Wbllcher Zeitung. Nr «22. n. !!, l»«N>l ft. b »« ^»i die Hnftcllun« l»» H«u» halb>, «.«fr, >»« ds, Pest 5>n,j, st. ,,., hilbj ft ? z zustande gebracht «lrde, durch welches die Angele. "nheit der Zeltelbanl aufhört, außerhalb de« Gcsehe« " slchen, und welche« im Vergleiche zu dem gegen»ar. ^n Zustande ei«,« Besserung bezeichnet. Demgemäß ac» plitn dcr Ausschuh die aus die Hreierung der östcr« ^'ich ungarischtn Oanlzesellschafl bezüglichen Vorlagen ^ Legierung — und zwar: den Gesetzentwurf betreffs ^ ^reierulig und de« Privilegiums der österreichisch. fischen Vanlgesellschasl und die dessen Beilaae b,l. g?^" Slatulen u„d die Vereinbarung — in ihrer All« bj ^tll al« Vasi» der Spezialdebalte, machl jtboch tz.j,^"l'«ltit sowol diese« allgemeinen als auch jede« ^ > °"l die DelallS bezüglichen Veschlussl« davon ab l'^'». daß der Reichsralh. die Vorlagen seiner Regie. bei.?/" Weichem Geiste auffassend, denselben gleichfall, ll^' ^" entgegengesetzten galle behält eS sich der l>t» 5 ""' lnl^ anderen, den Umstünden entsprechen. "Nttagtl, vor das Adgesrdnelenhaus zu treten." ">Ül,l. ' ^tserenlen wurde Moiiz Wahr mann ge-^"' welcher erllürle. er könne diese« Mandat nur sür ilizli^ "cepiieren, wenn er den aus die DelallS be> linn, ^schlüssln des »uSschusseS werde zustimmen >-^_______________________ Hierauf suspendierte der Ausschuß — da Finanz minister Szell und Abgeordneter ,^all zu den Sihun. gen der Quotenbepulation nach Wien reisen — seine Vcralhungen so lange, bis die Mitglieder der genann. ten Deputation zurückgekehrt sind. und betraute den Präsidenten mie»bezügl,chen Sitzungsberichte — ..welcher in einer riickstchlsooUen und reservierten Sprache hülle behandelt werden müssen, wurde von d,m Abgeord« neten Baolni in einer Rede enllvi^tll, welche mehrfach durch Proteste des Kamnillprüsidenteii unlcroroche,' wurde und eine ener^iiche Elllaruni, dc« Ministerpräsidenten über die im Parlllmenle dem Obcrhaup e einer btfreun-delen Nation zu erwc'sende «chlung hervorrief. Die Rede des Herrn Saoini war fo wenig schicklich, baß so. gar einer dcr Unterzeichner der Anfrage, der Abg. Villa, sich dagegen aussprach." — Villa wulde allerdings d». bei ron dem Kammerpräsidenten ÜrlSpi ermähnt, lüns, tlg zu bedenken, was er unterzeichne. Zur Sache selbst erwiderte zuerst der Minister de« Aeuhern Melegari. alle Nationen seien eifersüchlig auf ihre Selbstündigleil. und die Italiener würden e« gewiß auch nicht gern slhen. wenn sick Fremde in ihre Angelegenheiten in der vom Vorredner beliebten Weis« wischten. «Der Minister-wcchscl in Frankreich ha< allerdlng« einm großen Eindruck gemacht, aber er n« auch über die Maßen ÜoersHÜtzl worden Die . D'e Versicherungen de« Prüsi benten ter sranzüftschln Republik und de« Minister« der aulwürligen Angelegenheilen müssen un« beruhigen Die Dinge können sich allerdings ändern, e« gibt eine un« seitliche Rich! wir kennen, aber jeder Gefahr müsscn wir d«c , unseres Verhalten», den Glau» ben an die Freiheu und die Eioilisation entgegensetzen Wir hab n auch noch eine andere Hewühr: die Si>: lhie, welche Frankreich und Italien für einander l< . Die Prltftersurchl wcrdcn wir nichl zu unserer Deos: wühlen; da« Gehetz muß für alle gleich sein, aber alle müssen es noch reipeclieren. llein Otift der Oehiifilgtett, aber auch leine Illusionen von Aussöhnung." Die Worte des Ministers wurden mit Veisall ausgenommen, »o rauf t,er Prüftdenl die Anfrage für erledigt ertlürte. Die Unabhiingigleit Numäniens. Ueber gemeinsamen Veschluh de« rumänische» Senates und tzer D epu tier te nlamm er begaben sich bklanntlich am 22. d. M.. dem il. Jahrestage des Regierungsantrittes des Fürsten llarol l, die beide« gesltzgsbent"» KL^prr vollzükll" i» seiner O«,l>'l^»ü». schung in nz und l n den ei>' Wunsch t'!I ,'lUl!!,'» »nil, box i/l!I'i!llni<»> sich lll'7 Uü' llbhünqiqsr Staal n^lürr. jfürft Karol erklürte, d«ch er d auf die Nnellennung dl fand b^r offliielle All semen Avschiuß Die seinerzeit telegrafisch signalisierte Ansprache, welche der rumänische Ministerpräsident Joan Or«, liano am elften Jahrestage der Thronbesteigung des Fürsten Karl von Rumänien an diesen gerichtet hat, lautet wörtlich: „Monseigneur! Während der elf Jahre Ihrer Herr. schaft hat es unserem Lande weder an den «»widersteh, lichsten Lockungen, noch an den kühnsten Heraussor» derungen gemangelt, um dasselbe von dem Werke ltiner Rrccmstlluilrurig abzulenken und in Nbenl« welche t»cn Flieden des Orient« hätten Trotz aller dieser Lockungen hsben wir un« mit un« erschütlerlicher Vorsicht, Geduld und Vcslünoiglcil alle« Feuilleton. 'Türkei. Ihre HilssqucUcn nnd wider-ftandssähigkeit. von Friedrich v ^e»w«l». (Forllttznn, ) ^>h l^i °" ^" "blichen Wollen der Auftraggeber !l Ul>« c '^'^l gtstallet ist. so könnt, nur grenzen !"'Uich,, ''^'Hltit oder totale Unzuvlrlüssiallit alle, ^llti, ' ""lichreibungen zu einem Resultats geführt ^ j'chl ^" ^" der That unter d,r Wahrhlil bleibt Ü!" and, "^"^ "'°".^ ' '"'t allem, was wir ^»»d <" ^llte über l ' .nenge der Turks, aus ^lcher w tt N^'slk'chaster vcobachtungen zivilisierter ^lchk T^'»'l ^°n» besonder« trifft die« die euro« . " sl«m. ' ""llh' ltalt der 5'/, Millionen des Stam-^ barük '^" ^""au wol von etwa X M'lli, 3^°Nen "wohnt wird. K!0t>en rechml dafür k 2« sebV "'^ ^'" sran^sische «usstelllmn nach aller. '> fj" ^lfelhaften Quellen «.2<)7. dt.. ^a°"n aus l, Millionen anzuschlagen s,i; ^tlich' ^'lnaren gibt es aber noch ^ von den Osmanen immer abgesehen — Oriechen. Albanesen. Serben und Rumänen, mit deren in der VeUheidigungsfrage des Reiches hochwichtiger Gruppier rung und Verlheilung ich mich im nächstfolgenden Äuf. sahe befassen werde. Bon allen diesen Völkern lmffen wir. wenn auch nichtb Positiv Oenaucs. doch viel zu viel, un, in der ^siammlichätzung einen Fehler Y' drgchen. wacher eiocr Blltwpv.l.ma, dcr esseclio vorhandenen Volksmenge gleich» fame «lllldings gestehen die unbefangenm Männer der Wisssnschllft ein. daß bei dem gänzliche,, Mai'gll an verläßlichen Anl)al!«pll>»ltlN ihre DarslcUl,nc,ln nur a„. nüheri'd richtig sein können. Die elhiwgraphijchl', zkarlen von öäfaril. Ami Vouc. «anih. Kilpc.t. Vradaola. Vejean u, a. lünnen leinen andrrrn Anspruch crheben als den d!' ' ^ ' naßlich nahe z», lommen, u„t> ss^'hf,, l. Immerhin darf man an- gesichts der besprochrm!» örstlim,' ' ..,r Slalislil getrost ocn europü, schr. in trauen, jedenfalls ihi.cn mehr Vertraue,, schenkn al, r. denn wie sehr auch die W^nschfinlichl.,s ^rrthllM. io möchte ich ihren »ngabcn f2^^u' mehr Vrrl'auen entgegenbriogen. D« li!«heri«c'' ^^^'Mgen jener Münder scheinen mir in der Thal an Uebertreibungen zu kranken. So schätzt Daniels übrigens sehr maßvolles Handbuch der Geographie, »» nur ein Veijpiel herauszugreifen, Analolien auf I I, Tür» lisch'Nrmenlen mit llurbistan aus 2 Millionen, Meso» polamien aus 7>,<^>> Mann ab. i'iach dlm Olganisalk vom Jahre l^tt soll nun die Psorle unter «»..,,..,.> blichen vtlhüllnissen und mit Hinzuziehung von 3"»/>i» Mann «eser»e 980 defsen enthalten, was dem durch die Perträge begrün» oeten und von den Garantiemächten anerkannten intcr-nationalen Verhältnisse Eintrag thun tonnte. Wir haben derart beweisen können, daß die Eigenschaften, welche im Eentrum Europa's die hervorragendsten Männer Ihres Geschlechtes auszeichneten, Eie zur Donaumündung be« gleitet haben, und daß das rumänische Voll die Weisheit und Energie noch bewahrt, welche durch Jahrhunderte seine Vorfahren beseelt und ihnen ein freies Vaterland inmitten der schrecklichsten Stürme bewahrt haben. Wenn aber jede Hoffnung geschwunden ist, den Sturm, welcher die Linder jenseits der Donau bewegt, auf diplomatischem Wege sich legen zu sehen; wenn der Krieg zwischen Rußland und der Türlei ausgebrochen ist und nichts uns über die Folgen der fürchterlichen Eon« fiagration, deren Schauplatz die Vallan.Halblnsel ist, beruhigen kann; wenn die Türlei, ohne sicher zu sein, au« der politischen und sozialen Krise, welche sie in die« sem Augenblicke durchmacht, siegreich hervorzugehen, in ihrem Rundschreiben an die Mächte uns nur au« bloßer Rachsucht ein Schicksal bereitet, welche« weder unseren Rechten noch unseren Ansprüchen conform ist; wenn da« in diesem Rundschreiben aufgestellte Programm durch die Oleichstellung unseres Agenten in Konstantinopel mit ein» fachen ottomanischen Veamten in« Werl gesetzt wird: wenn unsere offenen Städte und Dörfer, in welchcn weder russische noch selbst rumänisch« Duppen sich befanden, nicht als strategische Punk:« beseht, sondern jeden Tag vom-barbiert, in Brand gesteckt und geplündert werden; wenn unsere Felder und unsere Häuser verwüstet und ver« brannt werden ; wenn unsere Schlldwachen an der Donau in der barbarischesten Weise ermordet werden; wenn un» sere Vauern, vom Pfluge weggerissen, mit ihren Wei« bern und Kindern, wie zu den Zeiten Mohamed« II., als Sklaven nach der Türlei geschleppt werden; wenn »ir endlich unser Vaterland von allen Schrecken bar. barischer Invasionen vergangener Jahrhunderte bedroht sehen — dann legt un« dasselbe Gefühl der Vorsicht und der Klugheit, die uns stets geleitet haben, die Pflicht auf, uns alle zu erheben und der Gefahr die Slirne zu bieten, um die politische Existenz Rumäniens zn retten. Unsere Vergangenheit, Monseigneur, hat bereit« alle Garantiemächte über den Hweck, welchen wir verfolgen, beruhigen gekonnt. Unsere Handlungen in der Gegen« wart werden allen, namentlich aber unseren mächtigen Nachbarn, Nußland und Oesterreich, beweisen, daß un. sere Polilil nur eine Politil der Erhaltung ist und daß, wenn wir uns heute ganz und für immer von der Türlei lo«lbsen, dies nur geschieht, um nicht mehr den Rück» schlag »hrer Eonvuiftonen z« «leiden. Wenn wir die Waffen ergreifen, so geschieht es, ihren Angriff zu erwidern, ihr einen Damm entgegen» zusetzen und zu verhindern, daß der Angriff sich wiederhole. Die Mächte werden sich überzeugen, daß bei ,m. serer Stellung zwischen zwei großen und mächtigen Reichen daS Gefühl unserer eigenen Erhaltung uns jeden abenteuerlichen Anspruch untersagt, welcher unseren Ve< ftar.d in Gefahr bringen könnte. Wir glauben daher innerhalb der Grenzen dcs jetzigen Rumäniens, welches thatsächlich und durch da« europäische Recht unser Erbgut ist, die Fürsorge und d^n Schuh der Garantiemüchte wol zu verdienen, wenn wir heute für die Vertheidigung unserer Rechte und unserer Unabhängigkeit selbst bis auf das äußerste kämpfen. Vorwärts denn, Hoheit, vertrauend auf Gott! Sie werden bereits mit Ausbrüchen des Enthusiasmus, so weit Rumänien reicht, begrüßt; und wenn die ungeheueren Opfer, welche daS Land zu tragen berufen ist, gar keine andere Wirkung haben sollten, als Sie Rumänien unter einem neuen Gesichtspunkte kennen lernen zu lassen, Sie dasselbe noch mehr lieben zu machen und Ihnen ein größeres Vertrauen in dasselbe zu verleihen, so wäre dies noch viel; denn das absolute Vertrauen, die gegen« seitige und dauernde Liebe zwischen Souverän und Voll können «Uein die Zukunft Rumäniens sichern, lllnnen allein uns allen die Kraft verleihen, in allen Wechsel» fällen, welche wir durchzumachen haben werden, zu kämpfen. Es lebe der erste Soldat und der erste Fürst deS freien und unabhängigen Rumäniens! ES lebe Ihre Hoheit die Fürstin, und mögen ihre Tugenden der lin< dernde Balsam für die Leiden sein, welchen die Nation heute ausgesetzt ist! Es lebe Rumänien!" Politische Uebersicht. Laibach, 29. Mai. Die österreichischen Reichsralhs'Nbgeorbmten, welche an dem Ausfluge nach Trieft und Pola theil-genommen haben, find theils vorgestern, theils gestern in Wien eingetroffen. Heule fanden daselbst vor Veginn der Plenarsitzung die üblichen Versammlungen der ver« fassungstreuen Klubs statt. Im Klub der Linken wird in wenigen Tagen wieder die Neumahl des Obmann« erfolgen. Die Ankunft der ungarischen Regnicolar.D^ putation sowie de« Finanzminisler« v. Szell wird heule in Wien erwartet. Um 5 Uhr nachmittags oersammllt sich die ungarische, eine Stund« später die österreichische Deputation. Man glaubt, baß den Deputationen noch neue statistische Zusammenstellungen selten« der Finanz, minister zugehen werden. Die Ungarn wünschen, die bei. den Deputationen mögen womöglich bis z^m 1s). Juni mit ihren Berathungen fertig werden. Österreichischer, seit« dürfte dieser Absicht, fall« nicht unerwartete Schwierigkeiten auftauchen, laum ein Hindernis in den Weg gelegt werden. Ein deutsches Panzergeschwader von füuf Schiffen unter dem Kommando des Contre.Admirals Vatsch tritt morgen eine Uebungsreise in daS Miltelmeer an, wo. selbst sich drei bereits dort befindliche deutsche Schiffe anschließen werden. — Das „Journal des Dibats" dementiert die Nachricht, der deutsche Kaiser habe bei irgend einer Gelegenheit scin Mißtrauen gegen das liberale Kabinett Simon oder Vertrauen in das Mini« sterium Broglie ausgedrückt. Alle französischen Journale bestätigen die Nach. richt, daß der ssönig von Italien an den Präsidenten Marschall Mac Mahon ein Schreiben richtete, in wel« chem die herzlichsten Versicherungen enthalten sind. Dem gegenüber bezeichnet jedoch die „Agentie Stefani" die Nachricht als falsch. — Gegen mehrere radilale Journale in Paris und in der Provinz werden gerichtliche Verfolgungen eingeleitet werden. Die italienische Kammer hat vorgestern mit 232 gegen 109 Stimmen den Gesetzentwurf über die Zuckerdesteuerung angenommen. Die Motion, welche die Herabminderung der Salzsteuer verlangte, wurde ver» morsen. Ueber den Aufenthaltsort des Kaisers van Ruß-land während seiner Anwesenheit bei der Donau«Armee und über die Dauer des Aufenthalte« ist noch nichts Endglltiges bchimmt, doch dürfte der Aufenthalt nicht lurz bemessen sein. Die Nachricht, daß in Polen fort« (Hijade) über eine bewaffnete Macht von 780.000 Mann verfügen, welche« Resultat freilich erst vom Jahre 1578 an eruclt werden soll, während seil 1872 ihr nach dem Projekte blos 460.0O) Mann (l 5)0,000 Ni;am, ^l,^' Ich'jat und je 120,0<)0 Redifs eisten und zweiten Aufgebote«) zugebote stehen. Man sieht demnach, daß schon die letztere Summe die durch die gedachten 2 Pzt. gebogene Grenze überschreitet; wahrscheinlich ist auch die Türkei dermalen nicht in der ^age, mehr al« die erwähnten 460,000 Mann aufzubringen; sollte sie jedoch sogar schon heuer, d. h. um ein volles Jahr verfrüht, die 780,000 Mann zur Wahrheit machen lsnnen. so wird sich doch jedermann sagen müssen, daß sie damit die alleräußersten Grenzen der leistungsfähig, lcit erreicht hat. Für die prahlerischen Aufschneidereien gewisser Blätter, wonach oi,: Hohe Pforte fchon im Jänner d. I. eine Million Soldaten auf den Velnen hielt, kann der Kenner nur ein mitleidige« lächeln haben. Ethnographische«. Vel den Vetrachtungen im Vorangegangenen ward stillschweigend angenommen, dah die ermittelte Oesammt-Volksmenge de« ««manischen Reiche«, welch« den Verech-nungen der Heeresstärke zugrunde liegt, eine einheitliche, homogene sei. Bekanntlich ist aber da« gerade Gegen» theil der Fall, und leben im Verbände de« türkischen Reiche« die mannigfachsten, oft heterogensten Volk«, elemente. Viele derselben stehen der herrschenden o«mani. schen Raffe geradezu feindlich gegenüber, werben nur mit Waffengewalt unter deren Szepter erhallen, und e« läß< fich denken, daß diese Verhältnisse auf die Wehrkraft im allgemeinen einen liefen Einfluß üben müssen. Die neue osmanlsche Verfassung «ill freilich leinen Unterschied der Nationalität kennen und stipuliert, daß alle Unterthanen des Sultan« sich Osmanen zu nennen haben. Mit pa« pierenen Gesehesparagraphen werden jedoch bekanntlich die von der Natur selbst eingesetzten ethnischen Disseren. zen nicht an« der Welt geschafft, und niemand wird sich wol der Täuschung hingeben, daß durch die gedachte V«. stimmung die elhnisch« Zusammensetzung de« Osmanen. reiche« eine Aenderung, diese« selbst eine Kräftigung er-fahren hab«. Schon vor dem denkwürdigen 23. Dezember 1876 erkannte die türkische Regierung leine Nationalität«. Unterschiede an; desto mehr galten die Unterschiede des Glaubens, denn nur aus dem mohamedanlschen Theile der Veoölkerung durfte sich das Heer rekrutieren. E« stehen nämlich in der Türkei nicht blos verschiedene Volkselemente, sondern auch die zwei großen Religion«, sifteme de« Christenthums und des I«lam feindlich gegen, über; letzterem gehören die türkischen Eroberer, ersterem zum großen Theile die unterworfenen Völkerschaften an. Veide Vegrisse sind jedoch weit entfernt, sich zu decken, und müssen »lr demnach sorgfältig auf den Doppel« gegensah des Vclksthumes und de« religiösen Vekennl» nlsse« achten. Von vornherein werden wir indeß in diesem ziemlich verwickelten Umstände eine bedenkliche Schwäche des Reiche« bei dem Angriffe durch einen äußeren Filno erkennen müssen, weil e« nahezu undenkbar ist, daß die« ser, sei er wer immer, nicht innerhalb der Türkei selbst Elementen begegne, welche ihn weniger al« Feind, denn al« willkommenen Vunde«genoss«n betrachten. <5«!t1ttz»n5 folgt ) dauernd Haussuchungen und Verhaftungen stattfinde, wird von informierter Seile als unbegründet erklärt. Die polnische Bevölkerung bildet zu Ausnahmsmaßregeln nicht den geringstln Anlaß. Der rumänische Minister Eogolnilscheano hat gestern ein Rundschreiben an die diplomatischen Agenten Rumäniens im Auslande erlassen, in welchem er den' selben die Unabhängigleits-Erllänmg Rumäniens als vollendete Thalsache nolificierl. — Die ganze rumänische Armee in der Gesammtstärle von etwas über 4(>M1 Mann ist in diesem Augenblicke in der kleinen Walachn concentriert. Gestern wurde die griechische Kammer eröffnet. Die Opposition bestand auf der sofortigen Präsidenten' wähl. Angerinos, der Kandidat Komunduro's, siegte mit 71 gegen 42 Stimmen. Deligeorgis kündigte Hieraul seine sofortige Demission an. Eine offizielle türkische Verlautbarung theilt die Vildung eine« Militärralhe« mit, der beauftragt wurde, über die den Armeecorp« zu gebende Richtung zu be< rathen. Die Präsidentschaft führt der Klieasmimster. Unler den Mitgliedern befinden sich der Marineministcl, der ehemalige Großvezier Mehcmeo Rusch',!, S«nal«l Hannil Pascha und Palastmarschall Said Pascha. Von dem Kriegsschauplätze in Asien liegl in Londoner Journalen eine Reihe von telegrafische" Berichten vor. Nach einer Depesche des englischen M lilär.Attachös bei den Türken in Asien ist MuklM Pascha gänzlich außerstande gewesen, die von Kar» nach Erzerum führenden Vergpüsse, auf welche er M vor 14 Tagen aus Furcht, in Kars umzingelt zu we^ den, zurückzog, zu behaupten. Der Nttach6 fügt hinzu, daß die Türken genöthigt waren, zu reliriercu. ohne e!»t Schlacht zu liefern. Er schreibt das rasche Vordringe" der Russen dem gänzlichen Mangel an wirksamen ^ sichtsmaßregcln auf türkischer Geile zu, und fürchte», Erzerum werde nicht imstande sein, sich lai,ge zu hall^ Der Fall dieser Festung würde ein verhängnisvoller Schlag für die Türken in Asien scin. Der persische Gesandte in Konstantinopel iM' reichte dem Minister de« Aeußern, Saufet Pascha, eim Note. worin erklärt wird. daß d!e persische Regier«"« die freundschaftlichen Beziehungen, welche die beidt großen mohamedanischen Völker vereinen, aufrechterhalte werde. ____ Saatenstandsbericht des l. k. Ackerbau Ministeriums nach bew Stande Mitte Mai d. I. Die erste Maiwoche war vorherrschend kalt, un^ kamen noch zahlreiche Fröfte vor, einzelne auch mil fl len Kältegraden, z. V. mit — 0« C. bei Kaaden. v" schont von Frösten blieben in dieser Periode nur Is<"^ Gürz und Südtirol, während in Dalmazien Neife vo lamen. In der zweiten Woche trat eine betracht"^, sehr wohlthätige Steigerung der Temperatur ein. o^ daß jedoch die normale erheblich oder ohne daß sie " ^ Haupt überschritten worden wäre. Der Umschlag ^ Witterung vollzog sich schon zwischen dem l'. ""^.,^1, in mehreren Gegenden Niederösterreichs, des sud»'^ Mührens, der Nulowin» und Ungarns, am ^' ,«< II. d. in vielen Gegenden des nördlichen und dts " . lichen Oebirgsrande« von Vöhmen und in Siebend"« Niederschlage fielen mit verhältnismäßig "H Ausnahmen sehr reichlich; an vielen Orten. n°/" ,j yel' anderseits berichtet wird. Durch die stalle» ^d ! schlage wurden in Dalmazien. dem östlichen Unaa^l in Siebenbürgen Ueberschwemmungen und in ^ ^ Lawinenstürze veranlaßt. In Ostgalizien fiel ' ^-palhenlhale Schnee bis zur Höhe von 3d ^" sich Die Ausnahmen mit trockener Willeruna bez"v ^s auf das böhmische Vinncnbccken. das 6^'^^ böhmisch mährische Grcnzgedirge und das ^"» gebiet in Niederöslerrcich. . . ^cht s/?, Ueber Schaden durch die Maifrüste nmo ^M viel gellagt und scheint sich derselbe ""' " s M" Verftürlung der bereits geschilderten, durcy ^,;c frLste verursachten Schäden beschränkt zu h"^ hest" steht im allgemeinen schön und berechtigt 5» ^,f ^ Hoffnungen. Einzelne Klagen beziehen '^.^ ^ Uebcrhandnehmen des Unkrautes und das « ' .^M ß Rostes, und ziemlich häufig hegt. daß der Weizen viel Vagcrfruchl ^ G ° ^ zelnen anderen Orten hingegen, daß er " '^ ^^HM bleiben werde. Von Frostschäden, '"so'"", ^n ^ he" welche erlitten, hat er sich schon «n der ' ' ^,, Zelt der zweiten Maiwoche vollkommen "v ^o,! ^ ungarischen Ebenen wird derselbe schon ''« " ^', l° ,. Rogge« steht im allgemeinen ebe"'° ^ ^B ^ sind die Ausnahmen bedeutend zahlr"^" HMvi"" hl zen. Velnahe in ganz Galizien und "l ^gacN' ^ft in ziemlich vielen Gegenden VohmtN« "" hlelbt" ^ derselbe nur schütter und w""«. "" Obel^xilol die Nachschösse zurück; dagegen lM ,..ch a^^d Roggen besser «l« Weizen, und " s" zügll^.sHe" und Ungarn mehrere Nachrichten üb" " ^rsl" b««sesben vor. Die Versch'ldenhe'l 991 ln, Mähren und Schlesien der Roggen erst theils zu Wn beginnt, theil« noch nicht begonnen hat. steht li Vrifen dessen Vlüte schon in den nächsten Tagen « twarlen. Das Gleiche gill von Raps, wllcher in den crst. lnllnntm Gegenden ersl jtht zu blichen anfängt, in 'tschltdenen Gegenden Ungarn« aber schon verblüht hat. "t Utueren Mchrichten über dtnsllben lauten etwa« ^sliaer, indem sich manche RapSfaat erholt hat. immer. " °ber ist von dieser Frucht in Galizien nur eine lnllich schlechte, in den Nordwestländern (Viihmen, ^hren, Schlesien) war eine schwach mittlere, und nur ^ Ungarn eine mllllere, vielleicht auch gut mittlere lnte zu erwarten. Der Anbau von Gerste, Hafer und Hülsenfrüchtcn ^lde ,'n dieser Periode in den Gebirgsgegenden der lordweslländer mit wenigen Ausnahmen und auf den >"stcn höheren Lagen in den Nlvenlündern. mit Aus-^htne der Salzburgrr Alpen, vollendet, in der Vulo« "Na und noch mehr in Galizien aber, sowie auch auf t" höheren ^agen der ungarischen Karpathen fehlt noch ^tr sehr viel bis zu diesem Hiele. da die Felder noch ^u für die Bearbeitung großenlheils zu naß waren, ^außerordentliche Verspätung des Anbaues in diesen Wern rechtfertigt starte Gesorgnisse bezüglich der von ^ Sommersaaten zu erwartenden Ernte. Die angcbau» Sommersaaten stehen in den Nordweft-und Nordost, ^dern größeren Theils gut. in den übrigen Ländern "westlichen Rcichshülfle aber, sowie auch in Ungarn d dessen Mbenländcrn, mit nur wenigen Nusnahmln, festlich. Die Klagen, welche in den erstgenannten ^btl" das ^ob dieser Saaten einschränken, betreffen M ein ungleiches Aufgehen, theil« eine schlechte (gelbe) siz, derselben — welche Fehler bei günstiger Witterung ^ "och ganz oder zumthcil beheben tonnen — an» ,^ aus ^drücllcn oder schütterm Hand, einige endlich ^^lährcn) aus Wurzelsimle infolge oft wiederholter ^ Während des Keimens und der ersten Entwicklung, «l« ^^ sl^t in den Nordwestlündern roeniaer gut m ^' Hülsenfrüchte haben mehr aell'len al« Gerste », Hafer, doch sind auch bezüglich dies« Saaten die '"" Nachrichten überwiegend. Der Mai«.Anbau ist nur in Islrlen und in eim. " legenden NiederLftcrrtlch«. Steiermart» und Un, ^"« vollendet, in den meisten ^agen ist dessen Anbau , Huge und etwa gut zur Hülste llUsgeführt. Nicht ^ 'n Sttiermarl. sondern auch in Istrien und im ^Michen Ungarn muhte viel Mai» nachgebaut »er« ' b« die «rstt Ansaat im Voden zugrunde ging. <»chl», folg!,) Ngesneuigkeiten. t«lh,^ <^lich«ia,h«geb»nde.) Der Van de« Reich«, ^.^ndt« ^ ^,^^ ^,^, ,^ ^^^ «»«dehnung und trotz '''',» ?"'"" ^^" ^» »npossen« der Werkstein,, vo« »e«n l^ ^" ^ldichl von 300 Zoll,entnern und darüber hoben, «i, ^""'^t!t„. So »vd im ?»»»» »e.i'grr lagt oil Mampe ^« »»!" ^",'«>>b, ^'^ Wells,,,,,, bei d,m v°',e de« «eich-rath». !^ ' v^l'h, Sogenannte halbe und T>l,ivi,r«el.^,fenen »ar-^ ^, °"^ 'b" «ufrichlung. Von den l,tz»,len »urde elne au» '" !«>^ ^achl' di« 4 . «nhilmeler m'ßl und 300 Z°ll»en,. l<^. ^ lft. Volch, Ni,sen.lis,n-n lommen 13 an und werden lt^' °"^ l'nanbll zelhllrml. vier Silnlen bildm, Sie find an» ^t,l "ft-Vz^lmor herzefttlll. l»,e Vas,u und die Lapüäler ^ßi^'^l'>'Bü>,,sn jo»°l a!» d,r r°!< nen sind von wlille» ^">»>U '^'""' bie P<„lsl b,r Vsrbmtung«tr«llt au« l»chlem "°'^n ^ ^""" I" den WtllNlMtu °u< de« «»nplohe. in ' ^opilillss georbliltl weidtu, heiljchl rege« i'eben, '>>s^ ^>l> villvellpllchendlr I u n , ,,) Der ''isi. ^^8t <«mm,tbi,nel«l«>hn Iohonn Nagel in Mm ^" klt ^ "'s'N S»m„», die Wohnung de« Fuisten I<,b!ono»»ty "">> t„,^"^'ch«sll<>ßl „r. k durch einen SHlofj.r »nfsp,rlfn ? ^°Ill>^^ ^ '^' "°^' "" ^"" vtlbach« zu erregen, die ^tNt,^ ""b lagle. d»h er in die Schule „,he. In d,l «aria, ^tr k '"'^^'l er sich ab,l einen Comlolioble, «°b t»,m ^"t°z" ^'lun«. zu - ur ,u lohten, wo er sich ^!Hf ^^'^"2N lanste ._____ , lHl>nflction«gllch!lliztn der innern Sladl Übergeben. — s « u » Fiume.j Die Sladtvertretung von Fiume hat dem dortigen lorpedo-Fabcilanlen Noberl Vyileheab da» Ehren, blllgerrechl velliehen, woraus ihr derfrlbe 5OW st. zn beliebiger ^erwendullst zustellte. Seine Habril ist — wie der „«dria« ge« schrieben nnrb — gerade jehl ungrmein beschäftigt, von allen Seilen lommen Vestellungen und treffen Fachmlluner ein, um be» Experimenten mll den Torpedo» beizuwohnen. Die «rbeiler sind gut bezahlt und gut gehalten. — ( Viener « r ° d »n Nweril».) Der in der lllell. au«stellung in Philadelphia von der Firma Fleifchmann, Hoff chen Iuristenlage« hat fich am ^l. d. Vt. ,n Jeu« versammlll und tlnmU'hig beschlossen. ,n diese« I«h« einen I»r,stentag nicht abzuhalten. — (Die lübtlichleit i» Krieg») Ewer vom »vrllish Vtedilal Journal'' ««lihittsn Notiz n«ch ha» »it VervolllomM' nung der Feuerwaffen die Tvdllichleit der Kriege m der Weife «b» genommen, d,ß >m Krimlriege unter 23 Kimpfenben einer fiel. in Ilalitn unter 45, und im benlsch»fran»»fijch»» n»»e» ««. Die /tatzl d« V,rw»«be«ln b,lrllgt fast allgemein ein» zu siede«. fokales. Uu« dem l. l. ««ndesschulralhe für Kl«in. Auszug aus dem Protokolle über die ordentliche Sitzung des l, l. Landesschulrathes für Krain in 5.'aibach am 1 I. Mal 1877 unter dem Borfthl des Herrn l. l. ttandtspräftdenten Vohuslav Nilter von Widm ann in Unwesenheil von h Mitgliedern. Nach Eröffnung der Sitzung durch de» Vorsitzenden trügt der Schriftführer die feil der letzten Sitzung er. ledigten Vejchüfl«stücke vor. und wird deren Erledigung zur Kenntnis genommen. Die lokale Ausschließung eines Schülers des vai« bach« Gimnajwms wird genehmigt Der Vericht d<« l. l. Landesschulinspellor« für dle humanistischen stücher über die an drr l. l. Oberrealschule in i'aibach vorgenommene Inspicierung wird dem hohen Ministerium für Lultus und Unterricht vorgelegt Das Glsnck «-in,« auswärtigen Realschüler« um Noleauna der 5 ,mgs.Malurilalsprüfuna an der hiesigen l, l. Ooli is^!, inlle wird abgewiesen. ^nbetreff dcr Behandlung der SchulversÜumnisse an Vollsschulen wird anläßlich tincs ^rlassrs des hohcn MinistermmK für Cultus und Unterricht cinc Vrrord. nung mit theilweiscr Modifmeruna des bisherigen Vor. ganges rüc5' ' " ' 5cs Orlenntnlsoerfahrcns an die Ve-zirl«sch"lrl cn. ltjt einer lOcmelnde inbetrefi der vc»n einem ^., ,lrathc erkannten Orfreilmg rines Oulcs von der ; 'islung für eine Schule »iro mit einigen M < 'warben. Die , Lehrers ^osef Korvar, in „- _____ ,..^.^ lier- lehrer in Vandstraß wrrden beftallgt und die bezüglichen Anstellung '' - ^rtlgt. Das H einer Gimnasialprofessors. Waise um Bl, dem hohen Un: . .^ ,/ „ Antrage vorgelegt. Slrafmllderungsgejuche in Schuloersüumniefiillen. Heloaushilss- und Rlmunerallonsgesuche rveroen erledigt. Die Lllibacher Ea»itsts-Enq»^te. stehend aus einem Magistratsbeamten, Gemelnderathe, Stadtphystler und Sladtingenievr, hat binnen drel Monaten alle Senkgruben und Retiraden einer Revision zu unterziehen, ob dieselben vorschriftsmäßig eingerichtet sind, widrigenfalls zur Herrichtung nach Vorschrift ein Termin zu bestimmen ist. 4) Vis zur definitiven Annahme elne« Abfuhr-fistems geschieht die Abfuhr wie bisher, jedoch hat jeder Hausbesitzer diese Abfuhr beim Sladtmagiftrate früher anzumelden und eine Tare von ^0 kr. zu erlegen, damit der Senkgrubeninhalt früher desinftciert und gesllhrlos abgeführt werden lbnne. 5».) Alle Aborte find mit gut schließenden Deckeln zu versehen, und bei den Pissoirs besonders in Wirth-schaften, Oast, und Kaffeehäusern lc. ist der Voden derselben wasserdicht herzustellen Obwol vorstehende Punkte von der Section i» allgemeinen gebilligt wurden, hat doch Herr Dr. Kees-bacher folgende Zusatzanträge gestellt: I.) Es sollen sowol die Unrathslanüle, »elche in den ^aibachfluß führen, als auch alle Straßenlanüle und Haushoflanale leine Nborlb Abfallstosse, sondern blos Meteor, und Spi''""^'" l....,„. 2.) das St,' ist beizubehalten; 3.) cs sei in jcncü Hau>crn. in denen es die Oerl-lichlcil nicht gestaltet, Senkgruben nach Punkt 2 zu errichten, das Tonnensistem einzuführen; 4.) es fei behufs Abfuhr das pneumatische Giftem hinzuführen und seien Versuche mit einem Apparate zu machen; b) e« sei der DLnaer »n einem liaibachuser unter-halb de: » sammeln, mit Kehricht zu mischen !und Lcm " '" -.............-ch an i'»n>»ir«he zu Verlaufs' ,, Min,enie«r »«Mr n .lolyl^lU^llll ^r möglichst luftdichten Ver-g drr Senkgruben mit einer Pfoftenkcke und ^ Erdschlchte; > 0.) die Kehrichtfraze ist nach den «nrl»,en der dritten Section zu lösen. (DlMfttz», f,l«t.) ____ 982 — lMilitHrvlr« nderungen.) Der Rittmeister Dr I»sef «itter v«n Savinschegg vom nicht activen Staude der kanbroehrllffiziere für den Iuftizdienfi wurde gegen nachträg« liche Rang«best,mmung in den nicht »ctioen Gtand der berittenen Landwehrlruppen rücküberseht. — Dtr Hanptmann «fter lllasse Franz Sever, de« Infanterit'Regiment« Friedlich Wilhelm Ludwig Grohherzog von Vaden Nr. 50, wurde al« Instruction«' ossljier zum trainischen Landwehr'Schllhcnbataillon sludolf««erlh «r. 24 überseht. — (Spende.) Herr Ignaz lschelsch, Vergwert«« befitzer in Himberg bei Vien, Hot dem Kranlenfonde de« allgemeinen tiainischenVtilitäl«VttelllN«nvertin« den vetrag per 85 fi. gespendet. — (Todesfall.) Testern um 1 Uhr nachmittag« ver« schied in kaibach nach »ehrwächentlichem schweren Liiden l>it Vatlin de« l. l. VanilHtsrathe« und Primarärzte« am hiesigen kandt«spilale Dr. Fux. Frau 2 nlonie Fuf. — u«gaben für die freiwillige Feuerwehr beirugen 1809 fi 76 lc., die Einnahmen 1893 st. 26 lr.. t»h,r ein Kasse-Saldo per 83 fi. 50 lr. verbleibt. Zu Rechnung«remsoren »nr« den gewählt: Handelsmann Karl «chlschin, Han«besihtl Dolenec und «lamplairifl Smoquin». — hasUre Summe zuzusuhrcn. beabsichllgt der Ausschuß, in der Zeit »«» 9. bl« 23. Juni im Vafthause zum ,2tirn" am Jahrmarkt-platze ein Veftscheiben zn veranstalten, in der sichele» Hoffnung, de« f« oft bewährte Wohlthätlgte«t«finn der Vevollerung werde »Nch diese Helegenhell nicht voillbergehm lassen, sich neuerlich zu »«ch«tt,en. — (van Hell« Ensemble »Gastspiel) wurde »estern in der besten Form eröffne». Da« Programm der ersten Vorstellung tonnte zwar »egen der Schwierigkeiten, welch« sich dem Unternehmer bei der Zusammenstellung de« Orchester« »n letzt« Stunde entgegenstellten, mchl «ngehallen werden, und e« m»ßle „D,e schöne «alathe«" mil «lavierbegleilullg in S,en« gehen, während d,e andere angekündigte Operette «Flotte Vursch«' «l«fi«l und »l« «irsatz dafllr e,n Lustspiel »Die Wiener in Pari«' «»»gefchoben »erden mußle. D,« sehr zahlreich erschienene Publi- tum wurde trotzdem durch da« Veboten?, wosür wir nn« eine eingehendere Vesprechung vorbehalten, »n die angenehmste i!aune oersetzt und spendlte ebenso reichlichen wie wohlverdienten Veifall. — (Selbstmord.) 2>ne 29lilhrige Väullin Namen« Maria Tcrdin, da« Weib de« Vrnndbefitzer« »nlon «Heroin in Re » n, ure, im Vezirle Treffen, hat sich am 22. d. M. auf dem Dachboden ihre« Haufe« mittelst einer Schnur erhenlt und wurde al« Leiche aufgefunden. Den gepflogenen Erhebuugell zufolge war die Selbstmörderin vor der That durch mehrere Tage lianl und dürfte diefelbe famit in einem Anfall« von seifte«-ftöcung verübt haben. — (Valvasor.) Die soeben »««gegebene 11. Lieferung der valvasor'sch«n 3 hronil bringt den Schluß de« II. und das erste Hst de« lll. Vuche« und behandelt in Ergänzung der vorangegangenen Hefte die lopogiaphlsch-hiftorischeu Verhältnisse Krain« und der angrenzenden Theile Iftricns. Von besonderem Interesse in demselben dürste die, in dem Inn»rlram gewidmeten Abschnitte enthaltene Schilderung der Adel«berger oder »Adel«-verger" Grolle so»ie anderer Höhlen Innerlrain« fein. Die Ndll«» berger Grotle will Valvasor felbst «n der Lilnge von zwei gut n beulschen Meilen begangen haben. — Abbildungen bringt da« vorliegende Heft zwei, nämlich den Uelaftuß b«i St. Kanzian und die Trotte „pod jamo labor". Ullerdies e«ne Karle von Iftcien und ein« größere de« Kulpaftufse». — (Oefterr«i chische Volls« und Iugend-schriften.j Von der im Verlage der Manz'schen Hofbuch» Handlung in N>en seit luizem erscheinenden Sammlung öfterrei» chijcher Voll«- und Iugendschriften zur Hebung der Vaterland«» liebe, Kurden zwei weiteit historische schilderungen vom belann-ten vaterländischen Schriftsteller Ifidor Proschlo ausgegeden Die neuesten Vände (4 und 5): „Der lUrl« vor Wie »" und «Der Schwede vor Prag" rufen dem Wiener und Präger schwere, aber auch ruhmvolle Tage der Vergangenheit in« Hedächlmö zurück, in denen d« Liebe und die Aufopferung sur da« Vaterland Oesterreich und da« angesta.nmte Hau« Hab«burg große Thaten von Tapserlell und Heldtnmulh schufen. Sie eigneu sich daher ganz b:fonber« zur LeclUre für nnsere Jugend, umso» mehr, al« deren geringer k>2enplei« — pec Band 60 lr — die Anschaffung derfelben »clentlich erleichtert. Neueste M. ^ (Orlgi«al-T«legramme der ^^alb. Zeltung.") Wien, 30. Mai. Die ..Politische Korrespondenz" meldet aus Athen vom 2'.1. d. M.: Komunduros wurde zur Vildung eines neuen Kabinetts berufen. Gestern fanden vor dem Könlgsschlosse und der Wohnung des Admirals Kanaris kriegerische Bollsdemonstralioncn statt. Vttlin, 2'^.Mlli. Der „llreu„eilung" zufolge ist die Kabinetl«ordre wegen Verstärkung der elsaßlothrin gischen Garnisonen vollzogen. Paris, 29. Mai. Ein Rundschreiben an die General-procuratoren legt die neue politische Richtung Mac Mahons gegen das Umsichgreifen radikaler Theorien dar und fordert die Procuralorcn zur Ueberwachung der Gesetze auf, vornehmlich gegen die Verleumdungen der Presse, die glauben machen will, in Frankreich existiere eine Partei, die d!" »sien fanden bedeutungslose Gefechte statt. Dle Tür!" behaupten sich in Suchumtale und Umgebung Konstantinopel. 28. Mal. (Presse.) Oahreno Kars für länger al« ein Jahr mlt Munition verM" ist, war Erzerum damit nur für drm!ttag«. (SuHH Kreditacrien 135 5)0. l«ft<,li Lole ,08 lü. l«54cr ^l^^cd' afterr«t Wie», «üment, Vrunn. - Schwali". "^, W,!,lerholler, Kslle,: und Evler von snayer. lv"M«er. - Vammtl. Kftn.. Haid». - Ialov,,. »fm.. NcichtN""^,, , hotel Elefant, i^nnz. Vezirlshauptmann, ^"^««nacc'l'' siiidolsswcilh. — Killer, «rainburg. - 3^"> . M>l' Pansa. SHaulpieler; KUftner sammt Frau ; begent»»"' ^,, meifter - nn» Dul« sammt Frau. Wien, - Plasnliei. ^, — Wähler, »fm, Trieft. Laurii. Neudorf, ^ "j ^ Projessor, Nlaz, - »lijaniii. «t, Martin. v"" ' heim. — Prilner. Kaufmann. Hilli. .«./-ull," h,tel «nr«p«. v Marll. Oberß. Schleier. HauptM^" Vrein. VauwInjpeliorswltwe, Vraz Valrlscher hss. Korban, «odiz Vl«hren. 2)aft<»lltz. «toldftein und Polau«, Trlefi^^^-"" Theater. ^,« z! Heute: Zweite« Wiener Ensemble.Gafispiel unters ^ga> 9 . »b. 725». ^14.« wlndstlll pl" „benl'« Ml Morgei'rath; lag«llbel wechselnde «s»^"V',V, 0< heiterung. D°« Tage«miltel der Wärme 4> 16^ ' .^ dem Vlorm»le ^^^- «^, ll «tl»nt»ortl,cher Mebacteur: Oll»M«r '^^--^'^ _____________________-----------. .,lM Söl!(n!xll(!)!. W»e». 28. Mai. (1 Uhr.) Im «nschlusst an di, so fefit Tendenz der Pariser Vüls« war auch die hiesige Speculation belebter und ber «enllliverllhl so ziemlil P«yierrntte........ b«»l» f.9<)5 «Uv«rrr»tt K4t« 64«' »«ltznntl . . , 7, - 7110 ««ft. l«V........ 2l« «00-»- , 1»4........ 10«— I0«0X> . 1«0........ 10X 75 109 - . 1««0 (F>ul...... 70 b0 71 - Krediwe.......... 160 50 161 - «nd»If««e......... 1g__ ,5 5..........l"4 - --- «Ned«r»»^«rnch.......104 - - G«U««n..........s37b 84-HO »«ld »0«« Siebenbürge».......7u t>» 71 — Tein»ser Vanal......7l - 7350 Ungarn..........7» — 7ö — «ctle« »»» V«»le». »ll,l„ofterr V«t.....«? 75 6« 85 »lttl!t»n««ll .... !!ik— 13« «ü Depositenbank ... 124 — 12^ - Kr,d,tanll»!'. nngar.....118 75 1^9 - s«ll,mpt,.»a«»l«......»i30— K4<> - ««tionalbant.......771 — 773 — Oesterr. V«ulgeslllsch«ft . . . —— — lln,°r«b«nl ........44 bv 4b ^ «erlehr«b«nt .......74 - 7450 »in,« Vant»ere50 D«nan.D»«»lchifi.«Ges»llsch«ft » '9 310 - «lis,beth.Neftd»hn.....ll»4 135- F«rbi»«^«,^,rdbah» . . . 1K« I8«> Frau,, Joseph » vahn ... I<4— 1145' «allzische »ar<.rudlr<<,.Vllhl, . «03 25 203 75 «a!chan-0derberger V«hn . 82 75 83 «5 te«ber».ll»ern»»itzer Vahn . 99?l» 1(X)«b el«l,d.OeseÜsch....... «20 - 3!t, - Oellirr. «ord«tftd«hll .... 108 »0«b0 ztudols«> Siehtnb»rqer Vahn. 1l>7^ «,ß^ «i««t«tz«tz» I.»». . - ' ,!»" g3^ «H»»««h« ^ »«,...-' 95 ^^ b',. . . ' ' ^ Ssbbahn, V»n« . . ' «u, deutsche Plach, . ' ' 1^,0« k°nd«n. t»r,e Sich«. ' ' . 'S'" hl'" <.»tz«. l«,«« Sich< ' . hl"? P«ri«..... ' ' «ay,le««d'«r . . ll) - ^» . ^ , ""'^" ^..°.<^. Prw«l«»uernn« : 5" ^l« " ««cht««: U» 1 Uhr 20 «w«» «tur»: P«^n»U »9»- bi« 59 10. Silb-rrent, 64X) bi« 64 60 »«lö«nt« 7)92 tzi, 7l - . «s^b MlH«, 1«- «« 1«j ib. ««Pi««» 10 «i tzi« I<«7. ««»«r ll2 10 hi« N«»ü.