Samstass, 8. Oktober 1887. 1<)<>. Jahrgang. DmbacherMZeitum. ?»nMb^c. ?, ?? k ^?^ '» ^ ° " "^' ^ ^ ".^ »«"»lbhrig st 'L. h<,Ibie „Voibacher ^e.tun«" «scheint läßlich mit «u»nadml der Sonl,- und »e,ert»»t "cine In!»atc w» >u < Zc.len 25. fr,, nloherr v.r.^,lc ü tr,: !>.', öslcrl» ckedllhownnen pr, /eils, 8 lr. G wcrben nicht a»gtNl'mmen >mb Manulcr.ple nicht ,nrü«,lftlllt ""'"""^' ""'" Umtlicher Hheil. An ^^' ^ ""b k. Apostolische Majestät haben mit Merhöchst unterzeichnetem Diplome dem kaiserlichen Mhe und Großindustriellen in Prag Franz Waldek «"Anerkennung s"nes gemeinnützigen Wirkens den «Beistand mit dem Ehrenworte «Edler» und dem Prä-0'cate «Wal dried» allergnädigst zu verleihen geruht. y Se. k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 2. Oktober d. I. dem Mrrer zn S. S. Filipp'o e Giacomo in Dalmatien, "ecyant von Zaravecchia und Ehrendomherrn des Me^ lwftolitancapitels in Iara Marcns Pelicaric das Mdene Verbienstkreuz mit der Krone allergnädigst zu "weihen geruht. Nichtamtlicher Mil. Ein Beitrag zur böhmischen Frage. , . Herr Ernst von Plener hat vor einigen Tagen "m ssestcommerse aus Anlass der Enthüllung des "N'irr.Iosef.Denkmals in Eger eine Rede gehalten, die ^"^l bezeichnend ist für die ganze Natur des deutsch-mnü , ^" Conflictes und deren genaue Analyse wieder «mm deutlich zeigt, warum eigentlich die Lösung der läw ^ böhmischen Frage noch immer anf sich warten s^' Perr Plencr jlln. ist ein klarer K^'pf. und er 3.I! ei»e maßgebende Rolle im Schoße seiner Partei. " "kn w,r uns also an seine Worte. Nkllerl ^ Abgeordnete der Egerer Kammer hat nun full,,» i.^ Forderungen präcisiert, von deren Er« m den n Deutschen Böhmens ihren Wiedereintritt cz^ Landtag und überhaupt deu Ausgleich mit ihren kennt?"c Landesgenossen abhängig machen. Man oerspsk Forderungen. Man weiß. dass einzelne a ' .^' wie zum Beispiel das Verlangen nach der U^.^r a. des Landesculturrathes. den gemäßigteren ^,f"/'Ul)rern erst von der extrem-nationalen Clique lna!>3"yl"! wurden; man weiß aber auch, dass über »nil? ^ Forderungen eine sachliche Erörterung sei f,! ^^"' ^" "zielen wäre. Anf Einzelheiten tless? ^"'V/'!'gegangen. I^r Patriot beklagt anfs T)e,^ Tatsache, dass mehr als zwei Millionen Ascher ,n Böhmen sich grollend von der Theil- nähme an der verfassungsmäßigen Thätigkeit im Landtage fernhalten, nnd die Czechcn selbst beginne,, bereits die drückende Schwere der alleinigrn Verantwortung für die autonome Landesverwaltung zu empfinden. Sollte man angesichts einer solchen Lage der Diuge nicht erwarten, dass Deutsche nnd Czechen mit Freuden bereit sind, in die Discnsswn jener Forderungen einzugehen? So einfach aber steht die Frage nicht. Der Pferdefuß hinkt nach. Herr von Plener sagt in Eger: Das sind nnserr Wünsche, die wollen wir erfüllt wissen, und dann ist die Verständigung fertig. Weniqe Minuten fpätcr aber hat er selbst sich dementiert, indem er sagt: Von einer nationalen Auseinandersetzung mit den Czechen im Lande Böhmen ist keine Rede, wenn nicht früher unfere große Forderung der deutschen Staatssprache nicht etwa theilweise, sondern vollständig bis aufs letzte I'Tüpfelchen verwirklicht worden ist. Welche Inconsequenz, welch greller Widerstreit mit alleu früheren Kundgebungen der Partei! Zuerst hat man es jahrelang verkündet, der deutsch^czechische Con» flict sei Quelle nnd Wurzel des Nationalitätenhaders in Oesterreich, und eitel Friede werde im ganzen Staate herrschen, wenn nnr einmal in Böhmen die freie Ver-ständignng von Volk zu Volk erzielt sei. Nnd nun kommt Herr von Plener und stürzt das alles über den Haufen. Es ist nicht wahr, sagt er, dass wir die freie Verständigung von Nation zu Nation in Böhmen als die nächste und wichtigste Aufgabe erachten, nach deren Vollendung alles übrige leicht sich finden wird. Nein. wir verquicken vielmehr auf kunstreiche Art die böhmische Landesfrage mit einer ganz andern, das gesammte Staatsgebist umfassenden Angelegenheit, einer Angelegenheit überdies, welche die Gefühle der Nichtdeutschen auf das empfindlichste be. rührt und welche deshalb noch sehr lange nicht wird ins reine gebracht werden können, und so lange diese Angelegenheit nicht geregelt ist, das heißt so lange wir nicht die deutsche Staatssprache in der Tasche haben, ebenso lange wollen wir von einer nationalen Aus/ rinanderfetzung im Lande Böhmen nichts wissen, beziehungsweise wir dürfen um den Preis dieser Aus' einandersetzung jene große Forderung weder ganz noch theilweise fallen lassen. Das ist in dürren Worten der Sinn der Plener. schen Rede. So zu sprechen ist unconseqnent, denn Plener verleugnet damit den ganzen bisherigen Stand' Punkt semer Partei; es ist aber auch unklug, denn das heißt, sich selbst ins Unrecht sehen. Es wäre dringend nothwendig zu erfahren, ob Plener mit seiner Rede im Auftrage oder wenigstens im Sinne seiner Partei gesprochen hat. Der Abgeord' nete der Egcrer Kammer genießt eine hervorragende Stellung unter den dcutschböhmischen Politilern, allein er ist nicht der Führer der Deutschen in Böhmen, er repräsentiert sie nicht. Freilich ist heute die Frage wohl gestattet, wer deun eigentlich der Führer der Dcutscheu in Böhmen sei. Der Obmann des Prager Vertrauensmänner-Colleginms führt diesen Ehrentitel seit einer Reihe von Jahren. Allein seither hat sich manch tristes Ereignis vollzogen; die deutsch-nationale Bergpartei in Reichenberg und in Eger, in Leitmeritz nnd in Warnsdorf hat gegen das Vertrauensmänner-Collegium revoltiert, seine Autorität ist vielfach durchlöchert, und erst die jüngsten Landtagswahlen, von welchen Herr von Plener behauptet, sie hätten der Prager Parteileitung volle Genugthuung gewährt, haben derselben vielmehr an einigen Orten neue und empfindliche Niederlagen gebracht. Es ist also schwer, heute überhaupt von einem Führer der Deutschböhmen zu sprechen. Allein folgen wir der alten Gewohnheit uud nennen wir den Ob» mann des Prater Casinos als solchen. Nun denn, wo ist Herr Dr. Schmeylal? Warum gibt er kein Lebenszeichen? Er weiß doch oder sollte doch wissen, dass die jüngste versöhnliche Kundgebung Riegers nicht einfach ein persönlicher Willensact dieses Mannes war, sondern dass derselben eine weit ernstere Bedeutung innewohnte. Warum unterlassen es also die Deutschen Böhmens, auf eine solch solenne Friedensmanifestation durch ihre Vertreter in gleich solenner Art zu antworten? Man mag über die jüngste Kundgebung Riegers denken, wie man will, das Eine muss zugegeben werden, dass er und diejenigen, in deren Namen er sprach, eine gewisse Portion politischer Eon' rage brauchten, um angesichts des Korybantenlärms der jungczechischen Intransigenten überhaupt den Wunsch uach einer Versöhnung mit den Deutschen auszu-sprechen. Die deutsche Antwort ist bisher ausgeblieben. Sollte man auf deutscher Seite gegenüber den extrem Nationalen nicht den Muth finden, welchen Rieger gegenüber den Iungczechen fand. und follte selbst Schmeylal fürchten, iu solchem Falle das Schicksal des Feuilleton. Aus der Kagunenstadt. pfer 3^?>" ^"' sonniger Morgen, als unser Dam-das' ^"?" kommend, die südlichste Spitze Istriens. schwas Pwmontore, doublierte. uud bald ver-Von Un <""s .""'" Felsenriff erbaute Leuchtthurm Nüsten ?» °" hmter uns in der falzigen Flut. die ^ en n "'ropä.scheu Continents verloren sich im l'h^ 7""st' der Horizont erweiterte sich zur Uurnd^ d.?c"."''d d'e Welt erschien auf zwei Elemente re- l?^ "^ ^lch und Wasser. e>"er pi«> ""Fa"blich, welche Effecte die Natur mit auch l^'^" ssarbe erzielen kann. Wohin der Blick welckp?l"'^"^ ^ blau und wieder blan. und doch, dieser N^slm'g.' '^ches Leben, welch ein Reiz in "Mchbl« ' ^"b'ma. von Blau. das von den zartesten Abstus.n ^uaucen bis znm tiefsten Ultramarin alle email?>e" d"rchlänst «"d sich mit glitzerndem Gold-Sonn«. ?,. 'r '"" bie Meeresflä'chc die Strahlen der Zunder .. i^."^' Die Ndria ist ein coloristisches genannt we d ""^ ^ ""d Recht das blaue Mcer lere mit",..?^"' ""^ Delphinen nmgaukelt. welch letz-Nette sck«'« " Dampfer oft lange' Strecken um die lnittaq en?'?' "^'"e" wir uns am späten Nach-^ Canw,'^ w '^Nischen Küste. Zueist tauchte die h2 "?^'^ aus der blauen Flut. dann ?"' üuherst n F°^'° ""b "'dlich all die Ortschaften V"na M' ,^"de ^r Lagune, wie Chioggia. Pa- ^°rgana an^ °l« hätte sie die Fata Vor.zonte hervorgezaubert. Das pittoreske Bild belebten noch die unzähligen Fischerboote, die sich mit ihren vom Abendwindc geschwellten ockergelben Segeln von der dunkelblauen Mecrcsflächc grell abhoben, sowie die vor Malamocco verankerte englische Escadre. auf deren zehn Fahrzengen — eine schwing mende Stadt — reges Leben herrschte. Gegenüber dem Lenchtlhurm von Malamocco lagen in der Lagune zwei große italienische Panzerschiffe, die bei unserer Ankunft donnernde Salutschüsse lösten, welche freilich nicht uns, fondern dem Commandanten der englischen Mittelmcerflotte. dem Herzog von Edinbourgh. galten, der auf einem Avisodampfer eben aus Venedig zurückkehrte, um mit der ganzen Flotte nach Trieft aufzubrechen. Es dauerte geraume Hcit, bis wir den unvermeidlichen Zollwächter an Bord hatten, denn ohne einen solchen darf kein Schiff die Fahrt nach Venedig fortsetzen, ciue umso vexatorischerc Maßregel der italienischen Zollbehörde, als bei dem lebhaften Schiffsverkehr Venedigs besonders Segelschiffe ost tagelang warten müssen, ehe ein Zollorgan verfügbar wird. Jedes Schift ist schmuggelverdächtig, und die lebende Conlrole verlässt das Schiff erst bei der Ausfahrt in Malamocco, für welche Beaufsichtigung das Schiff noch eine besondere Taxe zu erlegen hat. Die Schatten der Dämmerung lagen bereits über den grünen Wafsern der Lagune, als wir zwischen den die tiefere Wasserstraße markierenden Eichenpslöcken vorsichtig vorüberfuhrcn. Es war die Znt der Flut, und die ganze Lagune Präsentierte sich als ein ausgedehnter, zusammenhäugender Wasserspiegel, aus dem nur die größtenthcils nnt Gebäuden oder Bastionen besetzten Inseln hervorragten. Wie ganz anders sieht die La« gnne während der Ebbe aus. wo sich das Wasser in die tieferen Eanäle zurückzieht und viele Strecken grün-lichgraucu Schlammbodens zum Vorschein kommen, die Brutstätte des Fiebers und der Mosquitos, das Acker, feld der Armen, die hier Muscheln, Krabben und son« stiges Seegethier sammeln, um ihr elendes Dasein zu fristen. Wie der Nil Egypten, so befruchtet die steigende Flut immer wieder die Schlammfelder der Lagune, den Tisch der Armen. Doch wer wird jetzt an Armut und Elend denken, wo uns die schnelle Gondel an die Piazzetta trägt und wir den grandiosesten, prachtvollsten Platz der Welt, den aus den Reichthümern eines Jahrtausends entstandenen Marcusplatz betreten und von den Denkmälern des Luxus einer vergangenen Kunstepoche und dem Reichthum, den die moderne Industrie hier aufgestapelt hat, geblendet, fasciniert, überwältigt werden? Glorreiche Republik, bewunderungswürdiger Räuber staat, dem es gelang, sich aus den in aller Herren Ländern mit seltenem Kunstverständnis geraubten Schätzen ein unvergängliches, einzig dastehendes Denkmal zu sehen, auf dessen Ruf eine Legion von genialen Künstlern entstand, die in edlem Wetteifer unsterbliche Werke schufen und die üagunenstadt zu einer Kunststadt ersten Ranges erhoben! . Doch halt! Fürchten Sie nicht, dass lch mich m die ätherischen Höhen des Kunstcnthusiasmu« schwinge und vor lauter Begeisterung und Entzücken ein — Fa« dian werde. Steigen wir vom hohen Thurme des En-lhlisiaötmls ins reale Leben herab. Venezia bietet ja so viel des Interessanten, des Nctuellen, dass man sich aus einen lapidarischen Telegrammstil beschränken mMe, um im kurzbemessenen Rahmen eines Feuilletons daK Erlebte und Beobachtete zu skizzieren. Nnd dazu ist der ^'aibacher Zeitung Nr. 229. 1882 8. Oktober 1887. armen Dr. Ruß zu theilen, welchem ein paar ver-söhnliche Worte sein Landtagsmaudat gekostet haben? Wir wissen es nicht. Genug, die deutsche Antwort steht noch aus, und Pk'ners Rede können und wollen wir vorläufig nicht c»ls diese Antwort betrachten. Politische Uebersicht. (Die Czechen und die Fractionen der Rechte n.) Die «Politik» versichert, dass die czechischen Abgeordneten durchaus nicht gewillt seien, die Solidarität mit den übrigen Fraktionen der Rechten fallen zu lassen. Das Organ Dr. Riegers schreibt in dieser Beziehung: «So wenig wir ans Seite unserer geehrten Bundesgenossen die Absicht voraussetzen, sich von uns abzuwenden, so wenig denkt irgend ein ernster Politiker unseres Volkes daran — aus bloßer Lust an der Oftposition in die Oftposition zu gehen, d. h. sich von den autonomistischen Buudesgei'.ossen zu trennen. Dr. Rieger hat es diesertage ausgesprochen: «Dessen kann jeder versichert sein, so lange ich sehen werde, dass es für das Wohl des Volkes, welchem ich mein Leben geweiht, schädlich ist, gehe ich nicht in Opposition, um bloßen Lärm zu schlagen, welcher für den ersten Moment gefällt, für die Dauer aber keinen Nutzen bringt.» Es ist traurig genug, dass es bei nns Leute oder wenigstens eine Zeitung gibt, welche diese ganz selbstverständliche Erklärung des erprobten Führers unseres Volkes zn bekritteln und offen einzugestehen wagen, dass sie verlangen, unsere Abgeordneten sollten die Opposition um der Opposition willen betreiben, sie sollten in die Opposition gehen, auch wenn sie überzeugt wären, dass diese Taktik unserem Volke zum Nachtheile gereichen könnte! Wie gesagt, traurig genug, dass solche Herostratische Stimmen unter uns laut wer« den können, allein für das Verhalten unseres Al>geori> nenclubs sind sie durchaus irrelevant. Unsere Abgeord« neten werden sich nur dann von unseren bisherigen Bundesgenossen trennen, wenn das Lebeus-Interesse und die Ehre unseres Volkes dies erheischen würde. Aber sie werden auch diesmal nicht nach Wien gehen mit der Absicht, eine Scheidung herbeizuführen, weil den «Narodni Listy» weder die Polen noch die Deutschconservativen als Bundesgenossen recht sind, während dieses ehrenwerte Blatt uns noch immer die Antwort auf die Frage schuldig geblieben ist, mit wem wir eigentlich eine Allianz abschließen sollen?» (Oesterreichisch' ungarische Zollcon-ferenz.) Einem Wunsche der ungarischen Regierung entsprechend, ist der Zusammentritt der österreichisch» ungarischen Zollconferenz vom 6. auf den 7. Oktober verschoben worden. Was das Verlangen der italieni« schen Regierung um schriftliche Formulierung der Forderungen bezüglich des Abschlusses eines Zoll» und Handelsvertrages anlangt, so wird die Regierung diesem Wunsche umso eher nachkommen, als auch die italic« nische Regierung in gleichem Sinne vorgegangen ist und es nur die Vereinfachung der folgenden münd« lichen Verhandlungen bewirken kann, wenn die Ver» treter beider vertragschließenden Theile im vorhinein das ganze Material zur Verfügung haben nnd jeder der beiden Theile das Material des anderen Com-paciscenten zu überblicken vermag. (Inspectionsreise des Unterrichts-Ministers.) Minister Gantsch besichtigte vorgestern vormittags in Lemberg die Lehranstalten, nahm mittags zahlreiche Vorstellungen entgegen und erklärte einer viergliedrigen Studentendeftutation, welche um die Errichtung einer medicinischen Facultät und um die Systemisierung einer Lehrkanzel für Slavistik in Lemberg bat, die Angelegenheit entziehe sich der Com-petenz der studierenden Jugend. Der Minister werde seinen Standpunkt an berufener Stelle präcisieren. (Ungarisches Budget.) A,!s Budapest wird gemeldet: Die Nachrichten, welche kürzlich inbetreff des ungarischen Budgets veröffentlicht wurden, giengen bezüglich der Bilanz von der Voraussetzung aus. dass dieselbe nicht durch das gemeinsame Budget ungünstig beeinflusst werden wird. Es lässt sich nunmehr sagen, dass der gemeinsame Staatsvoranschlag thatsächlich nicht ungünstig ausgefalleu ist, so dass die in Anssicht gestellte Abnahme des Deficits im ungarischen Staats-haushalte mit Sicherheit zu erwarten ist. (Kroatien.) Wie die «Agramer Zeitnng» erfährt, hat Oberbürgermeister Sieber die Durchführung des in der jüngsten Gemcinderathssitzung gefassten Ve-schlnsses, wonach eine gegen die Regierung gerichtete Repräsentation an Se. Majestät gerichtet werden sollte, sistiert und das Protokoll über die letzte Sitzung abverlangt. Wie sich nun herausstellt, wurde der Gemeinderath mit dem Antrage Zahars geradezu überrumpelt. Der Plan zu der Repräsentation wurde von der Mrazovic - Clique ausgehsckt. Die Abwesenheit des Oberbürgermeisters in der letzten Sitzung war den Antragstellern günstig, die diesen Fall abgewartet hatten und nun den Zeitpunkt für geeignet fanden, um den Antrag einzubringen. (Frankreich und Russland.) Der orleani-stische «Soleil» will das französische Publicum in einer Petersburger Corresponds über einen «Verhängnis« vollen Irrthum» aufklären, den Glauben, dem es sich allgemein hingibt, ein Allianzlxrtrag sei von Herrn von Giers lind Herrn Flourens unterzeichnet oder doch wenigstens moralisch geschlossen worden. «Meine aus guter Quelle geschöpften Informationen gestatten mir — leider! — diesen in Paris so verbreiteten Irrthum zu berichtigen. Ich habe es Ihnen in der letzten Zeit schon zwanzigmal gesagt und kann es nicht genug wiederholen: Wenn zwischen Ihnen und den Deutschen ein Krieg ausbricht, so sind Sie allein. Ich füge sogar auf di,' Gefahr hin, für einen Pessimisten zu gelten, hinzu: die Sympathien des officiellen Russlaud werden für Deutschland sein, namentlich wenn Frankreich unterliegt!» (Die Polen in Posen.) Vorgestern fand in Lemberg eine Conferenz hervorragender Persönlichkeiten aus ganz Gallien in Angelegenheit der polnischen Bank in Posen statt, welche thatsächlich dazu l,e« rufen sein soll, polnische Güter in Posen anzukaufen und unter dortigen Bauern zu parcellieren. Fürst Sa-pieha präsidierte. Es wurde beschlossen, dass Galizien wenigstens 1 ZOOOOO Reichsmark sammeln und in der Posener Bank locieren soll. Visher sind 114000 Mark gezeichnet. (Frankreich) hat eine neue coloniale Ver-legenheit; sein Minister-Resident auf Madagaskar ist wegen eigenmächtiger Auslegung des Protectionsvertra-ges durch die Howas-Regierung mit dieser in Conflict gerathen und hat seine Flagge eingezogen. Den unmittelbaren Aulass hiezu bot das dem amerikanischen Consul ertbeilte Exequatur ohne Zustimmung des Minis«» Residenten, wie dies der Protettionsvertrag laut del Bestimmung bedingt, dass Frankreich die Vertretung Madagaskars nach außen hin zustehen soll. Man glaubt übrigens, laut dem neuesten Pariser Telegramme, das» der Conflict sich wieder in gütlicher Weise werde bel< legen lassen. (Die Macedonier in Bulgarien.) Sm vorgestern erscheint in Sofia ein neues vegierlMgs' freundliches Blatt, welches von mehreren Maceoonim' redigiert wird. Dasselbe fordert in seiner eisten Nummer die im vereinigten Bulgarien, dem lefieiten Theile des Vaterlands, lebenden ehrlichen Macedonia auf, den Fürsten und die gegenwärtige Regiernnq zu nüter« stützen, regierungsfreundliche Candidate!, für das So-branje zn wählen und alles für die Erhaltung ber Freiheit, Unabhängigkeit und Festigung Bulgariens z» opfern, um seinerzeit die nationale Idee eines G^' bulgarien zu realisieren. Das Blatt empfiehlt aufriß tige freundschaftliche Beziehungen zur Türlei und waiw nachdrücklich vor einem Aufstande oder soustigen UnzU' kömmlichleiten in Macedonian. (Italien.) Aus Rom wird telegraphiert: Die in Venedig befindliche italienische Flotten Escadre ui'ttt dem Befehle des Contre Admirals Acton, beftehcnd a"s den Panzerfregatten «Affonoatore» und «Palest^' und dem Aviso «Varbario», wird einige Häfen des österreichisch-ungarischen Littorale anlallfen, und zwal» wie es heißt, Pola, Pirano und Finme. (Aus Marokko.) In wohlunterrichteten K^ sen von Madrid glaubt mau, dass der Snlta» .^ Marokko bereits gestorben ist und dass die maurM Regierung den Tod desselben nur noch geheimhält, tvt" sie den Äusbruch eines Aufstandes unter den Mabel" fürchtet. Tageslleuiglcitcn. Se. Majestät der Kaiser haben, wie das «Prag" Abendblatt, meldet, für die durch Brand VcrüNgM' len in Hesselsdorf 2000 fl. zu sftenden geruht. — (Englische Gäste in Cattaro.) ^s Zara wird unterm Vorgestrige» telegraphiert: Die en^ tischen Fürstlichkeiten sind gestern nachmittags mit bew Fürsten von Montenegro in Cattaro angekommen, ^»' terer besichtigte die englische Escadre. Abends fand aus de «Alexandra» eine Tafel statt, an welcher Fürst Nitol" mit seinem Gefolge, ferner Generalmajor Raslic, ^ VezirkstMfttman, der Bürgermeister und sämmtliche Eo^ Mandanten der britischen Escadre theilnahmen. ^ Herzog von Edinbourgh brachte auf den Kaiser v Oesterreich, sodann auf den Fürsten Nikola Toaste ^ Generalmajor Naslic toastierte ans die Königin ^ England. ^ — (Die Kraft des Zaren.) Ueber eine N"l probe des Zaren Alexander wird berichtet: Wie kannt, gebietet der Selbstherrscher aller Reußen über el nicht gewöhnliche Körperkraft. Davon hat er kürzlich .^ Schloss Fredensborg einen neuen Beweis geliefert. .^ deutscher Prestioigitateur Namens Löwe unterhielt Gäste mit seinen hübsch ausgeführten Kunststücken ",^ zeigte namentlich in der Behandlung der Karten , große Fertigkeit. Als derselbe seine Vorstellung bee" hatte, sagte der Kaiser zu ihm, dass auch er eil«K"^, Ariadnefaden des Baedecker gar nicht nothwendig; überlassen wir ihn den ungezählten Pärchen, die auf der Hochzeitsreise nach Italien in der Lagunenstadt Rast halten und mit den Tauben des St. Marco um die Wette girren, sowie den deutschen Familienvätern, die, von flügge gewordener Nachkommenschaft umgeben, gewissenhaft den Spuren Vaedcckers folge» und dabei doch unvermeidlich die Beute eines jeden Cicerone werden. Die Ehr?, für ein anständiges Menschengewühl auf dem Marcusplatz zu sorgen, gebürt im September ganz den Fremden, denn die Einheimischen verlassen Venedig im September scharenweise, vor den Millionen Gelsen flüchtend, die um diese Jahreszeit die Lagunen heimsuchen nnd sich nicht damit begnügen, über den seichten Gewässern in den Strahlen der untergehenden Sonne unschuldige Tänze aufzuführen, sondern, von infernalischer Blntgier getrieben, ein wahres Blutbad unter den Menschen anrichten, die ihnen schutzlos preisgegeben find. Was nützen da dichtgeschlossene Himmelbetten, Räucherungen und schlau ersonmne Manöver. Die dünnbeinigen, kaum wahrnehmbaren, äußerst raffinierten Mosquitos harren geduldig des Momentes, wo Morpheus das Opfer wehrlos macht, und im Dunkel der stillen Nacht beginnt das lautlose Wrrk wr Bluttransfusion. Man würde die paar Tropfen Blut aus dem eigenen Ueberfluss schon verschmerzen, doch wie sieht man am andern Morgen aus! Geschröpft, tätowiert, ruiniert, Gesicht und Hände uei schwollen und von lästig juckcnden, entzündeten Pusteln bedeckt, die in den schönsten Arabesken die fönst so wohlgcpflegte haut verunzieren. Es ist leicht begreiflich, dass die schönen, auf ihren zarten mattblassen Teint so stolzen Venezianerinnen sich lieber in die Eisamteit geliensiche- rer Campagnen zurückziehen, als solch einer Gefahr zu trotzen, und so sind ei wieder die Fremden, die von jedermann in Venedig, so auch von den Stechfliegen, ausgesogen werden. Seit Aufhebung des Freihafens ist Venedig eine der schmucksten Städte Italiens geworden und doppelt theuer für den Fremden, dessen Geldbörse selbst dnrch das Wertheimschloss der Sparsamkeit vor allerlei Attentaten nicht gesichert ist und der bei dem in höchster Vollendung und Blüte stehenden Taxensystem ganz artig geplündert wird. Doch wie kann dem auch anders sein? Venedig lebt ja von den Fremden, und beispiellos soll das Elend gewesen sein, alö mit Auöbruch der Cholera und dem dadurch bewirkten Fernbleiben der Fremden im vorigen Jahre für Tausende und Abertausende der gewohnte Verdienst mangelte. Natürlich bestrebt man sich nun redlich darum, sich für das magere Jahr zu entschädigen. Trotzdem gibt es noch ein Vergnügen in Venedig, welches nicht nur speciell venezianisch, sondern auch sehr billig ist; ich meine das Gondelfahren. Die Zeiten, da der Gondoliere der Alleinherrscher der Lagune war und, vom poetischen Zanber der Romantik umflussen, mit tiefster Verachtung das elende Machwerk des Tarifs ignorierte, sind längst vorüber, die leidige Concurrenz der Mouches und Dampfer-Trams, die snt einigen Jahren längs des Onal ^ancio bis zum Lido hinaus verkehren, hat seinen Stolz gebrochen; der Gondoliere hat seine Ansprüche herabgeschraubt, nnd willig rudert er uus um einen Franc per Stunde durch sein Reich, indem er in der Hoffnung anf ein kleines Trinkgeld gleichzeitig das Amt eines Cicerone auf die liebenswürdigste Art versieht. Wie wohlig ruht es sich in der sicheren, bequemen Gondel, wenn man todtmüde ^ dem Dogenpalast tritt, desfen Herrlichkeiten waM^ betäubend wukcu! Sanft gleitet die Gondel ^ .„h breiten Wasserstraße des s'lm:i1 ^i.in^« dahin, lvay . ^ wir eine Stunde idealster Siesta genießen. ^?!sj«i,, hängt das Auge an der doppelten Reihe von W^l-die, gleichsam eine grandiose Ausstellung von A ^^ werken der Architektur bildend, als unvergleichliche ^ delle längst dahingeschwundener Kuostepocheu "' nüchterne Gegenwart hineinragen. .<.s,.cht Wohl heißt es: .Wer auf Sand baut, hat l^ gebaut,» doch hörte ich nie. dass dieser Sprna» auf das Nasser anwendbar sei. und so hat ^' ^t triotische Ausschrift, welche ein auf seine Vatm ^, stolzer Vemtianer mit großen Pinselstrichen aM ^ MarmorfalM eines Palastes improvisierte, ana) Berechtigung: «l^'elil <:ke nnn llivoro. (Die Zeit die Steine nicht zerstört, Nur ihre Festigleit vermehrt.) ,^, Jawohl, es scheint wirklich, dass es den VeM ^ neru durch eiue schlaue Operation gelungen !'^ ^l A it um ihren bekannten Zahn zn bringen. ^ Kitt. welcher die Steine noch fester s"gt- ,'he>lde, Vrackwaffrr der Lagune, das erhaltende, or ^ss schützende Clement Venedigs. Es wundert ""^Eo"- die Italiener das Laguuenwasser als p"^ ^br^' servierungsmittel noch nicht in den Handel u haben! «^atta il ponte A NiaNo 5'erlnereslxi In, liarctletl»» (Unter der Nialtobrilcke Pindell wir die Varle an) ___wacher Feitung Nr. iiiiss. lft8.^ ^. Oltober 18«?. unmt.icl auszuführen wisse, welches Löwe ihm schwerlich werde nachmachen können. Der Zar nahm ein neues, aus 52 karten bestehendes Spiel in die Hand und riss dasselbe mit einem raschen Griff mitten durch. Dieses «unststuck dürfte allerdings nur von weniqen nachgemacht Werden tonnen. — (Von der Insel Lussin.) Aus Lussin-piccolo schreibt man uns: Obwohl bei uns noch Hoch-lommer ist, so wandern schon die ersten Wintercurgäste aus den nördlichen Gegenden herunter. In Lussinpiccolo N"e m Lussingrandc haben wir bereits mehrere Recon-va escenten, die lieber etwas früher unser südliches Klima ansuchten, um dem jähen Tcmperaturwcchsel zu entgehen, oem sie ,iu>, in den nördlichen Gegenden jeden Augen-mcl ausgesetzt sein können. Da auch bei dem neuerrich-leten Curhause «Hotel Vindobona» und beim Gemeinde-^mte in Lussingrande bereits vielfache Anfragen und "ormertungen wegen Vermietung von Zimmern und ganzen Wohnungen eingelaufen sind, so ist an dem Ge-llngen der hier gemachten Anstrengungen, um unsere Insel ill emcm Wintere in Baku erscheinende Zeitung «Kaspy» bringt inter-e>iante Mittheilungen über eine drohende Ueberschwem-mung durch Naphtha bei dem Orte Nalachany. In einer oer Hergwerksgesellschaft gehörenden Naphtha Quelle schlagt °°rt letzt das Naphtha infolge des starten Drnckes der 'nneren Gase fontainenmäßig 25 bis 30 Meter hoch, wobei es durch den Wind auf weite Entfernungen ge-n A" wird. In der Nähe der Fontaine bildet das herausströmende Naphtha ganze Ströme und Bäche, welche "e a,,f den, Wege befindlichen Häuser und Banlichleiten umspülen, während das von, Winde herbeigetragene "aphtha als feiner Regen fich perlenartig auf Dächer und Außenwände legt. Mit dem Naphtha und den her. ausströmenden Gasen wird ferner sehr viel Sand empor-«worsen, der überall in der Umgegend, je nach der Rich-2l Windes, niederfällt und schon ganze Hütten ver-'^ "et hat. Sehr leicht kann die ganze, allerdings wenig wedelte Gegend das Opfer eines furchtbaren Feuers nick?"' ""suche, die Fontaine zu stopfen, sind bis jetzt ableit ^"' D°"" ^ man gedacht, die Fontaine sie ,i ^ lönnen, aber nach einigen Stunden begann Kraft s'^"'"" ^ zu schlagen, und seitdem soll ihre webr? ^, "°H verstärkt haben. Ein starker Wind, der betrett ^^ '" derselben Richtung wehte, hat auf der ''enden Seite ganze Naphtha-Sümpfe gebildet, «alvin^ ^"^ höchste Clavier) ist jedenfalls jener aarln '^ "^el, der fich seit einigen Tagen im Aaum-Via '^"6 auf dem Schneeberge befindet. Es ist ein bei?" ""^ VW"' das unter uusäglichen Mühen und ^''""endem Regen bis zur beträchtlichen Höhe von "" Meter hinauftransportiert wurde. Pari« ^"^ ein Zeichen des Erfolges.) In öfs 7 "urdc vor einigen Tagen eine Bierausstcllung er-A erp ^ '"^" '" dreißig Kiosken die verschiedenen all«,.' ^'" ^°"s gebraut werden, zun, Ausschanle T^. s"'^ü ^'" dichte über den Erfolg der letzten H sagte der Präsident strahlend in der Sitzung: «Er-^sen S.e, meme Herren, die riesige Theilnahme des PublicumS; am ersten Abend mussten wir bereits sieben-hundertvierundfünfzig total Vetrunkene durch die eigens hiezn engagierten Hausknechte hinausfchaffen lassen.» — (Eine weiße Schwalbe.) Am Freilag schoss der Werndl'sche Jäger Mcluitzki in Sier-ninghofen eine weiße Schwalbe; diefelbe ist ganz der gewöhnlichen Schwalbe ähnlich; die unteren Flügeldecken zeigen einige brennrothe Streifen. — (Rettigleime als Salat.) Rettige, welche den Winter über in einem warmen Keller in Sand eingeschlagen aufbewahrt sind, fchlagen bald aus und liefern eine nicht unbedeutende Menge von Blättern, welche, nach Art der Endivien mit Kartoffeln zubereitet, einen vortrefflichen Salat geben. — (Bitter.) Autor: «Ich wollte uur höflichst an^ fragen: sind viele Bestellungen auf mein neues Pracht-wert eingegangen?« — «Verleger: Bis jetzt sind nur wir eingegangen!> Aufrichtigkeiten. Thränen. Mannesleid und sslaueuschmerzell — Beides Wst der Thränen Thau; Doch der Mann weint mit dem Herzen — Mit den Nerven weint die Frau. Das Allheilmittel. Soll dir, frei von Lebensqual, Ohne Wandel wohl sein, Muss dm, Herz so hart wir Stuhl Und dcin Schädel hohl srin. Erprobt. ttonimt ei» Äathlosrr, weise ihn, Kommt ein Hungernder, speise ihn, Kommt ein Schwätzer, ertrage ihn — Kommt ein Schmeichler, verjage ihn. Bekenntnis. Das ist das beste Vermächtnis, Das mir Natur gereicht -Ich habe ein gutes Gedächtnis, Denn ... ich vergesse leicht. Den Neuerern. Ihr n'st: «Ein Pereat dem Zopf In Staat und Kunst» . . . Indes, ich meine: Stellt ihr das Alte auf den Kops, So stellt auch Neues auf die Beine. Local- ulld Provinzial-Nachrichten. — (Ein Act der Ehrlichkeit.) Aus Neapel erhalten wir eine Nummer der «Gazzetta di Napoli» zugefendet, in welcher wir unter dem Titel — (Chronik der Laibacher Diöcese.) Herr Anton Berce wurde auf die Pfarre St. Lamprecht canonifch investiert. Dem Herrn Johann Virant, Pfarrer in Podgrad, wurde die Pfarre Nassenfuß verliehen. Herr Gotlhard Rott, Pfarrcooperator in Oberlaibach, wurde als Administrator der Pfarre Unterlag angestellt. Versetzt wnrden die Herren: Josef Laznik, Pfarrcooperator in Dobrova als solcher nach Oberlaibach; Josef «Kkofic, Pfarrcooperator in Podbrezje, als solcher nach Dobrova; Sebastian Elbert, Pfarrcooperator in Bischoflack, als solcher statt nach Woditz nach Podbrezje und Leopold Picigas, Alumnus-Presbyter, wurde als Pfarrcoope-rator in Kolovrat angestellt. Gestorben sind die Herren: Franz Gorisek, Pfarrer in Trata; Martin Rant, Pfarrer in Zirklach, und Johann Hiti, pens. Pfarrer zu Salog bei Zirklach. — (Familienabend des Turnvereines.) Wie bereits gemeldet, findet heute abends 8 Uhr in der neuerbauten Glashalle des Casino ein Familienabenb des Laibacher deutschen Turnvereines mit nachstehendem Programme statt: 1.) «Heldengesang in Walhalla», Chor mit Clavierbegleitung von I. H. Stunz; 2.) «Schön Rolhraut», Chor, Volksweise; 3.) «Komm auf d'Alm», Vasssolo mit Vrummchor von Fr. Orendt; 4.) «Im Dunkeln», Thor mit Soli und Clavierbegleitung von C. S. Engelsberg; 5.) «Heute scheid' ich», Chor von K. Isenmann; 6.) «Moderne Wanderlust», heiteres Soloquartett von Fr. Ger» nerth; 7.) «D'Rosenliab», Chor im Voltston von H. Koschat; 8.) «Legende vom König Gambrinus», Chor mit Baritonsolo und Clavierbegleitung von M, v. Weinzierl. Die Chöre werden von der Sängerrunde des Vereines gesungen; die Musik besorgt die Kapelle des 17. Insan-terie-Regiments, Vereinsmitglieder haben für ihre Person freien Zutritt. Nichtmitglieder (durch Vereinsmitglieder eingeführt) zahlen 50 kr. — («Narodna u!l,i di m^i^ (Mceresfrüchtcn) ver-hübs^, D"' Stand eines Fischhändler« mit den Krchse .s7""s'elteu Körben verschiedenster Fische und bild ..,! "" s.^'aes Stilleben und zugleich Genre-da stM ^ 'H ^"lcr - doch wozu'der Wunsch, Vialer ...^ ' ^" "" bichteu Strahcugcwühl ein junger typen , >. i?"^" auf feine Leinwand prächtige Fischeraus un 3 ^^gestalten. und vorsichtig weicht jeder das' Bolt di. o"^"^^ s" ""en; hier achtet selbst '''"en Schab , kn'Ä ü."d d"' Künstler. Venedig mit "'ginell^ 3 '^^'""^'ken jeder Art, seinem frohen, ""e Lm n..^ '^," ^ em offenes Buch, aus dem ""d iu Ki^,.. ' ^Ä"" immer ueue Stoffe fchöpft. d"' cnaen ?Qü"b ^""'' °"f den Plätzen und in "'an N'^ch'". !". l'lbst iu den Gondeln sicht "'" enchg vor der Stasfelei schaffen. Emeu Begriff von der modernen Malerei Ita. lieus bletet uns dir Kunstausstellung, die seit dem Monate Mai m Venedig eröffnet ist. Der Tramdampfer führt uns in einigen Minuten zu den tü^ini smddlwi, wo die moderne Kunst und Kuustindustrie Italiens ihr zeitweiliges Heim aufgeschlagen hat. In nicht weniger als I!) Sälen sind 1020 Örlgemäldc aufgestellt, v'ou deuen jedoch nur sehr wenige zum längeren Verweilen einladen. Es sind größtenthcils nach der Schablone gemalte Seebilder. Alpeulandschaften mit recht viel glell» leuchtt'ndem Schnee, Porträts und Genrebilder, letztere meist Armut und Elend oder aber bluttriefende Scenen in bekannter, auf den crasfen Effect hinarbeitender realistischer Manier darstellend. Großangelegte historische Bilder fehlen gänzlich, oder soll etwa das Riesenbild uou Previati. eine Kohorte weißröckiger österreichischer Soldaten, iu deren Mitte Oberdank zur Nichtstalte geführt wird, als solches gelten? Der Katalog führt dieses Bild unter drm unschuldigen Titel «Schießt los!» an. und mich wir betrachten dasselbe nur als unschul« dige Demonstration gegen den guten Geschmack. Weit interessanter und bedeulcndcr als die Malerei ist die moderne italienische Kunstindustrie auf der Auistellullg vertreten; die tausenderlei Gegenstände aus Majolica, Schmiede-Eisen, Terracotta. Bronze und Glas, tue Arbeiten in Mosaik und Piclradura emqe^gtrm und bemaltem Holz. dir Schniherrien aus Elfenbein und Holz siud oft ganz reizend, wenn sich auch. besonders bei den Möbeln aus geschnitztem und eingelegtem Holz. ein abenteuerlicher Hang nach barocken Formen und Gestaltungen häufig linangsuchm geltend macht. Wahrhaft bewunderungswürdig sind die Verrsi-ien lte Viim<>6, die deu bewährten alten Formen getreuen kostbaren veuetiamscheu Spiegel und Luster, die feinen Tafelgeschirre sowie die tausenderlei Phantasiegegen» stände aus Glas. deren prachtvolle Ausführung den Sieg der künstlerischen Invention über die spröde Malerei glänzend illustriert. Ob die Ausstellung den von den Ausstellern erstrebten Erfolg hat. ist mehr als zweifelhaft, denn die Preife der exponierten Gegenstände sind so fabelhaft hoch, dass es nur wenigen vergönnt ist, ein Riccordo von der Ausstellung mitzunehmen. Aus den einsamen, nur schwach besuchten Räumen der Ausstellung führt uns die Gondel wieder dem Marcusplatze zu. dessen Vandenkmale sich von dem im Nbcnroth erglühenden Himmel majestätisch abheben. Schnell bricht die Nacht herein, und bevor der Eorso und dic Musik am Marcusplatze beginne«, haben wir noch genügend Zeit, durch die engen Straßen der Mer-ceria und Frezzaria zu bummeln. Hell erleuchtet drängt sich Laden an Laden. Thüren und Fenster weit offen, so dass man mit einem Blick das ganze Lager überblickn kann, Käufer und Verkäufer zumeist auf der Gassc handelnd und gestikulierend, und überall ein Meuschenstrom, dass man in den engen Gassen kaum vorwärts kommen kann. Es ist ein Bild heiteren Nacht-lebcns. in das sich nur dann ein Moll.Accorb mischt, wenn sich plötzlich scheu eine schattenhafte, bleiche Ge-stalt an uns drängt und. die abgemagerte Hand entgegenstreckend, leise fleht: «llo lams, i^nor!» Mich hungert. Herr!) . ^ ^. . . , c: ^ . e- ' Für heute thun's eimge Eentesmu. doch fmdet fte sie auch morgen? Ach. wäre ich ein Zauberer, ich würde die Armen und Hungernden der schönen Venrzia iil Tauben verwandeln, die auf dem Marcuiplatze läßlich auf Staatskosten gefüttert werden. i^mdam. Xaibacher Zeitung Nr. 229. 1884 8. Oktober 18«?. «Aola» hochverdiente czechische Patriot Herr Jan Lego einstimmig zum Ehrenmitgliede gewählt und der czechischen Schriftstellerin Fräulein Eliska Kräsnohorsla ein Begrüßungs- und Danktelegramm übersendet. (Fräulein Kräsnohorsta hatte die Gewogenheit, zu der im Verlage der «Narodna Sola» erschienenen ?ripov6(1llk 0 vetm die Cliches unentgeltlich zu überlassen.) Der bisherige Ausschuss wurde per Acclamation wiedergewählt und hierauf die Versammlung vom Herrn Vorsitzenden mit Zivio-Rufen auf Se. Majestät den Kaiser geschlossen. — (Eine Entscheidung in Gewerbesachen,) die soeben erstossen, wird in den Kreisen der Zuckerbäcker-Genossenschaften einiges Aufsehen erregen. Es ist nämlich in den Provinzen, namentlich aber in Gali« zien üblich, dass von den Zuckerbäckern neben ihrer süßen Ware auch verschiedene Getränke verkauft werden. Nun hat aber das Handelsministerium infolge einer Eingabe der Lemberger Handels- und Gewerbekammer entschieden, dass den Zuckerbäckern die Befugnis zum Ausschante von Kaffee, Thee und Chocolabe nicht zustehe, weil ein derartiger Verkauf in die Gewerberechte der Kaffeesieder gehört. Die Gourmands, welche bisher den Genuss von Zuckerbäckerwaren anzufeuchten liebten, werden daher auf dieses Vergnügen in Hinkunft Verzicht leisten müssen. — (Zur Wasserleitungsfrage.) Das Project der Laibacher Wasserleitung geht seiner Verwirklichung entgegen. Wie verlautet, wird Ingenieur Smerekar im kommenden Monate die ausgearbeiteten Pläne vorlegen, und soll dann ungesäumt der Concurs ausgeschrieben werden. Mit den Arbeiten selbst soll im kommenden Frühjahre begonnen werden, so dass die Leitung bis zum Herbst 1888 oder spätens bis zum Frühjahr 1889 fertiggestellt werden wird. Das Reservoir soll auf der Anhöhe ober dem Tivoli-Schlosse errichtet werden. Die mit der Analyse des auf dem Laibacher Felde entnommenen Wassers betrauten Chemiker haben sich über die Qualität des Wassers sehr günstig ausgesprochen. — (Der katholische Gesellenverein) veranstaltet morgen abends in den oberen Vereinslocali-täten eine Vereinsunterhaltung zur Feier des Allerhöchsten Namensfestes Sr. Majestät des Kaisers. — (Brot« und Haferlieferung.) Am 13. Oktober wird in der k. k. Militär»Verpflegsmagazins-kanzlei die Verhandlung über schriftliche Offerte für Militär - Verpflegserfordernisse an Vrot und Hafer für die Stationen Laibach und Töplitz abgehalten. Die schriftlichen Anbote haben au dem zur Verhandlung angesetzten Tage längstens bis 10 Uhr vormittags bei der Verwal-tungs-Commission des t. k. Militär-Verpflegsmagazins einzulangen. Die näheren Bedingnisse und die Offertmuster können täglich von 8 bis 12 Uhr vormittags und von 2 bis 5 Uhr nachmittags bei dem k. k. Militär-Verpflegs-magazine in Laibach eingesehen werden. Die Arrendierungs-Kundmachung liegt auch in der Kanzlei der Handels- und Gewcrbekammer in Laibach zur Einsicht auf. — (Kraut und Kohl in Krain.) Die krainischen Landwirte befinden sich in der «Krauternte». Sie bringen nicht nur ihr Obst gut an Mann, sondern auch ihren überflüssigen Vorrrath an Kopfkohl. Auf dem Süd» bahnhofe sieht man, wie sich ein Lastwagen nach dem andern mit «Krautköpfen» füllt, um den Segen der krainischen Kohläcker, die reichlich vorhanden sind, nach anderen Ländern, hauptsächlich nach dem Süden zu bringen. Nebenbei wird hier sehr viel Sauerkraut erzeugt und dann in Fässern über das Meer geschickt. Krainisches Sauerkraut erfreut sich eines ebenso guten Rufes, wie die «Kramer Würste». — (DruidHsv. zlokorH.) Dieser populär-literarische Verein versendet soeben die für das laufende Vereinsjahr zur Ausgabe gelangten sechs Bücher, welche den Mitgliedern gegen einen Jahresbeitrag von nur 1 fl. abgelassen werden. Da der Verein gegenwärtig 35 010 Mitglieder zählt, versendet er heuer 210 060 Bücher unter das slovcnische Landvolk. In der Laibacher Diöcese zählt der Verein 13 444 Mitglieder. — (Neubau.) An der Resselstraße vi8-.>-vi8 der Lehrer-Bildungsanstalt wurde soeben mit dem Baue eines neuen Hauses begonnen. Der Bau soll noch heuer unter Dach gebracht werden. — (Gemeindewahl.) Bei der Neuwahl des Gemeindevorstandes der Ortsgemeinde Lienfeld wurden Josef Eppich von Lienfeld zum Gemeindevorsteher, Karl Schescharg von Grafenfeld und Josef Ostermann von Grafenfeld zu Gemeinderäthen gewählt. Slovenischer Lehrerverein. Vorgestern vormittags fand im städtischen Magistratssaale die diesjährige Generalversammlung des slo-venischen Lehrervereins in Anwesenheit von über fünfzig Mitgliedern statt. Der Vereinsobmann, Schuldirector Andreas Praprotnil, begrüßte die Versammlung und betonte, die krainischen Vollsschullehrer haben schon vor Ilj Jahren einen Lehrerverein gegründet, welcher sich aus seinem damaligen engen Wirkungskreise in einen allgemeinen slovemjchen Lehrerverein umgewandelt hat. T)as Streben des Vereins gieng stets dahin, das slouemsche Volksschulwesen zu fördern und unter der slouemschen Lehrerschaft brüderliche Einmüthigteit. Stan-desbelM'sstsem und Charakterstärke zu befestigen. Außer- dem aber habe der slovenische Lehrerverein stets darauf gesehen, dass die slovenische Voltsschule fortschreite und zu einem Institute werde, wie selbes für die allgemeine Bildung des flovenischen Voltes nöthig ist. Dieser Anschauung sei auch die in der vorjährigen Generalversammlung beschlossene Herausgabe von Iugendschriften, welche ihre praktische Lösung bereits im heurigen Jahre durch Herausgabe zweier Erzählungen seitens des slo» uenischen Lehrervereins gefunden, zu verdanken. Es sei nur zu wünschen, dass der hochwürdige Clerus, die Lehrerschaft und die Schulfreunde dieses schöne und nützliche Unternehmen fördern, damit es blühe und gedeihe. Der Vereinsobmann begrüßte sodann sämmtliche von nah nnd fern zur Generalversammlung angelangte College«, insbesondere jene von Untersteiermark. Vereinssecretär Schulleiter Herr Govekar erstattete sodann in ausführlicher Rede Bericht über die Thätigkeit des Ausschusses im abgelaufenen Vereinsjahre. Das Streben des Vereines sei stets dahin gerichtet gewesen, gute Patrioten und brave Oesterreicher zu erziehen. In der Voltsschule müsse der patriotische Geist und die Anhänglichkeit an das Allerhöchste Kaiserhaus in die Herzen der Kinder gepflanzt werden. Zu diesem Zwecke habe der slovenische Lehrcrverein mit der Herausgabe der slove-nischen Kinderbibliothek begonnen; dieselbe solle einerseits bilden) auf den Geist der slovenischen Jugend wirken, anderseits aber die Liebe zu Oesterreich und dem angestammten Herrscherhause wecken und kräftigen. Der Bericht des Vereinssecretärs wurde beifällig zur Kenntnis genommen. Der Vereinscaffier, Hauptschullehrer Ioh. Tomsic, theilte mit, der Verein zähle 143 wirtliche und 29 unterstützende Mitglieder. Die Einnahmen betrugen 229 fl. 89 kr., die Ausgaben (die Herausgabe der Jugendzeitschriften nicht mitgerechnet) 40 fl. «0 kr. Der Bericht wurde zur Kenntnis genommen. Nürgerschuldirecwr Johann Lapajne aus Gurl-feld begründete sodann in ausführlicher, beifällig aufgenommener Rede die Activierung einer permanenten Lehrmittel-Ausstellung für Volksschulen, wie solche Ausstellungen in Wien, Graz. Klagenfurt, ja selbst in Cilli und Marburg bestehen. Der Antrag wurde vom Vereins-obmanne, Schuldirector Andreas Pra ftrotnik, wärm-stens unterstützt und einstimmig angenommen und mit der Ausführung der neu zu wählende Vereinsausschuss betraut. In den Vercinsausschuss wurden mittels Stimmzettel gewählt die Herren: Furlan, Govekar (Secre-tär), Krulec, Praprotnik Andreas (Obmann), Tom sic (Cassier), Stegnar (Obmannstellvertreter), Funt et, Zum er und Lapajne. Mit einem dreimaligen Avio und Slava auf Se. Majestät den Kaiser schloss der Vereinsobmann die Generalversammlung. Nach der Versammlung fand im Gasthause «zur Sternwarte» ein gemeinschaftliches Essen statt, an welchem fast sämmtliche bei der Versammlung anwesend gewesene Mitglieder theilnahmen. Neueste Post. Original-Telegramme der «Laibacher Ztg.» Wien, 7. Ottuber. Tas Armee-Verordnungsblalt publiciert ein kaiserliches Handschreiben an den Erzherzog Wilhelm, welch', s über die großen Fortschritte in der Ausbildung der Artillerie, vo» welchen sich der Kaiser in den letzten Jahren und insbesondere bei den diesjährigen Manövern überzeugt hat, die besondere Befriedigung und für die unausgesetzte Mühewaltung des Erzherzogs hinsichtlich der lriegsgemäßen Ausbildung der Artillerie neuerdings den wärmsten Dank »nd die volle Anerkennung allsdriickt. Graz, 7. Oktober. Kronprinz Rudolf trifft am 26. Oktober hier ein. Lembcrg, 7. Oktober. Der Unterrichtsmiiiistcr Dr. Gautsch begann heute 8 Uhr morgens mit dem Statthalter die Inspectionen. Er besuchte die technische Hochschule, die Maria-Magdalena-Schulc, das Ossolinöki-sche Institut, die Lehrer' » Nb. 734.05 i),6 O. schwach halb heiter Vormittags öfter Regen, nachmittags wechselnde BemAl"^ abends ziemlich heiter. Das Tagesmitlel der Wärme 1^' 1,0" unter dem Noimale. ^ Verantwortlicher Redacteur: I. Naglic. Wien am 15. Juli 1»sS- Geehrter Herr Schaumann! ., Ich ersuche Sie freundlichst, mir abermals sechs SchH„, Ihres Magensalzes, welches bei mir in lurzer Zeit 8"^,^ ick der gewillt hat, zu senden. Den entfallenden Betrag VW per Post einzuheben. Achtungsvoll VI!.. Seideugasse 9". ^ Zu haben beim Erzeuger, landschaftliche» ^potlM ^, Stllckeran, und in allen renommierten Apulhelen der ^ste^. eHjti, Monarchie; in Laib ach bei den Herreu Aftothelern k. »"'"-Illi. v. Trulaczy, Ios. Svuboda und (Y. Piccoli; " '«"V l'ei'" wert beim Apotheker Tom. Nizzoli; in Tschcrnen'vl Apotheker I°h. Wll»el. ^ IM- Preis einer Schachtel 75, lr. — Versandt von^ bestens zwei Schachteln gegen Nachnahme. ^^^- W 28.K.V9.18.. > o «mrü in pi-i »>,r«vul1u k v«ö»LMu poöitku > . ^ n«l>a7.3,l>Ijiv6 «opru^e, ßc>»py ^ > llätiM MiH G Mi« I ^ i?.rnl" "'^ W W V I. .j » l» I ^ kl> i 8. oktodra 1W7. W > c. kr. puätni 1885 Course an der Wiener Mrse vom 7. Oktober 1887. n°ä> dem ^aen l°ursol°ttc Geld W°l, Staats.Nnlehen. "°.^: ....... «^ «;-«l »U^' ^7° .!»"" ü«° « 185-25,.,' 7s 0e^?/"«>^°lbr«ute. fteuei,r«i . l iz- - uz !,o l""r, »lotim^nte. sle»?rsrri . »« ,o »L »', ""!> ^°!d,eute 4°/, . . . , 9»'« Wsili " ^"'l',.«l!l.l«<).Obl.«cg,.Vu,c 4°/^ luo fl, . , 12» «01^3 90 Grunde,«,.. Obli°«ti°nen (Mr ,m. ft «.Kl.) ^«N«li!sch«....... ,^,^ ^,^ °'« f>7^.° "l" lla^mlche , ,04 ,5 10« 25 ° ""enbUlss.sch,..... 10« ko!i05 - «elb «l«t 5°/„ Temes« Vanat .... W4«0 — — z°/» ungarische......104.25104.75 Nude« öffentl. «nlthen. Donau.««..Los« b°/„ lon sl. . ii« 75120 is. dtc. Anleihe »878, fieuerfrc! , !<»«'- il»e«5 Nnlcben b. Stadtgemcinbe Wien 10» — 105 b<» Nxlehen d, Elablgemcinde Wien ltiilb« „nb Gold) .... — » -»-^ Plämien.^nlb.et.iblsem.Wlen N9b01«0'- Pfaubbliefe (<ür ,00 fi.) Voden«. aUg. «fie». 4 °/»<»old. l«5'— 1»» ?l> dlo, !n 50 « , 4>/, °/o 1l» 10X' - bto, il, 5l> ^ , 4°/, . «7 .'0 s» — dto. Ptamien»echuldvellchl.8<>/, 10«'«» I««'7ll O^NHypclbc^nbanl inj. ft>/,°/° >0! — 102-— O<,!',»!n„, Van» verl, 4'/,«/<,. . 101 50l0« — dti), „ 4«/, . 8»-eo 9» !»c, ^>!l,'. „ 4"/„ . . »9-oc, 9<« llni>, all>> lpob«»crrdenges. n, < ,->! ln 3. l^« »erl, z'/,"/, —'— —' — Priori!äti>.Oblignt!l»ue» >f,!l ,!»<> fi.) ^iüwbelh Wefibahn l, «tmitfion — — —>— strid>!,a>,b«»3lorddah» >u Silber iuo >l» 101 — ^l>mz-^l,>,f'!t'c>h!l.....__._____>». Oalizilllie öiail »Ludwi«» Vahn Vm. IU8! 300 N. E. <>/,»/„ . l00'80 100?« Oefterr, slordwesidahl, , >u« 40 io?-^ Eielcudilsnei....... — —! — — Staat»bahn I. »miffion . .I9i»—«0o — Sübbahn » »»/l,.....144 90 145 30 » KL»/».....1«5>b(»!lk — Ung.»zali(>'> «0 Diverse Lose (per Stüs), LiebiNose l00 fi......1/8 5017» — 2lalv»i?osc 40 ft...... 48 ,5, 49 ls. 4°/» T>ol,aU'D»mpflch. ,»o fi. .I,«b!»1l7«o Laibachel Plämien'Nnleh.zo fi. z, !»o z>50 Olencr Vo>e 4U ft..... ^g.?^ 4975 Palsfd- Ll'sc 40 fi..... 47 50 .,ufi. 1770 I8- Mudols.^csc ,0 ft..... 19.50 ,0— SaiM't'ose 40 « »0 Vanlveici«, Wiener. 100 sl. . 9z — ,»50 Vb»cr,'?>nft.,Oest,zeoofI.E,4U"/oz ft, z>84 i«,ll<4 8N «ireditbanl, Mg. Nng. »un sl. . 2fto."8 28l — Deposilcübanl, Nlla. 20« sl. , 177.— 17« — li«cru!plc>>Ves..Niebciöft.5ousI.57l»'—l7i,-— HVplühclcnb., öft.xn<)si.z!5"/„«.> —— — — i?.»!belb.. oft. !.Wll. .....ziL — l!2 25 ^erle^«t>^„l, VUl»,. >^i> fl. ,!i5,82 «> Nulsig-Tchl. Eiscnb. »oosi HM —.--------.— Vöhm. Norbbayl, 150 sl. . 177—,? ft. TM — — — -^ sin. N) ltoo sl. ,19.75,^0 5.« Donau , Dampfschiffahrt« . Ges. Ocflcrr. s>00 ft. «Vl. . . .57—»8» — Drau't.)woft.V. 3—._____— Dul «obeüdaihei E.,V,z!oo ft G. —>—____ eth.Vahn 2uu sl. «Vt. . — — — — , ^inz.Vudwci« «uo sl. . — —^ — — «Slib..T!r.IN.s.,«7«woft.G. —>- —--Kelbmanb»«i»i«>rbb. 1000 ft. HM. »567 »57z ssranz-Ioscs'^ahn »00 fl. Sllbcr —.— —> — ffünsnrchen'«arcllr»ift.»00fl,S —.— - — VallzKarl-l'ubwig.V.zoofl. «M »ik 90 «i«>5« ««».««flach« «.«.«»oft.ö.V. —.-------->- Kablenbera'il-isenl'ahn I0u sl, . —.— — — Kllschau>Obelb.«iseub.«»0fl,V — — - — ^embcrg'szcrnolvih'Iafsb Eise»» bllhN'OescUschaft «uu ft. ö. W. 2zg 5y2l4 — i!loyb,öst,-ung., TrleN50N fl,u^c> Vilcol», I5l, jl. Ellb. z,-». 21.75 Nubolsn Ü00 sl. Eüder , 1»?— i«7'50 eiebcodür«:! Hisenb. «00 sl, ^ —>— —-— ötaal!»<:i!.,ira!),! ^„U !l. ö. w, .»81—2«I4l< Gübbahn ,00 sl. 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