MARBURGER ZEITUNG ■w AMTLICHES ORGAN DES Sik. STEIRISCHEN HEIMATBUNDES ■""WM'» "■ »or»ui sahlteil MOB«tllch RM J.IO •lBichM«BllrJi • ro^«ltung»fl«bflhTi b«i Ll«tanin| Im Streift»«nd lutflgUrh Por»oi b*l Abboian tn dct GoücWftMtBlI* "omlUcb RM 3,10 («Intchl. 10,1 Rp. Tofti*llungagabOhr) uod 3« Rpf Zu«tfill-gaoonr. nniclnuBBani werdan nur g«g«B VoralnModnng da* Einxalpra w ond dar Porto«ii*l«npn iuge««nd»if Nr. 19 — 84. Jahrgang_Marburg-Draa, Mittwoch, 19. Januar 1944 Einzelpreis 10 Rpf UcU nictiiMatt M rtmlleh« I« l.t Mck|i«1> b«lnlw« MMicMcuülo WM Nt. S4.m IW AUtJichiTaMrU Vm 11^^ * "SÄ, , 5* ' Schwerpunkt Westeuropa? Zum Abschluss der Ernennungen im »Invasionskommando* Von unaarem Korfstpond «nttn Dr, Haimut Llndsmann tc Stockholm, 10. Januar Mit der Emeonunq dee nordomerLka-sischen Generalmajor« Bedell Smith zu Eisenhowers Generalfitabechef ist, einer MelduDfl des englischen Rundfunk« zufolge, diie Serie von Ernennungen im »Invaslons-Oberkommando« abgeechloi-len. Diese Meldun/q iat insofern mer^-würdiq, als bisher ein Befehlshaber der Elientiower unterstellten nord amerikanischen Streitkräfte in Westeuropa noch nicht ernannt ist. Bekanntlich sieht da« sogenannte westeuropäische Oberkommando jetzt so aus, daß unter Bisenho-wer imd seinem Stellvertreter, dem britischen Lufünarsdhall Tedder, General Montgomery die britischtin Heeresgruppen, der britische Luftmarschali Leiqh Mallory die britisch-nordamerikanisrhen Uiftstreitkräfte und der britische Admiral Ramsay die Seestreitkräfte kommandieren, Bisher hatte man allgemein erwartet, daß noch kein USA-General für die nordamerikanischen Heerestruppen, welche angeblich 73 % der gesamten Invdsions-Streitmacht ausmachen sollen, ernannt Warden würde. Sollte sich die Meldung das englischen Rundfunks bawahrheiten, so würde das veimutllch bedeuten, da£ Montgomery auch Befehlshaber der nord-ajnerikanisrhen Truppen würde, eine Lösung, welche wenig glaubwürdig erscheint Auf leden Fall ist es bemerkenswert, daß in Westeuropa ebenso wie früher im Mittelmeer die Nordamerikaner zwar den Oberbefehlshaber stellen, im übrigen aber die Führung der Operationen im Felde weitgehend den britischen Generalen überlassen. Augenscheinlich sind die Nordamerikaner mit der Ehre des Oberbefehle zufrieden. Außerdem hat es sieh bej den Kämpfen im Mittel-mwir al« vorteilhaft erwiesen, daß die Schuld an dem langsamen oder gar mißglückten Verlauf der Operationen den britischen Generalen Alexajider oder Wilson zugeschoben werden konnte. Das Genenstück zu dem westeuropäischen Krieflsschauplat? bildet das Mittelmeer, wo der Oberbefehlshaber der Engländer Wilson ist, während seine Stellvertreter der USA-General Devers und der gemeinsame Luftwaffenbefehlshaber der USA-General Eaker sind. Diese und andere Umst&nde sprechen dafür, daß da« Scjiwergewicht der geplanten Invasion trotz aller früheren Pläne Churchills nunmehr in Westeuropa liegen wird. Militärische Beobachter in London und Stockholm neigen zu der AuffasBuiig, daQ die Operationen im Mit-telmeerqebiet urvd insbesondere gegen Sizilien und Süditalien, selbst wenn man «ich ursprünglich In London und Washington mehr von ihnen erhofft hatte, jetzt in erster Linie alt eine Art Generalprobe betrachtet werden. Diejenigen Befehlshaber, weicht die größten praktischen Erfahrungen im Mjttelmeergehiet gesammelt halben, sind mit Ausnahme Alexanders nach Westeuropa versetzt worden. Das gilt In ganz besonderem Maße von Tedder und Admiral Ramsay, aber auch von Eisenhowers Generalstabs-chef Bedell .Smith, der schon den glejchen Posten in AU(ier bekleidet hatte. Während daher ntich Auffassung der genannten Beobachter gröÄere Operationen, beispielsweise gegen den Balkan oder Süd-frankreich, keinesive^s ausgeschlofwen sind, erwartet man die Hauptanstrengung der Engländer und Nordamerikaner gegen die Küsten W©.steuropas. m -ir <>? WwSgSgSSW' m fr . ..... PK'KrirjihcHchttr Third* (Atl — Sch) Auszeichnung an der Front EK-Verleihiing an Oifiziere und Mannschaften, die sich bei den Kämpfen gegen die Banden in Bosnien be«ondeis ausgezeichnet haben, durch ihren Kommandeur Liebenswürdigkeiten Stettlnius biedert sich bei den Sowjets an dnb Genf, 18. Januar Der stellvertretende USA-Staatssakre-tir Stettinius nahm Gelegenheit, den sowjetischen Freunden wieder einmal ein paar Liebenswüidigkeitun zu sagen, um sie bei guter Laune zu erhalten. So berichtet sie sowjetische Agentur Tass aus Washington, daß sich Stettlnius in einem Vortrag übor die Zusciinmenatbeit zwischen den US,^ und Sowjetriiflland nach dem Kriege ausgesprochen habe. Sollten die USA eine andere Politik ein-^•chlagen, so wurde das, mein Stettinius, „ein tragischer Fehler" sein. Mit einer deutlichen Verbeugung vor den Vertretern Stalins in den USA beteuerte Stettlnius, daß eine enge Zusammenarbeit vorhanden sei, und daß er von keinem anderen Gefühl gegenüber dem Sowjetvolk beseelt sein könne, als dem der „Begeisterung über den Mut, die Findigkeit und die Entschlossenheit". Stettlnius «chloß seinen Vortrag, mit dem er sich die Sowjetgunsl sichern zu können glaubt. Indem er der Erwartung Ausdruck gab, daß bei Aufrechterhaltung dieser engen Zusammenarbeit die USA sowohl jetzt wie nach dena Kriege „viel gewinnen und nichts verlieren" könnten. Vermutlich hat Stettlnius dabei weniger an den politischen Gf'winn gedacht, als an den geschäftlichen Es ]{ärt auf Kuba dnb Vlgo, 18. fanuar Das neugebildete kubanische Studen-tendirektorlum das mehr als fitKH) Studenten als Anhänger hat, veröffentlichte am Sonntag ein Dokument gegen den PrAsidenten Batlsta. Er wurde von den Studenten beschuldigt, die Verfassung verletzt zu haben, die Spekulant und den Schwarzhandel zu schützen sowie mit allen Mitteln zu versuchen, seine Amtszeit zu verlängern. Lebensmittel, aber nur versprochen Die Anglo-Amerikaner wälzen die Verantwortund für die schlechte Ernähnu.gslafte auf Badoglio ab dnb Stockholm, 18 Januar Der Korrespondent der Londoner „Times" gibt in einem neuen Bi^richt über die EruühruuqsirKiH in SütiitdÜeii zu daP es trotz aller Maßnahmen der Amget nicht gelungen s( i, die Lebensmittellage zu verbessern. Der „Times"-Vertrct(;r sieht 'schwarz für die Zukunft und erwartet, wotin nicht Im nächsten Monat ausreichende Lebensmittelmengen in das von den Alliierten besetzte Gebiet eingeführt wiiiden. ernste Schwierigkeiten. Vorsorglich beschalfen sich die Briten schon jf»tzt einen Prügelknaben, aui den «ie künftig alle Schuld abwälzen werden. So will der „Times"-Korre5pondpnt wissen, daß die Badoglio-Regierung wieder mit dor f-ülining alU^r Verwal-tunr[sg(?schätie lu-ltriut worden soile, und er liofll, daß diese VerwaJtiinqsmaschine beim Aufbau des wirtsci^aitlichen Lehens im besetzten Ual mehr Erf()lg haben möge als die Amget. Nachdem also alle Lcbensmittelvor-räte aus den von dün Annlo-Amerika-nern besetzten Teilen Italif*ns herausge-srlileppt worden sind, n.ichdrra i.and und Volk nach allen Regeln englischer Kiinst ausgeplündert und ausgesogen sind, wobei die Ausbeuter auch vor den Kunstschützen nicht haltgemarht haben, schieben sie nun einen Söndenbock vor, der für die Mißwirtschaft veiantwort-lich gemacht werden soll Das ist typisch englische Manier, w'e wir sie in der 3t)0j^hrigcn Geschichte der englischen Weltausheutung immer wieder finden und zuletzt in besonders drastischer Form in Indien tiabeu feslstfllen können. Diese politischen Metlioden ge'itiren nun einmal zur englischen Ausbeulungspolitik, und traditionsimwußt, wie die Engländer sind, halten sie an dnn allen Methoden fest. V Weltemährer? Den Großsprechern folgt der Hunger dnb df-nl, 18, J.inuar Die nordamerikaniscbe Zoitunq ,,Sa-turday Evening Post" btschafligl sich mit der Ernährungsfrage in der Nachkriegszeit. Entgegen allen großspreche-rischen Erklärunfren dnr Regierunfien der Vereinigten Staaten uml Ennlands, | sie würden Nahrungsmittel füi a'le , Mensciien schaffen, nehme die N»ih-rungsmittelerzeuguog mehr und mehr ab. In den Vereinigten Staaten lieqe die letzte Welzenernte zwanzig Prozent unter dem nontialen Durchschnitt, was zu keinerlei Hoffnungen auf eine Besserung der Lage berechtige. Im übrigen verhin-dprten die Streitigkeiten zwischen den einzelnen Ministerien und Amt.»rn die Verwirklichung vernünftiger Pläne, Das Platt versctiweigt dabei noch, daß das einzige Ergebnis der ,,W<>Uerndh-riingskonferen?" von Hot Sprinris, die die Versorgung aller Völker der Erde sicherstellen .sollte, zwei Hungerkatastrophen sind: in Bengalen und in Süd-Italien. 5ch«fl- Rlldrrdirnil-Aiitnr*s Finnische Eisenbahnge srhül/e In Feuerstellung Sie nehm -n bolschewislifichc Slellurigen unter wiikunt|«vüilen Beschuß Die Kampfgruppe Eine militärische Studie Von Oberatleutnant a. D, Beniry Schwedenblatt zum Polenstreit »Die Anglo-Amerikaner könne auf Stalin kein n Druck ausüben« dnb Stockholm, 16 Januar Die schwedische Zeltung „Stockholms Tidnlngen" stellt in einem Bericht aus Neuyork zur polnisch-sowjetischen Streitfrage fest, daß die Anglo-Amerikaner zur Zeit nicht in der Lage sind, einen Druck auf Stalin auszuüben, da er die osteuropäischoll Probleme ohne Einmischung der Westmächte zu lösen beabsichtige. Damit sind ja wohl die letzten Zweifel beseitigt. Wer nun nodi etwa annimmt, daß England und die USA zugunst?'^ der von ihnen seinerzeit in den Krieg gejagten Polen im Kreml auch nur das geringste unternehmen würden, der dürfte jetzt eines besseren belehrt «ein. England und Amerika können einen solchen Druck auf die Sowjets zur Zeit gar nicht ausüben, sagt „Stockholms Tldningcn", und wir fügen hinzu; Sie denken gar nicht daran, Stalin in irgend einer Form zur Nachgiebigkeit in der Polenfrage zu veranlassen. Seitdem die .Anglo-Amerikaner in Kairo und Teheran thre Unterschrift unter das Dokument gesetzt haben, mit dem sie im Falle eines alliierten Sieges Europa den Sowjets überantworten, haben sie sich jedes Rechtes und jeder Möglichkeit hegeben, in europäischen Fragen mitzureden. England und die USA brauchen die Sowjet«, und sie müssen alles tun. um sie bei guter Laim« zu erhalten, damit Stalin weiterhin die Massen an Menschen und Material in den Kampf wirft. Deshalb wollen sie auch in der Polenfrage nichts unternehmen. Die Angelegenheit ist es ihnen nicht wert, daß sie es mit Stalin anlegen. Die Geschichte einer selbständig denkenden und handelnden Infanterieqruppe ist verhältnismäßig jung, Dfis Peloton der fricderizuinischen Gtetiiidiere w.ir ] nichts nii^erefi wie ein festgefügtes Glied I der stdrron Gefechtsordnung, das seine ! Bewegungen, sf>ine Schwenkungen inner- | halb des Gefüges seines Zuges mecha- i n't?th dut Wink oder Kommando des ' Kompanie-, des Zuglührers machte, das sein Feuer als Salve oder itreng geregeltes Laufipuer abnab, das ba)onettbe-wehrte Gewehr zum Sturmangriff recht» nahm und Schulter an Schulter mit dem Nachbar in den Feind einbrach. Auch al« sich um die Wende de« 18, Jahrhundert« das Kamplverfahren im Schützengcfecht lockerte, wurde der Koiporalschaft, wie man die klemste Infanterieeinheit damals gern narmte, nur wenig mehr Zügeltreiheit gelassen. Sie war bestenfalls einpm Scharnier vergleichbar, das nach ganz bestimmten flichtiingen «ich zu biegen und zu dehnen vermofhle. Noch imnier suchte die .Stimme ihrer unmittelbaren Vorgesetzten auch im Gefecht ihr Tun in allen «einen Einzelheiten zu leiten. Noch im-mnr war sie in ihrem inneren Aufbau ein homogener Körper, bestand «le lediglich au« Grwehrschiit'/en Vielleicht daß hie und da die Wackerrtten Handgranaten trugen Der Weltkriag führte den Umschwung hol bei. Im Zeichen des Feuersturm« der Mdschinenwaften lockorten sich die Kampffoimen weiterhin nach d»"r Breite und der Tiefe. Dnmit wurde das unmit-teihart' Einwirken auch der unteren Führer auf dri« Veihalten der Gruppe im Gefecht in stpigendem Maße ausgeschaltet. Es blieb ihnen nichts weiter übrig, als den Gruppen fettumrissene Kampfaufträge zu geben und darauf zu vertrauen, daß die Gruppenführer und ihre Männer dank ihrer guten, zur SelbslAndiakeit erziehenden Ausbildung sie auf Grund eigener Entschließungen im Rahmen des Ganzen lösen würden Zur gleichen Zeit änderte sich die innere Struktur der Gruppe Die neuzeitliche Waffenlechnik hatte mit der Alleinherrschaft dp« Gewehrs im Infanterieaefecht gebrochpn, hatte mit dem leichten und schweren Maschinengewehr, dpm Granatwerfer, der Pistole und Maschinenpistole, dem ri.immenwerfer, der Handgranate, der Panzerbüchse auch dem Fußvolk neue Kampfmittel geschaffen, zu denen noch pine große Reihe von Hilfsopräten wie rntfernungsmessPT, Leuchtpistole, Marschkompaß, Draht'schore, Srhanzzoug, Fernglas, Kfeldekartentasrhe traten. Die Tnfanteriegriinpe des großdeutschen Hperes verfOnf grundsätzlich über ein Maschinengewehr. Sie besteht domge- Der deutsche IVehrmachiberichf Alle Durchbruchs versuche gescheitert Die schweren feindlichen Angriffe nördlich des Ilmen-Sees aufgefangen dnb Führerhauptquartier, 18 Januar Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Nordöstlich Kertsch und nordwestlich Kirowogrud scheiterten erneute .Angriffe der Bolscbewisten. Im Raum von Shaschkoff nahmen unsere Truppen in zähem Kampf mehrere Ortschaften Heftige Gegenangriffe des Feinde« wurden unter Abschuß von 26 feindlichen Panzern abgewehrt. Westlich Retschizn «etzten die Bolschewisten Ihre Angriffe mit starken Kräften tort. Sie wurden In ichweruD Kämpfen abgeschlagen und einige Einbrüche bereinigt oder abgeriegelt. Nordweslllch und nördlich Newel ließ diu Kampftätigkeit des Feindes vorübergehend nach. Ortliche Vorstöße der Bolschewislen blieben erfolglo« Nördlich des Ilmen-Sees wurden die während des ganzen Tages anhaltenden schweren feindlichen Angriffe in erbitterten Kämpfen aufgefangen und zahlreiche «owjetische Panzer abgeschossen. Südlich Leningrad uijd «üdlich Oranien-baum scheiterten auch ge«ter alte Durchbruchsversuche der Sow)ets. Der Feind verlor in diesem Frontabschnitt 91 Panzer. Bei den Abwehrkamplen Im Südabschnitt der Ostfront hat sich die bayerische zehnte Panzergrenadierdivision unter Führung des Generalleutnants Schmidt durch unerschiittprliche Stand-hafligkeit hervorragend bewähr! ^n der gesamten Ostfront wurden gestern 214 sowjetische Panzer abgeschossen. An der siUlltalienischen Frcuit verlief der Tag bei beiderseitigrt Sloßtiupp-tätigkeit und mehreren erfolglosen Angriffen des Feindes gegen den äußersten linken Flitgei ruhig, maß unter einem Gruppenführer -— in der Regel einem Unteroflizier — au« einem Maschinengewehr und einem Schützentrupp Die M.irschform der Gruppe Ist die Kolonne zu Dreien, ihre Kampfformen sind die Sctiützenreihe und das Schützenrudel. Die Schützenreihe ist d e gegebene Fo^m zum Vorgehen im Ge-länrle vor dein Eintritt in den Feuer-ktimpf. Ihre schmale Front befähigt «le, sich schlangenqleich durch das günstig« Gelände und durch feuerarme Räume zu winden. Sie igt leicht zusammenzuhnlten und rasch nach allen Seiten einzusetzen. Das Schützenrudel dagegen mit «einer breiten Front und seiner gerinnen Tie-feiistaffelung ist die gegebene Form für den Feuerkampl Die Hauptfeuerwaffe der Gruppe ist das Maschinenaewehr. Seine große, leit-lich und räumlich zusammenfaßbare Feuerkraft und Treffgenauigkeit ermöglicht weitaehende Schonung des Schützentrupps für seine Hauptaufgabe, im Nahkampf den letzten Widerstand des Feindes zu brechen. F.s entsnHcht überhaupt nicht dem Wesen einer Infanteriearuppo, einen langen Feuerkampf zu führen. Vielmehr wird «ie irruner anstreben, im ßherraschfinden .Auftauchen schnell mr Wirkung zu kommen und nach dpr Fr-füllung der Aufgabe ebenso schnell wieder In voller Deckung zu VPTSchwindpn oder unter .Ausnutzung ihrer Feupnvir-kung nach vorwärts Gelände zu gewin-npii. Dpr Angriff der Gninne ist also em fortge^iotztes ZuMmmensplel von Feupr und Bowequnn Im Kampf um Stellungen "'■'■d die Grupne zum Stoßtrupp, im Kf'mnf mit Kampfwagen zum Panzervernichtungstrupp, der den Sprpnqstoff in Form von nesteckten und geballten Ladungen. von Land- und Haftminen ziim Knacken von Bunkern und Kamnfwanen XU meistern versteht • Die SiSrke einer Kampfgruppe beruht auf der Inneren Geschlossenheit, zu dpr sie ihre enge Lebensgemeinschaft in der Heimat und im Felde, auf dPm Marsch und im Quartier, im Unterstand und im Bunker, in guten und bösen Tagen zusammenschweißt Der Grunpenführer muß in allen taktischen Satteln oerecht spin. Die Männer bilden mit ihm eine auf Gedeih und Verderb verschworene Einheit, die nur ein Ziel kennt: ihren Kamplaiiftrag zu erfülleN. 1:^ RrPe >crit;lil«^^lei;i>l rWi| Starlbureitschalt isl angeordnet MARBURGER ZEITUNG Wenn in Lappland Gerichtstag ist Es geht um Rentiere — Der Angeklagte, der sich beim Richter bedankt * Von K r iegIberichter Rudorf Jacobt PK. Im Norden /•'tn nic/tf alltitpUchei F.rfehnh hatten die SulJalen einer vorgeschohencn Einheil In LüpplanJ: Sie wohnen einer CerlchlfVer-hanJIung unter Rentierlappen hei, au/ def haupliächlirh Ren'ierdiehe ahiteuf' teilt n'erdcn. f' ort n-eiJ her und die iVo-maden der Tundra gekommen, um an diatm „V oll(svergnügen" ttilzunehmtn. Bj Ift •ine abent»u«rllcbe Gciellicbaft, dl« tlch Im Haase de# norw®giich«n Lentmanne« vertommelt hat. Pelzvermummte Gestalten drücken «Ich an den Wänden enllnnq und erfüllen den Raum mit fremdartigem Sprachgewirr. Ei sind meistens Rentierlappen, die mit ihren Rentierachlltten von weit h«r eui d*r verichneiten Wlldnii gekommen lind. Auch einige feldgraue Uniformen bemerkt man In dem bunten Durcheinander der Lappenkostüme. Die deutschin Soldaten, die der Krieg in diese weltvergessene Einöde verschlagen hat, wollen sich das Schauspiel dieses Tages nicht entgehen lassen. Es ist bestimmt kein alltägliches Ereignis: Gerichtsverhandlungen im Lappendorf. Immer mehr Mensrhen drücken iJch in das kleine Amtszimmer. Geladen« Zeugen und neugierige Zufcbausr, Dat scheint «in richtiger SeoiatlontproMB' zu werden! Kopfschüttelnd blickt der Lensmani über die bunten Hauben nnd Zipfelmützen und schleppt elgenhSndig'Qoue BAnke heran. Lensmann heißt auf deutsch Gemeindevorsteher, aber das ist wohl nicht der richtige Ausdruck für einen Beamten, der ein Gebiet zu verwalten hat, das einem kleinen Königreich entspricht Der einsame Vertreter der Ohricfkeit ist Amtssrhreiber, Gerichtsvollzieher nnd Polizist in einer Person. Dl,« Lflgenklste Jetzt senkt sich erwartungsvolles Schweigen über deri vollgepreßten Raum Das hohe Gericht begibt sich auf seinen Platz hinter einem wackligen Kürhen-tlsrh Der Richter, ein Bezirksschreiber und ein Kontorist sind die respektierten Rechtsvertreter. Ihr Aufzug ist nicht sonderlich feierlich Die hohen Herren sind Äuf^erlich von den Lappen kaum 7U unterscheiden Ihre Füße stecken in mitchtiqen Pellsrhnhen und an der aufgeknöpfte^ Pelzweste hängt der unvermeidliche Finnendolch Mit gewichtiger Miene greift der Kon-toriit in den mächtigen eisenbeschÄge-nen Kasten, der die Akten und Ankla-klageschrift enthält und von don Lappen »Lügenkiste« genannt wird. Dann setzen die Herren umständlich ihre Tabakspfeifen in Brand und eröffnen ohne Hast die Sitzung. Sie wahren damit der» orlsflb-lichen Schick. Denn nichts ist dem Lappen verhaßter aU Bil« und Geschäftigkeit. Schnellverfahren sind hi«r aicht möglich. Bs kommen In der Hauptsach« Ren-tlerdlebstÄhle zur Verhandlung. Ren-tierdiebstahl ist bei den Nomaden kein ausgesprochen unmoralisches Vergehen. tn der Regel pflegen solche Rentiar-dieb« geoi »«hrliche« Menschen xu sein, die »ich nie an toten Dingen vergreifen und keinen fremden Kronenschein antasten. überdies leben die Lappen In ihrer eigenen Welt. Sie urteilen nach eigenen Gesetzen und stehlen skruoel-los aus der Herde der Nachbarn wenn sie sich von diesem betrogen fühlen. Es ist beinahe eine gefährliche Leiden-ichaTt der alten Nomaden, sich gegen seitlg die Tiere abzuluchsen. Daß der Betroffene natürlich Rache schwört und auch wutentbrannt zum Lensmann läuft, iit verttSndlich. Es gibt einen Kampf bis aufs Maaeer, Da hat er elneni Kerl dwi Diebstahl einwendfral nachgewieeeo. Aber der Angeklagt« leugnet beharrlich. Er lieht freundlich auf den Richter, als wolle er ihm jedes Wort verzeihen. Hr denkt nicht daran, ein Geständnis zu mnrhen Rentlerohren altZeugen Da gibt der Vorsitzende einen Wink. Ein Gehilfe bringt ein Fellhündr-l heran. Es ist der Pelz des gestohlenen Ron-tiers. Mit flinken Händen rollt es der Bestohlene auseinander und zeigt auf die kleinen eingesrhrumpten Ohten. Die Ohren sind wichtig. Jeder Lappe pflegt seine Rentlere an den Ohren mit , ^chen^p'.ovmzr'd einem Markierungszeichen — seiner Hausmarke — zu versehen Eine Abgeschnittene linke oder rechte Dhren-spitze, ein bestimmter Einschnitt mit dem Messer — jede Marke Ist anders. Aber alle Zeichen sind getreulich In einem dicken Buch beim Lnppenvogt registriert. In vielen Fällen läßt sich der Schwinde) gleich aufdecken. Der Vorsitzende ist seiner ^ache gan? sicher, aber er tut noch ein übriges Ei reicht dem Kläger eine Schere und ein Blatt P.apier, »Scl^^ide dein Md(kie-rungszaichen ein!« er ruüt) In Se-kundenschnella bat der L,4ippe eine Zickzacklinie ausgeschnitten. Der Richter legt dfn Papierfetzen höchst persönlich zum Vergleich an dl« Ohren. Alles beugt lich erwartungavoil nach vorn. Auch die Landser sehen mit,Span-nung auf das Fei). Aber «ie kOnnen an den Tertchnimpelten CHireii tielii besten Willen keine besondere Form erkennen. Andere * die Lappen. Sie sind Meister In diesem Fach. Beim Befühlen der Ohren können sie sagen, wer der Eigantümir ist, und «uf 30 odtr 40 Schritt Abstand jiennen tl« ihre «igenen Tlert aus Jeder fremdtn Herde heraus. Hier gibt es keinen Zweifel. Ein zustimmendes Kopfnicken ist die Antwort der Nomaden. Der Dieb Ist einwandfrei überführt. Nicht immer hat es der Richter so laicht. OTt muß er zermürbende Gedulds-kflmpfe mit dem hartnäckig leugnenden <|iangfU an Bewel|M|. Dtr Proaefi mufi 4^yebro^en werd#tt. Die' Landsffi hatten mit einero Ifhhaf-^ tan Aulbruch der GemOttr gertchnet. Aber dli Lappen IlMben Itihig. Sic las ftn *tch viel Zeit bei der Zeugenaus-Mige Hind ergehen sich ift Nebensächlichkeiten. »So tranken wir Kaffee, dann gingoD wir dorthin, dann tranken wir wieder Kaffee, dann gingen wir Ins Nachbarzelt..Der Richter lächelt er geben und läßt »ich nicht beirren. Man darf den Gedankengang der Nomaden nicht stören Aber man soll sie nich' für dtimm verkfltifen. Beilelbe nicht! Sie veiiziehen keine Miene und man kann schwerlich sehen, ob li« lügen oder die Wahrheit tagen. Und der Angeklagte selbitT Der sieht oft furchtbar gelangwellt aus und läßt die Augen lufallen, als ob er schläft Er läßt sich nicht aus d*r Ruhe bringen, auch wenn die Zeugen die tchllmtnsten Sachen gtqen ihn auisaqen. Aber Im Grunde ist er sehr wachsam, hört gut zu und denkt sich tausend Ausflüchte aus. PQr die Lappen tct di«*e Gerichtsverhandlung ein besseres Volksvergnügen Zum Schluß herrscht «ine vei^öhnllche Stimmung Die Nomaden sind ein lusti ges Völkchen sie lachen gern und be danken sich für jede Kleinigkeit, Abe^ Dieb ausfechten. Als er wieder felnmnl | die Landser sind doch sehr erstaunt, als ein Fell heranbringen läßt, das bei dem Angeklagten gefunden wurde fehlen dir I wichtigslen Beweise des Deliktes — die Ohren. »Der Hund hat sie aufgefressen!« , meint der angeklagte Lappe und blln-.! zeit den Richter treuherzig an. Natürlich schenkt ihm niemand Glauben, aber es zum Schluß ein angeklagter Lappe zum Richter geh* und mit angeborener Höflichkeif treuherzig sagt: »Dank für das Urteil. Richter!« Der Gesetzesvertreter ergreift die dargebotene Rechte, Sie scheiden als die besten Freunde. Historische Freundschaft ChUTchllli Botachafier In Washington, Lord Hallllax, hal den Juden von neuem veralcheft, daß «/e au/ Englands HlUa rechnen könnten. Als ihm der amerlka-nisch'Jüdische Ausschuß wieder einmal ein Gesuch überreichte, in dem gelordert wird, daß Großbritannien das Weiß-buch über Palästina aus dem Jahr 1939 abschalten und den Juden dos unge-schmälerte Ver/tlgung.srec/i/ über Palä-■^tlna gehen solle, erwiderte Halifax, dl» historisch» Freundschaft Großbritanniens für das Jüdische Volk bitib» wsitsrhlm eine Tatsachs, und fingfand werde allss daran setzen, um dai den Juden nugs-lügte Unrecht wieder gutzumachen. Wenn Halllax eInmaJ ein wahres Wort gesprochen hal, dann hier. Die Freundscha/I zwischen England und den Juden Ist wahfhaltlg hia(or/tch. Immer haben die Engländer diese Freundschaft gepflegt, und Immer haben die Juden an England den besten Fürsprecher und Freund gehabt. Kein Wunder, denn die englische Politik Ist Immer die füdlache Politik gewesen, well die Juden von feher den Kur.i der englischen Politik hestfmml haben. Daran hal sich bi$ heute nichts geändert, und de.ihalb be-"teht kein Zweite], daß England sich alle Mi}he gehen wird, um die /üdtschen For-dornngen zu erfüllen. Wie well es dazu ^ der läge Ist, hat Haflfax nicht mttge-fetlt, sondern hat sich wohlweislich um dir Frnoe herirmgerlrnckt. Im D-'Zu^ zwischen Berlin und Den Haag Gespräch mit einem Holländer — »Wenn die Alliierten schon kommen , . .« Von unserem Korrespondenten Theodor von RadlofJ tc Den Haag, 17. Januar Dor Zufall brachte es mit «ich, daß wir 300 Waisenkinder trafen ein Sie hab«n beim Erdb«b«n in San Juan ihr, Eltern verloren wurde bleher das Staodrecbt nicht «r-klärt. Die Bundesregierung bescJiloß in einem Kabinettsrat, für die erste Hilfe einen Sonderkredit von zehn .MiUioiien Pesos zu bewilligen. D/is Geineiiisrhatti»hauB der in San Juan internierten 47 Bes.it-. Zungsmitglieder des ehemaligen deut-Heer von Ärzten wurde mobilisiert, die | Panzerschiffes »Graf Spee« wurde in grolien rMothnspitolern die lausende' durch das Erdbeben völlig zerstört. Die dab.-Bu«Dibs glngi^in aus den Reihen dei Vurbatules hervor. 1 besichtigte in Begleitung des Krleqsml-nister« General Pantazi die Ausstellung von Bildern und Zeichnungen rumAni-scher Kriegsberichterstatter und llefi sich die Kriegsmaler vorstellen, um Ihnen seinen Dank für ihre Leistungen Im Kampfgebiet auszusprechen. dnb Französische Freiwillige nach dem Osten. Ein weiteres Kontingent französischer Freiwilliger für die Legion verließ am Montag Paris, um sich nach Osten zu den Ausbildungslagern zu begeben Weitere Transporte werden in Kürze folgen. tc Vier MordbrennerangrUfe aul Sa-vona. Die Stadt Savona In Italien wurde am Montag vieimal von feindlichen Flugzeugen bombardiert Menschenleben sind zu beklagen und größere Gebäudeschäden sind entstanden. Am gleichen Tage wur-I den auch Dörfer in der Toscana ange-! griffen dnb Churchill In London. Wie Reuter aus London meldet, Ist Churchill wieder in London eingetroffen. tc Streiks In englischen HAfen. Hin großer Streik der Hafenarbeiter ist am Donnerstag in drei Häfen Westenglnnds ausgebrochen, wie die Londoner Presse meldet Der Streik wird als Illegal bezeichnet dnb Der neue sowjetische Botschafter In Iran Konstantin Alexandrowitsch Mlk-hailow überreichte dem Schah sein Beglaubigungsschreiben. Der Botschaftsstab trug Zylinderhüte und weiße Krawatten, während Mlkhallow die neue Uniform der sowjetischen Diplomaten trug dnb Nickel Im Keller. Die Madrider Polizei Ist dei Unterschl'igung großer Mengen kriegswichtiger Metalle auf die Spur gekommen. Bei ihren Nachforschungen fand sie In Kellergewölben eingemauert Insgesamt 300 Tonnen Nikkei, Mcislng, Bronze, Mangan, Kupfer u^w die von einer Firma der Verarbei-tunn für Kriegszwecke entzogen woid^^n waren Die Inhoher der Firma sind ins \iislnnd geflüchtet. Otif * II V'r<(ni Miithiii0»i V»ilrtq« u ntiiikai«! Ii«* ni t H - Vpri-i()*lpiiiing Bflnr R iiiinyiitlnwt 'I IUP ,rhMii|i»ili)nq no'mlirtiK h^lrtf tn M«irh'lfO H Ofdll Hllrtart*«*' ^ Zui Zpit ifli ^nT^'l(|•■n dip Nr 3 vom |i| Hpril IIX;' qfltlln AusMII flfl dfi MIrtllp« hfl hoht'rpi npiv^ll ddpi Bitrlrh*«tnriing iiil i"i RH'kfAhliitiy dn» BfrugB* g«lr1flt. marburger zeitung Mittwoch, 19. Januar * Nr 19 * Seite 3 HäinaUitUe Rttudsikeu -- Die GenieinscbaH rutt Noch niemals h«t das deutsche Volk die umfassende Hilfstätigkeit des Amt«s Volkswohlfährt to unmittelbar TOr Augen gehabt, wie «• heute in allen Städten und Ortschaften , der Fall Ut, die durch fMndliche Terrorangriff« heimgesucht worden »ind. Aile diejenigen, die •niche NÄchte des Grauens unter dem Bombenhagel nnglo-amerikanlscher Gangsterflieger miterlebt haben, wissen, was es bedeutet, wenn »oqleich nach dem Anqrifl überall die praktische Hilfeleistung und Betreuung einsetzt. Hunderttausende von deutschen Volksgenossen sind in den vergangenen Wochen und Monaten verpflegt worden, wenn die eigenen Wohnungen zerstört wurden, Strom und Wasserzulejtung unterbunden waren. Viele, die verstört nach dem furchtbaren Erleben vor Ihren «er-triimmerten Wnhnstätten standen, wissen, was es bprlpiutet, wenn sofort fflr eine behelfsweise Unterkunft wird, und wenn In den nAchsttn Stunden und Tagen alles getan wird, um die Menschen, die ihre Heimstätte verloren. Aber das Erleben, Ober Schreck und Erschöt-tening durch liehevolle Betreuung hin-weqrubrlngen, UnKÄhligp deutsche Volksgenossen, dl« die praktische Arbelt und die umfassende Betreuung des Amtes Volkswnhl-fnhrt Im Rahmen des Wlnterhllf«werke« und all der verschiedenen anderen Hilfswerke bis dahin vielleicht nur Im Bekannten- oder Verwandtenkrelse miterlebten, sind letzt unmittelbar durch diese Sorg« und Hilfsbereitschaft erfafit und selbst von Ihr betreut worden. Die flber-groBe Mehrheit des dettt«chen Volkes besteht eiu schaffenden Menschen, aus A.rbeit»m der Sttra and der Peuet. Sie alle sind haute anmlttelbar n^t hinein-geiogen in das grofie schlckealhafte Br-leben des Krieges, denn Millionen von Ihnen, die In den luftbedrohten Gebieten auf ihrem Posten stehen und Ihre Pflicht tun, erleben dam^it unmittelbar den feindlichen Luftlerror und zugleich den vollen Einsatz aller Hilfsmafinah-men. Darum sind neben den anderen Volksgenossen gerade sie es, die am kommenden Wochenende bei der Gaustra-Bensammlung für das Krlegs-WHW frohe Geber sind. Die Erfahrung hat immer wieder gezeigt, daß gerade In den Städten, die durch feindliche TerrorM-griffe schwer heimgesucht worden sind, die Opferfreudigkeit der Menschen am stärksten gewesen ist. Und diese Er-schelmmg t»t nicht so merkwürdig, denn gerade hier ist der Wille Jedes einzelnen umso stärker, dem blindwllteiKlen Gangsterterror des Feindes die alles überwindende Hilfsbereitschaft des deutschen Volkes entgegenrustellen In diesem Willen reicht sich heute das ganze deutsche Volk die Hand, Der erst«» and der rweite Weitkriejl Zum heutigen Vortrag In Marburg Heute, Mittwoch, den 19 Januar mit Beginn um 19 Uhr 30, spricht im Saal der Marburger Volksbildimgsstätte am Domplatz Universititsdozent Dr Walter SchneefuB au« Graz über das Thema »Der erste und der tweite Weltkrieg«. Er zeigt in seinen Ausführungen die KriegsplSne, ihre Durchführung und den Aufmarsch der Kriegführenden auf und erklärt den Werhsel der Hauptkr'egs-schauplätze Äußerst interessant sind dabei die Ausführungen über die politischen, militärischen und wirtschaftllrhen Bündnisse, wobei die Sprache der Zahlentatsachen eindringlich Ist Wir alle stehen mitten im zweiten Weltkrieg, der eine Fortsetzung des ersten ist Der Vortrag Ist daher für alle, die Im Ceschehen dieses Krieges leben, zum Verständnis der Lage wichtig. « Todesfllle, In Marburg verschieden; Das Schmiedsöhnchen Veit Swrnschek aus Oberrotwein 5| der 7Ijähriqe Arbeiter Johann Rufl aus der Milhlgasae 47| der Oberförster t. R. Josef Fiedler aufl Plrkem 1611 die Vollwaise Inge Kraner aue der Bernreitergafise und die 7S Jahre alte Margarete Hart aus der Trie-sterstraBe 82. — Tn Graz iet der praktische Arzt aus Marburg, Dr. Hermann Kraufi, gestorben. Die Finfischerung seiner Leiche erfolgte In Graz. Pillen, Pulver, Salben und Kräuter *40 000 deutsche Arzneispezialitäten — Besuch in einer Marburger Apotheke Immer schon war der „Herr«Apotheker" eine geachtete und geschätzte Persönlichkeit in der Stadt. Besonders In kleinan Stidten war er ein Mann, vor dem man höflich den Hut sogt seine ' bemühen. Meinung war mafigeband, man fragte Ihn j auch neben Rezepten in anderen Dingen 'Wefwar der erste Apethekerf bald endgültig aus dem Volk verschwinden wird und sich die Volksgenossen statt lum Kurpfuscher und der Karten-aufschllgerln sub Ant und Apotheker des menschlichen Lebens um Rat, man hielt ihn mit Recht für einen wohlgebildeten Mann — kurz, der „Herr Apotheker" gehörte zu den „Honoratioren", Was fingen wir schon ohne Apotheke an? Tag und Nacht steht sie für uns be- Wann nun wurde die erste Apotheke errichtet? Der Chronik nach In Bagdad und zwar vom Kalif Almansur im Jahre 765. Das erinnert an ein Märchen von i'.Taüsendundeiner Nacht", nicht wahr? Der Kalif Almansur als Apotheker zu Je- Auinahinc. Slcllcn-Lichtbilct, Graz Der Apotheker — ständig Im Dienst unserer Gesundheil reit, sie Ist eine*getreue Helferin unse- | ner Zeit als Harun al Raschid durch die rar kleinen und großen Schmerten, Vom i Gassen seiner Residenz zog, unerkannt Ant weg führt uns der erste Weg In | das Volk zu belauschen ... Ob nun der die Apotheke und schon beim Eintritt in < selige Kalif Almansur tatsächlich die den von Drogen duftenden Raum ver- j erste Apotheke der Welt errichtet hat, meinen wir Linderung unseres Leidens bleibt dahingestellt. Sicher ist es Jeden- zu verspüren. Wir haben ja die Gewiß- falls, daß bei dem Überfluß an natürll- helt, daß das vorgewiesene Rezept des chen Drogen des Orients die Pharmazie Arztes mit aller Genauigkeit zusammen- aus diesen Ländern kommt Die grundle- gestellt wird und dann als Pülverchen, genden Meister in dieser Wissenschaft waren zweifellos die Mönche. Von der pharmazeutischen Klosterschule in Sa-lerno — Jener in unseren Wehrmachtberichten vielfach genannten Stadt in Italien — kam die pharmazeutische Wissenschaft nach dem übrigen Europa. Als Marburg eine Apotheke erhielt erste Apotheke in Deutschland ist nachweisbar 1404 in Nürnberg Nun Ist es aber sehr interessant, zu wissen, daß in alten Urkunden erwähn! wird, Pille oder T pfen helfen wird, unsere Krankheit zu bekämpfen. Eine Portion zerriebene Krötenaugen Heute ist uns 'as Schild „Schutzengelapotheke", ,Apotheke zum Mohren", ,.Stadtapntheke" oder „Landschafts-Apotheke" ein geläufiger Anblick. Wohin nun ging früher der von Schmerzen gepeinigte Mensch, als noch keine Apotheken bf 'anden? Nun, die Herren Dok-tores hatten Ja selbst immer einen Wund- \ baisam oder eine Teemischung für die Kranken, aber meistens wurde — der Kurpfuscher aufgesuchtl Und der nützte nun den Aberglauben weidlich aus und verschrieb zerriebene Krötenaugen in Schnaps aufgekocht, verordnete, hei Neumond Spinnwebefaden auf die eiternde Wunde zu legen und für die Lungenkranken Dachs- oder Hundefett Wobei leider festgestellt werden muß daß sich dieser Aberglauben bis zum heutigen Tag noch erhalten hat. Mit Schaudern imd Entsetzen vernimmt man noch des öfteren, daß „Hundsfetten" das sicherste J tiefste Dank dafür ausgesprochen wer-Heilmittel gegen Tuberkulose Ist und so 1 den muß daB In unserer Draustadt schon im Jahre 1594 ein gewisser Johann Paullus eine „schlecht eingerichtete Offizin" besessen hat aber „wohlerfahren" In dieser Kunst galt In der zweiten Hälfte des 17 Jahrhunderts werden dann die Nachrichten Ober Apotheken In unserer Stadt häufiger und um 1670 können wir das Vorhandensein zweier Apotheken in Marburg mit Sicherheit nachweisen. Die eine gehörte einem Wolf Skolar, die zweite dem Johann Anton Fon'an. Sicher ist es auch, daß die Stadtapotheke auf dem Adolf-Hltler-Platz mit dem neben ihr liegenden verträumten mittelalterlichen Apothekergäßchen die älteste Apotheke in unserer Stadt ist. da urkundlich erwähnt wird, daß der Gemeinderat im Rathaus einen Raum für eine „Offizin" zur Verfügung stellt. Außerdem hatten die Arzte — wie dies heute noch in den Landgemeinden der Fall ist, In denen keine Apotheken bestehen — eigene „Hausapotheken". Sehr oft finden wir In den Städten die Bezeichnung »Landechnftsapotheke«. Da« hat seinen bestimmten Grund. Die ersten Apotheken dienten ursprünglich zur Versorgung des Kriegsvolkes und wurden durch die Landstände ins Lehen gerufen, die großen Verdienet um die Errichtung unserer Apotheken hatten S'e wählten auch den günstigsten Platz fflr die Apotheken aus, unter anderen schien Ihnen in Untersteiermark die Stadt Pet-tau dazu vorzflqHch geeignet. Blick In ein vielseitiges Arbeltsfeld Machen wir aber nun einen Blick In den Betrieb einer modemati Apotheke. Ein Reisender, der nach vielstündiger Fahrt den Bahnhof Marburg verläßt, tat von heftigen Kopfschmerzen gepltfll. Wenn er nur letzt ein Koipfschmer^pul-ver zur Hand hättel Da fällt sein B"ck auf das Schild »Apotheke« gegenüber dem Bahnhof. Und nach einigen Minuten ist er «chon Im Besitz ednes sicher wirkenden Mittels — In einer halben Stunde s'nd die Schmerzen verflogen Wir eind dem Rwlsenden gefoint und verhle'ben aber nr>rh in der Apotheke. Still und unbemerkt wellen wir erst als Zuschnuer und Zuhörer Im Raum, Die Türe hat keine Ruhe, einer reicht sie dem anderen. Rerente fliegen, ein Blick nuf darauf von dem Vund'nen Auge de^ Apotheker«. de» Ma(T'''3hlt, rehn von dieser. Mrf von )ener W'e schnell doch da« alle« nehtl Unverständige Kunden Im Verkaufsraum haben sich die arzneihelfichenden Kunden vermehrt. Ach ia, es gibt schon lästige Patrone auch unter ihnen! Da kapriziert sich einer (ustament auf ein bestimmtes Präparat. das zur Zeit nicht vorrStIg ist und ist nicht zu bewenen, ein nleichwer-tige« 7U nehmen, obwohl de»^ Apotheker versirhert d?'ft es die nleirhen Dienste tut. N;itürlirh hält se'n lanawierges Fragen ft'e anderen Wa'"tenden auf Dann w'ede' kommt e'n kleines M.Sr'erl stottert dern oeHuldirj Tii^örenrl^n ,Anr>th"Ver des lf»nnen und hre'ten etwa« vor und Die Treue des Grenzkreises Vorbildliche Frauenarbeit in Rann Was die Frauen der Ortsgruppe Rann anläßlich dei Weihnachlsbetreuung unserer Soldaten, Verwundeten und Wehrmänner geleistet haben, ist so groß. daten das Weihnachtsfes? mit den heimatlirheii Gaben erhellt wurde, V'erwundete in Römerbad die bei der Ausbildung stehenden mancher arme Hund wird «tegen dieses schwarzen Aberglaubens erschlagen Es Ist nur zu wünschen, daß dieses „Überbleibsel" aus der alten Kurpfuscherzeit Aus dem Hauvshaltsplan der Steiermark Beratu .g der Gauräte unter Vorsitz des Gauleiters Unter dem Vorsitz des Gauleiters und Reichsstatthdlters Dr. Sigfried Uiberrei-Iher fand dieser Tage eine Tagung der Gauräte statt, Gauhaupimann Univ.-Prof. Es war eine Freude zu sehen, mit welchem Eifer und welcher Selbstverständlichkeit sie an die Arbeit gingen, die Grööe unsorei Zeit erkennend, dankbar und stolz, in der schwersten Zeit unserem Vaterland mit ihren schaffenden Händen dienen zu dürfen. Aber auch die Vorstellung dei Freude, die jeder Soldat beim Empfami eines Päckchens, das aus der Heimat kommt empfindet, was inzwischen in zahlreichen rührenden Dankschreiben der Soldaten bestä- slnd u. a. für das Schulwesen rund 4,2 Millionen RM, für Zwecke der Kultur- uaiiiaic ainii, oaunaupimann unlv.-frol. ; R^^fürI wurde, hat den Frauen die .Arbeit Dr. Ing. Armin Dadieu berichtete über | 6 6 Millionen RM für Juoend nnri Ge- und wertvoll gemacht In den die Aufgaben der landwirtschaftlichen lündheitswesen 15 9 MilHonen RM ^ür ' Backstuben sah man tags- Güter der Gaueelbstverwaltung, Auf i , II 3 ! "ber sowie bis In die späten Nacht- ^ Straßeriwesen Millionen RM, für ! unermüdlich arbei- tende Frauen und In den Nflhstuben diese Ausführungen wird demnächst noch besonders eingegangen werden. Anschließend trug Gaukämmerer Dr Heinrich Pagl die Haushaltssafzung und den Haushaltsplan für den Reichsqau Steiermark als Selbstverwaltungskörper Öffentliche Elnrichtunaeh und ^Wirt-schaftfiförderung 1,8 Millionen ROT. Femer berichtete Gaukämmerer Dr. Heinrich Pagl über die Haushaltsrech-nung für den Reichsgau als Se'betver- schaft in der Altsteiermark für das Rech- waltungskörperschnft in der Altsteler- nungsjahr 1943/44 vor. Nach diesem Haushaltsplan betragen die lährllchen Ausgaben, die durch gleich hohe Einnahmen voll gedeckt sind, im ordentlichen Haushalt 42 82,S830 RM und im atißer-ordentllchen Haushalt l 62Q 340 RM Die fur leilweisen Bedeckung der Ausgaben der Gauselbitverwaltung von den Stadt-und Landkreisen zu entrichtende Reichsumlage wurde mit 9 t H, der Steuer-krnftzahlen der Gewerbesteuer nech Ertrag und Kapital und mit 7 v. H. der übrigen Steuerkraftrahlen und Sch'üssel-zu Weisungen festgesetzt. Veranschlagt mark für das Rechnungsjahr 1941/42 und dem hierzu vom Rechnungshof des Deutschen Reiches erstatteten Prüfungsbericht Nach dem Erqebnl« dieser Haus-haltsrechnunn schl'eßt die Gebaruno des Rerhnungsjahre« 1941 mit e'nem Überschuß von rund 3 470 000 RM, Dieser Uberschuß wurde zur teilweisen Dek-kunn der Ausnaben de» Rechnungslahres 1943/44 herannezogen. Die Gauräte haben den Haushaltsplan 1943/44 Und die daß et nicht übersehen werden darf und i Männer der Ortsgruppe, die Wehr-ihnen die höchste Anerkennung und der mannschaff, sowie all» im D-enste der Siche-^heii stehenden Männer, wie Zoll Gendarmefie Landwache usw Ja sogar sämtliche im Krankenhaus in Rann Hegende Männer wu'den dabei nicht vergessen Die Summe der verteilten Liebesgaben beläutf sich auf 3R0 Litei Wein, 15 Liter Branntwein, 213t Stück Z'garotten 7R6 kg Bark werk 600 Nähtäschchen fiOO Stück Briefpapier, 600 Feldposikrir-ten, 600 Feldpostbriefe. 300 Pakete Fußpuder und andere verschiedene Kleinigkeiten Die Frauen der Ortsgruppe Rann im südlichsten Gren7kreis des Reiches können mit einem schönen Gefühl auf ihre Arbeitslei-stung zurückbücken. Erfüllt von einer tiefen Dankbarkeit und dem unerschütterlichen Glauben an unseren Führer und seine Soldaten war diese Arbeit im alten lahr getan verbunden mit dem Gelob-nis. auch im neuen Jahr all die Pflichten und wenn sie noch arö-ßer werden, so zu erfüllen, wie sie von einer wahren deutsrhen Frau erwartet werden wurden durch Wochen hindurch unzählige praktische Nähtäschchen, ausgestattet mit allem Nähbedarf, den ein Soldat braucht, angefertigt. Angefangen Lei der Ortsfrauenamts-leiterin, die eine Innige Kameradschaft mit den Frauen der Ortsgruppe verbinde! und daher die Zusammenarbeit eine so überaus schöne, harmonische und dadurch auch so erfolgreiche Ist, Ist die Arbeit der Zellen- und Blockhelferinnen eine ebenso beachtliche. Unermüdlich waren sie beim Sammeln und Ein- Schweren Verletzungen erlegen. Der Bahnarbeiter Georg Kraßnit zer aus Schrattenberg bei Scheif-ling wurde in der Station Schelf-llng von dem aus Unzmarkt kom- ^ tapf ■jr UNTf ERE TER5TEI»?EP Mit dem'Eisernen Kieu/ II Kldsse tfix tapferes Verhalten vor dem Fein' wurden weitere Untersteirer ftufiqe^eirhnet: Aus der Ortsgruppe Andeilinrq, Kreift Cilli, Anton B(>+»nt-, Anderburt) Pranz Flies, Sieibenetk, Josef Krtsch Höi|en-berg, Anton Rajitschigai, Re fenste'n, Anton Tschretnik, Seng'sberg uud Anton Wenguet, Lichiing Aus dei Ortsgruppe Reichenstein erhielten die .Aiisze r hnniig Soldat Otto SupdD/ Armf'sherg fi? und Grenadier Johann Petan cui»> CiioLitrin-bach, aus der Ortsgruppe HfislfUti d e Grena der leut-z^nde von Pulvern und Armelen. ^1e wollen wahlt'^« kaufen'» Zu 'hneyi wollen wir aber nicht oehören, «nndern tu 1*-nen Ver*t?lr<(1lf>en, d'e dn'f'h "^lisicht hol'en rf'e «rbwe^e und verantwortungsvoll« ^iifnnbe unserer Ano^tieke^ ru ar-lelchtem Hans Auer. Verlängerte GOltIgkelt der Ret^e- vnd Caststflttenmarken. Der Relrhsmlnlster fflr Ernährung und Landwirtschaft hat die Gültinkeitsdauer der gemäß Aufdruck am fi Febniar 1944 verfallenden Reise- und Gasts'ättemarken sowie Lebensmi'tel-marken auf unbestimmte Zeit veriänrre»'t Der Zeitpunkt des Außerkrafttretens d-e» ser »^ert^rfsnarhweic« wird rechtzeitig bekantqegeben werden. J*rv. i''i- bringen der reichlichen Spenden, die aus allen fünf Zellen Jede Erwartung menden Personenzug erfaßt und „ I übertrafen. Einen Beweis für die Ein- , erlitt schwere Verletzungen, de-Haushaltsrechnung 1941 42 beraten und ^ satzbereitschaft der Frauen und Ihrer ^ nen er noch am gleichen Tag im d e erhaltenen Erklärungen zur Kennt- Gebefreudigkeit bietet folgendes Erleb- Gaukrankenhaus Tn Judenburg er-nis genommen. _, nis der Betreuung, womit manchen Sol- I lag. Do« stAiic nf*hennfnu der vinlfMififrifiiirk hri der ünnsiraMcnsiiiniii-iDna I?I41 wollen wir heuer ntchi nur erneuern, sondern durch eine noch arOsserc Spende In noch sfarkerem nasse zum Ausdruck hrlnitenf Bm ZZ. nnil 23, ]aiiyar BaystrassensainnilBna 19W! r Seit« 4 * Nr. 19 i- Mittwoch, 19, Januar 1944 MARBURGER ZEITUNG Abschied von eineir Katneraden l>«ff UUU Weg det Ort»4iiitsleltert Ohu Sonntag, den 16, d. M , wurde in Wöllan der von Banditen menchlingi» ermonlele Kamerad und leitet des V'erwdltuiigs-•mte« der Oitu^ruppe Wöllan, Jnsef Obu, unter überaus £ahlrejcher Beteili-gunq der Bevölkerunq unter Voranlritl der WehrmannschflM, der Deutschen Jugend der Feuerwehren und der Berg-w«r%«kapel!e su Grabe getragen. Pg. Kindihofer überbrachte die letzten Grftfi« Hei Kreiiführert Pg. Dorfmeister nnsten dee Kriegs-WHW vornnstaltet die Orteoruppe II. Mnrt»urf|.Stridt, am koramenden Sarasldqiiacliraittog einen Kiridemachmittag, in riessen ^titt(»l-)>unkt das hcr/lqp Miirthon-spiel »Kü-geomtutrhen und Wahrheitsmündchen« steht, dai, luetig und belehrend, den Kindern gewiß qroOe Freude mnrhen wird, omeomehr als sie wi«Kpn. daß sie mit dem Be«uch der Veran*!taltimq ihr Teil am OeUngen der Sammlung für das Kriece-WHW beitragen. Ehrung für Brillantenträger Verleihung des Ehreoringes du Stedt Wien en llaupluunD Welther Nowotny Der Reicha«tatthalter Reicbsleiter BaN dur von Schirach hat dem Fliegerhaupl* man Walther Nowotny, der, wie bekannt, vom Führer mit dem Eichenlaub mit Schwertern und Brillanten 7uri Rit> terkreut det EiMrnen Kreuze« eueqe-zeichnet wurde, den Ehrenrinq der Stadt Wien verliehen. Die Widmung«urkund* hat folgenden Text: »Die Stadt Wien widmet Ihrem Bürger Hauptmann Walther Nowotny in dankbarer Würdigung seines heldenhaften Einsatzee für Deutschlands Größe den Ehretjrlng der Stadt Wien.f Hauptmann WaltJier Nowofjiv irt im |et*igen Weltkrieg der hÄchstauegereirh-nete Wiener. Bürgermpister Blischke Oherrnichte am Montag In Roten Se«I de« Rathausee in Anwesenheit des CJene-ralleutnants Stümpfl, de« GenereU der Flieger Fröhlich und des Kfeislelters Griesler Hauptmann Nowotny den Ehren-rlng. Explosion elaee Keseelt. D«r 43jthrig« Gaemeieter Frejaz Schischek «us Fvtstriti bei Rast stand in der Nihe eines Kev aets, der explodierte, wobei Schiechek Kopfverletzungen und ednen rechten Beinbiuch erlitt. — Auf der Straße Marburg—Cilli wurde die 22JÄhrlgB Verkäuferin Viktoria Grobelschek aus Gono-bitz von einem Kraftwagen umgestoßen, so daß sie mit einem aufgerissenen Unterschenkel liegen blieb. — Um sich bei Waldarbeiten zu wärmen, machte sich der 70iShrlge Klelngrundbesitter Matthias Dreml aue Siemen, Gemeinde Schober, im Walde ein Feuer. Unglücklicherweise fiel er In dasselbe und zog «ich Brandwunden am Körper und Gesicht »:u. — Sämtliche Verunglückten wurden ins Marburger Gaukrankenhaus eingebracht. SPORT UND TURNEN Mehr als eine Jagd nach Punkten Von den Spielrunden um die Deutsche Fußball-Meisterschalt 1943/44 wird man einmal sagen, daß sie bewiesen haben, wieviel mehr In einer solchen Meisterschaft steckt als die bloße Jagd nach I Punktea. Den besten Beweis dafür liefera die durch feindlichen Luftterror schwer getroffenen Stidte. Ob Ip Hemhurg oder ; Haonöver, Köln, Kassel, Berlin oder in anderen Städten, die das gleiche Schicksal traf, der Fußball ruhte ntemcils völlig. Nach einem Spieltag mit geringem Betrieb ging es schon wieder auf vollen Touren, Wo die Post fehlt«, wurden di« BenAcjirichtlgungen tn Spieler und Schiedsrichter per Boten gebrecht. Die Zuscheuer lesen des Programm en den MeuerenschUlgen und geschriebenen Mitteilungen den SportpletzzAunen. Fehlend« Verkehrwnittel wurden zu Fuß oder Wir hören im Rundfunk Mlltarack, II. JM««n R«lckty»«grsMi •'-•.tit Inm HSr«« ««4 B«- bstlM! Di« krillieh«a R«iitrua|M ta Airilca. U^ll.Wi Klaiaat Kenttrl d«f Graacr SUdliachan Or*h«il*ra. Laituag Rsvanui Hub«rlii< t).30—I3i Tbar Land «ad Maar (Nur Rirlln, Poian). H-Si—IJ.*#! Dar Rarleltl lur Lag«. I4.IS—l4.4Jt naichwinfta Vt'aitca. 13.1A--14i Eril' Thrn-Rargh ipialt Klariarmufilt ¥on Chopia und dr Falla. IS—I7i Malod'#« am Oper and Optretla. 17.IS-II.30i Maailialifchc Kurrwcd in Nachtni4ta|, da-iwiielttni Dal Biitti d*r Zail. 18.30—19i Dar ZaUtpiagal. Fron«i>erichU 20.15 —Iii Kawponlatan b«l Irohar I.auaa 21—J3i Dia tniHla Slunda. Daatiehlaa^saadari 17.15-18,30; .Mutili rtir Dim-Btfrunj! Sekuman, Kln|{hirdl. Rrihina and Svand-•an, JO.tS—]|i Seli5na Optmintloditn. 2I~23: Abandkanitrl untar l.attung voa Barlhold Lah-Mann, t.flback, ^'tbar, ^orarl, Pcrihovan, Rad ersetzt. War der Sportplatz tusg*-bombt, trat man beim Gegner eo. Umkleiden konnte man sich auch — wie einst in den Frühzeiten — hinter dem Sportplatzzaun. j Das übrige tat und tut kameradschaftliche Hilfe, die überall da einsprang, wo Vereine besonders hart getroffen waren. Spenden von Spielkleidung halfen die Sorgen beheben, Bllle brachte der Gegner mit, man kam nie auf deo GwUsken, kampflos die Punkte »erben« zu wollen. Man überstieg Paragraphen und Bestimmungen, der Spielbetrieb war das Wichtigste. Und so wird es euch weiter bleiben. * Aas der AMollting ItickflMli« 4« SG Marburg. Donnerstag um 19.30 Uhr w|fh-tiqe Besprechung im, Vereinelok«] am Sportplatz weqen der bevorstehenden 'Wettspiele um den tschaminer-Pokei. Walter ScmJI, einer der großen dänischen Sportpioniere, let im alebeateB Jahrzehnt seines klmpferlecheii Lebens gestoit)ea. Der Deuteche FuiM»ellbuiul hatte in SanB seinen ereteo Qeechlfts-führer, deeeen Verdienste er aui eiBeoi Ehrenblatt seiner Geschichte der Nach-! weit überliefern wird. Paarlaufmelslerschaft verlegt Die für i das Wochenende in Wien geplante Paar-j laufmeisterschaft im Eiskunstlaufen wur-I de aue technischen Gründen um vier j Wochen verlegt und wird dann vielleicht I in Westdeutschland ausgetragen werden, j «:« gewonnen hat eine Niederdonau-I Auswahl das Verqleichstreffen im Boxen I mit Lechen. Bei den Siegern nachten I '^chmftllerl, Genahl II, Petrovlch und Zierler die Punkte, während die Erfolge der Einheimischen Mitter, Roniak II und Roniak 1 zustande brachten. Gin I8km-Langl«uf Im Wals^al sah .15 Teilnehmer am Start. Tagesbeetzelt lief Rudolf Wöß mit 1:04.47. Aach diese „SrhlaBfe'« sprilst ihr Gl/l, weiiB maa ia ihr 4ie M i e ■ • trift, Umn im iel kein Gerücht m ^t«—-1 sie Msterc, tralaebt uai trigt m Vnm! Der Liee« nuik Zwrmwkkt ÜOT vtSehknfmfift** aech laufe aichl! Die deutsche Eishockeymelslerschalt wird am konunenden Samstag, 22. Jauuai. In Düsseldorf mit einem Treffen cjer Gruppe B fortgoeet/t. Düsseldorfer EG empfängt die Königsberqer EG. In ihrem rwelten PreBburger Spiel erzielte die Eiahockeymajinschaft der Wie ner EG gegen den SK Bratislava ein 1:1 (0:0, 1:0, 0:1). WilliBowski. dar bekannte oberschle-sische Innenstürmer und In den Kriegs lÄJiderspiclen besonders erfolgreiche Nationale, weilt zur Zelt im Karlsruher Bezirk uml vertritt nim die Farben des alten, ruhmreichen Karlsruher Fußball-Vereins MEIN >7 M ANN AXIMILIAIN ROMAN VONRESI FLIERL O wie ahnungslos kann ein Mensch sein, wie voll Vertrauen in eine reinseidene, nagelblaue, Äußerst fesche Windbluse mit Kapuzel. Ich hatte ihr alles zugetraut, Schutz gegen Sturm und Regen — aber sie versagte jäniraei lirh Ich wollte es zuerst nicht recht qlfluhrn, ich war ja immer geneigt, von Menschen und D'n-gen zunichst das Gute anzunehmen. Aber d/inn mußte ich mir doch zugeben, daß mir drin im Arme! ein zarter Wasserstrahl entlangrieselte, besonders dann, als es aus dem Wasserstrahl etn Miniaturbach geworden war. Ich lüftete das enge Ärmelbünilchen, damit das Wasser In seiner Not einen Ausweg finde, und dabei sah ich meinen Be-gledter so holdselig wie möglich an. Carol murmelte etwas, das gar nicht schön klang, und Ich wollte es nicht gehört haben. Auch nützte es koinosfrills, denn nun hatte die Windbluse jcglitUe Sfham fallen lassen, wie eine abgerutschte Dame, die es aufgiebt, auf ihren Ruf zu achten. Die Seidp w.ir innen so naß wie außen, mir .schien sogir, innen sei mehr Wasser, weil es doch mit dem Abfluß nicht richtig gereqfilt war. Der Wind klatschte sie mir kühlend gegen den Körper. Heiß war ee nicht mehrt Gut, daß man besrhflfMqt war. Man mußt# laufen, man hatte die Augen aus-niwischen. die Arm«>l 7U entleeren, und «iiPerdem müh'e ich mich im Laufen, gelegentlich das Wasser aus meinen Hosenbeinen auszuwrlngen. Hinter mir hörte Ich beim erstenmal so etwas wie höhnisches Lachen, Aber es hörte bald auf, well wieder mal ein Blitz herniederfuhr. Außerdem gab es noch eine andere himmlische Zulage. Es fing an zu hageln. Und es hagelte sehr ordentlich. Wir zogen die Köpfe ein, aber das nützte nichts Es prasselte auf uns herab, es schlug gegen die nackten Beine, es peitschte den ganzen Körper, und es erzeugte ein Gefühl von brennender Wärme auf der eiskalten Hiiut, die sich langsam rötete und bläute. Es war eine An Massage. Und es lenkte wundervoll von dem Zweck und Sinn unseres Berg-spazierganges ab. Manchmal mußte Ich lachen, wenn fch Zelt fand, den Kopf halb zu wenden und Carol anzusehen. Nun wrang auch er seine Hosen aus Es war ein Anblick für Götter, wie wir da-hlnllefen und hin und wieder das Wasser aus den Kleidern drehten. Bei allem Elend bedauerte ich tief und innig, daß ich nicht rfchlig Imstande war, uns 7u-zu*ch.itien, Tm Griinde war es wunderschön! Ich versuchte, mich dieser ISs^e«--lichen Anwandlungen *u schirmen, aber ganz Im hintersten Winkel meines Ichs sitzt eben Immer ein kleines Lechen. Arh, wenn ich sonst bei solchnm Wetter solchen Weg hÄtte machen können' Mit Maximllianl Das Lachen wollte sich schon bei dem Gedanken hervorwagen. Aber es wurde grflndllch mrflckge-scheucht, Denn Carol blieb auf einmal stehen. »Da sind siel« rief er. Ja. Da waren sie. Hütte ich besser auf- g'^paßt, so hütte Ich sie ja auch vf>n selbst sehen müssen. Wir halten gerade ein langes Stück Weg ohne Biegung vor uns, sacht abfallend, zweimal, dreimal waren Schneefetzen darüber gelagert, und Ober das zweite der Schneefelder stiegen die Durran und ihr Begleiter. Sie hatte noch immer ihren wunderschönen, sicheren und mühelosen Gang obwohl ihr der nasse Rock um die Beine klatschte und «le behindern mußte. Aber der Mann war ein wandelndes Stück Unglück, und Ich musterte mißtrauisch Carol und mich, ob wir auch so lammervoll wirkten. Tn d^'^sem Augenblick rissen die Wolken auseinander. Ffjr eine Sekunde zeigte sich links die granrjiose Kette der Berge, und ganz vorn stach die böse kalte Pom der Höfats in den Tumult des Himmels. Ich stand mit weit aufgerissenen Augen da und spürte keinen Regen mehr. »Hast du das gos<^hon?« fragte ich atemlos. Aber Carol hatte davon nichts gemerkt) er packte mich hei der Schulter und fragte ebenso: »Hast du das gesehen? Und er wies dabei nach vorn. Dort standen die beiden sich nun gegenüber, die Durran in ihrer immer hochmütig wirkenden Haltung, den Kopf erhoben. Sie stand mit dem Geeicht In unserer Richtung, aber sie sah uns nicht Wo sie wiren, zog sich ein breiter Streifen Geröll steil ab, kleine Regenbäche stürzten darüber. Der Mann dort fuchtelte mit den H&nden. Kopfschflttelnd dachte Ich, was das für ein Mensch sein müsse, der bei diesem Wetter und unter diesen Umstanden noch Gefallen daran fand, jemanden eine Szene zu maq^n. »Wir wollen hinaehen«, s^gte ich. »Fs Hiehl unheimlich aus. Oder wir machen uns bemerkbar und rufen einfach —« »Unsinn, wir sind ja gleich da.« Aber mein unklares Gefühl von Angst wurde größer, und so setzU ich mich plöt:2lich in Bewegung, das Wasser spritzte um meine Beine. Ich lief an Carol vorbei. Er wollte mich halteji, aber Ich riß mich los, und so müssen wir wohl in diesem Augenblick gewirkt haben wie das Schattenspiel dessen, was vor uns vor sich ging Denn auch dort griff der Mann nach dem Arm der Frau, auch dort riß sie sich los, und noch während sie es tat, stieß der Mann sie zurück, so iheftig, daß sie stürzte. Es sah gespen-'slig aus, sie fiel und rollte um sich selbst und blieb erst in einer Schnee rinne liegen, halb unter dem vorspringenden und überdflrhenden Schnee verborgen. Und jetzt schrie Ich. tch hatte den Ruf ja die ganze Zelt auf den Lippen gehabt. Wolkenfetzen senkten sich für Sekunden übor den Kamm, rissen gleich wieder. Aber sie hatten genügt, uns den Miuin /u verbergen. Er war fort. »Er kann nicht fort sein!« schrie ich im Laufen. »Du hast doch gesehen, wie unsicher er im Gehen war! Er bat keine blasse Ahnung von den Bergenl Er nuB auf dem Pfad bleiben, er hat hier keinen anderen Abstieg!« Carol konnte mir nicht so achnell folgen, es machte mich «omig. Ach, bitte Ich doch Maximilian oder Alexander hier gehabtl Tch sprang noch rascher, und das tat mir gut, es Jagte dai Blut wieder durch die Adern, Ich fühlte das Leben. Die Durran lag halb unter dem Schnee- feld, das sich hohl über dem Geröll wölbte. Sie lag ganz still. Ich kniete mich hin und zerrte an ihrem Arm. Aber das riB sie nicht aus ihrer Bewußtlosigkeit. Ihr schönes, hochmütiges Gesicht war von Regen und Blut naß. Ich wischte es ihr mit den Händen ab, Uber ihre Stirn zog sich eine Schramme. Endlich war auch Carol neben mir. »Hilf«, sagte ii h. Er sah derart fassungslos-drein, daß ich ungeduldig wurde. »Heb sie mir auf meine Knie, bitte, daß der Kopf höher kämmt.« Carol packte zu. »Anton Ist weg!« sagte er aufgeregt. Ich nickte. Ich wollte nicht daran d*n* ken, was aus dem Menschen geworden sein konnte. Vielleicht lag er irgendwo in der Tiefe. Und weil ich bei diesem Gedanken nicht erschrak, begriff Ich plötzlich, daß ich ihn haßte. J4 — haßte. Ich war entsetzt darüber, daß solche Gefühle .auch bei einigermaßen gesitteten Menschen möglich sind — daß ich sie empfinden konnte. Tch hielt den Kopf der thirran auf meinen Knien und starrte auf ihn, ohne etwas zu sehen Leidenschaften, all das, was dar?iu5 entsteht — es war mir doch sehr freriirt gewesen Ich mußte schon bis an (Jlesri Schnaefeld geraten, un sie zu verstehen und mir selber turugeben, dafl Ich mitten darin stand und davon gebeutelt wurde, nicht weniger als dieser verkommene Mensch, als dl« Durran und anscheinend auch mein Mann. Da schlug d^e Durran die Auges auf und sah mich an, sie sah nichts als ein fremdes Gesicht, von d«m sie nicht wußte, gehört es einem MIdchen oder einer Prau, Lies Deine Zeitung iSglich! PQr Führer und Großdeutschland fiel, seinsA Fahnece'd getreu, am 13 August 164.1 an der Ostfront unser Innigstgeliebter, lltestsr Sohn and Bruder Stanislaus Jawernik Paniergrenadier ia Alter von 10 Jahren. Sein Leiben Ist gskren Verwandten und Bekannten dl« traurige Nachricht, daß unsere herzensgute, liehe Gattin, Mutter. Schwiegermutter, Großmutter, Schwester, Tante und Schwägerin, Frau Luise ]ulenek «eb. Schnuderl aach langem, mit Bngelsge.iuld ertragenem Leiden am 30. Dezember 194.1 in Agram sanft entschlafen Ist. Agram, Marburg, Egidl, Graz, Murau, den 18. Januar IQ44. Jos«f Julenak, Gat*#! J«sef und Pritt, Söhnei Emma; Srhwiegertorhterj Jobanaa, Elise, Maris und Joseline, Sc-hwestemi Karl und Johann BrÜderi Adolf und Anton, Schwäger» Ifeleae >jnd MalhJlde, Schwägerinnen; Marie, N'.chtei Ludwig und Gdi, Neffen. 4.^0 Unser lieber, herzensguter G^tt«, Val«r, Großvater, Schwieqervater, Bruder und Onkel, H«rr Vinzenz Poderschan H«usbasit(«r hat uns am 14. Januar 1944, nach 1aQ0*Q). «r.hwAr^ Leiden für immer verlassen. Die Beisetzung unseres liehen Entichlsfanen f«nd am SonrUag, den IR. Januar 1944 nachmittags vom Trauerhfluse, Hohenmauten Nr 2.1, aus, statt. Hohenmauten, Laibach, Mörtendorf, Mlsßdorf, Brnck a. d. Mur, am 17. ,anusr 1944. 175 Katht Poderschan. Gattint Vinr.enr, KIthe, loaia«, Kinderi Pellx Poderschan, Bruder) Pram Kostaieweix, Schwieger«ohnj LotU und Maria, SchwiegertöcJiteri Franzi, Frlka, Biigltte, Romansnsrl«, Enkelkinder, und alle flbrigen Verwandten. Danksagung Für die vielen Beweis« herzlicher Anteilnahme anläßlich des schweren Verlustes unsere« Ueben Gatten, Vaters usw., sowie der vielen Kranzspenden. «r>rechen wir unseren tiefgefühlten Dank aus. Besonder« danken wir der Musik und allan, die unseren Hellen Verstorbenen zur letzten Ruhestätte ga-leiteten. I Hohenmauten, den 17. Januar 1944. Famllian PODERSCHAN — KOSTANEWET^. um Belr'et»-lOlircr soll das VinrdHfU-nt Ritillitt de« Chel« dat £lvtlvcrvaltttBtf la dar Unter-stHennarli lesen Bezugs-preis mnnatileh RM Be- «relluniten sind in die Ge-«chäftssteilf des Verord-nungs- und Amtsblattes MarburH/Drav Btdtfaw« ^ tu flehten Stndff' Soidaipr dt* Z«itung* an litt Frnntl Rerbet fOp das Deutscht Rote Kreuz MARDURGER ZEITUNG STADTTHEATER _MARBURG.D rau Mittwoch, 19. Januar: MILLIONENHOCH- ZEIT. Beginn iy.3ü Uhr, Ende 22.30 Uhr. UNTERSTEIRiSCHE UCHTSP'FITHFATER MAkBUKG-DüftU BURG-LICHTSPIELE H«ut» IS, 17 W 10 45 Ubi Fernruf 311» tait NIcolalll, Hanaa WIH llrkard HlnlUr, Braat T. Kllpaicin und Ci'nlav Waldau i" Der zweite Schuß Dl« Uaba zwaiec Vlrinn«'i zu einvm i> honen Miidrhen lat dl« Uraache ainai Z«raikdmplflj, dr>sa«n iib«r-raachandar Autgaog dlt faaxalnda Hnndlung diete» untarhaltiaman Prag Film» ivgendllck» nirht lagclataaal Wir lalgaa hp SoBdarvaraaataliaafaBi Mtttwocli. 19 Ijniisr — um 1? 4,') Uhr- Der ewige Traum Bit Sapf liat, Brigll r Horiiay und Friedrich KayHler. Hl Jagandlltha nnl«i) U Jahran nltM tugelastenl ESPLANADE r'" N S iU? (!t: DER FIIM lÄUPT 14 TAGHI — Zirkus Renz Jen* Deltgen. Pau« Kllnger, Angt-Ilka Haull, Alice " "f"* Odemai, herberl Hübner, Ernst Waldau. Der bariihmte Zirkus Renz mit allen seinen großen Sanaatlonen wird in diesem Film wieder lebendig PIr Jugan4Ucha sugalaiaaiil Lfchtspiclc Kadettenschttle Mlltwacft lt. a«d OaHaratat. M. Jaaaar Bin FHb nach dem Leben aus Wlan mit Mattklia Wlaaaaa tniaa tnirlrh, Oakar Slaa, Hant Moser. Vorstadtvariet^ (Dia Anise! von Uchtental) _Flr_JBfleiidllrhe nlfhl lagelaaseni Burjf-L'chtspiele Cilti Wo 17 tt. I<>.30 Uh. straSr So 14.30 17 u. 19.jO Uhi IIa DoDaaralag. 10. Jannar Großstndtmelodie ■It HIKIa Krahl, Hilda WalBner. Weraai Hins, WU» ~ Bio Prauenleben voll Kampf, Glflck unH Uaba )■ Wlrhal dai Weltstadt. PIr Jagaadllcba «Ickt ingelaaaaal MctroDol'r.ic'htspielc Cilli_ IIa Dnnneratag, 2fl. Janaar Wenn der Junge Wein blüht H«BBy PortrD Olto (jflbQhr, RenA Deltgen und Geral-Kall. — PBr Jugandilrha n'cht lugelasaani Lichtspieltheater Gurkfeld_ MlMwack. lt. JaB'tar Meine Frau Theresa Um humorvolles, beachwingtu» Lustspirl «In unfahl-hatM Ratapt far guta Laune mit Woll Walk. Harald PaaliM, Madr Iaht, Wilhelm Bendow u. a. Ptr Jvgeadlirha alrkt lagplasaaal Lichtspiele Luttenber^ !•. und Danarilaf, N. Jaaaat Aul «riter Ehe Ptaailaha Klai ParAldantf" Marita.' lad IchtaMch In dam dramatischen Lebensbild Mr Jagaadllcba alrlil lugelaaaaBl Ton-Lichtspiete Stadttheater P e 11« u Mlltworh 19. \inH Oonnerslag, 2(1. .Inaunr Paul HRrblaei, Hilde Krdger Albprl Florelh. Johannes llemann, rita ■••rhkull und Theo LIngna tn einem lustigen Filn Drunter und drüber Fli Jugeodlicli« niiiti.tugti|ask«0i Bei lugendtreien TilmBn wf-rrifn liinpndvors'ellunqeti XU angclUhrten Zeiten einqerpiht Zu allen ilbrlgnn Vorstellungen kftnnen hi^endllcht- untei 14 Mhren werT'n PlflfTnT'nnel ni'hl »inielH'^rn werden Lichtspiele Rann Mlttworh 14. unri Dnnner.sli>n.ilt — Musik: Fr«nj r.roihe, —" Für Jugendliche nirhl tugelassenl Filmtheater Tüfler Fei 24 Mittwoch, 19. und Düniierstag, 20. Januar Vorslollungon um M Iß. tO und 10 Uhr La Paloma FUi Jugondllrh« lugchissenl Ihre Vermählunq qeben bekannt; WILHELM MICHEIJAK EDITH MICHELJAK geb. Kruschilz-Golub Wien Im Januur 1944 cm i Erzieherin für 2 Kindel, die auch bereit ist, im Haushalt mitzuhelfen, wird in gutem Haus aufgenommen Schriftliche Anqeb mit Anriabe dar bishenqen Tätinkeit unter »Gute Exi-Btenzstellunq« itn die Verw der »M Z.-erbeten 302 l^i-nken Sit- daran - KLEINE ANZEIGEN habi>n in der MARBURGFN ZEITUNG GROSSEN ERFOLG! T Amtliche Bekanntmachungen Der Chef der Zivilverwaltiing in der Untersteiermark Der Beauftragte für Ernähiuiig und Landwirtschaft (CdZ.)LE-R 15/897-l!)44 Graz, den 12, Januar 1944 Verlängeiung der Gültigkeitsdauer der Reise-und Gast.stättenmaiken sowie der Lebensmittelkarten. ßekanntmachurj^ Die Gültigkeitsdauer d«>r gemäß Aufdruck am 6, Februar 1944 verfallenden Reise- und Gaslstätteiimarken sowie der Lebensmittelmarken wird auf unbestimmte Zait verlängert. D*n Zeitpunkt des Aaßcrkraittreteiu dieMr Bedarftnachweit« werde loh rechtzeitig bekanntgebe 161 Im Auftrag: gex. Dr. Artner. Der Chef der Zlvllverwaltung In der Unterstetermark Der Beauftragte für Ernährung und Landwirtichaft CdZ. LE K 5/102-1944 G t a z, den 14. Januar 1944. Bekanntmachung Spelsekartolfelversorgung und Sonderbezugsausweit. I. Zum Ausgleich für einen Teil der Kartoffeiration wurde zu Br>ginn der 56. Zuteilungsperiode an die Versorgungi-berechtigten ein Sonderbezuqsausweis ausgegeben, dessen Gültigkeit mit Ablauf der .58. Zuteilungsperlode, d. i. am 6. Februar 1944, erlischt. Am Ende der 58, Zuteilungsperiode wird ein neuer Sonderbezuqsausweis ausgegeben werden, der für die 59. bis 61. Zuteilungsperiode Geltung haben und zum wnhiweisen Bvizug von 300 g Roggenbrot oder 225 g Rogqen-mehl je Woche berechtigen wird. Die Ausgabe des Bezugs-ausweises erfolgt an alle Inhaber des Bezugsausweises für Speiseknrtoffeln mit Ausnahme Jener, die bereits 150 kg Kartoffeln auf Grund de« Bezugtauaweii«s eingriiellert haben, tind wird auf dem Stauunabschiiltt det BerugsauvwelMe fOr Speiaekartoffela vermerkt. Dieser Ist daher der Knrteniitelle vorzulegen, wobei aucih die vorzeitig etwa bereits abgetrennten Bestellscheine beizubringen sind, die von den Verteilern zurückzuholen wnren. (Vgl, Bekanntmachung in der »Marburger Zeitung« vom 10. Df?zember 1943.) Die Ausgabe des Sonderbezugsausweises hat nach folgenden Grundsätzen zu erfolgen; 1. Werm Versnrgungsberechtigte überhcuipt nicht eingekel iert haben, so ist der an der rechten Seite des Bezugsausweifici-für Speisekartoffeln befindliche Einkellerungsschein mit dem Aufdruck »Gültig bis 5. Marz 1944« ohne dio entsprechender Bestellscheine abzutrennen uiwl zu entwerten, Die Bestellscheine dei Zuteiiungsperioden 59 bis 64 werde«i den Ver-sorgungsberechtiqten zur Ermöglirhunq des laufenden Kartoffelbezuges belassen. 2. Wenn Versorgungsberechtigte nur 50 kg Speisekartoffeln eingekellert haben so ist zu uiilerscheiden, ob diese Einkellerung mit dem Einkeilerungsschoin »Gültig bis 12 Dezembei 1943« oder mit dem Einkcllerungsschein »^Gültig bis 5. Milr/. 1944 bewerkstelligt wurde. a) Wurde zur Cinkellorung der Einkeilerungsschoin »Güllig bis 12. Dereinber 104.3-. verwenrlet, so ist der Einkelloruiigs-schein für die 5f'.—61. Zuteilungsperiode mit dem Bestellschein für die .59 Zuteiluiigsperiodo vibzutrennen und zu entwerten. Die Bestellscheine 60 un'l 61 verbleiben zur Hrmöglichunq das laufenden Kartoffelbezuge* am Bezugsdusweis Die Einkeile-rungsmenge hat ftlbe/un bc"^eits in der vollen zulässigen Höhe stattgefunden haf Können die Bestellscheine 62—64 nirht be'gelira'ht wp'"den. so besieht kein Anspruch aut AiKfnlgimg des ">onderbe7ua:'5auswe'ses. 4 Die vorstehenden Vorschriften finden hei Ausg.ibe des Sonderbevugsausweises auf Grund des Ziisnt/bezugsduäweises für Speisekartoffeln für UntertatiSiirbeiter des Bergbaues ent sprechend Anwendung, 5 Von Versnrqunqsberechtigteu, die den Sonderbe/.uqs-ausweis 59—(il nicht beziehen, wird vermutet, da8 sie auf Grund des Bezuqsausweises für Speisekartoffeln 150 kg Kartoffeln ein(|ekellert haben. Diese Versorqungsbererhtiglen können daher später auch den inderbezugsausweis fflr die 02—64 Zuteilungsneriode nicht erhallen II. Wehrmachturlauber sowie Inhaber der Wochenkarten für ausländische Zivilarbeiler erh.illcn den Sonderbezugs.us-wels nicht. Für die Zell ab 7. Februar 1944 erhalten die Wehrmachturlauber die der Urlaubsdauer entsprechende Menqe von Rogqenerzeugnissen in Form von Reise- und Gnststilttenmarken für Bröl, während die ausländischen ZiviUirbeitei die Rnggen-erzeugnisse auf die Abschnitte W 1, W 6, W 11 und W 16 der Wochenkarten für ausländische Zivilarbeiter beziehen können. III. Es wird nochmals daraul aulmerksam gemacht, daß Versorgimgsberechtigte, die eingekellert haben, mit einer vorzeitigen Einschaltung in den laufenden Kartoffelbezug oder mit einem Ersatz für verdorbene Lagerkartoffeln keinesfalls rechnen dürfen. Die sparsamste Verwendung sowie eine besonders gute pflegliche Behandlung der eingekellerten Kartoffeln sind daher unl)edingles Gebot, 182 Im Auttrag: gez Dr. Artner. Ächiiim] Siromabmhmer! Alle Stromabnchrnei werden ersucht, jedes längere Fernbleiben bzw jeden Auszug aus der Wnhnunq in eigenem Interesse an die E V Süd. A G.. Beelhovenstr 2, sofort schriftlich oder (fern)mündtich zu melden Fernruf 24-92 ENERGIEVERSORGUNG SODSTEIERMARK, AKTIFNGESEM SCHAFT. Marbiirg/Dr., ReethovcnstraHe 2. 141 Anordnung der ReichsFtelle für die Elektrizitätswirtschaft (Relchslast-verteiler) über die Einschränkung des Stromverbrauchs bei den gewerblichen und industriellen Betrieben mit Verbräuchen von weniger als 10.000 kWh je Monat (aus dem Deutschen Relcha-anzeiger und Preußischen Staatsanzeiger vom 6. Dezember 1943, Nr. 285). Um der Industrie die Durchführung des gesteigerten Rüstungsprogramms zu ermöglichen, ordne ich auf Grund des § 3 der Verordnung zur Sicherstellung der Elektrizitätsversorgung vom 3. September 19J9 (RGBl. I, S. 1607) folgendes an; § 1: Die gewerblichen und industriellen Betriebe mit Verbräuchen unter 10 000 kWh je Monat haben in den Monaten Dezember 1943 sowie Januar und Februar 1944 den durchschnittlichen arbeitstäglidhen Stromverbrauch gegenüber dem durchs(juiittlichen arbeititägllchen Stromverbrauch Im Monat Oktober 1943 um 10*/a »iniUBChrftnkeo. I 2: Di« DT>erwiChuxj(g der Durchi^inin^ zu der Ajicrdnung erfolgt durch dl« lust&itdlgen LandesrwirtschaftsAmter. Die*« find ermAchtigt, VerwtöBe g«gen die vorsteihenden Bestimmungen gemäß ( 2 der Verordnung über die Einschränkung des Energieverbrauciifrs vom 22. Juni 1943 (RGBl. I, S. 306) zu verfolgen. I 3: Diese Anordnung tritt mit sofortiger Wirkui»g in Kreft Der Relchtlastverteller Dr. Fischer. Uta starkandar Magen- und Verdauungstropten „Ledauflisor" Wiedfl erhüUHrh ^Schuberf'-Apotheke Gute männliche Kanzleilirafi mit längerer Praxis im Handel, Holz.handel, Verwaltung und Korrespondenz der deutschen Sprache in Wort und Schrift vollkonunen mächtig, wünscht Posten zu wechseln, Anträge unter >H. K. Sch 2« an die »Marburger Zeitung«, Marburg-Drau. 457 Kleiner Anzeiger Zu verkaufen Zu verkaufen: 1 groOe Kiste m. ichlnß, 20 RM| 1 großer, breite Bilderrahmeii mit Scheibe, It RMj 2 große BilHrr; »Wildschützen« i. breit. Rahmen, 20 RM. Spudittich, Marburq-Drau, i^kojichineggstraßi' 23. 444-3 Tabaksamen nebst vollständig Anleitunq für .Aussaat und Behandlung sot liyfprbnr F.m Sortiment 4 RM Nachnahme- I \/i^rsand: Ign.iz Mfdwpd, Völker j markt (Kärnten) 2.59 ^ Zu kaufen ijestichi I -1 Ein Bett mit gut erhaltenem Einsatz dringend gecucht —j Zuschr. unter »455«, an die *M. 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Dieses Ziel hat die Theaterarbeit der Gemeinschaft »Kraft durch Freude« Als sich vor ^ehn Jdhreii »m 18 J/i-nuflr 1934, der Vorhang im Berliner »Theater des Volkes» zum ersten Male vor 3000 Arbejtern hob, die In ihrer grnPen Mehrzahl noch nie eine solche Statte festlicher Bühnenkunst betreten hatten, vollzo»^ »ich ein geistiger Umbruch, den erst eine spätere Kulturge-srhichtsschreihiinq in se'nem Umfang zu würdigen vermag Es war die Besinnung auf den Ursprung des Theaters, eine Rückkehr zu seinem eigentlichen Sinn, nämlich der Volksgemeinschaft zu d'onen, ein »Thoatei flcs Volkes« zu sein Schon die Tatsache, daß man dies ausdrücklich sagen muß, beweist, wie volksfremd das Theater vorher geworden wir. Zu Beginn des Jahres 1*5.14 stellte die NS-Gememschaft »Kraft durch Freude# Erhöhungen Aber den Theaterbesuch unter rir>n Aibei'ern eint» Berliner Werkes der GroHindustrie an und kam dabei zu dem Ergebnis, daß nur ein geringer Bnithtr-il der Gefolgschaft schon einmal e.n Theater besucht hatte Die Ur-sncho dafür war nicht allein In den fehlenden Geldmitteln zu suchen. Vielmehr war dis Theater im Lauf der .lahre, und besonders in der jüdischen Systemzelt, eine Antrelerienheit bestimmter Volks-krei^e geworden die sich nicht mit dem Begriff de; Bi!dungss'"hlcht deckten. Auch zahlrel'-hefi Menschen geisUger Wesensart bUeh der Zugang zum Theater verschlossen War hier die Verarmung dos bürqefUcheii Mittehtandet der Grund so stand das Arbeitertum den Ereignissen Im Leben der Kunst mehr oder weniger fremd gegenüber Es war eine anden- Welt hinter hohen Mauern, In deren Glanz man hflchs'ens auf dem Umweg über das Kino einmal von ferne zu blicken vermochte Zi'^gernd nur folgte man zuerst dem Ruf von »Kraft durch Freude«. Es zeigte sich auch, da(^ der Spielplan mit klas-sicf hen Werken der grof^en Meister zuviel voraussetzte, um sogleich ein all-neiii^ines Echo zu finden Denn, auch die Freude an der Kunst will erlernt sein Die Erfolge eines .lahrzehnte« aber beweisen es mit welcher Dankbarkeit dieses Geschenk ergriffen wurde nachdem aus dem aufkeimenden Verständnis be-(je'Strrtp Teilnahme wurde Heute Ist das »Thentor des Volkes ein Begriff geworden. der veit'über den Raum der Reichs-b'iiiptstadl hinaus den Sinn der Theater-arbeit von »Kraf» durch Freude« aus- WC St. f^a.'i Vorurteil, der Arbeiter habe gar ni( ht das Bedürfnis, ins Theater zu gthen, ist (jefallen Ausverkaufte Abende «Ind der schlagende Gegenbeweis In wen'gen Jahrzehnten wird kein Mensch mehr verstehen daß es einmal eine Zeit gab In der das Arbeitertum abseits stand oder stehen mußte. Niemand mAge glauben, daß damit einer Niederhaltung der Kunst das Wort geredet sei Die Vielgestaltigkeit der künstlerischen Audsrucksformen und Möglichkeiten eröffnet die mannigfachsten Perspektiven Wie es In der bilden den Kunst nicht angeht ledermann Zugang zu allen ihren Schöpfungen zu ge w'^hren da viele Originalwerke nur durch Reproduktionen bekannt gemacht werden können so muß auch dem Theater jener Lebensraum bleiben, von dem •eine ichöpferlichen Anregungen aufgehen. Da« sind die StStten der Bflhnen-kiinst, die bei höchster Leistung nur el- Unsere gestrige Kurzgeschichte »Der Trompeter von Pobethen« stammt von dem bekannten mecklenburgischen Dichter Hans Franck, der als Verfasser vieler Bühnenstücke, Novellen und Romane einen Namen hat und schon seit längerer Zeit zu den Mitarbeitern unseres Blattes gehört (Ein Druckfehler hatte dem Verfasser den Vornamen »Fritz« gegeben « nem begienzten Kreise zur Verfügung stehen Es kann nicht Jeder nach Bayreuth fahrenl Daß jedoch abertausend« deutsche Arbeiter und Soldaten als erwählte Vertreter der Volksgemeinschaft dorthin geführt werden, Ist ein Zeichen des kulturellen Hochstandes der Nation, die ihr kostbarstes Geistesgut der Unzu-gängllchkeit entkleidet hat. Dds Theater der Griechen war Volkstheater. Es war eine Sache des Staates und der geschlossenen Volksgemeinschaft In seiner »Griechischen Kulturgeschichte« schreibt Jacob Burckhardt-»Aus der Bedingung, einer ganzen Bevölkerung dienen zu müssen, kam das i Drama nicht mehr heraus, es blieb dazu < verurteilt, die riesige Angelegenheit I einer solchen zu »ein.« In der Aus-' schlieDlichkeit des Massenbetrlebes lag I die künstlerische Begrenzung. Heute stehen alle Wege der Entfaltung offen. Aus der Isolierung kommen wir wieder zur Gemeinschaft, zum Dienst am Volk, sei es Im Theater der Dreitausend oder im Festspielhaus der Auserwählten. Theaterarbeit Ist Volkserziehung. Im Nachlaß eines jungen Künstler«, der den Soldatentod starb, lesen wir-»Welch absurde Forderung ,Dle Kunst dem Volke!" ,Das Volk zur Kunstl" Das hieße wahr und richtig gepredigt.« So ist die Mission von »Kraft durch Freude« zu werten. Wer hier nur die Organisation erblickt, die billige Eintrittskarten vermittelt und die Schdt/e der Kunst jedermann vor die Füße legt, verkennt völlig den revolutionären Gedanken, aus dem dies Werk der Gemeinschaft erstand. In jenem Nachlaß heißt es weiter »Kunst ist nicht Schmuck, Kunst ist notwendige Krönung des irdischen Weltbaues.« »KdF« ist ein Führer zu dieser Gesinnung. Aus den Erlebniswerten, die diese Gemeinschaft für Millionen Menschen erschließt, erwachsen seelische Kräfte. Hier wird tatsächlich Freude zur Kraft. Und niemals braucht ein Volk notwendiger diese innere Kraft als in dem Ringen um seinen Bestand und um seine Zukunft. Wer solch ein ktimpfe.ides Volk zur Kunst führt, erschließt ihm Quellen der Zuversicht und des Glaubens an seine ewigen Werte. Karl Augiitl l'^allher immer noch: „Musen in Gesellschaft" Diesmal von der musikalischen Seite betrachtet Immer noch treffen bei um Erwiderungen auf den Auftalz „Mutet) In Cesell-ichafl" von Börriet Fre'iherrn von Münchhausen ein, den vir tchon vor mehr alt sten grundsätzlich abzulehnen — für seine Person mag er es tun, dies Ist sein Privatrechtl (Immer vorausgesetzt, die „Ehe" ist eine würdigelj Wenn ein Stüm-eirtem \/onal auf dieser Seile zur De- ' per ein wundervolles Goethe-Gedicht hatte geilellt haben. Wir bringen, um ; durch Musik schändet, oder zwei Stüm-urrierf Leier nicht lu ermüden, nur die ; per sich an Shakespeare vergreifen und inleressanleiten dieier Erviderungen und i daraus eine unmögliche Oper zusammen- kleistern, darf man deshalb nicht gleich das Lied, oder die Oper, als Gattung schelten. Die Dichter waren auf die Musik Immer ein wenig eifersüchtig. Goethe liebte zwar seine „Hauskomponisten", die seine Gedichte schüchtern untermalten, hatte aber für Schuberts geniale „Eigenwilligkeiten" nichts übrig. Auch Eduard Mö-rike, dessen Musiksinn nur auf das Einfache, Volksliedmäßige gerichtet war, hätte an Hugo Wolfs 53 meisterhaften Vertonungen seiner Lieder sicherlich keinen Gefallen gefunden. Wie gerne hätte Wolf von seinen schwäbischen Freunden, die Morike vielfach noch persönlich nahestanden, gehört, daß seine Lieder dem von ihm abgöttisch geliebten Dichter Freude gemacht hättenl Und doch war ei gerade Wolf, der durch seine mindervollen Vertonungen Eduard Mörike, der noch in den 80er und Wer Jahren des vorigen Jahrhunderts von den maßgeblichen Literaturgeschichten als recht begabter dichtender Landpfar-ror kurz und nicht besonders liebevoll abgetan wurde, dem ganzen deutschen Volke geschenkt hat. Heute steht Mö-rike als deutscher Lyriker neben Goethe und Hölderlin! Wer wüßte heute etwas von Schniid von Lüheck und Franz von Schober, wenn Schuberts Vertonungen — „Der Wanderer" und „An die Musik" — die beiden nicht mit in die Unstrrb-üchkeit gerissen hättenl Und Lenau bekannte; „Wie Alexander klagte, daß er keinen Homt' habe, so schmerzt es mich, daß Schubert vor dem Erscheinen meiner Gedichte gestorben Ist." Und schließlich ist Schiliers „Lied an die Freude" erst durch Beethovens ,,Neunte" zum Allgemeingut unseres Volkes geworden. Und was die Oper als Kunstgattung anlangt! Seit Ihrer Entstehur»g am Ende des 16, Jahrhunderts wurde sie gelobt und gescholtf'n, geliebt und gehaßt, und doch lebt sie heute nochl Warum? Well zum späten Abend mit Musik verschle- i sie, trotz vieler zugegebener Unmöglich-denster Art — von der „entzückenden j keiten, trotz ihrer vielfachen Unlogik fahrkarteniwlckenden lieben, kleinen ! und ihren anderen „Schönheitsfehlern" auch lie abiichllich in grSfieren /Ihttän-den voneinander. Heute hat der bekannte iteiriiche utikfehrifttteller und Schöpfer dei Hugo-H'olf-Muteurm in H^'in-diichgraz, hlani IVam/e^, das Wort. Er fnfit doM Thema ganz aus dem Blickfeld der Xfutik int /luge und tveist temperamentvoll die kleinen Vorwürfe xurücl^, die \fiinchhaiisem leichte Plauderei einigen Formen dieter Kumtgattung gemacht hat. Viel gescholtene und viel gepriesene Musiki Wie oft wurde ihr schon im Laufe der Jahrhunderte ihr« Aufdringlichkeit vorgeworfen! Sie sei gegen die anderen „stillen " Künste gar so vorlaut. Groß Ist die Zahl der ernsten, wohl doch noch größer die der harmlosen Bosheiten qegen die Musik als LArmmacherln. Der geniale Spötter Nestroy, ein sonst warmer Verehrer der Tonkunst, macht mit Bplnem Spott auch vor der Musik nicht halt — das beweisen schon seine zahlreichen Openi-Parodien, aber auch ein vielleicht weniger bekannter Ausspruch von Ihm: „Die Musik ist eine recht unbescheidene, aufdringliche Kunst. Vor ander^jn kann man doch, wenn man es wünscht, Ruhe haben. Man kann Bilder umkehren, dA sie nach der Wand hinstarren, man kann sich vor Leuten, die einem Gedichte vorlesen wollen, verleugnen lassen, aber die Musik dringt durch Mauern und Balken," Und gar erst Busch! Vom allbekannten „Musik wird oft nicht schön gefunden, well sie stets mit Geräusch verbunden" kommt er zur persönlichen Schlußfolgerung: „Ich bin daher, statt des Gewlnsels, mehr für die stille Welt des Pinsels " Was aber würden Nestroy und Rusch erst heute sagen, wenn sie von Rundfunk- und Lautsprecherklängen Tag und Nacht verfolgt würdenl Ich glaube, da würde selbst dem zungenfertigen Ne-stroy die Sprache wegbleiben — Daß sich Menschen vom frühen Morgen bis Schaffnerin" bis zur „Neunten" Beethovens — vollpumpen lassen, dafür soll man die hier unschuldig« Musik nicht verantwortlich machen! Was nun die Vereinigung der Musik mit den anderen Künsten anlnngt — so ließe sich hierüber wohl vieles sagen. Ddß die reino Musik, die ihre letzte Vollendung und Verfeinerung im Streichquartett findet, das höchste Ideal des Musizierens darstellt, steht wohl a ^er Jedem ernsthaften Zweifel! Doch gibt das niemand ein Recht, eine Vereinigung der Musik mit den anderen Kün- doch immer wieder In ihren Höchstleistungen erfreut und beseligt. Wieviele Abwege Ist gerade diese Kunstgattung In Ihrer Jahrhundertalten Wandlung gegangen, und dnch hat jedes Zeltalter und jede Stilrichtung seine vollgültigen Zeugen für ihre Daseinsberechtigung hervorgebracht. Wieviel Sehnsucht, Liebe und Glaube der Besten Ist hier Klang und Gestalt geworden! Wer wollte die musikalischen Bühnenwerke unserer Gluck, Mozart, Beethoven, Weber, Wagner, Strauß, Pfitzner usw. missen! Millionen von Menschen erbauten s'rh an DER ALTE BRUNNEN Lßsch aus drtln Licht und ichlati Das Immer wacht Geplöl^cher nur vom alten Brunnen tönt. Wer aber Gn.if wor unter meinem Dache, hat sich stets bald an diesen Ton gewöhnt. Zwar kann es einmal sein wenn du schon m/(fen Im Traume bist, daß Unnih geht ums Haus, Der Kies heim Rrnnnen knirscht von harten Tritten, das helle Plätschern aet^t auf einmal aus, und du erwachst, — dann mußt du nicht erschrecken! Die Sterne steh'n vollzählig überm Land, und nur ein Wandrer Irat ans Mnrmnrhecken, der schöpft vom Brunnen mit der hohlen Hand. Er geht gletch welter. Und aa rauscht wie Immer. O Ireue dich, du bleibst nicht einsam hier. Viel Wandrer gehen lern Im Sternenschimmer, und mancher noch Ist aul dem Weg zu dir. Die Sache mit dem Wort Von Karl Heinrich Waggerl Dds begreifst du nicht, mein Freund, und später nimmt Hans Carossa du verstehst nicht, wie schwierig und seltsam diese Sache Ist. Da hat Gott nämlich in jede Menschenseele ein bestimmtes Wort gelegt, einen einzigen guten und wahren Gedanken, und dieses Wort soll dereinst in die Waage fallen, wenn er ihn richtet Aber nun geht der Mensch mit diesem Wort in seiner Seele in der Welt umher. Oi ist nur ein Viehtreiber oder ein Mann, der zeitlebens bloß so unterwegs ist, ein Landstreicher also. Und auch sein Wort ist ganz einfach: ,,Laß es gut sein!" vielleicht, odor „Verzeihe mir!"' Er lebt jedenfalls und nimmt seine .lahre liin Allein nun zeigt es sich bald, dnß er gerade dieses Wort nicht sagen konn r.s ist ihm unm')(|lich. verstehst du. tiin-ni7ii'o1rte der d.imiligen jiirnmer liehen ZeiUimslände ■ in Sienen r(ehor*in wurde. /'jul H'eigund