Nr. 267. Montag, 22, November 1886. 1l)5. Jahrgang. Aibacher Zeitung. ?a«.?5.'""atlon»plel«: Allt P°stvei>l'N« Ins««,»« l>i« ,u 4 gellen ,5 lr., „röhel« Pl, ^cilc « lr.! >'e, öst«.-n wieberholunsscn pr. .^elle 3 lr. V<« „ialbach« »j«»«»»" «i5, — Unfr»»l!«lt« V^«s, »erden m
ii>!,n und Vlanuscript« nicht zurilsgeftellt. Umilicher tzheil. Us. Se. k. und k. Apostolische Majestät habe» mit vom 15. November d.I.dem der Seebehörde in Trieft in Verwendung stehenden ^"ijterial-Secretär im Handelsministerium Natalis . "er von Ebenthall in Anerkennnng seiner ^Mgl'chen Dienstleistnng das Ritterkreuz des Franz- "PH^Ordens allergnädigst zu verleihen gcrnht. ten ^ Ackcrbalnninister hat im Allerhöchst genehmig-" neuen Status der Bergärzte bei der k. k. Berg->^"lon Idria den dortigen Nergarzt Dr. Karl Rauch ^Obcrbergarzte ernannt. Nichtamtlicher Weil. le Kulturarbeit in den occupierten Provinzen. Ofs. ^ gerechter Befriedigung blicken die Völker die A '^ aarns ""^ ^^ erfolggekrönte Arbeit, welche Arniee und dic Verwaltung des Reiches in den Gerten Gebieten verrichtet' haben. Das Mandat, M)es der Monarchie von Enrupa übertragen worden, ^ leich? Früchte in jenen vielgeprüften Ländern gc^ . "gen. Ehedem eine Heimstätte localer nnd curoftäi- V? ^unflicte, eine Quelle steter Beunrllhigung nnd ^>°ra.!ns ^^. ^„ Cuiitincnt, sind Bosnien nnd die h ^ovlna nnter der österreichischen Administration j^ ""he »lud Ordunng gewonnen, der Wohlthaten des ^ereil Friedens in vollem Maße theilhaftig geworden. ^.Thatsache aNein, dass die von Oesterreich-Ungarn '"luistrierten Provinzen heutzutage zu den wenigst ge- ^»Nteu Valkanländern gehören, ist ein erfreuliches c^nis von dem gesunden Zustaud und der stetig schreitenden gedeihlichen Entwicklung der nnserer h^nltung anvertrautel« Gebiete. Seitdenl die letzte ^^'sch'hercegovinische Erhebung, die sich bekanntlich H. über enge Grenzen zu verbreite» vermochte, be« tio^ '^' hat lein Zwischenfall, keinerlei neue revolu- 3ch«^ ^^""3 ben ruhigen Gang dieser Entwicklung h^Derade in den letzten Jahren, da die Balkan« blliti ''^ ""^ ""'k bllrch politische Verwicklungen, d^«,^ Kämpfe und ernste, die europäische Ruhe be-ches us ^'"wälzllngen erschüttert wurde, hatte sich mau» ^^llqe sraaend und besorgt nach den occupierten Provinzen gewandt, in denen einst so leicht uud rasch die Flamme cmporzi'mgelte, nm sich verderbeubriugeud zu verbrciteu. Die ostrumelischc Frage bewegte die Gemüther auf der Halbinsel, aber weder die bulgarische Union noch der serbisch-bulgarische Streit vermochte irgend welchen störeudeu oder hcmmeudeu Einfluss auf die friedliche Entwicklung der bosuisch-hercegovinischell Verhältnisse zu nehmen. Mit hohcr Befriedigung konnte deshalb der Delegierte Chlumecky im Budgetausschuss der österreichischen Delegation erklären, dass cbcu iu dieser ernsten Zeit angesichts der fortwährenden Erschütterungen des Friedens nud der Ordnung auf der Balkan-Halbinsel die Occupation eine Feuerprobe trefflich bestaudeu habe. Die Konsolidierung der wirtschaft' licheu und politischen Verhältnisse hat in den vou Oester-rcich-Uuqaru verwalteten Provinzen, trotz jener Um-wälzungeu iu ihrer nächsten Nachbarschaft, nicht die ge» ringstc Unterbrechung erlitten, sondern neue und sichtliche Fortschritte gemacht, nnd keine Gelegenheit ist vorübergegangen, ohne dass die Bevölkerung ihren Sympathien uud ihrer Dankbarkeit für die österreichisch' ungarische Monarchie beredten Ausdruck verliehe» hätte. In der reichsräthlichen Ansschusssitzung hat man von diesen Thatsachen mit begreiflicher Genugthuung Kenntnis genommen. Oesterreich-Ungarn ist in Bosnien und der Herceqovina als der Pionnier enropäischer Cultur und Ordnung ausgetreten. Seine Soldaten habeu nicht allein ihr Blut in der Ansübung des europäischen Mandats nnserer Monarchie vergossen; sie haben neben dem Schwerte auch den Spaten geführt und nicht allein das Land zu pacificieren gewusst. sundern auch die Pfade geebnet, auf denen die Cultur immer tiefer und sicherer in das Laud einzieht. Ein Straßennetz, von Suldateu entworfen uud ausgeführt, verbreitet sich über die Provinzen; schmucke Gebäude, belebte Gassen sieht der erstaunte Wanderer dort, wo noch vor wenigen Iahreu orientalische Apathie jede Entwicklung hemmte; Schienenstraßen, von den Eisen-bahntrupften gebahnt, bringen die einstens «weltver-lornen» Gebiete in directe Verbindung mit dem Welt» markt. Die Bevölkerung selbst aber hat. den Jahrhunderte alten Zwiespalt der Confefsionen vergessend, den neuen Verhältnissen freudig Rechmmg getragen; in den Heeresthcilen, welche, ans Oingebornen der occupicrten Provinzen gebildet, sich mit den österreichisch-ungarischen Truppen in die' Sorqe für des Landes Sicherheit theilen, fiudru wir alle Stämme und Bekenntnisse Bosniens uud der Hercegoviua vertreten, und der Pflichteifer, welcher alle gleichmäßig beseelt, der wahrhaft militärische Geist, von dem sie erfüllt sind. die inuige Kameradschaft, die sie mit !x'N Truppen der gemeinsamen Armee pflegen, alles dies zeugt vou dem treffliche» Kern dieser Bevölkerung, von der Entwicklungsfähigkeit des Volkes uud sciues Landes. Solche Ergebnisse können das Herz jedes Oester-rcichers mit stolzer Freude erfüllen, solche Zustände lassen es aber auch begreiflich erscheinen, dass die nn-serer Obhut uud Verwaltung anvertrauten Provinzen seit 1878 niemals so ruhig waren, als gerade in dem letzten ernsten und ereiguisrcichen Jahre. Musste der Bevülkeruug nicht eben in diesem Jahre der Wert einer nur auf das Wohl des Laudes abzielenden, geordneten und fürsorglichen Verwaltung doppelt fühlbar werden, musste sie nicht Vergleiche anstellen und Schlüsse ziehen, die unbedingt zum eigcueu Vortheil ausfielen? Dass noch manches zu thun bleibt, nm die Consolidie-ruug der bosuischen Verhältnisse zu volleuden, die Wünsche und Hoffnuugeu drs Volkes zu erfüllen, kann allerdings nicht geleugnet werden, dass aber die gegenwärtige Verwaltung Bosniens auf dem besten Wege zur Erreichung dieses Zieles ist. haben Männer aller Parteirichtungen rückhaltlos anerkannt. Wirtschaftliche Fragen sind es zunächst, von deren befriedigender Lösung der weitere Aufschwung Bosniens und der Hercegooiua abhängt. Dass auch i» dieser Hinsicht unter dem Regime des Rrichs-Finanzministers Kallay viel und Erfreuliches gethan worden ist. verkennt niemand in Oesterreich-Ungarn. Man denke nur an die gewaltige Hebung des Forstwesens, an die er-! folgreiche Anbahnung einer für Bosnien so wichtigm geregelten Forstwirtschaft, an die Förderung des Tabakbaues, vor allem andern aber an die Vervollkommnung des Commnnieationswesens in den occupierten Provinzen! Der Umstand, dass diese Länder eines Zuschusses aus Rlichsmitteln nun schon seit einiger Zeit völlig entbehren können, zeugt am besten von der Belebung der Production, vou der rationellen Verwertung all der natürlichen Schätze und Mittel der Länder. Woran es noch fehlt, wo noch die fördernde, helfende Hand einzugreifen hätte, dies hat der Dele» gierte Dumba im reichsräthlichen Delegatious-Ausschusse angedeutet. Es handelt sich darum, die occupierten Länder für die Nachtheile, die ihnen aus der Einbeziehung in unser Zollgebiet erwachsen, durch Er« lnchterungen in dem Export ihrer landwirtschaftlichen Producte, durch die weitrie Hebung der landwirtschaft- Feuilleton. Eine Zeitfrage. ^tllm^ *"" ohue Zweifel eiue rechte Charfrcilags-t>e,l z» N' lu welcher Sie. geschätzter Herr Redacteur, sch^artikel Ihres Mattes vom 11. November ge-^„klÄ hclbrn. Sie haben da die gegenwärtige Zeit b°N ^'"). wie es sich gebürt. hcrabgemacht. den Canon 'v'eder - ss"' '^"^ '^ die Noth de, schweren Zeit :c,. bei^ "u Wenig variiert, auf die Geuusssucht der le-Ntich. Generation gegenüber der Grmlgsamkeit der "l't d<>." Urgroßeltern geschmält und uus schließlich der c/" zweifelhaften Troste cutlafsen. dass. solange sei. l^'be erhalten bleibt, ein Krieg nicht zu fürchten ilber^/.°ss die heutigen schlechten Zeiten eine vor-Kelche „^.Erscheinung im Weltgetriebe seien, über "l'liq a.f'V'e Hoffnung hinweghelfen solle, die Hoff- U,"' bessere Zeiten' , lust ist A'" d/'^ mehr erlebl und dazu verdammt ist, M"c vo„ ^>er kritischen Uebergangsperiode zu lebe», X!"N z. s l G"te vergangener Großvaterzeiten pro-MWi' l^be». ^ her'Wohlthaten h-r künftigen ^.l" ^i/n '""ben. glaube ich denuoch. dass man I?Hnet I^'cht thut. wenn man sie als eine schwere ?dlich ' ". dem Sinne, dass sie absolut au sich »n- l.^ lilnft ""^ °ls eine beliebige andere vergangene 'H Ä« ^ bin überzeugt, dass unsere Zeit we. ""« anderes ist. als sie immer gewesen, dass wir etwa »ur das Object unserer Beschwerden gewechselt, nicht aber. dass diese selbst größer geworden, kurz. dass sich die Welt im allgemeinen gleich bleibt mso< ferne, dafs das Leben für jenen, der sich nicht die Mühe genommen hat. in einer Millioneuwiege geboren zu werdcu, immer und jederzeit Arbeit bedeutet hat uud bedeuten wnd. dass aber die allgemeine Bildung, d. h. in meinem Sinne die Fähigkeil sich in den Pansen der Arbeit durch Genüsse edleler Art zu küuftigein W,rlen zu stärkeu uud eigentlich materielle Vergnügungen uud Geuüsse zurüchuweiseu. bedeuteud breitere Schichteu der Bevölkemug umfasst, als jemals früher. Sie werden es gewiss eutschuldige». Herr Redacteur, wenn ich mich ein wenig unphilosophisch ausdrücke, Sie könnten die voranstellenden Sätze ohue Zweifel in eine weitaus convenablere Form bringe». Allein wir Frauen sind eben ganz uuspeciilative Köpfe uud halten uus. trotzdem die Hern» der Schöpfung uns gerne »»praktische nnd romantische Neigungen vorwcr-sen, doch im großen und ganzen lieber an das Reale, als an das Transcendentale. Ich werde daher statt Definition zu geben mich lieber an concrete Beispiele halten. Man wirft unserer Zeit das Jage» "ach leeren Vergnügungen, das Glänzeuwollcn ohne innere Be-rechiiguilg. kurzum Geuusssucht vor. »ud stellt diese Genussslicht in einen sehr lebhaften Gegensah zu dem Musterlülde bescheideuer Sparsamkeit, das d,e vergangenen Zeiten bieteu sollen. Ist dies auch richtig? Iu gewissem Sinne ja. Man sparte in früheren Zeiten, gewiss, an jenen Gegenständen jedenfalls, d,e man oe> 'bc chränllerm Verkehrsmitteln oder bei mangelndem Wissen eben entbehren musste. Dafür verschwendete man desto mehr auf Diuge, die mau haben konnte, nnd die uns vielleicht heutzutage uicht im mindesten begehrenswert erscheinen. Das Facit war schließlich das gleiche. Denn man vergesse doch nicht, was eben so leicht übersehen wird. dass sich die Menscheunatnr nicht ändert, dass seit jeher die Leute, sagen wir. an schönen Kleidern, an wohnlichem Hausrath. au gutem Essen und Trinken uud au mancherlei Kurzweil Gefallen gefunden habeu. uud dass wohl das Wie eine Veränderung erfahren hat, nicht aber das Was. Ich will nicht länger mich in Allgemeinheiten ergehen , und weil ich einmal Kleiber uud Hansrath, Speise uud Trank nnd Vergnügungen erwähnte, etwa an diesen Diugen nachweisen, ob sich. da sie doch go wissermaßen an», besten geeignet sind, Objecte der «Genusssucht» uuserer Zeit zu sein. darin ein Zeichen dieses verderblichen Lasters wird entdecken lassen. Man wirft uns Fraueii vor. dass wir der Toilette ganz besondere nild uuverhältmsmäßige Wichtigkeit und Sorgfalt beimessen, uud es ist uicht der geringste Vorwurf, den man unserer genusssüchtigen Zeit macht, indem mall den wahnsinnigen Toilrtten-Luxus der modernen Damenwelt gegeuüber der zwar geschmacklosen, aber löblichen Eiusachheit der Frauenloilette etwa der Nieder-mäuuerzeit eiltgegeustcllt. Ist dies in der That richtig? Ich glaube, entschieden nicht. Wenn ich auch gerne zugebe, dass der Luxus in Kleidern, absolut genom-mr», eiugescbräutt werden könnte — ich für meme P.rson würde dies allerdings beklagen müssen — so haudelt es sich auch hier nur um den Vergleich uns-rer verschwenderischen Zeit zu dem Musterbilde bescheideue, l!ailiacher Fettung Nr. 2ß? 2200 22. November l» _____.____.—-^- lichen Production überhaupt zu entschädigen, zur Entwicklung der Viehzucht das Möglichste beizutragen, endlich für das Institut der Zehentsteuer, wenn es nun schon als Landeseigenthümlichkeit bestehen soll, einen neuen Modus der EinHebung zu finden. Dass man daran gchen wird, in all diesen Punkten Abhilfe zu schaffen, ist wohl zweifellos. So angenehm auch das Bewusstsein sein mag, Bosnien und die Hercegovina kostenlos zu verwalten, man würde selbst eine kleine Durchbrechung dieses Äilligkeitsprincips nicht scheuen dürfen, wenn es nicht anders möglich wäre, die stete Besserung der bosnisch-hercegovinischen Verhältnisse mit dem bisherigen Erfolge zu fördern und das so glücklich begonnene Werk zu Ende zu führen. Die bisherigen Ergebnisse der österreichisch-ungari-schen Verwaltung lassen das volle Gelingen unserer Mission erhoffen; schon heute können wir auf eine Summe erfolggekrönter Arbeit zurückblicken und die erfreuliche Thatsache verzeichnen, dass diese Arbeit ihre Dauerhaftigkeit z» bewähren vermochte in bewegter, gefahrdrohender Zcit! Das Institut der behördlich autorisierten Priuat-Tech niler. Das mittelst Ministerial-Verordnung vom Uten Dezember 1860 in seinen Rechtsverhältnissen geregelte Institut der Privat-Techniker musste einer theilweisen Reform unterzogen werden, indem es nothwendig erschien, die Normen der obbezogenen Ministerial-Verord-nung mit jenen Aenderungen in Einklang zu bringen, welche seither in der Einrichtung des Unterrichtes in den technischen Hochschulen und der Hochschule für Bodencultur sowie in dem einschlägigen Prüfungs-»nd Zeugniswesen eingetreten sind. Auch handelte es sich hiebei um die Verleihung eines besonderen Ausdruckes der an den technischen Hochschulen adoptierten Systeme der Fachschulen. Dcm obangedeuteten Bedürfnisse ist durch eine vom Ministerium des Innern im Einvernehmen mit dem Ministerium für Cultus und Unterricht, der Justiz, der Finanzen, des Handels nnd des Ackerbaues erlassene Verordnung vom 8. November entsprochen worden. Nach dieser Verordnung haben sich die beeideten, von der Regierung autorisierten Privat-Techniker in Hinkunft in vier Kategorien, nämlich in Bau-Ingenieure, beziehuugsweise Bau- und Cultur-Ingenieure, in Archi-tekteu, Maschinenbau-Ingenieure und Geometer, beziehungsweise Geometer und Cultur-Techniker, mit speciellen, in der Verordnung genau bezeichneten Berufssphären zu theilen. Jenen Technikern, welche ihre Studien bereits nach dem neuen Lehrplane absolviert haben, können sonach die den behördlich autorisierten Civil-Ingenieuren gemäß den bisherigen Vorschriften eingeräumten, das gesammte Gebiet des Bauwesens in sich schließenden Berechtigungen nicht mehr im vollen bisherigen Umfange zuerkannt werden, weil diese Techniker bei der nunmehrigen facultätsmäßigeu Gliederung des Unterrichtes an den technischen Hochschulen die hiesür erforderliche generelle Qualification nicht mehr aufzuweisen vermögen. Den Billigkeitsrücksichten gegenüber jenen Technikern, welche nach den bisher bestandenen Vorschriften den autorisierten Charakter mit der das gesammte Gebiet umfassenden Wirkungssphäre er» langt haben, wird in der neuen Ministerial-Verordnung Rechnung getragen, indem die Berechtigungen der ob-bezeichneten Techniker unberührt gelassen werden. Behufs thunlicher Entlastung der Staatsbau-Organe und wünschenswerter Förderung der Institutiou der autorisierteu Privat-Techniker wurden die betreffenden Organe angewiesen, von der die Inanspruchnahme autorisierter Privat-Techniker für Staatsgeschäfte zulassenden Bestimmung der bestehenden Vorschriften in ausgiebigerer Weise als bisher Gebrauch zu macheu und namentlich dort, wo keine Staatsbau-Organe vorhanden sind, wohl aber autorisierte Privat-Techniker ihren Sitz haben, dieselben zur Vornahme vorbereitender technischer Erhebungen für eine zu fällende Entscheidung in Privatsachen, insoferne dagegen keine wichtigen Gründe geltend gemacht werden, heranzuziehen. Politische Ueberficht. (Aus den Delegation e n.) Die Erklärungen des Grafen Kälnoky im Budgetausschusse der Reichs-raths-Delegation schließen sich im allgemeinen und wesentlichen an jene, w.lche im Aeußeru fahren, dass seine Grundlagen seit 1879 bis heute niemals in irgend einer Weise eine Aenderung weder in ihrer Basis noch in ihrer Ausdehnung und Wirksamkeit erfahren haben. Er konnte ferner constatieren. dass dieses Verhältnis in seiner Haud nicht nur uicht geschädigt, sondern bei der besonderen Pflege, die er ihm angedeiheu ließ, sich wesentlich entwickelt uud gekräftigt habe, dass das Vertrauen und die Zuversicht der beiden Regierungen in dasselbe vollkommen nnd gegenseitig ist. Diese Erklärungen haben eine besondere Befriedigung namentlich deshalb hervorgerufen, weil es auch nach den Erklärungen im ungarischen Delegations-Ausschusse noch immer nicht an Stimmen gefehlt hatte, welche au eine Alteration jenes innigen Verhältnisses glauben machen wollten. (Allerhöchste Auszeichnung.) Wie die «Presse» aus verlässlicher Quelle erfährt, hat der Statthalter von Dalmatien, FML. von Blazekovic, die Geheimrathswürde erhalten. (Kärnten.) In der jüngsten Sitzung des Klagenfurter Gemeinderathes berichtete Bcrgrath Hinter-huber über den projectierten Bail einer Cavallerie-Kaserne in Klagenfurt, uud stellte nach ausführlicher Darstellung der Finanzverhältuisse lind anderer hiebei in Betracht kommenden Umstände folgende Anträge: Der Magistrat habe bis Ende dieses Monates den Entwurf einer Petition an den kärntnerischen Landtag um einen entsprechenden Beitrag des Landes zum Baue der Kaserne, respective zur Verzinsung und Amortisa» tion des hiezu nothwendigen Capitals vorzulegen; nur weun das Land eine entsprechende Beihilfe zu dem Baue leiste, sei derselbe zu übernehmen, sonst aber ab zulehnen. Die Landesregierung sei von diesen Be-» schlüssen des Gemeinderathes sofort zu verständigen. Diese Anträge wurden angenommen. (Wahlen in Steiermarl.) In einer vertraulichen Sitzung der Grazer Handelskammer wurde bezüglich der für den 16. November anberaumten Wahl dreier Landtags-Abgeordneten eine Einigung dahm er' zielt, den Vicepräsidenteu Dr. Anton Wunder. Franz Mosdorfer und Julius Pfrimer zu candidiereu. (Der kroatische Landtag) hat vorgestern seine parlamentarische Thätigkeit wieder aufgenomnm. Die Regierung unterbeitet dem Landtage z»" "N^ suugsmäßigen'Behandlung Gesehentwürfe übcr d»e ^ ganisation der Seidenzucht und die Modificiernng 0" Gesetzes über die Regelung der Rangsclassen und o" Bezüge der Gerichtsb'eamten. über die Erstreckung 0" Giltigkeit des kaiserlichen Patentes vom 7. Fenn," hinsichtlich der Notariatöordnuug auf das gesa""'.^ Landesgebiet, über die Auflösung der Gerichtshof '' Vukovar. Vinkovce und Semlin sowie die Erricht""» eines neuen Gerichtshofes in Mitrovic. lZur Lage in Bulgarien.) General K bulgarische Regentschaft dieser den Abbruch der dlpio matischen Beziehungen angezeigt und ihr nntaMel, dass er mit allen russischen Consul« und Conjmar Agenten Bulgarien verlassen werde. Ob Kaulbars tyal sächlich Samstag abgereist ist. ist uns zur Stunde no^ nicht bekannt. Formell wird dieser Schritt von Kam bars damit motiviert, dass er auf sein letztes Ultlmanu keine Antwort erhalten habe, welches betanutlM) ouw, die Affaire des Consular-Kawassen in Philippopel ve-anlasst worden war. Besagter Kawasse hatte na^l bulgarische Soldaten mit dem Revolver bedroht, w in Gewahrsam gebracht und am Morgen sofort o russischen Consulat übergeben worden. Dafür verlaU der General Kaulbars von der Regentschaft die " ' schung des Präfecten von Philippopel, des ^."!^H Commandanten und des Polizei-Commissärs. "lels wurde die Ansicht laut, diese ungeheuerliche Focde""^ sei von Kaulbars nur gestellt worden, um eine» -^ wand zu einem «guten Abgang» zu gewinnen "" ,^ Schein zu vermeiden, als hätte er der diplomats Passion Europas weichen müssen. (Die Krisis in Griechenland.) Die nH oppositionellen Deputierten der aufgelösten gricchl<°1 Kammer beschlossen bei Delyannis. einen Protest M die Auflösung an das Volk zu richten. Die 'H' riellen Blätter billigen wegen der obstruction!!"»^ Tendenzen die Auflösung. Die oppositionellen 3"^f, greifen heftig Tritupis an und bezeichnen die lösung als verfassungswidrig. (Die spanischen Cortes) wurden he" ^^ gramme gemäß eröffnet. Sagasta gab 5""^)^, in Principien des neuen Cabinets bekannt. ^ct> !>? allem wesentlichen mit denjenigen des letzten MM! riums decken. , ^ (Neue Kämpfe am Nil.) Am Nil h^ neue Kämpfe stattgefunden und weitere scheinen >i zustehen. Einer in Kairo eingegangenen amtlichen dung zufolge erschien ein etwa 500 Manu s^sM bellenhaufeu plötzlich auf einer Anhöhe zwölf engl '^ Meilen oberhalb Wady-Halfa uud begann das ^ bahngeleise nnd andere Werke daselbst zu ä^ s „g E« wurde sofort ein gepanzerter Zug zur V"'. Ajjch der Rebelleu ausgesendet, uud nach einem ä'^ ,g scharfen Feller zogen sich letztere mit Zurücklag vieler Todten znrück. Sparsamkeit von Anno dazumal. Wenn Sie, geehrter Herr Redacteur, mit einigem Unbehagen gewisse Mo-distenrechnungen betrachten, glauben Sie denn. dass diese in früherer Zeit etwa kürzer ausfielen? Im Gegentheile. Unsere raschlebige Zeit verbraucht zwar entschieden mehr Toiletten, denn jene. als unsere Ur« großmütter ihre Seidenroben noch für ihre Enkelinnen und Urenkelinnen umschneiden ließen. Das machte die merklich bessere Qualität damaligen Productes, die sich der Fabrikant aber auch sehr anständig bezahlen ließ. Unsere Toiletten sind allerdings nicht so lang< lebig, dafür kosten sie aber auch um sehr vieles weniger. Und selbst in diesen Toiletten tritt nicht jene wahnsinnige Verschwendung zutage, welches die Zeiten unserer bescheidenen Vorfahren kennzeichnet. Wir verbrauchen nicht mehr zu hundert Ellen Stoss, noch zu zwei- bis drechundert Ellen Spitzen zu einer jener Toiletten, welche unsere Altvorderen zu wandelnden Confections-lcwen machte. Und wenn sich die I^u jst auknüpfen zu können hoffen dürfen. Allerol u ^ Luxus Ueberfluss, und deshalb erst dann am H^z wenn die nothwendigen Bedürfnisse gedeckt s'"?' «thig-um jeden Preis — selbst auf Kosten des Allern ^ st^n. und gar mit Verleugnung des Geschmaae».^ ^ ist allerdings vom Uebel, uud insoferue man " ^ That dem Luxus in diesem Sinne zn huldM"' „soso hatten Sie nicht so ganz Unrecht, gegen «" ;ch, sucht, zu Felde zu ziehen. Unrecht ist es, just unserer Zeit den Stempel der <^' ' ^ aufdrücken zu wollen. Man mag welche ^ ^d Culturgeschichte man will aufschlagen. und m» .^ finden, dass es. weil dem Menschen angeboren, s ^ Zeit Leute gegeben, die statt deu Luxus aus ^„, funden Fundamente eines soliden WoManor ,..» bauen, das HauS beim Dache aufzuführen ^ wollten. Das ist die unmaßgebliche Me'NN"^^ ' ergebenen ^aibachn Zeitung Nl. 26? 2201 22. November 18««. Tagesnenigleiten. Se. Majestät der Kaiser haben der Pfarr-m m'"^ Tvattenbach ini politischen Bezirke Neunkirchen n Alrderösterreich zur Kirchenrestanrierung eine Unter-^v"nq vo» 100 st. aus der Allerhöchsten Privatcasse -ungnädigst zu bewilligen geruht. ^ "-(Erzherzogin Elisabeth.) Die kleine Prin-Wn Elisabeth, das Tüchterchen des lronprinzlichen ^ares^ welche am vergangenen Freitag im Laxen- ?V ^^^^ ^'.^'^ '"'^ '^" ^"^"' der Kaiserin, /iamenstag feierte und gegenwärtig im vierten Le-Mahre steht, ist jeht nicht mehr der Obsorge der ^ndsfrau und der beiden Kindsmädchcn allein anver-^ut, sondern hat seit einigen Tagen in der Person der "romn Bah auch ihre Erzieherin erhalten, welch letztere ""ts ihren Posten bei der Prinzessin angetreten hat. u mitgetheilt wird, gieng diese Veränderung nicht ohne bal^ ^p.pvsltion von Seite der ebenso klugen als leb-Men Neinen Prinzessin vor sich, da dieselbe an ihre slll ^" ^ gewöhnt ist und sich anfangs nicht dazu ver- ck s/ !"^"" ""^ ""^ ""ei Theil des Tages in Gesell-'^"!l ihrer Erzieherin zuzubriugen. H, ""(Eine interessante Entscheidung in ^esachen.) Der in Friaul gebürtige, seit 185» in dnn,'"^ ""b seit Allfang der siebziger Jahre in Graz "m,cll,erende Nan - Unternehmer Jakob lleconi hat ^.,2 November 1877, zu welcher Zeit derselbe noch "enlscher Unterthan war, in der Capelle der britischen landtschaft in Wien mit einer von ihrem Ehegatten, EM ^"lestanten, getrennten Unterthanin des Staates h ^"'Weimar, welche der anglika ischcn Nirche angehört, ^.^. eingegangen. Anfangs 1885 erstattete nun Ce-Tl,, ." Bundesgerichte Graz die Auzeige, dass seiner Mi ^^ Hindernisse entgegenstehen, welche dieselbe nn-^ Erscheinen lassen. Erstens sei seine Gattin zur Zeit ^Abschlusses der Ehe mit ihn, bereits verehelicht und getv s " früheren Gatten nicht durch den Tod getrennt Äu s ' ^"^ konnte nach den Hofdecreten vom 26sten KM,l ^^ ""b ^ I"^ ^^'^ zwischen ihm als ^, Miken und der von ihrem ersten Gatten getrennten Nl«w/^" ""^ ^'ltige ^^ "'^^ zustande kommen. Zweitens Ci?'0" zur giltige Eheschließung erforderliche feierliche ^"wllligung vor dem ordentlichen Seelsorger uud in .^wart zweier Zellgen. Das steiermärtische Landes-tz,'^ hat nun zunächst erwirkt, dass die steicrmärkische °"Mterei von dem zweiten Ehehindernisse den Dispens du,, ^ worauf das Landesgericht die fragliche Ehe t>« !^Nl Zeitpunkte der nachträglichen Dispens-Ertheilung, h^ist ho,u 17. Juni 1885 angefangen, für giltig und li?^"tsam erkannt hat. Das Ehehindernis des «Katho-H^"us» liwne hier nicht in Betracht kommen, weil die ^schließenden zur Zeit der Eheschließung «Ausländer» H^ ""b ihre persönliche Fähigkeit daher nach tz 34 tb« ""^ bk" Gesehen des Ortes, denen sie als Unter^ ^" unterstanden, beurtheilt werden muss. Nun existiere ^? weder im Großherzogthum Sachsen-Weilnar noch in bt^" ^°^ Ehchindernis des Katholicismus oder des e„ Leidet, mit Ankern auf dem Kragen und mit eine a f. "essen auf den Aermeln. Hinter ihr schritt ^locken, Y.e 2"dh m schwarzem Seidenlleide. einen jlhj ^ut aus geflochtenem Stroh auf dem Kopfe, l"Nae^"neuschirme ^ einen Fächer tragend. Die U°°?n 'b "hmete die frische, würzige Scelust mit 'l, fiH", ,em, trippelte verquiigt mit den Füßchen. d,e ^"sohlten Lackfchuhen staken, und sprach: H. Hübsches Wetter. Harriett! llich^" gestrenge Lady, offenbar eine Gouvernante, ?"n bi.s ? 6"pfe ,,„d ^h„te zustimmend dazu; ^boaen?-^ "üttelst einer Bewegung des spitzten ^ baf-,^"" Ogling ihr folgen' und bewegte stch Di ä"' ^"ch^„?" Fläche des Meeres war rosig an. ??Uen c>; 'chmunerte sanft wie ein Opal; oven am Mer zU5?°l"ent schwammen zarte Wölkchen; m, ,?sch w >?""ch' von der See einherstrcichend. spielte "H die ?s ^m. sich wiegenden Laub der Bäume und °lhijfeV.Nen flattern, welche auf den Zinnen der ^ 'uryten. ^'3t'l,nV""dt, dessen Rasen von der Sommerhitze ^chiilldl^ °ü bcn Badegästen zertreten war. führten ^^chtel? 'W Meuten von Windspielen, Dachs. ^ """„den an der Leine herum. Junge Damen in Jerseys und Herren in Flanellröckcn spielten Lawn. Tennys. während blonde Babies mit nackten Beinen eine Fledermaus, die an einen Faden gebunden war, emporschwirren ließen. Die kleine Tramway, die vom Casiiw zum Seebade führt, trottete schläfrig klingelnd vorüber, und Gassenjungen, aus voller Kehle schreiend, boten dcn Passanten die Reimprogramme seil. Die Miss und ihre Begleiterin waren vor dein .Hotel Royal» angelangt, als sie von einem jungen Manne, der mit gesenktem Haupt und sinnender Miene aus dem Oasthofe trat. fast umaestoßkn wurden. Der junge Mann lüftete den Hut, sprach einige Worte der Entschuldigung mit etwas fremdartiger Betonung und trat dann hart an die Mauer, um' den Damen den Weg freizumachen. Auf einen Allsruf der jmlgeil Miss erhob er dcn Blick, stammende Nöthe überflog chm das blasse Angesicht, seine schwarzen Augen fnnkclten und, die Hände zusammenschlagend, rief er freudig verwundert: — Daisy! Sie hier! Sind Sie's. Daisys — Richard! rief nun die Miss, von heftiger Errequng ergriffe». Dann erfasste sie vertraulich und gebietend zngleich des Fremden Arm, und von wden-schaftlicher Neugierde bewegt, sprach sie: . — Vor allen Dingen sprechen Sie m,r von meiner Schwester... Wo haben Sie sie gelassen/ Wie c,cht es ihr?... Aber was bin 'ch doch fur Thörin ... Sie sind in Dieppe... folglich l,t j,e mit Ihuen da!. .. Richard, lieber Freund, »ch »e-schwöre Sie: wo ist Maud? ... Rasch, rasch fuhren Sie mich zu ihr. Oh. wie brenne ich vor Ungeduld, sie zu umarmen! — Daisy! Theures Kind! stammelte Richard. Ulld in seine schöngcwölbte, von schwarzen Lock?» gekrönte Stirn legten sich tiefe Falten, mc m des Weihers Spiegel, wenn ein Wind darüber fährt; aus den Augen qilollen ihm Thränen hervor und seine Stimme bebte. Die gestrenge Matrone mit dem Glockenhute, welche im ersten Augenblicke vor Verwunderung ver» steinert schien, hatte inzwischen die Fassung wieder-» gewonnen und entschwss sich nun zum Einschreiten. — Meine Theure, ich bitte Sie... hub sie an, sich resolut zwischen den jungen Mann und ihren Zögling stellend. Sie wissen, wie die Aufträge Ihres Herrn Vaters lauten . . . Wenn er ahnte, dass in meinem Beisein ... ein solches Zusammentreffen ... Oh, oh, ich wage kaum. daran zu denken! Erwägen Sie nur, mein liebes Kind. Nein, nein, das geht nicht, und wenn Sie nicht vernünftig genug wären, mir zu gehorchen, so wird wohl dieser Herr wissen müssen, was seine Schuldigkeit sei... Das Wort versagte ihr; vor Entrüstung konnte sie nicht weiter; so stand sie da, zwischen die beiden jungen Leute gepflanzt, die Wangen geröthet, mit funkelnden Augen und in einer Verlegenheit, die zugleich zum Lächeln und zum Erbarmen herausforderte. Daisy aber runzelte die schneeige Stirn und sprach, einen drohenden Ausdruck um das Mündchen legend: — Harriett, meine Gute, hören Sie mich wohl an. Sie wissen, wie ich unter gewöhnlichen Umständen willig und fügsam bin und wie sehr ich Sie liebe... Aber heute — sehen Sie, Harriett — heute stehen wir eben vor einem ganz ernsten Fall. .. Es handllt sich um meine Schwester — begreifen Sie? — um meine Schwester Maud. Ah, Harriett, und Sie haben dos Herz, mit mir zu rechten, wenn mich die Liebe für meine Maud durchglüht... (Fortsetzung folgt.) Laibacher Zeitung Nt. 267 2202 22. November M6. Gradisnica bekannten kolossalen Höhlungen in allen Theilen abzumessen. Die Tiefe dieser Gradisnica beträgt 225 Meter, jene anderer Schachte in ihrem Gebiete dagegen 50 bis 100 Meter. Eine besondere Nothwendigkeit war die Untersuchung der vielen Karstschlünde. Dabei lernte man Höhlenräume von so großartigen Dimensionen kennen, wie sie in solcher Gestaltung niemand auch nur vermuthete. Der größte dieser Räume der Unterwelt, der ungefähr 2 Kilometer lang ist, befindet sich am östlichen Rande des Beckens der Unz bei Laase. Die hervorragendsten der entdeckten Grottenzüge liegen unter der Eisenbahn. Die Arbeiter vernahmen mit Schrecken den Lärm, der von den Eisenbahnzügen herrührte und sich nach unten zu verhundertfachen schien. Durch die diesjährigen unterirdischen Forschungen wurde auch festgesetzt, dass die Wasserabflüsse in den Kesselthälern Innerkrains ungenügende sind, und dass die vielen Sauglöcher dieses Gebietes nicht so functionieren, wie sie functionieren könnten. Die Sauglöcher wurden in den seltensten Fällen rein gehalten. Nachbrüche, angeschwemmtes Geäste, Binsen u, s. w. verstopften selbe sehr bald derart, dass die früher gut functionierenden Felsfftalten ganz unwirksam wurden. Man will vor allem jene Sauger ausräumen, deren Gänge mit großen Grottenräumen in Verbindung gebracht werden können, in welche dann das Hochwasser abgeleitet werden soll. Solche Hohlrüume wurden in großer Anzahl entdeckt. Sie liegen 10 bis 30 Meter unter der Thalsohle. Wird einmal der Zusammenhang der Sauglöcher mit den Grotten auf dem Wege der Vermessungen und Versuchsgrabungen ermittelt sein, werden auch die Durchführungsarbeiten beginnen können. Dabei wird auch auf die Einstufst Rücksicht genommen werden müssen, welche die Entwässerung der Kesselthäler Innerkrains auf jene des zwei Quadrat-Myriameter umfassenden Laibacher Moores üben wird oder üben dürfte. — (Todesfall.) Vorgestern früh ist hier nach längerem Leiden der k. k. Artillerie-Oberst i. R. Herr Warmund Karnitschnig im Alter von 73 Jahren gestorben. Der Verblichene ward zu Rohr bei Marburg geboren und trat im Jahre 1830 veim 4. Artillerie-Regimente als Expropis - Unterkanonier in die Armee. Später wurde Karnitschnig zum Bombardiercorps transferiert und avancierte im Jahre 1848 zum Lieutenant im zweiten Feldartillerie-Regimente. Im Jahre 1866 wurde der Verstorbene mit dem Officiers-Dienstzeichen erster Classe decoriert. Als Oberstlieutenant des Zeugsdepots in Ragusa trat er in den Ruhestand, bei welchem Anlasse ihm der Oberstencharakter aä nonoros verliehen wurde. Das Leichenbegängnis findet heute um 3 Uhr nachmittags vom k. k. Garnisonssftitale aus statt. — (Lehrbefähigungs-Prüfungen.) Vor der Prüfungscommission für allgemeine Volks- und Bürgerschulen unter Vorsitz des Directors und Bezirks-Schulinspectors Herrn Blasius Hrovath beginnen heute die Lehrbefähigungs-Prüfungen und dürften mit Ende dieser Woche beendet werden. Zur Prüfung haben sich 18 Lehrer und 9 Lehrerinnen gemeldet, und zwar je drei Lehrer und Lehrerinnen für Volksschulen mit deutscher Unterrichtssprache, ein Lehrer für Schulen mit slovenischer Unterrichtssprache, alle übrigen für Schulen mit slovenischer und deutscher Unterrichtssprache. Ueber den Erfolg der Prüfungen werden wir berichten. — (Kostzöglinge an Mittelschulen.) Se. Excellenz der Unterrichtsminister hat an sämmtliche Landesschulbehörden einen Erlass gerichtet, wonach es, vom Beginne des nächsten Schuljahres an, den Directoren der Mittelschulen und Lehrerbildungs - Anstalten überhaupt nicht gestattet ist, Schüler solcher Anstalten in Kost und Quartier zu nehmen. An Orten, in welchen mehrere Anstalten der bezeichneten Art bestehen, ist es auch den Lehrern dieser Schulen untersagt, Schüler der eigenen Anstalt in Kost und Quartier zu nehmen. — (^.näHctor <:kllumni2,ry...) Das Erzherzog Karl-Monument auf dem äußeren Burgplatze in Wien ist dor einigen Tagen von unbekannten Thätern besudelt worden. Das Attentat konnte umso leichter ausgeführt werden, da auf dem spärlich beleuchteten äußeren Burgplatze keine Wachposten sich befinden. Alle Blätter müssen daher auch gestehen, dass der Thäter kaum eruiert werden wird. Nur die «Neue freie Presse» hat die Kühnheit, die durch gar nichts erwiesene Behauptung aufzustellen, dass es «slavischer Schmutz ist, mit dem in Wien das Denkmal des Kämpfers für Deutschlands Ehre' besudelt wurde, wie in Laibach jenes des deutschen Dich- "? ' ^ ist zumindest fraglich, ob das genannte Blatt ?I «orte m einem Augenblicke patriotischer Entrüstung geschneven. Es galt nur, den bösen Slaven wieder einmal Emes anzuhängen. Vielleicht könnte das Weltblatt aus der Flchtegasie den Urheber des bübischen Attentats näher suchen. ^ ^ ^^.^^^"^"'"-) Die Ordensfrau im Ellsabethlnen-Kloster zu Graz, Rosa Seel, feierte Freitag dort chr 50iahrlges Prosess-Iubiläum. M. Rosa ist geboren zu Graz am 1. November 1812, trat 1834 in den Orden und legte im November 1636 das Ordensgelübde ab. Das Schicksal dieser Ordensfrau war ein besonderes ; denn ein Jahr nach der Profess wurde sie nervenkrank und lag vierundzwanzig Jahre im Aette! Nachdem sie die Krankheit überstanden hatte, befand sie sich bis jetzt im allgemeinen wohl, nur kann sie seit einer Reihe von Jahren nicht mehr über eine Stiege gehen. — (Vom Wetter.) Auch in der jüngst verflossenen Woche waren die Schwankungen in der Atmosphäre über Europa ziemlich bedeutende, da wiederholt Gebiete niederen Luftdrucks, welche vom Ocean her ostwärts sich bewegten, den Continent theils nur taugierten, theils in der Nordhälfte durchschnitten. Aus Baiern wie dem österreichischen Salzkammergut wurden bereits Schneefällc, doch von nirgends her noch Frost gemeldet, und blieb überhaupt auch in dieser Woche bis auf das nördliche Finnland ganz Europa noch frostfrei. Aus Istrien wurden zahlreiche Gewitter gemeldet. Im Hochgebirge herrschten andauernd starke Schneefälle und ist seit Freitag daselbst die Temperatur bis zu —10 und —13" Celsius gesunken. Andauerndes Steigen des Luftdrucks lässt noch weiteres Sinken der Temperatur bis zum Nullpunkt bei wechselnder Bewölkung, stellenweise Regen und Schneefälle in den nächsten Tagen in unseren Gegenden erwarten. — (Die Schwiegermutter erschossen.) In der Nacht zum 15. d. M. waren in das Gasthaus des Martin Muren in Planina bei Trifail mehrere mit Knütteln bewaffnete Individuen eingedrungen, welche die darin befindlichen Gäste sowie den Wirt selbst misshandelten. Um diesen Angriff abzuwehren, feuerte Muren aus seinem Gewehre in der Finsternis einen Schuss ab, wobei jedoch der Gewehrlauf zerfprang und der Schufs die zufällig aus dem Nebengemach kommende Schwiegermutter des Genannten, Anna Levicnik, derart unglücklich in die linke Brustseite traf, dass sie sofort todt zusam-men fant. Neueste Post. Original-Telegramme der Laib. Zeitung. Budapest, 20. November. Die Gemahlin Iokai's, einst eine gefeierte Tragödin, ist heute morgens gestorben. Budapest, 20. November. Die «Revue de l'Orient» meldet: General, Kaulbars ist heute um 11 Uhr vormittags von Sofia abgereist. Zahlreiche Bürger hatten sich bei der Abfahrt eingefunden. Agram, 21. November. Der Landtag wurde gestern eröffnet. Nachdem der Präsident das Resultat der Nachwahlen mitgetheilt, stellte Anton Starcevic folgende Interpellation: «Ist es dem Banns bekannt, was die entscheidenden Kreise der Monarchie zu thun gedenken, wenn Oesterreich-Ungarn von fremder Seite aufgefordert würde, Bosnien und die Hercegovma zu räumen.» Der Banus Graf Khueu erwiderte, solche Interpellationen gehören nicht zum Wirkungskreise des Landtages. Die nächste Landtagssitzung wird einberufen werden, sobald die Berichte des Iustizausschusses vorliegen. Paris, 21. November. Im Ministerrathe theilte Freycinet mit, dass die französische Regierung auf Ver-langen Russlands den Schutz der russischen Unterthanen in Bulgarien übernommen hat. Sofia, 21. November. General Kaulbars ist mit den Secretären Kartami^ev und Luev nach Constanti-nopel abgereist. Dragoman Somov ist zurückgeblieben. Die russische Flagge wurde vor der Abreise gehisst. — Z,lr Feier des Jahrestages der Schlacht bei Sliv-nica ist die Stadt beflaggt. London, 21. November. Die Arbeiterdemonstration auf Trafalgar-Square ist ruhig verlaufen; es nahmen an derselben etwa 50 000 Personen theil, wovon die Hälfte aus Personen bestand, welche mit den Arbeits-losen sympathisiert. Die eingelangten Deputationen zogen mit Musik, welche die Marseillaise spielte, ab. Es sprachen drei Redner. Die angenommenen Resold tionen tragen den üblichen socialistischen Charakter. London, 20. November. Das Gerücht. England hätte die Anfrage Russlands bezüglich der Candidatur des Fürsten von Mingrelien negativ beantwortet, ist unrichtig. England befindet sich in Uebereinstimmung mit den interessierten Mächten bezüglich einer die Frei-heit des bulgarischen Volkes respectierenden Löjung. Mall erwartet bezüglich des Fürsten von Mingrelien Erklärungen von Seite Bulgariens. Montevideo, 20. November. An Stelle des demis« sionierten Präsidenten wurde General Maximo Tayes zum Präsidenten der Republik Uruguay gewählt. Danksagung. Ihre Hochwohlgel,oren der t. t. Landespräsident Freiherr von Winller und dessen Gemahlin Freiin von Winller halien mir anlässlich des Ablebens ihrer Mutter, bezichuugowcise Schwiegermutter, dcr hochwohlgebornrn Frau Iosefine Per-sostlia den Velrag von fünfzig Gulden sür die Armen der Stadt Laibach übergeben lassen. Ich beehre mich, für diese hochherzige Spende hiemit den wärmsten Dank namens der Armen auszusprechen. Stadtmagistrat Laibach am 21. November 1886. _________DerPürgerml ister: O raffe lN m. p. Holkswirtschastliches. Vesterrcichisch. ungarische Mnk. Nom Secretariate der Oesterreichischungarischen Banl erhalten wir sollende Mittheilung: Am 4. Dezember d. I. findet in Wien im Vantgebäude. Lanbhausgasse 2, die Verlosim« der Pfandbriefe der Oesterreichisch ungarischen Vanl statt. v'eA werden im Sinne des § 57 dcr Statute» dcr Hypolhclar-me°'" abtheilung der Oesterreichisch-ungarischlii Bank aus dcn M "' . laufe befindlichen Pfandbriefe» der betreffenden Gattung z«, illickzahlunss ausgelost, und zwar: In der 56. Ziehung ^ 5proc. Pfandbriefe: 5033800 fl.; in der 11. Ziehung brr4/, proc. Pfandbriefe: 2272l)0 fl.; in dcr 11. Ziehung W 4p^ Pfandbriefe: 213500 sl. Vom 27, Nouember d. I. anMM bis unmittelbar nach Erscheine» der Ziehungsliste über oie wähnte Verlosung findet lein Umtausch von Pfandbriefen ,>«'' Lailiach, 20. November. Auf dem heutigen Markte f"b erschienen : 11 Wagen mit Getreide, 7 Wagen mit Heu und V""»,. 12 Wasi.cn und l Schiff mit Holz. Durchschnitts-Preise. ____. s>. ,lr, fl'i lr. N.^^—" Wcizcn pr. Heltolit. 6^66 7 56 Butter ftr. Kilo . . ^,^ "" ^. Korn » 4 55 6 30 Eier pr. Stück - ""^ " ^ Gerste » 4 22 4 90 Milch pr. Liter . . — " "" ^. Hafer . 2 7« 3 w Rindfleisch pr. Kilo ^ li4 -^ Halbfrucht .-------6 75 Kalbfleisch » -?, ^ Heiden . 8 74 4 75 Schweinefleisch » -A-^ Hirse . 4 22 4 80 Schöpsenfleisch » ^A^ Kukuruz . 5 4 5 50 Händel pr. Stilck . ^?? ^ Erdäpfel 100 Kilo 2 «8-------Tauben » ^!^ "" ^ Linsen pr. Hcktolit, 11-----------Heu pr. M.'Ctr. . 2»«-"^ Erbscn » 9-----------Stroh . ..26»^ Fisolen . l 1-----------Holz, hartes, pr. ^ .. ^. Rindsschmalz Kilo 1----------- Klafter N^"^. Schweineschmalz» —68-------— weiches, » ^ äl — Speck, frisch, . - 60-------Wein, roth.,100llit. — g0 -— geräuchert » — 70-------— weißer, > ^71^-— Landschaftliches Theater. Heute (gerader Tag): D cr H üt t en b esi tzer. (l.eA>^ c!« ?orF<;».) Schauspiel in 4 Auszügen von Georges "^ Meteorologisch^ Bcobachllllnsen in kaibach^. ff °«H L« F"ß v »"'» S ^_^<----^^^ 20.2 . N. 737.60 8,2 O. schwach heiter "' 9 . Ab. 739.14 3,1 NW. schwach heiter . .^-?U.Mg. 738,15 1.4 O. schwach Halbleiter ^ 21.2 . N. 737,08 6.4 O. schwach fast heit« "' 9 . A. 737,98 3,0 NO. schwach bewölkt Den 20. morgens Nebel, tagsüber heiter, Abendroth, !^ nenhelle Nacht. Den 21. tagsüber heiter, Abendroth, ° gg' bewölkt. Das Tagesmittel der Wärine an beiden TaF." le> und 3,1«, beziehungsweise um 0,3° und 0.6° über deM^^. Verantwortlicher Nebacteur: I. Na «lit. Für die vielen Beweise theilnehmcnder ¦ Sympathie anlässlich des Ablebens ihrer uD I vergesslichen Mutter, beziehungsweise Schwiege ¦ und Grossmutter, für die so zahlreiche » ¦ I theiligung am Leichenbegängnisse der theuer ¦ Dahingeschiedenen und für die vielen schoo ¦ Kranzspenden sagen im eigenen sowie im Nam ¦ aller Angehörigen den innigsten, tiefgefü»* ¦ Dank I Freiherr und Freiin von Winkler^J Gott dem Allmächtigen hat es in seinem "NA > forschlichen Rathschlusse gefallen, den hochwohlgel""» » Herrn > Warmuud Karnitschllig > l. t. Artillerie-Obersten i. R. > heute den 20. d. M. um 5 Uhr früh nach läns"A > Leiden im 73. Lebensjahre in ein besseres ^"" » abzuberufen. « Mc > Das Leichenbegängnis findet Montag ">» " ^.„ » nachmittags vom l. l. Garnisonsspitale "'s ""liche > ssriedhof zu St. Christoph statt, woselbst d,e l«l" » Hülle im eigenen Grabe beigesetzt wird. Etabl" > Die heil. Seelenmessen werden in der » Pfarrkirche zu St. Jakob gelesen. > Um stilles Beileid wird gebeten, > Laibach am 20. November 1866. > Zie trauernden Mgehöligeü- » ««rbi«un««anftalt b«« Depot der k. k. Generalstabs-Karte»- . Tasche"?""'"' Maßstab 1:75000. Preis per Älalt 50 lr., '» auf Leinwand gespannt 80 lr. ,, .AM Jg. u. kleinmayr »2 - I3!i 5< >»«e^°? st°"lt 500 .. 138 75 13» 2s, >»« ^° vnnstel IW ., ,»<»75I«,!i! ,N ElaaMc,,« . . 100 ., 171 75173— ^lm/n, « -bo. 171 — 17150 0^A^,^°lblente, stliilfs.n . >l4 45l,4«s> " «ottnrentc, steuerfrei , !0i lo ioi l5 "^'3°ldren»e <»/„ . . , . io3N5i04in ' M'°"lN>e 504 75 ,05'50 Vndeie bssentl. Nnlehen. Dona» Me«..>'osc b°/„ IN0 sl. . l>9 25l1»'?5 d!o. »lnlcihe ,87«, fteuersrei . !0« —>«? — N,,Iebcn b, Stablgemcindr Wien w< 75 ink «o Nnlehen d, Qtadlgemcindc Wien (p.iltl, und Gold) .... l«Ul>0,ei50 Pl-an!icn'»lnl, t, Cl> btgcm, Wle» lll< »<> 1Ü5 30 Pfllndbricfe (sill l00 fi.) ztiodrrcl.aUg.öslell. <'/,«/<, Gold. 124 — >»5'— b!o. IN 50 „ „ «>/, "/» 100 30I00N0 t» Q csV Hypolhclclibanl Wj. 5>/,"/<> >«1 »5 !0I ?l> Q><,,°»ng. Bn»l v«l. 5°/n . , I00'»f inc» 5« dll>. „ 4'/,°/» . >0l ?0!0l lw dli, ,, <«/n . . 3» 50 W75 Unft, a»«, BoleocvldK'Vcticnges. ,» ^cfl i» ^, I«'!l» vril, 5>/,"/o —'--------'- ^, ioriläle'Obligationen lsUr l«0 fi,) LUladelh. «vtftbahn ,, «tmijsion —>_____>— he>di»andi!'Nolddah!! in illber W50il>0 — ^ra,,z-Iri^'Bah!>.....^---------^. aiizljch!,' ilm l» ^ubwik » Vahn «l ^0 >,, e. ^,,"/, . 10060101-Qeslcrr. Noltwcslbahn . , .,«,««»i«6'50 Cirl^l!bl!<»cr.......>____j __^. Etaa»«bahn 1. «missson . . I»S «0 ^«40 eübbnhn k »n/^..... IS70 ! «5 „ ^ 5°/^..... ILL 5<>I3« - Nn«,»galiz. Bahn..... ll,1l0!l»i50 Diverse Lose (per Elixl), Crcdillost I0N s>..... I78'50!7!»'— !«"- i!a>lachclPrämic»'?ln1eh.zo st. 20 ül 20 75 Olcn^l ^'ojt . l< ?<> >4 !>l> Mudolj-i'ole 10 fl, . . . i» — I» 50 Ell!m-l!o ^<-«" l>0 «llbl..»lnft,s.Hand,u.G, > — !ä«cl>!!!hlc»Otj.,Ma»l «u« jl.....zz8'7Ul!2? Ill !Ucll>!ht0l>a»l. «U,,. lill -T<;'!. ltiscxb, z»0sl,!lM. —------------ «ohm. Noidbahi, 150 fl . , 183 - I»",— _ Wcftbabn i!00 ft. . . . »75-»77 — Vuschliehradcr lkisb, 500 sl. 2Vt.---------------- (lit.«) »00 fl. .------------— Donau « Damplfch0sl,S. —'—------ <> „ SI)b.»Tir,III. d>nanb««^ordl'. ion« fl, <^M. »357 »,^6» stranz«Ioscs».^ahn loo il, Eilbcr «»»-—22l5l> ssünflirchen^a!-c)««isd,20ll!l.K.------------— VlllizKail'i'ub^lg «.^uojl, >i^l. 1»7'5U18?'80 Olaz «öflachc, (t,<^, llOUNö.W,-------—'— K.chlcnl>cr^ liijcndahn loo sl. .-------—'— ilajchau^delli.liileub. ^lUo !l. S, — '— —' — i!ember8»e>ellschl,ui»sl.CM. 574—575- Oeslcrr. Nordwestb. ^ul) zz 172 75 U»g,WeNb.sM<,ah>Gi2,)z»00fl.V.i7o 50 I7l — Inbuftrit'Actlen (per Sliis). Hgydi unb Kindderg, Hisen« unb Elahl'Iild, in «,en IC0 fl, . — — — — Hiienbabnw.'Veihg. i. »u fl. 40",, »«5« »7 zo „Eibcunibl", PHpi^rl, u, «U.-Ä. «? 5.0 «» — ^lonlanoOcsclljch., öfterr.'olvine ^>8 70 29'l0 Prog« Ie!i-Inc>,»Ves, ^0» sl. .l»3 50l84ü0 Valgo.Tali, Eisenr^ss. I0l» sl. . — — —-— Wasil»s..^.. Oust. mW. luusl.l»»--------'— Irisailcr il°hlel,»,»Vcs, 70 sl. . — — — — Devisen. Deutsche Plähe . . . . , .,, «, «17b London.........^,N5i»6 — pari« .........4»eu4»S7» Petersburg .......__^ — — Valuten. Ducaten........ 5X4 5 96 20'Yrancs'Stilckc..... l»y,, ,»4. Silber......... -- -- Deutsche Uteichsbanlnoten . . g, go «17«