^ IS» Mittwoch om 8. Movemver 16. K. Jahrgang. Die Marburytr Zeitung" erscheint jeden Sonntag, Mittwoch und Kreitng. Preise — fiir Marburg: ganzjährig 6 fi., halbjährig 3 fl., vierteljährig I fl. 50 kr: für SuNellung INS monatlich l0 kr. - mu Postverseudting: ganzjährig 6 fl., halbjährig 4 fl.. vierteljährig 2 fl. InsertiottSgebiihs S kr. vr. geile. as uühtn dir WrltallsAtllvligtil? l. Die Beschickung der Pariser Weltaltsstel-lttng llllch von Seiten Oesterreich-Ungarns unterliegt keitlenl Zmeisel mehr, da sich die Zahl der Anmelder ans den verschiedensten Theilen der Monarchie schon gegen vierhlindert be-lcinft. Schaustellungen dieser Art folgen aber eillander so rasch, daß wol)l die Frage erlaul t ist: was nützen dieselben? Kaum eine wirthschaftliche Erscheinung der neneil Zeit ist nlit so allgenuinem Beifall, so staunender Befriedigui'g bei alZen Handel» treibenden Völkern begrüßt worden, als die ersten Weltausstellungelu A>ldrerseit» aber dljrfte nicht sobald eine andere Schöpfung des modernen Güterlebens und friedlichen Wett-kampses der Haupt-Jndustrievölter größere Jl» lnsionen hervorgerufen haben, wie gerade diese. Die erste Londoner IndustüMusstelluna inlponirte, obwohl sie in! Vergl^e zu dem, was allseitig später geleistet wurde, heute schon klein genannt würde, aller Welt in so hohem Maße, daß nian bereits „eine völlig neue Aera der wirthschastlichen Verkehrsformen angebro-'chm sah, daß man die Ausstellungen schon „die zukünftige Gestaltung der neuen Weltlnessen" nannte, die an Stelle der Mchtelalterlichen territorialen Laisonmessen zu treten bestimmt mären, oder auch den „großen, womöglich jähr» lich oder dreijährlich wiederkommenden.'t!a»^gteb der G^ßindllstriellen und Kansleute aller Hanpt-staate»?^, aus ivelchem alte Verbindungen bese-^M^weit mehr aber noch netie geschlossen. der ^^^^Mnhandel möglichst eingedänlnlt, der Be-^^^^cklittell'ar mit der ersten und, wohl^n-^^^^^orzüglichsten Bezngsqnelle in Verbin- dung gebracht und die besten nnd zugleich bil-' ligsten Leistungen dnrch unmittelbares Gegeil? überstellen vergleichbar, in dem Gewinn neuer Kundschaft aus allen Theilen der Erde prämiirt würden. Die Kriege waren fortan für imnier nnmöglich, der ewige Friede erschien gesichert. Die Entwicklung, welche die Sache nahm, ist genügend bekannt; die Ausstell»»ngen bliebeil nicht, was sie nach der ursprünglichen Idee sein sollten : Ausstellungen der höchsten zeitlichen Leistungen dessen, was Geist, Geschicklichkeit, Geschmack itl Form und Farbe, Genialität in Dienstbartnachung der Kräfte und Gaben der Natur geschasfen — sondern sie wurden immer malerischer inscenirte, itnmer massenhafter sich ausbreiteude, inimer wahlloser beschickte, prunk» volle Schaustellungen, bei denen noch die nationale Eifersucht und Eitelkeit als leitendes und bestimmtes Moment hervortrat. Nach der letzten Pariser Ausstellung, die an glänzender baulicher Ausstattung, dekorati-vem Schmuck und selbst landschaftlich reizvoll hergerichteter Koulisse alles Dagewesene überbot, war das Gefühl iil Europa schon allgemein, daß nmn sich mit der Sache auf etilen Abweg verrannt hatte. In England kam mail deshalb unter dem Einfluß diesenUeberzengnug, die deil unverhältnißtnäßig geriitgen Nutzen der großet» industriellen Schangeprätige ganz offeti aussprach, zu der Idee nild Aitssührnng kleiner Speeial-Vrancheil-AnSstellutlgell, die seitdem zahlreiche Nachfolgen gehabt tlnd treffliche Anregungen ztlm Weiterstrebelt itt den verschiedeitsten Gelver-bell gegeben, italnetitlich in kuilstgeiverblicher Nichtltlig. Das klnge England lockte mit der Eiiirichtling ohnehlit die besten Mlister voln Kon-tillent vor die ^.^ltigett seiner Industriellen, die dasür offen gentig lvaren, ltln reiche Zillsen davon zu ziehen. Trotzdem führte Oesterreich inlnitten der Krisis den einmal gefaßten Plan einer Ausstellung durch, und wir erkennen sehr bereitwillig an: Das Ganze war von dem Wien so sehr eigenen, beneideilSwerthen Vorzuge großen Ge-schlnackes und Geschickes arrangirt, baulich in großartigein Maßstäbe koncipirt, wie alle Archi» tektur der österreichischen Hauptstadt ulld mit elNsprechender Elegailz dekorirt. Das Gefühl der Uebermüdllng iiberkam von Neueln alle direkt und ilidirekt iilteressirten Kreise, iildessen lnllßte, wohl oder übel, die alncrikanische Ausstellung beschickt werden. Nnd noch ehe sie zur Eröffnung kam ulld wenige Tage, llachdetn der Minister Delbrück sein Wort: „Ich erschrecke alletnal, weiln ich von deln Projekt einer nenen AttSstellung höre" im Deutschen Reichstage gesprochen, wurde bereits von Paris attö der Plan einer dortigen Weltausstellung allgekündigt. Zur Zeschichte des Tages. Der Minister des Aeußeren ll n d s e i »l e S p r a ch b a il t, e r s ch a f t ha-bell iln Abgeordiieteilliattse eine Benrtheilung gesltlldell. an welche die Leiter der Monarchie nnd ihrer beiden Theile lvohl nie gedacht. Die stehende Erklärnllg. daß die ättßere Politik nicht Lache des Neichsralhes, schielt eine Kritik von dieser Seite sur inllner zn hindern ulld die be-kailnte Lanstlntltb der Abgeordneten machte diesel, Schein bisher zu wirkliche,u ^eiir. llnd nltn plötzlich diese Störung der gefeiten Kreise, diese plötzliche Enllättschnng nnd die geinisch^e Ii c n i r t l? t o n. Der Kränz inn Marlrrl. Von H. Schmtd. (Fortsepunü.) ^ „Einer, der deil Weg verloren hat", klailg 1'S herein, „der nicht mehr weiter kcknil vor Hllllger ltnd ^^lüdigkeit . . . Sennerin, mach' alts . . Das lv(N deuttich Gotthard'S Stiinlne . . . konnte es eine solche Aehillichkeit gel'en ? Wie oft hatte sie aus diesen To»» gelalischt . . . wie ost halte er il)r diese Worte schelzend zugerufen, wentl ihn der Weg Nachts atlS dem Walde noch heimführte uud er sich die Mühe nicht reuen ließ, ikir lnilldestens dllrchs Fenster eineil Nachtgruß zu briitgen!... „Es ist schon spät", brachte sie endlich inuhsam herror . . . „ich nlach' nit lllehr auf . . „So gil) mir eitle <5chllsjel Milch ffM» ein Stück Vrod dtirch's Feilster heraitS", rief es entgegetl. ..Ich will Dir's zahlen . . . aber lch kann nit nletir fort vor Ern,attuilg . . „Wer ist's deliil ilachei?" stagte sie ge-saßter uild ernlull)igter. „Wo koittulst' her „Eill Teppichhändler lnn ich", war die Antwort, „aus dein JtnNhal ... Ich koulin' von Wlllgall ltnd hnb' einen knrzern Weg über die Berge geheit lvoUeil und bitl irr gegangen .. FnrÄ und Neugier kälnpften in dein Mädcheil; die Fttrcht, »loch so spät nnd allein eitietl ntlbekannten Meilschen einzulassen, die Nellgier. de,tjenigen von Angesicht zu sehen, desien Stltnlne so sehr jener des tobten Gelieb-teil slich. Sie war noch ltneiltschlossell, ivaS sie thun lvollte. als il>re Halld schoil an deil Thurriegel rührte tln^ ilill ztlrückzog. Dann trat sie an deil Heerd uird störte die Glnth. daß sie ausflackerte. In der Thür statid ein großer, schötl ge-lvachsener Bursche in Tirolertracht von kütinein Attsel)en und einein etttschlosseneli Wesetl, das zu dein friedlichen Handel lnit Teppichell gar nicht zlt p 'ssetl schien, von deilell er eillige über delt Arm hätigen hatte nnd einen größern Pack über den Schultertl trug. „Grüß' Dich Gott. Setlilerin", sagte er, es ist Woltern brav von Dir tilld feitl, daß Dlt lnich noch hereinlass'st — brmlchst Dich aber''Ilit zu slirchteit vor inir!" „Ich furcht' intch aitch kein Brösel", er-tviederte Labiire kitlz, stellte Milchschüssel ltnd Brodlaib voin Gesitns ans den Heevdralld uitd schob das Geldstück zttruck, das der Bttrsche da- für hilllegte. „St.ck's ein", sagte sie, „wirst es etlvann schon iloch braucheit köilnen — 's ist nit der Brauch da beroben. daß man 'lvas nilnnlt von Eilleln, der bnngrig ist . . „Dann sag' ich hall gelt's Gott tansend-lllat ..." „Gesegil's Gott auch so viel . . Daulit lvar das Gespräch zu Ellde; der Frenlde aß. doch nicht init jeirenl Eifer, der nach seineln angeblicheil Hunger zti erwarten geivesen lväre: er iatrd immerhin Zeit, über die Schüssel lveg seiner Wirtl)iil iil's Gesicht zu blicken. Bei ihr lvar eS die Neugierde, weshalb sie öster auch llach ihin sah — sie lnußte doch wissell. lvie eitl Mensch altSsah, der dieselbe ^tiiltine hatte ivie Goltl)ard Vieles erinnerte sie anch itt der Erscheinting des Frenldetl nn ihtl: es lvareil zlvar ganz andere Züge, und doch lag elivas in seiiter Haltung uitd seinein ganzen Weseit, ivodurch sie sich ltnerklärlich an-gezogeil suhlte. Sie lvandte die ')irtgen ab oder schlug sie zu Bodetl, wenn sie dein sorschenden Blicke desselben begegllete. Dies Anstarreil ivar ihr zllwider uud verletzend, und doch regte sich eill Zug des Wohlwollens in ihr. lvegetr dessen sie sich grollte nttd den sie nicht nrehr für inög-lich gehaltell liatte itt ihrein Leben Sie lnllßk' sich altsraffen nnd deln Ding ein Eilde nlacheir. „Was gaffst' lnich so itt ei» Freude, in Hohenwart einen Vertheidiger gefunden zn haben! Ungarn dürste wohl auch noch zu der Er-kenntnib gelaugell, daß die Heereükosten Staat und Volk zu Grunde richten. D»?r „Bester Lloyd", während der letzten Delegitions-Verhandlung noch ein sehr eifriger Lobredner der Militärwirthschaft, hat sich zu dieser Er-kenntnib schon emporgerungen, denn er schreibt: „Wir haben absolut keine Hoffnung, daueriide Ordnung in unfern Staatshaushalt zu bringen, die wirthschastliche und finanzielle Lage des Landes zu verbessern, so lange die Armee-Er-fordernisse nicht wesentlich verringert werden; ist aber diese Hoffnung au<»geschlossen, so ist die Hoffnung auf den materiellen Bestaich Uil-garns, auf seine Existenz als Staat durchaus eitel. Wir sind weder im Staude, den bisheri-gen Aufwand zu ertragen, noch weitere Reduktionen an den Bedürfnissen unseres innere!« Ltaatslebens vorzunehmen. Sind wir ja in den Abstrichen schol» so weit gegangen, daß wir verzweifelt iiahe daran find, den ungarifchen Smat selbst — insoweit die nicht ignorirbaren Staatszwecke in Betracht kommen — zu streichen." In Nublaud glaubt und wünscht Niemand, daß die Verhandlungen mit der Türkei den Frieden zur Folge haben. Die Bevölkerung gibt ihre Kriegslust bei jeder Gelegenheit offen kund. Die Rüstuilgen wenden mit Hast betrielien. Veriilischte Rachrichte«. (Lebensdauer.) Unter 526.632 Personen, welche 1874 in England gestorben, gab es 69 (16 Männer und 53 Frauen), die ein Alter von je hundert Jahreu und noch darüber erreicht. (kaufmännische Zahlung.) — Der bleibende Ausschuß des deutschen Handelstages hat in Betreff der kanfmännischen Zahlung beschlossen: 1. Die Resornlbestrebungen zur Vereinfachung und Besserung der Zahlungs-Modalitäten im Ha>tdel uttd Verkehr sind von dem delltschen Haildels- und Gewerbestande wirksain zu »nlterstützen; 2. es empfiehlt sich i^) bei dem Detail-Verkauf in Läden und Werkstätten als Regel die Baarzahtlnig, d) bei Ge-werbetr eil'tnden, welche Aufträge auf neue Waareu oder Nep.iratureu ausführen, die sofortige Vaarzahlnng mit DiSconto-Vergütuug oder vierteljäl)rige Rechnttu gsleguug uild uumit^ tclbar darauf folgende Ausgleichung, o) für den Zwischenhandel (Verkehr des Grossisten mit dem Detaillisten) sofortige Baarzahlung mit entspre« chender Disconto-Vergütung oder Regulirung durch Drei-Monate-Accept'; 6) für den Großhandel und für die Großindustrie die Zahlung innerhalb Monatsfrist oder sofortige Negulirung durch Monats-Accepte; Z. die Erreichung dieser Reformen ist nur möglich a) durch das gemein» schaftliche Zufamme»lgehen der Handel- und Gewerbetreibenden und des kaufenden Publikums, d) durch die Beihilfe der Presse, o) durch Herabsetzung der gesetzlichen Verjähruligssrist für Forderungen, welche aas dem kanfmännischen oder gewerblichen Betriebe entstehen, aus Ein Jahr, ä) durch Gründung von Zahlungs-Reform-Vereinen und genossenschaftlichen Verbänden (VolkSbanken), «) durch Errichtung ge-tverblicher Schiedsgerichte, 5) durch die Einführung der in andern Ländern üblichen Geschäftspraxis, wonach die Großindustriellen blos Fab rikanten, nicht aber gleichzeitig auch Kaufleute sind. (Oeffentliche Gefundheispflege) In Müncheit, wo beinahe die Hälfte der Kinder im ersten Lebensjahre an verfälschter Kuhmilch stirbt, soll zu Gunsten der Kleinen eine Gesund-heits MilchhaUe errichtet werden. (Streitende Kirche.) Die Diözese Triest zählt nur acht Studenten der Theologie. NlarüurM «tterichte. Sitzung des GemeinderatheS vom 2. ?toV. Herr Lobenwein berichtet im Namen der Bausektion über die llntei suchung des Goßen» kanals vom Hauptplatze gegen die Lände, vorgenommen in Folge des Gemeinderaths-Beschlus-ses vom 14. August 1876. Die Sektion hat Alles in Ordnuug gefunden; Herr Lodenwein beantragt aber vom fach» männifchen Standpunkte aus, den Kanal an mehreren Stellen öff>ten und über das Ergeb-niß Bericht erstatten zu lasscil. Es sei nothwen-dig, die Beschaffenheit des Mauerwerkes zu prüsen, weil dasselbe von der gleichen Hand auögesührt worden, welche den weiter obeir ge« legenen s. z. beanstäi»deten zianal gebaut. Der Herr Bürgermeister erinnert, daß ja diese Untersnchnng schon beschlossen worden, ein neuer Beschluß also nicht mel)r gefaßt, sondern nnr der frühere vollzogen werden müsse. Herr Max Balon Rast spricht ftir die Sektion, Herr Jollann Girstma;ir siir Herrn Lobenwein, dessen Antrag mit großer Mehrheit angenommen wird. Das Gesuch des Herrn Johann Flucher um Vergütung des Schadens von 166 fl., welchen er als Unternehmer der städtischen Mehrungsabfuhr erlitten, wird nach dem Antrage des Berichterstatters Herrn Lobenwein abgewiesen. Herr Lobenwein erstattet Bericht Über die Erweiterungsarbeiten, betreffend den östlichen Theil der Bergstraße in St. Magdalena. Diese Arbeiten sind den Beschlüssen des Geineinde-rathes getnäß ausgeführt worden. Die Kosten ssir die Grundablösttna betragen 65 fl., für die Straßenarbeiten 608 fl. 68 kr., für die Arbeiten an den angrenzenden Gebäuden 43 fl., zusammen 716 fl. 68 kr. Die Mehrausgabe belauft sich aus 376 fl. 68 kr. Der Sektio»lSantrag: es sei dieser Bericht zur Kenntniß zu nehmen und die Mehrausgabe zu genehmigen, wird zum Beschluß erhoben. Herr Peter Resch, Direktor der. Handelsschule ersucht um die Ueberlassung eines ebenerdige» Lehrzimmers der Ober-Realschule mit Gasbeleuchtung. Die Sektion beantragt durch Herrn Ferd. Baron Rast: Es wird j)i^se Ueberlassung mit dem Vorbehalt der Zustinunung des Realschnl-Direktors Herrn Frank bewilligt. Herr Direktor Gntscher stellt den Znsatz-antrag: Es möge vom Direktor der Handelsschule mit der Direktion der Ober-Realschule ein Uebereinkomnien getroffen werden, um all-fälligen Beschädigungen des Gebäudes und der Utensilien unter Verantwortung des Komites der Handelsschule vorzubeugeu. Nachdem noch die Herren: Franz Bind, lechner. Johann Girftmayr, Stampfl und Dr-Reiser gesprochen, wird beiden A»,tlägen zuge-stinlmt. In die Kommission zur Entscheidung über die Einwendung gegen die auftiegendeu Wählerlisten werden die Herren: Ferdiiland Baron Rast, F'iedrich Leyrer, Franz Stampfl und Dr. «Lchniiderer gewählt. Herr Max Baron Rast beantragt, im Kaildnth'schen Hause einen Hausmeister anzustellen und die Abschließung des Hofrauines »u bewerkstelligen Herr Direktor Gutscher ersucht um Bestellung eines Hausmeisters anch im v.Gasteiger'schen Hause und nni Abhilse von Uebelständ« ^ Beiden Anträge»» soll entsprochen ! ' t ei ris ch e W ein e in N Irika.) Herrn Schenkel, Besitzer deS' nem fort all ?" sagte si^ unwillig. „Hast noch nie eitle Sennerin gejehn?" „Eiire solche, wie Du bist, noch nie!" entgegnete der Freunde unbefangen uild geradezu. „Du gefällst nur so viel gut — daß ich'S gar nit sagen kcinn. Hast schon einmal von den sa-ligen Fräulein gehört?" „Niemals", erwiederte sie mit beklolnmener Verwundertnlg. „Das sind Weiß Albeil", suhl er fort, „gllte Geister, die bei mir datieim l>l Tirol aus dt'll höchsten Bergen ol'en in den Felsen drin htltlsen . . . stille, sronune Geschöps', freundlich nild schön wie der Mondschein. Es ist wunderselten, das; Einer sie singen l,ört, oder gar, daß Einer sie sitzen siel)t vor ihrer Höhl' lind schaut ilir zu von sern, wie sie an einer goldeneil i^pindel spinnt . . . Wenn sie aber einen Menschen finden, der's werth ist und der ihnen gefallt, den sühren sie in den Berg hiilein, iil it)r unterird sches Reich, und wer eininal da drinn' gewese»' ist, der kniln's ninlmer erleideil aus der Welt ilnd kränkt sich hinunter, bis ihnl die Sehnsucht das Herz abstoßt . . „Das sind Fabeln", sagte sie lind lvandte sich ab. „Freilich .vohl — wie ich aber jetzt so da sitz' vor Dir, ist mir, als ivär' es doch wal)r ' und als hätt' lnich ein saliges Fräuleiil her. ^ eiugesührt iil sein Reich." ^ Ein schlvaches Roth überflog die bleiche i Wange des Mädchens. Geräusch von außen ^ entriß sie der Verlegenlieit und ersparte ihr die Aittlvort. Auch der Frelnde vernahm das Geräusch nnd sprang aus, aber ilicht mit der Haltung eines elschrockeilen Händlers, sondern mit der eines Mainies, der sich zu vertheidige»» entschlossen ist. „Ich hör' Fußtritt'", sagte er lnit eigentbümllcher Betonnng. „Gilt's Dir Sennerin? Ist das Dein Schatz, oer an's Fen ster komlnen will . . „Ich liab' keinen Schatz", «es sie unwillig nlld ,nit tieser Glnth üliergossen, die Bauern werdell's sein, die drtlnten einen Verl)ack lnache»» . . . Die rebellischeil Tiroler sind uns allge-sagt wordeu . . . Mach' daß Du sortkonlnist!" Er zögerte. „Waruln? " sagte er. „Ich sürcht' sie nit. Alle initeiilaiider . . „Fort, sag ich. sort!" ries sie wieder, ängstlich durch's Fenster späl)e>id, „Ich will nit. daß sie Dich l'ei inir aiilressen niid Du als Tiroler hast auch lllt Ursach', daß Du auf sie wartest ... Geh', sag lch ^ . . Dieiveil sie vorn h>.'rein koinineil. kannst Du hinteil durch den Stall hinausschlupsen! . . . Aber l)alt' Dich rechts . . . gegell die großeil Buchen zii . . . liilks geht's ljliliuiter ül'er die lange Waiid . . Der Freinde schrack ziisalninen. „Sorg' Dich llit um nlich, sagte er, „ich kenn' ,nich ivohl aus . . . biil nit ganz zuin allerersten Mal in dieser Gegeild . . ' Al>er lnelnetwegen, ich geh', weil Dn'S so Habel» willst . . . aber wenn'ö nit beut' Nacht noch zu End ist mit lnir. so koinnl' ich lvieder . . Er schlnpste hiilaus. Beinahe gleichzeitig erschien vipp nlit einigen von dell beiimsineteil Bauertl in der Hutteiithür. Er blieb stellen nnd sali spähelid iil allen Winkeln umher „Bist alleiii Seni'eiln?" sagte er mit tanerilden» Hohll. „Du sieljst es wol)l", autwortete si»- barsch. „Hast lioch keine Senllhütten geseheli. weil Du so hernlnsuchst?" „Wie nlan sich doch irren kaiil'!" stihr er wie Klivor sort. „Ich hätt' daraus schwöreu lllögen, ich l)ätt' reden hören iil der Hütten „Ich werd' wohl init lnir selber gered't habeil", eiitgegnete sie trotzig uud el>ensal!s iiicht olnie Epott. „Aber lvas willst D»l mit den Mälinern noch heroben bei lnir?" (AortsepUtt^ solslt.) kaufzen. ist vom Preisgericht der Weltausstellung in Philadelphia fNr Luttenberger Weine die Medaille zuerkannt worden. (Vom Kreisgericht Cilli. Häftling e.) Im Gesangenhause des Kreisgerichtes Cilli befinden sich jetzt, wie die „Cillier Zeitung" meldet, 317 Häftlinge, während die Normalzahl nur 180 beträgt. (Aus d e r K a st e n l a d e.) Der Frau Bertha Tabernik in Pettau sind aus einer Ka-ftenlade zwei goldene Sackuhren, eine vergoldete Uhrkette, vier Paar goldene Ohrgehänge, drei Krochen, sielten Ringe, ftwf Goldreise, zwei Armbänder. . . gestohlen worden und beträgt der Gesammtwerth 280 fl. (Versuchter Giftmord.) Der Hausbesitzer N. Barthol (Grazer Vorliadt. Blumengaffe) wurde kürzlich in das Irrenhaus gebracht. Am Freitag Morgens erkrankte die Wirthschaf' terin desselben plötzlich und zeigte der Bodensatz in der Kaffeeschale, daß ein Giftmord versucht worden. Die Kranke, welche ihr Dienst-geber zur Erbin eingesetzt, befindet sich außer Gefahr. (Landwirt hschast.) Die steiermärkische Landwirtlischasts-Gesellschaft hält am 6. und 7. Febrilar 1877 ihre 53. allgemeine Versammlung ab; zur Verhandlung kommen solgend^' Gegenstände: 1. Rechenschaftsbericht des Central Aus-schuffes über seine Thätigkeit im Gesellschasts-jnhre 1876; 2. Bericht des Revisionsausschusses über die Rechnung für das Jahr 1875 und Wahl von drei RechnungS-Revidenten für 1876; 3. Voranschlag für das Jahr 1877. 4. Genehmigul^g der im abgelaufenen Jahre neu gegri'lndeten Filialen; 5. Verhandlung über folgende Gegeilstäitde: 1. Bericht über den ini Septenlber d. I. in Marburg stattgehabten Weinbau-Congreß, die Weinbau-AllSsteilung und den Weinnmrkt und Anträge über die allsällige Einstlhrung regel-lnäßig wiederkehrender Weinnlärkte iil der Steiermark; II. Antrag des Central^Ausfchusses im Sinne des K 44 der Gefellschaftsstatuten über die von den Filialen Radkersburg und Luttenberg vorgeschlagene Statutenänderung; III. Bericht über die vom CeittralMu^schusse an beide Hällser des Reichsrathes überreichte Petition wegen Regeluilj! der gesetzliche» Be-slilnmungen übcr Sleuernachlt^sse dei Elementar Unfällen, iiiebesondere bei Frostschädeil u»id Perwintenlitgen; lV Bericht ül^er die Petition des Central AliSschusse^' ail beide Häuser oeü Reichsratlieö. betreffend die Velt^ueluttg der Vorschußkassen Vereine; V.Vortrag iil'ev einige in den letzten Jahren in Cteiermalt d^oimchtete Kulturschädlinge, insbesondere iil'er den Mais zünSler; V'l. Vorträge iiber die !lotl)wendii^en Aendernngen dec. WirlhschtiftöbetriebeS mit Rücksicht aus die Erweiterung des Fntterballes in den Viehzucht treibenden Bezirkell d^s Landes; 6 Anträge und Wünsche der Filialen und allsällige srcie Vol träge de. Mitglieder, inso-serne sie deni Präsidenten vorher angemeldet worden; 7. Zuerkennung von Anözelchnuttg an jene (Grundbesitzer und Lehrer, welche sich besondere Verdienste um die Hebtiug der Landwirthschaft und um den landwirthschaftlichell Fortbildungsunterricht erworben; 8. Wahl des Central-AusschusseS; 9. Wahl voll korrespondireliden und Ehrenmitgliedern. Bei den» Un»stande, daß in dieser Versamm-liing s.' wichtige Gegenstände znr Verhandlung kommen, ist es gewiß eiil gerechter Wuusch: die Landwirthe der llnteren ^teiennark. welche V!»tglieder der Gesellschaft sind, nlijchten sich in größter Anzahl zu derselben einfinden. Theater (—K.) Sainstag den 4. November. — Da Herr Löcs plötzlich unwohl wnrde, unterblieb die angekündigte Komödie „Der neueste Skau^ dal", uud es wurde dafür „Die Grille" gegeben. Wir waren mit den. Tausch zufrieden, obgleich wir bemerken müssen, daß es Herrn Griese auch schon an dem Abend nicht schwer gefallen wäre, die kleine Nolle dcs Marquis Liptiri noch in letzter Ltunde zu übernehmen, da er es ja des anderen Tages doch thun mußte. Herr Löcs scheint nach dem Gesagten noch im« mer unwolil zu sein. Was die Aufführung der „Grille" anbelangt, so ist selbe recht zufriedenstellend zu,!ennen. Zivei Mitglieder der hiesigen Bühne können sich in die Lorlieeren des Abends lheilen, können mit Recht stolz sein auf ihr exakt durchgeführtes und wohldurchdachtes Spiel und können diefe Rollen zu ihren besten zählen; es sind dies die Damen Frau Durmont uud Frl. Haffner. Frau Durmout (Mutter Fadet) versetzt uns durch ihre gute Auffassung immer in die Wirklichkeit, in ihrem Spiel spiegelt sich immer Leben und wir folgten mit gespannter Ausmerksamkeit ihren Ansfühlungen, die häufig von Beifall begleitet wnrdeu. Frl. Haffner (Fanchon) schreitet rüstig auf der Pahn weiter, welche zur wahren Künjtlerschaft führt, uud wir wünschen nur, daß sie die vielen Klippen nicht scheuen möge, die auf der Wanderschaft zum vorgesteckten Ziele zu umgehen sind, und das Ziel ist gewiß zu begehreilSwelth. zu erhaben, als daß man sich ii^ seinem Beginnen beirren lassen lönnte; daruni ausgeharrt uud die Rollen gnt studirtl Das uugestüme, verkehrt erzogene und von allen Leuten verachtete En» kelkind der alten Fadet, das seinen Landry schon seit Kindheit liebt, verspürt in seinem Innern, daß dieftS Gefühl erstärkt, daß es wie ein Gießbach aus seinem Bette treten will, diese Fanchon, die im Selbstgefühle des Stolzes und durch Umstände gezwnns^en sich zum schwer^ steu Opser entschließt, hat Frl. Haffner makellos gezeichnet und ihre Darstellung fand sehr verdienten Beifall. Die Herren Tufchl, Albiu und Griese zogen '.nit in den Kampf und halfen uns überwindeil. die wir mit einer ganz kleinen, scharf zugespitzten Feder bewaffnet ans dem Kampfplatze des Augenblickes gewärtig sind, jede Blöße auSzubeuteu, ziehen unö jedoch recht gerne von deuiselben zurück und strecken die Waffen, wenn so brav und muttiig gekämpft ivirl), wie an dlefem Abend. Das Haus war mäßig besucht. Sonntag den 5. Noveulber. „Der neiieste Scandal." Koniödie in 3 Akten vvn Theodor Blireiv'.e. Z^eutsch von F. Zell. Die Farbe der ganzen Kmnödie wurde durch den ersten '.'lkt verwischt; zum Tröste der hiesigen Bühneninit-glieder können wir nur sagen, daß dies atlch auf anderen Bühnen in dem Stücke der Fall ist. Es sind Dialoge, die in rascher Aufeinailder-folge wechseln, uud der Erfolg der glatteil Ab Wickelung des l. Aktes hat seine Stütze eher iu eiueill guten Studiuul, als in dem Sousfleltr zu suche». Frl. Haffner (Julie Letellier) zei.fte uus ueuerdiugs, daß sie das Gelernte gut zu verwerthen wisse. Frail Dnrniont (Herzogin-Witwe) war wieder die verständige Schauspielerin, vie ihre Aufgabe mit Ernst erfaßt »nld durchführt. Bei Herrn Albin (Graf de la Fre<«-noy) müssen wir wieder uusere alte Leier ninl meu uiid ein Stück s^nelen lassen, das schon oft gehört und leider wieder vergessen nntrde Hübsch gemach llnd niehr Nlilje beivahrt nrein lieber Graf de la FreSnoy! Wir wollen dainit nicht gesagt halben, daß wir mit der ganzen Rolle rechten, l'nr die eine Seite derselben, in welcher bange martervolle Ziveifel den Liebendeir Plälen, l)inkt infolge der zu großen Kraftan-strenguug, welche der Darsteiler in sein Organ legt. Dann hätten wir noch etwas zu bemerken, was gerade an diefem ?lbend bei einer sonst ernsten Seene sti^reiid ivirkte und viele Zuschaner znm Lacheil reizte. Der Darsteller hat die Ge. wohnheit dort, wo heftige leidenschaftliche Ge-sühle zuu! AllSdrllck gebracht iverden sollell. die Haare kunstgerecht iir die Stirne zn ziehen, mn recht verzweifelt auszusehen, oder soll dies vielleicht interessant macheil? Der Wirklichkeit kann es nicht entfprechen. — Der 2. und 3 Akt wurden gut gegeben, uud griffen auch die übrigen Mitwirkenden befriedigend ein. Das niäßig be« suchte Haus h.it die Darsteller nnt Beifall ausgezeichnet. Montag den 6. November. „Der Pariser Taugenichts." Lustfpiel von Dr. Karl Töpfer. Als leuchtende Sonne am Bühnenhorizont strahlte Frl. Haffner, um welche sich die anderen Darsteller als Planeten in mehr oder minder sichtbaren Bahnen bewegten. Der Theaterzettel zeigte uns zivar eitle andere Rollenvertheilung als die am Abend zn ersehende, doch hatte das Lustspiel darunter nichts gelitte». Dieses an anderen Bühnen so gerne gesehene Lustspiel vermochte leider uur Wenige in das Theater zu locken und so uiußten die Träger des recht gut ausgeführten Stückes, Herr Tufchl (Geueral), Frau Durmont (Madame Meuiiier) Frl. Haffner (Louis) und Frl. Herbst (Baronin von Morin) mit dem Beifalle des fehr schwach besiichten Hauses, das übrigens in sehr animirter Stim-nlung war, ^vorlieb nehmen. Der Direktion wünschen wir infolge der nelierlichen Anstrengungen, etwas Ordentliches bieten zu wollen, eine lebhaftere Unterstützung von >^eite der Theaterbesucher Marburg's und uns wird man mit dem Ausfpruche dieses Wunsches wohl keiner Jnkonsequeuz zeihen können, da wir im Lobe wie im Tadel gleich objektiv dastehen. Letzte ?>ost Dir Gi azer HandrlSkammt'r erklärt fich rutsctnt P> ,1 dl? TariferhAhungen, welche d ' Gfnt»al»nfpe?t»r mit mehreren Bahnge-»eUfchaften vereinbart und ersucht den Ha« del»mintfter, die Genehmigung zn versagen. Rußland hat die Vferdeausfuhr verboten. Die Aufständischen in Bosnien werden den Kampf fortsetzen. Antonelli ist gestorben Wom Aüchertisch. Wiener L a n d w i r t h s ch af t l i ch e Zeitnn g^ Die letzterschienene Nuinmer 45 dieses v. Hugo H. Ditschnlann in Wien, I., ?'ominikauerbastei 5», berans.iegebeiien Blattes, das vierteljährig nnr > fl. kostet, bringt ans 10 Seiten in Folio nachsolgende nnt 7 Ablnldungen illnstrirte Aufsätze uud kleinere Mittheilnngen: Ist die Depeeoration der Länder eine Möglichkeit, Hypothese oder Thatsache i — Von der Gährnng des Weiiies. — W. B. Di ck's Ertinkteur. (3 Abb.' - Das Dügen der Weinberge. — Ueber Mühlen z»lr Ei-zeugung von Maisslttterinehl — Verwenduilg des Wasserglases bei Mörteliv nden. — CsMins verbesserte Heugabel, (.'i Abb.' — Ein offenes Wort über die landivirthschaftliche Krisis in W^stösterreich. (Ree.) — Verhandluiig der aus den 25. Mai 1870 in das k. k. Ackerbaumiilisterium einbe-rilsenen Pferdezuchienglivte. ,^Rec) — Mayer's ConversatioitSlexikoii. (^Ree) — Verzeichniß der nenen Erscheinungen auf denl Büchermarkte. -- Offener Sprechsaal — Personalnachrichten. — Ausstellungeu, Versalllmlitngen, Wandeivor-träge ze. — „Der Praktische Laildivirth." Club der Landivirtl)e in Wieli. — Frequenz der uiigarischeu landivirthschcistlichen Lchran-stalten. — Gartenbnll Ausstellung in Ainsterdam. Der Centraiverein für Rül>enzuckerindnitrie uud die Erliöliui'g der Znckersteuer. — l^.neralver-f.iininlilng der priv österr. Nationallmnk. — Güterverkehr. — Stalld der Rinderpest. — A!arktberichte. — Briefkasten. Fragekasten. — Inserate. Feuilleton: Der Wisent. Ein Beitrag zur (beschichte der Jagd. Fliegeiide Blätter für den Laiidivirth: Des Bauers Wuiisch Angesichts der twhen Schweiuefleischpreise. (1 Abb) Nr^ 8240^ Wlihlniisschrcibllilg. (1303 Nachdem laut Kundmachung vom 5. September 1876 Z. 6167 zum Behufc der Erneu-tnlngswohlen für die im Sinne des Gesetze? vom 23. Dezember 1871 L. G. B. 2 vom Jahre 1872 Nr. 2, tz. 21, auttretenden Gemfindkraths-Milglieder die Wahlcllisten zu Jkdermar.nS Einsicht aust^eiegt warrn und nach Erledigntig der, in der Präklusivfrist bis zum 27. Oktober 1876 vorgebrachten Einwendungkn daS Rcklamations-Vcrsahrkn j^eschlossen ist, so wird die Vornahme .dcr Wahlen hiermit ausgrschrieb n, und zwar: Für den III. Wahlkörper auf den i??. November IS7E mit drei Erneuerungswahlen an die Stelle dcr Ausgelosten: Wilhelm Fischer, Frlij Schmidl und Anlon^Badl. Für den II. Wahlkörper auf den SS. November 18?« mit drei Erneucruncjswahlen an die Stelle der Aul'gclosten: Eduard Janschiß, Fraiiz Holzer und Josef Lobenwein. Für den I. Wahlkörper auf den I. Dezember 187« mit Vier Crneuerung^wahlen an dle Stelle der Ausstelosten: Dr. Josef Schmiderer, Franz Bind-lechner, Johann Gutscher und Ludwig Rilter von '^^itterl. Die Abstimmung mittelst Stimmzettel wird an jcdem Wahltage im Ratl^hause, Haupt-plad Nr. 96. um V Uhr Bormittag beginnen und um II Uhr Bormittag geschloffen. Unmittelbar darauf wird von der Wahlkommission die Siimmzählung vorgenommen und das Ergebniß mittelst Anschltiges am Gemeindehause kundj^emacht. Jkdem Wahlberechtigten wiid die L» git-nintiouSkarte zum Eintritte in das Wahllokale zu-gestrllt, welche nebst dem Stimmzettel dcr Wah.kommission zu übergel)en ist. Diejenigen Wahlberechtigten, denen die Legitimationskarte bis zum 26. November 1876 nicht zugestellt werden sollte, können dieselbe beim Gemeindeamte selbst ilbernehtnen. Marburg am 4. November 1876. Der Bürgermeister: Dr. M. Reiser. Allffordermz. Alle Jene, welche an die Handlung deS in Marburg eine Zahlung haben, selbe bestimmt vis Movemver 1876 Kd. JanschiH, Postgasse ilir. 22 i^n leisten. INI Herrn W'i'lrtti'ieU werden aufgefordert, Cvmptoir des Herrn Züßer heuriger Icrusalemer (WvvvnBdvi'lVSv) per Liter AZt kl., sowie 1869er . der Liter 40 kr. 187üer ..... „28 kr. 1874er roth „ 49 kr. und gut abgelegenes Göh'sches der Liter 29 kr. ist im Ausschänke beim „rpthen Igel". Achtungsvoll ergebknst I30S) F. Wels. Gin Melle» ans.HßV Gtarti«, ein Magazin, ein TtaV nebst Remise und Henbodcn lverden sogleich vermietlic?. (13u9 Näheres im Comptoir k'irseo Bllitilt. Tpielwerke I 4 bis 200 Stücke spielend; mit oder Exprcs- I sion, Mandoliiie, Trommel, Ntockeu, Ciistagliettcn, Himmrlstimmen. Harsenspiel lc. (1!^07 Kpitldose« bis 16 Stürke spielelid ferner Ncressnircö, Ciglirrciiständcr, Lchweizerhäusche», Pliotot^rnplije' albnmS, Schrklbztil,^e,Hli»dschiil)kustcl>. Vrirsbesättve-rer. Blttmeuvasen, Cigarreu-Etuis, Taiitiksduseii, ÄrbeitStlsche, Flaschen, Bierglliscr, PortcmonntUeS, Sti>l)Ie ?c., alleS init Musik. Stetö daS Ntucste empfiehlt I. H. Heller, Bern. Islustrirte Pr^ iScourante versende frnilrv. Nur lver oirrct bezieht, erhält Helle«'sche Werke. 1262) Ein aligtllthmtr Ntlttllvtrditllji für Jeden — wobei man » reich W lvert'en kann — wird mitgcthkilt, der seine ganz genaue Adrrsse vertrauenevczll unter Cliisfic D. l04 an d^iS ^nnonevn-vui'vau von V. ttrlliiöks in !iVivn, 1.. Tli'.saltstrnße Z7. kinsen^'rt. *) P08tv rvstantv-A dl essen bleiben unbelj'lck-_s^tigt. ttaupt-Kv^inn ov. 375.l)()l)^aplc. Ko^innv oarantin Staat. /III N« Nit Nizjiiiizs uu (tiv tier vom Lttmtk biiuilliur^ Zk^rautilteii (Ze1l?-l.l)t.t)eijc', in >ve1el>or iillier 7 ZlllllOi»«» 4LOOVV » ^vc)i 0.N00, Zs.mnl lü.000, 12.000 10.000, 20m»> 0000, lxlmkl 4000 L8Y00, 20ömal 2500, 2400 .d 2000, 4I5mnI 1500«^ 1200, I3ü0mal 500, .'is)0Ä250, 24.8t^.jml,I 200. iül>, 138, 124 120, 14.ij39mn1 94, 07, 5.'», 50, 40 g»vt Iiivr^il OnAiuullooii nur 3 (Zulä. 4l) lir nli,- I (.lulti. 7s) kr. (In» vierte! Ori^iu^ülootj nur 85» I^r. uittl ^vvrclvli (lieg« vom ^ »r » n t i i'te i» Ol i^lnkl -livosv (Ilvilie vor'Iivtt'nett l'tnmessen) frknlrii'ls l'Uns^'lidunß^ t1e8 liv-t»nz5«s sellik-t yutfmntsstvu (Ivxviuioli von mir vsrvaiillt. .lellöl- livi Ijelköilixttm erliiUt. von nni nvlxzn 8NNSM Oriß^ittkI I^voss »ueti kt»iu?.i»1i1un^!ilii»>ts odm' por lvcmn' maudil ten l^i i« t mttc?!»«;«. VW^A^Ian vvncis 8ieli (1nl»6l' mit. «Ii,n ^ut- _ti'kfiieli clöl' Nklke iiovorsteliendeu ^iciiunß^ 1ii8 sum AT. ZkeVV«»»!»«»' «I. «k. Vei'tlNUKU^VvII ftN UttlUNvI liantjuim' «d >^el:li8e1(>vmptc)ii' ii» Mef l.iilleiideszei' (1288 äer I^iter AK kr. im (Zastlimlse „rur Hsklsrab«' Gasthaus-Eröffnung. Gefertigter zeij^t einem ?. 'I'. Publikum er-geiienst an, daß er mit 1. November dliS Gast-iiaus in der Muhlgaffe Mr. St in eigene Rtgie übernommen hat, und empfiehlt besteS Göh'scheS Märzenbier, echte Naturweine, kalte und warme Küch. Um zahllkichen Besuch bittend, s^1269 hochachtungsvoll Änt. ZNacher. 2«0 A werden von einem Familienvater in guter gesicherter Stellung aufzunehmen gesucht. Geldgeber wollen ihre Adresse i»i der Expedition dieses Blattes libgeben. (1287 Warnung. Gl fertigte warnen Jedermann, auf ihre Namen weder Geld noch Geldeswerth zu verabfolgen. da selben nicht Zahler sind. (1291 Bergenthal, 4. Nov. 1876. Georg Löschnig. Magdalena Lbschntg. Eine Wohnung 1187 brstehend aus 3 Zimmern, Vorzimmer, Küche, Speise, Bodenantheil nnd Garten ist zu ver-miethen. Anzufragen Grazervorstadt Nr. 114. Hausverkauf. Ein stockhohes Haus mit WirkhS.^eschästs» betritb ist unter sehr vortheilhasten Zahlungs-bedingnissen verkäuflich. (1310 Näheres durch I. Kadlik'S BerkehrS-Agentur in Marburg. Gi» G-wölb tkS SS mit Schaufenster und GlaSthl'iren, auf lebhaftem Posten, ist sogleich und billig zu vermiethen. Anfrage bei Marie Schräml, Domplaß. Ich kann nicht umhin, dem Herrn Kam» merer alS redlichem Finder der im vorigen Blatte rrtvähntcn Verlorenen Brieftasche, »vorin sich ca. fl. 1400 befanden, für die Zurückstellung öffentlich meinen besten Dank auszusprechen. 1305 1257 2 etwas überführte halbgedeckte Wiigeu zu verkaufen. Richard MaKl. Postgasse. '»terantmnrtlich« R,knktistu. Druck unt' A'rloa "nn t^duard Iaulchi'' tn '^ttartiurp. ^ tvIit- und Rizeumatismus-Leidcn, neu entstanden, werden in lvenigen Tagen, oft in tvenigen Stunden, ältere in kurzer Zeit geheilt und langjt^hngen Knochenschwkllungen Schmerz» losigkkit verschafft. Dieses äußere Mittel tvurde seit 28 Jahren virlfact) verbessert und tausendsältig mit heilbringendem Erfolge angewendet, was mit zahlreichen Dankjchreibkn, die zur Einsicht vorliegen, eriviesen wird. Preis per Flacon 1 fl. Bei Anschaffung erbittet Mittheilung der Krankheitsumstände, um in jedem Falle passendste Anwlndungstveise Vorschreiben zu können, (I27L ^pe^^ialar^^