Deutsche Wacht (Iirüver „Mier Zettung"). I*tg >iut(1h| Ml tiuU| BKfal ■■) tvflrt fit «iill «t» z»ß»l»»i U* («I «uiutliA st. —M. MetlrtlUnj ß. 1JO, *• , »MjWrtj t. I . BW fMnUttltMi 1 um. tisHOiii l Lft, oatmitf (L MI. tti Hn«»»«»» MMm «ma|. u. ■»■tiitwtu« « trachten. Da lesen wir von einer am 17. d. M. in Laibach abgehaltenen BezirkSlehrerconserenz. Ein Herr ?umer referirte da über den^ Plan eineS zu versagenden deutsch-slovenischen Sprachbuches. Im Jahr^ 1883 wurde behufs Verfas-sung vou BolkSlesebüchern (soll heißen „Ueber-setzung") ein Ausschuß bestellt. Im dritten Jahre seiner Wirksamkeit ist der Ausschuß beim „Plan" k es deutsch-slovenischen Sprachduches angelangt. Dies geißelt« in der BezirkSlehrerconserenz zu Laibach Professor Wilhelm Linharb und gab eine Kritik der slovenisch-deutsche» Fibel der Herren Resniger und Zumer, welche eine Fülle von grammatischen. Sprachlehre- und orlhogra» phischen Fehlern enthüls Der Professor fiüvet eS staunenSwerth, wie ein sol l e» Lehrbuch nie behördliche Genehmigung erhalten konnte. Und das ist die Arbeit zweier Pädagogen, von denen der Eine sogar k. k. Bezirksschulinspector ist — und daS Buch hat sammt seinen Schwächen und Fehlern bereits die dritte Auflage erlebt!! Wie viel Zeit. Arbeit und Geld muß nun jeder Einzelne in „Slovenien", muß der Staat Oesterreich aufwenden, um die slovenische Sprache zu schaffen, und wi« viel Zeit. Arbeit nnd Geld muß abermals jeder Einzelne und abermals der Staat selbst aufwenden, um die neugeschaffene, besser gesagt, noch neuzu-schaffende Sprache zu erlernen und sie in Uebu gg zu erhalten! Und wozu? Um für den gewöhn-lichen Verkehr d»r Wenden unter einander, durch tzine Keirath durch's ^5os. E« war in Port-Saib an einem fchöien. aber druckend heißen Juli-Abende. Wir faßen mit unseren Freunden und Bekannten aus der Veranda und blickten hinaus auf das Meer, da! von der Sonne purpurn gefärbt war. Der reinste Himmel blaute über der kleinen Hasen» sUidt, von den violetten Blütenrrauben,^ welche unter Häuschen am Strande üppig umrankten, ging ein ungemein süßer Dust auS, aber Nie-manv von uns war für den Zauber Dieser abendliche« Stunde empfänglich. Uns alle hatte jene Erschlaffung erfaßt, welche die große jommerhitze Egypten» hervorzurufen pflegt und bie sich zuweilen -.i» zur gänzlichen Verachtung der Raturschönheit steigen. ES saß so mancher Idealist unter unS, allein Jeder hätte ohne Ledenken die herrlich beleuchtete See sammt be« prächtigen Sonnenuntergang für «inen ein-zigen kühlen Windhauch auf alle Zeiten hinge» geben. Auch blickten wir Alle »ach dem Meere, nicht etwa, um es zu bewundern, sondern um zu beobachten, ob sich dessen spiegelglatte Ober-stäche nicht kräuseln werde. In Erwartung der erlösenden Brise hatten wir uuS alle nach Lan» deibrauch in Lehnsesseln von Rohrgeflecht lässig ausgestreckt und fächelten un» mit Riesenfächern um die Wette. Hie und da machte Dieser oder Jener eine gleichgiltige Bemerkung, die von den Anderen mit trägem Kopfnicken aufgenom-men würd«. Da erschien unser brauner A i, den wuch-tigen weißen Turban auf dem Haupte, die hoch» gewachsene Gestalt von schneeweißem Gewände umwallt, in den dunkeln Händen die ersehnte, eiskalte Bowle, deren lieblicher Duft selbst dem frommen Sohne MohamedS ein Verständniß-volles Schmunzeln abzwang. Der Genuß de» kühlenden Getränkes er-frischte uns Alle und löste den Herrn die Zunge. Sie beichteten mir, daß sie «n der vorigen Nacht nach einem Bantet, das sie einem schei-denden Freunde gegeben, argen Unfug gerne-den und unter Anderem eine Annonce verfaßt hätten, in welcher die heirathSlustigen Damen de» deutschen Vaterlandes aufgefordert wurden, nach Port-said zu kommen, wo großer Man» gel an Mädchen, Ueberfluß an liebenswürdigen Junggesellen wäre. In dem egyptischen Hasenstädtchen war in der That Mangel an Mädchen, da sich außer mir keine» daselbst befand, aber daS Mittel, zu welchem die Herren gegriffen hatten, um diese« Uebelstande abzuhelfen, war doch insofern be- da« völlig neue Idiom eine Schwierigkeit her» beizuführen. welche früher nicht bestand und um für den Verkehr der Wenden mit d«r Außen-welt. de» die deutsche Sprache vermittelt«, ein unvollkommenere« Werkzeug zu haden, als den Leuten bisher zur Verfügung gestanden. Und deutsch wird der Gebildete auch deS Slovenen» volles am Ende doch lernen müssen! Und der Staat, welcher Eisenbahnen und Straßen baut, Teiegraphenlinien zieht und Posten einrichtet, der ein Ministerium für Verkehrsangeleg.nheit hat, arbeitet thätig mit an der Aufrichtung eines Verkehrshindernisses, daS die Menschen schlim-mer trennt als Mauern und Hochgebirge — an einer neuen Sprache. Der Unterricht vorne. Verkehr und Han-del hinten — sie ziehen an demselben Strange, aber in eotgege^q«setzt«r Richtung. ^otititche Kundschau. Inland. ^Parlamentarische ».j Den Meldun-gen tschechischer Blatter zufolge soll der Re1 chS-rath am 18. September wieder zusammentre-ten. — Der Abgeorsnete S t r a ch t zeigte seinen Wählern (Stadtwahlbezirk Rumburg) an, daß er sich mit Rüchsicht auf seine persönlichen In-teressen gezwungen sehe, sein Reichrathsmandat niederzulegen. B»i der ReichSrathSwahl in Neutitschein siegte der deutschcCandidat Haber-mann mit 1371 Stimmen gegen den tschechischen Candidaten, welcher nur 170 Stimmen erhielt Der VerwaltungS-GerichtShof verhandelte über die durch den Abgeordneten Dr. K o p p vertretene Beschwerde der Stadt Brix gegen das Unterrichtsministerium wegen des Auftrages zur Errichtung einer tschechischen Schule. Der Gerichtshof hob die E n t» scheid »ng des UnterrichtSmini» ,t e r i u m S auf, da die gesetzlich vorgesbriebene deutlich, als keiner von ihnen besonder« geneigt schien, sich da» Joch der Ehe aufzuerlegen. Die verfängliche Annonce war bereit» an alle größeren deutschen Blätter versandt. Natürlich schallt ich die Herren leichtsinnig. Wenn eine Heirath»kandidatin käme, sagte ich. bliebe ihnen nichts übrig, als sie zum Altar zu führ n. Davor schien e» den «eisten zu grauen. .Wen soll denn diese» furchtbar« Schick-sal treffen?" rief scherzend der französische Con-sul. «haben wir die gefährliche Ankündigung doch alle zusammen verschuldet." „Da» Lo» soll den Glücklichen bezeichnen", entschied »ch und ging tann mit emporgehaltener Schürz- i« »reise umher, u« Jedem sein« Visitenkarte abzufordern. Sobald ich alle beisa««en hatte, mischte ich sie und zog blindling» ein« heran». Die Karte trug den Na««n: Willibald Ziel. E» war ein interessanter, wenn auch etwa« leichtfertiger junger Mann, den ich gut.leiden mochte, weil in s«in«r Natur Stolz, vornehmer Trotz und ein gewisser romantischer Zug lag. Er hatte da» Unglück gehabt, sich in ein« schön« Cousin», di« s«hr reich war, sterblich zu ver» lieben. Zwar hatte Helene seine Steigung er-widert und kein Hehl darau» ge«acht, aber ihr „ptntf* Macht." hinter Dr. v. KraSzewSki einen Steckbrief er» lassen. sDie Sitten-Verwilderung in F r a n t? e i d).] Den fortgesetzten Angriffen der französischen Presse gegenüber erscheint eS angebracht, von Zeit zu Zeit auf die Sitten» Verwilderung hinzuweisen, die in allen socialen Schichten Frankreichs Platz gegriffen hat. Kürz-Uch ereignete sich in dem Wartesaale des Justiz-gebäudeS von Amien ei» Auftritt nach Art der Madame Clovis-Hugues. Zwei Schwäger, d>r Bäckermeister Dumeige von SoissonS und der Anstreichermeister Franoai« von Paris, standen vor dem Apellationsgericht. Da dieses Dumeige zur Zurückerstatlung von 25.000 Fr. verur-theilte, so gerieih er in wilde Wuth und schoß 6 Revolverschüsse auf Fran^oi«; 5 Kugeln trafen. Der Zustand des Verwundeten ist sehr bedenklich. sDer verdächtige Krankheit 3-fall l n T r i e stj, welcher bekanntlich ebenfalls aus'« Kerbholz der Cholera gesetzt wurde, war nichlS, als eine einfache Dyffenterie. Wie man uns nämlich aus Trieft »nter dem 20. d. berichtet, ist der betreffende Paffagier gester» Morgens wieder frisch und wohlbehalten aus dem provisorische» Choleraspital in'S Hotel zurückgekehrt. sE ingräßliches Unglückj ereignete sich am 22. d. M., wie aus Prag gemeldet wird, auf der Ueberfuhr über die Sazawa nächst der Kocerad bei Schwarzkosteletz. In Kocerad war tagSzuvor Erzbischof Graf Schonborn ein-getroffen, un- daselbst daS Sacrament der Fir-mung zu spenden. Der Erzbischof wollte ur-sprünglich auf Schloß Kamm^rburg deS Fürsten Khevenhüller übernachten, verblieb jedoch auf Anrathen des Pfarrers in der Pfarrei zu kocerad, da über die Sazawa dort keine Brücke führ« und der Fliiß in Folge der letzten Regen-güffe bedeutend angeschwollen war. Gleichwohl wagten sich gestern Früh gegen 50 Personen, Firmlinge mit ihren Pathen und Pathiune», aus Kammerburg und Umgebung auf die Ueber-fuhr, um nach Kocerad zu gelangen. In der Mitte deS FluffeS kippt? der Kahn um. und alle Personen stürzten in die Flutheu. Ei» Theil rettete sich zwar an's User. e>n großer Theil wurde jedoch von der Strömung fort-gerissen. Bisher wurden 25 Leichen, darunter zwei Pathinnen und ein Pathe. tie übrigen Kinder, aus dem Fluffe gezogen. — DaS Schiffs-unglück auf dem Sazawafluffe erfolgte durch die Unvorsichtigkeit der UebersuhrSleute selbst, welche in der Mitte deS Flusses, als der Kahn in'S Schwanken , erieth, in'S Wasser sprangen und de» Kahn dadurch zum Umkippen brachten. Die Schiffsleute retteten sich durch Schwimmen, während von den Passagieren — soviel bisher constatirt wurde — 2» Personen, meist Firm-linge im Alter von 13—18 Jahre« ertranken. 1886 sD e r Weltuntergang.) Eine amü-sante Depesche ist den französischen Journalen in den letzten Tagen au« Madrid zugegangen. Es scheint nach derselben, daß sich die Nach-richt vom Weltuntergang unter den unteren Klassen der Bevölkerung weit verbreitet habe, die sich einbildeten, daß am Dienstag (la.Jmi) die Sonne um zwei Uhr n^ch Mitternacht aui-gehen würde. Ueber tausend Personen hallen sich daher um diese Stunde auf dem Hügel vo» VistelleS versammelt, den man als de» M»»l-martre von Madrid betrachten kann. Die Eonae fand es jedoch nicht für angezeigt, ihren Auf-gang zu beschleunigen; aber das Volk sah in den vom Mond beleuchteten Wolken alle Arien von Vorbedeutungen, welche das Ende der Erde anzeige» sollten. Am Donncrsiag früh war her eine noch größere Menschenmenge zu am-mengekommen. welche die himmlischen Phänomene beobachten wollte; da aber kein Wölkchen a» Himmel stand, mußte sie bis 3 Uhr Nachmil-tagS warten. Ja diesem Moment glaubte mai den heiligen PetruS inmitten einer rothen Welke und nach ihm Jesus Christus, von einer große« Menge Heiliger umgeben, zu sehen. Die Pro-sanen wollten jedoch nichts als eine gewöhnliche Wolke erblicken. Ein ähnliches Wunder beden-tet nach Ansicht des Volkes, daß der 24. Juni ohne Zweisel der letzt« Tag deS Bestehe«» ver Erde sein werde. Dieser Aberglaube beichäfligt im gegerwärtigen Augenblick die unteren Classen der Madrider Bevölkerung in heroorrageavn Weise. sTyphusepldemie in Klo st er-n e u b u r g.J Dortselbst sind neuerdings fu,f Soldaten an Typhus erkrankt. fDie letzte Hinrichtung einer Frau in Wienj bildet in Folge der Ver-urtheilung der Jacobine Stockhamer zum Tod« in den Altwiener Stammtifchkreisen der Gegen-stand allgemeiner Erörterungen. Als Augen-zeugen des letzten JustizacteS erwähnter Ärt wird man indeß in jenen Kreisen schwerlich »landen finden, da seit 77 Jahren keine Hm-richtung eines WeibeS in Wie» mehr sorge» kommen ist. Die traunge Heldin jenes Justiz-dramas wir die GreiSleriu von Hungeldru»», Theresia Kandl, welche i» der Nacht auf den 20. December 1808 ihren Mann, mit welche« sie in unglücklicher Ehe lebte, während er schliei mit einer Holzhacke erschlug und dann fei« entkleidete Leiche in einer Bulle in eine entfernte Gaffe trug. Der Schauplay deS Mordes jelbit war das Haus Nr. v der jetzigen Äaylemt-dorferstraße. Die erst 23 Jabre alte Morden«, welche am 16. März 1800 bei der „Lpinaeuil am Kreuz" gehängt wurde, war bis zum leyien Augenblicke auf ihre Schönheit derart eitel, Das sie sich zur letzten Fahrt wie zu einem Zeste kleidete, und noch im Momente, da sie von üa Henkersknechten bereit« an dem Galgen empor- 2 Zichl von Schulkindern für «ine tschechisch« Schul« nicht erwitsen fei. Das Ansuchen wegen Errichtung einer tschechischen Lehrbildungsanstalt in O l in ü tz wurde vom mährischen Landesschul-rathe abgewiesen. sZur ReichSrathSwahl in den Pettauer Landgemeinden!, welche erst im Herbste stattfinden dürsl«. beabsichtigen die Pettauer uud Marburger Pervaken Herrn Dr. Lavo-lav Gregorec. derzeit Pfarrer in Neu-kirchen bei Hochenegg. wählen zu lassen. Den LandiagSsitz Raic wird ein anderer erhalten, wahrscheinlich der Pettauer ruffifche Lehrer Hermann. Das „Stimmvieh" wird um seine Meinung weiter nicht gefragt. Ausland. Im teutschen Bundesrathe wid-mete ver Secretär von B ö t»i ch e r. über Aus-trog des Kaisers, dem dahingeschiedenen König von Baiern einen ungemein herzlichen Nachruf. Die „Köln. Ztg." meldet, daß das bis-hrrige Ministerium Lutz in Baiern im Anite bleiben wird. Bei der Einweihung eines auf dem Kirch-Hose in Rueil für di« 1870/71 gefallenen fran-zösischen Krieg r errichteten Denkmale« kam e« kiese Tage zu l.bhasten Demonstrationen gegen Deutschland. Die sranzösischenPrinzen haben, in Folge de« AuSweisungSgesetze«, Paris und Frankreich verlaffen. Von dem AuSweisungSge» setze sind nur die Häupter der Familien, welche über Frankreich geherrscht haben, und ihre unmittelbaren Erben iiu der Reihenfolge der Erstgeburt betreffen. S}1'" Regierung kann jedoch auch den übrigen Mitgliedern dieser Fa-milie» da« Gebiet der Republik versagen. Der Graf von Paris protestiite in einem Mani-feste gegen die begangene „Gewaltthätigkeit" und wies darauf hin, daß daß Heil Frankreich'« nur von der Wiederaufrichluug der „traditionellen Monarchie" zu erwarten sei. In Mailand wurden mehrere Arbeiter verhaftet, welche den Umsturz der bestehenden staatlichen Einrichtungen und einen Bauernaufstand anzettelten. Kleine Htjronik. sFürstBiSmar ck.j Der „Kreuzzeiiung* zufolge will der Reichskanzler Fürst BiSmarck Ende Juni zu mehrwöchentlichem Kurgebrauche nach Kissinge» gehe», vorher aber auf einige Tage sich nach Schönhaufen begeben. Ueber die Reise de« Kanzlers nach Gastein soll noch nicht« beschlossen sein. sSteckbries nach KraSzewSki.) Der deutsche Ober-Reichsauwalt Teffendorff Hai geldstolzer Val«r war Willibald'S Werbung aus'« Entschiedenste entgegengetreten, weil di«s«r kein bedeutende« Vermögen besaß. In Folge dessen g'b sich Willibald einem tollen Leben hin und vergeudete in wenigen Jahren da« Vermögen, da« nicht groß genug gewesen, ihm sein Seben«-glück zu erlaufen. Inzwischen war der stolze Mann gestorben, der die Liebende» getrennt hatte, aber Willibald Ziel besaß nun fast nichlS mehr und sein Stolz verbot ihm, als armer Mann um die Hand de« reichen Mädchei« anzuhalten. Da machten ihm seine Anverwandte» eine« schönen Tage« den Antrag, ihm eine anseha-liche Jahresrente auszusetzcn. wenn er demüth g erkläre, daß er seine Leichtfertigkeit bereue und feierlich g>lobe, ein solider, nützlicher, arbeit-samer Bürger zu werben. Außerdem hätte Ziel sich verpflichten müssen, sofort zuhnrUhen. und zwar eine Frau, welche die Verwandten für ihn aussuchen wollten. „Nein, meine Herren," hatte Willibald ge-sagt, .e« thut mir durchau« nicht leid, mein Vermöge» durchgebracht zu haben. Ich habe mich dabei köstlich unterhalten. Auch kann ich mich nicht verpflichten, ein Wesen zu heiralhen, das ich »ie gesehen. Leben Sie wohl! Damit hat e er seinen Hut aufgesetzt und war gegangen, eine Anstellung zu suchen. Was er fand, war freilich bescheiden genug, aber die Cassierstelle, tie er i» einem Bankhaus? zu Po« Said bekleidete, machte ihn von seinen nüchternen Anverwandten unabhängig und das war dem Unband geradezu Lebensbedürfniß. Indeß hatte mir Ziel vor Kurzem mit halbe» Worten anvertraut, daß er zuweilen bereue, was er gethan, weil er nachträglich er-ahreu habe, daß jenes Anerbieten von Seiten seiner Anverwandten auf Helene»'« Anstiften gethan worden, und baß das Mädchen, welches ma» ihm zur Frau gegeben hätte, keine Andere, al« Helene selbst gewesen wäre. Ich hätte Willibald Ziel gern im Besitze de« Glückes gesehen, da« man ihm erst nicht vergönnt hatte und das er dann unwissentlich von sich gewiesen. Aber so ost ich ihm auch sagte, er mochte doch keck zugreifen und nicht länger säumen, glücklich zu seill, so meinte er stetS, er könne als Ritter von HabenichtS den ersten Schritt nicht thun. Es war nicht denkbar, daß Helene ohne jede« Entgegenkommen den ersten Schritt thu» würde, um joweniger, als sie nicht wissen konnte, ob Willibald sie »och liebe. So erschien eS den» wahscheinlich, daß dies« beiden Liebende» ewig getrennt bleiben würden. Nun war das Ehe-Los auf Willibald Ziel gefallen. Das Schicksal wollte ihn offenb« vermählt sehen. Wenige Tage nach jener heißen Mit-fommernacht reiste ich mit deu Meinen »och Europa, um mich in einer abendländischen Sommerfrische vou der egyptischen Hitze }U erholen. Kaum war ich wieder zurückgekehrt, so ließ Willibald Ziel sich bei mir melden. „Denken Sie sich nur, liebe Freundin, rief er mir mit drolligem Entsetzen entgegen, „tf ist wirklich Eine gekommen!" Ich hatte mein« guten Gründe, mich un-besangen zu stellen. Daher nah»! ich ruhig Platz, wie« dem Erregten einen Sitz an und fragte gelassen: „Wer »st gekommen?" „Je nun, eine heirathslustige junge Dame.' „WaS Sie nicht sagen! Sind sie etwa gar mit ,hr schon vermählt ?" „Scherzen Sie nicht in einer so fatalen Angelegenheit, meine Verehrteste! UedrigenS ä das unglückselige Frauenzimmer erst vor ewigen Stunden angekommen." „Sie haben ihre künstige Gattin noch nicht geseh-u?'." „Nein, sie schrieb mir vor einer stunde, daß sie da sei und die Hoffnung hege, den baß 1*86 gehoben wurde, verlangte, man solle sie den grünen Atlasschuh, der ihr bei dieser Procedur vom Fuße gefallen war. wieder anziehen lassen. sZwei Schwestern vom Blitze gelödt't.] Au» Prag wird berichtet: ..Bei d;m über Kleinbocken, Nieder« und Ober-Ebers-dors am Pfingst.Montage gegen 3 Uhr Nachmittag« niedergegangenen Gewitter schlug der Blitz in Kleinbocken in das HauS de« Maurer« Jgnanz Janich und tödtete dessen zwei Töchter, die eine sieben, die andere elf Jahre alt. Janich selbst und zwei andere Kinder desselben, welche ebenfalls in der Wohnung saßen, blieben un« »erfehrl." sDa« übermäßige Schnüren] hat wieder ein Opfer gefordert. Die Tochter des Gemeindevorstandes zu MehlSdorf. unweit Hoppegarten bei Berlin, hatte sich zum Kirchen-besuch am zweiten Psingsttag dermaßen in den Lrustpanzer eingezwängt, daß sie noch vor dem Ende des Gottesdienstes die Kirche schleunigst »erlassen mußte. Zu Haus« nun erlitt sie. mährend sie beim Ausziehen der Schuhe sich niederbeugte, in der Gegend des Magen« eine schwere inner» Verletzung, die von den sofort herbeigerufenen Berliner Aerzten für unheilbar befunden wurde. DaS unglückliche Mädchen ist «ch entsetzlichen Leiden gestorben. sElectrizität im Dien st e der Gerechtigkeit.] Wie auS Paris geschrieben rird, hat der Senator deS Donne-BezirkeS. Herr Chartou, jüngst in einer Versammlung von Fachmännern erklärt, daß er im Senat einen Antrag stellen werde, betreffend die An-»endung der Elektrizität bei Hinrichtungen. Bei Gelegenheit der Debatte über die Abschaffung der öffentlichen Executionen will Herr Chartou seinen Vorschlag in Begleitung von medizinischen Gulachlen einbringen. Man darf aus die Auf-»ahme deS Antrages gespannt ^ein. sIturm und Regen.] Ueber Wien »ad dessen westliche Umgebung ist letzten Sonn-lag ei» Regensall. begleitet von Sturm und Gewittern niedergegangen, wie er bedeutender im letzten Jahrhundert nicht dagewesen. Die Sien und die Donau erhöhten rapid ihren Spie» und richteten, das Land überschwemmend, großen Schaden an. Die Wien führle zahlrei-ches Gehölz, Hausgeräthe und die Leiche eines »ur mit dem Hemde bekleideten Mannes mit sich. Ein zweiter wurde, sich an einem Balken klammernd, vom Hochwasser fortgetrieben; seine Hilferufe verhallten im Sturme. Der Durchlaß der Franz-JofesSbahn nächst Kritzendorf ist zer-flirt und an der Westbahn fanden Erdabrut» ichungen statt, wodurch Verkehrsstörungen her« »orgerufen wurden. In den Niederungen stehen die Fruchtfelder mehrere Fuß hoch unter Waffer. Nedeulende Heuvorräthe find vernichtet und nie Menge Federwild wurde todt ausgesunden. Die Weinculturen bei Stockerau sind ihrer Trauben beraubt, viele Brücken weggerissen und jii sehen, welchen 1 as Los getroffen, ihr Gemahl z» werden. Wer zu« Kukuk ihr da» verrathen haben mag?" „Sie folgten dem lockenden Rufe nicht?!" „Nein. Ich wogte nicht, r« zu thun, be-Der ich mit Ihnen gesprochen, liebe Freundin, bevor ich Sie nicht gefragt, wie die Verwünschte «ussieht. Wenn sie hübsch ist, kann eS ein ganz ntigeS Abenteuer werden. Zu etwas Ernsterem bürste eS kaum kommen, denn daS Weib ist »ir zu unternehmend." „Wie soll ich wissen, ob die HeirathS» candidalin hübsch ist oder nichl ?" „Sie müsseu sie ja gesehen haben, da sie mit Ihnen in ein und demselben Dampfer von Trieft kam." „Wie heißt die Dame?" „Ich weiß eS nicht. Sie unterschreibt sich Hero und wohnt im Gasthos aus dem Platz." „Armer Freund!" rief ich in mitleidigem Ton«. „Auf der „Diana" befand sich nebst ewigen verheiratheto, Damen und vielen Herren «ir «ine ältliche magere englische Miß mit binnen Locken, spitzer Nase und goldenen Brillen." „Um Gotteswillen, die ist'S!" rief er be-stürzt. „Da laß ich mich bei ihr nicht blicken." ..peuttoft &aä>t." «in« Mass« Häuser stehen so hoch unter Wasser, daß die Bewohner derselben ausziehen mußten. In Wien selbst schleuderte der Sturm Scharn-steine, Zi«g«l. Schiefersteine und Firmentafeln in solchen Mengen in die Straßen, daß der Verkehr unmöglich war und die sonst so beleb-t«n Straßen und Plätze vollständig verödkt la-g n. Montag früh ließen Sturm und Regen nach und die Wasser begannen allmählig zu fallen. [Hilf, was helfen mag!] Es wird viel gethan, um Geld zu verdienen und nament-lich in der Colportage »Literatur. Man ist gewöhnt. für Abnahme ein:r bestimmten Anzahl Hefte, Oeldruckbilder :c. als Prämien ausgeboten zu sehen, aber daS alle« lockt nicht mehr, und lo sieht sich "enn ein Vertreibet eines Schauer- und SchreckenS-Romans betitelt: „Der 17 fach« Mord in TemeSvar", veranlaß«, für Abnahme von 50 Heften eine weiße Pfingst-hose und eine Anweisung auf zweimaliges Haar-schneiden und Haarbrennen als Prämie zu versprechen. — So wird wörtlich aus Altona gemeldet. Die Colportage-Literatur der Gegen-wart wäre demnach, wenn auch noch nicht auf den Hund, so doch schon aus die Hose gekommen und würde über einen Kamm geschoren. sRäuberischer Ueberfall.] In der Eisenbahnstation JSztebnik bei Feentschin wurde am 25. d. M., um 12 Uhr Nachts, der Stationsbeamte Bedgy durch verkleidete Männer überfallen und lebensgefährlich verletzt. Ein Gepäcksträger wurde ebenfalls verwundet, die Räuber versuchten die Kasse auszusprengen, wurden jedoch durch einen in die Station ein-fahrenden Zug verscheucht. ^DaS Essen überflüssig.] Wie venettanische Blätter melden, will der italienische Asricareisende Succi einen Pflanzenliqueur er-funden haben, dessen Genuß daS Essen ganz überflüssig macht und den Körper dennoch ge-sund und kräftig erhält. Der Erfinder, der diesen Liqueur gegenwärtig an sich selbst probirl. wird jetzt Tag und Nacht bewacht, damit er keine sonstige Nahrung zu sich nehme. — Unsere Diurnistkn und manch' andere Leute wären ge-wiß erfreut, wenn ein solcher Liqueur um bil-ligen Preis zu haben wäre. Wir möchten indeß vor voreiligen Budgetberechnungen noch dem neuen Eßrecept warnen, bis «in« Bestätigung dies«r Nachricht vorliegt, von welcher wir ver« muthen, daß sie sich als Enie entpuppen wird. [(Sine angenehme Amm e.] Die jung« Mutter: „Sie Kathi, Sie müssen immer den Thermometer in die Kinderwanne stecken, bevor Sie den Buben baden!" — Kathi: „Ja. wegen was denn, gnä' Frau?" — Mutter: „Damit Sie sehen, ob das Wasser zu heiß oder zu kalt ist." — Kathi: „Ah! Das machen wir bei uns zu Hause ganz anderscht, gnä' Frau. DöS Thermometer is ja gar net nöthi. Wann 3 'S Kind roth wird, nacha iS'S Wasser z'heiß, und wann'S blau wird, nachdem iS'S z'kalt!" sJ ä g e r l at e in.] Auf der Wildschwein-pürsche hatten zwei altberühmte Jäger Glück; zwei Säue standen fest wie die Sägböcke und schienen in Ergebung der Kugeln zu warten, die da kommen sollten. Und dennoch ereignete sich das Unglaubliche: die trefflichen Schütz:« fehlten. Wie das kam ? ES ist eine merkwürdige Geschichte wildschweinerischer Hinterlist. Die Jäger hatten sich in weiser Besonnenheit ver-abredet, welcher der Säue ein Jeder den Ga-raus machen sollte; der Eine wählte die mit graden, der Andere die mit dem geringel-lem Schwänzle. Als sie aber losdrücken wollten, geschah etwa« Merkwürdige«: Die mit dem dem graden Schwänzle ringelte dasselbe und die mit dem geringelten streckte das ihrige. Die Nimrode wurden konfus, fehlten Beide und die „Säuli" liefen freudig grunzend ob des ge-lungenen Schabernacks von bannen. sV o m E x e r c i e r p 1 a tz.] Alte und auch neue Spässe vom Exercierplatz finden wir im „Mainz. Tagbl." zusammengestellt. Wir ent-nehmen daraus folgende: Unterofficier: „Ich weiß gar nicht, was Ihr eigentlich mar-schiren heißt! Gegen Euch ist eine Schnecke, die 'n Bein gebrochen, ein wahrer Schnellläufer; da« Bein kommt bei Euch viel zu langsam vor; das muß herausschnellen, wie ein geölter Blitz!" — Wachtmeister: „Sie Ströbel, warum sind die Husarensäbel krumm? Ströbel: „Um dem Hiebe mehr Wucht zu geben." Wachtmeister: „Die Hvsarensabel sind krumm, weil die Scheiden gebogen sind, sonst gingen sie nicht nn!* — Lieutenant (zum Recruten): „Was ist die höchste Zierde des Soldaten?" R e c r u t: „Die Spitze auf der Pickelhaube. Herr Lieutenant!" — Wachtmeister (beim Unterricht): „Himmelschockschwerenoth. sitzt der Kerl wieder auf seinem Gaul, wie da« Orakel von Delphi, wenn es Leib» schmerzen hat!" — Lieutenant: „Schwere« brett, Jungen«! Euer Paradeschritt ist ja gerade, als ob eine Heerde Elephanten angeturnt käme! Immer leichter, leichter, das muß sozusagen ein geisterhaftes Vorbeischweben sein!" Deutscher Schutverein. In den ersten nach ! er Salzburger Tagen abgehaltenen Sitzunq brachte der Obmann Dr. Weillos zur Kenntniß, daß dr« von der Pra-ger Ortsgruppe veranstaltete Frählingsfest einen namhaften Ertrag abgeworfen hat. Desgleichen waren die Festveranstaltungen, welche jüngst von »er FrauenortSzruppe in Lobositz und von der Ortsgruppe in Unter-Reichenau unt«rnom-nun wurden, von den besten Erfolge begleitet. Der Ausschuß beschloß den genannten OrtS-gruppen für ihre Bemühungen den Dankschrist-lich auszudrücken. Eine aus London eingelangte „Dagegen erHede ich Einspruch. Weisen Sie nicht zum zweiten Mal zurück, was das Schicksal Ihnen bietet." Ziel warf mir einen eigenthümlichen, raschen, sorschenden Blick zu. Unsere Augen begegneten sich. Er schien in den meinen zu lesen, woran ich dachte, denn er sprang auf. nahm seinen Hut vom Tisch und lies nach der Thür. Nahe derselben wandte er sich, um mich noch einmal fragend anzusehen. ..Gehen Sie", sagte ich, „sie ist nicht so übel." Dann eilte er fort, von einer freudigen Ahnung getrieben. Gar bald hatte er daS Gasthaus erreicht, in welchem seine Hcro abgestiegen war. Er verlangte vom Kellner, bei der Dame gemeldet zu werden, die soeben mit dem Triester Lloyd-Dampser angekommen s«i. „Welch« wünscht der Herr zu sprechen?" fragte der Kellner. „Die Aeltere oder die Jüngere ?" „Die Jüngere," erwiederte entschlossen Wil-libalb. Noch ein paar bange Minuten, dann kehrte der Kellner mit der Meldung zurück, die Dame auf Nummer 7 lasse den Herrn bitten. Dann noch ein paar Sekunden der Unge» wißheit, während Ziel hinter dem Kellner die Stiege hinaufging. Dieser öffnete ihm diensteifrig Die Thür von Nr. 7 und schloß sie, nachdem Willibald eingetreten war. Dämmeriges Licht herrschte in dem Zim-mer, oessen Jalousien herabgelassen waren. Ziel sah. daß in der Fenstervertiefung eine hohe Frauengestalt stand, doch konnte er deren Züge bei dem Halbdunkel im ersten Augenblicke nicht unterscheiden. Den Kops vorgestreckt, um besser zu sehen, stand er nahe der Thüre und starrte unverwandt nach dem Fenster. Da nannte eine wohlbekannte, geliebte Stimme seinen Namen. „Helene!" rief Willibald und stürzte mit ausgebreiteten Armen auf das erröthende Mäd-chen zu. Lang« hielten sich die Glücklichen zärtlich umfangen und genossen jene Seligkeit, die nur Diejenigen durchzittert, wklche «in geliebtes Herz, das man für verloren gehalten, ui verändert wiedergefunden. „Sieh. Geliebter," sagte daS schöne Mäd-chen, indem si« ihr« Lippen von denen Willi-bald» löste, ohne ihn jedoch au« ihren Armen 4 Spende wurde zweckentsprechend verwendet und daS Ergebniß deS FkftconcerteS um welches sich der Wiener-Sängerbund. der Potlensteiner Ge-songSvereine und die Berndorser Knabencapelle verdient gemacht haben, mit dem Ausdrucke des Dankes zur Kenntniß genommen. Vor Bewilli» gungeu ist zu erwähnen ein weiterer Burag für verschiedene Auslagen an Schule» in Gollschee und die Beistellung von Lehrmiu In und einer V bliolhek fite die Schule in NebeS. Arme Kinder in der Umgebung von Hohenstadt wur-den unte,stützt und mit Lehrmittel versehen. Für vedürstige Kinder in Solislau wurde das Schulge'd gezahlt und mehrere Supplirungs-koste» bewillig». Einzelnen Lehrpersonen an den Vereuisschulen in Werschowitz und Holleschoviy wurden die B züge geregelt und die Errichtung einer einclassigen Schule in JohanneSlhal in Mähre» ermöglicht. Für den Kindergarten in M. Weißkir he» wurde eine Nachtragsbewilli' guiig genehmigt unv zu den» Schulbau in Frei-berg ein Zuschlag festgesetzt. Der Schule in Nürschau wurde ein Beitrag zur Schulgeldzah-lung angewiesen und eine nothwendige Erhöhung des Kostenbeitrages für dc» Kindergarten in Lundenburg genehmigt. In der Sitzung des weiteren Ausichußes eifolgte die Constiluirung des Ausschusses. Gewählt erscheinen als Ob« mann Dr. Weitlos. l. Obmann-Ztellvertr.ter Dr. v. KrauS, II. Obmann-siellvertreter Dr. Eckel. I. Schriftführer Dr. Woeffhardt. II. Schrififührer Professor ^jivsa. I. Zahlmeister Julius Eckel, II. Zahline,st'r Dr. Maresch. Aus dem weiteren Ausschuß werde» nebst dies.» Funciionären in den engeren Ausschuß gewählt : Dr. Eger und Professor Stei^wender sowie iu bestimmten Agenden entsendet ArchUect Dres-nandt. Dr. Groß. Pros. Günter, E. PernerS-torfer, Dr. Haindl. Dr. Schindler. Den aus dem Ausjchusse geschiedene» Mitglieder» wird der Dank für ihre Mühewaltung schriftlich aus« gedrückt. Locates und Arovinciales. Cilli. 26. Juni sFrohnleichnamS-Processio n.] Begül'itigt vom prachtvollsten Wetter hat Don-nerstag die FrohnleichnamSprozession unter Ent-faltung des übliche» Prunkes und unter Be-»Heiligung der Spitzen der hiesige» k. k. und städtischen Behörden und Aemter, der Lehr-anstalten und einer sehr zahlreichen Volksmenge stallgesunden. Eine Compagnie Infanterie und ein Zug Landwehr war zu der kirchlichen Feier ausgerückt und gab die üblichen Salven ab. sP e r s o n a l n a ch r i ch t.s Der Bürger-meifter Herr k. Rath Dr. N e ck e r m a n n ist gestern von seiner Erholungsreise hierher zurück-gekehrt und wird derselbe nächste» Dienstag die Amtsgeschäfte wieder ausnehmen. zu lassen, „sieh, ich komme zum zweiten Mal, Dir meine Hand zu bieten." „Zum ersten Mal! Ich wußte nicht, wen sie nur zum Weibe geben wollten. Dir zu Liebe, Helene, hätte ich mich damals schon sanfter und manierlicher gezeigt. Aber mein »reueS Herz bäumte sich wild dagegen auf, eine Andere als Dich zu freien." „Du lieber, treuer Junge!" rief sie in zärtlichem Tone. „Ich hatte Dich auf die Prcbe stellen wollen und darum durften sie Dir nicht sagen, wer Deine Frau werden sollte. Als Du aber die Probe so glänzend bestanden, da weinte ich dennoch und sagte mir: vielleicht ge» schah es nur aus Trotz und nicht aus Liebe. Hätte ich eS nur gewußt, daß mich Dein Herz nicht vergessen, ich wäre schon längst gekommen. Solche»," fügte sie erröthend hinzu, „kann ein Weid nur thun, wenn eS die Ueberzeugung nährt, daß es wiedergeliebt wird." „Was aber entfachte von Reuem den.halb» erloschenen Glauben, Geliebte?" „Eiu Brief." ..Von wessen Hand?" „Die kennst Du wohl, aber ich darf e» Dir nicht verrohten." C. d«l Negro. „pe»tsche Wacht." (Die Uebergabe des Franz« I o s e f» O r d e n s> an Herrn Oberhüllenver-walter Albert Brunner der hiesigen Zink» Hütte wurde vergangenen Donnerstag durch den k. k. BezirkShauptma in. Herrn Dr. e t o » l i c z k a in feierlicher Weise vollzogen. Nach einer die großen Verdienste deS Ausgezeichneten um die Gründung und Verwaltung des Werkes, welches durch musterhast« Leitung und Ge-bahrung auch unter den schwierigsten Geschäfts-lagen stetS gedieh, würdigenden Rede, und nach-dem Herr t. k. Bergralh Rie d l in warmen Worten die vorzügliche» Dienste teS Herr» k. k. OberverwalterS zum Ausdrucke gebracht halle, vollzog sich unter den Glück-Aus-Rusen der im Festkieide ausgerückten Arbeiter der erhebende Akt. Herr Oberoerwalter B r u n n e r dankte für die Auszeichnung und hob in beredten und bewegte» Worten die Unterstützung seiner Vorgesetzte» hervor, die er stets gesunden, wie das Verdienst an der Gestaltung deS Werkes der aufopfernden Mitwirkung seiner Herren Beamten und der Thätigkeit der braven Aus-seher und Arbeit'? zuzuschreiben sei und schloß seine Rebe mit dreifachem Glückauf! auf S. M. dem Allerhöchsten Bergherrn. Hiera >f gratulirten die geladenen Zeugen des Actes u. Ä. Herr Abt R. v. W r e t f ch k o , Bürgermeister-Stell-Vertreter Z a g g e r. Bezirksodmann S t i g e r, die Beamten, sowie die Arbeiter. Am Abend vorher halle» letzlere ihrem hochverehrten Chef durch einen Fackelzug und eine Serenade über« rascht. lT 0 deSsall. s In Graz starb der Theaterdirector, Herr Moritz Alexander Krüger, welcher am 25. d. M.. unter ungem-in zahl-reicher Betheiligung seitens deS LandesauS-schufses, des GemeinderatheS und der Be-volkerung zu Grabe getragen wurde. Der Ver-storbene war ein Ehrenmann in des Wortes strengster Bedeutung und hat sich derselbe als Leiter der vereinigten G.azer Th.ater um das Kunstleben von Mur-Athen sehr verdient ge-macht. sA u S dem V e r e i n s l e b e ».] Der deutsche Turnverein in Laibach beabsichtigt am 29. d. M. einen Ausflug nach Cilli und hat bei» ausdrücklichen Wunsch geäußert, es möge ihm, wie in Cilli beabsichtigt war. kein festlicher Empfang zu Theil werden, da er nur eine» Besuch der Stadt Cilli und ihrer reizenden Um-gebung bezweck«. Diesem Wunsche Rechnung tragend, wird jeder sestliche Empfang unter-bleiben; nichts destoweniger w,rd die Be-völkerung der deutschen Stadt Cilli die liebe» Gäste aus Laibach aus das Freuudlichste u»d Herzlichste in ihrer Mitte ausnehmen, und wir wünsche», daß der 29. Juni v. I. sich so ge-stalte, daß er den deutschen Gästen auS Laitach stet» in angenehmer Erinnerung verbleiben werde. fDen, inPeuau verstorbenen D r. Gregoric] widmet „Sl. N." unter Trauerrand einen so originellen Nachruf, daß wir nicht umhin können daraus wenigstens da-von Notiz zu nehme», daß ,.S. N." vom Ver-storbenen „eigentlich wenig bekannt ist," und daß er sich hauptsächlich als „Pränumerant sämmtlicher slovenischer Zeitungen hervorgethan hat." Es sei an dieser Stelle bemerkt, daß die windische Partei in Pettau durch den Tod Dr. G. allerdings eine Stütze, doch nicht ihren Häuptling verloren hat. >D i e S a in m l u n g e n für den „Na» rodni D o m" in La ibach] sind schon wieder inS Stocken gerathen. Zuerst hörten die Oberpervaken mit der Einzahlung ihrer Mo-nalsdeilräge aus, dann versiegten die Einnah-men durch Feste u. dgl. und nun geht es mit dem Kreuzervereiu ver zu gedachtem Zwecke ge-gründet wurde auch nicht mehr. fLiternrifcherPanslaviSmuS.j In einer mil größter Ueberschwenglichket ver-saßten Correspondenz wird im „SlovenSki Na-rod" für Einführung der cyrillische» Schriftzeichen in „Slooenien" plaidirt. und gleichzeitig gefor-der», daß das panjlavistische Blatt „Slovan" mil der Ausgabe der von ihm versprochenen russischen Gram nalik beginne, die so schwer er-wartet wird." 188* sDaS Memorandum deSLaiba-cher GemeinderatheS] an den Mim-nerpräsidenten Taasie wurde von unserem ehe-maligen deutschen Bruder Dr. AlfonS Molche verfaßt. sEine neue Zeitung in Trieft.] Aus Trieft ist uns die erste Nummer eine« neuen, unabhängigen, den Volkswirt hschasilicht» Interessen der Freihafeiistad» Trieft gewDine» ten BlalleS, welches den Xitel „Tergeftt. Neue Triefttr Zeilung" führt und in deutscher Sprache geschrieben ist, zugekommen. [E i n A b s ch i e d S f e st.s Aus Schonst tiit wird uns unterin 25. d. M. geschriebn: „Die hiesigen Bürger und die Feuerwehr ver-anstaltete'i gestern Abend dem von hier scheidende» Bürgermeister u d Feuerwehrhauptmanne, Herr» Gutsbesitzer Hermann Schnitzer oo» L i n d e » st a m in zu Ehren, ein Abschied»^ mil Fackelzug und Ständchen des hiesigen Gi-sangvereineS „Liederkranz". Die Gemeinde»«-tretung gab dem Scheidende» ein Abschied-danket» an welchem die Bürger- und die Beamten-schast, die Vorstände uuo Mitglieder der Bereue th.ilnahmen und wobei in einem Toaste aas den Scheidenden die großen Ver teufte desselben um das öffentliche Leben Schönstein'S die vollste Würdigung fanden und dem tiefsten Bedauern d.r Bevölkerung über das Scheiden des wackere» Herrn von Schnitzer aus unserer Mitte, in de: er so Ersprießliches geleistet, beredten Ausdruck gegeben wurde. Tiesgeruhrt dankte H.'rr von Schnitzer mit ver Versicherung, daß er Schönstein und seine liebenSwürdtgen Bewohne: stet» in angenehmer Erinnerung behalten werde. sV o r st e l l u ii g e i» d e s P r e st i d^i z l- taieurs ProfessorBecker.s Am Zona-tag. den 4. Juli l. I. beginnt der sich eine« vorzügliche» Ruses erfreuende Prestidigitaieur Herr Professor R. Becker, im hiesigen Stadt-»healer eine» Cyklus von Vorstellungen, aus welchem wir schon jetzt aufmerksam mache». Pcof. Becker hat btSher überall, wo er aus-trat, die glänzendsten Erfolg« errungen. Ter-malen gibt er in Gleichender g Vorstellu»-ge», die. wie aus vorliegende» Berichten hier-über ersichtlich ist, außerördentlich gut besucht sind und den lebhaftesten Beisall beim Pudlicu« finde». sGrazerFrem)enverkehrsoereii.> Aus Graz wird uns geschrieben: „Auch Heuer läßt der Fremdenverkehrsoereiu während der Theaterferien im Graze: Stadtheater. unter ter artistischen Leitung deS LberregiffeurS T. Klang spielen. Es haben bisher fünf Vorstellungen stattgefunden, welche ziemlich gut besuch! waren. Frl. Biedermann ist der Magnet, ei find durchwegs die besten Kräfte engagirt.^ ^G a u l u r i» f« st in Graz.] Anläßlich ver Anwesenheit einer großen Anzahl von^lu:-nern und Turnfreunde» Sachsens findet Sonntag den 18. Juli 1886 in Graz ein Sauwr-nen des südösterreichischen TurngaueS statt, ^i't es schon an sich wünschenSwerth, daß die -Ve-theiligung an derartigen ohnedies seltenen ge-meinschastlichen Turnübungen eine möglichst zahlreiche sei, so erscheint eS gerade im vorlie-genden Falle umso dringender nothwendig, daß die Turner aus allen dem Gauverbande ange« hörigen Turnvereinen (auS Steiermark. Körnte«. Kram und dem Küstenlande) zahlreich erstie:-neu, da es gelten wird Zeugniß dafür abzu-legen, daß die Turnsache auch bei unS an den äußersten Grenzen der deutschen Turnersch *t Pflegestätten gesunden hat und daß die Wärme des Empfanges, welcher den deuschen lurver» aus Oesterreich am vorjährigen Allgemeine» deutschen Turnfeste in Dresden zu Theil wurde lauten Widerhall gesunden hat in allen deutsch«» Herzen. Der Gauturnrath hat daher wiederholt in seinen an die Vereine ergangenen Mitthei-lungen li« Erwartung ausgesprochen, daß du-selben daS Guturnfest zahlreich besuchen we:dei»: bei dem Umstände aber, daß häufig gerade die tüchtigsten Turner in abhängiger Stellung sich befinden, welche ihnen eine freie Lersügunz über ihre Zeit nicht gestauet, glaubt s«: Gauturnrath auch auf die werkthätige Unter-stützung der deutschen Bevölkerung dahin rech-nen zu können, daß die betreffensen Die-ftge. 1886 ..Deutsche Wacht." 5 tik den bei ihnen bkdiensleten TurvereinSmit« yfietiern in hochherziger Weise durch Urlaubser» Heilung daS Erscheinen Heini Feste ermöglichen «chen. sAus den steirischen Bädern.| Sech der am 19. d. M. ausgegebenen Eurline !i ; der L'ndes Euranstalt N e u h a n S bei Mi sind in diesem Bad.! bisher 208 Parteien ml 3^4 Personen eingetroffen. sH o ch w n f s e r.) AuS allen Gegenden L-fterrnchs laufe» Nachrichten über Hochivasser q Folge andauernden RegenwetterS ein. — I« Laibach kommt die Meldung, daß die pizk große Ebene deS Laibacher Morastes «er Wasser stehe. Besonders hoch steht das flösse? in bin Ortschaften Jnergreitz urd Franz-Itts. Die Ernte ist vernichtet. i' sH u n d e s p e r r e.] In den letzten Tagen ittTtten 25 eingefangene Hunde, welche weder n der Leine geführt, noch mit dem vorge-hriedenea Maulkorb versehen waren, vom öi'enmeifter veriilgt. Selbstmord eines Soldaten.] > Graz verschied plötzlich ei» im dortigen Ä,!portsamme?hause untergebrachter Jnfante« »c. Durch die lanitätspolizeiltche Obduction Eiiti Vergiftung mit gelbe» Arsrnik nach-fiesen und liegt hier offenbar ein Selbst-»?d vor. stärkt in Tuffe».] Der gestern in Icmr abgehaltene Markt nahm einen be-pcdi^enden Berlauf. Namentlich war der Bieh-ahr.fb, sowohl quantitativ wie qualitativ, zu fliitisleUend. t [Unterwegs g e st o r b e «.] Bor etni-t» Tagen wurde ein dochbetagter, kranker Jtiim vom Lande in die Stadt gebracht, uiit a >.iestge» Krankenhause gepflegt zu werden, irmiieldar vor der Ankunft beim Kranken-lause verschieb der Greis plötzlich, nachdem er Augenblicke vorher noch uiit seinem Be-uiltr gesprochen halte. Durch die ärztliche Un--.riiichunq wurde s'tellt. daß der Tod in 'plge Altersschwache eingetreten war. [SträfUn gStransport.j Dieser ii^jtjen in die Strafanstalt Earlau 6 Sräf-«», nach Eapo d'Jstria 2 und nach Liga»» 5 imidliche) Sträflinge ab. [Mißhandlung.] Der Zimmermann S. Icapnlnit in Gutendorf wurde kürzlich von dem uslöhuer Franz Potreba auS Gutendorf mittels nrni großen Schmiedhammerö zu Boden gk-WM- N u l l e r 1.] Die keuschlerin Maria rtyguta dat nach einem Wortwechsel mit ihrer üjjkuuite» Mutter dieie mit einer Ofengabel I«-iit>laqen unv uiit Füßen getreten. Die miß-eile Steifin erlitt schwere Verletzungen. [Hin d e i m o t b.] Am 14. b. M. hat Ragb Anna Eisel. dedienstet bei der W tlwe !« Kovactc in Sonowa, Gemeindeamt hendurg. gleich nach ber Geburt ihr lebend'S bei den Füßen gepackt und ,o heftig an Land geschleudert, daß baS Schädeldach Kindes gänzlich zertrümmert wurde. Die ««Mörderin wurde bereits in Haft gebracht. [Beim „F t n ft e 11 n".] Am 20. d. M. !« die Burschen Marti» Stöbern« und Bartl rr juui F nster der Magd deS Joh. Miaulag >M. Während sie mit derselben sprachen, den sie vom Bruder deS Mraulag plötzlich fallen. Skoberne sttzl« sich zur Wehr und jte dem Mcaula., mit einem Messer mehrere ht bei. «ködern« wurde mittelst einer Wein-haun so hestig geschlagen, daß «r zu Boden [AuS der Straf-Eolonie in rtschach.] Seit Beginn diese« Monat« . wie unS aus Körtschach geschrieben wird, selbst 65 Mann Laibacher Sträfling« d«i Mdbachverbanung in Verwenduug. B«i Erdarbeiten selbst sind 60 Mann deichäs-, 3 Mann sind Köche, 1 Mann al» Schneider > 1 Mann als Schuster für ihr« Schicksals-sfien thätig. Die Sträfling« werben iu zwei »Heilungen mit 6 Justizsoldaten, «ineni Auf» tt und einem Küchen- und HauSaufs«h«r, im «ji» also mit 8 Mann Bewachung an di« 'rnt gejährt. ES sind durchwegs junge Leute. keiner über 30 Jahre alt, die die ihnen über» tragen« Arbtit mit großem Fleiß« verrichten. cherichtssaat. [W u ch e r.j Iu der am 19. d. M. beim hiesigen k. f. KreiSgerichte durchgeführte» Schluß-Verhandlung gegen Max Nvdiü aus Polstrau wegen Wuchers, wnrbe ber Angeklagte f r e i g e-spräche». Polkswirtyschafttiches. [Eisen unb Kohle.] Die Lage beS österreichischen EisenmarkeS hat sich nicht geän-dert. Im Allgemeinen hält eine maßige Nach-frage an, die allerdings bntch die Feie»tage und die ungünstige Witterung gelitte» hat. Di« von den Pordernberger Gewerken im Anschlüsse an bi« Prkisrebuction der allgemeine» Montan-Gesellschaft beschloßen? Nebuction be« Roheisen-preises beträgt 10 Percent. Di« Kohlenmärkte sind flau. Im Braunkohlen, eschäfte hat sich größere Lebhasiigkeit entwickelt. Liter arisches. [Für I a g e r.] Die.Mittheilungen des oberösteneichischen JagdschntzvereineS" veröffent» liche» in ihrer letzten Nummer folgende be-achtenSwerlh« Worte: ..Wir kommen bei diesem Anlasse blo« etrteui Gefühl« des Danke« »ach, wenn wir unseren geehrten Lesern „Waidmann« Heil", Fachzeitschrist für Jagd, Fischerei und Schützenwejen in Oesterreich, ans's Wärmste empfehlen, zumal selbe durch Reichhaltigkeit und Gediegenheit ihre« Inhalte« sowie durch wahrhast künstlerische Aussührung sämmtlicher Illustrationen lei äußerst billigem Preis« (jähr-lich 24 umfangreiche Lieferungen blo« 4 sl.) wohl da» Höchste in diesem Genre leistet." — Provenummern verjenbet gratis und franco die Exoedition „Waidmanns Heil" in Klagenfurt. Preis vierteljährig l fl. Iremden- Verkehr in Eilli. Hotel Erzherzog Johann. 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Die an dem Hunde während der Con-tumaz beobachteten Symptome und die heute vorgenommene Obduction des HundecadaverS ergaben nach dem Gutachten der Sachverständi-gen, daß der fragliche Hund an rer Hundswuth gelitten hat und an dieser Krankheit auch ver-endet ist. ES werden demnach in Gemäßheit des BiehseuchengesetzeS vom 29. Februar 188V, Nr. 35, R. G. B., und des Gesetzes vom 25. Mai 1882, R. G. B. Nr. öl. mit Ber-hängung der Hundecontumaz folgende Schlitz-maßregeln zur genauen Darnachachtung ange-ordnet: 1. Sämmtliche Hunde, welche von dem fremden Hunde gebissen wurden oder mil ihm nur in Berührung kamen, sind der Tödiung verfallen und werden zu dem Zwecke dem Wa-senmeister übergeben, daher Besitzer von derlei Hunden, insofern sie Kenntniß davon haben, verpflichtet sind, unverzüglich Hieramts die Anzeige zu erstalten. 2. DaS frei? Herumlaufen der Hunde im Stadtbezirke ist unbedingt verboten und dauert dieses Verbot durch drei Monate, während dieser Zeit müssen die Hunde im Hause wohl-verwahrt werden und aus der Gasse mit siche» rem zweckentsprechendem Maulkorbe versehen fein oder an der Leine geführt werden, andere herumlaufende Hunde werden vom W a s e n« meister eingesangen und unnach-sichtlich vertilgt und unterkeinen Umständen dem Eigenthümer zurück gegeben werden. 3. Wer an einem ihm gehörigen oder seiner Aussicht anvertrauten Hunde auch nur Er-scheinungen wahrnimmt, welche den Verdacht einer Wuthkrankheit erregen, hat die Verpflich-Hing, hievon unverweilt amtlich die Anzeige zu erstatten und den Hund an einem solchen Orte wo die Gefahr einer Ansteckung für andere Hunde nicht besteh», indessen verwahrt zu halten. Hundebesitzer, welche diese Anordnung außer Ach» lassen, werden unnachsichtlich zur Verantwortung gezogen und nuch Maßgabe der Anfangs citirten Gesetze dem Gerichte zur com-petenten Amtshandlung angezeigt werden. Ktadlaai!, zugl. pol. Behörde, Cilli, am 22. Ju^ii 1886. Der Bürgermeister-Stellvertreter: 40«-1_?ra«z Zangger. TXT" agrenfotte und 252—16 Maschin en-Schmier-Oele in vorzüglichsten nnd billigsten Qualitäten. Wieder-Verkäufer erhalten entsprechenden Rabatt. Paul Hiller & Comp.. Wien, IV., Favoritenatr. 20. Sommerwohnung bestehend aus 4 uiöblirtcn Zimmern sammt Ktlche und Garten, auch getheilt, Ober die Sommermonate sofort zu vergaben. Näheres Lotto-Collectur, Grazergasse. .yeutlche ZSachl.' Kundmachung. Die Regulirung deS PireschitzbacheS vom Oberlahnhof nächst Cilli abwärts, bis zur Reichs-straßenbrücke, in einer Länge von 960*5 Meter wird im Minuendo-L'citalionSwege hintangege-den und die dieSfällige Verhandlung auf Montag den 28. Juni 1886 10 Uhr Vormittag in der Kanzlei der Bezirks^ Vertretung in Cilli, Bahnhofgaffe Nr. 162 an-beraumt. Die Licitationsbedingnifse. wonach jeder Licitant vor gemachtem Anbot ein Vadium von 10"/, zu Handen deS Bezirks-Ausschusies zu erlegen ha», sowie Plan und Kostenüderschlag in der Höhe von 1680 fl., liegen zur Ansicht hieramlS auf. Sttirks Ausschuß Cilli. am 19. Juni 1886. Der Obmann: aas—s Gustav Stiaer m. 1886] A'orlüufige Anzeige. Der rühmlichst in ganz Europa bekannte ki:w£ russische und persische Hof-Pmtüili-tateir Professor Becker wird in einigen Tagen aas seiner Darclwise oJ Triest und Con*Untinopel hier eintreffen und ■ hiesigen Ntaritthenter «eine grossen, cUai/noi ausgestatteten. rühmlichst bekannten antiiriristiielJ I ni-Hlrlltittgm ant J. Juli In-sinn-n Alk Nähere wird aus den Tagesprogrammen ersichtli b >«i Julias Loery, Imprewi> ^ . . , —, . . | mit über 1 Mission g tanzen»« Original - Extractum Äctrcrfosgc. seit 40 Iakren k ' wävrt") und täglich neue Dailt- Nalti Joh. Hoffii. s^i,it^®ilf"tng in *" Kur echt mit dieser Schutzmarke. Vorsicht beim Ankauf. Man verlang- in allen ApotHek» OriKliutl - E\tractuiii naid Johann lloffll mit ter Criaitui Scknymarke < Bildnis und Umn> schrist deS Erfinders Johann Hofft ') In Form von Malierlrart «esundheitsbier köstlich wohlschmeckendes Getränk: das beste Lmdn^I und LebenierhaUungs Mittel für Schwindsüchtige, Brust- Magen, »nd Lungenleidend«, Ateconoalesceittei »tl schwerer «raniheit. bei veralteten Leiden. Hamorrhoiden, Arauenkrankheiten. un» Lcrop!iulose. — einer fnq Mali Gesundheit» Lhorolade, bei Blularmuth. 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Zch 12 Flaschen Zhre» Mriginal Zohaun HoffTchen Molzertraet «esnndheltodierr» und Zhre Z«h. floff'sch» Gesnndheit»-eh«roladk. nach deren «ebrauch ich schon eine Erleichterung fühlte. «ri»r schmerthiNnt schwerden verringerten Kch. Schlaf un» Appetit Kehrten wieder zurück, ich wirde xusehead» kräftiger. Freude, daß iH nun ein Mittel habe, da» «eine Hualen verriugert. Ich bin Ihnen für Ihre segmer-üde i Nndung zu innigem Tank verpflichtet ZoseKut Brauner, Kaffeehausbefiserin in Wien, ll, Taborstraje Rr."9 Se. Majestät der Sonig von Sachse«: Ihr Zohann fZoff'schr, Mal?ertract-«esu»dtzett»bier deka»« »igin Mutter ansgeieichiiet. Aus der ganzen Erde ver-breitet. 27.000 Berkaufsstel len — Durch 400 Heilanstalten und 10.000 Aerzte verordnet. Hunderttausend« Menschen haben die verlorene Gesundheit wiedererlangt. Die erste, eehte, heilbringende, körperkrüstigende Johann HotT«ehe Mah-Gesundheits-Cbocoladc (für Blutarme. Bleichsüchtige, bei Auszehrung, Appetit- und Schlaflosigkeit) ist 64nial während de» 40jährigen Ge-schäftsbestanden ausgezeichnet. Die franzüaiacheu. englischen und übrigen Chocoladen haben nicht die Erfolge fflr die Erhaltung und Wiedererlangung der Gesundheit, als die Johann HoiTsche Malz-Gesund-heits-Chocolade. Dieselbe sollte daher in keiner Haushaltung fehlen. ö4 höchste AaKjeichnq sei» »jährige» D bestand«. Ä»n den kaiserlichen, ksinMa. fürstlichen und ünniM Leibärzten annnpWei I angewendet. Depot« in Eilli: I. «uvferschmidt Apothe?» zur „Mari«hilf" A. Marek «poth., Z»s. Agram: Salvatorapotheke. Cardinal-Erzbischöiliche Apotheke, pp. Barmherzigen-Apotheke, Wurffeld: X. perger, Sraindurg: Franz Tolenz, Laidoch: Peter Laßnik, u v. Trnkoczn Apoth.. Marburg: F. König Apoth.. Pettau: Joses Sas.mir. Die Möbel-Niederlage Graz, Franzensplatz Nr. 1 und! Naaa- nnd Kieheahols. Saloi-KMa, •0 fl. aifvM, Soklaf-DiTMi MSbUnui|«i tom Laafl- ■■ Hu ^aitliajnill ■ad Site! Eigenthum, Druck und Verlag Ton Johann Rakusch in C11U Verantwortlicher Redacteur. Heinrich Laglar.