«I. Sonntag, den Si. Mai t87t. X. Jahrgang. Die Marburger Seitun eitung" erscheint jeden Sonntag. Mittwoch nnd Freitag. Preise — fitr Marburg: ganzjahria S fl.. halbjährig 3 fl., vierteljährig 1 si. S0 kr: für Zustellung ins Hau» monatlich 10 kr. — mit Postversendung: ganzjährig 3 fl.. halbjährig 4 fl., vierteljähri», S fl. InsertiouSgebühr 6 kr. pr. Zelle. Aer neuentMte Neust. Marburg, 20. Mai. Nach dem geuznlsse der Geschichte werden remde zur Leitung eines Staates nur in zlvei äUen berufen: entweder ist das Volt so tief gesunken, daß es den vermeintlichen Retler aus der Kerne holen muß — oder es bedarf die rohe Kraft des Schliffes durch fremde Hand. Da» alte Römerthum. welches Germanen die Führung dir Reichsgeschäfte übertrug und Rußland seit Peter dem Großen, welchem Deutsche als Mi»»i-ster, Diplomaten ut,d Feldherr»n gedient und «och dienen — belegen unsere Behauptung. Und Oesterreich und sein jetziger Minister des Aeußern? Als nach dem Präger Futdcn Neust aus Bismarcks Gebot in Sachsen entlaffen lvorden und in Oesterreich glänzende Ausnahme gesunde»» war das ein Jubeln und Rühmei» in dtr ganzen „gemüßigt" sreinnnigen Welt! Bis«» rck soll da-rüber „herzlich", aber nicht „aufrichtig" gelacht haben ; allein was kümiilerte diese Ptlren die Schadenfre«de des Blut- und Cisenmannes? Bergedens erklärten »rir. daß der Eintritt eines Avslanders in das Minislerium ein Ar« mulhszeugniß für das österreichische Volk sei — vergebens stellten wlr die Forderung aus: der Lenker eines Staates müsse ein Bürger desselben sei« und entweder durch Geburt dem L.^ande an-gehören oder wenigstens durch langjährigen Aus enthalt dasselbe und jciue Leute kennen grlernt habe« — vergebens sragten wir. ob denn eine solche Berusuug stch m t patlamrntarisch m Wesen vertrage und vergebens wiesen wir aus die poli-tische Beraavgenheit des leuenMlNistlrs hin-- Enthüllung solgte auf Enthüllung — die jüngste aber lst zugleich die ernüchterndste. und während wir mit eisiger Ruhe und verschiänkte» Arinen zusehen, wie die Gestalten au u»»ö vorübctjage»». beeilen stch jeue, die i»ühtr nicht genug Weihrauch hatten für ihren Liebling, demselbrn jevt da» leergebrannte Gesah nachzuschleuderii. Welches Schauspiel »verdeu wir rrlebtN, lvent» einmal Gras Beust — nicht gesürstet »vird. nein! sonder« in den »»»oltlvetdieuteu Ruhestand sich ver-setze« laßt? Wlr haben schwarz gesehen — nur schwarz. Dlcht und dichter zilht das drüuende Ge>l>ölke sich Wiedlr zusammen und wenn der Sturm losbricht — wird er reinigend hinsegen über die Bültcrhalde Oesterreichs, odcr wird er zerstörend wirke«? 3st Oestrrrtich. das Oesterreich der frrmdlAtidischen Minister, eine gestürzte Größe— ist's ein Staat, der nach schwerem Falle sich lvlider eihebt? Hute oder schtechte Aaynen. Die Eilenbahnen v'iditNtN nicht nur als Brrkehrsmitt l unsere volle Ausmerksamkeit — das Intereste der Staatsbürger muß sich denselben auch dtßhalb zuwenden, wlü die ösfentliche Sitl-lichteil durch da» Gründungs» und Berwaltnngs wes-n bedenklich veiletzt wird und weil endlich die Staalskasse durch die Unterstützung mancher Unternehmungen dtrser Art an der Sl,che betheiligt ist. Einer der gediegensten Fachmänner Oesterreichs — Warrens — schreitet darüber in seinem Wochenblatt nnter Anderem: „Se. Exzellenz drr Herr Dr. Herbst hat die Regierung ausgefordert, den Uebelständen im Bi-triebe der Lemberg-Kzernowitz-Jassy Eisenbahn, welche auch in den fil»a«ziellen. überaus ungün-stigen Rksuliaten einen höchst beklagcnswerthen Ausdruck finden, ilire Aufmerksamlcit zuzulvenden und sowohl im Intertsse de» Bertehrs. als der Staatsfinanzen aus Abhllfe zu dringen. Was uns hiebei nul in Verwunderung setzt, ist, daß Herr Dr. Herbst, als er selbst eitlige Jahre lang an der Regierung theilnahm, den Uebtlstanden derselben Bahn, lvelche damals ebenso hervortraten, wie jetzt, gar keine Ausmertsamteit zugelvcndet. Um so größer «st unser Befremden als Herr Dr. Herbst sich nnr an seineu Freund und Genoss'n, an Se. Exzellenz den Herrn Dr. Karl Giktra zu wenden gehabt hätte, um hier die bündigst»n und weitestgehenden Aufschlüsse und Ausklärungeu gefunden zu haben. Merkwürdig und jedenfalls charakteristisch ist es, daß zwei Re-gierung'n, dikjenigedes Ministeriums Herbsl-Giötra und die des Gitifen Potock« sich öfters mit den Angelegenheiten der Lemberg-Ezernowitz-Iassy' Bahn beschäftigt haben, öfters Kommissioaen ab-sendeten, um die Wahrheit an das lageslicht zu bringen, und daß dieselbe dennoch in offizieller Weise niemals an die Sonne geratheu wollte, l^nd dettnoch saß der srühere Berwaltungsrath dieler Bahn. Hr. Gistra, in dem einen Ministerium und ein andtrer Berlvaltnngsrath dersell^en llntcrnkhmung. Hr. Baron Petrins, in de»»» anderen. Manche Zensoreu haben geglaubt, daß g rade, il'eil diese Herrea. lvelche so außerordent-lich in die Mysterien jener Bahn eiNt^ewoht wa-rcn. im Kabinete sich befanden, das große Pub-litum so voUtammen uneingeivciht blieb. Die Mcinuug ist nicht bei Wenigen li..r-breitet, das) Herr von Plener aus Rücksichtnahme auf Herrn Dr Giskra und daß Herr v. Depretl» al»S Rücksichtnahme auf Heren Baron Petrins die Wahiheit. »velche lle selbst sehr gut kannten, uuterdrückien. und die Berichte, lvelche ihnen ihre Beatnlei, gaben, unter Aktenstößen liegruben. Der Handelölninisier Herr Dr. Schäfsle hat wahr-scheinlich »»icht dieselben llrsachen. die seine Bar-ganger gehabt haben mögen, um eine» Schleier, oder, wie Äcstroy sagt, einen Kotzen über die Angelegenheiten der Lemberti Ezcraowitz-Iassy-B.chn zu breiten. Aber selne Ausschlüsse werden au» Gründen, welche in einein alten deuijchen Gprich-worte bezeichnet sink». keit»e besondere Heilkraft entwickeln können. Wenn man daS Stallthor schließt, nachdem die Kuh schon auS dein Stalle ist, so nützt man so lvenig. als lve»in man die Siegel an die Kas1e legt, nachdem alles Geld, ivelcheS darin enthalten war. gestohlen worde«. Der Ruf nach Bahnen, welcher in Oesler-reich so laut eischoll, hat allerdings dazu geführt, daß eine Masse neuer Linien in Angriff genommen und auch volltildet lvu den. So rust man heute auch nach ArbeiterMohnun^en, aber lvas würde man sage«, wenn man tausend Häuser für die großen Bolkstlasseu errichtete, wclche schon baufällig wär.n in dem Augenblicke, wann sie eingedeckt würden? Bahnen haben wir mit utlge-heucreu Opsern der Steuerträger zu noch iiie da-g'wesenen hoheii reisen herstellkn lassen, aber sie sind gleich jungen Greisen hinsällig, ehe ne ihre Arbeit verrichtet lzaben. Ruincn. ehe sie jemals Deakmäler der technischen Kraft ii»re» Zeitalters gewesen sind. Die Bah.i. um welche sich Herr iDr. Herost „zu spät" kümmert, ist eben »tur der Wechselbalg eine» System», tvelches darauf berechnet lvar. Wechselbälge zu erzmgen. Hie und da haben die Redlichkeit und Ge-wijitnbaftigkeit einiger Konzessionäre u«d Bauu«-ternehmer dafür gesorgt, daß selbst au» dem bösen Systeme nicht die Korruption und der Skandal hervorgewachsen find, welche bei uns bei so viele« Bahnlinien in die Augen springen. Aber wo nicht der gute Wille, die Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit der Besitzer der Konzession und der Bauunternehmer eine Rolle spielen, da werden ste«s solche Vauherstellungen nach einiger Zeit zu beklagen sein, tvie sie bei der Lemberg-Ezernowitzer Bahn vor stch gegangen. Man beruft sich ort auf die staatlichen Organe, welche die fertig hergestellte Bahn zu prüfen haben. Wurde doch auch die Lemberg-Ezernolvitzer Bahn von den Beamten des Staates geprüft und als betriebfähig anerkannt. Hiebei mag vielleicht auf Seite derselben eine zu große Willfährigkeit. Gefälligkeit gegenüber der Äauleitung und Leichtsertigkeit zu rügen sein, vielleicht auch nicht. Wenn e» aber schon schwer ist, die Gebrechen eines srisch hergestellten Hauses durch den Augenschein zu prüsen, so ist diese Wahrnehmung bei Bahnbauten in zehnsachem Mas^e erschwert Ein B.>u kann nicht durch eine nachträgliche Kritik die Garantie seiner volle« Vertrauenswürdigkeit erhalten. Bon Grund aus muß er von solchen Personen geführt lverdeu. welche nicht einen Geldgewinn durch Bernach-läffigung ihrer Pflicht, durch mehr oder minder groben Betrug zu ziehen vermögen. Das jetzige Systein giiit dem gewissenlosesten Ul»d schlechteiten Erl>auer von Bahnen das höchste Prämium. Je pflichtvergessener er ist, desto rei-eher wird er auch. Ntcht allein bei der Lemberg. Ezernowitzer Bahn hat man jene namenlosen llebelstände z« beklage»», tvie sie sonst kaum in einem anderen Lande als in der Walachei und in der Türkei ju»n Borschein komtnen. N«r können Beispiele dieser Art zahlreich beibringen. Aber jedermann in Oesterreich weiß, wie Bahnen gebaut werdrn und d.ch der Sraat so handelt, al» sei ihm die Bereicherung einzelner Individuen die Hauptsache und die H-rstellung vo« Bahlten, tvelche chren vollen Zweck erfüllen könnc«. eine reine Nebensache. (Schluß solgt). Aur Geschichte des Hages. Beide Häuser de» Reich»rathes habeu die Deleg.>tionSw^>itlen vorgenommen. Die Stimmgebung itn Herren Hause zeigt, daß die Rechte de»selben betnüht ivar. Gegner de» Ministerium» ferne zu halten. Im Abgeordn»tenhause hatten KnoU. Pickert. Brandstetter, Fnx und Seidl beantragt. die Wahl von der Tagesordnung zu streichen — al» eilt besonder» ivirksame» Mittel dieses Ministerium zu blseitigen. Dcr Gebrauch diese» Mittels hätte aber schlverlich den gewünschten lLrsolg gehabt, viclinchr daS Gegentheil bewirkt und die Auflösung des Ati.teoidneten-hanseS herbeigefühlt — und da» durste unsere Vertretung doch nicht wollen. WaS scllte im Falle der Auflösung dann auS ihren 3ntc>cslen werden? O e st e r r e i ch - ll ttgarn haben tvieder eine gemeinsame Angelegenheit mehr — die inneren Wirren beginnen nnn auch „jenseits der Leitha." Von ziveiunddreißlg LandtagSivahlen, die in Kroalier-Slavonien stattgesunden, sind nur stinf zu Gunfttn der Regierung ausgefallen und dies geschah am grünen Holze; denn die Regierung hielt gerade diese Bizirke für sicher. Die übrigtN Landtagswahlen sind vertagt worden und werden in der Zeit vom 22. Mai biS 10. Juni vorgt-nommen. Die Stimmung ist eine so erregte, daß die Regierung Militär in Bereitschaft hält. Die ungarnseindliche Partei hofft auch bei diesen Wahlen zu fiegen. ZmSüden undWesten vonParis dauert die Kanonade fort. Die Aufständischen haben die Stellung des Lyeeums von 3ffy wieder genommen, auch die Bcrsailler aus Vanves gänzlich vertrieben und sollen den Entschluß gefaßt haben, die Stadt eher in die Luft zu spren-gen, als sich zu ergeben. Drr Fall von Paris wird zu den blutigsten Ereignisskn der Weltgeschichte gehören. Vermischte Rachrlchten. (Frauenbildung^ Johann Gimmers. der kürzlich zu Boston (Nordamtrika) gestorben, hat 1.400.000 Dollar zu einer Anstalt vermacht, welche „Simmers Frauenschule" heißen soll. Mädchen erhalten darin gründlichen praktischen Unterricht in der Arzneiwissenschaft. Musik, Zeich-neu und in anderen Zweigen der Aunst. Wissenschaft und Industrie, so daß die Schülerinnen in de« Stand gesetzt werden, stch selbst zu ernähren. (Die Bendome-Säule.) Das berüch« tigte Denkmal uapoleonischen Kriegsrnhmes — die Bendome-Säule — ist am Dienstat^ Abends umgestürzt worden; sie fikl, ohne Unheil zu ver. Ursachen, der Unordnung gemäß, auf eine dreißig Kuß hohe Schichte von Mist in die Friedensstraße hinetu und zerbrach in drei Siücke. Die Bendome« Säule war nach dem Muster der Trajanssäule ia U^m. von der auch dir beiden Säulen an der Aarlskirche zu Wien Abbilder sind, zur Feier der Feldjüge von 180S und 1806 durch Senatsbe' schluh aus dem Metall von 1200 erbeuteten Kanonen errichtet worden. 'l)ie Hohe derselben betrug 170 Kuß. das Gewicht deS für sie verwen-deten Erzes S00.000 Psund. Eine Wendeltreppe im Innern dir Säule führte aus eine Brustlehne am Knauf der Säule, wo ein Standbild Napo-l,ou's I. angebracht war. ^pfer des Krieges.) Der Bericht zu« Invalidengesetz, welches im deutsche« Reichstag eingebracht worden, enthält die Angaben, daß die norddeutschen Truppen allein schon an Todttn. Verwundeten und Vermißten 96,437 Man« verloren. Da^u kommen noi) bci 35.000 Mann, welche Krankheiten erlegen sind, und dir Verluste der Süddeutschen. die ebeusatts mit wenigstens 36.000 Mann beziffert werden müssen. Davon sind allerdings viele Berlvundete wieder genesen und kampffähig geivorden, nichtsdestoweniger hat aber Deutschland als Opfer dieses Krieges mehr als 50.000 Berftoibene und gegen 40.000 Invaliden zu beklagen. (P e n s' o ns lv e s en.) Nach genauen amtlichen Zusammenstellungen beanspruchen für dos laufende Jahr die pensionirten Generale (29 Keldzeugmeister. 142 FtldmarschaU-Llcutenante. 180 Generalmajore) 1.441.000 fl.. die Stabs-ossiziere2,498.589fl.. dieOberossiziere 3,20S.600fl.. die Militäkparteien 874.100, die Militärbeamten bIS.670, die Unterpartcien und Armeediener 23ü.Sb0. die in keiner dieser Klassen gehörigen Militärpensionisten 286.400. endlich die mit Gnadengehalt oder Unterstützung Betheiligten 8S.400 fl. (Auch ein.Energischer.") Der po-litische Verein i» Knoden (Böhmen) hat beschlossen, das Abgeordnetenhaus aufzufordern, gegen das Ministerium „energisch" vorzugehen und von den ihm zustebenden Rechten der Steuerbewilliguug wie der Delegationswahl Gebrauch zu machen. (Aus dem Leben der Armen.) Der Wiener Borort Zwischenbrücken. im Jahre 1866 der Herd der Cholera, ist Heuer die Brutstätte des Typhus, welcher sich dort in schrecklichster Weise ausbreitet. Rachsiehtnde Schilderung ist einem 'Z^erichte des Stadtphysikers Dr. Jilnhaus,r entnommen und beginnt mit Jellinek'S Btirake: „Borne an der Narake liegt ein Gaftztm-mer. nebenan ein Wohnzimmer, in welchem der Eigenthümer und seine Frau am Typhus krank liegen. (Iellinek ist auch bereits gestorben.) Hinter diesen Räumlichkeiten befindet sich eine Arbeiter-Herbers^e mit zehn Betten, je zwei übereinander und jedes für zwei Personen, somit war^n da-stlbst vierzig Personen in einem Räume zusammengepfercht, der keine Ventilation, keine Beleuchtung hat und höchstens für sechs Personen Luft umfaßt. Nachdem zwölf Personen aus diesem Lokale, am TyphuS erkrankt, ins Spital gebracht worden warkn, andere sich verlaufen hatten, schlasen noch immer sieben Personen in der oben geschilderten Stätte! Aus dem Dachboden, der im Sommer ungewöhnlich heiß, im Winter wie-der schrecklich kalt ist. stehen gleichfalls zwölf Betten, von denen jetzt ebenfalls sieben benützt werden. Zum Trinken und Kochen wird das Waffer eines hinter dem Hause stehenden Brunnens genommen, der eigentlich nichts anders als eine mit Brettern gegen die Seitenwand geschützte und vor dem Einsinken gesicherte Grube ist. in welche Jauche 4lnd Unreinlichkeit aller Art frei zulaufen können. Bon einem Aborte ist keine Spur — ein nebenliegender Düngerhaufen wiri» als solcher benützt. Die Bettsournituren bestehen aus unreinen Fetzen und Kotzen. Gleich neben dieser Barake liegt jene des Herrn Adalbert Kretschy: ein sieben Schuh hoher, mit Erde bedeckter Bretterbau. dessen Fensterchen geschloffen sind, weshalb auch die Lust in der Erdhöhle dumpf uud übelriechend ist. Pritschen in zwei Etagen dienen hier zehn Perjonen als Schlasstätten. Auf dem äußerst niedrigen Dach« boden schlafen drei Personen auf Stroh. Als Brunnen und Abort »verde» die soeben geschilder' ten des Nachbars benützt. Bis jetzt erkrankten in dieser Höhle drei Personen. In einiger Entfernung von Barake Nr. 2 liegt die des Franz Holler. ähnlich ausgeslattrt wie Nr. 2; darin schlafen sechs Personen, wo-runter eine am Typhus erkrankte. An der Bö schung der neuen Anschüttung, dem Auge fast verdeckt, liegen zwei Erdhütten, die nach oben wie bei den Beri-Negern in einen spitzen Winkel zulaufen und den Eintritt nur in gebückter Hal-tung gestatten. 3n diesen Löchern schlafen die Menschen auf und auch unter den Pritschen, mit höchst unreinen Fetzen zugedeckt. Dicht an den Brettern der Erdhütte ist eine Feuerung, welche für die Sicherheit der Personen sehr gefährlich ist. In der einen von beiden Hütten lag der Vig'nthümer krank. Auf dem frisch abgestockten Augrunde hat Herr Cd. Holler eine Baracke mit zwöls Strohsäckeu, nebenan ist eine Erdhütte mit acht Strohsäcken auf der Erde für eben so viele Personen — überall große Unreinlichkeit; nirgends ein Abort oder Brunnen! Bier Barnten, einen» gewiffen Friedrich Schiller. Schmoll u. s. w. gehöiig, sehen dei» so eben geschilderten Baraken und Erdhütten gleich;; nur hallen einige von letzteren noch die Annehmlichkeit von Stalldüusten für sich. Nach dem Angefilhrten dars eS nicht WuN' der nehmen, »venn hier ein Herd von TyphuS sich bildet, der fnr die Bewohncr der Residenz um so gefahrdrohender ist. als die Erkrankten von dort aus erst im vorgerückten Stadium der Krankheit nach Wien tral»sportirt »Verden l Ab-hllfe ist UN» so dringender nothlvenoig. als in Folge des hohen Wafferstandes alle Berliefungea IM Donau-Regulirungs Gebiete überschtvemmt find uud für die Gesundheit äußerst nachthellige Folgen nach sich ziehen »Verden, wenn da« Wetter einmal warm werden sollte. Bor AlltM iväre für eine beffere Untertunft der Arbeiter für die DonaU'Regulirung zu sorgen und sollten ua»nent-lich die Erdhütten demolirt »Verden. Bis 16. Mai sind achtzehn Peesoneu aus diesen Löchern am TyphuS gestorben!" Marburger Berichte (Unsicherheit auf dem Lande.) In St. Georgen an der Pößnitz sind binnen drei Wochen vier bedeutende Einbrüche verübt worden. Auf der Besitzung eines Grazer« drangen diel Thäter nach Anwendung besonderer Getvalt durch den Dachboden ein nnd stahlen SilbeezeUji, Wäsche und Kleider im Werthe von 200 fl. An den übrigen Orten wurden die Keller erbrochen und Wein. Fleisch. Speck. . entwendet. (Peterspfenni^) In der Nähe von Eilli befindet sich ein Kapuziner-Kloster. Freitag den 12. d. M. erschienen vor dem Thore ztvei Fremde und begehrten Einlaß mit der Bitte, „ob sie nicht die Ehre habe» könnten, mit de« Hoch« würdigen Herrn Guardian zu sprechen" — eS waren „Ritter Gubilei, Leiter eines katholischen Blattes in Rom und sein Diener." Empfehlungs. schreiben an den Guardian gaben Aufschluß über den Zweck des Besuches: die Römer sammelten „snr den hkiligen Bater^" Der Guardian ließ den Gästen ri» besonderes Zimmer anweisen und Speise und Trunk auftischen, sandte jedoch augen-blicks nach der Gensdarmerie. Zwei Mann er-schienen und verhafteten die — Gauner, deren Ankunft Tags zuvor ein Warnnugsbries des KapuzinerguardianS in Görz gemeldet. In der Gemeindekanzlei ivurden Beide untersucht und fand man beim „Ritter" 60 fl. in Banknoten, 240 Franken in Gold. Schmucksachen, deutsche ul»d italienische Quittungen auf 1 fi. und 2 fl. PeterSpfennig lautend, gefälschte Empfehlungsbriefe an die Erzherzogin Sophie, Bischof Zwerger, Vr. Hebenstreit u. s. iv. (G r ad ausdemWirthshans....) Ein Grundbesitzer bei Straden soll einst gedroht haben: „Ich hänge mich auf; aber früher müsseu noch drei Menschen erschlagen und das Dorf in Brand gesteckt sein!" Am 14. d. M. erfüllte sich ein Theil der Drohung; auf dem Rückwege vom WirthshauS begann l)jeser Bauer mit seiner Ehegattin zu streiten, ergriff eine Haue und zer-spaltete ihr mit derselben lien Kops. (Kauf.) Die Otsterreichische Bereinsbank hat in Gemeinschaft »nit der Unionbant die Kohlenwerke zn Hrastnigg und Doll angekauft. (Drau-Durchstich.) Am Drau-Durch-stiche bei Täubling »vild fleißig gearbeitet; eS sind sünfundsiebzig Mann beschäftigt und haben diese den Kanal bereits auf eine Länge von mehr als hundert Klaftern «it fünf Fuß mittlerer Tiefe ausgehoben. (Thierschutz« Berein.) Der steiermär-kische Thierschntz Berein har dein Inhal»cr des Dienstmann Instituts und der Privat-Agentie, Herrn Anton Hoinigg. die Filialvaestchung in Marburg übertragen, d., Herr Adolf Zivetler, ivegen ueberhäufung seiner Geschäfte (Handels« agkntu«) diese Chrenstelle n»edergelegr. Herr Hainigg ist vom Ausschuß ermächtigt worden, „im Nameu des Vereins alle nöthigen Vorkehrungen zur Wal)rung dts Thierschul^es, zur Ver-mehru»»g der Mitgliederzahl zu treffen und die Jahresbeiträge derselben iveuigslens in der ersten Hälfte des Jahres voraus einzubringen, die Wünsche einzelner Mitglieder entgegenzunehmen und dem Berein deren Anträge mitzutheilen." Die im Lause des Jahres beitretenden Mitgtie der erhalten die bereits erschienenen Monatsblätter desselben Jahres une»»tgeltlich. Die Anfnahms-gebühr beläust sich auf S0 kr., der Jahresbeitrag ist auf 50 kr. festgesetzt. (AuShil fskasse.) Wir machen berech-tigte L)allethenswerbtr aufmerksam, daß am letz-, ten Amtstage der Aushilfskasse ziveitausend Gulden »»»ehr eingelegt worden, als an die vorgemerkten Mitglieder ausgezahlt werden mußte. (Adresse an Döllinger.) Der hie-sige deutsch-nationale Verein hat beschloffen, an Dölli»»ger eine Adresse zu senden, ivelche auch von Nichtmitgliedern (im Berlage dieses Blattes) unterzeichnet »Verden kann; die Aoresse lautet: „Hochgeehrter Herr Doktor l Der Kampf des PapstthumS, des mit ihm identischen Romanismus aegen die freie Forschung auf wiffenschastlichem, sozialem und religiösem Gebiete ist ein nach Jahrhi»nderten zählender, ein llampf, in dem »vir die deutschen Bolksstämme stets in der ersten Reihe sehen. Während die Einen Ting und List. Fäl-chnng undBUrugsich zuBundesgenoffen»vählten. tröte« die Germanen, wie eS schon ihre Ali. stet» mit offenem NiAre, mit blanken Baffen i« dea Kampf und wettn auch oft der Gieg fleschtvankt, der gerechten Sache entginafr schließlich doch mcht. Da nun dünkte es jenen Männern in ier Kulte, deren eigentlicher Gott nur das eigene Ich. durch das Schaffen eineS irdischtn. von ihnen lenkbaren Gotte» werde es ihnen gelingen, den Flug deS menschlichen Geistes zu hemmen, der sein Ideal in der Erforschung des Wahren. Schönen und Guter, der ewigen Ideale in der Menschheit sucht. Nachdem fie den Weg durch den SyllabuS geeb-Net, sollte das vatikanische Konzil ihr Werk krönen. Da waren Sie es. verehrtester Herr StiftS-probst! der getreu seiner Gesinnung blieb, der mit den Waffen der Gelehrsamkeit, mit der Autorität. die einem im Dienste der Kirche ergrauten Lehrer zukommt, während andere ihr eigenes Wort schmählich verläugneten, gegen das Unsehlbarkeits-Dogma auftraten. Gestatten Sie uns, Ihnen, verehrter Herr! in dem Kampfe, welchen Sie begonnen, unsere wärmsten Sympathien darzubringen. Mögen Sie aus der begeisterten Zustimmung, die Ihnen von allen Seiten zu Theil wird, das Bewußtsein schöpfen, daß Sie nicht vereinzelt in den Kampf gehen. dt,b Ihre Sache jene der Wahrheit, des Rechtes, der Sittlichkeit ist. daß Ihre Sache und mit ihr die 5er PtmmmtenhSndter. von A, Aehnikt. (gortseßung). Der Weg nach vorn war ihm dadurch abgeschnitten, während hinter ihm seine Belfolger sich immer mehr näherten. Nur noch wenige Augenblicke und er war im Bereiche ihrer Ku» gel«. Rasch entschlossen warf er sein Pferd her um und sprengte dem rechten Gebirgsarme zu. Ein ivildes Geschrei der Verfolger schien anzudeuten, daß fie ihrer Beut? sicher seien. Das finstere Lächeln Alis und sein seitwärts getven-deter Blick, zeigten jedoch, daß er keineswegs diese Meinung theile. ,. In wenigen Augenblicken war er an das Gebirge gekommen, wo eine Reihe zwar niedriger aber schroffer Kelsen dem Relter keinen gu' gang zu laffen schienen. Dieser schien indeß mit der Oertlichteit völlig vertraut und keinen Augen« blick im öweifel über das. was er zu thun habe. Seine Aaffung wurde auch nicht im Geringsten dadurch erschüttert, daß einige Schüsse abgefeuert wurden und die Kugeln bereits ganz in seiner Nähe an die Kelsen schlugen. Die Situation hatte etwas ungemein Span-nendes. Hinter ihm die Drusen von Deir el-Ka« mar. vor ihm der Schwärm ihrer Stammesge-noffen aus dem Gebirge, der noch immer vorüberzog und bereits eine schwarze Linie bildete, welche die Ebene zwischen den beiden Gebirgi armen schloß, neben fich Felsen, die selbst voo einem Fußgänger nur mit äußerster Mühe erklommen werden konnten. Plöl^lich indeß um einen Hügel tvendend. befand sich Ali vor einer steinigen Schlucht, offenbar das Bett eines Gebirgsbaches; rasch sprting er hier von seinem Pferde, wars diesem die Zügel über und stieg die Schlucht hinauf. Das Pferd folgte ihm. indem eS mit einer außerordentlichen Getvandtheit hinter ihm herkletterte. Es schien an diese Art von Bergpfaden gewöhnt, aus denen ei» gewöhnliches Thier nur mit äußer» ster Mühe oder gar nicht vorwärts gekommen wäre. Bald »var er hinter den Felsen ver-Ichwunden. Die Reiter von Deir el«Komar kamen in wenigen Minuten on di,selbe Schlucht und als sie sahen, daß ihr tödtlich gehaßter Feind durch dieselbe entkommen war. brachen sie in laute Ber-wünschungen auS. „Maschallahl" rief lSiner von ihnen auS. des deutscheii Geistes, der deutschen Pissenschaft und Forslhung obfiegen wird in veii, Kampfe der Finsierniß mit den Lichte, der Unnatur mit der Natur, des ItrthnmS mit der Wahrheit." (Arbeiterbil dungSverein.) Heute Nachmittag 1 Uhr findet eine Versammlung deS ArbeiterbildnngövereinS statt und wird nach Erle-digung der Geschäftsstücke der Obmann desselben. Franz WieSthaler, seine Borträge über die „altkatholische Bewegung" fortsetzen. (Maifahrt.) In der letzten Versammlung des Lehrervereins ist bekanntlich der Beschluß ge-faßt worden, im Berlanfe dieses MonatS einen Ausflug nach H. Dreifaltigkeit ul veranstalten. Der Beschluß kommt am 25. Mai zur Ausführung. Mtt dieser Fahrt verbindet der Verein auch eine öffentliche Versammlung; auf der Tagesordnung stehen: I. Bortrag deS Herrn Profefsots Dominkusch über die Aufgabe der modernen Volksschule. — 2. Verathung einer Denkschrift an den Landesschnlrath, betreffend die DieastalterSFulag.'n der Bolksschulllhrer. — S. Wünsche und Anträge der Mitglieder. Nach dem Schlüsse der Bcrsammlung folgt ein gemeinschaft-liches Essen mit G»sang und Musik. (Bom Südbahnhofe.) Wie alljährlich, so geht auch Heuer ein BergnügungSzug nach Trieft und wird in Verbindung damit eine See- „Dieser Hundesohn wirst ltoth auf unsere Hänp-ter! Werden wir ihn entkommen lassen?" „Er besudelt die Gräber unserer Bäter. und wir können fie nur mit seinem Blute abwaschen!" rits ein Anderer. NichtSdestoiveniger schienen sie zu zögern, den gefährlichen Weg einzuschlagen, wo stetS nur ein einzelner Mann und zwar zu Fuß vorwärts kommen konnte. „Habt Ihr die Geier des Gebiraes gesehen?" sagte ein Dritter, „sie ziehen zur Berathung in den heiligen Grund, wo das Wort der Okals gesprochen werden soll. Wollen wir ihnen nach und mit anhören, tvas beschloffen tvird?" „Bei ZbliS!" rief der Erste. „Unsere Weiber werden uns in den Bart spucken, wenn tvir zu» lückkehren, ohne ihnen zu erzählen, daß Blut aus den Spuren deS LöwentödterS — möge sein Haupt verflucht sein —geflossen ist und wäre es auch unser eigenes!" .Sind wir nicht geklettert in diesen Bergen von Jugend auf und kennen ihre S»1)luchlen und Höhlen?" sagte der Zweite. „Ja, und wir wissen." wandte der Dritte ein. daß sür Pferde kein Weg darin ist. Der Lötventödter ist eiu Zauberer, daß er sein Pferd hat mit sich fiihren können!" „Pah. ein Zauberer" lachte der Erste, „?i wird ganz in d.r Nähe mit dem Pferde sein uud dassetbe in irgend einem Winkel versteckt gelassen haben, tvührend er selbst wie der Schakal über die Berge zu schleichen sucht. Mögen Zwei bei unseren Pferden bleiben. Wir Uebrigen wollen uns Vertheilen. Ich werde die Schlucht mit Einem von Euch, der mir folgt, hinaufklettern, Zwei mögen von jeder Seite uns folgen. Wie oft haben wir nicht schon gewünscht, unsere hinterlistig gemordeten Brüder an dem Löwentödter zu rächen? Maschallah, jetzt ist es Znt, seine Stunde ist gekommen! Wir sind ihrer vier gegen EiNtN. Bald wird der Bauch unreiner Thiere sein Grab sein!- Es bkgann uun eine Jagd, die sür die Jäger etwas nngem in Aufregendes hatte, da in Folge des Terrains sie eben so leicht daS Wild sein konnten, denn hint,r jedem Felsvorsprung konnte ja der Feind l. uern. dem schon so viele der Ihrigen »rtegtn waren und der seine Opfer unter den gefährlichsten Uruständen oft mitten im Lager und unter der Menge getcosfen hatte. Sie gingen oder krochen daher mit der größten Borsicht vorrvärtS, stets ans jedeS Geräusch horchend, daß ihnen die Nähe ihres FeindeS anzeigen konnte, ihre langen Flinten, so weit dieS der beschwerliche Weg möglich machte, schußfertig in der Hand haltend. fahrt nach Miramar unternommen. Auf der Rülffahrt dauert der Aufenthalt in Adelsberg einige Gründen länger — wegen des Grottenfestes. Letzte Vost Der Senat der «raz-r Hochschule hat die «nffordernng d,rStatthalt-r-t, die Studenten Versammlung in Döllingers Angelegenheit ,u verbieten, einstimmig abgelehnt. Der KriegSminifter wird in den Delega tionen einen außerordentlichen Kredit verlangen, NM sSmmtliche Hauptleute der Kuß-truppen beritten z« machen. In Albanien haben drei christliche Stämme fich empört. Bismare? hat dem Reichstage angezeigt, daß die franzöftsche Atationalversammlung d^n Friedensschluß genehmigt. Eingesandt. Ob „der Schulfreund" oder „der aiifrichlig« Schulfreund" die Achtung der Lehrer mehr herab-setzt — sei dahin gestellt. Jedenfalls zeigt aber »der aufrichtige Schutfreund" durch sein Einge-landt. daß ihm gemeine Ausdrücke ohne jegliche Veranlassung zu Gebote stehen. Ein Schulfreuild. Es mochte etlva eine Biertelstunde vergangen fein, und noch hatte nicht das geringste Geräusch. kein Schrei, kein Ftinteuschuß sich hören laffen. In tiefster Spannung, schweigend, hatten die beiden Zurückgebliebenen auf irgend ein Zei» chen des beginnenden Kampfes geh.rrt. „Bismillah," sagte endlich der Eine mit leiser Stimme, „es ist k^in Pfad im Gebirge, tvo ein Mensch leicht könnte entschlüpsen und noch dazu ein Mensch und ein Pferd. Eng sind die Schluchten und steil find die Felsivände und kein Busch kann verbergen den Flüchtling und ivenn Einer der Unfern ihn erblickt, wird seine Kugel ihn ficher ttreichen." ^Sei es sol" entgegnete der Altdere eben so leise. „Dieser Lötventödter ist dcr Schrecken unseres Stammes. Weni^^e haben ihn gesehen und diese Wenigen stetS in veränderter Gestalt. Der Eine sagt, es sei ein Neger mit einem Kopf, wie ihn JbliS selber nicht scheußlicher liat, der Andere sa^. es sci ein Franke mit weißem Gesicht, der Dritte wieder, ks sei ein Maronit. ein Hund des verfluchten Stammes, den Allab in unsere Hand gegeben, daß wir das Blut seiner Männer trinken und seine Weiber und Töchter in unsere Häuser sühren. daß sie als Sklavinnen nnd niedere Mägde uns dienen." „Aber w.irum haben die OkalS. noch immer nicht das Wort gesprochen, das unsere AataganS aus der Scheide ruft?" „Sie tvarten noch auf Nachrichfen aus Damaskus. Dort »Verden unsere Brüder daS Werk beginnen, das Allah wohlgesällig ist. Die aber in Damaskus »vartcn ans geheime Befehle aus Stambul. Wenn auSgeht der Ruf von Stambul selbst, von unseren Gesinnungsgenossen, die ausrotten möchten alle Giaurs und niedertreten das Kreuz, das netten dem Halbmond fich erhebt, dann ivird kommen der Tag deS Blutes über die Verfluchten." „Starnbul ist weit, was habe» ivir Lölven der Berge mit Stambul zu thun?" sagte der Andere verächtlich. „D.r Sultan l)'t lassen aus seinen Thron speien, als er hat zu sich gerufen den Franken und JngliS. ihm zu h lf.n nikder-reißen die Feste des groben Moskvl am schwarzen Meer." So weit waren die Beiden in ihren politischen ^^^etrachtungen über die gegenwäitige Situa' tion gekommen und hatte» sich »»ich A t der Politiker in ihren Gegenstand zu sehr vertiest. um ihrer Umgebung die nöthige Aufmerksamkeit zu schenken. , Fortsetzung folgt. >R«»b«rß, so. Vai. tvoche«martt»bericht.) Weize« fl. S.40, Korn si. 5.60. Gerste si. S.40, Hafer si. SSV, Kuturutzfi. 3.60, Hirse st. 8.40, Hirsebrei» st. 6.l0, Heiden st. S.9V, Srdäpfel st. 1.60, Bohnen st. 4.2ö pr.Me». Ueize«gries st. IS.—, Mundmehl st. 11.—, Semmelmehl st. S.—, veihpohlmehl st. 7.50, Schwarzpohlmehl fl. ü.öv, A»tumtzmehl st. 6.— pr. Cnt. Heu st. 1.S0, Lagerstroh st. 1.70, Kutterstroh st. I.IS, Strenstroh st. I.lö pr. Cent. Nindsteisch 24—28, KalbsteischS8. Stliweinsteisch l»ng28, Lammfleisch 22, Speck, srisch »6, Mndschmalz 56, Schwein-schmalz 44, Schmeer4^, Vutter 54. Topsenkase 8, Zwiebel 7, Knoblauch 20, Krenn 10, Kümmel 82 fr. pr. Pf. Eier pr. Stück 2 tr.«ilch ftlsche 12 kr. pr. Maß. Hol,, hart 18" st. 5.60, dto. weich st. 4.80 pr. Klafter. Holzkohlen hart st. 0.45, dto. weich st. 0.80 pr. Vtejjen. Der heutige Wochenmarkt war mittelmäßig besucht. Getteide verschiedener Art und besonders Heu und Stroh war zwar sehr viel am Platze, aber an Käufern fehlte eß. Die Preise find beim Getreide sowie auch bei den übrigen Marttartikeln gleich geblieben. Sch. Vettau, IS. Mai. (Wochenmarktsbericht.) Weizen st. 4.90, Korn st. 8.70, «erste st. 8.20, Hafer st. 2.15, Kukurutz fl. 8.50, Hirse fl.-, Heiden st. 2.7p. Erdäpfel st. 1.40 pr. Metz. Aisolen 10 kr., Linsen 26, Erbsen 26, Hirsebrei» 17 kr. pr. Maß. Rindfchmah 50, Schweinschmalz 48, Speck, ftisch 8«, grrauchert 48, Nutter frisch 40. Rindfleisch 26. Kalbfleisch 26, Schweinfleisch 28 kr. pr. Pfd. Milch, frische 12 kr. pr. Maß. Holz 86" Hort fl.U.50. weich fl.8.— pr. Klafter. Holzkohlen hart 70, weich 60 kr. pr. Metz, ^u fl. 2.—, Stroh, Lager fl. 1.80, Streu fl. 1.20 pr. Centner. Eimgefandt. Unterleibßbruchleidende werden auf die in dieser Nummer enthaltene bezügliche Annonce von G. Stulzenegger aufmerksam gemacht. Die schriftlichen Anträge unter diescr Ehiffre erhalten; war durch Rtlse verhindert und werde selbe bis 26. d. M. beantworten. ?. ?. (289 LM..kniiemz Mm." Vov koutv auxvkkllzou veräeu ksfil'oi'NGG »I!or OattuvgsQ naek »MsgvuÄem l'arik iivb8t äem dvUvdtvn^is-VAiKS uvä el«PUN»0>I, In- Uv6 Kuslkmllsvks vGKDOfwvlns uuä I.lqu«»'«, fn8olls variB-i^ösr lidiktsn uvä f^?v»i»okv vitzqult» doi »uüverlriamvr unä sollvoUsröväivuuveLvrvirt. 299) ^edtuQ^LvoU ZK Der Marburger Turnverein beabsichtigt zu den Psiugftfetertagen eine nach Sauerbrnnu-Kohitsch und auf den Vouati zu unternehmen und leidet hiemit alle ?. I. Herren unterstützenden Mitglieder und Turnfreunde lur Tl^eilnahme ein. Um aber die Borbereitungen für Wägen, allenfalls Nachtquartier in Rohitsch u. dgl. genau treffen zu können, ersucht der gefertigte Turnratl». die Herren Theilnehmer mögen sich auf einem bei Herrn Friedrich Leyrer aufliegenden Boge» biS längst« nS Freitag den 26. d. M. Abends unterzeichnen Das Programm der Turufahrt ist: Abfahrt mit dem Postzuge Samstag Abends nach Pöilschoch, zu Wagen nach dem Markte Rohitsch; Tonntag Morgens Besteigen deS Donati; Vormittags Ankunft in Sauerbrunn. Verweilen daselbst den ganj^ Tag über; om Morgen Rückfahrt noch Maiburg mittels deS Postzuges. 292 vS? Thmi» Eitz' LoluliM». Heute Sonntag den 21. Mai: wobei die (393 unter Leitung deS Orchester-D»rektorS fr««? Vaplvlt die neueste» Tanzpieee« vortrage« wird. Anfang 8 Uhr. Entree 2Ü kr. Johann Alucher, Gastgeber. Sechzig Startin Eigenbauweine auS den Jahrgängen 1866. 1868 und 1869 tkeils mit. theils ohne Faß sind im Wcingartcn Pro ße gg. lStunde von Marburg, beim Eigenthümer zu verkaufen. Zyhaun Gtrahmayer. i U? III. Gekaust wird: Kleinere und größere Besitzungen bis zur Höhe von 100.000 fl. gegen sogleiche Varzahlung. Ein großer schSn gelegener Weingarten mit guter Aufuhr in nächster Umgegend von Marburg. Verkaust wird: Ein Haus auf sehr gutem Poflen in Marburg mit einem großen vertauf»gewölbe, 2 Magazinen, Kellern, großem Getreideboden, dann im 1. Stock an» 8 Wohnuuge» bestellend, mit den übrigen VestandtheilenAlle» im besten VauzuKande. Da»selbe ist für jede» Geschäft geeignet. Eine fchSn gelegene Herrschaft mit Wohn- und Wt7thschaft»gebäuden im besten Vauzuflande und «it großem Grundkomplez. Ein eleganter Phaötou, sehr wenig überführt, billig. Ei« paar Iagdgeschirre. sehr billig. Aufzunehmen gesucht wird: Ein Dienstmädchen. Ein Hau » meister, der Maurerprofeffion kimdig und kinderlo», unter guten Bedingungen. Eine Gasthau»köchin. Ein Aucker backe rlehrling de» Zeichnen» kundig. Ein Schneiderlehrling. Dienstanttäge: Ein F irrster mit guten Aeugniffen wünscht in seiner Eigenschaft, oder auch al» Jäger, Oeko-nomtebeamter u. dgl. eine Stelle. Ein anständige» Aräulein, im Maschin« nähen und Kleidermachen sehr geübt, auch mit allen weiblichen Arbeiten vollkommen vertraut, wünscht al» Lehrerin oder Kammerjungfer bei einer Herrschaft unterzukommen. Ein Mädchen, welche» schon dnrch 2 Jahre in einem gnten Geschäft»hanse gedient, wünscht in ein Pri-vathan» al» Stnben- und Küchenmädchen unterzukommen. Ein Handlung»kommi» sucht einen Posten. Ein Hau»kuecht. zugleich Kutscher, und eiu Pferdeknecht suchen Dienst._ Zu miethen wird gesucht: Ein Zimmer mit Küche. Eine schöne Wohnung mit 4 Zimmern, Kabinet sammt Augehör in der Stadt. Zu vermiethen: Ein Gewölbe sammt einem großem nnd kleinen Zimmer. Sparherdkiiche und Keller. Eine freundliche Wohnung mit der An»ficht auf den Hanptplatz, bestehend an» 2 Zimmern, Spar-herd^che ic., sogleich. Ein Ber kaus»gewöll'e aus einem gnten Posten. Ein großer Keller, der stch wegen feine» bequemen Eingange» und seiner großen Räumlich-keiten «I verschiedenen Geschäften eignet, z. v. zu einer Bierhalle.__ Zu pachten gesucht: Ein größere» Gasthau» in der Umgegend von Marburg. Pettau oder Aeistritz. Eine Vrei»lerei, Kaffeeschank oder sonst ähnliche» Geschäft. Zu verpachten: Eine Grei»lerei auf gutem Posteu. Mündliche Auskunft wird unentgeltlich, schriftliche nur gegen Einschluß von 50 kr. in Brief- oder Stempelmarken ertheilt. g. 26S4 (297 Wlergebung von StetnmeH-, Zimmermanns-, Kafner- und Mater-Arveitm, Liefemng von Hußwaaren. Für die Oberreal- und Knabenschule in Marburg lverden am 25. Mai 1871 Vormittags 10 Uhr bei dem Stadtamte zur Ausführung obiger Bauarbeiten neuerdings Osferte und sodann auch mündliche Anbote angenommen. Daselbst liegen Pläne. Ausmaß, Kostenüberschlag und Bedingniffe zur Einsicht bereit und eS sind veranschlat^t die ZimmermannSarbeiten sammt Material auf . . . 18527 fl. 24 kr. die Steinmeßarberten sammt Material auf . . . 10451 „ 55 .. die Hafnerarbeiteu sammt Material auf ... 1250 „ — die Malerarbeiten sammt Material auf . . . 1398 „ — die Sußwaareu..... 7g2 ^ Als Kaution find 5°/o derjenigen Summe, um welche die offerirte Arbeit übernommen wird, zu erlezen. tadtgemeinde Marburg am 17. Mai 1871. Der Bürgermeister; Dr. M. Reiser. v>uckl»v»>s. k'ür 6ie so ziaklrvielio I'Iiolluakwo »w I^oiLdvudvLxäusnisso moiaos verstorbenen Oatten, äos Nvrru SSIItStU, Ic. k. Lsziirics-Vorstvkvrs, »proekv ied Ilivmit allen k'reuväou un6 Lelranntsn in meinem unä msinsr Xv^ellönzev ^amen 6en innixstev Vanir «us. liiardurs clen 19. läkL 1871. 295) ÜIlVV SE?I»St». 2gss1s>üiör's frivir- uinl NaiUHvlilwill«- l)eün6st sioti von nun an In» V. »«Iivln Ha»»«»« vis-a-vis äer vinäi-soken Xiroltv. (302 Geschiiststlöffnunz. Ich mache hiemit die ergebruste Anzeige, daß ich mcin Geschäft (Herrengafse, gegenüber dem Gasthofe zum Mohren) eröffnet habe und empfehle mich dem geehrte« Publikum unter Zusicherung guter Arbeit und billiger Preise. Marburg, 13 Mai 1871. Georg Widemscheg, 284) Schneider. Veii I^ilililioi. Circa 100 Startin SchmiPberger-Weine von den Jahrgängen: 1868, 1869 und 1870 werden am 1. Zuui d. I. in den Pongratz'sche« Wein-kellern zu Windisch.Feiftritz und Gchmitzterg lizitando Verkaust. (300 Mit einer Beilage. verantwortliche Redaktion, Druck und lverlag von Eduard Äanjchitz in Marburg. Z!. Lt. o. Btilagt ll!. 296 ^ Ktlihm'« Ci>t«tn «it G^ßer» md Vesyeifttttrschtikuigtn, errichtet ««f h«« Evsienplatzr. Heute Son«tag den 21. Mai: Se^GK VSR'SrsKIuNLSIA, M erste» u» halb 5 Uhr, der zweiten halb 8 Uhr, sowie täglich Abends halb 8 Uhr BorstsUlmg. Vr»gra«« der n-ue» «ufstellung: 1. Abtheilung: Mb 8pl>xnx, oder: Wunö«!' advf Wumivr. Piece in einem Akte. VeIsonen: Lewint, Professor der Magie . L. Vergheer. TiwM. sein Faktotum . Herr Ernst. — Auguste, Dienst ««che» in de« Professor« Hause . «adame Krancesia. S. Abtheilung: Pttior«»q>e. Der vrautz »s» Msska« tSlS «ach de« Tinznge der »aiseraarde sind man mehre Riffen mit Pechfa«ln durch die Ettaßen eilen, nm die Etäbt iu vra»d zu stecken, aber welche sich bald ein Fenermeer a»«h«itet ,md die HSuser eiustürzen. S. Abtheilun g: au«gefahrt von Krau Vergheer. 4. Abtheilung: H«« A«ch»' ^«ttr»ich>», »> ilte ll>»ih»r , jimß M ««cht«. i. «»tteilong! Ein« Selbst-Enthauptung. ^Vheer erscheint auf de« Theater und nachdem er eiPt« »arie gesprochen, schneidet er sich selbst den »opf ab. Wt denselben vo« »örper entftrnt und setzt ihn sich selbß wieder auf. 6. Abtheilung: Vergheer's ««abertroffe», AM»- WAl Ss,psi«wr«r>oI»Im»>« unter dem Titel: l-VkVN tiN M Aetchei««»Oe» v»n V «bieten. Hezen, grüae Teufel. WD de« V«rgh«mi. weicher jede« über Nacht tahl rasir», W e« »agt in da« Schloß einjubeingen, laufende Seine. Hirtenknabe. . Ochl«ß^D,kW»ati»»l A»»rie «tt Ntzmph»«. _ Preise der Vliltzet Mrsitz 7« tr. Ersier Platz a« tt. Zweiter Platz Ztt tr. WWe >A ?r. — »inber zahlen auf der «allerie tr. , «nf de« iibrigen Plätze« die Hälfte. G«r«tfO«' und Otuoententalle«: Sperrsitz Z« kr. > Plchtz H» tr. öweiter Platz tr. «allerie Z« tr. tOßesbillet Berkauf von 10 bis l2 Uhr Bormittags an der Kasse des LokalrS. Awsi Ret»«r?arte« für d,n Triefter Netgnügungszug werden zu kaufen gesucht. Ein gewandter Uvpist wird gesucht. Eine NShWMschtttze nm fi. 25 zu verkaufen. Eine Wohnung in der Postqaffe mit 2 Zimmern ist sogletih zn vermietden. Anskkufte tierüber werde» im Comptoir dieses Blattes ertheilt. PreßbüllMt, dm SlüS skhr sch»n. «nd stark», b'nils brhauku «»d »»litomme« find z« »«rkaiif«». «»zosra«»,, dti Johann Hautntr, Magd«. I»i>a-Bo»ftadt. zu Rr. kl der „Marburger Zeituna.« s1871.) « iL. priv. ZSckbsIiiiKezellzklijlil. Mrgnügungs-efahrtm ^ o^Ivadiir«, »ruvli. I.e»den, «e»». ZIarkruißx, «t«n, StuI»lH»«w»enI»ur«r. »»r«A. «»nl-s», «tI»Kenkirt, Ge»iie Ae und den dazwischen liegenden Stationen nach und z«rit«e t« der Aeit vo« »V. bt« A«. Mai IVVI. Il?»I»rprvI«s: Von HVI«»», «vAviidiieU, vk«u, Stulil j »a?«». Villa«,, S- W. fl. >S in der U. Wagenklaff« Nl. „ Bon l-vvl»«»!», N?»», I IM II »^.,.,,...«,..01».^ 'z ^ Seefahrt mittelst Lloyddampfer im Golf von Trieft. Grottenfest Adelsberg. Wahrt von VIvn Samstag den 27^ Mai 7 Uhr b M. Früh. den 30. Mai 7 Uhr 16 M. Abend». Dl« Fahriattenansgabe ist ein« beschränkt«. M«s Nähere ist aus den Kundmachung«n und Programmen zu trs«hen. iVI««, w Mai IS71. «) Die (?vuvra1-I)ire1itiou. Die Weingart'Befitzungen m d,r s.m«nd. Sabernik Haut.Rr. 2 13. 14 im Uächtnmaße von 23 Zoch «»d m d.r S«mr>nd< Koblb'k« Yaue-Rr. 2«. im gälchenmoße von cirr« S ?och. Kid« in »er «jhe vo» vd^uUgau. Bezi^ Windtsch AnftliK, w«iden au« freier Hand vrrtaust odrr »rgkn ein Hau« IN Marburg oder Graz umget^)usldt. Näheres bei " 304) dtn Eigknthümern Paul «nd «malia Mibelak Htius-Nr. 101, Magdaltna-Borftadt in Marburg. l IKl« ck»bsi dstkiMzsä A^TvmpGl^v 2V tztvl für alle S UlvI»mi»UH>R kut rüuttel.I^Z« 248 «Iliiv »U8. Lobalä viu Xvtkvil8odam in ^ 8orio 8v20ssvu i8t, Icauteo vir auf Vorlallgsn äellsslbvu mit GM «»IchGi» »urüoie, vo-aurvQ siu »iVlivi»«»? Wue»en von «G VlmIM«»« pr. Ltüek ^bvi 20 8ti>olc 80 tt.) »«»«»»tli'E »Hß uvä äsksr nur unä nl«? Verlust srllmßt virä. Svssa Lmsvuäuux äv8 Vetrsxs vävr?<)8tsiu«akluv8 von HG ßll. pr. Stüvk (Iß» Stiiok kßii (luiävo, BS Atiilck >GA 6u!6en) vvräsu äiesv ^vtlisilsLk^inv 2UL^e8avät. ?f0»po!ltv um! L«liun>«!istvn imvntgvltlivli. «««IisrIiIIiI ^ V«i»» Viea, «p«rnniix Li. ÜHsfll ,1. prskt. 2»ko»r»t In W«a, Ldult, Voiiwri»»« Hr. 2. ,VerxQÜzsli bostätizs ick Herrn,s. ?opp» pr»lct. ZIläwarLt ia ^ieu, äa8s iok äurod ä»v Qodnmek «vLuvs HfUWWVI VVQ stUbM v!OljRlU?j^v UmlÜüs>Sl voMromms» sssksUt Murüs, I^lülledeii, 81. 1870. i. Vdlngvf, ?rLvatisr. Zu haben in: Marburg m Vanealars» Apotheke, bei Herrn A. W. König» Apotheke zu Maria-M. bei Herrn F. «olletnig und i» Tauchmannß Kunsthandlung; E illi bei Sr»sper und w »aumbach» Apotheke: Deutsch.Landßberg A. L. Müller, Apach. Sleichenbeeg: S- v. K-ldbach, Apotheker; Touobi^: ^ Kleischer, Apoth.-. Leib nl»: «r^ig'S wtwe. Apoth.-. Luttenb'erg: Ar. Vessiak. Apoth. Mureck: S.v. Steii,. bera, Apoth.; Pettau E.Reithammer. Apotheker, «ad. ker»burg: F. Schulz Apoth. und 3. »eitzinger; Rann: I. Schniderschitsch; Rohitsch: Kri»pers Apoth.; Sauer-drnnn: in der Apoth.; Otainz: «. Timonschek. Apoch. Wind, yeistritz: S. Diene». Apoth; Vind. Graz: I. Kaligaritsch; Wind. Land»berg: Baßulich» Apoth.; Waratdin: A. Halter, Apoth. 2t ^ ^ gegen Menzahlung In Truppea str die »ichften Aith»»gtq am l. ^ IS. Imil. I.. IS. «^80. Juli » I. , der l864er, 3'/. Zr». 4«« Türken, 0f«-r^ta »isla«, Gachf-«»Vt-intng-«, Salm, Wald, Elartz, 5'/. H8«G-r unV «ra«»fchV»i, geesVoie. «ei der von mir in'» Leben gerufenen Einrichtung Ide« Ratenankanfe» von mehreren deliebten Losen lin einer Gruppe genießt der Theilnehmer den Bortheil, >aß er gleich nach Erlag der ersten Rat« lind während der Abzahlung »a« »Iloiu »a/ »Ilv VrvKvr )er in der Truppe verzeichneten Lose spielt und diese Isukzessive nach den Bestimmungen de» Ratenbriefes »u»gefolgt erhält. M» >«h«r sch«» «ihn»» >«r Ad i» »»» ?ißtz »»> Listi >«tzl«l Erste Griipp« »»/, Fre. 400 lürten Lo». Siehung l. Suni j si. »0.1SS4er Lo». Siehung I. Juni, fi. »o »«ßi». Grä«teu.öo»Lieh»«a lb. Aug »aIdftei>.Lo». Siehung Ib. Zull. . «udol»H.Lo». Slehung 1. Oktober. /si. 100 1SS4et Lo», Slehung 1. Suni. i. i Stanißlauer So». Siehuna IS. Suni. ! oweite /Ejgstz.Lo», Siehung »V. Juli. Gruppe / Vraunschweiger.Lo». Siehung 1. August. ^ s Sachsen.Meiningen Lo», Siehnng 1. Suli ^ i fl. b0 1684 Lo». Siehung 1. Znni. Dritte 15°/, fi. 100 l«S4er Lß». 1. August. I Gruppe ) Salm Lo», Ziehung 16. Juli. ' Sachsen»Meininpe»'Lo»>. Ziehung 1. Juli. Vei jeder dieser Gruppen spielt man jährlich l« mehr als N AiehUNste« auf Haupttreffer von i>der eine lillio«. 'Die Interessen der zin»tragenden Lose gehö en K^Mufer v»« Grlag»tage der ersten Rate an. Ae eine obiger Gruppen verkaufe ich bei einer erste» Note vo« nur fl. 10 und weiteren S monatlichen Raten » fl. 10. Stempel ein- fiir allemal pr. Gruppe 2 st. Sü kr. Alle i» Veßmtich «iftirtite« L»ft »«»«> >««« «l» «ich i> »ellttit ißeUe» «»»»» «s »«k> Mlgli »tckost. lit moiaom katvndrisf Nr. 17148 hat am 1. September 187V den laupttr«ll^ki' von 2W,M ll. der ^^64er Lose ^err rr»«« UMrUed«« gewonnen und l«ut bei »ir erliegender «owrtell beglaubigter BeßlDtlgung behoben. la»rÄ W'^rst, Aaullha«, 1ü. Mai 1V71. Wien. Stephon»platz. (298 DlW^-».WilMlliad in Warburg. DaS Dampfbad für Herren täglich von Wh 6 Uhr bis 7 Uhr Ibeuds, mit Ausnahme des Freitag» ; für Dame« jeden Freitag von Früh 6 Uhr bis 7 Uhr Abends. An Sonn. und Feiertagen Nachmittags bleibt da» Bad gänzlich geschloffen. Preise: 294 Ein Dampsbab Bormittag ... 70 kr. Ein „ Nachmittag ... 50 kr. Ein Wannenbad mit Wäsche . . 40 kr. Ein „ ohne Wäsche . . 30 kr. Ein Dsuchetad.....25 kr. Alst» Ech«iderer. kotdsoMä Ä (Z- SI, KZ Xll- Uliä VVQ 8ta»t»p»pisrsil, XvIsksvs-I^ooseQ, Ligelldadv-, Lank- uuä kläuLtrio-Xotiov, (ZoapoQs, (Aoick- uuÄ Lilbvr-Mv2en. /^UktlÄgS kill' iliv ll. II. vvrävi» stet» dostvn» xogsl» d»»r oävr vntgprvodvväo Xuxabo ausxvMrt. ^pkIzezellWliiillell »lit ZV Ii. Ii. Isterr. aut Kktsn a K A. mon»tliek. ö ^ivkunxvu MrUvIt: 1. Mre, 16. ^prll, 1. ^um, 1. 8vp-tvmker, 1. Vvisvmdvr. Hauptgevivu ü. 2bV.l)lW, Uviustsr ksNivv A. a A. 2VV. Fsäer'tkvLIllskmvr vrkält mlol» vollLtäv-äizer 1 k. Ic. 08tsrr. 1864sr OnglQal-I^oo» »t Z» ltviizl. lMMr. l87>«r 8l«»l5 U»«,e »uL R»tsu A. V mouatliok. 4 ^ivduvßxsv MrUvd: IS. kedrusr, IS. ßl»i, 1ü. ^u^t, IS. liovsmdvr. k»uxt»vvilill ü. lloivstvr (ZoUilm A. ^ tl. Alk. Fväor l^vüllsdwvr vrdÄt vaok voUstim-äißxsr XMuvs 1 Irömgl. iM5»r. 1870sr Orisiv»!-!/»«» »likZI kikl. tirliiselie IZ^IerStuk l-oose »ut ltstsa a L. V wonatlied. 6 2iekuuxvv 1. ?vdmar, I.Xpril, 1. Xu- ßU8t, 1. O^todvr, l. I)v2smd«r. kauvt^vvillv ?r. KVV.9VV, ^lvLvgtvr Oeviun fr. 4m>. ,?eävr'kdvilllskmsr vrkÄt uaok volktän« äiKvr ZlMunss 1 Ilai8ör1. türkigodss 1878vr 0rizjval-l^oo» »s 40 linisti. >r»i»R!^veiil!er8t«t8-lxwsie »uf ^ ü. S wollktUod. 4 jälirliok: 1. ksbr., 1. 1. ^UNi8t. 1. vemdor. Xlsingter OsHvivli 21 I^r. «ssäsr Idoiluokwor vrdÄt uae!» voUgtäv» äixsr LIMulle 2 korirog!. vrauQ8vkHfSlg. <>nxiv»1-I^oo8s. Z^li'llrAlleAvIlitM« «iltisx^ 20tvl XutksiiUetlvivv kuL 18S4vr ö8tsrr. I^ooss k A. A ollvv veitorv 20to1 XMvi!8vk«ms auf 18Z9vr Stvl ö.I^ooso k A. oi»uo vvit«» ^aklrws. 20tv1 ^utkvil8ekoius »uf 1870 uvxar. I.008V ^ A. 7 okllv veitvrv !8a1»1uu8' pi'vl»«»»«» III »Il«l» !i«I>uiii«ii. XUv Oattuugsu I^8V vvräv n »uo^ siu-2v1n suf mvntttlivits vvricauft!. (16ö (zsro88te8 2 kertiMt HerrenKleider StsSis »u äe» dillixste» kr«»«!» d«i IIvrr«n»rÄ7 §M LL sR:» -T ZöAS L? T* >^L » Ks, SS s« ssDH MMtÄnchltikÄr. , Wr«ckfakbe von G. Dt»rz»>eßGOl, li> Hertsa«, Schweiz, hat in Folge ihrer var^ nüglichen Virffamkeit bei U»te»letb»be»ch»« IMuttervorfällen und Hämorrhoiden vielseitige« Da«? sgeerntet. Sahlretche Atteste beststtaeu Me »oll lßäudige Heilung selbst bet veraltet« »alle«. Auf sraukirte Anfrage« wird Gebeaich. lanweisung grati» veeseudet. — Su bezte^n i, iTSpfe, zu 8 fj. S0 te. ö. W. sowohl duich d« lAchnder selbst, al» d«rch Herr« Sos. »ei» »z» IUohre«apotheke-, Tuchlaube« Nr. S7 iu Wie«. ?! ! Eisenbahn-Fahrordnung. Marburg. «»>»«. von Wien nach triest: Ankunft 1 Uhr K9 Min. Nachmittag. Abfabl^ S Uhr Z Min. Nachmittag. Bon Triest nach Wien: Ankunft 2 Uhr S7 Min. Nachmittag. Abfahrt S Uhr 4i) Min. Nach«itt«q. Personenzüge. Bon Triest nach Wien: Ankunst L U. 19 M. Krüh und 0 ll. r.5. M. Abend». Abfahrt 0 U. 31 M. Früh und 7 U. 7 M. Abend». von Wien nach Trlest: Ankunst 8 ll. 8 M. Krüh und 8 U. 4 t M. «be«d». Abfahrt v U. 20 M. Arüh und 3 U. ü0 M. Abend».