«i. 256. Freitag, 7. November 1890. W9. Jahrgang. Leitung. '"Mri° « °"d«l«: Mil Pofiverltndun«: V°n,Mii« fi. 15. halbjährig fi, 7 s>0. Im «omptolr: llllne ^Is."' «»lbiühiig fi. 5 «,. zar die Zustellun« «„« Hau« ganzjal,,-»« fi, l. - I,,sel»lon»neb«r: ssi»? ^^^^"»lra», hi, ,„ 4 Htff.n ^f ""d mangelhaft bezeichnete und sich in ^ tt mn , ^" b"ln Unterrichtsmmister ergieng. ^"gchen ^ ^^ Wohlwollen und selbst ungerechtes Ü"d daw ^" b" Sloonen zum Vorwurfe machte ^ ^'ovenen ?u^pr"ch that. die Regierung betracht. ^>se s»>in m ""^ unangenehmen Ballast, gum 3' dasz ^^ ^hauptunqen führte er den Umstand ^llisch,,,? Herr Unterrichtsminister bezüglich der n." Land/«,? .""^rskril im Bezirke Ooltschee. woselbst ^"ndlaae - "^ ^" Unterricht auf ut.aq.listischcr ^Ulsch^ "nqelicht't hatte, die Vinsührung des n, Der ^^.""lerrichlssprache nngeorduet habe. ^"tisch^ "^Ne 3t,dn.r. der Abgeordnete der Stadt ?"> °>is 'w^ " Vraune. fiihrie mehrere Thatsache '".'p-ctor »'^? ^ d.'ducielte. das« der Bezirkschul. 3"Nf, ss,^ "llaliec keineswegs unbefangen bei Aus-?^tec " ""tes vorgegangen sei. Der Abgeordnete .^chkr sl?«?''^ ^" Vorhandensein von Kindern 3° verlaz °'°'^litat 'n d^r Schulqemeinde Suchen ,Vt kl, a»» sz « ^richten des genesenen Vezirtssch.'l. ^'chfula°r ""l°"c. a„« welchen er sodann die Vl'N 9" "''"a zog. Komljanec habe den E'lass des ^^unoesschuiratb?« ^«, 28. Allgnst 1683. mit welchem die Einführung des niraquistischen Unterrichtes in Suchen in zwei Abtheilungen angeordnet worden war, eben wegen Nichtvmhandenseins deutscher Schul» linder nicht durchführen lönnen und es dürfe dem Vezirlsschulinspector deshalb dde4prasid''nt unter Hinweisung a»f das betreffende ihm vorliegende Act.»stück den Nachweis, dass die vom Abgeordneten Dr. Taucar gerügle Anordnung derUntr richtsverwaltung über den einhellig kundgegebenen Wunsch der Bevölkerung erfolgt sei. Nunmehr wendete sich der Herr Landespräsinent dem eigentlichen Gegenstand? der Debatte zu uud betonte mit allem Nachdrucke das aus schl'.hliche R cht der Regierung, die Organe der Schulaulsicht jederzeit und ohne Angade von Gründen zu entheben, indem er noch beifügte, dass die huhe Unt''r' richtHv''Nvalt>lng in allen Ländern gegen Schlllmspectoren. welche Auftrage der Schu'behörden nicht volluehen. in gleicher Welse vorgehe,' müsste. Obwohl er die An» gelegenhelt. welche troh der in seiner Intelpellations-Beantwortung dem hoh>n Hause ertheilten Aufklärung de« Sachoelhaltes leider zu der gegenwärtigen, natur» gemäß persönlichen und deshalb u„elq>licklichrn Debatte geführt hade, du'ch die soeben abgegebene Erklärung als abgethan betrachten könnte, obliege es ihm- doch. dem Landtage, welchem bereits vom Abgeordneten Svetec Stellen aus Verichlen dr« gewesenen Vezirkbschul' Inspectors Komlj^nec vorgelesen worden, gleichfalls eiuiqe St.'lleu aus d^ns.lnen Äerich'en sowie au« einem Berichte seines Amtsvorgängers Prof. Valentin Vmbrusch mitzutheilen. In den nun vom Redner verlesenen Stellen sei das Geständnis der Genannten enthalten, das« es in Suchen Kinder sowohl slovenischer als auch deutscher Nationalität gebe, was übrigens schon aus dem Umstände klar hervorgehe, dass seit dem Jahre 1855. in welchem die Volksschule in Suchen errichtet worden ist. an dieser Schule bis zum Jahre 1886. in welchem Herr Komljanec Schulinspector geworden, der Unterricht abwechselnd bald ganz deutsch, bald utra« quistisch. d. i. theils deutsch und theils slovenisch. ge-wesen sei; es hätte daher die vom Landesschulrathe wiederholt angeordnete Theilung der Schule in eine deutsche und eine slovenische Abtheilung ohneweit-rs vollzogen werden können und sollen; es sei jetwch. wie Herr Komljanec selbst gestanden, zu deren Vullzuqe Jahre hindurch nicht einmal der Versuch gemacht worden. Der Herr Landcspräsident führte writers an der Hand der Acten au«, dass Professor Komljanec erst infolge der unterm 26. April 1889 beim hohen Unterricht«. Ministerium inbetreff der Unterrichtssprache in Sicken eiug brachten Beschwerde voi 45 der dortigen Insassen einen Antrag auf Regelung der UnterrickMprache durch den Landebschulrath nach vorlä >siger Aufhebung der Verordnung desselben vom 28. Auaust 1883. jldoch so gestellt habe, wie es unter ihm selbst bereits vorher ohne Rücksicht aus diese Verordnung eingeiuhrt worden war. Der Herr Landetprästdent kam zum Schlosse, das« der H?rr Unterrichlsministfr ein derartiges Vorgeben des Schulinspectors Komljanec unmöglich billigen konnte, und dass derselbe eben deshalb, keineswegs aber — wie in der Debatte behauptet worden ist — den deutschen Gotlscheern zuliebe die Enthebung de? Herrn Komljanec von den Functionen eines Nezirksschulinspectors für Gottschee verfügt habe. Nach dem H rrn Landespräfi^enten gelangte der Abqeordnete Dr. Schaff er zum Worte, welcher in wi'kiamer Rede der Majorität ihren Undank qeaen die Regierung, welche den Slovenen mannigfache Unter» stüyung gewährt habe, zu Gemüthe führte, worauf der Abgeordnete Freiherr von Schwegel, nachdem er auf den Zusammenhang zwischen der in Verhandlung stehenden Interpellation, beziehungsweise der heutiqen Debalte und der in der leyten Sitzung erfolgten Ablehnung des Betrages von 600 Gulden für den un-obligaien deutschen Sprachunterricht hingewiesen hatte, d»r in der Interpellation und auch in der heutiqen Debatte des öftern aufgestellten Behauptung entgegen. Feuilleton. Die Heilung der Liebe. "öulunftsbild von PM Foucher. ÜÜn ^rd rb'l:^ die Liebe eine Oeiß.l der Welt und 3°Ue dieH'che Narrheit nennt, erklärt einmal, er nne /"b sr,n<>r Seele reißen, «wie man eine 2'^ L"uren" """Nmde ">ßt'. Der Herr Doctor ^Ulet. n) ^ weniger lyrisch gestimmt. Seine De-e>„°.Achm'en 3 «"«reißen, sondern heilen, k'n ^«W^ an. Sie haben die Bekanntschaft tz? ^cha^, . Heus abmacht, dessen Anblick Ihnen 5 ^llmen " ^ Entzückens über den Körper jagt M' in bm "°" ^" d'e Nacht und suchen, ihm am d > u? "' Sie saqen ihm, dass sie es ver-H. '2 nich.z l , l'ebenswü'dige Kmd erklärt Ihnen. üKz. ^ 'o sehr „ebt. als die Landa.ler zu 20.000 dl^ Franc« .ä" ^ Louis das Paar, Costüme zu vM'üsse s Stück und Brillanten, so groß wie Vche"aZ"weise. denn die Liebe ist die gebie-H^'rlftav „ ^"'lchaflen. beeilen Sie sich sofort. i„ ^lchcr 0"s'7 ""t> Liegenschaft.» zu verkaufen, ein 'H°, ^ » lührt Ih„e„ jedoch den Dr. Laurent -^ ^"beu K ^ ^"det Sie blass und abgemagert: '^«'?^ bin ^',"^" Freund? Sind Sie krank?» de Hilf»' a/wählt werden könne. Ja, Landtage beantragten Bml^y und Glossen, der Landesaueschuss solle Schrnte be, der R g'erung unternehmen, damit unter Ablhnu"g aller anderen Projecte die Tauernbahn di^ Concession erhalte. Der Antrag wird geschästiordnungsmähig be« handelt werden. (Grohcommune Wien.) Man telegraphiert uns unterm Gestrigen a»s Wi>n: Der Ausschuss für Groß.Wien hielt heute eine Sitzung ab, B^i der Be» rattiung des die Disciplinarqewalt d^s Vorsitzenden be-tlessenden Paragraphen erklärte der Statthalter, die in letzter Zeit im Gemeinderalhe sowie in allen parlamen» tarischen Körpeischasten heroorgetretene sogenannte schärfere Tonart macht die Aufnahme einer stärkeren d'scretionären Gewalt des Vorsitzenden nöthiq. Im Wiederholungsfälle heftiger Scenen im Gemeind^rathe werde die Regierung die Auflösung des Gemeinderathes ernstlich erwägen. Der Paragraph wurde jo« dann ang nommen. (Im steiermiirlischen Landtage) über-reichte der Statihalter einen Gesetzentwurf bezüglich der Mur>Requlierung von G^az abwärt«, wonach das Iahr^serfodernis für die Dauer von 1892 bis 1899 mit 54.400 festgesetzt wird. wovon je ein Vierzehntel Staat und Land und je ein Zehntel die interessierten Bezirke und Gemeinden aufzubringen haben. Unter an> derm w»rde der Bericht des Landesautschuss»s in> b^tl'ff der Errichtung eines Landes Eijeubahnralhes vor» gelegt. (Mähren.) Sonntag den 9. November find't in Vrünn eine Vertrauensmänner» Versammlung der deutschen Partei in Mähren stalt. Dieselbe wird die durch den Rücktritt des Dr. Sturm von der Parte«» leitung nothwendige Neuwahl eines Obmannes vorzunehmen haben. Urbeidies steht auf der Tagesordnung die Berathung und Bejchlussfassung über Fragen der Partei-Organisation. (Militärisches.) Das Militär.Verordnungs. blatt veröffentlicht die Allerhöchst genehmigten neuen organischen Bestimmungen für den Artilleriestab der Feldartillerie und der Festungsartillerie mit der Be« stimmung, dass die sechs neuen Festungsartillerie» Regimenter nebst den Nummern auch die Namen der Inhaber führen. (Aus dem ungarischen Reichstage.) Man telegraphiert uns aus Budapest: Im Nbgeord« netenhause elklärte der Finanzminister in der Budgetdebatte unter lebhafter Zustimmung, die Zolleinnahmen seien kein geeignetes Mittel zur Regelung der Staats« fiuanzen, da Ungarn mehr oder weniger auf eine frei« händlerische Politik angewiesen ist; ein selbständiges ungarisches Zollgebiet darf nur als ein in extremstem , Falle anzuwendendes Kampfmittel angesehen werden. Ungarn muss seine Interessen durch Zollbündnisse auf einer möglichst breiten Basis zu sichern be strebt s^ V.'tr.ffs der österreichisch ungarischen Bank stellt« °c Miniiter fest, dieselbe habe' sich große VerdieM "' die Hebung der ungarischen Fmanz-n und der «" wirtschaft erworben. (Kroatien und Ungarn.) Im lroaB" Landtage kam es vorgestern zu einer eclatanleil lt» qebilng für ein gutes Einvernehmen mit ^"A / Referent Dr. Eg-rsdorfer betunte aus A»lass der »' fälle Franks auf den Auegleich, dass sich belde ^ tionen. die in nuem Staate leben, ein P "lament, Ü qislative und id Misch»» Interessen besitzen. "0' voll und ga»z verst hen müssen. Der non der l)pp > t,on qeschürte Hass müsse aufrichtiger FseundsäM inniaem Zusammenhalt n weichen. D>e g^'"^,.^ Generation müsse die Fehler und Sü"den d^" gut machen. (Zlüsmischer Beifall recht«, heftiger »v" fpruch links) ^ (Die Einverleibung Helgoland«)^ der i/ht dem deutschen Bundesrathe zugegangenen ,^ laqe über die Einverleibung der Insel He!«"'""? °. das Königreich Preußen findet sich folgende beaH" werte Stelle: «Die Insel bildet gleichsam einen geschobenen Posten und wird für den KrielMoba«^. und Krieqssig'ialdienst vo>, besooderer Wlcht'^'l > ^ a»ch bietet sie den zum Vorpostendienste ausq^" ^, Fahrzeugen einen Schuh» und Stützpunkt. Ein " ^ gang in Feindeshand könnte die Act'onsfre'Y" deutschen Flotte um deswillen wesentlich beeintM'^ weil die Insel dann dem Feinde sowohl s^ ^ d' cade als auch für den Angriff auf die deutsche ^ ^ s eküste viele strategische Vortheile bieten wittl»^ ^ werden daher militärische Maßnahmen zllM Sch"v.j„ Insel gegen feindlichen Handstreich zu lrrf!" ';s,, Welche Ausdehnung diesen Maßnahmen zu g"" lässt sich im einzelnen noch nicht übersehen.» ..^ (Der Reichskanzler v. Eapr ivi) h"'^ Reise nach Mailand augetreten. Es ist nicht """'A^ das« es während seiner Anwesenheit in der ^, dischkn Hauptstadt zu irgend einer unerfreullly ^ monstlation lommt. Vorgestern hat Cavallott» ' ^ Versammlung der Führer der Mailänder "" ^ uora/jchlagen. es solle während der A>lwele"y^,^ prim's ein demonstratives Bankett gegen die ^,^ Allianz abgehalten werden, was jedoch von "^„ax! heit abgelehnt wurde. Cavallotti will infolge ^'^' seine Eandidatur zu den Abgeordnetenwahlen ve z> (Im Grohherzogthume Luxe" o.,z ,st vorgestern die Aera der Regentschaft bes ^ü>' von Nassau durch eine feierliche Sitz'N'g ^" ^B' burgischen Kammer, durch eine Botschaft " ^e>t Regenten, in welcher er sich zur Eldesle,!"^ W< erklärt und durch die Annahme des Antrage» " ^l s tzung der Regentschaft inauguriert wolden. « sßl vollzog sich unter schmeichelhaften Kundaevunu ^^„g den bisherigen regierungsunfähig geworden von Holland und Großherzog von Luxemburg.^, (Russland.) Das Petersburger «N^le.,^ führt aus. dem festlichen Empfange des Orum ^ Thronfolgers in Wien fei eine gewlsse M^ W^ deutung nicht abzusprechen, wenn auch ^^ »,er s^ sache. dass der Thronfolger Wien berührt, an" ^,M wältigen Richtung der internationalen P.^'^chts s als Friedensgarantie bereits an rlannt st', ändert werde. ^,^^^ Laurent fügt zu den Dreien den Hypnotismus, und es scheint, dass seine Methode erfolgreich itt, denn er hat, wie da« obige Beispiel zeigt, schon Leute curiert, die toll waren vor Liebe. Diejenigen, die in Zukunft noch an gebrochenem Herzen sterben, verdienen nicht das geringste Mitleid, da eine einzige hypnotische Sitzung schon genügt, um! selbst die eingewurzelteste Leidenschaft auszurotten. Und ^ wenn erst diese neue Heilmethode zur allgemeinen Ein« führung gelangt, dann wird sich in unserem ganzen Leben ein bemerkenswerter Umschwung vollziehen, der am empfindlichsten vielleicht das Theater trifft. ! Alle Stücke, deren Angelpunkt eine große Leiden« schaft, ein Ehebruch oder soust eine L'ebesgefchichte ist, werden vor dem in Laurentischer Behandlung ge» wejenen Publicum wirkungslos bleiben, weil demselben ganz unverständlich bleibt, weshalb die Leute da droben von diesen heilbaren Empfindungen so großes Wesen machen. Die Theater werden an der allgemeinen Theil« nahmslosi-iteit des Pudlicums langsam zugrunde gehen, und d e>es wird zu semer einzigen Zerstreuung nur noch die Lecture der großen Affichen haben, die da lauten: Kein Liebesweh mehr! j Der Dr. Emil Laurent heilt in einer Sitzung: Sehnsucht, Träume, Seelenleere, die Nriqunss, den Mond anzuschwärmen, Thränenlr^en. Nerve»anMe, ' SchlaNos»nt"l, «eje^uchl und NttiioUsmu«. Nachdruck verboten, Zerstoßen und verlassen. Roman von Vmile Vlichebourg. (138. Fortsetzung,) «Dann werden Sie ihr antworten, was ich Ihnen jetzt geantwortet habe: dass Sie fürs erste nicht in der Lage si»d, ihr mehr zu sagen. Doch nicht, um über die Marquise von Saulieu und ihre Enkelin mit Ihnen zu sprechen, bin ich zu Ihnen gekommen. Ich wusste ja nicht, dass Sie tue Dame kennen, dass sie Ihre Wohlthäterin sei, und so lehre ich denn auf die ur sprüngliche Veranlassung meines Besuches zurück. Seit El>de des Monates September ist Ihr Gatte Pierre Daraß verschwunden und Sie wissen heute noch nicht, was ihm widerfahren, ob er lebt oder todt ist. Nun de»n. ich bringe Ihnen die Gewissheit semes Todes! P,e,re Da»ah ward ermordet!» «Ermordet!» wiederholte die Witwe schaudernd «Ich ahnte es! Aber,» und anqstuoll sah sie zu dem Sprecher auf, «auf welche Welse brachten Sie das >n Erfahrung?» «Ich war I uge, wie der Maun. der die That vollfuhrt hatte, den Leichnam Ihres Gatten in den Strom versenkte!» «Entsetzlich! Sie kennen den Mörder?» rief die Witwe fast außer sich. «Ich. ich kenne ihn!» «U>,d sein Name — sein Name?» Vater Anselm s^h die heftig Erregte fest an. «Einstweilen genüqe es Ihnen zu wissen, dass derselbe eixer alten und huchangejehenen französischen Familie entstammt und dajs der Ma»n, welcher jenen __ _______ ____ , .. Ae""'' Namen jetzt führt, in der Welt eine h"ye ta" einnimmt. Ein Verbrecher von solch" Veoe" M kein gewöhnlicher Menjch sein, und Sle "«,! ^ daraus begreifen, wie fchwierig es ist, e ,^ ^ Mann des Mordes zu zeihen. Jedenfalls "" ^ ll" zeugt, dass er Ihren Gatten lange scho" vielleicht sogar Ihnen nicht fremd ist!» . Die Witwe schüttelte den Kopf. ^l ^ «Ich kenne le.nen einzigen M"U"' ^e U bedeutsamen Namen trägt, m der ilU-" ,^ M , Stellung einnimmt und zu memem Gatte ^e Beziehung gestanden hätte. Aber v>eUe>^^ ^ ---------bringen Sie mich mit jenem .^e sammen. wachen Sle verdächtigen ! Vlelle u, , lhn doch!» ^, ^^ » ^ ich .S.e sollen ihn sehen, den Elenve"'^ Anselm. die Hand auf ihren Arm legen"» bin üoerzeugt, S>e erkennen ihn!» .^ hje ^ «Und wlnn ,ch ihn erkenne?- l"s ^ zitternd vor Aufregung. . l^ne ^ ^ «Dann.» antwmtete Anselm unv ^ ,h>'^ blitzten in heiligem Feuer, «dann gll ^»ht, .^e Thut zu überführen, die er — wie er u ^ !^< Zeugen — begangen hat, mdem w>r >^ ^K t» ^j Larve vom G'sihte relhen und 'h" "^ ^r s" tleren. was er ist: — als den Sch««", Fallbell reif ist!» IX. Oil^,,, Heinrich Merson be,eelte. seit " ^js H5 Verschivii.den erfahren, nur der G^a'"' ttn der Wiederkehr der Jesuiten eingeleitet. Auf ?"°"lassung der Geistlichkeit unterfertigte die Land. Folterung Petitionen an den Reichstag, es möge zM ""' ^stattet werden, nach Deutschland zurück' . .(Besteuerung des Capitals.) Heute wer-M»l!" " französischen Kammer infolge eines Ve-^"'M derselben, die Regierung aufzufordern, die die ^ """ Reform der Steuerumlagen zu studieren, ^ neputlerten Rabier und Gaillard einen Antrag teu? ^"' ^?^ Capital in ausgiebiqer Weise zu be-,» f' um einen Betrag von 1500 Millionen Francs "Men, der °" die Stelle anderer Steuern treten soll. >r ' ^ Baiser, Erzherzog Karl Ludwig mit b>"and si" ^hnen Franz Ferdinand, Otto und Fer. Ctatlhaltel"^ ^" ^^erzoge Wilhelm und Rainer, der "nt> ^, I^ der Vorpscomrnandant. der Polizeipräsident ^chen L° l^, ^r russischen Votschaft und des rus. ^"u,c ^"ates. Votschafler Fürst Lobanov war dem die llt.c, ^erau entgegengefahren. Der Kaiser und de« Unb„ °^^"^n russische Uniformen mit dem Band lortn mit! ^"^' der Carevic die österreichische Uni« Joses lils«l >, ^°"^ des Stefans-Ordens, Kaiser Franz ^l'ch ^ ^""'^ °"l beide Wangen; besonders ^ Ludwi^ ""^ ^'^ Begrüßung mit dem Erzherzog ?^l den »?x ^ Abschrritung der Ehrencompagnie !^"ng de "^" b" russischen Hymne fand die Vor. >'«>t. wow "b"""v°liere de« beiderseitigen Gefolges ^ ^or°e<-m ^""'^ äußerst leutselig war gegenüber ^"ic » ' ""' Die Fahrt zur Hofburg legte der I?"p°»e u«>."Hen Seile des Kaiser« in offener Hof. ^Meilen w"<.'" bauten Zurufen des sehr zahlreich "en Publics zurück. . ^"zunll /^ "'^ tödlichem Ausgange.) In ^^^ierer Meldung über den in einem Säbel« duell erfolgten Tod des Commandanten des 3. Syrmier Landwehr »Bataillons, Oberstlieutenant Georg Rula-vina v. Vidougrad, erfahren wir noch folgende Details: Der Anlafs des Duells ist bis zur Stunde nicht völlig aufgeklärt; man munkelt zwar einiges von einem Toast, den Oberstlieutenant v. Rulavina ausbrachte und den Oberlieutenant Johann Polzovic nicht gebilligt haben soll. doch erscheint diese Version laum beglaubigt. Von letzterem ist noch zu bemerken, dass er bereits mehrere Duelle ausgefochten hat und ob» schon kein sogenannter Schulfechter, dennoch jedesmal sieg« reich aus dem Zweilamps h?rvorgieng. Oberstlieutenant v. Rukavina wurde im Occupalions'Felbzuge, den er als Hauptmann der gemeinsamen Armee mitgemacht hat, mit dem Orden der Eisernen Krone III. Classe ausgezeichnet und hinterlässt vier Kinder. Die Leiche des Gefallenen wird nach Agram überführt und sodann auf dem Central-sriedhofe in der Familiengruft beigeseht werden. — (Ein theures Spiel Karlen.) Ein Spiel Karten, und noch dazu ei>, bereits «abgespieltes», ist diescrtage in München für den Preis von achttausend Francs verkauft worden; allerdings handelt es sich dabei nicht um eine gewöhnliche Whistlarte, sondern um eine Seltenheit allerersten Ranges. Nach dem «Börsenblatt für den deutschen Buchhandel» ist die 47 Blatt starke, sogenannte Mantegna»Spiellarle des Baccio Bald ini aus dem fünfzehnten Jahrhundert, ein anerkanntes Kunst» werk aus der Zeit der Etfixdung des Kupferstich«, von seinem bisherigen Besitzer, linem Antiquar in München, für den genannten Preis verlauft worden. Es wird all» feitig bedauert, dass dies Entzücken der Sammler seinen Weg nicht in ein deutsches Museum, sondern ins Aus« land genommen hat. — (Raubmord.) Rom ist vorgestern der Schau« platz einer Mordthat gewesen, die alle übrigen zahllosen Verbrechen, von welchen die Stadt, Dank dem aus ganz Italien herb«»flutenden Gesiidel und der beispielslosen Schwäche der Polizei, seit zwei Jahren heimgesucht wird. tief in Schatten stellt. Der wohlhabende belgische Priester Halloux wurde in seiner Wohnung mit einer klaffenden Wunde am Kopfe tobt aufgefunden. Erdrosfelungsmale am Hälfe und die über und über mit Beulen bedeckten Hände und Arme zeugen von der verzweifelten Gegenwehr ds um sein Leben ringenden Opfers. Die Brieftasche des Todten fehlte, die Schränke waren geöffnet, alles Wert» volle daraus verschwunden. Ein alter Diener, welcher, nach Hause zurückkehrend die That entdeckte, wurde vor» läufig in Hast behalten. — (Kopfkissen aus Papier) werden neue-sten« in England erzeugt. Pas Papier wird zu diesem Iw^cke in ganz kleine Stückchen, nur von Fingernagel» große, zerrissen und dann i„ die Kissenbezüge aus Drell oder Zwillich gestopft; solche K'ssen sollen sehr kühl sein, sich namentlich im heißen Klima vorzüglich bewähren, und sind dort auch bereits in Hospitälern ungewandt. Zeitung«. Papier ist indes nicht als Füllmaterial zu empfehlen; es hat meist einen üblen Geruch. — (Ein unglücklicher Schuss.) Vor einiger Zeit traf den in Trieft domicilierenden Sprösslmg einer vornehmen Familie ein bedauerlicher Unglückssall, der aber allem Anscheine nach für den Betroffenen keine w^i» teren traurigen Folgen haben dürfte. Graf Heinrich Schlippenbach, Sohn des verstorbenen Grafen Arthur Schlippenbach, hatte nämlich beim Probieren eines Re. volverS das Unglück, dass ein Schuss losgieng und ihm die Kugel in den Kopf drang. Trotz aller Bemühungen gelang es den Aerzten nicht, die Kugel zu entfernen, doch befindet sich Graf Schlippenbach ganz wohl und ist weder in den geistigen noch in den körperlichen Function?« gestört. — (Elektrische Beleuchtung in Sofia) Das Sobranje, das fürstliche Palais und die Slaat«. druckerei in Sofia werden, wie man dem «Vaterland» aus Sofia fchreibt, in den nächsten Wochen mit elektrischer Beleuchtung versehen werben. Bei der Offertoerhandlung betheiligten sich zehn ausländische Firmen. Dies wird der erste Versuch mit der Elektricität zu Beleuchtungszwecken in genannt« Stadt sein. Man plant, späterhin die ganze Stadt und alle öffentlichen Gebäude elektrisch zu beleuchten. Visher gibt es nur Petroleumbeleuchtung, welche sehr vieles zu wünschen Übrig läs?t. — (Cine Katze um 240.000 Gulden.) In London wurde diesertage im Krystallpalast die zweiundzwanzigste National« Katzen. Schau abgehalten. E« waren nahezu 600 Katzen ausgestellt. Bei einer der Katzen war der Preis mit 20.000 Pfund Sterling an« gegeben. Eine 240.000>Gulden.Katze, das geht noch über Ormonde, «das Pferd des Jahrhunderts», jenen Vollblut-Hengst des Herzog« von Westminster, der im Sommer 1889 um den Preis von 168.000 Gulden nach Südamerika verlauft wurde. — (König Milan von Serbien.) König Milan wird sich heule, der Einladung eines aristokra« tischen Freundes folgend, zur Jagd nach Mähren be« geben. Sonntag lehrt der König nach Wien zurück, wird dort noch einige Tage verweilen und sich dann nach Paris begeben, wo er den Winter zubringen wird. Im nächsten Jahre gedenkt König Milan auch in London, das er zum erstenmale kennen lernen wird, einige Zit zu verweilen. — (Gelehrte Frauen.) An der Universität in Dublin erhielten am letzten Freitag 18 Damen Grabe. Neun erhielten den Grad von Vaccalaureus der freien Künste, ein Fräulein erhielt den Grad eines Doctors der Rechte, ein zweites Fräulein den eines Magister Artium mit den Certisicaten erster Classe für moderne Lilrratur, eine dritte junge Dame den Grab eines Magister Arlium mit Certificaten zweiter Classe für moderne Literatur. — (Zur Behandlung derTuberculose.) Wie verlautet, ist der neu ernannte Vorstand der dritten medicinischen Klinik in Wien, Professor von Schrötter, ganz unabhängig von den Koch'schen Versuchen mit der Behandlung von Tuberculösen durch Blausäurepräparate beschäftigt. In den nächsten Tagen beabsichtigt der genannte Forscher im Wiener ärztlichen Verein über seine Ergebnisse einen Vortrug zu halten. — (Französische Turner in Prag.) In der Antwort auf die Adresse der Prager Sotolisten zum Gundesfeste der französischen Turner in Nesan^on stellt Bundesobmann Sansboeuf für das nächste Jahr den Vefuch der französischen Turner in Prag in Aussicht. — (Vall der Stadt Wien.) Drr Wiener Bürgermeister theilte vorgestern dem Gemeinderathe mit dass für den 28. Jänner 1691 der Ball der Stadt Wien projccliert ist und bat um die Ermächtigung, ein Ballcomiti, bestehend aus Gemeinberäthen und sonstigen Wiener Bürgern, einsetzen zu dürfen. Diese Ermächtigung wurde dem Bürgermeister ertheilt. — (Antipodisches.) Unterofficier: «Fcher auf. getreten, Ihr Kerls, wir brauchen uns doch nicht vor den australischen Nachtwächtern zu genieren!» Ater ae?^ vorher war er in Versailles bei seinem t Hnlerz "«^' ^ hatte ihm seinen grenzenlosen '>N Num "l"ut und Frederic Laprete hatte voll ^chtrte ,"" theilt. Spät nach Hause zurückkehrend. ^" alter M die Mittheilung der Dienerin, dass Ü^rt bak"" dagewesen sei und ihn zu sprechen Ehrend er """^e «st am anderen Morgen, ^deitzzi' '"brütendes Sinnen versunken, in seinem ^ VesuH ? W. daran erinnert, als ihm von neuem Ä)^t warl. ?"vk" Fremden vom Tage vorher ge-l/^ent dp.,' "" !""em Erstaunen sah er im nächste >>lL eiiim? ' Dienstmann Nnselm. der ihm hier l dechlh aea.enubergestauden hatte, eintreten. ti.e 'Eie°^ ^" Gedanken nicht au«. " ungest^"' "ür Botschaft von Fräulein Lionnet?» l°. '^ m!5 ^-""" schüttelte ernst den Kopf. "e. weik ""?'' ""letzte er. «denn keiner, der sie '^«°^'st!. 'bw 'Wei», sj',doch todt!» rief Heinrich aus. sieV"s W.!/ lA das ist ganz gewiss.» fiel Anselm «l> H- 'Was wir von ihr wissen, .st dies: 3 '^en 2 ? lie Herrn Lionnels Haus verlassen, vtt^lle 's,"°"' die sich ihrer angenommen m,d ihr «lbM habe« """ hochgestellten russischen Familie »le« ^rcht °/"'.»N't der sie nach Russland re.scn sol. "nicht an.77 "'HL. Herr Merson, sie wird dnse t>er Ilw eten l. er °'Woher ^°"" starrte den Sprecher an. «l»z. ^r -- woher wissen Sie das alles?, st'eh «Von Herrn Lionnet selbst, dcr mich zu Ihnen sandte, um Ihnen die Gewissheit zu brmgen. dass Oencvieve lebt!» antwortete der alte Mann fest. «Aber — Sie wisfen bereits die Wahrheit! Sie ist mcht die Tochter d s von allen geachteten und angesehenen reichen Fabrikanten, sie ist ein armes Geschöpf, das. ohne Heimat und Familie, allein und verlassen dasteht.» «Nicht allein, nicht verlassen!» rief Henri Merson aus. «Liebe ist mehr als Herkunft und Heimat, und Geurvieue wird geliebt! Ich liebe sie! Ich liebe sie. mehr als alles sonst im Himmel und auf Erden!» In des alten Nnfelm Augen glänzten Thränen auf — Thränen der Freude. Er streckte dem jungen Manne beide Hände hin. die dieser in der Ekstase des Augenblicks stürmisch ergriff. «Sie haben das Herz auf dem rechten Fleck, mein junger Freund.» sprach er bewegt, «Gott segne Sie für Ihre Treue! Aber — ich wollte Sie nur auf d,e Probe stellen. Genevieve steht nicht allein im Leben! Sie hat Herkunft und Namen!» Ill Heinrich Mersons Innerm arbeitete es gc-waltig. Nicht länger hielt cr an sich. «Was soll das heißen, Vater Anselm?» stieß er hervor. < ,. cm «Das soll heißen.» rntgeguete der alte Mann, und kaum vermochte er zu sprechen, so sehr zitterte seine Stimme, «dass soll heißen, das ihre Herkunft entdeckt ist. Ich — ich bin Geneviem's Vater! Geue» viöoe ist meine Tochter!» Wie geistesabwesend sah Henri Merson auf den Sprecher. Durste er seinen Ohren trauen oder nicht? «Sie — Sie sind Venevieoe's Vater? Sie ist Ihre —Ihre Tochter?» rangen sich endlich bleischwer die Worte über seine Lippen. Der alte Dienstmann nickte ernst. «Sie sind überrascht, und ich begreife es.» versetzte er. «Der alte Anselm. der Dienstmann aus der Vorstadt St. Antoine. ist der Vater Geneviroe's.' Nicht wahr, da« ist eine recht unwillkommene Elitdrcklma.?» Nichts mehr, als die letzten Worte, hätte Henri seiner sprachlosen Ueverraschung zu entreißen vermocht. «Wer Sie auch sind und was Sie auch bewogen haben mag, Genevieve einst zu verlassen,» sprach er bewegt, die Hände des alten Mannes erfassend, «Sie sind Omevievc's Vater. Sie lieben sie. und wer Gme-viioe nahe steht, wer sie liebt, den liebe ich auch. Und mehr — ich beklage Sie tief! Solche Tochter zu be» sitzen m,d sich von ihr fern halten zu müssen, muss höchste Folterqual sein. Es müssen schwerwirgelide Gründe sein, welche dieses Opfer von dem Vaterherzen forderten.» «Schwerwiegende Gründe, ja.» versetzte der alte Nnselm. dem Blick Henri's fest begegnend, «aber fmscheu Sie jetzt nicht weiter. Lassen Sie sich genügen, dieses zu wissen. Selbst Genevieve, die noch nicht einmal weiß, dass der alte Dienstmann Anselm, der ich vorderhand noch bleiben muss, ihr Vater ist. darf nicht mchr wissen. Aber eins will ich Ihnen versprechen: An dem Tage, an welchem Genrvieoe die volle Wahrheit offenbar werden wird, sollen auch Sie alleL wissen!» (Fortsetzung folgt.) Laibachci Zeitung Nl. 256. 2134 7. November 1890. Local- und Prouinzial-Nachrichten. — (Unterlrainer Localbahnen,) Der trainische Landesausschus« wird noch in der laufenden Landtagssession eine Vorlage einbringen, welche sich aus die Sicherung der Unterlrainer Localbahnen bezieht. In dem Gesetze vom 6. Juni 1890, in welchem die Bedingungen für den Vau und Betrieb dieser Localbahnen festgesetzt sind, wurde dem Lande Krain eine Veitrags« leistung von 500.000 st. für diese Localbahnen auferlegt. Durch das dem Landtage vorzulegende Landesgesetz soll nun auf Grund eines zwischen dem Consortium der genannten Localbahnen, der General'Direction der Staats» bahnen und der Trifailer Kohlenwerks'Gesellschaft ver> einbarten PraliminaoUebereinlommens das Land Krain an Stelle der erwähnten effective« Veitragsleistung die Garantie für die Verzinsung und Amortisation eines Capitals von 7 Millionen Gulden in Prioritäts-Obligll' tionen, beziehungsweise die Garantie eines jährlichen Reinertrages von rund 300.000 fl, übernehmen. Die Uebernahme dieser Garantie würde in dem mit der Tri« sailer Gesellschaft vereinbarten Kohlenlieferungsvertrage ihren Rückhalt finden. Sobald die Befreiung des Landes von der oberwähnten Beitragsleistung, um welche der Landesausschuss unter gleichzeitiger Vorlage des beregten Uebereinlommens eingeschritle» ist, erfolgt fein wird, wird die Unterbreitung des erwähnten Landesgesetzes an den lrainischen Landtag erfolgen. — (Der November«Umzug) liegt hinter uns. Nach einem oft citierten Sprichwort ift ein drei» maliger Umzug ebenso fchlimm, als wenn man einmal abbrennt. Wir möchten es nun freilich nicht, was das Abbrennen anbelangt, auf eine Probe ankommen lassen, aber unfere Hausfrauen werden sicherlich eine niedliche Rechnung über die Kosten eines Umzuges aufzustellen wissen. Man Nagt über unsere modernen Mietshäuser, die sich wie ein Ei dem andern gleichen sollen, und doch stellt es sich bei jedem Umzüge heraus, dass die neue Wohnung neue Anschaffungen erfordert. Die Gardinen, die in der alten Wohnung einen großen Staat machten und das Entzücken der Hausfrau bildeten, zeigen sich in der neuen Wohnung als unbrauchbar, und der Teppich, der bis dahin in höchster Achtung stand und dem Schutze des Publicums — d. h. der heranmachsenden Kinderschar ganz besonders empfohlen war, er ist plötzlich in der Wertschätzung der Hausfrau ganz bedeutend gesunken und es macht sich das lebhafte Verlangen nach einem Ersatz bei ihr geltend. Und wie es bei dem Teppich ist, so ver» hält es sich bei manch anderem theuren Stück, und wenn erst das eine weichen musste, um einem neuen Platz zu machen, so ift die Ordnung der Dinge gelöst, und es zeigt sich zuletzt, dass der «ganze alte Kram» beseitigt werden muss, um einer neuen eleganten Einrichtung, die der neuen Wohnung besser entspricht, Platz zu machen. Nein, viel Erbauliches lommt bei einem Umzug nicht heraus! Alle Welt sieht ihm mit Grauen entgegen und da»lt dem Himmel, wenn er vorüber ist. Und doch treibt uns der Wandertrieb, der nun einmal in uns steckt, zu solch kostspieligen Veränderungen an. — (Der lrainische Landtag und die deutschliberale Presse.) Die Vorgänge in den zwei letzten Sitzungen des lrainischen Landtages haben, wie vorauszusehen war, ihre Wirkung nicht verfehlt. Davon hat zwar das Land Krain wenig und wird auch in Zukunft wenig oder vielmehr nichts haben, aber ein außerordentlicher Dienst ist damit wieder einmal — da« für muss wohl von Zeit zu Zeit gesorgt werben — der deutschliberalen Presse erwiesen worden, die denn auch in ihrer unbezähmbaren Leidenschaft diese Vorgänge für ihre Zwecke und zum Nachtheile der friedlichen sloveni« schen Bevölkerung — die doch mit einzelnen ihrer Vertreter nicht zu verwechseln ist — weidlich ausbeutet. So etwas muss jeden Freund dieser Bevölkerung verstimmen, er kann sich nur damit trösten, dass ohnehin die Vor» sorge getroffen ist, dass nirgends die Bäume in den Himmel wachsen. — (Iohann Orth.) Der kürzlich aus den La.Plllta-staaten zurückgekehrte Reiseschriflsteller Modrich schreibt der «Neuen freien Presse», er habe am 25. Juni Johann Orth in Vuenos'Ayres gesprochen. Er glaube nach seiner Kenntni« der Verdaltmss?, dass sich gegenwärtig das Schlff «Santa Margareta» auf hoher See in der Richtung nach Havre befinde. Auch das »Neue Wiener Tagblalt» versichert, in den Kreisen der höheren Marine« Osftciere halte man die Hoffnung fest, dass die «Santa Margareta» nicht zugrunde gegangen ist. — Der öster» reichische Geschäftsträger in B»enos-Nyres telegraphierte nach Wien, dass die bisherigen Nachforschungen nach dem Verbleiben Johann Orlhs erfolglos blieben. — (Der Carevic in Laibach) Heute um 7 Uhr 45 Minuten fuhr der aus sieben Waggons be« stehende Sepatat-Hofzug, welchen der Earevic bis Trieft benützt, in der Station Laibach ein, wo er einen Aufent« halt von fünf Minuten hatle. Der Carevic blieb in feinem Coupi und zeigte sich auch nicht am Fenster. Pie Unwnst vn Trieft ersolgt um 11 Uhr vormittags. ^. ^ (Philharmonische Gesellschaft.) Die und zwar diesmal ausnahmsweise im blauen Casinosaale statt. Die Direction des Casinovereines hat denselben der Gesellschaft auf das freundlichste überlassen, die letztere aber wählte die genannte Localität ihrer günstigen Lage und bcquemen Zugänglichleit wegen. Es ist nämlich diesmal ganz besonders wichtig, dass sich viele Mitglieder an dieser Versammlung betheiligen, da die Direction die Frage der Erhöhung der Schulgelder auf die Tagesordnung gesetzt hat und es daher zu wünschen ist, dass die von einem derartigen eventuellen Beschlusse tangierten Kreise die Gelegenheit rechtzeitig wahrnahmen, ihre Mei' nung zur Sprache zu bringen, denn nicht die Direction, sondern die Gesammtheit der Mitglieder hat in dieser wichtigen Frage das entscheidende Wort. — (Eine Petarde.) Aus Trieft wird gemeldet: Gestern platzte im Garten des Stationsgebäudes eine Petarde mit sehr starker Detonation, ohne Schaden anzurichten. Der Vorfall hatte eine große Menschenansammlung zur Folge; der Thäter blieb unbekannt. Auf dem Stations« platze befindet sich bekanntlich das Triester Dedications-denkmal zur sünfhundertjährige,, Zusammengehörigkeit mit Oesterreich. — (Gemeindewahl in Atranje.) Bei der Neuwahl des Gemeindevorstandes der Ortsgemeinde Stranje im politifchen Bezirke Stein wurden gewählt die Grundbesitzer, und zwar: zum Gemeindevorsteher Florian Pregled von LaniZe, zu Gemeinderäthen Josef Brnot von Zagorica und Iofef Krivec von Ttolnik. — (Aufgefundene Leiche.) Wie man uns aus Weißlirchen meldet, wurde am 2. b. M. der allein wohnende, 76 Jahre alte Auszügler Michael Pavlic in Weinberg, circa dreißig Schritte von seiner Kaische entfernt, im Schnee todt aufgefunden. Als Todesursache wird Altersschwäche angegeben. — (Erdbeben inKlagenfurt.) Man meldet uns unterm Vorgestrigen aus Klagenfurt: Bei heftigem Schneegestöber und Gewitter mit Blitz und Donner wurde hier gegen 1 Uhr nachmittags ein Erdstoß verspürt, so, dass die Fenster klirrten. — (Schadenfeuer.) Wie aus Mottling gemeldet wird, kam am 4. d. M. in Lolvica beim Besitzer Rus Feuer zum Ausbruche, welches in kurzer Zeit die StaNung lwd die Heuschupfe mit sämmtlichen Vorräthen einäscherte. Der Schade beträgt über 1000 st. — (Aus der Laibacher Diöcese.) Der Kaplan in Nresnih. Herr Johann Kacar, wurde als solcher nach Radmannsdorf überseht. Neueste Post. Original-Telegramme der «Laibacher Ztg.» Wien, 6. November. Bald nach der Ankunft des Carevik in der Hofburg gaben der deutsche ^olschafter Prinz Reuß und der österreichische Bolschafter in Peters, bürg. Graf Wolkenstein, ihre Karten für den Earevic ab. Nach 3 Uhr fuhr der Caremil beim Palais des Erzh^rzo^s Karl Ludwig vor und wurde vom Erzherzog, der Erzherzogin, den Söhnen und den Töchter« des erzherzoglichen Paares am Fuße der Treppe beqrüht. Nach einem halbstündigen Aufenthalte fuhr der Careoic bei den Erzherzogen Franz Ferdinand-Este. Wilhelm und Rainer vor. hierauf zu einem viertelstündigen Besuche beim Botschafter Fürsten Lobanoo. Vor der Rück« kehr in die Hofburg besuchte der Eareoik noch die Kupuzinergruft, wo er emen prachtuoUen Kranz auf den Sarkophag des Kronprinzen Rudolf niederlegte. Ueberall erwartete eine große Menschenmenge den Carevic. Dem Hofdiner in Schönbiunn, welches um 6 Uhr abends begann, wohnten bei: Dec Kaisers der Careuiö, die in Wien anwesenden Erzherzoge, drei, Erzherzoginnen, und zwar Maria Tb/rese, Maria Iusefa und Margaretha Sofia, dann Fürst Lobanov mit dem Personale der russischen Votschaft, die Suite und der Ehrendienst des Careuic, die Chefs der Hos« ämter, Graf Taaffe. von Kallay. FZM. Baron Bauer. Orczy. Botschafter Graf Wollenstein und Sectionschef Szögyeny, zusammen 58 Gedecke. Nach dem Diner fand ein längerer Cercle statt. Bei der Ankunft des Carevik in Schönbrunn gieng der Kaiser ihm entgegen und geleitete ihn an der blauen Stiege in das Spiegel» zimmer. Beim Diner saß an der Läi'gitafel der Kaiser in der Mitte, rechts der Carevic. links Erzherzogin Maria Theresia, neben dem Careuic Erzherzogin Maria Iosefa dann Erzherzog Karl Ludwig und Erzherzogin Margaretha. Nach dem Diner und Cercle fuhr der Carevic mit dem Grafen Palffy nach Wien in die Hofburg, wo der Kaiser ihn zur Op^r abholte. In der Hofoper wurde Myerbeers «Afrikanerin» gegeben. Um 10 Uhr 8 Mi« nuten fuhren der Kaiser in der österreichischen Uniform und der Carevic in der Campagne-Uniform der österreichischen Uhlanen zum Südbahnhof, wo auch Fürst Lobanov und das russische Vutschaftsperfouale anwesend waren. Der Kaiser nahm herzlichen Abschied uum Carevic, der sodann nach Trieft abreiste. Der Kaiser reiste eine halbe Stunde später nach Gödöllö ab. Wien, 6. November. Wie man aus London unter Heutigem meldet, sind daselbst telegraphische Nachrichten von Agenten von Lloydb aus Valparaiso ringetroffen, welche der Vermuthung Ausdruck geben, dass die «Santa Margherita». das Schiff des Johann Orth» bei den jüngsten Stürmen untergegangen ist. Graz, 6. November. Heute trat die durch da» «Orazer Voltsblatt, bereit« angedeutete Spaltung zwischen den Slovenen und Conservative« zutage, da bei der Landesausschusswahl aus den Landgemeinden Abt Karlon wieder- und Dechant Proboscht (Ste"< Vertreter) statt des Slovene« Ielman neugewählt wlllde» Die Slovene« gaben leere Stimmzettel ab. Vriinn, 6. November. Der volkswiltschaMe Auöschusb des Landtages empfiehlt, vom LandescuM-rathe abzusehen, dagegen die Statuten der mähM' schlchschen Ackerbau-Gesellschaft im Sinne einer au»' schlagqebenden Vertretung des Landtages in denselben abzuändern. . Mailand, 6. November. Ministerpräsident ^tt,!» die Heilung von Defecten und Schwächen der ""^n ^^ '" seiner besonderen Linsen aus 8ll«x pura, welche ' .„tlllg^ allen Orten Italiens eincil ausgezeichneten Erfolg dav I^ Diese Linsen beeinflussen das Sehvermögen vortlicliy° '«H a' Personen, welche sich der Augengläser bedienen, "">"' AI das Atelier des Herrn Dcymerich während dessen y'"'" ^ lw entHaltes (Hotel Elefant, Iimmer Nr. ») von 10 v"' Ptt" vormittags und von 2 bis 4 Uhr nachmittags wel'^^i4! pro Paar 1 sl. 80 lr. —------------------------------------------------------------- bt '^ ! Umalia Savirscheg geb. Vlerlal g'^ ^, ! eignen und im Namen ihrer Angehörigen ,^ « trübende Nachricht, dass es Gott dein M"^ hgt, s in seinem unersorschlichen Rathschlusse gesa"" l ihren iunigstgeliebten Gatten Herrn > Franz SamrschG l, l. Filianzdireciions-Osficial > nach lurzcm, sehr schwerem Leiden, versehe»' "'^ ^ > Tröstungen der heil. Religion, heute uorm'"""^'«« > i> Uhr im 6«. Lebeusjahre in eln besseres ^ , aiizul'crufcn, _. »^a ^" I Das Leichenbegängnis findet Sa"'«""« D' > 8. November um 3 Uhr nachmittags von > pelle zu St. Christoph statt. . ^ .,„, fro'"' > Der unvergessliche Verblichene w,rd °" ^„n'e" > men Andenken aller Verwandten «no > empfohlen. Laibach^, 6. November 1890. 2135 Course an der Wiener Oärse vsm 6. Uovember 1890. «„« bem osscienen «oursbwtte ^ «eld Wai, ^ Etllllte-Nnieden. 3!lbe?,n."'^ w"" ^" ^°tt" 88 8° »9 l>k '»i4ll«, ^...... »N — N9l0 >Wti A "l°<° - «Nfi. ,.115^,3»^ 'Wn . ' VM ^"" ll' '»7-1»? "' /l EtllaMo °"'«^br. il,»«fl. . , ,48-75 144-.. .,^.N^N::l.-,- '"'"N^ "l »NO ft, Ü. W. «.,,_ z„ _ ^llW'«°hn «m. l8«4 . 9?-' ?8- ^°Ni^^° — - - U^«l".L4N ^'^«'"t 4°/» llX, fl, „7— „7.50 Veld Vllls Grnndenil.-Oblnen (für 10« N, «M.'j, .V/^ gal»z,l ft- - ,z< — 1«2 — d.°, «lnltih« 1878 . . ,erz . .,,,.__._ Anlehtn b, Gtadtsstmewb, Wien ,^.75 ,^ 7,. Präm..«n>, d. Otadtgem, N!en ,^7 ^. ,45.5,5 Ver fl.). »odensr. all«, «ft. 4°/» « „5.^ „« ^ bt«. » 4'/,°/». 100 — l 00 80 dt«. » 4°,, . . . »7hy c,g.^ dto. Piiim..Echuldvtl8 75 ,sg,z>, Qtst. oypolheltnbllnl 10j. bl»°/. _.^ ^.^ ^fft,»ung. Vllnl v«l, 4'/,»/<, , «,^4,, ,„<, g^ bett« » 4°/„ , 9S8l>j«NN»" b!-!»v 50jähl, » 4°/, 98'8o ««'»N PriorUiitS-Obliglltionen (fül 10U fi.). Ferdinand« Vlorbbab» fi. K. 4'/,°/» . 93 ?z 9» — Veld war, Otfterr, Norbwestbabn , «,5 b<> »"» 8' 3tlllllin.......,8?'?^ «»»??> NNdbahn k 8>Vi.....,49-^ l^n 5» » 5 5«/« , . ,il> ,5 l<7 «^ Nng.'gllll». «abn , 100 zo 10l Lk, Dtverfr Soft lper Gtilcl), ««bttloft lW fi. , , 18« — <8» k>n «llary.Lolt 40 ft, . , »4-50 »l 50 ^"/« Donnu-Dampfsch. ,0U ft. , '»«'" '»» ' Loibachrr Präm,°«n!eh. »N X « ^ 2»-- Ofener Lose 4 Kt..«enoi».Lose 40 ft. , «> — «» — Valdstrin.Losc »0ft.. «««> «7 — Wlnbllch°»rHh.L°se 2« ft 4« ?l 48»^ »en,..Ech. d. 8°/„ Pram..«chulb. verich, b. »obencrebltlmNal» >? — «'^ ««ml. Actitn (per Vtü«), «n«lo»Qlst. VllnlllUU ft. SU°/»», ,«4 ,N «S4 ?0 Allntverein, W l<8 «K «b!,cr,.«,!ft. «ft. !wu fi. I. 40°/, 8«4-b« «zz -,«-— »l» - «eld Ware ,>vd°tbekeno.. NN, «MI». »5°/° «5 »3<, ?z Oesteri.»unssar. Vanl «UO ft. , 9«»- . »«« Unionbanl »00 fl......»4«»U !>4« 80 Verl«hr«banl, »lllg. l40 fl, Igo 5« is« — Nctieu von Transport» Unternehmungen. lper Vtüll», »lbrecht'lUahn »NO fl. Tllber . ,25« °^_ «Mb'ssluman. Vahn »00fl. T- «on ,»5 ^.,-zs, N«l,m. Nordbahn 150 fl.. . - „<) — «,» — . Westbllhn 2«, fl.. . . °«a ^. °«° ^ »uschtiehrader Eis. ÜUN fi. «W. ,<« ,,«., bt°, ^tt.ü,1,00fl. . ,gz'„j8« _ Donau. Da«pflch»ffs»hrt. K«s., "" Dräu»««. w,-Db,.Z.) »W ft. V. _..- "--Dul'Vobenb, Eis..«. i«iu fi. E. ^..^ ^._ Ferbinanbe-Norbb. lUW fl. «»'. üemb.. Czernoto.' Iass«,. «iftn' bllhn-«esellsch. «00 fl. T. . . «u° ,»» _ Lloyb.oft.-ung.^rieftkoofl.VV, z»7 I. »?, ^ vesterr. «ordweftb. »0U fl. Ell« Ung, Nllldollbllhn »m»ff. Tilb^ ,» ,-zz I?!", z^ Un,,Wefib,sN<»llb.«r»z)»M»fl.V 194 5<» 195- - Indullrie-Actien (per Ttücl). Vaucies,, All«. Oest. ,00 fi. 88 — 88-«llybier 95 5«, ««lbemühl. Hnpiers. u. «..G 5l» ^. ^, — ^ieNny« Vrlluerei 100 sl. . , ^!< ,<>,» 90 — Vlontan>Gesell., efterr.» alpine ^3 <<> 98 6U Vraaer Vlsen-Inb.-«el, 2W fl »<>L - 894 — 3al«0'Iar<. Eteinlohlcn 80 ft, 425- - 480'— »Tchlonlmühl», Papiers, »0N ft ,»^ ^------- «Vtt!,rermühl»,P»v» — Irtfailei Kohlen»,<«e>, 70 fl. ,49 .. »51- W»ffenf.'H,,Oefl.inUirn«»0N 478- 4??-— NaaaoN'Lelhanfl,, «llg in Pest 80 fl........ 8? 5" »8 — Wr. «lluzeselllchllft il»0 ss, . ?'> «5 7? - «<«n«bel8«r Zleztl'ilctttN'«e!, 181-. 18U — Devlfeu. Deutsche Matze , , , . z»>57. »««z London....... «l!,1<» l l5 85 lßari»........ 45-^5 45 «». slllNttN. Vucaten...... 5 4« »'« »U'Francl-l-tlMe..... 9 1« 9 13 Deutsche Neich»b»nln°ten . bk-«2, b» ?U Hllpitl.Uubcl..... 1»9„> I 3», > Italienisch« Vanln»ten ttOO il> 4b -i 45 il> jj Ein- und Verkauf aller im Coursblatte notierten eoten und Valuten empfiehlt sich bestens die Ä300-52 VettA) t Bankhauses Schelliainmer & Schattera WIEN, 1., Kärntnerstrasse 2O.