4S Wlttwoch dm 14. Aprir 187S. !IV. Jahrgang Die ^Murburger Aettung" erscheint jeden Ssnutag, Mittwoch und Freitag. Preise — für Marburg: ganzjährig 6 fl..halbjährig L si., vierteljährig 1 fürSustelluag in» Haus monatlich 10 kr. — mit Postversendnng: ganzjährig 3 fl., halbjährig 4 fl.» vierteljährig 2 sl. JnsertionSgebühr 8 kr. pr. Zeile. Zur Lagt dts Eistabahll-Zugsptrstnalts. (Schluß.) JnSbksondrre lenke ich die Aufmelksamteit aller billig D«ntevdea auf die in jeder Beziehung höchst traurige Lage der Maschinsührer und Kon^ dukteure aus den Bahaen VesternichS. Kcine heutige Vernsöthäligkeit, ausgenommen etwa die drS Seemannes und dcS Soldaten in KritgSzetlen, läßt sich, »vaS harte, auflkibend? Strapnzeu, schwer: Vttant'vortlichtcit und immer-wührer Luftheizung unvermeidlich ein Theil der BerbrennungSobjekte in die geheizten Räume eintritt; ist dieseS aber der Fall, dann muß daS System der Luftheizunt, unbedingt verworfen werden. LS befinden sich unter den VerbrennungSprodukten neben anderen Gasen auch Aohlenoxyd, welches in Folge seiner Dulchdrängbarkeit in die Schulzimmer gelang», wo dessen Wirkung auf die jugendlichen Orga-niSmen von unberechenbaren, erst im späteren Alter sich zeigenden Nochtheilen sein wird. ES ist bkkannt, daß unfkre Zylindkrösen, die doch lange nicht so erhitzt werden, alS die Luftheizungsappa-rate, dieselben Nachtheile htiben. Man tvarnt vor solchen Oefen, begeht aber denjelben Fn. Ich war in dem Dorfe und auf dem Wege dahin nie gewesen." „Haben Sie Franz Bauer seit jenem Ab-schiede wieder gesehen?" „Nein." eingeführt sind, ohne daß den Entomologen auch nur ein einziger Koloradokäfer alS hier einge-schleppt oder hier entwickelt zu Händen gekomme», so kann auch mit apodiktischer Bestimmtheit fast behauptet werden, der Kartoffelschänder wird uns Vom Halse bleiben, da er iveder al< Larve, Kokon, noch als Käfer in der Kartoffel lebt, mithin deren Einfuhrverbot seinen amerikanischen Patriotismus durchaus nicht tangirt. Die gleichfalls gemeinschädtich, ReblauS lebt bekanntlich an den Wurzeln der Weinrebe da hotte daS Verbot vollgilt'ge Berechtigung." (Rückfällige Verbrecher.) Unter jenen Verbrechern, die in Oesterreich von 1L68 bis 1873 zu mehr als einem Jahre Freiheitsstrafe verurtheilt worden, befanden sich nach dem sechsjährigen Durchschnitt au Rückfälligen veun und fünfzig Perzent Männer und vier und fünfzig Perzent weibliche Sträflinge. DaS weibliche Geschlecht wird demgemäß minder laicht rückfällig als das männliche. Gering zeigt sich die Rückfäl-ligkeit bei jenen Straflil'gev, welchen, abgesehen von politifchkn Amnestie-Akleu, ein Theil der zu-flkanvtea Strafe im Gnadenwege nachgesehen worden: unter den in einem Zeiträume von sie» ben Jahren Begnadigten wurden innerhalb acht Jahren kaum 4 Perzent rücksüllig. ES sind diese Ziffern für daS in den neuen Strafgefetz-Ent» wurf aufgenommene Institut der Strafentlassung auf Widerruf wichtig. Nach den diesfalls in Sachsen gemachttN Erfahrungen wurden von 281 auf Widerruf entlassenen Sträfliageu nur 6 zur Abbüßung des Strafrestes wieder eingkzogeu, und zvar drei wegen verübler neuer Verbrechen und drei wegen Nich»beobachlung der für provisorisch Entlassene geltenden Vorschriften. (Steiermärkischer Feuerwehr-Tag.) Der sünste steiermärkische F»s« Aillrig« wttdt» -»gmammtn !ammllh„ siiae Baarlchast. Nachdem e, sich dtM ö«!a^«, welche» Hin Max Baron Rast schlichen zwei Gäste nach, übirfi-lev iha 2. und 3. beantragt, dahtugehenv, daß die «izt-I^^h drohten mit dem Erstechen, wen» er sein tattonSp/otokolle dem Gemetnderath zur Geneh-l G^sd nicht hergebe. Der Angegriffene überließ den miguvg vorgelegt werden sollen. ! Strolchen seine Brieftasche Mit zchn Gulden. Das srugltche Kowtte dest.ht auS den Her-l (K irche nra u li.) Zu heil. Dreifaltigkeit in ren: Direktor Franz Peiko. Daviv Hartmann AgUeS hatte neulich ein Kirchenraub stattge-und Franz Btndtechner. I sunden. Dieser Tage wurden zwtt Gauncr, welche Herr Max Baron Rast beantragt; „ES sei l dj^ That oerübt, dem hiesigen Bezirksgerichte die Stelle eines ftädtlschen ÄtehrungSräumeiS i Von mehreren Feldbaueru geleitet, dem Anhang« auszuschreiben, daß demjelben ansl^^zchx stch Prügeln beivasfnet, zogen Beide Verlangen die städtische Realttät in Poberjch ^ „Bestimmungsorte" zu — Kelch und Mou Letzte Most. Dem Landtag soll ein neuer Gesetzent. wur^ betreffend die Errichtung eines Lan» deS»Tch«lfondS vorgelegt werden. Das Konststorinm von St. VSlten hat den Widerstand gegen die Schulgesetze aufgegeben. In Preußen wird die Aufhebung äller Klöster beabsichtigt. als BetriebSlokal pachtweise übeUüsseu werden Möge." Auch dieser Antrag wird zum Beschluß erhoben. (Verwaltung dtS VürgerspitalS in Marburg 1874.) Die Einnahmen (Abstattung) betrugen: fi. kr. Kaffabarschast..............63227 59 Interessen . .............2252 94 Atapualienrückzahluog..........5515 25 Kapltalienantegung..........5500 — Mtethzinsen. .............78 96 Verschiedenes...... . 3 58 zusammen: 76578 32 Im Rückstand blieben; Interessen................13 50 Die Ausgaben tvaren: Psrnndnerporttoaen ..... 162 l 60 SlistuNtjSanlogea ...... 81 20 Sliueen uvd Aulagen .... 53 86j Kapltaltenanifgnng..........5500 — Kupitalienabsatl............5500 — WtNterholz und Fährlohn . . . 140 55 Baulichketten..............154 86 Arzneien und KrankheitSkosten . . 126 59 !iSöynungen und Bestallungen . . 58 — Verschiedenes...... ._2 8 zusautMln: 13338 74.^ Mit Ende 1874 verdtleb iynach ein Kassc Überschuh von 63239 fl. 57^ kr. ?tvslattuog und 12 fl. 50 kr. Rückstand und zwar: Kapuatleu in öffentlichen Fonden . 51127" 50 Kapitalien det Privaten .... 11723 - 'Aktivlückstand....... 12 50 Kassebarjchast....... 389 7 (Totalübersicht für daS Jahr 1874 Über die Ge bahr ung der Anstalten unv stranze sommt einem vollen Bündel auf Brust nud Rücken ftfigebundeii. (Den Brandwunden etlegen.) Am Freitag, AbendS halb 8 Uhr, entstand imWirth-jchaftSgebäude des Gri^ndbesiherS Jodann Pom-preia zu St. Geoi^ge» durch die Nachlässigkeil tineS tabakrauchenden Kriechtes F uer. Der Ei-genthüMsk wollte das Vieh retien; die Kleidrr begannen zu brenneir und erlitt Herr Pomprein jo scywere Wunben, daß er am frützen Morgen starb. Das Wirthfchoftsgebäude sammt Voriäthen, zwei Zuchtochjea und ein Pferd ivurven ein Raul? der .FlllMmen; zivei Ktthe sind gefährlich Verlebt. Heri^ Pomprein war 45 Jahre alt und gehöite zu oen tüchtigsten und beliebtesten Landtvirlheu jeuer Gcgknv. (Allgemeiner Arbeiterverein.) Dieser LrleiN hat beschlossen, nußer dem Zeichen' kurs auch noch Kurse für Rechtschreibung unl' Aritümenk zu lrösfnen. Anmelduniten können stalißni>en: Sonning Nachmillug bis 3 Uhr unt> irdeu MotUa^i, Dienstag und Freitag 8 Uyr Aoend IM Beleinsltikal, Kärutnertjaf^e, Tschelig»'-schrr Saal. Der Unterricht lvird in allen drei Fächern uuentgeltl'ch e»theilt. (Concer t.) Das nnnmehr veröffentlichte Programm deS auherordeutlichrn Eonccrtes, iuel-cheö der Männergejungvereja und jfin Damen-chor für den 17. 0. M. veranstulten, zeigt rine vorzügliche Ausivahf ver Numrnern. DejeS cert ivird eiaen jlltenen Kunstgenuß bietcn und oerbürgt einen z^,hlreichett Besuch um so Ativisskr, als der Vereinöleituug es gelungen ilt, Herrn v. L ch u l t n e r, dtr in eminenter Vortcagiveile klassischen KaniMtrtjesangeS unter den ersten Sängern Wiens genani't tvird, für eine zc^hl,eiche und besonders gewählte Reihe von Vorträgen zu gewinnen Eingesandt. Aufruf I Nachdem sich l>er steierm. Privat-Beamlen-UnterstützungS-Verein konstituirt und seine Thä-ligkeit begonnen hat, ergeht hiemit an alle in Steiermark domizilirenden ^Gemeinde», Bezirks-vertretnogS', Notariats-, AvvokaturS», VereiuS-, Ftibriks-, ManipulationS- und Privatbeamte" überhaupt der Ausruf, sich dem Vereine als Mitglieder anzuschließen. Der Verein gewährt den Mitgliedern im Falle bei! Erkrankung Krankenbeiträge, der unverschuldeter Dieostlosigkeit Unterstützungen, bei To-deSsällen BeerdignngSbeiträge, er wird auch, jo-bald ls seine Mittel erlauben, tiollk^mmen er-wcrbSunfah^gen Mitgliedern Pensionen anSbe-zahlen; er stkllt sich ferner die Dienstvermittlung für unverschuldet durch Krankheit u., dienstloS gewordene Mitglieder, solvie die Förderung der Interessen derselben im Allgemeinen zur Ausgabe, und da bedarf eS denn keiner tveitereu Worte, NM den Nachweis seiner Wichtigkeit zn liefern. Jedoch nur dann, weun alle zunächst Berufenen freudig sich lhm anschließen, wenn sie in eollegialer Weise eS Midlich begreifen und ver» stthen werden, waS die Solidar-Vertretung der Jnterefsen eineS bisher sich selbst kaum kennenden StaadeS zu leisten vermag; wenn jedeS Sonder-interesie bei Seite lasiend. Einer für Alle uud Alle für Eiuen eivzustehen wissen tverden, daon lvird auch dieser Verein gleich anderen heute angesehen dastehenden Instituten seiner gewiß schweren Aufgabe gerecht werden, dann wird auch er Großes und Schönes zu leisten vermögen. So tvird denn insbesonderS an jene Herren die Bitte gerichtet, sich diesem Jastttute nicht ferne zu halten, welche heute in ziemlich günstiger Stellung vergessen haben, tvelcheS Loos in den Monaten Mal — Juni des Jahres 1873 so viele ihrer Collegen besonders in Wien überraschte! Aber auch jme, die in bescheidener Stel-luug sich befinden, mögen sich dem Vereine an-schließerr, damit durch vereinter Kräfte Walten" auch für sie einst bessere Tage erstehen! Ctidlich ergeht auch an alle jene Chefs, Kor-pt)ratiouen, Gejcllschaslen und Behörden, welche Beltmte in nicht pensionsfähiger Aastellung be> fchäftigkn, so vie an andere menschenfreunoliche GöriNtr duS AusuchrN, diesem humanen Vereine ihre Theilnahme nicht zu entziehen und demselben als UiNerstütztNdc Mil^tli^der betzutreten, oder durch giöpere einmalige Ependen die rasche Schaffung eines Foudes zu ermöglichen. Aniräve und Zaschrisleu wollen an die Ber-eiiisleitung — Sizönnugasie Nr. 41 — gerichtet ivcrdcn. Ferner können BellritiSerklärungen und Sraiuttn auch bri Hern» Ferdinand König. Ac^vaklturSitcumirr und VcrivallnngSlath deS V-reiueS — Siadt Pfarrgasie Nr. 5, 2. Stock entgegengenommen iveroen. Graz am !0. April 1875. Für k^tn VcrrvatlNUgSrath: A. Biedermtnin, Äekrelär. I. Schlumps, Präsident. Verkaufs-Anzeige. 28 Stück Glashaus- ltnd Ptistbcetenfel^ster, sowie mehrere Götterdättme, I Vz Kls. hoch, sind sogleich billig zu verkallfen. (382 Allfrage in der Expedition dieses Blattes. 700 Mchcii Hastr ^ 2 fl. daitll Hltiden ltnd Kukurutz sind zu vor-kaltfen bei (365 Adolf Fritz, Mgdalenavorstadt» „Eintracht, Freundschaft, Fröhlichkeit!" 111. ausserordentliches Concert bes ^Irtrßurgcr j^ännerflefanö-^ereines tmb feines panteudjores unter gefälliger SMiitoirfmig bc« Söiener S?. Sdjnltner, 5. a) „3tt ftiller 9fadjl" .... b) „®ie ^rimel"..... ©cmifdjte Gljäre. 6. a) ,,©d)lonf ift ber 2Bud)$ ber *pittie" b) „$)ic OucIIe"..... Sieber, gcfuugen Don $errn u. ©djultner. 7. „$o$ ©djtfflfin"..... ©emifrfjler fcfjor mit ©opran<, #orn- unt> ftlötenfolo. 8. „Der SÖlumcu ©cbiuefter unb ber ©tenu" 9)iäiuierd)or mit SLeitorfolo. N. Waguer. R. Schumann. F. Hillcr. A Schubert. A. Jensen. I. BrahmS. F. Akendelösohll. C. F'ank. Goldmarf. R. Schumann. E. S. Engelsberg. 8tekk»rteii ^ iiv kr. siiimerirle 8ilie I ll. sind von heute ab, die von der linken Seite bei Herrn Ed. Janjchitz (Postgasse), die von der rechten Seite bei Herrn Buchhändler Leyrer (Herrengnsse). und am LonceUtage all der Kasse zu haben. — Der freie Eintritt ist für Jedermann aufgehoben. (393 Jesuiten-Zahnstocher Neuestes, per Stück 50 kr. versendet gegen Postnachnahme ohne SSf™11 J. Schwann. Holzverstkigerullg. Freitag den IS. April Nachmittag Ä Uhr findet in dem der W^inbauschule gehörigen Theile deS Burgwaldcs eine öffentliche Versteigerung von harlem und weichem Klafter-, Pfosten- und Staudenholz mcist-bietend gr^en sofortige Bezahlung stcitt. Versammlung in den neuen Weingartenanlagcn der Weinbauschule im Burgwald. Bei ungünstiger Wutcrun^; findet die Vcr-sttigcrurig am iiächstfolgmden Tage statt. Marburg, 13. April 1875. 390) Direktio» der Vbst- u. Weinbaaschllle. Ein Vater einer kleiuen Familie, im Schreib fache wohl bewandert, bittet recht sehr und dringend um Beschäftigun,^. Auskunft ertheilt gtfallig das Eomptoir dicskö BialtrS. (392 Zur Tirolerin ISerreii^assc Ir, fOO freiwillige Lizitation. ®pgr Wegen Demolirung des Hauses sehe ich mich veranlasst, sämmtliches Waarenlager veräussern zu lassen, und lade das geehrte J\ J\ Publikum ergebenst ein Hochachtungsvollst Jotief llaa§. Eigene Erzeugung. Completo Frühjahrs- Anzüge detto Ueberzieher, Atlasfutter „ 15 Kanzleiröcke....... 5 sowie alle erdenklichen Ilerrenkleider staunend billig bei streng solider Bedienung empfiehlt A. Scheikl, Harburg jHerrengasse. (345 Auswärtige Bestellungen werden rompt effektuirt; Muster auf Wunsch Uber-pll hingesandt. Kundmachung. Mit Betvilligung deS StadtamteS Marburg werden am April 1875 und nölhlgen-falls am folgenden Tage VoiMlttag von 9—12 und Nachlnittag von 2—5 Uhr IVV Star-titt dem Herrn Jobann Schmelzer und Ge^ schwlster gehörigen Weine aus den Jahrgängen 1868, 1869, 1870, 1871, Und 1872 mit vkier ohne Glbinde, sowie auch leere Fässer mit Elsenreifen im Hause^Nr. V9 in der Draugassc zu Marburg und in den dazu gehörigen 5rellern IM Wege einer freiwilligen Lizitation an den Meistbietenden verkauft. (359 Jeder Erstehcr hat 20'^/g von dem Eiste-hungspreise sogleich und den Nest bei der Ati-fllhr der Weil,e. welche bei Verlust der Angabe blnnen längstens 6 Wochen nach der Lizitation zu erfolgen t)at. zu Haaden deS Herrn Johann -Schmelzer zu erlegen. _ Dampf-».Wailllenbad in dcr^ Kärnlner-Vorstadl (210 täglich von 7 Uhr Früh bis 7 Uhr Abends. Alois Schmiederer. Eille Greislerei mit Weinfchank ist um den jährlichen Zins von 120 st und einer Kaution VD 80 sl. zu ver-gcben^_ 394 Sogleich zu verkaufen: Eine Mahlmtthle mit 2 GlUtgm, neu gebaut, alif beständigem Wasier ,uit schiinent Gefälle, 20 Miir. von der Bahnstation M.-Nast. Preis 3200 fl. Das Nähere beint Eigenthiinler A. Zinauer in ZelZni^ a/D. Mit einer Beilage. Verantwortliche Redaktion, Druck und Berlag von Endard Sanschip In Schreib-Untmicht. In >O Lehrstunden köntten nach meiner Methode Schlechtschreibende, ohne Unterschied des Alters und Geschlechtes, sich eine für die Lebensdauer gefällige und geläufige Hairdfchrift aneignen. Honorar für den ganzen Unterricht fl. 8. Johanll Fischer, behördl. autoris. Schreiblehrer aus Wien. Zu treffen: „Hotel Erzherzog Johann" 2. St., Zinnner Nr. 22, von 9—12 Uhr Vormittag und 3—6 Uhr Nachmittag. (383 Raison! Aufgemuntert durch das Vertrauen, welches mir bisher zu Theil wurde, habe ich Sorge getragen, auch für die gegenwärtige Saison ein wohl sortirtes Lager von Damenhüten nach den tttnesten Wiener Modellen vorzubereiten, so wie ailch bemüht sein werde, stets eine Auswahl von Original-Wiener-Hnten am Lager zu halten, um in jeder Richtung hin den Anforde« rungelr der verehrten Damen und geehrtem Publikum zu entsprechen. Mich dein Wohlwollen nleiner geschätzten Klluden enrpfehlend, bitte ich zugleich um einen recht lebhaften Zuspruch uttter Garantie der billigsten Preise. 385) Jvsefine Gedliezka. obere Herrengasse im Hause des __Herrtl Billerbeck. Weingartrealität. Die in der Getneinde Tremmelberg und Jedlonigg, Bezirk 31!arburg, 1 Stunde von der Bahnstation Pößnitz gelegene, zum Verlasse nach Alexander Lucas gehörige Weingartrealität im Flächenmaße von über 30j Joch (der sogen. Schweizerhof) ist verkäuflich. Auskunft ertheilt vr. Serne e, Advokat in Marburg. _ (388 Eine Iommerwllhnllllg ^ eine Stunde von Marburg mit täglicher Post« Verbindung, an der BezirkSstraße in einem nnge-nrhmen Tl)ale gelegen. Anzufragen bei Frau Vcrmittlungö - Bureau in Marburg. Gwe Sommer - Wohnung <1. Stock), (376 bestehelld ailS 2 Zimurerit, Küche zc., nöthigen-falls eineil Antheil voin Gemüfegartell, wird sogleich vermiethet in Pobersch Nr. SoWün^söMch zu beziehen: 2 Zimrner lind Küche zc.,' Hauptplatz, Hofseite, 1. Stock. (363 Allfrage iln Comptoir dieses Blattes._ Ein routinirter Privatbeaillter, allch lrn Steuerkataster uttd Grundbltchsweseil geübt, sucht einen Platz, wenn allch ain Laude.__^__(362 Obstbäume mit Kronen sind zu haben bei der Guts-vcrlvaltliuj^ Kraii ich 8 feld, das Stück mit ö0—KU kr. zgg Am Gute Zariughof, ?>oststation Jariug, siud ein- und zweijährige Wnrzelrrben (Mvslcr, Muskateller, Belliua, schwarze Zimittttraillic) »iid lwm Hagel nnbsschädigte Maschaiijgcrstiimmchen zu verkaufen. 37b)_Erenbert Ftttinger, Administrator. vta«d«rg. Keilage zu Ar. 4S der „Marburner Zeitunn" (187S). Nr. 230. Kundmachung. (369 Auf die Wurmberger-Ziglenzer Vezirks-straße II. Klasse kommen pro 1875 265 Pris^ men a 40 Schotter zlt verführen, ltnd zwar: Loos-Nr. Prismen 1. Von der Ma>jdtilenc>vorstadt bis Uliterpobcrsch '^0 2. Von dort bis znr Zwettcndorfcr Kemcindegrenze 20 3. Bon dort bis zur Lendorfer (^cmeittdeftrenzc 10 4. Von dort bis zur Lendorfer Schottcrgrube . 15 b. Bon. dort bis zur Neberfuhr......4l) 6. Von dort bis Koßarblücke......45, 7. Von dort bis znr St. Martin Kemeindej^rcilze 8. Von dort b>S zur Pettaucr BezirkSgrenze. . 4^ 9. Bon Schmied in Untertättdling durch Ziglenzeil bis zur St. Lconhardter Bezirksgrenze . . '.^0 10. Auf die Hohenbnrger BezirkSstrciße . . . . lü N. Auf die Verbindilngsstraße vbn Ziglenzen nnch St. Martin..........10 Zur Sicherstelluttg dieser Schotterverführung findet am Iv. April l. I. eine Minu« endo-Lizitation statt, und zw. für die Loose !. bis 5. beim Gemeindeamte in Lendorf Vormittag 9 Uhr, für die Loose 6. bis Ii. beinl Gemeindeamte in St. Martin Nachmittag 2 Uhr Die Lizitationsbedingnisse können in der hiesigen Amtskanzlei eingesehen werden. Bezirksausschuß Marburg, 29. März 1875 Der Obmann: Konrad Seidl. Z. 23S. Kundmachung. (3S8 Z. 219. Kundmachung. Am 17. April l. I. Vormittag 10 Uhr findet im Bezirksvertretltngslok^le eine Minn^ endo-Lizitation über die Verführung des pro 1875 bewilligten Schotterquantnms auf folgende Bezirksstraßen statt, und zwar: I. St. Leonhardter Bezirksstraße l. Klasse. LooS'Nr. Prismen a 54 C' 1. Von der Kommerzialstraße in LeitelSberg bis zur Gasteigerhuver.......50 2. Von dort bis zur Pösinihbrücke n ächst Schmied 30 1. Von dort bis zum Gatschnizl)ach' .... 100 4. VondortbiSzurPößn^tzbri'lckeinSt.Mlirgareth-en 50 b. Von dort bis zur G renze von Lassach... 50 6. Von dort bis Partin........50 7. Von dort bi^ zur I^hanueSsaule .... 15 8. Von dort bis zur Ziegelhüte in Mutschen . 25 9. Von dort bis zur St. Lroilhardter BezirkStZrenze 25 10. Vom Wirtl) Bernliard in Mutscheu biS zur Pettauer Bez^rkSglenze.......5 11. Bahnhof Pößtütz Bezirksstraße II. Klasse. Von der Aommerzialstraße in RanWltierg bis zum Bahnhofe Pöbnitz........10 III. Jaringer Bezirksstraße II. Klasse. 1 Vom Jaringer Wegweiser an der Leonhardler Bezlr'Sstrahe ti'S zum Gornigberg ... 10 2. Von dort bis zum Fiedler......10 3. Von dort bis zur Soct'schen Hube .... 10 4. Von do.t bis zum Wcrblatschkreuz .... 30 5. Von dort bis zur Gemeinde Waigen ... 25 6. Von dort bis zum Ende der Gemeiilde Pöllitschdorf 20 7. Von dort bis zur Kommerzialstraße nächst St. Egydi............25 IV. St. Jakober Bezirksstraße II. Kl.'sie. LooS v und 1i^. Vom Zentner Kreuz bis zur Wolfs- thaler Gemeindegrenze.......70 LooS (?. Von dort liiS zunächst dcS Schantl'schcn Hauses in WolfSihal.......Sy Für die Straßen I., II. und III. ist der Schotter aus den Marburger Schottergruben, für die Straße IV. aus dem Zentner'schen Steinbruch in St. Jakob zu verführen. Die übrigen Lizitationsbedingnisse können Hieramts eingesehen werden. Bezirksausschuß Marburg, 28. März 1875. _Der Obmann: Konrad Seidl. von Weinstein, Hadrrn. Messing, Kupscr, Zinn. Elsen, Blci, Kalb» u. Schaffcll,^n, Roß«. Ochsen-u. Schwcinhanren, Schafwolle, allen Gattungen Rauhwaaren, Knochen, Klauen nebst allen anderen LandeSproduktkn. Auf die Maria-Naster Bezirksstraße II. Klasse, dann auf die Zufa'.;rtsstraßtn zu den Balinhöfcn Feistritz und Maria-Rast kommen pro 1875 7:)1 Pristnkn a 40 C' Schotter bciznstellen, n. ziv LooS Nr. Prismen 1. Bon der „Birn'^ in der Magdalenatiorstadl bis zur Brnttndorf-Pickerudolfer Gemeindegrenzc . 70 2. Von dslt bis zur Briick«: in Lembach .... 100 3. Bon dort l'iS znr Fcistrihl'riirk,.' mit Einschlnß der ZilfahrtSstraße zum Blilittl)ofe Laßnih Feistri^ 200 4. Bon dort bis zur M. Raster (^emeindegrenze . 60 5. Bon dort bis zum Eingänge Maria-Rast . . 40 l!. Bon dort bis zum Friedhof.......80 7. Von dort bis zum (^ude der Bezirksstraße in Zinollnig.............50 3. Auf die VahnhofznfalirtSstraße Zmollnig-M. Rast 50 9. Ans die BlihtthofznsahrtSstraße Zellni^-Mor. Rast in der am llnken Drannser geleg. Theilstrerke 54 10. Auf dieselbe BahnhofzufahrtSstrosie in der am rechten Drannfer gelegenen Theilstrecke . . 27 Zur Sicherstellung dieser Schotlerverführung findet am 26 April l. I. eine Minnendo-Lizi-talion statt und ziv. sür die Loose -1, 2 und 3 beim Gemeittdeamte ln Lembach Vormittag 9 Uhr und für die übrigen Lose beim Gemeindeamte Maria Rast VoimittagS 11 Uhr. Die Lizitatiottsbcdinqnifse können in der hiesigen Amtskanzlei cingesel)en werden. Bezirksausschuß Marburg. 29. März 1875. Der Obmann: Konrad Seidl. „Photographie." Das von der rcnommirten Fabrik von Max Kannenberg in Berlin erzeugte Neues Moment-Collodium % Kilo gleich 1 Pfd. fl 3.40 Negativ-Lack V2 Kilo glcich l Pfd. fl. 1.80 Emballage bei 2 Flaschen Versendung 30 kr. liefert prompt bei Franco-Einsendung des Betrages oder pr. Postnachnahme Niederlage: (356 Anton Chroust in Graz, Herrengassc, vis-ä-vis der Stadtpfarrkirche. Fuhrwagen-Verkauf. 10 Stück verschiedener Größe, sogleich, bei Joh. Urban in Wuchern a. d. Kärntnerbahn. 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Achtungsvoll Anton Diernberger. verhalt« flt, will aber nicht unbedingt sagen und erklärt nur, die uöthige Rücksicht nehmen und Zusrtstuogkn gewähren zu wollen nach ffkiim Ermtsien. Die Gemeindevorsteher sind angewiesen, Fälle der Dringlichkeit zur Keriulniß der Behörde zu bringen. DaS ungarische Oberhaus verlangt, die Rkg'erüng wöge daS Programm ent, wickeln, bevor die Steuervorlagen in Verhandlung g,zogen Werder». Die Regierung kann t,icht gelien, waS sie nicht besitzt und bleibt eine bestimmte Antwolt schuldig. Die Magnaten wollen sich aber richt begnügen mit der allgemeinen Versicherung, daß auf der einen Seite gespart, aus der anderen die Einnahme vermehrt werden soli. Von diesem Angriffe werben sich die Regierung und ihre Ailhünger um so peinlicher überrascht fühlen, als derselbe offenbar mit den Konservativen im Abgeorduetephouse vkreinbart worden. Der französische jkrigsmiu iste r, C'ssey — ein Bonapartisl vom Federbusch bis zu dtu Sporen — hat Ach zu einer Heuchelei be« quemt, um nur auf seinem Posten noch bleiben zu können. Das Rundschreiben des Ministers ou die Generale und Offiziere wacht es diesen zur strengen Pflicht, der Regierung der Republtk Achtung zu verschaffen. Die Gemahnten bona-partistischer Farbe, mldt weniger ehrlich als ihr Ge-bitter, verlassen ihre Posten ebenfalls nicht und crwarlen aus denselben dos dritte Kaiserreich. Wiun kommandinnde Generale, wie Dncrot und Bourbaki, welche Vor der enlscheidendeu Ab' slimmung vom 2ö. Februar d. I. dem Marschall-Präsidentln ihre Dienste für den Staatsstreich angeboten, ihre sehr einflußreiche Stellung sort-behalien, anstatt nach dem Miliiär-Strafgesehe als Hochvcrrüther erschoffen zn werden, was hat die Republik, sogar die j»Kige nur sogenannte zu hoffen? Vermischte Nachrichten. (Amerikanische Freigebigkeit.) Wie der „Kommissär des Bundesbureaus für öffentliche Erziehung" in Nordamerika bcrichtel, sind 1873 in den Vereinigten Staaten von Pri-valleulen fünfzehn Millionen Dollar für Erzie-hungSanstallen und Bibliotheken geschenkt worden. (Ein Urtheil über Rheinweine.) Der vierte Band deS englischen BlaubucheS über die Wiener Weltausstellung enthält auch ein Kapitel über die Rheinweine. H. Vizetrlly, ivelchem die Behandlung dkS WetrikapilelS anvertraut worden, sagt darüber t „Von dem gewölbien Re- fektorium der ölten Vernhardinrr-Abtei in Eberbach, in derrn Kellern jetzt der große Steinberger lagert, kamen Muster sämmtlicher Kabinetsschätze deS srüherln H^rzogS von Nassau, darunter ein archaischer Hochhcimer von 1706, der somit seine 197 Jahre outgedauert hat und in Weinstocks-gestalt lebte, alS Marlbourough die Schlacht bei Ramillies schlug. Andere Hochheimer stammten aus der Zeit beS amerikanischen Unabhängigkeitskrieges, und wieder andere, veihältnihmöhtg ju-gendliihe, lvaeen noch im wilden Drange der Gährung begriffen, als die Schlacht von J-na fttschlagen wurde und Nopoleov den Rückzug von Moskau antrat. Leider war b,t dfn meisten dieser Weine die historische Reminiszenz das Werih-vollste. Wer von ihNkN über Z8 Jahre alt wor, glich Mehr dem Schatten seiner einstigen Größe. Nicht allein das ursprüngliche feine Bouquet, auch alle andern den Rhetttweinen als eigenthüm-lich nachgerühmten Tugenden waren verloren ge, gangen, so daß von d^r alten Herrlichkeit wenig Mehr als die plänzende Farbe übrig blieb. Die Greise unter den Hochheimern und Martobrun-nern lagen in den letzten Zützen; ansgeathmet hatte selbst der edle Steinberger aus dem Kome-»enjahre 1811, auSs^eothmet anch der verhattniß-müßig knabenhafte Rüdeöheimer von 1842. Wozu allerdings bemerkt sein muß, daß keiner dieser Weine seit seiner Geburt auch nur mit einem Tropfen fremden Alkohols versetzt worden wor und daß die Weivkultnr nebst der Weinbereitunq im Rheingau se't dem Jahre 1846 gewaltige Fortschritte gemocht hat. Die Krone der herzoglich nc>ffauischen Samm» lung war ohne Widerrede der Steinberger Ka, binet von 1862, den mehrrre der Gejchworpen als den König unter den sämmtlichen weißen Weinen der Wiener Ausstellung betrachtetrn. Kaum minder werlhvoll waren andere Ststnbcr-ger aus guten fahren, tkeren Behandlung seit einem halben Jahrhundert genau dieselbe ist, wie die deS JohanneSbergerS seit doppelt so langer Zeit. Nächst dem erwähnten Steinberger tiabinet von 1862 rühmt der vorliegende englische Bericht einen Markobrunrur von dtmtelben Jahre und einen Rüdesheimer Berg von 1861 als die herrlichsten der herzoglichen Sammlung. Den allberühmten Schl.oß Johauitisberger nennitt Heir Vlzetrlly ein aristiikralisches, ober einigermaßen übcrlchäßte» Gewächs. HauptauS» stkller desselben wor natürlich Fürst Metternich, uud manche seiner Weine jchM'cklen so üppig, dt-ß man sie leicht mit den feintren HrzeUt^lissen von Frovlignord und Lunel häNe verwechseli' können. Der delikateste unter ihnen war der 62er, der dustendste dtr b9tr, der üpplgs!« der 68er. Ihr Durchschnittspreis war 3b Mrk. die Flasche. ES gibt in der ganzen Welt keine reineren und bester hergestellten weihen Weine, alS die seinen Sorten beS Rheines. Mit Ausnahme der jüßen Auslesen sind sie jederzeit vollständig ge-gohren, leider aber werden ihre höheren Quali» täten lediglich durch die vollständlge Reife der Traube bedingt, die ^ihrerseits von wegen des hohen Breitegrades ihrer Wohnstätte von einer Menge gusülligkeiten abhängt. So gab eS wahrend der setzten zwanzig Jahre neben neun schlechteren und vier miltieren Weinjahren nur sieben gute (1857, 58, 59, 61, 62, 65 und 68). Da in guten Jahren die Vclluste der schlechten her-eingebracht werd'N müsien vnd da übrigens die Rheiuw'ive mehrerer Jahie zur Reife bedürfen, während welcher ihnen nnunterbrochene Aufmerksamkeit zugewandt werden muß so folgt daraus, daß der normale PreiS des besten rheinischen GkNächseS ein sehr hoher, in der That sogar ein im Vlrhältniß höherer ist, als der der feinsten Erzeugnisse von Medoe. Schon von wegen der Seltenheit der allerfsinsteu Produkte müffen oft fabelhafte Preise gezahlt werden. Um der großen Nochfrage gerecht zu werden, wird natürlich viet gefälicht (der Bericht n?eist auf den bekannten Gall'lchen Proz ß zur Vervielfachung dt« ErtiügorsseS einer Weinlese hin), und, wie männiglich bekannt, aus die Herstellung lockender falscher Etique'ten kaum weniger Fleiß, aiS auf die Weinbereitung selber verwendet. Wer demzufolge seine Kenntniß von den Rheinweinen bloS aus deutfchen Hotels schöpft, in denen mit seltenen Ausnahmen, nur die ordinärsten Qualitäten aufgetischt werden und die wirkliche Ge» burtSslätte des Weines nur selten mit der Eti-quette der betreffenden Flasche übereinstimmt, der kann überzeugt sein, daß er von den befferen Weinsorten deS berühmt u RheingauS nicht die allergeringste Vorstellung hat." (Zur Krise und sozialen Lage. Dreitausend Menschen brodloS.) Sigl's Maschtuensabrik zu Wiener-Neustadt — eine der ersten in Europa — »st bis jetzt tvahrend der garzen Dauer der Krise die einzige gew.sen, tvelche Dank einer ouS Rußland erfolgten Bestellung von 300 Lokomotiven in der Lage war, ihre Arbeiter, über 4000 Manu, zu beschüstigea Diese 300 Lokowotiven sind nunmehr biS auf g'ringe Arbeiten vollendet, und nachdem die heimischen Eisenbahntn gar keine Anschaffungen ge-macht und auch solche in Bälde nicht zu machen in der Loge sind, so gab Sigl dem sLöerkSdirek-tor eintr Neustädter Fabrik letzten Samstag die nicht in Zweifel sein. Mun hofft von mir Aus-kullst über das Verbrechen gegen Bauer." .Liegt Ihnen der Gedanke nicht nahe, daß Sie selbst verdäHtig sein können?" .Es ivar das wieder eine Frage, oder viel-mehr ein Vorhalt, worauf er längst vorbereitet sein mnßte. Gleichwohl wurde er auf daS Heftigste dt voa ergriffen. Cr tvurde blaß, wie die Wapd des ZimmerS. Aus dem Stutjle, auf dem er saß, bewegte er sich hin und her. Er erhob die AugkN zu mir, er schlug sie wieder r^ieder. Er Halle mir etwaS zu sageu, er konnte sich nicht dazu eirischli<ßev. ..Sehe ich auS tvie ein Mörder?" sragte er zuletzt. Und er sprach die Worte mit dem vollsten Ausdrucke der Wahrheit. Und er konnte mit Recht so sagen. DieseS schöbe, melancholische Gesicht mit dem großen dunkeln, in diesem Augenblicke zwar unsicheren, aber dennoch immer treuen Auge, eS tvar kein Gesicht eines MörderS. Aber warum sprach er die Unwahrheit? Warum muchle er sich verdächtig? Er war kein starker Charakter. Er wäre sonst schon jener Lügen nicht fähig gewestN. Welcher Gemalt hatte er sich qebeugt, beugte er sich noch, sogar bis zu diesgeS Jahr wurde bekanntlich jn Tüffer eine Industrieschule gegrüud-t. Kürzlich savd dort ein geselliger Abend mit Tombola statt und wurde der Reinertrag — 130 fl. — zum Besten dieser Schule gewtvmet. (Einbruch.) Aa jener Stelle der Schlei-uitzer Pfarrkirche, wo vor eintgeo Jahren schon eiagebrocheu woröeo, ereignete sich ueulich wieder der gleiche Fall. DaS Gitter eineS Fensters wurde auSgebogen und dei Opserstock ausgesprengt; der Ganner sah sich aber enttäuscht, denn er fand nur wei'jge Kreuzer, da der Opferstock einige Tage vorher geleert worden. (Betreffs der Rinderpest.) Der Abgeordnete Schuiderschltsch (Rann) hat im Landtage an den Statthalter solgende Anfragen ge» richtet : 1. Ist die h. Regierung in Kenntniß, daß daS Erlöschen der Rinderpest in Kroatien und Slavonien bald zu erwarten sei 7 2. Welche Schritte gedenkt die h. Regierung zu thun, um die ungarische Regierung zur An-nähme unserer Seuchenvokschriften zu bewegen? 3. Ist die h. Regierung gewillt, dahin zu wirken, daß der Milltärkordon an jene Grenze verlegt werde, woselbst die Rinderpest als permanent erklärt worden ist? (S e lbft mo r d.)Der Mater Joseph Schauer in Zellnitz a. d. M. halte seinem Dienstgeber Anton Kniplilsch 10 fl. veruntreut. AlS dieser ihn deßwegtN einen Borwurf machte, nahm Schauer einen Strick uud erhängte sich in der Lreonerei. (Waldbrand.) Im fürstlich Windisch-gräz'ichen Wolde zu St. Peter, Bezirk Rann, wurde von einem Naubfchützen Feuer gelegt und brannten binnen sechs Stunden drei Joch dtS blstgepflegten Forstes ab. Ohne die Hilfe der GenSdarmerie uud der Bevölkerung wäre noch größerer Schaden verursacht worden. Am nächsten Tage brach daS Feuer wieder auS und wurdeu sitbeu Joch zerstört. (K r t e gs m e d a i l l e.) In Oplotnitz ist an 52 anSgediente Soldaten dl, KriegSmedaiile feietltch vertheilt worden und schloß der Tag mit einem gemeinschafiltchen Festmahle. Zu Windisch-Graz hat iu gleicher Weise die Vertheilung von 84 KriegSmedaillen stattgefunden. (öeh r erv e r e i n „Umgebung Marburg".) Die letzte Sitzung dieses BereinS wuide von ollen Mitgliedern und einigen Gästen besucht. Die vorjährige Bundesversammlung zu Leoben lzatte einen Ausschuß mit dem Sitze in Graz ge wählt zu dem g'vecke, den naturkundlichen Uu» temcht in der Voltsschule zu hebcu. Dieses ^Cev« tral-Tauschkomite für AnschauungSobjekte deS «a-lurkundlichen Unterrichtes" fchrieb kürzlich dem Lehrerveriin, er möge zwei Mitglieder alS Tausch-Vermittler ivähleu. Nachdem Herr Professor A. Müllner gegea daS Komile, die Herrin Professor F. Robitsch uud M. Baumgartner sür dasselbe ge-sprachen, wurden die Herren M. Neroth und I. Slckovetz mit der seaglichen Vermittlung betraut. Herr Pros. Robitsch legte zwei vou ihm veifaßt« Stundenpläne vor und erläuteite die Sache in einer längeren Rede, welche allgemeine Zustm-mung fand. Der Bortrag deS Herrn Direkio'ö Dr. Elschnlg „über die geomttrische Formenlehre" mußte diesmal wegen vorgerückter Zeit unter-tilelben. (Zum Brande in St. Georgen.) Anläßlich deS Brandes, welcher beim Gruridtse-sitzer Johann Pomprein in St. Georgen ftattge-funden, hat auch die Wirthschafterin so gefährliche Wunden erlitten, daß ihre Reltuag bezkveifelt wir!». Der Feuerschaden beträgt 2000 fl. (Aus der G eme in de st u de.) Heute Bormittag 11 Uhr findet eine außerordentliche Sißung deS GemeinveratheS statt und soll die Elrichlung einer Mädchen-Bürgerschule zur Verhandlung kommen. (Evangelische Gemeinde.) Nächsten Sonnlag den 18. d. M. findet zur geivöhnttche», Ltunde der Gottesdienst in der hiesigen evangelischen Kirche statt. (geuerwehr. Uuterstühung verunglückter Mitgtiever.) Vom Unterstützungsfond deS Gau-Verbandes erhält die Feuerwehr in Marburg 184 fl. zu Betdeilung verungtückler Mitglieder. (Darstellung von N e b e l b i l d er n.) Wie wir vernehmen, iieabsichtigt der Physiker W. Döring, welcher jS7S Abends ^ Uhr im großen Cafiliio-Saale. 1. Schlachlhymne aui der Oper „Rienzi" von Männcrchor mit Blechharmonie. 2. „Dichterliebe" (Nr. 1, 2, 3, 4) . . . Lieder, gesungen von Herrn v. Schul tner. 3. Volkslied (dreistimmiger Damenchor) 4. a) „Ungeduld" . . . d) „Marg'reth om Thorc" Lieder, gesungen von Herrn v. Schul tu er. 6. a) „In stiller Nachi" .... d) „Die Primel"..... Gemischte Chöre. 6. a) „Schlank ist der Wuchs der Pinie" d) „Die Quelle"..... Lieder, gesungen von Herrn v. Schul tu er. 7. „Das Schtfflein"..... Gemischter Chor mit Sopran-, Horn- und Flötensolo. 8. „Der Blumen Schwester und der Sterne" Männerchor mit Tenorsolo. R. Wcigncr. R. Schumann. F. Hiller. F. Schubert. A. Jensen. I. BrahmS. F. Mendelssohn. E. Frauk. Goldmark. R. Schumann. E. S. Engelsberg. 8telik»rten ^ KV kr. kiumeritte 8itxe lu l ll. sind von heute ab, die von drr linken Seite bei Herrn Ed. Janschitz (Postgassc), die von der rechlkn Seite bei Herrn Buchhändler Leyrer (Herrens^asse), und am Concerttage an der Kasse zu haben. — Der freie Eintritt ist für Jedermann aufflehoben._^93 Jesniten-Zahnslocher Neuestes, per Stück 50 kr. versendet gegen Postnachnahme ohne ?oo)e8en J. Schwann. Holzversteigeruilg. Freitag den Itt. April Nachmit tag Uhr findet in dem der Wcinbauschule gehörigen Theile des Burjzlvaldes eine öffentliche Versteigerung von hartem und »veichem Klafter-, Pfosten- und Staudettl)olz meist-bietend grgen sofortige Bezahlung statt. Versammlung »n den ncuen Weingartenanlagen dir Weinbauschule im Burgwald. Bei ungilnstiger Wittcrunq findet die Ver-steigerulig am »lächstfolgmden Tage stt^tt. Marburg, 13. April 1675. 390) Direktion der Vbft- u. Weinbavschvle. 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Mit Bewilligung des Stadtamtes Marburg werden am TT». April 1875 und nölhigen-falls am folgenden Tage Vormittag von 9—12 und Nachmittag von 2—5 Uhr RßVO Startin dem Herrn Johann Schmelzer und Geschwister gehörigen Weine aus den Jahrgängen 1868, 1869, 1870, 1871, und 1872 mit oder ohne Gebinde, sowie auch leere Fässer mit Eisenreifen im Hause Nr. 69 in der Draugaffe zu Marburg und in den dazu gehörigen Kellern im Wege einer freitvilligen Lizitation an den Vieistliictendcn verkauft. (359 Jeder Ersteher hat 20°/<, von dem Erste, hungspreise sogleich und den Nest bei der Abfuhr der Weine, lvelche bei Verlust der Angabe binnen längstens 6 Wochen nach der Lizitation zu erfolgen hat, zu Händen deS Herrn Johann Schmelzer zu erlegen._ DlllHs-u.Wlume»bl>d in der Kürntnkr-Vlirstadt (sis täglich von 7 Uhr Früh biS 7 Uhr Abends. Alois Schmiederer. von Weinstein, Hadern, Messing, Kupfer, Zinn," Eisen, Blei, Kalb- n. Schaffellen, Roß-. Ochsen-u. 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