Schriftkitanz: fhtkaldiüc Nr. » (•*«<«* Hail t. l »»rk«?,,»c: TZ,vch s»il V bei €oim- a. fWn- t«8f) da» II —IS Ufer c«rm. *o»W4mt-nne,It«g «vrgo». V»ftspa7f«fse«'S»ato 50.«so Ber».'Ituug: StatbauSgafl« Nr. I s»tzc»«« v»»>. VrzllqSdkdlilgmigri: Drrch »t« P»ß dnvgciii ...im Mtwi| . . . K • •»B«atrij . . , . » irw &•» «111 i ntl äuleDut tu* ftiil' WamtlUt.....K II, BU(tctM|rif . . . K 5 H-N>j>»ria ....»»-. ! . . k ir— »ilu Hatlaak rrtibrn (14 »k ^riti()#-aftttDTfn jtn&lc IjdJnt« Efconiumrutl 4ie Arncker Sänger bei den ZZrüdern im bedrohten Land. Auch in diesem Jahr» ist tt un« zur Zeit, ba die Sommerjonne ihren vollen Glanz über bat Gelände auSgegofsen ha», vergönnt worden, liebe Eangetbnider in den Mauern unserer Etabt will» lonmn zu hrißen Liede Landeleule au« dem Tal. ,da« die Mürz durchbrauste hat der WandHolstein vp ewig unaedeeli!". mit unaekümer Leidenschast wider den Uebermut der Dänen stritten und Gut und Blut daransetzten, um beisammenzudliib»». E« war ein schon lange gedegier Wunsch der Bevölkerung Cilli«, den städtisch.», Bürgern de« nördlichen Teile« de« Heimailande«. an die un« so eng» Bande verknüpsen. die gemeinsam mit un« in den nationalen und politischen Siürmen der Gegenwart Deutschtum und Freiheit verteidigt haben und jederzeit treu zu unserer Vaterstadt standen, um frechen Slavengelüften zu wehren, di» herzlichsten Sympathien persönlich zu dezeugen. Diesen Wunsch erfüllt und un« unsere Heimai«genossen au« dem Norden nahegebracht zu haben, ist ein ehrenvolle« Verdienst de« Tillier Männer» gesangvereint« und im besondere» der Herren T e p p e i und Rauscher. Die ernste Strömung unserer Zeit bedarf eine« regen Hinweise« auf die idealen Güter de« Leben«, zu welcher in erster Linie da« veredelnde, stärkende und stet« begeisternde Wesen de« deutschen Gesänge«, gehört, welche« den Gemeinsinn und d>n Kunstsinn förder», dem völkischen Selbstgefühle »inen höheren Schwung vkrleiht und dadurch den Antrieb zu manne«würdigen Taten gib». Die Brucker Sänger sind neben ihre r n iiio-nalen auch ihrer künstlerischen Sendung gerecht geworden, sie haben dem edlen deutschen Sänge Ehre und Prei« erworben. Darum Heil der wackeren Sängerschar ! Möchten ihnen die Tag« von Cilli in steter und angenehmer Erinnerung bleiben! per Hmpfaug. Der vormittägige Postzug brach!« un« die sehnlichst erwarteten, lieben Gäste au« dem Ober» lande. Wie aufrichtig die Siammetbrüder au« dem steirischen Norden von der Bevölkerung Cilli« will» kommen geheißen wurden, wird wohl am besten Dem Bürgermeister von Haötonz! Herr Bürgermeister, wenig man Sie kümmern. Wa« «>«« veuisch« Frau von Ihnen denk». — — Denn, w r um eine« Orden«däi>dchen« willen Die Wiibelsäule »ich so sehr verrenk», Dem kann da« Wörtchen deutsch nicht« mehr bedeuien Und schlichter Menschen Meinung gilt ihm nicht«. In kecker Pose steht er. kalt verachtend Da» strenge Urteil seine« VolkSgerichl«. Die« Urteil, Bürgermeister, ist gesällt Und durch der Zeiten Dauer bleibt'« bestehen: Der Hälbling ist ein schmählich schlechier Held, Der seine« Volke« Farben nicht will sehen. Die Kinderei de« TaselüberdeckenS Zieht eine große, schwere Frage nach: E« schämt« Posfelt sich de« deutschen Reckens Und dies« Schau, wächst ihm empor zur Schmach! — D«r Volk»verrat — da« ist ein böier Frevel, Dem blut'ain Eliernmorde kommt er gleich. Und ist nicht kleiner d'rum. weil er geworden Gewohnheit schon im lieben Oesterreich. — Germania! Dem ung«tr«uen Sohn« Bereite du der Strafe herb' Geschick: Im Traumgeücht erschein« ihm und lohne Die Höfling«dücker»i m<» einem Blick. Und diesen Blick Ir.ff* er in jedem Auge, In da« der seine prüfend sich ve> senkt; Und überall seh' er die gleiche Miene, Wohin er sich auch suchend, fragend lenkt. — Verachtung! — Ob «in kleine», bunies Bündchen Gleich schwer d«m inhaltsschweren Worie wiegt? Oo »iiler folcher Last der Schuld der Rücken Sich tiefer nicht al« vor Monarchen biegt? Man fallt' ti meinen. — Ander« lehrt da» Leben. E« pezen viel mit dreister Stirn umher, D>e sich dergleichen Schande hingegeben. Und idr Gewissen drückt sie nichl zu sehr. Der Siab inde» ist über sie gebrochen Und wieder frägt ungläubig jeder Mund: .Ein deutscher Mann vor seinem Fürst gekrochen?' Pfui! Tugend ist da« nur — bei einem Hund. Johanna Velldorn. Aötkische Pflichten der Kran. In der hochgradigen nationalen Bedrängn!«, in w«lch«r die Deut'ch«» Oesterreich» sich auqen» bl'cklich befinden, ist e» unumgänglich noiwendig geworden, daß durch die höchsten Anstrengungen und Opser der Hellsehenden die verdervliche Lau-hei», der „AuchZtuischen" w«»tg«macht werd«, wenn nichi die Existenzfrage unsere« Volke« in diesem Staate immer verworrener uns bedrängter werden soll. — Da e» nun eine feststehende Tatsache ist', daß die Frauen sich unter ihren Wiltschast«sorgen feilen Zeit nehmen, ein wenig über ihre Volk«» pflichten nachzudenken, soll ihnen durch diesen dadurch bekräftig», daß sich die Sladt zum Teil schon tagS vorher in ihr Festkleid warf. E« waren wohl nur wenige Häuser, die de« Fahnenschmücke« tnibehrlen. Besonder« fiel diesmal die überwiegende Zahl der fchwarz-rot-gelben Flaggen auf. Lange vor de« Eintrefft» de« Zuge« füllte stch der Platz vor b«m Bahnhofsgebäude mit einer festlich g„ schmückten Menschenmenge. Die Frauenwelt war besonders start vertreten und all di« anmutige« Frauen und Mädchen trugen Kornblumen an der Brust oder im Gürtel. Auf dem Bahnhöfe erwarteten die Gäste der Bürgrrmrift«r«tz«n für die Unteilbarkeit unsere« Aufsah Gelegenheit geVoten werden, »ine Zufam-menstellung und Erläuterung d»r dringlichsten der-selben zu finden. Der vielfachste und erste der die«bezüglichtn Sätze muß lauten: Hemme deinen Mann, Bruder, Sovn usw. nicht in der Erfüllung seiner nationalen Pflichten. Wenn der Mann tagsüber in s«in«m Berufe tätig gewei-n ist, fällt e« ihm abtnd« oft schwer, eine gewisse Trägheit und Müdigkeit zu überwinden, lein behagliche« Heim zu verlassen, um an der Sitzung eine« politischen, eine« Schutz» vereine« u. dgl. teilzunehen. Muß er nun noch ein ärgerliche«: »Du gehst heute schon wieder au«" oder vielleicht gar eine kleine Unmut«fzene er« warten, dann verdrießt ihn da« Fortgehen und er bleibt zu Haufe. Der Frau Wunsch ist damit er» füllt; sie genießt nun die Unannehmlichkeiten de« Zusammensein«, de« Au«sprechen« usw. Liebe deuische Frau! Du sollst aber ni tt immer nur an Dich und D ine nächsten Lieben denken ; Du sollst um ber großen Sache willen, ba« Entfallen de« gemütlichen Abend» geduldig und heiter hinnehmen und den Mann nicht, gilt e» ernste naiionale Arbeit, abHallen, sondern «rmuntrrn l Und ist Dein Mann vielleicht in einer Stellung, in der die politische Gesinnung zu einem Hinderni« beim raschen Vorwärtskommen werden kann, fo sollst Du Deinen Mann nicht zum Kleinmut und Rückzug, oder Abfall, oder gar zur Gesinnunr.«-lumperei bereden, sonder tapfer mit ihm au«» Seite 2 schönen Heimallande«. Herz und Hand unsere« geliebten Steirerlaa» 1* Stach der mit Heilrusea aufgenommenen Ansprache dankte der Obmann des Brucker Männer» g«sangv«reineS für die freundliche Einladuns,. der die Reise in di« schön», ftra««deuische Sannstadt zu verdanken sei. ES sei ein schon lang« gehegter Herz«nSwunsch dir Brucker gtwesen, an die unter» steiusche Sprachgrenze zu sonnen und dort einen Teil jener Volksgenossen von Angtsich« zu Angesicht kennen zu lernen, welche so treue Wacht halten» und man schätze sich glücklich, «it diesen treuen Hütern der Heimatsscholle in fc«undschasilich«n Berkehr treten zu können. Mit d»m Wunsch», daß in dirsen Tagen sich ein Fr»undschaft«band um die Brucker und Cillier knüpfrn und daß die« Band ein feste« bleiben möge, brachte Redner ein Heil aus die Cillier Sänger, woraus der Brucker Sesanftverein seinen Wahlspruch sang. Bürgermeifter-Slelloertreter Dr. Jesenko begrüßte nunmehr die Gäste im Namen der Stadt «it folgender BrgrüßungSansprach«: .Meine sehr geehrten Herren vom Bruck-r Gesangvereine l Im Namen der Stadtoertretung heiße ich Sie an der Schwelle der Slavl Cilli herzlich willkommen. Der Fefte«jubel, der Sie bereit« hier umrauscht, die schwarz-iot-poldtnen Grüße, die Ihnen au« den Straßen der Stadt entgegenwehen, zeigen Ihnen, wie sehnlich Sie «rwartei worden sind. Sie kommen jj al« liebe Stamme«brüser. die un« in ernster Zeit in treuer Waffenbrüderschaft zur Seit» gestansen sind, sie kommen al« Sieirer au« dem Oberland,, und bekunde» damit, daß Nord und Süd fest zusammen-hält in der Verteidigung der Unteilbarkeit der schönen, grünen Steiermark. Die kommenden Stunden mögen Ihnen, geadelt von der Macht de« deutschen Liede«, Frohsinn und Heiterkeit in reicher Fülle geben. Wenn aber die FesteSstinmung verklungen und der graue Alliag Sie wieder umsängt, wird die Erinnerung an unser deutsche« Gemeinwesen — ich bin fest überzugt davon — in Ihnen fortleben. Sie werden die Ueberzeugung mit sich genommen haben, daß hier unten im Süden, hart an den Marken de« Lande«, eine Schar kampferprobter Männer die Grenzwacht hält und dafür sorgt, daß dem deutschen Volke der Weg zur Adria offen bleibt. Ja diesem Sinne biete ich Ihnen nochmal« ein herzliche« Will-kommen. Heil Ihnen!" Brausende Heilruf-. Alle Säng-r singen vereint den Wahlspruch de« steiermärkischrn Sängerbünde«. harren und in GoneSnan-n Dich mit dem knapperen Einkommen begnügen und freudig aus schöne Kleider, «in Mehr der Unterhaltung und d«« Vergnügen« verzichten — steht doch so viel Größere«, Gewichtigere« aus dem Spiele al« der Tand uud da» Wohlbehagen, da« der steigende Gehalt einbringen würd«! Wenn da« erste nationale Gebot, sich mehr aus da« Negativ« bezog, aus da«, wa« die deutsche Frau nicht tun soll, >o kommen wir nun zu ihrem positiven Wirken. Hier steht allen vorai die Jugenderziehung. Deutsche Mütter, erziehet eure Söhne und Töchter zu strammen Deutschen'. Eure Kinder sollen im höhstmö^lichem Maße alle jene Eigen» schaslen besitzen, die unseren Vorfahren eigeniüm-lich waren, sie sollen sein: Wahrhast, hochgemut, seelenftark, ideal; sie iollen aber auch köiperlich kräftig sein, nicht verweichlich« und ängstlich, sondern surchtlo« und w,tt«rhart. Zierbeng«! werden in dem sich st'l« mehr zuspitzenden Kampfe schlecht tauaen; die Zukunft braucht ganze »>nd ge« schulte Männer. Uederjehet nicht den Einfluß Der Bücher I Legt den Kindern deutsche Märchen und Saaen, später kernige Lieder und nanonale Werke (Körner, Arndt, Scheffel, Dahn!) in die Hand! Euer Heim trag» den Stempel d»« Deutsch-tum« und jede« Euerer innigsten Feste werd« ge» krönt durch irgend »in» Kleinigkeit, die sich aus euere nationale Gesinnung bezithl! Da sind e« vor Unter den schmetternden Weisen der Cillier Musik» »erem«kopelle zogen fadann die Gefang«verei»e, welch« die sr»«v«n (Bäste in ihre Mit!« genommen hatten, durch di« vahnhofaaff« und die Graz»r» straß» zum Hottl „Terschek.* GUich beim Au«» tritt» au« d»m Bahnhose wurd«n die Brucker von lebhaften Heilrufen der dort harrenden Volk«» menge begrüßt und au« alle« Häusern ergoß sich »in R»g»n von Blumen und Kränzen auf sie herab. Bom Bahnhof« durch dir Bahnhofgasse und Grazer» straße bi« zum Hotel Terschek erschollen ihnen aus Schritt und Tritt vom Herzen kommende Heilgrüße entgegen. Im Hotel Terschek, wo sich alle Festeste einsanden. fand dann em Früh« schoppenkonzert statt. Hier konnte sich di- Brucker Sängerschar, im kühlen Schalten de« Gastgarten« bei den trefflichen Vorträgen der Cillier Musik» verein«kapeUe von den Strapazen der bei der herrschenden tropischen Hitze gewiß nicht ange» nehmen Fahrt durch einige Stunden erholen. Das Aestmahl. Um '/,2 Uir ward im Hoiel Stadt Wien da« gemeiniame Miiiagmahl eingenommen. An demselben nahmen außer den fremden Sängern auch die meisten SangeSbrüder von Cilli und viele andere Bürger und Freund« des deutschen Sanges teil. Den Reigen der Trinksprüche eröffnete der Obmann des Brucker GefangvereineS, Herr Dr. Schmid. Redner beteuert nochmals die Sehn-sucht, mit der es die Brucker nach dem steirischen Süden hingezogen habe. Schon immer hätten sie Verlangen getragen, einstmals jene Stätten betreten zu können, wo die Kämpfe Deutsch-Oesterreichs aus' gefochten werden, wo sich der eigentliche Kampf abspielt. Heute fei dieser Wunsch endlich in Erfüllung gegangen und man sei hiebei auf daS freudigste über-rascht worden durch den großartigen Empfang, den man ihnen bereitet habe und die Wärme, mit der man ihnen begegne. Er sage hiefür den allerherzlichften Dank der Brucker Singer und man könne sich der-sichert halten, daß ihnen die Cillier Festtage unaus-löschlich als herrliche Freudentage in Erinnerung bleiben werden. Der Obmann des Cillier Männergesangvererns, Herr Teppei, erwiderte darauf mit herzlichen Worten und richtete an die fremden Sänger die Bitte, der Stadt Cilli ein getreues Gedenken zu bewahren. Sein Glas erhob er auf das stete und innige Zusammenwirken der Sangesbrüder von Nord und Süd. Redner sprach den Wunsch aus, di« Brucker Sänger möchten, heimgekehrt, für die allem die Bilder der größten Deutsch«», da »st «« die Kornblume und da« heiln« Schwarz-rot-gold. da« v«> Ausschmückungen des Heime« und bei Ge-schenken »ine große Rolle spielen kann. Da lind die Berkaus«gegenstände der Schutzoereine: Bries» papier, Zünder, Zahnstocher, Bleiitiite, Schkf1öpst. Doch kann jede Fran indi der Eigenart ihrer Stellung und ihres Wesens ihrem vö.kijch n Pflichil'« rußsein noch anderS «nisprechen. H>«r diel«» zumal die Schutzoereine ein weile» Feld. — Die Frau die, wenn e» da« Wohl und Wehe ihrer Sippe gilt, die eigen« Person mit so dewun» dernS-verier S.'lbslversländli^keit in den Hinter» giunv schied», sie muß ti doch lechi erlernen können, auch der VolkSwohl^ahrt gegenüber ihre stlbsti'chen Wünsch« zu unte;Drücken. Schwer lastet die Z:tt auf unserer Männer Schultern, wir wollen al» «reue Gesäsrlinne» auch einen Teil der Last aus un» nehmen! — Johanna V llhern. Ncamer 52 Vertiefung und Ausbreitung des nationalen Äe danken« wirken, damit den Deutschen de« Unter-land«« in den Zeiten der Not treue Helfer in den obersteirischen Landsleuten erstünden. Herr Stoißer vom Brucker Männergefangverein beantwortete diesen Aufruf mit folgenden Worten: Verehrte Anwesende! Als Vorstand-Stellver-treter erlaube ich mir auf die Worte des Borstandes Herrn Teppei kurz zu erwidern. Er hat unS ersucht, der Cillier nicht zu vergessen, nicht jener zu ver-geffen, die aus gefährdetem Posten treue Wacht halten. Ich kann sie versichern, daß wir diesem Ersuchen gern und mit freudigem Herzen nachkommen. Die Stadt Cilli erfreut sich ja im Oberlande als nationale Stadt eines sehr guten Rufes. Wir haben schon immer mit ihnen mitgefühlt. Zch gedenke hier eines Erlebnisse« aus jenem Zahre, in welchem man der Stadt Cilli das slavische Gymnasium auf» zwang. Zch befand mich zur Zeit, da unS die Kunde von dem Anschlage auf den deutschen Charakter der Stadt ward, in einer geselligen Runde, in der alle schmerzlich betroffen wurden; jede« Wort verstummte, jeder Frohsinn war uns benommen. Seien Sie ver-sichert, daß wir den Brüdern im bedrohten Land stet« die hilfreiche Hand darbieten werden, doch glauben wir, daß so kampserprobte Mannen, wie Sie unserer Hilfe gar nie bedürfen werden. Sollte aber doch einmal der Ruf an unS ergehen, dann wird Brück und das Oberland treu an ihrer Seite stehen!" (Heilrufe.) Die Sänger singen den Wahlsprach. Das Hotel Stadt Wie» bewährte auch bei dieser Gelegen-heit unter der Leitung des Herrn Granigg feinen guten Ruf. Küche und Keller taten dem verwöhn-testen Gaumen genüge. Die Speisenfolge verzcich-nete folgende Leckerbissen.- Geflügelragout mit Klös chen — Blaue Forellen mit Buttererdäpfel — Englischer Lendenbraten — ZungeS Gemüse — Back-huhn — Gemischter Sala, — Fruchteis-Waffeln — Kaffee. Nach dem Mittagmahle folgte ein Teil der Brucker Gäste, geleitet von Cillier», mit denen man sich bald in inniger Freundschaft gefunden hatte, einer freundlichen Einladung des Herrn Teppei und be-suchte dessen, einen herrlichen Rundblick gewährenden Weingarten, wo man auf das Beste bewirtet wurde. Nur schwer konnte mau sich von dem paradiesischen Erdenwinkel trennen. Trinksprüche auf den Gast-geber und den ^reundschaftSbund zwischen Süd und Nord würzten auch hier das Mahl Abend« um 8 Uhr fand dann im »Hoiel Terschek' die Liedertafel stait. die zu aroße» Eh-unge» für die B?ucker Fervirg deine Leiden!*) Bon William Walker Attinson. Sprich nie von dnnn Leiden! E» hilft dir nicht«, wenn du mit einem ?etrübie» Gesich, herum» gedst und jedem Menschen von den Schmerzen er» zählst, die du zu ert a^en hast Glaubst tu eiwa. daß deine Last dadurch leichter wird? Glaubst du «lwa. daß jemand dir hellen wird? Dein« Erfahrung lehrt dich, daß jeder m>l iich allein zu (un hat; daß jeder seine eigenen Wund.» zu heilen hat. Selbst diejenigen, die immer bereit sind zu helfen, werden müde, denen beuustehtn. die nur von ihren Leiden sp -chen. Jemand, der di« Gewohnheit Hai. oanze Erzählungen au« seinen Schmerzen zu machen, immer ein böie« Gesicht zu zn,.en, wiid sich bald bei allen Menichen unmöglich machen. In dieser Beziehung sollien die Frauen sich ,vah,lich un den Mannern «in Beispiel nehmen. Ich habe in meinen Actikeln wiederhol« über tie Gleichstellung und Gleichberechnaung der beiden GffUechier gefprochkn; ich kann jedoch > ich« umhin, m>ch in «inigen Punkt.» zugunsten de» männlichen Geschlecht« zu äußern. Gewiß maa e« auch unier den Mannern die und da einige g«b>n, die ihren Mitmenschen mit ständigen Klage» zur Last sallen, je?och werden sie bald davon zurück,ehalte», da die Vertreier ihres eigen.» *) Aus «Neue Gedanken". Psychologischer Verlag, Berlin W8. Nummer 52 Sängerschar führte. Man jubelte ihnen zu und ließ «it den Beifall«stur«» solange nicht locker, bis «an sich t«Met ans« Rene zu Zugaben tni* schloß. Wir bringen einen di« künstlerische Seite de« Abend« würdigenden Bericht in unserer nächsten Blattfolge. Bereit« »« 7 Uhr waren der große Garten-saal und der ausgedehnte Sitzgarlen buchstäblich bi« auf da« Utzie Plätzchen gefüllt. Wer etwa« später ka«. fand «it dem besten Willen keinen Platz «ehr. Die Brucker Sänger haben durch ihre Leistungen bewiesen, daß sie von edler B». geisterung für da« deutsche Lied durchdrungen sind. Ihr Bortrag ließ erkennen, daß sie an ihre Ausgabe eine« hingebungsvollen Eifer und Fleiß darangesetzt haben und so blieb denn auch der schön« künstlerische Erfolg nicht au«. Der unrr-«üblich« Sangwart Herr Bürgerschullehrer G r i r«-»a n n. de« wohl der Verein di«s« tüchtige Schulung dank», kann stolz sein aus den Erfolg, den feine Sänge in Cillr «rrung«« hab«n. Am nächsten Tag. a« Ea»stag wurdkn um 10 Uhr vormittag im .Waldhaus«' di« so rasch lubgeivonnenen fremden Sänger «it eine« Arühschoppe» bewirte». Wa« die« bedeutet, wissen wir au« den Erfahrungen von vielen Jahren her. Stet« haben unsere wackeren deutschen Fronen bewiesen, baß sie keine Mühe scheuen, wenn es gilt, einem völkischem Gebote zu folgen und der deutschen Insel im slavischen Meere neue Sympathien und Schirm-vögte zu gewinnen. Auch diesmal fand sie ihre Auf-gäbe am Platze und geschästig regten sie die Hände, um den Brüdern aus dem Oberlande eine gastliche Stätte zu bereiten und ihnen die Erinnerung an Cilli zu einer angenehmen zu gestalten. Nicht einmal der denkbar ungünstigste Wetter-umschwung — in der Nacht begann es zu wettern und in den Morgenstunden überraschte unS der schönste Landregen — vermochte diesem Teile der Festordnung Abbruch zu tun. Al« die Sänger um 10 Uhr in daS WaldhauS kamen, wurden sie von einem Flor von reizenden Frauen und Mädchen mit herzlichen Heilrnfen begrüßt. Nun widmeten sich die wackeren Frauen der Bewirtung der lieben Gäste mit einem gastfreundlichen Eifer, wie ihn nur die deutsche Frau kennt. Wir wollen sie hier gleich nennen die wackeren Frauen: Walburga Eichberger, Iosesine Eichler, .Ella HauSwirt, Julie Hofer, Theresia Patz, Hilda Pinter, Leopoldine Rakufch, Betty Rauscher, Minna Skerianz, Annita Stiger, Unger-Ullmann. Mizzi Walter, Rosa Wehrhann. Hanna Wrada-Halm und Luise Wunsch. Treu zur Seite standen ihnen die Fräulein: Elvira und Pina Geschlechte« ihnen zumeist den Mund verschließen. Die Zeit verdie»,» e« ihnen, sich di« Erzählungen anzuhören und die Energie, mi» der Ver gesund« Mann seinen Geschäften nachgeht, verlangt er auch von dem Krank«». Bei Frau«n verhält e« sich in diesem Punkle ganz ander«. Mit zärtlichen Echmeichelau«drücken und den Worten de« leb« hasieften Bedauern« suchen sie einander zu trösten. Sie sallen sich selbst gegenseitig zur Last; sie er. müden einander; sie langweilen einander und keine von ihnen würde den Mut besitzen, der anderen ihr» Erzählungen zu untersagen. Sobald eine Frau irgend ein L.iden hat und nicht genug bemitleide» wird, glaubt sie. jeder Mensch ist gegen ste. Sie denkt fortwährend an unangenehme Ding«; sie such» geradezu nach Leiden und natürlicherweise findet sie sie auch. Der Mann sucht nach Kämpfen, um seinen Zorn zu überwinden; die Frau nach kleinen Reibereien, an denen sie sich müde und mürbe mach». Der vorherrschende Gedanke in dem Hirn eine« Menschen macht seine ganze Position au«. Jemand, der fortwährend den Glauben hat, daß man ihn beleidigen, verletzen will, findet natürlich in jedem Wort eine Beleidigung und wird ohn« Sorge gar nicht mehr leben können. Ich erzählte in einer meiner früheren Arbeiten Bratschitsch. Brunner, Dtrganz, Donner, HauSbaum, Minna und Ella Jellenz, Katziantschitsch, Paulin« PoSpichal, Minna Rakusch, Hanni Stthlik und Wogg. Di« Leitung lag in den bewährt»« Händen der Frau Leopoldin« Rakusch. S«hr bald «»griff die T«ilnkh«er ein» recht festfreudige Stimmung und ,« wechselten Vorträge de« Brucker Männer-gesangverein»« mit Vo> trägen der Cillier Musik» oerein«kap»lle. Die Brucker Sänger haben bei dieser Gelegenheit ihre Unoerwüstlichkeit gezeig». Trotz der gewiß nicht geringen Inanspruchnahme am Bortage legten sie auch nun eine staunea«wer»e Leistungsfähigkeit an den Tag. Ein feierlicher Moment war »«, al« Frl. Martha Rakusch im Nam»n der deutschen Frauen und Mädchen Cilli« de« Brucker GesangSvereine ein Fahnenband *al« Erinnerung an die Tag», dir di» Sänger au« de« Ob»rlande in de« allweg »reudeulschen Cilli verlebt haben", überreicht». Der zweite Schriftführer de« Bruckrr G.sangvereine«, Herr S « rczek. dankte «it herzlichen Worten für da« fchöne Angebinde, welche« de« Vereine stet« ein Wahr-zeichen deutscher Frauenhuld urd deutscher Gast-freundfchaft sein werd». Der heutige Tag sei ein besonderer Festtag für den V»r»in. an dem an diesem vorgeschobenen Posten deutsche Frauen den Verein durch ein so ,chöne« Zeichen der Freundschaft geehrt. Er ba» die Anwesenden, die Ueberzeugung hin-zunehmen, daß die Brucker ste»« innigen Anteil nehmen werden an d»m schön»« Erdenfleckchen Cilli, daß auch in der Murstadt der deutsche Geist »reue Wacht halte und daß die Brucker mithelfen werden «it Herz und Hand, wenn die Not an Cilli herantreten sollte. Man lasse im Oberland« ni» »in F»st vorübergthkn. ohne an Cilli zu denken. Mit dem überreichten Band« sri ein Band der Frrund« schast zwischen Brück und Cilli geknüpft worden, da« fortbrstehen w«rd« di« in die fernsten Zeiten. Selbst bi« in da« Abendrot de« Alter« werd« den heuligen Festteilnehmern diese« Band die Erinnerung an Cilli erwecken; man werde e« hoch in Ehren hallen und ste»« daran denken, daß e« von den Deutschen Cilli«, dieser deulschen Hochburg, über, reicht wurde. Er schloß seine Rede mit den Worten: „Deutsch Cilli jetzt und immerdar!" Der Brucker Männergesangverein sang darauf seinen Wahlspruch. Der Obmann des Cillier Männergesangvereins, Herr Teppei, erwiderte in herzlichen Worten und ersuchte die Brucker, CilliS nicht zu vergessen (Rufe: NieI Nie!) und wenn unsere völkischen Gegner den Versuch machen wollen, daS Oberland vom Unter-lande zu trennen, dann mögen sie treue Waffen-brüderschaft halten. (Brausende Heilrufe und be> geisterte Zustimmung.) Alle Sänger fangen darauf den Wahlspruch des steiermärkischcn Sängerbundes. Nun harrte auch des Cillier Männergesangvereins von zwei Hunden. Der eine, der stolz einherging und selbstgefällig in der Sonne lag, wurde von keinem Menschen belästigt; der andere, der ständig mit eingezogenem Schwänze herumlief und fort-während winselt», würd» von jedem Menschen mit dem Fuße gestoßen. Und so geh» es auch den Menschen. Menschen, die hoch erhobenen Haupte« einderschreiten. denen da« Selbstbewußtsein im Gesichte liegt, werden geschätzt und geehrt, wenn ste auch hie und da für selbstsüchtig und hochmütig erklärt werden. An Mißgeschick d?nken, bringt schon da» Miß-geschick herein. Wahrlich, e» ist besser, sich mit kleinen Mitteln durchzuhelsen. fröhlich und guter Dinge dabei zu fein und ein kleine« Mißgeschick, da« einem widerfährt, für sich zu behalten, al« ständig klagend und weinend herumzugehen und den Menschen auf dies» Weife Veranlassung zu geben, sich hinl»r unserem Rücken über un« lustig zu machen. Erzähle deine Leiden keinem Menschen; behalte sie nur für dich allein und ste werden sterben. Doch sprichst du darüber, dann fäest du sie. daß sie wachsen, bi« in« Unendliche sich au«dehnen und deinen Charakter und deine Stimmung verderben. Seite 3 «ine Ueberraschung. Der Schriftführer deß Brucker Männergesangvereins, Herr Paul Writzrr, überreicht« dem Cillier Männrrgesangvereine ein prachtvolle» Trinkhorn mit der Widmung: .Der Brucker Männer-gesangverein dem Cillier Männergesanzverem, Sängersahrt 190(5." Mit markigen Worten, auS denen sich die ganze Begeisterung der Oberländer für die Volksgenossen deS Unterlandes herausfühlen ließ, überreicht« er daS Horn mit dem Wunsche, daß der erste Trunk auS demselben dem deutschen Volke gelten möge. Mit manchen ernsten und manch launigen Trinksprüchen wurde daS Trinkhorn ein-geweiht. Wir erwähnen darunter jenen deS Herrn Wehrhan auf die deutsche» Frauen von Brück, des Herrn Teppei auf den Brucker MännergesangSverein. Herr W e i tz e r (Brück) verla« eine Drahtung der Wiener Lieder-»asel, welche mi» großer Begeisterung ausgeno«-«en wurde. Sie lautete: .Aus heißu«stri»ten«r Erd», Heil und Sieg Euch werde!" Da« Steirer» quartet» ließ auch hier wieder seine prächtigen „G'stanzeln" hören, ebenso da« Hiesch-Ouartett, in welchem Frau H i»s ch so wacker den Frauen-pari gab und da« «n« schon d»n Tag vorher entzück, hatt». E« ist sein Wunder, wenn die Stimmung immer festlicher und freudiger wurde und e« ist nicht zu viel gesagt, wenn wir behaupten, daß gerade dieser Teil der Festordnung am «eisten zur Festigung de« neugeknüpsteo FreundschasiS-bände« zwischen Cilli und Brück beigetragen hab». Und wenn die Brucker Sänger mit guten Erinnerungen von Cilli geschieden sind und unserer schönen Sannstad» «in freundliche« Gedenken widmen, so gebühr» wohl «in großrr Teil de« Verdienste« hiesür unseren wackeren deutschen Frauen und Mädchen. Wenn wir da« Un«il aller in einen kurzen Satz zusammenfassen, so «üfsen wir sagen: E« waren herrliche, unvergeßliche Stunden der Feste«sreude. politische Bundschau. 3>cn treue» Sachwaltern der Deutsch krainer. Ein Vertre»erbespr-chung der deuischnanonalen Körperschaften an dtn beiden Grazer Hochschulen ha» beschloss»«, den b»id»n Reich«rat«abgeordne»en Wastian und Dr. Pommer in einem Schreiben für ihr mannhafte« Eintreten für die Verlreinng der Krainer Deutschen im Reichtrate den wärmsten Dank au«zu'prechen. In dem Schreiben wird beton», daß die ganze Angelegenheit nicht bloß von rein örllicherBednuung. sondern von allgemein nationale« Interesse sei, und die beiden Herren Abgeoroneien gebeten, ihre bewährte Kraft auch weiterhin in den Dienst diefer Angelegenheit zu stellen. Die Annäherungsbelirebungen unseres italienischen Verbündeten. Die ilalienrfche H.ere*-leiiung plant die Verlegung einzelner Bataillone der im Westen und gegen die Schweiz dislozierten Alpiniregimenler Nr. 1, 2, 3 und 4 an die oft» tirolerifch'kärntnerifche Grenze, um den Truppen während der Sommerperiode Gelegenheit zu geben, auch diesen Teil der Grenze näher kennen zu lernen. Im heurigen Jahre werden drei bisher in vorgo San Dalrnazzo, Pmerolo und Aosta di«loziert gewesene Bataillone an die österreichische Grenze verlegt. Der Grund zu dieser Maßregel liegt nicht nur darin, daß Italien durch die jüngfihin bei uns erfolgte Schaffung von Gebirg«truppen feine bi«-herige Ueberlegenhett bezüglich de« Grenzfchutze« eingebüßt hat sondern auch in dem Umstände, daß zum Beispiele an der Reich«grenze von Ala bi« Pontofel den 2V italienischen Alpinikompaguien 26 solche unserer Neusormationen gegenüberstehen. — Weiter ist die Nachricht von der Verlegung de« bi«her in Mantua und Rivoli garnisonierendea Infanterieregimente« nach Venedig zu verzeichnen, von wo ba« 80. Infanterieregiment an die öfter-reichische Grenze gezogen wurde. Diese Nachrichten, besonder« die von der Entblößung der Westgrenze, wie die Meldungen von achttägigen großen Uebungen dreier Alpiniregimenler hart an der westiirolischen Grenze und von dreiwöchenllichen großen Kavallerie- Seite 4 «G»»r,W- paoit ' Nummer 5? «andoern m Be«etien bilde» jedenfalls eine stimmungsvolle Illustration zu der Wie«, Reis« de« italienische« Geaeralstab«ch«sS. Ä»s Stadt und Land. Deutsches Stade«te«heim ßilli. Wie wir bereit» berichtet, begeht der Verein am 8. Juli d. I. die Festfenr deß zehnjährigen Bestandes deß Hause»: Die Feier findet im deutsch?« Studenten« deime statt und beginnt >« >/,U Uhr vormittag«. Die Festordnung ist sollende: I. R. Wagner Ouvertüre zur Oper .Rienzi". anSgesührt von der städt. MusikvereinSkapelle unter Leitung de« Kapellmeister Herrn M. Schachenhofer. 2. Begrüßung der Festgäste durch den BereinSobman« Herrn t. k. LandeSgerichtSrat A. Kotziau. 3. Fest» rede, gehalten vom Schriftführer Herrn k. l. Pro« sessor M. Kurz. 4. Beethoven: „Die Ehr« Gölte«', gemischter Ehor mit Orchesterbegleitung umer der Leitung de« f. (. Lehrer« am StaatSvymnasium in Eilli. Herrn I. Prunner. 5. Menvel«sohn: Rondo brillant, op. 29. für Klavier «it Orchester» begleitung. Am Klavier: Zögling Tenschert Anton (7. Kl.) 6. I. ®. Seidl: „An mein Vaterland", vorgetragen vom Zögling Metz Eugen (3. Kl.) 7. C. De Beriot: Phaniaste-Ballet'. op. 100 für Violine: Zögling Martinz Otto (7. Kl) 8. Schiller: «Macht de« Sesange«", vorgetragen vom Zögling Ewoboda Joh. (7. Kl.) 9. P. Sarasate: „Faust'. Phantasie de Concert für Violine mit Orchester-begleitung. Violine: Zögling Zöpnet B.nno (7. Kl.) 10. Volkshymne. gemischter Chor mit Orchesterbegleitung. Die Einladungen an die BereinSmitalieder, die P. T. Behörden und deutschen vereine unserer Stadt sind bereit« erfolgt. E» wird gebeten, die Einladungen auch für die Familienmitglieder geltend zu betrachten. Die Ausgabe der di« Feier betreffenden Denkschrift findet in den nächsten Tagen statt. Kvangelische Gemeinde. Heute, Sonntag, den 1. Juli, findet in der evangelischen Kirche in der Garlenftaffe vormittag« um '/49 Uhr der letzte Kindergottr«dienst statt. Um 10 Uhr wtrs der Haupigotleadienst (Predigt de« Herrn Bikar RinaSdorss) abgehalten werden. Aeutschvölkischer Keöilsenveröand. Am Sonntag den 24. d. M. hielt der Verband in seinem Heim „zum Stern" eine zahlreich besuchte Monats» Versammlung ab, die einen würdigen Verlaus nahm. Der Obmann berichtet zunächst über den Mitglieder-staud und die Einläuft und widmet sodann dem verstorbenen Mitgliede Herrn Nemetschek einen herzlichen Nachruf. Die Versammlung erhebt sich zum Zeichen der Trauer um den Abgeschiedenen von den Sitzen. Dem Verbände sind vier Mitglieder neu-beigetreten, ein Mitglied ging durch Uebersiedlung verloren. Die Verhandlungsfchrift der letzten Ver-sammlung wurde genehmigt. Der Bericht deS Obmannes über die Bundeshauptversammlung der fteirischen „Germania" in Völkermarkt wird zur Kenntnis genommen. Zur VertrauenSmännerkonferenz der „Reichsgermania" in St. Stephan a. G. wurden als Delegierte die Herren Findeisen und Holzegger bestimmt. Zur Sonnwendfeier wurde der alljährlich bestimmte Betrag bewilligt. Weiter« wurde beschlossen, ein Sommerscst zu veranstalten und werden die vorbereitenden Arbeiten einem neungliedrigen Fest-ausschufse überwiesen. Da wegen ungünstiger Witterung der Ausflug unterbleiben mußte, versammelten sich die Mitglieder zur Abschiedsfeier zweier Mitglieder im Hotel Mohr. Airmuvg. Sonntag und Montag finden in Cilli die Firmungen statt, und zwar am Sonntag in der Pfarrkirche für di« ländliche Bevölkerung und am Montcig in d«r deutschen Kirche für die Stadt. Nebst den üblichen Firmgeschenken kinn man den Kleinen anläßlich diese« kirchlichen Festet wohl keine größer« Freud« bereiten, wie mit einem Ausflug« auf da« Land. Es wird ihnen die« auch viel besser bekommen, al« wenn man ihnen den Magen mit Süßigkeiten überladet oder sie von Trinkstube zu Trinkstube führt. Jeber Pate ist natürlich nicht so mit Glücksgütern gesegnet, daß er seine Firmlinge in einem Landauer wohin südrt und eine Fahrt im Eisenbahnwagen ist in dieser Jahreszeit wahrlich kein Vergnügen. Hier in Cilli braucht man aber deswegen wahrlich nicht in -Berlegenheit zu kommen; die herrliche Umgebung Cilli« bietet ja genug prächtige AuSflugSpunkle. Da ist zunächst der Schloßberg mit der allehrwürdigen, «it so viel Kosten dem gänzlichen Verfalle entrissenen Burgruine. Die Au«ficht vom .Bergfried", da« Herumwa»d«« in den iifet gebahnten, gänzlich ungefährlichen Wegen wird de« Kleinen riewiß viel Vergnügen bereiten. Für die leibliche Labans, sorgt dann wieder die Gastwirtschaft „Zum Burgwart'. Hier ist man gut aufgehoben und gerade für solche Anlässe ist der Besuch de« „Burgwarte«" nur besten« zu »«psehlt«, hat doch der rührige, auf alle« bedachte Musealoerein auch für da« Vergnügen der Kleinen durch Aufstellung von Echauk-la «nd Verrichtung von Spielplätzen au«giebig gesorgt. Also auf «it den Fir«ling«n zur Burgruine! gr«u««g. Sonntag nachmittag um 5 Uhr fand in der evangelischen Kirch« in Cilli die Trauung de« Fräulein Luise S a g e r au« Cilli mit Herrn Aloi« G ü n t h a 11, Großgrundbesitzer in Ävmont, statt. Den Trauakt vollzog Herr Psarrer Mai au« Cilli, die Traurede hielt der Land«mannn de« Bräutiga«« Herr Pfarrer Baumann au« AdliSwyl bei Zürich. Krlaag»»i der Doktorwürde. Montag den 2. d. M. findet in der Aula der Karl Franzen«-Universität zu Graz di« Ernennung de« Herrn Franz Koroschetz, Auskultanten beim k.k.Krei«-g«richte in Cilli. zum Doktor der Rechte statt. Aon» ßilier Staats-HSergymnasinm. Die Aufnahme in die erste Klaffe findet im Julitermine am 14. Juli um 11 Uhr vormittag« statt. Die Aufnahmsprüfung wird am gleichen Tage um 2 Uhr nachmittag« abgehalten. An der Wogkeiua de» Kod gesunde». Ja der Frühe de« 29. d. M. etwa um die 7. Stunde bemerkte ein Fabriksarbeiter in der Nähe der chemischen Fabrik in dem Strauchwerk, daS di« User der Wogleina umsäumt, den anaeschwemmten Leichnam eine« bekleideten Manne«. In dem Toten wurde der Fabrikarbeiter Max Losch ell erkannt. Koschell. ein achtbarer Mann von gute« Rufe, dürfte jedenfall« verunglückt sein. An seiner Bahre trauern Frau und Tochter. Et ist die« innerhalb eine« Zeiträume« von fünf Jahren nun schon da« achte Opstr, da« di« tückisch« Wogleina gefordert hat. $t« Züadschlaz im Kleine«. Am Nach-mittan de« 26. o. M. gegen 2 Uhr wollte Frau Zigroßer in der Küche auf einem SpiriiuSbrenner Kaffee kochen, während die Magd damit beschäf-ligl war, die zum Aufheben bestimmten Winter» kleider zu reinige«. Nur aus einen Augenblick schaute die Frau der Magd zu und in diesem Momente zerplatzte der Brenner und alleS stand in der Küche in hellen Flammen. Die Erschreckten tiefen um Hilfe und im Vereine mit den Hinzu-gikomm.nen gelang eS endlich, di« Flammen zu ersticken, bevor der Brand bedenklicheren Umfang angenommen halte. Trotzdem belauft sich der Schaden, da die Flammen daS Gewand und die zum Aufheben beitimmten Kleider vielfach be-schädigten, aus öOO k, der aber durch Versicherung gedeckt erscheint. Tod durch Ksstgli«re. Aus Windisch-fciffritz wird berichtet: Am 22. Juni trank da« 4 jährige Kind de« Besitzers FajS in Unter-Neudorf. Bezirk Windisch-Feistritz. au« einer Flasche, bi« mit Eisigsäur« gefüllt war, wahrscheinlich in der Meinung, daß Wasser darin enthalten sei. Unter den gräßlichst.» Schmerzen gab da« Kind seinen Geist auf. Bemerkt wird, daß der Vater de« Kindes durch 14 Stunden keinen Arzt herbeirief und da« Kind in den entsetzlichsten Schmerzen ließ. Für die Behörde ist die« aber ein Fingerzeichin, daß sie e« endlich dahin bringen soll, daß da« VerkaufSrecht derartiger giftiger Substanzen ausschließlich dem Apotheker zustehen möqe. ßine interessante Entdeckung Bei den Herstellung«orbeiten auf der Burgruine wurde eine interessante Entdeckung gemacht. Beim Wegräumen von Schutt wurde ein kleine« fensterlose« Gewölbe mit Lustkamin blo«gelegt. (Verließ mit Versenkung?) Jedenfalls ist dieses nun wieder bloSgelegie Ge» wölbe der Besichtigung wert. ES wurden auch einige Funde gemacht, wie Knochen. Gesimtstücke, Kapitälfragmeme. Diese Gegenstände können beim Burgwarte Herrn Eckschlaier besichtiget werden. Kartike Noyitsch-Sa«ervr«aa. In der LanSeS-Kuranstalt sind bi« 27. Juni 613 Parteien mit 887 Perfonen zum Kurnebrauche eingetroffen. Zur Perslavuug der grüne« War!l. Nach flooenischen Blänermeldungen hat der Grokkauf-mann Johann Knez in Laibach den großen Grund-besitz de« Herzoat von Mecklenburg-Schwerin in Obersteiermark um den Betrag von 1,500.000 K erstanden. Bemerkt fei, daß es sich um kein land» täfliche« Gut handelt. chra,« Kerlstmtffe ISO«. Die Stadt Graz rüstet gegenwärtig zu einer großen V«ranstaltu«g. Ja der Zeit vom 29. September bi« 7. Oktober wird z»m erstenmale eine Herbstmesse abgehalten «»erde«. An der Spitze ber Grazer Herbstmesse, die alljährlich vo« dem eigen« hiezu gegründete« vereine gleiche» Namen« veranstaltet werden wird, stehen die hervorragenden Peinlichkeiten der Stadt und der Gemeinderat, die Handel«- und Gewerbekammer, da« Gremium der Kauftnann-fchaft, und andere Körperschaften leihen de« Unternehmen durch namhafte Subventionen, wie durch die Entsendung von Vertretern in den Au«-schuß wirksame Förderung. Die Grazer Herbst-messe wird in der Hauptsache in einer großen Waren-AuSstellnng der hei«ifchen Geschäftswelt in der Jndustriehalle bestehen. Der anstoßende große Part soll in eine« für Graz neuartigen Messe-Prater «it den modernsten Schaustellungen umge-wandelt werden; hier, wie aus dem anstoßenden Trabrennplatze, wird eine Reihe von Sonder-Ver-anstaltungen, wie Fußballwettspiele, Trabivett-fahren u. a. sür Abwechslung sorgen. Ganz neu-artig ist der alpenländische Musikiapellen-Wetiftrett, der anläßlich der Messe zur Austragung gelanal und, ausgestattet mit 7 hohen Preisen, gewiib zahlreiche Kapellen au« Steiermaik, Kämen usw. hier vereinen wird. Doch nicht nur daS Gebiet der Jndustriehalle wird im Zeichen der Messe fein, ganz Graz wird ihr Gepräge tragen. Alle Ber-gnügungtunternehmungen gedenken herovrragenoe« zu bieten, so wird auch da« Orxheum ein außergewöhnliches Barieteeproqram« haben und die rühmlichst bekannten Grazer Stadttheaier werden Festoorstellungen bieten, an welchen große Wiener und Berliner Künstler mitwirken werden. Außerdem finden Volk«fchausp>ele, ein Obst- und Weinmarkt, eine große Blume»,chau der k.k. Garten» baugesellschaft u. a. m. statt, die die Grazer Herbst-meff? zu einer Veranstaltung machen, die für die gesamten österreichischen Alpenläider von hervor-ragender Bedeutung «st und einen großen Fremden-zuzug von sern und nah verdient. Da Graz be-kanntlich zu den reizendsten, u.it Naiurschönheiten im hohen Maße ausgezeichneten Städten unsere« Reiche« gehört, stcht zu erwarten, daß das reisende Publikum bei seine« Herbstreisen vielfach Graz den Vorzug geben wird; di-« umiomevr. al« die grüne Eieiermark insbesondere zur Herbstjett infolge der klaren, herrlichen Fernsicht auf die romantische Bergwelt ein dankbare«, gern gewähltes Reiseziel darstellt. 5>ie Verteuerung des ?ost- und des Kratzt- verkchrs. Die Vorlage, durch welche die Erhöhung d«S Briespono« eingesührt werden soll, ist bereit« ausgearbeitet und die erhöhten Briesbesörverung«-preise sollen schon demnächst in K'aft treten. Die einfchneidensle Erhöhung betrifft bekanntlich da« Bridfporto im Lokalverkehr, ba« von fech« aus zehn Heller erhöht wird. Für alle anderen Gattungen von Sendungen bleiben die Portosätze die alten. Von den sonstigen Preiserhöhungen sind noch zu erwähnen: die Zustellgebühr für Post-anweisungen und Postsparkaffeanweifungen, die bi«- »Xathreinsr — nur Xathr«in«r!< KathreinerS 5neipp-Malzkafiee ist der einzige Malzkaffee, welcher Aroma und Geickmack des Bobnenlaffees besitzt. ?a«> bat die Wissenschaft fesigestellt? Jede tüchtig« Hausfrau verlang! daher beim Eiukaufe mrr de» echten »Kathreiner» und weist >ede Nachahmung plrück. Deshalb präge man sich genau ei«, wie ver rrtm ttathrrinerö kneipp Malzkaffee ««steht! Al? untrügliche Kennzeichen des echten Kathreiner« Kneip»« Malzkaffe« merke man sich vor allem: 1. TaS verschlossene Origiualpaket 2. DaS Bild des PfarrerS Kuripp > 3. Tie Unterschrift Leb. Kneipp I ech»»««ee. 4. DieAusschrift vattireinerSttneiPP Malzkaffe«». 9uunmtt 52 ,9e«ttftbe Teile 5 fett für Beträge bi« 10 «roaen «it S Hell« und oder 10 Kronen «it ü Heller bemefsea waren, «vnd einheitlich mit 6 Heller ststqesetzl. Da« Bestell» gelb für Briefe »ii Wertangade biS zu 1V00 Kronen wird von 5 auf 10 Heller erhöh, usw. Ferner wird der Terkaustprei« für Postaniveisungssormulare 3 Heller, für Postbeglettavressen 13 Heller und Nachnad«epostbegl»itadr»ssen 14 Heller betrogen. Für Prioattelegramine müssen amiliche Blankette denützt werden, die zun Preise von 2 Heller per Stück erhältlich fein werden. Im Telephonverkehr scheinen zahlreiche einschneidende Tarisänderuagen geplant zu fein. Htaskeresskopeu »o» Steiermark. Der Panorama-AuSschuß de« LanveSverbandet für Fremdenverkehr in Steiermark ist bemüht, die Herstellung von GlaSstereottopen möglichst zu be« schleunigen. Bon der ersten Serie (Graz und Um« gebung) sind bereiis zwei Auflagen nach Berlin abgegangen. Der Hofphvlvgraph Beer Hai letzlerer Zeit Sleichenberg. Rohilsch.Sauerbrunn usw. aus» genommen, so daß zu gewärtilien ist. daß die Serie „Sleirische Bäder" auch demnächst in Der» kehr kommt. Photograph Kuß (Mariazell) arbeitet an oberfteirischen Bildern, von denen eine Anzahl deren« in die nächste gemischte Serie eingereiht wird. Die gerechte hohe Einschätzung de« Wertet der Gla«stereo«kop'n für die Hebung de« tce«!>enoerkehrS bezeugt der stete Zuaaug von «»tragen zur Traaung der Kosten ve« durchzu» führenden Werke«. Jene Gemeinden. Körperschaften und Vereine, die bi«her aus da« vom Panorama« AuSschufse zugesendete Rundschreiben betreffend die Widmung von Beiträgen noch keine Verfügung getroffen haben, werden ersucht, ihre Entschließung «besten« a-> den Obmann Handelskammer a» Adols Jäger. Kuulmann, Graz, Hauptplay 14 gelangen zu lassen, damii dem Photogrophen wei» lere Weisungen wegen der Aufnahmen erteilt werden lönnrn. Der Ausichuß nimmt Anregungen bezüglich seffelnder Ansichten au« unserem schönen Lande gerne entgegen und ist für die U derseadung von Vorlagen (Lichtbilder, Ansichtskarten u. dgl.) sehr dankbar. Wölla». (Richtigstellung.) In dem Berichie: „Ein deutsch?« F«st im Schalltal«" hat der Setzertvbold au« dem Namen d«r Fräulein Hermine und Firn Tischler, Fischer gemach», wa« wir biemit richiig stell n. KlikeuKei«. (B l i tz s ch l a g.) Am 23. v. M. n^chmiitag« ping über Heilenstein ein schwere« Gewitter nieder und schlug ein Blitzstrahl in da« Wohnhau« der Eheleute Franz und Anna Brischnil, glücklicherweise ohne zu zünden. Der Strahl fuhr durch da« Dachwerk, beschädigte «ehrere Dachiparren, richtete unier den Dach-ziegeln arge Verwüstung an und beschädigte den Dachboden. Die Bewohner de« Hause« kamen mit dem bloßen Schreck davon, da keiner derselben Schaden erlitt. Die Besitzer sind durch eine Ver-sicherung de« betroffenen Gebäude« bei der Grazer Wechselseitigen schadlo« gehalten. Nanu. Der beim Schmiedmeister Anton Scherdetz in Videm. Geiichttb^zirk Rann, beschäftigte Lehrling Johann Ban ist am 24 Juni beim Baden in der Süve ertrunken. Die Leiche wurde »och nicht gefunden. Nanu. (Sonnwendfeier.) Der hiesige Deul>che Turnverein veranstaltet am 1. Juli. d. I. gemeinschastlich mit den übrigen deutschen Ver» einen von Rann in der Au bei Tjchalesch eine Sonnwendfeier. Den Vorbereitungen nach dürste sich diele« Fest wieder sehr schön gestalten, zumal für Belustigungen usw. große Sorgsalt getroffen wu?de. Der gemeinsame Abmarsch erfolgt Schlag 3 Uhr nachmittag mit Musik vom Deutschen Heim au« auf den Fefiplatz. Keil. Heil! bei Lotjche. (Bezirk«feuer-wehriag.) Am Sonntag den 8. Juli d. I. hält die freiwillige Feuerwehr von Heil. Geist bei Lvtsche ihren ersten Bezilktfeuerwchrtag ab. Tie O>t«wehr wird um I Uyr »achmitiaz« eine Schau» Übung abhatten, an die sich die Delegiertensitzung anschließt. Hierauf findet im Gastgarten de« Herrn H.inrich Walland von der Rohitsch-Sauerbrunner Kapelle ein K nzeri statt. Der Verein besteht erst sei« drei Jahr-n und mußte um »inen, gerade in der Gründung begriffenen kl-rikalen Verein zu vereitel", al« eine freiheitliche Schutzwehr in« Leben gerufen werden. Dieser Tag wird daher für die freisinnige und deutschfreundliche Bevölke-ung de« Orte«, der von den klerikal>peroaki>chen Gegnern fo et» gestürmt aber nicht eingenommen werden konnte, «in Festtag sein. Au» St. Sei 7r«g»att wird uo« bericht«: Am 15.Juni d.J. trat au« den Diensten der Baumwollspinnerei in Pragwald. Stocke?, Hoff» mann & Co., der Torwart Johann Tonc.k, nach« de« tr durch 45 Jahre ununterbrHchen auf de« gleichen Posten »reue Wacht gehalten hatte für di« Interessen seiner Herren. Der Scheidende ist trotz seiner 70 Jahre von einer seltenen Rüstigkeit und wird e« ihm hoffentlich vergönnt fein, sich noch recht lange de« Ruhegehalte« zu erfreuen, da« ihm durch den Chef der Firma, Herrn Han« Stock«, in der bekannten freigebigen Weise in der Höhe de« gehabten MonatSlohne« samt allen Sonder« begünstigungen bewilligt wurde. Durch diese« hoch» berzige Zugeständni« sieht nun Tonk,t seinen Leb«n«abead vor matkriellen Sorgen gesichert und kann sich unbekümmert de« wohlverdienten Ruhe« stände« erfreuen. Aber nicht bloß dort, wo e« Werke der Wohltätigkeit zu erfüllen gibt, finden wir Herrn Stocker al« größten Spender immer obenan, sondern überall, wo in unserem Orte be« schränkte Mittel die Erreichung eine« Ziele« hindern, wendet «an sich nie mit ein« Fehlbit»« an den Fabritlherrn zu Pragwald. Auch die hiesige Musik» kapelle verdankt ihm unter anderm »ine neue Trommel und benützte au« diesem Anlasse den Vorabend de« Johannistage« zu einem Namen«sest-Ständchen. Sichtlich üdeirasch» dankte Herr Stocker sür die Ehrung und gab den Mi gliedern der Kapelle die Versicherung, daß sie auch fernerhin auf feine wert-tätige Miihilf« rechnen dürfen. 71.000 vankschreibe» bezeugen, daß F.ller« Pstanzen-Effenzen-Fluid m>» ver Marke „Elfa.Fluid" ein auSgezeichn«!«» Mittel gegen Kops» unt Zahn» schmerzen. Mü igkeit, Schwäche, Gliederreißen, fieberhafte Zustände, serner gegen verschiedene lästiae Magenbeschwerden ist. we«halb es sich empfiehl». da«selbe stet« in Vorrat zu halten. Der all'iaiae Erzeuger E. V Fellec in Stubica, Elsa-platz Nr. 202 (Kroatien) veriend« um ü Kronen franko 12 kleine oder 6 Toppelflaschen diese« au«-eiezeichneien Hausmittel«. Man lasse sich von Welt» flaiden oder irgendwelchen K äuiergeisten nicht irr«-führen, echt ist nur Feller« Fluid. C BESTE ZAHN-CREME erhält die Zähne ^Tein, weiss, gesund. Gesetzlich genchiilit! Jede Nachahmn» oder Nachdruck rtratbar. Allein echt ist Thierry8 Balsam nur mit der ffrÜDen Honnenmarke. 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Hauptplatz, die Rathau«gafle, ^en Kaiser Joses» Platz in die Laibacher Straße. Bei der Laibacher» Mau« wurde er vo« dortic»n Mauiner Herrn B»nesch aber»al« angerufen, n oraus er aber nicht reagiert». Heinzl fuhr dann ,m gleiten raschen Tempo in die Laibacher Strafe un" bog in die Karolinengafle ein. Hier liefen d«m Automobil Knaben nach, welche dem AngeNagten .Schranke», Schranken^ zuriefen, wa« aber derselb« ebenfall« nicht beachtet». Nach d«r eigenen Au«sage de« Angeklagten be«erklt «r den Sptrrschranken in einer Entfernung von drei Schritten und zog sofort die Bremse an. Hiebei riß ih« die Sperr» kette und der Wagen fuhr mit großer Gewalt an den Schranken. Heinz! und feine Gattin wurden au« dem Auto»obil geschleudert und beide erlitten Verletzungen, währ-nd der Wagen «ehrfach be» schädigt würd». Htinzl v»rantwort»t» sich kroatisch, obwohl er i« späteren Verlauf» der Verhandlung bewieS, daß er der deutschen Sprache vollkommen mächtig ist. Er behauptet, daß er in langsamem T^mpo ungefähr <3 bi« 8 Kilometer per Stunde gefahren sei. Er fei in die Karolinen» gafse gefahren, weil er glaubt«, daß fein Schwager Pick, den er besuchen wollte, dort wohn». Vom Sperrschranken habe er nicht« gewußt, wodl aber gibt tr zu. baß Knaben ih« »Schranken!* zu» gerufen haben. Durch da« Vorverfahren wurde festgestellt, daß in der Nähe de« Schranken« zw» Laternen brennen, di» di«, Saff« an di»s«r Stell« so »rhtllt», daß «an den Sperrfchranke» schon in einer Entfernung von 80 Schritten sehe» kann. Um die kritische Zeit brannten die Latenten, wa« die Z«ua»n Peischnik und ein Osfizier«di«ner bestätigten. Die Mautner Fasching und Bemfch erklären auf die Frage de« Einzelrichter«. Gericht«--Sekretär Dr. Erhartic. mit aller Entschiedenheit, daß da« Automobil rascher wir zwei aut» oeh ende Pferde im schnellen Trab fuhr. Nach dem Äefetze i>o« Jahr« 1905 darf die Geschwindigkeit an Straßenkrümmunaen. Brück««» an fehr belebten Orten und in g«sch!osfenen Ort» schaften nicht «ehr betragen, al« di« eine« Pferde« i« Schritt«. D«r Mautner Fasching erklärt weiter« auch, daß zur Zeit, al« Heinzl über die Brücke fuhr, «b«n sehr viel Leute au« d»r Kirche ka»en. Heinzl bewertet seinen Schaden aus 700 K. Die Verhandlung wurde beduk« Vernehmung neuer Zeugen und Born ahme v e« Lokalaugenscheine« vertagt. Anlässlieli der Firmung! LjjjgiBCTi \esfauration „zum 7}ubertus" Laibachers traue. Montag 2. Juli (Firmnngstag) Gartenkonzert Grosses der vollst&nd. Musikvereinskapelle. Eintritt 40 Heller. Beginn 4 Uhr. zahlreichen Benuch ersucht Für vorzügliche GetrÄnke und «ehr gute Murle Weilik. wunt n. kalte Küche ist besten« gesorgt. Apfelmost 12 Halben vollkommen reiner Apfelmost vom Jahre 1904, billig zu verknusen. 1202c Anzufragen bei: Frl. C. di Centa, Gonobitz. Sehr schöne Speisekartoffeln sind «ehr billig ru haben bei ^ } Friedrich Jakowitsch :: Cilli j Hut Im ■■»KÜHN«*. 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Es war klar, daß er nicht das Geringste vermutete. Währenddessen fuhren Chris und Bell nach Moreton Wells. Sie saßen tief zurückgelehnt in den« großen Wagen, so daß der Kutscher sie nicht hören konnte. Chris betrachtete Bell mit glänzenden Augen. '"«Gestehen Sie nur/ sagte sie, .daß die Neugier Sie verzehrt?- *> .Das gebe ich Ihnen gern zu,' erklärte Bell. .Sie haben eS wieder einmal erraten. In den glücklichen alten Tagen sagte Ihre Schwester Snid immer. Sie wären die klügste nnd kühnste Person Ihrer Familie. Sie meinte, Sie würden alles wagen-- -T.DaS glaube ich auch," meinte Chris ruhig. .Aber das Leben der letzten Jahre hat meine Nerven schreck-licb zerrüttet. Doch die Veränderung hat mir recht wohl getan — die Veränderung und das Bewußtsein, daß Reainald Henson mich als tot ansiebt. Aber Sie möchten wissen, wie ich den Rembrandt zu bekommen hoffe?' 's .Daraus bin ich allerdings begierig." sagte Bell. «Nun wir werde» einfach den Mann aussuchen, der ihn hat," erklärte Chris kühl. .Ich habe seine Adresse in Moreton WeNS, und er nennt sich Reverend JameS Mcrrilt. UebrigenS ist er ebensowenig ein Geistlicher, wie Sie es sind.' O .Und wenn der Gentleman unS nicht empfangen will?' „Dann wird er einfach wegen Diebstahls verhaftet." „Meine liebe junge Dame, bevor Sie einen Ver-haftnngSbefehl bekommen, müssen Sie den Diebstahl beweisen. Sie müssen beschwören, daß der Gegenstand im Besitz des Diebes ist, und daS ist nicht leicht." „Hch kenne nichts Leichteres, ich will eS sehr gern beschworen." „Sie wissen also, daß der (Hegenstand im Besitz des DiebeS ist." „Gewiß, ich sah ja, wie er ihn selber in die Tasche steckte Bell sah die Sprecherin überrascht an. „Sie sahen, wie dieser Mann den Rembrandt stahl?" fragte Bell eifrig. „Das gerade nicht, aber ich sab, wie er meinen großen Diamantstern stahl und in die Tasche steckte, und daS kann ich beschwören." „Ich sehe, Sie haben mir noch etwas Interessantes mitzuteilen." sagte Bell. „DaS habe ich allerdings. Wir müssen zu der Nacht uirnckgehen, als Reainald Henson persönlich den Ver-such machte, den Rembrandt in seine Hände zu be-kommen und Ihnen dann den Streich spielt«, der bei« nahe gelungen wäre." ^ „Wenn Sie nicht gewesen wären," murmelt« Bell. „Vielleicht- Lord Littimer hätte Sie beinahe zum zweiten Mal des Diebstahls für fähig gehalten, und eS wäre Ihnen schwer gefallen, Ihre Unschuld zu be« weiien. Ich gehe also von diesem Punkte aus. HensonS erster Versuch mißlang, und er begann die Sache aufS neue. Ich beobachtete ihn gestern sorgfältig und mußte eS so einzurichten, daß ich seine Telegramme und Briese zu sehen bekam. Da fand ich denn, daß er an James Merritt telegraphierte, dessen Adresse in Moreton Wells ick mir ioratältia notierte. ES gehörte kein großer Scharf» sinn dazu, um zu erkennen, daß Merritt ein Nompltz« HensonS war. der die Aufgabe hatte, das Gemälde zu stehlen. Mr. Merritt traf drüben mit seinem Chef zu-sammen und hatte eine lange Unterredung mit ihm. Ich zwang Henson auch, mir Merritt vorzustellen. Er stellte chn mir als ein gerettetes Schaf der große» Verbrecher-Herde, als eine» bekebrten Dieb vor. Es ist ei» recht trauriger Bursche, und ich fand nichts Besonderes an ihm, vielleicht abgesehen von seinem schrecklich ver-stümmelten Daumen." C> „Was?" rief Bell „Vielleicht ein Daumen, der wie ein Schlangenkopf aussteht, mit eitlem ganz kleinen Nagel?" „Ganz recht, sind Sie ihm etwa begegnet?" „Ja. wir sind gestern zusammengetroffen," versetzte ' Lell trocken. „Der Schurke schickte den Dogcart fort, I so daß ich zu Fuß gehen mußte, und fiel mich auf der Landstraße an. Aber ich erwartete eigentlich etwas der-1 artiges und war vorbereitet. Er war der Mann mit dem Daumen. Ich hätt« Ihnen das schon vorher sagen sollen, hab« es aber vergessen. Als ich seinen Eingriff abgeschlagen, verschwand der Schurke in der Richtung nach den Klippen. Natürlich mußte er Henson das Miß-lingen seines Planes mitteilen und nun in den Besitz des anderen Bildes zu gelange» suchen. Hätte er meinen Rembrandt gestohlen, dann wäre der andere wieder aufgetaucht oder überhaupt an Ort und Stelle geblieben. Daß ich mit dem Gemälde hergekommen, und daß es mir ein Fremder auf der Landstraße geraubt, daS hätt« mir ja doch ni«mand geglaubt, so kalkulierten di« beiden Schurken. . . Aber entschuldigen Sie, daß ich Sie unterbrochen/ f © „Nun also, ich hatte mir diesen Daumen wohlweislich Semerkt. Ich hatte Ihnen wohl schon gesagt, daß der )ieb aus seinem Wege nach dem Hause, als er die Klippen erklommen hatte, an mir vorüberkam? Ich lehnte mich über die Terrasse da sah ich ihn in den großen Lichtkreis des Schloßturmes treten. Ich vergaß, daß ich im tiefen Schatten stand lind er mich nicht sehen konnte. Hastig warf ich den Kops zurück, mein Diamantstern fiel heraus und fast zu den Füßen des Verbrechers nieder. Fr sah ihn, hob ihn auf und steckte ihn in die Tasche. Ich war nahe daran, aufzuschreien, tat eS aber nicht. Mir war »ämlich plötzlich ein Gedanke gekommen, Dr. Bell. Ich hatte eine Idee, die ich fast eine Eingebung nennen möchte." Chris bielt eiilen Augenblick inne und ihre Augen »»kelle». Bell betrachtete sie mit dem größten Interesse nid der tiefsten Bewunderung. „Ich ließ ihn dem Manne," fuhr Chris lang-iamer fort, „denn ich dachte an die Zukunft. Der Mann hatte den Gegenstand gestohlen nnd ich war in )er Lag«, daS zu beweisen. Sicherlich würde er den Stern verpfänden — wahrscheinlich hat er e» jetzt schon zetau. und damit haben wir ihn in unserer Gewalt. Wir uranchen nur zu entdecken, wo die Diamanten versetzt sind; ich kann den Diebstahl beschwören, nnd dann ivird die Polizei eine Haussuchung in seiner Wohnung tzalten. Bei dieser Haussuchung wird sich auch der vermißte Rembrandt vorfinden, denn Herr Merritt dürfte kaum wagen, ihn auf da« Leihanit zn trageil". „Selbst wenn er seinen wirklichen Wert kennt, was ch bezwciile," sagte Bell nachdenklich, „Henson wird einem Komplizen nicht zn viel gesagt haben. Ich gra-tulim Ihnen mi Ihrer Idee. Miß Chris. Dieser , Diamantstern ist ein mächtiger Kaktor in unseren 1 fänden, und außerdem wisse» Sie stets, daß Sie ihn zurückbekommen könne». Was wollen wir nun zunächst i tUNl" MM. Blätter zur Unterhaltung und Belehrung für Haus und Familie. S-vntagsveitage der „peutschen Macht" i» ßilli. !I „Die sadmark" erscheint jeden Sonntag als unentgeltliche Beilage für die Leser | mnr» jüär. äO I der „Deutschen Wacht". — Einzeln ist «Die Stldmart" nicht käuflich. | 1S „Ich ziehe es vor, mich nicht auf Details einzulassen." erklärte Chris. „Ich habe Ihnen gesagt, ich wußte, daß Henson kommen wiirde, und Sie werden inich jetzt vielleicht fragen, warum mich die ganze Sache so interessiert. Weil Reginald Henson einer Person, die ich sehr lieb habe, schweres Unrecht zugefügt hat. . . Ich befestigte also daS Gemälde, und er kam. Er ichlich sich herein, wie ein Dieb in der Nacht, weil sein Komplize nnd Werkzeug die ihm ausgetragene Aus-gäbe nicht zu lösen vermochte. Lord Littimer. ich will «ie nicht betrüben, indem ich Ihnen sage, wer dieses Werkzeug HensonS ist." Lord Littuncr nickte düster. „Ich will diesem Komplizen keinen Borwurf machen, denn er konnte nicht anders. . . Henson wollte also daS Gemälde stehlen, ich faßte ihn aber dabei ab. Hätten Sie nur sein feistes, verschmitzte» Gesicht gesehen I Dann behauptete er, es wäre alles nur ein Scherz und eine Warnung für Sie. Lord Littimer. Und Lord Littimer, der ungläubigste Mensch von der Welt, glaubte eS." „Es war mir nicht ganz klar, was er damit bezwecken sollte." sagte Littimer halb entschuldigend, „und ich sehe eS, offen gestanden, jetzt auch noch nicht." „ES wird noch eine Weile vergehen, ehe Sie feine eigentliche Absicht verstehen." sagte Chris. „Mich hat Henson jedenfalls keinen Augenblick getäuscht. Er wollte sich in den Besitz des Bildes setzen, und da ihm das aus dem einen Wege nicht gelungen war, so suchte er einer anderen. . . Nehmen wir einen Augenblick an. Dr. Bell wäre wirklich hierhergekommen, um Ihr Bild zu stehle» es aus den Rahmen zu nehmen und Ihren eigen« Stich mit einem anderen zu vertauschen. Gestatten Sii mir nun, Ihnen ein« einzige Frage zu stellen. Wi< konnt« Dr. Bell wissen, daß der Rahmen deS Rembrand an die Wand genagelt war, und daß ich selbst das ers kürzlich getan? Und konnte er in der kurzen Zeit, di» ihm zur Bersiigung stand, sich das nötig« Werkzeng ver> schaff«», nm die Köpfe der Nägel fortzuknipsen? Anderer seits wird Dr. Bell sicherlich b«w«ise» können, um wievie' Uhr «r London h«nt« verlassen hat. Rein, nein, wi> müssen den Dieb andrrSwo suchen." .Zunächst müssen wir noch «twaS and«r«S suchen,' sagte Dr. Bell, „das ist der Rahmen. Sie sagen er wäre von Eisen und infolgedessen schwer. Dei Dieb wird den Rahmen fortgeworfen und da» Bill herausgeschnitten haben." „DaS ist ein glänzender Einfall", sagte Chris eifrig „Und wenn wir nur den Rahme» austreibeii könnten S' würd« ich Lord Littimers Zweifel ganz zerstreuen, ch weiß, daß der wirkliche Dieo über die Klippen nntei der Terrasse heraufgekommen ist. Wenn der Rahmcr in die Ginsterbüsche geworfen worden ist, so —" „Werden wir ihn vielleicht finden," rief Littimer „Bei Gott, ich bin in der Stimmung, diesen Punkt noch aufzuklären, bevor ich zu Bett gehe. Bell, es befinden sich in der Rüstkammer zwei bis drei Radlampen. Sie waren früher ein tüchtiger Kletterer. Was meinen Sie dazu, wenn wir, so lange da» HauS ruhig ist, ein« kleine Streife vornehmen?" Bell ging eifrig auf den Borschlag ein. Und Chris wartete geduldig, bis das Tageslicht im Osten aufzu-dämmern begann. Dann hörte sie draußen Stimmen-geräusch und Bell und Littimer traten, den Rahmen in den Händen, ein. „Wir haben ihn," riefLittiiner mit dem triumphierenden Jubel eines Schulknaben, der ein Bogelues« ausgenommen hat. „Wir fanden ihn unter der Klippe in einen« Ge->«rüpp versteckt. Nun, Fräulein Weisheit, da wir jetzt den Rahmen haben, so halte» Sie vielleicht Ihr Bei-spreche» und überzeugen mich ein für all« Mal. daß l«ner Rembrandt dort unmöglich mir gthören kann." „Das werde ich tun," sagte Chris ruhig. „Sie sagten mir, Sie hätten den Rand Jbres Stiches etwa um einen Zoll txrkleinert. damit er in oen alten Rahmen paßt. So viel ich sehen kann, ist der vor Ihnen liegende Stich vollständig unversehrt. Run ist er aber für den Rahmen zu breit." Littimer nickte eifrig, und Bell legte lächelnd den dunklen Stich an den Rahmen. Er war etwa einen Zoll zu breit." Keiner sprach «in Wort. Endlich brach Littimer da» Schweigen. .Meiner hätten Sie ihn machen können, aber nicht größer. Bell, wenn ich mich genügend erholt, werde ich mich demütig bei Ihnen entschuldigen. Und nun, klug« Westen, was wäre nun zunächst zu tun?" Frau aus dem 34. Kapitel. Henson» Ueberraschung. Ehris lächelte mit der Miene eines Menschen, der mit seinem Werk recht zufrieden ist. „Augenblicklich glaube ich, haben wir genug getan," sagte sie, „ich will jetzt zu Bett gehen und rate Ihnen beiden dasselbe. Es wäre sehr gut, wenn Sie morgen ganz harmlos herunterkämen, als wäre nicht» geschehen. Sagen Sie Reginald Henson gelegentlich, Sie hätten sich überzeugt, daß Sie Dr. Bell schweres Unrecht getan, lassen Sie sich aber auf keine Erklärungen ein. Auch behandeln Sie Mr. Henson genau wie vorher. Eine vleiniakeit wäre noch au besorgen." „Tprechen Sie. es soll geschehen," sagte Littimer. „Schneid«» Sie d«n Rand von diesem Stiche od«r »rehen El« ihn um, so daß d«r Rahmen paßt, und hingen Sie ihn auf, al» wär« nicht» geschehen." Littimer blickt« Chris «in«n Augenblick verdutzt an, bann spiegelte sich auf seiimi Zllg«n ein verstandn,», »oll«» Lächeln. ..«usgezeichnet." sagte tr. „Ich verstehe, was Sie beabsichtigen. Aber ich muß dabei sein, da» muh ich muß ich sehen. Nicht um die Welt mochte ich das v«rsäum«n." Der Borschlag würd« befolgt, und das Bild wieder »ufgehangt. Bell zog Chris einen Augenblick beiseite. „Stehen Sie morgen» früh auf?" fragte er ein-dringlich. „Immer," versetzte Chri» lächelnd, „ich finde die lerralse vor d«m Frühstück entzückend. Gut« Nacht." Bell war bereiten unten, obwohl er nur kurze Z«it I«schlafen hatte. Chris spazierte bereit» aus der fit*? den Hippen Hangenden Terrasse, und hielt ein großes Bouquet roter und gelber Rosen in der Hand. Sie sah so frisch und heiter au», al» wären ihr die Ereignisse dieser Nacht völlig fremd. Trotzdeni schien sie Bell» Blicke zu ver-meiden. ..Ist e» hier nicht reizend?" rief sie. „Und diese Rose,^ auf denen noch der Morgentau liegt? Nun, >5?' ^aben Sie neue Entdeckungen geinacht?" „3^ fylbt entdeckt, dah Henson sein Frühstück im Bett nimmt." sagte Bell ernsthaft. ..Auch hat er um halb elf einen Diener bestellt. Ich hoffe, um diese Zeit mit Ihnen und Lord Littimer im Korridor zu stehen. Ich habe auch noch etwa» anderes entdeckt." „Was denn, Herr Doktor?" b -» Jfon früher zusammengekommen sind, und dag ich beruflich mit Ihnen zn tun hatte und Mich dabei gewissermaßen eine» Vergehens schuldig machte. Dr. Walker war anwesend. Doch er scheint merkwürdig kurzsichtig gewesen zu s«in." " ?!?" ^elen aus den Händen und auf die Erde. Ihr Gesicht war sehr bin* geworden, c? stand ein bittender, flehender Ausdruck in ihren Anqrn. . »Dr. Bell,' sagt« si« hastig, „glauben Sie, daß sonst noch jemand weib — Heniou zum Beispiel'^ Und ich bttdtte^inr^em, ich hätte ihn gründlich getäuscht." „Ich glanbe. Sie brauchen deswegen nicht die ge-ringste Angst zn haben." sagte er. ..Heii'ou ist fest über-zeugt, Sie seien tot und begraben. Zum Glück für mich wurde ich durch meinen Freund David Sleel in diese seltsame Geschichte hineingezogen, aber wäre es nicht Steels wegen gewesen, ich hält« Sie unsern. Freunde Walker wahrscheinli,^ überlassen." „Aber «ir nrieien doch sicherlich —* „Für den Augenblick nicht. Wenige Minuten vorher hatte mich Ihre Schivester über HensonS Charakter auf-geklart, und mein erster Gedanke war. Henson wolle Sie für feine eigene» Zwecke vergiften. " Dann aber Mhlte mir Steel die ganze Geschichte, al» wir nach Brighton zurückfuhren." "Wie habe» Tie denn meine Verkleidung erkannt"- "Meine liebe junge Dame, ich habe Ihre Berkleidunc gar nicht erkannt. Ihre Berkleidnng ist ausgezeichnet un! originell nnd hatselbst Henson« Angen getäuscht. Ick erriet aus dem Interesse, das Sie an unserem philanthropischen Freunde nehiueu, wer Sie eigentlich sind. St war eine Art von Eingebung, der Zusall. der mir ir meinem Beruf schon so oft große Dienste geleistet hat Als sie sagten. Ste hätten HensonS Kommen durch cir Telegramm erfahren, war ich meiner Sache sicher." ..Dann glaubten Sie vielleicht, Enid hätte mir dak Telegramm geschickt?" ..Da» war doch klar, nnd ebenso klar war e». da? sHenson Frank Littimer mitgebracht." „Ja, da» tat er, er hatte die Ausgabe, da» Bild z» stehlen. Ich hielt ihn mit meinem Revolver im Schach >'nd sperrte ihn in ein» der Schlafzimmer ein. Es be-duyfte meine» ganzen Mutes und meiner ganzen Ent-fchlofsenheit. um mich dem armen Jungen geaenüber nicht seiest zu verraten." „EtivaS grausam von Ihnen." "^sl; war es, aber ich dnrste meine Trümpfe nicht verlieren. Wenn die Zeit gekommen ist. Reainald Hettfon zu entlarven, dann soll auch Frank zu seinem Rechte kommen. Er ist nicht schlecht, nur äußerst schwach und in der Macht dieses Mannes. Wenn wir nnr die Bande brechen können, so wird Frank ein mächtiger Faktor auf uiiserer Seite sein, mit dem wir rechnen dürfen " „Das glaub« ich. Doch wie wurde der Rembrandt gestohlen? Ich meine LitlimerS." „Vermittels eines Komvlizen." erklärte Chri». „Es mußte geschehen, bevor Sie kamen, llnd die beste ^eit dafür war die Rächt. Ich erriet das. al» Henson mich fragte, ob ich mich gern nach dem Abendessen aus der Terrasse aushielte. Durch einen glückliche» Zufall fand ich ihn mit dem Kompliien zusammen und zwang Reainald, mir den Mann vorzustellen." „Sie würden ihn also wiedererkennen?' „Natürlich Jetzt will ich Ihnen die Komödie noch deutlicher erklären. Ich stand ziemlich spät auf der Ter-casse. als ich den teuren Reginald unten in den Klippen lim Hilfe rufen hörte. Er behauptete, er wäre hinunter-zerntscht und köniite nicht wieder hinaufkomme». Mit pilfe eines Stricke», der glücklicherweise bei der Hand war, rettete ich unserem teuren Freunde das Leben. Ich erfuhr von einem der Gärtner vorhin, daß Reginald den strick dort selbst ingebracht." > ..Ja. aber ich begreife nicht," unterbrach Bell. ,warum . . ." „Dazu komme ich jetzt. Wenn etwa» passierte, so konnte Reginald doch beweisen, daß er um diese Zeit nicht Im Hause gewesen Kur^ vorher sah ich aber seinen Koin-»izen die Klippe heraus klettern, er ging, aus dem Wege jiu» Hause, ganz dicht an mir vorüber Reginald über-ah diese Tatsache in der Sorge um seine eigene Sicherheit vollständig. Al» ich' ihn gerettet hatte, hörte ich zlötzlich eine Eule schreien. Nun gibt eS hier qar keine Zulen —" „Aha, ich kann mir denken, was das bedeutete. >a» war ein Zeichen, daß der Streich gelungen." „Dann ging ich zurück in den Korridor' iind — der Rembrandt war fort. Die Nägel waren abgeknipst, gierst war ich schrecklich verblüfft, aber je mehr ich über lie Sache nachdachte, desto vorteilhafter erschien mir die Wendung, die die Sache genommen hatte." „Aber Sie hätten doch Alarm schlagen und den Dieb afse» können, der. . ." „Der von Reginald sofort verleugnet worden wäre. Itein, nein, tzsir, ich habe den Dieb und den gestohlenen Neinbrandt sozusagen in meinen Händen. Und »och »evor der Tag zu Ende geht, werde ich Ihnen da? »eweisen . . . Doch ich h?Ve di« Frühstücksglocke." Einig« Zeit darauf hielten sich di« drei Ver-chwörer in der Galerie auf. al» Henson au» feinem Schlafzimmer trat. Er sah heiter und fröhlich ans und -atte den größten Teil de» Verbände» bereit» abgelegt. Trotzdem schien er nicht besonders erfreut, al« er Bell er-«lickte, sondern starrte den Doktor und sodann Littimer »einlief) berührt an. „Sie kenne» Dr. Bell?" fragte der letztere nachläsNg. »Ich habe mich tatsächlich schwer geirrt." Bell hielt ihm herzlich die Hand hin. ES kam ihm «bwer an, aber der elende Schurke mußte mit feinen eig«»«» Waffe» bekämpft werden. Henson schüttelte den ?opf mit der Miene eincS Manne», dem dieses Benehmen -inigermaßen befremdlich ist. Er suchte vergeblich in Beu» Augen zu lesen, konnt« ab«r darin n»r «in b«-tändige», fast kindlich«» Lächeln erblicken. ..Ich freue mich in der Tat." sagte er salbnng». ,o«. ..freue mich in der Tat . .. Freue mich . . . freue «ich —" Gedankenlos wiederholte er die letzten Worte und chien seine ganze Geislesgegrnwarl verloren zu haben, seine Augen waren nämlich hohl und leer in »nsag-Kirem Schrecken auf d«n Rembrandt geheftet. «Ich ftihle mich nicht wohl." stöhnte er, ..... ich »in doch noch lange nicht so kräftig, als ich e» mir 'inbildete — . . ich werde — ich werde mich wieder zinlegen. Später möchte ich um einrn Wag«» bitten, am nach Moreton Wtlls z» fahren. Ich . . Er machte wieder eine Pause, starrte aus das Bild >nd ging schwerfällig in sein Zimmer. Littimer lächelte. „Herrlich," sagte er, „der Austritt war tausend Kfund wert." ..Trotzdem," sagte Chri» ruhig, „darf dieser Mann »rst eine Stunde, nachdem wir fort sind, nach Moreton Wells! Wollen Sie mich begleiten, Dr. Bell?" 35. Kapitel. ' Chri» hat eine Idee. Lord Littimer putzte sein selten benutztes Pinceuez und warf Chris einen langen, bewundernden Blick zu. Gleichzeitig fragte er sich, warum daS junge Mädchen an Reginald Henson und seinem Tun nnd Treiben ein so leb-Haftes Interesse nahm. Bor einigen Jahren hatte Littimer die Marotte gehabt, Henson einem jeden gegen« iiber al» seinen Erven und Nachfolger zu bezeichnen. HensonS bescheidenes Benehmen gefiel ihm, obwohl e» sonst den Mann, der sei» Nachfolger zu werden hoffte, seiner kriechenden Manieren halber ein »venig verachtete. „Miß Lee." sagte der Lord jetzt, „gestatten Sie mir. Ihnen zu Ihrer Klugheit mein Kompliment zu machen. Aber sagen Sie mir nicht, wie Sie es angebellt haben, hierhrr zu kommen, und stellen Sie sich mir nicht etwn als weiblicher Detektiv vor. Ich habe eine Meng« Romane gelesen, und solche Damen gefallen mir nicht/ „In der Beziehung können Sie sich beruhigen MyU>rd", lachte Chris, „ich bin Teilt weiblicher Detektiv, wenn ich mich H«rrn Reginald Henson aufs Glatteis geführt habe." „Sie meinen, er habe die Sache mit dem anderen Rembrandt inszeniert?" „Davon bin ich überzeugt, wem« Sie nicht seinen Worten glauben, er habe Ihnen eine Lektion erteilen wollen. Tatsächlich hat Herr Henson die Existenz des anderen Stiches entdeckt nnd ebenso herauSbekonimm, daß Mr. Bell diesen Stich besah. Da» Uebrig« über-lass« ich Ihrem Scharfsinn. Haben Sie sein Gesicht vorhin gesehen?" „Ja, gewiß, es war eine sehr feine Studie. . . Wenn Sie nun noch da» andere Bild finden könnten?" „Ich hoffe, e? Ihnen noch vor Ende des Tage» schaffen zu können." Liwmer nickte freundlich nnd meinte, die ganze Komödie mache ihm großen Spaß. Die ersten beiden Akte hätten einen glänzenden Erfolg gehabt, wenn der dritte ebenso gnt wäre, würde er Miß Lee für ewige Zeiten als seine Wohltäterin ansehen. Oft kam nicht oft vor. daß ihm jemand einen geistigen Genuß ver-schaffte; er meinte, er müsse Miß Lee der Liste dieser wenigen Leute zufügen. ..Dann müssen Sie aber auch eine Rolle spielen," sagte Chris heiter. „Ich fahre nach Moreton Well», und Dr. Bell begleitet mich. Mr. Henson soll nicht wissen, daß wir fort sind und darf da« Hau» erst elne gute Stunde nach un» verlassen Ich muß also etwa» Zeit für mich haben, außerdem die Erlaubni», zum Diner einen Gast mitbringen zu dürfen?" „Sehr geheimnisvoll nnd verlockend," sagte Littimer. ..Bringen Sie den Gast nur her, ich werde meine diplo-ma tischen Kenntnisse benutzen, damit Sie einige Zeit für sich hab«». Wahrhaftig, ich hab« mich lang« nicht so amüsiert. Sie können für Ihre Reise den großen Landauer bekommen." „Lassen Sie ihn vorm Gitter vorfahren." sagte Chris nachdenklich. „Dr Bell, gehen Sie em wenig im Park spazier«,,, ich lverde mich Ihnen unaussällig nach, her anschließen." Kurz darauf trat H«nson aus seinem Zinuner. Er war offenbar zu einer Reise gekleidet. Er sah müde und abgespannt ans. und ein Ausdruck der Furcht stand in seinen Augen geschrieben. Der Korridor war leer, als er an dem Platz vorüberging, wo der Rembrandt hing. Zögernd, gleichsam hypnotisiert, blieb er vor dem Bilde stehen. Seine Füße versagten ihm offenbar den Dienst. .Was soll da» heiße»?', murnielte er, .wa» in Teufels Namen ist nur geschehe,:? Unmöglich kann mir Merritt einen solchen Streich gespielt haben, da» hätte er nicht gewagt. Außerdem kaun er ja nur gewinnen, wenn er »»«inen Instruktionen folgt. Ich glaube . . .* Henson trat an das Bild, als wäre ihm plötzlich ein Gedanke gekommen. Wenn das Bild nicht entfernt worden war, mnßien die Nägel doch unversehrt sein, nnd wenn das der Fall war, so sollte Merritt «ine böse Biertelstunde verlebe». Da» wäre ein Beweis, daß ... Aber die Nägel waren nicht unversehrt. Die Köpfe waren mit einem scharfen Instrument abgeschnitten und die andere Hälfte glitzerte wie Silber im Morgenlicht. Und doch hing der Reinbrandt dort. Je länger Henson darüber nachdachte, desto verblüffter wurde er. Er fing an, sich zn fragen, ob man ihm nicht eine Falle gestellt. Aber nein, er hatte nichts dergleichen gemerkt. Auf irgend eine Weise hatte Bell es verstanden, sich wieder mit Littimer anzufreunden, aber nicht auf lange, wie Henson sich mit boshaftem Grinsen sagte, llebrigen» war Liltimer anch nicht der Mann, mit seinen Gefühlen hinter dem Berge zu halten. Wen» er die tiefere Be-deutung der Geschichte gemerkt, er hätte Henson unverzüglich anS dem Hause gejagt. Aber Littimer haue nicht den geringsten Verdacht. Ebenso war Bell nicht im geringsten argwöhnisch, da» bewies sein Gniß, denn er hatte'ihm in der herzlichsten Weise die Hände geschüttelt. Und was Miß Lee betraf, so war sie nichts, als ein schlaues ?)ankeemädel. und nicht weiter zu fürchten. Trotzdem war ihm die Geschichte nicht angenrhm. Namentlich zu einer Zeit, wo man alle Fäden des Spiel» in der Hand haben muß. Darum war es dringend nötig, nach Moreton Wells zn fahren und Merritt ans der «teile auszusuchen. AIS Henson durch da» Treppen-haus ging, wurde «r von Littimer in freundlicher Weise angehalten. .Reginald,' rief er, .ich möchte Sie um Ihren Bei-stand und Rat bitt«,,.' Mit leisem Fluch trat Henson iu die Bibliothek-Littimer saß an einem Tisch, eine Zigarette im Munde, vor sich einen Stoß Papiere. .S«tze» Sie sich hi» und nehmen Sie sich eine Zigarre,' sagte er. .Ich bringe meine Paviere i» Ordnung — ich möchte nämlich ein neues Testament aufsetze». Wären Sie gestern nicht gekommen, hätte ich Sie wahrscheinlich holen lassen. 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