LmlmcherMMtmlg. Nr. 12 l. Pr«: Dm Eomhloir ssanzj. fi. il, hnlbj. N. 5.50. Für dil Zustellung >«» Hau« halbj. 50 li. Mil del Post zanzj. ft. >5, balbj. ft. 7.50, Mittwoch, 2». Mai In<«rtion«gebühl di» 10>if!lel,: ,mal«i)tr., »m. «ill., »m. > fi., senft pi. Zeile ^m. «lr., lm. «ll., »m. l« lr. u. l. w. In!?li!l,l!?N«mpel i«dc»m. »o ls. l872. ÜM Deö H. Feiertages wegen erscheint die nächste summer am Freitag. beginnt ein neues Abonnement auf die „Laibacher Zeitung." Dcr P rän umcr ati ons - Prc is beträgt für die Zeit vom 1. bis (5nde Juni 1872: Im Comptoir offen.......— fl. 92 kr. Im Coinptoir unter Convert .... 1 „ — „ 3ür ^aibach inS Haus zugestellt . . . 1 „ — „ ^tit Post nntcr Schleifen.....1 „ 25 „ Amtlicher Theil. 21. Bulle tin. Die Erscheinungen tiefster Schwäche und Somno» ^n^ haben sich bei Ihrer l. Hohcil dcr durchlauchtigsten urau Erzherzogin Sophie in dieser Nacht vermehrt. Wien. am 2li Mai l«72, um halb 7 Uhr morgens, "rof. v. Bamberger m. p. Dr. Giella m. p., l. k. Hofarzt. 22. bulletin Der Tag vetlicf bei Ih-er l. Hoheit dcr durchlauch-^'gslen Frau Erzherzogin Sophie ohne weitere Vcr-Üliderung. DaS Vennögcn zu schlingen sehr beeinträch» ^3t, die Momente erwachenden Bewußtseins sehr sellcn Und lurz. Wien. am 20. Mai 1872. lim halb 7 Uhr abends, vrof. v. Bambergcr m. p. Dr. B > e l l a m. p., t. l. Hofarzl. 23. Oulletiu. Die Nacht ve, brachten Ihre l. Hoheit dic durch-lauchtlftslt Frau Er^)cr^ogin Sophie in sopmüscin Auslande, der nur zeitweise durch Unruhe unterbrochen wurde. Die Pulsfrequenz im steigen, die Erschöpfung °er Kräfte außerordentlich groß. Wien. am 27. Mai 1872, um halb 7 Uhr morgens, prof. v. Bambe'rgcr m. p. Dr. Biella ru. p., f. l. Hofarzt. 24. Bulletin. . In den ersten Nachmitiagsstunden trat bei Ihrer ^'Hoheit der dnrchlauchl'gnel'Frau Erzherzogin Sophie, ^ Zustaiide vollständiger Bewußtlosigkeit, ein heftiger ^Ulsllsampf ein. der die Agonie einleitete, in dcr sich °'e hüchstc Kranke seitdem b.fi'idet. ^ Wien, am 27, Mai 1872. um halb 6 Uhr abend«. ^°f- o. Bambcrger m. p. Dr. V ie l la m. p., l. l. Hofarzt. 5 Ihre lais. Hoheit die durchlauchtigste i^au Groß. ^°q>n Alice. Gemahlin Sr lais. Hoheit des durch. ^Uchtigsw, Hcrrn Erzherzogs Ferdinand, GroßhcrzogS °" Toscana. sind am Freitag, den 24. Mai, um 8 Uhr .. "ds zu Salzburg von einem Prinzen glücklich cnt-"""den worden. e Se. f. u„d l. Apostolische Majestät haben den neu "annien aus'erorden'lichen Gesandten und bevollmäch« »ten Minister dcr Republik Peru Don Pedro Cal- t,^°" am 2!. Mai d. I. in bcfondcrcr Audienz zu p'N"gen u»d dessen Beglaubigungsschreiben entgegen. °"«thlnln geruht. hückn^' ^ ""^ ^ Apostolische Majestät haben mit s'llrr-zu " ^'"schlicßung vom 10. Mai d. I. allergnädigst slden, ' unliht. daß der pei'sionirlc l. l. Vandcsprä' ^,"l' gehcinic Rath und Kämmerer Karl Graf Eoro-^-^ ^'E r o n be rg in Gö:z daS Großt'cuz dcs lunc« l,^" ^ischa>,.Iftllhar-O>dcns. dcr l. l. Ministerialrall) l>i m?'^^°^ ber Staat^lcleqraphcn Dr. ilail Ärunncr ^ /"'lu den Stern zum ton. preußischen rothen Adler» D °er< zweitcr Klasse, dcr Hofrath dc« deutschen Nitler-l^, ""«, «,,to„ Genfer in 'Rlic,'. der Gutsbesitzer (5pa> ^ >o»du« Morailini in T'iest daS Nitterlrenz dcs r,„' 'Punschen Orden« Karl UI. und der l. l. Regie, yh^'u'h u„o Direktor dlr Aladeuiic der bildenden ''^ Christ.«,,, Ruben in Wien das t. bairische V.r- dienstlreuz für die Jahre 1870/71 annehmen und tragen dürfen. Se. l. und l. Apostolische Majestät haben mit Aller« höchster Entschließung vom 10. Mai d. I. allergnädigst zu gestatten geruht, daß dcr Ooersthosmcister Ihrer Majestät dcr Kaiserin und Kiwigin. Franz Freiherr v. Nopcsa das ihm verliehene Oroßlreuz dcS kaiserlich brasilianischen Rosen-Ordens annehmen und tragen dürfe. Se. t. und l. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 19. Mai d. I. dem Kai'^lciofflzialen im Finanzmmisttriiim Josef Weidn er in Vlnerlcnnung seiner vorzü^lchcn DicuNlc'stung taxfrei den Titel und Charalter eines Hilseämlcl'DirellionS, adjunctcn allergnädigst zu verleihen gcluhl. Pretiö m. p. Verordnung des f. k. Ministers für Kultus und Unterricht vom S. Mm »57», betreffend die Äczirlö« und ^andeblonfercuzen der Polls» schullehrer. (Schluß.) § 6. Die TagcSor.mnng jeder Konferenz wird den Mitgliedern derselben n indestens vier Wochen vor dem Zusammentritte bekannt gegeben. Die Konferenz ist be» rechligt, eine Erweiterung dcr Tagesordnung zu beschließen. § 7. Die Konferenz wählt znr Vorbereitung be« stimmter Verhandluiiae^geiiüäiide für die nächste Per» sammlung einen ständinrn A»ssckl>ß aus ihren Mitgliedern. Dcr Bc^llSschuIil'jftcltor ist Vorsitzende! dcesclben. Zur Vorberalhüi'g oder Durchführung einzelner Gege»-stände können überdies besondcrc Comilö? gewählt werden. § 8. Die Oczi!l5lo!!sc>tli5 wählt nach Maßgabe der bestanden Normen aus ihicn Mit^licdeln die Vertreter des Vehrcrstandf«» in der ifte^iilpschulbehorde. die mit dcr Verwaltuna der Vcz'rkO'öehrcrblbliolhct bctraute Komilnssiou ulid die lllkacoidiielen in die ^ali^lssonfrrcn^, H l). Ueber jede Oi^nnq ist ein Psolololl u» fnh' rcn, wclckcS dic Olgensländc dcr Verhandlung, die A>1-träqc und die gefaßtem Gcschlusse an^iacbc!' hat. Das» selbe ist mit eimm Berichte dcs Vo,silHel:d:n an die Be ^ziitclschullichljsde niid von dicscr mit der An^iae dcr darüber getroffenen Verfügungen und mil etwaigen eige» ncn Axträgen an die ^andcsschlilbehöidc zu leiten. In den Iahresschllloenchlcn dcr ^andcsschulbchördcn ist slcts auch die Wirksamkeit der Gezirkslehrertonferen-zcn genau darzulegen. § 10. Die bei den Bczirlslchrcrlonferen^n eii^u haltende Geschäftsordnung wird durch die Vandesschul' bchöroc bestimmt. II. Von der Landeskonferenz. § 11. In jedem ^'audc findet regelmäßig nach je drei Jahren die Lchrcrlandcekoufclen^ statt. Im Falle anerlaimter Nothwendigkeit ober Zwsckmäß'gkcil ist die ^andcilschulbchördc berechtigt, die Konferenz in zwei ge-sonderten Pclsammlungcn abhalten zu lassen. § 12. Die Aufgabe der ^aiidcSloiifcrcnz ist, über die von der Landceschulbehürdc ihr vorgelegten Fragen Gutachten abzugeben, über die Mittel zur Förderung des VollsschulwesenS, dann ülier Anuelcgriiheilcn, welckc N.chlc. Pflichten und Vcrhäl'n'sse der Vchrcrsckafl betreffen, zu bcralhcn; fic ist ferner berechtigt, auch sllbsl» ständige Anträge zu stellen. In Rüchsicht auf die Mitlcl zur Förderung des Schulwesens hat die Landesloi'fcrcn; denselben Wir» kungolrei«! für das ganze ^and. welcher den Bezirls-lonferenzen bezüglich der einzelnen Bezirke desselben zukommt. Mit jeder Landeslonfercnz ist nach Thunlichleit eine Ausstellung von Vehrmiltcln zu verbinden. tz 1^. Die Landcslonfclcnz wird von dcr Bandes» schulbehöldc einberufen. Sie findet im ^anfe der Herbst-fericn, in der Neucl am Sitze dcr Vankesschulbchörde stall und darf nicht läxger als fünf Ta.,c dauern. Der ^andcSschulralh ist berechtigt, auch autzerordcnllichc Konferenzen zu berufen. 8 l4. Die Mitglieder der ^andcslonftrenz werden von den Bczirlsloüfcrcnzen gewählt. Die Anzahl dcr 'n den einzelnen Schulbczirlcn zu wählenden Mitglieder wird mit Rücksicht auf den Umfang dcr Bcznte und» die Zahl dcr ^ehier in dci'sclbtn von dcr Lanbcsschulbchörde bestimmt, wobei kein Bezirk durch mehr als drei Mit» glieder vcrtrclen sein soll. Die Wahl gilt für die Dauer von d,ci Jahren. Die Wiederwahl ist zulässig. Dcr Gewühlte ist zur An- nahme dcr Wahl und zum Besuche der Konferenz ver» pflichtet. Den Bczillsschulinspeltoren deS Bandes als folchen steht eS frei, an den ^andeslonfcrenzen mit Sitz und Stimme theilzunehmcn. MeicheS gilt von den Direk» lorcn der Lehrerbildungsanstalten uno der Bürgerschulen, fall« sie nicht von den Gezillslonferenzen gewählt worden sind. Die Mitglieder des Lanbesausschusses und der Lan-dtSschulbchürdc sinp Ehrengäste der ^andeslonferenz. Dcin Vorsitzellden steht es zu, auch Experte lril be-rathender Stimme in die Konfcrenz zu laden. H 15. Dic ^andeslrmfcililzen sind in dcr Regel öffentlich. Nur aus besonderen Gründen kann die Oeffint» lichtcit ausgeschlossen oder beschränkt werden. § 16, Votschetwcr und Kelter der Landesloliscrenz ist dll ^andesschulilispeltor für Volksschulen und dort, wo mehrere ^audevschulilispcklolcn für Volksschulen bt» stchcn, dcr von dcr ^aübcsschulbchölde hiez» designirle. Der Vo,sitzende bestimmt für jcdc Konferenz feinen Stillucrlr^lcr. lie Konferenz wühlt aus ihren Mit» glicdcrn zwei Schriftführer auf die Dauer von drci Jahren. Eme Wiederwahl ist zulässig. Die Gewählten sind zur Annahme der Wahl vervflictilel, wenn sie nicht in der abgelaufenen Periode dicscs Ehrenamt bekleidet haben. H 17. Die Tagesordnung jeder Versammlung wird mindcslenS dre» Monate vor dem Zusammentritte bekannt gegeben. Die Konferenz lsl berechtigt, eine Er» wellcrunq der Tagesordnung zu beschließen. tz 18. Zlim Zivtckc dcr Bcnchlerllattung über die verschiedenen Gcgcüstände der T^ge^o,dnung kann die «onscrenz sich i» Slclionen l^m>l6s) theül«. § 19. Die ^and^lolifeenz mahlt aus »hren Mitgliedern emen Ausschuß, dem sämmtliche Angelegenheilen, welche zu> Verhandlung lommen sollen, zur Vorbcralhung zu üderwc'sen si>U>. Der ^al'dceschulilijplklor ijl Voisihen-t>er dicseo Ausschüsse. Dcr Ausschuß hat auch die Oe-schastuordnuiig fur dic Vai'deSlonferenz zu entwelfen. In ocr Rcg'l dllif lein Gegenstand zur Verhandlung lom« mrn, weon er nicht voihcr von dem Ausschüsse begutachtet worden ist. Nur in dem Falle, wenn die wundes-lonjcrenz die Dringlichkeit eines Gegenstandes mit clncr Majorität von zwei Drillheilen bcsHlltht, kann cne Velhll»d>ul!g darüber sogleich vorgenommen werden. tz 20. Ueber jc0c Versammlung ist ein Protokoll zu »ührcn. welches d»e Gcginstünde der Verhandlung, die Aiurä^e Uül) die gcfaßttu Beschlüsse zu enthalten hat. dasselbe ist mit einem Berichte dcs Vorsitzenden an die ^andlSschulbehöldc und von dieser mit dcr Anzeige der daiübcr getroffenen Versüyunuen und m>t etwaigen eige» neu Antrügen an den UnlerrichtSmlnister zu leiten. S ch l u ß b c st i m m u n g e n. tz 2l. Das Ausmaß dcr Reiselostcnentsckädigungen. beziehungsweise Taggcldcr für die zur Theilnahme an di-n BczirlS» und ^a«,dcslonfcrcnzcn vcrpftichlcten Lehrer, rmlchc nicht im Oite der Konfci.iz ihren Wohnsitz !hadc», wird nach Anhörung dcr Bezirlsschulbehöroen durch die ^andceschulbchörde bestimmt. ß 22. Diese Verordnung hat in jenen Königreichen und Vändern, iü denen die Frage des Kostcnuuswandes für die ^chreilcufercn^n bereits dinch ^andesgefltzc geregelt ist. sofoil, in den übligcn Vändcrn aber erst mit dem Zsllpliultc dcr e,fo!g>cu Sich«,stellung dicseS Kosten-auf'iaudcS in Willfamleit zu lrctcn. Stremayr m. p. ililchtaintlicher Theil. Verzeichnis der Wohlthäter, welche ^nr Windeiunq des Nothstanbes des poüliss'en Berits Ooltschee „abstehende Gaben der gescrli^trn Bezirlkhauptmannsch^fl zukommen ließen, wo« für der wärmste Oünl abgcstattct wild: * fl. kr. Ihre Majestät dic Kaiserin Karoüna Au«nsta AOO — Hcrr Johann Slainpfl. Handelsmann in Prag I(X1 — ,. Joseph Plcschc, Handelemann in Prag 100 — ., Mathias Voscr, Handelsmann in Pcst . 25 — das Handlungehaus Oeblüdcr Voser in Pcst 30 — Hcrr Ioh. Eppich, Hand lsmann in T'vppau 10 " und 1 Ballen R^is mil^W Pfund, durch eine Sammlung in dcr Stadt Gollschee 84 — bar und 10 Mcrlinq Erdäpfel. I Mer- ling Fisolen und 25 Pfund Mehl, 570 ft. lr., Frau Maria Dolenz geb. Meißeh in Trieft 5 — durch das Handlunashaus Gebrüdcr Kraker in Sttyer als Ergebnis einer Sammlung 41 --- Herr Joseph Tunte. Handelsmann in Ral'vor 50 — „ Joseph Pelsche. Handelsmann in Pilsen 5 — das Hindlungshaus Joseph Weber in Wien 40 — Herr Mathias Ah, Handelsmann in Graz . 10 — „ Rauch und Braune in Pest .... 12 — „ Johann Sterben; in Pest .... 2 — „ Johann Ionte in Verderb .... 2 — „ Georg Stampfl, Kaufmann in Trieft . 20 — .. Ioftph Rchnard. t. f. Hofrath in Trieft 25 — « Thomas Verderber in Reh . . . . 100 — und 11 Mcyen scköne Samen-Erbsen, Herr Joseph M>ch>lsch. Handelsmann in Leit» meriy, durch Sammlungen .... 53 60 .. Jakob Iallitsch in Gotlschee .... 2 — die Herrschaft Reifniz....... 30 — Herr Anton Kren, Kaufmann in Warschau 100 — „ Math. Hanigmann, Handclsm. in Triest 10 — „ Peter Iaklitsch. Handelsm. in Preßburg 20 — „ Paul Ruppe, Handelsmann in Linz . 25 — Se. Durchlaucht Fürst Wilhelm Karl von AuerSperg......... 200 — die Johann Tscherne'schen Erben in 3vicn . 20 — der gottscheer Männergcsangsocrein das Ergeb' nis eines Konzertes mit Tombola . . 87 50 K. l. Bezirlshauptmannschaft Gottschee, am 24ten Mai 1872. Zur galyischcn /rage. Die ^Tagespresse" tritt dafür ein, daß daS Ela» borat deS Verfassungsausschusses zunächst dcm galizischen Landtage vorzulegen sei, selbst auf die Gefahr hin, nicht allen Parteien damit genüge thun zu tonnen. Eine Regierung, welche nicht mit der Schroffheit einer extre» men Parteianschauung, sondern mit unpattetlsckem, auf daS ganze gerichtetem Blicke die Situation prüft und ermißt, werde es nicht vermeiden lönnen, bei jeder ver« mittelnden Action auf Schrill und Tritt die Ul'zufrie« denh.it aller derjenigen zu erregen, welche die undesi,urbaren Schwierigkeiten eines concreten Falles durch die landläufigen Reoensartcn irgendeiner theoretischen Scha« dlone überwinden zu tonnen glauben. Gerade darin liege aber der Beweis, daß die Regierung in dieser schwie» rigen Frage leinen einseitigen Staodpunlt einnehme, sondern mtt ovjeltlver Klarheit über den Parteien stehe. WaS die einen an dem Vorgange.drS Ministeriums aus' zusetzen haben, das eben sichere der Action in dcm an< deren Lager eine gute Aufnahme. Der Ministerpräsident habe im VerfassungSausschusse erklärt, die Regierung hade beim Wiederzusammentliltc dcS Relchsratb.es die verschiedenen Eventualitäten ins Auge gefaßt, welche bei der Behandlung der galizifcheu Angelegenheit eintreten tonnen, und eS sei dies in der Absicht gethan worden, um d«e Sache rasch vorwärts zu bringen. Also nicht um Vcrsch^ppung des gallischen Ausgleiches sei es dem Ministerium zu thun. sonder» im Gegentheil um rasche Erledigung der Sache. Wenn der Ministerpräsident nun welter sage, es habe die Regierung bei Erwägung der Fra^c des Zusammentrittes der Lanolaae auch der Ge-dante beschäftigt, daß dem gallischen Landlage Gelegen» hcit gcgeoen werden tonnte, sich über dic ihm zu gewäh« renden Eonccssionen gutachtlich zu äußern, woriilier übri« genS d»e Regierung noch gar leinen Beschluß gefaßt habe. well sie nicht vorherzusehen oermaa, wie weit die Angelegenheit in beiden Häusern des Reichsralhes noch gedeiht; so erscheine eS laum beareiflich, wie diese so durchaus richtige und correctc Auffassung dcS Ministerpräsidenten von verfassungstreuer Seile zum Gegenstande von Angriffen gemacht werden könne, welche weder in dem InHalle, noch in der Form der ministeriellen Erklärung die geringste Begründung fünden. Daß der Gedaxle, den gallischen Landtag über das AuSgleichselaborat vor» läufig zu vernehmen, ein äußerst richtiger uno glücklicher se«, müsse wol jeder zugeben. Um eine Präjudicirung des RelchSraib.es handle es sich dabei nicht, weil der cializischc Landtag nur ein Gutachten über die Vorlage abgeben, den formellen Beschluß darüber nebst der In articullrung in die LandcSoronung aber erst nach der reichSräthl'chen Votirung deS Ausgleiches zu fassen haben werde. Daß eS aner der Würde des Centralparlamenles besser entspreche, wenn dasselbe sein Volum auf der festen Grundlage der lanotäglichtN Zustimmung abgeben tonne, als wenn eS befürchten müsse, mit der ganzen Durchberathung und Vomung des Ausgleiches vielleicht nur Zeit verloren zu haben, Vas sei doch llar. . Zournalftimmcn über Oesterreich. Es gewährt jedem Patrioten wahre Genugthuung, und Befriedigung, daß auch daS Ausland den Prozeß der fortschrittlichen und freiheitlichem Bewegung in Oesterreich Ungarn mit kritischen Nu^e beachtet und den günstigen, erfieulichen Erfolgen im Wege der Presse An« nerkcnnung zollt. Wir wollen heute zwei ausländischen Iournalstim< men vernehmen: ^ Die „TimeS" bespricht in einem längeren Artikel die Vedeutung der jüngsten Reise de« Kaisers von Oesterreich durch Südungarn under« wartet von derselben nicht allein gute materielle Folgen, sondern auch nicht minder erfreuliche politische Resul-täte. „W>r können nicht länger bezweifeln," sagt das genannte Blatt, „daß der V e r füh n u n g S.P r o zc ß. der in andern Ländern vor sich geht, auch >n Oesterreich sich vollzieht, obwol widrige Umstände das Ergebnis ver« zögern oder abändern mögen. Aber nehmen wir an, daß die Nebenbuhlerschaft, die Eifersucht und daS Mißtrauen der Deutschen, Magyaren, Slaven uno Rumänen siH zum m'ndesten für eine Generation all unlüfchbar er» weisen wird, so ist eS noch immer Thalsache, daß die Bewegung des sichzufrieden^ebenS in die Führerschaft des kaiserlichen Hauses mit der Einigung der öffentlichen Iüteresse jeder dieser Rassen zusammengeht. DaS ist eine der merkwürdigsten Erscheinungen der Zeit und dient dazu, uns inmitten aller Zweifel und der Düster» teit europäischer Politik zu beruhigen. Die Deutschen, scharfsinnige Beobachter eines ihnen so nahe gelegenen und mit ihnen so enge verwandten LandeS, tonnen nicht umhin, die neue Kraft deS österreichischen Kaiselstaates anzuerkennen. Diese Kraft die sie wahrnehmen, ist eine moralische Kraft, und fie ist seit I860 ins Lebeu getreten. Der Kaiserstaat besitzt nun eine Macht, die nicht bestand, als der wiener Hof in Frankfurt den Ton angab und in Mailand und Pest durch das Schwert herrschte. Jene, die Oesterreichs Macht gering schätzten, thun dies nicht länger mehr, denn es w>rt> täglich immer llarer. daß unter dem Throne eine populäre Stütze liegt, die ihn stark im Auslande wie sicher im Inlande machen wird. DieseS Element der Macht besaft Oesterreich nie zuvor, denn in den alten Zcitcn seiner Kriege m>t der französischen Republik und dem Kaiserreich war die Bevölkerung, obwol nicht misuer-gnügt, lethargisch und glcichgiltig. Nun macht sich zum erstenmale die wahre Kraft des nationalen Lebens, um» gürtet durch constltutionelle Freiheit und durch Vcr« trauen in den Herrscher im Auslande wie zu Hanse fühlbar. Wie isl dieser mächtige Wechsel bewirkt worden? Einfach durch den Kaiser, der unter dem Diuckc furchtbaren MisgeschickeS und mit dem Rathe eines weisen und patriotischen Ministers beschloß, Zugestand» nisse zu machen, die, wie alle Staatsmänner seiner Iu» gend erklärt hatten, niemals ohne Demüthigung und Ruin hätten gemacht werden können." — Die „Norddeutsche AUgememe Zeitung" spricht sich in folgender bemeitenswerthtr Weise über die öster« reichische Schulgesetzgcbung und licchrnpoli« tische Frage aus: „Oesterreich hat duich seine vortreffliche Schul-ges hgel)u»g sich bereits seit mchrcrci: Jahren zum Herrn des Terrains gemacht auf welchem die Hauptcnlschci' dung in allen Konflikten zwischen Staat und Kirche fallen nniß. Gegen diese Gesetzgebung, deren weitere Aus« blldung in der jüngsten Thronrede verheißen und von der VcrfassungSpartei lebhaft gefardeit wird, richten sich denn auch die Anstrengungen, welche neuerdings vom österreichischen Episcopal gcmacht werden, diesem Ausbaue vorzubeugen und den verlorenen Boden, wenn mög« lich. schrittweise wiederzugewinnen. Die Bischöfe sind indeß dabei immerhin gezwungen, mit den aeqebenrn Ver« hältnisscn und der thatsächlichen Lage der Gesetzgebung zu rechnen, und wie der österreichische Kultusminister Herr v. Stremayr im RcichSrathe betonte, bewegen siäi die als Resultat der letztcn Bisckofstonfercnzen an ihn gelangten Petitionen auch auf diefer Basis. Der Minister versprach, daß die Rcgierunss die Eingabe der Bischöfe pflichtmäßig prüsen, aber an Sinn und Worl der Schul«, gejetze treu festhalten werde, und stellte er ferner den Zweifeln der Linlen an den Absichten der Regierung den Umstand entgegen, daß es der letzteren ja eben erst gelungen sei. sich zu consolidire» und sich ein der Verfassung entsprechendes Parlament gegenüber zu setzen. ES erhellt auS dieser Antwort, mit welcher Herr v, Stre» mayr sowol den Petitionen der Bischöfe wie dem dran» gen und den Zweifeln der Abgeordneten begegnete, daß! die österreichische Regierung zum mindesten entschlossen ist. die vorthcilhafte Position, in welche sie durch die Gesetzgebung der letzten Jahre gelangt ist. nicht aufzu» aeden, sondern diese überlegene Stellung in der Kirchen- und Schlilfrage festzuhalten." Wir wiederholen schließlich: es kann jeden Oester» reicher, jeden Patrioten, nur erheben, daß die „Tnncs" und die ..Norddeutsche Allgemeine Zeitung", zwei publi« zist'sche Organe ersten Ranges, in so anerkennenden Worten über Oesterreich-Ungarn gesprochen haben. Parlamentarisches. Der wegen Aufhebung deS Legalisirungs-zwangeS niedergesetzte Ausschuß hat seine Berathungen zu Ende geführt. D,e Majorität de« Ausschusses be» antragle eine motioirte TaqrSordnung, worin die Re« gierung aufgefordert wird, Erhebunaen über die auS der Einführung deS LegalisirungSzwanges resultirenden Folgen zu pflegen. Eine Minorität beharrte bei dem Antraae auf so» fortiqe Aufh.bung deS Lea.ilisirunaszwanaes, Der Ausschuß beschloß an dem gefaßten Befchlusse festzuhalten, daß die eingebrachten Petitionen summarisch unter Anführung der Namen der Polenten in dem Berichte auf-geführt werden sollen. In dcr ersten Sitzung dcS zur Vorbcralhung der Regierungsvorlage betreffend das Gesetz, womit mehrere Paragraph^ des Gesetzes vom 13. Mai I860 über die Landwehr abgeändert werden, niedergesetzten Landwehr-Ausschusses wünscht Abg. Dr. v. Fiauly die Gründe kennen zu lernen, welche die Regierung überhaupt zur Vorlage dieses Gesetze« bewogen haben. Se. Exzellenz Herr Landesoerth'idigunasminister Oberst Horst begiündet den Entwurf im all,,cmeinei' damit, daß die Folgen deS deutsch«franzüsischen Kri>acs in allen europäischen Staaten eine weitere Htispinnuna, der Wehrkräfte bedingen, und daß deshalb auch Oestcr« reich in dieser Beziehung nicht zurückbleiben könne; für Oesterreich sei noch als ein günsliqcr Umstand der anzusehen, daß dessen Wedrsystem. w lchcS 1868 auf OtN"d der damaligen Verhältnisse ins Leben gerufen wurde, dls Ausbaues fähig fei, ohne — wie cö in den anderen Staaten der Fall ist — wieder das ganze System aus den Aogeln zu heben. Es habe dciiüiach das vorliegende Gesetz den Zweck, der cisleithanischcn Landwehr einen festeren Organismus zu geben. Abg, Dr. v. Figuly wünscht cixen Ausweis über den completen Stand der Landwehr cn>f Grundlage des vorliegenden Gesetzentwurfes und möHtc, wenn auch f»c das Jahr 1872 ein Nachtragslrcdit nicht gefordert wird, doch wissen, welche Kosten die Landwehr im nächM Jahre beanspruchen werde, wozu Abg. Dr. v. Demcl noch bemeilt, daß der Mehraufwand bei 1'/, Millionen oder bcl möglichster Beschränkung des Status doch 1'/. bis 1'/, Millionen betragen dürfte. Sc. Exzellenz der Herr Landesun-lheioigungsmini-ster erwiedert, daß der Mehraufwand rund eine M>ll. (genau 1,090 000 fl.) betrage, daß daher das Ordina-rium im nächsten Prüliminare mit 3'/^ Millionen eingestellt werden, wogegen ader das Erlrciordinariuin sich niederer stellen werde. Außerdem süat der Minister die ausdrückliche Erklärung hinzu, pro 1873 für daS O'di-narium und Extraordinarium zuscnmm» nicht mehr Plä liminiren zu wollen, alS für das lcmsc, d.- Jahr ziisammcn bewilligt wurde. Nachdem Abg. Frcih. v. T nti dem vom D>'-v. Figuly gewünschten und vom Minister bereits Ml' sagten SlandeSauSweise a»ch ein<-n Nachweis über die Kosten der Landwehr beigeschlossen zn schcn wünscht un» d«r Minister auch diesbezüglich seine Bereitwilligkeit erklärt hat, wird die Sitzul'g geschlossn. Dcr am 24. d. in der Sitzung dcS V er f a s s u »s! s' llulis vom Abg. Dr. R. o. Muy Huf/r gestcMc .'«>' ttag: „DaS h Hli»s wolle erwä., n. ob der in Wic" und den Vororten herrschenden W^üungSnolh, in^c» sondere an kleinen Wohnungen, dlnch Gewährung einer weitgehenden Steuerbefreiung bei N^i-, Um> und Z»' bauten abgeholfen werden könne." wurde mit Wc^ lassung der Beschränkung auf Wien angenommen lu'd beschlossen, dessen Zuweisung an dcu FinanzanSschuß 5" bcanlragcn. Die galizische Frage wurde weaen der vorgerückttli Stunde von der Tagesordnung al'gchtzt. Nach Schluß der 36. Plenary,sammlung dcS Ab< acordnelenhauses vom 24. d. M. fand.eine verlrulicke Sitzung stall, welche den Zweck hatte, die Wahl ci"^ Kommission zur Prüfung des von dem ll»auralh u. Hai's" verfaßten Projektes bezüglich des BaueS eines oc^ einigten P a r l a me n l s h a u seS vorzunehmen. O^ wählt wurden die Abgeordneten: Dumba. Freih, "' Kübeck. Freih. v. Sultncr, Dr. Gislra und Rlllc>' o. Rylsli. Ein neues Konkordat soll, wie einige Blätter gehört haben, zwischen Oestcl' reich und dem päpstlichen Stuhle abgeschlossen nm'deN. Im ..P. Ll." aber werden die Gerüchte von Ul'lerhand" lungen wegen eines neuen Konto, dates in folacndcr ^m abgefertigt: „Erfinder und Vclbieiter von dellei albert öensationsnachrlchten hätten doch nicht übersch.n soll^ daß zur Führung von Konlordals-Velhandluna.cn °" schließlich das auswärtige Amt berufen sein ka"^ Glaubt man aber, selbst den Fall vorausgesetzt, dah c>> Ministerium Aucrspcra m«t dcm Kabinett ThlM-^^ m Konlurrenz treten wollte, daß Graf Ä»dr«W' der gegenwärtige Minister deS Aeußern, je seine H"" zu Verhandlungen bieten tonnte, welche bestimmt warel, der Freiheit und dem Eonstitulionalismus in der M<"' archie das Lebenslicht auszugasen? Jedoch selbst """ ohne Rücksicht auf dieses Moment beweist die K^' ^ losigkcit, mit der man Meldungen erwähnter So Raum gibt. schon dcn Umstand, daß man verglss'N 5 haben scheint, daß doch an der Spitze der öslerrcich""' Kultl!S.'!ngelegenh iten derselbe Herr v. SlremaY» !'^ der 1870 der Erste war. der au« der Velliuidi^una UnsehlbarleitS.Do^ma's die praktische Konsequenz ^ das Konlordat als aufgehoben erklären z" lass>", ,^ der auch damals sofort vom Mona,chcn beauftrag« ^ ..^ die mit der Aufhebung des Konkordats entstandene ^ in dem Verhältnisse des Staates zur K,rcke "ii ^ der staatlichen Ge s e tzg eb un g auszufüllen^ gnanter als mit diesem kaiserlichen Auftruge «"d °° ^ sofort nachfolgenden Inangriffnahme jener lcglSl 57! «rbeiten tonnte der Gedanke, daß der Staat auf-diesem Gebiete seine Souvcränclut u»ve> kürzt geltend zu machen ^dexle. nicht ausgedrückt werden. Diese in allerhöchster Thronrede angekündigten Entwürfe sind zum Theile schon fertig zum Theile noch in Vorbereitung; diesen Negcnüber von dem beabsichtigten Abschlüsse eines Kon-lordlltcs mii Rom zu fpicchen, heißt geradezu sich oder — andere lachcllich machen." Politische Uebersicht. «aibatb, 28. Mai. Die ..Neue Freie Presse" mcloel: „Im Laufe dieser ^Uoche schließt das Abgeordnetenhaus die Berathung über die Strafprozeß-Ordnung und geht dann an die Wahl der Delegation, welche dieses Jahr '" Pest zu ta^cn hat. Ii, den gemeinsamen Ministe, ien l"Ud auch schon rüstig an der Zusammenstellung des Voranschlages für das Jahr 1873 gearbeitet und bead, ^chllgt, die Delegationen am 16. September zu eröffnen. Ob h^ser Teimin wird cingchalten werden lönnen, hllligt wesentlich davon ab, ob der neue ungaiifche Reichs-lag, der sür den 1. September einberufe» ist, zeilig Nenuy mit dem VerlficationS « Geschäfte fertig werden w>rd. um bis zu dem oesiqnirlen Z.'llplmslc die Dele-liationswahl vornehmen zu können. Die Erbitterung des blvll'.stthenoen WahltampfeS und die gewohnte Grell» sp"r>gkc>t der ««'gailschen RcichSlagSoerhanoluugen machen allerdings die Einhaltung dlcses Termines etwas proult' Malisch." Der „Köln. Ztg." wird auS Verlin geschrieben, "aß iu der letzten Zeit Besprechungen lonscrvativcr ^cichslags.Abgeolnetcr slaltgesundcn haben. Ueber das l^lue Programm der Partei, welche die „monarchisch» Nllüoiiale" heißen soll, verlautet folgendes.- „Die Partei tiltlmt als lvesentlichc Bürgschaften einer gedeihlichen Nationalen Entwicklung an das Vorhandensein einer starten kaiserlichen Gewalt, sowie die Eousolidalion deS bt>» deutschen Fürstenstand rcpräsciit,rcndctt VuudeS» lalhcs und stellt fich somit Bestrebungen nach Herstel« ^l'li eines parlamentarischen Regimentes und eines cen» t!al,sillcn E!nhci!?staalcS gegcnübei-. In Bezieh»ng auf ö'e flnanzielle Selbfiäntiigklil dcS Rcich»ö will ihm die "urtci zum Zweck einer gerechteren Besteuerung die in» Grellen Steuern ünci lassen, liclont abcr dabei dic )iolh» lvciipiMt cincr Ncsoim der Oesltzgcbuiig, um die bis» ^>>l;c Ungleichheit d^r Bcsllucrun^ zum Nachtheile dcS ^luudbesitzcS, der landwiilhschafllich^n Gewerbe u«,d der ^odulliven i?!rbcit zn bcfciiigcn. Sic cillärl sich gegen ^ejcüigei, socialen Gesliebnngcn, welche von den Grund» 'ayeii der gegenwärtigen Staats- und GrsrllschaslSord» "ui'g absehen, In kirchlichen Fragen will die Partei "lcht Trennung der Kirche vom Staate, sondern Mcge» ^>Ng t>cs OrenMbielcs und die Ausbildung einer hoch. slcn Instanz zur Enlschcidun^ dieser Grcnzslleiliglcilcn." >l^ic ^ialional'Bersammlung in Versailles hat am 2>> d. den Gcsctzcnlwmf Goulard's, durch welchen das ^setz ubcr die StlMpclpflichtigtcit ausländischer ^tlthpapierc abgcändcit wird, angcnoiumen. Die S'cmpe,st^.cr ist danach für Titel bis zu W0 Frank. ,1 °uf 75) Centime?, sür T>tcl von 500 bis 1000 Fransen °"f l Frai'lcn 50 (5lnllll!t<<, mit ciner Erhöhung von ^ Fransn 50 Cent ncc Botschafter bctm Papste. Baron dc Bourgoina,. "^ Rom mitgebracht hat. Der itcrn d eser M'lih^i. 7"'a"i soll in der E.lläruug dcS sränzösischtn Piäsi« "Men liegen, duß er nicht im Stande sei. sich die Ex,' ^"z der geisllichcn Macht des Papstes anders als in ^lbin^mg mit einem gcw'ssen Mähe w.lllichcr Macht °,°^"stellen. — Dcr brasil'anljche Gesandte beim Papst» '^/l, Sluh'e überreichte dem Papste ein eigenhändiges ^"Neiden des Kaisers von Brasilien. . Sämmtliche Insurgenten in ViScaya un-I^'alsm slch am 25. d. M dem Obcr-Kommandanlcn ^."a»o und lieferten ihre Waffen ab. Die einzig noch ^'"iltuoe Bande Cacasa'S in Navarra's ist von den "upvcn M^i^„cs' umzingelt. s^, Rußland ist im Gcgriffe, sich eines Theile« ü "" l'U,egcnen Besitzungen zu entäußern. Der „Ostsee, w^ü'g" „)il-d acschricben. daß die Regierung von t^'sburg mit Washington wegen Berlaufs der Aleu. ^'^en llnd Clüilischen Infcln an Nordamerika in Un» ^s°''blung s, erslgenanntcn Inseln. d,e <ür den Waüstschsang ^ «loßcr Wichliglcit sind, bereits dem Abschlüsse dlirk ^^ '^"^ arm en i sch - kalholi schePatriarch in y/ ^^ ^^> ^- vvm Sultan mit großem Pompe 'd dem Minist r dcS Aenhcrn seinen Be. "ode 'l!'' ^ ^^ »licchischc Patriarch wohnte dc, Sl). c>.. ^'' die den bulgarischen Exarchen cxcommuni. ^l hat. c>„ ^n Tesegramm aus Washington meldet, der lif lun'schc Senat hat die S u ft p le men t a r - A r-d^^^'n Pcrtrngc von Washington ratificiil. I» der „^ ^schlnsse uorhcrgchendcn Debatte gestand Sum», '^lbst ein, daß «r sich niunals auf tine Geldent- fchädigung für mdireltc Schäden wirklich Rechnung ge. macht habe; er hcllle auf ihrer Aufnahme in die am'li^ lanische Staatsschrift bestanden, um dadurch den Geld. ansprüchen auf Ersatz sür die direkten Schäden Nach. druck zu geben. Kagesneuistkeiten. — (Zur Nordpol expedition.) Linienschiffs-lieutenant Vrosch ist am 27. d. abends mit 14 Matrosen, welche sllr die Nurdpolefpcdilion bestimmt sind, von Trieft nach Wren abgea.anci.en. Die ^eule. durchgchcnds luchlige, befahrene und starke M dein tilrllschen und rumänischen Tabalgeschafle auch ein österreichische« m Aussicht. — (Eine furchtbare Ueberschwemmung), hervorgerufen durch Wo!k<-„brl>che, die in den westlichen und nordwestlichen Aezirlcn Böhmen« am 24. und 25. b, niedergegangen sind, hat ungeheuren Schaden angerichtet. Große Verluste an Menschenleben und Micri, si»d zu beklagen. In Prag wurden durch angeschwemmlc Ocgenstäude die Blllckcnbogendogcn derart gesperrt, daß daS gestaute Wasser in die Nächstliegenden Gassen drang. Sämmtliche Schwimmschulen wurd.n weggeschwemmt. Berichte vom ^'ande melden furchtbare Verheerungen, welche die Ueber, schwcmnnmg angerichtet hat. Viele Menschen und Thiere sind umgekommen, die Feldrlichtc sind aus mcilenweiten Sirecken venvUslel. Nähere aimliche Berichle aus den inundirlen Gegenden fehlen noch. Da der Verkehr gestört ist, hat der Statthalter Baron Koller in alle Ge. genden eine Kommission abgeschickt, um über die Sachlage Nachricht zu erhalten und möglichst Hilfe zu schaffen. Viele Dörfer wurden ganz weggeschwemmt. Ralunitz, Pürglch, Veraun, Zoic, Ccinoschin, PrastoleS, das Goldbachlhal, taS buschtichrader Bahngebiet, Karlsbad, Podcrsamr, Saaz, Haludlau, Matrowih, Horowch, Mies, Schweissin^, P!a„, WellruS. Kralup, Mllhlhansen, i'ieb. schltz, Dolan, Böhmisch-Trubau wurten llbcrsinvcmmt. — < Neuigkeiten aus Steiermarl.) Die Frau Gräfin von (5hambord ist am 28. d. mit dem wiener Schnellzug in Graz angekommen un) im Hoiel Elefant abgestiegen, — Tas l. l. Iustizministcrium hat eine Vermehrung des Personalstandes beim grazer l. l. Oberlan' dcsgerrchle um zwei Nalhe bewilligt. — Im Kurvüe Glei-chcnberg sind bis 15. Mai IM Kurgäste eingelroffen. -Äiach einer aus Vordcr»be»g in Graz eingelangten Depesche ist der am 27. d, abends dahin abgereiste, in allen Schichten der Bevölkerung bekannte l. t. B?znksar;t Herr Doktor Karl Friedrich, als er vom Bahnhose zum Gasllws ging. auf der Straße plötzlich verschieden. — Nach einem stalisti chcn Ausweise beträgt dle Zahl der Mitglieder der israelitischen Kllllusgemerndc Graz 54b, nämlich 270 mann. liche und 269 wcidliche. - Der Bau der dritten Etrecke der l. l. priv. Kronprinz Rudolf.Bahn soll bis Ende Juni dieses Jahres so weit sortgeschrillen sein, daß die ÄelriebS» eröfsnul'g der ganzen Strecke erfolgen kann. — (Mademoiselle Teresa), die berühmte Sängerin der parifer Oul'ü clillüwüt«, einst da« Eniziickcn des kaiserlichen Hofes der Trulenen, ist, wie ein russisches Blatt meldet, von einer Mineralwasser - Anstalt in Petersburg zu fabelhaftem Preise cngagirt worden. fokales. — (Der constitutionelle Verein) versau,, melte sich gestern abends zu einer Sitzung. Dr.'Schafs er beleuchtet in kurzen Umrissen die Wichtigkeit der projellirlen Eisenbahnlinie Lack - Trieft in national. ökonomischer Beziehung mit Rücksicht aus da« Hcrzoglhum Krain und beantragt die Abfassung und Vorlage einer Petition an beide Häuser des Reichsraihes des Inhaltes: die beiden P>ojet!e Predil und Vack fachmännisch überprüfen und sich für das für Oesterreich, beziehungsweise Krain roriheilhasle entscheiden zu wollen. Der Antrag wurde einstimmig angenommen. Dr. v. Rühling spricht über die Jesuiten . Frage. Der Nedner erachtet da« Gemeinwol, ja ganz Oesterreich durch die Existenz und geheime Thätigkeil deS Jesuiten ordens fUr gefährdet. Die Jesuiten hätten UnternchlSan. stallen in der Hand. aus denen ihre Zöglinge seinerzeit zu den höchsten EiaalSämiern berufen werden und mit der Neuzeit unverlräglichc Giu» sätze ins Amt mitbringen. Die Thätigkeit der Iejmten erstrecke sich-auf hohe und niedere Kreise, und ihre Losungsworte seien: Inlolc^ ranz, Verdummung deS Voltes, politische Koechlschasl und Aberglaube. Die hehren der Icsuilen hälien Fanatismus und religiösen Wahnsinn z»r Folge. Papst Elemens XIV., Epanicn und die große Kaiserin Maria Theresia haben nicht ohne trisligcn Molive seinerzeit die Aushebung des Jesuitenordens beschlossen. Der Redner beantragt folgende Resolution: 1. Der constitutionelle Verein in ^'aibach erkennt die weitere Duldll,>q deö Icsuilenordcns in den im R>'ichl«ra!hc vertrelenen Kö,nzeichen und Bändern a»f Grinld der aus der Geschichte u>rd aus der Erfahrung geschöpften Ueberzeugung für staatsgesährlich und unzulässig; e« sei ein Gesetz über die Aushebung dieses Ordens dringend noth» wendig und zunächst die Vermehrung der Issuiien in Oester» reich zu verhindern, es geschahe dirse Vermehrung durch Einwanderung fremdländischer oder Aufnahme nrurr inlän» discher Mitglieder, oder crnch durch Gründung neuer Ordens l,ä user, oder Niederlassungen. 2. Der constilulionelle Verein hade eine in izicscin Slnue gefaßte Refoluiion an den hohen ReichSralh zu richten. Dr. Suppan enlwickelt in länqerer 3iede, daß für den i'egalisirungszwling ei» prallischer Grund nicht vor> liege, daß durch t^en ^egal'sirungszwang der Winlelschreiberei vorgebeugt werden will, der ^egallsirungszwang aber den Parteien Zeit- und Kostenaufwand verurfache und das neue Gesetz nur eine neue ^ast ausgelegt habe. Nachdem bereu« viele Gemeinden und Bereine ihre Stimme sür die Aufhe. bung dcS Vegalisirungl'zwanges abgegeben haben, so beantragt der Redner, daß auch der conftitutionelle Verein in ^aibach wegen Aufhebung des ^egalrsnungezwangeS eine Petition an den Reichsralh richten möge. Ungeachtet Dr. v. Mhlina. d,e Meinung der in dieser Frage betheiligten Notare hören zu wollen betont/ und einen Vertagungsanirag stellte, wurde letzterer Antrag nicht, sondern mit M^orilät jener des Dr. Suppan angenommen. Dv Tagesordnung war erschöpft und die Sitzung wurde geschlossen. — (Humane Spende,) Ein Ungenanntsein-wollender hat dem lrainer AushilfSbeamttn-Kranlrn» und UnterstützungSvereine den Betrag von 15 fl, gespendet. — (DeS slovenischen S chr i ft stel ler. N er, eines) Eonstiluirung wurde dem Vernehmen nach von der hohen ^andesrcgrerung bewilligt. — (Der slo venischedrama tische Verein) hielt am 26. d. in der Aitalnica eine Generalversammlung ab, an der 40 Mitglieder lhellnahmen. Der Vereinsvor. stand Herr P. Graselli eröffnet die Versammlung mit einer Ansprache, in der er auf die immerhin befriedigenden Resultate des Vereines in der letzten Saison hinwies und dre Mitglieder zur größeren Thätigkeit in der kommenden Saifon aufforderte. Der Redner widmete schließlich dem um die slovenlsche dramatische ^ilcralur verdienten und vor kurzem in Kronstadt verstorbenen Professor Mandelc einen warmen Nachruf, und die anwcsenden Vereinsmitglieder gaben durch erheben von. ihren Sitzen der Trauer gebührenden Ausdruck. Hierauf trägt der Vereinsselrelär Herr Nolli den Ncchcnschaflsbericht vor; nach Inhalt desselben ist die Mugliederzahl im heurigen Jahre über 30l) gestiegen, und wird eine weitere Theilnahme noch gewartigt. T>er Verein drückt dem trainer Landtage für die bewilligte Eub» vention, zunächst der Frau Scholmaier für die unentgeltliche Ellheilung des dramatischen Unterrichtes an die weiblichen Vereinsgenossen seinen Dank auS, Der Verein«« kassier Herr Zagar erstattet Ber,ch> über den Ctcmd der Vcreinslasse; dem Kassier wird für d'e umsichlige Kasse» gebarung der Dank des Vereines votirt. Hiernach sand die Neuwahl der VeremS'NePräsenlcmz statt; gewählt wurden die Herren: Peter Graselli (Borstand», Karl Zagar (Kassier), Nolli (Sekretär), Guilmann, Prostssor Pleleiöink, Dr. Earl Älciweis, Dr. Voönjal, Franz Drenil, Dr. Ba» leulin Zarnil, Literal Strilar in Wien. Piosessor löljavec in Görz und Dr. Mencinger in Kramburg (Ausschüsse). — (Lokal» und Provinz» Nachrichten.) Blasius Stefanili. Urlauber des l. l. 17. Ins. Äegim., ist aus seinem Urlaubsorte Iablanitz, Bezirk kldelsberg. entwichen. — Ignaz Zapular vom l. k, 5. Dragoner Ne» gimenle, aus D'ila,. Bezirk Stein, entwich am 7. d. au« seinem SlalionSorte Klagenfurt. — Anton Mirilel vom l. l. 17. Ins. Äegim., in ^aibach geboren, entwich am 20, d. M. aus der Station ^aibach. — Dem (5o,,ducllafse, - Dem Ioscf Slerniöa in JurnavaS, Bezirk Nudolfswerih, wurde am 11. v. M. von einen, unbekannten Manne Feinwäsche, llir Werthe von 6 fl. 7(1 kr., entwende,!. — Der wegen des Verbrechens der öffentlichen Gewallhäligleit in Unler» suchung stehende und slüchiige Josef Sleblaj aus I^gdorf wird vom hiesigen l. l. Vaudesgrrichle steckbrieflich verfolgt. Der Maria Imca und der Johann Domicel in St. Peter, Bezirk AdelSberg, wurden durch unbekannten Ihäler am 1, d. 10 Seidenlüchel, goldene Ohrringe, 6 Gebelbücher, 1 goldener Doppelring und 10 sl. Barschaft gestohlen. — Dem Wirthe Anton Sailer in Presla. Ve-zrrl ^lltai. wurde von unbelanniem Thäler eine B^rjchaft von 40 fl. entwende!. — Dem Georg Teran wurden an« geblli, von Malh-as Kristof Kleidungsstücke, ^edcrjohlen, Vaumwolllüchel, Bundschuhe, Stiefel und andere Sachen ^gestohlen. — Dem Franz Smjan in Flödnig. Bezirk Kiainburg, wurden am 17. d. von unbekanntem Thäler 7 Kälber-, 2 Kuh» und 10 Sch'vcinshäule gestohlen. — Dem Franz IaluSl und dem ^orenz Hapelj in Oberlaibach, dann dem Barll Volö in Podgora wurden 2 Hanbsäqen, 1 grauer Winterrock, 1 Hut und 1 Paar schwarze Hi^rn angeblich von dem Arbeiter Johann (iuk ^recte Iilob Sclal) enlwendet. — Dem Franz Fortuna in Glogouca, Bezirk Slllich, wurden am 1A, d. M. von unbelaniilen Thäler 1 Somüer - Röckl. 1 weißes l.'eibl, 1 Halsluch, 1 Schürze und 2 Weiberröcke entwendet. — (Schadenfeuer.) Am 23. d. um II Uhr nachlS ist in b?r zum hause des Marlin Llrull in Zdensla-vaS Nr, 20, Bezr.rl Gollschee. gehörigen Harpse aus bis» her noch unbrlarmier Ursache Feuer aufgebrochen, wodurch diese Harpfe, zwei darin befindliche Wä^en und mehr als die Hälfte einer zweiten Harpfe ein Raub der Flammen H72 wurden. Durch eingreifende schnelle Hilfe und Verwendung der dortigen Feuerspritze war es möglich, die bereit« vom Brande ergriffene harpfe des Landwirthes Josef Zniderßiö H.Nr, H3 zu retten. Beide Landwirlhe erleiden leinen großen Schaden, nachdem sie einen Werth von 560 si. versichert halten. — (Wölfe im Nezirle Gottschee.) Der Grundbesitzer Paul Panthe und der Ausgedingler Andrea« Tschintel m Masern. Bezirk Gonsckee. haben vor einige»^ Tagen im R^yon der Gemeinde Maseru Wölfe bemerkt, > welche dem Viehstande großen Schaden zufügten. Beide! Laadleute beobachteten die Rlchtung, in welcher sich die Wulfe ^ immer wieder in dcn Wald begaben und machten sich am 2b. d. mittag« in Gesellschaft der Insassen Primos. Tscherne und Tschmlel zur Befolgung uno Habtzafiwerdung dieser wllden, ungeladenen Gäste auf. Die genannten Landleute gelangten mulhig zu einir Felsschlucht im Briuacher Walde, welcher dem FlNsten Karl Auersperg gehört, fanden richtig fUnf lebende junge Wölfe vor und brachten dieselben zur ^ l. t. Bezirtshauptmannschaft in Gottschee. Die genannte! Behörde lonstalirte, daß vier dieser Wölfe weiblichen und einer männlichen Geschlechtes sind, jedes dieser Raublhie« 15 Zoll lang. 8 Zoll hoch und 8 bis 4 HVochen alt ist. Die fünf Wölfe wurden hernach erschlagen und denselben die Echnautzen abgeschnitten. Die genannten fünf mulhigen Landleute haben sich die gesetzliche TagUa pr. 50 fl. redlich i verdient. — (Nauferei.) Die „Ngramer Ztg " erzählt: „Nm 21. d. lam e« zwischen den Eisenbahnarbeitern slo-veni scher und italienischer Nationalität in Suöice auf! der Karlstadl-Fiumaner Slrcckc zu einem blutigen Kampfe,! wobei ein Todter, zwei lebensgefährlich Verwundete am! Platze blieben, außerdem zahlt man noch sechs schwer und! zwanzig leicht Verwundete. Die nicht unansehnliche Zahl der Verwundeten hat dle Kampslust der Pahnarbeiter nicht befriedigt, denn fUr Sonntag, den 26. d., wird eine form-« liche Schlacht zwischen den beiden feindlichen lagern orga», nisirt. Mittlerweile ist eine OerichtSlommisiion mit einem ^ Wundarzte und Verbandzeug und eine Kompagnie Jäger von Fiume nach dem Schlachtfelde abgerückt, ,'no es «st Hoffnung vorhanden, den zwischen Slovenien und Ilalien gestörten Frieden wieder herzustellen, da die beiderseitigen Anführer bereit« durch die Gendarmerie festgenommen, wurden." ! — (Zur Linie Lack-Trieft.) Die „Triester' Zeitung" meldet: «In der am 22. d. abgehalten Sltzung > der fiumaner Handelslammer hob Herr Paul Scarpa die Wichtigkeit hervor, welche die Linie Lacl-Triest, der Predil« bahn gegenüber, für Fiume gewmnen würde, indem mittels einer Abzweigung von St. Peter au'« eine kürzere und vortheilhaflere Verbindung mit dem Centrum von Deutsch» land hergestellt und auf solche Art em Theil der indu« striellen Ausfuhr nach Fiume gelenlt würde, während die Predllbahn wegen ihrer Entfernung dieser feine solchen Vortheile in Aussicht stelle. Es liege also im Interesse Fiume's, das Projekt Triest'Lack'Launsdorf zu fördern, so wie es auch das Interesse Iiumes erheische, daß die projelune istricmer Zweigbahn von einem geeigneteren Punlte der Linie von Et. Peter ausgehe, nicht von Dlvaca oder Servola. Der Redner beantragte, die Eisenbahn-Kommission möge beauftragt weiden, eine Denkschrift in diesem Smne an die Ministerien zu versassen. — (Aus ?em Amtsblatt.) Warnung seitens des k. l. Ackerbauministeriums vor dem Bezüge von Weinreben aus Frankreich, einer dort auftretenden Krankheit des Reh» stocke« halber. — Konkurs um die Postmeisterstelle in Arch. — (Zur Weltausstellung 1873.) Mr em. pfehlen jenen geehrten Lesern, welche an der wiener Welt» ausstellung entweder theilnehmen, oder Interesse haben, die „Wiener Weltausstellimgs'Zellung." Dieses Central-Organ flir alle Interessen des Handels und der Industrie erscheint wöchentlich zwelmal in deutscher Sprache. Der Pränume» lanonsprci« für sämmtliche Nummern — mindestens 420 an der Zahl — 25 st. ö. W. Pränumeralion besorgt die Buchhandlung Ign. v. Kleinmayr u. Namberg. — sTonhalle'Lotterie in Linz.) Infolge der vielen Rückstände von Seite der Vereine über das Resultat dcc ihnen zum Absätze zugesandten Lose der Lotterie zur Erbauung einer Tonhalle der Liedertafel „Irohsixn" zu Linz in vberösterreich und der vielen Arbeit wegen, die sich in den letzten Tagen anhäufle, hat da« Äau»Comit<5 die Ziehung auf unwiderruflich 1. Juli d. I. vertagt. — (Lehrerlreifen theilen wir mit), daß der 20. allgemeine deutsche Lehrertag am 20. d. in Ham« burg unter außerordentlicher Theilnahme eröffnet wurde. FUnflausend Lehrer sind eingetroffen. Die Versammlung wählte zum Präsidenten den Direktor Hoffmann aus Harn« bürg, zu Vi^e - Präsidenten die Diretioren Berthelt aus Dresden und Kehr aus Gotha.' Für die erste Hauptver» fammlung sind die Vortrage über die deulfche National» Volkschule und über Schulaufsicht gewählt worden. Da« Thema über Gründung eine« deutschen Gesammt « Lehrer« Vereines soll erst am dritten Tage zur Verhandlung kommen. Oeffeutlicher Dank. Ein ungenannt sein wollender Gönner des kraw. Aushilfebeamten« Kranken« und UnlerstützungS-Verein« hat demselben 15 fl. gespendet; wofür von Seile der Direktion der wärmste Dank ausgesprochen wird. Eingesendet. 4Ilen kranken kralt unä 6e8iiua'liliit onue Kleäiciu null oüue kostell. Kev2ie8ciöie Do. üarl? von I.ouäon. Beseitigung aller Krankheiten ohne Medicin und ohne Kosten dllrch die delicate G fnndheitsspeise N«vnl,'8<:iöi-« von London, die bei Erwachsenen nnd Kindern ihre Kosten 50fach in anderen Mitteln erspart Auszug au« 72 000 Genesungen, an Magen:, Nerven-, Unterleibs-, Brust > knngeu-, Hals-, Stimm-. Nchem-, Drllsen:, liieren- nnd Blasenleiden — wovon auf Verlangen Eopien gratis und franco gesendet werden: Ccrtificat Nr. «4210. Neapel. 17. April 1552. Mein Herr! In Folge einer Leberlraulheit war ich seit sieben Jahren in einem furchtbaren Zustande von Nbmagernng und beiden aller Art. Ich war außer Slanbe zu lesen oder zn schreiben'; hatte ein Zittern aller Ncrven lm ganzen Körper, schlechte Verdauung, fortwährende Schlaslusiglett, nnd war in einer uelen Nerueuanfregnnq, die mich hin- nnd hertrieb und mir leinen Augenblick der Ruhe lieh; dabei im höchsten Grade melancholisch. Viele Aerzte halten ihre Kunst erschöpft, ohne Lindernng meiner Leiden. In völliger Verzweiflung habe ich Ihre I^v«!.^,,,«>><> ' verflicht nnd jetzt, nachdem ich drei Monaie davon gelebt, sa,^ ich " dem liclien Gott Danl. T«e Küvül^ü^i«'!-« Verdi,,»! das höchste ! l!ob, sie hat mir die Och>ndl>'it völlig hergestellt und mich in den > Stand gesetzt, meine gesellige Posilion wieder einzunehmen. Mit , innigster Dantbarlcit und volllommcner Hochachtung. ! U»r>,l6« in Pulver und in Tabletten f!lr l2 Tassen si. 1.50, 24 Tassen fl 2 5,0. 48 Tassen fl. 4,5<>. in Pnlv?r ,'ilr I2>' Tassen fl. 10. fur 288 Tassen ft. 20, Mr 576 I Tassen si. 36. Zn begehen durch Narrr, du Barry H e Delegationen für den 16. September „ach Pest einbcrufeli werden. Prag. 27. Mai. Die Ucberschw'tnmung ist als beendet anzusehen. Der höchste Nussnstand war gesleru nachmittags, l2 Fuß liber 0; gegetiwültig beträgt er noch 4 Huß über dem Normale. In den Geilten Podtlsani und Iechilih trat in der Nacht vom 25. z.um A6 e,ne furchtbare Ucbersckwemmung, veranlaßt durch Wollen» orüche und durchbrechen mehrerer Deiche, ein. Bis jcht zählt man vieru!'dsechl.ig Todte; über hundert Häuser sind zerstört, Tauscnde obdachlos. Grund un5 Hode« vou Tausenden ist verwüstet Der an den oolziissl'chslcn Osundsli'lckcü aligcrichlcle Eä'adcn beträgt M'llioüel'. Noch droljl wcilere Gcsat,!'. DaS Elend ist naliie, lo?, schleunigst' Hilff dlirigend »olhwet't'iq. Einer Plival-Drpesche zufolge sollen im Goldvachlhale 120 Peisol'"» ums Leben gttommcn sein. lelegraphischer Wechselkur« i' 28 Mai 5pe>-, MsiaLiaue« <>4.?5. f.ps,, 'liationnl Aiilehk« 72. I8«0er s-laalz.Nnlehtl! I0^.><0. — Vans-Ns,", P.'l7, - Krtd'l« «f'e„ 334 «0. - i'midc,! 112.75.— ?ilbc> 11N.«5. - ll l Mttn,' D'l^'e» 5>,42 - ^lltiolss!"«-.!? ^99 Da« Postdamftfschiff „Holsalia." Kapilän Vareub«. siing am 22. Mai mit «25 Passagieren von Hamburg nach ?iew>?)orl ab. Da« Postdamvfschiff „Silesia." Kapitän Traulmann. wll« ches anl 8 Mai von Hamburg abgegangen, ist am 21. wolbchal» ten in New-Iorl angclommen. Handel uud Wolkswirlhschaslliches. «udolfSwertl,, 27, Mai. Die Durchschüitts-Preise stelllen sich ails dem heutigen Marlle, wie folgt: fi. lr. fi. ll. Weizen per Metzen 6 60 Vutler pr. Pfund . — ^ Korn „ 5 70 Eier pr. Stllcl . . - N Nerste ... 3 70 Milch pr Maß . - 10 Hafer .. 2 20 Rindfleisch pr Pfd. — 24 Halbfrucht .„ -- Kalbfleisch „ — 26 Heiden „ — -. Schweiinsleisch „ .- ^ Hirse „ 4 40 Schöpsenfleisch ,. — -Knluruh „ 4 ^0 Hähndcl pr. StUck — 3i) Erdäpfel ., — — Tauden ,. - -linsen « ^ l — Heu pr «lmtner . 2 ^ Lrbsen ,. —!— Stroh .. . — 8a ss'solen ,. 9 Kft Holz, harl:i>32". Klst. 6 ^ Nindt«schmalz pr. Pfd, — 5,0 — weiches, „ — — Zchwelneschmalz „ 55 Wein, rother, pr,n>. Loser. Kaufm., Pest, - Fitz. Goltschee. -^ Dr. Iulialj. Triesl. -- Ehrenreich. Gulsbesil^cr. Ponovilscli. »«»«>> «,,^«»z»». Nalland. Hotelier, Lllli. ^ Wagner. Ve-anne. ylabsssiiia Hirschf'ld, Kaufm, und Nmbroschih, W'lN-- Nauscheiifel«. Nenner, Marburg. »»»»»»««»»er »ns. Widil). l. l, Ttrafhaus-lldjunct. Or«- Z "3 i° vT : 2; 5«z ' 1 u n ' u ^z« 5U. Mg. 73«.4 >13.l NO. schwach ganz btw. , 2«. 2 „ N 73«o8 < l ^ 7670 ?725 «ieder-Oefterrtich . . „ 5 . 34 25 9475 Vber-Otfterr«ich . . , h , 94— 95 — Gielienölirgru ... „ 5 „ 79—7^50 Sttterir.ut' ... „ s> . 91 — 92 -Unaaru ... „ b ,. 82.— 82 50 O. Andere öffentliche Änl,l»^,, T>onlluregul,rung«lose zu 5 p«lt. 56 75 9?.— U, a Eisenbahnanlehcn zu 120 st. ö. W. Silber 5", pr. Slucl 109 50 109.75 ün» Prilmienanlehen zu 100 ft. z 3^ "". ^m»ahs.)«. «Vt«? 10b.— 105 25 W»ner ». Aetle» von Va»k»nflitut,n. Anglo-^sterr. V»»l.....32l 50 322 - Vlli-.luerein.......306.— 3"8. - «oden-llreditanftlllt . . , . 275.- 277 — lreditauttalt f Halldel u. Gew. . 534 80 335 — 0 155 --Deposittnbanl . . .«. . . 10l).— K'0.50 Hocuuisile-Hesellschllft. u, ö. . 995 —100'».— Franco-often. V»ül . . . .,38— :38 50 Handelsbank.......219 25 2il<7ö Nalionalbanl , . . 836 — ^37 — Umonbanl . . . . . .287.50 288.- Aerelnsban!.....132 50 l<3- Verlthrsdanl . . . . 200.50 201.— l5. Äctien von Trausporeul.llrneh» »nuugtll. Äeld Waare illfüld-Fiumaner Vahu . . 18150 182.-- «>''hm Wlslliahn.....261.75 2^2 25 Harl-z»udwig-O°hn.....258— 25«.50 DonllU'DHrnpffchifsf. «Vesellsch. 602. - 604 — hn.....^50.— 251,— Llisabeih-WeNbahn (Liuz - Vub- weiser Strecke).....213,50 214- Heri)'.uV5.»'',^»-,?»«hy 187.— 188 — lfr«n,,N°s,»h«.^ahn . . . .2105021150 L«ml>er2.-«,^»..I»ssver,V»hn 1»iZ5>0 l«4 - Llovd. »fterr...... 465.- 4li8 Oefterr. Nordwestbahn . . .215—215 50 Nudolfa-Bahn..... 179 - 180. Viebcnbllrger Nahn . . -------—.— Staalsbihll ..... 357 - 358 — ZOdbahn ...... 201 50 201 75 Vttd.nordd Verbind. Nahn . 184 — 185 — thtlß-Vahn . . , .27750 276,— Ungarische Nordossbahn . . 164—165.— Ungarische Ostbahn . , . 139.75 140 -tramway ..... 310.- 31050 ?. «Pfandbriefe (fi:r 100 fl ) illg. lly «od^n-Hredit.Anstalt Oeld Waare oerlaabar zu 5 P«it. in Silber 103 50 1^4 - ^.ln33I.ruckz.,u5pLl,ini.i:'analb. zu 5 p«t ii. W. . .92 20 <<2 30 >uq.«°d.-lred.-Nnß. ,«5'/, Ptt. 89 40 89.70 «. «Krioritätivbllaationeil. «el^ Waare ^li,.-Weftb, in S. verz. (l. Emiss.) 92.70 93.--Hervillauds-Noidb in Sild uerz. 103 80 104 — ,f-5l^Iosevl,«.Vihn . . . , U'150 101.75 ' 5nrl-L,:5m,!5.<.«V.v,r<.! Vy». 104 50 .— ^rft'«^. «l«»r<»»,»5>,,i»n . . 101.50 10170 O,N Wo«" sirbenl». Vahn in Silber verz. . 93 1<» "3 A Staat«!,. O. 3'/. . 5.sX)Fr. ..< s<"" Sudb.O 3°. » 500Zfrc, pr. Stllck 114 75 «15, . sb.-O.^200ft.z. 5"„<«r l00fl, 95 60 9b9U sildb.Von« «'. (I87<» -74) , f,00 Fr^s pr. «tuck . — — ' I^ >wss Oftbah« sUr 100 fl . 82- ^" ^ Vambur«. fur 100 Marl Vanc« 83 — "^ „^ V°n5°u. fUr 10 Pfund ^terln.^ N2-70 ii Par,«, siil 100 ssrau?« ... 44 30 ^» K. MUnz-Ducate^ . b ft. 42 ^. ^" ^ ^ 'jtapolconsd'br . . 8 ., 99 « ^ " „u, Preutz. Lassenschemt 1 « 68 . ^ " ^.', sill.r> ,10 . 7b . N1 <. "- - «rawisch. Hrundentlaftu««« - o^ation^ Pri-