Nr. 3. DlllMtlstllg, 4. Jänner 1900. Jahrgang 119. « Oaibacher Zeitung. Pl«numernti,nbprel»: M!t Postvlrsendun«: «anzjHhli« 30 l(, h»lbj«brlg li l^. Im « «L ll, halbjährig 11 X. güi blr «uslellun« ln» Hau« ganzjHbli« » l^, — I»ler»<«n»lltb»f: Für Nein, Inseralt b>« zu 4 Zrllm 50 t>. «rößf« per Iellt 1» l»; bei 0ftt«n Wiederholungen per Zeile L d. Die »Ualbllcher Zeitun«» erschein« twitch, mit «lu»nllh»e der G»»< u»b Felnla«t Die »b»<»iftr«tl»» beftndet slch «ongnKpllttz «r, >, die «tboctlo» Dalmatin^asie «r.«. sMchftunben ber «ebaclion vun » bi« lv Uhl vvrmitlag«. Unflantierle Vrllie lverden nlchl «ngnunmnen, ««nujcripte nicht zurkckgefttllt Amtlicher Theil. Gesetz vom 27. December 1899, betreffend die Aufhebung des Zeitungs« und Kalenderstempels. Mit Zustimmung beider Häuser des Reichsrathes finde Ich anzuordnen, wie folgt: 8 1. Der Zeitungs« und Kalenderstenlpel wird vom 1. Jänner 1900 an aufgehoben. § 2. Die Regierung wird ermächtigt, bis Ende September 1900 für die bis dahin nicht verkauften, gestempelten Kalender des Jahres 1900, lvenn die« felben leine Spur eines Gebrauches an sich tragen, den entrichteten Stempelbetrag unter sinngemäßer Be-obachtung der im § 19 des kaiserlichen Patentes vom 6. September 1850, R. G. Bl. Nr. 345, festgesetzten Vorsichten bar rückzuvergiiten. .. 8 3. Mit dem Vollzuge dieses Gesetzes ist Mein Fmanzminister betraut. Wien am 27. December 1699. Franz Joseph m. p. Wittel lu. p._________Iorlasch m. p. Gesetz vom 27. December 1899,' betreffend die Verlängerung der Wirksamkeit des Ge. setzes vom 26. December 1893, R. G. Bl. Nr. 209, über Gebürenerleichterungen bei Eonvertierung von Geldschuldforderungen. Mit Zustimmung beider Häuser des Reichsrathes finde Ich anzuordnen, wie folgt: § 1. Dle Wirksamkeit des Gesetzes vom 26. De-cember 1893, R. G. Bl. Nr. 209, über Gebüren. erleichterungen bei Eonvertierung von Geldschuld, forderungen wird vom 1. Jänner 1900 an ver. lungert. § 2. Mit dem Vollzuge dieses Gesetzes ist Mein Finanzminister beauftragt. Wien am 27. December 1899. Franz Joseph ra. p. Wittel lu.P. Iorlasch m.p. Gesetz vom 27. December 1899, betreffend die Verlängerung der Wirksamkeit des Ge. sehes vom 3. März 1868, R. G. Bl. Nr. 17. übe, die Stempel, und Gebürenbcfreiung bei Arrondierunl von Grundstücken. Mit Zustimmung der beiden Häuser des Reich«. rathes finde Ich zu verordnen, wie folgt: § 1. Die Wirksamkeit des Gesetzes vom 3ten März 1868, R. G. Bl. Nr. 17, betreffend die Stempel« und Gebürenbefreiung bei Arrondierung von Grundstücken, wird auf den Zeitraum vom 1. Jänner 1900 an verlängert. § 2. Mein Finanzminister ist mit dem Vollzuge dieses Gesetzes beauftragt. Wien am 27. December 1899. Franz Joseph m. p. Wittel m.p. Iorlasch m.p. Seine l. und l. Apostolische Majestät haben das nachstehende Allerhöchste Handschreiben allergnädigst zu ertheilen geruht: Lieber Dr. Ritter v. Wittekl Da zwischen den gesetzlichen Vertretungen der im Reichsrathe vertretenen Königreiche und Länder und der Länder der ungarischen Krone hinsichtlich des Verhältnisses, in welchem dieselben zu den Kosten der gemeinsamen Angelegenheiten bei» zutragen baden, ein Uebereinlommen im Sinne des 8 3 des Gesetzes vom 21. December 1867, R. G. Gl. Nr. 146 (§8 19, 20 und 21 des ungarischen Gesetz-artilels XII vom Jahre 1867) nicht erzielt worden ist, finde Ich auf Grund des 8 3 des citierten Gesetzes (8 21 des citierten Geschart,kl«) mit einer Geltung für die Dauer der ersten sechs Monate des Jahres 1900 zu bestimmen, dass zur Bestreitung des Aufwandes für die gemeinsamen Angelegenheiten, wie sich derselbe nach Abzug von zwei Percent zu Lasten des ungarischen Staatsschatzes auf Grund des Gesetzes vom 8. Juni 1671, R. G. Bl. Nr. 49, ergibt, die im Reichsrathe ver. tretenen Königreiche und Länder 66"/.» Percent und die Länder der ungarischen Krone 33»/,, Percent beizutragen haben. Ich beauftrage Sie dies zur allgemeinen Kenntnis zu bringen. Wien, 30. December 1899. Franz Joseph «. p. Wittel m.p. Kaiserliche Verordnung vo« 29 December 1899, betreffend die Vergütung der Abgabe für die versteuerten Vier-, Mineralöl« und Zuckermengen, welche im Ver-° lehre zwischen den im Reichsrathe vertretenen Königreichen - und Ländern, den Ländern der ungarischen Krone und , den Ländern Bosnien und Hercegovnia vorkommen. Auf Grund des 8 14 des Grundgesetzes über die . Reichsvertretung vom 21. December 1867. R. G. Vl. Nr. 14l, finde Ich anzuordnen, wie folgt: Artikel 1. Die Bestimmungen der Abschnitte ä und <ü des VIII. Theiles der kaiserlichen Verordnung vom 17. Juli 1899, R. G. Bl. Nr. 120, über den Verkehr mit versteuertem Zucker und Vrantwein zwischen den im Reichsrathe vertretenen Königreichen und Ländern, den Ländern der ungarischen Krone und den Ländern Bosnien und Hercegovina haben auf die im Verkehre zwischen diesen Ländergebieten vorkommenden Sendungen von versteuertem Vier in Mengen von mehr als zwei Liter und von versteuertem Mineralöl in Mengen von mehr als zwei Kilogramm mit nachstehenden Modi» ficationen sinngemäße Anwendung zu finden: 1.) Die Vergütung der Abgabe wird geleistet: ») Für je ein Hektoliter Vier mit dem Betrage, welcher für «n Hektoliter Bierwürze von zwölf Saccharometergraden Extrattgehalt nach dem gemeinsam vereinbarten Steuersätze zu entrichten ist! l>) für je 100 Kilogramm Mineralöl nach dem gemeinsam vereinbarten Steuersätze. 2.) unter jährlicher Bltriebsperiode wird die Zeit vom I. September des einen Jahres bis 3l. August des nächstfolgenden Jahres verstanden. Artikel 2. Für jme Menge von versteuertem Zucker der im 8 1, Z. I, des Zuckersteuergesches bezeichneten Arl, welche vom 1. Jänner 1900 an im Verkehre zwischen den im Reichsrathe vertretenen Königreichen und Ländern, den Ländern der ungarischen Krone und den Ländern Bosnien und Hercegovina aus einem der drei Ländergebiete in ein anderes übergehen, wird die Ver-gütung für je 100 Kilogramm netto anstatt mit 12 Kronen (Artikel 1 des VIII. Theiles der laiser. lichen Verordnung vom 17. Juli 1899, R. G. Bl. Nr. 120), nach dem für Zucker der obbezeichneten Art gemeinsam vereinbarten Steuersatze geleistet. Arlilel 3. Die gegenwärtige laiserliche Verordnung tritt mit 1. Jänner 1900 in Kraft. Mit dem Vollzuge ist Mein Finanzminister be-auftragt. Wien am 29. December 1899. Franz Joseph m. p. Wittel m. p. Welsersheimb m. p. Ehlydowslim. p. Blumfeldm. p. Stummer lu. p. Iorlasch m. p. Stibral m. p. Schrott m. p. Bernd m. p. Feuilleton. Die landessiirstlichen Forste und Jagdgebiete in Krain. Nach archivalischen Quellen von Pros. Union «aspret. (Fortsetzung.) Der Vitichwald (Util), hinter dem Rosenbach Uegen, war eine halbe Meile lang und zwei «Püchsen-Auss. breit; der Wildbann aber erstreckte sich auf "derlmbach und Villichgraz je zwei starke Meilen. Wen Unterkrain bis auf Zolielsberg drei Meilen, von ^albach bis Görtschach zwei Meilen. Ferner umfasste oer landesfürstliche Wildbann den ganzen Umkreis des Lalbacher Feldes. In Bezug auf die Verwaltung waren die genannten Wälder bis zum Jahre 1667 der Hof-lammer unterstellt. Wiewohl der Stangenwald gröhten. NMls in der Herrschaft und dem Landgerichte Weichsel» uerg lag und der Wildbann im ganzen Landgerichte dieser Herrschaft eigenthümlich gehörte, so blieb doch dieser Wald > l^erzelt der fürstlichen Hoslammer (bis zum Jahre 166?) serviert. Düse Behörde ernannte die höheren Aufsichts-N."^"V Waldordnungen und Instructionen. er-^..7^ !«"ien und Nutzungsrechte, verrechnete dit durck I°2H und lieh die Forste von Zeit zu geil l ""^ landesfürftliche Commiffär« waiten. Die sn. ordnungen der Hoskammer wurden an den Vicedom in Laibach geleitet, welcher sie durch den Forstmeister, der seinen Wohnsitz in Radmannsdorf, später in Laibach hatte, durchführen lieh. Diesem standen acht Forstlnechte zur Seite; vier überwachten den Feistrih» wald, je zwei die übrigen Forste. Im Bedarfsfalle wurden ihnen auch mehrere Forstgehilfen beigegeben. Die Forstlnechte bezogen ihren Unterhalt aus den ihnen zugewiesenen abgabefreien «Iägerhuben» und erhielten noch alljährlich eine Besoldung von vier Gulden, ferner einen grünen Hut, ein Paar Schuhe, den Drittheil der Buhgelder oder des Angeberlohnes und die freie BeHolzung aus den Windfällen. WelcheObliegen heilen dem landes» fürstlichen Forstmeister und seinen Gehilfen zukamen, ersehen wir aus der Instruction, welche die Hoftammer in Graz im Jahre 1650 für die landes-fürstlichen Wälder und Jagdgebiete in Krain erlassen hatte. Vor allem wird ihm die Pflicht auferlegt, die Grenzen des landesfürstlichen Wildbannes, welche schwankend waren, zu erforschen und eine genaue Beschreibung derselben an die Hoflammer zu senden. Desgleichen halte er alljährlich eine Specification brr in den kaiserlichen Forsten wahrgenommenen Stücke des Roth- und Schwarzwildes zu entwerfen und dem Oberstjägermeister zu übersenden. Wenn einer oder mehrere von den Prälaten oder vom weltlichen Adel sich das Iagdrecht im kaiserlichen Wlldbann anmaßen und mit gefährlichen Inswlmenten und Amchl'n b^i Wildpret schädigen sollten, so hatte sie der Forstmeister zu verwarnen, im Wiederholungsfalle aber dem inner, österreichischen Oberstjägermeister Grafen Johann Anton Thanhauser anzuzeigen, der dann das weitere zu »er-anlassen hatte. Falls aber Bürger, Bauern, Unterthanen und Diener der Prälaten und Edelleute oder »Gemein« Personen, im landesfürstlichen Wildbann wider Ver-bot jagen ober erlegtes Wild hinwegtragen sollten, so waren sie auf Anzeige des Forstmeisters von ihren Obrigkeiten zu bestrasen. Den dritten ober vierten Pfennig erhielt der Angeber, da« übrige lieferte der Forstmeister an das Hofpfennigamt ab. Verbrecher und trotzige Wildschadiger waren dem Oberstjägermeister anzuzeigen, der ihre Bestrafung anordnete. Der Forstmeister hatte ferner das Recht, lässige und treulose Forstlnechte zu entlassen und mit Genehmigung des Oberstjägermeisters durch taugliche und verläßliche Personen zu ersehen. Eine der vornehmsten Aufgaben des Forstmeisters war es, das Wild zu hegen und die Wälder und Forste vor Ausöoung zu schützen. Wer auf die BeHolzung aus den kaiserlichen Wäldern und andere Forstnuhungsrechte Anspruch erhob, hatte sich mit der betreffenden Urkunde auszuweisen und durfte nur die vom Forstmeister bezeichneten Bäume füllen. Dem Forstmeister war bei Strase der Entjetzung strengstens verboten, Bau. oder Brennholz ohne Wissen und Willen der innerösterreichischen hoslammer weder ums Geld noch unentgeltlich zu vergeben. Laibacher Zeitung Nr. 3. _______________________________________18______________________________ 4. Jänner 1900. Gesetz vom 27. December 1899, womit eine transitorische Verfügung zu dem Gesetze vom 29. Juni 1868, R. G. Bl. Nr. 85, betreffend die Organisierung der Handels« und Gewerbelammern, getroffen wird. Mit Zustimmung beider Häuser des Reichsrathes finde Ich anzuordnen, wie folgt: Artikel I. Im Hinblicke auf die aus Anlass des Gesetzes vom 25. October 1896, R. G. Bl. Nr. 220, betreffend die directen Personalsteuern, vorzunehmenden Aenderungen an den Bestimmungen über die Wahlberechtigung bei den einzelnen Handels- und Gewerbe« kammern wird die Functionsdauer jener wirtlichen Mitglieder der Kammer, welche nach § 6 des Gesetzes vom 29. Juni 1868 (R. G. Bl. Nr. 85) am 31sten December 1899 aus der Kammer auszutreten haben, bis längstens Ende des Jahres 1900 verlängert. Artikel II. Dieses Gesetz tritt am 31. December 1899 in Wirksamkeit. Artikel III. Mit dem Vollzuge dieses Gesetzes ist der Handels« minister betraut. Wien am 27. December 1899. Franz Joseph m. p. Wittel m. p. Stibral m. p. Verordnung deS Finanzministeriums vom 29. December 1899, betreffend den Umtausch der mit dem Vordrucke 18 . . für die Jahreszahl versehenen amtlichen Wechsel. blankette der Emission 1898. Die im Umlaufe befindlichen, mit dem Vordrucke 13 . . für die Jahreszahl versehenen, unverwendet ge« bliebenen Wechselblanlette der Emission 1898 werden unter Beobachtung der diesbezüglichen gesetzlichen Be. stimmungen vom 1. Jänner 1900 an bis auf weiteres bei den Stempelverlags- und -Verjchleihämtern gegen neue amtliche Wechselblankette mit dem Vordrucke 1 ... für die Jahreszahl unentgeltlich umgetauscht. Die bezüglichen Eingaben der Parteien sind stempelfrei. Iorlasch m. p. Seine k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 29. December v. I. dem Ministerialrathe im Eisenbahnministerium Alois Stanö das Ritterkreuz des Leopold»Ordens taxfrei allergnädigst zu verleihen geruht. Sline k. und k. Apostolische Majestät baben mit Allerhöchster Entschließung vom 27. December v. I. dem mit dem Titel eines Regierungsrathes bekleideten Binnenschiffahrts - Inspector im Handelsministerium Anton Schromm taxfrei den Titel und Charakter eines Hofrathes allergnädigst zu verleihen geruht. Stibral m. p. Seine k. und l. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 18. December v. I. dem außerordentlichen Professor der Ohrenheilkunde in Graz Dr. Johann Habermann den Titel und Charakter eines ordentlichen Universitäts«Professors allergnädigst zu verleihen geruht. Hartel m. p. «eftern wurde da» l, Stück be« Lanbesgesetzblatteil ftir Kram ausgegeben und versendet. Dasselbe enthält unter Nr. 1 die Kundmachung des l. l. Landespräsidenten für Krain vom 31. December 1899, Z. 6t!48/pr.. betreffend die provisorische Weitereinhebung der Lanbesumlagen im Iahle 1900- Nr. 2 das Gesetz vom 10. December 1899, wirlsam für das Heizogthum Kram, wodurch das Gesetz vom L4ften Juni 1889, L. G, Vl. Nr. 16, aufgehoben und die 83 1, 3, 6 und 9 deS Gesetzes vom 17. April 1884, L. G. Bl. Nr. 9, betreffend die Einführung von Jagdkarten im Herzogthume Krain, abgeändert werben. Das Gesetz unter Nr. 2 tritt mit 1. Jänner 1900 in Wirlsamleit. Von o« «edaction des üanbesgefetzblatte« für Krain. Laibach am 4. Jänner 1900. Nichtamtlicher Theil. Französisches Marine- und Colonialwesen. Zwischen dem Ministerpräsidenten, dem Kriegsminister, dem Marineminister und jenem der Colonien haben wiederholt Besprechungen stattgefunden, welche dem maritimen Vertheidia.ungsplane galten, den das Cabinet den Kammern bei deren Wiederzusammentritt vorzulegen sich verpflichtet hat. Dieser Plan schließt nicht bloß den Schuh bestimmter Punkte des französischen Colonialbesitzes, so insbesondere von Tunis und Indochina, in sich, sondern umfasst auch eine Vermehrung der Flotte. Zu diesem Zwecke beschäftigt man sich soeben im Marineministerium mit dem Studium eines Programmes für Marinebauten, das demnächst im Ministerrathe berathen werden soll. Diesem Programm wird hier nicht geringe Wichtigkeit beigelegt, und man sieht voraus, dass die Verwirklichung desselben mehr als 400 Millionen Francs beanspruchen dürfte. Es wird auch den Vau von 12 neuen Schlachtschiffen von besonderer Mächtigkeit und einer größeren Zahl von Torpedobooten in sich schließen. Die zur Durchführung dieses Programmes erforderlichen Ausgaben sollen auf vier Jahre vertheilt werden. Man glaubt, dass man hiezu mit den gewöhnlichen Einkünften das Auslangen finden werde, ohne zu einer Anleihe für diese Zwecke schreiten zu müssen. Der Kriegsminister, General Galliffet, hat sich über alle einigermaßen wichtigen Fragen mit der Armeecommission, welche den jüngst vorgelegten Gesetz» entwurf, betreffend die Recrutierung und Organisierung der Colonialarmee, zu prüfen hat, verständigt, und man gibt sich nun der Erwartung hin, dass die Bemühungen, das Gesetz zustande zu bringen, diesmal erfolgreich sein werden und dass das Parlament dem Entwürfe des Kriegsministeriums, dessen Einbringung nach der Berathung des Budgets pro 1900 in der Kammer erfolgen soll, seine Zustimmung ertheilen werde. Politische Ueberftcht. Laib ach, 3. Jänner. Ein Communique' des «Fremdenblatt» drückt die Verwunderung darüber aus, dass Enun-ciationen einzelner und ihrem extremen Charakter nach hier isolierter Redner in unseren Delegationen auswärts unverhältnismäßige Beachtung finden wie jene Ugrons gegen den Dreibund und jene Gregrs, in welcher sogar — allerdings in sehr hypothetischer Form — der deutsche Kaiser für die Auf« Hebung der Sprachenverordnungen verantwortlich ge« macht wurde. Das «Fremdenblatt» hält es für einen bedauerlichen Uebergriff, in die parlamentarischen Kämpfe die Perfon eines fremden Herrschers, speciell eines treuen Freundes und Verbündeten von bekannter Loyalität wie den Kaiser Wilhelm hineinzuziehen, von dessen Seite jedes Einmischen in unsere inneren Verhältnisse ausgeschlossen sei, der ebenso wie die deutsche Regierung und die maßgebende deutsche Presse völliger Objectivität beflissen sei. DerMarineausschuss der ungarischen Delegation verhandelte am 2. d. M. das Ordi-narium und das Extraordinarium. Der Marinereferent Graf Teleli begründete mehrere Forderungen und zollte der Thätigkeit der Marine und deren Officirren die wärmste Anerkennung. Die Del. Rosenberg und Gras Thoroczkay sprachen sich gegen jede Vermehrung del Flotte aus. Würde die Finanzlage ein Opfer gestatten, müsse dieses dem Landheere zugute kommen. Die Flotte müsse allein auf die Küstenvertheidigung beschränkt bleiben. Der Marineausschuss nahm das Ordinariuni und das Extraordinarium der Marine an und votierte der Marineleitung einstimmig das Vertrauen und die Anerkennung. Im Laufe der Debatte erklärte del Minister des Aeußern Graf Goluchowsti, dass er wohl feine im Exposs entwickelten volkswirtschaftlichen Ansichten aufrecht halte, doch betreffs der Kriegs» marine das Hauptgewicht auf die militärischen, w spective Vertheidigungsgesichtspunkte lege. Heute se> nicht so sehr von unserem auswärtigen Handel, sondelü vielmehr von der Vertheidigung unserer Küsten, sonn! von unseren vitalsten Interessen, die Rede. Marine-Commandant Freiherr von Spaun erklärte gleich falls, dass die Aufgabe der österreichisch - ungarische!! Kriegsmarine bloß in der Vertheidigung der Adria bestehe. Mit anderen Mächten wolle die Kriegsmarine in keinen Wettlampf eintreten. Die vom Könige Humbert soeben erlassene Amnestie wird einer zugehenden Meldung ausRolü zufolge allgemein als eine erfreuliche und politisch kluge Handlung begrüßt, welche die letzten Spuren del in den Gemüthern zurückgebliebenen Verbitterung übel die Mai-Ereignisse von 1898 verwischen und die ls friedigende Weiterentwickelung der politischen Lage il> Italien begünstigen werde. Gegenüber der hie und d« laut gewordenen Kritik, dass dieser Gnadenact in eines früheren Zeitpunkte noch sicherer die beabsichtigte W»? tung erzielt haben würde, wird von der großen Met)? heit der politischen Kreise der Standpunkt der Regie' rung als berechtigt anerkannt, dass im Interesse d< schlössen geblieben, und auch in den großen Cur- ^ Badeorten, wohin sie allsommerlich geht, nahm "A bislang, trotz des Aufwandes, mit dem sie sich unig''''' wenig Notiz von ihr. Da sind ihr nun die reizen^ Nichten Mittel zum Zweck; sie bilden gewisserlnaß" ihren Hofstaat, sind chre Reclamepuppen. Den« " Aufmerlsamleit, die die wunderschönen Mädchen erregA richtet sich naturgemäß auch auf die Frau Iusel^ und deren Millionen, und damit hat sie also ly" Zweck erreicht. Alles, was dieses Weib thut, entsp"^ einzig und allein selbstsüchtigen Motiven!» . ^ Die Stimme des jungen Mannes halte be» " . letzten Sähen einen bitteren Klang angenommen, "^ dem Ohre seiner Mutter nicht entgieng. Sie äuße den Wunsch, ins Hotel zurückzukehren. ^ Schweigend legten beide den kurzen Wcg " ^ dem Hotel d'Allemagre, in dem sie abgestiegen >oa zurück. hie Erst auf ihrem Zimmer, als der Kellner Lampe gebracht und sie es sich behaglich gcmachty" 5 nahm die Dame, Frau Räthin Holthausen a"s "^ i fürt, den vorhin abgebrochenen Faden der Unlerya" wieder auf. (Iortschung folgt.) ^ Laiback-r' a-iw»,,, m^ '3 l 9 4. Jänner 1900. die Reorganisation entworfen, und dem weiteren Sahe, der jetzige Kaiser werde «für die Marine unbeirrt in gleicher Weise das Wert der Reorganisation fort- und durchführen», der Sinn einer Conflictsandrohung für den Fall einer Nichtbewilligung der Flottenforoerungen beigemefsen wird. Die Möglichkeit einer Reichstags» auflöfung ist indessen schon vorher auf oppositioneller Seite ins Auge gefasst worden. Nur hat es nicht den Anschein, dass es einer solchen bedürfen wird, weil die Stimmung zu Gunsten der Flottenocrstärlung ersichtlich im Wachsen begriffen lst. Tagesncuigteitell. — (Von Löwen zerrissen.) Aus Wien wirb gemeldet: In einem Käfige des Wiener Thiergartens spielte sich am 1. d. M. vormittags eine furchtbar aufregende Scene ab. Der Thierwärter Karl Rudovsly nahm am 1. d. M. die Reinigung der Käsige ohne Beobachtung der vorgeschriebenen Vorsichtsmaßregeln vor. Er begab sich in einen Käfig, in welchem sich mehrere gutmüthige Löwen befanden, öffnete dann die Zwischenthüre, wahrscheinlich um die im Nebenkäfige befindlichen drei Löwen herein» zulassen. Kaum öffnete er jedoch die Thüre, als sich die als wild bekannte Löwin «Sarah» auf ihn stürzte. Im Nu sprangen auch die übrigen Bestien auf Nudovsly, der zu Boden geworfen und furchtbar verstümmelt wurde. Der Kops des Unglücklichen wurde gänzlich zerfleischt, Nase und Ohren abgebissen. Auf das Hilfegeschrei Ru-dovslys eilten mehrere Wärter herbei. Diese versuchten mit Eisenstangen und durch Bespritzen mit Wasser die Vestien von ihrem Opfer abzuhalten, doch blieb diese Bemühung, obgleich eine Löwin verwundet wurde, vergeblich. Erst als man brennendes Stroh in den Käfig wars, sprangen die wilden Bestien davon, und man konnte dann den verstümmelten Leichnam des Wärters in Sicherheit bringen. -— (Hinrichtung.) Im Hofe Nr. 1 des Wiener Landesgerichtes ist am 2. d. M. um 8 Uhr inorgens an der Mörderin ihres Kindes, Iulianna Hummel, durch den Scharfrichter Wohlschläger aus Prag das Todesurtheil vollzogen worden. Die Delinquentin blieb ruhig bis zum Tode und starb, nachdem sie bis zum letzten Augenblicke ihre Unschuld betheuert hatte. Nach vollzogenem Todes-urtheile verrichtete der hochw. Herr Seelsorger ^. Fuchs ein Gebet. Die Leiche blieb eine Stunde am NichtPflocke hängen. Nach Verlauf derselben wurde die Leiche vom Richtpflocke herabgenommen und in die Todtenlammer des Inquisitenspitales des Landesgerichtes gebracht, wo Gerichtsarzt Professor Dr. Haberda im Beisein der landesgerichtlichen Commission die Obduction vornahm. Die Section ergab leine Abnormitäten. Auch das Gehirn war ganz normal, fo dass alfo die Zurechnungsfähigleit der Mörderin nicht im geringsten angezweifelt werden lann. Nach der Section wurde die Leiche in den Sarg gelegt und in die Todtenlammer gebracht, wo um 2 Uhr nachmittags die vorgeschriebene Todtenbeschau durch den Stadtphysicus vorgenommen wurde. Abends gegen 9 Uhr wurde die Leiche in Anwesenheit des Kerker-Meisters nach vorangehender kirchlicher Einsegnung auf dem Cextralsriedhofe beerdigt. — (Aufstreuen!) In der Nayreuther «Ober-fränkischen Zeitung» ist folgende poetische Mahnung an die Herren Hausmeister zu lesen: Vor deinem Grundstück liegt Eis. Streu' — 's ist kein Kunststück — mit Fleiß Asche daraus! Sonst purzeln Junge und Alte; warte nur, balde sitzest du auch! Local- und Provinzial-Nachnchtell. Oandels- und Gewerbekammer für Krain. (Fortsetzung) Die Berechnung und Bezahlung erfolgte nach dem Cubikinhalte des hiefür verwendeten Rundholzes. Die Blöcke wurden nach Angabe der Firma, bezw. nach den Anordnungen des Beamten der Firma in verschiedenen Längen erzeugt und bereits im Walde qualitativ vom Angestellten der Firma übernommen. Die Organe des Grafen Th. hatten die Verschneidung und Aufarbeitung des Klotzholzes genau nach den An-ordnungen der Firma K. zu besorgen und mussten auf winlelrechten, glatten Schnitt bedacht sein. Den Gutsbesitzer traf auch die Verpflichtung zur Auf. schlichtung und zu guter Verwahrung des fertigen Materiales, damit dasselbe nicht durch die Witterungs. Verhältnisse Schaden erleide. Die Firma ist auch be. "chtigt, beliebige Quantitäten des für dieselbe volr Grafen Th. nach ihren Anordnungen zu erzeugende -"laterlales wegen Gewichtsverringerung drechseln zr ayen und zu diesem Behufe hat die Firma die er, Mderllchen Drechselbänke sammt Riemen und noth, w ndlgen Werkzeugen beizustellen und die Drechsel «lzne zu bestreiten. Alle anderen Mampulationslosw waren im oberwähnten Rundholzpreise inbegriffen und fielen dem Grafen Th. zur Last. Die Drechselbänke und der Rundstabhobel, welche die Firma K. geschickt hatte, verblieben ihr Eigenthum; den Betriebsraum nebst Kraft und Antrieb hatte Graf Th. beigestellt. Die Firma hatte für das Rundholz, mit Einschluss sämmtllcher Schnitt« und Manipulations-losten, bis zur Absendung des Materiales ab Station Rudolfswert den Preis von li fl. per m» Rundholz zu zahlen. Es entsteht nun die Frage, ob die Beistellung von zwei Drehbänken und eines Rundstabhobels, die im Sägewerke des Grafen Th. in Luegg von einem Meister und feinem Gehilfen dazu benützt wurden, um nach Angaben des Beamten der Firma K. die Buchen» latten zu drechseln, den Beweis erbringe, dass man es mit einem Zweig'Etablisscment der Firma K. in Hollcschau zu thun habe. Hiebei wird noch hervorgehoben, dass anch die Klötze zu Latten nach den Anordnungen des Beamten der F»rma geschnitten wurden. In beiden Fallen, sowohl beim Schneiden des Rundholzes zu Latten, als auch beim Drechseln der Latten, war nach den Anordnungen des Beamten der Firma K. zu arbeiten. Waren diese Anordnungen nicht richtig, so traf der Schaden die Firina. Die Arbeiter waren nur zur Befolgung der Anordnungen des Beamten verpflichtet, Graf Th. konnte leinen Schaden erleiden, wenn die Arbeiter beim Schneiden der Latten richtig vorgicngen und wenn sie die gedrechselten Latten gut aufbewahrt und im guten Zustande zur Verladung am Bahnhöfe in Rudolfswert brachten. Für die Drechsler-arbcilcn hatte Graf Th. lediglich die Verpflichtung übernommen, dass die Drechslerei betrieben werden tonnte, dass die Drechsler ihren von der Firma zu erlegenden Lohn erhielten, dass die gedrechselten Stücke gut aufbewahrt und zur Verladung am Bahnhofe gebracht wurden. Die Section lann in der im vorliegenden Falle entwickelten Thätigkeit der Firma K. die Kriterien eines Zweig-Etablissements in Luegg nicht finden, weil die Beistellung von Drehbänken und die Zahlung des Drechslerlohnes nicht genügt, um daraus auf ein Zweig-Etablissement einer Fabrik zu schließen. Die gewerbliche Betriebsstätte hatte vertragsmäßig Graf Th. beigestellt, und diefe Verpflichtung bildete einen wesent-! lichen Theil des Kaufgeschäftes, das er mit der Firma abschloss; man kann demnach nach Ansicht der Kammer unmöglich aus dem Umstände, dass die Firma nebst dem Kaufpreise per m» auch zwei Drehbänke und einen Rundstabhobel und den Drechslerlohn zahlte, schließen, dass dies schon die Kriterien eines Zweig-Etablissements darstelle, weil man ja mit bloßen Dreh. bänlen und dem Rundstabhobel nicht Latten drechseln kann, um sie in der Hauptunternehmung zu verwenden. Die Drehbänke müsste Graf Th. in feiner Aetriebsstätte (Säge) in Betrieb fetzen lassen. Die Section bemerkt hiebel, es komme bei gewerblichen Betrieben sehr oft vor, dass einzelne Nestandtheile in einem zweiten, einem anderen gehörigen gewerblichen Betriebe für den ersteren erzeugt werden. Allein aus diesem Grunde schließt man ja doch nicht aus ein Zweig-Etablissement, obwohl der erstere Betrieb die Erzeugnisse des zweiten bei der Vollendung der Arbeit verwendet. (Fortsetzung folgt.) — (Oesterreichisches Patentblatt.) Das vom Patentamte herausgegebene österreichische Patcntblalt ist mit seiner Nummer vom 1. Jänner 1900 in das zweite Jahr seines Bestandes getreten. Im Verlage der Manz'schen Buchhandlung erscheinend, enthält dieses amtliche Organ eine Liste aller beim Patentamt erfolgten Anmeldungen von Erfindungen, die Liste der Aufgebote, wobei der Gegenstand der Erfindung inlürze angedeutet ist, alle Patentertheilungen :c. Das Patentblatt bringt aber nicht bloß dieses, für alle technischen Kreise unentbehrliche Material und alle auf den Schutz der Erfindungen, Marken und Muster bezüglichen Gesetze, Staalsvcrträge^ Verordnungen, sondern ebenso auch die für zahlreiche juristische und geschäftliche Interessenten äußerst wichtigen Entscheidungen der obersten Gerichtshöfe, des Handelsministeriums, der Patentbehörden und vielfältigen statistischen Nachweise, sowie in der sehr reichhaltigen Rubrik «Verichle und Mittheilungen» eine Uebersicht über alle bedeutsameren Ereignisse im In- und Auslande, die den gewerblichen Rechtsschuh betreffen. Eine vollständige internationale Literaturschau schließt jede Nummer ab. Die Abonnenten erhalten die sogenannten Privilegien-Monatslataloge unentgeltlich. — (Militärisches.) Ueberseht wurde der l Medicamenten-Accessist in der Reserve Johann Devkit ' (Aufenthaltsort Laibach) der Apotheke des Garnisons-> spitales Nr. 23 in Agram. Ernannt wird in der öster-l rcichischen Landwehr zum nichtactiven Lieutenant der l nichtactive Cadct-Officierstellvertreter Johann Ditrich des l Landwehr-Infanterieregiments Klagenfurt Nr. 4. Weiter » werden ernannt zu nichtactioen Eadet-Officierstellvertretern ° die nichtacliven Eadetten: Doctor der Rechte Iro Ucovich ' des Landwehr-Infanterieregiments Klagensurt Nr. 4 bei i MchMa.er Transserieruno. zum LaMvHr-Injantnie« regiment. Zara Nr. 23, Johann Loujensly, Karl Stefin, illbert Levicnil und Otto Grebenz, alle vier des Landwehr-Infanterieregiments Klagenfurt Nr. 4. Ferner werden ernannt zu Cadet-Ossicierftellvertretern nach-nenannte Frequentanten der Lanowehr-Officiersaspiranten-schulen und Einjährig-Freiwillige Karl Svoboda des Landwehr-Infanterieregiments Klagenfurt Nr. 4 beim Landwehr-Infanterieregiment Lemberg Nr. 19, Arthur Langer des Landwehr-Infanterieregiments Klagenfurt Nr. 4, Siegfried Gabriel des Landwehr.Infanterie-regiments Graz Nr. 3 beim Landwehr-Infanterieregiment Klagenfurt Nr. 4, Josef Urach des Landwehr-Infanterieregiments Klagenfurt Nr. 4, Josef Unterlechner des Landes-Schützenregiments Innsbruck Nr. 1 beim Lano-wehr-Infanterieregiment Klagenfurt Nr. 4, Franz Huber des Landwehr-Infanterieregiments Wien Nr. 1 beim Landwehr-Infanterieregiment Klagenfurt Nr. 4, Karl John recte Iaun des Lanowehr-InfanterieregimentS Wien Nr. 1 beim Landwehr-Infanterieregiment Klagen-surt Nr. 4, Johann Zavrian des Landwehr-Infanterieregiments Klagenfurt Nr. 4, Egon Erhouniz des Land-wehr.Infanterieregiments Klagenfurt Nr. 4 und Ulfred Rieger des Landwehr-Infanterieregiments Iung-Bunzlau Nr. 10 beim Landwehr-Infanterieregiment Klagenfurt Nr. 4. — (Die l. l. Finanzdirection) ersucht uns, die betheiligten Kreise auf die Verordnung des l. l. Finanzministeriums vom I.December 1899, Zahl «3.905 (enthalten in dem am «. December 1899 ausgegebenen R. G. Bl. unter Nr. 239), betreffend die Einführung eines neuen Stempelzeichens mit der Wert-bezcichnung in Kronenwährung für Rechnungen und Frachtbriefe aufmerksam zu machen: 1.) Im Laufe des Monates December 1899 wurde an Stelle der bisherigen zwei Stcmpclzeichen für den Aufdruck auf Rechnungs-blanketten und in Privatdruckereien hergestellten Frachtbriefen ein einheitliches Stempelzeichen mit der Wertbezeichnung in Kronenwahrung eingeführt. Zum Aufdrucke des Stempelzeichens, und zwar sowohl auf Rechnungs-blanletten als auch aufEisenbahn^See-undVinnenschissahrte-Frachtbriefen sind ermächtigt: das Central - Stempelamt in Wien, das Stempelamt in Prag, das Gefälls- und Stempelamt in Trieft, die Oekonomale der Finanz-Landes-Directionen in Graz und Brunn, die Hauptzollämter in Lemberg, Linz, Troppau, Reichenbcrg, Äudweis und Vozen und die Hauptsteuerämter in Salzburg, Pilsen, Kolin und Aussig. 2.) Vom 1. Jänner 1900 an werben von der Hof- und Staatsdruckerei successive Eisenbahnfrachtbriefe mit einem neuen vtempelzeichen zur Ausgabe gelangen. 3.) Bestehende Vorräthe an Rechnungsblanletten und in Privatdruckereien hergestellten Frachtbriefen mit den eingedruckten Stempelzeichen zu 1 tr. und 5 kr. sowie in der Hof- und Staatsdruckerei hergestellte Gisenbahn-frachtbriefe mit den auf österreichische Wahrung lautenden Stempelzeichen können auch fernerhin verwendet werden. Ein Emissionswechsel, beziehungsweise eine Einziehung oder ein Umtausch (eine Umwechslung) hlcher Glanlette und Frachtbriefe findet somit aus diesem Anlasse nicht statt. Schließlich wird darauf aufmerksam gemacht, dass hieburch die in der hierortigen Verordnung vom 13. November 1899, R. G. Bl. Nr. 230, V. Bl. Nr. 230, festgesetzten Bestimmungen bezüglich des Umtausches der altartigen internen Frachtbriefe «x 1892 selbstverständlich nicht berührt werben. — (Der Verein der Aerzte in Krain) hielt am 30. v. M. seine Generalversammlung ab. Die Berichte des Schriftführers, des Kassiers und des Viblio-thelars wurden zur Kenntnis genommen. Der Vereinepräsident Herr Dr. Keesbacher, welcher krankheitshalber seine Stelle niedergelegt hatte, wurde zum Ehren-mitgliede des Vereines ernannt. In den neuen Ausschuss wurden gewählt die Herren: Primarius Dr. Slajmer zum Vorsitzenden, Primarius Dr. Bock zu dessen Stellvertreter, Primarius Dr. Gregoril zum Cassier, Assistent Dr. Ienlo zum Bibliothekar und Assistent Dr. Krajc zum Schriftführer. Der Verein erklärte sich im Principe bereit, der zu errichtenden Rettungsstation in Laibach beizutreten. Die Einladungen zu den Sitzungen werden fortan in den Zeitungen erfolgen. Das Capital der Löschner-Mader'schen Stiftung beträgt derzeit 26.000 Kronen. — (Sylvefterfeier in Stein.) Man schreibt uns aus Stein: Die für den jüngsten Sylvesterabend im Eursalone des Bades Stein unter Mitwirkung des Steiner Salonorchefters und artistischer Specialitäten angekündigte Unterhaltung fand unter sehr zahlreicher Ve-theiligung einheimischer und fremder Gäste in der fröhlichsten und animiertesten Weise statt. Die exacten Vortrüge unseres tüchtigen Dilettantenorchesters bedürfen keines weiteren Lobes, indem der gute Ruf dieser Musil-vereinigung ohnedies schon allgemein bekannt ist. Der schneidige Vortrag des vom Orchestermitgliede I. Slorpil componierten feurigen Marsches «Mit leichtem Schritt» leitete die Abendunterhaltung in der wirksamsten Weise ein und brachte sofort die beste Stimmung in das Publicum. welches die Composition stürmisch zur Wiederholung verlangte. Unter den sonstigen musikalischen Pro-ductionen sei besonders ein von F. Wagner au« alten >Mener!koern zusammengeMe» Potpourri hervorgehoben, Laibacher Zeitung Nr. 3.______________________________________________20_____________________________________________________^Jänner 1900. dessen gemüthvolle Weisen den lebhaftesten AnNang fanden und ebenfalls wiederholt werben mussten. T>ie Würze des Abends bildeten jedoch verschiedene Productionen aus dem Gebiete der Künstlerwelt. Vor allem erregten viel Heiterkeit die gelungenen humoristischen Schattenbilder und die launige Vorführung eines < gefangenen Buren-zwerges» sowie eine dramatische Soloscene, in welcher sich Herr R. auszeichnete. Als Glanzpunkt des abwechslungsreichen Programmes ist jedoch die Production des Orchestermitgliedes Herrn S. in der «Toncertmalerei» zu bezeichnen. Die verblüffende Raschheit und Kunstfertigkeit, mit welcher derselbe mit dem Pinsel fünf verschiedene Nilder vor den Augen der Anwesenden auf Leinwand brachte, wurde durch wahre Beifallsstürme belohnt. Nur zu schnell kam die Mitternachtsstunde heran, wodurch das alte Jahr und zugleich das officielle Unterhaltung^» Programm durch eine Begrüßungsansprache an das Publicum beendet wurde. Den Theilnehmern, welche zumeist noch in die späten Nachtstunden im gemüthlichen Beisammensein ausharrten, wird der heurige Jahreswechsel gewiss noch lange w der angenehmsten Erinnerung verbleiben. 3. — (Firmawechsel.) Wie wir erfahren, hat Herr Albert Samassa mit 1. Jänner d. I. sein Etablissement seinem Sohne übergeben, der dasselbe unverändert unter der Firma Max. Samassa weiterführen wird. — (Landtags-Ergänzungswahl.) Wie wir der Triester «Cdinost» entnehmen, wurde bei der gestrigen Landtags-Ergänzungswahl aus dem Oörzer Großgrundbesitze Herr Oskar Gabrsöek mit 103 Stimmen zum Landtagsabgeorbneten gewählt. — (Vom Kneippverein in Laibach), der nun fest gegründet erscheint und in den nächsten Tagen eine Vollversammlung abhält, geht uns durch den derzeitigen Schriftführer Herrn Petcosig eine auf Entstehung und Weiterführung der Wasserheilmethode rückblickende Darstellung zu, der wir im Interesse des Vereines nachstehende Daten entnehmen. Nachdem der einschlügigen Bestrebungen der Israeliten durch Gesetzesbestimmung betreffs Anwendung des Wassers zu Waschungen (IV. Buch der Königin 5, 10) und der bezüglichen Stellen bei den griechischen Clasfilern Herodot, Hippolrates sowie der Wafsercuren bei den Römern an Kaiser Augustus und dsm Dichter Horaz sowie der Berichte des Plinius, dass man durch sechs Jahrhunderte in Rom die Bäder als die vornehmlichste Arznei anerkannt hatte, gebacht worden, wird darauf hingewiesen, dass der Schriftsteller Paul von Aegina (634 n. Ch.) kalte Douchen namentlich bei Sonnenstich empfohlen habe, wie das lalte Bad im allgemeinen als vorzüglich wirksam insbesondere am Beginne entzündlicher Fieber. Als erste Schriftsteller der Wassercur par exe«!!«««« können aber die Aerzte: Johann Gottfried Hahn, praktischer Ärztin Nreslau, und Johann Siegmund Hahn, Stadtarzt in Schweidnitz, gelten, welche im Jahre 1754, nachdem mehrere Jahre vorher (173?) in Breslau eine heftige Typhusepioemie gewüthet, eine Schrift publicierten unter dem Titel: «Unterricht von Kraft und Wirkung des frischen Wassers.» Auf Grund dieser Schrift begann — nachdem 1830 Priehnitz in Grafen-berg neuerdings die Wassercur auf die Bahn gebracht hatte — Pfarrer Kneipp sein Wasserheilverfahren, das sich von dem früheren durch mit milden Wasseranwendungsformen und Vereinfachung des Verfahrens auf das vortheilhafteste auszeichnete und so rasch jene große Gemeinde von Anhängern schuf, die heute nun in aller Welt die Methode des Meisters weiterverbreiten. Das segensreiche Wirken des aufopferungsvollen Priesters, Menschensreudes und Naturarztes ist zu bekannt, als dass man es eigens des weiteren hervorzuheben brauchte. Es genügt der Hinweis, das« in seinem Sinne in Wörishofen fortgefahren wird, wodurch sich Prior Reile die größten Verdienste um die kranke Menschheit erwirbt, während Redacteur Olic bemüht ist, die von Kneipp begründete Zeitschrift in seinem Geiste weiterzuführen. — Der Kneippverein in Laibach, der die größte Verbreitung in Stadt und Land anstrebt, benmht sich durch die praktische Bethätigung der Wasserheilmethode wie nicht minder durch Vorlesungen und Vorträge für die Kneipp'sche Eur immer weitere Kreise zu interessieren. Es genügen nur geringe Beiträge an materieller Hilfe, diefen Verein in seinem menschenfreundlichen Wirken zu unterstützen und zu fördern. — (Aus dem Vereinsleben.) Einer uns zugehenden Mittheilung zufolge wurden die Statuten zur Bildung eines Vereines «ku»»kij kruiok. in Laibach behördlich genehmigt. Dieser neue, nicht politische Verein bezweckt hauptsächlich die Förderung des Studiums der russischen Sprache sowie jenes von anderen slavischen Sprachen. e— — (Aus Vischoflack) wird uns berichtet: Das hiesige Kaffeehaus gieng unlängst pachtweise in die Hände des Herrn Franz Splichal über. Es wurde nun den Anforderungen der Neuzeit entsprechend eingerichtet und mit einem eleganten neuen Wendebillard versehen. Herr Splichal wird. auf seine gediegenen Fachlenntnisse gestützt, sicherlich seine besten Kräfte einsetzen, um das Kaffeehau« zu emem angenehmen Stelldichein für die hierorti« Intelligenz umzugestalten. —,— .*. (Im Streite.) Simon Kavklt, wohnhaft Petersstraße Nr. 49, und der Knecht Johann tkamnitar geriethen vorgestern miteinander in Streit, der in eine Rauferei ausartete. Kamnilar versetzte dem Kavöit mit einem Gewicht einen Schlag auf den Kopf und verletzte ihn schwer. Kamnikar wurde verhaftet und dem l. k. Landesgericht eingeliefert. — (Nach Amerika.) Der Sicherheitswachmann Franz Oinlovec verhaftete gestern nachmittags in der Karlstädterstraße den 20 Jahre alten Besitzerssohn Io-hann Voben aus Vrtaka, Gemeinde Semis, politischer Bezirk Tschernembl, wegen beabsichtigter Auswanderung nach Amerika vor Erfüllung der Militiiroienstpflicht. Im Be« sitze des Verhafteten fand man eine Anweisung auf Bezug einer freien Fahrkarte nach Amerika. Diese Karte war ihm angeblich von seinem in Amerika weilenden Bruder durch den Agenten des Norddeutschen Lloyd in Laibach zugeschickt worden. Boben wurde dem l. l. Landes-gerichte eingeliefert. »*. (Schwer verletzt.) Im Gasthause des Franz Mihelik in der Tirnau kam es gestern nacW zu einem Streite zwischen dem Hausbesitzer Johann Sarc und dem Arbeiter Franz Albrecht. Aarc wurde von Albrecht zu Boden geworfen und mit dem Stiefel ge« stoßen. Durch einen Stoß in das Geficht schlug Albrecht seinem Gegner zwei Zähne aus und verletzte ihn schwer. ' (Muthmaßlicher Selbstmord.) Am 30. v. M. vormittags wurde der 43 Jahre alte Drehorgelspieler Josef Hlad aus Potok, politischer Bezirk Gottschee, vom Besitzer Anton Malensel aus Osojnik, politischer Bezirk Tschernembl. auf einem Baume erhenkt aufgefunden. Die herbeigeholte Gendarmerie fand am Leichname leine Spur einer Gewaltthat vor. Hlad wurde in die Todtenkammer zu Bresovreber überführt, während die am Thatorte vorgefundenen LegitimationS-Documente und Effecten des Todten dem Gemeindeamt in Semitsch übergeben wurden. —?. — (Schwere körperliche Beschädigung.) Zwischen dem Kaischler Karl Pivec in Gomila. Gerichts-bezirk Treffen, und seinen Stiefsohne Anton Kosem herrschte schon durch längere Zeit Zwietracht, weil dieser von seinem Vater die Uebergabe des Besitzes verlangte, der aber hievon nichts wissen wollte, obwohl auch die Mutter das Nestreben des Sohnes unterstützte. Am 26. v. M. abends kam es zwischen Vater und Sohn wieder zu einem Streite, der Sohn ergriff ein Messer und führte damit einen Stoß gegen die Brust seines Stiefvaters. Der Stoß wurde zwar glücklich pariert, doch traf ein zweiter den Pivec am rechten Mundwinkel, spaltete ihm die Lippe bis zum Kinn und verletzte ihm überdies die rechte Hand. Der Schwerverletzte verblieb in häuslicher Pflege; gegen den rabiaten Stiefsohn wurde die Anzeige an das competente Gericht erstattet. 8. — (Zur Pferdeclassification.) Wie uns mitgetheilt wird, ist der Beginn für die diesjährige Pferdeclassification in Krain für den ?. Mai in Aussicht genommen. —o. Theater, Kunst und Meratur. — (Deutsche Bühne.) Die Entstehungsursache von WilbrandS antiker Tragödie «Arria und Messalina», deren schablonenhafter Classicismus mit romantisch naturalistischen Farben aufgefrischt erscheint, ist allgemein bekannt. Die Titelrolle ward der großen Tragödin Wolter zuliebe geschaffen, und sie gestaltete sie zu einem Meisterwerk, das mit ihr lebte und starb, denn die dichterische Gestalt der mehr als zweifelhaften Heldin des Stückes vermag wohl ebensowenig das Interesse zu fesseln, wie die braven Menschen, die pathetisch darin herumstolzieren. E« ist ja richtig, dass die dramatischen Vösewichter in der Regel interessant, die Tugendhelden meist langweilig sind; irgendetwas Menschliches muss aber dem Büse-wicht anhaften, eine Lady Macbeth, ein Franz Moor, ein Richard 111. werden uns in ihrer charakteristischen Verbrechergrüße erschüttern, unsere Nerven aufreizen, während uns die Vuhllünste einer Messalina sehr kalt lassen, ja eher einen lächerlichen Eindruck hervorbringen. Die anderen Gestalten der Tragödie sind Schablonenfiguren, die gleich anderen unzähligen Opfern des Cäsarenwahns gewiss Mitleid verdienen, denen aber jedes dramatische Blut fehlt und die mit ihrer unwahren Cha. ralteristil nur die Staffage zu dem classischen Wolter-drama abgeben. Die Ausführung solcher Komödien auf einer Provinzbühne ist sehr gefährlich, da sie ja den alten Wahrspruch, dass vom Erhabenen zum Lächerlichen nur ein Schritt ist, nur allzusehr erhärtet. Erhabenes birgt das Stück aber in sehr geringem Maße, dem Lächerlichen — in einer unvollkommenen Darstellung — ist leider ein sehr großer Spielraum eingeräumt. Bei der Beurtheilung der gestrigen Aufführung müssen wir uns vor allem über die Grenzen klar sein, die der Schauspielkunst hier gezogen sind. Wenn wir einen gerechten Maßstab in dieser Hinsicht ziehen, können wir den Leistungen der einzelnen Darsteller, ohne die kritische Sonde an dieselben anzulegen, immerhin Gerechtigkeit widerfahren lassen und berichten, dass sie sich bemühten, ihr Bestes zu leisten. Wenn das nicht immer gut war, so liegt die Schuld nicht an den Schauspielern, sondern an jenen unerquicklichen Verhaltnissen, an denen die deutsch« Vuhne heuer überhaupt krankt. Die verständige Leitung der Regie vermissten wir leider sehr stark, doch wollen wir uns nicht näher in die Einzelheiten der classischen Widersprüche, die in scenerischer und decorativer Hinsicht zutage traten, einlassen, denn das würde zu weit führen! Die Vorstellung fand zum Vortheile der verdienstvollen Schauspielerin Fräulein Elly Ramberg statt. Die brave Künstlerin wurde durch lebhaften Beifall und Ueberreichung einer schönen Blumenspende geehrt. Sie gestaltete die Arria in gewohnter verständnisvoller Hingabe und schuf eine dem Geiste der Dichtung entsprechende Figur, die in den großen dramatischen Momenten erschütternd wirkte. Fräulein Kable sah trotz ihrer stilwidrigen Costume als Messalina verführerisch aus, sprach und spielte mit großer Leidenschaft und erfreute sich eines schönen Erfolges. Den unglückseligen Marcus brachte Herr Rollöt theilweise zu guter, theilweise zu herzlich schlechter Geltung, ebenso fasste Herr Leichter den Piitus gut und schlecht auf. Gänzlich vergriffen war der Calpurnianus durch Herrn Wilhelmi, während die übrigen Darsteller in ihren minder belangreichen Rollen sehr bescheidenen Ansprüchen genügten. Empfehlenswert ist die Aufführung solcher dramatischer Dichtungen nicht, da sie die Mängel der Gesellschaft allzusehr blohstellt. Das Theater war sehr schwach besucht; durch den unvortheilhaften Spielplan werden leider die Benefizvorstellungen »ä »l»3urc1um geführt. .1. — (Aus der deutschen Theaterlanzlei.) Die Possennovität «Leute von Heute» von Bernhard Buchbinder, welche sich gegenwärtig mit starkem Erfolge auf dem Spielplane des Raimund-Theaters in Wien erhält, gelangt heute zur ersten Aufführung. Die Posse, zu welcher Joses Hellmesberger eine reizvolle Musik geschrieben hat, enthält eine Fülle komischer Situationen und einschlagender Witze, deren Wirkung sich von Act zu Act steigert. Die Novität ist in den Hauptrollen mit den bewährtesten Kräften besetzt und hat eine sehr sorgfältige Vorbereitung gefunden. — («Der Stein der Weisen..) Das soeben erschienene 11. Heft der trefflichen Revue, welche alle wissenschaftlichen, gewerblichen nnd sonstigen Errungen-schaften unserer Zeit einem ausgedehnten Leserkreise in populärer Form vermittelt, hat nachstehenden Inhalt: Zur Höhlenkunde, Die Natur der Elemente (neun Abbildungen), Jetziger Stand der Schulbanlfrage (zehn Abbildungen), Danilewskis lenkbarer Luftballon (drei Abbildungen), Das schwere Geschützmaterial, Die Jacquard-Maschine (mit Bild), Zur Zuckerfabrication (mit Bild). Außerdem Dilettantenarbeiten (mit sechs Abbildungen), naturwissenschaftliche Mittheilungen u. a. Die Zeitschrift (A. Hartlebens Verlag, Wien) genießt einen so ausgezeichneten Ruf, dafs es kaum nöthig erscheint, auf deren Leistungen hinzuweisen. We in dieser Rubrik besprochenen literarischen Erscheinungen find durch die Buchhandlung Jg. v. Klein -mayr K Fed. Vamberg in Laibach zu beziehen. Telegramme des k. k. TelegraplM-Correspondenz - Bureaus. Der Krieg in Hüdafrika. London, 3. Jänner. Die Abendblätter melden aus Sterkstrom vom Heutigen, dass die Buren heute früh Moltena angriffen. Der Kampf dauert fort. Naanpoor, 3. Jänner. Heute fand auf den Hügeln rechts von Eolesberg ein heftiges Gefecht statt. London, 3. Jänner. Die Morgenblätter melden von Rendsburg vom Gestrigen: Die Lage bei Colesbcrg hat sich unerwartet geändert. Die Buren besetzten im Laufe der Nacht die Stellungen wieder, aus denen sie tagsvorher durch General French vertrieben worden waren. Es fand ein planloses Feuern statt. Die Buren hatten zweifellos bedeutende Verstürlungen erhalten. Modder River, 2. Jänner. (Reuter-Ml' dung.) Gestern verließ eine berittene Aufllärungs-Abtheilung unter General Nabington das Lager. Sein Vorgehen stand in Verbindung mit dem Vorstoße des Obersten Pilche von Belmont, der zur Wegnahme des Lagers der Buren und Gefangennahme von vierzig Buren führte. _____ > ° ? Wien, 3. Jänner. Der Leiter des Ackerbauministeriums entsandte den Ministerialrath Zechner in das Voitsberg. Köflacher Strikegcbiet, um über die Veranlassung und Ziele der Arbeiterbewegung sich s" informieren und nach Möglichkeit auf die Ausgleichung der Differenzen zwischen den Bergarbeitern und den Werlsunternehmungen hinzuwirken. Wien, 3. Jänner. Die «Pol. Corr.. meldet, dass in Budapest Besprechungen behufs Vorbereitungen fill die Ausarbeitung eines neuen österreichisch-ungarisch^ ZolltarifeS zwischen den Vertretern der österreichisch"! und der ungarischen Ministerien stattfanden, wöbe' vereinbart wurde, dass die Regierungen demnach»! daran gehen, Materiale und Begutachtungen von den zuständigen wirtschaftlichen Corporationen und FaH" vereinen einzufordern, Laibacher Heiwna Nr. 3. 21 4. Jänner 1900 Verstorbene. Am 31. December. Theresia Movii, Private, 73 I., Echulallee 2, MarasmW. — Angela Koman, Schneiderstochter, 20 M., Zicgelstraße 7, Tuberculose. — Franz Kerze, Besitzer, 52 I., Iiegelstraße 12, Selbstmord durch Erhängen. Am 1. Jänner. Sophie Pfeifer, Oberrechnungsraths» Gattin, 54 I., Nleiweisstrahe 22, Hcrzlähmung. — Leopold Rrsel, Tischlerssohn, 8'/,. M.. Ienlo.Gasse b. Darmlatarrh. Am 2. Jänner. Johann «olta, Arbeiterssohn, 13 M., Rabehlystraße 2, Nronchili«. Am 3. Jänner. Maria Nühmann, Kaufmannsgattin, 6« I., Congressplal) 3, I^orduz Vuseänwi. — Peter Misjal, «nstreicher, 4b I,, Ziegelstraße 24, ve^lieratici in«e8t. — Stanislaus Galiot, Albeiterssohn, 8 M.. Linhartgasje 24, Fraisen. Im Eivilspitale. Am 26. December. Marcus Marlit, Taglöhner, 53I., «uberculose. Nm 27. December.' Theresia Kralj, Nesihersgaltin, 45 I., Peritonitis. Am 28. December. Agnes Paviel, Inwohnerin, 60 I., Lungenödem. Am 29. December. Martin Ndamie, Inwohner, 6? I., «ungenöbem und Wassersucht. Am 30. December. Anna Matloviö, Taalöhnerin, 30 I,, Tuberkulose. Am31. December. Maria Omahen, Krämerin, 85 I., Marasmus. — Maria Ritobrato, Bedienerin, 72 I., Marasmus. Volkswirtschaftliches. Laibach, 3. Jänner. Auf dem heutigen Markte find erschienen: 15 Magen mit Holz. Durchschnitt«.Preise. AtaNt.lMgzs,^ Vtarlt lMgz«.> P«»« Pitl» Weizen pr. 100 llg------17 69 Vutter pr. Kilo . . 1 80 — -«"n .------^ ^ (zier pr. Stück . . - 12------ ferste . ^ ^ ^ ^ y^ch pr. Liter-------16 - -baldig ' ^ " ^ 40 Rindfleisch pr. Kilo 124 - -Nn ^ ' ------------^"fleisch ' 1 '16 - -b le w«ü ' - - 16 - Schweinefleisch . 1 20 - -Kuluru?^/ --20- Schöpsenfleisch . -72--E?bäN " ^ N 40 Hähndel pr. Stück 1----------- A«l^!> «.-------b- Tauben . -40------- ^bfen . ^22____Stroh . . .--------------- »3^ ,' -20-- Holz. hartes pr. 3^>S chmalz Kilo 1 90------- Klafter 14 30------- Schweineschmalz. 140-- -weiches, . 960--Speck, fnsch . 112 _ _ Wein,roth., pr.Hltl._________ - geräuchert . i 40 -j-j - weißer, ._________ Meteorologische Beobachtungen in Laibllch. Seehijhe 306-2 m. Mittl. Luftdruck 736 0 mm. « 2ü.3l. 732 0"w^ SM. schwach' bewollt 9 . Ab. 7312 110 SW. mäßig dewittlt 4. j 7 Ü. Mg. I 729 - 7 j 10 3^ SW. schwach j Regen > 3 0 Das Tagesmittel der gestrigen Temperatur 10-3', Nor male: -27'. «««ntwoltllche« «edacteur: «nton Funtel. privat-gymnasium Scholz Graz, Grazbach, Ecke Maigasse Deffentlichkeitsrecht, staatsgiltige Zeugnisse, ausgezeichnetes Pensionat eigenes Haus, sehr gesunde Räumlichkeiten, aufmerksame, gewissenhafte Pflege der Zöglinge, gute Lehrersolge, mäßige Preise. Vollständige Vertretung der Eltern. Schiileraufnaiime auch mit Schluss des I. Semesters. (2) 10—1 Diurnist. Bei dem gefertigten Amte wird ein in den Catastral-Evldenzhaltungs-Arbeiten vollkommen bewanderter und vollkommen ziffertüchtiger Diurnist, mit schöner Handschrift, gegen ein Taggeld von 1 fl. bis zu fl. 1*20, je nach dessen Befähigung, m*»W*>wrt> aufgenommen. (f)0<>7) 3—3 Die Bewerber haben ihre ungestempelten , mit den Zeugnissen belegten Eingaben längstens bis zum 8. Jänner 1900 an den Unterzeichneten einzusenden. Hadmannsdorf am 29. December 1899. Der t K. Evideuztaaltuues&eoffleier 1. Cl.; Ing. Helnrloh J. Hohn. Borfleaux- unt Marsalawein. Vorzügliche alte Weine, besonders für Kranke und Reconvalescenten geeignet, welche stärkende und kräftigende Mittel benöthigen. (4951) 10—4 Eine Dreivlertelliter-Flasohe 1 fl. Apotheke Piccoli, Laibach. Auswärtige Aufträge gegen Nachnahme. Mesieo Uuhniiltel öer Velt. Globus-Putz-Extract für alle Metalle, wir: Gold, Silber, Msising. jtüchengeschirre ?c. Universal-Putz-Pafta für Spiegel, Fensterscheiben u. s. w. zu haben bei Nrüder Eberl, Laibach. Nach auswärts mi« Nachnahme. (871) N—10 Apotheke Piccoli, Laibach CII))ili(;ll)t hellen Medicinal-Dampf-Leber-thran bester Marke nicht zu verwechseln mit übelriechenden, widerlich schmeckenden Bauernthranen, durch infolge ergiebigen Fanges günstigen Einkauf zu nachstehendem bedeutend ermäßigtem Preise. (4561) 10—7 Eine Flasche mit circa '/< Kilo Inhalt 40 kr., zehn Flaschen 3 fl. 60 kr. Postversandt gegen Nachnahme. -------------------------------------------^--------------------------------- Schmerzrrfiillt geben wir allen Verwandten, l freunden und Velannten die betrübendf Nachiichl, l dass es Golt in jeinem Rat^chlusje gesaUrn Hut, unsere innigftgelieblt' Gattin, M» zu dividieren. — «ei den nicht vuUgezahtten Nrtien ist von dem n»s dies,' Well, ermitttllfl, Werte der nicht eingezahlte Vrlraa i» Abzug zu Iirinae», OUgemtine Staatsschuld, ^"b «are Cliiheitl. Ncule in üluten Mai-November p. E. 4 !,<>/ ^ . dt°. " ü«3- - -«cu-x.,^ D°m.-P,a„dbr. k 1«> st 5../^. ' '^^"^ ZllltttVschuld der im Keich«. rathe oerlrelenen Künig. reiche und Känder. ^^e^Woibreute. slsr.. K,l»,!., d>°,«en°e in«r°uenwahr!.slft!° "'" "«" , per Cassa , 4,,/ b>«^ dl°, dlo. p« ültin.» 4»/" ^'''' 9^ ». "^°«c>. - - , «>///« ««4. «6«. «'ltnbahn.EtaatSichuldver. Ncuersrei (div, Lt ) 4»/ Q^^"'«^°nenwah? -«' «^' «llsabethbah!! ^.„u ^ ^^ ,, "°-«inz.«»dw,'A»i>st' ü.'^' E' 1 >«'b" !"» -^°l«b''Tir,l!Nlist.'ü.W.S' "lö<> >,2.>>< ^'.....<>,.- l ?« «.«elb Ware Vom Glaate zur Zahlung übernommene tflsenv.Prior.» Obligationen. (tlisabethbahn « Vt. 4"/„ ad »»"/„...... 94.«» «z», lilisabrthbahu, 400 n. 2UU0 M, 4"/,.......... »9'?0 —'- ssranz Josef «.. Em. 1»»4. (dw. St,) Silb., 4"/„..... «8'»N 98 ?l Galizlsche «arl'Uudwist Äahn, (dlv. Lt.) Vilb. 4"/„ . , , 97 «(> ^z ^, Vorarlbrrner Bahn, . dto. per Ultimo , - - 9z 9b s?'ll 4"/„ dlu. Rente in Nronemvähr., fteuersrei, per llasja . , , 94-^ «4-5, 4"/„ dto, dtu. btu, per Ullimu, 84>K« 94„ fl, «9 ?<> !W-z< dlo. bto. Silber 100 « l»l - dlu, d!o, il KUsl,—LWitt. ^9.?^ 1^) ,l Thciji Ne«. ^use 4"/„ . . . , ,z? >^-. 4'7„ uugar. «ssrnnbentl. Olilig, 9z?n <«4'3< 4"/« lrual. uud slauu». delto 9» ?^ 94»?! Andere össenll. Anlehen. »"/., DonaU'Nra. Mleihe l«7» . .»v,.^ ,/«. «nlehc» der Stadt Hörz . . ^.._ II.. «nlehen d. Stadt Wien , , . ,«4.7»,, »zu blo, dtu. (Silber ub. Guld, .<,,,7ü 1 _, dto. blo. (1»»4) . . , . 9,.^, 94., dlo. blu, (I»M) .... 97.^, 97,,, VülsedaU'AnIehrn, verlosb, l»"/„ 99.50 l— 9« » Gelb Uan' Psandbrieft ell. Äober, all8,usl. lns,!»I,verl.4"^ 9«.. 9?'— N. üsdes H>,p'Äilst,4'',„ 9»-^ 99 — vest, »üg. Bank 40',,iahr, vrrl, <"/„......... 9»'/» 99 '/i, dtu, dlu, 5>»jähr, verl. 4"/„ . 9^ 7z 9« 7.^ Sparrasse.t.«st,,««I,,ver!.4"/„ »9 ,» l »« «f Eistnl,n!>N'Pl!ori<ät»' GbligallUütn. Ferdinands Nurdbah» !tm, >»»« ^z^, 9g.,,, Oestrrr, N»rdwrslt»ah» . ,y« n,> w) «< EtaatSbahn....... ug.50 . . , L>ldbahnil»"/>>vfrz.Iänn..I,ll! 7.,.^ ,,,, d<«, ll ü"/,....... l<»n »b «<>.'« Un«,, aaliz, Va!»! ,^.go ,s^l 4, 4'/,, Unleilrainer Bahnen , , 99.H0 ,o>>». Diverse ßose „b--,,?. ^"/„Duna» Danipfjch, NX>sI, , . zg(,. ^ ^..^ l>"/„ Du>iau^>ienu!, ^!use . . , __.^ ^ .^ Unverzinsliche Lose. Bubap. Basilica (Dumbau) l> fl. ,» ,. liredilluse Kw fl...... ,!' ^ ,«,. ' «llary Uose 40 fl, CM, , . . ?«,'^. ,,9 7 Osener «use 4(. ,l..... Z!'" ZZ"^ Palffy Lose 40 ,l. «M, . . , "".- '.,,. Uiolhenureuz. 0rst,Ges,v,,i!,sl. 4°.^,, "^,^, " UN», ,. „ hfl, ^,..„ „ , Üludolph «uie U» ,!, ... . . ,z... h," Salm Xiuse 4» fl...... .7«, z?^, ^ Sl. Genoi« «ose 4« sl, . , ,/l^c«?3 5, Waldslei« Lme 20 sl..... ,^._ ,9^ _ «ewinslsch, d, ^"/„ Pl. Schnldu, d, Vudencredilanft,, !tm. l»«!» ^.^ 5«-» «aibachcr lluse...... ....... ' Uleld Ware «ctien. Kranspoll-zinler' nehmungen. «nssig.Lepl. ltisenb, «»0 fl, . »l?'»0 «»9^ Bau u, Betrieb«,-Er!, f. städ«. Llrafteub, i» Wicu lit. ä , »44'7ü l4i dlu. dto, dto. lit I! . . l»»'?b <4>1 .,.' Äübm. Norbtmlm lbU sl, , . il>b l»<> »Xl b^ Bnschtiehllldir - dlu. dto, l!Ü, !l) li«0 fl, . »ü, - »04' Do,,«,!, . Dampsschissahrls. Ves,. Oislerr,, 1,0,, „, llM. . , <1 ^0 ?« Du, But»»ball,Cl !t, B, «»0 «r, »4'»-» «4l - Ferbi,!ll»d!< Äi<,,rdb, I00'»fi, fl. G, . . »»>».. «»'l,', Lloyd, Orsl,. Irirst. s.«»0sl,l!s?l» ,«» «<> Prag Dürer ltiseüb. ll»»fl. abgft. 9»' - »> l^, Slaalsrilenbahü 2W fl, E, . X>»?^ l»U »« Clldbahi, 200 sl, S..... l<»-»5 >» Ub Eüduordd, »erb, V, li<»<> fl. l< - llu>, - 1, — »"«'- Un„ »"?-- l«S - «ikn^ ^............. Danken. «»N>o vest, Banl ^0« sl. . , l»» « l« ?< Banluerein, Wiener, 200 fl, . '»<» »?> «>< ?i Budcr, «»st,, 0rs,,, «00 fl, 2, ,»3 «»<» ' , l!>0fl, —------------ dlu, dlo, p,r Ullimi' , , . »35», »»3 S 'ditl,c>»l, Mln, una,, ^X! fl. , lüi'- »«lb"« ürpusillübanl, Alln, !i00fl, . >N - ,l, « E«l»l!p!c Mj , 1> fl, .44 - l4» - «Hirn u,llall!'iw,,Wn'm->, 20<'sl, >»<< i»0 l»7 b' Hypolhelv,,0,fl,, ^00 sl. »«"/<. » » ,Wa,< ^!"'.....'.....' ' ft,, ilW fl, , ,, r> Banl. N«1 fl, , z Uu, „.....,1, N>,!'! ^,„„ und S!ah! Ind. U..... 9>5« l»«^. ^'' ,!M,i », >9. ...»3 — '-!» ^!l, ^ - >H --Wi>^»,!,, ^l,!,u»j!,, ^!I!« , !i> PeN, 40!» «1........ «7i^— »73 -. Wl, Bauaeiellschaf! »00 »l, , , ,<><-.. U» — Wirnerberger Ziege! «clien «ei, ,« .. >^ - Vtvisen. «!,!^r 2>,1,!<'!> «msterdam »0l» 70 «>Y9»> Dextlch,- Pläl.!, , :^ ^ ,l»4l» iiondl», , , »4< b!» «4» ?» Pari« »6 lb 9« «b S! Pelersbül» . -^ ^. ^. Voluten. Dusoten....... l! « l! <« ^"' '"'.....'''^«' ^ - , . ' < 2 l>ll,,lul>le<, »i >UltNUl!'N . . l ,