Macher TaMtt. 1 * Redaction und Expedition: Bcihnhosgasse Nr. 15. Nr. 5. PranumerationSpreise: Für Laibach: Ganzj. fl. 8 40; Zustellung in« Hau« rrtlj. 25 !r. Mit der Post: Ganzjähr. fl. IX. Mittwoch, 8. Jänner 1879. — Morgen: Julian. EESVs&'lE 13. Jahrg. Die wirthschaftliche Lage. Durch eine Reihe von sechs Jahren zehrt eine, alle Geschäftskreise tief erschütternde, böse und verheerende Krankheit an dem volkswirth-schastlichen Leben Oesterreich-Ungarns; Wiener und Provinzblätter versäumten es nicht, aus Anlaß des vor kurzem stattgefundenen Jahreswechsels den aus allen Theilen des Kaiserreiches laut gewordenen Klagen beredten Ausdruck zu geben, Noth und Elend sind überall anzutreffen, die volks-wirthschastliche Lage ist nicht besser geworden, nahezu ganz Europa ist in wirthschaftliche Noth-lage gerathen. Anfangs der siebziger Jahre machte sich auf allen Gebieten der Industrie und des Gewerbes rin riesiger Aufschwung geltend, ein nie rastender Unternehmungsgeist erwachte, industrielle Etablissements wuchsen wie Pilze hervor, Händearbeit wurde in den Ruhestand und an deren Stelle die Maschine gesetzt, die Production nahm insbesondere im Jahre 1870 große Anläufe und schwang sich zu nie erlebter Größe kühn empor, überall gab es Arbeit, Verdienst und Absatz, die Arbeite» löhnungen und Steuern konnten mit Leichtigkeit bezahlt werden. Wie ganz anders ist es heute geworden! Heute herrscht in den Fabriken und Arbeiterhütten Noth und Elend, das wirthschaftliche Leben krankt in allen seinen Körpertheilen, nach den sieben fetten Jahren kamen die sieben mageren, die Neubauten des Schwindels stürzten zusammen. Production und Absatz stehen heute in keinem Verhältnisse, letzterer ist nahezu gänzlich leblos geworden, das wirthschaftliche Gleichgewicht wurde gestört, der Verbrauch bleibt hinter der Erzeugung weit zurück, der Mangel an Warenabsatz hat unerträgliche Noth, unleidliches Elend geschaffen. Die Zeit des Goldregens ist vorüber, die Geldquellen sind versiegt, die Zeit der Abstinenz und der Sparsamkeit hat sich in allen Gesellschaftskreisen breit gemacht; Adel, Bürgerschaft, Kapitalist und Arbeiter zogen in ihrem Haushalte die Saiten der Enthaltsamkeit und Sparsamkeit auf, der Haushalt beschränkt sich nur auf das Unentbehrlichste und Notwendigste; riesige Warenvorräthe liegen in den Magazinen der industriellen Etablissements aufgespeichert und finden keine Käufer. Ein großer Theil der auf dem Gebiete der Industrie erworbenen Kapitalien wurde in der Schwindelzeit eine Beute des Krachs; leider erwachte man zu spät aus dem Wahnsinnstaumel. Die wirthschaftliche Lage ist schlimm, sehr schlimm geworden. Wann wird das Gleichgewicht zwischen Erzeugung und Verbrauch wieder hergestellt werden? Die gegenwärtige politische Lage Europa's ist nicht derart, um eine Besserung der wirtschaftlichen Lage in Bälde erwarten zu können. Der Kredit im Großen und Kleinen ist dahin! Die Millionen, welche der Industrie entzogen und der Börse zum Opfer gebracht wurden, werden nimmermehr ersetzt werden können. Vor Eintritt der Krise, noch im Jahre 1873, klagte man in Wien über Wohnungsnoth, d. i. über Wohnungsmangel, heute zählt die Metropole des Reiches mehr als 10,000 leere Wohnungen. Nach den gemachten Erfahrungen brachte die Gewerbefreiheit die gehofften Vortheile nicht, wir sehen heute ein großes Gewerbeproletariat vor uns. Nach den vorliegenden Berichten kann Oesterreichs Industrie mit jener Englands, Belgiens, Frankreichs und Deutschlands nicht concurrieren, die Spinn-, Webe- und Eisenindustrie Oesterreichs siecht dahin. Die in Oesterreich-Ungarn auf der Tagesordnung stehenden hohen Steuern lassen einen Aufschwung der Industrie gar nicht zu. Wir wollen hoffen, Daß es der Weisheit der österreichischen Regierung, unter Mitwirkung der Volksvertretung, gelingen werde, die österreichische Industrie, das österreichische Gewerbe, den öfter- zeigen bi» 6 Zeilen 20 kr. reichischen Handel durch Eröffnung neuer Absatzwege zum neuen Leben zu erwecken. Die wirthschaftliche Lage kann nur unter den Fittigen eines wahren, aufrichtigen Friedens wieder gesunden. Möchte doch jene Zeit kommen, in welcher wir nicht unsere Uchatius-Kanonen und Werndl-Gewehre, sondern unsere übrigen verschiedenen Metallwaren und industriellen Erzeugnisse in fremde Länder tragen. In der Erwägung, als das Lofungswort „sparen" in alle Gesellschaftskreise Eingang gefunden hat, möge dieses Losungswort auch in den Bureaux unseres auswärtigen Amtes, in welchen über Krieg und Frieden Beschluß gefaßt wird, acceptiert, und ein baldiger, dauernder Friede geschaffen werden, der allein im stände wäre, unsere wirthschaftliche Lage zu bessern. Znr Ministerkrisis. Das Abgeordnetenhaus des Reichsrathes wird bei seinem am 15. d. erfolgenden Zusammentritt, nach Mittheilung der „Mont.-Revue", noch die gegenwärtige Regierung auf der Ministerbank finden, da sie es übernommen hat, nicht nur den Berliner Vertrag materiell zu vertheidigen, fon< dern auch ihren Standpunkt, daß derselbe nicht der verfassungsmäßigen Genehmigung bedürfe, zu motivieren. Nach dieser Debatte wird sich eine theilweise Veränderung im Kabinete insofern Herausstellen, als einzelne Minister sich zurückziehen. Die übrigen Herren dürften in der bisherigen Weise als geschäftsführende Minister noch über die Budgetdebatte bis zu der in diesem Jahre noth* wendigen Auflösung des Abgeordnetenhauses unter dem Präsidium des Fürsten Adolf Auersperg im Amte verbleiben. Nicht nach Novibazar! Die „Montags-Revue" bringt das nachstehende offiziöse Communique: „Man hat vielfach die Verhandlungen Oesterreich-Ungarns mit der Feuilleton. Die kriegführenden Mächte. Von A. Blumenthal. (Fortsetzung.) Die Geschichte der Vergangenheit sowol wie der Gegenwart lehrt uns also, daß der Muhame-danisntus nicht mehr als der Mosaismus und das Christenthum der Kultur feindlich gegenüber-steht. Nun, warum sollten denn die Türken ihren kulturfeindlichen religiösen Standpunkt im Laufe der Zeit nicht überwinden können, wie es die Juden und die Christen gethan haben und jetzt in noch größerem Maße thnn? Welcher Sehende und Denkende darf dies bezweifeln? Die Türken haben ja sogar schon den Anfang zur Ueberwin-dung lhres religiösen Jsolierungsstandpunktes gemacht. Sitzen denn nicht schon Christen im höchsten Regierungsrathe? Haben sie denn nicht eine Verfassung angenommen, nach welcher Nicht-muhamedaner ebenso gut wie Muhamedaner für das Parlament wahlberechtigt und wählbar sind? Wol ist dies alles nur eme Form der Geistesreife einer sehr geringen Minderheit des türkischen Volkes. Das letztere im großen und ganzen befindet sich eben noch — um mit Kant zu sprechen — im ersten Stadium der reinen Vernunft, im dogmatischen, das das Kindesalter derselben auszeichnet, in dem Studium, welches jedoch alle Kulturvölker durchmachen mußten. Nun, warum haben denn diese fortzuschreiten vermocht, und warum sollten es die Türken nicht vermögen? Das türkische Volk erleidet in dieser Beziehung dieselben ungerechten Vorwürfe wie das russische, und hier und da nur darum, weil die resp. Regierungen schlecht sind. Die „Vossische Ztg." hatte vollständig Recht, als sie in Nr. 128 sagte: „Das Volk in der Türkei, das darf man nicht vergessen, ist gesund, nur die Großen taugen nichts" — wie eben die „Großen" aller Völker. Und in der That, ein Volk, das in so großartigem Maßstabe seinen Unabhängigkeitssinn bekundet , ist gesund, ist kerngesund. Aber die „Großen", die sind es, die das Volk in Unwissenheit hielten und halten, wie es ja bei allen Völkern der Fall war und noch ist. Und nirgends hat ein noch tn Unwissenheit lebendes Volk im großen und ganzen bewußt nach Civilisation gestrebt. Immer und stets waren es einzelne gebildetere tersonen, die das Volk aus seinem lethargischen chlase weckten. Nicht das französische Volk war der Urheber der 1789 proklamierten Menschenrechte — das waren Voltaire, Rousseau und deren Anhänger. Nicht das russische Volk war es, das die asiatische Barbarei von sich warf, um die Bahn der Civilisation zu betreten, nein! das waren Peter der Große und Lomonossoff, die den finsteren Schleier der Barbarei von den Augen desselben rissen und ihm das Licht der Kultur zeigten. Nicht das japanische Volk ist es, das sich nach dem Lichte der Civilisation sehnt — das sind aber der gegenwärtige Mikado und seine Gesinnungsgenossen. Nun, auch das türkische Volk ist es nicht, das als solches die europäische Bildung in die Türkei einführen möchte — das ist aber diejenige Partei, welcher z. B. Mithab Pascha angehört, und der Umstand, daß diese jung-türkische Partei so mächtig ist, daß ihre Mitglieder als solche in die Regierung berufen werden, bezeugt, daß auch nicht alle türkischen „Großen" Taugenichtse sind. — Daß ferner das türkische Beamtenthum zum allergrößten Theil aus Lumpen besteht — wer will denn dies bestreiten? Aber ohen Pforte wegen Abschlusses einer Convention ahin gedeutet, als wollte Graf Andrassy unmittelbar nach Abschluß derselben auch das Paschalik von Novibazar besetzen. Wie wir hören, bestätigt sich diese Annahme nicht. Selbstverständlich behält sich die österreichisch-ungarische Regierung vor, in dem ihr geeignet erscheinenden Momente das ihr vom Berliner Kongresse übertragene Mandat auch in diesem Punkte zur Ausführung zu bringen, aber derzeit ist die Occupation von Novibazar nicht beabsichtigt, was auch aus der Thatsache hervorgeht, daß die Zahl der in Bosnien und der Herzegowina dislocierten Truppen ein solches Unternehmen nicht gestattet, Truppennachschübe aber in keiner Weise geplant sind." Zu den Vorgängen in Albanien. Jnbetreff der Drohung der Albanesen, sich dem Beschlüsse des Berliner Kongresses wegen Abtretung Podgoriza's an Montenegro in keinem Falle unterwerfen zu wollen, sagt man, wie die „Ag. Russe" schreibt, in Petersburg, die Pforte habe erklärt, daß sie den Albanesen die Anwendung von Gewaltmaßregeln angedroht habe, falls sich dieselben der Ausführung des Berliner Vertrages widersetzen würden. Es erübrigt, zu wissen, ob diese Androhung eine bloße Phrase sei, dazu bestimmt, Europa einzuschläfern. Letzteres könnte die Erhebung der Albanesen nicht hinnehmen, noch weniger aber Rußland, welches der Pforte vom Anbeginn an erklärte, daß es die Uebergabe von Podgoriza an Montenegro auf gleiches Niveau stelle mit der Unterzeichnung des definitiven Friedens als Bedingungen für die Abberufung seiner Truppen. Wie den „Times" mitgetheilt wird, muß die italienische Regierung ebenso wie die österreichische über den wahren Charakter und Belang der (libanesischen Bewegung unterrichtet sein. Sie muß daher wissen, daß, obwol der Wunsch, von der türkischen Bureaukratie loszukommen und ein Selfgovernment an ihre Stelle zu setzen, neuester Zeit unter den Albanesen rasche Fortschritte gemacht hat, die Idee einer albanesischen Republik unter italienischem Schutze nur in einigen Küsten-städten auftauchen konnte, wie Durazzo, Aylona und Delvino, wo dunkle Erinnerungen an die frühere Verbindung mit Venedig existieren, und die gelegentlich mit Italien durch kleinen Küstenhandel in Berührung kommen. Im Herzen der albanesischen Berge und noch mehr in Dschakowa oder Prisrend wird selbst der Name Italien kaum gehört. besteht denn nicht auch das russische Beamtenthum zum großen Theil aus Lumpen? Bestand denn nicht das Grantisch-amerikanische Beamten-thuni ebenfalls zum großen Theil aus Lumpen? Und konnte denn das offizielle Frankreich Napoleons III. nicht dasselbe aufweisen? rc. rc. . . . Und doch besitzt Nordamerika eine hohe Kultur. Und doch gehört Frankreich zu den vier zivilisiertesten Ländern der Welt. Und doch sind die Russen — wie jedermann, der diese Nation unmittelbar kennen gelernt hat, zugeben muß — in hohem Grade kulturfähig. Nun, warum sollten denn die unglücklichen Türken zur Kultur unfähig sein? Gebt nur den Türken einen großen Peter und einen Lomonossosf, so werdet ihr sehen, wie sehr bald Universitäten und Akademien und Lyceen und Gymnasien und andere Schulen überall in der Türkei erblühen werden. Wenn dies die Russen nach 700jährigem Vegetieren unter dem byzantinischen Volksverdnm-mungssistem, worunter noch die 250jährige Knechtschaft durch die barbarischen Tataren zu betonen ist, — wenn die Russen dies nach tausendjähriger geistiger Isolierung von den westeuropäischen Kul- Prenßen und der Batican. Das Berliner Kabinet hat, wie aus Rom dem „Temps" telegrafiert wird, den Vatican aufgefordert, einen Druck auf die Centrumspartei zu üben, damit sie eine Schwenkung in gouverne-mentaler Richtung mache. Der Papst hat erwidert, es sei ihm unmöglich, sich in die politischen Angelegenheiten irgend einer Partei einzumischen, doch werde er mit Hilfe des deutschen Episkopats den Wünschen der kaiserlichen Regierung nachzukommen und so die Herstellung eines moclus vivendi zu erleichtern suchen. Der Brief des Papstes an den Erzbischof von Köln entstand aus diesen Anschaungen, und die deutsche Regierung soll sich, indem sie die von Leo XIII. geltend gemachten Motiven zuläßt, von dem Inhalt dieses Schriftstückes befriedigt zeigen, welches demnach den Augenblick einer definitiven Verständigung sichtlich näher rückt. Tagesneuigkeiten. — Der neue Iustizminister. Der Telegraf bringt aus Graz folgende Nachricht: „Die Ernennung des Dr. Rechbauer zum Justizminister im neuen Kabinet gilt hier für gewiß. Demselben werden aus hiesigen höhern richterlichen Kreisen bereits Glückwünsche dargebracht." — Begebung der öfter r. Papierrente. Bei der am Sonntag im Finanzministerium stattgefundenen Offertverhandlung blieb die Bodenkredit-anstalt-Bankverein-Grnppe — bestehend aus der österreichischen Bodenkreditanstalt, dem Wiener Bankverein, der niederösterreichischen Escomptegesellschast, der Banque de Paris et des Pays-Bas in Paris, der deutschen Bank in Berlin, der deutschen Vereinsbank in Frankfurt am Main und der württem-bergischen Vereinsbank in Stuttgart — Ersteherin. Dieselbe überimmt die zum Verkaufe gelangten ft. 30.110,000 Papierrente zum Kurse von 6010. — Postanweisungen aus Bosnien und der Herzegowina. Ein Erlaß des Kriegsministeriums bestimmt, daß bei Postanweisungen aus Bosnien ungarische Formulare und Marken, dagegen bei den Feldpostämtern in der Herzegowina österreichische Formulare und Marken zu verwenden seien. — Untersuchung der Bosna. Mehrere ungarische Schiffer, welche bisher die Marmaros und Theiß befuhren, fanden sich durch die günstigen Erfolge des Oberlieutenants v. Kaiserswehr veranlaßt, persönlich die Bosna zu untersuchen; sie kehrten soeben über Erwarten befriedigt zurück und erklären sich bereit, gleich mit Ladung in die Bosna zu fahren. turvölkeru vermochten, warum sollten denn dies nicht auch die Türken vermögen, welche als europäisches Volk nicht ein halbes mal so lange der europäischen Civilifation verschlossen waren und dieje Zeit — was nicht gering zu schätzen ist — nicht als physisch und moralisch unterdrückte Knechte, sondern als freie Herrscher verlebten ? Warum sollten in der Türkei, in einem Lande, wo die Kirche in gewissem Sinne der weltlichen Gewalt untersteht, weniger Kultnrfactoreu fein, als z. B. in Rußland, wo beide vollständig verschmolzen sind? Wie kann man denken, daß es in der Türkei, wo absolute Religionsfreiheit — das höchste eichen der Civilisativnskraft — herrscht, für die ultur weniger fruchtbaren Boden gebe, als z. B im „heiligen" Rußland, wo die Consesstonsrechte mit den plumpsten barbarischen Füßen getreten werden? . . Nur „wer vor dem Lichte die Augen schließt, kann mit vollem Recht sagen: es ist finster." Alle Sehenden aber müssen zugeben, daß das türkische Volk ebenso kulturfähig ist, wie alle anderen Nationen. . . (Schluß folgt.) — Zur kirchlichen Reform in Bosnien. Nach Bericht der „Drau" ist die Mission Bischof Stroßinayers in Rom gänzlich mißglückt. Der Prälat wollte seine Rechte als Bischof von Bosnien geltend machen, konnte jedoch beim heiligen Stuhle kein günstiges Resultat erzielen, da derselbe alle Dispositionen bezüglich der Kirchenpolitik in Bosnien der österreichischen Krone anheimstellte. Natürlicherweise ist Se. Excellenz von einer Kombination in Wien als Bischof von Bosnien gänzlich ausgeschlossen, da der magyarische Einfluß in den höchsten Kreisen zu groß ist und man der Ernennung Bischof Stroßmayers schon von vornherein den Riegel vorschob. — Non possumus! Die Herausgabe eines großen vaticanischen Journals in Rom ist wegen Mangels an Geld und weil der Papst die Bestreitung der Unkosten aus der vaticanischen Kasse verweigerte, gescheitert. — Der neue französische Senat wird aus 119 Conservativen und 176 Republikanern bestehen. Die republikanische Mehrheit im Senat beträgt nunmehr 57 Stimmen. Lokal-undprovnyial-^ngelegenheiten. — (Der Landesausschuß für Krain) erledigte in feiner am 3. d. abgehaltene» Sitzung folgende Gegenstände: 1.) Überreichung eines Verzeichnisses der wehrpflichtigen Landesbeamten behnsS Berücksichtigung derselben in MobilisierungSfällen Vonseite der Regierung. 2.) Setheilung mehrerer hilfsbedürftiger Reservistenfamilien. 3.) Ablehnung eines Gesuches um unentgeltlichen Bezug von Edel-bäumen und Rebensetzlingen ans der Obst- und Weinbauschule in Slap. 4.) Sistierung der Zuständigkeitsausmittlung von in den Landeswohl--thätigkeitsanstalten befindlichen Individuen. 5.) Fahrpreisermäßigung für Irrsinnige und deren Begleitung ans Eisenbahnen. 6.) Gesuch der Gemeinde Stockendorf unt Unterstützung infolge erlittener Wasserschäden. 7.) Abweisung des Recurses der Gemeinde Lienfeld inbetreff der Concurrenz beim Friedhvfban in Gvttschee. 8.) Ablehnung der Resignation des Gemeindevorstehers in Gotsche. 9.) Circulare an sämmtliche Gemeindevorstände, betreffend die Einhebung der Gemeindezuschläge durch die k. k. Steuerämter. 10.) Gesuch wegen Befreiung von der Straßenmauthentrichtnng. 11.) Genehmigung zweier Gesuche um Darlehen aus der Kalister'schen Gemeindestistnng. 12.) Ansuchen behufs Vertretung des krainischen Normalschulfondes vor dem Reichsgerichte am 22. Jänner 1879 gegen den Studienfond und beziehungsweise Staatsschatz wegen Fortzahlung des Jahresaversums von 1292 Gulden 60 Kreuzer, durch das Landesausschußmitglied Herrn Dr. Edlen v. Schrey. 13.) Kenntnisnahme der von der k. k. Finanzdireetion mitgetheilten Resultate der in 15 Steuerbezirken Kraius pro 1879, eventuell 1880, 1881 erzielten Verzehrungssteuer-Pachtschillinge per 116,760 fl. und der hiebei für die Landesnmlagen per 46,704 fl. erwirkten besonderen Cantion des Pächters per 11,676 fl. — (Landesgesetzblatt.) Heute wurde das I. Stück des diesjährigen Landesgesetzblatter anSgegeben und versendet. Dasselbe enthält unter Nr. 1 die Kundmachung der k. k. Landesregierung für Krain vom 29. November 1878, Z 8164, womit die Katastraleintheilnng der Ortschaft Rann (Breg) im Gerichts- und Steilerbezirke Sittich richtig-gestellt wird; Nr. 2 die Kundmachung der k. k. Landesregierung für Krain vom 20. Dezember 1878, Z. 8644, mit welcher der Vorspannspreis in Krain für die Zeit vom 1. Jänner bis 31. Dezember 1879 festgesetzt wird; Nr. 3 die Kundmachung der k. k. Landesregierung für Krain vom 22. Dezember 1878, Z. 8543, betreffend die Feststellung der Militär-Durchzugsgebür in Krain für die Zeit vom 1. Jänner bis 31. Dezember 1879; Nr. 4 die A»ndmachllng des k. k. Landerpräsidenten in Krain v»m 26. Dezember 1878, Z 2752/pr., betreffend die Ausschreibung der Normcilschulfons-Lande»-umlage für das Jahr 1879. — (Zur Urgeschichte Krains.) Den Freunden der vaterländischen Geschichte ist Gelegenheit geboten, bei der morgen abends um 5 Uhr stattfindenden Monatsversammlung des Musealvereins (Musealkanzlei, Lycealgebäude 2. Stock) in die höchst interessanten Funde aus vorrömischer Zeit, welche in den heidnischen Grabstätten bei Watsch und in der Wochein im Vorjahre gemacht worden sind, Einsicht zu nehmen. — (Von Valvasors Chronik Krcnns) neue Auflage. Druck und Verlag von I. Krajec in Rudolfswerth, wurde die 48. Lieferung (Schluß des 7. und 8. Buches) ausgegeben. Dieses Heft bringt Mittheilungen über religiöse Sitten und Gebräuche, über damals herrschenden Aberglauben, schließlich historische und topographische Daten über die Pfarren Uragna, Urem, Wochein, Waltendorf, Watsch, Wachsen-stein. Weichselberg. Weiniz, Weißenfels, Weißkirchen. Wippach, Jdria, Zepitsch, Zermoschniz und Zirklach. — (Die Bank „Slovenija") hat wieder einmal ein Lebenszeichen von sich gegeben. Das Liquidations-Comite faßte den Beschluß, die Liquidation der Associationsergebnisse sämmtlicher Ueber-lebungsgrnppen schon im Jahre 1879 zu ordnen, und fordert alle Interessenten mit den Liquidationsterminen 1885 bis incl. 1898 auf, bis zum 31. März 1879 ihre Associationspolizze sammt den bezahlten Quittungen und Lebenszengnissen beizubringen. — (ZurBemessung der Einkommensteuer.) Die Bezirkshauptmanschaft Laibach erließ eine Kundmachung, mit welcher die betreffenden Steuerpflichtigen aufgefordert werden, die Eimkom-menbekenntnisse der ersten und dritten Klasse, dann die Anzeigen über die stehenden Bezüge zur Steuerbemessung pro 1879 für den Bereich der Stener-bemessungsbehörde in der bisher üblichen Weise bis 31. Jänner 1879 bei derselben zn überreichen. — (Studenten st istunge n.) Drei Matth. Langns'sche Stipendien ä 210 fl, sind zn besetzen. Diessällige Gesuche sind bis 25. d. beim Bezirksgerichte in Radmannsdorf zu überreiche». — (Ein muthiger Lebensretter.) Dem Gefreiten Zemna des Infanterieregiments Freiherr v. Kuhn gelang es, die am 4. d. nächst dem Petersdamme mit Wäschereinigung beschäftigte, in den Laibachfluß gestürzte und von der Strömung fortgerissene Condneteursgattin Ogrin zu retten. Der Ruf nach Aufstellung von Rettungskähnen wurde wieder laut. — (Kohlengewerkschaft Trifail.) Herr-Ludwig Hertle wurde an Stelle Eichelters zum Direktor der Trifailer Kohlenwerke ernannt. — (Landschaftliches Theater.) Fräulein Ella Bechter, Schülerin der bestrenommierten Schauspielerin Frau Emilie Müller in Graz, betrat gestern als „Anna Birkmeier" im L. Grubers Volksstücke „Der Pfarrer von Kirchfeld" in unserem Schauspielhause zum ersten male die Bretter. An-mnthiges kindliches Wesen, Bescheidenheit, richtige Auffassung des Geistes der Rolle und gefühlvoller Ausdruck beim Vortrage hervorragender Stellen sind Eigenschaften, die beim ersten Auftreten im günstigen Lichte hervortraten. Auf dem Gebiete des Gesanges wird die Debütantin derzeit den gewünschten Lorbeer noch nicht pflücken können. Die junge, talentierte Novizin im Tempel der dramatischen Muse wurde mit Beifallsbezeugungen ausgezeichnet. Obgleich Frau Emilie Müller von einer plötzlichen Heiserkeit befallen wurde, erkannte das Publikum aus der gediegenen Durchführung der Rolle der „Haushälterin Brigitte" denn doch scgleich die Meisterschaft auf dem Felde der Schauspielkunst und spendete der Frau Müller verdienten Applaus. Herr Waldburger spielte den „Pfarrer Hell" mit Würde, nach Abrechnung der schlangenförmigen Windungen im Monologe des vierten Actes vorzüglich. Herr Direktor Ludwig bewährte sich in den drei letzten Acten als eminenter Charakterdarsteller; im ersten Acte hörten wir den vorlauten Souffleur früher als den „Wurzelsepp". Herrn Ehrlichs „Pfarrer in der Einöd" war wieder eine sehr gemüthliche Leistung, und Herr Fried mann spielte den Naturburschen „Michl Berndorser" ganz gut. — (Aus den Nachbarprovinzen.) Die Majorität des Triester Stadtrathes stellt als Candidaten für den Bürgermeisterposten den der deutschen Nationalität ungehörigen Eisenhändler Franz Dimmer auf. — Da die neue bosnische Landesregierung mit den in Bosnien vorhandenen Amtspersonen nicht anskommen kann und kroatische Beamte sich bisher in Bosnien am brauchbarsten erwiesen haben, wurde die Landesregierung in Agram ersucht, aus Kroazieu die dringend notwendigen Kräfte zu schicken. Infolge dessen reisen im Lause der nächsten Tage 45 junge Beamte verschiedener Branchen nach Serajewo ab. Zur Landtagssession 1878. (Aus der 11. Sitzung.) (Fortsetzung der Rede des Abg. Dr. v. Schrey.) Wenn man auch sagen möchte, daß die Umänderung der Zahlungsmodalität eine Fiction sei. indem die Gemeinden früher direkt, jetzt aber indirekt durch eine 18perzentige Normalfchulfonds-Umlage zur Bestreitung des Aufwandes concumertn, so möchte ich glauben, daß dies denn doch nicht das gleiche sei. Wollte man nämlich den Gemeinden in allen jenen Fragen, in welchen sie durch ihre Geldleistungen interessiert sind, auch eine stetige Jngerenz einräumen, so käme man zu Cornpeteuz-verwirrungen, welche bei verschiedenen Gelegenheiten zum Ausdrucke kommen müßten. Man müßte sich fragen, warum die Herren von der Gemeinde die Intervention bei Ernennung der Geistlichen nicht verlangen ? Das wäre das Näherliegendste. Wer erhält denn die Geistlichkeit, als ausschließlich die Gemeinde? Man könnte noch weiter gehen und jene schönen Zustände wüuschenswerth finden, wie sie in Trmisleithanien bestehe», daß die Beamten gewählt werden. Ihnen allen würde grauen vor einer solchen Autonomie! Ich möchte noch weiter gehen. Nicht nur die rechtlichen Interessen, welche die Gemeinde hat, und die finanziellen Interessen, welche in der Bedeckung des Schulauswandes liegen, sind maßgebend gewesen, ihnen eine nähere Wirksamkeit einzuräumen, sondern es mögen noch andere Umstände mitgespielt haben. Vielleicht war es weder die Autonomie noch die Freiheit, sondern die Rücksichten auf eine solche Zusammensetzung der betreffenden, von der Gemeinde gewählten Schulaufsichtsorgane, welche den Gesinnungen jenes Landtages, welcher seinerzeit das Gesetz beschlossen hat, entsprach. Darin liegt einer der größten Vorzüge des neuen Gesetzes, daß die Verwaltung der Schnlangelegenheiten von solchem Einflüsse frei wird. Ich werde mir erlauben, mich etwas detaillierter auszusprechen, wie Ortsschulräthe aus Grund der bestehenden Gesetze heute fungieren. Sie sind in der Regel, in der Regel sage ich, ein Körper, der, wenn man ihn als autonom bezeichnen will, diesen Namen nicht verdient. Ortsschulräthe sind nach ihrer Zusammensetzung in der Reget Jasager dessen, was von maßgebenden Persönlichkeiten denselben vorgeschlagen wird, und es ist sehr natürlich, daß bei den Verhältnissen unserer Landbevölkerung vor allen die Vertreter der Geistlichkeit im Orts-schulrathe diejenigen sind, welche dort eine maßgebende Rolle spielen, und diejenigen sind, deren Votum der Ortsschulrath in der Regel folgt. Die Emancipation und Wahrung der Selbstständigkeit der Ortsschulräthe ist bisher nicht möglich gewesen, und die natürliche Folge dessen war, daß sich in der wichtigsten Agende des OrlSschul-rathes, in der Präsentation der Lehrer, mannigfache Uebelstände ergeben haben. (Fortsetzung folgt.) Aus dem Berichte der Handels- ntrfr Gewerbekammer für Krai« pro 1875. (Fortsetzung.) Die krainifche Baugesellschaft beschäftigte im Jahre 1875 100 Maurer, 140 Taglöhner, 15 Lehrlinge und verarbeitete 850,000 Ziegel und 112,000 Kilogramme Kalk. — Bei der Bauschlosserei in Laibach wurden 15 Arbeiter verwendet, und verarbeiteten dieselben 10,000 fitlogt. Walzeisen, Blech und Stahl. — Bei der Bautischlerei in Laibach fanden 23 Arbeiter Verwendung, und verarbeiteten dieselben 420 Kubikmeter Hölzer. — In den 4 Maschinen- (und Maschinenbestandtheile-) Fabriken zu Laibach. Wocheiner-Feistriz, Hof und Gradaz standen 143 Arbeitskräfte in Verwendung; verarbeitet wurden 883.065 Kilogramm Eisen, Blech, Stahl und Draht. — Die Feuerlösch-Geräthe- und Metall = waren-Fabrik in Laibach beschäftigte 21 Arbeiter, und verarbeiteten dieselben 18,000 Kilogr. Metalle. — In den zwei Eisenbahn-Werkstätten zu Laibach standen 117 Arbeiter in Verwendung. — Bei der Wollkamm- Erzeugung ih Marialaufen wurden 8 Arbeiter verwendet, und erzeugten dieselben 10,000 Paar Wollkämme. — Bei derDecimalwagen- und Thurmuhren-Erzeuguug in Neumarktl, Kropp, Marialaufen und Podnart erzeugten 22 Arbeiter 412 Wagen und 7 Thurmuhren. — Die Hochöfen für Guß in Ärain waren infolge eingestellten Absatzes nur teilweise in Betrieb; in den Eisenschmelzhütten zu Ober-Eisnern, Unter-Eisnern, Sava, Jauerburg, Wocheiner-Feistriz, Ober-Kropp, Unter-Kropp, Steinbüchel, Hof und Gradaz wurden 209 Arbeiter verwendet und 4.407,564 Kilogramm Eisen- und diverse Gußwaren erzeugt. Die Eisen-Raffineriewerke in Laibach, Jesenouz, Wocheiner-Feistriz, Hof und Gradaz beschäftigten 189 Arbeiter; dieselben verarbeiteten 1.735,684 Kilogramm Rohstoffe und erzeugten 1.512,669 Kilogramm Eisenwaren. — Bei 18 Eisen Hammerwerken in Krain verwendeten 106 Arbeiter 3.218,472 Kilogramm Rohstoffe, und erzeugten diese 2.508,834 Kilogramm Eisen und Ware. — In der Gußstahlhütte zu Weißenfels verarbeiteten 11 Arbeiter 325,000 Kilogramm Rohstoffe und erzeugten 300,000 Kilogramm Tiegelgußstahl. — In den Stahl-Hammerwerken zu Neumarktl, Slap, Jauerburg, Moistraua, Sava, Weißenfels, Moste und Rothwein beschäftigten sich 83 Arbeiter mit der Verwendung von 2.301,272 Kilogramm Rohstoffen und erzeugten 1.963,445 Kilogramm Stahlwaren. — In 30 Nagelschmieden zu Ober-Eisnern, Unter-Eisnern, Ober-Kropp, Unter-Kropp, Steinbüchel und Wocheiner-Feistriz erzeugten 1603 Arbeiter aus 2.039.958 Kilogramm Rohstoffen 1.805,646 Kilogramm Eisennägel. — In der Kettenschmiede zu Kropp wurden 7952 Kilogramm Ketten erzeugt. — In den Draht-uud Drahtstisten-Fabriken zu Laibach und Lipenca bei Kropp erzeugten 35 Arbeiter aus 276,880 Kilogramm Rohstoffen 110,976 Kilogramm Draht und 164,896 Kilogr. Drahtstiften. — In den Feilenfabriken zn Neumarktl und Weißenfels erzeugten 38 Arbeiter aus 58.034 Kilogramm Rohstoffen 50,634 Kilogramm Feilen und Raspeln. — In der Laibacher Glockengießerei erzeugten 8 Arbeiter 30,000 Kilogramm Glocken. — Das ärarische Quecksilber-Bergwerk in Jdria beschäftigte 996 Arbeiter; dieselben verarbeiteten 29.466,300 Kilogr. Erze und erzeugten 369,700 Kilogramm Quecksilber. _______________(Fortsetzung folgt.)___________ Witterung. Laibach, 8. Jänner Vormittags ziemlich heiter, dann zunehmende Bewölkung, einzelne Schneeflocken, schwacher Ost. Temperatur: morgens 7 Uhr — 4-4°, nachmittags 2 Uhr — 2 6* C. (1878 46«; 1877+ 113° C.) Barometer im Fallen, 727 97 illimeter. Das gestrige TageSmittel der Temperat»r — 4 7», um 21° unter dem Korowlt. Angekomrnene Fremde am 7. Jänner. H»trl Stadt Wien. Holzmüllner, Privat, Römerbad. — Ulrich, Gouvernante, Tüsfer. Hotel Elrfant. Walter, Kfm., Wien. — Delacorde, Sofa. — Pavlin, Student, Birkendorf. — Ritter v. Langer, Poganiz. vaierischer Hof. Skerjanz, Triest. — Speranzon, Hdlsm., und Schmith, Treviso. Mohren. Bolko, Agnes, Graz. — Schnjer, Förster, Bu-kuje. — Cajnikar, Weltpriester, Cilli. Verstorbene. Den 8. Jänner. Victor Ruß, Kommissionärskind, lö Mon., Petersstraße Nr. 34, Tuberkulose. Gedenktafel über die am 11. Jänner 1879 stattfindenden Licitationen. 3. Feilb., Preklet'sche Real., Neul, BG. Stein. — 3. Feilb., Freher'sche Real., Laibach, LG. Laibach. — 3. Feilb., Pauli'sche Real., Lahov^e, BG. Stein. — 3. Feilb., Labernig'sche Real., Adergas, BG. Krainburg. — 3. Feilb., Eades'sche Real., Hotaule, BG. Lack. — 3. Feilb., Bajuk-sche Real., Radovica, BG. Möttling. - 3. Feilb., Pie« sec'sche Real., Vidosic, BG. Möttling, — 3. Feilb., Köstliche Real., Zapotok, BG. Reifuiz. — 3. Feilb., Kokail'sche Real, Ternove, BG. Möttling. — 3. Feilb., Stefanii'fche Real., Dobravic. BG. Möttling. — 3. Feilb., Kolar'fche Real., Semiü, BG. Möttling. — 2. Feilb., Hönigmann'sche Real., Lipovic, BG. Reifniz. — 2. Feilb., Rebernik'schc Real., Michelstetten, BG. Krainburg. — 2. Feilb., Oto-nikar'fchc Real. Zirkniz, BG. Loitsch. — 2. Feilb, Dev-jak'sche Real., Kauze, BG. Loitsch — Rcass. 2. Feilb., Re* vol'fche Real., Tschernutsch, BG. Laibach. — Reass. 2. Feilb., Petrtt'sche Real., Log, BG. Laibach. — 2. Feilb., Cvar-sche Real., Oberdorf, BG. Loitsch. — 2. Feilb., Opeka'sche Real., Zirkniz, BG. Loitsch. — 2. Feilb., Menciuger'sche Real.. Bitnach, BG. Radmannsdorf. — 2. Feilb., Skala-sche Real., Mladica, BG. Möttling. — 2. Fcilb., Bitgoj-sche Real., Tomakevo, BG. Laibach. — 2. Feilb., Zuster-M'sche Real., Jggdors, BG. Laibach. — 2. Feilb., Za-krajsek'sche Real., Groß-Jlovagora, BG. Laibach. — 1. Feilb., (Bega’fche Real., Travnik, BG. Reifuiz. — 1. Feilb., Ste-fanii'sche Real., Rosalnic, BG. Möttling. — Reass. 3. Feilb., Arko'sche Real., Reifuiz, BG. Reifuiz. — 1. Feilb., Lu-naiet’sche Real., Trauuik, BG. Reifuiz. — 1. Feilb., Hor-vat'sche Real., Bubnaree, BG. Möttliug. — 3. Feilb.. Mi-heliii'fche Real., Semik, BG. Möttling. - Reass. 3. Feilb., frmidii’schc Real., Oberkoschana, BG. Adelsberg. — Relic. os'sche Real., Stop, BG. Stein. — 1. Feilb., Evigelj-sche Real., Senosetsch, BG. Senosetsch. — 1. Feilb., Petrik-sche Real., Grohdolina, BG. Landstraß. — 1. Feilb., Maly-jche Real., Gojzd, BG. Neumarktl. — Einzige Feilb. Corn-sche Real., RaZor, BG. Oberlaibach. — 1. Feilb., Skro-buth'schc Real., Ottok, BG. Landstraß. — 1. Feilb., Fe-icniif’fche Real., Lase, BG. Landstraß. — 1. Feilb, Du-ler'sche Real., Karlie, LG. Laudstraß. — 1. Feilb., Premrusche Real., Oberseld, BG. Wippach. — 3. Feilb., Polsak-fche Real., Slap, BG. Wippach. — 1. Feilb., Komaöar'sche Real., Raje, BG. Landstraß. Marktbericht von L. Jacob ius & Söhne, Berlin-Hamburg. Hamburg, 4. Jänner 1879. In der vergangenen Woche mar das Getreide-Effec-tivgeschäst für Weizen sehr still. Die Ware blieb zu letzten treisen angeboten, und wurden mir Kleinigkeiten für den ousum gekauft. Roggen stark offeriert, ohne genügenden Absatz zu finden. Bon Gerste sind allerfeinste Sorten zu letzten Preisen zu lassen. Geringe Sorten billig offeriert und ohne Nachfrage. Hafer still. Pferdebohnen zu unveränderten Preisen placierbar. Weiße Bohnen billiger angeboren. Für Mais festere Tendenz. Eier-Zufuhr: Berlin: 282 Fässer 148 Kisten, Hamburg: 70 Fässer 970 Kisten. Weizen: Ruhig, schlesischer Mrk. 200, österreichischer, polnischer Mrk. 170 bis 192, Mecklenburger Mrk. 187 bis 192, alter Nikolajeff Mrk. 160 bis 175. Roggen: Ruhig, russischer Mrk. 120 bis 126, Mecklenburger Mrk. 134 bis 150. Gerste: Still, neue ungarische Mrk. 145 bis 180, schlesische, ungarische, böhmische und mährische Mrk. 185 bis 190, seine Mrk. 210 bis 250. Hafer: Still, russischer Mrk. 110 bis 135, schlesischer und böhmischer Mrk. 135 bis 150, Mecklenburger Mrk. 126 bis 140. Bohnen: Flau, mittel Mrk. 150 bis 155, kleine Mrk. 160 bis 170, kleine weiße Mrk 170 bis 200, große weiße Mit. 230 bis 280. Erbsen: Still, Futtererbsen Mrk. 142 bis 150, Koch-erbsen Mrk. 210 bis 230. Mais: Fest, rumänischer und Cinquantin Mrk. 127 bis 132. Kleesaat: Weiß, ruhig, gering Mrk. 40 bis 50, mittel Mrk. 50 bis 60, fein Mrk. 60 bis 75; dto. roth, still, alt Mrk. 32 bis 38, neu Mrk. 46 bis 50 per 50 Kilo Brutto incl. Sack. Alsike: Ruhig, Mrk. 65 bis 85 nach Qualität per 60 Kilo Brutto incl. Sack. T i m o t h e e: Ruhig. Mrk. 21 bis 23 per 50 Kilo Brutto incl. Sack. Spiritus: Rcetif. Kartoffelspiritus pr. 100 Liter Mrk. 46 bis 50; rectif. Rübeuspiritus » 100 Peri. Mrk. 46 bis 47. Pflaumen: Türkische Mrk. 18 bis 22 per 50 Kilo, andere Sorten Mrk. 11 bis 20 je nach Qualität. Kümmel: Ruhig, Mrk. 22 bis 26 per 50 Kilo, deutscher Mrk 36 bis 39. Mutterkorn: Mrk. 65 bis 75 per 50 Kilo. Kanthariden (spanische Fliegen): Mrk. 410 bis 415 pr. 50 Kilo. Wiener Börse vom 7. Jänner. Staats- (Autd. Bapierreiite............ Silberrente............ Voldrente.............. EtaatSlose, 1839. . . 1854. . . * 1860. . . * 1860(5tcl) „ 1864. . . 6nmdIoseph-Babn Galiz. Karl-Ludwlgv. Lemberg - Lzernowiy Lloyd-Gesellschaft . Geld 62 J 5 6320 74 05 314'— 108 75 11525 121 75 141*50 »4 30 73 75 75 25 79 25 104 50 80-25 90 788' - Ware 62-25 63 30 74 15 316 lo9"— 11560 125— 142 - 8480 75 25 76 — 80*25 105— 80 50 90 25 223 50 790- Nordwestbahn . . . RudolfS-Bahn . . . SlaatSbahn .... Südbahn............. Ung. Nordostbahn . Pfandbriefe. Bodenkreditanstalt in Gold........... in österr. Währ. . Nationaldank.... Ungar. Bodenkredit- Krioritätr-Obkig. Elisabethbahn, i.Em. Ferd.-Nordb. i. Silbe, Hranz-Ioseph^Bayi« . Galiz.K-Lndwigb,l.7‘— 160 — 15 50 565 9 34 War. 111-75 117*50 250*50 68 25 116 75 111-— 95 25 100 — 25-25 92 75 104-85* -100 5" 85 10 64 — 58 75 110 — 160 50 16 — 116 70 5 66 9 34». '57 60 57 70 591 —1593 - (Silber....................|10u — 100 - Telegrafischer Kursbericht am 8. Jänner. Papier-Rente 62-15. — Silber-Rcutc 63 30. — Gold-Rente 74'—. - 1860er Staats-Anlehcu 115 60. - Bank-actien 789. — Krcditactien 224 60. — London 116 55. — Silber 100'—. — K. k. Münzdukaten 5'62. — 20-Franes-Stiicke 9 32'/,. — 100 Reichsmark 57 55. Theater. Heute (ungerader Tag): Debüt des Fräuleins Ella Bechler nnd Gastspiel der Frau Emilie Müller aus Graz: Rosa und Röschen. Original-Schauspiel in 4 Acten von Charl. Birch-Pseiffer. Telegramme. Wien, 8. Jänner. Die heutige „Wiener Zeitung" meldet die Verleihung der Geheimrathswürde an den Sectionschef Baron Calice und die Ernennung des Grafen Szechenyi zum Botschafter in Berlin. Wien, 7. Jänner. Die „Pol. Korr." meldet, daß heute in Zogai bei Skutari eine Konferenz zwischen Sussien Pascha und montenegrinischen Delegierten betreffs Uebergabe Podgoriza's an Montenegro und Räumung der von den Montenegrinern occupierten albanischen Küste stattfindet. Petersburg, 7. Jänner. Ein Extrablatt des „Regierungsboten" meldet ein abermaliges heftiges Auftreten der Menschenpest. Eine außerordentliche Konferenz zur Berathung der Maßregeln dagegen wurde einberufen. FF“ (firrbrm-Urrbiiiif. In einem sehr bedeutenden Marktflecken Oberkärntens, m lohnreicher Gegend und großem Bezirke als einzig bestehende Gerberei gelegen, ist eine mit Wasserkraft versehene Gerberei mit neuer Einrichtung, Wohnhaus und Werkstätte wegen Uebersiedlung unter sehr guten Bedingungen sogleich zu verkaufen. Nähere Auskunft ertheilt der Eigenthiimer selbst. Andreas Huber, (20; 7—1 Gerbermeister in Tarvis. Frische Offerte. Der ergebenst Gefertigte Kunst- und Haudelsgärtner offeriert seinen großen Vorrath von frischen Camellien nnd anderen schönen Blumen, übernimmt Bestellungen zur Anfertigung der verschiedensten Bouquets und Todtenkränze. Für billigste, schnellste nnd eleganteste Herstellung wird stets Sorge getragen. — Da er mit vielen großen und kleinen in- und ausländischen Dekorationspflanzen versehen ist, so übernimmt er auch Dekorierungen bei Leichenaus-bahruugen, Bällen und auch bei sonstigen Feierlichkeiten. Im Falle, daß seine geehrten Kunden während der fünfmonatlichen Abwesenheit bei der Okkupationsarmee in Bosnien von seinem Bevollmächtigten nicht zusriedeugesteltt worden sind, bittet er vielmals um Entschuldigung; er wird fernerhin stets bestrebt sein, alle Besteller aus das beste zu befriedige». Hochachtungsvoll (25) 2—1 Alois Korsika, Kunst- und Handelsgärtner, Polanastraße Nr. 12 neu. P * k Täglich frische Faschingskrapfen bei Riolf Mscl, Conditor, Congressplatz. (616) 10-3 Herzoglich braunschweigische Landes-Lotterie, vom Staate genehmigt und garantiert. Dieselbe besteht ans 87,000 Original-Losen und 45,000 Gewinnen: Haupttreffer ev 450,000, A 300,000, A 150,000, i. 100,000, ä 60,000, A 40,000, ä 30,000, * 25,000, ä 20,000, ä 15,000, Reichsmark Die erste Ziehung findet statt am 16. und 17. 1 Haupttreffer ä 12,000, 10,000, 22 ä 2 ä 8000, 4 ä 6000, 61 ä 5000, 6 a 4000, 107 „ a 3000, 213 „ a 2000, 523 ä 1000, 847 „ a 500 u. s. w. Jänner 1879, zu welcher ich Original-Lose Ganze Halbe Viertel Achtel fl. 10 fl. 5 fl. 2 50 fi. 1-25 gegen Einsendung des Betrages oder Postvorschuß versende. Jeder Spieler erhält die Gewinnlisten gratis! Wllh. Basilius, Obereinnehmer der braunschweigischen Landes-Lotterei (609) 10—6 in Braunschweig. Druck »o« Jg. v. Kleinmayr & Fed. Bamberg. Verleger: Ottomar Bamberg. Für die Redaction verantwortlich: Franz Müller.