Kamst^O den 19. Mai , ' 1832. Naibach. Vett 18. Mai. ^lä die frohe Kunde erscholl, Ihre Majesty ten werden bei Ihrcr Durchreift nach Trieft in La^ dachs Mauern drei, T^ge verweilen, so sehnten sich die getreuen Bewohner dieser Stadt innigst nach jenem Augenblicke, wo ihnen das unschätzbare Gluck zu Thcil werden sollte, das milde Antlitz Sr. Majestät, unsers allergnnoigsten Herrn und Kai« sers und Ihrer Majestät, Ver allgeliebten Kaiserinn und Landesmulter, zu sehen. Jener sehnlichst herbeigewünschte Momentging für die getreuen Berechner Laibachs heute in Er. füllung. Ihre Majestäten langten um 5 1)2 Uhr Nachmittag'' >m erwünschtesten Wohlseyn an de? Gränze des Weichbildes unserer Stadt an, woAl« tcchöchstdicsclbcn von dem Bürgermeister, dem ge» summten Magistrate und einer Deputation der Bür« gerschaft^chrfurchtZooll empfangeil wurden. Fest-lich gekleidete Mädchen hatten die Ehre, Ihren Majestäten Blumensträuße und Gedichte zu über« reichen. Hiercwf fuhren ANerhöchstdieselden durch eine von der gesammten männlichen und weidli, cben Schuljugend zu beiden Seiten der Strasse ge. wldete Spalier, andie sich eine zahllose Volksmcn. n^7ta^. April zu Marseille Statt gefundenen V.orgänge zukamen, bestätigen die bereits eingegangenen Nachrichten, wovon der gestrige Mo nitcur cmen Auszug mitgetheilt hat. Es ,st jedoch nützlich, auch diese Details, ohne sich vor Wiederholungen zu scheuen, gleichfalls bekannt zu machen, um die öf. fentliche Meinung über die Umtriebe cincr Faction aufzuklären, die gerade da, wo sie die meiste Aus. sicht des Gelingens zu finden'sich schmeichelte, so elend gescheitert ist. — Am 29. April hatte die Be. horde die Anzeige erhalten, daß das Dampfboot «Zarlo Alberto, an dessen Bord sich Hr. von Bourmont befand, am 24..von Livorno abgegangen sei; man hatte ferner erfahren, daß die carlistischcP^rthcl'zu Marse i lle eine Bewegung in der Hoffnung bereite, daß selbe, wie die Einen glaubten, vom Hrn. von^B 0 u r,mo n t, und wie die Andern meinten, von der Herzoginn von Berry würde u»if.ärbige Fahne! beglM^ ten. Gin großes Theil dcr auf den össciul'^ Plätzen versammelten Bevölkerung stimmte '" sen Enthusiasmus em, lilid wicdcrholtediestn'^ Um/Ühr war Alles wkdec zur Ordnung zuru^ gc'tcM — Dcr Tag vom 3o. April wird "rca"°' stischcn Parchci cincn tödtlichcn Schlag vcwH?n> ,55 denn cr hat'ihr? ungememe Schwäche anZ.Licht gebracht; cr hat bewiesen, daß sie in diofen Gegen, den keineswegs, wie sie sich zu brüsten wagte.über oic 2?c^ölkcrung verfüge. Der Befehlshaber des, ccm Departement dcrRhoncmündungcn denachbar« ten Departements war bei Zeiten gewarnt wsrden, und dieser auch auf der Huth und vorbereitet. Die bis zum 3. Mai der Regierung zugekommenen Berichte aus den verschiedenen Städten des Südens melden, dah überall Ordnung herrsche. Wen« zu Marseille durch dieses tolle Beginnen einige Gährung veranlaßt morden ist, so war solche natürlich; sie entsprang aus dcm Impulse, den die Partheien durch diesen elenden Streich erhalten hatten. Die Behörde ist auf ihrer Huth , und hat sich der Bewegung bemeistert. Die Induktionen, die ihr von Paris aufs Schleunigste zugefertigt worden sind, werden ihrem Wirken neue Kcäftc verleihen, und die Reihen der Feinde der Regierung vollends entmuthigen, während sie zu gleicher Zcic die Zu. versicht ihrer Freunde starten werden. — Die In» siruction des Prozesftv ist von dem Generalprocu-vator zu ?!i,r übernommen worden, welcher die größte Thäligtcit dabei entwickeln wird. Mögen alle gutgesinnten Bürger auf die Festigkeit derNe. gicrung vertrauen. Sie kennt den Haß und die unermüdlichen Intriguen einer unverbesserlichen Faction, dcrcn Ohnmacht zum Glück dem Lande, ras sie durch ihrc Kühnheit zu täuschen suchte, in die Augen springt. Diese Vcrmcsscnhcit wird besiegt, und den Aufwieglern die Macht nncr auf den Naücnalwunsch begründeten Regierung gezeigt werden." Im Moniteur vom 5. d. M, heißt c5: ^ele falsche Gerüchte sind auf der Börse über ^cn Zustand von Marseille relbreitet worden. Die sprung b"t aus dieser Stadt telegraphische Dc« d^bst^^"^"^ "balten. Alles war en vers^°'"""" 'uhig. Die Nachrichten von DaH^^^^ulo^^folge^stdas w^.uHer.gn^^^^^ am 4. d.M. m dem kleinen Hafen la Ciotat (zwischen Toulon und Marseille) von der framöN > schen Kriegs-Dampfcorvette Sphynx angehalten und nach Toulon geführt worden, von wo dasselbe uoch am nämlichen Tagc, von dem S ph yn'ru ^ zwei andern französischen 5cr F^, gattc Bellona) begleitet, in östlicher Richtung adgcselt ist. In den letzten Tagen dcs Aprils haben auch zu Nimcs, zu Vic (bei Montpellier) und andern Orten des südlichen Frankreichs Bewegungen, der von Marseille ähnlich, Statt gefunden, die jedoch durch das Einschreiten der bewaffneten Macht schnell unterdrückt wurden. Den neuesten Pariser Blättern vom 6. Mal (die wir so eben am Schlüsse unseres Blattes durch außerordentliche Gelegenheit erhalten haben) zufolge, war in dem Gesundheitszustande des Hni. Kasimir Pericr eine merkliche Besserung eingetreten. Der NouvelNste sagt hierüber: „Wir freuen uns, alle die günstigen Gerüste bestätigen zu können, die sich über das Befinden des Hrn. Präsidenten des Conseils heute auf der Börse verbreitet haben-Sein Zustand ist van der Art, daß man hoffen darf, cr werde weit kürzere Zeit, als man anfangs be« fürchtet hatte, von den Geschäften entfernt bleiben." Die Nouvelle France vom 8. spricdt von der Wegnahme des Dampfschiffes (Zarlo Alberto im Hafen von la (Ziotat, mit dem Beisatze, daß dieses Schiff nach Ajaccio (Corsica) geführt worden sei. Demselben Blatte zufolge, warHr. vonKcrgorlay, ehemaliger Pair von Frankrrich, an der Küste von Mont^Nedon (unweit Marseille) verhaftet worden. Nach Auszügen aus Londoner Blattern, in den Pariser Journalen vo,^ 8.', war die russische Ratification des belgischen Tractats am 4. Mal in London ausgewechselt worden. Die lZholcra "war zu'Paris fortdauerndem Abnehmen. Am 6. Mai warcn in den Spitälern nur »L, in Privatwohnungcn 17 Personen an dieser Krankheit gestorben. Daö Journal dcsDebats bemerkt in Bezug auf die Spottmusiken, mit welchen einige Mllustericlle Dcputirte bei der Rückkehr in ihre Wohnsitze empfangen worden sind: »Man versichert uns. daß cm Depunrtc'rdcr Majorität, ein Mann von Verstand und Geist, als er erfuhr, daß man auä) ihm eine Srcttmusikbei seiner Rück' kehr bereite, ein Schreiben verbreiten 'ließ, worin er anzeigte, daß er an dem und dem Tage zu die« ser Stmwe in der, Stadt ankommen werde, und die HH- Spottmusikanten davon benachrichtige, da» mil sic iwi nicht lange warten lassen möchten, in» dem cr -bncn mnerseits verspreche, pünctlich cm-zmrcsisn. Dic Wivkung dicseZ Schreibens war. ,66 Zaß die Spcttmusik unterblieb. Dieses Verfahren ist in solchem Falle das bcsie; man muß derglci' chcn Thorheiten Trotz bitten. Spott und Vcrach-tung sind die einzige paffende Antwort darauf." Die im Laufe des vorigen Jahres in Paris für Rechnung der Stadt ausgeführten Beulen haben derselben 6,25o,aoü Fr. gekostet; in diesem Jahre sollen io,36o,oao Fr. für denselben Zweckvenveii' 3et werden. Die Bauten der öffentlichen Denkmal)-» ler, welche vom Staate bezahlt werden, sind hier nicht mitgerechnet. Der Moniteur meldet aus Algier vom 25. März: „Ein furchtbarer Sturm hat hier seit vier Tagen geherrscht. Schon seit fünf Monaten überschwemmten wahre Sündflulhregcn den Bcdcn ; aber am 10., n>, 12. inlö i3. strömten sie m solcher Masse herab, daß die Strömein einer Nacht um 4" Fuß stiegen. Die Ebene von Metidscha glich einem großen Meere. Man sah auf den Gc-wassern Leichname von Menschen, Thieren und Trümmer aller Art schwimmen. Viele Wohnun» gen wurden durch Windstöße niedergerissen ; mch» rere an der Küste gescheiterte Schiffe gingen mit Menschen und Gütern unter. Die Beduinen sa-gen, man hade seit 5a Jahren keine solchen Vcr« heerungcn erlebt. Sic schreiben sie der Anwesenheit der Christen auf dem afrikauischen Boden zu. (Oest.B.) OroWriMlmicl?. Sir Pulteney Malcolm zieht nächstens seine Admiralsflagge am Bord der Britannia von 12a Kanonen auf und segelt mit derSaledonia von 120, dem Thunderer von 84, dem Donegal von ^6, dem Talaveyra von 76 Kanonen, nebst mehreren an< dern Kriegsschiffen, n?ie es heißt, nach Lissabon ab, wo di? Asia von 84 und die Revenge von 76 Kanonen zu ihm stoßen werden. Der Hampshire «Tele graph enthält nunmehr die bestimmte Anzeige, daß der Graf von Dundonald (Lord Cochrane) vor einigen Tagen in die MarineÜste wieder eingetragen wordeil war, und zwar als zahl von Kauffahrteischiffen, die m den letzten Ta-gen nach Antwerpen bestimmt, die Schcldc hin» ausgesegelt siny, ist ungewöhnlich groß gelesen. Pom 1. bis zum 27. Avnl gingen 164 Schiffe nach Antwerpen, worunter 14 Amerikaner, n aus dem Norden mit Holzladungen, 4 aus Brc^ silien, '6 aus England, 7 aus Frankreich und6o Fahrzeuge mit Getreide befrachtet. In diesem Au' genblicke liegen 270 Schisse im Bassin von Ant^ werpen. Es braucht wohl nicht gesagt zn we^ den, wie betrübend dieß für uns ist, und mic welchen Augen unsere Seeleute diese Schiffe vor-bcisegeln sehen. (Oest. B.) Vereinigte Staaten von OorVamerika. Der Staat Virgmien hat kürzlich eine Aci? angenommen, wonach sämmtliche freie Schwart und Mulatten aus dem Lande geschafft werden ^" lcn, da man sie für die Urheber der Neger-OlNpü-rungen hält, und^dadurch die SclavenbeoölkellwZ zu beruhigen glaubt. II,oaa werden dazu fülö^ genwärtigcs Jahr, und 96,000 Dollars für ' vcrircndct. Sie dürfen nach Liberia inAfr'^ wohin sie nur immer wollen, wenn sie nur die einigten Staaten räumen. (Prag.Z'? Nevacteur: F-r< Vav. Weinrich. Erleger: Dgnssi M. GVter v. Aleiumaur-