Nr. 83. Freitag, 12. April 1907. 126. Jahrgang. MbllcherW Zeitung PräliumliationKpreiS: Mil Postveise» dung: gnuzMrin »(> ii, halbjäbrig 15 li. Im Kontur: ganzjährig ., Dn> «Laibachei Zeitung» erscheint täglich, mit Ansimhme der Sonn- ,md Feiertage. Die Vldminiftlation befindet ^ «, halbjährig li X, Für die Zustellung ins Hau« ganzjährig 2 K, — Insertlonsaebiihr: sslir llcine Inserate I sich Nungreßplah Nr, 2, die McdaMon Talmatingassc Nr, 10. Sprechstunden der «edaltiu« von » bis ll) Uhr vor« bis zu 4 ^cilcu 5<> I,, grüßere per Zeile 12 K; bei östers» Wicdrrholungcu per Zcile « k, '' mittags. Unfranlierte Briefe werden nicht angenommen, Manuskripte nicht zurückgestellt. Amtlicher Geil. Seine k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 5. April d. I. oen mit dem Titel und Charakter eines Hofrates bekleideten Nat des Oberlandesgerichtes in Wien Dr. Voanmil Ritter G irtler vou Kleeboru Zum Hofrate des Obersten Gerichts- und Kassationshofes allerguädigst zu ernennen geruht. Klein in. i>. Seine k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließuug vom 4. April d. I. den Leiter der Polizeidirektion in Triest, Regierungsrat Dr. Alfred Manussi Edleu von Montcsole znm Hofrate und Polizeidircktor m Triest allergnä'digst zu ernennen und deui Oberpolizeirate dieser Polizeibehörde Dr. Anton M a h-kovec tarfrei den Titel eines Regieruugsrates allerguädigst Zu verleihen gernht. Bieuerth in. p. Nach dem Amtsblatte zur «Wiener Zeitung» vom !0. April 1907 (Nr. 82) wurde die Weiteruerbreitung folgender Preß-erzeussnisse verboten: Nr. 14 «liumuuA,» («li-iv« ^cvä, Omluliinl»,) vom 5. April 1907. Nr. 7 «Ldornill miääoio Lveinlnü äemolirlltieils' voin 4. April 1907. Druckschrift: 'I>«tr Iiroi>otkjn. Vukisnv? teöi. krallll 1907, 2H 3 kr. MKIk alles in das Gewand unbesiegbarer Schönheit zu kleiden. — Vou hier ans fuhren wir dem Vcchnhofe von Karthago entgegen, zwischen niedrigen Hügeln auf tief eingeschnittener Straße, zwischen Olivenhainen, Weizenanpflauzungen und Weingärten. Iu einem der letzteren fiel uns ein nettes Haus auf, gebaut nach der Art der Winzerhäuser in deutschen Weingegenden. Im Schatten des vorspringendem Daches sah eine alte Dame und ein junges Fräulein, beide mit Handarbeit beschäftigt, gewiß Deutsche, die hier ihre Wohnstättc gcfuuden hatten. Als wir zum Vahnhans Carthago kamen, führte uns Mohammed noch zn einem keinen Amphithcater in unmittelbarer Nähe, offenbar 8M Meter gewinnt. Die Bahn wird vorläufig hier enden, indem sie nur mit lllwerhältnismaßig hohen Kosten unterirdisch weiter-geführt werden tonnte, der Ausstieg zn Fuß zum Gipfel über den nicht allzu steilen, spaltenlosen Firn jedoch keine Schwierigkeit bietet und für die Reisenden ein Zugstück ersten Ranges bilden dürfte. Ist vor Jahren, glossiert dasselbe Blatt diese Nachricht, die Inugfraubahu konzessioniert worden, so ist kanin daran zu zweifeln, daß die Ausführung dieser neuesteil Bergbahn ebenfalls genehmigt werde. Diese hätte den Vorteil für sich, daß sie in höchstens drei Jahren fertiggestellt werden könnte, währenddem die Iung-frmlbahngesellschaft zur Stunde noch nicht weiß, waun und ob überhaupt der Gipfel erreicht werden tanii-ist dieo später dennoch möglich, so gestattet die Linie dnrchs Rottal auch den Nichttonristen eine Überschreitung der Jungfrau in großartigster Weise. — (Der „Ehrenmann".) In Paris ist ein Mann namens P^cnchct verhaftet worden, der eine ganz eigenartige Methode anwandte, um Geld» zu „verdienen", ohne dabei zu arbeiten. P6cuchet ging dabei auf folgende Weise vor: er trat möglichst auffällig und geräuschvoll in irgend ein Geschäft ein, stahl dort, von allen Anwesenden beobachtet, einen Gegenstand, den er unbemerkt wieder an seinen Platz stellte, und wartete dann ruhig, daß man ihn festnehme. Geschah dies, und es geschah fast immcr, fragte er entrüstet, was man von ihm wolle, stieß verzweifelte Schreie aus und forderte schließlich seine Auf der Bude Ohnesorgs saß Graf Soran beim Scheine der Studierlampe. — Er hatte die Wache bei dein Verwundeten übernommen, obwohl die Normannen bereits den anderen Tag Johannes ouiu intaiuik aus dem Verband des Korps gestoßen. Er hatte es ihm geschworen, ihm treu zu bleiben, da konnte auch das Schlimmste nichts daran ändern. Außerdem konnte er sich die Liebe zu dein Freunde nicht aus dem Herzen reißen. Hier war ein tiefes L-eid, hier lauerte ein furchtbares Schicksal im Verborgenen -------------er hätte es für eine Feigheit ge. halten, Johannes jetzt zu verlassen. Es war schon dm vierte Tag seit der unglückseligen Mensur. — Johannes schlummerte, das Haupt mit weißen Linnen verbunden-------jetzt bewegte er sich, die Decke verschob sich — Soran bemerkte ein ansgeschlageucs Buch, das er darunter verborgen. Gewiß hatte es die barmherzige Hausfrau ill seiner Abwesenheit gegen den ausdrücklichen Befehl des Arztes einaeschmuaaclt. Er trat au das Bett und uahm cs vorsichtig. „Die Finsternis und ihr Eigentum!" las er. Ein recht passender Titel für einen Schwerkranken! Dann nahm er es, setzte sich vor das Bett und blätterte darin — dn Inhalt lieh ihn nicht mehr los. — Das Buch enthielt das üebenswerk Cassans, seine reichen Erfahrungen, seine Erfolge und Enttäuschun-gen, den ganzen Kampf gegen die Finsternis, den er gesührt, aber auch seine unerschöpfliche Liebe, seine schweren Anklagen gegen die Gesellschaft, und sein Problem der Rettuugsarbeit. Turchsnchuna, bei der natürlich nichts znlaae gefördert wurde. Tann roarf P6cuä>'t dem Ladenbcsitzcr vor, seine Ehre angegriffen zu haben, drohte mit dem Gericht nsw. Um sich Unannehmlichkeiten zu er« sparen nnd den tadellosen „Ehrenmann" zu beruhigen, bot man ihm eine hübsche Entschädign ngs» snmme an, die er mit der rnhigsteu Miene einsteckte nnd dann verschwand er. Das „Geschäft" ging auH« gezeichnet, bis P6cuchet diesertage die Unvorsichtigkeit beging, zum zweitemuale einen Basar auszusuchen. Er wurde erkannt nnd diesmal endgültig festgenommen. — (D e r H nt 0 erBra u l.) Eine mertwürdiae Szcue spielte sich vor einigen Tageu vor der Brüsseler Kirche Smnw-Maric ab. Einem festlich geschmückten Hochzcitsznae wnrde der Eintritt in die Kirche ver» wehrt, nx'il die jnnge Braut keinen Hut, sondern nur ein tlcin,^ Btnmenarranaement auf dem Kopfe trug. Der Vikar erklärte energisch, daß er „uubchütetcn" Damen unter keinen Umständen die Erlaubnis zmu Betreten des Kirchen raumes gewn werde. Die Braut fand aber mit echter Weiberschlanhcit cineu Ausweg aus der kritischen Situation: sie nahm das Blumen-sträußchen vom Kopfe, zog ihre weißcu Handschuhe aus, lcgte sie sich nach Art einer Toque auf die Frisur, stülpte kunstvoll di<> Blumen darauf nnd hatte nun einen hochmodernen „Hnt", der selbst vor den streugeu Augen des Vikars bestehen konnte. Mit wohlwollen-den Blicken musterte er das zarte Gebilde einer geschickten Frauenhaud und dekretierte dann, daß die Form — worunter man hier auch die Hntsoriu verstehen kann — gewahrt sei lind dem Glücke des jungen Paares nichts mehr im Wege stehe. ^ (Wer war Bismarck?) In der Mün-chcner „Altgemeinen Zeitung" ist zu lesen: Mau sollte meinen, daß — zumal bei der allgemeinen ^chnlpflicht — der Name Bismarck jedem Deutscheu geläufig wäre. Und doch gibt rs immer noch viele Leute, die keiue Ahnung von dem großen Kanzler haben. Im Laufe der Jahre habe ich, besonders am 1. April, wiederholt meine Dienstboten gefragt, wer Bismarck war und noch niemals eme richtige Aut> wort erbalten. Ein Mädchen hatte überhaupt noch nichts vou Bismarck gehört- andere »nachten ihn zum „Kaiser", zum „General", ja zum „Bürger-meister". Den Vogel aber hat eine Küchenfee abgeschossen, die mit großer Fixigkeit erwiderte: „Na, dcr is doch Materialist." — „Materialist?" fragte ich erstannt, „wie meinen Sie das?" — „Na, dor macht doch die ViZmarckhcrinae!" — (Kuu sth äu dler uud Zöllner.) Der hohe Schutzzoll, den die Amerikaner auch bei der Einführung vou Kunstwerken erheben lind der schon zn so mannigfachen Beschwerden Anlaß gegeben hat, bat sich kürzlich als ein glänzendes Mittel znr Durch» führung von Betrügereien bewährt. Ein Kunst-Händler, so erzählt die „Nevue Archsologique", besaß eine mittelmäßige Kopie eines Porträts vou Nem-braudt. Diese sandte er nach Nowyork; zu gleicher Zeit schickte er aber an den „Sachverständigen" der amerikanischen Zollbehörden eine anonyme Deuunzia-tion, daß man im Begriffe stände, ein Origiualwerk von Nembrandt iu die Vereinigten Staaten einzu» führen, das man, um die Zollbehörden zu täuschen, Graf Soran war auf den Höhen des Lebens auf« gewachsen. Die Welt, die sich ihm jetzt öffnete, war ihm kaum vom Höreusagen bekannt, noch weniger hatte er sich je die großen Fragen vorgelegt, die hier aufgerollt waren — aber fein Herz war groß uud gut. Er vertiefte sich ganz in das Buch. Plötzlich fühlte er seineu Arm berührt. Er schreckte zusammen. Io« haunes saß aufrecht und sah ihn groß an. „Lies nur, Soran! Da drinnen steht alles, alles, von Anfang bis zum Ende, auch die rote Wolke!" Soran erschrak. Er ahnte selbst dunkel Ahn« liclfes, doch uimmcr durfte er ihm jetzt recht geben. „Das Fieber spricht aus dir, Johannes. Wie kannst du mir das nur antun und hinter meinem Nucken lesen, so ein Buch auch noch!" schalt Soran. „So ein Buch! Es gibt lein Buch mehr sür mich, außer dieses. Sieh mich au, Soran! Ahnst du nichts? Und fühlst du nichts? Du Aristokratcnseele! Du Lichtgeboroner!" Er legte den Finger aus seine Brust, sein Antlitz nahm einen düsteren Ausdruck an. „Ich biil das Eigentum der Finsternis!" Große Trauen rollten über seine Wangen, dann ergriff ihn ein wildes Schluchzen. Jetzt war nicht die Stunde der Redensarten. Soran fühlte tief erschüttert die hinter den Worten verborgene Wahrheit. Er schwieg uud -neigte das Haupt unter dcm düstereu Verhängnis des Freundes. „Uud jetzt lies den Schluß, Soran," bat Io? haunes mit zitternder Stimme, „die letzten Worte!" Und Sorau las. Seine sonst so heitere Stimme klang ganz feierlich. (Fortsetzung folgt.) - Naibacher Zeitung Nr. 83._________________________________________751 12. April 1907. als Kopie bezeichnet hätte. Die Sachverständige glanbteu also, dem Händler einen schönen Streich spielen zu können, indem sie das Porträt, das ihnen als eine Kopie nach Rembrandt vorgelegt wnrde, für ew Original erklärten, dessen Wert sie ans 160.000 Kronen schätzten nnd von dem sie einen Zoll in cnt' sprechender Höhe erhoben. Aber der Händler lachte sich ins Fäustchen- denn, dank des Attestes über die Echtheit, das die Zollbehörde ihm da ausgestellt hatte, konnte er die schlechte ilopie wirklich für eine fabcl^ hafte Summe als echten Neinbrandt an oen Mann bringen. LolaI- und Provinzial-Nachrichten. Krainische Sparkasse. Gestern fand im Fcstsaale ihres Anstaltsgebäudes unter öcm Vorsitze ihres Präsidenten Ottomar Bam -berg die ordentliche Hauptversammlung der Krai-mschen Sparkasse statt. Aus dein Berichte der Dirck-twn entnehmen wir, das; sich das Verwaltungsvermögen am Schlüsse des abgelaufene!, Jahres auf 85,105.396 X 84 1i lx'Iansen hat, gegen das Vorjahr demnach um rund 573.000 X gestiegen ist. In H y p o thekar da?r lie h e n waren Ende 1906 37,877.422 X 4« Ii angelegt, gegen das Vorjahr mehr um 890.963 X 62 ll. Auch die 41/2 ^0 Darlehen au G e m ein-den und andere öffentliche Körperschaften erfuhren eine kleine Steigerung und betrugen Ende 1906 1,405.05») X 7 ll. Im L 0 mb a r d g e s ch ä f t wareil nur 7860 X, im W echsel geschä ft 738.00l) X und endlich in Wertpapieren 32,977.286 X 10 li angelogt. Die Bankguthaben betrugen Ende 1906 2,728.024 X 57 1,. Tie Spareinlagen zuzüglich jener der Teilnehmer an der Alterssparkasse belicsen sich Eide 1906 auf 69,347.730 l< 43 ll, haben fich daher im Vergleiche mit dem Stande Ende 1905 mu 342.430 X 75 l> vermindert. Die Einl a g e n — abgeseheil von jenen bei der Alterospartasse — im Betrage von 68,496.342 X 98 b verteilen sich auf 36.374 Einlagebüchel, so das; durchschnittlich auf ein Büchel eine Einlage von 1883 X 11 li entfällt. Ein Vergleich des gesamten Einlagestandes per 69,347.730 X 43 li mit dein Stande der Hypothekar, Gemeinde» und KorporationZdarlehen per 39,857.004 Kronen 91 !i ergibt, das; rund 57:47. Im abgelaufenen Jahre wurden 9l>3 Wechsel mit dem Gesamtbeträge von 2,673.750 X estomptiert iuld 684 Wechsel im Betrage von 2,482.952 X eingelöst. Die ans dem Weltmärkte zutage getretene Geld knapphcit berührte auch oie Kraiuische Sparkasse. Sie äußerte sich, abgesehen von de,m Sinken de5 Kurses der Austaltspapicre, das einen Rückgang des Reservefonds für Kursverluste zur Folge hatte, hauptsächlich iu der Behebung zahlreicher Einlagen, namentlich in der Hcrbstperiode, die erfahrungsgemäß auch in normalen Zeiten stets mit einem stärkeren Geldbcdarfe verknüpft ist. Insbesondere geschah oies von feiten jener Einleger, welche die Sparkasse nur zu vorübergehenden Kapitalsanlagcn zu benutzen pflegen und nun für ihre Gelder eine günstigere Frnttisizie° rung suchteu, als sie die Spartasse zu bieten in der Lage ist, da sie für ihre Gelder durchschnittlich selbst nur eine rund 4^^, Veranlagung sindet. Es ist selbstverständlich, das; die Ansprüche der Einleger prompt befriedigt wurden, oh-»e von dem statutenmäßigen Kündigung5vorbehalte Gebrauch zu machen. Auch dm wesentlich erhöhten Bedürfnissen der heimischen Krediuuerber wnrde in gewohnter Weise entsprochen, da die lausende.» Eingänge nnd die Guthaben bei den Banken vollanf genügten, um den ver° mehrten Geldbedarf zn decken. Ungeachtet dieser Verhältnisse erreichte das reine Geschäftserträgnis 391.701 X 85 !> uud blieb hinter jenem des Vorjahres nur nm 2270 l< 16 li zurück. Nber Vorschlag der Direktion beschloß die Ver-sammlnng, von dem nach Abschlag des für gemeinnützige Spenden bereits verwendeten Betrages von 177.856 X 38 1» erübrigten Neingewinne von 213.845 X 47 li zu Abschreibungen 9518 X 19 li zu verwenden, 60.000 X dem Pension sfoudo, 40.000 X dem Theaterfonde, 30.000 X dem Iubiläumsfonde und im Sinne des Beschlusses der vorjährigen ordentlichen Generalversammlung fnr den Bau dos Frauen-spitales in Nudolfswert die zweite Rate mit l 5.000 X, znsammen 154.518 X 19 !, zu widme:» und vom Rest des Reinertrages den Teilbetrag von l0.000 X dem SpezialrefervesoniX' für ErMitivrealitäten und den Endbetrag von 49.327 X 28 ll dein allgemeinen Reservefonds znznführen. Die Gesamtreserven betragen nun 9,270.313 X 27 ll, d. i. rund 13 37^? der Einlagen. Die Direktion fchlägt daher auch heuer, außer der vorerwähnten Spende für deu Bau des Fraueuspitales in Rudolfswert zahlreiche Unterstütznngeii vor, die sich allerdings lvesentlich aus die bisher subventionierten Vereine nnd Anstalten beschränken müssen, da die Sparkasse außerstande ist, deu Kreis der Subvcntio-neu erheblich zu eNveilern, Der Bericht widmet dem am 24. Juli v. I. verstorbenen Vereiusmitgliede Herrn Karl L uckmann einen warmen Nachruf und spricht schließlich dem Amtsdirektor Herrn Dr. Anton Ritt. v. Schoeppl, dessen umsichtiger Leitung des Institutes trotz der sich immer schwieriger gestaltenden Verhältnisse die günstigen Ergebnisse des abgelaufenen Geschäftsjahres in erster Linie zuzuschreiben sind, wie nicht minder sämtlichen Beamten, die anch im abgelaufenen Jahre allen Anforderungen des Dienstes vollanf entsprochen haben, den Tank der Direktion ans. Der Bericht wird genehmigend zur Kenntnis ge-nomme:«, die vom Amtsdirektor Dr. Anton Ritter von Schoeppl vorgetragenen Voranschläge für oie verschiedenen der Sparkasse überstehenden Fonde wurden genehmigt, der Alterssparkasse ein Betrag von 9000 l< zuzuweisen und aus dem voraus« sichtlichen Ertrage des lanfenden Jahres für gemeinnützige und wohltätige Spenden 138.020 X nen bewilligt und für von der Direktion im Lanfe de5 Jahres bewilligte Spenden im Betrage von 23.196 Kronen 38 ll die nachträgliche Genehmigung erteilt. Vor Bewilligung der gemeinnützigen Spenden ergriff der Vertreter dor k. k. Landesregierung, Herr Hofrat Ludwig Marquis von G 0 zani, das Wort zn folgenden Ausführungen: Geehrte Generalversammlung! Sie befinden fich, meine Herren, indem Sie daran gehen, die Anträge der Direktion, betreffend die Bewilligung von Spenden für gemeinnützige Ztvecke, entgegenzunehmeu, darüber zu beratcu uud Beschluß zu fassen, in der Lage eines Mannes, der und dessen Vorfahren durch viele Jahrzehnte mit Fleiß und Geschick Schätze gesammelt haben und der in der Lage ist, an seinem Überflüsse andere teilnehmen zu lassen, ohne hiedurch seine eigenen Kinder zu verkürzen. Nach ixim vorliegenden Spendenausweise bin ich in der amyeneh-men Lage. namens der Regierung konstatieren zu tonnen, daß die Direktion nicht nnr rein humanitäre, sondern auch Unterrichts- nnd Erziehungszwecke, die Wissenschaft, die kirchliche und die profane Knust, die Landeskultur und den Verkehr zu fördern in Antrag bringt nnd es liegt mir ferne, der Direktion einen Vorwurf daraus machen zu wollen, daß sie ihre Kinder vor allem berücksichtigt habeu will. Zu den ureigensten Schöpfungen der Krainischen Sparkasse ans wissenschaftlichem Gebiete gehört unter anderen die Erdbebenwarte, die am 3l. v. M. das Jubiläum i'hres zehnjährigen Bestandes feierte, eine Institution, von der der Wiener Universitätsprofessor B. Uhlig sagte: „Die Erdbebenwarten haben die gehegten Erwartungen erfüllt: es Hot sich gezeigt, daß damit ein guter Griff getau wurde und es sei interessant, daß die so feinfühligen Seismometer, die infolge der unveriM-idlichen lokalen Erschütterungen nie zur völligen Ruhe kommen, viele Tausende von Kilometern entfernte Beben durch ganz eigenartige uud prägnante Aufzeichnungen erkennen lassen." Redner erwähnt weiters, daß er vor wenigen Tagen das Vergnügen hatte, die Erdbebenwarte wieder zu besichtigen, die ihm aus der Zeit ihrer Anfänge bekannt war, schildert die Entwicklnng der Anstalt, die wissenschaftliche Verwertung des Beobachtungsmateriales und spricht die Hoffnung aus, es werde dem ernsten streben des Leiters dieser Anstalt gelingen, aus den Veob-achtnngen praktische Schlußfolgerung abzuleiten und Laibach werde nicht, wie Pessimisten behaupten, einer Erdbebenkatastrophe znm Opfer fallen,, sondern einer der Mittelpunkte der Erdbebenfmichnngen werden uud die Krainische Sparkasse werde mit Professor Ublig sagen können, sie habe einen guten Griff getan, indem sie die Erdbebenwarte ins Leben rief. Was immer aber kommen sollte, die Geldopfer, die gebracht wurden, können nicht in die Wagsä^ale fallen, wenn es gi,lt, die wissenschaftliche Forschuug zu fördern, wen» es sich darum bandelt, eine die gauze Welt bewegende Erscheiuung zu erklären nnd in ihrer Rück wirkuug auf die Bewohner der Erde unschädlich oder weniger nnheilbnngend zu machen. Die Wissenschaft wird das Andenken jener Personen und Institutionen ehren, die sich um sie verdient gemacht haben. Auf einen anderen Gegenstand übergehend, sagt Redner weiter: Nach den vorliegendeil Anträgen der Direk- tion sollen 138.000 X zur Verteilung lommeu, oder besser gefagt, in den Dienst der Humanität, des Unterrichtes, der Erziehung, der Wissenschaft uud Kunst, der Landeskultur uud des Verkehrs gestellt werden. Hievon entfallen auf die Landeskultur nur 3150 Kronen: ein verhältnismäßig geringer Betrag, insbesondere wenn berücksichtigt wird, daß Kram ein Agriknltnrlant, ist nnd daß nach dem Sparkasseregulativ mit den Überschüssen zunächst die Interessen der unbemittelten Teilnehmer der Anstalt, nach den Stntuteu der Kraiuischeu Sparkasse wohltätige Lokal-und Landeszwecke gefördert werden sollen. Zu, den unbemittelteu Teiluehmeru der Auftalt gehöreu unsere kleinen Landwirte, nnd lein LandeszUx'ck ist in ciuem Agrikulturlcmde von eminent wohltätiger Bedeutung als das Meliorationswesen. Nnn hat sich in der neueren Zeit unter der bänerlichen Bevölkerung des Landes die erfreuliche uud hochbedentsamo Erscheinung gezeigt, daß mau vou der ertensiven Zur intensiven Wirtschaft übergeht, fo insbesondere anf dem Karste in Innerkrain: man nimmt Kultnründe-. rungen vor, behebt fo den Maugel an Äckern und Wiesen, verbessert die Weidegrüude, forstet auf. sorgt für bessere Kommunikationen nnd kommt so allmählich davon wieder ab, in der Landflucht fciu Heil zu fucheii. Die Meliorierimg der durch Jahrhunderte vernachlässigten bäuerlichen Wirtschaften erheifcht jedoch außer dem beratenden Einflüsse der Landeskulturorgane Geld. uud für die Beschaffung der Geldmittel ist bisher wenig geschehen. Bei aller Anerkennung des Wertes der gering verzinslichen Hypothekar- und Gemeindedarlehen, welche die Krainische Sparkasse ins Leben gerufen hat, glaubt Redner fagen zn können, daß fich diese Art von Darlehen für Meliorationen wenig eignen, weil bei. Hypotheken Pupillarsicherheit, bei Gemeindeanlehen die Verpfändung des Umlagenrechtes verlangt wird uud da bei, Melioratioueu Gemeinschasten in Betracht kommen, welche Hypothelarsicherheit nicht bieten können und mit den umlagenberechtigten Ortsgemeinden nicht kongruent smd. Unter Bernfuug auf eine bezügliche Anregung der Agrarlandeslommission erlanbt sich Redner zu bitten, der Frage näher treten zn wollen, wie Mittel und Wege gefunden werden könnten, den vitalen Ilrteressen der Meliorationen Vorschub zu leisten: es müßte, wen» hiefür Darlehen vorgesehen werden, nicht nur für eine geringe Verzinsung derselben, sondern auch die Modalität vor-gesehen werden, daß sich die Darlehen den individuellen Verhältnissen der agrarischen Gemeinschaften akkommodieren würden, daß das Geld nach Bedarf leichtflüssig gemacht werden könnte, wenn der Bedarf eintritt und ohne vorherige Kündigung des Darlehens refundicrt werdeu könnte, sobald dies Sul> ventionen des Staates und des Landes, bezw. der Ertrag der meliorierten Gründe ermöglichen. Der Vorsitzende dankt dein Herrn Negierungsver-treter für die gebotene Anregung, die von der Direktion, die ja immer bereit ist, Landeskultnrzwecke in der weitgehendsten Weise zu fördern, gewiß berücksichtigt werden wird, da diese Art der Unterstützungen den Traditionen der Sparkasse vollkommen entsprechen. Redner verwies unter anderem anf die ausgedehnte Förderung, welche die Negenerielimg der dnrch die Reblanskatastrophe verwüsteten Weingär» ten nnseres Unterlandes, namentlich im Knrkfelder Bezirke, durch die Sparkasse fand und glaubt, daß die Direktion, wenn sich Korporationen oder Genossen-schaften zu Melim'ationszweckeu bilden follteu, nicht verfehlen wird, diefe im Verhältnisse zn anderen auch hiezu bcrnfenen Faktoren iu der werktätigsten Weise zu unterstützen. Die ncubewilligten Spenden verteilen sich: I. Für Armen- und Krankenpflege 2!.200 Kronen, nnd zwar: dcr Stadtgemeinoe Laibach: dem Arim'niustitute für nach Laibach zuständige Arme 2500, sür in Laibach wohnhafte, aber nicht hier zuständige Arme 2500, zusammen 5000, dein Elisa^ beth-Kinderspitale in Laibach für Spitalszwecke 1000 und eine außerordentliche Unterstützung für das Jahr !W7 mit 1400, ebendemst'lbeu sür die Unterbringung vou fünf armen skrofulösen Kindern im Sevhospize Grado 560. den, Arbeiter-Kranken- nnd Invaliden-Uuterstützuugsvereine in Laibach 200, dem Josef. Epitale in Laibach für das Siecheuhaus 400, dem Vinzenz-Vereine in Laibach für das Knabenasyl 400, ebendemselben für das Knaben-Waisenhaus und die Vereiusschule 1000, dem Mädcheu-Waisenhause hiur 600, den Vinzenz-Konfereiizen zn Sr. Jakob. Sankt Nikolaus und Maria Verküudigung je 4lX), denn Viiizenzius^Vereiue in Rudolfswert 200, dem Vereine dor Ärzte in Kram zur Unterstützung der Witwen uud Waisen vou Ärzten 600, dc'm Elisnbeth-Franen. vereine in Laibach 400, dem Landeshilfsvercine vom Roten Kreuze in Laibach znr Untel-stützung der Invaliden, Militärwitlven und -Waisen !200, dem Laibacher Zeitung Nr. 83._______________________ 752 12 April 1907. Zweigvereine dor Gesellschaft vom Weißen Krenze in LaU'ack> 2(X), dein Volksküchenvereine iil Laibach 200, dein Hospital der barmherzigen Brüder in Kandia bei Nudolfsn.x'rt 20<«1, deil, Vereine zur Uilterstutzllng entlassener Sträflillge in Marburg 200, dein „Bürgen Hort" 400, dem ..Iugenohort" in Laibach 800, dein „Frauen- nud Kinderhort" in Laibach 400, der deutschen Arbeiterhilfskasse in Laibach 200, dem Unter-stiitzungsvereine der zisleithanischen Sparkassobeanlten 40, der Ortsgruppe Laibach des Verbandes der Maler, Anstreicher ?c. IM, dem Kranken- und Arbeitslosen-Ullterstützungsfoude des Blichbindervereines in Laibach 100, der Direktion der Landes-Wohltätigkeitsanstal-ten zur Unterstützung entlassener Rekonvaieszcnten 400, dem Zweigverein Kram des österreichischen HilfsVereines für Lungenkranke 5,00, dem Kranken- nnd Unterstütznilgsveroine der Anshilfs- und Privat-beanitcn in it rain 2M, dem Vereine der hl. Martha 300, dein Vereine der Buchdrucker in Qaibach für den Witwen- und Waiscnfonds IM, dem Herrn k. k. Turnlehrer Inlins Schmidt für den orthopädischen Turnkurs für 1W7 (>00 Kronen. II. Znr Unterstützung bedürftiger Schüler nnd Schiller innen 9740 Kronen, und zwar: den, k. k. I. Staatsgymnasinm, hier, lM, dem k. k. II, Staatsgmnnasinm, hier, 40l), dem t. k. Untergnmnasnml in Gottschee 2M, den, k. k. Ober-gyninasiuln in Krainburg 200, dcni k. k. Obergylnna-sinnl in Nildolfswert 200, der k. k. Staatsoberrealschule in Laibach 400, der städtischen Untermal schule in Idria 50, der k. k. Lehrerbildungsanstalt in Lai bach: für Kandidaten nnd Schüler nnd Kandidatinnen und Schülerinnen je 200, der I., II. uno III. städtischen slovenischell Knabenvolksschule iu Laibach je 2M, der städtischen deutschen Knabeiwolksschnle in Laibach 4M, ebenderselben fiir die Schnlwertstätte 3lX), der sl'nabenvolksschnlc des Deutschen Schulvereines in Laibach 200, der Kunbcnvolksschule in Nn° dolfswert 200, der gewerblichen Fortbildungsschnle der I., II. nnd III. städtischen slovenischen Knaben-Volksschule in Laibach je 100, der städtischen dentschen Mädchenoolksschule in Laibach 500, der städtische» slo-venischen Mädchendolksschule in Laibach 200, der Mädchenschule in Nudolfswert 100, der Volksschule auf dem Karolinengrnnde 100, der Volksschule der Freiin Üichtenthurnschen Mädchen-Waisenanstalt 2l00, der Volks- und Bürgerschule der Ursnlinerinnen ill Laibach 500, der Klosterschule in Bischoflack 200, der Bürgerschule in Gurkfeld 100, der Hnsbeschlag-Lehr-anstalt in Laibach 100, dein Gramer Freitische mit Hinweis anf bedürftige Universitätshörer ans Krain 200, dem Grazer Freitische an der technischen Hoch-schnle mit demselben Hinweise 100, dem Asylvereine der Wiener Universität 100, dem deutschen Uuiver-sitätssliftnngsfond in Graz IM, dem Vereine zur Unterstützung dürftiger dentscher Hochschüler aus Krain 20M, dem Vereine znr Unterstützung dürftiger Hörer an der k. k. Hochschule für Bodenkultur in Wien IM, dem Vereine zur Unterstützung düi-stiger Schüler und Schülerinnen an der kunstgewerblichen Fachschnle in Laibach 90, der Direktion des Zentral-spitzenkurses zur Unterstützung dürftiger Schülerinnen der Kurse in Idria, Sairach nnd Eisnern 100, den Studenten t'üchen in Krainburg nnd Nudolfswert je 100, dein Vereine Dentsches Studentenheim in Gottschee 300, der Schulküche in Sagor nnd Gurk-seid je IM Kronen. III. Für U n t errichts ° und Erzi e h n n g s-zwecke 75.120 Kronen, und zwar: der k. k. kunst-geHuerblichen Fachschule in Laibach pro 1907/1908: 1. Abteilnng für Holzindnstrie: n) Veitrag zn dell laufenden Ausgaben für Lehrmittel 400, d) zur Vei-stellnng der erforderlichen Räumlichkeiten 1200, 2, Abteilung für Spitzennäherei und Kunststickerei: »,) Beitrag zu den Ausgabe,: für Lehrmittel 100, d) für die Veistellung der Schullokalitäten 400, der Fachschule für Holzindustrie in Gottschec 1000, den gewerblichen Fortbildungsschnlen in Gottschee. Krainburg, Stein, Neumarktl, Nadmannsdorf, Vischoflack, Gurkfeld, Adclsberg, Mottling, Nndolfswert, Sankt Veit bei Qaibach, Neifnitz, St. Martin bei Littai, Sayor, Aßling, Veldes, Zirknitz, Idria je IM K, der Mnsikschnle der Philharmonischen Gesellschaft in Laibach 3200, de,r Mnsikschnle der „Glasbena Matim" in Laibach 400, der Musikschule in Gottschee 500, dam dentschen .Kindergarten in Laibach 1380, dem evangelischen Kindergarten in Laibach 400, dem dent-säpn Kindergarten in Gottschee 200, dem deutschen Kindergarten ill Sagor 200, der Klein km der-Bewahr-anstalt in Laibach 400, der Privat-Arbeitsschule dos Fräuleins Anna Sorre in Nudolfswert IM, der Haudels-Lehranstalt in Laibach zur Zahlung des Schulgeldes und der Lernmittel fiir fünf dürftige externe Schüler aus Krain in, Schuljahre 1907/1908 k K 200 1300, dem Laibachcr Schulkuratorium für Sch'nk>rl>Mnnaszux'ckc pro 1907/1908 21.000, dem-^ben sür d^n Schnl^haltnugsfonds 10.000, dMN- selbeil^ür den Lehrerpensionsfonds W,0M, der deut fchen schule iu Schischta für Schulzwccke 5M, der Nettungs- und Erziehungsanstalt in, Kroiseneck 4M, all vier Neisestipendien für Lehrer und Lehrerinnen (>40, doiu Echulpfenlngvereine in Laibach zur Beschaffung der Lehr- und Lernmittel 4M, dein Vereine „Nar. «ola" in Laibach zur Beschaffllng der Lehr- und Lernmittel 400, dem LandesHchreruereine in Laibach: u) für Vereinszwecke 200. d) zur Herausgabe der „Schnlzeituug" 600, der Waisenanstalt ill Gottschee 200, der Schule der Schwestern „Unserer lieben Frau" iu Dornegg 800, dem, Laibacher Schultura« wrium als Beitrag zu den Kosten des Schulhausbaues in Aßling 15.M0, dein Laibacher Deutschen Turnverein als Beitrag zum Gehalte des Turnlehrers 1000, den Lehrern der Privatvoltsschule des Deutschen Schulvereines i,t Laibach als Personal-Zulage für das Schuljahr 1907/1908 18M Kronen. IV. Für wissenschaftliche Forschungen uud Veräffentlich u n g e n 4IM Kronen, nnd zwar: dem Musealvereine in Krain: n) als Subvention 200, d) als Beitrag zu den Kosten der Herausgabe der „Mitteilungen" 300, dem Herrn t' k. Professor Albin Velar Beitrag zu den Kosten der Erhaltung der Erdbebenwarte und den Kosten der Pnblitationeu dieses Instituts für 1907 80M, dem Herrn k. t. Professor Alfons Paulin Subvention zur Herausgabe der „Flora Earniolica" liM Kronen. V. Zur Förderung der Kunst und d e s K u il stgewerbe s 10.150 Krollen, nnd zwar: der Philharmonischen Gesellschaft in Laidach zur Erhaltung des Kauinlernlusikiilstituts pro 1907/1908 500, dem Thcatervereme in Laibach Subvention für die Saifon 1907/1W8 3000, dem Südmärtischen (t'raillisch-tiisteillälldischell) Sängerbünde 200, dem TiözesaN'Kunstvereine in laibach für das Mnlseulu 200, dem Arbeitergesangvereine „Vorwärts" in Laibach 50, der Deutscheil Sängerrunde ill, Weistenfels 200, dem Pfarramte St. Jakob in Laibach fiir Nl> staurierullgsarbeiteil in der Kirche zu St. Jakob 1000, für die Restaurierung der Kapitelkirche in Nndolfswert 5000 Kronen. VI. Für Landeskultur- und V er°> kehrsz wecke <,i(i50 Kronen, und zwar: dem Krai-nisch-küstenländischeu Forstvereine 100, demselbell fiir Ausforstungsprämien 200, dein Vereine zuin Schutze des österreichischen Weinbaues in Krems 50, dor Sektion Krain des Dentschen lind Österreichischeil Alpenvereines 2000, derselben außerordentliche Un terstütznng zur Hebung des Fremdenverkehres für 1907 14M. der k. k. Landwirtschaftsgesellschaft für Krain als Subvention pro 1907 znr Errichtung einer neuen Baumschnle und Geflügelzuchtailstalt 1350, dem Krainischen Tierschntzvereine 100, der Pferdezucht-Sektion der k. k. fiir Kram MO, der Schulleitung in Niederdorf bei Senosetsch für den Schulgarten IM, der Schulleitung in St. Mareii^Sap für den Schnlgarten lM, der Schulleitung in Neifnitz fiir den Schulgarten IM, der Schulleitung in Natschach bei Steindruck für den Schulgarten IM, der Schnlleitnng in St. Michael bei Seifenberg für den Schnlgarten 100, der Schulleitung Möschnach für Gartengcräte 50, dem Ortsschulrate in Hof bei Seiseilberg für den Schulgarteil 100, der landwirtschaftlichen Vereinigung ill Snchen-Obergras 2M Kronen. VII. Für verschiedene andere gemeinnützige ilud wohltätige Zwecke 17M Kroncn, nnd zwar: dem freiwilligen Feuerwehr-nnd Nettungsvereine in Laibach für den Vercins-sonds 500, dem katholischen Gesessenvercine ill Laibach 4M, dem katholischen Gesellenvereine ill Nndolfs-lvert 100, dem deutschen Leseverein an den Hochschulen in Graz 60, der Feuerwelir in Schwarzenbach 200, der Feuerwehr in Waitsch-Gleinitz 200, der Gemeinde Mosel zur Anschaffung einer Karren-Feuerspritze für die Ortschaft Verdreng 200, der Gewerkschaftsakade-nlie ill Laibach 100 Kronen. Die Generalversammlnng bewilligte die von der Direktion über Ansnchen der betreffenden Herren vorgeschlagene Pensionierung des Buchhalters Leo Suppantschitsch nnd des Erpeditors Nudolf K u in m e r llllter Einreckmung von je dreistig Diellst-jnhrel, für jeden nno geilehiuigte die Vorrückung des Beanltenkörpers iil die freigewordenen Stellen unter Auflassung des Expeditorpostens uud erllailllte de,r bisherigen Kontrollor Josef Bö hm zuiu Buchhalter und den ersten Adjunkten, Alois Dzimski zum Sekretär des Kreditvereiues. Der Adjunktenswitwe Frau Schaffer-Wal-land wurden die Pensionsbezüge, dem neuen Pen-sionsnormale annähernd entsprechend, von 833 15 auf 1200 X erhöht. Schließlich wurde der 4. Absatz des ß 8 des Sparknssestatutes dahin geändert, das; anch die Einlagen, welche noch am 1. ober 16. jedes Monates er- folgen, von diesem Tage ab zu verzinsen sind und der ß 21 des Statutes, der vom Pensionsfouds handelt, derart ergänzt, daß die Sparkasse diesen auf jene Höhe zn bringen nnd zu erhalteu hat, die in vor» sichernllgstechilischer Hinsicht von demselben verlangt werden kann. ^- (P er so n a l ko m m i ssi o ne n und Arbeiternusschü s s e i in Ve r e i ch e der k. k. ö st err. S ta a ts b a h nc n.) Bekanntlich hat dcrs Eisenbahnministerium zur Beglitachtiillg allgemeiner Personalangelegenheiten der Bediensteten der Staats-eiseilbahnvernialtiillg PersoualkonlNlissioilen und Ar» beiteransschiisse eiilgesetzt. Die Wahlen fiir diese Korporationen sind bereits angeordnet worden, uud zwar wurde für die Personalkommissioueu der 29. April nnd für den Arbeitcrzentralansschnß der 25. Mai als Wahltag festgesetzt. ^ (Abonnement der Z o l l ta r ifent-s ch e i d u n g e n.) Die Erläuterungen zuiu Zolltarife werden durch Nachträge, Tarifentscheiduugen und Tarifauskünfte der beteiligten Ministerien ergänzt. Um nun die geschäftlichen Kreise, fiir die diese Er-länternngen von großer Wichtigkeit sind, dauernd auf dem laufenden zu erhalten und ihnen die volle Über sicht über die geltenden Bestimmungen zu ermöglichen, wird, dem Wunsche der Handelskammern und wirtschaftlichen Korporationen entsprechend, ein Jahresabonnement anf die Nachträge zn den Erläuterungen nebst Zolltarifentscheidimgeil nnd Zolltarif-anskünften eröffnet, Diese Nachträge, die in einer zum Einlleden in das Drnckcremplnr der Erläuterungen geeigneten Form erscheinen, können znm Preise von 2 Krollen jährlich bei der Verschleißadtei-lliilg der Hof- uud Staatsdruckerei abonniert werden. Abonnenten erhalten die feit Dezember d. I. erschienenen Publikationen kostenlos nachgeliefert. (Gratialien für Matrofen.) Wie nns mitgeteilt wird, kommen alls dell Erträgnissen der Vizeadmiral Bernhard Freiherr voll Wüllcrsdorf-Urbaicrschen Stiftung für das Jahr 1907 Gratialien mit je 140 .Kronen an zwei arme kranke Matrosen zur Verteilung. Die mit den Nachweisen, daß der Gesuchsteller als Matrose der t. und k. Kriegsmarine erkrankt ist, aus deren Verband ohne Versorgung entlassen wurde und uuterstützullgsbedürfti'g ist, belegten Gesnche, sind bis 1. Juli l. I. an das f. u. k. Teebezirkskonimando in Trieft zn richten. — (Ein dekorierter Invalide ge> storbe n.) Am 3. d. M. starb im Spitale der barm« herzigen Brüder ill Kandia bei Nndolfswert der 63 Jahre alte Patentinvalide, Trainwachtmeister Franz Z ll P anöi <- ons Karlstadt. Er hatte im Jahre l878 die Okkupation in Bosnien nnd im Jahre 1882 die Insurrektion in der Hercegovina mitgemacht und wnrde fiir seine 35jährige nnunterbrocheue Militär^ dienstzeit von Sr. Majestät dem Kaiser durch das silberne Verdienstlrenz mit der Krone ausgezeichnet. — (Ehrungen.) Anläßlich der 30jährigen Gründungsfeier der Laibacher Studenten- und Volksküche hat deren Verwaltungsausschnß gestern den Präsidenten der Krainischen Sparkasse, Herrn Otto-niar Bamberg, iu seiller Eigenschaft als cines der ersten Gründer dieses humauitären Institutes begrüßt u,ld ihm eine eigene diesbezüglich gefertigte Adresse in der fiir den Verein seinerzeit vom hiesigen akademischen Maler Herrn Heinrich Wettach stil° voll gehalteilen nnd sodann in Druck ausgeführten Ulnrahmnng überreicht. ^ In gleicher Weise hat die Abordnnng des Verwaltungsausschusses am selben Tage auch seinen vieljähriaen hochverdienten Obmann, Herrn August Dr eise, zu der glücklich erfolgten Genesung begrüßt und im Anschlüsse an die Adresse zugleich eine Photographische Aufnahme von dessen mustergültigem We in garten besitze in Rudolfs» wert, seiner Lieblingsschöpfnng, dargebracht, welche Anfnahmc der Nudolfswerter Photograph Herr Heinrich Dolenc in gelungener Ausfühniug geliefert hatte. — Beiden genannten Herren wurde auch der gebührende Dank fiir ihre iverktätige Fördernng der Vereinsiliteressen ausgedrückt. ^- (Ein Familienaben d) wird Sonntag, den 14. d. M., nln 7 Uhr abends vom hiesigen katho» lischen Gescllenvereme veranstaltet werden. Auf dein Programm stehen zwei Gesangschöre (Ienko: „Nu. inorn", Sachs: „V<>,i<^k Nin'o6ni1l i>(>u,ni"), ein Tenorsolo (Bnrgarel: „Nni^ v i)wnin«ki rnj"). vorgetragen von Herrn L. Kovaö, ferner der zweito Akt nlld das erste Bild aus dmu dritten Akte dos Volksstückcs „I)t^<;ti di-ut", das zweite Bild aus dem Theaterstücke „kloö prllvie« in r('«uic:6", eine Dcklauiation („Nl^llulcovil, oporo^n"), vorgetragen von Herrn Ivan Erien, eine komische Szene (,,/lttw^ <1vn xoläinlir^") und zum Schlüsse oine freie Unterhaltung. — Eiutrittsgebühr 40 II. &»..*» 3eitun3 & 83.__________________________™»_________________________________________12' apri< 1907- -^ (Die XIX. ordentliche Generalversammlung des Hilfsbeamten-Kranken- und U nterstühu n a, sv er-eines,) die gestern abend in den Nestaurations-lolalitäten dev „Äcarodni Doin" stattfand, lvar von 3^ Viitgliedern besucht. Sie wurde oom Obmanne A. Gutnik mit einer Ansprache eröffnet, worin er der Krainischen Sparkasse, dom Kaibacher Gemeinde-wte und der „Kmetska posojilnica" für die denl Vertue zngewolideteil Spenden, ferner den hiesigen ^agesblättern fiir die Veröffentlichnng von Vereinsnachrichten don Dank ausdrückte. Sodann gedachte er der verstorbenen Mitglieder Al. Lenöek nnd I. Tev^, wobei sich die Erschienenen znin Zeichen der Traner von ihren Sitzen erhoben. — Dem Berichte des Sekretärs I. Tomaiiö entnehmen wir nachstehendes: Der Verein zählte im abgelaufenen Jahre 90 ordentliche nnd 2 Ehrenmitgliet>er. Der Ausschuß hielt 14 ordentliche und N außerordentliche Sitzungen, in denen er 162 Eingaben erledigte. Während des Vereinsjahres wurde neuerdings Herr Dr. Iv. Zajec zum Vereinsarzte ernannt. - Der Bericht des Kassiers N. Boltavzer weist aus: An Einnahuien 11M9 Iv !)5 1l (darunter von der Krainischeu Sparkasse 200 X, vom Laibacher Gemeinöcrate 100 X und von der „Kmetska posojilnica" 40 I<), an Ausgaben -97(i l<, daher an Guthaben 8<>93 X 95 n: ansbezahll wurden im Jahre 1900: an Krankengeldern 1248 X, sür ärztliche Honorare 578 I(, für Arzneien 4l4 X 39 1», für Spitalskosten 182 X, an Unterstütznngen 220 X, für Dampfbäder 94 X 10 1», für Verwal-tnngskosten 2:^9 I< 51 II. Die Generalvcrsammlilng votierte den- Sekretär sonne dein Kassier eine Enumeration. In den Vereinsausschus; wurden gc^-wählt: A. Gutnik p<;r ii^cIiUllutiun^ni zum Ob-mann, N. Boltavzer, Al. Breskvar, Al. Ianu « , A. ^ tamcar, Iv. Tomaxiö und AI. ^nr»iö zu Ansschnsmntgliedern-, K. ^ebenik, A. Slana und K. Va^iö zu Ersatzmännern; A. A h a <-, i <-, Val. K opita, r nnd Franz Ktur m zu Revisoren- Ios. Hauptin an, Fr. .Kristau, Fr. Oreliek, Ed. Stuchly und M. Verov-^ek zu Mitgliedern des Schiedvgerichtes. Die Generalversammlung beschloß die Veranstaltung einer Veroinounterhaltnng in der Sommerszeit; ins Vor-bereitungskomitee wurden fünf Mitglieder gewählt. x. — (Von de r E r d b e b e n lv a r t e.) An, 10. d. verzeichneten die photographisch registrierenden Apparate ein schwaches Fernbebon, dessen Herd gegen 35lX) Kilometer von Laibach entfernt liegt; wahrscheinlich in Perfien. Die ersten Vorläufer setzten vormittags um 10 Uhr 41 Minuten 32 Sekunden ein. Die Hauptbewegung begann um 10 Uhr 48 Minnten 38 Sekunden und erreichte gegen 10 Uhr 53 Minuten bas Marimum mit dem Marimalansschlag von zwei Millimetern. Die sichtbare Bewegung verläuft nach 11 Uhr 45 Minuten. Ii. * (Ein entlaufen er Knabe.) Gestern abend hielt anf der Poljanastraße ein Sicherheitswachmann einen etwa fechs Jahre alten Knaben an, der planlos herumirrte nnd brachte ihn auf die Zentralwachtstnbe. Die Identität des Knaben konnte bis jetzt nicht festgestellt werden. Auf jede Frage antwortet er nur, daß er Pepi heiße. Der Knabe trägt einen bläulichen, weiß gestreiften Matrosenanzug und eine solche Kappe. '* (Ein falscher Fünfkronen-Taler) wurde in Stopiöe bei Nudolfswert vereinnahmt. Das Falsifikat bildet kein Meisterstück und ist daher von einem echten Taler leicht zu unterscheiden. -^ (Eine vermißte Lehrerin.) In der vorigen Woche kam die als supplierende Lehrerin in St. Peter bei Nndolfswert angestellte geprüfte Leh-nrin Fräulein Karoline Lavriö nach Nudolfswcrt und übernachtete dort bei einer befreundeten Familie. Am vergangouen Samstag, früh 7 Uhr, verließ sie die betreffende Wohnung, ohne jemanden hievon Mitteilung gemacht zu habe». Auch ließ sie einige Kleidungsstücke zurück. Seit dieser Zeit ist Frau,-lein Lavriö spurlos verschwunden. ~ (Tödli ch e r UugIücksfa I l.) Alu 9. d. vormittags ließen die Holzarbeiter Franz Dolöan, Urban Erien nnd Alois Mohoric!, alle aus Le.igen-seld, ailf d^. HuiMiese im Belicagraben Buchenholz nieder. Dolxan und Erien gingen mit je einer Spitz-have vor den Holzstoß, nm die unteren Holzstännne locker zu machen nnd dadnrch den ganzen angesam-Welten Holzhmifeu auf einmal weiter zn beförderil. Vei dieser Manipulation rutschte der ganze Holzstoß auf einmal los, ritz deu Dolöan mit und schob ihn bei 80 Meter weit zwischen den Holzstämmen. Erxen, ber sich mit knapper Not rettete, fand später in Ge> Meinschaft mit Mohoriö den Dol/an in bewußtlosem Zustande an. Beide trugen ihn in ein Haus in Be lica, wo durch den Arzt bei dem Verunglückten ein Schädelbruch sowie innere Verletzungen festgestellt wurden. Dolian starb nachmittags am gleichen Tage. * (Böswillige Beschädig u n g.) Dieser tage wurden im Garten des Besitzers Paul Turk in der Schießstättgasse fünf junge Obstbäumc in böv-williger Weise beschädigt. ^ (Die Kuh nstraße) erhielt im Laufe der lcyten Zeit längs der beiderseitigen Gehwege junge Allecbäume (Linden), wodurch einem allgemeinen Wunsche entsprochen wurde. x. * (Verloren) wurde ein goldenes Armband mit einem Anhängsel nnd dem darin eingravierten Namen der Verlustträgeriu. Theater, Kunst und Literatur. — (Die Philharmonische Gesell« s ch a f t) veranstaltet auch die Generalprobe zur Aufführung von Mozarw Messe öffentlich, um deiui vielseitig ausgesprochenen Wunsche, dieses große Werk Zweimal zu hören, zu entsprechen. Die Generalprobe findet Sonntag, den 14. d. M., mn 5 Uhr nach^ mittags im großen Saale der Tonhalle statt und wird ebenso vollständig sein wie die Hauptauffiihrung selbst. Hiedurch wird auch allen auswärtigen Konzert-frennden, die am Montag nicht zureisen könnten, die Möglichkeit geboten, diese herrliche Schöpfung Mozarts kennen zu lernen. Die Eintrittspreise znr Generalprobe sind die gleichen wie jene zur Auffüh° rung. Nur jene Besucher, die sich mit den von ihnen selbst znr Hauptausführnng gelösteil Karten ausweisen, erhalten zur Generalprobe die nämlichen Plätze, zum halben Preise. Der Karteuverkauf zur Generalprobe fiudet nur Sonntag an der Abendkasse statt. Die Sitze in der 12. bis 17. Neihe sind zur Generalprobe bereits alle vergeben. Telegramme iles l. l. TcleMlen-Vmcslilllliltllz-Vlllellus. Prag, 1l. April. Während dos hiesigen Auf. entHaltes Seiner Maiestät des Kaisers wird auch Erzherzog Franz Ferdinand nach Prag kommen und in der Hofburg residieren. Im ganzen werden 290 Personen die Hofburg beziehen. London, 11. April. Der „Standard" meldet aus Kairo unter dem gestrigen: Infolge Anwachsens der nationalistischen Vewegnng nehmen die fvemden feindlichen Bewegungen zu. In den Eingüborenen-diertelu worden Europäer angegriffen. Bei einem Streite, der vor einigen Tagen zwischen einem Ita> liener und einem Eingeborenen entstanden ist, mißhandelte eine Anzahl Eingeborener, t>ie sich in den Streit einmischten, den Italiener und töteten ihn. Sein Begleiter zog, um, sein Leben zu retten, ein Messer und stieß einen der Angreifer nieder. Petersburg, 11. April. Der Dnmapräsident Golodin hat an den Ministerpräsidenten Stolypin ein Schreiben mit dem Ersuchen gerichtet, seine Rechte als Dnmapräsident zn wahren und die Dumapolizei nur mit Genehmigung des Präsidenten in die Näume der Dnma zuzulassen. Der Konflikt zwifchen dem Präsidium der Duma und dem Ministerpräsidenten verschärft fich. Auch die sehr gemäßigte Zeitung „Slovo" bestreitet das Nccht des Ministerpräsidenten, die Zuziehuug von Experten zu den Kommissions sitzungen der Duma zu verbieten. Petersburg, 11. April. Als die Großfürsten Nikolaus und Peter in der vergangenen Nacht ans Carskoje Selo nach Petersburg zurückkehrten, wurde der Zug infolge abgefenerter Schüsse auf der Strecke zum Halten gebracht. Die Eisenbahnschntzwache meldete, daß sich auf der Strecke vier Personen befunden hätten, die der Aufforderung, das Geleise sofort zn verlassen, nicht Folge leisteten, worauf die Wache gefeuert und die Leute die Flucht ergriffen hätten. Bei Absuchung der Strecke fand fich absolut nichts Verdächtiges. Das Vorkommnis ist ganz belanglos nud die Gerüchte vou Bomben, von einem Attentats-versuche und von zahlreichen Verhaftungen sind vollständig unbegründet. Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Seehöhe AOtt'2 m. Mittl. Luftdruck 7^6 0 mm. tz ^2 W^ k" «Und des Himmel« Z^Z 77 2Ä7 N. 729^1^0-6"S7 schwach MlwTWter'"^" " U-_2lb^ ^731 /?___5^4 NW. schwach bewölkt___ 12,j 7 U. F7^^32^6I 0 2, NO. schwach i Nebel i 0-0 Das Tagesmittel der gestrigen Temperatur 6 6°, Nor» male 8 9°. Verantwortlicher Nedalteur: Anton Funtel. Wohltätigkeitsabend unter dorn hohen Protektorate dor Frau Karla Sohwarz, Gemahlin des P. T. Herrn Landospräsidenton für Kram, zum Beaten der Laibaoher Studenten- und Volks-küohe anläßlich des 30jährigen Bestandes dieses humanitären Institutes Samstag den 13. April 1907 um 8 Uhr abends im grossen Saale des Hotel „Union" veranstaltet von der Veroinsvorstohung, einem Komitee von Damen und Herren der hiesigen Gesellschaft und gefälligst gestatteter Mitwirkung: der Musikkapelle de» Infanterie-Regiments „König der Belgier" Nr. 27 unter persönlicher Leitung des Herrn Kapellmeisters Theodor Christoph. JP i* o g i" a nm mb& : 1J Mein Heim, Ouvertüre von Dvorak, ausgeführt von der Musikkapelle. - 2.) Lebendes Bild: Das Rosenwunder der heil. Elisabeth, Landgräfin von Thüringen. Personen: Die Landgräfin, Frl. Paula von Radios; der Landgraf, Btud. jur. Herr J. Poljanec; Gefolge. — 3.) Arie der Maria aus dor Oper Die Folkunger, von Edm. Kretschmer, gesungen mit Orchester-Bogleitung von Frau Mizzi Meese. — 4.) Kitica, von A. Foerster (für gemischtes Quartett). — 5.) Deklamation von Frau Stein-hardt Gerhild: a) Unerkannte Schätze, von R. Kneteel; h) Lied vom Bürstenbinder, von Rudolf Baumbach. — 6.) Romanze: Der Mignon, aus der Oper Mignon von Ambroise Thomas, gesungen mit Orchesterbegleitung von Frau Mizzi Meese. — 7.) Studentenchöre: a) Slovanski Brod, von Fr. Gerbiè, h) Utopljenka von P. Krizkovskü — 8.) L' Arlesiennc, zweite Orchestersuite von Biset, a) Pastorale, b) Intormezzo; c) Farandole; ausgeführt von der Musikkapelle. Hierauf: Budenverkauf im großen Saale. — Zum Schlüsse: Tanzkränzohen. (1369) 3—2 Im Saale Sitzplätze: Reihe: 1 bis 111 a 4 K, IV bis IX a 3 K, X. bis XII ä 2 K, XIII bis XVII ä 1 K; Stehplatz 60 h, Balkonsitz 2 K, Galeriositz 1 K. — Kartenver. kauf aus Gefälligkeit bei Herrn y. Giontini, Buchhändler Ilathausplatz, und abends an der Kasse im Hotel Union.) Aufruf:: an die deutschen Reichsratswähler der Landeshauptstadt Laibach. Schon bei oberflächlicher Durchsicht der Neichsratswählerlisten zeigte es sich, daß in denselben zahlreiche deutsche Wähler entweder gar nicht oder unrichtig eingetragen sind. Um allen deutschen Wählern die Nber-prüsuug der Wählerliste» in der angenehmsten Weise zu ermöglichen, liegt ein Exemplar derselben ab Freitag den 12. April 1W7 bis 25. April 1907 täglich vou 0 bis 8 Uhr abends in der Kasinorcstauration, Inselzimmer, auf, woselbst sich jeder deutsche Wähler davon überzeuge» kann, ob er überhaupt und ob er mit richtigem Namcu eiugctragen ist. Oleich-zeitig werden alle Auskünfte in Reklamationsfachen erteilt. (i3v5) 2-1 Laibach am ll. April 1907. Der deutsche Wahlausschuß. ! 5 > ^ Eudcsa.escrtia.tcn gcbeu allen Verwandten, W Freunden und Brlanntcu die tiefbetrübendc Nach« W richt von dem Hinscheiden ihres innigstgeliebten W Vaters, bezw. Schwieger» und Großvaters, des Herrn ^ > Franz Inglic > D l. u. l. Feuerwerkers i. R-, W W Vesitzers des gold. Vcrdieusttreuzeö, des silberne« ^ W Vcrdicnsttreuzeij mit der Krone, der Kriesss- ^ W medaillc, der Jubiläums-Erinncruunsmcdaillr ^ W für die bewaffnete Macht, der Ehreumedaillc ^ W für 4l)jährige treue Dienste, des Mannschnfts- ^ W Dieustzeichcus 1.5ilafse ^ D welcher uach kurzem, schwerem Leide», Verseheu ^ W mit den heil. Sterbesakramenten, heute den 11. April ^ W um 11 Uhr vormittags in seinem 7^. Lebensjahre ^ M selig im Herrn entschlafen ist. M Das Leichenbegängnis findet Samstag deu ^ 13. April um 5 Uhr uachmittags vum Trauerhause W Gerichtsgasse Nr. 4 auf den Friedhof zum Heil. M M ilrenz statt. M W Die heil. Seelenmessen werden in der Ps'arr« W lirche zu Maria Verkuudigung gelesen werden. ^ W Laibach, am II. April 1907. W W Alexander Inaliö, Sohn - Fanny Kristan W W geb. Iugliü, Tochter. - Gduard Kristan, ^ W Schwiegelsohn, — ttlgj^^ Ingllö geb. Po» ^» > gaönik, Schwiegertochter. — Franz, Anton W > uud Marie, Eulel. M W Leichciibeslattuiinsailstalt des Fr, Dobeilet. ^W