen und am Kopse durch Hiebe mit einem Todtschläger schwer verletzt. Al» Thäter wurden der Sohn de» bekannten Notar» D e t i t s ch e k und ein Beamter der Banka Slavia verhaftet. Am Balkon de» Narodni dom steht der Auskultant Dr. Zwetko und legt behus» ausgiebiger Denunciation ein Verzeichnis der ange» sammelten Deutschen an, zumal dieser Beamte sonst nichts zu thun hat. Unier den windischen Festgenossen sieht man auch den Ministerialbeamten Vidic herumschießen, der sich mehr mit der internen Tactik zu befassen scheint. Nachdem die russische Tricolore verschwunden war, trat in der Stadt voll» ständige Ruhe ein. doch ist im Falle einer tschechischen Provokation ein Zusammenstoß unvermeidlich. Die Reden, welche in Laibach anläßlich der panslavi-stischen Verbrüderung gehalten wurden, bekunden den Zweck der tschechischen Invasion ganz offen. Professor HraSky und Herr H y n e k sagten e« ganz offen, daß die Einigkeit der slavischen Jugend gefeiert werden soll, daß die Tschechen gekommen sind, um an den hundertjährigen Kämpfen der Slo-venen gegen die Deutschen und Wälschen ihren Antheil zu bekunden. Es fehlt bei solchen slavischen Ko-mödien natürlich nicht an Humor. So wurde Man-tag uachtS ein windischer Agent au» Laibach. Emil P i r n a t, verhastet, weil er in Gast- und Kaffeehäusern excedierte. Der fröhliche Mann gab sich al« „Geheim-Polizei-OdercommissSr mit sechs Detektiv« au« Wien" au« und wurde sür 43 Giun-den in den Gemeindehallen untergebracht. Durch die verspätete Ankunft der Tschechen ist natürlich die Denkmalfeier sür Dr. Oblak ganz verhaut — diesmal scheinen die Herren wenig Glück zu haben. Seitens der SicherheiiSbehörde wurde zur Vermei-dung von Reibungen den Tschechen da« Tragen nationaler Abzeichen verboten. Die Tschechen wur-den übrigen» in Sleiermark recht unsreundlich begrüßt, wie au» nachfolgendem, un» aus St. Michael zugekommenen Berichte hervorgeht: Die von Prag nach Laibach hier burchsahrenden tschechischen Studenten benahmen sich auf dem hiesigen Bahn-Hofe so herausfordernd, daß sie vom Publikum zur Rede gestellt und zur Herabnahme der ostentativ zur Schau getragenen tschechischen Bänoer ausge-fordert wurden. Die Studenten weigerten sich auch sonst sehr widersetzlich, worauf sie von einigen Anwe-senden, darunter auch Bauern, sehr energisch zurecht-gewiesen wurden, wobei e» zu einer Schlägerei kam. Al» einer der tschechischen Jünglinge, nach-dem sie den Wagen bestiegen halten, zum Fenster herauSschimpste und sich, als er zur Ruhe ver-wiesen wurde, frech benahm, stiegen einige herz« hafte Männer in» Coupe und wiesen den Betreffen-den energisch zurecht, wobei e» an Püffen nicht f'hlte. Unter den Rufen »Abzug! Hinaus mit den Tschechen!" wurden mehreren Studenten die Bänder von der Brust gerissen. August Fisch f. Montag nachmittag haben wir unserem unvergeßlichen Mitbürger August Tisch auf feinem letzten Erdengange da» Geleite gegeben. Die große Beiheiligung an dem Leichen-zuge, der sich vom Bahnhose durch die Bahnhof-und Grazergasse zur Ringstraße bewegte, gab ein schönes Zeugnis von der allgemeinen Verehrung und Liebe, welche die Deutschen CilliS einem ihrer ausgezeichnetsten Bürger auch über das Grad hinaus in deutscher Treue uns Dankbarkeit bewahren. Im Zuge sahen wir die Mitglieder des Gemeinderathe», dem Tisch sein hervorleuchtendes Können in that-kräftigster Weise einst gewidmet hatte, den Lehr-körper der Bürgerschule, an der er so lange Jahre segensreich gewirkt, Vertretungen der Beamtenschaf», des LehrerstandeS und der Bürgerschaft. Eine reiche Zahl prachtvoller Kränze wurden auf da» Grab gelegt; wir heben davon hervor die Kranz-Widmungen deS Cillier Gemeinderathes. deS Lehr« körperS der Bürgerschule, deS Cillier Turnverein» und des Turnvereins Pettau. Der Cillier Turn« verein war durch eine starke Abordnung mit der 6 Fahne vertreten; der Sprechwart Herr Carl Fer-jan hielt am Grabe eine ergreifende Rede, die aus alle Anwesenden einen mächtigen Eindruck machte und in schlichtem Gewände de» ungeheure» Verlust kennzeichnete, den die Turnsache in Cilli durch den Heimgang de« „Turnvater«" Tisch erlitten hat. Nach der Leichenfeier wurde im „Erzherzog Johann ein Trauerfalamander gerieben, wobei Schriftleiter A in d r o s ch i t s ch eine andachl«innige Gedenkrede hielt. Der Verewigte hatte hier seine zweite Heimat gesunden und dieser al« treuer Sohn seine ganze Kraft angedeihen lassen. Der jungen Generation de« Turnvereine« bot er in feiixm Wirken ein aus-«unierndc« Bild echter demschrr Bürgertugend und die Treue, die Tisch seinem lieben Cilli zugewandt, wollen wir ihm danken und ihm Treue bewahren nimerdar. im Denken und im Schaffen! Er ruhe in Frieden! Koncert. Wie wir bereit« in unserer Sonn-tagSnummer vom G. l. M. in Aussicht gestellt haben, wird der hier bei seinem Vater Baron Cnobloch auf kurzem Besuche weilende königliche preußische Hosopernsänger de« Wiesbadener Hof-theaterS, Herr Man off Baron Cnobloch. am EamStag den 12. l. M. ein Concert im hiesigen städtischen Theater veranstalten. AuS der Viel-seitigkeit deS Programmes dürfte an und für sich schon auch die künstlerische Vollendung dieses jungen EängerS geschlossen werden können. Derselbe hat in Wien, Graz, PresSburg. Leipzig, Carlsbad und Wiesbaden glänzende Erfolge, sowohl im Concert« saale als auch auf der Bühne errungen und wurde dem jungen Künstler die »»getheilte Anerkennung der Presse zuiheil, welche ganz besonders sein Herr-liche« Organ und seine vornehme edle VortragS-weise rühmten. HemcindewäHtkrversammrnng. Für Freitag abends haue, wie schon gemeldet, Herr Dr. Sie-p i s ch n e g g eine Versammlung der Gemeinde-Wähler des drillen Wahlkörper» einberufen, in welcher die schwebenden communalen Fragen in ihrer Beziehung zum Gewerbestande mit größter Gründlichkeit und Schärst zur Erörterung gelangten. ES ist selbstverständlich dass in einem Gemeinwesen von der Größe EilliS sich aus den divergierenden Classeninteressen Meinungsverschiedenheiten ergeben, und in dieser Richtung ist eS ganz entsprechend, dass solche Meinungsverschiedenheiten zur offenen Austragung gelangen. Die offene Austragung kann und muss den einen Zweck haben, Unzukömm« lichteilen aufzudecken und für deren Abstellung die geeigneten Wege zu betreten, damit nicht im Stillen der Funke der Zwietracht glühe und zur unrechten Zeit die Flammen die Zwistes unter deutschen Volks-genossen auflodern. Von diesem Standpunkte be-grüßt die „Deutsche Wacht" die Abhaltung der letzten Wähleroersammlung und kann nach dem Verlause derselben die ruhige Erwartung aus-sprechen, dass die Gemeinderäthe aus dem dritten Wahlkörper die von den Wählern ausgesprochenen Wünsche mit Erfolg im Gemeinderathe vertreten werden. Diese Wünsche waren folgende: Bei Bauten der Gemeinde und der derselben unter-stehenden Institute, wie Sparcasse u. dgl., sollen in erster Linie heimische und deutsche GewerbSlente berücksichtigt werden. Für die ärmere Classe sollen die Beerdigungskosten entsprechend verringert werden. E« soll daS Project der Verlängerung der Garten-gasse bi« zur Reichsstraße wieder aufgenommen werden. E« sollen sanitäre Uebelstände namentlich im VolkSschulgebäude abgestellt werden. E« soll die ehemalige Bahnhosmauth wieder eröffnet werden, da die Grazer Mauth zum Schaden der Stadt umgangen werden kann. Der Leichencommissär soll die Särge nur bei Cillier Tischlern beziehen. Die Gemeinderäthe sollen von der Gemeinde keine Ar-beiten übernehmen. Diese Anregungen wurden in lebhaftester Weife besprochen und eS fehlie auch nicht an scharfen Worten, von deren Wiedergabe wir absehen wollen. Zum Schlüsse einigten sich die Wähler, öfter solche Versammlungen zu veran-stalten. DieS ist, wie schon oben angeführt, lebhaft zu begrüßen. Hin Areund der Stadt ßilli. Der hiesige slovenische Arzt Dr. Hinko Schuklje soll, wie wir auS verlässlicher Quelle erfahren, dieser Tage einen AuSspruch gethan haben, der die gehässige Feind-schast der hier eingewanderten Slovenen gegen die Stadt Cilli in ein grelle« Licht stellt. Dr. Schuklje sagte einer fremden Dame, die ihn zu Rathe zog, er könne nicht begreifen, das« sie in krankem Zustande nach Cilli komme, da ja Cilli doch bekanntlich ein schlechte« Klima habe. WeShalb Dr. Schuklje dies nicht begreisen kann, wissen wir ganz gut, er hat vom Autor deS schuftigen AuSsprucheS: „Cilli ist die Ivach»" verrufenste Stadt Oesterreichs" eben auch ein Referat in der Bekämpfung CilliS erhalten — nämlich das medicinische. Ueber das Klima Cilli« liegen Urtheile von Fachmännern vor. welche viel, viel maßgeben-der sind, als der WuthauSbruch de» Dr. Schuklje, und welche uns einer sachlichen Polemik in dieser Frage entheben. Es ist nur verwunder-lich, dass trotz de« schlechten Klima« die windische Zuwanderung nicht abnehmen will, ja das« man sogar „liebe böhmische Brüver" alS Gäste in den Pestpfühl ladet Wir Deutschen und die liebwerten Fremden, welche in wachsender Zahl unsere in sanitärer Richtung so reich gesegnete Stadt besuche», werden un« hier trotz Schuklje und Consorien ganz wohl fühlen, wenn von oben herab der windische Wind auch etwas rauh zu wehen schein». Ein degradierter Kezirkshauptmann. Man muss «S der österreichischen Regierung lassen, sie weiß e», den Autoritätsglauben im Volke zu nähren. Durch eine überaus gewa—»die Auslegung der StaatSgrnndgesetze verschaff» sie dem Gesetze eine seltene Achtung und die Autorität der oberen Be-Horden wird durch Maßregeln ausrecht erhalten, die dem beschränkten Untenhanenoerstande riesig imponieren. So lesen wir im „Sloo. Narod": „Degradierter und übersetzter Bezirks-hauptmann. Der Leiter der BezirkShauptmann-schast Windischgraz, der bekannte Zoff, ist durch sei» über freches Auftreten gegen die floveni-sche Bevölkerung schließlich doch gestrauchelt. Die Regierung hat ihm di« Leitung der BejirkShaupt-Mannschaft Windischgraz abgenomm«» und ihn zur politischen Exposilur in Gonobitz übersetzt." Ober-commissär Zoff ist somit ein Opfer der windischen Denunciation, welche von den Organen de« Mar-burger bischöflichen StifteS besorgt wird. Je mehr diese Denunciation gilt, umso mehr sinkt natürlich die Auioriläl der Regierung, nicht nur bei den Deutschen, sondern auch bei den Slovenen. DieS geht ja auS den frechen Worten deS führenden slovenischen BlatteS deutlich hervor. Straßen-Kalender mit der Ilhr, Patent i v. Schönhofer. Dienstag wurde »n Cilli die Aufstellung de» Siraßen-KalenderS durch den Vertreter Herrn Ed. «-«ollitfch beendet. Der Ständer ist sehr hübsch, der Platz gut gewählt, für Annon« cierungen vortheilhas«. Wir wünschen dem Unter-nehmen das Beste und hoffen, dass eine rege Beiheiligung von Seite unserer Geschäftswelt statt-finden wird. Z»as macht die Lieve. Herr Lipusch theilt unS über feinen UnglückSsall Folgendes mit: »ES ist wahr, daß ich als Feldwebel deS 87. Infanterie-Regimentes im hiesigen Stadtparke excedierte, jedoch nur gegen einen Bürger, u. zw. dadurch, als mir derselbe biezu Anlaß gab. Unwahr ist eS, daß ich am letzten Sonnlage im Gasthause „Zum wilden Mann" wegen eines Frauenzimmers mit dem erst kürzlich aus der Kerkerhaft entlassenen Taglöhner Johann Moschina in einen Raushandel gerielh, da ich schon über vier Jahre im genannten Gasthaus« nicht war; vielmehr ist Folgende» wahr: Ich be-gleitete noch bei helllichiem Tage zwei Schivestern, u. zw. die Töchter deS Grundbesitzers und Ge« meinderatheS Dokler auS meiner Heimat Weixel-dorf auf ihrem Heimwege bis Margarethen, ver-abschiedet? mich dortselbst und kehrte in die Stadt zurück Am Rückwege, wo schon die Dämmerung eintrat, holte ich in Unterkötting einen mir un-bekannten'Mann in Begleitung eines mir ebenfalls und.kannten Frauenzimmers ein, grüßte ihn mit dem landesübliche» Gruße — dober reifer — bei Anfügung des scherzhaften Zusatzes: Vam pac dobro gre, ker imatc dcklota. Hiefür erhi«lt ich plötzlich «inen Messerstich. Hierauf setzte ich mich, ohne von einer Vertheidigungswaffe Gebrauch zu machen, zur Wehr, warf denselben zu Boden, hielt ihn fest und rief um Hilfe. Derselbe arbeitete mit dem Messer fort und rief jemanden zu: Poj sem pa ga zakolj. Ich bemerkte jedoch außer dem aus der Straße befindlichen Frauenzimmer, welches weinte, niemanden; ob daher dieser wunderbare Hilferuf diesem gemeint war, weiß ich nicht, jeden-falls that derselbe aber. wenn'S denn so oder so ist, dieS lediglich au» Feigheit. Infolge Blutverlust verlor ich die Kraft und ließ ihn au», worauf er mir noch etliche Messerstiche beibrachte und sich dann flüchtete. Circa zwanzig Schritte weit war ich no h im Stande zu gehen und dann sank ich zu-sammen. Als er dies bemerkte. äußerte er sich: Zdaj grcm taj, pa ga born gar zaklal. Mittlerweile war die Hilfe hier und man kam dem Thäter dadurch als ich ihn so lange festhielt, sofort auf die Spur. Wie ich nachträglich hörte, hatte ich mit dem kürzlich auS der Haft entlassenen Jo- » 1899 bann Moschina Schmied auS Gaberje, der wege» Mord eine 4-jährige Kerkerstrafe abzubüßen hatte, zu thun und füge bei, da^S auch mich die TodeS» wunde auf die er wohlgeziel», getroffen hätt«, wenn derselbe im Stande gewesen wäre, mir selbe bei» zubringen. Cilli, (Giselaspital) am 5./V1II. 1899. Hochachtungsvoll D. Lipuicb. Z>er Kisenvaynnnfall bei Pückersdorf. Die k. k. priv. SüdbahngeseUichas» übermittelt uns nach» stehende Darstellung deS Falles. Die eingehende», von den Fachorganen an Ort und Stelle gepfloge» nen Erhebungen über die Ursache» der Entgleisung deS Schnellzuges Nr. 4Ul am 31. Juli d. I.. in der Strecke Grafenstein—Kühnsdorf haben da» nachstehende Ergebnis geliefert: Der Zug. auS 14 Wagen, refpective 32 Achsen bestehend, hatte eine Bruttobelastung von 225 3 Tonnen und wurde von der ZugSmaschine Nr. 414, sowie der Vorspann» Maschine Str. 544 geführt. Die Beigabe der Vor« spannmaschine war bei der hohen Belastung de» ZugeS und der Steigungen von 10%o der Strecke Klagensurt—Bleiburg unerläsSlich und auch. vorfchriflSmäsSig, da die Geschwindigkeit de« ZugeS» beziehungsweise die Fahrzeit desselben hiefür be» messen ist. Mil Rücksicht auf die vertehrSiechnifcheir Bedenken gegen eine ZugStheilung. zumal auf ein-geleisiger Linie erfolgt auch di« Beförderung schwerer Züge in Dieser Elrecke seit Jahren anstandslos auf dies« Weise. Die Untersuchung deS Ober-baue« hat ergeb«», daiS derselbe sich im besten Zustand e befand. Die Stahl» schienen System X wurden im Jahre 1896 neu gelegt, dieselben sind 10 Meter lang; da« Klein» Material ist tadello«, die Schwellen stammen au«-nahmslos auS den Jahren 1895 und 1896, da» Schott, rbett besteht aus reinem Grubenschoiter und besitzt eine Kronenbreite von 3 5 Meter. Diese Thatsache wurden auch von den gr-richtSb«hördlich zugezogenen S a ch-verständigen, sowie von dem anwefen-den Herrn Funktionär der k. k. Gene-ral-Jnfpection der österr. Eisenbahnen amtlich konstatiert. Was speciell die AuS» wechSlung der Schwellen betrifft, so erfolgt dieselbe alljährlich sür circa 10% der Gesammcanzahl von Schwellen, welche in sämmtlichen gesellschaft» lichen Linien eingebettet liegen, so dass die Ver» wendung durchschnittlich nicht länger als 19 Jahre währt, waS für imprägnierte Lärchen- und Buchen-schwellen, die hier speciell in Betracht kommen, nach der d«i den österr. Eisenbahnen bestehenden Uebung gewiss als entsprechend bezeichnet werden muss. Was die Art der Imprägnierung bttriffi, so gelangen nur die bewährttstrn System« in Anwen» dung. Die Ursach« d«r Entgleisung kann somit in irgend einem wie immer ge» arteten Defecte der Bahn, respectioe deS Oberbaues nicht gesucht werden. Wa« nun die Fahrbetriebsmittel betrifft, so konnte festgestellt werden, das« sowohl d i t beiden Locomotiven alS auch fämmt» liche Wagen deS Schnellzuges Nr. 491 sich in tadellosem Zustande befanden, wa» bezüglich der hiefür maßgebenden Bestandtheile Siädcr», Tragftder». Achsen und Spurkränz« der adreifen) feiten» einer vom f. k. B e-z i r k « « r i ch »e Klagenfurt sofort nach dem Unfälle einberufenen Commif» fion sachverständiger Ingenieure constatiert wurde. Hinsichtlich der Urisachen deS Unfalles muss zunächst die Thalsache b>erück» flchtigt werden, dass die an der EntgleisungSstelle an der äußeren Seite des inneren SchienenftramgeS gefundenen Angriffspuren von Rädern, sowi« die bei dem linken Vorder,ade deS Postwagens (F 239) constaiierten Einkerbungen darauf schließen lcassen, dass dieser Postwagen zuerst entgleist sein diürft«. Ein Fahren mit Anwendung einer über die Fahr-planmäßig gestattet« Höchstgeschwindigktit von 58 Kilometer per Stunde hinausgehenden Geschiwin-digkeit ist nicht constatierbar, es bleibt fonachi nur die Annahme, dass bie eingetretene Deformation des Geleises durch ein stärkeres Oscillieren «eine» FahrbetriebSmittel» in der kurzen und schcarfen Curve an der UnfallSstelle erfolgt ist, wenn nicht ein Bahnfreoel vorliegt, welcher an der in Mage kommend«» besonders einsamen Stelle allertmng» leichter a!S sonst irgend bewerkstelligt werden kornnte. Wir haben dem vorstehenden Bericht« uafer«r Nach» organ« nur hinzuzufügen, dass wir angesichts dsiefer amtlichen Constatierungen hinsichtlich de» Zustainde» der Bahn und der Betriebsmittel es dem Publi.icum überlassen müssen, sich selbst ein unbefangenes Ur-theil zu bilden — nicht nur über die vorliegeenden Thatsachen, sondern auch über jene Publicationen, welche den traurigen Muth bewiesen, ohne den» ge» 1899 Macht 7 riitgflen fachmännischen AnhaltSvunkt. billige Schlag-werte von: „schlechten, verfaulten Schwellen" und «schweren UnterlafsungSsiinden" zc., in die Well jil schleudern. Derartige verleumderische Versuche, die gewiss nicht leicht zu führende Verwaltung einer großen Eisenbahn-Unternehmung bei dem Publicum wu bei d-m eigenen Personale zu diScreditieren, werden hie!'ei gewis» jene strenge Veruriheilung finden, die sie von jedem Standpunkte aus vollauf verdienen. Hberburg, 5. August. (Erdbeben.) Heute ftüh um 7V« Uhr verspürte man ein ziemlich starkes, in der Richtung von West gegen Ost mit unter, irdischem Geräusch verbundenes Erdbeben, da» die ganze Bewohnerschaft des OrteS in Aufregung ver-fetzte. TaS Beden währte circa fünf Secunden, das jeooch keinen Schaden an Gebäuden verursachte. TaS Beben war ein wellenförmiges. KVerndorf, 5 August. Um 7 Uhr 16 Min. «eignet« sich ein Erdbeben mit senkrechten, äußerst langen Stößen, wie eS nach den Behauptungen der ältesten Leute hier noch nicht verspürt wurde. Nahezu alle Gebäude, der Thurm, die Kirche sind verletzt, ausgehängte Sachen wurden herabgeschleu-im, Ziegel fielen vom Dache. Dauer: 2—5 See. Richtung: Nord-West—Süd-Ost. DaS gleiche wurde « den umliegenden Ortschaften wahrgenommen. Verstorbene im Monate Juli 1899: liadivnik Josef, 70 I. a., Inwohner, Alters» schwäche. Al»o«lechner Marie, 64 I. a.. Private. Lungen-tuberculose. Tlimastia Jaob, 60 I. a., Gärtner, Herzbeutel-Wassersucht. KreSnit Anton, 57 I. a., Taglöhner, TyphuS. Battolo ThouiaS, 2 M. a.. KaminfegerSsohn, all-gemeine Schwäche. -S-kouschegg Anna, 89 I. a.» Private, Alters-schwäche. Petrovic AndreaS, 74 I. a., Inwohner, Lungen-emphyfem. Bischner Simon, 79 I. a., Auszügler, AlterS-schwäche. Aibüsch Franz. 37 I. a., Gemeindediener, Bauch-ty?hu«. Qiaß Josef. 70 I. a., Hadernsammler, AlterS-schwäche. Klepej Johann, 76 I. a., Schuhmacher, AlterS-schwäche. Maischet Ursula, 60 I. a.. Köchin. Herzfehler. ZuMcii Rudolf, 19 I. a., EommiS, Schusswunde. Mianl Marie, 70 I. Keufchlerin, Rücken-marksentzündung. Lkrischnik Ursula. 67 I. a.. Wäscherin, Herzfehler. Tidowischek Franz. 60 I. a., Inwohner, Schädel-brach. Aischwr Victoria, 46 I. a., BahnbeamtenSgattin, Herzoerjettung. Pollak Franz. 53 I. a., Musiker, Magenkrebs. Schling Florian, 69 I. a., Bahnmeister, Schlagfluss. Mjiibler Josefine, 70 I. a., Wirtin, Aller«» schwäche. Vndlic FranziSca. 25. I. a., »Kellnerin, Herz-beulelentzündung. Ämesch Anna. 51 I. a., AuSzüglerin, Entartung. Zomlo Marie, 67 I. a , Köchin, Herzfehler, vermischtes. Z»er Eisenbahnwagen der Zukunft. In nicht zu seiner Ze« dürste da« Eisenbahnwesen eine ganz xemaliigt Aenderung erleben. Schon auf der nächst« jährigen Pariser Weltausstellung werden die modernen Eisenbahnwagen der Zukunft zur Ausstellung ge-langen. Diese Wagen, die sür elektrischen Betrieb eingerichtet sind, besitzen eine Länge von 45 Metern und eine HiZe von etwa 2'/, Meter. Zur leichteren Ueberwindung de« Luftwiderstandes sind sie schiff«-iormtq vorn und hinten zugespitzt; sie vermögen CO Perionen auszunehmen und sind in zwei ver-schieden« Wagenclassen eingetheilt. Für den Be-trieb dieser „eleganten Kolosse" sind vier Elekiro» motoren mit insgesammt 800 Pserdekräften eing«-schaltet. Durch eine eigene Ringconstruction ist ein Eingleisen der Wagen gänzlich ausgeschlossen; bis aus die Entfernung der Schienenstränge. die mindesten» 10 Meier von einander entfernt sein muffen, um richt etwa bei der Begegnung zweier Wagen durch die »wischen diesen zusammengedrängte Luslmaffe eine Entgleisung herbeizuführen. Versuche mil diesen Wagen sind bisher von einer Budapest«? Firma angestellt worden; es sind hierbei mittlere Fahr-L«schwindigkeiten von 250 Kilom. die Stunde (gegen- üb«r 75 Kilom. unserer geschwindesten europäischen Schnellzüge!) erzielt worden, d. h. man würde mit derartigen elektrischen Wagen für die Zurücklegung der Strecke Berlin-München, wofür man bisher 10 bis 1l Stunden gebrauchte, nur 3 Stunden nöthig haben, oder bequem von Kopenhagen nach Rom in einem halben Tage reisen können. Welch' gewaltiger Forlschrill im Verkehrswesen in einem halben Jahrhundert: Postkutsche — Dampthahn — Elektrischer Motorwagen! Und wer weiß, wie bald nicht auch diese» neu« Gefährt der Zukunft durch bessere, geschwindere und vervollkommneter« Ver-kehrSmittel überflügelt sein wird! Z>er ginssttft des Aadfahrens auf das Kerz. „Glauben Sie wirklich", frug ein junger Mann einen älteren Arzt, „das« da« Radfahren einen Einfluß auf da« Hcrz hat?- — .Gewiss", sagt« der Arzt. — „Und waS sind di« Symptome 1" — „Sie werden meist d«» Abend« g«fühlt. namentlich aber an Mondfcheinavenden. An solchen hat der junge Radfahrer ein unwiderstehliches Bestreben, mil der Dame feiner Wahl eine Spazierfahrt zu machen, womöglich aus dem Tandem. DaS lst aber auch die einzig« Affection deS Herzen«, die ich bisher bei Radiern constatirt hab«. Ab«r sie ist heilbar, ich habe daS oft gesehen, sobald die da-von Befallene» heiratete». (K e i l'S ^ o d «i w ich vorzüglichste EinlajSmittel^I'^/MDWv^ Keil'S Bovenwichfe komml in jff e l lechdosen zum Preise von 45 0eiu/jjmtn den QtMdel und ist bei Traun & Stiger HrbäjMch. jjr 3699 Cur- und Fremdenliste dos Kaiser Franz Josefs-Bades Tüffer. Vom 21. Juli bis 31. Juli IMS: Herr Franz Kudler, k. n. k. Verpflegn-Beamter, au» "Wien; Herr Karl Wlin berger, Hotelbesitzer, aus Wien ; Fräulein Ella Duranik, Pianistin, au« Wien ; Frau Marie Sandmann, Fabrikantens-Gattin, au* Wien; Herr M. 31aur«r, Fabrikant, mit Frau Gemahlin, au« Wien; Frau Josetiue Ellas, Private, aus Wien; Frau Amalie Prokup, Private, au« Wien; Herr Hugo Hn-detz, Station»-Vorstand, aus Tuchov (Galizien); Herr Dr. Emil KUekaus, mit Frau Gemahlin, au« Wien; Herr Fritz Binder, Kaufmann, mit Frau Gemahlin, au» Graz; Herr Itudolf Eder, k. k. PoatassLstent, mit Frau Gemahlin, au» (iraz; Herr Dr. M. Albrecht Hchün-wald. mit Frau (iemahlin, Kind, Amme Stubenmädchen, au» Agram; Frau Paoliue Beer, Kaufmanns-Gattin, aus Wian; Herr Juhaun Kratky, k. k. Polizei-Oflicial, au« Görz; Herr Joses yoii Yitrady, Student, von Schlot! Kriivoljan; Herr Heinrich Lenket, Professor und Schriftsteller, mit Frau Gemahlin und Kind,au» Budapest; Herr Gustav Potoenik, Kaufmann, mit Frau Gemahlin. au» Zlatar; Herr Hudolf Krieger, Privatier, au» Triest; Herr Leopold Kperl, Privatier, mit Frau Gemahlin, aus Wien; Frau Marie MahorflS, Gutsbesitzerin, mit Frau Tochter und deren Söhnchen, aus Sesaana, bei Triest; Frau Rosina Mahorelch, Private, mit zwei Frl. Töchtern, au« Port Said (Egyptcn)! Herr llippoljft Mlekus, Gewerksbesitzer, au» Wien; Herr Richard Leydolt, Mieth wagen-Untcrnehmer, mit Frau Gemahlin, au« Wien; Herr J. H. Rappaport, Kaufmann, au» Budapest; Herr Gustav Kitter ,«>» Hay-degg, k. u. k. Oberlicutenant, aus Marburg; Frau Ca-rollne Reiss, Kaufuiannsgattin, mit 2 Kindern, aus Triest; Herr Loren/. Martlnuzzt, Kaufmann, am* Trie»t; Herr Peter RUekl, Realitätenbesitzer, mit Frau Gemahlin, aus Hraatuigg; Frau Therese MUller, Hausbe-»itzerin, au« Marburg; Herr Michael Veronlg, Hausbesitzer, aus Wochau; F'rau Gulseppiiin Battistonl, Privat, mit Begleiterin Frl. Anna Aselt, aus Triest; Herr Friedrich Deutseh, Kaufmann, aus Wien ; Herr Max Bohrn, Beamter L R., au» Tarvis; Herr Franz Klinger, Privatier, mit Frau Gemahlin, au» I.ailwtch; aus der Umgebung 27. Zusammen 202 Parteien mit 482 Personen. Cur- und Fremdenliste von Römerbad in Steiermark. Vom 20. bis 31. JulL Frau Annes« de Chrzaiiowska, mit zwei Kindern und Kindsfrau, aus Odesaa; Herr Alexander Trlpco-vich. Privat, mit Gemalin lind Stubenmädchen, aus Triest; Frau Etelka NehUmiidinsrer mit Schwester Fräulein Aranka Heinrich, aus StuhlweiJJenburg; Frau Geonrette Falkner, aus Craiova; Herr Jnr. Dr. Heinrich Loebel, aus Wien ; Herr Johann Grubbauer, Vergolder, au« Graz; Frau Marie Amou, Private, aus Wien; Herr Ivan Berger, Gerichtsrath, aus Grottkau, PrcuÜi»ch-Schlesien; Frau Marie von Farkas-Ferenrzy, an» Budapest; Herr Victor Edler von Suehanek, Banquier, aus Brflnn; Fräulein Therese Wettendorfer, Private, aus Graz; Herr Ernst Becher, Präsident der k. k. Seebehörde, mit Fräulein Tochter und deren Erzieherin Fräulein Laura Flehich, au* Triest; Frau Ein III« Schmuck, Private, aus (iraz; Herr Baron Emil l>ohna Dunay, au» Agram; Herr Gustav Klei bei. k. u. k. Hofcontrolor, mit F'rau Nichte, aus Graz; Frau Emille Rasse, Beamtensgattin, mit Fräulein Tochter, aus Agram; Herr Carl Eder, Train-Oberlieutenant, aus Graz; Fräulein Marie KcsnIHz, Marine-Commissärs-Tocbter. aus Pola; Herr Carlo Umhin, au» Fiume; Herr Wilhelm Plnter, k. u. k. Infanterie-Cadettenachüler zu Liebenao, aus Fflnfkirchen; Herr Graf und Frau Grüstn Carl Crony Chanel, aus Väcz, Ungarn; Fräulein Amelle vob Snoy, mit Fräulein Anna Michel, aus Triest; Frau Eugenie Stoeker, Private, aus Triest; Herr Dr. Mctel Peklie, Advocat, aus Jaska; Herr Johann Donvale, Beamte, mit Gattin, aus Fflnfkirchen; Herr August« Rascorieh, aus Triest; Herr Edmund IIIreich, Spar-casse-Buchlialter und Procuraföhrer, mit Gattin aua Nagymartou; Fräulein Ida Malle, Lehrerin, aus Cilli; Frau Julie Fuchs, mit Tochter, aus Graz; Herr Lieutenant Blaha, aus Graz; Herr Siiruiiind Ban, mit Gattin, aus Bonybäd, Ungarn; Herr Paul Brelel, Privatier, aus Graz; Frau Adele Bnumgurtner, Private, aus St. Margarethen bei Marburg; Herr Josef Hutter, Kaufmann, mit Fräulein Xichte, aus Szcgedin ; Herr ^iga Krautli, Beamte, mit Gattin und Herrn Sohn (Medici-ner), ans Agram; Herr Heinrich Klein, Fabrikant, aua Budapest; Frau Irma Wertheim, Gutsbesitzersgattän, mit Fräulein Tochter, ans Enying, Coin. Veszprim; Herr J. Hittl, Cafetier, mit Gattin, aus Agram; Herr M. Hinale. Post- und Telegraphenbeamte, au« Agram; Herr Salonion Hermann, Privatier, aus Budapest; Herr Iran Kotovll, kgl. Gerichtaadjunkt, aus Agram ; Herr Georg Arclbradie, lcgl. GrundbucJtisfiihrer, mit (iattin, aus Mitrovitz; Frau Helene Schmidt, k. u. k. Majors-gattin, mit Stubenmädchen, aus Zara; Frau Constanze Mayer, Private, mit Kind und Kindsfrau, aus Triest; Herr Franz Xav. Rainer, Ober-Controlor beim Wiener Magistrate, aus Wien ; Herr Stesan Schneider, Stadt-Schulinspector, mit Gemalin und Fräulein Tochter, aua Fflnfkirchen; Herr Glotannl Riboli, mit Gemalin, aua Fiume; Frau Fanny Rudau-Ossolnaek, au» Fiume; Herr Heinrich l'mgelter, au» Brünn; Herr Lorenza Cuirlizza, Kaufmann, aus Ragusa; Hoch würden Herr Dr. Johann Lechner, DomherT, aus Fflnfkirchen; Frau Marie Malitsch, Private, mit Tochter Frau August« von Barota, Oberstlieutenantsgemalin, aus Laibach-Pilsen ; Frau Agnes Bresosehek, Beamtenswttwe, aua Rudolfewerth; aus der Umgebung 41. Zusammen 303 Parteien mit 752 Personen, Cur-Liste der Landes-Curanstalt „Neuhaus" bei Cilli. Vom 23. Juli bis 1. August: Frau Ellse Mittler, Private, mit 2 Enkeln, aus Graz; Herr GCza Hartner, Dampfmflhlenbeaitzer, mit Sohn, aus Mura-Szombat; Frau Alma Lacheta, Art.-Hauptmanns-Gattin, aus Laihach; Frau Josetlne Kaus, SteuerofTicials-Gattin, mit Schwägerin Frau Rosa Huber, aus Völkermarkt; Herr Eduard Weiss, Kaufmann, mit Gemahlin und Frl. Tochter, aus Wien; Frau Emille SchSnsteln, Med.-Dokt.-Witwe, mit Enkelin, Agram; Frau MUller Antalnl und Prager Marie, Private, aua SzatniAry-Lct£ny (Ungarnt; Herr Jos. Fr. Roncek, Re-citator, aus Wien; Frau Leopoldine Wllia, Private, mit Mündl, aus Villach; Herr Carl Fürst. Univ. Med.-Doe-tor und praktischer Arzt, mit Gemahlin, aus Budapest; Herr J. X. Schmeldler, Hof-Gummiwaarenfabrikant, mit FräuL Tochter, aus Wien; Frau Fanny Zeininsrer, Haupt-Cassiers-Witwe, aus Wien; Herr Carl Plan, Ingenieur und Hausbesitzer, mit Gemahlin, Wien; Frau Pauline Samek, Private, mit Töchterchen, aus Gr.-Ka-nizaa; Herr Stefan von Vuehetich, k. u. k. Rittmeister, aua Warasdin ; Herr I>oct!nd Umgebung anzuzeigen, das^r sein Herren-Mode^chäft Ton der RathhausjMse No. 5, Hum-mer'sches llau-i^M sein eigenes Haus Herreugasse ^rTSä, nächst der Burgkaserne, vyrcgt hat. — Indem er für das ilimpis jetzt entgegengebrachte Vertrauyr bestens dankt, bittet er ihm dasselbe auch fernerhin bewahren ZU wollen. Hochachtungsvoll 4104—64 Johann Hofmann. Ilolzi'oulcaii in bekannt litat bei Qoa- utender uswabl. ousien in allen Farben i empfiehlt billigst: Ant. Tscliiiuder jun.« Holzrouleaux- k Jalonsienfabrik iKhmenl. C'olortrta* PnuktiU frmti». Verlr,(,r iltli trtucbl. jT 40B7—65 werden Bus Leopold Kanfm; 4114-64 Ca. 300—400 Stande» ohne' Hell verdienen. Loipzig-Lindenau, lonne 0 O Patent In allen f) A ♦ ♦ ♦ ♦■ \J in Aisichts-Karten »inJ y<£ß ueSujetsl 10 Probekurt. srfttico ^«f.Tvrhor-»endg. t. 50 kr. in Briefmarken. F4pWieder?erk.: lOOSt.sranro (1.3 50 Em. Storch, C C Staaten an». 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