Amts -. ^ Blatt. Mubernial - ^erlautbarmmen. Z. ^79- (2) Nr. ^98. E u r r e n d e, enthaltend dle Modalitaten, unter welcher d«e Alif^ahme der Kranken in dcm j,'a»bacder Ei'^ll' Spltale von nun an statt zu sinden hat. — Damtt einestheils die zu Lalbach bestehende Krankenanstalt b,i dem ohnehin beschrankten Raume derselben nicht wider ihre nähre lvohllhätige Bestimmung benützt, und andt'N» theils dle Embrlngung der zu vergütenden Kranken-Verpstegungsgebühren möglichst ge« sibert und beschleuniget werde, hat die kan-desstelle für nothwendig befunden, del der Auf, nähme dir Kranken folgende Modalitäten zur Richtschnur und gcnauen Befolgung vorzu-zelchnen: — §. 1. Weder die unheilbaren Siechen, noch die bloß mit leichten vorübergehenden Unpäßlichkeiten behafteten Kranken sind zur Unnrbrlnguna. in dcm Krankenhause geeignet, und daher m kemem Falle aufzunehmen.— §. 2. Die aufzunehmenden Kran, ken sind entweder solche, welche dle Verpstegs-gcbühren aus Eigenem bestreue«,, oder Arme, für welche diese Gebühren aus einem andern Konde ber,chlisikt werden müssen. — Dle er« ftern haben sich ihrer Aufnahme wegen, bei der Gmtals-Verwaltung zu mcldcn, und die entfallenden Veipfiegsgebühren auf iH Tage in oolaus zu entrichten. ^ Sollten diese Kranke vor Verlauf von 15 Tagen genesen, aus» trit?n, oder flcrhen, >o wz:d ihnen, oder ih, ren sich legitlm'.rendcn ifrben der für dle übri» ge Zeit i>il,l^l)ll.c) einapzuhlre V?rpst»'gpqcbüh« ren- Betrag von dcr Spllalst-Verwaltung zu, tückerstattet werden. Daqe^en haben diejenigen , welche üb?,- »4 T.'ge in der Krankenan-iNalt verbleiben, einen wcttrrn Vorschuß zu er» legen. — §. 5. Dle a,men Klanen sind enlwc, der aus dcm P^'Merw d.r H<>uv!t1adt Laibach, oder aus fremden Bezirken. Wenn arme Kran, ke aus dem Pc,.?rio dcr Hauptstadt ^aibach in das Krankenhaus aufbekommen weiden sollen, so müssen dieselben mtt der bisher übll, ch?n mägiftratlichen Anwnsung versthen stin. — Da für die Stadt Laibach ,wei Eta^tar-M?n-Vlerzt?, und jwei Stadlwunda,^te an^ gesteDt sind, und daselbst cuch die Einrichtung dcstcht, deß die a, mcn Kranken >n ib>s„Noh, nungen un>» tgeilllch mit Lir^eneien versehen weiden / so flndet man zur Aufnahme in das Krankenhaus nur sblche arme Kranke als qe-eignct zu erklären, welchen ;u Haule die noch' wendige Psieoe und Wanunss fikt;'ckt, oder welche ni,l solchen Kral lhliten behaftet sind, d,e eine Ansteckung btk'tssen lassen. Daber heben arme Kiankc, welche sich ^m d,e Ar-neisunq ^r 'Aufnahme in die Krankenanfiolt an der, Maftlstrat verwenden, ein ärmliches Zeugniß d.izubr,ngen. ,n welchem n,cht nur d»e Nothwendigkeit ihrer Aufnahme >'n das Krankenhaus, sondern auch die Utsacke der« selben aufdrückt sem muß.— §. ^. Da den Be^rkewundarzten chre ^esoldunfien aus den Bezirke-Fassen m ^r Absicht bewilliget sind, damit sie in Gemaßhfit dcs §. 23. ibrer In5 flruotion den armen kranken Beznksmsassen uncnlgcllllch d,e erforderliche ärztliche Hilfe leisten, so werden auch nur jene arme Kranke aus dcn auswärtigen ^e^tken in das rai-bachcr Krankenhaus aufaenommen werten denen zu Hause d>e nöihige Pflege mangelt. Dltse armen Krapfen haben die Noth, wend'gkelt ihrer Aufnahme in das Kranken-haue und ihr? Armuth, durch e,n pfarrlich«^ wo möglich von der betreffenden Bezirffot" tigkelt bestätigtes Zeus chem zugleich der Namen urd Zunamen dcS Kranken, das Aller, der Giants daß Vaterland, der KrelS, Beznk, dle Pfarr, d,e Orts« gem^nde, Hau5-Nr. ^nb die Kranfbctt anzu, geben ist. Bei dcm beschenkten Raume deS Krankenhauses ist es erford.rllch, daß vor der Absenting ll^ek armen Kra^n aus fsem« den Bezirken dahin, del der Eouals-Vlrwal-tung d»e Erkund,qunz eingezogen wird, od und wann zur Aufnahme t> salben ein «Play vorhanden sem werde. - §. 5. In den ^Zeua« nlssen >fur arme spph-litlsche Kvanke lsi'auH 272 das Dominium namhaft zu machen, welchem der Kranke angehört. -^. §. 6. Der Gvttals-iljcrwaltung, »n deren Amis'anzlei sich dle Kranken lhrer Aufnahme we^en zu m?lc»en ha-b?n, lirgt es ob, l>or allem d>e zur Aufnahme erfordernden Zeugnisse zu untersuchen, ,/lid dl^ Kranken wc^s'.n an dle Spltalslirzte, »n dtt, welkes den Kranken zur Aufnahme in das Krankenhaus eignet. —» §. 7. In Fallen, wo Kranke ohne den vorge- schriebenen Documenten vorkommen sollte», ,hre Aufnahme aber weg?n des Krankhensgra-des liothcoendig ist, hat die Apitals - Vermal» tung das Nationale derselben möglichst genau zu erhcben, und über dle Richtigkeit der erhobenen Oaten, sogleich bei der betreffenden Behörde Krkundigunq elnzuhohlen. — Lalbach den 20. März i335. Joseph Camillo Freyherr v. Schmidburg/ Landes-Gouverneur. Earl Graf zu Welsperg, Raitenau und Primör, k. k. Hufrath. Johann Schneditz, k. k. Gubernialratli. Formulare eines Ausweises üb?r d:e aus den auswärtigen Bezirken in das Laibacher Krankenhaus abzuschickenden armen Kranken. i z Die Armuth dts bel.i:Hneten Kranken, und die Nothwendigkeit der Aufnahme A desselben in das Krankenhaus in Laibach, wird hiemit bestätiget. ß , pfarrhof N. N. den 6. Aprll l935. ß ! N. N. Pfarrer. 8 Ktavt - unv lanvrechtliche Verlautbarungen. Z. 4^2. (2) Nr. 2907. Von dem k. k. Stadt- und Landrechte in Kram wird anmit bekannt gemacht: Es sei l'lber das Gesuch dcs Carl v. Bargehr, clc? pl-,,«?-8ssanat Lachach am i5. Aprll »855. 37^76. (3^ Nr. ^5o3^XM. (iOtraferk enntniß. Von der k. k. Cameral-Bezirks,Verwaltung Laibach wurde unterm :o. März i83/^ Z. 3092 S. C. , wider den minderjährigen Franz Saitz, Urlauber von dem k. k. Fuhr-wescns-Corps zu Laasc, Hauszahl <, im Bezirke Sclstnberg, auf der Grundlage der von dem k. k. Granzzollamte Obergraß abgeführten Untersuchung nachstehendes Erkenntniß geschöpft. — Nachdem der Beweis hergestellt lst, daß Fvanz Setz, welcher sich fälschlich Bar-thelmä Godetz nannte, am 10. Februar 18,^ in der unmittelbaren Einschwarzung von nono 5o Pfund ausländischen Salzes betreten wurde, so wird derselbe in Gemäßhcit §. 2 des mit der illyrischen Gubermal - Cmrende vom 23. August 1814, Nr. 11481, republizirten allerhöchsten Salzyalcntes vom 23. Jänner 1778 nebst dem Verfalle dieses Galzcs zum Erläge der Patcntalstrafe mit einem Gulden für jedes Pfund, zusammen mit fünfzig Gul» den M. M. verurtheilt. — Da nun dieses Er« kenntniß dem Franz Sail) nicht zugestellt werden kann, weil dessen Aufenthaltsort nicht bekannt ist, so wird derselbe h>cm>t aufgefordert, binnen drei Monaten vom Tage der dritten und letzten Einschaltung der Notion m die hlrsigcn Zeitungs'Blätter gerechnet, um so ge-wisscr sich dießfalls zu melden, wldrigens dieselbe in Rechtskraft erwachsen, und die weiters gesetzliche Amtshandlung vorgenommen werden würde. — Laibach am »2. April i835. ^>7ermischte Verlautbarungen. «I d i c t. Dc:s Bezntsgericht der Herrschaft Sckneeber!, mactl lun!>: Gs ftien zur Vornahme der auf Oin» schreiten des Ioscph Slcimole, Joseph Oven und Maria Sat>cu, (Zlden des velstordenen Herrn Dl-. Stermole, mit Bt!scl?cide, 6(^0 ,,. Il^uemdec >L5^, ^. i5^9 bkw'Niglen, mtt Besckeide, ^clo. 7. Iän» ncr i355, .«;. 7, jedocl) bedingt sistirten erccutwen ^eildietung 0er, oem Ilndreaö Knnfel und Georg Drobnttscd zu Laas gehörigen, 8ub Uld. -I'olin 2»3 und Rect. Nr. 55, der Statt Laaö dienstdaren ganzen, und der edenhin 5u!) Ucd. Nr. «0» et Rect. Nr. 55, zinsbaren Hal'cn Hofstatt, wegen schuldiger 3o ft. 4 3^ ls. c. 5. c., die Tagsahun» gen in der Gelichtö^iizlei auf den 3o. Ma!, 3c>. Juni und 3o. Juli »U55, ledesmal Vormittags um c) Udr mit drm qcwobnlicder. Anhcmqe bestim» met rrorden. Die ^icitationsl'cdlngnisse und der dießsäliige Grundbuä)sertract tonnen täglich zu den gcaöhnlichkn Amtsssunden hitroitS eingtfehen wer« den. Belirlsgelicbt Schneeberg den 3». Mär, iL55. """"° ""Nr^ 657j45.^ K d i c t. V«)n dem vereinten B?zir?sgeriHte ;u Rad« manns^olf wild besannt stemackt: lKK sc^e über Alisuchen des Ioscph Schcrcuy, im Namen feiner minbcrjäkriqrn Kinder Blasius, Maria, Katha» rina, Gertraud und hi'.ina Scherouy, c!K be-dinqt erllärtcrl s^rdcn, zur (Zlsolschuna der Schuldenlast nacd der am 12. August »85^, M Rat>-mannsdorf vesstolbenen^ Uslltta Scherouy/ Grund-bcsiLcröebeu-elbe, r«e Tagsc^ung auf e-en 9. Mai d. I. Vormitt^as um 9 Uhr vor dicjrm Gerickte bestimmt worden, bei welcher aNe Jene, rrelche an eiescn Verlaß aus was imm?r für einem Reä lZ. gründ« 2lnspsü6)c zu stellen reimcincn, solcke so ssc^ih anmelden und reä'tsqlttcnd ^arthun sollen, N'i?liaens si« sich tie genhNchtn Folgen feldst zu« zuschreiben dabcn werden. Vereintes Bezirtsg?licht Radmannsdolf den 1. April iö35. — 2/4 — Z. 449. (2> Erste Ziehung kommOc LMrie. Schon Montag am 27. Ayril 1335 wird die Allerhöchst bewilligte, für das verehrte Publicum sehr vortheilhafte Ausspielung des schönen, vor den Linien Wien's nächst Schöndrunn und Tivoli gelegenen Theresttll-Bades in Meidling, sammt Schloß, großen Nebengebäuden, Theater, Traiteurie, großen Gärten und Landwirthschaft durch 3 Ziehungen mit 25,ttttU Tre ffern .Statt slnden. Es werden gewonnen in der Iten Ziehung laut Plan............ fi. 65,000 mit eincm Haupttreffer von ......... „ 30,000 2ten Ziehung laut Plan............» 135,000 3ten Ziehung laut Plan............ „ 3^,000 mit einem Haupttreffer von........ „ 250,000 und im glücklichen Falle von mehr als ..... „ 300,000 laut Plan im Ganzen........... „ 5^5,000 oder die Hälfte von Einer M l l l l 0 n und dulden ^6^000 WienerWahrung mit Nebentressern von 20,000, 15,000, 10,000, 5000, 4000, 3000, 2000, tt a 1000 fi. u. s. w. Trotz der besondern Berücksichtigung der schwarzen Lose, denen allein 345,000 fi. bestimmt sind, erlaubte doch die im Ganzen so reiche Dotation dieses Spiels, wie sie noch nie bei einer Lotterie ö/. fi. das Los bestanden hat, für die Freilose laut Plan einen ausschließlichen Gewinn von ^00,000 Gulden mit dcm Haupttreffer von Gulden 30,000 festzusetzen; außerdem müssen alle Freilose planmäßig sicker und 1000 derselben wenigstens zwei Mal gewmnen, uno spielen auf sämmtliche Treffer der Hauptziehung mit. Alexander Schoeller, k. k, pvi.y. Großhändler in Wien, Wollzeile Nr. 775. Z, 486, «A u b e r tt i a l - ^erlautbaruttgen. 26 Nr. 671,. copie. Verlautbarung d« f. s. ^andwirthschafts - GescNschaft zu Laibach, über die im Jahre »834 »n Krain geschehenen Prämien -Vertheilung für di« Hornuiehzucht. ! .............».....^«'«^ Geschlecht und Farbe « Alter 3.Z "> Ort der Namen des bethcll, ^ 3-3^ ^ Veuhe.lung ten V.ehzüchiers ^^ tz des mit Pramium betheitten' Z4 Anmerkung ,^ « ^ Viehes .____««. «^. ^ ^ » , l Jahr si. ^ Laibach ' Johann Dobrauz Sonneg Schelimle l3 Stier, schwarz 2 20 Aulcn Svttek Umgebung Lai» bachü Tobuine 27 dto. schimmelfarbig 3 ,5 ! Georg Smereitz dko. Tomazhou 18 Kalbinn, halbwelß 2 i5 ! Stein Joseph Miiu Ponouitz Gora >5 Stier, grauschwarzlich 21^2 20 !-^ Andl-eas Kosirnig Mül^kclidorf Klemmannsburg I2 Stier., Tieger 2 i5 ! Joseph Stergonsckeg Egg ob Pod, ! peri'ch ^lkovitz »5 5?albinn, mohrengrsu »3^ i5 !" ^admannsdorf Simon Erlach Wclßenfels Natschach »9 Slier, röthlich mit wei, ßen Schweif 2 i.l2 20 -Q Mathias Doushan Radmannsdorf Hraschach ^ Kalbinn, roth 2 l^4 i5 ! Thomas Schebath Veldes Wobeschttsch 27 Kalbmn, roth, an Hinterfüßen welß, und wei- / ßln Schweif 2 i5 ^ ^ack ValentinPototschnig kack Zauchen 22 Stier, dunkelbraun 2 20 i^ Anton Vidiy dto. Stadt ^ack Z Kalbmn, grau l »j2 i5 ^ Franz Gusell . dto. Sestranskavaß 3 Kalbinn, weißlicht, mit '«^ etwas röthlichen Haa< l ren » i5 Mathias Hafner dto. Vltenlacl 16 Kalbinn, roth, weißen ' Diese Prämien ^ Schweif .«^ 2° M"^V Maria Demschcr dto. Dörfern 19 Kalbinn, dunkelroth- ^ vreiswürdiae« schcckickt t l^ ^Viehes inderEta- Sebastian Strojan Flövnig Ftödnig 55k Kalbinn, schwarz ! i5 i>nverthe"t'geblie^ U > bc». , « w v h n h a s t i l ! <5)^ » l "-«^--"«"'" ^ ,..«,,,m'..,«,^.,,'. — Geschlecht und Farbe k Alter l^.^ U ^3 Ort der Namen des betheil- 8 ßF ß_____ '^^ ß 5 Vcrthe.lung ten Mehzüchtcrs ^,^ ^^ 2 ^^inT^ä^TI^^ Treffen Martin Sottlar Treffen Nappelgcschicß Ztier, roch, schwarzge. ' streift 2 2c> ^ Anton Perdin dto. ^kukenberg ^Kalbinn, gvau ^n ^ kandstraß Andr. Nezyimer Thurnamhart Tschuckiamlaka t^tier, semmclfarb 2 3a !^> MaNln Mathiashiz Landstraß Slnne ' Kalblnn, rolhbraun 2 25 « Mlchael Brodnig dto. Tschatcsch b dto. semmelfarb 2 U2 H sulifen ^2 20 Tschernembl Anton Meßarich Krupp Tscbern > schwarzem Kopfe und . l !" ! gclbllchl welßen Slrel- ! fen 3 20 !^ Joseph Kobau dto. Mitterkonomla ää Kalbinn, braun 2 loj!2 l5 ^ Johann Podobez dro. dto. 46 dto. semmclfarb 2 »5 ^ Zirknitz Thomas Vodnou Adelsberg Deun'chdorf y Stier dto. 2 25 » Gregor Waraga Haasberg Nicderdorf 5y Kalbinn, rehbraun 2 '5 l Kl Andreas Mekinda dto. dto. 97 dto. semmclfarb 2 '5 3 > Senosetsch Matth. Mahorzhizh Senosetsch Brünl 22 Stier, aschfarbig 2 1)2 25 Martin Kojfou dto. Prawosd 5, Kalbmn, scmmclfarb s 2 U2 20 Z Vom bestandigen Ausschüsse der k. k, Landwirthschafts,Gesellschaft in Kraln. kalbach am l6. März iü35. ' Mit allerhöchster Bewilligung. Vei schon entsagtem Nürktritte große Lotterte mit 3 Ziehungen. Erste Ziehung am 3o. Mai d. I. Gewinn fl. W.W. 100,000 Haupttreffer dieser ersten Ziehung ...„»„ 60.,000 Zweite Ziehung am 20. Juli d. I. Gewinn „ „ « 150,000 Haupttreffer dieser 2ten Ziehung3c>oo Duc. « ,, „ 33,750 Dritte Haupt-Ziehung am 22. Septemb.d. I.Gewinn ^ ^ ^ 275,000 Haupttreffer dieser dritten Ziehung . . „ „ „ 200,000 Es werden nämlich bei dem gefcrtlgten k. k. ftriv. Großhandlungshause ausgespielt: Die in k. k. Schlesien liegende, sehr bedeutende Mrrrschaft U. Nunt schütz. wofür dem Gewinner eine Ablösung in Barem von Gulden 2OO,000 Wiener Währung, lind das in Teschen befindliche, schöne und einträgliche G r o ß v ü r g e r h a u s Nr. 1V4, wofür dem Gewinner eine Ablösung in Barem von Gulden 50,000 W. W. angeboten wird. In dieser ausgezeichneten Lotterie gewannen 2ö^600 Treffer eine halbe m 4 1^ I_^ I ^ i^l und Gulden Wiener Wahrung 25,000 Das vereheliche spielende Publicum wird besonders darauf aufmerksam gemocht, taß die erste Ziehung dieser Lotterie schon nächstkommenden 3o. Mai Statt hat, dasselbe daher sich bald mit Losen und Freilosen versehen dütfte, urn diese oi'5t<3 ^.ieliun^ nicln ^^ veiä^inn^en und — dasselbe mag in dieser erslen Ziehung gewonnen haben, oder mcht gewonnen haken — in den darauf folgenden zwei Ziehungen am 20. Julius und 22. September unentgeld, llck zu spielen. Den Abnehmern von 5 Losen wird ein sicher gewinnendes Freilos verabfolgt, so lange deren vorhanden find. Das Los bei dieser interessanten Lotterie mit 3 Ziehungen kostet nur 5 fl. C. M. Das Nähere enthält der Spielplan. Wien den 16. Jänner i835. Hammer Sr Karis, untere Braunerstraße Nr. 1,26, zweiten Stock. Lo ncumt icli9 Pfarrer in Miederbösa. ' Mit 2SJein Uolorirten General- und Spestalharten. Der meisterhaft entworfene Plan dieses Werkes, seine Vorzüge vor allen ähnlichen geographischen Band- und Lehrbüchern '¦ uud seine praktische Brauchbarkeit sind durch einen Absatz von 12000 Exemplaren in sieben Ausgaben besüiti»t und die Xe.r lagshandlung befindet sich in der angenehmen Lage, hiemit ö ' i die achte umgearbeitete und vermehrte Aulüage ankündigen zu können. Ein so seltener und merkwürdiger Erfolg beurkundet den Werth dieses zur Beurtheilung der Zeitereitr nitise unentbehrlichen Hulfsbuches so überzeugend, dass wir ihn als die beste Empfehlung ansehen und uns nur über rfiP eigenthümlichen Vorzüge dieser achten Ausgabe erklären wollen. SMe Uearbcitung, an welcher seitdem Tode des Verfassers in den nach einander folgenden Auflagen mehre jre achtete Gelehrte Theil genommen haben, wurde diesesinal von dein rühmlichst bekannten Geographen Herrn Pfarrer J G F C an n ab ich besorgt. Alle Staatenverhällnisse in geographischer und statistischer Beziehung sind nach ihrem neuesten Stand* punkte (zu Anfang des Jahres 1835) angegeben. Eben so ist die Geschichte von sorgsanier Hand vielseiti» bereichert und berirli tigt , und gleich den genealogischen Tabellen der Kegentenhäuser bis auf den heutigen Tag fortgeführt. I S»er Atlas in 25 Harten, mit überraschender Vollständigkeit gezeichnet und durch vorzügliche Künstler gestochen ' ist so zweckmässig kolorirt, dass das Bild jedes Staates und seiner Umgebungen mit einem Rücke klar insAu«-e gefassst wird' ! IPie Ausstattung übertrifft an Sorgfalt und Schönheit jene aller früheren Ausgaben. Das Format ist in hoch Quart für i Text und Karten ganz gleich , beides auf Velinpapier, wovon gegenwärtige Anzeige als Probe für das Papier und auf der Rück- ' neite für die Anordnung des Textes, der Schrift uud des Druckes dient. j ©er Preis ist ungeachtet der erhöhten Vorzüge gegenwärtiger Auslage fast auf die Hälfte jenes der früher bestandenen her-abgesetzt, und wir können diese achte nut Recht eine b eis p ie 11 o s w o h lf e i le nennen, weil ein so werthvolles Werk noch kaum zu so geringem Uetrag in allmäliger Anschaffung dargeboten wurde. Das Ganze, beiläufig 30—36 Druckbogen und 25 Karten erscheint in 1.) wöchentlichen Lieferungen jede aus 2 oder 3 Bogen Text, grösstenteils mit 2 Karten bestehend. Mine solche Lieferung kostet nur 2O kr. C. M. Die erste Lieferung wird am 23. März und dann jeden Montag eine neue ausgegeben. Denjenigen, welche denBetraa un-getheilt erlegen wollen, erlassen wir alle 15 Lieferungen b gegen & /#. Vorausbezahlung ! Ein Preis, der beinahe als beispiellos gelten mag, der aber auch nur bis Ende Mai Statt findet, wo der Eintritt iu die lieferungsweise Pränumeration gleichfalls aufhört, und der Preis für alle 15 Lieferungen mit 5 fl. ungetheiltzu entrichten kommt. Pränumeration nehmen alle soliden Buchhandlungen der österreichischen Monarchie an, ia JLuibach Buchhändler t?. lUeinmayr, wie auch Morn, l*aternolli. Die E r d e. 12 11 j 2. Oeistige VerscSiietlenlieit der Menschen. i 1. Sprache, a) In einzeliven Lauten verschieden: ] Mundart (Adelung zählt über 3000 Mundarten auf); b) in ganzen Sylben: verwandte Sprachen; cj ganz v e r-schiedene Wörter: nicht verwandte Sprachen. Die ! sämtlichen nicht verwandten, oder Grundsprachen der Erde j kann man zuvörderst füglich in asiatische, europäische, ' afrikanische, amerikanische und ozeanische Zungen abtheilen. Die asiatischen zerfallen wieder in semitische, kaukasische , persische , indische, transgangetische , tatarische und sibirische; die europäischen in baskische, thrazische, pe-lasgische, germanische, slavische und uralische; die afrikanischen in Sprachen der Nil-Region, der Atlas-Region , von Kü-i slen-Nigritien, von Süd-Afrika, vom innern Nigritien; die ame-I rikanischen Zungen sind: die patagonischen, die pernanischen , die guaranisch-brasilischen, die orenoko - amazonischen, die gualemalischen , mexikanischen , nordamerikanischen , columbi-schen, alleghanischcn und die Eskimo-Sprachen; die ozeanischen Zungen sind die malaischen und die Meerneger-Sprachen. Die meisten Sprachen sind jedoch mehr oderwenigervermischt. Einige (wie die chinesische) bestehen aus lauter einsylbigen Wörtern. ! 2. Charakter oder herrschende Neigungen und die dar- aus hervorgehenden Silten und Gewohnheiten der Völker, durch Boden, Klima, Lebensart, Gewerbe, Regierungsverfassung und i Religion auf mannigfaltige Weise abgeändert. 3- Kultur (Ausbildung); aj gar keine eigentliche Kultur: W i 1 d e ; bj keinen wissenschaftlichen Zusammenhang der Kenntnisse und Fertigkeiten: Halbgebildete (Barbaren); ! cj am Körper und Geist Ausgebildete (Givilisirte). 4. Lebensart, aj Nomadisches Leben mit einfacher Gewinnung der Naturprodukte durch Jagd, Fischerei, Viehzucht; hj teste Wohnsitze mit Acker- und Gartenbau ; cj Veredlung und weitere Verarbeitung der rohen Naturprodukte (Handwerke) , mechanische Künste, Manufakturen, Fabriken und regerer Umtausch der Natur- und Industrie,- Erzeugnisse (Land- und Seehandel.) 5. Religion. A. Der Gegenstand der Verehrung, aj Ein dem höchsten Wesen untergeordnetes Geschöpf, als ein Fetisch (d.i. ein heiliges, bezaubertes Ding), ein Element, ein Thier, ein Mensch, ein Bild (das letzlere entweder ein eigentliches Bild, Götzenbild, oder ein Sinnbild). Diese heissen überhaupt Heiden. Zu ihnen gehören: die Bramanen, Schamanen, La-j maiten, Buddhisten , Foiten und die Feiischanbeter, bj Das höchste Wesen selbst: 1. Christen. Diese erkennen entweder die Allgemeinheit der Kirche unter dem. römischen Papste, als dem sichtbaren Oberhaupte derselben, an, oder nicht. Die ersteren heissen Katholiken, und theilen sich in die vom lateinischen, und in jene vom griechischen Ritus. Die Nicht-Katholiken theilen sich wieder in die nicht unirlen Griechen, die Lutheraner, die Reformir-ten, die Episkopalen (Anglikaner) und mehre kleinere Sekten: die Mennoniten, Quäcker, Herrnhuter u. a. 2. Juden, die sich in Karaiten und Talmudisten abtheilen. 3. Mohammedaner, die wieder zum Theile Sunni, zum Theile Schii sind. Ji. Ort der Verehrung. Bei den Juden Synagogen, bei den Christen Kirchen, bei den Mohammedanern Moscheen, bei den Indianern Pagoden. C. Priester und Lehrer. Bei den Juden Rabbiner, bei den Christen Priester, Pfarrer, Popen (der griechischen Kirche), bei den Mohammedanern Imame. 6. Wissenschaften und Künste. 1) Schulen: aj Volkschulen (Bürger- und Bauerschulen) ; hj gelehrte Schulen : a. als Vorbereitungschulen) Gymnasien, Lyceen; ß. Universitäten ; 2) Akademien, d.i. Gesellschaften von Gelehrten, die mit vereinigten Bemühungen das Gebiet einzelner Wissenschaften durch neue Entdeckungen zu erweitern suchen. Akademien der schönen Künste; als: der Baukunst, der Malerei, der Bildhauerei, der Tonkunst. Noch andere Beförderungsmittel der Wissenschaften und Künste: Bibliotheken, Museen, Münzkabi-nete, Antiken-, Gemäldesammlungen. 3. Politische Verfassung. 1. Unterschied der Stände. Dieser gründet sich auf mehr oder weniger Vorrechte. In Rücksicht derselben sind die Menschen entweder freie, unmittelbare Staatsbürger, oder abhängige, mittelbare. Die ersteren unterscheiden sich wieder häufig in Adelige und Unadelige. Die Mittelbaren sind die Hintersassen, Unterthanen, Leibeigenen, Sklaven. 2. Staat. Diesen bilden alle unter Einer Regierung lebenden Menschen. Er ist [entweder eine Monarchie oder eine Republik (Freistaat). Jene ist oft durch Volksbevollmächtigte eingeschränkt. Die Republiken sind entweder aristokratisch oder demokratisch, oder es findet eine gemischte Verfassung Statt. 3. Staatsverwaltung. Gegenstände derselben geben aj Gesetzgebung und Wachsamkeit über die Gesetze durch Justiz nebst der P ol i z ei; zu welcher letzteren man gewöhnlich auch die Aufsicht über den Volkswohlsland und die Volksbildung rechnet; bj die äusseren Verhältnisse des Slaates und insbesondere die Kriegsmacht; cj die Staatseinkünfte. C« Geschichte. 1. Die erste Entstellung des Erdkörpers (in geologischer Hinsicht) ruht im Duukcl der unerforschten Vorzeit. Die Naturforscher haben die verschiedenartigsten Hypothesen hierüber aufgestellt. Lichtenberg zählt an 50 dergleichen Hypothesen aüf, welche theils auf ein allmäliges Zusammenballen einer in den Himmelsräumen unendlich fein zertheilten Masse zu einem Klumpen , theils auf eine durch Explosion, oder durch einen vorb eis treichend on Korne ten entstandeneLos-reissung eines Theiles der Sonne , theils auf ein Zusammendrücken oder Vereinen mehrer sich nahen Körper, theils endlich auf eine Zertrümmerung oder Verrückung früherer grosser "Wellkörper hinauslaufen. Allein so gross aucli der Aufwand und Scharfsinn ist, den mitunter diese Hypothesen verrathen, so sind sie doch, näher betrachtet, in welthistorischer Hinsicht nur leere Spekulationen und unnütze Theorien. Uns kann in dieser Hinsicht vollkommen das genügen, was die heiligen Bücher des alten Bundes über die Entstellung unserer Erde , als eines Wohnsitzes für Wesen unserer Gattung überliefern. Nach tl,;r Lehre dieser heiligen Schrif-teu theilte sich auf Gottes Scliassungswort die anfängliche Finsteruiss und der dichte Nebel, der auf den Gewässern lag, so dass die Sonne mit ihrem Wohlthätigen Lichte auf den Erdball einwirken konnte. Da flössen auf Gottes allmächtigen Ruf die Gewässer auf Ei- nen Ort zusammen, und es entstand festes Land. Wieder erscholl Gottes Alhnachtsvrort; und es entstanden unzählige Pflanzen- und Thiergattungen. Allein noch war die Schöpfung der Erde nicht vollendet. Dadurch, dass sie bereits der Wohnsitz vieles organischen und thierischen Lebens war, hatte sie auch die Fähigkeit erhalten , ein Wesen höherer Natur, deu Mcnsclieu, zu tragen; und da schuf ihn denn Gott aucli, und vollendete damit das Werk der Schöpfung. Dies geschah nach der Lehre unserer heiligen Schriften vor beiläufig 6000 Jahren. Jene Myriaden von Jahren, welche nach Einigen erforderlich wären, um alle die Veränderungen, die mit unserer Erde vorgegangen seyn