Laibacher Seitnna. .M «Vs. Mittwoch am 3. September «8 5« Dkt „Laibacher Zeitunq" erschfint mit «usnchme der Sonn- mW ^i«rtaqs täglich, und lostet sammt dm Vcilaqf» in, <5o>n v t^ir q an;ja hri g il ,!.. halb jähria 5 »l 30 sr mit Kr,nzband ft yaldiahrig , !l 3Y f^ In ,erat> onS^cbu k, r für eine Smltm^,,e ober drn Nam» dnsell'tn snr ein-'naliqc «inschaltnng ^ fr snr zw.i.nali^ 4 sr n.r »re.ma ,ge .. kr E V^ In.crate b.s .2 Z.,'lc„ fasten . ft. si.r 3 M.l. 5N fr. für 2 Mal und 40 fr. für , Mal einn schal. 3u dicftn Gebühren ist nach den. „provisorischen Ge,etze von, . Das allerhöchste Cabinetsschreib.'N Er. Majestät des Kaisero an den Ministerpräsidenten vom 20. August 1851, womit dem Ministerium die in der Stellung nnd dem Statute des Reichsrathes festgeschten Verändernngen zur Darnach-achtnng mitgetheilt werden. Nr. 1W. Das allerhöchste Cabinetsschreiben Sr. Majestät des Kaisers an den Reichsrathspräsidenten vom 20. August 1851, womit demselben die (unter Nr. U14 des allgemeinen Reichsgesey- und Regierungsblattes vorkommenden) Beschlüsse über die Bezeichnung der Verantwortlichkeit und die künfnge Stellung des Ministeriums mitgetheilt und mehrere Abänderungen in der Stellung und dem Statute des Reichsrathcs festgescht werden. Nr. 197. Das allerhöchste Cabinetssckreiben Er. Majestät des Kaisers an den Ministerpräsidenten vom 20. August 1851, womit demselben aufgetragen wird, gemeinschaftlich mit dem Neichsraths-präsldenten ein Gntachten über die Art der Be-rathnngen zn erstatten, welche zur Erwägung des Bestandes und der Möglichkeit der Vollziehung der Verfassung vom 4. März 1849 einzuleiten sind. Wien, am 29. August 1851. Vom k. k. Redactionsburcan des allgemeinen Rcichsgesch- und Regierungsblattes. Nichtamtlicher Theil. Vierte öffentliche Verhandlung der dritten Schwurgerichts - Sitzung in Laibach am 1. September 1851. Den Gegenstand dieser Verhandlung bildete die Anklage der k. k. Staatsanwaltschaft gegen Joseph Jäkel von Krouau, wegen Verbrechens des Diebstahles. Aus der Anklageschrift ergibt sich folgender Sachverhalt: Joseph Jäkel, insgemein Kri5nikov Io5e genannt, ein 17jähriger Bauernbnrsche ans Kronau, verließ im Sonnner des verflossenen Jahres das äl-terliche Haus, und begab stch als Holzknecht nach Kärnten, wo er jedoch in Spielgesellschaften gerieth und den größten Theil des von seinen Angehörigen erhaltenen Geldes beim Kcgelscheiben verlor. — Vom Gelde entl'lösit, wendete er sich wieder gegen seine Heimat, wagce aber nicht, alo er in Kronau angekommen war, vor seinen Angehörigen zu erscheinen, sondern ging im Stilleu auf den Stall und verblieb alldort eine Nacht und einen Tag, ohne etwas genossen zu habcn. Als die zweite Nacht heranbrach, — es war am 25. Juni 1850, — stand er anf nnd begab sich zum Hanse des Gregor KoÄr, vulxa Rogar, wo er die Vorderthüre der Hanslaube abgesperrt, die Hin-terthüre dagegen offen fand. Durch diese trat er in die Hauslaube, in welcher der zu jener Zeit in Kronau anf Arbeit anwesende Maurermeister Stephan Quai in einem Sacke zwei Mierling Kukurnft-mehl. im Werthe von 5 st. 20 kr., aufbewahrte. Joseph Jäkel nahm diesen Sack und verbarg ihn in der Nähe des Hauses. -- Voü da begab er sich zum Hause deo Blas Mrak, vu^o Wirt. fand daselbst das Hansthor offen, trat, in das Vorhaus und entwendete aus der uuversperrten Küche eine Pfanne im Werthe von 30 kr. Von hier aus begab er sich zum Hause der Brüder Barthelmä und Valentin Pec'ar, in welches er durch das Fenster stieg, und sodann aus der un-versperrten Wohnstube, in welcher die beiden Brüder schliefen, mehrere Iagdreqnisiten, im Gesammtwerthe von 12 fl. 48 kr., entwendete. Alle diese gestohlenen Gegenstände trug Joseph Jäkel sodann eine halbe Stunde weit von Kronau in ein Versteck, welches sich m der Gegend x» kum ww»m befand. In der Nähe davon, tief in einem Graben vor einer kaum zugänglichen Felswand, hatte er seine Lagerstätte, ein breites, aus Brettern zusammengezimmertes, mit Heu belegtes, nnd durch Bäume gut gedecktes Bett aufgeschlagen. In der Nacht vom 27. anf den 28. Juni begab er sick wieder nach Kronau und zwar znm Hause des Gregor Ko^ir, vl^s, Nogar, wo er die hintere Thüre, deren zwar vorgeschobener Riegel sehr schlecht sperrte, von Außen öffnete und sodann in die unver-sperrte Wohnstnbe gelangte, in welcher Mina Ko«ir und ihre zwei kleinen Kinder schliefen. Hier fand er auf dem Tische den Schlüssel zur Vorrathskammer liegen, mit welchem er diese sofort öffnete und aus einer darin befindlichen, unversperrten Truhe zwei, dem Maurermeister Quai gehörige Laibe Käse, im Werthe von 6 st. 13 kr. entwendete, worauf er sich damit wieder in sein Versteck begab. In der Nacht vom 28. auf den 29. Juni 1850 entwendete er aus der ««versperrten Wohnung des Gerichtsvollziehers Joseph «imnovc in Kronan zwei ärarische Stuften, im Werthe von 6 st. Am 30. Juni l. I. traf er mit seinem Bruder Johann znsammeu, welcher ihm erzählte, daß es in Kronau bekannt sey, daß er alle diese Diebstähle begangen habe, und ihm bedeutete, daß er deßhalb nach Hause kommen und sich selbst beim Bezirksgerichte Kronau stellen solle. — Am 3. Juli l. I. stellte sich Joseph Jäkel wirklich beim Bezirksgerichte in Kronau, wo er zwar eiugestand, den Käse des Quai gestohlen zn haben, zugleich aber vorbrachte, daß er dazu durch einen Deserteur, Namens Adam Hlebajne, verleitet worden sey. Das k. k. Bezirksgericht hat ihn sodann gegen Angeloblmg, sich nicht von Kronau zu entfernen, und gegeu Gutstehung von Seite seines Vormundes, Blas Jäkel, auf freiem Fuße belassen, worauf er sich bei seinem Bruder Johann in Kronau aufhielt. (Schluß folgt.) ilaiback, 2. September. Es war der 22. August 18/i0, als Dr. Ignaz Knoblecheraus dem Innern Afrika's nach laibach kam. Am 24. v. M. erschien er, wie bereits gemeldet, wieder in unserer Mitte, jedoch nur auf wenige Stnnden; dießmal kam er über Triest von Rom, wo er vom heil. Vater auf's huldvollste empfangen und die Angelegenheit seiner unermeßlichen Mission im Herzen Afrika's, unter dem Vorsitze des Cardinals Jacob Fr a n son i, Präfecttu der heiligen Congregation zur Verbreitung des Glaubens, mit lebhaftem Interesse in voller Versammlnng besprochen wurde. Am 2.'i. v. M. Früh reisete er wieder ab, um am 26. d. mit dem von Triest abfahrenden Dampfboote nach Aegypten segeln zn können. Drei Priester ans Krain schlössen sich ihm an, um mit ihm unter der Glnthsonue Sudans die wilden Neger zu Menschen und zu Christen zn bilden. Von diesen Begleitern gingen zwei mit dem Hrn. Pro-Vicar zugleich ab, der dritte folgte am Abende des 23. v. M. nach, uud traf in Triest mit den Erstern zusammen. Diese Begleiter sind: Johann Kocian 6 i ä, gcb. 1826 zu Moschnach in Oberkrain, im Jahre 18,'XI nach absolvirtem dritten Jahrgange der Theologie znm Priester geweihet und somit erst heuer ans den Schulen getreten. — Martin Dovjak, geb. 1821 zu St. Barthelmä in tt'tter-krain, 1840 zum Priester ordinirt, dann zuerst in Heil. Kreuz bei Landstraß als Caplan angestellt, im Jahre 1850 im Filial-Militärspitale iu der Caserne zu laibach verwendet, und seitdem bis jesit in Sostru bei Laibach als Cooperator «"gestellt. - Endllch Matthäus Milhar^io,'zu Slavina in Innerkram 1812 geboren; uach absolvirttr Theologie ,m Jahre 1N39 wurde er zuerst i" Wippach und dann bis jcht 830 in Dobrova als Cooperator angestellt. Unvergeßlich wird der Pfarre Dobrova das Wirken dieses Mannes seyn! Er führte das Leben eines wahren Asketen und widmete sich, unterstützt von seinem Herrn Pfarrer, dem Unterrichte der dortigen Ingend in der Religion und in den sonstigen Elementargegenständen mit einem solchen Eifer, daß die Pfarre Dobrova, welche bisher noch keinen systemisirten Schullehrer hat, und Orten mit ordentlichen Trivialschulen nicht nur würdig an der Seite steht, sondern auch viele derselben in Betreff der von der Jugend erwarteten Leistungen übertrifft. Wenn man erwägt, wie diese Männer Alles verlassen, um in den entferntesten und bisher unbekannten Gegenden Afrika's den armen, im rohen Fetischdienste versnnkenen Negern das beseligende Licht des christlichen Glanbens zu bringen, so kann man sich der Erinnerung nicht erwehren, wie die katholische Kirche seit ihrer Entstehung Männer voll apostolischem Eifer und fern von jeder zeitlichen Rücksicht aussendet, welche ihr unter den Heiden neue Schafe gewinnen und durch sie ihr den Verlust ersetzen, den sie anderwärts durch Verfolgung und Verfübrung zur Häresie erleidet. Der heil. Frumentius und sein Bruder Edesius setzten den Grund zur christlichen Kirche in Abyssinien (ostwärts von den Regionen, wo unsere Missionäre wirken wollen) zn einer Zeit, als eben der auftauchende Arianismus Millionen von römischen Unterthanen und zahlreiche deutsche Stamme dem Glauben an die Gottheit Christi entzog (im I. :l!6—?/iw, sieht man seit wenigen Tagen eine zweite umfangreiche Leinwandstadt erstehen; das große Zeltlager wird dort errichtet, und ist dem größeren Theile nach schon vollendet. Wir finden hier Zelte von allen drei Kategorien: die alten kleinen für je 8 Mann; die großen langlicht runden, und die großen, kreis; formig gebauten, jedes für 50 Mann. Da die Ortschaften nm Verona, dem Centralpuncte der venetia-nischen Znsammenziehung, wohin zn den Septembermanövern die meisten Trnppenkörper dirigirt werden, schon jetzt, ehe noch alle disponibeln Corps sich vereinigt haben, cvmplet überfüllt sind, so blieb kein andercr Ausweg zur Unterbringung der nachrückenden Truppen übrig, als die erwähnte Errichtung des Zeltlagers. Die Dauer des Lagers dürfte sich bis gegen Ende des kommenden Monats erwecken. Frankreich. Paris, 20. August. Der „Moniteur" enthalt heute die gestern Statt gehabten Ernennnngen der Präsidenten und Secrctare von 29 Generalräthen. Von bekannten Männern befinden sich nnr zwei cmf der Liste: Baze, Quästor der Nationalversammlung, ist zum Präsidenten des Lvt- und Garonne-Generalraths, nnd Tuvergier de Hauranne zum Präsidenten des Cher-Generalraths ernannt worden. Die übrigen Ernennungen, unter denen sich mehrere Repräsentanten und einige Beamten befinden, sind meistens auf Männer der conservative Partei ohne besonderer politischer Farbe gefallen. Genauere Einzelheiten über die Arbeiten der Generalräthe sind, mit Ausnahme derjenigen des Seine- und Marne-Generalraths, noch keine hier angelangt. Der genannte Generalrath erließ im letzten Jahre einen Wunsch für die Verfassungsrevision, der folgenden Inhalts war: „ Ueberzeugt, daß es dringlich ist, die Garantien der Ordnung, der Sicherheit und Stabilität, deren Bedürfniß Frankreich tmmer mehr und mehr empfindet, zu befestigen, spricht der Generalrath den Wunsch aus, durch eine baldige Revision der Verfassung die Veränderungen sich verwirklichen zu sehen, deren Nothwendigkeit die Erfahrung bewiesen hat." — Gestern hat derselbe diesen Wunsch in folgenden Worten erneuert: „Bei Eröffnung der Session von 18",1 , im Augenblicke, wo wir am Jahre 1882 und an den Ereignissen, die sich in demselben erfüllen sollen, stehen, glaubt der Generalrath, Dolmetscher der Gefühle der Bewohner der Seine-el-Mariie, energisch seinen Wunsch einer baldigen Revision der Verfassung und namentlich des Artikels 4.'> erneuern zu müssen." — Vor> ausfichtlich werden die Bemühungen der Revisionisten, um die Generalräthe zu vermögen, Wünsche für die Revision zu erlassen, einen besseren Erfolg haben, als dieses bei den Arrondissementsräthen der Fall war. Viele Repräsentanten, die für die Revision sind, nehmen in ihrer Eigenschaft als Mitglieder der Ge-neralräthe Antheil an den Sitzungen derselben und werden diese durch ihren doppelten Charakter einen schr großen Einflnß auf die Debatten ausüben. Die Bemühungen der Administration werden auch nicht ohne Erfolg bleiben und viele jener unentschlossenen Männer, die nie nach ihrem eigenen Urtheil handeln, sich bewegen lassen, für die Revision sich Mlsznspre-chen. Es läßt sich jedoch nicht annehmen, daß die Beschlüsse der Generalrathe, wenn sie auch noch so günstig für die Wünsche der Negierung ausfallen, viel an der Lage, der Dinge ändern werden. Nach wie vor wird die Revision auf legale Weise unmöglich seyn. Die Antirevisionisten der Nationalversammlung werden die Revision unter den jetzigen Umständen nie zugeben und Aufrechterhaltung der Ver-fassnng wird ihr Wahlspruch seyn. Die Revisionisten werden fortfahren, ^ösnngen zu bringen und die con-stitutionclle Majorität an den Pranger zu stellen, bis eine Revolution oder ein ruhiges Abtreten der jetzigen höchsten Staatsgewalten dem Lied ein Ende machen wird. Oslmnnsches Neich. ^ Eollstantinopel, l!1. Angust. Die halbamtlichen türkischen Blätter geben nunmehr zn, daß bei Ieni-Bazar durch Omer Pascha ein Corps gebildet und von dort nach der Gränze von Montenegro dirigirt werden solle, um die dortige anftührerlsche Bevölkerung, welche sich fortwährend zu Räubereien hinreißen laßt, im Zaume zu halten. Weder dte kaiserlich türkische, noch die kais. österreichische Regierung seyen irgendwie gesonnen, die Unabhängigkeit Montenegro's in Frage zu stellen; es handle sich lediglich darum, die öffentliche Ordnnng und Sicherheit auf türkischein wie auf österreichischem Gebiete vor räuberischen Ueberfällen zu wahren. 83» Feuilleton. ^oiSloz» in Oberkrain Erstiegen am 10. August 1837, wiederholt am 28. Juli 1861 von Heinrich Freyer , Museal-Custos zu Laibach. <^3on der Direction des geognostisch-montanisti-schen Vereines für Innerösterreich und das Land ob der Enns zum Vereins-Mandatar und als Bege-hungs-CoLuuissär für Krain erwählt, uln die erforderlichen Kenntnisse sich anzueignen, anf Vereinskosten nach Wien gesandt, das folgende Jahr (I860) einen Urlaub von vier Monaten erwirkt, mit hm-reichenden Mitteln versehen, war es meine Pflicht, dem ehrenden Vertrauen nach Möglichkeit nachzukommen und zu entsprechen. Ich war anfänglich gesonnen, mit den Höhen Oberkrains zn beginnen, wie es die ,Mv,'e0« angekündiget haben. Ich hätte somit Gelegenheit gehabt, dem 8462, Wiener Fnsi über die Meeresssache erhabenen M a n g a r t-Berge bei Weissenfels zum dritten Male einen Besuch abzustatten ") und den 9037 W.F. über die Meeresfiäche erhabenen Il^lou zum zweiten Male zu besteigen. "") Zu Folge Beschlusses löbl. Vereins-Direction zn Graft, Unterkrain (die verwickeltste Parthie geogno-stischer Verhältnisse Krams) meine Aufmerksamkeit zuzuwenden, und zwar das Gebiet zwischen der Eave und der Gurk, von Laibach bis an die croatische Gränze zu untersuchen, begab ich mich Anfango Mai anf die Reise. Die specielle Begehung dieses Terrains nahm vier Monate in Anspruch. Die Ergebnisse sind in dein sorgfältig und genau geführten Tagebuche hinterlegt, und in einer geognostisch-colonirten Karte dargestellt. Die Belege, in gut formatifirten Eremplaren vorkommender Steinarteu, Erze :c-, bewahrt zur Ansicht das vaterländische Museum zn Laibach, nnd eine ähnliche nach Gray gesendete Sammlmtg wurde von der löbl. Direction dem geog-nostischen Vereine des Kroulandes Krain gewidmet. Indem der für das Kronland Krain nun selbstständig sich bildende geognostisch-montanistische Verein noch nicht in's Leben getreten ist, daher für dieses Jahr die Fortsetzung der geognostischen Begehungen unterblieb, und somit meine Schritte dieß-mal keine bestimmten Wege banden, so beschloß ich, heuer meinem Wunsche zu entsprechen, und wählte zu diesem etwas ermüdenden Gange den 28. Juli, um von der 'lVi'Lwu-Höhe nebstbei die Sonnenfm-sterniß zu beobachte«. Am 26. Juli Abends 6 Uhr verließ ich Laibach bei stürmischem Wetter, begleitet vom Hrn. Mi^it!-und Hrn. Vec-, vom Hru. Nudholze r und Hrn. Göck. Am 27. um 2 Uhr 30 Minuten Morgens in Aßling angelangt, nach kurzer Nnhe, die durch das den ungewohnten Ohren gräßliche Geläute großer Kuhschellen der vom Halter'durch die, Ortschaft getriebenen Heerde gestört ward, wurden Anstalten getroffen zur Uebersiedelung des Gepäckes nach ^!<»i 5ll-!,Uc>. Daselbst wurden Leute zur Begleitung, nebst Proviant für neun Personen auf zwei Tage besorgt, was nicht so schnell, wie erwünscht, und nicht eher geschehen konnte, bis die Mittag-Andacht zu Lengenfeld vollendet war. Um 12 Uhr -^ l? M. zelgte das Thermometer im Schatten zu Mi8l,'l,m< -j- 17 '/4 " 9t., um 1 Uhr -> 40 Minuten 17« N. Am 9. August 1837 verlies, ich >loi«ti-iMÄ um 3 Uhr 13 Minuten Nachmittags mit einem Wegweiser guter Laune, und wir kamen in einer Stunde in die Rothwein (Ka6l)lml). Hier wechselte ich und bekam einen kräftigeren Führer, der mich bis zur oberen Xiriml begleitete. Der Weg von der Iiuck»l>m *) Siehe: Fran; Graf v. Hvhcilwart'6 V.iträgi- zur Na-tm'gcschichtc, iiandwirthschaft und Topographie dcs Hrrz^-thums Kram. Laibach 1838. 2. Heft p^. 80, unb^^»-«". odcr „allgemeine botanisch«! Z.'itimg." NegenSburg ,839, II. Vand, i'^'. 58!!. **) „I'icir.'l", odlr „allgt'imnn' botanische Ztg." NcgttiSburg 1838. Vciblätt.r II . Nr. 2. i'«8. W — 4«. bis zu der ersten Sennerhütte in der nntern li«,mu wurde in 1 '/4 Stunde zurückgelegt. Bald nachher beginnt das Ansteigen. Ein unbequemer Fußsteig führt zwischen enormen Felsenwänden in einem rechts von der ttlijttvlmi-Alpe^ links vom 8ts>5e eingeschlossenen, schauerlich tiefen, engen Thale. Nach vier ermüdenden Stunden, die die Körperkraft ziemlich in Anspruch nahmen, erreichten wir um halb 9 Uhr bei einbrechender Nacht die Sennerhütte auf der oberen löi'm«. Wir Beide waren den Hirten willkommene Gäste, troft des beengten Raumes. Vom Bett oder Heu zur Liegerstatt ist keiu,e Rede, man beqnenu sich, so gnt sich's thun läßt, anf einem glatten Brett. Dießmal dagegen, um die Kräfte für die Er-steignng zn sparen, war für gut befunden worden, bis zu den letzten Köhlerhütten der unteren X^-nm zu fahren, was keine wohlfeile Fahrt genannt werden kaun; denn wir mußteu für zwei einspännige Leiterwagen li fl. CM. bezahlen. Und so hoben wir uns um 2^2 Uhr Nachmittags von M^lrmm. Der Weg führte durch das Zwischen horriblen Felswänden ziehende Thal der Nothwein. Die I^'vpl» bei Nknn ,»l)l'ii !^t zu bleiben. In der Nacht überraschten uns erheiternde Töne, vom Herrn Nudholz er aus einer I'iccolo-Pfeife gewandt entlockt. Sternvoller, reiner Himmel ließ das herrlichste Wetter, somit günstigen Erfolg hoffen. Fröhlich und wohlgemuch wurde der Tagesanbruch des 28. sehnlichst erwartet. Wir verließen die Hütte um 3 Uhr 30 M. Früh. Nach einer Stuude ,m 'lo.^-Thale m, I'I«^! angekommen, wurden die kantigen Höheu des in Süd gelegenen '1'«,^ in flüchtigen Umrissen gezeichnet, dessen Kalk-schichten nach Sttmd 14 streichen und fallen mit 10" uach Wcst. Diesem gegenüber im Nord liegt das bewaldete Kalkgebirge M(1v<>l!>!'Ii ( sollte ^t!vM heißen), dessen uach Stund 21 streichende Schichten mit 17« nach Südost fallen. Im Nordwest nächst ^ln»a um K Uhr 1", Min. angekommen, wnrde ein nahrhafter Heidenmehl-Sterz (/^n,^i) gekocht. Indessen untersuchte ich die nördlich gelegenen feuchten F.'lscnwäude, nnd sammelte eine Anzahl ^l.ni^iliX Nci-g^i'i) welche niedliche schwarz-braune Schließschnecke ich bereits 1834, als noch unbenannte Art, nebst (^lx>c:oI1il Ilipicilln anf dem AbHange der höchst steilen Felswand U.Ia ^lciul bei Reifuch gesammelt habe. Nachdem wir uns gestärkt, hoben wir uns und verließen die Hütte um 7 Uhr Morgens. Die beiden Senner, welche reinliche und gute Schafkäse bereiten, schlössen sich an, den Wunsch äußernd, bei der Gelegenheit ebenfalls den I^Iou zu ersteigen. (Bei memem früheren Besuche dteser Hütte im I. 1837 wurde während dem Einlegen der bis Hieher gesammelten Pssanzen-Seltenhetten meine Absicht, den ?'«^Im» ober I.«!ma bis zum Fnße des 'I^Iou bekannt sey; daß sie gehört haben, daß man zuerst den ersten Gipfel oder mittleren loFlou erklettern müsse, um dann anf der scharfen Kante steigend, den höchsten Gipfel zu erreichen. Am folgenden Morgen, um 7'/2 Uhr, mit allem Nöthigen versehen, verließen wir fünf an der Zahl, die Hütte, gelangten gegen eilf Uhr anf die letzte grüne Fläche, welche mit Lsill-iclmlm namim, I'olt'nlilln nililll,, roth und weiß blühend, l>. c!u5l'»N3, ^I)85UM ^VulKm'lMUM) 5iM58U5<>» PMNl!''», (^nrex sil'lnn ermi pmi 7>l-xls»v3m wurde mittagmahlt, dann das Nöthigste mitgenommen und beim Proviant der Hirt >lilig I)«v5gn als Wächter zurückgelassen, der sich mit dem Rufe » 01l(>j' " unterhielt, welches die Hirten in 8lw iwho (weißes Thal, von dem das halbe Thal deckeuden, von den Nachbaralpen herabgeschwemmten weißen Kalkgerölle so benannt), deutllch erwiederten. Von hier übersieht man bloß die ganze Fläche von k« w jwh« und die Straße nach Althammer in der Wochein; übrigens ist alle Aussicht durch hohe Felsenwände und kahle Berggipfel gesperrt. Wildschön ist die Ansicht nach dem mittleren 1>l'ssl0 ss. :i07 1/2 Actic» der Kliiser FerdiliaudS-Nordbahn zu 1000 fl, O. M......1522 t/2 fl. in E. M. Nctien der Wien-Gloggnitzer-Eisiubahu zu ö«0 sl. E. M........685l. Amsterdam, für 100 Tüaltr Euriant. Nthl. «67 «>"2 G. i Moiitil, Augsburg, für 100 Gülden Hur., Ould. 120 7/6 «so, ffrauffnrta.M., (für «2« ,1. siidd. Ver- cins-Währ. im 24 l/t fl. Fusi, Ould.) 120 1/4 2 Mona«. Hamburg für 100 Thaler Vanco, Nihl. «77 5/8 2 Vil'oat. Voiido», für l Pfu«d Sterlinq, Gulden li -54 3 Mlinal. Mailand, für 300 Oesterreich, Lire, Guld. !29 !i/« 2 Monat. Marseille, für 30(1 Franfeu, . Ould. 142 1/8 2 Monat. Mris, für Zao sslaolen . . G>,!d. 142 1/2 2 Ml'iiat. Ausarc« für 1 Gnldcil . . . para 23l .^1 T. Sicht. Constantinovel, fnr 1 Guldm . vara 380 31T. Tichl, K. ,ss. Münz - Diicatru .... 26 pr. Ct. Agi^'. Gcld- und Sil l'er'Eonrse voni 1. Sept. 1851. Arief. Ge!d. Kais. Mim;-Dncatm A^io.....— 26 detw Rand- dtu „.....— 253/4 N.N'>,'lc>,'usd'or „.....— 9.32 SouvN'ainsd'or „.....— 17., l8. und li). die Anmeldungen der ihre Studkn zu Laibach beginnen- oder fortsetzen-wollenden Schüler durch dcrcn Aeltern oder hiev accreditirte Stellvertreter derselben Statt finden werden, wobei für jeden neueintrctenden Gym^ nasialschüler eine Aufnahmstaxe von 2 fl. C. M. zu entrichten ist. Am 20. desselben Mondes wird zum glücklichen Beginne des Studienjahreö 18^2 ein feierliches Hochamt mit Anrufung des heil. Gelstes in der hiesigen Domkirche um ll) Uhr Vormittag abgehalten werden, worauf dann der Unterricht in den sämmtlichen Classen beginnt. K. k. Gymnasial« Direction Laibach den 1. September 1851. K und m a ch u n g. Das in den Verlaß d<»«, K«,OtzV« bis zur geringsten Prämie von 30 fl. in C. M. Die Auszahlung der Gewinne erfolgt durch das hiesige Großhandlungshaus Oimon G. Hina. Wien im August l85i, ________^______ D. Zinner ^ Gomp. 6- 1079. (2) W a r ll u n g. Nackden Herr Felix Sunko die ihm von mir, ^einemschafllich mit nuinen Mi'gewerken Hliren Io» h^nn B:u>nssarl!icr uid (ia'l Kran^, rücksich^lich der Aewerischast Di, ch:es! Wlc'errufekl, ^u «neintm persönlichen ^Itachlheilc mißbraucht, so er-tt^re ich. dnulig inchis eikennlii weide, was mit He mun^ auf die bts,gle Volio^cht ^cschithl. M.»y enbll^, c.m 7. Juli 185 l. Jacob Kruschuik, Gcnt'k zu ^,,^ Aniyeil. Z. »089. (l) G n t g e g ll u n g. Hcrr Jacob Kruschink hat in dieser Zeitung am !. Septemder d. I. die auffallende Warnung v.rösseinlicht, daß er fl'ir keine Handlung des mit uns gemeinschaftlich Bevollmächtigten der Oewerk. schaft Drauwald zu St. Oswald, Herrn Fclix Sunko, hafte, daß er nichts anerkenne. was au, Grund die-ser ertheilten vollmacht geschieht, daß er diese'Voli. macht bereits unterm l7. April v. I widerrufe», und daß Hr. Felir Sunko solche Vollmacht zu sei. nem pe,so»Iichen Nachtheile mißbraucht hade. Wir überlassen die Anklage ob dieser Bescheid, gung deb vorgeblichen Mißbrauches einer angeblich erloschenen Aollmacht dem Herrn Felir Sunto, er klären aber aus Rücksicht für lms selbst öffentlich: daß in Ansehung d»r Gewerkschaft Drauwald zu St. Oswald, laut des zwischen uns uno Hrn. Jacob Kluschnik bcstehenben Gesellschajts - Vertrages nach §. 14, die Direction dieser Gewerkschaft nur mit Stlmmencinhclligkcit ernannt werden kann, und daß Hr. Felix 3unlo auf Grundlage dieser Vertragsbe-stimmung zum Director ernannt und bevollmächtiget wurde; daß Hr, Jacob Kruschnik die unserem Di> rector etthlilte Vollmacht zwei Mal widerrufen, diese Widerrufung aber das erste Mal laut »verberge amtlicher O^tigung , 28. Jänner I83l, Z. l67, als einseitig und unrechtmäßig auf' gehoben worden ist; daß wir Zwei allein alle sür oie Gewerkschaft Drauwald erkauften Realitäten er-standen, und da>ür die Zahlungs - Verbindlichkeit übernommen haben; daß Hr. Jacob Kruscl)">k in der Erklärung vom ll. März !8. I I. März 1850, in Ansehung der noch nicht umschriebenen Realien aber die Umschreibung mit der in jener Erklärung enthaltenen Beschränkung erwirkten __ daß dieß^ falls Hr. Flur Sunko als Director ganz im Sinne unseres Ncchtes und Auftragcs handelte, — und daß das Benehmen des Herrn I,,cob Kruschnik ge> gen lins und den Herrn Dilsttor Fclir Sunko, uns die am 2l. Juni d. I. überreichte Klage auf Auf-Hebung des Gestllsckafts Vertrages 78. (2) I> I,!»» v Kleinulayr s5 Fcbor Namberg s Bllchhandlll»^ in Laibach, b,i G. v. Klei»»»uayr in Klassenfnrt, bei Schimpf in Trieft, und bei Munster i,i Veucdiss lst zu haben- A. G. Schulz (ö,qucur-Fabrikant in Berlin), die Li q u cur - I'a d rikation. Theorie u. Praxis, nebst 25-l ausge zeichne-ten guten Relepten zu doppellen u,d ,,,>. jachen Liqucuren u. Aquav > ten, nach kr. (Z. M. c^^ Es ist dies; ein sicherer Fuhr.',- fm- jede,, Litquem'-Fabnkaitten, um ^i^ieoie, Aquaoite u»d t/mstlicheu Rh»m auf die feinste m,d billigste Weise heiznsteUeti.