Nr. 18». Prä,: » mclciXonspleii!: I,„ l5o,„ptoir gnnzj. ft. II, dlill'j. N, 5>.5>U. Für di>,' ^uslri:u„>, ins H.,»« H.Ul'j. 50 lv. Mil dcr P^st izanz,. sl. I5>, halbj. st. 7.5«, S.unstass, l9. August InsertionOgebühr bi« 10 Zeilen: imal NN lr., ^m. XU ll.. ^ii>. i fl.; sollstpi.Zcilc im.!! lr., 2ui. «lr., »»,. ll> lr. l>. s. w. Inscrtio»i und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom ll). Angnst d. I. allcrgnädigst zu gestatten geruht, daß der k. und k. Viccconsul Jakob Pascal in Icrusalcin den l. russischen St.-Sla-nislans Orden dritter 5klassc annehmen und tragen dürfe. Sc. t. und l. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 5>. August d. I. dem Archivar, lais. Rath Paul W och er des l. t. Haus-, Huf- und Staatsarchives den Titel und Charakter cinc«« Sections-rathcS taxfrei und dem bisherigen Archiv.^oncipislcn Clemens u. Kl ink owströ m eine beim l. t. Hans-, Hof- nnd Staatsarchive in Erledigung gekommene Archi» varsstclle allergnüdigst zn verleihen geruht. Sc. k. nnd t. Apostolische Majestät habcn mit Allerhöchster Entschl csiimi vom 5,. August d. I. den Archi-mandriten dcS Klosters San Arcangelo Icrolhcns Ko-vai!eoit nnd den Dislriclnal - Protopresbyter nnd Pfarrer von Vraliskovci Damian Dobrota zu Chrcn-bcisiyern im dem gricchisch-oriental. bischöflichen Con-sistorium in Zara allergnädigst zn ernennen geruht. Iireöek m. p. Se. l. und l. Apostolische Majestät habcn mit Aller- ' höchster Entschließung vom l>. Angnst d. I, den Con- sistorialrath und Ordinarialskan^lcr Stcphan Bensa in Görz zum Doinherrn dcs dortigen Mclropolitan- capilcls allergnädigst zu ernennen gcrnht. Iireöek m. z>. Se. t. uud l. Apostolische Majestät habcn mit Aller» höchster Entschließung vom 2!). Iilli d. I. den Landcs-schulinspcl'tor erster Klasse Dr. Cuscbins Czerkawsti zum ordentlichen Professor der Philosophie an der Universität in Lembcrg allcrguüdigsl zu ernennen geruht. Iireöek m. p. Se. l. und t. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 14. August d. I. den ordcnt» lichen Professor der Philosophie an der Universität in Lcmbcrg Dr. Karl Sigmund Vara ch-Nappaport zum ordentlichen Professor desselben Faches an der Hochschule zu Innsbruck allergnädigst zu ernennen geruht. Iirccck m. p. Der Reichskanzler, Minister des kaiserlichen Hanscs und dcS Acußcrn, hat eine beim k. k. Hans-, Hof- und Staatsarchive in Erledigung gekommene Archiusconcifti-stenstelle dem ArchivSaspirantcn Anton Felgcl vcrlichcn. Der Minister für Cultus nnd Unterricht hat zwei Lehrstellen am Slaatsgyinnasium zn Tricst dem Professor am Staalsgymnaswln zu Capo d'Islria Fidel ^lähr und dem ^chramtscandidatcn Karl Ferdinand Nummer verliehen. ^, Der M,nlstcr filr Cultus und Unterricht hat den ^"^lchul - Professoren August Vierlhalcr und 6d"^ NUttr v. Wolf zn Spalato, Joseph Streißler uud W. elm Urbas z. Oörz, dann Johann Tuzina Zchufe"'^ DllSt.WtlnerVlMritlll,. Die Wahlagitation ist in den bcttcffcndcn Ländern im besten Gange. Ucbcrall Parteiverfammlnugen, Manifeste n. s. f. Auch in St. Pulten fand dieser Tage cin dents.l.cr Parteitag statt, dessen Abhaltung, wie die Wiener Bläl. lcr zornerfüllt berichteten, die Regierung alle möglichen Hindernisse in den Weg czclegt haben sollte. Hinterher sieht man sich jedoch genöthigt, zu melden, der Bürger« mcistcr von St. Polten selbst habe in offener Versammlung in seiner Begrüßungsrede das bezeichnete Gerücht widerlegt nnd betont, daß der Vczirkshanpllmmn nicht nur dem Parteitage leine Hindernisse bereitet, son-d rn im Gegentheil das Zustandekommen desselben unterstützt habe. DaS sind so kleine Wochcntagslügen, die nicht viel kosten und — sehr schön stehen. Von den dort gefaßten Vlschlüssen sind besonders das Programm nnd cin Wahlmanifcst zu erwähnen. Das Programm lantct: ..Angesichts der Angriffe der Slaven auf Versassimg, und Deutschthum in Oesterreich antworten wir deutsche Männer i» Nicderöstcrrcich mit folgenden Erklärungei, : Erstens: Wir halten fest und unverbrüchlich an dcr Zusa>nml.'ngel)öriaM aller Deutschen in Oesterreich. Zweitens: Wir verwahren uns gegen jede Vergewaltigung nnsercr deutschen Stannucöbrnder in den vormals dcutschcn Aundcsländcrn Oesterreichs. Drittens: Wir geben niemals einem auf Kosten dcr staatsrcchllichen und nalwnalcn Stellung dcr Deutschen in Oesterreich gebrauten Ausgleiche unsere 'Zustimmung. Viertens: Wir bclhciligcn uns niemals än einer Umwandlung dcr Verfassung und Gesetzgebung im slavischen Siuuc. FUuftens: Wir sind fest entschlossen, die Angriffe dcr Slaven auf unsere Verfassungsmäßigen Freiheiten uud uusere Nationalität mit allen qcs^lichcn Mitteln enlschicdcn uud nachdrücklich abzuwehren. ' und endlich sechsleuö: Wir gclobeu feierlich, daß wir unbekümmert um andere fremdartige Interessen an unserer Nationalität festhalten um jeden Preis. Angesichts dcr bevorstehenden Vandtagswahlen erklären wir, daß wir nur jenen Männern unsere Slimmcn geben, welche für unsere Nationalität mannhaft eintreten in Wort und That." Das W ah lmanifest wendet sich an die Wähler ^lcdcrösterrcichs und fordert sie auf. alle übrigen Rücksichten hintanzusetzen und ciniy ^isammcnzustchcu «znm Schntz: dcr schwer errungenen Verfassung, der verbittsten Rechte und zur Wahruug der bedrohten Nationalität" gegenüber den angeblichen slavisircndcn nnd staatszer-sctzcndcn Bestrebungen des Ministeriums. Diesem Treiben gegenüber bemerkt das „Oesterr. Journal" : ..Mit Trauer und Sorge schcn wir nun die Regungen des deutschen Geistes hier in Oesterreich eine Wendung nehmen, die nicht Deutschland, noch uns sclbs, zugute kommen wird, schcn zu Hader. Zwiespalt, Störung des inneren Friedenswcrlcs mißbraucht die Kräfte, die wir berufen glaubten, für den Frcihcitestaat, den Staat der Menschenwürde an eister Stelle zu arbeiten, >ehcn zum ersten mal eine dcntschc Partei in Oesterreich offtn hervortreten gerade zu einer Zeit, wo den nationalen Hader endlich dem Rechts- und FrcihcitSzwcck unterzuordnen so gut wie gclungcn ist, schcn genau den Stamm, der von Allen als Träger und Vermittler dcr Cultur anntannt ist, mißlcitct zu Haß und Feindschaft gegen den Versuch, auf österreichischem Boden einzubürgern und staatlich zu gestalten gerade die Gedanken, welche den ersten politischen Denkern und den höchsten Freihcitsmänncrn unscrcr Zeit als schönste Enlturblüthe des Jahrhunderts gellen. Die Parleivcrsamiulnng von St. Pollen kennzeichnet sich dnrch das eine Wort des Vorsitzenden: cin Yelolcn . Dasein will man nnS Dcnlschcn gcslat. en. Wenn die Schrcikinder in den Zeitungen daS schre.en nnd schreiben, so uiag's hingehen. Aber wer ernstha,t genommen sein will, sollte nicht mit so über. schwangNchcm Unverstand anfangen, nnd wer hier für deutsches Interc,se eine neue Zc>t eröffnen will, sullle sich hüten, dic deutsche Sache gleich im Anlauf lachet' lich zu machen. Wir fragen: Ist das wirklich die Sprache der Deutschen in Oesterreich— j^t, «cradc jetzt? Hat das deutsche Element in Oesterreich wirklich leine anderen, höheren Vertreter, als diese hier, welche nichts wissen, als die ältesten, abgethansten Stichwörtcr nach einer neuen nnd stärkeren Kriegsuiclodic abfeiern? Ist dcnn lein VollSmann hier im'^andc, dcr dcn Muth hältc, den Dentschcn zuzurufen: „Bange machen gilt nicht!" — der die Einsicht hätte, seine VandSlcute zu mahnen: Deutsch sein heißt frei scin — ?! Nie ward einem dcntschcn Stamme eine größere Aufgabe, als jetzt dcn Deutscheu in Oesterreich. Nie ist sie kleiner und unwürdiger angefaßt, als man jetzt ver-fucht hat. Nie war dcr Augenblick günstiger für einen deutschen Mann als jctzf, ein Beispiel zu geben, mit ruhig verständigem Zuspruch zu einigen alle die, welche Kopf und Herz haben für Bekenntniß und Durchführung des einzig rettenden Gedankens: Nationalität und Freiheit vertragm sich in Oeslencich gerade so gut, wie in dcr Schwciz und Belgien. Politische Uebersicht. Laibach, 18. August. Die „Wiener Abcndpost" schreibt: Das Journal „Der Wanderer" veröffentlicht eine Rcih: von Angriffen gcgcn die Politik dcr laifcrlichcn Regierung, welchen die Inlimatlon znr Grundlage dient, als habe vor Antzbruch des letzten KricgcS zwischen Oesttrrcich-Ungarn und Frankreich eine vertragsmäßige Vereinbarung bestanden, dic von nnscrcr Scitc nicht eingehalten worden sei. Wir haben, gestützt anf die in der Einleitung zum Rolhbuch Nr. 4 ausgesprochene und unangefochten gebliebene Erklärung, „daß die kaiserliche und löliiglichc Regierung, wcit cntscrnt, Hoffnungen anf ihren Beistand zu erwecken. Frankreich nicht in Zwcif.l übcr die ihr grbotcnc Skl-lnng aclassm und daß sic durch dic Behauptung ihrer Ncntrallläl mit cingcganycncn Velftflichlungln sich nicht in Widerspruch gesetzt hat," ähnlichen Bchauptungcn schon öfter eincn rnlschicdcnen Widerspruch entgegensetzen müsscn, wollen aber darnm doch nicht ermüden, einen solchen anch im vorliegenden Falle anf daS Nachdruck« lichstt zn betonen. Hicdurch entfällt für unS die Noth« mcndiglcit. auf die Ausführungen dcS gedachten Blattes einzugehen. Die czcchischen Parteiführer, meldet das „österreichische Journal", habcn dieser Tage von ihren Parteigenossen die volle Zustimmung zu dcr unter dcr Bezeichnung „Ausgleich" zusamim'ngcfahtcn Vereinbarung mit dem Ministerinn! erhalten nnd in Wicn kundgegeben. Die Nachrichten dcr Journale üb r Differenzen zwischen All« und Inngc;cchcn sind daher hinfällig, die Erörterungen übcr dcn lcgalcn nnd den Fcbruar^andlag sinl> gleich' gillig. Die Zeitungen sind eben daran, dic Wendung zn dem neuen Stande dcr Dinge zu machen, den ihnen das Vorachcn dcr Führer gebracht hat; daS geht nicht ohne Schwierigkeiten, und nicht j.dc Zeitung ist dabei gleich geschickt. Daher das Hin- und Her-Gerede, daS Drehen und Wenden der lhcilwcisen Widersprüche. Möge sich Niemand daran stoßen; die Thalsache ist da: Der Ausgleich i st von den Czechcn an« gcno m in e n. DaS F n si o n sproje ct zwischen dcr Linlen und äußersten ^inlcu Ungarns ist nach dcn Blättern definitiv beseitigt, doch haben sich die Parteiführer geeinigt, in dcr kommenden Wahlcampagne überall dort, wo der Wahlsieg dcr eigenen Partei anösichlsloS ist, dcn Kandidaten der anderen Oppositionspartei gegen die Dcalisten zu unterstützen; ein ähnlicher Kompromiß soll auch zwischen dcr Deal-Partei und den Altconscrvatiocn zu Stande kommen. Dcr Statthalter Graf Goluchowsli reist, Wiener Mcldungen zufolge, nach Wicn, um dem Ministerium einen zwischen dcn Polen und dcr gemäßigten Ruthcncnparlci vereinbarten Gesetzentwurf, der einen Ausgleich zwischen Polen und Nulhcnen bezweckt, vorzulegen. Dem Vernehmen nach soll die Ernennung des Generals Schwcinitz zum Botschafter in Wien definitiv beschlossen und für demnächst bevorstehend siin. Die officiöse Berliner ..Piouixzialcorrcfpondenz bespricht in einem längeren Artikel die Zusam m e n-lunft der beiden Kaiser und sagt: In der frcudiacn Theilnahme dcr Bevölkerung offenbare sich da« Gcwußtscin. daß die Umarmung der Herrscher nicht blos den Ausdruck persönlicher Freundschaft enthalte, sondern auch als Ui'tcrpfand für dic guten Beziehungen zwischen dcn beiden Nachbarrcichen zu gelten hat. Der Artikel erinnert daran, daß Oesterreich während dcS letzten Krieges aus dcn von gesunder Einsicht vorae-zcichnctcn Grenzlinien cincr ruhigen Neutralität nicht heraustrat uud wic die Herstellung des deutschen Reiches znm Austausche von Freundschaftsbeweisen mit Ocster. "^ fiUM. Jene Kundgebungen erhalten jetzt die c.erl.chc Bcstatigunq durch die Zusammenkunft der Monarchen. Das Wefen und die Bedeutung dc- mucn Verhältnisses zwischen den beiden Reichen licgc darin, . daß es nlcht durch zwingende Nothwendigkeit dcr politischen Lage, sondern durch Verwandtschaft der Mfin'mnaen und 1382 Bedürfnisse begründet ist. DaS Einverständniß zwischen Deutschland und Oesterreich, wcit entfernt, eine Gefahr odcr Drohung für andere Mächte in sich zu schließen, entspreche dem beiderseitigen Verlangen nach dauernder Förderung der gemeinsamen Wohlfahrt. Die thatsächlichen Verhältnisse und.der persönliche Charakter der Herrscher verbürgen es, daß die Eintracht der beiden Regierungen zu einer festen Stütze für den Frieden Europa's werde. Aus Berlin wird gemeldet, daß der Aufenthalt des Reichskanzlers Fürsten Bismarck in Gastein den des Kaisers noch überdauern werde. Berliner Journalen zufolge berief Fürst Bismarck gleich nach seiner Anlunft aus Varzin in Berlin cinc Sitzung des M in i st er r at hes, dem er natürlich beiwohnte. In demselben follen die Fragen erörtert worden sein. welche der Kanzler in Gasteln anregen wird. Der rumänische Eisenbahnconflict spielte hiebci die Hauptrolle, und die preußischen Organe melden übereinstimmend, daß diese Angelegenheit bei den Gasteiner Ministerconferenzen den ersten Rang einnehmen werde. Nach Berliner Berichten aus Bukarest wäre eine definitive friedliche Beilegung der rumänischen Eisenbahn» angclegenhcit zu erwarten. Alle Gerüchte über fremde Einmischung oder russische Cinmengungsgclüste seien unbegründet. Der ..Vrsl. Ztg." zufolge soll ein Privat brief des Fürsten Karl in Berlin eingetroffen fein, wel> chcr Vorschläge macht üder die Regelung der E isen bahnwirren. In diesem Schreiben wird aber ausdrücklich darauf hingewiesen, daß die Mittheilungen nur privater Natur und nur als die persönlichen Ansichten des Fürsten anzusehen seien. Fürst Karl lönnc und werde in dieser 'Frage nur rein constiluliolicll verfahren und chcr das Land verlassen, als seinem auf die Verfassung geleisteten Eide entgegenhandeln. Diesem Schreiben sollen auch noch höchst interessante, die Wir>en in jenem unglücklichen Lande llar darlegende Aufzeich» nungen des Fürsten beigefügt fein. Die stritendcn Maurer in Berlin haben am 14. d. neuerdings den Beschluß gefaßt, die Arbeitseinstellung fortzusetzen. Von Seite der Arbeitgeber wird nunmehr bereits an eine Reform der auf das Coalitions-rccht bezüglichen gesetzlichen Bestimmungen gedacht. Norddeutsche Blätter bringen in ziemlich übereinstimmender Weise die nachfolgende Note: „Die ArbeitSeinstcllun» aen, welche sich leider in neuerer Zeit an verschiedenen Orten in Bedenken erregender Weise gezeigt haben, haben namentlich in den Kreisen der Arbeitgeber die Frage wachgerufen: auf welche Weise dem Mißbrauch der Coalitionsfreiheit wirksam entgegengetreten werden könne. Die von einer Seite in Aussicht genommene Einrichtung von Schiedsgerichten, zusammengesetzt auS Arbeitgebern und Arbeitnehmern, erachtet man als nicht genügend, um Schutz zu gewähren, und man geht deshalb mit dem Plane um. in allen Theilen Deutschlands anzuregen, durch Petitionen an den Reichstag denselben zu veranlassen, gesetzliche Schranken zu ziehen für diejenigen Fälle, in dencn die gegebene Freiheit überschritten werden lann." Von der Ministertrisis in München weiß die „Postztg." zu berichten, daß dieselbe nun gelöst sei. Graf Hcgncnberg - Dux sei Minister deS Aeußeren und des Handels; das Verkehrswesen komme unter eine Gc-neral-Dircction, das indirecte Stcuerwesen unter das Ministerium des Innern, der technische Unterricht unter das Cultusministerium. Schlör und Braun schcidcn aus dem Cabinet aus; Iustizmimsler werde Ober-Äppclllaih Decrignis, das Portefeuille des Innern werde Pfcnssir übernehmen. Erzbischof Kettet er von Mainz fol! mit einer Mission des Fürsten Bismarck nach Rom gegangen sein. Dieser Prälat war bekanntlich einer der hartnäl-ligsten Gegner der Infallibilitätserllärung und halte sich feinerzcit dem Papste zu Füßen geworfen, um die P>o-mulgirung des genannten Dogmas zu verhüten. Wie es heißt wollen die deutschen Bischöfe gelegentlich ihrer diesjährigen Zusammenkunft in ^ulda im Sinne des Hirtenbriefes dcS Bischofs von Ermeland gegen die Entschließung der preußischen Regicruna in ?er Braunsbergcr Angelegenheit als gegen cinc Bcr» letzung der der latolischcn Kirche im Artikel 15 der Verfassung garantirtcn Scllistständigk^it Protest einlegen. Die Argumentation ,nht dahin, daß der Staat verpflichtet sei, einen Reliqionslehrcr. zu dessen Erncmnmg die Ni88i0 OÄuouica, d. h. die bischöfliche Approbation, unentbehrlich gewesen, nach Zurücknahme dieser Approbation wieder aus scincm Amte zu entfernen, eine Pii« funa der Gründe aber. weshalb die ^li^io nmomcÄ zurückgenommen worden, dem Staate nicht zustchc. Ueber die V e z i c h u n g e n zu Frantrcich äußert sich die ..Prov. Corr." ganz in ähnlicher Weise wie wir gestern seitens der „Spencr'schen Ztg." berichtet. »Die Ausführung des Frankfurter Frie-d e n s", so sagt das Blatt, „nimmt nicht den schnclkn, regelrechten Fortgang, welcher um so mehr a/hofft wurde, als dcutfcherfcits den französischen Wü»sclnn möglichst entgegengekommen wurde. Die französische Regierung wünscht die beschleunigte Räumung durch ZahlungSanerbietungen unter Vcllürzung der V »Nags» fristen. Man müsse jedoch darauf achten, daß die angebotenen Zahlungsmittel ein? volle Zuversicht bieten. Eine baldigst ^befriedigende Lösung der Frankfurter Verhandlungen sei dringend nothwendig, so wie laß mqn in Frankreich die unablässigen Hetzereien zur Ruhe verweise, welche den Frieden gefährden. Die Räumung der fran» zösischen Gefiele werde m dem Maße fortschreiten, als Franlreich seinen Verpflichtungen genüge. Da die französische Regierung angeboten hat, die dritte halbe Milliarde schon nächstens zu zahlen, so sind Anordnungen getroffen, um eintretend!» Falls mit der Räumung dcö französischen Gebietes vorzugehen. Zunächst würde die 2. und 22. Division zurückkehren. Auch die Räumung der Forts ist in Aussicht genommen. Selbstverständlich müßte die Erfüllung der entsprechenden französischen Verpflichtungen vorausgehen," Aus Vorstehendem ist zu entnehmen, daß die seitens des französischen FmanMnistcvS eingeleiteten Ver» Handlungen gescheitert, die angebotenen Wechsel zur Zahlung dcr dritten halben Milliarde zurückgewiesen sind. Der Minister hatte aus dem Entgegenkommen Mantcufels und Waldersecs's vorzeitige Schlüsse gezogen, und daher die uerfnihlc Meldung von Räumung der Forts. Jetzt hat sich Frankreich erboten, die Summe bar zu zahlen und soll damit thatsächlich bereits begonnen haben, Dem gegenüber zeigt auch Preußen sich entgegenkommend, trifft Vorbereitung zur Räumung und hat den Grafen Arnim zur Wiederaufnahme der FricdenSverhandlungcn nach Frankfurt entsendet. Cs sind da noch mancherlei Schwierigleiten zu beheben, so will Frankreich z. B. die zollfreie Einfuhr Elsässer Erzeugnisse nicht gestatten, auch andere Begünstigungen nicht gewähren, welche Deutschland zur Erleichterung des Ucbergangcs der neuen Provinzen ans Reich fordert. In dcr Sitzung des Gemeinderathcs von Paris, in welcher die Anträge des Präfccten (die Aufnahme einer Anleihe von 35)0 Millionen und die Consliluirmig eines Deficits von 60 Millionen) angenonumn wurden, besprach Main - Targc (früher Redacteur des ,.Ar>enir national") ebenfalls die Lage von Paris. Derselbe wies darauf hin, daß das Deficit für 1872 nur dann vermieden werden kann. wenn die Stadt wieder in ihren normalen Zustand zurücktrete. In diefem Augenblicke fehlten in Paris 100.000 Leute, die verzehrten, und anstatt .diese anzuziehen, bemühe man sich, noch eine weitere Auswanderung hervorzurufen. Allain - Targe will die Frage nicht vom politischen Standpunkte aus beurtheilen ; aber seine Pflicht als Mitglied des OrmcinderalhcS zwinge ihn, die Thatsachen auszusuchen, welche sich der Wiederaufnahme der Geschäfte entgegcnstcmmen; er be-statist, daß die Pariser Industrie, obgleich sie weniger Aufträge hat als gewöhnlich, dieselben doch nicht alle ausführen lann, da cS ihr an Aibcitcrn fchlt. Main» Targe fragt, wo diese Arbeiter seien, beantwortet seine Frage jedoch nicht; doch jeder begreift, daß er sagen will, die Aushebung dcS Belagcrm,gez>istandcS sei eine äußerste Nothwendigkeit. Die Frage betreff? der Rück' lehr der Nationlversammlung nach Paris berührte Allain-Targc nur leichthin, obgleich sie für Paris jedenfalls die wichtigste ist, da, wenn die eigenen Vertreter des Landes sich nach der Hauptstadt zu kommen fürchten, die reichen Franzosen sowohl, als auch die Fremden derselben jedenfalls fern bleiben werden. Wie es heißt, foll die N a ti o na lversam m-lung in vierzehn Tagen ihre Ferien auf zwei Monate antreten. Vorher wird man noch über das berichtigte Budget, über die Frage betreffs der Verlegung der Hauptstadt Frankreichs und über die betreffs dcr Verlängerung der Gewalten des Herrn Thiers entscheiden. Der Chef der Executiogcwalt soll auf den Wiederaufbau dcr Tuilerien bestehen und deshalb zwölf Millionen von dcr Kammcr verlangen wollen. Mit dein von Lacretclle eingebrachten Gesetzcntwmf bezüglich der Einführung des unentgeltlichen obligatorischen Schulunterrichtes ist die clerical«: Partei durchaus nicht einverstanden. Sie nimmt für die Familie das Recht in Anspruch, die Kinder auch in der Unwissenheit heranwachsen zu lassen, wenn cS den Eltern also beliebt. Die „Union" versteigt sich sogar zu dcr Behauptung, der obligatorische Unterricht sei die „Kncch-tung der menschlichen Sccle." Ebensowenig wie die clericale Partei von der allgemeinen Schulpflicht, will Thiers von der allgemei« nen Wehrpflicht wissen, wiewohl die mit der Reorganisation der Armee beschäftigte Commission bcino^ einstimmig sich für dieselbe anSgesprochci, hat und lci< ncSwegS entschlossen scheint, in diesem Punkte Herrn Thiers nachzugeben. Außerdem will Thiers nebst der seitherigen Conscription das CinstandSiystem. sowie auch die, allerdings gründlich rcorganisitte Nalionalgirdc bei. behalten. Der neue Erzbischof von Paris hat unlängst in dcr Versammlung cincS religiösen Vereins cine Rede gehalten, über welche alle Legilimistenblatler außer sich sind. Der Erzb,schof sagte darin unter A"dcrm: „Wir sind zu Darüber kann kein Zmcifcl scin >. wir wollen die RcpU' blil, die ehrliche, gerechte und eines c,roßen Volles wür« dige Republik. Nicht dcr Name verführt uns, wir trach« ten nach dem Wesen der Sache. Die neue Republik muß die Republik Aller sein. cS dürfen in Franlleich leine Parteien existiren. Es gibt nur noch Brüder, Freunde. MlMllill. Ueber den Mond. Von Hcinricb v. Uittrow. (Fortsetzung.) An der Spitze dieser würdigen Männer der Wissenschaft, die eben der Selenographie kostbare Dienste geleistet haben, stehen ohne Zweifel die beiden Astronomen Wilhelm Beer und Dr. Johann Heinrich Mädler in Berlin. Die herrliche Mondlarte, die wir ihrem uner. müdlichcn Fleiße verdanken, ihnen, die sich die Erforschung dieses Satelliten der Erde zur Aufgabe gemacht haben, stellt uns den Trabanten der Erde so dar, wie er uns. durch die besten Teleskope betrachtet, im Voll-monde, wenn er von der Sonne ganz beleuchtet «st, er« scheint. Es mußte dieser Moment seiner sogenannten S y« zygien zur Darstellung gewählt werden, weil sich da die wandelbare Luna noch am längsten constant bleibt und mit Hinweglassung aller dcr Schatten, die, wenn die Sonne für den Mond im Mittag steht, am kürzesten sind. das Bild am treuesten wiedergibt. Als Symbol dcr Unbeständigkeit, als welches der „wechselnde Mond" schon im grauesten Alterthume galt. wo er überdies noch ImiH nisnäax, der lügnerische Mond hieß, weil cr die Form emes großen römischen 0 annimmt, das clonus bedeuten könnte, eben wenn er im Abnehmen begriffen ist. und jene des großen römischen v, äsor^oeuZ, wenn er hingegen zunimmt; als Symbol der Unbeständigkeit hat er dennoch so viel Geist beständigen Widerspruchs, daß er uns immer nur eine Seite zuwendet, und dies in Folge der gleichzeitigen Rotation um seine Achse während der Zeit, die er braucht, um einmal um die Erde zu rotiren. Diese eine uns nur sichtbare Seite des Mondes, sehen wir auf dieser Karte getreu und deutlich dargestellt; eine Arbeit, die 19 Jahre ununterbrochenen Fleißes in Anspruch nahm. und die zugleich die kostbarste Basis für alle ferneren Forschungen liefert. Wir wollen diefe Mondlarte ein wenig näher betrachten : 1. Muß man sie umkehren, um fie dem Monde gleich zu stellen, wie wir ihn mit freiem Auge sehen, weil sich die Astronomen bei der Aufnahme dieser Karte, ttinls terrestrischen Oculars bedienten, wodurch die Te< lestope an Lichtstärke verloren hätten, sondern des astronomischen, das die beobachteten Gegenstände umgekehrt zeigt. 2. Wurde er mit einem Netze von Meridianen und Parallelen überzogen, theils um so genauere Anhaltepunkte für die Aufnahme zu haben, theils um die verschiedenen Punkte nach Länge und Breite zu bestimmen, wie wir dies auch auf unseren Landkarten mit Vortheil eingeführt haben. 3. Wurden zur näheren Vezeichung der Mondoberfläche, seiner Höhen und Tiefen die Namen von alten Classikern, von Mathematikern, Astronomen und Philo-sophen gewählt und daher findet man auf der Mond-kartc die Stellen: Arago, Aristoteles, Archimedes, Vessel, Biot, Bode, Bradley. Kopermtus, Dollond, Enkc, Euler. Flamsteed. Franklin. Gallilei, Herodot, Herschel, Humboldt, Kepler, Lalande, Leibnitz. Linse, Littrow. Neper, Newton, Piazzi, Plinius, RamSden, Riccioll, Saussüre. Schröter, Struve, Thales, Tycho, Wollaston u. s. w. 4. Die sichtbare Scheibe dcs Mondes hat man in seiner freilich noch sehr unvollkommenen Topographie nach Art unserer Erde in Meer und Land getheilt und den Meeren wie den Ländern ihre eigenen Namen gegc» ben, einige davon unseren Benennungen dcr Erdlhcile entlehnt, weshalb wir auch dort ein mittelländisches, adriatisches, todtes, und Eismeer finden, und überdies noch andere Namen, wie mäl6 «LreuitHtiä, mar« «om» worum u. f. w. Gebirge mit den Namen Alpen, Karpathen, Cordilleren, Taurus. Der beständige Wcchsel des Mondes wurde zwar schon in den ältesten Zeilen bemerkt, berechnet und zur Zeitbestimmung benutzt; man bildete nach diesen die Monde oder Monate; weil aber die Dauer von einem Neumonde zum andern beiläufig 27 Tage und 12 Stunden beträgt, fand man auch diese unbequem, und legte sie bei Seite, so daß der Mondmonal jetzt nur noch für die Astronomen und für die Kalcndermacher, wegen der auf diese Zeitrechnung begründeten kirchlichen Feste, ein Interesse hat. So bestimmt z. B. die Mondesphase am Neujahrstage den Fasching, die Fasten und das Osterfest. (Fortsetzung folgt.) Literarisches. Nationale Eiferer und österreichische Pessimisten von Karl Abani. — Verlag von Karl Prochasla. Leipzig, Wien, Teschen. Preis «0 kr. Die Enleilung gibt nachstehende Darlegung des Inhaltes und Zweckes dieser für das t. l. österr. Militär geschriebenen, doch auch die weitesten Kreise interessireuden Broschüre: 1383 Kinder desselben Vaterlandes. Das ganze Land hat die Republik angenommen, möge dieser Republik das Bild unscreS edlen und ssroßcn Bandes cüugcplä^t sci»." Wenn Moilsiqnore Gniocrt wirklich so dents, wird er in Paris ball) sehr beliebt sein. DaS „Paterland" erhält, wie schon ycslcrn lclc-graphisch erwähnt, hinsichtlich der L a s, r der O i u g e in Frankreich eine cia.eulymnlichc Miliheilunss, dic das Blatt mit Rücksicht anf die vortreffliche Qnell^ scincn Lesern nicht vorenthalten will. Dnnach besürchlcl man in Frankreich einen neuen E o n p der Nadi-calen. Dusmal soll cs die jacobinische Republik ftin. Man glaubt nämlich Anhaltpunkte für den Vcrdacht zu l^abcn, dasi Gl"nbrtt<' nach der Vertaaulic, der Nalioual-vcrsammluna ,m Verein mit einigen demoliatlschcn Generalen n>>en Han^invich auözusühi'e!, bcabsiäitigt. um Thiers ^n bcsc!lil,ttl und die Oirlalur ^> sich zn reißen. Die radiale Partei zählt d.ibci auf die Mitwilkuna, der vlrbcitcr in d?n vcrschicdenen lVlädlcll, die cinc solche „rothe N^publil" als ein UchcrgancMadnml ^lm „Nr-l'eitcrstaat" llbhaft unterstützen wlirde». Die „Patric" halle kürzlich sskincl^ct. daß Schwcdäu. Dänemark und Holland nach P^rsbmg Enthüllungen übcr ali^cblichc Äismarck. s ch c Pläne znm Nachtheile der Autonomie der nc» nannten Länder gemacht hätten. Dem gcgcniwcr bcmclll Nllil die Kop.'nha^ener ..Bcrlin^schc Zcitun^," daß dksc Nachlicht, ivcüilistci'6 wiö Däncnmrk angeht. Vollständist ans der Lust gegriffen sci. Die „Agcucc Hauas" v.'röffcntliäit ein Schreiben aus Versailles, welches das angebliche Project einer Zusammen t n n f t Lord Oranvillc's, des Grasen Beust und Thiers' wcgcil der orientalischen Angelegenheiten dcmcnlnt. Im Canton Narg an i,'t ein ncu^s Wahlgesetz mit der Vcstimülüüg. dah jeder Geistliche sich nach scch? Jahren einer Wiederwahl nntcruchc!, müsse, mit 20,000 gegen 1^.000 Slinimen cz>,sscnununcn worden. Dies ncnc Wahlgesetz ist hauptsächlich gcgen das Nufehlbartcilö, dogma gerichtet. Die „Times" mcldct: der Kaiser von Nnß. land habe dc:n frcn^ösisclicn ^olfchaftel-, Gcneral Leflo bci G^lcgenhcit dcr Ncberrcichnl'.g seiner Ercditive mitgetheilt, daß zwischen Rnhland und Dmtschland keinerlei Vertrag bestehe. General Lcflo ist von den ihm zn Theil a,clr>c".dcucu Empfanac befriedigt. Eslhnisä,!.', licvläüdisch: nnd lctlische Prolestant.li. ferner in R'chland vc!,ucile^de Amcrilan^r und Qliäckcr habei, dein Fürsten Gort schal uff dnrch cine Deputation P.'iitiun'n überreicht, in denen sie grüßcrc Ans» dehiiung d^r Olaudcnsfreih.'it begchlc». Ihr Verlange!,, daß diese P titiuucn dem Kaiser übcigcbcn weiden mögen, wnrdc mit dem Bemcrlen a'^clchut, daß Rußland ohuedics Olaubcu^sreiheit iin aus^ehnleslen Maße gewähre nnd daß namentlich cine nan Au^läiideru h,r-rührende Pclilion ans dicscm Gebiete ninsowcnigcr acccptirt werden könne, als ein solcher Schritt einer fremden Eiinnischunl, in inländische ^lngclc^nheitcn gleich- Da^ ., «^ i o r n n l e di R o m a " w!ll il'isscn, dc>ß ncne Na, mm für die Papstwllhl bcuolstcl!«'!', und zwa» allgemeines Wahlrecht n.,ch Pfarreien/ di^ Listen seien dnrH die Bischöfe einzusenden, die Eiösf-nnng der Listen, suwic die Vcrli'mdi^ma, c,folc,t durcli das Concluu.". (?) Dies Mlcs sci dcr Wille des Papste, dcr sich auf stine Unfchlbait it bcrnfc. Die Gcrüchte über die Unpäßlichkeit des P a p st c i, sind rinem römischen Telegramm der „Prcssc" zufolge unbegründet. Das V.finden Pius IX. sci n!r b.'sftr gewesen als jetzt. Dcr Papst sclosl tialie ;u einc«- v^r. lra»t:n Peisöüüä.k'll geäußert, er vrdantc dies seiner Enthebung von den RcgicrungSsorgen. In Rom haben dem He,kommen gemäß viele Gläubige zu öhr.n des Maria Himmelfahrt^ - Festes illn!„i!,irl. Es f^nd „irq^,ds eine Störung der Ruhe statt. Eine Eorrcspondcnz a,,<> Madrid bericht'!, daß alles für eine baldige call > stis ch c Erhebung vorbereitet wird. Wenigstens ylaubi man in Navarra daran, In Madrid zählt man so etwas anch nicht zu den Un-moglichkcile.i. A,?cr man bl allgemein, das Fchlcn der nütl)igcn siuan;icllen Mittel wcrdc di vo.u 14. August d. I. die Er-nchluüg von zwei UiNergymnasicu mit slavischer Untcrrichls-sprcichc ans Stacitölostcn iu Mähren, und zwar im Norden und l,u Westen dcs Landes, wobei Wallachisch-Mcsentsch und Trebitsch in Aussicht geuommeu sind allcr-gnädigst zu genehmigen geruht. — Ihre k. Hohcilcn dcr durchlauchtigste Herr Erz. herzog N aine r und die dinchlauchligstc Fr^u Erzherzogin Ma rie sind am 14, d. Nachmittags in Oraz ci'.lgelroffen und fuhren hicranf in das gräfliche Schloß nach Eg'gcubcrg — (Personalnachrichtc n.) Se. Exccilcnz der Nclchökanzlcr wird, wie cs scheint, am 2!i. d. M. Gastein uerlasseu. — Se. Erccllcnz dcr Iustizmmistcr wird nach etwa 14 Tagen von seiner Erholungsreise zurückerwartet. — (Ausrüstuna.swesen-Enquötc.) Die vom ungarischen NeictMgl: zur Verhandlung des Nudqcls filr das gcmciusame Heer pro 1«2 cutsendetc Eounnission faßte mitcr anderem die Resolution, daß die Einberufung ciucr E»c,u5lcco,ulmssioi, zu veranlassen sci, welche — a»ßcr dcn, -Ucvolluiächligic,, deö Kricgsministcrö — aui^ jc- cincm Ver-trc'cr dcr Haudclö- und Zinau^miuiskr dcr beiden Staals-gcluctc, sowle der Wiener und Pchcr Handels- und Gc-wcrbclaulmcr zu bestehen, nach Einvernehmung vou Fach< manuern über das ganze A„örüstm,a.swchu (Monlur Nn-stuug. Fcldregliisilcn, Bellcxsorlcn, 'ärziliche und Spilals-rcqml.lcn betreffend) einen erschöpseuden Acrlcht zu erstatten und cmc Wohlüiciunng abzugeben hätlc. Der Termin zum ^ulammculillt der gedachten Enq>u'!ccommission, bei welcher cm General dcn Vorsitz fuhren wird, soll chcftcnö bc-Ittnlinl werden. — (Postalis ch c s). Seit I. August d. I. können Eorrcspoudcuzkarlcu z„r Versendung von schriftlichen Mmhelluu^u nach Belgien, Däncmarf.' «roßblilnn' nleu,^ den Niederlande», Norwegen, Portugal, Schweden, der ^chn'eiz, Cpanieu und deu'Vcrciuigtc» Staate,, r»m Rordamerila l'e»ützt werd.>n, weun für'dieselben das für einen clusachen sranlirle» Vrief »ach den genannten Växdcru lavifmäßig seil^esetzie Po>lo im vorhinein cuttichlcl worden ist. Dieseö Porlo beträgt sür Briefe nach Vclgieu, Dä^ nemark, den Niederlanden und der Schweiz 10 kr., nach Großdrllaunie» 13 kr., nach Norwc^nund Echwc den 15 kr. m,ä) Portugal und Spanien -lO >r, nach dcn vereinigten Staaten von Nordamerika viu Bremen odcr Haniburg 1. Wir constalircn aus dcr Nichlung, welche aerade Navlsche Schriftsteller in neuester Zeit annehmen, und ans !«' .?"" ^ !"^"' s'' U' ^' ll'vi.chen Welt finden, da V rh,„d^s,„ ^s^,^,^^. ^^^ ^^ ^en Oesterreich Wtr scheuen uns nicht, die Lage Oesterreichs, ohne das Auge fc.gc zu schließen, zn überblicken: wir zählen aleich-!am nnsere Feinde. «..r .?' c>^^ "«suchen nachzuweisen, daß dcr so^euaume zerfall Oesterreichs, dic jäinmerlichcu Vcrhäliuisse, die iu oen wandern dieses Staates herrschen sollen, vielfältig übcr-Meveu werdeu; daß mehr dcr Egoismus ciucr gewissen "a^e sa scher Il.lcUigeuz, als derbern dcs Volles, der der 3.s ^« dcö Bandes das 2vichtigstc beiträgt, von der öster^is'!^^^" Dcujcuigcn, welche aus die Leitung eine wachsn^ 't.'l^?^^^ enlschcideiiden Musluß haben, als Auße. culsch^ ^'?^'"de. abcr sowohl nach Junen Politik; «ußerste Waamß nicht scheuende Acrcitschast, den G^n, ? °'?"^" Slaatöidec uud die blicken entgeacu .u t,e ' "" "nlcugdar drohen, iu Äugeu-schwach siud, damit nich 'dur^ ."„"^ ?"'l)m uud wo sie liche Lage für dcu ""e «hu. französischcu Armce bei Eed"^^"^" ""^ wie jene dcr 4. Wir brinacn de» '> r >- ^ Schrift theils dem Sinn ^ >'' F a dcj cw'scheu wir lasfcn diesen unscru Gcq» ',./'''' ^""laulc nach; sondern bringen schon im ^sam..^ ,'"^ "hl^. «usredeu, Einwürfe ge en olchc seiner ^^''^ dcrsclbcu jcue duld des Patrioten ohne Widers vermöchte. ^ '"chl z>, cr!ra,',^i ü. Darauf versuche» wir, und zwar, wie wir glaubeu, '"" Evsol^, uachzuwciseu, daß wir zu einer active.,, euerglfchcu, ;a offensiven Politik theils schon treffliche Au-lagcu de,,tzen, theils in letzter Zeit enuugcn habcn; endlich zahlen wlr auf: ^ / > «. Was wir noch in nächster Zeit mit Aufbieluug aller unserer .Nräfle erriugen müssen, um uns rühmen zu lounen, nichts von M' dem unterlassen zu haben, was man un Augenblicke dcr Gefahr aelha» zu haben wünscht. , / -! / o ^ Der Zweck unserer Abhandlungen ist leicht zu errathen. ^le Fadejew'schcn Schristeu predigen dcu Zerfall Ocstcr« rcich^ vlcle der ^ser Pflegen dei seiucn Äehaupluuqcu eili! gcichiilng, thcilö schaudernd uud theils srcudia diese Eocmuali.at i.i'. Auge zu fassen. Wir nun hatten einen audcrcu Eiudruck. Wlr eriuucrtcn uns au eine viclhundcrl-lahr.ge Gcschlchte, mclleicht voll Uuqcschicklichfcit uud Uu-glück, aber andcrelscttö auch voll 'Trcue, Tapferkeit ja ycl.cnmnlh; wir crumerleu uuö an die qcsuudcu Bedingungen der Erlstcuz Oesterreichs, an die Tüchtigkeit der mclstcu sclucr Völkcr, uud erkannten mit Staum», daß Oesterreich, fast seitdem es besteht, fortwährend mit Prophezeiungen scincö Unterganges dcsuugen worden war. Da kam uus iu den Sinn an dcn Zerfall Rußlands zn denken. Wir wogen die moralischen Hilfsmittel und den Zustand dcr Eultur der beiden Länder: Oesterreichs uud Rußlands; erwogen dcn Umstand, daß die kräftigen Staaten nur durch festen Entschluß, weit' seltener durch wirkliches materielles Ucbergcwicht zu erfolgreicher Action gelaugt waren; wir verhehlten uns nicht daß durch oas ganze österreichische Volk, wenn auch uuausgcsprochcn uud uude. wußt, eiue Sehnsucht nach Entwicklung staatlicher Kraft gehe, und so ist der nachfolgende Aufsatz entstanden. 15 kr. und via, Belgien und England 20 kr. Vorläufig sind für dcn Verkehr mit diesen Ländern die internen Eorrefpondenzkartcn zu verwenden und ist das Era.äuzuna,s-porto durch Aufkleben der erforderlichen Briefmarken auf dcr Adreßfcitc zu entrichten. — (Versuchter G attcn mo rd.) Vorgestern sseriech in Wieu ein Gastwirlh mit seiner Frau in Strcit. Ursache war ein Verdacht, den die Letztere gegen ihren Gat-tcn in Velreff dessen ehelicher Treuc äußerte. Iu der Erregung erfaßte die Frau ein starkes Küchenmesser und stieß es ihrem Manne mit Krast in die rechte Brustseitc. Er stürzte blulcnd zusammen und war keiner Worte mehr mächlia.. Das Messer war mehrere Zoll tief in dic Brust ciu^coru»: ge» und haltc eine ziemlich breite, lebensgefährliche Wunde zurückgelassen. Dic Vcrbrccherin, welche der kurze Zeit darauf erfchicueucu Eomnnssion ein rcumüthiges Gestandn iß ablegte, wurde dem LandcSgerichte eingeliefert. — (Dem Programm des V. Chirurgen-tages,) dcr am 26., 29. uud 30. d. M. in Salzburg abgehalten wird, zufolge, gelangen am ersten Vcrhandlunat«-tage folgende Gegenstäude zur ösfentlicheu Besprechung: a. Welche Stellung nehmen die Wundärzte ein gegenüber dcr im Zuge befindlichen Sanitäts-Rcsorm im Allgemeinen, uud welche habcu sie speciell einzunehmen gegenüber dcu, Neichs-Sanitälsrachc, dcn Landes- und Bc< zirks-Eauitätscollca.icn, sowie gegenüber dem crst iuö Ledcu zu rufenden Orts-Gcsuudhcitslalhc? d. Krankheiten der Schullinder, deren Folgen auf dcn Schulbesuch uud aus die Mortalität im schulpflichtigen Alter. Pvtschlüa.c zur Vermiuderuuss dcr herrschcudcn Ucdclstände. 0. Die Mittel zur möglichsten Behebung dcr Nothlage von Eani-tälspcrsoucn in Zcittn der Enoctb?unscchia.leit, sowie zur Vorsorge für die überdliebencn Familienglieder nach dem Abstcrocu dcs Ernährers. — Äm zivcitcn Tage wird die Impffragc in folgenden Punkten verhandelt werden: — a. Ist die Schutzpocken - Impfung wirklich ein Mittel zum Schutze gegen die Blattcrntranlhcil? d. Sind dic öfter wahrgenommene,, sogenannten iiblcn Folgcu dcr Impfung durch dieselbe wirklich dcoingt? Siud si- zufällige? Sind sie naturnolhwcndige? o. Wie siud rvcnlucll solche, auö dcr Impfung erwachsende Folgen zu verhüten, ohuc dic Impfung selbst aufzulassen? 6. Wenn die Echutzpockci,-Impsuug alö nothwendig oder zweckmäßig auerkcmut wird, soll auch der gesetzlich 'bestehende Impfzwang aufrcchl erhalten werden, nnd wenn nicht, welche Mittel wcncn geeignet, die Schutzpockcn-Impfuua. dcnuoch zu verallgemeinern? o. Welche Wünsche bcstchcn ärztlicherseits'in Sachen der Impfung, insbesondere mit Rücksicht auf dcn im Auftrage der Behörden dcn Landärzten auscrlegtcn Impfzwang? s. Wenn die Impfnug als ciue hygienische Maßregel anerkannt wird, welche Impsmelhode ist die beste und warum? ^. Kanu die Impslymphc aufbewahrt werden uud wie? Welche Erfahrungen wurden bisher vou dcu Eollcgcn in Sachen dcs Bczugcö der Lymphe abmacht ? (Für diese aus dem praktischen Leben gegriffenen höchst wichtigen sanitären Fragcn werden dic Herrcn Thcilnehmer ersucht, so vicl Ersahruiigsmalerial mitzubriugcn als nur möglich, damit dcu respective,, Ächörden dic aus dcr Praxis erwachsenden wahren Belege erbracht werden können.) — (Häuser aus Gußeisen.) Am 7. o. hat cinc städtische Commission in Pest sür den städtischen Slciu-aussehcr die Herstellung eines Hauses auö Gußeiseu beantragt, wclchcs zwci Zimmer und cinc Küche emhaltcn soll, und sammt allem fix und fertig nur auf 600 sl. zu stchcn kämc, während dasselbe, auö gewöhnlichem Material erbcmf, 1500 st. Kosten verursachen würde. Es wurde erwähnt, daß sich Dr. Neuhoffer ein solche?, auö Eisen coustruirleS Gartenhaus aus England kommeu läßt, um, so bald Gelegenheit geboten wird, sich von dcr Zweckmäßigkeit solcher Häuscr, welche von iuucn mit Holz verschalt werden, überzeugen zu löuncn. — (Mit gleicher M U n z c,) Kürzlich kam iu das Gauz'sche Gasthaus in Pcst ciu Hoiwcd, wclchcr dort eine Zeche von 22 Kreuzern machte. Auf sein militärisch gerufenes „Zahlen!" erfchien auch sofort der betreffende Zahl-lelluer, worauf der Honvcd seine Zcchc angab und mit militärischer Gravität eine Kossulhbanknole von zehn Gulden auf den Tisch legte. Der einen Moment überrascht gcwefenc Zählkellner steckte diese Kossnlhnote ruhig ein uud gab dem Honvcd cincn Fünfer, 2 Stück sl 2 fl.', dann die Hälfte und ein Viertel einer Eiuguldenuotc, ebenfalls lauter Kos-sulhnoten vom Jahre 184U-49 und drei Kreuzer zurück, was mit den verzehrten 22 lr. zusammen 10 fl. crglbt. Nun war wieder der Houved seiucrseils cincn Moment überrascht, packle abcr die erhaltenen Kossulhiwtcn zusammeu, zählte prüfend nach, ob er auch nicht zu wenig Zurück erhielt, und cnlfcrulc sich mit stolzem, kriegerischem Auslande. Ob der biedere Vaterlaudsrerlhcidiger mit dem Reste seiner Kossulhnolcu dasselbe Glück haben wird, steht sehr in Frage. — (Dom brow Ski,) der Obergeneral dcr Commune, soll in London angekommen sein. — (Die Eröffnung der Vi on tccn is-Babn) ist, der „Turiner Ztg." zufolge, politischer Ursachen weaen auf uul'cstimmlc Zelt vertagt worden. ^ — (Nachrichten aus Eaprcra) ,usolae bat sich der Gesundheitszustand Garibaldi's verschlimmert M-c,ottl wurde telegraphisch nach Eaprera berufen. /.- 7" (6lPl°s!0N.) ^ Gejänauisse vou Msto" (PennMama) fand cinc Explosion statt wobei ciue P'cr-son gclödlet wurde; 1l! Eingekerkerte siud'unter dc» Tlli'»-mern begraben und dürften wahrscheinlich erstickt sein. 1384 — (Aus Frankreich,) Wer hätte geglaubt, daß sich je eiu Geld- oder sonstiges Vedentcn gegen den Wiederaufbau der Turlerren, des bedeutcudsten geschichtlichen und architektonischen Denkmales der französischen Nation, geltend machen könnte; und dennoch bedürfte es der nachdrücklichsten Forderung Thiers', um von der widerstrebenden Kimmer zwölf Millionen Francs zur sofortigen Inangriffnahme des Baues zu erlangen. Das Verhör vor dem drillen Kriegsgerichte zu Versailles hat ergeben, daß jenes Pelroleum, womit die Com-munistcn Paris in Brand gesteckt, ursprünglich von Seiten der Regierung der nationalen Vertheidigung für die Deutschen bestimmt war. Die französische Regierung hat drei Millionen für die Armen der Stadt Paris zur Verfügung gestellt. Dieselben sollen zur Brotvertheilung verwendet werden. Unter den ärmeren Klassen herrscht großes Elend. — (Keinc (5 holera in Londo u.) Die „Times" widerruft, daß in London ein Fall von asiatischer Cholera vorgekommen sci. Locales. — (Die aus Anlaß des a. h. Gcburts-fcstcö) veranstalteten öffcnilichen Festlichkeiten waren vom besten Netter begünstigt. Der schöne, milde Abend vereinigte sowohl im Caslnogarlen, dessen Illumination wirtlich prächtig war, als auch im Garten zu Leopoldsruhe, der ebenfalls sehr hübsch dccorirt war, zahlreiche Mcuschen-masscn, die sich dis in dic späte Stunde ungetrübter Festfreude überließen. — (Der Z it her mcister Herr Omnlctz) fand gestern mit feinen gediegenen Leistungen im Stern-gasthansc w^hk'erdiciitcn Beifall. Hoffentlich bietet Herr >i?mulcy, der gestern vorläufig zum lctztcn male austral, bald wieder Gelegenheit, uns an seinem Spiel zu erfreuen. — sIohann Mihclci ö), ei» blödsinniger Vursche von 16 Jahren, hat sich aus dem Mlcrnhause zu Zabukuje, Bczirt Laiback, vor 38 Tagen entfernt und ist seit dieser Zcit spurlos vcrsänvundcn. Dic Angehörigen bitten, vor-loinincudcn Falles dcn Burschen in seine Heimat zu schicken. Derselbe ist noch daran tennllich, daß lhm die Vorderzähnc fehlen. — (Schadcnfeuc r.) Äm U. d. M. Abends brannte in Auen, Bczirl Gurtfeld, das Haus Nr. 1« nieder, einem in Ralschach beschäftigten Wagner H, gehörig. Nur schnelle Hilfeleistung der Ortsbewohner und aus Fichtenwald hinderten die weitere Ausbreitung des Feuers. Nach den gepflogenen Erhebungen ist die Vermuthung nahe gelegt, daß die Fran dcs Eigcnthümcrs das Feuer gelegt habe, um tnc Asscclirauzgcdühr, dic weit höher ist, als der Werth dcs lncdcrg.-brannlcn Hauses, zu erlangen; letzterer beträgt nämlich unr 200 fl,, das Haus war aber um 400 fl. versichert. Es ist dcshalb die gerichtliche Untersuchung cingclcilet. — (Anö dcm Amtsblattc.) Äm 6. September OsfcrtverHandlung beim Marincspital in Pola wegen Uebernahme und Lieferung der Vcrköstigung für die Kranken, das Wärlcrpersonalc und dic Eommaudirten. — Beim hiesigen Landcsgcrlchle crlicgen verschiedene, wahrscheinlich von ciucm Dlcdstahl herrührende Gegenstände, deren Eigenthümer sich binnen Jahresfrist melden wollen. — Die Jagd der Gemeinde Mmcrdorf in der Wochcin wird am 23. August in der Amlökanzlci zu Radmannsdorf verpachtet. — Beim Klagcnfurtcr Laudeögerichle ist die Stelle eines Adjuncten zu besetzen. Bewerbungen bis 31. d. M. — (Veränderungen in der Landwehr.) Ernannt wurde zum Oberlieutenant Otto Höffern Mtter von Saalfeld beim krainischen Landwehrbataillon Laibach Nr. 23; Ucbersctzt wurde: Hauplmann II. Classe Anton Vicif aus dem Stande dcs krainischen Landwehrbataillons Graz Nr. 17; in den Stand des steiermärlischen Land« rochrbataillons Marburg Nr. 49. — (Die Trie st er Ausstellungsangelegenheiten) gestalten sich, wie die „Tr. Zlg." vernimmt, gut. Die Zulassungsgesuche mehren sich. Durch eine zwischen dem Triester Kimstvercin und denl Eentralcomitä der Ausstellung getroffene Vereinbarung, wonach Gegenstände, welche für die gleichzeitige besondere Ausstellung des Kunstvereius bestimmt waren, der allgemeinen Ausstellung überlassen werden, verspricht man sich eine große Reichhaltigkeit dieser Abtheilung. Es heißt, man wcrdc bci dieser Gelegenheit zum ersten male eine werthvolle Sammlung römischer und anderer Antiquitäten, welche die Triester Commune besitzt, ausgestellt sehen. Vielleicht wird auch, was sehr wünschens-werlh wäre, ein Aquarium unseres Golfs zu Stande gebracht werden können. Ein Mitglied des industriellen Sub-z Comites bemüht sich in dieser Hinsicht sehr. (fin^cseildct. Nlttu Leidenden Gesundheit durch die delicate NcvnK'^im-l! ch, tt.-,,','v, welche ohne Anwendung von Medici» nnd ohm> »usttn die nachfolgenden Kranlhciten liesciligt: Magein, Nerven-, Brnsl-, Lnilgen-, Gelier-, Drüsen-, Schicinihaul-, Athem-, Blas,-»- und Nicrenlcidrn, Tnbcrcnlose, Schwindsucht, Asthma, Husten, Unurr-daulichült. Verstopfung, Diarrhöcu, Schlaflosigleit, Schivache, Häiuorrhoideu, Wassersucht, F',el,cr, Schwindel, Vlntanisteigcn, Ohrendrause», Uedelleit und Erbrechen sellis! währeno der Schwan-qcrschaft, Diabetes, Melai,cholic. Abmagcriing, Nheninaiioliuic«, Gicht. Bleichsucht. -- An<<;ug a:iö 72,000 Certlfieaten iid,r Ge^ iicsungcl!, dic aller Medlciü N'iderstaudcu: Üertificat Nr. 48421. Ncnstadl, NüglNii. Seit mehrcren Jahren schon war meine Vcrdanniig slcli! gcstört; ich hatte mit Mag.'nndcl» u»d Vcrschlcimung zu lainvfen, Bon diesen Nebeln blii ich mm seit dem uierzehnläglgcn Gennß der Il^v«>!)»!!n!!'l> befreit. I, i!. Sterner. Lehrer au der Voll?sch,ill', Gnscu in Steicrinart, Pos! Birtfcld, 1!». Noveuider !«7>> Hochgeehrter Hcrr! Mit Bcrquiiqeu und pflich,:i>!!iä>! lc-stütige ich die gilnstige Wi^nng der I',, v!,>«,^!,i>!>'^, >vie sie vun nie-leil Seilen belanut gemacht >'.ü,,rdeii ist. Dieseö vorlrefflilln' '.'.'l'u? tcl hat mich von rulsetzlichni Athenibeschlverdeu. besäin^-rlichein Husten, Blähhal« und Äl,'ge!,lräln!>f.'li, nwran ich laugl' ^.ihie gelitteil haue, ganz uollstäiidig l'efreit. Binceuz Siainiugcr, peusionirler Psarrer. Nahrhafler als Fleisch, mp^.t die l<!!^<',il:e" dei Cin^ich-senen mid Kindern 5!) Mal ihre» Preis iil Arzneie». In Älechlnichsen U°n > Pfund sl !,5><», I Psnnd fl ^.5l', ä Pfund fl. 4.5i<». 5 Pfimd ft, 10, I^ Psund fl. Ä). 24 Pfund fl. .'jl!. Ilev,!!^^«'!!!"^ ^l!U''<)l^l>'->' in Pulver und i» Tcll'lttl>!l >nr 12 Tnsseü fl. !.'»>, 24 Tnssen fl 2,5><», ^« Tasseil fl. '15,", in Pnl^'r snr 12» Tassen fl. 10, siir 2^ Tassen sl. 2<», für l.7<; Tassen st. 30. Zn bl';ich',ü dmch H!arry dn Bnrrl, ill'n ch er, in (sra; Oebrilder Ol'erra i, ;may r. i» Iini^brnck Diechll ><' ssraiil, in ^'lii^ Haselmaycr, in Pest Tor öl, in Prng ^. Fürst, in Brunn F. Eder, sonüc in allen Slätüen l>ei linlrn >'lpl)lheler!: ülid Specerrlhändlürn; anch versendet das Wiener Himö nach allen Gegei'.den gegen Postanweisung oder Nachnahme, Ncncstc Post. Ee. t. und t. Ap slolisckc Maieslät sind am 17lcn d. M., Nachmittag?, i och Ischl abgercist. Fürst ^isinarck ist vorgcstcrn Abends mit dem gch,imcnLcgations:lllhc u. ztclidcll in Gasttill ciMttoffcii. Paris, 17. Älignsl. Die „Prcssc" sagt: Das rechte Ceuttum soüdirte dcn Herzog uon Äilinale, ob cr die Pläsidcnlschaft dcr (.^ccuMi^ewult annchoien winde. Anmalc lchntc ad. „strance" nnldct: Die Commission znr Prilfuun der Ercignissc des l«. Mäi^ cuüstulirlc, daß die Prcußcn die Comitüiue liis^O. April bca.iuistia.tcn. Berslllller Ässemblee. Der Antrag Cham-brunS wurde vertheilt. Er bisaqt: Thiers wird mit dem Titcl eines Präsidenten dcr Ncpudlit die ihm am N.lcn Fcbruar ndcNragenc Function ausüben. Diese Würde bildet die einzige Abänderung des Pactes von Bordeaux, welcher auf die unbcglänztc Oauer erneuert wird. Die Nationalversammlung kcht nicht auseinander, ohne die Verfassung votirt rind promuigiit zu haben. Der Präsident dcr Republik legt durch daS Ministerium die Gcsetze dcr Ässemblee vor. präsidirt dem Milliswrathc, welcher dcr Asscmblcc solidarisch verantwortlich ist. Dic übrigen Befugnisse sind gleichlautend mit dcm Antrage Revetö, welcher den Autrag ChambrunS als VluSglcichs-basis zwischen der Linken imd Ncchtcn betrachtet. Petersburg. 17. August. Dcr Käser crthiiille dem Großfürsten wcqcn dessen beleidigenden Äcußcnii'^'li ! gegen Deutschland bei Gelegenheit dls Einplau^',? dcs , franziisischcn G^saudlcn ernsten Tadcl. Nachrichten aus dcm russischen Gouvunewcit i^l!-walki zufolge ist die Cholera dasclbst in Abnahme bc-!grifftn. In der Wochc vom 20. bis 27. Juli si»d ^ 2^8 neue (öltrantungöfälle vorgekommen. Die Gcsamiilt-! zahl dcr Ellrankuu^ci, bcträgt44Z; davon sind NiO gc-,' ncscn, 83 gesloilic,!'. Trl?q7avhisll,er INe^jV'Icl'ürs 00N! 1^, Aügllst. 5pcrc. Mitulliqn^ 6l..^> — 5>perc Melalliqiu^ inil Ä!a>' und November-^iuscn 0I.W. — 5pirc, Nalic».,! 7!i,l'l,'en 71.6» .- I8«;<)er^saa!^-Än!ehen 102.70. - Vciiü-A.l.,'^?«). - ttivdtt-Äct en iü'1.90. - Vond^i !20,65>. - Eilrel .U).,^, _ ^, s Mi!i,--Ducal?» 5.7«'/,. — Napoleoud'ar 9.63. Handel und VoUswlrthlchasllichcs. ! Woclil>,,allOwcis vcr ??aliv»all>ank. Der ;nl>tz> lln«,,i>ffe!.'e!ie Wochenanoveiö der Nnlionslll'an! ^eiiit eine M'ne Verl niehvii,!^ d»i, Äaiiliiuteii-Uinlaiisc« iil» l.2I7.!>70 sl. Dieser ^er-iiuhrnn^ »utssessc» hat j,doch anch der Ätelallschntz nin die namhafte Snllnne uc»i l,3>5>4Ol> fl. ^isienoniull». Die Siünine der Äil'lallwechs^l zeiqt sinc BernnndlNüig vmi 5>l4.K!l fl, Dtt' Cöeoüiple. hat 4l3.:ll!j fl. und dal< Darlehen mn 127,.'j»»> fl. al)-gencüil!»!,,!. Die einzelnen Daieu deö Äil«n'e>sl<< detrain: ^^n»!'' nolen'llinlanf ^!»?,«N1.040 fl.. Metallschntz l25,.5i^<»,^:'>!) sl., >» Metall ^hlliare Wechsel 23,45>8.4s>!) sl,, Ücemnple Il)«,i'.I^.?->l sl, Darlehen :j7,2!^.3>>0 fl, HZerstorbenz'. Den l 2. A ii c, » st. Lnlas Buluvnil, .^aisck'lerosol'N, alt 22 Jahre, im Civillpital au der ^nliv. Dcn I .'j. Ä u g >l st. Ter Clisadcih Dolle»,;. Grnudl)esi«;er^ ssattin, iln' .^lind niäunlichen (VeschleelNeS, all <> Stunde». nol!> j sselauft im Civilspital an Vebe»«schwäche, De», Herr» (5mci»ne< >Iaiiudi,^, l. t. ssiiiauz Commissa'r, sein .^tiud Hyacinth!', all 1!' Moncitc, in der Sladt Nr, 217 a» ssraise». — Elisabell' V»,;ar, Älagd, alt 42 Jahre, im Civilspital a» ,^ebM)vtrasie, — DrM Herrn Adols v, (5omilla, Agent in Trieft, seine Tock'er Panl^ alt i»dun>i, D e n 1 7. A u g n st, Margarelha Slerniza. IinuohneriN, alt l!.'l Ial,re, in der ^iradischavorstadt Nr. 2^ am ^ehrfieder, Trm Herrn Joses kollmanu, Spediteur, sein Kind Johanna, alt 5»",, ^>,o»a>e, iu der Kapuzinervorsladt Nr. .'» am Darmlalarrl', Maria Sullic, Kaischlcwlochler, all ^2 Jahre, im (5ivilsp>>a< am Typhus. Am 17. Anssnst >5>«><'«»»<. Ossenheimes, Kaufm., Trieft. — ^chueidei, ')>^ sonder, Preszdnrss. — Iallitsäi, ilaufi»,, mit ^ran, Preßt'"'^ — llouir, Oberst, Fiume. — Kruöic. Oeloiloü, Trisst> " Voll'eim. Kansm,, Pest - Kren, Kaufn,,, Wien ' Pclii^''' ss-orstineisler. Aiuod. - v Äieya, ilieulici-, Trieft. — Lesinl' Trieft. - Icrelm, Besitzer. Ntlai. ^ - Steiner, Trieft. Wr"^ Cudar. —^ Hänßlc, Fe!dl,,ch. Vnlic, Handelsm.. ,>lllllN'. Mad. ^ Collier, Wien. - ^uäcic, Priva,e, Krelch. ,««»T«^ ^Vl«',,. ^lauzmanu, Handel«?»,,, mit Familie, Trieft. — v. Bohr. Privat, Wien. — Friedrich, Kansm., Hsiida, Rizhe, Kaufin., Graz, Maj, »lealitalendesÜ^er, Sessana, -Schwarz, Kausm., Maz, »e«l«»,'l««'«,,.,. »«»,'. Sondel, ^berinspeclor der ssennassc' curauz, Wien. ^»««»,'4>,,. Holt, England. Mleonil^islsjl' ^l'cil,lulll,ln^l'n il» l^nilnill). tt U Mg. ?:lA X5. -4^16.«, > winoitill ! lrnuc ! I«. 2 „ N. , 7.'l!i,5.z. ^22.1, l windstill ! hn!l>heitev <>,«») l0„M. !7^i,.^ l I?-" ! windstill i sternenhell Morgens trllde, gegen Mtttag ?I»fhr!ler»ng, sonniger Nach" mittag. Aliendrclh. Windstiller Tag. Da« Tag^inilk'l l>^r Wä>>!^ -^- 1« 4", um 05" unttr drm Normale. Verantwllrtlichl-c «^daelenr: Igna, v. K lein n, a y r. ^,en 17 Angus!. Ter Gang der heutigen Börse cn:sprach dem Pcr ge»rigcn. Anch henlc wicdcr warm die specifischen gcgciistand uud'haben von Bahnuarnercn unr NaNmialdanl (770,) ^crmiobM (11^) und Bcrlchre'daul (17«) st a r l c Avancen: lag.gcn waren Rcnle n»d C'isciidalinac!^ und nedeu ,h»en noch Wieuerdergcr Zicgclfaliril (144) lebhaslcst begehrt. Papierrmte wnrdc dis geg,u S^lnst mit «0^5 gc^agt,^SUbcrrcutc mit 71,70. alsn wieder hüher qchoiidelt! Devise» dillia/' ». '7U!st?>'tetnc Staatsschuld. >..... 302.-303.- „ „ is54 (4 "/,) zn 250 ll. 94,75 95,25 .. .. 1600 zn 500 si. . . 102.50 10275 ,. „ I860 zu 100 st. . .11275 113.25 ^., .. 1864 zu 100 st. . . 139 20 139.40 Slllats-Dumiulell-Pfaudbricfe zu 120 si. ü.W. m Silber . . 125,— 125.50 H«. Grlmdrntlastunns-ObliHatiouc,«. , . F«r 109 si. l5el) Wiare ^^^«l .... zu kpTt fttt.— 87.— Vol,z,cn . . . . „ ,> 755,) ?<; _. "^°"l - - -.... « s> „ ^)W 81 — O. Andere oft.,,tt,che Anlehen HouauregiiliruugSlosc zu 5 p». Aciie« vVN BankinftUuten. Meld Waare Auqlo-üstcrr. Ban!.....^> w 357.- Banlvtrein.......22<;.- 227...> Nodcn-Ereditanstalt .... 262.— 2N8.-Ercditaustalt f, Handel u. Gew . 2^1 30 291 50 Crcditaustalt, allgeui. ungar. . , 1:4.50 1l5 — Escomptr-Gesellschaft, u, ö. . . 935. 940,-Frauco-iM'r. Äanl .... 120.25 120.5)0 Gcucralban!.......-.— —.- Handelöbaut.......155.- 155 50 Natiunalbaul.......771.— 772- Uuillubane.......27125 271.50 Prniusbllut...... - 112,— 112.25 Perlehröbanl.......176.50 179.50 «3. Nette« von Tr4,- Douau-Dampffchifff. Gesellsch. . 58b.— 588... Clisllktth-Westbahn.....230.50 231.- Elisabeth-Westbahn (Linz - Bud- weifcr Strecke).....20«.- 20«,50 Ferdmandü-Nordbahu . . . 2157 21«2,— ^inl:'.cchtn-B»rcs:r.V,^u , . 178.75 17i).- l^ ^ Meld Waars llfrl,n'.-Iasrvb«,«llbn .... 2,^l) — 210 — l?embera-L,ern.cIassyer,Vnhn . ^4... 175 __ I<,'!ovd, «fterr........>j7^._ 37^, Ocst?rr. Nordwrslbahn . . . - 1tt525 ,Silbcnbiirgcr Nahu . , , 178.75 179.25 StaalHhahu.......422,- 423,- Sltdbahn . ,......182 — 182 20 Zsld-nordd, Verbind. Bahn . 179.50 180,— Thei^Vahu.......251,f.0 252.— Ungarische Nordostbahu . . . Ili4,50 i!^4,75 llugarischc Ostbahu .... 8^!.50 90.— rrllnuoay........211,-211.25 b". Vfattdl'riefe (fijr 100 fl,) 40,g. «st, Bl,bl!N-Credit-N,lsia:t Geld Waare 'iellosbllr zu 5 Plit. m Silbcr 108 - 108 25 >to.iu33I.rilctz.zn5pCl.iuii.W. 89.50 90-«attonolb. zu 5 t>Et ö. N. . . 9l,Ü0 9180 wg.«od.-Erci).-Auft.zn5.'/,P(lt. 8<75 89.25 «. Prioritätsobli^ationen. Geld Waare 5l!s.-Wchli, in S. verz. (I. <5niiss.) 95 50 95,75 .ftrdinauds-Nordb. iu Gilb orrz. K'<, 25 1l>«,50 ^:'.z-Ies,'fthg-O^n .... !^.30 99,M l).«llrl.ru^w.B.i.G.vr,..! Vm. 105.50 —,— ^7f^-rr ?.'«ld«> Waalt Znbcnb. Bahn in Silber verz. . 91.50 92,^ slaatöb. O.i!"/«-,5.00Fr. .,,,(5m. 1415,0 142.^ sildb.O,.'!-", ^ l>00 ss,c. pr. Stück 10ü 50 110,"" 2>!bb.-O.« ^.,0 fl.z. 5"., siir K'.Osl. 90 10 9(>F ^ildb.-Vou« .lil) Wechsel (3 Mau,) O<'lt> W"" ÄugSbing sür 100 sl südd.W. 102 15 1"^ ssrauljurt a,M. 100 fl. dm, 102 30 1"2,^' Hcunbilrsz. silr 100 Matt Vauco 89 40 8!^" ^'onduu. fiir 10 Psnnd St«lmt, 121.- l2l' Pc^ii«, Ml 00 Francs . . . 47 30 ^^" ,li«ati°"?", ^"