.!/! HK«. Freitag am «». September R8K». ,,m.i,,c Ein.cha»..», 1 lr., si.r ,w>m..!i,e 4 lr,. ,ur drei» ,li. ^ f'r i/ M ^.^I/. ^" " , ' ^"^ ^ M, '.' s "'^?'m 7 "7/l" ^"'" '"'"'".. ">' .,'" ^3» vi.c.> ^b.,.«.. is. nach ..»^.^,n,chc.. G.'^c .on. .l^v^ .^, ^"^.^^.„^^chw l' ".'"^^ ^'.^,^^'i'In^Um!!" ' ""' '"""^""- 'Anltlicker Tbeil. H>e. k. k. apostolische Majestät sind gestern, den 20. d. M. Miccags von die» wieder nach Olmun ah. gereist. Se. k. k. apostolische Majestät habe» mit Allerhöchster Entschließung vom .'!. d. M. den bisherigen außerordentlichen Gesandten und bevollmächtigten Minister an großher^oglich mecklenbnrg'sche» Hbsen u»d bei den freie» Bund^- „,,h Hansestädten Vremei». Hamburg mid Lübeck. Allerhöchstibren wirtlichen Kämmerer. Franz Grafen v. L ü l, o w , i>, gleicher Eigenschaft an den großherzogl. hessischen und herzrgl. nast san'schen Hof mit dem ständigen Aufenthalte i„ Da:mstadt zu verseyen, an dessen Ecelle den bisherigen bevollmächtigten Minister am herzoglich uassau'-scheu Hofe und bei der freien Stadt Frankfurt, k. k. wirklichen Kämmerer nnd Hofrath Ferdinand Fseih. v. Menßhengen, zum außerordentlichen Gesandte» und bevollmächtigten Minister an den großherzoglich meckleilburg'schen Höfen und hei den freien Städten Bremen, Hamburg und Lübeck, dann den bisherigen Geschäftsträger in Darmstadt. Fran; Freiherrn von Leykam, zum Minister-Residenten am k. griechischen Hofe allergnädigst zu ernennen und zu bestimmen geruht, das; der e>ste ^'gationssecretär bei der , Hlois Dumreicher Edler v. Oesterreich er. gleichzeitig die Fuuctivnen «'..es k^lis. Geschäftsträgers bei der freien Stadt Frankfurt v„fthe. Nichtamtlicher Tk?il. Nuttdschan in de-l Leitartikeln der Ncsidenz - Iouvnale. lv. — Laiback, 22. September. Die „Ost' Deutsche Post" betrachtet den feierlichen Zug, den die ehrwürdige Krone deS h.'il. Stephan durch die Straßen der Residenz „ahm, „ichc bloß als ein glänzendes Schangeprange, sie findet vielmehr darin Bweisc, daß der histor. Moment seine volle Würdigung in alleu Kreisen fand. S>e hebt sodann dle Unrerschlede der polilisli'en und administrativen Centralisation Oesterreichs von jeuer Frank» eichs scharf hervo,. Die fta'i-zos'sche Staatseiurichtung hat die Individualität aller Provinzen wie mit einen, Schwämme weggewischt, und das mächtige Burgund. tle stolze Normandy die ehrwürdige Brecagne. die liederreiche Provence sind nnr noch traditionell. Die geographische uud adminiftrame Elntheiluug des Reicheo hat ihre Be-NeNlNlNgen auSgeäyt, das officiell« Frankreich kennt llnr Departements, die Herrscher Frankreichs nennen sich mic kurzem Titel, und tragen den bist»iischcn Er, innernngen der Bestandtheile nicht die mindeste Rechnung. Eben so gibt eS in Frankreich nm Eine Un, terrichtssprache; daS Brelonische, das P»ooeu<.'alische, das Deutsche wird als Jargon von der Regierung bebandelt; das ist französische Centralisation. — Der Kaiser ron Oesteireich hmgege» fühlt fortwahrend den Titel Konig von Ungarn, von Böhmen :c. Die Landesgränzen dieser alten Bänder sind diejenigen, wle sie vor Iahrhni'dnceil »raren; die Sprächen werden in den Schulen gelehtt, die Gerichtoverhaudlnn» gen g'schchen, wo eü noihwendig, im Idiome der Na, der Geseygcbnog nno politlsckcu Ädministracion die Schranken der Isoliiung .^!M Heile der Bewohner niedergerissen wurden, die »atio»ale Individualität dee» uügarische» Bolkco eine unanlastbare bleibt; nnd die »vunderahnliche Änffi». düng der ungarischen Kronmsigule» stcigert die Hoff lN'ng anf e,ne allmälige Veisöhnnng der Gemüther z»r Zuversicht. 'Anch der „Wiener Ulryd" widmet den nngaii-'il. Schane dlilch das Ullgarülaild fxhre», fiel daS ^.wlk a»f seiue Knie. I» dieser Dmiulh liegt eine .^iHunderte in der Geschichte e>-hallen, und wild ihre Enstenz zu einer unvergänglichen machen. Weicers findet der „Lloyd" aber in dem Empfange, welcher diesen Relchslusignieu z» Theil wurde, die versöhnliche Antwort auf die Besorgnisse, welche die durchgreifenden politischen Aenderungen selbst bei gemäßigten Männern wach liefen. So lange es ein Oesterreich gibt, wird auch ein Ungarn bestehen mit einem Volke, das seine Sprache, seine Sltcen und s>me ausgeprägte Individualität bis in die fernsten Jahrhunderte tragen wird und soll. Der „Wanderet" behandelt die orientalische Frage Durch die zwar uuvoUkommeu bekauiltenInstrnclionel!, die ^lord Stratford aus London erbalten haben soll. >st die Türkei in ein Dllemma uerseyc. Nimmt die 'Vforce die Proposiilouen an, so abidizirt sie zn Handen der westlichen nud mittelbar aller euro-paschen Mächte; wenn sie selbe nicht ann.mnn, WU sie sich Rußland allein anheimgestellt sehen; fur ch>e Zukunft und Unabhängigkeit wäre bis jeyt nichl Vorge getragen. und die Verwicklung nur in e.n »cnes Stadium gedrängt. „Krieg" bedeutet langst u.chc mehr bloß den orientalischen, da vttle enropäi-. »che Frag«., in le^er Ze.c aufgetaucht sind. die nicht einzeln gelöSt werden konnten, und eine Gesa.nmt-sicnation schnfen, für welche mau die beste» Kräfte der Betrachtung verwenden muß. Der „Wanderer" findet die Bemerkung der ..?<«« ^..z „^. daß in den iöonserenzel, zn Olmül; nichc allein über den Orient, sondern anch über die „Gestaltnng der nächsten Zukunft Enropa's" entschieden werden dürfte. Auch der „AngSburger Mg. Ztg." wird auö Paris über die Wechselwirkung der orientalischen Krisis nud oer europäischen Verhältnisse Achulichee berichtet- Ebenso werdn» in den Cabineten ganz andere Dinge angeregt: man verständigt sich über Allianzen, nnd sucht die künftige emopäische Stellung zn markiren. Der Widerstand der Pforte hat die enropä'scheu Angele-ge»l)eimi anch einen Schritt weiter geführt. Die Tage in Olmim sind wichtiger, als die Vorgänge in Oonstanllnopel; hier wird nnr über die Art der Abdication, in Olmüi; aber daiüber entschieden, ob der West,,,, oder Mittel-Europa dae> Uebergewicht ans dem (5o»t!nent<,' erhalten soll. Die „Presse" wendet sich gleichfalls der orientalischen Fiage zn, nnd legt die günstige Position des russischen ^abineceö in Folge der unbedingten Annähn»« der Wiener (5ouferenznote dar. Sie findet eS für die Stellung der Mächte ganz gleichgiltig, ans welchen Gründen sie der Pforte die Annahme angeraten; genug, die Fassung der Note bezeichnet die Gränze, bis zu welcher sie der Pforte ihre Unterstüz-zung in Allssicht stellen. Sie wiederholt, daß nach den an Lord R.'dcliffe ergangenen Weisungen sämmtliche Mächte der Pforte auf das dringendste die Annahme empfehle!!, und ihr im Falle eines Kiieg.'ö z»m miiioesle» biö auf Weiteres jrde Unterstüpnng e»tzi'U werden- Oesterreich. * Wien, 2l. Sepcbr. Heute Vormittags hat ii> Gcmäßheil deS diesifaUs vorgezeichueten Ceremo-n-ale die Uebergabe der, gestern Nachmittags hiehcr-gebrachteu und feiellich empfangene» nngarischen Krou-»»signien. mittelst einer Anrede Sr. k. k. Hoheit deS durchlauchtigsten Herrn Erzherzogs Albrecht, Vivil- »nd MilitärgouverneurS vou Uugarn, a:, Se. k. k. apostolische Majcstät, stattgefunden, in welcher Aurcde mit dem Danke gegen die Vorsehung, für die Anf-findnng der heiligen Krone und der Iusignien. und nnler dcm Anodrucke der Freude, sie an den Stufen des Thrones Sr. k. k. apostolische» Majestät niederlegen zu können, die Versicherung der unverbrüchlichsten Ulltenhanentreue, im Namen des Bandes auo-' gesprochen wurde, worauf Se. k. k. apostolische Majestät huldvoll einige Worce zn erwiedern geruhten und dabei namentlich Allerhöchst Ihren Willen kundgaben, daß die Krone und die Kroniusiguien als lein Zeichen des Allerhöchsten Vertrauens, in das Land l zurückgebracht, und dort der Obsorge Sr. k. k. Hoheit des Herrn Erzherzogs Gonoerneuro übergeben werden. " Wicu, 21. September. Auf die erhaltene Nachricht von der Ankunft der Krone des heiligen Stephan nnd der anderen ungarischen Reichs-Insignien iu Wien haben sich Se. k. k. apostol. Majestät, wie ! schon gemeldet, am 19. d. von Olmüp nach Wien z,l hegcben geruht- - Gestern am 26. Sept. Vor-mittago nm 11 Uhr fanden sich die k. k. geheimen Räthe. Kämmerer und Trnchsesse auf eiue Hofansage in Gala bei Hofe eiu. Eben daselbst versammle» sich mit Sr. kaiserl, Hoheit dem durchläufst"» Herrn Erzherzog Albrecht. Se. Emm. dcl earoma Fürst-Primas v Szitovsky an der ^'^^.^^ tischen Ep'ocopates nno ^ler.'S. t"e "' .,„„^., ,„>o 0er Kle'nooie» fung'rende ""/'"'^.,o o„ 0/.".'.-Deputat.o... d.e k. 5,/""^' ."e ^'ss'^" "'0 d«e zum T'ageu del' ^'"^ 90S lmd die zur Nebenbegleitung beorderten 8 k. k. Ar. cieren-^eibgarden in die F>ofbnrgpfarrkirche, woselbst im Beisein des ^>oft u„d Bnrgpfarlcrs die geistliche Schaykammer geöffnet wurde. — Die Krone nod die iibnge» Insig'nen wurden auo del- dort i» Ver^ wahrung gewesenen Truhe hcraiisgenommen, auf sam-met'.ic Polster gclegt, hierauf von den betreffenden ungarischen Deputlrten nnter ^lebenbegleicung del' erwähnten Arcieren - Leibgarden über die Boischafcel-stiege durch das vo» den k. k. Leibgarden besetzte Appartement in deli (5eremo»ialsaal getragen, nnd dort seitwärts des Thrones mu den polstern auf sammetbedeckte Tische gesteUc. Die Klone irng Fürst Paul Esterhazy, deu Mantel Graf Franz Zichy »'!>., das Scepter Graf Fidel Palffy, den Reichsapfel Graf ^'onis Szl'ch'Nyi, das Schwert Graf Johann Kegle-vich. — Itunmehr wurde Sr. k. k. apostolischen Majestät die Meldung erstattet, daß Alleo bereit sei, und Allerhöchstdieseiben geruhten Sich unter Vortritt des Hofstaates >n den Eeremonialsaal auf den Thron unter den Baldachin zu begeben, woselbst die Umgebung die gewöhnlichen Scellnnge» einnahm. — Se. kais. Hoheit der durchlauchtigste Herr Erzherzog Alb-leckt richteten hierauf an Se. k. k. apostol. Majestät folgende Anrede: Euer k. s. Apostolische Majestät! A l l e r g n ä d i g st e r Herr! „Den unwandelbaren monarchischen Sinn u»d die r>ft erprobte Anhänglichkeit der Ungarn an ihr aoge-stamiuces Herrscherhaus wohl kennend, — hac die besiegte Umstnrzpartei bei lhrer Flucht ans dem, dnrch sie an den Rand des Abgrundes geblaciuen ^ande, -da sie den Rechten nnd der Macht des Monarchen weichen mußte, — getrachtet, ihm das Symbol der Würde, die königliche heilige Krone nud die Krön-. Insigme», vorzuenthalten. Gottes über Oesterreichs Herrscherhaus so sichtlich waltende Fürsorge fügte es, daß auch diese Kleiuodlen. mit welchen wir so glücklich sind, vor dem erhabenen Throne Euerer Majestac zu erscheinen, -- diese jedem Ungarn so lhenren heiligen Reliquie», an welche sich die Erinuernng an die Einführung des Christenthums in diese Lander knüpft — l» die Hände des rechtlnä-ßige» Herrn dicses Königreiches zurückgelangten. Die Kunde hiervon hat das i^and mit nnermeß' lichem Jubel erfüllt, dessen Wiederhall, als den in^ verfälschten Ausdruck wahrer Unterchanocrene ich mich glücklich schane, an d,r Spitze dlesciud über U"S und Uusereu Volker», welche W,r aUe mic gleich^ Liebe umfassen . fort und sort schirmend und seg.,eud rnhen möge'" Se. k. k. apostolisch,. Majestät erhoben Sich lnevmlf und begäbe» Sich unter Vortritt des öof. staates in daö Or.uor.um. ^. Die Iosigme» aber N'nrden. nachdem ^e. k. k. apostolische Majestät den Saal verlassen halten, von deoselbeu Deputaten wie früher, erhoben, nnd in Begleitung der ungarische» l>ommisslou nud Depntatiou und uncer Bcdeck.i»g der Arciliengarden in die Hofburg.Pfarrkirch^ g^.a-aen n»d daselbst mit den Polstern seitwärts d^ Hochaltars gestellt. - Der Hof- nnd Bnrgpfarrer ,.lo»irte j Yt das Tedeum, welches ron der Hosmn-sif<.P''lle abgesungen ,m»de. ^ Nach Beendigung desftlb^n kchrten Se. f. f. apostolische MaMät auS dem Oratorium unlcl- Cc'rtegilllng in die imieren Ae- mächer zurück, die Insignien aber wurden dnrch die Dcputirlen in die geistliche Schapkammrr zurückg^ tragen, nnd daselbst wieder in die Truhe verschlossen, worauf die Schapkammerchür gesperrt, nnd wie Tags vorher, gleich den Fenstern der geistlichen Schaykam^ mer, mit Wachen beseftt wurde. — Wiener Blätter haben Berichte anS Con-stantiuopcl vom 8. d., denen zn Folgs' die Vage bis dahin unverändert war. Nach einem Berichte der „Ostd. Post" ist der bisherige Commandant der Festung Belgrad, Vessim Pascha. seines Postens enthoben, nnd Izzet Pascha an dessen SteUe ernannt. — Die Fürstin Belgiojoso «st an ihren Wunden gestorben. — Briefe aus Sidney nnd Melbourne berichten übereinstimmend, daß der vor mehr alö Jahresfrist flüchtig gewordeue Hofbanquier ^. Heine aus Vückeburg, dessen Passiva gegen ',„ Million Thaler betrugen (Activa waren nur wenige da), auf don Wege von Sidney nach Melbourne, den er ans Mangel an Geldmitteln zn Fusi zurücklegen mußte, elend umgekommen ist. Tviest, 20. September. Der'Commandant der österr. Fregatte „Bcllona", Oorvettencapicän Nictcr von Pöltl, wurde wahrend deS Aufenthaltes in Aleiantria von dem dortigen Generalcousul Herrn Riccer Huber dem Gouverneur Elfi Bey lmd dem Handelsminister (-'haeredm Pascha vorgestellt, welche den Bcsnch an Bord der Fregatte feierlich erwieder-len. Der Eindrnck, welchen die Ankunft der „Bel« lona" 'n Alerandria machte, wird alö sehr günstig bezeichnet; das Bertram'» der dort besindlichen osterr. Staatsangehörigen ans die auch >n überseeische Ferne reichende Fürsorge und Machc der laiscrl. Regierung wnrde gestärkt, »nd der Einfluß bei der unseren Interesse» föiderlichen Vandesregiernng gehoben, währe»d die Eulsendung der Fregatte anderseits den Feinden Oesterreichs, an denen eS auch dort nicht fehlt, mu ponirtc. Wie anö Wien gemeldet wird, ist das Gerippe cines der drei Pollftsche, welche bei Eittannova ge-fa»gen wurden, für eiu Veiliner ^iacuraliencabinet bestimmt. »g" ^ biingt folgende nelieste Nachrichten aus der ^evanie mittelst deS Lloydtampfers „Stadium". Der m der verflossenen Nacht mit Briefe» aüS Constantinopel vom 12. eingetroffene ^'loyttampfer „Eladinm" briugl noch nichcs Entscheidendes, das aber binnen einigen Tagen erfolgen dürfte, da Alles darauf hindeutete, daß die Erisis. die uun die äußerste Spil)e erreicht hac, zum Bruche kommen, und die gegenwärtige Sachlage eine andere Wendung erhalten werde, deicht möglich, daß wir durch die nächste Dampfpost, wenu nichr früher, erfahren, daß die vereinigte französisch-englische Flotie deu Bospvlus pas» sirt sei, aber nicht um Krieg, sondern um Frieden herbeizuführen. Der Sulla», der diesen aufrichtig zn wünschen scheint, steckt jeyt, so zu sagen, zwischen Thür und Angel; die altlürkische Partei, uud was an dieser klebt, mochte ihn gern durchaus zn einem gewaltsamen Schritt drängen, den aber die Vertreter der Großmächte abzuwenden wisse» werden. Das „Journal de Constantinople" läßt die bei seiner Partei vorherrschende Stlmmnng bloß dnrch, blicken, ohne mit der Sprache deuclich helvorzutreten. Es bespricht in seinem Blatte vom i). die lehte.i Encwurfsmodificacionen, uud meint, der Stand der Frage, wie die Phase, in die sie künscig treten werde, konnten erst nach Kundgebung der uenc» Antwort auf die lemen Mittheilungen der Pforte zur Kenntniß gelangen; die Rcgieruug S- M. des Sultans werde jedoch nach dem dießfälllg einhellig gefaßten Ent« schlusse ihre bewaffnete Stellung bewahren. Es erblickt >u dem Wiener Nolenentwnrfe einen Bewcio der bekannten, wohlwollenden Gcsinuungen der Groß» mächte für die Pforte, meint aber, daß gewisse Pa-ragraphe nicht als mit den besonderen Rücksichten der linkischen Regierung vereinbar betrachtet werden konnten, und da Se. Maj. der Sultan beim Gange der wichtigen Frage stels aufs Gewissenhafteste die Wahrung seiner Rechte ins Auge gefaßt, so sei est anch d»e Pflicht se>„er gecreneu Diener, in seine Gesinnungen einzugehen-, einzig nnd allein in der heilsamen Absicht, scine, Rechcc nnd seine Unabhängigkeit gegen jeden Angriff zn wahren, werden so wichtige Vorbereitungen seic einigen Monaten verfolgt. Es sci demnach den Vertretern der vier Großmächte Mitgetheilt worden, daß die Annahme des neuen Eut« wurfes von Seite der Pforte unmöglich, und die ^i> snng der Frage lediglich von der Annahme dcr von der Regierung Sr. Maj. des Sulcaus erlassenen Erklärnugeii und den von den vier Großmächten abverlangten festen nnd förmlichen Zusichcrungeu bedingt sei. — Das Journal commenlirt hierauf in gleichem Siuue die von den europäische» Zeiluugen mitgetheilte Nachricht, daß die türkisch-russische Frage als gelöst angesehen werden könne; dieselbe» haben aber vorausa/sel)l, daß die Pforte nicht den geringsten Eiuwurf gegen das AnsgleichnngSprojecl machen werde. Italien. Vtizza, !l. September. Die picmontesische Regierung hatte von der französischen die Auslleftrnng emes m conImnlX'iMl! vernrlheill»'» Todlschläa/rs verlangt, von drm sie glanbte, daß er sich m Frankreich befinde, nnd erhielt die Antworl, daß derselbe sich licht i„ Frankreich, sondern derzeit in Nizza aufhielte. Die Adresse war genau angegeben. D«e Cara-bi»i>ri begaben sich sogleich a» Ort und Stelle; der Gesuchle, ein gewisser !>.'anceri. halte sich wirklich daselbst befunden, aber schon vor ei»igen Stunden das Weite gesncht. F r a n k r c l ch. Der Minister d>l^ Douai und Valenciennes Anknxft zn Lilll; am ^ Aufenthalt daselbst. Am 2/l. Besnch im Lager "0" Helfaut und Uebernachcen zu St. Omer. Am ^^-werden Ihre Majestäten Tllnkirchen besuch"' "»0 zn (.^lais übernachte». Am 27. wird der Kaiser ,""<) Boulogne sich begeben und dort übernachten. AM - -Abreise von Boulogne, Uebcrnachtcn zu AmienS. ^M 2<). wi>d der Kaiser „ach Paris zu, ückkehreN." I» dem WilUtäl,,^-,, M,ulsserrall,e soll bcschlos-sen worden sein, fnr Paris das Itt^li befugte System, den armern Classen Brotbono zn verabfolgen, in Aiin't'üdlinq zu bringen, die Brottaie aber vom 1.'). Septlmb^r ab, wieder wie vor dem 1. Sep« tember nach den Preiszetteln der Mehlhalle zn regeln. Die Rcpublik Bolivia hat ihren hiesigen Ge-sandtschafcsposte», den bisher General Santa Enlj bekleidete, eingehen lassen und wird fortan m Frank-reich bloß durch einen Eonsnl vercrecen sei». Vomanischcs Ncich. (follstautillupcl, l2. September. DaS zweite dleßjähllge Veyramsfest, welches Morgen beginnt, kann vielleicht das leyte türkische Fest sein, welches anf europäischem Boden gefeiert wild. Die Kriegspartei in und außer dem Ministerium hat nämlich dnrch die gewagtesten Schritte dir Absicht kundgegeben . dieftu Beyram zu benupen, um nölhigenfallo sich dnrch die äußersten Micttl am Nuder zu halten, das Miuistcrinm >n ihrem Sinne vo» Gegnern zu säubern, n»d die erledigten Stellen mit Genien ihrer Partei zu beseycu. Um in diesem Sinne zu wirken, hat die Partei nun einen dlreccen Schritt be,m Snlca» gethan, nachdem der ohnehin schwache Herrscher bereits dnrch die >l'm vorgelegte», in den Straßen verstreuten Brand' schriften genügend erschreckt worden war. Der bis jept ziemlich gemäßigte Scheich-ul-Iolam. dmch Ein' schüchterungeu von der Krieqsparcci bearbeitet, l).'l nun dnrch eine Depiuation von Ulemas dem Sulla» zwischen einer Kriegseiklarung an Rußland und einer Abseynng die Wahl gestellt, und die Frist zur E'"' scheidung blS zum Beyram festgeseyt. Der S^ich, als oberster Ausleger des Koraus, kann allerdingl' einen solchen Anssprnch thnn nud eine Abseynug voll-ziehen lassen, wenn — er die Macht dazn hat. A>" dernfalls kann dagegen der Sultan, wenn er stärker ist, den Scheich abseyen und einkerkern lasse" ode» in Verba„nnna schicke». Die religiösen und rechtlich" ^ Entscheidungen in einen, Slaac. wie der lmllsil>, no? hängen eben nnr oo» der Gewalt ab; der Koran sagt «mmer das. was >h» seine Ausleger sagen lassen. Ein solcher Ausleger ist der Scheich, aber »-.och mehr der Sulla» als Imam. Das Wagnis; des Scheichs zeigc aber. daß er tie Macht auf seiner Seice zn haben glaubt, oder vielmehr gilt die Macht der KnegSpartei m» Ministerium bereics für so über-wiegend, daß der Scheill) ihr gehorchen mußte, weil er Gefahr z" laufen glaub:«, daß diese, um chre Absichceu dnrchzusel'eu, ihn beseitigen nud die Stelle wit einer ergebennen Person bescNen würde. El»! solcher, immer bedcncender uud folgenreicher Schritt ware der Kriegspanel dieses Mal um so leichter gefallen, als dle Armee und dle Bevölkerung ihn sehr beifällig aufgenommen halten. Nachdem einmal dle Kriegsparcei so weit ge-gaugen, lst eS »licht mehr zn bezweifeln, das; sie nun d»e höchsten Anstrengnngen machen muß, um die Enlschlnssc des Sultans ,n ihre Gewalt zn bekom-.! Min, da es sich nn«, nicht bloß nm ihre poliüscheu Zwecke, sondern selbst um ihre Stellung und ihr Le« he» handelt. Es ist also vorauszusehen, das; es m nächster Ze't jedenfalls zn irgend einer Katastrophe kommen mnß. Aber gerade u> diesem aus die Spipe getriebenen Zustande Iiegc anch einige Hoffnung, denn hie Gegner der Krlegoparte. »m Mlnisterlnm nild im Serall »rerden nnn l,n Angesicht der Gefahr, die an il)l< Personllchkeic herandriugt, sich ans ihrer blohe-rigen Schwäche anfraffc» n»d gleichfalls das Aenßcrste I versuche» müssen. Co wird wahrscheinlich, »hne den Kampf bis auf die Straßen zn ziehen, daranf an-kommen, wer den Andern bei Zeiten einschüchtert. Irren wir nicht, !o begimic ei»»: auswärtige Macht, cie an dem ganzen Unheil durch ihre Anzel-ceUungen Schnld ist, aber es nichc über den Vereich der Demonstrationen treiben wollte, einznsehen, daß sas Gerücht, das; man von dieser Seite durch Her-, beizlehung von Stre.lkräften die Friedensparcei star l ken mbchle. Es fragt sich nur, cb der Kapudau» Pascha die Schiffe der euglllch-ftanzosischen Flotte durch die Dardanellen lassen, oder ob man nicht die guieil Freunde durch Kugeln begrüßen wird, denn die Kriegspartei crant de» westlichen Machten nichc mehr, seit sie den Wicuer Entwurf mit unterschrieben. (Tricst. Ztg.) N u ß l n n d Die „Zeit" veröffentlicht die nachfolgende Te-vesche a» ^" Varon v. Meye»dolff zu Wie», ac. Herr Graf v. Buol wird sich »»r die Ausdrücke unserer Mittheilung vom lepte» 2-'l. Juli zurückruft'» dürfen, um sich von dem Elndrncke Rechenschaft zu geben, den diese Abänderunge» auf Se. M. den Kai. ser hervorbringen musice». Indem ich im Namen Sr. M. den Noteueut» wnrf annahm, welchen Oesterreich, nachdem es denselben vorher dnrch die Höft Frankreichs nud Eng^ lauds genehmigen nud gnc beißen lassen, uns als ein Ultimatum ankündigte, das es der Pforte vorzulegen beabsichtigte, n»d von dessen Annahme die Fonsez-zm'.g ftiner freundschaftlichsten Dienste abhängen sollce, fügte ich in einer Depesche, die Ihnen, Herr Baron aufgegeben war. dem österreichischen Cabinece mitzutheilen, die folgende» Bemerkungen uud Vorbehalte blnzu: ^. ^ „ ..Ich halle es sür überflüssig. Ew. Ercellenz zu beme/ken. daß wir. iudc.n wir ... eiue.n Geiste der Versöhnung das zn W.en vereinbarte Anskunftsmil-tel uud die Absenting e.nes türkischen Gesandten au-nehmen, vorauszusehen, daß wir uud nicht etwa noch neue Abänderungen uud ueue Vorschlage zu pmfe» Ul'd zn erorteru haben werde», die etwa zu Coustau-tinopel unter den krlegerischeu Inspirationei! ausgearbeitet werden mögen, welche zn dieser Stunde den Sxlia» und die Mehrzahl seiner Mluistcr zu beherrschen scheine», »nd daß N'r in dem F^>Ile, wo di? l oicomanilche Regierung auch dieses lchte Arralige-ment verwerfen sollte, uns nicht mehr dnrch dle Zn-stimmung gebnnden achte» würden, die wir hence demselben ertheilen." So bestimmte Ausdrücke konuten der vsterreich. Regierung keinen Zweifel über unsne gegenwärtigen l Enlschlüsse übrig lassen. Ich will hier die Redactionsveräuderuugeu. d.e zu Constannnopel gecrvffeu wordei'. si»^ >"chl naher plüfen. Ich habe dieselben m einrr andern Depe,che zum Gegenstaude einer besonderen Arbeit gemachc, Ich will mich fur je,.;c darauf beschräliken, zu fragen, ob der Kaiser, nachdem er für sich seW ""f die I Macht verzichtet hacce. auch nur ein Wort an einem Noleueutwurfe zu anderu, der ohne seme Belhcili^ ü»»g festgestellt war, zugeben kann. daß d,e occoma-»lsche Pforce stch allein diese Machc vorbehalc, lind ^ob er eo duloeu kanu, daß Rußland auf dle,c Wei,e der Türkei g.geuüber iu e«ne uncergeorduece ^age oel-sel)t wird. Wir glaube», daß dem dle Wurde deo Kaisers entgegensteht. Möge man sicl) oen ga,izen Verlauf der Dinge zurückrufe», wie sich dieselben bc-geben haben. Anstalt der Note Menlschlkoffo. deren Annahme ohnc Veränderungen w>r als dl« Bedingung dcr Wiederh^rsteUullg llnserer Vezichung zn der Pforce aufgestellt hatten, schlug man n»o cine daoou ! oerschiecene )l'ote vor. Wir halten scho» aus die,em Grunde es verweigeru kvailen, dieselbe zn ervicer». Wlr hatten, auch weilu ,r>l- uns da>ai>f l!»llef;en, Veranlassung flnden können, mehr als einen d'ü'waild zu erheben, mehr als eine Abandcrnng in deu AnS' drücken vorzuschlagen. Sie wissen, Herr Baron, das? uns von dem Augenblicke, wo wir eiiuvilllgte», nnser Ulmnacn», aufzugeben, überhaupt die Fmm einer ')srte keineswegs zusagte, daß wir eine» andern Plan. eine andere Form der l.lebe,einknnfc vorgezogen halle». Wir haben auf diesem Plane »ichl bestände», wir haben ihn vollkommen bei Seile gelegt. Warum? weil wir, sobald wir Gegenvorschlage gemacht, uns dem Vorwnrf cn>sgel>l)c hallen, das; wir die Dinge in die Lange zogen, daß wir absichllich die (Crisis verlangercen, welche Europa .n Unruhe halt. Scact dessen habeu wir, da wir die Crisis so bald als möglich zn beendigen wnuschcen. „„sere C<>,-.^'nduu^n ,., Bezug o»f 0e» I.'lxils. wie auf e„ F.rm. zum Opf" ael'.achl. Be. dem Empfaoge des erste» Nocene.'lwurfts hal>en wir. ch ft'st' ll.stcllce Eotwlilf nlieisanoc i>»d, obgleich der>ell'e in tillen, Smne al'gea,,dert irar, der für uns nicht >n>ß-ziiverstehen war, habe» wir dennoch wcder nusere Zustimmung zmücka/nomme», noch die geringste Schivie-gkeit erhoben. Ko»nte man größere Bereitwilligkeit, eine versöhnlichere Gesi,i»n»g zeigen? Wenn wir so handelten, so geschah dieß aber selbstverständlich unter der Belingnng. daß ein V»cwnrf, den der Kaiser ohne Ewrternng annahm, auf dieselbe Welse von der Pforte augeuommen werde» würde. Es ge-schal) i» der Ueberzeugung, daß Oesterreich lhn als ein Ultimatum belrachcece, an dem nichts mehr zn andern se>, als eine Iel)te Anstrengung seiner freuud-llchen Dazwischenkunft, die, wenn dieselbe an der Harc-näckigkeic der Pforce scheiterte, damit von selbst il>r Ende nehme. Wir belauern, das; dem »icht so gewesen ist. Aber das Wiener Eadmet wird zugeben, daß, wen» es sich nicht um ein Ultimatum, sondern nm ein neues Notenproject handelte, in welchem jede der beiden Parceie» »och Abnnderungeu lreffeu kouutc, auch wir damit das Recht zurück erhielte», dessen wir uuS freiwillig begeben halten, unsererseits nusere Va-riauteu vorzuschlagen. den Entwurf deS Arrange-ments in Erwagnllg zu ziehe», und nicht bloß die Ausdlücke, sonder» auch d,e Fori» desselben zn verändern, Kouitte ei» solches Ergebniß i» deu Absichten Oesterreichs llege»? Komue eo de» Mächte» genehm sei», die, «ndm, sie seine» Notcneutwurf abänderte» und annähme», darcn.s ihr gemeinschaftliches Wett gemacht baben? Es ist ihre Sache, die Verzögern»-geu zn erwäge», die davon die Folge sei» werden, oder zn ermitteln, vb es m dem Interesse Europa's liegt, diese Verzogenmgeu abz»sch»eide». Wir sehe» nur ein einziges Mittel, denselben ei» Ende zn mache». Dieses ist, daß Oesterreich u»d die Machte der Pforte offen »nd fest erklären, daß sie, nachdem sie ihr »msonst de» emzige» Weg eroff»et. der znr nu-mittelbaren Herstellung lhrer Bezichnugen mit »n<5 führe» konnte, forta» die Aufgabe lhr allein überlassen. Wir glauben, daß, sobald die Mächte diese Sprache einmüchig gegen die Pforte führen. die Türken den Rathschläge» Europa's nachgeben und, stact alls seine» Beistand in eliiem Kampfe gegen Rnßland z» rechnen, die Note, so wie sie ist, annehme» und aufhoreu werdeu, ihre Lage auf so erustc Weise zu compromitcire», um sich die kindische Ge-nngthunng zn gebe», einige Ausdrücke iu einem Schriftstücke verändert zn haben, welches wir ohne Elvrternng angenommen. Deuu vou zwei Diugeu ist nur eme mogllch: entweder die Abänderungen, welche die Pforce verlangt, sind wichtig; dann ist es sehr einfach, daß wir uus weigern, denselben zuzustimmen; ooer sie siud nuecheblich, dauu fragt sich, warum die Pforte ohne Nochwendigkcil ihre Annahme t-avo» abhängig mache» sollce? Um das Gesagie kurz zusammenzufassen, das zu Wien festgestellte Ultimacum ist nicht das uuftlge. Es ist das Oesterreichs und der Machte, die es, nachdem sie es vorher vereinbart, erörtere uud in scl«em »rsprünglichen Terte abgeändert, als annehmbar für die Pforle anerkannt haben, ohne daß lhre Interessen oder ihre Ehre bloßgestellt würden. Wir habe» uuserer Seils Alles gechan, was von nns ab-hing, um un»0lhige Verzögernngen abzukürzen, inde>n lr>r, als das Arrange>neut uns vorgelegt wurde, auf alle Gegenvorschläge verzichtet haben. Dieses Zeugniß wird Niemand sich weigern, der Loyalität des Kaisers zu geb.'u. Nachdem wir lange das Maß der Zugeständnisse erschöpft habe», ohne daß die Pforte bis jcht e.» ei»ziges gemacht hatte, ka»» Se. Majestät nicht weiter gehe» . ohne Ihre gauze Stellung bloßznstelleu nnd ohne sich dem auszusehen, daß Sie, Ihre Beziehungen zu der Türkei u»ter ungünstige» Vorzeiche» wieder anknupfcen, die denselbe» sür die Znkunfc alle Festigkeit nebme» n»d nnvernleiolich eiiieii neiie» lull) e>!ischiece»el> Vrnch herdeiführen l„iis:ce>,. Selbst in diesem Ailgenl'llcke würden neue Ziigei^iidülsse l» Bezug ai:f die Ansdrücre der Note ^!l »ichcs helfen, deuu wir sehen aus Ihren Depesche», daß die otcomanische Regierung iu,r unsere Z»stünmn»g zu den ,» der Wiener Note getroffenen .'Il>a»dern»gen erwartet, um ihre Unterzeichn»»« s» wie die Absendnng des Gesandce», der dieselbe hier-her brmgen ,oU. von nenen Bedingungen abhänaia i" machen, nnd das; sie schon in Bezug auf dle ^nmung der Furstenchümer unzulässige Vorschläae ^emachc hat. Was den lepcen Puucc ben.ffc so ko>'^ »en wir uns nur auf die Ve.sichernngen'und Erklärungen beziehe», dle l» nnserer Depesche vom N) Anqust rnchalten sind, und wiederholen, daß dlc Ankunft des türkische» Gesandte», der die osterreichl->che 9>'ot< ohne Abänderungen überbringt, zn Sc. Petersburg genügen wird, um sogleich den Befehl an unsere Truppen zu ertheile». über die Gränze, znrüctzugehe». Telegraphische Depesche an Se. (5'xcellcnz ML. von Kcmpen. Olmiitz, 20. September, «^ Uhr Abends. Heute hacce die Infanterie Rasttag, die E^alleric crercirte von U) bis 1 Uhr. Se. k. k. apostolische Majestät ist vo» Wie» kommend iu Beglelttnig Ihrer ka,serl. Hodenen der .^erre» Erzherzoge Carl Ludwig uud Carl Ferdinand »ach 5l Uhr hier wieder eingetroffen. Telegraphische Depeschen. " Berlin, 20. Sept. Se. k. Hoheit der Prinz von Preuße» wird am 2!l. i» Olmül) eintreffe», nnd von da uach Wien re.se». — Berlin, 21. Sept. Se. Maj. der Kaiser vo» Rußland ,st am 13. d. vo» Petersburg abgereist. Am selbe» Tage verlles; Se. k. Hol), der Großfürst Moskan. -- Paris, 20. Sept. Ungünstige Gerüchte hemmten den Aufschwung der Course. — «oudun, 20. Sept. Die „Times" erklärt sich autorisirt. drr Vehaüpmnq der „Drl'alo" zu wi-^rispieche», das: die englische Regier»'», l'ere'cs Depesche» nach Coustannuopel besö.l?crc hal'e. wor,., auf die Annahme der Wiener Cooferenznole angeblich ge-druligei. werde. _____ ____ Drnck und Verlag von I. v. klrinmayr m,d F. Vamberg ln kaibach. Verantwortliche Hevansgeber und Redacteure: I. v. Kleinmayr und F. Bamberg. AnlMH;ur SOwacüel Seiklsna. Telegraphischer Eours«Bericht der Staatspapiere vom 22. September 1853, Swatsschuldverschreibimacn . zu 3 »Et. (in CM > V l/2 detto ...... ^ 41/2 „ ., «3 7/8 detto ........3 „ „ 57 3/^ Darlehen mil Verlosung v. I. ,»39, für »00 fl, . . ÜlU 5/s A^nf.Acti,». vr. Stück 1350 ft- m C M. Actien dcr ,ssniser ss,rdina»ds-!)torbbahn zu 1A»tt N. ll. M........2257 1/2 »l. i» l§. M. Attirn c>er Wien Gloggniher-Cistnbahn zu 5«U st. C. M. ohne (zouPonS . 842 l/2 ss.^'n E. M. Uttic» dcr öslerr. Donau-Dampfschifffahrt ol,ur BczugSrccht z» 5U0 il. (j. M. . ll7U il. in (8. M. Wlchsel-Cours vom 22. September 1853 Amsterdam, für 100 Holland. Gull?.. Nthl- 92 Vf. 2 Mmmt. Aua.S'»r>,. ,ür ><10 »ö»»,!'.» <.i„l.^ (^»id. 1U!> 3/8 11s». Frcinl! l>r»»at. G>»»a, sin- :U>0 „ei,, ^itni^nt. Lire, («»Ib, 12s 1/t Af. 2 Moinit. Hc,m!'urf,, ,»< l«U Marl Banco. Gulden 8l 2 W»»a>. L^n?o». sür l Pfimd Hlerlin^. Gul^ci! ,0-42 i/2 Bf.3 Monat. M,i!a»d, sür 300 QeNerr.ich. Vir,, Guld. i()8 1/2 Bf. 2 M'nat. Mirsel!!,, ,!,'»rs^ v u », 2l, September lt<ü3. Vlies. (Äeid. Kais. Mmz-D»cat»'N Agio .... 16 ,53^ delto Naud- dto „ . . . . 153/t l7» 5/« O<>!<1 ^l »»^r<->^ ...... — l5 Napl.'lson»ld'or's „ . . . . — 8.^3 Souvtl'ainad'or's ., .... 15.l? Nuß. Inu'enal ,..... ^ 8,57 >5nsdnch<5d'c>r's „ . . . . -' Ä.2 En^l. Slweraiugs „ . . . . — 10.52 Sildcra!,il' . . „ .... 10 l/8 U 7/8 Getreid - Durchschnitts - Preise in üaibach am 17. September 1853. Marktpreise. Magazins-Ein Wiener Metzen ^^'^' Weizen ... 4 48^ 5 45 Kukurutz ... — — 3 45 Halbflucht . . — — 4 12 Korn .... 3 30'^ 4 <; Gerste .... 3 36 — — Hilse .... 3 ,9'^ — — Heiden ... — — — — Hafer .... 1 47«^ 2 12 Z. illW. Nr. 1585. Edict. Vor dcm k. k. Bezirksgerichte Kronau habe» alle Diejenigen, welche an die Verl^ssenschaft der den 23. November 1853 verstorbenen Agnes Krumer aus K>onüt) 9 Uhr zu erscheinen, »der bis dahin ihr Amncldungsgesuch schriftlich zu übelrlichcn, widrigens diesen Gläubigern an dic Verl>'sst»schaft, wenn sie durch die Bezahlung ter anglmcldcten Forderungen erschöpft würde, kein wei» tlrer Anspruch zustande, als in sofern ihnen ein Pfandrecht gebührt. Zur obigen Tagsatzung haben auch solche, die in die Verlcißmiffa schulden und dießfallS vor Ge^ richl noch nicht einvernommen waren, zu erscheinen. Kronau am l. August l853 Der t. k. Bezirksrichter: Negro. H 1«3l. (I) Dienstes-Aufnahme. Im Markte Reichenburg, wo der Bau der <5l,enbah„ von Steindrück nach Agram im Zuge ist, werden zum Betriebe eines Gasthauses, wobei auch die P" tm,g rmtß Billards mit verbunden ist, dann ^-6"l"ü"',? ">,etz Vroductenhandels, Glhilsen, die d>e,c G.schaslc gcg«n streue Verrechnunq führen und angemessene Cauuon leisten timnen, aufgenommen. . -?. <7 '7 '^"/-'^" ^"kilter Briefe unter der Adresse: „ln Schloßl Thuvu iu Neillienbura Icyte Post Gurkfeld" zu erfahren.' ^"r erstn^ Oe' scl'äft daben Vcrchellcht,, jedoch nichl nnt zahlreicher Familie beg.'bt, den Vorzug. Ueber daö moralische Benehmcn wird Nachweisung gefordert. Auch sind daselbst Eickenbäume in Stammen, ri.' nmstclis als Bauholz sich eignen dürften, in nickt unbedeutender Menge gegen gleich bare Be. zahlung zu verkaufen. Z. 1430. (I) In dem neugebauten Hause vi^-ä-vi' dem Eisendahn-Magazin, sind von Michaeli an 2 Wohnungen, jede mit 2 Zimmern, Küche, Holzlege und Keller zu vermuthen. 3. 1423, (2) M Ein Pianoforte W ist billig zu verkaufen im Hause Nr. 193 im 3. Stocke in der Salende?? Z. 1432. (,) M Es ist ein schönes Gut in Obersteier im Wege der Licl^ tation zu verkaufen. Das Nähere sammt Beschreibung ist m Zeitungs-Comptoir zu erfahren. z 3. 1399. (3) IDItf ** Pariser Damen-Zeitschrift. \\\\S 1853. IV. Quart. Oct.—De<^ Jene geehrten Abonnenten, welche mn' bis zum Schlüsse des III. Quanals ^23. 2e^te!nbes)1 Voicius^ahllnisse» leistete«, ersuchen wir freliüdlich um baldige Erneneru » a, der Pl^nl>melac>ol, zu ben be- ! kainite». lliitrii bemerrten Prl,, nm vollständig imd o l) n e U » i e l b re ch u » ^ liefern z» könne». — ! Der ?ll,ha>,g „Herrennloden" (P>. S^nie^er » fi., durch Post ?> fl 30 rr CM) wird am l5. jeden 1 Monacs allsgeqcl'cl,. — Die Vcrsciidlnlg der beide», ,,allrii Gönnel innen der Iris" gewidmeten 1 Festqabe« : ^ Iris Kalender für t834. Z,»^«», «l« >i «u«»l^. 2U0 Seiten Terr, 5 Stahlstiche, 6 coloriiie Costiime- Eil, Driginnl Pariser All'»m. bilder ui,d Tap'sscrietl, 2 Crochets m Blüttdilick, li» 7l Seiten Ten, 9 color, Tapiffelie» m,d Costmne'^, 2.^ j adelige Wappen, 2l Holzschnitt.-, Mlisirl'eÜage .'c H.ike!dessil,s, I Walter, Galop und Polka i» Musik .'c. ^ beginnt Mitlc October d. I, in reich vergoldetem Einband.' mit Enveloppen. Zwei Wiener 1 lind acht Pariser Künstler wetteifern, in artiüischer B^iehuna. Vorzügliches zu biet,», wie auch der l innere Gehalt »ebst prachtvoller Ausstattung das Vc, trauen rechtfertigen dni fte, dessen ungetrübtem Würdigung « wir uns bisher crfrem'i, und mic inmgem Dank aneikennen. fTZ^ Der slch stecs »nehrende Abonnements-)l»drang bei Beginn jedes neuen Quartals miserer Zeitlinq hatl^ schon oft die Folge, später einlaufenden T^stellunge» nicht ,»ehr genügen ;u können: diesi veranlafu u»^ oben ausgesprochene Bitte einer gütigen Beachtung zu empfehlen. Administration der Iris Preise in Conventions-Münze der bestehenden 3 Ausgaben, welche >m Jahre dringen: Nr. 1. Vollständige Ausgabe mit 48 color. Modenbildern, l2 color. Tapisserie Dessins, «2 ^'" 6elL5 lle Ull^'i^ , 32 Doppel - Mllsterboge», 48 Bogen Kunstschule und 75 Bogen Feuilleto"/ Anzeiger :c. ^ PreiS durch Post bezogen: 14 fl. für I Jahr, 7 si. für 6 Monate, 3 fl, 30 kr. für 3 Monate — i Du'ch Buchhandel für 3 Monate 3 fi. ' Nr. 2. Vermehrte Costüme-Ausga be mit 48 color. Mooeiibildern, 4 color. Tapisserie-Dess'ns, 4 HIt> Palmsonütage, am Feste des h. Marcus und in der Bitlwoche, am Feste der Himmelfahrt Christi, aN> Pfingstfeste, Bitten un» die 7 Gaben d.s h. Geistes, Gebet am Jahrestage der h, Fiimuiia,, am Frohnleich' leichnalnsfeste, Frohüleichnamslled, ?ll>rufung des h> Geistes. Lobgesang des h. ?lmbrosius llnd ?lugl>st>>i, Gebet zum h. Schutzengel, h. Josef, h. ?lloiflus, h. Nainensvatron. Litanei zu allen Heiligen und die Mauretanisch^' Mesilieder. ^ied bei einer Danksagung, und der Unterricht, wie man dem P,iester bei der h. Messe diene" soll. Der Pleis steif gebunden ist 24 kr., im Leder 30 kr. und vergoldet mic Goldschnitt l fi. Das betende Kind, cm Gebetbuch für Kinder. Vom Verfasser des Gebetbuches: „Der bcteude Schüler." Auch dieseS Gebetbuch verdient wegen seiner lieblichen AuZstattuna,, besonders aber wege» des I"h"lte« und der schöue» Auswahl der für die zarte Jugend enthaltenen Gebete, allenthalben empfohlen zu '^^"' Es enthält nachstehende Gebete, als: Mo,gengebec, das Gebet vor und „ach dem Tische, Abendgebet, Meß' gebete, Gebete vor und nach der Beicht, vor und nach der Communion, Litanei zu allen Heilige» und d< Mauretanische; dann viele Gebete zu verschiedenen Heiligen sammt den Mesigesäua/n. Die vielen Bilder, lu den Text eingedruckt slud, mit welchen das erwahine Buch geschmückt ist, tragen zum Ganzcn auch ^ Vieles bei. Es'tostet steif gebunden mit Schuber 12 kr., im Leder sammt Schuber 20 kr., im Leder sa Goldschnitt 30 kr. . auch Daselbst ist auch eine schöne Auswahl deutscher Gebelbücher im Preise von 12 kr. bis S sl., w" slovenischer von 8 kr. bis 4 fi. zu habcn.