Vereinigte /^H. Nro. 49. D ie n stag d en 20. Iu ni 1620. Inland. L a i b a ch. <^. en 17. d. wurde der hochwürdig? Herr Stephan Ritter u. Gnsoni, Ehr^nnitglied des Joachim «Ril« tl'roroens / und gewesener DoMzeremoniär an der Kathedralkivche zi, La^ach als Canonicus eben ge« nanncer Kirche v^n dem hoch.oürdigsten Hrn. Bischof Augustin Grubec, instaUirt. W i e n. Alis Prag sind weiter folgende Nachrichten eingegangen : Am 6. Juni reisten II. kk, MM. von hier nach Thensienstadr ab, aUwo Se. Majestät der König von Sachsen am 7. einzmreffen gedachten. Ihre kaiserl. Hoheiten dle Frauen E.-zherzoginen Cle« menline und Caroline / nebst Sr. tonigl. Hoheit dein Erbprinzen von Sachsen, begleilcc.n II. tt. MM. bis ^ettruö, von wo ste nach Pv^g zurü.c« gekehrt sind. Se. k.'scden. Än demselben Tage reisten ^e. taiserl. Hol)eu der Erzherzog Rainer mit Höchstchrer erlauch« ten Gemahlin von hier nach Wien ab, und Se. köe Mgl. Hoheu der Herzog Alblechr von Sachsen-Te« sq)en beg-iben si.H „ach Marienbad. II tt. MM. gedenken nach wenigen Tagen von Thercstenstadt nach Prag zurück zu kehren, und allhler noch «ine turze Heil zu verweilen. S«. t. f, Majestät hadett mit allerhöchst" Ent« s^ießung vom 22. v. M., die Districts-Arztese steNen im Görzer^Kreise für Gradiska dem Dr. Anton Cettertig/ für Caporetlo dem Dr. Joseph Spli-goiv fur Canale dem Dr. Anton Kiker, und für Obevrett'enberg dem Dr. Johann Gregor Petrovich; die Stelle eines Kreis-Wundarztes zu Gorz aber dtM Ancon Kerschl, zu verleihen geruhet. (W. Z.) In der gestern am i3. abgehaltenen dritten Ziehung der grosien Lotterie des k. t. priv. Thealers a»» der Wien, hat das Los Nr. »712Z, welches durch Hrn. Franz Hegedüs in Gllnz abgenommen worden, das Palais sammt Gaven, Nr. i5iL54 , 2<)<» Guld., Nr. ,5oiIo, 5«oc» Guld., Nr. 74^7, 5ooo Guld., Nr. 4a2o2, 1000Guld., Nr. L19ÜÜ, IV00 Gulden gewonnen. Die vierte und letzte Ziehung dieser Lotterie wird am 5». August vorgenommen; in derselben ist der Haupnccsser das l. k. prio. Theater an der Wien, für w«lches dem Gelvinner, wenn er solches nicht behalten will , Drcimcilhunderr Tausend Gulden in Zwanzigern, drei Stück zu Einem Gulden gerechnet, und zwar alsoglcich bei Nbevgube des Loses, in Sil, bermünze durch die Herren Henitftciiv und Comp. ausbezahlt werden. (W. Z.) Ausland- Deutschland. Im Bambergischen ermordete neulich ein baier. Chevauxlegec eine Bauersfrau, deren Familie in der Kirche wax, schleppte die Leiche in d»n Kel-l«, steckt«, um »on ihrem Tode überzeug . 2o5 zu sein, sie in eine« dort stehenden Zober mit Wasser, und raubte dann das Gelb aus den Schranken. Eine kleine Rttthe, mit welcher der Mörder kurz zuvor den, Schulzen begegnet war, und die er auf dem Tisch liegen lassen, gab zu seiner Entdeckung Anlaß. (S. Z.) B a i e r n. Aus Aschaffenburg wird geschrieben: Vor einigen Tagen stießen die Knechte des Schwanenwirchs Hock zu Stockstadt beim Umackern eines, oberhalb des Orts, zunächst an der Chaussee liegenden Ackers auf Mauersteine, an denen dock römische Charak» tere bemerkte. Auf die von demselben geinachte Anzeige geschah am 2H. Mai in Gegenwart Sr. Erc. des Herrn Ge»eral-Kreis « Kommissars und Hlegie-rungs-Präsidenten, Freiherrn von Asbeck, des könig« lichen Landrichters Hosheim, und Herrn Landgerichts-Assessor von Asmuch, dann vieler Zuschauer, die iöriUchen Nachgrabungen. Es zeigte sich deutlich, daß hier die 5. Kohorte der 23sten Legion Grabstätten errichtet hatte. Verschiedene Steine mir Inschriften , einige Münzen von Trajan, ein Schreib-griff<'l (Stylus), einige m Stein aufgehauene Fi< Huren u. dgl. wurden aufgefunden. Von Vasen, welche so viele vorüber gegangene Jahrhunderte vernichtet hatten, wurden nur Trümmer gefunden. T>H die Einwohner von Stockstadr, welche früher mancherlei Alterthümer aufgefunden, und als unnütz verschleudert haben, hierdurch aufmerksam gemacht wor-.den sind, so läsir sich von dort noch manche interessante Entdeckung erwarten. (S. Z.) Frankreich. Paris, vom 1. Juni. Zn Betracq (Dev. der niedern Pyrenäen) wurde auf Befehl des Nichters «in schon 8 Tage lang begrabener Mann wieder aus« Aboaben, weil ckan ihn für vergiftet hielt. Der Ankläger des Verbrechens war ein Haushahn, der einen Gegenstand, den der Verstorbene nach heftigem Husten von sich gab, äuffraß und darauf auf der Stelle todt blieb! dieses hatt« eine Nachbarin beobachtet, die Anzeige gemacht, und jetzt lst malt mit dem Aufsuchen des Urhebers dieser Mordthat beschäftigt. Eine Sammlung von 6 Medaillons ist hier bei H«rrn Godel in der tönigl. Münze erschienen, welche die Schlachtopfer aus der kö'nigl. Familie scit dem Anfange der Revolution vorstellen. Jenes des Herzogs von Berry trägt auf der Kehrseite das Bild der Frau Herzogin mit der Umschrift: ,.1' tkk i^in der, nach geleistetem Dienste den golde« nc»t Becher, woraus er a,esHoft»redigers wurde ein Opfer des Eifers, womit er die kostbaren Sachen der Kirche, die er in seiner Verwahrung hatte, zu retten suchte, welche aber alle zugleich mit seinem gam? zen Vermögen ein Raub des Feuers wurden. Die Frau des Hofpredigers Schiiten bahnte sich einen Wegdurch die verheerenden Flammen, wurdeaberam ganzen Leibe so beschädigt, daß sie nach drey Tage» auch ihr Leben einbüßte. Der Pfarrer Roos war einige Tage vorher angekommen, um seine Schwiegelälter,, zu besuchen. (S. Z.) S p a n i s n. Am »7. Mai erschien zu Madrid eine außerordentliche Beilage zur Hofzeitung, mir einem Berichte des Civil-Gouverneurs von Saragossa über de"» in,der Nachtvom »4. do.tausgebrochenen Aufstand. Die Veranlassung war di.» Verhaftung dcs Marechal de Camp Haro, die auf Befehl des Generalcapitänt der Provinz, Ma'cquis v. Lazan, erfolgte. Der Cl« vilchef, D. Luitz Veyard I sagt in dieser vom »5. da« tirttn Depesche: „Gellern kamen mir den ganze» Tag über häusige Nachrichten zu, daft die Heinde der Constitution und des Königs auf Meuterei dach» ten, ihre Partei vergrößerten und m der Nacht eie nen Schlag ausführen wellten, um die Stadt in Anarchie zu stürzen. Trotz der Vorsichtsm«aßregew, die ich im Einklang nüt >en übrigen Behörden nohm, gelang es ihnen, besonders aus den Kirchspielen St. Michael, Magdalena und in Arrabel, ganze Trupps ir-rege!clt«ter Menschen zu bilden. Aber die brave Be? satz-.lng und die »ngcsehensten Bürger derK-rchspiele, besonders aus St. Paul? sammelten sich um mich, und verachtend Gefahren und Drohungen, drangen sie auf dle Verväther ein und zerstreuten sie, ohne daß «n »veiterer UnfüN sich ereignotef als dk Venvmchung El- 2c>7 «es Menschen. In diesem Augenblicke (früh 6 Uhr) habe ich das Vergnügen die Truppen mir jenem A::se drucke der Freude, die ihnen ihr Sieg einssö'si:, y?r mir überaßen zu sehen. Sie rufen voll Frc-iheitögluch : Es !'.Ke die Constitution!" Nach einer Belobung d^r Linientruvven, der Notionalmiliz llnd der 3clnd!eu-»e fährt der Civil-Gouverneur fort: „Niemals kann man zu vicl Vorsichtsniaaßregeln nehmen ; ich glaube daher Se. Majestät bitten zu müssen, in Eilmärschen in unsere Stadt Trul'venverstarkungen zu senden, «m die Mißvergnügten in Schvanken ;u halten ui,d zedm Anschlag gegen die öffentliche Ordnung ^u vernichten." Am Schlüsse sagt er: ^,Bis jetzt sind 5o Menschen, di» ander Emoorung Theil nahmen, zur Haft gebracht worden." ' M,n sprach völ-N)iede»nlich über die Ereignisseyon 'Saragossa. Oa die 'Na-Hcichr durch e^nen außerordentlichen ^mier anlanate, konnte man noch nichts Maheres wissen, als nas die Legierung bekannt g'« -machl harte; ^aber der Zchluß, der Depesche deZ Ci'."!->GVUoerneurserregte un s» mehr Unr^che, daD. Luis Weyard als ein Mann von fcmm Charakter bekannt ist. Der (in unsern Plattern erwähnte) königliche Befehl zu Verhaftung der 69 Mitglieder der vori-gen Cortes, welche gegen die Constttuuon protestir« ?en, wird bereics vollzogen. Hr. Calderon lvmdezu Vittoria in de-n AugeMite verhaftet, als er eben -nach Frankreich abreisen wollt«. Ähnliche Verhaftungen haben zu Madrid und in andern Provinzen Statt gefunden. Drej von diesen Deputirten waren HM 24. Mai, über Pt. Jean de Luz glücklich zu 'Bayomi, angelangt. Diese Deoutirten harten sich, ^m sich denVerfolgimgen desPrafecten (^^ ''>)-I'»t,ico) von Santander zu entziehen, ,;u Cunillas, '»inem kleinen Hafen an oer cantabrischen Küste, Bm Bord einer Schalupve eingeschifft. Pariser Blatter enrhalten folgenden Auszug ei-Dss Schreibens aus Barcelona U0Ü1 2^>. M:i: „O^ Wohl eben nichts fthr Außerordentliches weder in unserer Stadt noch in der Provinz vorgefallen ist, so kann ich dennoch ni.bt umhi«. Ihnen ',u schrei-b mitsei: ;4 Ta^^l auf allen Gesichter« beinerkr.' Di>: ^^oyalisti'n haben einen Schi-nmec von Hofs-'ung, und die liberlilen sind weil weniger v.'ignügt als sse es w>.l'en; die Vorfalle in Sara» g^ss« undGc,!ici?n machen sie nachdenklich. —^ Die Wa!)>cn für die Corte's sind im Allgc^neinen swenig-ste,v< b?i uns und unsern Nachbarn) ziemlich gut aus« gefallen, obwohl viele Leute sie schlecht finde». — Die pacriot'sche G.'ftUsch^sr dieser Stadt, welche svhr z,ihlrv.N', wird g.'genw^rcig nicht mebr sehe eifrig besüchr, u,iü der Enthusiasmus für'die Lidera« litäc hac bannend üdgi,»0ttlmen." (Oi'ir. Beob.) Ein? 5rch:?r di.^ Marechal de Lamv, Quir»« ga, soll i,i d ' ^^iligcl, Tallfe dle Nahmen V^'vri« Salvador^ ^'onu^n^aeihalsen b^ben. r Veriirtheilte zwischen 4 Mauern so eng eingescbloffen n,urde,d>is; er sich nicht rühe ren tonulo, wo m.,n,>ann so lange ihm einen Tropfen Wasser um dtl» andern au^ den Kopf fahlen ließ, bis er - an dieser Qual starb. . (2. Z.) Seir der Verhaftung der wüthe.'wsten Mi tglie« der des. ^oren^inifchen Cluübö (F^rrer - Coude'- und Garro sind ihre Namen) scheint die Ruhe in Ma-drid^lichtwiedergebt morden ^u fc^n.AtN ,^..'lbends »cn'ügten sich Deputationen von sämmtlichen Corp5, welch, di« Besalzuilg von Madrid bilden,,mit ihreil Obersten an der Spitze, zum Könige, um Sr. Majestät den Tribut ihrer unverbrüchlichen Treue zu über? bringen. "^)izz> 'Hewtiz'e »on Trs MMtars'hat ^en. ftlschcn Patrioten,, welch»'die Freiheit ailsein^li- Vortheil^tch--ne gegenseitige Pflicht, alo eme'.WohNhKt. ahnK' Ge-> g ^nsZ'e-' Mlerr und initczwer Dolchmchen vsrlvlmtivl wo^de«^ Mr dn Prftvil^Mad^id wa»>e^ Vw HH^ Qu?ypo> Mrga^-y.Pouw u^id Gv's'io'^ DsnlntteH'ikn' die-E»rre^ und Hr: Znraqmn'. ^mn> S^apna»n«! t.l> NW»nr wvTt'eTN. ^l^ ' Iw SanagossV n>ar t»er Ek^Afchof,. ^er'in, i52fv yiechafdet. wardew war>, ;wa'?-mwker frer gll.:sseu^ u»d' tn> Kem er^ischöflich^PÄ^ wsti sUl'll<^gsschi^ word«l<; dort? w'Hcke e^ i,e5?H UN^r st^'e,l'He?Aufsichtavh^ltcn.. M^hrKre'^iner.Haus» EMIchreihen a^.sAngostura vom« 7^. MA^^ WZffsU! eines Ereigmffes^ das> sö entsetzlich e^s N>7mtr^ 5p.sehi,' den Vernlgungs'-K'«^ charabt^iffv^^ d>r Suischen. >en Realisten nnV d^l, Iichn'Feutnr U' Kiesem< ^hsite von< A'ln-rnkw femvürheti., — ?tw> L»-., Fvb^r,' riicktt" «n^ Abheilung' spA!iWs>^ Tnlppen' «^ Vi«" S'tal!^ Sa«ua --V''a»bara> ei,n> yi,d bttnach'ngte ssch- derMben^ chklMV-di^ germgsi^ Kunde vö°n.ihver Au'.i^henlng Vichin gelwiM war^. AlN'M' Anschein' n«H war de° Msichdder Spcm^r/.»i« Nl>?ne«gl'lschi'n OMiev,, der tm- Dinste derMeMchlit Vweyiel^sm?« hcsh?n'Rang< bM«d-er> und sich »v ' n^öz^nn' ll'»Msm^!MlNgeu Aegrn die K«nAiche^ a»isgezeich,ie>hüttev gtfmine^zM Nt°hmel?, dennitz^ le'erst^ Sorge ging Vahi'^ dassHculs,< welches 'gen hatte,, zu- nmzingelji. GMckMe? Wi'isir wa>r-er-eiiüge Ä^'ge frühem un dÄ^'HaltVtqilartter nach> MaNlrn: gebracht worden., Die' Eftanier' dringe,», hierauf ^ da.s Spital: Sie fändeik dort, 25- Hr.,«---leoon der^ brirtischsn Legiol,> imtl einstt Lieutena»?t: Desselben Cörbs), Namens Pointev>, und nnchbem sie. Vüsfi den Commandanten/ und alles nxs sich voim mannM^^Geschlech^slr der ^«Hv beM^'anf d>«m osstntllch«N'Mh'F «droMt fLttett,^ogen sie wi«^ d^ ab, Mp schleppt«,» 5>n größte^ Theils d>rW»ib<«. n«t sich f3rt^ ^(Ostr. Veok^> Vere^n-igt? St^nine> di«? ma» neulich ani Odi? He-° finidew isiihdn' wolkss^ war- ein?' HandeisspMlatien^ Ouuii«^ h^ten nämlich eme Pckrthfe' gefchnwlz«» Sillier, »^»jÄbiV ^rileckd untr tiadurch Leichtgläubige üdn-re!>et>. t>Hß ei«r ^2ilbchrgM5e' vorh.^iVeip set> untp , ^ W^r'tVlfcht^e N a^rfchre'N!.. AuK enMchln Wattsim ersehen wiv, saff «n der' Mst« vl unter 5r" 25^S. V., eui sehr gut»r Haf)N' ent^'ecZt word^»^d'er ne einer.ßhr fruchtbaren Illch? ergi«fi^ Watt' siedet se^r gut? Stein kohlen da> welch» dev C»lome- r/o» großem-Vordhn'l sevrwerden^ ^>er Hcn>m rjt. Pot-t..Ma«fUHrrie b«n»u»t word^tll^ In der Leidiger Zeitm,g bot mulich eillEr^le^ her- denHtlkeil^ Hl^rn" seme Diensie an^. tc>str. V.)> Snllvär^srö Tappho i Namens G«ib2 SoroM m d^Italienisch» ü^rfttzl,.Mo^Mn ;- man7 wbd dte Melt^. Zir deT Dedicariou- an^illpmzer satztM, Übn'seher: 0 yß- - AlNMtowi^ewe uwd Achgegang.5l»e^H'N ^er^3dha,in Mp. v. Nosmiin', AVvokat> m»> ffamille^von T^iel?, emgekT'Kap. Worssat t 37r. «^. DU^ von Tris^ einöek^ Kap.. Vorstadt Nr. ,o.. Den-15. Fi ai, p. K»Kf, f. ki Gi^rn,'alraths> und'Protomedikers - G«tin^ mtt Flaulein' Tochter^ uud Fvau' K^ndittsch,/ nach Neich-l'M^'''______ W ochset- Cu r s in W i en^ vom ,ler «.ottKl« »Ninagr,/ V«i z«^a und R/d««55un.