Imts-^Nlatt zur Laibacher Zeitung. ^M 56. Dinllas ven w. Mai 13Ä2. ^uberni»l Verlautbarungen. Z. 665. Nr. 9443. Verlautbarung über Ausschließende Privilegien. «— Die k. k. allgemeine Hofkamme, hat nach den Bestimmungen des allerhöchsten Patentes vom Hl. März i632 folgende Privilegien zu verleihen befunden: l. Dem Vincenz Wilhelm H?ö. ster, Kaufmann, wohnhaft in Wien, Laiwgru, be, Nr. 16 für die Dauer von fünf Jahren, auf die Erfindung, eine Masse aus Torf und andern Glossen zu bereiten, «elche dem AS« phalt an die Seite zu stellen sey, un» sich wegen ih«er größeren Dauerhaftigkeit und Wohl» feilh^it zur Anwendung im Großen, als zu 3rotto»r», Straßenbau und andern technischen Zwecken besser eigne, als jener. — 2. Dem Andreas Weschmakoff, russischem Ingenieur, Major, Ritter mehrerer Orden, und Mitglied der öconom'schen Gesellschaft zu St. Peters bürg, wohnhaft m St. Pctttsburg, (Blvoll« machtigler ist der Hof» und Gerichts, Advocat Anton Wandratlch, wohnhaft ,n Wien, Stadt, Nr. 1069), für die Daue« von fünf Jahren, auf die Verbesserung dcs bereits unterm 4. No< vembcr i8^i privilegirten neuen Brennmate-riales, ?ardole»ne genannt, welche davn bee stehe, daß be^ einer neuen Bereitungsart debsel» ben ein wohlfeileres Material verwendet, und der Gebrauch kosssplel'ger mechanischer und hp< draulischer Pressen gan< vermieden »erbe. — 3 Dcm Johann Dobner Edlen v. Dettendorf "^ ^«"lenhof, I.genieu, de, fürssl. Palfy'« '7'"'^"schaften, wohnhaft in Malac.l« ,ll der Preßburger Ocsoamischaft Ungarns, füt die ^"" "'" zw" Jahren, auf die Erfindung brcicr m.t D.amant auf Sp..gelglas geschnit-tener Apparat,, we chc: 1) nach jedem beliedi-gcn Maßstabe anzuferl'gcn sep«n, und sowohl zum Abe als Auftragen aller vorkommenden Massen, als zur Berechnung und Vertheilung aller gerade» oder krummlinigen Figuren, ins« besondere aber zum sehr genauen Auftragen der trigonometrischen Daten gcignet slyen, und wobel nebst großer Genauigkeit an Zelt gewon« nen werde; indem be» jeder beliebigen lFigur, selbst durch das Abtragen der zur Berechnung erforderlichen Factoren oder Maßen zugleich der berechnete Flacheninhalt ohne alle vorau«, gegangene Berechnung fertig erscheine; 2) fich zur Eopiluna, Vcrllnnerung oder Vergrößerung aller Mappen eignen, und zwar mit größerer Genauigkeit als der Pantograph oderRe» ductions-Zirlel; 2) die neuvnmessenen Terrains der Art verewigen, daß selbe nie wleder ncu vermessen werden dürfen, mdem jede geometrische Aufnahme selbst nach Hunderten von Jahren in demselben Stande, wl« der Auf-nahms-BroulNon derselben, unabgenommen von dem kupfernen oder gläsernen Meßlischblane, fclgl'ch ln seiner noch vollen Gediegenheit wie, der hergcjiellt weiden könne, und 4) der Art conttrmrl seper, daß sie ohne alle and«re Bei-hilf/, und mir gänzlicher Entbehrung oe» Zirkels zu gebrauchen ftpen, somit dle Mappen stsis unzerflochin, rein und richtig erhalten werden. — 4. Dem Vlnclnz Schelwsky, bc« fugtem Lehrer der französischen Sprache uttd der Zcichcnkus.st, wohnhaft in Wien, Svltl« berg, Nr. i»7/ für dle Dauer von einem Iah» r«, aufdle E'findung neu construirter Leuchter: ^S «l 0 n und T»il«ttenlL« uchter" genannt, welche «us jlder Gattung Metall, m jeder beliebiger Zorm und Größe, so w>e auch zum Schaben erzeugt werden können, mit einem eige'-s hlllzil gemachten kösch.r versehen, elegant auöschcn, und ,hrer höchst tllifachcn, festen und pünktlichen tonftruction wegen sehr V«ue,hafl sepen, und fegende Vonht'.lc gc, 312 - währen: daß i) das kicht der Kerze bedeutend erhöhet werde, und durch Anwendung eines eigens dazu gerichteten Lichtschirm-Aufsatzes, eine dem Auge wohlthuende Helle gewahre; 2) durch las F^halten des Brennstoffes in dem Kerzen, Hute dle Kerzen niemals, weder mnerllch »n der Röhre, noch äußerlich auf dem Leuchter ab-rmnen können; wodurch dle Kerze längere Ze»t brenne, die Leuchter rem erhallen werden, und der durch das öftere Puyen herbeigeführten Abnützung nicht unterliegen; I) vermöge der Construction dllser Leuchter die Kerze ohne vule. Müh« in den auf dem Tische stehenden Leuchter Mn, oben hinemgeschoben werde, und ein sehr hcll glänzendes Acht gewahre; H), durch eine angebrachte Verschiebung cm immerwährend nach Beleben hochgestelltes gleiches Llcbt erzielt werde, und beim Vergessen des AuSlösHens durchaus keine Gefahr zu befürchten s^p; und 5) die meisten schon gebrauchten keuchter mit» telst einer klemm Vorrichtung auf diese Art hergerichtet, und da der Nachtheil des Abtro-pfens gänzlich beseitigt ist, m alle Lusler als klamkeÄn verwendet, und selbst in Kochen mit großem Vortheile benützt werben können. — 5) Dem Christian Haumann, tömgl. baie-nschem Hoftapezirer, wohnhaft in München, dermalen zu Wun, Iosephstadt, Nr. 22/l, fü« die Dauer uoneinem Jahre, auf die Erfindung, Holz auf Eisen zu fourniren, wodurch 1) die Anwendung der Holz - Fourmrung auf die von Els»« und Stahl verfertigten elastischen Meu-ble-Lehnen aller Art; 2) die Anwendung der HolpFournirung auf Elscn für Gegenstände, die nicht elastisch seyn sollen, als: zu Tlschplat« ten, Fensterladen, Wanden von Kasten und Schranken, zu Ofenschirmen und großen Spie« gelrahmen, wobel alles Nelßen, Werfen und Verziehen dieser Gegenstande vermieden werde, und 3) die Herstellung leichter, schönerund da-l>n ausgezeichnet dauerhafter Parket-Tafeln aller Art, und dle Erzeugung von Lambris und Verkleidungen oder Verlafelungen, um d»e Zlmmerwände gegen das Eindringen der Kälte, Hitze oder Feuchtigkeit zu schützen, erzielt werde. — Laibach am 20. April 1842. Joseph Freiherr v. Weingarten, Landes-Gouverneur. Carl Graf zu Welsperg, Raitenau nnd Primör, Vice-Präsident. " - ' , Joseph Wagner, k. k. Gubernialrat?. Nreisamtliche VerlautbarunKen. Z. 679. (2) Nr. ^966. Kundmachung. Nach einer Mittheilung des hierortigen k. k. Militär-Hauptverpflegs-Magazins vom 25. d. M., Z, 691, soll der ganzjährige Brennholzbedarf für die Hauptstation Neu-stadtl, bestehend in 150 niederösterr. Klaftern Buchenholzes, sicher gestellt und bis Ende October l. I. abgeliefert werden, —l Indem dieß zur allgemeinen Kenntniß gebrächt wird, wird zugleich bemerkt, daß die dießfallige-Verhandlung am 30. Mai l. I. während den vormittägigen Amtsstunden im Kreisamte Statt finden werde, und daß die dießfälligcn Beding-niffe bei dem hierortlgen k. k. Hauptverpsiegs-Magazine, so wie auch am Tage der Verhandlung hieramts eingesehen werden können. — Vom k. k- Kreisamte Neustadt! am 26. April 18^t2. Tlavt. unv lanvrechtliche ^erlautharungen. Z. 697. (1) Nr. 3098. Von dem k. k. Stadt- und Landrechte in Krain wird bekannt gemacht: Es sty von diesem Gerichte auf Ansuchen der Frau Sophie Freiinn 0. Schweiger, geborne, Gräfinn v. Auer-sperg, gegen Donat Suppancich, in die öffentliche Versteigerung der dem Erequitten gehörigen, auf 6W0 fl. geschätzten, in Schischka gelegenen landtäflichcn Meierschaft, «Hof-Grubenbrunn" genannt, ^sammt An- und Zugehör, besteherch aus dem Schloßgebäude, dem eingefriedeten Obst - und Küchengarten, 3 kleckern und 1 Wiesflecke, gcwlttiget, und hiezu drei Termine, und zwar auf den 13. Juni, 11. Juli und 8. August 1842, jedesmal um 10 Uhr Vormittags vor diesem k. k. Stadt- und Landrechte mit dem Beisatze bestimmt worden, daß, wenn diese Realität weder bei der ersten noch zweiten Feildie-tungstagsatzung um den Schätzungsbetrag oder darüber an Mann gebracht werden könnte, selbe bei der dritten auch unter dem Schätzungs-hetrage hintangegeben werden würde. Wo übrigens den Kauflustigen fr« steht, die dicßfälligen LicitionsbedingniffL^ wie auch die Schätzung m der dießlandrechtlichen Registratur zu den gewöhnlichen Amtsstunden, oder bei dem Vertreter der Erecutionsführeriun, Dr. Mathias Burger, einzusehen und Abschriften davon zu verlangen, — Laibach am 26. April 1842. 313 3. 69g. (1) Nr. 2679. Von dem k. k. Stadt- und Landrechte in Krain wird dem Hrn. Carl Grafen v. Lichtenberg mittelst gegenwärtigen Edictcs erinnert: Es habe wider denselben et l. 1. 6. ^. h^ diesem Gerichte Hr. Alois Freih. v. Apfaltercr Klage auf Löschung der, aus der Schuldobligation cläo. 1. October 1777 herrührenden, auf dem Gute Grünhof haftenden Schuldforderung pr. 1000 ft. eingebracht, und um eine Tagsaz-zung, welche hicmit auf den 25. Juli 1842 Vormittags 9 Uhr vor diesem Gerichte bestimmt wird, angesucht. — Da der Aufenthaltsort des Beklagten, Hrn. Carl Grafen v. Lichtenberg, diesem Gerichte unbekannt, und weil er vielleicht aus den k. k. Erblanden abwesend ist, so hat man zu dessen Vertheidigung, «nd auf seine Gefahr und Unkosten den hierortigen Gerichts-Advocaten Dr. Blasius Crobath als Curator bestellt, mit welchem die angebrachte Rechtssache nach der bestehenden Gerichtsordnung auS« geführt und entschieden werden wird. — Dieses wird dcm Hrn. Carl Grafen v. Lichtenberg zu dem Ende erinnert, damit er allenfalls zu rechter Zeit selbst erscheinen, oder inzwischen dem bestimmten Vertreter, l)i-. Crobath, Rechts« behelfe an die Hand zu geben, oder auch sich selbst einen andern Sachwalter zu bestellen und diesem Gerichte namhaft zu machen, und überhaupt im rechtlichen ordnungsmäßigen Wege einzuschreiten wissen möge, insbesondere, da er sich die aus seiner Verabsäumung entstehenden Folgen selbst beizumessen haben wird. - Laiba'ck am 20. April 1342. ' ^ Z. 673. (3) Nr. 2774. , Von dem k. k. Stadt- und Landrechte in Krain wird dem Philpp Jacob Suppan und dessen ebenfalls unbekannten Nechtsnack. folgern mittelst gegenwärtigen Edictcs erinnert: Es habe wider dieselben und Andreas Herzum bei diesem Gerichte Anton Dollni-tscher die Klage auf Verjährterklarung des aus der, auf dem Hause 6on8. 143 in der St. Peters-Vorstadt unter 16. November 1776 ilNab. cigrtg UiilncH ä^lo. 23. December 1?ß2 entspringenden Fordcrungs-Rechtes pr. 100 fl. l). 5. c. eingebracht und um eine Tagsatzuna welche hlenüt auf den 1. August 1842 Vormittags 9 Uhr vor dem gefertigten Gerichte angeordnet wird, angesucht. — Da der Auf-Mhaltsort des Beklagten, Phil.ipv Jacob Wu> ^)an und dessen Rechtsnachfolgern, diesem Ge- rlchte unbekannt, und weil dieselben, vi k. landcsfürsslichen Marktes Nüffcrwird hicmit bekannt gegeben: Es sey über das Erecutionsgesuch des Herrn Dr. Traun, Hof- und Gerichtöadvocaten in Silli, ftnmino I. Tschebul und Holzer, gegen Georg und Maria Drobnitsch in Tüffer, pro. schuldiger 483 si. 49 kr., rl'zpoe. 241 si- 54'/? kr-c. 8. e , mit magistratlichem Bescheide vom 20. Februar 1842, I. Nr. 20, in die executive Feildietung der gegnerischen, mit Pfandrecht'belegten, und gerichtlich auf 934 si. C. M. geMz- ^ ten, Hieher unter Current'Nrb. Nr. 31 einkommenden Haus- und 314 klebender realer Lederersgerechtsame gewilliget, und hierzu die drei Versteigerungstagsatzungtn im Laufe dieses Jahres auf den 30. März, 30. April und 30. Mai, jederzeit Vormittags von 9 bis 12 Uhr in der hiesigen Syndicatskanzle» mtt dem Beisätze festgesetzt worden, daß, wenn diese Realität bei der ersten und zweiten Feilbtetungs-tagsatzung nicht um oder über den SchätzungS-werth an Mann gebracht werden könnte, selbe bei der dritten auch unter demselben hmtange-geben werden würde. — Diese von allem Un-terthansvcrbande freie, im Markte Tüffer liegende, aus einem von Grund aus neu erbauten, jedoch nicht ganz bewohnbarem, ein Stock hohem Hause sammt Gemüsegarten und einer abgebrannten Lcdererwerkstatc bestehende bürgerliche Realität, nebst darauf radicirter realer Ledcrersgerechtsame, welche sich fast zu je« der Gewerbsuntcr.iehmung besonders eignet, belauft sich im unverbürgten Gesammtstachen-maß auf 2503 ^Klaftern. — Die Licitations-bedinaniffe sind täglich in dieser Syndicatskanz. leiund beim Herrn Or. Traun, Hof- und Ge-richtöadvocatcn in Cilli, einzusehen; unter die wesentlichsten derselben gehört, daß jeder Lici-tant vor gemachtem Anbote 10A des Ausrufspreises als V.^dium, und der Ersteher nach gepflogener Meistborsvertheilung die excquirte Forderung zu erlegen, und rücksichtlich des MeistbottesteS sich mit den übrigcn Satzgläu-digern einzuvcrstehcn habe. — Magistrat Tüf-ftl- am 20. Februar 1842. Anmerkung. Da diese Realität bei der ersten und zweiten Feilbietung nicht an Mann gebracht worden ist, so wird selbe am 30. Mai 1842 auch unter der Schäz-zung hintangegeben werden. Z. 6^9. (l) Nr. 3022/XVl Verlautbarung. Bon dem k. k. Vcrwaltungsamte der Staatsherrschaft Adelsberg wird bekannt gemacht, daß am 19. Mail. I. Vormittagsvon 9 bis 12 Uhr 1024 Stück Latisani-Bretter, 46 Stück Dachleisten und 3 Buchenbretter, die sich auf dem dießherrschaftlichen Meierhofe am Sovitschberge befinden, dortselbst durch licita-tionsweisen Verkauf werden hintanqegebenwcr. den. — Die Licitationsdedingnisse stehen zu Jedermanns Einsicht täglich bereit - K K. Verwaltung5amt Adelsbcrg den 17. April 1842. Z. 708. (Y Nr. 165- Edict. Von dem k. k. Verwaltungsamte Landstraß wird hiemit bekannt gemacht, daß am 23. Mai d. I. Vormittags von 9. bis 12 Uhr die zweite Pachtversteigerung des Preyßegge» Schlaftrunk-weineS auf 6 nacheinder folgende Jahre, nämlich vom 1. November 1642 bis letzten October 184», in der hierortigen Amtskanzlei abgehalten werben wird, wozu Pachtlustige mit dem Bemerken eingeladen werden, daß die Pachtbe«. dingnisse täglich Hieramts eingesehen werden können. — K. K. Verwaltungsamt Landstraß am 23. April 1942. Z. 709 (1) Nr. 166- Edict. Von dem k. k. Verwaltungsamte Landstraß wird hiemit bekannt gemacht, daß, nachdem bei der am 30. v. M. abgehaltenen Pachtvcrsteige^ rung die Domimcal-Straschahof- und die dieß-staatöherrschaftlichen Garbenzehente nicht an Mann gebracht werden konnten, am 30. l. M. von 9 Nhr Vormittags angefangen, vorerst die sämmtlichen, in den Pfarren üandstraß, St. Bartholomä, heil. Kreuz, Arch und Haselbach befindlichen Staatsherrschaft Landstraßcr Garben- Ulld Erdapfclzehönte, sammt dem Jugend«, Garben-, Erdapfel- und Wcinzehente, dann Bergrechte vom Straschahofe, sohin aber der Dommical-Straschahof selbst, und zwar dieser zuerst nach seinen einzelnen Bestandtheilen, dann aber mit allen dazu gehörigen Weingarten, Aeckern, Wiesen, Geräuthen und Gebäuden, im Ganzen auf neun nacheinander folgende Jahre, vom 1. November 18'^2 bis letzten October 185l, in der hiesigem Amtskanzlci neuerdings werden verpachtet werden, wozu Pachtlustige mit dem Bemerken eingeladen werden, daß die Pachtbedingnisse täglich hier eingesehen werden können. — Uebrigens wcrden die Zehentholde» aufgefordert, ihr gesetzliches Einstandsrecht entweder gleich bei der Versteigerung, oder inner» halb des geschlichen Präclusiv-Termines von 6 Taqcn nach derselben um so gewisser geltend zu machen, als späterhin darauf keinc Rücksicht mehr genommen, sondelu die Pachlübergabe der Ze-henle an die, dii dcr Licitcttion verbliebenen Mc'lstdieter eingeleitet werden wird. — K. K. Bcrwaltuugsamt Landstraß dm 3 Mai 1842.