Nr. 141. Freitag. 22. Juni 1906. 125. Iahrgan LMcher Zeitung Vrä»umtr»lionev«i«' Mit V°Nvellenb„»n: ßanzjädiin »(» X. hlllbjühii«, 15, li. Im «omor: ganzjühnn ^ T,e .Laibnchrr Zcuung, ^schruii <«nl>ch, mtt »lusnahmc drr Tmin. u„d F,ieilll«c, Tie «bm » bi« ,0 Uhr v<^, b i "u 4 Zeilc» 5U !, gröhrrc pn ^rilr l2 d; bri östtrrn Wirdcitivlui'stl» pri Zeile 5k. 7 wu,ngi!. U'üianlieNc Vriele werde,, n,chl angen^mnirn, Maim'tripts nicht „inillgestelll. Amtlicher Teil. Teine k. und k. Apostolische Majenät haben mit Allerhöchster Entschließung vonl !5. Juni d. I. dem mit dem Titel und Charakter eine» Ministe-rialrate» bekleideten Tektion»rate im Ackerbau-ministerinln Tr. Moritz (5 r t l da» Komturkreuz de» fra>iz Josef-Orden» allergnädigst zu verleihen geruht. Ter Minister des Innern hat den Bandes-Reln'erl>ilg»sekretär Tr. Robert P r a r m a r e r zum Pezirk»hauptmaune in Kraiil ernannt. Ter Minister des Innern hat den Bezirk»kom-missär in strain ^ranz 3 chitnik zum Be^irk»-^berkonlinissär ernannt. Den 20 Juni 1W« wurde in del l. l. Hof« und Staats-bruclerei das I.lH. Stück des Reichsgesehblattes in deutscher Aus-gäbe ausgegeben uud versendet. Den Ll). Juni 190« wurde in der l. l. Hof. und Staats' druck«« das XX Stück der sloveuischen, das XXXVIII,. XXXIX.. XL,., XLIV. und XLV. Stück der lroatijcten und das XI^VI Stück der trvatischcn und slovenischen Ausgabe des Reichsgesetz' blatles ausgegeben und versendet. Nach dem Amtsblatte zur «Wiener Zeitung» vom 20. Juni 1906 oi»n» vom 15. Juni 1906. Nichtamtlicher Teil. Aufteilung der Licseruugcu für Heer und Marine. Ta» Reich»->clieg-'miuisteriu!!i empfiehlt, wie die „Neue freie Presse" meldet, als Grundsatz für die Aufteilung der industriellen und gewerblichen Lieferungen für >>eer und Marine, das', auf jeden Teil eine Der Quote eulsprechende Tunnne entfalle. Feuilleton. Das Fragment. Humoreslc von MnX 5»aulschnt. (Schluß.) Taun folgten noch wieder einige verworrene, von Wehklage erfüllte Tatze, die beredte Zeugin» gabeil vou dein gau'.eu Tchmerz und dummer de» unglücklichen ^rän.zchenc'. . . Ich notierte mir den Inhalt ded un,eligen Vrieffragmeuts liuo reichte der Mama dao Buchel chen zuri'lck. ,. ,.., „Nlm." fragte sie. „wie ist der ^oman c' .Er nimmt allerdings für die Heldm em recht tragische» Ende. so das', ein feinfühlende» Madcheii-her-, nicht unberührt bleibeu tauu. ^m übrigen werde ich mir gestatten, morgen oder ubermmnen. wenn ^rän^cheu zu .'omise ist, wieder vorzusprechen, vielleicht vermag mein Eiuflliß sie zu ihrer früheren Fröhlichkeit zurückzubringeu." Ich enn'fahl mich und besuchte uoch au demselben Abend meinen ^rennd Walter "ramer Wir fasten bald im vertraulichen (sprach bei cinullder. .... ., . „Wie gebt e» deinem .reize.weu "cschopf vom Presseball ^" fragte ich so von unwahr uu ^ans. der Unterhaltung. Er suchte, .kennst dn 1n „Zufällig, ja. Tu nanntest nur ,a wob! 'lneu >^amen?" In Ven Bedarf sind auch die beschütze einzurechnen, die bei privaten Werken bestellt werden. Dagegen sino Waren und Arbeiten, die vom >trieg5ministe-riuiu iu seiuen eigenen betrieben aufgeführt wer-den. nicht miteinzubeziehen. Tie quotenmäsuge Aufteilung ist zuuächst für jeden Artikel gesondert vorzunehmen. Wenn die» wegen mangelnder Erzeugung, zu geringen Pedarfe». enlgegenstehenoer Palente oder an» anderen (^rünoen nicht möglich ist, Hai eine .^lonwensalion bei anoeren derselben Ve-schafflingsgruppe angehörenden Artikeln innerhalb oe» ^'echuuug»jahre» zu erfolgen. Bei der Bestimmung der Pestellungoquote sind die Rohstoffe lind valbfabrikate, die von der >trieg»verwaltung belogen werdeu, iii die ^note de» 3taate» einzurechnen, i österreichische Betriebe vergebenen ^ieierungen aii»^ Österreich stammen, insoferne e» bier zu beschaffen ist. Ta»selbe^ gilt für Ungarn. 3o lange die Bestellung vou Tchiffeil in Ungarn nicht möglich ist. sind die zum Tchiffbane erforder^ lichen Materialien im Quotenverhaltnisse ali» Ungarn zu beziehen. Ta» Übereinkommen trifft ferner Bestimmungen über die ^ieferimg»-Au»schreibun-gen und über oie Controlle der Einhallling der angeführten Bestimmungen durch die beiderseitigen Ministeriell. Tiese Vereinbarung ist vom >lrieg» Ministerium bereit» angenommen wordcu- sie be^ darf noch der ^ienehmigung der beiden Ncgierlm-geii. von deren Vernvtern oie Verhaudlungeil geführt wurden. England und Rußland. An» London wird geschrieben: l^in t'ontiueu tale»^ Blatt hat al» verineintliche» Aiizeicheii dafür, daß der Boden für den Abschluß riues auglo-russi-schen Bündnisse» vorbereitet werde, die Mckberu-snng de» russischen Militär-Attaches in London. (General» Vogack. u'id seineii Ersah dnrch den ge genwärligen :Vl'ilitär-Attach^ m Pari» aligeführt, der au» seineu anglophileu ^,esinnumi,en kein vehl mache, ferner, daß der russische Marine-Mtal-lV-. .>tapitän Bostroem, dnrch einen anderen anglophil gesiilliten Offizier ersetzt lverde. Ta» Blatt über „Eö ist ein süßer Engel, wir werden un» Weihnachten verloben." ,.To! Tage 'mal — hm - si^ jft s^h^- lei-deild - -" Mein Frelüid ersehrak. „ivränzcheii sehr lei-oeild^ Ist sie erkrankt, wa» fehlt ihr, fage mir!" „,5m! Trefft Ihr euch denn su selten? Tie leidet schoil seit einiger Zeit." Er wurde etwa» verlegeu. ,,Ich wm- dienstlich sehr beschäftigt, außerdem fiir ein paar Tage verreist, zn meiner Tchwester auf Besuch; ich kounle mit ^ränZcheli beim besten Willen in der letzten >'it nicht zusammenkommen." „Bei deiner Tchwester warst du?" fragte ich. „Nun ja! >tann ich denn uicht einmal meine Tchwester besuchen? Tie war acht Tage bei uuseren Eltern in Pommern und halte mir Verschiedenes mitzuteilen. Übrigens kann ich dir ungläubigen Thoma» ihren Brief zeigen." Er kramte und fuchte unter den Papieren, die auf dem Tchreibtisch umhergestreut lageu. Nach einer Weile hielt er ein Blatt in der Hand und betrachtete e» kopfschüttelnd. „Ta» ist dumm. Ta habe ich meiner Kleinen iu aller Eile durch einen Boten einige Zeilen ge schickt lilld in'der,5ast den Brief entzweigerissen und benutzt. Aber du kannst dir ja die fehlende.«oälfle hiiizudeukeil. Ta lies: Und ich la»: Mein lieb Von einer t'Iei sieht, daß die Vertretung der Politik Rußlands in London au»schließlich in den fänden seines Botschafter», de» l^rafen Benckenoorff, liegt, ^ür die ^eslaltuug de» politischen Verhältnisse» zwischen zwei ^iroßlnächten ersten Range» kommen denn doch Militär- und Marine-Attaches nicht in Bo tracht, so große .Kapazitäten sie anch sein mögen. Tie seit längerem beschlosseile Ablösuug der genanu teil russischen ^unktioiiäre hat mit politischeil Zwel-keii nicht» geilieiii. Tpeziell Kapitän Bostroem wird liicht, sondern ist schou seit längerer Zeit al>a,elöst. Vorbereilnligeii znr Ebilnng de» Wege» für eine anglo-russische Verstäudiguug sind bisher in»bei'on dere anf englischer Teile bemerkbar gelvesen. l^ewiß ist auch Rußlalid einer ausgleichenden Behandlung wichtiger fragen durchaus geneigt. Eine vollkom iiieiie „Verständigliilg" würde aber die Lösung sehr vitaler fragen vorall»set;en, für welche Personal Veränderungen der erwähnten Art sicherlich völlig belanglo» sind. Politische Uebersicht. H/aib« ch, 21. Juni. In einer Betrachtung über den bevorstehenden Besuch Teiner Majestät des K a i s e r » ill Rei ll) e ii berg führt die „N'eue ^reie Presse" an», der ^coiialln werde iu Reichenberg ein Werk sehen, daß seiner Regiernngszeit zlnn Ruhme gereicht, ein Tlück de» modernsten, besten Österreich, geschaffen das seiner Regiernng»zeit znm Ruhme gereicht, ein Männern, keinerlei feiiidselige liationale Tenden', beüeht in dieser Manifestalioil. Je größer der ma terielle fortschritt lvird, desto aufrichtiger wird der Trieb zur Ver''ländia,n»g, zlir Verföhnuug iverden. Trotz aller Reiznngcll und l^chässigkeiten wird eine Verttändigung allen erwünscht sein und wird kmu men müssen. Tie „Zeit" mahnt, an die Tebattc im Wahl-refo r ln a ll s s ch :i s s e des Abgeordnetenhauses aiikliüpselid, die Tozialdemokrntie, zum Besten der voll ihr vertretenen Tache voll Trohnngen abzli-lassen nnd liicht durch Uua/'stüm ulld Übermaß eine günstige Tituation zli verderben. Ter Allsschuß möge iich aber erinnern, daß weite Polkskrei'se von berechtigter Ungednld erfüllt siild, und daß trif ligsle politische l^rüiide für eine beschleunigte Voll- bin ich sehr glücklich, wi und ich würde mich se scholl gleich iu den n chen niöchtcst, denn ich hab von unseren Lieben dah stört hier ein paar Tlünd bald uud sei inzwischen h von dei Tchwester „Ich kann dir eigentlich nur die Hälfte glauben, wer weiß denn, wa» die andere enthielt?" sagte ich lächelnd. „Na hör' mal —" Ich ließ ihn nicht lveiierreoei!. „Wann wul^i du dich mit lvränzchen wieder treffen?" „Ich schreibe noch heute einen Brief an sie." „l^'lit. so schreibe gleich hier auf die andere Teite, daß du morgen abend bei ihren Eltern — ja, ja — bei ihren Eltern vorsprechen wirst — beruhige dich uud überlasse mir das übrige — kuver tiere diesen halben Brief, ich werde ihn sogleicl, selbst zur Post mitnehmen." >tramer war verdutzt, schüttelte deu Kopf und suchte Einwendungen zu machen. Tchließlich fügte er sich aber. nnd ich steckte schmunzelnd die selig-macheude „Tchwesler"bälfle de» unseligeu Fragment» in den Briefkasten. Und seit dein Abend des anderen Tages habe ij-h noch kein glücklichere» Mädchengesichi "»"s"''' "l^ das des unglücklichen Kränzchen. Laibacher Zeitung Nr. 141. 1332 22. Juni 1906. endung des Wahlrcformwerkes sprechen. — Tas „Illustrierte Wiener Ertrablatt" fordert den Ausschuß auf, seine Pflicht zu tun und dem Volke zu geben, was dem Volke gehört, dann brauche er die Iwischenrolle der Bedrohten und Gekränkten nicht und könne ruhig sein. Das Tempo im Wahlreformausschusse sei nur eine Frage der Ehrlichkeit. — Tie „Deutsche Zeitung" ruft den Tozialistenführern Zu, sie mögen sich vor Repressalien hüten, die logischerweise Reflexbewegungen auslösen, welche an: allerwenigsten im Interesse der Arbeiter liegen. — Die „Arbeiterzeitung" sagt, die Arbeiterschaft könne und dürfe noch nicht abrüsten. Der Minister möge dafür sorgen, daß der Wahlreformausschuß seine Pflicht tue und endlich die Entscheiduug treffe, der er sich ja doch nicht entziehen darf. In einer Besprechung der Vorgänge in Bjclo-stok führt das „Fremdenblatt" aus, daß durch sie der Glaube an eine friedliche Weiterentwicklung in Nuß land wohl stark erschüttert wurde; man brauche ihn aber trotzdem nicht aufzugeben. Die Gewaltmittel stehen jetzt in Rußland wieder im Vordergrund. Die Negierung und die gemäßigten Abgeordneten wären unter diesen Verhältnissen darauf angewiesen, sich miteinander zu verständigen und einen Mittelweg zu suchen, der zu einer praktischen Erledigung wenigstens eines Teiles der riesigen Aufgaben führt, die zu lösen sind. Man müßte den Extremen die Waffen aus der Hand nehmen. Dann könnte die neue Ära friedlich ihre Wirkuu-gen ausüben. — Die „Österreichische Volkszeitung" warnt die russischen Machthaber, die Dinge nicht auf die Spitze zu treiben, da aus der Duma leicht ein Konvent werden könnte. Dem Unberechenbaren seien in Rußland Tür uud Tor geöffnet. Die italienische Regierung hat das Athener Kabinett, wie aus Rom gemeldet wird, durch ihren Geschäftsträger in Athen am l7. d. M. in .Kenntnis gesetzt, daß sic, dem Wunsche oas rumänischen Ka»> binetts entsprechend, den Schutz der r u m äni -schcn Staats b ü r g e r in G r i e ch enland übernimmt. In italienischen Regierungskrisen wird über die im Verhältnisse beider Valkanstaaten zueinander eingetretene Verschärfung großes Bedauern geäußert. Zugleich wird der Überzeugung Ausdruck gegeben, daß die Mächte, denen das italienische Kabinett sich anzuschließen bereit ist, die vom Grafen Golnchowski bereits in Aussicht gestellten Bemühungen zur Beilegung des .Konfliktes eifrig fortsetzen werden und der Erwartung, daß ilirc vermittelnde Tätigkeit bei beiden interessierten Teilen das wünschenswerte Entgegenkommen finden wird. Aus Paris, 20. Juni, wird gemeldet: Der frübere Kriegsminister Andrs, der im „Matin" seine Memoiren veröffentlicht, erzählt heute, daß alsbald nach seinem Amtsantritte der damalige Militär-Attache Oberst Muravjev zu ihm Gleißendes Gold. ^"^ ^»ten) Roman von Erich Friesen. (54. Fortsetzung.) Seme Anwesenheit in seinem Bureau wird immer notwendiger. Verschiedene Unternehmungen, in die er andere Geschäftsleute mit hineingezogen, seinen fehlzuschlagen . . . Wenn er da wäre, würde man wieoer Vertrauen gewinnen. Auch stehen ihm derartige Gelt», mittel zur Verfügung, oaß er jede Scharte rasch aus-loeyen kann. Sein erster Bankbeamter entschließt sich endlich am dritten Tage, nach Frascati hinauszu-fahren, um den Chef auf die unbedingte Notwendig-teit seiner Anwesenheit in Nom aufmerksam zu machen. Frau Morrison empfängt ihn aufs höchste über» rascht und beunruhigt. Auch sie hat den Gatten seit Mem Festabend nicht gesehen; sie wähnte ihn in Rom, in Geschäfte vertieft. Die allgemeine Bestürzung wächst. Einige Stimmen gegen ihn werden laut. „Hat sich vielleicht in faule Spekulationen eingelassen und ist bei Zeiten verduftet. Sein ungeheueres Glück hatte stets etwas Unheimliches." Auch Teresitas Unruhe nimmt zu. Wäre ?Z möglich, das; ihr Gatte eine längere Reise angetreten hätte, ohne sie davon zu benachrichtigen? In ihrer Sorge um den Verschwundenen über? windet sie die Scheu, nach all don- Vorgefallenen Ne>° nato wieder gegenüber zu treten. Als er sich am dritten Tage bei ihr melden läßt, empfängt sie ihn freundschaftlich wie ehedem! „Helfen Sie! Naten Sie, was zu tun ist, Herr Tosti!" bittet sie leise, während Tränen ihre schönen Augen verdunkeln. „Ich habe keine Ahnung, wo er sein kann. Es wird ihm doch kein Unglück zugestoßen sein?" gekommen sei nnd ihn ersucht habe, den Beschluß, gewisse Generalstabs-Offiziere aus dem Kriegsministerium zu entfernen, zurückzuziehen. Er, Andr^, sei von diesem Schritte außerordentlich überrascht gewesen und habe erklärt, das; er dies nicht tuu werde. Oberst Muravjev habe darauf entgeg-net: „Ich ersuche Sie darnm als Vertreter einer verbündeten Macht." Andr<5 habe erwidert, daß er nur vom französischen Parlament Befehle entgegenzunehmen hat«. Mnravjev habe! nun ausgc-rnfen: „Unter diesen Umständen, Herr Minister, nmß ich Ihnen sagen, daß Sie sich gegen das Vünd-nis vergangen haben." Andr<' habe hierauf dem russischen Militär-Attache die Tür gewiesen und den Vorfall Waldeck-Nousscau mitgeteilt, welcher Au-dr6s Vorgehen durchaus gebilligt und anerkannt babe, daß der Bündnisvertrag mit Nußlaud nichts dergleichen enthalte. Waldeck-Nousscau habe hinzugefügt: „Wir sind Herren in unserem Hanse". Anf den Rat Waldcck-Nousseaus habe er, Andr^, auch den damaligen Minister des Äußern Telcass^ verständigt, welcher anscheinend sehr unangenehm berührt gewesen sei uud gesagt habe, Andr<5 möge große Vorsicht nnd Zurückhaltung bei seinen Reformen beobachten: man dürfe bei niemand Anstoß erregen. Später habe Delcass6 die Abberufung Muravjcvs veranlaßt. — Die „France Militaire" will wissen, daß die Veröffentlichung der Memoiren Andres dem gegenwärtigen .Kabinett sehr. peinlich sei und daß, falls eine fremde Regierung sich veranlaßt sehen sollte, Vorstellungen gegen General Andr^ zn erheben, sehr energische Maßregeln würden ergriffelt werden. Von anderer Seite wird be-hanvtet, daß mehrere aktive Generale, von denen Andr^ in feinen Memoiren in feindseliger Weise spreche, gegen den früberen .Kriegsminister vorgeben werden. Tagesnemgleiteu. — (Seine Majestät als Firm Pate.) Aus Tur wird dem „Prager Tagblatt" gemeldet: Ein aufgeweckter Junge in Poratsch bei Kostenblatt kam anläßlich der bevorstehenden Firmung auf eine seltsame Idee. Da er keinen passenden Firmpaten fand, fechte er sich eines Tages hin und schrieb mit dem Aufgebote, seiner Zanzcn kalligraphiscl)en Knnst einen langen Brief an den Kaiser, welchen er in herzliä^r Weise um die Übernahme der Patenstelle ersuchte. Nach längerem Warten erhielt er alls oer Kabinetts^ tanzlei ein Schreiben, in welchem ihm mitgeteilt wurde, daß der Kaiser nach reiflicher Erwägung nud noch von der Kabiuettslanzlei eingezogenen Er-kundiguugen, ore zu Gunsten des Knaben und seiner Eltern ansfielcn, geruht habe, ausnahmsweise die Patenstelle zu übernehmen. Da der Kaiser aber verhindert ist, Dienstag persönlich nach Poratsch zn kommen, so bestellte cr einen Stellvertreter in der Schweigend zuckt Nenato mit den Achseln. Er gedenkt seiner heftigen Auseinandersetzung mit Morrison, der Aufregung, welche jener Tag für ihn gebracht, der GewissÄtsliisse, oie er ob des plötzlichen Todes des alten Deussen empfinden mußte, wenn sein Herz auch noch so hart und verstockt war. Unwillkürlich wiederholt er bei sich Teresitas Worte: „Wenn ihm nnr kein Unglück zugestoßen ist!" Und plötzlich leuchtet ein Gedanke in ihin anf: „Gnädige Frau . . ." beginnt er zaudernd. „Haben Sie schon von der geheimen Kammer gehört, worin Ihr Herr Gemahl seine wichtigen Papiere anflx> wahrt?" „Nein. Was ist damit?" „Ich möchte . . . hm, es wäre vielleicht gut, wenn darin nachgesucht würde." „So lassen Sie nachsuchen! Heute noch; sogleich!" „Ja, gnädige Fran. Aber wird jemand die< Kammer öffnen können?" Ielzt hat Teresita keine Nnhe mehr. Sofort läßt fte anspannen nnd fährt mit Nenato hinunter nach Nom. Das ganze Privatlmreau des Millionärs wird aufs sorgfältigste untersucht. Man findet auch schließlich den versteckten Knopf, durch welchen ein Teil der Wand beiseite geschoben wird. Aber man ist darum nicht klüger geworden. Tie fchmale Eiscntür hat kein Schloß. Verschiedene Knnstschloiser worden vergeblich berangezogen. Anch die größte Geschicklichkeit vermag das verborgene Schloß nicht zn entdecken. Tcresita sieht mit nervöser Spannung den Ve-mühunaen zu. Sie begreift nicht, was hinter der unscheinbaren Eisentür Besonderes stecken soll. Tie Tür sieht aus wie eine Tiir zu eiu^n feuer- und diebes« sicheren Geldschrank. „Was bringt Sie anf den Gedanken, daß da drinnen etwas verborgen sein soll, was über meinen Mann Auskiiint gebe» kann?" Person des Äezirtshauptmannes, welcher oemInngen wohl ein kaiserliches Patengeschent überreichen wird. — (Ein ungebetener Gast in dcr F r anen ko n ferenz.) Man schreibt ans Paris, 16. Inni: Ein amüsanter Zwischenfall unterbrach gestern oen feierlichen Ernst der Eröffnnngskonscrenz des „Internationalen Frauenrntes". Während eine der delegierten Damen, eine Nebe- über die Frauen-riechte hielt, erschien plötzlich im Rahmen des geräumigen Zeltes die Gestalt eines Mannes. Dic Vorsitzende bemerkte, es werde wohl eilt Journalist sein. Kamn aber hatte sie dies gesprochen, als der Uw bekannte mit lauter Stimme begann: „Meine Damen, ich ergreife die Gelegenheit, nm Ihre Bestrebungen willkommen zu heißen. Ich habe nicht weniger als elf Vahnzüge genommen, um bis zu Ihnen zu gelangen. Ich bin der Kandidat des Feminismus bei den letzten Wahlen zur Dcputiertcnkammer, Herr Legendre ans Lens." Tie Präsidentin nntcrbrach den Redner, indem sie ihm in der liebenswürdigsten Weise begreiflich zu machen versuchte, daß die Tatsache, elf Züge an einclm Tage genommen zn haben, nicht hinreichte, hier das Wort zn nchmen, ohne zuvor darnm nach' gekommen zn sein. Tamit wurde der unberufene Störer von den Damen an die Luft gesetzt. — (Eine „Lotterie. Schwester.) Der Gemeinde von Vritz.Noro fehlten bisher die Mittel zur Anstellung einer Krankeitschwester. Tcr Franeils-verein von Britz-Nord kam nun auf die originelle Idee, durch eine Verlosung geschenkter Gegenstand oiesem Mangel abzuhelfen. Es sotten 8<)0<) Lose :'r 25 Pfennig zur Allsgabe gelangen nnd 3:^,1 Gewinne im Gesamtbetrage von l!<^> Mark gezogen wei'den. Tcr Oberpräsident vml Brandenburg hat bo reits die Genehmigung zn oieser Krankenschwester lotterie erteilt. — (Eine 5l n r für Genickstarre,) Aus London wird lx'richtet: Dr. Goldsmith von dem publiziert eine Kur für Genickstarre, die cr ausgedacht Hal. Goldsmith bat von zwölf änßerst schlveren Fällen zehn ausgeheilt. Tie Behandlung besteht ans täglich znx'i Bädern mit der Temperatnr von 110 Grad Fahrenheit (etwa 12 Grad Celsius). Nach Verlassen des Baoes wird der Patient auf das energischeste massiert uud in knrzen Abständen mit Dosen Whisky Ergot versehen. Ergot ist be-kanntlich ein starkes Mediziualmitteil, welches ans einein parasitären Pilze der Roggen- lind Weizeu>-körner gewonnen wird. - (Ein tragikomischer Automobil« unfall.) Aus Paris wird geschrieben: Ein tragi-komischer Automobilunfall ereignete sich zwischen Bezons nud Argentenil. Ein mit vier Personen bl> setztes Automobil fuhr nachts 1 Uhr mit raselndn Schnelligkeit Bezous zu und erreichte die Anlagen eines Vootbaners. Der Chauffeur sah in der Eile die Slips - jene Bretter, auf welchen die Vootbauer die Boote zu Wasser lasse», -^ für eine Brücke an nni> „Er war stets sehr erregt, wenn er von seiner Schatzkammer — wie er das geheimnisvolle Ding nannte "" sprach", erwiderte Nenato sehr ernst. „Ich hätte nie zn Ihnen darüber gesprochen, gnädige Fran, aber nnter diesen Umständen halte ich es für meine Pflicht." Teresita schüttelt den Kopf. Tic ganze Sache ist ihr nnverständlich und nnheimlich. Ta kommt einer der Detektivs, die man ins Ver» trauen gezogen, anf einen sonderbaren Einfall. Er kenne jemanden, dem es gelingen würde, die geheim-nisvolle Tür zn öffnen, lvenn sie übcrhanpt zn öffnen wäre. „Uud wer ist dieser Künstler?" fragt Ncnato leb baft. „Beppo Mussoliuo, unser berüchtigtester Ein brecher", erwidert der Detektive mit schlauem Lä' cheln. „Er büßt gerade wieder eine mehrjährige Zucht' bansstrafe anf der Insel Nisida bei Neapel ab. Ab"r ich könnte sofort die nötiaen Schritte tun, daß er nnter Bedeckung hergebracht würde', um hier eine Probe seiner Kunst abzulegen. Stellen Sie mir nur genügend Geld zur Verfügung!" Am nächstcn Morgen schon trifft unter Aufsickü zweier Gefangenwärter nnd eines Polizisten ill, Uni? form Veppo Mussoliiw in Rom ein. Man hat ihm für den Ausflug die Ketten abgenommen, doch dic Anstaltsjacke ans grobem Zwillich nnd der geschoren? 5iops bezeugen noch znr Genüge seinen derzeitiiN'N Aufenthaltsort. Auch schleppt cr den linken Fuß ctwnZ nach, ei»c Gewohnheit, die von der schweren Eiselnkette hei» rührt, mit welcher der Gefangcne, sobald er im Kalm nach der Insel hinüber geschwankt ist, Bekanntschaft macht - „Achtnng! Linken Fuß vorgestreckt!" Em breiter Eisenring, all dem dic dicken Glieder der KeM' luin^en, w!>d oberhalb des ,ünöck>els mil das Vein gelogt — dumpfe Haillinerscklä^e die Kette ist 1333 22, Juni 19lM. ^aioamcr ^cminq Nr. 141, _______^_____________ —>——.---------------------- uht drauf los, mit dnn Resultat, daß in: nächsten lugenblick das Auto einen Saltomortalc nmchle und >i den Morast flog. Auch die Passagiere wurdeii i,n chniutzig.trübon Wasser begraben. Hie kamen uuver-etzt wieder heraus, - (Großc Heitcrkeit) entfesselte m emer -tadtverordnetensitzung in Hagen ein Punkt der dagesordnung, betreffend die BenMNUNg neuer -traßen Zweiter Bürgermeister Wildo unes daran? »in. das; die Ärzte sick) geehrt fühlen würden, daß drei n Alterchen gelegene Straszcn die Namen koch-, ßchring- niid Nöntgcnstruße erhallten sollten. Em Stadtverordneter nmchte nnter stimnischcr .^terleit daraus ausinerksani, daß alle drei straften Zngangs. trahcn zmn Kirchhofe in AltMhageii bild^en; er >ezweifle, daß die Mediziner sich dadurch blonder» zeschmcichclt fühlen würden. , . ^ ^ - (Auf der Suche nach dem höchsten V«ra Afrikas.) Ww englischen Blättern ans Mombasa gemeldet wird, ist der Prinz der Abruzzen zu einer Besteignng der Dunvoni. und Kiangil-Aletscher von Uganda aus aufgebrochen und will b.o ;u den, höchst^' Berg Afrikas vordringe. Der Rn-wenzori ift nänilich nicht der höchste Berg dien G^ birgstctte, sondern es nluß noch emeu höheren G'M^l gebe^i D. Wollaston von der Nuwenzor'-Erped'lion des britischen Mnsenms hat das festgestellt und nach eingehenden Untersnchnngen herausbekonnnen da^ der Tunvoni und der Kiangn l5.Ws) und ?. Fnß oder rnnd I!'.") Meter erreicht. Es gelw't d< Singer-Nähn'aschinen.GesellsckM nnd nm d fm d Tnnnne von ungefähr 1'/- M'U'onen Dollms zr Zeit errichtet. Es follen nicht weniger "l" 2^«, ",. nen Stahl zn.nVan verbraucht werden. Al^o em neu.» Rekord. ^^^_^«««»-^——» Lolal- und Provinzial-Nachrichten. ^ sE r n e n n n n g e »,) Der Herr Landcsprä-sident hat die k. k. Vaupraktikanten Karl k r i v a n e c undKarl Orel zu l. k. Bauadinntte.i ernannt. — lLcve n s rettn ngstaglia.) Die t. t. Landesregierung hat de.n Josef 2 ever und ^ohann Snoj ans Tacen für die von ihne.i "' "^ Lebciisgefahr bewirkt,' Rettung ^' 5m"5 M a o c aus Hradetzkndorf bei Laibach vont Tode des EM'n-kens die gesetzliche Lewnsrettungstaglla nn Betrage, von 52 X 5i<> 1» znerkannt. . -, > ^ - (Zehnjährige Amtstat'gkei de. Bürgermeisters Hribar.) Anläßlich dn zehnjährigen Alntstätigkeit des Herrn Bnrger.neisters Ivan Hribar fand gestern mittags ,m Hotel ,.^U< rija" ein Bankett zu 27 Gedecken statt, an dem ^'t. glider des Gemeiuderates, ferner Herr Magistrats-diretlor V o n .'-i n a, Herr V^agistratssetretar Lah angeschniiedet . . . Sobald der Gefangene von dm', nen geht, klirrt ihm feine Kette in die Ohren. Sie verläßt ihn nicht mehri fie legt sich mit ihm schlafen und ift während der Nacht an die eiserne Pritsche angeschlossen; sie rasselt neben ihm, wenn er anfs Feld zuln Arbeiten getrieben wird: sie begleitet ihn aufs Krankenlager in, Spital, ja hängt ihi" noch unsichtbar am Knöchel. nm,n er die Strafzeit überlebt, weil Gesanaen?, welche jahrelang die schwere kette schleppten, auf dem einen Fuße hinken ... Auch Veppo Mnssolino, d<>r ..berüchtigteste Ein-brecker" Italil-ns. hinkt j^t. Doch scheint ,hm lein Humor nicht slöten gegangen zu sein. Mit pf'ff'gem ^cheln auf feinem oulnmschlauen Gestcht nnd nnt f'chtlichem Stolz über die in feine Gefchicklichkett ge-sctzteil Erwartnng<"!i f^l' '' Naum u>n. .,Hm . . . das Zimmer h'er kenn 'ch. Herrn Morrisons Privatbnrean!" und der Schriftfühmr be, den Sitzungm des Ge». noerates Herr Govekar. teilnahmen. T,e Ne'he ^ Trinksprüche eröffn.-te Herr Bürgermeliter Hr,^ bar mit einer Ansprache, wonn er zunächst be onte, daß die zehn Jahre seiner, Amtbtätigten eine lange Reihe von Tagen in sich schließen, an denen d,e freund, schaftlichc Gesinnung sowie die gegensettige Unter-stiitznng der Gemeindnatsmitglieder zu wiederholten, n.alen bekundet worden sei. Dies sei seit Men ichw> ren Zeiten gesehen, als ihm die ^eitnng dcr stadtt-ici>en Verwaltnng übertragen worden war. Heute könne man mit Stolz und Gcnngtnnng auf das verflossene Dezennium zuriickblicken. worin der Gemeinde-at trotz aller Gegensätze schließlich immer emtrach-tig zum Wohle der Stadt Laibach und deren Verwaltung vorsangen sei. Redner habe dieses^schone Einvernehmen so recht bei der am verflossenen Samstag veranstalteten Ovation beobachten tonnen; er glaube der Hoffnnng Ausdruck leihen zu können, oan dieses Einvernehmen auch in Hinkunft erhalten bleibe Der Herr Bürgermeister betoute sodanu, es gebe nicht bald einen Gemcinöerat, d.D in solcher Eintracht Freundschaft und in solch gegenseitigem Verständnisse seine Tätigkeit entfaltete wie geraoe die Gemeindevertretung von Laibach. Durch die Feier seiner zehnjährigen Amtstätigkeit sei zwar in den Reiben der G.'gner ein Unbehagen sowie ein Neid. gefühl hervorgerufen worden, was sich in verschiedener Weise gezeigt'habe, indessen sei dies nur ein Zeichen des Gefühles der Ohnmacht und des daraus entsprin-gendenGefühles des Neides, wenl so viel Ersprießliches geschehen sei. Er erhob sein Glas aus die bisherig? Eintracht, wobei er den Wunsch 3"», Ausdrucke brachte, daß diese uugetriibt noch lveiterhin bestehen möge. Ein zweiter Trintsprnch des Herrn Bürgermeisters galt dem Herrn Magistratsdirektor Von<-ina. den er als ausgezeichneten Beamten feierte, ohne den es nicht möglich gewesen wäre. so präzise alle Agenden zu bewältigen, ferner dem Herrn Magistralssetretär Üah. dem die Tetailarbeiten oblagen, dann dem Schriftführer bei dcn gemeinderätlichen Sitzungen. Herrn Govetar. und endlich der ehrlichen Presse, die, über die Tätigkeit des Gemeindcrates objektiv berichtete nnd deren objektiven Darstellung ?r es auch zuzuschreiben habe, daß ilnu anläßlich seiner zehnjährigen Amtstätigkeit sowohl von deutschn als auch von slovcnisch-tlerikalcr Seite so viele Anerkennungsschreiben zugekommen seien. — Hicrans entwickelte Herr Tvetct die Genesis de!r Feier am verslosscnen Samstag und toastierte auf alle Vereine, die fich dabei beteiligt hatten. -^ Helr Magiftratsdirektor Von-5i na trank auf das Wohl des Herrn Bürgermeisters Hribar. als des nnermüdlichen Amtschefs der städ» tischen Beamtenschaft: Herr Franchctti iowk' Herr Turk erhoben ihr Glas auf den Herrn Bürgermei. ster im Namen der Laibacher Gewerbetreibenden: Herr Direktor Senekoviö begrüßte in launiger Rede Herrn Dr. TarFar als Konvertiten in der Fra^e der städiisnVü Wasserleitung: Herr Dr. Tril l e r "" „Scho^mä?hicr gelvescu, wie? Veniflich?" Der Einbrecher lackt. „Nee. so dnmm i? Beppo Mussolino nicht, nm darauf zu antN'orten. Nu nian Aufmerlsam begnckt er die Eisentür überall. Er befühlt sie. klopft darau herum und legt dann das Ohr an das Eifen. „Ist 'ne Schiebetür", nickt er befriedigt. „Wollen die Gefchickte gleich haben." Und wieder unterzieht er die Tür mit ihren verschiedenen Verzierungen und kleinen unscheinbaren löchern darin einer genauen Untersuchung. .Ah!" Was entdeckt?" ruft der Detektive, lebhaft. ''Jawohl. Wo find SchliMl?" T.>r Detektive zieht einen umfänglickien Bnnd ciiei'tiinilich geformter Schlüssel aus dcr Tasche -alles .ttunstscklüssel für besondere Fälle!. Ein trimnpliiercndes Lächeln znckt übor die ab> stoßenden Züge des Einbrechers. Zärtlich streichelt seine grobe Hand nnt den Platten, spatelförmigen fingern über einen besonders kunstvollen Schlüssel. „Alt? Bekanntschaft, was?" fragt der Detektive. „Und wie! Hab' ihn ja selber gemacht: 's is g/e-wissermaßen mein Kind. Dachte nicht, daß ich ihn hier wiedersehen würde im Privatbureau des Millionärs Morrison. Komische Welt das!" Wäln-end er grinsend und angenzwink<-rnd in sei^ ner Verbreckersprache weiter plaudert, hnt er die ver. schiedensteu Schlüssel in verschiedenen Löchern der Tür probiert. Immer wieder zieht er den Schluss?! köpft schüttelnd fort. ^,.... Doch Plötzlich - ha! Der Schlüssel dreht fich! ..Hab's inir gleich gedacht. Das winzigste Loch ist's rechte. Wer sich das Ding hier ausgetüftelt hat. ist'n schlaner Patron. Schlau, sehr icklan! könnt' unserem trank auf den Herrn Bürgermeister als auf oen Vorstand jener Gemeinde in Krnin, die vielleicht schon in d?r allernächsten Zeit als die nahezu einzige berufen sein werde, das Banner des Fortschrittes und der freil)eitlichen Gesinnung hoch zu halten, wor,anf Herr Bürgermeister Hribar nochmals das Wort ergriff, um darzutun. daß der Laibacher Gemeinderat keines wegs, wie es den Anschein haben möge, den An^ regungen des Bürgermeisters blindlings folg?, sondern daß sich in dcn Sitzungen des Klubs sowie in jenen der Sektionen d?s öfteren große Gegensähe gell» tend machen. Werden die Angelegenheiten dann trotzdem glatt erledigt, so fei dies lediglich als ?ine Folge der reiflichen Turchberatung im Klub sowie in t>Ai Sektionen zu betrachten. Er trank auf das Gedeihen der Stadt Laibach. — Sodann toastierten auf den Herrn Bürgermeister noch Hei-r K-ejiar, der ihn namens der ^aibackx'l Beamtenschaft des vollst«, Vertrauens versicherte, sowie Herr Dr. T a b 5 a r, der unter anderem betonte, daß sich die Stadt Laioach unter der Leitung des Herrn Hribar in den besten Händen befinde, was dem Bürgermeister anläßlich seiner zehnjährigen Amtstätigkeit zu der größten Ge nugtuung gereichen könne, ferner toaftierten die H?r-ren Direktor «ubic und Prcdoviö aus Herrn Vizebürgermeifwr Dr. Ritter von Bleiweis, worauf Herr Bürgermeister Hribnr unter stiirmisct>'r Zu° stimmung beantragte, daß, ähnlich wie im Tololder' eine, de,r herrsck)enden Eintracht im Gcineinderatc dein Bürgermeister gegenüber durch das brüderliche „dn" Ausdruck zu leihen sei. Schließlich sprang noch Hel-r v. Trnkolz y, der erklärte, daß trotz der jung» sten Angriffe der Herr Vügermeister bei zahlreicheis Mitgliedern, sowohl der deutschn als auch der kleri kalen Partei, für seine Tätigkeit große! Anerkennung finde, weiters Herr P u st o s l e m 6e k. d<>r dem Herrn Vürgerird dein Herrn Pfarrer durch eine Deputation des genannten Vereines das Ehrenmitglieddiplom üben^. reicht werden, Beruf viel nützen! Schade um ihn!" So überlegt der Einbrecher, indem er den Schlüssel links und rechts und wieder links und wieder rechts dreht. Voll der größten Spannung sehen Renato, der Detektive, der Oberbeamte der Bank und die beiden Polizisten dem Treiben zu. Fürwahr eine eia.nitüm-liäie Lage! Der berüchtigteste Einbrecher Italiens unter Aussicht dreier Polizisten an der Arbeit oeu Geldschrank des Millionärs Morrison aufzubrechen! Welche Tragikomik! Der Einbrecher arbeitet und arbeitet unterdessen mit einem Eifer, als gälte es. fich selber einen tüchs ligen Batzen zu ergaunern . , . Und jetzt — knacks! — oie Tür springt auf. Wie geblendet fahren alle zurück. Voll ergießt die elektrische' Lampe ihr Licht aus den aufgestapelten Haufen Gold. so daß es überall rotleuchtend aufglänzt und funkelt und glitzert und gleißt . . . Doch dann Entsetzen packt die Männer. Was ist das? Die Arme weit ausgebreitet, den Oberkörper vornüber geneigt, das Gesicht halb vergraben in die rotlenchtende Masse — so liegt dort Robert Morri-son über seinein Gold. starr, unbeweglich. „Morrison!" ruft Renato hastig. Keine Antwort. „Robert Morrison!" wiederholt <>r dringender, lauter. Alles still. Von banger Ahnung durchzuckt, faßt Renato ein? der beiden ausgespreizten Hände. Sie ist eiskalt! „Tot! . . . Gestorben inmitten seines Goldes! . . . Mein Gott!" Ein Schauer überläuft Renato. Schweigend, mi< gefenktem Kopf, verläßt er Robert Morrisons Schab-kanimer. (Schluß folgt.) Laibacher Zeitung Nr. 141. 1334 22. Juni 1906. — (Todesfall.) Wie bereits gestern kurz ge> meldet, ist a:n 20. d. M. hier Herr Landcsrat Josef Pfeifer nach langer Krankheit verschieden. Landes, rat Pfeifer, geboren im Iahve 1835 in Laibach, trat nach beenoeten Studien am hiesigen akademischen < heutigen I. Staats»)Gymnasium bei der damals hier bestandenen k. t. Statthalterei als Beamter im.stanz-leidielnstö ein, diente dann als solcher durch längere Zeit unter dem k. k. Ttatthaltereirate von Schioizhof-fen bei der t. t. Aezirkshauptmannfäiaft in Stein, wo er sich auch im Konzcptsfache verwanden lief;, so daß er bei Wiederattivierung der trainischen Landschaft als Konzeptsbeainter bei dieser autonomen Behörde eintreten konnte. Durch eine Reihe von fahren hier als landschaftlicher Sekretär, bezw. als erster landschaftlicher Konzeptsbeainter zu Seiten des Lanoes^ ausschusses tätig, fungierte Pfeifer durch viel.: Sessio«-nen des krainischen Landtages als Protokollführer und vertrat auch die kramische Landschaft in einer Rechtssache beim Reichsgerichte, welche Angelegenheit insbesondere durch seine geschickte Führung zum Vorteile der krainischen Landschaft ihre Entscheidung fand. Vor ein paar Jahren erst in den wohlverdiente!« Ruhestand versetzt, wurde Pfeifer in solchem Stande durch Beschluß des Landtages ob seiner vielseitigen, langjährigen Verdienste mit dem Titel und Charakter eines Landesrates ausgezeichnet. Durch eine Reihe von Jahren auch mit der Aufficht über das zur Zeit wohlgeordnet gewesene alte Archiv der Landschaft betraut, das nach Erbauung dec- neuen Museums dem Bestände desselben einverleibt wurde, wo mit dessen Hilfe jeder Akt leicht auffindbar war, stand Pfeifer den heimischen uno fremden Forschern stets in der willfährigsten Weise zur Seite, wie er d?nn auch als gründlickier Kenner und Selbstforsch« auf dem Gelotete der hoimatliclien Geschichte sich um diese vielfach verdient gemacht. Pfeifer ist es namenttich auch zn ver» danken, daß sein Freund, der Buchdrucker Herr I. Krascc, die Wiederansgabe von Valvasors „Ehre oeis Herzogtums Erain" sowie desselben Topographie von Kärnten unternahm, bei welchen Unternehmungen Pfeifer sich mit Rat und Tat hilfreich envies. Beim bestandenen historisä>en Vereine für strain versah der Dahingeschiedene durch Jahre die Stelle eines Biblio-thetars und noch heute bewahrt das Musenm Rudolfs num, in dessen Besitz auch die reiche BüäMfammlung des uorgeuaunten Vereines übergegangen, den von Pfeifers Hand geschriebenen Katalog der seinerzeit wohlgeordnet gewesenen reichhaltigen Vereinsbiblio-thel, gleichwie er sich bei dem durch den Musealtustos Karl Teschmann in den neunziger Jahren des vorigen Jahrhunderts neu ins Leben gerufenen und noch ge-, genwärtig die Geschichtsforschung Krains in der besten Weise fördernden Musealvereine bis zu seinein Tooe im Ausschüsse als Funktionär (Rechnungsrevisor) be» tätigte. Auch bei anderen heimatlichen Vereinen (.dem puristischen Vereine, der „Slov. Matica". der „(.'ital-nica" usw.) war Pfeifer wirkendes Mitglied. Außerdem war der Verstorbene ein ebenso eifriger als glück» licher Sammler vaterländischer Antiquitäten und er hinterläßt eine reichhaltige diesbezügliche Sammlung, welche durch viele wertvolle Stücke (darunter auch Prähistorisches) ausgezeichnet ist. Auch seine Niblio-chet und seine die heimatliche Geschichte betreffen^ den Aufzeichnullgen find von nicht geringem Interesse. Schriftstellerisch betätigte er sich durch seine von 1800 bis 1R)5 bei Eger (Mein H: Kovae, Klein) in drei Serien erschienene Handausgabe der Gesetze uud Ver^ ordnungen für strain, ferlier durch die Zusammenstellung „Die Landtagsabgeordneten des Herzogtums zkrain" von 1861 bis 1902 (Ign. v. Kleinmayr llerc Arbeiten. — Von feinen ehemaligen Mitschülern und zahlreichen Freunden als lieber Kollege und Freund zeitlebens hochgeschätzt und null tief betrauert, genoß der uoch immer zu früh Dahingeschiedene, reich an Geist und Humor, ob seiner trefflichen Eigenschaften und namentlich ob seines konzilianten Wesens in allen Kreisen, die zu ihm in nähere Berührung kamen, die größte Achtung und Wertschätzung. Ehre seinem Andenken! I'. v. lt. — (Erledigte M i l i tä r st i f t u n g s> platz e.) Aus der Anna Holzinge r-Ttiftung drei Plätze:», 200 Iv mit einmaliger Beteilung für dürftige Witwen und Waisen von k. und k. Militärrechnnngs-raten. — Aus der Kaiser»IubiläumS-Stiftung, durch Ernst Mauthner, Anzahl der Plätze» nach Zahl der Bewerber. Ttiftuugsgcuutz 320 lv mit einmaliger Beteilung, für hilfsbedürftige weibliche Waisen nach k. und k. Militärintendanturbeamten. - Aus der Oberstleutnant Johann Ritter von M ö rl°Ttiftung zwei Plätze zu je 188 X 50 k mit einmaliger Beteilnng für: in erster Linie arme Witwen von Offizieren der Tiroler Kaiserjägerrcgimenter uno vorzugsweise solche, deren Gatten vor dem Feinde geblieben oder lnfolge Verwundung gestorben sindi nach diesen solche, die entweder aus Tirol oder Vorarlberg gebürtig sind oder deren Gatten aus einem dieser Kronländer gc» bürtig waren. In Ermanglung armer Offiziers-witwen oieser Regimenter, arme Offizierswitwen, der k. und l. Armee überhaupt. — Aus der Oberkriegs» lommissär Franz von. B ach ln a n n-Stiftung mehrere Plätze (Anzahl unbestiimnt), zusammen 504 K, B> teilung einmal, in erster Linie für hilfsbedürftige subalterne, im Bereich des k. und t. 2. Korps wohnhafte pensionierte Militärbeamten, mit Bevorzugung der Verheirateten in zweiter Linie: derlei qualifizierte Personen aus anderen Bereichen. — Aus der Felo» marschalleutnant Ritter von H a h ne-Stiftung ein Platz mit 300 1v bis zur Erlangung einer Versorgung für Adelige, Vater« und mutterlos? Offizierswaisen. — Aus der Rittmeisterauditor Josef von Tzat-in a r y-Stiftung ein Platz mit 100 1< lebenslänglich oder bis zur Erlangung einer anderu>eitigen Versorgung sür mittellose Witwen von Auditoren (vom Oberstleutnantauditor abwärts); derlei WiNuen aus dem Bereich des ehemaligen lombardisch'venetianischen Generalat haben den Vorzug. — Aus oer Staatslotterien-Militärstiftung (Freiplätze im Mannschafts-töchtererziehungsinstitut, Wien, III., Apostelgasse Nr. 7), ein Freiplatz bis zum vollendeten 18. Lebensjahr für erziehungsfähige Untcroffizierslinder, welche aus einer der aktiven Dienstleistung nach 1. Art geschlossenen Ehe stammen, das 7. Lebensjahr erreicht und das 12. Lebensjahr noch nicht überfchritten haben. Familien mit großer Kinderzahl werden bevorzugt, desgleichen elternlose Waisen. — Aus dem Mann-schaftStöchtererziehungoinstitut in Soebenstein (Karo« lineN'Stiftung), acht ganzfreie Plätze bis zur Bo endigung der Ausbildung, das ist bis zum 18. Lebens» jähr für: u) eheliche Töchter im Alter zwiscl>en 5 und 7 Jahren solcher Mannschaftsperfoncn, welche nach 1. Klasse verheiratet sind uno entweder im Attivstano eines Trnppentörpers (Heercsanstalt) dienend mit chrer Familie in einer Kaserne wohnen, oder zum Versorgungsstand eines Militärinvalidenhauscs zählend, in demselben untergebracht sind; li) anSnahms-weise, in besonders rücksichtswürdigen Fällen eitern-lose oder mutterlose Waisen oieser Kategorie von Mnnnschaftspersonen. — (Laibacher Kunst.) Der Direktor der k. und k. Pulverfabrik in Stein Oberstleutnant Anton Dolleczet hatte die Absicht, alle gewesenen Direktoren dieser nunmehr über 50 Jahre bestehenden Aw slalt in lebensgroßen Bildern im dortigen Empfangs» saale zu verewigen, und hat sich nach vielen Korrespondenzen auch in den Besitz der betreffenden Pho tographien gesetzt. Der hiesige Maler Herr B anstaltct am 24. d. M. nachmittags halb !l Uhr in St. Lamprecht bei Littai einen Vortrag über d,en Alkohol und sein? schädlichen Wirlungen. Den Vortrag wird der Präses des Vereinetz, Herr Dr. Krek, halten. ik. '- (Aus der Diözese.) Herr Johann Gnjezda, Pfarrer in Vojslo, wurde zum Pfarrer in Altenmartt bei Pölland ernannt. — (2 ch u l a u s f l u g.) Wir erhalten folgende Zuschrift: Ein Tag ungetrübter Freude war wieder für die Schuljugend ans Unter°ki6ka der 12. Juni. Wie alljährlich, wurde auch heuer de!r übliche Schul-ausflug auf den nahen Rosenbacher Hügel veranstaltet. Unter Begleitung des Lehrpersonals begab sich die Jugend, nahezu 350 an der Zahl. in das niedliche Kirchlein, woselbst sie dem Gottesdienst? bei^ wohnte. Helrnach wnrde sie in den Lokalitäten des Peröinschen Gasthauses freundlich bewirtet. Die überaus schöne Witterung lngiinstigte oi.' ungezwungene Unterhaltung, die die Jugend nnter Gesang und ver« schiedenen Spielen entfaltete. Nach Absingnna, der „Volkshymne" kehrte die Jugend in Ordnung nach Hanfe. Im Namen der Schnljngend nnd d?s Lehrkörpers sei hier für die reichlichen Spenden oen Damen und Herren: Frau A. Iuvanöiö, Herrn Knez, Gebr. K o s l e r, Neininghaus. Per« hautz, 5t risper, Galle, Hndabiunigg, Suwa, Stele, Vodnik, Zor man, S e m a n. Tome, Seidl, Z a j e c, Ungar, Federl, Kosjet, Mauer, Maurer, Pauüiö. Ma-tjan. Smole. Fr. Vnrger, 5ter«i5 nnd Mohär, der Dank ausgesprochen. Anerkennung gebührt ferner den Fränlein I u v a n 5 i <', ,^, Trnov5i5-, N. und M. I a v o r i< e k fowie den Frälilein Lehrerinnen, die bei der Bedienung uner-mnolich tätig waren. X. * (Ein gestohlenes Sparkassebüch leinaefnnde n.) In der Zeit vom !l. bis l4. d. M, wnrden der Besitzerin Antonia Hiti m La,t'.i«<'c ans de»r unversperrten Kleidertruhe ein Sparkassebüchlein der städtischen Sparkasse in Laibach mit einer Einlage von 1.'><»<) l< sowie ein Fünfkronentaler nnd zwei 5ireuztaler durch einen unbekannten Dwb onttvendet. Da das Sparkassebüchlcin vinknliert ist, getrante sich der Dieb nicht das Geld zu beheben. Er warf das Sparkassebüchlein weg, worauf es am 15. d. M. bei der Eiscnbahnübersetzung auf der Wienerstraße dnrck den Sohn des Eisenbahnwächters Josef Voje gefunden und bei der Polizei deponiert wurde. * (DaZ Sa m nie ln von Linde« n b l ü t e n Verbote n.) Zur Zeit stehen die Linden in der schön sten Blüte da. Diese Gelegenheit benutzen Erwachsene nnd Kinder und sammeln zn Heilzwecken die Blüten von den an öffentlichen Straßen und Wegen stehen dcn Linden. Tnrch dieses Vorgehen werden aber dn> Bänme nicht nnr ihres Schmuckes beraubt, sonoern es werden anch Äste abgebrochen und Hunderte von Blättern abgerissen, so daß solche Linden aussehen, als ob nl>er sie ein Gewitter niedergegangen wäre. Es sei ansdrücklich bemerkt, daß alle an öffentlichein Straßen nnd Wegen stehenden Bäume Eigentum dei' Stadtgcmeinde sind nnd unter dem Schutze der Ge setze und anderer Vorschriften stehen. Deshalb ist das Abreißen von Blüten nach H 5l> der Straßenpolizei-ordnnng nicht gestattet nnd es werden Dawider handelnde strenge bestraft, eventm'll wegen boshafter Beschädignng fremoen Eigentnms dein Gerichte an gezeigt werden. Gestern nachmittags wurde eine Frau. die schon eine Schürze voll Lindenblüten znsammen gerafft nnd nebstbei einen grosM Ast abgerissen hatte, dnrch einen Sicherheitswachmann angehalten und zur Polizei zitiert. - (N bung e n der Kriegsschül e r i n der Umaebun.i von R n d o l f sw er t.) A»n 21. Inli trifft in Nndolfslvert die zehnte Übnngs reiseabteilnng der k. und k. .^triegsschnle in Wien nnter Leitung des Herrn k. und t. Majors des General stabskorps Karl Kratky mit 14 Frequentanten (Obcroffizicren) nebst 15 Soldaten in Rnoolfswert eili, wo fie bis znin 20. Juli verbleiben und am 27. Juli nach Mottling abreisen, um dort bis znm 30. Juli Aufenthalt zu nehmen. — (Platz m u f i k.) Programm für hente abends von 0 bis 7 Uhr (Sternallee): 1.) Fnöik: The Missis-sippi River, Marsch. 2.) Verdi: Ouvettüre zur Oper „Nabuccodolwsor". 3.) üehar: „Er und Sie", Walzer aus der Operette „Die Jurheirat". 4.) Gonnoo: Garwnszene ans oer Oper „Faust". 5.) Dvorak: Legende Nr. 2. ti.) Leoncavallo: Reminiszenzen ans der Oper „Der Bajazzo". — (Verunglück t.) In der, Nacht ans den 2. d. M. ist der bei der GeNx'rkschaft in Trifail be° dienstete Bergarbeiter Michael Ko«ak spnrlos ver schwnnoen. Er hatte am 1. Juni seinen Lohn aus gezahlt erhalten nnd wnrde seitdem nicht mehr g^ sehen. Man vermntete deshalb, daß der Abgön'.n'ac einem Verbrecher zuin Opfer gefallen sei. Am 14. d. fand nun ein Hirte feinen Leichnam im Saveflussc nächst Trifail. doch konnte die Gerichtskommission an der Leiche Spuren Wgcnd einer Gewalttat nicht fest< stellen. —ik. - (K n rIist c.) In der Landes-Kuranstalt Ncn< Hans bei Cilli sind in der Zeit vom !'». bis 17. d. M !)ll Personen zum Knrgebrauche ei,ngetroffen. Telegramme Det Kaiser in Reichcnberg. Reichend erg, 2l. Juni. Um 5 Uhr 50 M< nuten nachmittags fuhr der Hofseparntzug in die Halle. Unter begeisterten Hochrufen der verschiedenen Persönlichkeiten entstieg Seine Majestät oer 5< aisc r, gefolgt vom Erzherzog Ferdinand Karl, dem Sntbadjet geitung 9lt. 141.___________________________________1335_________ ____________ 22. 3uni 1906 Hofsalonw^o». Nachdom dor Monarch die Front dcr Ehixmlouipamo ab^schritton battt', trat ViliMrmcistcr Dr. Vayor vor und riclMe an, den Monarchm fol° gonde Ansprache: „Euro f. und k. Apostolische Majc» stät! Inbrlnd und bcssoistort be^rüs^t Ncichonboli'gs Vovölfcrunn don goliobt?n HerrsckM und Landcsvater. Tausondc tr<'udoutsck>e Hcrzon schlagon Eurer MaMät Nltsscgen und danlon, das; Euro Majestät unserem Volte dio n^oho Freude gewährten, unsoire Stadt uud dio doutschböhmischo Ausstellung durch den Attor,höck> sten Besuch auszuzeichnen. Festlich abschmückt sind un-sero Straßen, freudia bewegt ist die harrende Menge, welcho das milde Antlitz Eurer Majestät schauen will und nur einen Wunsch hegt, daß Euro Majoh'tät in oer Mitto unsorer Vevölferung heitere uuo gliicklicho Stunden verleoen und die schnüren Negiernngssorgen vergessen mögen. Das walte Gott!" Seine Majestät der Kaiser gab in gnädigen Worten seiner Fi-eudo über dn, Bojsuch Neiä>enbergs Au^drnck, wandte sich dann an don Grafen Clan^Galla? und begrüßto ihn. Auch das Herrenhausmitglied ^mmnorprä'sidont Neu» uiann wurde durch eine Ansprache ausgezeichnet. Rußland. Peters o u r g. 2l. Juni. „Novoje Vreinja" moldck aus Sebastopol, daß im 1. FchuugsartMorie-Reginient oine Gärung ausgobrochen sei. Einige Unteroffiziere verlueigerben do!n Gehorsam, infolgedessen wurde da^' ganze Bataillon entwaffnet und eine Untersuchung eingeleitet. Hierauf erllärte fich das zweite Bataillon mit dem ersten solidarisch und be° sohte die nördlichen Küstenbatterien, tchrtc abor, als es don Insanlorio ring? eingeschlossen wurde, wieder in di.> Kaserne zurück. Wie dem ..Tvadzatij Vjet" aus Njnsan geineldet wird, sei auch m dem dortigen Trup. penlager im Negimoute Bolchov eine Gärung cms-gebrocheu. Die Soldaten feuerten oinigo Schlisse in die, Luft ab. Die Offiziere waren gezlvungon das Lager zu verlassen. In der Nacht wurde da» Jong haus eingeäschert. Die Soldaten weigern sich, die Wache zu beziehen. Wio die Zeitung „Dnma" berichtet, seien die von den vior Kompanien des jetzt in Petersburg stehenden Regiments „Wndorg" ge-stollten Forderungen erfüllt worden, worauf die Mannschaften den eingestellten Wachdienst wieder auf-unbmen. „Slovo" meldst ans Niga von gestern: Div Lage in Livland, besonders im Kreise Watt, ist höchst bennruhigond. Dasselbe Blatt meldet ans Ryoinst. das; der Ausstand der Schiffsarbeiter große Vor-Wicklungen herbeizuführen drohe. Auch unter den Eiseiil'almeru gäre es. „Slovo" meldet ferner aus iDdessli: Dac> Militärgericht verurteilte drei Personen wegen eines Raubüderfall'es zum Tode durch Erschie-ßon. lefünvortete aber eiue Milderung oes Urteiles. London, 21. Juni. Das Blatt „Iowish Chro-nicle" erhielt von dem hiesigen Finanzmanne I Batterien und in Ker^ luk 8 Bataillone als Reserve. Angekommene Fremde. Hotel Elefant. Am 18. und 19. Juni. Ritter v. Galatti. Dr. Cavalla. Schumigoi, Fonzari. Privatiers. Trieft. — Fant!, «fm.. Sissel. — Ungar, Kfm., Essel. — May, Kfm.. Basel. — Brunner. Private, Rudolfswert. — Iereb, Private. Krapina. — Prevenbar, Ornstein, Kflte., Ngram. — Beer, Kfm,. Budweis. — Kov»cs, Kfm.. Neutitschein. — Aaler. Kfm.; ltaldor, Vertreter; Robauer, Buchhalter, Graz. — Loniaric, Private, Krl. — Wüntsche, Kfm., Berlin. — Kofler, Kommerzialrat; Ritter v. ttirschmeyer. l. u. l. Oberleutnant; Müller, Ingenieur; Kind, Plohn, Schwarz, Brteger. Prasse, Thierheimer, Waldmann, Nossal, Franll, Hilf. reich. Csasny, Kohn, Fantl, Löwy, Fischhof. Pohlmann, ltlein s. Frau. ssaber s. Frau, Szendrö, Kestler, Porenta, Steiner H., Steiner E., Kraus, Herz. Friedman», Me.. Wien. wra«b Hotel Uni«». Am 1 9. Iun i. Horner, Eisenbahndireltionsrat; Erich, wortt, Ingenieur; Lang, l. l. Oberbaurat; Iamasal. Inspektor, s. Frau und Kind; Cuppa, Karpfen, Koufmannsgattinnen; Lazar. Neumann, Duschal, Doberauer, Eisler, Mayer. Jäger Fröhlich, Böller, Haas. Bahner. Schlehan, Fischhauer. Maurer' Kaufleute, Wien. — Prinz, Direktor der Hamburg»Amerika^ Linie. Hamburg. — Adamel, Private, s. Gouvernante, Nbbazia. — Blumewitz, Kfm.. Dresden. — Blühweih, Engelmann. Kslte. Graz. — Sreba. Private. Parenzo. — Hauptmann. Pfarrer' Altenmarlt. — Rulih, Kfm., Agram. — Oursly, Kfm., Sifsel. — Rigoni, Delan, Delnice. — Nachts, Professor, Trieft. — Lenger. Kfm.. Sairach. Verstorbene. Am 19. Juni. Josef habii, laglühner, 37 I,. «a< rolinengrund, durch Blitzschlag. Am 20. Juni. Viktor Kerzisnil, Kellnerssohn. 1» Mon., Bleiweisstrahe 11., Tuberkulose. Am 21. Juni. Anton Noval, Arbeiter. 70 I„ Na-detzkyftrllhe II. U»l»<,mu8 »«nil!», — Josef Pfeifer, Land« rat i. R.. 71 I.. Ämonaftrahe 2. vi»d«>t««. ^ltsri.^ewrci«. Im Iivilspitale: Am 18. Juni. Johann Noval. Knecht, 37 I. Vitium oc>l6i». — Barthlmä Kriznil. TagMner. 5ii Iah«, O«»ssl»«il» intslltin. Am 19. Juni. N. N.. unbekannter Mann. bei 50 Iah« alt. ^popieil» osrsdl-i. Lottoziehnng am 20. In»i 1900. Vrünn: 7 60 20 18 30 Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Seehvhe 306 2 i°. Mittl. Luftdrull 736 0 mm y, l 2U.N. l?38 'ss L^V^DNo.z.ftarl' bttöM ^ 9 ' «b. 739 8 ! 16 1 SO. schwach > tellw. heit« 22l?U.F. 739 2 14 6 . j Nebel 3 3 Das Tagesmittel der gestrigen Temperatur 19 4', Nor« male 18 4». Verantwortlicher Redakteur: Anton Funtel A ¦ ¦ ¦ Nur „Tempelquell«" § 1 I ¦II I I II 111 I als Kohitnoiier B&uerlinge II IhIIIIIIHI " gesetzlich geschützt! AU« nUIIIUIIU I *°dereD Produkte, welch« ____________________^J nicht die Bezeichnung ¦¦^¦^¦¦¦¦¦¦¦¦IIH „Tempelqnell«" »der „Styriaquelle" tragen, jedoch fälschlich H.U „Rolüt»oh«r" in dun IIandt-1 pehracht werden, weise man zurück. (2504) Landschaftliche Brunnemerwaltung Robltsch-Sauerbninn. Restauration „UNION" (131 rektion ^V. Kampusuh) Heute und dte folgenden Tage: Heurige Banse, gebraten Z^''^ Agramer Musik! 1W&«?§»»*«? ^Vm^odsc» s C2816) Wiener M\t\t * Zigeunerkapelle Rigo. Kurse an der Wiener Börse 0 lou?< -«>>/.«. M. Silber («pril'Olt,) per Kasse......wn 5U , 70 igsoer Vtlllltslole 500 t»«4er ., 50 fl. . . 2«N'5U 8«2'ü< D°m..Pf»nbbr. ^ 1«) fl. b"/„ «8ü «t. 2»l «l. Staatsschuld d. i. Reichs» rate vertretenen König» reiche nnd Länder. bsterr. Voldrelile, stfr,. Volb ^ per »»sie .... 4°/„ l,8 - ll«'2l> bfterr. Mente in Kronenw. stfr., »r, per Kasse . . . 4"/„ !.9 «5 9« »b .hetto per Ultimo . . 4"/„ S9 e . »'/,"/« »» ?° »» »« »ls»»!,»!,n.zt»°l»schul>. »«sch«ib»ngln. itlisabethbahn in «.. steuerfrei, zu ic.lXk» ,l. . . . 4«/n ,!?'«<> ti» 6K Franz Iosef.Vahn in Silber (biv. Ot.) . . b','."/°lL»'25lL6-z5 «al. Karl Ludtoig.Vllhn (did, Ltücl«) Kronen . . 4"/„ 98 60 l0<> 55 siubolfbahn in »ronenwührung, steueifr. (dlv. Tl., . 4"/., 99-55 lOO'bo Aorarlberner Vahn, steuerfrei. 4U<> lrronen . . . 4'V« 99 bs, ,00 55 z» z»tlschllibnngtn «tgtfttmpetlt zisenbahN'sskllen. «Ufabeth V. «X>s!, ttVi, 5'/<"/„ von 40« Krone» ... 478 — 477 — dctto «inz.Vnbwc!« 2N0 fl. ». W. N. 5'/<°/i> - . . .45l-458'eo detto Ealzburg.Tirol »»<» '/„ . . . .«:-- 434-- Veld Ware V»« P»»te 1»r Zahlung übn» nommen» Vl/enbahn»PriorUlt»' Gtllgationen. «ühm. Wcstbahn, »m. 189b. 4<»o Kronen 4 "/„. . . , S9 75 l«0 75 »lifabethbahn S00und»0W M. 4 ab in"/«......ll«35 ,17 85 «lisabethbahn 400 und Ln M, 4"/„........117^0 1i«'4<, Franz Josef-Vahn 75 Unn. fl. S. 5°/« ,l2-— 1,3 -Vorarlberaer Vahn ltm. 1884 (biv. St) Lilb. 4°/, . . 99 70 IUU'70 Ttaatsschnlb der Länder der »ngarifchen K«me. 4"/u >mg. Volbrente per Kasse . 11375 Il3 95 4"/„ betto per Ultimo Il3 7ü Il3 95 4"/» »»s- lXente in Kronen» währ. stfrel per K»sse . . 95 50 95 7« 4"/„ detlo per Ultimo 95 55 95"7t> »'/,«/, detto per Kasse . »5 «5 85 85 Unss. Prämien.«lnl. «. lou fl. . zu» 25 »iiüÄ detto k üu fl, , 208-50 «10 5« Lheiß-Rcg.-Lusc 4"/» . . , . 15675 158-7» <"/« ungar. Vrunbentl.'Oblig, 95— 9ü — 4"/„ troat. u. slav. Vrun°entl.> vblig........97-- —- Andere öffentliche Nnlehe». V°«n. LanbtK.Anl. (div.) 4"/« . «5b5 W'55 Uo«n.«herceg. Unlehen (biv.) 4>/,«/„ . . ion-?<, 101 ?o 5"/„ Don»U'«e<,.'«nlelhe 1878 105 25 10S-25 Wiener «eriehr«'«lnlelhe 4°/« 99 55 lOO 55 dttto 1900 4"/,, 99-U5 100S0 «nlche» d« Stadt Wien . . in« 10 in»-io detto (L. ob. «.) . . . 181-75 1«, 7l, belto (18»4) .... 98 15 99-15 detto (1898) .... 99-45 lou 4l> bett» (19l») .... 9» !>5 100 <>5 0ft>l> Inv.'ll.) 190» . 9» 7« 100 f>5 ««rstbauMnIeben veilo»b. »"/» 99Y0 1NO'«!> Vula. S.. - 103— --Zentral V°d.Vl.. osterr., «HJ. verl. 4"/.. - , - - 100 10 i«i 10 Kred.'Inft.,°steri..s,Vtil..Unt u.effen,l,Ulb.K°t.^vl,4"/« 89 40 l«n-Landesb, b, Ko». Nalizien und Lobom, 57'/, I. ruckz. 4°/» 9885 88 8Ü Mühr, Hhpothelenb. veil. 4°/« 99-40 ,0035 N..«sterr, Lanbe«.HyP.'Nnft.4"/, 100— ioi>— bello inN. «"/»vl. »erl. 3'/,"/» 84-«!) »5-^ detto K.'SchuIbsch. verl. 3'/,°/o 84-50 95 — ^ betto verl. ,4°/« 88901009») Osterr..ungar. Van! 50 ,ahr, verl, 4"/« ». W.....9995 100 »t. detto 4°/» Kr..... 100 «5 101 z<5 Spart, i.«st.. S<> I. verl. 4°/« 100-70 ici 70 EifenbahnPrioritäts« Obligationen. Ftrb 107-40 Staatsbahn 500 Fr. - . - - 418 75 4üi /5 Lüdbahn ». »"/» Jänner»Iul, 500 Fr. iper St.) , . . 3«0 «5 32« 85 Eüdbahn k 5"/°..... 124-15 125-15 Diverse Lsse ,per Stück), Per,«»liche f»se. 3«/u Vobenlredit.Lose ltm. l880 z,90 — ««» .. detto «lnl, Präm.Oblig. 400 Fr, per Kasse , , . —-— — — delto per M , . 157 75 15« 75 Wiener Komm,»Lose v. I. 1874 5»» — 5l» — Gew..Sch.d. »°/uPrüm,.Vchuldv. b, «obenlr.Nnst. rt>ßn30 — 304« - bett« M. lj.» «00 sl. per Ult. 1130 — 118» -Donau . Dampfschiffahrt»»Ges., 1., l, t, priv,, 5«N fl. KM. 1050 — ,058 - Dul.«obenbacker «tisb. 4ft0»r. 55^— 556- Ferdinllnb«.Norbb. IU0U fl. »Vl. 57»« — 57SO — Lemb..»eilb. 200 fl,L. per Ultimo «76 75 877 7^ Vübb, «00 fl. Silber per Ultimo I»5 »5 iu«-^ Sübnorbdeutsche Beibinbun«»b. 2<>U sl. »Vl......410 — 411 M Iramwlly.Ges., neue Wiener, Prioritäte.llNien 100 fl. . —— — — Ungar, Westbllhn (Raab'Graz) »00 fl. V.......40« - 4«9 — Wr, Lolalb,.Artien.«es, 200 fl. 160 — i«> - »anlen. «ng!o.bfterr. Äanl, 1»0 fl, , . 3«8 50 30» 50 Vanlverein, Wiener, per Kasse ^'— —'-^ detto per Ultimo . . . 548 5) 54»-50 Vobenlr.Unft. «stenr.,»O0fl.S, «047— 105.» - Zentr,.Vob,'»r«bb, 0st., llOO fl. 55? — 5«> -Kreditanstalt für Handel und Gewerbe, 1»0 fl,, per Kasse — — — — betto per Ultimo «68 8» ««9»5 Krebitbanl allg, ung., 200 fl, . 808 — 810 — Deposltenbanl. allg.. 200 fl. . 454— 4b4 5« E«iompte > Gesellschaft, nieder» österr,, 4 Ind»Nrie>A»tn«tz»»»ß». Ällu„r!,, all» öfterr,, 10« fl, , 15»— »5« — Vrükei ttohlenbelgb °«es 10«fl. »»3— «»«-- ltisenbahnw >Leihg,,erfte, loo fi. »oe— il« ^ „ltlbemühl', Pllpierf. u, V..», ,«9- ,?lt - «tlettr.Vei, allg, Osterr, lloo fl, 457— 4b» — detto <»ternat,, »0«fl. 599— »«1 — Hirtrnberger Patr.», Zundh. u Vtet>3abril 400 Kr. . . ,i»z — 1175 — Lieslnger Urauere! 100 fl. . . «»«-- 304 — Vlontan'Vesellsch , österr.»alpine 577«H 578 >«' ,.Poldi.Hütte". lie°,elgußstahl. F.« .G, «00 fl, ... b»«'— 53« -Präger «isen.Ind.Ve!, Valgo.Iarjaner «tüentv. 100 fl..... 575 «> 5?« 5? Valgo.Iari, Steinkohlen 100 fl, 6,8- ««» - ,,Schl0gImllhl", Papiers., »0»fl, »05— »K» — ..Tchobnica", «,»«. f, Perrol.. Ind., 500 Kr..... «1« — »»6 — ,,Steyrermuhl", Papierfabrik und »,.»...... 4«» — 4«» - Trifailer Kohlenw,.», 70 fl. , »?» — >?« -lürl. Tabakregie.Ges, »uy Fr per Kaffe , —— — — detto per Ultimo 407 — 40» — Wassens.Kes,, oslerr., in wen. 100 fl........ 59»'— 59» — Waaaon.veihanftalt. allgnn,. Wienerberger Zieaelf,.«lt..«es. ^» - 854 - De»ise«. Kur,» Hichtnl »»» Schlck«. «lmsterbam....... 198-10 itt» z« Deutsch« PläVe..... 117 35 1,7 t,5 London........ 240 l»0 »40 4!» Italienische Vanlplütz« . . . 95 5«^ 95. «?> Pari«......... »5 47' »5««' Zürich und Vasel..... 95 zz »5 87^ Valuten. Dukaten ..... ll»4 II« ilo-Franlcn-Stücke..... 191> 1914 20.Vlarl»Vtü Italienische Banknoten . . . 8b 50 95?« «ubel°No»en , . . , «5< »!>» ^ I «^« C» ^W^y^** I Privat-Depot» (Safe- Deposits) I ¦ won Rrnlen, '"^"""fleVi«*«'und V»lule». 33*.IXlC- -0.33.^1. T^7"O clxsl 01 gre 9 C ll&f t I *«•»•*•» •i.armxxmxa. Vaisobluai 4«r »»rtr»!- I I 56