fMachelMMtung. Nr. 12«. P ran «melntion spiels: ^U! !lompl°, halbj. N. 0.50. ffllr die Zuftc7.Ul>q »,« Hau? halt'!, 5" li, Mil del Puss ü>i»,j. st. >5< »"!bj. st. 7.5N Ticnötllg, 28. Mai z872. Amtlicher Theil. ! -<'c. t. und l. Apostolische Mijcsiät haben mit Aller, ^chster Entschließung vom 10. Mai d. I. allergncidigst i" gestalten gcruht. daß die l. und l. außerordentlichen Aesandtm und bevollnicichiiglcn Minister: Graf Felix ^'l'lnpfsen das (6hrcnlreuz des souv:rainen Johannitcr-"ldc>,S; Graf BohuSlav CHotel dc,s Großkrcuz des ^spanischen Oidcna Ka,l III.: Freiherr ?^lois von ^um reicher das Großkreuz des l. portugiesischen ^s'stlls.Ordens und Graf Gustav ssälnoly das ^ljlclili-cuz des souvcraine» Johanniter Ordens; die Le» ^tionsrälhc: Giaf Victor'D ub Sly da? Giohlreuz dcS ^ sp'Nnschei, Oldens Isabella der Katholischen und Frei« Arr Otto v. Graven egg das Kom!h»rkre»z zweiter Aasse des großherzoilich sachsen.weimar'schen Fallen, ^raeng; die OesandlschaftS^Allach»>s: Karl Freiherr von Falters lir chen das Nilterlienz des l. portugicsi-!^'en Ordens dcr unbefl cklen EmpfiiligniS von Billa-^osa und Philipp Giaf vm> St. GcnoiS das Rüter» '"uz des l. spanischen Oidcns Karl III.; der l. und l. ^encrallonsul. Minislcrialralh Ritter v. Scherzer ^" t. Preußischen ssronen-Orde» zweiter Klassc und das ^ltellreuz des Ordens der Krone von Italien; drr >> Und l. Generallonsul und Legatioi'Srath ?I»lo» von ^ Vidarl den otlomai'ischen Medschidj«; Orden zweiter ^lasst; dlli unter LlUcrhöchst qeinhmiglcr Belassling scines ^Nlnwäsli^en höheren RlNi^eS zum Iiiacnitur elslcr "lasse bci der f. l. Seebchörde ernannt, ^erordttunss des k. f. Vtiniftcrs für Kultus und Unterricht vum 5. Mai »57», betleffeuo die ÄezirlS» und Landeölonferenzen der Volts» schullchrer. Zur '.»1usfül,ru»g der §8 45 und 46 des Gesetzes °°ln >4. Vini 1809 (R. G. B. Nr. 02) verordne ich, l°'e folgt: > I. Von den Vezirlslo ufere uzen. 8 1. In jedem Schulbänke filidel regelmäßig ein '"'l in, Jahre eine Lehrerlo»fercnz statt. Wenn der Schulbezilt unter mehrere Insvcltoicn "^tUt ist. werde» für jeden Theil des Äezille« beson» tle Konferenzen abgehalten. . Wo wegen zu großer Ausdehnung oder Unwegsam U de, GczirleS oder auS andeie» G'ündcn eine ge- 'twschaftliche Konferenz nicht möglich ist. finden Ver» ^'l'Mlunqc» für dic einzelnen Thcile'dcS Be^iil^s statt. ^ . § 2. D>t Gezirtslehrcrlonscrcnzcn haben im allqc« , twe„ dic Aufgabe: die nöihigc Uclierciüstimmnng der "l'eren Organisation dcS Schulwesens im Gczirle a». U'lrebcn, über die Mittel zur Förderung des Vo'le. ^ulwestns ^ll berathen, darauf bezüglich»! 'Anträge an ^ Aezittsschulbchöldc zu stellen und über die ihnen g," dieser in Zchulangclegcnhciten vorgelegten Fragen ^"«chlen abzugeben. Il'Sbesonderc haben sie: Nun ^" 'h'"" durch die 3chul< und Nnterrichtsord. ly:^ beziiqüch der ^ehipläne. Klasscnziele u. s. f. zuge« ^"en Aufgabe zu entsprechen; lltit, / ^'^ ^'"l'ltltllnl, dcr in Gebrauch stehenden Vchr-kts ^lcbucher. sowie der sonstigen ^ehrbchelfe und För-z^r ^"utlel des Unterrichtes zu piüfcn und VorscMägc s^ ^lllllllommnung derselbe», bczichungSweise zur Cin- ^ "Nss „euer ^ern» und Vchrmillcl zu e> stallen; llNtrf ^^ "°" ^^ Theorie und PraziS als zweckmäßig ' die ^""^n Vchllmttiodcn einqchcnd zu erörlern n»d übe, ^^ ""ah„ c derselben, sowie über die Grundsichc dcr ^"^uchl sich auszuspreche»; Ech , ^kn Kil'derftii'ttl' , weiblichen Arbeitsschule», s^^lbliothclc,,. Sch»ls,ärten. landwirtschaftliche» Vcr. tu,, '^^ni. Tu,na»stallcn, sowic allen jrnen Voilch «>,,""' welche auf die GcsondlicitSpfl^e der Schuljugend ^."' bcsoi,dcrc Aufmcilsamteit zuzuwenden; lich^ '^ dic Hindernisse, welche der Entwicklung deS öffent-^ ^"'"slchlcs imbezille entgegenstehen, zu erwägen ""schlüge zu deren Behebung zu erstatten; 6. die Mittel zu bespreche,!, welche anzuwmdcn sind, um die möglichste Uehcrimstimmunj, zwischen der häuslichen und d.-r Schulllzichung zu erzielt»; 7. über die Miliel zur Eriveilcruug dcr Schulen und dcS Schulwesens im Ocziise. insbesondere zur Ein, suhrnng von Fortblldungslurscn und niederen Fachschulen mit Rücksicht auf die G.dürfnisse oc« VczilleS zu bl. rathen ; 8. die Mittel zur Fortbildung der Vehrcr in ihrem Verufe, namentlich die Eiürichtung der Ocz'rls.Vehrcr« bibliothek zu eiörleln. Zum Zwcckc dcr Fortbildung dcr Lehrer dienen in dcn Vez>rle>lo!>fc>e:,zc!! ga»z besondere! Borträgc wissen schaftlichen oder pädagogischen In^llcS. die Vorführung dcS piallischcn ^chrvcrsahrcns in destimmten Unterrichts» gegenstä'n.den und Aussttlinügm von ^cnrmilleln. § 3. Die regelmäßige Äczi'lsto»fere»z (§ 1) wird von der Ve z i, ls sch ul behö rd e einberufen, welche Ort. Zeit und Dmlcr dcr V:rsammlu»c> bestimmt. Die Dauer dcr Koliscrcii; daif drci Tagc nicht übe^schrcilen. Die Gczilleschlilbeholde ist bcrech-tigt. im Falle anerkannter Nuihloelidlsjlcit auch außer» ordentliche Konferenzeu zu Viranstalten; doch hat dilstlbc dort, wo die Kosten dcr Konferenzen nichl auS der Schulbezilli«lasse b.strütcn wcrdm. vorhcr die Gcnchmigling der ^and-sschulbehärde dazu einzuholen. i; 4. Mitglieder dcr Äe z i rle l on f c r c n z und bei dersllben zu crfcheincn oerpstichtel si»d sämmtliche Dircltoren. Oberlchrcr, ^chrcr. weltliche ^chicrinnei,, dic mit dtlil ^chibcsählguilgszcugnisse versehene» Unlnlchlcr u»d Unlc>lchrcri»ncn dcr Üffcntlichcn ^ollö' und Vin^ g?>sch»lc», die definitiv lln^cslcUlcn Rcligioelchrcr dcr-selben, dann die Dinlloren, Haupllehrci und UebungS« schullehrcr der l. l. Lehrer» (^ehielinlien) Bilduri^s-anstalt dc« Gczillts. Allcn diese» Mitglielcrn slcht in den der Konfc» reuz zugcwicslncn ?li'gclegi»l,eilen bcs^l'cßsndc Slimn,e sowic actives und passincs Wahlrecht zu, Die mit dem Hnignis dcr Reife veischemn Unter^ lehrer und Uülcrlchicrinnen sind zum erscheinen ver pflichtet, h,,bcn jedoch nur eine bethende Stimme. Den nicht definitiv an^stclüc» Rcli^ionslehrcrn. den HilfS- u»d Nebcnlehici!! ui d Veh't,innen öffcul. lichcr Volksschulen und ^ehrcibildungsaostullln. dcn ^ch. rcrinncn dcr «ellbcitsschulsn. dann den Lehrern und Lehrerinnen an Privat.Vollöchnlcn steht es s>ci. sich a>, dcr Koufcrcnz nnt berathender Stimme zu blthciligc», ' Alle Mitglieds de, Glzivlsschlllbchördc si»d beicch. tigt, dcn Vcrh^»dlu»gcn dcr Nonfcrcnz bcizunohncn. Dcm Vorsiljcnde» steht cS zu. auch Efpcrte mit berathender Stimme in die Konferenz zn laden. 8 5. Vorsitzender u»d Lcit.tr der Gezirlvlonfcrcnz ist dcr betreffende ^czirlSschulinspor. Dicscr blslimmt für jcdc Konferenz seinen Slcllvcrtrcter. Die Ko»fcrc»z wählt aus ihrcn Mitgliedern zwei Schriftführer auf die Dauer cineS Jahres. Eine Wiederwahl ist zulässig. Die Gewühlten sind zur Annahme dcr Wahl verpflichtet, wcnn sie nicht im Vorjahre dicscS Ehrenamt bekleidet haben. l vchluß folgt,) Am 2.V Mni 1«7ii wurdln in d?r l. l. Hof. und S!!r»i, l'ölxnischs, polinschf, rlühsüischs, sloucnisch«-, lroalischs n>,d romcmischt Ä»tI drS Ncich^gsschdlalll's anegsgrlif,, und vllscod'f. Da« XVII. Slilll rnthält uiUn' Nr, 41 da« Gcsetz uom :,!!, Mäl^ l^72. siiihnllfiid lllbsr^üc,«!- lirslimmmigfl! zur Hichrrstrlluiis! ^r? srluihtt» Frildsii?- slalidl« der 25> ziaUlul.ri^rlgilneiillr, wrlchr sich ai,«< de» im Neich?lli!hc vcrlri'!»'!!«'!! Köüigrrichsü »lid Vä»dsr>, fl'sinn;,',!; Nr. <2 da« Glsch vom l. April I«?'?,. womi! der ß 2 d'f? Ge- schcs uom 14. Mai 1«ich!>i»<1 von Gcmrrb.ss»nichts!, abwandert wird; Nr. 4!i das Olsch vc>>» l.Apul 1«72, delriff^iid di<-Pollychliiig uo» Fü'ih'Xl'slrafeli i» (5,l>^!hast und dic Vesk'llliüg von SlralUl'll^ici^uxninssillüc». DaS XVIIl. Sliick riUhält „»lrr Nr. 44 da? Oss>!.' "on, 80 Mär, l«72, belreffeüd die weitste Pi'älpmq vo» SilderschsidcmUiijsli im Äettagc uou 7I5.I2I fl. 10 li.; Nr, 4!°» da? G!.' vom 3. April 1872. bcttchend d,r Äurrchnulig drr au nner nstnrcichischi'N «schnischf» Hochschule,,isscl,rach'. «sl, Die,is!^it brim MWIrillr ll» s>>»' UnuxisiiUl; Nr. 4« da« <><,s^ vum .'l ÄP"l 1^72 b tr,ffe»d dir ss^sii^ drsllrioiüss si!>- dio Hi'chichül«- fi!r Ac»d,'„s»l!lir io Wir',; Nr. 47 dir Vnovdiniuc, dei« Mmislele für .Wilüi« l,»d Unttriichl vom 5,. Äpri! I«?2, lnlüfstüd dir von Äiisichmiqm dcr im Nrichcruttis vrrttrl,!!,-,, .^oüi^rriche und Bänder nustn- halb dirsrr Bänder liiooidcllru ^chrdcjähigungi'jnigulssc jür Mittelschulen; Nr. 4« oao Gesch vom 10. April 1872. belreffsüd bic Hersisllun, riiier ans Ober-Sieisrniars nach Salzburg und Vtord-Tnol fuhrendsn i/osomollD^Eis^nduhil; Nr. 4!> dic Berordining dr« U>i!ii,sltlinm? dt? )uu>r» vom llileu April l«72 übn dir Ocl'ijhisu bri das vagabundcnwlftn in Oesterreich ist bereits seit bcm Jahre 184!1 in öffc:,l-llchcn B!älle,n viel geschrieben und in Gemeinde-. Ge» z'lls», KlciS». Lanotll,^- uno RlichSl2ihso lhält als wrsei,l< lichste Bestimmung, daß jeder geschäfte- und arbeilelos Umljcrzichcndc, dcr sich nicht auszuweisln vermag daß cr die Mittel zu seinem Untcihalle blsitze oder rcdllch zu erwerben suchc, als Landsireichcr iml Arrest von acht Tagen bie zu eincm Monate zu bestrafen ist. tz 3 u^lcisagl dic Ausfüllung vo» H^uginssen über Unglück?» sällc, wclchc bcslimillt sind, zum bellcln u^d herumziehen von Ort zu Ort ^cbraucht zu werden, und seht aus Uebcrtretuiig dieses VclbottS Gcldstrafcn von 10 bis 1(X) fi. Fälscher, Dicbe u»d La»0stie,ä.er, dic sür die Sicherheit l.es Eigcnlhumo gsiäh^lich rrsilicitien, lcnmen nach Eilllassung aus der Slrufhasl oo.i den polilschm ^cljölbm crstcr Ilislanz und dcn i» tinjllllli, Siadttn vifiüdlicden landlSiinstllchrn Poüzci'Bltjörden unttr Po« llzli'/luisicht gesleUt werden, doch daif diesslde nicht iiucr )rei Jahre von» Tagc der E^tlassmig ausgedehltt wer« den. Gcgcn albcilSschluc Pcrsuncn. wclct,'. dcr bezeichnc, lrl, Kallgoiic aiuichöien. odcr sich 5lr gewerbSniahlgen Unzucht odcr bcr Uebcllietung deS bctlelus säuldig ma-chen, lanl, t«e Zulässigtcit dcr Abgabe in eine Zwangs' arb:itSa»stalt auSlicsprvchen wcrdcn, wcnn bcr'.n Slel» lu»g nnlcr Polizei» ^!»sstcht sich als uuzure,chcl!d darstellt. Die Änhaltung in tiner Hw:>»gSarbc>tSanstalt darf unlinlcrbiochcn nicht länger als drei Jahre dauern. Pcr» smnn, welche daS 18. Lüdensjahr lwch r.icht üb«rschlllten habcn, dürfen nur in BessllunqSanslalle» gfgcbcn wer« den, jedoch nichl über daS zmanzigstc Iuhi- hinaus. Wir hoffe», daß das G s^ rechtslläfli^ und auch ».'csolgt d. h. au S ge fü h r t wcrdc. O^stcrr'ich erfreut sich zahlicicher Vesetzc, uur läßt die Ausführung hier und doit mal'chcs zu wüüschcn übrig!- Wir finden das Uebcl des Vagabundenwesens nicht nur ill O.-stcricich, wir fn'dcn es a^.ch in anderen Slaa» lcn, naulcnllich in Franlicicb, ti'Sbeso»oere in Paris. ,/1!iaximc du EampS" liefert hierüber ein bemeilciiS» wcrlhlS Oild. Die Schilderungen von „du Camp", wclchc dcn angedeuteten Oegensta^ l„tllffen, reichen bi« in das Jahr 1>»68 u»d gcoen zugleich »»lertssantc Aufschlüsse über dic GeucsiS j.ncr d»nllei< Existenz«!«, n»elche zur Zcit dci Commune PaiiS ii> so hubm (Araoe gesähldetc». Zuilächsl thclll „Hilixim: dn (^amp" mit, daß cS geradezu ii-nnogllch elschciit, dic Zah'. der vaga« bunden zu fifiren, welch: in Paiis ihr Unwesen treiben. Nur über dicjelüo/n, welche dic Polizei in Gcn'idrfam bringen läßt, licu/n ?I»^aben vor, U»!' t>ere» Zahl ist iü erschrcckei'dclu A,'aßc >»> sltlgc» bc^rlff.n, ^m Jahre >K5)7 bttru,^ die Z^l,l der,Vcrhaslctt!! 20,720, l802: ^.'.»5>';, 1805: '/5,510, Slildem l)al sic in »eil höherem Giade zugenommcn und sie belief siH in, 1^00 auf 2,^.04^. ^807 auf 31.^7. 1808 auf-i5.57I. In gll'chlin Maße ist die Zahl der Pcisoncn ?m I'leigcn bl> griffen, lvclcde, »achdllü sie infol^c von Gewuhüihalen odcr durch 3cll!slmold ch>' Llben geendet, nach der ^iorguc yrdiacht wcrdcn. Die O,ünde für diese trauri» gen Erschlil,un,',cn liegen s>hr luchc. Vor allem bat jede? Franzosc eine anqedorcnc ')lb!ici^llng gcgen die «l.ewan» derung aus scinem B.it'llailde. an dem er m>l uncr« schültrllich^r Zählgllil häiigt. DaS Leben auf dem Lanoe. die michlvollc ^cndcitung dcS VodlnS dielet ^cr^de dem Franzosen wcnigcr Re'z als irgend cinr andern Nation. Nun hört so ein Mcnsch von den R.izen d.s Leb^s m Pari», welche jcdcm gcbolen werden, der sie genießen K62 will, von der Leicht! >leit eines Erwerbes, der, im Verhältnis zu seincm bisherigen, unerhört glänzend ist; Tag und Nacht denkt cr an nichts als an Paris. Früher war cs noch fchwerir, nach diesem Zielpunkte dir Wünsche aller Landbewohner zu gelangen, da schleckte tenn doch so mancher von der Fährlichleitcn und Stlapalcn der weiten Reise zurück. Jetzt jedoch führt ihn die Eisen» bahn binn:n wcing'n Stunden an slinen Bestüninurlgö, ort. Doch dort angclangt. findet cr sich bald bitter enttäuscht. Gclingt cS mich dcm einen oder dem andern, einen Erfolg zu erringen, wie klein ist die Zahl dieser Glücklichen gegenüber der groß-m Menge derjenigen, welche die Opfer hauptstädtischer Velhältnissc wilden. Am glücklichsten si',d diejenigen, welche, nachdem sie ihr letztes Oelc verbraucht, sich sclbst dcr Polizei stcllcn und auf Kosten des Staates in ihre Heimat zurücklehreii, um, geheilt von all ihren Illusionen, die frühere Thä« ligleit wieder aufzunehmen. Tausende und aber Tausende fallen jedoch dem Verbrechen oder dem Laster in die Nrme, sie bevölkern die Zuchthäuser und die Spitäler, nachdem sie in furchtbarem SinneStaumel dahingelebt, falls sie es nicht vorzict>n, ihrem Leben gewaltsam ein Ende zu machen. Ncichsralh. sa. Titzung des Abgeordnetenhauses. Wien. 24 Mai. Präsident R. o. Hopfen eröffnet die Sitzung um II Uhr 30 Min. Auf der Ministerbank.- Se. Durchlaucht der Herr Ministerpräsident Fürst Adolf AuerSperg, Ihre Exzellenzen die Herren Minister Dr. Glaser, Dr. Ban< hanS, Dr. v. Stremayr und Oberst Horst. Das Protokoll dcr letzten Sitzung wird verlesen und genehmigt. Dem Ab.,. Grafen Fedrigotti wird ein vier-wöchentlicher Urlaub bewilligt. Der Prassern theilt mit, daß er auf Grund dcZ § 4 des Gesetzes übcr die Geschäftsordnung des Reichs» ratheS die bisher im Hause noch nicht erschienenen Abgeordneten aufgefordert habe, ihre Sitze im Haufe einzunehmen. Die eingelaufenen zahlreichen Petitionen werden den Ausschüssen zugewiesen. Die Regierungsvorlage, betreffend den Gesetzen!« wurf, womit polizeistrafrechtliche Bestimmungen wider Arbeitsscheue und Landstreicher erlassen werden, wird einöln aus dem Hause gcwähUel« Ausschüsse von 9 Mitgliedern überwiesen. Die Regierungsvorlage, enthaltend einige Aende« rungen der auf Notariatsalte bezüglichen Gehü'hrenoor-schriften, wird dem Finanzausschüsse zugewiesen. Es wird sodann in die Spezialdebatle über den Entwurf einer Strafprozeßordnung eingegangen. Berichterstatter van dcr Straß leitet die Verhandlungen ein. Zunächst wird über den vom Abg. Dr. v. Pcrger zu § 283 gestellten Antraa die Piscussion eröffnet. Dieser Paragraph spricht nämliH aus. daß die Gerufung gegen den Ausipruch der Schuld nichl sondern lediglich «egcn den Ausspruch der Strafe stallfinden dürfe. Abg. Dr. v. Pcrger beantragte dagegen, § 283 dave zu lauten: „Die. Berufung kann ergriffen werden: a. wegen des önösu'^cht'? über t>ie 3chuld und über die S'.rafc, jedoch »ur zu gunstcn des Angeklagten; !^. wegen t>^ Entscheidung üd.r clwaigc privatrecht» licht Ansprüche und über die Prozeßlost n; o. w?qeu vorliegender N>chtlgte'l«,!!in!oe. Iml,^ f?r^c eine Berufung gegen U> heile der Ge» schwoinengerichtc statlfinden kann, blstimmen die §§ 343, 345 m,d 346." Für den Fall als dieser Antrag nicht die Villiguna ücö Hauffs erhalten sollte, stellte deisclbc Abaeord,elc ^ioch einen weilcre',: »oe>'tu^ll:t' Antrag, dahin lautend: ES hao.n im § 281. Z ffcr 5, die Worte: ..Wenn für diesen Aussprnch lellie oder nur" unhaltbare Grü»de angegeben sind. oder wenn zwischen den Angaben der Enlscheiduügsgründe üb:r dcn Inhalt von bei den Alle.' befindlichen Urkunden o)ir über gerichtliche Aussagen und dcü Uikuüden oder Veri'ehmun^S- und Sitzung«» Protokollen selbst ein erheblicher Widerspruch besteht", zu entfallen, dagegen sei nach dem § 362 ein Paragraph einzuschalten, welcher zu lauten hat: „Ergeben sich dem Cassalionshofe ans Anlaß einer seiner Amtshandlungen aus einem bei ihm angebrachten Gesuchc oder über An» regung der Staatsanwaltschaft erhebliche Bedenken gcgcn die Richtigkeit der Thatsachen, auf deren Annahme ein oerurtheilendes Erlcnntins beruht, und werden diese Ve< denken durch die Prüfung der Alten odcr durch etwa angeordnete einzelne Erhebungen nicht beseitigt, so verfügt er 'm außerordentlichen Wege di: Wiederaufnahm: deS Verfahrens zu gunsten des Anglllaqten." An der Debatte betheiliaten sich die Abg. Dr. van der Straß, v. Mende, Dr. TomaSczut, Dr. Weeber, Dr. Dinstl und Dr. Blitz feld! Abg. Dr. von Mayrhofer beantragt wcgen vorgerückter Stunde und mit Rücksicht auf die Wichtigkeit des Gegenstandes den Schluß dcr Sitzung, welcher bei der Abstimmung angenommen wird. Schluß der Sitzung um 2 Uhr 35 Min. 37. Sitzung des Abgeordnetenhauses. Wien. 25. Mai. Präsident R. u. Hopfen eröffnet die Sitzung um 11 Uhr 40 Minuten. Auf der Ministerbanl: Se. Durchlaucht Herr Ministerpräsident Fürst Adolf AuerSperg, Ih-e Excellenzen die Herren Minister Freiherr v. Lass er, Dr. Glaser, Dr. Ban Hans, Dr. Un"?r, T^ihcrr dc Prctis. Ritter v. Chlumecly, Overst Horst. Das Protokoll der letzten Sitznng wird verlesen und genehmigt. Den Abgeordneten Baron Gees und Rudesch wird ein je sechswöchentlicher Urllnw ertheilt. Dic eingelaufenen Petitionen werden den Ausschüssen überwiesen. Vom Abq. Grafen Thuru wird eine Interpclla» lion an Se. Exzellenz den Herrn Handclsminister dahin gehend eingebracht, ob derselbe geneigt sei, das Prujctl ocr Eisenbahnlinie Laibach-Karl st adt dem hohm Hause noch in dieser Session vorzulegen, wenn nichl, bis wann diese Vo>lage zu gewärtigen sei. Es wild zur Tagesordnung übergegangen. Erster Gegenstand derselben ist die Wahl des Ausschusses zur Zorvcrathling der Rigicrungsriorlage, betrafen d die poli-^elstrafrcchtlichen Verfügungen gegen Arbeitsscheue. Sodann wird die Spenaldebatte über die Straf- prozeßordnung und das E,nsiihrui!gsu,esetz zu derselben fortgesetzt. An dcr Debatte nehmen theil die Abgeordneten Dr. Zaillner, Fux, Dr. v. Perger und To-maSczul. Se. Ex,. Herr Iustizminister Dr. Glaser wnerlte >n längerer, im ganzen Hliuse mit lebhaften Beifall be» al^iteler Red?, daß die Annahme de3 vlinzipiellen Per-gel'schen 3lntrageS gleiäbcdeutcnd wäre mit der Nück' ue> welsung des Gesetzes an den Ausschuß, mit eincr Ver-lac,uny diss'lben nnf unberechenbare Z,it. Die Bern» nmgSfra ;e habe seil zehn Iahrcu durch die SH vicrig' t'it, auf welche eine Entscheidung stieß, jede Reform der ^ustizncsedgcbuüg verzögert odcr ganz verhindert. Heute müsse man sich endlich enlschlttßcn und dem Grundsatz ein Ende machen: „Alles ist dreimal zu machen," a«' statt d^ß man dasselbe einmal abcr tüchtig und bcfr>c< aigeiid erledigt. Der Instanzenzug in der üslerrcichilchlil Gesetzgebung hat die so viel beklagte Vielschrei^erci zur Folge, die Beamten gelangen ermüdet oder erdrückt von der Last der Kleinigkeiten, der unbedeutenden Manipulationen an ihre eigentliche Aufgabe. Der Grundz,,^ dieses GesstzeS ist nur, durch Vereinfachung Nasch he it zu schaffen. Denke man doch nicht, indem man die Berufung so energisch vertritt, an den Vcrurtheiltcn allein, sondern an einen noch nicht abgeurcheülen Angeklagten! Wenn man aber wieder Schwerfälligkeit d^m Verfahren ein-plagen will, dann trifft diele'nicht blos die Sä-uldialN, sondern ohne Unterschied alle. Man dürfe nicht den oft beliebten Unterschied zwischen Richter und Geschworn« machen. Beide sind in gleicher Weise anzusehen, so t>aß nur entsprechend dcr größeren Bedeutung eines Falles eme größere Zahl von Geschwornen zum Nechtssprucht herangezogen und der Zufall bei Berufung derselben ein-geräumt werde. Man habe sich auf das Rechtbewußtsein drS Volles berufen! ES sei aher nach den gemachten Erfahrungen zu versichern, daß leine Klagen üvcr Verurthciluliael', wol aber sehr häufig Btschwerd:,, ü^.r angeblich unge' rechte Freisprechungen an die Regierung gelangen. Was endlich dem Punll betrifft, daß die Gerufung wol oclN Angeklagten, aber nicht dem Vertreter der vcrlchlcn Rechtsordnung, dem StaatSanwalt, eingeräumt werden solle, müßte dk Regierung entschieden sich dagegen verwahren. Nachdem Gerchterstatler Or. van der Straß in seincm Resum6 gegen die den KusschußanträM vo« Scitc der Abg. Fux und Perger «cmachten Ei»wittse kurz erwiedert halle, wird hierauf zur A"stimmu»a N^ schritten und sowol der von dem 5bq. Dr. u. Pcr^r gesleUlc» HlNiptllntrag, wie auch ^ ss-n lventucller Antrag mit großer Majorität abgelehnt. Hierauf wird noch ülicr die >)llU>äge dcr Abg. Dr-Rech bauer und Watzka d'l'atlil» und nach Erledigung dieser A"t,iz^e die ganze Siiaprozeß < Ordnung (^ 1—494) on dloo vom Hanse nügeiiommen. Nächste Sitzung Dienstag. Politische Uebersicht. «aibach, 27. M^i. Am 25. d. wurde an die Mitglieder der Verfaß snngs - Ausschusses das A u « g l e i ch S »El a o o' iat versendet, wie eS von Dr. Hcrbst in Ocsctzesfoll" 'selllMimi. Ein musikalischer Darlüer oder Ruben Vand rest. Skizze von Robert Mulden er. Vor zehn bis zwanzig Jahren — es kommt niäitS darauf an, ob die Zeit ganz genau angegeben wird oder nicht — lebte in New-Yort ein Barbierlen« thümer, einem ^rmen ^lraßenmusila'llen, zurückgab, dachte er zum ersten ma!c an die Verfertigung eines solchen Instruments. Er war gewohnt aemesen, eine Violine als ein geheimnisvolles, selbstschaffenoeS, Töne erzeugendes We» sen zu betrachten und hatte niemals überlegt, wovon oder wie sie gemacht wcrde. Jetzt aber begann cr ihre Geheimnisse zu o»>^ driügen und üvcrzeugte sich. daß sie in? Grunde gcno»'' lü-'n ans weiter nichts bestand, als auS Holz urd Schal' dälmen. Er befragte seinen Freund, den Geiger; dieser aber hatte sein ganges L^ben lang auf seinem Instr»m<"ll hcruingskratzt. ohne auch nur ciu einziges mal über dcn Mechanismus desselben nachzudenken. Allerdings lo>'>'^ cr eine zerrissene Saite wieder ersetzen und zuweilen i^ gar mit seincm Federmesser einen Stcg schnitzen, at> dies war Alles. Als Ruben in seiner Wißbegierde 5" erfahren wünschte, wie eine Geige gemacht würde, M'' telte der Otig,r den Kopf und sagte, cr wisse lS n«« ' ..Glaubt Ihr. daß ich eine machen könnte?" >"" der Knabe fort. ... E>n lautes Gelächter, so durchbohrend spi""!,^ daß Ruben's Gesicht dunlelroth wurde, war die emz>^ Antwort. .^ .Du kleiner Einfaltspinsel," rief dcr Geiger, "' seine Heiterkeit sich wieder einigermaßen gelegt ha ' „Du wirst doch etwa nicht so albern sein, «S ""',,,', zu wollen? Ebenso gut könntest Du ein Haus bau> wollen, als eine Violine fertigen." ..H . „Aber von irgend jemand müssen die Violinen v" gemacht werden?" . ^„ „Ja — aber von Leuten, die sich darauf vew^^ nicht von einem unwissenden Knaben, wie Du M. Dir rathen und versuche eS nicht." ^., Rüden saate weiter nchts. aber er konnte oen ^ danken nicht los werden. Icde Violine die er '°"' ^ er sich zur näheren Betrachtung auS. Er unter, ^^ die Veschicftcnhcilen dcr Bauart, diH Gattung ocv ^ wendeten Holzes, die Stärke und Beschaffenye,l K<.3 Mit Einbeziehung der vom Ausschüsse an dem Entwürfe des Sub'Comito« vorgenommenen Abänderungen gebracht worden ist. Im Artikel « wurde ausdrücklich schützt, daß dies Gesetz erst dann in Wirksamkeit tritt, wenn dasselbe im Wege verfassungsmäßiger Aenderung der galizischen Landesordnung dcr letzteren als Bestandtheil «inverleibt worden ist. Der preußische Minister der Innern. Graf Eulen, bürg. erklärt sich bereit, zur Vertagung des preußischen Landtages bis zum Herbst mitzuwirken Im "Nchstage erwartetet man eine Bundcsralhsvorlage, wodurch die Dictatur über E l fa ß. L o t hr i n g e n für 1873 verlängert wird. In der Reichstags-Kommis» lion für das M i l itä r-Strafg esetzb uch legte der Kriegsminister Graf Roo« die Geschlüssc des Bundes» lathes vor. Die Kommissionsvorschläge über strengen Anest wurden für unannehmbar erklärt, dagegen das ^iaximalmaß von vier Wochen, die mildcrere BeHand« lung der Arrestanten und die häufigere Gewährung war-wer Kost zugestanden. Sieben Punkte will die Regierung unveriückbar fcsthalten; fur 24 weitere wünscht sie daS tntgegcnlommen des Reichstages, ohne jedoch darauf zu bestehen. Wird.die Einigung mit der Kommission nicht tlziell, so will die Regierung die Vorlage vor dcr Plc« Natdebatte zurückzilh'n. — Der „TtaalSan^ciger" rnl< Ml linen Erlaß dcS UntcrrichtSininistcrS, worin die "üilsller und Kunstfreunde Preußens dringend ciufgefor» ^trt werden, dic wiener W e l t a u sst c l u n g in rcchl sicheln Maße zu beschicken und durch Vereinigung bc» ^tulsanier Wcrle und hervorragender Meister zu zciacn, Was die deutsche Kunst veimag. Die Neuor^anisiruna dcr baierischen Armee 8lht sch„ell vorwärts. Nachdem bereits die militärischen ^enennungen. daS Gchalts« nnd Per.sionS'Regulativ mit "N bc^üglichcn norddeutschen Gestimmungen in Einklang gebrach! sind, sucht ma>, sich j>'tzt auch in tatlischer Be» ilthllng möglichst anzupassen. Mi„ hat ein Lch!data!llon, Unter d^cm Kommando dcS MajovS o. Saffcrll^g vom ^«eralstabe. errichtet und demselben Offiziere dcr vcr> lchlcdenen Infanlerie-Äbtheilungen bcigegeben. Das auf Grund der Erfahrungen im letzten Feldzugc vielfach go ünderte Reglement wird von diesem Bataillon praktisch ^Ngeübt, und man spricht davon, daß an den Schluß« ^unl,en alle baicrischen Stabsoffiziere und Gincrale, Welche irgend dienstablömmlich sind, thcilnchmcn wcrdcn. uerner werden im Laufe des Sommers Urlauber und "tslrvisten in bedeutender Anzahl einberufen, um die "lUen Gesllmmu'issen praltisch zu erlernen. Das „Journal Osficiel" veröffentlicht das von der Ilanzosischen N a t i o n al - V cr s a in m l u n g am ") März angenominene Gesetz bet'lffS der Slempel» Dichtigkeit auswärtiger WcrtbSapiere. — Der «(Äau> ms" rcproduzirt ei« Schreibe,, dciü Kaisers Napo< ^ton, wclchcS derselbe nach Veröffentlichung des ^ut« Achtens dcr Enquoic Koinm^siou über.die Eapitulalioiic,, ^>1 die Generale und Coips > Kommandanten der Armee bor, Sedan richtete. In dem Schreiben weist Napoleon da' Unheil der E"ql,ute-Komm,sslon zurück, sagt. daß ^ sei» souveränes Nccht ausübte, als er die Parla-wenlar^ahüe aufrichten ließ, und nimmt die Verantwort, llchkcil hiefür aui sich allem, DaS Schreiben sagt'Weiler, ^ er der. unerbillcrl,chcn Nothwendigkeit gehorchte, selche ihm zwar das Herz brach, aber sein Gcwisscn ruhig lieh. — Zwischen Frankreich und Oeslcr- ^'ch sollen nächstens Verhandlungen bezüglich des Ab< ^^^ _______ Saiten, ünd nachdem er sich die Sache woch:nlang über-!^< beschloß er endlich, einen Versuch zu machen und °'"e Violine zu fertigen. H Während dcr langen helle» SommcrniiÄ'te arbeitete ^"°tn stundenlang in sei"cr Dachkammer. Scine an< °^°lnc mechanische Gcschicklicklclt ward durch Geduld "d Eifer unterstützt, und mit den wcni,,cn Weikzeuge», .^ er von den gutmüthigen Zimmcrlcutcn lich, die ihm l>. bolz gegeben, gelang es ihm, den Kasten zu fer« . Nun aber trat in Rudcn'S Arbeit eine lange Pauses ^^' benn er hatte nicht einmal die wenigen Pfennige, liu lt" zu laufen, und dcn Bogen, den er nicht fer. ;,.?! ^"'Ue. war cr vollends gar nicht im Stande an« zuschösse,,. fttt' ^"^tifclnd saß er da und betrachtete daS halb-selbst ^"sllument — e,nen Körpcr ohne Seele — und! N «eine Querpfeife konnte ihn nicht trösten, ber, l^'"^ ^°^" "^^ beachtete ein gutmüthiger Kunde si^ '"ilanten blassen Knaben, der ihn fo sorgfältig ra> l!sd ^^'^ kamen: eine Saite nach der andern holt,, .^^'lnmt, dcr Bogen ausgesetzt und die Geige l'"t Seele.! ^lls,! ^ ""^ ^mm waren die Töne, aber dennoch dfh^' ^ ^stimmte musikalische Laute, und der Knabe l>^ «^ ^>n sclbslgcfertigtes Kleinod an sein hochllopfcn« verz „nh schluchzte vor ssreude. (Fortschling folgt.) schlusscs eine« Postvertrage« eröffnet werden. — Bczüq. lichoesErnennungsrechteSderStaatsrälhe ist zwls-lx!! dcr Regierung und der Kommission eiln Verelobaru!,«, erzielt worden, von der man hofft, daß si> auch vom Plenum der Kammer angenommen werden wlld.^icse Einigung beruht auf folgenden Grundlagen: O>e SlaatSrälhe werden von der Nationalversammlung ernannt. Dcr StaatSralh zerfällt in vier Sectionen mil zusammen 22 ordentlichen Mitgliedern. DaS Präsidium iülirt von lechtswtgen der Iusti^minister; die Vize. Präsidenten und Sections - Präsidenten werden von der Regierung ernannt. Desgleichen ernennt die Regierung 15 außerordentliche StaalSräihe. Dieselben haben in ihrer Section entscheidende Stimme und im Plenum ebenfalls, soweit es sich um Angelcgenhelten ihres spc-zielten Ressorts handelt. Die italienische Kammer hat alle Kapitel dcS definitiven Budgets des Ministeriums des Innern gei'thmigt. — Der König ist am 25. d. in Rom eilig?-lrosscn, — Das Kammer.Eomilü hat den Entwurf betreffs der Pontei?a°Vahn angenommen. — Der Senator Graf Eambray. Digny wurde mittelst tönigl. Dekretes mit Vollmachten nach Wien cntsmdet, um bezüglich der Trennung des italienischen und österreichischen Bahn-nctzcs zu verhandeln. Marschall Serrano hat die Mission übernommen, ein ncues Kabinct zu bilden, diese Mission aber. da cr in den baslischen Provinzen Spaniens bis zu dcren Pacification verbleiben muß, an Topcte übertragen, welcher interimistisch das Kriegsporlcfeuillc übernimmt. Marquis Urquijo, Dcpntirter der Junta von Alava. hat mit Serrano über die Unterwerfung der carlistischen Banden in der Provinz Alaoa untcrhindelt. Die Gr. sammtställe derselben belauft sich auf 1500 Mann. ! Dem ..Vcvanl Hcralo" zufolge dat die serbische' Regentschaft die gesummte Wafftnfabrilation ein. stellen lassen. Die Pforte will die Gilligkeit der päpstlichen Bulle ..Ii6v«r^ii-i.>8" nicht anerkennen und gestattet der armenischen katholischen Rcligionsgeüosscuschaft die Wahl eines neuen Patriarchen. Au« Tehcran wird amllich geimldct. daß der S ch a H von Pcrsicn Europa besuchen wird, waS vor ihm noch lein persischer Monarch gethan hat. Die Sicher» heitsuerliäünlsse an der lüilisch-persischen Grenzc haben sich gebessert. Hagesmuistkeiten. - In dem Vcfixden Ihrer l. Hoheit der durchlauch. tiqsten Frau Erzherzogin Sophie ist im Verlause des 25i. d. wol eme leichle Besserung eingeirelei,, aber der Nus-spruch des arzlllche» Cuxclliums dezeichiiet den Z,istant> Ihrer l. Hoheit al« einen d o ff n u n qs l o se n. Dle.Theil, n^hme an dem bedenkliche» KrankheüSzustande der durch, lauchngsten Kaisersmulicr ist in allen Hlcindcn eine außer, ordentliche, eine noch nie dagewesene. Tie Allerhöchsten sta. miliensslieder erscheinen abwechselnd bei Tag und Nacht am Krankenbette Ihrer k. Hoheit. Die Souveraine fremder Staaten erlundigen sich theils durch ihre in Wien anwe. sende Vertreter, lheils mittelst Telegraphen; die Minister die welllichen und geistliche» Fürsten des NeicheS, der Adel' die Militär- und Zivil-Äuloriiäten, die Bürgerschaft, ja die, jgesammte Bevölkerung Wiens erkundigen sich täglich per-sonttch in der Hofburg um daS Befinden dcr hohen Frau. Aber auch die Bevölkerung in den Provinzen nimm» theil an den in allerhöchsten Kreisen eingetretenen bedenk, lichen Kransheilsfall; ist diese Theilnahme auch weniger demonstrativ als jene in der Residenz, aber sicher ist sie eine.nicht minder aufrichtige, innige, tiefgefühlte und loyale!? — lFrohnleichnamsfest. ) Der Allerhöchste Hos in Wien wird heuer, der Frohnleichnam«°Procelsic>n nicht öffentlich beiwohnen, wonach diese Ceremonie blos als tlichliche Feierlichkeit abgehallen werden wird. — (Die „Tages presse"), welche am 20. d.! von einem großen Brandungllicke betroffen wurde, erscheint, seil 25, d. wieder und bedient sich schönerer Schrift und besseren Papieres. < — (Reclamations.Bureau.) Anfang« de«^ l. M. soll in Wien in der «Pralersti asse em Reclamations-' Bureau eröffnet werden, das den Zweck hat, in Fällen/ wo au« der Benützung der Bahnen, Dampjschiffc und der Transport.Anstalten Überhaupt ein Nachiheü zugehen oder! ein Anstand erwachsen sollte, den Reclamanten zu infor» miren und eine Erledigung seiner Angelegenheil herbeizu» sUhrcn. l — (ssine Fakultät als Universal.Er-bin.) Die in Pest verstorbene Gräfin Eeraphine Andrassy hat die dortige medizinische Fakultät zu ihrer Universal. Erbin eingesetzt. Nach Abzug der zahlreichen Legale dUrslen 25—30 000 fl. auf die Universität zur Gründung von ^ Stipendien sür Mediziner einfallen. Von dem auf circa 25.000 fl. geschätzten Guie der Verstorbenen entfallen laut Testament flir die U'ülx'lsilät drei Viertel und sür das pester Kinderspilal ein Viertel der Verlaufsjumme. ^ — (Originelles Heiralhsgut.) Ein Vater von sechs Töchlern in Kudritz (temeso Kouillai) machte lund und zu wissen, daß jede seiner Töchter .,3000" als Heiralhsgut bekomme und dasselbe auch erfolgt werde, wenn auch die letzte Tochter an Mann gebracht sei. Als das halbe Dutzend glücklich abgesetzt war, meldeten sich die Schwieger, ^ söhne um da« Heiralhsgut, doch wie groß war ihr staunen, al« ihnen der gute Schwiegerpapa anstatt je 3000 fi. wie sie gemeint, dreitausend StUck Weingartenftöcke übergab. — (900 deutsche Philologen) waren am 22. d. in Leipzig versammelt. — (Vollzug von drei Todesurtheilen.) Drei Mörder von Geiseln der pariser Commune: Cerister, Boin und Boudin, wurden am 25. d. frlih auf dem Pla» >ean von Salory hingerichtet; dieselben starben unter dem Rufe: ,,G« lebe die Commune!" fokales. Predil oder Lack? (Schluß.) Man mag diese Frage drehen und wenden, wie man will, man kommt schließlich immer zu dem Resultate, daß die Predil.^inie bedeutend größere Opfer des SlaaleS erheischen wird, als die lacker ^inie. Nicht unbeachtet darf auch der Einfluß dcr Witterung«-Verhältnisse auf die Betriebskosten gelassen werden. Die Folgen von Schneeverwehungen sind nicht nur an und fllr sich mit großen Unkosten zu beseitigen, sondern sie schmälern Überhaupt die Betriebseinnahmen, weil an Tagen, wo solche eintreten, die Leistungsfähigkeit, respective daS Erträgnis der Bahn auf Null reducirt wird. Auf den Betrieb des Predil werden dieselben eiuen besonders unglinsti-gen Einfluß üben, weil zur Beseitigung der Schneemassen die nothwendige Arbeitskraft nicht an der unbewohnten Vinie geworben werden könnte, sondern auS entfernten Ortschaften herbeigeholt werden mühte. DaS Predil-Projekt muß daher als Gegensatz der lacker Linie in bautechnischcr und bauölonomischer Beziehung ebenso entschieden wie vom Standpunkte des Eisenbahn.Getriebes zurückgewiesen werden. Durch die Herstellung der Linie Triest-Lack weiden gegenüber dem Predil »Projekte mindestens 30 Millionen Guide« Silber Anlaqssapital erspart, und mit dieser Summe kann nicht nur die Linie Lack-Launsdoif hergestellt, fondern auch eine der fühlbarsten Lücken im österreichischen Eisen» bahnnetze, die Linie Rollenmann-Wels, ins Leben gerufen weiden. Für diese beiden Verbindungslinien ist Triest'Lack die nothwendige Basis; die> minien zusammengenommen repräsenlnen aber nicht nur die kürzeste Verbindung der Donau mit der Adria, sondern sie sind auch slir InnerOesterreich, insbesondere fUr das industr'ereiche Kärnren, von hoher Bedeutu»g; es wirb durch diele Eisenbahnverbindung eine naturgemäße große Transito'Linie geschaffen, deren unbestreitbare! Werth fllr die innere Entwicklung Oesterreichs von keinem aufrichtigen Oefterreicker geleugnet und deren Gedeuümg nichl hoch genug angeschlagen werden kann Die Brenner'Bahn bezeichnet den Weg, welcher aus Sllddeuischland Uder Innsbruck Botzen,Verona nach Venedig, nach Ancona, nach Lioorno, nach Brmdisi fUhrt; die All-l'erg'Babn ist wieder von großer Wlchliglril jül den Ver» lehr, welcher die Richtung von Ost uno Tlldost nach West und Nordwest nimmt, sie ist von hoher Bedeutung fUr den Rohprodukten, und Gelreioe»Export au« Ungar« nach dem Westen Europa«. Schließlich sollten auch die strategischen Nachtheile be-rlicksichligt werden, welche mit der Predil - Linie verknüpft sind; doch glaubt der Verfasser dieser Zeilen, dieselben um so weniger hervorheben zu müssen, als er die scsie Ueberzeugung hegt, daß in dieser Beziehung »on berufener Seite gegen die Ausführung einer Eisenbahnlinie Verwahrung eingelegt wcrdcn wird, welche im Falle eine« Krieges nicht einmal sür den ersten strategischen Aufmarsch bentiht werden könnte und dcr Nrmeeleitung nur Verlegenheiten, aber durchaus leine Vortheile bieten wUrde, Jedenfalls wäre es höchst wUnschenswcrlh, wenn der Eisenbahn.Ausschuß auch die Ansichten militärischlr Fachmänner einholen und berücksichtigen würde. Die direkte Verbindung Trieste mil der Rudolfs-Bahn und die Durchführung einer von der Südbahn voll-ständig unabhängigen neue Elsenbahnlinie ist eine absolute Nothwendigkeit und darf nickt länger verlagt werben. E< muß aber dafür eine solche Trace festgestellt weiden, welche auch den inieruen Interessen Ocslerrelch« dadurch emspricht, daß sie Punlie belühit. welche durch diesen Contact in ihrer Entwicklung gehoben werden können; es darf absolut nicht gestattet werden, daß diese wichtige Bahnverbindung in dem stenlen Terrain Der Elsregion, in welcher der Predil und seine Umgebung liegen, ohne Nutzen für die übrige Bevölkerung blos deshalb hergestellt werde, damit da« Uebergewicht und ausschließliche Monopol der SUdbahn'Gesellschaft und ihrer Satelliten fUr alle Zukunft erhalten und gesichert bleiben können. Staatliche, vollswirlhfchaflliche und finan« zielle Gründe fprechen laut und vernehmlich dafür, daß die Predil - Linie unbedingt verworfen und hiesür die Linie Trieft.Lack v»r allem gesetzlich g und Lutas Tautscher, Der Bau durste somit gleich begonnen werden. — (Die lalbachec Tischlergeselle n ) hielten am letzten Samstag im Fischer'schen Salon eine äußerst zahlreich besuchte Versammlmig ab, bei welcher beschlossen wurde, 10stündige Arbeitszeit (3 — 4 Stunden weniger als bisher) und eine gleichzeitige Lohnerhöhung zu for. dern. Diese Forderung soll nächsten Samstag endgiltig beschlossen und den Meistern vorgelegt werden. Tie Ge-seNen sollen in Hinkunft in drei Fähigleitsllassen getheilt und je nach der Klasse mit st. 1.30, 1.50 und 1.80 per Tag bezahlt werden. Kost und Quartier beim Meister, was bisher noch ziemlich üblich war, hätten gänzlich aufzuhören. Glelchzeilig würde allgemeine Kündigung erfolgen, und nur im Falle der Bewilligung der Forderungen seitens der Meister die Arbeit wieder aufgenommen werden, andernfalls aber Arbeitseinstellung stattfinden. Die Forderungen der Gesellen umfassen beiläufig eine Nrbeits» und Preisdifferenz von 60 Perzent. — (Die Altiengesellschaft „Leytam-Io-sesst Hal") hielt am 24. d. unter Vorsitz des Verwaltungsrathspräsidenten Klemensiewicz und unler Betheiligung von 47 Aktionären, die 1068 Stimmen vertraten, ihre erste (ordentliche) Generalversammlung. Der Rechenschaftsbericht weist als Resultat der mit Ende Dezember 1871 abgeschlossenen audeilhulbjährigen geschäftlichen Thätigkeit einen Reingewinn von 280.489 fl. aus, welcher sich nach Ausscheidung dcr bereits bezahlten öperz. Zinsen des Aktienkapitals und rer statutenmäßigen Abzüge auf 17.458 fl. reducirt, welchen Saldo der Verwaltungsrath auf neue Rech» nung vorzutragen beantragt. (Angenommen.) Behufs E^ Weiterung der Aabllssemeuls zu Gralwein, Görtschach und Graz, behufs Zmücklüsung von Prioritäten im Vetrage von 100.000 ft. und endlich behufs Tilgung der schwebenden Schuld pr. 685.000 st. vellaugl der Perwaltungsralh ferner die Ermächtigung zur Abschließung eines Hypothekardarlehens im Betrage von 1'., Millionen Gulden oder zur Emission der noch nicht begebenen restlichen 5820 Stück Aktien der Gesellschaft u 200 fl. - Nach kurzer Debatte wird der Modus der Geldbeschaffung dcm Bcnualtungsrath anbeim-gesteUt, mit der Beschränkung jedoch, dah. falls die Nltien emiltirt weiden sollten, diese nicht unter Pari placirt wer« den dürfen. Hierauf werden einige Statutenänderungen, betreffend namentlich die Verlegung des Geseüschaflssiyeö nach Graz und Errichtung von Zweigniederlassungen angenommen. Schließlich werden die definitiven Wahlen vorgenommen, und erscheinen als gewählt zu Verwallungsräthen: Iac Eyz, E. R. v. Heider, Ed. Klemensiewicz, I. Lenk, Fr. Lenk, Val. Zeschto, Dr. Schlosser. C. Ohmeyer, Dr. Berze und Ios. Oberranzm,yer; zu Revisoren: Froh-lich, Gentebruck und Korkn; zu Ersatzmännern: Reiner, Ring und Fink. — (Mollerei« Ausstellung.) Das zur Durch, führung der im heurigen Herbste in Wien abzuhaltenden Molkerei » Ausstellung eingesetzte General « Cumins hat die wichtigsten Vorarbeiten beendet, nämlich die Feststellung der Grundsätze für Zusammensetzung des Pieiögerichtes, cine Preisrichter - Instruction, ferner die Grund « Bestimmungen für die äußere Anordnung der Ausstellungsobjekte und für Verfassung des Kataloges. Jene Anordnung erfolgt nach der programmäßigen Gruppen« und Klafseneimheilunq. und zwar mlt der besonderen Rücksicht, daß innerhalb der Klassen der emzelnen Länder im möglichsten Zusammenhange cr< sichtlich gemacht werden. Hiezu wurde folgende Reihenfolg« der Länder bestimmt: ^ . Alpenländer, als Nieder- und Ober-Oesterreich, Salzburg, Steiermark, Tirol, Vorarlberg« und Kärnten. 8. KarMnder, als: Krain, Trieft, Istrien, Görz, Dalmatien. (^. Böhmen, Mähren und Schleien, v. Galizien und Bukowina. Vei Verfassung des Ausstellungskataloges soll als Einleitung eine statistische Zusammenstellung der Viehstände, der Milchproduliion, der Verwerthung der Ein« und Ausfuhr dieser Artikel gegeben werden; hiezu ist die Mitwirkung der landwirthschaftlichen Gesellschaften uud Vereine dringend nothwendig, und ist die l?eireffilide Aufforderung des Gcneralconmö bereits überallhin abgegangen. Der Fortgang des Unternehmens ist ein durchaus befriedigender, vo>l allen Seiten spricht sich die lebhafteste Theilnahme aus. Aus dem bairischen Allgnu wird eine vollständige Kücheneinrichtung für limburger Käserei demnächst angemeldet werden. — (Schafzüchtern) empfehlen wir gegen die Drehkranheit bei Lämmern, Jährlings- uud Zeitschafen besonders, sie von der Weide zurückzuhalten, damit sie nicht reife Glieder des Blasenbandwurms in sich aufnehmen, da belannlerweise jüngere Thiere viel leichter allen durch Blo« senwürmer erzeugten Krankheiten anheimfallen, als ältere. Gestatten es die Verhälniisse nicht, eine Anzahl von der Weide auszuschließen, so ist c« zweckmäßig, die Lämmer :c. im Sommer nicht nüchtern auf die Weide zu fchicken nnd ihnen namentlich im Juli und August r-on Zeit zu Zeit Lecken zu verabreichen, in welchen bandwurnilödtenden Arznei« mittel befindlich find; als solche haben sich besonders die' Spinoläschen Wurmkuchen bewährt, welche aus 1 Pfund! Kochsalz 2 Pfund Wermuthtraut, 2 Psnn5 Reilifarntrcult, ^ bestehen. Diese Medicament« werden gepulvert und mit Mehl und Wasser zu einem steifen Brei umgerührt, aus diesem dann stäche Kuchen geformt, welche, nachdem sie an der Luft getrocknet, mit .Haferschrott als Lecke zu verab« reichen sind. — ( Der Ngio' Zuschlag) zu den auf den Eisenbahnen in Oesterreich'Ungarn geltenden Tarifen wird für ^ diejenigen Bahnen, welche zu der EinHebung eines Agio«! zuschlage« berechtigt sind, für den Monat Juni mit zehn! Perzent berechnet. ! — (Schlußverhandlungen beim k. t.! ?ande«a.er ichte Laibach.) Am 29. Mai. Lulas l Debeljat: Todschlag; Nikolaus Salat: schwere körperliche' Beschädigung,- Josef Letan: Liebstahl; Michael Vidmar! und Komplott: schwere körperliche Beschädigung. — Am ^ 31. Mai. Martin Seßek: Veruntreuung; Josef Cunder und Barllmä Taökar: öffentliche Gewaltthätigkeit; Anton! Raunitar: fchwere körperliche Beschädigung. > Ttimineu aus dem Publikum. ! Warum servirt „Hotel Europ'" uns nicht auch Vier? Verbieten cö Fundamentalarlitel hier? Gin Reisender. ! Eingesendet. ! üuä otlue kosten, Kev2le8ciöle Uli üair? von I.0llllou. Die delicate Heilnahrung Iiuvl<>,ü«'.n:n'. ig aus 72.0 0 Certificate!! liber Genesungen, die aller Medicin getrotzt: j Ecrtificat Nr. 66471. ! Prnncttc, (bei Mondoui). den 26. October 1869. ^ Mein Herr! Ich lann Sie versichern, daß ic»t ich von dcr mnndervollen liLval^ciölL du li^rr^ Gebrauch machte, das heißt seit ;wei Jahren, siihlc ich die Beschmerlichlcilen mein»'« Alters nicht mehr, noch die i!ast meiner 84 Jahre. Meine Beine sind wieder schianf geworden; lnei,, G>sichl,isl so gut. daß ich leincr Brille bedarf; mein Magen ist start, als wäre ich 30 Jahre alt. Ku>z, ich filhle mich verjüngt; ich predig,', ich hure Beichte, ich besuche Krauls ich mache ziemlich lanc,c Reisen ^u Fuß. ich fiihle meinen Versland tlar und mein Gedächtniß erfrischt. Ich cosuchr Sie, diese Erllärunq zu veröffentlichen, wo nnd wie Sie eö wünschen. Ihr ganz ergebener Abb.- Pcle« Caslelli. L«,cn.-68-1'liL0l. und Pfarrer zil Pruuello, Kreis Mondovl. Nahrhafter als Fleisch, erspart die N.'v»!«»^!-« bei Erwach-senen uud bindern 50 Mal ihren Preis in Arzneien. In Blechbüchsen von j Pfund fl! 1.50. 1 Pfund fl, 2.5«, 2 Pfund fl. 4.50. 5 Pfund fl. 10, i!^ Psaud st. 20. 24 Pfund fl. 3«. li,.-v.i!<>5.'.it.'i^ ^!!l><',«1»l^ in Pu?ver und m Tabletten fu Innöliruck Tiech'< ^ Fraul, in »'ill!, Haselmayer, in P-st Türüi, i« Prua I. F ll r st. in Brunn ^. (L d r r. fowie in allen Städlrn bei «"ttn Npothrllln nid Zpccllülhäüdlc!"; auch versendet da« Wu'iierHaxs nach "allett Gellenden a,ea.cu Pc!flaüw>'isnng oder Nachualüiis, Neueste M. (^riftiN'U Äeleqramnie drr „?aikacher Zeitung ''1 W ieu . «7. Mai. V u l l r ti n . 7 '/2 Uhr. (Erzherzogin Sophie besiudct sich seit den ersten NachmittassSstunden nach einem Vrxst-krampfe in Astuule. Ttticn, H7. Mai. Der Versass»»«^' aussclnlft nahm das vo,« Tubcu,«it<» codificirte ttalizische AlN'ssleich^sscsrtz an und scliol» die Mahl dlS Veri«1,terstatt>r« bis z»,m Ve»ici»te über ruthenische Petitionen a,,f. Im V rlanfe der Discussion strllte der Ministerprasidl «:t die TVahlrefornlvorlasse für die Herbsts»ss«on in 2lussicht. Tomag«-;uk. O^oronini und Ianowski meldeten linen Antrass an, über das Ausgleichs-gesetz znr Tassesordnunss überzugehen. Madrid. 20. Mai. Daö neue Mmislc>mui besteht aus folgende» Mitgliedein: Scrirano Präsidium nnd Kriess, Ulloa. Gloi^ard Justiz, lH,dnayett Finanzen, Topete Marine, Candau Inneres. Äalageur öffentlich« Arbeiten, Ay^la Kolonien. Telegraphischer ^cchsrlkur« oc>:7! 27, Mai, 5v:rz M^nllique« >' «l: en 334 80. -. ^ndon ^12.70. — ','.>, l l ».«0. « l ^>>«<' T,t.!,'n 5,4l . Nar.o?,'->,«^i:v tz l»0 Die Hamburger Poftdampfschiff.,' „Cimbria" uud „Vanbnlia," welche am 1 und resp, am 4. Mai van Hnmburg abgingen, st^ am 15. nnd resp, ain 1l>. »volbehallen in New-Hurl angclonl!»^'' Augckotnmono Fremde. Am 2«. Mai. «»«^»»t. Icntel, Trata. — Iamnil, Nabresina. — Zellel. - Potucniq. Ina/nienr, Oberlrain. HoM, ^,'acl. — Kor» schel. -- Mitzly, Kanischa. - Malaic,.Hlrai!!bu>g. — Scl,»^ Capodistria. — Tauiar. Veamte, Nu^lfÄvertli. - Nosch, ^^' sitzer. Hrastnig. — Madame De Bnlu^i'^, Bnlarest. 5«»«lt «»<»,,. Sebwar»!. t. t. M^joi. (,«ra^, - .NralmvslU' Wien. — Sollinger, Trieft. - (V.ull,, Privat. London, ' ^>«»««»> G:«,»«»I,». Mel)s>cr, Cunimi^. ^laftina. — Wass^' St, Pelcr, Steqner, ('ack. — Bnm. .Uaufm, Brlinn. " Hofniculn, Iagerndorf, — Elemente, Trieft. — Madame ^it' metti. Cuifu, U»i,'l»«!>»«>' >»«s. Tontani, Oemona. — Scandalara, I"' fjenieur. Tllrin. — Tomann, Steinbilchel. Lottoziehungen von» HH. Mai. Trieft: 50 74 tti 40 1. lliliWl"?l, laililicll- ^, Z ^ k,k ßZ : ^; ?-. ^ ll. Mg. 730 ^4 ^- 7.« winnillU trllbe i 2«, 2 „ N 738 7n < I«.? windstill gan, bew. ! "," l0.. Ab. ^3«53 ^.,3.4 windstill , aan, dcw. ! Taailber in,-ist geschlossene Woliendecle. auö Nord ,"HH lühl. n,il,dstill. Dc.« Tagesml'ltel dei Wärme ^ 132", UM «' unter dem Normale. Vera„tw'->N!iHtr M^dacfsnr: Jano, n. K l e i n m c> U r. ^läsl«»nl»t'^»^t Wie», 25. Mai. Die heutige Börse verkehrte, ohne gerade verstimmt zn sein, doch ,n wenigei aiümittcr Hallung, Die Hanfttpapiere uotiitm v^rübergshend ni'd c>^ ^'VzllUvlllU)^. weise Haber als a/stern. wichen aber dann um etwa« unter gestrige Notirung Bahnpavicre ware» flan m>t wenigen Antluahnie». Zu diesen Ansnahinen steh^leN erster Neihe K» zu 250 5. 96 50 97-, . I860 zu 500 fl. . . 103 50 103 80 „ . I860 zu 100 fl. . . 124.50 12550 „ ^ 1864 zu 100 fi. . 14710 147.30 Ktaats'Domänett-Pfanddriefe zu 120 si. » W. i'l S:!drr . . 116.25 118.50 X. G»»uno<»tlastunst« Dvlistarlo:,,l^ Ziür 100 fi. ?.?it! '^»<>r m:n . . ,, ^.n b vTt 96— 9650 Hulizien .... ^5 ,. 76,50 7725 «ieder-Oeficrinch , „ l> „ 34.— 95.— O^r-Oefterreich . „ 5 .. 94— 95 — HiideilnüreitA . . , „ b .. 79— ?!< 50 G^leri7,al^ . . , » ;, ., !»1 — i^2 -Ungarn ... „ 5 „ 82.— 82,50 <. Alltc^e öffentliche A»l»l,el, Donauregullrilligslose zu 5 p .,?. -v^li! 105.— 105 25 Wiener C°mmunal»nleh?n, rllcl, Veld Wahres zahlbar 5 piil.....12? - I'>'. Ucile» von TrattspoelU! le->l Waare Älfüldch:nlnmlcr «ahn . . . !8l 50 I8ii,50 B'iz.:! !^eftdai>n.....2tt1.- 262 — !ub!vig-sahu.....258 — 259 — Douau Dampfschiffs. Oestllsch. 603.— 605 — Elisal,rli;.Wes1bahn.....^s>>. >:„!,an , . . 2285-2290- K ^-^.?'.^-' 187.50 188 50 ftran',«Iosevb«-Vabn . . . .211—212 — Leml>tr°.-Czel«.hn . l64— 164 50 j?l°»,d. österr. ..... 468.- 472.-. Oefterr. Nordweflvahn . . .215—216- Rlidlils«-B»ij„..... 179 50 180. - sielieilbUraer Vo^n . , . 182 — 183. - slaatsbahn...... 3ttO--362 — Kiibbahn ........202 10 20230 Süb.uordd Verbind. Vahl: . 183 — 184 the'^Vllhn.....277- 277.50 Ungarische NordoNbahn . . 165— 166.— Ungarische Ostbahn .... 140.50 141. Tramway......311.— 31150 »>. ni z„ 5 p3t. in sil^s 103 75 ls>4 — :7.i,l33^.rUctz.,u5ftHt,inii.W 88 75 89 - ,'^l,) Bed..Hred.-N::u. zn 5, V, pT',. 89 50 89 75 ^«»ls Waare 5l'l.-Wefth, in A. nerz. (!. (lmiss.) 92.70 93.- -^ldiuauds-Nordd, in Silb verz. 103 80 104,— 'j".t^Icsep!,s>Vahu . . . ,10150 10! 75 5.nkw.B.!.i5.vsi',.! ön' 104 50 104,75 ' ^.". ??'7>^.,^^" . . 101.40 101.60 siebend. Nahn in Gilber verz. . 93.^ '" ^, Gtaatsb. O. 3"/. " 5.00 ssr. ..I, Vm. 132 — s^'75 ->ildb. O 3°, « 5lX) ssrc, pr. Stillt 114 25 1^ ^ 3>0„, iii». 10 Bfu-.'.d Sttrliug N'"" ^»5 «l. M.'wz-Ducutcl. . 5 ft. 42j r. . ^ ^ „ ,-i^^,^n