IVI tS» Sonntag dm so. AezemSer 1874. XIN. Jahrgang Die <»M.irburger AeUung" erscheint jeden Senntag, Mittwoch und Freitag. Vreise ^ für Marburg: ganzjährig 6 st.,halbjährig 3 fl., vierteljährig 1 st.ö0 k; sür SustelluAg ins Haus monatlich 10 kr. »» mit Postversendung: ganzjährig S st., halbjährig 4 st., vierteljährig 2 st. Insertionsgebühr ß kr. pr. Zeile. M E«thüll»ng der Kiplsmatit. Marburg, 19. Dezember. Dir Aruim'sche Fall Hot die Aufmerksamkeit der gesammlen politischt» Welt i» höchstem Grade erregt. Ohne die zunstwidrige Rückfichttloflkkeit des eisernen Kauzlers wär' es nie zum öffentliche» LersahrtN gekommen — uie zum akteamäßigev Leweise von Thoten, welche die ständige Diplomatie auch dem blödesten Auge als nuj^los, ja schädlich enihüllen. Ist der diplomatische Vertreter, was er nach seinem gwtcke sein soll, dann spielt er als Mann und Mensch die kläglichste iülolle, sinkt zum blinden Werkzeug herab, zum Gpähir gewöhnlichster Art. Fügt dieser Bertrettr sich aber nicht unbedingt dem Willen des Oberen, so handelt er seiner Bestimmung entgegen, verletzt seive AmiSpfllcht, ist ein treuloser Diener seines Herrn, ein Ber rätber desstlben, verschwört sich lm eigmsten 3a-teriffe zum Sturze des gedietinden Ministers, wie es von Arn'M qeschchen. In jedem Falle muh aber das Volt die Kosten bezahlen, die stch für Botschaster, Ge sandte . . . allein z. B. in Oesterrilch-Ungorn ans mehr als eine Million Gulden jährlich be^ lausen — ungerechnet jenem entgavgevin Gewinn, weithen die Bolkswirthschaft mit Hilse eines solchen löetrages erzielt hätte. Wird der Verkehr zwischen Bilrgern Oester reich-tlngarns und Bürgern ailderer Staaten in der Regel durch Briefe und Telegramme ver» mittell und bedarf es nur in den seliensten Fällen peisönltchee Vertretung, so wild dies sür die Wechselbeziehungen der Regierung zu den Lenkern anderer Staaten wohl auch genügen. Sej^en end-lch die Staate« sest, daß tm Verkehr ihrer Genossen jene Grundsätze gelte», welche Recht und Sittlichkeit ausgestellt, so folgern wlr daraus mit unerbittlicher Strenge, daß diese Grundsätze ans-schliehlich zur Geltung kommen auch im Verkehre ber Regierungen mit einander. Dann aber iegen wie die zünftige Diplomatie für immer zu den Todten. Kit Ntbtiptß. ll. Untersucht man einen We'njtock »m Beginn seiner Erklantung, so findet man an den kleiasten und weichsten Würzeichen angeschwollene Stellen, die härter sind als ihre Umgebung, und an diesen Verhärtungen sieht man ein kieiaes gelbes Wesen sitzen, höchstens °/s Millimeter lang, eine meist flügellose Blattlaus, rundlich, dick, mit s'chS Beinen, zwei kleinen Augen nvd Filhlhötnern und einem unter den Bau« geklappten Rüssel. In der Jugend ist sie hellgelb, im Alter bräunlich und Verziert sich überdies, lvenn sie alt wird, mit einigen Höckern. S'tnen Rüssel senkt dos Thier in die Rinde d,r Wülzeichen, und nach der überelnftimmenden Aussage der besten Beobachter unterliegt es keinem ö'veisel, dat jene Schwellnagen durch seinen Such heivorgebracht werden. Es saug seine Nahrung auS »hnen; lUdessen schein! es daß d»r Saslverlust, welchen die Rebe hieduich erleidet, thr weniger verderblich wird als die Verhärtobg' ihres Gerebes, welch, eben in jenen zeschwollenen Knötchen stattfindet. Untersucht man eines derselben unter dem Mitroitop. so findet mau das Rlndengerebe unverhältnißmäßig stark entwickelt und uiiter demselben eine kiankhaste Holzbildung. Wie die Zahl der vorhandenen Insekten zunimmt, wächst anch die Zahl der Knöt» chen an den kleinen Wurzeln, so daß diese schließlich gar keine gesunde Stelle mehr besitzen und ganz und gar knotig werden. Schon ehe es so weit kommt, werden auch die stärkeen Wurzeln angegriffen, die Thiere fitzen so zahlreich an allen Wnrzeltheilen, daß diese dadurch mit gilben Flecken bedeckt erscheinen; endlich entartet das gaoze Wnrzelsystem der Rebe und dies- stirbt. Die Insekten verlassen sie, wenn die Wurzeln verdorben find. Es ist begreiflich, daß der Wein-stock zu Gründe gehen muß, wenn die Organe, welche seine Nahrnng aus dem Bod«n ziehen sollen, in der beschriebenen Weise verhärten, so daß sie dl» Fähigkeit veriieile», die nährenden Bodenbeftondtheile auszunehmen. Audererseils kann er längere Zeit widerstehen, wenn er nur au einzelnen Würzelchen angegriffen wird, so daß vo, wo die Krankheit erst sporadisch austritt, die Reben noch eine zuliang gesund aussehen können, wenn fie schon tödtlich infie'rt sind. Schwächere Stöcke erliegen dann selbstveiständlich rascher als kraftigere, und so fi«ht man denn nnr einzelne derselben kränkeln und verloien, wahrend ihre Umgebung anscheinend noch gejund ist. Dieses Verhalten Hot leider die Folge, daß die Wein, bergbefitzer ihre Pflettiinge noch sür gesund halten, während fie schon untermtnirt sind, und deß-Ihulb sich in trügerischer Sicherheit wiegen, tn» ^dessen ihnen die Gesahr in der Siille über den Uenilleto«. Schvi«dtli«stratt. (Schluß.) Meinen dritten Brief (pvsto rsstsat» Prag) erhielt ich sammt der Anlage nach etmger Zeil durch die Post wieder zn'ück. Wahrscheinlich lvar der Schlviadler mittlerme>le entlarvt worden. Ein vierter rekommandirrer Brief mil einer Jnlage von zwei Thalern blieb ganz unbeantwortet. Der Schwindler hat mein Geld einfach eingesteckt. Entweder wollte er dadurch seine Ver^ achtung über meine Einfalt ansdrücken, oder damit sagen, daß lch es ebenso machen solle, lvie er, wie denn ein anderer Schwindler vor ihm wirklich den folgenden Rath elth^iit hat: ^Machen Ne eS lvie ich. Erlassen Sie ebenfalls Anzeigen und führen Sie Andere an. Glauben Sie Mir, es ist ein profitables Geschäft, denn an Dummköpfen unv Narren ist, Gott sei Dank noch Nirgends Mangel." x Ich komme jetzt zu einer der nenesten Un-lernehmnngkn obiger Art, bet der ich elwa» länger Veriveilea muß, iveil sie mit einem gewissen Auf wand von Miltein ins Werk gesetzt wird und für den Unerfahrnea in der That etwas Verführerisches an fich hat. In den gelesensten Zeitungen lvar nämlich soigendtn Anzeige erschienen: „Eine neue erprobte Erfindung, deren Ausbeulung jährlich nur hundelt dtS zweihundert Thaler Kapilal ersoidert, und dafür einen jährlichen Gewinn von mehrerea Taufend Thalern gavantirt, kann gegen ein sehr geringes Honorar nachgewiesen werden. Frankirte Anfragen unt,r 8. I». 93ö besorgen die Herren Haaseostein unv Vogler in Frankfurt am M^iin." Sofort wtnbete ich mich mit einer Anfrage um Aut^tnnsl über den betreffenden Jndustriezwelt» an die angegebene Adreffe. »vorauf ich aus Darm-stadt ein lithographlrtes Schreiben erhielt, worin die Vortheile des angepriesenen Unternehmens ausführlich dargelegt und mit Zahlen nachgewiesen sind. Dasselbe soll im Wesentlichen darin bestehen, jeden gewöhnlichen Brunneu aus eine einfache und leichte Weise ia einen Mineralbrunnen zu verwandeln und so das Wusser zur Errichtung eine^ Badeanstalt tt. zu gewinnen. Der Prospekt zu diesem neuen Industiie-zweige lamel allerdings sehr verlockend; nur hat der Versafser Z-veierlei dabei üders hen: erstens, daß es ein Belrug ist, einen gemachten Mineral-brunnen sür einen natürlichen auszugeben, und zweitens, daß die Täuschung selbst bei dergrößten Vorsicht doch nicht lange bewnhrt werden kann, weil das Hausgesinde und die Nachbarn, denen dle wahre Beschaffenheit deS Binnneas bekannt ist, die Ursache der plötzlichen Verwandlung desselben leicht errathkN. Ersähst aber das Publikum, daß daS Mine-ralwaffer ein sadrizirteS ist, so verliert es das Vertrauen zu demselben, die ganze Spekulation fällt ins Waffer und der Unlerael)mer darf s. Heu, wie er den verdorbenen Brilnnen wieder sür den geivöhnltchen Verbrauch herzustellen vermag. Für die Aaiversung zu diesem Verfahreu Verlangt der Verfasser deS ZnseratS zehn Thoier, während wir über die ZusammensetzUttg und Fabrikation der bekanntesten Mineralivüffer von tüchtigen Fachmännern (z. B. Quarizius) Schrlsten bel'ltzen, die nicht über einen Thaler kollen. Etl»e andere sehr lockende Anzeige von einem Herrn F. M. in G—l über eine wlchlitie und getvinndringende neue Erfindung, die sür siebzehn Reugroschen milgelheilt weiden sollte, veraniahte Mich, das Geld zu sende»; aber statt des erwarteten Geh'imniffes erhielt ich nichts als ein höchst konfus abgtsaßles Ancrtiieten des Herrn M., für drei Thaler zwei Flaschen Essenzen zur Liqueurbe« reitung vou ihm zu deztet)cn. Ueber den Werih d,eser letzleren kann ich nicht urlheiien; e>n unverschämter Schtviudel aber Kopf wächst. So ist ts out wairscheinlich, daß schon im Jahre 1864 einzelue Stellen im untern Rhonethal iufileirt waren und daß iu den Jahren 1866 und 1867 die Seuche erheblich Wetter verbmtet war, alS es den Anschein hattt. Aber in der ersten Pertode erlagen thr vorläufit, nur die schwächsten und kräntestcn Weinberge; Kit 1368 aber hatte sie sich so weit durchgewühlt, daß sie da auch die stärkera Stöcke auf einem wetten Gebiete bezwang, daher ihr scheinbar so plötzliches Umsichgreifen von 1868 ab. Was den Lebenswandel der ?d7!1oxvra angeht, so ist dieselbe, w>e gesagt, eine aus die Wurzel Verpstanzte saugende BlattlanS. In der Jugend hellgelb, wird sie bald braun mit schwarzen Höckerchen; sie häutet sich aber mehrmals und erscheint nach jeder Häutung wieder im frischen Gelb. Ihr eigentliches Leben beginnt in Jahren von mittlerer Wärme im April, in kälteren Jahren fängt ihre Thättgkeit später, in wäemern etwas früher an. Während des April und Mai, wenn es nicht recht warm ist, auch im Juni, sind die Thtere nicht sehr lebhaft und vermehren sich nur mäßig; im Juli nehmen sie stark zu uud im August und September treten sie in ungeheueren Mengen auf. Sie pflanzen sich theiis durch befruchtete Eier, theils ohne Be» fruchtung durch Generationswechsel fort. 3m Hcrdft legen die befruchteten Weibchen dunkle, ziemlich widerstandsfähige Eier und sterben. Die Eier und ein Theil der Nichtwütter überwintern, um im nächsten grühlinft neue Gchaaren zu pro-duziren. Mau fiudet im Sommer unter ihnen geflügelte Ezemplare in nicht unbedeutender Zahl; welche Stellung diese den anderen gegenüber einnehmen, ist noch nicht ganz aufgekiärt. Es scheint nicht, daß sie eigentlich fliegen können, wohl aber werden sie, wie geflügelter Pflanzinfowen, leicht vom Winde fortgetragen und spielen dadurch eine wichtige Rolle in der Verbreitung der Krankheit aus weite Entsernungen. Die ungeflügelten wandern von einer Wurzel zur andern, wenn sie ihren srühern Wohnsitz ausgesogen haben. Sie scheuen Luft und Licht und können auch mit iht^em weichen Körper sich nicht durch Erdarten fortbewegen, welche sich dicht an die Wurzeln anlegen wie Sand. Am günstigsten ist ihrem Fortkommen ein Boden mit zahlreichen kleinen Spalten und Rtsien, also vor Allem thoniger Boden, und man hat bemerkt, daß sie sandige Parzellen inmitten eines größern thonigeu Reviers oft längere Zeit unangefochten lassen. Man sieht die Thiere im Berhältnlß zu ihrer großen Zahl ziemlich selten über den osfenen Zvoden lausen, und es scheint, daß sie zu diesem ist es, daß sich der genannte Herr sein« ganz werthlose. von ungeschickter Hand auf ein Blatt Papier geschriebene Geschäftsanzeige mit fiebeuzehn Neugroschen bezahlen läßt. Etwas reeler war dagegen die Antivort, die ich nach Einfendung eines ThalerS auf die fol-gende in vielen Blättern erschienme Anzeige er-hielt : „Sechserlei leichter Nebenerwerb wird ebevso neu wie praktisch nachgewiesen. Adr. A. F., Stuttgart." Sie bestand in einem sogenannten „Silbtrbrief", einem enggedruckten Quartbogen, der die Empfehlung folgender Nebenerwerbe be, handelte; 1) Die Kaninchenzucht, 2) die Zucht der einheimischen und fremden Hühner, 3) die Bienen-zucht, 4) die Sridenzucht, 5) die Zucht» der Ka-naritnvögel, 6) die Anfertigung kouranter Ber, brauchSarlikei (Essig, Fleckenmiitel, Hefe, Senf, Räuchermittel, Tinte, Wichse). tNr. 1 bis ö enthielten lediglich eine kurze Ewpfrhluug unter Anführung der Titel von Schriften, die sich, auf den Gegenstand beziehen, während unter Nr. 6 auch einzelne Rezepte angegeben waren, die indeß nur BrtannteS boten. Otigleich schon der Preis nach dem Buch» händlermaßstab sehr hoch ist, so hat der Verfasser doch weaigstens etwas dafür geleistet. Auf Neuheit können seine Vorschläge aller- Mittel ihre Zuflucht nur dann nehmen, wenn sie nicht anders können; dabei ktiechen sie, sobald es angeht, in die Spalten, um sich der trockiien-den Wirkung von Lust und Sonne zu ent-ziehen. Die Frage, welches die beste Zeit ist, um die verderblichen Insekten anzugreifen, löst sich nach dem Vorigen von selbst: April und Mai, die Zelt, wo die alten schwach vom Winterschlas und die jungen eben erst ausgekrochen sind. Was aber soll man gegen sie thun? Die verschiedenen Vorschläge sind: 1. Man setze die Weinberge unter Wasser. Die aiten w,rl)en ersäust und ihre Brut verfault. DoS Mittel ist radikal wirksam, ober natürlich in seiner A«wendung beschrävkt auf tiefliegende, ebene Distrikte, würde demnach sür Deutschland fast durchaus unauwendbar sein. Z. Man kräftige die Weinstöcke durch' gute Düngung und Auswahl gesunder Stecklinge. Das macht sie widerstandsfähiger, dürfte aber nur zeitweise helfen. 3. Man tödte die Infekten durch spezifische Gifte. DieS wird wohl die letzte uud wilksamste Zuflucht bleiben; eS iiandelt sich nur darum, daS (sicherlich exlstirende) Gift zu finden, welches den Rebläusen tödtlich, unschädlich für die Weinstöcke und nicht zu theuer ist. Bis jetzt hat man Schwefelkohlenstoff versucht; er tödtet die Thiere, aber in etwaS starken Dosen auch die Reben und ist lästig in der Anwendung, hat also wohl keine große Zukunft. Sutfokarbonate, Snbstanzen, welche im Boden Schwefelkohlenstoff entwickeln (hauptsächlich in den mehr feuchten Jahreszeiten wären fle am besten im März und November zu vrrwen-den), und Gerbsäure in Form von tvüfserigin Auszügen auS Eichenrinde sind in der letzten Zeit als unfehlbar ivirkfam angepriesen worden; ebenso Steinkohlentheeröl. Der Versuch muß noth weiter über die Zweckmäßigkeit dieser Mittel entscheiden; doch hat eine so zuverlässige Autorität wie DumaS ihre Wirksamkeit bereits bestätigt. Die deutschen Weinbauer dürfen sich nicht der Illusion hingeben, daß sie noch lange vor der kb/Uoxora sicher seien. Die Geißel nähert sich Von Südfrankreich und der Schweiz auS iangsam, aber sicher; ein un^tlücklicher Zufall kann ihr Vorschub leisten und daS Unheil schnell herbeigetragen. Die nächsten VorsichtSmaßregein liegen nahe genug: man hüte sich sorgfältig, nicht bloS aus ikfizirten, sondern schon ans un» mittelbar bedrohten Gegenden Stecklinge zn de. ziehen, und wenn man irgendtvo ein abnorme» dingS teinen Anspruch machen und ob sie unter l»uadert Personen eine zu benutzen vermag, bleibt zweifelhaft. Wer etwas wirklich Praktisches und Vor-theilhastks entdkckt, lvird cs nicht um »in paar Thaler auf dem öffentlichen Markte ausbieten, sondern es selbst auszubeuten suchen, und wenn er die Mittel dazu nicht besitzen sollte, so dürften sich immer Leute finden, die ihm dieselben gsgen eiuen Gewinnanthetl vorstiecken. Darum Vorsicht! A. R. Emt Fahrt in das Eismeer. Von M. E. Plankenau. Eine Hauptstation der im Stillen Ozean kreuzenden Walsanger ist die Gruppe der Sand-wich-Jnseln. Im F'ühling und Herbst laufen sie dieselben an. Der während der letzten „Saison" erbeutete Thran wird ausgeladen, srischer Proviant eingenommen und den Mannschaften die uolhwendige Erholung am Lande gestattet; dann abir eilen die Schiffe nach den Fischgrüuden und zwar sür den Sommer nach dem „Nord-Westen", hauptsächlich uach dem Meere von OchotSk und dem Kränkelt» einzelner Stöcke bemerkt, untersuche «an sofort die Wurzeln. Ihre Schwellungen und die unter der Lupe leicht sichtbaren Thierchen find sichere Kennzeichen der Gefahr; rechtzeitig bemerkt, mag sie im Keim erstickt werden — sich selbst überlassen, wenn auch nur kurze Zeit, würde sie das nationale Vermögen um viele Millionen schädigen. Zur Geschichte des Hages. Im VerwaltungsauSschuß des Abgeordnetenhauses werden jetzt die Aeul)krungen der Verivaliung vorberathen. Mit vollstem Rechte weisen die fortschrittlichen Mit^ glieder darauf hin, daß die Hauptursache aller Beschwerden nur der übertrageeie Wirkungskreis der Gemeinde ist. Jedem das Seine l — diese Forderung gilt auch für daS Verhältniß des Staates und seiner Gliederungen. DieBewegungzum Schutze deS Natur wein es, die von Marburg ausgegangen, scheint denn doch ihr gl l erreichen zu solle». Im Sonderausschuffe des Abgeordvetenhau-ses erklärte Nämlich der Mnanzminister, daß die Regierung bereit sei, den Naturwein durch entsprechende Maßregeln zu schützen und wurde hierauf eine Fachkommission behufs Vlrnahme vou Untersuchungen gewählt. Bismarck soll als Kanzler zurücktreten wollen — angeblich, weil er im Reichstag eine Ntedirloge erlitten. Diese Vertretung hat gegen den Willen Bismarcks den Wunsch ausgesprochen, der Kanzler möge durch „Herdeiführnug einer Deklaration oder Abänderung des betreffenden Paragraphen der Verfaffupg dafür sorgen, daß künstig die Mögiichkeit der Verhaftung eines Relchstogsabgeordneten ohne vorhergehende Genehmigung des Reichstages auSgeschtossen sei." Bismarck denkt ernstlich gewiß nicht an den Rücktritt; mit seiner Drohung btai>sichtigt er wohl nur, den Kaiser für die Auflösung des Reichstages zu geivinaen in der Hoffnung, dal; bei den nächsten Wahlen die „Retchsseinde", na-menllich die Ultramontanen, nicht in so großer Zahl durchdringen» wie das letzte Mal. Vermischte Stachrichteu. (Für Schulzwecke.) Der Kommiffär des nordamerikanischen BukdesbureauS für öffentliche Erziehung berichtet, daß im Jahre 1873 von Privaten der Republik zu Schulzwecken süvszehu Millionen Dollar gestiftet^ geschenkt, oder vermacht worden. nördlich der dering-Straßc liegenden Theile dcS PolarmeerkS. Im April 1866 Verließen auch wir den Hafen von Honolulu und segelten wohlgemuth nach dem hohen Norden. DaS herrliche Wetter, dessen wir unS im Ansauge der Reise ersreulen, ivurde rauher in der Nähe der Aleuten und alS wir diese wüste Inselkette pasiirten, war eS geradezu abscheulich. Elsiger Wind begrüßte uns. Regen, Nebel und Schneegestöber folgten sich in jähem Wechsel und lvüiheude Böeu brausten von den zerklüfteten Bergmassen herab, alt wollten sie uns die Durchfahrt verwehren. Oestlich von uns schien ein Vulkan in Voller Thätittteit zu seln. Wir sahen Feuerschein, dunkle Rauchwolken und glaubten in Pausen fernes Getöse zu vernehmen. Im Bering'Meere fanden wir die Witterung ebenso ungünstig. Bald kämpfte dos Schiff tage-lt'Ng mit Sturm und Wogen, bald ruhte es in dichtem Nebel wie festgebannt auf dunkler Ftuth, während Segel, Taue, Holzwerk sich mit einer dtckeu Eiskruste überzogen. Alles Leben schien hier erstorben. Kein Fisch, kein Vogel war zn sehe», nur verstreute lLiSblöcke, bleich und kalt im Nebel schimmernd, trieben vorüber als stille Bolen deS Nordens. In »och nie gesehenem Glauze strahlten hier (Deutsches Vuadesschießeu.) Das fünft« dmtsche SchüKeufist (Stuttgart) soll om 1. August ttöffnit werden. (Gesundheitspflege. Morph i-umeinspritzungen.) Wie der „Kölnischen Leitung" aus Srztlichm Kreisen mitgelhiilt wird, hat die Anwendung der MorphiumtinspriKungen, welche ursprünglich zur Stilluvg von Nervenschmerzen verordnet wurden, bei Laien .wie bei Aerzten in neuerer Zeit vielfach einen bedauerlichen Umsaug angenommen. Wer hätte geahnt, daß die kleine SpriKe auch verwendet würde, um elmr Lttdenschast zu fröhnev, welche mit dem Opiumesseu der Chinesen die größte Verwand-fchast hat? Und dennoch ist eS der Fall. Die Betäubung in Folge der Morphiumeinspritzung muß auf manche Naturen einen brsonderen Reiz ausüben, so daß sie dtrseS künstliche Mittel bald ganz gewohvheitSgemäß anwenden und schließlich ohne ihren Morphiumrausch gar nicht mei>r eri-stiren können. Die Erscheinungeu, welche bei dieser Leidenschaft zu Tage irrten, sind denen ähnlich, welche nach den Berichten der Reisenden bei den OptUMkfsern beobachtet werden: Zittern der Glieder, aschfahle Hautfarbe u. s. w. Die Heilung von dieser unseligen Letdeuschast ist sehr schwierig. Ein junger Arzt, welchtr sich verständigerweist behusS seiner Heilung in eine Heilanstalt sür Gemüthtkranke begeben, mußte täglich am ganzen Körper untersucht werden, ob er sich nicht heimlich iSinspritzungen gemocht und vur durch all-mälige Entwöhnung von dem Genüsse seines gewohnten Naekotikums gelang eS, ihn zu heilen. In einer Peovinzialstadt ist kürzlich eine ältere Dame gestorben, die in dem letzten Jahre sür nicht weniger alS 90 Thaler Morphium zu Einspritzungen verbraucht hatte. (Die Galzerzeugnng Oesterreichs.) Der Salinenbetrieb Oesterreichs erstreckt stch aus die Erzeugung von Steinsalz, Sudsalz, Seesalz und Industrialsalz. Im Jahre 1S73 betruq Vit Erzeugung von Steinsalz 1,436.b90 Wiener Aenlner, jene von Sudsaiz belief sich aus 2,657.878 Atr., jene von Seesalz 7Sb.12S Ztr. uud an Zndustrialsalz wurden 28b.S28 Ztr. erzeugt. Der Geldwerth bezifferte sich Mit 22 Milliouen Gulden, Der gesammte bei der Salproduktion beschästigte Arbeiterstand betrug S72V Personen (6Slö Männer, 1S86 Weiber und! 628 Kinder.) (Reblaus.) Mit Ausnahme der wenigen Stellea bei Klosterneuburg ist bisher nirgend iu Oesterreich eiue Spur der Reblaus endeckt worden. die Polarlichter und entfalten zuweilen eine überwältige Pracht. Einmal wurden viele unserer Leute sogar von Furcht ergriffen. Ein Weltei'bravd schien zu entstehen. AuS drei im Noi dsOsteu sich ausbauender» blaß gelben Lichtbogen strömten mächtige grüne und rothe Strahlen über uns hinweg, sie schwangen hin und wieder, neigten sich, sanken zurück und stiegen von neuem empor, weiter und immer weiter in die Unendlichkeit hineinragend im großartigen Farbenspiel. Wie die Wogen des Ozeans vor dem Sturme einherrollen, so überfluthetsa zuweilen ungeheure Lichtwellen mit majestätischer Bewegung daS Himmelsgewölbe, im gen Ith mit einem grellen Auszucken in Tausende von Flammenpseilcn zei-spitternd, welche blitzähnlich im Weltenraum ver» schwanden. Ununterbrochen dag«)gen tlieben dit mächtigen Strahlenitündel ihr sinnverwirrendes Splel, im gewaltig'N Schwung gleich den glütieln eines RadeS nach derselben Richtung eilend, oder sächersörmig auflodernd, sich wild verschlingeuv und kreuzeud. Das ganze Firmament war Licht, Bewegung, eiu in den prächtigsten Farben wechselndes Feuermeer. Einzelne Lichtgarben fuhren so jäh und leuchtend herauf, daß sie zwischen Mast und Tauwerk auf uns uiederzuflnken schienen. ES bedurfte vieler Üederwinduug, um die Marburger Bcrlchte. (Feuerwehr-Kameraden.) Herr Tissa, Doktorand der Medizin, ist bekanvt, iich vor Kurzem hier gestorben. Im Auftrage der freiWilligkN Turver-Feuerwrhr zu Graz hat Herr Joskph Purgleitoer, Steiger-Rottsührer, an die Mutter deS Verblichenen, Frau Antonia Tisso, folgendes Schreiben gerichtet: ,Da Ihr verewigter Herr Sohn Mitglied der ärztlichen Abtheilung der hiesigen frriivilligen Turner-Feuerwehr war und sich als solches tie Achtung und die Liebe seiner Kameraden erworben, so ersucht die Feuerwehr Sie, Geehrteste Frau! Photographien sür das Gedenkbuch derselben zu verehren." Diesem Wunsche ist bereits entsprochen worden und zwar durch Uebersendung von drei Photographien — zwei kleinen in AlbumSformat uud einer vergrößerten, Welche aus dem Atelier deS Photo-geaphen Herrn Krappek in Mariiurg hervorge-ganger». Zwei dieser Photographien stellen Herrn Tisso im bürgerlichem Kleide dar; aus der dritten ist er im Wossenrock als Einjähriger-Freiwilliger abgebildet. (Spenden für Brendbeschädigte.) Für jene Bewohner von Mauthdorf, Bezirk Lut-tenberg, welche im Hochsommer durch Feuer ge-schädigt worden, sind in Folge einer Sammlung 3362 fl. 53 kr. an Geld und GeldeSiverth eingegangen — darunter 800 fl., welche der Lan-deSlMSschuß und 500 sl., welche die steiermärklsche Sparkasse gespendet. (Ein Schulfreund.) Herr Ant. Thaler, Obmann deS OrtSschulrathes in St. Etiydi, hat der dortigen Volksschule fünfzig Gulden und dre» Landkarten (Steiermark, Oesterreich und Europa) gespendet. (Vom Bahnzug überfahren.) In giegelstatt bei Pöitschach wurde neulich ein Mädchen durch den Bahnzug überflihren und erfolgte der Tod augenblicklich. Die Ncichsorschungen haben j.tzt ergeben, daß die Veiunglückte die Keuschlerötochter Maria Doberschek auS Laporje gewesen. (Verhastnn g.) Valentin Sch., we^jen eines DiebstalzlS steckbrieflich verfolgt, ist zu Schloßberg, OrtSgemeinde Leuischach, durch einen GknSdarm von Arnfels entdeckt und festgenommen worden. Sch. war früher Soldat und wurde zweimal wegen Fahnenflucht bestraft. (Blattern.) In Kapellen, Radein und Koölafzen treten jetzt die Blattern epidemisch aus. Drei Kranke sind bereitS gestorben. (Vorschußkasse in Pettau.) Der Borschußverein Pettau hat sich konstiluirt und Täuschung zu erkennen. Oft hatten ivir daS Gefühl, als müßte so intensiver Lichtenlwicklung ein ungeheures Getöse folgen, doch vergebens lauschten wir mit verhaltenem Athem; ein großes Schweigen herrschte in der Natur. Wohi eine Stunde lang zeigte sich die Er, scheinung in ihrer höchsten Pracht, dann erlosch sie fast im Augenblick und nur die drei Lichtbogen blieben zurück. Der äußere rückte dann langsam heraus und verschwand mil einem letzten Aufflammen, die beiden übrigen verblichen erst nach und nach, bis sie im Morgenlicht gänzlich ver-schwc'nden. Je weiter wir nach Nord-Wcsjen vordrangen, desto seltener wurde daS Eis, und zuweilen war auch nicht ein einziger Block ln Sicht. EintS MoegenS lveckte unS d-r Ruf t „Ein Barl Ein Barl" und brachte alle Schläfer in größter Hast an Deck. Nicht weit von unS auf .iner einsamen Scholle befand sich einer dicser meißröckigen Beher'scher deS hohen NordenS und schaute verwundert nach uns herüber. Als wir eiN Boot zu Wasser brachten und auf ihn zuruderten, wurde er unruhig. (Fortsetzung folgt.) zählt bereits fünfzig Mitglieder, welche 5400 ff. eingelegt. (Zur Gemeindewahl in Marburg.) Am Freitag f.znd die Stimmgebunq de« ersten WahlkörperS statt. Von 430 Berechtigen erschienen 253 und wurden solgende Herren gewählt: Friedrich Lehrer, Dr. Joseph Schmiderer, Direktor Gutscher, Franz Bindlechner, Hatbärth, Ludwig Litterl von T'ssenberg, Nagy, AlbenSberg, Dr. Modrilljak, Professor Schalter. ^Arbeiter-LildungSverein. Heute Nachmittag halb 3 Uhr findet ein Sitzung und Abends 7 Uhr eine gesellige Zusammenkunft dieses Vereins statt. (Murbrücke zu E h r en h a u s e u.) Die Murbrücke zu Ehrenhausen, durch Hochwasser beschädigt, soli wieder hergestellt werden. Die Verhandlung betreffs Ueberuahme der Arbeiten findet am 4. Jänner 1875 in der Kanzlei der genannten Gemeinde statt, wo auch der Bauplan, der Kostenüberschlag ... zur Einsicht aufliegen. Theater. Zum Bortheile der Schauspielerin Frl. Fanny Schubuth kam om Mittwoch den 16. Dezember „GretebenS Polterabend" von Rudolf Kneisel zur Aufführung. ES ist dieses wohl das schivächste Crzeugniß deS beliebten Dichters, ein Lustspiel von stark posseuhaster Färbung, darin lächerliche Figuren gegenüber dem Ernst der Situationen allzu drastiich wirken, daß man darüber zu keinem reinen Genuße kommt. Doch be-kündet auch dieses Stück Kneisels eine feine Beobachtung der wirklichen Welt, sein Talent zu scharfer, treffender Eharakterzeichnuug, so wie ^ einen frischen anregenden Humor. Seitens der Daistellee geschah Alles, um das Stück im lebhaften GaNtze zu erhalten. Frl. Schubuth wurde bei ihrem Erscheinen mit lebhaftem Aplause und reichlicher Blumenspenve empfangen. Sie spielte daS »Gretchen" einen lie-tsknSwürdigen, verwöl»nten Bockfilch, unS allen zur ungelheilten Freude. DeSgtelchen hat Herr Kühle den seilten Weltmann und seiner selbst be-wußten Dichter ^Brunno Werner" auf vorzüg» liche Art zur Darstellung gebracht ; ein ruhigeS, unpezierteS Auftretcn und fei» ironische Reve-weise verliehen seinem Spiele e'genihümlichen Reiz, — es war eine Kopie n»ch der Natur. Ganz besonders innig und ties empfunden, geradezu meisterhaft war der Bortrag deS Mähr-chenS von der Poesie. Treffend charatterisirte Hr. Jchheiser den Dümmling „Ehristiau Schilling". Dir. Dietz, Hr- Holdig, auch die Damen Strecker leisteten IN ihren Rollen das Beste und hatten diese gleich Hrn. Alberti, welcher den „Zelsig" in. einer köstlichen Maske spielte, die Lacher aus ihrer Seite. Die Operette „Angot, die Tochter der Holle" ist zu einem Kasiamagnet geworden und füllte auch bei -der dritten Anffüheung am Donnerstag dos Haus. DaS Publikum findet immer mehr Gefallen an der pompöjen Ausstattung, wie an den lockenden Melodien Lecocqs, weiche durch daS stets treffliche Zusammenivirken aller Mit» sp elendev bestens g'tragen werdrn. Den Damen Krast (Lange), Bcrger (Clair«tte) und Hrn. Kühle (Pomponnet) gebührt der Preis dcS AbendS. Letzte Most. Der Kultusminister läßt Gesetzentwürfe über das Patroiiat und über die katholisch' thevloaischen Fakultäten ausarbeiten. Bismarcks EntlassungSgefnch ist nicht genehmigt worden. Dt M Beschlüsse deS schweizerischen Na-tionalrathes zufolge bilden?>riesterVeil)e und Gelübde kein Ehehindernrß mehr. Berichtigung. An die löbliche Redaktion der „MarburAer Zeitung". Ich danke verbindlichst sür die Aufnahme meines Eingesendet und ersuche gefälligst eine Berichtigung veröffentlichen zu wollen, nämlich: Betreffs der Gabe der Brechwurzel muß eS heißen : Et« Gr an (alles med. Gewicht, klkinsttr Theil) und nicht Gramm, waS fast Vierzehamal wehr wäre. Mit Hochachtung Dr. Senior^ städt. Beziiksarzt I. /t. Graz am 17. Dezember 1874. Oeffentlicher Dank Gilegentlich der Havptjagd, welche am Douneettag im Reviere deö Herrn Varth. R. v. Carntrl abgehalten worden, haben die Thttl-nehmet, darunter auch achtzehn Herren auS Marburg, sich bei mir zusammeagefundm und mir durch Herrn Heinrich Schmtderer 8 fl. 44 kr. als Ergebnis einer Sammlung für Schulzwtcke überreichen lasskN. Ich sage diesen Herrev meinen aufrichtigsten Dank mit der Versicherung, daß der Beirag zum Ankauf vo» Büchern, Schreibheften und anderen Schulerfordernissen sür arme Kinder der Volksschule in GamS verwendet wird. Treftermtz, 19. Dez. 1874. Joseph Wiesthaler j. Sonntag den 20. d. M. um ö Uhr Nachmittag findet im großen Zeichensaale der Realschule daS WeiynachtSfest des Kindergartens statt; daselbst find auch an diesem Tage von 10 Uhr Vormittags die Arbeiten der Kleinen zur allgemeinen Ansicht ausgestellt, tvo-zu ich die höflichste Einladung mache. 1286 Achtungsvoll _ Moa Derda^s. Schnecken, Maroni, Häringe & Liptauer Primsenkcis 1212) empfiehlt m. Berdaje. krüollteilbrock Nr. 8SSe. (1204 Kundmachung. Vom Stadtrathe Marburg wird mit Bezu», auf den Z. 42 des Wehrgeseheö vom 5. Dezem-ber 1868 bekannt gegeben, daß alle im Stadt» bezirke befindlichen einheimischen nnd fremden TtellungSpflichtigen, welche zu der nächsten regelmäßigen Stellung deS ZahreS 1876 berufen find, d. i. sämmtliche in den Jahren 1855, 18ö4 und 18ö3 geborenen Jünglinge im Laufe des Monates Dezember bei dem ge-ftrtigten Stadtrathe sich zu melden haben, und daß Unterlassungen dieser Meldung mit Geldstrafe bis zu Ein Hundert Gulden oder im Falle der Zahlungsunfähigkeit mit Haft bis zur Dauer von zwanzig Tagen ^ahndet werden. Die nicht nach Marburg zuständigen Stel-lungSpslichtigen haben bei der Meldung auch ihre LegilimationS- oder Reiseurkunden beizubringen. WkitelS sind auch Jene, welche die zeitliche Befreiung Stellungspflichtiger oder Letztere, wenn fie^die Begünstigung rücksichtlich ihrer Enthebung von der Präsenzdienstpflicht anstreben, verpflichtet, die zur Begründüug derartiger Begünstigungen bestehenden Verhältnisse ebenfalls im Lause deS Monates Dezember 1874 hieromtS nachzuweisen. Stadtrath Marburg am 23. Nov. 1874. Der Bürgermeister: Dr. M. Reiser. Montag den 21 Dezember 1874 Abends 8 Uhr im grossen Casino-Saale Eritei ^Mitglieder- mmmm des Marburger ^AAnnrcicfangtirrriiirs mit seinem D^menobore. PROGRAMM: 1. Bändel, Chor der Israeliten aus „Samson". 2. V. Lachner, „Alt Heidelberg", Ünisono-Männer- chor mit Ciavierbegleitung. 8. Schubert, Op. 107, Rondeau für Ciavier zu vier Händen. 4. a) Mendelssohn, „Nachtigall", b) Schumann, „Frühlingsgruss", für gemischten Chor. 5. lUyerberger, „Maiennacht", Männerchor mit Soli und Clavierbegleitung. 6. Schubert, „ Gebet" r gemischter Chor mit Clavier- begleitung. Flügel auB Streichers Fabrik in Wien. Eintritt für Nichtmitglieder 1 ß. ö.W. Beitrittserklärungen unterstützender Mitglieder werden auch an der Cassa entgegengenommen. (1289 Nürnberger Leberkuchen, Wind-Confect zum zieren der Christbäume, nebst einer grossen Auswahl der feinsten Bonbons und Confecturen, Thee, Rum, Ananas und Vanille-Punsch-Essenz empfiehlt A. Reiohmeyer, 1202 Conditor vis-ä-vis Hotel Mohr. oanttsagung. Für die vielen Beweise der herzlichsten Theilnahme während der langen Krankheit, sowie für die so zahlreiche Begleitung zur letzten Ruheetätte meiner nun in Gott ruhenden unvergesslichen Gattin, der Frau Anna Herzog, sage Allen den herzlichsten tiefgefühlten Dank. Marburg den 20. Dezember 1874. __Jos, Herzog, Senfations -Lichter fSr A>eih«schisVS»M bieten die größte Ueberraschung sowohl sür Kinder als für Erwachsene; man erspart daS lästige Anzünden der einzelnen Kerzen, da wie mit elek-trischem Schlag die Entzündung sämmtlicher Kerzen geschieht und daS Auge daran auf daS höchste überrascht wird. Conrad Grillwitzer, Hauptplatz, Eck der Domgasse 1207)_in Marburg. Anempfehlung. Frisch angekommenen SchinkeN, KaiserAeisch, Salami, Mortadella, sowie Pariser, polnisch-, Preßburger und echte Arainer Würste, verschiedene Südfrüchte, Laffee mehrere Sorten; Primsen-, Eroyer- und Parmesaukäse, feiasten Zucker, verschiedene Meersrttchte, Aalfische, Hä-ringe, Tafel-Sardellen, russische und franzöfische Sardinen. Tafel- und Paprika-Svtlk, kiqueure, feinsten kum und Malaga, verschiedene Sorten Dampfmehl und täglich frischgekochten Schinken und Kaiserfteisch empfiehlt zur geneigten Abnahme bestens Anton Gregoritsch, 12Oö)_Draugasse._ Ein KostmSdche« aus solidem Hause, welches Ausbildung in der Schule und weiblichen Arbeiten erhalten soll, wird unter billigen Bedingnissen in gänzliche Verpflegung aufgenommen. Nähere Auskunft in I. Kadlik's Agen-tur in Marburg. f1303 /Nin freuildliches, sonn- und gassenseitig ge-^2>legenes Zimmer im ersten Stocke des Hauses Nr. 31 in der Magdalena-Vorstadtist sehr villig zu vermiethen. .Näheres daselbst zwischen 4—ö Uhr. (1306 Mi ttlfiliundjts- mil» il cu ja!) rs-(Bcftl)cnkc empfiehlt sich einem P. T. Publikum zur geneigten Abnahme von Gold.-, Silber- und. Ohinasiltoerwaaren — gut assortirt, neuester Fagou und zu äusserst billigen Preisen — i « VI ^ 51 V^ll ^ Juwelier und beeid. Schätzmeister in Marburg, Postgass© Nr. 33 Aufträge werden auf das Pünklichste besorgt, Reparaturen, Graveur-Arbeiten prompt und reel ausgeführt. Einkauf und Umtausch löchstei von Gttkvi' ullä siu doeostsQ ?reis6N. (1222 Mitbürger! Wer ein gutes geschmackhaftes Rindfleisch liebt — gehe zum Hrn. Karl Fritz, Fleischer in der Domgasse, wo immer das beste zu haben ist. 1304) Mehrere Bürger. Eine Wohnung mit 3 Zimmern und Küche ist mit 1. Jänner 1875, R Zimmer mit Küche sogleich, zu be-ziehen. ^ Draugasse Nr. 75._(1298 Eilie oerrtchvendt Krllorrin mit Kmltion wird aufgenommen. Jene, welche schon hier gedient hat, wird vorgezogen. 1305 Anfra^^e im Comptoir di'ses BlaiteS. Dünaer ist zu verkaufen. Anfrage Drc.ugasse Nr. 2ö0. Eine Realität in Platsch, mit 26 Joch Grund erster Klasse. Wohnhaus gemauert und Ziegel gedeckt. Stall und WirthschaftSgebäude, neu gebaut, stackhoch, mit Presse Ulid Keller ist sogleich auS freier Hand zu verkaufen. Preis 8500 fl. ohne Fahrnisse. Anzufragen beim Eigenthümer daselbst N. 13. M«K«» D«II'«s« (!g.SLöI1. (1Sb0 lssl enipfiehlt d«» Kltidlr-M«Wi« lies A.ZchtiU iii Mordiirz in größter Auswayt für 3jährige von........st. 4'/, „ „ Naßwalder, mit roth gesteppter Brust . „ „ mit Jagdsignale ........ „ „ braun und schwarz Sammt..... GokIktirKvIc«, schön anfgepnt^t.......... HVtwtVrrüvk« mit Hosenstofffutter......... „ abgenäht............ S«vIii«ck«i'-IS»vv«»» gegen strenge Kälte mit Pelzwärmer . Ll«»v»..................»6 mit grüne Aufschläge........„8 Vlcichzritig wtrdtn Dkstrllvnlicn hier und au5würts prompt rsstktilirt Nicht passende ÄleidnngSstücke werden anstandslos retonr genomnien. ff ff i2--> Pickerer Wein, Jahrgang 1862. ist eimerweise zu verkaufen. Auskunft in dcr Bancalarischen Apothkke. vaswo-ItostaiiraUoil MnrkurK die Maß 3k kr., d^is Krügl 12 kr.. Seitel 9 kr. Kl.8ek>vvvkaivfLxpoi't-visr in Fl. a 32 kr. Rückvergütung für jede leere Flasche . 10 kr. Loco Marburg wird jedes Quantum von 12 Flaschen an sravco in» Haus geftckt. Bei 12 Naschen '/«. bei 24 Flaschen 1 kr. pr. Fl. Preisermäßigung. WitdtrvttkSvsm Ettra-Nabatt. Zu gleicher Zeit erlaube ich mir, meine Restauration sowie mein Kaffeehaus zu empfehlen, wo ich stets bestrebt bin, durch gute Küche und gute Getränke, bei aufmerksamer Bedienung, zu den möglichst billigen Preisen meine ?. ?. Gäste zu befriedigen. Besonders erlaube ich mir ein ?. I'. Publikum aufmerksam zu machen, daß ich für ZtammMe eine besondere Vreisermlißigllug eingeführt habe. Abonnement für Mittagstisch von 8 fl. aufw. Sich bestens empfehlend Xrisvlilcv, 360 Casino-Restaurateur. Diners, Hochzeiten und Festtafeln werden im Hause im separirten Salon und auch außer dem Hause bestens und billigst b^rgt._ (1273 Nr. 1711. Edikt. Agenten für Steiermark sucht eine alte, leistllngsfähige Weinhandlung und Champagnerfabrik Niederösterreichs. (1300 Offerte sub H. 04 befördert «uÄttir Al«»sv in Wien. Al!5 GBhW «»> Itt ist mit I.Mär;»87S wieder zu verpachten. Rrfleetirende wollen sich an das Baueonsor-tium Perko und Badl in Marburg wendkn. Lö^vüui ^ rrzielt m«» im Lottospiel mit dem Beirathe M des Prof. k. V. l)rl'«?v, ^ t! GkMctcn Arrren a. Aamt» K? mit ausgebreiteter Bekanntschaft wird ein bedeutender r- a-. rs S ! s: Nebenverdienst nachgewiesen, auf sraneo Offerten unter „Verdienst 100" xoste rest. Wien. (1278 Antwort sofort. "VT > s 2v Startiu Wein echter W> sseler 1872er sind zu verkaufen bei Jos. Koscher, Magdalcnavorstadl Nr. 39, Lorbeischcö Haus. (1266 Vom k. k. Bezirksgerichte Marburg l. D.-U-wird bekannt gemacht: Es sei über Ansuchen der Erben nach der am 7. August 1874 verstorbenen Frau Elise Krieger die freiwillige gerichtliche Feilbietung der zum Verlasse gkhörigen Realilät C.-N.92 acl Stadt Marburg i. d. oberen Herren-gasse in Marburg im Schätzwerthe von 18000 sl., dann der auf l06 fl. geschätzten Einrichtung bewilliget und zur Vornahme die Tagsatzung auf den S, Jänner 1875 Vormittag 10 Uhr an Ort und Sielle angeordnet, wobei die Realität und die Fahrnisse nicht unltr dem Schätzwerth hintangegeben werden. Da der Veikauf der RealM freiwillig geschieht, bleibt den darauf versicherten Gläubigern ihr Pfandrecht ohne Rücksicht auf den Verkaufswerth vorbehalten. Die Lizitationsbedingnisse, nach denen insbesondere eitt Vadium pr. 1800 st. in Vaarem, st.ierm. Sparkassabttcheln mit Bestätigung der Direktion, oder österr. Sta^tspapieren zu erlegen ist, sind beim Lizitütionskommissär Herrn Dr. Reiser einzuselzen. K. k. Bezirksgericht Marburg l. D.-U. _am 23. November 1874. Hmschxflliches Dremhol, im vorigen Winter geschlagen, vollkommen ausgetrocknet, wird Nlich Klaftern und auch in kleinerem Quantum verkauft. Auf Wunsch wird selbes geschnitten und gehackt ins Haus gestellt. Bestellungen werden entgegengenommen und sofort effektuirt in meinem Comptoir vis-Ä-viL der Glashandlung deS Herrn Wagrandl. 1N3)_v. üilurmayi'. Verstorbene in Marburg. Am U. Dezember: Koren Josef. Winzer, 69 I., Melling, Hydrops. 15.: L» erzog Anna, HauSbesitzerm. 43 Z., Tettetthossstraße, Lungentuberkulose .16.: Vorinz Camilla, Aöchintochter, 8 M., Mühlgasse, Wasserkl'pf. Im öffentl. Krankenhau se: Am 14. Dezember: Rumpf Franz. 46 I., Zimmermann, Auszehrung. 15.: Geröar Nikolaus, üS I., Knecht, Lungensucht. 17: esiak Thomas, 42 I., Winzer, seröser Schlagsluß. Weihnachts- und Neujahrs-Geschenke. 1W Waaren von Gold, Silber ni Chinasier. Mit geziemendem Danke für das Vertrauen, welches mir seit Jahren in anerkennendster Weise zu Theil geworden, verbinde ich die höfliche Anzeige, dass ich mein Lager von Gold- und Sllberwaaren wieder neu und sehr reichhaltig sortirt habe und erlaube ich mir, beim Herannahen der hohen Feiertage dem geehrten Publikum zu Festgeschenken besonders zu empfehlen: Goldene Kinderringe, Kreuze von Gold und Silber, silberne Ketten, Goldlcctten (für Herren und Damen), goldene Fingerringe, Diamantringe, goldene Ohrringe und Ohrgehänge, Granatgarnituren, Gold• und Silbergarnituren, Garnituren sammt Braceletten, silberne und goldene Medaillons, Brochen, Braceletten, Essbestecke, Dessertbestecke, Bestecke für Kinder, Rahm- und Suppenschöpfer, Theeseiher, Zuckerzangen, Serviettenreife, Eierbecher, Salzfässchen, Frucht- und Zuckerschalen, Senftöpfchen, Tabakdosen, Fingerhüte, Schlüsselhaken u. s. w. Auf meinem Lager befinden sich ferner auch Gegenstände von Clllliasllber feinster Qualität in neuester Fagon und reichster Auswahl: Brodkörbchen, Glasteller, Theeseiher, Zuckerzangen, Zuckerbüchsen, Zuckerstreuer, Fruchtschalen, Serviettenreife, Rahmschöpfer, Stippenschöpfer, Essbestecke, Dessertbestecke, Kinderbestecke, Gestelle für Essig und Oel, Leuchter u. s. w. Zugleich mache ich dem geehrten Publikum ergebenst bekannt, dass ich alle in mein Fach einschlagenden Reparaturen besorge, Graveurarbelten, Feuervergoldungen u. dgl. übernehme. Juwelen, altes Gold und Silber werden angekauft oder eingetauscht. Fremde Kunden werden sogleich bedient. 1226) Heinrich. SClaönn Juwelier, Gold- und Silberarbeiter in Marburg, Untere Herrengasse, Haus des Herrn Grubitsch, vormals Eisl, Nr. 105. Gasthaus- ErWllllg ll. Avempsthlvllg. Unterfertigter gibt einem ?. ?. Publikum besannt, daß er in der Diktringhofgasse, vig-a-vis Herrn Girstmayr, eia Gasthaus unter der Firma: (1287 „Zum Merjackl^' ganz neu und aus daS geschmackvollste hkrgerich-tet hil, und bittet ein hochverehrtes Publikum, ihn mit seinem zahlreichen Besuch zu unterstüKen. Ich werde stets bestrebt sein, meine lverthen Gäste durch schnkll? und prompte Bedienung zu-friedenzustellen und werde nur echte und gute steirische Natnrwtine, sowie da» sehr bcliebte gut abgelegene Eötz'slht MlirZtNbitr ausschenke», sühre eine ausgezeichnete Mche und kann zu jeder Stunde mit warmen und kalten Speisen auf das beste bedient werden. Im Vertrauen aus eine«» schr zahlreichen Besuch zeichnet sich mit aller Hochachtung ^arl Zilementschitjch. Das neu renovirte Dami>s-,z!i»icht-ii.V«l»tii- »ad in der KAr«tnervo»ftadt täglich von 7 Uhr Früh bis 7 Uhr Abends. 1200) Aloi S Schmidere r Marburq, l9.Dezemb.(Wochen m arkt» beri cht.) Weizen st. 4.50, Korn fl. 3.80, Gerste st. S.60, Hafer fi. 2.?0, Auklirnjlsl. 3.10, Hirsefl.3.30, Hirsebrein fl.ö.öy, Heiden fl.2.60, Erdäpfel fl.i^.10, Bohnen fl.4.8l) pr.Meh. Weizengrie» fl. lö.—, Mundmehl fl. 12.—. Semmelmehl 10.—, Weißpohlmehl fl. 9.—, Schwarzpohlmehl st. 3.—. Kukuruhmehl fl. 3.— pr. Ctnr. Heu fl. 1.30, l).—, Stroh Lager fl.1.40. Kutter st. 1.—. Streu fl. 0.30 pr. Ctnr. Ruldfleisch 23, Kalkiflelsch 30, Schweinfleisch jung 82, Lammfleisch 23, Speck frisch 36, Rindschmalz 56, Schwein« schmalz 43, Schr.teer36, Butter 52, Topfenkäse 14, Zwie. bel 10, Knoblauch 13, Kren 10, .Wmmel 43 kr. pr. Pf. Eier 2 St. 7 kr. Milch frisch« 14 kr. vr. Maß. Holz 18" hart fl. 6.50, weich fl. 4.L0 pr. Klafter. Holjk^hleu hart 60, weich 40 kr. pr. Metz. Pettau, 13. Dezember. (Wochenmarktsbericht.) Weizen fl. 4.50, Korn ll. 3.40, Geräte 8.—, Hafer fl. 1.80, Kuturuh fl. 2.60, Hirse fl.0.—, Heiden fl. 2.40, Erdäpfel fl.1.30pr. Metz. Rinvfchmalz 50, Schweinschmal» 44, Speck frisch 35, geräuchert 40, Butter 40, Rindfleisch 30, Kalbfleisch 32, Schwein fleisch 80 pr. Pfd. Sier 4 Stuck 10 kr. Milch frifche 14 kr. pr. Maß. Holz 86" hart fl. 11.—, weich fl.3.— pr. «lafter. Holzkohlen Hort 50, weich — kr. pr. Metz. Heu fl. 2.—, Lagerstroh fl. 0.-^ Streustroh fl. 0.35 pr.Ctu. py Wiener Lose untfi" Garantie des Rückkaufes. Aokov am erfvlAt äie ^ieduvK cker Viener Lose, Haupttreffer 200.000 fl. Diese Lose, von der Stadt Wien garantirt, sind ebensowohl in Folge ihrer unzweifelhaften Sicherheit, als auch in Anbetracht ihres besonders günstig dotirten Spielplanes, jetzt schon das Lieblingspapier des Lose kaufenden Publikums geworden. Die gefertigte Wechselstube macht ihre P. T. Privatkunden auf dieses Papier besonders aufmerksam, dessen Curs sich in kürzester Zeit 1 >.1 1 •• Pi 1 1. „i. ____ *___T)___Jn« nlnminn A nr.nUnn.in» ÜUa« /Inn Wnvfll (1 l noor1 I ./IQ n 1711 (TOIlOn Wnl PIlO üxen kromossoa." - L.7; erhöhen dürfte, und hat um einen Beweis der eigenen Anschauung über den Werth dieser Lose zu geben, welche jäkrllch 1 Zittau«, "SÄ' MDL j.ÄÄÄ... 13t—2001. rMpblt irtn ins, von ihrem Besitzstande eine Partie Lose ausgeschieden, welche sie zum Curse von IftK fl per Stück VtiMlflinlltllllir verkauft, alle in ihrem Wechselcontracte bis 30. Dezember d. J. zu 7||f|*|p|/7l||/ A lifo II lifo Ho mit der ' ®l pillvlll llll^ diesem Preise gekauften Lose mit 101 fl. pr. St. bis 16. Januar 1875-^"1 lIvliÄUftdUIvllo Derlei Lose ohne die Verpflichtung des Rückkaufes genau zum Tagescurse. Auf lOmonatliche Raten mit 15 fl. Angabe. )Mer 200.000 fl. Ä 2 fl. 60 kr. Auswärtige Aufträge werden nur gegen Einsendung des Betrages oder einer baren Angabe und Nachnahme des Restbetrages ausgeführt. Barsendungen werden franco erbeten, Auch wird um Beischluss von 30 kr. für seinerzeitige frankirte Zusendung der Ziehungsliste ersucht. Wechselstube der k. k. priv. Wiener Handelsbank, vorm. Joh. C. Sollten, Graben Nr. 13. Promessen auf Wiener Lose, von obiger Wechselstube ausgefertigt sind auch zu beziehen durchs _Joll. Schwan« in Marburg. SSO kr. tfÄ™ lOOO IInraten cflcctlv in Gold $ic[e Dom SDtafliftrate btr ©tobt SBitn jum SStftfA M Slrmtnfoiibc« »tranjhlkte Sottetie tntpItSreffer toon IOOO, »OO, SO«, iOO, IOO Dueaten in 6toid, 4 Treffer ä IOO Ii. Silber, ■ OrigiiiaNCrtdltlos, 9 Treffer mit Je H. lOO Wiener Couimunal-Prämienlos. uob otele anbtre JUwft- nttb QAftrt im ®frt&e fiO OOO fl Dert|)(|eöett(lftttl»r, ju(ammen OUUU lreilUI t,on UV*VA/V U* Die Ziehung erfolgt unter Controle des Magistrates der Stadt Wien am 9. Februar J875. Shei aufcnmttißrn $uftiagen er(ud)t man um ncfäÜiße franfirte (Sinfmbunß bce $8rtrdfle$ unb 23«ifd)lufj oon 40 fr. für granfo>3ufen« buna bet $ofe u. f. 3. ber Sie&unndliftr. - . ^c^feffluße 6er ß. R. pr. Liener ^an&efcüanß, norm. Joh. C. Sothen, fraßen 13. ßofe flu biefer fiottern & 50 fr. pr. ©tücf finb aud) ju begeben fcurd): Johann Schwann in Harburg. Ksis. llvn. O pi'ivilogil'ts Allgemeine Assekuranz in Triest (Assicurazioni Generali.) Gegründet 1831. ■^/wvWVAAA/v .rw^- Gesammtschadenzahlungen bis 31. Dezember 1873 Gewährleistungsfond.......... Jahres-Einnahmen .......... Schadenzahlungen in Marburg im Jahre 1873 fl. 97,794.289 w 39,739.573 „ 10,640.000 34.826 Liebens-Versiclieruiigs- u. Kinder-Ausstatt uiigs-Polizzen HT zn Weihnacht»- und Neujahrsgeschenken "Tftf werden prompt geliefert. Mündliche und schriftliche Anträge übernimmt der bevollmächtigte Inspektor obiger Anstalt, Höfel Stadt Wien, 23. Sprechstunden von 10 bis 12 Uhr Vormittags. (1290 lyrisch angckommcii: Echte Znaimer Gurken, französischef und Kremser Senf, beide offen und in Fläschchen, alle Gattungeil Südfrüchte, als: Rosinen, Ziweben, Weinbeeren, Mandeln, Pignoli, Datteln, Feigen, Limonien, Orangen, Malagatrauben, Krachmandeln; ru8S. und chinesische Tliees, CalFees etc. etc.; diverse Gattungen In- und Ausländer-Weine, besonders: Malaga, Hochheimer Himmelreich, Claus Johannisberger, Liebfrauenmilch, Oberingelheimer, endlich In- und Ausländer Champagner (echt französische) empfiehlt hochachtungsvoll Conrad Grillwltzer, 1285) Hauptplatz, Eck der Domgasse. füp sie feiertsge empfehle: vorzüglichen Caffee, feinsten Jamaiea-ltuni, Tliee von allen Sorten, (Südfrüchte, ung.Dampftnehl, Schweinfett u. Bindsehmalse. Carl Schmidi, Spezereiwaarenliandlung, Marburg, Herrengassc 1288)_Nr. 125,_ M- fc. ftdici's JHöbel■ (EtaWfeiiitiit empfiehlt zur Wahl von sein reich sortirtes Lapr von Möbeln, Salon-Garnituren, Ottomans, Divans, Balzaks, Ruhebetten, elast. Fcdereinsäl/.eii, Rosshaar- und Groin d Afrik-Matrazcn etc. Möbel aus massiv gebogenem Holz, Rohr- u. Strohsessel IK5P zu eigenen Fabrikspreisen. Grazervorstadt, TegotthoHstrasse. (1288 Kundmachung. Aus Anlaß des außergewöhnlichen Geschäfts-klndranges während der Weihnachtszeit, könne» Oeldbritfe und Arcichtskndunl^en vom 22. Drz. bis citischließlich 24. Dezember bei dem k. k. Filialpostamte in der ^^.tadt nur bis halb .5 Uhr Äbenbs und bei dem Balinhofpostamte nur bis halb sechs Uhr Abends zur Aufgabe gebracht werden. Marburg am 16. Dezemlicr 1874. Der k. k. Ober-Postverw.'lter: 1279) ^eilmselilzkezelleiilie föiir ©atnem, 9)1 S * Dain-MAntel, Paletots & Talinas aus schwerem Tuch und Sammt von 7 fl. aufwärts; J acken, leger, ganz oder halb anliegend, von fl. 2.50 aufwärts, nebst allen anderen Manfactur-, Leinen- & Baumwoll-Waaen. Knaben-Anzüge in allen Grossen und Farben von 2 fl. aufwärts. Hochachtungsvoll J. Schlesinger. 1239_ llnrtt platz._ Mehl- und LandkSprodut^tt«-Geschüfls-Eröffnung. Ich beehre mich hiennt dem gcchrlcn ?. 7'. Publikum anzuzeigen» daß ich meine nach der besten Construktion eingerichtete Kunstmühle in Zellnitz a/D« in Betrieb setzte, und in Marburg, Kärntnergasse Nr. SRVO eine Weycyandkung eröffnet habe und empfehle ich meine aus schwerster Frucht nur auf trockenem Wege erzeugten Mnhlprodukte mit dni billigsten Prüfen und rerlstcr Bedienung zur g-ncigten Abnahme. Niarburg. den 25. November l874. Hochachtungsvoll u»d eigcbcnst 1206) Carl KrentkaUer. GW großes Gcwölb am Dompl.iße ist sogleich zu vergeben. Anfrage bei C. Schraml. (1002 3f#r empfiehlt (*262 Johann Pucher in Marburg Herrengassc Mr. 122 ein reich sortirtes Lager der neuesten (latarotecie-(S©g©tU8täfll(l© in Holz, Leder, Bronce u. Gussstahl. Grosses iCager von Spielwaaren. A ' Innshruckcr- & Salzburger- 20-Gulden-Lose Ziehung am 2.&4. Jänner Haupttreffer 30,000 fl. Kleinster Treffer fl. 30.— Gefertigter verkauft Original-Lose nach dem Tagescourse, ferner auf Raten zum Preise von fl. 25 gegen eine Angabe von 3 fl. pr. Stück und der Rest zahlbar in 11 monatlichen Raten ä 2 fl. (1268 Schwann* Wiener Patent- ichsittirliiilic die neueste Schliissel-Construction verkauft von fl. 1.50 an einzig und allein in Marburg Joh. Schwann, 1294 Comptolr Nicolaus Koller Marburg Härntncrgaiso Ufr. 1311 ■HBBB (1210 Alleinige Niederlage für Untersteiermark eoht amerik. Wheeler & Wilson- und Howe-Nähmaschinen. Feuerfeste u. einbruchsichere Cassen von F. WERTHEIM & COMP. l?i«S«rI»x« äsr Ic k. xriv. Ld«»k»rter vlUllpkllüU« Zmä IdoUKvr»tovt»PrlIr. dei pTBilli^Ke Einkaufs*! von Weihnachls- & Neujahrsgeschenke« J. L SUPAN in Marburg. 0269 ~ Wollenkleiderstoffe t. 25, 30 35, 40 kr. ganzwollene Rips & Puplin 50, 55, 60, 70, sowie Flanell, Damentuch, Halbseidenstoffe, Seidenkleider in Nobles, Fail, Drapp de ^ Lyon. 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