^l. 244. Fmtag, 23. October 1896. Jahrgang 115. Mbacher l e!!p c>«! ^ l>ülbjähr,g fl, K5U, ssiir b!e Z»stellm>a in» Hau« ssnnziahr!« fl, ,, - Insertlonsytbür: ffür Die «llnlb. Zelt,» erscheint tllstKch, m völkerung mit den sehr zahlreichen Mönchen, die einen übergroßen Einfluss beanspruchen sollen, zurückgeführt. Die Klagen der Philippiner in dieser Richtung sind nicht neu; schon vor einiger Zeit konnte man lesen, dass viele Familien ihre Söhne zum Studium lieber nach Japan sendeten, als sie auf der Insel die Schulen besuchen zu lassen. Die Klagen über die Mönche vereinigten sich mit der Beschwerde darüber, dass die Inseln im Madrider Parlamente nicht vertreten seien. Es scheint aber. dass die Reformfreunbe, die Assimi-listen, wie sie sich nennen, nun weit überflügelt find durch die Eingebornen, die auf Losreißung von Spanien hinarbeiten und in dem benachbarten Japan, dessen Aufschwung großen Eindruck auf sie gemacht zu haben scheint, vorläufig wenigstens moralische Hilfeleistung suchen. Man hat bisher nicht gehört, dass die japanische Regierung irgendwie von ihrer correcten Haltung abgewichen wäre, aber Thatsache ist. dass Philippiner in Japan ein sehr heftig geschriebenes Organ herausgeben, das gegen Spanien in ähnlicher Weise agitiert, wie die cubanischen Comite's in den Vereinigten Staaten von Nordamerika. Die Madrider Presse klagt den Generalgouverneur Blanco an, dass er sich von der Bewegung habe überraschen lassen und sich in ihrer Bekämpfung unfähig gezeigt habe. Es ist freilich leicht, von der Hauptstadt aus Kritik zu üben, die Verbitterung ist indes in der gegenwärtigen Lage begreiflich. Auch General Weyler, auf den nach Martinez Campos' Abgang von Cuba so große Hoffnungen gesetzt wurden, bekommt schon die Unzufriedenheit der heimischen Blätter zu fühlen. Ja, es heißt, dass sogar die Conservatively auf Cuba, die seinerzeit gegen Marschall Martinez Campos agitiert hatten, weil sie ihn zu milde fanden, jetzt um die Abberufung Weylers gebeten hätten. Der General ist vergebens mit äußerster Strenge aufgetreten, er hat nicht verhindern können, dass sich die Nufständifchen an Zahl vermehrten und sich neue Hilfsmittel verschafften und nun anscheinend mit aller Thatkraft in den Winterfeldzug eintreten, der jetzt beginnt. Dass sie über Geld verfügen, zeigt die Nachricht von dem Vestechungsversuche. den sie unlängst gegen-über einem spanischen Oberst vornahmen, welchen sie durch eine große Summe bestimmen wollten, nicht vorzurücken; man erzählt, dass die bald darnach vorgenommene Verhaftung des Vorgesetzten dieses Obersten darauf zurückzuführen sei, dass der Vorgesetzte in den Verdacht gerieth. dem Vestechungsversuche wenign Widerstand entgegengesetzt zu haben, als sein Unter-gebener. General Weyler hat es jedenfalls mit Feinder zu thun, die lein Mittel verschmähen: Bestechung Sprengung von Eisenbahnzügen, Vernichtung de. Feuilleton. Zunahme und Verschiebungen der Erbmasse und deren Wirlungen. Von Nl. W. v. Lvwensels. III. die in ^ ^ldensljöld ist die Erde in einer Gegend, emem un s ^M"Nerten Nequatorialebene liegt, von leinen s!l »"" Staubringe umgeben, der aus einem verbunk n'l?^" Kieselmateriale und einer damit ^"bstanz s.^^^I' und wasserstosfhaltigen Kohlen-Aequawr<^ ?' ^"s diesem Ringe soll in den Mit d?yÄ^ der Staub langsam herabfallen und. Auftreten wVnü k^° ^mischt, als Passatstaub "Uende losm^ ^der '" den Polargegenden niederfrei ist. °2NMe Staub von irdischen Beimengungen ^,°hre °"an^ heulenden Menge der in dem genannten h'nzuaesim °« ?"kn, einzigen Tage dem Erdkörfter ^chkllunV ??""schen Stoffe gibt die Thatsache eine ^aubsall?'n, Äk.der v°n Nordenskjöld untersuchte ^noerttau5°..x 3°denfläche von zweihundert- bis drei« "ber tau« n>. ^"?dratmeilen in einem Streifen, der ""d dreihunbe,. Ä"! l°ng und zwischen zweihundert "«noert M,^l, breit war. bedeckte und zu ein bis zwei Gramm aus den Quadratmeter eine Last von mindestens fünfhunderttansend Tonnen repräsentierte. Da es in den Speculationen über Vergangenheit und Zukunft der Erde auf Iahrmillionen nicht ankommt, so kann man die obige, für einen einzigen Tag und eine einzige Stelle gefundene Gewichtszunahme mit beliebig großen Zahlen multiplicieren, um sich von den früheren und künftigen gewaltigen Mafsenveränderungen der Erde eine ungefähre Vorstellung zu machen. Es ließe sich einwenden, dass der von der Erde sowie von den übrigen Körpern unseres Sonnensystems fort-während verschlungene kosmische Staub die Menge desselben beständig reducieren und allmählich erschöpfen muss. Allein da die Sonne sammt den Planeten, wie neuerdings außer Zweifel gestellt wurde, auf einer Weltreise begriffen ist, in welcher sie mit der rasenden Geschwindigkeit von etwa fünfzehn Meilen in der Secunde immer neue Strecken des Raumes durcheilt, fo ist der Möglichkeit des fortwährenden Auffangen« kosmischer Staubmassen leine Schranke gesetzt und man könnte höchstens nach dem Ursprünge der letzteren ^ ^Die wichtig" Stellung des festen Zustands der Materie im Lebenslaufe der Weltlörper ist jedoch von dem enalifchen Astrophysiker Lockyer spectroslopisch nach. aswiesen worden und seine «Mftcoritenlheorie.. wonach viele Weltkürper sich aus ursprünglich festen Gtoffen, aufeinander stoßenden und sich erhitzenden Meteorsteinen entwickelt hätten, ist wesentlichen Thatsachen entsprechend gesunden worden. Freilich ist damit über die Herkunft dieser festen Urmassen nichts gesagt; die Theorie ist: Meteorsteine oder Schwärme von Meteorsteinen erscheinen irgendwo und irgendwoher, ballen sich zusammen und werben dann durch das Spiel der physikalischen und chemischen Kräfte nach und nach zu Weltlörpern, die durch die Stadien des Sternendaseins: Nebelfleck, feuerstüssige oder gasförmige Centralmaffe, allmähliges Erstarren und Planetenabschleuderung und schließlichen Untergang durch Auflösung oder irgend eine Katastrophe, hindurchgehen. Nach dieser Auffassung steht für jeden Stern, auch den glänzendsten, geschrieben: «Du sollst wieder zu Staub werden, davon du genommen bist», und in den Zustand des Urstaubs zurückkehren, um im unendlichen Raume zu neuen Weltbildungen zu dienen! Dass der wahre Zustand der Materie der flüssige (tropfbar- oder luftförmigflüssige) sein müsse, weil derselbe im Vergleiche zum festen Zustande der einfachste sei. wird mehr und mehr als Vorurtheil erkannt, seitdem erweiterte Forschungen die verwickelter und oft räthselhaften Eigenschaften der flüssigen und gasförmigen Körper näher herausgestellt haben. Laibacher öeituna Nr. 344. 2092 23. October 1896. Ernten, Erpressung bei den Landwirten, alles wird von den Aufständischen versucht, um die Regierung zu schwächen und ihre Anhänger einzuschüchtern. Es gibt denn auch keine Provinz mehr, in der sie nicht Banden stehen hätten. Ihr hervorragendster Führer, Maceo, befindet sich seit einiger Zeit im äußersten Westen, in der Provinz Pinar del Rio, an der Spitze von etwa sechstausend Mann und — eine merkwürdige Truppe — fünfhundert bewaffneten Weibern, die sich sehr tapfer schlagen sollen. In den ersten Tagen des Monats haben mehrere blutige Gefechte stattgefunden; man will Maceo in dem westlichen Winkel festhalten und zu einem entscheidenden Kampfe zwingen. General Weyler soll im Laufe der Woche persönlich auf diesem Schauplatze erscheinen, um den Gegner, wenn möglich, zu stellen und zu vernichten. Der General wird über ungefähr vierzig Bataillone Infanterie, achtzehn Schwadronen Reiterei und mehrere Batterien Artillerie und Pionniere, also über eine stattliche Macht verfügen, und die Hoffnung, dajs er seinen Zweck erreichen werde, ist daher nicht unbegründet. Unter solchen Umständen klingt die Nachricht, dass die Konservativen seine Abberufung verlangen, doppelt merkwürdig; das Verlangen wäre zum mindesten verfrüht. Vielleicht ist die Nachricht, die aus amerikanischer Quelle kommt, zu tendenziösen Zwecken in die Welt gesetzt. Man muss freilich auch mit der Möglichkeit rechnen, dass es Maceo neuerdings gelingt, einem Hauptschlage auszuweichen und das alte Spiel der Kreuz« und Quermärsche, der Plünderungszüge, die ihn bis vor die Thore der Hauptstadt führen und der Ueberfälle fortzusetzen. Dann wäre es begreiflich, wenn selbst die bisherigen Gegner des Marschalls Martinez Campos endlich dessen Vorschläge als richtig anerkennen würden, die dahin gehen, Cuba eine gewisse Selbstverwaltung zu verleihen und dadurch wenigstens den Uebergang der kreolischen Bevölkerung in das Lager der Aufständischen zu verhindern. Wären diese Vorschläge angenommen worden, als sie zuerst gemacht wurden, so wäre der Aufstand wahrscheinlich nicht aus« gebrochen; und wären sie angenommen worden, als Martinez Campos nach Cuba gieng, um den Ober» befehl zu übernehmen, so wäre der Aufstand ver-muthlich schon niedergeschlagen und erloschen, es hätte sich an ihm nicht die Insurrection auf den Philippinen entzünden können und viel Blut und Geld wäre Spanien erspart geblieben. Politische Uelierftcht. Laib ach, 22. October. Das Herrenhaus hat zur Vorberathung der vom Nbgeordnetenhause beschlossenen Regierungsvorlage, betreffend das neue Privilegiengesetz, eine Specialcommission gewählt. Das von der Patentcom< mission bestellte Subcomits, welches gestern seine dritte Sitzung abhielt, ist nach einer allgemeinen Debatte in die Specialberathunq des Entwurfs eingetreten. Nach Erledigung seiner Aufgabe wird das Subcomits der Patentcommission Bericht erstatten und letztere den Ent« wurf der meritorischen Berathung unterziehen. Bericht« erstatter in der Commission, bezw. im Subcomite', ist Freiherr v. Sochor. Wie der «N. fr. Pr.» aus Lemberg gemeldet wird, soll der galizische Landtag Ende December für einige Tage zur Bewilligung des Budget-Provisoriums einberufen werden. Der bisherige würltembergische Justiz-minister, Dr. Eduard von Faber, ist zurückgetreten und Staatsrath von Breitling zu seinem Nachfolger ernannt worden. Der neue Iustizminifter ist am 4tcn Jänner 1835 als Sohn eines Oberamtsrichters zu Gaildorf geboren. Breitling ist, wie man aus Stuttgart schreibt, aus einer vorzüglichen juristischen Schule hervorgegangen. Als Mitglied der württembergischen Staatsregierung war er Referent über das bürgerliche Gesetzbuch; auch die Instruction«« für die Aundesraths-Bevollmächtigten dürften von ihm herrühren. Im Lande erwartet man von ihm eine energische Inangriffnahme der Vorarbeiten des würwmbergischen Nusführungs» gesches für das bürgerliche Gesetzbuch und die Neben-gesetze; auch herrscht in Iuristenkreisen die Annahme, dass Breitling auf dem Gebiete der freiwilligen Gerichtsbarkeit, bei aller Wertschätzung der würitembergischen Eigenheiten, die Interessen der Rechtseinheit zu wahren gewillt sein wird. Wie aus Paris gemeldet wird, bereitet Handelsminister Boucher einen Erlass über den Mahlverkehr mit dem Auslande vor. Bei der Einfuhr von Getreide, welches als Mehl wieder ausgeführt werden soll, wird der Zoll nicht in Barem geleistet, sondern es werden dafür Cautionsscheine ausgestellt, welche bei der Ausfuhr des Mehles vorzuweisen sind. Die Ausstellung und Verrechnung dieser Cautionsscheine soll durch den erwähnten Erlass geregelt werden. — Die Pariser Börse war in voller Erholung infolge des an der Börse verbreiteten Gerüchts, dass die Bank von Frankreich der Bank von England 3 Millionen Pfund Sterling vorstrecken soll. Eine Bestätigung dieses Gerüchts liegt bis jetzt nicht vor. In Belgien beschäftigt man sich seit längerer Zeit mit der Reorganisation des Heeres. Heute veröffentlicht das Brüsseler Blatt «La Rö-forme» die Grundzüge des bezüglichen Gesetzentwurfs, welchen der Kriegsminister der Repräsentauten^Kammer in der nächsten Session vorlegen wird. Danach soll der Militärdienst persönlich abgeleistet werden, mit gewissen Ausnahmen vom zwanzigsten Lebensjahre ab beginnen und zwölf Jahre dauern, und zwar acht Jahre in der Activität und vier Jahre in der Reserve. Die mittellosen Familien der unter der Fahne stehenden Soldaten sollen eine hohe Entschädigung erhalten. Die letzten vier der zwölf Milizclassen sollen in der Reserve dienen und den öffentlichen Sicherheitsdienst sowie den Feftungsdienst versehen. Die Bürgergarde, mit Ausnahme der Specialcorps, wird aufgehoben. Auch foll eine Kategorie von Freiwilligen eingeführt werden, welche große Vorzüge genießen wird. Das j Iahrescontingent der Infanterie soll 21.000 Mann l betragen. Aus Belgrad berichtet man: Die Slupschtina wird in einigen Tagen ihre Sitzungen vertagen; inzwischen werden die Ausschüsse arbeiten. Die ordentlichen Sitzungen der Slupschtina werden wegen der ! Reise des Königs ins Ausland erst gegen den 18ten November beginnen. Die «Agence Havas» meldet aus Athen: Die letzten drei von den nach Kreta desertierten Officieren, wurden heute freigelassen.— Wie verlautet, wurden die Unterhandlungen wegen Abschlusses einer Convention zwischen Frankreich und Griechenland, betreffs Tunis sowie wegen Abschlusses eines Handelsvertrags zwischen Griechenland und Russland abgeschlossen. Ueber die letzten Vorgänge in Constantin o p ^ wird gemeldet: Infolge des hier verbreiteten GeriW». dafs die Sicherheit des russischen Botschafters v. NeMtv durch ausländische Armenier bedroht sein soll, hat 0«» Polizeiministerium strenge Schutzmaßregeln ergussen-Die allgemeine Stimmung ist durch das gemelo^ Attentat auf zwei Polizistm wieder beunruhigt. ^ Verhaftmigcn von Armeniern dauern fort. Unter muhamedanischen Bevölkerung herrscht Erregung. ^ Der armenische Notable A bit Effendi wurde z" °m Jahren Festung verurtheilt. In der Urteilsbegründung heißt eS, dass. wenn derselbe auch nicht Comitimltgl'eo gewesen sei, er sich doch in die Bewegung eingemeng habe. — Der Sultan verlieh der Milica sowie den montenegrinischen PrinzessuM" Helene und Anna den Großcordon des Schestc^ Ordens, dem montenegrinischen Justiz- und UntemHt minister den Großcordon des Medschidie-Ordens «M dem Präfecten von Cetinje den Medschioie - Orvkn zweiter Classe. Weiters zeichnete der Sultan am andere montenegrinische Functionäre durch "lden Verleihungen aus. Tagesneuigleiten. — (Der erste Bosnier als Profess^ Der unter dem Pseubonim Tugomir hrvat Voinl" ' dcr kroatischen Literatur rühmlich bekannte Dichter Doc ^ Alaupoviö hat verflossenen Samstag in Ngram die ^ fessoren-Priifung mit glänzendem Erfolge abg"^ Dr. «llaupovic hatte das Gymnasium in Travn«! u Sarajevo absolviert und wurde an der Wiener UNtv sität zum Doctor der Philosophie promoviert. — (Der österreichische Advocate«"^ Der österreichische Ndvocatentag hielt am 21. d. M-° mittag« seine Schlusssitzung ab, in welcher die «"^ eines sechsgliedrigen Eomilis zur Veralhung des Advoca»^ larifs vorgenommen wurde. In wenigen Schlussw» oanlle der Präsident dem Justizministerium ftr Theilnahme an den Nerathungen und für das entgest gebrachte Interesse. «« — (Der Tob durch einen Federstich^ einer Budapefter Gewerbeschule hat der Gewerbes" Anton Schwarz beim Spiele einen Knaben mit t Stahlfeder so heftig in die Magengrube gestoßen, ° ' die Feder im Körper stecken blieb. D:r schwe^"« Knabe wurde sofort auf die Klinik gebracht, wo die ^ alsbald entfernt wurde. Doch war bereits Vlutverg '" eingetreten, so dass der Knabe bald unter den hell'«' Qualen starb. . ^ -(Mord und Selbstmord.) Die «Dre^" Neuesten Nachrichten» melden, das« sich der in W° bei Dresden wohnhafte Schriftsteller Dr. E"lenvu" sammt Frau und drei Kindern wegen Nahrung»'^ vergiftet habe. ...«ml,«-) — (Differenzen über ben Spiritism Der Gerichtshof in Düsseldorf verurtheille im -p^z wegen Beleidigung des Officiers.Ehrenraths aus ^ ^ der Duellforderungcn wegen Differenzen über "k" «g ritismu» Freiherrn v. Erhardt zu fünf Monaten l)' ^ und 500 Marl Geldstrafe, den Premierlieutenant " ^ zu vier Monaten Festung sowie vier Monat" ^ fgngnis, Hecker zu neun Monaten Gefängnis um> ^ Monat Festung, den Redacteur V.cker z" 40" ^h Geldstrafe, Hornseld zu vier Monaten Gesang«' ^, 200 Marl Geldstrafe und Wesel zu sechs Mona«' fängnis. hecker wurde verhaftet. Unerbittlich Kericht. Roman von F. Klinck. (20. Fortsetzung.) Aber drei Tage blieben doch immer noch bis zur Abreise, beruhigte sich Lora wieder. Der Himmel lonnte fügen, dass sie Heinz noch einmal begegnete und ihm sagen konnte, dass sie für die nächste Zeit nicht daheim sein würden und dass sie viel lieber zu Hause bleiben möchte. Aber die Tage flogen sehr rasch vorüber, und der Himmel erwies sich ihr nicht günstig, wie Lora es er« hofft hatte. Am Nachmittage des dritten Tages fühlte sie sich beinahe der Verzweiflung nahe. Obgleich sie in den letzten beiden Tagen Feld und Flur in Begleitung Wolfs nach allen Richtungen durchstreift, hatte sie doch leine Spur von Heinz gesehen. Und die Zeit drängte. Morgen früh um fünf Uhr sollte der Wagen die Mutter, den Onlel und sie nach der nächsten Bahnstation bringen. Sie hatte nun noch einen Gang am Ufer entlang gemacht und war bis dicht vor Hohenlandau gekommen, ohne ihre Absicht, den Besitzer zu treffen, erreicht zu haben. Lora fühlte sich unglücklich, fo unglücklich, wie sie sich noch nie im Leben gefühlt hatte. Sie stand an den Stamm einer Linde gelehnt und blickte traurig nach dem allen Landsitz hinüber, der für sie der Inbegriff allcs Schönen und Ehrwürdigen war. Sie hatte viel Gute« von dem alten Freiherrn gehört und gründe des Hauses war auch nicht ein sorgfältig gepflegter Blumengarten, wie die Mutter ihn liebte, sondern ein Rasenteppich, ebenmäßig geschnitten und im sanftesten, frischen Grün prangend, dehnte sich hier und zu beiden Seiten des Hauses aus. Auf das junge Mädchen machte das Ganze einen melancholischen Eindruck, und sie dachte, dass der Besitzer von Hohenlandau sich doch recht einsam fühlen müsse. Der Gedanke trieb ihr die Thränen in die Augen. Lora überlegte. Dass sie fortgehen follte, ohne den jungen Freiherrn noch einmal gesehen und ihm Lebewohl gesagt zu haben, dünkte sie unmöglich. Hätte das Haus einen Seiteneingang gehabt, sie würde sich keinen Augenblick besonnen haben, hineinzugehen. Von dem Punkte aus, wo sie stand, sah sie nur eine große Freitreppe mit einer Veranda. Der Gedanke, über den freien Platz hinwegschreiten und dann diese Treppe hinangehen zu müssen, um in das Innere des Hauses gelangen zu können, unterdrückte von vornherein Loras Idee, einen Schritt zu thun, der ihr sehr natürlich erschienen sein würde. Nachdem sie eine Weile im Anschauen des Hauses versunken gestanden, wandte sie sich mit einem Seufzer ab, um den Rückweg anzutreten. In demselben Augenblicke schrak sie zusammen und unterdrückte nur mit Mühe einen Ausruf der Freude. Gleichzeitig aber ergoss es sich heiß in ihre Wangen, und sie hatte das Bewusstsein, sich einer großen Unbesonnenheit schuldig gemacht zu haben. Nicht fünf Schritte von ihr entfernt stand der Besitzer von Hohenlandau. Wie lange er hier gestanden, was er del ^ ^, Anblicke gedacht hatte, diese Fragen stürmten, ^ unruhigend, auf sie ein. ^ M in Nun trat er an sie heran. Sie s^"" Hd"" grenzenloser Verwirrung gegenüber. Nur lelse ^^s sie seinen Gruß, aus welchem der volles"" ^ beglückten Menschenherzens hervorklang- W ^e^ sie sich gefasst. Warum schämte sie sich? -" 7 „. offenem, ehrlichem Blicke begegnete sie dem !"' z>i «Seit drei Tagen hoffte ich Sie 'rge" ^ treffen,» sagte sie, und nun waren Freude u ^iu raschung auf seiner Seite. «Wo sind Vie u Sie versprachen, wiederzukommen!» ^ „nschll^« Er stand im Anschauen der holden,"^ es, vollen Mädchenerscheinung versunken. ^^' ^ M" als sei er in einem Traume befangen u"^ h^. ^ von seinen Lippen würde diesen Traum ver« ^ M «Wir wollen nämlich verreisen.» 'Abschluss'^ zusammennehmend, muthiger fort. «^r jch, ^ so plötzlich gefasst worden, «nd da d cy ,. fj o könnten kommen, wenn wir mcht "eyr " ^ IHN" So wollte ich Sie gerne benachrichtigen auch — Lebewohl sagen!» ^ ^e gefl"" ' Heinz hatte noch immer ke.ne III" ^ m obwohl er sich sagte, dass er sp«^" Ngett. Ar sichtlich wachsende Befangenheit 5« 7^ ^ jel'^ Herz war voll Jubel. Er hatte d,e 6 MnsOH. Kreise dem Wahlspruche Talleyrands: *^« ^ dA ^ nur die Sprache, um das zu verbergen, ' ^schl" huldigen hören und nie war gleicher Weise, wie in diesem Augenblicke," u Laibach.r Wituna'Nr. 244, 2093 23. October 1696. - (Ein dankbarer Curgilft.) Der Warschauer Consul Union Niebzielsli hinterließ der Stadt «uzen. wo er lange Jahre als Curgast gelebt hat, jein «esammlvermögcn im Betrage von 25.000 Rubeln. . ^ (Der Mord an dem Iustizrath Levy '« Berlin.) Au« Berlin wird gemeldet: Nach Nn-aaben des festgenommenen Große war die Ermordung ^ Ehepaars Levy bereit« für Samstag früh geplant, '^roh? und Werner wollten unter dem Vorwanbe, Papiere abzuliefern, in die Wohnung Lrvy« dringen, das Dienst« Mädchen niederstoßen, das Ehepaar ermorden und den welofchranl ausrauben. Das Dienstmädchen öffnete jedoch °uf ihr Klingeln die Thüre nicht, weshalb fie die Aus-whrung der That auf Sonntag verschoben. Nachdem ferner und Große in das Schlafzimmer des Ehepaar« ^vy gedrungen waren, stilrzte sich Werner auf den ^uftizrath und Große auf dessen Ehefrau, wobei er sich °n der Hand verletzte. Infolge der Hilferufe der Frau und des Dienstmädchens flohen die Mörder und trafen ^Y »m Grunewald wieder, nachdem fich Große auf der «anitätswache hatte die Hand v?lbinden lassen. Große 5 m°" Montag in die Wohnung seiner Mutter zurück. "" "W, welcher die Hand Groß?« verbunden hatte, "achte davon der Triminalpolizel Mittheilung, worauf ^Verhaftung Groß?« erfolgte. Werner treibt sich wahr« Helnlich noch im Grunewald umher. Die anderen Eom» Men will Groß nicht wieder gefehen haben. .. ^ (Warum erröthen wir?) Der physiolo« , !" che Vorgang des Errölhens besteht datin, daf« die , """ Hautarterien sich plötzlich ausdehnen und eine , «"here Meng? Blutes aufnehmen. Künstlich lann da« j ^lvelgesührt werden durch Einalhmen von Amylnitrit. ^ gliche physiologischen Vorgänge oder Zustände erregen aber ! r Nerven, die in den Wandungen jener lleinen Haut» k H ^" ^k" und derrn Ausdehnung veranlassen, fo , ^«Nöthen eintritt? Der Psychologe Mlinaud erllärt. , «!« die vier hauptsächlichsten Ursachen des Rothwerden« , "°Mldenheil. Demuth, Schüchternheit und Zorn sind; , ""° zwar erröthet man auf Grund dieser Eigenschaften , 'r »n Gegenwart anderer. Nur sehr wenige Menschen ! ° "kn auch roth, wenn sie allein find. Liebende sollen, j /"n sie sich einmal erllärt haben, nicht mehr vor-wander errölhen. Kleine Kinder erröthen niemals. Zwar ! ^hnt Darwin in seinem Werle: «Der Ausdruck der ^nmlhsbewegungen. zwei lleine Mädchen im Aller von «H und drei Jahren, die roth wurden, wenn sie ge-^°"", wurden, aber er nennt sie ausdrücklich als Aus« Mn. Junge Leute erröthen häufiger als ältere. .,,. "^ (Tine sonderbare Sitte) der Niftarna-nn die glühende Asche am Noden liegt, springt ein Hefter oder eine Prophetin mit nackten Füßen in die Usche. hält ein Bild der heiligen Helena über dem Kopfe Und beginnt zu tanzen, bis alle Prophezeiungen und «ebete recitiert find. Erst dann schreitet der Priester Kraus und lühlt seine Füße in dem Libationswasser, selche« von der Oemeirbe auf die Erde gegossen wird. ^lach der Meinung deö Volles ist aber der Priester nur "u Monale Mai unverbrcnnbar. ., ^ («Jung gefreit ...») Au« Arigneux "ltd vom 14. d. M. berichtet: Laut Anschlag am Rath. AUse zu Bergerac will die 86jährige Rentnerin Fräulein "ucret aus Mauzac mit dem 26jährigen Landwirte Ple'zy ^^eiugchen. «Sie wollen fort, Fräulein Hartner? Lange?» Lmw ^"^er der Erleichterung entschlüpfte ihren ^pen Gott sei Dank, er hatte gesprochen. l'Nge.. ^ " ^'^ ^"ch- Ich hoffe, nicht sehr «Sie reisen nicht gerne?. Nonets ?' '^ ^^ ^ ^^" ^^ gewünscht,, ent« 3assu^ ^'^ "" ^^ ruhiger und ihre verlorene kein ar^ ^"^""send. 'Eben jetzt habe ich freilich Qnlei U klangen, abcr es ist nun einmal so von Nlus« n^""el und Mama beschlossen worden, und ich denkt 7l? "Mich freuen, dass letztere eiumal daran bass'«.« -s ""streuung zu suchen. Der Onkel meint, Aber mm '^ Gesundheit sehr zuträglich sein wird. "un. da z K? ^. ?°ch H°use gehen. Sie wissen ja über -ü. «^ ""^ flir die nächste Zeit nicht treffen, «Nn ^er werden Sie doch Ihr Wort halten?, ^äulei^ Mew"^ W°" muss immer gehalten werden, ^ Versick- ' "^ ich brauche Ihnen wohl nicht !^rt>e. ^ "U zu geben, dass ich es gerne halte '^m'b^?^ H"nz mit Wärme, die den Weg zu '^statten K'^> ""b dasVlut in ihre Wangen trieb. Cie w? .?"' bass ich Sie heimgeleite?. l"b schritt ^^",!""e letzten Worte sichtlich erfreut ^ saate n"^ "ben '^ her. Der junge Frei. ^nun. ^ viel, sondern lauschte nu? ihren ^'schcn Lnr^ .^nug damit zu thun, Vergleiche ^lang sein,« ^,^ "wen Damen anzustellen, die x^rnsw.t „tt N ^kreuzt hatten. Welch eine be-!? ^dch/nH''' "^"iche Natur war sie doch, ohne "ehre«. ^ ^>^n. angeborenen Schüchternheit zu ent« (Fortsetzung folgt.) — (Das Heer der Verein lg ten Staaten.) )as Heer der Vereinigten Staaten hatte am Schlüsse es Ctatsjahrs 1695/96 24.869 Mann. Davon lamen 07 Mann auf die Krankenpfleger (Hospital.Eorps), die esehlich nicht zu den Leuten in Reih und Glied ge« «ren; mithin war da« Heer in Wlrlllchleit 24.162 Nann starl. Local- und Provinzial-Nachrichten. * sihung des Laibacher Gemeinderaths am 22. October. Vorsitzender Bürgermeister Ivan Hribar. Anwesend 20 Gemeinderäthe. D?r Bürgermeister gibt belannt, dass er aus Anlass es Allerhöchsten Namenssefte« Sr. Majestät des Kaisers amen« des Gemeinderaths die allerunterlhänigften slückwünsche im Wege des Landesptäfibiums zum Aus» rucke gebracht habe. Se. Majestät geruhte allergnadigft, ,ie das Landespräsidium mittheilt, Seinen Allerhöchsten dank hiesür kundzugeben. Die Versammlung hört diese Mittheilung stehend an. Der Bürgermeister theilt weiter mit, dass der Ehrenbürger der Stadt, Gras Harrach, die Vermählung einer Tochter anzeigte und ihn der Bürgermeister na« men« der Gemeinde beglückwünscht habe. Pas Lanbespräfidium hat mittels Zuschrift belannt gegeben, dafs die Allerhöchste Sanction des Landesgefehes, »etrcffcnd die Incorporation von Udmat zur Stadt« gemeinde Laibach, herabgelangt sei und oafs dieses Gesetz m Verlaufe der nächsten Tage im Lanbesgesetzblalte »ubliciert werde. Der Gemeinde wird dies zur weiteren äeranlassung belannlgegeben und e« werden ferner die Lntscheibungen des Finanz- und Justizministeriums mit« >etheilt, wonach die Gemeinde für die Kosten der Grund» »uchsberichtigung und die Durchführung des Steuercatasters mfzulommen hat. Der Bürgermeister habe das Stadt« »auamt zur Verfassung des Siluationsplans von Udmat »eauftragt und hinsichtlich der Beleuchtung, Conscription »er Einwohner, Ausstellung einer Polizei-Filiale, Her» tellung der Gassen u. s. w. das Entsprechende veranlasst. Schließlich macht d?r Bürgermeister Mittheilung, >ass er sich in Gemäßheit des Gemeinderaths'Veschlufses ,n das üand:spräfidium wegen Herstellung der ärarischen 3traß?n gewendet und die Zusicherung erhallen habe. )ass die Osgane der Straßenausficht zur Herstellung von Übergängen im Rahmen des zu Gebole stehenden Credits beauftragt wurden. Das Protololl der letzten Sitzung wirb verlesen und verificiert. GR. Dr. Taviar stellt zwei Dringlichleitsantrilge. Der Bürgermeister hat in Ausführung des be« treffenden Gemeinberaths-Veschlusses an die Personal« und Nechtssection den Entwurf einer Petition an das Finanz. Ministerium übermittelt. Die Stabtgemeinde stehe vor der Lösung hochwichtiger, das allgemeine Interesse berührender Aufgaben, u. a. fei die elektrische Beleuchtung, die Durch« führung der Canalisierung, die Errichtung von Schulgebäuden, Brücken, einer Artillerie«Kaserne geplant, es müsse die Stadtregulierung durchgeführt werden u. s. w. Zur Deckung der Kosten für die Bewältigung diefer Arbeiten reichen die ordentlichen Einnahmen nicht aus, die Gemeinde muss daher Anleihen aufnehmen. Da die auszuführenden Arbeiten zumeist auch im Interesse de« Staates gelegen sind, bittet die Gemeinde das Finanz« Ministerium, den Entwurf eines Gesetzes dem Relchsralhe vorzulegen, mittels welchem den Gemeinden bei Aus« führung öffentlicher Arbeiten jene Stempel« und Gebüren-Erleichterungen zuerlannt werden, wie fie laut der Artikel IV, V und VI des im R. G. Vl. Nr. 2 vom Jahre 1895 enthaltenen Gefehes für herzustellende Local« und Kleinbahnen und die damit verbundenen Investitionen gewährt wurden. Der Antrag der Section, diese Petition zu geneh. migen, wirb angenommen. Der zweite D:inglichleitsanlrag geht dahin, es sei mit Rücksicht auf das vom Landtage beschlossene und nunmehr sanctlonierte Gesetz, betreffend das 3proc. staal« liche Darlehen, sofort mit dem Landesausschusse wegen der Art der Verlheilung diese« Anlehen«, nachdem hiezu die Abschlnßimg elneS Vertrages zwischen Land und Gemeinde erforderlich sei, in Verhandlung zu treten. Zu diesen Verhandlungen sei seitens des Gemeinderaths ein aus seiner Mitte zu wählendes dreigliedriges Comitö zu wählen. Der Antrag wird angenommen und e« werden in das ConM Bürgermeister Hribar sowie die Gemeinde« rathe Dr. Stare und Gogola gewählt. Es wird zur Tagesordnung geschritten. Vice« Bürgermeister Dr. 3l. o. Blei weis übelnimmt den Notsitz. Bürgermeister Hribar berichtet namens der Finanz« sowie Personal« und Rechtssection über die Erbauung der Artillerietaserne und über den darüber mit der Unlon.Vaugescllschajt in Wien abzuschließenden Vertrag. Die Unicin.Vaugesellschast hat die Detailpläne und Kosten-Voranschläge übermittelt. Da aber eine gründliche Ueber. Prüfung derselben nothwendig ist, wirb beantragt, der Magistrat s«l aufzufordern, durch das Vnuam» die ein« zthenbe Ueberprüsmlg zu veranlassen und soba»n der Vausection zu beruhten; der Personal« und Rechtsfectlon vird der Vertrag zur Berichterstattung an den Gemeinde-calh übergeben. Die Anträge werden ohne Debatte angenommen. Bürgermeister Hribar übernimmt wieber den üorfih. Punlt 4» der Tagesordnung wirb abgesetzt, da der litferent nicht anwesend ist. Namens der Polizeisection berichtet Vicebürgermeifter N. v. Blei weis über die EinHebung von Straßen-naulgebüren für Vaumaterialien bei der Einfuhr nach iiaibach. In Oemähheit des betreffenden Gemeinderalhs-beschlusses hat die Section vom Verzehrungssteuer« Llreclorium ein Gutachten abverlangt. Das Pirectoriu« itellt den Antrag, der Vemeinberath beschließe, es sei für )ie auf der Tirnauerlände einlangenden Baumaterialien ^ach der Kundmachung des Magistrats vom 2l!ften November 1694, u.zw. vom 1. Juni 1897 angefangen, )ie Verzehrungsfteuer einzuheben; der Beschluss ist der Landesregierung zur Genehmigung zu unterbreiten. Die Section schließt fich diesen Anträgen an und beantragt ferner, der Magistrat sei zu beauftragen, durch 5as Bauamt einen Plan und Koftenvoranschlag zur Herstellung der Zufahrtsstraßen in der Tirnau vorzulegen; die Kosten sind in den Voranfchlag für 1897 ein« zust'llen. Nach kurzer Debatte, an der sich die Gemeinberüthe Tercel, Vellovrh und Svetel belheiligen, werden die Antrüge der Section angenommen. Die weiteren Gegenstände der Tagesordnung, Einlösung von Häusern betreffend, werden in geheimer Sitzung verhandelt. — (Das neue Postgebäube.) Da fich bei der am 15. d. M. vorgenommenen commlssionellen Ve-fichligung de« neuen Post. und Telegraphengebäude« herausgestellt hat, dass der Bau desselben ordnungsmäßig, mit dem genehmigten Projecte übereinstimmend auiHeführt wurde und sich im ausgetrockneten, nicht gesunbheit»« schädlichen Zustande befindet, wurde seitens der l. t. Landesregierung als localen Baubehörde sür Aerarial« bauten im Sinne der Bauordnung sür die Landeshauptstadt Lalbach die Bewohnungs« und Benützunzsbewilligung sür diesen Neubau ertheilt. —o. — (Handels- und G«wervela««er sür Krain.) Hmte, den 23. October l. I., u« 2 Uhr nachmittags findet im Magiftralssaale eine öffentliche Sitzung der Handels« und Vewerbela««er für Krain statt. Die Tagesordnung lautet: 1.) Vorlage des Protokolls der letzten Sitzung. 2.) Mittheilungen be« PrH« fidium«. 3) Errichtung einer Brückenwage in Ratschach. 4.) Gewerberechte der Tischler. 5.) «egelung de» «ohr« legergewerb«. 6.) Gewerberechte der Vuchoruclereien. 7.) Sommervoranschlag pro 1897. 8.) Erweiterung der Rechte einer Reisebureau.Eoncession. 9.) Wahlvorschlag für die Vefetzung von vier Eensorenftellen bei der Filiale der österr..ungar. Bank. 10.) Vesehesnovelle zum Arbeit«. Unsall«Verficherung«gesehe. 11.) Gesetzentwurf, betreffend die Herlunftsbezeichnungen im Warenverlehre. 12.) Gesuch um Bewilligung noch eine« Viehmarlts in Unteridria. 13.) Zurückziehung der Minifterialverordnung vo« 26 Juni 1896, Z. 25.221, betreffend die Eintragung der Gebür in die Aufgabescheine und Postausgabebücher. 14.) Ein< sührung der Taxe von 1 lr. sür Drucksachen bis 10 ^ Gramm. 15.) Aeußerung über eine hiesige Versicherung«. Agentur. 16.) Gesetzentwurf zu» Schutze gegen Ueber, vorlheilungen in Bezug auf Quantität und Qualität in, Warenvlrlehre. 17.) Vermehrung der Vlärkte in Laudftraß, — (Die St. Ialobslirche in Laibach^ erhält, wie bekannt, i« nächsten Jahre durch den neu erbauten Thurm, da« kleinere Thürmchen am Giebel b« Kirche und die neue Vordersaen Ministern und den Spitzen der Behörden empfangen worden. Die Begrüßung der Fürstlichkeiten war äuM herzlich. Vom Bahnhöfe bis zum Quirinal war eM ungeheure Menschenmenge angesammelt. Die Häuser i!« beflaggt. Das Wetter ist zweifelhaft. Die Vorgänge in der Türkei. (Original-Telegramm.) . Paris, 22. October. Die «Agence Hava«' meldet: Einer Depesche aus Constantinopel zufolge i> die rusfifche Schwarze - Meer - Escadre von TrapeM eingetroffen und tagsüber wieder abgedampft. Die ^ Wesenheit der Flotte hatte eine Panik unter' türkischen Bevölkerung verursacht, welche in chus"^^ hauptsächlich armenischen Häusern Zuflucht gei"^ habe. .^ Wie versichert wird, hätte eine Gruppe eng" ^ Kapitalisten dem Gouverneur von Kreta eine NNle" von 100.000 Pfund angeboten und die Erricht einer Bank in Kanea vorgeschlagen. Wien, 22. October. (Orig.-Tel.) Zu Ehre« " FZM. Freiherrn von Neck fand nachmittags ^ kameradschaftliche Zusammenkunft statt, an welcher H Officiere theilnahmen. Den ersten Toast sprach H^ Baron Beck auf Seine Majestät den allgeliebten A ^ und König. Hierauf feierte FML. von Pitreich, ^ Vertreter des Chefs des Generalstabs, den Iltt" worauf der Chef des Generalstabs in anerkennen"' Weise, der Verdienste aller Mitarbeiter und F"u gedenkend, erwiderte. Während des Festes lang". Glückwunschtelegramm des deutschen großen Genr stabs ein, welches stürmisch acclamiert wurde. ..<. ^ Wien, 22. October. (Orig.-Tel.) Der Pra^ des obersten Militärgerichtshofs FML. I^l Watteck ist vormittags plötzlich gestorben. M, Wien, 22. October. (Orig..Tel.) Das «r"f ordnungsblatt veröffentlicht die deutsche uevei ^ der mit 1. November in Kraft zn tretenden org"''^,e Bestimmungen für die ungarische Landwehr-^tN.^. und die ungarischen LandwehrergänzungsCoMM s Prag, 22. October. (Orig.-Tel.) Se. l- " jg Hoheit der durchlauchtigste Herr Erzherzog ^" Victor ist hier eingetroffen. , ^h l> Lemberg, 22. October. (Orig.-Tel.) 3h"'Htn>e Hoheit die durchlauchtigste Frau Kronprinzeji'n ^„t Erzherzogin Stefanie wurde bei der Ankunft ln ^ am Bahnhofe vom Grafen Roman Potocki «"" Me Gemahlin begrüßt. Nachdem sie sich in ^s ^e" Schloss begeben hatten und das Dijeuner emg" ^r worden war, nahm die Kronprinzessin-Witwe Fuchsjagd im nahen Walde theil. ^ h^ Budweis, 22. October. (Olig.-Tel.) 3« ° «M stattgefunden?« Verhandlung der Ehrenbeleld'g" ^eier des Peter Foltin contra Hugo Kraus, "^ustd'^ llnlässlich des Empfangs Dr. Luegers am 30. n"u ^M Foltin thätlich misshandelt haben soll, w«" freigefprochen. «.,, K? M^! Gödällö, 22. October. (Orig.-Tel.) ^. e'N. w Kaiser trifft hente nm « Uhr abends ^ del Nach den bisherigen Dispositionen beg" allerhöchste Hof Dienstag nach Wie". . ^f °' Gradiska, 22. October. (O"9-"H 7 ^nel<. Friauler Nahn wurde wegen der be""» u ^ Unterwaschung des Fundaments eines "n lasses der Verkehr bis auf weiteres elNgw" ' ^ise' Darmstadt, 22. October. (0ngH^„d n< Friedrich ist heute mittags hier eingetroN" ^ie ^ am Bahnhöfe vom russischen Kaiserpaar^ ^e., Großherzoge mit Gemahlin empfangen. .^ nach Kronberg erfolgt nachmittags. ^.) M Darmstadt, 22. October. (^"9^. ^ch ^ Friedrich ist nachmittags um halb o ^ Hesse" berg zurückgereist. Der GroßherM " ^. „ mahlin geleiteten die Kaiserin zum ^^ M's Paris, 22. October. (Orig.-Tel.) "h „eist. ^ Griechenland ist von hier nach M" " « ^M ^, Sofia, 22. October. (Orig.-Te - ^ Filr,""^ halb 7 Uhr abends unter dem VorM c^dina'" a^ gehaltenen Ministerrathe gab M^H^o l^ Verlangen des Ministerpräsidenten ^ stimmung zur Auflösung des Sovran^ jacher Mung Nr, 244,_______________ 2095 23.0c.°b« I89S, seit 55 c>v 7 in Sicht!) Ein guter, alter Bekannter, der ^ !'^°A? ""'"" um diese Zeit seine Aufwartung macht sn,s»ig 'Illustrierte dsterreichifche Vollslalender. X ^ ^ ^"^« ^" Moritz Perles, Wien, I., Seiler-5»n N, ,^ ^^^ ^1 auch diesmal rechtzeitig ein. Der Verlag lickon ^ , r^" "" ^"eine mit der Redaction dieses vollsthü,,»' Neli.s,.< ? "^^ "lies daran gesetzt, um es auf der Höhe seiner Wa^? '^" falten, Die praktische Seite, das tägliche Nach. bell^r N V^" gewissenhaft berücksichtigt, der reichhaltige »utrr ?!, ^'l "ut zahlreichen Illustrationen von der Hand besten n , - Mmiictt. Josef Wichncr, gegenwärtig unseren' sinnig,c^"^^ll."n beizuzählen, leitet das Vuch mit einer '" treuherzig schlichter Weise ein; Meister graM^s. A' '^^kszt sich mit einem munteren Capriccio — Ne .,.» « 6- weiteres «Kinderspiele in Steiermarl» sind ÄWr«' ''°"e vollstundliche Studie. Unter den hübschen ler'"'°nen v°n «reil, Wendling, Lebeli, Pfeiffer fällt ^ °l>l' .VI Vilder ° Cyclus von Karl Ellcder besonders, Künstle?. ,V> ^h'erlreises ins Wienerische überseht.» Der lolitisck l / ^ ^"n^Ueuform gewählt und das Thema witzig, i Ver °„, ^"belt. Die Iahresrundschau ist objectiv gehalten. ^ shru^.'T' alte Vollslalender wird vielen Genuss und Be-! !""Mck/A^ ,^'.^le mit Sonnenschirm), eine den, Liebli ^"^ah«rm a»f den: Eiffclrade. eine Ausfahrt mit' ^lest'at isn^ ^"""" Hündchen in einem itorbc, der am Bicycle bes Cvi«-Zl-,11 °^ ^"d die auffälligsten Illustrationen in Nr. 3 ^vortsblatts «Die Nadlerin.. j Alles m dleser Rubrik Besprochene kann durch die hiesige Buchhandlung Jg. von Klein mayrHFed. Vamberg bezogen werden. Angekommene Fremde. Hotel Stadt Wien. Am 21. October. Baronin Minutillo, s. Tochter, Schloss Cesenil. — Plaker, Director; Stradal, Oberingenieur; Winter, Maler; Poßclt, Zack, Edelmüller. Hanal, Stagle, Mauser, Lehne, Sallcr, Neitler, Engl, Mayer, Nicrschc, Nirchvergcr, Gedl, Kflte., Wien. — Dittelbach, Industrieller; Müller, Ing., Graz. — Bauer, Ksm., Pilsen. — Maicr, Kaufmanns.Gattin, Mctnih. — Kohn, Kfm., Neupest, — Dr. Neuberger, Districtsarzt, iiaas. Am 22. October. Ritter von Regnard, l. l. Hofrath, Trieft. — Prasnilar, l. u. l. Major. Klagcnfurt. — Stramlitfch, l. u. l. Hauptmann, Sign. — Binder, k. u. l. Oberlieut. des Ruhestands, Adclsberg. — Fischer, Utler, Stern, Crnolatac, Bum, Kflte.; Moser, Maler, Wien. — Mandl, Kfm., Pinczehely. — Goetschel, Kfm., Chaux de FondS. — Kameniczcl, Kfm., Berlin. — Jäger, Kfm., Graz. Hotel Elefant. Am 20. October. Leveling, l. u. l. Gcneral'Major. Sara-jevo. — Polak, Deutscher Ordens.Priester, Tropftau. — Dr, Blei-weis, Conccpts-Praltilant; Stiwl, Kfm., Klagenfnrt, — Dr. Snetti, Bozen. — Hausbrandt, Kfm., Berlin. — Thurn, l. l. Notar, s. Gemahlin, Loitsch. — Simonetti, Privat; Riewel, Klausner, Gelbergcr, Wirl, Schmid, Kflte., Wien. — Treumann, Ksm., Bambcrg, — Ichir, Kfm., Pasca. — Lapajne, Kfm., Idria. — Abeles, Mognatz, Kflte.; Bubal, Ing. und Dampflcsfel.Inspector, Trieft. — Podmenil, Gastgeberin, Ratschach. — Eppich, Private, Lipica. — Heinemann, Ksm., Brunn. — Mczzar, Kfm., Pisino. — Plavsal. l. l. Marine, Pola. — Diamant, Kfm., Bregenz. — Praprotnik, Besitzer, Nadmannsdorf. — Ieglic, Besitzer, Selo. — Breyer, Kfnl., Kreuft (Kroatien). — Korber, Kfm., Kopreinih. — Walter, Kapellmeister, Laibach. Meteorologische Beobachtungen in Laibach. «y ^ll.N^ 733 9s141 SW. mäßig theilw. heiter ' "'9. Ab. 734012-0 S. schwach halb bewölkt 23. >?U.Mg. j 733-1 > 12-4 j W. schwach j bewölkt !110 DaS Tagesmittel der gestrigen Temperatur 11 2«, u« 1 - 9« über dem Normale. Verantwortlicher Redacteur: Julius Ohm«Illnuschow«lv «itter von Wissehrab, Aandestheater in Aaibach. 16. Vorstellung. Im Abonnement. Gerader Tag Freitag den 83. October «upspiel.sleuheit l Fräulein Hoctor. Lustspiel in vier Auszügen von Oskar Walther. Anfang halb 6 Uhr. Ende gegen 10 Uhr. 17. Vorstellung. Im Abonnement. Ungerader Tag. Honntag den 25. October VperetteN'NnsfÜhrung l Waldmeister. Operette in drei Aufzügen von G. Davis. — Vlusil von Ioh. Strauß. Course an der Wiener Dorfe vom 22. October 1896. «»«°em o^ellen «ou^i««« "/„.! 'snl»h»n. «tld W°« '''"°'°nd^ >??er . . . ,«,.»0 lNl'4(> <»'.'. " "i, Iüm,er>I»l! lul'2<> I0l'4U »^" ü««' "'°°lil°!c. 2ö.» ft. ,43 _ ,45-^ ».^ ^/° " 't?°<"" l"" l' l" " '" bu ^l Ewal«l'n!"""^> l"» l. ,5k 21. lb« 2» ^dt». "»l«l°!e . , ^„ l ,W.zi!i,»i2b ^^H'^ ll""^' 1«1»°l22-''Ü"!rVl /"^"»«nwühr.. '°, p„ Ultimo . . 101-20 !01-40 ..lberget Uah»i.,Vilb., "° ^ ^dl"',.'""" st-s-1«<> st-N°m.----------------__ 1, z<>i, 'Fronenw, steuers.,400 ""»r. f.20U«^r, Nom. . 99 !ln 100 3« , '"l»«np.«»lenj»7.«ltltn. .' ^»z «?.^ ?»' pr, Gbn,,'U.».,,, fl.Vri»».' ahn «nu u. NlXX, M. j sül 200 M. 4°/o..... lie 80 ll? 80 Eülabfthbahn, 4s>n u. »<»<»a V», ! liu« Vt, 4>'/„...... l»l-- l«l 75' ssran,'Iosct»h'V., . Kto. Eilber 10N fl., 4'/,",^ 100-90 101-90 b!o. Etaat«-0bl<«. (U„«. ONb,) v, I. l«76, 5V,..... l»1 —128-— d/,°/l,Echanlrt«a!.«bl,°Obl, 1UU- iau 8K dt». Pläm.'Nnl. ^ l<»0 N. b. W. lkl, 40 lüü-4l) bto. dt». i^ »0 st. 0. W, lb4— ld5 — ThtlhMe«,»l!oIt 4"/„ ,00 st. . 1»? — 13775 Grund»«U.«Obligationen (für lW st. 10875 «lnleben der Elabt Vörz. . . 112— —-— Nnleyen b. Etadtgcmriiibe Wien 10450 10550 «nlelien d. Slabt„enn<»oe Wien (Silber ober ^vl, 101'«) — - Prlorltät». Pbligalion»« (für 100 st.). Fcrdinanbs-Nordbllhn «m. >88« 10l15 102 ll» Oesterr. Norbwestbllhn . . . ll»7b lll'75 Edn....... 2«» »5 »»8-50 Vüdbahn k 3°/°..... l?l b0 1?» bv bt°. k L°/»..... 1,8-4012940 Ung.galiz, »ahn ... . l«? ßo 10860 4°/„ Unterlrawer Vabnen , , 99 l»0 lO0 — Divers« z»s, (per Stuck). Nubapest'Vastlic» (Dombau) . g?o 7-— llreditlose 10« st...... l96 75 l9? 7b «llary-Lose 40 st. «W, . . . b? — 5» — 4°^D°»au-DampfIch,lUNst,««N. «40 — 148 — Osener Aosr 4<»1...... 58'— 59-. Palffy-Lose 4« st. — »?»--. Attiln von 0fi. . 54l—54e»0 Donau « Dampfschiffahrt« «Ves., vefierr., 5W st, «M. . . . blO — 51» — Dul'Vodenb»chersenb, IKU fi. T. . 9475 »5 — LN Trllm«ay.«l»es., Wr.,»70st.«. W. 479 — 4«1 — bt«. V».l887.»<»0». — — «eld «»«« Ir»»»»d>»,., Vr<^ rit«t«<>ct st. bNbn »0? 50 >(»?-7li Nnß.Meftb.Mallb«saj»200ft.V. ^»— —-. «l,l!r, «o^!»lb Liestng« Vrimeiei »00 fl. . . lil» üv ll» 7b Mlmtan.»rsell!ch., vest, »alpine »3 »0 »4-»v Prä«« «iIen.Ind..»e». »«» fi. »65- «« — Valllv'larj. Vte fi. . . ,0» — l»ll — «ienerberzer Z!e»tl'«ctln,^»«!. »»» — »»» — D»^s«l. ««sterbom.......»,05 »9 lb London........»»9 90 llw — Pari».........4? bO 47 b?» St. Veterlbur«......— — — — D»lnl