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Und fürwahr, wir haben Ursache LiuherS Persönlichkeit im Lichte der Wahrheit md der Geschichte leuchten zu lassen, erstens um die Haltlosigkeit der klerikalen Angriffe auf Luther )u beweisen und di« Niedertracht der päpstlichen boldschreiber zn kennzeichnen, und zweiten«, um »ns zu stärken am Geist« Martin LutherS und inl auszurichten an seine« Vorbilde. Luiher hing mit seiner ganzen Seele an seine« deulschen Volke und er empfand eS daher wch. daß „deutsch" und »römisch" zwei gründ-verschiedene Begriff» sind, die sich nie verquicken können. Daraus folgt aber auch der Beweis, daß em deutschgesinnter Mann niemals ein Päpstling I«» kann. Wenn wir also aus unser VolkStum 10$ etwas halten, wenn wir in unserm tiefsten Innersten empfinden, daß eS ein Stolz ist von mer deutschen Mutter geboren worden zu sein, dann können wir nicht zu jener Kirche mit angegliedert zählen, die die freie Forschung hemmt, die ihren Priestern verbietet Familien p gründen, die jeglicher Machtenisa^ing deS Germanentums entgegentritt und die lausend an» dere Sünden gegen unser VolkStum am Gewissen bat, weil sie eben international und antiliberal «b daher volkS- und sreiheitSfeindlich ist. Die logische Folyeruug dieser Tatsachen ist daher, daß »r unser Volk nur dann befreien können, wenn «r die geistigen Ketten endgiltig brechen, dir ni «il jener volkSsremden Kirche verbindet, nb unS d « r ReligionSgenossenfchaft anschließen, «•♦bracf c«b«ttn. pfe Jurcht. Nooellette von Guy de Maupafsani. (Uebersetzt von Wilhelm Thal.) Nach dem Essen gingen wir aus die Schiff!» kicke hinunter. Vor un« lag das Mittelländische Neer wie ein klarer, glatter Spiegel. DaS groß« Fahrzeug, auf dem wir un« befanden, glitt dahin nd verdunkelte den sternenbesäten Himmel mit !«>><« schwarzen Rauch,. Wir waren sechs di« 4< Personen und bewunderten die herrliche Land« Haft. Der Kapitän, der seine Zigarre rauchi«, nh« plötzlich die Unterhaltung vom Diner wieder ms und sa^te: „Ja, ich hatte an jenem Tage Airchl. Mein Fahrzeug saß, vom Slurme ge» SMschi. sech« Stunden lang aus den Sandbänken sch. glücklicherweise wurden wir g«g«n Abend von «die« englischen Schoner, der un« bemerkt,, auf« Cmwcn.' Jetzt nahm ein großer Mann «it «enverbrannte« Gesicht und ernstem, schwermü» &e«n Ausdruck. dem man aus den ersten Blick an» iah, daß er viele Ländtr gesehen und viele Ge» fahren bestände» hatte, da« Wort: »Sie sagen, Herr Kapitän, Sie hätten Furcht gehabt, aber M glaube ich nicht. Sie täuschen sich über di« Bedeutung de« Worte« und über die Empfindung, die Eie gehabt. Eia energischer Mann hat ange» i$t» der Gtsahr niemal« Furcht. Er ist bewegt. die unser Bolkstum schützt, tecen Geistliche ein deutsche« Familienleben führen und die der Wissenschaft keine Schranken setz». Jene Kirche nur können wir unsere Volk«kirche nennen, die Dank unserer großen Reformatoren da« Christentum deutsch durchgeistigt hat, die in ihrer Schlichtheit unserm deutschen Empfin« den entspricht und die in den trübsten Tagen der Weltgeschichte unserm schwergeprüften Volke ein Hort und eia Segen wurde. Nicht ein H e tz r u f, nein! ein F r i e» den«ruf ist die Losung „Lo< von Rom!" Der Zwiespalt in un«, die völkische Gesinnung und die Angehörigkeit zur katholischen Kirche, ist ver» schwunden, wenn wir übergetreten sind. Wir haben den beseeligenden inneren Frieden, den der Mensch bedarf, wenn er auch noch so sehr gegen äußere Gegner zu kämpfen hat. Durch den Uebertritt zum Protestanti«muS gewinnt jeder da« stolze Bewußtsein eine wirkliche Befreiung«tat vollbracht zu haben, die wertvoller ist, al« die schönsten Reden und lautesten Heilrufe, eine BefreiungSlat, di« nicht allein dem Einzelnen, sondern auch den Nachkommen zugutekommt, da die» selben dem Einfluße der römischen Klerisei tatsächlich und endgiltig entzogen werden. Luther« LoS»ron°Rom-Tat ist ganzen Völkern sogar zugute» gekommen. Bequem und leicht war sein Gang zum Wormser Reichstag nicht; auch wir müssen daher etwa« Wagemut beweisen. Ritter Frohn«berg hatte nicht unrecht im Vorhofe de« Thronsaale« dem Wittenberger zuzurufen: „Mönchlein, Mönch» lein, du gehst jetzt einen Gang, dergleichen ich und' viele Obersten auch in unfern allergefährlichsten Schlachten nicht gemacht haben. Bist du aber auf rechter Meinung und deiner Sache gewiß, so fahre nur in Gotte« Namen und sei aetrost, er wird dich erregt, ängstlich, aber Furcht ist «ivaS ganz an-dereS." Lachend erwiderte der Kapitän: .Nun. ich bürge Ihnen dafür, daß ich Furch, Halle" Der Mann mu dem sonnenverbrannten Ge>ichi fuhr mit langsamer Siimme fort: „Gestatten Eie mir, mich näher zu erklären. Die Furcht (und die furchtlosesten Menschen können Furcht haben) ist etwa« Entsetzliches. >iie gräßlich« Empfindung, sozusagtn «in Kcampf d.« Hetzen« uud d«r Sinn«. ab«r dies« Empfindung kann bei einem tapferen Menschen weder bei eine« Angriff, noch bei de« unvermeidlichen Tode, noch bei allen bekannten Formen der Gefahr eintreten. Sie tritt nur ein unter gewissen anormalen Umständen und unter b,sti«m>en geheimnisvollen Einflüssen. Die wahre Furcht ist gleichsam die Errinnerung an längst vergangene Schrecknisse. Ein Mann, der an Geister glaubt und sich in der Nacht einbildet, er seh« «in Gespenst, empfindet die Furcht in ihrer ganzen entsetzenerregenden Größe. Ich habe die Furcht vor ungefähr 10 Jahren am hellen Tage kennen gelernt, dann ist sie mir erst wieder im letzten Winter in einer Dezembernacht begegnet. Und doch habe ich viele Gefahren überstanden, die >öd« lich au«laufen konnten. Ich habe mich oft ge» schlagen, Räuber haben mich überfallen, die mich für tot liegen ließen. Ich wurde al« Aufständi» scher in Amerika zum Tode verurteilt und in China von einer Schiffsbrücke in da« Meer geworfen. Jede«mal, wenn ich «ich verloren geglaubt, war nicht verlassen.» Und der treue Gott, er hat ihn nicht verlassen. Sein klare« Bekenntni« ward der Beginn einer neutn Zeitepoche. die viel Blut und große Opfer forderte, die aber im vergangenen Jahrhuniierte mit der deutsche» Kaiferkürung eine« proie» stantischen Fürsten ihren Glanzpunkt erreichte. Daß beute ein deutsche« Reich achtunggebietend in der Welt herrsch,, da? deutsche Kultur frucht, bringend und veredelnd überall gedeihen konnte,— wem ist e« zu verdanken, al« dem Protesten» ti«m u«? Ohne ihm wäre unser Volk entartet und verfault. Römische« Gift hätte Germanien einem traurigen Ende zugeführt. Durch Luther« Tat aber wurden die Mia«men verscheucht, die Allgewalt de« römischen Bischöfe« über die deulschen Fürsten endlich gebrochen. Vollendet ist aber da« BefreiungSwerk noch lauge nicht. Auch wir in unseren Tagen bedürfen Luther« Geist und Luther« Mut und die Erkenntnis, daß Rom unser Erbfeind ist und nur der Uebertritt zu« Pro« testanti«mu« unsere Ostmark retten kann. Gen Rom« Tücke, ff,en Rom« Verrat Hilft nicht da« Klagen, hilft nur.die Tat. Österreich, ein glücklicher Staat! Ein Seitrag zur Lösung äer vater-lanctiscken Staate wirren. Diejenigen Politiker, welch« den Grundsatz verfechten, d«r Einfluß eine« Volke« müsse sich nach der Kopfzahl desselben richten, meinen »s ebensowenig mit dem Staate ehrlich, wie e« auf dem Gebiete des Wahlrechte« derjenige Minister meinte, der die Erlangung desselben vor der Zugehörigkeit zu einer — Krankenkasse w abhän« gig machen wollte. ich aus« äußerste gefaßt, ohne die «eringste Furcht zu empfinden. Die Furcht lernte ich in Afrika kennen, und ich will Ihnen die Geschickte nicht vorenthalten. Afrika ist e»»« der seltsamst«» Länder der Welt. Ei« haben wohl alle von den unendlichen Eandwüsten gehört. Nun denken Sie sich einmal den Ozean, anstatt au« Wasser, au« Sand bestehend. Denken Sie sich «inen Orkan. an« statt au« Wellen, au« gelbem Staub«. Diese Welle» sind dergdoch, ja noch größer, und fluten dahin, wie der Grundbegriff de« imfesselten Ele-ment«. Aus diese« furchtbare Meer gießt die ver» zehrende Sonne ihr« «ntsetzlichrn Glul«n herab, und durch diese Sandhügel muß man schreiten, unaufhörlich, ohne Ruhe, ohne Rast. Die Pferde schnaufen, sinken bis an die Kni, in den Sand und straucheln beim Ueberschreiten der stets sich neu bildenden Sandberge. Wir waren acht Fr,unde, in Begleitung von acht Spahis und vier Treibern mit zwei Kamelen. Wir sprachen nicht mehr, denn wir erlagen unier der Hitz, und der Ermüdung. Plötzlich stieß einer der Männer »inen Echni auS. wir machten Halt und blieben unbeweglich, über« rascht von eine« unerklärlicher Phäno«e>>, das den R«is«nd«n jener öd«n Gegend bekannt ist. Von irgend einer Seit», von unbestimmter Rich» tung her, hörten wir ein Trockmeln, da« geheim» niSoolle Trommeln der Sanddünen: bald stärker, bald schwächer, hielt eS von Zeit zu Zeit an, um sein phantastisches Rollen dann wieder aufzu« Seite 2 «ir Kummer 90 Wäre dies« Ansicht zutreffend, dann müßte China mit feinen 360 Million«» Köpfen der erst« Staat der Welt sein, während es an Steuern nicht mehr aufjubrinnen vermag, al« Böhmen mit seinen i Millionen Einwohnern. Es wären also die Chinesen sechsmal «ehe wert, al« die gesamten Bewohner Böhmen«, wa« die Politiker, die die Kopszohl der Völker immer ins Treffen führen, gewiß nicht zugeben dürften. Folgendes Beispiel möge die Hinfälligkeit dieses Grundsatzes auch für die österreichischen Ver« Hältnisse erhärten. Nach dem Erträgnisse der Personaleinkommensteuer zu schließen, zahlen die 3 Millionen Nieder, Österreicher zehnmal mehr als die 3'/, Millionen Rulhenen oder Polen. Angenommen, es wäre Oesterreich ausschließlich von beiläufig 35 Millionen Polen oder Ruthenen bewohnt, so brächte der ganze Staat nicht mehr Geldmittel auf, al« jetzt Niederösterreich allein aufbringt. Da« würde aber nicht einmal zur Verzinsung der Siaat«schuld hin« reichen und von einem Großstaate Oesterreich dürste wohl keine Rede sein. • • * Daß trotz einer Jahrhunderte dauernden Ausbeutung der westlichen Provinzen de« Reiche«, in denselben doch noch ein annehmbarer Wohlstand herrscht, dars un« nicht verblüffen. Wäre diese Ausbeutung nicht vorgekommen, so müßte doch z. B Böhmen jetzt gerade so vermögend tein, wie Sachsen. Nach dem Ergebnisse der Einkommen-fieuer-Erträgnisse zu schließen, ist aber heute Böhmen fast viermal ärmer al« Sachsen, trotzdem e« über größere natürliche Hilfsquellen verfügt als das letztere Land. Würden heute Zollschranken gegen den Osten unserer Monarchie errichtet werden, so müßte der Grundwert in West-Oesterreich um einige Milliarden Kronen zunehmen, gewiß aber um einen Betrag, mit dem wir beinahe unsere Etaaisschuld tilgen könnten, wenn wir ihn den Grundbesitzern abnehmen wollten. Das Nationalprinzip wirkt heute bekanntlich dem Staatsprinzip entgegen. Durch die getrennte EinHebung der Steuern nach Nationalitäten würde hierin ein großer Wandel geschaffen werden. Die Klagen über Steuerdruck würden auf-hören, beziehungsweise nicht mehr zu Obren deS Staates gelangen. Der Staat brauchte sich um die Auffindung und Ergiebigkeit von Steuerquellen nicht viel zu kümmern und ebensowenig um den richiigen Eingang der direkten Steuern besorgt zu sein, weil alle Nationalitäten trachten würden, von ihren Mitgliedern die ausgiebigste Steuerleistung zu erlangen, wohl wissend, daß von ihrer Ge-wissenhafiigkeit und Genauigkeit in dieser Richtung ihr« Macht und ihr politisch«! Einfluß abhängig wäre. Wa« wird heute über ungerechte Steuerein-schätzungen geklagt! — Als Sündenbock erscheint immer der Steuerinspektor oder irgend ein feindlich gesinntes, manchmal im entgegengesetzten natio.ialen Lager stehendes SteuerkoWwissionSmitglied. DaS nehmen. Die Araber sahen stch entsetzt an, und d«r eine sagte in seiner bilderreichen Sprache: .Der Tod schwebt über un«." In demselben Augenblick fiel mein Freund, den ich wie einen Bruder liebte, vom Sonnenstich getroffen, vom Pferde und blieb tot im Sande liegen. Zehn Stunden lang, während ich vergeben« versucht», ihn wieder zum Leben zu erwecken, hörte ich dieses unerklärliche Trommeln und fühlte wie die Furcht, die wahre, die entsetzliche Furcht mich beichlich und die Haare sträubten fich wie beim Anblick de« «eliebten Leichnam« in diesem von der Sonne ausgebrannten Erdenwinkel. An jenem Tage begriff ich, wa< es beißt, Furcht haben, und habe ich e« ein zweites Mal erfahren." Der Kapitän unterbrach den Erzähler: „Verzeihung, mein Herr*, wissen Sie etwa« näheres über da« Trommeln?' Der Reifende erwiderte: „Nein, niemand weiß eS! Die Offiziere, die oft dieses seltsame Geräusch hören, meinen sämtlich, eS sei daS vergrößerte, ver-vielfältige Echo, daS aus den Sanddünen kommt, mit anderen Worten eine Faia Morgana des Tone». DaS ist alles, mehr kann ich ihnen darüber «ich! sagen und will Ihnen jetzt meine zweite Er-scheinung der Furcht erzählen: E« war im letzten Winier in einem Walde des nordöstlichen Frankreich«. Die Nacht brach zwei Stunden früher her-ein, so dunkel war der Himmel. Ich hatte zum Führer eimn Bauern, der an meiner Seite unter d»n hohen Fichten dahinschritt. Ein entsetzlicher würde aufhören, weil sowohl der Steuerbeamte als auch die Kommissionsmitglieder Angehörige der Nationalität wären, über deren Steuern eben ent-schieden werden sollt«. Man sagt auch, daß z. B. tschechische Steuerinspektoren in gemischtsprachige« Gebieten gerne die Deutschen etwa« stärker zur Sieuerleistung heranziehen al« die Tschechen. Das würden fte gegkbenfalls wohl unt«rlass«n, sobald fi« die Wahrnehmung machten, daß st« dadurch d«n politischen Einfluß der Deutschen stärken und den threS eig»n»n Volkes schwächen würden. II. Was in Sachen der Volkszählung und der WahlbezirkSeinteilung zu veranlassen wäre. Von fünf zu fünf Jahren wäre eine Volks-zählung und ein« staatS- und volkswirtschaftlich« Statistik durchzuführen und in den nötigen Teilen schon binnen Jahresfrist aufzuarbeiten. Im ersten Jahre nach der Volkszählung würden in ganz bestimmt festgesetzten Terminen die Neuwahlen für die Gemeindevertretungen, die Landtage und den Reichstag vorgenommen werden. Zur Durchführung derselben müßte au« dem Ergebnisse der staatSwirtschaftlichen Statistik ausgerechnet werden, wie viele Vertreter (Ädgeord-uetenmandaie) jede Nationalität nach Maßgabe deS fünfjährigen Durchschnittes ihrer direkten Steuerleistung zu beanspruchen das Recht hätte. __ Bei Gesetzwerdung dieses Vorgange« müßte selbstredend, da noch keine DurchschnittSziffer vorhanden wäre, die erste Jahresleistung al« Grundlage angenommen werden. Da« Ministerium de« Innern hätte nun im Vereine mit den Lande«regierungen die Aufgabe zu erfüllen, unverweilt für jede Nationalität, wo-möglich innerhalb der Kronlandsgrenzen die Wahl-bezirke für den Reichstag und ganz sicher für den Landtag zu konstruieren, so daß jeder Wahlbezirk die gleiche Steuerleistung repräsentierte. • ' * * Auch sür die Landtagsbezirke müßte für ganz Oesterreich eine gleich große Steuerleistung als Grundlage angenommen werden, woraus sich dann für jedes K-onland eine verschiedene Abgeordneten« zahl ergäbe. Ein ReichSratSwahlbezirk sollte drei Land tagSwahlbezirke umfassen. (Bei 401 Abgeordneten deS Reichstages gäbe eS bann in ganz Oesterreich 1203 LandtagSabgeordnete.) Die Stadt Wien müßte, um durch sie eine Majorisierung det Landes Niederösterreich zu ver-wehren, den Charakter einer reichsunmittelbaren Stadt mit einem selbständigen Landtage erhalten. Trotz dieser Neueinrichtungen könnte aber das Recht der Krone, die unterschiedlichen Vertretung«« körper auslösen zu dürfen, erhaltm bleiben, jedoch mit der Einschränkung, daß die Funktionsdauer des neugewählien Vertretung«körper« nicht länger sein dürste, al« die restliche Funktion«dauer de« ausgelösten Vertretungskörper« gewesen wäre. Mitglieder von Nationalitäten, die in einem Kronland so schwach vertreten find, daß sie aus Sturm heulie, und manchmal bog sich der ganze Wald; trotz meine« schnellen Schritte« und meiner schweren Kleidung fröstelte mich. Wir sollten bei einem Feldhüter, dessen Hau« nicht mehr fern lag, Schutz finden : dort wollte ich jagen. Mein Führer hob manchmal die Augen gen Himmel uns murmelte: „Entsetzliche« Wetter!" Dann erzählte er mir von den Leuten, bei denen ich übernachten sollte. Der Vater hatte vor zwei Jahren einen Wilddieb er-schössen und war jeitsem tiefsinnig geworden. Seine zwe« verheirateten Söhne lebten bei ihm. E« war nach und nach tiefdunkel geworden, und schweigsam schritten wir in der undurchdringlichen Finsternis einher. Endlich bemerkte ich ein Licht, und bald klopfte mein Gefährte an die Tür de« mir zum Nachtlager bestimmten Hause«. Von innen hörten wir kreischende Frauenstimmen, dann fragte eine tiefe Männerstimme: „Wer ist da?" Mein Führer nannte seinen N^men, und wir traten ein. Ein alter Mann in weißen Haaren und mit wirren Blicken erwartete un« mit geladenem G-wehr in der Mitte der Küche, während zwei mit Aexien be-waffnete große Burschen die Tür hüteten. In den düsteren Winkeln lagen zwei Frauen auf den Kcieen und weinten. Der Alte setzte die Waffe beiseite und besabl mein Zimmer in Ordnung zu bringen. Da die Frauen sich nicht rührten, so sagte er zu mir: „Sehen Sie, mein Herr, ich habe heule vor zwei Jahren einen Menschen gelötet. Im vorigen Jahre wollte er mich holen, heute erwarte da« Recht, eine» Abgeordnet»,, zu wähl««, seine» Anspruch erheben könnten, müßten an einen Wahl« bezirk gleicher Nationalität eine« anderen Kro»-lande« angegliedert werde». Totttische Aundschau. pm deutsche» M«kts»erei»e. Im Grazer .Deutschen Volks vereine* betonte Abg. Dr. ». Derschatta die Notwendigkeit, wieder politisch-« Leben zu erwecken, da Fragen von größter Troq-weite der Entscheidung harren. An Ungarn seie» wieder Zuyeständnisse gemacht worden, so vor allem in Bezug auf da« Heer idie magyarische Regimeni«sprache!), Zugeständnisse, die außer-ordentlich weit gehen und die Schaffung eine« selbständigen ungarischen Heere« bedeuten. Redit-r erörtert Fejervary« Programmrede und ging da»» aus den Vorschlag. „Verhandlungen von Paria-ment zu Parlament', über, der nicht erst jetzt ge-schaffen worden, sondern alt sei. Sine weitere wich-tige Frage sei die de« allgemeinen und gleiche» Wahlrechte«, der man stch nicht verschließen dürfe. Die Ausgestaltung deS Wahlrechtes sei eine frei-heitliche Forderung; in Oesterreich wäre jedoch bei den ungeheuren Verschiedenheiten de« Bildung«, grade« und der Steuerleistung (Galizien l) un gleiche« Wahlrecht unbedingt ein ungleiche«, unge-rechte«. Außerdem müßten die Deutschen dabei mit aller Entschiedenheit die Rechte ihreS Volke« wahren. Wer die politische Lage zur Zeit betrachte, könne vorau«sagen, daß, wenn der jetzige Reich«, rat aufgelöst werde, wa« bi« längsten« Juni nach-sten Jahre« geschehe, der neue Reichsrat wege» der Fragen „Ungarn" und „Wahlrecht" beru,e» sein werde, Oesterreich vollständig neu auszubauen. Darum sei allgemein regere« politische« Leben bei un« Deutschen und dabei besonder« die Beieiligun« neuer, junger Kräfte notwendig. (Lebhafter Beis^ll) Zm weiteren Verlaufe de« Abend« sprachen noch Bürgermeister Ornig (Pettau). der al« Uniersteirer seine Freude darüber «»«drückte, daß sich die deuischvölklich Gesinnten in Graz wieder z» rilhren beginnen, und auf Dr. v. Derschatta et, Heil auilbrachte; Abg. Wilhelm, der an da« Jahr 1897 erinnerte, und Abg. Prof. Dr. Pommer, ver zu kühner Tat aufrief. Der Borsitzende verla« di» Zuschriften der am Erscheinen verhinderten Abqe« ordneten Dr. Buchmüller und Rektor Dr. Holl und gedachte dann de« erkrankten Abg. Walz. de> man herzhche Grüße zu senden beschloß. Pr. ». pcrschatta iler die Wahlrecht, frage In einer äußerst zahlreich besuchten Versammlung be« deutschen Volksvereines in Gleis-dors, bei welcher mehrere Reich«tag«. und Land-tag«abg»ordn»te erschi»n»n war»n. dielt Abg. Dr. v. Derschatta eine bemteken«wert« Rede über eie Wahlrecht«srage, der wir folgrnde wesentliche Stellen entnehmen: Die Einführung de« allge-meinen und gleichen Wahlrechte« in Bausch »n> Bogen wäre wegen der verschiedenartigen Verhältnisse z. B. mit Rücklicht auf die Steu»rleistu»ß ich ihn wieder.« Ich beruhigte ihn so gut ich konnte, erzählte Geschichten und schließlich gela«, e« mir auch, die Gespensterfurcht der Anwesend'» zu verscheuchen. Am Herdfeuer schlief ein alter, fast blinder Hund. Draußen heulte der Sturm »» da« kleine Hau« und durch ein winziges, in der Tür befindliche« Schiebfenster sah ich plötzlich, wie ein Strauch vom Sturme gepeit'cht, grell Doa Blitzen beleuchtet, hin und her schoß. Trotz meiuer Anstrengungen, sie zu beruhigen, sah ich doch, Ca» ein tiefer Schrecken die Leute gebannt hielt. Made und erschöpft wollte ich zu Bette gehen, al« «er alte F-Idhüter plötzlich von einem Stuhle ausspraog, von neuem da« Gewehr ergriff und mit wilder Stimme schrie: »Da ist er. da ist er! Ich bot« ihn." Die beiden Frauen fielen wieder auf die Knie, und die Söhne ergriffen ihre Aexte. Ich wollte wieder versuchen, sie zu beruhigen, al« net bi« dahin schlafende Hund plötzlich erwachte, Kopf erhob und eia dumpfe«, grauenhast klinkn-de« Geheul uuSsiieß. Aller Augen richteten sich ans ihn, er stellte sich auf feinen Pfoien auf und beulte ununterbrochen, wäbrend der Feldhüter wie wad». sinnig au«r,ef: „Er ahnt ihn. er ahnt ihn! & war dabei, al« ich ihn tötete!" Diebeiden Frau»» fingen plötzlich an, mit dem Hunde zu heulen un» zu weinen und unwillkürlich befing mich ein; entsetzliche Furcht. Wovor? Da« weiß ich s>lt? nicht! Wir blieben unbeweglich und erwarteten ei» gräßliche« Ereigni«. Immer noch jagte der Hund Nummer 90 unb da» verschiedene Bildungsniveau «ine Ungerechtigkeit. E« müßten entweder vo« Wahlrecht die Analphabeten au»g«fchlossen oder «» müßten Wahlkreise nach der Anzahl derjenigen, die de« Lesen« und Schreiben« kundig sind, geschaffen werden, wa« im Wesen dasselbe bedeute. Wa« die verschiedenen Steuerleistungen und der sich darau« ergedinde Rückschluß aus da« allgimeine Wahlrecht anlange, sei der Lorschlag de« Adg. Kcamarz nicht von der Hand zu weijtn, nach welchen zwar da« Wahlrecht innerhalb der Kronländer gleich sein sollte und die Aufteilung zwischen den Kronländern nach dem Bildung«- und Sieuerzensu« zu erfolgen hätte. Für die Deutschen fallen noch nationale Be« denken in« Gewicht. Diese Bedenken würden durch ein Pluralwahlrecht nicht bewältigt. Zu erwägen ab-r wä.ie noch der Gedanke, ob bei Einsührung de« allgemeinen Wahlrechte« da« Herrenhau« in seiner gegenwärtigen Zusammensetzung weiter bestehen bleiben könne. Nach einer Umwandlung de« Abgeordnetenhaus»« müßie folgerichtig auch eine Umwandlung de« Herrenhauses vor sich gehen. Luch daS Herrenhau« müsse unter gewissen Be-divgungen au« den Wahlen der im Reichsrate vertretenen Königreiche und Länder hervorgehen, xu« könnt» damit «in Schutzwall für da« dtuisch» Lolkstu« errichtet werden. Es wäre die Möglich« keil geboten, daß man im Gegensatze zum allge« meinen Wahlrecht für da« Abgeordnetenhau« di» berus«genossenschastliche Vertretung in da« Herren« tau« verlegt. Diese erste Kammer wäre mit einem Vetorecht« auszustatten. Der Forderung nach dem allgeme.nen Wahlrechte dürfe man sich aber nicht verschlietz'n. (Sehr richtig!) DaS ist »ine sr»iheit« 1'*» Forvirung, der die Deutsche VolkSpariei al« freiheitlich gesinnte Partei nicht entgegentrete. (Bravorufe.) ES ist aber auch di« Pflicht aller nationalen Parteien den in dem allgemeinen Wahlrechte liegenden Gefallen mit Klugheit zu begegnen. (Allgemeiner, stürmischer Beisall und Händeklatschen.) Nachdem noch LandeSatiSschuß« deisitzer Abgeordneter Stalln« über Lanbessragen «eiprochen hatte, wurde die Versammlung in später Nachistunde geschlossen. Z>er Kampf um das Wahlrecht. In einer ganzen Anzahl von Städten wurden wieder sazialdemokraiische Kundgebungen für daS allge-meine Wahlrecht veranstaltet. Uederall sind sie rilhig verlausen. Nur in Prag kam e» zu wüsten Ausschreitungen. Die Eicherheit«wache. welche den Demonstranten entgegentrat, wurde verhöhnt, be-droht, mit Sieinen beworfen, schließlich fielen auch Gchüsse au« der Mitte der Demonstranten. Auch die Wachleute machten nun von Hieb- und Schuß-«offen Gebrauch. Militär war bald zur Stelle, kurz, der Schlacht auf der Wi«ner Ringstraße svlqie eine Schlacht zu Prag, die ungleich blutiger verlief und auch schon ein Todesopfer gefordert bar. Die Präger Tschechen dürfe» sich ja den Ruh« nicht streitig machen lassen, daß sie stet« in der Spitze der Unkultur marschieren, und «b ■ationale oder sozialistische Tschechen randalieren. ums Zimmer, roch an den Wänden und heulte. 3» einem Ansall von Wut packte der Bauer, der »ich hergebracht, daS Tier am Hals», öffnete eine kerne nach de« Hose führende Tür und stieß den H»nd mit einem Fußtritt hinaus. Sofort ward es ntll; aber dieses Schweigen ward noch entsetzlicher. Plötzlich fuhren wir alle empor: ES hatte draußen leise an di« Tür geklopft; dann tappte eS wir mit «in lkichikn Hand, dann hörten wir zwei Mi-«ilkn lang wieder nitstS, darauf kratzte «S wieder leise, leise, und plötzlich erschien ein Kops an dem kleinen Fenster, ein weißer Kops mit leuchtenden »iänlichen Augen, und gleichzeitig drang ein Ton au« seinem Munde, ein düsteres, klagend«» A-murmel. Plötzlich verbreitete stch Dampf in der Säte, Der alte Feldhüter hatte geschossen, und in demselben Augenblick verbarrikadierten sein« Söhne die Tür. Bi« zum Morgen blieben wir unbeweg-lich an derselben Stelle, ohne ein Wort zu sprechen, kst al« ein schwacher Strahl der ausgehenden Sonne die Küche beleuchtete, wagte «an den Ein-xaig freizugeben. An der Tür lag «it einer Kugel i» Kopf der alte Hund.' Der Mann «it de« Mnenoerbrannten Gesicht schwieg und setzte dann nach kurzer Pause hinzu: .Ja jener Nacht hatte ich keine Gesahr zn befürchten, und doch «öchte ich lirtei di« «ntsttzlichsten Kämpf« besteh«»,, al« jenesurcht« bare Minute noch ein«al zu durchleben, in der »er Grei« durch da« Schiebefenster aus ben alten Hund schoß." »Oe«57ch- P«4t~ stet» tragen bi« Au«schr«it»»g«n einen au«gt» sprechen deutschseindlichen Charakter. Auch die««al, da da« allge«eine Wahlrecht die Losung war, «ußie eine deutsche Schule zerstört, deutsche« Eigentu« vernichtet wtrdtn. Z?o» der Wiener Auiverstlät Die Wiener Universität ist geschlossen, die Vorlesungen sind siftier» — da« sind die Folgen der Ernennung eine« Tschechen, de« Prof. Dworschak. zum Pro» sessor an dieser dach gewiß ohn« allen Zweifel ausschließlich und rein deutschen Universität! De«wegen, weil da« Uvterrichi«ministeriu« einen Fehler gemacht hat. muß die ganz» Universität, müssen vor All»« di« deutschen Studenden büßen. Da« bi« btutsch« Stub«nschast sich b«n tschechischen Professor der Kunstgeschichte, der noch dazu da« Deutsche böhmakelt wie ein Schusterjunge au» Tabor, nicht ruhig gefallen lassen wird, war sehr klar vorauszusehen, die Demonstration gegen Dworschak mußte so sicher kommen, wie aus ein« zwei folgt. Vielleicht war e« aber Absicht, die Wiener deutsche Studentenschast zu provozieren und den Vertschechung«plan ob so oder so mit der Ernennung Dworschak« zu beginnen. An der Wiener Kunstakademie hat man den Marschall« Skandal ausgesüht, an der Wiener Universiiat ließ man den nicht geringer«» Dworschak-Skandal solgen. An der Akademie habe» di» Pros»ssoren di» Rechte der Schule gewahrt, an der Universität zählt der Rektor Philippowich offenbar zu den Freunden Dworfchak« und die ungehörigen Aeußerungen, die er über die deutschen Stundemen machte, z«>xt«n d«uilich g«nug. daß «r sür die Pflicht, die Wiener Universität von allem tschechi« scheu Zuzug frei zuhalten, kein Verstandn!« hat. Die Haltung de« Rektors, di« Schli«ßung der Univrrsität werden wie die ganze Dworschak« Geschichte noch ihr parlamentarische« Nachspiel haben und davon möge die tschechensreundliche UnterrichtSverwaltung überzeugt sei», daß in dieser Sache die Deutsche VvliSpartei wie alle deusch« nationalen Parteien den Standpunkt der deutschen Studentenschaft vollkomme» billigt und mit aller Entschiedenheit sür die Wahrung deS deulschen Charakier« der Wiener Univtrsität eintreten wird. Hfeupell eine deutsche Hroßllabt .Da« Reich" ichreibt: »ES ist bekannt, daß die Magyaren stolz auf ihre Hauptftabt sind und fest auf ihren rein magyarischen Charakter pochen. Und gewiß, wen» man einer Stadt dadurch ein national ein-heitlichr« Gepräge geben kann, daß man keine srembsprachigen Theater, keine Schulen sür Die Angehörigen einer anbeten Nationalität barin erlaubt, bann ist ba« Ziel allerbing« erreicht. Aber ganz so liegt bie Sache benn doch nicht. Denn nach bem jetzt vom haupistäbtischen statistischen Amte herausgegebenen Jahrbuche, b. h. also selbst nach magyarischer Zählung (unb man kennt deren Un-Parteilichkeit) waren im Jahre 1903 nur 79 6 Prozent der Einwohner Magyaren. Von den übrigen entfielen 3 Prozent auf verschiebene, nicht näher auSeinanbergehaltene Nationalitäten, 3 4 Prozent hatten ba« Slowakische al« Muttersprache ange, geben unb voll« 14 Proz«nt ba« Deutsche. d. h. bei einer Einwohnerzahl von etwa« über 799.000 wohnen reichlich 110.000 Deutsche in Osenpest. Man sollte ber Existenz biefer deutschen Großstadt in Ungarn etwa« mehr eingedenk sein.' Äus Stadt und Land. Fadesfall Am 7. b. M. starb hier ber k. k. Steueramt«kontrollor i. R.. Herr Karl G r o h« mann. Der Tob hat ihn von langem Eiechtu« erlöst. Ma»at»»ersa«»l»«g. Sonnabend, ben 11. b. M. findet im Gasthof.zum Stern" die Monat»-Versammlung de« Deutschvölkischen Gehilsenver» bände« statt, zu welcher auch Gesinnung«genossen au« Storö ihre Beteiligung zugesagt haben. E« ist auch bereit« ein Redner sür einen völkischen Vor» trag gewonn-n worden. Hilier Aauverei» Montag fand im Hotel „Stadt Wien" eine Vollversammlung be« Cillier Bauvereines statt. Die Versammlung leitete ber Ob«annstellvertreter, Herr Franz Pacchiaffo, welcher zugleich ba« Schriftführera«t besorgte. Herr Pacchiaffo begrüßte bie erschienenen Vereint« Mitglieder unb verla« sobann ba« Protokoll ber letzten Vollversammlung, welche« genehmigt würbe. Der Vorsitzende teilte serner mit, baß bie Herren Wilcher al« Ob«ann, Novak al» Kassier, Ingenieur Seite 3 Lichtenegger al« Schriftführer und Bratschitsch al» Dtkono« ihr» A«mter nikdergelegt haben und an ihre S««ll«n bie Ersatzmänner bie Herren Otto Küster unb Franz K a r b e u tz einberufen wur» ben. Beim zweiten Punkte ber Tage»ordnung „Neuwahl" entwickelte sich eine sehr rege Wechsel« rebe, an der sich bie Herren EgerSborser, Küster. Teppei, Mönl unb Jarmer beteiligten. Besonder» letzterer verschoffte durch seine eingehenben. licht« vollen Erörterungen ben Mitgliedern bie Ueber» zeugung, baß bie Genossenschaft auf eine neue, breitere Grunblage gestellt werben müsse. ES würbe bann auch ber Beschluß gefaßt, bieSmal von einer Neuwahl abzusehen unb bieS einer in nächster Zeit einzuberufenben Vollversammlung zu überlassen. Herr Otto Küster erstattete hierauf einea eingehenben Kassebericht unb besprach die Angelegenheit beS Rekurses gegen bie Steu'rvor» schreibung. Die Ausführungen beS Herrn Küster würben unter anerkennenben DankeSworten zur Kenntnis genommen. Bei bem Punkt „Anfällige Anträge' würben von fachmännischer Seite be» achtenswerte Aufklärungen, Winke unb Anregun« gen basür gegeben, wie sich in Hinkunft bie Ge» nossenfchaft in wirtschaftlicher Richtung zu beiätigen habe. Hiebet wurde di« Hoffnung auSg«fp>och«n, daß bie Genossenschaft aus der in Aussicht ge« nommenen breiteren Grunblage in absehbarer Zeit sicherlich des besten Erfolges sicher fei. Der Vor» sitzenbe schloß hieraus bie Versammlung. Deutscher Schul»erei«. Die Ortsgruppe Cilli de« Deutschen SchulvereineS labet bie Miiglitbet ein. sich zu einer sehr wichtigen Bespre» ch un g SamSiag, ben 11. b. M. abend» '/,9 Uhr im Hotel „Stadt Wien' recht zahlreich cinzu« finden. Khealernachricht. Al« zweite« und leider letztes Gastspiel gib« Herr Dr. Tyrolt Freitag ben 10. b. M. bie Rolle de« „Zavabil" in K.^del» bürg'« lustigem Schwank »Familie Schimek'. Die bekannte Glanzleistung de« berühmten Künstler« wird gewiß wie überall auch hier da« größte Auf» sehen machen. Sonntag ist bie Premiere ber neuen Operette „Puffert' von Ey«ler (Komponist von „Brub«r Slraubinger). Da« Werk würbe am k. k. prio. Theater an ber Wien mit sensationell»« Er» folge ausgesüh«, halt» bei allen bi«her stattge» fundenen Aufführung»» in ber Provinz, so auch bei den Vorstellungen in Laibach gleich gut» Erfolg». Die nächste Vorstellung nach ber Operett» ..Puffer.' findet erst am SawStag den 18. b. M. statt, wo» bei ba« Zugstück „Die Brüder von St. Bernhard' zur Aufführung gelangt. Lehrstelle» iu Lilli An den städtischen Schulen in Crlli sind mehrere Lthrerstell»n provi» sortsch zu besetzen. Bewerber unb Bewerberinnen wollen ihre ihre orbnungSmäßig belegten besuche an Herrn Direktor Franz Frisch. Stabtschulrnspek» tor in Marburg, einsenben. Schaubühne. .Der Zigeunerbaron.' Eine ausgezeichnete musikalische Wiebergabe ließ Herr Kapellm»ist»r Heller, biesem stet« beliebten Kinbt der leichtgeschürzten Muse zuteil werden, besten« unterstützt von seiner Garbe, bie mit ficht« lichem Eifer bie Weisen ausspielte, bie ba« Ohr al« alte, liebe Bekannte begrüßt. Herr B«rtim war «in recht gewinnenber Zigeunerbaron. Er besliebigte die«mal gesanglich und darstellerisch bestens, sehr schön klang seine Stimme in der Mitiellage. Tem» peramentvoll und von inner«r Glut befeuert war die Saffi de« Fräulein Muck. Au» ihren Augen lugten geradezu Sprühteufelchen hervor. Ihr« Dar-sttllung atmet« Kraft, der auch bi« Anmut nicht s«hlt« und Freub« am Spiel, biese gewaltig« ästhe» tische Hilse. In ber Höhe war ihrer Stimme eine gewisse Anstrengung anzumerken. Sehr schön sang Fräulein Schlocker bie Czipra; boch warum hielt sie sich in punkio „Schminke' so wenig an ihre Rolle? E» werben sich boch sicher noch genug G«» l«gk»htil«n darbieten, bei welchen sie jung und schön sein kann. Al« Zsupan tat Herr Fischer in ben Gr»nz»n d»S Errrichbar»» de« Guten sehr viel, um nicht zu sagen zu viel, boch unterhielt et da« Publikum besten«. Der Z«upan ist allktbing« nicht so r»cht .s»i» Fall g»wks«n*. bazu hätte H«rr Fischer etwa« mehr Grobkörnige« unb Massive« in seinem Wesen haben «üssen, wa« ih« — nicht zu seine« Unglücke «b«n abgeht. Aber dtr „Schweine-fürst' benötigt nun einmal nicht nur bet «at« kiekten Leibesfülle, fein Organ ist auch untrennbar von eine« massigen Resonanzbobea. Die wenig bankbaren Rollen ber Ars«na und d«S Ottokar gab«n Fräulein Sustrowitz und Hrrr Siege recht befriedigend. In den übrigen kleineren Rollen Seite 4 Stumuier 90 machten sich Herr Kühne, Herr Kurt und Fräulein Urban um daS Zusammenspiel recht verdient. Nicht zu Gunsten tti Ganzen war di» viele Ulkerei, — Mit wenig Witz und viel Behagen — die nicht den besten Geschmack verriet. M—a. Die Aufführung von Srilloarzer« „DeS Meere« und der Liebe Wellen' bot un« im Großen und Ganzen «inen hohen Genuß. E« wurde zum Teil schön, ja sogar sehr schön ge« spielt und gesprochen und da« Publikum lauschte begeistert de« Dichter« wunderbarer Sprache. E« war nur s«hr schad«, daß «« einige Darsteller nicht der Mühe wert sandrn, ihr« Roll«n zu l«rnen, sodaß durch fortwährende« Versprechen viel Schöne« verloren ging. Auch machte sich der Souffleur un« angenehm bemerkbar. Ebenfall« s«hr viel ließ die Inszenierung zu wünschen übrig. Da« war ja ein fürchterliche« Griechenland! Da« «inemal ward man in die Dschungeln Ostindien«, da« anderemal in eine norddeutsche Bauerndiele versetz«. Die Phantasie mußte die« al« arge Belästigung emp« finden. Da hätte man ja fast noch besser daran getan, aus d«n Notbehelf der alt«n Buhn« zurück-zugreifen und einfach eine Tafel hinzustellen, mit der wechselnden Inschrift, Turmgemach, Garten u. dgl., e« der Einbildung«, und Gestallung«krast der Zuschauer überlassend, vor dem geistigen Auge die enisprechende Umgebung erst«hen zu lassen. Die» waren einig« Schattenseiten der Aufführung; nun gab ,« aber auch, wie schon gesagt, sehr viel Schöne«. Groß war Frl. Frida Hirt al« Hero. In ihr lern«» wir «ine tief denkende und lief empfindende Heroin» kenn»n. In ihrer Darstellung kommt GriUparzer« hehre» Li»be«g»dicht in feiner ganzen wunderbaren Schön« hei, zur Geltung. In dem Wohlklang ihre« Or. gane«, in ihrer Erscheinung stehen der jungen Dame auch reichliche, natürliche Mittel zur Ver« fügung. Tief ergreifend und von überwältigender Schönheit war ihr Spiel im 5. Akte. Fräulein Hiri veripricht jedem feinen Kunstkenner gewiß noch manche genußreiche Stunde. Die schwierige Rolle de« Leander fand in Herrn Lischka einen be« geisterten Interpreten. Der junge Schauspieler geht förmlich aus in seinen Rollen, er erlebt, wa« er spiel«. Schade daß sich die Zunge manchmal nicht ganz bändigen läßt; die Sprachtechnik ist noch nicht genügend ausgebildet, doch zwe.feln wir nicht dar« an, daß Herr Lischka eifrig an sich arbeiten wird, um den gewiß hohen Zielen, die er sich gesteckt hat, stet« näher zu kommen. Für die Gestalt de» naiurwüchsigen Nauklero« fand Herr Kammauf den richtigen Ton und da« richtige Mienenfpitl und ward auch feiner Ausgabe gerecht, nur hastet er etwa« zuviel. Seine Worte überstürzen sich manch« mal. Eine anmutige Jantbe verkörperte Fräulein Walde. Den Oberpriefter spielt« mit Ernst und Würd« Herr Kühn«, doch, wi« schon «rwähnt, wurde sein« Leistung durch völlige Unkenntnis de« Texte« stark beeinträchtigt. Die Unsicherheit ließ ihn natürlich auch nicht dazu kommen, an seiner Schöpfung jene Ziselierarbeit zu verrichten, durch die er stch verdiente Anerkennung erworben bat. Herr Weißmüller (Vater), Fräulein Stein (Mutter) und Herr Kopal (Tempelhüter) entledigten sich ihrer kleineren Rollen besten«. Wir würden nur wünschen, öfter so wahrhaft Schöne« zu sehen zu bekommen. M—a .Fuhrmann Henschel.» Die Direktion bat un« mit einem hohen Kunstgenüsse beschenk», sie hat Anrecht auf unseren ausrichtigen Dank. E« warm Stunden der Andacht, in denen wir dem Schaffen eine« Künstler« von Gotte«gnaden lauschten.^ Feinmaler Tyrolt ward un« ge« geben. Sein Auftreten verschließt man in Herz und Gedächini« al« ein Erlebni« von bleibendem Werte, al« einen Maßstab der G>ößenbeftimmung. Man hätte ihm am Liebsten zujubeln mögen, wenn nicht die kühle Zurückhaltung, die der Eillier gerade allein im Musentempel übt und die sich wie ein Ei«panzer um daS Empfinden legt, sich einem geling mitteilen würde. Man will sich scheinbar der Suggestion de« BühnenwerkeS g«g«nüber nicht der Kontrolle über die Gefühle begeben, sich stets in ver Gewalt behalten, nicht verausgaben und in Unkosten stürzen. Gewiß, man hat diesmal die Hände eifrig in Bewegung gesetzt, der Vorhang mußte sich sogar dreimal heben und man hat sich sogar soweit Gewalt angetan, der schier unaus-roiuaren Uebung zu entfagrn, knapp nach Schluß der Vorstellung, ohne dem Mimen den Danke«« tribut zu zollm, au« dem Zuschauerraum zu flüchten und zu stürmen, allein, wir hätten ge-wünscht, daß ist? Loh« d«r Kunstbeg«ist«rung noch höher hinanschlagt. Herz und G«müt vtrsrngend, ' um sich endlich in lauten Zurufen de« Jubel« Bahn zu brechen. „Fuhrmann Henschel", ge-zeugt im Geiste Tolstoi«, dem innersten Wesen nach verwandt «it dessen „Macht ber Finsterm«* führt eine tiefernste Sprache. Haupt-mann ist ein echter Dichter. Er erklügelt sich seine Stoff« nicht, «r versetzt stch nicht träumerisch in konstruierte fremde Gelten, er ver-arbeitet dichterisch Geschaute« und Empfundene«. In einem gewissen Sinne hat er alle seine Siücke selbst erlebt, schon darum weil er sich mit ihnen Leben«eindrücke wegschreibt. In Fuhrmann Hen« schel sind e» Eindrücke der engeren schlesischen Heimat, die Hauptmann zu seiner Arbeit angeregt haben. In Dr. Tyrolt ist der au« den Schächten de« Dichiergeiste« emporgestiegene Fuhrmann Hei» schel Fleisch geworden. Eine ties» durchgeistigt« Stiftung l Nur ein starker Geist, der befähigt ist, stch völlig abzuziehen von allen störenden Neben« einflüssen, der die Strahlen feiner Gedanken, wi« in einer Lins« auf da« Dichterwerk sammelt, sich völlig in die Idee versenkt und in ihr restlos aus« geht, kann derartige« leisten. Und nicht« erscheint dem Künstler, dem rühmlichen F«inmal«r zu g«-ring, um e« seinen Farben beizumischen. Darum ist eS denn auch lkuchtendr« Inkarnat, da« au« seinem Pins«l fli«ßt. Und d«r Dichterrralist hat auch den Darstellerrealisten gesund«». Kein« Sym« bol« — nur Lebeu«wahrheiten, Spiegelbilder der Natürlichkeit. E« ist geradezu gesucht« Schlichihtit, mit der Dr. Tyrolt Naturtreue erzielt. Welch ein schöne« Bild schufen doch Dichter und Darsteller in Fuhrmann Hmschel! Die Seele diese« Menschen gleicht eine« See, dessen Oderfläche da« Leben de« Alltag« nur leise kräuselt, der jedoch tief bi» zum Grund aufgewühlt wird, wenn ihn die Stürme der Leidenschaft peitschen. E« ist die» der Menschenschlag, der den'Herzwurm kennt und an der Schmach und dem Herzleid stirbt. In den leidenschaftlichen Gesühl«ouSbrüch«n wirkte Tyrolt erschütternd, an unser Innerstes greifend. Viel Schwierigkeit «achte den übrigen Darstellern der schlesische Dialekt. Es ist eben auch nicht jedem gegeben „schlasisch' zu spr«ch«n. Auch daS Sächsisch deS Georg hielt einer strengen Prüfung nicht stand. Ein« «it großer Wahrscheinlichkeit auSge-stattet», w»nn auch nicht ganz „waschechte' Hanne Schäl bot uns Fräulem Osten. Immerhin hat un« ihre Gestaltungskraft und der sich betätigende Eiser Achtung abgenötigt. Der Wille zur Macht und der Hunger nach sinnlicher Lied« sitzen am St«uerrud«r der derben, gemüt«-rohen Hanne. Ihre Wiedergabt ist »ben ein schwere« Stück Arbeit. Um den Erfolg de« Abend« haben sich auch noch die Herren Kopal, Fischer, Kammauf, Mayerhofer, Weißmüller. Kurt und die Damen Stein und Walde verdient gemacht. Kochtvasser. Infolge de« am 6. d. M. unablässig niederströmmenden Regen« nnd «ine« d«i Fraßlau übel hausenden Gewitter« war die Sann in den Abendstunden bald so hoch gestiegen, daß sie ihre User überflutete und auch in den Stadtpark eintrat. In Praßberg fielt» dem «nt» fesselten feuchten Elemente viele Flöße zum Opfer. D«r hohe Wasserstand fiel erst in den Nach-stunden. Deutscher Schukverei«. In der Sitzung de« engeren Au«schuss.« vom 3. d. M wurde dem Herrn Gul«besitzer Otto aus Schloß Lichten« w a l d für eine der VereinSlchule in Lichtenwald gewidmete Spende von 1000 K d«r geziemende Dank ausgesprochen. pea Awger abgehackt. Dieser Tage ver-unglückt« ver löjäörtge Schmiedlehrling August S ch u m e r in NeuhauS beim Holzzerkleinero. Er schlug sich mit Beil aus die Hand, so daß der Ringfinger von der Hand gänzlich abgetrennt wurde. Mit der Kand i« die Dreschmaschine ge« rate». Am Moniag arbeitete ver Grundbesitzer«« sohn Jobann R a m S a k in Dol bei Hrastnigg bei der Dreschmaschine. Hiebei bantierie «r so un-vorsichtig, daß «r mit der rechten Hand in die Maschine geriet. Die Hand wurde furchtbar zer« quetscht. Der Schwerverletzte wurde in da« allge« meine Krankenhau« nach Eilli gebracht. Hin frecher HlnAruchsdieöstahl. Dieser Tage wurde bei dem in Gaberje bei Eilli Nr. 36 wohnhaften, gewesenen Gastwirte Franz Skale ein frecher Gndruch«diedstahl verübt. Skale »m« fernte sich um 6 Uhr abend« von seiner Wohnung, nachdem er dieselbe Vorher abg«fp«rrt hatte. Al« er um 8 Uhr nach Hause kam. bemerkte er zu seinem Schrecken, daß jemand in seine Wohnung eingebrochen sei, denn i« ersten gass«ns«it>gk> Zimmer stand da« Fenster offen, in dem -in« Scheibe zerbrochtn war. Dit Siühl« lagen stürzt am Boden und im zweiten Zi««er war ein Kasten erbrochen. Au« dem Kasten nah« der Di«t eine Geldtasche «it einer darin befind lichtn Bar» schast von über 500 K. Der Einbrecher, de« man bereit« auf der Spur ist, nah« auch zwei D-cken und einen Laib Brot «i». Hine Zlnveröessertiche. Die Taglöhri-ri» Maria Bengust, eine sittlich gänzlich Heralu«, kommene und höchst eigentu««gefährliche Per o». würd« gestern wieder einmal dem Krei«gtrichi« e-n« geliefert. Trotz ihre« jugendlichen Alter« sieht sit bereit* aus 8 Vorstrafen, darunter mehrere wegen Verbrechen de« Diebstahl« zurück. Sie lebt con ihrem Manne geschieden und wußte einen der-heirateten Mann dazu zu bringe», daß auch er mit seiner Frau brach und mit ihr in Gemeinsckasl lebte. In letzterer Zeit wohnte sie im Zimniak'jche» Hause in Savoden bei Eilli. I« gleichen H ms« wohnen noch andere, in kümmerlichen Verhältnis! » lebende Mieiaparteien. Dies« bemerkten seit einiger Zeit, daß au« dem versperrten Keller wiederholt die dort von ihnen aufbewahrten Erdäpfelvonäie verschwanden. E« wurde der Gendarmerie dass« die Anzeipe erstattet und »s gelang dem Po m« führet Tscherntschitz d»r Erdäpfeldiebin in der Per« fon der Ben^uft auf die Spur zu kommen. M ina Bengust gestand auch. 16 Schaff Erdäpfel ent« wendet und bei Grei«lern ia Eilli verkauf: \\i haben. Sie wurde dem Kr»i«gerichte einqeliefe t. Ztei» Aettungswerke verunglückt. Vorige Woche geriet die Keusche der Grundbesitze«» Mini Plevnik in St. Hema bei St. Martin b, €. auf bi«her unaufgeklärte Weife in Brand. Der Brand griff ungemein rasch um sich und in wen,« gen Minuten stand die ganze Keusche, sowie r« daran angebaute Kuhstall in hellen Flammen. I» Stallt befand sich noch die Kud, da« einzige Be« sitzlum dtr Keuschlerin. Dit Pltvnik begab sich nun. trotz dr« dringtndtn Abraten« der Leute, tn den brennenden Stall, um.die Kuh zu reite». Kau« war sie in den Stall gekommen, al« auch schon durch htrabfalltnde brennende Balkenslücke ihr« Kleider Feuer fingen. Sie konnte nur mi Mühe au« dem Stalle gertitet werden. Maria Plevnik erlitt aber so furchtbare Brandwunden, daß sie in da« allgemeine Krankenhau« nach C'lli gebracht werden mußte, wo sie nach zwei Tage» unter gräßlichen Schmerzen starb. Die Verunglück» war über 60 Jahre alt. Kie Errichtung eiuer deutsche- Sch»te i» Windisch-Feistritz In Windisch-Feistritz h«r-scht bekanntlich der abnorme, geradezu unbegreifliche Zustand, daß in dieser Stadt keine deutsche Schule besteht I Keine deutsche Schule, obwohl die Statt deutsch ist! Nun will man in Windisch-Feistris dieser Unaeheuerlichkeit endlich ein Ende ber. ie» und für Windisch-Feistritz schaffen, wa« sür Wm« disch-Feistritz gehört: eine deutsche Schule.' Da« Marburger. in deutscher Sprache erscheinende Per, Datenblatt ist darüber ganz au« bem Häu«che» geraten und erbost sich in echt pervakisch« asiatischer Manier. Ihm wird jevoch von d» strammen „Marburger Zeitung' die folgende Ad-fuhr zuteil: Es ist zwar eine bodenlose Keckheit, gegen da» natürliche R'cht, gegen den gerechte» Anspruch der deutschen Bevölkerung der Stadt aus Errichtung einer deutschen Schule zu hetzen; all >» wann und wo finden wir denn nur einen Funke» Gerechiigk«it«liebt bei den „hochwürdigen", b.sser gesagt nichtswürdigen Giitmischern, weicht in den pervakischen Blättern ihr verbrrch«rischk« Handwerk treiben! Das ««nannte Pervakenblatt, welches stch durch die ex-offo-Berteidigung, wenn nicht Slorifi» zierung der windischen Totschläger und Mörder einen traurigen Rus al» Organ der windijch« Mörder verschafft hat, schrieb über da« gerechte Verlangen der deutschen Windisch-Feistritzer folgende«: „Eine deutsche Verdummung«anstalt (!) für Slovenische (!) will «an in Windisch-Feistritz er« richten. Verschiedene dunkle Existenzen (I) treib » sich bei den slovenischen (!) Eltern herum und suchen Unterschristen für die Anstalt zu erschaut« dein (1). Die slovenischen Führer von Wiuoisch-Feiitritz (wa« sind denn da« für Wasserköpfe? — An«, d. Schriftl. der „Marb. Ztg.") dürfen nicht versäumen, da« Volk aufzuklären, damit e« du schamlosen Hetzer (?!) und VolkSaufwiegler (?!) mit Energie zurückweist.' — So spricht ein kaiho« lischer windischer Pfaffe über daS Verlangn , deutscher Eltern, sür ihre deutschen Knder eie deutsche Schule zu erreichen! Die ProfessionShetz-r und geeichten VolkSaufwiegler belegen die Windisch- Kummer 90 Keistntzer. weil fit ihr Natur- und Elternrecht »ihren wollen, »it jenen Bezeichnungen, dit ihnen selber u. zw. ausschließlich gebühren! Charakterisiert ein« solche Niederträchtig?, it nicht haarfcharf die .Friedensliebe' der Peroaken? Läßt sie nicht ahnen, »elch russisch Regiment der brutalsten Willkür diese Menschenrasse führen würde, wenn sie hitrzulande die Macht in dtn Händen bftttt ? Der „Sloventki Jtorod" sag» kürzlich selber, daß diese windisch« »Menschen'»Rasse, die un« aus den windischkleri» talen Blättern entgegenglvtzt, noch tief unter den Ziegern steht! Und der „Slov. Nar.' kennt diese Gesellschaft ganz genau, da er sich ja täglich «it ihr herumschlägt. Und diese nach Europa verririen Zieger nennen eine deuiscbe Schule, die sür eint täuscht Stadt errichtet wird, eine — Verdum-muig«anftalt! Allerding« entbehrt diese negerhaste Haßnotiz auch nicht eine« komischen Beigeschmäcke«. ii drängt sich nänlich die Frage auf, wieso dtr schreibet der in deutscher (!) Spracht geschriebenen Haßnotiz dazu kommt, deutsch zu schreiben? Hat er nicht auch eine deutsche Berdimmung«anftalt besucht, um deutsch zu lernen? Und ist nicht der xuze Bestand de« deutsch geschriebenen pervakischen Hetzblatt?« eine blutige Ironie auf da« Wort von 6u deutschen „Berdummung«anstalt' ? Aber so ist ti immer. Die pervakischen Häuptlinge, hoch- und «ichttwürdige, haben allesamt deutsche „Berdum-«ingSanstallen' besucht, haben alle gut deutsch ftlKnl, sie schicken ihr« Söhne sogar nach Preußen, hiuaut in« dkmsche Rheinland, nach Westfalen, damit sie sich an reich«deutschen „BerdummungS» ttstalten" auSbilbtn können! Sie Wlbtr wollen üc sich dtn deutschen Wissen«rahm abschöpfen, da« zu harter Arbeit verurteilte windische Volk «der warnen sie vor den „deutschen BerdummungS» «stalten", damit daS Volk in der Tat — dumm Httbe! Und nun wollen diese Ob«r-Ne«er sogar In Deutschen di« deutsche Schule verwehren, wenn si- es könnten! Ist e« nicht köstlich, wenn ein Peroafenblatt in deutscher Spracht dit windtschtn .Fiidrer' auffordert, die Konnationalen vor der Krichtung einer deutschen .Verdummung«anstalt' Ul warnen! Wie kann den» da« Pervakenblait »cau«setzen, daß die dortigen .Führer' diese tatsche Aufforderung lesen und verstehen können? Leon di« „©übst. Pr." aber davon überzeugt ist, die peroaktschen „Führer' in Windisch-jrifttitz ihre Deutscht Aufforderung lesen und ver« pd'n können, dann hat da« ehrsame Blättchen damit den Bewei« erbracht, daß alle schlaueren nd.besseren' Pervaken „deutsche Verdummung«-oflalten" besuch! haben, um deutsch zu lernen! 6» wird da« windische Volk von den pervakischen hiitptlingen belogen und betrogen! Der deutschen Kadi Windisch-Feistritz aber wünschen wir, daß ihr Herzen«wunsch nacd Errichtung einer deutschen kchule baldigst tn Erfüllung gehe. Damit wird wt eine unfaßliche, unglaubliche und beispiellos titfache au« der Welt geschafft werd«n l ^oroschetz abgelehnt In Vid«m veranstaltet« ta «indisch-politische Verein „ Lava" ein« Ber-snmlung, in welcher stch der bekannte Deutschen» f-esser ttoroschetz dessen Ehrgeiz »ach eine« Reich«-MSmandat gelüstet, al« Wahlwerder anbiederte, ft ward jedoch als lästige Zecke empsundtn und ta»e»lspr.chend bekomplimentiert. Der Slov. Na» trt berichtet kurz aber unzweideutig» „Vioem, l. Zi»oemder. Bei der Versammlung de« poli» Ächen Vereine« „Sava' waren die Mitglieder «gen der Einmengung de« Koroschetz entrüstet. Ei tat e« leicht eingesehen, daß die Ranner Ahler kein blinde« Werkzeug einer gewissen tliqie sind.* Alschiedsfeier in Fuffer. Dieser Tage schied a* Tuffer der al« Ooerlehrer an die deutsche ÜKMchule in Rann ernani te Lehrer Herr Franz lketmt, welcher durch nahezu 14 Jahre an der tauschen Bolttschule >n Tüffer tätig war. Der Erstand der Tufferer Liedertafel Herr Dr. A. Suolog und der Bürgermeister Herr Adols kedei nahmen bei der de« Scheidenden zu Ehren »ttichalieten vollbesuchten Sangerabschied«kneipe Ktranlaffung, da« Bedauern über da« Scheiden >'< listigen Vereiesmugliede« und Vere>n«kassier« Mjifprcchen. Sie gedachten auch de« pflichttreuen, listigen L-hrerS, tätige» Mit^litde« de« Dilettan-lmheaier« und strammen deutschen Manne«. vierzig Aahre Lehrer. Am letzten Tage de« Lemmond« hat der Lehrer an der Grazer Knaben-Lolttjchult in der Htrtengasse, Herr Johann tuinz, weitbekannt u»ter dem Schnltstellelnamen ^^nn« von der Sann", sein vierzigste« Dienst-jthe vollendet. Hann« von der Sann, wie «r sich »f ««trat y«ch»» nach feiner Vaterstadt Eilli nennt, hat für die Er» forfchuug und Erhaltung alter Sitten und Brauche, Sänge und Sagen der deutschen Stetermark, sür deren Ort«» und Lande«geschichte «it e«sigen Fleiße gearbeitet und viele« Dank,«werte« geleistet. Wir bringtn de« uner«üdlichen Forscher und ver» dienstvollen Schilderer, unsre besten Glückwünsche dar, die darin gipfeln, daß ih« ein froher, sorgen-loser Leben«abend al« wohlverdienter Lohn sür die vielen Mühen und Drangsale de« schweren Da-sein«ka«pfe« eine« deutschen Schulmeister« und Schriftsteller« btfchitdtn sein mögt. Kontur». Da« Krei«gericht Eilli hat die Eröffnung de« kaufmännischen Konkurse« über da« Nachlaßvermögen de« am 25. Oktober 1905 verstorbenen, unter dtr Firma S. F. Schalk, Ge-«ii'chtwarenhandlung in Lichtenwald, registrierten Kausmanne« Silvester Franz Schalk in Lichten-wald bewilligt. Der Lande«g»richi«rat Herr Dr. Gustav Smolej in Eilli wurde zum Konkur«-kommissär, Herr Dr. August Schurbi, Adookat in Eilli. zu« einstweiiligen Masseverwalter bestellt. Argäuzungswahle« für die Kandeks- und Hewerbekammer in Ar«z. Die Wählerlisten für diese Wahlen liegen zu« Zwecke der Anbringung allsälliger Einsprüche vom 6. November di« «in« schließlich 20. November 1905 für den ganzen Kammerbezirk im Bureau der Handel«» und Ge-werbekammer in Graz, Nemorgass« 57, l. Stock, und für jeden Steuerbezirk (mit Au«nahme der Steuerbezirke Graz Stadt und Graz Umgebung) bei ben k. k. Tteueramtern während der üblichen Ami«stunden öffentlich auf. Diese Einsprüche sind schriftlich und unmittelbar bei der k. k. Wahl» kommtssion für dit Handtl«- und Gewerbekammer in Graz. Neutorgasse 57, I. Stock, innerhalb der obenbezeichneten Frist in der Weife einzubringen, daß sie spätesten« am 20. November 1905 vor Postschluß der k. k. Post übergeben werben. Z»er Steirische Radfahrer Hauvervand hat sich dem Kartell deutscher und österreichischer Rad» und Motorsahrer-Verdände in München angeschlossen und dadurch für seine Mitglieder eine Reihe vorteilhafter Beaünstigunaen, namentlich bei Gr«nzüb«lschrtitungen erlangt. Der Gauverband ist nun in djr angenehmen Lage, auch den Motor-fahrern mit diesen Begünstigungen dienlich zu sein und nachdem diese an den vielen anderen Er» rungenschaften de« Verbände« mitgenießen, sollte e« kein Motocyclist verabsäumen, seine Mitgliedschaft bei« Eteirischen Radfahrer - Gauverband anzumelden. ?r«gerh«f. (Dtutscht Schult.) Am 6. d. M. um 10 Uhr Vormittag sand in Pra» perhos dit stitrliche Eröffnung dtr Deutschin Volk«schult statt. In Vertretung der k. k. Bezirk«» hauptmannschast war, nachdem der k. k. Etatthal» tereirat und Vezirk«dauptmann Herr Gras Altem« infolge einer früheren Zulage in Rotwein bei Marburg «in«r Schultröffnung«fei«rlichktit bei» wohnte, der Landlog«abgeordn'te und Bürger» meister von Windisch-Feistritz Herr Albert Stiger erschienen. Mit ih« gleichzeitig erschien auch Herr Stesan Rudolf Bürgermeister von Unttrpul«gau. LandtagSabgeordnettr Herr Albert Stiger begrüßte in schwungvoller Rede die erschienenen Festteil-ttehm-r und beglückwünschte Pragerhos zu dieser Eröffnung, gedachte der Gründer und eifrigen Mitglieder derselben und hob besonder« hervor daß der Bezirksschulrat von Windisch-Feistritz, der sich in deutschen Händen befindet, jederzeit bestrebt sein werde die deutsche Schule in Pra«trhos zu unitrstütztn. Insbesondere versicherte er den Ort«-schulverein- nanten« der k. f. Behörde der kräftigsten Unterstützung der Schule und schloß seine Rede mit einem herzlichen Glückwünsche sür da« Gedeihen dieser Anstalt. Nach ihm sprat der Obmann de« Schulvereine« Herr Franz Stein-klauder. betonte den Zweck der Schule, entwarf einen Rückblick aus Pragerhos von einst und jetzt, erwähnte wie sich in kurzer Zeit in Pragerhos eine Industrie entwickelte, daß dieser einst so verrufene Ort einen Arzt erhielt und «it diesem Tage auch »t»e deutsche Schule. Er erörterte den Kamps der von verschiedenen Seiten gegen Errichtung dieser Schule gesührt wurde und hob besonder« hervor daß e« sehr traurig war^>aß nicht bloß die slo» venische Presse sondert» sogar ein Teil der deutschen Persönlichkeiten und in«befondere ein kleiner Bruchteil der deutschen Bewohner Pragerhos« gegen diese Schule Agitierten; deren Ardeil jedoch wie der heutig« Tag der Eröffnung zeigt, ein« fruchtlose war. Er hob hervor, wie große Fort» schritte in den jüngsten Jahren gemacht waren und Seite 5 daß die Schule nicht de«halb errichtet wurde u« gegen die slovenische Nationalität einen Ka«ps zu führen, fondern nur be«halb, weil di« deutschen Ellern ihren Kindern deutschen Unterricht ange« deihm lassen wollen, um dieselben für ihren küns« tigen Leben«beruf entsprechend zu erziehen. Veionte außerdem, daß niemand gezwungen sei, diese Schule zu besuchen u»>d daß jed«r dem dieselbe nicht paßt fern bleib«» möge. In b«r weiteren Folge widerlegte er einige Vorwürfe, die gegen diese Schule gemacht wurden. Er ermähnte die Kinder die kostbare Zei', die sie in der Schule zubringen recht fleißig zu oenütz-n, da sie sich selbst in der« selben da« Kapital sammeln, welche« ihnen nie« mand nehmen kann und von dessen Zinsen st« ihren zukünftigen Lebensunterhalt bestreuen. Weiter« ermähnt« «r di« Elt«rn dem Lehrer in der Erziehung der Kinder zu unterstützen. Er dankte der Behörde, daß fit ohne Schwierigkeit in kurzer Zeit die Bewilligung zur Errichtung ditstr Schule erteilte, bat den Vtrtrtttr derselben um fernere kräftige Unterstützung, dankte auch dem bochwür» biptn Herrn Pfarrer von Unter PulSgau bezüglich dessen bereitwilligem Entgegenkommt» in Erteilung des Religionsunterrichte«. Ferner übergab er in kurzen Worten dem Obtrlthrtr Herrn Jakob Buvna die Leitung der Schule, legte ihm da« Wohl derselben warm an« Herz und «rklärt« die Schul« für «röffnrt. Daraufhin ergreift Herr Oberlehrer Jakob Budna da« Wort. Er dankte für da« Vertrauen, da« man ih« dadurch entgegen« gebracht hatte, daß «an id« die Leitun« der Schule überließ, versicherte daß «t ,ein Beste« einsetzen werde, um die ihm anvertrauten Kinder nicht nur der Schablone nach zu erziehen und her-anzubilden, sondern sein besondere« Augenmerk auf Herzensbildung legen werde. Er entwarf einen Rückblick auf seine bi«berige Tätigkeit im Lehrfache, betonte baß er selbst in schwierigen Verhält« nissen nicht nach Ruh« und Gurst haschte, son« der» nur da« Wohl der Kinder im Aur.e behielt und daß sein schönster Lohn da« Bewußtsein sei, » stet« seine Pflicht erfüllt zu haben und feine vrößte Freude die sei, daß ihm feine ein-stigen Zöglinge, die heute schon in guten L»bens« stellungen sich befinden und deren Kinder er jetzt zu erziehen und heranzubilden habe, die schönsten Beweise der Dankbarkeit sür den genossenen Un« «erricht gegeben haben. Er beendete seine Rede mit der Aufforderung aus den eifrigsten Förderer des Untkrricht«wesen« nndZden Spender de« modernen Volk«fchulgesehe« Seine Majestät den Kaiser Franz J»I«s I. «in dreifache« Hoch anzubringen, in welche« di« Gäste begeistert einstimmten. Damit war die Feierlichkeit beendet und am 7. d. M. fand um 9 Uhr in der Pfarrkirche in Unter« Pul«gau die heilige Geistm-sse statt. Nach Schluß de« offiziellen Teile«, versammelten sich die Fest« gaste in Tröster'« Bahnhofr«stauration zu einem klein«» Festmahle, bei welchem auch einig« R«d«n siehalten wurden, woraus sich die Festgäste mit dem Bewußtsein entfernten, sür Pragerhos Ersprießliche« geschaffen zu haben. Spr«checke des Allgemeine« Deutschen Sprachverein» Aweigverein ßilli. Keimats-chronik «der Keimatchrsnikf So lautet eine an den Allg. Deutschen Sprachverein gerichtete An-srage. Zu ihrer Beantwortung mögen die folgenden Au«führungen dienen. Unsre Sprache hat die Nei» gung, bei Zusammensetzungen von Wörtern dem ersten Bestandteil — de« Bestim«ung«wort — ein s beizufügen, da« man da« Binde-s nennt. Man sagt Gui»herr, Amtsvorsteher, Pächteisfrou. In diesen Wörtern ist da« Binde-« ganz felbstver« ständlich und grammatisch richtig, denn «S heißt doch »Herr de« Gul», Vorsteher de« Amt»* usw. Gegen seinen Gebrauch in solchen Fügungen hat auch niemand etwa« einzuwenden. Nun steht aber diese« » auch in einer großen Anzahl von Zu-sammensetzungen, deren Bestimmungswort den zweiten Fall nicht aus 5 bildet, z. B. in Ge« seUschastsk'.tid, Liedeslust. Majestä>sbeleidigung. So sicher wie e« in diesen Wörtern grammatisch unbe« nchti,» ist. so sicher hat sich aber der Sprach, gebrauch dafür entschieden, und Versuche, wie die Maximilian Hard«nZ in seiner „Zukunft", e« auszumerzen, also zu sagen Gesellschajtkleid, Liebelust. Majestätbeleidigung sind zunächst ganz auSsichts-10». Der Sprachgebrauch setzt sich oft genug über die schönsten Regeln der Sprachlehre hinweg: in der Frage de« Binde-« scheint er überhaupt ganz willkürlich zu verfahren. Warum z. B. läßt er da« -« weg in den Wörtern „Amtmann, Kaufpreis, Zugluft" und fügt es ein in „Amt«vorsteher, Vor» Seite 6 W-«tfch- Macht" Nummer ZV > (?68ekätt8-Li'öktnun^! Hiermit erlaube ich mir einem P. T. Publikum sowie den geehrten Geschäfteinhabern Tun CiUi und Umgebung für du mir geschenkte Vertrauen, welches mir während der Jahre als ich in Diensten der Speditionsfirma Pells stand bestens zu danket, mache gleichzeitig die höfl. und ergebenste Mitteilung, dass ich auf hiesigem Platze auf eigenen Namen und Rechnung unter der Firn» ALBIN SCHELIGO Speditions-, Kommissions-, Möbeltransport-, Holz-, Kohlen-, Landesprodukten-Export-' ' _Z= und Salz-Kommissions-Geschäft eröffnet habe. — Meine langjährige Praxis in diesem Berufe, sowie Orts- und Lokalkenntnisse setzen mich in die angenehme Lagn, allen Anforderungen seitens meiner geehrten P. T. Kunden gerecht zu werden und bemerke, dass ich stets bemüht sein werfy sämtliche Aufträge prompt, billig und sorgfältigst durchzuführen. Mich bestens empfehlend und um recht zahlreichen Zuspruch bittend, zeichne mit aller Hochachtung Albin Scheligo, CiUi Kontor: , Rathausgasse Nr. 6. kauf«l«cht, Rückzug«linit?" Warum finde« sich da« grammatisch unberechtigte »S bei „Weihnachis-bäum und Hochzeil«tag", nicht ober bei «Nacht-essen und Zeitpunkte?" Und doch lassen sich, wie O. Sarraziu in einer lehrreichen und dabei sehr launig verfaßten Abhandlung de« Wissenschaftlichen Beiheft« zur Zeitschrift de» Allg. Deulschen Sprach-verein« au«sührt, einig« Regeln sür ben Gebrauch n>« Binde-« aufstellen. Zunächst eine allgemeine: Der erste Teil einer Zusammensetzung darf da« « nicht erhalten, wenn er sich in seiner Abhängigkeit vom zweiten Worte al« im vierten Falle stehend erweist. Der eine Wohnung (4. Fall) suchende Fremde ist ein «ohnung (nicht Wohnungssuchender Fremder. Ebenso ist e« mit .achtunggebietend, ge« s ndheitsördernd, ausschlaggebend* und vielen an-deren. Diese Regel ist gut und sollte namentlich bti Neubildungen beobachtet werden, wenn auch der Sprachgebrauch sich Abweichungen davon, wie . seschäfisführend. staatserhaltend, betriebsleitend" x.stattet. Ihr treten einige ander» zur Seite, die nicht wie sie aus einem Denkgesetze beruhen, sondern löblich au« dem Sprachgebrauch abgeleitet sind. Danach findet sich kein Binde-« nach: 1) Stoff-vamen (Soldstück, Eilbermünze, Tuchrock). 2) Flußnamen (Rheingold, Neckartal, Nildelta), 3) Wörtern, die aus einen betonten Selbstlaut ader Doppellaut, also auf ee (eh), ie (ieh), oh, u (uh), au, a>, ei. (eih), eu enden (Seeuser, Kniegelenk, Uhunest. Saugraf. Eidotter usw.). 4) Wörtern aus er (Kaiserwürde. Herrscheramt. Kellertür). au«ge. nommen „Alter und Henker* (Altersgrenze, Hea. ker«knechi). 5) Wörtern auf el (Hammelfell, Siegelring, Vogelmtz). Die sieben Wörter, die eine Au«nahme von dieser Regel bil-den, hat Sarrazin in den Reim gebracht: Oft hängt -« sich an den Adel. Himmel, Engel, Esel, Tadel; Aber ohne jeden Zweifel Hai'S der Handel, hat'« der Teufel. Anderseil« sögt der Sprachgebranch da« -S stet« an die Nachsilben: heit, keit, schaft, ung, ing (ling), turn, ton, tät (Schönheitsfehler, Heiterkeit«-ersolg. KnoppschajtSkasse, AltertumSjorscher, UnionSbrauerei, HumanitätSdusel usw.). Wie soll man sich aber in zweifelhaften Fällen verhalten, d. h. da, wo der Sprachgebrauch noch nicht ent-schieden hat? Nun, da folge man getrost dem edenfall« von Sarrazin in einem scherzhaften Verse gegebenen Rate: Ist da« -« noch zweifel» haft, so schick'« zum Teufel! Damit ist auch die Antwort aus die Frage der Ueb-rschrist gegeben: der Sprachgebrauch schwankt noch zwischen Heimals- und Heimatchronik, also weg mit dem -«! Waffenübuuge» der Landwehr i« Jahre 1305. Zu din Waffenübungen der Landwehr wer-den im Jahre 1906 nachstehende Asfentjahrgänge einberufen werden: Vom Afsentjahrgange 1895 die nichiaktive Mannschaft, die einen zweijährigen Präsenzdienst abgeleistet hat (zur 5. und letzten Waffeuübung). und der gleiche (1895) aus der Reserve de« Heere« übersetzte Affentjahrgang (zur ersten und einzigen Waffenübung); vom Affentjahrgang« 1896 die nichtaktive Mannschaft, welche einen dreijährigen Präsen,dienst abgeleistet hat (zur vierten und letzten Waffenübung); vom Afsent- jahrgange 1897 die nichtaktive Mannschaft, welche einen zweijährigen Präsenzdienst abgeleistet da (zur vierten Waffenübung); vom Afsenljahrgav 1898 die nichtaktive Mannschaft, welche euun (ni> jährigen Präsenzdienst abgeleistet hat (zur dnoa Waffenübung); vom Afsentjahrgange 1899 fe nichtaktive Mannschaft, welche einen zweijährig Präsenzdienst abgeleistet hat (zur brüten Wafin-übung), uns die Mannschaft der Ersatzreserve I« dritten und letzten Waffenübung); vom Assei» jahrgange 1900 die nichtaktive Mann'chaft, wellte einen dreijährigen Präfenzdienst abgeleistet hat (p-zweiten Waffenübung); vom Affenijadrgange 190) die nichtaktive Mannschaft, welche einen zweijäm gen Präfenzdienst abgeleistet hat (zur zwn» Waffenübuna); vom Assenijahrgange 1902 l» nichiaktive Mannschaft, welche «inen dreijährqi Präfenzdienst abgeleistet hat (zur ersten Wan» Übung), und die Mannschaft der Eriatzre^roe (ji zweilen Waffenübung); vom Affentjahrgang« 1» die nichiaktive Mannschaft, welche einen zweijnfei gen Präsenzdienst abgeleistet hat (zur ersten Ga5» Übung); endlich vom Assenijahrgange 1995 Mannschaft der Ersatzreserve (zur ersten Wasi» Übung). Außerdem wird auch noch jene " schasl zur Waffenübung im Jahre 1906 ernte rufen, welch« eine Waffenübung nachzutragen bd FRITZ RASCH, IiMMiiiiz. GILLI. K CiUi, Ratbausgasse Izr. 5 im eigenen Fjause. Nummer 90 Seite 7 ea in allsnApslhötcsa uaii Muioralwasser-* handlangen. Wordene im Monate Oktober 1905: Uinn Brank, 23 I. a., k. k. Landwehr.Juf. Tod turch Erschießen. wreas Ganster, 86 I. a.. Privat. Altersschwäche, »ßrotea Nareks, 2 Monate a., Mechanikerskiad, Darmfatarrb. KiJjnn Zöllner. 89 I. a.. Tischler, Alter«schwache. fcolonia Jo!ep, 67 I. a.. Sagmeister«gatlin, Wassersucht. >»a Lakilsch, 75 Z. a., Kaufmanntgaliin, Magen« blutiijig. 3« allgememe« Krantenyause: tzl-fiu« Belina, 75 I. a.. Taglöhner, Gehirn, blutung. lw'sia Kukoviö, 60 I. a.. Wäscherin. Aller«, schwäch». Zodonn Gidar, 9 I. a.. Schüler. Darmverfchluß. »vllmä MarinSek. 40 I. Schuhmacher. Lunaentuberkulose. Baku« Obreza. 35 I a.. Taglöhner, Bösartige« Neugebilde der Schilddrüse. Jrianni Ehgarlner, 76 I. a., Stadtarme. Herz. mu«kelentartung. tmn «amnik, 50 I. a.. Bergmann. Lungen, tuberkulöse. teil Marinko, l1/, I. a., Arbeiter«kind, Dyph-tderiti«. «m? Kleme», 82 I. a., Ort«armer. Alter«, schwäche. •nie Hrooatic, 53 I. a.. Taglöhner. Rippenfell, entzünd ung. «olar, 51 I. a.. Taglöhner. chronische Nierenentzündung. i K«^e»egg. (Bon der Verpfleg«. Im ton.) Laut Erlasse« der k. k. St-tthalterei «ad- die Mittagnaturaloerpfleg«staiion Hochenegg ßi die sech« Wintermonaie vom 1. Oktober l. I. »Mg-n. vom steiermärkischen Lande«au«schusse » ei,e Vollstaiion umgewandelt. Aerechtsrefor«-?erei«. Au« Wien wird ni «e>chr,ed.n: Am 27. Oktober l. I. hat sich a vorbereitende« Somit« zur Gründung eine« «ch?»litischen Vereine« unter obigem Titel mit k» Litze in Wien gebildet, und sind bereit« die »Stiften Schritte bei der Behörde eingeleitet, taglitb diese« Vereine« tonn jedermann werden, »n nn Interesse an einer modernen Reform de« «meichischen Ehegesetze«. ln«beson'»ere an der fafbtbmig der Unlö«darkeit der katholischen »he <§111 a. b. G) durch die staatliche Gesetzgebung tlnmeldungen und Zuschriften sind zu richten « 6tn Proponenien Han« Wymlatil, Oberbeamter, $itn, VI. Magdalenenstraße 26. (Wein lese fest.) In den Räumen Teuijchen Heim« in Rann wurde vor einigen U.« ein Weinl'fesest abgehalten. In dem ge« linntaen Saale de« Heim« wurde zu dem Zweck« «»kmiftlich angelegter Weingarten mit einer Schieß» toioo. eine Moftbude. ein Lebzeller-Zelt, da« !»nntt«rhau« mit dem erforderlichen Arreste rnkizebrachi. Der Weinganen und die Umzäu» »»« de« Tanzplatze« wurden mit den köstlichsten !:^den behängen. Die Musik besorgte eine Militär» hlie au« Agram. Um halb 9 Uhr abend« hielt '«l Zoribürgermeister mit J.folge den seierlichen fajiijl. Er gab durch feinen Sekretär dem zahl» «ich anwesenden Publikum seinen Willen kund und !« »mlicher mußte wegen dessen Uedertreiung die Jilmrischaft mit der finsteren Aerkerzelle machen. Zivilen den einzelnm ulkigen Vorgängen wurde dem Tanze gehuldigt. Daß de« Dorsgewaltigen und seinen Spitzeln von den Verhafteten gar man» cher böse Streich gespielt wurde, wa« da« Zwerch» fell der Anwesenden mächtig in Schwingungen setzte, ist wohl selbstverständlich. Trotz der wach» samsten Augen der Weingarthüier standen die Weinreben in kürzester Zett leer da; — ja selbst di« gepfändeten Uhren und Pretiosen verschwanden au« der Wachstube! E« ist daher nicht zu wun» dern, daß den Anwesenden die Stunden de« Wein» lesesesteS nur zu rasch verflossen und mancher sicl wünschte, der Hahn hätte seinen Morgenruf ver» schlafen. AlnterKeirischer trassier SWAsrat. Der Au«schuß de« Deutschen vereine» in Frievau trat in seiner Sitzung vom 23. Oktober l. I. der durch seinen Obmann Dr. Delpin erfolgten An» «gung zur Gründung eine« untersteirischen l deutschen Volktraie« mit Stimmeneinhelligkeit bei und erklärie sich grundsätzlich mit den von Dr. Delpin bezüglich der Organisation gemachten Vorschlägen einverstanden. Auch dankte er dem Obmanne sür die Anregung und für feine bereit« unternommenen Schritte. (Marktbericht.) Bei dem letzten Vieh- und Pfervemarkte belrug der Auftrieb 152 Stück Pferde und 922 Siück Rinder. Bei dem am 31. Oktober 1905 abgehaltenen Schweine» markte betrug der Austrieb 620 Stück Schweine. Der Handel war bei beiden Märkten sehr lebhaft. — Der nächste Jahr-Pferde» und Viehmarkt wird am 25. November l. I., noc>egen nur Schweine» Märkte am 15. und 22. d. M. abgehalten werden. SüdmirKische AolKsbanK in Kraz. Stand am 31. Okioder 1905: Einzahlungen für Ge» fchäftSanieile K 353.243*—, Spareinlagen zu 4 v. H. von 2260 Parteien K 3 923.176*—, Kontokorrent : Kreditoren K 158.884-—. Debitoren K 397.395 —, Darlehen K 1,613.268 —, Wechsel u. Devisen K 1,197.484, eigene Einlagen K 674.433'—, Wertpapiere K 358 398*—, Bankaebäude Kronen 267.895*—, RefervefondS K 30.075, Geldverkehr K 2,152.980, Mitglieder 3698. Zlerein Südmark i« Hraz AuSwei« über erhaltene Spenden, sowie gegebene Darleihen und Unterstützungen in der Zeit vom 19. Oktober bi« 30. Oktober 1905. Spenden haben gesandt: O.» G. Ferlach (vom Quodlibet K 10*77 und Nonak» Schießen in Klagenfurl 22); M.-O.-G. Villach 54, Akad. O.»G. Leoben (Sammlung in Saar» brücken 37), M.-O.-G. Innsbruck (Ertrag de« Frühling«fefte« am Grammerlboden) 3000, O.-G. Arnfel« (Ergedni« einer Sammlung) 200. M.-O.» G. Cilli (Wallher Pfrimer) 2, (Tischgesellschaft Terschek) 3*40 und (P. St. R. au« der Kanzlei de« Herrn Dr. Jaborn^gg) 20. O.-G. Wien-Leopoldstadt l0, O.»G. Aßling 13, O.-G. Bregenz (von eine« Gönner anstall Allerheiligenschmuck) 25. — Au« den Sa««elbüchsen *. O.»G. Ferlach 22, M.-O.-G. Villach 59*64, M »O.-G. Triest 10*80, M.-O.-G. Leoben 20, O.-G. Arnoldstein 71*95, O.»G. Monds«« 6, O. G. Frohnl«ilen 15 75, O.» G. Wien-L'vvoldstavl 8, O.-G. Wien»Währing 5. — Gründer: Tischgesellschaft .Tugendbund" in Villach 50, Tarockgeselljchaft im .Blauen Hause" zu Friesach in kärnten 50. — Spenden erhielten: Verein zur Förderung einer deutschen Schule in Abbazia 800, ein Lehrer in Gottschee 100, ein Besitzer in Untersteiermark 22, ein Lehrer in Krain 100, sür Zwecke einer nationalen Stellen» ver»ttlung an den Sprachgrenzen 500, eine Schule in Gotifchee 50, ein Gewerbetreibender in Untersteier«ark 120, weiter« wurden an bereit« bewilligten Stubienunterstützungen 94 K ausbezahlt. — Darlehen wurden gegeben: einem Besitzer in Uniersteiermark (Hypihekar-Darlehen) 400, einem Studierenden in Gottschee 100. Stopf»«schi»ea. In jeder größeren Familie bildet da« so oft nötige Stopsen zerrissener Kleider und Slrüaipfe eine nicht gar leichte und zeit» raubende Arbeii. 'ES kann sich deshalb jedermann erklären, daß die betreffende Beschäftigung schon in zehn- oüer zwanzigköpfigen HauSwesen zu einer nichi unbedeutenden Last wird und daß wir — im Singer auch eine Strumpfstopfmaschine. d>« nun schon vitle Woch«n zu unserer größten Zufriedenheit die er» mahnte Arbeit liefert. Wa« irüher acht fleißige, geübte Hände geleistet haben, da« bringen jetzl zwei Hände fertig und zwar so schön und so dauer-hast, daß wir über jede« geheilte Paar unsere hell« Freude haben. Wir können deshalb die be» tressrnde Maschine für all« größ«ren Hau«wesen, namentlich sür alle Jnstiluie besten« und dringendst empfehlen und müssen auch de« freundlichen Ent« gegenkommen« der Fabrik beim Erlernen der Be» Handlung dieser Maschine dankbarst gedenken. Donauwörth, 30. Mai 1905. Mina Auer, Direktort-Gattin. Cearralt iu h»b unentbehrliche Zahn-Crdrne, erhält di« Zähne win, weiss und gesvnd. ____1040« [ranz tJosef-] * BITTERQUELL& i von ärztlichen Autoritäten seit I Jahrzehnten als das Gehaltreichste» I J sicher*»e natürliche flWu. L "uiib mehr per Tag Verdienst. ^ HauSarbeiter-Strickmasckinen-Gesellschast. Gesucht Personen beiderlei Geschlechts >um Stricken aus unserer Maschi«. Einsache und schnelle Arbeit das ganze Jahr hindurch zu Hause. -Keine Borkenntnisse nKtig. Entfernung tut nichts zur Sache und wir verlausen du ArbeÄ. j Hausarbeiter-Strickmaschinen Gesellschaft Thos. H. Whittick « Co. Prag, PttetSplt>tz 7—147. Trieft, Bia Cawpanile 13—147 ■ Für Magenleidende! Slllen denen, die fich»d»rch Erkältung oder Ueberladung des MagenS, durch Genuß mangelhafter, schwer verdaulicher, zu heißer oder zu tollt, Speisen oder durch unregelmäßige Lebensweise ein Magenleiden, wie: Magenkatarrh. Magenkramps, Magen-schmerzen, schwere Vervannng over Verschleimung zugezogen haben, sei hiermit ein gutes Hausmittel empfohlen, dessen vorzügliche Wirlungen schon seit vielen Jahren erprobt sind. ES ist die« daS bekannte Aerdauaugs- und Ar«trei»izvngs«itte^ der Hubert Mrich's-v Kräuter-Wein. vieserRrkuterwein ist ans vorsiixllehen. heilkräftig befundenen i KrKntern mit gutem Wein bereitet und stftrkt und belebt den VerdaunngMorganiMmus des Menschen, ohne ein Abführmittel in sein. Kränterwein beseitigt Störungen in den Blutgefässen, rein ixt das Blut von verdorbenen, krankmachenden .Stoffen and wirkt fördernd auf die Neubildang gesunden Blute«. Durch rechtzeitigen Gebrauch des Kräuter-WeinS werden Magenübel meist schon im Keime erstickt. Man sollte also nicht säumen, seine An. Wendung anderen scharfen, ätzenden. Gesundheit zerstörenden Mitteln von», ziehen. Symvtome. wie: «Sfffch*«,™, Ausstößen, 3oöbrennen. «lihnngcs, ucdelkeit mtt Erbreche», die bei chroiufdun (veralteten) Mizniltidea um so heftiger auftreten, werden oft nach einige« Mal Trinken beseitigt. SlnbloErpopsnng Blulanflauungen :n Leber. Milj und P,ortadersystem ((yimoRhoiftilUü»») werden durch Kräuter-Wein oft rasch beseitigt. — Kräuter-Wein ßehett llnbcr C ar. li cb t rit, verleiht dem BerdauungSsnstem einen Aufschwung und entfernt durch eine» leichten Stuhl untaugliche Stoffe aus dem Magen und Gedärmen. Hageres, bleiches Aussehen. Slutmaugel. Cntkriftoitg Blutbilvung uno t. unter seriöser . B. . ., _______ ftsvffchnerzca, schlaf. losen Nichten, stechen oft solche Personen langsam dahin. fpgr «räuter»We« giebt der geschwächten Lebenskrast einen frischen Impuls. AM- Kräuter-Wei» peiaert den Appetit, befördert Verdauung und Ernährung, regt den Stoff. Wechsel an, beschleunigt die Blutbildung, beruhigt die erregten Nerve» und schafft neue Lebenslust. — Zahlreiche Anerkennungen und Danischreiben beweisen dies. .. « »*»•*« '« *<«**« » ft. IM i» I. A- ia kni IwtSrfm 'iLL,1'? , BI*»-«ttan» «»UM*. «uMtM, Btisti«. ■na, Rarliif. tttlal, liifliö, staun, railslt a. I.{oa»i< ia €t«imnart Ball gllZj Cc»mcut-n*S*'a IB «er< Ullricb'ctchen 1 *riuttn»sttt ia NM gewarnt! Kräuter-Wein. Verleger und Herausgeber Verewsbüchdruckerei .Eeleja" in Eilli. .vu»?twortllch«r Schriftleiter: Daniel Waller. Druck der Vereinsbuchdruckerei .Celeja' in Cilli.