des k. k. Gymnasiums in Veröffentlicht von der Direction am Schlüsse des Studienjahres 1862. des Là!. Itniiijl. (BpnaÉims in Marburg“. YoriiUentlielit von dor »ii ootion am Schlüsse des Studienjahres 1862. C-OE2 MARBURG Druck von Eduard Janschitz. I. Homer mul clie <»ahe des Dionysos. Vom Director. II. Scliuliiarlirichte n. Von demselben. H. Cs b lTjt / 'fHiy ■f c4 Horner und die Gabe des Dionysos. i Bei der grossen Menge fremdartiger und ausländischer Traditionen von dem Wesen und den Schicksalen des Gottes Dionysos, die sich bei späteren Schriftstellern, wie bei Apollodor, Diodor, Ovid, Hygin und insbesondere bei Nonnos aus Panopolis in dessen reichhaltigem Gedichte, dtowmaxà, mit ursprünglich hellenischen Mythen vermengt und verschmolzen finden; hält es schwer, den Kreis der den Griechen eigenthümlieh angehörenden Dionysossagen mit Bestimmtheit abzugrenzen. Das Interesse für eine solche Sichtung und Sonderung des dionysischen Mythenschatzes muss aber um so lebhafter sein, da gerade dieses Gottes begeisterter Cultus so mächtige Anregung gegeben bat zur Entfaltung der herrlichsten Blüthenfiille echt griechischen Culturlebens. Gab doch der ideenreiche Dionysosdienst zunächst dem Dithyrambos, dem enthusiastischen Ausdrucke jauchzender Lust und leidenschaftlicher Trauer derer, die an der Feier des Gottes Theil nahmen, seinen Ursprung und leitete eben dadurch hinüber zu der vollendetsten Kunstschöpfung auf dem Gebiete der Poesie : dem den Hellenen unbestreitbar eigenthlimlich angehörenden Drama. Und was für ein unerschöpflicher Reichthum an Motiven für die mit der dramatischen Poesie eng verschwisterte Musik und Orchestik sowie für sämmtliche Zweige der bildenden Kunst erschloss sich dem schöpferischen Genius der griechischen Nation fort und fort in der die Phantasie mit Allgewalt ergreifenden Dionysosfeier ! Will man 111111 aus der Menge der ihrem Ursprünge nach weit auseinan-derlaufenden Klemente des dionysischen Sagenschatzes dasjenige kurz zusammenfassen, was als primitive Anschauung der Griechen von diesem Gotte gelten kann; so erhält man in eng umscbliessendem Rahmen etwa folgendes Bild: Dionysos repräsentirte ursprünglich das vegetative Leben der Erde, die in endlosem Wechsel bald üppig aufquellende, zeugende, Blüthen und Früchte treibende, bald wieder versiegende, ersterbende, im dunklen Schoss der Erde gefesselte Naturkraft. Personificirt gedacht erscheint Dionysos neben der ihm zunächst verwandten Erdmutter, hipiittjQ, als ein die Völker aus der Wildheit zur Gesittung und gesetzlichen Ordnung hinführender Gott; denn wie Demeter, als die Urheberin des Ackerbaues, so gewöhnt auch Dionysos,, als Lehrer der Obstzucht und des Weinbaues, die Menschen au feste Wohnsitze, die Grundbedingung alles civilisirten Lebens. Unter den Früchten, mit denen Dionysos die Menschen beschenkt, ist die bei weitem köstlichste die Traube des Weinstockes, und der Wein gilt eben darum als Gabe des Dionysos xaz t^o/jr. Durch die stärkende, erquickende, begeisternde Wirkung des Weines mildert Dionysos die Sitten der Völker, weckt geistiges Streben, schaßt Freude und Lust, verbreitet Eintracht und Segnung des geselligen Lebens. Der Dionysosdienst, als Ausdruck der das Naturleben in seinem stäten Wechsel begleitenden bald heiteren, bald düsteren Stimmung des menschlichen Gemiithes, kann nur soweit als seinem Ursprünge nach griechisch gelten, als wir denselben nicht ausgebildet finden zu jenem bacchischen Orgiasmus einer späteren Zeit, der dem nüchternen althellenischen Wesen entschieden widerspricht. Die Freude an dem erneuerten Aufblühen der Natur im Frlihlinge, der Jubel über die Segensspende des Gottes zur Zeit der Fruchtreife, insbesondere die Lust und Wonne der Weinlese haben bei der Lebendigkeit der Empfindung und der Schwungkraft der Phantasie, wie sie den Griechen eigen war, gewiss auf hellenischem Boden selbst zu jenem von Heiterkeit beseelten Dionysosdienste hingeleitet, der unter den verschiedenen Benennungen der Frühlings- und Erntefeste der Verbreitung des Obst- und Weinbaues allenthalben nachfolgte. Dagegen kann jene den Charakter der Ekstase und Wildheit an sich tragende Dionysosfeier, in der die Klage um die während des Winters erstarrte Naturkraft den leidenschaftlichsten Ausdruck fand, nicht der massvollen Gemiithsregung des griechischen Volkes entstammen, sondern entspricht weit eher den lärmenden und schwärmenden Mysterien des thrakischen und phrygischen Götterdienstes. Seltsamer Weise enthält weder die Ilias noch die Odyssee irgend eine direkt belehrende Nachricht über die Verehrung des Dionysos im homerischen Zeitalter, da doch die Bekanntschaft Homers mit dem dionysischen Sagenkreis durch mehrfache Berührung dieser Mythen ausser allen Zweifel gestellt ist.*) *) Xy 130 — 140 führt Diomedes zur Erklärung seiner tiefen Scheu vor dem Kampfe mit Göttern die Stiate des Thrakerfürsten Lykurgos an, den Zeus mit Blindheit und frühzeitigem Tode bestrafte, weil er, der Einführung des Bacchusdienstes sich widersetzend, die Wärterinnen des Gottes verjagte, ihn selbst aber verscheuchte, dass er im Meeresgründe bei der bergenden Gottin» Thetis Schutz suchte. In den ihrer Echtheit wegen freilich schon von den Alexandrinern angefochtenen Versen -, 317 — 327 (vide Spitzner ad h. 1.) erwähnt Zeus selbst seiner Liebe zu Semele, i\ tuovvoov rtxt, fttftfut ßiioromv. Die Schob erzählen zu dieser Stelle den bekannten Mythos von Semeles unbesonnenem Begehren, durch dessen Gewährung Zeus, in seiner göttlichen Herrlichkeit erscheinend, ihr, dem sterblichen Weibe, Verderben bringen musste, und bemerken weiterhin über den Namen luovvoo^' horvoo* ano tov ztios xai rij > Nvat/i toi opoi's'. oi St //0n'|os“ xeQCtctpoQOV "/<*!> n/.'DL m-|e tòr /itjijor rov z1ios', ti- ni St Jivpvaoj, imi ßafftlsvg IStvar/f Stvvov ' -toaßa^ rov ßmriXta. y ano rov iroXkà di armat xai xarooOiòoai. oi St ànò rov Sortir tic trai/tara. V. X, 460 heisst es von Andromache, als sie, getrieben von der entsetzlichen Ahnung, Es ist das eben eine von den Eigenheiten der homerischen Dichtungen, die den Fehlschluss derer ersichtlich macht, welche Herodots vielbesprochene Worte: ovtoifit tm ni TiotrjaavTt*• d-toyovhyv 'EU.ìjat, xuì rotai tHotai rag ixwpvfttog dovrig xnt ri/ing rt xat ttp’ng d(t).óvtig, /.ai tifila avrùv atj/ir/ravrig (II. 53.) in dem Sinne auffassten, als seien Homer und Hesiod die Schöpfer der griechischen Mythologie, die eigentlichen Lehrer des hellenischen Götterglaubens gewesen. Homers und Hesiods Gesänge waren nicht die Bibel der hellenischen Welt; es hat vielmehr die epische Dichtung überhaupt nur die in den Traditionen aus einer viel älteren Zeit ihr vereinzelt gebotenen Götter- und Heldensagen planmässig zu einem Ganzen zusammengcriickt und gewisse Urbilder der religiösen Anschauung durch den Zauber plastischer Darstellung für sämmt-liche Griechenstämme allgemein verständlich gemacht. Dabei nun konnten gar viele Vorstellungen und Fabeln des echt griechischen Polytheismus bei Seite liegen bleiben, wie beispielsweise die Ideen des Dionysosdienstes nur leichthin angezogen erscheinen in der Ilias und Odyssee. Dass aber die idealen Elemente dieses Cultus, soweit wir ihn oben als einen seinem Ursprünge nach hellenischen bezeichnet haben, auch aus den in den homerischen Gesängen veranschaulichten sittlichen Zuständen des griechischen Ileroenalters zu erkennen sind ; das möchten wir zu erweisen suchen, indem wir in dem Nachfolgenden als Beitrag zur Eucyclopädie der homerischen Antiquitäten eine übersichtliche Zusammenstellung dessen geben, was von der Gabe des Dio nysos, der köstlichen Frucht der liebe, von der Praxis des Weinbaues, der Werthschätzung und dem Verbrauche des Weines in der Ilias und Odyssee berichtet wird. Platon giebt scherzhafter Weise im Oatylos p. 406 C. die Etymologie des Wortes mvog an, indem er den Sokrates sagen lässt: oìrog 0\ón miaOm t'ovv f'jfui' notti rojv mvóvtcov roiy no'tJ.oiy ovx i^ovrng, niófovg filmatomi uv xte/.nir fiivoi. liecht annehmbar scheint die Derivation dieses Wortes von ovita, dem Stamme zu ovinkii, nütze, helfe, und omno, Stärkung, Erquickung, dus vom Thurme her vernehmbare Jammergeschrei gelte ihrem von Achilleus überwältigten Gatten, fortstürzt aus dem Palaste: w« was offenbar keine andere Erklärung als die des Schol. V. zulässt : /luivo/itvi] totxvia, rtu nur. Bax'ffn ; somit eine Keminiseenz an die wild seb wärmenden Dionysoschöre, an die ekstatische Mänadenfeier. ■*-1 ff-, einer sclion wegen der abweichenden Schreibart dióvvao{(statt hoivvaoi) verdächtigen Stelle, begegnen wir der Sage von Ariadne auf Naxos. Theseus verliert nach dem hier sehr auffallend variirten Mythos Ariadnen dadurch, dass Artemis sie tödtet hij H' rcfiqiinvrr/ hovvaov ttrcnzvniTjrTiv. ])ic Schol. versuchen die Schwierigkeit, der letzten sehr dunklen Worte zu beseitigen, indem sie erklären : xaru/iuorvoiaig, xart/yoniectg (/lioPVGoi>). iati ùaéfiunv itvrfjg xaTi^tiorvotjaiv iv tm tiXau /tiytiai/g tm f-hjatì . fiuti) wvovat fit », vtmrtoot TiQog "O/itjoov ntoi rry lotiifivrjg, hyorrtg ctvrtjv iv zV mralticptftiaav ytyufitjalhu tcJ hovvau. B. (j. Die Lrne, welche Thetis für die Gebeine des Achilleus und Patroklos brachte, nannte sie selbst nach tu, 74 hmrantn fit fitäoov, wozu die Schol. bemerken : rjvrint fitöwxtr KVTfj ó Iwrvaog, óre nuoti tov Avxovnyov finoxomvog xnrirpvytr tig avrijv. II. (j. (Vgl. Z, 130 ff.) für welche Wortableitung Homer selbst mit dem Verse Z, 260 : snttxa Si xavròs òvr/aéM, ai m ntTja&a — als Gewährsmann citirt wird.*) Gewiss ist, dass der Wein bei den Hellenen schon in den ältesten Zeiten als ein unentbehrliches Labsal für Vornehme und Geringe gegolten hat, dass der Genuss des Weines als die Quelle wahrer Lebensfreudigkeit betrachtet wurde ; und hiezu passt dann ganz gut die zuletzt erwähnte Etymologie. Statt olvoi gebraucht Homer häufig das Wort /uV/r, i. e. vinum, Si oi> at&rjfiovtg oi nivovxis yivovrat, uzt t.lav Siri fiiO-r/c, ti'xt stai aX/.w^ stara ijii.azMiijV turova**) Schon die alten Grammatiker leiteten das mit fdO-tj unzweifelhaft verwandte Wort, welches im Allgemeinen jedes berauschende Getränke bezeichnen kann, von ab. Dass es bei Homer ganz gleichbedeutend mit olpog ist, beweisen mehrere Stellen. So heisst es z. B. ß, 379 von Eurykleia, die den Telemach zur Fahrt nach Pylos mit Reisekost versieht: am ist entixd ni o Ìv o v tv (tfitfiicpookvair ucpvfftrtv, und A. 746 erzählt sie diess selbst mit den Worten : nóoov Si oi òca èstéktvsv, ah o v stal /ti O v rjSv. (Vgl. »/, 179 pi&v, 182 oivov; i, 9, 162; //, 23, 30; v, 50, 53.) Die nach Döderleins Glossar. 2253 aus der Form nónv (ninwM zu nivuv von »mm») herzuleitenden Synonyma notòv, nori^ nòni können bei Homer neben trixo^, ßoo'>fxrj, ßQnücii, iSt/zv<; (A, 470. !>, 432 U, 323. A, 630, 780. T, 210, 231, 306, 320. =/-, 57. Sì, 628.’ «, 191. S, 788, t, 201. f, 246. 0, 485. st, 384. n, 320. o, 490. q, 603 und öfter) als Bezeichnung für Speise und Trank nur von Wasser und Wein, oivog àfijiihvoi, verstanden werden ; denn alle Surrogate des edlen Rebensaftes wie : Gerstentrank, l’alinenwein u. ä. hat der Grieche, mochte er sie auch bei anderen Völkern kennen gelernt haben, Dank der ihm so reichlich zuströmenden Gabe des Dionysos in seiner Hei-math fortwährend verschmäht. Für die weite Verbreitung des Weinbaues in den griechischen Landen zeugen viele Stellen der homerischen Gesäuge: Im stutdXoyo^ vtoiiv nennt der Dichter das traubenreiche Arne in Thessalien (jioh fTTixi) 17.01' '-/on/i', h\ 507 ;) das vieltraubige Histiaea auf Euboea.***) (mhxndt}>vXov >'/ laxiatav B, 537;) das rebenreiche Epidauros in Argolis ((t\mt-Xótvx 'EniSuvQov B, 561.) Von Lemnos brachten, hergesandt von Euncos, Schifte den Wein, welchen die Achäer erhandelten, um sich, nachdem sie das Lager verschanzt hatten, gütlich zu thun (vrju S' ist At'ifivnio nanivzairav nivov ayovrrai II. 467.) 0, 230 ft', wird der vollen Krüge gedacht, vor denen iv At^vm die Achäer, ruhmredig gemacht durch den Wein, sich vmnassen, je einer gegen hundert der Troer stehen zu wollen. /, 152 nennt Agamemnon und 294, dieselben Worte wiederholend, Odysseus das weinreiche l'cdasos (llijSairov àfimXótaaav)****) unter den messenischen Städten, die er nebst anderen oipoij, vinum. Habet nomen ab ovtvtjiii, juvo, prosum; n am nihil est in rebus humanis utilius bono vino ciboque, unde et is dicitur ovtlttQ etc. Damm. lex. Homerie. **)Dictum ergo sic vinum, quatenus remittitur eo animus et exsolvitur curis. Damm. lex. Homerie. ***) Das spätere Orcus (SÌQsói). Siehe Forbiger, Abriss der alten Geographie p. 4."-.'). »***) Vielleicht das spätere Methone. Siche Forbiger, p. 443. Schätzen dem Achilleus zur Sühne des an ihm begangenen Unrechtes anbietet. Von seinem Vater Tydeus erzählt Diomedes 5, 121 ff., dass dieser, einer Tochter des Adrastos vermählt, zu Argos wohnte, reich an Gütern, unter denen nolhn 8s qvtwv saav onyuroi dfiqk; wobei nach der Erklärung des Schob D zu ooyatoi (ooyog, t/'pyro) = ui tninnyoi qvrtiai wohl eben SO wie w, 245 auch Weingärten gemeint sind. Dem Meleagros bieten I, 579 die ätolischen Greise, um ihn zum Kampfe wider die Knieten zu bewegen, fünfzig Morgen des kalydoniscben Gefildes an, von denen die eine Hälfte Ackergrund, die andere aber Weinland sein sollte (nsvTrjxovróyvov, rò fisv yuurv oivonsdoio, ijfiiav 8s ipilyv do oc* iv nsSloio rnfistrOni). Auch in der Heimath des Odysseus, auf der bergigen Insel Ithaka, fehlte es nicht au Weinpflanzungen ; heisst es doch a, 192 vom alten Laertes : — tir dv /uv xdfiarog xard yv'm Idßijirir sQnvgovz drà yowòv dlcofjg oivonsdoio. (Vgl. I, 193); mul Athene preist r, 244 Ithakas Fruchtbarkeit an Korn und Wein : iv für yi’aj oi trirog äOtacpnTog, èr 8t rs oìvog ylyvsrcu (vgl. «, 246). Des auf griechischen Schiften aus Thrakien hergeholten Weines erwähnt Nestor /, 71 (nlsiat toi. oivov xluriai, iòv vrjsg \4yaimv yfidriat Oorjxij&tr in troia nóvrov uyovair). Alis der eroberten Stadt der thrakischen ICikonen hatte Odysseus als Beute köstlichen Wein in Krügen mitgenommen (/, 165). Dort, nahe am Hebrus, auf den Höhen des Ismaros, war jener duftige, wunderkräftige Wein gereift, von dem Maron, der Sohn des Enanthes, welch letzteren die späteren Dichter einen Sprössling des Dionysos nennen, dem Odysseus geschenkt hatte, und dem dieser seine Rettung in der Höhle des Kyklopen verdankte (/, 197). An das weinreiche Thrakien gemahnt aneli der kunstvolle Becher, den als ein fiéya xrinag dem Priamos (P- 234) Qofjxtg nooov drSiisg s^salyv ilflóvn ; denn nach der Ansicht des Schob V. cog qilonorai oi Qoä.xtg norr/iita Xarn^ovrat. Auch Phrygien, die kleinasiatische Landschaft, heisst die rebenreiche ((frovylyr sigrjlv&ov dimtlósoaav, r, 184). Die Lykier schenkten nach Z, 195 dem Bellerophon Saatfelder (agoviitj) und A\ eingärten (q vTiihrß als rtftsvog slgoyov allwv; und M, 314 gedenkt. Sarpedon, der Lykierfürst, seines reichen Besitzes an Ackergründen und Weinpflanzungen an den Ufern des Xanthos. Die Insel JZvqiij, nach den Schob o/a rcov Kvxludmv, i: nao loh Ityoftivy àivoa, nach Anderen die Landzunge von Sieilien, auf welcher später die Stadt Syrakus erbaut wurde, das Vaterland des Eumaeos, wird von diesem o, 406 als oivonhi&rjg gepriesen. Dass Auge und Herz des Griechen sich erfreuten am Anblicke des Weinstockes mit seinen schwellenden Trauben, das wusste der Dichter wohl ; darum versetzte er die lustig grünende Rebe auch in das paradiesisch geschilderte Mährchenland der Nymphe Kalypso (y 8' avmv rtrdrvmo n toi ansiovg ylaqvouio y ,u f q I g yßci « a a, rt 8 y l s i 8 s a zu q vir] m r s, 69),*) sowie in das Wunderland der Phäaken, in den von den Göttern reichgesegneten Garten des Alkinoos y, 121 ff. Den Kyklopen, die weder pflanzen noch pfliigcu (ovrt q rrtrovaiv ytoair qvriiv ovt itnöaxrir i, 108), schenkt Zeus *) yfisiflg y ß oi co it a' ryv d untili v tinti’’ unidg 8s irravOa n) ovo/ut’ no hg tirri8tamulyr rfjg liyoiag. Schob E. P. Q. gleichwohl nebst dem Getreide auch Wein aus giessen, vollen Trauben (oIvov ini(TTci(fv).oi’ i, 111; vgl. i, 358).*) Von der dem Lande der Kyldopen nahe gelegenen Ziegeninsel heisst es i, 130 ff: „Kämen nur erst Pflanzer auf das verödete, menschenleere Eiland; gar bald entgrlinte der fruchtbaren Scholle die freundliche Rebe.“ Der Grieche dachte sich also den Weinbau als ein unfehlbares Consequens der Bodenkultur. Es galt aber auch der Wein, gleich dem täglichen Brote, fitrein unentbehrliches Lebensbedtirfniss. Ein Beleg hiefttr bietet 193 ff. Odysseus im Bettlergcwandc sagt dort zu Emnaeos : inj fttr vir rtöir (ni yoóror rj fi t v (dcoärj ■ijd't n ( i'> v j’kvxtoòr xkutitjs trrotrOtv tornir, SnirvtrOai àxtorr', a/J.oi 3' ini toyov (not tv' (irfidiioi xtr intim xai tìq inavtòr anuria ov ti dianorf^atui ksyarv (uà xrySta x. r. Ä. Der Wein giebt dem Manne Kraft, und der Dichter nennt ihn deshalb 3, 622 tvrjro.it> d. i. dem Manne wohl bekommend oder (wie /nixos tvrjroio r, 19) dem Manne wohl geziemend.**) Der Stärkung durch Weingenuss gedenkt Diomedes, da er, mannhaft resignirend auf den Beistand des unversöhnlichen Achilleus, die Achäer an die Kraft des eigenen Armes verweiset : tir fttr xoiftqtraaOt rtraonófiivoi ifß.or tjoo trkov xai oi’roio' z t) y tt g fiivog iati xni àXxrf /, 705. Der letztere Vers kehrt wörtlich wieder T, 161, woselbst der besonnene Odysseus den in seinem Verlangen, Patroklos Tod zu rächen, ungestümen Achillei/S mahnt, die Achäer nicht rrftrtiug zum Kampfe mit den Troern anzutreiben (ov yàg àvrjg ngónar runo ig rji/, tov xataSvrtn àxfitjvog tritolo dvrrjtrttat arra uttyttrdar 163); vielmehr dieselben aufzufordern, sie möchten zuvor an Speisen und Wein sich gütlich tliun, denn nur ein *) t (i i ax utftv Xo f zor ix ttltiov xai tvrgaqovg rrraqv/.rjg ytróutror. xcd yào àytjiu u/int).og fiixgàr qtgti zijr trraqvbjr. Schot. T. Wie die Kyklopen es anstellten, den Traubensaft zu gewinnen, das ist freilich nach dem, was sonst von diesem kulturlosen Nomadenvolke gesagt wird, schwer zu denken. Voss, mytholog. Briefe, 4. p. 28, versucht die Sache so zu erklären : „Unge-wartet wuchern die edelsten Reben im Lande der gesetzlosen Kyklopen. Zwar auch in der Wilderung trugen sie grössere Trauben als die gewöhnliche Waldrebe, und mancher Kyklop mochte, wie Pharaos Oberschenk, die geschwollenen Beeren mit der Faust in sein Melkkübel zerdrücken. Aber was man Wein nannte, war geistlos und flau. Wie entzückt nun musste Polypliemos das Getränke des Odysseus einschlürfen, welches ihm gegen den schalen Landmost wie Nektar und Ambrosia schien (i. 359),“ Gewiss ist, dass der Dichter gerade dadurch die Kyklopen als ein barbarisches Volk kennzeichnen wollte, dass er sie ohne alle Kenntniss des Acker- und Weinbaues flttitcrt m noi dótti (i, 107), d. h. in unthiitigem Vertrauen auf die Gunst der Natur hinlebon lässt. **) tvtfvotin o hör' riiv tlvSgtiar nagiyorra, rj ròr tlrSgtiag ntginotrjtixt'ir, ix toi xurà xai gor n ir str (ha. rj ròr Xtntòr xttl tSiaqurij, ùnò tov tv ir uvtm tigtir, notti àrTidintrzuhjr rui naytog xni dvtrtinàtov. Scimi. B. E. Mann, der da oivoto xotteotsdfievog xaì iàwdrjg dvdqdtn dvgusvieotn navrjfiéQiog noXsfil^ij, sei des Sieges sicher (170).*) Daher auch Hekabens in mütterlicher Sorgfalt an Hektor gewendete Bitte : aXXd [tir, ór/ (tu xi rot tiiXitjdia olvov ivtixm, dg aneiar\g z.hi naztti xai dXXotg dOavdrottrtr notürov, ennra dì xavròg òvrjaeat, cd xi nir\o{Xu. dräoi Ar xtxftrjMTi ftirog fitya nlrog digit, 16g rvvtj xixfxzjxug dfivvtov troiatv ezrjtnv. Z, 258 ff. Auch dem arbeitenden Manne stählt der Wein die Kräfte. So heisst es von den Pflügern auf dem Schilde des Achilleus (2) 545 ff.): roiat d' inen ir //otri dina; niXir/ding olvov dtirxiv ccrr/y intcoV roì dì ozoiifjauxov dv öyuovg, iifitro; moto ß udii tj g t ibrov ixiaiha' und der Schol. B. bemerkt dazu : nXomiov ó dyottg, nati 'òr norovm /iit’ avXaxi; oft eg iv ßdArt rfjV yljv, draxztävzat de avzovg riß mir m. Der verwundete Arzt Machaon geuiesst nach ./1, (524 ff’, das aus pramnischcm Weine bereitete Kraftmus und wird S, 5 von Nestor ganz bestimmt aufgefordert : dXXd nv ttir rvv nivi y.aitijjtirog aUhtnu olrov, was freilich älteren und neueren Erklären! gar seltsam schien.**) Selbst für das zarte Kindesalter mochte nach der Diätetik der homerischen Menschen der Wein — selbstverständlich mit der Beschränkung : „est modus in rebus“ — als gedeihlich gegolten haben ; wenigstens spricht hiefür die schone Stelle /, 485 ff. wo der greise Phoenix seinen Pflegesohn Achilleus daran erinnert, wie dieser, auf des Erziehers Knieen geschaukelt, Speise und Wein genoss und mit kindischem Ungeschick Wein auf dessen Kleid aussprudelte (— ineì ovx è&éXeoxeg dfi aXXto ovx ig dun iivni oir iv uiydoottn ndtrao&at, naiv •/ on dr< den’ inoiatv iytls yovream xtiOiotrag otftov r dnntjxt nttoraucòv xai olvov Inttjytov. noXXaxi fioi xaridivaug ~inl rnijxXetTtTi yjrwra tnr o v dnoßXv^mv iv vrtntir\ aXiyttvfj). Aphrodite *) Kai JIXdzoov ir zoig vófioig cpzjtrl mòrta tov dv&Qionov iXeto ti t/ nttoreoov ylvttj&ai, dyaOtòr re iXnidtov xuì dvvdfitmg nXzjoovtjxttii' natìórjtria; yao ukttorzai xuì iXivOiolag ndoijg xai dtpoßlag, toi,- eine iv xuì noäl-al ti dóxratg eyer ò&ir Aaxe-dca/iónoi dxoazonorovvreg ònXlg orzai. Schol. BV. **) Der Scholiast (BLV.) bemerkt zu ersterer Stelle : or deovzag, ifucriv, ò Mayawr, xai zavra turno; cor, ròv xvxcòà nttogt] ioerai, tTvvetJZtSra ix uiXarog oivov xai rvoov ìntxixvrjtTfiivov xuì «/. / /rtor qpXiyftattódt] dì taira xat noXiftta rotg rtjavfia-ziutg. Oline auf die in dein Nachfolgenden von dem Scholiasten selbst vom Standpunkte damaliger Iatrie aus versuchte Widerlegung dieses schon im Alterthume mehrfach besprochenen Einwurfes (vglch. Platon, de Republica lib. III. 405, E.) einzugehen, heben wir aus dem Scholien selbst nur die Worte heraus : ov noog xhoa-neiav d.XXd noòg dvdxftvgtv idtdozo rò nòna, und berufen . uns übcrdiess auf die von der Diätetik und Therapie späterer Zeiten wohl ziemlich verschiedene Gesundheitslehre und Heilkunst des homerischen Zeitalters. Oder ist es vielleicht nach dem, was heut zu Tage für die detXoi ßoozot gedeihlich scheint, minder auffallend, wenn es kurz vorher (v. 621) vom greisen Nestor, vom verwundeten Machaon, die beide vom Schweisse triefend aus dem hcissesten Kampfgetümmel zurückkehrten, heisst: rot d idtjtö dmifivtrorro /mercor, or dm noti nroifjV natta (tir aXog ? — Beklagt doch auch bei Sophokles der Chor den an der entsetzlichen Wunde hinsiechenden Philoktet (v. 715), dass er in seiner trostlosen Verlassenheit fitjÖ oivoyvzov nttiftuzog rrjO-i] dexirn yoovto. ' ' 2 ernährte nach dem v, 66 ff. erzählten Mythos des Pandareos Töchter rvpcò xaì fiéXm ylvxtoù xaì gdii oi'vco. Auch die Jungfrau Nausikaa nimmt, als sie mit den Gefährtinnen auszieht, die Gewänder im Strome zu waschen, nebst der Tageskost Wein im ledernen Schlauche mit f. 77. Sogar dem Bettler gewährt man, nicht zufrieden damit, seinen Hunger zu stillen, Labung am herzstärkenden Weine : ab. ineo, xhairjd ion tv, /spor, óqpa xcù avrò g, airov xaì o'ivoio xopeaaà/ievog xarà Ov/iòv, ttni/g x. r. ?.. 45 (vgl. o, 312, 391. o, 12. v, 136, 378.) So erquickte und kräftigte sich Jung und Alt, Reich und Arm durch die köstliche Gabe des Dionysos. Hektor fordert in der Apostrophe an sein Viergespann (0, 185 ff.) sogar die feurigen Renner auf, sie sollten, nachjagend dem flüchtigen Nestor, nunmehr die Pflege vergelten, die sie Andro-machens Sorgfalt verdankten, da diese selbst eher als ihm, dem Gemahl, den Rossen /leXicpQova nvoòr eOtjxtr oirór t iyxtprtaaau meìv, ore Ov/iòg droóyoi.*) Dem Menschen, Uber dessen trauriges Erdenlos düster genug Zeus selbst (P, 446) sich äussert : ov /tir yàp ri nov iariv òtgvptórepor àrdoòg niirrmv, òrma re ytàav ini nvetei re xcù ipnti,**) galt des Dionysos herz erfreuende Gabe zu allen Zeiten auch als Panacèe gegen Leid und Sorgen. Was in dem Horazi-sten „Dissipat Evina curas edaces11 ,*■'*) beiAthenaeus II. 1. p. 35: „olvóv roi Oeoì n ottica v untar or OrtjToìg ùrOptanoiair ànoaxtòtiaut /leXedoòrag“ und sonst SO oft sich ausgesprochen findet; das lag denn auch bereits in dem Gedankenkreise der homerischen Menschen. Zeugniss hiefitr seien zunächst die von Homer, der, wie Horaz (Epist. I. 19, 6) meint, „laudibus arguitur vini vinosusf“, gebrauchten Epitheta zu oirog. Es heisst aber der Wein bei Homer : ridv norog (ß, 340. y, 391. o, 507), cujus potus est suavis, angenehm zu trin- *) Peil letzteren Vers (i 89) haben nun freilich schon altere Erklärer als seinem Inhalte nach ungereimt verworfen : y tirno rarog ini inncov o ar i/o g, ort oiror innoi ov nirovai. xaì ore Ov/iòg ùrióyoi eig fiiOr/r yehitor. xaì nuoti 'Aotaroq ùvei ti iter tirai. Schol. A. Eustath. pag. 707. 6 ff. spricht für die Echtheit desselben. Auch an erkünstelten Erklärungsversuchen fehlt es nicht : i Oer tirat dt ro „atror r iyxsQaauauòri ov avrr/Otg iilvov nireiv innovg, xaì diti ri) „ore Ov/tòg nvmyoi“• xpvypòr yàp xaì rovro ini inniov. earir ore vnenßaror. v/tir no or io mg negar nuniOtjxtr ij t/ioì ròr avròr nvpòr eOtjxtr, oivór r iyxtpuaaau meli ore Ov/tòg ùrciym, ir r; rii nvoòr eOr/xtr lino xoirov. Schol BL. Mthrjdiu nvpòr edovreg werden auch K, 569 die Rosse des Diomedes genannt, und was die Beimischung des Weines anbelangt; so dürfte diess minder seltsam erscheinen, wenn man damit den auch heut zu Tage vorkommenden Brauch vergleicht, Pferden, zumal wenn man sie eilig Bittern muss, ein in Wein oder Bier getauchtes Stück Brot zu geben. (Siehe : Lenz, Naturgeschichte I. pag. 512.) **) n/.eorexrovfitr ytio rcSr folce» nò biyt attui /tarai, lii.hl xunì noi.').a tvdeiarepot ia/itr, ir avrai dè ip doxov/itr nltnrtxrtìr, ròr àrri/.rjxfitr rwr xnxùr notov/itOu. dtddaxu ovr /ti/ jiiya cfooreir. eyti de tornar tur ò b'iyog vnò Otov Ityó/itrog. Schol, B. Cf. Sì, 525: àìg yàp tntxXtóaurro Otoì dubitai ßpnroiatr, Ìtóar à/rv/iirotg• avrai di r' àxridieg eìatv. ***) Cf. Od. II. 11, 17. Cf. Od. I. 7. 18 et 31. I. 18, 3 ss. II. 7, 21. 111. 21, 17. Epod. XIII. 17. Satir. II. 2, 125. Epist. I. 5, 18. I. 15, 19. ken.*) ri S v g, suavis, wohlschmeckend (y. 51. S. 746. 265. -t, 357, 468. 477, 519. n, 30. q, 533). ;-Aix<(>0r (/itfrv) = ylvxv nur an einer Stelle: 194; süss, lieblich , im übertragenen Sinne wie ylvxtgog vmog K, 4. P., 3. rrÌToi; A, 89. vóaTog ■/, 323 u. ä. /it'/.i r/dr/g (ciStiv, rfiuv: r/drov oig uüu) honig-stiss (4 346. Z, 258. A, 579. M, 320. 2’, 545. y, 46. ,, 208. I, 78. n, 52. er; 151, 426. t „ 6 v Ovjiòg švtmv&k r/ dvmftig xai i) nooOvjùa. Schol. H. ****)Ut male sanos Adscripsit Liber Satyris Faunisque poetas, Vina fere dulces oluerunt mane Camo enae. Hör. Epist. I. 19, 8. Cf. Od. III, 25. begeisternden Wirkung des Weines wird wohl gedacht. So stellt ft, 70 der Herold vor den Aöden Demodokos, als er berufen wird, das Gastmahl der Phäaken durch seinen Gesang zu erheitern, den vollen Becher hin, msiv 6n ftv/iòg dvmyoi. Vglch. «, 157; ft, 99; i, 6 ff: <>, 270, 005: q, 430. Hinsichtlich der Cultur der Rebe und der Praxis des Weinbaues überhaupt erfahren wir aus vereinzelten Nachrichten der homerischen Gesänge etwa Folgendes, qvxaXiTj bezeichnet nach Eustath. (907, 37. 1707, 58) im Gegensätze zu dem Ackerlande («oovpr/) die Baum-oder Weinpflanzung. Auch Döderlein (Glossar. 2221) nimmt ztiyi'ov nnoßtßXtjtca. Es ist aber diese Rebenpflanzung ein „Weinberg“; denn der eine Pfad, der über dieselbe hinführt, wird v. 565 dxuQnixóg genannt, welches Wort Döderlein (Gloss. 669), anknüpfend an das lateinische terere viam, durch die Ableitung von xtitjtiv, xnißeiv óòóv als „Bergpfad“ (callis) erklärt, indem das an lautende « als ein Rest von ava — aufgefasst wird. Belege hiefür bieten P, 743 (namu-Xótooav ùtctQnóv) und £, 1 (noo/rißt] xory^tiav àiaQ7ióv). Dass aber nur ein solcher Steig über den Weinberg hin gebahnt ist, das veranlasst den Schob B zu der Bemerkung : onwg oi fir} di avxt/g ìónig xcudcfjCOQoi <óg xXimat tltv. Richtiger erklärt wohl Fäsi, es solle dadurch angedeutet werden, wie gut der Raum für seine eigentliche Bestimmung benützt ist. Die Reben, schwer belastet mit schwarzen Trauben, ranken sich empor an Pfählen, xdfia^i (v. 563): azvXoig, oi" kirn Jfi’X« oQfta naoankmflóxa tu lg ctfiniXoig. Schob D.** ) Das Bild vom Weingarten des Alkinoos (>/, 177 — 176) gehört wohl mehr der Phantasie des Dichters als der Wirklichkeit an und ist, wie Alles, was von *) Einige wollen das Wort in der Bedeutung von ?rj a/itrtXoqivxog : ccXcor/, in der von dXcag : dXmt geschrieben haben. **) Kccfia^ a xdfirur, reo ßaoti scilicet, quia quasi laborat pondere sustinendo. Alii per syncopen dictam volunt ex x«Xdua§, còg xaXdfioig dviyofikvmv xcòv xXqfidxoov, quasi arundinibus sustineantur vites. Damm. lex. Hom. dom Insellando Selleria und dessen Bewohnern erzählt wird, in s Wundersame ausgemalt. Da werden zu gleicher Zeit reife Trauben gelesen und gekeltert, während an anderen Stöcken eben die Klüt he vergeht, an anderen die Beerei! sich langsam färben. Gleichwohl enthält auch diese Schilderung Belehrendes über die Praxis des Weinbaues, rijg (àXurjg ) izioor /itr OiiXómdor /.ivo oj tri ioloco rinmrni ijtXiw (v. 123). Was heisst da zunächst OuXònidor? Die zahlreichen Scholien*) führen alle das Wort auf iHq, i/.tj, Sonnenwärme, zurück, und zuverlässig bezeichnet es einen „sonnigen Platz“ zum Trocknen der Trauben. Unerklärbar aber bleibt dabei die Wortbildung mittelst des anlautenden welches einer der Scholiasten für einen nXiovarrftóg, Stephanus für den Artikel, wie in Odzioor, hält; Nitzsch durch die Vergleichung von (tcoy/wg - - iaiyjiog — icoxij, nach Döderl. Gloss. 178 von ò'txóxav wie atfiMV aus čuifimr, Verfolgung), r] ó'icó$et. oi yào xarà ràgiv noQtvófievoi xut nootjyovjitvot xtvtjOtvrtg ini tiò /rx.tcionr tig ròv tvn öimxei, ärjlov uri ò OTtiacü rar ü/inyoGOtr tevrov xnxt'tvog rov n(io avrov xtd tq.iìgijg nüvrtg. Scliol. V. ÒqjìAthen. I. 15. d. **) Vglch. klorat. Satir. I. 7, 28 ff. Tum Praenestinus salso multoque fluenti Expressa arbusto regerit convicia, durus Vindemiator et invictus, cui saepe viator cessisset, magna compellans voce cucullum, und dazu die Beschreibung des bacclianalischen Treibens der Winzer von Ambrosius Leo in den Antiqq. et Ilistor. urbis ac agri Nolae, L. III. c. 14 bei Friedrich Jakobs, Lectiones Venusinae, XVI. ***) Ueber die Beschaffenheit dieser Gefässe siehe pag. 19. Transportirt wurde der Wein entweder in ledernen Schläuchen oder in Krügen. So bringen P, 247 die troisehen Herolde zum Bundesopfer Wein (laxai ir uìytioì. Kalypso versieht den Odysseus bei seiner Abfahrt von Ogygia mit Wein und Wasser in Schläuchen t, 265. Im ziegenledernen Schlauch legt Natisikaas Mutter Wein auf den Wagen (f, 78), als die Königstochter nach antiker Sitteneinfalt selbst ihre Gewänder zu den Waschgruben fährt. Auch den gewaltigen Wein, dem Polyphem, das Ungeheuer, erlag, hatte Odysseus «ffxro ir uìyet'a) mitgebracht i, 196.*) Telemach aber, als er auszieht, nach der Wiederkehr seines Vaters zu forschen, nimmt nach ß; 290, 349, 379 Wein in Krügen mit (ohor ir ri/iquipopev/n**); eben so Odysseus beim Abzüge aus der eroberten Stadt der Kikonen i, 164. Cf. i, 204. Vom Weinbau del ist die Rede //, 47! fi'., welche Stelle zugleich den im homerischen Zeitalter noch auf reinen Tauschhandel beschränkten merkautilischen Verkehr veranschaulicht; denn es heisst da: en'hv uq oirl^orro xuQljxo/iówrTli tfumi, uu.oi fiiv pc).xixi, u).h>i Ö’ tuthovi mä/joa, dt òiruì,', SXkoi d' tcvrijtji ßotmrir, a).h>! d' itrdnanodfffiTir. oivl^ta&ai hat also an dieser Stelle die Bedeutung „sich Wein erhandeln“, während es 6; 506, 546 einfach das Herbeiholen des Weines bezeichnet. Für den bedeutenden Weinbedarf im griechischen Lager, deni die Hellenen durch eine nach dem weinreichen Thrakien unterhaltene lebhafte Schifffahrt zu genügen suchten, zeugt /,71. Nestor sagt dort zu Agamemnon : nltial toi otrov xholai, tòv rfjig \Ayu«5v 7judriai (j(irix.);ihv in’ tvrtia nnvrov ayovair, wobei r]u> terrà pjrjirOai npogrjxti, itTToxtirrOai nè tifiiMTtija tig i£ai(/tTor pjóror, Schol. E. Q. xQìjiTTÒr t/fl-og vnoqnirei. ov yao ror xtiXharor, to.hl nìv fttr' éxhror äivieQor aizt't, top dt npotiQtvorta rcii nauti q vktiaaei, Schol. M. Q. V. späterer Zeiten, die Weine von Peparethos, Kos, Thasos, Lesbos, Naxos, Chios, Ismaros, und wie die berühmtesten Sorten sonst noch später biessen; es ist überhaupt nur von oivog die Bede. Eben daraus möchten wir auch schliessen, dass das Epitheton nnd/ivttog nicht die Pflanzstätte des also benannten Weines (obwohl einige als solche ein Weingebirge Pramne in Karlen, andere einen gleichnamigen Felsen auf Ikaros erwähnen) sondern irgend eine Eigenschaft: Farbe, Geschmack, Alter u. ä. bezeichne. Aus pramnisehem Weine bereitet A, 639 Hekamede für Nestor und den verwundeten Machaon, und x; 235, 316 Kirke den Gefährten des Odysseus das stärkende Weinmus. Also nur dort, wo von der Bereitung des xvxtav*) die Bede ist, wird dieser Weinsorte gedacht. Darnach gewinnt von den verschiedenen Erklärungen der Schol.**) diejenige die meiste Wahrscheinlichkeit, nach welcher unter obiger Benennung <<770 roi naoaitiniv gut abgelegener „alter“ Wein zu verstehen ist.***) Dass alter Wein (ri nano tag, wie Athenaeus/. 29, d ihn nennt) wie in späteren Zeiten****) so auch damals schon hoch im Werthe stand, dafür zeugt ß, 341, wo der von der treuen Schaffnerinn Eurykleia für Odysseus, unofltv el&oi {lavutov xal xijijag dlvi-ag (352), sorglichst aufbewahrte oivog naia iòg tjdvnorog ein lauterer Göttertrank, axprytov (Hior norór, genannt wird. Eilfjährigen köstlichen Wein bringt y, 391 die Schaffnerinn für Nestor und dessen Söhne zum Weihgusse zu Ehren Athenens. ytr/owiog oivog, der erwähnt wird /, 259 ; r, 8*****), war der den Gerollten, die der Oberkönig zuweilen, um ihres Batlies zu pflegen, zu einem Mahle versammelte, bei dieser Gelegenheit kredenzte Wein. So fordert (/, 70), als die Gesandtschaft an den Achilleus berathen werden soll, Nestor den Agamemnon *) xvxeoiv von xvxi'01 (yj'.oi, fìtti rà iv avtep xvxoiiikva eidij') erklärt der Schol. D zu A 624 : errri di diijjovg la/ta 6 xvxkcov ix dtacpoowv eìfìiàv (TXivafco/ttvog. Es war ein Labsal für Erschöpfte (jotg xaxonaOovai ydp tntrrjfìnog <> xvxtoiv, tooiprjv dfia xal noròv èymv. Schol. BLV.), bereitet, wie aus A, 638 ff. zu ersehen ist, aus pramnisehem Weine, Ziegenkäs und Mehl, das nach A, 641 (nt via trat 6' ixklkvm) als „Trank“ betrachtet, dagegen x, 290 toi xvxsm, ßalikt »’ iv qtuntaxu ahoi ) „Speise“ genannt wird. **) Schol. oi /tip IibImvi, oi fìi yivog a/tnélov, oi fìl avarr/pù, 01 di noavvovti to /tévog, oi fìi /tovi/iM. BL. rftoi rw npavrovrt rag eppivag, ?)' nalauò, ànò rov napa/ttittvtjxirai' r] ànò stdovg danilov ovtoì xalov/tkvt/g. oi dt top ano 70)v dvadsvdpàdoiv ilnov npi/tvov yàp t)}p vcptriv xalovaiv. allot dt ano IIpàjii'T/g kinov' ripàfivtj di óoog ir ri/ Kaoni oivoqiopov. Al), oi da ir Ixapoi nirnav IIoà/i vtjv, fv rj nonnoi1 ecpv a/intlog. V. ***) Notat vinum vetus et generosum ; nam nomen est a napaptvktv, perdurare, nec perdere vires aut bonitatem vetustate, sed potius augere in annos : oti kig nalanoaiv napu/t tvtt xal /ttj /nraßdllki. Est ergo quasi naoautreiog, per syncopen. Damni, lex. Homer. **♦*) aivki di n alat òr /tir oìvov, àv&tu d’ v/tveov rf cor t oror. Pindar. 01. 9. 52. *****) yspovtnov oìvov' ròv èvii/toig àvò'pdm didóftsvov. Schol. V. auf: dalvv daha yioovjiv eoi)té roi, ov toi àeixég. riküai rot oi'vov xXiffiat x. r. X. An diesen Gerontenwein, an dem die berathenden Fürsten sich erquicken, gemahnt wohl auch P, 250 Menelaos die Kampfgefährten, da er sie aufruft, die Leiche des Patroklos den Händen der Feinde zu entreissen : cJ ytloi Aqyiitov r/yr/rontg tjdì fiiSovreg, 01 rt mio AtqùSije Ayafitfivovi xal MsveXdbi ätjfiia n iv ov a iv x. r. À.*) Ob man es bereits verstand, den Wein durch gewisse Zusätze angenehm und duftend zu machen, wie man in späteren Zeiten Honig beimischte oder „Wiirzwein“ (roluua) bereitete ; darüber findet sich keine bestimmte Nachricht. Bemerkenswerth aber scheint ß, 329 : — or/o’ evOev fl-vfioqiftoQa qitiftfiax' tvtixrj, iv ÒÌ ßüb[ xot/Tfjiii xai rjftéag mivrag olicnry und A, 220, nach welch letzterer Stelle Helena in den Wein wunderkräftige Würze ( v&qós***) 165; i, 163, 208; u, 19, 327; v, 69; n, 444), dunkelroth, von iyev&w (ai'/ian yniuv irfhvOwv J, 394), und fislag t, 265; i, 196, 346. Dass ai'ftoxfj als Epitheton zu otvog****) nicht die die Adern schwellende Gluth*****) sondern die „funkelnde Farbe“ des Weines bezeichnet, wie neben /jò.xóg /], 495; 562 *) ó‘t tu nana roi dtj/iov i^aioira>g ò'itìófitva rolg ßamXtvffiv. Schul. A. ra ix tcöv xotvwv xai lirj^iocriaiv %Qt](iuTa>v yoQrfyovfiiva, zoig ßaffiXsvffiv. Schul. B. Cf. >- 185 fi'. Nitzsch, Anmerk. zu letzterer Stelle. **) Plutarch, Symposiac. I. quaest. I. 4: rnvro yilo (wg soixs) rò vrjtievflèg cpaQfiaxov xal itvoidvvov, Xóyog è'%(ov xaioòv àofió^ovra roig vnoxufiivoig naOiat xai npaynaaiv. — Eustath. zu dieser Stelle. ***) oivov Ìqv&qov" ròv noiovvra rà iovfl(ti< fj roiovtov xara rr/)1 yooutv. Schol. ß. **♦*) A, 462; d, 259; E, 341; v?, 266; A, 775; V, 237, 250; Sì, 041; ß, 57; y, 459; 17, 295; ft, 19 (neben ìqv&qos); 447; o, 500 ; n, 14; (<, 580; t, 197; oo, 364. *****) Conjectaro me, vinum, quod semina quaedam caloris in sese haberet, essetqne natura ignitius ; eb eam rem dictum esse ab Ilomero ai fl ona oivov; non, ut alii putarent, propter colorem. Gell. lib. 17. c. ti. Niim quia vinum semina quaedam in se caloris habet, et ob eam rem Homerus dixit ai&ona oivov; non, ut quidam putant, propter colorem ? Maerob. lib. 7. c. 12. Argutationes istae sunt, aiflomt oivov vocat a colore saturi ori, bene coloratum : quod est signum boni vini ; etiam rubens, ut Ovidius appellat. Ernest, ad A, 462. den ausstrahlenden Glanz der Waffen, neben xanvóg x, 152 die feurige Röthe des Rauches ; dafür scheint auch S, 5: dkkà ai gh vvv nive xaOirutvog ai&ona. obov zu sprechen. Das Bedenken, welches die Erklärer darüber äusserten, dass der verwundete Arzt Machaon ganz gegen alle diätetischen Regeln Wein genoss,*) dürfte sich durch das beheben, was pag. 9 über A, 624 ff angeführt wurde. Dass aber Nestor dem verwundeten Machaon geradezu „feurigen, erhitzenden“ Wein zur Kräftigung empfehlen soll; das ist nicht leicht anzunehmen. Von Gefässen, die zur Aufbewahrung oder zum Verbrauche des Weines dienten, werden in den homerischen Gesängen gar mannigfaltige genannt. niOog (Ww, rigo, wässere), verwandt mit unserem Worte Bütte, Butte, vielleicht auch mit dem lateinischen fidelia, Topf, übersetzt man gewöhnlich durch „Fass.“ Das Wort findet sich ii, 527, wo von den zwei Fässern im Hause des Zeus**) erzählt wird, aus denen der mächtige Gott den Sterblichen die guten und schlimmen Geschicke zutheilt. ß, 340 und t/j, 305 bezeichnet es die Gelasse, in welchen der Wein in der cella vinaria auf bewahrt wurde, und aus denen er, um transportirt zu werden, in die dgcpicpoorjeg geschöpft wird (avrùt snemi o'i obov sv dgcpupogevaiv depvaaev ß, 379). An hölzerne Weinfässer ist dabei natürlich nicht zu denken, denn Plinius sagt ausdrücklich, dass man solche auch noch in seiner Zeit weder in Griechenland noch in Rom gebrauchte : (Urea Alpes licjneis vasis condunt, circulisque cingunt. Mitiores plagae doliis condunt. XIV, 21. Wahrscheinlich waren es wie die doli a und cupae der Römer grosse thönerne***) Gelasse mit einer weiten Oeffnung, so dass man daraus schöpfen konnte. Nach ■/, 392 (co'ßev TKfiit) sul dnò xqvdegvov skvaev) öffnet die Schaffn erinn einen nl&og, um alten, eilfjährigen Wein für Nestor herzeizubringen. Der Scholiast M. erklärt : g vntjoéng tjvoilgev ov dui rov ncàtiarog, dkkà dlà rrjg ònrjg, ìrpig èv éxdarov nitìov magari vnànpi, wofür alsdann unser Wort „aufspünden“ ein ziemlich äquivalenter Ausdruck wäre. Wenn sich nur auch irgendwo eine Erwähnung fände von jenem Schöpfgefässe, das, dieser Erklärung gemäss, die Stelle unseres Weinhebers zu vertreten hatte. Nitzsch will unter xggdegrov (rò màfia rov niOov geraqogixmg' kiy trai yào ml ini rti-pàv nókeeov. Schol. B. E. Qj) nicht den Deckel des Fasses sondern den Ring, der denselben festhielt, verstanden wissen, dpi cp icp o g ev g (dgcpicpogijeg) erklärt der Schol. zu ß, 290: xsQdgeoi ifrrar aiicportowOtv cpeoógevm, o èoriv ugcpwzoi, dioorot,*'***) und SO beschaffen mögen sic als „Weinkrüge“ gedient haben ß, 290, 349, 379; /, 164, 204. Aber auch steinerne Krüge, dgcpiyoorjeg kdfvm werden erwähnt v, 105f), und XP, 92 wie *) <àg tninokaiag dl ovaipg rüg nkqyijg, dga de xal dg tarong cor, xaracpgovei rrjg diahtfg xal ngòg rò nor o v ddiacpoQel. Schol. AB. **) domi ydg re niOoi xura.xeia.rai èv dmg ovdei dcóooov ola didcoai, xaxcnv, eregog de iatov. ***) Vglch. I. 469: nokkòv d’ ex xe od fi cor géOv nivero roìo yéoovrog. ****) nàv dónrov rò dnò dio fiSQcàv ßaaragogevov eidog xsQapiov. Schol. S. t) h’ dè xnrjrijgèg re xal dgcpupogijeg è'aaiv kui'voi, aus welcher Stelle zugleich ersichtlich ist, dass xotjtrjoeg und agcpiqiOQijeg als von einander wesentlich verschieden zu denken sind. co, 74 wird als gemeinsame Todtenurne, ó/itj cono;, die des Patroclos und Achilleus Gebeine umschliessen soll, ein /Qvmog àuqiq:oc>tvg genannt.*) Nach ß, 353, (ö'b'xhy.a d’ è'finì.^cov, xai ncófiuaiv unryov amivrag) wurden die ùiicpicponttg, als Weinkrtige gebraucht, mit Deckeln geschlossen. Nach Scliol. P. zu ß, 349 (luqitj ootvg wÙ.uku n) rniQu idiuraig Xtyofitvov yluoxior. ■/. o r> t r/ o, ein viel fassendes Gefäss, aus welchem der Wein in die Becher geschöpft wurde, zunächst, aber nicht ausschliessend, dazu bestimmt, um den Wein mit Wasser zu mischen. W, 218 ff. z. B. heisst es von Achilleus : ò dt m'tvwyog or/, i: g '/lyj'ù.tvg yovatov ix xorjTTjoog, floh’ dinug tlucf ixvnsXXov, olvov aqvatrontvog yafiddtg /is, und es ist doch gewiss nicht anzunehmen, dass zu dieser yorj der Wein mit Wasser gemengt wurde. K, 578 füllen Odysseus und Diomedes ànò dì xnrjTijQog n ulov tlcfvirrroutvoi die Becher, um Pallas Athene den Weiheguss zu bringen, wobei nach der Annahme, dass die Opfer aus purem Weine dargebracht wurden, gleichfalls an noch ungemischten Wein zu denken ist. Solche Ausnahmen beirren übrigens nicht die etymologische Deutung des Wortes, nach welcher es, abgeleitet ans xtnnv, miscere**], nicht, wie Andere wollen, infundere***), den Mischkrug bezeichnet****), der nach Döderlein, Gloss. 1067, von dinas und xvm/lov ebenso verschieden war, wie unsere Punschbowle von dem Punschglas, während der nachhomerische xva&og (cyathus) dem Punschlöffel vergleichbar ist. Ein Kunstwerk seltenster Art wird 741 der silberne Mischkrug genannt, welchen einst kunstfertige Sidonier Thoas, dem Könige von Lemnos, dui rr)r tr hfttvtm arnaiv, wie Eustathius erklärt, zum Geschenke gemacht, Euncos aber als Kaufpreis für den von Achilleus nach Lemnos zum Verkaufe geschickten Priamiden Lykaon 41) an Patroclos überlassen hatte, und der bei der Leichenfeier des letzteren von Achilleus als Preis für den Sieger im Wettlaufe aufgestellt wurde. Auch d, 615 und o, 115 wird solch ein xotj^o Ttrvyfitrog als ein Kunstwerk von hohem Werthe erwähnt, den Phaidimos, König der Sidonier, an Menelaos, dieser aber dem Telemach als Geschenk überlässt, dinag, der Becher, Pokal, meist aus Gold oder Silber 196; !!, 101; y, 41; x, 316 und sonst), ÌÌ, 234 wird ein solcher Becher, ein Geschenk thrakischer Männer, als fiiya xrioug unter den Kostbarkeiten aufgezählt, durch welche Priamos die Leiche llektors aus den Händen seines Bezwingers loskaufen will. Ein dinas rtrvyfiivov (h! mnm-rj/iirov') d. i. ein kunstvoll gearbeiteter Becher ist es, aus welchem Achilleus //, 2>5 ff dem dodonischen Zeus ein Trankopfer darbringt, flehend um Sieg *) Döderlein, (iloss. 10(17, spricht die Vermuthung aus, es könnte der tcfiq iq oytvg wie der TToóyoog als Scliöpfgefiiss, mit dem man den Wein aus den Mischkrügen in die Trinkbecher schöpfte, gedient haben ; so dass darunter nicht ein „Krug mit zwei Henkeln,“ a/ujurtg, sondern ein (tyytwv aftij uitoóiitvov zu denken wäre. **) xtoarijQy xtoiico, xioxg no o yu o tov tvoti) rjvai ttjv iiov noTt]ol(ov yotoo xtQuffiv tnirov. Schol. Alil). ***) Ergo xoarijii non a mixtura vini cum aqua sed a sola infusione nomen habet. Damm. +**+) xoijTfjOi dt nh’ov ftiiryoy /’, 2ß!>; "< l")1' V'"7/'01' xoiyn/off/ xui rdcoo a, 110. und glückliche Wiederkehr des Patroclos, als er diesen zur Rettung der von den Troern bedrängten Schiffe entsendet. Aber auch ein irdenes oder überhaupt werthloseres Trinkgeschirr kann dènti? bezeichnen, wie H, 480, wo es von den durch den Donner des Zeus zu besänftigenden Libationen aufgeschreckten Troern heisst : olvov S ix Ssnuwv yupuiSts yiov. A, 545 reicht der Schaffner den Pflügern, ónozs azttirpuvzis ixoinzo zsXaov doovorjg, zum Labetrunke ein Sinca; fuhijdsos olvov.*) xvnsl.l.ov, diminutivtim von xvnrj, Kufe, noztjQtov eidos itri zà sam xvnzov, ein bauchiges Trinkgeschirr, meist von Gold r, 248; /J, 345. I, 670; n, 142; ß, 396; x, 357. dficptxvjzellov, welches allzeit in Verbindung mit Sinns (Z, 220; A 656; T, 219, 656, 663, 667, 699; y, 63; />, 89; V, 153, y, -86), allein stehend aber nirgends vorkommt, ist eben deshalb als ein von dem Substantiv xvnelXov abgeleitetes Adjektiv zu betrachten und bezeichnet einen Doppelbecher (zò ùiupozioio&ev xvnzóntvov Schol.) d. h. ein Trinkgefäss, dessen Piedestal selbst wieder einen Becher bildet, ähnlich der 270 als Kampfpreis bei den Leichenspielen des Patroclos ausgesetzten /', 243 (xaì tu (lèv ir ypvatri qnalq xaì dinlaxi drgnit ffitoiiev**) die Todtcnurne, welche eben daselbst v. 91 (oL dì xaì Ita ria niti v opij aopòg ùpqixulvnroi) aogóg, und in dem freilich angezweifelten Verse 92 (cf. w, 74) -/piatog àpqnqoptvg, Si, 795 aber läpva£ ypvattt] hcisst. lI‘\ 270 (nipnzxo d' dpcflfftzov qnälgv änvpozov *) Döderlein (Gloss. 086) bezweifelt deshalb die allgemein angenommene Ableitung dos Wortes aus nniv und führt dasselbe, als entstanden aus anaaltj durch Verweiclmng des an in cp und durch Vokaländerung, auf anäv zurück. **) àyyu'rp Itßtjzoudu, ixntnlatvapivtp ävoifhv. Sehol. 11. s&tjxsv) und 616 (né/inzov d’ vneleinez’ àe&lov àficpt&tzog (pidlrj) hat man unter der von Achilleus als Kampfpreis ausgesetzten vpidlrj nach der Erklärung des Schol. A : ni zn men rjùv nozzfQiov, àllà ytvog zi lißt/zog ixnizalov ix navzòg jxéQovg dvvàftsvov eyeiv din KfKfi&ezov — ein Becken oder einen Kessel zu verstehen. Der Wein als zn nnznv xaz i^oyi/v bildete einen Hauptbestandteil der gewöhnlichen Mahlzeit, deinvov,*) und dieses Getränke ist ohne Zweifel gemeint in dem stereotyp!sehen Verse: aizào ènei nóaiog xaì idyziog é'por evro**) Reichlicher floss natürlich die edle Dionysosgabe bei ausserordentlichen Anlässen: einem Gastmahle, daizij, äalg (X, 217; t/, 50; H, 475; », 248);***) einem Schmause, danvg X, 496 ; einem Hochzeitsfeste, yiifiog 2’, *) Döderlein (Glossar. 2469) verwirft Benfeys Ableitung von denag weil das Trinken beim deinvov nur Nebensache gewesen sei. Es ist vielmehr anzunehmen, dass man während des Essens in der Regel gar keinen Wein trank, dass Speise und Trank bei dem griechischen Mahle nicht wechselweise genossen wurden, sondern dass man erst von dem deinvov d. h. von dem Genüsse der Speisen mittelst der Libation zu dem nnzog überging. (W. A. Becker, Charikles, /. pag. 451.) Um so berechtigter erscheint demnach Düderleins Behauptung, der das Wort deinvov wie danavtj, welches in der späteren Gräcität für deinvov üblich wurde, von dunztiv, zerreissen, herleitet, so dass es in nächster Bedeutung wie soeafia, TQoeptj die Speise, dann aber das Essen als allgemeinsten Begriff bezeichnet. Bass deinvov aber, wie Döderlein meint, am häufigsten das Mittagsessen bezeichnen soll, dem widerspricht die gewöhnliche Annahme, dass die Griechen nur zwei Mahlzeiten hielten : das Frühstück (zo nniozov Si, 124 ; ni 2) und das Abendmahl (zo SoQrtov I, 88; 3l), wornach deinvov, welches öfter, wie G 311; v, 390, statt izQiarov und ebenso, wie 176, statt doQnov gesetzt erscheint, wohl am besten durch das Wort „Mahlzeit“ wiedergegeben wird. Eai m-Oavòv idóxei, dlà zrn’ ini Otvriv coQav kqhtzov eòvo/idoffai, xaflànen zo avQiov. zò dì deinvov, òzi ziòv nóvcov diavanavei. noàigavzeg yàn ri detnvovaiv, y jitzalgv nnàzzovzeg. sazi dì xaì zovzo Tino 'O/ii/oov laßeiv, léyovzog" Iffiog dì dnvzóiing neo avr/o lónllaazo dslmov. Plutaroh. Symposiacon, lib. Vili, quaestio VI. 4. **) A, 469; B, 432 ; H, 323; I, 92, 222; Sì, 628; a, 150; y, 67; », 485; fi, 308; 454 ; », 143, 303, 501; n, 55, 480; (>, 99. ***) daizr/, dalg von daleaftai, Bewirthung, welche eine Einladung und einen Gastgeber voraussetzt, steht als Gattungsbegriff gegenüber den Artbegriffen eiianivt], ya/iog, zaepog, xd)fiog und bildet den Gegensatz zu enavog, coena collaticia, einem convivium olino festlichen Charakter und ohne Gastgeber, dem nach Verabredung und auf gemeinsame Kosten gehaltenen Pickenik. Döderlein, Gloss. 2468. Eilan/vtj, Zf fteyalzj evmyia, èv z\ xazn eilag xaì rìvrironif àg evtoyovvzcci. Enavog, zò ano avfißolyg deinvov. Schol. zu «, 226, Tàg Ova lag xaì rag lafimjozénag naoaoxevàg ixàlovv oi nalaioi eilantvag' xaì zovg zovzmv fieziyovzag eilamvaazag. Equvoi de eiair ai ano zmv avjißallofiivmv eìgaywyaì, ano rov avveniiv xaì avuq ìqsiv exaazov. Athenaeus, lib. Vili. 16. Auch Nitzsch, Anmerk. z. O., erklärt zu a, 226 (cf. », 466 if.) 491 ; a, 226; \p, 135; einem Pickenik, èoavoi a, 226; /., 4lo oder gar bei dem eigentlichen Trinkgelage eHanivr/ a, 226; K, 217; 415; 2’, 491. Das letztere Wort weiset schon nach seiner gewöhnlichen Ableitung*) von nivstv xar Hai auf die Tafelfreuden hin, die bei jedem Festschmause aus den vollen Bechern winkten. Kam solch ein Banquet auch niemals der lärmenden Lust einer comissatio gleich, so mag doch im Allgemeinen das Horazische ,,Genium mero curare“ (Od. 111. 17, 14) dabei die Losung gewesen sein. Die Theil-nahme an jedem solchen Festschmause, wie ihn die Könige, um sich gegen die Vornehmsten aus dem Volke und gegen Fremde gastfrei und splendid zu erweisen, häufig veranstalteten, wird K, 217 von Nestor als Belohnung dem kühnen Manne zugesichert, der es wagen würde, im Dunkel der Nacht als Späher in das troische Lager zu gehen. Das Einschenken und Credenzen des Weines (oivoyoiiv) beim Gastmahle war ein Ehrenamt und wurde als solches niemals den Sklaven überlassen. Es heisscn nämlich diejenigen, welche die Mischkrüge füllen und daraus den Gästen Wein in die Becher schenken ( 7, 470; /, 175; «, 148; y, 339) xovqoi, welcher Ausdruck nicht etwa auf Sklaven zu beziehen ist, sondern, wie bereits Athenaeus V. p. 192, B erklärte : xaì SovXoi ovfiüi ijv <> SiaxortjaMv, all oi vtoi 7mV iXivOiomv (nvo'/oovv xaì ra/J.a di memi naotnxtva^ov roti dunvov-<7o> ihvOtnot, von freigebornen Jünglingen, von Ebenbürtigen zu verstehen ist, welche in der Versammlung der ßam/.tii und Geronten das Ehrenamt des Mundschenken verwalten.**) Nach a; 109, 143 (xrjqvxti 8' arrotai xaì òror/ooì fteoanovrii — o tvor iutayov ivi xqi/rijqm xaì v 8 mo . . . xrjov!; 8 avroiiTtv fta/i inar/tro oivoyotvMv, cf. 1/, 163 sind Ilerolde und Gefährten, nicht aber Diener, die Schenken der Freier Penelopens, y; 390, 393 (ro?g if » yiomv iXtiovmv tivù xot/rijQa xioaontr oi'ror r/ih'Tróroio) erklärt Nitzsch: Nestor „lässt“ einen Krug zur Libatio» mischen; der Wortlaut gestattet aber immerhin auch die Auslegung, dass Nestor selbst, als der in Frömmigkeit waltende Hausvater, seinen Söhnen und Telemach, dem Gaste, den köstlichen Wein zum Wcihtrunke zu Ehren der toavoi sei ein gewöhnliches Mahl gewesen, wozu sich dem Könige näher stehende Männer bei diesem mit ihren Beiträgen eingefunden hätten. Jedenfalls musste es bei dem ènavog weit massiger zugehen als bei dem eigentlichen Trinkgelage, eiXanlvr/, wie aus den Worten Athenons («, 225) beim Anblicke des wüsten Treibens der Freier zu entnehmen ist: TG 8ai'i, rii ófttì.oi il8’ im.tro: rima 8i tre yotai; i'.t/.nm'v); r/t yti/ioi; in sì ovx inavoi rii 8 e y imi v. *) Döderloin, Glossar. 22(37 gicbt der Ableitung des Wortes tìXanivt] von Xanrav, t’XXa-m tir, rij yXairri/ n ir uv, schlappen, schlürfen, trinken den Vorzug und übersetzt dasselbe durch „Trinkgelage“. Athenaeus derivat a Xunruv, Sta ro lanrtxov rrji roiavrtji Xaunoàg nanaaxtviji xaì ro üanavov, quia evacuat loculos praebentis : Xarpvrruv enim et Xana£eiv et ùXunù£tiv est ixxtvovv xaì avaXitrxuv, unde et ra Xiq.voa dicuntur t« Staona^ófnva iv nò à).anu£ea()at, praedae in direptione factae. **) Nach Döderloin, Gloss. 757 bezeichnet xovooi, verwandt mit xoovnnur, ximvi, xoor-arói, zunächst den „waffenfähigen Mann“, dann aber auch ganz unabhängig vom Lebensalter den Kriegerstand, also den herrschenden Stand, den Adel, gleichbedeutend mit dem Stand der nn/.qrti j» der ältesten Verfassung Athens. Pallas Athene mischt.*) Dass zum Comfort eines genussreichen Mahles auch eine gewisse Anständigkeit und gefällige Formen des Schenken gehörten, dafür spricht o, 319 ff Odysseus in hässlicher Bettlergestalt (», 203) äussert gegen Eumaeos seinen Entschluss, er wolle hingehen, den Freiern seine Dienste anzubieten : dangtvaai re xal omijam xal oivo/opmi,. Eumaeos aber erwidert darauf: o> fioi, £elve, zh[ toi ivi (pQsrrl roizo vór/fia mXtto ; — ov toi toioid tialv VTZoSotjnrtjQt^ ixtivow, dXXd vtoi, yXctivag sv üfiivoi r;di ^izmvng, aiti óè hjiaooi xtqaXdg xal xahì noógesna, oi' (Tcpiv vnodQcowrnr. oivo^otveiv (oivoxostv), Wein einschenken, wird auch von den Mundschenken der Götter, dem Nektar kredenzenden Hephaistos A, 598, der dieses Amt z/, 3 verwaltenden Hebe sowie Y, 234 von Ganymedes gesagt, tòr xal dv^oil-ìpavTo fteoì dii (und wohl nur diesem allein) oiio%otvuv. Und doch heisst es E, 341 ganz bestimmt von den Göttern : ov ydo virov edovv, ov nivovd aiftona oipov; weshalb sie auch dvai\iovtg genannt werden, Unsterbliche, die statt des Blutes ijwQ durchströmt. Es lautet demnach vmtkq oivo-fotiv ähnlich wie innoi ißov-xoliovto T, 221; rngafiidug oixoöofitlv Herod. II. 101; ßov&vrtiv vv xal rodyov Aristoph. Plut. 819 u. dgl. m. Aehnlich ist auch t, 93 (xEpawe dè véxtaQ ìqv&qóv) der Begriff von y.todvwfii verallgemeinert : Kalypso schenkt dem Hermes Nektar ein, arti tov è’^etr, ov yào xiQväxai rò vixrao. Schol. B. Was der Ausdruck inwzi\\HtvTo in dem oft wiederkehrenden Verse xovooi äs xgrjrrjQag imaziipavto Tiotoio (s/, 470; I, 175; y, 339; v£ ä' avtoiaiv Oda impasto oivo/otim a, 143). Dagegen wurde bei der feierlichen Handlung der Libation eine bestimmte Ordnung des Einschenkens festgehalten, welche aus der locutio solennis : i’oi/ir/rrr«' ó1’ do a miatv ènaQ^afitvoi dsndtooiv ( //, 471; I, 17(5; y, 340, ìj, 183; qp, 272) zu ersehen *) àntjkhtttovto /itv (òg ini xolttjV Sid a (Tzrjmi. Schol. M. (j. *+) rijg aztcpiin/g fitatovg xal tov %tü.ovg. Schol. Q. ***) viiìq rò %tiXog tnXr[OG) Unheil verkündet. **) fitih’ A ix x (< tj z fj (i o (,• ntjvmrcar oii’o%óog qoQiìjni xaì iy/n’n demx entri v, i, y, ***) ò S’ itn oivo%óov filile Xt'Qa noó/oo^ öl %a/uči fiofifirjtre ne.novnu, ff, 307. Möglich, dass auch der icitiptcpooevi; statt der ngo^ooi diente, zumal letztere nur in der Odyssee erwähnt wird. Siche pag. 20 Note*). ****) (f), 141 und zu vergleichen hiermit : •> rrq i ih'onxóo^ sirxe, mtQi*. xo^tf/Qa ät xidòr ife fiv^ohntog aiti’ d ns ohog s%si (fotpag, a; 331, 391), der Herabstimmung zu schwächlicher Empfindelei und unmännlicher Klagesucht***.) der Erhitzung zu Zwist und Hader und blutigen Kämpfen****,), die *) Cf. Plutarohi Symposiacon lib. V. Quaestio IV. Do eo, quod est apud Homerum Zwooztoop dt XtQWt. **) olvói (Ts Touiti iisXn/dijg, o^ zt xal dXXoi'i ßkanzsi, ö»1 dp /uv yicidòp tXrj fitjd' atatfia nipy . z, J21. daxqvnX msiv Smxqvmv nXi[OvvsiP, Schol. V, ein Zustand, den, wie Fäsi zu obiger Stelle bemerkt, mit kaustischem Witze die Volkssprache anderwärts „das trunkene Elend“ nennt. O yng oivoi ö noXvg fiahoza (faivszni mioaaxivd^np zoiovzovg, oioly Xty<>i o’ è (l é l r/ r o v (so lange ihr wollt). Man sieht aus diesen Stellen, dass die griechischen Helden, unbeschadet ihrer oben gerühmten Nüchternheit, es gleichwohl verstanden, vollen Bechern wacker zuzusprechen : sniòv it' òoov rjfiele (Ivitòg (/, 177; rj, 184, 228; r/, 273). Die auf den oben pag. 21 besprochenen kunstvollen Doppelbecher bezüglichen und so mannigfaltig gedeuteten Verse A; 636, 637 : allog fièv fioyicor ànoxtvrjoaoxe roanijrjg nleiov è ór, Néoreort 8' ó yéoiov dfioytjù d e ((ter sollen den ehrwürdigen Nestor gewiss nicht, wie Antiphanes***) und Eustathius (870. 46) meinten, als acrem potorem sondern, wie bereits Aristarch****) erklärte, als den noch vollkräftigen Greis erscheinen lassen, der da ov uìr Iniroene ytfQui IvyQiß (K, 79). Für Nestors Nüchternheit zeugt ja ganz bestimmt S, 1 (JVioroija 8’ ovx eluder ìn-fr) ntvorru neo eunr/g), wenn man anders, von den Uber diesen Vers erhobenen Zweifeln unbeirrt (Vide : Spitzner ad h. 1. et Schob), mit dem Schob BL erklären will : rovro léyei (ó noir/rr/g^, òri xaì niveor òfioog naQeipvlarre ni ini rov n oli fi ov y irò fiera j-). Anderseits aber gestattet doch auch die Beschreibung eines Prachtpokals von so gewaltiger Dimension Keminiscenzen an Ilorazens : anreis exsiccare vina culullis (Od. /, 31, 11. Ep. ad P. 434). Wir dürfen uns also immerhin die homerischen Helden von Fall zu Fall in jener animirten Stimmung denken, für welche Cicero (Vcrr. /, 26) die bezeichnenden Worte hat : poscunt majoribus poculis (scilic. bibere). *) oìvonord^oov rete Sijfiooioov ri fi dir re xaì yen dtp à noia ino r sai eimypvfievog. Schol. D. **) uìdetrai yao raig rifiatg nleovexreir xaì fir raìg avSQaya&iaig. Schol. BL. ***) ’Amxfictrrfg 8é, ov neoì rijg sarà yeìita ßaQvrrjrog léyei, all’ òri ovx ifiedioxero aijfiaivn, dii eqeite (u>’.Sicog top oìror. Schol. BL. ***♦) Tffieìg 8 è ovyxaran (lifi e ita nò ’Aftiordityio xfulovm, (nel ßorlerai ò noiprrjg xaì 8ut mirov rò evQcoorov rov yéoorrog naotorareiv. Schol. A. f) Stfloi 8è oòg ov8s n paia rdov rjSéaov xarà rvv 8latrar rnig onovdaioig ifinodeòr nqog énloxexfur yiverai. Schol. A. Die Sitte des Zutrinkens, deren uraltes Bestehen Plutarch (Septem mpientum convivium, c. 13) mit Hinweisung auf Homer erwähnt, veranschaulichen folgende Stellen. /, 224 ff heisst es von Odysseus : nXifan/itrog oiroto Stnng StiStxr' 'A/tlijU. Die Bedeutung des Plusquamperf. StiStxto* ) aber ergiebt sich unzweifelhaft aus dem nachfolgenden yjtip ’AytXtv, Heil dir ! du sollst leben, Achilleus! mit welchem Toaste Odysseus seine den Zweck der Gesandtschaft an den Beliden erörternde Rede beginnt. Aus goldenen Bechern zutrinkend empfängt und begrüsst die Achäerschar die aus deš Achilleus Zelt rückkehrenden Versöhnungsboten und forscht nach dem, Erfolge ihrer Sendung: tovg ftiv no ft ypvatotat xvniXXotg vitg llynttöv SstSiynt uXXoOtv uXXog tlrnainSiv, ex T ipiorro Z, 070. Ebenso bewillkommt y, 41 Peisistratos die Gäste Mentor und Telemach bei ihrer Ankunft in Pylos. (Vglch. a, 121). Auch die Götter, von Hebe bedient, trinken einander zu aus goldenen Bechern (toi ili yovaiotg Sentitami SnStynr (, 147 ff. Telemach und Peisistratos fahren bereits aus dem Palaste des Menelaus zum Thore hinaus; da tritt noch einmal der Gastwirt!« mit vollem Becher hin vor das Gespann und bringt zutrinkend den Jünglingen sein Lebewohl : atxt S' inncov npomi-pmOe, StStaxófttvog di: nnoarjvdn' yniottov, to xovpm x. t. X. Von den mannigfaltigen T a f c 1 v c r g n ii g u n g c n , durch welche man in späterer Zeit den Symposien höheren Reiz zu verleihen suchte, galten Gesang und Reigentanz auch damals schon als Zierde und Erheiterung des Mahles. polni/ r opyijatvg tr ni ynp r tlvnOrfftnin Swing, n, 152; cp, 430. iv th' re p- **) Wohl richtiger von StixWftt als von Siyoitnt herzuleiten. Der Begriff des Bewill-kommens aber, der dem mit SttStaxoftut ( y, 41; a, 121; v, 197) und Sttxnvtiou.nl (O, 80; tr, III; toi tu g cös o Ivo g, avrcSv xal tsxscov x. r. X. r, 299. Die ausführlichste Schilderung einer solchen feierlichen Weinspende findet sich TI, 221 — 249. Achilleus empfiehlt seinen Freund Patroclos, als er ihn zur Abwehr der Troer von den Schiffen der Achäer entsendet, durch ein Trankopfer dem Schutze des Dodonischen Zeus. Den Becher, mit dem die heilige Spende verrichtet wird, holt Achilleus hervor aus dem kostbaren Schranke, den ihm Thetis mitgegeben hatte, tv nXtjoaoa ymóvmv yXaivàwv t àvsfioaxsnémv o v/, on’ Ts Tum'tTMv. Kein anderer sterblicher Mann hatte jemals aus diesem Becher getrunken*), Achilleus selbst keinem der anderen Götter daraus gespendet als einzig und allein dem Vater Zeus. Mit Schwefel, welcher y, 481 x«xoSr dxog heisst, wird der Becher geräuchert und sodann in reinem Wasser ausgespült. Erst nachdem er selbst sich die Hände gewaschen, schöpft Achilleus Wein, tritt hin an den vor der xXioirj errichteten Altar des Zsvg soxsiog und giesst aus die onoràri mit zum Himmel gewendetem Blick [ovqkvòv slganàiór) und betet zu dem mächtigen Beschützer. Solche feierliche Trankopfer bringen auch Priamos 12, 302 ff. vor seinem nächtlichen Gange in das griechische Lager dem Zeus ; Odysseus und Diomedes Ä, 579, da sie nach Dolons Ermordung mit den erbeuteten Rossen des Rhesos triumphirend aus dem Feindeslager zurückkehren, ihrer Beschützerin Pallas Athene. Dass dagegen zur gewöhnlichen Libatimi, diesem geläufigsten Ausdrucke der Götterverehrung, der in den verschiedensten Lebensmomenten**) der Bedeutung nach unserem Gebete gleichkam, auch der bereits mit Wasser vermengte Wein gebraucht wurde, das erhellet aus Stellen wie y, 332 : xsQiiao&s àè olror, ocpitn Tloosiàaoin xnl aXXoig uOaratoioiv ontioansg xoitoio fisöoifis&a. Vglch. A, 470; /, 175; y, 390; //, 180. Dass der Wein zu den Libationen neu gemischt wurde, wie Faesi zu /, 175 bemerkt,***) kann nur von den offenkundig *) Menelaos verspricht , 431. Es scheint demnach, dass werthvolle Gelasse ganz besonders tur den Opferkultus geweiht und dem Profangebraùche entzogen wurden. **) Man beginnt und endigt den Tag mit einer onoràri y, 390 ff; o, 419 ; Tj, 138 ; Hesiod. L. x. II. 339. Man libirt den Göttern, wie zum Dank für ihre Gabe, so oft man Erquickung sucht im herzerfreuenden Weine (Z, 259). Die Libatimi eröffnet (.!, 446) und beschliesst (1?, 228) wie unser Tischgebet die Mahlzeit ; man empfiehlt sich durch dieselbe vor jeder Fahrt zu Wasser (ß, 431 ; », 258) oder zu Lande (12, 285 ; o,149) dem Schutze der Götter. Die Beratlmngen der Fürsten (I; 171, 710), wichtige, das Gesammtwohl betreffende Unternehmungen, wie die Friedensbotschaft an den Achilleus (/, 657), werden durch einen Weiheguss geheiligt. Ankunft und Abschied eines Gastes feiert man durch Libationen (r/, 179; y, 43; 349), giebt Schwü- ren dadurch Bekräftigung 331 ; t, 288) etc. etc. ***) NixtjQatog fitr ovv— tmoyvotgno, fitj axqarnr aXXa Otoqop tiqìjO/iai rò f top ór, und von sämmtlichen Tafelgenossen gemeinschaftlich dargebrachten Spenden gelten ; wogegen gar oft das Trankopfer, von dem Einzelnen im Stillen verrichtet, einem kurzen Stossgebete gleichkam, wobei jede weitere Ceremonie somit auch die pag. 25 besprochene solenne Weise des erneuerten Einschenkens entfallen musste. So z. B. sind des Odysseus wiederholte Libationen im Saale des Alkinoos während des für ihn ergreifenden Gesanges des Demodokos (0, 89) als ein tur die Tafelgenossen unbemerkbares, im Stillen verrichtetes Gebet zu den Göttern, an deren waltenden Schutz er sich gemahnt fühlte, zu betrachten. Als Zeus die Achäer mitten im Schmause durch den Unheil verkündenden Donner erschreckt, da wagt es keiner, von seinem Weine weiter zu kosten, bevor er dem gewaltigen Kroniden davon gespendet hat //, 481. Die Bedeutung der Dionysosgabe für den Opferkultus des homerischen Zeitalters offenbart sich endlich auch aus den ernsten Feierlichkeiten bei der Tod ten b es tat tun g. Ein wesentlicher Theil dieser Trauerceremonien war ein zu Ehren des Todtcn von dessen nächsten Angehörigen oder Freunden veranstalteter Leichenschmauss. In der ausführlichen Schilderung der Bestattung des Patro-clos lesen wir 29 von Achilleus: kvzmq ó roìtn räcpov fieroetxtn 8«iw, wozu der Scliol. D. bemerkt: rò netii8einror rò ini rolg rerelevrtjxótn nnoatixtvagofiivor*) y, 309 lieisst es von Orestes, dessen rächender Hand Aegisthos und Klytae-mnestra erlagen: fjrot <> ròr xreivng du iw räcpov ’Afiyeiottnr ftrjrtióg re UTvytorjg xnì ärälxtdog Aiyirrttoio. Dass der Ausdruck Sairv räcpov in diesen Stellen wirklich von einem der Menge zum Besten gegebenen Leichenschmause zu verstehen ist, folgt zunächst wohl mehr aus dem Worte Sntvvvm als aus dem Begriffe von rdcpog, der, wie aus .0, 660 (ti ftiv 8i- ft iOiletg rAiuta räcpov 'Exttun 8 im)', Sì, 804 (mV ot y äycpienov räcpov 'Exrooog innoSäfiotoi); W, 618 (rij vvv, ml trot rovro, ytQOV, xet/njltov sarm, Ilnrtióxloto räcpov fi rij it' epiftevai) ersichtlich ist, alles das umfasst was einem Verstorbenen als letzte Ehre erwiesen wird, wie denn auch W, 680; 8, 547; v, 307; <», 87, räcpog durch „Bestattung, Lef-chenbegängniss“ übersetzt werden kann. Dass aber dasselbe Wort per synecdochen auch von einem „Leichenschmause“, als einem wesentlichen Bestandteile des ganzen Trauerkultus, verstanden werden darf; das erhellet aus Sì, 665 : rfi 8exärtf 8t xt ilnnrot/iev Sntrvró re Inóg (ttvii rov inträcpiov Stinvor riß ludi noiTfCTOtfiev. Schul. B. on fieni rovrtat’ rtov ryteotßp exniov xnì fieni rr]r raepr/v ròr Selnvov inoiovv. Scliol. A.) und Sì, 801, wo es ganz bestimmt heisst, die Trojaner haben sich nach Rektors Bestattung zu einem Todtenmahle in Pri-amos Haus versammelt : uirnq enetrn ev owuyeiQOfievoi Snivvvr iqixvdiu Sana. tino rov g otri xt) v xnì rrjg £ etre tog, o 8rj xnì iti y or eyetv, tir 8 tj (òr trniiiwc nuQÓvrmv, véov e'g vnnoyijg xeo ävvvadnt xtinrijtia' xnì ynQ r/ fi ti g, orar rotg de ot g nnoané. vòetv fi é h), cofi er, r io x o a r a n o t e tv. Plutarcli. Symposiac. lib. V. quaestio IV. *) Verschieden von Sì, 605 und 802, wornacli mit dem Todtenmahle Rektors Bestattungsfeier schliesst, geht dasselbe laut obiger Stelle dem Begräbnisse des Patroclos voraus, was den Scimi. B. zu folgender Deutung veranlasst : t/ r Vf1 fiten rov rnepor evaiytnv, ir r] rò dnivv ärri rov naoetrxevn^er, tf ri/r noti rov rncpov, im 8vo evtoyint (otnv, Tf fier not) rov räcpov noòg rò ntioilvfitti g vnovoyrjmti rif rncptj, ij 8t fiera Ob aber ein solches Leichenmahl dazu bestimmt war, dem heftigen Schmerze der Leidtragenden Säuftigimg zu schaffen; ob es wirklich mitunter gar zu einem excessiven Schmause ausarteli konnte*) : das ist eine andere Frage. Es widerspricht dem zunächst der Abscheu vor Speise und Trank, den zur Be-theuerung ihres tiefen Schmerzes Achilleus nach dem "l'ode des Patroclos (T; 210 , 306, 320, 345; '7''; 48) Priamos nach dem Verluste seines geliebten Sohnes Hektor (ii, 642) wiederholt kund geben. Es stellt aber obiger Behaup" tung insbesondere das entgegen, dass man, wie es scheint, bei einem solchen Todtenmahle des herzerfreuenden Weines ganz und gar entrathen musste. Auffallender Weise nämlich geschieht an keiner der oben angeführten Stellen, in welchen die Bestattmigsfeierlichkeiten geschildert werden, der vollen Becher Erwähnung, deren doch sonst so oft und so umständlich gedacht wird.**) Aus 30 lì. (noXXol ft H' I?ót<; tioyoi ootyfttni’ ùfu\ ì aiär/nm irqin^ófitt’oi, noU.oì otti; xnì /iTjXiió'eg cuytg' noli ni d’ nQyiódovrtg vtg, {hà.iOovrtg cD.otqrj, tvófttroi rnvvovro Sui cpXoyog ' Hcpuicroio' nnv ri; S’ nficfl véxvv xor vtov Sqqup a i /i a.) möchte man vielmehr schliessen, dass Binder, Schafe, Ziegen etc. als Todtenopfer, deren Blut der «/'‘y'/ des Verstorbenen zu Gute kommen sollte (»vS [/?««;] im Tlarrjóxlaì mqrer miSng mxvg llyM.tvg- llf, 776), geschlachtet wurden, und dass durch das Gemessen vom Opferfleischo, welches darnach der Menge zum Aufzehren überlassen wurde, die leidtragenden Angehörigen nur symbolisch ihr Verlangen nach fortdauernder Gemeinschaft mit der Seele des Hingeschiedenen andeuteten. Wie dem auch sein mag — das Gepräge eines erheiternden, rauschenden Festschmauses wollte man einem solchen Todtenmahle gewiss nicht geben, und daher mag es kommen, dass bei der Schilderung desselben nirgends der sehmerzvcrschcuchenden Dionysosgabe, des oivov n;,Schillerstiftung“ für die gelungensten poetischen Versuche im Deutschen oder Slovenischen nebst einer von dem Buchhändler Herrn Friedrich Leyrer eben dafür ausgesetzten Prämie erhielten am Schlüsse des Schuljahres 1860/61 die Schüler Gomilšak Jakob und Jlittner Burkhard ans der VI., Flegerič Mathias aus der V. Classe. 5. Bei dem feierlichem Schlussakte des Schuljahres 1860/61 wurde auch der Schüler Grössing Mathias aus VII. für seine vorzüglichen Leistungen im Studium der slovenischen Sprache prämiirt. 6. Der nach dem Tode des hochherzigen Spenders, des edlen Jugendfreundes, Dr. Jos. Wartin-ger, zum letzten Male zu verleihende Ehrenlohn für einen im Studium der griechischen Sprache ausgezeichneten Abiturienten des Marburger Gymnasiums, eine werthvolle silberne Medaille, wurde bei der Schlussfeier des Schuljahres 1860/61 unter ehrenvoller Erwähnung der ebenbürtigen Concertantem Grögl Raimund, l’erko Franz, Schmidi Johann, Zistlcr Gustav, Poterč Alois und Sorko Alois, dem Abiturienten Gustav Traun zuerkannt. 7. Dem längst gefühlten Bedürfnisse eines schulgerechtcn, auf das Winter- und Sommersemester gleichmässig ausgedehnten Turnunterrichtes konnte endlich im heurigen Studienjahre Genüge geleistet werden, nachdem durch das thatkräftige Zusam- menwirken mehrerer für die Pflege dieses so wichtigen Unterrichtszweiges sich interessirenden Freunde des Marburger-Gymnasiums die Gründung einer wohlausgestatteten Turnschule und die Acquisition eines tüchtigen Fachlehrers ermöglicht worden war. Der Munificenz der Gemeindevertretung der Stadt Marburg und der energischen Mühewaltung der Herren: Franz Wundsam und Johann Hausner, Re-alitätenbesitzer ; Michael Marko, Gemeinderathes ; Dr. Math. Reiser, Notariats-Concipienten und Dr. Ferdinand Duchatsch, Advokaturs-Candidaten in Marburg, ist es zu danken, dass bereits im Monate Februar d. J. eine zweckdienlich eingerichtete Turnhalle, im Monate Mai aber ein freundlicher Tnrngarten eröffnet werden konnte, woselbst seither auch den Schülern des Gymnasiums ein von Herrn Rudolf Markl, Doktoranden der Rechte, mit Umsicht geleiteter systematischer Turnunterricht ertheilt wird, dessen befriedigende Resultate von dem Herrn Schulrath Friedrich Rigler bei der im Monate Mai d. J. von ihm vorgenommenen Visitation des Gymnasiums in ehrender Weise anerkannt wurden. Ein Bericht der Gymnasial-Direktion liber die Eröffnung und den der-maligen Bestand der Marburger-Turnschule und deren Bedeutung für die stu-dirende Jugend des Marburger-Gymnasiums wurde von der hohen Statthalterei laut Erlasses vom 28. Juni d. J. Z. 11473 zur erfreulichen Kenntniss genommen. C. Personalstand. Vertlieilimg des Unterrichtes. a. Lehre r. Lehrfächer. Stundenzahl. Summe der wöchentlichen Lehrstunden in den oliliga-ten Fächern. wirklicher Directo^' Ordinàri^ in VIII. Griechisch in VIII. 5. St. 5 2. Rudolf Puff. Geographie und Geschichte in IV. VII. jDr. der Philosophie, wirklicher Lehrer, |und VIII. je 3 St. Deutsch in V. 2, in Mitglied mehrerer wissenschaftlichen|VH. und VIII. je 3 St. Italienisch 2 St. Vereine, Ehrenbürger von Marburg. [Steierm. Geschichte im II. Sem. 3. St. 17 .1. Franz Sperka. wirklicher Lehrer, Ordinarius in III. Latein in III. und IV. je 6 St. Griechisch in VI. 5 St. Kalligraphie 2 St. 17 4. Adalbert Svoboda, Dr. der Philosophie, wirkl. Lehrer. Geographie und Geschichte in II. III. V. und VI. je 3 St. Deutsch in VI. 3 St. Propädeutik in VII. und VIII. je 2 St. 19 5. Josef Essl, wirklicher Lehrer, Mitglied des Ge-Windeausschusses der Stadt Marburg, Mitglied der k. k. steiermärk. Land-1 wirthschafts-Gescllschaft, Ordinarius in VII. Mathematik in I VI. VII. je 3 St. in V. 4 St. in VIII. 1. St. Physik in VII. und VIII. je 3. St 20 (i. Johann <»uts«iier, wirklicher Lehrer, Ordinarius in I. Latein in I. 8 St. in VII. 5 St. Griechisch in IV. und VII. je 4 St. 21 1. Otto (■clilen, .wirklicher Lehrer, im I. Sem. Ordinarius in II NB. War für das II. Sem. beurlaubt. Im I. Semester : Latein in II. 8 St. Griechisch in III. 5 St. in VII. 4 St. 17 H. ('ari Itierk. 1 wirklicher Lehrer, Mitglied der k. k. steiermärkisch. Landwirthschafts-Gesell-schaft, Ordinarius in IV. Naturgeschichte in I II. Ili V. und VI. je 2 St. Physik in IV. 3 St. Geographie in I. 3 St. Deutsch in I. und IV. je 3 St. Stenographie 2 St. 22 !). Johann .Majeiger. [wirklicher Lehrer, im II. Sem. Ordinarius in II. Slovenisch in II. (in dem Coetus für die Deutschen) in VI. VII. und VIII. und in dem Separatkurse für Deutsche der oberen Classen, je 2 St. Latein in II. 8 St. 18 10. Josef Seli umnim. wirklicher Lehrer, Ordinarius in VI. Slovenisch in I. und II. (in dem Coetus für die Slovenen) je 2 St Deutsch in II. 3 St. Latein in Vl. 6 St. Griechisch in III. 5 St. 18 II. Philipp kliinselia, wirklicher Lehrer, Ordinarius in V. Latein in V. 6 St. in VIII 5 St. Griechisch in V. 5 St. 16 12 Thomas l-enipl, Weltpriester der Lavanter-Diöcese, wirklicher Keligionslelirer und Exhortator für das Unter- und Obergymnasium. lìeligion in I. II. III. und IV je 2 St. 8 j 13. Anion Svlmidaritseli. supplirelidei1, bei eil s approbirter Lehrer. Slovenisch in I. (in dem Coetus für die Deutschen), in III. IV. und V. je 2 St. Deutsch in III. 3 St. Mathematik in II. III. und IV. je 3 St. 20 j N. Josef Tsclinlsrliek, Weltpriester der Lavanter-Diöcese, Chor-vikär an der furstbischöfl. Cathedral-Icirche zu Marburg, supplirender Religionsichrer. Religion in V. VI. VII. je 2 St. in VIII. 3 St. 9 15. Josef Heiller, akademischer Maler, Nebenlehrer. Lehrte das Zeichnen für 31 Schüler in 3 St. wöchentlich. — Ili. Johann Jolia . Choralist an der Domkirch6. U. zum Behufe literarischer Arbeiten ein fünfmonatlicher Urlaub bewilligt, welchen derselbe mit Beginn des 2. Sem. an trat. Durch hohes Staatsmintsterial-Dekret vom 31. Jänner d. J. Z. 8961 C. U. wurde der hochw. Herr Blasius Slavinetz, Weltpriester der fürstbisch. Lavante!' Diöcese, zum wirklichen Beligionslehrer für die vier oberen Olassen des Marburger-Gymnasiums ernannt, durch eine Verfügung des fürstbischöflichen Ordinariates aber laut hohen Statthalterei-Erlasses vom 12. März d. J. Z. 4493 angewiesen, sein Lehramt erst mit Beginn des Schuljahres 1862/63 anzutreten. 6. Der Gymnasiallehrer Herr Carl Bieck wurde nach vollendetem Probe-Trien-nium durch Erlass des hohen k. k. Staatsministeriums vom 7. Februar d. J. Z. 1368IC- U. im Lehramte bestätiget. 6. Durch Dekret des hohen Staatsministeriums vom 1. April d. J. Z. 3327IC. U. wurde der hochw. Herr Thomas Lempl, Weltpriester der fürstbisch. Lavanter Diöcese, zum wirklichen Beligionslehrer für die vier unteren Gassen des Marburger-Gymnasiums ernannt. 7. Der Gymnasiallehrer Herr Dr. Budolf Putì' vollendete am 9. Mai v. J. das dritte Decennium seines vielseitig verdienstlichen Wirkens am Marburgcr-Gymnasium. I). Themen zu deutschen Aufsätzen. V. Classe. 1. Beschreibung der Pfarrkirche der Heimat. 2. Der Satz: „Wer Ändern eine Grube gräbt, fällt selbst hinein“ ist durch eine einfache Erzählung oder Fabel zu erweisen. 3. Beschreibung der Weinlese. Oertliche Darstellung aus dem Herbstleben eines Untersteirers. 4. LessingsOde: „Abschied eines Freundes“ ist nach Form und Inhalt zu zergliedern und dabei das eigentliche Wesen der Ode zu erklären. 5. Der Jahrmarkt. Schilderung desselben in einzelnen ländlichen Scenen. 6. In einer einfachen Erzählung ist der Satz : „Traue nie dem Scheine“ zu erörtern. 7. Wahrer Math und Tollkühnheit in zwei Beispielen darzustellen. 8. Brief eines Studirenden, in welchem er einem hohen Gönner oder Wohlthäter Dank und Glückwünsche zum neuen Jahre darbringt. 9. Das Sprichwort : Thue liecht und scheue Niemand“ ist in einer kleinen Rede zu behandeln. 10. In drei zusammengesetzten Perioden sind folgende Vergleiche anzustellen : Die Jugend mit dem Frtihlinge, der Krieg mit dem Gewitter, das Leben mit der Schiffahrt. 11. In zwei zusammengesetzten Perioden sind folgende Vergleiche anzustellen: I. der Regenbogen und die Phantasie, II. der Träge und der Sumpf. 13. Der Aufsatz Herders über das Bild in Mozarts Lesebuche, Seite '240, ist nach seinem Inhalte und den wichtigsten Grundideen zu beurtheilen und zwar in der ersten Abtheilung bis 4. 13. Cyrus, der Gründer des persischen Reiches, Charakter-Schilderung. 14. Jesus der Messias heilt den Sama. 15. Das Osterfest in der Heimat ist zu vergleichen mit der wirklichen Auferstehung Christi. 16. Charakter des spartanischen Gesetzgebers Lykurg ; welches war der Geist seiner Gesetze und welche Wirkung hatten sie in ihren Folgen? 17. Gesetzgebung des Solon in Athen, Nothwendigkeit derselben bei Abschaffung der drakonischen Gesetze. Charakter des Solon, der Geist seiner Gesetze, Unterschied zwischen ihnen und denen des Lykurg. 18. Aus dem II. Gesänge der Messiade von Klopstock von Vers 1 — 423 sind die wichtigsten Redefiguren und Tropen herauszuheben. 19. Kurze geschichtliche Schilderung der Veranlassung des peloponne-sischen Krieges mit der Charakteristik des Perikies. 20. Versuch einer Rede, in welcher der Spruch : „In der Eintracht liegt die Kraft“ zu erweisen ist. 2 1. Rede des Perikies an die Athener beim Ausbruche der Pest. Darstellung in 3 Abtheilungen: „Verliert den Muth nicht“, „Helfet Euch unter einander“, „Vertraut den Göttern.“ VI. Classe. 1. Welcher Art sollen die Unterhaltungen und Erholungen sein, welche ein Studirender nach Erfüllung seiner Pflichten aufzusuchen hat? 2. Die Bedeutung des Sprichwortes : „Zeit ist Geld“ in einer Erzählung darzulegen. 3. Ein Studirender beurtheilt in einem Briefe an seinen Freund den Werth mehrerer in der Schule gelesener Gedichte von deutschen Dichtern des 17. Jahrhunderts und theilt ihm aus denselben einige Stellen mit, die ihm wegen ihres poetischen Gehaltes oder durch ihren sittlichen Ernst besonders gefielen. 4. Schilderung einiger volkstümlicher Gebräuche in Steiermark. 5. Hannibals Feldherrngrösse. Schilderung. 6. Betrachtungen in einer Neujahrsnacht. 7. Der Uebel Grösstes ist die Schuld. Erzählung. 8. Die Wahrheit des Satzes: Der Edle lebt nach dem Tode fort — aus der Geschichte zu beweisen. 9. Es ist ein selbstgewähltes deutsches oder slovenischcs Volksmährchen zu erzählen. 10. Beleuchtung des Satzes: Siiti imperare maximum imperium est. II. Betrachtung l über den Ausspruch Jean Paul Richters : „Das Leben gleicht einem Buche, Thoren durchblättern es tlilehtig, der Weise liest es mit Bedacht, weil er weiss, dass er es nur einmal lesen kann.“ 12. Der Sinn des Satzes : „In deiner Brust sind deines Schicksals Sterne“ durch eine Erzählung zu veranschaulichen. 13. Der Zerstreute. Charakterbild. 14. Der sittliche Zustand Roms zur Zeit der Republik zu schildern. 15, Es ist das Vorhaben Sullas, sich freiwillig der Alleinherrschaft zu begeben, in einem Monolog zu begründen. 16. Der erste Mai. Schilderung eines Ausfluges. 17. Selbstgespräch des Spartacus vor der Schlacht am Silarus. 18. Rede am Grabe eines Studirenden, gehalten von dessen Mitschüler. 19, Eine selbstgewählte Situation aus der römischen Geschichte durch einen Dialog zu beleuchten. 20. Das Traumbild in der Aeneide II. 270—95 ist wiederzugeben und die Frage zu beantworten, wie der entstellte Hektor und dessen Rede in Einklang gebracht werden können. 21. Inwiefern kann man von dem Aeussern eines Menschen auf dessen Inneres schliessen ? 22. Der Sinn des Sprichwortes. „Untreue schlägt ihren eigenen Herrn“ in einer Erzählung zu verdeutlichen. VII. Classe. 1. Worin liegt das Natürliche der Fabel, welchen Nutzen hat die äsopische Fabel, die Charakteranwendung der Thiere? Nach Herder und Lessing. (Mozarts Lesebuch.) jk Rede des Marius an das römische Heer vor der Schlacht bei Vercelli. 3. Die Unterschiede zwischen der Sage und dem Mähr-chen sind nach Mozarts Lesebuch anzugeben und zu erläutern. 4. Eine der Mariensagen von Kalteubaek (Mozarts Lesebuch) ist in freier Darstellung nachzuerzählen und dabei das Element der Legende auseinanderzusetzen. 5. Versuch einer Rede : Papst Leo I. trachtet den Hunnenkönig von der Zerstörung Roms abzuhalten. 6. Inwiefern kann man Gold und Eisen als Werkzeuge des Guten und des Bösen betrachten ? 7. Welche wohlthätigen Wirkungen hatte Opiz auf die Entwicklung der deutschen Literatur? 8. Die Entstehung der Orgel ; frei bearbeitet nach Herders Legende (Mozarts Lesebuch). 0, Konstantin, der Grosse, und Klodwig, König der Franken ; geschichtliche Charakterparallele. 10. Versuch einer Legende, ausgearbeitet nach der in Mozarts Lesebuch besprochenen Theorie. Stoff: Das gefundene Hufeisen und die Kirschen. 11. Zergliederung von Göthcs Dichtung „Der Strom“, (Mozarts Lesebuch j nach Inhalt und Form. 12. Der Rhein und die Donau nach ihrer Bedeutung für die Kultur und den Handel jener Länder, welche sie durchströmen; als Versuch einer Abhandlung. 13. Hektors Abschied von Adroinache nach dem VI. Buche der Ilias, kurz in dramatischer Form darzustellen. 14. „Der Fürstenstein in Kärnten“ (Mozarts Lesebuch) ist als deutsche Sage in eine Erzählung entweder prosaisch oder metrisch zu übertragen. 15. Charakter Rüdigers, des Markgrafen von l'echlarn ; Nibelungenlied 37. Abenteuer, (Mozarts Lesebuch). 16. In einer kurzen Erzählung ist die Ermordung Siegfrieds durch Hagen zu schildern. 17. Allegorie: Die Religion unter dem Bilde einer sorgsamen Mutter. 18. Bericht und Beschreibung über eine Uebersehwemmung, durch welche eine Dorfgemeinde völlig zu Grunde gerichtet wurde. 19. Schilderung des Seesturmes, welchen Aeneas durch den Hass der Juno erlitt. 20. Schilderung des Morgens in einem kleinen Landstädtchen, als Seitenstück zur Schilderung des Abends in Schillers Lied von der Glocke. 21. Eine Rede, in welcher der grosse Einfluss des geistigen Zusammenwirkens von Schiller und Göthe auf den Gang der deutschen Literatur erörtert wird. Vili. Classe. 1. Welches ist die Aufgabe des Geschichtsforschers? Nach Wilhelm v. Humboldt. 2. Darstellung der griechischen Tragödie. 3. Versuch einer historischen Skizze : Maria Theresia auf dem Reichstage in Pressburg. 4. Abschied des Regulus von Rom; in gebundener oder ungebundener Rede. 5. Ereie Lebersetzung der Ode des Horaz : „ad Licinium“, mit Erklärung dieser Ode in Betreff ihrer philosophischen Tendenz. 6. Aus Sophocles Philoctet die Worte des Odysseus : V. 53 — 85 in freier Hebersetzung. 7. Agamemnons Charakter und sein Verhältniss zur Abstammung von Tantalus nach Schillers Iphigenie in Aulis. 8. In Form eines Gespräches oder einer Erzählung die Aeusserung der vier Temperamente bei Gelegenheit einer gemeinsamen Gefahr. 9. Schilderung der drei hervorragendsten Charaktere in der Tragödie des Sophocles: Philoctet. 10. Der Brief des Horaz ad Pisones in Bezug auf die Kunst im Allgemeinen. 11. Wie entwickelte sieh in der deutschen Literatur die romantische Schule ? 12. Der Brief des Horaz ad Pisones in Bezug auf die Dichtkunst. 13. Aus Schillers „Braut von Messina“ zu schildern die Charaktere Don Manuel und Don Caesar mit Hinweis auf die Benützung des antiken Elements des Dichters. 14. Charakteristik des Alexander von Macedonien nach seinen Tugenden und Fehlern. 15. Dialog zwischen Friedrich Barbarossa und Heinrich dem Löwen : Der letztere möge den ersteren auf dem italienischen Boden nicht verlassen. Hi. Parallele zwischen zwei Feldherrn, der eine im peloponnesischen, der andere im dreissigjährigen Kriege, nach freier Wahl. E. Themen zu slovenisclien Aufsätzen. V. Classe. 1. Popišite „trgatev“. 2. Jesen. 3. Primerite življenje setvi. 4. Erkulj in Kak po Li vij». 5. Zima in jene veselice. 6. Ženitvanje pri Slovencih. 7. Ženitva Matjaša kralja po narodni pesmi. 8. Zlati vek po Ovidiju. 9. O Ciceroni! ko je še deček bil. 10. Pomlad. I I. O Ciceroni! mladenču. 12. O Ciceronovem potovanju v Grško in Azijo. 13. O Ciceronovi kvesturi v Siciliji. 14. O Niobi po Ovidiju. 15. Kako se je Aleksandrija stavila. 15. O Dedalu in jego-vem sinu Ikaru po Ovidiju. 17. O kralju Midu po Ovidiju. 18. Vsak naj zapiše kako slovensko narodno pripovedko. VI. Classe. I. Spomin na šolske praznike. 2. L. Juni Brut. Lep izgled pravega domoljubija. 3. Lipa, hrast in topol. (Naravopisna črtica). 4. Kako se bojuje Hanibal z Rimljani. 5. Dalje. 6. Dalje in konec. 7. Kteri glagoli spadajo v prvo vrsto, koliko panog ima prva vrsta, ktera so značivna znamnja panog? 8. Kako so stari Grki zgubili svobodo? 9. Kako Slovenci na Štirskem veliko noč ali vuzem praznujejo ? 10. Mortiinerjev značaj po Cegnarjevi prestavi „Marija Stuart.“ 11. Čudovitim Aristomenova rešitev, (pripovedka). 12. Napoleon I. se vzdigne zoper Ruse, (pripovedka.) 13. Kako se Sokrat pred sodniki zagovaij a. >4. Dalje in konec. 15. Kako vnet je bil Aleksander veliki za umetnost in znanosti. 16. Dalje. 17. Dalje. 18. Dalje in konec. VII. Classe. 1. Misli o minljivosti človeških stvari. 2. Kolikor jezikov znaš toliko ljudi veljaš, (razprava.) 3. V čim se razlikuje ilirska sklanja samostavnikova in prilogova od sklanje slovenske. 4. Hvala starih Turkov iz ust Osmanovih. 5. V čim se loči glagol v ilirščini od glagola v slovenščini. 6. Povejte kako si sledijo poglavitne misli prvih 25 kitic drugega pevanja v Osmanu. 7. Tacit izvrsten zgodovinar. 8. Dalje. 9. Dalje. 10. Dalje in konec. 11. Nov Dio-gen (pripovedka.) 12. Značaj Lestrov po Cegnarjevi prestavi „Marija Stuart.“ 13. Mortimer. (pripovedka.) 14. Kakošnega seje Sokrat na vojski zkazal? 15. Razredite slovenski glagol v vrste. Navediti primere. 16. Ne žrtve ampak pobožno in čisto srce je bogu prijeten dar. 17. Kaj namerjava Apolon z besedami : „Spoznaj samega sebe!“ 18. Ahilova zvestoba, (pripovedka.) Vili. Classe. 1. Misel in osnova Prešernove pesmi „orglar,“ pojasnujé spodbuja prijatelj prijatelja k marljivemu branju prvaka slovenskih pesnikov. 2. Kdor zaničuje se sam podlaga je tujčevi peti. (razprava). 3. Razmera med staroslovensko in novo slovensko sklanjo posebno glede na prilog. 4. Z kteriin namenom je Krez na grmadi trikrat Solonovo ime izrekel. 6. Značivna znamnja po kterih se glagol v staroslovenščini deli v šest vrst. Navedite primere. 7. Panoge prve vrste z primerami. 8. Platonov uk o nevmrjočnosti človeške duše. 9. Dalje. 10. Dalje. 11. Dalje in konec. 12. Pokažite važnost zlata in železa za človečaustvo oziraje se na društvene zadeve. 13. Avstrija za Marije Terezije. 14. Kteri so naši naj slavnejši pesniki, ktere jihove posebne vlastnosti. 15. Kde stanuj o Slovenci koliko je ji hov# število in ktere lepe vlastnosti v slovenskem značaju so nam naj bolj znane. 16. Zgodovina slovenskega jezika z ozirom na slovenske slovnice od Bohoriča do Janežiča. 17. Ciril in Metod, (zgodovinska razprava. 18. Ali ima zgodovina slovenskega naroda slavnih dob in ktere so? K. Lclirapparaf. a. Die Lehrer Bibliothek ist vermehrt worden I. durch folgende Geschenke : Geschenke des hohen k. k. Staatsministeriums: Pfeiffer’s Germania, Vierteljahresschrift für deutsche Alterthumskunde VI. Jahrgang, 4 Hefte. Tabula) geographicae orbis veteribus noti. Geschenke der k. k. Akademie der Wissenschaften: Sitzungsberichte der kaiscrl. Akademie der Wissenschaften: a. phi-losophisch-histor. Classe, 9 Hefte, b. mathem. naturwiss. Classe, 22 Hefte sammt Register zu den Bänden 31—42. c. Archiv für Kunde österr. Geschichtsquellen, 4 Hefte, d. Almanach der kais. Akademie der Wissenschaften, 11 ter Jahrgang. Geschenk der k. k. geologischen Reichsanstalt: Jahrbuch der k. k. geolog. Reichsanstalt 1860—1862, 3 Hefte. Geschenk des histor. Vereines für Steiermark: Mittheilungen des historisch. Vereines für Steiermark. 10. Heft. Geschenk des löbl. Curatoriums des Joanneums : Göth, das Joanneum in Gratz, geschichtlich dargestellt. Geschenk der Handels- und Gevverbekammer fUr das Herzogthum Bukowina : Hauptbericht der Handels- und Gewerbekammer für das Herzogthum Bukowina nebst einer Industrie- und Communicationskarte in 4 Blättern. Geschenk des hochw. Herrn Canonicus M. Pickl, f. b. Consistorial-rathes etc.: Drobtinice za leto 1859, 1860, 1861. 2 Bände. Geschenke des hochwlirdigen Herrn G. Mathiaschitsch, Dechants zu Jaring: 1. Bolzano, Er- bauungsreden an die academische Jugend. 4 Bände. 2. Terklam, der Geist des kath. Cultus. 3. Wagl, der christliche Religionsunterricht an der Volksschule und am Gymnasium. 4. Schubert, Lehrbuch der Naturgeschichte. 5. Ettingshausen, Anfangsgriinde der Physik. 6. Palacky, Geschichte von Böhmen, 2. Bandes 2. Abtheilung. 7. Časopis českeho Museum, 11 Hefte. 8. Haupt und Schmaler, Volkslieder der Wenden in der Ober- und Niederlausitz, 1. Theil. 9. Heiss, histoire de l’empire 2. partie. 10. Fröhlich, Specimen Ar- chontologim Carinthia). Geschenk des Herrn Pfarrers Dreisiebner: Voigt, Hil- debrand als Pabst Gregor VH. und sein Zeitalter. Geschenk des Herrn Dr. Kulik, kaiscrl. Ratlies und ordentlichen Professors an der Prager Universität : Beiträge zur Auflösung höherer Gleichungen überhaupt und der kubischen Gleichungen insbesondere. Geschenk des Herrn J. J. Schmid, Gutsbesitzers in Schischka: Systematisches Verzeichniss der in der Provinz Krain vorkommenden Land- und SUsswasserconckilien. Geschenke der Ilirska matica in Agram: 1. Ivana Gunduliča Osman dio. I. 2. Kolo: Cianci za literatura, umetnost i na-narodni život, urednik: Stanko Vraz Knjiga IV—VIII. 3. Uputa u pjesmenu umjetnost spisana Emanuelom Sladovičem. 4. Dubrovnik cvet narodnega knjiživa. 5. Doktora D. Demetra dramatička pokušenj a. Dio dragi. 5. Saltjer Slovinski Spievan po D. J. Gjorgji. 7. Kristiada, to jest žtvot i djela Isu-krstova, spjevana po Gjonu Palmotiču. 8. Uzdasi Mandaljene pokornice v spili od Marsilje spievani od Ignaziu Gjorgji. 9. Dela Ivana Gunduliča, Knjiga II, Različite plesni. 10. Bosanski Prijatelj, časopis etc. 11. Biljarstvo Uputa u poznavanje bilja. Spisa Bogoslav Sulek. Geschenke des Herrn Hofrichter: 1. Arabesken, Reise- Zeit- und Lebensbilder aus Steiermark. 2. Jahresbericht des germanischen Nationalmuseums zu Nürnberg. 3. Zeitschrift des Vereines zur Erforschung der rheinischen Geschichte und Alterthümcr. 4. Urkundenbuch der Abtei Eberbach im Rheingau. 5. Bericht über die Wirksamkeit des Vereines zur Erforschung der rheinischen Geschichte und Alterthümcr, 2 Hefte. 6. Abbildungen von Mainzer Alterthümern. 7. Hofrichter, zur älteren Topographie von Steiermark. 8. Rössel, Urkundenbuch der Abtei Eberbaclt im Rheingau. Geschenke des Herrn F. Raisp, fürstl Dietrichstein sehen Beamten in Ober-Pettau und Mitglied des historischen Vereines: 1. Raisp, Pettau, Steier-marks älteste Stadt und ihre Umgebung 2. Raisp, Erinnerungen an die Ori-ent-Eisenbahn von Pragerhof bis Gross-Cauisclia. 3. Raisp, das k. k. Invalidenhaus zu Pettau von der Errichtung bis zur Auflösung. Geschenke des Herrn Alois Felber in Pössnitz: 1. Kerner, die Seherin von Prevorst. 2. Görres J., Die christliche Mystik. Geschichte einer Somnambule. Geschenke des Herrn Prof. Hribar: 23 Bände und Hefte verschiedenen Inhalts. Geschenk des Herrn Prof. Majciger: Cvet slovenske poezije, na svitlo dal Anton Janežič. Geschenke der Buchhandlung des Herrn Herbig in Berlin: 1. Plötz, Schulgram-matik der französ. Sprache. 2. Plötz Elementargrammatik der französ. Sprache, 2 Bändchen. 3. Plötz, Uber Zweck und Methode der französ. Lehrbücher. Geschenke des Herrn Volpi: 4 Bände verschiedenen Inhalts. Geschenk des Herrn Prof. Radies: Die Schlacht bei Sissek. Eine Denkschrift. Geschenk des Herrn Dr. V. F. Klun : Klun, allgemeine Geographie mit besonderer Rücksicht auf das Kaiserthum Oesterreich. 3 Exemplare. Geschenk des Herrn F. W. Ulrich : Ulrich Uber die religiöse und sittliche Bedeutung der Antigone des Sophocles. Geschenke der Frau Gutmann: 6 Bände verschiedenen Inhalts. Geschenk des Schülers der IV. Classe F. Blauensteiner: Collegium universi juris canonici auctore P. L. Engel. Geschenk des Schülers der I. Classe, J. Schlumpf: histor. topographisches Lexicon von Steiermark, 4. Bände. 2. Durch folgende Ankäufe: Rochholz, Deutsche Arbeitsentwiirfe, 2 Bände. J. Stulli, Lexicon latino italico-iliricum, 2 Bände. Kopitar, Glagolita Clozianus. Bernhardy, Grundriss der griechischen Literatur, 2. Theil 2. Abtheilung. Curtius, griechische Geschichte 2. Band. Hoffmanu, Encyclopädie der Erd- Völker- und Staatskunde. 42. 43 und 44. Lieferung. Jos Alexander Freiherr von Belfert: Die sprachliche Gleichberechtigung in der Schule und deren verfassungsmässige Behandlung. Urbium prsecipuarum mundi theatrum, auctore Georgio Bravnio Agrippi n ate (Bilderwerk). Schedas Generalkarte von Europa 9. 10. 11. 12. Lief. Ostermanu, IJebungsbuch zum Uebersetzen aus dem Latein, in’s Deutsche. 2 Bände. C. 0. Müllers Geschichte der griech. Literatur, 2. Ausgabe. Quinti-Mani institutiones oratoria;, liber X., von Krttger. Platons ausgewählte Schriften für den Schulgebrauch, erklärt von Christian Croir und Julius Denschle, 4 Theile in 2 Bänden. Atlas antiquus von H. Kiepert. Macaulay’s Geschichte von England, 5 Bände. Kinn, allgemeine Geographie. Staseliek, die erleuchtete Vorhalle zum Tempel des Unendlichen. Grimm, Deutsches Wörterbuch, 3. Bandes 6. und 7. Lieferung. M. Tulli Ciceronis scripta qiue manserunt omnia, recognovit R. Klotz, Partis II. Vol. III. Zeitschrift lllr die österr. Gymnasien, 12. und 13. Jahrgang. Neue Jahrbücher der Philologie und Pädagogik von M. J. Chr. Jahn 83. 84. Bd. Plutarchi Chaeronensis varia scripta, quie moralia vulgo vocantur. Hopp, vergleichende Grammatik des Sanscrit etc. III. Band, 2. Hälfte. Gottschall, die Deutsche Nationalliteratur der ersten Hälfte des 19. Jahrhundertes, 3 Bände. Isfordink - Kostniz, Erinnerungen aus Egypten. Zeitschrift fitr Realschulen, Gymnasien und verwandte Lehranstalten, herausgegeben von Kopecky, Kral und Warhanek, 6. Jahrgang. Verhandlungen der k. k. zoolog, botan. Gesellschaft in Wien. 1861. XI. Band. Zippe, Lehrbuch der Mineralogie mit naturhistorischer Grundlage. Fort und Schlömilch, Lehrbuch der analyt. Geometrie, 2 Theile in 1 Bande. Motli, Lehrbuch der Algebra flir den Gymnasialunterricht. Kahl, Mathematische Aufgaben aus der Physik etc. 2 Th. in 1 Bd. I. Lucretii Cari de rerum natura libri sex, ree. et emend. Carolus Lachmannus. Forbiger, Aufgaben zur Bildung des lat. Stils. Schafarik, slavische Alterth timer. Peter, Geschichte Roms, 3 Bände. Fiedler, Geschichte des römischen Staates und Volkes. Fiedler, Geographie und Geschichte von Alt-Griechenland und seinen Colonico. Wiseman, Zusammenhang zwischen Wissenschaft und Offenbarung. Mushacke, Preussischer Schulalmanach. Tomaschek, Schiller in seinem Verhältnisse zur Wissenschalt. Curtius, Grundzlige der griechischen Etymologie, 1. Theil. b. für die Schüler-Bibliothek schenkten: Der hochwürdige Herr Dechant G. Mathiaschitsch 7 Bände; der Hörer der Rechte, Herr Adolph Wutt 28 Bände; ferner die Schüler: Bernhard Franz 5 Bändchen; die Grafen Alois, Ferdinand und Otto Brandts 18 Bände; Čuček Lorenz 2 Bände; Edler von Feyrer I Bändchen; Forstner Guido 1 Band; Grill Ignaz 4 Bände; Kn er Maximilian 5 Bändchen; Kollenz Josef I Band; Leixner Otto f> Bändchen; Rand] Josef 7 Bände; Reich Alois 1 Band; Riedl Michael 2 Bände; Rodoschek Gustav 2 Bände; Rosclikaritsch Albert 15 Bände; Schlamberger Anton 1 Band; Sehwenter Anton I Band; Skubitz Friedrich 8 Bände; Tisso Anton 4 Bände; Wicher Alois I Band; Widemann Adolph l Band; Zettel Andreas 2 Bändchen. c. Für das physikalische Cahinet wurden angekauft: 1. Haldat’s Apparat. 2. Apparat für den Seitendruck. 3. Apparat zum Fall durch Bogen und Sehne. 4. Metronom nach Melzel. 5. Gestell mit 4 Holz- Glas- und Metallstäben zur Erzeugung longitudinaler Schwingungen. 6. Metallstab, auf beiden Seiten unterstützt, zur Resonanz. 7. Neefs Hammer. 8. Apparat für den Grundversuch Uber Thermoelektrizität. Geschenkt wurde dem Cabinet ein Compass von Herrn Professor Josef Essl. d. Für das Naturalien-Cabinet wurden angeschafft: 400 Stück Schachteln für die Conchiliensammlung. Geschenkt: 1. Siderit (Tannenzapfenform), von v. Vorbek aus der Sexta. 2. Eine Kalkspath-Timhüllungs-Pseudomorphose, von Leixner aus der Quarta. 3. Asbest auf Urkalk, von Turner aus der Quinta. 4. Eine Rose von Jericho, von Maier aus der Sexta. 5. Eine Kokosnuss, von Herrn Professor Rieck. 6. 45 Stück Schmetterlinge, von Piavec aus der Secunda. 7. Zwei Hunde- und ein Ziegenschädel, sowie 6 Vogelkopfskelette, von Herrn Professor Rieck. 8. Zwei Wespennester, von demselben. 9. 1 Heuschreckenkrebs, 1 Taschenkrebs, 1 Bernardinerkrebs, 2 Seeigel, 3 Seesterne, 1 Herzigel, 1 dalmatinische Eidechse, 25 Spez. Schnecken und 10 Spez. Muscheln, vom k. k. Oberarzte Dr. L. Kohn. 10. Ein Proteus anquinus, von Krautgasser aus der Secunda. II. Mehrere Skorpione, von Hernach aus der Sexta. 12. 340 Spezies Muscheln und Schnecken Krains, von Herrn Schmidt, Gutsbesitzer bei Laibach. 13. Eine grosse Halyotis und I andere Schnecke, von Kmentt aus der Prima. 14. 300 Stück Käfer, von Dr. Math. Reiser. e. Die Musikalien-Sammlung wurde vermehrt durch 17 Piecen theils geistl. theils weltl. Gesänge. G. Scliillerverzeicliniss. Die mit * bezeichneten Schüler erhielten die VorzugsMasse, die beigesetzte Ziffer macht deren Rangordnung ersichtlich. I Classe. Muršec Mathias. Barth Theodor. Noseck Josef. Baumann Vinzenz. Obran Mathias. Cagran Franz. Omnlec Johann. Cagran Johann. Ornik Simon. Cobel Georg. Pfingstl Franz. Filipič Karl. Pichler Ferdinand. Fischer Josef. Poljak Martin. Geissler Friedrich. Prešern Johann. Gross Johann. Prigel Michael. Jager Raimund. Pukšič Josef. Klemenčič Josef. Rasboršek Franz. Kmentt Richard. Rebrnik Johann. Kocbek Sebastian. Reichenberg Georg. Koch Hermann. Rop Mathias. Kodrič Peter. Schlumpf Johann. Kollenz Josef. *Schwenter Peter, IV. Korošak Franz. Šegula Blasius. Kosi Mathias. *Senčer. Josef, III. *Kossär Maximilian, I. Siack Johann. Kotzbeck Peter. Šijanec Valentin. Kralj Josef. Simonič Franz. *Krenn Franz, II. Skerlec Josef. Löschnigg Karl. Skube Friedrich. Lorbek Johann. Spešič Josef. Magdič Johann. Špindler Anton. Medved f'ranz. Topljak Johann. Merlack Daniel. Tschebull Theodor. Mikcl Karl. Vicher Alois. Mohorko Stefan. Vraz Jakob. Munda Jakob. Vuk Franz. Weingerl Mathias. Weiss Alexander. Widemann Adolf. Wolffhardt Eduard. Zettel Andreas. Zinzenfels Georg, Edl.v. *ŽIamberger Anton, V. Zotzeck Anton. Zver Ignaz. II. Classe. Andrašič Josef. Bela Georg. Borko Thomas. Bratec Friedrich. Čaf Mathias. Cajnkar Jakob. Čuček Raimund. * Dovnik Franz, VI. Dovnik Sebastian. Druzovič Anton. Druzovič Josef. ♦Fajt Andreas, VIII. Ferk Adolf. Ferlič Georg. Ferlinz Anton. Feyrer Johann Edi. v. Fohr Anton. Gregorec Anton. Hartinger Ferdinand. Hofstätter Ferdinand, von Kaiserfeld Karl. Kelcher Franz. Klasinc Franz. ♦Kocbek Johann, X. Krautgasser Josef, von Kriehuber Josef. Kukovec Ignaz. *Kunce Johann, V. Markovič Josef. Matzenauer Anton. Mohorič Johann. Motalcn Johann. ♦Xeiss Josef, XI. Ortwein Rudolf. Cavalco Andreas. Pernat Stefan. Petrovič Josef. Piavez Jakob. *Polanec Alois, III. Prugger August. Pučko Lorenz. Purgaj Georg. *Purgaj Jakob, I. Rischner Ludwig. Rošker Karl. Rošker Mathäus. Schweinzer Friedrich. ♦Schweizer Valentin, VII. *Senekovič Andreas, IX. Slaček Franz. Šijanec Franz. *8trah Georg, IV. Tisso Anton. *Tribnik Karl, II. Tschebull Hugo. Unger Franz. Vreča Michael. Žižek Anton. III. Classe. Ačko Bartholomäus. Allitsch Karl. Arnuga Alois. Bežan Mathäus. Božnik Franz. *Čeh Anton, V. *Čuček Lorenz, VI. Feguš Valentin. Feyrer Alois, Edl. v. Forstner Guido. Fras Anton. Fras Johann. ♦Hauptmann Franz, IV. Hofl'ory Leopold. Irgel Josef. Juršič Josef. Klemenčič Josef. Kner Maximilian. Kocmut Johann. Kocovan Franz. Koder Andreas. Korošak Jakob. Krainz Karl. Kraner Johann. Krenn Koderich. Ledenik Karl. Letnik Michael. Macher Johann. Napast Martin. Ostermann Josef. Pečnik Roman. Pišek Anton. Preac Georg. *Prossinagg Ludwig, I. Rajh Alois. *Seifried Josef, VIII. Senčar Johann. *Skuhala Johann, IX. Slatschek Ludwig. *SIavič Franz, III. Slekovec Mathäus. *Smodiš Johann, II. Špic Mathias. Strah Johann. *Terstenjak Franz, VII. von Zergollern Rudolf. Živko Karl. *Zupanič Jakob. Zver Alois. IV. Classe. Allitsch August. Auernik Markus. *Babnik Friedrich, II. Bankalari Alois. Blauensteiner Franz. GrafBrandisFerdinand. *Grat Brandts Otto, VII. Brumšič Alois. Čeh Vinzenz. Černko Josef. Čuček Franz. Ferlinz Franz. Gassner Konrad. Geč Franz. Hirty Franz, ličnik Martin. Jurtela Jakob. Kašman Johann. Kelemina Mathias. Kocbek Peter. Kodrič Bartholomäus. Kreft Alois. Kresnik Ludwig. Kukuvec Mathias. *Leixner Otto, V. Lilek Aphrodisins. Lubec Karl. Meyer Friedrich. *Mlaker Johann, III. Muršec Anton. Namesnik Josef. Novak Anton. Orešec Franz. *Pajtler Jakob, IV. Pravdič Josef. Rak Anton. Rajh Anton. *Rogozinski Philipp, I. Satler josef. Schmiderer Johann. Schmidi Ignaz. Schwenter Anton. Šuta Ruprecht. Skerbec Martin. Solak Karl. Špindler Markus. *Suhač Anton, VI. Zmazek Franz. Žnider Michael. V. Classe. Bezjak Peter. Bračko Michael. Dvoršak Andreas. ‘Edegger Franz. Ferk Franz. Filaferro Karl. Fras Anton. *Ftlrbas Franz, VII. v. Gasteiger Friedrich. *Glaser Karl, III. Gmeiner Karl. Hernah Josef. Jilttner Amand. Kmetič Ferdinand. * Košir josef, V. Krajnc Anton. Kuher Anton. *Leitner Johann, VIII. *Miglič Peter, VI. Orthaber Franz. Payer Gregor. Peheim Franz. Pečko Jakob. Pichs Karl. Plohl Franz. Polanec Johann. Potere Franz. Rojko Franz. *Šantel Anton, II. Schopper Heinrich. Šuher Peter. *Sernetz Josef, I. Simonič Alois. Simonič Ignaz. Steflič Franz. Stepišnik Josef. Turner Paul. Valh Johann. Vaupotič Alois. Vitmajer Karl. Žajdela Franz. *Zarfl Thomas, IV. Baron Zois Olav. VI. Classe. Barth Theodor. Beranié Johann. *Cvetko Franz, I. Drexler Franz. Ferk Franz. Flegerič Mathias. *Gregorič Alois, IV. Heckel Franz. Jarz Konrad. Kavčič Anton. Kodrič Michael. Kolenko Martin. Krajnc Anton. Križan Lorenz. ""'‘Križanič Johann, III. *Lacko Anton, II. Lenart Johann. Pečnik Franz. Pivko josef. Probst josef. Protmann Adolf. Rodošek Anton. Ronacher Michael. Selliers de Moranville Fried. Sernetz Johann. Strohmeier Johann. Toplak Franz, von Vorbek Julius. Vraz Johann. Zelenik josef. Žmavc Georg. VII. Classe. Baumgartner Jakob. Borstner Vinzenz. Bračko Mathias. Fischer Anton. *Gabron Franz, III. Gomilšak Jakob. *Hermann Franz, VIII. *Heržič Josef, I. *Jellouschegg Ritter v. Fichtenau Sixtus, II *jiittner Burkhard, V. Katzer Ferdinand. Köberi Karl. Kornfeld Ludwig. Kramberger Johann. *Lopič Johann, IV. Merkuš Anton. *Merčnik Anton, VII. Poetsch Johann. Predikaka Jakob. *SimoniČ Johann, VI. Sraml Josef. Zach Johann. Vlil. Classe. Bratanitsch Rudolf. Brelih Franz. Čuček Gregor. Fi Inferro Otto. Fritz Ernest. Gedliczka Michael. *Gfössing Mathias, IV. Istenitsch Karl. Koprivšek Leopold. Kupferschmidt Adalb. *Lajh Josef, V. Leonhard Albert. Lorber Johann. Mally Egon. *Mateužic Philipp, II. Mayer Anton. Mlaker Thomas. Paimon Anton. Parz josef. *Piuc josef, VII. Kapoc Franz. Besch Engelbert. *Schmiderer Josef, VI. *Švaršnik Johann, III. Švare Josef. Štuhec Markus. *Urban Johann, I. *Vok Franz, VIII. Wenedikter Heinrich. Zinke Viktor. Statistik., ca *55 y; €C N C O) a M* o L- *é *ž to eqos;n3(j jnj qoera -aAojs assB|o m 988BI3 'U 96SB[Q I 86SBIQ -sSänzjOj\ naisipuadiig aqwjag -^Ot-OJCOOlOlT-l to 00 ec OCOtOt— -HOt— to "'th CO 1—1 i-H OJ i—I to H 1# Tj If) fj to OJ O 1—1 I I t— ILO 00 TP 00 OJ CO OJ 00 CO CO tO OS 1# CO CO OJ 1-H to co CO spu0[qBZ-p[9#[nqog —H O 1-H t— tC OJ i-H 1—t t— o Ot— OSiOOStOTfr-l 'fcOOJCOOJOJi-IOI JOi-HOSt— OOtPGCCO co OJ o to i—lOJTfOJCOOJiOcO OJ OJ OJOJOOOtOtDcOOO i—J OJ Oj 03 OJ i—J t—J t—J o to aOtOTfr-lt-iOOSOJ JO co 03 Ol -H r-f 1-H 03 os « x> 1 rti o Z3 s n uapsmb -Bjin t- CO 03 03 U9U9A(qg iHOCOCOOSOtOO i+icococoojoii-ht-h 03 03 03 »qosinag OJO'd'rf'^^Htoio OJ OJ i-H 1-H 1-H 1-H 1-H to *3 rt UT rti « 2t 2 00 O 3 5ifl Oj “-«•S N „ £•§ m •a 00 .§ oooosascoi—1030 t-o-^-^i^eoojco 03 o co « s t > > g II co Anmerkungen. 1. Die aufgezählteu 352 Schüler stndirten öffentlich. Privatisten wurden geprüft im I. Semester 4, im II. Semester 3. Von diesen erhielten im I. Semester 3 die erste, 1 die zweite Fortgangsclasse ; im II. Sem. 2 die erste, 1 die zweite Fortgangsclasse. 2. Sämmtliche Schüler der Lehranstalt sind katholischen Bekenntnisses. 3. Als Utraquisten erscheinen diejenigen Schüler aufgeführt, welche ihrer Angabe nach vom Elternhause her beide Sprachen, die deutsche und slovenische gleich fertig sprechen. 4. Das von den Schülern eingezahlte Unterrichtsgeld beträgt für beide Semester: 1713 fl. 60 kr. ö. W. 5. An Aufnahmstaxen wurden eingehoben : 195 fl. 30 kr. 6. Bei Eröffnung des Schuljahres 1861/62 wurden 372 Schüler eingeschrieben. Zwei derselben, die Schüler Stelzel Mathias aus der I. und Matjašič Vinzenz aus der VI. Classe, betrauert die Lehranstalt als frühzeitigen Todes verblichene Commilitonen ; ein Schüler musste in Folge eines schwereren Disciplinarvergehens von der Lehranstalt ausgeschlossen werden; die übrigen 17 traten im Verlaufe des Schuljahres an andere Lehranstalten oder auf anderweitige Berufswege Uber. B. Ergebniss der MaturitiitspiTifung nach Beendigung d. Schuljahres 1860/61. Anzahl der Schüler der Vili. Classe am Schlüsse des Schuljahres 1860/61 Zur Maturitätsprüfung haben sich gemeldet Erklärt w reif mit Auszeichnung urden für reif Während der Prüfung sind freiwillig zurückgetreten Oeffentlich stu-dirende 29 29 5 22 2 1 Von den für reif erklärten Abiturienten beabsichtigten zu studiren Ohne Maturitätsprüfung sind nach der Vili. Classe abgegangen Theologie Jus Medicin Weltgeiatl. | Ordensgeistl. 12 2 4 9 2 Anmerkung. Von den Abiturienten des Studienjahres 1860/61 wurden in Folge der Maturitätsprüfung für vorzüglich reif erklärt: Groegl Raimund, Perko Franz, Schmidi Johann, Traun Gustav und Zistler Gustav. Ausser diesen bestanden die Maturitätsprüfung mit günstigem Erfolge: Busenlechner Johann, Froeschl Rupert, Gaberc Simon, Gala Georg, Knuplež Georg, Kocovan Anton, Kornigg Carl, Macun Johann, Murmayr Friedrich, Potere Alois, Prattes Franz, Rak Simon, Randl Josef, Roschkaritsch Albert, Schipfer Franz, Schmirmaul Alexander, Seušek Mathias, Sorko Alois, Spenger Gregor, Vrabel Johann, Viher Philipp und Wutt Adolf. C. Unterstützung mittelloser Schüler. a. Die 22 Stiftlinge des Gymnasiums bezogen an Stipendien für beide Semester zusamme i 1462 fl. 15% kr. ö. W. b. Die Schüler Gomilšak Jacob aus der VII. Classe , Toplak Johann „ „ I. „ ì c. Die Zinsen der Anton llummer’schen Stiftung im Betrage von 5 fl. 25 kr. ö. W. wurden für das Studienjahr 1861/62 durch Beschluss des Lehrkörpers dem aus Marburg gebürtigen, mittellosen und nach Sittlichkeit und Fleiss der Unterstützung würdigen Schüler der I. Classe: Fischer Josef zuerkannt, d. Auf Rechnung der Johann Ringaufschen Stiftung erhielten 43 Schüler unentgeltlich Medikamente, e) Die Schüler Štuhec Markus aus der VIII. und Viher Alois aus der I. Classe genossen die von dem hochw. Herrn Dom-und Stadtpfarrer in Mar bürg aus den Interessen der Martin Kaučič’sehen Stiftung verabreichte vollständige Verpflegung, f. Der vierte Jahresbericht über die Gebahrung und Wirksamkeit des Vereines zur Unterstützung dürftiger Schüler des Marburger-Gym-nasiums wurde in der Grazer Zeitung vom 16. Juli d. j. Nro. 161 veröffentlicht. Nach diesem Berichte beträgt die Einnahme des Vereines vom 2. Mai 1861 bis einschliesslich 3. juli 1862 mit Einrechnung des im Jahresberichte vom 15. Mai 1861 ausgewiesenen Barverlages von 177 fl. 71% kr. im Ganzen 478 fl. 21% kr. Von dieser Einnahme im Barem wurden für Vereinszwecke, d. i. zur Unterstützung dürftiger Gymnasialschüler verwendet 385 fl. 62 kr. Das Vermögen des Vereines besteht gegenwärtig aus: al Creditpapieren im Nennwerte von 1370 fl. b) einer Sparcasse-Einlage im Betrage von 368 fl. c) einem Barverlage von 92 fl. 59% kr. Namhaft wie in früheren Jahren waren auch in dem Schuljahre 1861/62 die Wohltaten, welche dürftigen Schülern des Marlmrger-Gymnasiums von edlen Gönnern durch Gewährung der unentgeltlichen Mittags- oder Abendkost, durch Betheilung mit Kleidungsstücken, Pflege und Unterstützung in Krankheitsfällen u. s. w. zugewendet wurden. Freitische, im Ganzen 441 für jede Woche, genossen 77 Schüler (die Mehrzahl derselben je 7 in einer Woche). Mit den nötigen Lehrbüchern wurden aus der Bibliothek des Unterstützungsvereines versehen 74 Schüler, Schreib- und Zeichnungs-Requisiten erhielten aus dem Unterstützungs-Vereine 11 Schüler. Medikamente wurden unentgeltlich verabreicht an 43 Schüler. Mit Beiträgen zur Bestreitung der Auslagen für Quartier, Frühstück, Bekleidung etc. wurden unterstützt 21 Schiller. Allen Wohltätern der dürftigen Schüler des Marburger Gymnasiums, insbesondere auch den Herren Doctoren und Aerzten, die so häufig den erkrankten mittellosen Gymnasiasten in der uneigennützigsten Heržič Josef Križanič Johann sind Zöglinge des Victorinums, d. i. des zu Marburg bestehenden Seminars der fürstbischöfl. Lavanter-Diöcese. Plohl Franz Walch Johann Suhač Anton Rajli Alois Fajt Andreas Tribnik Carl Weise ihre Hülfe angedeihen lassen, sei im Namen der hochherzig Bedachten hiermit der innigste Dank offenkundig ausgesprochen. III. Verordnungen. Statthalterei-Erlass vom 30. August 1861 Z. 18771 empfiehlt den bei Reimer in Berlin im J. 1859 erschienenen Atlas zur alten Geschichte von Heinrich Kiepert. 8taatsmimsterial Erlass vom 21. August 1861 Z. 6027 C. U. approbirt eine im k. k. Schulbücher Verlage zu Wien erschienene slovenische Ausgabe der „kurzen Reichs- und Länderkunde des Kaiserthums Oesterreich“ für Unterrealschulen und Untergymnasien, an denen der Gegenstand in der genannten Sprache vorgetragen wird. M. E. vom 7. August 1861 Z. 7489,C. U. Zwei Exemplare des neuen Verzeichnisses der allgemein zulässigen deutschen Lehr- und Hülfsbücher werden der Direktion zugemittelt. M. E. vom 17. September 1861 Z. 9030,0. U. betrifft die Rückversetzung der in Folge der politischen Veränderungen in Ungarn ihrer Anstellung verlustig gewordenen Lehrer auf Dienstposten in den deutsch-slavischen Kron-ländern. M. E. vom 3. Februar 1862 Z. 12789,0. U gestattet bedingungsweise den Gebrauch des „Leitfadens für den geographischen Unterricht von Dr. V. 8. Klun“ als eines Illllfsbuches für den geographischen Unterricht am ganzen Gymnasium. M. E. vom 26. Mai 1862 Z. 4783 0. U. Auf das im k. k. Schulbttchcr-Verlage zu Wien erschienene lateinisch-deutsch-kroatische Wörterbuch von W. Krizek wird aufmerksam gemacht. IV. CI ir*o n ile. 1861. Am 7-, 8. und 9. August wurde unter dem Vorsitze des Herrn Schul-rathes und Gymnasial-Inspektors Friedrich Rigler die mündliche Maturitätsprüfung für das Studienjahr 186061 abgehalten. Am zweiten und dritten Tage beehrte der hochwürdigste Herr Fürstbischof A. M. Slomšek in Begleitung des hochw. Herrn Canonikus M. Pikl, fürstbischüfl. Cominissärs, die Prüfung mit seiner Gegenwart. Am 1. Oktober wurde das Studienjahr 1861162 mit dem feierlichen „Veni sancte spiritus“ eröffnet. Am 4. Oktober aus Anlass des Namensfestes Sr. Majestät des Kaisers gottesdienstliche Feier in der Aloisikirchc. Am 9. und 10. Oktober Beichte und Communion für sämmtliche Schüler des Gymnasiums. Am 24. Oktober brachten der Lehrkörper und eine Repräsentanz der Gymnasialjugend dem zu einer höheren geistlichen Würde berufenen allverehrten Religionslehrer, dem hochw. Herrn Dechant Georg Mathiaschitsch, in der herzlichsten Weise ihren Scheidegruss. Am 28. Oktober traten die beiden neuen Religionslehrer, die hochwürd. Herrn Jos. Tschutschek und Thom. Lempl ihr Lehramt an. Am 19. November war zur Feier des Namensfestes Ihrer Majestät der Kaiserin solenner Gottesdienst in der Aloisikirche. Am I. December Jahresversammlung der Mitglieder des Vereines zur Unterstützung dürftiger Schüler des Marburger-Gymnasiums. Am 12. December hospitirte der hochwürdigste Herr Fürstbischof A. M. Slomšek beim Religionsunterrichte in Quarta. Am 18. und 19. December Beichte und Communion für sämmtliche Schüler des Gymnasiums. Am 31. December zum Jahresschlüsse feierlicher Gottesdienst in der Aloisikirche. 1862. Am 11. Jänner beehrten Gönner und Freunde der studirenden Jugend die Lehranstalt durch Besichtigung der in Folge hohen Auftrages für die Londoner-Weltausstellung von Lehrern und Schülern angefertigten Objekte ans dem Gebiete des Unterrichtes. Die ehrenvollen Urtheile der freundlichen Besucher und die in den Erlässen der hohen Statthalterei vom 23. Jänner d. J. Z. 266|Präs. und vom 3. Juni d. j. Z. 1584!Präs. ausgesprochene huldvolle Anerkennung können den um die Lösung der gestellten Aufgabe verdienten Herrn Lehrern : Essl, Gehlen, Klimscha, Majciger, Dr. Puff, Reitter, Rieck, Sclmidaritsch und Dr. Svoboda, sowie den wackeren Schülern: Drexlcr, Fle-gerič, Gomilšak, Hartinger, Jltttner Burkhard, Kodrič Barthol., Lajh, Lopič, Lorber, Mateušič, Merkuš, Pravdič, Rogozinski, Štuhec, Švaršnik, Urban, Zach und Zinke als Lohn ihres angestrengten aber auch von schönem Erfolge gekrönten Eifers gelten.*) * Als Beiträge aus dem Gebiete des Unterrichtes für die Londoner-Austeilung hat das Marburger Gymnasium eingesendet: I. Die Jahresberichte des Gymnasiums aus den Jahren 1851 — 1861 in einem Bande. II. Schriftliche Arbeiten der Schüler des Obergymnasiums aus dem Deutschen, Slo-veniechen, Lateinischen, Griechischen und der Mathematik. Als Anhang sloveni sehe und deutsche poetische Versuche. Zwei Bände. III. Ein Portefeuille enthaltend sub Nr. 1. Abbildung der Grundrisse des Gymnasialgebäudes, „ 2. „ der Facade des Gymnasialgebäudes, der Aloisikirche und des Priesterhauses, „3. „ des Lebrzimmers der VII. Classe, „ 4. „ des Lebrzimmers der Vili. Classe, „ 5. „ der Gynmasial-Bibliothek, „ 6. „ des physikalischen Cabinets, „ 7. Uebersicht der Lectionspläne aus den Studienjahren 1851 — 1861, „ 8. „ des Lehrpersonales und der Lehrmittel, „ 9. a. „ der Frequenz des Gymnasiums in den Jahren 1851 — 1861, „ 9. b. „ Veranschaulichung der Classi tikation, „ 10. „ der Ergebnisse der Maturitätsprüfungen aus den Jahren 1851 — 1861, Am I. März wurde das I. Semesters geschlossen. Am 7. März Beginn des II. Semesters. Vom 13. bis inclusive 15. März wurden die österlichen Exercitien abgehalten. Vom 16. bis inclusive 20. Mai inspicirte der Herr Schulrath und Gymnasial Inspektor Friedrich Rigler die Lehranstalt. Am 17. Mai fand das Leichenbegängniss des Primaners Mathias Stelzel Statt. Der eben anwesende Herr Schulrath Friedrich Riegler gab in Gemeinschaft mit sämmtlichen Lehrern und Schülern des Gymnasiums dem früh verblichenen Schüler das Geleite zu seiner Ruhestätte. Am 6. und 7. Juni Beichte und Communion. Am 16., 17., 18., 20. und 21. Juni wurden die schriftlichen Maturitäts-Prütungen für das Studienjahr 1861162 abgehalten. Am 22. Juni beging die Lehranstalt das Fest des beil. Aloisius durch einen von dem hochw. Herrn Canonicus Franz Sortschitsch celebrirten solennen Gottesdienst. Am 28. Juni wurde für die Gymnasialschüler Mathias Stelzel, gest. am 15. Mai, und Vinzenz Matjašič, gest. am 4. juni in seiner Heimath, Kleinsonntag bei Luttenberg, in der Aloisikirche eine Seelenmesse gelesen. Vom 14. bis inclusive 17. juli wurden in sämmtlichen Classen mit Ausnahme der VIII. die Versetzungspriifungen abgehalten. Am 28. juli Concertprüfung aus der steiermärkischen Geschichte. Am 29. und 30. Juli Beichte und Communion. Am 31. juli Dankamt in der Aloisikirche, hierauf feierlicher Schlussakt in dem von dem hochgeboruen Herrn Grafen Ferdinand Brandis hiezu gefälligst überlassenen Saale der gräflichen Burg. „ 12. ' Stereometrische Körpernetze, aus Pappe geschnitten, » 13. \ „ ... Zeichnungen : Köpfe, Landschaften, Thierstücke, „ 18- l » 19- \ „ 20. I ” 5./ j Historische Tabelle zur griechischen Geschichte, „ 23. Historische Tabelle zur römischen Geschichte, „ 24. Vergleichungstabelle der bekanntesten stenographischen Alphabete, „ 25. Karte der Völkerwanderung. Sämmtliche sub 111. aufgeführten Ausstellungs-Objecte mit Ausnahme von Nr. 1 u. 2, welche zwei Piecen das löbliche k. k. Bezirks-Bauamt zu Marburg durch den kunsttüchtigen Herrn Bau-Eleven Augustin Ilarpf auf Ansuchen der Direktion mit dankenswerther Bereitwilligkeit anfertigen liess, sind Arbeiten der oben benannten Schüler des Marburger-Gymnasiums. Die mühevolle Zusammenstellung der statistischen Tabellen (Nr. 7 — 10) besorgte Herr Professor Essl. Sämmtliche Zeichnungen wurden unter der Leitung des Herrn Fachlehrers Jos. Reitter ausgeführt. „ W. » 15. „ 16. _ 17. Berichtigung. In dem für das Studienjahr 1860,61 veröffentlichten Programme soll es pag. 38 richtig heissen : Im II. Semester des Schuljahres 1860161 waren ihren Gesammtleistungen nach die vorzüglichsten Schüler in der VIII. Classe : Grögl Raimund, Traun Gustav, Perko Franz, Zistler Gustav. VISOKOŠOLSKA IN Studijska knjižnica maribor L« 3 fi 51 MARBURG,, Aus der Buchdruck er ei des Eduard Janschitz. 1862.