?r. 78. Dienstag, 7. April 1903. 122. Jahrgang. Aibacher Zeitung. !»^ l(. Im Kontor: aa,i>-^ ^!""ts d!« z,i 4 Z,ll,n «' ll, gM«< per Ztile »^ »i; lie, öfteren Wilbfrliolungs» prr ^ftüs e !li. ?,s »Ualbachri Zeltun«. erichewl ligllch, mil Ausiinhme d,r Noon- unb Fciertuge. Die Ndmlnlstratio» bcsindel j»1, ttvnnre^plnh Nr. li, di^ NedaMon Halmalingasss Ni. 8, Vprcchstundei, dtr Neballion l>o» « HU! ic» Uhr dormltlags. Unfranliortc Vrirse «^rbon nicht ai,nci«mmsn. Nlanu'lrlpte nicht zurückgesttllt. Amtlicher Teil. Kaiserliches Patent vom 3. April 1903, Essend die Einberufung der Landtage von ^^ieder-Oesterreich, Steiermart llnd.Uärnten. ^ Uiv Iranz Joseph der Grste, "" Kotleo Gnaden Kaiser von Oesterreich; lir ^- ^^^ Ungarn >md Böhmen, von Dalmatien, >l,, ,"'' Slavonien, Galizien, Üodomerien und D?i^^' ^^'llg von Jerusalem ?c.: Erzherzog von ^'«rrn'ich; Großherzog von Toskana und Kratau; ten^ ^^' Lothringen, von Salzburg, Stoyer, Kärn-bus ^"^ ""b der Bukowina'. Großfürst von Sieben-un^3'' ^'"^'^N'af von Mähren: Herzog von Ober-und ^'^^ ^ll)lefil,'n. von Modenu, Parma, Pineenza iki , Italia, von Auschwitz und Zator, von Tefchen. bli^' ^^"llusa und Zara- gefiirsteter Graf von Habs ^j f und Tirol, von Knbilrg, Görz und Oradioka. li„^ b"n Trient und Briren; Markgraf von Ober ^^^ber Lausitz und in Istrien; Gras von Hohen-5siek "^^^lall/s'!^ ^" Horzogtumetz Stoiermark sind eben ^s^. ^ .^^" N>. Api-il 19(>?> zur Wiederaufnahme (>,^,. ^ütigteil in den gesetzlichen Versammlungsort ^Ufen. „n^^'ben m Unserer Neichshaupi- und i>lesiden.; ^ilts. ' ""i 3. April im Eintausmdnc^nhundei-t '' Unserer Neiäie nn ftinfundfiinfzigslen Satire, Frauz Joseph m. p. ,/,^b«r m, p. Welsersheimb lv. p, ha/. .^ p V öhm lil. p. yyll 'l m. ft Nezok m. p. ln l' Giovanellim.fi. Pietak m. p. Seine k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschliesmng vom !!. April d. ^. dein Landeopräsidenten im Her^ogtluue Bukowina, Ge° lieiinen Nate Friedrich ^reiheri'u V o u rgui g n o u den V a u m berg die erbetene llebernal)me in den dauernden Ruhestand allergnadigft zu bewilligen und demselben bei diesen« Anlasse in Anerkennung seiner mit treuer Hingebung geleisteten vorzüglichen Dienste dcrv Großtreuz des Fran,', ^oses Ordens huldvollst zu verleihen geruht. Koerber in. p. Seine k. und k. Apostolische Majestät haben mtt Allerdöchstei' Entschließung vom !!. April d. ^>. dem La?vdespräsidenten ini Herzogtume Kärnten Otto Nitter r>on l^raydenegg und Monzello die erbetene Uebernahme in den dauernden Ruhestand allergnädigst Hu bewilligen und denselben bei diesem Anlasse in AnertVlilmng seiner mit treuer Hingebung geleisteten vorzüglichen Dienste den ^reihernisland nüt ^»lachsicht der Taxe huldvollst M verleihen geruht. Koerber in. p. Sttne l. llnd k. Apostolische ^.Viaiestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom ">. April d. -^. den bei der Statthalterei in Linz NubeN Ireiherrn von Hein zum ^andespräsi dmtlm inl Herzogtume Knrnten allergnädigst zu ernennen geruht, Koerber m. p. Seine t. und t. Apostolische! Majeität hal'en niii Allerhöchst^- Entschließung vom :i. April d. I. de-n Hosrat im Ministerintn detz Innen! >lonmd Pnnzeil ,;ll H o hon l oh e^ Schil ling s sü rst zum Lan desprnsidenten im Hn-zogtnme Vukolvina aller g?,ädigst zu ernennen geruht. Koerber m, p. T>en 4. April 1W3 wurdr in der l. l. Hos' und S!aa!ß. dnickciri das XXVIII. Stück des Rrichsgesehblattes in deutscher Ausgabe ausgegeben und versendet. Pen 4. April 19M wurde in der l. l. Hof- und Staats druckerei das X. Stück der polnischen und das XXIII. Stlick der Mimischen Ausgabe des Reichsgesehblattes ausgegeben und ver-sendet. Nach dem Amtsblatte zur «Wiener Zeitung» vom 4. u^> b. April 19W (Nr. 77 und 78) wurde die Weiterverbreit««« folgender Preßerzeugnlsse verboten: Ieilschrifl «Uö!n»'mu !i«i>, v «l.län« » ukaii. Xnl!>t«ll^n» Flugblan einer der „Pol. 5lorr." zllgel)e7i.den Mitteilung aus Lissabon lm'rd betont, daß der Besuch des Königs Cduard VN. in Portugal durch die ungewöhnliche Wanne der Kundgebungen, nüt denen der englische Herrscher von allen Seiten begrüßt würd?, den Cha« raller eineü politischen Ereignisses angenommen habe. Nicht bloß die amtliche» und politischen il'rc»ise, son-doni die gesamte Veuo'lleruilg habe dem König«.' eine Ausnahme bereitet, denm besondere Herzlichkeit von dem Verständnisse dn Portugiesen für die Bedeutung des innigen Verhältnisses zwischen den beiden Staaten Zeugnis ablegt. Bei den enthusiastischen Ma» msestationon, nlil welchen man den König Eduard Vll, in Lissabon empfing, wurde vielfach der alten Allianz gedacht, welche Portugal rnit England verknüpft und dliu Wunsche nach Aufrechterhaltung dieses Biiiidniise^ Auddrucl gegeben. Alle namhaften Organe der össeiulicheli Meinung heißen den engli scheu Souverän mit Aeußerungeil hoher Sympathie willkommen, beleuchten den politischeil Sinn der neu-erlichen ^usamnientunft des 5t'önigÄ Eduard Vll. mit .Uönig Dom Carloo und heben hiebei als beinerteno loert den nicht als zufällig anzusehenden Umstand hervor, daß der erste offizielle Vesuch des Königs Eduard im Auslaute dem portugiesischen Hofe gelte. Die beiden MonarclM haben über den Anteil, den das Vfand an ihrer Zusanuneutnnst nimmt, lebhafte Genugtuung aufgesprochen. Mau schreibt aus Rom' Obgleich Könist Vittor Enianuol NI. es für feine Pflicht hielt, dem König Eduard Vll. als dem älteren .er Inerst einen Besnch abzustatten, gab der' englische Monarch seit Feuilleton. Johann Thomsenö FrühliugStraum. "' '"lle O^chi^e vou Asinholb chrttnan,^. (Schluh.) '^^ ^ '^' blatte nienials eine größere Freude an 'chvn. ^. r^^ '"^' «erade in, diesein Jahr. Es war nun ^lU)W ' '^unddreihigste Frühling, den er in dieser !ryend^"""""" irdischen Welt erleben foNte' doch 'chöy,^ ^ "were Stimme sagte ihm. daß dies der ^ krii werde, den ci- je gesel>en. Er hatte durch^ ^Nel^ """"uftigen Grund, sich solcher Illusion ^ n«c ^'' ^'w er war lveder reicher noch jünger ^llus^ ""der als in den früheren Jahren, Aber die ^'^lm'"^ """ einmal da und sie ließ das Herz des U's^ "Stehers freudiger schlagen, sie straffte seine ^^'"^l'Nmlent'., dürre (Gestalt, sie machte seinen ^Asch Schritt beinahe leicht mid iugendlich b^rsc^f,^'^'' Aochc hindurch stand er unter der k l.'^ '!" glücklichen VorfrühIingS'Stinnnung, "ltttik h^st ^, "" ^'ulte stand, uln von ihrem WoclMwer- ^^Nin ^^' '^"^ ^" vermeintlich noch ungetilgten ^olw?. ^^ Kohlenhändlern Lurenz zu zahlen. '"^ >U'w '! ^liomsen hatte bis zu diesem Augenblick? ^lu. wa? sin» ,'ili lapitalli' Schauspieler w ihln steckte; deun auch der größte Mime hätte nicht über,Mgender das höchste Erstaunen erheucheln können als er, da er erklärte, die erste Nate sei erst in ack>t Tagen fällig und er habe durchaus kein Recht, vorher eine Zahlungen entgegenzunehmen. Er zitterte, daß sie, trotzdem auf ihrer Absicht beharren könnte, aber es war eine grundlose Vefürchwng gewesen, denn sie strich sichtlich erfreut das Geld, das sie bereits auf den Tisch gezählt hatte, wieder ein. „Las ist ein großes Glück", jagte sie, „denn meine Mntter bedars dringend einiger Stärkungsmittel, die ich ihr sonst nicht hätte kaufen tonnen. In acht Tagen also komme ich wieder." Ihre zarten Wangen hatten sich ein wenig, gerötet mner dem Eindrucke, der angenehmen Ueberraschung, und sie sah den Vureauuorsteher so freundlich an, daß er fich zu seiner »ngenen Verwunderung ein Herz faßte, nach Erledigung dieser geschäftlichen Angelegenheiten noch ein richtiges kleines Gespräch mit ihr zu be ginnen. Er erkundigte sich nach der Natur der Kraut heit, an der ihre Mutter litt, und da es zufällig die selbe war, an der er vor Jahren eine Schwester ver loren hatte, konnte er ihr ans eigener schmerzlich er^ taufter Erfahrung verschieden' gute Ratschläge geben. Sie dankte ihm herzlich und als sie sich nach einer Weile zum Gehen wandte, reichte sie ihm in reizender Schüchternheit die Hand. Es War keine weiche aristo kmtische Tamenhnnd mit wohlgepflegten, pulierten Nägeln, fondern eine feste, lx'mahe harte ^rlieltö. Hand; aber Johann Thomson ht'anzlel ,ich lniitei- o<',n i'mge,, Mädchen geschlossen lmtto, da schmetterten die Lerchen in feiner Brust so laut, daß er manchmal nahe daran war, mit, irgendeinem lnfti° gen Liede it, ihren Gesang einzustimmen. Er hatte es doch gewußt, daß dieser ssriihling schöner werden würde, als irgendein früherer. Wenn er schon jetzt, wo nächtens noch die Aequinoktialstürn» tobten und kantn hier und da ein schüchternes Knös Plein fich hervorwagte, so herrlich war, wie sollte es erst werden, wenn alles in den fnsck^n Farben des tleu erwachten Lebens prangte! Aus dem Platz, d, hatte er lhm nimmermehr zugetraut, „Am Ende fängt er noch aus feme alten Tage om, Geschichien zu machen", dachte der Justizrat. „Ich werde ant tun, ein etwas wachsameres Ange anf die Hiasje. zu haben," Aber Johann Thomsen dachte nicht daran, sich an der Kasse seines Prinzipals zu vergreifen. Er dachte überhaupt an nichts anderes als an den Tag, da das liebliche junge Mädchen wiederkommen würde, unü an den Vorwand, den er eriinuen mWe. um die An Laibacher Ieiwng Nr. 78. 666 - 7 Aprli Mgj langem die Absicht kund, ohne Rücksicht auf don bezeichneten Unistand zuerst nach Rom zu kommen. Anläßlich seiner portugiesischen Reise gab König Eduard VII. neuerdings seinem Wunsche Ausdruck, das italienische Königspaar zu besuchen. Man würdigt diese Initiative des Königs von England in Italien sehr hoch und man ist überaus befriedigt über das darin neuerlich zutage tretende Bestreben Groß britanniens, die traditionellen innigen Freundfchafts-be^iehungen zwischen den beiden Höfen nnd den beiden Vollern zn befestigen. Dem König von Eng-land wird in Rom ein großartiger Empfang bereitet werden. Politische Uebersicht. Üaibach. Echluhabftimmung des Budgets vorgenommen wurde, g^ zeichnet: Dic Retorbsiljung der Deputicrtenlcmniier bega" Montag früh um 9 Uhr und dauerte mit VeitagMb zelten bis Dienstag ^.1 Uhr, das sind 27^2 ^u"?"' während bei Senat eine Sitzung von 25 Stunden aby't ' Eö ist daher nicht sehr erstaunlich, daß die Deputierten N^ rend der Sitzung häufig ganz ermattet in feste» Schlaf f" und durch schneidende Aufforderungen dcr Prasidentengl ^ erwectt werben mußten. Am Dienstag früh um 4 Uhr bet ^ M. Mirman das Haus. ging zu rinem Kollegen heran, seiner ganzen Länge nach auf der Bant ausgcstreclt >ag> Ü. , kitzelte sein Gesicht mii einem Blatt Papier. Der Schlag hob die Hand. wie um eine Fliege wegzuscheuchen, und sH weiter. Fünf Minuten vor 6 Uhr/toährend die Uaw'M darauf wartete, daß das verbesserte Budget vom Senat z nictlehrte und das ganze Haus uni,^mo schnarchte, s°)" ^ der Präsident es mit dem tönenden Mange seiner Glocke dem Schlummer. Die schlaftrunkene» Puliliter enoachten u rieben sich die Augen, elektrische Klingeln brachten an" Deputierte herbei, die auf Lehnstühlcn'in Komitecz'mnu und auf Bänken in Korridoren gelegen hatten, und m nigen Minuten befanden sich iiber 250 Mitglieder auf 'y Plätzen. Aber sie waren in ärgerlicher Laune, aus Schlafe gewecli zu sein. und als einer rief: ^ ba^ ^ ^^„' fand dieses Gefühl allgemeine Billigung, und von a Seiten des Hauses ertönte es im Chor: ^V l,n« ^ ^^ M Am Buffet mußten die Vorräte an Schokolade, S"^' Würsten und Schinken mehrcremalc während der ^^ ^ neucrt worden, und man l,at fast für 7500 Franken ^ ^ Mittel. Wein und verschiedene Likör? verzehrt. Die s°)l merndcn Wächter der Biblioihet der Deputiertentaw' waren um 4 Ulft nachts seh? erstaunt, als ein Depw' , des Departements Aonne nach einem Nachschlagebuche N " das Vorkommen war so abnorm, daß man es in die ^ ^ eintrug. Ein Deputierter der Gironde. der ein »Mu zig Mark schuldig ist, bin ich heilte hingegangen, nm ne dem Manne zn bezahlen. Der aber sagte mir zn meiner Ueberraschung, daß er das Geld schon vor vier zehn Tagen dnrch seinen Rechtsanwalt erhalten habe. Meine Nrant kann sich das nicht erklären, nnd nun möchte ich n?rn wisst'l«, wie die Sache zusammenhängt, x"^"^ und wieder nichts zahlt doch kein Mensch in^ Bchnldon sÜ7 einen cmdnon." Dem Nureauvorsteher flimmerte es vor den Augen, als ob Plötzlich die ganze Kanzlei voll bren-nend roter Krawatte wäre. Nie in seinem Leben hatte er sich in solcher Verlegenheit befunden. Vr stotterte etwas voll einem Versehen, das da vorgekommen sein müsse, nnd er knickte ans seinem hohen Schreibbock ganz ill sich zusammen, als ihm der junge Mensch plötzlich die Hand alls die Schnlter legte. „Ich will Ihnen 'mal was sagen: Das war kein Versehen, sondern Sie haben das Geld ans Ihrer Tasche bezahlt. Meine Braut hat mir da ganz arglos erzählt, wie »et: nnd freundlich Sie mit ihr gewesen sind. Wenn Sie. ein allsehnlicher Mann wären, der einem Mädchen gefährlich werden kann, so würde ich wegeu dieser Geschichte ein ernstes Wort mit Ihnen reden' aber so wie Sie auosehen, können Sie mir bloß leid tnn. Und nun sageil Sie mir ans Heller uno Pfennig, wieviel ich Ihnen schuldig bin, damit wir die Geschichte zu Ende bringen," Zehn Minuten später war Johann Thomsens Portemonnaie um zweiundsechzig Mark achtzig Psen-nige schwerer geworden, aber noch viel. vwl schwerer war ihm das Herz nnd der Lerchengesang darinnen war ganz verstummt. Er trug fortall weder moderne Stehkragen, noch rote Krawatte nnd der Bratenrock blieb fäuberlich im Meiderschrailcke. Aber anä, um die Knospen an dem alten ivliederslranch kümmerte er sich nicht mehr, und seine Halinng war wieder so gebengt, sein Schritt wieder so müde und schleppend wie zuvor. Es war ein kurzer Friihlingstranm gewesen nnd nun war er ausgeträumt. Die rote locke. Kliminakomau von Gruft vou Maldow» (Fortjetzuug.) „Mörder", donnerte da Moderich ih" ^M Arm drohend erhoben, „feiger Meuchelmörder, ^^h mich zu beschuldigen wagtest, nachdem du b""5? ^je ill Sicherheit gebracht hattest — nieder ""f^^l'che und bekenne deine Schuld reumütig an ^v^tige deines unglücklichen Opfers, auf daß der MM« dir deine Schuld vergeben inoge!" ^pj, „Ich bill verloren!" murmelte, Lucw" ^ ^ Das aber war auch sein letzter klarer ^^"'^se 3" schien die gan^e Kapelle sich mit ihm im »" drehen. , ^ Er sah nichts mehr, als die Hand der 5^ ^. der die rötlich schimmernde, genau die Far ^ Haares zeigende Locke haftete, nnd zwei grW ^. Augen, deren Blick ihn überallhin zu verfolg«-" '^ lind da waren sie auch wieder, die feinen, ^,, schen Tcufelcheu. die jedesmal luftig ^^'^7^ " es aus der Tiefe der Gruft hervorfchnllte: .,<"" Mörder!" „ie Ohtt" Und Lncian. sich mit beiden Händen ^^t>ss' zuhaltend, schrie, während sein Haar M angst emporsträubte: >^^ „Gnade! Ich will alles bekennen, ^ber mich fort von diesem Orte des Entsetzens. ^,t , Dann brach er besinnungslos Zusaww ^^e der Stirn schwer auf die Marmorvlatten "^ aufschlagend. ^Laibacher Zeitung Nr. 78. 667 7. April 1903. ^- (Schlagfertig.) Ein junger Engländer betrat ^l einem Hunde, der einem irischen Terrier ähnelte, ein olal. wo er von einem Iren gefragt wurde, welcher Rasse ^n Hund angehöre. — „Eine .sircnzung zwischen einem ^ tn^und einem Affen", entgcgnete der Engländer, indem er ^" ^ren in unverschämter Weise musterte. — „Ah. wirklich? " smd wir ja beide verwandt mit ihm", erwiderte der Ire '°Helnd. Der Südpol-Rekord. ^, ^us London. 30. März. wird gemeldet: Die Leistungen ^ ^Forscher von der „Discovery" stellen sich jetzt noch als viel ^utknder heraus, als die ersten Meldungen annehmen 8ln. Weitere Einzelheiten, die ein „Neuter" Telegramm ^" Lhttelton über die Schliitcnrcise meldet, die Kapitän cvd ..^' ^llson und Leutnant Shactleton von der „Dis-N,'^ '^^1 Süden unternonnnen haben, zeigen, daß die 94"k außerordentlich mühsam war. Die Expedition dauerte daö ^' ^chwm die Forscher ein Depot verlassen hatten, ,°^,vorher ^ englische Meilen südlich vom Schiff angelegt >n" <^" ^^^' ^urde der Schnee weich, und es war fast un-kn?l< ' ^^ Schlitten über ihn zu fahren. Daher mußte die ks>! ^ Schlitten fünf Meilen gezogen werden, und dann Me die Gesellschaft zurück und holic die übrigen, so daß H, 'Uns Meilen Vordringen 15) Meilen Reise' bedeuteten. ^ ^Vorsftannarbeit dauerte 2!) Tage. Die forscher legten " Hepot bei 80 Grad 30 Minuten südlicher Vrcite an. Hier 1°- ^! ^ ^^^ überflüssige Ausrüstung ab und begannen am eri ^°'"ber einen Vorstoß nach dem Süden. Am 1. Jänner liidlVs.^" ^ ^ ^^"^ ^^ Minuten südlicher Breite. Das b°3^ . ^'^^ wurde dann am 15». Jänner wieder erreicht, Htl ^'^ "^ ^- Februar. Der von Kapitän Scott erreichte 8y «< '"^"^ ^^" lücht. wie ursprünglich berichtet wurde, lisck. !?^ ^ Minuten, sondern ganze 2 Grad oder 13« eng l°r? ^ ^" '"^^- Er nähert sich bereits dem arktischen Re-°'>m von Nansen (86 Grad 13 Minnten). Äorchgrcvinl ^rei/" ^°^" ^"" ^'^ ^" ^ ^^^ ^ Minuten südlicher >lock ^ ^Htbrungen. Ium Südpol bleibei^ allerdings immer ^ gegen 500 englische Meilen. "Ute ""^ tollkühn gewesen sein. über 82 Grad 17 Mi Hlln" ^^^^"bcn. da alle Hunde starben und Kapitän und ^ie «V-- ^ ^lllch Eiltbehrungen arg mitgenommen wllrdcn. hijm ^l)l war außerordentlich anstrengend. Dichter Nebel dolls»" ^^^^^ tin, so daß sie tatsächlich drei Tage lang lahtn l^'9, 'm Dunkeln marschieren muhten. Schließlich l>nd >>> ^ genötigt, ihre Tagesrationen einzuschränken, ^euti '^ ^Gierigkeiten wurden noch dadurch erhöht, daß >l>dal> SlMlrt'on durch Platzen eines Blutgefäßes halb-j>„ h ^Uldr. Nur seiilenl unbeugsaiile» Willen hat er es ^hsaVs?"^"' ^ ^ lV"ttet lourde. Die Offiziere des Er-^n? ..Morning" fanden die Expeditionsteilnehmer. ^."ch gesund und voll Lebensmut, so doch start gealtert. l>«>, ' '^ ^lirschc. die vo» Seilen der Mitglieder der Oxpedi-i»f„ " ^>k Gebirge del, antarktische,, Festlandes unternom-fi^ Urdeu. zeigen voil großen» Unternrhmungsgeistr und ^i d ^^'^ ^^ interessant. Eine Streifabteilung »uurde ^Ulln' ^'lklehr vo» Kap Eruzier, zehn Meilen voi den ^Ut^i^' ^^" ^'"km Schnersturme überrascht. Der Führer, ^b e/^""'^' umßle seine Zelte und Schlitten aufgeben ^iicli f^" Hunden überlassen, den Weg nach dem Schiffe ^tttl?"^"' ^" Schnee fiel so dicht, das, man nicht z,vei slit« ^ ^ sehen tonnte. Als man eine Anhöhe hinunter^ b"f y^'^'vnnd plötzlich ein Matrose. Nun wurde man bar ^3 y/^^lN". baß man sich wenige Meter vor dem Rande htr^.. Fundes befand. Ein anderer Seemann wurde auf ^bteilu ^ ^"sk gerettet. Er hatte die Verbindung mit der ^tl> a"s ^^loren. fiel ermattet nieder und wurde als ver^ btis,, ^"'gegeben. Er traf aber später vollständig unverletzt >^>^^M ein, nachdem er 3(> Stunden lang vom Schnee ! zugedeckt geschlafen hatte. Eine der bedeutendsten Schlitten-reisen machte Leutnant Aimitage, der zweite Offizier des Schiffes. Er ging in der Richtung auf Westen vor und blieb 52 Tage aus. Vei dieser Gelegenheit erreichte er eine Höhe von 9000 Fuß. Das Atmen machte in dieser Höhe Schwierigkeiten. Die Abteilung glitt auf einem beeisten AbHange zu einem 3000 Fuß tiefer gelegenen Gletscher hinab. Dieser Abrutsch war außerordcnlich gefährlich. Die Leute hatten sich an die Schlitten festgebunden und diese sausten mit riesiger Geschwindigkeit über das Eis. Auf dem Rückmärsche stürzte LcutnantArmitage in eine Glcscherspalt. wo er 30 Fuß unter der Oberfläche hängen blieb- er hatte sich zum Glücl an einen anderen Kameraden angeseilt. An einigen Stellen mußte man die Schlitten fünfzig Fuß tief hinunterlassen, um sie an der anderen Seite wieder hoch zu ziehen. Man fand die Hütten, die Mr. Vorchgrevink am Kap Adare errichtet hatte, in gntem Zustande vor. An Vord der „Discovery" halle man nicht unter Skorbut zu leiden, wohl aber bc! den Schlitten-Expeditionen. Daß der Skorbut an Vorb des Schiffes nicht vorkam, schreibt man hauptsächlich dem gefrorenen Hammelfleische zu. welches die Farmer von Canterbury geliefert hatten. Dieses Fleisch wurde als besonderer Leckerbissen betrachtet und als Sonn-tagsgcricht geliefert. Ueber die Vüchsenwaren, die die „Discovery" von England mitbrachte, beklagen sich die Mitglieder der Expedition sehr. Man hatte für die Hunde Fische in Vüchsen herstellci! lassen, aber die Tiere wurden krank und starben von dem Futter. Ein Mitglied der Expedition erklärte, die Büchsengemüse seien in einem so schlechten Zustande gewesen, daß es genügt habe. eine Büchse zu öffnen, um sämtliche Insassen aus der Kabine zu treiben. Lotal- und Provinzial-Nachrichten. (Ergänzung der Proviant Ossi ziere durch Unteroffiziere.) Zur Heranbildung von Proviant-Offizieren und um längerdienenben Unteroffizieren eine Versorgung zu bieten, dann um eine größere Zahl. namentlich intelligenterer Elemente zum Weiterdienen bei der Truppe zu veranlassen, wird ein Proviant Offizierskorps durch längerdienendc Unteroffiziere errichtet werden. Dasselbe wird einen eigei»'!, Konlretualstatus dilde» und aus Hauptmanii . Oberleutnant und Leutnant-Provi anl Offizieren, bestehen. Im Zusammenhange hieinit wirb jährlich ein Proviant Offizierslurs in Wien aktiviert, wel cher in der zweiten Hälfte Oktober beginn! und am l,5». Juli des darauffolgenden Jahres endet. Nach den in der zweiten Hälfte des Monates Inli staltfindenden Prüfungen werden die geeignet erkannten Frecmentanten zu Proviant Offiziers-stellvertretern ernannt, welche nach guter Absoluierung des Kurses sowie mindestens einjähriger Dienstleistung als Pro^ viant-Offiziersstellverlreter zu Proviant Offizieren ernannt werden können. Die Newerbung um die Aufnahme in den Proviant Offiziersturs ist längerdirnenden Unteroffizieren unter folgenden Bedingungen gestattet- Tadellose Konduite und sehr gute Beschreibung; mindestens sechsjährige aktive Dienstleistung, darunter mindestens drei Jahre als Front Unteroffizier,' nicht überschrittenes 30. Lebensjahr und lediger Stand: vollkommene Kriegsdienfttauglichteit', mindestens mit genügendem Erfolge absolvierte vier Klassen einer Mittelschule und genügende Kenntnis der deutschen Spracl)e. Heuer wird der Proviant-Osfizierskurs im Herbste im Anschlüsse an die administrativen Militär-Fachturse aktiviert. 77^- (Vormerkungen für Konzess! ons t > afile n,) Einem soeben publizierten Erlasse des t. t. Finanzministeriums zufolge sind bei Berechnung der zehnjährigen aktiven Militärdienstleistung behufs Vormerkung in der IV, Klasse dcr Bewerber um Konzessionstrafiken Kriegsjahre doppelt zu zählen. — (Vom Landes a usfchusse.) Wie wir dem „Slov. Narod" entnehmen, hat der Landesausschußbeisihtr Herr Dr. Schaffer tranll)eitshcllber einen Urlaub an-getreten. Als dessen Stellvertreter im Lcmdesausschusse fungiert Herr Graf V a r b o. — (Ernennungen und Versetzungen.) Dcr Feldwebel Karl P r i st a V wurde zum definitiven Steueramtsdiener beim k. l.Stcueramte Loiisch ernannt. Der Amtsdicner Josef Hudelet wurde vom Steueramte Loitsch zur Finanzdirektion in Laibach und der Amtsbiener Josef Supan von dcr FinanzdiretNon zum Hauptzoll' amte in Laibach versetzt. Steueramtspraltilani Friedrich Pavlin wurde von der Nczirlshauptmannschaft Krain-bürg zur l. l. Steueradministration in Laibach versetzt. — (Die Leh rmit telau sstellun g in Wien) wurde am 5. d. M. von Sr. Exzellenz dem Herrn Minister für Kultus und Unterricht Ritter v. Hartel nach der Begrüßung durch Herrn Hofrat Dr. M aurer mit einer Rede eröffnet, worin der Minister die Wichtigkeit des Anschauungsunterrichtes betonte, weiters die Verbindung desselben mit gediegenem Vortrage als ein Ganzes forderte und seiner Freude darüber Ausdruck gab. daß Oesterreich in dieser Schulfrage der führende Staat sei; darnach besichtigte er die Ausstellung und sprach sich voll Lobes darüber aus. — Aus Laibach nahmen an der Eröffnungsfeier die Herren Professoren N e in c l"> c l und Dr. v. Gratzy teil. — (Das Panorama International) bietet in der laufenden Woche allen Freunden der Gevirgs-Welt willkommene Gelegenheit, eine dcr herrlichsten Gruppen der österreichischen Alpenwelt, die Partie von Ampezzo bis zum Tale und Orte Cadore zu besichtigen. Von den ausgestellten Bildern, die sich durch prachtvolle Plastik und feinsinnige Anordnung auszeichnen, ist eines schöner als das andere. Zu den interessantesten Ansichten dürften indessen wohl jene der Monte Cristallo Gruppe gehören, welche in mehreren Aufnahmen vorgeführt wird. Hieran schließen sich Ansichten verschiedener Alpenseen, gewaltiger Fclsenpartien und Gebirgslandschaften und vereinigen sich zu einem Gesamtbilde, wie es durch die photographische Kunst taum lebensvoller und vollendeter festgehalten werden tann. — In der nächsten Woche wird R o m ausgestellt werden. — (Generalversammlung) Der Untertrainer Kellerwirtschaftsverein hält seine Generalversammlung Donnerstag, den 23. d. M., um 2 Uhr nachmittags im Re-staurationssaale des Herrn I. Windischer in Kandia bei Nu-dolfswert mit folgender Tagesordnung ab: 1.) Bericht des Vorstandes über dir Tätigtest der Genossenschaft. 2.) Vericht des Aufsichlsraies über die Iahresrcchnung und Bilanz. 3) Antrag des Vorstandes hinsichtlich der Verteilung der Zinsen von den Anteilscheinen. 4) Wahl eine» neuen Mitgliedes in den Vorstand. 5.) Verschiedenes. 8. — (Sanitäres.) Ueber den dermaligen Gesundheitszustand im politischen Bezirke Radmcmnödorf geht uns die Mitteilung zu. daß derselbe als günstig zu bezeichnen ist. weil sowohl der Typhus in der Gemeinde Feistritz, an welchem IX Personen, als auch die Masern in Möschnach, an denen 32 Kinder erkrankt waren, erloschen sind. Als erloschen zu betrachten ist auch der Keuchhusten, von welchem in neun Ortschaften 43 Kinder befallen waren, indem die Kran-tenzahl auf 7 gesunken ist. In Abnahme begriffen sind ferner die Masern in drei Ortschaften der Gemeinde Görjach; von 30 erkrankten Kindern sind 12 bereits genesen. —o. sWitterung in Untertrai n.) Infolge der lagtäglich herrschenden Bora kühlen sich die Nachte so start ab. daß beinahe jeden Morgen Frost auftritt; doch verursacht derselbe noch keinen Schaben, weil die Vegetation sich noch spärlich entwickelt hat. 5>. — (Für die verwaisten Kinder der Witwe Kovrivec) hat Herr Iof. Ph. Goldstein. Optiker hier. 64 X gesammelt und an die zustehende Adresse geleltct. del s'^M lhn cm die Luft!" nobot dor Polizoirat, ^ldst^ ^nssmlg )lil,'rst wio>l tw,!»' ^'U' haben hier vorläufig nichts weiter !^) do»- -^ ^'"l ^, Sternwald getreten- er schämte ^Nsw»,^^'" >ucht, die ihm über die abgehärmten Ü^Nn- ^"'"l: stumm umarmten sich die beiden "ll'nd-' ^""" 5"ltt^ Nodei-ich leise, aus die Leiche ^^,/^cch", Hu Gottesgericht gefordert und ed ^ecl^„ ^^'ldigen getroffen ...... der Himmel hat der Kittes'^' deu Sieg verliehen! Selbst da» Grab ' ^ yH! ^ ^W-ten öffnen; die Tote klagte den Mör° c>n'do^'' "'"' ^cheinn,i5 hat sie nn5 osfeubart; ^^ctt>> ^' welches sie nur an jenem Nnglücksabend ' "wa>> „nt ihr begrabeu Win!" Tas Ende, ^ltei,'"l ^tuderich ^midotron hnt sein Gelül'de ge ^a'lwt ^' er nn der Leiche ^.sabella^ getan i An° lslcnn h e ^fnhren, das; ihr Vater das Opfer To,- ^" ^>ld5kruns geworden war. ilÜ^' nickl"'^' ""b das ttliick ihrer Ehe wurden >^ff in, n^ "U'ln- gestört und nachdem das Ledens» 'ns^wir/^"" ^ <^"lM gogc-n Sturm und Wellen l! ^scheit ^"bl hatte und an verborgenen Klippen ! ii? ^l> ^"" '""'re. lächelte mm den Schwergeprüft lMnw " ^"^" ""^ ^'"^ '"^ Wogen waren Wohl bedürfte es mancher Jahre, um die Vrinne' rung an das Erlebte verblassen M lassen, und erst als ein >tran<; blühender linder sich um das schöue Paar scharte und die kleinen sich alls den Nasenplätzen des Landslronschen Partes tummelten, zärtlich lieaufsich» tigt von den Großmüttern und der llrgrofzmutter, da gedachte man immer seltener der in der fernen Nesidenz durchlebten schweren ^it. ^rau Sternwald bringt in jedem Sommer einige Monate bei der Freundin !n Landst'ron zu, wo auch Gräfin Vlntonia bleibenden Aufenthalt genominen hat, .,nd ihr Galle, der vielbeschäftigte Hof° und Ge^ richtsadvotat Adolf Sternwald, holt sein schönes Weibchen nnd den kleinen Sohn, der den Namen seinesPaten Noderich führt, danu jedesmal selbst heiin, um mindestens einige Tage den Mtenstanb von sich zu schütteln. Lucian von ^riedheim, der, von Gewissensbissen gefoltert, noch am Abend des Tages, als die rote Locke in der Toten Hand gefunden worden war, ein reu» mutiges Geständnis seiner begangenen Verbrechen at> legte, ist nicht auf dem dreieckigen Hof des „grauen Hauses" von Heukershand gestorben, sondern vegetiert noäi heute in der .^elle der Landes.Irrenaustalt zu P. Toch die Sn'a!>. welän' die Hand des Höchsten über den Mörder verhängte, indem sie, ihm das Licht der Vernunft nahm. welcw' er zu so schnöden Taten mischmucht hatte, ist vielleicht schwerer noch,n> ertragen, denn Lucian von ^riedheim, Mr Unfeimtllchtelt entstellt, gehört zu den ^rren, die Tag und Nacht von den furchtbarsten Wahnvorstellungen gemartert werdvn. Wie lange seine eiserne Natnr diese ununterbrochene Marter noch aushalteu wird, ist nicht genau ,;u bestimmen, doch glauben die Irrenärzte aus maw cherlei Anzeichen schlichen zu dürfen, das; auch für Lucian von ^riedheim in nicht allzuwrner Zeit die Stunde schlagen wird. in welcher der Tod feine Qnalen endet. In dem von ihm abgelegten Vetenntnisse hatte er übrigens ganz entschieden geleugnet, die Absicht ge-habt zu haben, seine Stiefmutter zu ermorde»,, und dies erschien umso glaublicher, da er mit zynischer Offenheit den an der Haushälterin Müller begange-nen Giftmord eingestand. Er war an jenem Abend, als er in seinem Schreib zinuner das Geränsch gehört, welches die Ankommen-den in der Wohnung der Baronin verursacht, aus Neugierde durch die niedere Pforte des Wandfchran-tes in das Versteck getreten, gerade in dem Moment, als Noderich, einige Worte mit Ambrosius wechselnd, den Korridor betreten hatte. Da Lucian, die Abneigung »einer Stiefmutter gegen die Heirat kannte, welche ihr Neffe mit Angelika Landstron eingehen wollte, so freute er sich mcht wenig' hoffte er doch. das; noch kurz vor der Hochzeit durch das Dazwischentreten Isabellas eine Störuna. veranlagt werden könne. Der Varon has;te seinen glücklichen Nebenbuhler, der ihn zugleich, da er der Liebling Isabellas war, um ein (5rbe brachte, das er für fich mit Recht beanspru-chen zu können meinte, weil es ans dem Vermögen seines Paters stammte. Er hafzte auch Angelika, die seine Hand abgewiesen, und zwischen ihm und der Stiefmutter hatte nie ein gutes Verhältnis bestanden. (Schluh folgt.) Laibacher Zeitung Nr. 78. 668 7. April 1903. — (Mittelschullehrertag.) Gestern wurden nach einem Referate des Professors Georg Schlägt (Wien) folgende Anträge angenommen: Der Mittelschultag beschließt, die hohe Negierung zu bitten, sie möge die Ältivi-tätszulage in die Pension einbeziehen; er beschließt feiner, die Staatsbeamtenvereine in allen diese Angelegenheit betreffenden Fragen zu unterstützen, und hofft zuversichtlich, die Regierung werde durch die voraussichtliche Besserung der Staatseinnahmen in dir Lage versetzt werben, die AltivitätZ-zulage in die Pension einzubeziehen und die einzuzahlenden Beiträge zu ermäßigen. — Professor Ierusale m sprach sodann über die wissenschaftlichen und sozialen Aufgaben der Miitelschullchrer. — (Üaibacher Sportverri n.) Das erste Fuh-ballwettspiel wurde, wie schon gemeldet, Sonntag gegen den Fußballklub der Marineoffiziere in Pola ausgetragen. In der ersten Halbzeit gelang es den Laibachern, einmal das Lcder in das gegnerische Tor zu treten. Während dcr zweiten Halbzeit verdoppelte die gegnerische Mannschaft ihre Angriffe und erzielte drei Tore, darunter einen Elfmeterstiaf-stoß, der für das Endergebnis maßgebend war. Laibach tonnte diesem Erfolge nur ein Tor entgegensetzen, au» wel-chem Grunde die Polensei mit 3:2 Sieger blieben. — Das äußerst spannende Spiel verfolgte eine vielhunbcrttöpfige Zuseherschar mit lebhaftem Interesse. Bei der Gleichwertigkeit beibet Mannschaften verspricht das Retourwettspiel reich an wechselvollen Spiclphascu zu werden. Das Retourwettspiel findet bei jeder Witterung am Ostermontag auf bei» Sportplatze des Laibacher Sportvereines statt, Anstoß punlt !/^ Uhr nachmittags. — (Die gründende Versammlung der Ortsgruppe zu Laibach des Postbeamten -oereines) fand Samstag im Hotel „Stadt Wien" unter zahlreicher Beteiligung der Postbeamten Krams statt. Der bisherige Lotalausschuß Offizial Ezernich wies in seiner Ansprache auf die Vorteile einer Organisation hin und forderte die Kollegen zur Einmütigkeit auf. Nach dreimaligem Hochrufe auf Seine Majestät den Kaiser stellte er die erschienenen Gäste und Vertreter vor: den Präsidenten des Zentralvercines aus Wien, Kontrollor Qertl, den Vertreter der Postditeltion. Oberpostlommissär H u m mel. den Vorstand des hiesigen Hauptpostamtes. AmtSdirettor Korli. und Delegierte auswärtiger Aemter. Zum Vorsitzenden der Versammlung wurde Oberlontrollor Toma-5i5 gewählt. Vereinspräsibcnt Oertl begrüßte die Versammlung im Namen der Zenlralleiiung, Oberlommissär Hummel ermähnte zum Festhalten an den bisherigen Grundsätzen, an Gott, Kaiser und Vaterland, und versprach der jungen Ortsgruppe die Unterstützung der Behörde. Nach der Wahl des Ausschusses, aus der die Herren Czernich. Iento . Mayer. Podgornil. 5; e m r o v . Vid -mar und als Rechnungsprüfer die Herren Vutorac und Hold hervorgingen, ergriff Vcrcinspräsident Oertl zu riner längeren Berichterstattung das Wort, worauf der Vereinsleitung einstimmig das Vertrauen votiert wurde. Begrii-hungstelegramme waren von allen Ortsgruppen eingelangt. — In der Sitzung vom 6. d. M. hat sich der Ausschuß folgendermaßen konstituiert: Nidmar (Obmann), Pob-gornil (Obmann - Stellvertreter), Zemrov (Schriftführer), Mayer (Kassier). (5 z e r n i ch und Ienlo (Schriftführer, beziehungsweise Kassier-Stellvertreter). — (Die Philharmonische Gesellschaft) beschloß, das für Ende April in Aussicht genommene Fonds-lonzert mit Rücksicht auf die von anderen Seiten geplanten Frühlingsfeste und Vereinsfcierlichleiten, zu denen die Vorbereitungen teilweife schon jetzt begonnen haben, bis zum Herbste zu verschieben. — (Stellung in Rubolfswer t.) Bei der am 4. d, M. in Rudolfswcrl abgehaltenen Stellung wurden von den aus den Gemeinden Pöllandl, Rudolfswert und Tschermoschnitz vorgeführten 72 Stellungspflichtigen 28 für das stehende Heer und 8 für die Ersatz-Reserve, zusammen 26 assentiert, was ein Ergebnis von 34'2 ^ der Tauglichen ergibt. — Hiemit ist die regelmäßige Stellung in Rudolfsweit beendet. Im ganzen wurden von den 619 Vorgeführten 188 (29-5 wnn um^brn^wnr, In den folarnden Tagen fand der Beobachter den neuen Fleck noch umfangreicher als den ersteren, aber wesentlich verschieben von jenem in der Gestaltung; der Fleck stellte sich als ein ungemcin zerklüftetes Gebilde dar, dem westlich noch ein kleiner Fleck voranging. Am 28. März hatte sich noch eine dritte Gruppe auf dem mittleren Meridian östlich vom ersten Fleck neu gebildet, die aus vier kleinen Flecken zusammengesetzt war und eine'Längenausdehnung von 53.000 Kilometer besah. Theater, Kunst und Literatur. — (l'. H a r t m a n n) weilt derzeit in München, wo er von 14. bis 18. d. M. sein Oratorium „Petrus" dirigiert. Hiczu haben sich ihm das berühmte Kaimorchester und der Porges-Gesangverein zur Verfügung gestellt. Nach der letzten Aufführung reist 1'. Hartmann sofort nach Laibach, um die Generalproben zum Oratorium „St. Franzislus" zu leiten. — Die Karten für beide Produktionen sind bei Lozar, Rathausplatz, zu 1 dis 10 l< zu haben. Die Nachfrage soll eine sehr rege sein. — (Ein Geschent für dic Sübslavische Akademie.) Die Etroßmayer-Ailbergalerie der Südslavischen Akademie hat durch eine hochherzige Spende eine sehr bedeutende Bereicherung erfahren, die diese Galerie zu cincr wirtlichen Sehenswürdigkeit dcr kroatischen Hauptstadt machen wird. Der Gutsbesitzer von Vrbovec Marquis Stephan de Piennes spendete nämlich der Akademie etwa vierzig Gemälde und Skizzen der ersten französischen Maler aus dcr ersten Hälfte des XIX. Jahrhunderts und aus der Kaiscr-,'eit. Die erste Serie dieser Bilder ist bereits in Agram eingetroffen. Die Bilder werden in einem besonderen Saale, welcher dic Aufschrift „französische Schule" erhält, zur Aufstellung gelangen. — („Der A bl c r p r i nz.") Alc- vierter Band des zwölften Jahrganges der Veröffentlichungen des „Vereines dcr Bücherfreunde" (Geschäftsleitung: Verlagsbuchhandlung Alfred Schall. Königl. prcuß. und herzogl. bayer. Hofbuch-Händler. Berlin. >V. 30) erschien: Der Adlerprinz. Roman von Graf La R o f 5 e. Preis geheftet 3 Mk. 50 Pf., gebunb. 4 Ml. 50 Pfg. Für Mitglieder des „Vereines der Bücherfreunde": Preis geheftet 1 Ml. 85 Pfg.. gebunden 2 Ml. 25 Pfg. — So klangvoll dcr Titel dieses Romanes ist, ebenso schön und gehaltvoll ist auch der Inhalt. Der Autor zeigt in seinem neuesten poetischen Werte wieder den Unterschied der großen, reinen, selbstlosen Liebe, der die Erfüllung der Pflicht das Höchste ist, und der schrankenlosen egoistischen Liebe der Neuzeit, die nicht im stände ist, ein Opfer zu bringen, noch das eigene Ich in den Hintergrund treten zu lassen, sondern alles durchbricht, um zum Ziele ihrer Wünsche zu gelangen. Der Roman ist eine bedeutende Arbeit und wert, eine große Verbreitung zu finden. Der „Verein der Bücherfreunde" liefert seinen Mitgliedern den Roman bedeutend billiger. Das Programm d«s 12. Jahrganges sowie Näheres über den „Verein der Bücherfreunde" kann man durch jede Buchhandlung oder von der Gcschäftsleitung des „Vereines der Bücherfreunde" in Berlin, ^V. 30, erfahren. Illustrierte Prospekte werden gratis und franko abgegeben. — („K erlchcn als A n st a n b s d a m e"). so lautet dcr Titel des neuesten, soeben erschienenen 5. Bandes der allseitig mit größtem Beifalle aufgenommenen humoristischen Bibliothek '„Provinz-Mädel" von Felicitas Rose. (Verlag von Rich. Bong, Berlin. VV. 57, Preis 1 Mt.) Die Heldin, das tapfere, kleine „Kerlchen", die es versteht, vom Glück selbst wenig begünstigt, das Glück anderer in so reichem Maße zu begründen lind Freude und Sonnensechin selbst über die scheinbar trostloseste Umgebung zu verbreiten, wirb in biesein neuesten Bande in einer Fülle der interessantesten Situationen gezeigt. Ein ungemcin scharfer Blick für die verschiedenartigsten Lebensverhällnisse. ein Geslaltenreich' tum und eine äußerst anziehende, von Humor durchtränkte Eharalteriesierungslunst vereinigen sich hier zu einem durch--schlagenden Erfolge. Das wackere junge Mädchen, das sich durch eigene Tüchtigkeit, durch echte Herzensgute und lerngesunden Sinn niemals vom Schicksale „unterkriegen" läßt, ist eine so liebenswürdige Erscheinung, daß sie sich auch die Sympathien der Leserinnen und Leser im Sturme erobern muß. Namentlich für die bevorstehende Reisezeit, für den Nadcaufenthalt, aber auch für stille Stunden zu Hause bei das Nuch „Kerlchen als Anstandsdame" bestens empfohlen. — („kul, nlißki 0 l> L u r n i k.") Inhalt des 2. Heftes: 1.) Dr. A. li 5e n i 5 n i l: Leo XIII. 2,) Doktor Ios. Iel «e: Thomas von Aquino oder Kant? 3.) Dr. Fr. Uöeniönil: Die katholische Kirche und die Kultur. 4.) Dr. I. Gruden: Die wirtschaftliche Entwickelung in den slovenischen Landern im Mttelaltrl, 5.) Dr. Fr. U»e ni.'üil: Alte christliche Bibliotheken. 0.) M. P.: Apolo gctische Gedanken. 7.) Die Kirche und die Kirchen. 8.) Doktor Ä. U5enic>nil: Leo XIII. als Dichter. 9.) Dr. M. Dvorak: Iaroslav VrchNcly. 10.) Literatur. 11.) Verschiedenes. Geschäftszeituny. — (Zum Baue der neutn Alpenbahne n.) Die Teilstrecke Podbrdo-Görz der Linie Klagenfurt-Görz-Triest (neun Baulose) gelangt nunmehr zur Ausschreibung. Dic Beiriebseröffnung dieser Nahn hat am 1. Oktober 1905 zu erfolgen. Die Angebote sind bis spätestens 20. April im Einreichungsprolotolle der Eisenbahndirettion zu über reichen. —»ll. — (Viehmarl t.) Der am 4. d. M. in Seisenberg abgehaltene Viehmarlt halt? einen Auftrieb von weit über 700 Stück Kühe und Ochsen aufzuweisen. Die Kauflust war eine sehr rege. da außer zahlreichen einheimischen Viehhändlern auch etliche auswärtige und mehrere Fleischhauer aus Laibach erschienen waren; die letzteren lauften von dem zu-meist recht schönen Vieh einen beträchtlichen Teil bei guten Preisen auf. Doch wurde auch im heimischen Zwischenhandel ein guter Absatz erzielt. kv Telegramme des k. k. Eeleglnphen'Korrespondenz-Kureaus. Serbien. Bclgrao. 5. April. Die Handlungsgehilfen h>«^ anläßlich einer Polizeiverordnung, wonach die Handlung gehilfen gleich anderen Dienstpersonen Dienstbücher bei 1 ^ tragen müssen, eine Protestversammlung ab, welche v"" ^ Polizei aufgelöst wurde. Die Hanolungögchilfen, welche " dem Ministerium des Inncrn demonstrieren wollten. >vur° von dcr Gendarmerie auscinandergetricbcn, wobei es zu H sammenstößcn kam. bei wclchcn di> Gendarmerie von ^ Bajonett Gebrauch machte. Der Menge, welche einige PM Köpfe zählte, hatten sich auch etwa 50 HochsäMr ang schlössen. Mehrere Demonstranten wurden verletzt. D" monstrationen erneuerten sich abends. Zwei Estadll" Kavallerie rückten aus und gaben mehrere Gcwchrsalvcn Belgrad. 0. April.' Bei den gestrigen Demons tioneu wurden zwei Personen getötet und mun verwun , Bclgrad. (i. April. Wie nachträglich verlautet, sou gestern außer zwci Demonstranten auch zwei Gendarmen . tötet und mehrere Gendarmen verwundet worden s"",' Gendarmen hatten schweren Stand, weil gcslern. w'e . wohnlich an Sonntagen, ein zahlreiches Publüum ^ ^. Straßen promenierte" Die Studenten hatten bereits mittags in einer Versammlung ihres Bcrcinls »^^ timstvo" die Veranstaltung dcr' Demonstration beschau ^ Belgrad. U. April. Die meisten oppoM'"^ Blätter wurden wegen der Berichte über die gestrigen "U gebungen konfisziert. Wie die „Beogradslc novine" we ^ ist im Laufe dcö heutigen Vormittages der Buchhalter e^ hiesigen Handlungshauses den bei d'>n gestrigen ^ h< strationcn erlittenen schweren Verletzungen erlegen, ^ ^il Blatt schätzt die Zahl der Verwundeten auf 15 bis 2U-^, Demonstranten begrüßten die beiden ausgerückt«'!! E«la ^ ncn zuerst mit Johlen, wendeten sich jedoch hierauf ^^.-sA Gendarmen und riefen wiederholt: „Hoch die sel ^ Armcc! Nieder mit der Polizei!" Den Redaktionen der gierungsfrenndlichen Blätter wurdcn die Fenster schlagen. ^ Belgrad. Y. April. Die Verfassungsänderung ' heute erwartet. Sie dürfte sich auf den Senat, den ^ .<,„ rat. den Kassationshof, das Wahlsystem und das P«t«° beziehen. Dic Kongregationen in Frankreich. Paris. 6. April. Deputierter Ehenavaz sl^ ''^ge Kammer an den Ministerpräsidenten Combes eine ^ !^, bezüglich des von einem Grenobler Blatte gemeldeten ^ suches. dic Autorisation für den Kaithauser-Oiden,^ Bestechung zu erlangen. Ministerpräsident Eombes tlw' ^, er werbe sich nicht so weit erniedrigen, sich selbst odk ^„ Verwaltungsorgane gegen die in jenem Blatte voraeb «^. infamen Beschuldigungen zu verteidigen; er weise.^" Hli famie mit Verachtung zurück. Eombes erklärte, daß ih" in seinem Werte aufhalten werde. (Beifall links.) ,,.. Grubenunglück. ^" Gleiwitz. 5. April. Der „Oberschlesische M« ^ schreibt: In der vergangenen Nacht erfolgte um 1"^ ^B im Hildebrand-Schachte der Gotteswegengrube in ^, ^g-Grafen Donnersmarcl gehörigen Antonienhiiite ein ^^dtH schlag, wobei acht Bergleute lebensgefährliche Vrand'v ^. erlitten. Dir Verunglückten wurden ins Lazarett) ^ ' plo' Man nimmt an, daß Sprengmaterialien unter 2"6 vtl' diert sind. — Von den auf der Lönigin Luisen ^"^h unglücktcn Bergleuten ist tiner im Knappsch"N° ^ 20 seinen Verletzungen erlegen. Es sind nunmehr in»^ ^h,s Tote zu verzeichnen. Die zwei Vermißten wurde nicht gefunden. , ^,ß A' Gleiwitz. 6. April. Von den auf dcr " ,^ak"te" gen"-Grube Samstag nachts verunglückten "ch< ^. ,^zanl> sind dem ..Okrschlcsischen Wanderer" zufolge ore gestorben. Streit iu Holland. ,^lbt Amsterdam. 5. April. Heule uachmNwg^ bti für das ganze Land der allgemeine Ausstand ^,"'. ^,; ^ der Beförderung von Personen und Waren besaM^l ^n° beiter. einschließlich der Eisenbahnangeftellten, unmittelbar darauf ins Werk gesetzt. .i.'llscti^" A m sterda m . «. April. Die Eisenbal)"^ ^ v: ^ aus. Es ist kein Verlust an Menschenleben zu l -gegen ist tx-r angerichtete Schabn sehr bedeu" Erdbeben. ^, :l Uh° R o m . <:. April. In Eassino wurde heu ^spiir<-15 Minuten früh ein wellenförmiges Erdbeben Konstantinopel. 5. Apri,. Die f^wI Nachricht erhalten, daß auch Oesterreich-Unssai .^ ,„« mit Rußland in Sofia ernste Schritte l>eM' konisch«« Komitees getan hat. Laibacher Zeitung Nr. 78. 669 7. April 1903. Angelommene Fremde. Hotel Elefant. z^ An, 5. Würz. Kreidl, Geister. Pächter. Kreu'pl. Ublirz. ">°Ytei. Nyharz. Neubauer. Vermann. Holzschuh, Reisende; A^chreiber. Beamter des l. l. Eisenbahn ° Min.; Lovrel. llfm.; "»louln Privat. Wien. - Pretner. l. u, l. MarineEleve. Pola. ^ m 3^ 3abiilant. Agram. -^ Kern. Neschcr. s. Frau, Loitsch. ^ ?"HK, Hy, Nrünn. — Pirz. Direltorsgattin. s. Mutter, ^'- "- Veiderber. Leutnant. Rechnnngssührer. Cattaro. — Luve«, l. u. l. Oberst. Görz. — v. Stettncr. Privat. Trieft. — AM. Ksin.. Budapest. — Dr. Lanqtrammer, Advokat: Ven» w! "l"ltor. Prass. — Gruden. Verwalter. Birnbaum. — <°,i «> "^nungs.Revibcnt der Statthalterei. Graz. — v. Dot-m.' ^lollgrundbesitzer. s. Vruder. Ronchi. — Morelli de Rossi. "'A'Udme. — Strunh. Fatrilsbesiher, Deutschlandsberg. w°lf. Gutsbesitzer, Pettau. tri, ^" ^ ^lpril. Lapajne. Private. Idria. — Berti, Üfm.. Nr/»Ü, "" Hosrat Dr. Perntec. Direltor, s. Frau und Sohn: N 5sp" - Inspcltorsnattin, s- Sohn-, Koritnil, cnnä. pki!.; Nien ' ^"^' Ingenieure; Schmelz Wlach. Reisende; Kallmann, »,«,' ^ Ttefanovic. ll'nissl. Vezirlsrichter, s. Frau und Sohn, ^ . "" Steinberg, Reisender: Grader, Ksm.; Oeltner, "°at; Vnielal. Inspektor, Graz. — Witt. itfm.. Nunstanz. - l»l«,ovsly, Kassier. Prag. - Simon, Ksm.. hanau. - Ka'dor. 3im^ Budapest. - Deutsch. Ksm.. Warasdi«. - Vrüll. "N-. Nrunn. - Lever. Reifender, St. Barthlmii. Hotel Stadt Wien. Kmn.'?" ^' ^pril. Barbier. Nischav«, Bcamle. Leipzig. — »t°V^^^nig. Reisende. Iägerntwrs. — Chotzen. Wein« AN ' ^"9", a. R. — Pollal. Perwulesla. Reisende, !lii^ ^ Kl?lowrat. Senewald. Kfltc., Vi ünn. — Modir, f^"'llsite., Nixdorf. — Webe». Mahler. Private. Mon« Nin^' ^ ^""^r. Gorbl. Me.. Wln. - Vlum. >tari. ^uchs, W "''Weih, Garth. Wirth. Äauer, Iannel. Malesch, Tschunto, «ul^.l^^^er . Prosefsor. s.Fiau. Wi.u. - Graf Varbo. - ^"''b". llluisenbach. — Pololnu, Projessor. Wr..Neustadt. - - » ^^' Direktor; Irsensly. Podibrat. Berdar. Kfltl.. Graz ""tcr. t. u. l. Hauptmmw. Görz. - Ri'pnik, llsl,,,, Trieft, — Seyfert, Privat, s. Frau. Heidelberg. — Schmidt, Fabrikant. Essel. — Klinar, Hotelier, Veldes. -- Vojsla, Rudolfswert. — Dr. Nu?ar, Agram. Verstorbene. Am 3. März. TheresiaCuderman, Inwohnerin. »2I., Radchtl)strahe II, allgemeine Verrücktheit infolge Epilepsie, l'u-dsrcul. pulm. Am 4. April. Anna Vesel, Besitzerin, bi I,, Presern< gaffe 20. organ. Herzfehler, Wassersucht. — Maria Kosir, Heizerstochter, 14 Mon., Petersstraße 101, lil^ekiti», I'udercul. pulm. — Josef Stol, Landbrieftrager, 25 I., Unterturn, hat sich erschossen. — Johann Kozamernit. Kaischlerssohn, 2 I., Schicßstättgasse 15, Strophulosc und Mafern. — Agnes Svigolj, Arbeitersgattin, 73 I., Hradchlydarf 17, ^llra«mu3 «enili». — Rosalia Starlet, Agentenstochler. I'/- I-, Alter Marlt 26, Lungenödem. Am 5. April. Johanna Berlovec, Inwohnerin, b4 I., Vahnhofgasse «, Magenkatarrh. — Anton Trvpec. Arbeiter. 50 I., Sallochcrstrahe 2, lu^ercul. univer»»!. Am L. April. Johann Iantar, Buchbiudcrlehrling. 14 I., Vmonastraße 31, Tuberkulose. Im givilspitale: Am 4. April. Franz Klun, Inwohner, 74 I., M» ra»nlU8 8«mli«. Am 5. April. Nmalia Fale, Schneidrrstochter, 5 I., ^ußin» ^»ußr^^noli». — Maria Bogataj, Kondulteurslochter, 14 I., Sepsis. Krainische Kunstwebeanstalt Sternwartgasse 2,11. Stock. — Ausstellung von Geweben per eigenen Anstalt. Geöffnet täglich vorm. von 8-12 und nachm. von 2-5 Uhr. (iss) Eintritt frei. Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Seehiihe 306 2 m. Mittl. Lustdruck 7W 0 mm. « 2 u. N. 7Z4 67 11 4s W. mäßig ^ fast bewblls" " 9 » Ab. 737-1! 5 2l NO. fchwach heiter 7> 7 U. F. , 738 0 ! -0 Sj NO. schwach > heiter ,00 Das Tagesmittel der gestrigen Temperatur 6'6°, Nor« male: 7 9«. Verantwortlicher Rebakteur: Anton Funtel. Gpitzenvorhänge für fl. 2 W. Das TeppichhauS Orendi, Wien. I., Lugeck 2. verkauft bis Ostern sehr schöne, festgewebte. 3'/, Meter lange Spihenwrhcwge zum ungewöhnlich billigen Ausnahmöprrise von fl. 2-90 per Fenster oder zwei Teilen. Prompter Versand in die Provinz. 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""d Wa« «5 IlX) «n "«On ^°"»l°,e 2«) ,,. 3 8»/° ,7« .. ^u-->»«0,l " 200 l. 4", ,.>..-15» -'«»»«, " lUU iz. 4»/o l»4 — 1«,5'5N bt«. >. 100 fl. . . »4? — «52 - "°"dt>r,^i^st h°^ . LN3-ÜU IN» 50 »"b.ri«z.ich.. "«l»l»n»nA2nlllr,ich» ^ «nd zz«d»r. ^.<"H""'"'wr..t00fI.. "° «lent ,n^,' - > - 4°/» l»l-7N «1-9U ö^^o. bt» ^ ' - - - 4"/» 101 »U lU, 40 p»l K»n."'"°nz.«tnte,ftfi.. i »,, "... »'/,"/, 94U5 «4 «b g'«VL^" «>. w'erw.. »>u°h" ln Ellber >lb"ghLv^) ^ , 4°/° lUC,0 10.-'« tl, ». " lt«Ntn . 4°/« loc ih !l), ,5 'i'Xab«^ "" ^lltNb..«Nl«n. V,lb Ware Vo« V»»»te 5«r Zahl»»« »lernou,»rn» Elsend.«Prlor. ObliLattone«. «llsabethbahn «w u. 3000 M. 4°/, ab in°/,...... llu!,n --- »lilllbethbahn, 400 U. 200U M. 4°/,......... ,1975120 75 Franz IolefV., «km, l884 (dw. Vt.)Oilb. 4°/,..... lv«öU l0l ä0 lüallzlsche lkarl Lubwl, Vahn (biv, St.) Gilb. 4°/» . . . llw'Ä!, »Ul'Aü Vorarlberg« Vahn. »». i»«4 SS 7l> 4°/o dlo. dlo. dt». per Ultimo . »9 45 »» <',ü Ung.St..<«,,.«nl.«old »00 sl. --- —- bto. dto. «Lilber 100 fl. . . . —'— ^'^ dto, 3ta»t«-Obl<«, (Unn, Ostb.) v, I. «»?»....... —-— -'- bto. Nch»nrre«al.«llblö!,°Obl!a, —'— -- dto. Pläm.»A. i> lO0 il. - «W li «Ul'ÄU li«3 5U dto. bto, il 50 sl. — lW II liNl'5« !»«» ol' Il,eiß°Re«,^o!t 4°/» . . . , 157— '29 - 4°/« unaar. Vrunbentl. - l?blig. 88-25 inv ä<» 4"/» lroat. und slavon, detti, 99-l!b'0l»L5 Andtl» Vss»ntl. Anlehtn. 5'/, Donau^Ne» °Änle «nleben ber Ltabt 105 b« dto, dt». —>I»5'- dtll, dto, (1»S4). , . , I s«'15 l«n 15 blu. bto, ^1898). , , , !10«'>ll» Il»1'l«> Uörlebau'Ui'lehen, verloel». b°/, 10!>- 100 75 4°/» »rainer La,!be«.«lnlthen . j 99-75 — — Geld Ware Psllndbrus« »t«. Vodlr. lllly,ßst.ln bNI.verl.4"/» 8« »0 lNN b<» N.Mtii.Llliide« Hyp.°«»st.4°/° 100 ll» lOl 1« vest.'»««. Vant 40>,,jüh»,'. Verl. 4"/,......... 101 »u 1»L W bto. dto. «Mr. verl. 4°/u lui »0!in» !<0 Oparlasse, 1,Hft..6l>I..veil.4°^ I0l 70 102 ?„ l!l!n....... ^4l —^44Z _ Eiidbahi! b ll«^verz.Iä»n.^3ul< Li« — I,^ _, dto, ^ b°/° , . . 5 / . l»b'»5i!i«'- Ung.^gllli«, Vahn..... lil U!,,^ — 4°/« Unterlraw« Vahnen . . 9S5N!i0»c>N Vlvlls» z»s, (per Slück). «tr»«»»liche L,se. 3°/, V°denlitbit«Lol-Ne<,ul.-Luft . . . »80 — 8g«-- Nnvtrzl»»l»che L»!«. Vudap.-Vasllica (Dombllu) d fl. 19 iu 20 io »reditlose 100 fl...... 434 -!48» — Clart,-Lo!e 40 sl, «M. . . . 170 — 179 — Ofener Lose 40 N..... 180 — 1<»5 - Palffy-Lule 40 fl, TM. , . . 1?« - 18» - Noten»reuz. 0est. Hes.,v,l.- Wiener llomm,»Lose v, I, 1U74 44ll — 44« — Gewiiistsch. b, 3°/o Pr,°Echulbv. d. Vobcntrcditanft,, . 500 fl. KM. »530 »bill- dto. dt°, Mt. U) 200 fl. 1005- 1009 Do»au'Dan>vi'ch«lahrt!!-Gesell. Oefterr., 5l)<»sl.KM, . . . 8U4 — ««» - Dul-Vodenbachrr E.-V, 400 ll 5L0 — 5<4 - Ftrdinandz-N»rdb,1000fl.KM. 5485 5490 Lemb,' E'/rnow,' Iassy-Vise^h.» Gesellschaft ^U« fl, O, . , . 581 50 5»» 50 Ullll,o,0ch„ T^les«. l»0<> fl,»M. 756 — 7U2 - vesterr. No'>>n,ess 5« IiamwaU'Ves,, Neuewr,,Prio> rltät»«lt200fl.E. 452'- 457- Wiener iiofnlli^hneii^llt,Ves. . — — — — Lank»n. Anglo c>eft,Banl 120 fl, , ,272 — 274 — «antverein, Wiener, 20« !l. . !49»-üN 4«N «0 «odtr.'Unst . üest., 200 fl.T. . !958 — 955-»lbt.'Mft.f Hand. U.«. 1»0fl, U7l-75 «?2'?5 bto. dto, per Ultimo . . !«72 ?z n?3 75 Krcd'lbnüf, All«, un«.. 200 II, . 72U-—?2,--Deposllenbanl. Allll,. Ü00 fl. 424-— 426'— Eslomvlc-MI,. Nbrüst,, 400 li 51'-— 521 -Girou.»assenl,,, Wir»er200fl. ^486 — 444 — Hl,pothelb., vest., 200fl, »0° »lt. 19? — »0»'— Gelb Ware l'anberbanf, v,sl.. »00 fl. . . 4«8 80 40» 80 Olster,.ii!lgar. Äanl. «0» fl, . l«0»- l»«7- Unloubanl 200 sl..... 524 — 5»5 — Verlehr«l>anl, «Ng,, 140 s>. . 392 50 394 — ?ndnslri«'Vnl»r' «»hmunz»n. «auges., M«. gft,, 100 sl. . . l»8 - 125 — «ghbicr L!!<»^ und stahl'Ind. in Wien 100 fl..... 1«b-— 16? — « — Irilaüer Nuhlenw, «esell, 70 fl. 390'— 895'— Waffe:,s..«..Oes!,l!lWle!l,lanfI. »45 — 34?-— WaggoN'UeihauftFllg.. in Pest, 400 li........ «10- U20- Wiener Vaugesellfchafl 100 fl. . ,z>! — «!N — W!tneil»er«rr8( i>eTiBvn Dnd Valuten. — -^-^-_, Loa-VerBloheriing. mMm Cm Mayer 23a.aa.fe- uad "Wec!h.sl»r-a-escli.a,ft ________________I^alhach, Spltalgagge. Privat-Depots (Safe-Deposits) I -ia.aa.t*x »Iff »ix»ra. "V«T«clil-o.«» &mx F»Tt*l. I lirilimi »11 BifEtBlijM la CoBti-Oifwt- »I tit ilri-Onli,______I ^ues Herrenfahrrad ^bei8t Zu verkaufen. Ä8) U"d vSihiUfen. von 8 Ms 10 Uhr vormittags ! "is 3 Uhr nachmittags Herren-A **»»» Kr. e, II. Stock. ; 1 >* ~~~' ~ notelköchin bel ßm!eren Zeugnissen, wird ^WgeioS1 Honorar ab L Mai ?eii lhß.nS"Abschriften zu sen- b||^a ä Üotel Wohn, War- 51 •• a. Dräu. 3-1 Matthias Hoöevar von Grosslaschitz wird Dienstag 1 den 14. April, um 9 Uhr vormittags, in Ponikve, eine halbe Stunde von Gutenfeld entfernt, drei sohöne Häuser mit schönen Obst- und (lemüsegärteu, danr» drei Magazine, Stallungen und 40 Joch schöne Wal« düngen unter günstigen Zahlungsbedingungen verkaufen« In nächster Nähe der tiealitäl llifcUl der RaSicabach. Sehr geeignet für Sommerfrischler und Pensionisten. Auch sind die Gebäude für jeden Kabriksbetrieb geeignet, weil dort Wasserkraft vorhanden ist. (H18) (1343) E. 199/3 4. Dražbeni oklic. Po zahtevänju Marije PerSin iss Stožic in KranÈiške Tome iz Ljub-ljane, zastopanih po gosp. Vencajzii, odvelniku v. Ljubljana, bo dne 15. aprila 1903, dopoldne ob 10. uri, pri spodaj ozna-menieni sodniji, v izbi st. 16, dražba zemljisrra vlož.nf.210 kaf. obö. Ježica, obstojeeega iz jedne njive v povräini lha llarov in 89 m* in jednega gozda 36 ha 33 arov. Nepremiènini, ki jo je prodati na dražbi, je doloèena vrednost na 880 K; pritikline ni. Najmanjäi ponudek /.naša 587 K; pod lein zneskom se ne prodaja. S tem odobrene dražbene pogoje in listine, ki se tièejo nepremiènin (zemljiško-knjižni izpisek, hipotekarni izpisek, izpisek iz katastra, cenitvene xapisnike i. t. d.), smejo tisti, ki žele kupiti, pregledati pri »podaj ozna-menjeni sodniji, v izbi fit. 18, med opravilnimi urami. Pravice, kalere bi ne pripusèale dražbe, je oglasiti pri sodniji naj-pozneje v dražbenem obroku pred zaèelkom dražbe, ker bi se sicer ne mogle razveljavljati glede nepre-miènine saune. 0 nadaljnih dogodkih dražbenega postopanja se obve3tijo osebe, katere imajo sedaj na nepremiènini pravice ali bremena ali jth zadobe v teku dražbenega postopanja, tedaj aamo z nabilkom pri .sodniji, kadar nifi ne stanujejo v okolišu spodaj ozna-menjene sodnije, niti ne imenujejo tej v sodnem kraju stanujoèega poobla-šèenca za vroèbe. C. kr. okrajna sodnija v Ljubljani, odd. V, dne 3. suäca 1903^_________ (1396) ^. ^i)/'^ 4. Einstellung des Kersteissenlngs-uerfahrens. Das auf Betreiben der Stadt-Sparkasse in Gottschee in Ansehung der Liegenschaft Einlage ?>ahl 130 Katastral« gemeinde Natschach cingcleiictc Vcr« steigerungsverfahrr-n wurde eingestellt und wird deshalb der ans 28, April 1903, vormittags 11 Uhr, anberaumte Ver. steigerungstermln nicht abgehalten. K. l. Bezirlsgericht Natschach, M. l, am 3. April IW'l.