Erscheint wöchentlich sechsmal (mit Ausnahme der Feiertage). Sehriftleitung, Verwaltung und Buchdruckerei Tel. 25-67, 25-68, 25-69, Maribor, Kopališka ul. 6. , «Sr/ ; , . ESäS* w kXi Qüsö Inseraten- und Ätiottttemcnfe-Aimahme in der Verwaltung. Bezugspreis::; Abholen oder durch die Post monatlich Din 23.—, bei Zustellung Din 24.—, fiir-das Ausland monatlich Din 32.—. Einzelnummer Din 1.50 und Din 2.—. Manuskripte werden nicht retourniert. Bei Anfragen Rückporto beileg en, Poštnina plačana v gotovini. PfG9$ Uti 1*50 Nilmborer äettum 0/e Russen in die Mannerheim-Linie eingedrungen ? Widersprechende Meldungen aus beiden Lagern / Der kontinuierliche russische Druck aus die Mannerheim-Linie von finnischer Seite zugegeben 9 r i s, 9. Feber. Havas meldet: 16 der Amsterdamer Berichterstatter r. 8 »Paris So» r« seinem Blatte be-ha ’ brachten gestern mehrere Kopen-. Seher und Stockholmer Zeitungen die ^ächricht, daß es den Sowjettruppen ge-yenSen sei, in die ersten Befestigungen r Männerheimlinie einzudringen. Eine lie cf,e Bestätigung dieser Meldungen ■ 8t noch nicht vor. Der erwähnte Kor-lj.sl,ondent behauptet, daß die Sowjet-t“PPen zwischen einzelne finnische For-‘«"«tionen eingedrungen seien und sicn (,er(:its 30 Kilometer vor Wiborg befän-n- Der Einbruch der Russen soll unter . . rn erfolgt sein, die zum Erfolg in ^inerlei Verhältnis stünden. Nach einer e 2*en Meldung aus Schweden soll es en finnischen Truppen durch einen Gegenangriff gelungen sein, solche Posi--onsverbesserungen zu erzielen, die es ^möglichen würden, den in die finnische efestigungsiinie eingetriebenen Sowjet-ve|l zu vernichten. 9. Feber. »Giornale d’Ita-. a<< meldet in seinem gestrigen Bericht •Us Helsinki, daß der Durchbruch der ^itssen ;n ^er Mannerheimlinie in der F.’e‘e von 5 Kilometer gelungen sei. Der - Uö*lich sei in immittplhflrpr Nähp rlps Hahti alahtisees erfolgt, wo die Sowjettrup en halbkreisförmig neue Positionen be-t^-en hätten. In dem Bericht heißt es •Jner> daß die Finnen zum Gegenangriff Se'.ergegangen und unablässig bemüht Fie Russen aus der Mannerheim->e herauszupressen. Uni, Stockholm, 9. Februar. (Avala) Havas meldet: Wie der Berichterstatter des »Stockholm Tidningen« seinem Blatte aus Helsinki meldet, ha>jen die Sowjettruppen im Kumagebiet mehrere erfolglose Angriffe zur Durchführung gebracht. Es scheinen jedoch keine Anzei chen dafür vorhanden zu sein, daß der 8. Februar gab es an mehreren Frontabschnitten Spähtruppentätigkeit. Im Laufe der Infanteriekämpfe, die sich in den letzten Tagen auf der karelischen Landenge abspielten, eroberten die Sowjettruppen die Befestigung Hotinen mit acht Artilleriewerken. Auf dem Sektor zwischen Ladogasee und Suvantojäri eroberten die kontinuierliche Druck auf die Männer- Sowjettruppen fünf betonierte Artillerie heimlinie nachgelassen hätte. Die Sowjettruppen erhielten neue Reserven. Man erwartet in Bälde den Angriff von vier russischen Divisionen. Die Offensive, die am 7. d. auf der karelischen Landenge einsetzte, war beiweitem nicht so heftig wie die vorhergegangenen Angriffe. Trotzdem wurden die Sowjtetruppen in bedeutender Weise durch Artillerie, Luftwaffe und Kampfwagen unterstützt. Finnischerseits benötigte man die Anstren gungen mehrerer Stunden, um den Angriff der Sowjettruppen abzuweisen. Im Verlaufe dieser Operationen gelang es forts. Der Feind erlitt in beiden Fällen beträchtliche Verluste. Die Sowjetluftwaffe unternahm mit Erfolg die Bombardierung militärischer Objekte. London, 9. Februar. (Avala) Reuter berichtet: Wie von der finnischen Front berichtet wird, leisten die Finnen, die beträchtliche Reserven erhielten, den Sowjettruppen kräftigen Widerstand. Die Russen machen die größten Anstrengungen, um die Mannerheimlinie zu durchbrochen, die sich trotz der ununterbrochenen Heranziehung russischer Sturmtruppen und des Kriegsmaterials noch immer den russischen Truppen, bis an die ersten j hält. Nach in Stockholm aus Helsinki einfinnischen Linien heranzukommen. In den i getroffenen Meldungen gelang den Rus- blutigen Kämpfen gelang ihnen der Ein bruch in die erste Linie. Die Elemente der Mannerheimlinie sind jedoch unter sich derart verbunden, daß der Feind, auch wenn er zwischen die befestigten Stellungen eindringt, in eine sehr schwierige Lage käme. Die Sowjettruppen hielten sich deshalb nur einige Minuten an den eingenommenen Punkten auf. Moskau, 9. Februar. (Avala) DNB berichtet: Der Bericht des Generalstabes des Leningrader Militärkreises lautet: Am sen der Durchbruch der finnischen Verteidigungslinie, doch seien die Russen von den Finnen nach blutigem Nahkampfe wieder zurückgeworfen worden. Die Verluste, die die Russen am Mittwoch erlitten haben sollen, beziffern sich nach firm. Schätzung auf 3000 bis 4000 Mann. London, 9. Feber. (Avala.) Havas meldet: Noel Baker, der mit mehreren anderen führenden Mitgliedern der Labour. party zehn Tage in Finnland verbracht hatte, erklärte nach seiner Rückkehr in Der Balkan als Interessen- und Sdiidisalsgemelnsdiaft Ministerpräsident Metaxas über die Balkankonserenz y,, - - e n, 9. Feber. (Avala) »Agcnce j^. fhenes« berichtet: Der griechische t J11sterpräsident und Außenminister M e Be X a S) ^em bei seiner Rückkehr aus b 8rad in Saloniki von der Bevölkerung geiferte Ovationen zuteil wurden, hielt BiirCincni Bankett, das ihm zu Ehren vom in ,^erineister gegeben wurde, eine Rede, Sc. er er u. a. erklärte: »Wir durchleben Ile We,"e Zeiten. Es gab Momente, in de-U- iibergetreten als Straßenbauer^ vom Nom Rom, (Agit). Unter den größten Regime realisierten Werken sind jencL , Neuregelung, der Erneuerung und wicklung des italienischen Straßenne ^ zu verzeichnen, das heute eine Gesam heit von 183.000 Kilometern dar .e,n’ von denen ca. 120.000 in städtisc 42.000 in kleinstädtischen und 21.000 Staatsstraßen bestehen. Für die Ernc ^ rung, Instandhaltung und den Bau letzteren sorgt gegenwärtig in _ “a , eine besondere Gesellschaft, die »Az’en Autonoma Statale della Strada«, die' Laufe der ersten zehn Jahre ihre Ta i» kfc.t. die Fahrbahnen von ca. 13.0G0 - " metern Straße vollständig erneuert n während weitere 850 Kilometer in • ^ führung stehen. Man hat jetzt einen deren großen Komplex von Arbeiten " Angriff genommen. Unter ihnen smu J.Cße des Baues einer neuen Zufahrt5s.ru _ der vom Norden nach Neapel und iene ^ endgültigen Systemierung der großen antiken rumänischen Zugangsstra. nach Rom, zu verzeichnen. So wird neue, 68 Kilometer lange Donüzmm Straße jetzt, in der Zone, in der die g’j-ße »Dreijährliche Ausstellung der Im irischen Überseeländer« entsteht, die ^ 9. Mai 1940 eröffnet wird, b:s nach pel führen. Was die nach Rom führen ■-Straßen betrifft, so sind die Arbeiten c. - zu bestimmt, sie vollkomme den ge- schah, für die er arbeitet, die Weisunk erhalten kann, von Beograd abzurcbc und sich in ein anderes Land zu begeb£‘: haben die jungen Leute beschlossen, 111H lange zu warten, sondern sich bereu’ Sonntag trauen zu lassen. Bis zu diese’ Tag werden sie die notwendigen Dokumente beschafft haben. Der Amerikam^ ist bereits zum prawoslawen Glaube Nach der Trauung wird die junge ri Eltern und Geschwister verlassen und i rem Gatten folgen, der selbst noch ruc weiß, wohin ihn die Pflicht rufen w’r^' Seit sieben Jahren bereist er im DL’11’ der Rundfunkgesellschaft sämtliche eur päische Länder. . Bei der sonntägigen Trauung wird • Trauzeuge der Braut der Leiter des Kur 1 wellensenders Dr. Mladenovič fungL''6^' Hat doch dieser Liebesroman am Ral der Balkankonferenz unter seinem Dar begonnen und seinen glücklichen ‘1 Schluß gefunden. Ben Verkehrsbedürfnissm anztipasscn» EinigungStendenzen Der Radikalen EIN TEIL DES HAUPTAÜSSCHÜSSES MIT DEN VERHANDLUNGEN MIT D. CVETKOVIČ EINVERSTANDEN. — MINISTERPRÄSIDENT D. CVETKOVIČ HAT DEM ALTRADIKALENFÜHRER ACA STANOJEVIČ DIE SCHRIFTLICHEN VORSCHLÄGE UNTERBREITET die man für die Weltausstellung im Jahre "42 vcraussehen kann. Die Via Appia v,rd mit einer neuen Abzweigungsstraße versehen werden, die sie für den Last-'v5Senverkehr auf der letzten Strecke er-le’cnfein wird und somit den Reisenden ermöglicht, die durch die »Regina Via-jtini« gebotenen panoramischen Schön. le'ten voilstens zu genießen. Man kann ,lei"vorheben, schreibt die »Agit«, wie sich ,'n dem heutigen Italien die Tradition *0rfsetzt, die bereits das Rom der Cae-^ai"en zur größten Straßenbauerin der Welt machte. ^nijchau in Wissenschaft und Technik Ein elektrisches übermtkroskop ^V. In den letzten Jahren wurden in c*en deutschen Forschungsstätten soge-aannte Übermikroskope gebaut, deren e_rgrößerungsgrad und Auflösungsvermögen das der besten Lichtmikroskope ein Vielfaches übertrifft. Anstelle der Ichtstrahlen werden schnelle Elektronen, m durch magnetische Linsen in ähnli-her Weise beeinflußt werden wie Lichi-s rahlen durch Glaslinsen, benutzt. Neben e® magnetischen Elektronenmikroskop j^Drde nun auch ein elektrisches Übermi-|r°skop geschaffen. Bei diesem werden 16 Elektronen nicht durch magnetische, sondern durch elektrische Spulen beein-ußt. Mit einem solchen zweistufigen, ,Cl!1 elektrischen Elektronenmikroskop ®nnten seit einiger Zeit in Gemeinschaft dem Institut »Robert Koch« bakterio-^gische Untersuchungen mit erstaunli-c|,em Erfolg durchgeführt werden. Das ,1eue Elektronenmikroskop arbeitet wie ein zweistufiges Projektionsmikroskop j^d wie das magnetische Elektronenmi-,(1osl (Agit). Im Institut der »Routinen Studien« wurde kürzlich das endgültige Ergebnis der über das Zeichen s Kreuzes gemachten Fesstellungen dar ^ e§t, das kürzlich in Herkulanum bei sethPel aufge^ur|den worden war. Da-d«, wurde auf der Zimmerwand eines rch den Vesuvausbruch verschütteten f a“ses die Spur eines an der Mauer be-. mgten Holzkreuzes aufgefunden. Dies . nin Beweis dafür, daß das Kreuz seit ren frühesten Zeiten des Christentums instand des Kultes bildete. Die Ge-, lchte der christlichen Kirche erwarb , ’nh das in Herkulanum wieder aufge-ndene Kreuz eines seiner ältesten und Würdigsten Zeugen. Der Ofen in der Tasche Gerade in der kalten Jahreszeit m« e'n Meiner Wärmespender willkom-Pof1 s'e*n’ den man, ohne daß man Feuer-s^a/lr befürchten müßte, in die Tasche w/ kann. Dieses kleine öfchen, das 1( n bequem mit der Hand umschließen n nn’ besteht aus einem Platinteil und ei-de|n,!?1'*: Zellstoff ausgefütterten Behälter best die Aufnahme von Leichtbenzin fen Wenn man nun einige Trop jv j^Piritus auf einen dafür vorgesehenen tropfen läßt und diesen anzündet. erwärm.t man damit den Platinteil (lerC n^em Verbrennen des Spiritus wird ste' n • zusammengeschraubt. Die auf-ije'^pnden Benzindämpfe erwärmen nun ein bufeil immer mehr, so daß man Wtx ziemlich lange und gut wirkende «^J^equeitf erhält. y Gedenke der ^Ntituberkulosen-Liga! Beograd, 9. Feber. Zwischen den Radikalen der verschiedenen Lager — ein Teil steht hinter Dragiša Cvetkovič in der Jugoslawischen Radikalen Union, der zweite Teil steht hinter Aca Stanojevič und Miša T r i f u n o-v i č, während die Gruppe Lazar M a r-kovič lediglich einen Dissidentensplitter der einstigen Partei darstellt — sind Einigungsbestrebungen im Zuge, die kürz lieh gelegentlich einer Aussprache zwischen Dragiša Cvetkovič und Aca Stan o j e v i č sichtbaren Ausdruck gefunden haben. Bei dieser Zusammenkunft wurden Fragen erörtert, die in den vorherigen Besprechungen noch nicht die erwünschte Uebereinstimmung aufkom-men ließen. Obzwar noch große Schwierigkeiten hinsichtlich einer vollen Ueber- P a r 1 s, 9. Feber. Die Nachrichtenagentur TASS berichtet: Am 5. d. nahm die Polizei in der Pariser sowjetrussischen Handelsvertretung eine große Haus suchung vor. Rund hundert Detektive drangen in das Gebäude der Sowjetvertretung ei-n und durchschnitten zunächst die Telephonleitungen. Die Detektive drangen sodann in die einzelnen Amtsräume und sogar in die Privatwohnung des Beamten S t r a t o w, der augenblicklich den abwesenden Handelsvertreter vertritt. Die Wohnung wurde trotz des Protestes Stratows, der sich auf seine Exterritorialität berief, genauestens durchsucht. Es wurden auch zahlreiche Koffer aufgerissen und Dokumente beschlagnahmt. Mehrere Sowjetbeamte, die gerade ins Büro gekommen' waren, wurden verhaftet und mußten sich in Begleitung von Detektiven in ihre Privatwohnungen begeben, wo ebenfalls Haussuchungen vorgenommen wurden. Gleichzeitig wurde auch im sowjetrussischen Fremdenverkehrsbüro »Intourist« und in der ehemaligen Russenschule eine Haussuchung vor genommen. Die verhafteten sowjetrussischen Beamten wurden in Schutzhaft genommen. Als Sowjetbotschafter S u. r i t s c h von dieser Haussuchung Kenntnis erhalten hatte, entsendete er unverzüglich zwei Botschaftsbeamte in die russische Handelsvertretung und ließ die dort amtierenden Polizeibeamten zum sofortigen Verlassen des Hauses sowie zur Auslie- dlrchäologitche Wunder Lubiens Rom,' (Agit). Unter den vielen verschiedenen und interessanten Anblicken, die Lybien dem Besucher bietet, ist jener archäologische von nicht geringer Bedeutung, der in den Ruinen von Cirene und Leptis Magna seine großartigen Offenbarungen zeigt. Das »Neue Severianische Forum« der letzteren ist, wie die »Agit« schreibt, zweifellos eine der vollständigsten und imponierendsten, die von der römischen Kultur erhalten blieben, von 4 hohen Mauern wundervoll eingerahmt, die Kunstwerke von hohem Wert enthalten und die sogar noch ihre Ruinen mit andächtigem Wunder erfüllen. Das Forum war zur Zeit des antiken Roms an drei Seiten von einem hohen, acht Meter breitem Säulengang umgeben, der von kolossalen karrarischen Marmorsäulen gestützt wurde, mit charakteristischen Kapitellen. An der Südseite des Forums befand sich ein Tempel, der vielleicht der einstimmung bestehen, hält ein Teil des Hauptausschusses es durchaus für möglich, daß diese Uebereinstimmung erzielt werden könnte. Auf. jeden Fall brachte die letzte Unterredung beträchtlich mehr Klarheit. Wie nun verlautet, soll Stanojevič den Ministerpräsidenten gebeten ha ben, ihm seine Anträge zu den Verhandlungen schriftlich unterbreiten zu wollen, damit er sie vor den Hauptausschuß der Altradikalen bringen könne. Dies ist inzwischen geschehen. Dies wird als eine neue Phase in der Aktion um die Einigung der Radikalen aufgefaßt. Man werde schon in Kürze sehen, ob diese Aktion fortgesetzt werden kann oder ob die nunmehr vor sich gehenden Verhandlungen aufgeschoben würden. ferung der beschlagnahmten Dokumente auffordern. Gleichzeitig erhob er bei der französischen Regierung Protest, indem er die Forderung nach Rückerstattung der Dokumente wiederholte. Pari s, 9. Feber. Did französische Regierung hat nach zuverlässigen Informationen den Beschluß gefaßt, den Protest des Sowjetbotschafters S u r i t s c h gegen die Hausdurchsuchung in der Sowjet russischen Handelsvertretung überhaupt nicht zur Kenntnis zu nehmen. Die französischen ofiziellen Kreise stehen auf dem Standpunkt, daß der von sowjettrusSfecher Seite "angemeldete Anspruch'auf Exterritorialität der Handelsvertretung hinfällig sei, da die sowjet-russische Handelsvertretung schon im Vorjahre ihre Tätigkeit beendigt habe. Außerdem sei die formale Exterritorialität der sowjetrussischen Handelsvertretung bereits am 30. Dezember 1939 erloschen. Moskau, 9. Feber. (TASS5 Die offiziöse »Prawda« kommentiert die Vorgänge in der Pariser sowjetrussischen Handelsvertretung wie folgt: Ebenso wie alle imperialistischen Pläne Englands und Frankreichs gescheitert sind, die Rußland in den jetzigen Krieg einbeziehen wollten, •so werden auch alle mit finnischer Hilfe ■unternommenen Intrigen scheitern, denn Finnland dient ihnen lediglich als Anlaß einer etwaigen bewaffneten Aktion gegen Sowjetrußland. Die Rote Armee wird schon für das weitere sorgen.« kaiserlichen Familie der Lever!'s geweiht war, während auf der anderen Seite die große, erst heidnische und dann christliche Basilika ersteht, von der noch die Taufkapelle sichtbar ist, die für die Taufe des Eintauchens nach antikem Ritus bestimmt war. Andere imposante Bauten lassen die große Leptis, die jetzt unter dem Schutz der Generalstatthaltung Lyhrens, die aus dem Sand, der sie verschüttete,- wieder aufersteht, zu einer der Hauptarchäologie-Zonen der Welt werden. Eine »Mode-Universität« in Turin. Rom (Agit). In Turin wird zunächst in dem historischen Valentino-Palast eine theoretisch-praktische Schule für die Ausbildung der Industrie- und Handwerksgefolgschaften auf dem Gebiete der Bekleidung eingerichtet werden. Es handelt sich nicht um eine einfache Berufsschule in der Art der bereits bestehenden, sondern um eine Spezialschule auf dem Gebiete. der Schneideret, man kamn sagen einer Art von Mode-Universität, Mit diesem Institut zusammen wird ein Modemuseum eingerichtet werden, das das ganze vielfältige Material aufnehmen wird, das an Laufe der Jahrhunderte durch Talent und Technik geschaffen wurde und somit eine sehr reiche Dokumentation hohen historischen, sozialen und künstlerischen Wertes bilden wird. Das Museum wird aus-serdem eine starke Anregung für die Entwicklung und Behauptung der italienischen Mode darstellen. Eine echt slawonische Hochzeit Im Dorfe Gundfnci bei D jakovo fand jüngst eine Hochzeit statt, von der man noch lange in Slawonien singen und1 sagen wird. " Der begüterte Landwirt Mate Skopal verheiratete seinen Sohn Mirko mit der jungen, schönen Ruža Kokanovič, die ebenfalls aus begütertem Hause stammt. Das Hochzeitfest dauerte wie in der guten, alten Zeit volle fünf Tage. Geladen waren 500 Bauern und Bäuerinnen aus Gudinci und den Nachbardörfern. Es versteht sich, daß tüchtig geschmaust und getrunken wurde. Die Gäste vertilgten sechs Schweine, zwei Kühe und 90 Hühner sowie gewaltige Mengen von Süßspeisen. Für die Torten und Kuchen wurden tausend Eier, 40 Kilogramm Zucker und drei Sack Nüsse verwendet. Getrunken wurden 1400 Liter Wein. 500 Liter Sliwowitz und 75 Liter schwarzen Kaffees als kleine Zugabe. Zwei Musikkapellen spielten, einander ablösend, fünf Tage und fünf Nächte. Das Brautpaar wurde reich beschenkt. Die Gegenstände, die es erhielt, stellen zusammen einen Wert von über 10.000 Dinar dar. Schon seit Jahrzehnten ist in Slawonien keine Hochzeit so ausgiebig gefeiert worden. In Neapel werden ätiopische Dörfer auf einer großen Ausstellung aufgebaut. Rom (Agit). Die Anlage der »Dreijährlichen Schau der italienischen Ueber-seeländer« in Neapel steht kurz vor ihrer Vollendung und wird eine vollständige Dokumentation der italienischen Kolonisierungs-Expansion bilden. Auf der Schau werden Eingeborenen-Dörfer der italienischen Kolonien wieder natürlich aufgebaut werden und unter ihnen wird sich auch ein ätiopisches Dorf befinden, das von Eingeborenen aus allen Regionen des Imperiums auf ge baut und .bewohnt werden wird. Die Eingeborenen werden in besonderen Baracken untergebracht und mit besonderer Nahrung versorgt, sie verweigern das Fleisch der bereits geschlach teten Tiere und man muß ihnen daher lebende Tiere geben, damit sie diese ihren Sitten entsprechend töten können. Die Ein geborenen bringen das Mohrenhirsemehl mit, das sie für die Herstellung ihres, gewohnten Brotes gebrauchen. Es wird besondere Sorgfalt darauf verwendet werden, daß die Eingeborenen während ihres Aufenthaltes in Italien auf keinen Fall ihre Sitten und Gebräuche verändern, damit sie, wenn sie in ihre Länder zurückkehren, ihr gewohntes Leben wieder aufnehmen können. Die industrielle Verwertung der Somalischen Bananen. Rom (Agit), ln Italien wird der Handel, der Transport und die industrielle Verarbeitung der Bananen durch ein Monopol einer besonderen staatlichen Gesellschaft ausgeführt, der es durch eine wohldurchdachte Organisation, deren Nutzen sie heute empfängt, in wenigen Jahren gelang, ansehnliche Resultate" zu erzielen. Was die industrielle Auswertung der Bananen betrifft, s0 ist die Produktion des Bananenmehls in großem Umfange aut dem Wege der Realisierung, um als Nahrungsmittelbasis für die Kinderernährung zu dienen und um ein Nahrungsmittelerzeugnis von außergewöhnlich kräftigender Qualität zu schaffen. Dieses letztere kann allen denen nützlich sein, an die außergewöhnliche körperliche Anstrengungn 'gestellt werden, besonders den Sportlern und Heeresangehqrigen. Ein Bettler bittet um etwas zu trinken — er sei ganz verdurstet. Die Hausfrau kommt mit einem Glas Wasser, das sie ihm anbietet. Entrüstet ruft der Mann: »Wasser -—• ich sagte, daß ich Durst habe, Frau — nicht, daß ich mich waschen wöU Polizeiliche Haussuchung in Der pari er GowjechanDels- bertretung BOTSCHAFTER SURITSCH ERHOB DAGEGEN PROTEST. — ABLEHNUNG DES PROTESTES DURCH DIE FRANZÖSISCHE REGIERUNG. Aus Slädl Mhd ÜtoAßCLtiuA Maribor, FreiLag, den 9. Februar Drosselung des Motorismus DURCH DEN KRIEG HERVORGERUFEN — TAGUNG DES TOURING CLUBS IN MARIBOR Die Mariborer Filiale des Jugoslawischen Touring Clubs hielt gestern abends im Hotel »Orel« ihre Jahreshauptversamm iung ab, der u. a. auch der Präses des hiesigen Fremdenverkehrsverbandes Ing. , š 1 aj in e r, Direktor Dr. T o m i n š e k für die Zentrale des Touring Clubs, der Leiter des städtischen Fremdenverkehrsamtes Zorzut und der Vertreter des Oiym piaausschusses Bergant beiwohnten. Der agile Obmann Direktor Loos gab eingangs einen Überblick über die aufopferungsvolle Tätigkeit des Klubs im abgelaufenen Jahr und unterstrich insbesondere den Umstand, daß sich der Motorismus zu Beginn der vorjährigen Reihesaison sehr günstig entwickelte. Bald aber ließ infolge der gefährlichen Zuspitzung der internationalen Lage der Verkehr nach. Als dann im September der Krieg ausbrach, wurde die Automobilistik vollkommen eingestellt. Im inländischen Verkehr macht sich besonders der Treibstoffmangel hemmend bemerkbar. Immerhin konnten im Vorjahr einige größere Veranstaltungen durchgeführt werden, so vor allem die große Propagandafahrt zur Prekmurje-Woche in Murska Sobota, an der 17 Automobile, 56 Motorräder und eine Reihe von Fahrrädern feilnahmen. Der Klub setzte sich ins besondere für die Behebung der Straßenmisere, für die örtlichen Straßenbezeich- nungen und vor allem für die Verkehrsdisziplin ein und hatte hierin einige nicht unbedeutende Erfolge zu verzeichnen. Einen ausführlichen Bericht über die Tätigkeit des Touring Clubs erstattete Schriftführer Weiß. Nach der durchgeführten Reorganisierung zählt die Mariborer Filiale gegenwärtig 144 Mitglieder. Angeschlossen sind auch drei Motorradfahrer- u. vier Radfahrerklubs mit insgesamt 428 Mitgliedern. Der Klub stellte im Vorjahr eine große Anzahl von internationalen Reisedokumenten für Kraftwagen, Motor- und Fahrräder aus. über den Vermögensstand berichtete der Kassier Kralj. Bei der Wahl wurde der gesamte bisherige Ausschuß mit Direktor Loos an der Spitze in seiner Funktion bestätigt. Das Wort ergriffen sodann Ing. š 1 a j m c r, Direktor Dr. T o-m i n š e k sowie die Herren Zorzut und Bergant, worauf Direktor Loos das Programm für das laufende Jahr entwickelte. Der Klub bereitet mehrere Aktionen zugunsten seiner Mitglieder vor, die insbesondere auf die Erlangung verschiedener Begünstigungen abzielen, darunter auch auf die Versicherung der Fahrer ohne besondere Abgaben. Für Kraftwagen- und Motorradfahrer wird ein Sommerlager organisiert werden, womöglich am Bachern oder im Logartal. Aus dem Gerichtssaal Ein abgefeimter Betrüger Vor dem Dreiersenat des hiesigen Kreis gerichtes hatte sich Freitag ein Mann zu verantworten, der unter falschen Vorspie gelungen im Vorjahre eine Reihe von Geschäftsleuten um beträchtliche Summen hereingelegt hatte, darunter auch in Maribor. Es ist dies der 39-jährige, ehemals bei der Bahn beschäftigt gewesene Maurer Stevo V u k s a n aus Bihač in Bosnien, der sich für einen Eisenbahnbeamten ausgab und überdies sicher und gewandt aufzutreten verstand, sodaß niemand an seiner Echtheit zweifelte. Der Mann hatte sich verschiedene, mit Lichtbildern versehene Eisenbahnlegitimationen, natürlich immer auf andere Namen, zu verschaffen gewußt, die bei seinen Opfern die letzten Zweifel zerstreuten. Vtiksan suchte mit Vorliebe Geschäftsleute auf, die Artikel verkauften, die unschwer in Geld umgesetzt werd. konnten,, vor allem Schreibmaschinen und Radioapparate. Er stellte sich als Bahnbamter, meist als Kontrollor, vor und erklärte, er wolle den betreffenden Artikel auf Ratenzahlung kaufen. Manchmal stellte er als Bürgschaft auch einen Wechsel aus, stets erlegte er jedoch eine Anzahlung, den Rest blieb er jedoch für immer schuldig. Nach der Anklageschrift werden ihm Betrügereien in 14 Fällen zur Last gelegt, wobei sich der Wert der herausgelockten Gegenstände auf etwa 50.000 Dinar stellt. In Maribor wurden zwei Geschäfts leuten Schreibmaschinen und einem Kauf mann eine Harmonika herausgelockt. In Kroatien und in Beograd waren es meist Radioapparate, die er rasch weiter verkaufte. Der Angeklagte gestand teilweise seine Taten. Die Verhandlung dauert zur Stunde noch an. Ribnica n. P.: —2 Grad, bewölkt, wind still, 35 cm Bruchharsch. Senjorjev dom: —3 Grad, bewölkt, windstill, 90 cm Bruchharsch. Peca: +1 Grad, Hoch nebel, windstill, 100 cm salziger Schnee. Celjska koča: —3 Grad, heiter, windstill, 60 cm Bruchharsch. Mozirska koča: —6 Grad, bewölkt, windstill, auf der Nordseite 110 cm Pulverschnee, auf der Südseite Bruchharsch. Logartal: —6 Grad, bewölkt, windstill, 60 cm Bruchharsch, Straßenzustand günstig. GHneeberichie des »Potnik« vom 9. Februar Mariborska koča—Pohorski dom: Tem peratur 0 Grad, bewölkt, windig, 40 cm salziger Schnee. Ruška koča — Sokolski doni: —1 Grad bewölkt, windstill, 50 om salziger Schnee. Sv. Lovrenc n. P.: —2 Grad, bewölkt, windstill, 40 cm Bruch harsch. Das Wette; Wellervorhersage für Samstag: Vorwiegend bewölk l, Tcmperaturzu-n ah me zu erwarten. in. Todesfälle. Im Alter von 52 Jahren ist gestern die Eisenbahn-Kondukteurs-gattin Frau Maria Luschützky gestorben. Ferner verschieden die 65-jährige Private Marie Vojvoda ,der 68-jäh rige Staatspensionist Anton Vremšak und die 78-jährige Stadtarmc Antonie Glu sie. — Friede ihrer Asche! m. Den Bund fürs Leben schlossen dieser Tage der Advokaturskonzipient Dr. Karl Kolarič mit Frl. Jelica Tuša k, der Privatbeamte Venčeslav Greben-š e k und Frl. Gisela Obran sowie der Lehrer Rudolf K o b o 1 t und Frl. Marie M e r har. — Wir gratulieren! m. Die Altkatholische Kirchengemeinde wird näch dem Gottesdienst am kommenden Sonntag ihre Jahresversammlung abhalten. m Die Baugenossenschaft ..Naädoin“. eine Aktion der Mariborer Miclcrkrei-se, hält kommenden Sonntag, den 11. (1. nachmittags um 15 Uhr in der j Gambrinushallc ihre gründende Voll-1 Versammlung ab. Wie schon unlängst crwähnl. verfolgt die Genossenscliafl den Zweck, den Mitgliedern zu einem Eigenheim zu verbellen. Bis zur Erlangung des Hauses entrichten die Mit- i glieder einen geringfügigen Beilrag. nach Beziehen des Eigenheimes wird : der übliche Mielzins für die betreffen-. de Wohnung berechnet, die gleich-zeilig al,s IxuLuizuliluug für das Ilaus! anzusehen ist. Auf diese Weise wird das Mitglied nach einer Reihe von Jahren Eigentümer des Hauses, in dem es wohnt. Für diese Aktion herrscht in der OÖffentlichkeit begreiflicherweise grosscs Interesse. m. »Flora und die Winterpracht unserer Bergwelt« betitelt sich der Vortrag, den heute, Freitag, um 20 Uhr in der Volksuniversität unser bekannte Botaniker und Bergfreund Prof. Viktor Petkovšek halten und gleichzeitig eine erlesene Auswahl von Prachtaufnahmen in Naturfarben zeigen wird. Prof. Petkovšek •kennte mit seiner Filmkamera eine Reihe von Blumen unserer Hochwälder und Hochalmen sowie auch die verschneiten Gebiete unserer nahen und fernen Ge-birgswelt in der Farbenpracht der Natur festhalten, um sie auch jenem miterleben zu lassen, der bisher noch nicht Zeuge dieser Naturwunder geworden ist. Auf den Vortrag werden unsere Bergfreunde und auch die Wintersportler ganz besonders aufmerksam gemacht. m. Nachahmenswerte Geste der Mariborer Künstler. Für die weitere Innenaus-gestältung des neuen Bergheimes des Sokol haben mehrere Mariborer Künstler eine Reihe von Bildern gespendet, und zw. Zoran Mušič (Studenci pri Mariboru und Motiv aus Korčula), Karl Ji rak (Brücke über die Vipava), Ivan Kos (Aus der Umgebung Maribors), Albert Sirk (Motiv aus dem Stadtpark von Celje), Max Kaučič (Motiv aus Prekmurje) und Zlatko Zei (Jalovec). m Morgen Operellenpremiere. Eines der schönsten und melodiösesten Werke der Opcreltenliteratur. Johann Strauss' ..Zigeuner baron1', gelangt morgen. Samstag, den 10. d. abends im Mariborer Theater zur Erstaufführung. Am Dirigentenpult Loj-se. Herzog, Spielleiter Paul Rasberger. Um den Andrang an der Abendkasse zu vermeiden, empfiehlt es sich, die Karten an der Tageskasse zu lösen. m. Aus dem Gerichtsdienst. Der Richter des Bezirksgerichtes in Gornji gräd Michael B e 1 j a n wurde in den Ruhestand versetzt. m. Die Bäckerinnung in Maribor teilt mit, daß demnächst die Gehilfenprüfungen abgehalten werden. Deshalb werden die Mitglieder aufgefordert, ihre Lehrlinge, die die Lehrzeit absolviert haben, rechtzeitig anzumekten. m. Ehrenabend. Der Gesellschaftsklub »Staribor« veranstaltete gestern abends in der Restauration »Narodni dom« anläßlich des 80. Geburtstages des bekannten Versicherungsbeamten Hern Blaž Z a-fošnik einen Ehrenabend, der einen recht animierten Verlauf nahm. Herzliche Glückwunschworte sprachen Obersani-tätsrat Dr. Jurečko, Sparkassendirektor Kocmut, Kinounternehmer Valjak, Großkaufmann Majer, Druckereibesitzer Straš nik, Fachlehrer Cizelj, Steuerbeamter Dobravc, Sparkassenbeamter Zorko, unser Bachernpoet Zorzut und Sparkassendirektor Smertnik aus Celje. m. In der Volksuniversität spricht heute, Freitag abends um 20 Uhr Professor Viktor Petkovšek über »Unsere Berg weit im Sommer und Winter« in Form einer Plauderei. Seine Ausführungen wer den prachtvolle Lichtbilder in Naturfarben begleiten. in. Der heutige Fischmarkt war sehr gut beliefert. Es kosteten Moli 20, Girice 10, Meerkrebse 34 bis 36, Kalamari 24, Barboni 38, Fogli 36, Branzini 36, Karpfen 12, Hechte 18 und Weißfische 8 Dinar pro Kilo. m Tod eines Hundertjährigen, ln Pšajnovica bei Kamnik ist .... Aller von 100 Jahren der ehemalige Grundbesitzer Anton Pistotnik gestorben. Bis zu seinem 95. Lebensjahr wirtschaftete er noch allein auf seinem Hol und erst die grimmige Kälte des heurigen Winters untergrub scum früher so kernige Gesundheit. m Nur noch der heutige Tag steht j jenen zur Verfügung, die sich für dm1 Teilnahme an dem morgen, Samstag» ! den 10. d. beginnenden Millionen 1 trefferrummel der Klassenlotterie n"* dem vollen Anrecht auf einen Treffe1 beteiligen wollen, indem sie noch heute die Lose bezahlen. Neue Klassenlose sind noch in unserer Glücksstern und Hauptkollektur Bankgeschäft Bc/' jak, Gosposka ulica 25, erhältlich-Selbstredend können neue Klassenlos* auch noch während des Verlaufes Hauptziehung, die fast einen Mona dauern wird, angeschafft werden. •1 früher dies jedoch geschieht, desto grösser sind die Gewinnaussichten. es» und Brillanten, zu besten Freisen kauft O. K1FFMANN, Aleksandrova cesta 11. L- m. Junger Mann sucht Arbeit. Ein arbeitsfreudiger junger Mann, der jeder11 vergeblich Arbeit sucht, bittet um Beschäftigung als Geschäftsdiener oder drS Die Adresse dieses wirklich unterste ' zungswürdigen Burschen liegt in der Re daktion des Blattes auf. * Der Ausschuß der Sclmeidergehilf^ und -gehilfinnen veranstaltet SamstaS-den 10. d. in der Gambrinushalle ein gj°' ßes Fest, zu dem alle, die sich wirkljc einmal unterhalten wollen, cingelad^ sind. 946 m. Schwerer Unfall in einer Fabrik. 1" der Lederfabrik in Marenberg wurde der 52jährige Arbeiter Peter Pavlič während der Arbeit von einem Transmission riemen erfaßt und blitzschnell um Rad gewirbelt. Hiebei erlitt der Man1* einen Bruch der Wirbelsäule und MfF Verletzungen im Gesicht. Er wurde verzüglich ins Krankenhaus nach Maribor überführt. Sein Zustand ist beden -lieh. m Kranzablöse. Die Filiale Marib*^ der Jugoslawischen Union Bank spendete an Stelle eines Kran zes auf das Grab des verstorbene Bankdirektors Franjo Pišek den ,Grünen Kreuz.1- beim Jagd verein m Maribor den Betrag von 250 DinjU; Ferner spendete der hiesige Cafem1 Herr Jos. Serec an Stelle eines Km1' zes für den. verstorbenen Musikdir0 tor Josef 111nr-k-Bohinjski 100 Dh'-n für das Rote Kreuz in Maribor. " Herzlichen Dank! Den Unrichtigen erwischt, ln in Kungota wartete der Arbeiter do-U Pečar vor dem Hause auf ei mH Burschen, mit denen er eine Bv(‘1 nung11 zu begleichen hätte. Zufällig® weise kam der 2-1 jährige Taglöhn®-August P e k 1 a r vorbei, der mit ^ Haue einen so wuchtigen Schlag den Kopf erhielt, dass er einen Sc m delbruch erlitt und ins Krankenha ” überführt werden musste. Pečar 'vl1 j sich vor Gericht zu verantworten ben. m Schwere Folgen eines schlecht^ Scherzes. In der Speisehalle fj Schule in Pobrežje nahm ein Schn ^ dem 16 jährigen SchneiaergchiUem sohn Eduard Lesjak, als er sj setzten wollte, im Scherz rasch 1 Stuhl weg. Lesjak stürzte zu Bot und brach sich hiebei ein Beim musste im Spital untergebracht den. in. Diebstahl. Der im Gasthause vič in der Aleksandrova cesta beschäl o ten Kellnerin Maria Gajšek wurde a der Lade im Schankzimmer die Ge-d sehe mit 800 Dinar Inhalt entwendet. fiel er rn. Unfallschronik. In Zg. Rogoza dem 28jährigen Besitzer Karl K e u z ein schweres Faß Wein auf den Fuß, n~-hiebei schwer beschädigt wurde. "TL. Sv. Jurij ob Ščavnici wurden dem mJa rigen Müllerlehrling Martin M a 1 c k v der Kreissäge mehrere Finger abgetrenrm — Beide Verletzten wurden ins Kranken haus nach Maribor überführt. ni Hochherzige Geste. Der gestciU verstorbene Direktor der Mariborer r1 liale der Celjska posojilnica Franj*1 Pišek hat in seinem Testament auc unsere charitativen und andere Or- ganisationen mit namhaften Legal*11 bedacht, So erhalten die Studenten Uchen in Maribor und Celje, ferner , Cyrill-Mcthod-Verein und der So- Maribor Matica je 5000 Dinar, zusammen somit die beträchtliche Sum-^ von 20.000 Dinar. Heute, Freitag nachmittag Spezial-°nzert in der Velika kavarna. 983 in Wetterbericht vom 9. Feber, 9 hr: Temperatur plus 0.2, Feuchtigkeitsmesser 98, Barometerstand 734.3, Dndstill. Gestrige Maximaltemperatur s 2, heutige Minimaltemperatur mi-UU8 2.1 Grad. ui Anstatt eines Kranzes für den ver-s orbenen Direktor F. Pišek spendete 110 Apothekersgattin Frau Paula K ö-11 1q 200 Dinar für die Antituberku-osenliga in Maribor. Herzlichen Dank. Ais tetk ^lbWed von Gustav ©tiger Am Dienstag versammelten sich gebaren von Trauernden, um den Eosskaufmann Gustav S tiger von ofes aus auf dem letzten Gange zu ^gleiten. Wer Zeuge dieser Trauer-Undgebung war, konnte erst so recht u’uiessen, wie sehr geachtet und belebt der Verstorbene zeit seines Le-eus und auch nach seinem Heimgang lei allen seinen Mitmenschen war, glcichgiltig, ob Bürger, Bauer oder Arbeiter. Nicht nur aus Celje und dem Untale, sondern auch aus übrigen teilen seines Heimatlandes waren i'auergäste gekommen. In der Aus-Scgüungshalle weihte der Männerge-sangvercin dem toten Sangesbruder ’Uu Scheidelied. Der evangelische farrer Dr. Gerhard M a y zeichnete in rirzlichen Gedächtnisworten das Lc-*eusbild des Abberufenen, der seiner Jatlin ein treubesorgter Lebensgefähr-’(; und seinen Kameraden ein aufrech-(T Freund war, dem bereits vor zwan-US Jahren der Vater und noch viel Hiher die Mutter in den Tod vor-•uisgegangen waren. Sein Grossvater, lUgjübriger Bürgermeister von Celje, xHirde. wegen seiner Verdienste um ’jas Emporblühen der Stadt im Jah-\r- ^002 zum Ehrenbürger ernannt, yitten aus dem Wirken, mitten aus 1 ern blühenden Leben gerissen zu Werden — Gustav S tiger war erst 36 ■ ahrc all wie unfassbar ist solches '^hicksal, wie bitter für die. Hinter-,)‘icbc..„n, wie mahnend für alle und jeden, zu jeder Stunde bereit zu sein! io ein mächtiges Leichentuch hatte llcr Himmel feierlich weisseil Schnee Weich über das Grab und Friedhof |'Ud Landschaft gebreitet und wie ein EUss des Lebens, des drängenden u. JUnimerversiegenden, aus dessen un-ndlichcm Strom hier ein Sandkorn 'U den Boden sank, scholl Lachen uud Juchzen eines Fastnachtsmum-'Uenschanzes aus der Talniederung Worauf. Nun ruht Gustav S tiger in rieden. die T mergäste sind ins Le- zurückgekehrt und allen wird das ‘ bdenken an den Verewigten als einen tpten und lieben Menschen oft vor u8en stehen. Am Abend versammelte sich der D e geheime VwWulion BISHERIGE BEKÄMPFUNG MIT UNTAUGLICHEN MITTELN — DIE PROSTITUTION IM STEIGEN BEGRIFFEN — SCHLUPFWINKEL DER SOZIALEN NOT , mit seinen Gästen zu einer ^auerkundgebung im weihevoll ge-^bmücklen Skikiubsaal. Die Wuihe-) bilde wurde vom Obmann des Ski-;bbs Herrn Dr. Alfred Juhart er-0 '-o’, ...er nach kurzen Begrv .gs-Vforten Herrn Edo Paidasch das . ort erteilte. In tiefempfundener Re-vG gedachte der Sprecher guten ameraden, der durch seinen sonni-"eb Humor so viele erfreute. Ab-'^tiliessend sangen alle Anw „den ' obend das Lied vom guten Kame-raclcn... ' bps. c Spr' -agne. Cer Tod hält in Celje foeser Tage reiche Ernte. Kaum lia-icii wir p -;1 Grosskaufmann Gustav Die geheime Prostitution ist hierzulande jene Tatsache, um die man sich am meisten herumdrückt und von der man am wenigsten sprechen möchte. Mit der nach dem Umsturz erfolgten Schließung der öffentlichen Häuser konnte nur die äußere Erscheinung, nicht aber die Tatsache der Prostitution abgeschafft werden, deren Ursachen zum großen Teile auch in den sozialen Zuständen zu suchen sind. Wie aus der jüngsten Jahresstatistik der Mariborer Polizeivorstehung ersichtlich ist, hat die geheime Prostitution einen beträchtlichen Zuwachs erfahren. Infolge der Arbeitslosigkeit, niedriger Arbeitslöhne und infolge Mangels an Erfassung angehender Dirnen in zweckdienliche Arbeitsorganisationen mit sozial-humanitärem Charakter ist eine bestimmte Anzahl von Personen weiblichen Geschlechtes der Gefahr ausgeliefert, den Weg der »käuflichen Liebe« bis zum trau rigen Ende gehen zu müssen, besonders aber in jenen Fällen, in denen die betreffenden Frauen vor einem üblen Zuhälter-tum nicht genügend geschützt werden. Die geheime Prostitution, deren Vertreterinnen im Straßenbild alles eher als »ge heim« aufzutreten pflegen, ist schon deshalb ein großes Uebel, weil die Zahl der venerischen Erkrankungen infolge der un genügenden Sanitätskontrolle dadurch zwangsläufig gesteigert wird. Da ein Zu rück zum System der Freudenhäuser aus moralischen Gründen nicht möglich ist, müßten andere Maßnahmen getroffen werden, so etwa die genaueste Registrierung der Prostituierten und deren obli- gatorische Sanitätskontrolle. Polizeilich müßte gegen das Zuhältertum schärfstens eingegriffen werden, ebenso gegen die Brutstätten der geheimen Prostitution in einigen Lokalen, die sich diesbezüglich nicht gerade des besten Leumunds erfreuen. Um dem sozialen Uebel der Prostitution zu steuern — eine restlose Liquidierung wird es wahrscheinlich niemals geben —, müßten die Polizei und das Stadtphysikat in erster Linie Zusammenarbeiten, darüber hinaus müßte aber für die Schaffung von Anstalten gesorgt werden, in denen den Gefährdeten die Möglichkeiten geboten werden, etwas zu lernen, zu arbeiten und dem Leben wieder als vollwertiger Mensch zurückgegeben zu werden. Das Problem muß von allen Verantwortlichen mit vollem Ernst angefaßt werden, wenn weitere Zerstörungen, die die geheime Prostitution im Volkskörper verursacht, vermieden werden sollen. Es geht um die Gesundheit des Volkes, deshalb muß das eitrige Geschwür, das die heutige »moralische Aspirin-Therapie« nicht zu heilen vermag, mit anderen Mitteln entfernt werden. Je weniger hiebei das spießbürgerliche Muckertum zum Reden kommt, desto besser. Die erschreckenden Zahlen der ve nerisehen Erkrankungen, die in der geheimen Prostitution als der eigentlichen Quelle ihren Ursprung besitzen, sind für alle Verantwortlichen ein Memento. Das i ist nur eine Anregung, denn das Wort haben die Soziologen, Administratoren und Aerzte. enaoHnenBDSQBaiEaanzDSDHDeBOB □ □ aoEGsaaaansaarjansnHniEOifiGtaos Sli: gcr zu Grabe getragen, müssen wir Len Heimgang der Landwirtswilwe |Var°line L u h n aus Lisce bei Celje .H'^"'u'-'eben. Sie erreichte ein Al- ler für Inh; Vl>n 58 Jahren. Sorge und Arbeit f (‘;,s Wohl ihrer Familie war der dl ihres Lebens. Um die Dahinge- schiedene trauern eine Tochter und zwei Söhne. — In der Herrengasse starb im hohen Alter von 90 Jahren die Private Amalie Janič, geb. Üblich. Mutter des verewigten Bäckermeisters. Gastwirtes und Grossgrundbesitzers Max Janič und des Juristen Otto Janič. Verwandte und Bekannte nahmen am Donnerstag nachmittag im Städtischen Friedhof von der Verewigten letzten Abschied. Amalie Janič zeichnete sich durch liebenswürdiges Wesen und Wohltätigkeitssinn aus. — Ebenfalls in Celje starb im Alter von 87 Jahren der Private Andreas Perc. Er wurde heule (Freitag) im Umgebungsfriedhof zur letzten Ruhe gebettet. c Von der Gasanstalt. Die Zahl der Gasabnehmer ist im Vorjahre von 501 auf 528 gestiegen. Der Gasverbrauch machte im Vorjahre um 39 v. H. mehr atis als im Jahre 1938. Im Vorjahre dhzeugte unsere Gasanstalt aus 708.1 Tonnen Gaskohle 233.837 Kubikmeter Gas. Der Verbrauch an Koks betrug im Vorjahre 465.1 Tonnen, um 12.6 v. H. mehr als im Jahre 1938. c Kino Union. Heute (FreiLag; und morgen nur noch jffn 16 und 18.30 Uhr der deutsche Kriminalfilm „Im Namen des Volkes“. Zeigt der Film auf der einen Seite das unstete, verabscheuungswürdige Leben einer Verbrecherbande, so unterstreicht er diese unerbittliche Schilderung durch die überzeugende Art, mit der es den tadellos funktionierenden Sicherheitsapparat der Polizei darstellt. Eine vollendete Leistung bietet Rudolf F e r-n a u in der Rolle des, Autobanditen Alfred Hübner. Ferner wirken mit: Reinhold Berndl. Fritz Kampcrs und Christine Grabe. dtts Uo&fcatie j po. Ausklang des Faschings. Die Ge- : ellschaft — teilweise auch Indianergrup je — am Faschingdienstag bei Mahorič jot ein ungemein farbenprächtiges Bild ds schimmerte in Purpur, Hellrot, Gelb Jrün und Blau; an jeder möglichen und inmöglichen Stelle glitzerte und gleißte j es von Flitter und Tanz — es herrschte! in lebhaftes Durcheinander, die role Ras j -e herrschte vor. Der Fasching mit sei j • rer befreienden Lustbarkeit galt, für jung , und alt, für hoch und nieder, der Einzug! einer Indianergruppe von 14 Personen bei derlei Geschlechtes, an deren Spitze H. Koren eine Ansprache hielt, um mit schonungslosem Uebermut verschiedene Tagesfragen zu verspotten. Der Indianertanz --- zwar etwas wild — paßte ganz in das Zeitalter eines Winnetou, des grossen Apachenhäuptlings, Old Shatterhand, des Freundes der roten Nation, Old Fi-rehand usw. versetzt. Mit Wohlgefallen ruhte auch der Blick auf einer Indianer-Squaws mit blau-schwarzen Haaren, wel che die tollen Indianertänze aufführte, für die Tänze der Jetztzeit aber weniger Lust und Liebe zeigte. Aber auch Europa war zahlreich vertreten; man sah die schöne Zenzi aus Oberbayern, Kavaliere im Smoking, Zigeuner, Zigeunerinnen, Tanzgirls, Schulbuben usw. Bei der durchgeführten Maskenschönheitskonkurrenz erhielt Frl. G. K o b a 1 e den ersten und Frl. V e r-b i č den zweiten Preis. po. Trauungen. Getraut wurden der Handelsreisende der Fa. F. Drofenik V. Orel mit Frl. M. P e t r i n j a k, Handelsgehilfin der Fa. P. Löschnigg. Als Trauzeugen fungierten der Industrielle K. Pahor und der Maschinenmeister L. Va-djal. — Ferner wurde der Handelsgehilfe F. Zupančič mit Frl. R. K o s getraut. Trauzeugen waren der Handelsvertreter V. Glančnig und der Eisenbahnbeamte J. Satler. Wir gratulieren! dm p. Sich selbst angeschossen. In Zlatoličje entlud sich dem 17-jährigen Besitzerssohn Zlatko G o j č i č ein Jagdgewehr vorzeitig, wobei ihm die Schrotladung in den rechten Arm drang. Gojčič mußte unverzüglich ins Krankenhaus geschafft werden. p. Fremdenverkehr. Im Jänner wurden in Ptuj 361 Fremde angemeldet, hievon waren 140 Ausländer und zwar 111 Deutsche, 21 Tschechen und 8 Italiener. p. Kranzablöse. An Stelle welkender Blumen auf das Grab des verstorbenen Dr .Bela Štuhec spendete Aootheker Mae oharm. Leo B e h r b a 1 k 50 Dinar für die Antituberkulosenliga in Ptuj. Herzlichen Dank! nv Die P. T. Abonnenten der »Mariborer Zeitung« werden ersucht, bei der Ent-nchtung des Monatsabonnement von der Austrätrerin eine Zahlung*,k»-"U<;?k,?m,n" auzufordem. Die Verwaltung der »Mariborer Zeitung«. fHaeÜetu TJt&tiet REPERTOIRE. Freitag, 9. Feber: Geschlossen. Samstag, 10. Februar um 20 Uhr: »Der Zigeunerbaron«. Erstaufführung. Ab. C Sonntag, 11. Feber um 15 Uhr: »Unent-schuldigte Stunde«. Ermäßigte Preise. — Um 20 Uhr: »Der Zigeunerbaron«. BolksuniverMt Freitag, 9. Feber spricht Professor Vik tor Petkovšek über »Die Flora und die Winterpracht unsere Bergwelt«. Im-Mm -. . : . r^rmsx'mt'nmraxix^XBaMm Burg.Tonkino. Die Premiere des neuen und bisher besten Benjamin.Gigli-Filmes »Der singende Tor« (Die Melodie einer Nacht), in dem der gefeierte Tenor die bekanntesten Arien aus den Opern »Mar tha«, »Lohengrin«, »Romeo und Julia«, »Die Afrikanerin«, »Bajazzo« usw. singt, und neuerdings die Welt mit seiner bezau bernden Stimme erobert. Seine Partnerin ist die berühmte Schwedin Kirsten Hei-berg, ferner wirken mit Hilde Körber und Werner Fiitterer. — Es folgt »Maria Ilo. na« mit Paula Wesesly, Willy Birgel und Paul Hörbiger. m. Esplanade-Tonkino. Erstaufführung des spannenden Wildwestfilms »Der große Adler« (Fräulein Winnetou) mit der entzückenden Shirley Temple. Der populärste KarLMay-Roman, der uns in pak. kender Handlung romantische Zauber, u. Indianergeschichten erzählt. Ein Film für groß und klein. — In Vorbereitung: »Recht auf Liebe« mit Magda Schneider, Paul Wcgener, Rolf Wanka u. a. Union-Tonkino. Bis einschließlich Frei tag der Spitzenfilm der französischen Pro duktion »Maria Chapde'aine«. Ein wunderbarer, zu Herzen gehender Film — ein Drama, wie es das Leben schreibt. In den Hauptrollen der berühmte Jean Gabin u. die reizende Madelame Renaud. Dieser Film wurde überall mit großem Erfolg aufgeführt. Üadie-P.taQttoHtH Samstag, 10. Februar. Ljubljana, 7 Uh - Nachr., so Inan M usik. 12 PL 17 Jugendstunde. Io RO. 19 Nachrichten, Nationalvortrag, 20 Vortrag: Dr. A. Kuhar spricht über die Außenpolitik. 20.30 Bunter Abend. — Beograd, 16 Übertragung aus aem Theater: Schülerakademie. 18 Vortrag: England. 18.20 Wunschkonzert. 19 Nachr., Nationalvor. trag. 20 Sinfoniekonzert. — Sofia, 16.30 Leichte Musik. 18.20 Mahdoünenkonzert. 19 Konzert. 20.45 Tanzmusik. — London 20.30 Hörspiel. 21 Bunter Abend. Strasburg, 19.15, 19.45, 20, 21.30, 22.15 Fremdländische Nachr., dazwischen Musik. — PosteJParisien, 19.45 Bunte Musik. 21 Sketch. 22 Leichte Musik. — Mailand, 20 PL 21 »Das Mädchen aus dem Westen«, Oper von Pucini. — Rom, 20 PI. 21 Unterhaltungsmusik. —- Buda. pest, 17.45 Volkslieder. 19.55 Jazz. 22 Kammermusik. — Bukarest, 19.15 Ballett musik. 20 Wunschkonzert. — Beromünster, 18.20 Finnische Musik. 19.45 Bunte Musik. 21.30 Tanzmusik. — Wien, 15 Bunter Nachmittag.. 17.10 Kammermusik. 18 PI. 18.30 Hörspiel. 20.15 Unterhaltungsmusik. — Reichssendung (aus Berlin, 18 B'asmusik. 20.15 Volkslieder, und -musik. 22.45 Tanzmusik. g Todesfall. In Ojstrica bei Dravograd ist der bekannte Grossgrundbesitzer Jakob Ceru, vulgo Seisnik, gestorben. R.i. p.l g Aus dem Postdicnsle. Der Posl-angestellle I. Kovca wurde von Dravograd nach Maribor versetzt. Dem hiesigen Postamt wurde der Organist iPerger zugeteilt. Stagnation der Weltwaren- märtie Dauert fort Wien, 6. Februar. Die seit mehreren | Wochen anhaltende Stagnation der Rohstoffmärkte läßt ein völliges Versanden Ware und Provenienz Kupfer, London Eiektrol. je t Pfd. St. Zinn, London je t Pfd. St............... Blei, London je t Pfd. St............... Zink, London je t Pfd. St............... Weizen, Chicago Cents je Bushel . . Weizen, Buenos Aires Pes. je 100 kgs Mais, Chicago Cents je Bushel . . . Baumwolle, Newyork Mlddl. Cents . Baumwolle, Liverpool ostindische . . Kautschuk, London Smok. d. je lb. . Kaffee, Rotterdam, Sant., holl. fl. . . Kaffee, Hamburg Rpf..................... Zucker, Hamburg RM. je 50 kg . . Metalle In Auswirkung der sinkenden Nachfrage wurde der Kupfer preis in USA von 12 auf 11.62 Cent herabgesetzt. Wie verlautet, will die Kennecott Copper Corp. vom 1. März an, wenn bis dahin keine Besserung des Absatzes eintritt, eine Senkung ihrer Kupfererzeugung um 20 bis 30% vornehmen. Nach den nunmehr vorliegenden Daten hat die USA.. Kupfererzcugung in den fünf Monaten keine wesentliche Ausweitung erfahren, was besonders für die Raffinadekupfergewinnung zutrifft. Die Gesamterzeugung an Raffinadekupfer liegt für 1939 mit 817.878 Tonnen wohl höher als im Jahre 1938, erreichte jedoch lange nicht die Erzeugung im Jahre 1937 mit 964.176 Tonnen. Man hat bei den führenden Kupfererzeugern in USA offenbar gleich zu Anfang erkannt, daß im Gegensatz zur Entwicklung der Weltkupferwirtschaft während des Weltkrieges in diesem Kriege in Europa die Aussichten, durch erhöhte Kupferausfuhren nach den kriegführenden Ländern eine Mengen, vielleicht auch eine Preiskonjunktur zu erreichen, sehr gering waren. Der Londoner Zinn-oreis hat sich leicht erhöht. Getreide Der Weltweizenmarkt der letzten Woche lag weiter im Zeichen rückläufiger Preise, und zwar ging hiebei wiederum, wie in der Vorwoche, die Führung von Chicago aus. Im übrigen scheinen die großen englischen Käufe in Australien die nordamerikanischen Weizenabnehmer überrascht zu haben. Der Rückgang der Preise an uer Chicagoer Weizenbörse be. trug in dieser Woche RM 2.50 nach einer Abschwächung von 3 RM. in der Vorwoche für Mai- und Septembersichten. Die Tendenz war seit Beginn dieser .Kalenderwoche' ziemlich gleichmäßig nach unten gerichtet auf Grund umfangreicher Abgaben des Berufshandels. Man kann sich nicht ganz des Eindruckes erwehren, als wenn sich des Berufshandels eine allgemeine Depression bemächtigt hätte. Ebenso wie in der Vorwoche folgten die Weizenpreise an der Warenbörse in Win. nepeg dieser Entwicklung langsamer. Der Preisrückgang für Weizen belief sich für Mai. wie Oktobersichten in dieser Woche von RM. —.90 bis 1.20 nach einem Rückgang von RM. —.90 je Tonne in der Vorwoche. Der kanadische Markt scheint außerordentlich stark von den großen Weizenkäufen Englands in Australien beeindruckt zu sein, über die naturgemäß sehr interessierenden Preise, die England für seine Weizenkäufe hat anlegen müssen, war bisher wenig zu erfahren. Baumwolle Auf den Baumwoilinärkten waren in laufender Berichtswoche wenig Veränderungen zu verzeichnen. — Wie aus Kairo gemeldet wird, hat sich die ägyptische Regierung auf den Druck Englands hin gezwungen gesehen, 10 Mill. ägyptische Pfund in den kommenden Staatshaushalt für Rüstungszwecke einzusetzen. Weiter muß das Land noch 10 Mill. ägyptische Pfund aufbringen, um die Baumwollwirt- der vorübergehend verzeichneten Kriegskonjunktur erkennen. 26. I. 2. II. + — 62.00 62.00 —. 234.38 236.63 1.0 ,— 23.00 23.00 — — 25.75 25.85 ■ — 98.50 96.13 — 2.4 7.58 7.38 — 2.6 57.25 54.82 — 4.1 10.89 10.89 — — 7.57 7.19 — 5.0 11.99 11.94 — 0.4 13.50 13.50 — 29.00 29.00 — 4.75 4.95 4.0 — schaft, die durch den Krieg in eine verschärfte Krise geraten ist, zu stützen. Die Baumwollernte 1939 wird auf 9 Millionen Kantar geschätzt. Große Mengen der neuen Baumwollernte können nicht abgesetzt werden. England, das versprochen hatte, die deutschen Käufe zu ersetzen, ist als Baumwollkäufer ausgeblieben. Es hat bisher keine Möglichkeit gehabt, ägyptische Baumwolle in nennenswertem Ausmaß nach England zu schaffen. Die Folge ist, daß die Baumwollpreise in Aegypten gegenwärtig um rund 5% unter den amerikanischen Preisen notieren, während die ägyptische Baumwolle in den vergangenen Jahren stets um 15 bis 20% höher im Preise stand. Kautschuk Die Kautschukmärkte zeigten in der Berichtswoche eine ruhige Tendenz. Die Dezemberausfuhr Niederländisch-Indiens belief sich auf 17.300 Tonnen Plantagenkautschuk und auf 6600 Tonnen Eingc. bornenkautschuk. Ein größerer Teif hiervon wurde von Rußland gegen Bezahlung in Gold angekauft und bereits zur Verfrachtung gebracht. Der Kautschukverbrauch in den Vereinigten Staaten hat im Monat Dezember gegenüber November etwas nachgelassen; die amerikanischen Vorräte sind im Dezember erstmalig von 118.500 auf 138.000 Tonnen angestiegen. Bm-fenHenGte Zagreb, 8. d. S t a a t s w e r t e. 2 ein halb proz. Kriegsschaden 427 bis 0, 4 proz. Agrar 50 bis 52, 4 proz. Nordagrar 0 bis 52, 6 proz. Begluk 74 bis 0, 6 proz. dalmat. Agrar 68 bis 0, 6 proz. Forstobligationen 67 bis 0, 7 proz. Stabilisationsanleihe 95 bis 0, 7 proz. Investitionsanleihe 98 bis 0, 7 proz. Seligman 99.50 bis 0, 7 proz. Blair 88 bis 0, 8 proz. Blair 96 bis 0. Ljubljana, 8. d. Devisen: London 176.12 bis 179.32 (im freien Verkehr 217.56 bis 220.76), Paris 99.55 bis 101.85 (23.03 bis 125.33), Newyork 4425 bis 4485 (5480 bis 5520), Zürich 995 bis 1005 (1228.18 bis 1238.18), Amsterdam 2353.50 bis 2944.71), Brüssel 746.50 bis 758.50, (921.96 bis 933.96); deutsche Clearingschecks 14.70 bis 14.90. Neue Programme für Die Verwertung Der ImUemMen VrermnMerialfen Rom, (Agit). Das Autarkieprogramm ; auf dem Gebiet der Brennmaterialien hat | sich ih Italien in dieser schwierigen Zeit j der Vorratsergänzung aus dem Auslande ' als segensreich erwiesen. Es ist natürlich, daß das Autarkie-Komitee jetzt unmittelbare Verstärkung der Bemühungen, vor ■ allem in bezug auf das Gebiet der Braunkohle, beschlossen hat. Die Schätzung für das Jahr 1940 verglichen mit den Aufzeichnungen der Produktion der Brenn. : materialien des Jahres 1939 lassen genau 1 erkennen, welche Schritte bis jetzt unter, j nommen wurden. Die Antrazitproduktion j der piemontesischen Lager wird von 1 130.000 Tonnen des vergangenen Jahres | auf 150.000 Tonnen steigen, jene der Steinkohle in Istrien und Sardinien von 2 Millionen auf 2,750.000. Die größten Fortschritte wird aber die Braunkohlegewinnung ergeben, die von 1 Million, 300.000 Tonnen auf gut 2.5 Millionen steigen wird. Diese Zahl ist durchaus nicht außergewöhnlich, da die Schätzung der italienischen Braunkohlelager eine halbe Milliarde Tonnen brauchbarer Braunkohle ergibt. Das ausführende Organ dieses Fortschrittes wird die italienische Braunkohlen-Gesellschaft sein, die jetzt gegründet wurde und die die Produktion und die Abgabe der Braunkohle regeln und Entscheidungen und Schnellverfahren sicherstellen wird, indem sie die Privatinitiativen erleichtert und vereinfacht. Der größte Beitrag wird durch die toskanischen Lager geleistet, die die bedeutendsten und am.besten angelegtesten in Italien sind. Man kann berechnen, daß über die Hälfte der für das laufende Jahr angenommenen Gesamtnroduktion durch die toskanischen Lager sichergestellt sind. Die Auswertung der italienischen Braunkohle erfolgte dank der italienischen Bemühungen, die dazu bestimmt sind, die Qualität des Produktes zu verbessern und die Verwertung zu er.-leichtern, tiie vervollkommnten Aus-trocknungs- und Kompressionsanlagen, sowie die sorgfältigen, für die Siebung vorgenommenen Verfahren ermöglichen auch die Verwendung dieses einst vernachlässigten Brennmaterials. Die Braunkohle wird heute von den Glas-, Keramik-, Papier-, Woll-, Nahrungmittel-und chemischen Industrien mit Erfolg benutzt, sie wird bereits und das immer mehr, als Briketts . für Heizungen in Wohnhäusern verwendet und sie ersetzt dank besonderer Verbrennungsprozesse in gewissen Fällen das Naphta. Dieser letztere Versuch wurde mit bemerkenswerten Ergebnissen in einigen Metallfabriken durchgeführt. Wie leicht dadurch begreiflich ist, beeinflussen die neuen autarkischen Initiativen die Einstellung von Arbeitskräften. Es genügt festzustellen, daß sich in einem einzigen Braunkohlelager, in dem im Jahre 1936 — 1404 Arbeiter beschäftigt waren, jetzt 2600 Arbeiter befinden, die im Laufe des Jahres auf 5000 steigen werden. 5uqofatWcf>unoarifcf>er KompmmNonöHandel Gelegentlich der bevorstehenden jugoslawisch-ungarischen Wirtschaftsverhand langen soll die ungarische Delegation, wie in wohlinformierten jugoslawischen Wirtschaftskreisen vefiautet, einen Vorschlag zum Abschluß eines besonderen Kompensationsvertrages unterbreiten. Demgemäß sollen in Hinkunft zwischen den beiden Ländern Kompensationsgeschäfte im Werte von 200 bis 250 Millionen Diiiar jährlich abgewickelt werden. Falls Jugoslawien diesen Vorschlag annimmt, so wird Ungarn die Gründung einer Privilegierten Jugoslawisch-ungarischen Gesellschaft für Kompensationen anregen, welche sich ausschließlich mit der Abwicklung der Kompensationsgeschäfte zwischen beiden Län dern befassen würde. Starkes 31leffemtereffe In Jugoslawien In unseren Wirtschaftskreisen herrscht großes Interesse für die Initiative des Deutschen Reiches, eine bessere Mitarbeit der deutschen Messen mit jenen des Donauraumes und des Balkans zu organisieren. Bekanntlich ist vor kurzem eine i Zusammenarbeit der Messen in Deutscii-j land und Jugoslawien in die Wege ge-! leitet worden, ln letzter Zeit sind auch ! die erfolgversprechenden Verhandlungen ! über die Vereinfachung der Sichtvermerkserteilung an Jugoslawen geführt worden, die zum Besuch deutscher Messen aus Jugoslawien ausreisen wollen. Was die Wiener Messe angeht, so besteht für sie schon aus regionalen Gründen größeres Interesse, wobei zu bemerken wäre, daß dieses Interesse im Norden des Landes, also in Slowenien und in Kroatien, vielleicht noch größer ist als in Beograd. Die Industrien in unserem Lande hängen, in Bezug auf die Anschaffung von neuen Maschinen uno Installationen, in großem Maße vom Auslande ab, worunter in den meisten rä'len Deutschland mit der Ostmark zu verstehen ist. Die Wiener' Messe ist in .solchen Fällen der berufene Mittler, geradeso, wie für den deutschen Aussteller die Beogra-der, die Zagreber und die Ljubljanaer Messe die beste Gelegenheit darstellen, >u Jugoslawien neue Kunden anzuwerben. Da jede der Messen, sowohl in Deutsch land als auch in Jugoslawien ihre besondere Bedeutung von ihren treuen Kundenkreis besitzt, so wäre es zu wünschen, daß die Veranstaltungen dieser Messen womöglich zeitlich nicht zusammenfallen, sodaß sich die Messen ergänzen und nicht stören. Solche Fälle sind in der Vergangenheit .oft vorgekommen und haben es jenen Firmen, die zugleich Aussteller im Inlande und Kunden im Auslande sind, unmöglich gemacht, alle Möglichkeiten auszunützen. Man hört vor einer diesbezüglichen Konferenz in Budapest und hofft, daß diese Frage leicht bereinigt werden wird. Ein umso besserer Erfolg der Messetätigkeit ist besonders .heuer zU wünschen, als die Kriegsverhältnisse die Völker des europäischen Südostens noch mehr dazu zwingen, den Warenaustausch womöglich nicht über die Meere hin. sondern mit ihren Nachbarn zu verstärke:’- X Die Einführung der Benzinkarten hat sich wegen technischer Schwierigkeiten um einige Tage verzögert. Die Kar ten wurden größtenteils bereits zUge-stellt. X Bei Kreditgewährung an Jugoslawen unter ausländischer Bürgschaft ist vorher die Genehmigung der Devisendirektion der Nationalbank einzuholen. X Die jugoslawische Naphthaproduktion schreitet nur langsam vorwärts. hn Vorjahr wurden insgesamt 1214 Tonnen gewonnen. Da im Vorjahr rund 151.000 Tonnen eingeführt wurden, stellt die Eigenproduktion nicht einmal einen Prozent dar. Hingegen wurden 2,629.000 Kubikme ter Erdgas (Methan) in Bujavica i11 Kroatien gewonnen gegenüber 2,432.000 Kubikmeter im vorangegangenen Jahr-Die Erdgasgewinnung wächst rasch, da immer mehr Kraftwagen auf Methangas-an trieb umgestellt werden. X Die Handelsvertragsverhandlungen mit England werden in der kommenden Woche wieder aufgenommen werden. I)11 Dezember wurden in den Besprechungen hauptsächlich jugoslawische Exportfragen erörtert. Jetzt handelt es sich vor allem darum, mit Großbritannien ein Einvernehmen über die Lieferung verschiedener Rohstoffe an Jugoslawien zu erzielen (hauptsächlich Baumwolle und Garne, Wolle, Zinn und Kautschuk). Die Verhandlungen werden in London geführt werden. X Das Touristenvisum für deutsche und böhmisch-mährische Staatsbürger, die J ugoslawien zu besuchen beabsichtigen, wurde jetzt über Intervention des Reisebüros »Putnik« eingeführt und wird von allen jugoslawischen Konsularvertre-tungen zum Preise von 10 Dinar erteilt-Das Visum gilt drei Monate. X Die Bedeutung der »Mailänder Messe«. Rom, (Agit). Die wachsende Bedeutung der Mailänder-Muster-Messc wird durch die Zahl der Aussteller und den in den letzten zwei Jahren eingenommenen Flächenraum bewiesen. In der Tat betrugen die Ausstellerfirmen >nj Jahre 1938 eine Gesamtheit von 5061 und die beanspruchte Fläche 98.120 Quadratmeter. Im Jahre 1939 stieg die Zahl der Aussteller auf 5088 und der besetzte Flächenraum hatte sich um 738 Meter erhöht, indem er 98.853 Quadratmeter erreichte. In diesem Jahre, da sich, wie die »Agit« schreibt, der Weltmarkt infolge des Krieges umgestaltet hat, streben sehr viele Länder, an erster Stelle jene des Südostens von Europa und jene des Nahen Orients danach, ihre Kaufbedürfnisse auf den italienischen Handelsmarkt zu konzentrieren und auch aus diesem Grunde erwirbt sich die XXL Mailänder Messe, die vom 12. bis 28. April stattfinden wird, ein besonderes Interesse. Hersegotvina-Fafirl Has heutige Dorf Blagaj ist die alte Hauptstadt der Herzegowina; es liegt 12 K,lometer entfernt von der heutigen: Mo-ar- Da es kein Benzin mehr für die Au-ri°s gibt, so habe ich die Fahrt nach Bla-§ai vom komfortablen Hotel Neretva mit Clnem Fiaker gemacht. Deber dem Dorfe eihebt sich ein steiler Felsen, den die Ru. iüe einer mächtigen Burg krönt. Sie heißt ^jepangrad, nach einem Herzog Stephan, der vor der türkischen Zeit Herr in ..r Herzegowina war. Nach ihm heißt sie °ls heute das Herzogsland. Man fährt aber nach Blagaj nicht we-^en der Ruine auf dein Felsen, sondern Nvegen des großen Naturwunders an sei-jiem Fuß: der Bunaquelle. Der mehrere hundert Meter hohe Felsrücken, auf dem sich der Herzog Stephan seine Feste er-2ute, endet in eine jäh abfallende zer-diiftete Felswand. An ihr nisten zahllose auben und ständig sieht man Adler um s)e kreisen. Auch ich konnte zwei dieser st°lzen Vögel in majestätisch ruhigem Auf lind Ab beobachten. Ihre Horste sol- Von Dr. Paul Rohrbach ' aufziehen. Die eigentlichen Dörfer liegen , meist abseits der Bahn, dort, wo sich eine dünne Bodenkrume >n einer Talweitung gebildet hat und die Anpflanzung von Obstbäumen erlaubt. Am Seeufer erblickt man in ziemlich rascher Folge nur Gruppen steinerner, rechtwinkelig gebauter Hütten, in denen die Bauern zur Saat, und Erntezeit hausen. Sie kommen zur Feldbestellung und zur Aberntung der len m schwer zugänglichen Klüften auf er Höhe liegen. Am Fuß der Wand Hrömt aus einer großen, finsteren Tropf-stejngrotte eine mächtige Quellp hervor, -jgentlich ist es eher schon ein stattlicher uß als eine Quelle zu nennen, die Bu-j?a> die nach einem kurzen, nur wenige ilometer langen Lauf ihr rauschendes, . dstallklares Wasser in die Narenta, den Herzegowinafluß, ergießt. Auf Serbisch ißt der Fluß Neretva. ^ersuchen wir, der Buna in ihr Fels-tieheinmis zu folgen, so müssen wir wahr s das Gebirge schluckt die ganze (]c^ *bm ausgetretene Wassermasse wie-bgj cin, und in besonderen Fällen wie Ie f1 Hopovo Polje kann der trocken ge-§ e Boden sogar zum Getreidebau verödet werden W *s ich die Fahrt von Sarajevo nach bi s_ar machte, sah ich das Becken schon Eini2Urn Höchststand mit Wasser gefüllt, sch'^t- ^oote waren mit Fischfang beim n ' ^'e fische leben abwechselnd ob \Unklen Inneren des Gebirges und im ®rirb’schen Tageslicht. Offenbar we-sond 65 Wechselns sind sie nicht blind, ge ern haben normale Augen. Die hohen b;e^e’ die das Popovo Polje umgeben bre-fn- C‘nen trostlosen Anblick. Weit und de ‘ a**es mit scharfkantigen, klirren-b0n alkscherben überdeckt. Die Vegeta, gen fSt ganz dürftig; nur Schafe und Zie-Sj . hnden noch ihre Nahrung und man Wäll' Wie 'an8e- gradlinig geführte Stein. ,e a's Abgrenzung der den Bauern ge 'Sen Stücke sich an den Bergen her- Auf der Rückkehr aus Garmisch-Partenkirchen hielt eich die jugoslawische Eishockeyauswahl zwei Tage in Wien auf und trug dort einen offiziellen Wettkampf gegen die Repräsentanz von Wien aus. Für das Spiel, das auf der Engelmann-Kunsteisbahn stattfand, machte sich ein lebhaftes Interesse bemerkbar, da zumindest 1200 Zuschauer zugegen waren, als die beiden Mannschaften das Spiel eröffneten. Während sich die Wiener Mannschaft durchwegs aus den ehemaligen österreichischen Internationalen zusammensetzte, bildete die Ljubljanaer »Ilirija« den Grundstock des jugoslawischen Teams. Das erste Drittel stand | ganz im Zeichen einer drückenden Über-| macht der Wiener, die serienweise das jugoslawische Tor bombardierten und nur der Prachtleistung des Tormannes Rihar war es zu danken, daß es bei 4:0 in diesem Drittel blieb. Im zweiten Drittel wurde die jugoslawische Mannschaft etwas umgestellt, was sich sogleich im Resultat von 0:0 auswirkte. In diesem Spielabschnitt gingen auch unsere Spieler zum Angriff über, zudem ver mochte das Hinterspiel allen Attacken standzuhalten. Im letzten Drittel kamen die Wiener nur infolge Übermüdung des allzu sehr in Anspruch genommenen Hinterspieles zu zwei weiteren Treffern, soda ß das ereignisvolle Debüt unseres Eishockeyteams in Wien mit 6:0 (4:0, 0:0, 2:0) schloß. 3ub!!ä!imswctitfen für FußbaKmIemaNvnaie Der Oberste Fußballverband des Königreiches Jugoslawien hat beschlossen, für Spieler, die das 25. bzw. das 50. Länderspiel für Jugoslawiens Staatsfarben bestreiten, eine besondere Geldprämie zu stiften. Demzufolge erhalten Internationale, die das 25. Länderspiel absolvieren, ein Ehrengeschenk von 1500 Dinar, während Spieler, die bereits das 50. Spiel bestreiten, eine Ehrenprämie von 3000 Dinar erhalten werden. äUQOffatoien* GGw'mmer beim Mer-LLmöer-Tumier Der Italienische Schwimm verband beab sichtig! an Stelle des entfallenden olympischen Kampfprogrammes ein internationales Schwimmturnier in Szene zu setzen, an dem außer Italiens Schwimmer auch die besten europäischen Schwimmnationen, und zwar Ungarn, Deutschland und Jugoslawien mitwirken würden. Der Jugoslawische Schwimmverband hat dieses schmeihelhafte Angebot-sofort angenommen und schon jetzt die ersten Vorbereitungen für diese erstrangige internationale Schwimmkonkurrenz getroffen. Die in Betracht kommenden Schwimmer werden zu mehreren gemeinsamen Trainings eingeladen und schließlich in einem Trainingslager für mehrere Wochen untergebracht werden. Jedenfalls verspricht man sich von diesem Zusammentreffen mit den besten Schwimmern Europas eine neue internationale Geltendmachung des jugoslawischen Schwimmsports. : Der Standl-Abfahrtslauf, der für kommenden Sonntag auf der Strecke Ruška koča — Ruše vorgesehen war, wurde wegen der unzulänglichen Schneeverhältnisse abgesagt. : In den Frauen-Skikurs des Ministeriums für Körperertüchtigung, der im Feber auf der Pokljuka (vom 11. d. bis 2. März) stattfindet, wurden auch drei Ma-riborer Skiläuferinnen aufgenommen, und zwar Bara Černič, Sida čop und Vida Mi-horko. : Der Spielbeginn in beiden Staatsligen i wurde wegen der Witterungsverhältnisse j zurückverlegt. In der Serbischen Liga be-| -rinnen die Soiele am 18. d., während in der Kroatisch-slowenischen Liga sogar erst am 25. Feber Anfang gemacht wird. Demzufolge werden die Finalspiele der sechs besten Klubs erst am 2. Mai beginnen. : Neue Leitung des Kärntner Radfahr-Unterverbandes. Der Kärtner Radfahr-Unterverband wählte in seiner letzten Jah restagung in Slovenjgradec eine neue Leitung, an deren Spitze der als Sportfunktionär schon wiederholt hervorgetretene Ivan Kavs steht. : Zagreb und Bratislava werden das Fussballrückspiel zu Pfingsten in Bratislava bestreiten. Tagsdarauf werden die Zagreber noch in einer anderen slowakischen Stadt an treten. : Drvarič und Stolzer, die beiden jugoslawischen Boxer, traten in Berlin im Rahmen einer internationalen Boxveranstaltung auf, mussten aber k. o. Niederlagen hinnehmen. Drvarič wu--de von Sei dl er besiegt, während Stolzer dem bekannten Eder unterlag. : Max Schm ding hat sich bereit erklärt, gegen den besten Boxer Europas anzutreten. : Die Budapester »Hungaria« wird diesen Samstag in Petrovgrad und tagsdarauf in Subotica zwei Gastspiele austragen. : BSK und »Gradjanski« werden das bereits dreimal verschobene Endspiel um den Pokal des Ministerpräsidenten Cvetkovič am kommenden Sonntag in Zagreb zur Entscheidung bringen. : Der Norwegische Skiverband veranstaltet am 25. und 26. d. in Rjukan internationale Abfahrts- und Torlauf rennen und bringt auch seine Holmenkol-Rennen in gewohnter Weise zur Durchführung, und zwar am 28. d. den 50-Kilometer-D au erlauf, am 2. März den 17-Kilometer Langlauf und am 3. März das Springen. : Deutschlands und Italiens alpine Meister werden am 9. und 10. März in St. Anton am Arlberg’ einen internationalen Abfahrtslauf austragen. : Australien behält den Davis-Cup so lange in seinem Besitze, bis der Zeitpunkt der nächsten Davis-Spiele bekannt gegeben wird. : Olympiasieger Csik heiratet eine Jugoslawin. Der ungarische Olympiasieger im Schwimmen Dr. Csik hat sich dieser Tage mit Frl. Feodora Filipovič verehelicht. Die Braut stammt aus Vršac. im Verfall, die Malerei und das Schnitzwerk an der Decke des Raumes, in dem mehrere heilige Schechs begraben sein sollen, blättern ab. Der Grabhüter bietet türkischen Kaffee an und ist mehr darauf bedacht, die Gäste durch verschiedene Kammern und Gänge bis zu dem Punkt zu ühren, wo man unmittelbar über dem mächtigen Quelltopf steht, als von seinen Heiligen zu erzählen. Mit lautem Rauschen ergießt sich die Buna unmittelbar nach ihrem Austritt durch ein von Felsbänken durchsetztes Bett abwärts und treibt eine wahrscheinlich uralte Mühlenanlage. Die Heiligen, zu deren Verehrung noch hier und da ein frommer Moslem hergewandert kommt, sind sicher die Nachkom men antiker Quellengottheiten, denn nichts ist natürlicher, als daß der primitive Mensch an einem solchen Ort von religiösem Schauer durchweht wird und eine göttliche Macht, ein Numen, sich hier wohnend denkt. Vielleicht hat der Tourismus, der in diesem Teil Jugoslawiens sehr lebhaft geworden ist, die kultische Bedeutung des Ortes für die Mohammeda ner etwas verringert. Im allgemeinen ist der Islam in Bosnien und der Herzegowina noch sehr lebendig. Im Parlament in Beograd sitzt stets eine Anzahl mohammedanischer Abgeordneter. Im Hof der großen und prächtigen Begova-Moschec in Sarajevo wurde ich an das Grab des unlängst verstorbenen, sehr geachteten Ministers Dr. Spaho geführt, der als Vertreter der bosnischen Mohammedaner im Kabinett eine bedeutende Rolle spielte. Er ist mitten unter den frommen Ulemas und den weltlichen Wohltätern der Moschee, deren Reihe bis tief in die Türkenzeit zurückreicht, beigesetzt worden. Erschüttert ist nur die alte feudale Verfassung des mohammedanischen Volkteiles in Bosnien, der nach Sprache und Blut rein serbisch ist. Als die Türken Bosnien im 15. Jahrhundert eroberten, erlaub ten sie einem Teil des Adels den Ueber tritt zum Islam, da sie als Verbündete in inneren Streitigkeiten der bosnischen Machthaber gerufen waren. Die Adligen bekamen den türkischen Titel Beg und führten ein patriarchalisches Regiment Uber ihre Bauern, die natürlich gleichfalls den Islam angenommen hatten. Die unlängst durchgeführte Agrarreform hat das Band zwischen den Grundherren und den Bauern gelöst, die Bauern sind Eigentümer ihrer Ländereien geworden, die Begs haben eine bedeutende Barentschädigung erhalten, und die Folge davon ist, daß viele Begs den ungewohnten Geldrcich-tum verschwenden und viele Bauern die ungeahnte Gelegenheit benutzt haben, bei den Banken Geld auf ihr Land aufzunehmen. Das haben sie vergnügt ausgegeben, ihren Frauen Schmuck und feine Klei der gekauft, selbst bei Besuchen in der Stadt gut gelebt, ohne Vorstellung davon, daß solche Darlehen rationeller Weise nur zur Verbesserung des eigenen Anwesens benutzt werden sollen. Jetzt müssen die Zinsen bezahlt werden, und da sich dieser Mehrertrag aus dem Land nur schwer herausarbeiten läßt, so ist der Mißmut bei den bäuerlichen Schuldnern und den Gläubigerbanken gleich groß. Trotzdem stehen die Begs beim Volk noch in hohem Ansehen. Gerade sie sind die entschiedensten Stützen des Islams. Die Regierung in Beograd tut auch für Bosnien und die Herzegowina viel und genießt dabei den Vorteil, auf übernommenen sokdeu Fundamenten weiterbauen zu können. Die Modernisierung schreitet auch bei der Million bosnischer Mohammedaner fort. Die Frauen tragen noch den Schleier, aber er ist bei manchen schon recht dünn und durchsichtig und wird auf Reisen außerhalb des Landes von den Wohlhabenden und Gebildeten gern ganz abgelegt. Wenn man von Mostar nach Blagaj fährt, kommt man erst an dem alten und großen mohammedanischen Friedhof vorbei mit zahllosen Grab steinen und dann an dem kleineren und dürftigeren christlichen aus der Türkenzeit. Die Christen konnten erst aufatmen, als die Besetzung durch Oesterreich-Ungarn nach 1878 vollzogen war. u«?**» Unterstützet die üntituberkulosenliga.l DANK Zu unserem großen Leide sind wir außerstande, für die vielen Beweise der liebevollen Anteilnahme, die anläßlich des Heimgange.-unseres geliebten, unvergeßlicher Gatten und Bruders, des Herrn GUSTAV STIGER in so reichem Maße bekundet wurde, jedem einzelnen zu danken und sagen wir auf diesem Wege allen unseren herzlichsten Dank. Femilyen Stsger Schmerzerfüllt geben die Unterzeichneten allen Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß ihre innigstgeliebte, unvergeßliche Gattin, Mutter, Tochter, Frau Kondukteursgattin am Donnerstag, den 8. Feber 1940 um 5 Uhr nach langem, schwerem Leiden im 52. Lebensjahre verschieden ist. Das Leichenbegängnis der unvergeßlich Dahingeschiedenen findet am Samstag, den 10. Feber 1940 um 16 Uhr von der Leichenhalle in Pobrežje aus statt. M aribor, den 9. Feber i 9-10. WILHELM LUSCHÜTZKY LEO, WALTER, SILVO Gatte Kinder JAKOB und MARIA DWORSCHAK Eltern Separate Parte werden nicht ausgegeben. fmm A*imq& Kleina Anzeigen kosten SO F'ara pro Wort, In der Rubrik „Korr» epondonz" 1 Dinar , Die Inseratenateuer (3 Dinar bis 40 Worte 7*60 Dinar für grössere Anzeigen) wird besonders berechnet i Die Mlndocttaxe für eine kleine Anzeige beträgt IO Dinar / Für die Zu Sendung von chiffr. Briefen Ist eine Gebühr von 10 Dinar zu erlegen Anfragen Ist eine Gebühr von 3 Dinar ln Fostmarken boizuschllesse« Itymbiedeu*i ' WMse Wer dy&iiifit zu schätzenweiß, wählt das süße Bauernbrot der Bäckerei Rakuša, Koroška c. 24. 512 Gedenket der AntituberbuloseiiHea1 & mmtmiQH ■«umiti— ii.v 7iHV i JOS- Möbl. Zimmer zu vermieten. Aleksandrova 55-11. 972-5 Wohnung. 2 Zimmer, Küche, um Din 350.— zu vermieten. Anzufr. Trafik, Splavarska. 970-5 Besseres, fleißiges Stubenmädchen wird gegen gute Bezahlung mit 1. März aufge nommen. 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Tischwäsche, die nur zu besonderen Gelegenheiten Verwendung findet und sonst nicht gebraucht wird, rollt man am besten zusammen, da das Zusammenlegen in scharfen Brüchen den Stoffen schadet. Das Schuppen der Fische erleichtert man sich, wenn man sie zuvor mit heißem Wasser übergießt. Die Schuppen kräuseln sich dann und lassen sich leicht entfernen. Eisenpfannen reinigt man vollständig, j wenn man sie mit heißem Salz tüchtig ab j reibt. Am Küchenherd empfiehlt es sich, zum I Anzünden der zweiten und dritten Gasflamme alte, abgebrannte Streichhölzer zu verwenden. Zu diesem Zweck schiebt man die Schachtel mit den neuen Streichhölzern zur Hälfte aus der Hülse heraus und auf der anderen Seite eine leere Schachtel hinein, in die man die abge- brannten Hölzer sammelt. Auf diese Weise hat man stets einen Behälter zur Hand, der einem sowohl neue wie alte Streichhölzer liefert. Das Rosten der Bügeleisen verhindert man, wenn man sie in erwärmtem Zustand mit Stearin abreibt. Am besten ver wendet man dazu kleine Kerzenstümpfchen. Gefrorenes Gemüse legt man in eine Schüssel mit kaltem Wasser und gibt eine Hand voll Salz dazu. Es behält dann sein frisches Aussehen. Gehackte Küchenkräuter werden möglichst erst ganz zum Schluß den Speisen beigemischt, da sie sonst ihr Aroma verlieren. Fisch gelingt besonders zart, wenn man ihn statt- in .Wasser in Magermilch kocht. Die Gewürzzutaten bleiben unverändert. Besonders zu Krankenkost geeignet. Behandlung von Fisch: Fischfleisch zer fällt leicht beim Kochen. Wir schrecken es daher mehrmals ab, indem wir kurz vor dem Kochen etwas kaltes Wasser zu-gießen. Um den unangenehmen Fischgeruch zu vermeiden, waschen wir das Fleisch vorher in Essigwasser. Kartoffelbrei wird recht locker, wenn wir ihm kurz vor dem Anrichten eine Klei nigkeit Backpulver zusetzen. Man rechnet einen halben Teelöffel Backpulver auf Kartoffelbrei für sechs Personen. eikHeta wmutf... ! - Und dabei geht es Klaus durch den j Sinn: Wie jung sie ist! Wie schön sie ist: Wie mutig muß sie immerhin gewesen ; sein, um hier heraufzusteigen! Das ist ja Roma» von VaM Haw Klaus Molander gibt sich einen Ruck, spannt die Muskeln von neuem, stemmt die Knie an, greift mit den langen Armen weit hinauf, zieht sich ein Stück empor, und wieder und wieder. Schrei nur, denkt er wütend* schrei nur, daß ich die Richtung nicht verlier! Und dann holt er tief Atem und brüllt selber durch die Einsamkeit der Steinwände: »Hallo — hallo — ich komme!« Und: »Warten — ich komme!« und »Ab und zu rufen — nicht zu laut — Steinschlaggefahr!« Und er hastet weiter. Jawohl, da schwingt von droben wieder die helle Stimme herab — nicht mehr so laut, nicht so angstvoll ungestüm, so verzweifelt. »Na also«, brummt Klaus, »alsdann hätten wir ja die Spur. Soll mich, wundern, wenn sie nicht zum Kreuz hinaufführt, das ich vorhin aus dem blauen Grund gesehen hab’. Da bin ich neugierig.« Fünf, zehn Minuten vergehen, eine Vier telstunde. Klaus Molanders Atem geht keuchend. Ab und zu stößt er einen halblauten kurzen Ruf aus, verhaltene Antwort kommt. Gottsdonner — über diesen schmalen Grat ist jemand geklettert? staunt Klaus plötzlich, sich wieder in allen Muskeln streckend. Das ist doch nicht der Aufstieg zum Kofel hinauf? Ah, das Kreuz dort linker Hand, an der Steinkante! Er sieht nicht die blutigen Schrammen an seinen Hnäden, die Hautfetzen, die ihm von den Handflächen hängen. Er sieht da oben, an das Kreuz geklammert, eine Mädchengestalt. Das gebräunte Gesicht ihm zugekehrt, groß sehen die Augen zu ihm herab, die in einem zarten, Urheber. Rechtschutz: Drei Quellen-Verlag, Königsbrück (Bez. Dresden). wirklich so ein kleiner Teufelsgrat. Un- schönen Gesicht stehen. Das blonde Haar ist zerzaust und flattert in glitzernden Strähnen um die Stirn. »Ich komm schon«, ruft Klaus Molander lejse hinauf. »Da haben Sie ja nochmal Glück gehabt.« Der Mund in dem Mädchengesicht ist fest zusammengepreßt. Aber es ist ein fro her, erleichterter Ausdruck darin. »Natürlich das Edelweißpflücken!« »Ich ko.inme hier nicht mehr weiter«, ruft das Mädchen leise zurück. »Es gibt hier keinen Aufstieg -— und zurück konnte ich auch nicht, der Grat sieht so steil von hier aus-; ich hatte plötzlich Angst.« »Macht nichts ich komm’ erst mal rüber, damit Sie einen Menschen bei sich haben. Donnerwetter, haben Sie aber Mut gehabt Ich seile Sie nachher an, dann wird’s schon werden.« Und wenn ich nun nicht in der Nähe gewesen wäre? denkt er flüchtig und schiebt den dummen Gedanken gleich wieder beiseite. Genug, er war in der Nähe! Zehn Minuten später ist er »drüben« auf der engen Kanzel. »Na also« — lacht er kurz auf, und der Schweiß rinnt ihm in Bächen von der Stirn. Eine Hand umklammert in dankbarer Ergriffenheit seinen Arm. »Wie — dankbar muß ich sein —-«, flü stert die leise, weiche Stimme. »Oh, wenn ich hier nicht mehr .—« Wieder flackert Angst und fernes Entsetzen in ihren Augen auf. »Pah, nicht mehr daran denken, mein Fräulein. Edelweiß gesucht? Netter Strauß — ja, ja, kann manchmal schief gehen.« Blick ruht noch immer in seinen schma-i len, braunen, jugendha'ft verwegenen Gesicht. Die Hand in seinem Arm zitiert noch immer ein wenig. »Ich — wollte meinen Vater mit dem Strauß morgen überraschen. Wir wohnen in Laurin, im Kurhotel; er hat morgen Geburtstag.« Klaus nickt leichthin. Ihm ist, als bekäme er seine Augen nicht mehr frei von diesem so innig dankbaren und immer mehr aus Bangnis und Angst aufstrah-j lenden Mädchenblick. Er hat sich sein | junges Leben lang nicht viel aus Mäd-| chen gemacht, er hat, genau genommen, : auch gar nicht viel Zeit dazu gehabt. Und ! nun steht er hier oben, bald dreitausend Meter hoch, mit einem jungen, bronze-; braun gebrannten Mädel, daß gewiß j nicht älter sein mag als achtzehn Jahre, allein; hat sie gerettet vor der Verzweiflung und hilferufenden Not _ steht auf ! einem kleinen Felsvorsprung, der knapp ! einen Quadratmeter mißt, mit diesem j .Mädchen eng zusammen, in der großen ! Einsamkeit der Bergwelt. »Ich — wohne drunten im blauen I Grund«, murmelt er. »Seit vier Tagen, j Kleiner Urlaub. Ein Glück, daß ich heute I durchaus auf den Hohen Kofel mußte—« Kurhotel in Laurin? Er weiß, das ist I »was Feines«. Laurin ist ein kleiner, aber I teurer Höhenluftkurort. f »— und doch ist es schön hier droben-.-., flüstert das Mädchen wie aus ihren tiefen Gedanken heraus. »Freilich«, lacht Klaus Molander, »das j lüftet Seele und Herz und den ganzen Leib aus, Fräulein. — Na, alsdann, wenn j Sie wieder ,Her’ haben — Sie nicht eifrig. Ja, sie muß nach Hau-j se. Der Abstieg nach Laurin ist nicht gar ! zu weit, wenn man erst hier droben die schwierigsten zweihundert Meter him-r sich hat. »Warten Sie, ich seil’ Sie erst an. Har ten Sie sich am Kreuz fest, das stent sicher.« Zierlich und schmal muß sie sein unter dem festen Berganzug, denkt er. Niemand spricht ein Wort mehr, als es jetzt an den Rückweg geht. Klaus Molander hat das Mädchen ziemlich kurz hin ter sich festgebunden; es hält sich auch nur wenige Schritte hinter ihm, den Bück geradeaus auf seinen Rücken geheftet, wie er es ihm befohlen hat. »Geschafft!« dreht er sich um. Sie s!»ü über den gefährlichen Grat hinweg. »Nun — nun würd’ ich schon allein weiterkommen. Sie wollten doch eigentlich zum Kofel hinauf«, sagt das Mädchen. »Na, damit ist’s ja heute sowieso vorbei, mein Fräulein. Und übrigens könnt'3 ich Sie doch jetzt nicht allein gehenlassen. Es gibt noch ein paar Schwierigkeiten; bis zu den Muren dahinten werd' id' schon noch mitkoinmen, dann hab’ ich allerdings einen ändern Weg.« Es wird nicht mehr viel zwischen ihnen gesprochen. Man muß auf den Weg achten. Klaus hat das Seil wieder an sich genommen, es ist nun keine Gefahr mehr. Er geht immer einige Schritte voran-Manchmal bleibt er stehen; aber das Mäd chen ist dicht hinter ihm und hält wacker Schritt. Dann bleibt er plötzlich mit einem R11C,X stehen und weist durch einen Durchblick nach unten. Da liegen die Matten untei dem späten Nachmittagslicht. Kuhglocken klingeln leise. Rote Dächer schimmern zwischen Tannengrün. »Dort liegt Laurin, mein Fräulein, U,H liier muß ic.h links abbiegen.« Er streckt ihr die Hand hin. Sie legt die ihre hinein. (Fortsetzung folgt-) Chefredakteur und für die Redaktion verantwortlich: UDO KASPER. — Druck der „Mariborska tiskarna“ in Maribor. — Für den Herausgeber und den Druck verantwortlich Direktor STANKO DETELA, — Beide wohnhaft in Maribor,